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von 17.04.2014 13:38

Der Vatikan und Vassula – neue Nuancen in der Bewertung des Privatoffenbarungswerkes „Das wahre Leben in Gott“

Immer wieder sieht sich die römisch-katholische Kirche veranlasst, zu so genannten „Privatoffenbarungen“ Stellung zu nehmen, die einen nicht unerheblichen Teil der Gläubigen anzusprechen scheinen. Im Gegensatz zu den protestantischen Kirchen gesteht der Katholizismus zu, dass sich Gott, Jesus oder Maria auch heute noch auf direktem Wege, d.h. in Form von schriftlichen oder mündlichen Kundgaben mitteilen können. Der Begriff „Privatoffenbarung“ weist jedoch schon darauf hin, dass die römisch-katholische Kirche den Inhalt solcher Offenbarungen nicht als allgemein verbindliches Glaubensgut betrachtet, und dies gilt selbst für kirchlich anerkannte Botschaften wie jene von Fatima und Lourdes. Ohnehin ist die Kirche mit der Anerkennung von „Privatoffenbarungen“ sehr zurückhaltend, wenn nicht sogar tendenziell eher ablehnend.
Zu den schon seit einiger Zeit besonders populären Privatoffenbarungsmedien gehört die Griechin Vassula Ryden (*1942). Nach einem laut eigenen Angaben „mondänen" Leben als professionelle Tennisspielerin erfuhr die Ehefrau und Mutter zweier Söhne 1985 durch einen Engel namens Daniel ihr Bekehrungserlebnis, das sie von nun an Gottes Stimme hören und das Gehörte niederschreiben ließ. Diese Kundgaben werden unter dem Titel „Das wahre Leben in Gott" veröffentlicht und sind mittlerweile in 40 Sprachen übersetzt worden.
Der grosse Anklang, den die Kundgaben Frau Rydens auch und vor allem unter Katholiken finden, führte dazu, dass sich auch die vatikanische Glaubenskongregation mit ihnen befasste. In einer so genannten „Notifikation“ kam sie im Oktober 1995 zu dem Schluss, dass die Botschaften Vassula Rydens „im Licht der katholischen Lehre als negativ betrachtet werden müssen. Abgesehen davon, dass der verdächtige Charakter der Art und Weise, mit der diese angeblichen Offenbarungen geschehen, im Auge zu halten ist, ist es geboten, auch einige in ihnen enthaltene doktrinäre Irrtümer hervorzuheben. Unter anderem wird in zweideutiger Ausdrucksweise von den Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit gesprochen. Das geht so weit, dass die kennzeichnenden Namen und Funktionen der göttlichen Personen verwechselt werden. In diesen angeblichen Offenbarungen wird eine drohende Periode der Vorherrschaft des Antichristen innerhalb der Kirche angekündigt. In chiliastischer Weise wird ein entscheidendes und glorreiches Eingreifen Gottes prophezeit, der im Begriff sei, auf Erden noch vor der endgültigen Ankunft Christi ein Zeitalter des Friedens und des allgemeinen Wohlergehens zu errichten. Im Übrigen wird in nächster Zukunft eine Kirche erwartet, die eine Art pan-christlicher Gemeinschaft wäre im Gegensatz zur katholischen Lehre. Die Tatsache, dass in den späteren Schriften der Ryden die oben genannten Irrtümer nicht mehr erscheinen, ist ein Zeichen dafür, dass es sich bei den angeblichen ´himmlischen Botschaften´ nur um die Frucht privater Meditationen handelt.
Im Übrigen ruft Frau Ryden, die gewöhnlich an den Sakramenten der katholischen Kirche teilnimmt, obschon sie griechisch-orthodox ist, mancherorts in katholischer Umgebung nicht wenig Verwunderung hervor. Sie scheint sich über jede kirchliche Jurisdiktion und jede kirchenrechtliche Regelung zu stellen und verursacht faktisch eine ökumenische Unordnung, die bei nicht wenigen Autoritäten, Geistlichen und Gläubigen ihrer eigenen Kirche Missfallen hervorruft, da sie sich außerhalb der Disziplin dieser Kirche stellt. In Anbetracht dessen, dass, trotz einiger positiver Aspekte, die Aktivitäten von Vassula Ryden sich negativ auswirken, ersucht diese Kongregation, dass die Bischöfe einschreiten, ihre Gläubigen angemessen informieren und in ihren Diözesen keine Ausbreitung der Ryden´schen Ideen gestatten. Sie fordert schließlich alle Gläubigen auf, die Schriften und die Interventionen von Frau Vassula Ryden nicht als übernatürlich zu betrachten und den Glauben, den der Herr der Kirche anvertraut hat, rein zu bewahren.“ (1)
Da sich Vassula Ryden und ihre Anhänger immer als besonders kirchentreu eingestuft haben, war die Enttäuschung über das harsche Urteil aus Rom verständlicherweise sehr gross, und Frau Ryden zeigte sich konsequenterweise nicht bereit, die Angelegenheit damit einfach auf sich zu beruhen zu lassen. Im Juli 2000 wandte sie sich an Kardinal Ratzinger und erreichte, dass sich die Glaubenskongregation nochmals mit ihren Offenbarungen beschäftigte und deshalb Frau Ryden im April 2002 aufforderte, zu den strittigen Punkten klärend Stellung zu nehmen. Der Vatikan bat insbesondere um Ausführungen zum Charakter ihrer Offenbarungen, ihrer Sicht des Papsttums und der christlichen Einheit, den Aussagen zur Trinität, Protologie und Eschatologie sowie zu den organisatorischen Strukturen ihrer Anhängerschaft. (2) Vassula Ryden antwortete in einem sehr ausführlichen Schreiben zwei Monate später (26. Juni 2002). Es ist insofern sehr aufschlussreich, als es nicht nur Einblicke in den Offenbarungsvorgang als solchen und die Aktivitäten der Bewegung „Wahres Leben in Gott“ gewährt, sondern ganz offensichtlich unter Mitwirkung eines oder mehrerer versierter katholischer Theologen abgefasst wurde.
Auf die Frage nach dem Charakter ihrer Kundgaben, antwortete Frau Ryden ganz im Sinne des römisch-katholischen Privatoffenbarungsverständnisses, dass sie nichts neues, über die Bibel Hinausgehendes verkünde: „Ich erwarte nicht von den Lesern vom WLIG [Wahren Leben in Gott], dass sie die Botschaften für wichtiger halten als die Heilige Schrift (…).“ Ihr Werk füge „dem Glaubensgut nichts hinzu.“ Sie empfange „diese Mitteilungen (…) auf zwei Arten. (…) 1. Durch das Aufkommen innerer Worte, d.h. Einsprechungen. Die Worte, die ich vernehme, sind wesenhaft und viel deutlicher, als wenn ich sie über die Ohren hören würde“, 2. „durch ein Licht des Verständnisses in meinem Verstand, ohne irgendein gesprochenes Wort. Es ist, wie wenn Gott Seinen Gedanken in meinen überträgt. (…) Später wurde mir hier in Rom gesagt, dass die heilige Birgitta von Schweden ihre Botschaften auf ähnliche Weise niederschrieb.“
Auf die Frage nach ihrer Stellung zum Papsttum antwortete sie: „Mein Ruf ist es, die Bedeutung des Papstes zu bekräftigen und seinen Stuhl gegen all jene zu verteidigen, die dazu neigen, ihm nicht zu gehorchen und sich gegen ihn aufzulehnen, und zugleich soll ich die Errichtung und Stärkung der inneren Struktur der Einheit anregen. (…) Die Mehrheit von uns ist dieser Trennung [in verschiedene Konfessionen] überdrüssig, weil sie nicht dem Gesetz der Liebe unseres Herrn entspricht.“ Sie selbst sei zwar griechisch-orthodox und „ihrer Kirche voll verpflichtet“, dennoch sehe sie sich als berechtigt an, die römisch-katholische Eucharistie zu empfangen, wie dies durch das Dekret „Orientalium Ecclesiarum“ des Zweiten Vatikanischen Konzils ermöglicht werde.
Zu ihrem Trinitätsverständnis führte Frau Ryden aus: „Von Anfang an habe ich nie den Vater, den Sohn und den heiligen Geist miteinander vermischt. (…) Wenn ich Jesus an einer Stelle ´Vater´ nannte, dann aufgrund der väterlichen Art, in der Er zu mir sprach. (…) Manchmal ist es Gott Vater, der spricht, und jedem Leser, der die Heilige Schrift kennt, ist klar, dass es tatsächlich der Vater ist, der spricht, da Er Worte gebraucht wie ´Mein Sohn Jesus´ usw. Dann kann es vorkommen, dass mich später am gleichen Tag Christus ruft, die Botschaft fortzusetzen, und Er spricht.“ Was die Protologie betrifft, grenzt sich Vassula Ryden scharf von der Reinkarnation und dem New Age-Gedanken ab, die Jesus in einer Kundgabe an sie als „Lehren Satans“ bezeichnet habe. Und wenn in den Kundgaben Ausdrücke wie „Neuer Himmel“, „Neue Erde“ oder „Zweites Pfingsten“ fielen, so seien diese nicht eschatologisch, sondern „metaphorisch zu verstehen“.
Zum Schluss kommt Frau Ryden auf die Organisierung ihrer Anhänger zu sprechen: „Das Wahre Leben in Gott ist keine Bewegung, noch hat es eine Geschäftsstelle.“ Es gebe in mittlerweile 60 Ländern Gebetsgruppen, außerdem existieren in mehreren Staaten unter dem Namen „Beth Myriam“ auf Spendenbasis finanzierte Einrichtungen für Bedürftige wie etwa Waisenhäuser. „Wenn es in manchen Ländern Vereine vom ´Wahren Leben in Gott´ gibt, dann lediglich aufgrund rechtlicher Umstände im Zusammenhang mit der Förderung der Evangelisation und dem Druck der Bücher. (…) Doch ich dachte nie daran, eine Bewegung zu gründen.“
Offenbar gelang es Frau Ryden, mit ihrer theologisch sehr fundierten Stellungnahme die Verantwortlichen im Vatikan dazu zu bewegen, von ihrer ablehnenden Haltung abzurücken; jedenfalls versandte Kardinal Ratzinger am 10. Juli 2004 an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen von Frankreich, der Schweiz, Uruguay, den Philippinen und Kanada ein Schreiben, in dem Vassula Rydens Erläuterungen als „hilfreiche Darstellungen“ bezeichnet wurden. Hatte die Notifikation von 1995 die Bischöfe noch dazu aufgefordert, gegen die Aktivitäten der Anhänger des „Wahren Lebens in Gott“ Stellung zu beziehen und einzuschreiten, hieß es nun: „Was die Teilnahme an den von Frau Ryden organisierten ökumenischen Gebetsgruppen betrifft, so sollten die katholischen Gläubigen dazu angehalten werden, den Anordnungen der Diözesanbischöfe Folge zu leisten“ – wobei nicht näher ausgeführt wurde, wie diese Anordnungen auszusehen haben, es also offenbar nun den Bischöfen freigestellt ist, welche Position sie Vassula Ryden gegenüber beziehen.
Es versteht sich von selbst, dass der Kurswechsel des Vatikans propagandistische Verwertung findet, und dies nicht nur seitens klerikaler Vassula Ryden-Anhänger, unter denen sich auch hochrangige Würdenträger wie der philippinische Erzbischof Ramon C. Arguelles befinden. Offenbar trifft Frau Ryden, der von eher liberaler Seite vorgeworfen werde, sie sei „katholischer als die Katholiken“ mit ihren kirchenpolitisch wie theologisch absolut „romtreuen“ Aussagen auch auf den Führungsebenen der römisch-katholischen Kirche zunehmend auf Interesse und Zustimmung. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie trotz der wohlwollenderen Haltung der Glaubenskongregation natürlich nach wie vor sehr weit von einer kirchlichen Anerkennung der Kundgaben entfernt ist, die ohnehin erst nach Frau Rydens Tod bzw. einem Ende ihrer Privatoffenbarungen erfolgen könnte. Insofern ist auch die neue Tonlage alles andere als eine Einverständniserklärung des Vatikans, auch wenn sie von den Anhängern des „Wahren Lebens in Gott“ zukünftig sicher als eine solche dargestellt werden dürfte.

(1) Text der Notifikation in L’Osservatore Romano (deutsche Ausgabe), 44/1995.
(2) Siehe dazu die Dokumentsammlung „Wahres Leben in Gott – Klärungen mit der Kongregation der Glaubenslehre“, o.O. 2004. Von dort auch alle weiteren Zitate.

Christian Ruch

Quelle: Infosekten, 21.09.2005

von 16.04.2014 16:06

16. AprilDer heilige Benedikt Joseph Labre, Pilger und Bettler aus Frankreich, + in Rom 16.4.1783 - Fest: 16. April

„Wie mögt Ihr nur ein so erbärmliches Leben führen? Ihr könntet es doch ebenso gut viel bequemer haben!“ sagte eines Tages ein Geistlicher zum „heiligen Bettler von Rom“, als dieser, in Lumpen gehüllt und zum Erbarmen bleich und ausgehungert und abgemattet vor ihm stand. Und als der Priester sich anbot, ihm zur Aufnahme in ein Hospiz oder Kloster, oder zu einem guten Plätzlein an irgendeiner Kirche oder Anstalt zu verhelfen, da lehnte der Heilige freundlich dankend, aber entschieden ab: „Gott will mich auf diesem Wege haben!“ sprach er mit mildem Ernst und ging betend von dannen.

Diesen Wegen, auf denen Gottes Vorsehung unseren Heiligen durchs Leben und zum Himmel führte, wollen wir heute im Geiste nachzugehen versuchen. Es sind raue, außergewöhnliche Wege; die Hand Gottes jedoch ist deutlich sichtbar. „Gott ließ ihn geboren werden“, schrieb Benedikts letzter Beichtvater und erster Lebensbeschreiber (Marconi), „um den Unglauben, den Stolz und die Weichlichkeit seines Jahrhunderts zu beschämen und zu zertrümmern. Als Wundertäter hat er jene aus der Fassung gebracht, die das Wunder leugnen; als Armer hat er den Luxus gebrandmarkt; als Spiegel der Bußfertigkeit hat er die zahllosen Vergnügungssüchtigen seiner Zeit in Staunen versetzt. Wie ein strahlendhelles Licht hat er die Welt durchlaufen, um die Geister aufzuklären und die Herzen zu erwärmen; die Fußspur seiner Schritte ist zu einer Feuerbahn geworden, auf der man immerdar die Heldenhaftigkeit seiner Handlungen sehen kann.

I. Auf der Suche

Benedikt Joseph Labre wurde am 26. März 1748 in Amettes in Frankreich geboren als Ältestes unter fünfzehn Kindern in einer ebenso einfachen und wohlhabenden wie religiösen Kaufmannsfamilie. Vater und Mutter hatten je einen Bruder, der Pfarrer war. Benedikt war ein gut veranlagtes Kind, dessen Erziehung wenig Schwierigkeit machte. Er besaß ein lebhaftes, jedoch leicht lenkbares Temperament, klaren Verstand, treues Gedächtnis, leichte Auffassungsgabe, einen entschiedenen Abscheu vor der Sünde und eine starke Neigung zur Tugend. Schon bei dem Kind war eine auffallende Vorliebe für Bußstrengheiten und Übungen der Frömmigkeit unverkennbar.

Als Benedikt zwölf Jahre alt war, nahm ihn einer seiner geistlichen Onkel, der Pfarrer von Erin war, zu sich. Es war der stille Wunsch und Plan der Familie, Benedikt studieren zu lassen und in ihm einen Gehilfen und Nachfolger des alternden geistlichen Onkels heranzuziehen. Benedikt benahm sich in Haus und Schule musterhaft. Während jedoch mit den Jahren seine Neigung zu den Übungen der Frömmigkeit, zu Gebet und strenger Abtötung in Speis und Trank und Schlaf, zum Schweigen und zur Einsamkeit, zu Werken der Selbstlosigkeit und Nächstenliebe immer stärker wurde, nahm im selben Maße sein Eifer und Fortschritt im Studium ab; das trug ihm manchen strengen Tadel und herben Vorwurf ein. Benedikt gab sich alle Mühe, doch er fühlte es immer deutlicher in seinem Inneren, Gott habe ihn nicht zum Studium und geistlichen Stand berufen. Heiße Seelenkämpfe waren durchzuringen, bis die Berufsfrage gelöst war.

Eine erste Änderung trat durch den Tod des Oheims ein, der infolge einer ansteckenden Krankheit das Opfer seines Berufes geworden war. Achtzehnjährig kehrte Benedikt im Jahr 1766 ins väterliche Haus zurück. Über seinen weiteren Lebensweg war er sich soweit klar, dass Gott ihn zu einem Leben äußerster Bußstrenge berufen habe. Er wollte deshalb in den strengsten Klosterorden, bei den Trappisten, eintreten. Doch die Eltern gestatteten es nicht. Sie bewogen ihn vielmehr noch einmal zur Fortsetzung seiner Studien beim mütterlichen Oheim, dem Pfarrvikar zu Conteville. Benedikt fügte sich.

Bald überzeugte sich jedoch der Oheim vom Klosterberuf seines Neffen und riet ihm zu einem Eintrittsversuch bei den Kartäusern. Freudig folgte Benedikt der Anregung und bat um Aufnahme in zwei Kartausen. Doch das eine Kloster konnte wegen großer Armut vorläufig keine Novizen aufnehmen; fürs andere besaß der Kandidat zu geringe Vorbildung. Traurig kehrte Benedikt in die Heimat zurück.

Die Eltern übergaben nunmehr den berufslosen jungen Menschen, dessen scheinbar ungesunde Frömmigkeit ihnen Sorge zu bereiten begann, einem befreundeten Priester zu Ligny. Doch auch dieser überzeugte sich bald von Benedikts tiefer Frömmigkeit und Tugend und riet ihm, es noch einmal bei den Kartäusern zu Neuville bei Montreuil-sur-Mer zu versuchen.

Benedikt wurde aufgenommen und war überglücklich. Doch nicht lange, da kamen furchtbare innere Leiden, Ängste und Nöte über seine Seele. Nirgends fand er Ruhe und Frieden. Es war klar, Gott wollte ihn hier nicht haben. Kurz entschlossen machte sich Benedikt trotz Schnee und Winterkälte zu Fuß auf den Weg und klopfte an der Klosterpforte der Trappistenabtei bei Mortagne in der Normandie. Doch dort nahm man die Kandidaten erst vom 24. Lebensjahr an auf.

Jetzt brachten die bekümmerten Eltern die Sache vor den Diözesanbischof. Dieser lud Benedikt zu sich ein nach Boulogne. Er gewann einen so vorteilhaften Eindruck von der Tugend und Charakterfestigkeit des jungen Mannes, dass er ihm riet, es ein zweites Mal bei den Kartäusern zu Neuville zu versuchen.

Willig fügte sich Benedikt. Als er von den Eltern und Geschwistern Abschied nahm, sprach er fest und bestimmt: „Hienieden werde ich Euch nicht mehr sehen; erst im Tale Josaphat werden wir uns wiedertreffen!“ Auf Empfehlung des Bischofs nahm man den schon von früher her vorteilhaft bekannten Novizen in Neuville bereitwillig auf. Doch alsbald kehrten bei ihm die entsetzlichen inneren Ängste und Versuchungen wieder. Er bot alles auf, ihrer Herr zu werden, doch vergebens. Nach zwei qualvollen Monaten musste ihm der Obere des Hauses eröffnen: „Mein Sohn! Die göttliche Vorsehung ruft Dich nicht in unseren Stand! Folge den Einsprechungen Gottes!“

Noch vom Kloster aus schrieb Benedikt an seine Eltern einen wunderschönen, tiefgläubigen Trostbrief: wohl sei es anders gekommen, als sie alle es gedacht hätten. „Doch auch darüber freue ich mich, denn es ist die Hand des Allmächtigen, die mich führt.“ Dann teilte er ihnen seinen Plan mit, neuerdings bei den Trappisten um Aufnahme zu bitten.

Alsbald klopfte er nochmals an der Pforte der normannischen Trappisten-Abtei. Da er noch nicht 24 Jahre alt war, blieb sie ihm trotz aller Bitten und Tränen verschlossen. Unverzüglich machte er sich auf den Weg und wanderte vier Wochen lang ohne alle Mittel, nur von Almosen lebend, gen Süden, bis er vor den Mauern des Trappistenklosters Septfonds stand. Im November 1769 erhielt er dort das heilige Kleid und den Klosternamen „Frater Urban“. Er fühlte sich glücklich und geborgen, und auch im Kloster hatte man ihn gern. Da plötzlich stellten sich die alten Seelenleiden wieder ein. Die Geistesqual, die innere Finsternis und Verlassenheit wuchs derart an, dass der arme Novize sich für verworfen hielt, nicht mehr die heiligen Sakramente zu empfangen wagte, vor Angst und Not fast verging und schließlich schwer krank wurde. Man brachte ihn aufs Krankenzimmer und dann ins äußere Klosterhospital, damit er bessere Pflege hätte. Als er sich körperlich wieder einigermaßen erholt hatte, musste ihm eröffnet werden, man sei dessen sicher, Gott wollte ihn nicht im Kloster haben. „Möge der Wille Gottes geschehen!“ sprach Benedikt ruhig und ergeben und verließ am 2. Juli 1770 die klösterliche Friedensstätte.

II. Auf Gottes Wegen

„Beten und Büßen!“ – das stand für Benedikt Joseph nach wie vor als seine gottgewollte Lebensaufgabe fest. Im Kloster wollte dies Gott offensichtlich von ihm nicht haben, also draußen in der weiten Welt. Und da gab es wahrlich Grund und Gelegenheit überreich dazu! „Zeig, Herr, Deine Wege mir, lehr wandeln mich auf Deinen Pfaden!“ (Psalm 24,4), so betete er mit dem Psalmisten und begann nunmehr sein zwölfjähriges Wander- und Wallfahrtsleben als Bettler und Pilger durch die verschiedensten Länder Europas. Alle berühmten Heiligtümer und Wallfahrtsorte von Italien, der Schweiz, von Österreich, Polen, Deutschland, Frankreich und Spanien besuchte er Jahr für Jahr der Reihe nach, blieb dort einige Tage oder Wochen lang, betete zu Füßen der Gnadenbilder und an den Gräbern der dort verehrten Heiligen. Am liebsten und längsten verweilte er im sogenannten „Heiligen Hause“ zu Loreto, wohin er elf Mal pilgerte, und in den verschiedenen Kirchen und Heiligtümern Roms, das er zum Ausgangspunkt seiner jährlichen Wallfahrten und schließlich zu seinem fast beständigem Aufenthaltsort machte. „In dieser großen und volkreichen Stadt“, meinte er einmal, „tut man Gutes ohne gesehen zu werden und wegen der großen Anzahl von Kirchen kann man von einer zur anderen gehen, ohne beobachtet zu werden. Man kann dort auch alle Tage zum vierzigstündigem Gebet gehen.“

„Still in sich gekehrt, auf das, was um ihn vorging, kaum achtend, zog er seines Weges. Ein grobkörniger Rosenkranz hing um seinen Hals, wenn er ihn nicht gerade betend in Händen hielt. Auf der Brust hatte er ein hölzernes Kreuz mit kupfernem Kruzifixus, an der Seite einen hölzernen Essnapf, der mit Draht zusammengeflickt war.

Seine Kleidung war äußerst armselig, dutzendfach zerrissen, geflickt und zerfranst. Er war ein Bild zum Erbarmen, wenn man ihn in solchem Aufzug bei schlechtem Wetter, Schnee und Eis und Nebel, erstarrt vor Kälte oder auch in glühender Sommerhitze, mit seinen Lumpen notdürftig bedeckt, in zerlöcherten Schuhen daher ziehen sah. Auf dem Rücken hatte er einen Bettelsack, der seine ganze Habe, das Büchlein von der Nachfolge Christi, das Neue Testament und ein abgegriffenes Brevier, zuweilen vielleicht auch noch ein Stück Brot enthielt. Auf Vorrat nahm er nie etwas an und immer nur die schlechtesten Kleidungsstücke. Wurde ihm sonst etwas aufgenötigt, was er nicht streng und sofort brauchte, so verschenkte er es alsbald an einen anderen Armen. Als ihm einst jemand einen alten, mit Seide überzogenen Strohhut schenkte, zerriss er geflissentlich die Seidenhülle, so dass das Stroh herausschaute. Dann erst setzte er ihn auf und freute sich, wenn man sich darüber lustig machte. Auch eine mit kleinen Nägeln gespickte Bußgeißel trug er bei sich, mit der er sich manchmal blutig geißelte. Einen eigentlichen, sonst bei Büßern und frommen Personen so beliebten Bußgürtel besaß er nicht. Dafür trug er – wohl auf besonderen Antrieb der göttlichen Gnade – ein lebendiges Cilicium auf seinem unschuldigen Leib: Ungeziefer aller Art in Menge, das ihn unaufhörlich quälte und marterte. Benedikt Joseph ertrug diese Qual mit heldenhaftem Mut, ohne sich dagegen zu wehren, im Geist der Sühne und Buße.

Wenig wählerisch war er auch bezüglich seiner nächtlichen Unterkunft. Wenn es nur immer möglich war, übernachtete er unter freiem Himmel auf dem bloßen Erdboden oder in einem Stall, auf dem Heuboden, in den Nischen, Gängen und Galerien öffentlicher Gebäude in Rom, mit Vorliebe im alten Gemäuer des Kolosseums, am liebsten aber in den Kirchen. Wirtshäusern und allgemeinen Herbergen ging er aus dem Weg; der dort herrschende Lärm und die vielfachen Gotteslästerungen daselbst waren ihm unerträglich. Auch auf dem Weg war er lieber allein, als in Gesellschaft. Er verließ deshalb die großen Verkehrsstraßen und schlug gern einsame, wenn auch beschwerliche Pfade ein. Kam er auf seinen Wanderschaften durch eine nichtkatholische (protestantische) Gegend, dann hatte er es sichtlich eilig; er marschierte dann in solchen Eilschritten, um bald aus diesem Gebiet wieder herauszukommen, als wenn ihm irgendein Feind gefahrdrohend auf den Fersen wäre.

Auch seine Lebensbedürfnisse an Nahrung und Kost waren staunenswert gering. Einmal am Tag etwas Brot und Wasser, am Sonntag sogar zwei Mal solche Kost, wozu er dann noch ein paar Nüsse oder Erbsen fügte – das war alles. Sein Refektorium (Speisesaal), meinte er launig, sei die Straße und der Brunnen auf der Gasse. Dort fand er auch seine täglichen Extra-Leckerbissen: Orangenschalen, grüne Erbsenhülsen, Kohlblätter, weggeworfenes Grünzeug, verdorbenes Obst und faule Früchte. So barg seine Tasche auch nach seinem Tod als Mundvorrat für den Tag nur ein Stück Brot und einige Orangenschalen. Als er eines Tages Stunde um Stunde in einer Kirche Roms betete, rüttelte ihn eine fromme reiche Dame, nachdem sie ihn vergeblich angesprochen hatte, auf und lud ihn ein, mit ihr zum Mittagessen zu kommen. „Zum Mittagessen? Mittagessen?“ fragte der Heilige, langsam zu sich kommend. Dann schüttelte er ablehnend den Kopf und sprach: „Ich esse auf der Gasse!“

Er machte überhaupt seinen Gastgebern wenig Mühe und Arbeit. Beim ersten Morgengrauen verließ er das Haus, wo er mehr betend und sich blutig geißelnd als schlafend genächtigt hatte und begab sich zur Kirche. Dort blieb er bis zum Abend in einer Ecke oder einem dämmerigen Winkel kniend und unbeweglich im Gebet versunken. Die Hände hatte er über der Brust gekreuzt, die Augen waren zum hochwürdigsten Gut oder gen Himmel oder zu einem Bild der Gottesmutter erhoben. Fliegen und Schnaken, die ihm Gesicht und Hände zerstachen, wehrte er ebensowenig ab, wie das Ungeziefer an seinem Leib. Dabei hatte er eine große Geschwulst an beiden Knien. Zuweilen leuchtete sein Antlitz vor innerer Glut oder er brach in feurige Seufzer nach Gott aus und fiel vor Übergewalt der inneren Bewegung in Liebesohnmacht und Verzückung. Auf jene, die ihn so in heiliger Beschauung und Entrückung beobachteten, machte er einen tiefen Eindruck.

War er allzu sehr durchgefroren, dann konnte es zuweilen vorkommen, dass er gegen Mittag heimkam, um sich etwas zu wärmen, kehrte nachher jedoch alsbald in seinen stillen Gebetswinkel zurück und blieb dort solange, bis am Abend die Kirchentüren geschlossen wurden. Gern weilte er in nächster Nähe des Hochaltares und Tabernakels; als man aber eines Tages den verlumpten Bettler von dort wegjagte, zog er sich fortan bescheiden in den Hintergrund der Kirche zurück. Auch dort wurde er nicht überall geduldet, sondern zuweilen als Heuchler oder des Diebstahls verdächtig hinausgejagt. Einmal kam er sogar als Straßenräuber und Meuchelmörder in Verdacht. Er hatte nämlich einem Verunglückten auf der Straße die erste Hilfe geleistet. Hinzukommende Reiter hielten ihn für einen Verbrecher und führten ihn gefesselt ins nächste Dorfgefängnis ab. Bald löste sich das Missverständnis. Benedikt aber freute sich, „um der Gerechtigkeit willen“ etwas gelitten zu haben. Ebenso ein anderes Mal. Da gab ihm jemand ein kleines Geldstück als Almosen. Der Heilige schenkte es schnell an einen anderen Bettler weiter. Der Almosengeber meinte, Benedikt sei die Gabe zu klein; er habe sie deshalb verschmäht. In seinem Unwillen versetzte er ihm einen wuchtigen Stockhieb. Benedikt strahlte daraufhin in heiliger Freude.

Er sprach nie viel, eigentlich nur, wenn er angeredet wurde oder wenn die Liebe und das Seelenheil des Nächsten es erforderte, und dann sehr kurz, sanft und bescheiden. Nicht sehr viele Worte haben sich von ihm erhalten, aber umso gehaltvollere, tiefere und lehrreichere. Hören wir einige davon.

Einst fragte ihn ein Kranker, der ganz richtig herausgefunden hatte, dass die lebendige Gottesliebe die Quelle von Benedikts Geduld in Leiden sei, wie man am sichersten zu einer großen Liebe Gottes gelangen könne? „Dazu“, gab der Heilige zur Antwort, „muss man drei Herzen in einem vereinigt haben: das erste muss ganz Liebe und Zärtlichkeit für Gott sein, das zweite voll Güte und Eifer für den Nächsten, das dritte hart in Bußgesinnung und Hass gegen sich selber.“

Eine fromme alte Dame klagte dem Heiligen einst ihr Leid und ihre Sorgen. Sie hatte einen etwas leichtsinnigen Neffen, dessen religiöses und sittliches Leben in Gefahr war. Ob er Rat wisse? Nach kurzer Überlegung sprach der Heilige: „Beten Sie jedes Mal das Credo (apost. Glaubensbekenntnis) für den jungen Menschen, so oft er von zu Hause fortgeht.“ Ein ebenso einfaches wie treffliches Mittel für Mütter und alle, denen um das Seelenheil ihrer heranwachsenden Söhne und Töchter und der ihrer Fürsorge Anvertrauten bange ist!

Einst musste Benedikt einen Auftrag zum Kloster der Klarissinnen zu Monte Lupone überbringen. Die Äbtissin, die schon viel Erbauliches von dem „heiligen Bettler“ gehört hatte, ließ alle Nonnen im Sprechzimmer zusammenkommen, damit sie an seinem Wort und Beispiel sich erbauen könnten. Benedikt sprach nur wenig, aber tiefernst über die Zeitlage und beklagte, dass die Welt keine Buße mehr tun wolle, dass man in Luxus dahinlebe, selbst viele geistliche Personen, und dass die Weltanschauung des Unglaubens immer verhängnisvoller um sich greife. „All das“, schloss er mit wehmütigem Ernst, „all das schreit laut nach dem Zusammenbruch, und dieser lässt nicht mehr lange auf sich warten!“

Während dieser Unterredung betrachtete eine der Nonnen aufmerksam diesen „König der Armen“ in seinen zerrissenen Schuhen und Kleidern. Mitleidig kam es leise über ihre Lippen: „Armer, unglücklicher Mann!“ „Unglücklich?“ wiederholte Benedikt vorwurfsvoll. „Unglücklich sind nur die, die in der Hölle sind, die Gott auf ewig verloren haben!“ Und als er dabei den Namen Gottes aussprach, neigte er ehrfurchtsvoll das Haupt. Die Nonnen aber waren tief ergriffen und empfahlen sich besonders seinen Gebeten.

Bei einem zweiten Besuch im Sprechzimmer zu Monte Lupone erkundigte sich eine der Nonnen nach einem dem Kloster befreundeten Priester in Rom, wie es ihm gehe? „Er liebt Gott“, antwortete Benedikt schlicht und kurz. Gleich darauf fragte eine andere der Nonnen, die die Frage überhört hatte: „Was macht auch Don Mancini?“ „Er liebt Gott“, erwiderte ruhig der Heilige. „Ja, das weiß ich“, entgegnete die Schwester, „aber was tut er denn?“ „Er liebt Gott“, gab Benedikt mit sanftem Blick und Mund ein drittes Mal zur Antwort und dadurch den Nonnen und allen frommen Seelen eine wundersame, tiefe Lehre über das Erste und Wichtigste für alle Lagen des Lebens.

Als der Heilige im Jahr 1782 seine elfte Pilgerfahrt nach Loreto gemacht hatte, fragte ihn beim Abschied ein Wallfahrtspriester, ob er übers Jahr wiederkäme? „Nein, mein Vater.“ „Aber warum nicht?“ „Ich muss heim in mein Vaterland.“ Aber dann führt Dich Dein Weg von Rom doch über Loreto?“ „Nein, ich muss heim in mein Vaterland.“ „Dann kommst du also nicht nach Loreto?“ „Mein Vater, ich muss heim in mein Vaterland!“, lautete hartnäckig ein drittes Mal Benedikts geheimnisvolle Antwort. Gott hatte ihn innerlich wissen lassen, dass es heimwärts gehe, aber nicht nach Frankreich, seiner irdischen Heimat, wohl aber in den Himmel, ins ewige Heimatland. Benedikt Joseph Labre war eben

III. am Ziel.

Mit seiner Gesundheit ging es sichtlich abwärts; das fühlte und wusste er selber. Ein hartnäckiger Husten quälte in besonders des Nachts und beraubte ihn des spärlichen Schlafes. Er magerte immer mehr ab; Totenblässe lag auf seinem Gesicht. Schwächen und Ohnmachtsanfälle stellten sich ein. Schließlich konnte er nur noch mit Hilfe eines Stockes seine Kirchengänge machen. Doch seiner klar erkannten Lebensaufgabe „beten und büßen“ blieb er unentwegt treu. Ja ein verstärkter Eifer in dieser Beziehung war unverkennbar. Als ihm jemand riet, sich doch zu mäßigen und Arzneimittel zu nehmen, sonst falle er noch einmal auf offener Straße tot um, gab er ruhig zur Antwort: „Was geht das mich an?“ Es war, als wollte er auf ein früheres Wort anspielen: „Gott will mich ja auf diesem Wege haben!“

In tröstlichen Gesichten ließ Gott seinen treuen Diener sein nahes Ende und die Verherrlichung nach dem Tod schauen. Am Palmsonntag des Jahres 1783 begegnete ihm eine Bekannte. Erschrocken über sein Aussehen, sprach sie mitleidsvoll zu ihm: „Ihr seid doch recht krank, Benedikt! Wollt ihr fortgehen?“ „Wie Gott will! Wie Gott will!“ sprach der Heilige sichtlich erfreut. Dann ging er weiter und betete noch viel inniger sein Lieblingsgebetlein in diesen letzten Lebensjahren: „Rufe mich, Jesus! Rufe mich, damit ich Dich schauen kann!“

Und Jesus rief ihn zu sich. Am Montag und Dienstag in der Karwoche machte Benedikt Joseph, wenn auch mit äußerster Anstrengung, seine gewohnten Kirchenbesuche. In der Frühe des Mittwochs begab er sich nach Santa Maria de Monti, einer Muttergottes-Wallfahrtskirche in der Nähe des Kolosseums. Dort wohnte er in tiefer Andacht dem heiligen Messopfer bei. Ein neuer Schwächeanfall veranlasste ihn, sich ins Freie zu begeben. Gute Leute umringten ihn, boten ihm ihre Dienste an und gaben gute Ratschläge. Benedikt hörte sie schweigend an. Da kam ein alter Bekannter, der Metzgermeister Zaccarelli des Weges und versuchte den Erschöpften zu überreden, mit ihm in seine nahe Wohnung zu kommen. Benedikt sagt nach einigem Zögern zu. Sterbend langte er dort an. Man holt den Priester. „Wünschst du etwas, Benedikt?“ fragte er, sich über den Sterbenden neigend. „Nichts, nichts!“ erwiderte dieser, ohne die Augen zu öffnen. „Ist es schon lange her, dass du kommuniziert hast?“ „Kurz her, kurz!“ war die Antwort und zugleich sein letztes Wort hier auf Erden. Von zwei Uhr nachmittags an konnte er nach außen hin keine Zeichen mehr geben. Auch der herbeigerufene Arzt vermochte nichts mehr zu helfen. Man erteilte dem Sterbenden deshalb die letzte Ölung und betete unablässig bei ihm. Ruhig wie immer, die Hände auf der Brust gekreuzt, lag der kaum Fünfunddreißigjährige da; sein Antlitz atmete tiefen Seelenfrieden. Im Sterbezimmer ging es aus und ein. Die Kunde vom nahen Hinscheiden des „Armen vom Vierzigstündigen Gebet“ verbreitete sich rasch in der Stadt. Heiliges Schweigen, das zeitweise durch die Sterbegebete unterbrochen wurde, umgab das Sterbelager. Eben holten die Uhren der Ewigen Stadt zum Schlag für die achte Abendstunde aus. Drin im Sterbezimmer betete zu der Sterbelitanei das „Heilige Maria, bitt für ihn!“, da streift seine reine Seele das Bettlergewand des Leibes ab, um drüben das strahlende Gloriengewand zu erhalten. „Zieh hin, christliche Seele!“ betete der Priester. Deine irdische Pilgerschaft ist zu Ende. Geh ein in die ewige Heimat, ins Vaterhaus der himmlischen Seligkeit! Im selben Augenblick erhoben alle Glocken Roms ihre eherne Stimme zum abendlichen Gebetsgruß. Es war zugleich das Festgeläut beim Eingang eines neuen Heiligen in den Himmel.

Benedikt Joseph Labre wurde 1860 selig- und 1883 heiliggesprochen. Das vielverehrte und wunderumstrahlte Grab des Heiligen ist in der Kirche Santa Maria de Monti zu Rom.




Der selige Joachim von Siena aus dem Serviten-Orden, Priester,

+ 16.4.1305 - Fest: 16. April


Dieser Heilige stammt aus Siena, von der berühmten Familie Pelakani. Schon als Kind hatte er eine große und zärtliche Liebe zur Mutter des Herrn und war nie zufriedener, als wenn er vor ihrem Bild beten konnte. Sein Mitgefühl mit den Nöten der Armen hatte etwas Außerordentliches: er gab ihnen all seine eigenen Kleider dahin und schenkte ihnen alle seine Taschengelder. Außerdem nahm er auch noch die Großzügigkeit seiner Eltern zu Gunsten der Notleidenden in Anspruch. Als ihm eines Tages sein Vater sagte, er möge seinen Almosen Schranken setzen, um seine Familie nicht an den Bettelstab zu bringen, antwortete er: „ Du hast mich gelehrt, dass man in der Person der Armen Jesus Christus Almosen reicht; wie sollte man diesem nun etwas abschlagen können? Welchen Vorteil sollen uns denn die Reichtümer sonst bringen, wenn es nicht Mittel sind, uns Schätze im Himmel zu sammeln?“ Der Vater weinte vor Freude, weil er ein so zartes Gemüt von solchen schönen Gefühlen ergriffen sah.

Als der Heilige mit vierzehn Jahren in den Serviten-Orden eingetreten war, empfing er 1272 das Kleid von den Händen des heiligen Philippus Beniti und erhielt den Namen Joachim. Sein Eifer war von den ersten Tagen des Noviziates an so glühend, dass selbst die Vollkommensten ihn als ein Muster ansahen. Unter anderen Tugenden, die an ihm glänzten, bemerkte man besonders den Geist des Gebetes und eine Demut und Liebe zur Erniedrigung. Man wollte ihn zum Priester weihen, aber diese Würde erschien ihm so furchtbar, dass man ihn niemals dazu bringen konnte. Seine ganze Ehrliebe beschränkte sich auf das Messdienern, und während des heiligen Opfers geschah es mehr als einmal, dass er verzückt war.

Sein größtes Streben ging dahin, sich vor den Augen der Menschen zu verbergen, aber je mehr er vor dem Ruhm floh, desto glänzender verbreitete er sich um ihn her. Da er in Siena in allzu großer Verehrung stand, bat er seinen General, ihn an einen entfernteren Ort zu versetzen. Man erlaubte ihm daher in das Kloster Arezzo zu gehen. Kaum aber hatte sich die Nachricht von seiner Abreise verbreitet, als die Einwohner um dessen Zurückberufung dringend anhielten. Man berief ihn also wieder zurück in sein Vaterland, wo er am 16. April 1305 im Alter von siebenundvierzig Jahren starb. Gott verlieh ihm die Wundergabe vor und nach seinem Tod. Die Päpste Paul V. und Urban VIII. erlaubten den Serviten, dem Diener Gottes öffentliche Ehre zu erweisen, seinen Festtag zu begehen und sein Offizium einzuführen.

von 14.04.2014 10:55

Warum man wegen schlechter Priester und Skandale niemals aus der katholischen Kirche austreten darf

Das erste Anrecht auf unsere Treue hat Gott. Treue müs­sen wir ihm hal­ten, Treue im Glau­ben, Treue im Leben. „Die ganze Welt ist wie ein Buch, darin uns auf­ge­schrie­ben in bun­ten Zei­len manch ein Spruch, wie Gott uns treu geblie­ben,“ hat Ema­nuel Gei­bel ein­mal gedich­tet. Die ganze Welt ist wie ein Buch, darin uns auf­ge­schrie­ben in bun­ten Zei­len manch ein Spruch, wie Gott uns treu geblie­ben.

Wenn Gott uns treu ist, müs­sen auch wir ihm die Treue hal­ten. Treue im Glau­ben, Treue gegen­über sei­nen Gebo­ten.

Gott ver­las­sen, meine lie­ben Freunde, heißt zugrunde gehen. Eine Seele, die nicht in Gott bleibt, wird sich selbst Ursa­che ihres Elends. Beim Pro­phe­ten Jere­mias heißt es: „Alle, die dich ver­las­sen, gehen zugrunde, wer­den zuschan­den. Die von dir abfal­len, wer­den in den Staub geschrie­ben, weil sie den Herrn, die Quelle leben­di­gen Was­sers, ver­las­sen haben.“

Treue zu Gott, Treue auch zu sei­ner Kir­che. Zur Kir­che müs­sen wir uns hal­ten, müs­sen ihr die­nen, müs­sen sie mit unse­ren Tugen­den schmü­cken, müs­sen sie ver­tei­di­gen.

Men­schen ver­las­sen die Kir­che wegen ande­rer Men­schen; sie ver­wei­sen auf untaug­li­che Bischöfe, auf schlechte Pries­ter. Sie wis­sen es, meine lie­ben Freunde, der letzte Pries­ter, der hier in Buden­heim den Dienst ver­rich­tete, hat sei­nen Dienst auf­ge­ge­ben, angeb­lich – angeb­lich! – um einer Frau wil­len. Aber er hat sich bemüht, im Pro­tes­tan­tis­mus als pro­tes­tan­ti­scher Pfar­rer unter­zu­kom­men. Die Pro­tes­tan­ten haben ihn abge­wie­sen.

Schlechte Pries­ter und schlechte Bischöfe sind kein Anlaß, die Kir­che zu ver­las­sen. Im 3. Jahr­hun­dert hat Ter­tul­lian, der Kir­chen­schrift­stel­ler, geschrie­ben: „Was folgt dar­aus, wenn ein Bischof, ein Leh­rer, ja selbst ein Mar­ty­rer der Lehre der Kir­che untreu wird? Wird dadurch die Irr­lehre wahr? Prü­fen wir den Glau­ben nach den Per­so­nen oder die Per­so­nen nach dem Glau­ben?“ Wie wahr, meine lie­ben Freunde. Was folgt dar­aus, wenn ein Bischof, ein Leh­rer, ja selbst ein Mar­ty­rer der Lehre der Kir­che untreu wird? Wird dadurch die Irr­lehre wahr? Prü­fen wir den Glau­ben nach den Per­so­nen oder die Per­so­nen nach dem Glau­ben?

Und der Bischof Cyprian schrieb im glei­chen 3. Jahr­hun­dert: „Die Tren­nung von der Kir­che ist ein viel grö­ße­res Übel als die Übel, denen man durch die Tren­nung ent­ge­hen will.“

Wer sich von der Kir­che trennt, der trennt sich auch von Chris­tus. Man kann nicht Chris­tus treu blei­ben wol­len, wenn man sich von sei­ner Braut, der Kir­che, los­sagt. Um kei­nes Vor­teils wil­len, um kei­nes Nach­teils wil­len dür­fen wir dem Glau­ben die Treue auf­kün­di­gen.

Da kann ich Ihnen eine Geschichte erzäh­len, eine wahre Geschichte, eine erlebte Geschichte: Nach dem Kriege kamen Mil­lio­nen Hei­mat­ver­trie­bene aus dem Osten Deutsch­lands in das Rest­deutsch­land, dar­un­ter auch viele Söhne von Bau­ern, deren Eltern einen schö­nen Bau­ern­hof beses­sen hat­ten, nun aber mit­tel­los waren. Ein sol­cher Bau­ern­sohn aus katho­li­schem Land, aus Schle­sien, kam in pro­tes­tan­ti­sches Gebiet zu einem gro­ßen Bau­ern. Er war anstel­lig und flei­ßig, er ver­stand und liebte die Arbeit des Bau­ern. Der Hof­be­sit­zer hatte keine Kin­der, und eines Tages sagte er zu dem hei­mat­ver­trie­be­nen Jun­gen: „Du sollst mei­nen Hof haben.“ Da leuch­te­ten die Augen des jun­gen Man­nes. Glück­lich, wie­der eine Scholle unter den Füßen zu haben, Bauer auf eige­nem Hofe zu sein. Doch der Hof­be­sit­zer fuhr fort: „Hier ist alles evan­ge­lisch. Das mußt du noch ändern. Da mußt du auch evan­ge­lisch wer­den.“ Der junge Mann wurde trau­rig. Den Glau­ben preis­ge­ben für einen Bau­ern­hof? Nein, das kam für ihn nicht in Frage. Er blieb Tage­löh­ner und hat den Bau­ern­hof fah­ren las­sen.

Hal­ten wir unse­rem Gott, hal­ten wir unse­rem Glau­ben, hal­ten wir unse­rer Kir­che die Treue, meine lie­ben Freunde. „Das Ende krönt das Werk, das Leben ziert der Tod. Wie herr­lich stirbt der Mensch, der treu war sei­nem Gott!“

alles aus der Predigt: Die hohe Tugend der Treue

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von 13.04.2014 10:50

Wer hätte das gedacht? Zähneputzen nach dem Essen verursacht gelbe Zähne!

Natürliche Zahnaufhellung – diese Mittel helfen Ihnen, das Weiß Ihrer Zähne wiederherzustellen


Alle wollen es, kaum einer hat es: ein strahlend weißes Lächeln. Dabei wäre es gar nicht so schwer, den Zähnen ihr natürliches Weiß zu erhalten. Wir verraten Ihnen, mit welchen Tipps und Tricks Sie dem Zahnweiß auf die Sprünge helfen:

Ein Lächeln ohne lästige Verfärbungen und Gelbstich – ein Traum von vielen. Die Realität sieht aber oft anders aus. Leider! Es sind unsere Ess- und Trinkgewohnheiten, die unserem strahlend weißen Lächeln einen Strich durch die Rechnung machen. Zahlreiche Lebensmittel hinterlassen nach ihrem Genuss Auflagerungen von Nahrungsbestandteilen auf der Oberfläche des Zahnschmelzes: allen voran Kaffee, Tee und Rotwein. Aber auch Säfte, Früchte und sogar einzelne Mundspülungen können zu Zahnverfärbungen führen. Und selbstverständlich wäre da noch das Nikotin, das dem Lächeln das Weiß vermiest.

Zahnweißführerschein – Tipps und Tricks für ein schöneres Lächeln

Damit Ihr Lächeln auch dann noch strahlend bleibt, wenn kulinarische Hochgenüsse verführen, verraten wir Ihnen, welche Tipps und Tricks Ihrem Lächeln das Weiß erhalten:

Zahnweißtipp Nummer 1: Nicht sofort die Zähne putzen

Wer hätte das gedacht? Das Zähneputzen unmittelbar nach dem Konsum von beispielsweise Rotwein wirkt sich nachteilig auf Zahnverfärbungen aus. Der Grund ist der Säuregehalt von bestimmten Lebensmitteln, im Falle des Weines die Weinsäure. Diese greift nämlich den Zahnschmelz an. Die Zahnbürste verschlimmert die Abreibung zusätzlich. Ablagerungen haben so ein leichtes Spiel: Sie finden auf der geschädigten Zahnoberfläche ausreichend Halt. Dennoch ist das Zähneputzen nach dem Essen zu empfehlen. Aber erst nach einer Wartezeit von ca. einer Stunde. Dann nämlich hat der Speichel die Säure neutralisiert. Der bedenkenlosen Mundpflege steht nach dieser Wartezeit nichts mehr im Wege.

Zahnweißtipp Nummer 2: Regelmäßiges Zähneputzen mit Elektro- oder Schallzahnbürsten

Wer sich regelmäßig die Zähne putzt, der ist auf seinem Weg in Richtung strahlend weißes Lächeln einen großen Schritt weitergekommen. Vor allem Elektro- und Schallzahnbürsten haben sich bei der Mundpflege bewährt, weil sie im Gegensatz zu normalen Handzahnbürsten durch die Rotationen einen besseren Reinigungseffekt erzielen. Ob die Wahl am Ende auf eine Elektrobürste oder auf eine Schallbürste fällt, das bleibt den Vorlieben der Verbraucher überlassen. Experten empfehlen bei Zahnfleischproblemen zwar oft die Schallvariante, da diese behutsamer reinigt. Platz 1 unter den reinigungseffizientesten Elektrozahnbürsten ergatterte sich bei einem aktuellen Test der Stiftung Warentest aber die Oral-B Vitality Precision Clean von Braun. Für Verbraucher ist das besonders erfreulich, da dieses Modell schon für ca. 20 Euro zu haben ist.

Zahnweißtipp Nummer 3: Zahnweißzahncremes

Wer Zahnverfärbungen schnell und effektiv den Garaus machen möchte, dem empfiehlt sich neben dem regelmäßigen Putzen vor allem auch die Wahl der richtigen Zahnpasta. Viele Hersteller bieten spezielle Zahnweißpasten an, die bei regelmäßiger Anwendung gute Erfolge versprechen. Einige der Pasten schützen obendrein auch noch den Zahnschmelz, um eine Neuverfärbung zu verhindern. So zum Beispiel die beiden Produkte „Crystal Wine“ wurde für seine Reinigungswirkung gelobt. Allerdings sollte dieses Produkt aufgrund seines hohen Abriebes nicht bei freiliegenden Zahnhälsen angewandt werden. Unser Zahnpflegetipp: Probieren Sie mehrere Zahnpflegeprodukte im Wechsel. So finden Sie sicher das richtige Produkt für Ihre Zähne und profitieren in der „Aufhellphase“ vom Besten aller Hersteller. Aber bitte nicht übertreiben! Einige der Zahnpasten enthalten Putzkörper, die bei einer zu häufigen Anwendung zu einem hohen Abrieb des Zahnschmelzes führt.

Vorsicht bei natürlichen Zahnaufhellungstipps
Tipps und Tricks zum Thema „Zahnaufhellung“ gibt es viele. Längst nicht alle halten, was sie versprechen. Manche Tipps können aber sogar regelrecht gesundheitsgefährdend sein. So zum Beispiel die Empfehlung für natürliche Zahnaufhellungsmittel aus dem heimischen Küchenregal wie Backpulver oder Zitronensaft: Die Hausmittel sind zwar wirkungsvoll, bei unsachgemäßem Gebrauch aber schädlich für Zähne und Zahnfleisch. Ob es bei deren Gebrauch überhaupt einen unbedenklichen Gebrauch gibt, ist fraglich. Während viele Dentalexperten gänzlich vor deren Anwendung abraten, sprechen andere nur eine Warnung bei zu häufigem Gebrauch aus. Da es weitaus ungefährlichere Zahnreinigungsmethoden gegen den Gelbstich auf den Zähnen gibt, empfiehlt es sich aber, die Finger von Backpulver und Zitronensaft zu lassen und lieber auf ein häufigeres Zähneputzen mit der richtigen Zahnpasta zu setzen.

Quellen:

PD Dr. Annette Wiegand, Dr. Philipp Sahrmann: Für wen sind Schallzahnbürsten wirklich besser? Fachartikel auf Plaque N Care,
Stiftung Warentest Heft4/2013: Elektrische Zannbürsten im Vergleich: Billig schlägt teuer

von 10.04.2014 13:21

Gebet zur Heiligen Walburga

Oh Jungfrau voll Güte,
wert aller Liebe,
reich an Erbarmen,
würdig des Lobes,
reinen Herzens und lauteren Sinnes,
von Gott geliebt und verherrlicht,

Heilige Walburga,
du Helferin der Menschen,
nimm Dich unser an
und aller, die in Not sind;
erwirke uns von Gott
Heilung, Trost und Frieden.

Amen.

von 09.04.2014 14:52

Die Bibel :Apostelgeschichte

Kapitel 20:28


1 Nachdem sich aber der Tumult gelegt hatte, ließ Paulus die Jünger zu sich kommen und ermahnte sie; dann nahm er Abschied von ihnen und zog aus, um nach Mazedonien zu reisen. 2 Und nachdem er jene Bezirke durchzogen und sie mit vielen Worten ermahnt hatte, kam er nach Griechenland. 3 Und er brachte daselbst drei Monate zu; und da ihm die Juden, als er nach Syrien abfahren wollte, nachstellten, entschloß er sich, über Mazedonien zurückzukehren. 4 Es begleiteten ihn aber bis nach Asien Sopater, des Pyrrhus Sohn von Beröa, von den Thessalonichern Aristarchus und Sekundus, und Gajus von Derbe und Timotheus, aus Asien aber Tychikus und Trophimus. 5 Diese gingen voraus und warteten auf uns in Troas. 6 Wir aber fuhren nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi ab und kamen in fünf Tagen zu ihnen nach Troas, wo wir uns sieben Tage aufhielten. 7 Am ersten Tage der Woche aber, als wir versammelt waren, um das Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tage abreisen wollte, und dehnte die Rede bis Mitternacht aus. 8 Es waren aber zahlreiche Lampen in dem Obersaal, wo wir versammelt waren. 9 Und ein Jüngling namens Eutychus saß am Fenster; der sank in einen tiefen Schlaf, weil Paulus so lange redete, und vom Schlaf überwältigt, fiel er vom dritten Stock hinab und wurde tot aufgehoben. 10 Da ging Paulus hinab und warf sich über ihn, umfaßte ihn und sprach: Machet keinen Lärm; denn seine Seele ist in ihm! 11 Und er ging wieder hinauf und brach das Brot, aß und unterredete sich noch lange mit ihnen, bis der Tag anbrach, und zog alsdann fort. 12 Sie brachten aber den Knaben lebendig und waren nicht wenig getröstet. 13 Wir aber gingen voraus zum Schiff und fuhren nach Assus, um dort Paulus aufzunehmen; denn so hatte er es angeordnet, weil er zu Fuß reisen wollte. 14 Als er aber in Assus mit uns zusammentraf, nahmen wir ihn auf und kamen nach Mitylene. 15 Und von dort segelten wir ab und kamen am folgenden Tage auf die Höhe von Chios; tags darauf aber fuhren wir nach Samos, und nachdem wir in Trogyllium geblieben waren, gelangten wir am nächsten Tage nach Milet. 16 Denn Paulus hatte beschlossen, an Ephesus vorbeizusegeln, damit er in Asien nicht zu viel Zeit zubringen müßte, denn er eilte, um, wenn es ihm möglich wäre, auf den Tag der Pfingsten in Jerusalem zu sein. 17 Von Milet aber schickte er gen Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde herüberrufen. 18 Und als sie zu ihm gekommen waren, sprach er zu ihnen: Ihr wißt, wie ich mich vom ersten Tag an, als ich Asien betrat, die ganze Zeit unter euch verhalten habe, 19 daß ich dem Herrn diente mit aller Demut, unter Tränen und Anfechtungen, die mir durch die Nachstellungen der Juden widerfuhren; 20 wie ich nichts von dem, was nützlich ist, verschwiegen habe, daß ich es euch nicht verkündigt und gelehrt hätte, öffentlich und in den Häusern, 21 indem ich Juden und Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unsern Herrn Jesus Christus bezeugt habe. 22 Und nun siehe, gebunden im Geiste reise ich nach Jerusalem, ohne zu wissen, was mir dort begegnen wird, 23 außer daß der heilige Geist von Stadt zu Stadt mir bezeugt und sagt, daß Bande und Trübsal meiner warten. 24 Aber ich halte mein Leben nicht der Rede wert, wenn es gilt, meinen Lauf und den Dienst zu vollenden, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen. 25 Und nun siehe, ich weiß, daß ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, ihr alle, bei welchen ich umhergezogen bin und das Reich Gottes gepredigt habe. 26 Darum bezeuge ich euch am heutigen Tage, daß ich rein bin von aller Blut. 27 Denn ich habe nichts zurückbehalten, daß ich euch nicht den ganzen Ratschluß Gottes verkündigt hätte. 28 So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu weiden, welche er durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat! 29 Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch kommen werden, die der Herde nicht schonen; 30 auch aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger auf ihre Seite zu ziehen. 31 Darum wachet und denket daran, daß ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht abgelassen habe, jeden einzelnen unter Tränen zu ermahnen. 32 Und nun übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, ihm, der mächtig ist zu erbauen und euch das Erbe zu geben unter allen Geheiligten. 33 Silber oder Gold oder Kleider habe ich von niemand begehrt; 34 ihr wißt selbst, daß für meine Bedürfnisse und für diejenigen meiner Gefährten diese Hände gesorgt haben. 35 berall habe ich euch gezeigt, daß man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen und der Worte des Herrn Jesus eingedenk sein müsse, da er selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen! 36 Und nachdem er solches gesagt hatte, kniete er nieder und betete mit ihnen allen. 37 Da weinten alle sehr, fielen Paulus um den Hals und küßten ihn, 38 schmerzlich betrübt, am meisten über das Wort, das er gesagt hatte, sie würden sein Angesicht nicht mehr sehen. Und sie geleiteten ihn zum Schiff.

von 08.04.2014 07:36

Die Realität des Fegefeuers darf nicht stillschweigend übergangen werden. Die christliche Tradition übergibt uns die Lehre vom Fegefeuer, von der Läuterung in der barmherzigen Liebe Gottes, der will dass niemand verloren gehe.
Ja, es genügt zu lieben, denn Gott ist die Liebe, und unsere Religion ist eine Religion der Liebe. Darum ist jede Sünde zunächst ein Mangel an Liebe. Sie ist ein Vergehen gegen Gottes Liebe. Daher muss sie auch durch Liebe gesühnt werden: betende und sühnende Liebe in diesem Leben, leidende und verzehrende Liebe im jenseitigen Leben. Denn wer in der Gnade Gottes stirbt, aber noch nicht frei ist von allen Sünden und Sündenstrafen, kann nicht sofort in den Himmel eingehen, sondern kommt an den Reinigungsort, den die Kirchenväter FEGEFEUER oder REINIGUNGSFEUER nennen.

Die Armen Seelen sind erfüllt von bitterer Reue über ihre Sünden und von brennender Sehnsucht nach dem heiligen, guten Gott. Sie leiden um so mehr im Reinigungsort, je mehr sie die Gnaden der Bekehrung oder Vereinigung die Gott ihnen tagtäglich angeboten hat, auf ihrem irdischen Pilgerweg vernachlässigt haben. Die Seelen im Fegefeuer heißen zurecht Arme Seelen, hilfsbedürftige Seelen. Sie können nichts mehr für sich tun. Nur noch: sühnen leiden, beten, bitten!

Die Leiden und Strafen der Armen Seelen sind nach dem heiligen Augustinus schlimmer als die Qualen der Märtyrer. Thomas von Aquin, der große Theologe, Kirchenlehrer und Heilige, lehrt: "Die geringste Strafe im Fegefeuer ist schimmer als das größte Leid auf Erden."
"Wüssten wir, was das Fegefeuer ist, würden wir alles tun, um es zu vermeiden."

Die Leiden der Armen Seelen sind tausendfach verschieden, je nachdem, worin und womit sie gesündigt haben: z.B. Sünden gegen die Liebe, wie Ehrabschneidung, Verleumdung, Unversöhnlichkeit, Streitereien durch Habgier und Neid werden in der Ewigkeit sehr streng bestraft.
"Alles, was der Mensch denkt, spricht und tut, hat in sich etwas Lebendiges, das fortwirkt zum Guten oder zum Bösen." (berichtete Anna Katharina Emmerich, große deutsche Ordensfrau, Seherin und Stigmatisierte, sie hatte Visionen vom Fegefeuer)

"Es ist traurig, wie jetzt so wenig den Armen Seelen geholfen wird. Und ihr Elend ist doch so groß, sie selber können sich ja gar nicht helfen. Wenn aber jemand für sie betet, etwas für sie leidet, ein Almosen für sie spendet, das kommt ihnen augenblicklich zugute. Sie sind dann so froh, so selig wie ein Verschmachtender, dem ein frischer Trunk gereicht wird."

"Wer Böses getan, muss eilen, seine Schuld durch Reue und Bekenntnis im Sakrament der Buße zu tilgen, sonst kann er die Folgen des Bösen in ihrer ganzen Entwicklung nur schwer oder gar nicht mehr verhindern! Ich sah die Strafen mancher Sünder gingen bis an die späten Nachkommen weiter, wie als etwas natürlich-Notwendiges, ebenso wie die Wirkung des Fluches, der auf ungerechtem Gute liegt, oder den unwillkürlichen Abscheu vor Orten, wo große Verbrechen geschehen sind. Ich sehe dies als so natürlich und notwendig, wie der Segen segnet und das Heilige heiligt....."(berichtete Anna Katharina Emmerich, große deutsche Ordensfrau, Seherin und Stigmatisierte, sie hatte Visionen vom Fegefeuer)

Am verlassensten sind jene Seelen, die nicht der katholischen Kirche angehören, da sie von ihren Angehörigen, die nicht an das Fegefeuer glauben, verlassen sind. (berichtete Anna Katharina Emmerich, große deutsche Ordensfrau, Seherin und Stigmatisierte und Maria Anna Lindmayr)

Niemand betet für sie, keiner schenkt ihnen gute Werke. Besonders fehlt ihnen das heilige Messopfer, das durch nichts ersetzt werden kann.

"Am längsten und schwersten leiden die hartherzigen Menschen. Es gibt Menschen die Gott so erzürnt haben, dass sie bis zum jüngsten Tag im Fegefeuer leiden müssen. Es sind die frevelhaften Sünder, die ihre Besserung bis ans Lebensende verschieben und dann vor dem Sterben eine kleine Reue aufbringen..." (berichtete Maria Anna Lindmayr)

Hilferuf zu den Engeln - Gebet für die Armen Seelen
Jesus, unser Herr, die Nacht vor Deinem Leiden verbrachtest Du am Ölberg im Garten Gethsemani. Vor Deinen Augen sahst Du die Sünden der ganzen Welt - eine Last, die Dich zermalmte und Dir das Blut aus den Poren preßte.
Die Jünger schliefen und hatten nicht die Kraft, in dieser schweren Stunde mit Dir zu wachen. Nur Dein himmlischer Vater ließ sich rühren und sandte Dir einen Engel, um Dich zu trösten und zu stärken in Deiner Todesnot.
Herr, siehe unsere Brüder und Schwestern im Fegfeuer. Sie leiden mehr, als ein Mensch auf dieser Erde leiden kann, und Du willst, daß wir uns ihrer Not und Bedrängnis erbarmen, Du gibst uns Gelegenheit, etwas für sie zu tun, mit ihnen zu wachen, für sie zu beten, ein Opfer für sie zu bringen, vor allem aber dürfen wir das heilige Meßopfer für sie darbringen, ja, wir dürfen sogar unseren Schutzengel zu ihnen senden, damit er sie in der Kraft Deines Blutes tröste und stärke.
Wie Gott barmherzig war mit seinem Sohn am Ölberg, so will er, daß auch wir barmherzig seien mit der leidenden Kirche im Fegfeuer. Jesus, erinnere Dich Deiner Verlassenheit am Ölberg. Erinnere dich daran, wie es Dir wohltat, als der Engel Deines himmlischen Vaters Dichstärkte und aufrichtete. Lehre uns barmherzig und vollkommen zu sein wie Dein Vater und erfülle die Armen Seelen mit dem gleichen Trost, den Du am Ölberg empfangen hast. AMEN.
Am 27. November 1936 durfte Schwester Faustine in einer unermesslich beglückenden Version in die himmlische Herrlichkeit schauen:

“Heute war ich im Geiste im Himmel und schaute die unbegreifliche Schönheiten und das Glück, das uns nach dem Tod erwartet.
Ich sah, wie alle Geschöpfe unentwegt Gott Ehre und Ruhm erwiesen. Ich sah, wie groß die Glückseligkeit in Gott ist, die sich auf alle Geschöpfe ergießt, sie mit unermesslicher Wonne erfüllt, und wie alle Ruhm und alle Ehre aus der Beglückung zur Quelle zurückkehren.

Sie dringen ein in die Tiefen Gottes, das innere Leben Gottes betrachtend - des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes -, das sie niemals begreifen oder ergründen werden. Diese Quelle des Glücks ist in ihrem Wesen unveränderlich, jedoch immer neu, Freude und Seligkeit sprudeln für alle Geschöpfe.
Jetzt kann ich den heiligen Paulus verstehen, er gesagt hat: “Kein Auge hat's gesehen, kein Ohr hat es gehört, in keines Menschenherz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.”

Und Gott gab mir eines zu erkennen, was in seinen Augen unendlichen Wert hat - es ist die Liebe zu ihm, Liebe, Liebe und nochmals Liebe; mit einem einzigen Akt reiner Gottesliebe ist nichts zu vergleichen. Mit welch unbegreiflicher Liebe beschenkt Gott die Seele, die Ihn aufrichtig liebt.

O glücklich die Seelen, an denen Er schon hier auf Erden sein Wohlgefallen hat - das sind die kleinen, demütigen Seelen. Die große Herrlichkeit Gottes, die ich erkannte, wird von jenen, die im Himmel sind, gepriesen, je nach der Stufe der Gnade und der Rangordnung, in der sie eingeteilt sind. Als ich diese Macht und Größe Gottes sah, wurde meine Seele nicht von Schauer durchdrungen, auch nicht von Angst, nein - überhaupt nicht.

Meine Seele wurde von Frieden und Liebe erfüllt. Je mehr ich Gottes Größe erkenne, desto mehr freut es mich, das Gott so ist. Auch seine Größe freut mich unendlich und auch, dass ich so klein bin; weil ich so klein bin, trägt mich Gott in seiner Hand und hält mich an seinem Herzen.

O mein Gott, wie leid tun mir die Menschen, die nicht an das ewige Leben glauben; ich bete so sehr für sie, damit auch sie von einem Strahl der Barmherzigkeit erfasst werden und Gott sie an sein väterlicheres Herz ziehen möge.”
Niemals kann die Schrecklichkeit der Hölle in Worten geschildert oder in Bildern wiedergegeben werden. Das Bild erinnert an die Stelle in der Heiligen Schrift, "wo der Wurm nicht stirbt" (Mk 9,48)

Ende Oktober 1936 musste Schwester Faustine in die Hölle, zum Ort des Grauens hinabsteigen, um davon zu berichten. Sie schreibt in ihr Tagebuch:

“Heute wurde ich durch einen Engel in die Abgründe der Hölle geführt. Das ist ein Ort großer Qual; seine Ausdehnung ist entsetzlich groß.

Die Arten der Qual, die die Hölle ausmacht, ist der Verlust Gottes;

die zweite - der ständige Gewissensvorwurf,

die dritte - dass sich dieses Los niemals mehr ändert;

die vierte - ist das Feuer, das die Seele durchdringt, ohne sie zu zerstören; das ist eine schreckliche Qual; es ist ein Feuer von Gottes Zorn entzündet.

Die fünfte Qual - ist die ständige Finsternis und ein furchtbarer Gestank. Obgleich es dunkel ist, sehen sich die Teufel und die verdammten Seelen gegenseitig; sie sehen alles Böse anderer und auch ihr eigenes.

Die sechste Qual - ist die unablässige Qual - ist die furchtbare Verzweiflung, der Hass gegen Gott, die Lästerung, Verfluchungen und Schmähungen. Das sind Qualen, die alle Verdammten gemeinsam erleiden, doch das ist noch nicht das Letzte.

Es gibt noch besondere Qualen für die Seelen, nämlich Qualen der Sinne. Womit die einzelne Seele gesündigt hat, damit wird sie auf furchtbare, nicht zu beschreibende Weise gepeinigt. Es gibt schreckliche Höhlen und Abgründe der Peinigung, wo sich eine Qual von der anderen unterscheidet.

Angesichts dieser entsetzlichen Pein wäre ich gestorben, hätte mich nicht die Allmacht Gottes erhalten.

Der Sünder soll wissen, dass er mit den Sinnesorgan, mit dem er sündigt, die ganze Ewigkeit lang gepeinigt werden wird.

Ich schreibe darüber auf Gottes Befehl, damit keine Seele sich ausreden kann, dass es die Hölle nicht gibt, oder auch, dass dort niemand war und man nicht weiß, wie es dort ist.

Was ich niedergeschrieben habe, ist ein schwacher Schatten der Dinge, dort sind meistens Seelen, die nicht an die Hölle geglaubt hatten!"

von 07.04.2014 09:39

07.04.Johannes Baptist de la Salle
1651 - 1719 Priester Ordensgründer


Der Apostel Paulus sagt: Gott hat in seiner Kirche Apostel, Propheten und Lehrer bestellt (vgl. 1Kor 12,28). Ihr Lehrer, seid überzeugt, dass Gott auch euch in euer Amt eingesetzt hat. Es ist ein großes Geschenk Gottes, das euch zu einer so heiligen Aufgabe berufen hat. Möge daher eure Sorgfalt und euer Eifer die Schüler bewegen. Mögen sie fühlen, dass Gott sie durch euch ermahnt.

Johannes Baptist de la Salle wurde im Jahr 1651 in Reims geboren. Nach seiner Weihe zum Priester im Jahr 1678 wurde er zum Domherrn der Kathedrale von Reims ernannt. Weil ihn das Leid der Kinder der Armen rührte, gab er seinen ehrenvollen und auch finanziell sehr einträglichen Posten auf und gründete 1679 eine kostenlose Schule für Knaben.
Er erkannte die Bedeutung einer guten Lehrerbildung für den Unterricht und die Erziehung junger Menschen. Daher begann er, Lehrer in sein Haus einzuladen. Daraus entstand der Orden der "Brüder der christlichen Schulen" (Schulbrüder), der auch heute noch in vielen Ländern in der Erziehung tätig ist.

De La Salle ging neue Wege. Sein Erziehungsprogramm war auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Jugendlichen ausgerichtet Statt Latein wurde das Französische als Unterrichtssprache verwendet. Eine entscheidende Errungenschaft seiner Schulen war, dass der Einzelunterricht durch den gemeinsamen Unterricht abgelöst wurde. Was für uns heute selbstverständlich erscheint, war damals etwas Neues. Wenn ein Schüler liest, sollen alle anderen zuhören und in ihrem Buch mitlesen. Wenn der Lehrer einen Schüler verbessert, können alle daraus etwas lernen.
Die "Herzen der Kinder" sollten die Brüder gewinnen und ihnen mit der Strenge eines Vaters und der Liebe einer Mutter begegnen. Vor allem sollten sie selbst ausführen, was sie von anderen verlangten.
De La Salle starb am Karfreitag, dem 7. April 1719, in Rouen.
Im Jahr 1900 wurde er heilig gesprochen und zum Patron des Lehrerstandes erklärt.

von 06.04.2014 07:44

Gruß an das hlst. Herz-Jesu

Lass mich, Gottesherz, dir singen,

Frohen Herzensgruß dir bringen.

Dich voll Jubel zu umfangen,

Sehnt mein Herz sich voll Verlangen.

Lass Zwiesprach` halten mich mit dir.



Welche Lieb` hat dich bezwungen!

Welcher Schmerz hat dich durchdrungen,

Als du ganz dich hast enteignet

Und uns liebend zugeeignet,

Dass nicht dem Tod erlägen wir.



O wie bitter, ohne Milde,

War der Tod, der herzlos wilde,

Der das Heiligtum erstrebte,

Drin des Weltalls Leben lebte,

Dich treffend, Herz voll Süßigkeit.



Bei dem Tod, den meinetwegen

Liebevoll du nahmst entgegen,

Richt auf dich all mein Verlangen,

All mein Hoffen, all mein Bangen:

Nichts andres wünsch` ich weit und breit.



Durch mein Herz und meine Seele,

Voll von Sünde, Schuld und Fehle,

Möge deine Liebe dringen;

Tiefe Wunden wird sie bringen

Dem, der in Liebe dich umfängt.



Wasche, heile und erhelle

Und befrucht` mich mit der Quelle,

Die, der Seite einst entquollen,

Ward zum Strom, zum gnadenvollen,

Als dich die Lanze hart bedrängt.



Öffne dich gleich einer Rose,

Duftend aus dem Blätterschoße,

Und vereine meinem Herzen

Deinen Duft und deine Schmerzen.

Wer liebt, was muss der leiden nicht?



Weiß nicht, was er soll beginnen,

in Schranken nicht die Sinnen.

Hält Liebe kennt nicht Maß im Werben;

Tausendfachen Tod zu sterben,

Das scheut die echte Liebe nicht.



„Lebe, lebe!“ Laut ich flehe,

Meine Lieb` ich dir gestehe,

Süßes Herz! Zu meinem wende

Dich, dass dir es ganz sich spende,

Dir zugetan mit treuer Brust.



Dass in deiner Lieb` es lebe,

Nie in dumpfem Schlummer schwebe,

Dass zu dir es bete, weine,

Leb` in deinem Duft und Scheine,

Allzeit genießend deine Lust.



Herzensrose, lieblich breite

Deinem Duft in Näh` und Weite,

Öffne dich mit zarten Schwingen,

Lass zu mir den Balsam dringen,

Dass auch mein Herz sich dran erfreu`.



Zieh mein Herz zu deinem Herzen,

Dass, geheilt in Reueschmerzen,

Es nicht bleib` in ferner Weite;

Schließ es ein in deine Seite,

Dass es in dir sich finde neu.



Lass es ruhen da und weilen;

Sieh! Es möchte` dein Leben teilen;

Glühend will es dich empfinden,

Will zu dir den Eingang finden,

Dass liebevoll ich denke dein.



Du, die Seligkeit der Deinen,

Lass auch mich dir ganz vereinen,

Lass mich eingehen in dein Leben,

Wolle nicht mir widerstreben,

O schließe in dein Herz mich ein!

von 03.04.2014 17:08

Gebrauche oft geweihtes Wasser! Ein Trost für die Armen Seelen
Das Weihwasser, mit Glauben und Vertrauen gebraucht, ist überaus segensreich für Leib und Seele und ebenso hilfreich für die Seelen im Fegefeuer. Der Priester weiht das Wasser im Namen und als Stellvertreter der heiligen Kirche, deren Gebet der göttliche Heiland immer mit Wohlgefallen aufnimmt und erhört.

Wenn man daher mit Weihwasser entweder sich, eine gegenwärtige oder abwesende Person besprengt, so steigt gleichsam von neuem das Gebet der Kirche zum Himmel und zieht Gnaden auf jene Personen herab, die mit geweihtem Wasser besprengt werden. Das Weihwasser verscheucht die Gewalt der bösen Geister. Die oben genannten Wirkungen treten auch ein, wenn man den Armen Seelen das Weihwasser spendet. Es ist eine wirkliche Hilfsquelle für die Armen Seelen.

Das andächtige Nehmen von Weihwasser ist oft von größerer Wirkung als ein langes Gebet, denn unser Gebet ist leider oft recht lau und zerstreut. Anders aber verhält es sich mit dem Gebet der Kirche. Dieses gefällt Gott jeden Augenblick, an jedem Ort, von dem immer es im Namen der Kirche Ihm dargebracht wird. Darum sehnen sich die Armen Seelen so sehr nach dem Weihwasser. Könnten wir ihr Seufzen und Flehen nach einem Tropfen geweihten Wasser hören, wahrscheinlich, wir würden uns bestreben, sie morgens und abends und auch öfters tagsüber damit zu erquicken.

Im Augeblick, wo wir den Armen Seelen etwas zugute kommen lassen, heben sich ihre Hände dankbar bittend zum Himmel, und Gott erhört bereitwillig ihr Flehen und sendet Seine Gnade in überreichem Maße über ihre Helfer. Ein Christ sollte nie auf längere Zeit das Zimmer oder die Wohnung verlassen, ohne das Weihwasser zu nehmen in dreifacher Absicht: für sich und seine Angehörigen, damit der Heiland sie vor allem Schaden des Leibes und der Seele bewahre; für die sterbenden Sünder, damit Gott ihnen noch in der letzten Stunde die Bekehrung gewähre, und für die Armen Seelen im Reinigungsort.

Täglich sind wir Seelengefahren ausgesetzt und brauchen Gnade und Hilfe. Eines der leichtesten und wirksamsten Mittel, die Angriffe des bösen Feindes erfolgreich zurückzuschlagen, ist der andächtige, öftere Gebrauch des Weihwassers. Wenn wir dieses mit gläubigem Herzen nehmen, sendet uns der Erlöser Hilfe, Trost und Kraft, um das Gute zu tun und das Böse meiden zu können.


Eine Bußandacht ist eine gute Vorbereitung zur Beichte, aber kein Ersatz für diese persönliche, sakramentale Beichte!
Das Wunder der heiligen Beichte - ich spreche dich los
Die Voraussetzung für eine gültige Beichte ist ein umfangreiches, vollständiges und reumütiges Schuldbekenntnis während eines Gesprächs unter vier Augen mit einem Beichtvater. (die sogenannte Ohrenbeichte).

In der römisch-katholischen Kirche ist sie eines der sieben Sakramente (Bußsakrament).
Der Beichtstuhl ist das vorgezogene Gericht auf Erden, er ist das, vor dem Jüngsten Tag, und ist mit einem dementsprechend ernsthaften Charakter zu betreten!
In diesem Gericht wird in der Regel die ewige Strafe, die das Resultatder Todsünde ist, durch die Erlösungstat unseres Herrn Jesus Christus und durch die Bezahlung durch ihn am Kreuz, in eine zeitliche gewandelt.
Diese zeitliche Strafe wird anteilsmäßig vom Beichtenden selbst bezahlt, durch die Buße. Die Buße wird zum Teil in diesem Leben, zum Teil im Fegfeuer abgebüßt werden müssen, bevor die Seele zu Gott ins ewige Reich eingehen kann. Der Anteil, der von der Seele selbst zu bezahlen ist [hier durch hl. Messen, Gebet und guten Werken, dort – im Fegefeuer – durch Leiden], bestimmt Gott in seinem ewigen Ratschluss und aus der Abwägung zum Vergehen gegen sein göttliches Gesetz.

Beichtspiegel

Beichtspiegel: Habe ich bei der letzten Beichte eine Sünde vergessen oder verschwiegen?


Sünden gegen die 10 Gebote Gottes
1. Gebet
tägliche Gebete unterlassen – unandächtig gebetet – etwas gesprochen oder getan gegen den Gottesglauben oder die Religion – mich geschämt, den Glauben zu bekennen – abergläubisch gewesen

2. Heilige Namen
heilige Namen leichtfertig ausgesprochen – geflucht – sündhaft geschworen – Gelübde nicht gehalten

3. Sonntage
an Sonntagen schwere Arbeiten verrichtet – die heilige Messe leichtsinnig versäumt (wie oft) - beim Gottesdienst unandächtig

4. Eltern
ungehorsam gegen die Eltern – unaufrichtig – lieblos gegen sie – die Eltern missachtet

5. Leben

Haß auf andere – anderen am Leben geschadet – sich selbst am Leben geschadet durch Unvorsichtigkeit, Unmäßigkeit oder dgl. – andere zum Bösen verleitet – Tiere gequält

6. Unschuld
etwas gedacht, gesprochen, getan, was die Unschuld verletzt

7. Fremdes Gut

etwas weggenommen (schon zurückgegeben?) – jemandem Schaden zugefügt (wieder gutgemacht?) – jemanden betrogen – Schulden nicht bezahlt – Gefundenes behalten

8. Ehre, Wahrheit
anderen Böses nachgeredet – sie verleumdet – andere beschimpft – gelogen

9. u. 10. Begierde
etwas Böses beabsichtigt

Kirchengebote: An Feiertagen die hl. Messe leitsinnig, ganz oder teilweise versäumt – an Feiertagen schwer gearbeitet oder arbeiten lassen – an Freitagen ohne Not Fleisch gegessen – das 40 tägige Fasten, die Quatemberfasten, die Vigilfasten nicht gehalten – zur österlichen Zeit die hl. Sakramente nicht empfangen – zur verbotenen Zeit getanzt -


Hauptsünden: Stolz, Neid, Geiz, Zorn, unmäßig, träge

Standespflichten: Berufspflichten vernachlässigt



Voraussetzung für eine gute Beichte:

•Die rechte Beichtabsicht
•Das Vorbereitungsgebet



Die fünf Stücke für die gnadenreiche Beichte:

•Gewissenserforschung
•Gute und tiefe Reue
•Guter Vorsatz
•Ehrliche Bekennen der Sünden
•Buße und Genugtuung


Jede Sünde zieht nach der Beichte auch eine zeitliche Strafe nach sich. Mit dem Ablass tilgen wir die Strafe für Sünden die uns in der Beichte schon vergeben wurden. Der Ablass ist der vor Gott gültige Nachlass zeitlicher Strafen, die hier oder im Jenseits noch abzubüßen sind. Durch den Ablass werden einem selbst oder den armen Seelen im Fegefeuer, Anteile aus dem Gnadenschatz (Kirchenschatz) zugewendet, den Jesus, Maria und die Heiligen für uns errungen haben. Durch den Ablass kann die Zeit der Läuterung im Fegefeuer für uns selbst oder für andere verkürzt werden, oder es kann sogar erreicht werden, dass man gar nicht ins Fegefeuer kommt.


Der Ablass ist Heilung


Ein Vollablass kann nur gewonnen werden, wenn 5 Bedingungen erfüllt sind:


•Bußwerk (Wallfahrt / Weg zur Kirche)
•Beichte **
•Abkehr von jeder Sünde (Bereuen der Sünden)
•Kommunionsempfang
•Gebet auf Meinung für den Heiligen Vater (Glaubensbekenntnis, Vater unser ..,

Gegrüßet seist du Maria ….., Ehre sei dem Vater ...)





(**Nur die Beichte kann 14 Tage vor oder nach dem Kirchenbesuch erfüllt werden, die anderen Bedingungen müssen am gleichen Tag der Ablassgewinnung erfüllt werden. Der Ablass, kann auch für Verstorbene gewonnen oder den Armen Seelen geschenkt werden. Es ist nur möglich einen Ablass pro Tag zu gewinnen!)



Ablassgewinnung:
Urbi et Orbi lat.:( „der Stadt und dem Erdkreis“) der Segen des Papstes, den dieser in besonders feierlicher Form zu Ostern und zu Weihnachten erteilt.
Mit dem Segen Urbi et Orbi ist nach katholischer Lehre allen, die ihn hören oder sehen und die guten Willens sind, ein vollkommener Ablass ihrer Sündenstrafe gewährt. Seit 1967 kann der Segen auch über Radio, seit 1985 über das Fernsehen und seit 1995 sogar über das Internet gültig empfangen werden.

Bei der Kreuzwegandacht, kann auch ein vollkommener Ablass gewonnen werden.



(Allerseelen) von 1. bis 8. November kann täglich ein vollkommener Ablass für Verstorbene beim Besuch einer Kirche, öffentlichen Kapelle oder eines Friedhofs mit Gebet für die Verstorbenen gewonnen werden. Bleibt eine der 5 Bedingungen unerfüllt, ist es ein Teilablass für die Verstorbenen.

Teilablässe für die Armen Seelen sind auch durch viele Ablass-Gebete zu gewinnen:z.B. Das Gedenke – Gebet zu lieben Frau (Wenn dieses Gebet einmal gebetet wird, bewirkt es einen Ablass von 3 Jahren für eine Seele im Fegefeuer . Wenn dieses Gebet einen Monat lang täglich gebetet wird, bewirkt es einen vollständigen Ablass für eine Seele im Fegefeuer).


Niemand, der einen Ablass gewinnt, kann diesen anderen Lebenden zuwenden!



In seiner unergründlichen Barmherzigkeit und Liebe zu den Menschen, hat Christus seiner Kirche den Barmherzigkeitssonntag [erster Sonntag nach Ostern] geschenkt, an dem der Sünder die Taufgnade wiedererlangt, das heißt, erlass aller Schuld und Strafen, unter den jeweiligen Bedingungen.

von 02.04.2014 10:36

Schutz vor Hass“

„O Mutter der Erlösung, schütze mich vor jeder Art von Hass. Hilf mir zu schweigen, wenn ich Hass ausgesetzt bin. Halte mich stark in meiner Treue zu Jesus Christus, wenn ich am schwächsten bin. Versiegle meine Lippen. Hilf mir, jenen den Rücken zu kehren, die sich mit mir einlassen mit Worten, welche die Lehren deines Sohnes leugnen, oder mich von jenen abzuwenden, die mich wegen meines Glaubens verspotten. Bete für diese Seelen, liebe Mutter, damit sie Satan abschwören und den Frieden Deiner Liebe und die Herrschaft des Heiligen Geistes in ihren Seelen fühlen. Amen.“

Liebe und nur Liebe kommt von Gott. Hass kommt nur von Satan. Es gibt nichts dazwischen. Es gibt keine Mitte. Ihr seid entweder für Meinen Sohn oder gegen Ihn.

von 01.04.2014 00:03

Kardinal Brandmüller verteidigt Lehre über die Ehe

Kardinal Brandmüller hat in einem Interview mit einer italienischen Tageszeitung das „Chaos" in der Kirche kritisiert und die „unverfälschte Lehre der Kirche" über Ehe und Familie verteidigt. Dies berichtet die katholische Tageszeitung „Die Tagespost" mit Berufung auf eine Meldung der KNA.

Der Kurienkardinal beklagt besonders die Unkenntnis der Lehre bei Bischöfen und Theologen, die nach seiner Auffassung der Hauptgrund für das Chaos in der Kirche sei.

Demgegenüber will Kardinal Brandmüller die „unverfälschte katholische Lehre" verteidigen, die er in Gefahr sieht.

Kardinal Brandmüller sagt in dem Interview, dass "vor allem unter Moraltheologie-Professoren" keine oder nur eine mangelnde Kenntnis der katholischen Lehre über die Ehe bestehe. Durch diese mangelhafte oder fehlende Kenntnis würden auch die Bischöfe beeinflusst, die die Maorallehre der Kirche als unzeitgemäß bezeichneten.

Bersonders kritisierte der Kardinal den Trierer Bischof Ackermann (siehe die Kritik von pius.info), der direkt die kirchliche Lehre angegriffen hatte und diese als „nicht mehr zeitgemäß" bezeichnet. Bischof Ackermann habe Unrecht wenn er gemeint habe, dass die katholische Lehre nicht mehr zeitgemäß sei.

Bischof Ackermann findet die Lehre der Kirche nicht mehr zeitgemäß

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat ohne Umschweife zugegeben, lieber dem Zeitgeist als dem Heiligen Geist zu folgen, indem er die Morallehre der Kirche als nicht mehr zeitgemäß bezeichnete. Was daran „mutig" sein soll, wie der Vorsitzende des Katholikenrats im Bistum Trier befand, ist schwer zu verstehen, konnte der Bischof doch des Beifalls der Medien gewiss sein.

Bischof Ackermann findet es nicht mehr zeitgemäß, die neue Verbindung nach einer Scheidung als dauernde Todsünde anzusehen und Wiederverheirateten keine Möglichkeit zu eröffnen, wieder zu den Sakramenten zugelassen zu werden, sagte er der Mainzer „Allgemeinen Zeitung". Es sei auch nicht mehr haltbar, jede Art von vorehelichem Sex als schwere Sünde zu betrachten, und die Kirche dürfe nicht mehr sagen, Homosexualität sei widernatürlich.

Die katholische Morallehre war niemals zeitgemäß, da die große Mehrheit der Menschen immer dazu geneigt hat, den einfachen und bequemen Weg zu gehen, der nach der Bergpredigt in die Hölle führt: „Weit ist die Pforte und breit ist der Weg, der ins Verderben führt, und viele gehen auf ihm hinein. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und nur wenige finden ihn" (Mt 7,13 f). Katholisch zu sein, bedeutete zu fast allen Zeiten, gegen den Strom schwimmen zu müssen.

In typisch liberaler Manier beruft sich Bischof Ackermann auf die Gewissensentscheidung der Einzelnen: „Wir müssen das Verantwortungsbewusstsein der Menschen stärken, ihre Gewissensentscheidung dann aber auch respektieren." Was moralisch schlecht ist, kann aber auch durch eine Gewissensentscheidung nicht gut werden. Wenn der Mensch gegen das Gebot Gottes handelt, sündigt er und ein Bischof lädt eine schwere Verantwortung auf sich, wenn er die Gläubigen auf dem Weg der Sünde bestärkt, anstatt sie zu Umkehr und Buße aufzurufen.

Auch die Unterscheidung zwischen natürlicher und künstlicher Empfängnisverhütung findet er künstlich: „Ich fürchte, das versteht niemand mehr." Es mag schon sein, dass dies kaum jemand mehr versteht, aber das liegt daran, dass die meisten Hirten der Kirche den Gläubigen seit Jahrzehnten nicht mehr erklären, warum in der Sexualität nicht alles erlaubt ist, wozu die Leidenschaften drängen, und warum die Kirche ihre Morallehre, die sie von Gott empfangen hat, nicht ändern kann.

Das Wort Christi ist eindeutig: „Wer seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch gegen sie. Und wenn sie ihren Mann entlässt und einen anderen heiratet, begeht sie Ehebruch" (Mk 10,11 f). Der hl. Paulus schreibt im 1. Korintherbrief: „Den Verheirateten gebiete ich, – nicht ich, sondern der Herr: Die Frau trenne sich nicht von ihrem Mann! Hat sie sich aber getrennt, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit ihrem Mann. Auch entlasse ein Mann nicht seine Frau!" (7,10 f), und im Römerbrief urteilt er über die Homosexualität: „Deshalb gab Gott sie schändlichen Leidenschaften preis. Ihre Frauen verkehrten den natürlichen Verkehr in den widernatürlichen. Ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in ihrer wilden Gier zueinander. Männer trieben Schamloses mit Männern und empfingen so an sich die verdiente Strafe für ihre Verirrung. Weil sie es verschmähten, Gott anzuerkennen, gab Gott sie ihrer verwerflichen Gesinnung preis, so dass sie taten, was sich nicht geziemt" (1,26-28).

Bischof Ackermann und seine Gesinnungsgenossen erwecken bei der Menge falsche Hoffnungen, da sie etwas fordern, was die Kirche nicht erfüllen kann. Die kleine Herde der treuen Gläubigen, die sich – oft unter schweren Kämpfen – bemüht, ein Leben nach den Geboten Gottes zu führen, scheint sie demgegenüber nicht zu interessieren. Diese müssten sie ermutigen und bestärken, anstatt um die Gunst der Masse zu buhlen, die es einfach nur stört, von der Kirche daran erinnert zu werden, dass ihre Lebensweise vor Gott nicht bestehen kann.

von 30.03.2014 09:39

4.Fastensonntag A

Erste Lesung 1Sam 16,1-7.10-13


In jenen Tagen sprach der Herr zu Samuel: Fülle dein Horn mit Öl, und mach dich auf den Weg! Ich schicke dich zu dem Betlehemiter Isai; denn ich habe mir einen von seinen Söhnen als König ausersehen.
Als sie kamen und er den Eliab sah, dachte er: Gewiss steht nun vor dem Herrn sein Gesalbter. Der Herr aber sagte zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und seine stattliche Gestalt, denn ich habe ihn verworfen; Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz. So ließ Isai sieben seiner Söhne vor Samuel treten, aber Samuel sagte zu Isai: Diese hat der Herr nicht erwählt.
Und er fragte Isai: Sind das alle deine Söhne? Er antwortete: Der jüngste fehlt noch, aber der hütet gerade die Schafe. Samuel sagte zu Isai: Schick jemand hin, und lass ihn holen; wir wollen uns nicht zum Mahl hinsetzen, bevor er hergekommen ist. Isai schickte also jemand hin und ließ ihn kommen. David war blond, hatte schöne Augen und eine schöne Gestalt. Da sagte der Herr: Auf, salbe ihn! Denn er ist es. Samuel nahm das Horn mit dem Öl und salbte David mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des Herrn war über David von diesem Tag an.


Zweite Lesung Eph 5, 8-14


Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr durch den Herrn Licht geworden. Lebt als Kinder des Lichts! Das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor.
Prüft, was dem Herrn gefällt, und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, sondern deckt sie auf! Denn man muss sich schämen, von dem, was sie heimlich tun, auch nur zu reden.
Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet. Alles Erleuchtete aber ist Licht. Deshalb heißt es: Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein.


Evangelium Joh 9, 1-41

In jener Zeit sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst? Ober haben seine Eltern gesündigt, so dass er blind geboren wurde?
Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden. Wir müssen, solange es Tag ist, die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat; es kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
Als er dies gesagt hatte, spuckte er auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen.
Die Nachbarn und andere, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sagten: Er ist es. Andere meinten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es.
Da fragten sie ihn: Wie sind deine Augen geöffnet worden? Er antwortete: Der Mann, der Jesus heißt, machte einen Teig, bestrich damit meine Augen und sagte zu mir: Geh zum Schiloach, und wasch dich! Ich ging hin, wusch mich und konnte wieder sehen. Sie fragten ihn: Wo ist er? Er sagte: Ich weiß es nicht.
Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte. Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Der Mann antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen; dann wusch ich mich, und jetzt kann ich sehen.
Einige der Pharisäer meinten: Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein Sünder solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen. Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann antwortete: Er ist ein Prophet.
Die Juden aber wollten nicht glauben, dass er blind gewesen und sehend geworden war. Daher riefen sie die Eltern des Geheilten und fragten sie: Ist das euer Sohn, von dem ihr behauptet, dass er blind geboren wurde? Wie kommt es, dass er jetzt sehen kann? Seine Eltern antworteten: Wir wissen, dass er unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde. Wie es kommt, dass er jetzt sehen kann, das wissen wir nicht. Und wer seine Augen geöffnet hat, das wissen wir auch nicht. Fragt doch ihn selbst, er ist alt genug und kann selbst für sich sprechen. Das sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden fürchteten; denn die Juden hatten schon beschlossen, jeden, der ihn als den Messias bekenne, aus der Synagoge auszustoßen. Deswegen sagten seine Eltern: Er ist alt genug, fragt doch ihn selbst.
Da riefen die Pharisäer den Mann, der blind gewesen war, zum zweiten Mal und sagten zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist. Er antwortete: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Nur das eine weiß ich, dass ich blind war und jetzt sehen kann.
Sie fragten ihn: Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er deine Augen geöffnet? Er antwortete ihnen: Ich habe es euch bereits gesagt, aber ihr habt nicht gehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt auch ihr seine Jünger werden? Da beschimpften sie ihn: Du bist ein Jünger dieses Menschen; wir aber sind Jünger des Mose. Wir wissen, dass zu Mose Gott gesprochen hat; aber von dem da wissen wir nicht, woher er kommt.
Der Mann antwortete ihnen: Darin liegt ja das Erstaunliche, dass ihr nicht wisst, woher er kommt; dabei hat er doch meine Augen geöffnet. Wir wissen, dass Gott einen Sünder nicht erhört; wer aber Gott fürchtet und seinen Willen tut, den erhört er. Noch nie hat man gehört, dass jemand die Augen eines Blindgeborenen geöffnet hat. Wenn dieser Mensch nicht von Gott wäre, dann hätte er gewiss nichts ausrichten können.
Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren, und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus.
Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn?
Der Mann antwortete: Wer ist das, Herr? Sag es mir, damit ich an ihn glaube.
Jesus sagte zu ihm: Du siehst ihn vor dir; er, der mit dir redet, ist es.
Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.
Da sprach Jesus: Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen: damit die Blinden sehend und die Sehenden blind werden.
Einige Pharisäer, die bei ihm waren, hörten dies. Und sie fragten ihn: Sind etwa auch wir blind?
Jesus antwortete ihnen: Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde. Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen. Darum bleibt eure Sünde.


Die Heilung des Blinden
Blinde und Sehende


Das ganze neunte Kapitel des Johannes-Evangeliums handelt von der Heilung eines Blinden durch Jesus, von einer Heilung und deren Folgen. Die körperliche Heilung der Blindheit schildern die ersten sieben Verse, die übrigen 34 die Reaktion der Pharisäer und die innere Heilung, an deren Ende dessen Bekenntnis des Geheilten zu Jesus Christus steht.
Das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden!
Schon die ersten Worte zeigen, dass es in diesem Kapitel um mehr geht als nur um äußere Heilung. Jesus und seine Jünger begegnen einem von Geburt an Blinden. Wer hat gesündigt? Fragen die Jünger, der Blinde selbst, oder dessen Eltern? Krankheit und Behinderung als eine Folge von Sünde, das ist ein gängiges Erklärungsmuster. Selbst in unserer heutigen aufgeklärten Welt erleben wir es nicht selten, dass in irgendeinem Fehlverhalten die Ursache von Behinderung gesehen wird. Doch wie immer man darüber denken mag, Jesus macht ganz deutlich, dass der Tun-Ergehens-Zusammenhang von Sünde und Krankheit nicht haltbar ist. Das Wirken Gottes soll an dem Blinden offenbar werden. Auch die Blindheit des Blinden hat in Gott ihren Sinn.
Dies müssen wir etwas tiefer bedenken. Fest steht, dass Krankheiten und Leiden soweit es in der Kraft der Menschen steht, geheilt werden sollen. Es gibt aber auch in unserer heutigen Zeit Krankheiten und Leiden, die unheilbar sind und mit denen zu leben die Menschen lernen müssen. Ich denke hier beispielsweise an behinderte Menschen. Auch die Blindheit von Geburt an gehört zu einem solchen unheilbaren Leid.

Wenn jemand ganz unerwartet Heil zuteil wird und er die Macht seines Retters erkennt, dann wird er dessen Macht auch glühender lieben. (Gregor der Große)


Zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte gab es Tendenzen, behinderte Menschen aus der Gesellschaft zu verbannen. Das grauenerregende Wort vom lebensunwerten Leben ist sicher vielen bekannt. Doch gerade zu solchen Menschen, deren Leben in den Augen vieler als unnütz erscheint, sagt Jesus: Das Wirken Gottes soll an dir offenbar werden. Für Gott ist kein Leben ohne Sinn, auch wenn das Leid des Lebens keinen Sinn hat. Gott kann auch dort, wo niemand es zu vermuten scheint, wirken. Gerade dort, wo Menschen mit all ihren Möglichkeiten nicht mehr helfen können, da wirkt Gott. Wo manche Gottverlassenheit und Strafe Gottes vermuten, ist der Ort des herrlichen Wirkens Gottes.
Nun werden viele fragen, wie denn? Es gibt doch so viele Behinderte auf dieser Welt. Wie viele von ihnen hat Gott geheilt? Hat er vergessen, an den anderen zu wirken? Doch vielleicht wirkt Gott ganz anders, als wir es vermuten. Ich denke, das Wirken Gottes an einem behinderten Menschen zeigt sich darin, dass andere Menschen sich um ihn kümmern. Die Betreuung eines behinderten Menschen ist einer der größten Dienste, die ein Mensch leisten kann. Dieser Dienst kann für das Pflegepersonal und ganz besonders auch für die Eltern und Angehörigen sehr mühsam, ja scheinbar unmöglich erscheinen. Aber ich glaube, dass gerade Menschen, die sich ganz dem Dienst an Behinderten widmen, Eltern, die ihr behindertes Kind annehmen und für das Kind da sind, etwas von dem Wirken Gottes spüren. Gott wird diesen Dienst nicht ohne seinen Segen lassen, er wird eine Familie mit einem behinderten Kind nicht ohne seinen Segen lassen.
Wir sehen deutlich, wie fehl am Platz hier die Frage nach Sünde und Fehlverhalten hier ist, wie unnütz es ist, nach einem Schuldigen zu suchen oder gar Gott die Schuld zu geben. Es gilt da, wo Menschen nicht mehr heilen können, anzunehmen, zu helfen, mit der Behinderung zu leben und zu vertrauen auf die Hilfe Gottes, besonders wenn der Dienst am anderen mühsam, ja unmöglich erscheint. Das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden. Denken wir groß von behinderten Menschen, denken wir groß von Gott, der ganz besonders in den schwächsten aller Menschen sein Wirken zeigen kann.

Jesus das Licht der Welt

Der Bericht von der Heilung ist umrahmt von einem Lichtwort Jesu. Wir müssen, solange es Tag ist, die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat; es kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Und am Ende des Kapitels sagt Jesus: Um zu richten bin ich in diese Welt gekommen: damit die Blinden sehend und die Sehenden blind werden. Die entscheidende Heilung ist nicht die der äußeren Blindheit, sondern die der inneren Blindheit, die Gott nicht erkennt. Viele meinen, wie die Pharisäer damals, sie wären sehend, sie könnten alles erkennen, könnten Richter sein über Gut und Böse, oder sie könnten ohne Gott die Geheimnisse dieser Welt verstehen. Nein, wer meint aus sich das Licht zu haben, der ist in Wahrheit blind. Wir haben nur dann das Licht, wenn wir alles im Lichte dessen sehen, der von sich sagt "Ich bin das Licht der Welt", im Lichte Jesu Christi.
Der Blinde im Evangelium weiß nicht, wer ihn geheilt hat. Er geht zunächst zu den Pharisäern, die er für solche Wunder zuständig hält. Doch die sind blind. Nein, das kann kein guter Mensch sein, der einen Blinden an einem Sabbat, an dem man keine Arbeit tun darf, heilt. Dieser Jesus paßt nicht in ihr Muster, genau so wenig wie seine Anhänger. Die Pharisäer haben ihr eigenes Licht, das sie hüten und doch werden sie so zu Hütern ihrer Finsternis.

Die Heilung des Blinden
Christus selbst ist der Tag. Der gewöhnliche Tag geht zu Ende mit dem Umlauf der Sonne und hat nur wenige Stunden. Der Tag der Gegenwart Christi aber dauert bis zur Vollendung der Weltzeit. (Augustinus)

Sehr spannend ist dann die weitere Entwicklung. Die Pharisäer stellen Nachforschungen an. War der Geheilte wirklich blind? Die Eltern des Geheilten bezeugen, dass er blind geboren wurde, wollen sich aber auf keine weitere Diskussion über die Heilung einlassen. Sie überlassen ihren Sohn sich selbst. Der Geheilte ist ganz auf sich allein gestellt. Er wird sich darüber gefreut haben, dass er sehen kann, aber nun sind plötzlich alle gegen ihn. Auch seine Eltern, die sich vielleicht bisher um ihn gekümmert hatten, lassen ihn allein. Doch er weiß sich zu helfen. Er ist nicht auf den Mund gefallen. Als ihn die Pharisäer zum x-ten Mal fragen, wie er denn geheilt wurde, sagt er: Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt auch ihr seine Jünger werden?
Der Geheilte hat sich trotz aller Drohungen als Jünger Jesu bekannt. Er weiß, wie er sehend geworden ist, doch die Pharisäer glauben nicht und bleiben blind. Sie werfen den Geheilten aus der Synagoge. Jesus hört davon. es kommt zu einer zweiten Begegnung. Der Geheilte hat erkannt, dass hinter seiner Heilung mehr steckt, als "nur" die Tatsache, dass er sehen kann. Er hat erkannt, dass er das neue Leben, das Jesus ihm geschenkt hat, nur mit Jesus in seiner Fülle leben kann. Er fällt vor Jesus nieder. "Ich glaube, Herr!" Er glaubt fest daran, dass Jesus das Licht der Welt ist, in dem allein Sehen wirkliches Sehen ist.
Bitten wir den Herrn, dass wir zu solchen sehenden Menschen werden. Bitten wir ihn, dass wir zu Boten seines Lichtes werden, wo es gilt, schwachen und kranken Menschen zu helfen, wo es gilt, für den Glauben Zeugnis abzulegen, Zeugnis zu geben für Jesus Christus, der gekommen ist, damit die Menschen das Licht des Lebens haben.

von 29.03.2014 16:01

29. März - Hl. Berthold von Kalabrien

Berthold stammte aus Salignac bei Limoges. Später kam er nach Italien. Er wurde Mönch und Priester im normannischen (s. 8.5.) Kalabrien. Während des zweiten Kreuzzuges (1147 - 1149) gelangte St. Berthold, wohl mit dem normannischen Kontingent, nach Outremer, d.h. in das von abendländischen Christen beherrschte Gebiet Syrien-Palästinas.

Der zweite Kreuzzug war ausgelöst worden durch Imad ad-Din Zengi, auch genannt Zenki, den mohammedanischen Herrscher über Mossul und Aleppo (1127/1128 - 1146). Dieser hatte nämlich 1144 das christliche Edessa erobert und damit die Kreuzfahrerstaaten ihres Vorpostens im Nordosten beraubt. Den zweiten Kreuzzug führten der deutsche König Konrad III. (1138 - 1152) und der französische König Ludwig VII. (1137 - 1180) an (vgl. 20.8.); doch endete er ohne nennenswerte Ergebnisse, nachdem man sich dazu entschieden hatte, ausgerechnet Damaskus, den mohammedanischen Verbündeten der Kreuzfahrerstaaten, anzugreifen und die Stadt vergeblich belagert hatte.

In demselben Jahr, in dem der zweite Kreuzzug (1147 - 1149) ruhmlos endete, zog Zenkis Sohn Nur-ad-Din (1146 - 1174) gegen Fürst Raimund von Antiochia (1133 - 1149). Nur-ad-Din siegte 1149 in der Schlacht bei Inab, Raimund fiel. Nun war Antiochia unmittelbar bedroht. Es mag zu jener Zeit gewesen sein, daß der hl. Berthold von Kalabrien sein Gelübde ablegte, er wolle fortan als Eremit in Palästina leben, wenn Antiochia den Christen erhalten bliebe. Tatsächlich ließ Nur-ad-Din von Antiochia ab. Möglicherweise veranlaßte ihn Rücksichtnahme auf die militärische Stärke König Balduins III. von Jerusalem (1143 - 1163) dazu, die allerdings nicht ausgereicht hatte, Damaskus einzunehmen, obwohl der deutsche und der französische König die Belagerung unterstützten. - Antiochia fiel erst 1268 als einer der letzten Stützpunkte Outremers an die Mohammedaner (vgl. 25.8.).

Um 1155 ließ sich der hl. Berthold von Kalabrien mit zehn Gefährten als Einsiedler im Karmelgebirge bei der sogenannten Quelle des Elias nieder. Die Elf wollten ein Leben im Sinne des alttestamentlichen Propheten führen, der auf dem Karmel die Baalspriester besiegt hatte. Berthold wurde ihr Oberhaupt.

Um 1195 starb der hl. Berthold von Kalabrien. Die von ihm begründete Gemeinschaft erhielt ihre Ordensregel 1209 von dem heiligen Patriarchen Albert von Jerusalem (1206 - 1214), der später während einer Prozession ermordet wurde. Die von Albert den Eremiten des Karmels gegebene Ordensregel wurde 1226 durch Papst Honorius III. (1216 - 1227) bestätigt. So entstand der Karmeliterorden, dessen Stifter also der hl. Berthold von Kalabrien ist.

1238 wurden die Eremiten durch die vorrückenden Mohammedaner vom Karmel vertrieben. Über Zypern und Sizilien gelangten sie nach Frankreich und schließlich nach England (vgl. 16.7.). Seit 1247 zählten die Karmeliter zu den Bettelorden und verbreiteten sich danach im gesamten Abendland (vgl. 4.2.).

von 29.03.2014 15:34

Du nimmst unser aller Fleisch an
Mein Heiland, als Du Mensch wurdest im Schöße der heiligen Jungfrau, nahmst Du nur das Fleisch
eines einzelnen Menschen an; nun nimmst Du unser aller Fleisch an, auch das meinige. Du eignest es Dir an, es ist Dein; Du willst es durch die Berührung, durch die Vereinigung mit dem Deinen wie das Deine machen: rein, heilig, makellos, unsterblich, verklärt. Ich soll das Gepräge Deiner Auferstehung erhalten, wofern ich den Mut habe, das Deines Todes anzunehmen. Komm, o komm, Fleisch meines Heilandes, glühende Kohle, reinige meine Lippen, entflamme mich mit der Liebe, die Dich dem Tode auslieferte. Komm, o Blut, vergossen durch die Liebe; fließ in mein Herz, Du Flammenstrom! O Heiland, das also ist Dein Leib, derselbe Leib, der von Wunden durchbohrt wurde. Ich vereinige mich mit allen Deinen Wunden; durch sie entfloß all Dein Blut für mich. Du ermattest, Du stirbst, Du gehst hinüber; das ist Dein Hingang: Auch ich gehe hinüber, sterbe mit Dir. Was ist mir die Welt? Nichts, gar nichts! Ich bin der Welt gekreuzigt und die Welt mir.
(Bischof Jacques Bénigne Bossuet)

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