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von 14.02.2013 05:22

Benedikt XVI. – Vorbild für Kirche und Gesellschaft

Kardinal Rainer Maria Woelki zum Rüchtritt des Papstes.


Erstellt von Radio Vatikan am 13. Februar 2013 um 19:55 Uhr

Berlin (kathnews/RV). Der Rücktritt von Benedikt XVI. hat nach Einschätzung von Kardinal Rainer Maria Woelki die Kirche verändert. Er habe das Papstamt dadurch auf eine gute Weise „entzaubert“, sagte der Berliner Erzbischof am Dienstag vor Journalisten. Damit sei er ein Vorbild für andere Verantwortungsträger in Kirche und Gesellschaft, „nicht an der Macht zu kleben“. In den vergangenen 700 Jahren schieden die Päpste nur durch ihren Tod aus dem Amt. Benedikt XVI. setze durch seinen Amtsverzicht „einen Maßstab, der auch für folgende Päpste richtungsweisend ist“, betonte Woelki. Er mache deutlich, „dass der eigentliche Herr der Kirche Jesus Christus ist“. Der Kardinal betonte zugleich, dass in dem Rücktritt allerdings auch eine Gefahr bestehen könne. Auch künftige Päpste müssten sich der geistlichen Dimension des Amts bewusst sein. Sie seien „nicht nur Aufsichtsratsvorsitzende“. Der Kardinal räumte ein, dass ein Rücktritt des Papstes für ihn bislang „nur sehr schwer vorstellbar“ gewesen sei. So sei er immer dafür eingetreten, dass Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. „sein Amt immer so ausübt, wie er konnte“.

Der Berliner Kardinal erwartet nach eigenen Worten keine Probleme dadurch, dass es neben dem neuen Papst auch noch einen lebenden Amtsvorgänger gibt. Er rechne damit, „dass Benedikt XVI. sich sehr zurückhalten und nicht in den Verantwortungsbereich seines Nachfolgers hineinreden wird“. Dafür spreche schon sein Rückzug in ein Kloster. „Dort ist er in Rufweite, sollte man ihn fragen“, so der Berliner Erzbischof. Kardinal Woelki äußerte sich auch zu seinen Erwartungen an das neue Kirchenoberhaupt. Aus welchem Kontinent der Papst komme, sei ihm „total egal“. Er müsse sich jedoch den Fragen in Afrika und Lateinamerika genauso stellen wie denen der westlichen Welt.

von 12.02.2013 09:55

JAHRESKREIS
5. WOCHE - DIENSTAG

38

Das Vierte Gebot

Hintergrund einer Auseinandersetzung.

Jesus und das vierte Gebot.

Aus der Sicht der Eltern.




I. Durch frühere Erfahrungen gewitzigt, treten die Pharisäer und Schriftgelehrten diesmal vorsichtig taktierend auf: sie fragen nur.1 Und sie sind listig genug, nicht Jesus selbst, sondern seine Jünger aufs Korn zu nehmen: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten? Jesus aber - Jesaja zitierend - entlarvt ihre Gesinnung: Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen. Denn sie nahmen daran Anstoß, daß seine Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen. Es geht um die Sicherung der rituellen Reinheit, einen Brauch, der nicht auf das Gesetz selbst, sondern auf die Autorität der alten Gesetzeslehrer zurückging und zweimal an den Fingerspitzen vorgenommen werden mußte, damit das zweite Wasser jede Spur des ersten, verunreinigten, fortspülte. »Aber diese rein äußerliche Übung durfte nicht zur Hauptsache werden. Die Propheten, Amos vor allem, waren gekommen, um die Reinheit des Herzens zu predigen, besonders die Liebe, die Gott wohlgefälliger ist als die Beobachtung äußerlicher Gebräuche.«2

Jesus verdeutlicht diese Entartung des Religiösen mit einem eindrucksvollen Beispiel: Mose hat zum Beispiel gesagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden. Ihr aber lehrt: Es ist erlaubt, daß einer zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt: Was ich dir schulde, ist Korbßn, das heißt: eine Opfergabe. Damit hindert ihr ihn daran, noch etwas für Vater oder Mutter zu tun. Jene also, die den Ernst der Gesetzeserfüllung bei den Jüngern bezweifeln, weil sie die Überlieferung der Alten nicht beachten, unterhöhlen selbst Gottes Gebot. Worin bestand die Praxis, die Jesus verurteilt?

Gottes Wille ist von Mose im Dekalog niedergelegt; er verlangt, daß die Kinder ihre Eltern ehren; wer dieses Gebot übertritt, verfällt der Todesstrafe. Nun setzten die Pharisäer durch ein Kultusgelübde dieses Gebot außer Kraft. »Das Korbangelübde konnte jedem anderen gegenüber angewendet werden. Und so konnte auch der Sohn, der mit seinen Eltern verfeindet oder ein habsüchtiger Egoist war, in Form eines Gelübdes erklären, daß jede Leistung, die seine Eltern von ihm beanspruchen konnten, für sie wie eine Opfergabe (Korban) sein sollte. Hier konnte sich die Herzenshärte oder die Undankbarkeit die Maske der Ehrfurcht vor Gott anlegen. Damit waren die Eltern aller Unterstützungsansprüche an den Sohn für immer beraubt, weil es jedermann verboten war, von einer Opfer- oder Weihegabe an den Tempel irgendwelchen Nutzen zu haben. Auf Grund dieser rabbinischen Lehre konnte der Sohn die auf seine Unterstützung angewiesenen Eltern dem bittersten Elend preisgeben, ohne dabei selbst von seinem Vermögen oder Einkommen etwas an den Tempel abgeben zu müssen. Denn das Korbangelübde war nichts als ein bloßes >Scheingelübde<, nämlich ein >Versagungsgelübde<, durch das der Gelobende sich selbst nicht zur geringsten Leistung verpflichtete.«3 Gott wird so zu einer Art Geschäftspartner degradiert, den man geschickt hintergehen kann.

Bitten wir den Herrn, er möge uns ein schlichtes Herz geben.



II. Das vierte Gebot hatte Gott mit feierlichen Segensverheißungen ausgestattet: damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt4. Diese Verheißungen klingen recht diesseitig; sie sollen wohl bedeuten, daß echtes Wohlergehen nur dann möglich ist, wenn man im Einklang mit dem Willen Gottes und mit den Forderungen der menschlichen Natur lebt. Im Katechismus heißt es dazu: »Die Beherzigung dieses Gebotes bringt neben geistlichen auch zeitliche Früchte, nämlich Frieden und Wohlergehen. Die Mißachtung dieses Gebotes hingegen zieht schwere Nachteile für menschliche Gemeinschaften und Einzelpersonen nach sich.«5

Wie in jedem der zehn Gebote drückt sich auch im vierten der geoffenbarte Wille Gottes aus, der zugleich eine Forderung des natürlichen Sittengesetzes ist: »Mit dem vierten Gebot beginnt die zweite Tafel des Dekalogs. Es weist auf die Ordnung der Liebe hin. Gott hat gewollt, daß wir nach ihm auch unsere Eltern ehren, denen wir das Leben verdanken und die uns den Glauben vermittelt haben.«6

Gott ist der einzige, nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden benannt wird7. So ist die Vaterschaft Gottes die Quelle der menschlichen Elternschaft und diese ein Widerschein des göttlichen Schöpfertums; darauf gründet die Ehre der Eltern: »Die Achtung der Kinder vor den Eltern entspringt der Dankbarkeit gegenüber denen, die ihnen das Leben geschenkt und durch ihre Liebe und Arbeit ihnen ermöglicht haben, an Größe, Weisheit und Gnade zu wachsen.«8

Es ist ein Gesetz des Lebens, daß sich im Laufe der Zeit die konkrete Gestalt der Beziehung zu den eigenen Eltern ändert: jene, die einmal als kleine Kinder unter der Pflicht des Gehorsams standen, treten in eine neue Lebenssituation ein, heiraten, gründen eine Familie und werden selbst Eltern. Dennoch bleiben die Pflichten gegenüber den eigenen Eltern bestehen: »In Dankbarkeit, Ehrfurcht und Vertrauen müssen die Kinder das erwidern, was die Eltern ihnen Gutes tun, und ihnen, wie es Kindern ziehmt, im Unglück und in der Einsamkeit des Alters beistehen.«9 Dieser Beistand ist auch darin besonders notwendig, wenn sich die Eltern dem Glauben entfremdet haben und die Kinder darauf bedacht sein müssen, ihnen zu helfen, den Umgang mit Gott wieder zu entdecken oder neu zu beleben. Freilich ist eine Bekehrung nicht die Frucht einer Belehrung, die Kinder gegenüber ihren Eltern nur schwer vornehmen können, sondern zuallererst die Frucht von Gebet und Opfer.

Beispiel und Lehre Jesu bekräftigen die Bedeutung des vierten Gebotes. Wir können nur ahnen, wie aufmerksam und liebevoll er sich Maria und Josef gegenüber verhielt. Sein Wort im Tempel: Wußtet ihr nicht, daß ich in dem sein muß, das meinem Vater gehört?10 ist kein Aufbegehren, es soll lediglich die Rangordnung des Gehorsams deutlich machen. Denn im Anschluß daran heißt es: Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Später, als der Herr schon sein öffentliches Leben begonnen hat, vernehmen wir zwischen den Zeilen etwas von seiner Wertschätzung für die Familie: die Leute sehen in ihm den Sohn des Zimmermanns11, der bei Josef das Handwerk erlernt hat; selbst beim ersten Wunder schimmert etwas von dieser familiären Verbundenheit durch, denn er wirkt es auf die Bitte seiner Mutter hin12; er kümmert sich um die Mutter vom Kreuze herab und vertraut sie Johannes an13; und er ist stets bereit, auf die Not einer Mutter oder eines Vaters einzugehen14.

Gleichzeitig vermitteln uns Beispiel und Lehre des Herrn eine tiefere Sicht des vierten Gebotes, indem sie zeigen, wie sich jede menschliche Liebe dem absoluten Vorrang der Liebe zu Gott unterordnen muß: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.15 Dies ist der Maßstab, damit die Bindung an die eigene Familie nicht zur Fessel wird.



III. »Das vierte Gebot wendet sich ausdrücklich an die Kinder und betrifft ihre Beziehungen zu Vater und Mutter, denn diese ist die grundlegendste aller Beziehungen.«16 So haben wir es als Kinder erfahren. Als Erwachsene auf die eigene Kindheit zurÜckblickend, weitet sich dieser Blick und erfaßt auch - neben den Eltern -jene anderen Menschen, denen wir Dankbarkeit und Wertschätzung schulden, weil sie zu unserer Erzieh= 16 So haben wir es als Kinder erfahren. Als Erwachsene auf die eigene Kindheit zurückblickend, weitet sich dieser Blick und erfaßt auch - neben den Eltern - jene anderen Menschen, denen wir Dankbarkeit und Wertschätzung schulden, weil sie zu unserer Erzieung beigetragen haben: die Großeltern, vielleicht auch ledig gebliebene Geschwister der Eltern, die immer für uns da waren, Lehrer oder Lehrerinnen oder einen Priester, der uns väterlich zu einer Zeit beraten hat, da wir mit uns selbst nicht zurechtkamen. Wieviele Menschen haben uns durch ihre natürliche Autorität - Weisheit, Erfahrung und Beispiel - geprägt! »Wir sind verpflichtet, alle zu ehren und zu achten, die Gott zu unserem Wohl mit seiner Autorität ausgestattet hat.«17 Lassen wir diese Zeit der Betrachtung in ein Gebet für sie alle einmünden. Die Gemeinschaft der Heiligen verbindet uns mit ihnen - mit den Lebenden wie mit den bereits Verstorbenen.

= 17 Lassen wir diese Zeit der Betrachtung in ein Gebet für sie alle einmünden. Die Gemeinschaft der Heiligen verbindet uns mit ihnen - mit den Lebenden wie mit den bereits Verstorbenen.Eine besondere Sehweise des vierten Gebotes ergibt sich für die Eltern: Sie »sollen ihre Kinder als Kinder Gottes ansehen und sie als menschliche Personen achten. Sie erziehen ihre Kinder dazu, das Gesetz Gottes zu erfüllen, indem sie selbst gegenüber dem Willen des Vaters im Himmel gehorsam sind.«18 Wieviele Anregungen in so wenigen Worten! Die eigenen Kinder um ihrer selbst willen lieben, ihre Eigenart respektieren und fördern, sie nicht als eigenen Besitz betrachten... Wenn man sich schon früh in diese Selbstverständlichkeit einübt, wird es leichter, sie behutsam zu begleiten, wenn sie später ihre eigenen Entscheidungen treffen. Und wenn ein Sohn oder eine Tochter den Weg der Gotteshingabe in Ehelosigkeit gehen will, dann gilt es zu bedenken: »Es ist kein >Opfer<, die Kinder hinzugeben, damit sie Gott dienen - es ist Ehre und Glück.«19 Geraten sie in eine Glaubenskrise, dann ist es an der Zeit, sie spüren zu lassen, daß man - einfühlsam und verstehend - für sie da ist; oder sollten sie sich ganz vom Glauben entfernen, gilt es die Brücke der menschlichen Verbundenheit um so mehr zu fes= 19 Geraten sie in eine Glaubenskrise, dann ist es an der Zeit, sie spüren zu lassen, daß man - einfühlsam und verstehend - für sie da ist; oder sollten sie sich ganz vom Glauben entfernen, gilt es die Brücke der menschlichen Verbundenheit um so mehr zu fetigen. Es ist ein schöner Gedanke, stellvertretend für sie all das zu tun, was zum Christsein gehört.

Ein Angelpunkt der elterlichen Liebe ist die Sorge um die Erziehung: »Die Eltern sind die Erstverantwortlichen für die Erziehung ihrer Kinder. In erster Linie erfüllen sie diese Verantwortung, indem sie ein Zuhause schaffen, wo Zärtlichkeit, Vergebung, gegenseitige Achtung, Treue und selbstlose Dienstbereitschaft herrschen. Die Erziehung zu den Tugenden beginnt zu Hause. Hier müssen die Kinder Opferbereitschaft, gesundes Urteil und Selbstbeherrschung lernen, die Voraussetzung zu wahrer Freiheit sind. (...) Die Eltern sollen die Kinder dazu erziehen, sie vor falschen Zugeständnissen und dem Verlust der Würde zu bewahren, die jede menschliche Gesellschaft in Gefahr bringen.«20

Das vierte Gebot ist ein Geben und Nehmen, das den einzelnen bereichert, die Familie beseelt, die Gesellschaft vermenschlicht. Jene Mutter hatte das gut verstanden, die in einem Abschiedsbrief ihre Kinder bat, auch über ihren Tod hinaus das gegenseitige Geben und Nehmen fortzusetzen, und die dann fortfuhr: »Vergebt mir alles, worin ich gefehlt habe! Vergeßt nicht, immer für mich zu beten! Vor allem: Haltet immer fest am Glauben! Im Himmel erwarte ich euch.«



1 Mk 7,1-13. - 2 M.-J. Lagrange, Das Evangelium von Jesus Christus, Heidelberg 1949, S.255. - 3 Regensburger Neues Testament, Bd.2, Regensburg 1958, S.136-137. - 4 Ex 20,12. - 5 Katechismus der Katholischen Kirche, 2200. - 6 ebd., 2197. - 7 Eph 3,15. - 8 Katechismus der Katholischen Kirche, 2215. - 9 II. Vat. Konz., Konst. Gaudium et spes, 48. - 10 Lk 2,49. - 11 Mt 13,55. - 12 vgl. Joh 2,1-11. - 13 vgl. Joh 19,26-27. - 14 vgl. Lk 7,11-17; Mt 9,18-26; 15,22-28; 17,14-20. - 15 Mt 10,37. - 16 Katechismus der Katholischen Kirche, 2199. - 17 ebd., 2197. - 18 ebd., 2222. - 19 J. Escrivá, Die Spur des Sämanns, Nr.22. - 20 Katechismus der Katholischen Kirche, 2223-2224.

von esther10 12.02.2013 00:53

12. Februar 2013, 'Wir' waren nie Papst! Zerreißt eure Herzen!

'Wir' waren nie Papst! Zerreißt eure Herzen!

Denn wir, WIR, haben mit enormem Ungehorsam, Starrsinn und Streitsucht einen Pontifikat ausgebremst, der kaum seinesgleichen hat. Ein Kommentar von Petra Lorleberg

Vatikan (kath.net/pl) Konflikte gab es genug in der Zeit des Pontifikats Benedikts XVI. Doch die schmerzhaftesten Konflikte waren immer hausgemacht. Schlimmer als der Streit mit einem fremden Feind ist immer der Bruderzwist.

Da ist der Missbrauchsskandal: Die ungeheuerliche Erkenntnis, dass es Kleriker gibt, die nicht nur ein bisschen sondern gewaltig egoistisch sind, und dabei über Menschen trampeln - ihre Zerstörung, ihren Tod in Kauf nehmend. Da ist obendrein die Erkenntnis, dass dies von anderen gedeckt wurde, um der Wahrung der Standesvorteile willen.

Da ist der Konflikt mit der Piusbruderschaft: Fromme Menschen, aus dem Herzen der Kirche erwachsen, wurden durch Ungehorsam, Starrsinn und Streitsucht zu einem Krebsgeschwür, das möglicherweise zur Heilung abgeschnitten muss.

Da ist die Kirche in Deutschland und im deutschsprachigen Raum: Sie hätte sich diesem Papst ja besonders verbunden fühlen sollen. Wir hätten an Benedikt XVI. das Papsttum neu lieben lernen sollen. „Wir sind Papst“. Wir sind mitverantwortlich. Mitverantwortlich für diesen Rücktritt und seine Konsequenzen. WIR haben mit enormem Ungehorsam, Starrsinn und Streitsucht, die in nichts den Piusbrüdern nachstehen, denen obendrein sogar noch die Gottessuche und die Frömmigkeit fehlt, einen Pontifikat ausbremst, der kaum seinesgleichen hat. Wir selbst, des Papstes Geschwister der Nationalität und Sprache wie auch dem Glauben nach, haben dafür gesorgt, dass er seine Kraft nicht frei entfalten konnte. Wir haben solange dialogisiert und monologisiert, bis wir ihm die Kraft geraubt hatten. Angefangen von so manchen Kardinälen und Bischöfen bis hin zu vielen kleinen Laien in vergessenen Dorfkirchen haben wir unser eigenes Süppchen kochen wollen.

Nun ist Fastenzeit angesagt. Für unsere gesamte Kirche. Eine Zeit der Buße. "Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider", heißt es in der Bibel (Joel 2,13). Aus so mancher der Würdigungen dieses Pontifikats höre ich aber stolze und uneinsichtige Herzen heraus.

"Wir" waren nie Papst! Zerreißt eure Herzen


++++++

Lesermeinungen....sehr, sehr war.

krak des chevaliers vor 7 Minuten

in Zukunft eine Nebenrolle
Ganz gleich, wer der nächste Papst sein wird, eines dürfte klar sein: Die "deutsche Kirche" wird in der Zukunft nur noch eine untergeordnete Rolle in der Weltkirche spielen. Man wird wohl kaum noch Rücksicht auf deutsche Befindlichkeiten, deutschen Starrsinn und deutschen Ungehorsam nehmen, und das ist auch gut so. Wer nicht mehr beizusteuern hat als Geld, der manövriert sich schon selbst ins Abseits. Hoffentlich kommt der neue Papst aus Indien. Dort gibt es einen sehr guten und noch jungen Kardinal, der das Werk Benedikts gut weiterführen könnte.

Victor vor 15 Minuten

Frau Lorleberg hat recht
Die Kirche in D und Deutschland selbst sind nun weithin blamiert. Hätte sich Papst Benedikt XVI. auf die Deutschen verlassen können wie Papst Johannes Paul II. auf "seine" Polen, dann wäre es eher wahrscheinlich, daß es heute/gestern keine Rücktrittserklärung gegeben hätte.
Aber der Papst wurde im Stich gelassen von etlichen Hirten (Namen kann man sich ersparen) und vom Großteil der Herde ganz zu schweigen von "den Medien".

C15 vor 16 Minuten

Ja, klare Worte.
Ich kann zwar nicht allem zustimmen, aber bei vielem.

Im einem anderem Beitrag las ich, dass jemand aus dem "Kirchensteuerverand " der dt. Bischöfe austreten" will.
Ich kann und will das nicht meht unterstützen. Ich komme nach langer Überlegung mehr und mehr zu dem Entschluß mitzugehen. Das Geld gebe ich lieber einer altritualen Gemeinschaft.

wormwood vor 26 Minuten

JA! Danke für die klaren Worte.

von esther10 12.02.2013 00:47



DER PAPSTRUF INS JAHR DES GLAUBENS – IN DEUTSCHLAND EIN RUF OHNE ECHO

Papstrücktritt: Dass sein eigenes Volk ihn mit unterbrochenem medialem Trommelfeuer bekämpft und geschmäht hat, daran dürfte der überaus feinfühlende Mensch Josef Ratzinger vielleicht mit am meisten gelitten haben. Ein Kommentar von Gabriele Kuby

Vatikan (kath.net) Papst Benedikt XVI. legt sein Amt nieder, der zweite Papst in der Geschichte der Kirche, der lebend aus dem Amt scheidet. Ich hatte damit gerechnet, seit sein Bruder Georg vor nicht allzu langer Zeit andeutete, es sei durchaus denkbar, dass sein Bruder zurücktrete, wenn seine Kräfte nachlassen.

Als ich dem Heiligen Vater am 31. Oktober 2012 gegenüber stand, war ich getroffen von seiner Zerbrechlichkeit. Er schien nur noch Geist zu sein, der mit äußerster Anstrengung und völliger Hingabe seine Pflicht erfüllte, einige Dutzend Menschen persönlich zu begrüßen.

Dennoch habe ich gehofft, dass er noch bleibt. Sein Glaube, sein überragender Geist, der splendor veritatis seiner Sprache, seine Demut, seine Standhaftigkeit, seine Bereitschaft, das schwere Kreuz zu tragen, dass dieses Amt ihm auferlegte, waren ein Licht, das über die ganze Erde leuchtete und weiter leuchten wird. Dass sein eigenes Volk ihn mit ununterbrochenem medialem Trommelfeuer bekämpft und geschmäht hat, daran dürfte der überaus feinfühlende Mensch Josef Ratzinger mit am meisten gelitten haben. „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf“, heißt es im Johannes Prolog über den Sohn Gottes. Als dessen Stellvertreter hat er sein Schicksal geteilt. Wie Jesus hat er Verrat erlitten durch einen, den er „wie einen Sohn“ geliebt hat. In seiner Rücktritterklärung sagt Papst Benedikt: „Ich bin mir sehr bewusst, dass dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und durch Gebet.“ Natürlich hat er zu allen Zeiten seines Lebens gewusst, was es verlangt, mit vollständiger Hingabe in der Nachfolge Christi zu stehen. Das Leiden wird dadurch nicht weniger schmerzhaft, aber das Wissen um seine Fruchtbarkeit gibt die Kraft, es zu tragen.

Papst Benedikt XVI. hat die Gläubigen unermüdlich dazu aufgerufen, in eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus einzutreten, aus dieser Liebesbeziehung tatsächlich zu leben. Das ist ohne Gebet, ohne Wissen, was wir glauben, nicht möglich. Seine letzter großer Versuch, in den Menschen die Bereitschaft zu wecken, dem Herrn, der anklopft, die Tür zu öffnen (Off 3,20), war die Ausrufung des Glaubensjahres. Aber es ist in Deutschland ein Ruf ohne Echo. Die Kirche, gelähmt durch staatlich garantierten Reichtum, bürokratische Apparate, Lavieren mit der Wahrheit und Heidenangst vor den Medien, scheint nicht mehr durchlässig zu sein für die inspirierten Wegweisungen ihres obersten Hirten. Verweltlichung – was ist das?, fragen jene, die in der Welt sind und von ihr.

All die Kritiker rufen die Menschen auf den breiten Weg

Dies war ein Papst, dessen Geist in einem ununterbrochenen Strom als „cooperator veritatis“ mit Milde und Güte die Menschen auf den schmalen Weg zu Gott gewiesen und gezeigt hat, dass dieser Weg tatsächlich begehbar ist. All die Kritiker und Reformer, die die Kirche dem Zeitgeist anpassen möchten, rufen die Menschen auf den breiten Weg. Dieser hat nur den Nachteil: er führt nicht zu Gott. Der Philosoph Dietrich Hildebrand sah dies „als den großen säkularen Irrtum unserer Zeit: die Vorstellung, dass die Religion dem Menschen angepasst werden sollte und nicht der Mensch der Religion.“

Der Kirche nun durch ein Leben im Gebet dienen

Wenn es einen Menschen gibt, der die Pflicht erfüllt, die er als Willen Gottes erkennt, dann ist das Joseph Ratzinger. Auch diese revolutionäre Entscheidung, hat er, nachdem er sein Gewissen wiederholt vor Gott geprüft hat, ganz gewiss nur getroffen, weil er zu der Erkenntnis gekommen ist, so der Kirche am besten zu dienen. Er tritt von der sichtbaren Bühne ab und lässt uns wissen, dass er in der Verborgenheit mit gleicher Hingabe sein Leben für die Kirche aufopfert. „Was mich betrifft, so möchte ich auch in Zukunft der Heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Leben im Gebet dienen.“ Den Urbi et Orbi-Segen an Ostern werden wir von einem neuen Papst empfangen. Es wird kein Deutscher sein, und das ewige überhebliche Genörgel deutscher Katholiken wird ins Leere gehen. Wie schade, dass wir die Chance verpasst haben, uns an diesem großen Papst aufzurichten.
http://kath.net/detail.php?id=40048

von esther10 12.02.2013 00:30

Von Gabriele Kuby

Alle Artikel von Lieseschmitt Blog über unsern noch Papst...Dem es viele "DEUTSCHE ungerecht und schlecht gemacht haben" Gott weiß es...

blog-a1-Neuer-Blog.html

Bitte Link anklicken,
über Papst Benedikt XVI. Neuigkeiten

http://schwarzwaldmaedle.xobor.de/

http://schwarzwaldmaedle.xobor.de/blog-u1-anne-s-blog.html

http://kleinewelt.xobor.de/blog-u1-Marit...udels-Blog.html

http://kleinewelt.xobor.de/

http://liseschmitt.xobor.de/blog.html

http://liseschmitt.xobor.de/blog-u1-Traudel-s-Blog.html


Papst Benedikt XVI. legt sein Amt nieder, der zweite Papst in der Geschichte der Kirche, der lebend aus dem Amt scheidet. Ich hatte damit gerechnet, seit sein Bruder Georg vor nicht allzu langer Zeit andeutete, es sei durchaus denkbar, dass sein Bruder zurücktrete, wenn seine Kräfte nachlassen.

http://liseschmitt.xobor.de/f6-Aktuelles.html

Als ich dem Heiligen Vater am 31. Oktober 2012 gegenüber stand, war ich getroffen von seiner Zerbrechlichkeit. Er schien nur noch Geist zu sein, der mit äußerster Anstrengung und völliger Hingabe seine Pflicht erfüllte, einige Dutzend Menschen persönlich zu begrüßen.

Dennoch habe ich gehofft, dass er noch bleibt. Sein Glaube, sein überragender Geist, der splendor veritatis seiner Sprache, seine Demut, seine Standhaftigkeit, seine Bereitschaft, das schwere Kreuz zu tragen, dass dieses Amt ihm auferlegte, waren ein Licht, das über die ganze Erde leuchtete und weiter leuchten wird.

Dass sein eigenes Volk ihn mit ununterbrochenem medialem Trommelfeuer bekämpft und geschmäht hat, daran dürfte der überaus feinfühlende Mensch Josef Ratzinger mit am meisten gelitten haben. „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf“, heißt es im Johannes-Prolog über den Sohn Gottes.

Als dessen Stellvertreter hat er sein Schicksal geteilt. Wie Jesus hat er Verrat erlitten durch einen, den er „wie einen Sohn“ geliebt hat.

In seiner Rücktritterklärung sagt Papst Benedikt: „Ich bin mir sehr bewusst, dass dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und durch Gebet.“

Natürlich hat er zu allen Zeiten seines Lebens gewusst, was es verlangt, mit vollständiger Hingabe in der Nachfolge Christi zu stehen. Das Leiden wird dadurch nicht weniger schmerzhaft, aber das Wissen um seine Fruchtbarkeit gibt die Kraft, es zu tragen.

Papst Benedikt XVI. hat die Gläubigen unermüdlich dazu aufgerufen, in eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus einzutreten, aus dieser Liebesbeziehung tatsächlich zu leben. Das ist ohne Gebet, ohne Wissen, was wir glauben, nicht möglich.

Sein letzter großer Versuch, in den Menschen die Bereitschaft zu wecken, dem HERRN, der anklopft, die Tür zu öffnen (vgl. Off 3,20), war die Ausrufung des Glaubensjahres. Aber es ist in Deutschland ein Ruf ohne Echo.

Die Kirche, gelähmt durch staatlich garantierten Reichtum, bürokratische Apparate, Lavieren mit der Wahrheit und Heidenangst vor den Medien, scheint nicht mehr durchlässig zu sein für die inspirierten Wegweisungen ihres obersten Hirten. Verweltlichung – was ist das?, fragen jene, die in der Welt sind und von ihr.

Dies war ein Papst, dessen Geist in einem ununterbrochenen Strom als „cooperator veritatis“ mit Milde und Güte die Menschen auf den schmalen Weg zu Gott gewiesen und gezeigt hat, dass dieser Weg tatsächlich begehbar ist. All die Kritiker und Reformer, die die Kirche dem Zeitgeist anpassen möchten, rufen die Menschen auf den breiten Weg. Dieser hat nur den Nachteil: er führt nicht zu Gott.

Der Philosoph Dietrich Hildebrand sah dies „als den großen säkularen Irrtum unserer Zeit: die Vorstellung, dass die Religion dem Menschen angepasst werden sollte und nicht der Mensch der Religion.“

Wenn es einen Menschen gibt, der die Pflicht erfüllt, die er als Willen Gottes erkennt, dann ist das Joseph Ratzinger. Auch diese revolutionäre Entscheidung hat er, nachdem er sein Gewissen wiederholt vor Gott geprüft hat, ganz gewiss nur getroffen, weil er zu der Erkenntnis gekommen ist, so der Kirche am besten zu dienen.

Er tritt von der sichtbaren Bühne ab und lässt uns wissen, dass er in der Verborgenheit mit gleicher Hingabe sein Leben für die Kirche aufopfert: „Was mich betrifft, so möchte ich auch in Zukunft der Heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Le
ben im Gebet dienen.“

von esther10 12.02.2013 00:15

12.02.2013
Erzbischof Joachim Kardinal Meisner zum Rücktritt von Papst Benedikt XVI.
(erzbistum-koeln.de) Im folgenden wird die Erklärung des Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner zum angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. dokumentiert:
Die Nachricht vom bevorstehenden Rücktritt unseres Heiligen Vaters hat auch mich überrascht und tief berührt. Sie erfüllt mich mit großem Respekt und mit großer Dankbarkeit, aber auch mit Traurigkeit. Noch vor vier Wochen hatte ich schriftlich angefragt, ob er sich vorstellen könnte, den Abschlussgottesdienst zum Eucharistischen Kongress bei uns in Köln zu feiern. Er ließ mir antworten: Warte noch vier Wochen. Ich ahnte nichts. Die Wartezeit war vergangene Woche um, ich fragte bei seinem Sekretär nach, und es hieß: Warte noch eine Woche. Der heutige Tag brachte die Antwort.
Wie unser Heiliger Vater selbst sagt, hat er sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, sondern sich vor Gottes Angesicht gewissenhaft geprüft. Dabei ist er zu der Gewissheit gelangt, dass seine Kräfte „infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben“, wie er selbst wörtlich sagte.
Als ehemaliger Professor in Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg und Erzbischof von München und Freising war Joseph Ratzinger gleichsam unser Nachbar. Als Papst Benedikt XVI. hat er uns als Brüder und Schwestern im Glauben gestärkt, gerade in Deutschland. Unvergessen ist der Weltjugendtag 2005 hier bei uns in Köln, bei dem wir mit jungen Menschen aus allen Nationen unseren gemeinsamen Glauben gefeiert haben. Bei seinem letzten Besuch in Deutschland 2011 hat Papst Benedikt XVI. in seinen Ansprachen gleichsam noch einmal den ganzen Horizont seiner Theologie und des katholischen Glaubens aufscheinen lassen. In seinen Jesusbüchern, die zu Bestsellern wurden, hat er zur Auseinandersetzung mit der Person Jesu, der Mitte aller Zeiten, auf seine ganz persönliche Weise eingeladen.
Papst Benedikt XVI. hatte es als oberster Hirte der Weltkirche nicht leicht, und er hat es sich nie leicht gemacht. Um die Gemeinschaft zu stärken und zu festigen, bereiste der Papst die ganze Welt, obwohl in seinem Alter Weltreisen mit einem Mammutprogramm eine echte Strapaze sind. Um die Verbindungen zwischen den einzelnen katholischen Ortskirchen zu verlebendigen, besuchen sich auch die Bischöfe als Repräsentanten dieser Kirchen untereinander. Weil wir alle mit dem Papst Kommunikation halten, stehen wir auch untereinander in Kommunion. Solche Begegnungen sind selbstverständliche Konsequenz unseres gemeinsamen katholischen Glaubens. Unser Heiliger Vater hat dies gleichsam personifiziert.
Es wird berichtet, nach seiner Ankündigung des Rücktritts habe unter den Kardinälen, die im Apostolischen Palast versammelt waren, für einen Moment fassungsloses Schweigen geherrscht. Wie es weiter heißt, soll das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes bereits im März stattfinden. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich so kurz vor meinem 80. Geburtstag noch einmal an einem Konklave teilnehmen muss.
Schon verschiedentlich habe ich davon berichtet, was mich an Papst Benedikt XVI. beeindruckt: In meinen zahlreichen Begegnungen mit ihm bei festlichen Gottesdiensten in Sankt Peter, bei Audienzen oder auf Synoden und Konferenzen beeindruckt mich am stärksten seine tiefe Sammlung und Gebetsversunkenheit. Hier ist etwas vom Geheimnis des Menschen Joseph Ratzinger zu ahnen. Die Schwerkraft seines Lebens verlagert sich im Gebet in die Hände Gottes. Ich lade Sie deshalb alle ein: Beten wir um Gottes Geist, dass er in seiner Kirche wirke. Beten wir für diese unsere Welt, die, wie unser Heiliger Vater sagt, „durch Fragen, die für das Leben des Glaubens von großer Bedeutung sind, hin- und hergeworfen“ wird. Beten wir für das bevorstehende Konklave, dass der Geist Gottes den unter uns erwählt, der die Kirche Jesu Christi in dieser Zeit sicher und kraftvoll zu führen vermag. Der jetzige und der zukünftige Papst sollen sich auf uns Beter verlassen können.

von esther10 12.02.2013 00:09

Gebeugt vom Alter, tritt Benedikt XVI. zurück. Doch der Papst geht nicht, weil er resigniert hätte – sondern, weil es ihm als der einzig vernünftige Weg erschien. Die Hintergründe des Rücktritts. Von Paul Badde/Die Welt



Rom (kath.net/DieWelt)
Als Johannes Paul II. starb, entluden sich die Emotionen Roms in spontanem Applaus auf dem dichtgedrängten Petersplatz. Jetzt fällt Trauer über die ewige Stadt. Nichts hatte die Römer vorbereitet, und auch nicht die 1,2 Milliarden Katholiken auf allen Kontinenten. "Wie ein Blitz aus heiterem Himmel" habe die Nachricht sogar die Kardinäle in der barocken Pracht der Sala del Consistorio im päpstlichen Palast überrascht, sagte Kardinal Sodano in seiner ersten Reaktion auf die Rücktrittserklärung.

Weil Benedikt XVI. das persönliche Schreiben gegen Ende der Sitzung auf Lateinisch verlesen hatte, hatten nicht wenige Kardinäle sich wohl auch gefragt, ob sie denn auch richtig verstanden hatten, was sie da gerade gehört hatten. Bis dahin war die Sitzung noch einem ehrwürdigen Procedere des "business as usual" gefolgt.

Kardinal Amato hatte den im Vatikan versammelten Kardinälen die kommenden neuen Heiligen der katholischen Kirche vorgestellt. Manche schauten schon auf die Uhr. Der eine oder andere wird schon an die nächsten Gesprächspartner gedacht haben, mit denen sie sich zum Mittagessen verabredet hatten. Doch an diesem Karnevalsmontag fiel die Mittagsmahlzeit nicht nur in Rom reihenweise aus. Mit seinem letzten dramatischen Schritt durchkreuzte Benedikt XVI. ein letztes Mal die Pläne aller Analysten des Vatikans und seiner zahllosen Gegner und Freunde weltweit. In gewisser Weise tritt er damit ab, wie er angetreten war.

"Die Netze im Glauben auswerfen"

Als er gewählt wurde, zerbrachen sich viele Analytiker die klügsten Köpfe der Welt, um dahinter zu kommen, mit welchem "Karriereplan" sich der kleine Mann aus Deutschland denn in die höchste Position der Weltkirche katapultiert hatte.

Die Wahrheit war: Er hatte keinen Karriereplan. Schon damit stand er im Vatikan einzigartig da. Jetzt steht er ebenso einzig da in seiner beispiellosen Bereitschaft der Aufgabe der Macht und seiner Hingabe der Schlüssel Petri an einen kraftvolleren Nachfolger. Dass es kein spontaner Entschluss war, ist ebenso klar. Er war ernst, als er die Erklärung abgab, aber nicht schwächer als sonst, auch nicht hinfälliger.

Am Samstag hatte er noch 4500 Malteser Ritter in Sankt Peter begrüßt und am Abend in freier Rede vor den Priesterseminaristen Roms eine kleine Summe seiner Theologie referiert, auf der höchsten Höhe seiner Geisteskraft. Am Sonntag hatte er wie gewöhnlich mit den Gläubigen auf dem Petersplatz den Angelus an seinem Fenster gebetet, und zuvor die Evangelientexte des Sonntags gedeutet, nach denen uns "Misserfolge und Schwierigkeiten nicht zur Entmutigung" führen dürfen.

Denn "unsere Aufgabe ist es, die Netze im Glauben auszuwerfen. Den Rest macht der Herr." Den Zeitpunkt sah er jetzt nach reiflicher Überlegung wohl gekommen. Er hat getan, muss er denken, was er zu tun hatte, und auch, dass er all seine Netze vom Boot Petri in die Tiefe der Weltmeere ausgehängt hat. Die Ernte steht ihm nicht mehr zu. Einholen müssen diese Netze nun andere Kräfte.

Plan wohl reiflich überlegt

Sicher hat er deshalb auch den Tag seiner Rücktrittserklärung mit höchstem Bedacht gewählt. Der 11. Februar ist der Gedenktag der Muttergottes von Lourdes, die seit weit mehr als 100 Jahren die Sehnsucht unzähliger Kranker und Hinfälliger geworden ist.

Unter diese Hinfälligen reiht Benedikt XVI. sich mit seiner Jahrhundertentscheidung nun solidarisch selber ein – im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte, doch körperlich zu schwach für die übermenschlich großen Aufgaben eines Papstes. Dass er den Plan reiflich überlegt und erwogen hat, ist offenbar.

Fast ist es sogar, so scheint es jetzt im Rückblick, als trete er nach einem sorgfältigen Drehbuch zurück – das er allerdings auch wieder selbst geschrieben hat. "Wenn ein Papst zur klaren Erkenntnis kommt, dass er physisch, psychisch und geistig den Auftrag nicht mehr bewältigen kann", sagte er Peter Seewald im Sommer 2010 in Castel Gandolfo, "dann hat er ein Recht und unter Umständen auch eine Pflicht, zurückzutreten."

Der Kreuzweg kann noch Jahre dauern

In dieser Pflicht sah er sich nun offenkundig. Psychisch und geistig ist er vollkommen wach und präsent, bestätigt jeder, der ihm noch nahe kommt – doch dass ihn die körperlichen Kräfte zunehmend verließen und verlassen, konnte zunehmend auch jeder sehen, der ihn aus der Ferne sah.

Und er sieht den Zustand der Kirche vor zu großen Herausforderungen offensichtlich als zu kritisch an, als dass er es als weise ansähe, nach seinem achtjährigen Pontifikat der Kirche im Zustand einer sich verschlimmernden Agonie vorzustehen, wie sein Vorgänger Johannes Paul II. es so erschütternd vorgemacht hat. Denn das weiß er auch: Sein Kreuzweg kann womöglich noch etliche Jahre dauern – auch wenn er es jetzt schon ablehnt, täglich verschiedene lebensverlängernde Medikamente zu sich zu nehmen.

Die Herausforderungen an den Papst aber wechseln fast täglich ihren Intensitätsmodus. Seinem Bruder Georg in Regensburg kam es deshalb von Anfang an schon so vor, als würde die neue Aufgabe der Nachfolge Petri seinen kleinen klugen Bruder erstmals komplett überfordern.

Entscheidung "vor etlichen Monaten" gefallen

Außer im Gebet hat er sich deshalb auch nur mit seinem Bruder in der Sache ausgetauscht. Sein Bruder hat ihm gelauscht, aber weder zu- oder abgeraten. Ihn hat die Entscheidung heute aber auch nicht mehr überrascht. Sie war schon "vor etlichen Monaten" gefallen.

Vom Tisch sind damit auch all jene Überlegungen, die wissen wollen, dass die schwersten Vertrauensbrüche aus dem innersten Raum der Kirche, die der Papst im Verlauf des Vatileaks-Skandals erschüttert zur Kenntnis nehmen musste, ihn womöglich zur Resignation getrieben haben könnten.

Er tritt zurück, weil ihn die Kräfte verlassen, nicht weil er getäuscht und enttäuscht worden ist. Er zieht sich auch nicht schmollend zurück, sondern in einem beispiellos vernünftigen und kühl erwogenen Akt der Souveränität. Er resigniert in diesem Sinn auch nicht, sondern geht voraus in die inneren Räume des Gebets der Kirche.

Weltweites Echo auf den Rücktritt

Damit unterscheidet er sich auch noch einmal deutlich von Coelestin V., dem einzigen Vorgänger auf dem Papstthron, der 1294 mit einem ähnlichen Schritt in die Weltgeschichte einging – dessen Heiligkeit er vor drei Jahren in Sulmona mit den Worten rühmte, dass sie "ihre Anziehungskraft nie verliert, nie in Vergessenheit gerät, keiner Mode unterworfen ist und im Wechsel der Zeit immer heller strahlt".

Der angekündigte Rücktritt schlug Wellen in alle Kontinente und in alle anderen großen Religionen. Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, traf die Nachricht "sehr emotional". "Dieser Papst hat verstanden, dass die Leugnung des Holocaust durch führende Vertreter der Kirche nicht unbeantwortet bleiben darf. Und er hat sich gegen diese Haltung gewendet."

"Wir sind alle Sünder"

Während die Rücktrittsankündigung auch im Internet für rege Diskussionen sorgt, blieb der Vatikan auf den Twitter-Konten des Kirchenoberhaupts zunächst stumm. Allerdings könnte bereits der jüngste Eintrag des Papsts in seinem deutschsprachigen Kanal des Kurzbotschaftendiensts als Trost für enttäuschte Katholiken aufgefasst werden.

"Wir dürfen der Kraft der Barmherzigkeit Gottes vertrauen", hieß es dort. Benedikt XVI. twittert seit Anfang Dezember in acht Sprachen – auf Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch und Spanisch.

Im Januar verschickte er zudem seine erste Botschaft auf Latein. "Wir sind alle Sünder, doch seine Gnade verwandelt uns und macht uns neu."

von 11.02.2013 15:49

Papst Benedikt informiert sich über den Rücktritt

Benedikt XVI. besucht das Grab von Coelestin V. Er war der einzige seiner 264 Vorgänger, der je das Amt niederlegte. Von Paul Badde
Coelestin V. und die Geschichte seines Rücktritts1/7

Papst Benedikt XVI. und der Bischof von Sulmona besuchen die Gebeine von Pietro del Murrone, als Papst Coelestin V. (um 1209/1215-1296) in die Geschichte einging.
Papst Benedikt XVI.
Die Glocken läuteten, als Benedikt XVI. unlängst im Helikopter über Sulmona erschien. Das Abruzzen-Städtchen am Fuß des Majella-Massivs war einmal für die Produktion seiner Zuckermandeln berühmt, jetzt hat es viele Arbeitslose und solch einen Jubel schon lang nicht mehr erlebt. Risse vom letzten Erdbeben durchziehen etliche Häuser. Sulmona liegt abseits der Autostrada Rom-Pescara, zwischen der Schlangenstadt Cucullo und dem Tal der Könige, hinter dem sich die Berge des Appenin in eine adriatische Hügellandschaft öffnen. Ovid wurde hier geboren. Ignazio Silone hat dem Ort ein schönes Buch gewidmet. Im letzten Weltkrieg hatte die Wehrmacht hier ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet, das schon bald mit deutschen Soldaten gefüllt werden sollte, darunter Georg Ratzinger, der Bruder des Papstes. Die Luft ist frisch. Auf dem Garibaldi-Platz wurde der Altar für die Papstmesse vor einem Aquädukt errichtet, den der römisch-deutsche Imperator Friedrich II. der Stadt geschenkt hat.

Doch nicht der lateinischen oder italienischen Klassiker oder der Sommerfrische wegen war der Pontifex an diesem Sonntag hierher gekommen, sondern aus Anlass des 800. Geburtstages Pietro del Murrones, dessen gläserner Sarkophag extra aus dem zerstörten L'Aquila herbei gebracht und neben dem Altar aufgestellt wurde, in dem das unverweste Gesicht mit einer leichten Wachsschicht überzogen leise lächelt. Pietro ist allerdings kein Schneewittchen, sondern eine der rätselhaftesten Figuren der Europäischen Geschichte, und überhaupt besser bekannt als Coelestin V., weil er auf dem Konklave von Perugia am 24. August 1294 endlich zum 191. Nachfolger Petri gewählt wurde, nachdem sich die zwölf Kardinäle davor in den inneritalienischen Machtkämpfen zwei Jahre lang auf keinen Papst hatten einigen können. Die Nachricht wurde ihm in der Eremo di Sant'Onofrio über Sulmona überbracht, in der großen Felswand, wo der über 80jährige als Einsiedler lebte.

Dem Ruf folgte er nur widerwillig. Dann aber ritt er unter dem Jubel der Bevölkerung auf einem Esel in L'Aquila ein, als neue Hoffnung der Christenheit, und ging schon rund drei Monate später mit folgendem Schriftstück in die Geschichte ein: "Ich, Coelestin V., trete hiermit aus freiem Willen vom Pontifikat zurück. Rechtmäßige Gründe bewegen mich dazu ebenso wie Gewissensgründe. Aus notwendiger Demut, zur moralischen Vervollkommnung, aber auch aus der Schwäche meines Körpers und der Unfähigkeit zum Lehramt, überhaupt wegen der Schwäche meiner gesamten Person, verzichte ich ausdrücklich auf den Thron, die Würde, das Amt und die Ehre des Papstes."

Am 13. Dezember 1294 las er das Schreiben den Kardinälen vor, legte seinen roten Papstmantel ab, streifte den Ring vom Finger und zog seine alte Mönchskutte wieder an, die er in den letzten Monaten so vermisst hatte. Der Rücktritt des "Engelpapstes", wie ihn seine Anhänger nannten, war ein unerhörter Schritt. Für Dante wurde er durch den Verzicht zu einem "Feigling", den er dafür in seiner Göttlichen Komödie in die Hölle verbannte. Peter Henrici aber, emeritierter Weihbischof aus Chur in der fernen Schweiz, hat die Reise Benedikt XVI. nach Sulmona nun aus den gleichen Gründen vor Wochen schon als Signal gedeutet, dass wohl auch der Ratzinger-Papst bald von seinem Amt zurücktreten werde, von dem doch jeder wisse, wie sehr es ihn beschwere.

Da aber war wohl ein nicht ganz so frommer Wunsch die Mutter des Gedankens. Benedikt XVI. tritt nicht zurück. Coelestin V. aber fasziniert ihn dennoch ganz außerordentlich - und damit ist er in Italien nicht allein. Schon letztes Jahr hat er nach dem Erdbeben dessen Grab in L'Aquila besucht und dem toten Heiligen sein Pallium hinterlassen, die päpstliche Wollstola, die ihm selbst bei seiner Krönung verliehen worden war. Offensichtlich fasziniert ihn die Konsequenz und Radikalität des Einsiedlerpapstes. Jetzt gab er seinem Vorgänger im Sarkophag noch einmal mit Weihrauch die Ehre und rühmte in seiner Predigt die Stille in einer Welt voller Geräusche und überhaupt die Heiligkeit, die "ihre Anziehungskraft nie verliert, nie in Vergessenheit gerät, keiner Mode unterworfen ist und im Wechsel der Zeit immer heller strahlt." Coelestin V. sei zeitlos gewesen in seinem Ringen um die ewig aktuellen Fragen: "Wer bin ich, woher komme ich, warum lebe ich, für wen lebe ich?"

Kein Wort vom Rücktritt des "Papa angelicus". Denn Benedikt XVI. kennt ja nicht nur seinen Dante, sondern auch den Rest der Geschichte. Coelestin V. durfte nach seiner Abdankung kein Einsiedler mehr werden. Er starb im Kerker seines Nachfolgers Bonifaz VIII. (nach dem es bös bergab ging mit dem Papsttum - zunächst im erzwungenen Exil in Avignon, das von 1309 - 1417 dauern sollte). Wo, wenn nicht in Sulmona, sollte Benedikt XVI. also noch einmal deutlicher daran erinnert werden, was er in seiner Einsiedelei über dem Petersplatz eigentlich hat - und in dem Goldenen Käfig von Castel Gandolfo.

von 11.02.2013 08:50

JAHRESKREIS
5. WOCHE - MONTAG

37

der einzelne und die vielen

Die Welt als Schöpfung.

Der Mensch, ein gesellschaftliches Wesen.

Das Gemeinwohl.


I. Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde (...). Gott sah, daß es gut war. Wir hören diese Worte in der heutigen Lesung1: Mit ihnen beginnt die Heilige Schrift den Schöpfungsbericht. Wuchtig und schlicht verkünden diese Worte die innerste Wahrheit über die Welt: sie ist Schöpfung. Und in dieser Wahrheit »kommt der Gedanke zum Ausdruck, daß alles, was außerhalb Gottes existiert, von ihm ins Dasein gerufen worden ist.«3 Licht und Finsternis, Tag und Nacht, Wasser und Gestirne, Pflanzen und Tiere... - alles ist Gottes Werk. Schlicht antwortet der Glaube Israels auf die mythischen Vorstellungen der Völker ringsum. Die Sonne? Der Mond? Gott machte die beiden großen Lichte= 2. Licht und Finsternis, Tag und Nacht, Wasser und Gestirne, Pflanzen und Tiere... - alles ist Gottes Werk. Schlicht antwortet der Glaube Israels auf die mythischen Vorstellungen der Völker ringsum. Die Sonne? Der Mond? Gott machte die beiden großen Lichtr, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne. Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten - und den Menschen zum Staunen und Forschen bringen. Und der Mensch selbst? Er steht in der Mitte dieses Kosmos als »das einzige Geschöpf (...), das Gott um seiner selbst willen gewollt hat.«4 Nach dem Bild Gottes4 geschaffen, ist er fähig, seinen Schöpfer zu erkennen und zu lieben, von ihm zum Herrn über alle irdischen Geschöpfe gesetzt, um sie in Verherrlichung Gottes zu beherrschen und zu nutzen.«5 Der Mensch soll herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde6. Doch seine eigentliche Berufung ist, am Lieben Gottes teilzuhaben: »Gott hat alles für den Menschen erschaffen, aber der Mensch selbst ist erschaffen worden, um Gott zu dienen, ihn zu lieben und ihm die ganze Schöpfung darzubringen.«7

Der Mensch fragt nach den Sternen, aber vor allem fragt er - als einziges Geschöpf, das von seiner Geburt und seinem Tod weiß - nach dem Sinn seines Lebens. Die innere Erfahrung des Gewissens und die äußere Erfahrung der Welt um ihn zwingen ihn gleichsam dazu. Es sind Fragen, die er sich zu allen Zeiten gestellt hat und sich immer stellen wird: »>Woher kommen wir?< >Wohin gehen wir?< >Woher stammen wir?< >Wozu sind wir da?< >Woher kommt alles, was da ist, und wohin ist es unterwegs?< Die beiden Fragen, die nach dem Ursprung und die nach dem Ziel, lassen sich nicht voneinander trennen. Sie sind für den Sinn und die Ausrichtung unseres Lebens und Handelns entscheidend.«8

Der Glaube antwortet auf diese Grundfragen, daß die Schöpfung Werk des einen und dreifaltigen Gottes ist: »Das Universum, die geschaffene Gabe, geht hervor aus der ungeschaffenen Gabe, aus der gegenseitigen Liebe des Vaters und des Sohnes, aus der Heiligsten Dreifaltigkeit.«9 Zwischen der Einheit der göttlichen Personen und der brüderlichen Gesinnung, in der die Menschen in Wahrheit und Liebe untereinander leben sollen, besteht eine gewisse Ähnlichkeit (...). Die menschliche Person bedarf des gesellschaftlichen Lebens. Dieses stellt für sie nicht etwas Zusätzliches dar, sondern ist ein Anspruch ihrer Natur.«10 Die Auskunft des Glaubens ist Bekenntnis, das unser Lieben formt. Betend fragen wir uns, ob wir im gesellschaftlichen Gefiige so präsent sind, daß es den Erwartungen Gottes entspricht; er hat uns ja dazu berufen, nach Heiligkeit zu streben und die Menschen in unserer Nähe zur Heiligkeit zu führen.



II. Der Mensch ist »aus seiner innersten Natur ein gesellschaftliches Wesen; ohne Beziehung zu den anderen kann er weder leben noch seine Anlagen zur Entfaltung bringen.«11 Diese Verfaßtheit äußert sich zuerst in der Familie, dann in der Gesellschaft. Sie »ist notwendig für die Verwirklichung der Berufung des Menschen«12 und darf daher nicht bloß als Rahmen für die eigene Selbstbehauptung, sondern muß als ein Feld gegenseitiger Beziehungen angesehen werden: »Durch Begegnung mit anderen, durch wechselseitige Dienste und durch Zwiesprache mit seinen Brüdern und Schwestern entwickelt der Mensch seine Anlagen und kann seiner Berufung entsprechen.«13

Die Entfaltung der Person bedarf des menschlichen Miteinanders: »Das Zusammenleben der Menschen ist (...) als ein vordringlich geistiges Geschehen aufzufassen. In den geistigen Bereich gehören nämlich die Forderungen, daß die Menschen im hellen Licht der Wahrheit ihre Erkenntnisse untereinander austauschen, daß sie in den Stand gesetzt werden, ihre Rechte wahrzunehmen und ihre Pflichten zu erfüllen, daß sie angespornt werden, die geistigen Güter zu erstreben, daß sie aus jeder ehrenhaften Sache, wie immer sie beschaffen sein mag, einen Anlaß zu gemeinsamer rechtschaffener Freude gewinnen, daß sie in unermüdlichem Wollen das Beste, was sie haben, einander mitzuteilen und voneinander zu empfangen suchen.«14

Aber das Zusammenleben und -wirken der Menschen ist nicht nur Quelle eigener Bereicherung, sondern bringt Pflichten und Verantwortung für das Ganze mit sich: über die Familie hinaus für Staat, Gemeinde, Nachbarschaft, Arbeitsleben, Verbände... Die Pflichten und Aufgaben, die damit zusammenhängen, haben auch mit der Hinordnung des Menschen auf sein letztes Ziel, auf Gott hin, zu tun und sollen Gegenstand der persönlichen Gewissenserforschung sein. Wer sie beobachtet, kommt dem Herrn näher, wer sie mißachtet, mißachtet Gottes Pläne. Deshalb brauchen wir ein erleuchtetes Gewissen, damit wir beispielhaft unsere familiären und sozialen Pflichten erfüllen.

Die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus vertieft die von der Schöpfung her schon gegebene Solidarität der Menschen untereinander: als Kinder Gottes werden wir in einem viel tieferen Sinne zu Brüdern und Schwestern untereinander. »In unseren Brüdern, den Menschen, müssen wir Christus sehen, der uns in ihnen begegnet. Kein menschliches Leben ist isoliert, sondern jedes ist mit allen anderen verflochten. Keiner ist wie ein bezugloser Vers, alle sind wir Teil ein und derselben göttlichen Dichtung, die Gott unter Mitwirkung unserer Freiheit verfaßt.«15

Gott gießt in die Herzen der Gläubigen seinen Geist16, damit sie nach diesem Gesetz leben können. Christus selbst betet zum Vater, daß die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin17. »Wir lieben die Menschen nicht nur, weil Gott sie liebt oder weil er will, daß wir sie lieben, sondern weil er uns seinen Geist gegeben und seine eigene Liebe zu ihnen in unsere Herzen gelegt hat. (...) Die agape, die aus der ewigen Quelle des dreifaltigen Gottes strömt, die in Jesus Christus menschliche Gestalt und ein menschliches Herz angenommen hat, möchte jetzt die ganze Erde >überfluten<; sie will sich in den Herzen verbreiten wie der Honig in den Waben. Auf dieser tiefen und verborgenen Ebene geschieht die wahre Verwandlung der Welt.«18



III. Aufgrund der gesellschaftlichen Natur des Menschen steht das Wohl eines jeden in Verbindung mit dem Gemeinwohl. Dieses »läßt sich nur von der menschlichen Person her bestimmen« und ist »die Gesamtheit jener Bedingungen des gesellschaftlichen Lebens, die sowohl den Gruppen als auch deren einzelnen Gliedern ermöglichen, die eigene Vollendung voller und leichter zu erreichen.«19 Dazu gehören: Achtung der Person, Ausgleich von Sonderinteressen, Zugänglichmachen von allem, was für ein wirklich menschliches Leben notwendig ist, Schaffung von Voraussetzungen für den sozialen Frieden, Ernstnehmen der kleineren Gemeinwesen usw. Für unsere Meditation genügt es, dies nur anzudeuten und zu bedenken, daß das Evangelium nur dann »das gesamte menschliche Leben durchdringen und in das ganze Leben der Gesellschaft hineingetragen werden kann«20, wenn unser Zeugnis auch die vorbildliche Erfüllung unserer staatsbürgerlichen Pflichten umfaßt. Es wäre nicht christlich, die Pflichten, die sich auf das Gemeinwohl beziehen, bloß insoweit wahrzunehmen, wie sie einem persönlich vorteilhaft erscheinen. Deshalb sollen wir hin und wieder unser Gewissen daraufhin prüfen, ob wir unsere sozialen und bürgerlichen Pflichten ernst nehmen: vom Steuernzahlen und der Ausübung des Wahlrechts bis zum Engagement in Verbänden, Vereinen usw.

Der persönliche Beitrag jedes einzelnen zum Gemeinwohl ist eine moralische Pflicht. Manchen erscheint diese Sorge abstrakt und wenig faßbar. Unter ihnen gibt es »auch solche, die zwar großzügige und hochherzige Auffassungen im Munde führen, in Wirklichkeit jedoch immer so leben, als ob sie sich nicht um die Bedürfnisse der Gesellschaft zu kümmern brauchten, ja in verschiedenen Ländern beachten nicht wenige die sozialen Gesetze und Vorschriften so gut wir gar nicht.«22 Auch bei frommen Christen lauert die Versuchung, das Gemeinwohl anf den engen Gesichtskreis der eigenen Interessen zu reduzieren und zu vergessen, daß das Prinzip der Solidarität »sich aus der menschlichen und christlichen Brüderlichkeit direkt ergibt.«22

In unserer Meditation haben wir versucht, die soziale Natur des Menschen von der Schöpfung und der Menschwerdung her zu betrachten. Jetzt, am Ende unserer Zeit des Gebetes, bitten wir den Herrn auf die Fürsprache Unserer Lieben Frau, er möge uns immer ein feines Gespür für solidarisches Handeln schenken. Es hat immer - trotz aller menschlichen Verfehlungen im Verlauf der Geschichte - das Leben der Kirche geprägt: »Seit zweitausend Jahren lebt und verharrt in der Seele der Kirche dieser Sinn, der die Seelen - bis zum Liebesheroismus der das Land bebauenden Mönche, der Sklavenbefreier, der Krankenheiler, der Boten des Glaubens, der Zivilisation, der Wissenschaft - zu allen Generationen und Völkern gedrängt hat und drängt, um Gesellschaftsverhältnisse zu schaffen, die allen ein menschen- und christenwürdiges Leben ermöglichen.«23



1 Gen 1,1-19. - 2 Johannes Paul II., Ansprache 15.1.1986. - 3 II. Vat. Konz., Konst. Gaudium et spes, 24. - 4 Gen 1,27. - 5 II. Vat. Konz., Konst. Gaudium et spes, 12. - 6 Gen 1,28. - 7 Katechismus der Katholischen Kirche, 358. - 8 ebd., 282. - 9 Johannes Paul II., Ansprache 5.3.1986. - 10 Katechismus der Katholischen Kirche, 1878. - 11 II. Vat. Konz., Konst. Gaudium et spes, 12. - 12 Katechismus der Katholischen Kirche, 1886. - 13 ebd., 1879. - 14 Johannes XXIII., Enz. Pacem in terris, 36. - 15 J. Escrivá, Christus begegnen, 111. - 16 vgl. Röm 5,5. - 17 Joh 17,26. - 18 R. Cantalamessa, Das Leben in Christus, Graz 1990, S.230. - 19 Katechismus der Katholischen Kirche, 1905 und 1906. - 20 Johannes Paul II., Ansprache 11.10.1985, 15. - 21 II. Vat. Konz., Konst. Gaudium et spes, 25. - 22 Katechismus der Katholischen Kirche, 1939. - 23 Pius XII., Ansprache 1.6.1941.

von 10.02.2013 12:49

JAHRESKREIS
5. SONNTAG (LESEJAHR C)

36

menschenfischer

Glauben und Gehorchen.

Reiche Beute.

Vom Rabbi zum Kyrios.




I. Als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, berichtet Lukas im heutigen Evangelium1, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da stieg der Herr in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Was in der Morgenfrische am See geschieht, ist zugleich ein Bild: es steht für die Bedeutung der Kirche im Heilsplan Gottes und für unser eigenes spirituelles Leben. Wir wollen in unserer Meditation diese beiden Aspekte betrachten. »Bereits die Kirchenväter sahen in diesem Boot des Simon Petrus, das Jesus besteigt, ein vorweggenommenes Bild der künftigen Kirche, die als das >Schiff des Heils< die Meere der Weltgeschichte durchfahren wird. Aus diesem Schiff, das Petrus steuert, lehrt der Herr, aus keinem anderen. Wiewohl die anderen Boote, die es begleiten, nicht ausgenommen sind von seinen Lehren und auch nicht vom Fischfang.«2

Die meisten von uns wurden bald nach der Geburt getauft. Mit der Zeit sind wir uns des Geschenks des Glaubens immer tiefer bewußt geworden, die Taufberufung hat konkretere Gestalt angenommen, bis der Ruf Gottes eines Tages deutlich vernehmbar wurde: diese Lebenssituation, dieser Beruf, dieses Umfeld, diese Menschen... Auch für Petrus war die Tatsache, daß Christus sein Boot bestieg, nur der Anfang. Entscheidende Gnaden haben manchmal ihre Vorgeschichte in Form alltäglicher Erlebnisse und Begegnungen, aufgeschnappter Bemerkungen und prägender Erfahrungen - die Nähe zu Jesus wächst allmählich, bis einem klar wird, daß er unser Boot bestiegen hat.

Kehren wir zurück zum Text des Evangeliums. Die Fischer »reinigten ihre Netze, während er am Ufer des Sees predigte. Sie waren mit zwei Booten von einem Fischzug zurückgekommen, aber sie hatten keinen Erfolg gehabt, nur Algen und umhertreibende Pflanzenreste waren im Netz. Jesus unterbricht ihre Arbeit, er steigt in das Schiff des Petrus und läßt ihn ein paar Ruderschläge tun. Im Boot sitzend, konnte er sich leichter verständlich machen, da die Menge, die ihn hören wollte, dann nicht mehr so heftig um ihn drängte.«3

Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See. Dort werft eure Netze zum Fang aus! »Man durfte das Netz nicht auf gut Glück auslegen, man mußte es - ein dreifaches, sehr langes Netz - langsam, so wie das Boot fuhr, in das Wasser gleiten lassen. Wenn sie an die vorgesehene Stelle gekommen waren, mußten sie sich nach dem Ausgangspunkt zurückwenden, sie schlugen mit dem Ruder auf das Wasser, um so die Fische aufzustören und in die Maschen des Netzes zu treiben.«4 Am Anfang bat ihn der Herr, ein Stück weit vom Land wegzitj~,t/tren, und jetzt: Duc in altum! Fahr hinaus auf die hohe See! »Es ist der für alle Epochen geltende und die Zeiten überdauernde Befehl an Petrus, das Schiff Kirche mitten in das Menschheitsmeer hineinzulenken. Das schließt ein: >Abstoßen vom Ufer<, also sich lösen vom Judentum, nicht zu einer jüdischen Erneuerungsbewegung werden, sondern zu mehr, zum erneuerten Volk Abrahams, zum neuen Gottesvolk, das sich aus allen Menschen der Erde sammeln wird, natürlich auch aus Juden, denen bis zum Jüngsten Tag sogar eine ganz besondere Stellung im Heilsplan erhalten bleiben wird.«5

Petrus entschließt sich gegen die Logik des Fachmanns zu tun, was Christus ihn geheißen hat. Im Vertrauen auf das Wort des Herrn macht er sich an die Arbeit. Er glaubt und gehorcht.



II. Petrus tat, was ihn der Herr geheißen hatte, und sie fingen eine so große Menge Fische, daß ihr Netz zu zerreißen drohte. Wie wesentlich sind Glauben und Gehorchen, um apostolisch fruchtbar zu sein. Weder große Anstrengungen noch ausgeklügelte Planungen, nicht einmal eine strenge Askese bringen etwas zuwege, wenn man nicht aus Glauben gehorcht. »Gott bedarf nicht unserer Arbeit, sondern unseres Gehorsams« sagt ganz lapidar der heilige Johannes Chrysostomos.6»Dieser Gehorsam erwächst aus der Nähe zu Christus: »Da Christus, vom Vater gesandt, Quell und Ursprung des gesamten Apostolates der Kirche ist, kann es nicht anders sein, als daß die Fruchtbarkeit des Apostolates der Laien von ihrer lebendigen Vereinigung mit Christus abhängt.«7 Andererseits darf, auch wenn es der Herr ist, der die Früchte schenkt, das menschliche Mittun nicht fehlen. Die Boote, die Segel, die Ruder, die Netze bleiben unentbehrlich und sind durch nichts anderes zu ersetzen, auch die Männer nicht, die sie bedienen können.

Jener Fischzug brachte überreiche Beute. Simon mußte die Gefährten im anderen Boot, die Zebedäussöhne Jakobus und Johannes, zu Hilfe rufen; und beide Boote waren so vollgeladen, daß ihre Netze zu reißen drohten. Leichter vielleicht als die Apostel damals sind wir heute in der Lage, die ganze Tragweite des Geschehens zu ermessen. Das schlichte Duc in altum war kein bloß situationsbedingter Befehl, er verwies auf das Hinauswachsen der Kirche in Raum und Zeit. Auch im Mitwirken der Gefährten des Simon Petrus - in einem anderen Boot, aber nahe bei ihm - kann man in unserer Zeit intensiver Bemühungen um die Einheit der Christen einen Fingerzeig sehen. Vor allem aber: Aus gewöhnlichen Fischern werden Menschenfischer: »Auch bei dieser neuen Art des Fischfanges wird die göttliche Wirksamkeit nicht fehlen: Die Apostel sollen trotz ihrer persönlichen Armseligkeiten zu Werkzeugen vieler Großtaten werden.«8

Jeder Christ ist zum Menschenfischer bestellt. Aber auf dem weiten Meer der Welt sind besonders die Laien zu Hause. Es ist ihre Sache, »kraft der ihnen eigenen Berufung in der Verwaltung und der gottgemäßen Regelung der zeitlichen Dinge das Reich Gottes zu suchen.«9 Ob im Büro oder auf dem Feld, am Computer oder hinter dem Pflug, in einer Metropole oder in einem kleinen Dorf - überall braucht Gott Menschenfischer, vom Herrn berufen »= 9. Ob im Büro oder auf dem Feld, am Computer oder hinter dem Pflug, in einer Metropole oder in einem kleinen Dorf - überall braucht Gott Menschenfischer, vom Herrn berufen in allen Verhältnissen und in jedem Stand.«10



III. Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder, ist die Reaktion des Petrus auf den unglaublichen Fischfang. »Er fällt nicht, wie man meinen möchte, Jesus um den Hals ob des guten Geschäfts, sondern er fällt ihm zu Füßen. Er hält ihn nicht fest, um weiterhin einen Erfolgsgaranten zu haben, sondern er stößt ihn von sich ab, weil er sich vor der Macht Gottes fürchtet. >Geh weg, ich bin ein sündiger Mensch!< Wo Gott erfahren wird, erkennt der Mensch seine Sündigkeit, und dann erst, wenn er dies wirklich erkennt und anerkennt, erkennt er sich wirklich. So aber wird er wahr. Erst wenn ein Mensch weiß, daß er sündig ist und das Unheimliche von Sünde begriffen hat, dann begreift er auch den Ruf: Bekehret euch und vertraut dem Evangelium (Mk 1,15). Ohne Bekehrung dringt man nicht zu Jesus, nicht zum Evangelium vor. Es gibt da ein paradoxes Wort von Chesterton, der diesen Zusammenhang treffsicher ausdrückt: Einen Heiligen erkennt man daran, daß er weiß, daß er ein Sünder ist.«11

Wie reich ist Petrus durch diese Erfahrung geworden! Aber nicht nur er. »Auch uns wird der Herr zu Werkzeugen machen, die Wunder zu wirken vermögen, große Wunder sogar, wenn sie notwendig sind. Ich wage zu behaupten, daß es so sein wird, wenn wir täglich kämpfen, uns zu heiligen, jeder in seinem eigenen Stand, mitten in der Welt, in seinem eigenen Beruf, im Alltag.«12

Petrus sieht sich als Zeuge und Nutznießer, aber auch als Mitwirkender bei einem wunderbaren göttlichen Machterweis. Der Herr nimmt ihm alle Furcht und enthüllt ihm den neuen Sinn seines Lebens: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Christen sind Menschenfischer. Der Mensch freilich, der im Wasser der Welt schwimme, schreibt Kardinal Ratzinger, wehre sich dagegen, aus dem Wasser herausgezogen zu werden. »Er glaubt sozusagen, ein gewöhnlicher Fisch zu sein, der sterben muß, wenn er dem Wasser der Tiefe entrissen wird. In der Tat ist das ein Todesgeschehen. Aber dieser Tod führt in das wahre Leben, in dem der Mensch erst wirklich zu sich selber kommt. Jünger sein heißt, sich von Jesus fangen lassen, von ihm, dem geheimnisvollen Fisch, der ins Wasser der Welt, in die Wasser des Todes hinabgestiegen ist; der selbst Fisch geworden ist, um sich zuerst von uns fangen zu lassen, uns Brot des Lebens zu werden. Er läßt sich fangen, damit wir gefangen werden von ihm und den Mut finden, uns mit ihm aus den Wassern unserer Gewohnheiten und Bequemlichkeiten herausziehen zu lassen. Jesus ist Menschenfischer geworden dadurch, daß er selbst die Nacht des Meeres auf sich genommen hat, selbst hinabgestiegen ist in die Passion der Tiefe. Menschenfischer sein kann man nur, wenn man wie er sich selbst daran gibt. Man kann es aber auch nur, wenn man sich auf das Boot des Petrus verlassen darf.«13

Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach. »Du wirst es dir nicht erklären können, weil du dich so armselig siehst: und doch werden deine Mitmenschen dich und das Gespräch mit dir suchen, natürlich und unkompliziert, nach der Arbeit, im Kreis der Familie, im Bus, auf einem Spaziergang, überall. Ihr werdet von der Unruhe sprechen, die jeder in der Seele trägt, auch wenn manche es nicht wahrhaben wollen. Und sie werden diese Unruhe besser begreifen, wenn sie einmal angefangen haben, Gott wirklich zu suchen.

Bitte Maria, Regina Apostolorum, die Königin der Apostel, um Entschlossenheit, damit du das Verlangen teilst, das im Herzen ihres Sohnes lebt: ein Verlangen nach Aussaat und nach Fischfang. Beginne nur, und - ich versichere dir - du wirst wie jene Fischer aus Galiläa ein Boot an Land ziehen, das übervoll ist. Und du wirst Christus am Ufer stehen sehen, der auf dich wartet. Denn die Menge der Fische ist sein.«14

von 09.02.2013 11:03

Handkommunion

Ein Vorwort von Prof. Dr. Robert Spaemann

Die gegenwärtig dominante Liturgie der lateinischen Kirche leidet momentan unter anderem an einer »Anomalie«, die sie von allen anderen katholischen und orthodoxen Riten unterscheidet, ja außerdem auch von denen der anglikanischen und protestantischen Gemeinden: für den Kommunionempfang gibt es keine verbindliche gemeinsame Form. Ausgerechnet im Augenblick der »communio« zerfällt die Gemeinde in zwei Gruppen von Individuen, denen, die den Leib des Herrn in den geöffneten Mund empfangen, und denen, die ihn in sich in die linke Hand legen lassen, um ihn mit den Fingern der rechten zum Mund zu führen. Ausgerechnet wenn wir zum gemeinsamen „Tisch des Herrn“ gehen, müssen wir als Laien durch die Weise unseres Kommunionempfangs die Zugehörigkeit zu einer »Gesinnnungsgruppe« offenbaren. Je nach Land, Gegend oder Orientierung der Ge-meinde überwiegen entweder die einen oder die anderen. Dabei gibt es auf beiden Seiten Katholiken, die lieber gar nicht zur hl.Kommunion gehen, als in einer anderen als der von ihnen geschätzten Form. Es gibt andere, die zwar eine Form bevorzugen, die andere aber aus Gründen der Anpassung fallweise auch praktizieren. Diese Situation kann nicht von Dauer sein. Sie widerspricht den Gestaltgesetzen jedes Ritus, der diesen Namen verdient. In den Messen des alten römischen Ritus ist der kniende Empfang der Kommunion in den Mund obligatorisch geblieben und so die Anomalie vermieden. In denen des neuen Ritus ist die Mundkommunion weiterhin gestattet, allerdings - in der Praxis - ohne vorherige Ehrfurchtsbezeugung und nicht im Knien. Dabei besteht natürlich die Hoffnung auf eine Wiederherstellung der Einheit, dadurch, daß die Mundkommunion allmählich verschwindet.

Diese »Hoffnung« ist unbegründet. Es gibt viele junge Menschen, die an der Mundkommmunion festhalten oder bewußt zu ihr zurückgekehrt sind. Es zeigt sich ferner, daß zwar viele gläubige Katholiken die Handkommunion empfangen, aber auch alle diejenigen, die den Glauben an die wirkliche Gegenwart des Herrn unter den Gestalten von Brot und Wein verloren haben, weiterhin zur Kommunion gehen. Diese lehnen die Mundkommunion fast ausnahmslos ab. Die Mundkommunion ist also zu einem sichtbaren Zeichen der Rechtgläubigkeit geworden. Die Handkommunion vereinigt Gläubige und Ungläubige. Auch die vielen Katholiken, die den Stand der Todsünde nicht mehr für ein Hindernis des Kommunionempfangs halten, finden sich fast ausschließlich in den Reihen der Handkommunikanten. Die Mundkommunikanten halten sich, der katholischen Lehre entsprechend, in solchen Fällen für verpflichtet, der Kommunion fernzubleiben, wenn sie nicht zuvor gebeichtet haben.

Schon aus diesen pastoralen Gründen muß die Kirche die Mundkommunion als einheitliche Form des Kommunionempfangs anstreben, zumal die Handkommunion sich nur durch Akte des Ungehorsams gegen den erklärten Willen des Papstes und der klaren Mehrheit der katholischen Bischöfe durchgesetzt hat.

Könnte aber nicht in den Messen des Neuen Ritus die Einheit der Form des Kommunionempfangs wiederhergestellt werden durch Verbot der Mundkommunion? Daß das nicht möglich ist, ist eines der Resultate der vorliegenden Studie von Pater Lugmayr. Schon die Beseitigung der gemeinsamen Gebetsrichtung von Priester und Volk durch die Umkehrung der Altäre wurde mit einem altchristlichem Brauch gerechtfertigt. Wie wir inzwischen wissen, hat dieser Brauch niemals bestanden. Pater Lugmayr zeigt nun, daß das gleiche für die Handkommunion gilt. Er belegt, daß - entgegen einer verbreiteten Ansicht - eine Handkommunion in der heutigen Form in keiner anderen Liturgie des Ostens und des Westens bestanden und daß sie auch im römischen Ritus niemals existiert hat. Sie ist eine absolute Neuerung. Würde daher nicht die kirchliche Autorität - wie Kardinal Ratzinger gezeigt hat - ihre Vollmacht überschreiten, wenn sie diese Form obligatorisch machen würde durch Verbot der Mundkommunion? Dies würde auch den Widerspruch zur Forderung des Zweiten Vatikanischen Konzils, der schon in der Zulassung der Handkommunion lag, noch verschärfen. Das Konzil erklärte ja, daß keine Neuerung erlaubt werden dürfe, von der nicht ein „wahrer und sicherer Nutzen“ zu erwarten sei. Ist von der Handkommunion ein solcher Nutzen ausgegangen? Die Handkommunion ist nicht sakrilegisch. Aber wer behaupten wollte, ihre Einführung hätte das gläubige Bewußtsein der realen Gegenwart Christi in den Gestalten von Brot und Wein, die Ehrfurcht vor diesem Sakrament und das bewußte Leben aus ihm bei der Mehrheit der Gläubigen gestärkt, der muß wohl auf einem anderen Stern leben, oder aber er muß wirlich beide Augen vor der Realität fest verschließen.

Ein Gespräch über die Weise, wie der gespaltene Kommunionritus überwunden werden kann, wird künftig nur auf der Basis jener geschichtlichen Tatsachen sinnvoll sein, die P.Lugmayr in dieser kleinen Studie zusammengetragen hat.


Es handelt sich um das Vorwort zu Martin Lugmayr, Handkommunion. Eine historisch-dogmatische Untersuchung. Das Vorwort wurde am 19. Januar 2001 geschrieben. Die Broschüre kann bei introibo.net bestellt werden.


Handkommunion im überlieferten Ritus?

“In diesem Zusammenhang ein Wort zur Form der Spendung der heiligen Kommunion: Die Messen nach dem Novus Ordo kennen für die Kommunion keinen gemeinsamen Ritus mehr. Gerade in diesem Augenblick der ‘Communio’ spalten sich die Gläubigen, da jeder gezwungen ist, sich offen einer der beiden Parteien anzuschließen: den Mund- oder den Handkommunikanten. Das ist einzigartig in der Geschichte der Liturgie und ein echter Skandal. Augenblicklich kursiert sogar ein Gerücht, wonach man die Handkommunion auch für den alten römischen Ritus erlauben will. Warum ohne Not diese Anomalie zweier unterschiedlicher Formen für den Empfang des Herrenleibes in eine Liturgie einführen, die bis jetzt davor bewahrt blieb? Besteht hier etwa ein heimliches Neidgefühl gegenüber einer liturgischen Welt, die noch heil geblieben ist? Pastorale Gründe gibt es jedenfalls keine.”

Aus einem Vortrag, den Prof. Dr. Robert Spaemann im Juli 2001 auf einer Tagung in Fontgombault gehalten hat, veröffentlicht in der UNA VOCE Korrespondenz 6/2001.



Es ist der Herr!

Von P. Bernward Deneke

Bewegend ist die Begegnung einiger Apostel mit dem Auferstandenen am See Tiberias (Joh 21,1ff.). Sie hatten die Nacht über erfolglos gefischt, als Er sich ihnen frühmorgens am Ufer zeigte und ihnen auf wunderbare Weise zu vollen Netzen verhalf. Die Jünger erkannten Jesus nicht, bis Johannes dem Petrus sagte: “Es ist der Herr!” Daraufhin zog sich Petrus, der unbekleidet war, eilends sein Gewand über (obwohl das beim Schwimmen doch eher hinderlich ist) und stürzte sich in das kühle Nass, dem Meister entgegen.

In der Erkenntnis “Es ist der Herr” liegt ein Potential an Erschütterung. Die selbstgemachten Gedankengebilde weichen wie Nebelschwaden vor dem klaren Sonnenstrahl, der Blick auf die Wahrheit selbst wird frei. So ergeht es uns auch vor dem Altarsakrament, und die Einsicht, dass es der Herr ist, erweckt in uns ähnlich wie beim Apostel Petrus eine zweifache Regung: das Verlangen, zu Jesus hinzugelangen, und den Eindruck tiefer Unwürdigkeit, der nach Formen der Ehrfurcht ruft. Mit Recht sprechen Religionsphilosophen davon, das Heilige sei zugleich mysterium fascinosum und mysterium tremendum - Geheimnis, das uns fasziniert und erzittern lässt.

Die klassische Theologie und Liturgie der Kirche haben sich insgesamt mit Erfolg darum bemüht, beide Seiten des Altarsakramentes zu bekunden. Bis eine bestimmte Art von Theologie versuchte, das Geheimnis auf die rein menschliche Ebene herabzuziehen. Die Aussage “Es ist der Herr” sei allenfalls noch im übertragenen Sinne zu verstehen, hieß es. Daraus zog man alsbald auch die praktisch-liturgischen Konsequenzen und behandelte das Sakrament wie einen Allerweltsgegenstand, den man den Leuten ohne weiteres in die Hand legen kann!

Aber es geschehen noch Zeichen und Wunder. Wer hätte gedacht, dass sich nach den Stürmen, die in den letzten Jahrzehnten über die Kirche und ihren Gottesdienst hereingebrochen sind, jetzt so schnell und deutlich die Silberstreifen einer neuen Ehrfurcht zeigen würden? Zwei solcher Lichtblicke seien hier erwähnt:

1) Jüngst hat Athanasius Schneider, Weihbischof von Karaganda in Kasachstan, ein Buch mit dem vielsagenden Titel “Dominus Est” (Es ist der Herr) veröffentlicht. Immerhin erschienen in der Vatikanischen Verlagsanstalt, verfolgt das Buch kein geringeres Anliegen als eine grundsätzliche Neubesinnung auf den eucharistischen Herrn und die rechte Weise, Ihn zu empfangen. Im Vorwort äußert der Sekretär der Gottesdienstkongregation, Erzbischof Malcolm Ranjith, seine Überzeugung, die Kommunionspendung in die Hand habe “eine zunehmende Schwächung einer ehrfürchtigen Haltung gegenüber dem Allerheiligsten” mit sich gebracht.
Weihbischof Schneider befindet sich übrigens in Übereinstimmung mit seinem Erzbischof, Jan Pawel Lenga, der auf der Weltbischofssynode 2005 “demütig vorschlug”, die Kommunionspendung in die Hand abzuschaffen. Auch Kirchenmänner wie Janis Kardinal Pujats, Erzbischof von Riga, und der emeritierte Bischof von San Luis in Argentinien, Juan Rodolfo Laise, haben das Anliegen wiederholt ausgesprochen. Aber hatte nicht schon Papst Paul VI. davor gewarnt, die Einführung dieser Praxis könnte eine “Minderung der Ehrfurcht vor dem allerheiligsten Altarsakrament, seine Profanierung sowie eine Verfälschung der rechten Lehre” nach sich ziehen (Memoriale Domini, 29.5.1969)?

2) Zu den wichtigen theoretischen Erwägungen gesellen sich in der Gegenwart erstaunliche Fakten. Folgende Aussage des Erzbischofs von Lima, Juan Luis Kardinal Cipriani Thorne, könnte man noch als exotische Erscheinung weitab von unserer aufgeklärten europäischen Kirche abtun: “Persönlich glaube ich, dass es die beste Art ist, die Hl. Kommunion auf der Zunge zu empfangen. Deshalb habe ich in meiner Diözese die Handkommunion verboten.” Aber dass auch Benedikt XVI. jetzt dazu übergeht, in den Papstmessen den Leib des Herrn knienden Gläubigen in den Mund zu reichen (so zuletzt auf dem Weltjugendtag in Sydney), lässt sich nicht mehr bagatellisieren: “Der Heilige Vater hat gebeten, dass alle, die von ihm selbst die Kommunion empfangen werden, knien sollen. Ausserdem wünscht der Heilige Vater, dass die Eucharistie mit dem Mund empfangen wird. Der Papst ist besorgt, was die Frage der Ehrfurcht betrifft. Der stehende Empfang der Eucharistie und die Handkommunion können zu mangelnder Ehrfurcht führen”, erklärte Pater Mark Podesta, der Sprecher des Weltjugendtags, den Medienleuten.

Doch die kürzeste Antwort auf die Frage, warum man in einer sehr ehrfürchtigen Haltung zur Kommunion gehen soll, ist noch immer das Wort, das einst Petrus dazu bewegte, sich sein Gewand überzuwerfen und zu Jesus hinzueilen: “Es ist der Herr!”



Mundkommunion: Ausdruck der Anbetung und des Glaubens


In der Sonntagsausgabe der spanischen Tageszeitung La Razón ist am 14. Dezember 2008 ein Interview mit Antonio Kardinal Cañizares Llovera erschienen. Auf die Frage, ob es sich bei der Kommunionform um etwas Wichtiges oder nur eine Formsache handle, antwortete der Kardinal gemäß der Übersetzung von Kath.net:

“Nein, es ist nicht nur eine Formsache. Was bedeutet es, die Kommunion in den Mund zu empfangen? Was bedeutet es, vor dem Allerheiligsten Sakrament zu knien? Was bedeutet es, während der Wandlung in der Messe zu knien? Es bedeutet Anbetung, es bedeutet, die wirkliche Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie anzuerkennen. Es bedeutet Respekt und eine Haltung des Glaubens eines Menschen, der sich vor Gott niederwirft, weil er weiß, dass alles von Ihm kommt, und wir fühlen uns sprachlos, bestürzt vor der Herrlichkeit Gottes, seiner Güte und seiner Barmherzigkeit. Deshalb ist es nicht dasselbe, die Hand hinzuhalten und die Kommunion irgendwie zu empfangen, wie es in respektvoller Weise zu tun. Es ist nicht dasselbe, die Kommunion stehend oder kniend zu empfangen, weil all diese Zeichen auf eine tiefe Bedeutung hinweisen. Wohin wir gelangen müssen ist diese tiefe Haltung des Menschen, der sich selbst vor Gott niederwirft, und das ist es, was der Papst will.”

Da Kardinal Cañizares, bisher Erzbischof von Toledo, am 9. Dezember 2008 zum Präfekten der vatikanischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung ernannt worden ist, haben seine Aussagen besonderes Gewicht.



Überlieferter Ritus und Mundkommunion

Am Sonntag, den 11. Januar 2009, wurde in der Trappistenabtei Mariawald in der Eifel zum ersten Mal die Sonntagsmesse im außerordentlichen Ritus gefeiert. Vor einigen Wochen machte die Abtei Schlagzeilen mit der Nachricht, zum überlieferten Ritus zurückzukehren. Einem Bericht der Aachener Zeitung ist zu entnehmen, dass der Andrang der Bevölkerung überwältigend war.
Besonders freut uns, dass Abt Josef Vollberg offensichtlich unsere Haltung teilt, was die Frage der Form des Kommunionempfangs angeht: “Anschließend [an die Predigt] machte der Abt seine Zuhörer noch auf eine Besonderheit des tridentinischen Ritus aufmerksam: Die Kommunion wird bei dieser Form der Heiligen Messe von den Gläubigen nur kniend empfangen. Doch das war für die Anwesenden, unter ihnen viele junge Menschen sowie Familien mit Kindern, so gut wie selbstverständlich.”
Mit der knienden Kommunion ist - so darf man annehmen - die Mundkommunion gemeint. Schon Robert Spaemann hatte 2001 dafür plädiert, von Plänen abzusehen, die Handkommunion in den überlieferten Ritus einzuführen.

Was in diesem Zusammenhang wenig bekannt ist: Als Josef Kardinal Ratzinger 1990 in Wigratzbad im überlieferten Ritus zelebrierte, spendete er nur die Mundkommunion, und zwar auch solchen Kommunikanten, die die Hand ausstreckten, um die hl. Kommunion in die Hand zu empfangen.




Schweinegrippe

So mancher Bischof sorgt sich um die Gesundheit seiner Schäfchen: durch Weihwasser könnte man sich mit der Schweinegrippe anstecken, oder auch die Kommunion birgt angeblich ein Risiko. Dazu sei erinnert, daß das Geld einen besonderen Risikofaktor darstellt. Es geht von Hand zu Hand und wer es berührt, sollte keine Nahrung mit den Fingern zu sich nehmen. Wir empfehlen daher, in den Messen, in denen eine Kollekte eingezogen wird, die hl. Kommunion nicht in die Hand zu empfangen, bzw. in Messen, in denen Handkommunion ausgeteilt wird, keine Kollekte einzuziehen.
F. Prosinger




Schweinegrippe zum Zweiten

Elsa Laska berichtet von einem Fall von Diskriminierung eines Mundkommunikanten. Obwohl die Deutsche Bischofskonferenz in ihren “Hinweisen zur Vermeidung von Ansteckungen in Gottesdiensten” vom 12. November 2009 wegen der Schweinegrippe die Handkommunion nur empfohlen und nicht etwa angeordnet hat und von einem Verbot der Mundkommunion angesichts der Formulierung “Wegen des erhöhten Ansteckungsrisikos verlangen Kelchkommunion und Mundkommunion besondere Vorsicht” keine Rede sein kann, kommen mir immer häufiger Berichte zu Ohren, nach denen Priester die Mundkommunion verweigern, teils mit Berufung auf ihren Bischof, teils mit verräterischen Begründungen, die in Seitenhieben auf die Mundkommunikanten bestehen und den Verdacht nähren, dass die Schweinegrippe der willkommene Anlass ist, dieser Form des Kommunionempfangs den Garaus zu machen. Andererseits habe ich noch nie gehört, dass jemand die gefährlichste Dreckschleuder, die Kollekte, die in Verbindung mit der Handkommunion ein hohes Ansteckungsrisiko in sich birgt, in Frage gestellt hätte. Dabei kann der Schweinegrippevirus sich bis zu zwei Wochen auf Geldscheinen halten.




Degradierung

Wenn ich an die Abschaffung der Hostienanbetung und Hostienverehrung nach dem II. Vatikanischen Konzil – ebenso natürlich auch in den Jahrhunderten nach der Reformation – denke, sehe ich unwillkürlich ein militärisches Bild vor mir, vielleicht, weil das militärische Zeremoniell teilweise sogar immer noch eine Zeichensprache hat. Ich sehe die von einigen Schriftstellern besonders lebhaft beschriebene Degradierung des Hauptmanns Dreyfus vor mir, der nach seiner Verurteilung als deutscher Spion in voller Montur vor seinem Regiment anzutreten hatte, um den Urteilsspruch anzuhören. Nicht nur das Bagno auf der Insel Cayenne war seine Strafe, sondern auch der Verlust des militärischen Ranges. Der Offizier, der den Spruch verlesen hatte, forderte Dreyfus danach auf, ihm den Degen zu geben. Die Degenklinge des Hauptmanns wurde über dem Oberschenkel des Offiziers zerbrochen, die Bruchstücke dem vermeintlichen Verräter vor die Füße geworfen. Dann wurden Dreyfus die Epauletten von den Schultern gerissen und die Rangabzeichen von der Brust gelöst.
Genauso erscheint es mir, wenn ich sehe, wenn bei erhobener Hostie die Leute stehen bleiben, wenn sie die Kirche ohne Kniebeuge betreten, wenn sie die Kommunion in die ausgestreckte Hand empfangen – als demonstrative, zeichenhafte Entwürdigung.

Aus: Martin Mosebach, Tiefe Ehrfurcht vor der Hostie, in: Komma 83-84/2011, S. 104-111, auch online.



Ratzinger:
Wir müssen die Dimension des Heiligen in der Liturgie zurückerobern

von 08.02.2013 12:05

Verschiedene Formen der Keuschheit

Katechismus der Katholischen Kirche.

Erstellt von Andreas Gehrmann am 25. Januar 2013 um 16:15 Uhr


»Jeder Getaufte ist zur Keuschheit berufen. Der Christ hat „Christus [als Gewand] angelegt” (Gal 3,27), ihn, das Vorbild jeglicher Keuschheit. Alle, die an Christus glauben, sind berufen, ihrem jeweiligen Lebensstand entsprechend ein keusches Leben zu führen. Bei der Taufe verpflichtet sich der Christ, in seinem Gefühlsleben keusch zu sein. Die Keuschheit „soll die Menschen in den verschiedenen Lebensständen auszeichnen: die einen im Stand der Jungfräulichkeit oder in der gottgeweihten Ehelosigkeit, einer hervorragenden Weise, sich leichter mit ungeteiltem Herzen allein Gott hinzugeben; die anderen, in der für alle vom Sittengesetz bestimmten Weise, je nachdem ob sie verheiratet oder unverheiratet sind” (CDF, Erkl. „Persona humana” 11). Verheiratete sind berufen, in ehelicher Keuschheit zu leben; die anderen leben keusch, wenn sie enthaltsam sind.

„Es gibt drei Formen der Tugend der Keuschheit: die eine ist die der Verheirateten, die andere die der Verwitweten, die dritte die der Jungfräulichkeit. Wir loben nicht die eine unter Ausschluß der anderen. Dies macht den Reichtum der Disziplin der Kirche aus” (Ambrosius, vid. 23). Die Brautleute sind aufgefordert, die Keuschheit in Enthaltsamkeit zu leben. Sie sollen diese Bewährungszeit als eine Zeit ansehen, in der sie lernen, einander zu achten und treu zu sein in der Hoffnung, daß sie von Gott einander geschenkt werden. Sie sollen Liebesbezeugungen, die der ehelichen Liebe vorbehalten sind, der Zeit nach der Heirat vorbehalten. Sie sollen einander helfen, in der Keuschheit zu wachsen.«

Textquelle: KKK [2348-2350]

von 07.02.2013 12:35

„Ernsthafte Schwierigkeiten für die Einheit“

Bischof Charles Morerod im Gespräch mit Radio Vatikan über die Priesterbruderschaft Pius X.


Erstellt von Radio Vatikan am 7. Februar 2013 um 11:49 Uhr

Vatikan (kathnews/RV). Der Bischof von Lausanne, Genf und Fribourg, Charles Morerod, bekräftigt seine skeptische Haltung gegenüber der Priesterbruderschaft Pius X. In einem Interview mit Radio Vatikan äußerte sich Morerod, der vor seiner Bischofsweihe einer vatikanischen Dialogkommission mit den Piusbrüdern angehörte, am Mittwoch Abend zu einem Dekret, das der Bruderschaft die Nutzung kirchlicher Räume in seinem Bistum verbietet. „Mich wundert, dass man davon jetzt spricht, weil ich dieses Dekret veröffentlicht habe. Dabei wurde das Dekret doch im September 2011 von der Bischofskonferenz beschlossen, als ich ihr noch gar nicht angehörte! Ich fand es also schon auf meinem Schreibtisch vorbereitet, als ich Bischof wurde, und erfuhr, dass die Bischofskonferenz es jedem ihrer Mitglieder freistellte, ob sie es veröffentlichen wollten oder nicht. Der Bischof von Sion und der Abt von Saint-Maurice haben also das Dekret im Januar 2012 veröffentlicht, die Bischöfe von Basel und von St. Gallen dann im Februar 2012. Wenn man bedenkt, dass sich der Sitz der Piusbruderschaft auf dem Gelände des Bistums Basel und das Priesterseminar auf dem Gelände des Bistums Sion befinden, bin ich doch erstaunt, dass sie keinerlei Reaktion gezeigt hat, vor mehr als einem Jahr.“

Im übrigen sage das Dekret auch in Bezug auf die Piusbrüder überhaupt nichts Neues im Vergleich zu bischöflichen Richtlinien aus dem Jahr 1999. „Es gibt in dieser Hinsicht wirklich nichts Neues – überhaupt nichts Neues. Außer, dass an einer Stelle eine Aktualisierung da ist, weil man einen Text von Benedikt XVI. aus dem Jahr 2009 zitiert. Ich habe also vor der Publikation des Dekrets ein Jahr lang gewartet, weil ich erst einmal sehen wollte, wie sich der Dialog entwickelt. Und ich muss sagen: Ich war enttäuscht darüber, wie sich der Dialog entwickelte!“ Diese Enttäuschung hing vor allem mit einem Buch eines der Bischöfe der Piusbruderschaft zusammen: Es untersucht die Theologie Benedikts XVI. und wirft dem Papst mehrfach „ohne Drumherumreden“ vor, häretisch zu sein. Das sei doch „schwerwiegend“, urteilt Bischof Morerod. „Aber ich sagte mir dann: Immerhin ist das ja nicht der Generalsuperior der Piusbruderschaft, der das schreibt. Dieser – also Bischof Fellay – hatte doch die anderen Bischöfe gebeten, sich etwas versöhnlicher zu äußern. Also gab es vielleicht doch Hoffnung? Doch dann sehe ich im November 2011 den Text einer Predigt von Bischof Fellay, der u.a. erklärte: Wir können die sogenannte neue Messe nicht als erlaubt anerkennen. Da sagte ich mir: Also wirklich – das zeigt doch, dass unser Dialog nicht viel gebracht hat. Und dann meinte Fellay in derselben Predigt: Wir sind im Dialog jetzt wieder am gleichen Punkt angelangt, an dem wir um 1975 schon einmal waren. Damit behauptete er praktisch: Was wir gemacht haben, hat nichts gebracht, außer dass es womöglich die Lage sogar verschlechtert hat!“

„Ernsthafte Schwierigkeiten für die Einheit“

„Zutiefst unverantwortlich“: So findet es Bischof Morerod, was der Leiter der Piusbrüder dann im Dezember bei einem Besuch in Kanada erklärte. Es seien, so Fellay, die „Feinde der Kirche“, nämlich „Juden und Freimaurer“, die die Gespräche des Vatikans mit der Bruderschaft hintertrieben und bremsten. „Das ist zutiefst unverantwortlich, weil es eine sehr harte Kritik am Vatikan ist, sondern weil uns die Geschichte eigentlich hätte lehren müssen, dass man sich einer solchen Redeweise über die Juden besser enthalten sollte. Die Lehre des Konzils und die Besuche von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. in der römischen Synagoge, die die Piusbrüder übrigens immer kritisiert haben, zeigen ein anderes Gesicht der katholischen Kirche! Und ich möchte nicht, dass Priester, die sich als katholisch ausgeben, die katholische Messe als „schlecht“ einstufen oder die Juden Feinde der Kirche nennen, denn ich halte das für schwerwiegend.“

Und dennoch scheut sich der Westschweizer Bischof, die Priesterbruderschaft Pius X. rundweg als „schismatisch“ einzustufen. Ihre Einstufung durch die römisch-katholische Kirche sei derzeit nun einmal „nicht klar“. „Das ist nicht klar, weil die Kirche sich in ihrem Wohlwollen um ihre Annäherung bemüht. Aber wenn ein Bischof der Bruderschaft, ohne dass diese ihn dementiert, den Papst als Häretiker beschuldigt, der Generalsuperior die Eucharistie, die u.a. der Papst feiert, als „schlecht“ einstuft und erklärt, sie bringe „den Verlust des Glaubens mit sich“, dann würde ich sagen: Das schafft für die Einheit zumindest ernsthafte Schwierigkeiten!“ Morerod gibt an, er habe in seinem Bistum noch nicht mit Mitgliedern der Piusbruderschaft gesprochen. Zwar sei er zu einem Treffen bereit, aber es gebe in der Westschweiz auch gar nicht so viele Piusbrüder. Dass Gespräche mit der Bruderschaft letztlich zu ihrer Einigung mit dem Vatikan führen könnten, sieht der Bischof ausgesprochen skeptisch. Schließlich habe sich die Haltung Fellays „seit letztem Herbst noch weiter verhärtet“. „Aber wenn ich da jetzt zu pessimistisch bin – umso besser! Schließlich wäre ich der erste, der sich freuen würde, wenn sich die Dinge doch einrenken sollten. Ein Dekret wie das, was wir – ich betone: nicht nur ich, sondern wir Bischöfe – unterzeichnet haben, lässt sich ja auch wieder ändern, wenn sich die Lage ändert. Das wäre umso besser.“

von 06.02.2013 00:27

Mein Kind, wiederhole Meine Worte immerzu, es sind Worte eures Erlösers! Sage allen: Die Hölle hat keine Ausgangstür!
Sage auch: Der Verdammte erkennt in einem einzigen Augenblick, was er für die ganze nie endende Ewigkeit verloren hat!

Meine Tochter, rufe so laut du kannst! Schreie es aus! Sage, die Menschen sollen wieder das Sakrament der Versöhnung erkennen! Viele haben das Sündenbewusstsein verloren oder sie kennen es gar nicht.

Alle, die ihr Herz öffnen, werde Ich in Meinem Vaterhaus reich belohnen! Sie werden mit Mir an einem Tisch sitzen!

So viele Propheten wie heute gab es noch in keiner Zeit, aber die Herzen sind so verschlossen. Deshalb wiederhole ich es immerzu: Hört auf sie, um euren ewigen Heiles willen!

Sage den Menschen, die nun zu deinen Vorträgen kommen, dass die Zeit – die Zeit der Gnade, die Zeit Meiner unendlichen Barmherzigkeit – sich dem Ende zuneigt. Oft warst du in diesem von Mir so sehr geliebten Land (Anmerkung: Österreich) und hast hier Meine Worte verkündet, aber ist es besser geworden? Nein, es ist auch hier ein großer Glaubensabfall, welcher sich immer weiter ausbreitet, zu erkennen!

Wenn nun die Drangsal in vollem Maße hereinbricht, so klagt nicht über euren Gott!
JESUS RUFT ZUM SAKRAMENT DER VERSÖHNUNG UND SAGT, DASS JAHRELANGER KOMMUNIONEMPFANG OHNE DIE HEILIGE BEICHTE LEICHT ZUM EWIGEN VERDERBEN FÜHREN KANN

5.08.07, nachmittags zu Hause bei Gisela, während sie im Boten von Fatima über die Beichte liest. Jesus meldet sich, während ich unter anderem folgende Stellen aus dem Boten von Fatima laut lese:

Die Beichte löst und befreit von seelischem Druck.

Wir kennen alle das Lied: „Wir kommen alle, alle in den Himmel weil wir so brav sind.“ Man könnte meinen, dies stimmte tatsächlich, wenn man feststellt, dass 99 % der Katholiken nicht mehr zur Beichte gehen, „weil wir so brav sind“. Man könnte meinen, dies stimmte tatsächlich, wen man feststellte, dass 99 % der Katholiken nicht mehr zur Beichte gehen, „weil wir so brav sind.“ Wenn man die vielen Ehescheidungen sieht, kommt man sehr schnell zu dem Schluss, dass heute ebenfalls ein Johannes der Täufer notwendig ist, der in der Wüste auftrat und Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden verkündete (vgl. Mk 1,1 – 8). …

Der Empfang der hl Kommunion ist gewaltig gestiegen. Aber gerade bei dieser Gelegenheit soll an das Sakrament der Buße – die heilige Beichte – erinnert werden, das uns auf den würdigen und fruchtbringenden Empfang der heiligen Kommunion vorbereitet. Ich darf dazu die Aussagen eines begnadeten Pfarrers erzählen, des Hl. Pfarrers von Ars.: „… Wie schön ist es zu wissen, dass wir ein Sakrament haben, das die Wunden unserer Seele heilt! Wir müssen es jedoch mit aufrichtigem Herzen und gutem Vorsatz empfangen.“

Eine Erneuerung des einzelnen Christen und damit auch der Kirche geschieht durch die Kraft des Hl. Geistes, vor allem durch das Bußsakrament.

Er sagt: Dazu gebe ich dir ein paar Worte.

Sage Meinen Kindern: Hier spricht Jesus, euer Erlöser, euer Retter, der König aller Könige. Wie gern würde Ich euch verzeihen, denn Ich liebe euch so sehr. Doch dies ist nur durch die Reue und die heilige Beichte möglich.
Wenn ihr wieder das Sakrament der Versöhnung sucht bin ich getröstet.
Welch ein Schmerz für euren Heiland, zu sehen, dass so viele die Gnade der Erlösung verweigern, weil sie ihren Gott nicht lieben, die Gebote nicht halten und das Sakrament der Versöhnung nicht anzunehmen bereit sind. Die Hölle ist für Satan, nicht für Meine erlösten Kinder. Bei vielen geht die Erlösung verloren, und selbst Meine unendliche Liebe kann es nicht verhindern, denn der Mensch hat einen freien Willen.

Meine Tochter, rufe so laut du kannst! Schreie es aus!
Sage, die Menschen sollen wieder das Sakrament der Versöhnung erkennen! Viele haben das Sündenbewusstsein verloren oder sie kennen es gar nicht.

So viele Propheten wie heute gab es noch in keiner Zeit, aber die Herzen sind so verschlossen. Deshalb wiederhole ich es immerzu: Hört auf sie, um euren ewigen Heiles willen!

Haltet auch die fünf Herz Mariae Sühne-Samstage, und eure himmlische Mutter hält, was Sie versprochen hat! Sie hat die Macht, euch aus den Flammen des Fegefeuers zu befreien. Wer viele Jahre die heilige Eucharistie empfängt ohne die heilige Beichte, den könnten die Worte der Heiligen Schrift leicht treffen: Wer unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich das Gericht (Anmerkung: Sinngemäßes Zitat von 1. Kor. 11,27(. Er wird in die Finsternis hinausgeworfen. Dort wird er heulen und mit Zähnen knirschen (Anmerkung: Sinngemäß zitiert nach Math. 8,12 bzw. Math. 22,13 bzw. Math 25,30)

Jetzt ist die Zeit der Gnade! Hört auf Meine Worte! So viele kommen am Tag der Rechenschaft vor Mein Angesicht und rufen: Herr, Herr, erbarme dich, wir haben das alles nicht gewusst! Doch dann ist es zu spät!

Immer, immer wieder knie Ich vor dem Thron Meines so gütigen Vaters und bitte in nie endender Anbetung um Gnade und Erbarmen für ein störrisches Volk, ein Volk, das seinen Gott vergessen hat, ein Volk, das die Finsternis mehr liebt als seinen Gott, Der doch nur aus Liebe ruft, um zu retten, was sich retten lässt.

Mein Kind, wiederhole Meine Worte immerzu, es sind Worte eures Erlösers! Sage allen: Die Hölle hat keine Ausgangstür!
Sage auch: Der Verdammte erkennt in einem einzigen Augenblick, was er für die ganze nie endende Ewigkeit verloren hat!

Danke, Meine Kinder, danke. Nun geh und verkünde Meine Worte!

Ich: Jesus, ich liebe dich grenzenlos!

Meine von Mir so sehr geliebten Kinder, erkennt doch den Ruf eures euch so sehr geliebten Vaters! Was schon ein irdischer Vater nicht alles für seine Kinder tut, das habe ihr wahrlich erkannt – was aber euer Gott tut, um euch für ein ewiges, ein nie endendes Leben zu retten, das sollte euch 1000 mal wichtiger sein! Lest Mein Buch mit dem Herzen, und ihr werdet langsam, aber sicher, den großen Wert dieses Buches begreifen!
Ihr steht nun mal vor dem großen, gähnenden Abgrund, und Luzifer wartet mit teuflischer List, um euch hinab zu ziehen. Doch Meine liebende Hand möchte euch alle retten. Als Ich am Kreuz erhöht wurde, da sagte Ich: Nun will Ich alle an Mich ziehen! Ja, Ich bin ein König, und Mein Königreich besteht für ewige Zeiten! Wartet nicht, kehrt um! Heute soll es geschehen, morgen könnte es vielleicht zu spät sein!

Meine von Mir und Meiner Mutter ausgebildeten Propheten, sie haben keinen leichten Auftrag, aber sie sind guten Willens, Sie hören auf Meine Stimme, setzen alle Hoffnung auf ihren Gott. Ich begleite sie spreche durch sie. In Meiner unendlichen Barmherzigkeit bitte Ich nun in dieser Stunde der großen Entscheidung: Hört auf Meine Boten! Bald werden sie Zeichen bekommen am Himmel oben und auf der Erde unten, damit alle Meine echten Propheten erkennen. Keinen lasse Ich im Stich, alle werde Ich an Mein geöffnetes Herz zeihen. Ja, sie werden im Kampf mit Mir eins sein.

Betet, betet für den Klerus, den Satan so sehr verblendet hat. Es ist ein schwerer Kampf der Erwählten mit dem Fürst der Finsternis.
Deshalb, Mein Kind, bitte Ich heute noch einmal ganz eindringlich: Verkünde Meine Worte, die in diesem Meinem Buch niedergeschrieben sind!

Euer Gott bittet in der ewigen Herrlichkeit vor dem Throne Seines so sehr geliebten gütigen Vaters immerzu um die Rettung aller Seiner Kinder, die guten Willens sind.

Ich, euer Gott, habe euch schon von Anbeginn der Welt geliebt, und heute kämpfe Ich um jede einzelne Seele!

Nun geh, Meine kleine Taube! Ich segne dich und alle, die zu diesen Vorträgen gerufen werden. Noch ist die Zeit der Umkehr und Buße! Noch wartet mit einem Herzen, das vor Liebe überquillt, der Ewige Vater auf Seinen verlorenen Sohn der umkehrt, damit er an der Herrlichkeit Gottes teilhaben kann! Auch heute ist im Himmel mehr Freude über einen Sünder, der Buße tut, als über 99 Gerechte, die der buße nicht bedürfen! Meine Kinder, Ich liebe euch alle! Mein Vaterhaus hat Platz für alle. Kommt in die arme eurer Erlöser!

Ich: Jesus, Du kommst mir vor wie ein Bettler! Welche Liebe!

Ich werde mein Versprechen halten, ich werde kämpfen mit den Waffen des Glaubens und der Liebe!

Mein Gott, mein Alles! Amen

JESUS WÜNSCHT VON GISELA; DASS SIE IHM ZEIT SCHENKT UND BEKRÄFTIGT; DASS ER MIT IHR VOLLENDEN WILL, WAS ER MIT SCHWESTER FAUSTINA BEGONNEN HAT

10.01.08, zu Hause bei Gisela

Schreibe auf, Meine kleine Tochter, was dir dein Jesus sagen möchte. Ich bin der Herr, dein Gott, der Gesandte des Ewigen Vaters.

Mein Kind, heute hast du Zeit für Mich, für dienen Geliebten. Ich sagte dir vor Jahren, dass Ich dich ganz für Mich haben will. … du meinst es gut mit allen, aber Ich sagte dir doch: Sei ganz Mein! Jetzt bist du krank, und jetzt hast Du Zeit für Mich. Wie schön!...
Im Neuen Jahr achte auf Meine Stimme, lass alles Irdische sein! Ich will alles im Glutofen Meines Herzens verbrennen. Vieles hat dir Mein Vater geoffenbart, vieles ist vorbereitet, doch es kann nur in der Stille geschehen. Achte stets auf Meine zarte Stimme! Ich bin ganz dein. So verlange Ich es auch von dir: Sei ganz Mein! Irdisches darf dich nicht erreichen!

Hör auf deinen von Mir geschenkten Seelenführer! Er meint es gut mit dir. Auch er hat sich der Liebe in der Anbetung geweiht. Gedenke seiner Worte, die Ich ihm schenkte und meditiere seine Worte: „Wem viel gegeben wird, dem wird auch viel genommen.“ Ich gebe also und Ich nehme. Schenke Mir täglich dienen ganzen Willen! Sei ganz Mein!

Große Dinge werden geschehen, wenn du ganz mit Mir vereint sein wirst. Mein geliebter Vater hat dich von Anbeginn der Welt für diese Zeit gerufen. Du bist gerufen, die Menschen zur Umkehr zu rufen. Viele können deinen großen Auftrag nicht erkennen, deshalb wünsche Ich von dir nur eins: Schaue nur auf Mich! Ich halte dich in Meinem Herzen gefangen. Werde eine kleine Opferseele aus Liebe!

Meine geliebte Tochter, Schwester Faustina, wird dir vieles zu erkennen geben durch ihr Tagebuch. Ebenso fordere ich von dir das Führen eines Tagebuches, damit die Welt erkennt, wer euch gerufen hat!

Um dir, Meine kleine schwache Seele, zu helfen, knie Ich vor dem Thron Meines und deines so sehr geliebten Vaters und bitte Ihn in nie endender Fürbitte um Gnade und Barmherzigkeit für Mein kleines, schwaches Kind.

Ich: Jesus, ich fühle mich ganz unwürdig. Wie könnte ich verstehen, dass Du und der so sehr geliebte Vater mich für eine so große Aufgabe gerufen habt?

Er: Meine Tochter, Ich habe dir alles gesagt, was du tun musst. In unendlicher Liebe habe Ich dir deinen Auftrag erschlossen. Warum solltest du etwas wissen? Ich bin doch dein Auftraggeber! Du brauchst nicht viel zu wissen, um Mir zu dienen! Nun weißt du auch, was Ich von dir fordere: Ich fordere Zeit, Mir in die Augen zu schauen. In Meinen Augen wirst du alles lesen. Ich bin der gute Hirte! Ich liebe die kleinen, schwächlichen Schäfchen. Ich lasse die Herde allein und kümmere Mich in Meiner Barmherzigkeit vor allem um die schwachen, die kleinen, die sich von allein nicht erheben können.
Ich Selbst führe sie an Meiner Hand und trage sie, wenn sie ermattet sind, auf Meinem Arm nach Hause. Deine Schwäche ist zu Meiner Freude geschenkt. So kann Ich dir alles geben, was du brauchst. Wenn Ich dir deine Armseligkeit im vollen Maße zeigen würde, du würdest dich im Schmerz zermalmen.

Alles, was Ich mit Schwester Faustina begonnen, will Ich mit dir vollenden. Du kannst das nicht verstehen, aber ich sage es dir gleich! Wenn du immer wieder sagst, dass du keine Schwester Faustina bist, dann hast du Meine abgrundtiefe Barmherzigkeit noch nicht erkannt. Meine Barmherzigkeit macht von keiner Seele Halt. Und wenn es der größte Sünder der Welt wäre. Für alle habe Ich gelitten, für alle Mein Blut vergossen, und so haben auch alle Anrecht auf Meine unfassbare Barmherzigkeit. Erkenne, dass du gerufen bist, wie Mein Johannes die Menschen zu Umkehr und Buße zu rufen, aber auch als Nachfolgerin von Schwester Faustina.

Jetzt wirst du wie sie immer wieder Meine Barmherzigkeit verkünden.

Wer umkehrt und seine Sünden bereut, dem werde Ich, wie Ich es versprochen habe, einen schönen Platz im ewigen Himmelszelt bereiten!

Sage es allen, Meine Liebe ist Mein größter Schatz.
Sage es allen, Meine Liebe ist Mein größter Schatz.

Sage den Menschen, dass Ich Mich Selbst gürten werde und alle am Tisch der ewigen Liebe der Reihe nach bedienen werde.

Sage den Menschen auch, dass Meine Liebe ruft, solange noch eine Seele zu retten ist!
Ich bin der Herr, dein Gott, der König des Weltalls, der Eingeborene des Ewigen Vaters.

Ich danke dir, Meine kleine Blume, dass du dir heute die Zeit genommen hast, alles aufzuschreiben, was Ich dir sagen musste. Es ist nötig, alles so lange zu lesen, bis du begriffen hast.

Ich: Ich liebe Dich so sehr!

Er: Ich traue dir heute zu, dass du verstanden hast, was es heißt: Sei ganz Mein! Niemand ist mehr, niemand ist weniger als du! Sei ganz Mein! Ich bin in dir, mit dir, über dir, dennoch: Leiden wirst du immer! Trage, ertrage aus Liebe zu Mir!“

Dein Jesus, dein Geliebter!

Ich: Jesus, ich werde diese Botschaft so lange lesen, bis ich alles in meinem Geist erfasst habe. Jesus, mein Alles! Ohne Dich ist alles nichts!

Dein kleines Gänseblümchen

JESUS BEAUFTRAGT GISELA ERNEUT, ZU UMKEHR UND BUSSE ZU RUFEN UND KÜNDIGT AN, DASS DIE REINIGUNG BALD IN VOLLEM MASS AUSGESCHÜTTET WIRD

1.04.08, in der Schweiz

Jesus sagt ganz unerwartet:

Jesus sagt ganz unerwartet:
Schreibe auf, was Ich, dein Jesus dir schenke!

Ich frage: Wer bist Du?
Er: Ich bin geboren aus Liebe zu den Menschenkindern, gestorben, auferstanden von den Toten. Ich bin mit dem Heiligen Geist und mit dem geliebten Vater verherrlicht für alle Ewigkeit.

Heute war dein Herz entflammt vor Liebe. Ich, dein Jesus, habe dir diese Liebe geschenkt. Du hast Anteil an Meiner Auferstehungsfreude. Dieses Geschenk hat dir Mein gütiger Vater angekündigt. Er hat dich gesalbt mit dem heiligen Öl Seiner reinen Vaterliebe.

Du wirst jetzt deinen Auftrag viel besser verstehen und erkennen. Ich sagte zu Meinen Aposteln: „Gehet hinaus zu allen Völkern und verkündet das Evangelium!“ so wie sie wirst auch du der Welt erneut verkünden das, was Ich dir in deinen Geist einströmen lasse. Die Hand, die dich berührt und der Arm, der dich gesegnet hat, wird alles verändern in der Welt.

Deine Schwäche ist von mir gewollt, sonst wärst du ja nicht in der Lage, Mich zu verkünden. Wärest du klug und weise, dann würdest du deine Worte einbringen. Ja, gerade weil du so armselig bist, erkennen die Menschen, dass du von Mir gesandt bist.

Rufe, Meine Kleine, rufe zur Umkehr und Buße!
Vor deinen Worten, die du durch Mich erhalten wirst, sage immer als Erstes: „Der Friede sei mit euch!“ Sage auch: „Ich bin zu euch gekommen im Auftrag Jesu Christi, des auferstandenen Herrn.“
"Sage, dass die Reinigung der Erde bald in vollem Maße ausgeschüttet wird. Wer umkehrt und an das Evangelium glaubt, wer seine Sünden bereut und im bad der Versöhnung bekennt, braucht keine Angst zu haben!"

Allen, die tun, was ich durch Meine Propheten ausspreche, werde Ich ein neues, heiliges Leben schenken. Ich werde ihnen Fürsprecher sein beim Ewigen Vater.
Ich wünsche, dass alle, die Mir der Vater gegeben hat, Anteil haben an der ewigen Herrlichkeit.
Sage den Menschen, dass keiner verdammt wird, der zu Mir ruft, und sei es in der letzten Stunde! Der Mensch verdammt sich selbst, indem er Meinen Worten nicht glaubt. Der Mensch verdammt sich allein durch seinen Stolz, indem er sich über seinen Gott erhebt und glaubt, alles selber machen zu können.

Wehe denen, die verstockt und hartherzig bleiben! Wehe denen, die wie die Pharisäer sich selbst erheben, sich selbst an die Stelle Gottes setzen! Für sie wäre es besser, sie wären nie geboren. Sie sind heute schlimmer und habgieriger als damals ein Judas.

Ich bin der Herr, dein Gott. Erkenne es, o Menschenkind, in Meinem Reich wird jeder seine Knie beugen und jeder Mund wird bekennen: Ich bin der Herr, dein Gott, Ich bin, Der war Der ist und Der kommen wird auf den Wolken des Himmels!

Es ist Meine abgrundtiefe Liebe und Meine unendliche Barmherzigkeit, die Ich euch heute noch einmal durch Meine kleinste Tochter schenken will. Ich liebe euch alle!

Euer Herr Jesus Christus in der Einheit des Ewigen Vaters und in der Liebe des Heiligen Geistes. Amen.

Ich segne und heile euch. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Kommt alle zum Gastmahl der ewigen Herrlichkeit! Wir erwarten euch alle! Amen.

Ich: Danke, Jesus, Deine Liebe ist göttlich groß. Wer kann sie begreifen?

Jesus gibt Antwort, er sagt: Wer es fassen kann, der fasse es!

JESUS SPRICHT FÜR DIE VORTRÄGE IN ÖSTERREICH IM MAI 2008 UND RUFT DABEI ALLE, DIE GEKOMMEN SIND, DAS EANGELIUM NEU ZU VERKÜNDEN

16.04.08 Herz Jesu Kirche in Köllerbach

Am Mittwochmorgen in der Herz Jesu Kirche höre ich die Stimme Jesu.

Ich stelle die frage: Wer bist Du?
Antwort: Ich bin Jesus Christus, der König des Himmels und der Erde, der König des Weltalls.

Schreibe auf, Meine kleine Tochter! Ich gebe dir heute noch einmal eine Botschaft für alle, die zu den Vorträgen kommen, Meine kleine Schar, der kleine Rest der Gläubigen.

Sage ihnen, dass sie nicht von sich selbst gekommen sind. Ich, euer Gott, habe alle beim Namen gerufen. Sie alle sind berufen, wie Meine Jünger das Evangelium neu zu verkünden. Wenn sie den von Mir geschenkten Auftrag anzunehmen bereit sind, wird Mein Vater sie reichlich segnen. Sie werden, wenn die Drangsal ausgeschüttet wird, wie damals Meine Apostel die Menschen zu Umkehr und Buße rufen.

So, wie Ich Meinen Vater liebe und mit Ihm eins bin, so sollen Meine geliebten alle eins sein.

Ich wünsche, dass sie auf Meinen ruf hören, dass Irdische verachten und Meine Worte verkünden! Ich werde sie, wie damals Meine Jünger, zu Menschenfischern machen!

Alle, die ihr Herz öffnen, werde Ich in Meinem Vaterhaus reich belohnen! Sie werden mit Mir an einem Tisch sitzen!

Heute knie Ich vor dem Thron Meines Ewigen Vaters und bete um Gnade für Mein auserwähltes Volk.

Ja, Meine Kleinen, die auf Meine Stimme hören, die nicht im Rausch des Irdischen ihr Glück suchen, sondern mit Mir vereint eine neue Welt vorbereiten eine Welt des Friedens und der Liebe, eine Welt der Heiligkeit und Gottesfurcht,

es sind Meine getreuen Jünger dieser Endzeit.

Doch jetzt wird eine große Not kommen, schlimme Tage werden hereinbrechen. Der Böse versucht noch einmal, die ganze Welt zu verwirren und mit teuflischer List alle an sich zu reißen. Doch der ganze Himmel wird wachen und beten. Wir lassen nicht zu, dass treue Christen durch seine List der Verführung zum Opfer fallen.
Ich, Euer Gott, habe die Welt überwunden – ihr werdet sie auch überwinden!

Erkennt und bedenkt, dass Mein gütiger Vater jeden von euch auserwählt hat, um ihn für den Erlösungsplan der Erde einzusetzen. Ich brauche euch in Meinem göttlichen plan. Wehrt euch nicht! Ihr würdet es am Tage des Gerichtes bereuen!
Ich, euer Gott, fordere nur euren guten Willen! Alles andere schenke Ich euch. Alles ist gnade. Ich gebe euch alles was ihr nötig habt.

Wenn ihr auf die Stimme Meiner Propheten hört, werdet ihr das ewige Leben ernten!

Nicht, weil ihr gut seid, habe Ich euch erwählt, sondern weil ihr in Meinem Plan eine Aufgabe habt! Bedenkt, Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer an Mich glaubt, wird das ewige Leben haben und es wird ihm in Fülle geschenkt werden. Alle, die aus Gott geboren sind, werden an der ewigen Herrlichkeit teilhaben.

Euer dreifaltiger Gott Ich segne alle im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen, halleluja!

Nun geh, Mein Kind und verkünde der Welt, was Ich Dir aufgetragen habe! Verkünde Meine Worte an allen Enden der Erde!

Ich: Jesus, die Menschen sind oft so störrisch!

Jesus sagt: Gehe nur, Ich gehe mit! Dein Jesus

Ich: Danke, danke für Deine Liebe, für Deine Worte! O Mein Gott, Mein Alles!

Dein kleines Gänseblümchen

JESUS SPRICHT ZUR SEELENSCHAU

24.05.08, ganz unerwartet in der Unterkunft in Gosau, vor dem 3. von insgesamt 9 Gebetstreffen in Österreich

Meine geliebten Kinder!

Ich höre die Stimme Jesu. Er sagt: Ich gebe dir eine Botschaft. Sie soll heute noch vorgelesen werden. Sage zuerst: Der Friede sei mit euch!

Ich: Wer bist Du?

Er: Ich bin euer Erlöser, Jesus Christus. Mein Vater sandte Mich in die Welt, damit Ich der Wahrheit Zeugnis gebe.
Heute sende Ich Meine Boten, die Ich Selbst ausgebildet habe, Mich in dieser großen Notzeit zu verkünden. Nach der Sintflut habe Ich Mir geschworen, dass Ich nie mehr eine solche Flut über die erde schütten werde. Zum Zeichen Meiner Treue schenkte Ich euch den Regenbogen.

Gisela habe Ich Selbst ausgebildet, um zu retten, was sich retten lässt. Sage, Meine Tochter, sage den Menschen, dass Mein Herz ein Feuermeer der Liebe ist. Alle, die Ich zu diesem Vortrag gerufen habe, werden Ströme von Liebe, die aus Meiner geöffneten Seinen Wunde strömen, erhalten, wenn sie ihr Herz öffnen und auf Meine Stimme lauschen. Sie werden reich beschenkt nach Hause gehen.

Heute teile Ich euch eine von Meinem geliebten Vater geschenkte Botschaft mit. Diese Botschaft ist neu und so wichtig. Deshalb wünsche Ich im Auftrag Meines Vaters, dass die ganze Erde davon erfahren soll. Ja, man soll sie verbreiten! Mein geliebter Vater überwacht und prüft alles. Ich erfreue euch einer neuen Zeit, einer großen gnade. Hört auf die Worte, die Ich euch schenke!

Der große Tag, der Tag der Erleuchtung, beginnt am Horizont des Himmels aufzusteigen.

An diesem Tag verlieren alle irdischen Dinge ihren Wert. Der Heilige Geist wird mit Seiner göttlichen Gnade in die Herzen aller Menschen leuchten.

Jeder wird erkennen, viele werden weinen, wenn sie ihren Seelenzustand schauen.
Es wird eine tiefe Erschütterung im Innern eines jeden Menschen geben.
Nur die Kleine, die treuen Seelen,
sie werden jubeln
und das „Großer Gott, wir loben Dich“ anstimmen.

Viele, die in schwerer Sünde leben, werden den Tod herbeisehnen, sie sind erschüttert. (Anmerkung: Im Buch „Ja, Ich bin der König“, S 75-76, liest man in der Botschaft Jesu von 6.5.98)Viele Ungläubige werden mit ihrem Leben nicht mehr fertig; viele suchen den Tod, doch sie werden ihn nicht finden, denn sie können sich in der Not selbst nicht mehr helfen. Sie werden also leiden und sühnen.)
Deshalb bitte Ich euch, Meine Geliebten, heute um euren Dienst. Ich gebe euch den Auftrag, diese Menschen zu beruhigen. Ihr werdet Worte finden, die nur von Meinem Geist geschenkt werden. Ihr werdet sprechen wie Meine Apostel im Pfingstsaal. Ihr werdet vom heiligen Geist erfüllt sein.

Niemand soll Angst haben! Der größte Sünder
hat das größte Recht auf Meine unfassbare Barmherzigkeit!

So wie ein irdischer Vater und eine liebende Mutter immer wieder verzeihen,
um viel, viel mehr verzeiht euch euer Gott!

Allen, die heute hierher gekommen sind, sage Ich: Es ist höchste Zeit, vom Schlafe aufzustehen. Ihr sollt Meine Zeugen sein, Meine Apostel dieser Endzeit!

Heute beginnt euer Herz zu strahlen. Dankt Meinem liebenden Vater, Der euch auserwählt hat. Ihr werdet, wenn ihr Mir euren ganzen Willen schenkt, in Meinem reich glänzen wie die Sterne am Firmament des Himmels.
Lasst ab von dem Irdischen, es nützt euch nichts, es ist für den Himmel nur Tand!
Setzt euch ein für Meine große Aufgabe, die Ich Meinem ganz kleinen Kind im vertrauen schenke!
So appelliere Ich an euren freien Willen. Wer auf Meine Stimme hört und sie befolgt, dem werde Ich alles geben, was er für diesen Auftrag benötigt.
Liebt alle, seid eines Sinnes! So wie Ich mit dem Vater eins bin, so sollt auch ihr eins sein! Liebt alle und richtet niemand!
So bitte Ich jetzt Meinen so sehr geliebten Vater in einer nie endenden Anbetung um Verzeihung und Gnade für euren Auftrag. Alles wird Er euch verzeihen, wenn ihr ihn demütig bittet.

Gisela, Meine kleine Braut, sage den Menschen, dass der Himmel für alle Meine Geschöpfe offen steht!

Alle, die heute hier sind, sollen diese Botschaft verkünden! Sie mögen diese über die ganze erde weiterreichen, ebenso alle, die noch in diesem Jahr zu deinen Vorträgen kommen. Du darfst nur diese Botschaft vorlesen, alles andere überlasse deinen Bruder.
Sage den Menschen, wenn sie umkehren, eine reuevolle heilige Beicht ablegen und Mich von Herzen lieben – Ich verzeihe alles. Sage ihnen, dass die Sünde Mich beleidigt, aber den armen Sünder will Ich retten durch das von Mir geschenkte Sakrament der Versöhnung.

Ich verspreche allen, die auf Meine Worte hören, dass sie mit Palmen in den Händen in Mein himmlisches reich einziehen werden. Dort ist die wahre, ewige Heimat für alle, die guten Willens sind. Bedenkt, niemand kommt zum Vater außer durch Mich!

Danke, Meine Kleine, danke, dass du im gehorsam alles aufgezeichnet hast!

Jetzt segne Ich alle im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. In der Not werdet ihr Kraft, Liebe und Freude erfahren, denn Mein Segen ist es, der euch hilft.

Ich traue euch zu, Mir zu trauen.

Euer Jesus, Retter und Erlöser.

Ich: Jesus, ich bin überrascht, das habe ich nicht erahnen können. Danke!

Jesus sagt: Ich spreche zwar noch immer privat zu dir, aber es kommen nur noch ein paar Botschaften für die Welt.

Internet: www. Gisela-maria.com Man findet dort viel Material, Teile dieser umfangreichen Website wird es in Kürze auch in mehreren Fremdsprachen geben
Hsgb. und Ansprechstelle für Fragen und anliegen bzgl. Gisela und Ihren Auftrag Christian Schmaranzer Tel: D-06136-8206

Hier erhalten sie auch Informationen Bücher, Casetten und CDs von Gisela gegen einen freiwilligen Umkostenbeitrag. Im ersten, wichtigsten buch „Ja, Ich bin ein König“ sprechen Jesus und zum Teil auch Maria über die für nahe Zukunft zu erwartende Erneuerung der Erde, im zweiten buch „Maria, meine wahre Mutter“ berichtet Giselas von verschiedenen mystischen Erfahrungen, das dritte Buch „Kehrt um! Bekehrt euch!“ beinhaltet Briefe, die Gisela an Priester und Laien schrieb, die sich auf das praktische Leben des Glaubens im Alltag des Einzelnen und der Kirche beziehen. Das vierte Buch „Ändert euer Leben und ihr werdet gerettet“ enthält wiederum Worte und Botschaften von Jesus, Maria, Pater Pio und Theresia von Lisieux, diesmal aber auch solche, die an Einzelpersonen und Pilgergruppen gegeben wurden. Es gibt auch mehrere Audio Casetten und CDs von Gisela, darunter z.B. auch je eine von Erlebnissen mit Jesus, Maria, Pater Pio, mit Armen Seelen (Seelen im Fegefeuer), ebenso 2 Casetten und CDs von Gisela Vorträgen, weiters solche mit Auszügen aus den Büchern.

von 05.02.2013 11:07

Lebt die Liebe bis zum Äußersten

Wenn ihr die Liebe bis zum Äußersten untereinander übt,
haben auch die Großen keine Chance.

Die Völker dieser Erde sollen das Gebot der Liebe
immer vor Augen haben,
seid großzügig und milde,
verurteilt und urteilt so,
wie der Herr Jesus Christus das tat.
Begreift eure Zeit, begreift den Kampf.


Botschaft der Frau aller Völker
Amsterdamer Mutter Gottes:


Wer liebe besitzt, wird seinen Herrn und Meister (Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiligen Geist)
ehren in seiner Schöpfung,
das heißt, das Große in seiner Schöpfung sehen, das Opfer darin inbegriffen.

Wer Liebe besitzt, wird nichts Unehrbares tun gegen seinen Nächsten.

Wer liebe besitzt, wird anderen Menschen gegenüber all das tun,
was er sich selbst wünscht, dass es ihm getan werde.
Die Liebe ist das erste und größte Gebot, das Christus gegeben hat.

Das ist es, woran es dieser Welt gebricht, Gottesliebe - Nächstenliebe.“

Die Frau aller Völker ruft die Kirche von Rom auf,
die Liebe bis zum Äußersten zu leben.

Sei großzügig und handle nur mit Liebe. Liebe kann diese zerrüttete Welt retten.
Und dann werden die Kleinen dieser Welt sagen: Wie können wir damit beginnen?
Die Großen sind es ja, die uns das antun.“

„Und dann sage ich zu den Kleinen:
Wenn ihr die Liebe bis zum Äußersten untereinander übt,
haben auch die Großen keine Chance."

(...vollende Dein Volk in der Liebe.)

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