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von esther10 29.01.2016 00:52

Kritik und Zustimmung zur geplanten Reform der Pflegeberufe


Die Bundesregierung will die Pflegeausbildung in Deutschland reformieren. Einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedete das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin. Danach sollen die getrennten Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zusammengeführt werden. "Pflegekräfte müssen in Altenheimen zunehmend auch mehrfach und chronisch Kranke versorgen. Und eine Pflegekraft im Krankenhaus braucht Kenntnisse in der Versorgung Demenzkranker", sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) nach der Kabinettssitzung. Von Verbandsseiten kam Kritik, aber auch Lob für das Vorhaben.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) erklärte, dass der Bedarf an Pflegern weiter steige. Leider sei insbesondere der Beruf des Altenpflegers jedoch für junge Menschen wenig attraktiv. Die Ausbildungsreform werte die Altenpflege auf und stärke damit auch einen Frauenberuf, da vorrangig Frauen in der Pflege tätig seien. Für andere Berufe wie Krankenpfleger oder Kinderkrankenpflege entstünden keine Nachteile, bekräftigten die Minister.

Der Gesetzentwurf sieht über die Zusammenlegung hinaus eine Abschaffung von Schulgeld sowie die Einführung eines Pflegestudiums vor. Die Regierung setze weiter auf die duale Ausbildung als "große Säule", bekräftigte Schwesig. "Wir wollen nicht die Akademisierung." Ziel sei es, die Attraktivität des gesamten Berufsbildes zu erhöhen und verschiedene Bildungszugänge zu schaffen. Die Bundesregierung rechnet mit Mehrkosten von etwa 320 Millionen Euro.

In der Branche ist das Vorhaben durchaus umstritten. Während einige Verbände eine Verschlechterung bei Fachkräftestellen und der Qualität der Ausbildung sehen, begrüßen andere die bessere Ausrichtung der Berufe. Positive Resonanz kam vom Deutschen Caritasverband. "Der geplante neue Pflegeberuf ist die richtige Antwort auf die veränderten Anforderungen, die sich durch die demografischen Veränderungen für das Gesundheitssystem ergeben", sagte Caritas-Präsident Peter Neher. Die Zusammenführung der Ausbildung sei dringend geboten. Auch der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge begrüßte die geplante Generalisierung.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Gewerkschaftsbund nannten den Entwurf indes "unausgegoren" und warnten davor, dass der generalisierte Ansatz die komplexen Anforderungen der einzelnen Pflegeausrichtungen vernachlässige. Vor allem die Altenpflege könne unter der Zusammenlegung der Ausbildungen und einer Abwanderung von Fachkräften in andere Pflegebereiche leiden. Diese Sorge teilt der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste fürchtet einen Rückgang der Ausbildungsplätze. Für kleinere Einrichtungen sei das Ausbildungskonzept viel zu teuer.
http://www.katholische-sonntagszeitung.de/
Das Gesetz bedarf der Zustimmung des Bundesrates und soll 2016 verabschiedet werden. Der erste Ausbildungsjahrgang könnte dann nach Angaben der zuständigen Ministerien 2018 starten
http://www.katholische-sonntagszeitung.de/

von esther10 29.01.2016 00:49

Katholische Frauen besorgt über Sicherheit


Angesichts der Silvester-Vorfälle hat sich die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Erzbistum Köln besorgt über die Sicherheit von Frauen geäußert. Es sei schockierend, dass weder die Polizei noch die Zivilgesellschaft die Frauen auf der Domplatte habe ausreichend schützen können, erklärte der Diözesanverband am Mittwoch in Köln. Frauen und Mädchen müssten sich "zu jeder Uhrzeit und an jedem Ort ohne Angst frei bewegen können".

Die Kölner kfd verlangte eine gesamtgesellschaftliche Aufarbeitung der Ereignisse. "Es darf nichts vertuscht werden. Die Aufklärung darf nicht von falscher Rücksichtnahme behindert werden. Das bedeutet auch, dass die Herkunft der Täter kein Tabu sein darf", hieß es in der Erklärung des Vorstands.

Mit Blick auf Zeugenaussagen, nach denen die Mehrheit der Täter Nichtdeutsche und unter diesen offenbar auch Flüchtlinge waren, hieß es weiter, es dürfe "kein Zweifel daran entstehen, dass alle Menschen, die in Deutschland zusammenleben, sich an die hier geltenden Gesetze und Werte halten müssen".

Wer gewalttätig handle und die Würde von Frauen antaste, müsse zur Rechenschaft gezogen werden, so die kfd. Strafen hätten auf frauenverachtende und gewaltbereite Täter abschreckend zu wirken. Zugleich wandte sich der katholische Verband gegen einen Generalverdacht gegenüber Flüchtlingen und Schutzsuchenden. Das "Fehlverhalten auch einer größeren Gruppe von Flüchtlingen" könne kein Argument für die Abweisung Hilfsbedürftiger sein.
http://www.katholische-sonntagszeitung.de/

von esther10 29.01.2016 00:48

Wiederverheiratete Geschiedene
ZdK fordert Fakten vom Papst.


Erstellt von Mathias von Gersdorff am 24. Januar 2016 um 17:46 Uhr
Hochzeitsbank
Von Matthias von Gersdorff:

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, verliert die Geduld und fordert von Papst Franziskus rasches Handeln: „Bei der Frage der Integration der wiederverheiratet Geschiedenen muss es jetzt zu Lösungen kommen“, so ein Bericht im Focus, der sich auf ein DPA-Interview beruft. Das ZdK war in den letzten zwei Jahren eine der wichtigsten reformkatholischen Organisationen, die sich für eine Lockerung der Ehe- und Sexualmoral einsetzte.

In einer Stellungnahme der Vollversammlung des ZdKs vom 9. Mai 2015 werden Segnungen für Homo-Paare, eine neu moraltheologische Bewertung von Homosexualität und außerehelichem Geschlechtsverkehr, die Akzeptanz von außerehelichen Partnerschaften gefordert etc. Kurz: Die gesamte Agenda der sexuellen Revolution wird vom linksprogressistischen deutschen Laiengremium unterstützt.

Im Vorfeld der Familiensynode im Oktober 2015 wurde vor allem mit Nachdruck die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion angestrebt. Der Schlusstext der Synode sah allerdings eine solche Lockerung der Sakramentendisziplin nicht vor.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Papst Franziskus im Februar März 2016 ein postsynodales Schreiben (Apostolische Exhortation) veröffentlichen, in welchem er sich zu den in der Familiensynode behandelten Themen äußern wird. Aus diesem Grund erhöhen reformkatholische Gruppen à la ZdK ihren Druck auf den Papst.
http://www.kathnews.de/wiederverheiratete-geschiedene
Foto: Hochzeitsbank – Bildquelle: Alexander Hauk / www.bayern-nachrichten.de

von esther10 29.01.2016 00:46

Vatikan fordert klare Worte von Islamgelehrten gegen Terror


Der Vatikan sieht muslimische Gelehrte in der Pflicht, energischer gegen den Terror im Namen ihrer Religion vorzugehen. Gewalt von Extremisten müssten sie "ohne Zweideutigkeiten verurteilen", sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in einem Interview der spanischen Wochenzeitung "Vida Nueva" (Donnerstag). Es liege jetzt an den Gelehrten, einen Islam zu predigen, der keine extremistischen Interpretationen zur Rechtfertigung von Gewalt mehr zulasse, forderte die Nummer Zwei des Vatikan mit Blick auf die jüngsten Attentate in Istanbul und Jakarta. Das Gespräch ist auch in der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" (Freitag) abgedruckt.

Als positives Beispiel verwies Parolin auf islamische Wortführer, die den Terror nach den Anschlägen von Paris im vergangenen November verurteilt hatten, und lobte auch die Solidaritätsbekundungen von einfachen Muslimen für die Opfer. "Vergessen wir nicht, dass der Großteil der Opfer des islamischen Extremismus selbst Muslime sind", gab Parolin zu bedenken. Die katholische Kirche müsse jetzt ihre Anstrengungen für den interreligiösen Dialog verdoppeln.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" bedroht nach Parolins Worten den Frieden in der Welt. Es sei Aufgabe der ganzen internationalen Gemeinschaft, sich den Terroristen entgegenzustellen. Das Mandat dazu könne aber nur vom UN-Sicherheitsrat kommen.
http://www.katholische-sonntagszeitung.de/


von esther10 29.01.2016 00:45

Kardinal Marx: Katholiken können von Luther lernen
3. Januar 2015 113


Kardinal Marx und das Luther-Jahr 2017

(München) Erzbischof Reinhard Kardinal Marx von München und Freising hat in einem Beitrag für die Zeitung des Deutschen Kulturrates „Politik & Kultur“ erklärt, Martin Luther, der Gründer des Protestantismus, habe „nicht die Spaltung der Kirche“ angezielt, „sondern wollte mit seinen Reformbestrebungen auf Missstände aufmerksam machen, die die Botschaft des Evangeliums verdunkelten“. Nach einem halben Jahrhundert des „gemeinsamen ökumenischen Dialogs“ sei es nun auch für Katholiken möglich „Texte Luthers mit Anerkennung zu lesen und von seinen Gedanken zu lernen. Diese Entwicklung ist nicht hoch genug zu schätzen.“

Katholischerseits sei bis ins 20. Jahrhundert „ausschließlich abwertend“ über den protestantischen Reformator geschrieben worden: „Sein Wirken habe maßgeblich zur Spaltung der abendländischen Kirche geführt, da war man sich einig. Auch für die vielen Verletzungen und das einander zugefügte Leid, besonders infolge der Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, war der Schuldige in Martin Luther und seinen Mitstreitern gefunden. Durch die Verbreitung seiner 95 Thesen zum Ablass habe Luther Zwietracht und Streit gesät. Solche Verurteilungen und Polemiken kennzeichneten das katholische Bild des Wittenberger Reformators.“ Dank der Lutherforschung der letzten Jahrzehnte habe man erkannt, „dass Luther tief in der Frömmigkeit und Mystik seiner Zeit verwurzelt war“, was mit zu einem Umdenken auf katholischer Seite beigetragen habe.

Man dürfe nicht nachlassen, sich „um die sichtbare Einheit der Kirche zu bemühen“, betonte Kardinal Marx. Luther habe gesagt: „Wenn du nun mit Christo Eins bist, was willst du mehr haben?“ Vor diesem Hintergrund sei er hoffnungsvoll, erklärte der Münchner Erzbischof, „dass wir im Streben nach der Einheit mit Jesus Christus nicht nur ihm näherkommen, sondern uns auch untereinander tiefer verbinden“. So könne das bevorstehende Reformationsjubiläum im Jahr 2017 „auch für die katholische Kirche eine Herausforderung sein, Christus noch stärker in den Mittelpunkt zu stellen“. Das Gedenken an die Reformation solle uns, so Marx, weiterbringen „hin zur vollen sichtbaren Einheit der Kirche“, wobei ein Wort Luthers den Weg weisen könne: „All unser Denken, Tun und Handeln soll dazu führen, dass das Einssein mit Christus über allem steht.“

Ein differenzierteres Bild

Das Standardlexikon der Theologie in der englischsprachigen Welt, „The Catholic Encyclopedia“ aus dem Jahr 1913, schreibt diesbezüglich differenzierter als Kardinal Marx: „Der Lutheranismus datiert vom 31. Oktober 1517, als Luther seine Thesen an der Kirchentür des Schlosses von Wittenberg anschlug. Obwohl er erst drei Jahre später mit der katholischen Kirche brach, war er bereits substanziell zu seinen späteren Ansichten über den Heilsplan gekommen. Die neuen Lehren erfuhren jedoch eine große Veränderung nach Luthers Rückkehr von der Wartburg (1521).“

Rorate Cæli kommentierten gestern einigermaßen sarkastisch: „Nun, von dem, was man jeden Tag liest, scheint es, dass der wichtige deutsche Heresiarch selbst am Ende seines Lebens immer noch ‚orthodoxer‘ war als ein guter Teil der heutigen deutschsprachigen katholischen Bischöfe und Kleriker, die an überhaupt nichts zu glauben scheinen. Vielleicht ist es das, was der Kardinal mit ‚von Luther lernen‘ meint?“

Der enorme Einfluss von Kardinal Marx

Reinhard Kardinal Marx ist derzeit wohl der einflussreichste Mann der Kirche in Europa. Von Papst Benedikt XVI. wurde er 2007 auf den prestigeträchtigen Erzbischofsstuhl von München und Freising berufen, worauf 2010 seine Aufnahme in das Kardinalskollegium erfolgte. Papst Franziskus machte Marx zum Mitglied der achtköpfigen Gruppe von Kardinälen zur Beratung des Heiligen Vaters bei der Leitung der Weltkirche und zur Überarbeitung der Apostolischen Konstitution „Pastor bonus“ über die römische Kurie. Wenig später wurde der Münchner Erzbischof zum Koordinator des neu errichteten Wirtschaftsrates ernannt, welcher die Aufgabe hat, über die Strukturen und die wirtschaftlichen und administrativen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls und des Staates der Vatikanstadt zu wachen. Bereits 2012 war Marx zum Präsidenten der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) gewählt worden. 2014 schließlich folgte Kardinal Marx auf Erzbischof Robert Zollitsch als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.
http://www.katholisches.info/2015/01/03/...-luther-lernen/
Text: Katholisches.info/b360s
Bild: Una Fides

von esther10 29.01.2016 00:44

Kinderhilfswerk kritisiert Bedeutungsverlust von Jugendarbeit

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat einen schleichenden Bedeutungsverlust der Kinder- und Jugendarbeit in Deutschland kritisiert. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegten, dass der Anteil der Aufwendungen für die Kinder- und Jugendarbeit an den Gesamtausgaben der Kinder- und Jugendhilfe mit 4,52 Prozent den niedrigsten Wert seit Inkrafttreten des Kinder- und Jugendhilfegesetzes erreicht hat, so die Organisation am Freitag in Berlin.

Dem Ausgabenanstieg um knapp 2,3 Milliarden Euro für die Kinder- und Jugendhilfe insgesamt stehe für den Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ein leichter Anstieg der Ausgaben um rund 15,6 Millionen Euro gegenüber. Angesichts der wachsenden Herausforderungen für die Kinder- und Jugendarbeit sei diese Entwicklung mehr als bedenklich, warnte das Hilfswerk. Die Ausgaben für die Kinder- und Jugendarbeit glichen "gerade einmal die Inflationsrate aus", sagte Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann.

Für die Kinder- und Jugendarbeit stehen demnach derzeit rund 10 Euro monatlich pro Kind zur Verfügung. "Das ist viel zu wenig. Durch diese chronische Unterfinanzierung müssen immer wieder Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen ihre Arbeit einstellen", kritisierte Hofmann. Insbesondere angesichts der rund drei Millionen Kinder und Jugendlichen, die von Armut betroffen sind, handle es sich um ein großes Problem. "Armut stellt für Kinder ein bedrohliches Entwicklungsrisiko dar", betonte Hofmann.
http://www.katholische-sonntagszeitung.d...on_jugendarbeit

von esther10 29.01.2016 00:44

Toter mit Schußwunden in der neuen Basilika von Fatima – Vermutlich Selbstmord
8. Januar 2016 6


Fatima, neue Basilika
(Fatima) Ein 68 Jahre alter Mann wurde am Donnerstag tot in der neuen Basilika im bekannten portugiesischen Marienwallfahrtsort Fatima gefunden. Der leblose Körper weist Schußwunden auf. Laut ersten Angaben der Polizei spreche alles für Selbstmord.

*
Laut Jornal de Noticias hörten Sicherheitskräfte des Wallfahrtsortes mindestens einen Schuß. Als sie zum Ort eilten, woher sie das Geräusch gehört hatten, fanden sie einen Mann, der im Sterben lag. Wiederbelebungsversuche der herbeigerufenen Notarztgruppe blieben erfolglos.

Der tragische Vorfall ereignete sich nicht in der 1953 eingeweihten Wallfahrtsbasilika Unserer Lieben Frau von Fatima, heute Basilica Antiga genannt, sondern in der neuen, gegenüberliegenden, 2007 geweihten Igreja da Santissima Trindade (Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit).

Die Polizei sicherte den Tatort. Bisher wurde lediglich bekannt, daß es sich um einen Mann aus der portugiesischen Gemeinde Ribeira de Fraguas im Kreis Rio Maior handelt. Über die Motive für den mutmaßlichen Selbstmord im bekanntesten portugiesischen Wallfahrtsort ist bisher nichts bekannt.

Die neue Basilika wurde gesperrt und die Zelebration der vorgesehenen Heiligen Messe in eine Kapelle der Unterkirche verlegt. Wann der Rekonziliationsritus für die entweihte Kirche stattfindet, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Vom 13. Mai bis zum 13. Oktober erschien Maria in Fatima drei Hirtenkindern. Die Erscheinungen sind von der Katholischen Kirche anerkannt. Die beiden jung verstorbenen Kinder Francisco Marto (1919) und Jacinta Marto (1920) werden seit dem Jahr 2000 offiziell als Selige verehrt. Das dritte Seherkind, die spätere Ordensfrau Lucia Dos Santos, starb 2005 hochbetagt im 98. Lebensjahr.

2017 jähren sich die Engels- und Marienerscheinungen von Fatima zum 100. Mal.
http://www.katholisches.info/2016/01/08/...ich-selbstmord/
Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons

Papst Franziskus weihte die Welt der Gottesmutter
https://www.jochen-roemer.de/Gottes%20Wa...ne%20Fatima.pdf...

von esther10 29.01.2016 00:42

Bischöfe beenden Heiligland-Besuch mit Aufruf zu Frieden


Mit einem Aufruf zu stärkeren internationalen Bemühungen um eine Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt hat eine internationale Delegation katholischer Bischöfe am Donnerstag ihren Solidaritätsbesuch im Heiligen Land beendet. "Das Recht Israels auf ein Leben in Sicherheit ist offenkundig, aber die andauernde Besetzung zerfrisst die Seele beider, des Besatzers und des Besetzten", heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung. Während des am Samstag begonnenen Besuchs trafen die Bischöfe unter anderem Christen im Gazastreifen, im Westjordanland sowie

irakische und syrische Flüchtlinge in Jordanien.

Politische Führer weltweit müssten "größere Energie auf eine diplomatische Lösung zur Beendigung von fast 50 Jahren Besetzung verwenden und den andauernden Konflikt beenden, so dass die beiden Völker und drei Religionen in Gerechtigkeit und Frieden zusammenleben können", forderten die Bischöfe.
Angesichts der hohen Flüchtlingszahlen in Jordanien lobten die Bischöfe die Anstrengungen des Landes sowie der jordanischen Kirche und Nichtregierungsorganisationen, appellierten jedoch zugleich an die internationale Gemeinschaft, ihr Engagement für die Flüchtlinge und für Frieden in der Region zu verstärken.

Die Bischöfe verurteilten anhaltende Enteignungen von Palästinensern durch Israel und die "gegen internationales Recht verstoßende Ausweitung der Sperrmauer in das Cremisan-Tal", durch die 58 christliche Palästinenser-Familien aus Beit Dschalla den Zugang zu ihren Ländereien verlieren könnten. Beides unterminiere die christliche Präsenz im Heiligen Land. Es sei zu hoffen, dass der am 1. Januar in Kraft getretene Grundlagenvertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Palästina "ein Modell des Dialogs und der Kooperation zwischen Staaten bietet, das den Frieden der Religionen und die Gewissensfreiheit für alle Menschen respektiert und schützt".

Das "Internationale Bischofstreffen zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land" findet seit 1998 im Auftrag des Heiligen Stuhls und auf Einladung der katholischen Bischöfe des Heiligen Landes statt. Für die Deutsche Bischofskonferenz nahm der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Kommission Weltkirche, Weihbischof Thomas Maria Renz aus Rottenburg-Stuttgart, an der Reise teil
http://www.katholische-sonntagszeitung.de/

von esther10 29.01.2016 00:39

Kirche wünscht sich mehr Unterstützung für Familien


Die katholische Kirche in Deutschland wünscht sich von der Politik mehr Unterstützung und bessere Rahmenbedingungen für Familien. Er sehe es kritisch, dass viele junge Menschen heute immer später an die Gründung einer Familie dächten, sagte der Familienbischof der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Koch, am Sonntag dem Internetportal katholisch.de. Da die Zeiten der Ausbildung und der Berufseinführung immer länger dauerten, stehe die Gründung einer Familie dadurch "meist hinten an, wie als 'Zugabe' in der Lebensplanung zu Beruf und Karriere".

Koch, der auch Erzbischof von Berlin ist, forderte in dem Interview zum katholischen Familiensonntag "eine größere Unterstützung seitens Politik und Gesellschaft, damit sich Eltern zum Beispiel eine längere Auszeit aus ihren Berufen finanziell erlauben können." Auch der Wiedereinstieg ins Berufsleben sollte erleichtert werden. Letztlich aber könne auch die Kirche die Realität nicht ausblenden, so Koch: "Ob und wann junge Paare Kinder bekommen, ist ihre Entscheidung. Die müssen wir akzeptieren."

Der Familienbischof kritisierte außerdem, dass Familienpolitik "oftmals ein Anhängsel der Wirtschaftspolitik" geworden sei. Familienfreundlichkeit werde dabei vor allem so definiert, "dass beiden Elternteilen zwar eine berufliche Auszeit ermöglicht wird, aber eben nur so kurz wie möglich". Für ihn, so Koch, bedeute Familienfreundlichkeit aber, "dass die Eltern selbst entscheiden können, wie lange diese Auszeit dauert".

Der Staat habe die Aufgabe, verschiedene Lebensmodelle aktiv zu unterstützen: "Es kann nicht sein, dass Eltern für das Ausscheiden aus dem Berufsleben bestraft werden, dass sie finanziell schlechter gestellt und nach einer Erziehungszeit schlechter wieder ins Berufsleben integriert werden. Da ist die Politik gefordert."

Der Bischof kündigte zudem einen Hirtenbrief der deutschen Bischöfe zum Thema Ehe und Familie an - "konkret bezogen auf die kirchliche, gesellschaftliche und politische Situation in Deutschland". Darin wolle man zum Beispiel die Frage ansprechen, "wie wir junge Menschen dafür begeistern können, sich das Sakrament der Ehe zu spenden. Manchmal hat man den Eindruck, dass es vielen Menschen egal sei, wie sie denn nun zusammenleben. Wir wollen dagegen klarmachen, dass das Sakrament der Ehe eben nicht einfach eine Alternative von vielen ist."

Konkret planten die Bischöfe unter anderem eine längere Ehevorbereitung, betonte Koch: "Gerade in unserer Gesellschaft, wo es nicht mehr selbstverständlich ist, Christ zu sein oder den eigenen Glauben zu kennen, könnten solche Kurse zunehmend eine Rolle spielen." Auch die Begleitung von Ehepaaren wolle man intensivieren, für junge genauso wie für ältere Paare.
http://www.katholische-sonntagszeitung.de/


von esther10 29.01.2016 00:35

Vatikan-Insider: Zu wenig Rückhalt für Reformen des Papstes


Der italienische Vatikanjournalist Marco Politi sieht die Reformbemühungen von Papst Franziskus wegen mangelnden Rückhalts in der katholischen Kirche gefährdet. Im Unterschied zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) gebe es heute keine große Erneuerungsbewegung, sagte Politi am Montagabend in der Berliner Katholischen Akademie bei einer Veranstaltung über das Kirchenoberhaupt. Dies habe sich bei der Familiensynode im vergangenen Oktober gezeigt, als die reformorientierten deutschen Bischöfe "ziemlich allein" geblieben seien.

Zugleich zeichne sich ab, dass Papst Franziskus schon in die zweite Hälfte seiner Amtszeit komme, so der Vatikan-Insider. Franziskus habe sein Pontifikat auf vier bis fünf Jahre veranschlagt und einen Rücktritt nach dem Vorbild seines Vorgängers Benedikt XVI. nicht ausgeschlossen. Auf eine solche Entwicklung hofften viele Mitarbeiter der römischen Kurie, die Reformen ablehnten.

Politi betonte, grundsätzlich gebe es unter Katholiken zwar viel Beifall etwa für die Bereitschaft des Papstes, Frauen in verantwortliche Kirchenpositionen zu berufen. Viele Frauen hätten sich jedoch bereits wegen mangelnder Einflussmöglichkeiten enttäuscht von der Kirche abgewandt. Von Seiten der Bischöfe gebe es überdies wenig Druck zu Reformen, weil unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. viele vor allem mit Blick auf ihre Treue zum Lehramt berufen worden seien.

Bei dem Akademieabend machte der italienische Moraltheologe Antonio Autiero auch den allgemeinen gesellschaftlichen Trend zur Individualisierung für den geringen Reformdruck verantwortlich. In der Theologie mache sich der Aufbruch durch Papst Franziskus jedoch bereits bemerkbar. So seien seit dessen Amtsantritt vor knapp drei Jahren neue Studien zur Sexualmoral erschienen, nachdem es in den Vorjahren oft "Blockaden in den Köpfen" mancher Theologen gegeben habe.
http://www.katholische-sonntagszeitung.de/


von esther10 29.01.2016 00:34

Erhalten auch „Traditionalisten“ Funktion und Bedeutung im Pontifikat von Franziskus?
26. Januar 2016 51


Erhalten "Traditionalisten" plötzlich Funktion und Bedeutung im Pontifikat von Papst Franziskus?
(Rom) Papst Franziskus äußerte bald nach seiner Wahl Kritik an den Traditionalisten unter den Gläubigen, oder was er jedenfalls dafür hält. Er warf ihnen vor, Pelagianer zu sein und meinte damit, sie seien ideologisch motiviert. Das katholische Kirchenoberhaupt ließ erkennen, daß sie ihm deshalb unsympathisch seien und er auch in der Pflege des überlieferten Ritus vor allem den ideologischen Ausfluß einer oppositionellen Haltung sehe.

In traditionsverbundenen Kreisen wurde auf die falschen Prämissen hingewiesen, die dieser persönlichen Meinung des Papstes zugrunde liegen, die in der Kirche ein Klima schafft. Wenn ein Papst öffentlich erklärt, eine bestimmte Richtung rundweg nicht zu mögen, dann hat das Auswirkungen, weil sich manche Kirchenvertreter beeilen, sich seiner Haltung anzuschließen und Traditionalisten ablehnen. Eine Ablehnung, die in Teilen der Kirche seit den 70er Jahren verbreitet ist und schon vor Papst Franziskus ausgeprägt war, allerdings unter Benedikt XVI. aufzubrechen begann.

Der Groll nach der gescheiterten Bischofssynode

Seit der fast gescheiterten Bischofssynode im Herbst 2015, die nicht so verlaufen ist, wie Kardinal Walter Kasper es erhofft und Papst Franziskus es gewollt hatte, herrscht in der päpstlichen Entourage ein tiefsitzender Groll gegen jene, die die „Revolution Franziskus“ behindern.

Als der Brief der dreizehn Kardinäle bekannt wurde, gaben die Medienvertreter im Umfeld des Papstes die Parole aus, „die Konservativen“ stellen sich gegen den Papst. „Konservativ“ ist seit den Studentenprotesten von 1968 ein negativ besetztes Wort, das reflexartig ein ganzes, linksstehendes Spektrum in Frontstellung gegen jene bringt, denen dieser Stempel aufgedrückt wurde. „Traditionalist“ stellt in der Kirche noch eine negative Steigerungsform zu „konservativ“ dar.

Wie Eugenio Scalfari in seiner Kolumne vom vergangenen Sonntag schrieb, unterliegt auch Papst Franziskus dem Zwang, Mehrheiten um sich zu scharen. Das sind zwar keine parlamentarischen Mehrheiten, außer bei Bischofssynoden, wo es Abstimmungsmechanismen gibt. Der Papst braucht aber zumindest ausreichend Unterstützung in der Kirche, um nicht das eigene Pontifikat zu gefährden.

Nachjustierung: Vom Feindbild „Konservative“ zum Feindbild „Traditionalisten“

Mit etwas zeitlicher Distanz zur vorerst etwas mißglückten Synodalisierung der Kirche ist man im engeren päpstlichen Hofstaat offenbar zum Schluß gelangt, daß es langfristig wenig nützlich sei, so einflußreiche Kardinäle wie die dreizehn Unterzeichner, darunter die Kardinäle Müller, Sarah, Pell als gegnerische Gruppe zu benennen und mit dem Finger auf sie als Gruppe zu zeigen. Man laufe damit selbst Gefahr, sie erst zu einer organisierten Opposition zu machen.

Die Angriffe gegen die „Konservativen“ sind daher etwas in den Hintergrund getreten. Dafür wurde eine neue Gruppe als Widersacher gegen Papst Franziskus ausfindig gemacht, von denen man meint, sie ungehemmter angreifen zu können: die „Traditionalisten“.

Fragen nach Überschneidungen oder genauen Unterscheidungslinien spielen dabei keine Rolle. Es geht in erster Linie um einen Kampfbegriff, um die Benennung eines „organisierten“ Gegners, wie der Vatikanist des Papstes, Andrea Tornielli, vor wenigen Tagen in einem Interview mit der argentinischen Tageszeitung La Nacion sagte. Das hat Vorteile. Einen solchen Gegner kann man öffentlich für allerlei verantwortlich machen, man kann sich an ihm reiben und abarbeiten und vor allem man kann die eigenen Reihen schließen. Mehr noch: man liefert eine Etikettierung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eine reflexartige Übernahme durch die Medien sichert. Die Politik liefert dafür vielfältiges Anschauungsmaterial.

Andrea Tornielli als Stichwortgeber

Andrea Tornielli, der persönliche Medienberater des Papstes, gab am 17. Januar die Parole von einer „organisierten Bewegung“, einer innerkirchlichen Opposition gegen Papst Franziskus aus. Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Dekrets, mit dem Franziskus das Ritual der Fußwaschung am Gründonnerstag änderte, schrieb am 21. Januar eine andere Papst-Vertraute, die argentinische Journalistin und Rom-Korrespondentin Elisabetta Piqué in der Tageszeitung La Nacion:

„Mit einem Schritt, der mit Sicherheit in den traditionalistischen Bereichen der katholischen Kirche schlecht aufgenommen wird, beschloß Franziskus offiziell den Fußwaschungsritus zu ändern…“
Am 25. Januar schrieb die internationale Presseagentur Agence France Presse (AFP) über die ungewöhnliche Teilnahme von Papst Franziskus an einer mit dem Lutherischen Weltbund ausgerichteten 500-Jahrfeier von Martin Luthers „Reformation“, eigentlich einer 499-Jahrfeier, im schwedischen Lund:

„Dieser Besuch wird die traditionalistischen katholischen Kreise reizen…“
Fast wortgleich berichtete Reuters, die einflußreichste internationale Presseagentur über den Schweden-Besuch des Papstes und das schon im Titel:

„Der Papst wird an einer katholisch-lutherischen Zeremonie teilnehmen und riskiert den Zorn der Traditionalisten“.
Die Reuters-Meldung beginnt sofort mit den „Traditionalisten“:

„Den Zorn der katholischen Traditionalisten riskierend wird Papst Franziskus…“
Reuters hat inzwischen die Meldung durch eine aktualisierte Fassung ersetzt. Sie kann aber über andere Medien, die sie übernommen haben, wie El Periódico, nachgelesen werden.

Andrea Tornielli behauptete im La Nacion-Interview, daß es in der katholischen Kirche

„eine organisierte Bewegung gibt, die alle Medien nützt, einschließlich Internet, um Zwietracht und Kritik am Papst zu verbreiten“.
Der Wirklichkeit näher kommt aber wohl vielmehr eine andere Feststellung. Eine Frontstellung zwischen Papst Franziskus und traditionsverbundenen Kreisen muß nicht erst geschaffen werden. Papst Franziskus sorgte vom ersten Augenblick seines Auftritts auf der Mittelloggia des Petersdoms durch seine Gesten, Worte und Entscheidungen ausreichend dafür. Er war es auch, der diesen Gegensatz bereits im Juni 2013 postulierte.

Versuch einer Instrumentalisierung

Was es also gibt, ist vielmehr ein organisierter Versuch, „die Traditionalisten“ über die Massenmedien zum Feindbild zu machen. Sie sollen instrumentalisiert werden, und die Initiative dazu geht vom direkten Umfeld des Papstes aus.

Traditionalisten gelten in der Kirche als randständige Gruppe. Die Bezeichnung „Traditionalist“ gilt selbst frommen, gemeinhin als „konservativ“ bezeichneten Katholiken als schlimmeres Schimpfwort als „Modernist“. Der Widerspruch gegen päpstliche Entscheidungen soll offenbar als randständig dargestellt werden. Das soll dabei helfen, die eigenen Reihen zu schließen und eine Solidarisierung, selbst bei inhaltlicher Übereinstimmung, mit der Gegenseite verhindern. Papst-Kritiker laufen Gefahr, sich automatisch des „Traditionalismus“ verdächtig zu machen. Die Betonung der „Traditionalisten“ hat also die Funktion einer sozialen Ächtung mit dem Ziel, die Opposition gegen Papst Franziskus zu schwächen.

Soweit jedenfalls der von Tornielli angestoßene und erste Kreise ziehende Versuch. Es ist naheliegend, zu denken, daß Tornielli seine Aktion mit Papst Franziskus abgesprochen hat. Ob die Rechnung allerdings aufgeht, läßt sich derzeit noch nicht sagen und ist keineswegs gewiß.

Die Aktion bedeutet nicht, daß Papst Franziskus die Absicht hat, gegen traditionsverbundene Gruppen oder Gemeinschaften vorzugehen. Die ihm, laut eigenem Bekunden, wenig sympathischen „Traditionalisten“ haben vielmehr plötzlich Funktion und Bedeutung für dieses Pontifikat erlangt, wenn auch auf eine unerwartete Art und Weise.
http://www.katholisches.info/2016/01/26/...von-franziskus/
Text. Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons
http://www.katholisches.info/2014/02/16/...tsverweigerung/

von esther10 29.01.2016 00:32

Kardinal Schönborn: Es gibt neuen Eisernen Vorhang in Europa


Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn sieht die Gefahr eines neuen Nationalismus in Europa. Es gebe inzwischen einen neuen Eisernen Vorhang, sagte Schönborn am Montag im Vatikan. Besorgt äußerte er sich über den Umgang mancher Staaten mit Flüchtlingen und Migranten. Gerade heute brauche die Politik das Prinzip der Barmherzigkeit.

Der Wiener Kardinal äußerte sich bei der Vorstellung des Programms zweier Kongresse über das Prinzip der Barmherzigkeit. Der Europäische Apostolische Kongress der Barmherzigkeit findet vom 31. März bis 4. April in Rom statt; dabei sollen die Teilnehmer auch mit Papst Franziskus zusammentreffen. Der gleichnamige Apostolische Weltkongress kommt vom 16. bis 20. Januar 2017 in der philippinischen Hauptstadt Manila zusammen. Die Treffen bestehen unter anderem aus Vorträgen, Gottesdiensten und Gebetswachen.

Schönborn leitet als Präsident den Rat des Apostolischen Weltkongresses. Seit 2008 fanden diese Zusammenkünfte bislang dreimal statt. Sie erinnern in besonderer Weise an die Amtszeit von Johannes Paul II. (1978-2005), der ähnlich wie Papst Franziskus die Forderung nach Barmherzigkeit zu einem zentralen Thema seines Pontifikates machte.
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von esther10 29.01.2016 00:29

Bistümer zahlen mehr als 6,4 Millionen Euro an Missbrauchsopfer

Die Bistümer in Deutschland haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als 6,4 Millionen Euro an Opfer sexuellen Missbrauchs gezahlt. Das ergab eine Umfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe) unter den 27 Diözesen. Die Summe, die auch Kostenübernahmen für psychologische Behandlungen beinhalte, sei an mehr als 1.000 Antragsteller ausgezahlt worden, die sich an die katholische Kirche gewandt hätten.

Am häufigsten wurde die Leistung dem Zeitungsbericht zufolge im Bistum Münster nachgefragt. Dort seien nach Angaben der Pressestelle 129 Anträge eingegangen. 122 seien anerkannt und 862.000 Euro ausgeschüttet worden.

Die Zahl der deutschlandweit Beschuldigten liegt laut "Neuer Osnabrücker Zeitung" bei mehr als 860 Personen. Die vorgeworfenen Taten seien in aller Regel verjährt und lägen mehrere Jahrzehnte zurück. Viele der Betroffenen seien bereits verstorben.

Als erste große Institution hatte die katholische Kirche in Deutschland bereits 2010 ein Konzept zur Entschädigung der Opfer von sexuellem Missbrauch vorgelegt. Demnach erhalten Opfer, die durch Priester oder andere Mitarbeiter der katholischen Kirche missbraucht wurden, jeweils bis zu 5.000 Euro, in begründeten Einzelfällen werden auch höhere Summen gezahlt. Bis 2017 soll zudem eine wissenschaftliche Studie vorgelegt werden, die den Missbrauch in der katholischen Kirche untersucht
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von esther10 29.01.2016 00:27

Voßkuhle warnt vor Vermischung von Zuwanderung und Asyl


Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, hat in der Debatte um eine Obergrenze für Flüchtlinge vor einer Vermischung von Asylrecht und Zuwanderung gewarnt. "Das Asylrecht gilt für jedermann. Die Zuwanderung kann beschränkt werden und hat etwas mit Auswahl zu tun", sagte Voßkuhle im Rahmen der von phoenix und dem Deutschlandfunk veranstalteten Sendereihe "Forum Politik" am Dienstagabend. Indem beides vermischt worden sei, seien in der Öffentlichkeit viele Probleme geschaffen worden.

Zugleich betonte Voßkuhle, Zuwanderer müssten sich an den Werten des Grundgesetzes und des Zusammenlebens in Deutschland orientieren. "Man muss das Grundgesetz nicht lieben, aber man muss es respektieren. Wir müssen die Werte, die das Grundgesetz verkörpert, auch durchsetzen, denn das ist unser Fundament. Wer mit diesen Werten nicht einverstanden ist, muss sich einen anderen Ort suchen." Man müsse erwarten können, dass alle Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchten, auf der Basis des Grundgesetzes lebten. Natürlich sei der Geist des Grundgesetzes auch geprägt von der Integration. "Die Integration von Fremden ist ein Teil der Identität des Grundgesetzes", so der Verfassungsgerichtspräsident.

Der Deutschlandfunk sendet das Gespräch mit Andreas Voßkuhle an diesem Mittwoch (20. Januar) ab 19.15 Uhr in der Sendung "Zur Diskussion". Phoenix strahlt das Interview am Sonntag (24. Januar) um 13.00 Uhr und 24.00 Uhr aus.
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von esther10 29.01.2016 00:24





Ihr Leben hat sich um 180 Grad gewendetVerkauft, gequält und zum Sex gezwungen: Frau beschreibt ihr Martyrium beim IS

"Uns sicher zu fühlen - das müssen wir erst wieder lernen." So hat die junge Jesidin in ihrem Buch das Kapitel "Deutschland" überschrieben. Sie hat unter der IS-Miliz ein Martyrium durchlebt, Folter, Vergewaltigung. Sie will, dass die Welt davon erfährt.

Sie war jung, klug und gern mal etwas vorlaut. Sie wollte Jura studieren. Und vielleicht den angehenden Lehrer Telim heiraten. Die Welt schien ihr offen zu stehen. Da überfielen IS-Terroristen ihr Dorf Hardan im Nordirak nahe der syrischen Grenze. Shirin, damals 17, wurde entführt, misshandelt, verkauft und als Sex-Sklavin gehalten. Auf abenteuerliche Weise gelang ihr die Flucht.

"Wir waren so blind, wir haben die Gefahr nicht erkannt"

Jetzt ist die junge Kurdin jesidischen Glaubens 19 Jahre alt, lebt in Deutschland und berichtet unter dem Pseudonym "Shirin" über ihren Leidensweg und den ihrer Schicksalsgenossinnen. "Ich bleibe eine Tochter des Lichts", heißt das Buch, in dem sie, aufgeschrieben von der Journalistin Alexandra.
3. August 2014, gegen 7.00 Uhr. "Wir waren so blind, wir haben die Gefahr nicht erkannt", schreibt sie über diesen Tag, der das Leben ihrer Familie und der anderen Jesiden im Sindschar-Gebiet zerstörte. Sie hatten geglaubt, was die IS-Kämpfer sagten: Wenn ihr Muslime werdet, geschieht euch nichts. Zu spät brachen sie zur Flucht auf, das Dorf war eingekesselt - es gab kein Entrinnen. Zusammen mit mehreren Hundert anderen Frauen und Kindern werden Shirin, ihre Mutter, der jüngere Bruder und die beiden Schwestern verschleppt.

"Mädchen gelten ab sieben Jahren als vollwertige Frau"

Shirin wird von ihnen getrennt, als Sklavin verkauft, gequält und immer wieder zu Sex gezwungen. "Erst nach zwei Monaten haben sie ihre Masken abgenommen. Da haben wir in die Gesichter all unserer arabischen Nachbarn geblickt", schreibt sie. Ein Selbstmordversuch. Eine Abtreibung. Mit neun Männern wird sie in diesen Monaten "verheiratet". Der letzte verhilft ihr zur Flucht.

Mehr als 7000 Frauen und Kinder gerieten nach dem Massaker in IS-Geiselhaft, rund 2500 kamen dem Zentralrat der Jesiden in Deutschland zufolge bislang frei. Die Schicksale ähneln dem Shirins. "Mädchen gelten ab sieben Jahren als vollwertige Frau", sagt Holger Geisler vom Zentralrat. Männer werden ermordet, Jungen zu IS-Kämpfern gemacht, Mädchen verkauft und vergewaltigt.

Vergewaltigung als Kriegsführung

Shirin kam nach Deutschland. Baden-Württemberg hat ein Projekt gestartet, um bis zu tausend schutzbedürftige Frauen und Kinder aufzunehmen und zu behandeln. Der Traumaexperte Jan Kizilhan betreut Shirin und andere Frauen. Er kommentiert das Buch, liefert Hintergründe. Immer wieder reist er in den Nordirak, kümmert sich um Opfer. "Hinter den Vergewaltigungen steckt eine perfide Strategie der IS-Milizen. Streng konservativ organisierte Teile der Jesiden sehen den Verlust der Jungfräulichkeit der jungen Mädchen als Entehrung für sie und die gesamte Familie. (...) Erschwerend dazu kommt, dass die Männer den Eindruck haben, beim Beschützen ihrer Familie versagt zu haben." Vergewaltigung als Mittel der Kriegsführung.
Nun sitzt Shirin in München, ein heller Raum in Uni-Nähe. Blass, die dunklen Haare zurückgebunden. Helle Bluse, dunkle Hose, brauner Schal.

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http://www.focus.de/politik/ausland/isla...id_5246124.html
http://www.focus.de/politik/ausland/isla...id_4919739.html

http://www.netmoms.de/nachrichten/als-ma...utbrain-www-fol



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