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von esther10 17.03.2016 00:20

Der unaufhaltsame Aufstieg von Kardinal Sarah

Father Mark Drew, Priester der Geminde von Hornsea /Middlesbrough hat sich im Catholic Herald mit dem beeindruckenden Werdegang und der derzeitigen Position von Kardinal Robert Sarah beschäftigt. Hier geht´s zum Original: klicken

Cardinal Robert Sarah: serene and fearless (AP Photo/Andrew Medichini)



"DER UNAUFHALTSAME AUFSTIEG VON KARDINAL SARAH"
"Der Kardinal aus einem abgelegenen Afrikanischen Dorf ist der Fahnenträger der Katholischen Orthodoxie geworden, in einer Kirche, in der viele Dinge jetzt unsicher erscheinen.

Es ist oft gesagt worden, daß sobald ein neuer Papst auf der Loggia des Petersdomes erscheint, die Gedanken der Kardinäle sich sofort der Frage seines Nachfolgers zuwenden.
Papst Franziskus-auch wenn er Ende des Jahres 80 Jahre alt wird-scheint noch nicht an Energie zu verlieren. Obwohl ihm eine Lunge fehlt, scheint er durch seinen dichtgedrängten Terminplan unbeeindruckt,
Das zusammen mit dem offensichtlichen Spaß, den er an seinem Amt hat, bedeutet dass, daß es schwierig ist, seine eigenen Spekulation, daß dieses ein kurzes Pontifikat sein wird, ernst zu nehmen.

Unter den Namen, die im Gespräch sind, ist das eines Kardinals, der von Benedikt XVI ins Heilige Kollegium berufen wurde, der zunehmend von denen bewundert wird, die das Erbe des Papa emeritus bewahren wollen.

Kardinal Robert Sarah-vor der Wahl von Papst Franziskus wenig bekannt, hat sich seither als Schlüsselfigur in Rom erwiesen. Sein Name Sar-ah ausgesprochen- zeigt das französische linguistische und kulturelle Erbe, das diesen Sohn der Westafrikanischen Savanne seit seinen frühen Jahren bei den Heilig-Geist-Missionaren umgab.
Kardinal Sarah, ein Christ in zweiter Generation, ist ein Mann, der den authentischen Anspruch von den klerikalen Rändern, die Papst Franziskus so liebt, zu kommen, erfüllt kombiniert mit einem tiefen Verständnis für das kulturelle und theologische Erbe, das der alte Kontinent zusammen mit seiner politischen und ökonomischen Hegemonie aussäte.

Wir bekommen einen faszinierenden Einblick in diese beiden Stränge seiner Persönlichkeit im buchlangen Interview mit dem französischen Autor Nicholas Diat - das dieses Jahr veröffentlicht wurde.
Nach einem biographischen Teil, in dem der Kardinal seiner Karriere von den ersten Schritten in einer ein-Zimmer-Hütte im ländlichen Guinea, dem einzigen Besitz seiner Familie, bis zu seiner heutigen Position als Präfekt der Liturgiekongregation nachgeht, bietet das Buch Reflektionen über theologische Themen, die den inneren Zustand der heutigen Kirche betreffen, ebenso wie ihre Vitalität und ihre Mission.

Beide Teile sind sehr inspirierend und zeigen Kardinal Sarah als Mann eines profunden und kontemplativen Temperaments- zusammen mit der dynamischer Kraft zur Tat und einem erstaunlichen Mut, Kopf voran die kontroversesten Themen anzugehen.

Diese Fähigkeiten zur Aktion und die Furchtlosigkeit waren vielleicht der Grund, daß Johannes Paul II ihn 1979 mit 34 Jahren zum jüngsten Bischof der Welt ernannte- für die Hauptstadt und den Metropolitan-Sitz von Conakry.

Die Kirche in der früheren Französischen Kolonie führte einen langem Kampf mit dem radikalen marxistischen Regime von Sekou Touré. Kardinal Sarah ist in den frühen Tagen des Regimes aufgewachsen, kurz nach der Unabhängigkeit, als er das Vor-Seminar in der benachbarten Elfenbeinküste besuchte, dann das Oberseminar in Guinea, bevor er sein Studium in Frankreich und Rom beendete.

hier weiterlesen
http://beiboot-petri.blogspot.de/2016/03...dinal.html#more
http://catholicherald.co.uk/commentandbl...campaign=buffer

von esther10 17.03.2016 00:19

Barmherzigkeit, Sühne, Glauben: Interview mit Benedikt XVI.


Der emeritierte Papst Benedikt XVI. - ANSA

17/03/2016 13:22SHARE:
Ein Interview des emeritierten Papstes Benedikt XVI. hat aufhorchen lassen. In einem Zitat, das am Mittwoch daraus bekannt wurde, würdigt Benedikt seinen Nachfolger Franziskus dafür, dass er die göttliche Barmherzigkeit zu einem Leitthema seines Pontifikats gemacht hat. Es ist die erste „öffentliche“ Äußerung des emeritierten über den amtierenden Papst.

An diesem Donnerstag hat die Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ auf einer Doppelseite den gesamten Text des Interviews auf Italienisch veröffentlicht. Daraus wird deutlich, dass der Akzent des vom Jesuiten Jacques Servais geführten Interviews vor allem auf dem Thema der Rechtfertigung des Menschen vor Gott liegt – einem Thema, das vor fünfhundert Jahren zum Anstoß der Reformation durch Martin Luther wurde.
Papst Benedikt äußert sich zunächst zum kirchlichen Charakter des Glaubens. „Einerseits ist der Glaube ein zutiefst persönlicher Kontakt zu Gott, der mich im Innersten anrührt und mich in völliger Unmittelbarkeit vor den lebendigen Gott stellt“, so Benedikt. Doch gleichzeitig habe „diese zutiefst persönliche Realität untrennbar mit Gemeinschaft zu tun“. „Es gehört zur Essenz des Glaubens, mich einzuschreiben ins Wir der Kinder Gottes, in die pilgernde Gemeinschaft der Brüder und Schwestern.“ Glauben löse aus der Isolation und füge den Glaubenden in die Gemeinschaft der Kirche ein.

Die Kirche wiederum habe sich „nicht selbst geschaffen“, sondern werde „fortwährend von Gott gebildet“; sie produziere nicht sich selbst, sondern solle zur Begegnung mit Christus führen; man trete in sie „nicht durch einen bürokratischen Akt“ ein, sondern durch das Taufsakrament. „Eine Seelsorge, die die geistliche Erfahrung der Gläubigen anleiten will, muss von diesen Grundgegebenheiten ausgehen“, so Benedikt XVI.
„Als ob Gott sich rechtfertigen müsse, nicht der Mensch“

An diesem Punkt bringt der Interviewer die Rechtfertigungslehre ins Spiel. Luthers Erfahrung sei von der „Angst vor dem Zorn Gottes“ geprägt gewesen; dieses Gefühl sei „dem modernen Menschen eher fremd“. Wie könne die Rechtfertigungslehre des Paulus denn den Menschen von heute überhaupt noch erreichen? Das greift der emeritierte Papst auf: „Für den Menschen von heute haben sich die Dinge im Vergleich zur Zeit Luthers und zur klassischen Perspektive des christlichen Glaubens gewissermaßen umgekehrt. Es ist gar nicht mehr der Mensch, der glaubt, die Rechtfertigung vor dem Angesicht Gottes nötig zu haben; vielmehr ist er der Ansicht, es sei Gott, der sich für alle furchtbaren Dinge, die es auf der Welt gibt, und angesichts des Elends des Menschen rechtfertigen müsste – alles Dinge, die letztlich ja von ihm (Gott) abhängen.“

Benedikt XVI. weist darauf hin, dass ein (ungenannter) katholischer Theologe den Kreuzestod Jesu so deute, als sei Christus „nicht für die Sünden der Menschen gestorben, sondern um sozusagen die Schuld Gottes zu sühnen“. Das sei zwar „eine drastische Umkehrung unseres Glaubens“, die sicher von den meisten Christen nicht geteilt werde, doch lasse sie „eine Grundtendenz unserer Zeit hervorscheinen“. Johann Baptist Metz habe mit seiner Forderung, die heutige Theologie solle „theodizeeempfindlich“ sein, „dasselbe Problem auf positive Weise unterstrichen“. „Der Mensch von heute hat ganz allgemein das Gefühl, dass Gott doch den größten Teil der Menschheit nicht verlorengehen lassen kann. In diesem Sinn ist die Sorge um das Heil, die für eine Zeit typisch war, größtenteils verlorengegangen“, äußerte Papst Benedikt.

Der Begriff der Barmherzigkeit als „Zeichen der Zeit“

Dennoch, so fährt der emeritierte Papst fort, spürten viele Christen auch weiterhin, „dass wir Gnade und Erlösung brauchen“. „Für mich ist die Tatsache, dass der Begriff von der Barmherzigkeit Gottes immer zentraler und dominanter wird, ein Zeichen der Zeit.“ Die Tendenz sei von der heiligen Faustina Kowalska ausgegangen und habe Papst Johannes Paul II. „zutiefst geprägt“. „Papst Franziskus liegt gänzlich auf dieser Linie. Seine pastorale Praxis drückt sich genau durch die Tatsache aus, dass er zu uns kontinuierlich über die Barmherzigkeit Gottes spricht. Es ist die Barmherzigkeit, die uns zu Gott hinbewegt, während seine Gerechtigkeit uns erschreckt. Meiner Meinung nach zeigt das, dass der Mensch von heute unter der Patina der Selbstsicherheit und Selbstgerechtigkeit doch im Tiefsten um seine Wunden und seine Unwürdigkeit im Angesicht Gottes weiß.“

Er halte es daher für „keinen Zufall“, dass das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter „besonders anziehend für die Zeitgenossen“ sei, so der bald 89-jährige Papst Benedikt: Die Menschen von heute hofften offenbar im Innersten, „dass der Samariter ihnen zu Hilfe kommt, sich über sie beugt, Öl auf ihre Wunden gießt, sich um sie kümmert und in Sicherheit bringt“.

„Letztlich wissen sie, dass sie die Barmherzigkeit Gottes und sein Feingefühl brauchen. In der Härte der technisierten Welt, in der die Gefühle nichts mehr gelten, wächst doch die Erwartung einer rettenden Liebe, die vorbehaltlos gegeben wird. Mir scheint, dass sich im Thema der göttlichen Barmherzigkeit das, was die Rechtfertigung durch den Glauben bedeutet, auf neue Weise ausdrückt. Von der Barmherzigkeit Gottes ausgehend, die alle suchen, kann man auch heute den Kern der Rechtfertigungslehre neu interpretieren und ihn in seiner ganzen Relevanz darstellen.“
„Nur unbegrenzte Liebe kommt gegen das Böse an“

Im weiteren Fortgang des Gesprächs wird dann die Frage vertieft, in welcher Hinsicht der Tod Jesu am Kreuz eine Sühne für die Sünden der Menschen war. Es gelte, „auf neue Weise die Wahrheit hinter einer solchen Ausdrucksweise zu verstehen zu versuchen“, so der emeritierte Papst. „Von der Trinitätstheologie ausgehend“ sei es „vollkommen falsch“, einem vermeintlich „auf Gerechtigkeit bestehenden Vater“ einen „gehorsamen Sohn“ gegenüberzustellen, „der die grausame Forderung der Gerechtigkeit akzeptiert“. „Vater und Sohn sind eins, und darum ist auch ihr Wille intrinsisch ein einziger. Wenn der Sohn am Ölberg mit dem Willen des Vaters ringt, dann nicht, weil er eine grausame Verfügung Gottes akzeptieren müsste, sondern weil er die Menschheit ins Innere des Willens Gottes hineinziehen will.“

Die Antwort auf die Frage „Warum das Kreuz und die Sühne“ könne man, so fährt Benedikt XVI. fort, „heute auf neue Weise formulieren“. Das „unglaublich schmutzige Ausmaß des Bösen“ in der Welt lasse sich „nicht einmal durch Gott“ einfach für „nichtexistent erklären“, sondern müsse „gereinigt“ und „überwunden“ werden. Die frühen Christen hätten „gewusst, dass angesichts der Übermacht des Bösen nur eine unbegrenzte Liebe, eine unendliche Sühne Genüge tun kann“. „Sie wussten, dass der gekreuzigte und auferstandene Christus eine Macht ist, die sich der des Bösen entgegenstellen und die Welt retten kann. Und auf dieser Basis konnten sie auch den Sinn des eigenen Leidens als in die leidende Liebe Christi hineingenommen verstehen, als Teil der erlösenden Kraft dieser Liebe.“

Zum Verhältnis von Vater und Sohn in Gott zitiert Benedikt den Theologen Henri de Lubac: Der Vater selbst sei „nicht leidenschaftslos“. „In einigen Teilen Deutschlands gab es eine sehr bewegende Verehrung, die die Not Gottes betrachtete. Mir führt das ein beeindruckendes Bild vor Augen, das den leidenden Vater zeigt, wie er als Vater innerlich die Leiden des Sohnes teilt. Und auch das Bild des „Gnadenstuhls“ gehört zu dieser Verehrung: Der Vater hält das Kreuz und den Gekreuzigten, beugt sich liebevoll über ihn und ist, gewissermaßen, mit ihm am Kreuz.“ Das lasse erkennen, das man nicht von einer „grausamen Gerechtigkeit“ oder gar einem „Fanatismus des Vaters“ sprechen könne.

Theorie vom „anonymen Christen“ greift zu kurz

Benedikt XVI. äußert sich in dem Gespräch auch zur Heilsnotwendigkeit Christi und der Kirche. Hier habe es „eine tiefe Entwicklung des Dogmas“ gegeben: Hätten noch „die großen Missionare des 16. Jahrhunderts“ geglaubt, Nichtgetaufte seien für immer verloren, so sei diese Überzeugung „nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil definitiv aufgegeben worden“. Daraus ergebe sich allerdings „eine tiefe, doppelte Krise“: „Zum einen scheint das jede Motivation für einen künftigen missionarischen Einsatz wegfallen zu lassen.“ Zum anderen sei „der obligatorische Charakter des Glaubens“ und der christlichen „Lebensform“ fraglich geworden.

Darauf habe zum Beispiel „die wohlbekannte These Karl Rahners von den anonymen Christen“ zu antworten versucht; in ihr „fällt das Christliche mit dem Menschlichen zusammen, und in diesem Sinn ist jeder Mensch, der sich selbst akzeptiert, Christ, auch wenn ihm das nicht bewusst ist“. Diese Theorie sei zwar „faszinierend“, aber sie vernachlässige „das Drama des Umkehrens und der Erneuerung, die im Christentum zentral ist“. Für „noch weniger akzeptabel“ erklärt der emeritierte Papst die Vorstellung, alle Religionen seien „jede auf ihre Weise“ Heilswege und könnten deswegen gewissermaßen für „gleichwertig“ gehalten werden. Diese Vorstellung werde „der Größe der Frage“ in keiner Weise gerecht.

Benedikt selbst hält sich in dieser Hinsicht eher an die Theologie de Lubacs, so wie er sie schon in seiner Zeit als Theologieprofessor etwa in seiner „Einführung in das Christentum“ ausgeführt hat. „Christus war und ist für alle, und die Christen, die in dem außerordentlichen Bild des Paulus in dieser Welt seinen Leib bilden, haben Anteil an diesem Sein-für. Man ist also Christ sozusagen nicht für sich selbst, sondern mit Christus für die anderen.“ Das löse zwar das angesprochene Problem nicht zur Gänze, „aber mir scheint das die wirklich wesentliche Intuition zu sein, dass dadurch die Existenz des einzelnen Christen berührt wird“. Es sei „für die Menschheit wichtig“, dass das „Sein-für“ geglaubt und praktiziert, dass dafür auch gelitten werde. „Diese Wirklichkeiten dringen mit ihrem Licht ins Innere der Welt als solcher und erhalten sie. Ich glaube, dass es für uns in der gegenwärtigen Lage immer deutlicher und verständlicher wird, was der Herr zu Abraham sagt – dass nämlich schon zehn Gerechte genügt hätten, um eine Stadt überleben zu lassen... Es ist aber klar, dass wir über die ganze Frage noch weiter nachdenken müssen.“
http://de.radiovaticana.va/news/2016/03/...ikt_xvi/1216070
Stefan von Kempis übersetzte die wörtliche Rede in diesem Text aus dem Italienischen in eigener Übersetzung.
(rv 17.03.2016 sk)

von esther10 17.03.2016 00:19

18.03.2016 - 02:00


Gespräch mit Joachim Kardinal Meisner

"Fatima und der Fall der Mauer"

Der emeritierte Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, erinnert sich an die Zeit des Mauerfalls und den Zusammenhang mit den Geheimnissen von Fatima.

Die Botschaft von Fatima enthält drei Geheimnisse, die in einem engen Zusammenhang mit bedeutenden Ereignissen in Europa stehen. Der Zusammenbruch des Kommunismus im Osten des Kontinents soll ebenso vorhergesagt worden sein wie auch das Attentat auf Papst Johannes Paul II. Die Biografie des emeritierten Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner ist vom Mauerfall geprägt wie kaum eine andere. Im Gespräch mit Karin Maria Fenbert von "Kirche in Not" erinnert sich der Kirchenmann an seinen Wechsel als Bischof von Berlin nach Köln und an seine Begegnungen mit Johannes Paul II.

Das Gespräch ist Teil des Begegnungstags des Hilfswerks "Kirche in Not" anlässlich des jährlichen Gedenkens an dessen Gründer P. Werenfried van Straaten OPraem am 13. Februar 2016 im Maternushaus in Köln.
http://www.domradio.de/radio/sendungen/k...ardinal-meisner

von esther10 17.03.2016 00:15

Chefredakteur von “Antenne Hessen” beklagt unfairen Medienumgang mit der AfD
Veröffentlicht: 17. März 2016 | Autor: Felizitas Küble

Fabian Presler, der Chefredakteur des Web-Radio-Magazins “Antenne Hessen”, richtet einen geharnischten Offenen Brief an die “Kollegen der Lügenpresse”. Er beschwert sich besonders über eine – wie er findet – häufig unfaire Behandlung der AfD (Alternative für Deutschland). untitled



Deshalb verweist er auf den Pressekondex, der klare Leitsätze vorgebe, an die sich alle Vertreter der Presse halten sollen.

Der Verfasser erinnert an Ziffer 1 (Wahrhaftigkeit, Achtung der Menschenwürde) sowie an die Richtlinie 1.2 zum Thema Wahlberichterstattung. Dazu gehöre, daß die Presse “auch über Auffassungen berichtet, die sie selbst nicht teilt”.

Presler beschwert sich besonders über “öffentlich-rechtliche Kollegen”, aber auch über “Lokalzeitungen, Privatsender und Meinungsmacher” hinsichtlich einer unwahren Berichterstattung über die AfD. Er selber habe im Wahlprogramm der AfD jedenfalls “keine rechtsextremen Texte” finden können.

Der Autor erwähnt zudem: “Der Verfassungsschutz hat sich mit der AfD auseinandergesetzt und kam zu dem Ergebnis, dass diese keine Gefahr darstellt. Weshalb behaupten die Kollegen dies aber immer wieder?”

Abschließend heißt es in dem Beitrag:

“Nur weil manchen Politikern die Wahlergebnisse nicht gefallen, bedeutet das nicht, dass eine Partei gefährlich und rechtsextrem ist! Das gilt auch für meine Kollegen. Wenn Sie etwas ändern möchten, gehen Sie doch zur Wahl oder werden Sie politisch aktiv, aber bitte verunsichern Sie doch nicht unsere Bevölkerung mit Unwahrheiten und Spekulationen.”

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://www.radiohessen.com/die-kollegen-der-luegenpresse/

von esther10 17.03.2016 00:14

RV: Ist es nicht auch etwas die Flucht vor der gerechten Strafe, wenn ich gleich an die Barmherzigkeit appelliere?


Kardinal Kasper: „Die Barmherzigkeit war ziemlich vergessen"

Kardinal Walter Kasper - RV

13/03/2016 10:00SHARE:

Sie ist ein Gegenzeugnis zu dem, wie die Welt geworden ist: Barmherzigkeit. So charakterisiert Kardinal Walter Kasper den Schwerpunkt, den der Papst seinem Pontifikat in diesem Heiligen Jahr gegeben hat. Die Barmherzigkeit sei ein Name Gottes, betont der Papst, doch das bleibt nicht immer spannungsfrei. Wie sieht es etwa mit der Gerechtigkeit aus, besteht da nicht ein Widerspruch zur Barmherzigkeit? Wie passt das zueinander?, fragten wir Kardinal Kasper. Sind der gerechte und der barmherzige Gott nicht irgendwie unterschiedlich?

Kasper: „Das ist ein Einwand, den man oft hört. Gott ist aber nicht an unsere Gerechtigkeitsvorstellung gebunden. Er ist treu und gerecht seinem eigenen Wesen gegenüber, und das Wesen Gottes wird in der Bibel als ‚Liebe’ beschrieben. Gott kann also, wenn er sich selbst treu ist, gar nicht anders handeln als barmherzig zu sein. Die Barmherzigkeit ist die Art der Barmherzigkeit Gottes. Und Barmherzigkeit ist deswegen auch für uns Christen die Form wie wir Gerechtigkeit üben sollen. Ich brauche sozusagen Augen, einen Sinn oder eine Linse, um zu sehen, was der andere braucht und was somit gerecht und angemessen ist. So ist für einen Christen Barmherzigkeit die christliche Form der Gerechtigkeit einem anderen gegenüber.“

RV: Bereits Johannes Paul II. und dann auch Franziskus haben klar gesagt, dass Barmherzigkeit und Gerechtigkeit sich nicht widersprechen, wie Sie ja gerade auch. Trotzdem gibt es Kritiker, die anmerken, Papst Franziskus würde die Gerechtigkeit der Barmherzigkeit unterordnen. Dem würden Sie widersprechen?

Kasper: „Ich würde so sagen: Die Gerechtigkeit ist das Minimum, das wir einem anderen schulden und was wir tun müssen. Die Barmherzigkeit geht weit darüber hinaus, aber sie unterbietet in keinem Fall die Gerechtigkeit, im Gegenteil. Die Barmherzigkeit öffnet mir die Augen für neue Situationen, die vielleicht unter Gesichtspunkten der Gerechtigkeit gar nicht berücksichtigt sind.“

RV: Schauen wir auf eine biblische Geschichte, das Gleichnis vom barmherzigen Vater. Da gibt es die Perspektive des älteren Bruders, in der sich viele wieder finden. Er tut immer das, was verlangt wird, trotzdem bekommt der andere eine Vorzugsbehandlung. Da steckt doch etwas von der Spannung Barmherzigkeit – Gerechtigkeit drin.

Kasper: „Ja, das steckt etwas von der Spannung drin und leider denken auch viele Christen so. Trotzdem: keiner kann von sich sagen, dass er gerecht sei und sündlos ist. Jeder ist auf die Barmherzigkeit angewiesen. Und das ist ja auch das Schöne und Große am Christsein, die Botschaft „du darfst neu anfangen“, immer haben wir bei Gott eine Chance.“

RV: Die Gerechtigkeit hat aber schon noch ihren Wert, sie ist nicht nur noch eine Rückfallposition?

Kasper: „Die Gerechtigkeit ist grundlegend. Eine Barmherzigkeit, die gegen die Gerechtigkeit verstoßen würde, wäre eine Pseudogerechtigkeit.“
„Jesus ist ein gerechter Richter. Aber der gerechte Richter, der für mich gestorben ist."

RV: Ist es nicht auch etwas die Flucht vor der gerechten Strafe, wenn ich gleich an die Barmherzigkeit appelliere?

Kasper: „Vor der gerechten Strafe kann man nicht fliehen, aber Gott sei dank dürfen wir darauf vertrauen, dass am Schluss Gottes Barmherzigkeit siegt. Jesus ist nach unserer Vorstellung ein gerechter Richter, aber er ist der gerechte Richter, der für mich gestorben ist. Deswegen zählen am Ende die Werke der Barmherzigkeit, das, was wir anderen getan haben, nach der Gerichtsrede Jesu. Alles, was wir anderen getan haben, haben wir Jesus getan, er erkennt uns sozusagen am Schluss wieder als diejenigen, die ihm Gutes getan haben. Ich denke, man sollte die frohe Botschaft sehen und nicht neidisch sein, wenn Gott in seiner Barmherzigkeit größer ist. Wir sind darauf angewiesen.“

RV: Jeden Tag betet die Kirche die Psalmen und darin wird oft um Hilfe und Beistand gerufen. Mir scheint, dass wenn der Beter selber Opfer ist, wenn ihm also was angetan oder gedroht wurde, dann betet der Psalm „verschaffe mir Gerechtigkeit, O Herr“. Wenn der Beter aber selber Täter ist, Sünder, dann appelliert der Psalm an die Barmherzigkeit. Da ist die Psalmensprache schon ein wenig verräterisch, der eine scheint Vergeltung zu wollen, der andere will irgendwie aus der Schusslinie.

Kasper: „Da ist eine Spannung drin, aber die geht ja bei Jesus bis zur Feindesliebe. Schon Siegmund Freud sagt, dass das absurd ist, dass könne man gar nicht, den Feind lieben. Aber wie ich von Gott erwarte, dass er mir eine Chance gibt, so muss ich auch dem anderen eine Chance geben, so dass wir gemeinsam eine Zukunft und Hoffnung haben können. Sonst bewegen wir uns in einem Teufelskreis von Tun und Rache und wieder Rache. Das ist keine absurde Botschaft, wie Freud sagt, sondern es ist eine sehr vernünftige Botschaft mit diesem Kreislauf der Gewalt und sich gegenseitig eine Chance zuzubilligen.“

RV: Franziskus spricht oft von Barmherzigkeit, das wird jetzt aber auch von ihm verlangt. Etwa beim synodalen Prozess, wenn in Bezug auf zum Beispiel wiederverheiratete Geschiedene verlangt wird, dass die Kirche hier jetzt barmherzig sein müsse. Kann man Barmherzigkeit so einklagen?

Kasper: „Nein, einklagen kann man Barmherzigkeit natürlich nicht, das ist eine freie Zuwendung. Man kann es nicht einklagen, man muss aber selber etwas dafür tun. Bei den wiederverheirateten Geschiedenen ist eine Bußzeit notwendig, das muss geklärt werden, da muss aufgearbeitet werden, und dann ist in bestimmten einzelnen Fällen eine Wiederzulassung denkbar und möglich, jedenfalls sag das eine Mehrheit der Synode so.

Das ist keine einklagbare Sache, Barmherzigkeit von Gott her setzt natürlich voraus, dass ich nach Barmherzigkeit rufe. Das heißt auch, dass ich anerkenne, dass ich gesündigt habe und dass ich schuldig geworden bin. Sonst würde Gott mir ja seine Barmherzigkeit aufzwingen. Es ist auch ein Werk seiner Barmherzigkeit, dass er meine Freiheit Ernst nimmt. Die Bekehrung und Umkehr, die ja selbst wieder Gnade ist, ist voraus gesetzt.“

RV: Wenn man heute Theologie studiert oder Debatten etwa um die ökumenische gemeinsame Erklärung verfolgt, dann begegnet man Begriffen wie ‚Rechtfertigung’, ‚wie bekomme ich einen gerechten Gott?’ Martin Luthers, und so weiter. Wie bekommen wir denn nun die Barmherzigkeit in die Theologie hinein?

Kasper: „Es war ja die große Wiederentdeckung Luthers, dass die Gerechtigkeit Gottes keine passive, strafende ist sondern eine aktive, dass er uns „gerecht macht“, er befreit uns. Insofern ist in der Rechtfertigungslehre, wie wir sie etwa mit den Lutheranern gemeinsam entdeckt haben und bezeugen, eine Barmherzigkeits-Theologie im Hintergrund.“

„Die Theologie der letzten Jahrzehnte hatte die Barmherzigkeit ziemlich vergessen"

RV: Also kümmert sich Ihrer Meinung nach die Theologie heute angemessen um die Barmherzigkeit?

Kasper: „Ja gut, die Theologie der letzten Jahrzehnte hat sie ziemlich vergessen gehabt, das muss man zugeben; das ergibt sich ja auch, wenn man die Lehrbücher durchgeht. Das aber im Unterschied zur Volksfrömmigkeit oder der Liturgie. Die Theologie hat sie vernachlässigt und vergessen, und deshalb gab es auch eine gewisse Verwunderung, dass der Papst sie jetzt sozusagen wieder hervorholt und dadurch das Zentrum der Botschaft Jesu wieder ins Bewusstsein rückt.“

RV: Gilt das auch für Ihre eigene Theologie?

Kasper: „Ich muss gestehen, dass ich beim Schreiben meines Buches über die Barmherzigkeit noch mal gelesen habe, was ich selber geschrieben habe, und da kommt die Barmherzigkeit auch kaum vor. Das ist wahr, ich habe sie also auch übersehen! Das war in den letzten Jahrzehnten nicht drin, und es ist wichtig, dass das jetzt wieder zum Vorschein kommt.“
http://de.radiovaticana.va/news/2016/03/...rgessen/1213809
(rv 13.03.2016 ord)


von esther10 17.03.2016 00:14

17.03.2016

Vatikansprecher: Papstschreiben zur Familiensynode im April
Mit Spannung erwartet


Das Lehrschreiben von Papst Franziskus zur Bischofssynode über Ehe und Familie wird voraussichtlich "in der ersten April-Hälfte" veröffentlicht. Das sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Donnerstag vor Journalisten in Rom.

Franziskus hatte auf dem Rückflug von Mexiko Mitte Februar angekündigt, dass er das Dokument am 19. März unterzeichnen wolle. An diesem Tag begeht die katholische Kirche das Fest des heiligen Josef, der Patron der Familie ist.

Das Lehrschreiben, in dem sich der Papst für alle Katholiken verbindlich zu strittigen Fragen wie dem kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, Homosexuellen oder Paaren ohne Trauschein äußern dürfte, wird mit Spannung erwartet. Derzeit wird im Vatikan noch an den Übersetzungen des Dokuments gearbeitet. Das Papier bildet den Abschluss der beiden Bischofssynoden über Ehe und Familie, die im Oktober 2014 und 2015 im Vatikan tagten.

http://www.domradio.de/themen/papst-fran...synode-im-april
(KNA)

von esther10 17.03.2016 00:12

Unionsfraktion zum Asylpaket II: Abschiebung – Beschleunigung – Familiennachzug
Veröffentlicht: 17. März 2016 | Autor: Felizitas Küble

Am heutigen Donnerstag ist das Asylpaket II in Kraft getreten. Mit dem Gesetz werden die Asylverfahren weiter beschleunigt und Abschiebungen erleichtert. Darüber hinaus wird auch der Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte eingeschränkt.

Hierzu erklärt der stellv. Vorsitzende CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thomas Strobl: image



Das Asylpaket II ist ein weiterer, sehr wichtiger nationaler Schritt zur Bewältigung und Reduzierung des Flüchtlingszustroms. Es sieht die Schaffung besonderer Aufnahmeeinrichtungen und eines zusätzlich beschleunigten Asylverfahrens für Migranten aus sicheren Herkunftsstaaten vor. Damit verringern wir die Anreize für offenkundig nicht Schutzbedürftige auf nahe Null.

Von zentraler Bedeutung sind die schärferen Regeln bei der Abschiebung: Wer kein Asyl in Deutschland erhält, muss in seinen Heimatstaat oder das EU-Land, über das er eingereist ist, zurückkehren. Reist er nicht freiwillig aus, wird der Betreffende zurückgeführt. Asylverfahren-100_03



Die Einschränkung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte erfolgt nicht aus Hartherzigkeit, sondern aus Einsicht in die Grenzen unserer Möglichkeiten. Bereits heute halten sich mehr als 500.000 syrische Flüchtlinge in Deutschland auf, denen das Recht auf vollen Familiennachzug zusteht. Der in Deutschland großzügig ausgestaltete Nachzug für subsidiär Schutzberechtigte ist ein wesentlicher Anreiz, den Asylantrag in Deutschland zu stellen. Andere Staaten gewähren den Familiennachzug nicht in dieser weitreichenden Form.

Als nächsten Schritt müssen wir die Liste der sicheren Herkunftsstaaten rasch um Marokko, Algerien und Tunesien erweitern. Es sind ganz überwiegend ökonomische Motive, die Migranten aus diesen Ländern zur Stellung eines Asylantrages in Deutschland veranlassen. Die Anerkennungsquoten sind dementsprechend sehr gering.

Wir hoffen sehr, dass die Grünen am morgigen Freitag im Bundesrat die Erweiterung der Liste der sicheren Herkunftsstaaten nicht erneut blockieren, wie sie dies 2014 und 2015 bei den Balkanstaaten lange Zeit getan haben. Die Folge der Blockade war, dass allein im vergangenen Jahr rund 150.000 Migranten aus dem Westbalkan in Deutschland einen Asylantrag gestellt haben. Eine wirksame Trennung des Zustroms in Schutzbedürftige und Migranten war damit lange Zeit nicht möglich.

Hintergrund:

In die Gruppe der subsidiär Schutzberechtigten fallen Flüchtlinge, die keinen Anspruch auf Asyl oder den Schutzstatus nach der Genfer Flüchtlingskonvention haben, gleichwohl aber im Land bleiben dürfen, weil ihnen bei Rückkehr Gefahr durch Krieg, Folter oder Todesstrafe droht.

Der Gesetzgeber kann ein Land als sicheren Herkunftsstaat einordnen, wenn das dortige System keine staatliche Verfolgung befürchten lässt und vor nichtstaatlicher Verfolgung schützt. Ordnet der Gesetzgeber ein Land als sicheren Herkunftsstaat ein, so gilt die widerlegbare Vermutung, dass in der Regel keine Verfolgungsgefahr besteht. Auch Personen aus sicheren Herkunftsländern durchlaufen ein individuelles Asylverfahren.
https://charismatismus.wordpress.com/201...amiliennachzug/

von esther10 17.03.2016 00:10

Ersatzwährung für den KriegsfallIn diesem Geheim-Bunker hortete die Bundesbank einen Milliardenschatz
Donnerstag, 17.03.2016, 21:30


Diese Ersatzwährung hielt die Bundesbank für den Ernstfall bereit.

Die Bundesbank hat Milliarden einer deutschen Notstandswährung einst im Moseltal versteckt. Nun wird das Geheimnis des unterirdischen Bunkers gelüftet. Was ist im deutschen Fort Knox zu sehen?

Ein durchschnittliches Wohnviertel, eine Straße, zwei unauffällige Häuser: Das deutsche Fort Knox ist im Kalten Krieg perfekt getarnt gewesen. Bis unter die Decke stapelten sich hier 15 Milliarden D-Mark einer geheimen Ersatzwährung für den Krisenfall. Jahrzehnte später öffnet der ehemalige Geheimbunker der Deutschen Bundesbank in Cochem an der Mosel seine Tore für Besucher. Der Museumsbetrieb startet am Freitag (18. März) mit einem Fest.

Durch den einst als eine Art Doppelgarage getarnten Eingang geht es 30 Meter in die Tiefe der Zeitgeschichte. Meterdicke Betonwände, gepanzerte Zwischentüren, Gitterboxen mit Schlössern: Hier hat die Bundesbank unter dem Eindruck von sowjetischer Bedrohung, Mauerbau und Kubakrise die deutsche Notstandwährung in Kartons und Säcken versteckt. Die Vorderseite der Scheine wirkt vertraut, nicht aber die Rückseite mit geometrischen Figuren und anderen Farben. Im Falle eines Krieges, einer Hyperinflation oder einer Falschgeldflut aus dem Ostblock wollte die Bundesregierung zahlungsfähig bleiben.


In diesem Raum waren di e Kommunikationsgeräte für den Kontakt mit der Außenwelt untergebracht.

Wie in einem Agentenroman

hier geht es weiter

Scheine kamen in den Reißwolf
http://www.focus.de/finanzen/boerse/gold...id_5365169.html
*
http://www.focus.de/finanzen/news/perfek...id_5367629.html

Damals

und heute...
http://www.focus.de/finanzen/boerse/gold...id_5365169.html

*****
...ganz Neu
Frank-Walter Steinmeier„Konkrete“ Anschlagsgefahr in der Türkei – Deutsche Botschaft geschlossen
Donnerstag, 17.03.2016, 20:02

http://www.focus.de/politik/ausland/stei...id_5365522.html
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gefährdet Merkels Plan
http://www.focus.de/politik/ausland/vor-...id_5366479.html


von esther10 17.03.2016 00:09

14.03.2016

Samstag unterzeichnet Franziskus Schreiben zu Ehe und Familie
Jetzt entscheidet der Papst


Mit Spannung warten Katholiken in aller Welt auf verbindliche Aussagen des Papstes zu Ehe und Familie. Über den Inhalt seines Schreibens ist zwar bislang noch nichts bekannt. Im Dunklen tappen muss man trotzdem nicht.

Es hat lange gedauert. Nun ist es soweit: Nach einer weltweiten Umfrage unter Katholiken, zwei Bischofssynoden und einer zweieinhalbjährigen heftigen Debatte äußert sich Papst Franziskus selbst zum Thema Ehe und Familie. Am Samstag unterzeichnet der Papst den Text des sogenannten nachsynodalen Schreibens zur Ordentlichen Bischofssynode über Ehe und Familie im Oktober 2015.

Der Termin ist bewusst gewählt: Die katholische Kirche feiert an diesem Tag das Hochfest des heiligen Josef, des Schutzpatrons der Ehe. Publiziert wird das Schreiben voraussichtlich kurz nach Ostern. Mit Spannung erwarten viele Katholiken vor allem die Aussagen des Papstes zum kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen.

Das nachsynodale Schreiben ist jetzt definitiv

Bislang war alles, was im kirchlichen Beratungsprozess über Ehe und Familie gesagt und geschrieben wurde, vorläufig und unverbindlich. Das nachsynodale Schreiben ist jetzt definitiv. Damit äußert sich Franziskus erstmals seit seinem Amtsantritt vor drei Jahren lehramtlich und damit für alle Katholiken verbindlich zu heiklen Fragen der katholischen Morallehre. Das Schreiben gilt vielen daher auch als Nagelprobe dafür, ob Franziskus in seinem Pontifikat tatsächlich Reformen durchsetzen kann.

Offiziell ist über den Inhalt derzeit noch nichts bekannt. Im Gegensatz zur Umweltenzyklika "Laudato si" im Sommer 2015 sind diesmal bislang auch in italienischen Medien keine Details durchgesickert. Nur so viel ist aus dem Vatikan von Leuten zu erfahren, die mit dem Text vertraut sind: Das Schreiben lässt offenbar in heiklen Fragen wie dem Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen einigen Interpretationsspielraum. Insgesamt, so heißt es jedoch, enthalte es keine Überraschungen.

Eifrig spekulieren Beobachter

Übersetzer arbeiten im Vatikan unterdessen noch am letzten Schliff der Textfassungen in den verschiedenen Sprachen. Eifrig spekulieren Beobachter derweil über die Ghostwriter. Der von der Bischofssynode gewählte Synodenrat, der dem Papst eigentlich bei der Erstellung des Schreibens helfen und beraten soll, hat kein einziges Mal getagt.

Franziskus bediente sich offenbar einmal mehr auswärtiger Expertise. Wie stets, wenn es um größere Dokumente des Papstes geht, fällt vor allem der Namen von Erzbischof Victor Manuel Fernandenz. Der Rektor der Päpstlichen katholischen Universität von Argentinien gilt als engster theologischer Berater des Papstes.

Bischöfe: Seelsorger im Einzelfall mehr Spielraum geben

Franziskus muss nicht bei Null anfangen. Ihm lag das Abschlusspapier der Synode vom Oktober vor. Daran ist er zwar nicht gebunden. Aber wie jeder Papst ist er gut beraten, den Willen seiner Bischöfe nicht ganz außer Acht zu lassen. Im Abschlusspapier hatten sich die Bischöfe dafür ausgesprochen, dem Seelsorger im konkreten Einzelfall mehr Spielraum im Umgang mit Gläubigen zu geben, deren Leben nicht der kirchlichen Morallehre entspricht. Im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen legt das Schreiben die letzte Entscheidung in die Hände des Beichtvater und des Gewissens der Betroffenen. Die deutschsprachigen Synodenteilnehmer hatten die theologische Vorarbeit dazu geleistet.

Frage der Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion

Die Frage der Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion wird im Abschlusspapier der Synode nicht ausdrücklich thematisiert. Das führte zu unterschiedlichen Auslegungen. Befürworter einer Änderung der kirchlichen Praxis sagten, Argumentation und Geist des Papiers sprächen dafür, dass auch für wiederverheiratete Geschiedene im Einzelfall eine Zulassung zur Kommunion möglich sei. Verteidiger der bisherigen Praxis wandten sich gegen eine solche Schlussfolgerung.

Immerhin: Fingerzeige, wie sich Franziskus positionieren könnte, gibt es viele. Immer wieder betonte er, dass es ihm nicht darum gehe, die katholische Morallehre grundsätzlich zu ändern. Franziskus hat aber wiederholt erkennen lassen, dass er mehr Spielraum für den Seelsorger im konkreten Einzelfall möchte. Vieles spricht dafür, dass er diese Maxime auch in seinem neuen Schreiben verfolgt.
http://www.domradio.de/themen/ehe-und-fa...ehe-und-familie
http://www.domradio.de/nachrichten/2016-...-im-koelner-dom
Thomas Jansen
(KNA)

von esther10 17.03.2016 00:04

DW NACHRICHTEN

EU vor Durchbruch in
der Flüchtlingskrise?

28 Mitgliedsstaaten sollen sich einigen. Das ist der Plan. Aber wollen sie das auch? Daran gibt es große Zweifel. Zu Beginn des EU-Gipfels haben Spitzenpolitiker ihre Forderungen und Vorbehalte formuliert in Bezug auf ein Abkommen mit der Türkei.

Die Bundesregierung reagierte deshalb so schnell, weil ein befreundeter Nachrichtendienst in den vergangenen Tagen vor möglichen Attacken auf deutsche Einrichtungen in der Türkei gewarnt hatte. Die Warnungen waren nach Informationen von SPIEGEL ONLINE so konkret, dass sich die Leitung des Auswärtigen Amtes sehr schnell zu der Schließung von Botschaft, Konsulat und den Deutschen Schulen entschied.

Der Hinweis ging am Mittwochabend um 21.30 Uhr ein. In deutschen Sicherheitskreisen hieß es am Donnerstag, die mögliche Bedrohung gehe von islamistischen Gruppen in der Türkei aus. Ob es sich dabei um Ableger oder Sympathisanten des "Islamischen Staates" (IS) handele, könne man derzeit noch nicht sagen.

"Bitte meiden Sie die Umgebung des Generalkonsulats"

Es handele sich um einen "nicht abschließend überprüfbaren Warnhinweis", teilte das deutsche Generalkonsulat in Istanbul in einer E-Mail an Bundesbürger mit. Das Konsulat blieb daher am Donnerstag "vorsorglich geschlossen". In der Mitteilung hieß es weiter: "Bitte meiden Sie die Umgebung des Generalkonsulats."

Die Vertretung liegt in der Nähe des Taksim-Platzes. Die deutsche Schule befindet sich etwa eineinhalb Kilometer Luftlinie entfernt an der Fußgängerzone Istiklal Caddesi.

Deutsches Generalkonsulat in Istanbul
In Istanbul hatte im Januar ein Selbstmordattentäter zwölf deutsche Touristen mit in den Tod gerissen. Die Tat wurde von türkischen Behörden der Terrormiliz IS zugerechnet. In Ankara waren am Sonntag bei einem Anschlag 37 Menschen getötet worden. Die PKK-nahe Splittergruppe "Freiheitsfalken

heb/mgb/dpa/AFP



Terrorgefahr in der Türkei
Deutschland reagiert auf Terrorwarnungen: die deutsche Botschaft in Ankara und weitere deutsche Einrichtungen in der Türkei sind geschlossen worden - wegen eines, wie es heißt, möglicherweise unmittelbar bevorstehenden Anschlags.

hier geht es weiter
http://www.spiegel.de/politik/ausland/tu...-a-1082814.html

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http://www.dw.com/de/ruhig-im-ton-hart-i...che/av-19120661

Ruhig im Ton, hart in der Sache
Angela Merkel will ihren Kurs in der Flüchtlingskrise nicht ändern. In ihrer Regierungserklärung vor dem EU-Gipfel warnte sie davor, Griechenland mit den Flüchtlingen alleine zu lassen. Eindringlich warb sie für eine Zusammenarbeit mit der Türkei.
http://www.dw.com/de/eu-vor-durchbruch-i...ise/av-19123523

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Ausgenutzt und abgeschoben
Die Jugendarbeitslosigkeit in Nigeria ist hoch. Menschenhändler nutzen die Not junger Frauen aus und zwingen sie zur Prostitution in europäischen Städten.

VIDEO
http://www.dw.com/de/ausgenutzt-und-abgeschoben/av-18689186



von esther10 16.03.2016 19:01




Exklusiv: Interview mit Kardinal Gerhard Müller über das Jahr der Barmherzigkeit


Kardinal Müller vor der Synodenhalle während der Familiensynode
Foto: CNA/Daniel Ibanez

VATIKANSTADT , 08 December, 2015 / 10:00 AM (CNA Deutsch).-
Zum Auftakt des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit hat der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, unserer italienischen Ausgabe, ACI Stampa, ein exklusives Interview gegeben. Das Gespräch führten Angela Ambrogetti, Andrea Gagliarducci und Marco Mancini. Es beginnt mit einer grundsätzlichen Frage:

CNA: Was bedeutet die Barmherzigkeit für einen Theologen?

MÜLLER: Der Theologe, jeder Theologe, ist vor allem ein Mensch, ein Getaufter, der die Erfahrung der Barmherzigkeit macht wie alle anderen. Ohne sich daran zu erinnern, ohne lebendige Erfahrung der Barmherzigkeit zu machen, würden auch unsere Worte, die darüber reden – um die Aussagen des heiligen Paulus zur Liebe zu paraphrasieren – wie ein „dröhnendes Erz“ sein, ein reiner flatus vocis... Die Barmherzigkeit ist für uns untrennbar verbunden mit dem Antlitz Jesu. Dieses Jesus, der sich uns zuerst zu erkennen gab durch das Antlitz der Familie, in der wir geboren wurden, und dann im Kontext der Kirche, in dem wir gelebt haben. Danach haben wir ihn in der Schrift und in den Sakramenten kennengelernt, durch das Leben seiner Zeugen, der mehr oder weniger bekannten Heiligen, die es in der Geschichte aller Zeiten gibt. Und ferner auch durch die Lehre der großen kirchlichen Tradition, im Wort der Theologen, der Meister, der Kirchenlehrer, durch die Unterweisung des Lehramts. All das aber in notwendiger Beziehung zu einer lebendigen Erfahrung, zu dem Zweck, diese Erfahrung und die Tiefe des Blicks auf diese Erfahrung zu verstärken. Die Theologie ist eine Hilfe, diesen Blick auf die Tatsache der Barmherzigkeit Gottes zu vertiefen – eine Tatsache, die sich uns auf vielerlei Art und Weise offenbart, denn das Handlungsfeld Gottes ist die ganze Welt. Sie kann sich zeigen in der Geste von jemanden, der uns stützt oder korrigiert, oder durch ein Ereignis, das und erneut ruft, in der Wahrheit unserer Existenz zu leben. Die Barmherzigkeit ist für mich auf jeden Fall ein Ereignis, durch das mein Leben energisch zum Guten und zur Wahrheit aufgerufen wird, durch das ich mich gerufen fühle, in jenem Guten und jenem Wahren zu leben, das mein Dasein neu erschafft und in mir jenes innere Antlitz wiederherstellt, das ich von Gott erhalten habe und das mich in Beziehung zu ihm setzt und mich immer mehr für das Wohl meiner Brüder und Schwestern öffnet. Die Barmherzigkeit, mit der Jesus unser Herz erstürmt – manchmal mit Kraft, manchmal mit Sanftheit – ist eine Welle des Guten und der Wahrheit, die drängt, unser Leben zu bessern und es für den zu öffnen, der an unserer Seite lebt und ihn als Nahestehenden, als Nächsten erfühlen lässt. Die Barmherzigkeit lässt uns immer mehr jenen Gott erkennen, der sich in Jesus offenbart und der uns immer mehr uns selbst und den anderen offenbart. Und sie lehrt uns, uns selbst zu betrachten und zu lieben in jener Perspektive von Güte und Wahrheit, mit der Jesus selbst uns anblickt. In diesem Sinne ist für mich die Geste der sakramentalen Beichte paradigmatisch für die Barmherzigkeit: jedes Mal, wenn wir beichten, nähern wir uns dem Herrn mit dem beladenen Blick unserer Sünden und wir können aufgerichtet wieder weggehen, angesteckt von seinem Blick auf uns – einem gleichzeitig gerechten und guten Blick, der keine einfachen Abstriche macht, aber der uns unserem Elend nicht preisgibt. Ein Blick, der viel von uns verlangt; aus einem Grund: Gott gibt uns viel und daher verlangt er auch viel von uns, weil er weiß, dass wir viel geben können, wenn wir von Ihm empfangen. Aber er tut es wie ein guter Vater, der Geduld mit seinen Kindern hat und nie müde wird, sie zu begleiten und sie daher nie verlässt!

CNA: Gott befreit uns von unseren Sünden durch die Barmherzigkeit. Ist das die einzig wahre Theologie der Befreiung?

MÜLLER: Es ist die erste Theologie der Befreiung, aus der viele andere folgen. Wenn das Herz von den Sünden befreit ist, kommt das dann auch dem Rest unserer Persönlichkeit zugute. Die Freiheit beginnt, sich auszubreiten und erreicht ihre wahren Dimensionen, die Intelligenz und der Wille werden gestützt und gestärkt. Dank der Vergebung und Barmherzigkeit lernt der Mensch anzunehmen, dass seine Freiheit gerade in der Abhängigkeit von Gott beginnt; er lernt den Geschmack des umsonst Gegebenen; er lernt, zu erkennen, dass alles, was er hat, ihm nicht geschuldet sondern geschenkt ist; er lernt, das Gute und die Wahrheit mehr zu lieben als die eigenen Bequemlichkeiten und die unmittelbaren Vorteile; er lernt, ein Leben ohne Ende zu ersehen... das heißt, die Dinge des Himmels schon auf dieser Erde zu lieben! Alle Werke der Barmherzigkeit – sowohl die geistlichen als auch die leiblichen – die die Kirche uns lehrt und zu denen sie uns erzieht, nehmen hier ihren Ursprung: wir können die Barmherzigkeit nur leben, weil wir sie zuvor empfangen haben.

CNA: Sie sind auch Präsident der Internationalen Theologenkommission: was hat das mit der Barmherzigkeit zu tun?

MÜLLER: Die Barmherzigkeit ist kein billiges „Sich-Gern-Haben“. Wenn Gott ins Leben des Menschen einbricht, dann ändert er – in dem Maß, in dem der Mensch es zulässt – auch seinen Blick auf die Dinge, seine Mentalität, die Kriterien seines Handelns und somit, durch die Gnade, auch sein Verhalten. Dank des Glaubens ist die Theologie eine Hilfe, unser Leben ausgehend von jenem Standpunkt zu betrachten, den uns Gott durch die Offenbarung seiner selbst eröffnet auf uns selbst, die anderen und die Welt. Und sie tut es durch eine kritische und systematische Betrachtung über all das, was Gott schenkt, so dass die Gaben Gottes vom Menschen mit immer größerer Klarheit und Tiefe angenommen werden können. So dass wir, indem wir Gott und die Gaben seiner Barmherzigkeit immer mehr kennen, auch immer besser auf seine Liebe antworten und ihn immer mehr durch Taten lieben können. Die Internationale Theologenkommission nimmt sich vor, dabei zu helfen durch einen spezifischen Dienst, welcher der Kongregation für die Glaubenslehre und dem Papst geleistet wird, unter Beteiligung von einigen Experten aus aller Welt, die von den verschiedenen Bischofskonferenzen vorgeschlagen werden. Die Tatsache, dass die Experten aus allen Kontinenten kommen, hilft dabei, die Fragen mit einer besonderer Offenheit und einer universalen Betrachtungsweise der Probleme zu besehen. Diese theologische Sicht, die den universellen Charakter der Kirche widerspiegelt und ihn verwirklicht, ist wichtig, auch weil die Theologie im Dienst der Lehre steht und die Lehre ihrerseits im Dienst der Pastoral, welche zugleich der Theologie und Lehre hilft, das Objekt ihrer Betrachtung näher zu präzisieren. Es handelt sich um eine ununterbrochene Zirkularität zwischen Theologie, Lehre und Pastoral, in der die Lehre einen gewissen Vorrang hat, weil sie der Theologie und Pastoral auf maßgebende Weise den Weg anzeigt. Derzeit vertieft die Kommission ihre Betrachtungen zu einigen Themen, die Papst Franziskus sehr am Herzen liegen, wie beispielsweise die Synodalität, das heißt die Notwendigkeit, dass das kirchliche Leben immer mehr als eine gemeinsame Nachfolge des Herrn verstanden wird und als ein gemeinsames Zugehen auf die Herausforderungen, die Er uns eröffnet. Oder zur Beziehung zwischen Glauben und Sakramenten, eine Frage, die aus nächster Nähe die jüngste Diskussion in den beiden letzten Synoden zur Familie betraf. Oder auch zur Religionsfreiheit, das heißt zu einem konkreten Punkt, der im Leben vieler Christen, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden, auf der Tagesordnung steht. Es handelt sich um eine Reflexion auf hohem Niveau, die das Ziel hat, der gesamten Kirche zu helfen, in immer größerer Wahrheit einige wichtige Punkte ihres Lebens zu betrachten. Denn die Barmherzigkeit bleibt nicht bei der Geste der Vergebung stehen, sondern ist ein Antrieb zur Erneuerung, der das ganze Leben betrifft!

CNA: Wie kann man barmherzig sein und die Fehler in der Lehre korrigieren?

MÜLLER: Wie kann ein Vater barmherzig sein und seine Kinder korrigieren? In Wirklichkeit ist es so, dass ein Vater seine Kinder nicht lieben und sie ins Verderben stürzen würde, wenn er sie nicht korrigieren, sondern ihre Fehler rechtfertigen oder bagatellisieren würde. Ein Vater, der seinen Kindern nicht hilft, ihrer Fehler zu erkennen, schätzt sie letztendlich nicht und hat kein Vertrauen in ihre Fähigkeit, sich zu ändern. Denn die Barmherzigkeit trägt unauslöschlich und untrennbar in sich selbst eingeschrieben die Liebe und Wahrheit. Es gehört zur christlichen Tradition, angefangen von der Heiligen Schrift bis hin zu den letzten Päpsten, dass Liebe und Wahrheit zusammen stehen oder fallen: es gibt keine Liebe ohne Wahrheit und es gibt keine echte Wahrheit ohne Liebe. Und warum sollte das nicht auch für die Lehre gelten? Die Barmherzigkeit ist das Gegenteil des laissez faire... das ist nicht die Haltung Gottes gegenüber dem Menschen: es genügt, die Evangelien zu lesen und zu sehen, wie Jesus sich verhalten hat, der gütig war, ab gleichzeitig keine Abstriche bei der Wahrheit machte. Und die Lehre hat gerade den Zweck, uns zu helfen, die Wahrheit zu erkennen, sie in ihrer Gesamtheit anzunehmen und sie nicht zu umgehen. Heute hat man Mühe damit, die Bedeutsamkeit und die Nützlichkeit der Lehre zu verstehen, auch in der Kirche, und das aus zweierlei Gründen: einerseits, weil die Mentalität, in der wir leben, vor allem dem Bedeutung beimisst, was der Mensch unmittelbar berühren kann und andererseits, weil die Lehre auf illuministische und idealistische Weise verstanden und oft auch gelehrt wird, als eine abstrakte Menge von Ideen, die den Reichtum des Lebens erstarren lassen und fesseln. In Wirklichkeit hat die Lehre für uns Christen als letzten Bezug nicht Ideen über Gott und das Heil, das Er uns anbietet, sondern das Leben Gottes selbst und sein Hineinbrechen in das Leben des Menschen: sie ist eine Hilfe dabei, zu verstehen, wer Gott ist und was auf dem Spiel steht mit der Erlösung, die Gott dem konkreten Leben des Menschen anbietet. Aber um all das zu begreifen, bedarf es einer demütigen Vernunft, die sich nicht auf eingebildete Weise zum Maß aller Dinge erhebt. Leider hat uns das Gedankengut, das aus der Moderne kommt und uns auch viele schöne Dinge vererbt hat, gerade der Demut beraubt...

CNA: Das Jubiläum, jedes Jubiläum, beginnt mit der Öffnung der “Heiligen Pforte” im Petersdom. In diesem Jahr hat der Papst das Jubiläum mit der Öffnung der “Pforte der Barmherzigkeit” in Afrika begonnen. Was bedeutet dies alles?

MÜLLER: Die “Pforte” des Heils ist Jesus Christus selbst. Die heilige “Pforte” zu öffnen bedeutet, den Menschen den Weg zu öffnen, der zu Jesus führt und alle einzuladen, sich Ihm ohne Angst zu nähern, wie uns Johannes Paul II. und Benedikt XVI. vom Anfang ihres Pontifikates an erinnert haben. Es gibt für den Menschen kein Heil ohne Jesus. Er ist es, der auf geheimnisvolle Weise das Herz eines jeden Menschen zum Guten und zur Wahrheit hin bewegt, denn er ist die Wahrheit und das Gute in Person! Jedes Jubiläum ist eine Gelegenheit: eine neue Gelegenheit, die aus dem Herzen Gottes kommt und zum Herzen Gottes führt, damit das Leben des Menschen zum Besseren gewandelt und ein kleiner Teil des himmlischen Lebens schon auf dieser Erde vorweggenommen wird. Papst Franziskus hat dieser Geste eine besondere Bedeutung gegeben: vom Anfang seines Pontifikates an hat er auf die Randgebiete gepocht; auf die von den geographischen und menschlichen Randgebieten der Welt aus betrachtete Wirklichkeit; um der menschlichen Situation, in der man dort lebt, wieder neu Bedeutung beizumessen, um die Bedürfnisse des Menschen hervorzuheben, der in diesen Bedingungen lebt; als kairos, in dem man heute dem Antlitz Christi begegnet und es verkündet. Dort, wo das gekreuzigte und entstelle Antlitz lebt – von dem unsere Augen sich gerne abwenden würde und anderswo hinblicken – genau da lädt der Papst uns ein, hinzusehen. Und vielleicht einen menschlichen Reichtum zu entdecken, den wir uns nicht erwarten würden. Deshalb, glaube ich, hat Papst Franziskus die Heilige Pforte vor allem in Afrika öffnen wollen und an einem Ort, der auf besondere Weise durch Konflikte und Gewalt gequält ist. Das erinnert mich an eine Geste Johannes Pauls II, der die Heilige Messe in Sarajevo feiern wollte, wo Krieg und Bürgerkrieg wüteten. Es ist ein prophetischer Aufruf, das Antlitz Jesu dort zu erkennen, wo wir es nie suchen würden. Und es ist auch eine Einladung, Jesus dort zu dienen, wo sich die Bedürfnisse der Menschen am dringlichsten und grundlegendsten zeigen. Im Bewusstsein, dass der Mensch, zusammen mit dem Brot und mehr noch als das Brot, Jesus braucht und dass die größte Armut gerade die Abwesenheit Gottes ist, aus der dann alle anderen Arten der Armut kommen. Daher ist das Jubiläum eine große Gelegenheit, um all das neu zu entdecken und das Schweigen zu durchbrechen darüber, dass die erster Armut des Menschen der Mangel an Gott in seinem Leben ist.

CNA: Was wünschen Sie sich für dieses Jahre der Barmherzigkeit?

MÜLLER: Ich wünsche der Kirche und uns allen, Jesus mit immer größerer Treue und Liebe zu folgen, um nicht Gefangene unserer Schwächen und unseres Elends zu bleiben, so dass wir unseren Brüdern und Schwestern immer besser dienen können, sei es in der Kirche als auch außerhalb. Denn die ganze Welt braucht Christus, braucht es, durch seine Liebe aufgerichtet und erneuert zu werden. Und weil die Barmherzigkeit eine Gnade ist, die von oben kommt und das Leben verändert: sie nimmt uns so, wie wir sind, aber sie lässt uns nicht so, wie wir sind. Gott sei Dank!

Das wünsche ich mir, vor allem für mein Leben, aber auch der Kirche und der ganzen Welt: immer mehr die Erfahrung dieser Liebe zu machen, die uns nicht in Ruhe lässt, die unser Herz aufreißt und uns ändert.

Aus dem Italienischen übersetzt von Susanne Finner.
http://de.catholicnewsagency.com/story/e...herzigkeit-0276
http://de.catholicnewsagency.com/story/e...nedikt-xvi-0277

von esther10 16.03.2016 12:20

Dienstag, 15. März 2016
Antwort von Guido Wolf auf Postkartenaktion von "Kinder in Gefahr"

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...-a-1082330.html


Foto: Sven Teschke, CC BY-SA 3.0 Wikimedia Commons

http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-...n-14125146.html

Anlässlich der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt wurden die CDU-Spitzendkandidaten zu ihrer Einstellung zu Gender in den Schulen in einer Postkartenaktion der Initiative „Kinder in Gefahr“ befragt.

Der Text der Postkarte lautete:

Sehr geehrter Herr Wolf,

in Baden-Württemberg wird geplant, Schulkinder in der Gender-Ideologie zu indoktrinieren. Insbesondere soll in den Schulen die linksrevolutionäre Lehre der „sexuellen Vielfalt“, nach der es hunderte sogenannter „sexueller Orientierungen“ geben soll, vermittelt werden.
Dieser Angriff auf die Kinder, auf das Elternrecht auf Erziehung, auf die christliche Auffassung von Ehe und Familie und auf die christlichen Wurzeln unseres Landes ist ein unerhörter Skandal!

Ich möchte Sie deshalb bitten, noch vor der Landtagswahl der Öffentlichkeit klar und deutlich mitzuteilen, dass Sie bzw. Ihre Partei keine Einführung der Gender-Ideologie oder des gesellschaftspolitischen Begriffs der „sexuellen Vielfalt“ in die Schulen betreiben werden, sollten Sie Mitglied der nächsten Landesregierung werden.
http://kultur-und-medien-online.blogspot...o-wolf-auf.html
Die Antwort von Guido Wolf, Spitzenkandidat der CDU in Baden-Württemberg, lautet (bitte auf Bild klicken, um größeres Bild sehen zu können):






von esther10 16.03.2016 12:14

Dienstag, 15. März 2016
Ärzte in der FAZ über die verheerenden Folgen von Crystal Meth


Mathias von Gersdorff

Die Rubrik „Natur und Wissenschaft“ der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ hat am 9. März 2016 ausführlich die Wirkung der Droge „Crystal Meth“ beschrieben und dabei mehrere Experten befragt.

Michael Christ, Chef-Notfallhelfer an der Paracelsus-Privatuniversität in Nürnberg erläutert, dass die Droge nicht nur für die Konsumenten gefährlich sein kann, sondern auch für das Krankenhauspersonal, das sich um die Patienten kümmert. Die Droge mache nämlich so aggressiv, dass die Patienten kaum zu bändigen seien. Michael Christ: „Das soll nicht abwertend klingen, aber sie kommen mir manchmal vor wie wilde Tiere. Sie kämpfen, ohne eine emotionale Regung zu zeigen und sind überhaupt nicht ansprechbar.“

Boris Quednow, Leiter der Forschungsabteilung für Pharmapsychologie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, erläutert die Unterschiede zu anderen harten Drogen: „Das Gefährliche an „Crystal Meth“ ist: Es wirkt länger als andere Drogen, hat ein höheres Suchtpotential und verursacht langfristige Schäden im Hirn.“

Diese Droge macht euphorisch: „Man spürt weder Hunger noch Durst und hält sich für unbesiegbar." In dieser Stimmung meinen die Konsumenten, „die Welt aus den Angeln heben zu können“, so die FAZ.

Michael Bernhard, leitender Oberarzt der Zentralen Notaufnahme am Uniklinikum Leipzig, beschreibt die geradezu neurotische Geistesverfassung der eingelieferten Patienten: „Die Betroffenen sind total unruhig, haben große Pupillen und einen wahnsinnig schnellen Herzschlag. . . . Manche zittern oder halluzinieren, im schlimmsten Fall bekommen sie keine Luft mehr oder sterben durch Herzstillstand.“

Nicht wenige werden dermaßen aggressiv, dass sie brüllend auf das Krankenhauspersonal einschlagen.

Auch der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) kam im Artikel vor: „Crystal Meth führt dazu, dass man sich unschlagbar fühlt und alles im Griff zu haben scheint."

Boris Quednow erläutert, besonders Menschen mit hohem Leistungsdruck und wenig Selbstbewusstsein seien anfällig.

Was die Droge mit dem Körper der Konsumenten anrichtet, ist grauenhaft: Nervenzellen werden beschädigt, Gedächtnis, räumliches Vorstellungsvermögen und Konzentrationsfähigkeit lassen nach. Einige werden depressiv, aggressiv, ängstlich oder bekommen Halluzinationen.

Auch für den Körper ist die Wirkung der Droge verheerend. Schon junge Menschen bekommen kaputte Zähne und Hautausschläge. Aufgrund der Euphorie essen und schlafen die Konsumenten kaum noch, wodurch sie schnell zu einem Wrack werden. Außerdem verengt Crystal Meth die Blutgefäße.

Eine Substanz, die dermaßen destruktiv wirkt, muss aufs Schärfste bekämpft werden. Dass Personen, die eine solche Substanz zu sich nehmen, nicht für staatliche Ämter geeignet sind, liegt auf der Hand: Ein Konsument von Crystal Meth (und sonstiger harter Drogen) soll nicht über die Geschicke eines Landes entscheiden dürfen.

von esther10 16.03.2016 00:54

24 Stunden, 365 Tage im Jahr – Tirschenreuther beten seit 30 Jahren rund um die Uhr


Seit 30 Jahren: Anbetung vor dem Allerheiligsten Sakrament in Tischenreuth
Foto: Pressestelle, Bistum Regensburg

Von CNA Deutsch/EWTN News

TIRSCHENREUTH , 16 March, 2016 / 4:49 PM (CNA Deutsch).-
Die Glocken der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt läuten eine neue Stunde ein: Schichtwechsel. Die einen kommen, die anderen gehen. Doch egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit: in der Gnadenkapelle der Stadtpfarrkirche ist immer jemand anzutreffen, denn dort beten die Tirschenreuther seit nunmehr 30 Jahren Christus im Allerheiligsten Sakrament des Altares an, 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag.

Diesen 30-jährigen Dienst feiert die Pfarrei nun gemeinsam mit dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. Er öffnete zugleich das Hauptportal der Stadtpfarrkirche als Heilige Pforte.

Ein Pater reist um die Welt

Angefangen hat alles vor 30 Jahren, als ein amerikanischer Pater namens Martin Lucia nach Europa reiste. Mit im Gepäck hatte er das Konzept der "Immerwährenden Anbetung", ein Impuls, der zunächst von Papst Johannes Paul II. ausging. Der Pater setzt sich das Ziel, die "Ewige Anbetung" in die ganze Welt hinauszutragen. Und so reiste er auch in das oberpfälzische Tirschenreuth.

"Eine kleine Verheißung"

Der heutige Stadtpfarrer Georg Flierl, der schon damals als junger Kaplan in der Pfarrei tätig war, kann sich noch gut an diese Anfänge erinnern. Für jede Wochenstunde sollten zwei Beter gefunden werden, insgesamt eine stattliche Zahl von 336 Menschen.

Freilich blieben zunächst kritische Stimmen nicht aus. Wer soll die Nachtstunden übernehmen? Was ist, wenn jemand ausfällt? Und lassen sich überhaupt so viele Gläubige für diese Idee begeistern? Doch auch der damalige Pfarrer Georg Maria Witt hatte ein offenes Ohr für den angereisten Pater und wollte es versuchen. In allen acht Tirschenreuther Sonntagsgottesdiensten wurde dafür geworben und als es bereits nach der ersten Vorabendmesse 42 Interessenten gab, war schnell klar: wenn sich in den anderen Gottesdiensten ebenso viele Beter finden, kann es funktionieren. Pfarrer Flierl: "Vielleicht war das schon eine kleine Verheißung."

Unbezahlbar

Noch heute sind es mehr als 300 festeingeschriebene Beter. Viele davon sind schon seit Beginn mit dabei, so beispielsweise Margarete Bäuml, die gemeinsam mit ihrem Ehemann die morgendliche Stunde am Dienstag von 4 bis 5 Uhr übernimmt: "Es fasziniert mich noch heute, dass sich so viele Leute bereit erklären, anzubeten, Tag und Nacht. Ich fühle mich in diesem Kreis wie in einer Gemeinschaft."

Dass das auch eine Herausforderung sein kann, ist klar: "Es ist nicht immer so leicht, aber wenn man dann in der Anbetung ist, ist es schön, zur Ruhe zu kommen und seine Sorgen vor Gott zu bringen", erzählt Josef Mehler. Warum die Anbetungsstunde für so viele Menschen nicht mehr wegzudenken ist, erklärt Kirchenpfleger August Trißl: "Die Zeit wird immer hektischer und kurzlebiger – wo findet man überhaupt noch eine Stunde Ruhe?Die typische Ruhe ist da unbezahlbar. Und in der der Nacht ist es natürlich absolut störungsfrei. Ob ich jetzt auch mal nur eine Viertelstunde bete und den Rest darüber nachdenke, was die letzte Woche gebracht hat: es geht darum, dass man zu sich findet."

Auf die nächsten 30 Jahre!

Deshalb will Pfarrer Flierl die Anbetung auch in Zukunft fortführen, "wenn der liebe Gott selber die Menschen innerlich anruft – ohne dass er auf den Plan tritt, geht es nicht". 30 Jahre sind zwar eine lange Zeit und "sicherlich ist die Personaldecke, die in Frage kommt, nicht dicker geworden, demographisch, aber auch die selbstverständliche Gläubigkeit ist nicht mehr so wie vor 30 Jahren", weiß Pfarrer Flierl.

Dennoch: wenn mal jemand ausfällt, wird schnell Ersatz gefunden. Katrin Meißner beispielsweise ist erst seit Kurzem dabei: "Ich bin immer wieder auf die Anbetung angesprochen worden. Dann war mir klar, das mach ich jetzt mal."

Sogar über Generationen hinweg wird die Tradition weitergeführt, erzählt Christina Mehler. Als ihre Mutter vor acht Jahren starb, war es den Enkeln ein Anliegen, das fortzuführen, was der Oma immer so wichtig war: "Es ist ein Erbe der Oma. Ihr war es wichtig, dass ihre Enkel im Glauben erzogen werden und dafür hat sie immer viel gebetet." Und auch Kirchenpfleger August Trißl wird seine Betstunde von 5 bis 6 Uhr morgens einhalten, solange es gesundheitlich möglich ist: "Irgendwann werd‘ ich mit dem Rollator reinfahren."

Auch jetzt gerade beten Menschen in der Tirschenreuther Gnadenkapelle: für sich, für ihre Sorgen, für alles Gute und für ihre Mitmenschen, vielleicht auch dafür, dass die Tradition der Anbetung in Tirschenreuth noch lange anhält. Pfarrer Flierl würde sich freuen, wenn gerade durch das Jubiläum der ein oder andere Geschmack findet: neue Beter sind immer herzlich willkommen.
http://de.catholicnewsagency.com/story/2...um-die-uhr-0600
http://www.onetz.de/tirschenreuth-in-der...in-d894183.html


von esther10 16.03.2016 00:48

Student, schwarzer Gastwirt und Sängerin Connor sind “Sprachwahrer des Jahres”
Veröffentlicht: 16. März 2016 | Autor: Felizitas Küble

Der genderkritische Student Sebastian Zidek von der Technischen Universität Berlin ist Sprachwahrer des Jahres 2015. Das hat die Zeitschrift DEUTSCHE SPRACHWELT anläßlich der Leipziger Buchmesse bekanntgegeben.

Auf den zweiten Platz kommt der schwarze Wirt Andrew Onuegbu aus Kiel; auf den dritten die Sängerin Sarah Connor. Die „Sprachwahrer des Jahres“ werden hier ausführlich gewürdigt: www.deutsche-sprachwelt.de/sprachwahrer/index.shtml



Die Leser der Zeitung ehrten Sebastian Zideks Einsatz gegen Genderdeutsch. Sie wählten den Studenten mit rund einem Viertel der Stimmen (25,9 Prozent) auf den ersten Platz. Zidek hatte sich geweigert, Binnen-Is, Gender-Sterne oder Unterstriche (StudentInnen, Student*innen, Student_innen) zu verwenden. Als ihm daraufhin schlechtere Noten angedroht wurden, wandte er sich an die Kanzlei der Universität, die ihm recht geben mußte.

Schwarzer Wirt nennt sein Gasthaus “Zum Mohrenkopf”

An zweiter Stelle folgt mit 18,5 Prozent der Wirt und Koch Andrew Onuegbu, weil er sich nicht den Vorgaben “politisch korrekter” Sprache unterwirft. Der Nigerianer nennt gerade deswegen sein Gasthaus „Zum Mohrenkopf“ (siehe Foto), weil er selbst schwarz ist: http://zum-mohrenkopf.de/das-restaurant/das-team/SONY DSC

Er fände es auch schade, wenn der „Negerkuß“ verschwände. Das Wort „Mohr“ hält er für unbedenklich, sagte er der Schleswig-Holsteinischen Zeitung: „Ich bin Mohr. Ich stehe zu meiner schwarzen Hautfarbe.“

Sarah Connor singt jetzt auf deutsch

Platz drei erringt mit 17,3 Prozent die Sängerin Sarah Connor, weil sie in ihren Liedern von Englisch auf Deutsch wechselte und so nach eigener Aussage „mehr Tiefe“ erreichte. Der Erfolg ihres Albums „Muttersprache“ bestätigt sie.

Seit dem Jahr 2000 wählen die Leser der DEUTSCHEN SPRACHWELT „Sprachwahrer des Jahres“, um vorbildlichen Einsatz für die deutsche Sprache zu würdigen. Die Auszeichnung erhielten bisher beispielsweise Johannes Singhammer (2014), Frank Plasberg (2012), Loriot (2011), Papst Benedikt XVI. (2005) und Reiner Kunze (2002).



Die DEUTSCHE SPRACHWELT ist mit rund 80.000 Lesern die größte deutsche Zeitschrift für Sprachpflege und Sprachpolitik. Sie ist Sprachrohr und Plattform einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt. Die DEUTSCHE SPRACHWELT tritt für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache und für ein neues Sprachbewußtsein ein. Die Druckausgabe erscheint vierteljährlich.

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