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von esther10 27.10.2015 00:18

Kardinal Pell: Synode Bericht keine Öffnung zu schaffen, um für geschiedene Gemeinschaft und heiratete


Kardinal George Pell (PA)
Synode Mitglieder nicht einig, ob Abschlussbericht öffnet Kommunion auf einer Fall-zu-Fall-Basis wieder geheiratet

Australische Kardinal George Pell sagte der Abschlussbericht der Synode über die Familie nicht eine Öffnung für den geschiedenen erstellen und zivilrechtlich heiratete die Kommunion nicht zu empfangen.

Andere Synodalen einen anderen Standpunkt und bestätigt, dass der Absatz in Frage, die war anders lesen.

"Der Text hat sicherlich deutlich missverstanden", Kardinal Pell, Präfekt der Vatikanischen Sekretariat für Wirtschaft, sagte Catholic News Service am Sonntag.

"Es gibt keinen Hinweis in Randnummer 85 oder irgendwo im Dokument, um für die Gemeinschaft der geschiedene und zivilrechtlich wieder geheiratet; das ist von grundlegender Bedeutung, "sagte er.

Aber auch andere Synodalen sagte der Text dargestellt eine Öffnung zur Unterscheidung, auf einer Fall-zu-Fall-Basis, von der Möglichkeit der späteren Absolution und Kommunion für einige geschieden und wieder verheiratet zivilrechtlich Katholiken.

Kardinal Reinhard Marx, Präsident der Deutschen Bischofskonferenz ", sagte Reportern der Abschlussbericht mit der Aufschrift" ein echter Fortschritt "in der Seelsorge der geschiedenen und zivilrechtlich wieder geheiratet.


Kardinal André Vingt-Trois von Paris sagte, das Dokument ist fest in die sprach zu "kann es keine allgemeine Regel, die gleichermaßen gilt sein" alle geschieden und wieder verheiratet, ohne Berücksichtigung ihrer persönlichen Situation.

Österreichische Kardinal Christoph Schönborn von Wien gegenüber Reportern der Abschlussbericht nicht eine Decke "ja oder nein", um für die Gemeinschaft der geschiedene und zivilrechtlich wieder geheiratet, aber ein Aufruf zum sorgfältigen Unterscheidung der Erkenntnis, dass die Höhe der Schuld verschiedene Menschen tragen für eine gebrochene Ehe und die verschiedenen Situationen, die sie führten, wieder zu heiraten sehr unterschiedlich. Daher sind die Folgen für die Absolution und Abendmahl sind ebenfalls sehr unterschiedlich, sagte er.

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Als Reaktion auf solche Interpretationen des Abschlussberichts, sagte Kardinal Pell, dass "das Unterscheidungsvermögen, die in Absatz 85 in diesen besonderen Bereichen gefördert wird, muss über die vollständige Lehre von Papst Johannes Paul II basieren" und der Lehre der Kirche im Allgemeinen praktizieren....

Kardinal Pell sagte des Dokuments Erwähnung des "internen Forum", die den Vorrang des Gewissens vor Gott bei der Bestimmung, wenn der Zugang zu den Sakramenten ist möglich betrifft, "kann nicht verwendet werden, um die Wahrheit zu verweigern."


Gefragt, warum das Dokument nicht klar sagen, dass die Tür geschlossen ist, um für die Gemeinschaft der geschiedene und zivilrechtlich wieder geheiratet, Kardinal Pell antwortete: "Ich denke, das ist eine gute Frage, und ich denke, dass das Dokument es sagt, Tür geschlossen.

Das Verbot der Kommunion für zivil wiederverheiratet Katholiken, sagte er, "ist wirklich gegenwärtig, aber nicht so , wie einige der Synoden Väter haben möchten...

Die Absätze im Abschlussbericht der Synode, die sich mit der Frage der Seelsorge für die zivil wiederverheiratet Katholiken beschäftigen erhielt die größte Anzahl von "Nein" -Stimmen, aber immer noch gewann die notwendige Zweidrittelmehrheit.

Kardinal Pell sagte die Synodenväter konnte erreicht zu haben ", eine noch tiefere Konsens mit ein bisschen mehr Klarheit."

Die Synodalen sich das Dokument zu erkennen, wird anders lesen, sagte Erzbischof Laurent Ulrich von Lille, Frankreich. Obwohl keine Absätze wurden in der Schlussabstimmung schlug, "Punkte des Widerstandes bleiben", sagte er.

Kardinal Vincent Nichols von Westminster, England, erzählte Reportern, dass die Schritte in dem Text für "diesen Weg der Unterscheidung" umrissen werden bedeutet, um sicherzustellen, dass ein Pastor vermeidet "die Versuchung schlug auf einem schnellen Pflaster", während Schmerzen und Groll sind "eiternde entfernt , "nach einem Bericht über die katholische Stimmen Website.

"Dieser Weg der Unterscheidung zu helfen, sie durch all diese Dinge mit den Augen des Glaubens und den Augen der Barmherzigkeit Gottes zu suchen", sagte Kardinal Nichols. Und die Unterscheidungsvermögen gefordert bedeutet individuelle Situationen nicht "präjudiziert oder vorgegriffen."

Die Bischofssynode ist kein Entscheidungsgremium; seine Beratungen und Abschlussbericht sollen Franziskus mit Reflexionen und beraten. Es war zunächst nicht bekannt, ob Franziskus würde eine Nachsynodalen Apostolischen Schreiben ausstellen, wie seine Vorgänger oft tat.

Die Frage, ob der Papst die Frage der Kommunion niederzulassen und eine definitive Auslegung zu dem Dokument, Kardinal Pell antwortete: "Ob er oder wird er nicht hängt, denke ich, wie er dieses Dokument sieht; ob es ist klar genug, ob es angemessen zum Ausdruck bringt den Geist der Kirche. "

"Wir wollen nicht, dass es in der Lage einige der anderen christlichen Kirchen, wo ein oder zwei Fragen wurden zu öffentlich für Jahre und Jahre und Jahre gekämpft werden", fügte er hinzu.

Unterdessen rief der Abschlussbericht für stärkere Förderung der Rolle der Frauen in der Kirche.

Es besteht die Notwendigkeit, sie sagte, für eine "größere Anerkennung (Frauen) Verantwortung in der Kirche:. Ihre Beteiligung an Entscheidungsprozessen, ihre Beteiligung an der Staatsführung einiger Institutionen, ihre Beteiligung an der Bildung von geweihten Amtsträgern"

Erzbischof Joseph Kurtz von Louisville, Kentucky, Präsident der US-Bischofskonferenz, sagte Reportern das Dokument "sprach über die Wichtigkeit der Charismen", die Frauen zu bringen, um Familien, der Gesellschaft und der Kirche.

"Während also nichts spezifisch in Bezug auf, wo das wäre im Hinblick auf die Kirchenstruktur vorgeschlagen, gibt es die Aufforderung, sich weiterhin auf diese vorwärts zu bewegen", sagte der Erzbischof
http://www.catholicherald.co.uk/news/201...-and-remarried/



von esther10 27.10.2015 00:17

„Die Kapläne müssen beten“
Ansprache von Papst Franziskus bei der Audienz der Teilnehmer am IV. Ausbildungskurs der Militärkapläne zu internationalem Menschenrecht


Rom, 26. Oktober 2015 (ZENIT.org) Britta Dörre | 215 klicks


Den Schutz der menschlichen Würde im Rahmen bewaffneter Konflikte bezeichnete Papst Franziskus heute Morgen während der Audienz der Teilnehmer am IV. Ausbildungskurs der Militärkapläne zu internationalem Menschenrecht als weltweit ausgesprochen aktuell. Der Kurs wurde von der Kongregation der Bischöfe, dem Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden und dem Päpstlichen Rat für Interreligiösen Dialog organisiert.

In Afrika, Europa und im Nahen Osten sei es ihre Aufgabe, die Armeemitglieder und ihre Familien spirituell zu begleiten, Verletzungen der Menschenrechte zu verhindern, Schmerz und Leid zu lindern, so Papst Franziskus an die Audienzteilnehmer. Krieg schädige die Beziehungen zwischen Brüdern und Nationen sowie den Zeugen der Gewalt. Auch viele Soldaten trügen seelische Verletzungen davon. Nicht nur die Soldaten, auch ihre Familien benötigten pastoralen Beistand durch die Kirche.

Papst Franziskus sprach den Wunsch aus, dass der Kurs zur Diskussion über neue Wege beitrage, die Menschenrechte zu schützen und zu fördern. Als Christen forderten die Kirchenmitglieder die Abschaffung des Kriegs und engagierten sich daher im Friedensdialog. Vermittlung und Versöhnung stünden im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Den anderen dürfe man niemals als Feind betrachten, sondern als Person, deren Menschenwürde von Gott geschenkt sei. Jeder Mensch sei heilig, auch wenn die Menschenrechte verletzt würden.

In den aktuellen Konflikten, die Papst Franziskus als „Dritten Weltkrieg in Stücken“ bezeichnete, sei die ethische und spirituelle Dimension wichtig, da sie den Menschen helfe, den Schwierigkeiten und dem Leid zu begegnen. Papst Franziskus sprach seine Nähe im Gebet aus und erteilte seinen Segen. „Die Kapläne müssen beten. Ohne Gebet kann man das alles, was die Menschheit, die Kirche und Gott von uns in diesem Moment erfordern, nicht tun.“

(26. Oktober 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 27.10.2015 00:02

Das Ergebnis der Familiensynode VIII –


Roberto de Mattei: Keine Gewinner, nur Verlierer – an erster Stelle die katholische Moral

27. Oktober 2015 11:00 | Mitteilung an die Redaktion

Das Ergebnis der Familiensynode VIII – Roberto de Mattei: Keine Gewinner, nur Verlierer – an erster Stelle die katholische Moral
27. Oktober 2015 11:00 | Mitteilung an die Redaktion


Synode: Keine Gewinner, nur Verlierer

Kommentar von Roberto de Mattei*
(Rom) Nach der XIV. Bischofssynode über die Familie scheinen alle gewonnen zu haben. Gewonnen hat Papst Franziskus, weil es ihm gelungen ist, einen Kompromißtext zwischen den gegensätzlichen Positionen zu finden; gewonnen haben die Progressisten, weil der verabschiedete Text die wiederverheirateten Geschiedenen zur Eucharistie zuläßt; gewonnen haben die Konservativen, weil das Dokument nirgends ausdrücklich die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen erwähnt sowie die „Homo-Ehe“ und Gender-Theorie ablehnt.

Um besser zu verstehen, wie die Dinge in Wirklichkeit gelaufen sind, muß man zum Abend des 22. Oktober zurückkehren, als den Synodenvätern der Schlußbericht vorgelegt wurde, der von einer Ad-hoc-Kommission auf der Grundlage der Abänderungsanträge (modi) der nach Sprachen unterteilten Arbeitsgruppen (Circuli minores) zum Instumentum laboris ausgearbeitet worden war.

Papst-Entwurf für Schlußbericht abgelehnt

Zur großen Überraschung der Synodenväter wurde ihnen am Donnerstag Abend nur ein Text in italienischer Sprache vorgelegt und das zusammen mit einem ausdrücklichen Verbot, ihn der Presse weiterzugeben oder den 51 Auditoren oder anderen Synodenteilnehmern zur Kenntnis zu bringen. Der Text nahm überhaupt keine Rücksicht auf die 1355 Abänderungsanträge, die im Laufe der drei Synodenwochen eingebracht worden waren. Das Instrumentum laboris war faktisch unverändert beibehalten worden einschließlich der Paragraphen, die in der Synodenaula auf heftigsten Widerstand der Synodenväter gestoßen waren: jene zur Homosexualität und zu den wiederverheirateten Geschiedenen. Die Diskussion war für den nächsten Morgen festgelegt, mit der Möglichkeit weitere Abänderungsanträge einbringen zu können, die über Nacht ausgearbeitet werden mußten zu einem Text, der in einer Sprache vorlag, die nur ein Teil der Synodenväter wirklich ausreichend beherrscht.

Am Morgen des 23. Oktober sah sich Papst Franziskus, der die Synodenarbeit immer mit Aufmerksamkeit verfolgt hatte, einer unerwarteten Ablehnung des Kommissionsdokuments gegenüber. 51 Synodenväter ergriffen das Wort, der Großteil sprach sich gegen den vom Papst vorgelegten Text aus. Unter ihnen die Kardinäle Marc Ouellet, Präfekt der Bischofskongregation, Kardinal Angelo Bagnasco, Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, Jorge Liberato Urosa Savino von Caracas, Carlo Caffarra von Bologna, Erzbischof Joseph Edward Krutz, Vorsitzender der Amerikanischen Bischofskonferenz, die polnischen Bischöfe Henryk Hoser von Warschau-Praga, Stanisław Gądecki, Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz, Zbigņev Stankevičs von Riga, Tadeusz Kondrusiewicz, Erzbischof von Minsk, Stanisław Bessi Dogbo, Bischof von Katiola (Elfenbeinküste); Hlib Boris Sviatoslav Lonchyna, Bischof der byzantinischen Ukrainer in England und viele andere mehr. Alle widersprachen in unterschiedlichen Tönen dem Text.
Suche nach Kompromiß um tiefen Riß in der Kirche zu vermeiden

Das Dokument konnte nicht am 24. erneut vorgelegt werden, ohne Gefahr zu laufen, von der Synodenmehrheit niedergestimmt zu werden und damit einen schweren Riß durch die Kirche aufzureißen. Die Kompromißlösung kam von den deutschen Theologen des Circulus Germanicus, dem sowohl Kardinal Kasper, die Ikone des Progressismus, als auch Kardinal Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation angehörten. Die Kommission wurde zwischen Freitag nachmittag und Samstag morgen mit der Ausarbeitung eines neuen Textes beauftragt, der am Morgen des 24. Oktober in der Aula den Synodenvätern vorgetragen und am Nachmittag abgestimmt wurde. Er erhielt für alle 94 Paragraphen die notwendige Mehrheit von zwei Dritteln oder 177 Stimmen der 265 Synodenväter.

Bei der täglichen Pressekonferenz um 13 Uhr kündigte Kardinal Schönborn bereits das Ergebnis an, was den umstrittensten Punkt, den der wiederverheirateten Geschiedenen betraf: „Man spricht darüber, man spricht mit großer Aufmerksamkeit, doch das Schlüsselwort lautet ‚Unterscheidung‘, und ich lade sie alle ein, daran zu denken, daß es kein schwarz und weiß, ein einfaches Ja oder Nein gibt, es ist zu unterscheiden, und das ist genau das Wort des heiligen Johannes Paul II. in Familiaris Consortio: die Pflicht eine Unterscheidung zu üben, weil die Situationen verschieden sind und die Notwendigkeit dieser Unterscheidung hat Papst Franziskus, als guter Jesuit, schon in seiner Jugend gelernt: Die Unterscheidung bedeutet, zu verstehen versuchen, welches die Situation dieser Familie oder jener Person ist.“

Unterscheidung und Integration ist auch der Titel der Paragraphen 84, 85 und 86. Der umstrittenste Paragraph, die Nr. 86, enthält eine Öffnung gegenüber den wiederverheirateten Geschiedenen und die Möglichkeit für sie, Zugang zu den Sakramenten zu erhalten, wenn auch die Kommunion nicht ausdrücklich erwähnt wird. Dieser Paragraph wurde mit 178 Ja-Stimmen, 80 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen angenommen. Eine einzige Stimme mehr, als das Zwei-Drittel-Quorum verlangte.

Papst geht aus Synode geschwächt hervor

Das Bild von Papst Franziskus geht nicht gestärkt, sondern gelähmt und geschwächt aus der Bischofssynode hervor. Er hatte die Konfrontation gesucht und der Synode entgegen aller anderslautenden Wortmeldungen und Abänderungsanträge der Synodenväter einen Text vorgelegt, der von der Synodenmehrheit am Morgen des 23. Oktober offen zurückgewiesen wurde, der zu seinem „Schwarzen Tag“ wurde. Die Schlußrede von Papst Bergoglio strahlte keinen Enthusiasmus über die Relatio finalis aus, dafür eine wiederholte Maßregelung gegen die Synodenväter, die die traditionellen Positionen verteidigt haben. Ihnen hielt der Papst am Samstag abend unter anderem vor: „Es bedeutet auch, die verschlossenen Herzen entblößt zu haben, die sich oft sogar hinter den Lehren der Kirche oder hinter den guten Absichten verstecken, um sich auf den Stuhl des Mose zu setzen und – manchmal von oben herab und mit Oberflächlichkeit – über die schwierigen Fälle und die verletzten Familien zu richten. […] Es bedeutet versucht zu haben, die Horizonte zu lichten, um jede konspirative Hermeneutik oder Verschlossenheit der Perspektiven zu überwinden, um die Freiheit der Kinder Gottes zu verteidigen und zu verbreiten, um die Schönheit der christlichen Neuheit zu übermitteln, die manchmal vom Rost einer archaischen oder einfach unverständlichen Sprache überdeckt ist.“

Harte Worte, die Verbitterung und Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen, aber mit Sicherheit keinen Sieger zeigen.

Auch die Progressisten wurden besiegt, weil nicht nur jeder von ihnen angestrebte positive Hinweis auf die Homosexualität beseitigt wurde, sondern auch die Öffnung gegenüber den wiederverheirateten Geschiedenen weitgehend abgeschwächt werden konnte.

Das Gift des Paragraphen 86

Dennoch können die Konservativen sich nicht als Sieger sehen. Wenn 80 Synodenväter, ein Drittel der Synodenversammlung, gegen den Paragraph 86 stimmte, will das sagen, daß sie auch diesen für nicht zufriedenstellend halten. Die Tatsache, daß er wegen einer Stimme angenommen wurde, bedeutet nicht, daß damit das darin enthaltene Gift neutralisiert wurde.
Laut Relatio finalis kann sich die Teilnahme der wiederverheirateten Geschiedenen am kirchlichen Leben in „verschiedenen Diensten“ ausdrücken.

Deshalb sei es notwendig, „zu unterscheiden, welche der unterschiedlichen, derzeit im liturgischen, pastoralen, Bildungs- und institutionellen Bereich praktizierten Formen des Ausschlusses überwunden werden können. Sie dürfen sich nicht nur nicht exkommuniziert fühlen, sondern können als lebendige Glieder der Kirche leben und reifen“ (Nr. 84). „Der Weg der Begleitung und der Unterscheidung orientiert diese Gläubigen sich ihrer Situation vor Gott bewußt zu werden. Das Gespräch mit dem Priester im forum internum dient der Formung eine korrekten Urteils über das, was die Möglichkeit einer vollen Teilnahme am Leben der Kirche behindert und über die Schritte, die diese begünstigen und wachsen lassen können“ (Nr. 86).

Was anderes aber bedeutet „lebendige Glieder“ der Kirche, wenn nicht der Stand der Gnade und der Empfang der Heiligen Kommunion? Und meint „die volle Teilnahme am Leben der Kirche“ für einen Laien nicht den Empfang des Altarsakraments? Man sagt, die im liturgischen, pastoralen, Bildungs- und institutionellen Bereich praktizierten Formen des Ausschlusses können überwunden werden, „Fall für Fall“, indem man einer „via discretionis“ folgt. Kann der Ausschluß von der sakramentalen Kommunion überwunden werden? Der Text behauptet das nicht, schließt es aber auch nicht aus. Die Tür ist nicht aufgestoßen worden, aber doch einen Spalt, weshalb man nicht bestreiten kann, daß sie geöffnet wurde.

Relatio behauptet kein Recht auf Ehebruch, aber auf Freiheit vom Zwang in Moralfragen

Die Relatio behauptet nicht das Recht der wiederverheirateten Geschiedenen, die Kommunion empfangen zu können (und damit das Recht zum Ehebruch). Sie leugnet aber faktisch das Recht der Kirche, öffentlich die Situation der wiederverheirateten Geschiedenen als Ehebruch zu bezeichnen, indem sie die Verantwortung für die Beurteilung dem Gewissen der einzelnen Hirten und sogar der wiederverheirateten Geschiedenen überläßt. Um es in der Sprache von Dignitatis Humanae zu sagen:

Es handelt sich nicht um ein Recht, das Ehebruch bejaht, aber um ein „negatives“ Recht, nicht daran gehindert zu werden, ihn zu praktizieren, oder anders gesagt, ein Recht zur „Freiheit von Zwang“ in Fragen der Moral. Wie in Dignitatis Humanae wird die grundlegende

Unterscheidung zwischen „Forum internum“, das das ewige Heil der einzelnen Gläubigen betrifft, und dem „Forum externum“, das das Allgemeinwohl der Gemeinschaft der Gläubigen betrifft, ausgelöscht. Die Kommunion ist eben nicht ein bloß individueller Akt, sondern auch ein öffentlicher Akt, der vor der gesamten Gemeinschaft der Gläubigen vollzogen wird.

Die Kirche, ohne in das forum internum einzutreten, hat den wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion immer untersagt, weil es sich um eine öffentliche Sünde handelt, die im forum externum begangen wird. Das Moralgesetz wird vom Gewissen überwunden, die zu einer neuen, nicht nur theologischen und moralischen, sondern kirchenrechtlichen Größe wird.

Die Relatio finalis läßt sich, unter diesem Gesichtspunkt, gut mit den beiden Motuproprien von Papst Franziskus vereinen, deren Bedeutung der Historiker [Alberto Melloni] der [progressiven] „Schule von Bologna“ am 23. Oktober im Corriere della Sera hervorhob: „Indem er den Bischöfen das Urteil über die Ehenichtigkeit zurückgibt, hat Bergoglio nicht den Status der Geschiedenen geändert, sondern stillschweigend eine enorme Reform des Papsttums vollzogen“.


Die „Von-Fall-zu-Fall-Moral“ widerspricht absolutem und universalem Moralgesetz

Der Zuerkennung der Befugnis an den Diözesanbischof, als Einzelrichter nach seinem Ermessen einen kurzen Prozeß einzuleiten und zu einem Urteil zu kommen, entspricht analog die Zuerkennung der Unterscheidung der moralischen Bedingungen der wiederverheirateten Geschiedenen an den Diözesanbischof. Wenn der Ortsbischof zum Schluß kommt, daß der Weg des geistlichen Wachstums und der Vertiefung einer Person, die in einer neuen Verbindung lebt, vollzogen ist, wird diese die Kommunion empfangen können.

Die Rede von Papst Franziskus vom 17. Oktober an die Synode benannte die „Dezentralisierung“ als Projektion der „Von-Fall-zu-Fall-Moral“. Der Papst erklärte in seiner Schlußansprache am 24. Oktober: „Und – jenseits der vom Lehramt der Kirche genau definierten dogmatischen Fragen – haben wir auch gesehen, daß das, was einem Bischof eines Kontinentes als normal erscheint, sich für den Bischof eines anderen Kontinents als seltsam, beinahe wie ein Skandal herausstellen kann – beinahe! –; was in einer Gesellschaft als Verletzung eines Rechtes angesehen wird, kann in einer anderen eine selbstverständliche und unantastbare Vorschrift sein; was für einige Gewissensfreiheit ist, kann für andere nur Verwirrung bedeuten. Tatsächlich sind die Kulturen untereinander sehr verschieden, und jeder allgemeine Grundsatz – wie ich sagte: die vom Lehramt der Kirche genau definierten dogmatischen Fragen – jeder allgemeine Grundsatz muß inkulturiert werden, wenn er beachtet und angewendet werden soll.“
Die Moral der Inkulturation, jene des „Von Fall zu Fall“, relativiert und löst das Moralgesetz auf, das per definitionem absolut und universal ist. Es gibt weder eine gute Absicht noch mildernde Umstände, die eine gute Handlung in eine schlechte verwandeln können oder umgekehrt. Die katholische Moral kennt keine Ausnahmen: entweder sie ist absolut und universal oder sie ist kein Moralgesetz. Jene Medien liegen daher nicht ganz falsch, die über die Relatio finalis mit Schlagzeilen wie dieser berichteten: „Absolutes Kommunionverbot für wiederverheiratete Geschiedene fällt“.
Schlußfolgerung: keine Gewinner, nur Verlierer, an erster Stelle die katholische Moral

Die Schlußfolgerung ist, daß wir vor einem zweideutigen und widersprüchlichen Dokument stehen, das allen erlaubt, sich als Sieger zu sehen, auch wenn niemand gewonnen hat. Alle wurden besiegt, vor allem auch die katholische Moral, die aus der am 24. Oktober zu Ende gegangenen Familiensynode zutiefst gedemütigt hervorgeht.
*Roberto de Mattei, Historiker, Vater von fünf Kindern, Professor für Neuere Geschichte und Geschichte des Christentums an der Europäischen Universität Rom, Vorsitzender der Stiftung Lepanto, Schriftleiter der Monatszeitschrift Radici Cristiane und der Online-Nachrichtenagentur Corrispondenza Romana, Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschienen: Vicario di Cristo. Il primato di Pietro tra normalità ed eccezione (Stellvertreter Christi. Der Primat des Petrus zwischen Normalität und Ausnahme), Verona 2013; in deutscher Übersetzung zuletzt: Das Zweite Vatikanische Konzil – eine bislang ungeschriebene Geschichte, Ruppichteroth 2011. Die Zwischentitel stammen von der Redaktion.
Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

Kommentar von Roberto de Mattei*
(Rom) Nach der XIV. Bischofssynode über die Familie scheinen alle gewonnen zu haben. Gewonnen hat Papst Franziskus, weil es ihm gelungen ist, einen Kompromißtext zwischen den gegensätzlichen Positionen zu finden; gewonnen haben die Progressisten, weil der verabschiedete Text die wiederverheirateten Geschiedenen zur Eucharistie zuläßt; gewonnen haben die Konservativen, weil das Dokument nirgends ausdrücklich die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen erwähnt sowie die „Homo-Ehe“ und Gender-Theorie ablehnt.

Um besser zu verstehen, wie die Dinge in Wirklichkeit gelaufen sind, muß man zum Abend des 22. Oktober zurückkehren, als den Synodenvätern der Schlußbericht vorgelegt wurde, der von einer Ad-hoc-Kommission auf der Grundlage der Abänderungsanträge (modi) der nach Sprachen unterteilten Arbeitsgruppen (Circuli minores) zum Instumentum laboris ausgearbeitet worden war.

Papst-Entwurf für Schlußbericht abgelehnt

Zur großen Überraschung der Synodenväter wurde ihnen am Donnerstag Abend nur ein Text in italienischer Sprache vorgelegt und das zusammen mit einem ausdrücklichen Verbot, ihn der Presse weiterzugeben oder den 51 Auditoren oder anderen Synodenteilnehmern zur Kenntnis zu bringen. Der Text nahm überhaupt keine Rücksicht auf die 1355 Abänderungsanträge, die im Laufe der drei Synodenwochen eingebracht worden waren. Das Instrumentum laboris war faktisch unverändert beibehalten worden einschließlich der Paragraphen, die in der Synodenaula auf heftigsten Widerstand der Synodenväter gestoßen waren: jene zur Homosexualität und zu den wiederverheirateten Geschiedenen. Die Diskussion war für den nächsten Morgen festgelegt, mit der Möglichkeit weitere Abänderungsanträge einbringen zu können, die über Nacht ausgearbeitet werden mußten zu einem Text, der in einer Sprache vorlag, die nur ein Teil der Synodenväter wirklich ausreichend beherrscht.

Am Morgen des 23. Oktober sah sich Papst Franziskus, der die Synodenarbeit immer mit Aufmerksamkeit verfolgt hatte, einer unerwarteten Ablehnung des Kommissionsdokuments gegenüber. 51 Synodenväter ergriffen das Wort, der Großteil sprach sich gegen den vom Papst vorgelegten Text aus. Unter ihnen die Kardinäle Marc Ouellet, Präfekt der Bischofskongregation, Kardinal Angelo Bagnasco, Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, Jorge Liberato Urosa Savino von Caracas, Carlo Caffarra von Bologna, Erzbischof Joseph Edward Krutz, Vorsitzender der Amerikanischen Bischofskonferenz, die polnischen Bischöfe Henryk Hoser von Warschau-Praga, Stanisław Gądecki, Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz, Zbigņev Stankevičs von Riga, Tadeusz Kondrusiewicz, Erzbischof von Minsk, Stanisław Bessi Dogbo, Bischof von Katiola (Elfenbeinküste); Hlib Boris Sviatoslav Lonchyna, Bischof der byzantinischen Ukrainer in England und viele andere mehr. Alle widersprachen in unterschiedlichen Tönen dem Text.

Suche nach Kompromiß um tiefen Riß in der Kirche zu vermeiden

Das Dokument konnte nicht am 24. erneut vorgelegt werden, ohne Gefahr zu laufen, von der Synodenmehrheit niedergestimmt zu werden und damit einen schweren Riß durch die Kirche aufzureißen. Die Kompromißlösung kam von den deutschen Theologen des Circulus Germanicus, dem sowohl Kardinal Kasper, die Ikone des Progressismus, als auch Kardinal Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation angehörten. Die Kommission wurde zwischen Freitag nachmittag und Samstag morgen mit der Ausarbeitung eines neuen Textes beauftragt, der am Morgen des 24. Oktober in der Aula den Synodenvätern vorgetragen und am Nachmittag abgestimmt wurde. Er erhielt für alle 94 Paragraphen die notwendige Mehrheit von zwei Dritteln oder 177 Stimmen der 265 Synodenväter.

Bei der täglichen Pressekonferenz um 13 Uhr kündigte Kardinal Schönborn bereits das Ergebnis an, was den umstrittensten Punkt, den der wiederverheirateten Geschiedenen betraf: „Man spricht darüber, man spricht mit großer Aufmerksamkeit, doch das Schlüsselwort lautet ‚Unterscheidung‘, und ich lade sie alle ein, daran zu denken, daß es kein schwarz und weiß, ein einfaches Ja oder Nein gibt, es ist zu unterscheiden, und das ist genau das Wort des heiligen Johannes Paul II. in Familiaris Consortio: die Pflicht eine Unterscheidung zu üben, weil die Situationen verschieden sind und die Notwendigkeit dieser Unterscheidung hat Papst Franziskus, als guter Jesuit, schon in seiner Jugend gelernt: Die Unterscheidung bedeutet, zu verstehen versuchen, welches die Situation dieser Familie oder jener Person ist.“

Unterscheidung und Integration ist auch der Titel der Paragraphen 84, 85 und 86. Der umstrittenste Paragraph, die Nr. 86, enthält eine Öffnung gegenüber den wiederverheirateten Geschiedenen und die Möglichkeit für sie, Zugang zu den Sakramenten zu erhalten, wenn auch die Kommunion nicht ausdrücklich erwähnt wird. Dieser Paragraph wurde mit 178 Ja-Stimmen, 80 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen angenommen. Eine einzige Stimme mehr, als das Zwei-Drittel-Quorum verlangte

Papst geht aus Synode geschwächt hervor

Das Bild von Papst Franziskus geht nicht gestärkt, sondern gelähmt und geschwächt aus der Bischofssynode hervor. Er hatte die Konfrontation gesucht und der Synode entgegen aller anderslautenden Wortmeldungen und Abänderungsanträge der Synodenväter einen Text vorgelegt, der von der Synodenmehrheit am Morgen des 23. Oktober offen zurückgewiesen wurde, der zu seinem „Schwarzen Tag“ wurde. Die Schlußrede von Papst Bergoglio strahlte keinen Enthusiasmus über die Relatio finalis aus, dafür eine wiederholte Maßregelung gegen die Synodenväter, die die traditionellen Positionen verteidigt haben. Ihnen hielt der Papst am Samstag abend unter anderem vor:

„Es bedeutet auch, die verschlossenen Herzen entblößt zu haben, die sich oft sogar hinter den Lehren der Kirche oder hinter den guten Absichten verstecken, um sich auf den Stuhl des Mose zu setzen und – manchmal von oben herab und mit Oberflächlichkeit – über die schwierigen Fälle und die verletzten Familien zu richten. […] Es bedeutet versucht zu haben, die Horizonte zu lichten, um jede konspirative Hermeneutik oder Verschlossenheit der Perspektiven zu überwinden, um die Freiheit der Kinder Gottes zu verteidigen und zu verbreiten, um die Schönheit der christlichen Neuheit zu übermitteln, die manchmal vom Rost einer archaischen oder einfach unverständlichen Sprache überdeckt ist.“ Harte Worte, die Verbitterung und Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen, aber mit Sicherheit keinen Sieger zeigen.

Auch die Progressisten wurden besiegt, weil nicht nur jeder von ihnen angestrebte positive Hinweis auf die Homosexualität beseitigt wurde, sondern auch die Öffnung gegenüber den wiederverheirateten Geschiedenen weitgehend abgeschwächt werden konnte.
Das Gift des Paragraphen 86

Dennoch können die Konservativen sich nicht als Sieger sehen. Wenn 80 Synodenväter, ein Drittel der Synodenversammlung, gegen den Paragraph 86 stimmte, will das sagen, daß sie auch diesen für nicht zufriedenstellend halten. Die Tatsache, daß er wegen einer Stimme angenommen wurde, bedeutet nicht, daß damit das darin enthaltene Gift neutralisiert wurde.
Laut Relatio finalis kann sich die Teilnahme der wiederverheirateten Geschiedenen am kirchlichen Leben in „verschiedenen Diensten“ ausdrücken. Deshalb sei es notwendig, „zu unterscheiden, welche der unterschiedlichen, derzeit im liturgischen, pastoralen, Bildungs- und institutionellen Bereich praktizierten Formen des Ausschlusses überwunden werden können.

Sie dürfen sich nicht nur nicht exkommuniziert fühlen, sondern können als lebendige Glieder der Kirche leben und reifen“ (Nr. 84). „Der Weg der Begleitung und der Unterscheidung orientiert diese Gläubigen sich ihrer Situation vor Gott bewußt zu werden. Das Gespräch mit dem Priester im forum internum dient der Formung eine korrekten Urteils über das, was die Möglichkeit einer vollen Teilnahme am Leben der Kirche behindert und über die Schritte, die diese begünstigen und wachsen lassen können“ (Nr. 86).

Was anderes aber bedeutet „lebendige Glieder“ der Kirche, wenn nicht der Stand der Gnade und der Empfang der Heiligen Kommunion? Und meint „die volle Teilnahme am Leben der Kirche“ für einen Laien nicht den Empfang des Altarsakraments? Man sagt, die im liturgischen, pastoralen, Bildungs- und institutionellen Bereich praktizierten Formen des Ausschlusses können überwunden werden, „Fall für Fall“, indem man einer „via discretionis“ folgt. Kann der Ausschluß von der sakramentalen Kommunion überwunden werden? Der Text behauptet das nicht, schließt es aber auch nicht aus. Die Tür ist nicht aufgestoßen worden, aber doch einen Spalt, weshalb man nicht bestreiten kann, daß sie geöffnet wurde.

Relatio behauptet kein Recht auf Ehebruch, aber auf Freiheit vom Zwang in Moralfragen

Die Relatio behauptet nicht das Recht der wiederverheirateten Geschiedenen, die Kommunion empfangen zu können (und damit das Recht zum Ehebruch). Sie leugnet aber faktisch das Recht der Kirche, öffentlich die Situation der wiederverheirateten Geschiedenen als Ehebruch zu bezeichnen, indem sie die Verantwortung für die Beurteilung dem Gewissen der einzelnen Hirten und sogar der wiederverheirateten Geschiedenen überläßt.

Um es in der Sprache von Dignitatis Humanae zu sagen: Es handelt sich nicht um ein Recht, das Ehebruch bejaht, aber um ein „negatives“ Recht, nicht daran gehindert zu werden, ihn zu praktizieren, oder anders gesagt, ein Recht zur „Freiheit von Zwang“ in Fragen der Moral. Wie in Dignitatis Humanae wird die grundlegende Unterscheidung zwischen „Forum internum“, das das ewige Heil der einzelnen Gläubigen betrifft, und dem „Forum externum“, das das Allgemeinwohl der Gemeinschaft der Gläubigen betrifft, ausgelöscht. Die Kommunion ist eben nicht ein bloß individueller Akt, sondern auch ein öffentlicher Akt, der vor der gesamten Gemeinschaft der Gläubigen vollzogen wird. Die Kirche, ohne in das forum internum einzutreten, hat den wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion immer untersagt, weil es sich um eine öffentliche Sünde handelt, die im forum externum begangen wird.

Das Moralgesetz wird vom Gewissen überwunden, die zu einer neuen, nicht nur theologischen und moralischen, sondern kirchenrechtlichen Größe wird. Die Relatio finalis läßt sich, unter diesem Gesichtspunkt, gut mit den beiden Motuproprien von Papst Franziskus vereinen, deren Bedeutung der Historiker [Alberto Melloni] der [progressiven] „Schule von Bologna“ am 23. Oktober im Corriere della Sera hervorhob: „Indem er den Bischöfen das Urteil über die Ehenichtigkeit zurückgibt, hat Bergoglio nicht den Status der Geschiedenen geändert, sondern stillschweigend eine enorme Reform des Papsttums vollzogen“.

Die „Von-Fall-zu-Fall-Moral“ widerspricht absolutem und universalem Moralgesetz

Der Zuerkennung der Befugnis an den Diözesanbischof, als Einzelrichter nach seinem Ermessen einen kurzen Prozeß einzuleiten und zu einem Urteil zu kommen, entspricht analog die Zuerkennung der Unterscheidung der moralischen Bedingungen der wiederverheirateten Geschiedenen an den Diözesanbischof. Wenn der Ortsbischof zum Schluß kommt, daß der Weg des geistlichen Wachstums und der Vertiefung einer Person, die in einer neuen Verbindung lebt, vollzogen ist, wird diese die Kommunion empfangen können.

Die Rede von Papst Franziskus vom 17. Oktober an die Synode benannte die „Dezentralisierung“ als Projektion der „Von-Fall-zu-Fall-Moral“. Der Papst erklärte in seiner Schlußansprache am 24. Oktober: „Und – jenseits der vom Lehramt der Kirche genau definierten dogmatischen Fragen – haben wir auch gesehen, daß das, was einem Bischof eines Kontinentes als normal erscheint, sich für den Bischof eines anderen Kontinents als seltsam, beinahe wie ein Skandal herausstellen kann – beinahe! –; was in einer Gesellschaft als Verletzung eines Rechtes angesehen wird, kann in einer anderen eine selbstverständliche und unantastbare Vorschrift sein; was für einige Gewissensfreiheit ist, kann für andere nur Verwirrung bedeuten. Tatsächlich sind die Kulturen untereinander sehr verschieden, und jeder allgemeine Grundsatz – wie ich sagte: die vom Lehramt der Kirche genau definierten dogmatischen Fragen – jeder allgemeine Grundsatz muß inkulturiert werden, wenn er beachtet und angewendet werden soll.“

Die Moral der Inkulturation, jene des „Von Fall zu Fall“, relativiert und löst das Moralgesetz auf, das per definitionem absolut und universal ist. Es gibt weder eine gute Absicht noch mildernde Umstände, die eine gute Handlung in eine schlechte verwandeln können oder umgekehrt. Die katholische Moral kennt keine Ausnahmen: entweder sie ist absolut und universal oder sie ist kein Moralgesetz. Jene Medien liegen daher nicht ganz falsch, die über die Relatio finalis mit Schlagzeilen wie dieser berichteten: „Absolutes Kommunionverbot für wiederverheiratete Geschiedene fällt“.

Schlußfolgerung: keine Gewinner, nur Verlierer, an erster Stelle die katholische Moral

Die Schlußfolgerung ist, daß wir vor einem zweideutigen und widersprüchlichen Dokument stehen, das allen erlaubt, sich als Sieger zu sehen, auch wenn niemand gewonnen hat. Alle wurden besiegt, vor allem auch die katholische Moral, die aus der am 24. Oktober zu Ende gegangenen Familiensynode zutiefst gedemütigt hervorgeht.

*Roberto de Mattei, Historiker, Vater von fünf Kindern, Professor für Neuere Geschichte und Geschichte des Christentums an der Europäischen Universität Rom, Vorsitzender der Stiftung Lepanto, Schriftleiter der Monatszeitschrift Radici Cristiane und der Online-Nachrichtenagentur Corrispondenza Romana, Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschienen: Vicario di Cristo. Il primato di Pietro tra normalità ed eccezione (Stellvertreter Christi. Der Primat des Petrus zwischen Normalität und Ausnahme), Verona 2013; in deutscher Übersetzung zuletzt: Das Zweite Vatikanische Konzil
– eine bislang ungeschriebene Geschichte, Ruppichteroth 2011. Die Zwischentitel stammen von der Redaktion.
Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

von esther10 26.10.2015 21:39

Das Ergebnis der Familiensynode VI – Sandro Magisters Bericht
26. Oktober 2015 15:42 | Mitteilung an die Redaktion


Sandro Magister zum Ende der Synode

(Rom) Die Ja-Stimmen lagen zwischen 178 und 190 und damit knapp über dem Quorum der für die Annahme notwendigen zwei Drittel der Stimmen (177). Die Nein-Stimmen lagen zwischen 64 und 80. So ist am Samstagnachmittag, dem 24. Oktober 2015, die Abstimmung über die drei Paragraphen zum umstrittensten Punkt, die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen verlaufen, bzw. über die „Unterscheidung und Integration“ der Geschiedenen und standesamtlich Wiederverheirateten in die Kirche, ohne daß in diesen Paragraphen weder das Wort „Kommunion“ noch irgendein vergleichbarer Begriff auch nur ein einziges Mal auftaucht.

Es gibt noch ein weiteres Paradox in dieser Abstimmung, die nach zwei Jahren der endlosen Diskussion erfolgte.

Worüber die beiden Vorgänger-Päpste sprachen

Das Paradox betrifft eine Lösung, die bereits von zwei Vorgänger-Päpsten ins Feld geführt wurde und das sogar ausdrücklich, wobei diese sehr wohl das Wort „Kommunion“

gebrauchten. Von Johannes Paul II. hat die Relatio finalis der Synode – wie bereits zuvor die deutsche Arbeitsgruppe – die Empfehlung der „Unterscheidung der Situationen“ aufgegriffen, von denen eine in Familiaris Consortio von 1981 als Beispiel angeführt ist: „Wieder andere sind eine neue Verbindung eingegangen im Hinblick auf die Erziehung der Kinder und haben manchmal die subjektive Gewissensüberzeugung, daß die frühere, unheilbar zerstörte Ehe niemals gültig war.“

In Familiaris Consortio schloß Johannes Paul II. jedweden Zugang zur Kommunion aus, da die erste Ehe gültig bleibt. Eine Ausnahme gilt nur für jene, die in einer zweiten Verbindung wie Bruder und Schwester zusammenleben.

Auch Benedikt XVI. ging als Präfekt der Glaubenskongregation von einem ähnlichen Fall aus: dem jener, die ihrem Gewissen nach überzeugt sind, daß die kirchlich geschlossene Ehe nichtig ist, denen aber der Weg zu einem kanonischen Urteil, die das feststellt, verschlossen ist.
In einem solchen Fall, so Joseph Ratzinger 1988 in einem Artikel, den er als Papst 2011 erneut veröffentlichen ließ, „scheint die Anwendung der ‚Epikeia‘ im Forum internum nicht prinzipiell ausgeschlossen“.

Und weiter:

„Viele Theologen sind der Meinung, daß die Gläubigen sich auch im forum internum absolut an die ihrer Ansicht nach falschen Urteile der Gerichte halten müssen. Andere sind hingegen der Meinung, daß hier im forum internum Ausnahmen denkbar sind, weil es sich in der Prozeßordnung nicht um Bestimmungen göttlichen Rechts handelt, sondern um Bestimmungen des Kirchenrechts. Diese Frage verlangt jedoch weitere Studien und Klärungen. Es müßten präzise die Bedingungen geklärt werden für das Auftreten einer ‚Ausnahme‘, um Willkür zu vermeiden und den öffentlichen Charakter der einem subjektiven Urteil entzogenen Ehe zu schützen.“

Kardinal Müllers Überlegungen

Im Oktober 2013 kam der Glaubenspräfekt und entschiedene Ratzingerianer Gerhard Müller, Herausgeber der Gesammelten Werke des emeritierten Papstes, in einem Artikel des Osservatore Romano darauf zurück und optierte für den strengeren der beiden Wege:
„Wenn wiederverheiratete Geschiedene in ihrem Gewissen subjektiv der Überzeugung sind, daß eine vorausgehende Ehe nicht gültig war, muß dies objektiv durch die zuständigen Ehegerichte nachgewiesen werden. Die Ehe betrifft nämlich nicht nur die Beziehung zweier Menschen zu Gott, sie ist auch eine Wirklichkeit der Kirche, ein Sakrament, über dessen Gültigkeit nicht der einzelne für sich, sondern die Kirche entscheidet, in die er durch Glaube und Taufe eingegliedert ist.“

Müller verwies dabei auf derselben Seite des Osservatore auf den oben zitierten Text von Ratzinger, der die Frage für „weitere Studien und Klärungen“ offenließ.
Heftige Kritik am Bericht des Circulus Germanicus

Zwei Jahre später, bei dieser Synode, optierte in einer bestimmten Situation auch Müller für den anderen Weg, indem er mit allen anderen Mitgliedern der deutschen Arbeitsgruppe die Möglichkeit eines „Weges der Unterscheidung“ in Einzelfällen akzeptierte, der im forum internum klären könnte, in welchem Maß ein Zugang zu den Sakramenten möglich wäre.

Im Bericht der deutschen Arbeitsgruppe wurde die Kommunion durch die Formulierung „Zugang zu den Sakramenten“ ausdrücklich erwähnt. In der Relatio finalis der Synode ist dieser Bezug verschwunden, nachdem er in der Synodenaula heftiger Kritik ausgesetzt war. Einer Kritik, die Erzbischof Charles Chaput von Philadelphia auch öffentlich äußerte.
Chaput wurde am 22. Oktober mit den meisten Stimmen in den neuen zwölfköpfigen Synodenrat gewählt, der dem Synoden-Generalsekretariat bis zur nächsten Synodenversammlung zur Seite stehen soll.

Synode: Objektive Ehenichtigkeitserklärung zwingend – Doch die hat Papst Franziskus radikal reformiert

Damit ist die Synode zum ersten der beiden 1998 von Ratzinger erwähnten Wege zurückgekehrt, den Müller 2013 bekräftigte: es reicht nicht, laut eigenem Gewissen die Ehe für nichtig zu halten, um Zugang zur Kommunion zu erhalten. Diese Nichtigkeit muß objektiv von einem zuständigen Kirchengericht bestätigt werden.

Eine Nichtigkeit, die allerdings künftig viel leichter erreichbar sein wird, wenn die radikale, von Papst Franziskus im Alleingang kurz vor Synodenbeginn beschlossene Reform des Ehenichtigkeitsverfahrens Wirklichkeit werden wird.

Wie dem auch sei: die Relatio hat keinen beschließenden Wert. Sie ist nur ein einfacher Vorschlag, der dem Papst von der Synode angeboten wird. Er entscheidet, ob und wie er ihm folgt.

Einen Hinweis dazu liefert die Schlußansprache, die Papst Franziskus nach der Schlußabstimmung in der Synodenaula hielt.

Nachtrag

Soweit der Bericht von Sandro Magister. Die von Magister erwähnte Wahl eines Synodenrates erbrachte am 22. Oktober folgendes Ergebnis, in dem sich das Stimmungsbild der unterschiedlichen Positionen widerspiegelt und zwar Kontinent für Kontinent. Die Reihung erfolgt nach erhaltenden Stimmen.

Amerika

Charles Chaput, Erzbischof von Philadelphia, USA

Kardinal Marc Ouellet, Präfekt der Bischofskongregation, Kanada

Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, Erzbischof von Tegucigalpa, Honduras

Europa
Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, Österreich

Kardinal Vincent Nichols, Erzbischof von Westminster, England

Bruno Forte, Erzbischof von Chieti-Vasti, Italien

Afrika
Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Gottesdienstkongregation, Guinea

Kardinal Wilfrid Fox Napier, Erzbischof von Durban, Südafrika

Mathieu Madega Lebouakehan, Bischof von Mouila, Gabun

Asien und Ozeanen

Kardinal George Pell, Präfekt des Wirtschaftssekretariats, Australien

Kardinal Luis Antonio Tagle, Erzbischof von Manila, Philippinen

Kardinal Oswald Gracias, Erzbischof von Bombay, Indien

Übersetzung/Nachtrag: Giuseppe Nardi

Bild: Settimo Cielo

von esther10 26.10.2015 21:25

Montag, 26. Oktober 2015
Synode: Bischöfe müssen Familie vor sexueller Revolution schützen


Liest man die blasse „Erklärung der Teilnehmer der Deutschen Bischofskonferenz“ bekommt man den Eindruck, dass diese noch nicht wirklich verstanden haben, was für ein gewaltiges Programm zur Verteidigung der Familie die Synode den Bischofskonferenzen auferlegt hat.

Der Schlussbericht der Synode zählt detailliert die vielen Angriffe auf die Familie von heute auf. Es gilt, die Familie vor diesen Angriffen zu schützen.

Papst Franziskus ist auch in seiner Abschlussrede auf diese Angriffe eingegangen, als er auf die Frage „Was bedeutet es für die Kirche, diese der Familie gewidmete Synode abzuschließen?“ folgende Antwort gab:

„Es bedeutet, versucht zu haben, die Wirklichkeit, besser noch: die Wirklichkeiten von heute mit den Augen Gottes zu sehen und zu deuten, um in einem historischen Moment der Entmutigung und der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und moralischen Krise, in dem das Negative vorherrscht, die Herzen der Menschen zu entzünden und mit der Flamme des Glaubens zu erleuchten.“

Der Schlussbericht blieb nicht im Ungefähren, sondern geht auf die Gefahren ein. Einige Beispiele:

Punkt 8 (Die kulturellen Widersprüche) bezeichnet beispielsweise die Gender-Theorie als besonders schwerwiegendes Problem: „Eine Herausforderung großer Relevanz entspringt der „Gender-Ideologie“, die die Unterschiede und die Gegenseitigkeit zwischen Mann und Frau leugnet.“

Der Hinweis auf diese Gefahr ist aus verschiedenen Gründen für Deutschland von Bedeutung. Politische Kräfte versuchen mit allen Mitteln „Gender“ in die Schulen einzuführen (Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und andere). Doch nicht nur das: Katholische Verbände, wie etwa der „Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)“ oder der „Katholische Deutsche Frauenbund“ führen Programme durch, um „Gender“ Teil ihres Selbstverständnisses zu machen.

Hier besteht dringender Handlungsbedarf seitens der deutschen Bischöfe!

Der Schlussbericht geht auch auf weitere Gefahren für die Familie bzw. für die Bildung stabiler Familien ein: Pornographie, Gefahren des Internet, Prostitution, die Verhütungsmentalität, die Abtreibung, die „biotechnologische Revolution“ usw.

Kurz: Die gesamte Agenda der sexuellen Revolution ist ein Angriff auf die Familie.

Die Mehrheit der deutschen Bischöfe hat nie sonderlich viel gegen diesen massiven Angriff auf die Ehe und die Familie getan. Hoffen und beten wir, dass sich das nun mit dem Schlussbericht der Synode schnell ändert.

Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 15:50

von esther10 26.10.2015 19:37

Montag, 26. Oktober 2015
Die Menschen wollen es so ....

Heute nachmittag gab Kardinal Marx in München eine Pressekonferenz, um von den Ergebnissen der Synode zu berichten.


Wahrscheinlich hat ihn keiner gefragt, was Gott will und was Gott davon hält, wenn die Menschen seine Gebote abschaffen wollen.
Eingestellt von Cinderella01 um 17:48
http://beiboot-petri.blogspot.de/



von esther10 26.10.2015 19:30

Gemischte Reaktionen auf Familiensynode


ZDK...Glück: Chance für den Papst und die Ortskirchen

Vatikanstadt. Die Ergebnisse des Weltbischofstreffens zu Ehe und Familie stoßen bei Vertretern von Gruppen und Verbänden in Deutschland auf ein gemischtes Echo.

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, bewertete die Synode als Ereignis, das weit über die Thematik Ehe und Familie hinaus die katholische Kirche verändern werde.


Das Abschlussdokument sei eine Chance für den Papst und für die Ortskirchen.

[schwarz]Gerade in seiner Offenheit gebe es Franziskus die Möglichkeit, sein Reformprojekt voranzubringen. Glück betonte, das Dokument zeige einen Weg auf, der wiederverheirateten Geschiedenen die volle Teilhabe an den Sakramenten der Kirche ermöglichen könne.


Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) bedauerte unterdessen, dass die Sicht junger Menschen kaum vorgekommen sei. Denn "bei den ohnehin wenigen Laien waren noch weniger junge Menschen vertreten und keine Paare, die das katholische Ehe-Ideal nicht erfüllen", sagte der BDKJ-Vorsitzende Wolfgang Ehrenlechner. Auch die Themen, bei denen die jungen Menschen die Lehre der Kirche weithin ablehnen, seien kaum vorgekommen oder ungelöst geblieben, etwa Beziehungen vor der Ehe, Verhütung oder homosexuelle Beziehungen.

http://www.bdkj.de/bdkjde/themen/vatikan-umfrage.html
http://blog.bdkj.de/2015/10/17/familie_ulrike/


Signal für eine "heilsame Dezentralisierung"

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) vermisste mit Blick auf Teenager-Schwangerschaften und Müttersterblichkeit eine kirchenrechtliche Angleichung des Mindestheiratsalters bei Frauen von 14 auf 16 Jahre, wie es auch für Männer festgeschrieben sei.

Der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Bernd Klaschka, sieht in der Synode ein Signal für eine "heilsame Dezentralisierung". Die Kirche müsse ausgehend von unterschiedlichen Kulturen eine Antwort auf die Fragen der Menschen geben, "damit sie ihren Glauben leben können".

*
Online-Umfrage des BDKJ zu den Themen der Bischofssynode, Herbst 2013
Als im Herbst 2013 bekannt wurde, dass Papst Franziskus die Gläubigen weltweit nach ihrer Haltung
zur katholischen Ehelehre befragen lassen wollte, startete der BDKJ eine online-Umfrage, in der die
Fragen des Synodensekretariats für junge Menschen übersetzt wurden und an der sich im Laufe von
drei Wochen fast 10.000 Menschen beteiligten, davon rund 6.000 Katholikinnen und Katholiken bis
27 Jahre. Diese antworteten auf Fragen nach ihrer Lebenssituation und ihrer Einstellung zur
katholischen Lehre zu Ehe und Familie.
Die Auswertung ergab, dass die große Mehrheit der Teilnehmenden die kirchliche Lehre zwar kennt,
aber nicht befolgt bzw. sie ablehnt. Dabei werden nicht die von der Kirche vertretenen Grundwerte
wie Liebe und Treue, sondern die als veraltet wahrgenommenen Einzelnormen abgelehnt.
Hauptkritikpunkte in Bezug auf die Einzelnormen sind die kirchliche Haltung zu Homosexualität, die
Haltung zu vorehelichem Geschlechtsverkehr und das Verbot der Empfängnisverhütung.
Gleichgeschlechtliche Beziehungen
Nur 3% der Antwortenden gaben an, in einer festen gleichgeschlechtlichen Beziehung zu leben. Von
diesen fühlten sich 80% von der Kirche nicht akzeptiert. Die entsprechende Frage richtete sich
ausschließlich an homosexuell empfindende Menschen. Im Freitextfeld für „sonstige Antworten“ gab
dagegen ein Drittel aller Teilnehmenden zu Protokoll, dass sie die Anerkennung von Homosexualität
als natürliche Gegebenheit fordern und mit der kirchlichen Lehre nicht einverstanden sind.
Voreheliche Beziehungen
Aus den Antworten zur Lebenssituation ging deutlich hervor, dass Bindung an einen Partner/eine
Partnerin erwünscht ist, dass die Eheschließung aber meistens erst in einem Alter jenseits von 27
Jahren vollzogen wird – über 27 Jahren sinkt der Anteil sowohl der Singles als auch der Menschen in
festen gemischtgeschlechtlichen Beziehungen ohne Eheschließung, steigt dafür der Anteil der
Verheirateten deutlich. Drei Viertel der jungen Menschen in festen Beziehungen leben nicht in
einem gemeinsamen Haushalt und kommen damit in dem Fragebogen des Synodensekretariats
überhaupt nicht vor. Dort wird die Verbindlichkeit einer Beziehung, die keine Ehe ist, allein am
gemeinsamen Wohnsitz festgemacht. Eine deutliche Mehrheit der Menschen, auf die zutrifft, dass
sie ohne kirchliche Heirat in einer heterosexuellen Beziehung leben, die sexuelle Gemeinschaft
einschließt, erleben ihre eigene Situation nicht als „schwierig“ oder „irregulär“.
Empfängnisverhütung
Eine breite Mehrheit lehnt die von der Kirche akzeptierte „natürliche Familienplanung“ ab, eine fast
ebenso große Mehrheit verwendet in selbstverständlicher Weise Verhütungsmittel. Fehlende
materielle Voraussetzungen für ein Kind, die biographische Selbstbestimmung und Schutz vor
Geschlechtskrankheiten sind hier die häufigsten Begründungen. Den Einsatz von Verhütungsmitteln
zu beichten, schließen 90% der Teilnehmenden für sich aus.
Anmerkungen
Die meisten Befragten wünschen die Verheutigung der kirchlichen Lehre und lehnen die kirchlichen
Vorgaben im Bereich der Beziehungsgestaltung als unangemessen ab: „Die Kirche hat meiner
Meinung nach nicht das Recht, sich in solche intimen Fragen derart einzumischen. Sie sollte viel
eher zu einem verantwortungsvollen Umgang anregen, der aber zeitgemäß sein muss.“ (w, 24J)
Die vollständige Auswertung der Umfrage ist einsehbar unter
http://www.bdkj.de/bdkjde/themen/vatikan-umfrage


von esther10 26.10.2015 18:34

Montag, 26. Oktober 2015


Synode: Bischöfe müssen Familie vor sexueller Revolution schützen

Liest man die blasse „Erklärung der Teilnehmer der Deutschen Bischofskonferenz“ bekommt man den Eindruck, dass diese noch nicht wirklich verstanden haben, was für ein gewaltiges Programm zur Verteidigung der Familie die Synode den Bischofskonferenzen auferlegt hat.

Der Schlussbericht der Synode zählt detailliert die vielen Angriffe auf die Familie von heute auf. Es gilt, die Familie vor diesen Angriffen zu schützen.

Papst Franziskus ist auch in seiner Abschlussrede auf diese Angriffe eingegangen, als er auf die Frage „Was bedeutet es für die Kirche, diese der Familie gewidmete Synode abzuschließen?“ folgende Antwort gab:

„Es bedeutet, versucht zu haben, die Wirklichkeit, besser noch: die Wirklichkeiten von heute mit den Augen Gottes zu sehen und zu deuten, um in einem historischen Moment der Entmutigung und der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und moralischen Krise, in dem das Negative vorherrscht, die Herzen der Menschen zu entzünden und mit der Flamme des Glaubens zu erleuchten.“

Der Schlussbericht blieb nicht im Ungefähren, sondern geht auf die Gefahren ein. Einige Beispiele:


Punkt 8 (Die kulturellen Widersprüche) bezeichnet beispielsweise die Gender-Theorie als besonders schwerwiegendes Problem: „Eine Herausforderung großer Relevanz entspringt der „Gender-Ideologie“, die die Unterschiede und die Gegenseitigkeit zwischen Mann und Frau leugnet.“

Der Hinweis auf diese Gefahr ist aus verschiedenen Gründen für Deutschland von Bedeutung. Politische Kräfte versuchen mit allen Mitteln „Gender“ in die Schulen einzuführen (Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und andere). Doch nicht nur das: Katholische Verbände, wie etwa der „Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)“ oder der „Katholische Deutsche Frauenbund“ führen Programme durch, um „Gender“ Teil ihres Selbstverständnisses zu machen.

Hier besteht dringender Handlungsbedarf seitens der deutschen Bischöfe!

Der Schlussbericht geht auch auf weitere Gefahren für die Familie bzw. für die Bildung stabiler Familien ein: Pornographie, Gefahren des Internet, Prostitution, die Verhütungsmentalität, die Abtreibung, die „biotechnologische Revolution“ usw.

Kurz: Die gesamte Agenda der sexuellen Revolution ist ein Angriff auf die Familie.

Die Mehrheit der deutschen Bischöfe hat nie sonderlich viel gegen diesen massiven Angriff auf die Ehe und die Familie getan. Hoffen und beten wir, dass sich das nun mit dem Schlussbericht der Synode schnell ändert.


Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 15:50
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von esther10 26.10.2015 17:18

Flüchtlingschaos in Slowenien
"Wir sind doch Menschen und keine Tiere!"
26.10.2015, 16:48 Uhr | Von Peter Zschunke, dpa



Tausende Flüchtlinge sind im kleinen EU-Mitgliedsstaat Slowenien angekommen. Helfer und Polizei beklagen, sie seien an der Grenze ihrer Belastbarkeit angelangt. Und auch die Flüchtlinge selbst beschweren sich über die chaotischen Zustände.

Am kleinen Grenzfluss Sutla zeigt sich in diesen Tagen das ganze Versagen Europas. Ohne jede Absprache schickt Kroatien die Menschen über die Grenze. Seitdem Ungarn vor gut einer Woche auch die Grenze zu Kroatien dichtgemacht hat, ist Slowenien zum Transitland für Zehntausende von Flüchtlingen geworden.

"Wir haben hier völliges Chaos", sagt Simona Potocar vom kirchlichen Hilfswerk Adra Slovenija. "Die Menschen kommen ganz erschöpft und ausgehungert an."

"Das ist nicht gerecht!"

Allein im 700-Seelen-Dorf Dobova bei Brezice sind am Montag mehr als 5000 Flüchtlinge in zwei umzäunten Lagern untergebracht. "Warum werden wir hier wie in einem Gefängnis festgehalten?" fragt der erst 17 Jahre alte Marokkaner Ali Bemhamo in einem Lager direkt an der Dorfkirche. "Das ist nicht gerecht! Wir sind doch Menschen und keine Tiere!"

Er habe sich mit seinem Bruder zu dem langen Weg über die Türkei und die Balkanländer entschlossen, weil er Angst vor der gefährlichen Fahrt über das Mittelmeer gehabt habe, erzählt Ali. Vor fünf Jahren seien seine Eltern gestorben. Jetzt wolle er sich in Deutschland eine neue Zukunft aufbauen, studieren und arbeiten.

Studentin bricht in Tränen aus

Eine 20-jährige Studentin aus Damaskus bricht auf dem Weg zu einem Zug im Bahnhof Dobova in Tränen aus. "Wie kann man Menschen so behandeln?" fragt sie - ehe ein Polizist das Gespräch beendet: "Stören Sie nicht unsere Vorbereitungen für den Transport!"

Die Einsatzkräfte sind angespannt. In Brezice gingen am Mittwoch mehrere Zelte in Flammen auf, als Flüchtlinge gegen die Zustände dort protestierten. Das zweite Lager in Dobova, an der jetzt gesperrten Straße nach Rigonce gelegen, ist von Soldaten und Polizisten abgeriegelt. Ein Soldat sagt, dort sei es am Morgen zu Protesten gekommen.

Dichte Rauchschwaden über dem Lager

Über dem Lager an der Kirche hängen am Morgen dichte Rauchschwaden. Die Flüchtlinge haben Feuer entzündet, um sich vor der Herbstkälte zu schützen. Männer und allein reisende Frauen hätten im Freien übernachten müssen, erklärt die Helferin Potocar. Der Platz in einer Halle habe nur für die Familien ausgereicht.

"Es ist verrückt hier", klagt Said Zarkiri, ein 26-jähriger Iraner. "Die Polizei ist so wütend." Trotz der kalten Nacht im Freien habe es keine Decken und keine Jacken gegeben. Auch Nahrungsmittel und Getränke gebe es zu wenig. Sein Cousin habe nach tagelängen Märschen in Kroatien ein wundes Bein, das noch nicht versorgt worden sei.

"Wir tun alles, was wir können"

"Die humanitäre Situation ist sehr schwierig. Aber wir tun alles, was wir können", sagt Simona Potocar. Jeden Tag sei sie 16 Stunden auf den Beinen.

Es seien überall die ersten Lager hinter einer Grenze, in denen die Zustände besonders kritisch seien, hat der aus Syrien geflohene Palästinenser Fahid beobachtet. Er hat es schon bis Sentilj geschafft, an der slowenischen Grenze zu Österreich. Dort sind die Verhältnisse sehr geordnet, jeder hat ein Feldbett und an der Ausgabe der Mahlzeiten gibt es kein Gedränge. Eine slowenische Soldatin vor der Grenzlinie zum österreichischen Nachbardorf Spielfeld lächelt entspannt und sagt: "Wenn es nach uns geht, können alle hier weiterziehen. Aber dafür muss Österreich die Grenze wieder öffnen."


Die Balkanroute (Quelle: dpa)Die Balkanroute (Quelle: dpa)

Ein solches "Durchwinken von Flüchtlingen" soll es nach dem Beschluss des Brüsseler Krisentreffens der EU mit den Regierungschefs der Westbalkanländer künftig nicht mehr geben. Europa setzt zugleich auf verstärkte Grenzkontrollen: "Wir werden Flüchtlinge oder Migranten entmutigen, zur Grenze eines anderes Landes der Region zu ziehen."

"Ich bin ein freier Mann", protestiert ein etwa 40-jähriger Syrer in Dobova. "Warum werde ich hier hinter Gittern festgehalten?" Dann schlägt Verzweiflung in Erleichterung um: "Du und dein Sohn, ihr könnt rauskommen", sagt ein Rotkreuzhelfer und führt den Vater mit seinem hinkenden Jungen aus dem Lager.

von esther10 26.10.2015 13:39

Sonntag, 25. Oktober 2015

Armes Deutschland!

Das ist es, was einem einfällt, wenn man sehen muß, wen das öffentlich-rechtliches Medium ARD seinen Zuschauern als kompetente Interpreten der Bischofssynode zumutet

. Als Repräsentanten zweier entgegengesetzter Wertungen treten da Alois Glück vom ZdK auf, der als Erstes seine nicht vorhandene Lesekompetenz unter Beweis stellt- er erkennt in der Schlussrelatio den klaren Auftrag zur Bildung einer Nationalkirche und zum Umsturz der Lehre der Kirche zu Ehe und Familie -und Volker Beck von den Grünen, der über die große und herbe Enttäuschung angesichts der nicht erfüllten (aber zuvor geweckten) völlig unrealistischen


Hoffnungen der Homosexuellen und der wiederverheirateten Geschiedenen auf eine Änderung der Lehre- klagt und lamentiert. Volker Beck und Alois Glück als Vertreter des deutschen Katholizismus- wie gesagt: armes Deutschland und arme Kirche!

Quelle: ARD teletext

von esther10 26.10.2015 13:12

Bischofssynode lehnt unwürdigen Empfang der Kommunion ab

Schlussdokument der Bischofssynode erinnert an die Vorgaben des päpstlichen Lehramtes, vor allem an den Kathechismus der Katholischen Kirche und das Nachsynodale Schreiben "Familiaris Consortio"


von Papst Johannes Paul II.

Erstellt von Mathias von Gersdorff am 26. Oktober 2015 um 09:27 Uhr
Johannes Paul II.

Vatikan (Kathnews) Die Teilnehmer der Deutschen Bischofskonferenz an der Familiensynode haben erklärt, dass sie den Schlussbericht der Synode ernst nehmen wollen: „Wir werden das, was in der Synode bedacht wurde, zu Hause vertiefen und nach Konkretionen suchen.“

Vorgabe der Synode setzt Beichtpraxis voraus

Obwohl der Schlussbericht an und für sich eine Empfehlung der Synode an den Papst ist, gibt es durchaus Punkte, die schon jetzt konkrete Maßnahmen erforderlich machen. So hat die Synode festgestellt, dass der Empfang der Kommunion nicht möglich ist, falls sich ein Katholik wissentlich im Zustand der schweren Sünde befindet. Der Schlussbericht empfiehlt allerdings zu prüfen, ob es – rein theoretisch – Einzelfälle gibt, in denen zwar objektiv ein Zustand der schweren Sünde vorliegt, doch dieser subjektiv nicht wahrgenommen wird. Die Synodenväter sagen hier nichts Neues. Die Unterscheidung zwischen einem “objektiv” schwer schuldhaften Sachverhalt einerseits und der “subjektiv” schweren Sünde andererseits ist bekanntlich seit jeher Bestandteil der katholischen Moraltheologie. Der Schlussbericht erwägt, falls für diese Betroffenen eine “Fall-zu-Fall”-Prüfung möglich wäre, müssten die sogenannten „Personen in schwierigen Fällen“ mit ihren Beichtvätern oder evtl. mit dem Ortsbischof tun. Doch setzt diese Vorgabe eine intensive Beichtpraxis bei den Katholiken voraus. Eines ist sicher: Eine generelle Zulassung von Personen im Zustand der schweren Sünde ist nicht zulässig.

Abweichende Praxis u.a. in deutschsprachigen Ländern

Doch dies ist gerade in Deutschland der Fall. Darauf hat die „Katholische Nachrichtenagentur“ (KNA) am 21. Oktober 2015 hingewiesen: „Im deutschsprachigen Raum beichten nur wenige Katholiken, aber fast alle Kirchgänger empfangen die Kommunion. Sie übertreten damit, oft geduldet von den Seelsorgern, die kirchlichen Regeln oder haben eine andere Auffassung von dem, was Sünde ist. Menschen in zweiter Zivilehe werden nicht selten von Priestern zur Kommunion zugelassen, da ihr Zustand nicht als sündhaft empfunden wird.“ Ein solch massenhaft unwürdigen Empfang der Kommunion wird von der Synode eindeutig abgelehnt.

Auf der Synode hat die deutsche Sprachgruppe selbst im dritten Bericht erklärt: „Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt. (…) Gingen wir mit uns selbst ins Gericht, dann würden wir nicht gerichtet.“ (1 Kor 11, 28–31). Die Deutsche Bischofskonferenz müsste deshalb nun schnell gegen den weit verbreiteten unwürdigen Empfang der Kommunion in Deutschland vorgehen, falls sie die Synode ernst nimmt.

Foto: Heiligen Papst Johannes Paul II. Bildquelle: José Cruz/Abr, CC

von esther10 26.10.2015 10:14

Enttäuschung über “römische Reförmchen”

Veröffentlicht: 26. Oktober 2015 | Autor: Felizitas Küble
Warum “deutsche Fortschrittlichkeit” sich nicht durchsetzte

Inzwischen läßt es sich auch auf modernistischer Seite nicht länger leugnen, daß die vatikanische Familiensynode sich im wesentlichen den theologisch konservativen Auffassungen über Ehe und Familie zuneigte.

Daher ist auf Seiten der deutschen Bischofsdelegation mit einer frustrierten Stimmung zu rechnen, wenngleich schon aus taktischen Gründen versucht wird, die Ernüchterung über ausgebliebene “Reformen” mit einigen Trostpflästerchen und Hoffnungen für künftige Zeiten zu verbinden.

Typisch für diese Stimmungslage ist ein Artikel der Amberger Zeitun vom heutigen 26. Oktober. Dort spöttelt Redakteur Albert Franz in der Online-Ausgabe “Oberpfalznetz” unter dem Titel “Römisches Reförmchen: Wunder dauern etwas länger” über die Synode in Rom. AL-0004



Er beklagt gleich eingangs: “Wie oft schon hat sich die Deutsche Bischofskonferenz mit heißen Eisen wie den wiederverheirateten Geschiedenen auseinandergesetzt? Und was haben die Laienorganisationen nicht alles versucht, um dem Vatikan die Lebenswirklichkeit der Menschen näher zu bringen?”

Trotz der reformeifrigen Bemühungen von Papst Franziskus habe die Familiensynode “gezeigt”, so der Autor weiter, “wie mächtig die konservativen Kreise um den früheren Regensburger Bischof und jetzigen Chef der Glaubenskongregation, Gerhard L. Müller, noch sind.”

Aber nicht allein Kurienkardinal Müller (siehe Foto) hat dafür gesorgt, daß die Kirche noch katholisch bleibt bzw. die “Revolution der Barmherzigkeit” ausblieb (wie Redakteur Albert Franz formuliert). Vielmehr sind die Bischöfe aus Deutschland in Rom beileibe nicht der Nabel der Welt. Das Synodenergebnis ist auch bedingt durch manch andere “Kulturkreise” als die deutschen bzw. mitteleuropäischen, wie der Autor einräumt – immerhin handelt es sich um eine Weltkirche:

“Das liegt allerdings nicht nur am Beharrungsvermögen der Reformgegner, sondern auch an den sehr unterschiedlichen Sichtweisen in den Kulturkreisen dieser Welt. Deutsche Fortschrittlichkeit verträgt sich eben schlecht mit amerikanischem Puritanismus und afrikanischer Prinzipientreue.”

von esther10 26.10.2015 00:58

Das Ergebnis der Familiensynode IV – Kardinal Kasper: „Bin sehr zufrieden“

26. Oktober 2015 11:07 | Mitteilung an die Redaktion


Kardinal Kasper: „Bin sehr zufrieden“ mit Verlauf der Synode.

(Rom) Kardinal Walter Kasper ist „sehr zufrieden“ über den Synodenausgang, obwohl die von ihm als erster geforderte Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene im Schlußbericht nicht einmal erwähnt wird. „Wenn das Ergebnis der Synode Kardinal Kasper zusagt, dann ist es Zeit, besorgt zu sein“, so Secretum meum mihi.

Die italienische Tageszeitung Il Giornale veröffentlichte heute ein Interview mit dem deutschen Purpurträger mit dem Titel: „Hostie für Geschiedene, wenn reuig.“ Und dem Untertitel: „Der hohe Prälat spricht zum Synodenschluß, bei der seine progressistische Linie überwogen hat“.

Die Tageszeitung zitiert Kasper mit den Worten: „Ich bin sehr zufrieden und freue mich über die von der Synode geleistete Arbeit.
Der Schlußbericht ist ein guter Text. Nun steht die Entscheidung dem Papst zu.“

Das vollständige Interview in deutscher Übersetzung:

Il Giornale: Eminenz, bei der Synode hat Ihre Linie überwogen, bzw. die Möglichkeit, die wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion durch eine Einzelfallprüfung zuzulassen. Wie bewerten Sie die Diskussion der Synodenväter zu diesem Thema?

Kasper: Ich bin zufrieden, die Tür zur Möglichkeit den wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion zu gewähren, hat sich aufgetan. Es gibt eine gewisse Öffnung, aber man spricht noch nicht über die Konsequenzen. Jetzt liegt alles in den Händen des Papstes, der entscheidet.

Die Synode hat Empfehlungen abgegeben. Es hat eine Öffnung gegeben, aber die Angelegenheit ist noch nicht ganz gelöst und ist noch weiter zu vertiefen.

Il Giornale: Wenn es heißt, dem Priester steht es zu, von Fall zu Fall zu entscheiden, was ist damit gemeint?


Kasper: Es müssen einige Bedingungen für die Zulassung zum Sakrament der Eucharistie gegeben sein. Zunächst die Bewertung, ob alles mögliche getan wurde, um die erste Ehe zu retten; dann daß es einen Weg der Reue des Paares gibt. Dann braucht es einen Weg des Nachdenkens und der Begleitung, denn die Scheidung ist ein Desaster und hinterläßt traumatische Erfahrungen. Es braucht Zeit um die Wunden einer Trennung zu überwinden.
Il Giornale: Aber läuft eine solche Öffnung nicht Gefahr die Scheidung zu bestätigen?

Kasper: Nein, die Türen werden keineswegs für die Scheidung geöffnet. Die Pfarrer müssen alles mögliche tun, um das Paar zu versöhnen. Die Scheidung ist nie eine angenehme Sache und ist ein trauriger Moment vor allem für die Kinder des Paares, das sich trennt.

Il Giornale: Es gab Elemente der „Störung“: Das Coming out von Monsignore Charamsa, der erklärte, schwul zu sein, der Brief der 13 Kardinäle, die die Methoden der Synodenarbeit kritisiert haben, die Verbreitung der Nachricht durch QN, der Papst habe einen gutartigen Gehirntumor. Hat das alles die Synodenarbeit destabilisiert?

Kasper: Die Synode hat sich nicht manipulieren lassen. Wir sind weitergegangen in unseren Arbeiten und gemäß festgelegter Agenda, ohne uns weder von externen Faktoren beeinflussen noch manipulieren zu lassen.

Il Giornale: Von der Synode ist hingegen ein Nein zu den homosexuellen Verbindungen gekommen …

Kasper: Das Thema der Synode war die Familie und die Homosexuellen sind nicht Familie. Wir haben uns nicht mit dem Thema der homosexuellen Partnerschaften beschäftigt, sondern lediglich mit der Präsenz von Personen mit homosexuellen Tendenzen innerhalb einer Familie. Die Kirche muß dabei helfen, diese Situationen zu leben, sie muß helfen, nicht zu diskriminieren.

Il Giornale: Was erwarten Sie sich nun vom Papst?

Kasper: Ich hoffe, daß der Heilige Vater einen überzeugenden Text verfaßt, der die Freude der christlichen Ehe betont, das ist die wichtigste Sache. Es steht nicht die Unauflöslichkeit der Ehe zur Diskussion, aber es gibt keinen Gegensatz zwischen Barmherzigkeit und Wahrheit des Evangeliums.

Il Giornale: Wann können wir die Entscheidung von Franziskus erwarten?

Kardinal Kasper: Es braucht Zeit, es ist nicht ein Dokument, das man von einem Tag auf den anderen macht. Der Schlußbericht der Synode ist eine Grundlage für den Papst. Ich hoffe, daß der Text des Papstes während des Jahres der Barmherzigkeit kommt. Das wäre ein schönes Zeichen.

Dazu Secretum meum mihi: Sie waren noch besorgt über das Ergebnis? Jetzt haben Sie Grund dazu, es zu sein.
http://www.katholisches.info/2015/10/26/...sehr-zufrieden/
Text: Giuseppe Nardi
Bild: Giornalettismo (Screenshot)

von esther10 26.10.2015 00:58

JOHN SMEATON AUF DER SYNODE ÜBER ABSCHLUSSBERICHT DER FAMILIE
26. Oktober 2015
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John Smeaton, Mitbegründer der Stimme der Familie, wurde heute Morgen interviewt auf BBC Radio 4 Today-Programm, über Voice der Familie tiefe Besorgnis über den Abschlussbericht der Ordentlichen Synode über die Familie, die gerade in Rom geschlossen hat.

Sein Interview kann über oder auf Stimme der Familie neue hört werden YouTube-Kanal.

Hier sind die Bedenken, die Herr Smeaton angehoben zu einer Reihe von Fragen im Abschlussbericht der Synode, auch über die Frage, ob oder nicht geschieden und "heiratete" Katholiken die heilige Kommunion empfangen konnte:

Katholischen Lehre über die Ehe und der heiligen Eucharistie und ihrer Rezeption

Katholiken glauben, weil Jesus Christus selbst lehrte, dass die Ehe unauflöslich und Jesus lehrte, wenn jemand trennt oder stellt ihnen ihre Ehepartner und eine andere heiratet, er oder sie Ehebruch begeht - die als eine Todsünde, die Art der schwere Sünde ist, durch die schneidet man sich weg von der Liebe Gottes. (Matthäus, 19)
Katholiken glauben, weil Jesus Christus selbst lehrte, dass in der heiligen Kommunion gehen, um uns den Körper von Jesus Christus, Gott selbst zu erhalten: wir Leben und die Verheißung des ewigen Lebens zu empfangen. (Johannes 6,54)
Schließlich Katholiken glauben, die Lehre des heiligen Paulus, dass, wenn eine Person isst und trinkt den Leib und das Blut Jesu Christi unwürdig, wir nicht das Leben oder die Gnade, wir essen zu empfangen und zu trinken Urteil für uns "nicht unterscheidet den Leib des Herrn" . (Corinthians: 1,11.29)
Erbarmen

Katholiken glauben, dass die Gesamtheit der Lehre Jesu Christi ist etwa Erbarmen mit den Forderungen des Evangeliums: die Gebote Gottes, das Jesus verkündet und bestätigt. Katholiken glauben, dass die Botschaft Christi ist nicht nur für wenige Auserwählte. Wir glauben, dass jeder erhält von Christus die Gnade, in der Art, wie Gott will, dass wir leben, zu leben.
Katholische Lehre ist nicht, dass die Nachfolge Christi ist einfach. Christus lehrte, dass wir unser Kreuz zu tragen haben, und er verspricht, dass er uns die Hilfe, die wir, dass Kreuz tragen müssen.
Ich kenne viele gewöhnliche Katholiken sowohl in mein Familienleben und durch meine Arbeit. Ich weiß, dass Frauen und Männer, die von ihren Ehepartner für eine andere Person verlassen worden und habe allein mit Kindern entweder links oder ohne ihre Kinder allein gelassen. Wenn das verlassene Ehepartner wurden dann auf ihre Frau oder Mann mit einem neuen Partner zu sehen, Empfang des Leibes Christi im Abendmahl, sendet, dass die Nachricht an alle, auch die Kinder, dass die Ehe nicht unauflösliche nachdem alle. Dies ist destruktiv der Wahrheit über die Ehe. Es ist auch psychologisch und spirituell zu beschädigen, nicht zuletzt für die Kinder.
Jesus Christus sagte der Frau in der Sünde zu finden, der vielleicht bis ganz tief in einer Art und Weise des Lebens, die unmöglich zu sein, zu entkommen schien erwischt wurde: Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr.
Der Papst

Ich glaube, da alle Katholiken glauben, dass der Papst Petrus, der Fels, auf dem Christus wählte, um seine Kirche zu bauen. Der Papst dient der unveränderlichen Wahrheit der Lehre Christi. Der Papst ist nicht der Herr, sondern der Diener der Wahrheit. Die Schwierigkeit für die Katholiken mit diesem Dokument aus der Bischofssynode ist, dass es nicht richtig reflektieren katholischen Lehre: Es ist mehrdeutig und verwirrend.
Andere Aspekte der Abschlussbericht

Die Kirche lehrt, dass bestimmte Handlungen falsch an sich sind - oder "in sich schlecht", wie der Katechismus der Katholischen Kirche sagt: solche Dinge wie Empfängnisverhütung oder in-vitro-Fertilisation. Dies ist nicht in der Synodendokument eindeutig klar gemacht. Dies zeigt einen Mangel an Barmherzigkeit, weil es leugnet Katholiken, die Wahrheit über Recht und Unrecht. Sie bestreitet die Katholiken das Wissen, das sie zur wahren Freiheit, Freiheit von der Sünde üben müssen.
Vorschlag der Synode über Kommunion für den geschiedenen und wiederverheirateten zivilrechtlich vereinbarten

Die Paragraphen 84-86 sind nicht klar und der Weg ist offen für Bischöfe der katholischen Lehre in diesem Bereich gegenüber grünes Licht für die gotteslästerlichen Kommunion zu geben gelassen. Die Ziffern beziehen sich auf "Ausgrenzung" in der Liturgie und der Begleit Interessenten auf einem Weg der Unterscheidung nach der Lehre der Kirche und den Orientierungen des Bischofs Priester praktiziert. Katholische Lehre ist jedoch, dass die wirklich barmherzig Öffnung zur heiligen Kommunion mit allen Todsünden, nicht nur die Sünden gegen die Ehe, ist Umkehr und einen festen Zweck der Änderung. Confession bietet keine Katholiken mit einer Lizenz zur Sünde: Sie bietet Gnade bereuen und sich bessern das eigene Leben.
Warum wird ein Pro-Life-Führer Eingriff in die Arbeit an der Familien-Synode?

Viele Pro-Life-Aktivisten sind Katholiken, viele sind nicht katholisch. Unabhängig davon, ob wir Katholiken Daten zeigen, dass zwei Dinge, die meisten Schutz ungeborenen Kinder: Das sind Gesetze gegen Abtreibung und die Institution der Ehe. Goverment Daten zeigen, dass ungeborene Kinder sind 4 bis 5 Mal weniger wahrscheinlich durch Abtreibung getötet, wenn sie in der Ehe gedacht werden. Katholischen Lehre, die Lehre von Jesus Christus, bestätigt die Unauflöslichkeit der Ehe. Wir müssen unsere katholischen Glaubens gegen alle mehrdeutig oder irreführende Darstellungen, um die menschliche und göttliche Institution, die am meisten Schutz ungeborener Kinder zu verteidigen, verteidigen.
http://voiceofthefamily.com/john-smeaton...s-final-report/

von esther10 26.10.2015 00:54

Montag, 26. Oktober 2015

Synode: Bischöfe müssen gegen massenhafte unwürdige Kommunion vorgehen

Die Teilnehmer der Deutschen Bischofskonferenz an der Familiensynode haben erklärt, dass sie den Schlussbericht der Synode ernst nehmen wollen: „Wir werden das, was in der Synode bedacht wurde, zu Hause vertiefen und nach Konkretionen suchen.“




Obwohl der Schlussbericht an und für sich eine Empfehlung der Synode an den Papst ist, gibt es durchaus Punkte, die schon jetzt konkrete Maßnahmen erforderlich machen.

So hat die Synode festgestellt, dass der Empfang der Kommunion nicht möglich ist, falls sich ein Katholik wissentlich im Zustand der schweren Sünde befindet.

Der Schlussbericht empfiehlt allerdings zu prüfen, ob es – rein theoretisch - Einzelfälle gibt, in denen zwar objektiv ein Zustand der schweren Sünde vorliegt, doch dieser subjektiv nicht wahrgenommen wird.(Die Unterscheidung zwischen einem "objektiv" schwer schuldhaften Sachverhalt einerseits und der "subjektiv" schweren Sünde andererseits ist ohnehin seit jeher Bestandteil der katholischen Moraltheologie.)


Der Schlussbericht erwägt, falls für diese Betroffenen eine "Fall-zu-Fall"-Prüfung möglich wäre, müssten die sogenannten „Personen in schwierigen Fällen“ mit ihren Beichtvätern oder evtl. mit dem Ortsbischof tun.

Eines ist aber sicher: Eine generelle Zulassung von Personen im Zustand der schweren Sünde ist nicht zulässig.

Doch dies ist gerade in Deutschland der Fall. Darauf hat die „Katholische Nachrichtenagentur“ (KNA) am 21. Oktober 2015 hingewiesen:

„Im deutschsprachigen Raum beichten nur wenige Katholiken, aber fast alle Kirchgänger empfangen die Kommunion. Sie übertreten damit, oft geduldet von den Seelsorgern, die kirchlichen Regeln oder haben eine andere Auffassung von dem, was Sünde ist. Menschen in zweiter Zivilehe werden nicht selten von Priestern zur Kommunion zugelassen, da ihr Zustand nicht als sündhaft empfunden wird.“

Einen solch massenhaft unwürdigen Empfang der Kommunion wird von der Synode eindeutig abgelehnt.


Auf der Synode hat die deutsche Sprachgruppe selbst im dritten Bericht erklärt: „Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt. (…) Gingen wir mit uns selbst ins Gericht, dann würden wir nicht gerichtet.“ (1 Kor 11, 28–31)

Die Deutsche Bischofskonferenz müsste deshalb nun schnell gegen den weit verbreiteten unwürdigen Empfang der Kommunion in Deutschland vorgehen, falls sie die Synode ernst nimmt.

http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 07:51
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