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NEUER BLOG von Esther

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von 02.12.2012 09:57

Eros reitet auf dem Panther. Liebe und Ehe in den Weltreligionen

„Haben wir den richtigen Begriff von Liebe? Er ist bei uns oft sentimental, weichlich geworden. (...) Die Moderne muss die Liebe als etwas viel Weiträumigers, Furchtbareres und Gewaltigeres denken, als sie es tut.“ Romano Guardini

Ist unser Verständnis von Liebe nicht zu weich? Liebe und Ehe werden in den großen Traditionen der Welt weniger als traute Zweisamkeit denn als göttliche Handlung verstanden. Liebe und Ehe haben in der Geistes- und Religionsgeschichte der Welt immer mit Weltschöpfung und Welterhaltung zu tun. Der romantische Zweierbezug steht hier nicht im Vordergrund. In den indischen Traditionen ist das ganz stark ersichtlich, wo es noch sehr häufig ist, von Verwandten verheiratet zu werden. Auch in der nordischen Edda heißt es: „Sie heirateten und dann gewannen sie einander lieb.“ Unser Bezug auf „Ich und Du“ ist eigentlich ein spätes und sehr individualistisches Konzept.

Auch im Hinduismus ist der Sexualakt in der Ehe ein sakraler Akt. Bei dreitägigen Feiern der Hochzeit nähert sich der Bräutigam der Braut erst in der dritten Nacht. Zuvor gibt es zahllose religiöse Segnungen.

Die erotische Begegnung wird in vielen asiatischen Tantren als Fortsetzung und Stabilisierung des Uranfangs der Welt verstanden. Auch hier heiratet ein Paar nicht nur als Ausdruck einer privaten Liebe, sondern um an der Weltschöpfung mitzuwirken. Wo man heiratet, wird Welt geschaffen.

Es geht also nicht vorrangig um Triebe oder Bedürfnisse – es geht um den Zusammenhalt des Weltalls. Dieses sakrale Mitwirken ist eine deutliche Parallele zur Sakralität der Ehe im Christentum. Gerade weil der Eros „auf dem Panther reitet“ (wie die Griechen sagen), muss er unbedingt in den Raum des Heiligen gestellt werden.

Lebendiges besteht nicht aus harmonischen Kräften. In den Mythen unterschiedlichster Kulturen gibt es ein polares Gegenüber von Mann und Frau. Diese Kräfte sind gleichgewichtig, aber deutlich unterschieden und getrennten Aufgaben zugeordnet. Auch im Yin und Yang von Lao Tse ist dies deutlich ausgedrückt. Die Frau stellt sich dem Mann als Rätsel, das er unter Einsatz aller Kraft lösen muss. Damit steht sie für Bewegung und ein bisschen auch für Irritation. Sie erprobt ihn und er setzt sie frei. Die Frau wird nur am Mann zur Frau und zur Mutter. Der Mann wird nur an der Frau zum Mann und Vater.

Es gehört mehr Mut dazu, sich auf das andere Geschlecht einzulassen als auf das eigene. Und in der Begegnung der Geschlechter liegt ein Ausdruck der göttlichen Spannung. Die Spannung richtig zu lenken ist die eigentliche Bedeutung des Wortes keusch. Denn keusch kommt vom lateinischen „conscius“ - „bewußt“. Keusch sein heißt also nichts anderes, als die eigene Energie bewußt auszurichten anstatt sie laufenzulassen.

Beziehung heißt auch, dass man von jemanden und zu etwas hingezogen wird und aus sich heraus gezogen wird. In allen großen Traditionen erkennt man das Zusammenspiel von Mann und Frau. Gegenpole sind notwendig, damit sich etwas bewegt, damit etwas in Betrieb kommt! Die polaren Geschlechter arbeiten nach einem Schloss – Schlüssel – Modell. Zwei Schlüssel schließen nichts auf, zwei Schlösser öffnen sich nicht gegenseitig. Es gibt keine Zwei-Einheit aus Gleichem, es gibt nur die Zwei-Einheit aus Gegensatz. Wer diesem zutiefst Anderen ausweicht, weicht dem Leben aus. Leben und großes Glück liegen im Anders-Sein.

Von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz

Buchtipp (dt): „Frau-Männin-Menschin. Zwischen Feminismus und Gender“, von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Verlag Butzon&Bercker Kevelaer, 2009.

von 01.12.2012 10:06

Bereit für das Kommen des Herrn

Homilie am 1. Adventsonntag
2. Dezember 2012, Lesejahr C

L1: Jer 33,14-16; L2: 1 Thess 3,12-4,2; Ev: Lk 21,25-28.34-36


Alle liturgischen Texte finden Sie im Schott-Messbuch online



Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, liebe Kinder!



Der Advent ist eine besondere Zeit! Das Grün des Adventkranzes, die Kerzen, die adventlichen Lieder und die besonderen Texte der Liturgie helfen uns in der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest.

„Advent“ heißt „Ankunft“, und wir erwarten die Ankunft des Jesuskindes, dessen Geburt wir zu Weihnachten feiern. Wir kennen das ja alle, wenn wir uns auf etwas ganz besonders freuen! Da vergehen die Tage und Stunden viel zu langsam; wir möchten am liebsten, dass unsere Wünsche und Erwartungen gleich erfüllt sind.

In dieser Zeit vor Weihnachten kann uns ein Adventkalender helfen, die Tage zu überbrücken. In den Familien können wir miteinander beten und singen; es gibt adventliche Geschichten, die wir lesen können, Lieder, die gemeinsam gesungen werden, und noch vieles andere, das nicht fehlen darf, z.B. etwas basteln oder jemandem täglich eine kleine Freude machen …!

Ganz wichtig ist es, dass wir nicht beim Äußeren stehen bleiben, sondern hinfinden zum Wesentlichen. Die Geschäfte mit ihrer bunten Reklame, der Trubel in den Einkaufsstraßen, die Hektik so mancher Vorbereitungen – all dies soll uns nicht völlig beanspruchen oder absorbieren. Wir brauchen ja Zeit für uns selber, eine Zeit der Stille, wo wir wieder zu Atem kommen und einander begegnen in guter Gemeinschaft.

Gott will ankommen in unserem Herzen: das ist der Sinn der Advent- und Weihnachtszeit. Bereitet dem Herrn den Weg, ebnet ihm die Straßen (Lk 3,4)! So und ähnlich rufen uns die Propheten zu. Wie verhalten wir uns denn normalerweise, wenn wir einen Gast im Hause erwarten? Da sorgen wir dafür, dass alles sauber ist und schön hergerichtet ist, damit sich dieser Gast dann wohlfühlt. Wenn er kommt, nehmen wir uns Zeit für ihn und widmen ihm unsere Aufmerksamkeit. Bei Jesus soll es ähnlich sein: Er kam damals vor 2000 Jahren als Kind in einer Krippe zur Welt, empfangen vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria. Der heilige Josef war sein väterlicher Beschützer.

Und dieses Jesuskind möchte in unser Herz kommen: nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr hindurch – an jedem Tag und zu jeder Stunde. Gott ist ein Kind geworden, weil er uns liebt; als Mensch will er uns nahe sein. Das ist die frohe Botschaft, die wir zu Weihnachten feiern und worauf wir uns jetzt im Advent vorbereiten.

Dass uns dies gut gelingt, erbitten wir von Gott dem Herrn auf die Fürbitte der seligen Jungfrau Maria! Amen.

von 30.11.2012 12:11

Glauben? Ich ziehe es vor, zu wissen

»Glauben«, so heißt es immer wieder, »ist eben nicht wissen. Also, lass uns aufhören darüber zu diskutieren. Soll doch jeder glauben, was er will...«

Das ist eine Art Grundvoraussetzung für jede (aber auch wirklich jede!) Diskussion über Glaubensdinge. Glauben heißt soviel wie vermuten. Und vermuten kann eben jeder, was er will. Wenn einer glauben will, dass es morgen regnet, so soll er es ruhig. Vielleicht hat er recht. Zumindest darf man ihm das nicht absprechen.
Und wenn einer glaubt, das der 1. FC Bayern zum 28. Mal Deutscher Meister wird - so soll ihm dieser Glaube gelassen werden. Wissen kann das keiner.

Glauben ist eine Frage der Lebenseinstellung. Wenn jemand Optimist ist - soll er doch. Ist seine Entscheidung. Ist jemand Pessimist - naja, nicht mein Fall, aber dennoch sein gutes Recht.

Glauben ist eine Geschmacksache - und über Geschmack lässt sich nicht streiten. Den hat man, oder den hat man nicht. Und warum etwas mir "schmeckt", kann ich nicht begründen, das ist einfach so.

Glauben ist Gefühlssache. Wenn der Jedi-Ritter auffordert "Erforsche Deine Gefühle!", so kommt dabei dann Glauben heraus (entweder an die gute oder an die böse Seite der Macht). Aber die "Erforschung der Gefühle" ist eben etwas anderes als die Benutzung des Verstandes.

Gehen wir mit dieser Einstellung an die Religion, so kann sie vieles sein (Quelle der Freude, der Hoffnung und des Trostes) - aber eben keine Sache, über die man diskutiert. Und daran krankt dann jede Bewertung von Religion, Kirche und persönlicher Lebenspraxis.

Gut, dass diese Sicht komplett falsch ist.

Ein kleiner Glaubenstest
Wir kommen der Frage, was Glauben und Wissen eigentlich unterscheidet, sehr schnell nahe, wenn wir uns fragen, was wir sicher wissen und was wir nur glauben... machen wir also den Glaubenstest.

Frage Dich selbst: Welche von den folgenden Aussagen weißt Du - und welche glaubst Du nur?

• Russland ist ein großes Land
• Katzen sind Säugetiere
• Menschen leben länger, wenn sie nicht rauchen
• Gott hat die Welt erschaffen
• Alkohol ist eine häufige Ursache für tödliche Verkehrsunfälle
• Der Mond braucht 28 Tage, um einmal die Erde zu umkreisen
• Meine Freundin ist vertrauenswürdig
• Die Welt ist durch den Urknall entstanden
•Heidi Klum sieht gut aus
• Ich bin ein Kind meiner Eltern
• Eine blaue Tasse ist niemals vollständig rot
• Bienen sind Insekten
• 1 + 1 = 2
• Mahatma Gandhi war ein Inder
•Vitamine sind gesund
• Sport ist Mord
• Gott hat die Welt nicht erschaffen, sie ist von alleine entstanden
• Der Mond verursacht Ebbe und Flut
• Tobias ist total bescheuert
• Papageien können bis zu 80 Jahre alt werden
•China ist ein Land
• Alle gesunden Hunde haben von Geburt an vier Beine
•Der zweite Weltkrieg begann 1939

Offensichtlich werden im Alltagsgebrauch die Begriffe "Wissen" und "Glauben" nicht in einem eindeutigen Sinne verwandt - ein ganz selbstverständliches Vorrecht der alltäglichen Sprache. Daher kommt es in der Bedeutung der beiden Begriffe oft zu Überschneidungen, die scheinbare Gegensätze produzieren. Während wir davon sprechen, dass wir wissen, dass es einen Berg namens "K2" gibt (obwohl keiner von uns diesen Berg jemals mit eigenen Augen gesehen hat), verweisen wir die Behauptung von Menschen, die von einem Ufo entführt worden sind, in das Reich des Glaubens - obwohl dort doch Augenzeugen das Gegenteil behaupten.

Offensichtlich ist es nötig, die verschiedenen Verwendungen der Begriffe näher zu umreißen, um dann exakter bestimmen zu können, was wir wissen, und was wir glauben.

Verschiedene Verwendungen des Worts "Glauben"
Am einfachsten fällt es uns zunächst, das Wortfeld Glauben näher einzuschränken. So begegnet uns der Begriff überwiegend im Sinne von vermuten, nicht sicher erwarten, die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses nicht einschätzen können.

Der naturwissenschaftliche Glaube: Wissenschaftler sprechen von einer Theorie, die unabhängige Daten in einen Sinnzusammenhang stellen, als von einer glaubwürdigen oder unglaubwürdigen Hypothese. Wissenschaftlicher Glaube bedeutet inhaltlich, eine Theorie als plausibel, einleuchtend und naheliegend erachten.


Definitionen: Letztlich kann nicht als gewusst bezeichnet werden, war wir lediglich als Definition akzeptieren. Ob "Belgien" existiert oder nicht, ist keine Frage der Beobachtung - in der Natur finden wir keine Ländergrenzen; Staaten werden festgelegt und benannt. Die Frage nach der Existenz einer Definition ist die Frage danach, ob diese Definition anerkannt ist. So gilt, dass jedwede weitere reine Etikettierung, bspw. in der Biologie oder Chemie, weder eine Frage das Glaubens noch eine Frage des Wissens ist - sondern seine Legitimation durch Übereinstimmung in der Begriffsbildung erhält.•
Fremde Berichte: Außerdem bedeutet "Glauben", dass ich dem Bericht eines anderen einen Wahrheitsgehalt zuerkenne. Das gilt für den privaten Bereich genauso wie für die Wissenschaften - Forschern und ihren Berichten wird geglaubt; ein Einstein ist nicht selbst in den Urwald gezogen um eine Sonnenfinsternis zu beobachten, er vertraute aber den Angaben und Berichten.
Scheiden wir diese Bedeutungen für den zweiten Begriff Wissen aus, so kann nur das als gewusst bezeichnet werden, was ich aus eigener Anschauung erfahren habe, selbst erlebt oder gesehen, selbst vermessen oder gespürt, durch Experiment oder Beobachtung eigens überprüft hat. Allen anderen, die eine solche Erfahrung unmittelbar nicht gemacht haben, bleibt nur der Glaube, dass unser Bericht darüber gewissenhaft ist. Wir wissen außerdem rein logische Folgerungen aus hypothetischen Annahmen (zum Beispiel in der Mathematik), leisten aber damit keine Wirklichkeitsbeschreibung und verbleiben im Raum der Hypothese.
Wenn wir so streng vorgehen, dann verkehrt sich der Begriff "Wissen" in das Gegenteil: Im allgemeinen wurde der Begriff "Wissen über die Welt" gerade für Objektivität, Allgemeinverbindlichkeit und grundsätzlicher Anerkennung verwendet. Nach unseren Überlegungen ist Wissen (als das, was ich selbst erlebt und gesehen habe) nichts anderes als rein subjektives Erkennen (zudem behaftet mit dem Makel der möglichen Sinnestäuschung, fehlerhaften Erinnerung und interessengeleiteten Interpretation).

Somit ist der Schluss erlaubt, dass es Wissen in seiner alltäglichen Verwendung als untrügliches Erkennen nicht gibt; Wissen ist vielmehr ein Erkennen, dass sich durch nichts vom Glauben (in seinen unterschiedlichen Bedeutungen) und dem Anwenden von Definitionen unterscheidet.

Wissen und Glauben unterscheiden sich also nicht in einem absoluten, gegensätzlichen Sinne; vielmehr bezeichnen wir Erkenntnisse mit einer höheren Verlässlichkeit und allgemeineren Akzeptanz als gewusste Sachverhalte, dagegen sprechen wir von Glauben, wenn es sich um unsichere Erkenntnisse oder um persönliche, nicht objektivierbare Entscheidungen handelt.

Das wirft natürlich unsere ganze Mauer über den Haufen, die wir aus Scheinargumenten aufgebaut haben: »Ich will mit Dir nicht über Glaubensfragen diskutieren, das sind doch sowieso nur Vermutungen.« - Das geht nicht mehr, denn sogar die Behauptung, dass morgen die Sonne aufgehen wird, ist nur eine Vermutung (nichts, was in der Zukunft liegt, kennen wir aus eigener Anschauung, schon gar nicht der zukünftige Zustande unseres Sonnensystems). Die einzige Frage ist, wie sicher unsere Vermutungen sind.

Um die Frage zu klären, wie sicher die Behauptung "Es gibt Gott" ist, müssen wir allerdings nachdenken - tut mir leid, lieber Hippie, daran kommt keiner von uns vorbei. (Wer ein paar Gründe kennenlernen will, warum es sinnvoll ist, die Hypothese Gott zu akzeptieren, der schaue zunächst in die Katechese zu den Gottesbeweisen und dann in die kleine Sammlung von Indizien für die Existenz Gottes).

...das wusste auch schon Kant
Jaja - Immanuel Kant war ein kluger Mensch und ein hochgeachteter Philosoph... ...aber Philosophen reden oft so unverständliches Zeug. Kann Kant uns weiterhelfen (immerhin ist er schon lange tot!)?

Ja, er kann. Er hat nämlich etwas zu diesem Thema gesagt, was relativ einfach, klar und verständlich ist. Kant unterschied nicht nur Glauben und Wissen - sondern fügte noch ein Drittes hinzu: Das Meinen.

Meinen - Glauben - Wissen
Kant schreibt:
Das Fürwahrhalten, oder die objektive Gültigkeit des Urteils, in Beziehung auf die Überzeugung (welche zugleich objektiv gilt), hat folgende Stufen: Meinen, Glauben und Wissen. Meinen ist ein mit Bewusstsein sowohl subjektiv als objektiv unzureichendes Fürwahrhalten. Ist das letztere nur subjektiv zureichend und wird zugleich für objektiv unzureichend gehalten, so heißt es Glauben. Endlich heißt das sowohl subjektiv als objektiv zuriechende Fürwahrhalten das Wissen. Die subjektive Zulänglichkeit heißt Überzeugung (für mich selbst), die objektive Gewissheit (für jedermann)." (KrV B 850

Mit anderen Worten:

Meinen (im Sinne von „Vermuten") ist nach Kant ein Fürwahrhalten, das sowohl subjektiv als auch objektiv unsicher ist. Wir sind genauso bereit, unsere Meinung aufzugeben, wenn uns jemand dazu Anlass gibt, als auch unsere Meinung in ein Glauben oder Wissen zu überführen (indem wir z.B. triftige Gründe für unsere Meinung entdecken, die uns zuvor unbekannt waren).

Ein Meinung ist zum Beispiel „Bayern wird Deutscher Meister" - das mag zwar der Wunsch einiger (aus meiner Sicht seltsamer) Zeitgenossen sein, aber es ist eine unsichere Prognose - jedes Jahr wieder, zumindest am Anfang der Saison.

Glauben ist nach Kant etwas, dass man zwar subjektiv sicher festhält, aber das ich nicht objektiv als solches erweisen kann. Während ich zum Beispiel ganz sicher weiß, was ich letzte Nacht geträumt habe, ist es mir definitiv unmöglich, darüber einen Beweis anzutreten - und somit ist jedes persönliche Ereignis, das nur im Verborgenen meines Subjektes geschieht, ein Gegenstand des Glaubens - nicht des Wissens.

Beispiel: Ich weiß persönlich (subjektiv) sehr wohl, was mir meine beste Freundin unter dem Siegel der Verschwiegenheit ins Ohr geflüstert hat. Da ich aber die einzige Person bin, die das Geflüsterte verstehen konnte, kann ich es niemanden aufweisen oder beweisen. Ich glaube meiner eigenen Erfahrung - kann aber keinen Anspruch auf Wissen erheben.

Wissen dagegen ist etwas, dass sowohl subjektiv sicher - als auch objektiv gesichert ist. Das ist - so gibt sogar Kant selbst zu - allerdings in ständigem Wandel, denn was als objektiv gesichert gilt, hängt von der Gesellschaft und der vorherrschenden Philosophie genauso ab wie von meinem eigenen Standpunkt in Politik, Religion und Welt.

Beispiel: Heutzutage gilt die Existenz des Elektrons als eine gesicherte (und somit objektive) Erkenntnis. Wenn ich auch persönlich von der Existenz dieses negativ geladenen Elementarteilchens überzeugt bin, dann verdient diese persönliche Überzeugung das Etikett Wissen. Noch vor 150 Jahren wäre die Überzeugung, es gäbe ein Elektron, lediglich als Glaube bezeichnet worden.


Will man Kants Definition von Meinen, Glauben und Wissen grafisch veranschaulichen, hilft vielleicht die folgende Tabelle:


...subjektiv......objektiv...Meinen ist... ...nicht sicher


...nicht sicher Glauben ist... ...sicher ...nicht sicher Wissen ist... ...sicher ...sicher

Glauben heißt nicht-Wissen....?
Bisher war die entscheidende Frage, inwiefern sich „Glauben" von „Wissen" unterscheidet. Nun - der Übergang von Glauben und Wissen liegt nach Kant im objektiven - also nicht im persönlichen, subjektiven und von Vorlieben geprägten - Bereich.

Aber das macht die praktische Unterscheidung, was denn nun konkret lediglich Glauben und was bereits Wissen ist, nicht einfacher. Und das wusste auch schon Kant: Nach Kant können wir lediglich das logisch-mathematische als Gewissheit bezeichnen (und, so fügt der kluge Kopf hinzu, ebenfalls das Sittengesetz. Aber das ist hier nicht unser Thema). Mit anderen Worten:

Was als „objektiv" gesichert gilt, ist letztlich eine Frage der Konvention. Früher war für eine Gesellschaft das Wissen sehr viel weit gefasster: Die Überzeugung z.B., dass es einen Gott gibt, war selbstverständlicher Bestandteil der meisten Gesellschaften. Heute gilt oft nur noch das naturwissenschaftliche Überprüfbare als objektiv gesichert.

Aber selbst wenn für jeden einzelnen Menschen die Konvention der Gesellschaft ein gewichtiger Grund sein mag, sich selbst einer Sache sicher zu sein - es wird dennoch im Leben eines jeden Menschen immer eine subjektive Sicherheit über Dinge geben, die sich objektiv nicht beweisen lassen.

Ob Tante Gisela die Socken, die sie mir geschenkt hat, wirklich selber gestrickt hat, wird sich nicht objektiv beweisen lassen (vor allem, wenn Tante Gisela - Gott hab sie selig - schon von uns gegangen sein sollte). Das wird aber an meiner subjektiven Gewissheit nichts ändern.

Ob ich also im Kant'schen Sinne etwas weiß oder nur glaube, spielt für meine Überzeugung eine untergeordnete Rolle. Wenn wir Kants Definition zugrunde legen, unterscheidet sich für jeden Menschen persönlich vor allem das Meinen vom Glauben/Wissen. Denn der entscheidende Schritt wird vom unsicheren Fürwahrhalten (Meinen) zum sicheren Fürwahrhalten (Glauben bzw. Wissen) vollzogen. Ob ich das, was ich persönlich sicher weiß, auch noch für andere beweisen kann, dürfte für die eigene Überzeugung gar keine so große Rolle mehr spielen.

Tatsächlich können Überzeugungen, die subjektiv sicher sind, unter Umständen niemals bewiesen werden (wie z.B. meine Träume, Gefühle oder persönlichen Erfahrungen); andere subjektiv gewusste Überzeugungen kann ich vielleicht nur deshalb nicht beweisen, weil mir die Bildung, die sprachlichen Voraussetzungen oder einfach nur die Gelegenheit fehlt.
Wenn aber die Rechtfertigung meiner Überzeugung nur von Zufälligkeiten abhängt, spielen diese Umstände für meinen Überzeugungssicherheit keine entscheidende Rolle.

Daher ist es sehr viel angemessener, den Glauben nicht als „Nicht-Wissen", sondern viel zutreffender als „Nicht-mehr-nur-Meinen" zu bezeichnen.

Glauben heißt „nicht nur Meinen" - Die Wette


Ob ich allerdings etwas nur vermute („meine") - oder ob ich überzeugt bin („glaube"), ist ein himmelweiter Unterschied.
Aber dieser Unterschied ist fließender, als es zunächst scheint. Wann habe ich eine feste Überzeugung - und wann nur eine vorübergehende, im Grunde beliebige?

Kant hat sich auch darüber wieder Gedanken gemacht - und wieder ziemlich praktische Konsequenzen gezogen. Demnach ist der Prüfstein zwischen Meinen und Glauben die Wette. Jemand, der etwas nur meint, wird mit Sicherheit nichts oder nur Unbedeutendes auf seine Meinung wetten - im Gegensatz zu jemanden, der glaubt.

In dieser Hinsicht gibt es innerhalb des Glaubens selbst graduelle, fließende Unterschiede. Je nachdem, wieviel ich bereit bin auf meine Überzeugung zu wetten, kann man vom stärkeren oder schwächeren Glauben sprechen.

Dabei muss es nicht unbedingt die klassische Wette mit Wetteinsatz sein. Denn wirkliche Überzeugungen führen zu Entscheidungen und zu daraus folgenden Handlungen. Wenn ich bereit bin, schwerwiegende Entscheidungen und Handlungen mit größerer Tragweite auf meiner Überzeugung zu gründen, so kann sicherlich nicht mehr nur noch von Meinen, sondern muss auf jeden Fall von Glauben oder sogar festem Glauben gesprochen werden.

So kann es passieren, dass ich von einer Sache nicht so ganz fest überzeugt bin - sie aber von der Gesellschaft, in der ich leben, als gesichert angesehen wird - und man deshalb von Wissen sprechen sollte. Eine andere Überzeugung, die mir subjektiv sehr viel gewisser ist, mag aber von der Gesellschaft nicht unwidersprochen übernommen werden - und verdient daher nur die Bezeichnung Glaube.

Kant's Fazit



Fassen wir Kant zusammen: Glauben und Wissen unterscheiden sich nicht durch die persönliche Stärke der Überzeugung, sondern darin, ob die Überzeugung auch objektiv erwiesen werden kann oder als gesichert gilt. Demnach kann in besonderen Fällen der Glaube sogar subjektiv verlässlicher sein als das Wissen.

Auch wenn Glauben und Wissen in diesem Sinne unterschieden wird, ist eine eindeutige Zuordnung von Inhalten nicht möglich: Dazu ändern sich die Gewissheiten von Gesellschaft zu Gesellschaft, von Epoche zu Epoche, ja, sogar von Verein und Partei und Religion so stark, dass eine logisch einwandfreie Klärung nicht möglich ist.

Wesentlicher und klarer ist allerdings die Unterscheidung zwischen Meinen und Glauben. Während eine Person nicht bereit ist, auf seine Meinung zu wetten und darauf keine Entscheidungen zu gründen, ist der Glaube von Überzeugung gekennzeichnet - und kann Teile meines Lebens, ja, sogar mein ganzes Leben prägen - auch, wenn diese Überzeugung keine objektive Gewissheit erlangen kann.

Ich glaube an - Ich glaube Dir - Ich glaube, dass


Offensichtlich gibt es aber nicht nur die eine Bedeutung des Wortes Glauben im Sinne von "für wahr halten". Denn das wäre tatsächlich für den religiösen Glauben zu wenig. Bedenken wir folgende Aussagen:
• Ich glaube, es gibt morgen Regen.
• Ich glaube nicht, dass der Lehrer das merkt.
• Das willst Du erlebt haben? Das glaube ich Dir nicht!
• Okay, wenn Du das sagst, dann will ich Dir glauben.
• Das schaffst Du schon! Ich glaube an Dich!
• Herr Angeklagter, bei diesem guten Alibi muss ich Ihnen wohl glauben...
• Ich glaub, ich spinne!
• Ich glaube nicht an UFOs.
• Ich glaube an meinen Mann, der tut so etwas nicht!
• Ich glaube nicht, dass das eine Virus-Erkrankung ist. Das hat sicher psychische Ursachen.
• Kommen Sie mir nicht mit "...das zahle ich Ihnen alles zurück, sobald ich genug Geld habe" ! Ich glaube nicht an Ehrlichkeit.
• Ich habe den Glauben an das Gute im Menschen noch nicht verloren.

Drei Bedeutungen können wir daraus ableiten: «Ich glaube, dass», «Ich glaube Dir» und «Ich glaube an»

Ich glaube, dass...
...heißt, ich halte einen bestimmten Sachverhalt für (wahrscheinlich) zutreffend. Ich gehe davon aus, dass entsprechend der geprüften Glaubwürdigkeitskriterien (Autorität, Kohärenz, Erfahrung) die Aussage über den Sachverhalt mit der Wirklichkeit übereinstimmt.
Beispiel: Ein unbekannter Mitreisender im Zugabteil erklärt anhand zahlreicher Belege, dass die letzte Wahl in Timbuktu manipuliert war.

Beispiel: Nach dem ich den Spielfilm "JFK" gesehen haben, bin ich davon überzeugt, dass das Attentat auf J. F. Kennedy nicht vom vermeintlichen Attentäter L. H. Oswald verübt worden ist.

Ich glaube jemandem...

...heißt, das für wahr zu halten, was mir der Betreffende sagt. Ich vertraue dem Inhalt seiner Rede, weil der Inhalt den Glaubwürdigkeitskriterien entspricht.
Beispiel: Ein Schüler wird vom Lehrer darüber aufgeklärt, dass ein Quadratmeter 10.000 cm² beinhaltet. Er hatte bis jetzt immer geglaubt, es seien nur 100 cm².

Beispiel: Ein Besucher einer Rennbahn erfährt von einem Insider, dass das Pferd mit der Nummer 7 das Rennen nicht gewinnen wird, weil es eine leichte Verletzung hat.
Ich glaube an jemanden...
...heißt, sich von einer Person (in bestimmter Hinsicht) abhängig zu machen. Ich vertraue dem Betreffenden meine eigene Person (in bestimmter Hinsicht) an, weil der Betreffende den Glaubwürdigkeitskriterien entspricht.
Beispiel: Ein Kind vertraut dem Vater, der ein guter Zirkusartist ist, dass er bei der Übung am Trapez das Kind sicher auffangen wird.

Beispiel: Ein Mädchen erfährt von ihren Freundinnen, dass ihr Freund sie betrügt und ihr nur etwas vormacht. Sie besteht aber darauf, dass sie ihm das nicht zutraut und hält weiterhin zu ihm.
Das würde für den religiösen Glauben an Gott bedeuten
Ich glaube, dass Gott existiert..

...heißt, ich halte die Existenz Gottes für (wahrscheinlich) zutreffend. Ich gehe davon aus, dass entsprechend der geprüften Glaubwürdigkeitskriterien (Autorität, Kohärenz, Erfahrung) Gott in der Wirklichkeit existiert.

Ich glaube Gott...
...heißt, das für wahr zu halten, was mir Gott mitteilt (evtl. vermittelt durch die Bibel oder die Kirche). Ich vertraue seiner Rede, weil sie vernünftig und weil Gott gut ist.

Ich glaube an Gott...
...heißt, ich mache mich (in einer bestimmten Hinsicht) von Gott abhängig. Ich vertraue ihm meine eigene Person (in bestimmter Hinsicht) an, weil Gott gut und allmächtig und deshalb vertrauenswürdig ist.

Das sind wirklich drei ganz verschiedene Dinge: Zu glauben, dass Gott existiert (1. Version), hat noch nichts mit dem Glauben eines Christen zu tun. Auch Satanisten glauben, dass es Gott gibt - sie halten Gott allerdings für langweilig, anstrengend und schwächlich. (Auch der liebe Anakin Skywalker weiß, dass es die gute Seite der Macht gibt - aber die dunkle Seite der Macht verspricht ihm mehr Fähigkeiten, mehr Macht und schnelleren Erfolg).

Ich glaube Gott (2. Version) ist immerhin ein Glaube im Sinne der Kirche - dort finden sich also Menschen zusammen, die nicht nur an die Existenz Gottes Glauben, sondern auch an seine Offenbarung. Ihre Sicht der Welt, des Menschen, die Auffassung von Gut und Böse und die Zukunft decken sich - sie bilden eine Kirche oder eine kirchliche Gemeinschaft. Aber genau genommen ist das noch immer nicht das, was den eigentlichen Kern des christlichen Glaubens ausmacht.

Erst das Bekenntnis "Ich glaube an Gott" (3. Version) ist ein wirklicher Glaube im christlichen Sinne: Ich vertraue Gott, ich baue mein Leben auf ihn, ich mache mich von ihm und seiner Verheißung abhängig. Eine solche Entscheidung ist eine ganz persönliche Glaubensentscheidung, die von niemanden erzwungen werden darf.

Fazit: Worüber wir reden können

Worüber können wir nun diskutieren?
Uuups - haben wir da ein Eigentor geschossen? Am Anfang habe ich doch gesagt, wer weiß, was Glauben wirklich bedeutet, der kann sich einer Diskussion nicht entziehen mit dem Scheinargument: "Das weiß doch keiner so genau..." Und nun haben wir erkannt, dass die Hochform des Glaubens eine persönliche Entscheidung des Vertrauens ist. Das kann dann doch nur bedeuten, dass wir darüber eben nicht diskutieren können! (Wenn ein Mann beschließt, seiner Frau bedingungslos zu vertrauen, sie zu lieben und sich von ihr abhängig zu machen, dann kann man darüber doch nicht diskutieren!)

Nein, das nicht. Aber die beiden Stufen davor (Version 1 und 2) sind ja nicht ausgeschaltet. Sie sind zwar noch nicht der eigentliche Glaube, aber dennoch notwendig. Es wäre ja auch ziemlich behämmert, einem Gott voll und ganz zu vertrauen, von dem man annimmt, dass er gar nicht existiert.

Es ist also notwendig, zunächst ernsthaft zu überlegen, ob es einen Gott gibt - und wenn ja, wie dieser Gott ist. Darüber können wir nicht nur diskutieren - wir müssen es sogar, wenn wir die Welt außerhalb unseres Kopfes ernst nehmen wollen.
Außerdem ist es wichtig, zu fragen, was dieser Gott uns denn sagt. Die Religionen unterscheiden sich zwar nicht in der Annahme, dass es einen Gott gibt - aber die Götter der verschiedenen Religionen stellen sehr unterschiedlicher Forderungen, haben ganz verschiedene Botschaften. Glauben wir das, was Gott uns (vermittelt) durch eine bestimmte Religion ausrichten lässt? Auch darüber müssen wir diskutieren, wenn wir die Entscheidung, dass es einen Gott gibt, auch ernst nehmen wollen.

Aber auch über die Dritte Entscheidung, diesem Gott ganz und gar zu vertrauen, können wir uns austauschen. Wir können eine Liebe nicht durch Argumente erzeugen (weder die Liebe zu einem Menschen noch die Liebe zu einem Gott). Aber wir können sehr wohl die Frage stellen, ob es denn angemessen ist, diesem Gott (oder diesem Menschen) in diesem Maße zu vertrauen.

Vertrauen
Letztlich läuft das alles auf die Frage hinaus, wieviel Vertrauen ich bereit bin, zu investieren. Das gilt nicht nur für den an Gott Glaubenden, sondern auch für den Wissenschaftler, den Richter und den Ehepartner.
Auch der Wissenschaftler muss seinen Daten trauen, er muss darauf vertrauen, dass die Wirklichkeit so funktioniert, wie er annimmt. Er vertraut den Forschungsergebnissen seiner Kollegen genauso wie den Angaben in den Büchern der Fachliteratur. Der Richter traut seinem Erfahrungen in der Bewertung der Glaubwürdigkeit bestimmter Zeugen, er vertraut den Gutachten der Spezialisten und den Ermittlungen der Polizei. Der Ehepartner traut den Liebeserklärungen genauso wie seinen eigenen Gefühlen, er hört mehr (oder weniger) auf die Einschätzungen seiner engsten Freunde und den Erfahrungen anderer Ehepaare. Der an Gott Glaubende vertraut einer Religionsgemeinschaft, den Berichten von Gebetserfahrungen und Wunder, seinem Verstand und den Dingen die er sieht.

Der Unterschied zwischen den sogenannten "harten" Fakten und den "geglaubten Wahrheiten" ist viel geringer, als man gemeinhin glaubt: Für alles das braucht man ein Grundvertrauen in seine Wahrnehmung und in die Erfahrungsberichte anderer - da gibt es keinen Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft.
Wenn es einen wesentlichen Unterschied gibt, dann ist es dieser: Mit den einfachen Fakten der Naturwissenschaften können wir uns diese Welt einrichten. Mit den tieferliegenden Fakten des Glaubenden können wir uns über diese Welt erheben - sogar dann noch, wenn diese Welt längst nicht mehr ist.


Möchtest Du mir schreiben? Für diese Katechese ist Peter verantwortlich
.

von 29.11.2012 00:30

Maria - Trösterin der Betrübten - die Adventmuttergottes in der Waldschlucht von Mettenbuch

Maria, Trösterin der Betrübten, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu Dir nehmen!

Bei dem ersten Erscheinungstag der Muttergottes von Marpingen, am 3. Juli 1876, wurde in Lourdes von dem päpstlichen Legaten vor über 100.000 Gläubigen die Statue der Unbefleckten Empfängnis gekrönt. Innerhalb desselben Jahres, war die Muttergottes an drei weiteren Orten des damaligen Deutschen Reiches erschienen:
Am 03. Juli abends in Marpingen, im Saarland nahe der französischen Grenze, anschließend dann in Mettenbuch im Bayrischen Wald und auch in Dietrichswalde, im ostpreußischen Ermland. Dietrichswalde, heute Polen, wurde zur 100 Jahrfeier unter Kardinal Wojtyla anerkannt.


Erscheinung der Heiligen Familie in Mettenbuch:
Im Advent 1876 vom Freitag den 1. Dezember bis zum Donnerstag den 21. Dezember, erschien in einer abgelegenen Waldschlucht bei Mettenbuch die Muttergottes mit dem Jesuskind und dem Heiligen Josef, sowie vielen Engeln, vier Mädchen und einem zehnjährigen Knaben täglich. An manchen Tagen sogar mehrfach z.B. saß die hl. Jungfrau am 02. Dezember, wie auch am 03. Dezember 1876 auf einem Thronsessel; und auf ihrem Schoß ruhte das göttliche Jesuskind, der heilige Joseph schaute von rückwärts mit frommem Blick auf das Jesuskind, links und rechts jeweils 1 Engel, der ganze Himmel war voller Sterne, auch schwebten viele Engel vom Himmel herab. Vielleicht als Symbol der Gnade zeigte Maria einen goldenen Apfel, ein Skapulier, einen goldenen Tisch (Abendmahl), die hl. Hostie mit dem Jesuskind darinnen, es erschienen auch viele andere Symbole des christlichen Glaubens. Ganze Scharen von Engeln schwebten von oben herab, mit Musikinstrumenten in den Händen. Das ganze Weihnachtsgeheimnis ließ sich aufs Neue vom Himmel her in diese Waldeinsamkeit bei Mettenbuch hernieder. Sie ermahnte zu eifrigem Gebet, vor allem des Rosenkranzes und daß man die heiligen Sakramente empfangen solle und empfahl, für die Verstorbenen täglich den Psalter, (3 Rosenkränze) zu beten. Die Muttergottes wünschte, daß eine einfache Kapelle gebaut wird und daß sie als „Maria Trösterin der Betrübten", (vgl. Lauretanische Litanei) verehrt werde.


Unerschütterliche Zeichen der Echtheit:
Auch am 3. Dezember 1876, dem ersten Adventssonntag, erschien dem Buben der göttliche Heiland am Kreuz. Er war derart leidend und mit Blut überströmt, daß der Bub zutiefst erschüttert war. Die Nägel waren an den Händen nicht in der inneren Fläche, sondern gegen das Gelenk hin zu sehen. An den Füßen war der Nagel mehr am Rist, die Füße waren übereinander gelegt, und zwar der rechte Fuß über den linken, das bedeutet eben, "Barmherzigkeit geht vor der Gerechtigkeit": Das alles konnten die Kinder unmöglich selbst wissen. So sind diese Feinheiten ein klarer Beweis der Echtheit dieser Erscheinungen.
Der Xaverl (Seherbub) 10 Jahre alt, schaute den gekreuzigten Heiland, der am Kreuz sehr stark blutete, siehe Bild oben Mitte. Unter dem Kreuz in der Waldschlucht hängt übrigens ein kleines Schild mit dem folgenden Text, wo Jesus zu Dir sagt: "Siehe mich an, was ich für dich getan und schenk mir deine Liebe."
Das mittlere Bild ist ähnlich dem Titelbild des Buches von Pater t Gebhard Heyder und stammt aus den Tagen der Erscheinungen 1876 bis 1878.
Es sind die fünf Hauptszenen zusammengestellt, entsprechend der geistigen Abfolge und sind auch so numeriert. Oben links Bild I, das Jesuskind im Lichtschein der heiligen Weihnacht, mit erhobenen Segenshändchen. Links unten Bild II, Maria mit dem Gotteskind auf dem Schoß, der Nährvater, der heilige Joseph, blickt ehrfurchtsvoll von rückwärts auf das Christuskind; dazu seitwärts zwei anbetende Engel als Ehrenwächter; alles im strahlenden Weihnachtslicht. Oben rechts Bild III, die Muttergottes schreitet mit dem Jesuskind durch den Mettenbucher Weihnachtswald, seitlich die Baumreihen. In der Mitte das große Kreuzesbild IV, ganz mit Blut und Wunden bedeckt, so wie es der Knabe Xaverl geschaut und geschildert hat; deutlich zu sehen die Nägel durch die Handwurzeln getrieben. Warum so groß als Hauptbild in der Mitte? - weil im Kreuzesopfer das ganze Erlösungswerk Jesu Christi von der Krippe bis Kalvaria zusammengefaßt ist und im täglichen heiligen Meßopfer geheimnisvoll vergegenwärtigt wird. Auch das Kreuz ist vom Verklärungslicht umstrahlt. Rechts unten Bild V, die Muttergottes als gekrönte Königin, den segnenden messianischen Gottkönig auf dem rechten Arm, wie auf einem kleinen Thronsitz tragend. Auch das ist ein Zeichen der Echtheit dieser Erscheinungen von Mettenbuch, denn ein 10-jähriges Kind könnte so etwas Sinnreiches wie dieses Kreuzbild mit diesen 4 zusätzlichen kleineren Bildern aus dem Leben Jesu und den wissenschaftlich bestätigten Einzelheiten der Art der Kreuzigung Jesu kaum selber erfinden.
(Quelle: Auszüge aus dem Buch „Adventmuttergottes“ von + Pater t Gebhard Heyder, Regensburg 1986, jetzt © Karl Preiß • Postfach 1135 • 94526 Metten - Tel: 0151 / 57607714)

1877 und 1878 waren ebenfalls weitere Erscheinungen
(Ist beides je ein Zeichen der Echtheit der Erscheinungen, die bisher aber noch nicht kirchlich anerkannt sind!!), obwohl sich das mehrfach als echt erwiesen hat, auch in neuester Zeit. Auch entstand eine kleine Quelle, durch deren Wasser sehr viele Heilungen geschahen. In der folgenden Zeit 1876 bis 1879 pilgerten weit mehr als 100 000 Gläubige aus Bayern, Österreich und Böhmen nach Metten bzw. nach Mettenbuch. Auch heute nach mehr als 130 Jahren pilgern nach wie vor Gläubige zu dieser Gnadenstätte, um Hilfe zu erbitten von unserer "Maria, Trösterin der Betrübten" und um das dort fließende Gnadenwasser mit nachhause zu nehmen. Gott erwählte auch hier wiederum die Einfalt von fünf einfachen Landkindern, denen er seine Geheimnisse kundtat, um Hilfe zu gewähren und anzubieten in "schwer bedrängter Zeit" (vgl. Marpingen!!!).
Wir erleben heute den „losgelassenen Satan" (s. Apg. 20,1-3) in nahezu allen Bereichen; sich gegenseitig bekämpfende Parteien, jede göttliche und menschliche Autorität und Ordnung fehlt, die Wahrheit leugnende Anschauungen. In diesen Systemen und Machtbereichen ist Satan aller Fesseln losgeworden und übt unter Einsatz aller modernen Propagandamittel sein verderbliches Verführungswerk über alle Völker des Erdkreises aus. Doch wie vor 2000 Jahren, so "strahlt auch heute der Herr auf und läßt seine Herrlichkeit in Gestalt seiner wunderbaren Mutter am wetterleuchtenden Horizont unserer Tage erscheinen" (vgl. Is 60.2). Dieses erreichte im Sonnenwunder von Fatima im Oktober 1917 wie nicht minder erschütternd am 8. Dezember 1949 in Heroldsbach, in dem vom heiligen Kaiser Heinrich II. 1007 gegründeten Erzbistum Bamberg, seine größte Manifestation.
Doch schickte die marianische Gnadensonne ihre Morgenröte bereits voraus nach La Salette Frankreich (1846), nach Obermauerbach, Diözese Augsburg (1848), nach Lourdes (1858), Frankreich und nach Marpingen im Saarland (1876) und im gleichen Jahr nach Mettenbuch in Bayern!!!
(Quelle: Pater t Benedikt Braunmüller O.S. t 12. Juni 1898 in München. © Karl Preiß • Postfach 1135 • 94526 Metten - Tel: 0151 / 57607714)

Jesus erscheint in einer großen Hostie! Damit weist Gott auf die Realpräsenz in der hl. Hostie hin:
"Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!"
Die Muttergottes und das Jesuskind schweben von der himmlischen Höhe hernieder in den adventlichen Mettener Wald zu den Kindern, die täglich durch die verschneiten Berghänge zum Engelamt in der Abteikirche von Metten herunterstiegen.


Was sich bei den ersten Erscheinungen zutrug
So beteten am 1. Dez. um 19 Uhr wieder drei erwachsene Personen (darunter die 2 Witwen) neben den beiden Mädchen von 10 und 14 Jahren den Rosenkranz und fügten, weil der Advent sich näherte, diesmal die Lauretanische Litanei an. Als sie die Worte sprachen: „Du Zuflucht der Sünder, du Trösterin der Betrübten!" da flammte plötzlich das Licht, welches von den Mädchen ganz in der Nähe gesehen wurde, groß und hell und Funken sprühend auf und sank rasch wieder zusammen. Sie wunderten sich, wollten aber doch etwas erschreckt fortgehen; da schwebte das Licht neben ihnen her. Dem Brombeerstrauch gegenüber blieben sie nun stehen und beteten, jedes allein, für die Verstorbenen. Jetzt schwebte das Lichtlein weiter in die Schlucht hinab, blieb erst stehen und erlosch dann schnell. Bald tauchte an demselben Platz ein neues Licht auf und verschwand wieder. Plötzlich rief das zehnjährige Mädchen: „Ein Kinderl, ein Kinderl", und wies auf den Platz hin, doch schnell war die Erscheinung verschwunden und die Leute beteten weiter. Da sprangen auf einmal beide Mädchen auf und riefen gleichzeitig: „Das Jesuskind, das Jesuskind, ist es schön!" und sie wollten auf dasselbe zueilen, aber rasch war es wieder weg. Die Anwesenden fielen auf die Knie nieder und beteten. Darauf erzählten die Mädchen, das Kindlein habe hellgelbes gelocktes Haar und ein rosarotes Röcklein, den Oberkörper bloß und über die Brust ein goldenes Bändchen gehabt. Da sie weiter beteten, erschien das Kindlein in gleicher Gestalt, doch weniger deutlich, zum 3. Mal, verschwand aber sogleich wieder. Voll Freude und Bewunderung kehrten sie dann nach Hause zurück. Am folgenden Tag (Samstag, 2. Dez. 1876) gingen zur gleichen Zeit dieselben Personen und noch eine Erwachsene und 2 Kinder der Bauerswitwe betend zur Schlucht. Das Kindlein eilte ihnen schon entgegen; sie fielen auf die Knie nieder und beteten. Das Kind weilte nur kurze Zeit, schwebte dann über den Graben zurück und blieb stehen. Die Betenden gingen nach; sobald sie aber zur Stelle kamen, verschwand das Kind. Sie knieten nieder und beteten die Lauretanische Litanei. Auf einmal riefen die vier voneinander getrennten Kinder wie aus einem Mund: „Unsere Liebe Frau ist da." Sie sahen dieselbe sitzend auf einem sehr schönen Stuhle, unter den Füßen einen entsprechenden Schemel; sie trug ein blaues Kleid, auf dem Haupt einen über die Brust herabfließenden Schleier und goldene Schuhe an den weißen Füßen. Sie schlug die Augen nieder. Das Kindlein, das zuvor erschienen war, saß jetzt auf ihrem Schoße und lächelte sehr freundlich die Kinder an. Zu beiden Seiten stand je ein Engel in langem weißem Gewand und mit rotem Kränzlein auf dem Haupt. Rückwärts sah ein Mann mit langem Bart, breitem Hut und einem Stock in der Hand auf das Kindlein herab. Die Kinder glaubten auch viele Sterne um die ganze Gestalt der hl. Jungfrau zu sehen und fragten die Erwachsenen, ob sie nicht wenigstens die Engel sähen, welche daherkämen und Instrumente trügen, als wollten sie Musik machen. Es hörten zwar auch die Kinder damals keine musikalischen Töne, konnten sich aber nicht satt sehen an der wundersamen Prozession von Engeln und Heiligen, welche, wie sie beteuerten, von einem höher liegenden Einödhof auf Stufen zur Mutter Gottes herabkamen. Auf Anregung ihrer Mütter fragten sie endlich die Erscheinung was sie wünschte. Diese antwortete: „Eine Kapelle, eine einfache Kapelle soll herkommen". Auf die Frage, wen man da verehren solle, sagte sie: „Mich!" und um ihren Namen gefragt, gab sie zur Antwort: „Maria, die Trösterin der Betrübten." Sie ermahnte die Kinder zu recht eifrigem Gebet, trug ihnen für eine bestimmte Zeit insbesondere auf, täglich für die Verstorbenen einen Psalter (= 3 Rosenkränze) zu beten, um dadurch auf das Geheimnis des menschlichen Lebens und auf die unantastbare Ehrfurcht, die ihm gebührt, aufmerksam machen, schon mehr ein Jahrhundert bevor der Massenmord am ungeborenen Leben seinen Lauf nahm. Durch das Erscheinen der Heiligen Familie soll die große Bedeutung der intakten Familie für die gesamte Gesellschaft, für den Erhalt des Staates ... verdeutlicht werden. So gesehen besitzen diese Ereignisse von Mettenbuch während der Adventswochen 1876 in der Waldschlucht von Mettenbuch eine immense Aktualität. Bemerkenswert ist auch, daß die fünf Kinder übereinstimmend berichteten, daß sie zuerst das Jesuskind gesehen haben, dann erst die Mutter Gottes. Zweifellos wollte das der Heiland, so wäre das schon ein dringendes Gebot nicht nur zur kirchlichen Freigabe bzw. Anerkennung, zur lauten Aufforderung der Verehrung des Jesukindleins und der Adventmuttergottes von Mettenbuch, sondern vielmehr auch noch besonders an die - Verantwortlichen in der Politik gerichtet - zur Beachtung, zum Schutz des ungeborenen Lebens, ja des menschlichen Lebens überhaupt. Denn gerade heute wird das menschliche Leben oft genug 'mit Füßen getreten': Siehe A. Irlmeier: "Die Gesetze, die den Kindern den Tod bringen, werden abgeschafft werden"
(nach gewissen großen Ereignissen), siehe Abtreibungen ..., und um diesen Übeln abzuhelfen, hat hier in Mettenbuch die heilige Jungfrau ihre Praxis geöffnet. Viele Heilungen hat es hier an diesem Gnadenort schon gegeben und auch Hilfe in jeglicher anderer Not. Viele Heilungen sind gut bezeugt, teils sogar vom Königlichen Bezirksamt Deggendorf wie z.B. die spektakuläre Heilung einer total gelähmten Frau am Birnbaum. Stellen wir nur einen biblischen Vergleich an: Die Hirten von Bethlehem haben in der ersten Heiligen Nacht ihr Weihnachtserlebnis gehabt und haben das Kindlein in der Krippe liegend, mit Maria und Joseph gefunden „und taten die Botschaft kund, die ihnen über dieses Kind von den Engeln gesagt worden war" (Lk. 2,16-17). Aber nur ganz, ganz wenige glaubten ihnen, je höher hinauf, desto weniger. Sie erzählten ihr himmlisches Erlebnis nicht nur in den ersten Weihnachtstagen, sondern ihr ganzes Leben hindurch, wo sich irgendeine Gelegenheit bot. Aber wer nahm die einfachen Schafhirten schon ernst? ? ? - dies an die 30 Jahre hindurch.
Bis dann schließlich das Krippenkind öffentlich als Himmelreichsprediger und Wundertäter, als Messias und Erlöser auftrat und die von den Hirten erzählten Erlebnisse und Schauungen sich als echt und wahr erwiesen...
Kann es nicht heute so sein, daß "der Herr des Himmels und der Erde es den Kleinen und Demütigen offenbart, weil es Ihm gerade so gefällt" (Mt. 11.25-26)
(Quelle: Buch "Sie Trösterin der Betrübten" S. 102). Mit Sicherheit weist Gott mit diesen Erscheinungen gerade in der Adventszeit in Mettenbuch auf die baldige 2. Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus hin. Wie aus folgendem italienischen Text hervorgeht, sieht der ehrwürdige t Pater Pio hier auch einen möglichen Zusammenhang zwischen den Marienerscheinungen von La Salette, Lourdes, Pompeji, Mettenbuch und Fatima: "Una chiave di lettura ehe cerca di individuare le possibili relazioni intercorse tra le vicende umane e religiöse dellümile frate di Pietrelcina, ilpontificato di San Pio X e le apparizioni mariane di, La Salette, Lourdes, Nursia Pompei, Mettenbuch e Fatima."
(Übersetzung in deutsch: Ein Schlüssel, um mögliche Zusammenhänge zwischen der menschlichen und religiösen Angelegenheiten des demütigen Pater Pio aus Pietrelcina, dem Pontifikat von Papst Pius X. und die Marienerscheinungen von La Salette, Lourdes, Pompeji Nursia, Mettenbuch und Fatima zu identifizieren versuchen.)
Der 1968 verstorbene heilige Pater Pio mißt diesen Erscheinungen also eine große Bedeutung zu.

In anderem Zusammenhang sagt Jesus zur hl. Sr. Faustyna: "Ich mache dich zur Künderin meiner Wiederkunft". Die Erscheinungen in Medjugorje begannen am 24. Juni, dem Festtag "Johannes der Täufer", dem Wegbereiter Jesu Christi. Dort bezeichnet sie sich als "Königin des Friedens", der letzten Anrufung der Lauretanischen Litanei! Heute bereitet unsere liebe Mutter Maria, die Allerseligste Jungfrau selbst, unserem Herrn Jesus den Weg für sein 2. Kommen. - Diese Zusammenhänge sind äußerst interessant!
neu erbauter Schrein der Lieben Gottesmutter, der "Trösterin der Betrübten", daneben der Kreuzweg

"Es ist ein Reis entsprungen..." - so sangen vor mehr als hundertdreißig Jahren die Kinder und auch die Erwachsenen von den Bauernhöfen bei Metten und Umgebung in der Klosterkirche von Metten beim Rorateamt, zu dem sie fast täglich bei Regen, Wind oder Schneegestöber die Waldschlucht hinabeilten, wo vor ihren Augen aufs Neue der biblische Advent und die „ Weihnacht von Bethlehem" in himmlischen Schauungen zur Erde herniederschwebten'... (Die Trösterin der Betrübten., S. 103).

Bild unten: Blick auf die Gnadenstätte der Erscheinungen von Mettenbuch
Gott wiederum belohnt solche fleißige Beter und Kirchgänger, die solche Opfer und Strapazen auf sich nehmen mit großen, ja außergewöhnlichen Gnaden: - Das ist die Katholische Mystik: Die frommen Kinder durften den Vorgeschmack des Himmels erleben, die Nähe der heiligen Jungfrau Maria, die Nähe Jesu, die Nähe ihres Gottes, den die Kinder so sehr liebten. Ja, sie durften Gott schauen! "Den Kleinen und Demütigen hast Du es geoffenbart, weil es Dir so gefallen hat..." um 'das Große' zu beschämen...". „Werdet wie die Kinder!“ das sagt uns heute Jesus.
Habt Vertrauen wie ein Kind! Betet wie ein Kind beten gelernt hat! Nehmt Opfer auf euch! Liebt unseren wahren, lebendigen Gott! Lehrt die Menschen, Gott zu lieben!
Geht wieder regelmäßig zur heiligen Sonntagsmesse, um das heilige Meßopfer mitzufeiern, wo sich Jesu Kreuzesopfer unsichtbar in wunderbarer Weise nachvollzieht!
Betet den Rosenkranz, auch in den Familien, betet ihn mit euren Kindern und verzichtet auf Computerspiele, auf Diskobesuch und auf das schädliche Fernsehen! "Sucht zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch dazugegeben werden“ (Hl. Schrift)!
Und umgekehrt gilt: Wenn man "Gott nicht braucht", verliert man auch alles andere, dazu gehört auch der Arbeitsplatz, sein Besitz: alles! Dann kommen Krankheiten und Probleme aller Art. - Kehrt um und bekehrt Euch! Geht zur hl. Beichte und reinigt Eure Seele! Fangt wieder an mit dem Beten und mit dem eifrigen und regelmäßigen Gang zur Sonntagsmesse! - Das soll unsere Adventsvorbereitung sein! Gott wird es Euch reichlich lohnen. Lernt von diesen Kindern, die nun alle im Himmel sind! Betet viel für die Armen Seelen im Fegfeuer! Weiht Euch alle dem Unbefleckten Herzen Mariens! Tragt die "Wundertätige Medaille" und das Skapulier ständig um den Hals. Besucht diesen Gnadenort in der Waldschlucht, denn auch dieser Ort ist eine der "wahren Hauptstädte" dieser Welt. Als „Maria - Trösterin der Betrübten" offenbarte sich unsere liebe Mutter Gottes bei ihren Erscheinungen 1876 - 1878 den fünf Kindern in der Waldschlucht nahe bei der Benediktinerabtei Metten. Ihr zu Ehren wurde - gemäß Ihrem Wunsche - diese einfache Kapelle gebaut. Auf die Frage, welches Gebet und Lied ihr besondere Freude bereite, antwortete die Muttergottes: "An diesem Ort, das Gebet: der Rosenkranz "Psalter" und die „Lauretanische Litanei" und auch das folgende Lied "O Maria, Gnadenvolle":
„1. O Maria, Gnadenvolle, schönste Zier der Himmelsau'n, blicke huldvoll auf uns nieder, die wir kindlich Dir vertrau’n. Tu uns deine Milde kund, segne Mutter unsern Bund, segne Mutter, segne Mutter, segne Mutter unsern Bund!
2. Dich zu lieben. Dir zu dienen. Dir als Vorbild immerdar, treu im Leben nach zu wandeln, hat vereint sich uns're Schar. Lieb' und Lob aus Herz und Mund, bringt Dir, Mutter unser Bund, bringt Dir Mutter, unser Bund, bringt dir oh Mutter unser Bund.
3. Sieh, wir legen Dir zu Füßen ohne Vorbehalt das Herz, Ordne alle seine Triebe, lenk Sie alle himmelwärts. Mach mit Heiliger Liebe wund, alle Seelen, alle Seelen, alle Seelen in den Bund.
4. Liebe Mutter, in Versuchung sei mit Deiner Liebe wach, daß wir niemals wanken, fallen, denn wir sind so arm und schwach. Stärk uns in der Kampfesstund', halte rein stets unsern Bund. Halte rein, halte rein, halte rein stets unsern Bund.

-Salve Regina: Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsere Wonne, unsere Hoffnung sei gegrüßt. Zu Dir rufen wir, verbannte Kinder Evas. Zu Dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen. Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende Deine barmherzigen Augen uns zu und zeige uns nach diesem Elende Jesus, die gebenedeite Frucht Deines Leibes, O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria. Amen.

Die lauretanische Litanei (Urtext)

Herr, erbarme dich unser
Christus, erbarme dich unser
Herr, erbarme dich unser
Christus höre uns
Christus, erhöre uns
Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott
Heilige Maria, bitte für uns
Heilige Gottesgebärerin
Heilige Jungfrau aller Jungfrauen
Mutter Christi
Mutter der göttlichen Gnade
Du reinste Mutter
Du keuscheste Mutter
Du unversehrte Mutter
Du Unbefleckte Mutter
Du liebliche Mutter
Du Mutter des guten Rates
Du Mutter des Schöpfers
Du Mutter des Erlösers
Du weiseste Jungfrau
Du ehrwürdige Jungfrau
Du lobwürdige Jungfrau
Du mächtige Jungfrau
Du gütige Jungfrau
Du getreue Jungfrau
Du Spiegel der Gerechtigkeit
Du Sitz der Weisheit
Du Ursache unserer Freude
Du geistliches Gefäß
Du ehrwürdiges Gefäß
Du vortreffliches Gefäß der Andacht
Du geistliche Rose
Du Turm Davids
Du elfenbeinerner Turm
Du goldenes Haus
Du Arche des Bundes
Du Pforte des Himmels
Du Morgenstern
Du Heil der Kranken
Du Zuflucht der Sünder
Du Trösterin der Betrübten (hier 3mal beten!)
Du Helferin der Christen
Du Königin der Engel
Du Königin der Patriarchen
Du Königin Propheten
Du Königin der Apostel
Du Königin der Märtyrer
Du Königin der Bekenner
Du Königin der Jungfrauen
Du Königin aller Heiligen
Du Königin ohne Makel der Erbsünde empfangen
Du Königin des heiligen Rosenkranzes
Du Königin der Familie
Du Königin des Friedens
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt -
verschone uns o Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt -
erhöre uns o Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt -
erbarme dich unser o Herr
Bitte für uns, o heilige Gottesgebärerin -
auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten:
Verleihe, wir bitten dich, o Herr und Gott, daß wir, deine Diener,
des beständigen Wohles der Seele und des Leibes uns erfreuen,
durch die glorreiche Fürbitte der seligsten und
allzeit jungfräulichen Mutter Maria, der Trösterin der Betrübten,
von der gegenwärtigen Trübsal befreit werden
und die ewige Freude genießen mögen,
durch Christus unseren Herrn. Amen.
Das Mettenbucher Gnadenkreuz, den Erscheinungsplatz, in der Mauer rechts die Statuen des hl. Erzengels Michael und des hl. Joseph, auch befindet sich hier in der Nähe der Bassin, wo das Gnadenwasser aus der Gnadenquelle gesammelt wird, das man außerhalb vom Erscheinungsplatz aus dem Wasserhahn schöpfen kann. Die Kinder waren von dem starken Licht, das von den Erscheinungen ausging, geblendet. Dieses Licht spiegelt sich auch auf dem Foto wieder. Quelle: Frau C. Macht

Ablaßgebete vor dem Kreuz
„Siehe, o gütiger und milder Jesus, ich werfe mich vor deinen Augen auf die Knie. Inbrünstig bitte und beschwöre ich dich: Präge meinem Herzen lebendige Gefühle des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe ein sowie wahre Reue über meine Sünden und den ganz festen Willen, mich zu bessern. Voll Liebe und Schmerz schaue ich auf deine heiligen fünf Wunden und betrachte sie in meinem Geiste. Dabei halte ich mir vor Augen, was im Hinblick auf dich, o guter Jesus, schon der Prophet David dir in den Mund legte: "Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt; alle meine Gebeine haben sie gezählt."
Aus fernen, längst vergangenen Tagen erklingt ein heilig Liedchen mir, das ich, von Mutterlieb getragen, so selig sang hinauf zu Dir:
[Jesu Kindlein komm' zu mir, mach ein frommes Kind aus mir, mein Herz ist klein, kann niemand hinein als Du mein liebes Jesulein]
«Und in den harten Kampf des Lebens, wo die Versuchung schmeichelnd winkt, sang dieses Lied ich nie vergebens, das aus der Jugendzeit mir klingt: (Refrain s.o.)
Und werd’ ich einst im Tode ringen, im letzten Kampf, im letzten Streit, dann möge im Herzen mir erklingen das Lied aus seliger Kinderzeit: (Refrain s. o.)



Meerstern ich dich grüße!
1. Meerstern ich Dich grüße! O Maria hilf! Gottesmutter süße! 0 Maria hilf!
(1. -8.: Maria hilf uns allen aus uns'rer tiefen Not!)
2. Rose ohne Dornen, 0 Maria hilf! Du von Gott Erkorne! O Maria hilf!
3. Lilie ohnegleichen, O Maria hilf! Dir selbst Engel weichen! O Maria hilf!
4. Quelle aller Freuden, O Maria hilf! Trösterin im Leiden, O Maria hilf!
5. Hoch auf deinem Throne, O Maria hilf! Aller Jungfrau’n Krone, O Maria hilf!
6. Gib ein reines Leben, O Maria hilf! Sichre Reis daneben, O Maria hilf!
7. Dich als Mutter zeige, O Maria hilf! Gnädig uns zuneige, O Maria hilf!
8. Hilf uns Christum flehen, O Maria hilf ! Fröhlich vor Ihm stehen! O Maria hilf

Wir verehren durch das folgende kurze, aber sehr mächtige Gebet das Heilige Kostbare Blut Jesu, das Er am Kreuz für uns vergossen hat:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
(Man bete 7mal):
Sei gegrüßt, o Heiliges Kostbares Blut, bitte komm uns und den Armen Seelen zugut!
Danach: 2 Vater unser, 2 Ave Maria und 2 Ehre sei ...

Rosenkranz zum JESUSKIND
Wird auf dem gewöhnlichen Rosenkranz gebetet: Am Anfang:
1 x Ich glaube an Gott, dem Vater den ...
1 x Vater unser...
1 x Gegrüßet seist du, Maria...
1 x Ehre sei dem Vater...
Auf den 10er-Perlen: (also 10mal):
Jesulein 's Herz, geboren aus der Allerheiligsten Jungfrau Maria in Bethlehems Stall - segne die ganze Menschheit, erneuere ihre Herzen, umstrahle die Familien, lehre sie Gott lieben.
Auf den 1er-Perlen:
1 x Vater unser...
1 x Gegrüßet seist du, Maria...
1 x Ehre sei dem Vater...
Die Allerheiligste Mutter gibt diesem Rosenkranz ein Privileg: Wer auch immer ihn in irgendeinem Bedürfnis beten wird, wird schnell erhört werden.
Das Jesuskind wirkt schnell und unverzüglich, nichts verweigert der himmlische Vater dem göttlichen Kind.

Merke es Dir!!!
Lehre der Welt diesen Rosenkranz zu beten, denn große Gnaden haben das Herz des Jesuskindes und das Herz der Jungfrau Maria, der Mutter Christi, auf ihn gelegt. Die Allerheiligste Jungfrau Maria liebt diesen Rosenkranz sehr und bittet, alle mögen ihn beten. Der ganze Himmel betet ihn auch!
Während jemand diesen Rosenkranz zum Jesuskind gebetet hat, sah ich mit den Augen des Geistes das Jesuskind, ungefähr 4 Jahre alt, in einem langen blauen Gewand, mit langen bis auf die Schulter fallenden Locken. Das Jesuskind kniete in der Luft nieder, faltete die Händchen zum Gebet und betete zusammen mit dem Seher den Rosenkranz. Auf die Worte: "Lehre sie Gott lieben" zeigte es mit dem Fingerchen nach oben. Mit den Augen des Geistes sah ich dann, wie sich der Himmel öffnete und wie zahlreiche Heilige kniend gebetet haben. Auf die Worte: "Lehre sie Gott lieben" neigten alle die Köpfe bis zur Erde auf die Seite zum feurigen Thron, wo ein großer und schöner Glanz war. Bevor ich den Rosenkranz zu Ende gebetet hatte, sagte das Jesuskind:

"Um was du auch immer bitten wirst, werde ich dir geben, wirst du erhalten".
Bild: Allererste Kapelle am Birnbaum
erbaut 1877
Merke es dir!
Schiebe ihn nicht hinaus für später, bete ihn nicht mit Abneigung, bete ihn in den Morgenstunden mit liebevollem Herzen."
Der Rosenkranz zum Jesuskind hat Imprimatur vom Himmel erhalten.
Bitte bestellen Sie das zugehörige Bildchen mit Text vom Ruhland Verlag, Rudolf-Diesel-Str. 5, 84503 Altötting. Bitte verbreiten Sie so dieses sehr wertvolle Gebet!
Sie erhalten dadurch viele Gnaden.
Bitte täglich beten!

Allmächtiger Gott, in den Stunden der Angst und des Grauens bewahre uns alle auf der Erde Lebenden. Lege uns in die schützenden Hände Deiner Engel, der Unbefleckten Jungfrau Maria, Deines Sohnes, Jesus Christus.

O Meine Gebieterin, o meine Mutter, Dir bringe ich mich ganz dar! Und um Dir meine Hingabe zu erweisen, weihe ich Dir heute meine Augen, meine Ohren, meinen Mund, mein Herz und mich selber ganz und gar! Weil ich also dir gehöre, oh gute Mutter, so bewahre mich und beschütze mich als Dein Gut und Eigentum! Amen.

Zur Mutter geh, Sie hilft! Zur Mutter geh, du fromme Seele,
ist dir dein Herz von Kummer schwer.
Mit wahrer Kindeseinfalt zähle ihr alle deine Nöte her.
Schau, liebe Mutter, mußt du sagen,
schau, wie dein Kind den Kreuzweg geht.

O, reich mir deine Hand zu tragen
mein Kreuz in Demut und Gebet!
Zur Mutter geh, du arme Seele
zu jeder Stund, an jedem Tag, und sag
und klag ihr, was dir fehle,
was immer dich bedrücken mag.
Geh zu Maria da, vor allem, wo Wunderglanz ihr Bild verklärt.
Fürwahr der Himmel müßte fallen, gingst du von dannen unerhört.
Zur Mutter geh, du arme Seele,
ist dir das Herz vom Kummer schwer.
Mit wahrer Kindeseinfalt zähle
ihr alle deine Nöte her.
Schau, liebe Mutter, mußt du sagen
ich habe niemand als nur dich.
Du aber, laß mich nicht verzagen
laß nicht zuschanden werden mich!
Bild oben: heutige, neu erbaute Kapelle

gnadenspendende Wasserquelle.
Man bete beim Schöpfen: 3 AVE Maria

Um 3 Uhr nachmittags bete man auch den wunderwirkenden "Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit":
zu Beginn bete man 1 x: O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich!
1 x: Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an, lobpreise Dich und bitte, umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden.

An den ersten 3 Perlen: Vater unser... Gegrüßet seist Du Maria... Ich glaube an Gott ...

Bei den Einzelperlen: Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden und für die Sünden der ganzen Welt.

An den 10er-Perlen jeweils 10mal: Durch sein schmerzhaftes Leiden hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.

Am Ende 3mal: Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.

zum Schluß bete man nochmals 1 x: O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich!
1 x: Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an, lobpreise Dich und bitte, umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden.
(Imprimatur! Vollkommener Ablaß! Von Jesus selbst gegeben, nicht vom Mittelalter!!!)

Seele Christi, heilige uns,
Leib Christi, rette uns,
Blut Christi, tränke uns,
Wasser der Seite Christi, wasche uns,
Leiden Christi, stärke uns,
o guter Jesus, erhöre uns,
birg in deinen Wunden uns,
von dir laß nimmer scheiden uns,
vor dem bösen Feind beschütze uns,
in der Todesstunde rufe uns und
zu dir kommen heiße uns,
mit deinen Heiligen zu loben dich
in deinem Reiche ewiglich. Amen.

Gebet mit vollkommenem Ablaß für die Sterbestunde:
Herr, mein Gott, schon jetzt nehme ich den Tod, wie er auch nach deinem Willen mich treffen mag, mit all seinen Ängsten, Peinen und Schmerzen aus deiner Hand ergeben und willig an. (Papst Pius X.)

(Quelle: S/W-Bilder und Texte auszugsweise aus: "Die Trösterin der Betrübten in der Waldschlucht" Pater Gebhard + Heyder OCD Regensburg 1988, © Karl Preiß • Postfach 1135 • 94526 Metten - Tel: 0151 / 57607714)

Das Bild an der Stelle des Birnbaums, aus Metall und befestigt auf einem kunstvoll gearbeiteten Steinsockel, der von der ehemaligen Kapelle stammen könnte (links im Bild). P. t Benedikt Braunmüller schrieb am 21.11.1889 als Abt in sein Tagebuch: "Heute machte ich auf einem Spaziergang die Bemerkung, daß der Birnbaum bei Mettenbuch, der schon so viel Redens verursacht hat, durch einen Sturm vor ca. 2 Monaten gänzlich entfernt sei. An seiner Stelle steht jetzt ein eisernes Kreuz, woran Bilder gehängt sind". 1987 wurde von Regensburger Pilgern der Steinsockel und ein Marterl mit einer Pieta errichtet (links im Bild).

O Maria, hilf uns aus aller Not, sei unsere Fürsprecherin bei Gott,
sowohl im Leben als im Tod, zeige Deine Muttergüte,
trage Deiner Kinder Bitte unserm Herrn und Heiland vor,
der zur Mutter Dich erkor. Amen.

Engel Gottes, leite, führe immer mich an Deiner Hand,
daß ich nie den Weg verliere in das himmlische Vaterland.
Lehre mich auf Jesus schauen, Seine Worte recht verstehen,
Seine heil'gen Wege gehen.
Schütze mich vor jeder Sünde und mein Herz erhalte rein,
daß der Herr es würdig finde, eine Wohnung Ihm zu sein.
Schutzgeist in dem letzten Streite, in dem Kampfe mit dem Tod,
weiche nicht von mir und leite meine Seele hin zu Gott.

„Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, weise nicht mein kleines Herz zurück, das nur für Dich lebt; Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, nimm es in Deinem Göttlichen und Heiligsten auf; Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, mache mein Herz Deinem Göttlichen, das so vollkommen ist, ähnlich!"
Wer dieses Gebet spricht, wird sofort von Jesus aufgenommen, Er drückt ihn an Sich und öffnet ihm die Pforten zu Seinen Unendlichen Schätzen.

Anfahrt:
Mettenbuch liegt in der Nähe von Metten im Landkreis Deggendorf und gleich neben der Autobahn A3 Regensburg -
Passau, Abfahrt Metten. In Metten fährt man um das Kloster herum, gleich nach dem Kloster rechts abbiegen, Beschilderung Mettenbuch folgen. Ca. 300 m vor der Ortschaft Mettenbuch, dort am eisernen Wegkreuz links abbiegen, siehe Beschilderung „Zur Marienkapelle in der Waldschlucht", Am Ende des Weges (Sackgasse) kommt ein kleines Anwesen „Einödbauernhof" hier rechts in der Wiese parken. Die Waldschlucht mit dem heiligen Platz liegt gleich rechts daneben im Wald (ca. 50m entfernt vom Anwesen).

Maria, Trösterin der Betrübten, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu Dir nehmen!

(Quelle: auszugsweise Text nach Angaben der Seherkinder, siehe Buch: "Die Trösterin der Betrübten in der Waldschlucht von P. t Gebhard Heyder OCD beim Grignion-Verlag Altötting. Gebetsbilder und Buch (s.u.) sind zu beziehen bei (C) Karl Preiß • Postfach 1135 • 94526 Metten - Tel: 0151 / 57607714)

Ein bebilderter Bericht von Herrn Karl Preiß, Metten, der die Rechte aus den angeg. Quellen erworben hat:
Maria - Trösterin der Betrübten - die Adventmuttergottes in der Waldschlucht von Mettenbuch PDF ca. 4 MB (C) Karl Preiß

Sehr empfehlenswertes Buch von Herrn Karl Preiß, Metten:


Auch Du bist von der "Trösterin der Betrübten", der Adventmuttergottes von Mettenbuch, eingeladen, an dieser Gnadenstätte mitzubeten:

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Wir suchen einen pensionierten Priester für Caritas Haus st. Monika.....für hl. Messen und auch für Krankenbesuche.

Sehr schöne Wohnungen im betreuten Wohnen, für noch etwas fittere Senioren....



Caritas Haus St. Monika Stuttgart - Neugereut
http://images.google.de/imgres?imgurl=ht...arqBfIQrQMISzAP

http://www.caritas-stuttgart.de/hilfe-be...tgart-neigereut

.....und einen wunderschönen Palmengarten beim Eingang von St. Monika.



Wunderbar diesen obigen Artikel,von den Gebeten.... er sollte es ausgedruckt geben , wie Flugblätter weiter geben.
Ich versuche es mal hier in unserer Kapelle.

Es wäre gut, wenn man es so verkürzen könnte, dass es auf ein D4 Blatt ginge.

Es könnte sein, dass sonst nicht alles gelesen würde. Ich bin am Überlegen, ob ich es in etwa schaffe weiß ich nicht.

Wir haben hier im Haus Monika auch etwas Probleme, wir hatten 2 pensionierte Geistliche, die hier im betreuten Wohnen, ihre Mietwohnung hatten, Leider ist unser guter Pfr. Fehrle (88) voriges Jahr verstorben und nur noch einen 80 jährigen Priester haben wir, der schafft das nicht alleine, tägl. hl.Messe und bei Kranken sein, usw.
..
Wir suchen dringend einen penionierten Priester, der bereit wäre hier im kl. Haus, betreutes Wohnen, auch kommen würde und wie bisher halt kirchliche Dienste verrichten, so wäre Pfr. Gottstein nicht alleine. Es ist sonst zu viel für diesen Priester.

Weil unsere indische Schwester Lissy, die schon über 30 Jahre hier die Oberin, die Chefin ist, doch die wird im August ins Mutterhaus in Indien zurück gerufen, und geht auch in Pension.

Wir haben hier noch ca 6 bis 7 indische Anbetungsschwestern hier, sie beten viel, auch noch in anderen Kirchen in Stuttgart, St. Eberhard...St. Augistinus und auch in Waiblingen, wo auch indische Schwestern sind....usw... Sie werden überall zum Gebet gebraucht und auch zur Krankenpflege, usw...

Und Sr. Lissy hat es in diesen vielen Jahren, wo sie hier ist, fertig gebracht, dass fast täglich hl. Messe hier in der Kapelle war. Sie hat überall herum telefoniert, bis sie welche fand, die als kamen zum Messe lesen.Ist sehr schön von ihr...
Und wie es jetzt weitergeht, weiß nur der liebe Gott.

Und nur 1 km, von hier ist die Wallfahrtskirche...Die Stuttgarter Madonna, und dieser gute noch junge Priester, wo dort war...wird jetzt nach Rom berufen und dort bei der Frau Chavan behilflich zu sein, jetzt fehlt dann dieser Priester in der Wallfahrtskirche auch noch.

Wir sind so in Not.
Wir beten ja 5 mal die Woche in der Kapelle den Rosenkranz, sind wenige da, aber doch immer welche Beter da.(Die Schwestern beten ja viel in ihrem Konvent, in ihrer Hauskapelle...).
Der Mittwoch ist jetzt auch zum Rosenkranzbeten dazu gekommen...der besonders für den Frieden und die Bekehrung der Sünder ist..

Also zur Zeit sieht es nicht gut aus, wird wahrscheinlich viel verweltlichter werden, wenn keine Priester mehr da sind.

Es ist halt so, mache pensionierte Priester wollen eine große Wohnung haben, weil sie viele Bücher hätten, sagte mir Pfr. Gottstein.

http://www.aok-pflegeheimnavigator.de/in...AND&focus=4&;
http://www.caritas-stuttgart.de/hilfe-be...gnungsstaetten/

von 28.11.2012 11:28

Die Liebe in der Wahrheit tun: Hinführung zum Jahr des Glaubens
mit Papst Benedikt XVI.


Liebe Hörerinnen und Hörer von „Radio Maria Österreich“!

Mit dem Apostolischen Schreiben „Porta fidei“, das in Form eines Motu proprio ergangen ist, hat Papst Benedikt XVI. am 11. Oktober 2011 die Ausrufung eines „Jahres des Glaubens“ bekannt gegeben.

„Im Licht all dessen habe ich entschieden, ein Jahr des Glaubens auszurufen. Es wird am 11. Oktober 2012, dem fünfzigsten Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils, beginnen und am Christkönigssonntag, dem 24. November 2013, enden“ (Porta fidei, Nr. 4).

Der Anlass dieses Jahres des Glaubens ist also das 50-Jahr-Jubiläum des 2. Vatikanischen Konzils, das am 11. Oktober 1962 eröffnet wurde. Gemäß dem damals gültigen liturgischen Kalender wurde an diesem Tag das Fest der Mutterschaft Marias gefeiert. Seit der Liturgiereform wird das Hochfest der Gottesmutter Maria in der ordentlichen Form des römischen Ritus am 1. Januar begangen; zugleich ist es in der außerordentlichen Form der Messfeier nach dem römischen Ritus weiterhin möglich, den traditionellen Termin des 11. Oktober zu feiern.

Maria ist unser Vorbild im Glauben und die Mutter der Glaubenden. Noch bevor sie ihren Sohn Jesus Christus in ihrem Schoß empfing, hat sie ihn im Herzen schon im Glauben empfangen und aufgenommen. Ihre Verwandte Elisabeth preist sie eben wegen dieses Glaubens selig: „Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ“ (Lk 1,45).

Unser Weg auf Erden ist der des Glaubens. Erst im Himmel werden wir Gott von Angesicht zu Angesicht schauen. Dann wird der Glaube in Schauen übergehen und die Hoffnung in Besitz. Die Liebe aber wird bleiben.

„Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe“ (1 Kor 13,13).

Das 2. Vatikanische Konzil hatte nicht die Absicht, neue Dogmen des Glaubens vorzulegen. Es wollte vielmehr die Glaubenslehre der Kirche in Anwendung bringen auf die Bedürfnisse unserer Zeit. Insofern ist es ein pastorales Konzil, als es ausgerichtet ist auf das Ziel aller Seelsorge, nämlich die Menschen zur Heiligkeit zu führen, sodass sie nach ihrem Tod und einer vielleicht noch nötigen Läuterung im Reinigungsort (Purgatorium oder Fegefeuer) eintreten dürfen in die himmlische Herrlichkeit.

Als reifste Frucht des 2. Vatikanischen Konzils, was die Glaubenslehre der Kirche betrifft, wie sie unserer Zeit neu verkündet werden soll, gilt der „Katechismus der Katholischen Kirche“. Papst Benedikt XVI. schreibt dazu:

„Auf das Datum des 11. Oktobers 2012 fällt auch das zwanzigjährige Jubiläum der Veröffentlichung des Katechismus der Katholischen Kirche, eines Textes, den mein Vorgänger, der selige Papst Johannes Paul II., mit dem Ziel promulgierte, allen Gläubigen die Kraft und die Schönheit des Glaubens vor Augen zu führen. Dieses Dokument, eine authentische Frucht des Zweiten Vatikanischen Konzils, sollte nach dem Wunsch der Außerordentlichen Bischofssynode von 1985 ein Instrument im Dienst der Katechese sein und wurde durch die Zusammenarbeit des gesamten Episkopates der katholischen Kirche erstellt“ (Porta fidei, Nr. 4).

Wir wollen in dieser zweiteiligen Sendereihe auf „Radio Maria“ gemeinsam über das Jahr des Glaubens nachdenken. Eine vierfache Aufgabe stellt sich uns in diesem Jahr und darüber hinaus. Es geht

1. darum, dass wir die Haltung des Glaubens und der Umkehr in unserem Herzen erneuern und vertiefen,

2. dass wir dies tun in der Gemeinschaft der Glaubenden, eben der Kirche,

3. dass wir die von Gott geoffenbarten Inhalte des Glaubens voll und ganz bejahen

4. und in unserem Leben durch Wort und Tat bezeugen. Deshalb auch der besondere Titel dieser Sendung „Die Liebe in der Wahrheit tun“, in Anlehnung an die Enzyklika „Caritas in veritate“ von Papst Benedikt XVI., die mit Datum vom 29. Juni 2009 veröffentlicht hat. Es geht um den Zusammenhang von Glaube und Handeln. Der Glaube soll sich auswirken im christlichen Leben; er soll Frucht bringen in Werken der Liebe, in einem Leben nach den Geboten Gottes und in der Übung der Tugenden.

Bei diesen Überlegungen und Aufgaben hilft uns die Jungfrau und Gottesmutter Maria als Prototyp aller Gläubigen oder als Ikone der Glaubenden. Ihr Magd-des-Herrn-Sein hat sie im Glauben bejaht und in Hoffnung und Liebe im Leben verwirklicht. Eben darum wurde sie von ihrem Sohn Jesus Christus nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen und erhielt sie Anteil an seinem Königtum. Mit Jesus Christus, dem König des Weltalls, der als ewiger Sohn Gottes seine Herrschaft von Natur aus ausübt, darf Maria aus Gnade als Königin des Himmels und der Erde herrschen. Sie tut dies in wahrhaft mütterlicher Weise, indem sie fürbittend Sorge trägt für das Heil aller Menschen.

Ein großer Glaubenszeuge ist auch der Heilige des heutigen Tages: Johannes der Täufer. Für den Glauben an Gott hat er sein Leben hingegeben. Im Tagesgebet heißt es:

Allmächtiger Gott,
du hast den heiligen Johannes den Täufer berufen,
deinem Sohn im Leben und im Tod voranzugehen
und für Recht und Wahrheit Zeugnis zu geben.
Gib auch uns die Kraft,
für den Anspruch deiner Lehre
unerschrocken einzutreten.



So widmen wir uns nun der ersten Fragestellung:

1. Wie können wir die Haltung des Glaubens und der Umkehr in unserem Herzen erneuern und vertiefen?

Für den inneren Vollzug und die Haltung des Glaubens verwendet Papst Benedikt in seinem Motu proprio das Bild von einer Tür. Er spricht von der „porta fidei“, der Tür oder dem Tor des Glaubens. Damit schließt er an die Apostelgeschichte (14,27) an, wo es wörtlich über Paulus und Barnabas heißt:

„Als sie dort [nämlich in Antiochia] angekommen waren, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan und dass er den Heiden die Tür zum Glauben geöffnet hatte.“ [… καὶ ὅτι ἤνοιξεν τοῖς ἔθνεσιν θύραν πίστεως.]

Dieses Bildwort von der „Tür des Glaubens“ drückt aus, dass der Glaube ein Eintreten in eine neue Wirklichkeit ist. Und das ist etwas, was wir uns nicht selber erwerben oder geben können.

Der Glaube ist vor allem ein Geschenk Gottes im Hinblick auf das ewige Heil, also eine Gnade oder eine übernatürliche Gabe. Gott der Vater zieht die Menschen durch das Wort des Heils in der Gnade des Heiligen Geistes an sich; dieses Wort der Offenbarung ist ergangen in seiner Fülle durch den menschgewordenen Sohn Gottes, das fleischgewordene Wort, also durch unseren Herrn Jesus Christus. Wer den Akt des Glaubens vollzieht, antwortet auf das Geschenk der göttlichen Offenbarung, in der sich Gott uns selbst mitteilt und erschließt.

Der Glaube wird vom Menschen in Freiheit vollzogen und setzt voraus, dass es nicht unvernünftig, sondern im Gegenteil höchst vernünftig ist, wenn wir dem absolut wahrhaftigen, allmächtigen und allgütigen Gott vertrauen.

Hören wir die Worte von Papst Benedikt XVI., mit denen er das Apostolische Schreiben „Porta fidei“ einleitet. Er schreibt gleich zu Beginn:

„Die ‚Tür des Glaubens‘ (vgl. Apg 14,27), die in das Leben der Gemeinschaft mit Gott führt und das Eintreten in seine Kirche erlaubt, steht uns immer offen. Es ist möglich, diese Schwelle zu überschreiten, wenn das Wort Gottes verkündet wird und das Herz sich durch die verwandelnde Gnade formen lässt. Durch diese Tür zu gehen bedeutet, einen Weg einzuschlagen, der das ganze Leben fortdauert. Er beginnt mit der Taufe (vgl. Röm 6,4), durch die wir Gott Vater nennen dürfen, und endet mit dem Übergang durch den Tod hindurch in das Ewige Leben, das Frucht der Auferstehung Jesu, des Herrn, ist. Er wollte durch das Geschenk des Heiligen Geistes alle, die an ihn glauben, in seine Herrlichkeit einbeziehen (vgl. Joh 17,22). Den Glauben an die Trinität – den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist – zu bekennen entspricht an einen einzigen Gott, der die Liebe ist (vgl. 1 Joh 4,8), zu glauben: an den Vater, der zu unserem Heil in der Fülle der Zeit seinen Sohn gesandt hat; an Jesus Christus, der in dem Geheimnis seines Todes und seiner Auferstehung die Welt erlöst hat; an den Heiligen Geist, der die Kirche durch die Jahrhunderte führt in der Erwartung der Wiederkunft des Herrn in Herrlichkeit“ (Porta fidei, Nr. 1).

Wie wunderbar ist doch dieser Weg des Glaubens! Wir können Gott dem Herrn nicht genug dafür danken glauben zu dürfen und wollen besonders in diesem Jahr die Akte des Glaubens im Herzen erwecken und erneuern.

Zu allererst geht es um die Umkehr zum Herrn, um die Bekehrung. Diese vollzieht sich grundlegend bei diesen Menschen, die sich als Erwachsene auf die Taufe vorbereiten, aber auch in jenen, welche die Taufgnade durch eine Todsünde verloren haben und sie sich im Sakrament der Buße wieder schenken lassen. Darüber hinaus ist für jeden Christen eine tägliche Umkehr nötig; eben damit wir auf dem rechten Weg bleiben, den Gottes Gnade uns führen will.

Dieses Anliegen bringt Papst Benedikt folgendermaßen zum Ausdruck:

„Aus dieser Sicht ist das Jahr des Glaubens eine Aufforderung zu einer echten und erneuerten Umkehr zum Herrn, dem einzigen Retter der Welt. Im Geheimnis seines Todes und seiner Auferstehung hat Gott die rettende Liebe vollends offenbart und ruft die Menschen durch die Vergebung der Sünden zur Umkehr des Lebens (vgl. Apg 5,31). Diese Liebe – so der Apostel Paulus – führt den Menschen in ein neues Leben: ‚Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben‘ (Röm 6,4). Durch den Glauben gestaltet dieses neue Leben die gesamte menschliche Existenz nach der radikalen Neuheit der Auferstehung. Im Maß der freien Bereitschaft des Menschen werden seine Gedanken und Gefühle, seine Mentalität und sein Verhalten allmählich geläutert und verwandelt auf einem Weg, der in diesem Leben nie gänzlich vollendet wird. Der ‚Glaube, der in der Liebe wirksam ist‘ (vgl. Gal 5,6), wird zu einem neuen Maßstab für das Denken und Tun, der das ganze Leben des Menschen verändert (vgl. Röm 12,2; Kol 3,9-10; Eph 4,20-29; 2 Kor 5,17)“ (Porta fidei, Nr. 6).



Kommen wir nun zum zweiten wichtigen Anliegen dieses Jahres!

2. Wir erneuern das Bekenntnis unseres Glaubens in der Gemeinschaft der Glaubenden, eben in der Kirche.

Glauben heißt auf Gottes Wort bauen, das er an uns richtet und das uns die Kirche verkündet. Christlicher Glaube ist immer schon kirchlich vermittelter Glaube. Daher ist es inkonsequent und letztlich unmöglich zu sagen: „Mit der Kirche will ich nichts mehr zu tun haben; doch den christlichen Glauben trage ich weiterhin im Herzen.“

Ein solcher Mensch lebt von Voraussetzungen, die er ablehnt: Er will nicht mehr zur Gemeinschaft der Glaubenden gehören, und sagt dennoch, er glaube. Ist das nicht ein Widerspruch? Bildlich gesprochen: Er sägt sich selbst den Ast ab, auf dem er sitzt. Das aber kann auf Dauer nicht gutgehen.

Sowohl auf weltkirchlicher Ebene als auch in den Bereichen der einzelnen Bischofskonferenzen und Diözesen wird das „Jahr des Glaubens“ je eigene Schwerpunkte und Akzentsetzungen erfahren.

Papst Benedikt schreibt, es geht der ganzen Kirche um das treue Bekenntnis des Glaubens:

„Wir wollen dieses Jahr in würdiger und schöpferischer Weise feiern. Es soll intensiver über den Glauben nachgedacht werden, um allen, die an Christus glauben, zu helfen, ihre Zustimmung zum Evangelium bewusster und stärker werden zu lassen, vor allem in einem Moment tiefgreifender Veränderungen, wie ihn die Menschheit gerade erlebt. Wir werden die Gelegenheit haben, den Glauben an den auferstandenen Herrn in unseren Kathedralen und in allen Kirchen der Welt, in unseren Häusern und bei unseren Familien zu bekennen, damit jeder das starke Bedürfnis verspürt, den unveränderlichen Glauben besser zu kennen und an die zukünftigen Generationen weiterzugeben. Die Ordens­gemeinschaften sowie die Pfarrgemeinden und alle alten wie neuen kirchlichen Realitäten werden Gelegenheit finden, in diesem Jahr das Credo öffentlich zu bekennen“ (Nr. 8).

Die Österreichische Bischofskonferenz legt einen besonderen Schwerpunkt auf eine qualifizierte Katechese. D.h. es geht um eine Glaubensunterweisung, welche die Menschen erreicht und zugleich den Glauben unverfälscht weitergibt. Die österreichischen Bischöfe haben ein neues Dokument vorgelegt, das den Titel trägt: „Verkündigung und neue Evangelisierung in der Welt von heute“. Es wurde in der Frühjahrsvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz (vom 19.-22. März 2012) approbiert. „Das neue Dokument nimmt erfahrungsbezogen die Mitte des Glaubens in Blick. Es formuliert Kernbotschaften des Glaubens altersgemäß und auf die jeweilige Zielgruppe hin“ (Erklärung nach der Frühjahrsvollversammlung, Nr. 2, in: Amtsblatt der ÖBK, Nr. 57, 1. Juni 2012, S.3).

In Österreich werden am 11. Oktober 2012 die Türen der Kirchen um die Mittagszeit weit geöffnet werden; das Läuten der Glocken soll zum Gebet des „Engel des Herrn“ einladen. Die einzelnen Diözesen setzen während des Glaubensjahres besondere Schwerpunkte. So soll in der Diözese St. Pölten, der ich angehöre, die Fastenzeit als Intensivzeit zur besonderen Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Glaubensbekenntnisses genutzt werden, um dann in der Osternacht die feierliche Tauferneuerung in allen Pfarren vornehmen zu können (vgl. Diözesanblatt St. Pölten, Mai 2012).



Ein drittes Anliegen gibt es:

3. In diesem Jahr des Glaubens und darüber hinaus sollen wir die von Gott geoffenbarten Inhalte des Glaubens voll und ganz bejahen.

Wer Gott ganz vertraut und auf ihn baut, zweifelt nicht an dem, was Gott uns um unseres Heiles willen mitgeteilt hat. Alles was Gott geoffenbart hat und uns die Kirche zum Glauben vorlegt, nehmen wir mit göttlichem und katholischem Glauben an und halten es für unfehlbar wahr. Der allwissende und wahrhaftige Gott kann uns nicht in die Irre führen. Beim Glauben geht es daher sehr wohl auch um Inhalte. Dazu schreibt Papst Benedikt XVI.:

„Wie man feststellen kann, ist die Kenntnis der Glaubensinhalte wesentlich, um die eigene Zustimmung zu geben, das heißt um sich dem, was von der Kirche vorlegt wird, mit Verstand und Willen völlig anzuschließen. Die Kenntnis des Glaubens führt in das Ganze des von Gott offenbarten Heilgeheimnisses ein. Die gegebene Zustimmung schließt also ein, dass man, wenn man glaubt, freiwillig das gesamte Glaubensgeheimnis annimmt, denn der Bürge für seine Wahrheit ist Gott selbst, der sich offenbart und es ermöglicht, sein Geheimnis der Liebe zu erkennen“ (Porta fidei, Nr. 10).

Welche Glaubensinhalte sind gemeint? Die wesentlichen Inhalte finden wir im Credo – also im Glaubensbekenntnis – zusammengefasst. Es ist daher sinnvoll, im Jahr des Glaubens dieses Bekenntnis bewusst zu beten und über die einzelnen Glaubensartikel nachzudenken. Dazu hilft uns die Heilige Schrift und der Katechismus der Katholischen Kirche; ebenso hilfreich sind das Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche und der Jugendkatechismus (YouCat). Katechetische Unterweisungen und Vorträge in den Pfarren und Gruppen helfen, sich mit den Inhalten des Glaubens auseinanderzusetzen. Vielleicht gibt es da und dort eine Gruppe von Interessierten, die sich gemeinsam mit den Inhalten des Katechismus befasst und sich darüber austauscht.

Das Wort Gottes ist keine trockene Satz-Wahrheit, die uns zwar bekannt wird, aber letztlich in Distanz lässt, sondern wer wirklich glaubt, der vollzieht die Ganzhingabe des Herzens an Gott und übereignet sich ihm mit Verstand und Wille. Die Inhalte des Glaubens werden so zu Offenbarungen der göttlichen Liebe und zu Leuchtsternen für unseren Lebensweg.



Und dann der vierte Schwerpunkt, den wir setzen sollen:

4. In diesem Jahr des Glaubens geht es besonders auch darum, den katholischen Glauben in unserem Leben durch Wort und Tat zu bezeugen.

Maßgeblich sind stets Liebe und Wahrheit („Caritas in veritate“). Genau so heißt auch der Titel einer Enzyklika von Papst Benedikt XVI.: Mit Datum vom 29. Juni 2009 veröffentlichte Papst Benedikt XVI. seine bisher dritte Enzyklika nach „Deus caritas est“ und „Spe salvi“: Die Sozialenzyklika „Caritas in veritate“ ist auch im Jahr des Glaubens wichtig und richtet sich „an die Bischöfe, an die Priester und Diakone, an die Personen gottgeweihten Lebens, an die christgläubigen Laien und an alle Menschen guten Willens“. Sie handelt „über die ganzheitliche Entwicklung des Menschen in der Liebe und in der Wahrheit“.

Die Titelbezeichnung „Caritas in veritate / (wörtl.) die Liebe in der Wahrheit“ ist eine Anspielung auf Eph 4,15, wo es heißt:

„Wir wollen uns, von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten und in allem wachsen, bis wir ihn erreicht haben. Er, Christus, ist das Haupt.“

In der lateinischen Fassung (Vulgata) lautet dies wörtlich: „veritatem autem facientes in caritate crescamus in illo per omnia qui est caput Christus”. Die Schlüsselpassage liest sich also genau: „die Wahrheit in Liebe tun“, um gerade so in ihm durch alles zu wachsen und Christus das Haupt zu erreichen.

Benedikt XVI. hält es für „notwendig, die Liebe und die Wahrheit nicht nur in der vom heiligen Paulus angegebenen Richtung der ‚veritas in caritate‘ (Eph 4,15) miteinander zu verbinden, sondern auch in der entgegengesetzten und komplementären von ‚caritas in veritate‘“, wie er in Nr. 2 erklärt. Es geht also um das rechte Verständnis der menschlichen Entwicklung in ihrer sozialen Dimension, und zwar sowohl in der Zielrichtung der Wahrheit, geleitet von der Liebe, als auch in Zielrichtung der Liebe, von der Wahrheit geleitet.

Im Jahr des Glaubens ist es besonders wichtig, dass der Glaube in der Liebe Frucht bringt:

„Der Glaube ohne die Liebe bringt keine Frucht, und die Liebe ohne den Glauben wäre ein Gefühl, das ständig dem Zweifel ausgesetzt ist. Glaube und Liebe erfordern sich gegenseitig, so dass eines dem anderen erlaubt, seinen Weg zu gehen“ (Porta fidei, Nr. 14).

Unser Glaube darf nicht ein Lippenbekenntnis bleiben, sondern soll sich auswirken im gelebten Zeugnis der Christen, im Wort und in der Tat.

„Die Erneuerung der Kirche geschieht auch durch das Zeugnis, das das Leben der Gläubigen bietet: Die Christen sind nämlich berufen, mit ihrer Existenz in der Welt das Wort der Wahrheit, das der Herr uns hinterlassen hat, leuchten zu lassen“ (Porta fidei, Nr. 6).

Um den Weg zu einem bestimmten Ziel erfolgreich zu beschreiten, muss die Grundrichtung stimmen, d.h. es muss das Ziel schon im Blick sein, wenigstens annäherungsweise. Für das menschliche Leben geht es nach Auffassung Benedikts XVI. um eine Grundhaltung, die wir neu lernen sollten: die Anerkenntnis dessen, dass wir uns das Wesentliche im Leben, ja das Leben selbst, aber auch dessen Erfüllung letztlich nicht selbst verdanken, sondern nur als Geschenk empfangen können. Wahrheit, Hoffnung und Liebe haben mit diesem „Prinzip der Unentgeltlichkeit“ zu tun, das neu entdeckt werden soll, um echte Zukunft zu ermöglichen. Ohne die Gerechtigkeit auszuschließen, die für das Zusammenleben unabdingbar ist, gelte doch:

„Die Gemeinschaft der Menschen kann von uns selbst gestiftet werden, aber sie wird allein aus eigener Kraft nie eine vollkommen brüderliche Gemeinschaft sein und jede Abgrenzung überwinden, das heißt, eine wirklich universale Gemeinschaft werden: die Einheit des Menschengeschlechts, eine brüderliche Gemeinschaft jenseits jedweder Teilung, wird aus dem zusammenrufenden Wort Gottes, der die Liebe ist, geboren“ (Caritas in veritate, Nr. 34).

Jede wahre Einheit und Gemeinschaft wird von Gott her ermöglicht, der gerade als der eine Gott in drei göttlichen Personen ein Geheimnis der Liebe ist. Das trinitarische Geheimnis zeigt uns vom göttlichen Ursprung her, wie vollkommene Einheit in vollkommener Beziehung möglich ist:

„Die Dreifaltigkeit ist völlige Einheit, insofern die drei Göttlichen Personen reine Beziehung sind. Die gegenseitige Transparenz zwischen den Göttlichen Personen ist völlig und die Verbindung untereinander vollkommen, denn sie bilden eine absolute Einheit und Einzigkeit“ (Caritas in veritate, Nr. 54).

Ein Abbild dessen ist die Kirche, und auch die geistig-leibliche Einheit der Ehegatten im Ein-Fleisch-Werden. Auf analoge Weise verbindet die Wahrheit die Vernunftwesen untereinander und schafft echte Teilhabe.

Das christliche Menschenbild zeigt auf, dass die Person und die Gemeinschaft jeweils aufeinander zugeordnet sind:

„Wie die Gemeinschaft der Familie in sich die Personen, die sie bilden, nicht auflöst und wie die Kirche selbst die ‚neue Schöpfung‘ (vgl. Gal 6,15; 2 Kor 5,17), die durch die Taufe ihrem Leib eingegliedert wird, voll hervorhebt, so löst auch die Einheit der Menschheitsfamilie in sich die Personen, Völker und Kulturen nicht auf, sondern macht sie füreinander transparenter und vereint sie stärker in ihrer legitimen Vielfalt“ (Caritas in veritate, Nr. 53)

Wir können an dieser Stelle nicht weiter auf die einzelnen Inhalte der Sozialenzyklika „Caritas in veritate“ eingehen. Es werden Themenbereiche angesprochen (z.B. Wirtschaft und Umwelt), die dem ersten Anschein nach nicht viel mit dem christlichen Glauben zu tun haben. Und doch ist es gerade hier wichtig, dass das christliche Zeugnis durchdringt!

Abschließend stellte Benedikt XVI. in seiner Sozialenzyklika „Caritas in veritate“ fest, dass ein wahrer Humanismus ohne Bezug auf Gott nicht möglich ist. Diese Anerkenntnis ist zugleich eine Ermutigung:

„Die Liebe Gottes ruft uns zum Aussteigen aus allem, was begrenzt und nicht endgültig ist; sie macht uns Mut, weiter zu arbeiten in der Suche nach dem Wohl für alle, auch wenn es sich nicht sofort verwirklichen lässt, auch wenn das, was uns zu verwirklichen gelingt – uns und den politischen Autoritäten und Wirtschaftsfachleuten –, stets weniger ist als das, was wir anstreben. Gott gibt uns die Kraft, zu kämpfen und aus Liebe für das gemeinsame Wohl zu leiden, weil er unser Alles, unsere größte Hoffnung ist.“ (Caritas in veritate, Nr. 78)

Daher schließt das Schreiben mit einem geistlichen Aufruf:

„Die Entwicklung braucht Christen, die die Arme zu Gott erheben in der Geste des Gebets, Christen, die von dem Bewusstsein getragen sind, dass die von Wahrheit erfüllte Liebe, caritas in veritate, von der die echte Entwicklung ausgeht, nicht unser Werk ist, sondern uns geschenkt wird.“

Unverzichtbare Elemente der täglichen Hinwendung zu Gott werden angeführt, und das kann auch für das Jahr des Glaubens hilfreich sein:

„Die Entwicklung beinhaltet Aufmerksamkeit für das geistliche Leben, ernsthafte Beachtung der Erfahrungen des Gottvertrauens, der geistlichen Brüderlichkeit in Christus, des Sich-Anvertrauens an die göttliche Vorsehung und Barmherzigkeit, der Liebe und Vergebung, des Selbstverzichts, der Annahme des Nächsten, der Gerechtigkeit und des Friedens.“ (Caritas in veritate, Nr. 79)

Zwischen dem Glauben und dem Handeln besteht also ein unauflöslicher Zusammenhang. Das „Jahr des Glaubens“ soll nicht bloß eine theoretische Vertiefung bringen, sondern sich ganz und gar auswirken auf die christliche Lebenspraxis. Es geht darum, die Gebote Gottes zu befolgen und die Werke der Liebe zu vollbringen (vgl. Mt 25). Wenn dies geschieht, ist unser Leben nicht umsonst, und wir werden einmal eintreten dürfen ins himmlische Reich, wenn Gott uns zu sich ruft in seine ewige Seligkeit in der Gemeinschaft mit allen Engeln und Heiligen.

„Dank des Glaubens können wir in denen, die unsere Liebe erbitten, das Antlitz des auferstandenen Herrn erkennen. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40): diese seine Worte sind eine nicht zu vergessende Mahnung und eine fortwährende Einladung, die Liebe zurückzugeben, mit der er sich unser annimmt. Der Glaube ist es, der es ermöglicht, Christus zu erkennen, und seine eigene Liebe ist es, die dazu drängt, ihm jedes Mal zu helfen, wenn er auf unserem Lebensweg unser Nächster wird. Vom Glauben getragen, sehen wir hoffnungsvoll auf unser Engagement in der Welt und erwarten dabei ‚einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt‘ (2 Petr 3,13; vgl. Offb 21,1)“ (Porta fidei, Nr. 14).

Papst Benedikt schließt sein Motu proprio „Porta fidei“ mit einer Anempfehlung des Jahres des Glaubens an die Gottesmutter Maria:

„Vertrauen wir der Mutter Gottes, die ‚selig‘ gepriesen wird, weil sie ‚geglaubt hat‘ (Lk 1,45), diese Zeit der Gnade an“ (Porta fidei, Nr. 15, Schlusswort).



Glaubensbekenntnis von Nicäa-Konstantinopel (Gotteslob, Nr. 356):

Wir glauben an den einen Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

die sichtbare und die unsichtbare Welt.



Und an den einen Herrn Jesus Christus,

Gottes eingeborenen Sohn,

aus dem Vater geboren vor aller Zeit:



Gott von Gott, Licht vom Licht,

wahrer Gott vom wahren Gott,

gezeugt, nicht geschaffen,

eines Wesens mit dem Vater;

durch ihn ist alles geschaffen.

Für uns Menschen und zu unserem Heil

ist er vom Himmel gekommen,

hat Fleisch angenommen



durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria

und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

hat gelitten und ist begraben worden,

ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

und aufgefahren in den Himmel.

Er sitzt zur Rechten des Vaters

und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

zu richten die Lebenden und die Toten;

seiner Herrschaft wird kein Ende sein.



Wir glauben an den Heiligen Geist,

der Herr ist und lebendig macht,

der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

der gesprochen hat durch die Propheten,

und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

Wir erwarten die Auferstehung der Toten

und das Leben der kommenden Welt.

Amen.

von 28.11.2012 06:58

Adventkalender für die ganze Familie
(presse.kirche.at) Einen besonderen Adventkalender gibt der Bereich Familie der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten heraus. „Der Adventkalender für die ganze Familie enthält viele Tipps für eine besinnliche und wertvolle Advent- und Weihnachtszeit“, sagt Bereichsleiterin Doris Kloimstein.
In diesem Kalender hat jeder Tag hat zwei Seiten: eine für die Kinder und eine für die Eltern mit Geschichten und Tipps. „Der Stehkalender ist so konzipiert, dass sich Erwachsene und Kinder gegenüber sitzen können“, erklärt Kloimstein. „Die Kinder können das Bild ansehen und die Erwachsenen die dazu passende Geschichte vorlesen.“ Drei verschiedene Symbole zeigen an, ob es sich bei den Geschichten um Alltagssituationen, Fantasiegeschichten oder um Erzählungen aus der Bibel handelt.
Der Adventkalender ist gedacht für Mütter, Väter, Großeltern, die mit ihren Kindern und Enkelkindern zum „ursprünglichen Sinn des christlichen Weihnachtsfestes vordringen wollen“, so Kloimstein. Für Familien, die anderen Religionen oder anderen Denkrichtungen angehören, kann er die Möglichkeit bieten, Hintergrundwissen zu Brauchtum und Glaubensinhalten dieses Festes zu erwerben.
Der Adventkalender geht über Weihnachten hinaus bis zum 6. Jänner. Die Blätter der 4 Adventsonntage haben eine Steckvorrichtung, sodass der Adventkalender über mehrere Jahre verwendbar ist. Der Inhalt ist auf das Entwicklungsalter von Kindern zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr ausgerichtet.
Bestelladresse:
Pastorale Dienste der Diözese St.Pölten, Behelfsdienst, Klostergasse 15, 3100 St.Pölten
E-Mail: behelfe.pa.stpoelten@kirche.at
Anfragen zum Kalender: familie@kirche.at
Kosten: € 9.-

von 27.11.2012 07:46

Beichte gültig bei Piusbruderschaft?


Das Nachrichtenportal kath.net hat in einem Beitrag vom 21.11.2012 die Behauptung aufgestellt, die Beichten bei der Priesterbruderschaft St. Pius X seien wegen fehlender Jurisdiktion objektiv nicht gültig. Höchstens könne es eine subjektive Gültigkeit geben. Diese Behauptung ist nicht korrekt und wurde in der Vergangenheit schon mehrfach widerlegt.

Die Priester der Piusbruderschaft haben zwar keine ordentliche Beichtjurisdiktion, aber diese wird durch die Kirche ersetzt, so dass die Beichten sicher gültig sind. Dies wird auch von renommierten Kirchenrechtlern (z. B. Prof. Georg May) bestätigt, und Rom hat niemals etwas anderes behauptet.

Im Übrigen wird selbst bei den wirklich schismatischen Priestern der Ostkirchen die fehlende Jurisdiktion ersetzt, so dass die Gläubigen dort gültig beichten.

Der Verfasser des kath.net-Artikels legt zudem merkwürdige Theorien zur Sakramententheologie vor, wenn er schreibt, es handle sich bei den Beichten mit supplierter Jurisdiktion „um eine subjektive Gültigkeit bei objektiver Ungültigkeit: subjektiv gültig deshalb, weil die Seele dieselben Früchte erfährt, welche sie auch erlangen würde, wenn das Sakrament gültig gespendet würde, und objektiv ungültig deshalb, weil die sündenvergebende Wirkung nicht aufgrund des Beichtsakramentes selbst zustande kommt.“ Selbstverständlich kommt die Wirkung durch das Sakrament zustande, denn sonst könnte ja sogar die Beichte bei einem Nichtpriester (der sich z. B. betrügerisch in den Beichtstuhl gesetzt hat) gültig sein, was aber niemals der Fall ist. Eine sakramentale Lossprechung, die ein Priester aufgrund von supplierter Jurisdiktion spendet, ist selbstverständlich objektiv und nicht nur subjektiv gültig.

Wir veröffentlichen zu diesem Thema nochmals eine Analyse von Pater Matthias Gaudron, die bereits zweimal im Mitteilungsblatt erschien und auch in die Neuauflage seines „Katholischen Katechismus zur kirchlichen Krise“ aufgenommen wurde.


Die Beichtjurisdiktion
Ihre Existenz in außerordentlichen Fällen

Um gültig Beichten hören zu können, ist nicht nur die gültige Priesterweihe erforderlich, sondern der Priester benötigt zusätzlich noch eine besondere Vollmacht zum Vollzug des Bußgerichtes. Vgl. can. 966 § 1: „Zur gültigen Absolution von Sünden ist erforderlich, dass der Spender außer der Weihegewalt die Befugnis besitzt, sie gegenüber den Gläubigen, denen er die Absolution erteilt, auszuüben.“ (Der Einfachheit halber zitieren wir im Folgenden nur den Kodex von 1983, der im vorliegenden Fall nur unwesentlich vom alten Kodex abweicht.)
Wie steht es aber nun mit dieser Vollmacht bei den Priestern der Priesterbruderschaft St. Pius X.? Die ordentlichen Hirten der Kirche verweigern diesen ja jegliche Jurisdiktion. Woher bekommen diese Priester also die für das Beichthören notwendige Jurisdiktion?

Ähnlich gelagerte Fälle

Zur Lösung dieses Problems muss man beachten, dass die Kirche sich heute in einer außerordentlichen Notlage befindet, da die Hirten der Kirche selbst in einem vielleicht noch nie da gewesenen Maß versagen. Ein solcher Fall ist im Kirchenrecht nicht vorgesehen, und darum gibt es keinen Canon, der auf die Lage der Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. genau zutreffen würde. Das Kirchenrecht gibt aber im can. 19 selbst an, wie in einem solchen nicht vorgesehenen Fall vorzugehen ist: „Wenn in einer bestimmten Sache die ausdrückliche Vorschrift eines allgemeinen oder partikularen Gesetzes oder eine Gewohnheit fehlt, ist die Sache, wenn es nicht eine Strafsache ist, zu entscheiden unter Berücksichtigung von Gesetzen, die für ähnlich gelagerte Fälle erlassen worden sind, von allgemeinen Rechtsprinzipien unter Wahrung der kanonischen Billigkeit sowie unter Berücksichtigung der Rechtsauffassung und Rechtspraxis der Römischen Kurie und der gemeinsamen und ständigen Auffassung der Fachgelehrten.“ Wir müssen also untersuchen, wie die Kirche in anderen Fällen handelt, die unserem Fall wenigstens in etwa gleichkommen. Gibt es Fälle, in denen ein Priester, der keine ordentliche Jurisdiktion besitzt, trotzdem gültig die Absolution spenden kann? Die Antwort auf diese Frage ist eindeutig, dass es solche Fälle gibt, in denen die Kirche die fehlende Jurisdiktion suppletiert (= ersetzt).

Todesgefahr

Wenn jemand sich in Todesgefahr befindet, kann jeder Priester, selbst ein exkommunizierter oder suspendierter, ihn von allen Sünden und Strafen gültig und erlaubt lossprechen. Dies besagt can. 976: „Jeder Priester absolviert, auch wenn er die Befugnis zur Entgegennahme von Beichten nicht besitzt, jegliche Pönitenten, die sich in Todesgefahr befinden, gültig und erlaubt von jedweden Beugestrafen und Sünden, auch wenn ein Priester mit entsprechender Befugnis zugegen ist.“ Zur Gültigkeit der Absolution ist hierbei nicht erfordert, dass der Pönitent bereits im Sterben liegt, sondern es genügt eine entferntere Todesgefahr, wie sie z.B. alle Bürger einer im Krieg belagerten Stadt betrifft. Die Gültigkeit der Absolution wird auch nicht berührt, wenn sich nachträglich herausstellen sollte, dass gar keine Todesgefahr bestanden hatte, wie es z.B. aufgrund eines ärztlichen Irrtums geschehen könnte.

Error communis

Einen weiteren Fall von suppletierter Jurisdiktion gibt can. 144 § 1 an: „Bei einem tatsächlich vorliegenden oder rechtlich anzunehmenden allgemeinen Irrtum (in errore communi de facto aut de iure) und ebenfalls bei einem positiven und begründeten Rechts- oder Tatsachenzweifel (in dubio positivo et probabili sive iuris sive facti) ersetzt die Kirche für den äußeren wie für den inneren Bereich fehlende ausführende Leitungsgewalt.“ Der error communis auf die Beichte angewandt bedeutet Folgendes: Wenn z.B. ein Priester den Beichtstuhl einer Pfarrkirche besetzt, so dass die Pönitenten glauben, er habe die nötige Vollmacht zum Beichthören, obwohl er sie in Wirklichkeit nicht besitzt, spendet er trotzdem gültig die Absolution, denn es würde einen großen Schaden für die Seelen bedeuten, wenn sie aufgrund eines Irrtums ungültig beichten würden. Die Ersetzung der Jurisdiktion wegen positiven Zweifels meint dagegen den Fall, dass ein Priester zweifelt, ob er im konkreten Fall Jurisdiktion hat oder nicht. Zum Beispiel könnte ein Priester in Zweifel sein, ob er die nötige Vollmacht hat, von einer bestimmten reservierten Sünde loszusprechen, oder ob der Beichtstuhl sich noch in dem Territorium befindet, für das er Jurisdiktion hat. Wenn er nur irgendeinen wahren Grund dafür hat zu glauben, dass er die Jurisdiktion besitzt, kann er ruhig absolvieren, denn selbst wenn der Grund ungenügend wäre, würde die Kirche hier suppletieren. Dieser Sachverhalt ist in unserem Problem von großer Bedeutung, wie wir noch sehen werden. Can. 142 § 2 handelt noch von der erloschenen Jurisdiktion. Hier geht es darum, dass jemand einen Akt gesetzt hat, weil er glaubte, er hätte die dafür notwendige Jurisdiktion, während er sie in Wirklichkeit nicht mehr hatte. So könnte es z.B. geschehen, dass einem Priester nur für einen bestimmten Zeitraum die Beichtvollmacht gegeben wurde, er aber aus Versehen noch nach Ablauf dieser Frist Beichte hört. In diesem Fall wäre die Lossprechung trotzdem gültig.

Beichthören trotz Kirchenstrafe

Nicht uninteressant ist in unserem Zusammenhang auch der can. 1335. Er spricht im zweiten Teil davon, dass bei einem Priester, der sich die Exkommunikation oder Suspendierung als Tatstrafe zugezogen hat, das Verbot, die Sakramente zu spenden, aufgehoben wird, „sooft ein Gläubiger um die Spendung eines Sakramentes oder Sakramentales oder um einen Akt der Leitungsgewalt nachsucht“, vorausgesetzt, dass die Strafe von der Autorität noch nicht öffentlich festgestellt worden ist.

Die Kirche ist deshalb so großzügig, weil die Sakramente wichtige Heilsmittel sind und man den Gläubigen den Zugang zu ihnen möglichst erleichtern muss. Die Sakramente sind für die Menschen da und nicht umgekehrt. Das Heil der Seelen oberstes Gesetz An den angeführten Fällen sieht man, dass die Kirche immer dann die fehlende Jurisdiktion eines Priesters ersetzt, wenn sonst ein Nachteil für das Heil der Seelen entstehen würde. Das oberste Gesetz in der Kirche, dem alle anderen Gesetze untergeordnet sein müssen, ist nämlich das Heil der Seelen („Suprema lex est salus animarum“, vgl. can. 1752). In der gegenwärtigen Kirchenkrise wäre es aber zweifellos ein Schaden für das Heil der Gläubigen, wenn sie sich für die Beichte nicht an die glaubenstreuen Priester wenden dürften, sondern sich an solche wenden müssten, deren Glaubenstreue zweifelhaft ist und zwar aus folgenden Gründen:

1. Durch schlechte Belehrungen würden die Gewissen vieler Gläubiger verbildet werden, denn es ist bekannt, dass viele Priester heute die Schwere der Sünde bagatellisieren und selbst Todsünden für ganz „natürlich“ halten.

2. Viele Priester würden versuchen, die Gläubigen der Tradition abspenstig zu machen. Sie würden ihnen vorhalten, dass sie schwer sündigen würden und sogar exkommuniziert seien, wenn sie die Gottesdienste der Priesterbruderschaft St. Pius X. regelmäßig besuchen. Einem solchen Einfluss wären aber die meisten Gläubigen auf die Dauer nicht gewachsen. Dieser Fall trifft übrigens oft gerade bei so genannten „konservativen Priestern“ zu, die zwar an sich noch rechtgläubig sind, sich aber keine Rechenschaft über die Schwere de r Kirchenkrise geben bzw. die Konsequenzen scheuen.

3. Da die Gültigkeit der Sakramente neben der richtigen Materie und Form auch von der rechten Intention des Priesters abhängt, kann man heute in immer mehr Fällen an der Gültigkeit der Absolution zweifeln. Zwar kann an sich auch ein glaubensloser Priester die Sakramente gültig spenden, „wenn er tun will, was die Kirche tut“, aber in concreto beeinflusst der Glaube eben auch die Intention. Wenn ein Priester ganz bewusst mit der Tradition der Kirche nichts mehr zu tun haben will, darf man sicher daran zweifeln, dass er noch eine genügende Intention besitzt.

Beichte sicher gültig

Wenn in der Kirche das Heil der Seelen das oberste Gesetz ist, und man in den Fällen, die das Kirchenrecht nicht ausdrücklich vorsieht, nach den allgemeinen Normen urteilen und handeln muss, so folgt daraus mit Sicherheit, dass die Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. gültig das Sakrament der Buße spenden, denn es wäre unsinnig und dem kirchlichen Geist ganz und gar zuwiderlaufend, wenn man annehmen wollte, dass die Kirche ausgerechnet in diesem Fall nicht suppletieren würde, wo der einzige Grund der Verweigerung der Beichtjurisdiktion die Glaubenstreue der betreffenden Priester ist.

Außerordentliche Jurisdiktion

Wahr ist allerdings, dass die Priester der Priesterbruderschaft keine ordentliche Jurisdiktion besitzen, sondern nur eine außerordentliche, die ihnen immer dann zukommt, wenn ein Gläubiger sie um die Lossprechung bittet. Freilich ist es nicht der Gläubige, der dem Priester die Jurisdiktion erteilt, sondern diese wird jeweils von der Kirche suppletiert. Dies trifft auch für den – allerdings immer seltener werdenden – Fall zu, dass ein Gläubiger noch einen der Tradition verbundenen Pfarrer hat. Auch ein solcher Gläubiger könnte bei einem Priester der Priesterbruderschaft beichten, denn wenn die Kirche selbst bei einem exkommunizierten Priester die fehlende Jurisdiktion ersetzt, sobald man ihn aus einem gerechten Grund um die Lossprechung bittet (vgl. can. 1335), dann um so mehr bei einem Priester, dem wegen seines Kampfes für den Glauben die Jurisdiktion verweigert wird.
Diese Argumentation ist sicher. Selbst wenn aber noch irgendein Zweifel bleiben sollte, wäre die Gültigkeit der Absolution trotzdem sicher! Denn die oben ausgeführten Argumente begründen mindestens einen positiven Zweifel zugunsten der Auffassung, dass die traditionstreuen Priester gültig Beichte hören können, und in diesem Fall ersetzt die Kirche nach can. 144 die fehlende Jurisdiktion.

Weitere Argumente

1. Die Absolutionen, die die Priester der schismatischen Ostkirchen ihren Gläubigen erteilen, werden im Allgemeinen als gültig betrachtet. Wenn die Kirche aber hier suppletiert, dann um so mehr bei den wegen ihrer Treue zur Kirche verfolgten Priestern.

2. Vor einigen Jahren fragte ein französischer Prälat in Rom an, wie es mit der Gültigkeit bei den Beichten und Eheschließungen in der Priesterbruderschaft St. Pius X. stehe und erhielt die Antwort, hier gelte: „Ecclesia supplet“. Die Antwort wurde allerdings nur auf privatem Wege erteilt (aus leicht ersichtlichen Gründen), und daher kann hierfür kein Dokument erbracht werden. Trotzdem ist die Tatsache mit moralischer Sicherheit bezeugt. Eine solche moralische Sicherheit würde auch genügen, um auf den can. 144 rekurrieren zu können.

von 26.11.2012 00:34

http://www.kathbuch.net/pages/seite5.htm

von 26.11.2012 00:25

Jesus Christus herrscht als König

1. Jesus Christus herrscht als König,
alles wird ihm untertänig,
alles legt ihm Gott zu Fuß.
Aller Zunge soll bekennen,
Jesus sei der Herr zu nennen,
dem man Ehre geben muß.

2. Fürstentümer und Gewalten,
Mächte, die die Thronwacht halten,
geben ihm die Herrlichkeit;
alle Herrschaft dort im Himmel,
hier im irdischen Getümmel
ist zu seinem Dienst bereit.

3. Gott ist Herr, der Herr ist Einer,
und demselben gleichet keiner,
nur der Sohn, der ist ihm gleich;
dessen Stuhl ist unumstößlich,
dessen Leben unauflöslich,
dessen Reich ein ewig Reich.

4. Gleicher Macht und gleicher Ehren
sitzt Er unter lichten Chören
über allen Cherubim;
in der Welt und Himmel Enden
hat Er alles in den Händen,
denn der Vater gab es ihm.

5. Nur in Ihm - o Wundergaben!-
können wir Erlösung haben,
die Erlösung durch sein Blut.
Hört's: Das Leben ist erschienen,
und ein ewiges Versühnen
kommt in Jesu uns zugut.

6. Jesus Christus ist der Eine,
der gegründet die Gemeinde,
die Ihn ehrt als teures Haupt.
Er hat sie mit Blut erkaufet,
mit dem Geiste sie getaufet,
und sie lebet, weil sie glaubt.

7. Gebt, ihr Sünder, Ihm die Herzen;
klagt, ihr Kranken, Ihm die Schmerzen;
sagt, ihr Armen, Ihm die Not!
Wunden müssen Wunden heilen,
Heilsöl weiß Er auszuteilen,
Reichtum schenkt Er nach dem Tod.

8. Eil, es ist nicht Zeit zum Schämen!
Willst du Gnade? Du sollst nehmen.
Willst du leben? Das soll sein.
Willst du erben? Du wirst sehen.
Soll der Wunsch aufs Höchste gehen:
Willst du Jesum? Er ist dein.

9. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder
hier auf kurze Zeit darnieder,
und das Leiden geht zuvor.
Nur Geduld! Es folgen Freuden;
nichts kann sie von Jesu scheiden,
und ihr Haupt zieht sie empor.

10. Ihnen steht ein Himmel offen,
welcher über alles Hoffen,
über alles Wünschen ist.
Die gereinigte Gemeinde
weiß, daß eine Zeit erscheine,
wo sie ihren König küßt.

11. Jauchz' Ihm, Menge heilger Knechte,
rühmt, vollendete Gerechte,
und du Schar, die Palmen trägt,
und du Blutvolk in der Krone,
und du Chor vor seinem Throne,
der die Gottesharfen schlägt!

12. Ich auch auf der tiefsten Stufen,
ich will glauben, reden, rufen,
ob ich schon noch Pilgrim bin:
Jesus Christus herrscht als König,
alles sei Ihm untertänig,
ehret, liebet, lobet Ihn!

Philipp Friedrich Hiller (1699 - 1769))

von 25.11.2012 11:45

Das Gebet » Heilungsgebet für Körper, Seele und Geist

Hier ein Auszug aus einer Botschaft an Schwester Josefe Menendez, wonach ich Inspiration zu u.a. Gebet fand:
Ich bin Gott, doch ein Gott der Liebe! Ich bin Vater, doch ein Vater, der mit Güte und nicht mit Strenge liebt. Mein Herz ist unendlich heilig, aber auch unendlich weise: Es kennt das Elend und die Gebrechlichkeit der Menschen und neigt sich mit unendlicher Barmherzigkeit zu den armen Sündern herab.
Ja, Ich liebe sie, nachdem sie ihre erste Sünde begangen haben, wenn sie zu Mir kommen und demütig um Verzeihung bitten... Ich liebe sie noch, wenn sie ihre zweite Sünde beweint haben; und wenn sich das wiederholt, Ich sage nicht milliardenmal, sondern Millionen von milliardenmal, so liebe Ich sie und verzeihe ihnen, und Ich wasche ihre letzte wie ihre erste Sünde in Meinem Blute.
Ich werde der Seelen nicht überdrüssig, und Mein Herz harrt ohne Unterlaß, daß sie kommen, sich hineinzuflüchten, um so mehr, je elender sie sind! Sorgt ein Vater sich nicht mehr um ein krankes Kind als um die gesunden? Umgibt er es nicht mit größerer Zärtlichkeit? So ergießt sich das Mitleid und die Zärtlichkeit Meines Herzens reichlicher noch über die Sünder als über die Gerechten.
Die Sünder will Ich lehren, daß das Erbarmen Meines Herzens unerschöpflich ist. Den Lauen und Gleichgültigen will Ich sagen, daß Mein Herz ein Feuer ist, das sie alle durchglühen will, weil Es sie liebt. Die Frommen und Guten sollen wissen, daß Mein Herz der Weg ist, auf dem sie zur Vollkommenheit schreiten und sicher ihr ewiges Heil erlangen werden. Von den Mir geweihten Seelen, von Priestern und Ordensleuten, von Meinen Auserwählten verlange Ich, daß sie Mir ihre Liebe schenken und nicht an Meiner Liebe zweifeln, vor allem aber, daß sie Mir ihr Vertrauen schenken und nicht an Meiner Barmherzigkeit zweifeln! Es ist so leicht, von Meinem Herzen alles zu erwarten!" (11. Juni 1923, S. 491) * Wir verweisen nach dem Datum auf die entsprechende Seite im Buch: "Die Liebe ruft - Botschaft des Herzens Jesu..."
"Ich will zeigen, daß sich Mein Werk auf Nichtigkeit und Armseligkeit gründet, und daß gerade dies der erste Ring jener Liebeskette ist, die Ich von Ewigkeit her für die Seelen bereitet habe. Ich werde Mich deiner bedienen, um zu zeigen, daß Ich das Elende und Geringe, ja das Nichts liebe.
Ich will den Seelen kundtun, wie sehr Mein Herz sie liebt und ihnen verzeiht; wie sogar ihr Versagen Mir wohlgefällig ist... ja, schreibe es... Mir wohlgefällig ist. Ich sehe ins Innerste der Seelen; Ich sehe ihr Verlangen, Mir zu gefallen, Mich zu trösten, Mich zu verherrlichen... und wenn sie nach dem Fallen ihre Schwäche einsehen und sich verdemütigen, so trösten und verherrlichen sie gerade dadurch Mein Herz.
Es liegt wenig daran, daß sie so klein sind; Ich ergänze, was ihnen mangelt.

Das Gebet:

Mein Herr Jesus,
Du kennst mich und bist Dir meiner Schwäche bewusst.
Wieder habe ich das Gefühl von Niedergeschlagenheit und Trägheit. Es fehlt an Antrieb. Ich bin so Müde.
Ich möchte mich aufmachen und demütigst vor Deinem Jesuherz um Dein erbarmen bitten, denn es liegt mir sehr viel daran mit meinen Schwestern und Brüdern einst bei Dir zu sein. Du weißt, ich liebe Dich, doch nach der Erkenntnis Deiner Liebe zu uns habe ich das dringende Bedürfnis auch meine Schwestern und Brüder mitzunehmen. So lass mich ein nützlicher Diener sein und meine Werke für Dich sprechen. Ob auf der Arbeit oder in der Familie, ob für die Arbeit oder für meine Mitmenschen.
Mein Wunsch ist es Dein Wort weiterzugeben, so wie Du es uns gelehrt hast in Deinem heiligsten Namen. Mein Wunsch ist es so zu Arbeiten, wie es Deinem Herzen wohlgefällig ist. Denn nichts vermag ich ohne Dich, aber alles durch Dich.
Mein liebster Jesus. Mein Heiland und mein König. Mein geliebter Gott. DANKE!

von 25.11.2012 11:02

Sehr geehrte Schwestern und Brüder,

Eine Frage des Königtums


Tägliche Meditationen - 25. November 2012

Vierunddreißigster Sonntag im Jahreskreis


Christkönigssonntag

P. Edward Hopkins LC

Joh 18,33b-37
Pilatus ging wieder in das Prätorium hinein, ließ Jesus rufen und fragte ihn: Bist du der König der Juden? Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben es dir andere über mich gesagt? Pilatus entgegnete: Bin ich denn ein Jude? Dein eigenes Volk und die Hohenpriester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getan? Jesus antwortete: Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Aber mein Königtum ist nicht von hier. Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.

Einführendes Gebet: Lieber Jesus, ich glaube, dass du die Wahrheit selbst bist; dass du uns die Grundlage für jedes moralische Urteil liefern kannst. Ich vertraue darauf, dass du dich wirklich um mich kümmerst und mir die Fähigkeit gibst, die Bedürfnisse anderer zu erkennen. Ich liebe dich, Herr, und ich will dir das jetzt mit meinem Wunsch zu beten zeigen.

Bitte: Mache deine Wahrheit zu meinem Leben, Herr!

1. Meine eigenen Fragen stellen. Wir bilden uns jeden Tag unzählige Urteile. Oft basieren sie mehr darauf, was andere gesagt haben, als darauf, was wir wissen. Es wird uns oft gesagt, was wir denken sollen: von den Massenmedien, der Regierung und sogar von Kollegen. Das Urteil von Pilatus basierte darauf, was andere gesagt hatten. Seine Frage an Jesus war die eines Beamten; nicht eines Menschen der ehrlich nach der Wahrheit sucht. Jesus spürte diese Schwäche und konfrontierte ihn damit. Pilatus’ Entschuldigung war, dass er kein Jude war und die Hoffnung der Juden somit nicht verstehen konnte. Ich selbst werde eines Tages danach gerichtet werden wie ich gerichtet habe. Wie fair, wie ehrlich und wie wirklich interessiert bin ich an anderen? Behandle ich sie so, als ob sie mir wirklich etwas bedeuten?

2. Jesus steht über dieser Welt. Die von Pilatus in Worten ausgedrückten Gedanken und die Anschuldigungen der Sanhedrin gegen Jesus sind Stimmen von dieser Welt. Es ist eine Welt, in der einmal angeklagte Menschen bereits gerichtet sind; in der die meisten Urteile verborgen bleiben und doch durch Handlungen und Unterlassungen Rufmord für den betroffenen Menschen bedeuten; eine Welt, in der das, „was andere von mir denken“, am wichtigsten ist. Das ist nicht der Weg Jesu, und diese Denkweise kann ihn auch nicht im Entferntesten beurteilen. Er muss sich vor Gott allein rechtfertigen, so wie er allein lebt, um seinem Vater zu gefallen. Gehöre ich zu Gott oder zu dieser Welt? Wie sehr hält mich diese Welt gefangen? Wie weit ist mein Verhalten von ihren Urteilen beeinflusst?

3. Zum Königtum der Wahrheit gehören. Was relativ ist, kann niemals das Absolute beurteilen, genauso wenig wie die sich ändernden Jahreszeiten die menschliche Natur festlegen. Nur das Urteil einer absoluten Macht, und somit Gott allein, kann wirkliche Werte für alle festsetzen. Schon vor seiner Wahl zum Papst nannte Kardinal Joseph Ratzinger die Überbewertung subjektiver, persönlicher Werte eine „Diktatur des Relativismus, die nichts als endgültig anerkennt und deren letztes Ziel einzig in dem eigenen Ich und seinen Wünschen besteht“ (Kardinal Ratzinger, Predigt vom 18. April 2005). In der gleichen Predigt stellte er dieser relativistischen „Wahrheit“ die Freundschaft mit Christus gegenüber. Wirkliche Freundschaft mit Christus ist das einzige Licht, das uns führen kann. Das setzt voraus, dass wir ihr alles andere, von dem wir glauben, dass es uns führen könnte, unterordnen: unser Ich, unsere eigenen Gefühle und unsere egoistischen Wünsche. Seine Wege, Liebe und Wahrheit verdrängen jede Selbstsucht. Zu welchem Königreich gehöre ich?

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, du bist mein König und dein Königtum ist die Wahrheit. Forme meinen Verstand, dass ich alles danach beurteile, wie es zu dir in Beziehung steht. Forme mein Herz, damit ich alle Menschen im Licht deiner Liebe sehe und einschätze. Befreie mich von den Täuschungen des Stolzes, der Menschenfurcht und der Eigenliebe. Ich möchte, dass allein deine Liebe in meinem Herzen regiert!

Vorsatz: Diese Woche will ich jede Verurteilung unterlassen, die allein darauf gründet, was andere gesagt und gehört haben. Ich will stattdessen für diese Menschen beten, im Falle von Zweifel und Unsicherheit von ihrer Unschuld ausgehen und sie der Obhut unseres Herrn anvertrauen.





Gottes Segen,Laudetur Jesus Christus
Herzliche Grüße aus Löbnitz
Michael Schonath

von 24.11.2012 10:45

Danken

Mit Sorgen beladen, voll Kummer und Gram

einmal eine Mutter zum Seelsorger kam

Das Herz auszuschütten, die Not ihm zu klagen

sie konnte ihr Elend allein nicht mehr tragen



Doch momentan hatte er nicht für sie Zeit

macht wichtige Post zum Abgang bereit

Sie soll im Besuchszimmer drüben verweilen

nur ein paar Minuten - er wird sich beeilen



Die Frau, sie nahm dankend den Sofaplatz ein

es schließt sich die Türe - nun ist sie allein

In fremden Raum lässt ihre Blicke sie wandern

sie schweifen von einem Ding weiter zum andern



Auf einmal ein seltsamer Spruch fest sie bannt:

"Versuch es mit Danken!" heißt´s groß an der Wand

Die Frau kann das Wort aus den Augen nicht lassen

soll sie´s wohl für sich - ganz persönlich - auffassen?



Sie hat es mit Klagen und Jammern versucht

gekämpft und gebetet - und etwa geflucht

ach, was hat nicht alles sie schon unternommen!

Doch Danken ist nie in den Sinn ihr gekommen



Zum Danken ist wirklich ihr Leben zu schwer

wie aber - wenn Danken der Ausweg nun wär?

Und während sie sinnt, kann sie´s nicht sich verhehlen

es würd ihr an Ursach zum Danken nicht fehlen



Mach Gutes, das Gott ihr getan, fällt ihr ein -

wie konnte sie bisher so blind dafür sein!

Sobald seine Arbeit der Seelsorger vollendet

er sich dem Besuchszimmer eilig zuwendet



Er öffnet die Türe - die Stube ist leer!

Die Frau, sie bedarf seines Zuspruchs nicht mehr

sie hat den Wandspruch zu Herzen genommen

und hat durch ihn Antwort und Weisung bekommen

von 23.11.2012 08:12

Sehr geehrte Schwestern und Brüder,

Das Haus Gottes ist heilig


Tägliche Meditationen - 23. November 2012

Freitag der dreiunddreißigsten Woche im Jahreskreis


Hl. Klemens I., Papst
Hl. Felicitas

P. John Doyle LC

Lk 19,45–48
Dann ging Jesus in den Tempel und begann, die Händler hinauszutreiben. Er sagte zu ihnen: In der Schrift steht: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht. Er lehrte täglich im Tempel. Die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die übrigen Führer des Volkes aber suchten ihn umzubringen. Sie wussten jedoch nicht, wie sie es machen sollten, denn das ganze Volk hing an ihm und hörte ihn gern.

Einführendes Gebet: Jesus, unser Herr, du bist das Alpha und das Omega. Du hast mir das Leben gegeben und bietest mir das ewige Leben bei dir an. Du verdienst meine Verehrung, Dankbarkeit und Liebe, und doch drängst du dich mir nie auf. Danke, dass du meine Freiheit respektierst, sodass ich mich dir anbieten kann. Alles, was ich habe, ist dein; ich gebe es dir zurück.

Bitte: Mein Gott, lehre mich eine tiefere Ehrfurcht vor deinem Haus.

1. Eifer für das Haus des Vaters. Jesus hatte nichts gegen Händler. Denn das Evangelium erwähnt oft Käufe und Verkäufe, ohne damit irgendwelche negativen Assoziationen zu verbinden. Im heutigen Evangelium allerdings finden wir unseren Herrn zornig aus zwei Gründen. Zuerst, weil die Geschäftstätigkeiten im Tempelbereich stattfanden. Das war eine „Entweihung“ des Hauses Gottes. Der Tempel in Jerusalem enthielt, verborgen hinter einem gewaltigen Vorhang, das Allerheiligste, wo Gott geheimnisvoll gegenwärtig war. Paradoxerweise mussten die Besucher des Tempels, um vor Gott zu beten, zuerst einen Platz überqueren, der wie ein Marktplatz aussah. Zum zweiten war Jesus ungehalten, weil die Tempelhändler unehrlich waren. Bin ich bei meinen Geschäften immer ehrlich? Ehre ich immer den Namen Gottes und alles, was zu Gott gehört?

2. Zur Ehrfurcht zurückkehren. Jesus brannte vor Eifer für das Haus seines Vaters und sorgte dafür, dass es als Haus des Gebets respektiert wurde. Stille, Verehrung Gottes und Gebet sind die wesentlichen Elemente jedes Kirchenbesuchs, besonders der heiligen Messe am Sonntag. Im Tabernakel jeder katholischen Kirche ist unser Herr in der Eucharistie wie ein Gefangener der Liebe gegenwärtig und wartet auf ein Gespräch mit uns. Wir sind dem Himmel niemals näher, als wenn wir uns vor unserem eucharistischen Herrn befinden. Leider vergessen wir diese Wahrheit manchmal. Unsere Haltung, unser Reden und Tun können prinzipiell zu einer „Entweihung“ des Hauses Gottes beitragen. Versuche ich immer, wenn ich eine Kirche betrete, mich zu erinnern, dass ich vor meinem Herrn stehe, der Himmel und Erde erschaffen hat? Können andere erkennen, dass ich glaube, dass Jesus in der heiligen Eucharistie wirklich gegenwärtig ist? Ist er der Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit? Kann ich alle Ablenkungen vermeiden?

3. An Jesus hängen und ihn gern hören. Die Menge, so wurde berichtet, „hing“ an Jesus und hörte ihn gern. Jesus zeigte eine Ehrfurcht vor dem Hause des Vaters, die weitaus größer war als jede äußere Frömmigkeit, die die Pharisäer vorführten. Er sagte die Wahrheit und fürchtete sich niemals, für sie einzustehen, auch wenn es ungelegen war. Er war auch denen gegenüber furchtlos, die „ihn töten wollten“. Die Menschen waren beeindruckt von der ungeheuren Wucht und Ehrlichkeit seiner Worte. Als Christen sind wir dazu aufgerufen, die Aufrichtigkeit unseres Herrn in Wort und Tat nachzuahmen.

Gespräch mit Christus: Herr, ich habe mich häufig in der Kirche ablenken lassen und vergessen, dass du gegenwärtig bist. Ich bitte dich um Verzeihung. Lass mich ein eifriger Zeuge deiner Liebe sein. Ich möchte dir versprechen, eine größere Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten Sakrament des Altars zu zeigen.

Vorsatz: Ich will die Messe am kommenden Sonntag in besonderer Meinung feiern.





Gottes Segen,Laudetur Jesus Christus
Herzliche Grüße aus Löbnitz
Michael Schonath

von 22.11.2012 10:36

Wohin steuert die vom Modernismus beeinflußte Kirche?

Die Antwort darauf nötigt zu einer Beurteilung der Entwicklung in den letzten vierzig Jahren. Es verwundert wohl nicht, dass Jesus selbst in der vorgenannten BOTSCHAFT (Botschaft der barmherzigen Liebe, mit kirchlicher Druckerlaubnis) verschiedentlich darauf zu sprechen kommt, vor allem in der ersten Zeit nach dem Konzil; offensichtlich auch, um die Verantwortlichen an ihre Gewissenspflicht ihm und den Seelen gegenüber zu erinnern. So sagt er am 5.1.66: "Man muss der Wirklichkeit ins Auge schauen und dem Bösen, das in meiner Kirche ständig zunimmt, energisch abhelfen...Der Sinn für das Göttliche geht verloren. Der übertriebene Modernismus zerstört sogar das Gnadenleben in zahlreichen Seelen." "Die Übertreibung jedoch schadet und gefährdet den ganzen heiligen Bau (der Kirche). Man muss sobald wie möglich zu den Quellen des Glaubens zurückkehren (22.4.68). Für das ewige Leben der Seelen braucht die Kirche heilige Seelen, die sie erneuern, aber nicht diese falsche Menschenfreundlichkeit, die sie zerrüttet" (22.3.67).



"Die Kirche muss die Welt durch ihre Heiligkeit retten. Sie wird aber ihr Ziel nicht erreichen, wenn sie das Leben der Welt teilt. Sie muss allen zur Verfügung stehen, aber mit Klugheit und Weisheit" (27.2.70) und "bedenken, dass sie nur heilig ist aus meiner Heiligkeit. Es gibt zur Zeit mehr Unglauben in ihr als bei den Heiden...Ich habe versprochen, sie zu beschützen, doch brauche ich dazu die Mitarbeit jener, die vor mir verantwortlich sind für ihren Beistand in dieser aus dem Gleichgewicht geratenen Welt" (21.6.67).



"Wölfe sind in meinen Schafstall eingebrochen. Und da sie in Schafspelz gehüllt sind, fühlen sich selbst die Gerechten verunsichert" (28.9.66). "Sie haben sich unter friedlichem Äusseren dort eingeschlichen und sind nun am günstigen Platz, um ihre Irrtümer zu verbreiten" (18.4.67). Aber "meine Lehren ändern sich niemals" (21.5.66). "Was machen sie aus der Autorität, die ich ihnen gegeben habe? Da sie Verantwortung tragen, sind sie am Untergang vieler Seelen schuldig. In meiner Gegenwart werden sie nicht mit den Achseln zucken" (23.6.68).



Wenige Monate später wendet er sich direkt an sie (13.2.69): "Seht doch, was ihr angerichtet habt! Ihr werdet euch für euer Werk vor mir rechtfertigen müssen. Fürchtet meine Gerechtigkeit, wenn ihr nicht auf meine Stimme hört! Ihr seid nicht mehr Führer meines Volkes, sondern seine Henker. Wenn die Welt gegenwärtig leidet, so trifft euch eine große Verantwortung...Kämpft nicht weiterhin gegen mich! Ihr werdet nicht die Stärkeren sein. Gehorcht meinem Stellvertreter wie mir selber, denn er wird von meinem Geist geleitet, während euch der Geist der Welt erfasst hat...Der Widerspruch steht einem Kind Gottes schlecht an. Er ist den aufrührerischen Engeln eigen. Und was ist aus ihnen geworden?" - "Die Zeit der Ernte ist nahe. Was habt ihr gesät, Söhne der Finsternis? Hass, Missgunst, Unzucht, Stolz. Das sind Früchte des Todes. Und was ist aus den Früchten des Lebens geworden, die ich euch gelehrt habe? Frömmigkeit, Sittsamkeit, Gehorsam,...Demut? Der Glaube und die Hoffnung...? Und was soll ich über eure Liebe sagen? Ich habe trotz eurer Treulosigkeit nicht aufgehört, euch zu lieben. Doch seid auf der Hut! Morgen wird es zu spät sein, wenn ihr nicht zur Besinnung kommt" (20.4.73). "Euer Gott sieht und richtet bereits euer Verhalten. Durch eure Schuld verwirft mich die Welt!" (1.4.70)



"Die Verwirrung ist so gross, dass sich die Ordnung nicht ohne Schmerzen wieder herstellen lässt" (21.5.67). "Das innere Leben der Seelen ist auf ein Minimum verkümmert, da es nicht mehr von denen genährt wird, die von mir den Auftrag dazu erhalten haben. "Vereinfachung" ist das Wort, das sie leichtfertig verwenden, und das nur dazu dient, das Gnadenleben in vielen Seelen zu zerstören" (10.9.68). Einige Jahre danach beklagt er aufs neue die fortdauernde Verwüstung inmitten seiner Herde durch so viele Irrlehren und sagt am 7.4.74: "Das Übel droht die Gesamtheit der Gläubigen anzustecken, die sich der Gefahr, in der sie stehen, nicht bewusst sind; denn alles, was man ihnen vorsetzt, ist von teuflischer Spitzfindigkeit...Man glaubt, alles zu wissen - und man weiss nichts; man glaubt, man verstehe alles - und man versteht nichts!"



"Muss ich denn zuschlagen, damit sie wieder zur Vernunft kommen?" (25.4.68). Etwa ein Jahr später, am 7. März 1969, deckt er den eigentlichen Hintergrund auf und sagt, was sein Stellvertreter Paul VI. am 29. Juni 1972 mit dem "Rauch Satans" bezeichnete: "Sie werden von den höllischen Mächten beherrscht, und das Entsetzlichste ist, dass sie es nicht wissen, weil sie von den Torheiten verblendet sind..." - Schon bald nach dem Konzil hatte er auf diese Gefahr aufmerksam gemacht und erklärt (18.1.66): "Unter dem Vorwand des Guten verlassen sie ihren Gott. Sie vernachlässigen, was ihre Kraft ausmachte. Sie haben keine Zeit mehr für das Gebet, denn die Welt und alles Weltliche nimmt sie gefangen. Sie eilen ihrem Untergang entgegen. Der Verführer ist da. Sie sind blind. Sie mögen sich vorsehen, dass es nicht zu spät ist, wenn sie zurück wollen!" -



"Man kann seinem Gott nicht treu sein, ohne zuerst die Pflichten zu erfüllen, die man Ihm gegenüber hat. Ich verlange vom Klerus jeden Tag eine halbe Stunde gemeinsames Rosenkranzgebet. Die kostbaren Gnaden, die sie empfangen werden, werden das aufwiegen, was manche als Zeitverlust bezeichnen. Glauben sie etwa, es bedeutet nichts, meiner lieben Mutter diesen Beweis ihrer Zuneigung zu geben?" (28.9.66) "Ich wünsche und verlange von meinen Priestern Sühneandachten zur Wiedergutmachung der Sünden, die mein göttliches Herz unaufhörlich schwer beleidigen." (24.5.71)



"Die übertriebene Geschäftigkeit, die sich meiner Geweihten bemächtigt, ist durch ihr Übermass ein großes Übel für die Menschheit." (27.2.70) "Ich bin nicht in der modernen Betriebsamkeit zu finden." (19.1.74) "Die Kirche muss ihren sakralen Charakter zurückerhalten." (21.9.70)



"Das Erbe meiner Kirche aufgeben, würde ihrem Untergang gleichkommen." (18.4.67) "Ihre Grundfesten sind unerschütterlich." (5.3.67) (Sie) "ist heilig und wird heilig bleiben; ... Die Kirche will den Frieden, das Heil der Seelen...Sie lebt im Herzen ihres Gottes. Nichts kann sie beflecken, denn sie gehört nicht den Menschen; ihnen gehört der Irrtum." (5.1.71) "Aber trotz der Verirrungen mancher ihrer Glieder dürft ihr euch niemals von ihr trennen, unter keinem Vorwand." (23.6.75) "Die Kirche wird siegreich hervorgehen aus dem Kampf, der ihre Söhne in Gegensatz zueinander bringt." (25.9.68) (Marguerite, die Vertraute Jesu, die diese Mitteilungen von ihm empfing, betrachtete eine Kerze, die am Erlöschen war). "Du siehst diese kleine Flamme. Das ist die Kirche. Wird sie erlöschen? Sie flackert; sie erreicht die äusserste Grenze ihrer Lebensfähigkeit. Aber da belebt der Hauch des Heiligen Geistes diese kleine Flamme neu. Sie wird nicht erlöschen; sie wird erstarken und alle Völker erleuchten. Fürchte nichts, ich bin noch da, und meine Kirche wird nicht untergehen." (11.5.72)

(Marguerite verstarb 2004)



Öffentliche Stellungnahme von Papst Johannes Paul II.

In einer scharfen, öffentlichen Stellungnahme verurteilte der Heilige Vater am 6. Februar 1981 das Vorgehen gewisser Verantwortlicher in der Kirche, indem er sagte:

"Um eine fruchtbare Arbeit auf dem Gebiet der Verkündigung zu leisten, ist heute vor allem eine genaue Kenntnis der geistigen und seelischen Situation der Christen in der modernen Gesellschaft erforderlich. Und was diese Situation angeht, so muss man realisieren und mit tiefer, schmerzlicher Betroffenheit feststellen, dass die Gläubigen sich heute zum grossen Teil verloren und verwirrt vorkommen, ratlos und sogar hintergangen; weiter, dass mit vollen Händen Ideen ausgestreut wurden, die mit der geoffenbarten und zu allen Zeiten gelehrten Wahrheit in Widerspruch stehen; dass auf dogmatischem und moralischem Gebiet wirkliche und eigentliche Irrlehren verbreitet wurden, die Zweifel, Durcheinander und Auflehnung zur Folge hatten; dass auch die Liturgie angetastet wurde. So sind die Gläubigen überflutet von ... der Versuchung eines sittlich ungebundenen Freidenkertums, eines soziologischen Christentums ohne feste Dogmen und ohne objektiv gültige Moral."



Kardinal Ratzinger vor den chilenischen Bischöfen

Am 13. Juli 1988 trat Kardinal Ratzinger vor den chilenischen Bischöfen dafür ein, dass die Liturgie "die Würde und das Heilige" bewahren müsse. Er fuhr dann fort: "Nach dem Konzil haben viele absichtlich die "Entsakralisierung" zum Programm erhoben, indem sie erklärten, dass das Neue Testament dem Tempelkult abgeschafft habe: der im Augenblick des Kreuzestodes Christi zerrissene Vorhang des Tempels bedeute das Ende des Heiligen. Der Tod Jesu vor den Mauern, d.h. vor aller Augen, sei nun der wahre Kult. Der Kult, wenn er überhaupt existiert, besteht in der Nicht-Sakralität des täglichen Lebens, in der gelebten Liebe. Von diesen Überlegungen getrieben, hat man die priesterlichen Gewänder beiseite gelegt; man befreite die Kirchen weitgehendst vom Glanz, der an das Heilige erinnert; und wo dies möglich war, reduzierte man die Liturgie durch Grüße, gemeinsame Zeichen der Freundschaft und ähnliche Dinge auf die Sprache und Gesten des normalen Lebens...Aber die Liturgie ist kein Festspiel, kein gemütliches Zusammensein. Es ist vollkommen unwichtig, ob es dem Priester gelingt, seine eindrucksvollen Idden oder phantasievollen Nachtgedanken zu verwirklichen. Die Liturgie bedeutet, den dreimal heiligen Gott unter uns zu vergegenwärtigen; sie ist der brennende Dornbusch und die Verbindung Gottes mit dem Menschen in Jesus Christus, dem Toten und Auferstandenen..., den wir nicht herbeiholen könnten. Er kommt, weil Er will." Es geht darum, dass Er "uns berührt mit anderen Worten: das Wesentliche der Liturgie ist das Geheimnis, das im gemeinsamen Ritus der Kirche begangen wird; alles andere ist Nebensache. Die Menschen spüren dies innerlich und fühlen sich betrogen, wenn das Mysterium in Unterhaltung verwandelt wird und der Hauptdarsteller in der Liturgie nicht mehr der lebendige Gott ist, sondern der Priester..."



Viele meinen, das Zweite Vatikanische Konzil (das nur ein Pastoralkonzil war) "wäre fast das Superdogma, das allen anderen die Bedeutung nimmt...Was früher als das Heiligste galt - die überlieferte Form der Liturgie - scheint plötzlich als das Verbotenste und das einzige, was man mit Sicherheit ablehnen muss. Man duldet keine Kritik an den Massnahmen der nachkonziliaren Zeit; wo aber die alten Normen und die grossen Glaubenswahrheiten - z.B. die leibliche Jungfräulichkeit Mariens, die körperliche Auferstehung Jesu, die Unsterblichkeit der Seele - auf dem Spiel stehen, da reagiert man entweder überhaupt nicht oder nur in extrem schwacher Form...Das führt bei vielen Menschen dazu, dass sie sich fragen, ob die Kirche von heute wirklich noch die gleiche ist wie gestern oder ob man sie nicht ohne Warnung gegen eine andere ausgetauscht hat..."



In diese Richtung weist auch eine Pressemitteilung der KNA (Sb-Nr. 33/89 vom 17.8.89 - C.P. Clausen, D - 4780 Lippstadt) wonach sich Kardinal Ratzinger "zum antirömischen Affekt" in den deutschsprachigen Ländern geäussert und dafür Übermittlungsprobleme und ein "Ungenügen Roms" als Gründe genannt hat. Nicht zu übersehen seien jedoch "Faktoren in Deutschland, wo Lust daran besteht, Rom zurückzudrängen und Unabhängigkeitsgebärden nicht nur zu üben, sondern möglichst auch zum Erfolg führen." Diese Trends gingen bis zur Absicht, ein "etwas anderes Christentum zu bauen, ein bürgerliches Christentum, und dafür die Anlässe zu nutzen, die sich anbieten." Hauptursache sei jedoch eine grundlegende Differenz zwischen dem "Moralanspruch des Christentums und der Lebensidee von heute."

(entnommen aus: Deine Tage sind gezählt, von Werk der Barmherzigen Liebe)

von 21.11.2012 11:24

Dritter Teil der Buchtrilogie über Jesus von Nazareth erschienen
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat an diesem Dienstag sein drittes Buch über Jesus veröffentlicht. Diesmal geht es um die Kindheit Jesu. Im Vatikan fand dazu am Vormittag eine Pressekonferenz statt. Neben Vertretern der Verlagshäuser äußerten sich auch Vatikansprecher Federico Lombardi und Kurienkardinal Gianfranco Ravasi zum neuen Buch des Papstes. Mehr als 200 Journalisten, Diplomaten und Vertreter der römischen Kurie waren dabei.
Das Buch mit dem Titel „Joseph Ratzinger - Benedikt XVI., Jesus von Nazareth. Prolog. Die Kindheitsgeschichten“ erscheint in diesen Tagen in 50 Ländern und in neun Sprachen - mit einer Gesamtauflage von mehr als einer Million Exemplaren, wie der Leiter des vatikanischen Verlagsbuchhandlung LEV, Giuseppe Costa, bei der Pressekonferenz mitteilte. In den kommenden Monaten soll das Werk nach Angaben des italienischen Verlags Rizzoli, der die weltweiten Rechte an dem Buch besitzt, in weitere elf Sprachen übersetzt und in 72 Ländern vertrieben werden.
Vatikansprecher Federico Lombardi stellte zunächst den Inhalt des neuen Jesus-Buches des Papstes vor: „Wir stellen hier den dritten Teil vor, den über die Kindheit Jesu, der aber ein Prolog ist. Es ist aber auch ein bisschen ein Fazit von allen Werken des Papstes zu Jesus. Die Vorstellung dieses Buches ist ein sehr wichtiges und bedeutungsvolles Ereignis – deshalb hat der heutige Tag etwas von einem Festtag: Ein Werk von großem kulturellem und spirituellem Reichtum ist damit vollendet. Ein Werk, das von seinem Autor innig geliebt und gewollt ist.“
Lombardi erinnerte daran, dass der Papst vor acht Jahren mit dieser Trilogie über Jesus von Nazareth anfing. „Nur mit viel Mut und Leidenschaft kann man ein solches Projekt angehen. Dazu muss man auch bedenken, dass der Papst in all diesen Jahren, die er dem Werk gewidmet hat, auch mit viel Kraft die Kirche geleitet hat. Das es ihm trotzdem gelungen ist, so schöne Bücher über Jesus zu schreiben, ist für uns alle beeindruckend.“
Der Vatikansprecher fügte an, dass auch der vor wenigen Wochen verstorbene ehemalige Mailänder Erzbischof, Kardinal Carlo Maria Martini, die bisherigen Teile der Trilogie mit großer Bewunderung aufgenommen hatte.
Die neue Ausgabe vollendete Benedikt XVI. am 15 August 2012. Der Papst beherzige die Maxime des Philosophen Ludwig Wittgenstein „Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen“, so der Präsident des päpstlichen Kulturrates Ravasi. Im Gegensatz zu vielen „unlesbaren“ theologischen und philosophischen Bücher der Gegenwart sei das Buch des Papstes allgemeinverständlich und richte sich nicht nur an einen kleinen Zirkel Fachgelehrter. So sei beispielsweise eine wichtige Stelle bereits zu Beginn des Buches zu finden, fügte der italienische Kurienkardinal bei der Pressekonferenz im Vatikan an: „Der Papst beginnt mit einer Szene, die in der Geschichte Jesu eher am Ende steht: Pontius Pilatus fragt ihn: ‚Woher kommst du?′ Diese Frage ist quasi die Essenz des ganzen neuen Bandes. Sie wird im übertragenen Sinn zu einer symbolischen, sehr bedeutsamen Frage: Was ist der Ursprung Christi – und zwar jenseits des historischen Wissens? Es ist eine sehr tief gehende Frage. Und auf diese will das Buch antworten, so der Papst.“
Zum Teil werde diese Frage auch in den vorausgegangenen zwei Bänden schon beantwortet, sagte Ravasi. Außerdem ging er auf das im Text sehr bedeutende Wortpaar „Geschichte-Glaube“ ein, das Benedikt in seinem Werk verbinden wolle. Benedikt nehme in dem Buch auf viele Dinge Bezug, etwa auf die vierte Ekloge von Virgil. „Darüber hinaus bezieht sich der Papst auch auf die berühmte Inschrift in der Stadt Priene, in der heutigen Türkei. Die Inschrift von Augustus stammt aus dem neunten Jahrhundert vor Christus und ist sehr interessant, denn dort finden sich die vier griechischen Worte für: Retter, Frieden, Ökumene und Evangelium.“
Dies sei ursprünglich natürlich auf Augustus gemünzt gewesen. Ravasi führte dazu aus, dass sich die geheimen und konfusen Träume der Menschlichkeit von einem Neubeginn in Christus realisiert hätten - in einer Realität, die nur Christus schaffen konnte. Die Heiligen drei Könige seien stellvertretend für den Menschen, der zu sich auf den Weg zu Christus mache.
Beim Lesen des Buches komme es übrigens auch auf den Leser an. Papst Benedikt selbst erinnere zu Beginn des Textes daran, so Ravasi:
„Wir sollten nicht nur über das Nachdenken, was die Texte an sich sagen, nicht nur zurück blicken in die Geschichte und auf das Evangelium, sondern auch in uns selbst hineinhören: Was sagen diese Texte mir persönlich? Oft gibt es dort Anknüpfungspunkte für den Leser, die sehr intensiv sind.“
Wer diese Erfahrung selbst machen möchte, hat dazu ab Mittwoch Gelegenheit: Ab dann ist die deutschsprachige Ausgabe im Handel erhältlich. Der Freiburger Verlag Herder gibt das Buch mit einer Startauflage von 100.000 Exemplaren heraus.

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