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von esther10 13.11.2015 14:03

Papst an Guardini-Stiftung: „Den Fremden aufnehmen“


Lifeguard nimmt jesidische Asylsuchende auf Lesbos in Empfang - AFP

13/11/2015 10:07SHARE:
Drei Jahrzehnte ist es her, dass der Jesuit Jorge Mario Bergoglio ein paar Monate in Frankfurt verbrachte, um über den Theologen Romano Guardini zu promovieren. Aus dem Vorhaben wurde nichts, Bergoglio kehrte unverrichteter Dinge nach Argentinien zurück. Sein besonderes Interesse an Guardini ist aber geblieben – und zeigte sich auch an diesem Freitag. Da empfing Papst Franziskus im Vatikan die Mitglieder der Romano-Guardini-Stiftung und sagte ihnen: „Ich bin überzeugt, dass Guardini ein Denker ist, der den Menschen unserer Zeit, nicht nur den Christen, viel zu sagen hat.“

Priester, Rechtsphilosoph, Pädagoge, Ökumeniker, Schriftsteller, Erneuerer der Liturgie: Der Wahl-Münchner Guardini war einer der großen katholischen Denker des 20. Jahrhunderts, er hinterließ an die 2.000 Schriften. Papst Franziskus ging am Freitag bei seiner Würdigung von Guardinis Buch „Der Mensch und der Glaube“ aus. Darin behandelt der Theologe eine Episode aus Dostojewskijs Roman „Die Brüder Karamasoff“. „Es ist der Moment, wo das Volk zum Starez Sossima kommt und die Menschen ihm ihre Sorgen und Nöte vorlegen, auf dass er für sie bete und sie segne. Schließlich tritt eine ärmliche blasse Frau an ihn heran, um zu beichten. Flüsternd berichtet sie, dass sie ihren kranken Mann, der sie früher sehr gequält hat, umgebracht hat.“ Der Starez habe, so referierte Franziskus, gemerkt, dass die Frau sich für von Gott „verworfen“ hielt. Aber er habe ihr „einen Ausweg gezeigt“, nämlich die Reue in der Beichte.

„’Fürchte nichts, und fürchte dich niemals, sagt der Starez. Wenn nur die Reue in dir nicht verarmt, wird Gott dir alles verzeihen. (…) Kann doch der Mensch nie und nimmer eine so große Sünde begehen, dass sie die endlose Liebe Gottes ganz erschöpfte.’

In der Beichte wird diese Frau verwandelt und erhält wieder Hoffnung. Gerade die einfachsten Menschen verstehen, um was es hier geht. Sie werden erfasst von dem Großen, das in der Weisheit und Liebeskraft des Starez aufleuchtet. Sie erhalten einen Sinn dafür, was Heiligkeit bedeutet, nämlich groß gelebte gläubige Existenz.“ Das öffne „den Blick dafür, dass Gott den Menschen nahe ist“, führte der Papst aus. Und er zitierte Guardini mit den Worten: „Im schlichten Entgegennehmen des Daseins aus Gottes Hand vollzieht sich der Umbruch aus dem eigenen Willen in den Willen Gottes hinüber; so wird, ohne dass das Geschöpf aufhörte, nur Geschöpf,

und Gott aufhörte, wirklich Gott zu sein, lebendige Einheit.“

Diese „lebendige Einheit“ des Menschen mit Gott sei aber kein Selbstzweck: Darum ging es Papst Franziskus. Nein, sie sei „in den konkreten Austausch der Personen mit der Welt und den Mitmenschen eingebettet“. „Der Einzelne erfährt sich verwoben mit einem Volk, einem „ursprünglichen Zusam­menhang von Menschen, die nach Art, Land und geschichtlicher Entwicklung eins sind“. Guardini versteht den Begriff „Volk“ in Abgrenzung zu einem auf­klärerischen Rationalismus, der nur das als Wirklichkeit akzeptiert, was rational erfasst werden kann, und den Menschen zu isolieren versucht, indem er ihn den natürlichen Zusammenhängen des Lebens entreißt. Das Volk hingegen ist „der Inbegriff alles menschlich Echten, Tiefen und Tragenden“. Wir können im Volk wie in einem Spiegel das Kraftfeld des göttlichen Wirkens erkennen. Das Volk „fühlt, wie in allem von Gott her etwas vor sich geht. Es ahnt das Geheimnis dieses Geschehens, seine Nähe, seine Unruhe.“

Guardini, gedeutet aus dem Heute: die Flüchtlingsfrage

So weit, so akademisch. Aber Franziskus schlug auch den Bogen in unsere Gegenwart. Er wolle einmal versuchen, Guardinis Überlegung „auf unsere Zeit anzu­wenden, indem wir im aktuellen Geschehen die Hand Gottes aufzuspüren ver­suchen“. „Dann werden wir vielleicht erkennen, dass Gott in seiner Weisheit uns im reichen Europa gerade heute den Hungrigen geschickt hat, damit wir ihm Essen geben, den Durstigen, damit wir ihm zu trinken geben, den Fremden, damit wir ihn aufnehmen, und den Nackten, damit wir ihm Kleidung geben. Die Geschichte wird es dann zeigen: Wenn wir ein Volk sind, werden wir ihn sicher aufnehmen. Wenn wir nur noch eine Gruppe von Individuen sind, werden wir versucht sein, zunächst unsere Haut zu retten, aber wir werden keinen Bestand haben.“

Aus der gelehrten Rede über einen Denker des letzten Jahrhunderts war ein Blick auf die Flüchtlingskrise in der EU geworden – ein Beleg für die Ansicht des Papstes, dass Guardini der Welt von heute viel zu sagen hat. „Die Beschäftigung mit dem Werk Guardinis mache Ihnen immer neu verständlich, was die christlichen Fundamente für unsere Kultur und Gesell­schaft bedeuten.“
(rv 13.11.2015 sk)

von esther10 13.11.2015 10:58

Drei SMS – Scheidung auf islamisch

13. November 2015 08:14 | Mitteilung an die Redaktion


Scheidung auf islamisch

(Rom) In der italienischen Stadt Monza entdeckte die Polizei vor wenigen Tagen einen Ägypter mit zwei Ehefrauen, jede mit drei Kindern. Eine wohnte in einer Wohnung, die andere in einer anderen Wohnung derselben Wohnanlage. Italienische Massenmedien berichteten vor allem über den hygienisch prekären und ungesunden Zustand der Wohnungen.

Abgesehen davon, daß der Mann nicht imstande scheint, ausreichend für seine „erweiterte“ Familie zu sorgen, hatte eine der beiden Ehefrauen ihn im vergangenen Jahr sogar wegen Mißhandlung angezeigt. Die Behörden haben sich offenbar nicht darum gekümmert, sonst wäre der Bigamist früher aufgeflogen.

Liest man den Kommentarbereich der Medien, die darüber berichteten, gewinnt man den Eindruck, daß ein islamischer Bigamist inzwischen in Europa weder aufregt noch Interesse weckt.

Die islamische Ehe ist kein Sakrament

Die Polygamie, eigentlich richtiger Polygynie, ist eine der bekanntesten Ausdrucksformen des Islam. Die Sache, daß ein Moslem vier Frauen haben kann, das wußten europäische Kinder schon zu allen Zeiten. Weniger bekannt ist, daß die islamische Ehe kein Sakrament ist. Sie ist nur ein Vertrag, der vom Koran geregelt ist. Um den Vertrag zu schließen, braucht es die Zustimmung beider Seiten, wobei die Frau allerdings keine Seite ist. Ihre Seite vertritt ihr Vormund, in der Regel der Vater, ein männliches Familienmitglied oder ein Richter.
Damit die islamische Ehe gültig ist, verlangt der Vertrag einen „Brautpreis“, eine Geldsumme oder anderer Besitz, den der Bräutigam an die Braut zahlen muß, oder an den Vater der Braut, wenn – wie häufig der Fall – noch vorislamische Stammessitten gelten.

Scheidung und Verstoßung

Der Vertrag kann unter bestimmten Bedingungen auch wieder aufgelöst werden, zum Beispiel, wenn sich herausstellt, daß die Frau unfruchtbar ist. Die Auflösung der Ehe kann durch Scheidung oder durch Verstoßung erfolgen.

Die Scheidung kann unter bestimmten, schwerwiegenden Bedingungen, laut verschiedenen Koranschulen, sowohl vom Mann als auch von der Frau verlangt werden.
Die Verstoßung, „Talaq“ genannt, ist hingegen ein einseitiger Akt, der ausschließlich dem Mann vorbehalten ist. Nur die Frau kann verstoßen werden. Wie erfolgt die Auflösung des Ehevertrages durch Verstoßung? Allein schon durch die dreifache Ausrufung des Wortes „Talaq“, „ich verstoße dich“. Dieser Vorgang muß nicht einmal in Gegenwart der Frau geschehen. Solange der Mann das Wort nur einmal oder zweimal ausgesprochen hat, kann die Verstoßung zurückgenommen werden. Sobald er sie das dritte Mal gesprochen hat, ist die Auflösung der Ehe und die schandhafte Verstoßung der Frau definitiv und unwiderruflich.
Der Mann kann die Frau jederzeit verstoßen. Er muß nur dreimal „Talaq“ sagen

Jeder „Talaq“ sollte registriert und gleichzeitig geprüft werden, unter welchen Bedingungen er gesprochen wurde. Der „Talaq“ eines betrunkenen oder geistig verwirrten Mannes hat keine Gültigkeit. Die Verstoßung tritt spätestens dann in Kraft, wenn die Frau darüber informiert wurde. Damit nehmen es aber nicht alle so genau. Zwischen einem Talaq und einem anderen sollte zudem etwas Zeit vergehen, um eine Versöhnung möglich zu machen. Soweit die Theorie.

Viele islamische Richter bestätigen die Gültigkeit der Verstoßung auch dann, wenn weder eine Zeit abgewartet wurde noch andere Formalitäten eingehalten wurden. Mit anderen Worten: In der Praxis genügt es, dreimal „Talaq“ auszusprechen, und die Ehe ist null und nichtig. Das kann sogar mittels Telefon geschehen oder neuerdings auch mittels Mail, Skype oder SMS. Den einzigen Zweifel, den einige Richter, eine Minderheit, aufgeworfen hat, ist, ob es drei getrennte SMS braucht oder ob ein einziges SMS genügt, indem dreimal das Wort „Talaq“ geschrieben steht.

Die Angst der Frauen, verstoßen zu werden

An islamischen Rechtsschulen wird der Fall einer pakistanischen Frau erzählt, die vor Gericht die Annullierung ihrer Ehe einforderte. Eines Nachts sei sie aufgewacht und habe ihren Mann dreimal „Talaq“ sagen gehört. Der Mann stritt das entschieden ab. Die Frau behauptete, der Mann könne sich natürlich nicht daran erinnern, weil er im Schlaf gesprochen hatte. Im Islam werden auch unabsichtliche, ungewollte Dinge abgehandelt. Wenn jemand ohne eigene Schuld etwas Unreines berührt, trifft ihn genauso Schuld als hätte er es absichtlich getan. Darauf baute die pakistanische Frau, die offensichtlich ihrer Ehe überdrüssig war.

Interessant ist, daß an islamischen Rechtsschulen diese Episode erzählt wird, die eine Frau als Akteurin zeigt. Die Wirklichkeit sieht nämlich ganz anders aus. Die meisten islamischen Frauen haben große Angst davor, irgendwann und aus heiterem Himmel von ihrem Mann verstoßen zu werden und dagegen nichts tun zu können. Für viele Frauen bedeutet dies eine ökonomisch und sozial ungesicherte Zukunft.

Eine Umfrage unter Mosleminnen

Die Bharatiya Muslim Mahila Andolan, eine Organisation islamischer Frauen mit Sitz in Mumbai in Indien führte jüngst eine Umfrage durch. Befragt wurden dazu 5.000 moslemische Inderinnen in den zehn indischen Bundesstaaten mit dem höchsten Moslemanteil. Demnach sprachen sich 92 Prozent der Befragten für eine Abschaffung der Talaq aus. 88,5 Prozent der Frauen forderten zudem Sanktionen für islamische Rechtsgelehrte und Imame, die gegen Bezahlung für Ehemänner, die sich mit den neuen Kommunikationsmitteln nicht auskennen, den dreifachen Talaq verschicken. 93 Prozent sprachen sich zudem für eine verbindliche, aber unabhängige Schiedsstelle aus, die über Anträge auf Eheannullierung entscheiden sollte.
Apropos: Wenn ein Mann den dritten Talaq ausgesprochen oder verschickt hat, kann er, selbst wenn er es sich anders überlegt haben und die Verstoßung bereuen sollte, seine Ex-Frau nicht noch einmal heiraten. Allerdings gibt es auch hier eine Ausnahme. Sollte sie inzwischen einen anderen Mann geheiratet haben, dieser gestorben sein, Sie geschieden worden sein, oder sie auch vom neuen Mann verstoßen worden sein, dann könnte sie auch ihr vorheriger Mann wieder heiraten.

Die Folge dieser Konstruktion ist, daß in solchen Fällen nicht selten ein Freund des Mannes, der seine Frau verstoßen hat, diese (zum Schein) heiratet, um sie sofort zu verstoßen und damit den Weg zur Wiederverheiratung der Ex-Eheleute freimacht. Allerdings muß drei Monate gewartet werden. Das ist die Straffrist für eine geschiedene oder verstoßene Frau, bevor sie wieder heiraten darf.
http://www.katholisches.info/2015/11/13/...-auf-islamisch/

von esther10 13.11.2015 10:36

"Wisst ihr, wie oft ich daran denke: an die Müdigkeit von euch allen?"
Predigt von Papst Franziskus während der Chrisam-Messe im Petersdom


Vatikanstadt, 2015 (ZENIT.org) Redaktion | 2044 klicks

Wir dokumentieren im Folgenden in einer offiziellen Übersetzung die Predigt von Papst Franziskus bei der heutigen Chrisam-Messe im Petersdom.


***

„Beständig wird meine Hand ihn halten / und mein Arm ihn stärken“ (Ps 89,22). Das denkt der Herr, wenn er sich sagt: „Ich habe David, meinen Knecht, gefunden / und ihn mit meinem heiligen Öl gesalbt“ (V. 21). Das denkt unser himmlischer Vater jedes Mal, wenn er einen Priester „findet“. Und er fügt noch hinzu: „Meine Treue und meine Huld begleiten ihn / … Er wird zu mir rufen: Mein Vater bist du, / mein Gott, der Fels meines Heiles“ (V. 25.27).

Es ist sehr schön, mit dem Psalmisten in dieses Selbstgespräch unseres Gottes einzutreten. Er spricht von uns, seinen Priestern, seinen Geistlichen. Aber in Wirklichkeit ist es gar kein Selbstgespräch, er spricht nicht allein: Es ist der Vater, der zu Jesus sagt: „Deine Freunde, jene, die dich lieben, können in besonderer Weise zu mir sagen: ,Mein Vater bist du‘ “ (vgl. Joh 14,21). Und wenn der Herr so sehr daran denkt und sich darum sorgt, wie er uns helfen kann, dann darum, weil er weiß, dass die Aufgabe, das gläubige Volk zu salben, nicht leicht ist: Sie istschwer; sie bringt uns Müdigkeit und Mühsal. Das erfahren wir in allen Formen: von der gewöhnlichen Müdigkeit der täglichen seelsorglichen Arbeit bis zu der von Krankheit und Tod, einschließlich des Sich-Aufreibens im Martyrium.

Die Müdigkeit der Priester! Wisst ihr, wie oft ich daran denke: an die Müdigkeit von euch allen? Ich denke viel daran und bete häufig dafür, besonders wenn ich selbst müde bin. Ich bete für euch, die ihr mitten im euch anvertrauten Volk Gottes arbeitet – viele an ganz verlassenen und gefährlichen Orten. Und unsere Müdigkeit, liebe Priester, ist wie der Weihrauch, der still zum Himmel aufsteigt (vgl. Ps 141,2; Offb 8,3-4). Unsere Müdigkeit geht geradewegs zum Herzen des Vaters.

Seid gewiss, dass die Muttergottes diese Müdigkeit bemerkt und den Herrn sofort darauf aufmerksam macht. Als Mutter kann sie verstehen, wenn ihre Kinder müde sind, und denkt an nichts anderes. „Herzlich willkommen! Ruh dich aus, mein Sohn. Danach werden wir reden… Bin ich, deine Mutter, etwa nicht hier?“ – Das wird sie uns immer sagen, wenn wir zu ihr kommen (vgl. Evangelii gaudium, 286). Und wie in Kana wird sie zu ihrem Sohn sagen: „Sie haben keinen Wein mehr“ (Joh 2,3).

Es kommt auch vor, dass wir, wenn wir die Last der pastoralen Arbeit spüren, in Versuchung geraten, auf irgendeine beliebige Weise auszuruhen, als sei die Ruhe nicht eine Angelegenheit Gottes. Fallen wir nicht in diese Versuchung! Unsere Mühe ist kostbar in den Augen Jesu, der uns aufnimmt und uns wieder aufstehen lässt: „Kommt zu mir, wenn ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen“ (vgl. Mt 11,28). Wenn einer weiß, dass er, wenn er todmüde ist, sich in Anbetung niederwerfen und sagen kann: „Genug für heute, Herr“ und vor dem Vater kapitulieren kann, dann weiß er auch, dass er nicht zusammenbricht, sondern sich erneuert, denn wer das gläubige Gottesvolk mit dem Öl der Freude gesalbt hat, den salbt auch der Herr: Er verwandelt seine Asche in ein Diadem, seine Tränen in duftendes Freudenöl, seine Niedergeschlagenheit in Lieder (vgl. Jes 61,3).

Halten wir uns gut vor Augen, dass der Schlüssel der priesterlichen Fruchtbarkeit darin liegt, wie wir ausruhen und spüren, wie der Herr mit unserer Müdigkeit umgeht. Wie schwer ist es, ausruhen zu lernen! Dabei kommt unser Vertrauen ins Spiel und unsere Erinnerung daran, dass auch wir selber Schafe sind und den Hirten brauchen, der uns hilft. Einige Fragen können uns dazu nützlich sein.

Verstehe ich auszuruhen, indem ich die Liebe, die Unentgeltlichkeit und all die Zuneigung empfange, die das gläubige Volk Gottes mir schenkt? Oder suche ich nach der seelsorglichen Arbeit raffiniertere Arten der Entspannung, nicht jene der Armen, sondern die, welche die Konsumgesellschaft bietet? Ist der Heilige Geist für mich wirklich „Ruhe in der Unrast“, oder nur derjenige, der mir Arbeit verschafft? Verstehe ich es, einen weisen Priester um Hilfe zu bitten? Verstehe ich, von mir selber auszuruhen, von meinen selbst gestellten Ansprüchen, von meiner Selbstgefälligkeit, von meiner Selbstbezogenheit? Verstehe ich, mit Jesus, mit dem Vater, mit der Jungfrau Maria und dem heiligen Josef, mit meinen Freunden, den heiligen Schutzpatronen, zu sprechen, um mich auszuruhen in ihren Ansprüchen – die sanft und leicht sind –, in ihrem Wohlgefallen – ihnen gefällt es, in meiner Gesellschaft zu sein – und in ihren Interessen und Bezugspunkten – sie interessiert einzig die Ehre Gottes – …? Verstehe ich, unter dem Schutz des Herrn von meinen Feinden auszuruhen? Argumentiere und plane ich in inneren Selbstgesprächen, indem ich immer wieder über meine Verteidigung nachgrübele, oder vertraue ich mich dem Heiligen Geist an, der mich lehrt, was ich bei jeder Gelegenheit sagen soll? Sorge und mühe ich mich in übertriebener Weise ab, oder finde ich wie Paulus Ruhe, indem ich sage: : „Ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe“ (2 Tim 1,12)?

Gehen wir für einen Moment noch einmal kurz die Aufgaben der Priester durch, die die Liturgie uns heute verkündet: den Armen die frohe Botschaft bringen, den Gefangenen die Entlassung verkünden und den Blinden die Heilung, die Zerschlagenen in Freiheit setzen und das Gnadenjahr des Herrn ausrufen. Jesaja spricht auch davon, die zu heilen, deren Herz zerbrochen ist, und die Trauernden zu trösten.

Das sind keine leichten Aufgaben, es sind keine äußeren Aufgaben wie zum Beispiel die handwerklichen Tätigkeiten – einen neuen Pfarrsaal zu bauen oder die Linien des Fußballplatzes für die Kinder aus dem Jugendzentrum zu ziehen… Die von Jesus erwähnten Pflichten schließen unsere Fähigkeit zum Mitleid ein, es sind Pflichten, in denen unser Herz „bewegt“ und innerlich angerührt wird. Wir freuen uns mit den Verlobten, die heiraten, lachen mit dem Kind, das zur Taufe getragen wird; wir begleiten die jungen Leute, die sich auf Ehe und Familie vorbereiten; wir nehmen Anteil an den Leiden derer, die die Krankensalbung im Spitalbett empfangen; wir weinen mit denen, die eine geliebte Person zu Grabe tragen… So viel Gemütsbewegung… Wenn wir ein offenes Herz haben, dann ermüden diese Gemütsbewegung und so viel liebevolle Zuneigung das Herz des Hirten. Für uns Priester sind die Geschichten unserer Leute kein Nachrichten-Bulletin: Wir kennen unsere Leute, wir können erraten, was in ihrem Herzen vorgeht, und indem wir mit ihnen leiden, zerfasert sich das unsere, teilt sich in tausend Stückchen, ist ergriffen und scheint sogar von den Menschen verzehrt zu werden: „Nehmt und esst!“ Das ist das Wort, das der Priester Jesu ständig flüstert, wenn er sich um sein gläubiges Volk kümmert: Nehmt und esst, nehmt und trinkt… Und so schenkt sich unser Priesterleben hin im Dienst, in der Nähe zum gläubigen Volk Gottes… das immer, immer müde macht.

Ich möchte nun mit euch einige Müdigkeiten nachvollziehen, über die ich meditiert habe.

Da ist jene, die wir „die Müdigkeit von den Leuten, die Müdigkeit von den Menschenmengen“ nennen können: Für den Herrn war sie, wie für uns, anstrengend, aber es ist eine gute Müdigkeit, eine Müdigkeit voller Früchte und Freude. Die Menschen, die ihm folgten, die Familien, die ihm ihre Kinder brachten, damit er sie segnete; jene, die geheilt worden waren, die mit ihren Freunden kamen; die Jugendlichen, die sich für den Rabbi begeisterten… sie ließen ihm nicht einmal die Zeit zum Essen (vgl. Mk 6,31). Doch der Herr fühlte sich nicht belästigt durch den Umgang mit den Leuten. Im Gegenteil: Es schien, als schöpfe er neue Kraft (vgl. Evangelii gaudium, 11). Diese Müdigkeit mitten in unserem Tun ist gewöhnlich eine Gnade, die wir Priester alle „in Griffweite“ haben (vgl. ebd., 279). Wie schön ist das doch: Die Menschen lieben, mögen ihre Hirten und brauchen sie! Das gläubige Volk lässt uns nicht ohne unmittelbare Aufgaben, es sei denn, man verbirgt sich in einem Büro oder fährt mit verdunkelten Scheiben durch die Stadt. Und diese Müdigkeit ist gut, es ist eine gesunde Müdigkeit. Es ist die Müdigkeit des Priesters, dem der Geruch der Schafe anhaftet…, aber mit dem Lächeln eines Familienvaters, der seine Kinder oder seine Enkelchen betrachtet. Das hat nichts von denen, die sich mit teuren Parfümen auskennen und dich von ferne und von oben herab ansehen (vgl. ebd. 97). Wir sind die Freunde des Bräutigams, das ist unsere Freude. Wenn Jesus mitten unter uns die Herde weidet, dann können wir keine jammernden Hirten mit saurem Gesicht sein und auch nicht – was noch schlimmer ist – gelangweilte Hirten. Geruch der Schafe und väterliches Lächeln… Ja, sehr müde, aber mit der Freude dessen, der seinen Herrn sagen hört: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid“ (Mt 25,34).

Es gibt auch die Müdigkeit, die wir „die Müdigkeit von den Feinden“ nennen können. Der Teufel und seine Anhänger schlafen nicht, und da ihre Ohren das Wort Gottes nicht ertragen, arbeiten sie unermüdlich, um es auszuzischen und zu verdrehen. Hier ist die Müdigkeit, ihnen entgegenzutreten, beschwerlicher. Es geht nicht nur darum, Gutes zu tun – mit aller Mühe, die das mit sich bringt –, sondern man muss die Herde und sich selber gegen das Böse verteidigen (vgl. Evangelii gaudium, 83). Der Böse ist schlauer als wir, und er ist fähig, in einem einzigen Moment niederzureißen, was wir geduldig über lange Zeit hin aufgebaut haben. Hier muss man die Gnade erbitten, das Neutralisieren zu erlernen – das ist eine wichtige Regel: lernen zu neutralisieren –, das Böse neutralisieren, nicht das Unkraut ausreißen, sich nicht anmaßen, als Übermenschen das zu verteidigen, was allein der Herr verteidigen muss. All das hilft, nicht die Arme fallen zu lassen angesichts des Umfangs der Bosheit, angesichts des Hohns der Bösen. Das Wort des Herrn für diese Situationen der Müdigkeit lautet: „Habt Mut: Ich habe die Welt besiegt“ (Joh 16,33).

Als letzte – es ist die letzte, damit diese Predigt euch nicht zu sehr ermüdet – gibt es auch die „Müdigkeit von sich selbst“ (vgl. Evangelii gaudium, 277). Das ist vielleicht die gefährlichste. Denn die anderen beiden kommen daher, dass wir ausgesetzt sind, dass wir aus uns herausgehen, um zu salben und uns an die Arbeit zu machen (wir sind diejenigen, die sich kümmern). Diese Müdigkeit ist hingegen mehr selbstbezogen: Es ist die Enttäuschung über sich selbst, der aber nicht ins Gesicht gesehen wird mit der gelassenen Fröhlichkeit dessen, der entdeckt, dass er ein Sünder ist und der Vergebung, der Hilfe bedarf: Ein solcher Mensch bittet um Hilfe und geht voran. Es handelt sich um die Müdigkeit, die das „Wollen und Nicht-Wollen“ hervorbringt, dass man sich ganz ins Spiel gebracht hat und dann dem Knoblauch und den Zwiebeln aus Ägypten nachweint; das Spielen mit der Illusion, etwas anderes zu sein. Diese Müdigkeit nenne ich gerne das „Kokettieren mit der spirituellen Weltlichkeit“. Und wenn einer allein bleibt, wird er gewahr, wie viele Teilbereiche des Lebens von dieser Weltlichkeit durchtränkt sind, und wir haben sogar den Eindruck, kein Bad könne sie reinigen. Hier kann es eine schlechte Müdigkeit geben. Das Wort der Geheimen Offenbarung zeigt uns die Ursache dieser Müdigkeit: „Du hast ausgeharrt und um meines Namens willen Schweres ertragen und bist nicht müde geworden. Ich werfe dir aber vor, dass du deine erste Liebe verlassen hast“ (2,3-4). Allein die Liebe schenkt Ruhe. Was man nicht liebt, macht müde, und auf lange Sicht ermüdet es in schlechter Weise.

Das tiefste und geheimnisvollste Bild für die Weise, wie der Herr mit unserer pastoralen Müdigkeit umgeht, ist die Szene der Fußwaschung: „Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung“ (Joh 13,1). Ich betrachte diese Szene gerne als die Waschung der Jüngerschaft. Der Herr reinigt sogar die Jüngerschaft. Er „bringt sich ein“ in unsere Angelegenheiten (Evangelii gaudium, 24), er nimmt es persönlich auf sich, jeden Fleck zu säubern, jenen weltlichen, schmierigen Smog, der sich auf dem Weg, den wir in seinem Namen zurückgelegt haben, auf uns gelegt hat.

Wir wissen, dass man an den Füßen ablesen kann, wie es um unseren ganzen Körper steht. In der Weise, wie wir dem Herrn nachfolgen, zeigt sich, wie es um unser Herz steht. Die Wunden an den Füßen, die Verrenkungen und die Müdigkeit sind ein Zeichen dafür, wie wir ihm nachgefolgt sind, welche Wege wir gegangen sind, um seine verlorenen Schafe aufzuspüren und zu versuchen, die Herde auf die grünen Auen und zum Ruheplatz am Wasser zu führen (vgl. Ps 23,2; Evangelii gaudium, 270). Der Herr wäscht und reinigt uns von alldem, was sich auf unseren Füßen angesammelt hat, weil wir ihm gefolgt sind. Und das ist heilig. Er lässt nicht zu, dass es befleckt bleibt. Wie er die Kriegsverletzungen küsst, so wäscht er den Schmutz, den die Arbeit hinterlassen hat.

Die Jüngerschaft Jesu wird vom Herrn selbst gewaschen, damit wir uns berechtigt fühlen, „fröhlich“, „erfüllt“, „frei von Angst und Schuld“ zu sein, und so den Mut haben, aufzubrechen und „bis an die Grenzen der Erde, zu allen Peripherien“ (vgl. Apg 1,8) zu gehen, um diese frohe Botschaft zu den Verlassensten zu bringen, in dem Bewusstsein, dass er „bei uns ist alle Tage bis zum Ende der Welt“ (vgl. Mt 25,20). Und bitte, beten wir um die Gnade, zu lernen, müde zu sein, aber müde in guter Weise!

© Copyright - Libreria Editrice Vaticana

Zenit

von esther10 13.11.2015 10:30

Chaldäischer Patriarch protestiert gegen Einschränkung der Religionsfreiheit
Gesetz fördert weitere Islamisierung


Bagdad, 11. November 2015 (ZENIT.org) Redaktion | 258 klicks

Patriarch Louis Raphael I. Sako, Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche, hat sich in einem Schreiben gegen ein neues irakisches Gesetz über die Religionszugehörigkeit von Kindern gewandt. Er kündigt darin öffentliche Proteste gegen den Beschluss an, dass Kinder eines Konvertiten zum Islam künftig automatisch als Muslime gelten. „Diese Regelung zählt zu den am stärksten diskriminierenden, da sie eine totale Missachtung der Werte der irakischen Zivilisation bedeutet, auch gegen diejenigen gerichtet, die als erste Bürger dieses Landes betrachtet werden“, heißt es in dem Brief, den er an die Agentur AsiaNews schrieb.

Er sieht in dem Gesetz eine Bedrohung für die Einheit der Nation, das soziale Gleichgewicht, den religiösen Pluralismus und für das Prinzip der Akzeptanz des Anderen in seiner Andersartigkeit. In seiner Argumentation bezieht sich der Patriarch selbst auf den Koran und die Auslegung eines islamischen Theologen, um die Abgeordneten zu überzeugen. Er verweist zudem auf drei Artikel der irakischen Verfassung, darunter Artikel 42: „Jede Person hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Weltanschauungsfreiheit.“

Muslime und Nichtregierungsorganisationen würden die Kirche in ihrer Haltung unterstützen. Religion sei etwas zwischen Gott und dem einzelnen Menschen und dürfe nicht an Verpflichtungen gebunden sein. „Parlamentarier täten gut daran, wenn sie sich darum sorgten, dass die Individuen gute Bürger werden, anstatt sich in ihre Religion einzumischen“, schreibt Patriarch Louis Raphael I. Er appelliert an den Präsidenten, das Gesetz zurückzuweisen. Für den Fall, dass das Gesetz in Kraft trete, kündigte er Proteste auf internationaler Ebene an. (mk)

(11. November 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 13.11.2015 10:26

Attentat auf den Glauben
Neues Buch von Ulrich Nersinger über das Martyrium von Óscar Arnulfo Romero


Rom, 13. November 2015 (ZENIT.org) Tanja Schultz | 30 klicks


Welche Bedeutung und Wirkung Selig-und Heiligsprechungen in der Katholischen Kirchen heute noch haben, zeigt der renommierte Vatikan-Experte Ulrich Nersinger anhand der viel diskutierten Causa des Óscar A. Romero auf. Der Erzbischof von San Salvador, schonungsloser Kritiker von sozialer Ungerechtigkeit und Gewalt, wurde 1980 im Auftrag des Militärregimes ermordet. Er ist in ganz Mittelamerika eine wichtige Symbolfigur, wo er seit der Bluttat vom Volk wie ein Heiliger verehrt wird. Dennoch ließ eine offizielle Anerkennung als Märtyrer durch die zuständige Kongregation in Rom auf sich warten. Erst nach 35 Jahren, im vergangenen Mai, wurde Romero unter großem Applaus in San Salvador seliggesprochen.

In der Tat stieß der Seligsprechungsprozess, der 1997 in Rom eingereicht wurde, auf den Widerstand von gewissen Kirchenkreisen. Der Autor, der selbst an Selig- und Heiligsprechungsverfahren beteiligt ist, rollt das Verfahren noch einmal auf und erklärt, welche Gründe zu der Verzögerung geführt haben. Gegner warfen Romero vor, sich nicht genügend von marxistischen Tendenzen der Befreiungstheologie abgegrenzt zu haben. Theologischer Streitpunkt war die Frage, ob der Erzbischof in odium fidei, also aufgrund eines Hasses gegen den Glauben getötet wurde oder aus rein politischen Gründen. Letztlich hat auch die Sorge vor einer Instrumentalisierung des zukünftigen Seligen durch die politische Linke und insbesondere durch die unter Johannes Paul II. gebannten Theologie der Befreiung den Prozess gebremst.

Die Jahre vergingen, in den Zentralamerikanischen Staaten setzte ein langsamer Demokratisierungsprozess ein, die Auswirkungen des Kalten Krieges verblassten. Bereits Benedikt XVI. hat kurz vor seinem Rücktritt alle Bedenken der Kritiker beiseite geräumt. Aber erst sein Nachfolger, Papst Franziskus, hat den Prozess wiederaufgenommen und im Eiltempo zum Abschluss gebracht. Eine sorgfältige Rekonstruktion der Ansprachen Romeros sowie eine unparteiische Analyse der schwierigen sozio-politischen Situation in El Salvador am Vorabend des Bürgerkriegs konnte den Nachweis erbringen, dass Romero getötet wurde, weil er die „Soziallehre der Kirche und die Liebe Christi zu den Armen verteidigte“. Für das salvadorenische Volk bedeutet diese Anerkennung Frieden und Versöhnung mit der Vergangenheit.

Romero, der zunächst als konservativ und regierungsfreundlich galt, hat nie bestimmte politische Ideologien adoptiert oder war gar Sympathisant der bewaffneten Guerilla. Er lehnte jegliche Gewalt ab. Als Priester und Hirte verteidigte er von der Kanzel die besitz- und rechtlosen Bauern gegen das brutale Vorgehen des rechtsextremistischen Militärs im Dienste der Feudalherren, die sich gegen die Landreform stellten. Damit rückte der Kirchenmann mit seinen Glaubensbrüdern ins Visier der mächtigen Oligarchenfamilien. Kurz vor seinem Tod verfasste er einen Aufruf an den amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter von der geplanten Militärhilfe abzusehen. Am 24. März 1980 wurde Romero von den Todesschwadronen während einer Messefeier heimtückisch erschossen, nachdem er per Radiosender an das Gewissen der Soldaten appelliert hatte, nicht auf die eigenen Landsleute zu schießen. Der anschließende, über ein Jahrzehnt dauernde Bürgerkrieg zwischen der Guerilla und dem US-gestütztem Militär forderte über 70.000 Zivilopfer, darunter auch einige Priester und Missionare.

"Romero hat mit der Kraft der Liebe Frieden geschaffen und mit seinem Leben Zeugnis für den Glauben abgelegt", hieß es in dem apostolischen Brief von Papst Franziskus. Franziskus hat ein wichtiges Signal gesetzt, indem er den Märtyrerbegriff erweiterte. Ein Märtyrer ist demnach nicht allein derjenige, der sein Leben im Bekenntnis für Jesus Christus hingibt, sondern der sein Leben im Bekenntnis für Jesus Christus zugunsten der Armen und Rechtlosen hingibt und dabei – wenn es die Umstände verlangen - politisch Partei ergreift. Sie erkennt an, dass Romeros Eintreten für die Armen und für Gerechtigkeit durchaus mit dem Glauben zu tun hat.

Nersinger bemüht sich um ausgleichende Darstellungen der Positionen und stellt die Causa Romeros in den fast zweitausendjährigen Kontext des christlichen Blutzeugnisses. Ein Vergleich mit anderen „politischen Märtyrern“ wie Thomas Becket, der Erzbischof von Canterbury, und vor allem den Opfern des Nationalsozialismus P. Maximilian Kolbe sowie Edith Stein macht deutlich, dass Seligsprechungsverfahren nie ganz frei von ideologischen beziehungsweise gesellschaftlichen Betrachtungen sind. Oft erfahren die vorbildhaften Christen erst nach vielen Jahren eine entsprechende Würdigung.

***

Ulrich Nersinger,
Attentat auf den Glauben. Das Martyrium des Óscar A. Romero,
Bernardus-Verlag 2015,
130 Seiten, Euro 14, 80

ISBN 978-3-8107-0232-6

(13. November 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 13.11.2015 10:20

Regionale Gewohnheiten, die dem liturgischen Gesetz widersprechen
„Jeder soll immer daran denken, dass er Diener der heiligen Liturgie ist“


Rom, 13. November 2015 (ZENIT.org) P. Edward McNamara | 51 klicks


P. Edward McNamara, Professor für Liturgie und Studiendekan der Theologischen Fakultät am Päpstlichen Athenäum „Regina Apostolorum“ in Rom, beantwortet eine Frage zur Gültigkeit liturgischer Gesetze.

Frage: In meiner Pfarrei weise ich Messdiener in ihren Dienst ein. Ich selbst wurde noch zu Zeiten der „alten Messe“ unterwiesen. Vor Messdienerstunden oder wenn ich jemanden korrigiere schaue ich deswegen vorher immer im Messbuch, in der Grundordnung des Römischen Messbuchs (GRM), und in Bischof Elliott's überarbeiteten „Zeremonien des Modernen Römischen Ritus“ nach. Immer öfter werden wir gebeten, den regionalen „Traditionen“ zu folgen und seltener zu korrigieren. Wie flexibel ist die Grundordnung? Darf ein Pfarrer die Grundordnung auslegen oder verändern? – K.R., Virginia Beach, Virginia, USA

P. Edward McNamara: Die Antwort hängt davon ab, von welcher Art regionaler Tradition hier die Rede ist.

Eine Art regionaler Tradition kann zum Beispiel ein nationales liturgisches Gesetz sein, das ordnungsgemäß vom Heiligen Stuhl genehmigt worden ist. In dem Fall handelt es sich nicht etwa um eine Gesetzesübertretung, sondern um dessen spezifische Anwendung auf örtliche Gegebenheiten. Beispielsweise heißt es im lateinischen Text der Grundordnung, dass der Priester beim Friedenszeichen nicht den Chorraum verlassen soll. Die Bischöfe der USA haben darum gebeten, ganz bestimmte Ausnahmen zu dieser Regel zuzulassen. Diese wurden genehmigt und in der englischsprachigen Übersetzung, die in den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurde, aufgenommen.

Andere regionale Traditionen können aufgrund von einer rechtmäßigen Gewohnheit Gesetzeskraft erlangen. In der „Catholic Encyclopedia“ liest man [eigene Übersetzung]: „Eine Gewohnheit ist ein ungeschriebenes Gesetz, das aufgrund eines regelmäßigen Handelns der Gläubigen mit Zustimmung des rechtmäßigen Gesetzgebers eingeführt worden ist. Man kann die Gewohnheit als Tatsache oder als Gesetz betrachten. Als Tatsache besteht sie einfach in der häufigen und freien Wiederholung von Akten, die sich auf die gleiche Sache beziehen; als Gesetz ist sie Resultat oder Folge dieser Tatsache. Von daher stammt ihr Name [englisch: „custom“], der vom lateinischen consuesco oder consuefacio abgeleitet ist und eine häufig vollzogene Handlung bezeichnet (Cap. Consuetudo v, Dist. i.)“.

Allgemeingültige Regeln in Bezug auf Gewohnheiten finden wir im Kirchenrecht. So heißt es dort:

„Can. 23 — Nur die durch eine Gemeinschaft von Gläubigen eingeführte Gewohnheit, die vom Gesetzgeber genehmigt worden ist, hat die Kraft eines Gesetzes, nach Maßgabe der folgenden Canones.

Can. 24 — § 1. Keine Gewohnheit kann die Kraft eines Gesetzes erlangen, die dem göttlichen Recht zuwiderläuft.

§ 2. Eine widergesetzliche oder außergesetzliche (praeter ius canonicum) Gewohnheit kann die Kraft eines Gesetzes nur erlangen, wenn sie vernünftig ist; eine Gewohnheit aber, die im Recht ausdrücklich verworfen wird, ist nicht vernünftig.

Can. 25 — Keine Gewohnheit erlangt die Kraft eines Gesetzes, wenn sie nicht von einer wenigstens passiv gesetzesfähigen Gemeinschaft mit der Absicht, Recht einzuführen, geübt wurde.

Can. 26 — Falls sie nicht von dem zuständigen Gesetzgeber besonders gebilligt wurde, erlangt eine dem geltenden kanonischen Recht widersprechende oder eine außergesetzliche (praeter legem canonicam) Gewohnheit nur dann die Kraft eines Gesetzes, wenn sie rechtmäßig dreißig ununterbrochene und volle Jahre hindurch geübt wurde; gegen ein kanonisches Gesetz aber, das eine Klausel enthält, die zukünftige Gewohnheiten verbietet, kann allein eine hundertjährige oder unvordenkliche Gewohnheit Geltung erlangen.

Can. 27 — Die Gewohnheit ist die beste Auslegerin der Gesetze.

Can. 28 — Unbeschadet der Vorschrift des can. 5 wird ein widergesetzliches oder ein außergesetzliches (praeter legem) Gewohnheitsrecht durch ein entgegengesetztes Gewohnheitsrecht oder Gesetz widerrufen; jedoch widerruft, falls das Gesetz dies nicht ausdrücklich erwähnt, ein Gesetz nicht hundertjähriges oder unvordenkliches Gewohnheitsrecht und ein allgemeines Gesetz kein partikulares Gewohnheitsrecht.“

Der oben erwähnte Text von Canon 5 lautet folgendermaßen:

„Can. 5 — § 1. Bis jetzt gegen die Vorschriften dieser Canones geltendes allgemeines oder partikulares Gewohnheitsrecht, das durch die Canones dieses Codex verworfen wird, ist gänzlich aufgehoben und kann in Zukunft nicht wiederaufleben; auch das übrige gilt als aufgehoben, es sei denn, dass im Codex ausdrücklich etwas anderes vorgesehen ist, oder dass es hundertjährig oder unvordenklich ist; dieses darf nämlich geduldet werden, wenn es nach dem Urteil des Ordinarius den örtlichen und persönlichen Umständen entsprechend nicht beseitigt werden kann.

§ 2. Bis jetzt geltendes allgemeines oder partikulares außergesetzliches (praeter ius) Gewohnheitsrecht bleibt bestehen.“

Wie man sehen kann, unterscheidet das Kirchenrecht verschiedene Arten von Gewohnheiten. Zunächst einmal gibt es „widergesetzliche“ Gewohnheiten; das heißt, sie widersprechen dem Wortlaut des Gesetzes selbst bzw. sie sind illegal.

Dann gibt es „außergesetzliche“ Gewohnheiten; das sind Gewohnheiten, die in der Praxis in Bereichen gelten, über die das Gesetz schweigt. Im lateinischen Fachjargon bezieht sich der Ausdruck praeter legem („außergesetzlich“) auf etwas, was vom Gesetz her nicht geregelt und somit nicht illegal ist.

Einige Liturgieexperten meinen, dass es fast unmöglich ist, im Bereich der Liturgie eine widergesetzliche Gewohnheit zu etablieren, da der Gesetzgeber, in diesem Fall der Heilige Stuhl, sich alle wesentlichen Bestimmungen in Bezug auf die Liturgie vorbehalten und von seiner endgültigen Zustimmung abhängig gemacht hat. Diese Experten behaupten also, dass die in Canon 23 genannten Bedingungen hinsichtlich der Genehmigung des Gesetzgebers – außer im Falle von hundertjährigen oder unvordenklichen Gewohnheiten – unerfüllbar sind.

Andererseits sind in der Instruktion Redemptionis Sacramentum (2004) eine Reihe von bei der Messfeier auftretenden Missbräuchen beschrieben. Achtmal werden gewisse schwerwiegende Missbräuche verworfen, wobei gelegentlich folgende Worte verwendet werden: „Diese Praxis ist verworfen und kann deshalb nicht aufgrund irgendeiner Gewohnheit gestattet werden.“

Das würde zumindest indirekt beinhalten, dass die Gottesdienstkongregation es für möglich hält, dass einige Missbräuche in der Liturgie zu einem Gewohnheitsrecht werden könnten. Kirchenrechtler scheinen das als eine offene Frage zu beurteilen, und da ich auf diesem Gebiet kein Experte bin, kann ich nur auf die Existenz einer diesbezüglichen Debatte hinweisen.

Wenn wirklich nur hundertjährige und unvordenkliche Gewohnheiten sich durchsetzen können, dann kann von solchen, lange Zeit vorherrschenden Gewohnheiten gewöhnlich nicht die Rede sein – denn schließlich geht das Dekret, mit dem die erste Ausgabe des neuen Messbuchs genehmigt wurde, auf das Jahr 1970 zurück, jenes der dritten typischen Ausgabe auf Latein auf das Jahr 2000 und die Genehmigung der englischsprachigen Übersetzung auf das Jahr 2011. Außerdem steht in diesen Dekreten Normalerweise der Satz „ungeachtet jeder gegenteiligen Anordnung“, was einige Kirchenrechtler als die Zurücknahme des früheren Gesetzes und dessen Ersatz durch das neue Gesetz ansehen, auch wenn es als allgemeines Gesetz rechtmäßige Gewohnheiten, sofern es welche gäbe, nicht aufheben würde.

Aber selbst wenn ein Bistum oder eine Pfarrei im Bereich der Liturgie eine den liturgischen Gesetzen widersprechende, rechtmäßige Gewohnheit entwickeln könnte, wäre es immer noch schwierig zu beweisen, dass diese Gemeinschaft, wie in Canon 25 gefordert, absichtlich ein Gesetz einführen wollte. Ebenso schwierig wäre es, in Übereinstimmung mit Canon 26 nachzuweisen, dass diese Praxis dauerhaft bestand.

So heißt es zum Beispiel in Canon 528 § 2 über die Pflichten des Pfarrers: „Der Pfarrer hat Sorge dafür zu tragen, dass die heiligste Eucharistie zum Mittelpunkt der pfarrlichen Gemeinschaft der Gläubigen wird; er hat sich darum zu bemühen, die Gläubigen durch eine ehrfürchtige Feier der Sakramente zu weiden, in besonderer Weise aber darum, dass sie häufig die Sakramente der heiligsten Eucharistie und der Buße empfangen; ebenso hat er darauf bedacht zu sein, dass sie auch in den Familien zur Verrichtung des Gebetes geführt werden sowie bewusst und tätig an der heiligen Liturgie teilnehmen, die der Pfarrer unter der Autorität des Diözesanbischofs in seiner Pfarrei leiten und überwachen muss, damit sich kein Missbrauch einschleicht.“

Es würde also genügen, dass ein einzelner Pfarrer seine Pflicht zur Abstellung von Missbräuchen erfüllt hat, damit die Gewohnheit nicht mehr dauerhaft Bestand hatte. Wenn die Gewohnheit später dann wieder eingeführt wurde, würde der Zeitraum von 30 Jahren von dem Zeitpunkt ab wieder von neuem anlaufen müssen.

Wie gesagt, keine Gewohnheit kann sich durchsetzen, wenn sie eigens verworfen wurde. So verwirft beispielsweise die Instruktion Redemptionis Sacramentum in aller Form folgende praktische Vorgehensweisen: Das Brechen der Hostie seitens des Priesters zum Zeitpunkt der Wandlung (Nr. 55); das Verändern der liturgischen Texte vonseiten der Priester und Diakone (Nr. 59); die Übernahme der Predigt seitens nichtgeweihter Gläubiger (Nr. 65); die Austeilung von nicht konsekrierten Hostien oder anderer essbarer oder nicht essbarer Dinge nach Art der Kommunion während oder vor der Messfeier (Nr. 96); das willkürliche Unterlassen der Feier der heiligen Messe für das Volk unter dem Vorwand, das „eucharistische Fasten“ zu fördern (Nr. 115); der Gebrauch gewöhnlicher oder häuslicher Gefäße für die Messfeier (Nr. 117); die Feier der heiligen Messe ohne sakrale Gewänder oder nur mit Stola über dem Ordensgewand oder der gewöhnlichen Kleidung (Nr. 126); die Beauftragung außerordentlicher Spender mit der Austeilung der heiligen Kommunion wenn geistliche Amtsträger anwesend sind, die diese Aufgabe übernehmen können (Nr. 157).

Das genannte Dokument erwähnt neben den genannten verworfenen Missbräuchen noch viele mehr und benutzt bisweilen einen anderen Wortlaut, wie zum Beispiel „Dringend zu korrigieren ist der mancherorts verbreitete Missbrauch…“ Es ist offensichtlich, dass der Gesetzgeber alle missbräuchlichen Praktiken, die im Text erwähnt werden, als unvernünftig einstuft (siehe oben Canon 24 § 2) und sie deswegen beseitigt wissen möchte. Nach der Veröffentlichung dieses Dokuments könnte man sich nur schwerlich zugunsten ihrer weiteren Praxis als rechtmäßige Gewohnheiten aussprechen.

Wenn es um außergesetzliche Gewohnheiten geht, ist es wahrscheinlich leichter, dass sich eine rechtmäßige Gewohnheit entwickelt. Mark Gantley, ein Priester und Kirchenrechtler, hat auf EWTN das folgende Beispiel genannt: „Man könnte behaupten, dass der Gebrauch einer ‚Einheitskerze‘ während einer Trauung aufgrund einer Gewohnheit, die außerhalb oder jenseits des Gesetzes liegt, eine rechtmäßige Praxis darstellt. Im Gesetz wird die Verwendung einer Einheitskerze weder vorgeschrieben noch verboten. Daher könnte die rechtmäßige Gewohnheit der Verwendung einer Einheitskerze die Voraussetzungen einer legalen Gewohnheit erfüllen, sofern sie die übrigen Anforderungen im Gesetz erfüllt.“

Im Fazit würde ich sagen, dass unser Leser sich im Allgemeinen überall dort, wo die liturgischen Texte klar sind, an die Grundordnung halten und seine Messdiener entsprechend anweisen sollte. Auf diese Weise hat man auch die besten Garantien für eine authentisch katholische Feier der Liturgie.

Wenn es regionale Traditionen und Gewohnheiten in Bereichen gibt, in denen die Grundordnung sich ausschweigt oder zu allgemein bleibt, könnte man sich der regionalen Tradition anschließen.

Ein Pfarrer besitzt keine gesetzgebende Autorität und kann daher die Grundordnung nicht authentisch oder offiziell auslegen. Das kann nur der Heilige Stuhl. Als Pfarrer kann und muss man aber oft auslegen, wie man die Grundordnung auf die spezifischen Gegebenheiten der Pfarrei und ihrer Gebäude anwenden sollte, doch ändern darf man dabei nichts Wesentliches.

Wie es im Dokument Redemptionis Sacramentum zum Abschluss heißt:

„186. Alle Christgläubigen sollen nach Möglichkeit voll, bewusst und aktiv an der heiligsten Eucharistie teilnehmen und sie aus ganzem Herzen in Frömmigkeit und Lebensführung verehren. Bei der Ausübung des heiligen Dienstes sollen sich die Bischöfe, die Priester und die Diakone im Gewissen über die Wahrhaftigkeit und die Treue der Handlungen befragen, die sie im Namen Christi und der Kirche in der Feier der heiligen Liturgie vollziehen. Jeder geistliche Amtsträger prüfe sich auch ernsthaft, ob er die Rechte der christgläubigen Laien beachtet hat, die sich selbst und ihre Kinder ihm mit Zuversicht anvertrauen in der Überzeugung, dass jene Aufgaben, welche die Kirche im Auftrag Christi in der Feier der heiligen Liturgie erfüllen möchte, von allen in rechter Weise für die Gläubigen erfüllt werden. Jeder soll immer daran denken, dass er Diener der heiligen Liturgie ist.“

(13. November 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 13.11.2015 10:05

Denkt an die Frau des Lot!
Evangelium Tag für Tag -- Freitag der 32. Woche im Jahreskreis: Lukas 17,26-37


Straßburg, 13. November 2015 (Evangelizo.org) Redaktion | 45 klicks


In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie es zur Zeit des Noach war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein.

Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging; dann kam die Flut und vernichtete alle.

Und es wird ebenso sein, wie es zur Zeit des Lot war: Sie aßen und tranken, kauften und verkauften, pflanzten und bauten.

Aber an dem Tag, als Lot Sodom verließ, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und alle kamen um.

Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem sich der Menschensohn offenbart.
Wer dann auf dem Dach ist und seine Sachen im Haus hat, soll nicht hinabsteigen, um sie zu holen, und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren.

Denkt an die Frau des Lot!

Wer sein Leben zu bewahren sucht, wird es verlieren; wer es dagegen verliert, wird es gewinnen.

Ich sage euch: Von zwei Männern, die in jener Nacht auf einem Bett liegen, wird der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen.

Von zwei Frauen, die mit derselben Mühle Getreide mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen.

Da fragten sie ihn: Wo wird das geschehen, Herr?

Er antwortete: Wo ein Aas ist, da sammeln sich auch die Geier.

(Quelle: Evangelium Tag für Tag - © Evangelizo.org 2001-2015)

(13. November 2015) © Innovative Media Inc.


von esther10 13.11.2015 09:49

Bischof Voderholzer und Regierungspräsident trafen sich zum Thema Asyl
"Jeder Platz, der für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt wird, ist wichtig", so Axel Bartelt


Regensburg, 12. November 2015 (Bistum Regensburg) Redaktion | 121 klicks


Regierungspräsident Axel Bartelt besuchte den Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, um gemeinsam die aktuelle Situation der Flüchtlinge in der Oberpfalz zu besprechen. Er bat bei seinem Besuch den Bischof, die Regierung bei der Unterbringung von Asylbewerbern zu unterstützen. "Jeder Platz, der für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt wird, ist wichtig", so Bartelt. Bereits vor drei Wochen führte der Regierungspräsident ein Gespräch mit der evangelischen Kirche, ebenfalls mit dem Ziel, weitere Möglichkeiten für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in der Oberpfalz auszuloten.

Derzeit sind in der Oberpfalz über 10.000 Asylbewerber untergebracht. Dazu kommen noch rund 1.100 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Regierungspräsident Axel Bartelt: "Allein im laufenden Jahr müssen wir noch Anschlussunterkünfte für 2.500 Menschen im Regierungsbezirk zur Verfügung stellen. Ich bedanke mich bei allen, die uns bisher bei der Unterbringung von Asylbewerbern unterstützt haben."

Beim Gespräch mit dabei waren Generalvikar Michael Fuchs, Diözesancaritasdirektor Dr. Roland Batz und Wolfgang Bräutigam von der bischöflichen Finanzkammer sowie Regierungsvizepräsident Walter Jonas, Abteilungsdirektor Wolfgang Schmitt, Regierungsdirektor Dr. Rolf Mehringer und Ingobert Roith, die mit dem Thema bei der Regierung der Oberpfalz betraut sind.

Drei größere Immobilienprojekte schnell prüfen

Das Bistum Regensburg hat drei größere Immobilienprojekte vorgeschlagen, um zusätzlich Wohnraum für die stetig wachsende Zahl der Flüchtlinge zu schaffen, die im Regierungsbezirk Oberpfalz unterzubringen sind. Die Planungen sollen schnell geprüft werden, um für eine rasche Umsetzung zu sorgen. Axel Bartelt: "Ich bin dankbar für die Angebote der katholischen Kirche. Wir müssen dafür sorgen, dass die Entscheider aus Kommunen und Landkreisen an einem Tisch zusammenkommen, damit der Wohnraum so schnell wie möglich bereitsteht."

1 Mio Euro Kirchenmittel für Asyl-Sozialberatung und minderjährige unbegleitete Flüchtlinge

Der Regierungspräsident bedankte sich darüber hinaus bei Bischof Voderholzer für das Engagement, das die Diözese Regensburg bereits gezeigt habe. Dabei wies er besonders auf die Asylsozialberatung der Caritas, die in der Oberpfalz 75 Prozent abdeckt, und auf die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge durch die Katholische Jugendfürsorge hin. Für diese Bereiche stellt das Bistum Regensburg im laufenden Jahr rund 1 Million Euro Eigenmittel zur Verfügung. Axel Bartelt bedankte sich auch ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit mit der Caritas in der Übergangs-Erstaufnahmeeinrichtung in der Pionierkaserne in Regensburg, die von der Regierung der Oberpfalz betrieben wird. Zwei Asylsozialberaterinnen der Caritas kümmern sich dort um die Flüchtlinge und auch die Betreuung für den Kindergarten wurde von der Caritas übernommen. "Das funktioniert sehr gut", so der Regierungspräsident.

Caritas-Direktor Roland Batz: "Unser Verband erweiterte die Zahl der Beraterinnen und Berater in kurzer Zeit von 6 auf 30 Fachkräfte. Nur so konnten wir sicherstellen, dass die Flüchtlinge Ansprechpartner und Beratung finden." Die Caritas kümmert sich um gesundheitliche Probleme, um Konfliktsituationen, hilft bei der Einschulung oder beim Ausfüllen von Formularen. Dr. Batz: "Im Grunde genommen geht es um die gesamte Lebensbewältigung, die die geflüchteten Menschen in einer Lebenskrise zu leisten haben, die viele an ihre psychischen und körperlichen Grenzen führt." Dazu betonte Axel Bartelt: "Genauso wichtig sind die vielen Frauen und Männer in den Pfarreien, die sich ehrenamtlich einbringen und dafür sorgen, dass sich die Flüchtlinge in der fremden Umgebung einfinden. Hier wird eine überaus wertvolle Integrationsarbeit geleistet."

1 Mio Euro Kirchenmittel Euro für das Engagement der Pfarreien

Um die Betreuung und Unterbringung der Flüchtlinge kümmern sich auch die Pfarreien im Bistum Regensburg. Bischof Voderholzer: "Wir setzen dabei auf die Eigenverantwortung vor Ort. Die Betreuung und Unterbringung der geflüchteten Menschen ist zum Beispiel in fast allen Dekanatskonferenzen ein zentrales Thema." Das Bistum Regensburg stellte Mittel in Höhe von 1 Million € zur Verfügung, auf die die Pfarreien zurückgreifen können, wenn sie Hilfe leisten bei der Unterbringung oder Betreuung der geflüchteten Menschen.

Kein Verdrängungswettbewerb auf dem Rücken der einheimischen Bevölkerung

Bischof Voderholzer: "Dabei muss es uns auch darum gehen, bezahlbaren Wohnraum für deutsche Familien und Einzelpersonen zu suchen. Alleinerziehende, kinderreiche Familien, junge Leute in Ausbildung oder Studium sowie Menschen mit geringen Einkommen sind genauso auf niedrige Mietpreise angewiesen wie die Flüchtlinge. Es darf nicht zu einem Verdrängungswettbewerb kommen, der auf dem Rücken der einheimischen Bevölkerung ausgetragen wird." Regierungspräsident und Bischof waren sich darin einig, dass man angesichts der Not der Flüchtlinge nicht vergessen dürfe, dass auch viele Menschen in der Oberpfalz, die über ein sehr geringes oder gar kein Einkommen verfügen, auf Solidarität und Unterstützung angewiesen seien.

Das Bistum Regensburg und die Regierung der Oberpfalz werden das Gespräch fortsetzen. Regierungspräsident Bartelt und Bischof Voderholzer: "Wir müssen in dieser überaus schwierigen Zeit alle an einem Strang ziehen. Insbesondere die Städte, Gemeinden und Pfarrgemeinden, die sich bisher bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen noch nicht engagieren, sind aufgerufen solidarisch bei dieser Aufgabe mitzuwirken. Nur gemeinsam können wir diese große Herausforderung meistern."

(Quelle: Webseite des Bistums Regensburg, 12.11.2015)

(12. November 2015) © Innovative Media Inc

von esther10 13.11.2015 09:45

Erklärung der Freisinger Bischofskonferenz
Herbstvollversammlung der bayerischen Bischöfe in Freising vom 11. bis 12. November 2015


Freising, 12. November 2015 (Archdiocese of Munich and Freising) Redaktion | 150 klicks


1. Asyl, Flucht und Integration

Vor dem Hintergrund der unvermindert hohen Zahl von Flüchtlingen und Asylsuchenden haben sich die bayerischen Bischöfe gegenseitig über die vielfältigen Anstrengungen im Raum der Kirche und das Engagement in ihren jeweiligen Diözesen informiert. Die Hinwendung zu Menschen in Not unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Ethnie oder Religionszugehörigkeit, die karitative Hilfe, die Begleitung, Betreuung, Beratung, Bildung und Seelsorge sind Kernaufgaben und Kernkompetenzen der Kirche. Mit Dankbarkeit und hoher Anerkennung sehen die Bischöfe, dass sich in Bayern Zehntausende hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter unermüdlich den aktuellen Herausforderungen stellen. Sie leisten damit auch einen unschätzbaren Beitrag zur Integration der neu angekommenen Menschen und zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Die Freisinger Bischofskonferenz geht davon aus, dass die Integration die vordringliche Aufgabe unserer Gesellschaft und damit auch der katholischen Kirche sein wird. Auf diesem Feld, etwa der Frage, wie die Flüchtlinge Arbeitsplätze finden können, wird sich entscheiden, ob unsere Gesellschaft die vor ihr liegenden Herausforderungen bewältigen kann. Bereits heute gibt es unter dem großen Dach der Kirche mit ihrer Caritas, ihren Verbänden, neu entstandenen Kreisen Ehrenamtlicher und auch an kirchlichen Schulen oder Kindertagesstätten eine Vielzahl von beispielhaften Projekten und Hilfeleistungen. Sie reichen von Deutschkursen, Berufsausbildung, Asylsozialberatung bis hin zu Schwimmkursen oder Fußballmannschaften. Die bayerischen Bischöfe bekräftigen den Appell, der vom Hirtenwort bei der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda ausgegangen war, danken allen Helfern und bitten sie: Bleiben Sie engagiert, lassen Sie sich von Hindernissen und Schwierigkeiten nicht entmutigen!

Die Diözesen sind dabei, Weichenstellungen für die weitere Verstärkung ihrer Bemühungen zu treffen und ihr bereits hohes Engagement nochmals zu intensivieren. Um ihr zukünftiges Handeln vorzubereiten und planen zu können, sind sie auf Informationen darüber angewiesen, welche Menschen zu uns kommen und welcher Bedarf dadurch entsteht. Die Bischöfe vertrauen darauf, dass die Handelnden in Politik und öffentlicher Verwaltung in ihren Bemühungen vorankommen und für einen entsprechenden Kommunikationsfluss sorgen.

Mit Sorge beobachten die Bischöfe, dass sich die öffentliche Diskussion zunehmend polarisiert. Die Gesellschaft benötigt indes eine differenzierte und ehrliche Debatte darüber, wie sie die Integrationsleistung erbringen will, wie viele Menschen in unserem Land aufgenommen werden können, welche Folgen dies für Wirtschaft und soziale Sicherungssysteme haben könnte. Wir werden nicht alle Notleidenden dieser Welt in Deutschland aufnehmen können. Aber diejenigen, die zu uns nach Europa kommen, müssen wir menschenwürdig behandeln. Die Bischöfe appellieren an die politisch Verantwortlichen in Europa, sich dieser Frage gemeinsam konstruktiv zu stellen und gleichzeitig auch die Ursachen der Flucht zu bekämpfen. Ebenso müssen die Länder in der Nachbarschaft von Krisenregionen in ihrer Sorge für Flüchtlinge unterstützt werden. Die kirchlichen Hilfswerke leisten hier weltweit bereits Vorbildliches.

2. Bericht der Kinder- und Jugendhilfe in der bayerischen Caritas

In den Einrichtungen der Caritas und ihrer Fachverbände wurden bis zum Herbst dieses Jahres rund 2.500 Plätze zur Unterbringung minderjähriger Flüchtlinge geschaffen. Dies sind neben Plätzen in der Inobhutnahme und der Erarbeitung von Perspektiven vor allem Plätze zur pädagogisch begleiteten Nachbetreuung. Dazu kommt, dass aufgrund der großen Menge die Träger auch viele Plätze in der Notversorgung der Jugendlichen angeboten haben. Die Bischöfe würdigen diese Bemühungen um die häufig auch schwer traumatisierten Jugendlichen, denen dadurch vielfach ein neuer Anfang und Wege in ein gelingendes Leben eröffnet werden.

3. Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Die bayerischen Bischöfe wollen für die Weiterentwicklung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KUEI) Sondermittel in Höhe von 5,5 Millionen Euro bereitstellen. Diese sollen in strukturelle Maßnahmen und in die weitere Profilierung von Forschung und Lehre fließen. Die Universität strebt unter anderem die Vollmitgliedschaft in der Deutschen Forschungsgemeinschaft an. Darüber hinaus plant die KUEI den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Flucht und Migration. Dieses soll fächerübergreifend Forschung, Lehre und Praxis bündeln und damit eine integrative Perspektive auf das Themenfeld Flucht und Migration eröffnen.

Die Bischöfe begrüßen es als wichtigen Beitrag für die Integration, dass die KUEI Flüchtlingen ab sofort die Möglichkeit bietet, als Gast an Lehrveranstaltungen in nicht-zulassungsbeschränkten Studiengängen teilzunehmen. Dazu können sich Interessierte kostenlos als Gasthörer einschreiben, sofern sie über eine Hochschulzugangsberechtigung sowie gute Deutsch- oder Englischkenntnisse verfügen.

Die Bischöfe gratulieren der Initiative „Tun Starthilfe“, die 2012 von Eichstätter Studierenden gegründet wurde, zur Auszeichnung mit dem Bürgerpreis des Bayerischen Landtags. Durch Sprachunterricht und individuelle Begleitung, etwa bei Behördengängen oder Arztbesuchen, und in Kooperation mit den Sozialarbeitern der Caritas und den Gemeinden des Landkreises Eichstätt stehen die Studenten Flüchtlingen zur Seite.

In seiner Funktion als Vorsitzender des Stiftungsrats der KUEI berichtete Weihbischof Anton Losinger über Vorhaben und Weiterentwicklungen an der Hochschule. Die Freisinger Bischofskonfenrenz dankt ihm für sein großes Engagement.

4. Rückblick auf die Weltbischofssynode

Der Vorsitzende hat die Freisinger Bischofskonferenz über die Ende Oktober in Rom zu Ende gegangene Weltbischofssynode zu Ehe und Familie informiert. Daraus ergab sich ein intensiver Austausch. Die bayerischen Bischöfe bekräftigen, dass die Ehe zwischen Mann und Frau, die offen ist für die Weitergabe des Lebens, die Grundlage für die Zukunft der Gesellschaft ist.

5. 100 Jahre Patrona Bavariae

Die Bischöfe laden die Gläubigen im kommenden Jahr dazu ein, unter dem Motto „Mit Maria unterwegs – offen für Gottes Wort“ in Eichstätt zusammenzukommen und den Schutz der Gottesmutter zu erbitten. Am 7. Mai werden die Wallfahrer von sieben Ausgangspunkten aus zum Residenzplatz ziehen und dort mit den Bischöfen einen Gottesdienst feiern. Die Freisinger Bischofskonferenz hatte bei ihrer Vollversammlung im Herbst 2010 in Vorbereitung auf die 100-Jahrfeier Patrona Bavariae 2017 beschlossen, die Gläubigen jährlich zum gemeinsamen Gebet und zur Wallfahrt einzuladen. Im vergangenen Mai waren die Bischöfe gemeinsam mit den Gläubigen in Augsburg zu Maria, der Knotenlösern, gepilgert, die auch von Papst Franziskus verehrt wird. Die Abschlussveranstaltung wird im Jahr 2017 auf dem Münchner Marienplatz stattfinden.

(Quelle: Webseite des Erzbistums München und Freising, 12.11.2015)

(12. November 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 13.11.2015 09:32

„Die Eucharistie ist keine Preisverleihung für die Guten, sondern eine Quelle der Kraft für die Schwachen“
Videobotschaft von Papst Franziskus anlässlich der Eröffnung der Arbeiten des in Mumbai, Indien, tagenden nationalen Eucharistiekongresses


Vatikanstadt, 12. November 2015 (ZENIT.org) Redaktion


Im Beisein von mehr als 700 Delegierten aus allen Teilen des Landes begann heute der nationale eucharistische Kongress in Mumbai, Indien. Zu den Teilnehmern zählt auch Kardinal Malcom Ranjith, der Sondergesandte des Papstes. Dieser übermittelte zur Eröffnung der Arbeiten zum Thema „Von Christus genährt, um andere zu nähren“ eine Videobotschaft.

Laut Berichten von „Radio Vatikan“ bezeichnete der Papst den eucharistischen Kongress im Text als „Geschenk Gottes, nicht nur für die Christen Indiens, sondern für die Gesamtbevölkerung eines an kultureller und spiritueller Vielfalt so reichen Landes.“

Darüber hinaus erinnerte er sich an die von Paul VI. im Jahr 1964 absolvierte Indienreise und dessen Ansprache an die Gläubigen nichtchristlicher Religionen, in der er betont hatte: „Christus liegt diesem Land als Leitfigur der Liebe und der Hingabe seiner selbst für Millionen von Menschen, die ihn kennengelernt haben und ihn lieben am Herzen.“

Anschließend sprach Franziskus eine Ermahnung aus: „Die Eucharistie ist keine Preisverleihung für die Guten, sondern eine Quelle der Kraft für die Schwachen, die Sünder.“ Der Papst fügte hinzu: „Die Vergebung ist der Impuls, der uns hilft zu gehen, in Bewegung zu kommen. Die Gemeinschaft mit dem Herrn führt uns zur Solidarität mit den anderen.“ Und weiter: „Überall auf der Welt brauchen die Menschen Nahrung; Nahrung, die mehr als den leiblichen Hunger stillen soll.“

Vor diesem Hintergrund erging der Aufruf an alle vom Leib und Blut Christi Gestärkten, „den nicht nur nach Nahrung sondern auch nach Liebe, Unsterblichkeit, Zuneigung, Aufmerksamkeit, Vergebung und Barmherzigkeit hungernden Brüdern und Schwestern gegenüber nicht gleichgültig zu sein.“ Diesen Aspekt führte der Heilige Vater folgendermaßen aus: „Diese Arten von Hunger können nur mit dem von oben kommenden Brot gestillt werden.“

Zum Schluss forderte Franziskus dazu auf, „die Freude des Evangeliums jenen zu überbringen, die es noch nicht empfangen haben“ und „jenen Hoffnung zu schenken, die in Finsternis und Verzweiflung leben.“ Abschließend bekundete Franziskus die folgende Hoffnung: „Möge dieser Kongress den Menschen Indiens Licht, große Freude und Glück sowie eine Gelegenheit bringen, in der Liebe vereint zu sein.“

(12. November 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 13.11.2015 00:54

Johannes der Almosengeber oder der Barmherzige (gestorben 619)
Patriarch und Heiliger der katholischen und orthodoxen Kirche


Rom, 12. November 2015 (ZENIT.org) Britta Dörre |


Johannes der Almosengeber oder der Barmherzige ist ein Heiliger, der sowohl in der katholischen (23. Januar) als auch in der orthodoxen Kirche (12. November) verehrt wird.

Der Heilige stammte aus Amatunte auf Zypern. Sein Vater war dort Gouverneur. Von Kaiser Herakleios (575-641) wurde er nach Alexandria gesandt und im Jahr 608 zum Patriarchen der Stadt ernannt.

Johannes setzte sich gegen die Lehre des Monophysitismus ein. Die Lehre geht davon aus, dass Jesus Christus nur eine einzige, nämlich die göttliche Natur besitze und steht damit im Gegensatz zur gültigen Zweinaturenlehre, die besagt, dass Jesus Christus sowohl über eine göttliche als auch eine menschliche Natur verfüge.

Ein weiteres Betätigungsfeld des Heiligen war der Kampf gegen Simonie, Handel mit kirchlichen Ämtern, Reliquien, Sakramenten etc., und andere Amtsmissbräuche durch den Klerus. Besonders setzte sich Johannes für die Armen und Bedürftigen ein, an die er auch seine persönlichen Güter verteilt hatte. Rund 7.500 Menschen versorgte er täglich mit einer Mahlzeit.

Der Fuß des Heiligen Johannes wird heute in der Matthiaskirche in der ungarischen Hauptstadt Budapest aufbewahrt.

(12. November 2015) © Innovative Media Inc.

Patriarch und Heiliger der katholischen und orthodoxen Kirche

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von esther10 13.11.2015 00:52

13.11.2015

Görlitzer Bischof zu deutsch-polnischen Beziehungen


"Polen glauben mit dem Herzen"
Mit einem Briefwechsel brachten polnische und deutsche Bischöfe vor 50 Jahren die Versöhnung ihrer verfeindeten Völker voran. Das Bistum Görlitz grenzt an Polen. Im Interview spricht Bischof Wolfgang Ipolt über die heutigen Beziehungen.

Katholische Nachrichten-Agentur (KNA): Herr Bischof, der Versöhnungs-Briefwechsel der deutschen und polnischen Bischöfe vor 50 Jahren ist vielen kaum bekannt. Wie steht es bei Ihnen?

Bischof Wolfgang Ipolt: Ich wusste zwar schon aus der Kirchengeschichte davon. Dass es aber ein solcher Startschuss für einen Versöhnungsprozess war, wurde mir erst jetzt durch das Jubiläum deutlich. Es ist gut, dass es so intensiv gefeiert wird.

KNA: Wie haben sich die deutsch-polnischen Kontakte im Bereich des Bistums Görlitz und seiner Gemeinden entwickelt?

Bischof Ipolt: Wir haben heute ganz normale Kontakte mit unseren Nachbardiözesen Zielona Gora, dem früheren Grünberg, und Legnica, ehemals Liegnitz. Sie sind zwischen den Pfarrern und Gemeinden, die sich gegenseitig besuchen und bei bestimmten Anlässen gemeinsame Gottesdienste feiern. Das hat durch den EU-Beitritt Polens noch zusätzlich einen starken Impuls erhalten.

KNA: Mittlerweile leben viele Polen in Deutschland, wie wirkt sich das auf die Kirchengemeinden im Bistum Görlitz aus?

Bischof Ipolt: Elf Prozent unserer Katholiken sind polnische Staatsbürger, die zumeist in Grenznähe wohnen. Manche von ihnen kommen in unsere Gottesdienste, andere fahren lieber einige Kilometer weiter über die Grenze, um ihre gewohnten Gottesdienste zu feiern.

KNA: Wo sind die Unterschiede?

Bischof Ipolt: Polnische Katholiken vermissen ihre Lieder, auch gibt es bei der Feier von Erstkommunion und Firmung andere Bräuche. Da müssen wir mit denen, die jetzt zu uns kommen, auch Kompromisse finden. Ich sehe die Unterschiede jedenfalls auch als Bereicherung.

KNA: Was können die deutschen Katholiken von den polnischen lernen?

Bischof Ipolt: Deutsche glauben mehr mit dem Kopf, Polen mit dem Herzen. Da können beide Seiten etwas voneinander lernen.

KNA: Sie kommen öfters nach Polen. Was sind die Anlässe?

Bischof Ipolt: Es waren zumeist persönliche Einladungen von polnischen Bischöfen etwa zu Wallfahrten. Im Auftrag meiner deutschen Amtsbrüder habe ich auch zwei Mal an der Vollversammlung der Polnischen Bischofskonferenz teilgenommen. Dann habe ich jeweils ein kurzes Statement über unsere Arbeit in Deutschland abgegeben.

KNA: Wie gut ist inzwischen Ihr Polnisch?

Bischof Ipolt: (lacht) Ich kann jetzt auf Polnisch vorlesen. Ich lasse mir eine Übersetzung anfertigen und trage sie vor. Meine Zuhörer sagen mir, dass es einigermaßen verständlich ist.

Gregor Krumpholz
(KNA)

von esther10 13.11.2015 00:48

EVANGELIUM TAG FÜR TAG


«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68


Freitag, 13 November 2015
Freitag der 32. Woche im Jahreskreis


Heute auch : Sel. Carl Lampert

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Romanos Melodos : Gott erwartet die Zeit unserer Umkehr

Die Texte des Tages als Audio

Evangelium nach Lukas 17,26-37.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie es zur Zeit des Noach war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein.
Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging; dann kam die Flut und vernichtete alle.
Und es wird ebenso sein, wie es zur Zeit des Lot war: Sie aßen und tranken, kauften und verkauften, pflanzten und bauten.
Aber an dem Tag, als Lot Sodom verließ, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und alle kamen um.
Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem sich der Menschensohn offenbart.
Wer dann auf dem Dach ist und seine Sachen im Haus hat, soll nicht hinabsteigen, um sie zu holen, und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren.
Denkt an die Frau des Lot!
Wer sein Leben zu bewahren sucht, wird es verlieren; wer es dagegen verliert, wird es gewinnen.
Ich sage euch: Von zwei Männern, die in jener Nacht auf einem Bett liegen, wird der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen.
Von zwei Frauen, die mit derselben Mühle Getreide mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen.
Da fragten sie ihn: Wo wird das geschehen, Herr?
Er antwortete: Wo ein Aas ist, da sammeln sich auch die Geier.

Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Romanos Melodos (?-um 560), Hymnendichter
Hymnus des Noach

Gott erwartet die Zeit unserer Umkehr

Wenn ich die Drohung betrachte, die über den Schuldigen der Zeit des Noach hing, so bebe ich, ich, der ich ebenfalls abscheulicher Sünden schuldig bin [...] Der Schöpfer drohte den damaligen Menschen, denn er erwartete die Zeit ihrer Umkehr. Auch für uns wird es die letzte Stunde geben, die wir nicht kennen, auch nicht die Engel (Mt 24,36). An diesem letzten Tag wird Christus, der Herr vor aller Zeit, mit den Wolken kommen, um die Erde zu richten, wie Daniel es sah (7,13). Bevor diese letzte Stunde auf uns hereinbricht, rufen wir flehentlich zu Christus: „Rette alle Menschen vor dem Zorn, Erlöser des Universums, durch deine Liebe, die du uns entgegenbringst“ [...]


Der Freund der Menschen sieht die Bosheit, die damals herrschte, und sagt zu Noach: „Ich sehe, das Ende eines jeden Menschen ist da (Gen 6,13); denn die Erde ist voller Gewalttat. Unter deinen Zeitgenossen bist du wirklich der einzige Gerechte (Gen 7,1) [...] mach dir eine Arche aus nicht faulendem Holz [...] wie ein Mutterschoß wird sie die Samen künftiger Arten tragen. Du baue sie wie ein Haus, als Abbild der Kirche [...] Darin werde ich dich bewahren, dich, der gläubig zu mir ruft: ‚Rette alle Menschen vor dem Zorn, Erlöser des Universums, durch deine Liebe, die du uns entgegenbringst.'“


Mit Sachverstand vollendete der Auserwählte sein Werk [...] und er rief gläubig den Ungläubigen zu: „Schnell! Lasst ab von euren Sünden, werft eure Bosheit von euch, bereut! Wascht ab in Tränen den Schmutz von euren Seelen, durch den Glauben gewinnt euch die Macht unseres Gottes zurück“! Aber diese Söhne der Rebellion bekehrten sich nicht. Ihrer Verderbtheit fügten sie auch noch ihre Verstocktheit hinzu. Deshalb flehte Noach Gott unter Tränen an: „Einst ließest du mich den Schoß meiner Mutter verlassen; nun rette mich in dieser hilfreichen Arche. Denn ich schließe mich in diese Art Grab ein; aber wenn du mich rufst, verlasse ich es wieder durch deine Kraft. Darin werde ich von nun an ein Abbild der Auferstehung aller sein, wenn du deine Gerechten vor dem Feuer errettest, wie du mich in den Fluten des Bösen errettest, indem du mich aus dem Kreis der Gottlosen herausholst, mich, der gläubig zu dir, dem mitfühlenden Richter, ruft: ‚Errette alle Menschen vor dem Zorn durch die Liebe, die du uns entgegenbringst, Erlöser des Universums'.“

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel


von esther10 13.11.2015 00:46

2015.11.13
Lieber Papa ... ich schreibe die Briefe der Kinder zum Francis


Francis umfasst ein Kind und seine Mutter(© Ansa)
(© ANSA) FRANCIS UMFASST EIN KIND UND SEINE MUTTER
Es kommt ein Buch mit einigen der schönsten Briefe von Kindern und Jugendlichen an den Papst geschickt. Sie behandelte ihn Alessandra Buzzetti. "Denken Sie daran, dass Sie und Totti meine Helden sind!", Schreibt Raffaele. "Ich bin sehr traurig für die paar Christen bei lebendigem Leibe verbrannt ... Bitte vergib mir und Pakistan", schreibt Aziz, ein muslimisches Kind
http://vaticaninsider.lastampa.it/recens...buzzetti-44638/
ANDREA TORNIELLI
VATIKANSTADT

"Lieber Franziskus, mal meine Mutter am Abend Abendessen und sagt, es ist keine Diät, aber es ist nicht wahr, sie isst, was von unseren Reste verlassen", sagt Matthew. "Denken Sie daran, dass Sie und Totti meine Helden sind!", Versichert Raffaele an der Unterseite seines Briefes. "Es tut mir leid für die paar Christen bei lebendigem Leibe verbrannt ... Bitte vergib mir und Pakistan", sagt Aziz. Sind einige der Tausende von Briefen, die Kinder aus allen Ecken der Welt kommen jede Woche im Vatikan, um Franziskus angesprochen. Kommt in der Bibliothek "Briefe an Franziskus" (Carlo Gallucci Verlag, pp. 156, € 12,90), eine Anthologie der Vatikan-Experte von TG5 Alessandra Buzzetti bearbeitet. Der Erlös aus dem Copyright des Buches wird zu Gunsten der gespendet werden Heimkinder in der Santa Marta Dispensary, direkt neben der Residenz des Franziskus, der jeden Tag bietet Hilfe auf rund fünfhundert Kinder in Not und deren Familien.

Die Hauptfiguren des Buches sind sie, die Kinder. Ihre Einfachheit und Anschaulichkeit. Es sind die kleinen "Brieffreunde" des Papstes, der Vergano Hand ihre Briefe, Zeichnungen und mit Rechtschreibfehlern gespickt, begleitet von kleinen Geschenken oder Marionetten. Jeden Morgen um acht ein Priester, eine Nonne und zwei italienische Mütter Office-Korrespondenz öffnen Sie die Zusammenstellung und teilen Buchstaben. Regie, die in den verschiedenen Sprachen in den jeweiligen Abschnitten des Staatssekretariats und behalten nur diejenigen, in italienischer Sprache. Die Kinder haben Vorrang, vor allem, wenn ihre Probleme anzuvertrauen oder bitten Sie um Gebete für ihre Gesundheit. Die Dramen der Welt sind mit ihren einfachen Augen und ohne Filter zu sehen. Es Aiden, der aus dem Flüchtlingslager in Erbil, schreibt sehr leid, das zu seinem Fahrrad in Qaraqosh im Tal Christian Ninive zu verlassen, dem Hauptort durch den islamischen Kalifats gewonnen.
Es gibt Matthew, vom Stadtrand von Neapel, der schreibt: "Ich habe 11 Jahre. Sie müssen wissen, dass mein Vater wurde verhaftet, weil gezwungen, Geld für illegale uns leben zu verdienen ... Manchmal meine Mutter am Abend Abendessen und sagt, es ist keine Diät, aber es ist nicht wahr, isst sie, was bleibt von unsere Reste. Die Meine Mutter weinte und immer, wenn ich sie frage, warum sie sagt, dass die Augen brennen. Aber ich weiß, warum sie weint, meinem Vater und meinem Bruder, dass er arbeiten, um Geld für schlechte Menschen verdienen ... Sie können mir helfen, dass so schnell wie mein Vater aus dem Gefängnis bekommt einen Job geben ihm vermisst ihr? ".

Es gibt Kinder, zum Gebet zu bitten für die Heilung von kranken Eltern oder für sich selbst, als Monica aus Franciacorta: "Lieber Papa Francesco, das habe ich diesen Entwurf Denken werde ich ein besonderes kleines Gebet für meine Genesung zu sagen, aber noch lange, bis sein nach Beendigung meiner 18 Jahren. Jetzt habe ich 9 gemacht, als ich noch meine Großmutter mit meiner Cousine für drei Jahre mit der Krone in der Hand verletzt in die Kirche gehen jeden Donnerstag in der Stunde der Anbetung. Jesus machte mich besser zu fühlen. Im Fernsehen sah ich, dass Rose auf dem Papamobil Kinder, ich dachte, dass es schön, wenn es hatte ich Sie meine Hand für einen Teil der Strecke, so würde ich geschützt werden gegeben haben. "

Es Giuliana von Valganna, die Streitigkeiten zwischen den Großeltern, sagt: "Wenn es Abend bete ich immer für die Welt, um sie zu einem besseren Ort zu machen, aber vor allem für diejenigen, die nicht an Gott glauben, weil sie so viel Liebe zu finden. Meine Oma wütend wird oft mit meinem Großvater, weil Blasphemie. Es ist nicht fair, bei Schweinen gestellt, die Sie schützt aber Großvater ist böse, wenn er nicht weiß, was er sagt. "

Während Lucio von der Meerenge von Messina äußerte seine Besorgnis um Francis: "Was soll ich sagen, ich bin sehr glücklich, zu einer Person, die ich wirklich bewundere, was er tut zu schreiben. Aber ich mache mir Sorgen um sie, weil sie zu denen Isis töten wollen, und ich bin sehr leid, aber ich hoffe, dass überhaupt nicht passieren. Ein warmer Kuss und ein guter Tag für mich, ich hoffe, dass er nicht einen Brief zu langweilen. "


"Briefe an Franziskus," Alessandra Buzzetti, Verleger Carlo Gallucci, 2015 pp. 156, € 12,90.

von esther10 13.11.2015 00:44

Hören! Was Familien brauchen
Hearing der Deutschen Bischofskonferenz und des Familienbundes der Katholiken


Berlin, 13. November 2015 (DBK PM) Redaktion | 69 klicks


Die Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz und der Familienbund der Katholiken haben gestern (12. November 2015) in Berlin bei der Veranstaltung „Hören! Was Familien brauchen“ über die Gestaltung einer zukunftsgerichteten Familienpolitik diskutiert. Das Hearing diente der Vorbereitung eines Wortes der deutschen Bischöfe zu Ehe und Familie.

Ehe und Familie sind für die meisten Menschen zentrale Werte für ein gelingendes Leben. Familienpolitik schafft wichtige Rahmenbedingungen für das Familienleben und ein gutes Aufwachsen von Kindern. „Wir haben als Christen die Pflicht, Politik für Familien mit zu gestalten“, sagte Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin), Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz. Die Kirche müsse dabei besonders die benachteiligten Familien in den Blick nehmen und den Fokus auf kinderreiche und bildungsferne Familien legen. Auch gelte es, verlässliche Beziehungen und die Erziehungsfähigkeit der Eltern zu stärken. Erzbischof Koch betonte, die auf Ehe gegründete Familie sei in besonderer Weise geeignet, verlässliche Beziehungen und Fürsorge für andere zu fördern und zu ermöglichen. „Jede Ehe ist nicht nur eine Lebensform, sondern auch ein Stück Heilsgeschichte.“

Stefan Becker, Präsident des Familienbundes der Katholiken, forderte einen Paradigmenwechsel in der Familienpolitik. „Wir benötigen dringend ein neues Verständnis von Arbeit, das nicht allein nur Erwerbsarbeit meint, sondern auch Familienarbeit und ehrenamtliche Arbeit berücksichtigt“, so Stefan Becker. „Ich wünsche mir, dass moderne Lebensentwürfe mit der Bereitschaft zur Übernahme von Sorgeaufgaben kompatibel werden. Ich wünsche mir, dass Menschen, die sich für Kinder entscheiden, nicht länger das Nachsehen haben.“ Becker erhoffe sich vom Wort der deutschen Bischöfe zu Ehe und Familie, dass dieses auf die Notwendigkeit einer familiengerechten Neugestaltung der Sozialversicherung und der Familienpolitik hinweist: Familien müssten endlich zum Maßstab werden – nicht die Wirtschaft.

Zur Vorbereitung des familienpolitischen Teils des Wortes der deutschen Bischöfe waren mit Dr. Karin Jurczyk (Leiterin der Abteilung Familienpolitik des Deutschen Jugendinstitutes in München), Prof. Dr. Anne Lenze (Professorin für Familien-, Jugendhilfe- und Sozialrecht am Fachbereich Sozialpädagogik der Hochschule Darmstadt) und Professor Dr. Martin Werding (Professor für Sozialpolitik und öffentliche Finanzen an der Ruhr-Universität Bochum) drei renommierte familienpolitische Referenten zum Hearing geladen. Sie befassten sich mit grundlegenden Fragen der Familienpolitik: Welche Rahmenbedingungen brauchen Familien heute, damit sie die Leistungen, die sie für sich und die Gesellschaft erbringen wollen, auch erbringen können? Wie können Familien eine gerechte Anerkennung für die von ihnen erbrachten Leistungen erhalten? Wie kann eine zukunftsgerichtete Familienpolitik aussehen, die Lust auf Familie macht und dazu beiträgt, dass Familien wertgeschätzt werden?

„Wir leben in einem sozialen System der Vergangenheit“, so Prof. Dr. Anne Lenze. Sie forderte Solidarität zwischen Menschen mit und ohne Sorgeverantwortung und benannte die Belastung der Familien durch zu hohe Beiträge zu den sozialen Sicherungssystemen als eine wesentliche Ursache der Armut von Familien. Eine Umverteilung unter den Sozialversicherten zwischen Eltern und Kinderlosen sei notwendig.

In welchen Ausmaß Familien in den sozialen Sicherungssystemen benachteiligt werden, verdeutlichte Prof. Dr. Martin Werding. Seine Studie für die Bertelsmann-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass ein im Jahr 2000 geborenes Kind bei durchschnittlichem Erwerbsverhalten rund 77.000 Euro mehr in die Rentenversicherung einzahlt, als es daraus erhalte. Die Rentenansprüche der Betreuungsperson – in der Regel die Mutter – aus den Erziehungszeiten betragen dagegen nur 8.300 Euro. Damit werden die Leistungen der Eltern sozialisiert, während die Lasten der Kindererziehung privatisiert bleiben. Auch er verlangte eine stärkere Anerkennung der Leistungen der Eltern.

Dr. Karin Jurczyk skizzierte ihre „Vision 2040“ für eine nachhaltige Gesellschaft, Chancengerechtigkeit und ein gutes Leben. Ein zentraler Baustein dafür sei die deutliche Aufwertung der Care-Arbeit. „Wir müssen fragen: Was sind der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft fürsorgliche Beziehungen wert?“ Familienpolitik, die eine Optionsvielfalt zum Leitbild hat, funktioniere nur, wenn verlässlich angelegte Sorgebeziehungen zwischen Menschen und nicht Lebensformen der Ankerpunkt seien.

Das Hearing „Hören! Was Familien brauchen“ war das dritte Hearing der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz. Weitere Hearings fanden am 19. Juni 2015 mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken und am 4. September 2015 mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ statt.

Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen der Deutschen Bischofskonferenz und des Katholischen Familienbundes zeitgleich verschickt. Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen.

(13. November 2015) © Innovative Media Inc.

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