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NEUER BLOG von Esther

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von 08.12.2012 08:58

Kommunionandacht in Vereinigung mit der Mutter Gottes

Vorbereitung auf die heilige Kommunion

O Maria, Mutter meines Gottes und meine Mutter! ich darf deinen geliebten Sohn in mein Herz aufnehmen in der heiligen Kommunion; damit aber mein Herz ein ihm wohlgefälliges Ruheplätzchen werde, so erflehe mir vom Heiligen Geiste die Gnade, ihn mit ähnlichen Gefühlen der Demut, der Reinheit und Liebe zu erwarten, wie du ihn nach der Botschaft des Engels vom Heiligen Geiste empfangen hast. Ich erinnere dich an jene geheimnisvolle Stunde und bitte dich, dein Herz meinen Bitten zu öffnen, die ich jetzt mit den Engelsworten vortrage:

Grgrüßet seist du Maria!
Mit kindlicher Ehrfurcht grüße ich dich, Maria, als Tochter des ewigen Vaters, als Mutter des Sohnes Gottes und als Braut des Heiligen Geistes. Ich vereinige mich mit dir im Glauben an Gott den Vater, der seinen Sohn zu deinem Sohn gemacht und als Lösepreis unserer Seeelen dahingegeben hat; mit dir glaube ich an Gott den Sohn, der dich zur Mutter erwählt und aus dir die menschliche Natur angenommen hat; ich glaube an Gott den Heiligen Geist, der dich überschattet und die Menschwerdung des göttlichen Wortes in dir bewirkt hat.

Du bist voll der Gnaden! (Glaube, Hoffnung, Liebe, Reue.)
O erwirke mir von dem Überflusse deiner Gnaden für die Einkehr deines Sohnes in mein Herz:
1.Vermehrung des Glaubens und der Liebe zu Jesus im allerheiligsten Altarssakrament, wo er mit Leib und Seele, Gottheit und Menschheit zugegen ist und die Nahrung meiner Seele wird.
2.Belebung meiner Hoffnung auf Verzeihung meiner vielen Sünden und Fehler und wahre Reue über dieselben.
3.Erflehe mir doch die Gnade einer reinen, starken Liebe zu Jesus und die Gnade der Beharrlichkeit im Guten bis ans Ende.
Der Herr ist mit dir!
O Maria, der Herr ist mit dir, weil du rein und sündenlos warst; wenn nun der Herr Himmels und der Erde durch ein Wunder seiner Liebe auch zu mir kommt, kann ich nur in tiefster Zerknirschung sagen: "O Herr ich bin nicht würdig, daß du eingehest unter mein Dach, - aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund."

Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus!
Jesus, die Frucht deines Leibes ist wahrhaft gebenedeit, - er ist es, durch den alle Völker gesegnet werden. So hoffe auch ich, durch ihn gesegnet zu werden und vertraue auf dein mütterliches Herz, daß es mein Herz mit dem hochzeitlichen Kleide schmücke; und dann lege mir die Frucht deines Leibes: Jesus, dein Kindelein - tief in mein Herz hinein. Amen.

Anmerkung: Hat man noch Zeit bis zum Empfange der heiligen Kommunion, so ist es gut, das "Den du o Jungfrau vom Heiligen Geist empfangen hast" zu beten.

Danksagung nach der heiligen Kommunion

"Mein Gott und Alles!" (50 Tage Ablaß jedesmal. Leo XIII. 4. Mai 1888)
"Mit Maria, der unbefleckt Empfangenen, laßt uns anbeten und dankbar verehren, anrufen und trösten das heiligste und liebenswürdigste eucharistische Herz Jesu." (200 Tage Ablaß jedesmal, Pius X. 19. Dez. 1904.)
Heilige, unbefleckte Jungfrau Maria, Mutter Gottes und unsere Mutter, sprich du für uns zum Herzen Jesu, welcher dein Sohn und unser Bruder ist. (100 Tage Ablaß einmal täglich. Leo XIII. 20. Dez. 1890.)
Mit dir, o meine himmlische Mutter, stimme ich dankbaren Herzens in deinen Gott so wohlgefälligen Lobpreis ein, in das

Magificat. (Luk. 1, 46-55.)
Hochpreiset meine Seele den Herrn,
Und mein Geist frohlocket in Gott meinem Heilande;
Denn er hat gesehen auf die Niedrigkeit seiner Magd.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn Großes tat an mir der Mächtige, er, dessen Name heilig ist.
Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten.
Er übet Macht mit seinem Arme, zerstreuet, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinne.
Die Mächtigen stürzt er vom Throne, und erhöht die Niedrigen.
Die Hungrigen erfüllt er mit Gütern, und Reiche läßt er leer ausgehen.
Er hat sich angenommen seines Knechtes Israel, war eingedenk seiner Barmherzigkeit.
Wie er gesprochen hat zu unsern Vätern - zu Abraham und seinem Samen bis in Ewigkeit.
100 Tage Ablaß einmal täglich. 7 Jahre und 7 Quiadragenen einmal an jedem Samstag. Leo XIII. 20. Sept. 1879.

Ich gedenke aber auch, o meine liebste Mutter Maria, der Stunde, wo dein geliebter Sohn, nachdem er vom Kreuze abgenommen war, in deinem Schoße ruhte, weil er unter den Gestalten der heiligen Hostie durch die heilige Kommunion auch in meiner Seele niedergelegt ist. Siehe, ich lege ihn im Geiste jetzt auch auf deinen mütterlichen Schoß; ich übergebe ihn deinen liebreichen Händen, damit er bei dir sanft ruhe und süße Freude genieße. Du aber, liebste Mutter, erzeige ihm am meiner Statt deine treuen Dienste und deine große Liebe; ersetze ihm durch deine mütterlichen Liebkosungen alle frommen und zärtlichen Gefühle und Anmutungen, die ich ihm so gerne schenken möchte, aber in meinem Unvermögen nicht zu geben vermag. Opfere ihm deine Verdienste als Ersatz für meine Unvollkommenheit. Danke ihm statt meiner und erbitte mir daß er mit seiner sakramentalen Gegenwart nicht von mir scheide, ohne meiner Seele den reichsten Segen zurückzulassen.

von 07.12.2012 17:32

6. Dezember Der Heilige Nikolaus, Bischof + 345-352
Auszug aus einem Bischöflich anerkannten Buch von ca. 1880

Kaum ein Heiliger ist in der ganzen Katholischen Kirche seit 500 Jahren so berühmt wie der Heilige Bischof Nikolaus. Tausende von Kirchen tragen seinen Namen, unzählige Altäre, Fahnen, Flaggen ziert sein Bild, in allen Sprachen ertönt Lob und Dank zu seiner Verehrung, zu Wasser und zu Land wird angefleht seine helfende Fürsorge. Patara in Lyzien erfreut sich des Ruhmes, seine Geburtsstadt zu sein. Seine Eltern, sehr vornehm, sehr reich, sehr fromm, aber bis ins Alter Kinderlos, hatten sich durch Fasten, Almosen und Gebet mit Tränen vom Allmächtigen diesen Sohn erfleht, dessen erste Lebenstage schon merkwürdig sind durch das Wunder dass er Mittwoch und Freitag bis zum Abend fastete; diese Übung setzte er sein ganzes Leben hindurch fort. Unter Leitung seines Oheims, des Bischofs von Myra, widmete sich der sehr talentvolle Knabe dem Studium, übertraf weit seine Mitschüler in allen wissenschaftlichen Fächern, aber noch weit mehr im Eifer zu Gebet und Abtötung, zur makellosen Sittenreinheit und demütigen Bescheidenheit. Nikolaus wählte mit Zustimmung der Eltern den geistlichen Stand und erprobte in rühmlichster Weise den heroischen Opfermut priesterlicher Liebe als um das Jahr 300 eine schreckliche Pest tausende und tausende in Elend und Tod stürzte. Sein edles Herz blutete; er trauerte mit den Trauernden, half, tröstete, linderte, soweit seine Kräfte reichten. Diese Pest mordete auch ihm den Vater und die Mutter. Das große Erbe, welches ihm zufiel, verteilte er mit wunderbarer Klugheit und Zartheit an die Armen. Berühmt ist die erfinderische Freigebigkeit, mit der eine adelige Familie vor dem Sturze in leibliches und geistiges Elend gerettet hat. Die drei erwachsenen Töchter vermochten nicht die standesgemäßen Bedürfnisse des gänzlich verarmten Vaters zu decken; und diesem gestattete der Adelstolz nicht, um mildtätige Unterstützung zu bitten. Schon hatte er den unseligen Entschluss gefasst, durch Lastergeld der Nahrungsnot zu steuern, als Nikolaus Kunde davon erhielt. Dieser beeilte sich, in schonenster Weise die drei Töchter mit drei großen Summen auszustatten und durch ihre Verehelichung sie und den Vater zu beglücken, so dass sie mit Dankestränen seine Füße benetzten. Die glühende Andacht und Verehrung zum Heiligen Leiden Jesu drängte sein junges Priesterherz zu einer Wahlfahrt nach Jerusalem. Auf der Überfahrt nach Palästina entstand ein gewaltiger Sturm, die tobenden Wogen schleuderten das Schiff wütend halb in die Höhe, halb in die Tiefe, der Untergang schien unvermeidlich; die Schiffer jammerten vor Todesangst und baten Nikolaus, der in vollster Gemütsruhe zum gewitterschweren Himmel hinauf schaute, um seine Fürbitte bei GOTT. Ihr Vertrauen täuschte sie nicht, fast plötzlich glättete sich das empörte Meer, das Schiff war gesichert. - Daher kommt es, dass die Seeleute ihn als ihren Patron verehren. Nachdem Nikolaus seine Wahlfahrt vollendet, sehnte sich sein Christus, den Gekreuzigten liebendes Herz nach Einsamkeit, nach einem abgelegenen Kloster, um dort nur für GOTT zu leben und zu sterben. Allein eine Göttliche Offenbahrung lehrte ihn, dass er nach Myra zurückkehren solle. Dort war Bischof Johannes gestorben und die Wahl eines Nachfolgers eingeleitet. Geistlichkeit und Volk betete zu GOTT um Erleuchtung zu einer glücklichen Wahl. Da man sich nicht einigen konnte, beliebte der Vorschlag: Derjenige soll Bischof sein, welcher des folgenden Tages zuerst in die Kirche kommen werde. - Durch GOTTES Fügung geschah es, dass Nikolaus um diese Zeit von seiner Pilgerreise zurückkehrte und seiner Gewohnheit gemäß zur Anbetung des Allerheiligsten sehr früh in die Kirche eilte. Alle erkannten hierin den deutlichen Willen GOTTES mit Freuden, und Nikolaus musste trotz Bitten und Tränen Bischof werden. Seine Demut seufzte: „O Nikolaus, diese Würde erfordert ein heiligeres Leben, als du bisher geführt hast: Deine Worte werden nur dann deine Schäflein weiden, wenn du ihnen als Muster aller Tugenden voran leuchtest.“ Er vermehrte sein Fasten, Nachtwachen, Bußwerke und Gebete; die Einkünfte reichten nicht aus, seine Barmherzigkeit gegen die Armen zu befriedigen, er selbst sammelte noch Almosen für sie und entlehnte für sich die notwendigsten Bücher und Hausgeräte. Mit wunderbarer Beredsamkeit predigte er das Wort GOTTES und der Heilige Chrysostomus preiste ihn als schönstes Vorbild der Sanftmut. In allen seelsorglichen Geschäften beriet er weise Männer, hielt öfters geistliche Synoden und ließ sich von vertrauten Priestern genauen Bericht erstatten über alle wichtigen Vorkommnisse in der großen Diözese, um überall seine Hirtenpflicht erfüllen zu können. Zahlreich waren die Wunder, die er in teurer Zeit, in Seestürmen, an Kranken und Besessenen, sogar in weiter Entfernung wirkte. Eustachius, ein habsüchtiger Stadthalter, hatte mehrere reiche Kaufleute zum Tode verurteilt, nur um ihre Güter einzuziehen. Sie standen schon auf dem Richtplatze und das Schwert blitzte über ihren Häuptern. Plötzlich erschien Nikolaus, und riss dem Schafrichter das Schwert aus den Händen, verwies in scharfer Rede dem Eustachius seine Ungerechtigkeit und befreite die Unschuldigen. Auf seiner Reise nach Nicea erweckte er drei Jünglinge, welche heimlich ermordet und in ein Fass geworfen waren, wieder zum Leben. Sein Ruhm verbreitete sich über die ganze Christenheit, und seine Verehrung ward so allgemein, dass in der diocletianichen Verfolgung die kaiserlichen Richter nicht wagten, ihn wegen seines öffentlichen Glaubensbekenntnisses zu töten, sondern nur zu verbannen. Unter Kaiser Konstantin kehrte er auf seinen bischöflichen Stuhl zurück, gewann viele Heiden fürs Evangelium und verwandelte ihre Götzentempel in Christliche Kirchen. Auf dem allgemeinen Konzil zu Nicea 325 zählte er zu jenen Bischöfen, welche die Spuren der für das Bekenntnis des Christlichen Glaubens erlittenen Misshandlungen an ihrem Leibe trugen und zeichnete sich durch seine Wissenschaft und Entschiedenheit hervorragend aus, so dass man von ihm sagte, Christus habe durch ihn die Anmaßung und den Hochmut des Arius niedergeworfen. Auf dem Sterbebette an leichter Krankheit leidend sah er mit verklärtem Angesichte den Himmel offen und die Engel zur Seite bereit, seine Seele hinüber zu begleiten in die Freuden seines Herrn am 06. Dezember zwischen 345 und 352 in seinem 65. Jahre. Gleich nach dem Tode wurde Nikolaus allgemein als Heiliger verehrt und seine Anrufung durch viele Wunder gesegnet. Aus seinem Leichname floss ein wohlriechendes Öl, wodurch viele Kranke ihre Gesundheit erlangten. Ein herrlicher Beweis für die besondere Verehrung des Heiligen Nikolaus in der ganzen Christenheit liegt darin, dass der Heilige Papst Gregor der Große, als er zu Rom die Stationskirchen bestimmte, auch die des Heiligen Nikolaus, mit dem Zunamen in carcere (im Kerker) auserkoren, wo heute noch am Samstag vor dem Passionssonntage die so geschätzte Andacht gefeiert wird. Im Jahre 1087 wurden seine Heiligen Reliquien nach Bari in Unteritalien übertragen, wo sie jetzt noch von sehr vielen Pilgern verehrt werden. Immer noch fließt das balsamische Öl aus den Heiligen Gebeinen und es geschehen häufige Wunder.


Das Fasten

Aus der höchst merkwürdigen Erscheinung, dass der Heilige Nikolaus schon als Kind, und schon bevor er 1 Jahr als war, jeden Mittwoch und Freitag bis Sonnenuntergang fastete (die morgenländische Kirche nämlich fastete jede Woche am Mittwoch und Freitag, die abendländische dagegen am Freitag und Samstag), während er an den übrigen Wochentagen seine Milch genoss, sooft die Mutter sie ihm gab, zog man den richtigen Schluss, dass GOTT an diesem Kinde ein besonderes Wohlgefallen habe und es mit vorzüglichen Gaben zu großen Dingen begnadigt habe. Diesen Schluss hat die Erfahrung bestätigt: Nikolaus wurde groß vor GOTT und den Menschen. Also ist das Fasten des kleinen Nikolaus ein deutliches Zeichen vorzüglicher Liebe und Freundschaft GOTTES gewesen. Daraus kannst du leicht die Gründe erkennen, warum unsere Mutter, die Heilige Kirche, das Fasten so angelegentlich empfiehlt und gebietet:
1. Dasselbe ist GOTT sehr wohlgefällig. Jesus, der vielgeliebte Sohn GOTTES, hat 40 Tage und 40 Nächte gefastet und uns dadurch ein Beispiel gegeben, den Himmlischen Vater zu ehren und zu erfreuen. Durch den Heiligen Tobias ladet uns GOTT dazu ein mit der Empfehlung: „Beten, Fasten und Almosen geben ist besser als Schätze von Gold und Silber aufhäufen.“ (Tob. 12.) Beim Heiligen Matthäus belehrt uns Christus, dass wir durch Fasten Macht erlangen über die ärgsten Teufel: „Diese Gattung Teufel wird nicht anders ausgetrieben, als durch Gebet und Fasten.“ (Matth. 17.) Die fromme Witwe Judith fastete 3 Tage, und GOTT der Herr gab ihr den glänzenden Sieg über Holofernes und unsterblichen Ruhm vor dem ganzen Volke Israel. Dasselbe sehen wir aus der Geschichte der Esther: Das Fasten ist vor GOTT deshalb so wohlgefällig, weil Ihm, wie durch das Gebet die Seele, so durch das Fasten der Leib geweiht und geheiligt wird. So hat Er schon unsern Stammeltern im Paradiese, im glücklichen Zustande der Unschulde, eine Art Fasten: Die Enthaltung von der Frucht eines bestimmten Baumes zur Pflicht gemacht, damit sie Ihm, wie den Willen durch Gehorsam, so auch den Leib durch Entsagung weihten und heiligten. Wichtiger und wohlgefälliger ist Ihm das Fasten jetzt, weil wir durch dasselbe uns vor Ihm demütigen, Jesus nachahmen und Sein Leiden verherrlichen.
2. Das Fasten ist für uns sehr heilsam. Diese im eigenen Interesse wohl zu beherzigende Wahrheit verkündet die Heilige Kirche in der Präfation der Heiligen Messe während der 40tägigen Fastenzeit mit den erhabenen Worten: „Es ist billig und recht, das wir immer und überall Dir, Allmächtiger, Ewiger GOTT, Dank sagen, weil Du durch das körperliche Fasten die Sünden austilgest, den Geist erhebst, Tugend und Belohnung austeilst um Christi, unseres Herrn, willen.“ Es ist ein allgemeines Gesetz, gültig im Himmel und auf Erden: Zahle was du schuldig bist: Hast du Unrecht getan, so mache das Unrecht wieder gut; hast du gesündigt so leiste Genugtuung. Wenn du nur die GOTT zugefügte Beleidigung an dir selbst strafest, durch Fasten und Abtötung an deinem Leibe büßest, so hat dir GOTT verheißen, dass Er dein zerknirschtes und gedemütigtes Herz nicht verschmähen, dass Er um dieser Buße willen dir verzeihen wolle. Und wenn du diese Buße freiwillig auf dich nimmst, wenn du der Göttlichen Gerechtigkeit durch die freiwillige Selbstbestrafung zuvor kommst, so begnügt sich das Göttliche Herz des Himmlischen Vaters mit viel geringerer Genugtuung als du schuldig bist. Die Bewohner von Rinife taten freiwillig Buße 40 Tage lang, und GOTT rettete sie vor dem schon angedrohten ewigen Untergang. - Ferner hat Jesus, um Seine öffentliche Berufung mit Eifer zu erfüllen, um wider den Satan einen guten Kampf siegreich zu kämpfen, um starkmütig das Leiden und Kreuz zu tragen, sich durch 40tägiges Fasten dazu gestärkt. Viele Heiligen haben dieses Beispiel Jesu nachgeahmt; nur die Verdammten haben es zu ihrem größten, ewigen Schaden nicht nachgeahmt. - So stärke auch du dich zum gewissen Siege über deine Feinde – durch Fasten!

von 07.12.2012 00:25

Maria, auserwähltes Werkzeug der Menschwerdung - "EWIG"

Nachdem die Ewige Weisheit -das Ewige Wort- im Ratschluß der Allerheiligsten Dreifaltigkeit beschlossen hatte, Mensch zu werden, um die gefallene Menschheit wiederherzustellen, offenbarte sie Adam, wie man annehmen darf, und versprach sie den Patriarchen, wie die Hl. Schrift berichtet, daß sie Mensch werden würde, um die Welt zu erlösen. (Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, aus Die Liebe zur ewigen Weisheit)

Als endlich die zur Erlösung der Menschen vorherbestimmte Zeit gekommen war, schuf sich die Ewige Weisheit selbst ein Haus und eine ihrer würdige Wohnung: «Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, hat ihre sieben Säulen aufgerichtet» (Spr 9,1). Sie schuf und bildete die Allerreinste Jungfrau im Schoße der Hl. Anna, und zwar mit größerer Freude als die ganze übrige Welt.

O Meisterwerk des Allerhöchsten! O Wunder der Ewigen Weisheit! O Wunderwerk der göttlichen Allmacht! O Abgrund der Gnade! Nur jener, ich bekenne es mit allen Heiligen, nur jener, der dich erschaffen, kennt die Höhe, Breite und Tiefe der Gnaden, die er dir mitgeteilt hat!

Maria, auserwähltes Werkzeug der Menschwerdung - PDF - "EWIG" http://www.adorare.de/EWMGWKZG.PDF

(Quelle: Zeitschrift "EWIG", Ausgabe, Seite etc. wie auf den Dokumenten oben und unten ersichtlich, (C) Assisi-Verlag, Pf., CH-6044 Udligenswil, nur für den priv. Gebrauch)



Beten Sie dem Wunsche der Allerseligsten Jungfrau Maria gemäß möglichst jeden Tag den Rosenkranz! Die ganze Welt braucht dringend Ihr Gebet!

von 06.12.2012 07:53

Heilige des Advents

Melodie

„Macht hoch die Tür“

(GL 107)



Musik



Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!
Es kommt der Herr der Herrlichkeit
und mit ihm eine große Schar,
die seinem Ruf gehorsam war,
bekleidet mit dem Taufgewand,
mit Palmenzweigen in der Hand
und mit dem Glanz gekrönt,
der heiligt und versöhnt.



Macht hoch die Tür für Barbara!

Ein Turm erzählt, was ihr geschah.

Im Dunkel der Gefangenschaft

gab Christi Leib ihr Trost und Kraft.

Und was sie säte in der Zeit,

trägt Blüten in der Ewigkeit,

wo jeder, der vertraut,

das Antlitz Gottes schaut.



Macht hoch die Tür für Nikolaus!

Er diente treu in Gottes Haus,

hat unbemerkt in mancher Nacht

bedrängte Menschen froh gemacht.

Und was er schenkte in der Zeit,

es schmückt ihn in der Ewigkeit,

wo jeder, der vertraut,

das Antlitz Gottes schaut.



Macht hoch die Tür für Luzia!
In lichter Schönheit steht sie da.
Sie trägt die Zeichen ihres Leids
als Opfergabe vor das Kreuz.
Und was sie aufgab in der Zeit,
empfängt sie in der Ewigkeit,

wo jeder, der vertraut,

das Antlitz Gottes schaut.

Macht hoch die Tür für Gottes Sohn
und für die Schar um seinen Thron.
Er fügt uns ein in ihren Kreis,
macht Herzen hell und Kleider weiß.
Und knien wir im Stroh des Stalls,
verwandelt uns der Herr des Alls
und nimmt in Liebe an,
was jeder bringen kann
.



© Peter Gerloff

von 05.12.2012 10:09

Sehr geehrte Schwestern und Brüder,

Jesus ist das Brot des Lebens

Tägliche Meditationen - 5. Dezember 2012

Mittwoch der ersten Woche im Advent


Hl. Reinhard, Bischof

P. John Doyle LC

Mt 15,29–37
Jesus zog weiter und kam an den See von Galiläa. Er stieg auf einen Berg und setzte sich. Da kamen viele Menschen und brachten Lahme, Krüppel, Blinde, Stumme und viele andere Kranke zu ihm; sie legten sie vor ihn hin, und er heilte sie. Als die Menschen sahen, dass Stumme plötzlich redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gehen und Blinde sehen konnten, waren sie erstaunt und priesen den Gott Israels.

Jesus rief seine Jünger zu sich und sagte: Ich habe Mitleid mit diesen Menschen; sie sind schon drei Tage bei mir und haben nichts mehr zu essen. Ich will sie nicht hungrig wegschicken, sonst brechen sie unterwegs zusammen. Da sagten die Jünger zu ihm: Wo sollen wir in dieser unbewohnten Gegend so viel Brot hernehmen, um so viele Menschen satt zu machen? Jesus sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie antworteten: Sieben, und noch ein paar Fische. Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen. Und er nahm die sieben Brote und die Fische, sprach das Dankgebet, brach die Brote und gab sie den Jüngern und die Jünger verteilten sie an die Leute. Und alle aßen und wurden satt. Dann sammelte man die übrig gebliebenen Brotstücke ein, sieben Körbe voll.

Einführendes Gebet: Herr Jesus, ich wende mich vertrauensvoll an dich, meinen Freund und Retter. Du wachst immer über mir und beschützt mich, ob ich nun an dich denke oder nicht. Ich danke dir. Ich liebe dich und bin dankbar für diese Augenblicke, in denen du mich in deiner Gegenwart erneuerst.

Bitte: Mein Jesus, schenke mir ein unerschütterliches Vertrauen in deine bedingungslose Liebe.

1. Jesus auf dem Berg. Jesus ist die zentrale Person der Geschichte und aller menschlichen Sehnsüchte. Auch wenn er an abgelegene Orte geht, wie im heutigen Evangelium, suchen ihn die Menschen auf. Wenn er am See von Galiläa entlanggeht oder auf den Berg steigt, immer suchen ihn alle Menschen. Er fragt sie nicht nach ihrer Vergangenheit oder verurteilt sie wegen ihrer Sünden. Er gibt einfach jedem, was er oder sie braucht: den Blinden das Augenlicht; den Stummen die Sprache; den Tauben das Gehör. Stellen wir uns für einen Augenblick diese vielen hilfsbedürftigen Menschen vor, die sich um den Herrn versammelt haben. Stellen wir uns zu ihnen. Jetzt kommt die Reihe an uns, und plötzlich scheint die Menge verschwunden zu sein und wir sind ganz allein bei Jesus. Er schaut in unsere Augen mit seinem liebevollen Blick und fragt uns, was wir brauchen – auch wenn er es schon im Voraus weiß. Mein Jesus, ich suche dich! Heile mich, und lass nicht zu, dass irgendeine Sünde mich heute von dir trennt.

2. „Sie haben nichts zu essen.“ Die Liebe denkt nicht immer praktisch. Jesu Herz ist voll Erbarmen und Mitleid für alle, die seine Hilfe suchen. Er kennt die Opfer, die sie auf sich genommen haben, um zu ihm zu kommen und er will sie nicht enttäuscht heimschicken. Die Jünger haben nur das praktische Problem gesehen, aber Jesus in seiner Liebe zu diesen Menschen weiß ganz genau, was er tun will. Was kann ich hier von Christus lernen? Werde ich jemals im Stich gelassen oder nicht zufrieden gestellt werden, wenn ich Christus mit einem ehrlichen Herzen aufsuche?

3. Das Brot des Lebens. Das Wunder, das Jesus bei der Brotvermehrung wirkt, ist das Vorspiel zu einem noch viel größeren Wunder, das er wirken will. Jesus kennt die Sehnsüchte unserer Herzen, und er weiß, dass das irdische Essen seine Grenzen hat, selbst wenn es reichlich vorhanden ist. Der heilige Augustinus stellt fest: „Du hast uns für dich erschaffen, Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir“. Wie kann ich nicht darauf vertrauen, dass Jesus mir immer das geben wird, was ich wirklich brauche, nachdem er sich doch so sehr erniedrigt hat, um für uns zum Brot zu werden, das wir essen können und das uns wirklich sättigt?

Gespräch mit Christus: Mein Jesus, ich habe ein eigensinniges Herz. Ich weiß, dass du allein die Sehnsüchte meiner Seele stillen kannst; und doch setze ich so oft mein Vertrauen auf die vergänglichen Dinge dieser Welt. Gib meinem Herzen von neuem die Gewissheit, dass du dich um alles kümmern wirst, wenn ich mein ganzes Vertrauen auf dich setze. Gib mir die Kraft, dass ich immer auf dem Weg bleibe, der auf den Berg hinaufführt zu deinem himmlischen Reich, wo du alles in allem sein wirst.

Vorsatz: Ich will im Laufe des Tages, vielleicht vor dem Mittagessen, innehalten und eine geistliche Kommunion machen, um Christus in mein Herz einzuladen. Ich will ihm für die Gabe seiner selbst in der heiligsten Eucharistie danken und mein Vertrauen auf ihn erneuern.



Gottes Segen,Laudetur Jesus Christus
Herzliche Grüße aus Löbnitz
Michael Schonath

von 04.12.2012 00:04

4. Dezember - Hl. Petrus Chrysologus und Hl.Barbara

Petrus Chrysologus wurde um 380 zu Forum Cornelii geboren. Ausgebildet wurde er durch Bischof Cornelius von Imola, der ihm später auch die Diakonenweihe spendete und ihn in den Klerus aufnahm.

Der heilige Papst Sixtus III. (432 - 440) soll den hl. Petrus Chrysologus um 433 auf Grund einer Weisung des ihm erschienenen hl. Apostels Petrus (18.1., 22.2., 29.6., 1.8.) zum geistlichen Oberhaupt Ravennas ernannt haben. Später wurde Ravenna auf Wunsch des Kaisers zur Metropolitankirche erhoben; so wurde Petrus Chrysologus der erste Erzbischof der Stadt.

Ravenna diente seit 404 als Residenz des weströmischen Kaisers. - Im Jahre 395 war das römische Reich endgültig aufgeteilt worden (vgl. 7.12.). Den Westteil übernahm Theodosius’ des Großen (379 - 395) Sohn Honorius (395 - 423), den Ostteil sein Bruder Arcadius (395 - 408). Zur Zeit des heiligen Bischofs Petrus Chrysologus herrschte im Westen der mit Eudoxia (s. 3.8.) vermählte Valentinian III. (425 - 455). Ebenso wie die Kaiserinmutter Galla Placidia (gest. 450), eine Tochter Theodosius’ des Großen, förderte Valentinian die kirchliche Bautätigkeit in seiner Residenzstadt.

Erzbischof Petrus war ein bedeutender Prediger. Deshalb bekam er auch den Beinamen Chrysologus, „Goldwort“ (vgl. 27.1.). Er war ein Gelehrter, der so zu predigen wußte, daß ihn Hofleute ebenso verstanden wie einfache Menschen aus dem Volk.

Der hl. Petrus Chrysologus wirkte eng verbunden mit dem heiligen Papst Leo dem Großen (11.4.). Wie dieser bekämpfte der Erzbischof von Ravenna die verschiedenen Häresien jener Zeit. Gegen Ende seines Lebens tauchte eine neue Irrlehre auf. Der Abt Eutyches von Konstantinopel vertrat die Ansicht, es gebe nur eine Natur Christi, nämlich die göttliche, da die menschliche vergottet worden sei. - Eutyches steht am Beginn der monophysitischen Häresie, die von Petrus Chrysologus wie von Leo dem Großen bekämpft wurde. - Nachdem der Abt durch eine Synode zu Konstantinopel 448 verurteilt worden war, erhoben sich dagegen seine Anhänger, an ihrer Spitze Dioskur, der Patriarch von Alexandria (444 - 451). Endgültig wurde der eutychianische Streit (448 - 451) vom vierten ökumenischen Konzil zu Chalkedon 451 entschieden, das Dioskur absetzte. Der Heiland hat eine vollständige menschliche Natur sowie eine göttliche. Allerdings fehlt der menschlichen Natur, wie das fünfte ökumenische Konzil von Konstantinopel 553 ergänzend feststellte, eine eigene Person. Sie ist der zweiten Person der Dreifaltigkeit gewissermaßen eingefügt.

Der hl. Petrus Chrysologus starb bereits vor dem Beginn des Konzils zu Chalkedon. - Als der Heilige erkannte, daß sein Ende nahte, begab er sich an seinen Geburtsort, wo er das irdische Leben beschließen wollte. Am 3. Dezember 450 starb St. Petrus Chrysologus zu Forum Cornelii.

Am 4. Dezember wird auch der hl. Barbara gedacht,
die entweder während des frühen oder aber während des späten 3. Jahrhunderts im römischen Reich aufwuchs.

Es heißt, daß St. Barbaras Vater, ein Heide namens Dioskurus, seine schöne Tochter in einen Turm sperrte, um sie von der Außenwelt abzuschließen. Ihr Gefängnis ließ Dioskurus allerdings luxuriös ausstatten. Es wurde auch ein Bad mit zwei Fenstern eingerichtet.

Der Vater ging auf Reisen. Seine Tochter aber, die inzwischen trotz ihrer Abschließung vom seligmachenden Glauben erfahren hatte und Christin geworden war, veranlaßte die Bauleute, eine dritte Fensteröffnung in der Mauer zu schaffen. Dadurch brachte sie ihren Glauben an die Dreifaltigkeit zum Ausdruck. Um die hl. Taufe zu empfangen, stieg Barbara in das Bad, wo der wunderbar erscheinende Johannes der Täufer ihr das ersehnte Sakrament spendete. Danach, so heißt es, brachte ein Engel Barbara die hl. Kommunion.

Als Dioskurus heimkehrte, gab sich seine Tochter als Christin zu erkennen. Da wollte der Vater sie töten, doch Barbara konnte entfliehen. Der Vater holte sie ein und brachte sie vor Marcianus, den Statthalter der Provinz. Auf seinen Befehl hin wurde die Heilige gegeißelt und am folgenden Tag mit Keulen geschlagen. Schließlich sollte sie enthauptet werden. Dioskurus trat hinzu und schlug der Tochter eigenhändig den Kopf ab. Da zuckte ein Blitz vom Himmel herab, der Dioskurus noch auf dem Richtplatz tötete.

Hinsichtlich des Ortes und der Zeit des Martyriums der hl. Barbara gibt es zwei unterschiedliche Angaben. Entweder starb sie unter Kaiser Maximinus Thrax (235 - 238) im kleinasiatischen Nikomedia oder unter Kaiser Maximinus Daia bzw. Daza (305 - 313) im ägyptischen Heliopolis . - Maximinus Daia beherrschte im Anschluß an die Reichsteilung unter Diokletian (284 - 305) zuerst nur den Südosten (305 - 311) und nach Galerius’ (vgl. 6.12.) Tod die gesamte Osthälfte des Imperiums (311 - 313). - Da Maximinus Thrax der sehr viel weniger bekannte Verfolger ist, mag er mit Maximinus Daia verwechselt worden sein. Demnach könnte die hl. Barbara vielleicht eher im 3. als im 4. Jahrhundert gelitten haben.

Seit dem Spätmittelalter wird St. Barbara zu den Nothelfern (s. 24. 9.) gerechnet. Man ruft sie vor allem an, wenn ein jäher Tod ohne Empfang der Sterbesakramente droht, denn es heißt, sie habe vor ihrem Martyrium im Gebet eine besondere Offbenbarung empfangen, wonach keiner, der ihre Fürbitte anruft, ohne Empfang der Sakramente stirbt. - Die drei Nothelferinnen Barbara, Margareta (20.7.) und Katharina (25.11.) werden auch „heilige Madl“ genannt:
„Margareta mit dem Wurm,
Barbara mit dem Turm,
Katharina mit dem Radl,
das sind die drei heiligen Madl.“
Diese drei bilden zusammen mit der hl. Dorothea (6.2.) die Virgines capitales, die Großen Jungfrauen.

von 03.12.2012 12:50

Komm, Herr Jesus, komm!

von Frater Jeremias Kehren OPraem.

Draußen auf den Straßen werden Lichterketten aufgehängt, vielerorts stehen beleuchtete Tannenbäume an den Straßenrändern und die Plätze und Gassen der Innenstädte sind voll von Glühweinbuden und allerlei Verkaufsständen. Es ist Vorweihnachtszeit. Ein buntes, lichtreiches Spektakel ist diese Zeit und Jahr für Jahr kommen Touristen aus aller Welt nach Deutschland, um sich dieses Treiben aus der Nähe anzuschauen. Sie sind begeistert von Spekulatius, gebrannten Mandeln und vom Glühwein. Aber besonders sind sie angetan von der Atmosphäre.

Aber was ist das besondere an dieser „Vorweihnachtszeit“? Es ist kein Winterfest – soviel ist allen klar – denn es geht um das Weihnachtsfest, das vor der Tür steht. Es ist aber auch nicht bloß die Zeit der stimmungsvollen Erinnerung an Marias letzte Schwangerschaftswochen vor 2000 Jahren.

Es ist – schlicht und einfach – Advent. Ankunft. Schon in frühesten Zeiten wurden mit dem Wort „Adventus“ die feierlichen Einzüge großer Herrscher bezeichnet. Und genau darum geht es auch heute. Jesus Christus kommt. Das ist die Botschaft. Wir erinnern uns nicht daran, dass er vor ewigen Zeiten gekommen ist, sondern wir glauben und bekennen: Er wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten und seiner Herrschaft wird keine Ende sein. Der Advent ist daher die Zeit der Vorbereitung auf jenes Kommen Christi, das Eintreten Gottes in unser Leben und auf das Anbrechen seiner Herrschafft in dieser Welt. Die kommenden Wochen können uns dabei helfen, uns für Christus zu öffnen. Vermutlich werden wir ihn nicht im wörtlichen Sinne auf einer Wolke kommen sehen, wie es das Evangelium dieses ersten Adventssonntags beschreibt… Aber er wird kommen! Und dann, so drängt uns das Evangelium weiter, sollen wir uns aufrichten und unser Haupt erheben, denn unsere Erlösung ist nahe (vgl. Lk 21,28)! Uns aufzurichten, das kann bedeuten, gerade in den nächsten Wochen nicht nur auf das eigene Leben und die Aufgaben und notwendigen Besorgungen zu achten, sondern den Blick zu erheben und unsere Nächsten (wieder) mehr in den Blick zu nehmen. Es heißt aber vor allem, aufzuschauen zu Gott, denn er ist die Erlösung. Er ist jene Erlösung, die durch die Menschwerdung Christi am kommenden Weihnachtsfest ganz in unser Leben eintritt und uns hinausführt in die Weite und Freiheit des Lebens in Christus.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen mit den Worten eines bekannten Kirchenlieds: „Freut Euch Ihr Christen, freuet Euch sehr – schon ist nahe der Herr!“ Genießen Sie die kommende Zeit, aber nutzen Sie auch die Vorbereitungszeit für das ganz reale und ganz wörtlich zu nehmende Kommen Jesu Christi in unser Leben!


Der Autor ist Novize der Prämonstratenser-Abtei Duisburg-Hamborn



Gottes Segen,Laudetur Jesus Christus
Herzliche Grüße aus Löbnitz
Michael Schonath

von 02.12.2012 09:57

Eros reitet auf dem Panther. Liebe und Ehe in den Weltreligionen

„Haben wir den richtigen Begriff von Liebe? Er ist bei uns oft sentimental, weichlich geworden. (...) Die Moderne muss die Liebe als etwas viel Weiträumigers, Furchtbareres und Gewaltigeres denken, als sie es tut.“ Romano Guardini

Ist unser Verständnis von Liebe nicht zu weich? Liebe und Ehe werden in den großen Traditionen der Welt weniger als traute Zweisamkeit denn als göttliche Handlung verstanden. Liebe und Ehe haben in der Geistes- und Religionsgeschichte der Welt immer mit Weltschöpfung und Welterhaltung zu tun. Der romantische Zweierbezug steht hier nicht im Vordergrund. In den indischen Traditionen ist das ganz stark ersichtlich, wo es noch sehr häufig ist, von Verwandten verheiratet zu werden. Auch in der nordischen Edda heißt es: „Sie heirateten und dann gewannen sie einander lieb.“ Unser Bezug auf „Ich und Du“ ist eigentlich ein spätes und sehr individualistisches Konzept.

Auch im Hinduismus ist der Sexualakt in der Ehe ein sakraler Akt. Bei dreitägigen Feiern der Hochzeit nähert sich der Bräutigam der Braut erst in der dritten Nacht. Zuvor gibt es zahllose religiöse Segnungen.

Die erotische Begegnung wird in vielen asiatischen Tantren als Fortsetzung und Stabilisierung des Uranfangs der Welt verstanden. Auch hier heiratet ein Paar nicht nur als Ausdruck einer privaten Liebe, sondern um an der Weltschöpfung mitzuwirken. Wo man heiratet, wird Welt geschaffen.

Es geht also nicht vorrangig um Triebe oder Bedürfnisse – es geht um den Zusammenhalt des Weltalls. Dieses sakrale Mitwirken ist eine deutliche Parallele zur Sakralität der Ehe im Christentum. Gerade weil der Eros „auf dem Panther reitet“ (wie die Griechen sagen), muss er unbedingt in den Raum des Heiligen gestellt werden.

Lebendiges besteht nicht aus harmonischen Kräften. In den Mythen unterschiedlichster Kulturen gibt es ein polares Gegenüber von Mann und Frau. Diese Kräfte sind gleichgewichtig, aber deutlich unterschieden und getrennten Aufgaben zugeordnet. Auch im Yin und Yang von Lao Tse ist dies deutlich ausgedrückt. Die Frau stellt sich dem Mann als Rätsel, das er unter Einsatz aller Kraft lösen muss. Damit steht sie für Bewegung und ein bisschen auch für Irritation. Sie erprobt ihn und er setzt sie frei. Die Frau wird nur am Mann zur Frau und zur Mutter. Der Mann wird nur an der Frau zum Mann und Vater.

Es gehört mehr Mut dazu, sich auf das andere Geschlecht einzulassen als auf das eigene. Und in der Begegnung der Geschlechter liegt ein Ausdruck der göttlichen Spannung. Die Spannung richtig zu lenken ist die eigentliche Bedeutung des Wortes keusch. Denn keusch kommt vom lateinischen „conscius“ - „bewußt“. Keusch sein heißt also nichts anderes, als die eigene Energie bewußt auszurichten anstatt sie laufenzulassen.

Beziehung heißt auch, dass man von jemanden und zu etwas hingezogen wird und aus sich heraus gezogen wird. In allen großen Traditionen erkennt man das Zusammenspiel von Mann und Frau. Gegenpole sind notwendig, damit sich etwas bewegt, damit etwas in Betrieb kommt! Die polaren Geschlechter arbeiten nach einem Schloss – Schlüssel – Modell. Zwei Schlüssel schließen nichts auf, zwei Schlösser öffnen sich nicht gegenseitig. Es gibt keine Zwei-Einheit aus Gleichem, es gibt nur die Zwei-Einheit aus Gegensatz. Wer diesem zutiefst Anderen ausweicht, weicht dem Leben aus. Leben und großes Glück liegen im Anders-Sein.

Von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz

Buchtipp (dt): „Frau-Männin-Menschin. Zwischen Feminismus und Gender“, von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Verlag Butzon&Bercker Kevelaer, 2009.

von 01.12.2012 10:06

Bereit für das Kommen des Herrn

Homilie am 1. Adventsonntag
2. Dezember 2012, Lesejahr C

L1: Jer 33,14-16; L2: 1 Thess 3,12-4,2; Ev: Lk 21,25-28.34-36


Alle liturgischen Texte finden Sie im Schott-Messbuch online



Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, liebe Kinder!



Der Advent ist eine besondere Zeit! Das Grün des Adventkranzes, die Kerzen, die adventlichen Lieder und die besonderen Texte der Liturgie helfen uns in der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest.

„Advent“ heißt „Ankunft“, und wir erwarten die Ankunft des Jesuskindes, dessen Geburt wir zu Weihnachten feiern. Wir kennen das ja alle, wenn wir uns auf etwas ganz besonders freuen! Da vergehen die Tage und Stunden viel zu langsam; wir möchten am liebsten, dass unsere Wünsche und Erwartungen gleich erfüllt sind.

In dieser Zeit vor Weihnachten kann uns ein Adventkalender helfen, die Tage zu überbrücken. In den Familien können wir miteinander beten und singen; es gibt adventliche Geschichten, die wir lesen können, Lieder, die gemeinsam gesungen werden, und noch vieles andere, das nicht fehlen darf, z.B. etwas basteln oder jemandem täglich eine kleine Freude machen …!

Ganz wichtig ist es, dass wir nicht beim Äußeren stehen bleiben, sondern hinfinden zum Wesentlichen. Die Geschäfte mit ihrer bunten Reklame, der Trubel in den Einkaufsstraßen, die Hektik so mancher Vorbereitungen – all dies soll uns nicht völlig beanspruchen oder absorbieren. Wir brauchen ja Zeit für uns selber, eine Zeit der Stille, wo wir wieder zu Atem kommen und einander begegnen in guter Gemeinschaft.

Gott will ankommen in unserem Herzen: das ist der Sinn der Advent- und Weihnachtszeit. Bereitet dem Herrn den Weg, ebnet ihm die Straßen (Lk 3,4)! So und ähnlich rufen uns die Propheten zu. Wie verhalten wir uns denn normalerweise, wenn wir einen Gast im Hause erwarten? Da sorgen wir dafür, dass alles sauber ist und schön hergerichtet ist, damit sich dieser Gast dann wohlfühlt. Wenn er kommt, nehmen wir uns Zeit für ihn und widmen ihm unsere Aufmerksamkeit. Bei Jesus soll es ähnlich sein: Er kam damals vor 2000 Jahren als Kind in einer Krippe zur Welt, empfangen vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria. Der heilige Josef war sein väterlicher Beschützer.

Und dieses Jesuskind möchte in unser Herz kommen: nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr hindurch – an jedem Tag und zu jeder Stunde. Gott ist ein Kind geworden, weil er uns liebt; als Mensch will er uns nahe sein. Das ist die frohe Botschaft, die wir zu Weihnachten feiern und worauf wir uns jetzt im Advent vorbereiten.

Dass uns dies gut gelingt, erbitten wir von Gott dem Herrn auf die Fürbitte der seligen Jungfrau Maria! Amen.

von 30.11.2012 12:11

Glauben? Ich ziehe es vor, zu wissen

»Glauben«, so heißt es immer wieder, »ist eben nicht wissen. Also, lass uns aufhören darüber zu diskutieren. Soll doch jeder glauben, was er will...«

Das ist eine Art Grundvoraussetzung für jede (aber auch wirklich jede!) Diskussion über Glaubensdinge. Glauben heißt soviel wie vermuten. Und vermuten kann eben jeder, was er will. Wenn einer glauben will, dass es morgen regnet, so soll er es ruhig. Vielleicht hat er recht. Zumindest darf man ihm das nicht absprechen.
Und wenn einer glaubt, das der 1. FC Bayern zum 28. Mal Deutscher Meister wird - so soll ihm dieser Glaube gelassen werden. Wissen kann das keiner.

Glauben ist eine Frage der Lebenseinstellung. Wenn jemand Optimist ist - soll er doch. Ist seine Entscheidung. Ist jemand Pessimist - naja, nicht mein Fall, aber dennoch sein gutes Recht.

Glauben ist eine Geschmacksache - und über Geschmack lässt sich nicht streiten. Den hat man, oder den hat man nicht. Und warum etwas mir "schmeckt", kann ich nicht begründen, das ist einfach so.

Glauben ist Gefühlssache. Wenn der Jedi-Ritter auffordert "Erforsche Deine Gefühle!", so kommt dabei dann Glauben heraus (entweder an die gute oder an die böse Seite der Macht). Aber die "Erforschung der Gefühle" ist eben etwas anderes als die Benutzung des Verstandes.

Gehen wir mit dieser Einstellung an die Religion, so kann sie vieles sein (Quelle der Freude, der Hoffnung und des Trostes) - aber eben keine Sache, über die man diskutiert. Und daran krankt dann jede Bewertung von Religion, Kirche und persönlicher Lebenspraxis.

Gut, dass diese Sicht komplett falsch ist.

Ein kleiner Glaubenstest
Wir kommen der Frage, was Glauben und Wissen eigentlich unterscheidet, sehr schnell nahe, wenn wir uns fragen, was wir sicher wissen und was wir nur glauben... machen wir also den Glaubenstest.

Frage Dich selbst: Welche von den folgenden Aussagen weißt Du - und welche glaubst Du nur?

• Russland ist ein großes Land
• Katzen sind Säugetiere
• Menschen leben länger, wenn sie nicht rauchen
• Gott hat die Welt erschaffen
• Alkohol ist eine häufige Ursache für tödliche Verkehrsunfälle
• Der Mond braucht 28 Tage, um einmal die Erde zu umkreisen
• Meine Freundin ist vertrauenswürdig
• Die Welt ist durch den Urknall entstanden
•Heidi Klum sieht gut aus
• Ich bin ein Kind meiner Eltern
• Eine blaue Tasse ist niemals vollständig rot
• Bienen sind Insekten
• 1 + 1 = 2
• Mahatma Gandhi war ein Inder
•Vitamine sind gesund
• Sport ist Mord
• Gott hat die Welt nicht erschaffen, sie ist von alleine entstanden
• Der Mond verursacht Ebbe und Flut
• Tobias ist total bescheuert
• Papageien können bis zu 80 Jahre alt werden
•China ist ein Land
• Alle gesunden Hunde haben von Geburt an vier Beine
•Der zweite Weltkrieg begann 1939

Offensichtlich werden im Alltagsgebrauch die Begriffe "Wissen" und "Glauben" nicht in einem eindeutigen Sinne verwandt - ein ganz selbstverständliches Vorrecht der alltäglichen Sprache. Daher kommt es in der Bedeutung der beiden Begriffe oft zu Überschneidungen, die scheinbare Gegensätze produzieren. Während wir davon sprechen, dass wir wissen, dass es einen Berg namens "K2" gibt (obwohl keiner von uns diesen Berg jemals mit eigenen Augen gesehen hat), verweisen wir die Behauptung von Menschen, die von einem Ufo entführt worden sind, in das Reich des Glaubens - obwohl dort doch Augenzeugen das Gegenteil behaupten.

Offensichtlich ist es nötig, die verschiedenen Verwendungen der Begriffe näher zu umreißen, um dann exakter bestimmen zu können, was wir wissen, und was wir glauben.

Verschiedene Verwendungen des Worts "Glauben"
Am einfachsten fällt es uns zunächst, das Wortfeld Glauben näher einzuschränken. So begegnet uns der Begriff überwiegend im Sinne von vermuten, nicht sicher erwarten, die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses nicht einschätzen können.

Der naturwissenschaftliche Glaube: Wissenschaftler sprechen von einer Theorie, die unabhängige Daten in einen Sinnzusammenhang stellen, als von einer glaubwürdigen oder unglaubwürdigen Hypothese. Wissenschaftlicher Glaube bedeutet inhaltlich, eine Theorie als plausibel, einleuchtend und naheliegend erachten.


Definitionen: Letztlich kann nicht als gewusst bezeichnet werden, war wir lediglich als Definition akzeptieren. Ob "Belgien" existiert oder nicht, ist keine Frage der Beobachtung - in der Natur finden wir keine Ländergrenzen; Staaten werden festgelegt und benannt. Die Frage nach der Existenz einer Definition ist die Frage danach, ob diese Definition anerkannt ist. So gilt, dass jedwede weitere reine Etikettierung, bspw. in der Biologie oder Chemie, weder eine Frage das Glaubens noch eine Frage des Wissens ist - sondern seine Legitimation durch Übereinstimmung in der Begriffsbildung erhält.•
Fremde Berichte: Außerdem bedeutet "Glauben", dass ich dem Bericht eines anderen einen Wahrheitsgehalt zuerkenne. Das gilt für den privaten Bereich genauso wie für die Wissenschaften - Forschern und ihren Berichten wird geglaubt; ein Einstein ist nicht selbst in den Urwald gezogen um eine Sonnenfinsternis zu beobachten, er vertraute aber den Angaben und Berichten.
Scheiden wir diese Bedeutungen für den zweiten Begriff Wissen aus, so kann nur das als gewusst bezeichnet werden, was ich aus eigener Anschauung erfahren habe, selbst erlebt oder gesehen, selbst vermessen oder gespürt, durch Experiment oder Beobachtung eigens überprüft hat. Allen anderen, die eine solche Erfahrung unmittelbar nicht gemacht haben, bleibt nur der Glaube, dass unser Bericht darüber gewissenhaft ist. Wir wissen außerdem rein logische Folgerungen aus hypothetischen Annahmen (zum Beispiel in der Mathematik), leisten aber damit keine Wirklichkeitsbeschreibung und verbleiben im Raum der Hypothese.
Wenn wir so streng vorgehen, dann verkehrt sich der Begriff "Wissen" in das Gegenteil: Im allgemeinen wurde der Begriff "Wissen über die Welt" gerade für Objektivität, Allgemeinverbindlichkeit und grundsätzlicher Anerkennung verwendet. Nach unseren Überlegungen ist Wissen (als das, was ich selbst erlebt und gesehen habe) nichts anderes als rein subjektives Erkennen (zudem behaftet mit dem Makel der möglichen Sinnestäuschung, fehlerhaften Erinnerung und interessengeleiteten Interpretation).

Somit ist der Schluss erlaubt, dass es Wissen in seiner alltäglichen Verwendung als untrügliches Erkennen nicht gibt; Wissen ist vielmehr ein Erkennen, dass sich durch nichts vom Glauben (in seinen unterschiedlichen Bedeutungen) und dem Anwenden von Definitionen unterscheidet.

Wissen und Glauben unterscheiden sich also nicht in einem absoluten, gegensätzlichen Sinne; vielmehr bezeichnen wir Erkenntnisse mit einer höheren Verlässlichkeit und allgemeineren Akzeptanz als gewusste Sachverhalte, dagegen sprechen wir von Glauben, wenn es sich um unsichere Erkenntnisse oder um persönliche, nicht objektivierbare Entscheidungen handelt.

Das wirft natürlich unsere ganze Mauer über den Haufen, die wir aus Scheinargumenten aufgebaut haben: »Ich will mit Dir nicht über Glaubensfragen diskutieren, das sind doch sowieso nur Vermutungen.« - Das geht nicht mehr, denn sogar die Behauptung, dass morgen die Sonne aufgehen wird, ist nur eine Vermutung (nichts, was in der Zukunft liegt, kennen wir aus eigener Anschauung, schon gar nicht der zukünftige Zustande unseres Sonnensystems). Die einzige Frage ist, wie sicher unsere Vermutungen sind.

Um die Frage zu klären, wie sicher die Behauptung "Es gibt Gott" ist, müssen wir allerdings nachdenken - tut mir leid, lieber Hippie, daran kommt keiner von uns vorbei. (Wer ein paar Gründe kennenlernen will, warum es sinnvoll ist, die Hypothese Gott zu akzeptieren, der schaue zunächst in die Katechese zu den Gottesbeweisen und dann in die kleine Sammlung von Indizien für die Existenz Gottes).

...das wusste auch schon Kant
Jaja - Immanuel Kant war ein kluger Mensch und ein hochgeachteter Philosoph... ...aber Philosophen reden oft so unverständliches Zeug. Kann Kant uns weiterhelfen (immerhin ist er schon lange tot!)?

Ja, er kann. Er hat nämlich etwas zu diesem Thema gesagt, was relativ einfach, klar und verständlich ist. Kant unterschied nicht nur Glauben und Wissen - sondern fügte noch ein Drittes hinzu: Das Meinen.

Meinen - Glauben - Wissen
Kant schreibt:
Das Fürwahrhalten, oder die objektive Gültigkeit des Urteils, in Beziehung auf die Überzeugung (welche zugleich objektiv gilt), hat folgende Stufen: Meinen, Glauben und Wissen. Meinen ist ein mit Bewusstsein sowohl subjektiv als objektiv unzureichendes Fürwahrhalten. Ist das letztere nur subjektiv zureichend und wird zugleich für objektiv unzureichend gehalten, so heißt es Glauben. Endlich heißt das sowohl subjektiv als objektiv zuriechende Fürwahrhalten das Wissen. Die subjektive Zulänglichkeit heißt Überzeugung (für mich selbst), die objektive Gewissheit (für jedermann)." (KrV B 850

Mit anderen Worten:

Meinen (im Sinne von „Vermuten") ist nach Kant ein Fürwahrhalten, das sowohl subjektiv als auch objektiv unsicher ist. Wir sind genauso bereit, unsere Meinung aufzugeben, wenn uns jemand dazu Anlass gibt, als auch unsere Meinung in ein Glauben oder Wissen zu überführen (indem wir z.B. triftige Gründe für unsere Meinung entdecken, die uns zuvor unbekannt waren).

Ein Meinung ist zum Beispiel „Bayern wird Deutscher Meister" - das mag zwar der Wunsch einiger (aus meiner Sicht seltsamer) Zeitgenossen sein, aber es ist eine unsichere Prognose - jedes Jahr wieder, zumindest am Anfang der Saison.

Glauben ist nach Kant etwas, dass man zwar subjektiv sicher festhält, aber das ich nicht objektiv als solches erweisen kann. Während ich zum Beispiel ganz sicher weiß, was ich letzte Nacht geträumt habe, ist es mir definitiv unmöglich, darüber einen Beweis anzutreten - und somit ist jedes persönliche Ereignis, das nur im Verborgenen meines Subjektes geschieht, ein Gegenstand des Glaubens - nicht des Wissens.

Beispiel: Ich weiß persönlich (subjektiv) sehr wohl, was mir meine beste Freundin unter dem Siegel der Verschwiegenheit ins Ohr geflüstert hat. Da ich aber die einzige Person bin, die das Geflüsterte verstehen konnte, kann ich es niemanden aufweisen oder beweisen. Ich glaube meiner eigenen Erfahrung - kann aber keinen Anspruch auf Wissen erheben.

Wissen dagegen ist etwas, dass sowohl subjektiv sicher - als auch objektiv gesichert ist. Das ist - so gibt sogar Kant selbst zu - allerdings in ständigem Wandel, denn was als objektiv gesichert gilt, hängt von der Gesellschaft und der vorherrschenden Philosophie genauso ab wie von meinem eigenen Standpunkt in Politik, Religion und Welt.

Beispiel: Heutzutage gilt die Existenz des Elektrons als eine gesicherte (und somit objektive) Erkenntnis. Wenn ich auch persönlich von der Existenz dieses negativ geladenen Elementarteilchens überzeugt bin, dann verdient diese persönliche Überzeugung das Etikett Wissen. Noch vor 150 Jahren wäre die Überzeugung, es gäbe ein Elektron, lediglich als Glaube bezeichnet worden.


Will man Kants Definition von Meinen, Glauben und Wissen grafisch veranschaulichen, hilft vielleicht die folgende Tabelle:


...subjektiv......objektiv...Meinen ist... ...nicht sicher


...nicht sicher Glauben ist... ...sicher ...nicht sicher Wissen ist... ...sicher ...sicher

Glauben heißt nicht-Wissen....?
Bisher war die entscheidende Frage, inwiefern sich „Glauben" von „Wissen" unterscheidet. Nun - der Übergang von Glauben und Wissen liegt nach Kant im objektiven - also nicht im persönlichen, subjektiven und von Vorlieben geprägten - Bereich.

Aber das macht die praktische Unterscheidung, was denn nun konkret lediglich Glauben und was bereits Wissen ist, nicht einfacher. Und das wusste auch schon Kant: Nach Kant können wir lediglich das logisch-mathematische als Gewissheit bezeichnen (und, so fügt der kluge Kopf hinzu, ebenfalls das Sittengesetz. Aber das ist hier nicht unser Thema). Mit anderen Worten:

Was als „objektiv" gesichert gilt, ist letztlich eine Frage der Konvention. Früher war für eine Gesellschaft das Wissen sehr viel weit gefasster: Die Überzeugung z.B., dass es einen Gott gibt, war selbstverständlicher Bestandteil der meisten Gesellschaften. Heute gilt oft nur noch das naturwissenschaftliche Überprüfbare als objektiv gesichert.

Aber selbst wenn für jeden einzelnen Menschen die Konvention der Gesellschaft ein gewichtiger Grund sein mag, sich selbst einer Sache sicher zu sein - es wird dennoch im Leben eines jeden Menschen immer eine subjektive Sicherheit über Dinge geben, die sich objektiv nicht beweisen lassen.

Ob Tante Gisela die Socken, die sie mir geschenkt hat, wirklich selber gestrickt hat, wird sich nicht objektiv beweisen lassen (vor allem, wenn Tante Gisela - Gott hab sie selig - schon von uns gegangen sein sollte). Das wird aber an meiner subjektiven Gewissheit nichts ändern.

Ob ich also im Kant'schen Sinne etwas weiß oder nur glaube, spielt für meine Überzeugung eine untergeordnete Rolle. Wenn wir Kants Definition zugrunde legen, unterscheidet sich für jeden Menschen persönlich vor allem das Meinen vom Glauben/Wissen. Denn der entscheidende Schritt wird vom unsicheren Fürwahrhalten (Meinen) zum sicheren Fürwahrhalten (Glauben bzw. Wissen) vollzogen. Ob ich das, was ich persönlich sicher weiß, auch noch für andere beweisen kann, dürfte für die eigene Überzeugung gar keine so große Rolle mehr spielen.

Tatsächlich können Überzeugungen, die subjektiv sicher sind, unter Umständen niemals bewiesen werden (wie z.B. meine Träume, Gefühle oder persönlichen Erfahrungen); andere subjektiv gewusste Überzeugungen kann ich vielleicht nur deshalb nicht beweisen, weil mir die Bildung, die sprachlichen Voraussetzungen oder einfach nur die Gelegenheit fehlt.
Wenn aber die Rechtfertigung meiner Überzeugung nur von Zufälligkeiten abhängt, spielen diese Umstände für meinen Überzeugungssicherheit keine entscheidende Rolle.

Daher ist es sehr viel angemessener, den Glauben nicht als „Nicht-Wissen", sondern viel zutreffender als „Nicht-mehr-nur-Meinen" zu bezeichnen.

Glauben heißt „nicht nur Meinen" - Die Wette


Ob ich allerdings etwas nur vermute („meine") - oder ob ich überzeugt bin („glaube"), ist ein himmelweiter Unterschied.
Aber dieser Unterschied ist fließender, als es zunächst scheint. Wann habe ich eine feste Überzeugung - und wann nur eine vorübergehende, im Grunde beliebige?

Kant hat sich auch darüber wieder Gedanken gemacht - und wieder ziemlich praktische Konsequenzen gezogen. Demnach ist der Prüfstein zwischen Meinen und Glauben die Wette. Jemand, der etwas nur meint, wird mit Sicherheit nichts oder nur Unbedeutendes auf seine Meinung wetten - im Gegensatz zu jemanden, der glaubt.

In dieser Hinsicht gibt es innerhalb des Glaubens selbst graduelle, fließende Unterschiede. Je nachdem, wieviel ich bereit bin auf meine Überzeugung zu wetten, kann man vom stärkeren oder schwächeren Glauben sprechen.

Dabei muss es nicht unbedingt die klassische Wette mit Wetteinsatz sein. Denn wirkliche Überzeugungen führen zu Entscheidungen und zu daraus folgenden Handlungen. Wenn ich bereit bin, schwerwiegende Entscheidungen und Handlungen mit größerer Tragweite auf meiner Überzeugung zu gründen, so kann sicherlich nicht mehr nur noch von Meinen, sondern muss auf jeden Fall von Glauben oder sogar festem Glauben gesprochen werden.

So kann es passieren, dass ich von einer Sache nicht so ganz fest überzeugt bin - sie aber von der Gesellschaft, in der ich leben, als gesichert angesehen wird - und man deshalb von Wissen sprechen sollte. Eine andere Überzeugung, die mir subjektiv sehr viel gewisser ist, mag aber von der Gesellschaft nicht unwidersprochen übernommen werden - und verdient daher nur die Bezeichnung Glaube.

Kant's Fazit



Fassen wir Kant zusammen: Glauben und Wissen unterscheiden sich nicht durch die persönliche Stärke der Überzeugung, sondern darin, ob die Überzeugung auch objektiv erwiesen werden kann oder als gesichert gilt. Demnach kann in besonderen Fällen der Glaube sogar subjektiv verlässlicher sein als das Wissen.

Auch wenn Glauben und Wissen in diesem Sinne unterschieden wird, ist eine eindeutige Zuordnung von Inhalten nicht möglich: Dazu ändern sich die Gewissheiten von Gesellschaft zu Gesellschaft, von Epoche zu Epoche, ja, sogar von Verein und Partei und Religion so stark, dass eine logisch einwandfreie Klärung nicht möglich ist.

Wesentlicher und klarer ist allerdings die Unterscheidung zwischen Meinen und Glauben. Während eine Person nicht bereit ist, auf seine Meinung zu wetten und darauf keine Entscheidungen zu gründen, ist der Glaube von Überzeugung gekennzeichnet - und kann Teile meines Lebens, ja, sogar mein ganzes Leben prägen - auch, wenn diese Überzeugung keine objektive Gewissheit erlangen kann.

Ich glaube an - Ich glaube Dir - Ich glaube, dass


Offensichtlich gibt es aber nicht nur die eine Bedeutung des Wortes Glauben im Sinne von "für wahr halten". Denn das wäre tatsächlich für den religiösen Glauben zu wenig. Bedenken wir folgende Aussagen:
• Ich glaube, es gibt morgen Regen.
• Ich glaube nicht, dass der Lehrer das merkt.
• Das willst Du erlebt haben? Das glaube ich Dir nicht!
• Okay, wenn Du das sagst, dann will ich Dir glauben.
• Das schaffst Du schon! Ich glaube an Dich!
• Herr Angeklagter, bei diesem guten Alibi muss ich Ihnen wohl glauben...
• Ich glaub, ich spinne!
• Ich glaube nicht an UFOs.
• Ich glaube an meinen Mann, der tut so etwas nicht!
• Ich glaube nicht, dass das eine Virus-Erkrankung ist. Das hat sicher psychische Ursachen.
• Kommen Sie mir nicht mit "...das zahle ich Ihnen alles zurück, sobald ich genug Geld habe" ! Ich glaube nicht an Ehrlichkeit.
• Ich habe den Glauben an das Gute im Menschen noch nicht verloren.

Drei Bedeutungen können wir daraus ableiten: «Ich glaube, dass», «Ich glaube Dir» und «Ich glaube an»

Ich glaube, dass...
...heißt, ich halte einen bestimmten Sachverhalt für (wahrscheinlich) zutreffend. Ich gehe davon aus, dass entsprechend der geprüften Glaubwürdigkeitskriterien (Autorität, Kohärenz, Erfahrung) die Aussage über den Sachverhalt mit der Wirklichkeit übereinstimmt.
Beispiel: Ein unbekannter Mitreisender im Zugabteil erklärt anhand zahlreicher Belege, dass die letzte Wahl in Timbuktu manipuliert war.

Beispiel: Nach dem ich den Spielfilm "JFK" gesehen haben, bin ich davon überzeugt, dass das Attentat auf J. F. Kennedy nicht vom vermeintlichen Attentäter L. H. Oswald verübt worden ist.

Ich glaube jemandem...

...heißt, das für wahr zu halten, was mir der Betreffende sagt. Ich vertraue dem Inhalt seiner Rede, weil der Inhalt den Glaubwürdigkeitskriterien entspricht.
Beispiel: Ein Schüler wird vom Lehrer darüber aufgeklärt, dass ein Quadratmeter 10.000 cm² beinhaltet. Er hatte bis jetzt immer geglaubt, es seien nur 100 cm².

Beispiel: Ein Besucher einer Rennbahn erfährt von einem Insider, dass das Pferd mit der Nummer 7 das Rennen nicht gewinnen wird, weil es eine leichte Verletzung hat.
Ich glaube an jemanden...
...heißt, sich von einer Person (in bestimmter Hinsicht) abhängig zu machen. Ich vertraue dem Betreffenden meine eigene Person (in bestimmter Hinsicht) an, weil der Betreffende den Glaubwürdigkeitskriterien entspricht.
Beispiel: Ein Kind vertraut dem Vater, der ein guter Zirkusartist ist, dass er bei der Übung am Trapez das Kind sicher auffangen wird.

Beispiel: Ein Mädchen erfährt von ihren Freundinnen, dass ihr Freund sie betrügt und ihr nur etwas vormacht. Sie besteht aber darauf, dass sie ihm das nicht zutraut und hält weiterhin zu ihm.
Das würde für den religiösen Glauben an Gott bedeuten
Ich glaube, dass Gott existiert..

...heißt, ich halte die Existenz Gottes für (wahrscheinlich) zutreffend. Ich gehe davon aus, dass entsprechend der geprüften Glaubwürdigkeitskriterien (Autorität, Kohärenz, Erfahrung) Gott in der Wirklichkeit existiert.

Ich glaube Gott...
...heißt, das für wahr zu halten, was mir Gott mitteilt (evtl. vermittelt durch die Bibel oder die Kirche). Ich vertraue seiner Rede, weil sie vernünftig und weil Gott gut ist.

Ich glaube an Gott...
...heißt, ich mache mich (in einer bestimmten Hinsicht) von Gott abhängig. Ich vertraue ihm meine eigene Person (in bestimmter Hinsicht) an, weil Gott gut und allmächtig und deshalb vertrauenswürdig ist.

Das sind wirklich drei ganz verschiedene Dinge: Zu glauben, dass Gott existiert (1. Version), hat noch nichts mit dem Glauben eines Christen zu tun. Auch Satanisten glauben, dass es Gott gibt - sie halten Gott allerdings für langweilig, anstrengend und schwächlich. (Auch der liebe Anakin Skywalker weiß, dass es die gute Seite der Macht gibt - aber die dunkle Seite der Macht verspricht ihm mehr Fähigkeiten, mehr Macht und schnelleren Erfolg).

Ich glaube Gott (2. Version) ist immerhin ein Glaube im Sinne der Kirche - dort finden sich also Menschen zusammen, die nicht nur an die Existenz Gottes Glauben, sondern auch an seine Offenbarung. Ihre Sicht der Welt, des Menschen, die Auffassung von Gut und Böse und die Zukunft decken sich - sie bilden eine Kirche oder eine kirchliche Gemeinschaft. Aber genau genommen ist das noch immer nicht das, was den eigentlichen Kern des christlichen Glaubens ausmacht.

Erst das Bekenntnis "Ich glaube an Gott" (3. Version) ist ein wirklicher Glaube im christlichen Sinne: Ich vertraue Gott, ich baue mein Leben auf ihn, ich mache mich von ihm und seiner Verheißung abhängig. Eine solche Entscheidung ist eine ganz persönliche Glaubensentscheidung, die von niemanden erzwungen werden darf.

Fazit: Worüber wir reden können

Worüber können wir nun diskutieren?
Uuups - haben wir da ein Eigentor geschossen? Am Anfang habe ich doch gesagt, wer weiß, was Glauben wirklich bedeutet, der kann sich einer Diskussion nicht entziehen mit dem Scheinargument: "Das weiß doch keiner so genau..." Und nun haben wir erkannt, dass die Hochform des Glaubens eine persönliche Entscheidung des Vertrauens ist. Das kann dann doch nur bedeuten, dass wir darüber eben nicht diskutieren können! (Wenn ein Mann beschließt, seiner Frau bedingungslos zu vertrauen, sie zu lieben und sich von ihr abhängig zu machen, dann kann man darüber doch nicht diskutieren!)

Nein, das nicht. Aber die beiden Stufen davor (Version 1 und 2) sind ja nicht ausgeschaltet. Sie sind zwar noch nicht der eigentliche Glaube, aber dennoch notwendig. Es wäre ja auch ziemlich behämmert, einem Gott voll und ganz zu vertrauen, von dem man annimmt, dass er gar nicht existiert.

Es ist also notwendig, zunächst ernsthaft zu überlegen, ob es einen Gott gibt - und wenn ja, wie dieser Gott ist. Darüber können wir nicht nur diskutieren - wir müssen es sogar, wenn wir die Welt außerhalb unseres Kopfes ernst nehmen wollen.
Außerdem ist es wichtig, zu fragen, was dieser Gott uns denn sagt. Die Religionen unterscheiden sich zwar nicht in der Annahme, dass es einen Gott gibt - aber die Götter der verschiedenen Religionen stellen sehr unterschiedlicher Forderungen, haben ganz verschiedene Botschaften. Glauben wir das, was Gott uns (vermittelt) durch eine bestimmte Religion ausrichten lässt? Auch darüber müssen wir diskutieren, wenn wir die Entscheidung, dass es einen Gott gibt, auch ernst nehmen wollen.

Aber auch über die Dritte Entscheidung, diesem Gott ganz und gar zu vertrauen, können wir uns austauschen. Wir können eine Liebe nicht durch Argumente erzeugen (weder die Liebe zu einem Menschen noch die Liebe zu einem Gott). Aber wir können sehr wohl die Frage stellen, ob es denn angemessen ist, diesem Gott (oder diesem Menschen) in diesem Maße zu vertrauen.

Vertrauen
Letztlich läuft das alles auf die Frage hinaus, wieviel Vertrauen ich bereit bin, zu investieren. Das gilt nicht nur für den an Gott Glaubenden, sondern auch für den Wissenschaftler, den Richter und den Ehepartner.
Auch der Wissenschaftler muss seinen Daten trauen, er muss darauf vertrauen, dass die Wirklichkeit so funktioniert, wie er annimmt. Er vertraut den Forschungsergebnissen seiner Kollegen genauso wie den Angaben in den Büchern der Fachliteratur. Der Richter traut seinem Erfahrungen in der Bewertung der Glaubwürdigkeit bestimmter Zeugen, er vertraut den Gutachten der Spezialisten und den Ermittlungen der Polizei. Der Ehepartner traut den Liebeserklärungen genauso wie seinen eigenen Gefühlen, er hört mehr (oder weniger) auf die Einschätzungen seiner engsten Freunde und den Erfahrungen anderer Ehepaare. Der an Gott Glaubende vertraut einer Religionsgemeinschaft, den Berichten von Gebetserfahrungen und Wunder, seinem Verstand und den Dingen die er sieht.

Der Unterschied zwischen den sogenannten "harten" Fakten und den "geglaubten Wahrheiten" ist viel geringer, als man gemeinhin glaubt: Für alles das braucht man ein Grundvertrauen in seine Wahrnehmung und in die Erfahrungsberichte anderer - da gibt es keinen Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft.
Wenn es einen wesentlichen Unterschied gibt, dann ist es dieser: Mit den einfachen Fakten der Naturwissenschaften können wir uns diese Welt einrichten. Mit den tieferliegenden Fakten des Glaubenden können wir uns über diese Welt erheben - sogar dann noch, wenn diese Welt längst nicht mehr ist.


Möchtest Du mir schreiben? Für diese Katechese ist Peter verantwortlich
.

von 29.11.2012 00:30

Maria - Trösterin der Betrübten - die Adventmuttergottes in der Waldschlucht von Mettenbuch

Maria, Trösterin der Betrübten, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu Dir nehmen!

Bei dem ersten Erscheinungstag der Muttergottes von Marpingen, am 3. Juli 1876, wurde in Lourdes von dem päpstlichen Legaten vor über 100.000 Gläubigen die Statue der Unbefleckten Empfängnis gekrönt. Innerhalb desselben Jahres, war die Muttergottes an drei weiteren Orten des damaligen Deutschen Reiches erschienen:
Am 03. Juli abends in Marpingen, im Saarland nahe der französischen Grenze, anschließend dann in Mettenbuch im Bayrischen Wald und auch in Dietrichswalde, im ostpreußischen Ermland. Dietrichswalde, heute Polen, wurde zur 100 Jahrfeier unter Kardinal Wojtyla anerkannt.


Erscheinung der Heiligen Familie in Mettenbuch:
Im Advent 1876 vom Freitag den 1. Dezember bis zum Donnerstag den 21. Dezember, erschien in einer abgelegenen Waldschlucht bei Mettenbuch die Muttergottes mit dem Jesuskind und dem Heiligen Josef, sowie vielen Engeln, vier Mädchen und einem zehnjährigen Knaben täglich. An manchen Tagen sogar mehrfach z.B. saß die hl. Jungfrau am 02. Dezember, wie auch am 03. Dezember 1876 auf einem Thronsessel; und auf ihrem Schoß ruhte das göttliche Jesuskind, der heilige Joseph schaute von rückwärts mit frommem Blick auf das Jesuskind, links und rechts jeweils 1 Engel, der ganze Himmel war voller Sterne, auch schwebten viele Engel vom Himmel herab. Vielleicht als Symbol der Gnade zeigte Maria einen goldenen Apfel, ein Skapulier, einen goldenen Tisch (Abendmahl), die hl. Hostie mit dem Jesuskind darinnen, es erschienen auch viele andere Symbole des christlichen Glaubens. Ganze Scharen von Engeln schwebten von oben herab, mit Musikinstrumenten in den Händen. Das ganze Weihnachtsgeheimnis ließ sich aufs Neue vom Himmel her in diese Waldeinsamkeit bei Mettenbuch hernieder. Sie ermahnte zu eifrigem Gebet, vor allem des Rosenkranzes und daß man die heiligen Sakramente empfangen solle und empfahl, für die Verstorbenen täglich den Psalter, (3 Rosenkränze) zu beten. Die Muttergottes wünschte, daß eine einfache Kapelle gebaut wird und daß sie als „Maria Trösterin der Betrübten", (vgl. Lauretanische Litanei) verehrt werde.


Unerschütterliche Zeichen der Echtheit:
Auch am 3. Dezember 1876, dem ersten Adventssonntag, erschien dem Buben der göttliche Heiland am Kreuz. Er war derart leidend und mit Blut überströmt, daß der Bub zutiefst erschüttert war. Die Nägel waren an den Händen nicht in der inneren Fläche, sondern gegen das Gelenk hin zu sehen. An den Füßen war der Nagel mehr am Rist, die Füße waren übereinander gelegt, und zwar der rechte Fuß über den linken, das bedeutet eben, "Barmherzigkeit geht vor der Gerechtigkeit": Das alles konnten die Kinder unmöglich selbst wissen. So sind diese Feinheiten ein klarer Beweis der Echtheit dieser Erscheinungen.
Der Xaverl (Seherbub) 10 Jahre alt, schaute den gekreuzigten Heiland, der am Kreuz sehr stark blutete, siehe Bild oben Mitte. Unter dem Kreuz in der Waldschlucht hängt übrigens ein kleines Schild mit dem folgenden Text, wo Jesus zu Dir sagt: "Siehe mich an, was ich für dich getan und schenk mir deine Liebe."
Das mittlere Bild ist ähnlich dem Titelbild des Buches von Pater t Gebhard Heyder und stammt aus den Tagen der Erscheinungen 1876 bis 1878.
Es sind die fünf Hauptszenen zusammengestellt, entsprechend der geistigen Abfolge und sind auch so numeriert. Oben links Bild I, das Jesuskind im Lichtschein der heiligen Weihnacht, mit erhobenen Segenshändchen. Links unten Bild II, Maria mit dem Gotteskind auf dem Schoß, der Nährvater, der heilige Joseph, blickt ehrfurchtsvoll von rückwärts auf das Christuskind; dazu seitwärts zwei anbetende Engel als Ehrenwächter; alles im strahlenden Weihnachtslicht. Oben rechts Bild III, die Muttergottes schreitet mit dem Jesuskind durch den Mettenbucher Weihnachtswald, seitlich die Baumreihen. In der Mitte das große Kreuzesbild IV, ganz mit Blut und Wunden bedeckt, so wie es der Knabe Xaverl geschaut und geschildert hat; deutlich zu sehen die Nägel durch die Handwurzeln getrieben. Warum so groß als Hauptbild in der Mitte? - weil im Kreuzesopfer das ganze Erlösungswerk Jesu Christi von der Krippe bis Kalvaria zusammengefaßt ist und im täglichen heiligen Meßopfer geheimnisvoll vergegenwärtigt wird. Auch das Kreuz ist vom Verklärungslicht umstrahlt. Rechts unten Bild V, die Muttergottes als gekrönte Königin, den segnenden messianischen Gottkönig auf dem rechten Arm, wie auf einem kleinen Thronsitz tragend. Auch das ist ein Zeichen der Echtheit dieser Erscheinungen von Mettenbuch, denn ein 10-jähriges Kind könnte so etwas Sinnreiches wie dieses Kreuzbild mit diesen 4 zusätzlichen kleineren Bildern aus dem Leben Jesu und den wissenschaftlich bestätigten Einzelheiten der Art der Kreuzigung Jesu kaum selber erfinden.
(Quelle: Auszüge aus dem Buch „Adventmuttergottes“ von + Pater t Gebhard Heyder, Regensburg 1986, jetzt © Karl Preiß • Postfach 1135 • 94526 Metten - Tel: 0151 / 57607714)

1877 und 1878 waren ebenfalls weitere Erscheinungen
(Ist beides je ein Zeichen der Echtheit der Erscheinungen, die bisher aber noch nicht kirchlich anerkannt sind!!), obwohl sich das mehrfach als echt erwiesen hat, auch in neuester Zeit. Auch entstand eine kleine Quelle, durch deren Wasser sehr viele Heilungen geschahen. In der folgenden Zeit 1876 bis 1879 pilgerten weit mehr als 100 000 Gläubige aus Bayern, Österreich und Böhmen nach Metten bzw. nach Mettenbuch. Auch heute nach mehr als 130 Jahren pilgern nach wie vor Gläubige zu dieser Gnadenstätte, um Hilfe zu erbitten von unserer "Maria, Trösterin der Betrübten" und um das dort fließende Gnadenwasser mit nachhause zu nehmen. Gott erwählte auch hier wiederum die Einfalt von fünf einfachen Landkindern, denen er seine Geheimnisse kundtat, um Hilfe zu gewähren und anzubieten in "schwer bedrängter Zeit" (vgl. Marpingen!!!).
Wir erleben heute den „losgelassenen Satan" (s. Apg. 20,1-3) in nahezu allen Bereichen; sich gegenseitig bekämpfende Parteien, jede göttliche und menschliche Autorität und Ordnung fehlt, die Wahrheit leugnende Anschauungen. In diesen Systemen und Machtbereichen ist Satan aller Fesseln losgeworden und übt unter Einsatz aller modernen Propagandamittel sein verderbliches Verführungswerk über alle Völker des Erdkreises aus. Doch wie vor 2000 Jahren, so "strahlt auch heute der Herr auf und läßt seine Herrlichkeit in Gestalt seiner wunderbaren Mutter am wetterleuchtenden Horizont unserer Tage erscheinen" (vgl. Is 60.2). Dieses erreichte im Sonnenwunder von Fatima im Oktober 1917 wie nicht minder erschütternd am 8. Dezember 1949 in Heroldsbach, in dem vom heiligen Kaiser Heinrich II. 1007 gegründeten Erzbistum Bamberg, seine größte Manifestation.
Doch schickte die marianische Gnadensonne ihre Morgenröte bereits voraus nach La Salette Frankreich (1846), nach Obermauerbach, Diözese Augsburg (1848), nach Lourdes (1858), Frankreich und nach Marpingen im Saarland (1876) und im gleichen Jahr nach Mettenbuch in Bayern!!!
(Quelle: Pater t Benedikt Braunmüller O.S. t 12. Juni 1898 in München. © Karl Preiß • Postfach 1135 • 94526 Metten - Tel: 0151 / 57607714)

Jesus erscheint in einer großen Hostie! Damit weist Gott auf die Realpräsenz in der hl. Hostie hin:
"Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!"
Die Muttergottes und das Jesuskind schweben von der himmlischen Höhe hernieder in den adventlichen Mettener Wald zu den Kindern, die täglich durch die verschneiten Berghänge zum Engelamt in der Abteikirche von Metten herunterstiegen.


Was sich bei den ersten Erscheinungen zutrug
So beteten am 1. Dez. um 19 Uhr wieder drei erwachsene Personen (darunter die 2 Witwen) neben den beiden Mädchen von 10 und 14 Jahren den Rosenkranz und fügten, weil der Advent sich näherte, diesmal die Lauretanische Litanei an. Als sie die Worte sprachen: „Du Zuflucht der Sünder, du Trösterin der Betrübten!" da flammte plötzlich das Licht, welches von den Mädchen ganz in der Nähe gesehen wurde, groß und hell und Funken sprühend auf und sank rasch wieder zusammen. Sie wunderten sich, wollten aber doch etwas erschreckt fortgehen; da schwebte das Licht neben ihnen her. Dem Brombeerstrauch gegenüber blieben sie nun stehen und beteten, jedes allein, für die Verstorbenen. Jetzt schwebte das Lichtlein weiter in die Schlucht hinab, blieb erst stehen und erlosch dann schnell. Bald tauchte an demselben Platz ein neues Licht auf und verschwand wieder. Plötzlich rief das zehnjährige Mädchen: „Ein Kinderl, ein Kinderl", und wies auf den Platz hin, doch schnell war die Erscheinung verschwunden und die Leute beteten weiter. Da sprangen auf einmal beide Mädchen auf und riefen gleichzeitig: „Das Jesuskind, das Jesuskind, ist es schön!" und sie wollten auf dasselbe zueilen, aber rasch war es wieder weg. Die Anwesenden fielen auf die Knie nieder und beteten. Darauf erzählten die Mädchen, das Kindlein habe hellgelbes gelocktes Haar und ein rosarotes Röcklein, den Oberkörper bloß und über die Brust ein goldenes Bändchen gehabt. Da sie weiter beteten, erschien das Kindlein in gleicher Gestalt, doch weniger deutlich, zum 3. Mal, verschwand aber sogleich wieder. Voll Freude und Bewunderung kehrten sie dann nach Hause zurück. Am folgenden Tag (Samstag, 2. Dez. 1876) gingen zur gleichen Zeit dieselben Personen und noch eine Erwachsene und 2 Kinder der Bauerswitwe betend zur Schlucht. Das Kindlein eilte ihnen schon entgegen; sie fielen auf die Knie nieder und beteten. Das Kind weilte nur kurze Zeit, schwebte dann über den Graben zurück und blieb stehen. Die Betenden gingen nach; sobald sie aber zur Stelle kamen, verschwand das Kind. Sie knieten nieder und beteten die Lauretanische Litanei. Auf einmal riefen die vier voneinander getrennten Kinder wie aus einem Mund: „Unsere Liebe Frau ist da." Sie sahen dieselbe sitzend auf einem sehr schönen Stuhle, unter den Füßen einen entsprechenden Schemel; sie trug ein blaues Kleid, auf dem Haupt einen über die Brust herabfließenden Schleier und goldene Schuhe an den weißen Füßen. Sie schlug die Augen nieder. Das Kindlein, das zuvor erschienen war, saß jetzt auf ihrem Schoße und lächelte sehr freundlich die Kinder an. Zu beiden Seiten stand je ein Engel in langem weißem Gewand und mit rotem Kränzlein auf dem Haupt. Rückwärts sah ein Mann mit langem Bart, breitem Hut und einem Stock in der Hand auf das Kindlein herab. Die Kinder glaubten auch viele Sterne um die ganze Gestalt der hl. Jungfrau zu sehen und fragten die Erwachsenen, ob sie nicht wenigstens die Engel sähen, welche daherkämen und Instrumente trügen, als wollten sie Musik machen. Es hörten zwar auch die Kinder damals keine musikalischen Töne, konnten sich aber nicht satt sehen an der wundersamen Prozession von Engeln und Heiligen, welche, wie sie beteuerten, von einem höher liegenden Einödhof auf Stufen zur Mutter Gottes herabkamen. Auf Anregung ihrer Mütter fragten sie endlich die Erscheinung was sie wünschte. Diese antwortete: „Eine Kapelle, eine einfache Kapelle soll herkommen". Auf die Frage, wen man da verehren solle, sagte sie: „Mich!" und um ihren Namen gefragt, gab sie zur Antwort: „Maria, die Trösterin der Betrübten." Sie ermahnte die Kinder zu recht eifrigem Gebet, trug ihnen für eine bestimmte Zeit insbesondere auf, täglich für die Verstorbenen einen Psalter (= 3 Rosenkränze) zu beten, um dadurch auf das Geheimnis des menschlichen Lebens und auf die unantastbare Ehrfurcht, die ihm gebührt, aufmerksam machen, schon mehr ein Jahrhundert bevor der Massenmord am ungeborenen Leben seinen Lauf nahm. Durch das Erscheinen der Heiligen Familie soll die große Bedeutung der intakten Familie für die gesamte Gesellschaft, für den Erhalt des Staates ... verdeutlicht werden. So gesehen besitzen diese Ereignisse von Mettenbuch während der Adventswochen 1876 in der Waldschlucht von Mettenbuch eine immense Aktualität. Bemerkenswert ist auch, daß die fünf Kinder übereinstimmend berichteten, daß sie zuerst das Jesuskind gesehen haben, dann erst die Mutter Gottes. Zweifellos wollte das der Heiland, so wäre das schon ein dringendes Gebot nicht nur zur kirchlichen Freigabe bzw. Anerkennung, zur lauten Aufforderung der Verehrung des Jesukindleins und der Adventmuttergottes von Mettenbuch, sondern vielmehr auch noch besonders an die - Verantwortlichen in der Politik gerichtet - zur Beachtung, zum Schutz des ungeborenen Lebens, ja des menschlichen Lebens überhaupt. Denn gerade heute wird das menschliche Leben oft genug 'mit Füßen getreten': Siehe A. Irlmeier: "Die Gesetze, die den Kindern den Tod bringen, werden abgeschafft werden"
(nach gewissen großen Ereignissen), siehe Abtreibungen ..., und um diesen Übeln abzuhelfen, hat hier in Mettenbuch die heilige Jungfrau ihre Praxis geöffnet. Viele Heilungen hat es hier an diesem Gnadenort schon gegeben und auch Hilfe in jeglicher anderer Not. Viele Heilungen sind gut bezeugt, teils sogar vom Königlichen Bezirksamt Deggendorf wie z.B. die spektakuläre Heilung einer total gelähmten Frau am Birnbaum. Stellen wir nur einen biblischen Vergleich an: Die Hirten von Bethlehem haben in der ersten Heiligen Nacht ihr Weihnachtserlebnis gehabt und haben das Kindlein in der Krippe liegend, mit Maria und Joseph gefunden „und taten die Botschaft kund, die ihnen über dieses Kind von den Engeln gesagt worden war" (Lk. 2,16-17). Aber nur ganz, ganz wenige glaubten ihnen, je höher hinauf, desto weniger. Sie erzählten ihr himmlisches Erlebnis nicht nur in den ersten Weihnachtstagen, sondern ihr ganzes Leben hindurch, wo sich irgendeine Gelegenheit bot. Aber wer nahm die einfachen Schafhirten schon ernst? ? ? - dies an die 30 Jahre hindurch.
Bis dann schließlich das Krippenkind öffentlich als Himmelreichsprediger und Wundertäter, als Messias und Erlöser auftrat und die von den Hirten erzählten Erlebnisse und Schauungen sich als echt und wahr erwiesen...
Kann es nicht heute so sein, daß "der Herr des Himmels und der Erde es den Kleinen und Demütigen offenbart, weil es Ihm gerade so gefällt" (Mt. 11.25-26)
(Quelle: Buch "Sie Trösterin der Betrübten" S. 102). Mit Sicherheit weist Gott mit diesen Erscheinungen gerade in der Adventszeit in Mettenbuch auf die baldige 2. Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus hin. Wie aus folgendem italienischen Text hervorgeht, sieht der ehrwürdige t Pater Pio hier auch einen möglichen Zusammenhang zwischen den Marienerscheinungen von La Salette, Lourdes, Pompeji, Mettenbuch und Fatima: "Una chiave di lettura ehe cerca di individuare le possibili relazioni intercorse tra le vicende umane e religiöse dellümile frate di Pietrelcina, ilpontificato di San Pio X e le apparizioni mariane di, La Salette, Lourdes, Nursia Pompei, Mettenbuch e Fatima."
(Übersetzung in deutsch: Ein Schlüssel, um mögliche Zusammenhänge zwischen der menschlichen und religiösen Angelegenheiten des demütigen Pater Pio aus Pietrelcina, dem Pontifikat von Papst Pius X. und die Marienerscheinungen von La Salette, Lourdes, Pompeji Nursia, Mettenbuch und Fatima zu identifizieren versuchen.)
Der 1968 verstorbene heilige Pater Pio mißt diesen Erscheinungen also eine große Bedeutung zu.

In anderem Zusammenhang sagt Jesus zur hl. Sr. Faustyna: "Ich mache dich zur Künderin meiner Wiederkunft". Die Erscheinungen in Medjugorje begannen am 24. Juni, dem Festtag "Johannes der Täufer", dem Wegbereiter Jesu Christi. Dort bezeichnet sie sich als "Königin des Friedens", der letzten Anrufung der Lauretanischen Litanei! Heute bereitet unsere liebe Mutter Maria, die Allerseligste Jungfrau selbst, unserem Herrn Jesus den Weg für sein 2. Kommen. - Diese Zusammenhänge sind äußerst interessant!
neu erbauter Schrein der Lieben Gottesmutter, der "Trösterin der Betrübten", daneben der Kreuzweg

"Es ist ein Reis entsprungen..." - so sangen vor mehr als hundertdreißig Jahren die Kinder und auch die Erwachsenen von den Bauernhöfen bei Metten und Umgebung in der Klosterkirche von Metten beim Rorateamt, zu dem sie fast täglich bei Regen, Wind oder Schneegestöber die Waldschlucht hinabeilten, wo vor ihren Augen aufs Neue der biblische Advent und die „ Weihnacht von Bethlehem" in himmlischen Schauungen zur Erde herniederschwebten'... (Die Trösterin der Betrübten., S. 103).

Bild unten: Blick auf die Gnadenstätte der Erscheinungen von Mettenbuch
Gott wiederum belohnt solche fleißige Beter und Kirchgänger, die solche Opfer und Strapazen auf sich nehmen mit großen, ja außergewöhnlichen Gnaden: - Das ist die Katholische Mystik: Die frommen Kinder durften den Vorgeschmack des Himmels erleben, die Nähe der heiligen Jungfrau Maria, die Nähe Jesu, die Nähe ihres Gottes, den die Kinder so sehr liebten. Ja, sie durften Gott schauen! "Den Kleinen und Demütigen hast Du es geoffenbart, weil es Dir so gefallen hat..." um 'das Große' zu beschämen...". „Werdet wie die Kinder!“ das sagt uns heute Jesus.
Habt Vertrauen wie ein Kind! Betet wie ein Kind beten gelernt hat! Nehmt Opfer auf euch! Liebt unseren wahren, lebendigen Gott! Lehrt die Menschen, Gott zu lieben!
Geht wieder regelmäßig zur heiligen Sonntagsmesse, um das heilige Meßopfer mitzufeiern, wo sich Jesu Kreuzesopfer unsichtbar in wunderbarer Weise nachvollzieht!
Betet den Rosenkranz, auch in den Familien, betet ihn mit euren Kindern und verzichtet auf Computerspiele, auf Diskobesuch und auf das schädliche Fernsehen! "Sucht zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch dazugegeben werden“ (Hl. Schrift)!
Und umgekehrt gilt: Wenn man "Gott nicht braucht", verliert man auch alles andere, dazu gehört auch der Arbeitsplatz, sein Besitz: alles! Dann kommen Krankheiten und Probleme aller Art. - Kehrt um und bekehrt Euch! Geht zur hl. Beichte und reinigt Eure Seele! Fangt wieder an mit dem Beten und mit dem eifrigen und regelmäßigen Gang zur Sonntagsmesse! - Das soll unsere Adventsvorbereitung sein! Gott wird es Euch reichlich lohnen. Lernt von diesen Kindern, die nun alle im Himmel sind! Betet viel für die Armen Seelen im Fegfeuer! Weiht Euch alle dem Unbefleckten Herzen Mariens! Tragt die "Wundertätige Medaille" und das Skapulier ständig um den Hals. Besucht diesen Gnadenort in der Waldschlucht, denn auch dieser Ort ist eine der "wahren Hauptstädte" dieser Welt. Als „Maria - Trösterin der Betrübten" offenbarte sich unsere liebe Mutter Gottes bei ihren Erscheinungen 1876 - 1878 den fünf Kindern in der Waldschlucht nahe bei der Benediktinerabtei Metten. Ihr zu Ehren wurde - gemäß Ihrem Wunsche - diese einfache Kapelle gebaut. Auf die Frage, welches Gebet und Lied ihr besondere Freude bereite, antwortete die Muttergottes: "An diesem Ort, das Gebet: der Rosenkranz "Psalter" und die „Lauretanische Litanei" und auch das folgende Lied "O Maria, Gnadenvolle":
„1. O Maria, Gnadenvolle, schönste Zier der Himmelsau'n, blicke huldvoll auf uns nieder, die wir kindlich Dir vertrau’n. Tu uns deine Milde kund, segne Mutter unsern Bund, segne Mutter, segne Mutter, segne Mutter unsern Bund!
2. Dich zu lieben. Dir zu dienen. Dir als Vorbild immerdar, treu im Leben nach zu wandeln, hat vereint sich uns're Schar. Lieb' und Lob aus Herz und Mund, bringt Dir, Mutter unser Bund, bringt Dir Mutter, unser Bund, bringt dir oh Mutter unser Bund.
3. Sieh, wir legen Dir zu Füßen ohne Vorbehalt das Herz, Ordne alle seine Triebe, lenk Sie alle himmelwärts. Mach mit Heiliger Liebe wund, alle Seelen, alle Seelen, alle Seelen in den Bund.
4. Liebe Mutter, in Versuchung sei mit Deiner Liebe wach, daß wir niemals wanken, fallen, denn wir sind so arm und schwach. Stärk uns in der Kampfesstund', halte rein stets unsern Bund. Halte rein, halte rein, halte rein stets unsern Bund.

-Salve Regina: Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsere Wonne, unsere Hoffnung sei gegrüßt. Zu Dir rufen wir, verbannte Kinder Evas. Zu Dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen. Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende Deine barmherzigen Augen uns zu und zeige uns nach diesem Elende Jesus, die gebenedeite Frucht Deines Leibes, O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria. Amen.

Die lauretanische Litanei (Urtext)

Herr, erbarme dich unser
Christus, erbarme dich unser
Herr, erbarme dich unser
Christus höre uns
Christus, erhöre uns
Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott
Heilige Maria, bitte für uns
Heilige Gottesgebärerin
Heilige Jungfrau aller Jungfrauen
Mutter Christi
Mutter der göttlichen Gnade
Du reinste Mutter
Du keuscheste Mutter
Du unversehrte Mutter
Du Unbefleckte Mutter
Du liebliche Mutter
Du Mutter des guten Rates
Du Mutter des Schöpfers
Du Mutter des Erlösers
Du weiseste Jungfrau
Du ehrwürdige Jungfrau
Du lobwürdige Jungfrau
Du mächtige Jungfrau
Du gütige Jungfrau
Du getreue Jungfrau
Du Spiegel der Gerechtigkeit
Du Sitz der Weisheit
Du Ursache unserer Freude
Du geistliches Gefäß
Du ehrwürdiges Gefäß
Du vortreffliches Gefäß der Andacht
Du geistliche Rose
Du Turm Davids
Du elfenbeinerner Turm
Du goldenes Haus
Du Arche des Bundes
Du Pforte des Himmels
Du Morgenstern
Du Heil der Kranken
Du Zuflucht der Sünder
Du Trösterin der Betrübten (hier 3mal beten!)
Du Helferin der Christen
Du Königin der Engel
Du Königin der Patriarchen
Du Königin Propheten
Du Königin der Apostel
Du Königin der Märtyrer
Du Königin der Bekenner
Du Königin der Jungfrauen
Du Königin aller Heiligen
Du Königin ohne Makel der Erbsünde empfangen
Du Königin des heiligen Rosenkranzes
Du Königin der Familie
Du Königin des Friedens
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt -
verschone uns o Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt -
erhöre uns o Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt -
erbarme dich unser o Herr
Bitte für uns, o heilige Gottesgebärerin -
auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten:
Verleihe, wir bitten dich, o Herr und Gott, daß wir, deine Diener,
des beständigen Wohles der Seele und des Leibes uns erfreuen,
durch die glorreiche Fürbitte der seligsten und
allzeit jungfräulichen Mutter Maria, der Trösterin der Betrübten,
von der gegenwärtigen Trübsal befreit werden
und die ewige Freude genießen mögen,
durch Christus unseren Herrn. Amen.
Das Mettenbucher Gnadenkreuz, den Erscheinungsplatz, in der Mauer rechts die Statuen des hl. Erzengels Michael und des hl. Joseph, auch befindet sich hier in der Nähe der Bassin, wo das Gnadenwasser aus der Gnadenquelle gesammelt wird, das man außerhalb vom Erscheinungsplatz aus dem Wasserhahn schöpfen kann. Die Kinder waren von dem starken Licht, das von den Erscheinungen ausging, geblendet. Dieses Licht spiegelt sich auch auf dem Foto wieder. Quelle: Frau C. Macht

Ablaßgebete vor dem Kreuz
„Siehe, o gütiger und milder Jesus, ich werfe mich vor deinen Augen auf die Knie. Inbrünstig bitte und beschwöre ich dich: Präge meinem Herzen lebendige Gefühle des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe ein sowie wahre Reue über meine Sünden und den ganz festen Willen, mich zu bessern. Voll Liebe und Schmerz schaue ich auf deine heiligen fünf Wunden und betrachte sie in meinem Geiste. Dabei halte ich mir vor Augen, was im Hinblick auf dich, o guter Jesus, schon der Prophet David dir in den Mund legte: "Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt; alle meine Gebeine haben sie gezählt."
Aus fernen, längst vergangenen Tagen erklingt ein heilig Liedchen mir, das ich, von Mutterlieb getragen, so selig sang hinauf zu Dir:
[Jesu Kindlein komm' zu mir, mach ein frommes Kind aus mir, mein Herz ist klein, kann niemand hinein als Du mein liebes Jesulein]
«Und in den harten Kampf des Lebens, wo die Versuchung schmeichelnd winkt, sang dieses Lied ich nie vergebens, das aus der Jugendzeit mir klingt: (Refrain s.o.)
Und werd’ ich einst im Tode ringen, im letzten Kampf, im letzten Streit, dann möge im Herzen mir erklingen das Lied aus seliger Kinderzeit: (Refrain s. o.)



Meerstern ich dich grüße!
1. Meerstern ich Dich grüße! O Maria hilf! Gottesmutter süße! 0 Maria hilf!
(1. -8.: Maria hilf uns allen aus uns'rer tiefen Not!)
2. Rose ohne Dornen, 0 Maria hilf! Du von Gott Erkorne! O Maria hilf!
3. Lilie ohnegleichen, O Maria hilf! Dir selbst Engel weichen! O Maria hilf!
4. Quelle aller Freuden, O Maria hilf! Trösterin im Leiden, O Maria hilf!
5. Hoch auf deinem Throne, O Maria hilf! Aller Jungfrau’n Krone, O Maria hilf!
6. Gib ein reines Leben, O Maria hilf! Sichre Reis daneben, O Maria hilf!
7. Dich als Mutter zeige, O Maria hilf! Gnädig uns zuneige, O Maria hilf!
8. Hilf uns Christum flehen, O Maria hilf ! Fröhlich vor Ihm stehen! O Maria hilf

Wir verehren durch das folgende kurze, aber sehr mächtige Gebet das Heilige Kostbare Blut Jesu, das Er am Kreuz für uns vergossen hat:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
(Man bete 7mal):
Sei gegrüßt, o Heiliges Kostbares Blut, bitte komm uns und den Armen Seelen zugut!
Danach: 2 Vater unser, 2 Ave Maria und 2 Ehre sei ...

Rosenkranz zum JESUSKIND
Wird auf dem gewöhnlichen Rosenkranz gebetet: Am Anfang:
1 x Ich glaube an Gott, dem Vater den ...
1 x Vater unser...
1 x Gegrüßet seist du, Maria...
1 x Ehre sei dem Vater...
Auf den 10er-Perlen: (also 10mal):
Jesulein 's Herz, geboren aus der Allerheiligsten Jungfrau Maria in Bethlehems Stall - segne die ganze Menschheit, erneuere ihre Herzen, umstrahle die Familien, lehre sie Gott lieben.
Auf den 1er-Perlen:
1 x Vater unser...
1 x Gegrüßet seist du, Maria...
1 x Ehre sei dem Vater...
Die Allerheiligste Mutter gibt diesem Rosenkranz ein Privileg: Wer auch immer ihn in irgendeinem Bedürfnis beten wird, wird schnell erhört werden.
Das Jesuskind wirkt schnell und unverzüglich, nichts verweigert der himmlische Vater dem göttlichen Kind.

Merke es Dir!!!
Lehre der Welt diesen Rosenkranz zu beten, denn große Gnaden haben das Herz des Jesuskindes und das Herz der Jungfrau Maria, der Mutter Christi, auf ihn gelegt. Die Allerheiligste Jungfrau Maria liebt diesen Rosenkranz sehr und bittet, alle mögen ihn beten. Der ganze Himmel betet ihn auch!
Während jemand diesen Rosenkranz zum Jesuskind gebetet hat, sah ich mit den Augen des Geistes das Jesuskind, ungefähr 4 Jahre alt, in einem langen blauen Gewand, mit langen bis auf die Schulter fallenden Locken. Das Jesuskind kniete in der Luft nieder, faltete die Händchen zum Gebet und betete zusammen mit dem Seher den Rosenkranz. Auf die Worte: "Lehre sie Gott lieben" zeigte es mit dem Fingerchen nach oben. Mit den Augen des Geistes sah ich dann, wie sich der Himmel öffnete und wie zahlreiche Heilige kniend gebetet haben. Auf die Worte: "Lehre sie Gott lieben" neigten alle die Köpfe bis zur Erde auf die Seite zum feurigen Thron, wo ein großer und schöner Glanz war. Bevor ich den Rosenkranz zu Ende gebetet hatte, sagte das Jesuskind:

"Um was du auch immer bitten wirst, werde ich dir geben, wirst du erhalten".
Bild: Allererste Kapelle am Birnbaum
erbaut 1877
Merke es dir!
Schiebe ihn nicht hinaus für später, bete ihn nicht mit Abneigung, bete ihn in den Morgenstunden mit liebevollem Herzen."
Der Rosenkranz zum Jesuskind hat Imprimatur vom Himmel erhalten.
Bitte bestellen Sie das zugehörige Bildchen mit Text vom Ruhland Verlag, Rudolf-Diesel-Str. 5, 84503 Altötting. Bitte verbreiten Sie so dieses sehr wertvolle Gebet!
Sie erhalten dadurch viele Gnaden.
Bitte täglich beten!

Allmächtiger Gott, in den Stunden der Angst und des Grauens bewahre uns alle auf der Erde Lebenden. Lege uns in die schützenden Hände Deiner Engel, der Unbefleckten Jungfrau Maria, Deines Sohnes, Jesus Christus.

O Meine Gebieterin, o meine Mutter, Dir bringe ich mich ganz dar! Und um Dir meine Hingabe zu erweisen, weihe ich Dir heute meine Augen, meine Ohren, meinen Mund, mein Herz und mich selber ganz und gar! Weil ich also dir gehöre, oh gute Mutter, so bewahre mich und beschütze mich als Dein Gut und Eigentum! Amen.

Zur Mutter geh, Sie hilft! Zur Mutter geh, du fromme Seele,
ist dir dein Herz von Kummer schwer.
Mit wahrer Kindeseinfalt zähle ihr alle deine Nöte her.
Schau, liebe Mutter, mußt du sagen,
schau, wie dein Kind den Kreuzweg geht.

O, reich mir deine Hand zu tragen
mein Kreuz in Demut und Gebet!
Zur Mutter geh, du arme Seele
zu jeder Stund, an jedem Tag, und sag
und klag ihr, was dir fehle,
was immer dich bedrücken mag.
Geh zu Maria da, vor allem, wo Wunderglanz ihr Bild verklärt.
Fürwahr der Himmel müßte fallen, gingst du von dannen unerhört.
Zur Mutter geh, du arme Seele,
ist dir das Herz vom Kummer schwer.
Mit wahrer Kindeseinfalt zähle
ihr alle deine Nöte her.
Schau, liebe Mutter, mußt du sagen
ich habe niemand als nur dich.
Du aber, laß mich nicht verzagen
laß nicht zuschanden werden mich!
Bild oben: heutige, neu erbaute Kapelle

gnadenspendende Wasserquelle.
Man bete beim Schöpfen: 3 AVE Maria

Um 3 Uhr nachmittags bete man auch den wunderwirkenden "Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit":
zu Beginn bete man 1 x: O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich!
1 x: Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an, lobpreise Dich und bitte, umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden.

An den ersten 3 Perlen: Vater unser... Gegrüßet seist Du Maria... Ich glaube an Gott ...

Bei den Einzelperlen: Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden und für die Sünden der ganzen Welt.

An den 10er-Perlen jeweils 10mal: Durch sein schmerzhaftes Leiden hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.

Am Ende 3mal: Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.

zum Schluß bete man nochmals 1 x: O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich!
1 x: Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an, lobpreise Dich und bitte, umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden.
(Imprimatur! Vollkommener Ablaß! Von Jesus selbst gegeben, nicht vom Mittelalter!!!)

Seele Christi, heilige uns,
Leib Christi, rette uns,
Blut Christi, tränke uns,
Wasser der Seite Christi, wasche uns,
Leiden Christi, stärke uns,
o guter Jesus, erhöre uns,
birg in deinen Wunden uns,
von dir laß nimmer scheiden uns,
vor dem bösen Feind beschütze uns,
in der Todesstunde rufe uns und
zu dir kommen heiße uns,
mit deinen Heiligen zu loben dich
in deinem Reiche ewiglich. Amen.

Gebet mit vollkommenem Ablaß für die Sterbestunde:
Herr, mein Gott, schon jetzt nehme ich den Tod, wie er auch nach deinem Willen mich treffen mag, mit all seinen Ängsten, Peinen und Schmerzen aus deiner Hand ergeben und willig an. (Papst Pius X.)

(Quelle: S/W-Bilder und Texte auszugsweise aus: "Die Trösterin der Betrübten in der Waldschlucht" Pater Gebhard + Heyder OCD Regensburg 1988, © Karl Preiß • Postfach 1135 • 94526 Metten - Tel: 0151 / 57607714)

Das Bild an der Stelle des Birnbaums, aus Metall und befestigt auf einem kunstvoll gearbeiteten Steinsockel, der von der ehemaligen Kapelle stammen könnte (links im Bild). P. t Benedikt Braunmüller schrieb am 21.11.1889 als Abt in sein Tagebuch: "Heute machte ich auf einem Spaziergang die Bemerkung, daß der Birnbaum bei Mettenbuch, der schon so viel Redens verursacht hat, durch einen Sturm vor ca. 2 Monaten gänzlich entfernt sei. An seiner Stelle steht jetzt ein eisernes Kreuz, woran Bilder gehängt sind". 1987 wurde von Regensburger Pilgern der Steinsockel und ein Marterl mit einer Pieta errichtet (links im Bild).

O Maria, hilf uns aus aller Not, sei unsere Fürsprecherin bei Gott,
sowohl im Leben als im Tod, zeige Deine Muttergüte,
trage Deiner Kinder Bitte unserm Herrn und Heiland vor,
der zur Mutter Dich erkor. Amen.

Engel Gottes, leite, führe immer mich an Deiner Hand,
daß ich nie den Weg verliere in das himmlische Vaterland.
Lehre mich auf Jesus schauen, Seine Worte recht verstehen,
Seine heil'gen Wege gehen.
Schütze mich vor jeder Sünde und mein Herz erhalte rein,
daß der Herr es würdig finde, eine Wohnung Ihm zu sein.
Schutzgeist in dem letzten Streite, in dem Kampfe mit dem Tod,
weiche nicht von mir und leite meine Seele hin zu Gott.

„Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, weise nicht mein kleines Herz zurück, das nur für Dich lebt; Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, nimm es in Deinem Göttlichen und Heiligsten auf; Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, mache mein Herz Deinem Göttlichen, das so vollkommen ist, ähnlich!"
Wer dieses Gebet spricht, wird sofort von Jesus aufgenommen, Er drückt ihn an Sich und öffnet ihm die Pforten zu Seinen Unendlichen Schätzen.

Anfahrt:
Mettenbuch liegt in der Nähe von Metten im Landkreis Deggendorf und gleich neben der Autobahn A3 Regensburg -
Passau, Abfahrt Metten. In Metten fährt man um das Kloster herum, gleich nach dem Kloster rechts abbiegen, Beschilderung Mettenbuch folgen. Ca. 300 m vor der Ortschaft Mettenbuch, dort am eisernen Wegkreuz links abbiegen, siehe Beschilderung „Zur Marienkapelle in der Waldschlucht", Am Ende des Weges (Sackgasse) kommt ein kleines Anwesen „Einödbauernhof" hier rechts in der Wiese parken. Die Waldschlucht mit dem heiligen Platz liegt gleich rechts daneben im Wald (ca. 50m entfernt vom Anwesen).

Maria, Trösterin der Betrübten, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu Dir nehmen!

(Quelle: auszugsweise Text nach Angaben der Seherkinder, siehe Buch: "Die Trösterin der Betrübten in der Waldschlucht von P. t Gebhard Heyder OCD beim Grignion-Verlag Altötting. Gebetsbilder und Buch (s.u.) sind zu beziehen bei (C) Karl Preiß • Postfach 1135 • 94526 Metten - Tel: 0151 / 57607714)

Ein bebilderter Bericht von Herrn Karl Preiß, Metten, der die Rechte aus den angeg. Quellen erworben hat:
Maria - Trösterin der Betrübten - die Adventmuttergottes in der Waldschlucht von Mettenbuch PDF ca. 4 MB (C) Karl Preiß

Sehr empfehlenswertes Buch von Herrn Karl Preiß, Metten:


Auch Du bist von der "Trösterin der Betrübten", der Adventmuttergottes von Mettenbuch, eingeladen, an dieser Gnadenstätte mitzubeten:

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Wir suchen einen pensionierten Priester für Caritas Haus st. Monika.....für hl. Messen und auch für Krankenbesuche.

Sehr schöne Wohnungen im betreuten Wohnen, für noch etwas fittere Senioren....



Caritas Haus St. Monika Stuttgart - Neugereut
http://images.google.de/imgres?imgurl=ht...arqBfIQrQMISzAP

http://www.caritas-stuttgart.de/hilfe-be...tgart-neigereut

.....und einen wunderschönen Palmengarten beim Eingang von St. Monika.



Wunderbar diesen obigen Artikel,von den Gebeten.... er sollte es ausgedruckt geben , wie Flugblätter weiter geben.
Ich versuche es mal hier in unserer Kapelle.

Es wäre gut, wenn man es so verkürzen könnte, dass es auf ein D4 Blatt ginge.

Es könnte sein, dass sonst nicht alles gelesen würde. Ich bin am Überlegen, ob ich es in etwa schaffe weiß ich nicht.

Wir haben hier im Haus Monika auch etwas Probleme, wir hatten 2 pensionierte Geistliche, die hier im betreuten Wohnen, ihre Mietwohnung hatten, Leider ist unser guter Pfr. Fehrle (88) voriges Jahr verstorben und nur noch einen 80 jährigen Priester haben wir, der schafft das nicht alleine, tägl. hl.Messe und bei Kranken sein, usw.
..
Wir suchen dringend einen penionierten Priester, der bereit wäre hier im kl. Haus, betreutes Wohnen, auch kommen würde und wie bisher halt kirchliche Dienste verrichten, so wäre Pfr. Gottstein nicht alleine. Es ist sonst zu viel für diesen Priester.

Weil unsere indische Schwester Lissy, die schon über 30 Jahre hier die Oberin, die Chefin ist, doch die wird im August ins Mutterhaus in Indien zurück gerufen, und geht auch in Pension.

Wir haben hier noch ca 6 bis 7 indische Anbetungsschwestern hier, sie beten viel, auch noch in anderen Kirchen in Stuttgart, St. Eberhard...St. Augistinus und auch in Waiblingen, wo auch indische Schwestern sind....usw... Sie werden überall zum Gebet gebraucht und auch zur Krankenpflege, usw...

Und Sr. Lissy hat es in diesen vielen Jahren, wo sie hier ist, fertig gebracht, dass fast täglich hl. Messe hier in der Kapelle war. Sie hat überall herum telefoniert, bis sie welche fand, die als kamen zum Messe lesen.Ist sehr schön von ihr...
Und wie es jetzt weitergeht, weiß nur der liebe Gott.

Und nur 1 km, von hier ist die Wallfahrtskirche...Die Stuttgarter Madonna, und dieser gute noch junge Priester, wo dort war...wird jetzt nach Rom berufen und dort bei der Frau Chavan behilflich zu sein, jetzt fehlt dann dieser Priester in der Wallfahrtskirche auch noch.

Wir sind so in Not.
Wir beten ja 5 mal die Woche in der Kapelle den Rosenkranz, sind wenige da, aber doch immer welche Beter da.(Die Schwestern beten ja viel in ihrem Konvent, in ihrer Hauskapelle...).
Der Mittwoch ist jetzt auch zum Rosenkranzbeten dazu gekommen...der besonders für den Frieden und die Bekehrung der Sünder ist..

Also zur Zeit sieht es nicht gut aus, wird wahrscheinlich viel verweltlichter werden, wenn keine Priester mehr da sind.

Es ist halt so, mache pensionierte Priester wollen eine große Wohnung haben, weil sie viele Bücher hätten, sagte mir Pfr. Gottstein.

http://www.aok-pflegeheimnavigator.de/in...AND&focus=4&;
http://www.caritas-stuttgart.de/hilfe-be...gnungsstaetten/

von 28.11.2012 11:28

Die Liebe in der Wahrheit tun: Hinführung zum Jahr des Glaubens
mit Papst Benedikt XVI.


Liebe Hörerinnen und Hörer von „Radio Maria Österreich“!

Mit dem Apostolischen Schreiben „Porta fidei“, das in Form eines Motu proprio ergangen ist, hat Papst Benedikt XVI. am 11. Oktober 2011 die Ausrufung eines „Jahres des Glaubens“ bekannt gegeben.

„Im Licht all dessen habe ich entschieden, ein Jahr des Glaubens auszurufen. Es wird am 11. Oktober 2012, dem fünfzigsten Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils, beginnen und am Christkönigssonntag, dem 24. November 2013, enden“ (Porta fidei, Nr. 4).

Der Anlass dieses Jahres des Glaubens ist also das 50-Jahr-Jubiläum des 2. Vatikanischen Konzils, das am 11. Oktober 1962 eröffnet wurde. Gemäß dem damals gültigen liturgischen Kalender wurde an diesem Tag das Fest der Mutterschaft Marias gefeiert. Seit der Liturgiereform wird das Hochfest der Gottesmutter Maria in der ordentlichen Form des römischen Ritus am 1. Januar begangen; zugleich ist es in der außerordentlichen Form der Messfeier nach dem römischen Ritus weiterhin möglich, den traditionellen Termin des 11. Oktober zu feiern.

Maria ist unser Vorbild im Glauben und die Mutter der Glaubenden. Noch bevor sie ihren Sohn Jesus Christus in ihrem Schoß empfing, hat sie ihn im Herzen schon im Glauben empfangen und aufgenommen. Ihre Verwandte Elisabeth preist sie eben wegen dieses Glaubens selig: „Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ“ (Lk 1,45).

Unser Weg auf Erden ist der des Glaubens. Erst im Himmel werden wir Gott von Angesicht zu Angesicht schauen. Dann wird der Glaube in Schauen übergehen und die Hoffnung in Besitz. Die Liebe aber wird bleiben.

„Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe“ (1 Kor 13,13).

Das 2. Vatikanische Konzil hatte nicht die Absicht, neue Dogmen des Glaubens vorzulegen. Es wollte vielmehr die Glaubenslehre der Kirche in Anwendung bringen auf die Bedürfnisse unserer Zeit. Insofern ist es ein pastorales Konzil, als es ausgerichtet ist auf das Ziel aller Seelsorge, nämlich die Menschen zur Heiligkeit zu führen, sodass sie nach ihrem Tod und einer vielleicht noch nötigen Läuterung im Reinigungsort (Purgatorium oder Fegefeuer) eintreten dürfen in die himmlische Herrlichkeit.

Als reifste Frucht des 2. Vatikanischen Konzils, was die Glaubenslehre der Kirche betrifft, wie sie unserer Zeit neu verkündet werden soll, gilt der „Katechismus der Katholischen Kirche“. Papst Benedikt XVI. schreibt dazu:

„Auf das Datum des 11. Oktobers 2012 fällt auch das zwanzigjährige Jubiläum der Veröffentlichung des Katechismus der Katholischen Kirche, eines Textes, den mein Vorgänger, der selige Papst Johannes Paul II., mit dem Ziel promulgierte, allen Gläubigen die Kraft und die Schönheit des Glaubens vor Augen zu führen. Dieses Dokument, eine authentische Frucht des Zweiten Vatikanischen Konzils, sollte nach dem Wunsch der Außerordentlichen Bischofssynode von 1985 ein Instrument im Dienst der Katechese sein und wurde durch die Zusammenarbeit des gesamten Episkopates der katholischen Kirche erstellt“ (Porta fidei, Nr. 4).

Wir wollen in dieser zweiteiligen Sendereihe auf „Radio Maria“ gemeinsam über das Jahr des Glaubens nachdenken. Eine vierfache Aufgabe stellt sich uns in diesem Jahr und darüber hinaus. Es geht

1. darum, dass wir die Haltung des Glaubens und der Umkehr in unserem Herzen erneuern und vertiefen,

2. dass wir dies tun in der Gemeinschaft der Glaubenden, eben der Kirche,

3. dass wir die von Gott geoffenbarten Inhalte des Glaubens voll und ganz bejahen

4. und in unserem Leben durch Wort und Tat bezeugen. Deshalb auch der besondere Titel dieser Sendung „Die Liebe in der Wahrheit tun“, in Anlehnung an die Enzyklika „Caritas in veritate“ von Papst Benedikt XVI., die mit Datum vom 29. Juni 2009 veröffentlicht hat. Es geht um den Zusammenhang von Glaube und Handeln. Der Glaube soll sich auswirken im christlichen Leben; er soll Frucht bringen in Werken der Liebe, in einem Leben nach den Geboten Gottes und in der Übung der Tugenden.

Bei diesen Überlegungen und Aufgaben hilft uns die Jungfrau und Gottesmutter Maria als Prototyp aller Gläubigen oder als Ikone der Glaubenden. Ihr Magd-des-Herrn-Sein hat sie im Glauben bejaht und in Hoffnung und Liebe im Leben verwirklicht. Eben darum wurde sie von ihrem Sohn Jesus Christus nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen und erhielt sie Anteil an seinem Königtum. Mit Jesus Christus, dem König des Weltalls, der als ewiger Sohn Gottes seine Herrschaft von Natur aus ausübt, darf Maria aus Gnade als Königin des Himmels und der Erde herrschen. Sie tut dies in wahrhaft mütterlicher Weise, indem sie fürbittend Sorge trägt für das Heil aller Menschen.

Ein großer Glaubenszeuge ist auch der Heilige des heutigen Tages: Johannes der Täufer. Für den Glauben an Gott hat er sein Leben hingegeben. Im Tagesgebet heißt es:

Allmächtiger Gott,
du hast den heiligen Johannes den Täufer berufen,
deinem Sohn im Leben und im Tod voranzugehen
und für Recht und Wahrheit Zeugnis zu geben.
Gib auch uns die Kraft,
für den Anspruch deiner Lehre
unerschrocken einzutreten.



So widmen wir uns nun der ersten Fragestellung:

1. Wie können wir die Haltung des Glaubens und der Umkehr in unserem Herzen erneuern und vertiefen?

Für den inneren Vollzug und die Haltung des Glaubens verwendet Papst Benedikt in seinem Motu proprio das Bild von einer Tür. Er spricht von der „porta fidei“, der Tür oder dem Tor des Glaubens. Damit schließt er an die Apostelgeschichte (14,27) an, wo es wörtlich über Paulus und Barnabas heißt:

„Als sie dort [nämlich in Antiochia] angekommen waren, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan und dass er den Heiden die Tür zum Glauben geöffnet hatte.“ [… καὶ ὅτι ἤνοιξεν τοῖς ἔθνεσιν θύραν πίστεως.]

Dieses Bildwort von der „Tür des Glaubens“ drückt aus, dass der Glaube ein Eintreten in eine neue Wirklichkeit ist. Und das ist etwas, was wir uns nicht selber erwerben oder geben können.

Der Glaube ist vor allem ein Geschenk Gottes im Hinblick auf das ewige Heil, also eine Gnade oder eine übernatürliche Gabe. Gott der Vater zieht die Menschen durch das Wort des Heils in der Gnade des Heiligen Geistes an sich; dieses Wort der Offenbarung ist ergangen in seiner Fülle durch den menschgewordenen Sohn Gottes, das fleischgewordene Wort, also durch unseren Herrn Jesus Christus. Wer den Akt des Glaubens vollzieht, antwortet auf das Geschenk der göttlichen Offenbarung, in der sich Gott uns selbst mitteilt und erschließt.

Der Glaube wird vom Menschen in Freiheit vollzogen und setzt voraus, dass es nicht unvernünftig, sondern im Gegenteil höchst vernünftig ist, wenn wir dem absolut wahrhaftigen, allmächtigen und allgütigen Gott vertrauen.

Hören wir die Worte von Papst Benedikt XVI., mit denen er das Apostolische Schreiben „Porta fidei“ einleitet. Er schreibt gleich zu Beginn:

„Die ‚Tür des Glaubens‘ (vgl. Apg 14,27), die in das Leben der Gemeinschaft mit Gott führt und das Eintreten in seine Kirche erlaubt, steht uns immer offen. Es ist möglich, diese Schwelle zu überschreiten, wenn das Wort Gottes verkündet wird und das Herz sich durch die verwandelnde Gnade formen lässt. Durch diese Tür zu gehen bedeutet, einen Weg einzuschlagen, der das ganze Leben fortdauert. Er beginnt mit der Taufe (vgl. Röm 6,4), durch die wir Gott Vater nennen dürfen, und endet mit dem Übergang durch den Tod hindurch in das Ewige Leben, das Frucht der Auferstehung Jesu, des Herrn, ist. Er wollte durch das Geschenk des Heiligen Geistes alle, die an ihn glauben, in seine Herrlichkeit einbeziehen (vgl. Joh 17,22). Den Glauben an die Trinität – den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist – zu bekennen entspricht an einen einzigen Gott, der die Liebe ist (vgl. 1 Joh 4,8), zu glauben: an den Vater, der zu unserem Heil in der Fülle der Zeit seinen Sohn gesandt hat; an Jesus Christus, der in dem Geheimnis seines Todes und seiner Auferstehung die Welt erlöst hat; an den Heiligen Geist, der die Kirche durch die Jahrhunderte führt in der Erwartung der Wiederkunft des Herrn in Herrlichkeit“ (Porta fidei, Nr. 1).

Wie wunderbar ist doch dieser Weg des Glaubens! Wir können Gott dem Herrn nicht genug dafür danken glauben zu dürfen und wollen besonders in diesem Jahr die Akte des Glaubens im Herzen erwecken und erneuern.

Zu allererst geht es um die Umkehr zum Herrn, um die Bekehrung. Diese vollzieht sich grundlegend bei diesen Menschen, die sich als Erwachsene auf die Taufe vorbereiten, aber auch in jenen, welche die Taufgnade durch eine Todsünde verloren haben und sie sich im Sakrament der Buße wieder schenken lassen. Darüber hinaus ist für jeden Christen eine tägliche Umkehr nötig; eben damit wir auf dem rechten Weg bleiben, den Gottes Gnade uns führen will.

Dieses Anliegen bringt Papst Benedikt folgendermaßen zum Ausdruck:

„Aus dieser Sicht ist das Jahr des Glaubens eine Aufforderung zu einer echten und erneuerten Umkehr zum Herrn, dem einzigen Retter der Welt. Im Geheimnis seines Todes und seiner Auferstehung hat Gott die rettende Liebe vollends offenbart und ruft die Menschen durch die Vergebung der Sünden zur Umkehr des Lebens (vgl. Apg 5,31). Diese Liebe – so der Apostel Paulus – führt den Menschen in ein neues Leben: ‚Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben‘ (Röm 6,4). Durch den Glauben gestaltet dieses neue Leben die gesamte menschliche Existenz nach der radikalen Neuheit der Auferstehung. Im Maß der freien Bereitschaft des Menschen werden seine Gedanken und Gefühle, seine Mentalität und sein Verhalten allmählich geläutert und verwandelt auf einem Weg, der in diesem Leben nie gänzlich vollendet wird. Der ‚Glaube, der in der Liebe wirksam ist‘ (vgl. Gal 5,6), wird zu einem neuen Maßstab für das Denken und Tun, der das ganze Leben des Menschen verändert (vgl. Röm 12,2; Kol 3,9-10; Eph 4,20-29; 2 Kor 5,17)“ (Porta fidei, Nr. 6).



Kommen wir nun zum zweiten wichtigen Anliegen dieses Jahres!

2. Wir erneuern das Bekenntnis unseres Glaubens in der Gemeinschaft der Glaubenden, eben in der Kirche.

Glauben heißt auf Gottes Wort bauen, das er an uns richtet und das uns die Kirche verkündet. Christlicher Glaube ist immer schon kirchlich vermittelter Glaube. Daher ist es inkonsequent und letztlich unmöglich zu sagen: „Mit der Kirche will ich nichts mehr zu tun haben; doch den christlichen Glauben trage ich weiterhin im Herzen.“

Ein solcher Mensch lebt von Voraussetzungen, die er ablehnt: Er will nicht mehr zur Gemeinschaft der Glaubenden gehören, und sagt dennoch, er glaube. Ist das nicht ein Widerspruch? Bildlich gesprochen: Er sägt sich selbst den Ast ab, auf dem er sitzt. Das aber kann auf Dauer nicht gutgehen.

Sowohl auf weltkirchlicher Ebene als auch in den Bereichen der einzelnen Bischofskonferenzen und Diözesen wird das „Jahr des Glaubens“ je eigene Schwerpunkte und Akzentsetzungen erfahren.

Papst Benedikt schreibt, es geht der ganzen Kirche um das treue Bekenntnis des Glaubens:

„Wir wollen dieses Jahr in würdiger und schöpferischer Weise feiern. Es soll intensiver über den Glauben nachgedacht werden, um allen, die an Christus glauben, zu helfen, ihre Zustimmung zum Evangelium bewusster und stärker werden zu lassen, vor allem in einem Moment tiefgreifender Veränderungen, wie ihn die Menschheit gerade erlebt. Wir werden die Gelegenheit haben, den Glauben an den auferstandenen Herrn in unseren Kathedralen und in allen Kirchen der Welt, in unseren Häusern und bei unseren Familien zu bekennen, damit jeder das starke Bedürfnis verspürt, den unveränderlichen Glauben besser zu kennen und an die zukünftigen Generationen weiterzugeben. Die Ordens­gemeinschaften sowie die Pfarrgemeinden und alle alten wie neuen kirchlichen Realitäten werden Gelegenheit finden, in diesem Jahr das Credo öffentlich zu bekennen“ (Nr. 8).

Die Österreichische Bischofskonferenz legt einen besonderen Schwerpunkt auf eine qualifizierte Katechese. D.h. es geht um eine Glaubensunterweisung, welche die Menschen erreicht und zugleich den Glauben unverfälscht weitergibt. Die österreichischen Bischöfe haben ein neues Dokument vorgelegt, das den Titel trägt: „Verkündigung und neue Evangelisierung in der Welt von heute“. Es wurde in der Frühjahrsvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz (vom 19.-22. März 2012) approbiert. „Das neue Dokument nimmt erfahrungsbezogen die Mitte des Glaubens in Blick. Es formuliert Kernbotschaften des Glaubens altersgemäß und auf die jeweilige Zielgruppe hin“ (Erklärung nach der Frühjahrsvollversammlung, Nr. 2, in: Amtsblatt der ÖBK, Nr. 57, 1. Juni 2012, S.3).

In Österreich werden am 11. Oktober 2012 die Türen der Kirchen um die Mittagszeit weit geöffnet werden; das Läuten der Glocken soll zum Gebet des „Engel des Herrn“ einladen. Die einzelnen Diözesen setzen während des Glaubensjahres besondere Schwerpunkte. So soll in der Diözese St. Pölten, der ich angehöre, die Fastenzeit als Intensivzeit zur besonderen Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Glaubensbekenntnisses genutzt werden, um dann in der Osternacht die feierliche Tauferneuerung in allen Pfarren vornehmen zu können (vgl. Diözesanblatt St. Pölten, Mai 2012).



Ein drittes Anliegen gibt es:

3. In diesem Jahr des Glaubens und darüber hinaus sollen wir die von Gott geoffenbarten Inhalte des Glaubens voll und ganz bejahen.

Wer Gott ganz vertraut und auf ihn baut, zweifelt nicht an dem, was Gott uns um unseres Heiles willen mitgeteilt hat. Alles was Gott geoffenbart hat und uns die Kirche zum Glauben vorlegt, nehmen wir mit göttlichem und katholischem Glauben an und halten es für unfehlbar wahr. Der allwissende und wahrhaftige Gott kann uns nicht in die Irre führen. Beim Glauben geht es daher sehr wohl auch um Inhalte. Dazu schreibt Papst Benedikt XVI.:

„Wie man feststellen kann, ist die Kenntnis der Glaubensinhalte wesentlich, um die eigene Zustimmung zu geben, das heißt um sich dem, was von der Kirche vorlegt wird, mit Verstand und Willen völlig anzuschließen. Die Kenntnis des Glaubens führt in das Ganze des von Gott offenbarten Heilgeheimnisses ein. Die gegebene Zustimmung schließt also ein, dass man, wenn man glaubt, freiwillig das gesamte Glaubensgeheimnis annimmt, denn der Bürge für seine Wahrheit ist Gott selbst, der sich offenbart und es ermöglicht, sein Geheimnis der Liebe zu erkennen“ (Porta fidei, Nr. 10).

Welche Glaubensinhalte sind gemeint? Die wesentlichen Inhalte finden wir im Credo – also im Glaubensbekenntnis – zusammengefasst. Es ist daher sinnvoll, im Jahr des Glaubens dieses Bekenntnis bewusst zu beten und über die einzelnen Glaubensartikel nachzudenken. Dazu hilft uns die Heilige Schrift und der Katechismus der Katholischen Kirche; ebenso hilfreich sind das Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche und der Jugendkatechismus (YouCat). Katechetische Unterweisungen und Vorträge in den Pfarren und Gruppen helfen, sich mit den Inhalten des Glaubens auseinanderzusetzen. Vielleicht gibt es da und dort eine Gruppe von Interessierten, die sich gemeinsam mit den Inhalten des Katechismus befasst und sich darüber austauscht.

Das Wort Gottes ist keine trockene Satz-Wahrheit, die uns zwar bekannt wird, aber letztlich in Distanz lässt, sondern wer wirklich glaubt, der vollzieht die Ganzhingabe des Herzens an Gott und übereignet sich ihm mit Verstand und Wille. Die Inhalte des Glaubens werden so zu Offenbarungen der göttlichen Liebe und zu Leuchtsternen für unseren Lebensweg.



Und dann der vierte Schwerpunkt, den wir setzen sollen:

4. In diesem Jahr des Glaubens geht es besonders auch darum, den katholischen Glauben in unserem Leben durch Wort und Tat zu bezeugen.

Maßgeblich sind stets Liebe und Wahrheit („Caritas in veritate“). Genau so heißt auch der Titel einer Enzyklika von Papst Benedikt XVI.: Mit Datum vom 29. Juni 2009 veröffentlichte Papst Benedikt XVI. seine bisher dritte Enzyklika nach „Deus caritas est“ und „Spe salvi“: Die Sozialenzyklika „Caritas in veritate“ ist auch im Jahr des Glaubens wichtig und richtet sich „an die Bischöfe, an die Priester und Diakone, an die Personen gottgeweihten Lebens, an die christgläubigen Laien und an alle Menschen guten Willens“. Sie handelt „über die ganzheitliche Entwicklung des Menschen in der Liebe und in der Wahrheit“.

Die Titelbezeichnung „Caritas in veritate / (wörtl.) die Liebe in der Wahrheit“ ist eine Anspielung auf Eph 4,15, wo es heißt:

„Wir wollen uns, von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten und in allem wachsen, bis wir ihn erreicht haben. Er, Christus, ist das Haupt.“

In der lateinischen Fassung (Vulgata) lautet dies wörtlich: „veritatem autem facientes in caritate crescamus in illo per omnia qui est caput Christus”. Die Schlüsselpassage liest sich also genau: „die Wahrheit in Liebe tun“, um gerade so in ihm durch alles zu wachsen und Christus das Haupt zu erreichen.

Benedikt XVI. hält es für „notwendig, die Liebe und die Wahrheit nicht nur in der vom heiligen Paulus angegebenen Richtung der ‚veritas in caritate‘ (Eph 4,15) miteinander zu verbinden, sondern auch in der entgegengesetzten und komplementären von ‚caritas in veritate‘“, wie er in Nr. 2 erklärt. Es geht also um das rechte Verständnis der menschlichen Entwicklung in ihrer sozialen Dimension, und zwar sowohl in der Zielrichtung der Wahrheit, geleitet von der Liebe, als auch in Zielrichtung der Liebe, von der Wahrheit geleitet.

Im Jahr des Glaubens ist es besonders wichtig, dass der Glaube in der Liebe Frucht bringt:

„Der Glaube ohne die Liebe bringt keine Frucht, und die Liebe ohne den Glauben wäre ein Gefühl, das ständig dem Zweifel ausgesetzt ist. Glaube und Liebe erfordern sich gegenseitig, so dass eines dem anderen erlaubt, seinen Weg zu gehen“ (Porta fidei, Nr. 14).

Unser Glaube darf nicht ein Lippenbekenntnis bleiben, sondern soll sich auswirken im gelebten Zeugnis der Christen, im Wort und in der Tat.

„Die Erneuerung der Kirche geschieht auch durch das Zeugnis, das das Leben der Gläubigen bietet: Die Christen sind nämlich berufen, mit ihrer Existenz in der Welt das Wort der Wahrheit, das der Herr uns hinterlassen hat, leuchten zu lassen“ (Porta fidei, Nr. 6).

Um den Weg zu einem bestimmten Ziel erfolgreich zu beschreiten, muss die Grundrichtung stimmen, d.h. es muss das Ziel schon im Blick sein, wenigstens annäherungsweise. Für das menschliche Leben geht es nach Auffassung Benedikts XVI. um eine Grundhaltung, die wir neu lernen sollten: die Anerkenntnis dessen, dass wir uns das Wesentliche im Leben, ja das Leben selbst, aber auch dessen Erfüllung letztlich nicht selbst verdanken, sondern nur als Geschenk empfangen können. Wahrheit, Hoffnung und Liebe haben mit diesem „Prinzip der Unentgeltlichkeit“ zu tun, das neu entdeckt werden soll, um echte Zukunft zu ermöglichen. Ohne die Gerechtigkeit auszuschließen, die für das Zusammenleben unabdingbar ist, gelte doch:

„Die Gemeinschaft der Menschen kann von uns selbst gestiftet werden, aber sie wird allein aus eigener Kraft nie eine vollkommen brüderliche Gemeinschaft sein und jede Abgrenzung überwinden, das heißt, eine wirklich universale Gemeinschaft werden: die Einheit des Menschengeschlechts, eine brüderliche Gemeinschaft jenseits jedweder Teilung, wird aus dem zusammenrufenden Wort Gottes, der die Liebe ist, geboren“ (Caritas in veritate, Nr. 34).

Jede wahre Einheit und Gemeinschaft wird von Gott her ermöglicht, der gerade als der eine Gott in drei göttlichen Personen ein Geheimnis der Liebe ist. Das trinitarische Geheimnis zeigt uns vom göttlichen Ursprung her, wie vollkommene Einheit in vollkommener Beziehung möglich ist:

„Die Dreifaltigkeit ist völlige Einheit, insofern die drei Göttlichen Personen reine Beziehung sind. Die gegenseitige Transparenz zwischen den Göttlichen Personen ist völlig und die Verbindung untereinander vollkommen, denn sie bilden eine absolute Einheit und Einzigkeit“ (Caritas in veritate, Nr. 54).

Ein Abbild dessen ist die Kirche, und auch die geistig-leibliche Einheit der Ehegatten im Ein-Fleisch-Werden. Auf analoge Weise verbindet die Wahrheit die Vernunftwesen untereinander und schafft echte Teilhabe.

Das christliche Menschenbild zeigt auf, dass die Person und die Gemeinschaft jeweils aufeinander zugeordnet sind:

„Wie die Gemeinschaft der Familie in sich die Personen, die sie bilden, nicht auflöst und wie die Kirche selbst die ‚neue Schöpfung‘ (vgl. Gal 6,15; 2 Kor 5,17), die durch die Taufe ihrem Leib eingegliedert wird, voll hervorhebt, so löst auch die Einheit der Menschheitsfamilie in sich die Personen, Völker und Kulturen nicht auf, sondern macht sie füreinander transparenter und vereint sie stärker in ihrer legitimen Vielfalt“ (Caritas in veritate, Nr. 53)

Wir können an dieser Stelle nicht weiter auf die einzelnen Inhalte der Sozialenzyklika „Caritas in veritate“ eingehen. Es werden Themenbereiche angesprochen (z.B. Wirtschaft und Umwelt), die dem ersten Anschein nach nicht viel mit dem christlichen Glauben zu tun haben. Und doch ist es gerade hier wichtig, dass das christliche Zeugnis durchdringt!

Abschließend stellte Benedikt XVI. in seiner Sozialenzyklika „Caritas in veritate“ fest, dass ein wahrer Humanismus ohne Bezug auf Gott nicht möglich ist. Diese Anerkenntnis ist zugleich eine Ermutigung:

„Die Liebe Gottes ruft uns zum Aussteigen aus allem, was begrenzt und nicht endgültig ist; sie macht uns Mut, weiter zu arbeiten in der Suche nach dem Wohl für alle, auch wenn es sich nicht sofort verwirklichen lässt, auch wenn das, was uns zu verwirklichen gelingt – uns und den politischen Autoritäten und Wirtschaftsfachleuten –, stets weniger ist als das, was wir anstreben. Gott gibt uns die Kraft, zu kämpfen und aus Liebe für das gemeinsame Wohl zu leiden, weil er unser Alles, unsere größte Hoffnung ist.“ (Caritas in veritate, Nr. 78)

Daher schließt das Schreiben mit einem geistlichen Aufruf:

„Die Entwicklung braucht Christen, die die Arme zu Gott erheben in der Geste des Gebets, Christen, die von dem Bewusstsein getragen sind, dass die von Wahrheit erfüllte Liebe, caritas in veritate, von der die echte Entwicklung ausgeht, nicht unser Werk ist, sondern uns geschenkt wird.“

Unverzichtbare Elemente der täglichen Hinwendung zu Gott werden angeführt, und das kann auch für das Jahr des Glaubens hilfreich sein:

„Die Entwicklung beinhaltet Aufmerksamkeit für das geistliche Leben, ernsthafte Beachtung der Erfahrungen des Gottvertrauens, der geistlichen Brüderlichkeit in Christus, des Sich-Anvertrauens an die göttliche Vorsehung und Barmherzigkeit, der Liebe und Vergebung, des Selbstverzichts, der Annahme des Nächsten, der Gerechtigkeit und des Friedens.“ (Caritas in veritate, Nr. 79)

Zwischen dem Glauben und dem Handeln besteht also ein unauflöslicher Zusammenhang. Das „Jahr des Glaubens“ soll nicht bloß eine theoretische Vertiefung bringen, sondern sich ganz und gar auswirken auf die christliche Lebenspraxis. Es geht darum, die Gebote Gottes zu befolgen und die Werke der Liebe zu vollbringen (vgl. Mt 25). Wenn dies geschieht, ist unser Leben nicht umsonst, und wir werden einmal eintreten dürfen ins himmlische Reich, wenn Gott uns zu sich ruft in seine ewige Seligkeit in der Gemeinschaft mit allen Engeln und Heiligen.

„Dank des Glaubens können wir in denen, die unsere Liebe erbitten, das Antlitz des auferstandenen Herrn erkennen. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40): diese seine Worte sind eine nicht zu vergessende Mahnung und eine fortwährende Einladung, die Liebe zurückzugeben, mit der er sich unser annimmt. Der Glaube ist es, der es ermöglicht, Christus zu erkennen, und seine eigene Liebe ist es, die dazu drängt, ihm jedes Mal zu helfen, wenn er auf unserem Lebensweg unser Nächster wird. Vom Glauben getragen, sehen wir hoffnungsvoll auf unser Engagement in der Welt und erwarten dabei ‚einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt‘ (2 Petr 3,13; vgl. Offb 21,1)“ (Porta fidei, Nr. 14).

Papst Benedikt schließt sein Motu proprio „Porta fidei“ mit einer Anempfehlung des Jahres des Glaubens an die Gottesmutter Maria:

„Vertrauen wir der Mutter Gottes, die ‚selig‘ gepriesen wird, weil sie ‚geglaubt hat‘ (Lk 1,45), diese Zeit der Gnade an“ (Porta fidei, Nr. 15, Schlusswort).



Glaubensbekenntnis von Nicäa-Konstantinopel (Gotteslob, Nr. 356):

Wir glauben an den einen Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

die sichtbare und die unsichtbare Welt.



Und an den einen Herrn Jesus Christus,

Gottes eingeborenen Sohn,

aus dem Vater geboren vor aller Zeit:



Gott von Gott, Licht vom Licht,

wahrer Gott vom wahren Gott,

gezeugt, nicht geschaffen,

eines Wesens mit dem Vater;

durch ihn ist alles geschaffen.

Für uns Menschen und zu unserem Heil

ist er vom Himmel gekommen,

hat Fleisch angenommen



durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria

und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

hat gelitten und ist begraben worden,

ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

und aufgefahren in den Himmel.

Er sitzt zur Rechten des Vaters

und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

zu richten die Lebenden und die Toten;

seiner Herrschaft wird kein Ende sein.



Wir glauben an den Heiligen Geist,

der Herr ist und lebendig macht,

der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

der gesprochen hat durch die Propheten,

und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

Wir erwarten die Auferstehung der Toten

und das Leben der kommenden Welt.

Amen.

von 28.11.2012 06:58

Adventkalender für die ganze Familie
(presse.kirche.at) Einen besonderen Adventkalender gibt der Bereich Familie der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten heraus. „Der Adventkalender für die ganze Familie enthält viele Tipps für eine besinnliche und wertvolle Advent- und Weihnachtszeit“, sagt Bereichsleiterin Doris Kloimstein.
In diesem Kalender hat jeder Tag hat zwei Seiten: eine für die Kinder und eine für die Eltern mit Geschichten und Tipps. „Der Stehkalender ist so konzipiert, dass sich Erwachsene und Kinder gegenüber sitzen können“, erklärt Kloimstein. „Die Kinder können das Bild ansehen und die Erwachsenen die dazu passende Geschichte vorlesen.“ Drei verschiedene Symbole zeigen an, ob es sich bei den Geschichten um Alltagssituationen, Fantasiegeschichten oder um Erzählungen aus der Bibel handelt.
Der Adventkalender ist gedacht für Mütter, Väter, Großeltern, die mit ihren Kindern und Enkelkindern zum „ursprünglichen Sinn des christlichen Weihnachtsfestes vordringen wollen“, so Kloimstein. Für Familien, die anderen Religionen oder anderen Denkrichtungen angehören, kann er die Möglichkeit bieten, Hintergrundwissen zu Brauchtum und Glaubensinhalten dieses Festes zu erwerben.
Der Adventkalender geht über Weihnachten hinaus bis zum 6. Jänner. Die Blätter der 4 Adventsonntage haben eine Steckvorrichtung, sodass der Adventkalender über mehrere Jahre verwendbar ist. Der Inhalt ist auf das Entwicklungsalter von Kindern zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr ausgerichtet.
Bestelladresse:
Pastorale Dienste der Diözese St.Pölten, Behelfsdienst, Klostergasse 15, 3100 St.Pölten
E-Mail: behelfe.pa.stpoelten@kirche.at
Anfragen zum Kalender: familie@kirche.at
Kosten: € 9.-

von 27.11.2012 07:46

Beichte gültig bei Piusbruderschaft?


Das Nachrichtenportal kath.net hat in einem Beitrag vom 21.11.2012 die Behauptung aufgestellt, die Beichten bei der Priesterbruderschaft St. Pius X seien wegen fehlender Jurisdiktion objektiv nicht gültig. Höchstens könne es eine subjektive Gültigkeit geben. Diese Behauptung ist nicht korrekt und wurde in der Vergangenheit schon mehrfach widerlegt.

Die Priester der Piusbruderschaft haben zwar keine ordentliche Beichtjurisdiktion, aber diese wird durch die Kirche ersetzt, so dass die Beichten sicher gültig sind. Dies wird auch von renommierten Kirchenrechtlern (z. B. Prof. Georg May) bestätigt, und Rom hat niemals etwas anderes behauptet.

Im Übrigen wird selbst bei den wirklich schismatischen Priestern der Ostkirchen die fehlende Jurisdiktion ersetzt, so dass die Gläubigen dort gültig beichten.

Der Verfasser des kath.net-Artikels legt zudem merkwürdige Theorien zur Sakramententheologie vor, wenn er schreibt, es handle sich bei den Beichten mit supplierter Jurisdiktion „um eine subjektive Gültigkeit bei objektiver Ungültigkeit: subjektiv gültig deshalb, weil die Seele dieselben Früchte erfährt, welche sie auch erlangen würde, wenn das Sakrament gültig gespendet würde, und objektiv ungültig deshalb, weil die sündenvergebende Wirkung nicht aufgrund des Beichtsakramentes selbst zustande kommt.“ Selbstverständlich kommt die Wirkung durch das Sakrament zustande, denn sonst könnte ja sogar die Beichte bei einem Nichtpriester (der sich z. B. betrügerisch in den Beichtstuhl gesetzt hat) gültig sein, was aber niemals der Fall ist. Eine sakramentale Lossprechung, die ein Priester aufgrund von supplierter Jurisdiktion spendet, ist selbstverständlich objektiv und nicht nur subjektiv gültig.

Wir veröffentlichen zu diesem Thema nochmals eine Analyse von Pater Matthias Gaudron, die bereits zweimal im Mitteilungsblatt erschien und auch in die Neuauflage seines „Katholischen Katechismus zur kirchlichen Krise“ aufgenommen wurde.


Die Beichtjurisdiktion
Ihre Existenz in außerordentlichen Fällen

Um gültig Beichten hören zu können, ist nicht nur die gültige Priesterweihe erforderlich, sondern der Priester benötigt zusätzlich noch eine besondere Vollmacht zum Vollzug des Bußgerichtes. Vgl. can. 966 § 1: „Zur gültigen Absolution von Sünden ist erforderlich, dass der Spender außer der Weihegewalt die Befugnis besitzt, sie gegenüber den Gläubigen, denen er die Absolution erteilt, auszuüben.“ (Der Einfachheit halber zitieren wir im Folgenden nur den Kodex von 1983, der im vorliegenden Fall nur unwesentlich vom alten Kodex abweicht.)
Wie steht es aber nun mit dieser Vollmacht bei den Priestern der Priesterbruderschaft St. Pius X.? Die ordentlichen Hirten der Kirche verweigern diesen ja jegliche Jurisdiktion. Woher bekommen diese Priester also die für das Beichthören notwendige Jurisdiktion?

Ähnlich gelagerte Fälle

Zur Lösung dieses Problems muss man beachten, dass die Kirche sich heute in einer außerordentlichen Notlage befindet, da die Hirten der Kirche selbst in einem vielleicht noch nie da gewesenen Maß versagen. Ein solcher Fall ist im Kirchenrecht nicht vorgesehen, und darum gibt es keinen Canon, der auf die Lage der Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. genau zutreffen würde. Das Kirchenrecht gibt aber im can. 19 selbst an, wie in einem solchen nicht vorgesehenen Fall vorzugehen ist: „Wenn in einer bestimmten Sache die ausdrückliche Vorschrift eines allgemeinen oder partikularen Gesetzes oder eine Gewohnheit fehlt, ist die Sache, wenn es nicht eine Strafsache ist, zu entscheiden unter Berücksichtigung von Gesetzen, die für ähnlich gelagerte Fälle erlassen worden sind, von allgemeinen Rechtsprinzipien unter Wahrung der kanonischen Billigkeit sowie unter Berücksichtigung der Rechtsauffassung und Rechtspraxis der Römischen Kurie und der gemeinsamen und ständigen Auffassung der Fachgelehrten.“ Wir müssen also untersuchen, wie die Kirche in anderen Fällen handelt, die unserem Fall wenigstens in etwa gleichkommen. Gibt es Fälle, in denen ein Priester, der keine ordentliche Jurisdiktion besitzt, trotzdem gültig die Absolution spenden kann? Die Antwort auf diese Frage ist eindeutig, dass es solche Fälle gibt, in denen die Kirche die fehlende Jurisdiktion suppletiert (= ersetzt).

Todesgefahr

Wenn jemand sich in Todesgefahr befindet, kann jeder Priester, selbst ein exkommunizierter oder suspendierter, ihn von allen Sünden und Strafen gültig und erlaubt lossprechen. Dies besagt can. 976: „Jeder Priester absolviert, auch wenn er die Befugnis zur Entgegennahme von Beichten nicht besitzt, jegliche Pönitenten, die sich in Todesgefahr befinden, gültig und erlaubt von jedweden Beugestrafen und Sünden, auch wenn ein Priester mit entsprechender Befugnis zugegen ist.“ Zur Gültigkeit der Absolution ist hierbei nicht erfordert, dass der Pönitent bereits im Sterben liegt, sondern es genügt eine entferntere Todesgefahr, wie sie z.B. alle Bürger einer im Krieg belagerten Stadt betrifft. Die Gültigkeit der Absolution wird auch nicht berührt, wenn sich nachträglich herausstellen sollte, dass gar keine Todesgefahr bestanden hatte, wie es z.B. aufgrund eines ärztlichen Irrtums geschehen könnte.

Error communis

Einen weiteren Fall von suppletierter Jurisdiktion gibt can. 144 § 1 an: „Bei einem tatsächlich vorliegenden oder rechtlich anzunehmenden allgemeinen Irrtum (in errore communi de facto aut de iure) und ebenfalls bei einem positiven und begründeten Rechts- oder Tatsachenzweifel (in dubio positivo et probabili sive iuris sive facti) ersetzt die Kirche für den äußeren wie für den inneren Bereich fehlende ausführende Leitungsgewalt.“ Der error communis auf die Beichte angewandt bedeutet Folgendes: Wenn z.B. ein Priester den Beichtstuhl einer Pfarrkirche besetzt, so dass die Pönitenten glauben, er habe die nötige Vollmacht zum Beichthören, obwohl er sie in Wirklichkeit nicht besitzt, spendet er trotzdem gültig die Absolution, denn es würde einen großen Schaden für die Seelen bedeuten, wenn sie aufgrund eines Irrtums ungültig beichten würden. Die Ersetzung der Jurisdiktion wegen positiven Zweifels meint dagegen den Fall, dass ein Priester zweifelt, ob er im konkreten Fall Jurisdiktion hat oder nicht. Zum Beispiel könnte ein Priester in Zweifel sein, ob er die nötige Vollmacht hat, von einer bestimmten reservierten Sünde loszusprechen, oder ob der Beichtstuhl sich noch in dem Territorium befindet, für das er Jurisdiktion hat. Wenn er nur irgendeinen wahren Grund dafür hat zu glauben, dass er die Jurisdiktion besitzt, kann er ruhig absolvieren, denn selbst wenn der Grund ungenügend wäre, würde die Kirche hier suppletieren. Dieser Sachverhalt ist in unserem Problem von großer Bedeutung, wie wir noch sehen werden. Can. 142 § 2 handelt noch von der erloschenen Jurisdiktion. Hier geht es darum, dass jemand einen Akt gesetzt hat, weil er glaubte, er hätte die dafür notwendige Jurisdiktion, während er sie in Wirklichkeit nicht mehr hatte. So könnte es z.B. geschehen, dass einem Priester nur für einen bestimmten Zeitraum die Beichtvollmacht gegeben wurde, er aber aus Versehen noch nach Ablauf dieser Frist Beichte hört. In diesem Fall wäre die Lossprechung trotzdem gültig.

Beichthören trotz Kirchenstrafe

Nicht uninteressant ist in unserem Zusammenhang auch der can. 1335. Er spricht im zweiten Teil davon, dass bei einem Priester, der sich die Exkommunikation oder Suspendierung als Tatstrafe zugezogen hat, das Verbot, die Sakramente zu spenden, aufgehoben wird, „sooft ein Gläubiger um die Spendung eines Sakramentes oder Sakramentales oder um einen Akt der Leitungsgewalt nachsucht“, vorausgesetzt, dass die Strafe von der Autorität noch nicht öffentlich festgestellt worden ist.

Die Kirche ist deshalb so großzügig, weil die Sakramente wichtige Heilsmittel sind und man den Gläubigen den Zugang zu ihnen möglichst erleichtern muss. Die Sakramente sind für die Menschen da und nicht umgekehrt. Das Heil der Seelen oberstes Gesetz An den angeführten Fällen sieht man, dass die Kirche immer dann die fehlende Jurisdiktion eines Priesters ersetzt, wenn sonst ein Nachteil für das Heil der Seelen entstehen würde. Das oberste Gesetz in der Kirche, dem alle anderen Gesetze untergeordnet sein müssen, ist nämlich das Heil der Seelen („Suprema lex est salus animarum“, vgl. can. 1752). In der gegenwärtigen Kirchenkrise wäre es aber zweifellos ein Schaden für das Heil der Gläubigen, wenn sie sich für die Beichte nicht an die glaubenstreuen Priester wenden dürften, sondern sich an solche wenden müssten, deren Glaubenstreue zweifelhaft ist und zwar aus folgenden Gründen:

1. Durch schlechte Belehrungen würden die Gewissen vieler Gläubiger verbildet werden, denn es ist bekannt, dass viele Priester heute die Schwere der Sünde bagatellisieren und selbst Todsünden für ganz „natürlich“ halten.

2. Viele Priester würden versuchen, die Gläubigen der Tradition abspenstig zu machen. Sie würden ihnen vorhalten, dass sie schwer sündigen würden und sogar exkommuniziert seien, wenn sie die Gottesdienste der Priesterbruderschaft St. Pius X. regelmäßig besuchen. Einem solchen Einfluss wären aber die meisten Gläubigen auf die Dauer nicht gewachsen. Dieser Fall trifft übrigens oft gerade bei so genannten „konservativen Priestern“ zu, die zwar an sich noch rechtgläubig sind, sich aber keine Rechenschaft über die Schwere de r Kirchenkrise geben bzw. die Konsequenzen scheuen.

3. Da die Gültigkeit der Sakramente neben der richtigen Materie und Form auch von der rechten Intention des Priesters abhängt, kann man heute in immer mehr Fällen an der Gültigkeit der Absolution zweifeln. Zwar kann an sich auch ein glaubensloser Priester die Sakramente gültig spenden, „wenn er tun will, was die Kirche tut“, aber in concreto beeinflusst der Glaube eben auch die Intention. Wenn ein Priester ganz bewusst mit der Tradition der Kirche nichts mehr zu tun haben will, darf man sicher daran zweifeln, dass er noch eine genügende Intention besitzt.

Beichte sicher gültig

Wenn in der Kirche das Heil der Seelen das oberste Gesetz ist, und man in den Fällen, die das Kirchenrecht nicht ausdrücklich vorsieht, nach den allgemeinen Normen urteilen und handeln muss, so folgt daraus mit Sicherheit, dass die Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. gültig das Sakrament der Buße spenden, denn es wäre unsinnig und dem kirchlichen Geist ganz und gar zuwiderlaufend, wenn man annehmen wollte, dass die Kirche ausgerechnet in diesem Fall nicht suppletieren würde, wo der einzige Grund der Verweigerung der Beichtjurisdiktion die Glaubenstreue der betreffenden Priester ist.

Außerordentliche Jurisdiktion

Wahr ist allerdings, dass die Priester der Priesterbruderschaft keine ordentliche Jurisdiktion besitzen, sondern nur eine außerordentliche, die ihnen immer dann zukommt, wenn ein Gläubiger sie um die Lossprechung bittet. Freilich ist es nicht der Gläubige, der dem Priester die Jurisdiktion erteilt, sondern diese wird jeweils von der Kirche suppletiert. Dies trifft auch für den – allerdings immer seltener werdenden – Fall zu, dass ein Gläubiger noch einen der Tradition verbundenen Pfarrer hat. Auch ein solcher Gläubiger könnte bei einem Priester der Priesterbruderschaft beichten, denn wenn die Kirche selbst bei einem exkommunizierten Priester die fehlende Jurisdiktion ersetzt, sobald man ihn aus einem gerechten Grund um die Lossprechung bittet (vgl. can. 1335), dann um so mehr bei einem Priester, dem wegen seines Kampfes für den Glauben die Jurisdiktion verweigert wird.
Diese Argumentation ist sicher. Selbst wenn aber noch irgendein Zweifel bleiben sollte, wäre die Gültigkeit der Absolution trotzdem sicher! Denn die oben ausgeführten Argumente begründen mindestens einen positiven Zweifel zugunsten der Auffassung, dass die traditionstreuen Priester gültig Beichte hören können, und in diesem Fall ersetzt die Kirche nach can. 144 die fehlende Jurisdiktion.

Weitere Argumente

1. Die Absolutionen, die die Priester der schismatischen Ostkirchen ihren Gläubigen erteilen, werden im Allgemeinen als gültig betrachtet. Wenn die Kirche aber hier suppletiert, dann um so mehr bei den wegen ihrer Treue zur Kirche verfolgten Priestern.

2. Vor einigen Jahren fragte ein französischer Prälat in Rom an, wie es mit der Gültigkeit bei den Beichten und Eheschließungen in der Priesterbruderschaft St. Pius X. stehe und erhielt die Antwort, hier gelte: „Ecclesia supplet“. Die Antwort wurde allerdings nur auf privatem Wege erteilt (aus leicht ersichtlichen Gründen), und daher kann hierfür kein Dokument erbracht werden. Trotzdem ist die Tatsache mit moralischer Sicherheit bezeugt. Eine solche moralische Sicherheit würde auch genügen, um auf den can. 144 rekurrieren zu können.

von 26.11.2012 00:34

http://www.kathbuch.net/pages/seite5.htm

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