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von esther10 30.11.2015 00:01

"Islam muss sich mit der Gewalt-Frage auseinandersetzen"
Im Interview mit CNA Deutsche Ausgabe erinnert der Vorsitzende des Zentralrats Orientalischer Christen an die Misshandlung von Christen in deutschen Flüchtlings-Unterkünften – Deutsche Bischofskonferenz macht auf Syrien aufmerksam


Mike Malke ist Vorsitzender des Zentralrats Orientalischer Christen in Deutschland.
Von Anian Christoph Wimmer

MÜNCHEN , 30 November, 2015 / 11:53 AM (CNA Deutsch).-
Fast zeitgleich mit den Gesprächen von Papst Franziskus mit Vertretern von Muslimen in der von religiöser Gewalt erschütterten Zentralafrikanischen Republik hat hat die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) im Rahmen ihrer Initiative "Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen“ eine neue Arbeitshilfe vorgestellt, die Syrien in den Mittelpunkt stellt. Erzbischof Ludwig Schick, Vorsitzender der DBK-Kommission Weltkirche, erinnerte an die dramatische Situation im syrischen Bürgerkrieg. "Wie im Irak, so droht auch in Syrien der Krieg zum Auslöser für das Verschwinden des Christentums zu werden, das seit 2000 Jahren im Land lebt und es in beachtlichem Maß mitgeprägt hat.“

In der Pressekonferenz ging das Oberhaupt der maronitischen Christen weltweit, Patriarch Béchara Pierre Kardinal Raï (Beirut/Libanon), auf die Situation der Christen und der Flüchtlinge in seiner Heimat ein. "Anstatt das Aufkommen eines friedlichen 'Arabischen Frühlings' zu erleben, ist dieser Prozess mit einem Mal zu einem fürchterlichen Bürgerkrieg zwischen fundamentalistischen und terroristischen Gruppierungen geworden, in den nach und nach religiöse Gruppen und vor allem die Zivilbevölkerung mit hineingezogen worden sind", sagte Patriarch Raï.

Aber nicht nur im Libanon, Syrien und Irak sowie in vielen weiteren Ländern Afrikas und des Nahen Ostens findet Verfolgung, Diskriminierung, Unterdrückung statt: Christen werden zunehmend auch in Deutschland bedrängt – auch und gerade solche, die der Verfolgung durch Islamisten in ihren Heimatländern entkommen sind. Im Interview mit CNA Deutschland berichtet Mike Malke über die Lage für geflüchtete Christen. Er ist der Vorsitzende des Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland.

CNA: Herr Malke, es häufen sich Meldungen, dass Christen in Asylbewerber-Unterkünften bedrängt und angegriffen werden. Können Sie das bestätigen?

MALKE: Wir bekommen durch unsere ehrenamtliche Helfer regelmäßig Berichte über Christen die von radikalen Muslimen bedroht und angegriffen werden.

CNA: Wie würden Sie die Lage von verfolgten Christen einschätzen, die zu uns flüchten und dann in Unterkünften wohnen?

MALKE: Viele Christen fühlen sich durch radikale Muslime in den Erstaufnahmelagern bedroht. Sie verbieten den Christen die Küchen zu benutzen, da sie nicht wollen, dass diese Schweinefleisch verzehren. Ich hatte Gespräche mit einem Bundestagsabgeordneten der Bundesregierung, der mir sagte, dass man die Flüchtlinge in den Erstaufnahmelagern nicht getrennt unterbringen würde, da es der Integration widersprechen würde. Ich erklärte ihm, dass Integration das erklärte Ziel sei, Integration aber nicht in den Erstaufnahmelagern beginnen könne, wo Menschen Angst um ihre körperliche Unversertheit haben. Diese Menschen suchen Anschluss zu ihren Gemeinden, und von diesen Gemeinden aus, kann man diese Menschen in die Mehrheitsgesellschaft integrieren. Mir sei auch klar, dass die Bundesregierung die getrennte Unterbringung aufgrund mangelnder Kapazitäten nicht vornehmen könne. Diese Rechnung dürften aber nicht die Christen und Jesiden in den Erstaufnahmelagern bezahlen.

CNA: Was meinen Sie mit bezahlen?

MALKE: Während des Ramadans (muslimisches Fasten) wurden Christen geschlagen, weil sie während des Fastens gegessen haben. Uns wurden Fällen von christlichen Frauen gemeldet die bedrängt wurden. Es gab Fälle von Vergewaltigungen und dem Urinieren auf schlafende Frauen. Wir haben ja solch einen konkreten Fall in ">Video-Reportagen an die ">Öffentlichkeit gebracht.

CNA: Haben Sie den Eindruck, dass die Behörden damit gut umgehen? Dokumentieren Sie die Fälle, oder die Behörden? Ist etwa der BKA mit Ihnen im Gespräch, oder ist es immer nur die örtliche Polizei? Wie weit hilft die Caritas?

MALKE: Viele Behörden auf höchster Ebene haben zunächst solche Übergriffe geleugnet. Nachdem sich die Meldung gehäuft haben und sie publik wurden, hat man das Problem eingestanden. Konkrete und flächendeckende Maßnahmen sind nicht erfolgt. Security wurde oft verstärkt und sensibilisiert. Vereinzelt konnten wir auf lokaler Ebene feststellen, dass eine getrennte Unterbringung durchgesetzt wurde. Inwieweit die Caritas hilft oder involviert ist, entzieht sich unserer Kenntnis.

CNA: Auch in der säkularen Gesellschaft des Westens wächst sichtlich die Intoleranz gegenüber Christen: Lebensschützer und Gender-Kritiker werden angegriffen, Medien stellen manche Christen als Fundamentalisten dar. Macht sich der ZOCD vor diesem Hintergrund Sorgen um die Religionsfreiheit in Deutschland? Was muss geschehen?

MALKE: Als orientalischer Christ habe ich schon seit Jahren die Erfahrung gemacht, dass man schief beäugt wird, wenn man sich in der Öffentlichkeit vor dem Essen bekreuzt oder den Namen Jesu in den Mund nimmt. Sicherlich gibt es Fundamentalisten auf beiden Seiten. Ich denke, dass die deutsche Mehrheitsgesellschaft sich mehr mit ihren christlichen Wurzeln beschäftigen sollte. Auch die friedlich lebende Mehrheit der Muslime sollte sich vom IS distanzieren. Leider nehmen wir wenige bis gar keine Großdemonstrationen der Muslime in Europa oder in den muslimischen Ländern gegen den IS (Islamischen Staat) wahr.

CNA: Sie sehen Klärungsbedarf?

MALKE: Gerade im Hinblick auf den IS und den jüngst begangenen Anschlägen in Paris sollte sich die islamische Gesellschaft mit dem Gewaltpotential im Koran und den Hadithen auseinandersetzen. Sätze wie, das hat nichts mit dem Islam zu tun oder sie verstehen diese Suren falsch, können mittlerweile nicht mehr behauptet werden. Seit 1400 Jahren findet Christenverfolgung statt. Die Verfolger hatten sich oft auf den Islam berufen. Da hinterlassen bei der Mehrheit der Menschen in Deutschland Aussagen, dass es 1400 Jahre lang nichts mit dem Islam zu tun hatte, einen faden Beigeschmack. Man muss die Grundlagen die im Koran und den Hadithen Gewalt gegenüber Andersgläubigen Raum geben reformieren und zeitgemäß auslegen. Als Beispiel hierfür kann die Bergpredigt dienen, in der Jesus die Gebote Gottes endgültig in vollendeter Liebe ausgelegt hat.

CNA: Welches Ziel sollen Christen, Muslime und die Bevölkerung denn Ihrer Meinung nach verfolgen, um eine Lösung zu finden?

MALKE: Das Ziel kann nur das friedliche Zusammenleben sein. Aber hierfür muss man sich mit den Fehlern in der Vergangenheit auseinandersetzen und sie nicht ausblenden. Die katholische Kirche hat sich für die Kreuzzüge entschuldigt. Erst dann kann zwischen den Abrahamistischen Religionen ein Dialog auf Augenhöhe geführt werden, da es zu einem friedlichen Zusammenleben gehört, dass man über die Fehler in der Vergangenheit spricht, um sicherzugehen, dass diese nicht mehr wiederholt werden.
http://de.catholicnewsagency.com/story/i...ndersetzen-0246

von esther10 30.11.2015 00:01

UNO fordert von Polen Abtreibung „im Namen der Kinderrechte“

30. November 2015 14:50 | Mitteilung an die Redaktion


UNO fordert Abtreibung im Namen der Kinderrechte
(New York/Warschau) Die UNO fordert von Polen im Namen der Kinderrechte die Tötung ungeborener Kinder zu erlauben. Nachdem es im vergangenen Jahr die Lehre der katholischen Kirche frontal angegriffen hatte, versucht das UNO-Komitee für die Rechte des Kindes nun dasselbe gegen Polen. Das Komitee wurde geschaffen, um über die Umsetzung und Einhaltung der UNO-Kinderrechtskonvention von 1989 zu wachen.

Das UNO-Komitee für die Rechte der Kinder übermittelte der polnischen Regierung „Empfehlungen“, die an jene erinnern, die im Februar 2014 an den Vatikan gingen (UN-Kinderrechtskomitee: Wie sich die Kirche „ändern“ sollte – Abtreibung, Homo-Ehe, Gender-Ideologie). Die „Empfehlungen“ fordern dazu auf, die „Homophobie“ zu bekämpfen, die „Geschlechterklischees“ zu unterbinden, den Zugang zur Abtreibung zu „verbessern“.
„Perversion pur“: UNO-Gremium zum Schutz der Kinder fordert die Tötung von Kindern

Damit fordert ein UNO-Gremium, das zum Schutz der Kinder errichtet wurde, die Tötung ungeborener Kinder. „Perversion pur“, so Tempi. „Es scheint, als wären die Empfehlungen genau nach den Wünschen der politischen Linken geschrieben“. Die „Perversion“ erinnert an Amnesty International, eine Menschenrechtsorganisation, die 2007 Abtreibung zum „Menschenrecht“ erklärte und deren weltweite Legalisierung verlangt.

In Polen ist Abtreibung derzeit bei schwerer Mißbildung des ungeborenen Kindes, bei Vergewaltigung und bei Lebensgefahr für die Mutter erlaubt. Während Lebensschützer für die Rettung auch dieser Kinder kämpfen, gehen dem UNO-Kinderrechtskomitee die geltenden Bestimmungen zu wenig weit. Polen solle „die Bedingungen für eine weniger restriktive Abtreibung schaffen“, heißt es im UNO-Dokument.

Damit keine Zweifel bestehen, was darunter gemeint ist, fordert das UNO-Komitee „klare Standards für eine einheitliche und nicht restriktive Interpretation der Voraussetzungen und der Vorgangsweisen für eine legale Abtreibung“.

Babyklappen sind der UNO ein Ärgernis – Der Tod des ungewollten Kindes ist das Ziel

Ein Stein des Anstoßes für das UNO-Kinderrechtskomitee sind die in Polen zur Eindämmung der illegalen Abtreibung geförderten Babyklappen. Sie ermöglichen es Müttern, die aus irgendeinem Grund ihr Kind nicht haben wollen oder können, es anonym abzulegen. Die Lösung ist nicht ideal, rettet aber das Leben des Kindes. Dem Lebensrecht wird Vorrang eingeräumt und auch das ungeborene Kind als zu schützende Person anerkannt.

Die UNO will im Zweifel aber keine Lösung für die Mutter und das ungeborene Kind, sondern die Tötung des Kindes und einen Vorrang für die „Rechte“ der Frau. Der Streit über die Kinderklappen zwischen Polen und der UNO dauert schon seit Jahren an. Das UNO-Kinderrechtskomitee forderte die polnische Regierung auf, die 57 landesweiten Kinderklappen zuzusperren. Dabei handelt es sich dabei um eine jahrhundertealte Einrichtung, die an Klöstern bestand.

Doch ganz anders sieht es die UNO, laut der die Babyklappen das „Recht der Kinder“ verletze, die eigenen Eltern zu kennen. In der UNO-Logik ist es demnach besser, ein Kind zu töten, wenn es vielleicht keine Aussicht hat, seine Eltern kennenlernen zu können. Wie man es auch dreht und wendet, unterm Strich kommt immer die Tötung des ungewollten ungeborenen Kindes heraus.

„Gechlechterklischees“, „Homophobie“, „Vehütung“

In den „Empfehlungen“ erhebt die UNO den Vorwurf, daß in Polen „noch Geschlechterklischees vorherrschen“. Zudem werden Gesetze gegen die „Homophobie“ eingefordert, mit denen die Meinungsfreiheit eingeschränkt werden soll. Und schließlich müßten, laut UNO, in Polen der Zugang zur „modernen Verhütung“ verbessert werden.
Stanislaw Szwed, der Arbeits- und Sozialminister der neuen konservativen Regierung Polens, ließ die Presse bereits wissen, daß die Regierung keine Absicht hege, das Abtreibungsrecht zu liberalisieren. Die seit dem 25. Oktober 2015 mit absoluter Mehrheit regierende nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hatte das Lebensrecht der ungeborenen Kinder zum Wahlkampfthema gemacht.

Marek Michalak, der polnische Kindervolksanwalt, erinnerte daran, daß die Babyklappen, die die UNO schließen möchte, im vergangenen Jahr 77 neugeborenen Kindern das Leben retteten.

http://www.katholisches.info/2015/11/30/...r-kinderrechte/
Text: Giuseppe Nardi
Bild: Tempi

von esther10 29.11.2015 23:22

papst



Türkei: Ausschreitungen nach tödlichen Schüssen auf pro-kurdischen Menschenrechtsanwalt
Veröffentlicht am 29.11.2015

Nach dem gewaltsamen Tod des prominenten pro-kurdischen Menschenrechtsanwalts "Tahir Elçi":http://de.euronews.com/2015/11/28/pro... ist es in der Türkei zu Ausschreitungen gekommen. Die prokurdische Oppositionspartei HDP hatte von einem geplanten Mord gesprochen und zu Protesten aufgerufen. In der Kurdenmetropole Diyarbakir, wo Elçi erschossen wurde, setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas gegen Demonstranten ein. Auch in Istanbul und Iz…

LESEN SIE MEHR: http://de.euronews.com/2015/11/29/tue...

euronews: der meistgesehene Nachrichtensender in Europa.

***


Veröffentlicht am 29.11.2015
Am letzten Tag seines Besuchs in Uganda hat Papst Franziskus bei einer Messe vor etwa 300.000 Menschen eine Gruppe von christlichen Märtyrern geehrt. 45 Katholiken und Anglikaner waren im 19. Jahrhundert von einem örtlichen König hingerichtet worden. Vor der Messe besuchte der Papst einen Schrein, der an die getöteten Christen erinnert, die sich geweigert hatten, ihren Glauben aufzugeben. Die Katholiken unter ihnen waren bereits vor 50 Jahren heiliggesprochen worden.

Im Anschluss an den Besuch…
http://de.euronews.com/2015/11/28/franzi...alafrikanischer


von esther10 29.11.2015 22:45

„Die Pfarreien dürfen ihre Türen und Ohren nicht vor den Armen verschließen!“

Papstbesuch im Nalukolongo Bakateyambma’s Home, einem 1978 gegründeten Armenheim, das etwa hundert Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Religion aufnimmt

Kampala, 28. November 2015 (ZENIT.org) Redaktion | 145 klicks

​Nach der Begegnung mit den Jugendlichen im Kololo Airstrip in Kampala besuchte Papst Franziskus am Nachmittag das Nalukolongo Bakateyambma’s Home, ein Armenheim, das 1978 vom ersten ugandischen Kardinal, Emmanuel Kiwanuka Nsubuga gegründet wurde. Das Institut beherbergt zur Zeit etwa hundert Insassen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit und aus allen Altersgruppen, von Kindern bis zu alten Menschen.

Bei seiner Ankunft um 16.30 Uhr wurde der Heilige Vater von der Oberin des Armenheims empfangen, dessen Leitung den „Schwestern vom Barmherzigen Samariter“ anvertraut ist. In der kleinen Kirche, die Unserer Lieben Frau von Afrika geweiht ist, verweilte der Papst in Gebet vor dem Allerheiligsten. Anschließend begleiteten der Pfarrer, der Vorsitzende der Caritaswerke und die Schwestern des Heims den Heiligen Vater zum Grab Kardinal Nsubugas und auf den Vorplatz, wo Bischof Robert Muhiirwa dem hohen Gast den Ort erklärte und ihm einige Personen vorstellte, die auch aus anderen Caritasheimen kamen.

Der Papst begrüßte die Kranken der beiden Hauptgebäude des Instituts, jeden einzelnen persönlich, sowie auch die verschiedenen Freiwilligen. Allen drückte er seine Freude darüber aus, an diesem Ort sein zu dürfen, der seit jeher mit dem Einsatz der Kirche für die Armen, Behinderten und Kranken verbunden ist und wo „in der ersten Zeit Kinder aus der Sklaverei befreit worden sind und Frauen eine religiöse Erziehung erhalten haben.“

Anschließend dankte Franziskus den „Schwestern vom Barmherzigen Samariter“ für „die Jahre ihres stillen und frohen Dienstes im Apostolat.“ Ein weiterer Dank ging an die zahlreichen anderen Gruppen von Freiwilligen, „die sich der Bedürfnisse unserer Brüder und Schwestern in Uganda annehmen“ und sich besonders auch um die AIDS-Kranken kümmern.

„Dies ist wirklich ein Zuhause!“, stellte der Papst fest. „Hier könnt ihr Zuneigung und Fürsorglichkeit finden; hier könnt ihr die Gegenwart Jesu, unseres Bruders, spüren, der jeden von uns mit der Liebe liebt, die Gott eigen ist. Heute möchte ich von diesem Hause aus einen Appell an alle Pfarreien und Gemeinschaften in Uganda – und im übrigen Afrika – richten, die Armen nicht zu vergessen. Das Evangelium gebietet uns, hinauszugehen an die Peripherien der Gesellschaft und Christus in den Leidenden und den Bedürftigen zu begegnen. Der Herr sagt uns mit unmissverständlichen Worten, dass er uns danach richten wird!“

Weiter erklärte der Heilige Vater: „Es ist traurig, wenn unsere Gesellschaften zulassen, dass die alten Menschen ausgesondert oder vergessen werden! Es ist verwerflich, wenn die jungen Menschen durch die moderne Sklaverei des Menschenhandels ausgebeutet werden! Wenn wir die Welt, die uns umgibt, aufmerksam betrachten, scheint es, dass sich an vielen Orten der Egoismus und die Gleichgültigkeit ausbreiten. Wie viele unserer Brüder und Schwestern sind Opfer der heutigen ‚Wegwerfkultur‘, die Verachtung vor allem gegenüber den ungeborenen Kindern, den Jugendlichen und den alten Menschen erzeugt!“

„Als Christen“, betonte der Bischof von Rom, „dürfen wir nicht einfach zuschauen. Etwas muss sich ändern! Unsere Familien müssen noch deutlichere Zeichen der geduldigen und barmherzigen Liebe Gottes werden, nicht nur für unsere Kinder und unsere Alten, sondern für alle, die in Not sind. Unsere Pfarreien dürfen nicht ihre Türen und ihre Ohren vor dem Schrei der Armen verschließen. Es handelt sich um den Hauptweg der christlichen Jüngerschaft.“

Alle Christen müssten ein Zeugnis davon ablegen, dass „Menschen wichtiger sind als Dinge“ und dass „das was wir sind mehr zählt als das, was wir haben.“ Zum Abschluss forderte der Heilige Vater: „Durch einfache Gesten, durch einfache und hingebungsvolle Taten, die Christus in den geringsten seiner Brüder und Schwestern ehren, lassen wir die Kraft seiner Liebe in die Welt eindringen und verändern diese wirklich.“

Die Übersetzung der Papstrede ist hier abrufbar.

(28. November 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 29.11.2015 22:43

Als Christen dürfen wir nicht einfach zuschauen“

Ansprache von Papst Franziskus beim Besuch am Caritasheim von Nalukolongo -- Volltext


Kampala, 28. November 2015 (ZENIT.org) Redaktion | 164 klicks


Wir dokumentieren im Folgenden die Rede von Papst Franziskus bei seinem Besuch am Caritasheim von Nalukolongo. Der Text wurde auf der Webseite von Radio Vatikan veröffentlicht.

***

Liebe Freunde,

ich danke euch für euren herzlichen Empfang. Es war mein großer Wunsch, dieses Caritasheim zu besuchen, das Kardinal Nsubuga hier in Nalukolongo gegründet hat. Dieser Ort war immer mit dem Einsatz der Kirche für die Armen, die Menschen mit Behinderung und die Kranken verbunden. Hier sind in der ersten Zeit Kinder aus der Sklaverei befreit worden und haben Frauen eine religiöse Erziehung erhalten. Ich grüße die „Schwestern vom Barmherzigen Samariter“, die dieses hervorragende Werk voranbringen, und danke ihnen für die Jahre ihres stillen und frohen Dienstes im Apostolat.

Ich begrüße auch die Vertreter vieler anderer Apostolatsgruppen, die sich der Bedürfnisse unserer Brüder und Schwestern in Uganda annehmen. Ich denke besonders an die große und fruchtbare Arbeit mit den an AIDS erkrankten Menschen. Vor allem grüße ich die, welche in diesem Haus und anderen ähnlichen Einrichtungen leben, sowie alle, denen die Werke christlicher Nächstenliebe zugute kommen. Denn dies ist wirklich ein Zuhause! Hier könnt ihr Zuneigung und Fürsorglichkeit finden; hier könnt ihr die Gegenwart Jesu, unseres Bruders, spüren, der jeden von uns mit der Liebe liebt, die Gott eigen ist.

Heute möchte ich von diesem Hause aus einen Appell an alle Pfarreien und Gemeinschaften in Uganda – und im übrigen Afrika – richten, die Armen nicht zu vergessen. Das Evangelium gebietet uns, hinauszugehen an die Peripherien der Gesellschaft und Christus in den Leidenden und den Bedürftigen zu begegnen. Der Herr sagt uns mit unmissverständlichen Worten, dass er uns danach richten wird! Es ist traurig, wenn unsere Gesellschaften zulassen, dass die alten Menschen ausgesondert oder vergessen werden! Es ist verwerflich, wenn die jungen Menschen durch die aktuelle Sklaverei des Menschenhandels ausgebeutet werden! Wenn wir die Welt, die uns umgibt, aufmerksam betrachten, scheint es, dass sich an vielen Orten der Egoismus und die Gleichgültigkeit ausbreiten. Wie viele unserer Brüder und Schwestern sind Opfer der heutigen „Wegwerfkultur“, die Verachtung vor allem gegenüber den ungeborenen Kindern, den Jugendlichen und den alten Menschen erzeugt!

Als Christen dürfen wir nicht einfach zuschauen. Etwas muss sich ändern! Unsere Familien müssen noch deutlichere Zeichen der geduldigen und barmherzigen Liebe Gottes werden, nicht nur für unsere Kinder und unsere Alten, sondern für alle, die in Not sind. Unsere Pfarreien dürfen nicht ihre Türen und ihre Ohren vor dem Schrei der Armen verschließen. Es handelt sich um den Hauptweg der christlichen Jüngerschaft. Dies ist der Weg, wie wir Zeugnis für den Herrn ablegen, der nicht gekommen ist, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen. So zeigen wir, dass die Menschen wichtiger sind als die Dinge und dass das, was wir sind, mehr zählt als das, was wir haben. Tatsächlich offenbart Christus jeden Tag gerade in denjenigen, denen wir dienen, sich selbst und bereitet die Aufnahme vor, die wir einst in seinem ewigen Reich zu erhalten hoffen.

Liebe Freunde, durch einfache Gesten, durch einfache und hingebungsvolle Taten, die Christus in den geringsten seiner Brüder und Schwestern ehren, lassen wir die Kraft seiner Liebe in die Welt eindringen und verändern diese wirklich. Nochmals danke ich euch für eure Großherzigkeit und eure Nächstenliebe. Ich schließe euch in mein Gebet ein und bitte euch, für mich zu beten. Ich vertraue euch alle dem liebevollen Schutz Marias, unserer Mutter, an und erteile euch meinen Segen.

Omukama Abakuume! (Gott schütze euch!)

(Quelle: Radio Vatikan, 28.11.2015)

(28. November 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 29.11.2015 22:41

Begegnung mit 400 Vertretern der evangelischen Gemeinschaften

Am Sitz der evangelisch-theologischen Fakultät von Bangui ruft der Papst dazu auf, die Schande der Spaltung zu überwinden und sich in den Dienst des Allgemeinwohls zu stellen


Bangui, 29. November 2015 (ZENIT.org) Antonio Gaspari | 47 klicks


„Die Spaltung der Christen ist ein Ärgernis“, das „angesichts von so viel Hass und Gewalt, die die Menschheit zerreißen; angesichts von so viel Widerspruch, der sich gegen das Evangelium Christi erhebt“ noch schwerwiegender ist. So äußerte sich Papst Franziskus heute Nachmittag beim Treffen mit 400 Vertretern der evangelischen Gemeinden der Zentralafrikanischen Republik, das am Sitz der FATEB (Evangelisch-Theologische Fakultät Bangui) in der Landeshauptstadt Bangui stattfand.

Den Papst erwarteten, außer den Pastoren, auch der Dekan der Fakultät und die drei Mitglieder der „interreligiösen Plattform“, die den nationalen Friedensprozess vorangebracht hat: der Erzbischof von Bangui Msgr. Dieudonné Nzapalainga CSSp, der Präsident der Alliance des Églises Évangéliques Centrafricaines (AEC) Nicolas Guerekoyame Gbangou, und der Präsident des Zentralafrikanischen Islamrat, der Imam Oumar Kobine Layama.

„Wir stehen hier alle im Dienst ein und desselben auferstandenen Herrn“, begann Franziskus seine Ansprache und erinnerte daran, dass das zentralafrikanische Volk „seit allzu langer Zeit von den Prüfungen und der Gewalt“ gezeichnet sei, „die so viel Leiden verursachen.“

Das alles mache die Verkündigung des Evangeliums noch notwendiger und dringender, „denn es ist der Leib Christi selbst, der in seinen geliebten Gliedern leidet: in den Armen seines Volkes, den Kranken, den Alten und den Verlassenen; in den Kindern, die keine Eltern mehr haben oder sich selbst überlassen sind ohne Führung und ohne Erziehung.“ Und er fügte hinzu: „Es sind auch all jene, die durch die Gewalt und den Hass an Seele und Leib verletzt sind; alle, denen der Krieg alles geraubt hat, die Arbeit, das Haus und die Menschen, die sie liebten.“

Der Papst erwähnte anschließend die „Ökumene des Blutes“ und erklärte: „Gott macht keine Unterschiede zwischen den Leidenden.“ Auch betonte er: „Alle unsere Gemeinschaften leiden unterschiedslos unter der Ungerechtigkeit und dem blinden Hass, den der Satan entfesselt.“ In diesem Zusammenhang bekundete der Heilige Vater seine Nähe zu Pastor Nicolas, dessen Haus wie auch der Sitz seiner Gemeinde kürzlich geplündert und in Brand gesteckt wurden.

In diesem schwierigen Kontext, so Franziskus weiter, „hört der Herr nicht auf, uns auszusenden, um allen seine zärtliche Liebe, sein Mitleid und seine Barmherzigkeit zu zeigen. Dieses gemeinsame Leiden und diese gemeinsame Mission sind eine willkommene Gelegenheit, um uns gemeinsam auf dem Weg der Einheit voranschreiten zu lassen; und sie sind dafür auch ein unverzichtbares geistliches Mittel. Wie könnte der himmlische Vater die Gnade der Einheit, wenngleich noch unvollkommen, seinen Kindern verweigern, die gemeinsam leiden und sich unter verschiedenen Umständen gemeinsam dem Dienst an ihren Mitmenschen widmen?“

Die Spaltung der Christen sei vor allem deshalb ein Ärgernis, weil sie „dem Willen des Herrn entgegengesetzt“ sei. Deshalb würdigte der Papst „den Geist gegenseitiger Achtung und Zusammenarbeit, der unter den Christen“ in Zentralafrika herrscht, und ermutigte sie, „in einem gemeinsamen Dienst der Liebe auf diesem Weg voranzugehen“ der, wie er es ausdrückte, „ein Zeugnis für Christus, das die Einheit aufbaut“ sei.

Daher lautete der Segenswunsch des Papstes: „Mögen Sie die Ausdauer und die Liebe immer mehr und immer mutiger durch den Dienst des Gebetes und der gemeinsamen Reflexion ergänzen, in dem Bemühen um eine bessere gegenseitige Kenntnis, ein größeres Vertrauen und eine tiefere Freundschaft im Hinblick auf die volle Gemeinschaft, die wir weiter fest erhoffen.“

(29. November 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 29.11.2015 22:38

„Gott ist stärker als alles“
Papstpredigt bei der Messe in der Kathedrale von Bangui -- Volltext


Bangui, 29. November 2015 (ZENIT.org) Redaktion | 58 klicks


Papst Franziskus hat heute Abend in der Kathedrale von Bangui die Heilige Messe gefeiert und zugleich die erste Heilige Pforte des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit geöffnet. Er hielt dabei eine Predigt, die wir hier in deutscher Übersetzung übernehmen.

***

An diesem ersten Sonntag im Advent, einer liturgischen Zeit der Erwartung des Retters und eines Symbols der christlichen Hoffnung, hat Gott meine Schritte zu euch gelenkt, in dieses Land, während die Weltkirche sich anschickt, das Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit zu eröffnen. Und ich freue mich besonders, dass mein Pastoralbesuch mit der Eröffnung dieses Jubiläumsjahres in eurem Land zusammenfällt.

Von dieser Kathedrale aus möchte ich mit meinem Herzen und meinen Gedanken liebevoll alle Priester, gottgeweihten Personen und pastoralen Mitarbeiter dieses Landes erreichen, die in diesem Moment geistig mit uns verbunden sind. Durch euch möchte ich auch alle Zentralafrikaner, die Kranken, die alten Menschen und die vom Leben Verwundeten grüßen. Einige von ihnen sind vielleicht verzweifelt, haben nicht einmal mehr die Kraft zu handeln und erwarten nur ein Almosen, das Almosen des Brotes, das Almosen der Gerechtigkeit, das Almosen einer Geste der Zuwendung und der Güte.

Doch wie die Apostel Petrus und Johannes, die zum Tempel hinaufgingen und weder Gold noch Silber besaßen, um es dem bedürftigen Gelähmten zu geben, so komme ich, um ihnen die Kraft und die Macht Gottes anzubieten, die den Menschen heilen, ihn wieder aufrichten und ihn fähig machen, ein neues Leben zu beginnen, indem er »ans andere Ufer« (Lk 8,22) hinüberfährt.

Jesus schickt uns nicht allein ans andere Ufer, sondern lädt uns vielmehr ein, die Überfahrt gemeinsam mit ihm zu unternehmen, indem jeder auf eine spezifische Berufung antwortet. Wir müssen uns darum bewusst sein, dass man diese Überfahrt ans andere Ufer nur gemeinsam mit ihm machen kann, indem man sich von den Begriffen der Familie und des Blutes, die Trennungen verursachen, befreit, um eine Kirche aufzubauen, die Familie Gottes ist, die für alle offen ist und sich um die kümmert, die es am meisten brauchen.

Das setzt Nähe zu unseren Brüdern und Schwestern voraus, es bedeutet einen Gemeinschaftsgeist. Es ist nicht vor allem eine Frage der finanziellen Mittel; in Wirklichkeit genügt es, das Leben des Gottesvolkes zu teilen, indem wir jedem Rede und Antwort stehen, der nach der Hoffnung fragt, die uns erfüllt (vgl. 1Petr 3,15), und Zeugen der unendlichen Barmherzigkeit Gottes sind, der - wie der Antwortpsalm dieses Sonntags hervorhebt - »gut und gerecht ist [und] die Irrenden auf den rechten Weg« weist (Ps 25,8). Jesus lehrt uns, dass der himmlische Vater »seine Sonne […] über Bösen und Guten aufgehen [lässt] « (Mt5,45). Nachdem wir selber Vergebung erfahren haben, müssen wir vergeben.

Das ist unsere grundsätzliche Berufung: »Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist« (Mt 5,48). Eine der wesentlichen Anforderungen dieser Berufung zur Vollkommenheit ist die Feindesliebe, die gegen die Versuchung zur Rache und die Spirale endloser Vergeltungsmaßnahmen wappnet. Jesus hat Wert darauf gelegt, auf diesem besonderen Aspekt des christlichen Zeugnisses zu beharren (vgl. Mt 5,46-47). Die Arbeiter für die Evangelisierung müssen also vor allem „Handwerker“ der Vergebung, Spezialisten der Versöhnung und Experten der Barmherzigkeit sein. Das ist die Art und Weise, wie wir unseren Brüdern und Schwestern helfen können, „ans andere Ufer hinüberzufahren“, indem wir ihnen das Geheimnis unserer Kraft, unserer Hoffnung und unserer Freude offenbaren, die ihre Quelle in Gott haben, weil sie auf die Gewissheit gegründet sind, dass er mit uns im Boot ist.

Wie der Herr im Moment der Brotvermehrung mit den Aposteln gehandelt hat, so sind jetzt wir es, denen er seine Gaben anvertraut, damit wir hingehen, um sie überall zu verteilen, und sein Wort verkünden, das versichert: »Seht, es werden Tage kommen […], da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe« (Jer 33,14).

In den liturgischen Texten dieses Sonntags können wir einige Merkmale dieses angekündigten Heiles Gottes entdecken, die sich zugleich als Anhaltspunkte erweisen, um uns in unserer Mission zu leiten. Zunächst ist das von Gott verheißene Glück mit den Begriffen der Gerechtigkeit angekündigt.

Der Advent ist die Zeit, unsere Herzen vorzubereiten, um den Retter empfangen zu können, das heißt den einzigen Gerechten und den einzigen Richter, der imstande ist, jedem das angedeihen zu lassen, was er verdient. Hier wie anderswo dürsten viele Männer und Frauen nach Achtung, nach Gerechtigkeit, nach Fairness, ohne positive Zeichen am Horizont zusehen. Zu diesen kommt er, um sie mit seiner Gerechtigkeit zu beschenken (vgl. Jer 33,15). Er kommt, um unsere persönlichen und kollektiven Geschichten, unsere enttäuschten Hoffnungen und unsere sterilen Zukunftsaussichten fruchtbar zu machen. Und er sendet uns aus, um vor allem denen, die von den Mächtigen dieser Welt unterdrückt werden, wie auch denen, die unter der Last ihrer Sünden gebeugt sind, zu verkünden: »Juda [wird] gerettet werden, Jerusalem kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Jahwe ist unsere Gerechtigkeit« (Jer 33,16). Ja, Gott ist Gerechtigkeit! Das ist es, warum wir Christen berufen sind, in der Welt „Handwerker“ eines auf Gerechtigkeit gegründeten Friedens zu sein.

Das erwartete Heil Gottes hat zugleich den Charakter der Liebe. Während wir uns auf das Weihnachtsgeheimnis vorbereiten, machen wir uns ja erneut den Weg des Gottesvolkes zu eigen, um den Sohn Gottes aufzunehmen, der gekommen ist, um uns zu offenbaren, dass Gott nicht nur Gerechtigkeit ist, sondern auch und vor allem Liebe (vgl. 1Joh 4,8). Überall, auch und vor allem dort, wo Gewalt, Hass, Ungerechtigkeit und Verfolgung herrschen, sind die Christen aufgerufen, Zeugnis von diesem Gott zu geben, der die Liebe ist. Indem ich den Priestern, den gottgeweihten Personen und den Laien, die in diesem Land die christlichen Tugenden manchmal sogar in heroischer Weise leben, Mut zuspreche, gebe ich zu, dass der Abstand, der uns von dem so anspruchsvollen Ideal des christlichen Zeugnisses trennt, zuweilen groß ist. Darum übernehme ich in Form eines Gebetes jene Worte des heiligen Paulus: Liebe Brüder, »euch aber lasse der Herr wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen« (1Thess 3,12). In diesem Zusammenhang muss das Zeugnis der Heiden über die Christen der Urkirche wie ein Leuchtturm an unserem Horizont gegenwärtig bleiben: »Seht, wie sie einander lieben, sie lieben sich wirklich« (Tertullian, Apologetik, 39,7).

Und schließlich hat das angekündigte Heil Gottes den Charakter einer unbesiegbaren Macht, die allem überlegen ist. Nachdem Jesus nämlich seinen Jüngern die schrecklichen Zeichen angekündigt hat, die seinem Kommen vorausgehen werden, schließt er: »Wenn [all] das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe« (Lk 21,28).

Und wenn der heilige Paulus von einer Liebe spricht, die »wachsen und reich werden« soll, dann tut er das, weil das christliche Zeugnis diese unwiderstehliche Kraft widerspiegeln muss, um die es im Evangelium geht. Jesus will also auch inmitten nie dagewesener Umwälzungen seine große Macht, seine unvergleichliche Herrlichkeit (vgl. Lk 21,27) und die Macht der Liebe zeigen, die vor nichts zurückweicht, weder vor den erschütterten Himmeln, noch vor der brennenden Erde, noch vor dem wütenden Meer.

Gott ist stärker als alles. Diese Überzeugung gibt dem Gläubigen Gelassenheit, Mut und die Kraft, angesichts der schlimmsten Widrigkeiten im Guten durchzuhalten. Auch wenn die Kräfte des Bösen sich entfesseln, müssen die Christen sich mit erhobenem Haupt zur Stelle melden, bereit, in diesem Kampf standzuhalten, in dem Gott das letzte Wort hat. Und dieses Wort wird ein Wort der Liebe sein!

An alle, die zu Unrecht die Waffen dieser Welt gebrauchen, richte ich einen Appell: Legt diese Instrumente des Todes ab; bewaffnet euch vielmehr mit Gerechtigkeit, Liebe und Barmherzigkeit, den echten Garanten des Friedens. Jünger Christi, Priester, Ordensleute oder engagierte Laien in diesem Land mit dem so eindrucksvollen Namen im Herzen Afrikas – diesem Land, das aufgerufen ist, den Herrn als wirkliches Zentrum alles Guten zu entdecken –, eure Berufung ist es, inmitten eurer Mitbürger das Herz Gottes zu verkörpern. Gebe Gott, dass wir alle »gefestigt [sind,] ohne Tadel […], geheiligt vor Gott, unserem Vater, wenn Jesus, unser Herr, mit allen seinen Heiligen kommt« (1Thess 3,13). So sei es!

[Originalsprache: Italienisch]

(29. November 2015) © Innovative Media Inc

von esther10 29.11.2015 22:34

Negatives in Positives verwandeln
Den Jugendlichen Ugandas erklärte der Papst, dass „mit der Hilfe Jesu und Mariens jede Schwierigkeit überwunden werden kann“


Kampala, 29. November 2015 (ZENIT.org) Antonio Gaspari | 80 klicks


Die ugandische Jugend bereitete dem Papst einen unglaublich fröhlichen Empfang im Kololo Airstrip von Kampala, einem ehemaligen Flugplatz, der heute für Großveranstaltungen benutzt wird. Mit Begeisterung und lauten Zurufen tanzten und sangen die jungen Leute für den Heiligen Vater, der mehrmals anhielt und versuchte, mit ihnen zu sprechen. Papst Franziskus vereint und erwärmt die Herzen und bringt Frieden.

Vor seiner Ansprache hörte der Bischof von Rom das Zeugnis zweier junger Menschen an: Winnie und Emmanuel. Winnie ist eine schöne junge Frau, die als Kind im Alter von nur sieben Jahren beide Eltern durch AIDS verloren hat und heute selber mit den Auswirkungen des HIV-Virus kämpft. Emmanuel wurde als Kind entführt, um als Soldat eingesetzt zu werden; es gelang ihm zu fliehen und später eine Ausbildung als Verwaltungsexperte zu absolvieren.

Papst Franziskus verzichtete auf seine vorbereitete Rede und ließ sich auf einen Dialog mit den tausenden von Jugendlichen im Kololo Airstrip ein. „Ich habe mit großem Schmerz das Zeugnis von Emmanuel und Winnie gehört“, begann er seine Ansprache. „Während ich ihnen zuhörte, habe ich mich gefragt: Kann ein negatives Erlebnis im Leben zu etwas Gutem führen?“ Winnie habe geglaubt, keine Zukunft zu haben; das Leben sei ihr wie eine Mauer vorgekommen. Aber Jesus habe sie begreifen lassen, dass im Leben auch Wunder geschehen können, und so habe sich die Mauer in einen Horizont verwandelt.

„Angesichts einer negativen Erfahrung besteht immer die Möglichkeit, dass sich ein Horizont auftut“, beteuerte der Papst. „Dieser Horizont öffnet sich mit der Kraft Jesu. Er hat die negativste Erfahrung der ganzen Menschheitsgeschichte gemacht: Er ist verhöhnt, vertrieben, ermordet worden. Doch mit der Macht Gottes ist Jesus auferstanden; er kann dieses Wunder für jeden von uns und in jeder negativen Erfahrung wirken. Denn Jesus ist der Herr.“

Emmanuel habe von seinem Schicksal erzählt, das mehreren Generationen von Kindern in Uganda gemeinsam ist, die entführt werden, um in den Milizen als Kindersoldaten ausgebildet zu werden. „Aber er hat Mut gehabt, er hat sein Vertrauen auf Jesus gesetzt und ist geflohen. Heute sehen wir ihn hier wieder, vierzehn Jahre später, mit einem Diplom in Verwaltungswissenschaften in der Tasche.“

„Es gibt immer einen Ausweg“, erklärte der Papst. „Das Leben ist wie ein Same: um ein neues Leben zu beginnen muss er sterben. Sterben, wie die ugandischen Märtyrer gestorben sind.

Denn durch dieses Sterben gelangt man zu einem Leben, das für alle ist. Wenn es mir gelingt, Negatives in Positives zu verwandeln, bin ich ein Sieger. Doch das kann man nur mit der Gnade Jesu tun.“ Dann richtete der Papst eine Frage an sein Publikum: „Seid ihr euch dessen sicher? Seid ihr bereit, alle negativen Erfahrungen in eurem Leben in positive zu verwandeln? Seid ihr bereit, den Hass in Liebe zu verwandeln? Ihr müsst euch bewusst sein, dass ihr ein Volk von Märtyrern seid. In euren Adern fließt das Blut der Märtyrer und deshalb habt ihr den Glauben und das Leben.“ Ein Glaube und ein Leben, die so schön sind, dass Uganda als „Perle Afrikas“ bezeichnet wird.

Im Verlauf der Ansprache des Heiligen Vaters setzte das Mikrophon mehrmals aus. Dieser Zwischenfall gab dem Papst Gelegenheit zur Bemerkung: „Manchmal funktionieren auch wir nicht richtig und wenn wir nicht richtig funktionieren, an wen müssen wir uns dann um Hilfe wenden?“ Und nachdem die Jugendlichen die Antwort laut gerufen hatten, bestätigte der Papst:

„Ja, Jesus! Jesus kann dein Leben verändern. Jesus kann alle Mauern niederreißen, die vor dir stehen. Jesus kann bewirken, dass dein Leben ein Dienst für die anderen wird. Aber wenn ihr wollt, dass Jesus euer Leben verändert, müsst ihr ihn um Hilfe bitten. Ihr müsst beten. Habt ihr gehört? Beten. Ich frage euch: betet ihr?“ Und weiter: „Jesus liebt uns. Jesus liebt alle. Jesus will uns allen helfen. Also: öffnet die Tür eures Herzens für Jesus und lasst ihn eintreten. Lasst Jesus in euer Leben eintreten. Und wenn Jesus in unser Leben eintritt, hilft er uns, gegen alle Probleme anzukämpfen, von denen Winnie gesprochen hat.“

Als die Rede des Papstes bereits beendet schien, richtete der Heilige Vater noch einige Fragen an die Jugendlichen: „Seid ihr bereit zu kämpfen? Seid ihr bereit, nur das Beste für euch zu wünschen? Seid ihr bereit, Jesus zu bitten, dass er euch in diesem Kampf beisteht? Und noch etwas will ich euch sagen: Wir alle gehören der Kirche an. Stimmt’s? Die Kirche hat eine Mutter. Wie heißt sie? Ich höre euch nicht… Betet zur Mutter.“ Papst Franziskus forderte die Zuhörer auf, zu Maria zu beten, wie ein Kind, dass fällt, weinend nach seiner Mutter ruft. Immer, wenn sie ein Problem hätten, sollten sie die Muttergottes anrufen, die auch unsere Mutter sei.

Zum Abschluss fasste Franziskus noch die drei Hauptpunkte seiner Rede zusammen: die Probleme überwinden, Negatives in Positives verwandeln und beten. Das Gebet zu Jesus könne alles erreichen, denn Jesus trete in die Herzen ein und verwandle unser Leben. Wieder rief der Papst zum Gebet auf und erklärte, da wir keine Waisenkinder seien, könnten wir auch zu unserer Mutter beten. Sein letzter Aufruf lautete: „Und bitte, betet auch für mich! Ich brauche es. Vergesst es nicht! Auf Wiedersehen!“

(29. November 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 29.11.2015 22:24

Von CNA Deutsch/EWTN News


Von CNA Deutsch/EWTN News

BANGUI , 29 November, 2015 / 8:11 PM (CNA Deutsch).-
Obwohl das Jahr der Barmherzigkeit offiziell erst am 8. Dezember beginnt, hat heute Papst Franziskus in der Kathedrale von Bangui die Heilige Pforte geöffnet. Es war das erste Mal, dass ein Papst dies außerhalb Roms tat.

Mit seiner historischen Geste rief Franziskus zum Frieden in dem vom Krieg gezeichneten Land auf – und zum gemeinsamen Gebet für Frieden, Barmherzigkeit, Versöhnung, Verzeihung und Liebe auf der ganzen Erde.

Inmitten der fröhlichen Atmosphäre, die den Papst auf seiner Reise nach Kenia, Uganda und nun Zentralafrika stets begleitet hat, sagte Franziskus im Hof der Kathedrale, dass Bangui heute die spirituelle Hauptstadt der Welt sei, in diesem unter Krieg leidenden Land.

Danach feierte der Papst eine Eucharistiefeuer mit Priestern, Ordensleuten und Katechisten.

Nur an sogenannten "Jubiläumsjahren" werden die Heiligen Pforten geöffnet; das Jahr der Barmherzigkeit dauert offiziell bis 20. November kommenden Jahres.

von esther10 29.11.2015 18:04

Abtreibung25. November 2015
Frauen fühlen sich von der Kirche alleingelassen

Viele Frauen wünschen sich mehr Unterstützung durch ihre Kirchengemeinden, wenn es um Abtreibung geht. Foto: pixabay.com


Viele Frauen wünschen sich mehr Unterstützung durch ihre Kirchengemeinden, wenn es um Abtreibung geht. Foto: pixabay.com

Lansdowne (idea) – Viele Frauen, die schon einmal abgetrieben haben, hätten sich im Vorfeld ihrer Entscheidung mehr Unterstützung von der örtlichen Kirchengemeinde gewünscht. Das hat eine Umfrage in den USA ergeben. Befragt wurden 1.000 Frauen, die bereits einen oder mehrere Schwangerschaftsabbrüche hinter sich haben. Mehr als jede Zweite (51 Prozent) stimmte der Aussage zu, Kirchengemeinden hätten keinen Ansprechpartner, der darauf vorbereitet ist, die Betroffenen zu beraten.

Ebenfalls fast die Hälfte (49 Prozent) machte sich den Satz zu eigen, dass die Predigten der meisten Pfarrer über Vergebung nicht auf Schwangerschaftsabbrüche zuzutreffen scheinen. Immerhin 43 Prozent der Frauen waren der Ansicht, dass man vertrauensvoll mit dem örtlichen Pfarrer über eine mögliche Abtreibung sprechen kann. Aber nur 38 Prozent sagten dasselbe über die Kirchengemeinde. Fast zwei Drittel (64 Prozent) meinten, dass Gemeindemitglieder eher über eine ungewollte Schwangerschaft tratschten als mit der werdenden Mutter über die bestehenden Möglichkeiten zu sprechen.

Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut LifeWay Research im Auftrag der Organisation Care Net (Fürsorge-Netz, Lansdowne/Bundesstaat Virginia) durchgeführt. Sie unterhält rund 900 Beratungsstellen, meist in Vororten großer Städte.

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Bei erster Abtreibung: Frauen gingen selten oder nie in den Gottesdienst

Befragt wurden sowohl Christen als auch Nichtchristen. 62 Prozent gaben an, zum Zeitpunkt ihrer ersten Abtreibung selten oder nie den Gottesdienst besucht zu haben, 25 Prozent jede Woche und elf Prozent einmal pro Monat. Jede dritte Frau – egal ob kirchlich gebunden oder nichtreligiös – sagte, sie habe von der Kirchengemeinde eine „wertende“ Reaktion auf die Schwangerschaft bekommen bzw. eine solche erwartet; jede vierte Frau erhielt „verurteilende“ Rückmeldungen. Aber es gab auch deutliche Unterschiede: So erklärten 28 Prozent der Kirchenmitglieder, die Gemeinde habe „fürsorglich, hilfsbereit und liebevoll“ reagiert; unter den nicht kirchlich gebundenen Frauen erwarteten das nur sieben Prozent.

Ungewollte Schwangerschaft: Nur wenige Frauen wenden sich an die Gemeinde

Die kirchlich gebundenen Frauen wurden auch gefragt, an wen sie sich wegen der ungewollten Schwangerschaft zuerst wenden. Nur 16 Prozent nannten die örtliche Kirchengemeinde. Die meisten Frauen (59 Prozent) informierten zuerst den Vater des Kindes, gefolgt von einem Arzt (55 Prozent), der eigenen Mutter (36 Prozent), einem Abtreibungsanbieter (30 Prozent) und einer Freundin (29 Prozent). Der Geschäftsführer von Care Net, Roland Warren, hat dafür eine Erklärung: „Wenn Sie ein Problem mit Drogen,

Pornografie, Finanzen oder der eigenen Ehe haben, gibt es in fast jeder Kirchengemeinde einen Arbeitszweig, der Ihnen helfen kann. Was aber, wenn Sie am Sonntagmorgen herausfinden, dass Sie schwanger sind? An wen wenden Sie sich dann in der Kirche?“ Auf diesem Gebiet hätten viele Gemeinden Nachholbedarf. Auf diese Weise könnten sie ihren Teil dazu beitragen, die Zahl der Abtreibungen zu senken, so Warren. Sie liegt in den USA jährlich bei über einer Million.

von esther10 29.11.2015 17:57

29.11.2015



Papst sieht im überfüllten Flüchtlingslager die Not Zentralafrikas
Besuch bei den Ärmsten

Franziskus ist zum ersten Mal in einem Krisengebiet: Seit Sonntag besucht er die Zentralafrikanische Republik. In einem Flüchtlingslager sieht er Armut und Not. Der Besuch hat Symbolkraft.

Der Besuch von Papst Franziskus gibt Amélie Bero Hoffnung. Sie hat alles verloren. Der blutige Konflikt zwischen muslimischen und christlichen Milizen in der Zentralafrikanischen Republik hat sie gezwungen, ihr Zuhause aufzugeben und im christlichen Flüchtlingslager an der Kirche St. Sauveur (Heiliger Retter) in der Hauptstadt Bangui Schutz zu suchen. "Möge Ihr Besuch in Zentralafrika Versöhnung, dauerhaften Frieden und Glück für das ganze Land bringen", sagt sie.

Bei seiner Ankunft im Flüchtlingslager schreitet Franziskus am Sonntag in seiner weißen Soutane auf dem staubigen Boden durch ein Spalier Dutzender Kleinkinder, die Papierschilder mit Aufschriften wie "Frieden", "Liebe", "Vergebung" hochhalten. Franziskus lächelt, schüttelt unzählige Hände, legt den Kindern seine Hand auf den Kopf. Seine Bodyguards können die Kinder kaum im Zaum halten, der Papst genießt das Bad in der Menge und strahlt.

"Frieden ohne Liebe, ohne Freundschaft, ohne Toleranz, ohne Vergebung ist unmöglich", sagt Franziskus zu den Flüchtlingen. Er fordert sie auf, zu vergeben und auch frühere Gegner zu tolerieren, um Frieden zu ermöglichen. "Ich wünsche Euch, dass ihr in Frieden leben könnt, ungeachtet der verschiedenen Ethnien, der Kulturen, der Religionen oder des sozialen Status", sagt Franziskus. "Wir sind alle Brüder und Schwestern."

Improvisierte Bühne

Zwischen den Zelten aus UNHCR-Plastikplanen wurde eine improvisierte Bühne errichtet, gleich daneben schliefen Minuten vor der Ankunft des Papstes noch mehrere Kinder im Schatten auf einer Plastikplane. In den Zelten von schätzungsweise 30 Quadratmetern schlafen nachts bis zu 70 Menschen. Knapp 4000 Menschen leben hier auf allerengstem Raum. "Wir haben nicht genug zu essen, es gibt keine Krankenstation, es gibt keine Medikamente", sagt Nguenda Maurice, der Verwalter des Lagers. "Die Leute leiden. Nachts müssen viele im Freien schlafen."

"Der Besuch des Papstes hat mir Hoffnung gegeben", sagt Carole Oubrou. Die 22-jährige lebt seit zwei Jahren in dem Lager, ihr Mann und Vater ihrer Tochter wurde von muslimischen Milizen getötet, als der Konflikt Ende 2013 eskalierte. "Der Papst kam und war schnell wieder weg. Aber ich habe jetzt das Gefühl, dass die Gnade Gottes uns helfen wird", sagt sie. Für eine Rückkehr zu einem normalen Leben sei sie auch bereit, den Muslimen zu vergeben.

Brüchiger Frieden

Für Franziskus ist es die erste Reise in ein Krisengebiet. Sein Besuch in dem Flüchtlingslager hat große Symbolkraft. Der brutale Konflikt hat etwa jeden fünften Einwohner des Landes zur Flucht gezwungen. Rund eine halbe Million Menschen sind in Nachbarländer geflohen, etwa genauso viele haben anderswo im Land Zuflucht gesucht. Selbst wenn der brüchige Frieden im Land halten sollte, ist noch völlig unklar, was aus den Flüchtlingen werden soll.

Tausende jubelten Franziskus auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt zu, viele trugen T-Shirts mit dem Konterfrei des Papstes. Doch der Unterschied zu anderen Reisezielen des Papstes ist unverkennbar, der Friede im Land ist brüchig: Etwa alle 20 Meter stand ein Blauhelmsoldat mit Maschinenpistole im Anschlag vor der jubelnden Menge, alle paar hundert Meter stand ein gepanzertes Fahrzeug oder ein Geländewagen, auf dessen Ladefläche ein Maschinengewehr montiert war. Über der Wagenkolonne des Papstes kreist ein UN-Hubschrauber.

Flüchtlinge hoffen auf Wirkung

Trotz Bedenken wegen der instabilen Sicherheitslage hat Franziskus an der Reise in die Zentralafrikanische Republik festgehalten. Für den Papst ist es vielleicht sogar die wichtigste Station seiner ersten Afrika-Reise mit Etappen in Kenia und Uganda. Hier kann er seinem Ziel folgen, an die Ränder der Kirche zu gehen, zu den Armen, Vergessenen und Notleidenden - wie beim Besuch eines Armenviertels in Nairobi.

Viele Flüchtlinge hoffen, dass entschlossene Worte des Kirchenoberhauptes Radikale und christliche Milizen zur Vernunft bringen können. Franziskus mahnt am Sonntag zu Toleranz, er bleibt jedoch vage. Das Wort Muslime oder ein Appell zum friedlichen Zusammenleben mit Muslimen fällt zunächst nicht. Am Montag wollte Franziskus in einer Moschee in einer muslimischen Enklave von Bangui einen Imam treffen.


Betende Mädchen

Die Zentralafrikanische Republik ist einem UN-Index zufolge das drittärmste Land der Welt. Die Mehrheit der Bevölkerung ist christlichen Glaubens, darunter laut Vatikan etwa 1,7 Millionen Katholiken.

***
Besuch bei Protestanten

Für den Papst-Besuch in der Zentralafrikanischen Republik stand am Sonntag auch ein Treffen mit Vertretern evangelischer Gemeinden auf dem Programm. Als Ort der Begegnung war die evangelisch-theologische Fakultät in der Hauptstadt Bangui vorgesehen.

Die Zentralafrikanische Republik ist ein Binnenstaat inmitten Afrikas und grenzt im Westen an Kamerun. Das Land erstreckt sich auf einer knapp doppelt so großen Fläche wie die Bundesrepublik. Etwa die Hälfte der rund 4,8 Millionen Einwohner sind Christen, je zur Hälfte Katholiken und Protestanten. Rund zehn Prozent der Bewohner sind Muslime, die übrigen sind Mitglieder indigener Glaubensgemeinschaften.


(dpa)

von esther10 29.11.2015 17:51

26.11.2015


Pfarrer beim Brotbrechen
© Harald Oppitz (KNA)

US-Bistum untersucht blutende Hostie
Blutwunder in Salt Lake City?
Die katholische Diözese Salt Lake City untersucht eine vermeintlich blutende Hostie. Als der Priester die Oblate liturgisch korrekt entsorgen wollte, bildeten sich den Angaben zufolge rote Flecken.

Nach Medienberichten vom Donnerstag war die Hostie bei einer Messe irrtümlich an ein Kind ausgeteilt und von einem Angehörigen an den Priester zurückgegeben worden. Als dieser die Oblate, nach katholischer Überzeugung der Leib Christi, in Wasser auflösen wollte, um sie liturgisch korrekt zu entsorgen, bildeten sich den Angaben zufolge rote Verfärbungen.

Laut dem Lokalsender KUTV setzte das Bistum eine Kommission ein, um das Phänomen zu untersuchen. Unter den fünf Mitgliedern ist demnach auch ein Neurobiologe. Die Ergebnisse sollen veröffentlicht werden. Ob der Vatikan über den Vorgang in der Kirche Saint Francis Xavier in Kearns benachrichtigt wurde, war dem Sender zufolge nicht klar. Die Hostie befinde sich inzwischen in Verwahrung beim Generalvikar des Bistums, Colin Bircumshaw.

Blutwunder wurden in der katholischen Kirche im Zuge der eucharistischen Frömmigkeit des Spätmittelalters immer wieder bekannt. Die Nachricht von einem solchen Ereignis im italienischen Bolsena führte 1264 zur Einführung des Fronleichnamsfestes; dieses hat die Verehrung Jesu Christi in der geweihten Hostie zum Gegenstand. Naturwissenschaftliche Erklärungen sehen das Bakterium Serratia marcescens als Ursache für die roten Flecken an.

(KNA)

von esther10 29.11.2015 16:21

Irreführung der Bevölkerung hinsichtlich der Kriminalitätsrate von „Flüchtlingen“

Veröffentlicht: 29. November 2015 | Autor: Felizitas Küble
Von Michael Leh

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hatte nach eigenem Bekunden „Gerüchten“ über den Anstieg von Straftaten durch Flüchtlinge mit belastbaren Informationen den Boden entziehen wollen. Ein vorläufiger Bericht des Bundeskriminalamtes (BKA) wurde jedoch zur Verschlusssache erklärt und von de Maiziere nur schwammig kommentiert. be2004_38_551



Wie de Maiziere erklärte, hat das BKA gemeinsam mit den Länderpolizeien eine erste vorläufige Lageübersicht „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ erstellt. Es ist bereits dubios, wie über diese „Lageübersicht“ informiert wurde.

Die Tageszeitung „Die Welt“ schrieb am 13. November, ihr liege die „Lageübersicht Nr. 1 – Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ des BKA vor, es handele sich um ein 21 Seiten umfassendes Dossier, und zitierte daraus. Dem Magazin „Der Spiegel“ lag die „Lageübersicht“ anscheinend auch vor, es nennt ebenfalls die Seitenzahl, zitiert daraus und nennt Referat 51 der BKA-Abteilung für Schwere und Organisierte Kriminalität als Mit-Autor.

Da die „Lageübersicht“ nicht auf der BKA-Website steht, wandte sich die Preußische Allgemeine Zeitung (PAZ) an das BKA mit der Bitte um Übersendung des Papiers unter Hinweis, dass es auch anderen Medien vorgelegen habe.

Das BKA erklärte jedoch, die „Lageübersicht“ sei als vertraulich eingestuft. Auf die Frage, wieso andere, möglicherweise ausgewählte Medien die „Übersicht“ erhalten hätten, bestritt eine Beamtin der BKA-Pressestelle kategorisch, dass das BKA den Text an die Medien gegeben habe. Auf die Frage, ob dann intern wegen Verrat dienstlicher Verschlusssachen beim BKA ermittelt werde, erklärte sie: „Das kann ich nicht kommentieren.“ Sie verwies an das Bundesinnenministerium (BMI), dem das BKA untersteht.

Daraufhin richtete diese Zeitung schriftliche Fragen an die BMI-Pressestelle. Auch diese erklärte, die „Lageübersicht Nr.1 zu Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ sei als Verschlusssache eingestuft, „eine Herausgabe an die Medien ist nicht möglich“. Auf die Frage, ob wegen unbefugter Weitergabe von Verschlusssachen ermittelt wird, wich eine Sprecherin des BMI aus, indem sie nur auf das allgemeine Prozedere bei Bekanntwerden von Sicherheitsschwachstellen verwies. Dass in diesem konkreten Fall ermittelt werde, erklärte sie nicht.

Das wird wohl auch nicht der Fall sein. Vielmehr ist zu vermuten, dass jemand aus der Spitze des BMI das Papier an bestimmte Medien gegeben hat. Das BMI durfte wohl auf den immer noch verbreiteten „Willkommensjournalismus“ und die Oberflächlicheit vieler Medien vertrauen.

Tatsächlich hat keine einzige Zeitung oder gar der Rundfunk das „Lagebild“ kritisch analysiert oder die Äußerungen de Maizieres dazu kritisch gewürdigt. Dieser hatte erklärt: „Insgesamt zeigen uns die derzeit verfügbaren Tendenzaussagen, dass Flüchtlinge im Durchschnitt genauso wenig oder oft straffällig werden wie Vergleichsgruppen der hiesigen Bevölkerung.“

Der wichtige Begriff „Vergleichsgruppen“ in dem Satz de Maizieres wurde nirgends hinsichtlich seiner Relevanz hinterfragt. In den Schlagzeilen wurde zudem die Aussage de Maizieres verkürzt wiedergegeben.zeitungen



„Der Spiegel“ etwa titelte: „Flüchtlinge genauso kriminell wie Deutsche.“ Auch in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hieß die Überschrift: „Flüchtlinge sind nicht krimineller als Deutsche.“ – Ebenso die Schlagzeile in „ZDF heute“: „Flüchtlinge nicht krimineller als Deutsche“.

Dass die Kriminalitätsrate bei den Hunderttausenden Neuankömmlingen angeblich nicht höher sei als bei der übrigen Bevölkerung Deutschlands – das dürfte bei der Masse der Medienkonsumenten so hängen geblieben sein.

Angaben de Maizieres über Kriminalitätsrate vernebeln die Realität

Was aber genau meinte de Maiziere mit „Vergleichsgruppen“? Die PAZ fragte auch hier beim BMI nach. Die Antwort: „Es ist in der Kriminologie allgemein bekannt und wird von der polizeilichen Kriminalstatistik so auch bestätigt, dass junge Männer häufiger kriminell sind als die Durchschnittsbevölkerung.“

Hier liegt der Hund begraben. Angeblich wollte de Maiziere Transparenz über die Kriminalitätsrate von Flüchtlingen schaffen, also die Bevölkerung darüber aufklären, was an Kriminalitätsbelastung auf sie durch die Zuwanderer zukommt. Statt dessen hat er die in Wahrheit insgesamt überdurchschnittliche Kriminalitätsrate mit dem trickreichen Verweis auf nicht näher benannte „Vergleichsgruppen“ verschleiert. 033_30



Denn man kann angesichts des sehr hohen Anteils junger Männer unter den Flüchtlingen bezüglich deren Gesamt-Kriminalitätsrate schlechterdings keinen im Ergebnis sinnvollen Vergleich mit dem prozentual wesentlich geringeren Bevölkerungsanteil junger deutscher Männer anstellen.

Nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) waren von Januar bis Oktober 70,7 Prozent der Asyl-Erstantragsteller jünger als 30 Jahre. Mehr als zwei Drittel aller Erstanträge wurden von Männern gestellt. Der Anteil männlicher Antragsteller von 16 bis unter 18 Jahren betrug 79,1 Prozent. In der Altersgruppe von 18 bis unter 25 Jahren lag er bei 80,4 Prozent. In der Altersgruppe von 25 bis unter 30 Jahren betrug er 75,8 Prozent und bei den 30- bis unter 35-Jährigen 70,7 Prozent.

De Maiziere hatte erklärt, bei den von Jahresbeginn bis Ende September erfassten Fällen hätten Vermögens- und Fälschungsdelikte sowie Diebstahlsdelikte mit rund 67 Prozent den Hauptanteil ausgemacht. Der Anteil der Sexualstraftaten liege bei unter einem Prozent. Asylbewerber aus einzelnen Herkunftsstaaten seien auffälliger. Dies gelte nicht für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak. „Zuwanderer selbst sind im Schwerpunkt durch Rohheitsdelikte und Diebstahlsdelikte bedroht“, so de Maiziere.

Wie das BMI auf Frage der PAZ erklärte, bezog sich de Maiziere bei seinen Aussagen auf die „ca. 577 000 vom BAMF in den ersten drei Quartalen 2015 registrierten Asylsuchenden“. Das BAMF schätzt dabei allerdings schon die Zahl nichtregistrierter Zuwanderer auf bis zu 290.000 Personen.

Unser Autor Michael Leh ist politischer Publizist und lebt in Berlin

Dieser Beitrag erschien am 27. November in der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ (PAZ)

Ergänzender Bericht hier: https://charismatismus.wordpress.com/201...sfluechtlinlge/

Und hier: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/in...447ff9733a.html

von esther10 29.11.2015 15:42

Die frei gehaltene Rede des Papstes an Kenias Jugend


http://de.catholicnewsagency.com/story/d...ias-jugend-0234

Von CNA Deutsch/EWTN News

NAIROBI , 27 November, 2015 / 2:30 PM (CNA Deutsch).-
Ein leidenschaftlicher Papst hat sich heute bei seinem Treffen mit der Jugend Kenias für das Gebet, die Verteidigung der Familie ausgesprochen – und auch schwierige Themen nicht ausgelassen. An seinem letzten Tag in Kenia sprach Franziskus im Rahmen seiner Reise in drei afrikanische Länder nach einem Besuch des Armenviertels Kengami im Kasarani-Sportstadium in Nairobi.

Wir dokumentieren zentrale Passagen der frei gehaltenen Ansprache.

Vielen Dank für den Rosenkranz, den Ihr für mich gebetet habt. Vielen Dank für Eure Begeisterung.

Ich möchte euch einiges sagen, ausgehend von den Fragen, die Lineth und Manuel gestellt haben.

Warum gibt es Feindschaften, Krieg und Tod? Fanatismus und Feindschaft unter jungen Menschen? Warum gibt es den Wunsch nach Zerstörung?

Auf der ersten Seite der Bibel, nach all den wundervollen Dingen, die der Herr getan hatte, tötet ein Bruder einen anderen Bruder. Der Geist des Bösen führt uns ins Verderben. Und der Geist führt uns zu einem Mangel an Einheit. Er führt uns zu Stammesdenken – Tribalismus –, Korruption und Drogen. Er führt zu Zerstörung aus Fanatismus. Wie schaffen wir es, dass fanatischer uns nicht eines Bruders oder einer Schwester beraubt? Da gibt es ein Wort, das unangenehm zu hören sein mag, aber ich will es nicht vermeiden.

Ein Mann oder eine Frau verliert die eigene Menschlichkeit, wenn sie vergessen, wie man betet. Weil sie das nicht das Bedürfnis haben den Herrn um Hilfe zu bitten angesichts so vieler Tragödien.

Das Leben ist voller Schwierigkeiten. Gibt es unterschiedliche Sichtweisen, Schwierigkeiten wahrzunehmen? Halten sie Dich auf oder siehst Du in ihnen echte Chancen? Ihr alle habt die Wahl. Ist das für mich ein Weg der Zerstörung oder eine Möglichkeit, diese Schwierigkeiten zu überwinden – für mich, meine Familie, dieses Land?

Ihr jungen Menschen: Wir leben nicht im Himmel, sondern auf der Erde. Eine Erde voller Schwierigkeiten und Einladungen, die zum Bösen führen. Aber da gibt es etwas, das Ihr alle habt. Die Fähigkeit, selbst zu entscheiden. Welchen Weg wollt Ihr gehen? [Fragt Euch:] Welchen der beiden Wege will ich einschlagen?

Du [Lineth] erwähnst noch einige andere Schwierigkeiten. Und davor stellst Du eine Frage. Möchtest Du die Herausforderungen meistern oder von ihnen überwunden werden?

Bist Du wie die Sportler, die hierher kommen [in das Stadion]. Oder bist Du wie diejenigen, die die Eintrittskarten an andere verkauft haben und das Geld in die Tasche steckten. Du musst Dich entscheiden.

Tribalismus: Er kann zerstören. Er kann bedeuten, dass Ihr Eure Hände hinter dem Rücken versteckt. Und dass Ihr einen Stein in jeder Hand habt, um auf andere zu werfen. Tribalismus kann nur mit dem Ohr, Deinem Herzen und Deiner Hand überwunden werden.

[Fragt euch:] Was ist Eure Kultur? Warum seid Ihr so? Warum haben Eure Cousins diese Bräuche? Fühlen sie sich unterlegen oder überlegen?

Wenn wir einmal die Antwort mit unseren Ohren gehört haben, geht er zu unserem Herzen und dann strecke ich meine Hand aus. Wenn Ihr nicht miteinander Dialog führt, dann werdet Ihr Teilung haben, wie ein Wurm, der in der Gesellschaft wächst.

Gestern war ein Tag des Gebets und der Versöhnung. Ich möchte Euch alle heute einladen, alle jungen, den Lineth und Manuel einzuladen, zu mir zu kommen, und dass wir einander an den Händen halten, lasst uns einander die Hand geben. Lasst uns aufstehen, als Zeichen gegen Tribalismus. Wir alle sind ein Volk, so sollten Herzen fühlen.

So erheben wir nicht nur die Hand heute, sondern tun dies als Ausdruck unseres Wunsches, unserer Herzensanliegens jeden Tag gegen diese Tendenz des Stammesdenkens zu arbeiten. Ihr müsst einander zuhören; es geht darum, Euer Herz zu öffnen.
Der Papst äußerte sich ebenfalls zur Frage der Korruption. Diese sei nicht zu rechtfertigen, sie raube einem die Ruhe und schade der Gesellschaft. Sie sei kein Weg, zu leben, sondern ein Weg “in den Tod”, so Franziskus wörtlich.

Der Heilige Vater forderte die Jugend Kenias auf, zu beten, und die Familie zu verteidigen. Und zwar immer und überall. Er dankte ihnen von Herzen und schloss mit einem Segen.
http://de.catholicnewsagency.com/story/d...ias-jugend-0234



von esther10 29.11.2015 15:36




Kardinal Robert Sarah antwortet seinen Kritikern
Umgang mit Homosexualität, wiederverheirateten Geschiedenen und andere "heiße Eisen": Deutsche Fassung des exklusiven Textes der französischen Publikation "L'Homme Nouveau"


Von CNA Deutsch/EWTN News

PARIS , 27 November, 2015 / 2:39 PM (CNA Deutsch).-
Es ist die Replik eines Kardinals, der die Lehre der Kirche kennt: Mit klar begründeten Antworten hat sich Kardinal Robert Sarah an Kritiker gewandt, die auf sein Interviewbuch "Gott oder nichts" reagiert haben. Der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramente erhielt auf dieses Buch neben viel Lob auch negative Reaktionen. Auf deren wesentlichen Vorwürfe ist er nun detailliert eingegangen.

Die Briefe offenbaren – das zeigt die hier dokumentierte Antwort – aus Sicht des Kardinals eine große Glaubenskrise, der gegenüber der Hirte aus Guinea nicht verschlossen bleiben konnte. Daher diese öffentliche Replik, die wir mit seiner freundlichen Genehmigung hier so publizieren, wie er sie vor wenigen Tagen in französischer Sprache dem Magazin L'Homme Nouveau gegeben hat unter dem Titel:

"Le Cardinal Robert Sarah répond à des Contradicteurs"

Infolge des Interviews, das ich gegeben habe und welches am 19. Juli 2015 in der Zeitschrift Ouest-France erschienen ist, habe ich unter anderen die vier (respektvollen) Briefe erhalten, die ich hier (in anonymer Form) veröffentliche. [Anm. d. Übers.: in L’Homme Nouveau vom 21.11.15 wurden diese vier Briefe abgebildet.] Am 19. Juli hatte ich nach Äußerungen zu verschiedenen Themen einige "heiße Eisen" angerührt:

1. Die "Ehe" zwischen Menschen desselben Geschlechtes;

2. die Zulassung zu den Sakramenten von "wiederverheirateten" Geschiedenen; und sowohl für den Westen als auch für Afrika

3. die allgemeine Situation der Ehe; ohne schließlich zu vernachlässigen

4. den von einigen Priestern durch unwürdiges Verhalten verursachten Skandal. Die hier wiedergegebenen Briefe beschäftigen sich im Wesentlichen mit den Fragen 1, 2 und 3. Greifen wir also gemeinsam ihre Einwände auf, die allesamt auf Mißverständnissen beruhen. Und beginnen wir dabei mit dem strukturiertesten und argumentativsten Brief, dem von S. (vgl. S. 13 [Anm. d. Übers.: im franz. Original]).



Argument 1: Nach Ansicht von S. ist die Katholische Kirche "nicht die Hierarchie der Bischöfe, inklusive des Bischofs von Rom, sondern die Gesamtheit der Getauften (…). Um zu sagen, was die ‚Position der Kirche‘ ist, wäre es legitim, die Ansicht der Mehrheit wiederzugeben."

Antwort 1: Der erste Satz ist richtig. Das Denken der Gläubigen repräsentiert jedoch nur dann die "Position der Kirche", wenn es im Einklang steht mit der Gemeinschaft der Bischöfe: "Die Aufgabe aber, das geschriebene oder überlieferte Wort Gottes verbindlich zu erklären, ist nur dem lebendigen Lehramt der Kirche anvertraut , dessen Vollmacht im Namen Jesu Christi ausgeübt wird." (Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Dei Verbum, 10). Außerdem geht es nicht um Mehrheit, sondern um Einmütigkeit:

"Die Gesamtheit der Gläubigen, welche die Salbung von dem Heiligen haben (vgl. 1 Joh 2,20.27), kann im Glauben nicht irren. Und diese ihre besondere Eigenschaft macht sie durch den übernatürlichen Glaubenssinn des ganzen Volkes dann kund, wenn sie ‚von den Bischöfen bis zu den letzten gläubigen Laien‘ ihre allgemeine Übereinstimmung in Sachen des Glaubens und der Sitten äußert. Durch jenen Glaubenssinn nämlich, der vom Geist der Wahrheit geweckt und genährt wird, hält das Gottesvolk unter der Leitung des heiligen Lehramtes, in dessen treuer Gefolgschaft es nicht mehr das Wort von Menschen, sondern wirklich das Wort Gottes empfängt (vgl. 1 Thes 2,13), den einmal den Heiligen übergebenen Glauben (vgl. Jud 3) unverlierbar fest. Durch ihn dringt es mit rechtem Urteil immer tiefer in den Glauben ein und wendet ihn im Leben voller an." (1)
Schließlich ist diese Einmütigkeit eine hinreichende Bedingung dafür, zu erklären, daß eine Aussage zum geoffenbarten Glaubensgut gehört (das war der Fall bei der Aufnahme Mariens in den Himmel), nicht jedoch eine notwendige Bedingung: es kommt vor, daß das Lehramt eine Glaubenswahrheit feierlich definiert, bevor die Einmütigkeit erreicht ist (wie im Fall der Päpstlichen Unfehlbarkeit beim Ersten Vatikanischen Konzil).



Argument 2: S. kritisiert meine Formulierung: "Gott steht mit Adam und Eva am Anfang der Familie".

Antwort 2: Als ausgebildeter Exeget weiß ich, daß in der Bibel nicht alles wortwörtlich zu nehmen ist. Man muß den verschiedenen literarischen Gattungen Rechnung tragen, dem Instrumentarium des menschlichen Verfassers, der selbst ein Werkzeug des Heiligen Geistes ist. (vgl. Dei Verbum, 11-12). Nachdem dies in Erinnerung gerufen ist, können wir jedoch festhalten, daß in den ersten Kapiteln des Buches Genesis unbestreitbar die heilbringende Wahrheit offenbart ist, daß Gott der Schöpfer der ersten Menschen ist; und die Bibel betont dabei die Tatsache, daß er sie als Mann und Frau erschaffen hat. Diese Dualität ist wesentlich dafür, wirklich eine menschliche Person in der Weise zu sein, wie Gott sie gewollt hat: "Als Mann und Frau erschuf er sie" (Gen 1, 27), damit sie untrennbar vereint leben in einer vollkommenen und fruchtbaren Komplementarität.

Dieser Punkt ist darüber hinaus von Jesus Christus selbst bestätigt worden:

"Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und daß er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen." (Mt 19, 4-6).
Jesus bezieht sich hier auf Gen 1, 27-28.



Argument 3: "Glauben Sie wirklich, daß der Homosexuelle eine Wahl hat? Er wird sich eines Tages bewußt, was er ist, und erkennt sehr schnell, daß er … keine Wahl hat!"

Antwort 3: Offensichtlich wird hier die häufig nicht gewählte homosexuelle Neigung verwechselt mit den homosexuellen Akten, welche, wenigstens manchmal, zum großen Teil vom Willen abhängen. Das Argument meines Kritikers ist darüber hinaus auch ausdrücklich in einem lehramtlichen Dokument zurückgewiesen worden:

"Einige vertreten die Ansicht, homosexuelle Neigung sei in bestimmten Fällen nicht das Ergebnis einer freien Entscheidung; die homosexuellen Personen hätten keine andere Wahl, sondern müßten sich homosexuell verhalten. Daher handle eine solche Person, selbst wenn sie sich auf homosexuelles Tun einlasse, wegen fehlender Freiheit nicht schuldhaft. (…) In der Tat können in einem bestimmten Fall Umstände auftreten oder in der Vergangenheit aufgetreten sein, welche die Schuldhaftigkeit des einzelnen vermindern oder geradezu aufheben, während andere Umstände sie wiederum vermehren können. Was auf jeden Fall vermieden werden muß, ist die ebenso unbegründete wie demütigende Annahme, das geschlechtliche Verhalten homosexueller Partner sei immer und vollständig dem Zwang unterworfen und daher frei von Schuld. In Wirklichkeit muß auch bei den Personen mit homosexueller Neigung jene grundlegende Freiheit anerkannt werden, welche die menschliche Person als solche charakterisiert und ihr eine besondere Würde verleiht. Wie bei jeder Umkehr vom Bösen kann, dank dieser Freiheit, das von der göttlichen Gnade erleuchtete und gestärkte Mühen es jenen Personen gestatten, homosexuelles Tun zu unterlassen." (2)
Heute erheben manche bewußt und in eigener Verantwortung den Anspruch, homosexuell zu sein, bisweilen auch mittels öffentlicher Demonstrationen. Eine nicht geringe Anzahl westlicher Regierungen und die Vereinten Nationen arbeiten daran, unter denen, die sich als Homosexuelle fühlen, die Bewußtwerdung dieser sexuellen Orientierung zu fördern, und verteidigen sie als ein Recht. Es werden nicht nur Gesetze verabschiedet, um Homosexuelle, Lesbierinnen und Transsexuelle weltweit zu schützen und die rechtliche Verpflichtung der Staaten zu fordern, Gewalt und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung zu beenden. Sondern die UNO geht sogar so weit, zu erklären, daß diese Rechte über jeder Sitte, Tradition, jedem kulturellen Wert und religiösen Glauben stehe (Botschaft zu den Menschenrechten von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon vom 2. Juli 2012).

Nun hat einerseits das Wort Gottes (u.a. Röm 1, 24-26) homosexuelle Akte klar verurteilt, welche, vom objektiven Gesichtspunkt aus, schwer schuldhafte Handlungen sind, und die Kirche hat sich definitiv zu dieser Frage geäußert:

"Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet (Vgl. Gen 19, 1-29; Röm 1,24-27; 1 Kor 6,10; 1 Tim 1,10), hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, ‚daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind‘ (CDF, Erklärung ‚Persona humana‘, 8). Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen." (KKK 2357) (3)
Andererseits lehrt das Lehramt auch, daß für die von dieser Orientierung betroffenen Personen die Pflicht und die Möglichkeit bestehen, durch Askese und Bemühung um Verzicht entschlossen zur Umkehr und somit zur Keuschheit zu gelangen:

"Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -‚ durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern." (KKK 2359)
Wohl gemerkt können "Unkenntnis, Gewalt, Furcht und weitere psychische oder gesellschaftliche Umstände … die Anrechenbarkeit einer Tat und die Verantwortung für sie vermindern oder aufheben" (KKK 1746).

Heutzutage setzen die Massenmedien und die "Gay-Lobbies" erhebliche Mittel ein, damit homosexuelle Handlungen als normal aufgefaßt und sogar als ein Recht angesehen werden. Wir fügen hinzu, daß Therapien bestehen, die zu einem großen Teil effektiv sind, und daß es Teil der angesprochenen Anstrengung sein kann, sich einer solchen zu unterziehen (4).



Argument 4: "Glücklicherweise ist das Mahl Jesu kein Belohnungsnachtisch".

Antwort 4: Ohne sich dessen bewußt zu sein, wirft der Verfasser hier der Kirche vor, jansenistisch zu sein. Nun lehrt die Kirche einerseits, gegen die Jansenisten, daß die Anhänglichkeit an eine von ihrer Materie her läßliche Sünde nicht von der eucharistischen Kommunion ausschließen muß, welche ja gerade die Kraft gibt, sich von dieser Anhänglichkeit zu lösen. Andererseits hat die Kirche immer mit Bestimmtheit daran festgehalten, daß man nicht kommunizieren kann, wenn man sich bewußt ist, im Stand der Todsünde zu sein, ein Grundsatz, der von Johannes Paul II. im Jahre 2003 in seiner Enzyklika Ecclesia de Eucharistia, Nr. 36, als definitiv in Erinnerung gerufen wurde: "In diesem Sinn hält der Katechismus der Katholischen Kirche mit Recht fest: ‚Wer sich einer schweren Sünde bewußt ist, muß das Sakrament der Buße empfangen, bevor er die Kommunion empfängt‘. [74] Ich möchte deshalb bekräftigen, daß in der Kirche die Norm gilt und immer gelten wird, mit der das Konzil von Trient die ernste Mahnung des Apostels Paulus (vgl. 1 Kor 11, 28) konkretisiert hat, indem es bestimmte, daß dem würdigen Empfang der Eucharistie ‚die Beichte vorausgehen muß, wenn einer sich einer Todsünde bewußt ist‘. [75]" (5) Nicht einmal ein Papst kann von solch einem göttlichen Gesetz dispensieren.



Argument 5: Meinem Kritiker nach (dessen Treue im Priesteramt ich sehr wohl begrüße) zögern tausende von Priestern nicht, die Kommunion an alle auszuspenden.

Antwort 5: Weisen wir zunächst darauf hin, daß eine solche Ansammlung von geweihten Dienern der Kirche (die sicher unter anderer Hinsicht sehr wohl respektabel sind) sich [als solche] keiner Lehrautorität erfreut. Des weiteren vermengt eine solche Position, wie auch immer es um die Authentizität dieser "Statistik" bestellt sein mag, in bezug auf Personen, die in einem öffentlichen und dauerhaften Stand der Sünde leben, wie zum Beispiel Ehebruch oder ständige Untreue dem Ehepartner gegenüber oder häufige und schwerwiegende geschäftliche Diebstähle, verschiedene Situationen:

den Fall, indem ein Gläubiger endlich bereut und den festen Vorsatz faßt, in Zukunft den Rückfall in die Sünde zu vermeiden, die heilige Absolution empfängt und daher zur heiligen Eucharistie hinzutreten kann, und
den Fall eines Gläubigen, der nicht gewillt ist, zukünftig objektiv schwer schuldhafte Handlungen zu unterlassen, und der so dem Wort Gottes und dem Bund widerspricht, welcher ja gerade durch die Eucharistie bezeichnet wird.
In diesem letzteren Fall wird der "feste Vorsatz" ausgeschlossen, von dem das Konzil von Trient erklärt hat, daß er notwendig sei, um von Gott die Vergebung zu empfangen. Präzisieren wir, daß dieser feste Vorsatz nicht darin besteht, zu wissen, daß man nicht mehr sündigen wird, sondern sich in seinem Willen dazu zu entscheiden, die geeigneten Mittel zu ergreifen, um die Sünde zu vermeiden. Ohne den festen Vorsatz (außer im Falle vollständiger und nicht schuldhafter Unwissenheit) bliebe ein solcher Christ im Stand der Todsünde, und beginge durch den Empfang der Kommunion eine schwere Sünde. Im Fall, daß sein Stand der Sünde öffentlich bekannt ist, haben die Diener der Kirche von ihrer Seite her auch kein Recht mehr, ihm die Kommunion zu spenden (6). Wenn sie es täten, wäre ihre Sünde vor dem Herrn größer. Es würde sich um bewußte Komplizenschaft und vorausbedachte Profanation des Heiligsten Sakramentes des Leibes und Blutes Jesu handeln.



Argument 6: Die Position der Kirche würde bedeuten, den Homosexuellen (und den wiederverheirateten Geschiedenen) das Leben schwer zu machen.

Antwort 6: Im Gegensatz zu dieser böswilligen Karikatur besteht die Haltung der Kirche nicht darin, Personen zurückzuweisen, sondern darin, ihnen nicht ein Sakrament zu spenden, zu dem ihre gegenwärtige Lebensweise im Widerspruch stünde. Die Kirche hat nicht vernachlässigt, die Pflicht der Hirten in Erinnerung zur rufen, diesen Christen, die Opfer bedeutsamer Leiden sind, mit einer großen Einfühlsamkeit zu begegnen. Indem ich mich auf den Fall der homosexuellen Neigung beschränke, rufe ich Nr. 2358 des Katechismus der Katholischen Kirche in Erinnerung:

"Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen hat tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfaßtheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen."
Eine Neigung ist keine Sünde. Aber sich wie ein Stück Holz im Wasser mitreißen zu lassen, ist eines Mannes oder einer Frau nicht würdig. Und "Gott freut sich nicht über erniedrigende Situationen, obgleich er Schlechtes zum Guten wandeln und aus unseren Schwächen das Leben zeugen kann" (7).



Argument 7: Eine Briefkorrespondentin, deren hohes Alter den größten Respekt verlangt, nennt den Fall einer Katholikin, welche infolge von Gewalt in der Ehe als "Wiederverheiratete" lebt, jedoch intensiv am Leben ihrer Pfarrei teilnimmt. Sollte uns das nicht motivieren, ihr die heilige Kommunion zu spenden?

Antwort 7: Ich erkenne die diesem Einwand zugrundeliegende Großherzigkeit an. Dieser vermischt jedoch oder vernachlässigt folgende verschiedenen Aspekte:

1. Wenn jemand häuslicher Gewalt ausgesetzt ist, hat er das Recht, sich von seinem Ehepartner zu trennen. (8)

2. Die Kirche erlaubt, mittels der Scheidung die zivilen Rechte einer legitimen Trennung einzufordern. (9) Die Scheidung als solche hindert nicht am Sakramentenempfang.

3. Ein Partner, der habituell zu ehelicher Gewalt greift, leidet wahrscheinlich an einer psychischen Krankheit, welche eventuell Grund für eine von Anfang an bestehende Nichtigkeit der betreffenden Ehe ist. (10)

4. Wenn die Kirche die erste Ehe für ungültig erklären würde, könnte das Opfer eine andere Ehe eingehen, wenn die übrigen Voraussetzungen für dieses Sakrament gegeben sind.

5. Es kann passieren, daß ein Geschiedener aus gewichtigen Gründen (wie etwa die Erziehung der Kinder) seinen Partner nicht verlassen kann. In diesem Fall muß die betreffende Person, um die Absolution zu empfangen und zur heiligen Kommunion hinzuzutreten, sich verpflichten, sich mit dem zweiten Partner jener Akte zu enthalten, welche gemäß göttlichem Gesetz wirklichen Ehepartnern vorbehalten sind. (11) Nun zeigt die Erfahrung zahlreicher Paare, daß dies oft sehr schwierig ist; nichtsdestotrotz ist es möglich mit der Hilfe der Gnade Gottes, einer geistlichen Begleitung und dem häufigen Empfang des Sakramentes der Versöhnung. Tatsächlich erlaubt das Letztere, im Fall der Niederlage sich auf dem guten Weg um so entschlossener neu zu erheben und Schritt für Schritt in der Keuschheit voranzuschreiten.

6. Die Teilnahme am Leben der Pfarrei durch einen Geschieden-Wiederverheirateten, der noch nicht bereit ist, die Keuschheit zu versprechen, disponiert ihn gerade dafür, das eigene Herz der Gnade zu öffnen, dieses notwendige Versprechen zu geben. (12)



Argument 8: Nach einem anderen Priester, der sich auf seine Erfahrung als Fidei Donum in Afrika stützt, entspricht die afrikanische Familie nicht der von mir gegebenen Beschreibung.

Antwort 8: Mir ist unbekannt, von welchem Land und welcher Diözese dieser Priester spricht. Aber in Westafrika ist trotz des massiven islamischen Einflusses in der echten Tradition unserer Vorfahren die Ehe monogam und unauflöslich. Ich spreche davon in "Gott oder Nichts". (13) So versichere ich, daß "momentan die Familie (in Afrika) stabil, dauerhaft, traditionell bleibt". Ich meine damit in keiner Weise, daß die afrikanische nichtchristliche Familie ein Vorbild sei, denn sie leidet offensichtlich unter den Spuren der Sünde und kennt darüber hinaus ihre Schwierigkeiten. Ich behaupte lediglich, daß in der afrikanischen Kultur im allgemeinen

1. die Familie weiterhin auf der heterosexuellen Verbindung gegründet ist,

2. die Ehe ohne Scheidung angestrebt wird, trotz des Paradigmas der simultanen Polygamie,

3. diese für die Fortpflanzung offen ist und

4. die familiären Bande als sakral gelten.

Ist es nicht am Ende auch das, was mein Korrespondent mit Missionserfahrung unterstreichen wollte? (Ich betone hier die Großzügigkeit des ‚Fidei Donum‘, also eines westlichen Diözesanpriesters, der freiwillig in einem Missionsland evangelisiert.) Im übrigen ist die hier behandelte Frage anderer Natur: nämlich die nach dem möglichen graduellen Voranschreiten der Pastoral bei der Evangelisierung nichtchristlicher Familien, die noch von durch die Sünde hervorgerufenen Abwegen geprägt sind, bei denen jedoch gewisse Traditionen imstande sind, evangelisiert zu werden und als Ausgangspunkt für die Verkündigung Christi zu dienen. Auf jeden Fall kann man, wenn mein Gesprächspartner mir unterschwellig vorzuwerfen scheint, ich würde die "afrikanische Familie" auf jene reduzieren, die das christliche Ideal lebt, sie umgekehrt auch nicht auf den polygamen Typ festlegen (sei er nun "traditionell" oder muslimisch).



Schlußfolgerung

Schließlich möchte ich zum Ausdruck bringen, daß ich mich als Bischof in meinem Herzen verletzt fühle, wenn ich ein solches Unverständnis für die definitive Lehre der Kirche von Seiten meiner priesterlichen Mitbrüder feststellen muß. Ich kann mir nicht erlauben, mir einen anderen Grund für eine solche Verwirrung vorzustellen als eine unzureichende Ausbildung meiner Mitbrüder. Als Verantwortlicher für die Sakramentendisziplin im gesamten Bereich der lateinischen Kirche bin ich im Gewissen gehalten, in Erinnerung zu rufen, daß Christus den ursprünglichen Schöpfungsplan einer monogamen, unauflöslichen Ehe wiederhergestellt hat, welche sowohl auf das Wohl der Ehegatten hingeordnet ist als auch auf die Zeugung und Erziehung von Kindern. Er hat darüber hinaus die Ehe zwischen Getauften in den Rang eines Sakramentes erhoben, welches den Bund Gottes mit seinem Volk bedeutet, genauso wie die Eucharistie. Nichtsdestoweniger existiert auch das, was die Kirche die "legitime" Ehe [Anm. d. Übers.: im Deutschen eher "Naturehe"] nennt. Die sakrale Dimension dieser "natürlichen" Ehe macht daraus ein Element der Vorbereitung und Erwartung des Sakramentes, vorausgesetzt, sie respektiert die Verschiedengeschlechtlichkeit und gleiche Würde beider Ehepartner ebenso wie ihre spezifischen Rechte und Pflichten und daß der Ehekonsens nicht die Monogamie, die Unauflöslichkeit und Fortdauer bis zum Tod sowie die Öffnung auf das Leben hin ausschließt. Hingegen prangert die Kirche die in die menschliche Liebe eingeführten Deformationen an: die Homosexualität, die Polygamie, den Männlichkeitskult, die wilde Ehe, die Scheidung, die Empfängnisverhütung etc. Gleichwohl verdammt s i e niemals die Personen. Aber sie beläßt diese auch nicht in ihren Sünden. Wie ihr Meister hat sie den Mut und die Liebe, ihnen zu sagen: Geh und sündige von nun an nicht mehr. Die Kirche nimmt die Menschen nicht nur mit Barmherzigkeit, Respekt und Einfühlsamkeit an. Sie lädt mit Entschiedenheit zur Umkehr ein. In ihrer Nachfolge fördere ich die Barmherzigkeit gegenüber den Sündern (wir alle gehören dazu), aber auch die Festigkeit gegenüber Sünden, die mit der Liebe zu Gott unvereinbar sind, welche durch die sakramentale Kommunion bekannt wird. Heißt das nicht, die Haltung des Sohnes Gottes nachzuahmen, welcher zur Ehebrecherin gesagt hat: "Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von nun an nicht mehr." (Joh 8, 11) ?

ROBERT KARDINAL SARAH

Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung





Dogmatische Konstitution Lumen Gentium, 12. Die Hervorhebungen in Kursivschrift stammen von mir.
KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE (CDF), 1. Oktober 1986, Schreiben an alle Bischöfe über die Seelsorge für homosexuelle Personen – Homosexualitatis problema, § 11; DC, 1986, 1160-1164. Dies ist der wichtigste Text zum Thema.
In Bezug auf die Homosexualität beschränken wir uns direkt auf lehramtliche und für die Universalkirche gültige Texte. Außer dem, was wir an anderer Stelle zitieren, vgl.: CDF, 29. Dezember 1975, Erklärung zu einigen Fragen der Sexualethik - Persona humana; La Documantation catholique (DC), 1976, S. 1-11; - CDF, 15 juin 1977, Lettre au général des jésuites contre le livre The Church and the Homosexual ; DC, 1978, 309-311 ; - Johannes Paul II., 5. Oktober 1979, Ansprache an die amerikanischen Bischöfe ; DC, 1979, 928 ; - CDF, 23. Juli 1992, Einige Anmerkungen bezüglich der Gesetzesvorschläge zur Nicht-Diskriminierung homosexueller Personen; DC, 1992, 783-785; - Johannes Paul II., 21. Januar 1999, Ansprache an die Rota Romana, §5; DC, 1999, 205; - CDF, 31. Mai 1999, Notification concernant Sister Jeannine Gramick (…) ; DC, 1999, 197 ; - Päpstlicher Rat für die Familie (CCPF), 17. März 2000, Erklärung bezüglich der Resolution des Europäischen Parlaments am 16. März 2000 ; DC, 2000, 398-399 ; - CDF, 3. Juni 2003, Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften; DC, 2003, 798-803; - CDF, 31. Mai 2004, Schreiben an die Bischöfe über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und in der Welt, § 2; DC 2004, 775-784.
Vgl. bspw. PÄPSTLICHER RAT FÜR DIE FAMILIE, MENSCHLICHE SEXUALITÄT: WAHRHEIT UND BEDEUTUNG, Orientierungshilfen für die Erziehung in der Familie; DC, 1996, S. 225-227, besonders S. 226.
Die Fußnoten (74) und (75) verweisen auf folgende Stellen: (74): Katechismus der Katholischen Kirche, 1385; vgl. CIC, can. 916; CCEO, can. 711. – (75) Johannes Paul II., Ansprache an die Mitglieder der heiligen Pönitentiarie und an die Beichtväter der römischen Patriarchalbasiliken (30. Januar 1981): AAS 73 (1981), 203; vgl. Konzil von Trient, 13. Sitzung, Dekret über das Sakrament der Eucharistie, Kap. 7 und Kan. 11: DH 1647, 1661; (Dumeige), La Foi catholique, nn. 742. 755.
Folgende Evangelienperikopen wären nachzulesen: Mt 5, 31-32 ; 19, 3-9 ; Mk 10, 2-12 ; Lk 16, 18 ; Röm 7, 2-3 ; 1 Kor 7, 10-11 ; 11, 27-29 ; für die gesamte Zeit der Patristik vgl. : Henri Crouzel, s.j., L’Église primitive face au divorce, Paris, Beauchesne, 1971. Für das jüngere Lehrmt sind die wesentlichen und definitiven Texte : Johannes Paul II, Nachsynodales Schreiben Familiaris consortio, n. 84 ; DC, 1982, S. 1-37 ; - Johannes Paul II, 25. Januar 1983, Codex des kanonischen Rechtes, Can. 915-916 ; - CDF, 14. September 1994, Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über den Kommunionempfang von wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen – Annus Internationalis Familiae; DC, 2000, 158-161; - ERKLÄRUNG DES PÄPSTLICHEN RATES FÜR DIE GESETZESTEXTE, 24. Juni 2000, über die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene (zu Can. 915); DC, 2000, 715-716; - Benedikt XVI., 22. Februar 2007, Nachsynodales Apostolisches Schreiben Sacramentum caritatis, Nr. 20 und 29; DC, 2007, 303-343.
Dom Samuel, De tout cœur, sur l’avenir chrétien de notre temps, Ad Solem, 2011, p. 29.
Johannes Paul II, Codex des kanonischen Rechtes, Can. 1153.
Vgl. Johannes Paul II., 21. Januar 2002, Ansprache an die Rota Romana.
Vgl. Codex des kanonischen Rechtes, Can. 1095, 3°.
Vgl. Johannes Paul II, 2. November 1981, Nachsynodales Schreiben Familiaris consortio, Nr. 84.
Vgl. ibidem.
Dieu ou rien, Entretiens sur la foi, p. 355-357, Fayard, 422 p., 21,90 €. [deutsch : Gott oder Nichts, Ein Gespräch über den Glauben, S. 351-351, Fe-Medienverlag, 399 S., 17,80 €.]
Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung von Kardinal Robert Sarah und L'Homme Noveau.
http://de.catholicnewsagency.com/story/k...-kritikern-0235




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