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von esther10 20.08.2015 14:01

Adveniat: Merkel soll Menschenrechte in Brasilien ansprechen



Das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, bei den ersten deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen ab Mittwoch in Brasilia auch das Thema Menschenrechte anzusprechen. "Insbesondere geht es auch um gerechte Arbeitsbedingungen", betonte Länderreferent Klemens Paffhausen am Montag im Kölner domradio. "Wir sehen immer wieder sowohl bei den Stadienbauten als auch in entlegenen Regionen des Amazonasgebietes Phänomene, die sich als Sklavenarbeit bezeichnen lassen."

Darüber hinaus, so Paffhausen, sollte die Bundesregierung auf konkrete Fortschritte beim Klimaschutz drängen. Eine Energiewende sei auch in Brasilien dringend erforderlich. Merkel reist mit mehreren Ministern von Mittwoch bis Freitag nach Brasilia. Dort wird sie zusammen mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff am Donnerstag die Ersten deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen leiten.

von esther10 20.08.2015 13:47

Flüchtlingsdebatte: Medien haben Verantwortung


Flüchtlinge in Deutschland: Wie darüber berichten? - REUTERS

19/08/2015 11:01SHARE:
Es werden mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen, als bisher angenommen, sehr viel mehr. Die Bundesregierung will an diesem Mittwoch eine neue Flüchtlingsprognose vorlegen, bis zu 750.000 sollen es in diesem Jahr sein, über drei mal soviel wie im vergangenen Jahr. Die Debatte darum verläuft seit Monaten emotional und nicht immer sachlich. Erst kürzlich fühlten sich Flüchtlingsorganisationen dazu aufgerufen zu mahnen, Worte wie „Flüchtlingsströme“ nicht zu benutzen, die dienten nur der Angstmache. Und das nicht nur bei Politikern, sondern auch in den Medien.

Bernhard Remmers leitet die katholische Journalistenschule IFP in München, er bildet den Nachwuchs aus, der später einmal über all diese Phänomene berichten soll. Radio Vatikan hat ihn gefragt, welche Rolle solche emotionalen Dramatisierungen wie „Flüchtlingsströme“ in der Debatte spielen.

„Sie spielen jedenfalls eine so wichtige Rolle, dass wir als Journalistinnen und Journalisten und genau damit beschäftigen müssen und uns selber vorhalten müssen, welche Verantwortung wir haben, wenn wir texten. Wir übernehmen Verantwortung, wenn wir Sprache benutzen, denn in dieser Sprache geht es um Menschen, ganz konkrete Menschen mit ihren Nöten. Diese Nöte sind groß und die haben wir Ernst zu nehmen. Da verbieten sich Worte, welche diese Menschen nur noch zu Teilen einer Masse machen, zu anonymisierten Massen, in denen ich das menschliche Antlitz gar nicht mehr erkennen kann.“

RV: Wird denn in den Medien zur Zeit Angst gemacht?

„Die Medien gibt es nicht, genau so wenig, wie es die Politik gibt oder die Kirche. Es gibt zum Glück ganz verschiedene Medien. Und genauso vielfältig ist auch die Berichterstattung über dieses Thema Flüchtlinge.

Es gibt natürlich Medien, die Ängste – nachvollziehbare Ängste – schüren und verstärken und das auf eine nicht angemessene Art und Weise. Aber es gibt auch Medien, die auf ganz hervorragende Art und Weise zum Beispiel in Serien wie etwa jüngst im Spiegel vorstellen, was Menschen alles ehrenamtlich tun, um Menschen, die bei uns als Flüchtlinge angekommen sind, zu unterstützen. Das sind ganz hervorragende Arbeiten und solche Arbeiten brauchen wir auch.“
RV: Gegen die Zahlen, die ja höher sind als bislang gedacht, stehen Politiker, die Vorschläge machen wie zum Beispiel ‚Taschengeld kürzen’, was ja etwas nach den Eltern von früher klingt. Da werden Strafphantasien aufgerufen. Das passt schon zusammen: Gestiegene Zahlen, gestiegene Befürchtungen und dann eine Emotionalisierung.

„Sicherlich gibt es bei manchen Politikern, was dann ja auch von Medien zitiert wird, den Versuch oder den Wunsch, mit einer verstärkten Emotionalisierung Ängsten von Menschen entgegen zu kommen. Ich glaube allerdings, auch wenn das eher eine politische denn eine journalistische Bemerkung ist, dass das nicht der richtige Weg ist, weil ich damit nur den Ängsten nachgebe. Besser wäre es, sich konstruktiv mit den Ängsten auseinander zu setzen und zu überlegen, wo genau es weh tut und wo diese Ängste sind, und dann den Ängsten zu antworten, indem ich erkläre warum wir uns Menschen gegenüber verpflichtet fühlen. Oder auch – auch das gehört zur Verantwortung dazu – zu sagen, dass diese Familie, dieser Flüchtling oder diese Frau zwar nachvollziehbare Nöte hat, die sie auf den Weg gebracht hat, aber dass sie bei uns keinen Rechtsanspruch hat, hier zu leben. Auch das gehört dazu.

Aber nur Ängste weiterzugeben und zu verstärken, als Politiker oder als Medien, halte ich nicht für angemessen. Das hilft weder den Menschen hier noch denen, die neu zu uns gekommen sind.“

RV: Kann man denn überhaupt gegen die Emotionalisierung der Themen vor allen in den Netzwerken anschreiben?

„Es gibt beides. Es gibt eine gewisse Vergeblichkeit, wahrscheinlich auch eine Notwendigkeit, eine gewisse Frustration auszuhalten. Wir haben Ängste, wir haben Instrumentalisierungen, wir haben rechtsextreme Bewegungen, die sich in Form etwa von Pegida auch auf den Straßen der Städte zeigen, wir haben auch ganz schlimme Gewalttaten. Aber das ist zum Glück nur ein Teil der Wirklichkeit. Wir haben auch ganz viele Frauen und Männer, die sagen, dass sie dazu beitragen wollen, dass dieses Land Flüchtlingen mit Menschlichkeit gegenüber tritt. Und das ist gut so, dass es so was gibt …“

RV: … oder einfach sachlich und gut darüber senden und schreiben. Bernhard Remmers, herzlichen Dank für das Gespräch.

(rv 19.08.2015 ord)

von esther10 20.08.2015 13:43

Erfolg für Studentenumfrage: 12.000 Katholiken antworten


Die Vorstellung der Umfrage in Berlin - RV

19/08/2015 13:42SHARE:
Einen umfassenden Einblick in das Seelenleben der Katholiken: Das haben drei deutsche Theologie-Studenten erhalten. Begonnen haben Sarah Delere, Anna und Tobias Roth mit einer Forschungsreise um die Welt – ganz nach dem Motto von Papst Franziskus „Fragt die Gläubigen!“ Die Nachfrage auf diese Umfrage war jedoch größer als gedacht: Mehr als 12.000 Katholiken aus 42 Ländern haben den Studenten Antworten auf Fragen wie beispielsweise nach dem Umgang mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften oder wiederverheirateten Geschiedenen in der Kirche gegeben. Bei der Präsentation vor der Presse am Mittwoch in Berlin war unsere Redakteurin Pia Dyckmans vor Ort. Sie sprach mit Sarah Delere:

RV: Die Studie ist die internationalste ihrer Art. Wie unterscheiden sich die Antworten der unterschiedlichen Länder?

„Das kommt auf die Themengebiete an. Was uns aufgefallen ist, ist dass das Ideal von Ehe und Familie der katholischen Kirche weit geteilt wird. Mit über 90 Prozent Zustimmung bekommt beispielsweise die kirchliche Hochzeit in Brasilien und auch in Deutschland. Es ist oft auch das gleiche, wo Gläubige die Lehre kritisieren. Spannend ist hier zu sehen, dass wir in Brasilien eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Umgang von wiederverheirateten Geschiedenen und dem Ausschluss von der Kommunion haben. Auch hier haben wir hohe Ablehnungs- und Kritikwerte und die Forderung nach Reform. Das teilt sich dann mit Deutschland. Zugleich muss man sagen, dass in Ländern wie Polen dies wieder anders ist. Die Art und Weise der gewünschten Reformen ist länderspezifisch unterschiedlich. Man hat aber immer die Forderung nach Gradualität und nach einer Einzelfallprüfung, zugleich aber auch unterschiedlich hohe Auflagen. In Brasilien und Polen zum Beispiel gibt es die Forderung, dass nur unschuldig Verlassene – wie auch immer das definiert wird - wieder zugelassen werden sollen zur Kommunion.“

RV: Wo sind die stärksten Unterschiede zwischen Deutschland und den anderen Ländern?

„Vermutlich mit Blick auf die Frage nach dem Zusammenleben vor der Ehe. Das was in der Debatte ‚probeweises Zusammenleben’ genannt wird, wird in Deutschland sehr positiv gesehen, auch als Verantwortungsübernahme. Wenn wir nach Polen, nach Südeuropa blicken, dann ist das nicht so.“

RV: Welches Ergebnis hat Sie persönlich am meisten überrascht?

„Ich glaube die Tatsache, dass drei Studierende 12.400 Gläubige zu einer Teilnahme motivieren konnten. Das ist fantastisch und war jenseits jeder Vorstellung. Auf der inhaltlichen Ebene, dass wir bei vielen Fragen kaum einen Generationskonflikt feststellen konnten. Es ist wirklich so, mit Ausnahme des probeweise Zusammenleben und der Segnung bzw. kirchlicher Hochzeit gleichgeschlechtlicher Paare können wir keinen Generationenkonflikt feststellen.“

RV: Hatten Sie Kontakt mit der Kirche, damit die Anliegen im Oktober diesen Jahres in die Synodenaula getragen werden?

„Wir hatten die große Chance, uns mit einem der drei an der Synode teilnehmenden deutschen Bischöfe für einen guten und sehr langen Austausch zu treffen und wir konnten wirklich mit ihm auch Details der Studie besprechen. Er sagte uns, dass er die Stimmen wirklich weiterleiten möchte, mit in die Synode nach Rom nehmen möchte und ein Stück weit, sich diese 12.400 Stimmen zu eigen machen möchte.“

Hier ein paar Fakten aus der Umfrage:

- Knapp 80 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland nehmen mehr als einmal im Monat an einem Gottesdienst teil; ein ähnliches Bild gibt es auch in den meisten der anderen untersuchten Länder.
- Mehr als 90 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland geben an, dass ihnen eine kirchliche Hochzeit persönlich wichtig sei; es gibt keine nennenswerten Unterschiede beim Vergleich nach Alter, Geschlecht und Umfeld.

- Über 95 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland geben an, dass ihnen eine christliche Erziehung von Kindern wichtig sei; ein ähnliches Bild gilt in den meisten der anderen untersuchten Länder.

(rv 19.08.2015 pdy/no)

von esther10 20.08.2015 13:33

Sant'Egidio-Gründer Riccardi lobt deutsche Flüchtlingspolitik



Der Gründer der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio, Andrea Riccardi, hat Deutschlands Flüchtlingspolitik gelobt. Bei der Übernahme von Verantwortung und der Organisation der Aufnahme sei die Bundesrepublik vorbildlich, sagte Riccardi dem Internetportal "Vatican Insider" (Mittwoch). Kaum ein Land in Europa tue so viel für Migranten wie Deutschland. Das liege auch am Umgang der Deutschen mit ihrer Vergangenheit.

Dagegen schotteten sich Länder wie das katholische Polen oder Ungarn regelrecht ab. Riccardi, von 2011 bis 2013 italienischer Minister ohne Geschäftsbereich mit einem Arbeitsauftrag für "Internationale Zusammenarbeit und Integration", rief dazu auf, Einwanderer als Chance zu begreifen. Europa dürfe die Überfahrt der Flüchtlinge aber nicht Menschenschmugglern überlassen. Riccardi plädierte für die Einrichtung "humanitärer Korridore" in Marokko und Libyen, um eine sichere Einreise zu ermöglichen.

von esther10 20.08.2015 12:24

19.08.2015

Die roten Schuhe von Papst em. Benedikt XVI.
© KNA

Schuhe von Benedikt XVI. helfen Kolpingaktion auf die Sprünge
"Papst, Prinz, Poldi"

Um Spenden für einen guten Zweck werben viele. Das Kolpingwerk hat sich für sein Bundestreffen vom 18. bis 20. September in Köln ein besonderes Projekt ausgedacht - und Unterstützung aus dem Vatikan erhalten.

Der frühere Papst geht mit gutem Beispiel voran – genauer gesagt: seine Schuhe. Um ein Sozialprojekt des Kolpingwerks zu unterstützen, hat Benedikt XVI. ein Paar seiner berühmten roten Lederslipper, mit schwarzer Sohle, Größe 8, gespendet. Damit ist das hochwürdige Schuhwerk Teil der Benefizaktion zum Kolpingtag am 19. September in Köln.

Kölner-Sammelaktion "Mein Schuh tut gut"

Die Initiatoren des katholischen Sozialverbands hoffen auf weiteren Zulauf: 15.000 Paar Schuhe sollen bei dem Projekt unter dem Motto "Mein Schuh tut gut!" zusammenkommen - von "normalen" wie auch von prominenten Füßen, sagt Kolping-Bundessekretär Ulrich Vollmer am Mittwoch in Köln. Mit dem Erlös der Aktion wird das gemeinnützige Projekt "Blumenberg" der Kolpingjugend im Diözesanverband Köln unterstützt, eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche aller Kulturen und Religionen.

Idee stammt von WDR-Moderatorin Yvonne Willicks

Die Idee, in Rom um ein päpstliches Paar Schuhe zu bitten, stammte von WDR-Moderatorin Yvonne Willicks, die auch Patin der Aktion ist und am 19. September ab 16.00 auf der Bühne am Neumarkt moderiert. "Ich finde die Kolping-Aktion super, weil es um ein wichtiges soziales Projekt geht", sagt Willicks. "Außerdem passt die Idee, Schuhe auf diese Weise wiederzuverwerten, genau zu meiner Vorstellung von Nachhaltigkeit." Ursprünglich hatte sie den Nuntius des Papstes, der am Kolpingtag teilnimmt, um entsprechende Lieferung aus Rom bitten wollen.

Umsetzung der Anfrage durch Kolping-Bundesvorsitzenden Thomas Dörflinger

Letztlich kam der ungewöhnliche Transfer nicht durch Erzbischof Nikola Eterovic, sondern durch den Kolping-Bundesvorsitzenden Thomas Dörflinger zustande, der seine Kontakte zum Präfekten des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein, nutzte. Tatsächlich traf Ende Juni ein Päckchen aus dem Vatikan in Deutschland ein. Neben den vorbildlich gepflegten Slippern enthielt es auch eine offizielle Bestätigung Gänsweins, dass "diese beigefügten Schuhe von seiner Heiligkeit, Papst Benedikt XVI., getragen wurden". Zu welchen Anlässen die päpstlichen Füße in ihnen steckten, ist indes nicht überliefert.

Schuhe von Benedikt XVI. werden im Museum ausgestellt

"Die Schuhe sind natürlich viel zu schade, um sie zu versteigern", sagte Kolping-Bundessekretär Ulrich Vollmer. So werden "die berühmten roten Schuhe des Fischers" anschließend im Museum im Geburtshaus Joseph Ratzingers in Marktl am Inn ausgestellt. Dies sei bereits vereinbart. Bei der Präsentation würden auch entsprechende theologische Bezüge hergestellt, kündigt Vollmer leicht geheimnisvoll an.

Schuhe vom Karnevalsprinz und Lukas Podolski sollen auch versteigert werden

Am Kolpingtag selbst sowie im Vorfeld wirbt der katholische Sozialverband, der von dem gelernten Schuhmachermeister und Priester Adolph Kolping gegründet wurde, um weitere Schuhspenden. Außerdem hoffen die Veranstalter, dass die Papstschuhe der Spendenaktion insgesamt so richtig auf die Sprünge helfen: "Papst, Prinz und Poldi - das wäre so meine Vorstellung", sagte Willicks. Im Klartext: Sie buhle derzeit um das Schuhwerk des Kölner Karnevalsprinzen sowie von Fußball-Ikone Lukas Podolski. Willkommen wären aber auch die Treter anderer Promis wie der kölschen Kultband "Bläck Fööss", die entgegen ihres Namens selten barfuß unterwegs sind, von Kardinal Rainer Maria Woelki oder Fußballgrößen des 1. FC Köln. Anders als das päpstliche Schuhwerk sollen diese Gaben dann wohl meistbietend versteigert werden.

Schuhe werden über Recyclinggesellschaft des Sozialverbands verkauft

Die erhofften 15.000 Paare "gewöhnlichen Schuhwerks" werden über die eigene Recyclinggesellschaft des Sozialverbands verkauft. Am Kolpingtag wird dann der Erlös verkündet - und munter weitergesammelt - schließlich werden zu der Veranstaltung, die vom 18. bis 20. September dauert, rund 15.000 Teilnehmer erwartet. "Wir sind zuversichtlich, dass noch einige Tausend Paar Schuhe gespendet werden", sagt Willicks, die zum Beispiel die Schuhe von Krimiautor Ralf Kramps vor dem Container retten konnte. "Es läuft."

Sabine Kleyboldt
(KNA)

von esther10 20.08.2015 12:15

20.08.2015

Lateinischer Patriarch geißelt Terror des "Islamischen Staats"
"Ein mörderisches Monstrum"



In dem seit 2011 durch einen blutigen Bürgerkrieg erschütterten Syrien herrscht nach Worten des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Fouad Twal, "arabischer Winter in seiner furchtbarsten Form".


Erzbischof Fouad Twal
© Jan Hendrik Stens...
Freiwillige im Kampf gegen IS


Die von der Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) kontrollierten Gebiete Syriens und des Iraks litten unter einem islamischen Fundamentalismus, der sich zu einem mörderischen Monstrum entwickelt habe, so sagte das Oberhaupt der lateinischen Katholiken im Heiligen Land am Mittwochabend vor Mitgliedern des "Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem". Twal sprach anlässlich seines Besuchs des Kaiserfests im österreichischen Bad Ischl über die Situation in Nahost.

"Hier ist Satan am Werk"

Der radikale Islam zeige hier "sein wahres, finsteres Gesicht. Hier ist Satan am Werk", so Twal laut Redemanuskript. Vor den unvorstellbaren Verbrechen, die im Namen Gottes gegen die Menschlichkeit begangen würden, könnten sich Nichtmuslime und insbesondere Christen nur durch Flucht retten. "Die Flucht der Christen aus ihren tausendjährigen Stammplätzen ist die schwärzeste Folge des 'arabischen Frühlings' im Irak und Syrien", so der Jordanier, der vor dem anhaltenden Exodus der Verfolgten und einer Überforderung der Nachbarländer bei der Aufnahme der Flüchtlinge warnte.

Entwicklungen des "arabischen Frühlings" werden durch IS zerstört


Twal erinnerte in seinem Beitrag an die ursprünglich positiven Motivationen der als "arabischer Frühling" bezeichneten Protestbewegung, die in Syrien und im Irak eine gänzlich andere Wendung genommen habe. Dem "arabischen Frühling" sei ab Ende 2010 innerhalb weniger Monate gelungen, mit Zine el-Abidine Ben Ali, Husni Mubarak und Muammar al-Gaddafi drei der autoritärsten Diktatoren der arabischen Welt zu Fall zu bringen und in Tunesien eine für die arabische Welt einzigartigen Verfassung einzuführen, die die Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Glaubens- und Gewissensfreiheit beinhalte. Die daraus erwachsene Hoffnung habe mit dem Aufflammen des IS-Terrors jedoch einen schweren Rückschlag erfahren.

Die Islamisten sind nach Worten Twals "selbst nicht nur Täter, sondern ebenfalls auch Opfer: Opfer des falschen, des bösen Geistes, des Vaters der Lüge und des Hasses". Echte Religion hingegen könne nie Grund eines Kriegs sein, sondern Teil der Konfliktlösung. "Muslimische Gewalt ist ein Krebsgeschwür im Körper des Islam, das die Muslime selbst herausschneiden müssen", so Twal wörtlich.

Konflikt zwischen Israel und Palästina erschwert Leben der Christen im Heiligen Land

Als bleibende "offene Wunde im arabischen Bewusstsein" bezeichnete der Jerusalemer Patriarch den israelisch-palästinensischen Konflikt, der ein Hauptquell der islamischen Radikalisierung sei. Die Christen im Heiligen Land könnten angesichts der immer schwerer wiegenden langjährigen Besatzung kein normales Leben führen und dächten vermehrt an Auswanderung. Die Ignoranz des Westens gegenüber der Lage im Heiligen Land bezeichnete Twal als enttäuschend und frustrierend und forderte ein "völliges politisches Umdenken".

Kritik an westlicher Unterstützung Syriens Präsidenten

Kritik äußerte der Patriarch auch an der westlichen Unterstützung der Rebellen gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, die Zufluchtsort der Extremisten geworden seien. Twal forderte den Westen auf, "den Dissidenten in Syrien keine Unterstützung und vor allem keine Waffen und dergleichen mehr zu liefern". Er zeigte sich zudem besorgt über die Demonstrationen in verschiedenen Teilen Deutschlands gegen die Einwanderung. Die dort mitunter geforderte Abweisung von Kriegsflüchtlingen nannte er "ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit".
http://www.domradio.de/themen/weltkirche...-gegen-christen


(KNA)

von esther10 20.08.2015 12:08

Flüchtlinge: Vorwürfe an Kirche "schon etwas heuchlerisch"



Frauenordens-Präsidentin Mayrhofer wehrt sich in "Furche" gegen Pauschalangriffe wegen vermeintlich zu geringen Engagements bei der Flüchtlingsunterbringung - Aber "wir tun immer zu wenig, und zwar wir alle"

Wien, 20.08.2015 (KAP) Gegen Pauschalangriffe auf die Kirche und speziell die Ordensgemeinschaften wegen ihres vermeintlich zu geringen Engagements bei der Flüchtlingsunterbringung hat sich die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden, Sr. Beatrix Mayrhofer, gewehrt. Wenn z.B. beklagt werde, dass im Benediktinerstift Melk mit seinen Räumlichkeiten und Kulturgütern, "die unter schwersten Auflagen des Bundesdenkmalamtes renoviert worden sind und erhalten werden müssen", zu wenig Asylwerber aufgenommen werden, sei dies "schon etwas heuchlerisch", sagte Mayrhofer in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Furche". Es gebe eine ganze Liste von Ordensgemeinschaften, die Flüchtlinge beherbergen. "Aber manchmal habe ich den Eindruck, dass man das gar nicht wahrhaben will."

Freilich müsse die Frage für Christen laut der Angehörigen eines Schulschwesternordens immer lauten: "Was können wir noch tun? Denn wir tun immer zu wenig - und zwar wir alle."

In der Flüchtlingsfrage ortet Mayrhofer eine "komplizierte Verquickung von Kompetenzen und Auflagen". Dies betreffe die genannten Erfordernisse des Denkmalschutzes ebenso wie durchaus bestehende Angebote an zuständige Behörden, "die aus diversen Gründen nicht angenommen werden". Tatsache sei jedenfalls, dass sich die Orden schon seit vielen Jahren und nicht erst während der jüngsten Krise im Flüchtlingsbereich engagieren. Schon in der Jugoslawienkrise und davor beim Ungarnaufstand seien viele Vertriebene aufgenommen worden. Das früher von ihr geleitete Schulzentrum in der Wiener Friesgasse hätten viele Kinder, die in diesen Krisenzeiten nach Österreich kamen, besucht, berichtete die Frauenordens-Präsidentin.

Lage nur scheinbar überfordernd

Derzeit bemühe sich eine u.a. von Orden, Diözesen und Caritas besetzte Koordinierungsgruppe im Generalsekretariat der Bischofskonferenz laufend um geeignete Quartiere - ebenso die in allen Diözesen eingesetzten Koordinatoren. Mayrhofer nannte es "unerträglich", dass derzeit täglich etwa 200 Flüchtlinge nach Österreich kämen und die bereits hier gelandeten unter freiem Himmel oder in Zelten schlafen müssten. "Ebenso unerträglich ist, dass wir als Kirche und Gesellschaft fast vor Hilflosigkeit erstarren, weil die Lage so überfordernd aussieht. Doch wenn wir gemeinsam und planvoll vorgehen, ist sie bewältigbar", zeigte sich Mayrhofer zuversichtlich.

Dass Ordensleute neben der Beherbergung auch Aufgaben der Flüchtlingsbetreuung übernehmen, bezeichnet die Frauenordens-Präsidentin schon allein aufgrund der Altersstruktur der Gemeinschaften als überfordernd. Von den 3.800 Ordensfrauen in Österreich seien etwa 2.000 älter als 75 Jahre. Dazu kommen, dass viele Flüchtlinge traumatisiert seien und geschulte Fachkräfte benötigten.

Das Durchgriffsrecht des Bundes bei der Schaffung von Flüchtlingsquartieren, auf das sich SPÖ, ÖVP und Grüne einigten, begrüßte Mayrhofer, "weil es nicht sein kann, dass die Hilfe an einzelnen Gemeinschaften und Bürgermeistern hängen bleibt - oder scheitert". Die Ordensvertreterin ortet derzeit einerseits eine große Hilfsbereitschaft, "vor allem dann, wenn die Not einen konkreten Namen und ein Gesicht hat". Aber es gebe auch "diffuse Ängste", die ernstzunehmen seien. "Es muss also viele Vermittlungsversuche geben."



Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/71880.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

von esther10 20.08.2015 12:00

Auf Knien für die Jungfrau Maria
August 18, 2015
Fotos MICHAEL PAPPAS, TEXT VON MELPOMENI MARAGKIDOU



Nach der Ankunft per Boot fallen Gläubige im Hafen von Tinos auf die Knie und beginnen den Aufstieg zur Wallfahrtsbasilika.

Für viele griechisch-orthodoxe Christen ist es ein absolutes Muss, jeden Sommer an Mariä Himmelfahrt (15. August) die Wallfahrtsbasilika der Jungfrau Maria auf der Insel Tinos zu besuchen. Menschen aller Altersgruppen und aus den entlegensten Teilen Griechenlands (sowie aus dem Ausland) fallen von dem Moment ihrer Ankunft am Hafen der Insel auf die Knie und bestreiten so den steilen Weg zu der Kirche, wo sie die Heiligenikone der Jungfrau Maria berühren, der Wunder zugeschrieben werden.

Laut der religiösen Tradition wurde das heilige Bildnis der Jungfrau 1823 auf Tinos gefunden. Dies wurde als ein gutes Omen für die Griechische Revolution von 1821 gegen die Herrschaft der Osmanen interpretiert. Ein Tempel wurde an der Fundstelle errichtet, wobei große Mengen Marmor von der Nachbarinsel Delos zum Einsatz kamen.

Bei der Ankunft im Hafen sieht man hauptsächlich ältere Frauen, die auf Knien auf einer steilen, gepflasterten Straße „gehen". Um die Knie der Pilgerinnen zu schonen, hat man Teppiche entlang der Strecke verlegt.

Das Ziel dieser Menschen ist es, ein Versprechen zu erfüllen, der Muttergottes etwas Wertvolles, meist Gold, zu überreichen. In der Regel handelt es sich dabei um ein Wallfahrtsversprechen, das die Erfüllung einer Bitte sichern soll oder der eine Danksagung für eine bereits erfüllte Bitte darstellt. Meist dreht es sich dabei um gesundheitliche Probleme, doch es gibt auch Bitten um das Bestehen einer Abschlussprüfung und alles Mögliche andere.

Hier geht es mit vielen
Fotos weiter.

http://www.vice.com/de/read/die-orthodox...insel-tinos-283


von esther10 20.08.2015 11:38

Forum Deutscher Katholiken

Bischof Vitus Huonder, Chur, einmal mehr zuunrecht unter Beschuss
11. AUGUST 2015 VON POSCHENKER


Forum Deutscher Katholiken
Kongress “Freude am Glauben”
Die Ehe – Geschenk, Sakrament und Auftrag

Dr. Vitus Huonder, Bischof von Chur

Im folgenden Kurzvortrag werde ich den bedeutenderen Aussagen der Heiligen Schrift über die Ehe nachgehen. Es sind sozusagen die Marksteine, welche wir abschreiten werden. Damit verbunden ist die Thematik der menschlichen Sexualität, so dass auch diesbezügliche Texte zu beachten sind. Dabei versuche ich bei den einzelnen Schriftstellen mit kurzen Anmerkungen Wesentliches hervorzuheben. Auf diese Weise möchte ich
in aller Schlichtheit an das erinnern, was uns das Wort Gottes zur Schöpfung von Mann und Frau, zur Ehe sowie zur Sexualität, und, in Folge dessen, zur Familie sagt. Mehr Kenntnis brauchen wir nicht, um die Wirklichkeit der Ehe, der Sexualität und der Familie aus christlicher, gläubiger Sicht zu verstehen und den damit verbundenen Auftrag zu erkennen.
Mir will scheinen, dass in der gegenwärtigen Situation das authentische Wort, das Wort der Offenbarung, zu kurz kommt. Deshalb diese meine Vorgehensweise. Denn das Wort Gottes muss uns prägen. Es wird uns helfen, Krisen zu bewältigen und Probleme zu lösen. Dazu braucht es dessen Kenntnis und den Willen, es anzunehmen und unser Leben danach zu gestalten.

Mit diesen Worten begann Bischof Huonder seinen Vortrag am 31. Juli 2015.

Lesen Sie das ganze äußerst wichtige 22-seitige Dokument dieses absolut rechtgläubigen, mutigen, gegen den Strom schwimmenden, echt-katholischen und deshalb in jeder Hinsicht unterstützungswürdigen Bischofs!
https://www.gloria.tv/media/VdNmGSHnPVv
http://www.google.de/imgres?imgurl=https...AhWlwHIKHT4RAIM


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von esther10 20.08.2015 11:37


Vatikanstadt, 19. August 2015 (ZENIT.org)
Im Folgenden dokumentieren wir in einer eigenen Übersetzung die vollständige Katechese von Papst Franziskus bei der heutigen Generalaudienz

Die Familie - 23. Arbeit
Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

Nachdem wir über den Wert der Feiertage im Leben der Familien nachgedacht haben, wollen wir uns heute mit dem komplementären Element befassen: der Arbeit. Beide gehören zum Schöpfungsplan Gottes: Feiertage und Arbeit.



Die Arbeit, sagt man gemeinhin, ist notwendig, um die Familie zu ernähren, die Kinder großzuziehen und um den Familienmitgliedern ein Leben in Würde zu gestatten. Eines der schönsten Dinge, die man über einen ehrlichen Menschen sagen kann, ist: „Er ist ein tüchtiger Arbeiter“. Einer der sich Mühe gibt, der nicht auf Kosten anderer lebt. Ich sehe, dass heute viele Argentinier in diesem Saal sind; daher will ich es so sagen, wie man es bei uns sagt: „No vive de arriba“.

Tatsächlich dient die Arbeit in ihren vielgestaltigen Formen, angefangen bei der Arbeit im Haushalt, auch dem Allgemeinwohl. Wo lernt man diesen arbeitsamen Lebensstil? An erster Stelle zuhause, in der eigenen Familie. Die Familie erzieht zur Arbeit, durch das Vorbild der Eltern: Vater und Mutter, die für das Wohl der Familie und der Gesellschaft arbeiten.
Im Evangelium wird die Heilige Familie von Nazareth wie eine Arbeiterfamilie dargestellt, und Jesus wird als „Sohn des Zimmermanns“ (Mt 13,55) oder gar selbst als „Zimmermann“ (Mk 6,3) bezeichnet. Und Paulus ermahnt die Christen: „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen“ (2 Thess 3,10). Das ist doch eine gute Abmagerungskur: du arbeitest nicht und isst nicht!

- Der Völkerapostel verweist ausdrücklich auf die falsche Frömmelei einiger

Gemeindemitglieder, die letztlich nur auf Kosten ihrer Brüder und Schwestern leben und „alles Mögliche treiben, nur nicht arbeiten“ (2 Thess 3,11). Arbeit und Geistesleben stehen in der christlichen Weltanschauung nicht im Gegensatz zueinander. Es ist wichtig, dass wir das verstehen! Arbeit und Gebet können und müssen harmonisch nebeneinander existieren, wie der heilige Benedikt uns lehrt. Mangel an Arbeit schadet dem Geist, genau wie Mangel an Gebet dem praktischen Leben schadet.

Arbeit – ich wiederhole, in ihren unterschiedlichsten Formen – gehört zur menschlichen Person. Sie ist ein Ausdruck der Würde des Menschen, der als Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Deshalb sagen wir, dass Arbeit heilig ist. Und darum stellt die Verwaltung der Arbeitsplätze eine große menschliche und gesellschaftliche Verantwortung dar, die man nicht den Händen einiger weniger anvertrauen oder einer vergötterten „Marktwirtschaft“ überlassen kann. Wer einen Verlust von Arbeitsplätzen verursacht, fügt der Gesellschaft einen schweren Schaden zu. Es stimmt mich traurig zu sehen, dass viele Menschen keine Arbeit haben, keine Arbeit finden und ihnen die Würde fehlt, ihr Brot nach Hause zu bringen. Und es freut mich immer sehr, wenn ich sehe, dass eine Regierung sich Mühe gibt, Arbeitsplätze zu schaffen und versucht, allen eine Arbeit zu geben. Arbeit ist heilig, Arbeit verleiht einer Familie Würde. Wir müssen dafür beten, dass in keiner Familie die Arbeit fehlt.

Auch die Arbeit, genau wie die Festtage, gehört also zum Schöpfungsplan Gottes. Im Buch der Genesis wird das Thema der Welt als ein gartenähnliches Zuhause, das dem Menschen anvertraut ist, damit er es bebaue und hüte (Gen 2,8.15), von einem sehr bewegenden Passus eingeleitet: „Zur Zeit, als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte, gab es auf der Erde noch keine Feldsträucher und wuchsen noch keine Feldpflanzen; denn Gott, der Herr, hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen und es gab noch keinen Menschen, der den Ackerboden bestellte; aber Feuchtigkeit stieg aus der Erde auf und tränkte die ganze Fläche des Ackerbodens“ (Gen 2,4b-6a). Das ist keine Romantik; es ist Gottes Offenbarung: Bei uns liegt die Verantwortung, diese Worte zu begreifen und unsere Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Die Enzyklika „Laudato si“, die eine allumfassende Ökologie vorschlägt, beinhaltet auch diese Botschaft: Die Schönheit der Welt und die Würde der Arbeit ergänzen sich gegenseitig. Sie gehören zusammen: Die Welt wird schön, wenn der Mensch sie bearbeitet. Wenn die Arbeit sich von dem Bund zwischen Gott und dem Menschen entfernt, wenn sie sich von den geistigen Eigenschaften der Menschen trennt, wenn sie in der Logik des Gewinns gefangen ist und die Werte des Lebens missachtet, verunreinigt diese Erniedrigung der Seele alles: selbst die Luft, das Wasser, das Gras, die Nahrungsmittel… Das menschliche Zusammenleben verkommt und unser Lebensraum wird krank. Die Folgen bekommen vor allem die Armen zu spüren, die ärmeren Familien. Die moderne Arbeitsorganisation legt manchmal eine gefährliche Tendenz an den Tag, die Familie als Hindernis, als Last, als Störfaktor im Produktionsablauf zu betrachten. Doch müssen wir uns fragen: Was produzieren wir eigentlich? Und für wen? Die sogenannte „intelligente Stadt“ ist gewiss reich an Dienstleistungen und Infrastrukturen; sie ist gut durchorganisiert, aber allzu oft ist sie zugleich für Kinder und alte Menschen lebensfeindlich.

Wer solche Städte entwirft, ist oft nur an der Verwaltung der Arbeitskräfte einzelner Individuen interessiert, die gesteuert und genutzt oder auch beiseitegelegt werden müssen, je nachdem, was die Wirtschaft im Augenblick gerade verlangt. Die Familie ist ein großer Prüfstein. Wenn die Arbeitswelt sie gefangen hält oder gar ihren Lebensweg behindert, dann können wir gewiss sein, dass die menschliche Gesellschaft begonnen hat, gegen sich selbst zu arbeiten!

Für christliche Familien stellt diese Konjunktur eine große Herausforderung und zugleich eine große Mission dar. Christliche Familien führen die Grundsätze der Schöpfung Gottes ins Feld: die Identität und das Bündnis von Mann und Frau, die Zeugung von Kindern, die Arbeit, die die Erde zähmt und für Menschen bewohnbar macht. Der Verzicht auf diese Grundsätze ist eine sehr ernsthafte Sache, und in den Wänden unseres gemeinsamen Hauses zeigen sich schon viel zu viele Risse! Es ist keine leichte Aufgabe. Manchmal kann es den Familien vorkommen, als seien sie wie David vor Goliat… aber wir wissen auch, wie jener Kampf ausging! Man braucht Glauben und Mut. Möge Gott uns gewähren, dass wir in Freude und Hoffnung seinen Ruf annehmen, in diesem schwierigen Augenblick unserer Geschichte: den Ruf zur Arbeit, die einem Menschen und seiner Familie Würde verleiht.

Arbeit verleiht einer Familie Würde“

Generalaudienz von Mittwoch, dem 19. August 2015, in der Audienzhalle Paul VI. -- Volltext
Von Redaktion
Vatikanstadt, 19. August 2015 (ZENIT.org)


von esther10 20.08.2015 01:56

Ukraine steht vor Massensterben und den Exodus von Millionen, sagt Bischof


Die Bewohner in der Nähe von Kramatorsk, Ukraine, Warteschlange für Wasser nach einem Beschuss zerstört ihre Wasserversorgung (Foto: CNS)
Bischof Sobilo sagt, sein Land seine schlimmste Krise steht seit dem Zweiten Weltkrieg

Die russisch-Backed separatistischen Aufstand hat die Ukraine in die schlimmste humanitäre Krise seit dem Zweiten Weltkrieg und "Millionen von Flüchtlingen" stürzte könnte bald für Europa fahren, um Hunger zu entgehen, nach einem ukrainischen Bischof.

"Huge Nummern werden nun zwischen Hammer und Amboss gefangen; die Separatisten nicht auf der Suche nach ihnen, und die ukrainische Regierung nicht um sie kümmern, weil sie nicht erklärt, auf welcher Seite sie auf ", sagte Weihbischof Jan Sobilo von Kharkiv-Saporischschja.

"Nicht seit dem Zweiten Weltkrieg haben wir gesehen, wie Armut und Not", sagte er.

"Die Menschen sind ständig Ankunft in unserem katholischen Gemeinden zu fragen für Lebensmittel, Medikamente, Geld und Schutz", sagte er und bemerkte, sie enthalten junge Witwen mit kleinen Kindern, deren Männer im Kriegsgebiet geblieben sind oder getötet wurden.

Der Bischof sprach, als die katholische Caritas auch der wachsende Hunger und Verzweiflung in separatistischen gesteuerten Osten der Ukraine gewarnt.

Bischof Sobilo sagte dem Catholic News Service, dass ein Mangel an Wasser zur Zeit im Osten der Ukraine, wo die Nahrungsmittelpreise waren dreimal so hoch wie im Rest des Landes stellte das größte Problem.

Er fügte hinzu, dass die lokalen Kinder würden nicht in der Lage, um das neue Schuljahr beginnen, weil die meisten Schulen wurden geschlossen und dass die ukrainischen Behörden hatte einen spiralförmigen Rate von Suiziden totgeschwiegen.

"Während die Familienmitglieder und Freunde bereit, für ein oder zwei Monate zu helfen, waren, haben die meisten jetzt ihr Geld und Einsparungen erschöpft und mussten die Flüchtlinge bitten, weiterzugehen", sagte Bischof Sobilo.

"Viele ältere gebildeten Menschen, die zuvor Jobs, nicht gelungen, stellen auf der Straße betteln und haben sich von den Fenstern und Brücken geworfen. Solche Menschen haben oft keine Möglichkeit, das Überleben und niemanden, sich zu drehen, und haben hungern beendet. "

Obwohl russische Präsident Wladimir Putin hat wiederholt direkte russische Beteiligung bestritt in der Ukraine, die Führer der Kirche wiederholt haben Moskau beschuldigt der militärischen Intervention im Krieg. Ein Bericht der Vereinten Nationen im Juni veröffentlicht, sagte mehr als 6.400 Menschen gestorben und 16.000 verwundet worden war.

In einem Interview mit der Deutschland Kölner Dom Radio, Andrij Waskowycz, Präsident von Caritas Ukraine, sagte 700.000 Ukrainer war nun das Land verlassen, während 1,4 Millionen mehr wurden intern durch die Kämpfe vertrieben, und es fehlte grundlegenden Notwendigkeiten.

Er sagte, ein Waffenstillstandsabkommen Februar habe es versäumt, täglichen Scharmützel und Konflikte zu vermeiden, fügte hinzu, dass mindestens 100.000 Menschen waren nun ohne Wasser in den separatistischen gesteuerten Donetsk und Luhansk Regionen.

Bischof Sobilo die Führer der Kirche hatte versprochen, den Zugang zu den Katholiken von separatistischen Kräften, hatte aber vom Besuch der "besetzten Gebieten" von den ukrainischen Truppen die Kontrolle der provisorischen Grenzen ausgeschlossen worden.

Er fügte hinzu, dass westliche Hilfe oft nicht, Menschen in Not zu erreichen und sei "nicht immer die richtige Art von Hilfe". Er sagte, es sei "effektiver und weniger verschwenderisch" für die Kirche Spendern, Geld zu senden.

"Dies ist ein Krieg der Oligarchen, und jeder zukünftigen Frieden auf der Umwandlung der Oligarchen in Russland und der Ukraine, die den Konflikt gehen mit ihren Lügen gehalten habe abhängen", sagte der Bischof.

"Der Westen sollte bereit sein, die Millionen obdachlos, hungrig Flüchtlinge, die bald auf den zentralen und westlichen Ukraine wird dann Richtung Europa zu akzeptieren", sagte er. "Franziskus hat Hilfe für Flüchtlinge aus Afrika forderte, und jetzt haben wir Teile von Afrika hier haben. Es sei denn, die Solidarität mit ihnen gezeigt, werden unzählige unschuldige Menschen einfach sterben, weil sie zufällig in einem unglücklichen Ort, während eines Konflikts, indem diejenigen, mit einem persönlichen Interesse an Krieg und Leid gezündet zu leben.
http://www.catholicherald.co.uk/news/201...ns-says-bishop/

von esther10 20.08.2015 01:50

US-Techniker wird beschrieben, wie Herz abgetriebenen Babys noch schlug, im neuesten Untersuchungs Video



O'Donnell erzählt ihre zuvor erschütternde Erfahrung
Das Zentrum für medizinische Fortschritt hat ein weiteres Video über die Abtreibungspraxis in Amerika veröffentlicht

Das Zentrum für medizinische Fortschritt hat ein weiteres Video über die Abtreibungspraxis in Amerika, während der ein ehemaliger Blut- und Gewebebeschaffungs Techniker sagt, dass sie eine Abtreibung Verfahren, bei dem Herz eines Babys immer noch danach schlagen Zeuge freigegeben.

Die 10 Minuten-Clip konzentriert sich auf Holly O'Donnell, ehemaliger Mitarbeiter von StemExpress ein Partnerunternehmen von Planned Parenthood ist, offenbart, dass sie einmal gefragt, um zu helfen, um das Hirngewebe eines ungeborenen Babys zu beschaffen.

Sie sagt, dass eines Tages ein Kollege nannte sie über O'Donnell, erklärt "etwas sehen irgendwie cool.": "Also, ich bin hier und das ist der Moment, als ich es sehe. Ich bin einfach nur baff. Dies ist die am gestated Fötus und die nächste Sache, ein Baby, das ich je gesehen habe. "

Sie fährt fort zu erklären, dass ihr Kollege später klopfte das Herz des Babys und dann begann es zu schlagen. Sie sagt: "Ich sitze hier und ich freue mich auf diese Fötus und es ist Herz schlägt - und ich weiß nicht, was ich denken soll. Ich wusste, warum es geschah, weil der elektrische Strom, wurden die Knoten noch schießen, und ich weiß nicht, ob das bildet es technisch tot oder, wenn es noch lebt. "

O'Donnell erzählt, dass das Baby Augenlider, eine ausgeprägte Nase und Mund hatte, und dass ihr Kollege erklärte ihr, dass "das ist eine wirklich gute Fötus", und dass sie ein Gehirn davon zu beschaffen.

O'Donnell erklärte: "Sie nimmt die Schere und sie macht einen kleinen Schnitt ... und geht, würde ich vielleicht ein bisschen durch den Mund zu sagen, und sie war wie, 'Okay, können Sie den Rest des Weges zu gehen?" "

O'Donnell sagt, dass sie widerwillig zugestimmt, aber dann bereut ihre Entscheidung. Sie sagte: "Ich bin einfach nur da sitzen mögen, '? Was habe ich gerade zu tun'", sagte sie. "Das war der Moment, dass ich wusste, dass ich nicht für das Unternehmen mehr
http://www.catholicherald.co.uk/news/201...tigatory-video/


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von esther10 20.08.2015 01:22

Dienstag, 18. August 2015
Grundschulkinder leiden unter hohem Stress



Schon in den ersten Klassen sind die Kinder hohem Stress ausgesetzt. Ein Ländervergleich zeigt die unterschiedlichen Voraussetzungen für die Aufnahme in ein Gymnasium.

Nach vier Jahren Grundschulzeit entscheidet sich für die Kinder wie ihr zukünftiger Bildungsweg aussieht und wer auf ein Gymnasium gehen darf und wer nicht. Das setzt viele Grundschüler und auch ihre Eltern unter Druck. Je weniger die Eltern selbst über den Schulwechsel entscheiden können, umso größer ist der Druck. Dies ergab eine Studie der Universität Würzburg über die Verhältnisse in Bayern und Hessen, für die mehr als 1600 Eltern gefragt wurden, wie belastend für sie und ihre Kinder das Übertrittsverfahren ist.

In Bayern etwa sind es die Lehrer der Grundschule, die Kinder anhand ihres Notendurchschnitts für eine weiterführende Schule empfehlen. In Hessen können die Eltern entscheiden, auf welche Schule sie ihre Kinder nach der vierjährigen Grundschulzeit schicken wollen. Eltern in Bayern fühlen sich durch die bindende Regelung gestresster als Eltern in Hessen, die sich nicht an die Empfehlung der Grundschullehrer halten müssen.

Die Kinder erleben es ähnlich wie die Eltern: In Bayern leiden Grundschüler am meisten unter Stress. Von der dritten bis zur vierten Klasse, in der die Empfehlungen der Lehrer näher rückt, steigt die Belastung "dramatisch" an, wie die Studie weiter zeigt.

Die Wissenschaftler haben untersucht, wie sehr diese Notendurchschnitte die Kinder beeinflussen. Dabei haben sie herausgefunden, dass Viertklässler mit einer Durchschnittsnote von 2,6 in ihrem letzten Zeugnis am stärksten unter Stress leiden.

In Hessen hingegen nimmt die Belastung der Eltern ab, wenn ihre Kinder in die vierte Klasse kommen. Sie sind auch insgesamt zufriedener mit der Übertrittsregelung in ihrem Bundesland.

Mit Informationen aus Spiegel.online
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um 17:52
Labels: Erziehung, Kindheit, Schule
1 Kommentar:
Lehrer i. R. hat gesagt…
Dieser Beitrag zeigt einmal mehr die flächendeckende Oberflächlichkeit solcher Magazine wie „Der Spiegel“!
Völlig außer Acht gelassen werden die individuellen Umstände, die das schulische Erleben eines Grundschulkindes bestimmen. Nicht erst die Grundschulzeit trägt zur Bildung des Heranwachsenden bei, sondern schon die meist dreijährige Kindergarten-Zeit - bei vielen zusätzlich die Zeit davor in der KiTa. Das Wichtigste allerdings ist immer die Einstellung der Eltern zur Bildung, denn diese bestimmt das diesbezügliche Handeln. Lässt man es laufen, muss es die Schule dann richten, doch wenn KiTa und Kindergarten nur für das leibliche Wohl sorgten, sind 6 Jahre lang Chancen versäumt worden. Insofern sind die Voraussetzungen für den Lernerfolg in der Grundschule schon ganz unterschiedlich! Man braucht nur einmal mit Grundschullehrer(inne)n zu sprechen, dann weiß man, welch ungeheueren Belastungen diese schon allein deswegen ausgesetzt sind, weil die Kinder so völlig verschiedene Voraussetzungen mitbringen!
Im Laufe des 4. Schuljahres dann spätestens kommt das Vorfeld der Entscheidung ins Blickfeld, auf welche weiterführende Schule das Kind gehen soll. Viele Eltern gehen den Versprechungen so mancher oberflächlich ideologisierender Bildungsgurus auf den Leim, dass nahezu jedes Kind eigentlich gymnasialtauglich sei. Sind dann die Noten des Kindes nicht gut genug, üben in der Regel die Eltern Druck auf das Kind aus: „Du musst da aber besser werden, du sollst doch aufs Gymnasium gehen!“
In Bayern sind die Laufstraßen ganz genau abgesteckt: Die Möglichkeiten für die weiterführende Schulart hängt von den Lernergebnissen am Ende des 4. Schuljahres ab. Allerdings gibt es für die „Grenzfälle“ die so genannte Probezeit am Anfang des 5. Schuljahres, bevor dann endgültig eingeschult wird.
Kommen wir zu Hessen: Hört sich verlockend an, dass die Eltern das letzte Wort über die Art der weiterführenden Schule für das Kind haben. Doch auch hier gilt: Hat das Kind nicht die eigentlich erforderlichen Noten dafür, muss ein Beratungsgespräch zwischen der Schulleitung der aufnehmenden Schule und den Eltern stattfinden. Am Ende haben aber immer noch die Eltern das letzte Wort.
Und dann? Beispiel einer hessischen Stadt mit ca. 60tausend Einwohnern: Die Gymnasien sind verpflichtet, zunächst alle gymnasialwilligen Schüler aus dem Stadtbereich aufzunehmen, bevor die oft wesentlich besseren Bewerber aus umliegenden Ortschaften eine Chance haben. Sind die Klassen „voll“, geht da nichts mehr.
Doch am Ende der 6. Klasse - oder schon auf dem Weg dorthin - muss so mancher Schüler das Gymnasium wieder verlassen, weil er den Anforderungen überhaupt nicht gerecht wird. In der Regel sind das nahezu all jene, die keine Gymnasialempfehlung seitens der Grundschule hatten! Hier also schließt sich der Kreis: Jetzt ist die Enttäuschung groß, denn eine „Herunterstufung“ wird nicht selten als Schande empfunden.
Das letzte Wort der Eltern in Hessen bringt in der Regel dem Kinde nichts, wenn die Entscheidung in die falsche Richtung ging.

Es ließe sich noch so manches hierzu sagen: Qualität des Abiturs in Bayern im Vergleich zu Hessen, Bedeutung von Real- und Hauptschule in den einzelnen Bundesländern usw.
Dort, wo konsequent gehandelt wird und nicht nur versucht wird, dem Kind den Schulweg „zu erleichtern“, sind die Lern-Resultate deutlich besser als in Regionen, wo man den Grundschulkinder allzu viele „Erleichterungen“ zugesteht: Man macht sie dann sogar nachweislich teilweise lebensuntüchtig!
19. August 2015 um 10:26
http://kultur-und-medien-online.blogspot...nter-hohem.html


von esther10 20.08.2015 01:16

Dienstag, 18. August 2015
Warum Vater UND Mutter als Eltern immer wichtiger werden



Christiane Jurczik

Es gibt drei Parameter von Armut, die mit den Familien zu tun haben und über die wir in Deutschland mehr diskutieren sollten als bisher: Das sind, als häufigster Armutsgrund nach Arbeitslosigkeit, die Trennungen. Das ist die Kommunikation, das Sprechen in den Familien. Und das ist das Innenleben, die Familienähnlichkeit oder -unähnlichkeit der Kitas. Alle drei Punkte haben mit Werten zu tun, berichtet Die Welt am 07.04.15.

So werden Kinder immer mehr zu Opfern unserer Ich-Optimierung in unserer Unverbindlichkeitswelt. Dies beweisen ein paar einfache Tatsachen, die viele nicht wahrhaben wollen. Zum Beispiel, dass Scheidungskinder später beinahe doppelt so häufig geschieden werden wie Nicht-Scheidungskinder. Dass sie stärker zu Depressionen und Schizophrenie neigen und häufiger kriminell werden. Sie haben Probleme, Nähe aufzubauen und Menschen zu vertrauen. Sie wissen nicht, wie sich Familie anfühlt, sie haben es nie gespürt. Eine Scheidung ist eine Selbstverständlichkeit und kein Schicksalsschlag mehr. Für ein Kind aber ist sie eine Tragödie!

Der amerikanische Politikwissenschaftler und Soziologe Robert Putnam setzt sich in seinem neuen Buch “Our Kids” mit der dramatischen Bedeutung auseinander, die Klassenzugehörigkeit in den USA für die Bildungsbiografien von Kindern erlangt – während ihr ethnischer Hintergrund immer unwichtiger wird.

Deutschland ist nicht Amerika, aber amerikanische Trends erreichen uns in der Regel früher oder später. Das funktionierende, stabile Beziehungen, die auch eine gelegentliche Enttäuschung überstehen, von entscheidender Bedeutung für das Glück der Erwachsenen wie für das Glück der Kinder sind, ist unumstritten und sollte in der öffentlichen Auseinandersetzung eine stärkere Bedeutung bekommen. Eine stärkere Bedeutung jedenfalls als die sehr folgenreiche Freiheit, sich alle paar Lebensabschnitte neu zu entscheiden.

Dabei spielen geradezu reaktionär anmutende Kriterien eine Rolle: Kinder von verheirateten Eltern haben wesentlich bessere Chancen, einen College-Abschluss zu machen, als die Kinder von Nichtverheirateten oder Alleinerziehenden.

Auch in Deutschland sind nicht Kinder das Armutsrisiko, sondern auseinanderbrechende Elternpaare, mit all den materiellen und immateriellen Folgen der Trennung: weniger Einkommen, weil nicht beide Partner voll arbeiten können; doppelte Haushaltsführung; fehlende männliche Vorbilder; Erschöpfung, weil sich zwei Erwachsene besser als einer gegen den Kinderstress feien können, Einsamkeit usw.

Bürgerliche Traditionen sind wertvoll und unverzichtbar

Für das soziale Fortkommen sind unverzichtbar die bürgerlichen Gewohnheiten und Tugenden wie Lesen, Musizieren, Konversation, Manieren und Bedürfnisaufschub. Sie fördern den Zusammenhalt von Familie, Freundschaft Liebe, Geborgenheit und Zugehörigkeit. Diese Gewohnheiten müssten auch in die Kitas übernommen werden. Beispielhafte Ziele wie gesunde Ernährung und Sport sind ja schon angekommen. Auch vorgelesen wird in vielen Kindergärten bereits liebevoll.

Aber eine systematische Debatte darüber, wie nah das Innenleben der Kita der bildungsbürgerlichen Familie kommen darf, werden wir noch führen müssen. Jedenfalls dann, wenn wir der anderen Armut – und damit vielleicht der Armut insgesamt – ernsthaft den Kampf ansagen wollen. Dazu gehört eben mehr, als die Kaufkraft aller Menschen in die Nähe des aktuellen Warenkorbs zu bringen.
http://kultur-und-medien-online.blogspot...tern-immer.html


von esther10 20.08.2015 01:13

Dienstag, 18. August 2015
FAZ: Sexueller Missbrauch in Kitas steigt deutlich an



Die Sonntagsausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ berichtet in der Ausgabe vom 16. August 2015 über eine deutliche Zunahme von Fällen sexuellen Missbrauchs in Kitas.

Zuletzt machten Vorfälle an einer evangelischen Kindertagesstätte in Wiesbaden Schlagzeilen. Fünf ältere Jungen hätten bis zu sieben jüngere Kinder sexuell belästigt. Als die Mütter der missbrauchten Mädchen Verdacht schöpften, wendeten sie sich an die Leitung, doch diese stellte sich taub, so die FAS. Erst nachdem man sich an das zuständige Dekanat wendete, nahm man den Fall ernst. Inzwischen ermittelt die Kriminalpolizei.

Der Fall in Wiesbaden ist kein Einzelfall. „Die Polizei verzeichnet seit Jahren eine Zunahme bei den Anzeigen wegen sexuellen Missbrauchs“, so die FAS.

Vor allem bei Minderjährigen gebe es eine enorme Zunahme von Anzeigen, so Andrej König, Professor für forensische Psychologie.
http://kultur-und-medien-online.blogspot...h-in-kitas.html


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