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von esther10 02.04.2016 00:12

Vorsitzender der Bischöfe Polens warnt: „Gender-Ideologie gefährlicher als Kommunismus"
Erzbischof Stanislaw Gadecki im exklusiven Interview mit EWTN Deutschland – Zweiter Teil heute (Sonntag) Abend


Erzbischof Stanislaw Gadecki
Foto: EWTN – Katholisches Fernsehen

(CNA Deutsch).-
Die Gender-Ideologie ist gefährlicher als der Kommunismus: Das sagt der Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki in seinem Interview mit dem katholischen Fernsehsender EWTN Deutschland. Dessen zweiter Teil wird am heutigen Sonntag Abend um 20 Uhr ausgestrahlt.

Neben der Auseinandersetzung mit dem „Gender-Mainstreaming” geht der Erzbischof von Posen auf das richtige Verständnis des Begriffs der Barmherzigkeit ein, besonders mit Blick auf christliche Familien. Der Bibelwissenschaftler warnt vor einer Reduktion der Theologie auf Soziologie; und er fordert mehr Rücksichtnahme und Augenmerk auf die Kinder in Situationen von Scheidung und ähnlichen Krisen.

Im ersten Teil hatte der Erzbischof unter anderem gefordert, dass homosexuelle Beziehungen überhaupt nicht Thema der Familiensynode sein sollten.

Mit Blick auf die Gender-Agenda sagt Erzbischof Gadecki gegenüber EWTN Deutschland, dass diese, indem sie subtiler als der Kommunismus vorgehe, auch gefährlicher sei: „wenn der Genderismus den Raum betritt, dann handelt es sich um eine reine Ideologie, die eigentlich versucht die ehelichen und familiären Beziehungen zu zerstören”.

Die Kirche sei aufgerufen, dieser gefährlichen Entwicklung hin zu einer „Pulverisierung” der Gesellschaft entgegen zu wirken. Ein Mittel hierfür sei die klare Verkündung des katholischen Verständnisses von Mann und Frau, sowie der Ehe – auch und gerade in der Ehe-Vorbereitung, so Erzbischof Gadecki. Diese müsse allerdings die Verzerrungen der Bilder in weltlichen Medien im Blick haben: „Das Bild von Ehe und Familie in den Medien ist eine Tragödie. Das, was man zumeist in den Medien als Ehe darstellt, hat nichts mit dem Christentum zu tun.”

An die Adresse derer, die meinen, es gebe Barmherzigkeit ohne Wahrheit und Gerechtigkeit, sagt der Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz gegenüber Robert Rauhut von EWTN Deutschland: „Das ist ein großer hermeneutischer Fehler. Eigentlich sind die ‘Gerechtigkeit’ und die ‘Barmherzigkeit’ untrennbar miteinander verbunden, denn sie zeigen sozusagen zwei Gesichter einer Situation. Die Gerechtigkeit ist, dem anderen Menschen das zu geben, was ihm recht zusteht. Die Barmherzigkeit ist, dem anderen Mensch das zu geben, was ihm recht und gerecht nicht zusteht”, so der Bibelwissenschaftler und Erzbischof. Diesen beiden Wirklichkeiten stünden scheinbar in Opposition zueinander. Nach dem Verständnis der katholischen Lehre seien sie aber untrennbar verbunden, betonte Gadecki, der auch Mitglied der Kongregation für die Glaubenslehre ist.

Daher sei es auch nicht die Aufgabe der Kirche, der Welt nachzulaufen, sondern die Welt zu führen, der Welt den Weg zu zeigen: „Die Kirche nimmt in gewisser Weise die Rolle der GPS-Navigation für den Menschen ein, das heißt wo auch immer sich der Mensch befindet, wohin er sich auch immer verirren mag, genügt es, dass er sich an die Kirche anschließt, und die Kirche zeigt ihm den Weg zum Ziel, von welchem Ort auch immer in der Welt und aus welcher auch immer geistigen Situation, in der er sich befindet."

Weitere Informationen: www.ewtn.de
***
2. Teil
Zweiteiliges Exklusiv-Interview mit dem Vorsitzenden der polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki (Erzbistum Posen) zu Ehe und Familie auf EWTN

Pressemitteilung
Köln (EWTN-TV) - 2. Oktober 2015
„Kinder sind kein Spielzeug in den Händen von Erwachsenen, das einmal gefällt und dann schmeißt man es weg“, sagt der polnische Erzbischof Stanislaw Gadecki im Hinblick auf die Familiensynode in Rom und betont, dass die Kirche bei der aktuellen Debatte zur Ehe und Familie das Wohl der Kinder nicht vergessen darf. Gadecki ist Erzbischof von Posen und gleichzeitig der Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz. In einem exklusiven Interview mit dem katholischen Fernsehsender EWTN (Eternal Word Television Network) spricht Gadecki mit EWTN-Redakteur Robert Rauhut über die Erwartungen rund um die Familiensynode und schneidet unter anderem Themen des aktuellen Diskurses in Deutschland an: Das Zusammenspiel von Barmherzigkeit und Gerechtigkeit im Umgang mit den zivil wiederverheiratet Geschiedenen, die Pastoral bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und die Frage nach der Unauflöslichkeit der Ehe.

EWTN sendet den ersten Teil des insgesamt einstündigen Interviews am Samstag, dem 3. Oktober 2015. Der zweite Teil folgt am Sonntag, dem 4. Oktober. Beginn der Sendungen ist jeweils um 20.00 Uhr. In der darauffolgenden Woche werden die Sendungen wiederholt: Teil 1 am Montag, 5. Oktober, und Teil 2 am Dienstag, 6. Oktober. Die Ausstrahlung beginnt direkt im Anschluss an unsere Live-Sendungen zur Familiensynode um 20.30 Uhr.

Eine vollständige Übersicht der Sendetermine mit weiteren Sondersendungen zur Familiensynode finden Sie hier auf unserer Webseite.

Wir würden uns freuen, wenn Sie in Ihrem Medium auf unser Programm und die Empfangsmöglichkeiten von EWTN hinweisen.

Das Programm von EWTN ist digital über den Satelliten Astra (Frequenz 12460 MHz) sowie regional im Kabel und als Live-Stream im Internet unter www.ewtn.de frei empfangbar. Für iPhone, iPad und mobile Android-Geräte wie Smartphones oder Tablets gibt es auch eine kostenfreie EWTN-Applikation.

Weltweit erreicht der von der Klarissin Mutter Angelica 1981 gegründete Fernsehsender EWTN (Eternal Word Television Network) heute mehr als 300 Millionen TV-Haushalte in 140 Ländern auf allen Kontinenten. Der deutsche Fernsehkanal mit dem Sendernamen "EWTN katholisches TV" ist werbefrei, erhält keine Mittel aus Kirchensteuern und ist ausschließlich durch private Spenden finanziert. Zum Programmangebot des Senders gehören regelmäßige Live-Übertragungen aus Rom und von den Reisen des Heiligen Vaters, die tägliche Heilige Messe aus dem Kölner Dom, Sendungen zu Glaubens- und Lebensfragen, Glaubenszeugnisse sowie Jugend- und Kinderprogramme.

Weitere Informationen zum deutschsprachigen Fernsehprogramm mit aktuellen Sendeterminen erhalten Sie bei der Geschäftsstelle der EWTN-TV gGmbH in Köln (info@ewtn.de, Tel. 0221/300 619 10, Fax 0221/300 619 15, Schanzenstraße 39, 51063 Köln), im Internet (www.ewtn.de) oder – neu – über Twitter @ewtnDE und Facebook https://www.facebook.com/ewtnde.

3. Teil



Veröffentlicht am 14.03.2016
Papst Franziskus wird in den kommenden Wochen das postsynodale Schreiben zu Ehe und Familie veröffentlichen. EWTN traf den Vorsitzenden der polnischen Bischofskonferenz Stanisław Gądecki nach der Familiensynode in Rom zum Interview. Im Gespräch mit Robert Rauhut teilte er seine Eindrücke von der Synode.

Eine erweiterte Version des Interviews zum Nachlesen gibt es in der deutschen Ausgabe der CNA:

http://de.catholicnewsagency.com/stor...

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von esther10 02.04.2016 00:10

Wer kann dem Ostertriduum vorstehen?
Ohne Priester keine Feier

1. APRIL 2016EDWARD MCNAMARALITURGIE
A concelebration or the practice of priests saying Mass collectively in the Latin Rite



Pater Edward McNamara, Professor für Liturgie und Studiendekan der Theologischen Fakultät am Päpstlichen Athenäum „Regina Apostolorum“ in Rom, beantwortet eine Frage zum Ostertriduum.

Frage: Ich hätte gerne, dass Sie mir etwas über die liturgischen Feiern des Ostertriduums erklären. Ist es möglich, dass ein Diakon der Liturgie vom Gründonnerstag, vom Karfreitag und von der Ostervigil vorsteht, wenn kein Priester verfügbar ist? Wenn ja, was darf er dann tun und was nicht? — R.M., Kitwe, Sambia

Pater Edward McNamara: Die kurze und direkte Antwort auf Ihre Frage ist nein, der Diakon darf keiner dieser Feiern vorstehen. Wenn kein Priester verfügbar ist, finden diese Feiern einfach nicht statt.

Man muss bedenken, dass die Feiern der Drei Österlichen Tage keine gebotenen Festtage sind. Man sollte also alles tun, damit diese Feiern stattfinden und tatsächlich so viele Gläubige wie möglich daran teilnehmen, gleichzeitig aber muss es so getan werden, dass das Wesen dieser Feiern nicht untergraben wird.

Ebenso muss man bedenken, dass diese Feiern durch ein intimes Band und ihre innere Bedeutung miteinander verbunden sind. Aus dem Rundschreiben des Heiligen Stuhls von 1988 „Paschalis Sollemnitatis“ („Über die Feier von Ostern und ihre Vorbereitung“) sowie aus den Vorschriften des neuen Lateinischen Messbuchs geht klar hervor, dass die Messe vom Letzten Abendmahl und die Karfreitagsliturgie auf so intime Weise miteinander verbunden sind, dass sie im Allgemeinen in derselben Kirche gefeiert werden sollten. Obwohl sie nicht unbedingt vom selben Priester gefeiert werden müssen, machen ihr tiefer Zusammenhang und ihr Wesen die Gegenwart eines Priesters erforderlich. Für den Fall, dass man für mehr als eine Pfarrei feiern müsste, heißt es in „Paschalis Sollemnitatis“:

„43. Es empfiehlt sich, dass kleinere Ordensgemeinschaften, seien sie klerikal oder laikal, ebenso andere Laiengemeinschaften, an den Feiern der drei Österlichen Tage in größeren Kirchen teilnehmen.“

„Desgleichen sollen dort, wo nicht genügend Teilnehmer, Ministranten oder Sänger vorhanden sind, die Feiern der Drei Österlichen Tage nicht stattfinden und die Gläubigen sich an eine größere Gemeinde anschließen.“

„Wenn mehrere kleine Pfarreien einem einzigen Priester anvertraut sind, so sollen die Gläubigen, wenn möglich, in der größten Kirche zusammenkommen und dort die Feiern halten.“

„Wenn einem Pfarrer aber zwei oder mehr Pfarreien anvertraut sind, in denen eine große Anzahl von Gläubigen an den Gottesdiensten teilnimmt, und diese mit gebührender Sorgfalt und Feierlichkeit gehalten werden können, dann darf er, unter Beachtung der diesbezüglichen Vorschriften, die Feiern der Österlichen Tage auch wiederholen.“

Eine Fußnote zum ersten Abschnitt klärt den Fall der Ordensgemeinschaften: „In den Nonnenklöstern soll die Feier der Drei Österlichen Tage mit größtmöglicher Feierlichkeit in der eigenen Klosterkirche begangen werden.“

In Bezug auf die Einheit zwischen Gründonnerstag und Karfreitag heißt es in dem Dokument:

„46. Die Messe vom Letzten Abendmahl wird am Abend gefeiert, und zwar zu der Stunde, die für die Teilnahme der gesamten Ortsgemeinde am geeignetsten ist. Alle Priester können in der Abendmesse konzelebrieren, auch, wenn sie an diesem Tag in der Chrisam-Messe konzelebriert haben oder aus seelsorglichen Gründen eine andere Messe zelebrieren müssen.“

„47. Wo die seelsorglichen Verhältnisse es erfordern, kann der Ortsordinarius in Kirchen und öffentlichen Kapellen eine zweite Abendmesse gestatten. Für Gläubige, denen eine Teilnahme an der Abendmesse unmöglich ist, kann er bei dringender Notwendigkeit auch eine Messe am Morgen erlauben. Solche Messen dürfen aber nie zum Nutzen einzelner oder kleiner Gruppen gestattet werden oder die Hauptmesse am Abend beeinträchtigen.“

„Nach ältester Überlieferung der Kirche sind heute alle Messen ohne Gemeinde untersagt.“

„48. Der Tabernakel soll vor der Feier vollständig leer sein. Die Hostien für die Kommunion der Gläubigen müssen in dieser Feier des heiligen Opfers konsekriert werden. Die Menge des zu konsekrierenden Brotes soll ausreichend sein auch für die Kommunion am Karfreitag.“

„49. Zur Aufbewahrung des Allerheiligsten soll eine Kapelle vorbereitet und würdig ausgeschmückt werden, die zum Beten und Meditieren einlädt; es empfiehlt sich aber dabei eine gewisse Nüchternheit, die diesen Tagen entspricht, wobei alle Missbräuche zu vermeiden bzw. abzustellen sind. Wenn der Tabernakel in einer eigenen Kapelle steht, die vom Hauptschiff der Kirche getrennt ist, empfiehlt es sich, dort den Ort für die Aufbewahrung und Anbetung herzurichten.“

„53. Sehr angebracht ist es, dass Diakone, Akolythen oder Kommunionhelfer heute die Eucharistie direkt vom Altar, und zwar im Augenblick der Kommunion, entgegennehmen, um sie nachher den Kranken ins Haus zu bringen, damit diese so enger mit der feiernden Kirche verbunden sind.“

„54. Nach dem Schlussgebet wird eine Prozession gehalten, in der das Allerheiligste durch die Kirche zum Aufbewahrungsort übertragen wird; der Kreuzträger geht voran, ihm folgen Kerzen- und Weihrauchträger; inzwischen singt man den Hymnus „Pange lingua“ oder einen anderen eucharistischen Gesang. Die Übertragung des Allerheiligsten findet nicht statt, wenn am folgenden Karfreitag die Feier vom Leiden und Sterben Christi nicht gehalten wird.“

Diese letzte Vorschrift unterstreicht die Einheit der beiden Riten, die in gewisser Weise ein Ganzes bilden und daher muss für beide Feiern ein Priester verfügbar sein.

Außerdem sollte man darauf hinweisen, dass es auch deshalb an diesen Tagen keine Wortgottesfeiern mit Kommunionspendung geben kann, weil nach Vorschrift des Messbuchs am Gründonnerstag und Karfreitag die Kommunion außerhalb der Messe lediglich den Kranken und am Karsamstag nur den Sterbenden gebracht werden darf.

An diesem Tag wird der ersten Messfeier gedacht und es wäre nicht angemessen, die Messfeier mit irgendeiner anderen Feier zu ersetzen.

Dort, wo keine Priester hinkommen können, dürfen allerdings Katecheten oder auch Diakone verschiedene Arten von frommen Übungen organisieren, die diese Tage in Erinnerung rufen. Dabei darf aber weder die Kommunion verteilt, noch die Eucharistie aufbewahrt werden.

Die Osternacht hingegen ist nicht in dieser Weise mit einer der beiden anderen Feiern verbunden. Sie darf unabhängig davon begangen werden. Da die Osternacht aber vom Wesen her eine Messfeier ist, kann ihr kein Diakon vorstehen. Die Eucharistie, die an diesem Tag gespendet wird, sollte bei dieser Messe konsekriert worden sein.

In Gemeinschaften jedoch, in denen am Ostersonntag keinerlei Messfeiern stattfinden, wäre eine Spendung der Kommunion außerhalb der Messe möglich. Es wäre dann besser, nach Möglichkeit dabei Hostien zu verteilen, die in der Osternacht geweiht worden sind.
https://de.zenit.org/articles/wer-kann-d...duum-vorstehen/
Übersetzt von P. Thomas Fox, LC aus dem englischen Originalartikel https://zenit.org/articles/deacons-and-the-easter-triduum/

von esther10 02.04.2016 00:10

Papst betet mit Pilgern zum Barmherzigkeitssonntag


Die heilige Faustina Kowalska

02/04/2016

Tausende Pilger sind seit Donnerstag in Rom, um mit dem Papst an diesem Sonntag den „Tag der Göttlichen Barmherzigkeit“ (Dies Divinae Misericordia) zu feiern. Gemäß den Organisatoren des Heiligen Jahres – dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung – handelt es sich um einen der vielen Höhepunkte im gesamten Barmherzigkeitsjahr. Bereits in Rom unterwegs sind Vereine, Bewegungen und Ordensgemeinschaften, die besonders der Spiritualität der Göttlichen Barmherzigkeit verbunden sind. Alle Pilger treffen den Papst an diesem Samstagabend um 18 Uhr zur Vigil auf dem Petersplatz und am Sonntag um 10 Uhr zum Pilgergottesdienst.

Zu den Tagen im Zeichen der Barmherzigkeit gehörte am Freitag ab 18 Uhr eine „Nacht der Versöhnung“ in den vier Kirchen Santo Spirito in Sassia, San Salvatore in Lauro, San Giovanni Battista dei Fiorentini und Santa Maria in Vallicella. Dort gab es bis 24 Uhr Gelegenheit zur Eucharistischen Anbetung, zur Beichte und zu individueller Bibelmeditation.

Was ist eigentlich der Barmherzigkeitssonntag?

Papst Johannes Paul II. hatte den Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit im Jahr 2000 für die gesamte Kirche eingeführt. Die heilige polnische Ordensschwester Faustina Kowalska hatte den Auftrag dazu in ihren Visionen von Jesus empfangen. Der Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit wird eine Woche nach Ostern, in Kombination mit dem „Weißen Sonntag“, begangen. Dieses Jahr jährt sich am Vortag des Festes der Todestag von Johannes Paul II. zum elften Mal.

Das Datum ist also eng verbunden mit Papst Johannes Paul II. Der 2. April 2005 ist sein Sterbetag. Es war 21:37 Uhr am Vorabend des Weißen Sonntags, als die Totenglocke für Papst Johannes Paul II. erklang. Dieser erste Sonntag nach Ostern hatte dem Papst immer besonders am Herzen gelegen.

Barmherzigkeit im Sinne der Liebe

Bei der Heiligsprechung Faustinas im Jahr 2000 hat Papst Johannes Paul II. diese Barmherzigkeit so beschrieben:

„Ist denn nicht diese Barmherzigkeit ein anderer Name für die Liebe? Verstanden im Hinblick auf ihre tiefste und zärtlichste Seite. Auf ihre Eigenschaft, sich um jedwede Not zu sorgen. Und insbesondere in ihrer grenzenlosen Fähigkeit zur Vergebung?“

Für ihn lag hier die zentrale Botschaft, des christlichen Glaubens: Gott schenkt uns seine Barmherzigkeit, seine unendliche Liebe. Diese Barmherzigkeit macht den Menschen erst fähig, Gott zu erkennen, auf ihn zuzugehen und selbst barmherzig zu sein gegenüber den Mitmenschen.

Diese Eigenschaft Gottes hervorzuheben war das große Anliegen des polnischen Papstes.
„Daher ist es wichtig, dass wir am zweiten Sonntag in der Osterzeit, der von nun an in der ganzen Kirche den Namen Barmherzigkeitssonntag haben wird, die Botschaft des Gotteswortes zu erfassen.“
(rv/kap/pm 02.04.2016 mg)
http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/...sonntag/1219743
https://www.faustyna.pl/zmbm/de/

von esther10 02.04.2016 00:07

Vatikanum II über den Gehorsam der Priester

„Presbyterorum Ordinis“, das Konzilsdekret über Leben und Dienst der Priester, Artikel 15. Einführung und Text

Erstellt von Gero P. Weishaupt am 2. April 2016 um 11:51 Uhr
Vaticanum II, Konzilsväter
Einleitung von Gero P. Weishaupt

Gehorsam, Ehelosigkeit (Zölibat) und Armut sind die sogenannten drei Evangelischen Räte. Das Konzilsdekret Presbyterorum Ordinis widmet sich ihnen in den Artikel 15 bis 17 und versteht sie als besondere Erfordernisse für das Leben der Priester gemäß den Normen des Evangeliums, genauer gemäß der Lebensweise Jesu selber.


Gehorsam gegenüber Gott

Die Darlegungen des Konzils über die Evangelischen Räte im Leben des in der Welt wirkenden Priesters beginnen in Artikel 15 mit dem priesterlichen Gehorsam. Dabei geht es im Zusammenhang mit der spezifischen Sendung des Priesters um dessen Gehorsam gegenüber Gott, dessen Gesandter er ist. Denn das Werk, zu dem der Priester gesandt ist, „übersteigt alle menschliche Kraft und menschliche Weisheit“.

Gehorsam gegenüber den von Gott beauftragten Autoritätsträgern
Im zweiten Abschinitt wird der Gehorsam des Priesters gegenüber denjenigen genannt, deren Autorität und Leitungsgewalt in der Kirche sich von Gott herleitet und in dessen Auftrag sie stehen. Gemeint sind für die Universalkirche der Papst und dessen Leitungsorgane (der Apostolische Stuhl bzw. die römischen Dikasterien) und jeweilige Partikularkirche (Teilkirche) der Bischof zusammen mit jenen, die in Stellvertretung die bischöfliche Vollmacht in Verwaltung (Ordinariat und Rechtsprechung, also als Diözesankurie, ausüben. Den Gehorsam gegenüber den kirchlichen Autoritäten begründen die Konzilsväter mit dem kirchlichen Charakter des priesterlichen Dienstes: „Die Hirtenliebe drängt also die Priester dazu, in dieser Gmeinschaft (der Kirche) zu handeln und darum den eigenen Willen gehorsam in den Dienst für Gott und die Brüder zu stellen, indem sie gläubigen Geistes annehmen und ausführen, was der Papst und der eigene Bischof sowie andere Vorgesetzte vorschreiben oder nahelegen; gerne geben sie alles hin und sich selbst dazu, in jeglichem Dienst, der ihnen anvertraut wird, sei er auch gering und ärmlich. Auf diese Weise bewahren und stärken sie die notwendige Einheit mit ihren Mitbrüdern im Amt, vor allem aber mit denjenigen, die der Herr zu sichtbaren Leitern seiner Kirche bestellt hat, und tragen so zum Aufbau des Leibes Christi bei, der ‚durch jedes Band der Hilfeleistung‘ wächst. Solcher Gehorsam führt zu einer reiferen Freiheit der Kinder Gottes“ (PO 15).

Verantwortung der kirchlichen Autoritätsträger
Deem Gehorsam der Priester auf der einen Seite steht freilich die Verantwortung der kirchlichen Autoritätsträger auf der anderen Seite gegenüber, die ihr Amt als Dienst an der Kirche und am Heil der Menschen, das das höchste Gesetz der Kirche ist, verstehen und ausüben. Darum werden Papst und Bischöfe sowie die ihnen zugeordneten Leitungsorgane ihre Autorität und Leitungsfunktion so wahrnehmen, dass sie Gottes Absicht dienen. Nur so kann auch die kirchenrechtliche Verpflichtung, dass Kleriker „in besonderer Weise“ „dem Papst und ihrem Ordinarius Ehrfurcht und Gehorsam zu erweisen“ haben, verstanden werden (can. 273 CIC/1983). Es geht um einen „kanonischen“ Gehorsam, also um einen, Gehorsam, der in den Vorgaben, Vorschriften und Empfehlungen der kirchlichen Autoritätsträger die Absicht Gottes für seine Kirche erkennt und anerkennt.

Das Beispiel Christi
Im Gehorsam gegenüber Gott und seinen von ihm angewiesenen und berufenen Autoritätsträgern „machen sich die Priester Christus gleichformig“: „Presbyteri sese Christo conformant“, so die Konzilsväter im Originalton. Durch ihre Demut und ihren Gehorsam verbinden sich die Priester mit Christus, der gerade durch seinen Gehorsam „bis zum Tod am Kreuz“ (Phil 2, 7-8; PO 15) den Ungehorsam, der die Wurzel der Sünde ist, gebrochen und dadurch die Menschen erlöst hat.

Presbyterorum Ordinis Artikel 15. Deutscher und lateinischer Text
Zu den Tugenden, die für den Dienst der Priester besonders erfordert sind, muß man als ständige Seelenhaltung die innere Bereitschaft zählen, nicht den eigenen Willen zu suchen, sondern den Willen dessen, der sie gesandt hat. Das göttliche Werk nämlich, zu dessen Durchführung der Heilige Geist sie berufen hat, übersteigt alle menschlichen Kräfte und menschliche Weisheit; denn “was der Welt schwach erscheint, hat Gott auserwählt, das Starke zu beschämen” (1 Kor 1,27). Im Bewußtsein der eigenen Schwäche tut darum der wahre Diener Christi seine Arbeit demütig; er prüft, was Gott wohlgefällig ist, und läßt sich, gleichsam durch den Geist gebunden, in allem vom Willen dessen führen, der aller Menschen Heil will; diesen Willen kann er in den konkreten Umständen des täglichen Lebens entdecken und erfüllen, indem er allen Menschen demütig dient, die ihm in seinem Amt und in den vielfältigen Ereignissen seines Lebens von Gott anvertraut sind.

Weil jedoch der priesterliche Dienst ein Dienst der Kirche ist, kann er nur in der hierarchischen Gemeinschaft des ganzen Leibes ausgeübt werden. Die Hirtenliebe drängt also die Priester dazu, in dieser Gemeinschaft zu handeln und darum den eigenen Willen gehorsam in den Dienst für Gott und die Brüder zu stellen, indem sie gläubigen Geistes annehmen und ausführen, was der Papst und der eigene Bischof sowie andere Vorgesetzte vorschreiben oder nahelegen; gern geben sie alles hin und sich selbst dazu, in jeglichem Dienst, der ihnen anvertraut wird, sei er auch gering und ärmlich. Auf diese Weise bewahren und stärken sie die notwendige Einheit mit ihren Mitbrüdern im Amt, vor allem aber mit denjenigen, die der Herr zu sichtbaren Leitern seiner Kirche bestellt hat, und tragen so zum Aufbau des Leibes Christi bei, der “durch jedes Band der Hilfeleistung” wächst. Solcher Gehorsam führt zu einer reiferen Freiheit der Kinder Gottes. Er erfordert aus seinem Wesen heraus, daß die Priester, wenn sie bei der Ausübung ihres Amtes in kluger Weise aus Liebe neue Wege zum größeren Wohl der Kirche suchen, diese ihre Vorhaben vertrauensvoll vorbringen und die besondere Lage ihrer Herde eindringlich darlegen, immer bereit, sich dem Urteil derer zu unterstellen, die ein führendes Amt in der Leitung der Kirche Gottes ausüben.

Durch diese Demut und diesen verantwortungsbewußten und freien Gehorsam machen sich die Priester Christus gleichförmig. Sie hegen die gleiche Gesinnung wie Christus Jesus in sich, der “sich selbst entäußert hat, indem er Knechtsgestalt annahm, gehorsam geworden bis zum Tod ” (Phil 2,7-8), und der durch diesen Gehorsam den Ungehorsam Adams besiegt und wiedergutgemacht hat, wie der Apostel bezeugt: “Durch den Ungehorsam des einen Menschen sind die vielen zu Sündern gemacht worden; so werden auch durch den Gehorsam des Einen die vielen zu Gerechten gemacht werden” (Röm 5,19).
http://www.kathnews.de/vatikanum-ii-uebe...am-der-priester


von esther10 02.04.2016 00:05

Aktuelles aus dem Newsletter


Sam 2. April 2016 10.13 Uhr
Der Osterglaube gründet auf sicherem Fundament

(stjosef.at/predigten) (JSp)

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P55.HTM

Eines kann man vom Apostel Thomas jedenfalls sagen: leichtgläubig war er nicht! Denn als er von den übrigen Aposteln hörte, sie seien Jesus als dem auferstandenen Herrn begegnet, ja er habe ihnen sogar seine Hände und Füße und die Wunde seiner Seite gezeigt, da war seine erste Reaktion: Das glaube ich nicht!

Allerdings war sein Unglaube kein absoluter; Thomas hat sich nicht gegen jede weitere Bezeugung des Herrn verschlossen. Im Gegenteil: auf seine Person bezogen – er war ja immerhin einer von den zwölf Aposteln – verlangte er dies sogar. So hat er gleichsam eine Bedingung für seinen Glauben formuliert: „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.“

http://www.stjosef.at/artikel/weihepries...haffelhofer.htm

Das Großartige an diesem Evangelium vom Weißen Sonntag, der zugleich der Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit ist, lautet: Gott selbst geht auf die Bedingungen des Thomas ein! Der Auferstandene erscheint dem Kollegium der Apostel ein weiteres Mal, und diesmal ist Thomas dabei. Er darf jetzt die Male der Nägel an den Händen des Herrn sehen, und er wird von Jesus aufgefordert, seinen Finger in die Male der Nägel und seine Hand in seine Seite zu legen. Thomas tut, wie der Herr gesagt hat, und er ist überwältigt. Er ruft nun aus: „Mein Herr und mein Gott!“

Sein Osterglaube hat in diesem Augenblick durch die leibhaft-konkrete Erfahrung des auferstandenen Herrn ein sicheres Fundament gefunden, und diesen Glauben wird er fortan mit seinem Leben bezeugen!

http://www.stjosef.at/predigten/c-2ostersonntag_2016.htm

Lesen Sie die Homilie zum 2. Sonntag der Osterzeit (03.04.2016) in vollem Wortlaut!

Sam 2. April 2016 10.19 Uhr

http://w2.vatican.va/content/francesco/d...ii-gaudium.html
Das Weihepriestertum gehört zum Wesen der Kirche

(news.stjosef.at) (JSp) Dass es aber überhaupt das Weiheamt in der Kirche gibt, ist seit den Zeiten der Apostel bezeugt, und zwar sowohl in der Heiligen Schrift selber als auch in vielen Zeugnissen der frühen Kirche (vgl. zusammenfassend: Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1590-1600). Die sieben Sakramente, zu denen auch das dreistufige Weiheamt (Bischof, Priester, Diakon) gehört, sind von Jesus Christus eingesetzte Zeichen der Gnade, die bewirken, was sie bezeichnen. Nur der gültig geweihte Bischof und Priester besitzt die sakramentale Vollmacht, der Eucharistie vorzustehen und in der Person Christi das Brot in den Leib Christi und den Wein in das Blut Christi zu verwandeln. Würde das Weihesakrament verloren gehen, dann wäre auch die Eucharistiefeier in der Kirche Christi nicht mehr möglich. Der Kirche würde damit die Quelle und der Höhepunkt all dessen fehlen, was sie selber ist, tut und feiert. Jesus Christus hat jedoch der Kirche die Verheißung gegeben, dass sie auf Erden Bestand haben wird, bis er wiederkommt in Herrlichkeit!

Lesen Sie den Beitrag von Josef Spindelböck in vollem Wortlaut!

von esther10 02.04.2016 00:01

Im letzten Moment bemerkt die Stewardess etwas - und wirft diese Familie von Bord


Die Maschine war kurz vor dem Abflug. Doch Stewardess und Pilot entschieden sich um, als sie diese Familie sahen. Aus Sicherheitsgründen musste die Familie das Flugzeug verlassen. Ein Video, das das Geschehen zeigt, geht jetzt durchs Netz.

Eine muslimische Familie wollte mit dem Flugzeug der von Chicago nach Washington reisen. Mit ihren drei kleinen Kindern saßen sie bereits in dem Flieger von "United Airlines", als die Crew sie aufforderte aufzustehen und wieder zu gehen.

Die Frau und Mutter filmte das Geschehen mit. Sie fragte den Piloten, ob es eine "diskriminierende Entscheidung" sei. Der Pilot antwortete nur, es gehe um die "Flugsicherheit".

Das Video wurde jetzt auf Facebook gepostet und geht durch das ganze Internet.
"Schämt euch #UnitedAirlines. ihr habt mich und meine Familie nur wegen unserem Aussehen aus dem Flugzeug geworfen", schreibt die Frau zum Video.

Im Nachhinein entschuldigte sich die Fluggesellschaft. Plötzlich seien fehlende Sicherheitssitze für die drei Kinder Grund des Rauswurfs gewesen. Die Familie hätte man auf einen anderen Flug umgebucht.
http://www.seniorbook.de/themen/kategori..._02042016_1523h
Sieht diese Familie etwa zu gefährlich aus, um sie in ein Flugzeug zu lassen?



von esther10 01.04.2016 20:58

Zwei Drittel sehen einen Zusammenhang von Islam und Terroranschlag in Brüssel
Veröffentlicht: 1. April 2016 | Autor: Felizitas Küble

Das Erfurter INSA-Institut befragte Bundesbürger in einer repräsentativen Umfrage zum Thema Islam und Terrorismus:

Etwa zwei Drittel der Befragten (62 %) sehen in den kürzlichen Terroranschlägen in Brüssel eine Verbindung mit dem Islam. Nur etwa ein Viertel (24 %) der Befragten ist der Ansicht, daß dieser Massenmord nichts mit dem Islam zu tun hat.

Als erfolgversprechend sieht ein Drittel der Befragten (69 %) die Erforschung der Ursachen des islamistischen Terrors. Dabei stimmen mehr Männer (73 %) diesem Ansatz zu als Frauen (64 %). 15 Prozent der Befragten vertreten eine gegenteilige Ansicht.

Hier geht es zum erwähnten INSA-Institut: www.insa-consulere.de

von esther10 01.04.2016 18:19

Treffen zum Fest der "Göttlichen Barmherzigkeit"

Von Freitag bis Sonntag treffen sich in Rom Gläubige aus aller Welt zum Fest der "Göttlichen Barmherzigkeit" (3. April) während des Heiligen Jahres. Wie der Päpstliche Rat zur Förderung der Neuevangelisierung am Mittwoch mitteilte, werden dazu Vereine, Bewegungen und Ordensgemeinschaften erwartet, die besonders der Spiritualität der Göttlichen Barmherzigkeit verbunden sind. Neben Gebeten, Katechesen und Erfahrungsberichten sind eine Gebetswache mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz (Samstag) und ein Gottesdienst mit dem Papst (Sonntag) geplant.

Papst Johannes Paul II. (1978-2005) hatte das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit im Jahr 2000 für die gesamte Kirche eingeführt. Die heilige polnische Ordensschwester Faustina Kowalska hatte den Auftrag dazu in ihren Visionen von Jesus empfangen. Das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit wird eine Woche nach Ostern, zusammen mit dem "Weißen Sonntag", begangen. Dieses Jahr jährt sich am Vortag des Festes der Todestag von Johannes Paul II. zum elften Mal.

Die drei Tage im Zeichen der Barmherzigkeit beginnen am Freitag mit einer "Nacht der Versöhnung" in der Kirche von "Santo Spirito in Sassia" und den drei Jubiläumskirchen "San Salvatore in Lauro", "San Giovanni Battista dei Fiorentini" und "Santa Maria in Vallicella". Dort gibt es von 20 bis 24 Uhr Gelegenheit zur Eucharistischen Anbetung, zur Beichte und zu individueller Bibelmeditation.

Auch Teilnehmer des Europäischen Apostolischen Kongresses der Barmherzigkeit, der vom 30. März bis 4. April in Rom stattfindet, sollen sich ab Freitagabend dem Jubiläums-Programm anschließen.

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn leitet als Präsident den Rat des Apostolischen Weltkongresses der Barmherzigkeit. Seit 2008 fanden diese Zusammenkünfte dreimal statt. Sie erinnern besonders an das Pontifikat von Johannes Paul II. (1978-2005), der ähnlich wie Papst Franziskus die Forderung nach Barmherzigkeit zu einem zentralen Thema seiner Amtszeit machte.


von esther10 01.04.2016 18:17

Bundesregierung bestürzt über Hinrichtung in Japan und Malaysia

Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler (SPD), hat sich bestürzt über die jüngsten Hinrichtungen in Japan und Malaysia geäußert. "Die Todesstrafe ist eine unmenschliche und grausame Art der Bestrafung", sagte Kofler am Donnerstag in Berlin. Nach Angaben des Außenamtes wurden am vergangenen Freitag zwei zum Tode verurteilte Personen in Japan und drei junge Menschen in Malaysia hingerichtet.

Die Vorkommnisse in Malaysia seien umso verstörender, als dort "erst kürzlich die Debatte um die Abschaffung der Todesstrafe wieder Fahrt" aufgenommen habe, so Kofler. In Japan seien seit dem Amtsantritt des japanischen Regierungschefs Shinzo Abe im Dezember 2012 nun bereits 16 Menschen hingerichtet worden.

Kofler rief die japanische Regierung auf, "die bisherige Praxis zu überdenken, die weitere Vollstreckung der Todesstrafe auszusetzen und eine offene gesellschaftliche Debatte darüber anzustoßen, welchen Sinn die Todesstrafe in einem hoch entwickelten Rechtssystem wie in Japan noch haben soll". Sie ermutigte auch die Verantwortlichen in Malaysia, den Weg in Richtung Abschaffung der Todesstrafe weiter zu verfolgen.
Die Bundesregierung lehne die Todesstrafe unter allen Umständen ab und werde sich auch weiterhin gemeinsam mit ihren Partnern in der Europäischen Union aktiv für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe einsetzen.

In Malaysia wurden sich laut Auswärtigem Amt drei Personen im Alter von 34, 35 und 37 Jahren hingerichtet, über die im Februar 2014 die Todesstrafe wegen Mordes an einer Person im Jahre 2005 verhängt wurde. Derzeit befänden sich über 1000 zum Tode verurteilte Personen, darunter zwölf EU-Bürger, in den Gefängnissen Malaysias.

Bei den japanischen Hingerichteten handelt es sich den Angaben zufolge um einen 75-Jährigen, den ein Gericht wegen Mordes an fünf Personen zwischen 1985 und 1994 im Jahr 2005 zum Tode verurteilt hatte, und um eine 56-Jährige, die laut Justiz zwei Personen 1998 und 1999 ermordet hat.

In Japan zum Tode Verurteilte erfahren von der Exekution erst unmittelbar vorher und erhalten damit keine Gelegenheit, sich von ihren Angehörigen zu verabschieden. Diese werden erst im Nachhinein informiert. Derzeit befinden sich 124 zum Tode verurteilte Häftlinge in Japans Gefängnissen.

Weltweit haben bisher 102 Staaten, die Todesstrafe vollständig abgeschafft, insgesamt 140 Staaten vollstrecken die Todesstrafe nicht mehr.

von esther10 01.04.2016 00:58

01.04.2016

Was den Aprilscherz von einer Lüge unterscheidet
Mit gutem Gewissen


Achtung Aprilscherz


Christen dürfen laut dem achten Gebot nicht lügen. Dennoch dürfen auch sie sich am 1. April mit gutem Gewissen einen Scherz mit ihren Mitmenschen erlauben.

Man darf nicht lügen. So steht es jedenfalls in den Zehn Geboten. Da heißt es im achten Gebot: "Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen." Und das ist die klare Aufforderung, nicht zu lügen. Am 1. April indes nimmt man es mit der Wahrheit mitunter nicht allzu ernst.

Warum das Lügenverbot generell sinnvoll ist und im Zusammenleben hilft, merkt man, wenn man schon einmal belogen wurde. Kommt dann die Wahrheit ans Licht, ist man tief getroffen. Plötzlich wird infrage gestellt, was überhaupt noch wahr ist und wem man vertrauen kann. Ist es aber nicht möglich, einem anderen zu vertrauen, wird das Leben extrem kompliziert. Und wer niemandem mehr vertraut, weil er immer befürchtet, belogen zu werden, kann keine Beziehungen mehr leben.

Wahrheit wichtig für Beziehungen

Ohne Beziehungen, ohne eine Gemeinschaft ist der Mensch als soziales Wesen aber im Grunde nicht lebensfähig. Von daher ist es gut und richtig, dass es schon in den Zehn Geboten heißt: "Du darfst nicht lügen."

Der heilige Augustinus definiert die Lüge wie folgt: Sie ist eine Rede gegen das Gewissen und eine Falschaussage mit Täuschungsabsicht. Allerdings ist ja gerade zum 1. April eine Form der Lüge - wenn man es genau nimmt - sehr beliebt. Medien und Unternehmen veröffentlichen Meldungen, die im Grunde Falschaussagen mit Täuschungsabsicht sind.

Kein Verstoß gegen achtes Gebot

Da ist die Rede von ganz neuen Produkten, die auf den Markt gebracht werden sollen oder von unglaublichen Begebenheiten. Manchmal führen diese Nachrichten zu heftigen Reaktionen bei den Lesern, die die Neuigkeit für bare Münze nehmen und sich dementsprechend täuschen lassen. Die Täuschungsabsicht ist dann also gelungen.

Und trotzdem kann man wohl einen Aprilscherz nicht als ein Verstoß gegen das achte Gebot betrachten. Denn auch wenn jemand getäuscht wird, ist am 1. April doch damit zu rechnen, dass Falschmeldungen gestreut werden. Und oft sind die Nachrichten ja auch so abstrus oder offensichtlich falsch, dass man selber leicht darauf kommen kann, dass hier offenkundig ein Aprilscherz vorliegen muss.

Liebevoll auf den Nächsten schauen

Oder, wie ein Priester sagte, "wenn eine blinde Frau mit Krückstock" sehen kann, dass das gar nicht sein kann, dann ist es keine Lüge. Da kann die Definition nach Augustinus für denjenigen eine Hilfe sein, der mit bester Absicht einen Mitmenschen in den April schicken will: Denn es geht ja nur um die Falschaussage mit Täuschungsabsicht; eine echte Lüge dagegen ist - laut Kirchenlehrer Augustinus - eine Rede gegen das Gewissen.

Und das gilt es bei jedem Scherz zu hinterfragen: Ist es beispielsweise mit dem Gewissen vereinbar, jemandem zu erzählen, dass demnächst alle Tiere aus dem Zoo ausgewildert werden? Was könnte im schlimmsten Fall passieren, wenn der andere diese Aussage glaubt? Wer hier das Gewissen nicht außen vor lässt und stattdessen liebevoll auf den Nächsten schaut, wird einen guten Aprilscherz machen.

Kirchliche Traditionen rund ums Scherzen

Gegen einen guten Scherz ist wiederum nichts einzuwenden, schließlich gibt es auch verschiedene kirchliche Traditionen rund ums Scherzen. In einigen Klöstern ist das am 28. Dezember, dem Tag der unschuldigen Kinder der Fall. Traditionell wird in vielen Gegenden in der Osterpredigt ein Witz erzählt, um lachend den Teufel zu verhöhnen.

Und in anderen Gegenden werden Mitmenschen in der Zeit zwischen St. Martin und Nikolaus aufs Glatteis geführt.

Wo diese Traditionen gepflegt werden und gelingen, zeigen sie auch, dass eine Gemeinschaft funktioniert und lebendig ist. Denn hinter einem guten Scherz steckt auch die Auseinandersetzung mit dem Nächsten. Worauf könnte er anspringen? Welche Finte könnte gelingen?

Grenzen beachten

Aber eben auch: Was ist noch im Rahmen? Ab wann geht es zu weit? Denn wo generell gelogen wird, gibt es keinen Sensus mehr für Scherze, für das, was noch lustig ist. Da muss vielmehr ein Lügengebäude aufrechterhalten werden, das auf keinen Fall zusammenbrechen darf.

Wer also den nächsten Aprilscherz plant, sollte sein Gewissen dabei nicht außen vor lassen, sondern den Nächsten liebend in den Blick nehmen. Dann wird es sicher auch ein Spaß für den, der auf den Scherz hereinfällt - und am Ende können alle herzlich miteinander lachen.
https://www.domradio.de/themen/soziales/...e-unterscheidet
Kerstin-Marie Berretz OP
(KNA)

von esther10 01.04.2016 00:55

01.04.2016


Amnesty: Türkei schiebt massenhaft Flüchtlinge nach Syrien ab
"Menschenverachtendes Verhalten"

Die Türkei soll in den vergangenen Wochen massenhaft Flüchtlinge aus Syrien in das Bürgerkriegsland abgeschoben haben. Seit Januar seien fast täglich Männer, Frauen und Kinder in Gruppen von bis zu 100 Menschen gegen ihren Willen zurückgeschickt worden seien.

Die Türkei hat nach Recherchen von Amnesty International seit Mitte Januar mehrere tausend syrische Flüchtlinge in deren Heimat abgeschoben, darunter Frauen und Kinder. Fast täglich seien Schutzbedürftige in Gruppen von bis zu 100 Personen zur Rückkehr in das Bürgerkriegsland gezwungen worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Freitag in London und Berlin. Alle derartigen Abschiebungen seien nach türkischem, EU- und internationalem Recht illegal.

Amnesty befürchtet, dass Tausende von Menschen betroffen sein könnten. "In einem Fall hat Ankara drei kleine Kinder ohne ihre Eltern nach Syrien abgeschoben, in einem anderen Fall wurde eine Frau, die im achten Monat schwanger war, zur Rückkehr nach Syrien gezwungen", sagte Marie Lucas, Türkei-Expertin der Organisation in Deutschland. "Dieses menschenverachtende Verhalten der Türkei ist ein klarer Völkerrechtsbruch und muss sofort beendet werden", erklärte Lucas.

Verfolgung, Gewalt und Tod

Mit Blick auf das jüngste Flüchtlingsabkommen zwischen Brüssel und Ankara erklärte John Dalhuisen, Amnesty-Direktor für Europa und Zentralasien, die EU habe vorsätzlich missachtet, dass die Türkei für syrische Flüchtlinge kein sicheres Land sei, "und sie wird täglich unsicherer". Wenn das Abkommen wie geplant umgesetzt werde, sei die Gefahr groß, dass einige der Menschen, die die EU in die Türkei zurückschicke, ebenfalls von dort nach Syrien abgeschoben würden.

Die EU müsse die Türkei auffordern, Flüchtlingen den Schutz zu gewähren, der ihnen zustehe, und Menschenrechtsverletzungen sofort zu beenden. "Bis dahin darf die EU Schutzbedürftige nicht bedenkenlos in die Türkei abschieben in der falschen Annahme, die Türkei sei für diese sicher", erklärte Lucas. In der Türkei drohten den Flüchtlingen Verfolgung, Gewalt und Tod.

Kein sicherer Drittstaat

Nachforschungen an der türkischen Südgrenze hätten gezeigt, dass die Türkei derzeit kein "sicherer Drittstaat" für Flüchtlinge sei. Die EU-Mitgliedstaaten müssten Ankara deshalb umgehend auffordern, Flüchtlingen Schutz zu gewähren und Menschenrechtsverletzungen zu beenden. Bis dahin dürfe die EU Schutzbedürftige nicht bedenkenlos von Griechenland in die Türkei abschieben.

Eine zwischen der Europäischen Union und der Türkei getroffene Vereinbarung sieht vor, dass ab dem 4. April in Griechenland mit der Rückführung von Flüchtlingen in die Türkei begonnen werden soll.

Erst in der vergangenen Woche hatte Amnesty von rechtswidrigen Abschiebungen afghanischer Flüchtlinge aus der Türkei in ihre Heimat berichtet. Dem Abkommen zufolge sollen ab Montag Flüchtlinge aus Griechenland in die Türkei zurückgeführt werden. So sollen Flüchtlinge abgeschreckt werden, mit Schleppern illegal in die EU einzureisen.
https://www.domradio.de/themen/kirche-un...-nach-syrien-ab


von esther10 01.04.2016 00:52




Kardinal Gerhard Müller, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre (AP)
Vatikan Lehr Chef sagt Katholiken nicht akzeptieren können, dass es genügend Gründe vorhanden sind von der Kirche zu trennen '

Der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinal Gerhard Müller, hat gesagt, dass Katholiken "haben keinen Grund zu feiern" der Beginn der Reformation.

Der deutsche Kardinal sagte in einem neuen Buch langen Interview: "Wir Katholiken haben keinen Grund, 31. Oktober feiern, 1517, das Datum, das den Beginn der Reformation betrachtet wird, die zum Bruch des westlichen Christentums führen würde."

Das Datum, die als "Reformation Day" bekannt ist, markiert Martin Luther den Erzbischof von Mainz und Magdeburg sendet ein Dokument an den Verkauf von Ablässen protestieren - einen Text, der wie die 95 Thesen bekannt wurde.

Luther hatte nicht vor, dann von der Kirche zu trennen, aber die 95 Thesen führten schließlich 1521 zu seiner Exkommunikation.

Kardinal Müller sagt in dem neuen Buch: "Wenn wir davon überzeugt sind, dass die göttliche Offenbarung ganze bewahrt und unverändert durch Schrift und Tradition, in der Lehre des Glaubens, in den Sakramenten, in der hierarchischen Verfassung der Kirche durch göttliche Recht, gegründet auf das Sakrament der heiligen Aufträge, können wir nicht akzeptieren, dass es genügend Gründe existieren von der Kirche zu trennen. "

Die Ausführungen wird für Aufsehen, ein Jahr vor dem 500 kommt th Jahrestag der Reformation Day. Umfangreiche Feste und Gedenkfeiern sind in Deutschland geplant und anderswo.

Franziskus wird für eine ökumenische Gedenkfeier im Oktober 2017 Schweden reisen, zusammen mit Vertretern des Lutherischen Weltbundes und anderer Konfessionen.

Im letzten Jahr der päpstliche Prediger, Fr Raniero Cantalamessa, lobte die "theologische und spirituelle Bereicherung" der Reformation.

Der Kardinal stellte fest, dass die Verfechter der Reformation, um den Papst als Antichrist umrahmt hatte von der katholischen Kirche ", um die Trennung zu rechtfertigen".

Kardinal Müller sagte das große Hindernis für die Ökumene war Relativismus und "die unkritische Annahme der modernen Ideologien".

Unter Berufung auf den Vatikan II Dokument Dei Verbum , fügte er hinzu: "Ein Protestantisierung der katholischen Kirche auf der Grundlage eines säkularen Vision ohne Bezug nicht nur zur Transzendenz kann uns nicht mit den Protestanten versöhnen, sondern auch eine Begegnung mit dem Geheimnis Christi nicht erlauben kann, denn in Ihm sind wir Repositorys von einer übernatürlichen Offenbarung , die uns alle totalen Gehorsam des Verstandes und des Willens zu verdanken. "
http://www.252fwww.catholicherald.co.uk/...ardinal-muller/
Im vergangenen Jahr, sagte der Kardinal, dass in den Debatten über die Ehe und die Sakramente, Pfarrer "sehr wachsam sein und nicht die Lehren der Kirchengeschichte vergessen" sollten. Er sagte, dass Verwirrung über die sakramentale Natur der Ehe zu Spaltungen ähnlich denen der Reformation führen könnten.

von esther10 01.04.2016 00:51

Allzeitrekord trotz Aufschwung
Der Großen Koalition laufen die Sozialausgaben davon


Die Große Koalition hat weitere soziale Wohltaten beschlossen. Doch wie lange sind die noch finanzierbar? (Quelle: dpa)
01.04.2016, 16:50 Uhr | Gernot Heller, rtr

Kommendes Jahr sollen die Sozialausgaben im Bundeshaushalt von 51,0 auf 52,6 Prozent steigen. Rechnet man die Zinsausgaben heraus, sind es sogar 55,8 Prozent - ein neuer Allzeitrekord. Dabei brummt die Wirtschaft, Deutschland befindet sich im Aufschwung. Experten warnen die Große Koalition vor einer Fortsetzung dieser Politik und malen ein düsteres Zukunftsszenario.

Künftige Generationen dürften sich nicht zuletzt wegen der "schwarzen Null" im Bundeshaushalt an die dritte Regierung Merkel erinnern. Immerhin schafft es die Große Koalition seit 2014, auf neue Schulden zu verzichten.

Nicht nur in den Fußnoten dürfte aber auch erwähnt werden, dass die amtierende Regierung ihren Nachfolgerinnen schweres Gepäck aufgeladen hat: ein Rekordhoch bei den Sozialausgaben. Dabei sind so viele Menschen in Arbeit wie noch nie. Allmählich wird es deshalb selbst Koalitionsvertretern mulmig.

"Die Entwicklung ist problematisch"

Schließlich stehen Steuergelder, die in die Rentenkasse oder in den Gesundheitsfonds fließen, nicht mehr für anderes bereit, wie etwa Zukunftsinvestitionen in Forschung und Entwicklung oder die Sanierung von Schulen, Schienen und Straßen.

"Die Entwicklung der Sozialleistungsquote ist problematisch", warnt deshalb der haushaltspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Eckhardt Rehberg. Allein der Bundeszuschuss zur Rentenversicherung, das Arbeitslosengeld II und der Zuschuss zum Gesundheitsfonds machen etwa 40 Prozent der jährlichen Gesamtausgaben des Bundes aus.

Ausgaben klettern seit Jahrzehnten

Dabei sollte es doch eigentlich anders sein, sagt der Etat-Experte des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), Martin Beznoska. Wenn die Wirtschaft brummt, sollten die staatlichen Sozialausgaben zurückgehen. Schließlich sind dann weniger Menschen arbeitslos und zahlen in die Sozialkassen anstatt Leistungen zu beziehen.

Tatsächlich kannte die Quote jahrzehntelang aber nur eine Richtung: nach oben. 1990 lag sie noch bei 27,2 Prozent, 1995 bei 38,0 Prozent, 2000 bei 41,2 Prozent, 2005 bei 51,2 Prozent und 2010 dann bei 53,8 Prozent. Danach sank die Quote leicht und steigt nun in den kommenden Jahren wieder an.

"Kann uns langfristig auf die Füße fallen"

Hinter den zahllosen Zuschüssen, Hilfen, Subventionen und Absicherungen, die der Bund finanziert, stecken sicher viele sinnvolle Ziele. Allerdings warnen Etat-Experten wie Rehberg, dass das Geld dafür zunächst einmal erarbeitet werden muss und der Haushalt nicht die Balance verlieren darf: "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht durch falsche Weichenstellungen einen Trend verfestigen, der uns sowohl im nächsten Abschwung als auch langfristig auf die Füße fallen kann", sagt er: "Ich sehe es kritisch, dass wir in wirtschaftlich guten Zeiten einen so deutlichen Anstieg der Sozialleistungsquote zulassen." Für weitere Wohltaten gebe es weder die Notwendigkeit noch einen Spielraum.

Dass die Quote wieder steigt wird je nach politischer Ausrichtung als Verdienst oder Versagen der jetzigen Koalition gewertet. So listet Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in einem Brief an die Mitglieder der Koalitionsfraktionen auf, was 2017 geplant ist, beziehungsweise weiterfinanziert wird: "Dazu zählen die Erhöhung des Wohngeldes, das Elterngeld-Plus mit Partnerschaftsbonus, die abschlagsfreie Altersrente ab 63, die 'Mütterrente', die Lebensleistungsrente und eine verbesserte Erwerbsminderungsrente." Dazu kommt die Erhöhung des Zuschusses an den Gesundheitsfonds um 500 Millionen auf 14,5 Milliarden Euro. Insgesamt steigen die Sozialausgaben damit von 161,5 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 171,1 Milliarden Euro 2017.

Demografischer Wandel steht vor der Tür

Ewig fortsetzen lasse sich der Trend nicht, warnt Beznoska. Grund dafür ist der demografische Wandel, der Mitte der 2020er-Jahre voll auf die Staats- und Sozialkassen durchschlagen wird. Darauf spielte auch Schäubles Chefvolkswirt Ludger Schuhknecht an, der kürzlich in einer Fachdebatte eine Parallele zu China zog, das ebenfalls mit einer alternden Bevölkerung kämpft. Dort sei der Ausgangspunkt aber ein anderer: "Denn wir haben hier dieses umfassendes soziale Sicherungssystem, das schon jetzt sehr teuer ist, und zwar noch bevor sich die eigentlichen Probleme der alternden Gesellschaft richtig einstellen."

Die Weichen in die Gegenrichtung stellen wird die jetzige Koalition nicht mehr. Im Herbst 2017 wird gewählt und keine Partei will Wähler vergraulen. Beznoska zufolge wird es dann allerdings höchste Zeit, den Hebel wieder umzulegen. "Die nächste Legislaturperiode wird der Vorabend des demografischen Wandels sein", warnt er. Und außerdem: Wenn die Spielräume im Etat wegen der hohen Sozialausgaben immer kleiner würden, werde auch die "schwarze Null" immer schwerer zu halten sein. Spätestens im nächsten Abschwung werde sich das zeigen.
http://www.t-online.de/wirtschaft/versic...aben-davon.html

von esther10 01.04.2016 00:47

04:20, 01.04.2016 Home -Wohnen
EINBRUCH
Polizei warnt
Zauberschlüssel öffnet Türen für Einbrecher


Es klingt wie aus einem Science-Fiction-Film, ist aber bittere Realität: Ein sogenannter Schlagschlüssel öffnet fast alle Tore für Einbrecher – sauber, leise und in unter 20 Sekunden.

In wenigen Minuten ist die Wohnung oder das Haus leer, Einbruchsspuren gibt es nicht: Ein "Magic Key" macht Profi- Kriminellen alle Schlösser auf. "Es sind vor allem ältere Zylinderschlösser", weiß Konsumentenschützerin und Landesvize Karin Renner (SP).

Der Trick hinter dem Wunderding: Der Spezial-Schlüssel hat kaum Zacken, passt daher in jeden gängigen Schlüsselkanal. Mit leichten Schlägen auf den Schlüssel geben die einzelnen Stifte (bzw. Federn) im Gehäuse nach – die Türe ist in wenigen Sekunden offen. Vonseiten der Landespolizei Niederösterreich heißt es: "Bei Zylinderschlössern, die älter als fünf bis zehn Jahre sind, funktioniert das leider tatsächlich." Zum Glück verwenden nur echte Profi-Einbrecher dieses Wunderwerkzeug.

Karin Renner, die selbst erst eine Einbruchsserie in ihrem Heimatdorf erlebt hat, sagt: "Leider fördert das Land Niederösterreich seit Jänner 2016 nicht mehr den Einbau von Sicherheitstüren."
http://www.heute.at/bauenwohnen/Zaubersc...rt63961,1272290

von esther10 01.04.2016 00:46

31.03.2016


Zerstörtes Krankenhaus in Syrien

Erstaufnahmeeinrichtung für minderjährige Flüchtlinge
Glücklich über Essen und ein Bett


Die Erstaufnahmeeinrichtung in Köln
© Christoph Paul Hartmann (dr)

Sie sind unter 18 und kommen allein nach Deutschland. Der Sozialdienst Katholischer Frauen betreut junge Flüchtlinge direkt nach ihrer Ankunft und hilft ihnen bei ihren ersten Schritten im für sie so fremden Deutschland.

domradio.de: Was sind die konkreten Aufgaben oder Herausforderungen, die unbegleitete minderjährige Ausländer mit sich bringen?

Angelika Wiedenau (Bereichsleiterin des Sozialdienstes Katholischer Frauen): Wenn die Jugendlichen als erstes zu uns kommen, sind sie sehr erschöpft, müde und hungrig. Wir bieten ihnen zunächst eine Grundversorgung. Sie sind in dieser Einrichtung hier nur sieben Tage, da ist es wichtig, dass wir sie medizinisch untersuchen, dazu gehört ein Tuberkulose-Test und wir schauen, ob sie normal gewachsen sind oder irgendwelche Krankheiten oder Behinderungen haben. Danach schätzen wir ein, wo sie dann am besten untergebracht werden können.

domradio.de: Welchen Eindruck haben Sie von diesen jungen Menschen, die hierher kommen?

Wiedenau: Von denen, die wir jetzt haben, stellen wir fest: Die sind sehr lernbegierig, möchten sehr schnell Deutsch lernen und sagen ganz schnell "Bitte" und "Danke". Außerdem bemühen sie sich sehr, wenn sie Wörter aufgeschnappt haben, sie zu benutzen und sich verständlich zu machen.

domradio.de: Was sind das für Jugendliche in Ihrer Einrichtung?

Wiedenau: Die Meisten sind zwischen 16 und 17 Jahre alt und kommen aus allen Ländern. Wir haben Marokkaner, Syrer und Afghanen, also aus den unterschiedlichsten Kulturen. Wir nehmen hier nur männliche Flüchtlinge auf. Auch in ganz Köln sind 90 Prozent der minderjährigen Flüchtlinge männlich. Das ist klar, weil die Flucht gefährlich und anstrengend ist, da schicken die Familien die jungen, starken Männer.

domradio.de: Führt das zu Problemen, etwa aggressivem Verhalten?

Wiedenau: Das kann ich für hier überhaupt nicht bestätigen. Man muss natürlich auch sehen, wir sind die Erstaufnahme, die jungen Menschen kommen gerade erst hier an und müssen sich erst mal eingewöhnen. Wir bemerken vielmehr, dass sie dankbar sind und glücklich mit einem Bett und was zu essen. Sie sind jetzt nicht aggressiv untereinander oder gegen uns. Wir haben auch nicht das Problem, dass sie mit Frauen schlecht umgehen würden. Wir haben hier überwiegend weibliche Mitarbeiterinnen und die Jungs sind weder respektlos noch hören sie nicht auf die Anweisungen der Pädagoginnen.

domradio.de: Welche Herausforderungen erwarten Sie in der Zukunft?

Wiedenau: Das hängt davon ab, wie sich die Zahl der Flüchtlinge entwickeln wird. Im Moment kommen sehr wenig - und da muss man schauen, ob das mehr oder weniger werden. Und danach müssen wir dann unser Konzept anpassen. Da müssen wir sehen, wie sich das entwickelt.

domradio.de: Fühlen Sie sich von Stadt und Gesellschaft ausreichend unterstützt?

Wiedenau: Wir fühlen uns sehr unterstützt: Einmal von der Stadt, die auch sehr eng mit uns kooperiert; wir haben hier aber auch einen wunderbaren Pool von Ehrenamtlichen, die uns auch in jeglicher Weise unterstützen. Das ist für uns sehr wichtig.

Das Interview führte Christoph Paul Hartmann
(dr)
https://www.domradio.de/themen/fluechtli...ge-fluechtlinge



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