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von esther10 08.02.2016 00:58

Anti-Terror Razzia nahe MainzErmittler durchsuchen Wohnung von mutmaßlichem IS-Kommandeur
Montag, 08.02.2016, 12:30



Ermittler haben in der Nähe von Mainz die Wohnung eines mutmaßlichen ehemaligen IS-Kämpfers durchsucht. Es ist die zweite Aktion gegen Dschihadisten innerhalb einer Woche: Erst vor wenigen Tagen hatte es Razzien in Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gegeben.

Bei einer Anti-Terror-Razzia bei Mainz haben Ermittler Wohnungen von zwei Männern durchsucht. Sie seien verdächtig, sich im syrischen Bürgerkrieg an einer ausländischen terroristischen Vereinigung beteiligt zu haben, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Sonntag. Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen lägen bisher nicht vor. Um welche Vereinigung es sich handele, müssten die Ermittlungen zeigen.
Beschuldigter bestreitet Vorwürfe

"Spiegel Online" berichtete, bei einem der Beschuldigten handele es sich um einen mutmaßlichen ehemaligen Kommandeur der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Der 32-Jährige halte sich seit Herbst als Flüchtling in Deutschland auf. Auf Anfrage von Spiegel TV, die noch vor der Razzia stattfand, habe er bestritten, jemals beim IS gewesen zu sein. Dem Bericht zufolge fand der Polizeieinsatz am Sonntag in dem Dorf Sankt Johann im rheinhessischen Landkreis Mainz-Bingen statt.

Erste Razzia zerschlug Terrorzelle

Bei dem Einsatz handelt es sich um die zweite Polizei-Aktion gegen mutmaßliche Dschihadisten binnen einer Woche. Bei einer Razzia am Donnerstag in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten Ermittler eine mutmaßliche islamische Terrorzelle zerschlagen.
Vier IS-Anhänger sollen womöglich einen Anschlag in Berlin geplant haben. Ermittelt wird gegen vier Algerier im Alter zwischen 26 und 49 Jahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Es gab zwei Festnahmen.

hier geht es weiter

http://www.focus.de/politik/deutschland/...id_5267472.html

von esther10 08.02.2016 00:54

Prof. Dr. Jörg Meuthen lehnt Forderung nach einem EU-Finanzministerium ab
Veröffentlicht: 8. Februar 2016 | Autor: Felizitas Küble

Zur Forderung nach einem Europäischen Finanzministerium erklärt der Vorsitzende der AfD, Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto):

„Der erneute Vorstoß von Jens Weidmann und seinem französischen Amtskollegen de Galhau, weitere Souveränität und Befugnisse zugunsten eines EU-Finanzministeriums nach Europa abzugeben, ist für die Mitgliedstaaten brandgefährlich und die absolut falsche Abbiegung am propagierten Scheideweg. Diese vorgeschlagene Variante ist ein Irrweg. Er führt direkt in einen europäischen Schuldensozialismus. k-DSC_7131-160x200



Wenn man innerhalb der EZB davon spricht, dass ein solches Finanzministerium Krisen im Eurogebiet besser bewältigen könne, dann bedeutet dies de facto nichts anderes als eine Transferunion, in der die weniger verschuldeten für die höher verschuldeten Mitgliedstaaten haften.

Das widerspricht erneut diametral dem Geist des Vertrages von Maastricht, der die vertragliche Grundlage für die Existenz der Gemeinschaftswährung bildet. Dass das nicht funktionieren kann, zeigt die immer noch schwelende Griechenlandkrise, die mitnichten gelöst wurde.

Ganz anders wäre es mit einem dezentralen Ansatz auf der Grundlage von Eigenverantwortung, der dem Geist von Maastricht, den Geist der Subsidiarität, vielmehr entspricht. Zu dem hatten sich die Mitgliedsstaaten ja auch verpflichtet.

Das Vertrauen in den schwer beschädigten Euro gewinnt man sicherlich nicht dadurch zurück, in dem man die Fehler aus der Vergangenheit nun auch noch festzementiert. Jetzt ein ‚more of the same‘ ist tödlich.

Finanzminister Schäuble muss hier seiner Verantwortung gegenüber den Steuerzahlern endlich einmal gerecht werden und eine solche Entwicklung entschlossen verhindern. Tut er das nicht, beweist er erneut, dass er nicht die Interessen derer vertritt, die den Haushalt finanzieren. Leider ist nach aller Erfahrung eine solche Interessenvertretung der deutschen Steuerzahler mit diesem Finanzminister nicht zu erwarten.“

von esther10 08.02.2016 00:54

„Die Schönheit der Sexualität retten!“
„Theologie des Leibes“ des heiligen Papst Johannes Paul II. kann als eine Art Medizin gegen diese modernen Auswüchse gesehen werden.

Erstellt von kathnews-Redaktion am 4. Januar 2016 um 09:18 Uhr


Papst Johannes Paul II.
Von Markus Lederer:

Wird die menschliche Sexualität eigentlich noch konkret als etwas Schönes erfahrbar oder ist die menschliche Sexualität entweder an Zwang, Trieb, schlechten Erfahrungen oder Missbrauch geknüpft. Zumeist stehen die ersten konkreten Erfahrungen von Jugendlichen in Zusammenhang mit der „ersten großen Liebe“, der „netten Urlaubsbekanntschaft etwa in Lloret de Mare“ oder einen anonymen Discotanzpartner, den man weder zuvor richtig kennengelernt hat, noch große Sympathien für ihn hegt.

Doch ganz ehrlich gesagt, bleiben diese Personen? Besteht das Band der „Liebe“ noch? Sind diese ersten Bekanntschaften mit der Sexualität schön oder hinterlassen sie nicht nur tiefe Narben, die kennzeichnend werden für den künftigen Umgang mit der menschlichen Sexualität? Stumpft man nicht gleichzeitig mit der Anzahl an Sexualpartnern immer mehr ab und verliert so immer mehr ein Gefühl von Heiligkeit, Schönheit, Einzigartigkeit dieses intimsten Momentes, der zwischen zwei Menschen ausgelebt werden kann? Ist es nicht eine radikale Perversion, wenn Menschen miteinander das Intimste ausleben, die sich weder vorher die Hand gegeben haben oder sich liebevoll küssten? Ist es nicht unnatürlich, wenn man Mittel benutzt, welche die wunderschöne Konsequenz der menschlichen Sexualität, der Geburt eines Kindes, verhindern?

Genau vor diesen tiefen Wunden und dem Verlust der Schönheit und Heiligkeit der menschlichen Sexualität will die kirchliche Sexualmoral schützen. Insbesondere Johannes Pauls II. „Theologie des Leibes“ kann als eine Art Medizin gegen diese modernen Auswüchse gesehen werden. Zunächst wird in ihr die Heiligkeit des menschlichen Leibes herausgestellt. Dadurch ist automatisch die sexuelle Begierde nicht etwas Verwerfliches, sondern an sich gut. Schlecht wird diese Begierde erst, wenn sie nicht geordnet ist.

Der Ort an dem diese sexuelle Begierde ausgelebt werden soll, ist die Ehe. Durch „kein Sex vor der Ehe“ soll somit kein Verbotskatalog aufgestellt werden, sondern der Mensch vor Irrwegen und Missbrauch geschützt werden. Unordentliche Auslebung der Sexualität ist immer dann gegeben, wenn sie die andere Person ver-objektiviert – als Mittel zur eigenen Befriedigung missbraucht – oder den natürlichen Zweck – der Weitergabe des Lebens – ausschließt.

Ein möglicher Ausweg im Sinne der „Theologie des Leibes“ wäre, dass man sich:

Der Schönheit und Heiligkeit der menschlichen Sexualität wieder bewusst wird.
Daran zurückerinnert, dass durch die menschliche Sexualität nicht ein Trieb besänftigt werden soll, sondern Leben weitergegeben wird.
Prüft, ob man die sexuelle Begierde insoweit beherrscht, dass man andere Menschen nicht ver-objektiviert, missbraucht und somit einen anderen Menschen auf einen Aspekt reduziert (Pornographie, Unkeuschheit etc.).
Foto: Papst Johannes Paul II. – Bildquelle: Eric Draper, White House
http://www.kathnews.de/die-schoenheit-der-sexualitaet-retten

von esther10 08.02.2016 00:51

Homosexueller Publizist Riehle kritisiert Intoleranz in den eigenen CSD-Reihen

Veröffentlicht: 8. Februar 2016 | Autor: Felizitas Küble
Von Dennis Riehle

Mit Unverständnis reagiere ich als Mitglied des „CSD Konstanz-Kreuzlingen e.V.“ über den Protest des Vereins gegen den Auftritt der Referentin Gabriele Kuby am 12. Februar 2016 im Rahmen der „Ring 2000 Erwachsenenbildung“ der Kreuzlinger Pfarreien St. Stefan und St. Ulrich zum Thema „Gender Mainstreaming“. Riehle, Dennis_5



In der „Kreuzlinger Zeitung“ (http://www.kreuzlinger-zeitung.ch/2016/0...ene-referenten/) wurde gegen die Autorin gewettert, wobei eine Vielzahl von undifferenzierten Darstellungen einen Eindruck hinterlassen, der aus meinen persönlichen Erfahrungen mit der Rednerin ihre tatsächlichen Haltungen in keinerlei Falle wiedergibt.

Wer Homosexualität und Heterosexualität nicht als „gleich“ bezeichnen will, der ist noch lange nicht „homophob“! Mit dieser Keule wird die Meinungsfreiheit zunehmend einzuengen versucht, das ist für mich als Homosexuellem nicht akzeptabel.

Zweifelsohne trennen Frau Kuby (siehe Foto) und mich verschiedene Standpunkte: Ich würde auch die „ausgelebte“ Homosexualität nicht zwingend als Sünde bezeichnen, verstehe ich doch die ursprünglichen Textstellen der Bibel, die für die Rechtfertigung dieser Einstufung herbeigeführt werden, anders.

Dass in einer sexualisierten Gesellschaft aber besonders auch in der schwul-lesbischen „Szene“ eine ganz herausstechende Tendenz zu Oberflächlichkeit, vollkommener sexueller Ausuferung und einer Reduktion der Sexualität auf die reine Befriedigung von Trieben besteht, ist gleichsam aus meinen Erlebnissen in diesem Umfeld nicht zu bestreiten.

Schrille Parade erweist Homosexuellen einen Bärendienst

Gerade von einem Verein wie dem CSD e.V. würde ich mir daher auch mehr selbstkritisches Denken erwarten, denn nicht zuletzt muss die Frage erlaubt sein, ob eine schrille, anzügliche Parade noch etwas mit dem zu tun hat, was sie ursprünglich verkörperte: den politischen Einsatz gegen Diskriminierung. Heute sind es Veranstaltungen wie diese bunten Umzüge, die Vorurteile gegenüber Homosexuellen bestärken und dem Unverständnis über manch Schwule und Lesben einen vermeidlichen Bärendienst erweisen.



Das beständige Einfordern von neuen und mehr Rechten wirkt auf mich befremdlich. Ich lehne jede Form der Missachtung persönlicher Integrität ab, egal, wen jemand liebt. Ich bekenne mich zu den unabänderlichen Menschenrechten, die uns allen zuteilwerden müssen – ohne jegliche Beschränkung.

Unsere Grundrechte sehen allerdings legitimerweise eine Schutzbedürftigkeit besonderer Personengruppen, Institutionen und Eigenschaften vor. Dass jedwede heterosexuelle Verbindung der homosexuellen nicht in der Liebe, wohl aber in ihrer Bedeutung für die Fortpflanzung und damit den existenziellen Fortbestand des menschlichen Lebens „überlegen“ ist, erachte ich auch als Schwuler als eine Tatsache, die nach meiner Auffassung keines Widerspruchs bedürfte.

Daraus leitet sich für mich entsprechend dieser besondere Stand der heterosexuellen Ehe ab, den unsere Verfassung definiert; die Unterscheidung zu einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft halte ich schon deshalb für notwendig, weil diese sich nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern aus der Evolution heraus, praktisch und ebenso ideell gesehen, als vollkommener gestaltete Ergänzung präsentiert.

Entsprechend ist damit Familie vornehmlich auch dort, wo diejenigen sind, die zu einem Kind die engste Beziehung haben – nämlich die leiblichen Eltern. Das besagt nicht, dass Homosexuelle nicht zur Erziehung „taugen“ würden. Doch eine Bevorzugung verschiedengeschlechtlicher Elternschaften (im besten Falle selbstverständlich die zum Kinde blutsverwandten) ist für mich nicht nur hinnehmbar, sondern vor allem auch nachvollziehbar.

Diese Selbstverständlichkeit braucht auch keine (ohnehin bislang nur über kurz aussagekräftige Zeiträume vorliegenden) Studien, die trotz erheblicher Zweifel an ihrer wissenschaftlichen Argumentation keinerlei Nachteile für Kinder sehen, die in homosexuellen Beziehungen aufwuchsen. Dass heterosexuelle Paare einen weitergehenden Beitrag für unser aller Wohl leisten können, ist eine natürliche Gegebenheit, die ich als Schwuler annehmen muss.

Würdigung der Ehe ist keine Entwürdigung der anderen

Ich sehe mich aber nicht dadurch diskriminiert, dass heterosexuelle Bindungen einer herausragenden Obhut unterworfen werden, wenn dies der Allgemeinheit dienlich scheint. Denn eine Würdigung des Einen bedeutet nicht unmittelbar die Entwürdigung des Anderen.cropped-ZIM_5640



Meines Wissens hat Frau Kuby „Homosexualität“ nie als eine Ausprägung der sexuellen Orientierung verurteilt. Sie bemängelte den Geschlechtsverkehr zwischen Männern beziehungsweise Frauen untereinander, betonte aber gleichzeitig auch, dass sie aus ihrem Glauben und ihren Wertvorstellungen heraus jeden außerehelichen Beischlaf ablehnt. Der Respekt vor den Anschauungen andersdenkender Menschen gebietet mir auch, diese Sichtweise anzuerkennen, ohne sie damit gleichsam teilen zu müssen.

Der Aufschrei über einen Vortrag, über dessen Inhalte im Vorfeld lediglich bekannt ist, dass er sich mit der Frage der Rollenverständnisse in unserer modernen Gesellschaft befassen wird, wirkt auf mich unehrlich. Wer erörtert, ob die Annäherung der unterschiedlichen sozialen Geschlechter aneinander (und zu biologischen Identitäten darüber hinaus auch miteinander) in Richtung einer willkürlichen Gleichmacherei denn tatsächlich hilfreich sein kann, ist kein Hetzer, sondern lässt Vernunft in seiner Abwägung walten.

Ich persönlich muss nun überprüfen, ob ich dem CSD e.V. weiterhin als Mitglied angehören will. Denn einst hatte ich gehofft, dass er sich den wirklich notwendigen Forderungen nach Respekt vor jedem Individuum, nicht aber dem populistischen und vor allem unhinterfragten Rufen einer Lobbybewegung verschreibt, die im Austeilen von Vorwürfen groß ist, aber in der Eigenreflexion versagt. Hauptsache, man ist dagegen, egal, ob damit weit am Ziel vorbeigeschossen wird!

Die Tendenz, lieber zu demonstrieren, statt miteinander zu reden, beunruhigt mich – und auch im aktuellen Falle wäre es den schwul-lesbischen Kollegen gut angestanden, anstelle in eine sture Widerrede ohne Ahnung einzustimmen, den Dialog mit Frau Kuby über Streitpunkte und Positionen zu suchen. Das werde zumindest ich weiterhin tun.

Dennis Riehle, Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 Konstanz
Webpräsenz: http://www.Dennis-Riehle.de

von esther10 08.02.2016 00:50



Sonnenuntergang in Düsseldorf am Rhein. Nach den Übergriffen auf Frauen an Silvester in Köln hat sich in Düsseldorf mit Hilfe von Facebook die Gruppe "Düsseldorf passt auf" mit mehreren Tausend Menschen gebildet, die in der Stadt für mehr Sicherheit sorgen will, meldet dpa.Foto: Patrik Stollarz/Getty Images

Auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz kam es in der Silvesternacht zu einer spontanen Versammlung von 500 bis 1000 jungen Männern, die nach ersten Aussagen der Kölner Polizeiführung "dem Aussehen nach aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum" stammten. Dem widersprachen die vor Ort eingesetzten Polizisten. Die Personenkontrollen hätten ergeben, dass es sich nur bei einer kleinen Minderheit um Nordafrikaner handele, beim Großteil der Kontrollierten um Syrer. (1)

Zeitlicher Ablauf, bis Köln in die Medien kam

Frauen wurden in der Silvesternacht sexuell belästigt und ausgeraubt - über hundert Anzeigen liegen vor. Bundes-Justizminister Heiko Maas sprach am 5. Januar von "abscheulichen Übergriffen" und einer völlig neuen "Dimension organisierter Kriminalität" (2).

Am 6. Januar 2016 gab die ehemalige Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld einen unerschrockenen Kommentar ab, in dem sie darauf verweist, dass es ganze fünf Tage dauerte und des geballten Drucks der sozialen Medien bedurfte, bis sich einige wenige "Qualitätsmedien" am 5. Januar 2016 entschlossen, über die ungeheuerlichen Vorgänge von Köln, Hamburg und Stuttgart überhaupt zu berichten.

Dann aber brach die Medienflut los. Auf einmal entrüsteten sich Viele, die vorher Warnungen als fremdenfeindlich abgetan hatten. Den dreistesten Kommentar fand Lengsfeld im "Flensburger Tageblatt". Da war zu lesen: "Es wird Zeit, dass Deutschlands Männer und Frauen endlich aufstehen und sagen: So nicht."
http://www.epochtimes.de/politik/deutsch...g-a1297614.html

Es beginnt bei Jugendlichen ohne eigene Familien

Englische Reporter haben auf der griechischen Insel Lesbos ein "Migranten-Handbuch" mit dem Titel "Wie komme ich am besten nach Europa" gefunden mit einer Anleitung, wie man dort erfolgreich Rechte einfordern kann. Finanziert und herausgegeben wird die Publikation von der Organisation "W2EU" (For freedom of movement: Independent information for refugees and migrants coming to Europe), eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die zum Open-Society-Netzwerk von George Soros gehört. (12)

Speerspitzen des Umsturzes sind meist kleine Gruppen von Jugendlichen ohne eigene Familie. Sie wurden bisher über Prepaid-Handys zwecks schneller und flexibler Bildung von Demonstrantengruppen (Flash Mob), in den letzten Jahren vermehrt über Internet, besonders mittels Facebook- und Twitter koordiniert. Mit der dauerhaften Besetzung des wichtigsten Platzes (Maidan, Tahir) in der jeweiligen Hauptstadt wurde eine maximale Öffentlichkeit ermöglicht.

Die Kriege - vom Balkan über Nordafrika bis nach Afghanistan - konnten bisher nur über die logistische Basis und operative Drehscheibe Deutschland geführt werden. In Stuttgart nämlich befinden sich die US-Hauptquartiere der Regionalkommandos von Europa und Afrika.

Könnten die in Köln und anderswo als "organisierte Kriminalität" erkannten Ereignisse nicht ebenso Vorboten bzw. die Vorbereitung eines kommenden Umsturzes sein? Zumindest sollten die Erfahrungen aus den "farbigen Revolutionen" bei der Untersuchung der Ereignisse einfließen.

Wenn sich Deutschland nicht den US-Kriegen verweigert, hören die Flüchtlingsströme nicht auf
Solange sich Deutschland nicht den US-Kriegen und den willkürlichen "Regime-Changes" verweigert und auf die Wiederherstellung eines funktionsfähigen Völkerrechtssystems dringt, werden die Flüchtlingsströme nicht aufhören.

Sollte es im Verlauf des Jahres 2016 dem machtpolitischen Dreieck USA - Russland - China nicht gelingen, die Konfliktherde Mittlerer Osten, Südchinesisches Meer und Ost-Ukraine zu entschärfen, dann könnten sich diese Konflikte ab 2017 wie ein Krebsgeschwür auf andere Regionen dieser Welt ausdehnen. Es ist höchste Zeit für ein Umdenken! (14)

Die Qualitätsmedien und der Abbau von Freiheitsrechten in Deutschland
Leider ist zu befürchten, dass von Politik und Medien ein Klima der Angst und des Schreckens geschürt wird, in der Absicht, in Deutschland die Freiheitsrechte weiter abzubauen, um ein autoritäres Regime zu errichten.

https://www.facebook.com/TheEpochTimes.Deutschland
hier geht es weiter

http://www.epochtimes.de/politik/deutsch...g-a1297614.html

von esther10 08.02.2016 00:50

Kein Sünder ist ohne Zukunft
Papst Franziskus predigt über Salbung Davids zum König.

Erstellt von Radio Vatikan am 20. Januar 2016 um 09:29 Uhr


Foto: Beichtstuhl, St. Leonhard in Leonberg
Vatikan (kathnews/RV). Gott sieht nicht aufs Äußere, sondern auf das Herz: Das unterstrich Papst Franziskus in seiner Frühmesse vom Dienstag. Seine Predigt kreiste um die Lesung aus dem Ersten Buch Samuel (16,1-13), die die Salbung Davids zum König schildert. Der Prophet Samuel salbt in diesem Text auf Gottes Geheiß hin ausgerechnet den Jüngsten der Söhne des Isai, der dafür vom Feld herbeigeholt werden muss.

„Wir sind so oft Sklaven des äußeren Scheins, Sklaven des Eindrucks, und davon lassen wir uns hinreißen… Aber der Herr weiß die Wahrheit. Und darum diese Geschichte: Alle sieben Söhne des Isai treten auf, aber keinen von ihnen wählt der Herr. Den Samuel bringt das ein bisschen in Schwierigkeiten, er sagt zum Vater: Sind das denn alle deine Söhne, diese sieben? – Na ja, einen gibt’s da noch, den Kleinen, aber der zählt nicht, der ist bei der Herde. – In den Augen der Menschen zählte dieser Junge nicht.“

Doch ausgerechnet diesen Jungen hatte sich der Herr erwählt, und darum weist er Samuel an, diesen zu salben. Von diesem Tag an, so paraphrasierte Franziskus den Bibeltext, sei „der Geist des Herrn über David“ gewesen, sein ganzes Leben lang – aber was heiße das eigentlich genau? „Hatte der Herr ihn etwa zu einem Heiligen gemacht?“ Nein, gab der Papst selbst die Antwort. „König David wird zwar zum heiligen König David, das stimmt – aber erst nach einem langen Leben“, einem Leben auch vieler Sünden.

„Heiliger und Sünder! Ein Mann, der das Reich zu einen wusste, der das Volk Israel voranzubringen verstand. Aber er hatte so seine Versuchungen… er hatte seine Sünden: Sogar ein Mörder war er! Um seine Sünde des Ehebruchs zu vertuschen, hat er einen Mord befohlen. – Was denn – der heilige König David hat getötet? – Aber als Gott ihm den Propheten Natan geschickt hat, um ihm diese Realität vor Augen zu stellen (weil ihm diese Barbarei, die er angeordnet hatte, nicht völlig zu Bewusstsein gekommen war), da hat er eingestanden: Ich habe gesündigt. Und er hat um Vergebung gebeten.“

Noch einiges andere hielt Papst Franziskus dem biblischen König David zugute: Als er vor seinem aufständischen Sohn Absalom fliehen musste, habe er die Bundeslade nicht mitgenommen, um Gott nicht für seine Zwecke zu instrumentalisieren. Und als er beleidigt wurde, habe er in seinem Herzen gedacht: „Das habe ich verdient.“ Auch habe er seinen Vorgänger im Königsamt, Saul, nicht getötet, obwohl er die Gelegenheit dazu hatte. So sei David gewesen: „großer Sünder, aber auch Büßer“. Das Wort „pentito“, das der Papst hier verwendete, wird in Italien übrigens gemeinhin für reuige Mafiosi gebraucht.

David ist die erste biblische Figur, die für uns Heutige historisch einigermaßen greifbar ist und mit der sich sogar klare historische Daten verbinden lassen. Ihn bewege „das Leben dieses Mannes“, sagte der Papst, es lasse ihn an unser aller Leben denken: „Wir alle sind vom Herr durch die Taufe dazu auserwählt, zu seinem Volk zu gehören und Heilige zu sein; wir alle sind vom Herrn Gesalbte auf diesem Weg der Heiligkeit. Wenn ich diese Vita lesen, vom Jugendlichen bis zum alten Mann, der so viel Gutes und so viel nicht so Gutes getan hat, dann denke ich mir, dass es auf dem christlichen Weg keinen Heiligen ohne Vergangenheit gibt. Und keinen Sünder ohne Zukunft…“
http://www.kathnews.de/kein-suender-ist-ohne-zukunft

von esther10 08.02.2016 00:46

Verbot der Handkommunion – Diözese veröffentlichte Dekret

Die Instruktion „Redemptoris Sacramentum'" der römischen Gottesdienstkongregation von 2004 mahnt ausdrücklich ein Verbot der Handkommunion an, „wenn die Gefahr einer Profanisierung“ besteht.


Erstellt von kathnews-Redaktion am 3. Februar 2016 um 17:24 Uhr
Kelch
La Paz (kathnews/katholisches.info). Am 16. August 2015 gab Bischof Krzysztof (Cristobal) Bialasik SVD von Oruro in Bolivien das Verbot der Handkommunion in seiner Diözese bekannt. Erlaubt sei nur mehr die Mundkommunion. Bischof Bialasik reagierte damit auf Vorfälle, bei denen konsekrierte Hostien als Handkommunion empfangen und dann mitgenommen wurden. Es sei „unerträglich“, so der Bischof, daß man nicht wisse, was mit dem Leib Christi geschehen ist.

Mundkommunion nach wie vor ordentliche Form
Am 6. Januar 2016 unterzeichnete Bischof Bialasik nun das entsprechende kirchenrechtliche Dekret, mit dem das Verbot der Handkommunion formalisiert wurde. Adelante la Fe veröffentlichte das „Dekret zum Empfang der Heiligen Kommunion in den Mund“

Der Bischof führt dabei die geltenden kirchlichen Bestimmungen an. Keine sieht vor, daß die Handkommunion die ordentliche Art zum Empfang der Heilige Kommunion ist. Laut Lehramt und Kirchenrecht ist die Mundkommunion die einzige ordentliche Form, den Leib Christi zu empfangen. Die Handkommunion, so der Bischof, sei „nur als Indult“ erlaubt, die von Fall zu Fall einer Bischofskonferenz, wenn diese es wünscht, gewährt werden könne. Die Zuständigkeit liegt ausschließlich beim zuständigen Diözesanbischof. Bischof Bialasik verweist auf die Instruktion Redemptoris Sacramentum der römischen Gottesdienstkongregation vom April 2004, die ausdrücklich ein Verbot der Handkommunion anmahnt, „wenn die Gefahr einer Profanisierung“ besteht.

Gründe für das Verbot der Handkommunion
Der Bischof von Oruro nennt im Dekret drei Gründe für das von ihm am 16. August ausgesprochene Verbot der Handkommunion: „um den würdigen Empfang der Eucharistie zu fördern“, „um den Glauben an die Realpräsenz Jesu Christi zu stärken“ und „um die Profanisierung des Leibes Christi zu vermeiden“.

Die entscheidende Stelle des Dekrets lautet: „Wir bekräftigen für die Diözese Oruro die Verpflichtung, das universale Kirchengesetz zum Empfang der Kommunion in den Mund zu befolgen, da der Indult, die Kommunion auf die Hand empfangen zu können, nicht zur Anwendung kommt.“ Das Dekret wurde in der Februarausgabe des Amtsblattes der Diözese veröffentlicht.

Bischof Cristobal (Krzysztof) Bialasik wurde 1958 in Zbąszynek (Neu-Bentschen) geboren und ist Steyler Missionar. 1985 wurde er von Erzbischof Henryk Kardinal Gulbinowicz von Breslau zum Priester geweiht. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn 2005 zum Bischof von Oruro. 2014 wurde in seiner Diözese die höchste Marienstatue der Welt (ohne Sockel) eingeweiht. Sie ist dem Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Candelaria del Socavón von Oruro nachempfunden.

Das Bistum Oruro wurde 1924 von Papst Pius XI. errichtet und ist Suffraganbistum der Erzdiözese Cochabamba. Es ist mit 53.000 Quadratkilometern größer als Niedersachsen und zählt etwa 440.000 Katholiken, 42 Priester und 42 Pfarreien.
http://www.kathnews.de/verbot-der-handko...ntlichte-dekret

von esther10 08.02.2016 00:43


"Unaufhaltsam – Europa wird muslimisch sein"

Die neue konservativ-nationale Regierung spaltet die polnische Bevölkerung. Auch die katholische Kirche, Wagenburg der Gesellschaft, ist sich uneins. Hier streiten konservative und liberale Kräfte.

Eine neue Teilung Polens liegt in der Luft. Diesmal sind es weder Preußen noch Russen, die Soldaten schicken, um sich einen Teil des Landes unter den Nagel zu reißen. Diesmal verläuft die Teilung quer durch die Gesellschaft – und sogar durch jenes Organ, das sich immer noch als das Herz der Nation versteht: die mächtige katholische Kirche, der fast 90 Prozent der Polen angehören.

Als der Pole Johannes Paul II. die Weltkirche führte, da war in seiner Heimat die Welt noch in Ordnung. Der "Jahrtausendpapst", wie ihn der "Spiegel" betitelte, gab vor Polens EU-Beitrittsreferendum 2003 ein klares Votum ab: Die institutionell vereinte europäische Familie sei die Heimat auch seines Landes. Doch er hielt auch die Konservativen in der Geistlichkeit bei der Stange. Er war das einigende Band.

Jetzt aber ist die EU krisengeschüttelt, und in Polen sind konservative, euroskeptische (genauer: EU-skeptische) Kräfte an die Macht gekommen, haben eine absolute Mehrheit im Parlament erobert. Was sie jetzt im Land veranstalten, kann man als "konservative Revolution" verstehen. Es herrscht Bedarf an Rückversicherung in der eigenen Tradition – und der Katholizismus gehört in Polen in besonderem Maße dazu.

Der am stärksten "politische" Hierarch scheint Bischof Tadeusz Pieronek zu sein, der frühere Sekretär der Bischofskonferenz. "Ich gehöre zu jenen fünf Prozent der polnischen Bevölkerung, die meinen, dass wir die Pflicht haben, Flüchtlinge aufzunehmen", sagte Pieronek der Zeitung "Rzeczpospolita".

Wo ist der gute Wandel?

Aber zugleich blickt der Bischof mit Fatalismus – oder Gottergebenheit? – auf Europa: "Frankreich und Belgien werden schon bald muslimisch sein. Nichts wird diesen Prozess aufhalten. Europa hat sich von Christus losgesagt und wird muslimisch sein." Aus seiner Sicht ist "Charlie Hebdo" ein Streiter für eine grenzenlose Freiheit, die vor keiner Religion haltmache, auch nicht der christlichen. Da klingt sogar Solidarität mit den Muslimen durch.

Er gilt als Liberaler: Kardinal Stanislaw Dziwisz, Erzbischof von Krakau© picture-alliance / i15/ZUMA Pres Er gilt als Liberaler: Kardinal Stanislaw Dziwisz, Erzbischof von Krakau


© picture-alliance / i15/ZUMA Pres Er gilt als Liberaler: Kardinal Stanislaw Dziwisz, Erzbischof von Krakau

Polen hat derweil seine eigenen Sorgen. Die in Nachtsitzungen durchs Parlament gepeitschten neuen Gesetze, die sich früher über Jahre erstreckenden, jetzt binnen Tagen vollzogenen Umbesetzungen in den Führungsetagen etwa der öffentlichen Medien haben die Gesellschaft gespalten. Pieronek hat Sympathie für manche Anliegen der neuen Regierung, aber die Methoden geißelt er: Die Wähler hätten für den "guten Wandel" (Wahlkampfparole) gestimmt, nicht für Revolution, Rechtsbruch und Spaltung.

hier geht es weiter
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/wel...sein/ar-BBp1JYL


.

von esther10 08.02.2016 00:41


Mit grenzenloser Barmherzigkeit in den Krieg

von Wolfgang Effenberger / Gastautor, Montag, 8. Februar 2016 16:03
US-Verteidigungsminister Carter begründete den neuen Umfang des Pentagon-Budgets mit fünf neuen Herausforderungen, die im Fokus der US-Verteidigungsplanung und Budgetierung liegen: 1. Russland, 2. China, 3. Nordkorea, 4. Iran, 5. Terrorismus. Wolfgang Effenberger auf Spurensuche


Wer auch immer beteiligt ist ... Wir brauchen neue Wege.Foto: MAX DELANY/AFP/Getty Image

Wer war für diesen Kürzungsbeschluss verantwortlich, und warum wurden keine Proteste seitens der europäischen Regierungen laut?
„Die Katastrophe muss ein Ende haben“, forderte Merkel nun am 4. Februar, stellte 2,3 Milliarden € in Aussicht und rief Staatspräsident Assad zur Waffenruhe in Syrien auf. Sie verlor kein Wort über die Urheber dieses Bürgerkriegs, obwohl dazu inzwischen ein aufschlussreicher Bericht des früheren Botschafters Indiens in Damaskus V. P. Haran vorliegt. Darin heißt es:


„Die Darstellung des Westens, der syrische Präsident Assad sollte durch einen Volksaufstand gestürzt werden, ist nicht haltbar. Der Krieg wurde von aussen angezettelt, unter anderem von den Golf-Staaten und der al-Kaida. Mit ihr arbeiteten die USA über den al-Nusra-Flügel zusammen. Assad hat die Gefahr unterschätzt – weil er wusste, dass sein Volk hinter ihm steht.“(1)
US-Außenminister Kerry zeigte sich auf der Geberkonferenz großzügig und sagte ebenso wie der französische Außenminister Laurent Fabius eine Milliarde zu.

So konnte Angela Merkel am Ende der Syrien-Geberkonferenz in aufgeräumter Stimmung verkünden: „Es ist ein wichtiges Signal, dass wir heute sechs Milliarden Dollar gesammelt haben, elf Milliarden insgesamt für die nächsten Jahre.“(2) Auch der britische Premier Cameron zeigte sich gutgelaunt: „Wir senden ein klares Signal an die Bevölkerung in Syrien. Wir stehen an ihrer Seite“. Bis 2020 will Cameron 20.000 Flüchtlinge einreisen lassen – nach Deutschland dürften bis dahin weit über 2 Millionen eingereist sein.(3)

Nach Angaben der UN wurde noch nie so viel Geld für ein Land gesammelt. Vor dem Hintergrund dieser erfreulichen Bereitschaft zur Hilfe wird die Kürzungsmaßnahme vom Frühjahr 2015 noch unverständlicher.

US-Militärhaushalt lässt Schlimmstes befürchten
http://www.epochtimes.de/politik/welt/mi...2.html?neuste=1

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2366

von esther10 08.02.2016 00:41

Vatikanum II. Die Feier des Messopfers ist das Zentrum des priesterlichen Dienstes

Die Konzilsväter lehren mit Thomas von Aquin: Auf die Feier des Messopfers ist alles Tun und Wirken der Kirche ausgerichtet. Artikel 5 des Priesterdekretes „Presbyterorum Ordinis“.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 6. Februar 2016 um 13:05 Uhr


Alte Messe in St. Leonhard, Leonberg i.d. Oberpfalz
Einleitung von Gero P. Weishaupt:

Der 5. Artikel im Priesterdekret Presbyterorum Ordinis des Zweiten Vatikanischen Konzils richtet das Augenmerk auf den Heiligungsdienst der Priester, das nach der Lehre des Konzils gemäß der Tradition der Inhalt des priesterlichen Amts im engeren Sinne ist. Durch die in der Weihe vermittelte besondere Teilhabe am Priestertum Christi feiern die Priester „die heiligen Geheimnisse als Diener dessen…, der sein priesterliches Amt durch seinen Geist allezeit für uns in der Liturgie ausübt“. Nach einem Wort des heiligen Ignatius von Antiochien, den die Konzilsväter im Text erwähnen und in einer Fußnote zitieren, stehen die Priester besonders beim Vollzug der Sakramente in Verbundenheit mit ihrem Bischof, „und machen ihn so in den einzelnen Gemeinden der Gläubigen gewissermaßen gegenwärtig“.

Thomas von Aquin
Besonders üben die Priester ihren Heiligungsdienst in der Feier des heiligen Messopfers (Eucharistie) aus. Auf die Feier des Messopfers ist alles in der Kirche ausgerichtet, von ihm geht alles Wirken der Kirche aus. In diesem Zusammenhang berufen sich die Konzilsväter auf den heiligen Thomas von Aquin, der in seiner Summa Theologiae schreibt: „Die Eucharistie ist gleichsam die Vollendung des geistlichen Lebens (quasi consummatio spiritualis vitae) und das Ziel aller Sakramente (omnium sacramentorum finis) (Thomas, Summa Theol.) „Die Heiligste Eucharistie enthält ja das Heilsgut der Kirche in seiner ganzen Fülle, Christus selbst, unser Osterlamm und das lebendige Brot. Durch sein Fleisch, das durch den Heiligen Geist lebt und Leben schafft, spendet er den Menschen das Leben; so werden sie ermuntert und angeleitet, sich selbst, ihre Arbeiten und die ganze Schöpfung mit ihm darzubringen“ (PO, 5).

Grund für die aktive Teilnahme aller Gläubigen
Das besondere Priestertum der geweihten Amtsträger und das allgemeine Priestertum aller Gläubigen sind komplimentär, zugleich unterscheiden sie sich wesentlich (Lumen gentium, 10): Der Priester, der Christus das Haupt, sakramental vertritt, steht den Gläubigen als Hirte gegenüber. In der Feier der Messe leitet er „darum die Gläubigen an, die göttliche Opfergabe in der Messfeier Gott dem Vater darzubringen und mit ihr die Hingabe ihres eigenen Lebens zu verbinden“. Die Gläubigen fügen ihre Opfer des Alltags in das eucharistische Opfer, das der Priester Gott am Altar darbringt. Hierin liegt der eigentliche theologische Sinn der vom Konzil gewünschten „aktiven Teilnahme“ aller an den liturgischen Feiern, insbesondere der Feier des Messopfers. Sie ist Ausdruck des allgemeinen Priestertums der Getauften.

Stundengebet als Fortsetzung des eucharistischen Geheimnisses
Im Stundengebet (Breviergebet) setzen die Priester „das Lob und die Danksagung der Eucharistie zu den verschiedenen Tageszeiten fort“, lehren die Konzilsväter weiter. Wie alles Tun und Wirken der Kirche, ob im sakramentalen, im verkündigenden oder im karitativen Bereich, so ist die Eucharistie auch für das Breviergebet der Priester, die aufgrund ihrer Berufung und Weihe besonders dazu angehalten sind, Quelle und Höhepunkt.

Ehrfurcht vor den liturgischen Gegenständen
Neben der Verpflichtung zum Stundengebet (das die Priester nach den Vorgaben des Konzils nach wie vor in lateinischer Sprache verrichten sollen, vgl. Sacrosanctum Concilium Art. 101), werden im letzten Abschnitt des 5. Artikels weitere Pflichten der Priester genannt, die im engen Zusammenhang mit dem Heiligungsdienst, insbesondere der Feier der Eucharistie, stehen. So sollen die Priester dafür Sorge tragen, dass das Gotteshaus „schön“ und „geeignet zu Gebet und heiliger Handlung“ ist. Die Konzilsväter rufen in diesem Zusammenhang Worte des heiligen Hieronymus (Ep, 114, 2) in Erinnerung: „…den heiligen Kelchen und den heiligen Tüchern und den übrigen Dingen, die zum Kult der Herrenpassion gehören … kommt wegen ihrer Berührung mit Leib und Blut Christi des Herrn die gleiche erhabene Würde zu wie dessen Leib und Blut selbst“.

Eucharistische Anbetung
Das Gotteshaus ist nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ein heiliger Ort, in dem „Hirten und Gläubige … mit dankbarem Herzen auf die Gabe dessen antworten, der durch seine Menschheit das göttliche Leben ständig den Gliedern seines Leibes mitteilt“ PO, 5). Diese dankbare Antwort geschieht außerhalb der Eucharistiefeier besonders in der Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes. In einer Fußnote machen sich die Konzilsväter die diesbezügliche Aufforderung Papst Pauls VI. zu eigen, die dieser im Konzilsjahr 1965 in seiner Enzyklika Mysterium Fidei schreibt: „Außerdem sollen sie (die Priester) es nicht unterlassen, das Allerheiligste Sakrament, das an einem bevorzugten Ort und mit größter Ehrfurcht den liturgischen Gesetzen entsprechend aufzubewahren ist, tagsüber zu besuchen; eine solche Besuchugn ist ein Beweis der Dankbarkeit und ein Zeichen der Liebe und der schuldigen Vereherung gebenüber Christus dem Herrn, der hier gegenwärtig ist“ (in: AAS 57 [1965] 771.).

Liturgische Bildung der Priester
Schließlich erinnern die Konzilsväter die Priester an die liturgischen Bildung: „Die Priester mögen die Wissenschaft und die Praxis der Liturgie in rechter Weise pflegen, damit durch ihren liturgischen Dienst von den ihnen anvertrauten Gemeinden Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, immer vollkommeneres Lob werde“ (PO, 5).

Presbyterorum Ordinis, Artikel 5. Deutscher und lateinischer Text
Gott, der allein Heilige und Heiligende, wollte sich Menschen gleichsam zu Gefährten und Helfern erwählen, daß sie dem Heiligungswerk demütig dienten. Darum werden die Priester von Gott durch den Dienst des Bischofs geweiht, um in besonderer Teilhabe am Priestertum Christi die heiligen Geheimnisse als Diener dessen zu feiern, der sein priesterliches Amt durch seinen Geist allezeit für uns in der Liturgie ausübt . In der Taufe führen sie die Menschen dem Volk Gottes zu; im Sakrament der Buße versöhnen sie die Sünder mit Gott und der Kirche; in der Krankensalbung richten sie die Kranken auf; vor allem in der Meßfeier bringen sie in sakramentaler Weise das Opfer Christi dar. In jedem Vollzug der Sakramente – so bezeugt es schon in der Urkirche der heilige Martyrer Ignatius – werden sie auf verschiedene Weise mit dem Bischof hierarchisch verbunden und machen ihn so in den einzelnen Gemeinschaften der Gläubigen gewissermaßen gegenwärtig.

Mit der Eucharistie stehen die übrigen Sakramente im Zusammenhang; auf die Eucharistie sind sie hingeordnet; das gilt auch für die anderen kirchlichen Dienste und für die Apostolatswerke. Die Heiligste Eucharistie enthält ja das Heilsgut der Kirche in seiner ganzen Fülle, Christus selbst, unser Osterlamm und das lebendige Brot. Durch sein Fleisch, das durch den Heiligen Geist lebt und Leben schafft, spendet er den Menschen das Leben; so werden sie ermuntert und angeleitet, sich selbst, ihre Arbeiten und die ganze Schöpfung mit ihm darzubringen. Darum zeigt sich die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt aller Evangelisation: die Katechumenen werden allmählich zur Teilnahme an der Eucharistie vorbereitet, die schon Getauften und Gefirmten durch den Empfang der Eucharistie ganz dem Leib Christi eingegliedert.

Die Zusammenkunft zur Feier der Eucharistie, der der Priester vorsteht, ist also die Mitte der Gemeinschaft der Gläubigen. Die Priester leiten darum die Gläubigen an, die göttliche Opfergabe in der Meßfeier Gott dem Vater darzubringen und mit ihr die Hingabe ihres eigenen Lebens zu verbinden. Sie unterweisen sie im Geist Christi des Hirten, ihre Sünden reumütig der Kirche im Sakrament der Buße zu unterwerfen, so daß sie sich ständig mehr zum Herrn bekehren, eingedenk seines Wortes: “Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen” (Mt 4,17). Sie lehren sie ebenso, an den Feiern der heiligen Liturgie so teilzunehmen, daß sie dabei zu einem echten Gebet kommen; sie führen sie zu immer vollkommenerem Gebetsgeist, der sich entsprechend den Gnaden und Erfordernissen eines jeden im ganzen Leben auswirken muß; sie halten alle an, ihre Standespflichten zu erfüllen, und laden die Fortgeschrittenen ein, die evangelischen Räte in einer Weise, die jedem angemessen ist, zu befolgen. So lehren sie die Gläubigen, in Lobgesängen und geisterfüllten Liedern dem Herrn in ihren Herzen zu singen und Gott dem Vater immerdar Dank zu sagen für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus.

Die Priester selbst setzen das Lob und die Danksagung der Eucharistie zu den verschiedenen Tageszeiten fort, wenn sie das Stundengebet verrichten, in dem sie im Namen der Kirche Gott für das ganze ihnen anvertraute Volk, ja für die ganze Welt bitten.

Das Gotteshaus, in dem die Heiligste Eucharistie gefeiert und aufbewahrt wird, in dem die Gläubigen sich versammeln und die Gegenwart des auf dem Opferaltar für uns dargebrachten Erlösers zur Hilfe und zum Trost der Gläubigen verehrt wird, soll schön sein, geeignet zu Gebet und heiliger Handlung. Hirten und Gläubige sollen in ihm mit dankbarem Herzen auf die Gabe dessen antworten, der durch seine Menschheit das göttliche Leben ständig den Gliedern seines Leibes mitteilt. Die Priester mögen die Wissenschaft und die Praxis der Liturgie in rechter Weise pflegen, damit durch ihren liturgischen Dienst von den ihnen anvertrauten Gemeinden Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, immer vollkommeneres Lob werde.
http://www.kathnews.de/vatikanum-ii-die-...lichen-dienstes

von esther10 08.02.2016 00:37

Experten: Pornographie prägt zunehmend gesamte moderne Kultur
Die moderne Kultur bleibt nicht unbeeinflusst von der Pornographieflut im Internet und anderen Medien, das behaupten mehrere hochrangige Autoren, wie Óscar Tokumura in seinem neuen Buch „Die Online-Pornografie“ zeigt.


Erstellt von Mathias von Gersdorff am 6. Januar 2016 um 18:20 Uhr
Kathnews
Von Mathias von Gersdorff:

Lindsay Coleman und Jacob M. Held sprechen in dem von ihnen herausgegebenen Buch „The Philosophy of Pornography“ von einer „Pornografisierung der Kultur”, die sogar die einzelnen Menschen mit einbezieht. Die Pornographie sei heute nicht nur ständig einen Klick weit entfernt, sondern sie würde auch die menschlichen Beziehungen, die Mode, die Verhaltensweisen beeinflussen. Vor allem in der Produktion von Spielfilmen und Fernsehserien würde man sich zunehmend an Mode und Verhaltensweisen orientieren, die in Porno-Produktionen üblich seien. Aber das ist längst nicht alles. Immer mehr Menschen seien süchtig nach Pornographie, inzwischen auch viele Kinder. Da sich diese noch in einer Entwicklungsphase befinden, würden sie in ihren Ansichten, Selbstwertgefühl und Attitüden besonders stark von der Pornographie beeinflusst werden. Das Selbstbewusstsein vieler Jugendlicher sei maßgeblich durch Pornographie geprägt worden.

Auf die Werbung als einen Kanal zur Verbreitung pornographisierter Attitüden und Moden, weist Mary Anne Layden in „The social cost of Pornography“ hin. Verdeckt würde die Werbeindustrie Verhaltensformen zeigen, die ansonsten nur in pornographischen Filmen üblich waren. Pamela Paul, Autorin von „Pornified: How Pornography is transforming our lifes“ zeigt, wie Pornographie in die Alltagskultur eigegangen sei. So sei es heute für Schauspielerinnen und Sängerinnen geradezu Pflicht, sich in porno-ähnlichen Haltungen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Als Beispiel nennt sie Sängerinnen wie Miley Cyrus, Britney Spears oder Christina Aguilera. Doch auch Männer bzw. Männer-Bands seien betroffen, wie etwa Kid Rock, Metallica, Everclear oder Bon Jovi.

Auch renommierte Publikationen machen da mit. So widmete die „New York Times“, eine der angesehensten Zeitungen der Welt, großen Platz dem 50-jährigen Bestehen im Jahr 2003 der Zeitschrift „Playboy“. Eine solche Würdigung wäre noch in den 1980er Jahren undenkbar gewesen. Etwa in dieser Zeit wurde es auch üblich, dass halbnackte Pop-Sängerinnen in MTV-Musikvideos Tänze aufführten, die ansonsten in Nachtclubs üblich waren. Inzwischen können sich selbst sehr junge Sängerinnen dieser „Mode“ nicht entziehen, wollten sie ihre Karriere nicht aufs Spiel setzen.
http://www.kathnews.de/experten-pornogra...-moderne-kultur
Foto: Kathnews-Logo – Bildquelle: Kathnews

von esther10 08.02.2016 00:36

Canossagang von Papst Franziskus zu den Lutheranern?
8. Februar 2016


Martin Luther und Papst Franziskus

(Rom) Am 15. November 2015 sagte Papst Franziskus in der evangelisch-lutherischen Kirche in Rom, in Beantwortung einer Frage: „Ich frage mich: Aber haben wir nicht die gleiche Taufe?“

Ein Jahr zuvor schickte Papst Franziskus am 20. November 2014 ein Schreiben an die Vollversammlung des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen. Darin schrieb er:

„Während wir Dank sagen, müssen wir zugeben, dass wir als Christen immer noch gespalten sind und dass die Meinungsverschiedenheiten über neue anthropologische und ethische Themen unseren Weg zur Einheit verkomplizieren. Dennoch dürfen wir der Verzagtheit und der Entmutigung nicht nachgeben, sondern müssen weiterhin Gott vertrauen, der in die Herzen der Gläubigen Samen der Liebe und der Einheit legt, damit sie mit neuem Eifer die ökumenischen Herausforderungen der heutigen Zeit angehen: um die geistliche Ökumene zu pflegen, um die Ökumene des Blutes wertzuschätzen, um gemeinsam den Weg des Evangeliums zu gehen.“

Der progressive US-Vatikanist John Allen kommentierte vor wenigen Tagen die Nachricht, daß Papst Franziskus am 31. Oktober nach Schweden fliegen wird, um mit dem Lutherischen Weltbund den 499. Jahrestag von Luthers „Reformation“ zu feiern, die das Abendland spaltete: „Wenn Franziskus wegen seiner ökumenischen Agenda als Revolutionär zu sehen ist, gilt es daran zu erinnern, daß es sich dabei um eine Revolution handelt, die schon lange vor seiner Ankunft begonnen hat und mit Sicherheit noch lange nach ihm weitergehen wird.“

Kuba als „neutraler Boden“ für die erste Begegnung zwischen Rom und Moskau

Franziskus ist ein Papst der Schlagzeilen mit einer außergewöhnlichen Fähigkeit, sich immer in den Schlagzeilen zu halten. So erfolgte nach einigem Tauziehen die gleichzeitig in Rom und Moskau erfolgte Ankündigung, daß das seit Jahrzehnten von Rom angestrebte Treffen zwischen dem Papst und dem Moskauer Patriarchen Wirklichkeit wird. Am 12. Februar werden sich Franziskus und Kyrill auf Kuba begegnen.

Die Karibikinsel gilt beiden Seiten als ausreichend „neutraler Boden“: von der Religion her ein lateinisches Land, das jedoch aufgrund der politischen Verhältnisse seit einem halben Jahrhundert gute Beziehungen zum Kreml pflegt. Das Land ist jedenfalls geographisch gesehen weit weg vom alten Schisma zwischen West- und Ostkirche.

Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts hofften Rom und die Päpste auf eine Überwindung des immer als schmerzlich empfundenen Schismas zwischen griechischer und lateinischer Kirche. Die Umarmung zwischen Papst Paul VI. und dem Ökumenischen Patriarchen Athenagoras galt als Frucht nach mehr als 60 Jahren dieser Bemühungen. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil rückte im deutschen Sprachraum und in Nordeuropa vor allem die Einheit mit den Protestanten in den Mittelpunkt.

Die Beziehungen zwischen Rom und Konstantinopel wurden immer enger und gegenseitige Besuche und Begegnungen zur Selbstverständlichkeit. Was noch fehlte, war Moskau, das sich auch innerhalb der Orthodoxie als Konkurrent zu Konstantinopel um den Vorrang sieht. Papst Johannes Paul II. arbeitete lange auf einen Besuch in der Sowjetunion hin. Die Hoffnung, die er nach Polen getragen hatte, wollte er auch in die UdSSR und später in die Russische Föderation bringen. Historische Hürden standen dem polnischen Papst jedoch im Wege.

Die furchtbare Spaltung des Abendlandes


Franziskus empfängt Vertreter des Lutherischen Weltbundes

Der argentinische Papst bewegt sich überall mit einer gelassenen Selbstverständlichkeit, als würden historische Ereignisse für ihn keine Bedeutung haben. Er spricht mit Konstantinopel und plaudert locker als Papst, aber „Nicht-Theologe“ („Ich überlasse die Frage den Theologen, denen, die es verstehen“, lutherische Kirche in Rom) mit den Lutheranern und feiert mit ihnen deren Gründungsfest, mit dem sie sich vom „Antichrist“ (Papst) und der „Hure Babylons“ (katholische Kirche) lossagten. Und er schaut nach Moskau und schickt den Evangelikalen Videobotschaften. Alles mit einer Leichtigkeit, als handle es sich um einen Spaziergang oder ein Spiel. Jeder Schritt findet ebenso begeisterten Zuspruch wie empörte Ablehnung.

Ein niederdeutscher Papst regierte zur Zeit, als Luther Europa und vor allem das deutsche Volk in eine schreckliche Spaltung stürzte. Ein Papst, der aufgrund seiner Herkunft den Ernst der Lage erkannte und zu einer grundlegenden Erneuerung der Kirche und zur Abwehr der Spaltung aufrief, dessen Pontifikat aber zu kurz währte. Fast 500 Jahre später regierte mit Benedikt XVI. erneut ein deutscher Papst, der den Protestantismus und sein Denken, vor allem in seiner historischen Ausprägung, genau kannte. Und er stimmte zu Martin Luther keineswegs in den fast verpflichtenden Optimismus der Ökumene-Beauftragten ein. Im Augustinerkloster von Erfurt sagte er am 23. September 2011 zu den Vertretern des Rats der Evangelischen Kirchen in Deutschland:

https://w2.vatican.va/content/francesco/...-cristiani.html

„Nein, das Böse ist keine Kleinigkeit. Es könnte nicht so mächtig sein, wenn wir Gott wirklich in die Mitte unseres Lebens stellen würden. Die Frage: Wie steht Gott zu mir, wie stehe ich vor Gott – diese brennende Frage Luthers muß wieder neu und gewiß in neuer Form auch unsere Frage werden, nicht akademisch sondern real. Ich denke, daß dies der erste Anruf ist, den wir bei der Begegnung mit Martin Luther hören sollten.“

Die Rede war umstritten, weil es eine hohe Erwartungshaltung gab und verschiedene Seiten den Papst für sich beanspruchen oder aber auf Distanz zu ihm gehen wollten. Vor allem von einem Teil der lutherischen Seite wurde versucht, den Vatikan unter Druck zu setzen, als gebe es eine Bringschuld der katholischen Kirche. Der Religionssoziologe Massimo Introvigne schrieb damals, daß die Rede zunächst einmal in ihrem Kontext zu sehen sei und man dann getrost jenen katholisierenden protestantischen Stimmen Glauben schenken könne, die diese Worte als Mahnung an die heutigen Lutheraner sahen, sich zwischen Christus und dem Zeitgeist entscheiden zu müssen.

Welche katholische Antwort auf 500 Jahre „Reformation“?

Die 500-Jahrfeiern der „Reformation“ können von Rom nicht ignoriert werden. Der Papst muß dazu Stellung nehmen. Soweit sind sich alle einig. Eine Frage, die derzeit in Rom beschäftigt, lautet: Wird der argentinische Papst imstande und willens sein, eine katholische Antwort auf die antikatholische Kirchenspaltung zu formulieren? Eine Antwort, die zunächst einmal die katholische Position klarstellen und gleichzeitig in der protestantischen Welt, ob im Kleid der schrumpfenden historischen Landeskirchen oder im Kleid der unzähligen Freikirchen, einen Nachdenkprozeß auslösen kann.

Weder das eine noch das andere wird möglich sein, wenn nicht eine „merkwürdige Rehabilitierung des Protestantismus“ überwunden wird, die „nur positive Aspekte“ hervorhebt, wie der Theologe Georg May bereits 1975 formulierte:

„Das ungeheure Unheil, das der Protestantismus über die Erde gebracht hat, und die Aggressivität gegen die katholische Kirche, die er bis zur Stunde überall zeigt, wo die Kirche nicht seine Geschäfte besorgt, wurden übergangen. Diesen Fehler der Konzilsväter muß die Kirche teuer bezahlen.“1
Martin Luther war ein „grimmiger Hasser der katholischen Kirche“, so Georg May. Eine historische Tatsache, die nicht einfach zu übergehen sein wird, wenn die Begegnung von Lund eine brauchbare Grundlage haben soll. Damit steht die Ökumene 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzil insgesamt auf dem Prüfstand. „Der Ökumenismus als Hebel der Protestantisierung der katholischen Kirche“, lautete das kritische Verdikt von Georg May vor 40 Jahren.

Im Zusammenhang mit der angekündigten Lund-Reise von Papst Franziskus zum vorzeitigen „Reformationsgedenken“ bleibt die Frage nach Sinn und Nutzen nicht aus. „Der Protestantismus ist verständlicherweise von dieser Entwicklung in der katholischen Kirche sehr angetan und unterstützt daher den amtlichen und privaten Progressismus mit allen Mitteln“ und „den vom Progressismus proklamierten sogenannten Ökumenismus.“

Die Reise nach Lund zum genannten Anlaß ist in jedem Fall ein Entgegenkommen des Papstes gegenüber den Lutheranern. Wie aber sieht das lutheranische Entgegenkommen aus? Bisher war davon nichts zu hören.

Georg May schrieb in seiner Analyse, die in 40 Jahren nichts an ihrer Aktualität verloren hat:

„Die Begeisterung des Protestantismus für den Ökumenismus nimmt aber regelmäßig dort sofort ein Ende, wo von ihm ein Entgegenkommen gegenüber der katholischen Kirche oder gar die Übernahme katholischer Lehren erwartet wird. Es ist kein einziger Fall bekannt, in dem der Protestantismus eine interkonfessionelle Zusammenarbeit betrieben hätte, die zu seinen Ungunsten ausgeschlagen wäre. Für die katholische Kirche ist letzteres die Regel.“
Lund als „ökumenische Wende“? – Maßstab Dominus Iesus


Franziskus in der lutherischen Christuskirche in Rom (Pastor Kruse, rechts)

May wird durch den einseitigen Applaus bestätigt, der Ökumene-Gesten zuteil wird. Die Ankündigung der päpstlichen Lund-Reise wurde von Ökumene-Beauftragten bereits als „ökumenische Wende“ bezeichnet. Bisher gibt es nichts, was inhaltlich auf eine solche „Wende“ hinweisen würde. Die Geste allerdings spricht für sich, und der amtierende Papst ist ein Meister der Gesten. Gesten verändern nicht die Lehre, können aber sogar mehr Einfluß auf das Denken und Handeln der Menschen ausüben als die Lehre: im Positiven wie im Negativen. Der „Praktiker“ Franziskus gab mehrfach zu verstehen, daß für ihn die Praxis wichtiger sei als die Theorie. Seine Handlungsebene ist daher unkonventionell. Dem ist auch bei der Bewertung seines Handelns Rechnung zu tragen. Die Hebel setzt er er gezielt ein, wissend, daß die Praxis in der Wirkung über die Theorie siegt.

Wer den von Georg May kritisierten Ökumenismus und dessen Vertreter erkennen will, verfügt seit dem Jahr 2000 über ein untrügliches Instrument: die Erklärung Dominus Iesus der römischen Glaubenskongregation „über die Einzigartigkeit und die Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche“. Seither genügt es, Aussagen und Dokumente zur Ökumene danach zu überprüfen, ob Dominus Iesus Erwähnung findet oder nicht. Wer es von katholischer Seite unerwähnt läßt, segelt auf dem falschen Dampfer und versucht das Schiff der Katholischen Kirche in gefährliche Gewässer zu schleppen. Alle vorherigen oder nachherigen Dokumente, auch jene des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen, die dieser Erklärung widersprechen, werden durch sie aufgehoben und überwunden.

Ein entscheidender Knackpunkt zwischen Rom und den Protestanten, und ebenso zwischen Rom und den Orthodoxen, bleibt zudem das Papsttum selbst. Wahrscheinlich handelt es sich dabei sogar um den entscheidenden Knackpunkt, da sich in ihm alle Schichten verdichten.

Papst Franziskus „unter vielen Aspekten ein bißchen ‚ketzerisch‘“

Für den Religionshistoriker Giovanni Filoramo könne „vielleicht nur ein Papst wie Franziskus“, „der unter vielen Aspekten ein bißchen ‚ketzerisch‘“ sei, „feste und dauerhafte Brücken zur lutherischen Wirklichkeit schlagen“. Die Bemerkung von Filoramo gegenüber der Tageszeitung Il Foglio sei „ironisch“ gemeint gewesen, aber auch wieder nicht. Die Lutheraner dürften nicht als einheitlicher Block gesehen werden. „Ein Teil der lutherischen Kirche ist für den Dialog offen, ein anderer nicht. Dieser Papst könnte einige Schritte auf theologischer Ebene setzen, auch wenn der eigentliche Abgrund ganz ekklesiologisch ist und damit mit dem sakralen Wesen der Kirche zu tun hat.“

Kritiker bezweifeln gerade die Fähigkeit des argentinischen Papstes, sich auf theologischer Ebene bewegen zu können. Von der Notwendigkeit der Einheit und der Überwindung von „Spaltungen und Egoismen“ sprach Papst Franziskus oft seit dem 19. Juni 2013. Bei der Generalaudienz erzählte Franziskus eine Episode:

„Ich erzähle euch etwas: Bevor ich heute aus dem Haus gegangen bin, war ich etwa 40 Minuten, eine halbe Stunde mit einem evangelischen Pastor zusammen, und wir haben zusammen gebetet und die Einheit gesucht. Wir müssen als Katholiken untereinander und auch mit den anderen Christen beten: darum beten, dass der Herr uns die Einheit schenken möge, die Einheit untereinander.“

Eine in der lutherischen Christuskirche von Rom gegebene Antwort des Papstes auf die Frage einer Lutheranerin ist Kritikern mit Schauer in Erinnerung. Die Antwort erfolgte in freier Rede. Es wurde bisher vom Vatikan nicht offiziell bestätigt, doch läßt sich aufgrund der gängigen, bisherigen Praxis schließen, daß Papst Franziskus die Fragen bereits vorher bekannt waren und seine Antwort zwar frei gesprochen, aber nicht spontan war. Die Frage, ob Lutheraner die Kommunion empfangen könnten, überläßt der Papst – im Widerspruch zur kirchlichen Lehre – letztlich dem subjektiven Gewissen. Die teils strahlenden und beipflichtend nickenden Gesichter anwesender Lutheraner signalisierten, wie die päpstliche Aufforderung verstanden wurde.

Pastor als Papst-Interpret?

Der lutherische Pastor Jens-Martin Kruse ergriff umgehend den ihm zugespielten Ball, um von der Theorie zur Praxis überzugehen. Während auf katholischer Seite betretenes Schweigen herrschte, weil einem Papst nicht zu widersprechen sei, wurde Pastor Kruse damit zum tatkräftigen und, da er beim Besuch in der Christuskirche an der Seite von Franziskus saß, wenn nicht authentischen, so doch einflußreichen Interpreten der Papst-Worte:

„Es ist ein realistisches Ziel, vor allem mit diesem Papst, weil er verstanden hat, daß es für jene gemischten Paare ein schwerwiegendes Problem ist, weil sie nicht zusammen am Abendmahl teilnehmen können.“ Abgesehen davon, so Pastor Kruse, gebe es „beim Verständnis der Eucharistie keine großen Unterschiede zwischen Katholiken, Lutheranern und Anglikanern: alle denken wir, daß das Brot und der Wein der Leib und das Blut von Jesus Christus sind.“

Laut Kruse, habe Franziskus jeden eingeladen, seine „Verantwortung“ vor Gott zu übernehmen und damit nach dem eigenen Gewissen zu entscheiden, „ob für ihn die gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie zwischen Katholiken und Protestanten möglich ist“. Jedenfalls gebe es „keine theologischen Gründe“, warum dem nicht so sein könnte.

Glaubenskongregation: ein „Mißverständnis“


Kardinal Kasper wird Papst Franziskus zum Luther-Gedenken nach Lund begleiten

Die römische Glaubenskongregation unter der Leitung von Kardinal Gerhard Müller scheint da dann doch ganz anderer Ansicht zu sein. Der ungeklärte Umgang mit Aussagen und Gesten eines Papstes, die grenzwertig oder häretisch sind, läßt im Vatikan, der ohnehin nicht für sein Tempo bekannt ist, wichtige Zeit verstreichen. Kardinal Müller sagte dem National Catholic Registerm einen Monat nach den Franziskus-Worten zu den Lutheranern, daß es sich dabei um ein „Mißverständnis“ gehandelt habe. Die Unterschiede im eucharistischen Verständnis seien zwischen Katholiken und Lutheranern „zu verschieden“. Gleiches gelte für das Kirchenverständnis. Dabei gehe es nicht nur um „theologisch-konzeptionelle“ Unterschiede, sondern auch um solche „konfessioneller Natur“.

Die Richtigstellung des Glaubenspräfekten erhielt nicht einmal einen Bruchteil der Aufmerksamkeit, die den Franziskus-Aussagen zuteil wurde. Ein sich in freier Rede vergaloppierender Papst, den der Glaubenspräfekt hinterher korrigieren muß, gibt ein zweifelhaftes Bild ab vor den Katholiken, vor den anderen Christen und vor der Welt.

Die Richtigstellung erfolgte zudem inoffiziell, weshalb damit zwar gesagt ist, was Lehre der Kirche ist, aber keineswegs, ob Papst Franziskus das auch denkt. Vor allem konnte von Kardinal Müller bestenfalls ein kleiner Teil des Schadens behoben werden, den ein entschlossen vorpreschender Papst anrichtet.

Ist der von Franziskus beschlossene Weg nach Lund ein päpstlicher Canossagang, nach der von Georg May beschriebenen „ökumenischen“ Rollenverteilung, derzufolge die katholische Kirche sich ewig schuldig zu fühlen habe, unter Anklage stehe und Entgegenkommen zu zeigen habe, während sich die protestantische Seite bewegungslos im Part des selbsternannten moralischen und historischen Siegers sieht?

Oder ist die Ökumene, immer nach Georg May, lediglich eine Chiffre für progressive Katholiken und ihr Programm zur Protestantisierung der katholischen Kirche. Welche Position nimmt Papst Franziskus dazu ein?


Die „Blutökumene“

Franziskus verwies im vorigen Jahr auf die „Blutökumene“ durch das Martyrium der Christen im Nahen Osten. Die vorrückenden Dschihad-Milizen töten dort unterschiedslos Katholiken, Orthodoxe und Protestanten. Das schaffe, so Franziskus, eine neue Erfahrung der Gemeinschaft, der Communio.

Vor einem Monat griff Moskaus Patriarch Kyrill I. diese Aussage bei seiner Weihnachtsansprache auf, bei der er über die verfolgten Christen sprach, ohne zwischen katholischen und orthodoxen Christen zu unterscheiden. Die Bedeutung des christlichen Martyriums in der islamischen Welt für die Zukunft der Kirche läßt sich noch nicht absehen. Es ist Teil der Tradition in der Ost- und der Westkirche, daß das Blut der Märtyrer die Aussaat für eine neue Blüte der Kirche ist.

2016: Ein Jahr der Ökumene? Welcher Ökumene?

Das Jahr 2016 hält vorerst zwei bedeutende Ökumene-Etappen bereit: am 12. Februar das erste und daher historische Treffen zwischen einem Papst und einem Moskauer Patriarchen, und am 31. Oktober ein nicht minder historisches Ereignis, das gemeinsame Reformationsgedenken von Papst Franziskus mit dem Lutherischen Weltbund im schwedischen Lund.

Franziskus bestätigt damit eine ungemeine Fähigkeit, sich durch immer neue Gesten und Ankündigungen in den Schlagzeilen zu halten. Was die genannten und wahrscheinlich weiteren, bisher noch nicht bekannten Ereignisse inhaltlich bringen werden, steht auf einem ganz anderen Blatt geschrieben.


Vor allem das Verhältnis des Protestantismus zur katholischen Kirche sei, laut Georg May, nur zu verstehen, wenn man sich bewußt mache, daß „das antikatholische Ressentiment unausrottbar“ sei. Während die katholische Kirche zur Darlegung ihrer gesamten Lehre weder Luther noch die „Reformation“ brauche, ist der Protestantismus untrennbar zur Rechtfertigung der eigenen Existenzberechtigung darauf angewiesen, die katholische Kirche schlechtzumachen. Die katholische Ökumene-Bewegung sei daher in der Praxis ein „wirksames Mittel“ zur Protestantisierung.

Die Ökumene ist dabei nur eine der drei Großbaustellen von Papst Franziskus, die sich als konzentrische Kreise zeigen: die erste Großbaustelle ist die Katholische Kirche selbst, die zweite Großbaustelle ist die Ökumene mit allen Christen und die dritte Großbaustelle ist die gesamte Menschheit, wobei der katholische Papst der einzige, wirklich weltweite Religionsführer ist und Franziskus entschlossen scheint, diese Position in der Rolle eines Religionssprechers der Menschheit ausfüllen zu wollen.

http://www.katholisches.info/2016/02/08/...en-lutheranern/
mit freundlicher Genehmigung...von katholisch.info
Text: Giuseppe Nardi
Bild: Chiesa e postconcilio/MiL (Screenshots)


von esther10 08.02.2016 00:35

Das regionale Versprechen...eine verpflichtende Herkunftsangabe für Fleisch nach dem Beispiel Schweiz.in Österreich auch, wunderbar...

Die Allergenkennzeichnung hat der Gastronomie mäßig Freude bereitet, nun steht die Forderung nach einer weiteren Rubrik auf der Speisekarte im Raum: eine verpflichtende Herkunftsangabe für Fleisch nach dem Beispiel Schweiz. Darüber, was die zu leisten imstande ist, kann man unterschiedlicher Auffassung sein. Die Wirte befürchten eine weitere „Keule“ bzw. „Bürokratielawine“.

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Die Landwirte wünschen sich eine entsprechende Kennzeichnungspflicht nicht nur für Fleisch, sondern auch für Eierprodukte. „Es soll draufstehen, was es ist. Wo das Schnitzel herkommt“, wurde Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes am Montag von der APA zitiert. Es solle für den Gast in Restaurant und Kantine klar sein, ob „es sich etwa um Schweinefleisch aus Österreich oder Rindfleisch aus Rumänien“ handle.

„Wiener Backhuhn (Polen) mit Salat“
Als Vorbild haben sich die Landwirte Vertreter die Deklarationspflicht für Fleisch und Eier in der Schweiz genommen. Darin heißt es, die Konsumenten müssten „im Offenverkauf grundsätzlich Zugang zu denselben Informationen“ haben wie der Kunde im Supermarkt. Die Herkunft des verwendeten Fleischs muss in der Schweizer Gastronomie per Aushang oder in der Speisekarte transparent gemacht werden. Wenn der Betrieb billige Gerichte kochen will, dann sollte man es auch zugeben, etwa „Wiener Backhuhn (Polen) mit Salat“, betonte Schultes. „Ich habe nichts gegen Polen. Es sollte aber möglichst ehrlich mit den Konsumenten umgegangen werden.“

„Bürokratiekeule für unsere Gastwirte“
Die Wirtschaftskammer (WKÖ) reagierte recht rasch auf die Forderung - mit einem klaren Nein „zu einer neuen Bürokratiekeule für unsere Gastwirte“, wie es in einer Aussendung des Fachverbandes Gastronomie hieß. Die Schweizer Erfahrung zeige, dass eine entsprechende Kennzeichnungspflicht „zu einer weiteren Bürokratielawine für die Gastronomie führt“. Die eidgenössischen Restaurantbetriebe kämpften derzeit dagegen an, dass eine Kennzeichnungspflicht „auch noch auf alle anderen Zutaten ausgedehnt wird“.

Es sei grundsätzlich verständlich und legitim, dass sich die Bauern einen höheren Absatz von heimischen Lebensmitteln in Österreich wünschten, so der Fachverband. „Es kann aber nicht sein, dass dafür die Gastronomen als ihre Abnehmer die Zeche in Form von weiteren Zwangsauflagen zahlen sollten.“ Die Wirtschaftskammer betonte aber, kooperativ zu arbeiten und zahlreiche Initiativen in puncto Regionalität zu unterstützen, sie verwies außerdem auf das Gastrosiegel der AgrarMarkt Austria (AMA), mit dem derzeit an die 1.300 Betriebe zertifiziert seien. Das verpflichtet allerdings nicht zu vollständigen Herkunftsangaben.

„Vor den Vorschriften kapitulieren“
„Bitte lassen wir es bei einer Empfehlung und machen kein Gesetz“, sagte Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Sie warnte davor, nach der Allergenverordnung die Branche mit weiteren Bürokratiemaßnahmen zu schädigen. Das würde den Gastrotrend zu vorgekochten Convenience-Produkten verstärken, weil die noch selber kochenden, kleinen Betrieb vor den Vorschriften kapitulieren würden - mehr dazu in help.ORF.at.

Infos bisher freiwillig
Ähnlich wie jetzt hatte schon im Dezember die steirische Landwirtschaftskammer eine Herkunftskennzeichnung für Fleisch auf der Speisekarte gefordert. Weder Gastwirte noch Schinken- oder Wursthersteller würden durchgehend ausweisen, woher sie ihre Rohwaren hätten, hieß es damals. In Österreich gilt eine erweiterte Kennzeichnungspflicht seit April 2015 für den Handel (neben Rindfleisch brauchen auch Schwein und Geflügel seither einen Herkunftsnachweis).

In der Gastronomie informieren mittlerweile zahlreiche Betriebe freiwillig über Produkte - oft auch unter Verweis auf Regionalität und Saisonalität - aber sie müssen es bisher nicht. Die ersten Kennzeichnungsverordnungen wurden seinerzeit wegen der Rinderseuche BSE in den 1990er Jahren bzw. um die Jahrtausendwende erlassen.
http://orf.at/stories/2323165/2323166/
https://www.lko.at/?+Schultes-Massnahmen...id=2500,2396591...

von esther10 08.02.2016 00:34

Oster kritisiert liberale Theologen


Passauer Bischof: Theologiedozenten sollen "auch gläubige Zeugen" seien
Passau - 07.02.2016

In Deutschland ist eine neuerliche Debatte um das Verhältnis der akademischen Theologie zum Lehramt von Papst und Bischöfen entbrannt. In einem Facebook-Eintrag (siehe unten) kritisierte der Passauer Bischof Stefan Oster am Wochenende die Auffassung einiger Professoren, die der Theologie ein "unverzichtbares wissenschaftliches Lehramt in der Kirche" neben dem Lehramt der Bischöfe zuschreiben wollten.

Einer solchen Position mangele es an Selbstkritik, schreibt Oster. Theologen widersprächen sich oft dramatisch und seien nicht besonders konsensfähig. Mit seinem Beitrag stellte sich Oster an die Seite des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer, der zuvor in einem Beitrag auf der Internetseite seines Bistums eine stärkere Unterordnung der Theologie unter das Lehramt der Bischöfe gefordert hatte.

Damit hatte Voderholzer vor einigen Tagen den Widerspruch der beiden Freiburger Universitätsprofessoren Eberhard Schockenhoff und Magnus Striet hervorgerufen. Beide reklamierten für die Theologie ein eigenes Wächteramt in der Kirche, das Irrtümer auch aufseiten des Lehramts korrigieren helfen könne. Dies sei zuletzt etwa im Umgang mit dem "theologischen Antijudaismus" oder der "Verurteilung der Freiheitsrechte durch die Päpste des 19. Jahrhunderts" erfolgt.

"Gehören auch Konservative zum erwünschten Lehramt?"

Oster und Voderholzer beziehen sich mit ihren Einwänden auf die Abschlusserklärung eines internationalen Theologenkongresses Anfang Dezember in München. Der Passauer Bischof bemängelte, bei den Unterzeichnern handele es sich mehrheitlich um Vertreter einer liberalen, lehramtskritischen Richtung. Er würde diese gern fragen, ob die sogenannten Konservativen auch zum erwünschten "Lehramt der Theologie" gehören dürften und wer dann der Regulator eines solchen Lehramtes wäre.

Zugleich äußert Oster Unbehagen darüber, dass sich nach seinem Eindruck die wissenschaftliche Theologie "in dieselben Lager aufspaltet wie die übrige Landschaft der katholischen Gläubigen". Dabei werde in der akademischen Theologie noch mit härteren Bandagen gekämpft als in anderen kirchlichen Lebenswelten.

Anbetung als einzig angemesserer Umgang mit Gott

hier geht es weiter

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktue...erale-theologen

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Papst wünscht sich Mentalitätswandel in der Kurie

von esther10 08.02.2016 00:33

Die Verkündigung ist der Anfang des priesterlichen Wirkens

Vatikanum II: Die Priester sollen Gottes Wort lehren, alle zur Umkehr und zur Heiligung bewegen und niemals ihre eigenen Gedanken vortragen. Artikel 4 des Dekretes „Presbyterorum Ordinis“.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 30. Januar 2016 um 11:08 Uhr
Heilige Weihe


Einleitung von Gero P. Weishaupt:

Mit Artikel 4 beginnt das zweite Kapitel des Dekretes Presbyterorum Ordinis. Es handelt über den priesterlichen Dienst im besonderen. In Artikel 4 bis 6 gehen die Konzilsväter auf die priesterlichen Ämter näher ein, die bereits im Vorwort (Artikel 1) des Dekretes angesprochen worden sind. Es sind die Ämter der Verkündigung (Prophetenamt), der Heiligung (Priesteramt) und der Leitung (Hirtenamt).

Gesandter Christi und Mitarbeiter des Bischofs
Im gegenständlichen Artikel beschreiben die Konzilsväter die Verkündigung als den Anfang des priesterlichen Wirkens, denn „da niemand ohne Glaube gerettet werden kann, ist die erste Aufgabe der Priester als Mitarbeiter der Bischöfe allen die frohe Botschaft Gottes zu verkünden“. „Der Glaube kommt” nämlich nach den Worten des Apostels Paulus „aus der Predigt, die Predigt aber durch Christi Wort” (Rom 10, 17). Die Verkündigung der „Wahrheit des Evangeliums” ist auf die Einigung des Volkes gerichtet, indem durch die Verkündigung der Glauben begründet und gestärkt wird.

Besondere Teilhabe am Prophetenamt Christi
Beauftragt zum Verkündigungsdienst wird der Priester von Christus selber durch die Weihe, die eine von der Taufe dem Grade und dem Wesen nach unterschiedene Teilhabe am Prophetenamt Christi begründet, und durch die Sendung. Beauftragung und Sendung geschehen in der kirchlichen Vermittlung des Bischofs, dessen engster Mitarbeiter der Priester ist. Als von Christus Beauftragter und Gesandter repräsentiert der Priester Christus und die Kirche, deren Glauben er verkündet. Darum, so mahnen die Konzilsväter, sollen die Priester „niemals … ihre eigenen Gedanken vortragen, sondern immer Gottes Wort lehren und alle eindringlich zur Umkehr und zur Heiligung bewegen … .“

Presbyterorum Ordinis. Artikel 4. Deutscher und lateinischer Text

Das Volk Gottes wird an erster Stelle geeint durch das Wort des lebendigen Gottes, das man mit Recht vom Priester verlangt. Da niemand ohne Glaube gerettet werden kann, ist die erste Aufgabe der Priester als Mitarbeiter der Bischöfe allen die frohe Botschaft Gottes zu verkünden, um so in der Erfüllung des Herrenauftrags: „Gehet hin in alle Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen” (Mk 16,15), das Gottesvolk zu begründen und zu mehren. Durch das Heilswort wird ja der Glaube, durch den sich die Gemeinde der Gläubigen bildet und heranwächst, im Herzen der Nichtgläubigen geweckt und im Herzen der Gläubigen genährt, wie der Apostel sagt:

„Der Glaube kommt aus der Predigt, die Predigt aber durch Christi Wort” (Röm 10,17). Die Priester schulden also allen, Anteil zu geben an der Wahrheit des Evangeliums, deren sie sich im Herrn erfreuen. Niemals sollen sie ihre eigenen Gedanken vortragen, sondern immer Gottes Wort lehren und alle eindringlich zur Umkehr und zur Heiligung bewegen, ob sie nun durch eine vorbildliche Lebensführung Ungläubige für Gott gewinnen oder in der ausdrücklichen Verkündigung den Nichtglaubenden das Geheimnis Christi erschließen; ob sie Christenlehre erteilen, die Lehre der Kirche darlegen oder aktuelle Fragen im Licht Christi zu beantworten suchen. Die priesterliche Verkündigung ist aber in den gegenwärtigen Zeitumständen nicht selten außerordentlich schwer. Um Geist und Herz der Zuhörer zu erreichen, darf man Gottes Wort nicht nur allgemein und abstrakt darlegen, sondern muß die ewige Wahrheit des Evangeliums auf die konkreten Lebensverhältnisse anwenden.
http://www.kathnews.de/die-verkuendigung...rlichen-wirkens


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