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von esther10 26.09.2015 22:07

[b]26.09.2015

Weihbischof Schwaderlapp: Mehr über Glauben sprechen
Mehr Smalltalk über Religion


Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp hat die Katholiken aufgerufen, stärker über ihren Glauben zu sprechen. "Davon nach außen Zeugnis geben, das ist uns Deutschen noch fremd", sagte Schwaderlapp der Würzburger "Tagespost".

"Smalltalk über religiöse Überzeugungen gilt in unserer Kultur ohnehin fast als unanständig." Diese Privatisierung des Glaubens schlage auch auf die katholischen Gläubigen durch. Mit Blick auf die gegenwärtigen Debatten um die katholische Sexuallehre erklärte Schwaderlapp: "Dass eine völlige Freizügigkeit in der Moral nicht glücklich macht, wird doch immer deutlicher." In den vergangenen vierzig Jahren seien alle Tabus gefallen, "doch habe ich den Eindruck, dass die Menschen nicht glücklicher, wohl aber zunehmend überfordert sind". Schwaderlapp betonte: "Die Kirche verkündet ein positives Menschenbild: Sexualität ist eine Gabe Gottes."

(KNA)[/b

von esther10 26.09.2015 21:25

Versinkt der Nahe Osten in einem Chaos inner-islamischer Machtkämpfe?

Veröffentlicht: 26. September 2015 | Autor: Felizitas Küble
Von Frederick Kühne

Europa erlebt einen seit Jahrhunderten nie dagewesenen Zustrom von Menschen aus dem islamischen Kulturraum. Dies muss Europa als Herausforderung begreifen: entweder Europa verändert die Welt – oder Europa wird von den angrenzenden Kulturen verändert. flyerstralsund2

Erdogan schaut jahrelang tatenlos dem Morden der islamofaschistischen Terrormiliz ISis zu. Jetzt beerdigt Erdogan als erstes den Friedensprozeß mit den Kurden, welche die engagiertesten Kämpfer gegen die terroristischen Schergen stellen…



Assad verschläft vor vier Jahren die Chance seines Lebens: statt einem Nachfolger den Weg zu bereiten, stürzt er sein ganzes Land in den Krieg.

Die islamistischen Palästinenser von der Hamas feuern weiter Raketen auf Israel , ohne dass wir davon in unseren Zeitungen und Fernsehstationen informiert werden.

Assad wird von der schiitischen Hisbollah-Miliz im Kampf gegen den IS unterstützt – und natürlich vom Iran. Der Iran feierte gerade noch sein Atomdeal mit den USA, Deutschland, Frankreich und Russland… und doch dürfen wir frisch lesen, dass der geistliche Ver-Führer Irans die Vernichtung Israels in spätestens 25 Jahren kommen sieht.

Saudi-Arabien unterstützt unterschwellig den sunnitischen Terror, während der Iran den schiitischen Terror sowie die Aleviten stützt. Erdogan versucht, die Türkei zum sunnitischen Sultanat zu machen, wobei die sozialistisch-atheistischen Kurden im Weg stehen…

Christlich-jüdisches Kulturerbe gefährdet

Während Millionen Araber nach Europa fliehen und dort das christlich-jüdisch kulturelle Erbe langfristig gefährden, sollte die niedrige Geburtenrate der Europäer weiterhin mit den hohen Zuwanderungsraten und den Geburtenüberschüssen der muslimischen Araber korrelieren, schauen die reichen arabisch-sunnitischen Golfstaaten wie Saudi-Arabien dem Morden der sunnitischen Terrormilizen nach außen hin tatenlos zu. foto-dcubillas-www_freimages_com_

In Wirklichkeit billigen oder unterstützen sie diesen Terror, schotten ihre Grenzen zugleich für muslimische Flüchtlinge hermetisch ab. In vielen muslimischen Staaten Afrikas wüten ebenfalls islamistische Terrorbanden, herrschen Diktatoren oder elitäre Zirkel, die die Rohstoffeinnahmen der Länder als Selbstbedienungsläden betrachten.

Die USA ziehen sich unter Obama aus der Weltpolitik mehr und mehr zurück, hinterlassen dieses machtpolitische Vakuum den Terroristen und Warlords und überlassen Europa seinem Flüchtlingssschicksal.



“Flüchtlings-Kanzlerin” Merkel ist europaweit isoliert

Europäische Politiker in Dänemark, Großbritannien, Italien, Griechenland, Ungarn und Polen stehen der Masseneinwanderung aus fremden Kulturkreisen immer skeptischer gegenüber – mit Ausnahme der “Flüchtlings-Kanzlerin” Deutschlands…

Währenddessen droht die mühsam aufgebaute europäische Ordnung durch die Flüchtlingsmenge ins Chaos zu stürzen.

Europa und insbesondere Deutschland muss aus ihrer sicherheitspolitischen und geostrategischen Lethargie ausbrechen. Dazu braucht es kulturelles, sicherheitspolitisches und geostrategisches Selbstbewusstsein.



Europa und Deutschland müssen sich insbesondere ihres kulturellen christlich-jüdischen aufgeklärten Erbes bewusst sein, dieses pflegen und schützen zu wollen. Deutschen Politikern der jetzigen Spitzengeneration fehlt der Mut und die Weitsicht, dass die eigene christlich-jüdische abendländich-aufgeklärte Kultur vor dem Massenansturm aus Arabien offensiv zu schützen ist.

Offensiver Schutz des Abendlandes mit Israels Hilfe

Offensiver Schutz bestünde aus massiver Unterstützung der Flüchtlingscamps vor Ort in den Ländern Jordaniens, der Türkei und im Irak durch Geld, Medizin, Bildung. Offensiver Schutz bestünde aber auch in der Stärkung des eigenen Militärs, welches durch bessere Ausrüstung und Training zum Beispiel mit israelischen Streitkräften auf den Guerilla-Bodenkampf vorbereitet werden muss, um Terrorgruppen das Handwerk zu legen.blog1-205x130

Offensiver Schutz bedeutet auch die gemeinsame Sicherung der Außengrenzen Europas. Anstelle gegenseitiger Schuldzuweisungen in den osteuropäischen Transitländern Ungarn, Slowenien, Kroatien und Serbien müssen sich die Visegrad Länder auf einen gemeinsamen Schutz der Außengrnzen zur Türkei einigen.

Offensiver Schutz bedeutete auch, europäische und deutsche Interessen zu formulieren und eine extraterritoriale Einflusszone in der europäischen Nachbarschaft zu schaffen.

Europa sitzt näher an Afrika und dem Nahen Osten als die USA und weite Teile Russlands. Europa – auch Deutschland – muss gegenüber den USA und Russland seine Interessen viel stärker und nachdrücklicher vertreten und klar machen: der Nahe Osten und Nordafrika ist der geopolitische Vorhof Europas. “Ohne uns und gegen uns geht da in Zukunft und ab sofort nichts mehr” muss die Aussage gegenüber den USA und Russland lauten.

Keinesfalls darf Europa in der Schockstarre verharren und die Flüchtlingswelle über sich hereinbrechen lassen, ohne seine eigenen Interessen zu schützen. Dabei kann Deutschland nicht erwarten, dass die anderen Europäer sich wie von selbst der deutschen Asylpolitik anschliessen werden.

Quelle und Fortsetzung des Artikels HIER: http://99thesen.com/2015/09/14/3417/

von esther10 26.09.2015 16:26

Abu Fadis lebensgefährliche Flucht aus Mossul

Veröffentlicht: 26. September 2015 | Autor: Felizitas Küble
Eine Christenfamilie bleibt ihrem Glauben treu

Eines Abends, es war der 20. August 2014, erhielt Abu Fadi (siehe Foto) einen Anruf von seiner Mutter aus Mossul, der zweitgrößten Stadt des Irak: „Abu, bitte komm schnell und hilf mir“, schluchzte sie weinend am Telefon.

Bevor er antworten konnte, schnappte sich ein IS-Kämpfer am anderen Ende den Hörer und verlangte von Fadi eine Bestätigung, dass er tatsächlich ihr Sohn sei. “Ja, ich bin ihr Sohn“, antwortete Abu. „Was ist los?“

„Komm und hol deine Mutter und deine Schwester ab. Noch heute. Sonst werfe ich sie auf die Straße. Entweder sie werden Muslime, oder ich schmeiße sie raus. Also beeil dich!“

Der IS-Kämpfer nahm das Geld und alles andere Wertvolle an sich, schloss das Haus ab und malte ein großes arabisches „N“ an die Hauswand – den Anfangsbuchstaben für das Wort „Nazarener“, wie die Christen in der Gegend genannt werden.



Abu wusste, dass man ihn als Christ nicht in die Stadt Mosul lassen würde. Also bat er einen muslimischen Freund, seine Schwester und seine Mutter in eine benachbarte Stadt zu bringen, die erst kürzlich unter IS-Kontrolle geraten war. Vor dort aus holte er die Zwei, beide im Rollstuhl, ab und fuhr mit ihnen Richtung Norden. Seine Ehefrau begleitete ihn.

Schon bald wurden sie an einem der Checkpoints, den IS-Terroristen rund um ihr erobertes Gebiet aufgestellt hatten, angehalten. „Wir sagten, dass wir Christen seien und das Gebiet verlassen wollten“, erinnert sich Abu.



Die mit Gewehren und Säbeln bewaffneten Männer waren nicht begeistert von dem, was sie da hörten. „Wir können euch nicht einfach so gehen lassen“, sagte einer von ihnen. „Ihr müsst hier bleiben. Wir werden unsere Befehlshaber verständigen.“ BILD0191

Nach etwa einer halben Stunde erschienen zwei gut gekleidete junge Männer mit automatischen Schusswaffen in nagelneuen Geländewagen. Abu erklärte ihnen, dass er und seine Familie nach Norden in das kurdische Gebiet reisen wollten, wo sie als Christen willkommen seien.

Aber die beiden Männer hatten etwas anderes im Sinn: „Konvertiert zum Islam! Entweder, ihr werdet Muslime, oder wir bringen euch auf der Stelle um!“

Abu führte Koranverse an, um sich für die Sicherheit seiner Familie einzusetzen. Er erklärte, dass er auch bereit dazu wäre, die sogenannte Kopfsteuer für sich und die drei Frauen zu bezahlen. Aber dem Christentum den Rücken kehren, das würden sie nicht.

Einer der Männer griff Abu am Arm, zerrte ihn auf die Seite und sagte: „Dann werden wir euch jetzt töten. Wenn ihr am Leben bleiben wollt, müsst ihr zum Islam wechseln. Wir werden euch nicht gehen lassen. Entweder ihr werdet Muslime, oder ihr seid tot!“

Über eine Stunde lang redete der Mann auf ihn ein, während ein weiterer IS-Kämpfer mit gezogenem Schwert langsam um ihn herum ging und ihm dabei drohend in die Augen schaute. Zur selben Zeit spürte Abi ganz deutlich Gottes Gegenwart: „Ich war mir 100-prozentig sicher, dass ich jeden Augenblick dieses Schwert spüren bekommen würde“, berichtet Abu. „Ich fühlte mich sehr schwach … aber gleichzeitig machte mich der Heilige Geist innerlich so stark, dass ich ihm gegenüberstehen und sagen konnte: ‚Nein, ich werde niemals Muslim!‘“

Abu erzählt, wie Gott ihm in diesem Augenblick die Weisheit gab, seine Gegner nicht zu beschimpfen oder etwas Negatives über den Islam und den Propheten Mohammed zu sagen – um gleichzeitig mit fester Stimme seinen Standpunkt zu erklären.

Nach etwa eineinhalb Stunden war den IS-Terroristen klar, dass Abu nicht konvertieren würde. Plötzlich erschien noch ein Geländewagen auf der Bildfläche. Ein junger Mann mit Pistole stieg aus und kam auf Abu zu. Offensichtlich war er eine Art Oberbefehlshaber und wollte Abu und seine Familie überraschenderweise fortschicken.

„Aber bevor ihr unser Land verlasst, möchte ich euch eine Nachricht an eure Priester und Pastoren mitschicken”, sagte der Mann: „Wir werden euch Christen überall auf der Welt verfolgen! Wir werden bis zum Vatikan und zum Papst gehen! Wir werden den Papst zum Islam bekehren!“

Quelle und FORTSETZUNG des Artikels hier: http://www.verfolgte-christen.org/helfen-sie-mit/beten/irak/

von 26.09.2015 15:25

*************************************************************************************************************
Seite 1 / 23. Juni 2015 AM / ass
Botschaft der lieben Gottesmutter
„MUTTER, MUTTER, oh MUTTER: Ich habe Angst, furchtbare Angst. Oh, MUTTER ….“

Kind: Mein Kind, fürchte dich nicht. Du weisst, aus der heiligen Schrift: Wenn die Mensch-
heit in Sünde und Schuld am Abgrund stand, dann sandte der HERR Propheten, damit sich
die Menschen bekehren und Busse tun.

Ja, meine geliebten Kinder, schon so oft sagte ich euch:
Euer Land, eure Regierungen und viele eurer Bischöfe gehen mit schlechtem Beispiel voraus.
Sie haben keinen Glauben mehr. Sie folgen Satans Anweisung.
Nun geschieht das auch in eurem Bistum !
Jetzt werden Gebete an GOTT gerichtet,
um die Woll-Lust des Leibes zu befriedigen !
Aber, keine Gebete, dass der Leib ein reiner Tempel GOTTES sei !
Und dazu schweigt euer Hirte. Ja, er schaut zu, wie Mietlinge; ja, wild-
gewordene Schafe und Böcke, Solches an die Öffentlichkeit bringen.
Alles, ist doch in den heiligen zehn Geboten geregelt.
Diese sollen gelehrt und gehalten werden, dass wieder Glaube und Ordnung einkehren!
Wer aber zu solch furchtbarem Tun schweigt, der steht im Dienste Satans!

Meine geliebten Kinder, es geschieht viel Furchtbares!
Immer wieder werden neue Gesetze erlassen,
welche das unschuldige Kind, die Lieblinge GOTTES, verderben!
Ihr Alle wisst, was in der heiligen Schrift darüber steht und was jene Menschen erwartet,
die zu Solchem schweigen oder Solches noch unterstützen.
Ja, auch dazu schweigen die Bischöfe und viele Priester. Sie erheben ihre Stimmen nicht,
um das Unschuldige zu schützen, dass es das Licht der Welt erblicken kann.
GOTT schafft die Seelen und ER hält für Jede einen Auftrag bereit. Nun kehren aber diese Seelen in Leid und Trauer in die Hand GOTTES zurück. Und wegen diesen Seelen wird der HERR einst von Jenen Rechenschaft fordern, die Solches gewähren und tun.

Darum rufe ich euch wieder auf, meine geliebten Kinder:
Betet für alle Bischöfe und Priester, die zu solch furchtbarem Tun schweigen. Ja, betet für diese, damit sie endlich ihre Stimmen erheben, ihre Herden führen und dass sie auch wieder die heiligen zehn Gebote lehren und auch, dass sie gehalten werden.
Das ist ihr Auftrag: Sie sind zu Hirten bestellt, die ihre Herden bewachen, beschützen und heilen sollen !

Alles Furchtbare begann ab der Stunde, da die heiligen zehn
Gebote nicht mehr gelehrt und nicht mehr gehalten wurden !
Die heutige Generation und auch die Regierungen kennen den wahren Glauben nicht mehr.
Und deshalb folgen sie den Einflüsterungen Satans, denn dieser besitzt grosse Macht.
Deshalb rufe ich wieder meine Priestersöhne auf:
Handelt so, wie damals die Apostel und geht zu den Herden. Lehrt und führt sie.
Jetzt steht die Menschheit am Abgrund,
denn sie befindet sich in schwerster Sünde !
Diese gotteslästerlichen Gebete haben den Zorn GOTTES herabgerufen!
Tut Busse!
Und ihr, meine geliebten Kinder, bittet die Priester und Bischöfe, dass sie bereit sind,
den Weg der Busse zu gehen, um damit ihre Herden und auch sich selbst zu retten.
Das sind heute meine Worte an euch. Und ich bitte euch, diese auch weiterzugeben. Denn, auch ihr dürft nicht schweigen. Aber, fürchtet euch nicht. Ich habe euch versprochen, wenn immer ihr mich bittet und mir eure Hände entgegenstreckt, halte ich euch fest und führe euch durch die Finsternis, die jetzt dann noch mehr hereinbricht.
Betet, meine geliebten Kinder, betet, betet.

Myrtha: „Oh MUTTER, … Mein GOTT: Was haben wir getan!
Pater Pio, Bruder Klaus Schwester Faustina: Bitte, bleibt immer unsere Fürbitter.“

Nun beginnt das sehr schwere Sühneleiden zur heiligen Messe.

von esther10 26.09.2015 13:27

Flüchtlinge in Stuttgart

Zahl der Ehrenamtlichen nähert sich 1000


Demonstration am Samstag

Stuttgarter gehen für Flüchtlinge auf die Straße
Von red/dpa 25. September 2015 - 17:36 Uhr

Rund 3000 Menschen wollen sich am Samstag auf dem Stuttgarter Marktplatz versammeln, um ein Zeichen gegen Rassismus und für ein offenen Empfang von Flüchtlingen zu demonstrieren.
Stuttgart - Gegen Rassismus und für einen offenen Empfang von Flüchtlingen wollen am Samstag 3000 Menschen auf dem Stuttgarter Marktplatz demonstrieren. „Wir sind es leid, jeden Morgen aufs Neue von rassistischen Übergriffen und Brandanschlägen in der Presse lesen zu müssen“, heißt es in der Ankündigung der Veranstalter. Dagegen wollten die Demonstranten mit Reden und Musik ein Zeichen für ein weltoffenes Deutschland setzen.

Unterstützt wird die Veranstaltung von einer Reihe linker Organisationen und Parteien. Die Demo beginnt um 16 Uhr; eine erwartete Teilnehmerzahl 3000 nannten die Veranstalter. Link zur Facebook-Veranstaltung

Am Sonntag wollen nach Veranstalterangaben 2000 Türken in Polizeibegleitung durch die Stuttgarter Innenstadt ziehen. Aus Anlass des Konflikts der Türkei mit der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK wollen sie mit dem Protestmarsch getöteten Soldaten gedenken. Bei einer ähnlichen Veranstaltung am vergangenen Samstag hatten Versammlungsgegner versucht, die Demonstration zu stören.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt...18f0661e9e.html

*

Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer (FDP) lobte die vielen Ehrenamtlichen, die sich in den Freundeskreisen um Flüchtlinge kümmern. Bald werden man die Zahl von 1000 Ehrenamtlichen erreichen. Dies sei ein wichtiger Beitrag zum sozialen Frieden in der Stadt, so Fezer. Trotz des starken Anwachsens der Flüchtlingszahlen werde man dem Stuttgarter Weg treu bleiben, die Flüchtlinge dezentral und nicht in Massenunterkünften unterzubringen. Und man habe bei der Betreuung einen guten Personalschlüssel. So komme je eine Hausmeisterkraft und ein sozialpädagogischer Betreuer auf 68 Flüchtlinge. Fezer: „Das gibt es sonst nirgendwo im Land.“

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„Markt mit riesigen Profiten“
Wichtig sei, so die Sozialbürgermeisterin, dass die Asylverfahren beschleunigt werden, insbesondere bei Asylsuchenden aus den als sicher geltenden Balkanstaaten. Die meisten im April bundesweit registrierten Flüchtlinge kamen aus dem Kosovo, Syrien, Serbien, Albanien, Irak, Afghanistan, Mazedonien, Eritrea und der Russischen Föderation, viele also wieder vom Westbalkan. Die Forderung der Kommunen, dass Flüchtlinge aus den sicheren Herkunftsländern in den Erstaufnahmestellen des Landes bleiben sollten, werde immer noch nicht erfüllt, so Fezer. „Es funktioniert aber etwas besser.“

Sachstand
Gegenwärtig sind in Stuttgart 3298 Flüchtlinge in 73 Unterkünften untergebracht. Diese befinden sich in 17 Stadtbezirken. Zu diesen bisherigen Unterkünften gehören bereits 22 Systembauten an elf Standorten, die in drei Tranchen errichtet worden sind. Bislang hat die Stadt für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge 39 Millionen Euro ausgegeben.

An folgenden Standorten sollen weitere Systembauten entstehen: Bad Cannstatt, Quellenstraße, Gewerbegebiet, drei Gebäude mit insgesamt 243 Plätzen; Feuerbach, Wiener Straße, Gartengelände, 243 Plätze; Mitte, Rothmannblock an der Hegelstraße neben der Steuerberaterkammer, zwei Gebäude mit 156 Plätzen; Möhringen, Kurt-Schumacher-Straße, Außenbereich, 243 Plätze; Mühlhausen-Neugereut, Sturmvogelweg, Wiese bei einer Sportanlage, 156 Plätze; Plieningen, Mittlere Filderstraße, Gewerbegebiet, 156 Plätze; Stammheim, Ottmarsheimer Straße, Ackerfläche neben einer im Bau befindlichen Kita, 243 Plätze; Untertürkheim, Württembergstraße, Grünfläche am äußeren Rand der Friedhofserweiterungsfläche, 243 Plätze; Vaihingen, Möhringer Landstraße, Gelände der ehemaligen Körperbehindertenschule, 243 Plätze; Zuffenhausen, Schwieberdinger Straße, Gewerbegebiet, 156 Plätze. Als Kosten für die vierte Tranche sind 50,5 Millionen Euro veranschlagt.


Prognose
Der Platzbedarf errechnet sich aus der Prognose des Bundesamtes für Migartion und Flüchtlinge (BAMF). Danach werden dieses Jahr etwa 400 000 Menschen einen Erstantrag auf Asyl in Deutschland stellen und 50 000 einen Folgeantrag. Die Zahlen von April 2015 waren im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 136 Prozent.

Seite 1: Unterkünfte für 4000 weitere Flüchtlinge
Seite 2: Zahl der Ehrenamtlichen nähert sich 1000

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on ury 16. Juni 2015 - 07:13 Uhr
Die Zahl der Flüchtlinge, die Stuttgart aufnehmen muss, ist erneut nach oben korrigiert worden. Nun soll bis Ende des nächsten Jahres Platz für 4000 weitere Flüchtlinge geschaffen werden.

Der Bau von Systembauten für Flüchtlinge geht weiter. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Der Bau von Systembauten für Flüchtlinge geht weiter.
Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Stuttgart - Die Stadtverwaltung muss bis zum Ende des kommenden Jahres bis zu 4000 weitere Wohnheimplätze für Flüchtlinge schaffen. Zu diesem Zweck sollen zusätzlich 26 sogenannte Systembauten an zehn Standorten im Stadtgebiet errichtet werden. In diesen werden mehr als 2000 Menschen eine Zuflucht finden. „Das ist aber nur die halbe Wegstrecke“, erläuterte Finanzbürgermeister Michael Föll (CDU) den Gang der Dinge. Bis Ende 2016 müsse man nochmals 1600 bis 1800 Plätze schaffen. Derzeit leben rund 3300 Flüchtlinge in 72 städtischen Unterkünften. „Diese Zahlen zeigen, vor welch großen humanitären und logistischen Herausforderungen wir stehen“, so Föll. Die Kosten für diese weiteren Flüchtlingsheime wird mit gut 50 Millionen Euro beziffert.

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Zusammen mit Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer (FDP) hat Föll am Montag die zehn neuen Standorte bekannt gegeben. Dazu gehört auch eine Unterkunft in Untertürkheim, wo bisher noch keines der neuen Flüchtlingswohnheime steht. Auch in Degerloch soll erstmals ein Systembau errichtet werden, der Ort steht aber noch nicht fest. Und für Plieningen und für Möhringen ist ein zweiter Standort vorgesehen (Siehe „Mehr als doppelt so viele Flüchtlinge wie vor einem Jahr“).

Suche nach Standorten ist inzwischen „mühselig“

Die Fertighäuser werden für fünf Jahre genehmigt. Michael Föll machte aber deutlich, dass diese Genehmigung um fünf Jahre verlängert werden könne, „wenn das notwendig wird“. Grundsätzlich sei es inzwischen „recht mühselig“, überhaupt noch Standorte für Flüchtlingsunterkünfte zu finden, sagte der für die städtischen Liegenschaften zuständige Finanzbürgermeister. „Wir haben da keine großen Wahlmöglichkeiten“, sagte Föll. Wenn Grundstücke gebraucht werden, die bisher zum Beispiel als Gartengelände genutzt wurden, werde man den Pächtern nach Möglichkeit Ersatzflächen anbieten.

Gerade angesichts der großen Herausforderung sei er „sehr stolz auf die Stadt, insbesondere auf die Willkommenskultur der Bürgerinnen und Bürger“, betonte der Finanzbürgermeister. „Das ist vorbildlich.“ Föll machte keinen Hehl daraus, dass die Unterbringung der Flüchtlinge ein „finanzieller Kraftakt“ sei. Zwar sei es „eine gute Nachricht, dass Bund und Land ihren Kostenanteil aufstocken wollen“, so der Bürgermeister. Bisher habe die Kostenerstattung bei „circa 50 Prozent gelegen“. Auch nach der Aufstockung werde der Beitrag von Bund und Land „immer noch weit weg von 100 Prozent liegen“, so Föll. Er sei der Ansicht, dass die beiden Ebenen die Kosten für diese „gesamtstaatliche Aufgabe“ tragen müssten. Die Kommunen hätten noch genug mit der organisatorischen und baulichen Abwicklung der Unterkünfte, mit dem Aufbau einer Willkommenskultur und der Integration der Menschen zutun.

von esther10 26.09.2015 12:16

Prof. Dr. Jörg Meuthen: Sind in Deutschland jetzt die Grundrechte in Gefahr?
Veröffentlicht: 26. September 2015 | Autor: Felizitas Küble

In Berlin, Hamburg und weiteren Städten sollen private Immobilien gegen den Willen der Eigentümer beschlagnahmt werden, um als Unterkunft für Migranten zu dienen. Der Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland, Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto), kritisiert dies scharf: k-DSC_7131-160x200



„Was vor kurzem noch als Drohung im Raum stand, soll nun erschütternde Realität werden: Beschlagnahme von privatem Eigentum deutscher Bürger durch staatliche Stellen.

So etwas darf in einem Rechtsstaat nicht passieren. Damit wird offen das Grundrecht auf Eigentum in Frage gestellt. Mit diesem Frontalangriff auf die freiheitliche, soziale Markwirtschaft lassen SPD und Grüne nun endgültig ihre bürgerliche Maske fallen und offenbaren sich als Sozialisten im schlechtesten Sinne dieses Wortes.

Und was tut die CDU? – Anstatt diesem antifreiheitlichen Ungeist sofort entschieden den Riegel vorzuschieben, macht sie dabei sogar mit. Salzgitters CDU-Oberbürgermeister fordert ebenfalls die Beschlagnahmung von Privateigentum.

Sämtliche Altparteien demonstrieren hier ihr völliges politisches Versagen. Sie haben die Kontrolle verloren. Deutschlands Grundrechte sind in Gefahr!“

von esther10 26.09.2015 09:42

Familien-Appell an Papst Franziskus Richtung 700.000 Unterschriften

Am 29. September Pressekonferenz in Rom zum Abschluss der Unterschriftenaktion
Erstellt von Mathias von Gersdorff am 25. September 2015 um 16:01 Uhr


Petersdom

Vatikan (Kathnews) Die „Ergebene Bitte an Seine Heiligkeit Papst Franziskus über die Zukunft der Familie“ hat inzwischen über 670.000 Unterstützer aus der ganzen Welt gefunden. Zum Abschluss der Unterschriftensammlung wird am 29. September 2015, 10:00 im Hotel Columbus (via della Conciliazione 33, Roma) eine Pressekonferenz stattfinden. Im Appell äußern sich die Unterzeichner besorgt über die Angriffe auf die katholische Lehre über Ehe und Moral. Die Aktion wurde im Hinblick auf die Familiensynode im Oktober 2015 organisiert.

Einige Details über die Teilnehmer:

186 Kardinäle oder Bischofe aus 42 Ländern haben bislang unterschrieben. Die Unterschriften stammen aus 178 Ländern. Das sind 91 Prozent aller existierenden Nationen.62 Organisationen bildeten die Allianz, die die Unterschriften gesammelt haben.Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen und politischen Lebens unterstützten mit ihrer Unterschrift die Aktion. Die Medienresonanz war auf der ganzen Welt überwältigend. Im deutschsprachigen Raum berichteten unter anderem: Die Zeit, Die Welt, Spiegel, Bayerischer Rundfunk, Österreichischer Rundfunk, Die Presse (Ö) usw. Praktisch alle katholischen Medien haben berichteten.

Weitere Informationen für Journalisten und Medienleute:

Supplica filiale
Via Nizza, 110
00198 Roma
Italy
supplicafiliale@gmail.com


Foto: Peterdom. Bildquelle: M. Bürger, kathnews

von esther10 26.09.2015 08:58

Bayern setzt sich fürs Betreuungsgeld ein und kritisiert Familienministerin Schwesig (SPD)
Veröffentlicht: 26. September 2015 | Autor: Felizitas Küble

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hat beim kürzlichen Bund-Länder-Treffen durchgesetzt, dass die freiwerdenden Bundesmittel des Betreuungsgeldes nicht im allgemeinen Haushalt versickern. Künftig entscheiden die Länder selbst, wofür sie das Geld investieren. IMG_1464



Damit kann Bayern sicherstellen, dass den Familien das Betreuungsgeld zugute kommt – Bayern zahlt das Betreuungsgeld weiter. Horst Seehofer hatte dies bereits nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Juli zugesagt.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer: „Schwesig wollte das Geld den Familien wegnehmen und verpflichtend in den Kita-Ausbau stecken. Die CSU ist davon überzeugt: Das Geld gehört den Familien und es geht beides!

Ich bin gespannt, ob Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg dem bayerischen Beispiel folgen und die dort lebenden Familien auch unterstützen werden.“

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/sept...ngsgeld-bleibt/

von esther10 26.09.2015 00:47


Wir sind katholisch. Willkommen zuhause
Alles zur größeren Ehre Gottes



http://www.ergebenebitte.org/

http://www.wirsindkatholisch.de/

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%...CFWRncgodnn8EHw
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Paul Herzog von Oldenburg, Leiter der Kampagne

Die Familien müssen wieder zurück unter den Schutz des Heiligsten Herz Jesu

Die Familien haben das Heiligste Herz Unseres Herrn aus ihren Häusern und Wohnungen und auch ihren eigenen Herzen verdrängt. Dadurch sind sie schwach geworden und haben große Schwierigkeiten, ein tugendhaftes Leben zu führen und sie verfallen einem sündhaften Leben.

In vielen Fällen bringt dies den Zusammenhalt der Familie in Gefahr oder sie zerbricht, abzulesen an den immer weiter steigenden Scheidungszahlen.

Das Ergebnis ist der moralische und geistige Zerfall der Gesellschaft, die gerade eben aus diesen Familien aufgebaut ist. Das ist der Ursprung der schwerwiegenden Probleme, mit denen wir uns heute auseinandersetzen müssen.

Was ist das Ziel des Apostolates?

Das Ziel des Apostolates ist die Errichtung des sozialen Königreiches des Heiligsten Herzen Jesu.

Was sind die Mittel, dieses Ziel zu erreichen?

Haushalt um Haushalt, Familie um Familie müssen für das Herz Jesu gewonnen werden.

Was sind die wichtigsten Charakteristika dieses Apostolates?

Als authentisches Mittel der Evangelisierung wird die Inthronisation des Herzen Jesu zuerst jede Familie durchdringen vom Geist des Evangeliums, danach die ganze Gesellschaft, die Familie von Familien.
Als Mittel der Pastoral versucht die Inthronisation die Familie, die konstituierende Zelle der Gesellschaft, zu regenerieren.
Als Mittel der Heiligung gibt die Inthronisation dem Heiligsten Herzen einen Ehrenplatz, damit das Zusammenleben mit dem König der Liebe bewusster wird und um die Realisierung Seiner Wünsche sicherzustellen.
Auf die ersten Herz Jesu Bilder, die der große Herz Jesu Apostel P. Mateo Crowley Boevey auf seinem Weg in das Heilige Land verteilte, schrieb er den folgenden Satz:
„Beten wir am Kalvarienberg, daß das Reich des Heiligsten Herzen komme, daß es die Familien, die Gesellschaften, die Völker erobere. Das Herz Jesu verlangt von uns das Apostolat der Liebe Seines Herzens. Wir geben Ihm dazu unser Versprechen an Seiner Wiege und an Seinem Grab. Adveniat Regnum Tuum!

http://www.das-herz-jesu-apostolat.de/

Wir über uns

Die wichtigsten Aufgaben des Apostolats sind:

Die bundesweite Verbreitung der Andacht zum Heiligsten Herzen Jesu durch massive Verteilung des Bildes des Heiligsten Herzen Jesu mit dem Text der 12 Verheißungen Jesu an die hl. Margareta Maria Alacoque auf der Rückseite, und die Verteilung des Herz-Jesu-Schildes;
Förderung der Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit entsprechend dem Appell, der Unser Herr an die hl. Faustina Kowalska im Jahre 1931 gerichtet hat. Er hat den Wunsch geäußert, man sollte ein Gemälde mit dem Satz „Jesus, ich vertraue auf Dich“ malen. Das Bild stellt den auferstandenen Herrn mit den Wundmalen an Händen und Füßen dar. Aus dem durchbohrten Herzen kommen zwei Strahlen, ein roter und ein weißer. Der weiße Strahl versinnbildlicht das Wasser, das die Seelen rechtfertigt (also die Vergebung der Sünden); der rote Strahl bedeutet das Blut, das das Leben der Seelen ist. Die Aktion macht zur Zeit eine großangelegte Verbreitung der Kopie dieses Gemäldes über das Internet;
Die Bearbeitung der Korrespondenz, die die Aktion mit der Post oder über das Internet täglich empfängt. Viele Menschen schreiben uns, um näheres über die Andacht zum Heiligsten Herzen Jesu und zur Göttlichen Barmherzigkeit zu erfahren;
Paul Herzog von Oldenburg, Leiter der Kampagne

*

Das Herz Jesu Apostolat – für die Zukunft der Familie

Eine Aktion der
Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition,
Familie und Privateigentum e.V. (TFP)
Gladiolenstr. 11
60437 Frankfurt

Tel. 06172 6826867
Fax. 06172 6826872
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1. Vorsitzender: Mathias von Gersdorff

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WICHTIGER HINWEIS:
Die TFP ist ein überparteilicher Verein, der sich u.a. für die Förderung der abendländischen christlichen Kultur basierend auf den grundlegenden Prinzipien des christlichen Glaubens, und insbesondere für den Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum vor politischen, kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Angriffen und Einflüssen einsetzt. Weil wir uns öffentlich für diese Ziele einsetzen und auch auf politische Gremien Einfluß nehmen, können die Spenden nicht steuermindernd geltend gemacht werden (§§51-68 AO BG Bl l S. 613, ber. 1977 l S. 269)

Das Beispiel der hl. Agnes zeigt: Die Verteidigung der Sexualmoral war zu allen Zeiten schwer


Mathias von Gersdorff

Wir leben in einer Zeit, in der leider auch viele Kleriker schnell bereit sind, elementare Wahrheiten des katholischen Glaubens oder der katholischen Lehre über Bord zu werfen. Der Grund für diese bedauerliche Haltung ist nicht selten Furcht vor Spott oder gar aggressiver Ablehnung.

Selbst praktizierte Homosexualität als Sünde zu bezeichnen, fällt vielen schwer, denn sie fürchten, deshalb kritisiert zu werden.

Solche Kleriker (und Laien eigentlich auch) sollten zur Kenntnis nehmen, dass die Vereidigung der katholischen Sexualmoral in der Öffentlichkeit schon immer schwer gewesen ist. Fast zu allen Zeiten konnte man sicher sein, Spott oder gar Hass zu ernten.

Dennoch ist es unsere Pflicht, die Sexualmoral auch in der Öffentlichkeit zu verteidigen.

Es ist hilfreich, das Beispiel der Glaubenszeugen vor Augen zu haben.

Ein besonders erhebendes Beispiel ist das der heiligen Märtyrin Agnes von Rom (gest. etwa 250).

Das „ökumenische Heiligenlexikon“ berichtet über sie: „Der Werbung des Sohnes des Stadtpräfekten Symphronius trat die vornehme Römerin ablehnend gegenüber mit der Begründung, sie sei schon verlobt. Mehrfache Nachfrage des Jünglings beantwortete sie schließlich damit, ihr Verlobter sei Jesus Christus. Agnes wurde nun vor Gericht gestellt, aber alle Vorstellungen, Bitten und Drohungen des Richters konnten ihre Standhaftigkeit nicht erschüttern.“

Die heilige Agnes wollte also als Jungfrau leben. Dies wurde damals als unerträglich empfunden und man stellte sie sogar vor Gericht. Heute würde das so wohl nicht passieren, doch nicht selten werden heute Priester verdächtigt, Kriminelle zu sein, weil sie zölibatär leben. Während der sog. Debatte um die Missbrauchsfälle wurde in vielen Medien immer wieder mehr oder weniger offen behautet, Zölibat führe zu Pädophilie. Eine ähnliche Stimmung muss zu Lebzeiten der hl. Agnes geherrscht haben, damit man sie vor Gericht stellte. Das war ihr aber egal: Sie blieb standhaft, obwohl sie nur zwölf Jahre alt war.

Heutzutage würde man wohl kaum ein bekanntes zwölfjähriges Mädchen (Agnes stammte aus vornehmer Familie) vor Gericht stellen. Doch wenn ihr Entschluss öffentlich bekannt würde, müssten ihre Eltern befürchten, dass man ihnen religiösen Fanatismus vorwirft und ihnen das Sorgerecht entzieht. Zumindest würden einige Medien gegen die Eltern eine Schmutzkampagne beginnen.

Das Gericht verurteilte Agnes schließlich zur Prostitution. Heutzutage würde der mediale Aufschrei fordern, dass sich Agnes „emanzipiert“ und sich ihrer „sexuellen Selbstbestimmung“ bewusst wird. Nach dieser sollte sie alles mögliche ausprobieren müssen. Selbst Homosexualität dürfe sie praktizieren. Lediglich Enthaltsamkeit wäre ihr nicht erlaubt: Bekennt sie sich öffentlich zur Jungfräulichkeit, greift man sie weiter an, um sie schließlich ganz aus der Gesellschaft auszuschließen. Jedenfalls würde sie öffentlich hingerichtet werden.

Agnes wurde in ein Bordell geschickt. Was dort geschah: „Der Sohn des Präfekten suchte sie dann mit seinen Gesellen im Bordell auf, geblendet wichen sie zurück; er selbst fiel, vom bösen Geist erwürgt, tot um, als er Agnes berühren wollte. Durch ihr Gebet ins Leben zurückgerufen, ließ er sie als Zauberin denunzieren.“

Diese Passage ist aus verschiedenen Gründen bemerkenswert: Gott ließ zwar ein Wunder wirken, um ihre Tugend zu schützen. Gott aber beendete dadurch nicht ihre Verfolgung! Solange es Christen gibt, wird es Verfolgung geben. Gott schickt zwar Hilfe und Schutz, doch ganz werden die Verfolgungen niemals aufhören.

Auch Agnes wurde dann als Hexe denunziert. Heute gibt es einen langen Katalog von Anschuldigungen für diejenigen, die die katholische Sexualmoral verteidigen: Homophobie, Transphobie, Sexismus, Religiöser Fanatismus, Katholibanismus, Relidiotie usw.
Das Ergebnis einer solchen Denunziation wäre praktisch sicher: Die öffentliche Hinrichtung und die Isolation.

Die heilige Agnes sollte im Stadion des Domitian vor der großen Menge verbrannt werden. Man wollte also an ihr ein Beispiel statuieren, so, wie man es auch heute tun würde, wenn jemand beispielsweise die Homosexualität kritisiert. Doch Gott ließ das nicht zu und wirkte abermals ein Wunder: Die Flammen wichen zurück.

Schließlich wurde ihr die Kehle mit einem Schwert aufgeschnitten. Dieser Tod hat einen hohen symbolischen Wert, denn so wurden damals die Lämmer geschlachtet. Deshalb wird sie zusammen mit einem Lamm abgebildet. Das Lamm ist wiederum ein Symbol für demütige Hingabe: Agnes überließ sich dem göttlichen Willen.

Nach ihrem Tod wurde sie schnell berühmt und hoch verehrt. Auch darin ist sie ein Beispiel: Gott macht diejenigen berühmt, die den weltlichen Ruhm verachten.

Kleriker und eigentlich alle Christen dürfen das nicht vergessen: Verteidigt man die Sexuallehre der Kirche, darf man nicht damit rechnen, weltlich Ruhm zu ernten, sondern Verachtung und Spott. Für den wahren Ruhm wird aber Gott sorgen

http://www.das-herz-jesu-apostolat.de/?page_id=2

von esther10 26.09.2015 00:42




Kardinal Müller: Die Kirche kann sich nicht der totalitären Geist der Zeit
Geschrieben am 25. September 2015 in den Artikeln, Neuigkeiten


Gerhard Ludwig + + Müller + Papst + Francis + ernennt + eIU8DxfS8UjlDer folgende Artikel von Maike Hickson wird mit der Erlaubnis nachgedruckt Lifesitenews.

ROM, 24. September 2015 (Lifesitenews) - Franziskus 'Lehre Chef betonte zu Beginn dieses Monats, dass die Kirche nicht in die totalitäre Impulse in der modernen Gesellschaft zu geben, sondern muss Zeuge der wahren Freiheit im Kreuz gefunden zu tragen.

Als Lifesitenews berichtet, hat Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, eindeutig gegen den Geist der Ketzerei und Revolte unter den deutschen Bischöfe in einem Vortrag gab er in Regensburg, Deutschland, am 1. September gesprochen.

Was war damals noch nicht gemeldet, war jedoch die umfassendere Palette von Themen, die Kardinal Müller hob in seiner Regensburger Rede anlässlich der Veröffentlichung der deutschen Version von Kardinal Robert Sarah neues Buch Gottes oder gar nichts. Nun, da die CDF selbst veröffentlicht die gesamte Rede auf ihrer Website (Teile davon sind in englischer Übersetzung hier) ist es möglich, angemessener auf diese wichtige Diskussion zu melden.

Kardinal Müller spricht in seiner Rede über unser eigenes "Alter des schleichenden oder lauten Entchristlichung des Global Society" und somit über die "Frage nach dem Überleben des Christentums in der Welt von heute und morgen." Er sieht, dass, da der Mensch dreht sich mehr und mehr weg von Gott, wendet er sich in einem Idol:

Der Mensch wird in Richtung auf die absolute orientiert. Nur wo Gott über und im Menschen ist, ist dort zu finden Wahrheit in Freiheit und Gerechtigkeit in der Liebe. Wo der Mensch versucht, die Macht über die absolute nehmen, wendet er sich in einen Götzen, der mit Hilfe des clench für eine totalitäre Herrschaft, bringt den Menschen streng in Einklang und damit versklavt ihn mit Hilfe eines politischen Machtausübung, die Nutzung macht die Medien.

Der deutsche Kardinal spricht sich deutlich gegen den totalitären Geist, der in postmodernen Gesellschaften herrscht, und ruft uns auf, Zeugnis für unseren katholischen Glauben zu tragen. Dies wird einen Kampf bedeuten und Leiden beteiligt. Hier erinnert Müller uns an die "christliche Identität", was bedeutet, "zu wissen, dass vom Kreuz fließt die wahre Freiheit, die das wahre Glück des Menschen und sein ewiges Heil."

Eine Gefahr für die Kirche, nach ihm, liegt in ihrer übermäßigen Anpassung an die heutigen gende Ideologien und Kulturen. Müller erinnert uns auch daran, dass diese Ideologien interessieren sich nicht für Christus, sondern versuchen zu kooptieren, die Kirche für ihre eigenen Interessen: Statt "der Suche nach der Wahrheit, die aus dem endgültigen Offenbarung in Christus stammt, weltanschaulichen Bewegungen will die Kirche in ein schalten Gegner oder Mitarbeiter des Naturalismus -. in seiner Liberal, Nationalistische oder kommunistischen Versionen "Wenn wir von der aktuellen atheistische Ideologie, der Kopf der CDF hat einige sehr wichtige und starke Worte zu sagen, die es wert zitiert zu werden, denn er spricht auch über die Tötung ungeborener Kinder und der zunehmenden Praxis der Euthanasie:

Im Programm für die Zerstörung der Moral und mit dem atheisation der Menschheit wird die Moral des Gesetzes in sein Gegenteil verkehrt. Die Tötung eines Kindes im Mutterleib wird ein Frauenrecht; die Veräußerung eines schwer kranken Person oder des Sterbenden zu einem Akt der Barmherzigkeit; die Multi-Milliarden-Dollar-Programme zur Förderung der Abtreibung und Verhütung [Geburtenverhütung] werden euphemistisch erklärte Teil des Kampfes gegen die Armut sein - mit der weiteren Folge (und Absicht), dass die natürlichen Ressourcen, die sind für die Reichen erhalten und werden nicht vollendet von den Armeen der Armen;

Darüber hinaus ist die Selbstzerstörung durch Drogen jetzt ein Akt der Selbstbestimmung, und der Menschenhandel mit Frauen [und Kinder] aus armen Ländern nur lau, die bekämpft - oder, noch schlimmer, als lediglich durch selbst verursacht trivialisiert . Die Multi-Milliarden-Dollar-sex-and-Pornoindustrie ist nichts anderes als eine Ausbeutung von Menschen, die sich bereits in ihrer persönlichen Würde beraubt werden. Es schließt sich unwürdig die Reihen der größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Während zitierte Kardinal Sarah eigenen Buch, das Müller besonders gründlich lobt, behauptet er, dass "die Gender-Ideologie hat keine argumentative Grundlage und dass es als Folge des radikalen Feminismus und die angebliche sexuelle Revolution des Jahres 1968 gesehen werden" Er sagt auch, dass das Thema Homosexualität wurde viel zu viel Aufmerksamkeit gewidmet - ". Schicksalsfragen der Menschheit" in das Gesicht von so vielen anderen Müller erinnert uns auch daran, dass die Kirche allein bietet echte Hilfe für Homosexuelle - unter Wahrung ihrer Würde als menschliche Personen, um ihnen den Weg des wahren Glücks. Ja, sagt Müller, die Kirche schützt Homosexuelle "gegen ihre Instrumentalisierung zum Wohle der ideologischen Beweis dafür, dass der Mensch nicht von Gott gemacht, sondern vielmehr, dass er ein Produkt der gesellschaftlichen Selbst und-externe Bestimmung der man dabei Manipulation in einer zufälligen Art und Weise. "

Hier fährt er fort, um die Gefahren der Gender-Theorie zu beschreiben:

Das Ziel der Gender-Ideologie und des radikalen Feminismus ist nicht die Anerkennung der persönlichen Würde des Menschen mit homosexuellen Neigungen, sondern vielmehr die Zerstörung der Ehe zwischen Mann und Frau und damit die Zerstörung der Familie, die natürlich aus fließt die lebenslange Bindung zwischen Mann und Frau als Vater und Mutter ihrer gemeinsamen Kinder.

Müller beschreibt es als eine Form der "Neo-Kolonialismus" ", wenn die Entwicklungshilfe für Afrika - wie von internationalen Organisationen und Gender-Ideologie Staaten angeboten - mit der Anpassung dieser zerstörerischen Ideologie verbunden ist. "Sie sollen lieber verhungern, wenn sie nicht wollen, um sich in unseren Gehirnwäsche auszusetzen; dies ist die schamlose Erpressung. "Mit diesen starken Worten, er tadelt den Westen für die Verwendung von Geldmitteln (und manipuliert Schuldknechtschaft), um zu erhalten die afrikanischen und anderen Ländern in der Welt, um im Einklang mit der Westen Gender-Ideologie zu kommen.

In Vorbereitung auf die kommenden Oktober Synode über die Familie, es ist auch eine Überlegung wert, die Worte des Kardinals über die Ehe. In diesem Abschnitt der Rede, wo er spricht über das sechste Gebot und die Verletzung, erinnert Müller uns an die Tatsache, dass Gott nicht müde, zu verzeihen uns - wenn wir ihn fragen, aufrichtig um Vergebung und wenn wir wirklich bereit sind, Wiedergutmachung zu tun und auszubessern sind unser Leben, und damit, sich von der Sünde abzuwenden. Er mutig warnt die Kirche über die Wirkung dieser Prinzipien zu ignorieren, wenn er sagt:

Und dennoch wird immer wieder verletzt - Der Skandal nicht in der Tatsache, dass das sechste Gebot verletzt wurde liegen. Der eigentliche Skandal wäre - und es wäre der Abfall der Kirche von Gott zu sein - wenn die Kirche nicht mehr zu nennen, die Unterschiede zwischen Gut und Böse; oder wenn sie - in einem beschämenden Weg - würde sogar erklären, dass zu gut, was Gott sagt, um eine Sünde sein; oder würde man sogar auf Gott mit frommen Worten, um die Sünde zu rechtfertigen [...]

Am Ende seiner Rede drückt der deutsche Kardinal seiner nun etwas berühmte Warnung über eine mögliche Spaltung, bald in der katholischen Kirche in Deutschland zu kommen und damit die Notwendigkeit für die Deutschen vor allem von den Afrikanern über ihre eigenen treuen und belebt Glauben zu lernen. ". Nicht in der Hälfte der Wahrheit im Interesse eines Kompromisses geschnitten" Er dankt Kardinal Sarah für seinen persönlichen Mut und Zeugnis für die volle Wahrheit des Glaubens, wo er bestimmt, und Müller kommt zu dem Schluss: "Im Angesicht Gottes, es entweder alles oder nichts. Mit Gott, haben wir alles, ohne ihn sind wir nichts. "
http://voiceofthefamily.info/wordpress/?p=1521



von esther10 26.09.2015 00:25

Bischof Stefan Oster stellt Mitarbeiter frei - zahlreiche Räumlichkeiten werden für Flüchtlinge frei gemacht



Datum:
25.09.2015
Die Situation der Flüchtlinge und Asylsuchenden hat sich in den letzten Wochen im Bistum Passau deutlich verschärft. Die Diözese Passau sieht sich in der Verantwortung, dieser neuen Dimension der Hilfsbedürftigkeit zu begegnen.

Notunterkünfte, Räume für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge sowie Helfer, die rasch einspringen können, wenn Behörden, Polizei, Malteser oder auch Ehrenamtliche innerhalb der Diözese dringend Unterstützung in Sachen Flüchtlingshilfe brauchen - das alles umfasst der Winternotfallplan, den eine eigens ins Leben gerufene „Arbeitsgruppe Flüchtlingshilfe“ der Diözese aufgestellt hat. Bereits der „Runde Tisch Asyl“, der vor Monaten auf Wunsch von Bischof Stefan Oster SDB quer durch alle Räte, Verbände und Gremien im Bistum getagt hat, hat aufgezeigt wie notwendig gegenseitiger Austausch an der Basis, Vernetzung und rasche Hilfestellung sind. Die Arbeitsgruppe hat Strategien und Pläne erarbeitet, wie nicht nur kurzfristig Sofortmaßnahmen greifen können, sondern wie auch auf längere Sicht wichtige Schritte hin zu gelingender Integration gegangen werden können. Die Pläne werden vom gesamten Ordinariatsrat sowie von der Caritas im Bistum Passau mitgetragen. Mit Beauftragung von Bischof Dr. Stefan Oster SDB wird Generalvikar Dr. Klaus Metzl die Arbeitsgruppe Flüchtlingshilfe leiten.

Unterkünfte und Wohnraum
Zu den dringendsten Maßnahmen gehört in den kommenden Monaten die Bereitstellung von Notunterkünften und Bleibemöglichkeiten, um eine menschenwürdige Unterbringung und schnelle Versorgung der Flüchtlinge zu ermöglichen. Die Diözese nimmt drastische Raumzusammenlegungen in Kauf und bittet schon jetzt um Verständnis, weil von diesen Maßnahmen unter Umständen z.B. auch Schulklassen, Übernachtungsgäste, die Jugend- und Ministrantenarbeit erheblich betroffen sein werden. Im Bedarfsfall kann es sein, dass Firmgruppen oder andere Veranstaltungen auf Pfarrsäle oder andere Räume ausweichen müssen. Schon jetzt bittet Generalvikar Metzl alle Betroffenen um Verständnis für solche Ausnahmesituationen. Allein im Haus der Jugend müssten bei einer Notbelegung viele hundert Übernachtungen gestrichen oder anderweitige Lösungen gefunden werden.

Zur Verfügung gestellt werden Plätze für die kurzfristige Flüchtlingsunterbringung, für die dezentrale Unterkunft von Asylbewerbern sowie Plätze für die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Genaue Brandschutzauflagen müssen vereinzelt noch geprüft werden. Entsprechende Gespräche werden fortwährend mit den Behörden geführt. Bereits mehrfach konnten seitens der Diözese angebotene Räume nicht angenommen werden, weil u.a. die Raumzuschnitte für die Unterbringung von Flüchtlingen nicht passend waren.

Sofort verfügbar sind:

die Turnhalle im Haus der Jugend in Passau —> dort ist nach Rücksprache mit dem Malteser Hilfsdienst eine kurzfristige Flüchtlingsunterbringung von ca. 65 Personen in Feldbetten möglich. Bei dringendem Bedarf können auch die Betten kurzfristig komplett zur Verfügung gestellt werden. In diesem Fall besteht die Möglichkeit einige der geplanten Veranstaltungen und Buchungen auf das Exerzitien- und Bildungshaus spectrumKirche auf Mariahilf umzulegen
der St. Valentin Festsaal ebenfalls als kurzfristige Flüchlingsunterbringung mit Feldbetten (für ca. 60 Personen). Die Anforderung nach den sanitären Anlagen müsste hier noch geprüft werden
die Zweifachturnhalle der Maria Ward Schule in Neuhaus am Inn für 125 Personen
das Jugendhaus Münchham im Landkreis Rottal-Inn ab 19. Oktober (ca. 40 Personen) - dort wurden bereits alle Belegungen umgebucht und dem Jugendamt Pfarrkirchen für die Unterbringung von umF zur Verfügung gestellt
angeboten werden ebenfalls ein Stockwerk im Priesterseminar St. Stephan sowie die Übernachtungsmöglichkeiten im Ministrantenhaus St. Max. Diese Zuschnitte gelten derzeit als zu klein, um mit dem geforderten Personalschlüssel die Betreuung für umF übernehmen zu können
Aktuell werden noch Rückmeldungen aus den Pfarreien gesammelt, wo weiterer Wohnraum unterstützend angeboten werden kann.

Sozialen Wohnraum schaffen! Nur so kann Integration gelingen
Nach Bewältigung der humanitären Ersthilfe und akuten Ausnahmesituation wird sich die langfristige Frage der Integration der anerkannten Asylbewerber stellen. In vier Liegenschaften in der Stadt Passau stellt die Diözese in den nächsten Monaten Wohnungen gegen reguläre Vermietung (zu einem günstigen Satz im Bereich sozialer Wohnraum) für anerkannte Flüchtlingsfamilien zur Verfügung. Das Katholische Wohnbauwerk übernimmt die Koordinierung. Nach dem 2. Weltkrieg war der soziale Wohnungsbau originäre Aufgabe der damals geschaffenen Institution. „Grundlage für gelingende Integration kann es nur sein, anerkannte Flüchtlinge in unserer Mitte aufzunehmen und sie dort willkommen zu heißen. Das Leben in Nachbarschaft zu teilen macht Gesellschaft aus und bereichert unsere Kultur“, betont Generalvikar Prälat Dr. Klaus Metzl. Zum Teil sind die Wohnungen sofort beziehbar und zum Teil müssen noch Instandsetzungen vorgenommen werden. Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung sieht die Diözese gerade in den nächsten Jahren die Notwendigkeit, den sozialen Wohnungsbau weiter voranzutreiben, um auch sozial schwachen Familien in der Diözese zur Seite zu stehen. „Es gibt einen angespannten Wohnungsmarkt, der sich gerade im sozialen Bereich durch die aktuelle Lage weiter verschärft. Es darf hier keine Konkurrenz zwischen anerkannten Asylbewerbern und hiesigen sozial schwachen Familien geben. Deswegen wollen wir kurz- und mittelfristig rund 150 Wohneinheiten realisieren“, erklärt Metzl.

Bischof Stefan stellt Mitarbeiter frei für Soforthilfe
Ein großes Problem stellt unter anderem die Betreuung in den Unterkünften dar. Bei unerwarteten Flüchtlingszuströmen wie vor Tagen am Passauer Hauptbahnhof oder auch in Simbach am Inn werden oft kurzfristig helfende Hände gebraucht. Auch da will die Diözese den Verantwortlichen der Behörden, der Polizei, dem THW, den Rettungsdiensten oder den ehrenamtlichen Helferkreisen mit größtmöglicher Hilfe zur Seite stehen. Es werden „Kräfte“ im gesamten Ordinariat sowie bei der Caritas abgefragt. „Diese humanitäre Katastrophe, deren Ende oder Abschwächen noch nicht abzusehen ist, bedarf außergewöhnlicher Maßnahmen“, betont Bischof Stefan. Demnach soll es jedem Mitarbeiter gestattet sein, sich – wie schon während des Hochwassers 2013 – unter bestimmten Voraussetzungen von der regulären Arbeit für eine bestimmte Stundenanzahl freistellen zu lassen, um aktiv und vor Ort Flüchtlingen und Asylsuchenden zu helfen. „Uns ist bewusst, dass dies gewisse Einschränkungen im Arbeitsalltag in einzelnen Bereichen und Abteilungen mit sich bringt. Diese Maßnahmen sind aber aus unserer Sicht erforderlich um bei der Bewältigung dieses Problems angemessen zu helfen und unseren christlichen Grundauftrag zu erfüllen, Menschen in Not beizustehen“, so der Bischof.

Ziel muss aber auch sein, dass dadurch an manchen Stellen Entlastung für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer geschaffen werden kann, die sich seit Monaten engagieren und drohen in ihrem Helfen zu erschöpfen und auszubrennen. In den nächsten Tagen wird ein entsprechendes Schreiben des Bischofs an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich zur Soforthilfe melden, werden zuvor zu einem Infokurs zum Thema Flüchtlingshilfe eingeladen, den die Notfallseelsorger der Diözese abhalten.

„Bereits jetzt ist das Engagement seitens der Gläubigen im Bistum Passau sehr hoch, aber diese Herausforderung sprengt vieles, was wir bisher erlebt haben, betont Bischof Dr. Stefan Oster. „Mein Dank gilt deshalb allen unseren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren vielen hundert ehrenamtlichen Helfern und allen Menschen, die selbstlos Einschnitte und Entbehrungen in Kauf nehmen. Gottes Segen wünsche ich ausdrücklich allen, die sich engagieren und zwar nicht nur in der Flüchtlingshilfe. Wir dürfen nicht vergessen, dass in unserer Gesellschaft Armut und Not auch schon vor der Flüchtlingswelle ein Gesicht hatten“, sagte der Oberhirte.

Weitere Informationen zu Flüchtlingszahlen, dem vielfältigen Angebot der Caritas im Bistum sowie Infos über aktuelle Sach- und Betreuungsleistungen finden Sie hier:

http://www.bistum-passau.de/presse-und-m...flucht-und-asyl

***

Flüchtlingshilfe im Bistum Passau - Zu Besuch am Gartlberg

Datum:
18.08.2015
Ein aktualisierter Überblick über weitere Sach- und Betreuungsleistungen in der Diözese Passau



In Summe werden aktuell (Stand September 2015) knapp 4000 Asylbewerber in der Diözese Passau von der Caritas beraten und betreut. (In folgender Aufteilung: in Passau Stadt und Landkreis in den Gemeinschaftsunterkünften 926 und in den dezentralen Einrichtungen 650 Asylbewerber / im Landkreis Freyung Grafenau in den Gemeinschaftsunterkünften 173 und dezentral 188 / in der Erstaufnahmeeinrichtung in Freyung 471 und in Neuschönau 117 / im Landkreis Regen in der Gemeinschaftsunterkunft 90 und dezentral 454 / im Lk Rottal Inn dezentral 904 Asylbewerber.) Auch bei der Ankunft der Flüchtlinge am Bahnhof Passau steht die Caritas zur Seite mit Räumen der Bahnhofsmission.

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge ändert sich laufend und ist zum Abrufzeitraum Mitte September mit rund 350 zu benennen.

Aktuell sind 12 hauptamtliche MA ausschließlich mit „Flüchtlingsarbeit“ betraut – mehr als noch vor wenigen Monaten geplant waren. „Natürlich kümmern sich nicht nur diese Fachleute um die ankommenden Flüchtlinge“, betont Caritasvorstand Dompropst Dr. Michael Bär. Nach der Erstaufnahme und Erstbetreuung stehen die meisten unserer Caritas-Einrichtungen vor großen Herausforderungen: wie z.B. die Kindergärten mit der Integration von Flüchtlingskindern, die Schwangerenberatung, die von schwangeren Flüchtlingsfrauen natürlich genauso aufgesucht wird, die Allgemeine Sozialberatung der Kreiscaritas-Verbände wird von Flüchtlingen in Anspruch genommen, Beratungseinrichtungen wie die Erziehungsberatung der Caritas werden verstärkt auch von Migranten, darunter Flüchtlinge, aufgesucht. Zahlreiche Ehrenamtskreise unter der Ägide der Pfarreien oder der Caritasvereine kümmern sich um die Flüchtlinge und werden dabei von MitarbeiterInnen der Gemeindecaritas begleitet", betont Bär.

Folgende Gebäude werden zur Verfügung gestellt, bzw. in Kürze beziehbar:
Beim ehemaligen Propsteigebäude neben der Salvatorkirche in der Passauer Ilzstadt werden aktuell noch die letzten Hochwasserschäden saniert (Fertigstellung Ende Oktober). Die Diözese stellt die ehemalige Propstei in bewohnbarem Zustand zur Verfügung – trotz Platzbedarf lehnten Stadt und Landkreis Passau das Gebäude ab. Nach der Sanierung wird der dort geschaffene Wohnraum seitens der Diözese im Rahmen eines regulären Mietverhältnisses anerkannten Asylbewerbern zur Verfügung gestellt.

Das „Beda“- Haus im Eigentum der Benediktinerabtei Schweiklberg wird ebenfalls für die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge ertüchtigt. Die Gespräche zwischen dem Kreiscaritasverband Passau und der Abtei Schweiklberg sind bereits abgeschlossen. Die Diözese leistet hierzu ebenfalls ihren Beitrag, da sie die Finanzmittel in Höhe von 350tausend Euro für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen bereitstellen wird. Im St. Beda-Haus können rund 5 Gruppen untergebracht werden, also ca. 60 Personen. Die Betreuung wird über den Kreiscaritasverband Passau laufen (Ansprechpartner Herr Schmieg). Probleme bereitet derzeit noch der Brandschutz – nach aktuellen Gesprächen sollte ein Bezug im Herbst möglich sein.

Weitere Maßnahmen und Raumsituation
Die Diözese Passau prüft weitere Gebäude prüfen. Bereitgestellt ist u.a das Jugendbildungshaus Dornach (max. 2 Gruppen/24 Personen) in der Nähe von Eichendorf für die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge.

Überblick über weitere kirchliche Einrichtungen, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) betreuen
Fachstellen rechnen derzeit allein in Niederbayern mit rund 600 umF, die monatlich in die gesamte Region kommen. Prognosen seien aber kaum absehbar. Im Vergleich zu anderen Diözesen gab es im Bistum Passau verhältnismäßig wenige stationäre Jugendhilfeeinrichtungen sowie stationäre Plätze. Innerhalb kürzester Zeit mussten daher z.B. auch Not-Einrichtungen geschaffen werden, um der hohen Zahl an umF begegnen zu können.



Hier ein Überblick über die Einrichtungen:

Caritasverband für den Landkreis Passau:
Haus Pax in Tettenweis (25 Plätze für das Clearing der umF ), Kloster St. Gertraud
umF- Erstaufnahme Kellberg (37 umF), Gut Wolfersdorf in Thyrnau-Kellberg 100 Plätze für die Erstaufnahme
in Planung: St. Beda Haus in Vilshofen ab Oktober: 1 Nachsorgegruppe mit 12 Plätzen, 3 Clearinggruppen mit insgesamt 36 Plätzen (2 Gruppen aus Tettenweis ziehen im Herbst nach Vilshofen) ggf. weitere Nachsorgegruppen
Kreis-Caritas-Verband Freyung Grafenau:
Clearing und Inobhutnahmestelle: Christopherus Haus in Waldkirchen, 40 bis 49 männliche Jugendliche
Nachfolgeeinrichtung WG St. Vito in Schönberg, derzeit werden dort 12 männliche Jugendliche betreut
St. Valentin in Schönberg, derzeit werden dort 9 männliche Jugendliche betreut
Nachfolgeeinrichtung St. Benedikt in Mauth dort werden derzeit 25 männliche Jugendliche betreut
KCV Regen:
BBZ (Berufsbildungszentrum) Marienheim: 4 weibliche umF in heilpädagogische Jugendwohngruppe und 5 männliche umF in einer Außenwohngruppe eingestreut
Haus St. Josef, Büchlberg dort sind 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) eingestreut. Das Haus St. Josef hat zudem eine Außenstelle für umF in Neureuth (Passau-Ries) derzeit 22 umF eröffnet. 2 umF befinden sich zudem im betreuten Wohnen in Passau. Träger des Hauses St. Josef ist die Sozialwerk Heilig Kreuz gemeinnützige GmbH in Altötting, eine Tochtergesellschaft der Marienheim Mussenhausen gemeinnützigen GmbH und der Stiftung Heilig Kreuz Altötting.
Franziskushaus Altötting (Seraphisches Liebeswerk), derzeit werden hier zwei Gruppen mit je zehn männlichen uMF betreut / ab Oktober und ab November kommen zwei weitere Gruppen mit 10 uMF dazu
Laufende Unterbringung
Die Diözese Passau stellt bereits seit Oktober letzten Jahres den ehemaligen großen Internatstrakt des Klosters Gartlberg in Pfarrkirchen für Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber aus Krisengebieten zur Verfügung. Untergebracht sind dort aktuell (Stand 11. August 2015 – ändert sich täglich durch Ab- und Zugänge und Umverlegungen) 41 Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten und verschiedener Religionszugehörigkeit (Ansprechpartner Heimleiter Franz Wasmeier). In Altötting wurde von der Stadtpfarrei St. Philippus und Jakobus ein größeres Wohnhaus zur Unterbringung von Asylbewerbern dem Landratsamt zur Nutzung überlassen. Ebenso verhält es sich seit ein paar Monaten mit einem Wohngebäude der Pfarrei zu unserer lieben Frau in Burghausen.
Auch weitere kircheneigene Häuser in Neuötting oder auch im Landkreis Regen sowie in Freyung-Grafenau wurden von Seiten der Kirche bzw. der Caritas den entsprechenden staatlichen Stellen angeboten, bzw. sind bezogen. Im Landkreis Passau sind Flüchtlinge im Kloster Thyrnau und auch im Kloster Tettenweis (in Tettenweis nur umF wie oben beschrieben) untergebracht. (Genaue Zahlen können direkt bei den Kommunen erfragt werden).
Zur Herkunft der Flüchtlinge und Asylbewerber: Syrien, Eritrea, Iran, Irak, Afghanistan, Somalia - eine genaue Zuordnung können wir derzeit nicht nennen. Die Religionszugehörigkeit der Flüchtlinge spielt bei der Aufnahme KEINE Rolle – so wurde z.B. letztes Jahr im Kloster St. Josef eine fünfköpfige muslimische Familie aufgenommen.

Betreuung von Flüchtlingen und unbegleiteten Minderjährigen:
Was die „menschliche Betreuung“ der Flüchtlinge angeht, leisten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „segensreiche Arbeit von unschätzbarem Wert, um das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen zu gewährleisten. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schenken nicht nur Betreuung. Sie geben Hoffnung und Halt“, so Bischof Stefan Oster. Das, was Migranten und Flüchtlinge in ihrer Heimat und auf dem Weg nach Deutschland erfahren mussten, lässt sich weder vergessen noch verdrängen. Umso wichtiger sind die integrativen Maßnahmen seitens der Caritas. Dazu gehört neben umfassender Beratung in Fragen wie Familiennachzug, Aufenthaltsrecht, in Fragen der sozialen Absicherung oder auch Begleitung bei schulischer und beruflicher Integration auch die Hilfe bei der Orientierung im fremden Kulturbereich. 2/3 der Gesamtpersonalkosten werden aktuell vom Staat refinanziert. Im Jahr 2014 lag der Teil der Personalkosten, die die Caritas selbst trug bei knapp 70tausend Euro.

Der Passauer Diözesanrat hat zusammen mit der Caritas die Infobroschüre „Flüchtlinge und Asylbewerber begleiten und unterstützen“ erstellt. Darin finden sich wichtige Informationen, Fakten und Hilfsmöglichkeiten für Pfarrgemeinden, Ehrenamtliche und die vielen Helferkreise. Die Broschüre wird kostenlos bei der Caritas und der Geschäftsstelle des Diözesanrates in Passau verteilt. Dazu der Diözesanratsvorsitzende Wolfgang Beier: „Es von Anfang an richtig machen, die Menschen mitnehmen, die Menschen rechtzeitig informieren, ihnen klar zu machen, es sind Menschen die zu uns kommen, die Schutz und Hilfe wollen, und die uns nicht ausnutzen, sondern eigentlich nur Unterstützung suchen. Wenn man das sieht – und wir als Christen können das doppelt sehen – dann gibt es überhaupt nichts anderes wie: Ich möchte handeln.“
Der Passauer Diözesanrat hat einen eigenen Sachausschuss eingesetzt, der sich sowohl die Begleitanforderungen der Migranten und Flüchtlinge zur Aufgabe macht, aber zugleich auch die politische Handlungsebene im Blick hat.
http://www.bistum-passau.de/aktuelle-mel...ch-am-gartlberg


von esther10 26.09.2015 00:25

Das Bild macht einen sprachlos. Es wurde von einem Flüchtlingskind gemalt...
Geschenk eines syrischen Kindes an die Bundespolizisten in Passau.



Aktualisiert am 25. September 2015, 15:39 Uhr
Ein syrisches Flüchtlingskind zeichnet ein Bild von seinen Erlebnissen und schenkt es einem Bundespolizisten in Passau. Der postet es auf Twitter. Tausendfach wird es in sozialen Netzwerken geteilt.

Mit dem Kommentar "Geschenk eines syrischen Kindes an die Bundespolizisten in Passau...#sprachlos #Flüchtlingskrise" erscheint die Zeichnung am Donnerstagabend über den offiziellen Account der Bundespolizei Bayern auf Twitter.

Die klaren Formen lassen kaum Raum für fernere Interpretationen: Die linke Seite zeigt die Kriegsschrecken in Syrien - ein toter Körper, abgetrennte Gliedmaßen und Blut. Auf der rechten Seite sind eine deutsche Fahne, eine Polizeidienststelle und Herzen zu erkennen.

Dieses Bild bewegt das Netz
Innerhalb von wenigen Stunden wurde der Tweet tausendfach geteilt und vielfach kommentiert

Weitere Bilder von anderen Flüchtlingskindern sollen Polizisten dem "Bayerischen Rundfunk" zufolge an eine Wand in der Flüchtlingsaufenthaltshalle in Passau gehängt haben.
http://www.gmx.net/magazine/politik/flue...zisten-30954960


von esther10 26.09.2015 00:17

Eheleute in Harmonie mit dem Herzen Christi
Polnische Bischöfe veröffentlichen Positionspapier



Warschau, 25. September 2015 (ZENIT.org) Michaela Koller | 139 klicks


Die polnischen Bischöfe erwarten keine Änderung der Lehre der Kirche in der Frage der Kommunion für die Geschiedenen, die in einer neuen Verbindung leben. In einer Stellungnahme vor der 14. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode (4.-25.10.2015) danken sie Papst Franziskus, der an die Bedeutung der Eucharistie erinnerte um, „in Harmonie mit dem Herzen Christi einzutreten, seine Entscheidungen, seine Gedanken, sein Verhalten anzunehmen.“ Sie ziehen daraus den Schluss, dass die Lehre der katholischen Kirche unveränderlich bleibe, die besage, dass man sich in der heilig machenden Gnade befinden muss, um die heilige Kommunion zu empfangen.

Der Mensch habe keine Vollmacht über das natürliche oder positive göttliche Recht, betonen sie, dabei den heiligen Johannes Paul II. zitierend. „In der Situation, in der die Eheleute durch Schwierigkeiten gehen, ist es die Aufgabe der katholischen Kirche, bei der Vertiefung der Liebe und der gegenseitigen Verantwortung und Bekehrung zu helfen.“ Solches pastorale Engagement sei heute nötiger denn je. Paare, die nicht in einer sakramentalen Ehe leben, seien von diesem Auftrag nicht ausgeschlossen, im Gegenteil. Die Bischöfe erinnern zudem an die wachsende Zahl Alleinstehender und die Verantwortung der Seelsorger für sie. „Es gibt auch diejenigen, die – der Konsummentalität folgend – aus Bequemlichkeit allein bleiben.“ Diese und diejenigen, die aus anderen Gründen keine Ehe schließen können oder wollen, müssten mit seelsorgerlichen Blick gesehen werden, um sie in das Leben der Kirche und den Dienst für Familien, die Unterstützung brauchen, einzuschließen.

Die polnischen Bischöfe befürworten eine bessere und gründlichere Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe, auch schon durch die Aufwertung der Institution der Verlobungszeit. Sie betonen, dass die Ehe und Familie zu den kostbarsten Gütern der Menschheit zählt und fordern daher ihren besonderen Schutz. Sie verweisen auch darauf, dass der Glaube aus dieser Keimzelle der Gesellschaft wächst. „Wir unterstreichen also, dass die Familie – als Hauskirche – eine heilige und heiligmachende Realität ist“, schreiben die Hirten. Sie danken Gott dafür, dass es in ihrer Heimat viele gesunde Familien gibt, die sich im Guten und im Schlechten jedes Tages um die Treue ihrer Berufung kümmerten. Diese sehen die unauflösbare und alleinige Beziehung, die Ehe, als eine glückliche Gelegenheit, um Verantwortung für die geliebte Person zu übernehmen. Ausdrücklich verurteilen sie künstliche Befruchtung, „die keine richtige Weise für die Lösung des Problems der Unfruchtbarkeit ist und dass die Katholiken diese Methode nicht anwenden dürfen“. Sie versprechen jedoch die seelsorgerliche Nähe bei den Eheleuten, die seit Jahren auf ein Kind warten.

Wir dokumentieren im Folgenden die Stellungnahme in deutscher Übersetzung.

***

Warschau, 21. September 2015

Die Polnische Bischofskonferenz dankt dem Heiligen Vater Franziskus für das Geschenk der Bischofssynode, deren Thema dieses Jahr „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ sein wird. Wir danken auch Millionen von Polen, darunter den Gemeinschaften und Familien-Bewegungen, die für Papst Franziskus, die Kardinäle, die Bischöfe und die Teilnehmer der Synode beten. Wir ermuntern alle zum weiteren Gebet für die Synode, bei der – auf Wunsch des Heiligen Vaters – die Bischöfe aus Polen die Freude und die Sorgen hinsichtlich der Familien teilen werden.

1. Die Lehre der Päpste und der Bischöfe – gestützt auf die Heilige Schrift und auf die Tradition der Katholischen Kirche – weist darauf hin, dass die Ehe und Familie zu den kostbarsten Gütern der Menschheit zählt; dieses Gut sollte mit einem besonderem Schutz umgeben sein. Jesus Christus stellt die Ehe als einen Bund zwischen Mann und Frau dar, die in der Liebe ein Leben lang vereint und dabei offen für das Geschenk des neuen Lebens sind. Die Ehe ist eine göttliche und menschliche Realität, welche Jesus Christus zur Würde eines Sakraments erhoben hat. Die Eheleute dürfen „in ihrem Ehe- und Familienleben die Liebe Gottes selbst nachvollziehen, die Liebe Gottes zu den Menschen und die Liebe Christi zu seiner Braut, der Kirche“ (hl. Johannes Paul II., Familiaris consortio, 56).

Viele polnische Familien haben im Fragebogen vor der kommenden Synode betont, dass ihre Freude und ihr Friede Früchte des Glaubens in Gott sind, des sakramentalen Lebens und des individuellen und familiären Gebets, aber auch der Zeit, die sie einander widmen. Wir unterstreichen also, dass die Familie – als Hauskirche – eine heilige und heiligmachende Realität ist (vgl. Apg 10,24-48; hl. Johannes Paul II., Homilie zur Eröffnung der VI. Bischofssynode, 26.09.1980).

2. Wir danken Gott dafür, dass es in unserer Heimat viele gesunde Familien gibt, die sich „im Guten und Schlechten“ jedes Tages um die Treue zu ihrer Berufung kümmern. Wie wir im Hirtenbrief geschrieben haben, sind das „die Menschen, die an die Liebe glauben und diese Liebe täglich leben wollen, die sie nicht nur als Emotion und Gefühlsquelle verstehen, sondern als eine glückliche Gelegenheit, um die Verantwortung für die geliebte Person zu übernehmen, um sich über die unauflösbare und alleinige Beziehung mit ihr für immer zu freuen. Die Menschen, die mit dem Gefühl der Heiligkeit und Begeisterung im Herzen das Mysterium des menschlichen Körpers und das Geschenk der ehelichen Vereinigung sehen, die ein neues Kind in der Familie mit Lobgebet begrüßen und die jedes Leben – von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod – als heiliges Gut ansehen. Die Menschen, für die immer und überall die Würde der menschlichen Person ein bedingungsloser Wert ist.“ (Brief der Polnischen Bischofskonferenz zum Fest der Heiligen Familie, 30.12.2005). Wir danken den Priestern, die ihnen mit väterlicher Weisheit und Hingabe dienen.

3. „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ – sagt Christus (Mk 10, 9). Deswegen ist die sakramentale Ehe ihrem Wesen nach unauflösbar. Das Gesetz Gottes markiert unüberschreitbare Grenzen für menschliche Entscheidungen. Der Mensch hat keine „Vollmacht über das natürliche oder positive göttliche Recht“ (hl. Johannes Paul II., Ansprache an die Römische Rota, 21.01.2000). In der Situation, in der die Eheleute durch Schwierigkeiten gehen, ist es die Aufgabe der katholischen Kirche, bei der Vertiefung der Liebe und der gegenseitigen Verantwortung und Bekehrung zu helfen. Solches seelsorgerliche Engagement ist heute nötiger denn je.

In der katholischen Kirche gibt es weder Scheidungen noch Prozesse, die zur Scheidung führen. Es gibt nur Prozesse, bei denen man individuell erkennt, ob eine bestimmte Ehe gültig oder nicht gültig geschlossen wurde. Alle sollten eine Scheidungsmentalität meiden. Jedes Auseinandergehen der Eheleute beleidigt Gott und bringt viel Schaden mit sich, es lässt nicht nur an ihnen Wunden zurück, sondern wirft auch einen schmerzhaften Schatten auf ihre Kinder, die nächste Familie, Freunde, Bekannte und zerstört die Grundlagen der ganzen Gesellschaft.

In dieser Lage muss man mit umso größerem seelsorgerlichem Einsatz für diejenigen da sein, die in nicht-sakramentalen Beziehungen leben. Wir erinnern daran, dass die Geschiedenen oder diejenigen, die in Trennung leben, nicht aus der Kirche ausgeschlossen sind, sondern dass sie weiterhin ihre Mitglieder bleiben und man ihnen dabei helfen muss, dass sie den Glauben und die Verbindung mit der kirchlichen Gemeinschaft behalten, dass sie an der Sonntagsmesse und am Leben der Pfarreien teilnehmen (hl. Johannes Paul II., Familiaris consortio, 84). Gleichzeitig ermuntern wir diejenigen, bei denen es keine Hindernisse für die Eheschließung gibt, dass sie sich der Liebe Gottes öffnen und die Herausforderung, eine Familie auf dem soliden Fundament der Gnade Christi zu bauen, annehmen.

4. Wir sind mit seelsorgerlicher Nähe bei den Ehen, die seit Jahren auf ein Kind warten. Gleichzeitig erinnern wir daran, dass die künstliche Befruchtung keine richtige Weise für die Lösung des Problems der Unfruchtbarkeit ist und dass Katholiken diese Methode nicht anwenden dürfen (Papst Franziskus, Audienz für die Gesellschaft der Katholischen Ärzte Italiens, 15.11.2014). Wir verbinden uns im Schmerz mit den Familien, die das Drama der Fehlgeburt erleben oder deren Kinder tot geboren wurden. Wir erinnern daran, dass jedes dieser Kinder das Recht zur vollen katholischen Beerdigung besitzt.

5. Wir wünschen, dass während der Synode deutlicher gegenüber solchen Eheleuten die Dankbarkeit artikuliert wird, die sich umsichtig und großzügig (Glaudium et spes, 50) für eine größere Anzahl von Kindern entschieden haben, als sie ihnen das Leben schenkten und nun den Unterhalt geben und sich darum kümmern, sie in die Welt des Glaubens und der Kultur einzuführen (Päpstlicher Rat für die Familie, Familie und menschliche Fortpflanzung, 18-19). Wir richten unseren dankbaren Blick auch auf die Eheleute, die Kinder adoptieren und auf diejenigen, die Kinderdörfer einrichten.

Wir denken, dass die Synode bei der Änderung der gesellschaftlichen Haltung gegenüber kinderreichen Familien helfen kann, worauf Papst Franziskus während des Treffens mit einigen Tausend kinderreichen Familien hingewiesen hat, als er mit tiefstem Respekt und Dankbarkeit über ihren unersetzbaren Beitrag für die Zukunft der Kirche und der Welt sprach und daran appelliert hat, dass in gesellschaftlichen Strukturen eine richtige Hilfe für sie garantiert werden solle. (Papst Franziskus, Die Präsenz der kinderreichen Familien ist eine Hoffnung für unsere Gesellschaft, Audienz, 28.12.2014; vgl. ebenda, Familie – Kinder, Mittwochsaudienz, 8.04.2015).

6. Die Sorge um die ärmste Familie, um die Familie mit behinderten Personen und um ältere Ehen sollte ein integraler Bestandteil der Familien-Seelsorge sein. Man muss besonders die junge Generation sensibilisieren für die Personen und Familien in verschiedenen Nöten. Man muss mit seelsorgerlichem Blick auf die Familien schauen, die eine Trennung im Zusammenhang mit Wirtschafts-Migration erleben. Gleichzeitig erinnern wir an die Notwendigkeit eines angemessenen Lohns für die Arbeit: „Ferner müssen Gesellschaft und Staat für ein angemessenes Lohnniveau sorgen, das dem Arbeiter und seiner Familie den Unterhalt sichert und die Möglichkeit zum Sparen erlaubt“ (hl. Johannes Paul II., Centesimus annus, 15).

7. Es wächst die Anzahl der Personen, die allein leben. Es gibt darunter diejenigen, die aus verschiedenen Gründen die Ehe nicht schließen können und diejenigen, die bewusst einen Weg der Einsamkeit in der Welt wählen, um auf verschiedene Weise den anderen zu dienen. Es gibt auch diejenigen, die – der Konsummentalität folgend – aus Bequemlichkeit allein bleiben. Alle diese Personen müssen mit seelsorgerlichen Blick gesehen werden, um sie in das Leben der Kirche und den Dienst für Familien, die Unterstützung brauchen, einzuschließen (hl. Johannes Paul II., Familiaris consortio, 85).

8. Wir beobachten, dass einerseits etwa 90 Prozent der polnischen Jugend in der Ehe und Familie den Weg zum Glück im Erwachsenenleben sieht. Andererseits wächst immer mehr die Anzahl der Menschen, die in einem Konkubinat leben. Nicht selten zeigt sich auch die Angst vor Verantwortung und davor, sich selbst in endgültiger Weise hinzugeben. Deswegen ist es nötig, die Institution der Verlobungszeit aufzuwerten und die direkte Zeit der Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe zu verlängern. Wir danken den Eheleuten, die anderen Ehepaaren dienen und ein Zeugnis davon geben, dass eine schöne und treue eheliche Liebe gelebt werden kann.

9. Im Zusammenhang mit der Diskussion über die heilige Kommunion für die Geschiedenen, die in einer neuen zivilen Beziehung leben, sind wir Papst Franziskus dankbar, der daran erinnert, dass „die Eucharistie aber kein privates Gebet oder eine schöne spirituelle Erfahrung ist (…). Sich von jenem ‚Brot des Lebens‘ zu nähren bedeutet in Harmonie mit dem Herzen Christi einzutreten, seine Entscheidungen, seine Gedanken, sein Verhalten anzunehmen“ (Angelus, 16.08. 2015). Um ein solches eucharistisches Leben zu führen, ist es notwendig, den Kult der Eucharistie zu vertiefen (Benedikt XVI., Sacramentum caritatis, 66). Die Lehre der katholischen Kirche, die feststellt, dass um die heilige Kommunion zu empfangen, man sich in der heiligmachenden Gnade befinden muss, bleibt unveränderlich (vgl. 1 Kor 11,26-29; 1 Kor 6,9-10; Codex des Kanonischen Rechtes, Can. 916).

Die Familie ist das Werk und der Besitz Gottes. Deshalb bereiten wir uns auf die kommende Synode mit Glaube, Hoffnung und Liebe vor.

Übersetzung aus dem Polnischen: Anna und Stefan Meetschen

(25. September 2015) © Innovative Media Inc.[/img]

Warschau, 25. September 2015 (ZENIT.org) Michaela Koller | 139 klicks


Die polnischen Bischöfe erwarten keine Änderung der Lehre der Kirche in der Frage der Kommunion für die Geschiedenen, die in einer neuen Verbindung leben. In einer Stellungnahme vor der 14. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode (4.-25.10.2015) danken sie Papst Franziskus, der an die Bedeutung der Eucharistie erinnerte um, „in Harmonie mit dem Herzen Christi einzutreten, seine Entscheidungen, seine Gedanken, sein Verhalten anzunehmen.“ Sie ziehen daraus den Schluss, dass die Lehre der katholischen Kirche unveränderlich bleibe, die besage, dass man sich in der heilig machenden Gnade befinden muss, um die heilige Kommunion zu empfangen.

Der Mensch habe keine Vollmacht über das natürliche oder positive göttliche Recht, betonen sie, dabei den heiligen Johannes Paul II. zitierend. „In der Situation, in der die Eheleute durch Schwierigkeiten gehen, ist es die Aufgabe der katholischen Kirche, bei der Vertiefung der Liebe und der gegenseitigen Verantwortung und Bekehrung zu helfen.“ Solches pastorale Engagement sei heute nötiger denn je. Paare, die nicht in einer sakramentalen Ehe leben, seien von diesem Auftrag nicht ausgeschlossen, im Gegenteil. Die Bischöfe erinnern zudem an die wachsende Zahl Alleinstehender und die Verantwortung der Seelsorger für sie. „Es gibt auch diejenigen, die – der Konsummentalität folgend – aus Bequemlichkeit allein bleiben.“ Diese und diejenigen, die aus anderen Gründen keine Ehe schließen können oder wollen, müssten mit seelsorgerlichen Blick gesehen werden, um sie in das Leben der Kirche und den Dienst für Familien, die Unterstützung brauchen, einzuschließen.

Die polnischen Bischöfe befürworten eine bessere und gründlichere Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe, auch schon durch die Aufwertung der Institution der Verlobungszeit. Sie betonen, dass die Ehe und Familie zu den kostbarsten Gütern der Menschheit zählt und fordern daher ihren besonderen Schutz. Sie verweisen auch darauf, dass der Glaube aus dieser Keimzelle der Gesellschaft wächst. „Wir unterstreichen also, dass die Familie – als Hauskirche – eine heilige und heiligmachende Realität ist“, schreiben die Hirten. Sie danken Gott dafür, dass es in ihrer Heimat viele gesunde Familien gibt, die sich im Guten und im Schlechten jedes Tages um die Treue ihrer Berufung kümmerten. Diese sehen die unauflösbare und alleinige Beziehung, die Ehe, als eine glückliche Gelegenheit, um Verantwortung für die geliebte Person zu übernehmen. Ausdrücklich verurteilen sie künstliche Befruchtung, „die keine richtige Weise für die Lösung des Problems der Unfruchtbarkeit ist und dass die Katholiken diese Methode nicht anwenden dürfen“. Sie versprechen jedoch die seelsorgerliche Nähe bei den Eheleuten, die seit Jahren auf ein Kind warten.

Wir dokumentieren im Folgenden die Stellungnahme in deutscher Übersetzung.

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Warschau, 21. September 2015

Die Polnische Bischofskonferenz dankt dem Heiligen Vater Franziskus für das Geschenk der Bischofssynode, deren Thema dieses Jahr „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ sein wird. Wir danken auch Millionen von Polen, darunter den Gemeinschaften und Familien-Bewegungen, die für Papst Franziskus, die Kardinäle, die Bischöfe und die Teilnehmer der Synode beten. Wir ermuntern alle zum weiteren Gebet für die Synode, bei der – auf Wunsch des Heiligen Vaters – die Bischöfe aus Polen die Freude und die Sorgen hinsichtlich der Familien teilen werden.

1. Die Lehre der Päpste und der Bischöfe – gestützt auf die Heilige Schrift und auf die Tradition der Katholischen Kirche – weist darauf hin, dass die Ehe und Familie zu den kostbarsten Gütern der Menschheit zählt; dieses Gut sollte mit einem besonderem Schutz umgeben sein. Jesus Christus stellt die Ehe als einen Bund zwischen Mann und Frau dar, die in der Liebe ein Leben lang vereint und dabei offen für das Geschenk des neuen Lebens sind. Die Ehe ist eine göttliche und menschliche Realität, welche Jesus Christus zur Würde eines Sakraments erhoben hat. Die Eheleute dürfen „in ihrem Ehe- und Familienleben die Liebe Gottes selbst nachvollziehen, die Liebe Gottes zu den Menschen und die Liebe Christi zu seiner Braut, der Kirche“ (hl. Johannes Paul II., Familiaris consortio, 56).

Viele polnische Familien haben im Fragebogen vor der kommenden Synode betont, dass ihre Freude und ihr Friede Früchte des Glaubens in Gott sind, des sakramentalen Lebens und des individuellen und familiären Gebets, aber auch der Zeit, die sie einander widmen. Wir unterstreichen also, dass die Familie – als Hauskirche – eine heilige und heiligmachende Realität ist (vgl. Apg 10,24-48; hl. Johannes Paul II., Homilie zur Eröffnung der VI. Bischofssynode, 26.09.1980).

2. Wir danken Gott dafür, dass es in unserer Heimat viele gesunde Familien gibt, die sich „im Guten und Schlechten“ jedes Tages um die Treue zu ihrer Berufung kümmern. Wie wir im Hirtenbrief geschrieben haben, sind das „die Menschen, die an die Liebe glauben und diese Liebe täglich leben wollen, die sie nicht nur als Emotion und Gefühlsquelle verstehen, sondern als eine glückliche Gelegenheit, um die Verantwortung für die geliebte Person zu übernehmen, um sich über die unauflösbare und alleinige Beziehung mit ihr für immer zu freuen. Die Menschen, die mit dem Gefühl der Heiligkeit und Begeisterung im Herzen das Mysterium des menschlichen Körpers und das Geschenk der ehelichen Vereinigung sehen, die ein neues Kind in der Familie mit Lobgebet begrüßen und die jedes Leben – von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod – als heiliges Gut ansehen. Die Menschen, für die immer und überall die Würde der menschlichen Person ein bedingungsloser Wert ist.“ (Brief der Polnischen Bischofskonferenz zum Fest der Heiligen Familie, 30.12.2005). Wir danken den Priestern, die ihnen mit väterlicher Weisheit und Hingabe dienen.

3. „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ – sagt Christus (Mk 10, 9). Deswegen ist die sakramentale Ehe ihrem Wesen nach unauflösbar. Das Gesetz Gottes markiert unüberschreitbare Grenzen für menschliche Entscheidungen. Der Mensch hat keine „Vollmacht über das natürliche oder positive göttliche Recht“ (hl. Johannes Paul II., Ansprache an die Römische Rota, 21.01.2000). In der Situation, in der die Eheleute durch Schwierigkeiten gehen, ist es die Aufgabe der katholischen Kirche, bei der Vertiefung der Liebe und der gegenseitigen Verantwortung und Bekehrung zu helfen. Solches seelsorgerliche Engagement ist heute nötiger denn je.

In der katholischen Kirche gibt es weder Scheidungen noch Prozesse, die zur Scheidung führen. Es gibt nur Prozesse, bei denen man individuell erkennt, ob eine bestimmte Ehe gültig oder nicht gültig geschlossen wurde. Alle sollten eine Scheidungsmentalität meiden. Jedes Auseinandergehen der Eheleute beleidigt Gott und bringt viel Schaden mit sich, es lässt nicht nur an ihnen Wunden zurück, sondern wirft auch einen schmerzhaften Schatten auf ihre Kinder, die nächste Familie, Freunde, Bekannte und zerstört die Grundlagen der ganzen Gesellschaft.

In dieser Lage muss man mit umso größerem seelsorgerlichem Einsatz für diejenigen da sein, die in nicht-sakramentalen Beziehungen leben. Wir erinnern daran, dass die Geschiedenen oder diejenigen, die in Trennung leben, nicht aus der Kirche ausgeschlossen sind, sondern dass sie weiterhin ihre Mitglieder bleiben und man ihnen dabei helfen muss, dass sie den Glauben und die Verbindung mit der kirchlichen Gemeinschaft behalten, dass sie an der Sonntagsmesse und am Leben der Pfarreien teilnehmen (hl. Johannes Paul II., Familiaris consortio, 84). Gleichzeitig ermuntern wir diejenigen, bei denen es keine Hindernisse für die Eheschließung gibt, dass sie sich der Liebe Gottes öffnen und die Herausforderung, eine Familie auf dem soliden Fundament der Gnade Christi zu bauen, annehmen.

4. Wir sind mit seelsorgerlicher Nähe bei den Ehen, die seit Jahren auf ein Kind warten. Gleichzeitig erinnern wir daran, dass die künstliche Befruchtung keine richtige Weise für die Lösung des Problems der Unfruchtbarkeit ist und dass Katholiken diese Methode nicht anwenden dürfen (Papst Franziskus, Audienz für die Gesellschaft der Katholischen Ärzte Italiens, 15.11.2014). Wir verbinden uns im Schmerz mit den Familien, die das Drama der Fehlgeburt erleben oder deren Kinder tot geboren wurden. Wir erinnern daran, dass jedes dieser Kinder das Recht zur vollen katholischen Beerdigung besitzt.

5. Wir wünschen, dass während der Synode deutlicher gegenüber solchen Eheleuten die Dankbarkeit artikuliert wird, die sich umsichtig und großzügig (Glaudium et spes, 50) für eine größere Anzahl von Kindern entschieden haben, als sie ihnen das Leben schenkten und nun den Unterhalt geben und sich darum kümmern, sie in die Welt des Glaubens und der Kultur einzuführen (Päpstlicher Rat für die Familie, Familie und menschliche Fortpflanzung, 18-19). Wir richten unseren dankbaren Blick auch auf die Eheleute, die Kinder adoptieren und auf diejenigen, die Kinderdörfer einrichten.

Wir denken, dass die Synode bei der Änderung der gesellschaftlichen Haltung gegenüber kinderreichen Familien helfen kann, worauf Papst Franziskus während des Treffens mit einigen Tausend kinderreichen Familien hingewiesen hat, als er mit tiefstem Respekt und Dankbarkeit über ihren unersetzbaren Beitrag für die Zukunft der Kirche und der Welt sprach und daran appelliert hat, dass in gesellschaftlichen Strukturen eine richtige Hilfe für sie garantiert werden solle. (Papst Franziskus, Die Präsenz der kinderreichen Familien ist eine Hoffnung für unsere Gesellschaft, Audienz, 28.12.2014; vgl. ebenda, Familie – Kinder, Mittwochsaudienz, 8.04.2015).

6. Die Sorge um die ärmste Familie, um die Familie mit behinderten Personen und um ältere Ehen sollte ein integraler Bestandteil der Familien-Seelsorge sein. Man muss besonders die junge Generation sensibilisieren für die Personen und Familien in verschiedenen Nöten. Man muss mit seelsorgerlichem Blick auf die Familien schauen, die eine Trennung im Zusammenhang mit Wirtschafts-Migration erleben. Gleichzeitig erinnern wir an die Notwendigkeit eines angemessenen Lohns für die Arbeit: „Ferner müssen Gesellschaft und Staat für ein angemessenes Lohnniveau sorgen, das dem Arbeiter und seiner Familie den Unterhalt sichert und die Möglichkeit zum Sparen erlaubt“ (hl. Johannes Paul II., Centesimus annus, 15).

7. Es wächst die Anzahl der Personen, die allein leben. Es gibt darunter diejenigen, die aus verschiedenen Gründen die Ehe nicht schließen können und diejenigen, die bewusst einen Weg der Einsamkeit in der Welt wählen, um auf verschiedene Weise den anderen zu dienen. Es gibt auch diejenigen, die – der Konsummentalität folgend – aus Bequemlichkeit allein bleiben. Alle diese Personen müssen mit seelsorgerlichen Blick gesehen werden, um sie in das Leben der Kirche und den Dienst für Familien, die Unterstützung brauchen, einzuschließen (hl. Johannes Paul II., Familiaris consortio, 85).

8. Wir beobachten, dass einerseits etwa 90 Prozent der polnischen Jugend in der Ehe und Familie den Weg zum Glück im Erwachsenenleben sieht. Andererseits wächst immer mehr die Anzahl der Menschen, die in einem Konkubinat leben. Nicht selten zeigt sich auch die Angst vor Verantwortung und davor, sich selbst in endgültiger Weise hinzugeben. Deswegen ist es nötig, die Institution der Verlobungszeit aufzuwerten und die direkte Zeit der Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe zu verlängern. Wir danken den Eheleuten, die anderen Ehepaaren dienen und ein Zeugnis davon geben, dass eine schöne und treue eheliche Liebe gelebt werden kann.

9. Im Zusammenhang mit der Diskussion über die heilige Kommunion für die Geschiedenen, die in einer neuen zivilen Beziehung leben, sind wir Papst Franziskus dankbar, der daran erinnert, dass „die Eucharistie aber kein privates Gebet oder eine schöne spirituelle Erfahrung ist (…). Sich von jenem ‚Brot des Lebens‘ zu nähren bedeutet in Harmonie mit dem Herzen Christi einzutreten, seine Entscheidungen, seine Gedanken, sein Verhalten anzunehmen“ (Angelus, 16.08. 2015). Um ein solches eucharistisches Leben zu führen, ist es notwendig, den Kult der Eucharistie zu vertiefen (Benedikt XVI., Sacramentum caritatis, 66). Die Lehre der katholischen Kirche, die feststellt, dass um die heilige Kommunion zu empfangen, man sich in der heiligmachenden Gnade befinden muss, bleibt unveränderlich (vgl. 1 Kor 11,26-29; 1 Kor 6,9-10; Codex des Kanonischen Rechtes, Can. 916).

Die Familie ist das Werk und der Besitz Gottes. Deshalb bereiten wir uns auf die kommende Synode mit Glaube, Hoffnung und Liebe vor.

Übersetzung aus dem Polnischen: Anna und Stefan Meetschen
http://www.zenit.org/de
(25. September 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 26.09.2015 00:17

Papst an Kleriker und Geweihte: Teilt Verantwortung mit Laien


Papst Franziskus in der Kathedrale von Philadelphia. - AP

26/09/2015 15:53SHARE:

Papst Franziskus hat in den USA Bischöfe, Priester und Ordensleute dazu aufgerufen, ein gutes Miteinander mit Laien zu finden. Besonders gelte es, den „unermesslichen Beitrag“ von Frauen für das kirchliche Leben zu würdigen, sagte der Papst bei einer Heiligen Messe in der Kathedrale von Philadelphia. Die Herausforderung für Kleriker und Ordensleute sei es heute, „einen Sinn für Zusammenarbeit und für geteilte Verantwortung“ in den Pfarreien und Instituten zu fördern. Das bedeute keineswegs einen Verzicht „auf die geistliche Autorität, die uns übertragen wurde“. Vielmehr gehe es darum, „die vielfältigen Gaben, die der Geist über die Kirche ausgießt, zu unterscheiden und weise zu nutzen“.

In Philadelphia, einem der größten Erzbistümer der USA, findet derzeit das Weltfamilientreffen statt, dessen Abschlussmesse Franziskus am Sonntag feiern wird. In seiner Predigt bat der Papst die Bischöfe, Kleriker und Ordensleute, über den Dienst der Kirche für die Familien, die Verlobten und die Jugendlichen nachzudenken und auch für die kommende Familiensynode zu beten.

Der Schwerpunkt der Predigt lag allerdings auf der Frage, wie die Kleriker und Ordensleute das „großartige Erbe“, das sie in der Kirche erhalten haben, anreichern und weitergeben können. Franziskus begann mit einem Rückblick: In Anspielung auf das herrliche, pilastergeschmückte Gebäude der Kathedrale von Philadelphia sagte er, die Geschichte der Kirche in dieser Stadt und im Staat Pennsylvania sei eine, „in der es nicht nur um die Errichtung von Mauern geht, sondern auch um ihr Niederreißen. Es ist eine Geschichte, die uns von vielen Generationen engagierter Katholiken erzählt, die hinausgegangen sind an die Peripherien und Gemeinschaften gebildet haben für den Gottesdienst, die Erziehungsarbeit, die Nächstenliebe und für den Dienst an der Gesellschaft allgemein.“ Gemeinsam hätten sich Priester, Ordensleute und Laien um die geistlichen Bedürfnisse der Armen, der Einwanderer und Kranken gekümmert. Ordensleute hätten in Schulen Generationen von Kindern herangezogen.

Heute gilt es aus der Sicht des Papstes, auf das Wirken engagierter Laien zu setzen und dem Heiligen Geist zu vertrauen. Als Beispiel nannte Franziskus die amerikanische Heilige Katharine Drexel. Die Frage des Papstes Leo XIII. an die junge Frau: „Und du? Was willst du tun?“ verwandelte ihr Leben. Ebenso müssten Bischöfe und Priester bei den Gläubigen „ein Empfinden für ihre persönliche Verantwortung für die Mission der Kirche" fördern, sagte Franziskus. Das verlange "Kreativität“. Das Erbe sei „nicht nur durch die Bewahrung der Strukturen und Einrichtungen“ weiterzutragen, sondern vor allem dadurch, dass man sich "den Möglichkeiten öffnet, die der Geist uns auftut“.

In Philadelphia hatte kurz vor dem Besuch des Papstes ein Treffen feministischer Christinnen stattgefunden, die die Priesterweihe für Frauen in der katholischen Kirche befürworten. Am Rande des Papstbesuches in Washington kam es zu kleineren Kundgebungen mit demselben Anliegen.
(rv 26.09.2015 gs)

von esther10 26.09.2015 00:11

P. Schöch: Ehebandverteidiger spielt wichtige Rolle

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Die Reform des Ehenichtigkeitsverfahrens betrifft auch die Rolle des Ehebandverteidigers, der dem Bischof als Richter bei der Beurteilung des Falles zur Seite steht. Der aus Österreich stammende Kirchenrechtler Pater Nikolaus Schöch OFM ist Zweiter Kirchenanwalt am vatikanischen Höchstgericht der Apostolischen Signatur und wirkte als Sekretär jener Kommission, die Papst Franziskus im vergangen August für die Reform des Ehenichtigkeitsprozesses eingesetzt hat. Im Gespräch mit Radio Vatikan erklärt Pater Schöch, was sich für die Ehebandverteidiger mit der Reform ändern wird.
„Eine Besonderheit ist dieser kürzere Prozess, der in den Kanones 1683 bis 1687 geregelt ist und der auch aufgrund des Vorschlags der Bischofssynode vom vergangenen Jahr ausgearbeitet worden ist. Hier ist die Intervention des Ehebandverteidigers verbindlich vorgeschrieben. Es geht immer um die Feststellung einer Wahrheit in Bezug auf das Eheband und es ist verpflichtend, dass die Erläuterungen des Verteidigers in den Akten kommen.“
Vor allem wird die Rolle des Verteidigers bei der Feststellung wichtig, ob überhaupt der Prozess im „Schnellverfahren“ erfolgen darf oder doch ein „ordentlicher Prozessweg“ begangen werden muss.
„Das Motu proprio wendet das Prinzip an, das Papst Franziskus sehr am Herzen liegt: der Ehebandverteidiger möge einen Dienst leisten und sich nicht auf eine oberflächliche Bearbeitung der Fälle beschränken.“
Der gesamte Prozess soll auch kostenlos sein, damit auch Arme die Möglichkeit haben, Gerechtigkeit zu erlangen. Allerdings wird es Aufgabe der Bischöfe und der Bischofskonferenzen sein, zu den Kostenfragen Regelungen einzuführen.
(rv 08.09.2015 mg)

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Papst ändert Kirchenrecht: „Gerechte Einfachheit“ in Eheverfahren

Papst Franziskus erleichtert kirchliche Pozresse zur Feststellung der Ehenichtigkeit - OSS_ROM

08/09/2015 12:30SHARE:

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Ehenichtigkeitsverfahren in der Kirche werden einfacher und schneller: Mit zwei Erlassen in der Form eines „Motu Proprio“ verändert Papst Franziskus die Verfahren, in denen innerkirchlich über die Gültigkeit einer Ehe befunden wird. Ist eine Ehe nichtig, hat sie nach kirchlicher Auffassung niemals bestanden. Jeder der beiden Partner kann in diesem Fall erneut kirchlich heiraten.
Der Vatikan stellte die beiden Rechtsdokumente – eines für die römisch-katholische Kirche, das andere für die mit Rom unierten Ostkirchen - an diesem Dienstag vor. Papst Franziskus möchte eine „gerechte Einfachheit“, wie er in dem Dokument mit dem Namen „Mitis Iudex Dominus Jesus“, also „Jesus der gütige Richter“, schreibt. Dazu wird es in Zukunft nur noch eine einzige statt bisher zwei Instanzen geben, die über die Gültigkeit einer Ehe entscheidet. Die Kirche kennt keine Scheidung, es geht in diesem Fall um die Frage, ob eine Ehe jemals gültig zu Stande gekommen ist. Der Prozess löst also keine Ehe auf, sondern findet heraus, ob die Ehe überhaupt gültig war. Darüber hat nun ein Richter in einer Instanz zu entscheiden, nicht mehr ein Ehegericht in vorgeschriebenen zwei Instanzen. Außerdem verfügt der Papst, dass der Ortsbischof selbst dieses Amt auszuüben hat, zumindest darf er es nicht vollständig delegieren. Papst Franziskus möchte damit eigenen Ausführungen zufolge sicherstellen, dass kein Laxismus in das Verfahren Einzug hält. Überhaupt gehe es nicht darum, die Ehenichtigkeit selbst zu fördern. Lediglich die Verfahren sollten klarer und einfacher gemacht werden.
Im Fall eines Konfliktes nach der Entscheidung der ersten Instanz bleiben eine zweite Instanz beim zuständigen Erzbistum und schließlich die dritte Instanz bei der Rota Romana im Vatikan erhalten. Während aber bisher immer auch eine zweite Instanz entscheiden musste und im Fall zweier unterschiedlicher Urteile die dritte Instanz involviert war, ist nun eine Instanz ausreichend, sofern mit deren Urteil beide Betroffenen einverstanden sind.
Papst Franziskus betont ausdrücklich, dass es nicht darum gehe, die Unauflöslichkeit der Ehe in Frage zu stellen. Es handelt sich bei den Änderungen also nicht um eine „katholische Scheidung“. Der Papst sieht in den Änderungen eine größere pastorale Nähe der Kirche. Während bisher Menschen oft die juristischen Strukturen nicht in Anspruch hätten nehmen können – sei es weil sie zu weit weg gewesen seien, sei es weil es andere Gründe gibt – erfordere es die Nächstenliebe, diese Frage der Gerechtigkeit näher zu den Gläubigen zu bringen und das Verfahren zugänglicher zu machen. Das Schreiben Evangelii Gaudium (Nr. 27) zitierend, spricht der Papst von einer „Bekehrung der kirchlichen Strukturen“. Dabei sollen die Bischofskonferenzen helfen. Ausdrücklich sagt der Papst, dass diese Verfahren für die Paare kostenlos zu sein haben.
Vor einem Jahr hatte der Papst kurz vor der Versammlung der Bischofssynode zum Thema Ehe und Familie eine Kommission eingesetzt, die sich um eine Reform dieses Verfahrens kümmern sollte. Auch bei der Synode selbst wurde das Thema ausführlich und teils kontrovers diskutiert. Am Ende stand aber eine große Mehrheit der Synodenväter, die eine Vereinfachung wollten. Auf diesen Rat der Synode an ihn verweist der Papst ausdrücklich.
Die neuen Regelungen des Kirchenrechtes treten am 8. Dezember, mit Beginn des Heiligen Jahres, in Kraft.

(rv 08.09.2015 ord)



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