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von esther10 11.04.2016 00:30

Papst Franziskus hat weder die Lehre noch die Disziplin geändert

Papst Franziskus schreibt "Familiaris consortio" seines Vorgängers fort. Moraltheologe Spindelböck erläutert, inwiefern das postsynodale Schreiben "Amoris laetitia" eine Reform in Kontinuität bedeutet.


Erstellt von Gero P. Weishaupt am 10. April 2016 um 19:52 Uhr
Johannes Paul II.

St. Pölten (Kathnews) Der St. Pöltener Moraltheologe Joseph Spindelböck sieht in dem am vergangenen Freitag in Rom vorgstellten päpstlichen Schreiben Amoris laetitia über Ehe und Familie weder eine Änderung der Lehre noch eine Änderung der Disziplin, wenn es um die Frage nach dem Sakramentenempfang von Gläubigen in irrigulären Situationen geht. Geändert habe sich lediglich die Perspektive. Das sagte der Moraltheologe sowohl in einem Interview bei Radio Vatikan als auch etwas klarer und differenzierter beim kath. Internetportal Kathnet.

Worin besteht der Perspektivwechel?
Spindelböck erläuterte: Richtete sich in den bisherigen Stellungsnahmen des kirchlichen Lehramtes, namentlich in Familiaris Consortio von Papst Johannes Pauls II. Nr. 84, der Blick zuerst auf den objektiven Widerspruch solcher Lebensverhältnisse zu den Geboten Gottes und der Kirche, wodurch ein Kommunionempfang ausgeschlossen war, solange der Widerspruch zu den Normen andauerte, so schaue Papst Franziskus in dem Postsynodalen Schreiben Amoris laetitia mehr auf die subjektive Seite.

Reform in Kontinuität
Doch auch diese Blickrichtung ist nicht neu. Der Papst berufe sich in seinem Schreiben ausdrücklich auf die entsprechenden Lehren im Katechismus der Katholischen Kirche. Dort heißt es in den Nummern 1735 und 2352 ausdrücklich, dass objektiv schwere Sünde nicht immer subjektiv schwerwiegend sein müssen. Das, so Spindelböck, hänge mit den Faktoren zusammen, “welche die Verantwortlichkeit für eine Sünde vermindern können”. “Das ist keine neue Lehre; wohl aber dient sie dem Anliegen des Papstes, der die betreffenden Gläubigen verstärkt ins Leben der Kirche integrieren will, auch unter dem Vorzeichen des ‘Jahres der Barmherzigkeit’ , erklärt der österreichische Moraltheologe. Der Regensburger Bischof Voderholzer sagte in dem Zusammenhang, das Amoris laetitia das Schreiben Familiaris consortio fortschreibe.

“Allerdings”, so betont er, “ist dabei der Sakramentenempfang nicht das erste Ziel, sondern steht erst am relativen Abschluss eines echten Bekehrswegs, der auch eine Ordnung der objektiven Verhältnisse im Sinne der Gebote Gottes anzielt. Denn obwohl die heilige Eucharistie das Sakrament der Schwachen und nicht der Starken ist, setzt ihr fruchtbringender Empfang den Gnadenstand voraus, d.h. die lebendige Verbundenheit mit Gott in Glaube, Hoffnung und Liebe (vgl. 1 Kor 11,27-29).” Außerem weise der Papst selber auf die Gefahr eines möglichen unwürdigen Kommunionempfanges hin, den es auf jeden Fall zu vermeiden gelte (vgl. AL, Nr. 186).
http://www.kathnews.de/papst-franziskus-...iplin-geaendert


von esther10 11.04.2016 00:25

Bischof Rudolf Voderholzer in Brixen: "Selbstmordattentäter sind keine Märtyrer"


Der Innenraum des Domes Mariä Himmelfahrt in Brixen, Südtirol.

BRIXEN , 11 April, 2016 / 10:56 AM (CNA Deutsch).-
"Selbstmordattentäter sind keine Märtyrer, sondern Zerstörer des Lebens" stellt Bischof Rudolf Voderholzer fest. Am Wochenende predigte Bischof Rudolf während des Festgottesdienstes zu Ehren der Diözesanpatrone Kassian und Vigilius im Dom zu Brixen.

Sein christliches Engagement wurde dem heiligen Kassian in der Christenverfolgung um 304 zum Verhängnis. Er wurde zum Tode verurteilt: "Der christliche Märtyrer sucht nicht die Verfolgung und den Tod. Aber er lässt sich, wenn es zum Äußersten kommt, lieber totschlagen, als den Glauben zu verleugnen und den Herrn Jesus Christus zu verraten", erklärte der Oberhirte aus Regensburg.

Grenzen nicht aufs Neue errichten

Im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen in Europa betonte Bischof Voderholzer, dass jeder wisse, dass Europa sich einer Herausforderung gegenüber sehe, die es in eine ernsthafte Krise bringen könne. Gleichzeitig brachte er seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Grenzen, die in den letzten Jahren so glücklich durchlässig geworden seien, nicht aufs Neue errichtet würden.

In Bezug auf das christliche Verständnis eines Märtyrers, wie es der heilige Kassian ist, stellte Bischof Rudolf dieses dem eines islamistischen Selbstmordattentäters gegenüber: "Der heilige Kassian war wie alle Märtyrer eine Zeuge für das umfassende Leben in Christus, das den Menschen bildet nach dem Ideal Gottes selbst. Die islamistischen Selbstmordattentäter, die von machen als ‚Märtyer‘ bezeichnet werden und sich vielleicht auch selbst so verstehen, sind nicht Zeugen des Lebens, sondern dessen Zerstörer."

Verbundenheit zwischen Regensburg und Brixen

Bischof Rudolf zelebrierte in Brixen zusammen mit Bischof Ivo Muser und dem Innsbrucker Diözesanadministrator Jakob Bürgler. Brixen und Regensburg sind durch eine lange Geschichte miteinander verbunden. In Regensburg gibt es die nördlichste bekannte Kassianskirche. Kaiser Heinrich II. schenkte dem Brixner Bischof, dem heiligen Albuin, den "Brixener Hof" in Regensburg. 1274 stellte der heilige Albertus Magnus, für kurze Zeit Bischof von Regensburg, einen Ablassbrief für den Brixener Dom aus. Seit 1969 gibt es die Städtpartnerschaft zwischen Regensburg und Brixen.
http://de.catholicnewsagency.com/story/b...e-martyrer-0678


von esther10 11.04.2016 00:23

Robert Sarah: Das bestgehütete Geheimnis papabile
5. APRIL 2016


Robert Sarah
Wir waren an einem Lagerfeuer hoch in der Sierra Nevada versammelt. Dies war eine katholische Wanderreise, so natürlich in der Kirche Treiben auf Gespräch drehte. Nachdem wir mehrere Themen besprochen, so gab es eine Flaute.

Ich stieß mit einem Stock auf das Feuer, eine Wolke von Funken in die Luft schicken, und schaute auf den Priester zu meiner Linken. Seine beleuchtete Gesicht sah Mosaic. Ein Mann mit weitreichenden Kontakte in Rom, er wusste, dass viele der "Spieler", so fragte ich: "Wenn das nächste Konklave herum kommt, die auf Ihrer Liste ist?"

Er blitzte ein Lächeln und deutete nach oben einen Zeigefinger. "Es gibt nur einen Namen auf meiner Liste", sagte er. "Robert Sarah." Es gab zu wissen, Nicken, aber diese waren Leute, die ich erwarten würde diesen afrikanischen Kardinal kennen. Die meisten Katholiken in Amerika und anderswo, ich habe nehme an, nie seinen Namen gehört. Sie sollten, es zu lernen, weil es eine faire Chance, dass er der nächste Papst sein wird, wenn die nächste Konklave innerhalb von fünf Jahren kommt oder so. Kardinal Sarah wird 71 im Juni drehen.

Heute ist er der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Disziplin der Sakramente. Er wurde zu diesem Beitrag von Papst Francis ernannt. Es war Benedikt XVI, die Sarah ein Kardinal und der Präfekt des Päpstlichen Rates Cor Unum gemacht. Davor, brachte Johannes Paul II in Rom er Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker zu sein.

Und bevor das war Robert Sarah auf einer Trefferliste.

Ein gezeichneter Mann

Als er vierunddreißig war, wurde Sarah der jüngste Bischof in der Welt. Johannes Paul nannte ihn der Erzbischof von Conakry in der westafrikanischen Land Guinea, einem Land mit nur 12 Millionen Menschen, 85 Prozent davon sind Muslime. Die restliche Bevölkerung ist gespalten über gleichmäßig zwischen Christen verschiedener Glaubensrichtungen und Anhänger von Naturreligionen. Es gibt nur 250.000 Katholiken.

Zu der Zeit gelitten Guinea unter einer brutalen marxistischen Diktatur unter der Leitung von Sékou Touré. Die Kirche wurde wenig Handlungsspielraum gegeben. Priester und Laien wurden verfolgt. Jahr für Jahr Touré suchte seine Kontrolle über das Land zu verschärfen.

Er war auf einem Staatsbesuch in Saudi-Arabien, als er einen Herzinfarkt hatte. Er wurde in der Cleveland Clinic, in der Stadt mit dem gleichen Namen, für spezialisierte Versorgung geflogen. Dort starb er am nächsten Tag. Wenn seinem Schreibtisch im Präsidentenpalast untersucht wurde, auf sie eine Liste von denen gefunden wurde, in der nächsten Runde der Hinrichtungen zu sterben. An der Spitze der Liste war der Name von Robert Sarah.

Kein Wunder, wirklich, da Sarah hatte ein besonders unwillkommen Dorn im Touré Seite gewesen. Daß Dorn hatte beseitigt werden. Sarah vermutet, so viel, aber er war nicht beirren:

Nach Hunderten von Stunden des Gebets, kam ich zu dem Schluss, dass das Schlimmste, was mir war der Tod geschehen könnte; mein Leben war nichts im Vergleich zu den eklatanten Ungerechtigkeiten, die schreckliche Armut und den unaussprechlichen Schrecken, dass ich jeden Tag sah. Terror herrschte auch in den Familien, in denen ein Vater könnte befürchten, dass seine Kinder mit der Diktatur aus Gründen der Zweckmäßigkeit Seite würde. Ich hatte zu sprechen, auch wenn mein Leben auf dem Spiel stand.

Etwas Gutes aus Guinea

Bestimmte Dämonen, wird uns gesagt, kann nur mit Gebet und Fasten ausgetrieben werden. Sarah und seine Herde wurden durch die Diktatur des Dämonen umgeben. Sarah kämpfte sie täglich, und der Kampf war lähmend. Er brauchte regelmäßige Erfrischung.

Er "wurde ein Programm der regelmäßigen Exerzitien" für sich selbst. "Alle zwei Monate, würde ich verlassen, allein, für einen völlig isolierten Ort. Ich würde mich auf ein absolutes schnell unterziehen, ohne Nahrung oder Wasser für drei Tage. "Er nahm nichts anderes als eine Bibel, ein Buch der geistigen Lesungen und einem Fahrmesskoffer. "Die Eucharistie war meine einzige Nahrung und mein einziger Begleiter."

Als er ein Junge war, Sarah wurde durch die Arbeit von fleißigen Französisch Missionare inspiriert. Obwohl ein einziges Kind, mit seinen Eltern Segen (sie waren Konvertiten) verfolgte er eine religiöse Berufung. Er nahm besonderes Interesse an der Liturgie, und es ist ein glücklicher Gedanke, dass heute seine offiziellen Pflichten genau in diesem Bereich sind. Er hat eine große Hingabe an die traditionellen Formen der Anbetung, vielleicht überraschend in jemand von einem Ort wie Guinea kommen.

"Kann irgendetwas Gutes aus Nazareth kommen?", Fragte Nathanael (Joh 1,46). "Kann etwas Gutes kommen aus Guinea?", Eine moderne katholische fragen könnte. Solche Skepsis ist verständlich. Viele Katholiken haben noch nie von Guinea gehört. Die meisten, die wahrscheinlich haben lokalisieren es nicht auf der Karte. (Es ist fast am westlichsten Ausbuchtung der afrikanischen, im Norden von Sierra Leone und Liberia und im Süden von Guinea-Bissau und Senegal, wenn das jede mögliche Hilfe ist.)

Das Land ist bodenlos schlecht. Für amerikanische Verhältnisse (so niedrig wie sie gefallen sind), das Bildungssystem grenzt an das primitive; und doch haben wir Robert Sarah, ein hochgebildeter Mann nicht nur tief in der Theologie bewandert, sondern eine scharfe Anerkennung der menschlichen Natur, ein Produkt seiner eigenen und sein Volk das Leiden zu besitzen.

Ein ungeheuer reiches Buch

Seine Geschichte wird in bestimmten Gott oder Nichts , ein ausführliches Interview mit Französisch Journalist und Autor Nicolas Diat. Das Cover des Buches beschreibt es als "ein Gespräch über den Glauben" , sondern ein potenzieller Leser sollten die Gesprächs Pflichten nicht erwarten , gleichmäßig aufgeteilt werden. Diat stellt eine Frage oder Beobachtung in ein oder zwei Zeilen, und Sarah antwortet, eloquent und oft rührend, in ein oder zwei Seiten. Diat bietet nur das Skelett. Sarah stellt alle Fleisch und Bindegewebe.

Das erste Drittel oder so von Gott oder Nichts ist hauptsächlich autobiographisch. Im Rest des Buches Diat von Sarah seine Beobachtungen über die moderne Gesellschaft, Probleme in der Kirche, und das geistige Leben entlockt. Dies ist ein ungeheuer reiches Buch. Ich kann nicht an nichts so beeindruckend denken von einem Prälaten in Jahren und Jahren kommen. Dies ist ein Mann doppelt tiefe sowohl in Geist und Herz.

Es ist fast ein Gemeinplatz geworden, zu sagen, dass die Zukunft der Kirche in Afrika zu finden ist, wo Konvertiten sind viele und der Glaube ist lebendig. Wenn ja, kann die Zukunft in diesem singulären Mann manifestieren.
http://catholicexchange.com/robert-sarah...papabile-secret

von esther10 11.04.2016 00:18

Kardinal Napier- Stimme der Wahrheit

So bezeichnet Sandro Magister den afrikanischen Kardinal Wilfrid Napier und läßt ihn heute bei www. chiesa zum Brief der 13 zu Wort kommen, den er mit unterzeichnete. Hier geht ´s zum Original: klicken

http://chiesa.espresso.repubblica.it/articolo/1351162?eng=y

"NAPIER, DIE STIMME DER WAHRHEIT ZUM BRIEF DER DREIZEHN KARDINÄLE"

"Es bedurfte dieses afrikanischen Kardinals, um in der Öfffentlichkeit die Gründe für den Brief, den auch er unterzeichnete, zu klären. Alles begann mit der Synode 2014 und den Manövern einiger, um die von ihnen gewünschten Resultate zu erzwingen. Hier ist er : Wort für Wort.


Bereits 4 Tage bevor der Brief der dreizehn Kardinäle an Franziskus öffentlich bekannt wurde, wurde er als einer der "Verschwörer" ausgemacht, der die Synode sabotieren und den Papst selbst angreifen wollte.

Der Brief der dreizehn Kardinäle

Und nach der Veröffentlichung des Briefes nahmen die Aggressionen gegen ihn und die anderen Unterzeichner sogar noch an Vehemenz zu -mit der de-facto Unterstützung durch die Manager der Synoden-Kommunikation.

Bis gestern der Tag kam, an dem Kardinal Wilfrid Fox Napier, Erzbischof von Durban, Südafrika, endlich in der Lage war, seine Meinung über die Synode und den Brief der Dreizehn an den Papst im offiziellen Kontext der täglichen von Pater Lombardi moderierten Pressekonferenz zu äußern.

Das Pressebriefing
Napier nahm in seiner Eigenschaft als delegierter Co-Präsident der Synode an der Pressekonferenz teil. Eine obligatorische Präsenz. Und es war das erstemal , daß einer der dreizehn Unterzeichner des Briefes im Vaticanischen Presseamt erschien, nachdem das Chaos explodiert war.

Eine da-hoc Frage an ihn konnte nicht ausbleiben. Und sie kam tatsächlich, zeitlich und polemisch- vom führenden Journalisten des "liberalen" amerikanischen Katholizismus, Robert Mickens, dem Gründer und Direktor des "Global Pulse Magazine".

Mickens Frage und die Antwort Kardinal Napiers- beide in Englisch- werden weiter unten in vollem Wortlaut wiedergegeben.
Aber um sie besser zu verstehen, sind einige einführende Beobachtungen nötig.

Mickens verdächtigt Kardinal Napier, Inspirator des Buches des Vaticanisten des National Catholic Registers, Edward Pentin: "The Rigging of a Vatican Synod?" zu sein, das im letzten Jahr als e-book von Ignatius-Press veröffentlicht wurde und eine detaillierte Rekonstruktion der "Manipulationen" der 2014-Synode enthält.




Und tatsächlich beginnt Napier in seiner Antwort exakt bei den Manövern der letztjährigen Synode, die er selbst aufdeckte und öffentlich demaskierte, um die Motivationen zum Brief der dreizehn Kardinäle zu erklären.

Napier erinnert an die essentiellen Bewegungen ieser Manöver. Sie wurden speziell in der Abfassung und Veröffentlichung der Halbzeit-Relatio und dann wieder der Schluss-Relatio manifest.

Die gänzlich von Papst Franziskus ernannte Kommission, die mit der Abfassung beider Relationes betraut war, setzte sich aus folgenden Synodenvätern zusammen:
Kardinal Péter Erdö
Kardinal Lorenzo Baldisseri
Bruno Forte, Spezialsekretär,
Kardinal Gianfranco Ravasi, Präsident des Päpstlichen Kulturrates
Kardinal Donald W.Wuerl, EB von Washington
Victor E. Fernández, Argentinien
Carlos A.Retes, Mexico
Peter Kang-U-Il, Korea
Adolfo N.Pachón, Ordensgeneral der Jesuiten

Forte, Wuerl und Fernández waren die aktivsten und skrupellosesten darin, ihre "Agenda"-wie Napier es heute nennt, voranzutreiben.
Aber die Reaktionen der Synodenversammlung waren so stark, daß sie Franziskus veranlassten, in der Schlussphase des Synode zusätzlich Kardinal Napier und den australischen Bischof Denis J. Hart in die Kommission zu berufen.

Auch in diesem Jahr ist die mit der Abfassung des Schlussdokumentes betraute Kommission gänzlich von Franziskus ernant worden, ihr gehören auch wieder die drei zuvor genannten Kardinäle an.

Unter ihnen Wuerl, der in den letzten Tagen die dreizehn Unterzeichner des Briefes an den Papst-einschließlich Napier- öffenetlich besonders offensiv angegriffen hat.

Kardinal Wuerl ruft die "Opponenten des Papstes" aus.

Es ist daher keine Überraschung, daß Napier die Sorgen, die dem Papst in diesem Jahr durch den Brief der 13 Kardinäle zur Kenntnis gebracht wurden, direkt auf die Ereignisse vom Oktober 2014 zurückführt, damit die damals angewandte Technik des starken Armes heut nicht wiederholt wird.

Napier nimmt eine positive Sichtweise zu Franziskus´ Antwort einen Tag nach Überreichung des Briefes ein,
aber er macht auch klar, daß der Weckruf an die Aufmerksamkeit der Synode gegenüber den im Brief dargestellten Risiken zugunsten einer korrekteren Durchführung der Arbeit gewirkt hat , indem es allen eine größere konsequente Kontrolle der Kommission, die die Aufgabe hat, die Schluss-Relatio zu schreiben, ermöglicht.

Aber jetzt ist es Zeit für das Frage-und-Antwortspiel zwischen Mickens und Napier:

Mickens:
"-Kardinal Napier, Sie haben das Buch unterstützt, das einer unserer Kollegen geschrieben hat und ich vermute, daß Sie mit ihm zusammen gearbeitet haben, indem sie das Synodensekretariat und andere beschuldigt haben, die Synode "aufzutakeln".
Dreizehn Kardinäle haben zu Beginn dieser Versammlung einen Brief an den Papst geschrieben und ihre Sorgen zu Irregularitäten im Procedere ausgedrückt. Sie hab sich selbst von diesem Procedere distanziert- oder vielleicht können sie erklären, ob Sie auch an diesem Brief beteiligt waren.
Sie haben uns nun heute erzählt, daß Ihnen das Procedere gefällt.

Was hat sich von der letzten zur heutigen Versammlung verändert? Ist es nur, daß er Papst garantiert, daß sie o.k. ist? Oder etwas anderes- weil es nicht so aussieht, als habe sich die Prozedur dramatisch geändert. Wenn Sie gerade zeigen könnten, was sich Ihrer Meinung nach gändnert hat , daß Sie sagen können, daß Sie im vergleich zur letzten Verssammlung zufrieden sind? Danke."

Napier:
"Ich denke, das Erste, was ich hier sagen muß, ist daß es bestimmte individuelle Themen waren, die die Sorge der letzten Synode hervorgerufen haben. Ganz besonders eine - die Präsentation der Interims-Relatio, wie sie von der Synode kam- als ob sie ein Teil der Synodenentscheidung gewesen wäre.
Und das war nicht wahr, weil wir das Dokument erst ungefährt eine Stunde nachdem Ihr Burschen es in den Medien erhalten hattet, bekamen. Erst da konnten wir anfangen, es zu lesen.

Und das Dokument sprach bereits von Dingen, die in der Aula höchstens von 2 oder 3 Leuten gesagt worden waren.Das wurde aber so präsentiert, als ob es die Überlegung der Synode seien.

Das läßt sicher den Eindruck entstehen, daß die Synode in eine bestimmte Roichtung gedrängt wurde.

Auch ich habe in der Kommission mitgearbeitet, die das Schlussdokument entworfen hat.

Und da waren dann wieder diese bestimmten Themen - sie wurden in eine bestimmt Richtung gedrängt.

Es sah also so aus, als ob eine bestimmte Ideologie oder Agenda oder wie Sie es nennen wollen- am Werk war.

Und der Brief, auf den Sie sich beziehen- es war übrigens ein privater Brief von den Kardinälen an den Bischof von Rom- ist auch im Geist dessen geschrieben worden, was Papst Franziskus zu Beginn der letztjährigen Synode erbat: "bitte sprechen Sie offen und ehrlich, aber hören Sie demütig zu".
Und es wurde ihm in diesem Geist gesagt. Und das macht einen riesigen Unterschied - denn mit diesem Maß an Vertrauen und Zutrauen- daß diese Sorgen registriert und beachtet werden, konnte jeder bei der Synode mit aller Kraft an die Arbeit gehen.


Und ich denke, daß es das ist, was ich erlebt habe und das ist, daß diese Synode dort beginnt, wo die andere in den ersten Wochen aufgehört hatte, als wir alle otimistisch waren und uns darauf freuten, als Team an den Themen zusammnen zu arbeiten, mit dieser Synodalität- der Papst liebt es, dieses Wort zu gebrauchen- mit Kollegialität und Synodalität- als Kollegen für das, was für die Kirche am besten ist als Kollegen zusammen zu arbeiten.

Quelle: www.chiesa, Sandro magister, L´Espresso

p.s. Der Journalist Robert Mickens wurd übrigens aus der Redaktion des "The Tablet" entlassen, weil er den Tod Papst Benedikts XVI gewünscht hatte, er ist im Gegensatz zu Sandro Magister- immer noch als Vaticanist im Pressesaal des Hl. Stuhls akkreditiert.... wir schließen uns der Bloggerin Raffaella an, die das mit einem höhnischen "bravo!" für die Verantwortlichen kommentiert
http://beiboot-petri.blogspot.de/2015/10...r-wahrheit.html
*

Die Kasper Ratzinger Kontoverse - wird niemals enden


http://beiboot-petri.blogspot.de/2015/10...-ratzinger.html

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von esther10 11.04.2016 00:18

Franziskus sagt der Liebe Christi ist offen für alle - das ist , warum wir zur Beichte gehen (1407)
Der Heilige Vater wies darauf hin, dass, wenn Jesus sich der Welt offenbart, er an den Jordan ging 'und bekam im Einklang mit den Sündern. "

von CNA / EWTN NEWS 2016.04.07


Franziskus bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz, 6. April 2016.

VATIKAN - die Barmherzigkeit Gottes für alle, und Jesus Christus ist der Beweis, sagte Franziskus in seiner Generalaudienz.

"In jedem Augenblick seines irdischen Lebens, machte Jesus Barmherzigkeit sichtbar: die Erfüllung der Massen, der Verkündigung des Evangeliums, die Kranken zu heilen, Zeichnung der Nähe des vergessenen, verzeiht Sündern. Er zeigte eine Liebe offen für alle, eine Liebe, die am Kreuz erfüllt wurde ", sagte der Papst 6. April.

Der Papst sprach in dem Petersplatz mit einer Masse für seine allgemeine Publikum versammelt. Seine laufenden katechetischen Reflexionen auf Gnade haben zu konzentrieren begonnen, wie Christus erfüllt das Versprechen der Barmherzigkeit Gottes.

"Vom Kreuz, zeigt uns Jesus, dass niemand von der barmherzigen Liebe Gottes ausgeschlossen ist:" Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht was sie tun. " Wir sollten daher nie unsere Sünden zu erkennen und zu bekennen, zu fürchten, denn das Sakrament der Versöhnung bietet uns die Vergebung, die vom Kreuz fließt und die erneuert uns in seiner Gnade ", sagte er.

Die katholische Kirche ist das Jahr der Barmherzigkeit zu beobachten, ein besonderes Augenmerk auf das Thema zu geben.

"Jesus brachte nicht Hass, noch hat er Feindschaft bringen. Er brachte die Liebe, eine große Liebe, die ein Herz für alle offen - für uns alle - eine Liebe, die "rettet Franziskus fortgesetzt. "In diesem Jubiläumsjahr, lassen Sie uns das Evangelium mit größerer Kraft zu umarmen und sein Verkünder der Barmherzigkeit des Vaters und Vergebung."

Der Papst betonte die Bedeutung der Vergebung als Zähler zu befürchten.

"Wir sind alle Sünder, aber wir sind alle vergeben: Wir alle haben die Möglichkeit, diese Vergebung zu empfangen, die die Barmherzigkeit Gottes ist", sagte er. "Wir brauchen nicht zu fürchten, also zu erkennen uns Sünder, bekennen uns Sünder, weil jede Sünde durch den Sohn zum Kreuz getragen wurde."

Franziskus reflektiert die Tatsache, dass vor seinem irdischen Dienst beginnen, Christus zu Jordan gingen von St. Johannes dem Täufer getauft werden. Er sagte: "Dieses Ereignis wird auf die gesamte Sendung Christi eine entscheidende Orientierung gibt."

"In der Tat, er habe präsentieren sich nicht auf die Welt, in der Pracht des Tempels: er dies getan haben könnte. Er war nicht mit einem Trompetenstoß angekündigt: er dies getan haben könnte. Und er kam nicht einmal in der Gestalt eines Richters: er dies getan haben könnte. Stattdessen wird nach in Nazareth dreißig Jahre seines Lebens verbrachte, ging Jesus an den Jordan, zusammen mit so vielen seiner Leute, und bekam im Einklang mit den Sündern. "

Christus in diese "keine Scham hatte", sagte der Papst. "Er war es mit allen, mit den Sündern, getauft zu werden. Deshalb von Anfang seines Dienstes wurde er als Messias manifestiert, die auf den menschlichen Zustand nahm, zog durch Solidarität und Mitgefühl. "
http://www.ncregister.com/daily-news/pop...-to-confession/

Read more: http://www.ncregister.com/daily-news/pop.../#ixzz45XUuTkI5

von esther10 11.04.2016 00:14

Amoris Laetitia, die „wiederverheirateten Geschiedenen“ und die Laien

"Was soll der normale Laie vom Ganzen nun halten, wenn er an der traditionellen Lehre festhalten will, nach welcher der Empfang der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene ausgeschlossen ist?"

Erstellt von Mathias von Gersdorff am 11. April 2016 um 21:34 Uhr
Mathias von Gersdorff


Kommentar von Mathias von Gersdorff

Ob und unter welchen Bedingungen wiederverheiratete Geschiedene die Kommunion empfangen dürfen, war die am meisten diskutierte Frage im Vorfeld der Synoden in den Jahren 2014 und 2015. Mit Spannung erwartete die interessierte Öffentlichkeit, was das nachsynodale Dokument des Papstes dazu schreiben würde.

Dieses wurde am 8. April 2016 veröffentlicht und trägt die Überschrift „Amoris Laetitia“. Es handelt sich um ein Apostolisches Schreiben, also ein Dokument mit lehramtlichen Charakter (wenngleich ohne Anspruch der Unfehlbarkeit, da nicht dogmatisch).

Die wiederverheirateten Geschiedenen werden ausführlich im Kapitel 8 des Apostolischen Schreibens behandelt. Für die Frage der Kommunion sind die Paragraphen 300 bis 306 entscheidend. Dort heißt es: „Und da »der Grad der Verantwortung […] nicht in allen Fällen gleich [ist]« 335, müsste diese Unterscheidung anerkennen, dass die Konsequenzen oder Wirkungen einer Norm nicht notwendig immer dieselben sein müssen.“

Dieser Satz aus § 300 wird in der Fußnote 336 erläutert: „Auch nicht auf dem Gebiet der Sakramentenordnung, da die Unterscheidung erkennen kann, dass in einer besonderen Situation keine schwere Schuld vorliegt.“


In § 305 heißt es: „Aufgrund der Bedingtheiten oder mildernder Faktoren ist es möglich, dass man mitten in einer objektiven Situation der Sünde – die nicht subjektiv schuldhaft ist oder es zumindest nicht völlig ist – in der Gnade Gottes leben kann, dass man lieben kann und dass man auch im Leben der Gnade und der Liebe wachsen kann, wenn man dazu die Hilfe der Kirche bekommt.“

Diese Passage wird in der Fußnote 351 erläutert (die Quellenangaben wurden hier weggelassen, um die Lektüre zu erleichtern): „Deshalb » erinnere ich [die Priester] daran, dass der Beichtstuhl keine Folterkammer sein darf, sondern ein Ort der Barmherzigkeit des Herrn «. Gleichermaßen betone ich, dass die Eucharistie »nicht eine Belohnung für die Vollkommenen, sondern ein großzügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen« ist.“

Aus diesen Passagen lässt sich herauslesen, dass es Fälle von „wiederverheirateten Geschiedenen“ gibt, die die Kommunion empfangen dürfen.

So hat das auch die Deutsche Bischofskonferenz in ihrer Stellungnahme gedeutet: „Nur im Blick auf die jeweilige Lebensgeschichte und Realität lässt sich gemeinsam mit den betroffenen Personen klären, ob und wie in ihrer Situation Schuld vorliegt, die einem Empfang der Eucharistie entgegensteht. Dabei ist die Frage einer Zulassung zu den Sakramenten der Versöhnung und der Kommunion immer im Kontext der Biographie eines Menschen und seiner Bemühungen um ein christliches Leben zu beantworten. Auf beide zuletzt genannten Aspekte weist der Papst explizit hin (vgl. Fußnoten 336 und 351).“

Dass es nun Ausnahmen bei „wiederverheirateten Geschiedenen“ geben soll, wurde von Kardinal Walter Brandmüller kritisiert: „Was aus Glaubensgründen grundsätzlich unmöglich ist, ist es auch im Einzelfall“, so Kardinal Brandmüller laut Kathpress, der österreichischen katholischen Presseagentur.

Die meisten Kommentatoren fügten sich dieser Lesart des Dokuments, vor allem diejenigen, aus dem sog. progressistischen Lager. Sie waren zwar nicht darüber begeistert, dass es nun keine allgemeine Zulassung zur Kommunion gibt, doch immerhin gab es Bewegung, eine Tür hätte sich ein Spalt weit geöffnet.


Doch manche Theologen aus dem progressistischen Lager zeigten Begeisterung, wie etwa Stephan Goertz, Professor für Moraltheologie an der Universität Mainz. Er lobte, dass das „Schreiben weitgehend auf eine naturrechtliche Argumentation verzichte“, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 9. April 2016.

In der Tat betont das Dokument, man müsse „unterscheiden“ und auf die konkreten Lebensumstände achten. Die Empfehlung an die Seelsorger: „Daher darf ein Hirte sich nicht damit zufrieden geben, gegenüber denen, die in „irregulären“ Situationen leben, nur moralische Gesetze anzuwenden, als seien es Felsblöcke, die man auf das Leben von Menschen wirft.“

Im sog. „konservativen Lager“ gab es Versuche, das Dokument so zu deuten, als ob sich nichts verändert hätte, inklusive in der Frage der Kommunion für die wiederverheirateten Geschieden. Diese Lesart ließe sich möglicherweise so begründen: Rein hypothetisch besteht die Möglichkeit, dass jemand Ehebruch begeht (also eine schwere Sünde, die vom Empfang der Kommunion ausschließt), doch subjektiv befindet sich die Person trotzdem im Stand der heiligmachenden Gnade.

Man muss aber sehr stark die Kasuistik bemühen, um einen solchen Fall zu finden, zumal „Amoris Laetita“ ausdrücklich vorschreibt, die Fälle müssten mit den Seelsorgern im Beichtstuhl besprochen werden.

Wenn man nun behauptet, die Lehre hätte sich nicht geändert und die wiederverheirateten Geschiedenen seien nicht zur Kommunion zugelassen, so behauptet man im Grunde, die entsprechenden Vorgaben von „Amoris Laetitia“ sind tote Normen oder Nullaussagen und Kardinal Brandmüller hätte gegen Bestimmungen protestiert, die es in der Realität [praktisch] nicht gibt.

Was soll der normale Laie vom Ganzen nun halten, wenn er an der traditionellen Lehre festhalten will, nach welcher der Empfang der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene ausgeschlossen ist?

Der normale Laie bleibt ratlos und perplex gegenüber einer Kakophonie von widersprüchlichen Stellungnahmen. Man kann auch nicht verlangen, dass er sich selber eine Meinung bildet, denn es ist Aufgabe der lehrenden Kirche, eine klare Orientierung zu geben. Es ist Aufgabe der Kardinäle und Bischöfe, nun zu erklären, welche Konsequenzen – auch ekklesiologische – „Amoris Laetitia“ nach sich zieht.

Foto: Mathias von Gersdorff

Bildquelle: Privat

von esther10 11.04.2016 00:13

Barmherzigkeit, Sühne, Glauben: Interview mit Benedikt XVI.


Der emeritierte Papst Benedikt XVI. - ANSA

17/03/2016 13:22SHARE:
Ein Interview des emeritierten Papstes Benedikt XVI. hat aufhorchen lassen. In einem Zitat, das am Mittwoch daraus bekannt wurde, würdigt Benedikt seinen Nachfolger Franziskus dafür, dass er die göttliche Barmherzigkeit zu einem Leitthema seines Pontifikats gemacht hat. Es ist die erste „öffentliche“ Äußerung des emeritierten über den amtierenden Papst.

An diesem Donnerstag hat die Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ auf einer Doppelseite den gesamten Text des Interviews auf Italienisch veröffentlicht. Daraus wird deutlich, dass der Akzent des vom Jesuiten Jacques Servais geführten Interviews vor allem auf dem Thema der Rechtfertigung des Menschen vor Gott liegt – einem Thema, das vor fünfhundert Jahren zum Anstoß der Reformation durch Martin Luther wurde.

Papst Benedikt äußert sich zunächst zum kirchlichen Charakter des Glaubens. „Einerseits ist der Glaube ein zutiefst persönlicher Kontakt zu Gott, der mich im Innersten anrührt und mich in völliger Unmittelbarkeit vor den lebendigen Gott stellt“, so Benedikt. Doch gleichzeitig habe „diese zutiefst persönliche Realität untrennbar mit Gemeinschaft zu tun“. „Es gehört zur Essenz des Glaubens, mich einzuschreiben ins Wir der Kinder Gottes, in die pilgernde Gemeinschaft der Brüder und Schwestern.“ Glauben löse aus der Isolation und füge den Glaubenden in die Gemeinschaft der Kirche ein.

Die Kirche wiederum habe sich „nicht selbst geschaffen“, sondern werde „fortwährend von Gott gebildet“; sie produziere nicht sich selbst, sondern solle zur Begegnung mit Christus führen; man trete in sie „nicht durch einen bürokratischen Akt“ ein, sondern durch das Taufsakrament. „Eine Seelsorge, die die geistliche Erfahrung der Gläubigen anleiten will, muss von diesen Grundgegebenheiten ausgehen“, so Benedikt XVI.

„Als ob Gott sich rechtfertigen müsse, nicht der Mensch“

An diesem Punkt bringt der Interviewer die Rechtfertigungslehre ins Spiel. Luthers Erfahrung sei von der „Angst vor dem Zorn Gottes“ geprägt gewesen; dieses Gefühl sei „dem modernen Menschen eher fremd“. Wie könne die Rechtfertigungslehre des Paulus denn den Menschen von heute überhaupt noch erreichen? Das greift der emeritierte Papst auf: „Für den Menschen von heute haben sich die Dinge im Vergleich zur Zeit Luthers und zur klassischen Perspektive des christlichen Glaubens gewissermaßen umgekehrt. Es ist gar nicht mehr der Mensch, der glaubt, die Rechtfertigung vor dem Angesicht Gottes nötig zu haben; vielmehr ist er der Ansicht, es sei Gott, der sich für alle furchtbaren Dinge, die es auf der Welt gibt, und angesichts des Elends des Menschen rechtfertigen müsste – alles Dinge, die letztlich ja von ihm (Gott) abhängen.“

Benedikt XVI. weist darauf hin, dass ein (ungenannter) katholischer Theologe den Kreuzestod Jesu so deute, als sei Christus „nicht für die Sünden der Menschen gestorben, sondern um sozusagen die Schuld Gottes zu sühnen“. Das sei zwar „eine drastische Umkehrung unseres Glaubens“, die sicher von den meisten Christen nicht geteilt werde, doch lasse sie „eine Grundtendenz unserer Zeit hervorscheinen“. Johann Baptist Metz habe mit seiner Forderung, die heutige Theologie solle „theodizeeempfindlich“ sein, „dasselbe Problem auf positive Weise unterstrichen“. „Der Mensch von heute hat ganz allgemein das Gefühl, dass Gott doch den größten Teil der Menschheit nicht verlorengehen lassen kann. In diesem Sinn ist die Sorge um das Heil, die für eine Zeit typisch war, größtenteils verlorengegangen“, äußerte Papst Benedikt.


Der Begriff der Barmherzigkeit als „Zeichen der Zeit“

Dennoch, so fährt der emeritierte Papst fort, spürten viele Christen auch weiterhin, „dass wir Gnade und Erlösung brauchen“. „Für mich ist die Tatsache, dass der Begriff von der Barmherzigkeit Gottes immer zentraler und dominanter wird, ein Zeichen der Zeit.“ Die Tendenz sei von der heiligen Faustina Kowalska ausgegangen und habe Papst Johannes Paul II. „zutiefst geprägt“. „Papst Franziskus liegt gänzlich auf dieser Linie. Seine pastorale Praxis drückt sich genau durch die Tatsache aus, dass er zu uns kontinuierlich über die Barmherzigkeit Gottes spricht. Es ist die Barmherzigkeit, die uns zu Gott hinbewegt, während seine Gerechtigkeit uns erschreckt. Meiner Meinung nach zeigt das, dass der Mensch von heute unter der Patina der Selbstsicherheit und Selbstgerechtigkeit doch im Tiefsten um seine Wunden und seine Unwürdigkeit im Angesicht Gottes weiß.“

Er halte es daher für „keinen Zufall“, dass das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter „besonders anziehend für die Zeitgenossen“ sei, so der bald 89-jährige Papst Benedikt: Die Menschen von heute hofften offenbar im Innersten, „dass der Samariter ihnen zu Hilfe kommt, sich über sie beugt, Öl auf ihre Wunden gießt, sich um sie kümmert und in Sicherheit bringt“.

„Letztlich wissen sie, dass sie die Barmherzigkeit Gottes und sein Feingefühl brauchen. In der Härte der technisierten Welt, in der die Gefühle nichts mehr gelten, wächst doch die Erwartung einer rettenden Liebe, die vorbehaltlos gegeben wird. Mir scheint, dass sich im Thema der göttlichen Barmherzigkeit das, was die Rechtfertigung durch den Glauben bedeutet, auf neue Weise ausdrückt. Von der Barmherzigkeit Gottes ausgehend, die alle suchen, kann man auch heute den Kern der Rechtfertigungslehre neu interpretieren und ihn in seiner ganzen Relevanz darstellen.“

„Nur unbegrenzte Liebe kommt gegen das Böse an“

Im weiteren Fortgang des Gesprächs wird dann die Frage vertieft, in welcher Hinsicht der Tod Jesu am Kreuz eine Sühne für die Sünden der Menschen war. Es gelte, „auf neue Weise die Wahrheit hinter einer solchen Ausdrucksweise zu verstehen zu versuchen“, so der emeritierte Papst. „Von der Trinitätstheologie ausgehend“ sei es „vollkommen falsch“, einem vermeintlich „auf Gerechtigkeit bestehenden Vater“ einen „gehorsamen Sohn“ gegenüberzustellen, „der die grausame Forderung der Gerechtigkeit akzeptiert“. „Vater und Sohn sind eins, und darum ist auch ihr Wille intrinsisch ein einziger. Wenn der Sohn am Ölberg mit dem Willen des Vaters ringt, dann nicht, weil er eine grausame Verfügung Gottes akzeptieren müsste, sondern weil er die Menschheit ins Innere des Willens Gottes hineinziehen will.“

Die Antwort auf die Frage „Warum das Kreuz und die Sühne“ könne man, so fährt Benedikt XVI. fort, „heute auf neue Weise formulieren“. Das „unglaublich schmutzige Ausmaß des Bösen“ in der Welt lasse sich „nicht einmal durch Gott“ einfach für „nichtexistent erklären“, sondern müsse „gereinigt“ und „überwunden“ werden. Die frühen Christen hätten „gewusst, dass angesichts der Übermacht des Bösen nur eine unbegrenzte Liebe, eine unendliche Sühne Genüge tun kann“. „Sie wussten, dass der gekreuzigte und auferstandene Christus eine Macht ist, die sich der des Bösen entgegenstellen und die Welt retten kann. Und auf dieser Basis konnten sie auch den Sinn des eigenen Leidens als in die leidende Liebe Christi hineingenommen verstehen, als Teil der erlösenden Kraft dieser Liebe.“

Zum Verhältnis von Vater und Sohn in Gott zitiert Benedikt den Theologen Henri de Lubac: Der Vater selbst sei „nicht leidenschaftslos“. „In einigen Teilen Deutschlands gab es eine sehr bewegende Verehrung, die die Not Gottes betrachtete. Mir führt das ein beeindruckendes Bild vor Augen, das den leidenden Vater zeigt, wie er als Vater innerlich die Leiden des Sohnes teilt. Und auch das Bild des „Gnadenstuhls“ gehört zu dieser Verehrung: Der Vater hält das Kreuz und den Gekreuzigten, beugt sich liebevoll über ihn und ist, gewissermaßen, mit ihm am Kreuz.“ Das lasse erkennen, das man nicht von einer „grausamen Gerechtigkeit“ oder gar einem „Fanatismus des Vaters“ sprechen könne.

Theorie vom „anonymen Christen“ greift zu kurz

Benedikt XVI. äußert sich in dem Gespräch auch zur Heilsnotwendigkeit Christi und der Kirche. Hier habe es „eine tiefe Entwicklung des Dogmas“ gegeben: Hätten noch „die großen Missionare des 16. Jahrhunderts“ geglaubt, Nichtgetaufte seien für immer verloren, so sei diese Überzeugung „nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil definitiv aufgegeben worden“. Daraus ergebe sich allerdings „eine tiefe, doppelte Krise“: „Zum einen scheint das jede Motivation für einen künftigen missionarischen Einsatz wegfallen zu lassen.“ Zum anderen sei „der obligatorische Charakter des Glaubens“ und der christlichen „Lebensform“ fraglich geworden.

Darauf habe zum Beispiel „die wohlbekannte These Karl Rahners von den anonymen Christen“ zu antworten versucht; in ihr „fällt das Christliche mit dem Menschlichen zusammen, und in diesem Sinn ist jeder Mensch, der sich selbst akzeptiert, Christ, auch wenn ihm das nicht bewusst ist“. Diese Theorie sei zwar „faszinierend“, aber sie vernachlässige „das Drama des Umkehrens und der Erneuerung, die im Christentum zentral ist“. Für „noch weniger akzeptabel“ erklärt der emeritierte Papst die Vorstellung, alle Religionen seien „jede auf ihre Weise“ Heilswege und könnten deswegen gewissermaßen für „gleichwertig“ gehalten werden. Diese Vorstellung werde „der Größe der Frage“ in keiner Weise gerecht.

Benedikt selbst hält sich in dieser Hinsicht eher an die Theologie de Lubacs, so wie er sie schon in seiner Zeit als Theologieprofessor etwa in seiner „Einführung in das Christentum“ ausgeführt hat. „Christus war und ist für alle, und die Christen, die in dem außerordentlichen Bild des Paulus in dieser Welt seinen Leib bilden, haben Anteil an diesem Sein-für. Man ist also Christ sozusagen nicht für sich selbst, sondern mit Christus für die anderen.“ Das löse zwar das angesprochene Problem nicht zur Gänze, „aber mir scheint das die wirklich wesentliche Intuition zu sein, dass dadurch die Existenz des einzelnen Christen berührt wird“. Es sei „für die Menschheit wichtig“, dass das „Sein-für“ geglaubt und praktiziert, dass dafür auch gelitten werde. „Diese Wirklichkeiten dringen mit ihrem Licht ins Innere der Welt als solcher und erhalten sie. Ich glaube, dass es für uns in der gegenwärtigen Lage immer deutlicher und verständlicher wird, was der Herr zu Abraham sagt – dass nämlich schon zehn Gerechte genügt hätten, um eine Stadt überleben zu lassen... Es ist aber klar, dass wir über die ganze Frage noch weiter nachdenken müssen.“
Stefan von Kempis übersetzte die wörtliche Rede in diesem Text aus dem Italienischen in eigener Übersetzung.
(rv 17.03.2016 sk)

von esther10 11.04.2016 00:12

Amoris laetitia: „Die Synode geht jetzt weiter - vor Ort“


- EPA

11/04/2016 12:49

Mit dem Dokument Amoris laetitia zu Ehe und Familie hat Papst Franziskus der katholischen Kirche „eine Art Langzeittherapie verordnet“. Das sagt im Gespräch mit Radio Vatikan die Theologin Ute Eberl, die als leitende Seelsorgerin im Erzbistum Berlin wirkt und als Gasthörerin die Welt-Bischofssynode 2014 begleitete. Ute Eberl macht keinen Hehl aus ihrer Begeisterung für das Dokument, das sie als „genial, wild und unersättlich“ bezeichnet. Ihrer Einschätzung nach wird die katholische Kirche mit den Inhalten des Dokuments „erwachsener“.

„Wir können damit Dampf aus den Streitereien der letzten zwei Jahren herausnehmen, und feststellen, die Kirche wird erwachsener. Ich finde dieses Dokument genial, wild und unersättlich – der Papst hat uns da etwas vorgelegt… Wenn ich sage unersättlich, dann meine ich da, wo er wirklich Liebe und Barmherzigkeit in den Vordergrund stellt. Und zwar nicht als etwas, wofür ich mich entscheiden kann, sondern er sagt: das ist der Tragbalken unserer Kirche. Er verzichtet völlig auf neue Kasuistiken und Verbotstafeln, sondern er nimmt ernst, dass die Familien selbst Akteure der Pastoral sind. Ich finde es wild, weil ich noch nie ein Papstdokument gelesen habe, in dem zu lesen steht: ihr müsst vor Ort entscheiden. Er gibt also die Verantwortung zurück in die Diözesen. Ich glaube, die Synode geht jetzt weiter, und zwar vor Ort. Genial finde ich es, weil es wunderbar praktisch ist.“

RV: Gibt es Stellen, an denen Sie sich gewissermaßen wiedererkannt fühlen, also Ihre Synoden-Eingaben aus der seelsorgerlichen Praxis berücksichtigt sehen?

„Ich habe damals in der Synodenaula zu den Bischöfen gesagt: guckt lieber ins Wohnzimmer und nicht als erstes ins Schlafzimmer. Und in dem Dokument Amoris laetitia habe ich Stellen gefunden, wo ich laut gelacht habe, weil ich mich so gefreut habe. Handys aus beim Essen, oder:

kontrolliert eure Kinder nicht, sondern fragt euch lieber, wie es ihnen geht, oder: wir lesen ein ganzes Kapitel über Kommunikation in der Partnerschaft. Da steht fast wörtlich drin: hey, schau mich an, wenn ich mit dir rede. Dann spürt man auch den Fachmann, wenn er schreibt, es geht um Zuhören, um Anteilnehmen, es geht nicht immer darum, gleich Lösungen zu produzieren. Also, der Papst sitzt wirklich im Wohnzimmer dabei bei den Themen, wo es um Familienpastoral geht. Und wunderbar finde ich, dass ich mich da selber und viele Kollegen in der Familienpastoral sich bestätigt fühlen. Also, es muss nicht immer Gott in der Überschrift stehen, und trotzdem tun wir etwas unendlich Wichtiges und Wertvolles, wenn wir Familien unterstützen in ihrem ganz praktischen Lebensalltag.“

RV: Amoris Laetitia ist keine direkte Handreichung für die Seelsorge, stellt aber wichtige Weichen. Weichen wohin? Was lernen Sie daraus für Ihre Arbeit?

„Ein wichtiger Punkt ist, dass das Gewissen eine ganz neue Betonung bekommt - das Gewissen und die Gewissensbildung des Einzelnen. Das fällt nicht vom Himmel, sondern wie bilde ich mein Gewissen? Im Austausch, in Diskussionen, im Rückblick, es gibt auf alle Fälle keine vorgefertigten Normierungen und Antworten mehr, sondern die Aufforderung, auf den Einzelfall zu schauen, weil jede Situation anders ist und ich nicht jede Situation über den Kamm scheren kann. Deutlich wird das beim Thema Scheidung und Wiederheirat, Zulassung zu den Sakramenten. Wo es nicht mehr darum geht, in schwarz-weiß-Kategorien zu denken, sondern wo die Situation des Einzelnen im Vordergrund steht. Der Papst sagt immer wieder, es geht ums Unterscheiden, es geht nicht um diese Normierung, sondern um die Unterscheidung der komplexen Situationen, der Dramen des Lebens. Dies wird dann auch zu unterschiedlichen Konsequenzen führen.“

RV: Kritik an dem Dokument kam sofort, unter anderem von solchen, die sich noch offenere Positionen des Papstes gewünscht hätten, nicht ganz zurecht, denn kein Papst kann sich über die Lehre der katholischen Kirche hinwegsetzen, aber es kam der Vorwurf: warum nicht gleich in Bausch und Bogen die ganze Kategorie der wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten zulassen? Warum fehlt ein deutlicheres und markanteres Zugehen auf die Homosexuellen? Was sagen Sie Menschen, die sich in diesen Punkten von dem Dokument enttäuscht fühlen?

„Ich fange an mit dem Thema homosexuelle Partnerschaften. Ich bin auch gestolpert, das sage ich Ihnen ganz ehrlich, weil das ganze Papier Amoris laetitia von einer Beziehungsethik spricht, also nicht von einer Kasuistik, sondern von einer Beziehungsethik. Und dann zu sagen – also so sagt er es nicht, wird aber häufig so kolportiert – das gilt nicht für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, da muss ich einen geistigen Purzelbaum schlagen. Das passt nicht ganz zusammen. Auf der anderen Seite sage ich, man kann nicht anfangen mit den strittigsten Punkten. Und das Thema Homosexualität war bei beiden Synoden ein großer Streitpunkt. Ich finde aber auch, der Papst hat eine Tür aufgemacht, weil er sagt, ihr müsst vor Ort schauen. Ich kann nicht von Rom aus alles regeln, weil die Situationen auf der Welt unterschiedlich sind. Aber auf alle Fälle finde ich, die Beziehungsethik, die er in Amoris laetitia vorlegt, öffnet Türen zum Weiterdenken vor Ort.“

RV: Was sagen Sie Menschen, die enttäuscht darüber sind, dass es in der Frage des Sakramentenzugangs für wiederverheiratete Geschiedene nicht zu einer deutlicheren Stellungnahme durch den Papst gekommen ist?

„Ich finde die Stellungnahme sehr deutlich. Es wird ja jetzt herumüberlegt, warum steht das nur in der kleinen Fußnote und nicht im richtigen Text [Absatz 305: „Aufgrund der Bedingtheiten oder mildernder Faktoren ist es möglich, dass man mitten in einer objektiven Situation der Sünde – die nicht subjektiv schuldhaft ist oder es zumindest nicht völlig ist – in der Gnade Gottes leben kann, dass man lieben kann und dass man auch im Leben der Gnade und der Liebe wachsen kann, wenn man dazu die Hilfe der Kirche bekommt." Fußnote 351: „In gewissen Fällen könnte es auch die Hilfe der Sakramente sein."], die Richtung, die der Papst vorgibt. Es steht sehr deutlich drin, dass Menschen, die in dieser Lage leben, sich mit einem Seelsorger zusammentun können und vielleicht können sie sich gegenseitig helfen, ihr Gewissen zu prüfen, wie war das denn in dieser Situation. Und dass es dann in Einzelfällen auch zu einer Zulassung zu den Sakramenten kommen kann. Ich finde, das ist ok, denn wenn ich das ernst nehme, dass man Situationen unterscheiden muss, dann kann es auch zu unterschiedlichen Konsequenzen kommen. Gleichzeitig ist es vielerorts Praxis, dass der Priester sagt, ich bin nicht der Richter an der Kommunionbank. Das gibt es in Deutschland in vielen Gemeinden. Ich finde die Ermutigung, die drinsteckt, seine eigene Geschichte aufzuarbeiten, einfach großartig. Und das mit Hilfe eines Seelsorgers.“

RV: An welchen Stellen hätten Sie sich mehr, weniger oder Anderes von diesem Papstschreiben gewünscht?

„Mir haben in dem Papier Aussagen zu konfessionsverschiedenen Ehen gefehlt. Das ist sehr knapp gehalten, da hätte ich mir als eine, die aus dem Land der Reformation kommt, Mutigeres gewünscht, was ja auch der Papst schon gesagt hat, als er die lutherische Gemeinde in Rom besucht hat.“

RV: Gibt es Stellen des Dokuments, die Sie wirklich überrascht haben?

„Bei einer Stelle habe ich gegrinst: Er sagt, die Priester der Ostkirchen, die ja verheiratet sind, scheinen näher dran zu sein an der Lebenswirklichkeit der Menschen. Da dachte ich, hoppla? Ist damit das nächste Synodenthema Zölibat? Ist es schon angekündigt? Das fand ich überraschend, dass es extra aufgeführt wird. Ansonsten hat mich wirklich positiv überrascht, dass durchgängig selbstkritisch und realitätsnah die Haltung der Kirche beschrieben wird in diesem Papier. Der Papst sagt ja, manches haben wir uns selbst eingebrockt durch unsere Haltung der Exklusion in den vergangenen Jahren, und das soll jetzt anders werden. Das überraschend Neue ist, er hat seiner Kirche eine Art Langzeittherapie verordnet, und wenn ich sage Kirche, dann sind das alle, nicht nur Bischöfe und Priester, sondern die Gemeinschaft der Glaubenden als Ganzes.“

RV: Wie verfahren Sie jetzt in Ihrem Seelsorgeteam in Berlin konkret mit dem Dokument?

„Unser Erzbischof Koch hat ja schon in seiner Pressemeldung die Priester gebeten, es wirklich zu verkünden in den Gemeinde, dass es gelesen wird, am besten abschnittsweise. Der Papst sagt selber, man muss nicht alles auf einmal lesen, sondern das, was jetzt gerade wichtig ist. Und was ich machen werde: Ich werde alle ermutigen, die in der Seelsorge arbeiten, weil diese Ermutigung vom Papst persönlich kommt. Und ich denke, ein nächster Schritt, der ansteht, das ist aber Sache des Bischofs, dass er sich mit den Seelsorgern zusammensetzt und klare Kante zeigt, in welche Richtung es weitergeht. Da kann sich jetzt keiner mehr rumdrücken und sagen, das ist ja nur die Lebenswirklichkeit der Menschen, sondern in dieser Lebenswirklichkeit, so glauben wir, hat sich Jesus mitten hineingesetzt.“

http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/...nziskus/1221440
(rv 11.04.2016 gs)
http://catholicexchange.com/help-me-unde..._pos=0&at_tot=1

von esther10 11.04.2016 00:08

D: Theologe sieht päpstliche Bestätigung für „Freiburger Weg"


Heilige Eucharistie - ANSA

10/04/2016 13:57SHARE:
Der Freiburger Theologe Eberhard Schockenhoff sieht im neuen Papstdokument zu Ehe und Familie eine Bestätigung des Freiburger Zugehens auf wiederverheiratete Geschiedene.

„Die Diözese hat allen Grund, sich auf ihrem bisherigen Weg bestätigt zu fühlen und mit Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen weiter zu gehen. Wenn nun weitere Bistümer folgen, umso besser“, sagte Schockenhoff der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Vor zwei Jahren hatten die unter dem damaligen Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch erarbeiteten neuen Seelsorge-Leitlinien unter anderem im Vatikan Kritik hervorgerufen. Der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, bezeichnete die Leitlinien als unvereinbar mit dem in der katholischen Kirche zentralen Prinzip der von Gott gesegneten unauflöslichen Ehe.

Schockenhoff sieht mit „Amoris Laetitia“ einen Paradigmenwechsel: „Der Papst beschreibt

nicht mehr jede Abweichung von der idealen Norm als schwere Sünde, er will keine abstrakte Wahrheit für alle formulieren. Vielmehr fordert er, auf die jeweilige Lebenssituationen passende Einzelfallentscheidungen zu treffen.“ Damit werde der Logik eines generellen Kommunionausschlusses für alle wiederverheirateten Geschiedenen „der Boden entzogen“, so Schockenhoff.

(kna 10.04.2016 gs)

von esther10 11.04.2016 00:03

Amoris Laetitia und die ständige Lehre und Praxis der Kirche

REGISTER EXKLUSIV: Kardinal Burke sagt, eine post-synodale Apostolischen Schreiben "von Natur aus, schlägt keine neue Lehre und Disziplin,

sondern gilt die ewige Lehre und Disziplin, um die Lage der Welt zu der Zeit."



von Kardinal RAYMOND BURKE 2016.04.11 Kommentar

Kardinal Raymond Burke

Die säkularen Medien und sogar einige katholische Medien beschreiben die kürzlich ausgegebenen Nachsynodales Apostolisches Schreiben Amoris Laetitia : "Auf Liebe in der Familie" , als eine Revolution in der Kirche, als eine radikale Abkehr von der Lehre und Praxis der Kirche, bis jetzt, in Bezug auf Ehe und Familie.

Eine solche Ansicht des Dokuments ist sowohl eine Quelle des Staunens und der Verwirrung an die Gläubigen, und möglicherweise eine Quelle der Skandal nicht nur für die Gläubigen, sondern für andere guten Willens, die aussehen zu Christus und seiner Kirche zu lehren, und die Wahrheit in der Praxis widerspiegeln die erste Zelle des Lebens der Kirche in Bezug auf Ehe und seine Frucht, Familienleben, und jeder Gesellschaft.

Es ist auch ein schlechter Dienst an der Art des Dokuments als Frucht der Bischofssynode, ein Treffen der Bischöfe der Weltkirche ", die die römischen Pontifex mit ihren Rat bei der Erhaltung und das Wachstum des Glaubens und der Moral und in der Beobachtung zu unterstützen und die Stärkung der kirchlichen Disziplin, und Fragen an die Tätigkeit der Kirche in der Welt "(Canon 342) im Zusammenhang zu betrachten. Mit anderen Worten, es wäre ein Widerspruch von der Arbeit der Bischofssynode, in Bewegung der Verwirrung zu setzen in Bezug auf, was die Kirche lehrt, und schützt und fördert durch ihre Disziplin.

Der einzige Schlüssel für die korrekte Interpretation der Amoris Laetitia ist die ständige Lehre der Kirche und ihre Disziplin , die Schutzmaßnahmen und fördert diese Lehre. Franziskus macht klar, von Anfang an , dass die post-synodale Apostolische Schreiben ist nicht ein Akt des Lehramtes (Nr 3). Die sehr Form des Dokuments bestätigt das gleiche. Es wird als ein Spiegelbild des Heiligen Vaters über die Arbeit der letzten beiden Sitzungen der Synode der Bischöfe geschrieben. Zum Beispiel in Kapitel Acht, die einige wollen , da der Vorschlag einer neuen Disziplin mit offensichtlichen Auswirkungen auf die Lehre der Kirche, Papst Francis, unter Berufung auf seine Nachsynodales Apostolisches Schreiben zu interpretieren Evangelii Gaudium , erklärt:

Ich verstehe diejenigen, die eine strengere Seelsorge bevorzugen, die keinen Raum für Verwirrung verlässt. Aber ich glaube aufrichtig, dass Jesus eine Kirche aufmerksam auf die Güte will, die der Heilige Geist sät, mitten in der menschlichen Schwäche, eine Mutter, die zwar deutlich ihr Ziel Lehre zum Ausdruck, "immer das tut, was gut sie kann, auch wenn in den Prozess, ihre Schuhe durch den Schlamm von der Straße "(No. 308) erhalten verschmutzt.

Mit anderen Worten, schlägt der Heilige Vater , was er persönlich glaubt , den Willen Christi zu seiner Kirche ist, aber er hat nicht die Absicht , seinen Standpunkt zu verhängen, noch auf diejenigen , die darauf bestehen , zu verurteilen , was er "eine strengere Seelsorge . "die persönliche, dass nicht-magisterial ist, ist die Natur des Dokuments in der Tatsache , auch offensichtlich , dass die sind zitierten Referenzen die in erster Linie Abschlussbericht der 2015 Tagung der Synode der Bischöfe, und sich die Adressen und Homilien des Franziskus . Es gibt keine konsequente Anstrengung den Text, die im Allgemeinen zu beziehen oder diese Zitate zum Lehramt, die Väter der Kirche und anderen bewährten Autoren.

Was mehr ist, wie oben erwähnt, ein Dokument, das die Frucht der Bischofssynode ist, muss immer im Hinblick auf den Zweck der Synode zu lesen selbst, nämlich, zu schützen und zu fördern, was die Kirche immer gelehrt und praktiziert in Einklang mit ihrer Lehre.

Mit anderen Worten, ein post-synodale Apostolische Schreiben, ihrem Wesen nach, schlägt keine neue Lehre und Disziplin, sondern gilt die ewige Lehre und Disziplin, um die Lage der Welt zu der Zeit.

Wie wird das Dokument zu empfangen? "Die immerwährende, sichtbare Prinzip und Fundament der Einheit der beiden Bischöfe und von: Zunächst einmal, es sollte dem Papst als Stellvertreter Christi, in den Worten des Zweiten Vatikanischen Konzil schuldete mit dem tiefen Respekt empfangen werden die ganze Gesellschaft der Gläubigen "( Lumen gentium , 23). Einige Teilnehmer verwirren solchen Respekt mit einer angeblichen Verpflichtung, "glauben mit der göttlichen und katholischen Glauben" (Canon 750, § 1) alles in dem Dokument. Aber die katholische Kirche, auf der mit dem petrinischen Amt geschuldeten Respekt beharren , so wie von Herrn selbst eingeleitet hat .

Die Kirche ist historisch empfindlich auf die fehlerhafte Tendenz jedes Wort des Papstes als verbindlich Gewissen zu interpretieren, was natürlich absurd ist. Nach einem traditionellen Verständnis, der Papst hat zwei Körper, der Körper, die seine als Einzelmitglied der Gläubigen ist und unterliegt der Sterblichkeit und der Körper, die seine als Stellvertreter Christi auf Erden ist, das nach unserem Herrn Versprechen, Seine Rückkehr in Herrlichkeit erträgt, bis. Der erste Körper ist seine sterblichen Körper; der zweite Körper ist die göttliche Einrichtung des Büros von St. Peter und seine Nachfolger.

Die liturgischen Riten und die vesture das Papsttum Umgebung unterstreichen den Unterschied, so dass eine persönliche Reflexion des Papstes, während sie mit der in Bezug auf seine Person geschuldet erhalten haben, nicht zu verwechseln mit der Bindung der Glaube an die Ausübung des Lehramtes zu verdanken. Bei der Ausübung des Lehramtes, wirkt der Papst als Stellvertreter Christi in ununterbrochener Gemeinschaft mit seinen Vorgängern mit St. Peter beginnen.

Ich erinnere mich an die Diskussion, die die Veröffentlichung der Gespräche zwischen der selige Papst Paul VI und Jean Guitton 1967 Die Sorge umgeben war die Gefahr, dass die Gläubigen des Papstes persönliche Reflexionen mit offiziellen Lehre der Kirche verwechseln würde. Während der römische Pontifex persönliche Gedanken hat, die interessant sind und inspirierend sein kann, muss die Kirche immer aufmerksam sein, darauf hinzuweisen, dass ihre Veröffentlichung ein persönlicher Akt und nicht die Ausübung des päpstlichen Lehramtes. Andernfalls diejenigen, die die Unterscheidung nicht verstehen, oder nicht wollen, um es zu verstehen, wird einen solchen Reflexionen und sogar anekdotisch Bemerkungen des Papstes als Erklärungen einer Änderung in der Lehre der Kirche, die große Verwirrung der Gläubigen. Eine solche Verwechslung ist den Gläubigen schädlich und schwächt das Zeugnis der Kirche als Leib Christi in der Welt.

Mit der Veröffentlichung von Amoris Laetitia , die Aufgabe der Pastoren und andere Lehrer des Glaubens ist es im Rahmen der Lehre der Kirche und Disziplin zu präsentieren, so dass sie den Leib Christi in seiner ersten Zelle des Lebens aufzubauen dient, die Ehe und die Familie ist. Mit anderen Worten kann die post-synodale Apostolische Schreiben nur richtig interpretiert werden, als nicht-magisterial Dokument, den Schlüssel des Magisterium mit , wie es im Katechismus der Katholischen Kirche (85-87) beschrieben.

Die Kirche offizielle Doktrin, in der Tat bietet die unersetzliche interpretative Schlüssel zur post-synodale Apostolische Schreiben, so dass es wirklich das Wohl aller Gläubigen dienen können, vereint sie immer enger an Christus, der allein ist unser Heil. Es kann keinen Widerstand oder Widerspruch zwischen der Lehre und ihre pastorale Praxis der Kirche sein, da, wie der Katechismus erinnert uns daran, Lehre von Natur aus pastoralen ist:

Die Aufgabe des Lehramtes ist mit dem endgültigen Charakter des von Gott mit seinem Volk in Christus gegründet Bund verknüpft. Es ist diese Magisterium Aufgabe Gottes Volk von Abweichungen und Austritte und zu garantieren, ihm die objektive Möglichkeit der bekennenden den wahren Glauben, ohne Fehler zu bewahren. So ist die pastorale Aufgabe des Lehramtes richtet sich darauf zu sehen, dass das Volk Gottes in der Wahrheit bleibt, dass (890) freisetzt.

Die pastorale Natur der Lehre ist zu sehen, in einer beredten Art und Weise, in der Lehre der Kirche über die Ehe und die Familie. Christus selbst zeigt die tief pastoralen Charakter der Wahrheit des Glaubens in seiner Lehre über die Heilige Matrimony im Evangelium (Matthäus 19, 3-12), in dem er von neuem die Wahrheit von Gottes Plan lehrt für die Ehe "von Anfang an."

In den vergangenen zwei Jahren, in denen die Kirche in einer intensiven Diskussion über die Ehe und die Familie engagiert hat, habe ich daran erinnert, häufig ein Erlebnis aus meiner Kindheit. Ich wurde in den ländlichen Wisconsin auf einer Familie Molkerei angehoben, das jüngste von sechs Kindern von guter Katholik Eltern. Zehn Uhr Sonntagsmesse in unserer Pfarrkirche in der Nähe der Stadt war deutlich in den Mittelpunkt unseres Lebens des Glaubens. An einem bestimmten Punkt, wurde ich von einem Paar bewusst, Freunde meiner Eltern von einem benachbarten Bauernhof, der immer an der heiligen Messe waren, aber nie erhalten Abendmahl. Als ich meinen Vater fragte, warum sie nie die heilige Kommunion empfangen, erklärte er mir, dass der Mann mit einer anderen Frau verheiratet war, und konnte daher die Sakramente nicht empfangen.

Ich erinnere mich lebhaft, dass mein Vater mir die kirchliche Praxis erklärt, in der Treue zu ihrer Lehre, in einer ruhigen Art und Weise. Die Disziplin hat offensichtlich Sinn für ihn, und es machte Sinn für mich. In der Tat war seine Erklärung eine primäre Gelegenheit für mich von der Natur der Ehe als unauflösliche Bindung zwischen Mann und Frau zu reflektieren. Zugleich muss ich sagen, dass der Pfarrer immer das Paar mit dem größten Respekt beteiligt behandelt, auch wenn sie teilnahmen, in das Gemeindeleben in einer angemessenen Weise auf den unregelmäßigen Zustand ihrer Vereinigung. Ich für meinen Teil, ich hatte immer den Eindruck, dass, obwohl es sehr schwierig gewesen sein muss, um nicht in der Lage, die Sakramente zu empfangen, sie in Frieden waren in Leben nach der Wahrheit über ihren Ehe-Zustand.

Im Laufe von mehr als 40 Jahren des priesterlichen Lebens und Wirkens, während 21, von denen ich als Bischof gedient habe, habe ich für die zahlreiche andere Paare in einer irregulären Vereinigung bekannt oder ich meinen Bruder Priester Seelsorge gehabt habe. Auch wenn ihr Leiden zu jeder mitfühlende Seele klar sein würde, habe ich immer deutlicher über die Jahre gesehen, dass das erste Zeichen von Respekt und Liebe für sie ist die Wahrheit, um sie mit Liebe zu sprechen. Auf diese Weise ist die Lehre der Kirche nicht etwas, was weitere Wunden sie aber in Wahrheit, so dass sie für die Liebe zu Gott und dem Nächsten befreit.

Es kann hilfreich sein , ein Beispiel für die Notwendigkeit zu illustrieren den Text zu interpretieren Amoris Laetitia mit dem Schlüssel des Magisterium. Es gibt häufige Verweis in dem Dokument in die "ideale" der Ehe. Eine solche Beschreibung der Ehe kann irreführend sein. Es könnte den Leser zu denken , der Ehe als einer ewigen Idee führen , zu der, in der sich verändernden historischen Umstände, Mann und Frau mehr oder weniger entsprechen. Aber die christliche Ehe ist nicht eine Idee; es ist ein Sakrament, das die Gnade auf einen Mann und eine Frau zu leben , in treuer, dauerhafte und Zeugungs Liebe voneinander verleiht. Jeder Christ Paar, von dem Moment ihrer Zustimmung erhalten , die wirksam heiraten, um die Gnade leben die Liebe , die sie miteinander verpfänden.

Weil wir alle die Auswirkungen der Erbsünde leiden und weil die Welt in der wir leben, ein völlig anderes Verständnis von Ehe befürwortet, verheiratet die leiden Versuchungen die objektive Realität ihrer Liebe zu verraten. Aber Christus gibt immer die Gnade für sie zu dieser Liebe bis in den Tod treu zu bleiben. Das einzige, was sie in ihren treuen Antwort begrenzen kann, ist ihr Versagen auf die Gnade gegeben, um sie im Sakrament der heiligen Ehe zu reagieren. Mit anderen Worten, ist ihr Kampf nicht mit irgendeiner Idee, die ihnen von der Kirche auferlegt. Ihr Kampf ist mit den Kräften, die sie führen würde in ihnen die Realität des Lebens Christi zu verraten.

Im Laufe der Jahre und in einer besonderen Art und Weise, in den letzten zwei Jahren habe ich viele Männer und Frauen getroffen, die aus welchen Gründen auch immer, getrennt sind oder von ihrem Ehepartner geschieden, aber wer in Treue zur Wahrheit ihrer Ehe leben und weiterhin täglich für das ewige Heil ihres Gatten zu beten, auch wenn er oder sie sie verlassen hat. In unseren Gesprächen, erkennen sie das Leiden beteiligt, sondern vor allem die tiefe Ruhe, die in treu zu ihrer Ehebkeiben....

Einige sagen, dass eine solche Reaktion auf Trennung oder Scheidung ein Heldentum, dem stellt das durchschnittliche Mitglied der Gläubigen nicht gehalten werden kann, aber in Wahrheit sind wir alle aufgerufen, unabhängig von unserem Staat im Leben, heroisch zu leben. Papst Johannes Paul II, auf den Abschluss des Großen Jubiläums des Jahres 2000 auf die Worte des Herrn zu dem Schluss, der die Bergpredigt Bezugnahme - "vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist" (Matthäus 5, , 48) - hat uns gelehrt, die heroische Natur unseres täglichen Lebens in Christus mit den Worten:

Wie die [Zweite Vatikanische] Rat selbst erklärt, das Ideal der Vollkommenheit darf nicht verkannt werden , als ob es irgendeine Art von außergewöhnlichen Existenz nur möglich , für ein paar "ungewöhnlichen Helden" der Heiligkeit beteiligt. Die Wege der Heiligkeit sind viele, nach der Berufung jedes einzelnen ... Die Zeit ist gekommen , von ganzem Herzen diesen zu jeder neu vorzuschlagen hohen Standard des gewöhnlichen christlichen Lebens : das ganze Leben der christlichen Gemeinde und der christlichen Familien in diese Richtung führen müssen ( Novo millennio ineunte , 31).

Treffen Männer und Frauen, die trotz einer Panne in dem Familienleben, durch die Gnade des Sakramentes der Ehe treu zu bleiben, habe ich das heroische Leben erlebt, die Gnade , die es täglich uns möglich macht, jeden Tag, aufs neue.

St. Augustinus von Hippo, am Festtag des heiligen Laurentius, Diakon und Märtyrer zu predigen, im Jahr 417, verwendet, um ein schönes Bild uns in unserer Zusammenarbeit mit der göttlichen Gnade zu fördern, die Unser Herr hat uns durch sein Leiden gewonnen und Tod. Er versichert uns, dass im Garten des Herrn gibt es nicht nur die Rosen der Märtyrer, sondern auch die Lilien von Jungfrauen, die ivies der Ehegatten, und die Veilchen von Witwen. Er kommt zu dem Schluss, dass daher niemand sollte Verzweiflung über seine Berufung für (Predigt 304) "Christus ist für alle gestorben".

Möge der Empfang von Amoris Laetitia in Treue zum Lehramt, bestätigen Ehegatten in der Gnade des Sakramentes der heiligen Ehe, so dass sie ein Sakrament der Gläubigen sein kann und von Gott für uns "von Anfang an " , das seine erreichte ewige Liebe vollste Manifestation in der erlösenden Menschwerdung des Sohnes Gottes. Kann sehen das Magisterium als Schlüssel zu ihrem Verständnis zu ihm " , dass das Volk Gottes in der Wahrheit bleibt , das befreit" (Katechismus der Katholischen Kirche, 890).

Kardinal Raymond Burke ist der Patron des Souveränen Malteser - Ritterordens.

Read more: http://www.ncregister.com/daily-news/amo.../#ixzz45XRAfvoK

von esther10 11.04.2016 00:01

Kardinäle Sarah und Burke beklagen Verwässerung der Sakramente



Rom, 7.4.16 (kath.ch) Die Kardinäle Robert Sarah und Raymond Leo Burke haben eine fortschreitende Verwässerung der katholischen Sakramente kritisiert. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) sei in der katholischen Kirche teilweise eine Sinnentleerung und Banalisierung der Sakramente eingerissen, beklagten sie am Mittwochabend bei einer Buchvorstellung in Rom.

Vielen Gläubigen und selbst manchen Priestern fehle heute das Verständnis und die Ehrfurcht vor den Riten, die nach katholischem Verständnis das Wirken Gottes in der Welt sichtbar machen und die Menschen daran teilhaben lassen. Dazu zählen Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Krankensalbung, die Weihe von Diakonen, Priestern und Bischöfen sowie das Ehesakrament.

Liturgie zum Spektakel verwandelt

Der aus Guinea stammende Sarah, seit 2014 Präfekt der päpstlichen Gottesdienstkongregation, monierte, in den Kirchen gebe es heute «viel Mensch, wenig Gott». Wörtlich sagte er: «Wir haben die Liturgie zu einem Spektakel verwandelt.» Deshalb habe er etwa Papst Franziskus vorgeschlagen, das Fotografieren während der Messfeiern zu untersagen. Weiter kritisierte der aus Guinea stammende Kardinal, dass der Tabernakel, in dem die geweihten Hostien aufbewahrt werden, nach dem Konzil in den meisten Kirchen vom Zentrum an einen untergeordneten Platz neben dem Altar gerückt worden sei. Dabei sei die Hostie der eigentliche Orientierungspunkt hin zu Gott.

Deformation der Sakramente im Namen der Kreativität

Burke sprach von einer «Deformation der Sakramente im Namen der Kreativität» nach dem Konzil. Es habe den Anschein, die Sakramente seien in manchen Gemeinden zu einem «Privatbesitz» geworden. Priester, die die Sakramente spendeten, müssten sich aber immer bewusst sein, dass sie als eine Art «Verwalter» des göttlichen Heilswirkens fungierten. «Christus ist der Protagonist, nicht der Priester», so Burke. Franziskus hatte den US-Amerikaner als Präfekten der Apostolischen Signatur, des obersten Vatikangerichts, abberufen und zum Kardinalpatron des Malteserordens ernannt.

Sarah und Burke betonten, die transzendentale Bedeutung der Sakramente als notwendiges Zeichen der Anwesenheit Gottes und Jesu Christi in der Welt ergebe sich unmittelbar aus der Bibel. Beide Kardinäle zählten während der Bischofssynoden zu Ehe und Familie 2014 und 2015 – dann ohne Burke – zu den vehementesten Gegnern von Reformen etwa beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, die nicht zu den Sakramenten zugelassen sind. Sie äusserten sich bei der Vorstellung des Buches «Mit den Sakramenten spielt man nicht» des Geistlichen und Liturgiewissenschaftlers Nicola Bux. Er ist auch als Berater der Gottesdienstkongregation tätig. (cic)
https://www.kath.ch/newsd/kardinaele-sar...der-sakramente/


von esther10 11.04.2016 00:01

Erst Griechenland dann der Kaukasus: Die nächsten Reisen des Papstes



VATIKANSTADT , 11 April, 2016 / 10:50 AM (CNA Deutsch).-
Nun sind sie offiziell bestätigt: Die nächsten vier Reiseziele von Franziskus. Der Papst wird zunächst am kommenden Samtag, 16. April, die griechische Insel Lesbos besuchen; Ende Juni und noch einmal im Herbst dann geht es in den Kaukasus, genauer: Nach Armenien, Georgien und Aserbaidschan.

Besuch eines Zentrums für Migranten

Wie das Presse-Amts des Vatikan meldete, reise Franziskus auf Einladung des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I., sowie des griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos auf die Mittelmeerinsel. Zusammen mit dem Patriarchen und dem Präsidenten sowie dem Erzbischof von Athen und Oberhaupt der autokephlaen orthodoxen Kirche von Griechenland werde der Papst auch ein Zentrum besuchen, in dem Flüchtlinge und Migranten versorgt werden. Die Insel ist eines der Hauptziele der Schlepper und Menschenschmuggler, die Menschen über das Mittelmeer nach Europa bringen.

Einladung nach Armenien

Auf Einladung von Karekin II, dem Obersten Patriarch der Armenischen Apostolischen Kirche, wird Papst Franziskus vom 24. bis 26. Juni Armenien besuchen. Auf dem Programm stehen neben einem Treffen mit dem Katholikos aller Armenier, Karekin, auch Gespräche mit staatlichen Vertretern und der katholischen Kirche vor Ort.

Armenien war Schauplatz des Völkermords des Osmanischen Reiches an etwa 1,5 Millionen armenischen, syrischen und griechischen Christen. Weitere Millionen Menschen, die meisten Armenier, wurden von den Türken vertrieben. Bis heute bestreitet die türkische Regierung den Völkermord.

Franziskus ist der zweite Papst, der das Land besucht: Johannes Paul II. besuchte Armenien 2001.

Reise nach Georgien und Aserbaidschan

Vom 20. September bis 2. Oktober wird Franziskus dann Georgien und Aserbaidschan besuchen. Wie der Vatikan mitteilte, nehme der Papst damit eine Einladung des Oberhauptes der georgischen orthodoxen Apostelkirche an, Patriarch Ilia II., wie auch ziviler Vertreter Georgiens und Aserbaidschans.
http://de.catholicnewsagency.com/story/e...es-papstes-0677

von esther10 11.04.2016 00:01

Roberto de Mattei: Amoris Laetitia ist ein „katastrophales Dokument“
11. April 2016


Amoris Laetiatia "ein katasrophales Dokument"
von Roberto de Mattei*

Mit dem am 8. April veröffentlichten Apostolischen Schreiben Amoris Laetitia äußerte sich Papst Franziskus offiziell zu Problemen der Ehemoral, über die seit zwei Jahren diskutiert wird.

Beim Kardinalskonsistorium vom 20./21. Februar 2014 hatte er Kardinal Walter Kasper die Aufgabe anvertraut, die Debatte zu diesem Thema zu eröffnen. Die These von Kardinal Kasper, laut der die Kirche ihre Ehepraxis zu ändern habe, bildete das Leitmotiv der beiden Familiensynoden von 2014 und 2015 und bildet heute das Gerüst des Schreibens von Papst Franziskus.

„Eine gefährliche schizophrene Pathologie“

Im Laufe dieser zwei Jahre haben illustre Kardinäle, Bischöfe, Theologen und Philosophen in die Debatte eingegriffen, um aufzuzeigen, daß es zwischen der Lehre und der Praxis der Kirche eine innige Übereinstimmung geben muß. Die Seelsorge beruht auf der dogmatischen und moralischen Doktrin.

„Es kann keine Seelsorge geben, die im Mißklang mit der Wahrheit der Kirche und ihrer Moral und im Gegensatz mit ihren Gesetzen ist und nicht auf die Erreichung des Ideals des christlichen Lebens ausgerichtet ist!“, so Kardinal Velasio De Paolis in seinen Ausführungen vor dem Kirchengericht von Umbrien vom 27. März 2014.
Die Idee, das Lehramt von der seelsorglichen Praxis, die sich je nach Umständen, Moden und Leidenschaften entwickeln könnte, zu trennen, ist laut Kardinal Robert Sarah „eine Form von Häresie, eine gefährliche schizophrene Pathologie“ (La Stampa, 24. Februar 2015).

Der Umsturz liegt darin, „sich keine generelle Regelung erwarten zu dürfen“

In den Wochen, die dem nachsynodalen Schreiben vorausgegangen sind, haben sich die öffentlichen und privaten Interventionen von Kardinälen und Bischöfen beim Papst vervielfacht, mit dem Ziel, die Veröffentlichung eines Dokuments voller Fehler abzuwenden, die durch eine Vielzahl von Abänderungsempfehlungen deutlich wurden, welche die Glaubenskongregation am Entwurf anbrachte. Franziskus machte aber keinen Schritt zurück, sondern scheint die Letztfassung des Schreibens, oder zumindest einige der Schlüsselstellen, der Hand von Theologen seines Vertrauens überlassen zu haben, die eine Neuinterpretation des heiligen Thomas von Aquin im Licht der Hegelschen Dialektik versuchten. Die Theologie der Praxis schließt nämlich jede doktrinelle Aussage aus und überläßt es der Geschichte, die Verhaltenslinien für das menschliche Handeln abzustecken. Deshalb „kann man verstehen“, so Papst Franziskus, „dass man von der Synode oder von diesem Schreiben keine neue, auf alle Fälle anzuwendende generelle gesetzliche Regelung kanonischer Art erwarten durfte“ (Amoris Laetitia, 300). Wenn man davon überzeugt ist, daß die Christen sich in ihrem Verhalten nicht nach absoluten Grundsätzen auszurichten, sondern auf die „Zeichen der Zeit“ zu hören haben, wäre es in der Tat ein Widerspruch, Regeln welcher Art auch immer zu formulieren.

Alle erwarteten sich die Antwort auf eine grundlegende Frage: Können jene, die nach einer ersten Ehe standesamtlich erneut heiraten, das Sakrament der Eucharistie empfangen? Auf diese Frage hat die Kirche immer mit einem kategorischen Nein geantwortet. Die wiederverheirateten Geschiedenen können die Kommunion nicht empfangen, weil ihr Lebensstand und ihre Lebensverhältnisse in objektivem Widerspruch stehen „zu jenem Bund der Liebe zwischen Christus und der Kirche, den die Eucharistie sichtbar und gegenwärtig macht“ (Familiaris Consortio, 84).

„Kommunionverbot für wiederverheiratete Geschiedene gilt nicht mehr absolut“

Handgeschriebens Billet von Papst Franziskus zur Veröffentlichung von Amoris Laetitia
Die Antwort des nachsynodalen Schreiben lautet hingegen: grundsätzlich Nein, aber „in gewissen Fällen“ (Amoris Laetitia, 301, Fußnote 351). Die wiederverheirateten Geschiedenen sollen „integriert“ und nicht ausgeschlossen werden (Amoris Laetitia, 299). Ihre Integration kann „in verschiedenen kirchlichen Diensten zum Ausdruck kommen: Es ist daher zu unterscheiden, welche der verschiedenen derzeit praktizierten Formen des Ausschlusses im liturgischen, pastoralen, erzieherischen und institutionellen Bereich überwunden werden können“ (Amoris Laetitia, 299), ohne die Sakramentenordnung auszuschließen (Amoris Laetitia, Fußnote 336).

Tatsache ist: Das Kommunionverbot für wiederverheiratete Geschiedene gilt nicht mehr absolut. Der Papst erlaubt nicht als allgemeine Regel die Kommunion für die Geschiedenen, er verbietet sie aber auch nicht.

Kardinal Caffarra betonte in seiner Zurückweisung der Kasper-These: „Hier legt man Hand an die Doktrin. Zwangsläufig. Man kann auch sagen, daß man es nicht tut, aber man tut es. Und nicht nur das. Man führt einen Brauch ein, der diese Vorstellung langfristig nicht nur im christlichen Volk verankern wird: Es existiert keine absolut unauflösliche Ehe. Und das ist mit Sicherheit gegen den Willen des Herrn. Darüber gibt es keinen Zweifel“ (Interview in Il Foglio, 15. März 2014).

Für die Theologie der Praxis zählen nicht die Regeln, sondern die konkreten Fälle. Und was Abstraktum nicht möglich ist, ist Konkretum möglich.

Kardinal Burke bemerkte jedoch richtiggehend: „Wenn die Kirche den Empfang der Sakramente (auch nur in einem Fall) einer Person erlauben würde, die sich in einer irregulären Situation befindet, würde das bedeuten, daß die Ehe entweder nicht unauflöslich ist, und damit diese Person nicht im Stand des Ehebruchs lebt, oder daß die heilige Kommunion nicht Gemeinschaft im Leib und Blut Christi ist, die hingegen die rechte Disposition der Person erfordert, nämlich die schwere Sünde zu bereuen und die feste Absicht, nicht mehr zu sündigen“ (Interview von Alessandro Gnocchi in Il Foglio, 14. Oktober 2014).

Welcher Hirte wird es noch wagen, die Kommunion zu verweigern?

Die Ausnahme ist zudem bestimmt, zur Regel zu werden, weil das Zugangskriterium zur Kommunion in Amoris Laetitia der „persönlichen Unterscheidung“ des Einzelnen überlassen wird. Die Unterscheidung erfolgt „Fall für Fall“ durch „das Gespräch mit dem Priester im Forum internum“ (Amoris Laetitia, 300). Welche Seelenhirten werden es aber noch wagen, den Zugang zur Eucharistie zu verweigern, wenn „das Evangelium selbst von uns verlangt, weder zu richten, noch zu verurteilen“ (Amoris laetitia, 308), und man „alle einzugliedern“ (Amoris laetitia, 297) und „die konstitutiven Elemente in jenen Situationen zu würdigen“ hat, „die noch nicht oder nicht mehr in Übereinstimmung mit ihrer Lehre von der Ehe sind“ (Amoris Laetitia, 292)?

Hirten, die die Gebote der Kirche einfordern möchten, riskieren laut dem päpstlichen Schreiben, sich „wie Kontrolleure der Gnade und nicht wie ihre Förderer“ zu verhalten (Amoris Laetitia, 310).

„Daher darf ein Hirte sich nicht damit zufrieden geben, gegenüber denen, die in ‚irregulären‘ Situationen leben, nur moralische Gesetze anzuwenden, als seien es Felsblöcke, die man auf das Leben von Menschen wirft. Das ist der Fall der verschlossenen Herzen, die sich sogar hinter der Lehre der Kirche zu verstecken pflegen, »um sich auf den Stuhl des Mose zu setzen und – manchmal von oben herab und mit Oberflächlichkeit – über die schwierigen Fälle und die verletzten Familien zu richten«“ (Amoris Laetitia, 305).

Kaspers Forderung verschämt in einer Fußnote versteckt

Diese ungewohnte Sprache, härter als die Herzenshärte, die den „Kontrolleuren der Gnade“ vorgeworfen wird, ist das Unterscheidungsmerkmal von Amoris Laetitia. Keineswegs zufällig bezeichnete sie Kardinal Christoph Schönborn bei der Pressekonferenz vom 8. April als „ein sprachliches Ereignis“.

„Meine große Freude über dieses Dokument“, sagte der Kardinal aus Wien, liege darin, daß es „konsequent die künstliche, äußerliche, eindeutige Unterscheidung zwischen regulär und irregulär überwindet“.

Die Sprache drückt, wie immer, einen Inhalt aus. Die Situationen, die das nachsynodale Schreiben nur als „sogenannte irreguläre“ bezeichnet, sind der öffentliche Ehebruch und das außereheliche Zusammenleben. Für Amoris Laetitia verwirklichen sie das Ideal der christlichen Ehe, wenn auch nur „teilweise und analog“ (Amoris Laetitia, 292).

„Aufgrund der Bedingtheiten oder mildernder Faktoren ist es möglich, dass man mitten in einer objektiven Situation der Sünde – die nicht subjektiv schuldhaft ist oder es zumindest nicht völlig ist – in der Gnade Gottes leben kann, dass man lieben kann und dass man auch im Leben der Gnade und der Liebe wachsen kann, wenn man dazu die Hilfe der Kirche bekommt“ (Amoris Laetitia, 305) – „in gewissen Fällen könnte es auch die Hilfe der Sakramente sein“ (was etwas verschämt in der dazugehörigen Fußnote 351 steht).
Amoris Laetitia Ausdruck der von den Päpsten verurteilten „neuen Moral“


Gemäß katholischer Moral können die Umstände, die den Kontext bilden, in denen eine Handlung stattfindet, die moralische Qualität der Handlung weder ändern noch eine in sich schlechte Handlung richtig und gut machen. Die Doktrin des moralisch Absoluten und des intrinsece malum wird durch Amoris laetitia im Nichts aufgelöst. Das neue päpstliche Schreiben paßt sich der „neuen Moral“ an, die von Pius XII. in zahlreichen Dokumenten und von Johannes Paul II. in Veritatis splendor verurteilt wird.

Die Situationsmoral überläßt es den Umständen und im Letzten dem subjektiven Gewissen des Menschen zu bestimmen, was gut und was böse ist. Der außereheliche Geschlechtsverkehr wird nicht als an sich unerlaubt gesehen, sondern sei – da ein Akt der Liebe – nach seinen Umständen zu bewerten.

Allgemeiner gesprochen gibt es demnach weder das in sich Böse nicht noch eine schwere Sünde oder Todsünde. Die Gleichsetzung zwischen Personen im Stand der Gnade (reguläre Situationen) und Personen im Zustand anhaltender Sünde (irreguläre Situationen) ist nicht nur sprachlicher Art: Ihr scheint die lutherische Theorie vom Menschen simul iustus et peccator zugrundezuliegen, die durch das Dekret über die Rechtfertigung vom Konzil von Trient verurteilt wurde (DH, 1551-1583).

Amoris Laetitia „viel schlimmer“ als Kaspers Rede von 2014

Das nachsynodale Schreiben Amoris Laetitia ist viel schlimmer als die Rede von Kardinal Kasper vom Februar 2014, gegen die sich zu recht so viel Kritik in Büchern, Artikeln und Interviews gerichtet hat. Kardinal Kasper hatte einige Fragen gestellt. Das Schreiben Amoris Laetitia liefert die Antwort: Es öffnet den wiederverheirateten Geschiedenen die Tür, es kanonisiert die Situationsmoral und leitet einen Normalisierungsprozeß für alle Formen des Zusammenlebens more uxorio ein.

In Anbetracht der Tatsache, daß das neue Dokument zum nicht unfehlbaren ordentlichen Lehramt gehört, bleibt zu hoffen, daß es zum Gegenstand einer gründlichen kritischen Analyse von Seiten der Theologen und Hirten der Kirche wird, ohne sich der Illusion hinzugeben, darauf die „Hermeneutik der Kontinuität“ anwenden zu können.

Der Text ist katastrophal. Noch katastrophaler ist, daß er vom Stellvertreter Christi unterzeichnet ist. Für jene aber, die Christus und Seine Kirche lieben, ist das ein guter Grund, zu reden und nicht zu schweigen. Machen uns also die Worte von Msgr. Athanasius Schneider, eines mutigen Bischofs zu eigen:

„‚Non possumus!‘ Ich werde weder ein nebulöses Gerede noch eine geschickt getarnte Hintertür zur Profanierung des Sakramentes der Ehe und der Eucharistie akzeptieren. Ebensowenig werde ich es akzeptieren, daß man sich über das Sechste Gebot Gottes lustig macht. Ich ziehe es lieber vor, verlacht und verfolgt zu werden, als zweideutige Texte und unehrliche Methoden zu akzeptieren. Ich ziehe das glasklare ‚Antlitz Christi, der Wahrheit, dem Bild des mit Edelsteinen geschmückten Fuchses vor‘ (Hl. Irenäus), ‚denn ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe‘, ‚Scio cui credidi‘ (2 Tim 1,12).“

*Roberto de Mattei, Historiker, Vater von fünf Kindern, Professor für Neuere Geschichte und Geschichte des Christentums an der Europäischen Universität Rom, Vorsitzender der Stiftung Lepanto, Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschienen: Vicario di Cristo. Il primato di Pietro tra normalità ed eccezione (Stellvertreter Christi. Der Primat des Petrus zwischen Normalität und Ausnahme), Verona 2013; in deutscher Übersetzung zuletzt:

Das Zweite Vatikanische Konzil – eine bislang ungeschriebene Geschichte, Ruppichteroth 2011. Die Zwischentitel stammen von der Redaktion.

Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: MiL (Screenshot)

von esther10 11.04.2016 00:01

Krieg und Frieden: Die Päpste und der Islam
| 11/04/16


Benedikt XVI. (Monat Januar 2006)
Kaum ein Thema steht zurzeit im Fokus der Medien wie der Umgang der westlichen Gesellschaft mit dem Islam. Die anhaltende muslimische Flüchtlingswelle hat vor dem Hintergrund des jüngst in Europa eingezogenen IS-Terrorismus und der weltweiten Politisierung des Islam neue Ängste geschürt und viele Fragen aufgeworfen. Sie betreffen das zukünftige Zusammenleben mit einer fremden Kultur und Religion, die eine extrem starke Identität besitzt und in Europa auf ein zunehmendes religiöses Analphabetentum trifft. Was wird mit den eigenen christlichen Wurzeln und Traditionen, fragen sich viele Gläubige? Wie sollen sich die beiden Weltreligionen im Hinblick auf einen Gewalt predigenden Islam begegnen? Auf welcher Basis überhaupt kann heute ein Dialog stattfinden?

Der bekannte Theologe und Vatikanexperte Ulrich Nersinger hat sich in seinem neuen Buch dem komplexen Thema gewidmet. Anstatt mit schnellen Antworten vorzupreschen – zu denen sich der Autor auch nicht autorisiert fühlt – bietet er eine Rückschau auf die lange Geschichte der Beziehung zwischen Papsttum und Islam. Der Titel des Buches „Krieg und Frieden“ trifft dieses Verhältnis der beiden Weltreligionen sehr gut. Denn es ist eine bekannte Tatsache, dass das Verhältnis bis zum 19. Jh. von kriegerischen Auseinandersetzungen und Gewalt geprägt war, angefangen mit den Kreuzzügen als Reaktion des Kirchenoberhauptes auf die muslimischen Eroberungen und Verwüstungen im Heiligen Land bis zum Zurückdrängen der türkischen Invasion in Europa in der Schlacht von Lepanto und Wien.

Der Autor versucht anhand von ausgewählten Ereignissen und Anekdoten diese Beziehungen aus der Sicht der Kirche aufzuzeigen. Er erläutert, wie es überhaupt dazu kam, dass der Nachfolger Petri zum Schwert griff und warum seine Kriegszüge mit dem augustinischen „bellum iustum“ (gerechter Krieg) begründet wurden. Erst im 19. Jahrhundert bahnte sich Frieden zwischen Christen und Muslimen an, der in einer respektvollen Annäherung beider Seiten bestand. Bahnbrechend war hierbei die Geste des Vizekönigs von Ägypten, Mehmet Ali, der dem Papst Gregor XVI. (1831-1846) kostbaren Alabaster zum Wiederaufbau der 1823 abgebrannten Paulusbasilika zum Geschenk machte.

Auftakt zu einem theologischen Dialog jedoch gab erst das Zweite Vatikanische Konzil. Hier machte die katholische Kirche den ersten Schritt. Man spricht von einer kopernikanischen Wende. In Nostra Aetate erklärt die Kirche nun offiziell, die Muslime primär und „mit Hochachtung“ als Partner in der Anbetung des „alleinigen Gottes“ zu betrachten, „des lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, des Schöpfers des Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat.“ Der Konzilstext schließt mit einem Aufruf, vergangene Feindschaften zwischen Christen und Muslimen „beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen.“ Es entstand 1964 zunächst das allgemeine Sekretariat für Nichtchristen und zehn Jahre später die Päpstliche Kommission für religiöse Beziehungen zu den Muslimen. Seitdem sind Grußbotschaften der Päpste an die Muslime zur Regel geworden, das Weltgebetstreffen in Assisi (seit 1986) und verschiedene Friedensinitiativen haben die „universelle Brüderlichkeit“ gefördert. Seit 1960 unterhält der Heilige Stuhl diplomatische Beziehungen zu den meisten islamisch regierten Staaten (Ausnahme sind Afghanistan, Saudi Arabien, Libyen, Jemen).

Mit den Terroranschlägen am 11. September 2001 und der zunehmenden weltweiten Islamisierung hat sich das friedliche Panorama jedoch schlagartig geändert. Christen gehören heute zu der am meisten verfolgten Religionsgruppe. Die Politisierung des Islam, die Verknüpfung der Religion mit einem neuen Herrschaftsanspruch, der eine Konvivenz mit Nichtmuslimen ausschließt, hat die Gemüter im Westen verunsichert und einen Schatten auf den Dialog geworfen. Dass ein emotionsfreies theologisches Gespräch über den Koran schwierig ist, zeigte die erste Reaktion der islamischen Welt auf die Regensburger Rede von Benedikt XVI. über den Widersinn von Glaubensverbreitung durch das Schwert im Jahr 2006. Sein benutztes Zitat von dem byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos wurde (absichtlich) falsch aufgenommen. Einige Monate später unterzeichneten 38 muslimische Imame und Großmuftis – allerdings ohne Vertreter der maßgeblichen Zentren islamischer Gelehrsamkeit Kairo, Medina und Mekka – einen Brief an den Papst, in dem sie auf das Zitat ausführlich eingingen und einen Beitrag zu einem sachlichen Dialog lieferten.

In jedem Fall hatte der Papst einen wichtigen Stein ins Rollen gebracht: Die Diskussion um die Rolle von Gewalt im Koran. Heute mehr denn je sind die Muslime aufgerufen, eine kritische Bestandsaufnahme der zahlreichen Suren, die Gewalt zum Thema haben, vorzunehmen und diese im Sinne der Gewaltablehnung neu auszulegen, bzw. sich davon zu befreien. Die Schwierigkeit eines religiösen Dialogs besteht auch darin, dass es für die Muslime kein verbindliches Lehramt gibt. Das Meinungsspektrum islamischer Gelehrsamkeit und Rechtsauffassung ist weit, wenn auch die Auslegungen der Al-Azhar-Universität in Kairo unter den Sunniten, das heißt die Mehrheit der Muslime, großen Respekt genießen.

Nersinger bietet weder Prognosen noch Rezepte für die Zukunft. Er hält an der Wichtigkeit der Bemühungen um einen friedlichen Dialog fest, gerade im Hinblick auf die vielen Flüchtlinge, die in Deutschland integriert werden müssen. Dabei sollen allerdings nicht zugunsten einer falschen Irenik die eigenen christlichen Überzeugungen und Standpunkte abgeschwächt werden.

Die Wahl des Abschlusszitats lässt dennoch durchblicken, dass der Autor nicht sehr optimistisch in die nähere Zukunft blickt. Er führt die Worte von Papst Franziskus zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit an, mit denen er vor dem Missbrauch der Gastfreundschaft warnt – nach Geheimdienstinformationen sei selbst der Vatikan im Visier der IS-Terrormiliz: „Die Gastfreundschaft kommt in der Freiheit des Aufnehmens zum Vorschein, doch sie wird zu etwas Dunklem, wenn eine Invasion durch Gewalt ausgeübt wird. (…) Die Öffnung der Tür erfordert daher über ein Vertrauen hinaus auch Achtsamkeit.“
https://de.zenit.org/articles/krieg-und-...-und-der-islam/

***

Ulrich Nersinger: Krieg und Frieden: Die Päpste und der Islam
Taschenbuch, 126 Seiten
2016 Bernardus Verlag
ISBN 978-3-8107-0245-6
Preis 15.30 EUR

von esther10 10.04.2016 00:59

Der Papst als Anwalt der Einheit
„Amoris laetitia“ verkündet keine neue Lehre und legt den Priestern mehr Ehevorbereitung und eine intensive Ehepastoral ans Herz. Von
08. April 2016


Papst Franziskus hat den theologischen Fakultäten reichlich Stoff für wissenschaftliche Arbeiten geliefert: Sein jüngste... Foto: dpa

Die Grausamkeiten zuerst, lautet eine Faustregel. Ja, ein bisschen brutal ist es schon, was die Öffentlichkeit von „Amoris laetitia“ erwartet: ein päpstliches Machtwort, ein „Roma locuta, causa finita“ bei den heiß diskutierten Themen der letzten Jahre. Brutal ist es, das 325 Nummern umfassende, in der warmen Sprache eines Hirten verfasste nachsynodale Schreiben auf ein halbes Dutzend heiße Punkte zusammenzuschmelzen. Aber es muss sein, bedenkt man, welche Erwartungen seit der Ankündigung der Synode 2014 geweckt wurden – auch in kirchlichen Kreisen und sogar im direkten Umfeld des Papstes. In Erinnerung ist auch sein unmissverständliches Pochen auf die „suprema potestas“, die höchste Amtsgewalt des Papstes, am Ende der Synode 2015. Was also sagt Papst Franziskus zur Homo-Ehe, zur wilden Ehe, zur zweiten Ehe und wie die Lieblingsthemen alle heißen? Erweist sich Franziskus als Revolutionär im Vatikan, als liberaler Reformer, oder ist er konservativ „zurückgekrebst“? Die Antwort ist schlicht und ergreifend: Franziskus ist Papst, der Anwalt der Einheit, und als solcher hat er sich auch erwiesen.

Vor allem die Einheit der Lehre. Gibt es neue Normen, vielleicht sogar einen Bruch in der Lehre? Ein schlichtes Nein. Franziskus verwahrt sich ausdrücklich dagegen und erinnert, „dass man von der Synode oder von diesem Schreiben keine neue, auf alle Fälle anzuwendende generelle gesetzliche Regelung kanonischer Art erwarten durfte“ (300). Gewiss, vor Beginn der Synode 2014 hatte man den Eindruck, das Apostolische Schreiben „Familiaris consortio“ von Johannes Paul II. (1981) sei Schnee von gestern und seine „Theologie des Leibes“ tauge nur noch für theologiegeschichtliche Oberseminare. Jetzt schreibe die Kirche ihre Sexuallehre neu. Weit gefehlt! 26 Mal erwähnt Franziskus das Schreiben und macht sich Kernaussagen zu eigen. Ebenso sind die berühmten Mittwochskatechesen des polnischen Papstes zentrale Inspiration für seine Aussagen zu Liebe, Leiblichkeit und Fruchtbarkeit (155f.). Zudem erinnert er daran, dass Einheit und Unauflöslichkeit der Ehe nicht zur Diskussion stehen. Hier und da wünscht man sich ein ausdrücklicheres Eintreten für diese Überzeugung. Doch dies legt nur die Aussageabsicht umso klarer frei: die Ermutigung zur unermüdlichen Seelsorge selbst in den scheinbar schwierigsten Situationen.

Völlig legitim und traditionelle Lehre ist es dabei, den Blick auf die „praktische Unterscheidung angesichts einer Sondersituation“ zu lenken, die aber „nicht in den Rang einer Norm erhoben werden kann“ (304). Sprich: Normen werden nicht relativiert oder gar umgewertet, wohl aber ist es Aufgabe kluger, kirchlicher Seelsorge, die Normanwendung genau zu prüfen. Hier wird noch eine Menge Arbeit auf die Theologenausbildung zukommen, damit angehende Seelsorger zu dieser Prüfung auch wirklich befähigt sind.

Einheit aber auch des Bischofskollegiums. Streckenweise wirkt „Amoris laetitia“ wie eine Relecture der beiden Familiensynoden. 32 Mal führt das Schreiben die Synode von 2014 an, 53 Mal die von 2015. Franziskus hat auf die mutigen, ja prophetischen Stimmen bei den Synoden und in deren Umfeld gehört: „Ich danke für viele Beiträge, die mir geholfen haben, die Probleme der Familien der Welt in ihrem ganzen Umfang zu betrachten“ (4). Respektvoll, anerkennend und demütig macht er sich zum Sprachrohr des Weltepiskopates, ohne seine eigene Stimme unkenntlich zu machen. (Nebenbei vollbringt er damit das Werk der Barmherzigkeit, wenigstens drei zukünftigen Doktoranden Stoff für Arbeiten unter dem Titel „Der Papst und die Synoden“ geliefert zu haben!) Kollegialität ist für ihn kein bloßes Schlagwort. Für eine so robuste Autorität wie den Menschen Jorge Mario Bergoglio brauchte es dafür sicher einen Lernweg. Er ist ihn gegangen, zum Wohl der Kirche und der Menschen.

Und nun konkret: Was sagt Franziskus zur Familienplanung? Da ist der geradezu entwaffnende Satz: „Die kinderreichen Familien sind eine Freude für die Kirche“ (167). Eher en passant, aber unmissverständlich erinnert er an „Humanae vitae“ und ermutigt „zur Anwendung der Methoden, die auf den ,natürlichen Zeiten der Fruchtbarkeit‘ (Humanae vitae, 11) beruhen“ (222, vgl. 80). Ein wenig mehr dazu hätte man sich vom Fünften Kapitel („Die Liebe, die fruchtbar wird“) erwarten dürfen, trotz mancher schöner Passagen, etwa wenn es tröstliche Worte für ungewollt kinderlose Paare findet.

Wie die beiden Synoden weist „Amoris laetitia“ vor- und außereheliches Zusammenleben klar auf die Ehe als Ziel hin, will zugleich aber wertschätzend auf solche Paare zugehen. Dieser Weg liegt Papst Franziskus, und gerne greift er auf die Unterscheidung zurück: Gesetz der Gradualität ja, aber keine Gradualität des Gesetzes. Wichtig ist, dass er dies auch jeder Seelsorge als unerlässlichen Maßstab vorschreibt: „Da es im Gesetz selbst keine Gradualität gibt (vgl. Familiaris consortio, 34), wird diese Unterscheidung niemals von den Erfordernissen der Wahrheit und der Liebe des Evangeliums, die die Kirche vorlegt, absehen können“ (300). Überraschend deutlich warnt er sogar vor einer solchen Verwechslung, „um die schwerwiegende Gefahr falscher Auskunft zu vermeiden wie die Vorstellung, dass jeder Priester schnell ,Ausnahmen‘ gewähren kann“ (300). Ohne Erläuterung missverständlich erscheint dann aber die Behauptung: „Daher ist es nicht mehr möglich zu behaupten, dass alle, die in irgendeiner sogenannten ,irregulären‘ Situation leben, sich in einem Zustand der Todsünde befinden und die heiligmachende Gnade verloren haben“ (301). Denn dies setzt voraus, dass solche Paare ernsthaft eine Ordnung ihrer Beziehung im Sinn eines enthaltsamen Miteinanders anstreben. Dass jemand „sich in einer konkreten Lage befinden [kann], die ihm nicht erlaubt, anders zu handeln und andere Entscheidungen zu treffen, ohne eine neue Schuld auf sich zu laden“ (301), schließt doch ein, alles Mögliche zu tun, um den Geboten treu zu sein. Mehrfach wird für die Berücksichtigung „mildernder Umstände“ auch Thomas von Aquin angeführt, aber leider gegen dessen eigene Intention. Eine solche Steinbruch-Scholastik ist bedauerlich, aber leider inzwischen auch in einigen moraltheologischen Handbüchern anzutreffen.

Und die homosexuellen Verbindungen? Franziskus hat sicher gut daran getan, das Thema weitgehend aus seinen Überlegungen zur Familie herauszuhalten (250f.). Selbstverständlich ist er aber gegen eine Gleichstellung dieser Verbindungen mit der Ehe: „Die eheähnlichen Gemeinschaften oder die Partnerschaften zwischen Personen gleichen Geschlechts, zum Beispiel, können nicht einfach mit der Ehe gleichgestellt werden“ (52). Stattdessen ermutigt er zur Begleitung, damit die Betroffenen „Hilfen bekommen können, um den Willen Gottes in ihrem Leben zu begreifen und ganz zu erfüllen“ (250).

Schließlich die zweite Ehe nach Scheidung, zwischenzeitlich das Thema der Diskussion. Ausführlich geht „Amoris laetitia“ im achten Kapitel darauf ein. Die Leitperspektive ist die Inklusion: „Die Zerbrechlichkeit begleiten, unterscheiden und eingliedern“. Niemand soll sich aus der Kirche ausgeschlossen fühlen: „Niemand darf auf ewig verurteilt werden, denn das ist nicht die Logik des Evangeliums!“ (297). Die konkreten Möglichkeiten des Mittuns werden ausgelotet. Gleichzeitig hält der Papst eindeutig und ohne Wenn und Aber an der Unauflöslichkeit der Ehe fest. Für die in einer neuen Beziehung Lebenden setzt er auf viererlei: die Unterscheidung zwischen der objektiven Ungeordnetheit der Lebensweise und der Frage subjektiver Schuld angesichts der etwas unglücklich so genannten „mildernden Umstände“, das verantwortliche Gewissen, die kluge und mitfühlende seelsorgliche Begleitung und der Wille zum schrittweisen Wachstum in der Liebe inmitten der schwierigen Situationen. All das kann vollkommen im Rahmen der traditionellen Lehre verstanden werden. Es ist aber doch streckenweise sehr unscharf formuliert. Leider fehlt der ausdrückliche Verweis auf die Enthaltsamkeit als Weg, auch in zweiter Ehe dem Willen Gottes zu entsprechen. Wohlgemerkt, der Papst bejaht die Lehre seiner Vorgänger uneingeschränkt und nimmt keinerlei Korrektur vor. Insofern sind Schuld, Gewissen, Seelsorge und Wachstum weiterhin an deren Prinzipien gebunden. Doch eine kleine Erinnerung daran hätte den Text vor großen Missverständnissen bewahrt. So könnte es passieren, dass man jetzt etwa auf der Ebene von Bischofskonferenzen Regelungen sucht, die diese Prinzipien vernachlässigen, und sich dabei fälschlich auf das Wort des Papstes beruft: „Außerdem können in jedem Land oder jeder Region besser inkulturierte Lösungen gesucht werden, welche die örtlichen Traditionen und Herausforderungen berücksichtigen“ (3). Jede solche Lösung muss nach dem Dokument jedoch im Rahmen der kirchlichen Ehelehre bleiben.

Bemerkenswert ist dagegen, dass der Kommunionempfang Wiederverheirateter nicht angesprochen ist oder gar ausdrücklich dazu ermutigt wird, auch nicht in Einzelfällen. Nur in den zwei Fußnoten 336 und 351 wird auf die Hilfe der Sakramente hingewiesen, ohne dass die geltende Verhinderung wiederverheirateter Geschiedener damit aufgehoben wird. Dasselbe gilt übrigens auch für den Kommunionempfang in einer konfessionsverschiedenen Ehe (247).

Notwendigerweise bestimmen die „Grausamkeiten“ die erste Einschätzung von „Amoris laetitia“. Doch das ist nicht alles, ja nicht einmal das Beste an diesem Dokument. Es nennt Probleme und Belastungen beim Namen, auch die „gender“-Ideologie (56). Es ermutigt zu einer intensiven Ehevorbereitung und -begleitung. Umso mehr kann man nur die Bitte von Papst Franziskus beherzigen, das Dokument nicht „hastig ganz durchzulesen“. Familien und Seelsorger sollten „es Abschnitt für Abschnitt geduldig vertiefen… oder nach dem suchen, was sie in der jeweiligen konkreten Situation brauchen“ (7). Dann erst entfaltet es seinen Reichtum an christlicher Lebensweisheit, seine eigentliche Stärke. Wer dagegen nach einer neuen Lehre sucht, der sucht darin vergebens
http://www.die-tagespost.de/kirche-aktue...t;art312,168510
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