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von esther10 15.09.2015 10:12

Burgenland: Caritas und Pfarren schaffen neue Notschlafplätze

Rund 560 Notschlafstellen für Flüchtlinge im Seewinkel - Pfarrer von Nickelsdorf: "Wir können doch nicht zuschauen"



Eisenstadt (KAP) Die Caritas und die Pfarren der Diözese Eisenstadt schaffen neue Notschlafplätze im Burgenland. In einer Aussendung am Montag ist die Rede von rund 560 Notschlafstellen, die im Seewinkel für Flüchtlinge eingerichtet werden. "Wir können doch nicht zuschauen, wenn Menschen, gezeichnet von der Flucht über die Grenze kommen und dann im Freien bei Wind und Wetter schlafen müssen", erklärte Pfarrer Roman Schwarz aus Nickelsdorf. "So denken auch viele andere Pfarren", hieß es seitens der Caritas Burgenland.

In der Nacht auf Montag habe sich die Lage in der Grenzgemeinde Nickelsdorf wieder zugespitzt, viele Familien mit Kindern warteten vergeblich auf einen Zug Richtung Wien. Mehr als 300 Personen "fanden schließlich ein Dach über dem Kopf in den Pfarrheimen Nickelsdorf, Illmitz und Zurndorf, Gattendorf und Kittsee", teilte die Caritas mit, die die Betroffenen mit der Unterstützung freiwilliger Helfer betreute. Es gab die Möglichkeit zum Duschen und Aufwärmen, allen wurde Essen und Trinken gereicht.

Da sich die Route der Flüchtlinge auch immer mehr in den Süden des Burgenlands verlagere, organisiert die Caritas gemeinsam mit dem Flüchtlingskoordinator der Diözese Eisenstadt, Markus Zechner, dort neue Quartiere, die noch am Montagabend belegt werden sollen. Für den Weitertransport der Flüchtlinge in die Notquartiere kümmere sich die Polizei. Ein Caritas-Team mit Beratern und Dolmetschern sei seit Sonntag in Oberwart im Einsatz.

So wie in Nickelsdorf stehen laut Caritas aktuell auch in den Pfarrheimen in Neusiedl, Weiden, Zurndorf, Gattendorf, Apetlon, Kittsee und Illmitz Notschlafstellen zur Verfügung. In Mönchhof und Frauenkirchen wurden in den Klöstern Schlafstätten geschaffen. Im Caritas-Haus St. Nikolaus in Neusiedl wurde der Turnsaal geräumt. In Eisenstadt sorgte Dompfarrer Pater Erich Bernhard für weitere 150 Schlafplätze im Dompfarrzentrum. Hier werden auch zwei Mal wöchentlich Sachspenden an die Flüchtlinge verteilt. Im Eisenstädter "Haus der Begegnung" würden noch am Montag 30 Flüchtlinge untergebracht, kündigte die Caritas an.

"Immense Strapazen" der Flüchtlinge

Mitarbeiter Robert Moosbrugger berichtete von den "immensen Strapazen" der Flüchtlinge. Er habe einige der Familien mit kleinen Kindern überzeugen können, noch einen Tag zur Erholung zu bleiben. Die Caritas koordiniert die Hilfe vor Ort, stellt Lebensmittel zur Verfügung und berät in rechtlichen Fragen. "Wir können auf die gute Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen, den Gemeinden und den Freiwilligen bauen. Das erleichtert die schwierige Situation enorm. Hier wird von allen Seiten Großartiges geleistet", erklärte Caritasdirektorin Edith Pinter. Zusätzliche Hilfe leisteten "mit viel Herz und Engagement" auch jene Asylwerbern, die schon seit einiger Zeit in einem Heim in Nickelsdorf in Grundversorgung leben.

Die Caritas bittet um Sach- und Geldspenden, gebraucht würden derzeit vor allem Babywindeln und Babynahrung sowie verschiedene Toiletteartikel. (Sachspenden aktuell auf www.facebook.at/caritasbgld; Geldspenden an "Caritas Flüchtlingshilfe", IBAN AT34 3300 0000 0100 0652)


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/72440.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

von esther10 15.09.2015 10:08

Ehe und Familie ab 4. Oktober im Fokus der Bischofssynode

Versammlung der mehr als 300 Bischöfe und Experten aus aller Welt soll den Papst beraten - Österreich durch Bischof Elbs vertreten, Kardinal Schönborn im Synodenrat

Vatikanstadt, 15.09.2015 (KAP) Papst Franziskus, 300 Bischöfe und weitere Experten diskutieren vom 4. bis 25. Oktober im Vatikan bei der Weltbischofssynode zum Thema "Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute". Es handelt sich um die 14. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode der Kirchengeschichte seit deren Einführung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, und um die insgesamt 27. Bischofssynode, rechnet man auch die zehn bisherigen Sonderversammlungen zu regionalen Fragen und drei außerordentlichen Bischofssynoden hinzu. Synoden haben im Gegensatz zum Konzil keine Entscheidungs- oder Beschlussfunktion, sondern sollen den Papst im Sinne der Kollegialität beraten.

Im Unterschied zur Außerordentlichen Generalversammlung, bei der nur die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen teilnehmen, werden bei der Ordentlichen Generalversammlung die Bischofskonferenzen je nach Größe durch ein bis vier gewählte Vertreter repräsentiert. Bei der Synodensitzung 2014 war Österreich Kirche mit Kardinal Christoph Schönborn vertreten. Für die ordentliche Sitzung heuer entsandte die heimische Bischofskonferenz den Vorarlberger Bischof Benno Elbs, zudem nimmt auch Kardinal Schönborn als Mitglied des Synodenrates teil. Neben den Delegierten der Bischofskonferenzen sind praktisch alle Leiter römischer Kurien bei der Synode eingeladen, sowie auch Vertreter der Orden und der Ostkirchen sowie Fachleute und vom Papst bestellte Delegierte.

Vorbereitet wurde das Treffen durch die außerordentliche Synodensitzung zum selben Thema im September 2014, bei der es um das Wahrnehmen der Herausforderungen gegangen war. Das von Papst Franziskus veröffentlichte Dokument "Relatio Synodi", das im Anschluss als Leitfaden für die diesjährige Synode an alle Diözesen erging, enthielt 46 Fragen zur Vertiefung der Synodenarbeit. Anders als bei den allgemeinen Fragen zu Ehe und Familie im Vorjahr, die sich vor allem an die breite Öffentlichkeit richteten und allein in Österreich mit 34.000 Beteiligten an Online-Befragungen auf reges Echo stieß, waren nun vor allem Organisationen und Institutionen in den Diözesen die Adressaten.

Das Ende Juni präsentierte Arbeitsdokument "Instrumentum laboris" fasst die Antworten zusammen und gibt die Themen für die Synode vor. Enthalten sind auch kontrovers diskutierte Fragen wie jene der Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten, die im deutschsprachigen Raum besonders von säkularen Medien als wichtiger Gradmesser für die Reformwilligkeit der Kirche gesehen wird. Teilthemen sind auch das Zusammenleben vor einer Eheschließung, Homosexualität und der Wunsch gleichgeschlechtlich liebender Paare, Kinder zu "zeugen" oder zu adoptieren. Zur geforderten Reform der Eheannullierungen hat Papst Franziskus Anfang September der Synode bereits vorgegriffen und das Verfahren beschleunigt.

Erwartet wird, dass die Synode die Bedeutung der Familien in der Gesellschaft und in der Kirche unterstreicht und präzisiert, was "Barmherzigkeit" für jene bedeutet, die in großen Schwierigkeiten leben. Antworten finden will die Kirche vor allem auf heutige Bedrohungen der Familie, u.a. durch Bindungsängste in westlichen Ländern oder Kriege, Vertreibung und Armut in den ärmeren Ländern. "Für die Kirche geht es darum, dass von den konkreten Situationen der Familien von heute, von allen Notwendigkeiten für Barmherzigkeit, ausgegangen wird, beginnend mit jenen, die am meisten leiden", heißt es im Arbeitspapier zur Synode. Nachdruck erhält dieser Fokus durch das "Heilige Jahr der Barmherzigkeit", das der Papst für 2016 angekündigt hat.

Weitere Berichte und Hintergrundinformationen rund um die Bischofssynode im "Kathpress"-Themenpaket unter www.kathpress.at/synode



Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/72444.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

von esther10 15.09.2015 10:06

Familiensynode: Österreichs Bischöfe wollen "offene Diskussion"

Schönborn: Geistlicher Prozess, in den es angstfrei einzusteigen gilt - Elbs: Bei Frage der Wiederverheirateten Gerechtigkeit im Einzelfall anstreben - Küng: Hohe Ideale sind lebbar

Wien, 15.09.2015 (KAP) Österreichs Bischöfe erhoffen sich von der Weltbischofssynode zum Thema Familie eine "offene Diskussion". Es gehe nicht um eine Präsentation von bereits vorgefertigten Lösungen, sondern um einen "geistlichen Prozess", hatten sie bereits im Rahmen ihrer Frühjahrsvollversammlung erklärt, und Kardinal Christoph Schönborn fügte dem hinzu: Vor einer Debatte mit offenem Ausgang gelte es "keine Angst" zu haben".

Schönborn wird als Mitglied des Synodenrates gemeinsam mit dem Feldkircher Bischof Benno Elbs, dem offiziellen Delegierten der Österreichischen Bischofskonferenz, an der von 4. bis 25. Oktober dauernden Synode im Vatikan teilnehmen.

Seine Grundstimmung im Vorfeld der Synode bezeichnete Schönborn in einem Interview mit der US-amerikanischen katholischen Zeitung "National Catholic Register" als "sehr hoffnungsvoll". Die im öffentlichen Diskurs stark präsente Kluft zwischen progressiven und bewahrenden Kräften wertete er als "typische Mediennotwendigkeit, alles in schwarz oder weiß zu setzen". Die in der Synode vorgebrachten Positionen werden nach Einschätzung des Wiener Erzbischofs jedoch "nicht so weit voneinander entfernt liegen, wie die Medien dies suggerieren". Es gebe auch keinen "Block der europäischen Kirchen": Viele polnische Bischöfe hätten nicht die gleiche Sichtweise wie etwa einige deutsche Bischöfe.

Lob gab es vom Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz für die Arbeitsweise der Synode, die "straffer und gesprächsorientierter" sei als frühere Versammlungen. Pluspunkte seien etwa die geplante dreigeteilte Behandlung des Familienthemas und die Aufwertung der Gespräche in den Sprachgruppen. Damit werde es "viel mehr Möglichkeiten zum vertiefenden Gespräch und zur Diskussion geben".

Elbs: Sakramentenzulassung öffnen

Die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten im Einzelfall kann sich Bischof Elbs als ein Ergebnis der Synode vorstellen. Bereits im Arbeitspapier der Synode sei angedeutet worden, "dass die Kirche eine Logik der Eingliederung und nicht eine Logik der Ausgrenzung leben muss". Seine eigene Position sei geleitet vom Prinzip der Gerechtigkeit im Einzelfall, so Elbs: "Hier wird die Bestimmung eines Gesetzes bewusst übergangen, um der Gerechtigkeit und dem Gemeinwohl als einem höheren Wert besser Rechnung zu tragen."

Zum kirchlichen Umgang mit Homosexuellen erklärte der Feldkircher Bischof: "Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes, dem bedingungslos Respekt, Achtung und Würde zukommen." Unterscheidung sei dabei noch nicht Diskriminierung. "Eine Ehe zwischen Mann und Frau ist etwas anderes als eine Beziehung zwischen zwei Männern oder zwischen zwei Frauen - psychologisch, biologisch und theologisch", so Elbs wörtlich.

Zugleich bedauerte der Bischof, dass sich die öffentliche Wahrnehmung zur Synode meist nur auf die "heißen Eisen" wiederverheiratete Geschiedene und Homosexualität reduziere. Eine andere große Frage sei der Generationenvertrag, die Hinwendung zu den Kindern und die würdevolle Begleitung von kranken, alten und behinderten Menschen. Dabei komme der Familie eine Schlüsselrolle zu. Zudem sei der Blick auf Familien auf der Flucht und in Armut ein Gebot der Stunde.

Die Gefahr eines Scheiterns der Synode oder einer Kirchenspaltung sieht der Bischof nicht. Der gemeinsame Nenner müsse in der Sorge um das Gelingen und die Entfaltung des Familienlebens liegen. Elbs rechnet zugleich aber auch mit Überraschungen. Sicher sei auch, "dass wir mit Spannungen leben müssen - auch nach der Synode." Fatal wäre es, in ein Verlierer-Sieger-Schema zu verfallen.

Küng hofft auf "Ermutigung"

Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng erhofft sich von der Synode, dass junge Familien zum christlichen Ideal einer dauerhaften Liebe ermutigt werden könnten. Die Bischofsversammlung könne keine einzige Wahrheit zurücknehmen, führte der für Familienthemen innerhalb der Bischofskonferenz zuständige Bischof aus. Vielmehr solle sie bewusst machen, dass alle Menschen trotz persönlicher Schwächen hohe Ideale mit Gottes Hilfe leben können.

Eine möglichst breite Diskussion verschiedener Themen statt einer Engführung auf wenige "heiße Eisen" wünscht sich auch der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl. Es gebe weit mehr Fragestellungen als jene, die medial in Österreich transportiert werden, etwa: "Können Familien überhaupt gut leben? Wie geht es Kindern in den herausfordernden Situationen des Heranwachsens? Wieviel ist an Wohnraum vorhanden?" Es gelte die weltweit "unterschiedlichsten Herausforderungen, gerade was Ehe und Familie anlangt", wahrzunehmen.

Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics erwartet Ende Oktober "konkrete Ergebnisse". Zum Thema wiederverheiratete Geschiedene meinte der Bischof im Vorfeld der Synode in der ORF-Sendung "Burgenland heute": Der Grundsatz sei, diesen Menschen mit Respekt und Wohlwollen zu begegnen und Vorgaben des Evangeliums und der Barmherzigkeit in Einklang zu bringen. Hier sei die Kirche noch auf der Suche nach einer generellen Lösung.

Weitere Berichte und Hintergrundinformationen rund um die Familiensynode im "Kathpress"-Themenpaket unter www.kathpress.at/synode



Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/72446.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

von esther10 15.09.2015 10:04

"Instrumentum Laboris" veröffentlicht

Papier ist die Grundlage für die außerordentliche Bischofssynode zu Ehe und Familie
http://www.kathpress.at/site/focus/database/70849.html


kna-bild.de
Die nächste Vollversammlung der Bischofssynode, die im Oktober im Vatikan stattfindet, wird die die Bedeutung der Familien in der Gesellschaft und in der Kirche unterstreichen und präzisieren, was "Barmherzigkeit" für jene bedeutet, die in großen Schwierigkeiten leben. Die Vorschläge und Fragen der katholischen Bischofskonferenzen aus aller Welt sind in dem am Dienstag veröffentlichten 41-seitigen Arbeitsdokument (Instrumentum laboris) enthalten, in das die Ergebnisse einer neuerlichen Umfrage unter Katholiken im Anschluss an die Außerordentliche Synoden-Vollversammlung von 2014 eingeflossen sind.

Das Dokument versucht, die Trennung zwischen "Lehre" und "Barmherzigkeit" zu überwinden, die damals einige Debatten gekennzeichnet hat. "Für die Kirche geht es darum , dass von den konkreten Situationen der Familien von heute, von allen Notwendigkeiten für Barmherzigkeit, ausgegangen wird, beginnend mit jenen, die am meisten leiden!", heißt es im Text.

Im Blick auf diejenigen Katholiken, die eine zweite zivile Ehe eingegangen sind, wird betont, dass es eine Reihe von Vorschlägen für einen "Weg der Buße" gebe. Dabei wird auch eingeräumt, dass "irreversible Situationen des Zusammenlebens" entstanden seien. Allerdings - so heißt es - könne das nicht bedeuten, dass "automatisch" die Möglichkeit zum Empfang der eucharistischen Kommunion gewährt werde. Die Möglichkeit, wiederverheiratete Geschiedene unter bestimmten Umständen und nach einem Weg der Reue unter bischöflicher Aufsicht wieder zu den Sakramenten zuzulassen, solle aber geprüft werden.

Im Anschluss an eine Erwähnung der Antworten der Bischofskonferenzen und anderer Institutionen hebt das "Instrumentum laboris" einen breiten Konsens hervor, dass die Verfahren zur Anerkennung einer Nichtigkeit der Ehe "schneller und mit größerer Agilität" durchgeführt werden. Die Verfahren sollten dabei "präferentiell gratis" durchgeführt werden.

In dem 41-Seiten-Dokument geht es auch um den umstrittenen Umgang mit Homosexuellen. Ihre Würde müsse geachtet werden. Jeder Mensch gleich welcher sexuellen Orientierung müsse in der Kirche aufgenommen und respektiert werden. Entsprechende Absätze im Abschlussdokument der vorbereitenden Außerordentlichen Bischofssynode im vergangenen Herbst, die damals nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit erhielten, sind im neuen Arbeitspapier erneut zur Diskussion gestellt. Mit Blick auf homosexuelle Partnerschaften bekräftigt das Dokument aber auch die Ablehnung gleichgeschlechtlicher Ehen. Gottgewollt sei nach biblischem Zeugnis nur die Ehe zwischen Mann und Frau.

Das sogenannte Instrumentum laboris ist die Diskussionsgrundlage für die Ordentliche Bischofssynode vom 4. bis 25. Oktober. Sie steht unter dem Titel "Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute".



Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/focus/database/70849.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

von esther10 15.09.2015 10:01

AVISO: Kathpress-Themenpaket zur Familiensynode

Laufende Berichterstattung und Analysen zur Weltbischofssynode im Themenschwerpunkt unter www.kathpress.at/synode

15.09.2015
Wien, 15.09.2015 (KAP) Am 4. Oktober beginnt im Vatikan die Weltbischofssynode. Bei der dreiwöchigen Versammlung diskutieren rund 300 Bischöfe und vom Papst ernannte Experten über die künftige Haltung der katholischen Kirche zum Thema Ehe und Familie. Aus Österreich nehmen Kardinal Christoph Schönborn und der Feldkircher Bischof Benno Elbs teil. "Kathpress" wird von diesem Ereignis ausführlich berichten und stellt schon im Vorfeld ein Themenpaket mit zahlreichen Hintergrundinformationen zur Verfügung, das laufend ergänzt wird.

Der unter www.kathpress.at/synode abrufbare Themenschwerpunkt enthält derzeit folgende Beiträge:

- Ehe und Familie ab 4. Oktober im Fokus der Bischofssynode

- Das Ringen um eine Reform: Grundsätzliches zur Synode

- Familiensynode: Österreichs Bischöfe wollen "offene Diskussion"

- Theologen: Neue Ausdrucksweise für Heilung und Begleitung gefragt

- Zulehner: Ehe leidet heute unter "halbierter Liebe"

- Afrikas Kirche will Eurozentrismus bei Synode überwinden

- "Wir sind unterwegs zu einer vertieften Ehepastoral": Papst-Zitate zu Ehe und Familie

- Die heilige Familie des Papstes

- Synode: Reformdruck wächst infolge vereinfachter Eheannullierung

- Den Konzilsgeist der Kollegialität fortsetzen: Geschichte der Bischofssynode



Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/72443.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

von esther10 15.09.2015 09:59

14.09.2015 15:00
„Europa ist in einer tiefen Krise“

Flüchtlinge: Kardinal Ouellet ruft zur Besinnung auf christliche Wurzeln auf – Europäische Bischöfe: Solidarität mit Christen in Nahost

Autor: kna



Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof: „Wenn Menschen zu uns kommen, die in einer extremen Lage sind, entspricht es unserer katholischen Kultur, sie aufzunehmen und ihre Bedürfnisse zu stillen“, betont Kurienkardinal Marc Ouellet.
Foto: dpa
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Korazim/Jerusalem (DT/KNA/KAP) Mehr Einheit mit Blick auf gemeinsame Werte und eine Rückbesinnung auf seine christlichen Wurzeln könnte Europa zu mehr Offenheit gegenüber Flüchtlingen verhelfen. Das hat der Präfekt der vatikanischen Bischofskongregation, der aus Kanada stammende Kardinal Marc Ouellet (71), im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) hervorgehoben. Ouellet nimmt bis Mittwoch im galiläischen Korazim an der Vollversammlung des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) teil, zu deren Schwerpunkten die aktuellen Herausforderungen der Kirche in Europa gehören.

Europa stehe vor einer Invasion, und man spüre die Angst, so der Kardinal. Die Angst sei stärker in Ungarn, wo die Kultur des großen Teils muslimischer Ankömmlinge hinterfragt werde, stellte Quellet fest, forderte aber mit Nachdruck: „Wenn Menschen zu uns kommen, die in einer extremen Lage sind, entspricht es unserer katholischen Kultur, sie aufzunehmen und ihre Bedürfnisse zu stillen. Das muss über den Zweifeln und Vorurteilen stehen, die Motive für eine Zurückweisung von Menschen in Not sein könnten. Da gibt es für uns keine Zweideutigkeit; das war immer die Haltung der katholischen Kirche. Wir müssen im Sinne derer reagieren, die in einer Extremsituation sind.“

Die uneinheitliche Haltung in Europa gegenüber den Flüchtlingen deutet der Kardinal als Folge einer europäischen Identitätskrise. „Europa ist in einer tiefen Krise“, sagte Ouellet und verwies als Beispiel dafür auf das Thema Ehe und Familie. Die aufgezwungenen Pläne zur Veränderung von Ehe und Familie würden Reaktionen provozieren und für Konfusion in den Parlamenten sorgen. Es würden Gesetze durchgebracht, die nicht der Haltung der Menschen entsprächen, sagte der Kardinal und hob hervor: „Zwischen der europäischen Kultur und dem christlichen Erbe besteht keine Einheit mehr.“ Die Reaktion auf die Flüchtlinge reflektiere diesen Mangel. „Wenn es mehr Einvernehmen über Werte gäbe, gäbe es vielleicht einen offeneren Empfang für die Flüchtlinge“.

Ouellet würdigte das Engagement des Papstes in der Flüchtlingsfrage. Wörtlich sagte er: „Ich bin nahe am Papst, und ich beobachte, dass er wie ein Vater gegenüber Kindern in der Not reagiert, egal welcher Religion. Er reagiert aus dem Herzen und fordert die Bischöfe und die Kirche auf, es ihm gleichzutun. Das regelt nicht alle politischen Probleme vor Ort. Aber das Zeugnis der Kirche ist eine klare Botschaft im Blick auf Menschenrechte, Barmherzigkeit und Mitgefühl gegenüber Menschen in Not.“ Die Kraft der Kirche sei ihre Verbundenheit, so Ouellet weiter. „Wenn wir uns zusammenfinden, um unsere Probleme zu teilen – so wie wir es hier im Heiligen Land momentan tun –, werden die Probleme des einen zur Sorge des anderen.“ So könne die Kirche Einfluss haben auf Europa und es an seine christlichen Wurzeln erinnern.

Ouellet äußerte sich am Rande der Vollversammlung von Bischöfe aus mehr als 35 Ländern Europas, die derzeit in Korazim stattfindet. Zentraler Diskussionspunkt bei den Beratungen war die Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten. Zugleich versicherten die europäischen Bischöfe den Christen in Nahost ihre Solidarität. „Wir durften Euch kennenlernen und versichern Euch, dass wir immer an Eurer Seite sind“, sagte Kardinal Marc Ouellet am Sonntagabend vor Hunderten arabischen Christen im nordisraelischen Mi'ilya.

Die Bischöfe, die sich zur Vollversammlung des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) treffen, hatten zuvor an den örtlichen Feiern zum Kreuzerhöhungsfest teilgenommen. In seiner Begrüßung hob CCEE-Präsident Kardinal Peter Erdö, Erzbischof von Esztergom-Budapest, die große Bedeutung der Familie hervor und bat die Anwesenden um das Gebet für die bevorstehende Familiensynode. Nach einer Vesper im byzantinischen Ritus zogen die Bischöfe begleitet von Pfadfindern mit Trommeln und Dudelsäcken, Geistlichen und zahlreichen Gläubigen in einer Prozession durch die Stadt.

Im Zuge der noch bis Mittwoch andauernden Plenarversammlung berichteten darüber hinaus die Vertreter der Bischofskonferenzen von Zypern, Griechenland, Monaco, Spanien, Italien, Portugal, Malta und Frankreich über die Situation in ihren Ländern. Ein zentraler Diskussionspunkt war die Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten.

Des weiteren ging es um die Finanz- und Wirtschaftskrise. Diese bedroht nach Einschätzung der Bischöfe in etlichen europäischen Ländern die Sozialsysteme und sorgt für ein Klima der Unsicherheit und Angst. Die Kirche und die Familien seien oft die einzigen Institutionen, die in der Lage seien, Hilfe zu leisten.

Im Blick auf die Flüchtlingsaufnahme betonte der Prager Kardinal Dominik Duka am Rande der Beratungen in Korazim in einem Interview mit der italienischen katholischen Presseagentur SIR, man dürfe nicht über die Schwierigkeiten der Integration dieser Menschen in Osteuropa hinwegsehen. Die Flüchtlinge gehörten einer anderen Religion an, und sie kämen aus dem „türkisch-arabischen Kulturkreis“. Für die Menschen in Osteuropa sei daher die Akzeptanz dieser Ankömmlinge schwierig: „Wir haben während der Jahrzehnte des Kommunismus in einer Art Ghetto gelebt. In gewisser Weise tragen wir noch immer die Folgen davon.“

Zum Aufruf des Papstes, jede Pfarre in Europa solle eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen, sagte Duka, dies sei nur einer von mehreren Punkten: „Erstens hat der Heiliger Vater gesagt, wir müssen Gewalt und Aggression ein Ende setzen. Zweitens hat er erinnert, dass die Menschenrechte überall respektiert werden müssen. Drittens: Wir sollen die Entwicklungszusammenarbeit mit den ärmsten Ländern, aus denen die Migranten kommen, erhöhen. Und dann – nicht zuletzt, sicherlich – sollen wir Gastfreundschaft zeigen.

von esther10 15.09.2015 09:42

Südafrikaner Benedict Daswa selig gesprochen

Weil er sich nicht an Zauberei beteiligen wollte, erschlugen sie ihn
Von Redaktion
Rom, 14. September 2015 (ZENIT.org)

Papst Franziskus hat am Sonntag während des Angelus-Gebets von dem neuen Seligen Benedikt Daswa aus Südafrika gesprochen. Benedict Samuel Tshimangadzo Daswa war in erster Linie „liebevoller Vater“ von acht Kindern, dann ein Lehrer, ein Katechet, schlicht ein großer Zeuge des Glaubens. Er war ein Mann der Hingabe und der Integrität, der am 2. Februar 1990 in Tzaneen im Norden Südafrikas starb.

In Tohoyandou wurde er am Sonntag in einer feierlichen Zeremonie unter dem Vorsitz von Kardinal Angelo Amato, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, seliggesprochen. Hunderte von Gläubigen verfolgten das Ereignis, was als starker Beweis dafür zu werten ist, dass dieser einfache, aber außergewöhnliche Mann in den Herzen der Menschen Afrikas geblieben ist.

Benedikt Daswa wurde am 16. Juni 1946 in Mbahe, einem armen Dorf in der Nähe von Venda in Thohoyandou in der Diözese von Tzaneen geboren. Seine Eltern gehörten zum Stamm der Lemba. In seiner Jugend erlebte er den schmerzhaften Verlust des Vaters und den Druck, als Bezugsperson den jüngeren Brüdern und Schwestern zu dienen. Durch den Kontakt mit katholischen Freunden trat er als Heranwachsender zum Katholizismus über. Im Jahr 1963, im Alter von 17 Jahren, wurde er auf den Namen Benedikt getauft. Kurz darauf folgte ihm auch seine Mutter.

Sein Glaube führte ihn dazu, der Kirche auf vielfältige Weise zu dienen: als Assistent der Priester, als Katechet für junge Menschen. Selbst beim Kirchenbau half er. Es war auch Direktor der örtlichen Schule und hatte verschiedene andere leitende Positionen in der Gemeinde inne, wie beispielsweise während der Wochenenden und Ferien in der Jugendarbeit. Er versorgte das Dorf mit einem Sportplatz und trainierte Fußball mit der Jugend. Er war weithin respektiert und sehr einflussreich in der örtlichen Gemeinschaft.

Am 25. Januar 1990 gerieten nach einem starken Sturm in seinem Dorf mehrere Stapel Stroh in Brand. Der Ortsvorsteher schlug dann vor, einen Schamanen zu konsultieren, mit dem Argument, dass ein böser Geist für die Brände verantwortlich sei. Er legte einen Beitrag von fünf Rand pro Person fest, um ihn zu bezahlen.

Benedikt kam spät, nachdem die Entscheidung bereits getroffen war. Dennoch widersprach er heftig. Er erklärte auch, dass die Ursache der Brände einfach das Ergebnis eines Naturphänomens wie ein Blitz sei. Dann weigerte er sich, die Gebühr zu zahlen und sagte, dass sein katholischer Glaube ihm verbiete, sich an Zauberei zu beteiligen.

Eine mutige Haltung, die ihn in Opposition zum Gemeinderat brachte, der den traditionellen Glauben herausgefordert sah. Sie wollten ihn loswerden. Am 2. Februar 1990 wurde er deshalb gejagt, gesteinigt und zu Tode geprügelt. Als er sah, wie ein Mann mit einem Knobkierrie auf ihn zukam (ein Stock mit einer traditionellen großen Kugel), kniete er nieder und betete: „Gott, in deine Hände lege ich meinen Geist.“

Unmittelbar danach erlitt er einen tödlichen Schlag, der seinen Schädel zerbrach. Es ergoss sich dann auch noch kochendes Wasser über seinem Kopf. Bei seinem Tod hinterließ er seine Frau Evelyn, die mit dem achten Kind schwanger war, das sie vier Monate später gebar, sieben weitere Kinder, seine Mutter Ida, drei Brüder und eine Schwester.

Das Verfahren zur Seligsprechung wurde im Jahr 2000 eröffnet. Postulator war Hugh Slattery, emeritierter Bischof von Tzaneen. Am 22. Januar dieses Jahres erlaubte Papst Franziskus dann der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, das Dekret zur Anerkennung des Martyriums zu verkünden. (mk)

von esther10 15.09.2015 09:39

Die tiefe Sehnsucht nach erfüllender Liebe

Bischof Rudolf Voderholzer zu neuen Formen der Ehevorbereitung
Von Redaktion
Regensburg, 14. September 2015 (Bistum Regensburg)
http://www.bistum-regensburg.de/?utm_cam...source=dispatch

„Frauen und Männer, die kirchlich heiraten wollen, brauchen eine neue Form der Ehevorbereitung.“ Bischof Rudolf Voderholzer äußerte sich am vergangenen Donnerstag zu den Herausforderungen einer zukunftsgewandten Seelsorge für Eheleute. „Ein paar Gespräche mit dem Pfarrer reichen nicht aus, um das Verständnis für den tiefen Sinn des Ehesakramentes zu wecken und zu verankern. Es kommt darauf an, dass die Paare, die ihre Ehe vor Gott schließen wollen, auch wirklich begreifen, wie die christliche Ehe ihre existentielle Sehnsucht nach erfüllender Liebe beantwortet.“ Das Akademische Forum Albertus Magnus der Diözese Regensburg hatte zu einer Vortragsveranstaltung zur Ehepastoral mit dem angesehenen Münchener Pastoraltheologen Andreas Wollbold geladen.

Eigentlich beginnt die Ehevorbereitung im Kindesalter

Bischof Voderholzer: „Wenn das Gasthaus bereits bestellt ist, dann ist es wohl schon zu spät für eine wirklich tiefreichende Ehevorbereitung. Die Schönheit und Wahrheit einer Ehe, die Gott in die Beziehung mit hineinnimmt, muss bereits in der Firmvorbereitung, im Religionsunterricht und in der Jugendarbeit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor Augen gestellt werden. Eigentlich beginnt die Ehevorbereitung im Kindesalter, wenn kleine Menschen erleben, wie sehr sie geborgen und getragen sind in der Treue und Liebe der Eltern zueinander. Eine solche umfassende Lebens- und Ehevorbereitung anzubieten, das ist eine Herausforderung, der sich die Kirche in den kommenden Jahrzehnten stellen muss.“
Intensive Auseinandersetzung mit zersetzenden Gender-Ideologien

Bischof Rudolf erwartet von der im Herbst stattfindenden Bischofssynode zur „Berufung und Sendung der Ehe und Familie in Kirche und Welt von heute“ weichenstellende Impulse für neue Formen der Ehevorbereitung. Dazu zählt er auch eine intensive Auseinandersetzung mit den zersetzenden Gender-Ideologien, die das geschlechtliche Wesen des Menschen zu einer subjektiv verfügbaren Beliebigkeit herabsetzen wollen. Papst Benedikt XVI. warf bereits vor einigen Jahren die Frage auf, ob eine Ehe sakramental gültig geschlossen sei, wenn sie nicht wirklich auf einer begründeten Glaubensüberzeugung der Eheleute beruhe.
(Quelle: Webseite des Bistums Regensburg, 14.09.2015)

von esther10 15.09.2015 09:36

„Aber warum hat der Herr diese so scheußliche, so hässliche Gestalt gewählt?“

Frühmesse von Papst Franziskus in der Domus Sanctae Marthae zum Thema „Versuchung und christlicher Lebensstil“
Von Britta Dörre
Rom, 14. September 2015 (ZENIT.org)
In der heutigen Frühmesse in der Domus Sanctae Marthae warnte Papst Franziskus davor, den Versuchungen zu verfallen und sich von ihnen zerstören zu lassen. An der Messe nahmen auch die Kardinäle des Kardinalsrats (C9) teil, die noch bis zum 16. September mit Papst Franziskus tagen.
Ausgehend vom Tagesevangelium erklärte der Papst, dass das Böse, in der Genesis die Schlange, verführe, lüge, schillernd und neidisch sei. Nur durch den Neid des Teufels und der Schlange sei das Böse in die Welt gekommen.
„Sie verspricht dir viele Dinge, aber am Zahltag, bezahlt sie schlecht; sie ist ein schlechter Zahler“, mahnte der Papst. Die eherne Schlange des Moses hingegen sei ein Sinnbild und eine Prophezeiung, ein Versprechen. Die Schlange des Moses, führte Papst Franziskus aus, sei der an das Kreuz geschlagene Sohn Gottes. Jeder, der an ihn glaube, habe das ewige Leben. „Aber warum hat der Herr diese so scheußliche, so hässliche Gestalt gewählt?“ Die Antwort sei, weil Er gekommen sei, um alle Sünden auf sich zu nehmen; Er sei der größte Sünder geworden, ohne je eine Sünde begangen zu haben. „Er ist zur Schlange geworden.“ Er habe sich hässlich gemacht, so der Papst.
Jesus am Kreuz werde oft in schönen Gemälden dargestellt, doch die Wirklichkeit sei eine andere. Jesus sei von unseren Sünden mit Blut überströmt gewesen. Ein Christ, der den Weg des christlichen Lebens beschreiten wolle, müsse sich erniedrigen, wie es Jesus getan habe. „Es ist die Straße der Demut“, schloss Papst Franziskus seine Morgenmesse und bat die Muttergottes um die Gnade, vor Liebe und Dank zu weinen.

von esther10 15.09.2015 09:34

Ermahnung des Papstes: „Der Mensch soll im Mittelpunkt stehen, nicht der Gott des Geldes“

Im Rahmen seiner Ansprache an die Leiter und Angestellten der „Banca del Credito Cooperativo“ legte der Papst einen besonderen Schwerpunkt auf die Beziehung zwischen Wirtschaft und sozialer Gerechtigkeit

Von Federico Cenci
Vatikanstadt, 14. September 2015 (ZENIT.org)

Das Thema, das Papst Franziskus am Samstagvormittag während seiner Begegnung mit den Führungskräften und Mitarbeitern der „Banca del Credito Cooperativo“ behandelte, war die Beziehung zwischen Wirtschaft und sozialer Gerechtigkeit. Diese auch unter dem Namen „ländliche Sparkassen“ bekannte besondere Art von Kreditinstitut entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Europa und konnte in Italien dank der Bemühungen des Priesters Don Luigi Cerutti im Jahre 1890 Fuß fassen.

Der Heilige Vater hob die Verbindung zur Kirche folgendermaßen hervor: „Der Kirche ist der Wert der Genossenschaften gut bekannt.“ Er erinnerte daran, dass „deren Grundstein oft von Geistlichen, engagierten Laiengläubigen sowie von durch den Geist christlicher Solidarität belebten Gemeinden gelegt wurde.“

Der Bezug zur christlichen Soziallehre der Kirche zeigt sich auch in den häufigen Bezugnahmen auf die Genossenschaften in kirchlichen Dokumenten. Diesen Aspekt thematisierte der Papst folgendermaßen: „Auch in der Enzyklika Laudato si‘ habe ich auf ihre Bedeutung im Bereich der erneuerbaren Energien und der Landwirtschaft hingewiesen“ (vgl. Nr. 179-180). In diesem Zusammenhang rief der Heilige Vater die Anwesenden dazu auf, „ein Motor für die Entwicklung der schwächsten Glieder der lokalen Gemeinschaften und der Zivilgesellschaft zu sein, den Blick dabei vor allem auf arbeitslose junge Menschen zu richten und den Schwerpunkt auf die Schaffung neuer genossenschaftlicher Betriebe zu legen.“

Anschließend legte der Papst besonderen Nachdruck auf die Verwirklichung „neuer Wohlfahrtslösungen“, beginnend mit dem Gesundheitswesen, und auf die Beziehung „zwischen Wirtschaft und sozialer Gerechtigkeit.“ Dabei erinnerte er daran, dass „im Mittelpunkt der Mensch und nicht der Gott des Geldes“ zu stehen habe. Desweiteren unterstrich Franziskus die Wichtigkeit von „Erleichterungen und Ermutigungen für das Familienleben“ und von „Vorschlägen zu kooperativen und genossenschaftlichen Lösungen für den Umgang mit dem Gemeingut, das nicht zum Eigentum Weniger oder zum Gegenstand von Spekulationen werden darf.“

Eine Umsetzung dieser Vorgehensweise impliziere „die Förderung einer solidarischen und sozialen Verwendung des Geldes entsprechend dem Stil einer wahren Genossenschaft“, so Franziskus. Er fügte hinzu: „In dieser Zeit der allerorts spürbaren Korruption werdet ihr darum gebeten, Aufrichtigkeit nicht nur selbst zu leben, sondern diese auch zu verbreiten und zu verankern.“

Der Heilige Vater erinnerte die Bänker erneut daran, dass „die wichtigste Herausforderung“ nicht darin bestehe, „ein großer Betrieb“ zu werden, sondern „zu wachsen und dabei eine wahre Genossenschaft zu bleiben und dies gleichsam noch mehr zu werden. Das bedingt eine Förderung der aktiven Teilnahme der Mitglieder; gemeinsam und zugunsten anderer zu handeln.“ Der Papst bezeichnete in diesem Zusammenhang die Arbeit einer Bank als „sensibles Handwerk, das große Strenge erfordert. Allerdings muss eine genossenschaftliche Bank darüber hinaus noch die folgende Aufgabe erfüllen: Sie muss versuchen, die Wirtschaft zu vermenschlichen und Effizienz mit Solidarität zu verbinden.“

Abschließend fasste der Bischof von Rom den Wert der Genossenschaft mit einem zu den Kernpunkten der katholischen Soziallehre zählenden Begriff zusammen: der „Subsidiarität“. Franziskus bekannte sich dazu, dass die genossenschaftlichen Kreditbanken diesen Gedanken durch den Einsatz eigener Mittel – mit vereinten Kräften und nicht auf Kosten anderer – zur Bewältigung von Schwierigkeiten „in die Praxis umgesetzt“ hätten. „Dies ist Subsidiarität – nicht eine Belastung von Institutionen und daher des Landes, wenn Probleme aus eigener Kraft verantwortungsbewusst angegangen werden können. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass ihr euren Weg der Integration der genossenschaftlichen Kreditbanken in Italien fortsetzt“, so der Papst.

Darüber hinaus ermutigte der Heilige Vater zur Überprüfung der „Art und Weise, wie Einkommen erwirtschaftet wird“. Vor der Erteilung des Segens führte Franziskus diesen Aspekt folgendermaßen aus: „Die BCC kann ein Zentrum darstellen, von dem der Bau eines großen Netzwerks zur Einrichtung von Betrieben ausgeht, die Arbeitsmöglichkeiten für die Erhaltung der Familien, die Vergabe von Mikrokrediten und weitere Formen zur Humanisierung der Wirtschaft schaffen.“ Letztendlich richtete sich der Papst mit einem für ihn schon typischen Wunsch an die Anwesenden: „Selbstverständlich bitte euch nicht um Geld, ich bitte euch um Gebete…

von esther10 15.09.2015 09:26

Flüchtlinge brechen in Tränen aus
Ungarn macht Grenze zu Serbien dicht
15.09.2015, 08:23 Uhr | rtr, AFP


Scharf bewacht: Ein ungarischer Polizist am Grenzübergang in Röszke. (Quelle: Reuters)

Die Grenze zwischen Serbien und Ungarn ist geschlossen. Seit Mitternacht gilt ein neues Gesetz, wonach illegal einreisende Asylsuchende binnen Tagen abgeschoben werden können. Zudem droht ihnen sogar das Gefängnis.

Denn der illegale Grenzübertritt ist nun nicht mehr nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern ab sofort eine Straftat. Wer schwarz über die Grenze einreist, riskiert drei Jahre Haft. Kommt Sachbeschädigung hinzu - etwa wenn ein Flüchtling den Grenzzaun durchschneidet - erhöht sich das maximale Strafmaß auf fünf Jahre.

"Wir beginnen eine neue Ära. Wir werden den Fluss illegaler Einwanderer über unsere grüne Grenze stoppen", sagte Regierungssprecher Zoltan Kovacs. Nach Polizeiangaben sind alleine am Montag rund 9000 Migranten nach Ungarn gekommen, so viele wie noch nie seit Beginn der Flüchtlingskrise in Europa.

Laut Berichten aus der Nacht brachen ankommende Flüchtlinge in Tränen aus, als sie die geschlossene Grenze sahen, die von Dutzenden Polizisten und Soldaten blockiert wurde.

Am Morgen trafen jedoch keine Flüchtlinge mehr am Grenzzaun zu Röszke ein. Die zahlreichen Hilfsorganisationen, die in den vergangenen Wochen dort Zehntausende Flüchtlinge betreut hatten, brachen ihre Zelte und Stände ab.



Serbien fühlt sich nicht zuständig

Angaben der ungarischen Regierung zufolge können Migranten nach wie vor in Ungarn Asyl beantragen. Sollten sie allerdings aus Serbien kommen und dort noch keinen Asylantrag gestellt haben, würden sie nach Serbien ausgewiesen. Ungarn hatten das Nachbarland im Juli zum sicheren Herkunftsland erklärt. "Der legale Grenzübertritt wird möglich sein und wer einen Asylantrag stellen will, kann das tun, sofern er die international gültigen Regeln einhält", sagte Kovacs. Diese besagen, dass ein Flüchtling im ersten als sicher geltenden Herkunftsland Asyl beantragen muss, das er erreicht.

Die Vereinten Nationen und Menschenrechtsgruppen bezweifeln, dass Serbien als sicher gelten kann. Der für die Flüchtlinge zustände serbische Minister Aleksandar Vulin sagte, sein Land werde keine Migranten mehr aufnehmen, die bereits auf ungarischem Staatsgebiet gewesen seien. "Das ist nicht mehr unsere Verantwortung", sagte er der amtlichen Nachrichtenagentur Tanjug. "Sie sind dann auf ungarischem Territorium und ich erwarte von Ungarn, dass sie entsprechend mit ihnen verfahren."

Ungarn räumt systematischen Transport von Flüchtlingen ein

Die ungarischen Behörden hatten am Montag begonnen, das Flüchtlingslager Röszke an der serbischen Grenze zu räumen. Tausende Menschen wurden mit Zügen in Richtung österreichische Grenze gebracht, berichtete ein Reuters-Fotograf. Über Serbien gelangten bislang jeden Tag Tausende Flüchtlinge auf dem Weg in die EU nach Ungarn. Viele Syrer versuchen, über den Westbalkan vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland zu fliehen.

Ungarn hatte zuvor eingeräumt, systematisch Flüchtlinge an die Westgrenze transportiert zu haben. Im ungarischen Szentgotthard an der österreichischen Grenze seien allein in der Nacht von Sonntag auf Montag 35 Busse mit Flüchtlingen in Polizeibegleitung direkt von der serbischen Grenze eingetroffen, hieß es.

Von dort sind demnach alle Flüchtlinge ungehindert zu Fuß nach Heiligenkreuz in Österreich gelaufen. Ein neues Flüchtlingszeltlager in Szentgotthard mit 600 Plätzen sei ungenutzt geblieben. Zugleich war das dortige Erstaufnahmelager am Montag so gut wie leer.

von esther10 15.09.2015 00:54

14.09.2015 15:00
„Der Papst wird einen Rockstar-Empfang bekommen“

In einer Woche trifft Franziskus in den Vereinigten Staaten von Amerika ein – Dort ist die Vorfreude groß – Ein Besuch in New York. Von Oliver Maksan
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Papst Franziskus lächelt den New Yorkern im XXL-Format zu: Eine Wandfassade kündigt den Besuch des hohen Gastes an.


Foto: dpa

New York (DT) „Ist der Papst katholisch?“: Das amerikanische Nachrichtenmagazin „Newsweek“ hat jetzt kurz vor dem Eintreffen von Papst Franziskus in den USA auf seiner Titelseite eine provokante Frage gestellt. Viele andere Zeitungen und Magazine stellen dieser Tage mit anderen Worten dieselbe Frage. Die amerikanischen Mainstream-Medien treibt um, in welche Richtung der Papst aus Argentinien die katholische Kirche führen will. Fragen der Sexualmoral stehen da natürlich an erster Stelle. Mit Argusaugen wird das Heer an Reportern, das den Besuch begleiten wird, deshalb jedes Wort des Papstes in dieser Richtung wägen.

Monsignore Robert Ritchie wird den Papst persönlich treffen. Er ist Rektor der Saint Patrick's Kathedrale in New York, die Franziskus besuchen wird. Von den Fragen, die die Presse umtreiben, hält er nicht viel. „Jeder, der die katholische Kirche kennt, weiß, dass der Papst die katholische Lehre weder ändern kann noch ändern will. Es mag Unterschiede im Stil zu seinen Vorgängern geben, aber nicht in der Substanz.“ Ritchie wird den Pontifex offiziell an den Stufen des Gotteshauses begrüßen, ihm Weihwasser sowie ein Kreuz zum Kuss reichen. „Papst Franziskus war noch nie in den USA. Ich hoffe, der Besuch hier bei uns in New York, besonders hier in der Kathedrale, wird ihm helfen zu erkennen, wer wir amerikanischen Katholiken sind.“ Tatsächlich trägt das prächtige Gotteshaus, das sich trotz seiner Größe winzig ausnimmt neben den Hochhäusern, die es von allen Seiten umgeben, die Spuren der verschiedenen Gruppen, die über die Jahrhunderte in die USA eingewandert sind. Der Patron der Kirche verweist auf die irischen Einwanderer, die einst das katholische Rückgrat nicht nur New Yorks waren. Ein Altar ist der Muttergottes von Guadalupe geweiht, die besonders von den vielen lateinamerikanischen Einwanderern verehrt wird. „Wir haben hier natürlich viele Hispanics. Sie sehen den Papst als einen der ihren. Ich werde dem Heiligen Vater sagen, wie froh wir sind, dass wir sie hier haben und dass wir uns darum bemühen, dass sie sich hier zuhause fühlen.“

Geschäftig werden in der Kathedrale Altäre poliert und Figuren mit Bürsten gereinigt. Gerade noch rechtzeitig vor dem Papstbesuch konnte der Hauptteil der Renovierung des neugotischen Kirchenbaus abgeschlossen werden. Vor drei Jahren war damit begonnen worden. Satte 180 Millionen Dollar hat sie gekostet. „Wegen des Besuches mussten wir uns beeilen. Wir haben mit den konkreten Vorbereitungen für den Besuch vor etwa vier Monaten begonnen. Das war nicht viel Zeit“, sagt Ritchie. Nervös ist der Prälat aber nicht. „Es ist ja nicht unser erster Papstbesuch“, beruhigt er sich selbst. „Papst Paul VI. war 1965 hier, danach Papst Johannes Paul II. 2008 durfte ich persönlich Papst Benedikt XVI. hier begrüßen. Ich habe also schon ein wenig Übung“, so Ritchie.

Das an der mondänen 5th Avenue gelegene Gotteshaus wird Schauplatz eines Vespergottesdienstes sein, den der Papst zusammen mit Priestern, Seminaristen und Ordensleuten feiern wird. Trotz der vielen Präzedenzfälle: Besonders ist dieser Besuch dann doch. „Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm, viel größer noch als bei Papst Benedikt“, meint Ritchie. „Wir leben im Zeitalter von IS. Es gab, glaube ich, auch Drohungen gegen das Leben des Papstes.“ Jeder Schritt ist deshalb genau geplant. Der lokalen Presse ist zu entnehmen, dass die New Yorker Polizei ein Aufgebot wie noch kaum zuvor mobilisieren wird, um den Gast aus Rom zu schützen. „Der Secret Service hat mich schon gewarnt: Sollte ich aus Versehen dem Papst die Tür seines Fiat öffnen wollen, würden sich mehrere Agenten auf mich stürzen. Abweichungen vom Sicherheitsprotokoll sind nicht vorgesehen.“ Das Gelingen vertraut Ritchie dem Gebet an. „Wir beten für den Besuch schon in jeder Messe. Am 17. September haben wir noch einen großen Gebetsgottesdienst. Dann sollte nichts mehr schiefgehen. Der Papst wird einen Rockstar-Empfang bekommen.“

Die Anspannung steigt auch in East Harlem, wo Franziskus eine katholische Schule besuchen wird. Ein schäbiges Viertel wird er sehen. Die besseren Gegenden Manhattans hat man längst hinter sich gelassen. Die Geschäfte, die französischen Wein und Käse anbieten, die kleinen Buchläden und Boutiquen, die zehn, fünfzehn Straßenzüge weiter südlich noch das Bild bestimmen, sind verschwunden. Sie machen billigen Lebensmittelläden Platz und heruntergekommenen Imbissen. Dunkelhäutige Menschen dominieren das Bild der Straße. Manche haben ihren bescheidenen Platz im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gefunden. Andere suchen ihn noch. „Unsere Schule ,Unserer Lieben Frau, Königin der Engel‘ liegt in einem sozialen Brennpunkt. Es ist eine der ärmsten Gegenden der USA. Deshalb wurde sie ja auch ausgewählt“, sagt Kathleen Porter Magee von der Schulleitung. „Die meisten unserer Kinder sind Kinder von Einwanderern der ersten Generation. Ihre Eltern sind arm. Die Mehrheit der Schüler erhält von uns ein kostenloses Mittagessen. Das ist ihre wichtigste Mahlzeit am Tag.“

Etwa eine Stunde wird sich der Papst in der Schule aufhalten, wird Schülern und ihren Eltern begegnen. „Bei vielen unserer Kinder ist die erste Sprache Spanisch. Sie können sich deshalb problemlos mit dem Papst unterhalten. Das wird die Herzen öffnen. Sie sehen den Papst als einen von ihnen an.“ Seit Wochen bereiten sich die Schüler auf den Besuch vor. „Wir sind eine katholische Schule. Unsere Kinder wissen deshalb, wer der Papst ist. Sie werden dem Papst ein Buch mit selbstverfassten Gebeten überreichen. Außerdem hat die Schule versucht, Schwerpunkte der Lehre von Papst Franziskus in den Unterricht zu integrieren. Besonders den Schutz der Schöpfung haben die Kinder in Projekten umgesetzt.“

So wie die kleine Alison Rias. Sie geht in die dritte Klasse und wird mit fünf anderen Kindern dem Papst begegnen. „Ich liebe Papst Franziskus. Er leitet unsere Kirche. Er ist der Heilige Vater. Außerdem ist er so gut zu den Menschen“, sagt das Mädchen mexikanischen Ursprungs. Ihr Mitschüler Pedro Hernandez, ebenfalls dritte Klasse, ergänzt: „Ja, das habe ich auch gehört. Er hat den Obdachlosen zu essen gegeben und Duschen für sie im Vatikan eingerichtet. Ich hab ihn lieb.“

Während die Kinder aus Harlem dem Papst sicher begegnen werden, ist das für die Katholiken der Pfarrei von der Heiligen Familie noch alles andere als klar. Die Kirche liegt in Manhattan nur wenige Straßenzüge vom Sitz der Vereinten Nationen entfernt. Pfarrer Gerald Murray gilt deshalb als Pfarrer der UNO. Besonders zu Beginn der Generalversammlung finden dann Gottesdienste für bei der Organisation tätige Diplomaten statt. Ein Plakat an der Front heißt den Gast aus Rom willkommen. „Wir bereiten uns darauf vor, dass der Papst im Rahmen seiner Rede vor der UNO kurz den Wagen halten lässt, um unsere Pfarrangehörigen zu begrüßen, die am Straßenrand stehen werden.“ Kistenweise Fähnchen und Kappen hat der Pfarrer deshalb angeschafft. Noch ist aber nicht klar, ob es klappt. „Wir hoffen das natürlich“, so der Geistliche. Eine alte Dame in der Nähe hat keine Zweifel. „Natürlich klappt das. Ich will den Papst unbedingt sehen. Ich habe deswegen sogar einen Arzttermin verschoben. Wer weiß schließlich, wie oft ich noch einen Papst in New York zu sehen bekomme.“

von esther10 15.09.2015 00:51

Montag, 14. September 2015
ZdK-Chef Alois Glück: Donum Vitae anerkennen, diese gaben doch die Scheine zum Töten ungeborener Kinder.


Kurz vor seinem Rücktritt fordert ZdK-Chef Alois Glück von den deutschen Bischöfen die Akzeptanz des Schwangerenberatungsvereins Donum Vitae. Dieser Verein erteilt Beratungsscheine, die zu einer straffreien Abtreibung berechtigen.

Zur Erinnerung: Donum Vitae wurde von katholischen Laien gegründet, nachdem die deutschen Bischöfe beschlossen hatten, aus der staatlichen Schwangerschaftskonfliktberatung auszutreten. Laut § 218 StGB wird eine Abtreibung nicht bestraft, wenn man zuvor eine Beratungsstelle aufgesucht und dort einen sogenannten „Beratungsschein“ hat. Weist man diesen vor, kann man bis zum dritten Monat der Schwangerschaft straffrei abtreiben.

Der einzige Sinn und Zweck dieses Beratungsscheines ist die straffreie Abtreibung. Aus diesem Grund nannte Erzbischof Johannes Dyba diese Scheine „Tötungsscheine“.

Papst Johannes Paul II. forderte von den deutschen Bischöfen deshalb einen Ausstieg aus dem staatlichen Beratungssystem. Die katholischen Einrichtungen sollten schwangere Frauen beraten, doch nicht den Beratungsschein erteilen. Zunächst wehrten sich die Deutschen, doch schließlich beendeten sie die Ausstellung der „Beratungsscheine“.

Einige katholische Laien (etliche von ihnen aus dem ZdK-Dunstkreis) revoltierten allerdings gegen diesen Schritt und gründeten ihren eigenen Verein: Donum Vitae. Erzbischof Johannes Dyba meinte, der richtige Name sollte „Donum Mortis“ heißen, denn der einzige Sinn und Zweck der dort erteilten Beratungsscheine ist die Ermöglichung einer straffreien Abtreibung.

Das ZdK hat niemals die Entscheidung des Papstes und der deutschen Bischöfe akzeptiert. Die Weisung aus Rom wurde als ein Akt der Willkür und Ausdruck einer kurialen Präpotenz empfunden. Nun, in Zeiten, in denen sich immer weniger Bischöfe in Deutschland für die Lehre der katholischen Kirche interessieren, erhöht Alois Glück wieder den Druck und stellt sich damit auf die Seite der Kultur des Todes, vor der Johannes Paul II. so sehr warnte.

Die Anerkennung von Donum Vitae wäre im Grunde dann ein Ausstieg aus dem Ausstieg.
Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 10:00

von esther10 15.09.2015 00:45

„Aber warum hat der Herr diese so scheußliche, so hässliche Gestalt gewählt?“
Frühmesse von Papst Franziskus in der Domus Sanctae Marthae zum Thema „Versuchung und christlicher Lebensstil“


Rom, 14. September 2015 (ZENIT.org) Britta Dörre | 221 klicks


In der heutigen Frühmesse in der Domus Sanctae Marthae warnte Papst Franziskus davor, den Versuchungen zu verfallen und sich von ihnen zerstören zu lassen. An der Messe nahmen auch die Kardinäle des Kardinalsrats (C9) teil, die noch bis zum 16. September mit Papst Franziskus tagen.

Ausgehend vom Tagesevangelium erklärte der Papst, dass das Böse, in der Genesis die Schlange, verführe, lüge, schillernd und neidisch sei. Nur durch den Neid des Teufels und der Schlange sei das Böse in die Welt gekommen.

„Sie verspricht dir viele Dinge, aber am Zahltag, bezahlt sie schlecht; sie ist ein schlechter Zahler“, mahnte der Papst. Die eherne Schlange des Moses hingegen sei ein Sinnbild und eine Prophezeiung, ein Versprechen. Die Schlange des Moses, führte Papst Franziskus aus, sei der an das Kreuz geschlagene Sohn Gottes. Jeder, der an ihn glaube, habe das ewige Leben. „Aber warum hat der Herr diese so scheußliche, so hässliche Gestalt gewählt?“ Die Antwort sei, weil Er gekommen sei, um alle Sünden auf sich zu nehmen; Er sei der größte Sünder geworden, ohne je eine Sünde begangen zu haben. „Er ist zur Schlange geworden.“ Er habe sich hässlich gemacht, so der Papst.

Jesus am Kreuz werde oft in schönen Gemälden dargestellt, doch die Wirklichkeit sei eine andere. Jesus sei von unseren Sünden mit Blut überströmt gewesen. Ein Christ, der den Weg des christlichen Lebens beschreiten wolle, müsse sich erniedrigen, wie es Jesus getan habe. „Es ist die Straße der Demut“, schloss Papst Franziskus seine Morgenmesse und bat die Muttergottes um die Gnade, vor Liebe und Dank zu weinen.

(14. September 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 15.09.2015 00:36



ROM, 14. September 2015 (Lifesitenews) - Eine wachsende Zahl von hochrangigen vatikanischen Prälaten sind ruhig ihre Bestürzung über den letzten und plötzliche Franziskus 'Motu proprio Straffung des Prozesses der Vereinbarkeit eines Ehe null zum Ausdruck, nach einem neuen Bericht.

https://www.lifesitenews.com/tags/tag/synod+on+the+family...

Am 10. September die deutsche Tageszeitung Die Zeit veröffentlicht einen wichtigen Bericht über einen siebenseitigen Dossier wird nun privat im Vatikan unter Curial Mitglieder, die gegenüberliegende Franziskus jüngste Entscheidung, den Prozess der Ehe Annullierungen zu liberalisieren sind umgewälzt.

Nach Angaben der ZEIT Autor, Julius Müller-Meiningen, sagte ein hochrangiger Prälat, dass mit dieser neuen Motu proprio, die den Prozess der Aufhebung einer Ehe viel schneller und viel einfacher macht, "Franziskus hat fallen seine Maske zu lassen." " Viele Monsignori ", sagt Müller-Meiningen", die offiziell arbeiten an verschieden zentralen Orte der Weltkirche, sind ausdrücklich beunruhigt und sehr empört. "

Vor allem in den "wichtigsten Ämter im Vatikan, in der Kongregation für die Glaubenslehre und im Sekretariat der im Vatikan verteilt, unter ihnen - die Unterlagen, die Franziskus 'Motu Proprio kritisiert hat jetzt weit gewesen - wenn auch heimlich Staat ", berichtet Die Zeit. Hier sind die wichtigsten Punkte der Kritik berichtet, mit Zitaten direkt aus dem Dossier selbst gezeichnet. Sie enthalten alle wesentlichen Kritikpunkte, um im geheimen Dossiers gefunden werden, wie eine Quelle in Rom sagte Lifesitenews:

Der Papst nicht jene Provisionen im Vatikan, die in der Beratung und sollten ihn in einer so wichtigen Angelegenheit wie die Nichtigkeitsprozess verantwortlich sein würde zu konsultieren;

Der Papst führte de facto eine "katholische Scheidung";

Die üblichen Verfahren der Gesetzgebung in der Weltkirche wurden damit ausgehebelt;

Die meisten der Sicherheitsmaßnahmen in den Prozess der Aufhebung einer Ehe wurden "absichtlich 'beseitigt'";

"Keine der vorgeschriebenen Schritte eines Gesetzgebungsverfahrens gehalten wurden", so der Unterlagen;

Die Bischofskonferenzen, die zuständigen Kongregationen und Räte und auch der Apostolischen Signatur (das höchste Gericht der Kirche auch den Umgang mit den Annullierungen) nicht konsultiert wurden;

"Schon, formal, es zu finden sind Grab Mängel [in der sehr Herstellung des Motu proprio]";
Gegen die oft proklamierte und lud Prinzipien der Synodalität und von "Offenheit" (dh "Parrhesia"), der Papst doch scheinbar entschieden, vorschnell zur Weiterarbeit an dem Motu proprio zu gehen, auch wenn bei der letzten Bischofssynode im Jahr 2014, gab es nicht noch ein "einstimmig" hervor tragen diese Straffung zu bewegen;

Die Sicht hat sich nun geändert, weg von der Sorge um Ehen zu bewahren. Im Motu proprio gibt es keine Diskussion mehr über "pastorale und rechtliche Mittel für die Rettung oder Validierung einer Ehe"; die Tatsache, dass sie in der Tat fehlt "verursacht Reflexion";
Alles in allem ist diese schnelle Entwicklung "gefährlich";


Es gibt einen starken Eindruck, dass "es nicht mehr um die besagt, die Wahrheit über eine Betonehebund, sondern vielmehr über Ungültigerklärung, wie viele Ehen wie möglich zu sein."

Das bedeutet, dass, konkret, das Dogma von der Unauflöslichkeit der Ehe wird ausgehöhlt, obwohl Franziskus erwähnt das Dogma zweimal in seinem Text;

Die Einführung einer 30-Tage-schnelle Verfahren für die förmliche Feststellung einer möglichen Nichtigerklärung einer Ehe "enthält die Gefahr der Einführung der Pfad zu einem katholischen Scheidung"; viele der 3600 Diözesanbischöfe in der Welt wird wahrscheinlich durch diese neue Mission überwältigt werden; Außerdem fragt sich das Dossier ", wie viele Bischöfe in der Welt sind in der Lage, um eine vertrauenswürdige Einschätzung, die auch macht sie auf die erwartete moralische Gewißheit [über die Gültigkeit einer bestimmten Ehe] kommen zu machen";

Viele theologisch angefochtenen Probleme wurden einfach durch Franziskus ignoriert;
Mehrere Durchgänge in dem Motu proprio enthalten sehr vage Formulierungen, die angeblich sind, jemandem zu helfen, zu entscheiden, ob das Schnellverfahren selbst sollte gestartet werden - wie jemand vermeintlich "fehlt Faith" oder aus anderen Gründen, die nicht eindeutig festgelegt sind;

Der Konsens der Ehegatten (oder sogar die komplette Fehlen einer Antwort von einem von ihnen) ist ein ausreichender Grund, um die Schnellverfahren zu starten, die alle ist "über";
"Es ist ein Novum in der Gesetzgebung, die ein Rechtstext endet mit dem Ausdruck" usw. " und es daher so offen hält andere Optionen ";

Franziskus sich selbst nicht folgen Sie den regulären Verfahren der Gesetzgebung.

Nach Die Zeit, eine der Kurienmitglieder sagte: "Wir müssen den Mund jetzt öffnen", die die moralische Verpflichtung, die neuen Rechtsvorschriften widerstehen.

Wie Die Zeit berichtet auch, der Leiter der Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, befürchtet, dass das ganze Gebäude der katholischen Kirche wird zusammenbrechen, wenn man durch die Einführung eines tatsächlichen oder scheinbaren entfernt eine der Hauptgrundlagen katholische Form der Scheidung. Nach einem anderen Artikel von Müller-Meiningen am 10. September in einem anderen deutschen Veröffentlichung, Rundschau Online geschrieben hat, einen Curial Mitglied berichtet, dass Kardinal Müller ist "zutiefst empört" über die Tatsache, dass er sich nicht in die Vorbereitung der neuen Motu proprio konsultiert.

Der Umzug von Franziskus kurz zu schneiden oder zu umgehen, eine gründlichere Diskussion während der bevorstehenden Bischofssynode über die Familie könnte nun effektiv "machen es zu einem Debattierclub, die sich um sich selbst dreht," in der Müller-Meiningen eigenen

Worten. Und der Autor schließt dann seine Reportage mit der Frage: "Wird der Papst nun mit aller Macht seine lang ausgelegt Weg, der zumindest für eine lange Zeit skizziert wurde, zu implementieren" Als Müller-Meiningen berichtet am 9. September in die Deutsch Zeitung, die Neue Westfälische, Kreise um Kardinal Müller sagen, dass sie es erwarten, dass "drei Wochen des Kampfes" während der Oktober-Synode sein. Morever, Müller-Meiningen selbst akut weiterhin mit der folgenden Feststellung:

"Der Papst - wie die Kritiker sind nun überzeugt - wirkt nun im Alleingang, einseitig. Dass er setzt nun einige der Feuer mit seinem neuen schnellen Reform, ist eine Möglichkeit.

Die andere Möglichkeit ist jedoch, dass die Verteidiger des reinen [traditionellen] Lehre werden nun noch widerstands kompromisslos.
https://www.lifesitenews.com/opinion/vat...ver-popes-annul

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