Herzlich Willkommen, hier in diesem Forum....http://files.homepagemodules.de/b531466/avatar-4dbf9126-1.gif

NEUER BLOG von Esther

  •  

Blog Kategorien
Beliebteste Blog-Artikel
Blog empfehlen

Neueste Blog-Artikel
Letzte Kommentare der Blogs
  • Eine schöne Linkauswahl liebe Esther. Ich bin diesen Monat leider im Tansania Urlaub und deswegen verhindert sie sofort zu lesen, aber sobals ich zurück bin werde ich sie durcharbeiten. https://www.accept-reisen.de/
    von in Gestern haben die Gläubigen "V...
  • Liebe Mitchristen, hier etwas in eigener Sache, die ich Ihnen mitteilen möchte. Ja, wir, die wir noch Christen sind und sein wollen, für uns ist es nicht einfach mit unserem kath. Glauben. Gestern habe ich gelesen, dass Kardinal Burke sagte, er hat Angst, ja das wird uns wahrscheinlich auch so gehen. Denn wir wollen keine Spaltung, wie damals bei Luther, nein bestimmt nicht. Doch einfach ist es n...
    von esther10 in Angriff des Katechismus...
  • Ein Beitrag in eigener Sache: von www.anne.xobor.de blog-e75589-Sonnenwunder-VIDEO-wurde-in-Fatoma-am-wieder-gesehen-dieses-zeichen-hat-eine-grosse-Bedeutung-an-uns-umkehren-Rosenkranz-beten-wie-vor-jahren-auch-gesagt-Busse-tun.html Ja, ist auch sehr, sehr wichtig...die Bitte vom Himmel, zu befolgen. Herzl. Gruß Gertrud/Anne.
    von esther10 in Was können wir für 2017 erwart...
  • Möchte noch anfügen, ein mir bekanntes Ehepaar, von der kath. Kirche her, kam ich mal ins Gespräch, betreffs Ihres beiden kleinen Kindern, die sie als dabei hatten. Nach dem Gottesdienst sprach ich Sie mal an. Die Frau sagte, dass es hier in Deutschland schlimm wäre. betreffs Kinder zum Glauben zu erziehen. (Es wird ja so viel Schlechtes schon in der Schule gelehrt.) La, da musste ich ihr recht ge...
    von esther10 in Eltern begegnen: "Die Schule m...
  • Ein heiligmäßiger Priester sagte früher mal zu mir "Nichts geschieht von ungefähr...alles kommt vom Herrgott her."
    von esther10 in Das Erdbeben und die Strafe Go...

Die aktivsten Blogs
Kategorien
von esther10 04.09.2015 00:06

04.09.2015

Deutscher Pfarrer über Flüchtlingskrise in Ungarn
"Es geht um nackte Hilfe"


Die Lage in Ungarn ist dramatisch: Chaos an Bahnhöfen, verzweifelte Menschen und ein Regierungschef, der jede Verantwortung von sich weist. Über die Lage in Budapest Gregor Stratmann, Pfarrer der deutschsprachigen katholischen Gemeinde.

domradio.de: Wie erleben Sie die Situation am Bahnhof in Budapest? Werden die Flüchtlinge wenigstens mit dem Nötigsten versorgt?

Pfarrer Gregor Stratmann: Es gibt eine ganze Reihe ehrenamtlicher Helfer, die dort die nötigen Dinge wie Wasser, Obst und Windeln bereitstellen, aber das ist alles ehrenamtlich. Der Staat kümmert sich gar nicht um diese Dinge. Die Flüchtlinge sind einfach da in Massen, es gibt keine staatliche Hilfsstruktur, abgesehen von einer Wasserleitung, die gelegt wurde in das Untergeschoss des Bahnhofes.

domradio.de: Die Menschen sind in einer verzweifelten Situation?

Stratmann: Ja, das ist für unsere Gemeinde unglaublich. Da prallen Welten aufeinander, die gar nicht in Beziehung zueinander treten wollen. Das geht nicht von den Flüchtlingen aus, sondern vom Staat. Der Staat will nicht in Beziehung zu diesen Menschen treten. Das ist deprimierend. Es geht um nackte Hilfe, es geht um elementare Hilfe: Wasser, Kommunikation, Brot. Das ist ganz beklemmend.

domradio.de: Ministerpräsident Orbán warnt seit Jahren vor dem angeblichen Untergang des Abendlandes durch Einwanderung und vor der angeblichen Zerstörung des christlichen Europas durch Muslime. Wie schätzen Sie die Lage denn ein? Was denken die Menschen in Ungarn darüber?

Stratmann: Ich glaube, es ist so in nicht unerheblichen Teilen der ungarischen Gesellschaft. Er hat dort Rückhalt. Wobei seine Bemerkungen zu den Muslimen ja wirklich weit her geholt sind. In Ungarn gibt es so gut wie keine Muslime. Das ist eine Art Menetekel, die Faktenlage ist gar nicht so. Die Muslime, die hier herkämen, wären ja eine absolut verschwindende Minderheit, wenn sie überhaupt hier blieben. Und die Bedrohung für das Abendland kann man auch nicht entdecken. Die Ungarn schauen ganz introvertiert auf ihre eigene Gesellschaft. Der ungarische Blick ist keiner nach Europa. Da ist das Abendland durchaus noch zu retten.

"Es geht einfach um Hilfe für Menschen"

domradio.de: Grünen-Politiker Hofreiter hat in einem Interview gesagt, Orbán sei eine Beleidigung für jeden, der gläubig ist. Denn er berufe sich aufs Christentum bei seinen Maßnahmen gegen die Flüchtlinge. Würden Sie die Aussage unterschreiben?

Stratmann: Nein, dann müssten sie ja halb Europa exkommunizieren, das geht ja gar nicht. Das ist eine plakative, populistische, politische Sprache hier, das kennen wir ja auch aus Frankreich oder aus Polen. Das ist alles viel zu hoch angesetzt. Hier geht es ganz pragmatisch um die Hilfeleistungen für bedürftige Menschen, die übrigens in der ungarischen Verfassung ein Recht haben auf Hilfe. Darüber muss man reden und diese konfrontativen Begriffe auf allen Seiten sind völlig daneben. Es geht einfach um Hilfe für Menschen. Herr Orbán ist ja spät getauft als reformierter Christ. Ich glaube, er sieht sein Christentum als eine Art Parteiprogramm, als Ideologieersatz. Ob er wirklich tief in sich die christlichen Überzeugungen teilt, das glaube ich letztlich gar nicht. Dafür ist er viel zu sehr Parteimensch und kommt aus einer sozialistischen Denktradition.

domradio.de: Sie hatten selber zwei Kosovaren privat aufgenommen, die inzwischen weitergereist sind. Ist das gut angekommen in ihrer Gemeinde?

Stratmann: Ich konnte die beiden überzeugen, dass sie zurückgehen. Ich brauchte eine Anwältin. Aber meine Initiative hat schon zu Unverständnis bei den Ungarn geführt. Die würden so etwas nicht machen. Aber die Gemeinde hat es nicht als Problem gesehen.

Das Interview führte Christian Schlegel.

***
Flüchtlingskrise in Ungarn

Die Lage der Flüchtlinge in Ungarn wird immer dramatischer. Wie die Polizei in Budapest mitteilte, kamen innerhalb von 24 Stunden mehr als 3000 neue Flüchtlinge in Ungarn an. Gleichzeitig wurden elf Schlepper festgenommen. Mehrere hundert Flüchtlinge sind am Freitag vom Budapester Ostbahnhof zu Fuß in Richtung Grenze losmarschiert, die Polizei ließ sie zunächst gewähren.

In der Stadt Bicske - knapp 40 Kilometer westlich von Budapest - verbrachten etwa 500 protestierende Flüchtlinge die Nacht zum Freitag in einem Zug. Sie wehren sich seit Donnerstagmittag gegen ihren geplanten Transport in ein Flüchtlingslager.

Ungarns Regierungschef Orbán wird zu seinen Äußerungen zur Flüchtlingskrise scharf kritisiert. In einem Rundfunkinterview lehnte er die Einwanderung von Muslimen ab. "Wenn wir unsere Grenzen nicht schützen, werden zehn Millionen (Einwanderer) nach Europa kommen", sagte Orban. Man müsse respektieren, dass andere EU-Länder früher beschlossen hätten, mit Muslimen zusammenleben zu wollen. Er selbst rate davon ab.

Der Ministerpräsident wiederholte seine Kritik an der Flüchtlingspolitik Deutschlands und der EU. Vom 15. September an werde Ungarns Grenze zu Serbien schärfer kontrolliert, sagte er.

(dpa)

***
Flüchtlingskrise in Ungarn

Die Lage der Flüchtlinge in Ungarn wird immer dramatischer. Wie die Polizei in Budapest mitteilte, kamen innerhalb von 24 Stunden mehr als 3000 neue Flüchtlinge in Ungarn an. Gleichzeitig wurden elf Schlepper festgenommen. Mehrere hundert Flüchtlinge sind am Freitag vom Budapester Ostbahnhof zu Fuß in Richtung Grenze losmarschiert, die Polizei ließ sie zunächst gewähren.

In der Stadt Bicske - knapp 40 Kilometer westlich von Budapest - verbrachten etwa 500 protestierende Flüchtlinge die Nacht zum Freitag in einem Zug. Sie wehren sich seit Donnerstagmittag gegen ihren geplanten Transport in ein Flüchtlingslager.

Ungarns Regierungschef Orbán wird zu seinen Äußerungen zur Flüchtlingskrise scharf kritisiert. In einem Rundfunkinterview lehnte er die Einwanderung von Muslimen ab. "Wenn wir unsere Grenzen nicht schützen, werden zehn Millionen (Einwanderer) nach Europa kommen", sagte Orban. Man müsse respektieren, dass andere EU-Länder früher beschlossen hätten, mit Muslimen zusammenleben zu wollen. Er selbst rate davon ab.

Der Ministerpräsident wiederholte seine Kritik an der Flüchtlingspolitik Deutschlands und der EU. Vom 15. September an werde Ungarns Grenze zu Serbien schärfer kontrolliert, sagte er.

(dpa)


(dr)

von esther10 04.09.2015 00:03

04.09.2015 14:50



Eine anthropologische Revolution
Gender-Mainstreaming in Deutschland – Konsequenzen für Staat, Gesellschaft und Kirchen. Von Professor Manfred Spieker
ANZEIGE:

Gender-Mainstreaming zielt auf die Dekonstruktion von Ehe und Familie.


Ist „Gender-Mainstreaming“ ein Synonym für die Gleichstellung der Geschlechter und den Abbau von Diskriminierungen? Ist seine Rechtsgrundlage Art 3 Abs. 2 Grundgesetz, der feststellt „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ und den Staat verpflichtet, die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung zu fördern und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken? Gender-Mainstreaming meint weit mehr als Gleichberechtigung von Mann und Frau und Einstellung von Gleichstellungsbeauftragten in allen Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung. Aus der Philosophie des Gender-Mainstreaming ergibt sich mit zwingender Logik eine Kulturrevolution, in der die geschlechtliche Identität des Menschen in Frage gestellt wird. Die politische Implementierung des Gender-Mainstreaming in Deutschland lässt sich in drei Etappen gliedern: 1. die Legalisierung eingetragener Lebenspartnerschaften 2001, 2. die neue Familien- und Krippenpolitik ab 2006 und 3. die Verpflichtung der Schulen auf die „Sexualpädagogik der Vielfalt“ ab 2003. Wer neigt nicht zur Annahme, dass das Gender-Mainstreaming bei Christen auf Ablehnung stoßen muss, wenn er das Alte und das Neue Testament, insbesondere die Paulus-Briefe, und die kirchliche Tradition in den Blick nimmt. Dennoch hat Gender-Mainstreaming auch Eingang gefunden in kirchliche Organisationen und Texte.

Karriere und Philosophie des „Gender-Mainstreaming“

Die Karriere des Begriffs „Gender-Mainstreaming“ beginnt in Deutschland mit einem Kabinettsbeschluss der Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder am 23. Juni 1999, ein halbes Jahr nach Amtsantritt. Der Beschluss verpflichtete alle Ministerien auf das Leitprinzip der „Geschlechtergerechtigkeit“. Vier Jahre zuvor hatte die Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen in Peking das Gender-Mainstreaming propagiert. Sie verabschiedete eine umfangreiche Aktionsplattform zur „Herbeiführung der Machtgleichstellung der Frau“, die zwar das Substantiv „Gender-Mainstreaming“ nicht verwendete, aber von allen Regierungen erwartete, dass sie „promote an active and visible policy of mainstreaming a gender perspective in all policies and programmes“. Damit war das Gender-Mainstreaming geboren. Unter Mainstreaming ist eine Strategie zu verstehen, ein Thema – hier die Geschlechterperspektive – in den „Hauptstrom“ der Politik einzubringen, also zu einer alle Politikbereiche übergreifenden Querschnittaufgabe zu machen.

Gender kommt vom lateinischen genus und heißt Geschlecht. Aber im Unterschied zum Begriff „sex“ meint Gender nicht das biologische, auch nicht das grammatikalische, sondern das durch die Gesellschaft geprägte Geschlecht. Der englische Begriff „Gender“ wurde von den Sozialwissenschaften und der Politik in die deutsche Sprache übernommen, um die Theorie zu verbreiten, dass das Geschlecht nicht etwas von der Natur Vorgegebenes ist, sondern durch Gesellschaft, Kultur und Sprache determiniert wird. Wollte man der Gender-Theorie einen wahren Kern zugestehen, könnte man sagen, in der Tat ist menschliche Sexualität nicht nur„Natur“, sondern immer auch Kultur. Sie ist nicht nur ein Trieb. Sie bedarf der verantwortungsbewussten Kultivierung, der Beherrschung und Integration in die Person. Sie ist auf Erziehung angewiesen. Sie ist also nicht nur Gegenstand der Biologie. Aber die Gender-Theorie geht weit darüber hinaus. Es geht ihr nicht um die Kultivierung, sondern um die Dekonstruktion der Sexualität. Heterosexualität ist für sie ein Synonym für die Beziehung von Mann und Frau, die durch gesellschaftlich oktroyierte Normen geregelt werde. Deshalb spricht die Gender-Theorie häufig nicht nur von Heterosexualität, sondern von „Zwangsheterosexualität“. Wenn das Geschlecht primär eine Konstruktion der Gesellschaft und der Kultur ist, gilt auch die Zweigeschlechtlichkeit als Konstruktion. Jeder Form der Sexualität wird als gesellschaftlicher und kultureller Konstruktion das gleiche Recht zugesprochen. An die Stelle der sexuellen Identität als Mann oder als Frau, die von der Natur vorgegeben ist, tritt die sexuelle Orientierung, die der Mensch selbst wählt. Der „besondere Schutz“ von Ehe und Familie, zu dem Art 6 GG den Staat verpflichtet, gilt als Diskriminierung aller anderen Formen der Sexualität. Das Gleichheitsgebot in Art 3 GG wird so in Stellung gebracht gegen Art 6 GG, dem unterstellt wird, ein Relikt aus der Gründungszeit der Republik zu sein.

Gender-Mainstreaming ist in einem ersten Schritt ein Kampf für die Anerkennung der Homosexualität. Ihr sollen der gleiche Rang und der gleiche staatliche Schutz zukommen wie der Heterosexualität. Die Ehe von Mann und Frau darf in dieser Perspektive gegenüber gleichgeschlechtlichen Verbindungen nicht privilegiert werden. Das gilt für alle Rechtsbereiche, für Familienrecht, Steuer- und Erbschaftsrecht und Adoptionsrecht. Homosexualität gilt als „subversiver Protest gegen die Zweigeschlechtlichkeit“ (Uwe Sielert). Im zweiten Schritt ist Gender-Mainstreaming ein Kampf für die LGBTI-Agenda. Nicht nur homosexuelle, also lesbische und schwule (gay) Lebensweisen sollen heterosexuellen Beziehungen gleichrangig sein, sondern auch bisexuelle und solche, die als „Transgender“, intersexuell oder Queer bezeichnet werden. Der Begriff „Gender“ dient also nicht nur der Dekonstruktion der Geschlechtspolarität, sondern der Relativierung des Geschlechts selbst. Er leugnet eine vorgegebene Natur des Menschen. Dies kann skurrile Formen annehmen, so wenn gefordert wird, die Begriffe Vater und Mutter durch die Begriffe „Elter 1“ und „Elter 2“ oder „Progenitor A“ und „Progenitor B“ zu ersetzen.

Judith Butlers Buch „Das Unbehagen der Geschlechter“, das literarische Flaggschiff des Gender-Mainstreaming, dient, wie der Untertitel zum Ausdruck bringt, „the subversion of Identity“, der Zerstörung einer vorgegebenen geschlechtlichen Identität. Die Kategorie „Frau“ ist für Butler, wie für Simone de Beauvoir, nichts Vorgegebenes, sondern „ein prozessualer Begriff, ein Werden und Konstruieren“, bei dem es keinen Anfang und kein Ende gibt. Das gilt dann auch für den Mann. Die Attribute und Akte geschlechtlicher Identität seien „performativ“, das heißt sie werden erst im konkreten Verhalten geschaffen. Deshalb gebe es „weder wahre noch falsche, weder wirkliche noch verzerrte Akte der Geschlechtsidentität“. Für Elisabeth Tuider sind „Identitäten, geschlechtliche und sexuelle Positionierungen… mit einem Ablaufdatum versehen und sagen höchstens ,zur Zeit‘ etwas über einen Menschen aus“. In der katholischen Theologie vertritt Regina Ammicht Quinn diese Position: „Menschliche Geschlechtlichkeit ist nicht eindeutig zweigestaltig. Menschliche Geschlechtlichkeit ist vielfältig. Sie ist biologisch gesehen kein binäres Phänomen, sondern ein Kontinuum.“

Implementierung des Gender-Mainstreaming

1. Eingetragene Lebenspartnerschaften: Der Gesetzgeber in Deutschland hat sich die Perspektive des Gender-Mainstreaming ab der 14. Legislaturperiode zu eigen gemacht. Das begann mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz von 2001, das gleichgeschlechtlichen Verbindungen einen eheähnlichen Status verlieh und durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 17. Juli 2002 als grundgesetzkonform bezeichnet wurde. Dass eine eingetragene Lebenspartnerschaft im Gegensatz zur Ehe nicht auf ein eigenes Kind hin angelegt ist, nicht zu Elternverantwortlichkeit führt und keinen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft leistet, blieb im Gericht Minderheitenmeinung. Der Eifer der Homo-Lobby, in allem Ehe und Familie gleichgestellt zu werden, wollte mit der Dekonstruktion von Ehe und Familie in der Gendertheorie nicht so recht übereinstimmen: Man kämpft um die Legalisierung dessen, was man lange Zeit als überholt geschmäht und als Anachronismus abgelehnt hat. Das Gericht ignorierte 2002 und in weiteren Urteilen den Grund für den Schutz von Ehe und Familie in Art 6 GG, nämlich deren Beitrag zur Regeneration der Gesellschaft und zur Bildung des Humanvermögens der nächsten Generation durch die familiäre Erziehung. Es band die Privilegierung der Ehe fälschlicherweise an die „heterosexuelle“ Orientierung, um so eine Diskriminierung der Menschen mit homosexueller Orientierung konstruieren zu können. Der Bundestag beschloss 2014, einem Auftrag des Bundesverfassungsgerichts folgend, ein Gesetz zur Sukzessivadoption durch eingetragene Lebenspartner. Bedenken dagegen hatte das Gericht unter Berufung auf die „ganz überwiegende Zahl der sachverständigen Stellungnahmen“ zurückgewiesen. Sie hätten keine Bedenken gegen das Aufwachsen von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften geäußert. Im Zentrum der Gutachten steht regelmäßig die im Auftrag des Bundesfamilienministeriums durchgeführte Bamberger Studie von Martina Rupp über „Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“, die zu dem Ergebnis kam, Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften ginge es genauso gut wie Kindern in heterosexuellen Familien. Dass diese Studie auf einer zweifelhaften methodischen Grundlage durchgeführt wurde, wird selten zur Sprache gebracht. Da es in Deutschland keine amtlichen Daten über Kinder in eingetragenen Lebenspartnerschaften gibt, wurden entsprechende Eltern in einschlägigen Medien aufgefordert, sich für Interviews zur Verfügung zu stellen. Das Ergebnis war vorhersehbar. Am Kindeswohl gab es bei den Eltern, die sich zur Verfügung stellten, keine Zweifel. Auf seriöserer Grundlage beruht eine kanadische Untersuchung von Douglas W. Allen, dem amtliche Zahlen der kanadischen Statistik zur Verfügung standen und der im Hinblick auf den Schulerfolg von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften zu dem Ergebnis kam, dass diese Kinder gravierende Nachteile haben: Nur 65 % erreichen den High School Abschluss, Mädchen aus lesbischen Haushalten sogar nur zu 35 % und aus schwulen Haushalten nur zu 15 %. Allen lässt es als Ökonom offen, was die Ursache für die deutlich größeren Probleme von Kindern in gleichgeschlechtlichen Haushalten ist. Aber er neigt zu der Ansicht, dass Väter und Mütter sich nicht gegenseitig voll ersetzen können.

2. Ein zweiter bedeutender Schritt der Implementierung des Gender-Mainstreaming war der 2006 von Familienministerin Ursula von der Leyen veröffentlichte 7. Familienbericht der Bundesregierung „Familie zwischen Flexibilität und Verlässlichkeit. Perspektiven für eine lebenslaufbezogene Familienpolitik“. Obwohl er in der öffentlichen Debatte weithin unbeachtet geblieben ist, hat er einen nachhaltigen Einfluss auf die Familienpolitik, genauer auf die Krippenpolitik, ausgeübt. Er geht davon aus, dass Geschlechterrollen gesellschaftliche Konstruktionen sind. Dementsprechend gilt die Familie als „soziale Konstruktion“. Er sieht in der Familie nicht mehr eine Beziehungseinheit verschiedener Geschlechter und Generationen, für die die natürliche Geschlechter- und Generationendifferenz wesentliche Voraussetzung ist, sondern als Ansammlung von Individuen mit je eigenen Rechten. Die Aufteilung der Arbeiten in Haushalt, Erziehung und Pflege gilt als ein permanenter Aushandlungsprozess. Die auf Ehe beruhende Familie aus Vater, Mutter und Kindern, deren Pflege und Erziehung, so Art 6 Abs. 2 GG, „das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“ ist, sei als „bürgerliche“ Familie ein „Anachronismus“. In Zukunft werde die Mehrheit der Menschen „unabhängig davon, ob eine Heirat erfolgte oder nicht, im Laufe ihres Lebens multiple Beziehungen mit verschiedenen Lebenspartnern erfahren. Der Wechsel vom Modell der lebenslangen Ehe zu einem Modell der ,seriellen Monogamie‘“ repräsentiere eine grundlegende Veränderung unserer Gesellschaft. Hauptmotiv für das Eingehen einer Ehe sei „die Maximierung des individuellen Glücks in einer auf Dauer angelegten, qualitativ hochwertigen Beziehung“, die bei unbefriedigendem Verlauf aufgegeben werde, um „nach besseren Perspektiven zu suchen“. Deshalb müsse Familienpolitik „lebenslaufbezogen“ sein.

Kinderkrippen erhalten in einem Familienalltag, dessen Basis die „serielle Monogamie“ ist, eine ganz neue Bedeutung. Sie sind nicht mehr die gelegentlich notwendigen Hilfen zur Unterstützung elterlicher Erziehungsverantwortung, sondern ruhende Pole im Alltag einer Patchwork-Familie. Sie sind die Knoten im Netz frühkindlicher Betreuungsorte. „Die Erschließung und Vernetzung der kindlichen Freizeit- und Bildungsorte wird zu einer neuen familialen Aufgabe.“ Die „Konstrukteure“ des Familienlebens nehmen diese Aufgabe aber nicht mehr selbst wahr. Sie übertragen sie der Gesellschaft. Ihr komme eine „besondere Verantwortung“ für den Alltag der Familie zu. Die Konsequenz dieser Perspektive war die einseitige Förderung des Krippenausbaus, die mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz 2004 begann und mit dem Kinderförderungsgesetz 2008 beschleunigt wurde. Das Ziel waren 750 000 Betreuungsplätze in Kindertagesstätten und bei Tagesmüttern für rund ein Drittel der Kinder unter drei Jahren. Auch die Kinder im ersten Lebensjahr wurden nun in die Klientel der Krippenbetreuung einbezogen.

3. Ein weiterer Schritt in der Implementierung des Gender-Mainstreaming sind die Pläne und Beschlüsse verschiedener Bundesländer, die Schulen auf die „Sexualpädagogik der Vielfalt“ zu verpflichten. War der 7. Familienbericht noch ein etwas dorniges Gelände, weil trotz Gender-Perspektive immer noch von der Familie die Rede sein musste und der 8. Familienbericht 2012 in der Amtszeit von Kristina Schröder unter dem Aspekt einer „Familienzeitpolitik“ sogar leichte Korrekturen versuchte und ein „Family-Mainstreaming“ vorschlug, so sind die Strategien der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ das eigentliche Schlachtfeld des Gender-Mainstreaming. Die „Sexualpädagogik der Vielfalt“ bedient sich des unverfänglichen, in der Regel positive Konnotationen auslösenden Begriffs der „Vielfalt“, um den Unterricht in allen Fächern und Schulstufen zu nutzen, die „Zwangsheterosexualität“ in Frage zu stellen und alle sexuellen Orientierungen und Praktiken als normal und gleichwertig zu präsentieren.

Gender-Mainstreaming, so Uwe Sielert, der akademische Kopf der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ schon 2001, ist für diese Pädagogik nur ein „Baustein im Rahmen einer breiteren sexualpädagogischen Strategie“, an deren Ende das „Diversity-Mainstreaming“ steht. Gender-Mainstreaming helfe, die „kulturell vorgestanzte Dichotomie“ der Geschlechter zu überwinden. Das Diversity-Mainstreaming, das in den vergangenen 15 Jahren vorangekommen ist, geht einen Schritt weiter. Es will nicht nur die Gleichberechtigung von Homo- und Heterosexualität erreichen, sondern auch „die potenzielle Vielfalt der Lebensweisen… zwischen den polaren Identitätsangeboten“ ermöglichen. Es propagiert alle Formen der Familie und der Reproduktion, „Generativität“ genannt, einschließlich künstlicher Befruchtung und Leihmutterschaft als gleichwertig. Die „Sexualpädagogik der Vielfalt“ habe „Heterosexualität, Generativität und Kernfamilie zu ,entnaturalisieren‘“ und „Lust, Zärtlichkeit und Erotik als Energiequelle für Lebensmut und Wohlbefinden, auch unabhängig von Ehe und Liebe in allen Altersphasen“ zu vermitteln. Sie soll „Erlebnisräume öffnen, damit Kinder und Jugendliche gleichgeschlechtliches ebenso wie heterosexuelles Begehren ausdrücken und leben können“.

In ihrem Standardwerk „Sexualpädagogik der Vielfalt“ haben Schüler von Sielert diesen Ansatz für die Anwendung in Schule und Jugendarbeit heruntergebrochen. Sie wollen Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 16 Jahren Wege in jene „Erlebnisräume“ weisen, in denen Lust, Zärtlichkeit und Erotik erfahren werden und gleichgeschlechtliches und heterosexuelles Begehren als gleichwertig gelten. Das Lernziel für 13-jährige Jugendliche der 7. Klasse lautet: „Heterosexualität als Norm in Frage stellen“. Diese „Sexualpädagogik der Vielfalt“ geriet wegen des Lehrbuchs von Elisabeth Tuider und des Aufklärungsbuches „Lisa und Jan“ von Herrath und Sielert in die Kritik. Den Büchern wurde Anleitung zum Sex, Verletzung des Schamgefühls der Kinder und Jugendlichen, Verwischung der Grenzen zwischen den Generationen und Übernahme der pädophilen Propaganda vorgeworfen. Landesregierungen gingen auf Distanz zum Buch von Tuider und erklärten, es in der Liste der empfohlenen Literatur streichen zu wollen. Aber keine rot-grüne Landesregierung hat die Absicht aufgegeben, die Schulen auf die „Sexualpädagogik der Vielfalt“ zu verpflichten. Mehrere Bundesländer haben Aktionspläne verabschiedet oder vorbereitet, in denen eine Fülle von Maßnahmen zur Förderung der „Diversity“ aufgelistet werden. Diese Pläne betreffen nicht nur Schulen, sondern die gesamte Verwaltung. Sie wollen nicht nur Diskriminierungen abbauen und Toleranz fördern, sondern eine „sichtbare Wertschätzung von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten in der Gesellschaft fördern“. Im Hinblick auf die Zivilgesellschaft werden breite Fördermaßnahmen für schwule und lesbische Interessengruppen, Aufklärungsinitiativen und Beratungseinrichtungen beschlossen. Gruppen, die kein Interesse an der sexuellen Vielfalt haben oder sie ablehnen, wird mit Umerziehung und Sanktionen gedroht. So verpflichtet Berlin Empfänger öffentlicher Leistungen und Fördermittel, „sich mit der kulturellen Vielfalt und der Unterschiedlichkeit sexueller Orientierung, Identitäten und individuellen Lebensentwürfen auseinanderzusetzen.“ Schleswig-Holstein sieht in Kirchen und Religionsgemeinschaften ein Hindernis für die Diversity-Politik. Die Ministerien sollen ihre Maßnahmen gegen Diskriminierung und Homophobie ausbauen. Dazu gehöre „die Auseinandersetzung mit Glaubensgemeinschaften“. Baden-Württemberg geht noch einen Schritt weiter. An allen Hochschulen sollen „LSBTTIQ-Lehrstühle“ errichtet werden. Hochschulen, die „ein veraltetes Menschenbild lehren“, sollen Zuschüsse gekürzt oder gestrichen werden. Eine „aktive Medienbeobachtung“ soll transphobe und homophobe Medieninhalte sanktionieren. Religionsgemeinschaften sollen „Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare“ und „Queere Gottesdienste“ ermöglichen.

Gender-Mainstreaming hat sich in den vergangenen 15 Jahren weitgehend durchgesetzt. Seine Implementierung hat Deutschland verändert. Die Lobby der Homosexuellen erweckt den Anschein, eine breite gesellschaftliche Bewegung zu sein, obwohl der Anteil der Homosexuellen auch nach den Angaben in den Aktionsplänen nur rund fünf Prozent beträgt. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes gab es in Deutschland 2011 rund 67 000 gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, von denen rund 27 000 eingetragene Lebenspartnerschaften waren. Bis 2013 stieg die Zahl der eingetragenen Lebenspartnerschaften auf 35 000. Homosexualität gilt in Deutschland wie in den meisten Staaten des Westens inzwischen als „normal“. Nur eine Minderheit sieht dies anders und eine noch kleinere Minderheit wagt dies auch auszusprechen und praktizierte Homosexualität als unsittlich zu bezeichnen. Viele Maßnahmen in den Aktionsplänen der Bundesländer zwingen zu dem Schluss, dass Kritiker der Diversity-Politik und der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ als „homophob“, also als krank und behandlungsbedürftig gelten. Die Bevorzugung der Heterosexualität und das Festhalten an Art 6 GG gelten bestenfalls als antiquiert, die Kritik an der Gleichstellung aller Formen der sexuellen Orientierung als zu bekämpfende Diskriminierung oder, schlimmer noch, als Hasskriminalität, gegen die mit den Mitteln des Strafrechts vorgegangen werden soll, wie das Europaparlament 2014 forderte.

Im Bundestag wollte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen 2013 einen Beschluss herbeiführen, der das Angebot von Therapien bei Minderjährigen, die Probleme mit ihrer homosexuellen Orientierung haben und eine Therapie wünschen, verbietet. Da zeigt sich ein weiterer Widerspruch: Die Bewegung, die für die Auflösung der „Zwangsheterosexualität“ kämpft, tut alles, um die Veränderbarkeit von homosexuellen Neigungen zu leugnen und Informationen über therapeutische Hilfen für Menschen, die unter homosexuellen Neigungen leiden, zu unterdrücken. Die Antidiskriminierungskampagne der Homo-Lobby nimmt selbst diskriminierende Formen an. So wurde Rocco Buttiglione 2004 als designierter italienischer EU-Kommissar für Justiz wegen seiner katholischen Bewertung praktizierter Homosexualität als Sünde vom Innenausschuss des EU-Parlaments an der Übernahme des Amtes gehindert. Die katholische Kirche in Großbritannien sah sich 2014 genötigt, kirchliche Agenturen für Adoptionsvermittlung zu schließen beziehungsweise ihnen die Unterstützung zu entziehen, weil sie durch „Antidiskriminierungsgesetze“ gezwungen wurden, Kinder auch an gleichgeschlechtliche Paare zu vermitteln. Die Gender-Lobby will nicht nur Toleranz, sie besteht auf Akzeptanz. Sie verlangt, ihre Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität gutzuheißen. Akzeptanz zu verweigern heißt für sie diskriminieren.

Gender-Mainstreaming und die Kirche

Es fehlt nicht an Stimmen und Beschlüssen, die das Gender-Mainstreaming in die Kirchen implementieren wollen. Unter letzteren ragt die Familien-Denkschrift der EKD von 2013 hervor, die „Familie neu denken“ und die Vielfalt von privaten Lebensformen unterstützen will. In der katholischen Kirche reichen die positiven Stimmen zum Gender-Mainstreaming von naiver Rezeption der Gender-Perspektive über problematische Anpassungen bis zu missionarischem Eifer, das „befreiende Potenzial“ der Gender-Perspektive für die Kirche fruchtbar zu machen. Das Generalvikariat des Bistums Hildesheim, der Caritasverband und der Frauenbund scheinen Gender-Mainstreaming mit Gleichberechtigung der Geschlechter und Förderung von Frauen zu verwechseln.

Anpassungen an das Gender-Mainstreaming finden sich nicht nur in Beschlüssen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, sondern auch in der Revision des kirchlichen Arbeitsrechts durch die Mehrheit der deutschen Bischöfe am 27. April 2015. Schon in der Erklärung „Familienpolitik: geschlechter- und generationengerecht“ von 2008 verabschiedete sich das ZdK vom Familienverständnis der Kirche: Im Klartext lautete die Botschaft des ZdK nicht nur, dass die Interessen der Frauen in einem Gegensatz stehen zur Mutterschaft und Vorrang haben vor der „Generationenverantwortung“ genannten Weitergabe des Lebens, sondern dass es die „natürliche“ Familie gar nicht gibt, Familie vielmehr immer historisch und kulturell bedingt sei. Einen Schritt weiter geht das ZdK in seiner Erklärung zu Ehe und Familie von 2015, mit der es Druck auf die Bischofssynode ausüben will. Darin fordert das ZdK die „vorbehaltlose Akzeptanz des Zusammenlebens in festen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“ und eine Segnung dieser Partnerschaften und „neuer Partnerschaften Geschiedener“ sowie eine „Neubewertung der Methoden der künstlichen Empfängnisregelung“. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind auch im kirchlichen Arbeitsrecht seit April 2015 ein Thema. Sie sind kein automatischer Kündigungsgrund mehr. Nach der Verabschiedung des Lebenspartnerschaftsgesetzes hatten die Bischöfe 2002 noch erklärt, die Lebenspartnerschaft widerspreche der katholischen Lehre über Ehe und Familie und sei ein Verstoß gegen die Loyalitätsobliegenheiten im kirchlichen Arbeitsrecht. Nun ist eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft nur noch bei pastoral oder katechetisch tätigen Mitarbeitern und solchen, die aufgrund einer Missio canonica oder einer bischöflichen Beauftragung beschäftigt werden, ein Kündigungsgrund. Bei allen anderen Mitarbeitern ist sie nur dann noch ein Kündigungsgrund, wenn sie „objektiv geeignet ist, ein erhebliches Ärgernis in der Dienstgemeinschaft oder im beruflichen Wirkungskreis zu erregen und die Glaubwürdigkeit der Kirche zu beeinträchtigen“. Wenn nicht mehr die homosexuelle Partnerschaft das Skandalon ist, das der Glaubens- und Sittenlehre der Kirche zuwider läuft und eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses begründet, sondern erst das „Ärgernis in der Dienstgemeinschaft“, dann ist es nicht mehr weit, den, der das Ärgernis bekannt macht, als das eigentliche Skandalon zu betrachten. Ihm Diskriminierung, Homophobie oder Pharisäertum vorzuwerfen, ist dann naheliegend. Die Bischöfe hätten diese Revision des kirchlichen Arbeitsrechts gern mit Zwängen des Arbeitsrechts oder Gerichtsurteilen begründet. Aber das deutsche Staatskirchenrecht gewährleistet den Kirchen die Regelung der eigenen Angelegenheiten gemäß der eigenen Glaubens- und Sittenlehre. Das Bundesverfassungsgericht hatte diesen Grundsatz der Religionsfreiheit 2014 gerade noch einmal bekräftigt. So ließ sich die arbeitsrechtliche Anpassung an das Gender-Mainstreaming nicht mit rechtlichen Zwängen begründen.

In der katholischen Theologie gibt es eine Reihe von Versuchen, eine „gendersensible Theologie“ zu entwickeln. Sie gehen zwar auf Distanz zu Judith Butlers Radikalkonstruktivismus, unterstellen aber der Kategorie „Gender“ doch ein „Wachstumspotenzial für die eigene Lehre“ und „emanzipatorische Implikationen“. Diese Versuche setzen die Verabschiedung einer naturrechtlichen Sicht auf das Mann- und Frau-Sein, auf Ehe und Familie voraus. Die naturrechtliche Sicht gilt als „essentialistische Geschlechteranthropologie“. Die Bestimmung der Frau zu Mutterschaft und Ehe gilt als vorkonziliar. Der kirchlichen Lehre zu Ehe und Familie wird, so Marianne Heimbach-Steins mit Regina Ammicht-Quinn, eine Ideologisierung der Fruchtbarkeit, der Gemeinwohlrelevanz und der Beziehungsharmonie vorgeworfen. „Rigoristischer normativer Habitus“, „Fortpflanzungszentrierung“, „nostalgischer Biologismus“ und „antiquierte Rollenmodelle“ sind weitere Prädikate, mittels derer diese Lehre als nicht mehr zeitgemäß erklärt wird. Kritische Stimmen, die es wagen, Gender-Mainstreaming eine Ideologie zu nennen, werden als konservativ, unwissenschaftlich, fundamentalistisch und als Rückfall in das überwundene Naturrecht abgetan.

Kritische Stellungnahmen finden sich in Veröffentlichungen der Glaubenskongregation, im Kompendium der Soziallehre des Päpstlichen Rates Justitia et Pax, in Reden von Papst Benedikt XVI., in Bemerkungen von Papst Franziskus und nicht zuletzt in seiner Enzyklika Laudato sí, in zahlreichen Erklärungen nationaler und regionaler Bischofskonferenzen sowie einzelner Bischöfe. Auch an kritischen wissenschaftlichen und journalistischen Publikationen fehlt es nicht. Stellungnahmen der deutschen, der Schweizer oder der österreichischen Bischofskonferenz sind nicht zu finden und solche einzelner Bischöfe sind rar.

Die Kritik der Gender-Theorie geht von der biblischen Anthropologie aus: Gott hat den Menschen als Mann und als Frau erschaffen und füreinander bestimmt zur gegenseitigen Hingabe und Mitwirkung an seiner Schöpfung. Der Leib und die Generativität sind die ontologischen Voraussetzungen von Ehe und Familie. Wenn die Kritik der Kirche am Gender-Mainstreaming die Dualität und die Generativität der Geschlechter verteidigt, dann ist das nicht Biologismus, sondern ein Faktum menschlicher Existenz zu allen Zeiten und in allen Kulturen. Dieses Faktum anzuerkennen, ist die conditio sine qua non für die Kultivierung der Sexualität und die Humanisierung menschlicher Beziehungen. Nicht die Rivalität, sondern die Komplementarität von Mann und Frau steht im Zentrum dieser Verteidigung. Sie zum Gelingen zu bringen, ist die lebenslange Aufgabe von Mann und Frau, die dazu bestimmt sind, füreinander da zu sein.

Für Papst Benedikt XVI., der sich bei seinem letzten Weihnachtsempfang für das Kardinalskollegium am 21. Dezember 2012 ausführlich mit der Gender-Theorie befasste, liegt „die tiefe Unwahrheit dieser Theorie“, die er eine anthropologische Revolution nennt, darin, dass sie leugnet, dass der Mensch „eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat“. Die im Umgang mit der Umwelt so oft beklagte „Manipulation der Natur … wird hier zum Grundentscheid des Menschen im Umgang mit sich selber… Wenn es aber die von der Schöpfung kommende Dualität von Mann und Frau nicht gibt, dann gibt es auch die Familie als von der Schöpfung vorgegebene Wirklichkeit nicht mehr.“ Das Kind wird dann aus einem eigenen Rechtssubjekt zu einem Objekt, das man sich beschaffen kann. Wo aber „die Freiheit des Machens zur Freiheit des Sich-selbst-Machens wird, wird notwendigerweise der Schöpfer selbst geleugnet und damit am Ende auch der Mensch als göttliche Schöpfung, als Ebenbild Gottes im Eigentlichen seines Seins entwürdigt“. Schon wenige Wochen nach seinem Amtsantritt hatte Benedikt XVI. bei der Eröffnung der Pastoralsynode der Diözese Rom zum Thema Familie über das anthropologische Fundament von Ehe und Familie gesprochen und dabei die Gender-Theorie zurückgewiesen. Ehe und Familie seien „keine soziologische Zufallskonstruktion“ und auch „nicht das Ergebnis besonderer historischer und wirtschaftlicher Situationen“. Sie seien vielmehr „in der Wahrheit des Menschen verwurzelt“. Deshalb sei die Verbindung eines Mannes und einer Frau im Bund der Ehe von Gott „als Symbol der Heilsgeschichte“ angenommen worden. Das Geheimnis der Liebe Gottes zu den Menschen erhalte „seine sprachliche Gestalt aus dem Vokabular von Ehe und Familie – positiv wie negativ. Die Annäherung Gottes an sein Volk wird… in der Sprache der ehelichen Liebe dargelegt, während die Treulosigkeit und der Götzendienst Israels als Ehebruch und Prostitution bezeichnet wird“. Die Menschwerdung Gottes ist eo ipso eine Reverenz an die Familie. In seiner Rede im Deutschen Bundestag am 22. September 2011 wies Benedikt XVI. die Gender-Theorie erneut zurück: Der Mensch habe „eine Natur, die er achten muss und die er nicht beliebig manipulieren kann. Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst. Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur achtet, sie hört und sie annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat.“

Papst Franziskus hat die Kritik der Gender-Theorie mehrfach bestätigt. Diese sei „dämonisch“, Instrument einer „ideologischen Kolonialisierung“, „Ausdruck einer Frustration und Resignation“, weil sie es nicht mehr verstehe, sich mit dem Unterschied zwischen den Geschlechtern auseinanderzusetzen. Einen bedeutenden Aspekt der Kritik an der Gender-Theorie hat Franziskus unterstrichen: Mann und Frau seien nicht nur als Einzelne, sondern auch „als Paar Abbild Gottes“. Die Beseitigung des Unterschieds zwischen den Geschlechtern sei nicht die Lösung, sondern der Kern des Problems. Seine Sozialenzyklika Laudato sí ist ein Manifest gegen die Gender-Theorie: „Das Akzeptieren des eigenen Körpers als Gabe Gottes ist notwendig, um die ganze Welt als Geschenk des himmlischen Vaters und als gemeinsames Haus zu empfangen und zu akzeptieren… Zu lernen, den eigenen Körper anzunehmen, ihn zu pflegen und seine vielschichtige Bedeutung zu respektieren, ist für eine wahrhafte Humanökologie wesentlich. Ebenso ist die Wertschätzung des eigenen Körpers in seiner Weiblichkeit oder Männlichkeit notwendig, um in der Begegnung mit dem anderen Geschlecht sich selbst zu erkennen. Auf diese Weise ist es möglich, freudig die besondere Gabe des anderen oder der anderen als Werk Gottes des Schöpfers anzunehmen und sich gegenseitig zu bereichern. Eben deswegen ist die Einstellung dessen nicht gesund, der den Anspruch erhebt, den Unterschied zwischen den Geschlechtern auszulöschen…“

Eine Zusammenfassung der Kritik am Gender-Mainstreaming bietet das Kompendium der Soziallehre des Päpstlichen Rates Justitia et Pax: „Gegenüber denjenigen Theorien, die die Geschlechteridentität lediglich als ein kulturelles und soziales Produkt der Interaktion zwischen Gemeinschaft und Individuum betrachten, ohne die personale sexuelle Identität zu berücksichtigen oder die wahre Bedeutung der Sexualität in irgendeiner Weise in Betracht zu ziehen, wird die Kirche es nicht müde, ihre eigene Lehre immer wieder deutlich zu formulieren: Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, muss seine Geschlechtlichkeit anerkennen und annehmen. Die leibliche, moralische und geistige Verschiedenheit und gegenseitige Ergänzung sind auf die Güter der Ehe und auf die Entfaltung des Familienlebens hingeordnet. Die Harmonie des Paares und der Gesellschaft hängt zum Teil davon ab, wie Gegenseitigkeit, Bedürftigkeit und wechselseitige Hilfe von Mann und Frau gelebt werden. Aus dieser Sicht ergibt sich die Verpflichtung, das positive Recht dem Naturgesetz anzugleichen, dem zufolge die sexuelle Identität als objektive Voraussetzung dafür, in der Ehe ein Paar zu bilden, nicht beliebig ist.“ Das Naturgesetz hat nichts mit den Naturwissenschaften zu tun, deren raison d'etre es ist, Naturgesetze zu entdecken. Mit Naturgesetz ist vielmehr das natürliche Sittengesetz gemeint, die Basis des Naturrechts. Naturrecht klingt heute, nicht zuletzt für gendersensible Theologen, kirchlich. Aber das Naturrecht ist viel älter als die Kirche, die am Naturrechtsdenken festgehalten hat, um zu unterstreichen, was alle Menschen von Natur aus bindet: dass eine Ehe eine allumfassende Lebensgemeinschaft eines Mannes und einer Frau ist, die naturgemäß darauf gerichtet ist und darin ihre Erfüllung findet, Kinder zu zeugen und zu erziehen, also Familie zu werden. Keinem Gender-Mainstreaming wird es je gelingen, die Definition der Familie als Lebensgemeinsaft verschiedener Geschlechter und Generation zu ändern. Dass dies auch in anderen Religionen so gesehen wird, zeigte ein interreligiöses Kolloquium der Glaubenskongregation im Vatikan im November 2014 über die Komplementarität von Mann und Frau, an dem sich 14 Religionen und zahlreiche christliche Konfessionen beteiligten.

Die neue Gnosis

Das Gender-Mainstreaming hat in Deutschland einen beispiellosen Siegeszug angetreten. Wie ist dieser Erfolg in der katholischen Kirche in Deutschland zu erklären? Dass die katholische Kirche die dunklen Wolken nicht hat kommen sehen, wird niemand behaupten wollen angesichts der deutlichen Warnungen von Benedikt XVI., der Glaubenskongregation, der Päpstlichen Räte Justitia et Pax und für die Familie, von Papst Franziskus und auch von Bischöfen. Zahlreiche Bischöfe aber scheinen Angst zu haben, dem Tugendterror zu widersprechen. Es fehlt in den deutschsprachigen Ländern an mutigen Hirten, die bei der Verkündigung des Evangeliums und der Lehre der Kirche öffentlichen Widerspruch, gar die Kritik der Medien aushalten können. Die These, das Schweigen der Hirten sei eine Folge der Einbindung der Kirche in die Partnerschaft mit dem Staat, hält einer Prüfung nicht stand. Die Partnerschaft von Kirche und Staat hat Kardinal Meisner, Erzbischof Dyba, davor Kardinal Höffner und heute die Bischöfe Voderholzer, Hanke und Oster nicht davon abgehalten, das Evangelium auch gegen den Zeitgeist zu verkünden und den Zeitgeist zu kritisieren. Eine tiefer liegende Ursache für das Schweigen vieler Bischöfe und Theologen im deutschen Sprachraum gegenüber dem Gender-Mainstreaming liegt eher in der schwachen Identifizierung mit der leibfreundlichen kirchlichen Lehre zu Ehe, Familie und Sexualität. Die Distanzierung von Humanae vitae in der Königsteiner Erklärung 1968 hatte gravierende Folgen. Sie blockierte die Rezeption der Theologie des Leibes von Johannes Pauls II. Sie blockierte die Rezeption des Apostolischen Schreibens Familiaris consortio. Es fehlt vor allem in der Moraltheologie häufig an der Klarheit der eigenen Position, wenn Forderungen des Gender-Mainstreaming im Hinblick auf die Konstruktion und Dekonstruktion des Geschlechts zurückgewiesen werden sollen. Die Distanzierung von Humanae vitae im Vorfeld der Bischofssynode 2015 als sensus fidelium zur Tugend zu erklären, gefährdet die kirchliche Einheit und blockiert den Weg zu Umkehr.

Kritik am Gender-Mainstreaming setzt zweierlei voraus: die Kenntnis des eigenen Schatzes, der Lehre des Konzils, von Humanae vitae und Familiaris consortio zu Ehe, Familie und Sexualität, die Erkenntnis, dass Sexualität ein göttliches Geschenk ist, dass Keuschheit nicht das Fehlen von Sexualität, sondern ihre geglückte Integration in die Person ist, weshalb aus katholischer Perspektive sogar vom „Altar des Ehebettes“ gesprochen und für eine „sexuelle Liturgie“ geworben wird, zum anderen eine gewisse Verblüffungsresistenz gegenüber der Gender-Theorie. Diese steht in einer langen Tradition der Leibfeindlichkeit, die bis in die Gnosis der frühen Christenheit zurückreicht, die im Leib ein Gefängnis des Geistes sah, die davon ausging, dass der Mensch ein Gott ist, eingesperrt in die dumpfe Trägheit seines Fleisches. Zu wissen, dass wir göttergleiche Alleskönner sind, auch im Hinblick auf die Sexualität und die Generativität, gilt als Bedingung der Befreiung. Sie soll allein von unserem Willen abhängen. Wir bestimmen, was Liebe ist. Wir bestimmen auch, was Leben ist. Wir bestimmen, ob ein Embryo schon und ein pflegebedürftiger oder dementer Patient noch ein Mensch ist. Unser Wille maßt sich an, einem Menschen sein Menschsein zu- oder abzusprechen.

Eine Kirche, die lehrt, dass die Geschlechterdualität anzunehmen ist, dass eine Ehe ein lebenslanges Bündnis eines Mannes und einer Frau und die Bedingung der Generationenfolge ist, die überzeugt ist, dass das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu schützen ist, die sich deshalb „Pro Life“ engagiert, gilt in dieser Perspektive als eine Fessel, die unsere Freiheit bedroht. Der Theologie des Leibes wird eine Theologie der Liebe gegenübergestellt. Das Geheimwissen einer Elite von gendersensiblen Theologinnen, die „Genderwissenschaften“, sollen die Befreiung aus dem Gefängnis der vorgegebenen Leiblichkeit ermöglichen. Dieser neuen Gnosis ist entgegenzuhalten: Wer die Differenzen zwischen Mann und Frau als Biologismus kritisiert, die Geschlechterdualität in ein „Kontinuum“ auflöst, die Empfängnis als Fortpflanzungszentriertheit denunziert und die sexuelle Identität als eine Frage des subjektiven Willens behandelt, gefährdet das Glück zwischenmenschlicher Beziehungen und das Gemeinwohl. Er stellt Wahrheiten des christlichen Glaubens in Frage: die Inkarnation, die Leibwerdung des Gottessohnes und die Sakramentalität der Ehe.

Der Verfasser dieses Beitrags ist Autor des Buches „Gender-Mainstreaming in Deutschland – Konsequenzen für Staat, Gesellschaft und Kirchen“, das eben im Verlag Ferdinand Schöningh erschien.

von esther10 03.09.2015 23:33



Menschenrechtler protestieren gegen Unterdrückung von Christen in China
Veröffentlicht: 3. September 2015 | Autor: Felizitas Küble

Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat gegen die Verletzung der Religionsfreiheit von Christen in China demonstriert. Aus Protest errichtete die Menschenrechtsorganisation am 3. September ein drei Meter hohes rotes Kreuz vor der chinesischen Botschaft in Berlin. An der Aktion beteiligten sich rund 30 Personen. Foto Michael Leh 3 - GfbV vo chin Botschaft Kreuz

Zum Hintergrund: In den vergangenen zwei Jahren hatte das kommunistische Regime mindestens 1200 Kreuze von offiziell anerkannten Kirchen in der Provinz Zhejiang abreißen lassen. Laut der Gesellschaft für bedrohte Völker haben dort viele Christen gegen die Zerstörung von Kirchen und Kreuzen friedlich Widerstand geleistet und wurden festgenommen. Unter den Inhaftierten seien auch 270 Rechtsanwälte, die die Rechte chinesischer Christen verteidigten.

Wie der China-Experte der Organisation, Ulrich Delius, auf Anfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte, steckt hinter dem „Kreuzsturm“ in der Provinz Zhejiang die irrige Annahme kommunistischer Funktionäre: „Wenn keine Kreuze mehr zu sehen sind, werden die Menschen auch nicht mehr in die Kirche gehen.“

China gehöre heute zu den Ländern, in denen die Zahl der Christen am stärksten wachse. Schätzungen zufolge liegt ihre Zahl dort bei bis zu 130 Millionen. Die GfbV erinnerte mit ihrer Aktion auch an das Massaker 1989 in Peking. Dabei kamen nach Schätzungen 2.600 Demonstranten ums Leben.

Ex-Kanzler Schröders Verhalten „beschämend“

China beging am 3. September den 70. Jahrestag des Sieges über Japan im 2. Weltkrieg mit einer Militärparade in Peking. Rund 12.000 Soldaten marschierten am Tor des Himmlischen Friedens an der Staatsführung und ihren Gästen vorbei.

Darunter waren der russische Präsident Wladimir Putin, der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der wegen Völkermords gesuchte sudanesische Staatschef Omar Hassan al-Bashir.

Die GfbV zeigte sich „empört“, dass Schröder die Militärparade besuche, obwohl die Opfer des Massakers von 1989 nicht rehabilitiert wurden. Delius: „Es ist beschämend, dass ein deutscher Sozialdemokrat das Schicksal der getöteten und verschwundenen chinesischen Demokraten so instinktlos missachtet.“

Schröder sollte sich lieber um die Rechte der in den vergangenen Wochen willkürlich inhaftierten 270 Rechtsanwälte bemühen, so die Organisation.

Quelle: http://www.idea.de / Foto: Michael Leh

von esther10 03.09.2015 23:19

Donnerstag, 3. September 2015
Bischof Johan Bonny von Antwerpen wettert gegen Humanae Vitae

Wohl der liberalste unter den Liberalen ist Bischof Johan Bonny von Antwerpen, Belgien. Schon vor der ersten Familiensynode im Oktober 2014 forderte er ein Umdenken der Kirche in Sachen Homosexualität und eine positive Würdigung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften.



Kurz vor der Synode, die am 4. Oktober 2015 beginnt, meldet er sich erneut zu Wort um die Enzyklika Humanae Vitae von Papst Paul VI. scharf zu kritisieren.

Die wichtigsten Kritikpunkte: Die Enzyklika sei nicht im Konsens mit dem Weltepiskopat entstanden, ihr würde ein veraltetes Verständnis von Sexualität zugrunde legen und deshalb würde sie künstliche Verhütungsmittel, außerehelichen Geschlechtsverkehr und nicht-heterosexuelle Verbindungen verurteilen.

All dies müsse die kommende Synode rückgängig machen.

Einige Passagen aus seinem Beitrag für das soeben erschienene Sammelband „Zerreißprobe Ehe“ (Verlag Herder), die seine Gesinnung besonders deutlich zeigen, sollen hier dokumentiert werden. Herausgeber ist Ulrich Ruh, ehemaliger Chefredakteur der „Herder Korrespondenz“. Das Vorwort schrieb Karl Kardinal Lehman. Das Buch versteht sich als ein Beitrag zur Diskussion über Ehe und Familie im Hinblick auf die Familiensynode im Oktober 2015.

Hier kritisiert Bischof Bonny die fehlende „Kollegialität“. Diese Haltung hätte nicht im Einklang mit dem Geist des Konzil gestanden:

Alle Konstitutionen und Dekrete des Zweiten Vatikanums, auch die schwierigsten, wurden schlussendlich annähernd im Konsens verabschiedet. Von dieser Art Kollegialität blieb allerdings drei Jahre später, bei der Veröffentlichung von „Humanae Vitae“ nur sehr wenig übrig. Dass der Papst ein Urteil zu den Problemen ‚Bevölkerung, Familie und Geburten‘ fällen sollte, war vom Konzil vorgesehen. Dass er dabei das kollegiale Bemühen um einen größtmöglichen Konsens beiseitelassen sollte, war vom Konzil nicht vorgesehen.

Bischof Bonny will deshalb einen Rückfall in einen harten Autoritarismus erkennen:

Aber mich bekümmert die Tatsache, dass das Fehlen einer kollegialen Basis sofort zu Spannungen, Konflikten und Brüchen geführt hat, die nicht mehr überwunden wurden. Sowohl von der einen wie von der anderen Seite wurden seinerzeit Türen geschlossen, die seither nicht mehr geöffnet wurden. Die lehramtliche Linie von „Humanae Vitae“ wurde darüber hinaus in ein strategisches Programm umgesetzt, das mit fester Hand durchgeführt wurde. Diese Kirchenpolitik hat eine breite Schneise von Verdächtigungen, Ausschlüssen und verpassten Chancen hinterlassen. Diese Spaltung darf nicht bleiben.

Lange führt er aus, wieso homosexuelle Beziehungen nicht abzulehnen seien:

Dem Heiligen Thomas zufolge werden Mann und Frau durch einen natürlichen Instinkt voneinander angezogen, wie es auch bei allen anderen Tieren der Fall ist. Die Anziehung durch das andere Geschlecht ist also allgemein und kennt keinerlei Ausnahmen. Nach diesem Ansatz bedeutet ein Handeln gegen die heterosexuelle Neigung ein bewusstes Abweichen vom natürlichen Instinkt; von daher stammt auch der Begriff einer „Sünde gegen die Natur“, wie schon der Apostel Paulus bekräftigte (Röm 1,24–32). Der wissenschaftliche Fortschritt erlaubt es, diese Sichtweise zu nuancieren. Zunächst einmal weiß man, dass es Homosexualität auch in der Tierwelt gibt

Dabei benutzt er typische Totschlagbegriffe wie „Diskriminierung“:

Darüber hinaus wird in unserer personalistischen Kultur das Verbot jeder homosexuellen Beziehung als unzumutbare Diskriminierung betrachtet: Es sollte also Männer und Frauen geben, die nicht das Recht hätten, ihre Sexualität auszuüben, bloß weil sie nicht wie die große Mehrheit der anderen Menschen leben! Für die allermeisten unserer Zeitgenossen ist das unvorstellbar. Schließlich bedeutet dieses Verbot, eine enorme Verantwortung auf sich zu nehmen: Man weiß heute, dass eine von außen auferlegte Unterdrückung der sexuellen Praxis zu unbewussten Verlagerungen der entsprechenden Regungen mit unheilvollen Konsequenzen führen kann: Alkoholismus, Drogen, andere Verirrungen, psychosomatische Krankheiten, Beziehungsstörungen, Unduldsamkeit, Aggressivität, Autoritarismus usw.

http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 19:05

von esther10 03.09.2015 18:18

Werbung für Enthaltsamkeit03. September 2015
Sex vor der Ehe? Warum Christen warten sollten


Der Jugendreferent des evangelischen Fachverbandes für Sexualethik und Seelsorge Weißes Kreuz, Nikolaus Franke. Foto: Privat
Der Jugendreferent des evangelischen Fachverbandes für Sexualethik und Seelsorge Weißes Kreuz, Nikolaus Franke. Foto: Privat

Wetzlar (idea) – Christen sollten auf Sex vor der Ehe verzichten. Dafür wirbt der Jugendreferent des evangelischen Fachverbandes für Sexualethik und Seelsorge Weißes Kreuz, Nikolaus Franke (Ahnatal bei Kassel). In einem Beitrag für die Evangelische

Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) nennt er eine Reihe von Gründen, vor der Ehe enthaltsam zu sein – auch wenn das unpopulär sei. Im biblischen Schöpfungsbericht werde die Ehe in drei Schritten beschrieben: 1. Die Eltern verlassen. 2. An den Partner anhängen, was durch den öffentlichen Ehebund ausgedrückt wird, und 3. „Ein Fleisch werden“, indem man eine intime Beziehung eingeht. Die Sexualität ist also ebenso wie der Partner ein Geschenk Gottes, schlussfolgert Franke. Ist man sich dessen bewusst, gewinne die Intimität durch das Warten an Würde und Wert.

ANZEIGE

Die Ehe bietet Schutz

Viele Beziehungen scheiterten, weil die Partner der körperlichen Nähe unterschiedliche Bedeutung beimessen. Ende eine Beziehung, sei die Verletzung größer, wenn man schon intim geworden ist. Warte man aber bis zur Hochzeit, habe auch die seelische Intimität Zeit zu wachsen, so dass die Ehepartner dann gemeinsam Sex erlernen könnten, ohne davon die Beziehung abhängig zu machen. Die Ehe sei somit ein Schutzraum für die Sexualität.

Außerdem sei kein Verhütungsmittel absolut sicher. „Ein Kind kann durch Sexualität jederzeit entstehen“, so Franke. Auch für Mutter und Kind biete die Ehe daher einen besonderen Schutz.

Enthaltsamkeit als Glaubenszeugnis

Der seit drei Jahren verheiratete Franke (32) hat mit der körperlichen Intimität selbst bis nach der Hochzeit gewartet. Nach seinen Worten sollten gerade Christen ein Vorbild für andere sein – auch wenn es um stabile und verlässliche Beziehungen geht. Sexuelle Enthaltsamkeit bis zur Ehe mache Christen in der Welt erkennbar. Nichtchristen nähmen wahr, dass man es mit dem Glauben ernst meine, wenn man ein „Opfer bringt“, also auf Sex vor der Ehe verzichte. Das könne sogar dazu führen, dass sich Menschen – von der entschlossenen Entscheidung, zu warten, beeindruckt – mit Sinn- oder Glaubensfragen an Christen wenden.
idea


von esther10 03.09.2015 18:07

Erneuerung der Weihe Deutschlands an das Unbefleckte Herz Mariens


Wallfahrt mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Fulda.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 2. September 2015 um 20:28 Uhr
Mentlberger Gnadenbild

Fulda (kathnews/fsspx). Die Priesterbruderschaft St. Pius X. weist hin auf die Nationalwallfahrt des deutschen Distrikts am 5. und 6. September 2015 nach Fulda, zur Erneuerung der Weihe Deutschlands an das Unbefleckte Herz Mariens. Bereits zum 12. Mal veranstaltet die Priesterbruderschaft St. Pius X. am kommenden Samstag und Sonntag ihre jährliche Nationalwallfahrt des deutschen Distrikts nach Fulda. In diesem Jahr gibt es einen besonderen Anlass: vor genau 100 Jahren haben die deutschen Bischöfe mitten in den Wirren des Ersten Weltkriegs Deutschland dem heiligsten Herzen Jesu geweiht. Mit unserer Wallfahrt wollen wir zum Ausdruck bringen, dass diese Weihe, für die auf dem Petersberg in Fulda ein Denkmal errichtet ist, für die Katholiken Deutschlands auch heute noch eine Bedeutung hat: die Herzen Jesu und Mariens sind unserem Volk auch heute noch ein Zufluchtsort in der vor allem geistlichen Not und Orientierungslosigkeit unserer Zeit.

Die Wallfahrt beginnt am Samstagmittag um 12.30 Uhr im Zentrum Fuldas vor dem Schloß mit einer Marienprozession durch die Stadt und Umgebung. Veranstaltungsort des zweitägigen Gebetstreffens ist der Festsaal der alten Orangerie im Schloßgarten (Hotel Maritim). Dort wird am Samstagabend um 18.30 Uhr ein erstes feierliches Hochamt im überlieferten lateinischen Ritus zelebriert. Die Nacht über halten die Mitglieder der Katholischen Jugendbewegung e.V. Gebetswache vor dem Altar, der in der Orangerie errichtet wird. Am Sonntag früh beginnt um 8.00 Uhr das Tagesprogramm mit einem Vortrag zum Wallfahrtsthema, an den sich um 9.30 Uhr ein feierliches Pontifikalhochamt anschließt, das vom Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X., S.E. Weihbischof Bernard Fellay, zelebriert wird. Krönender Abschluß ist das Gebet der Weihe, mit dem die Wallfahrer, die aus allen Teilen Deutschlands anreisen, ihr Vaterland aufs neue Jesus und Maria anempfehlen.

Es handelt sich um eine offene Veranstaltung für alle Christen, die das Anliegen der Wallfahrt mittragen möchten. Erwartet werden für die Marienprozession mehrere hundert Personen, für das Hochamt am Sonntag vormittag bis zu 1000 Teilnehmer aus ganz Deutschland.

Foto: Mentlberger Gnadenbild – Bildquelle: Kathnews

von esther10 03.09.2015 18:03

Hamburger Kirche wird in Moschee umgewandelt

Fertigstellung im kommenden Frühjahr.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 3. September 2015 um 13:16 Uhr
Hamburger Rathaus


Hamburg (kathnews/JF/idea/fl). Eine frühere Hamburger Kirche wird mit finanzieller Hilfe aus Kuwait in eine Moschee umgewandelt. Das Emirat trägt etwa 40 Prozent der Kosten für den Umbau der ehemaligen evangelischen Kapernaum-Kirche im Stadtteil Horn. Sie belaufen sich voraussichtlich auf 2,5 Millionen Euro. Das im Jahr 2002 entwidmete, aber unter Denkmalschutz stehende Gebäude soll von außen als Kirche erkennbar bleiben, aber innen eine Moschee sein, so der Vorsitzende des islamischen Zentrums Al Nour, Daniel Abdin.

Das Zentrum hatte die ehemalige Kirche im November 2012 erworben. Der Umbau des 1961 errichteten Gebäudes sollte ursprünglich Ende 2014 abgeschlossen sein. Jetzt rechnet Abdin mit der Fertigstellung im kommenden Frühjahr. Die Moscheegemeinde trifft sich bisher in einer Tiefgarage, die jedoch für die rund 700 Besucher nicht ausreicht. Abdin hatte sich mit der Bitte um finanzielle Unterstützung an Kuwait gewandt, weil es sich nach seinen Worten um den demokratischsten Staat in der Golfregion handelt. An die Zuwendung seien keine Bedingungen geknüpft.

„Allah“ am ehemaligen Kirchturm
Am Kirchturm ist bereits der arabische Schriftzug „Allah“ zu lesen. Innen ist eine neue Empore für Frauen errichtet worden. Im Bau ist noch eine Gebetsnische für den Imam. Gebetsrufe des Muezzins werden nicht vom ehemaligen Kirchturm erschallen. Die Umwandlung in eine Moschee hatte in Hamburg großes Aufsehen erregt und Proteste ausgelöst.

Kritisch äußerten sich unter anderen der frühere Hauptpastor an St. Michaelis, Helge Adolphsen, sowie der Vorsitzende der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der „Nordkirche“, Pastor Ulrich Rüß. Heute wäre eine solche Umwandlung nicht mehr möglich, denn im Jahr 2007 ist eine kirchliche Rechtsverordnung in Kraft getreten, die eine Nutzung durch eine nicht-christliche Religionsgemeinschaft mit Ausnahme der jüdischen verbietet.

Foto: Hamburger Rathaus – Bildquelle: Kathnews

von esther10 03.09.2015 14:47

Vor der Bischofssynode – Vorrangige Option für die Familie (XXV)
3. September 2015 08:51 | Mitteilung an die Redaktion


Die Ehe, ein Sakrament
Aus der Handreichung Vorrangige Option für die Familie. 100 Fragen und 100 Antworten im Zusammenhang mit der bevorstehenden Bischofssynode über die Familie vom 4. bis 25. Oktober 2015 im Vatikan.

49. Frage: Ist es wahr, dass es, wie man heute sagt, verschiedene Formen der Ehe und Familie gibt?

Antwort: Nach dem Naturgesetz und dem göttlichen Gesetz gibt es nur eine Form der Ehe: die monogame und unauflösliche Ehe zwischen Mann und Frau. Es gibt auch nur eine Form der Familie, bestehend aus Vater, Mutter und ihren Kindern. Alle andern Formen des Zusammenlebens sind in ihrem Wesen verschieden und können der wahren Familie weder gleichgestellt noch in diese aufgenommen werden. Katholiken, die zusammenleben, ohne verheiratet zu sein, oder die nur zivil geheiratet haben, oder geschiedene Wiederverheiratete, leben in ungeordneten und ungesetzlichen Verhältnissen und können nicht als echte Familien angesehen werden, auch wenn solche Beziehungen moralische und legale Verpflichtungen enthalten.

Wie der bekannte Moraltheologe Kardinal Carlo Caffarra, Erzbischof von Bologna, sagt, würde die Kirche durch Akzeptanz einer „Pluralität“ von Ehe- oder Familienformen – wie etwa des Zusammenlebens mit einem anderen als dem gesetzlich angetrauten heterosexuellen Ehepartner und damit einer „katholischen Art“ von Scheidung – den eigentlichen Begriff von Ehe auflösen und die „Dekonstruktion“ der Familie einleiten, wie dies von ihren Feinden schon lange betrieben wird (vgl. Kardinal Carlo Caffarra, Sakramentale Ontologie und die Unauflöslichkeit der Ehe, in In der Wahrheit Christi verbleiben: Ehe und Kommunion in der katholischen Kirche, Echter Verlag, Würzburg, 2014, Kap. 7).

„Konkubinat, Ablehnung der Ehe als solche und Unfähigkeit, sich durch langfristige Verpflichtungen zu binden, alle diese Situationen verletzen die Würde der Ehe; sie zerstören den Grundgedanken der Familie; sie schwächen den Sinn für Treue. Sie verstoßen gegen das moralische Gesetz“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2390).

50. Frage: Ist die Ehe nicht nur eine Form der Gemeinschaft zwischen Personen, ein einfacher sozialer Vertrag, um das Zusammenleben zu regeln?

Antwort: Die Ehe beschränkt sich nicht auf einen privaten Vertrag zwischen zwei Personen. Sie ist ein echter und realer öffentlicher Akt, auf dem eine Gesellschaft – genauer gesagt: die Keimzelle der Gesellschaft, das heißt, die Familie – aufgebaut ist. Die Ehe ist eine im Naturrecht begründete Institution, und wird, wenn sie zwischen Gläubigen geschlossen wird, zu einem heiligen Schwur, der dem göttlichen Recht unterliegt, denn Jesus Christus hat ihn zur Würde eines Sakraments erhoben und ihn zum Symbol der Vereinigung des Schöpfers mit seiner Schöpfung und des Erlösers mit seiner Kirche gemacht.

„Die Eheschließung ist ja nicht ein Ereignis, das nur die Brautleute betrifft. Sie ist von ihrem Wesen her auch ein gesellschaftliches Geschehen, das die Brautleute eben vor der Gesellschaft in Pflicht nimmt“ (hl. Johannes Paul II., Familiaris Consortio, Nr. 68).

„Keiner von uns gehört nämlich ausschließlich sich selbst; jeder ist deshalb aufgerufen, in seinem Innersten die eigene öffentliche Verantwortung zu übernehmen. Die Ehe als Institution ist also keine widerrechtliche Einmischung der Gesellschaft oder der Obrigkeit, die Auferlegung einer Lebensform von außen im privatesten Bereich des Lebens; sie ist vielmehr der wesenseigene Anspruch des Vertrags der ehelichen Liebe und der Tiefe der menschlichen Person“ (Benedikt XVI., Schreiben bei der Eröffnung der Pastoraltagung der Diözese Rom zum Thema Familie, 6. Juni 2005) .
.
Angaben zur Handreichung:
Aldo di Cillo Pagotto/Robert F. Vasa/Athanasius Schneider: Vorrangige Option für die Familie. 100 Fragen und 100 Antworten im Zusammenhang mit der Synode. Vorwort von Jorge A. Kardinal Medina, Edizioni Supplica Filiale, Roma 2015, www. supplicafiliale.org
Die gedruckte Ausgabe in deutscher Sprache kann angefordert werden bei:
Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP)
Gladiolenstrasse 11
60437 Frankfurt am Main
segreteria.supplicafiliale [a] outlook.com
www.tfp-deutschland.org
Text: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana
http://www.katholisches.info/2015/09/03/...ie-familie-xxv/




von esther10 03.09.2015 14:47

Vor der Bischofssynode – Vorrangige Option für die Familie (XXV)
3. September 2015 08:51 | Mitteilung an die Redaktion


Die Ehe, ein Sakrament
Aus der Handreichung Vorrangige Option für die Familie. 100 Fragen und 100 Antworten im Zusammenhang mit der bevorstehenden Bischofssynode über die Familie vom 4. bis 25. Oktober 2015 im Vatikan.

49. Frage: Ist es wahr, dass es, wie man heute sagt, verschiedene Formen der Ehe und Familie gibt?

Antwort: Nach dem Naturgesetz und dem göttlichen Gesetz gibt es nur eine Form der Ehe: die monogame und unauflösliche Ehe zwischen Mann und Frau. Es gibt auch nur eine Form der Familie, bestehend aus Vater, Mutter und ihren Kindern. Alle andern Formen des Zusammenlebens sind in ihrem Wesen verschieden und können der wahren Familie weder gleichgestellt noch in diese aufgenommen werden. Katholiken, die zusammenleben, ohne verheiratet zu sein, oder die nur zivil geheiratet haben, oder geschiedene Wiederverheiratete, leben in ungeordneten und ungesetzlichen Verhältnissen und können nicht als echte Familien angesehen werden, auch wenn solche Beziehungen moralische und legale Verpflichtungen enthalten.

Wie der bekannte Moraltheologe Kardinal Carlo Caffarra, Erzbischof von Bologna, sagt, würde die Kirche durch Akzeptanz einer „Pluralität“ von Ehe- oder Familienformen – wie etwa des Zusammenlebens mit einem anderen als dem gesetzlich angetrauten heterosexuellen Ehepartner und damit einer „katholischen Art“ von Scheidung – den eigentlichen Begriff von Ehe auflösen und die „Dekonstruktion“ der Familie einleiten, wie dies von ihren Feinden schon lange betrieben wird (vgl. Kardinal Carlo Caffarra, Sakramentale Ontologie und die Unauflöslichkeit der Ehe, in In der Wahrheit Christi verbleiben: Ehe und Kommunion in der katholischen Kirche, Echter Verlag, Würzburg, 2014, Kap. 7).

„Konkubinat, Ablehnung der Ehe als solche und Unfähigkeit, sich durch langfristige Verpflichtungen zu binden, alle diese Situationen verletzen die Würde der Ehe; sie zerstören den Grundgedanken der Familie; sie schwächen den Sinn für Treue. Sie verstoßen gegen das moralische Gesetz“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2390).

50. Frage: Ist die Ehe nicht nur eine Form der Gemeinschaft zwischen Personen, ein einfacher sozialer Vertrag, um das Zusammenleben zu regeln?

Antwort: Die Ehe beschränkt sich nicht auf einen privaten Vertrag zwischen zwei Personen. Sie ist ein echter und realer öffentlicher Akt, auf dem eine Gesellschaft – genauer gesagt: die Keimzelle der Gesellschaft, das heißt, die Familie – aufgebaut ist. Die Ehe ist eine im Naturrecht begründete Institution, und wird, wenn sie zwischen Gläubigen geschlossen wird, zu einem heiligen Schwur, der dem göttlichen Recht unterliegt, denn Jesus Christus hat ihn zur Würde eines Sakraments erhoben und ihn zum Symbol der Vereinigung des Schöpfers mit seiner Schöpfung und des Erlösers mit seiner Kirche gemacht.

„Die Eheschließung ist ja nicht ein Ereignis, das nur die Brautleute betrifft. Sie ist von ihrem Wesen her auch ein gesellschaftliches Geschehen, das die Brautleute eben vor der Gesellschaft in Pflicht nimmt“ (hl. Johannes Paul II., Familiaris Consortio, Nr. 68).

„Keiner von uns gehört nämlich ausschließlich sich selbst; jeder ist deshalb aufgerufen, in seinem Innersten die eigene öffentliche Verantwortung zu übernehmen. Die Ehe als Institution ist also keine widerrechtliche Einmischung der Gesellschaft oder der Obrigkeit, die Auferlegung einer Lebensform von außen im privatesten Bereich des Lebens; sie ist vielmehr der wesenseigene Anspruch des Vertrags der ehelichen Liebe und der Tiefe der menschlichen Person“ (Benedikt XVI., Schreiben bei der Eröffnung der Pastoraltagung der Diözese Rom zum Thema Familie, 6. Juni 2005) .
.
Angaben zur Handreichung:
Aldo di Cillo Pagotto/Robert F. Vasa/Athanasius Schneider: Vorrangige Option für die Familie. 100 Fragen und 100 Antworten im Zusammenhang mit der Synode. Vorwort von Jorge A. Kardinal Medina, Edizioni Supplica Filiale, Roma 2015, www. supplicafiliale.org
Die gedruckte Ausgabe in deutscher Sprache kann angefordert werden bei:
Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP)
Gladiolenstrasse 11
60437 Frankfurt am Main
segreteria.supplicafiliale [a] outlook.com
www.tfp-deutschland.org
Text: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana
http://www.katholisches.info/2015/09/03/...ie-familie-xxv/




von esther10 03.09.2015 14:29

Fulda: Bischof Algermissen betont kirchliche Positionen zu Ehe und Familie
Veröffentlicht: 3. September 2015 | Autor: Felizitas Küble


PREDIGT von Bischof Heinz Josef Algermissen zur Eröffnung des Kongresses „Freude am Glauben“ am Freitag, den 31. Juli 2015, im Fuldaer Dom

Biblische Bezugstexte: Lesung: 1 Joh 4, 9-16, Evangelium: Mk 10, 1-12

In den letzten Jahren sind die katholischen Positionen zu Ehe und Familie verstärkt in eine kontroverse gesellschaftliche Diskussion geraten. Oft tauchen dabei polemisch geprägte Argumente auf, die in zunehmend aggressivem Ton vorgebracht werden. Foto Leupolt - Bistum Fulda

Als Stichwort nenne ich eine Ideologie, die der Wirklichkeit und der Integrität der menschlichen Natur völlig entgegensteht: das sogenannte „Gender-Mainstreaming“. Laut dieser Ideologie kann der Mensch je nach eigenem Belieben definieren, ob er Mann oder Frau ist, und er kann auch seine sexuelle Ausrichtung frei wählen.

BILD: Bischof Heinz Josef Algermissen (Foto: Leupolt/Bistum Fulda)

Bis vor einiger Zeit dachte ich, ein solch absurder Ansatz würde sich bald selbst überholen und entlarven. Offensichtlich ist dem nicht so, ich habe mich getäuscht.

Die Gender-Strategen unter den Politikern lassen nicht locker, wollen den substanziellen Geschlechterunterschied auflösen. Das christlich-jüdische Werte- und Menschenbild wird dadurch auf dramatische Weise bedroht. Wer dagegen aufbegehrt, wird als „Reaktionär“ bezeichnet.

“Gefährdung der sakramentalen Ehe und christlichen Familie”

Angesichts der Gefährdung, der in solcher gesellschaftlicher Großwetterlage die sakramentale Ehe und die christliche Familie ausgesetzt sind, halte ich es für dringend und notwendig, dass sich unser Kongress 2015 mit diesem Thema beschäftigt, um Stellung zu beziehen und die Fundamente eines katholischen Verständnisses von Ehe und Familie in positiver Weise neu zu verdeutlichen. b (8) - Kopie



Und das umso dringender, als sich die Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken vom 9. Mai dieses Jahres für die kirchliche Lehre über Ehe und Familie als destruktiv erwiesen hat, obgleich sie vorgibt, „zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen“ zu wollen.

Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, die Grundprinzipien zu beachten, die ich in den Exerzitien des hl. Ignatius von Loyola kennengelernt habe, dessen Fest wir heute feiern: nämlich die Schwächen und Schatten ehrlich feststellen und die „Unterscheidung der Geister“ erreichen.

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben!

Am 22. November 1981 veröffentlichte Papst Johannes Paul II. sein bedeutendes Apostolisches Lehrschreiben „Familiaris Consortio – Über die Aufgaben der christlichen Familie in der Welt von heute“.

Die Lage der Familien sei, so schrieb der Hl. Vater damals, von „Licht und Schatten“ gekennzeichnet, sie weise positive und negative Aspekte auf. „Die einen sind Zeichen für das in der Welt wirksame Heil in Christus, die anderen für die Ablehnung, mit der der Mensch der Liebe Gottes begegnet“ (Nr. 6).Radio Vatikan

Wer in der Rezeption der theologischen Grundaussagen von „Familiaris Consortio“ von vornherein einen Gegensatz von theologischer Idealvorstellung und konkreter Lebenswirklichkeit hineindeutet, wie häufig geschehen, konstruiert damit einen Widerspruch, der zwangsläufig in argumentative Sackgassen führt, weil nämlich dann nicht nur ein Ideal gegen die Realität ausgespielt, sondern als theoretischer Überbau und Projektion abqualifiziert wird.

“Ehe und Familie sind in der Schöpfungsordnung Gottes angelegt”

Eine Auflösung dieser Gegensätze gelingt nur, wenn man die theologischen Aussagen des Lehrschreibens als umfassende heilsgeschichtliche Argumentation begreift, in welcher Ehe und Familie bereits in der Schöpfungsinitiative Gottes angelegt sind, im Erlösungswerk Jesu ihre definitive Bedeutung erhalten und im Leben von Kirche und Welt eine konstitutive Aufgabe einnehmen.

Papst Benedikt XVI. erweitert in seiner ersten Enzyklika „Deus caritas est“ die heilsgeschichtliche Perspektive um einen interessanten Aspekt, wenn er hervorhebt:

„Die auf einer ausschließlichen und endgültigen Liebe beruhende Ehe wird zur Darstellung des Verhältnisses Gottes zu seinem Volk und umgekehrt; die Art, wie Gott liebt, wird zum Maßstab menschlicher Liebe“.BILD0289



Nur im Kontext dieses profunden Ansatzes können wir einstimmen in das Wort Jesu im Markus-Evangelium (10, 9): „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ und ist zu verstehen, was der erste Johannesbrief meint: „Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm“ (4, 16).

Getragen von dieser bleibenden, vorbehaltlosen Verbundenheit erbringen Familien heute vielfältige Leistungen, ohne die unsere Gesellschaft nicht existieren könnte. Eltern verzichten auf Einkommen und Freizeit, um ihren Kindern eine optimale Betreuung und Erziehung zukommen zu lassen. Sie begleiten ihre Kinder unter Inkaufnahme erheblicher persönlicher Einschränkungen durch Schule und Berufsausbildung.

Eheleute stehen einander in Krisensituationen bei, in Krankheit und Pflegebedürftigkeit. Sie gehen dabei mitunter bis an die Grenze der eigenen Belastbarkeit, nicht selten sogar darüber hinaus.



“Familien gebührt Dank und Anerkennung”

Unsere Gesellschaft nimmt diesen Einsatz für den anderen wie selbstverständlich hin. Er ist aber nicht selbstverständlich. Und deshalb gebührt den Familien Dank und Anerkennung durch Kirche und Gesellschaft.

In der heutigen Zeit verbreiten die Familien also viel Licht. jesus in der synagoge von nazareth

Aber auch die Schattenseiten sind unübersehbar. Ich denke an die deutlichen Fiebersymptome einer kranken Gesellschaft: Verwahrloste Elternhäuser, überforderte Mütter und Väter, Kinderarmut. Und die Tatsache macht mir große Sorgen, dass die Form des Zusammenlebens der Eltern zunehmend vergleichgültigt und dem liberalen Zeitgeist der Gesellschaft geopfert wurde.

Für die katholische Kirche bilden hingegen grundsätzlich Ehe und Familie eine unauflösliche Einheit. Die rein funktional verstandene Definition von Partnerschaft, wonach Familie überall da wäre, wo Kinder sind, ist eine schlimme Umbeugung des Familienbegriffs.

In der intakten, auf gegenseitiger Liebe und Respekt beruhenden Ehe finden Kinder den Ort, an dem sie zu gefestigten und selbstverantwortlichen Persönlichkeiten heranreifen können.

Zwar kann und darf die Kirche ihre Augen nicht angesichts der besonderen Belastungen verschließen, die Getrenntlebende und Alleinerziehende zu bewältigen haben.

Den Stellenwert der Ehe nicht in Frage stellen

Mit Nachdruck haben die letzten Päpste dazu aufgefordert, den Geschiedenen und Wiederverheirateten in ihrer Lebens- und Glaubenssituation beizustehen und sie am Leben der Gemeinde zu beteiligen. Aber das darf nicht dazu führen, den Stellenwert der in Freiheit auf Dauer geschlossenen Ehe zu relativieren oder gar in Frage zu stellen. BILD0235

Ein weiterer Grund zur Sorge ist die Tatsache, dass sich viele junge Menschen bewusst gegen die Gründung einer Familie entscheiden. Sie sehen in der Elternschaft nicht mehr die höchste Sinnerfüllung ihres Lebens. Andere Werte wie der Wunsch nach Selbstverwirklichung und individueller Freiheit treten gleichrangig hinzu.

In der Gesellschaft sind es vor allem die Schwierigkeiten, Familie und Berufstätigkeit miteinander zu vereinbaren, die junge Menschen davon abhalten, eine Familie zu gründen. Viele Ältere stehen dem verständnislos gegenüber, da sie doch selbst unter wesentlich schwierigeren Bedingungen und weitgehend ohne staatliche Hilfen Familien gegründet und Kinder erzogen haben.

Die auf die Ehe gegründete Familie würdigen

Aber wir alle müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Belastungen, die Familien tragen, heute andere sind als früher. Auf diese veränderte Situation müssen wir antworten.

Es ist Aufgabe unserer Kirchengemeinden, junge Menschen unterstützend zu begleiten, damit sie sich in der Lage sehen, den vorhandenen Kinderwunsch tatsächlich zu realisieren. Dabei muss aber stets die auf die Ehe gegründete Familie im Zentrum unserer Bemühungen stehen. Scannen0006 - Kopie

Die Familien sind die Keimzelle jeder Gesellschaft, und damit auch der Gemeinschaft der Gläubigen, der Kirche. Nur in einer Familie, in der der Glaube einen festen Stellenwert hat, können junge Menschen in einem gefestigten Glauben heranwachsen, ihn leben und später selbst weitergeben.

Die Erziehung zu Glaube und Gebet hat Papst Johannes Paul II. als eine „priesterliche Aufgabe“ bezeichnet, zu der die Familie berufen ist (Familiaris Consortio Nr. 55).

Ehe und Familie gehören zu den kostbarsten Gütern der Menschheit. Es ist unsere Aufgabe, dieses hohe Gut im christlichen Verständnis zu leben, weiterzugeben und sich für dessen Erhalt mit allem Nachdruck einzusetzen.

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben!

Auf diesem Hintergrund und im Spiegel einer sich mehr und mehr in Formlosigkeit auflösenden Gesellschaft bin ich so dankbar für die Sammlungsbewegung des „Forums deutscher Katholiken“, in der sich glaubenstreue Frauen und Männer aus verschiedenen Generationen zusammengeschlossen haben, denen die Verbindung zu Jesus Christus und seiner Kirche Quelle zur Hoffnung und Freude ist. Was wir in dieser konfusen Zeit brauchen, sind tief Überzeugte. Denn nur sie können andere überzeugen.

Bitte helfen Sie mit, dass wir das kostbare Gut glaubenstreuer Ehen und Familien nicht verlieren. Dazu möge uns dieser Kongress einen kräftigen Impuls und Gottes Segen geben! Amen.

Der Abdruck dieser Predigt erfolgt mit freundlicher Genehmigung der bischöflichen Pressestelle in Fulda

*

Lesermeinung

Erzengel
3. September 2015 um 13:04
B R A V O, Herr Bischof Algermissen ! Gut, wenn ein Hirte offen ausspricht, was Sache ist !
Ich hab das Gefühl, daß sich der GENDER-Wahnsinn hier ausbreiten will wie ein Krebsgeschwür. Das sollte unter allen Umständen im Keim erstickt werden ! Es kann doch nicht sein, daß man in den Schöpfungsplan Gottes derart eingreift und alles auf den Kopf stellt.
Ich würde mir wünschen, daß auch alle anderen Hirten in unserem Land aufstehen, um gegen diesen Gender-Unsinn anzugehen, statt dem ,Mainstream’ zu folgen, und diesen Quatsch auch noch zu unterstützen. Bei diesem Thema kann man nicht tolerant sein ! Und was Kompromisse bringen, das sieht man ja: du gibst den kleinen Finger, und man will die ganze Hand.
Mir wird schon übel, wenn man einige Diskussions-Runden ansieht und anhört. Bei vielen muß man sich fragen, um was es ihnen im Leben wirklich geht.
Wenn man sich nach allem richten würde, was andere wollen, oder aufpasst, daß man es allen recht macht, kommt man 1. zu keiner klaren Aussage – und 2. wäre man dann in einem halben Jahr im Irrenhaus.



von esther10 03.09.2015 09:15

Entführt und missbraucht
IS-Sexsklavin veröffentlicht Buch
02.09.2015, 22:25 Uhr | AFP


Die Jesidin Jinan berichtet in einem Buch über ihr Leben als Sexsklavin des IS. (Quelle: AFP

Entführt, geschlagen und als Sexsklavin missbraucht: Die 18-jährige Irakerin Jinan beschreibt in einem Buch die Qualen, die sie nach ihrer Verschleppung durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ertragen musste

Jinan gehört zur religiösen Minderheit der Jesiden. Sie wurde Ende 2014 entführt und dann an zwei Männer verkauft. Nach drei Monaten konnte sie sich aus der Gewalt ihrer Peiniger befreien. Am Freitag erscheint nun Jinans Bericht über ihre traumatischen Erlebnisse.

Die junge Frau wurde von den Dschihadisten als Sexsklavin an einen ehemaligen Polizisten und einen Imam verkauft. Mit anderen entführten Jesidinnen wurde sie in einem Haus gefangen gehalten. "Sie haben uns gefoltert und versucht, uns mit Gewalt zum Islam zu bekehren. Wenn wir uns weigerten, wurden wir geschlagen und draußen in der prallen Sonne angekettet. Und sie haben uns gezwungen, Wasser zu trinken, in dem tote Mäuse schwammen."

TOP-NACHRICHTEN

Unsere wichtigsten Themen
Ihre Peiniger drohten auch damit, sie mit Elektroschocks zu foltern, wie Jinan berichtet. "Diese Männer waren keine Menschen. Sie haben nur an den Tod gedacht, an das Morden. Sie haben pausenlos Drogen genommen. Sie wollen sich an der ganzen Welt rächen."

Märkte für Menschenhändler

Jinan schildert in ihrem mit dem französischen Journalisten Thierry Oberele verfassten Buch "Daesh's Slave" (Sklavin des IS) auch Szenen eines Markts für christliche und jesidische Sexsklavinnen. Dutzende Frauen seien in eine große Empfangshalle in Mossul gebracht worden. "Die Kämpfer schlichen um uns herum, lachten laut und kniffen uns in den Hintern." Einer der Männer habe sich beschwert: "Sie hat große Brüste. Ich will aber eine Jesidin mit blauen Augen und blasser Haut. Ich bin bereit, den geforderten Preis zu zahlen."

Jinan zufolge waren neben Irakern und Syrern auch westliche Ausländer bei solchen "Sklavenmärkten" zu sehen. Aus welchen Ländern sie stammten, könne sie aber nicht sagen. Die hübschesten Mädchen seien für die Milizenchefs und reiche Männer aus den Golfstaaten reserviert gewesen.

Im Haus ihrer beiden Peiniger seien Kämpfer und Menschenhändler ein- und ausgegangen, um über den Kauf von Frauen zu verhandeln. "Ich nehme Deine Baretta-Pistole für die Brünette", habe einer der Händler gesagt, schreibt Jinan in ihrem Buch. "Falls du eine Barzahlung bevorzugst, macht das 150 Dollar."

Da ihre Geiselnehmer davon ausgingen, dass sie kein Arabisch versteht, redeten sie in Jinans Gegenwart offen über den Menschenhandel, der "ein gutes Geschäft" für den Islamischen Staat sei. Er helfe helfe dabei, den Kampf der Gotteskrieger zu finanzieren.

Leben im Flüchtlingslager

Nach drei Monaten Gefangenschaft gelang der jungen Frau schließlich mit Hilfe von gestohlenen Schlüsseln die Flucht. Inzwischen lebt Jinan mit ihrem Ehemann in einem Flüchtlingslager für Jesiden im Nordirak. In ihre Heimat kann sie nicht zurückkehren - zu groß ist die Angst, erneut den Dschihadisten in die Hände zu fallen.

http://www.t-online.de/nachrichten/ausla...licht-buch.html

von esther10 03.09.2015 09:04

Missbrauch
Mainzer Kita bleibt länger geschlossen



Nach sexuellen Übergriffen öffnet Einrichtung voraussichtlich im Frühjahr 2015
Bonn - 01.09.2015

Die nach sexuellen Übergriffen unter Kindern geschlossene katholische Kindertagesstätte "Maria Königin" in Mainz wird anders als ursprünglich geplant nicht zum beginnenden neuen Kindergartenjahr wieder eröffnet. Das teilte das Bistum Mainz am Dienstag mit.
Das Bistum erläuterte, seine Aufsichtsbehörden, die örtliche Kirchengemeinde als Trägerin der Kita, die Stadt Mainz und das Landesjugendamt seien sich darin einig, dass in einigen Bereichen weitere grundlegende Vorarbeiten nötig seien.

Neues Konzept erarbeiten

So sollten die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kita, deren Stellen ausgeschrieben würden, mit der Kirchengemeinde als Träger unter anderem ein neues Konzept für die Tageseinrichtung erarbeiten. Mit umgebauten Räumlichkeiten werde die Kita voraussichtlich im Frühjahr mit zunächst einer Gruppe wieder eröffnet.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Juni hatte die Pfarrgemeinde den Mitarbeitern der Kita fristlos gekündigt. Bei ihnen handelt es sich um sechs Erzieherinnen einschließlich der Leiterin der Einrichtung und um einen Erzieher. Das Bistum hatte die Eltern der Kinder in einem Schreiben darauf hingewiesen, dass es für die Geschehnisse "keine andere plausible Erklärung" gebe, als dass es zu "schweren und schwersten Aufsichtspflichtverletzungen des erzieherischen Personals" gekommen sei.
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktue...cht-tabuisieren
Erzieherinnen reichten Klage gegen Kündigung ein

Die Mainzer Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Die sechs Erzieherinnen reichten vor dem Arbeitsgericht Mainz Kündigungsschutzklage ein. (KNA)

von esther10 03.09.2015 08:51

Dominikanische Republik: Migranten aus Haiti oft Sklavenarbeiter

Historiker: Grassierender Rassismus gegenüber den Arbeitsmigranten aus dem angrenzenden Nachbarland - Regierung Haitis lässt Bürger in der Diaspora im Stich

Vatikanstadt, 01.09.2015 (KAP) Sklaverei-ähnliche Zustände gibt es nach Angaben eines Historikers unter den haitianischen Gastarbeitern im Karibikstaat Santo Domingo: "Zehntausende arbeiten auf den Zuckerrohrplantagen unter Bedingungen, die der Sklavenarbeit sehr nahe kommen", erklärte Haiti-Experte Christophe Wargny im Interview mit "Radio Vatikan". Die Gastarbeiter aus dem direkt angrenzendem Land hätten keine Papiere und würden nur Gutscheine bekommen, die in Lebensmittelgeschäften eingelöst werden könnten. Die Situation verschlimmere sich seit einigen Jahren weiter, wobei die haitianische Regierung darauf kaum reagiere, so der Historiker, der unlängst gemeinsam mit Haitis Ex-Präsidenten Aristide Jean-Bertrand ein Buch über die Probleme des Landes schrieb.

Die Dominikanische Republik und ihr Nachbarland Haiti teilen sich gemeinsam die Karibikinsel Hispaniola. Während in dem einen Land der Tourismus floriert, ist Haiti das ärmste Land der westlichen Hemisphäre, gehört zur Gruppe der am wenigsten entwickelten Ländern und erholt sich nur allmählich vom verheerenden Erdbeben von 2010. Zehntausende Bewohner Haitis haben keine Häuser und leben in Elendsvierteln in Wellblechhütten, wobei die meisten keine richtige Arbeit haben; jeder Zweite lebt von weniger als einem US-Dollar am Tag. Viele Haitianer wandern deshalb in den spanischsprachigen Nachbarstaat aus und suchen Arbeit im Fremdenverkehr und in der Landwirtschaft.

Gegen die fast ausschließlich dunkelhäutigen haitianischen Einwanderer gebe es in der Dominikanischen Republik - hier liegt der Anteil der schwarzen Bevölkerung nur bei 12 Prozent - einen "starken Rassismus", berichtete Wargny. Die Haitianer müssten offenbar als Sündenböcke in Zeiten der Krise herhalten. "Jedes Mal, wenn die Dominikanische Republik Schwierigkeiten hat, machen sie die Haitianer dafür verantwortlich, etwa, dass sie den anderen die Arbeit wegnehmen." Zutreffend sei bloß, dass die Haitianer in der Dominikanischen Republik im Zuckerrohranbau, im Baugewerbe und in der Infrastruktur eine große Rolle spielten. Mit ihren Problemen in der Diaspora seien die Haitianer isoliert und auf sich allein gestellt, würden die Missstände doch in ihrem Heimatland etwa bei den Wahlen kaum thematisiert.

Die Ursachen für die grundlegenden Unterschiede zwischen beiden Hispaniola-Ländern erklärte Wargny durch die Kolonialgeschichte: Sowohl Haiti als auch die Dominikanische Republik waren einst spanische Kolonien, mit der Übernahme der Kolonialherrschaft Haitis durch Frankreich Ende des 17. Jahrhunderts begann jedoch der Niedergang des Staates: Massiv wurden Wälder gerodet, um Häuser und Schiffe bauen zu können, wobei natürliche Schutzwälle gegen Naturkatastrophen wegfielen und Erdbeben oftmals zu verheerenden Überschwemmungen und Schlammlawinen führten - zuletzt 2010. Heute sei auch in der Dominikanischen Republik die Armutsquote mit 40 Prozent höher als in anderen Karibikländern, dennoch blicke man auf das Nachbarland Haiti mit seinen sozialen Problemen herunter.



Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/72117.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

von esther10 03.09.2015 08:31

Transsexueller Spanier darf doch nicht Taufpate werden
Glaubenskongregation urteilte negativ

Madrid-Rom, 02.09.2015 (KAP/KNA) Neue Wendung im Fall des transsexuellen Spaniers Alex Salinas, der Taufpate seines Neffen werden wollte: Der 21-Jährige bekommt doch keine Erlaubnis der katholischen Kirche. "Es ist meine pastorale Pflicht, dies öffentlich und endgültig mitzuteilen", hieß es in einer in der Nacht zum Mittwoch verschickten Erklärung des Bischofs von Cadiz, Rafael Zornoza Boy.

Die Kirche hatte Salinas bereits im Juli als Taufpaten abgelehnt. Daraufhin startete dieser eine Online-Petition, in der er Papst Franziskus um Hilfe bat. "Die Kirche, die ich kenne, ist nicht so", beklagte der junge Mann. Die Petition erhielt mehr als 35.000 Unterstützter und sorgte landesweit für Aufsehen. Im August korrigierte die Diözese Cadiz die Entscheidung und wollte Salinas trotz seiner Transsexualität als Taufpaten zulassen. Nun hatte Rom das letzte Wort.

Er habe im Fall Salinas wegen des "gesellschaftlichen Drucks und des Medieninteresses" die römische Glaubenskongregation konsultiert, so der Bischof. Deren Beurteilung lautet wie folgt: "Es ist offensichtlich, dass diese Person kein Leben führt, das den Grundsätzen des Glaubens und den Anforderungen an das Patenamt entspricht." Diese Art von Sexualverhalten zeuge im Hinblick auf die moralischen Erfordernisse von einer "gegensätzlichen Haltung", so das Votum der Glaubenskongregation. Salinas reagierte via Facebook verärgert und kündigte an, mit der Kirche zu brechen. Er empfinde "Ekel, Zorn, Traurigkeit, Wut". Die Kirche habe gezeigt, dass sie ihn nicht liebe.

In der Causa Salinas wird von vielen Kommentatoren auf die Audienz des Papstes für den spanischen Transgender-Mann Diego Neria verwiesen die im Jänner stattgefunden hatte. Neria hatte im Vorjahr einen Brief an den Papst gerichtet. Darin schilderte er, dass er ein praktizierender Katholik sei, aber dass einige der Mitglieder seiner Gemeinde in seiner Heimatstadt Plasencia ihn ablehnten, nachdem er eine Geschlechtsumwandlung durchführen hatte lassen. Er sagte, ein Priester habe ihn sogar "Tochter des Teufels" genannt.

Papst Franziskus griff laut Zeitung "Hoy" am Heiligen Abend zum Hörer und rief Neria an, nachdem er dessen Brief kurz vorher erhalten hatte. In dem Telefonat lud der Papst den Spanier ein. Die Privataudienz fand genau einen Monat nach dem Telefongespräch statt. Die Begegnung hatte vor dem Hintergrund einer von manchen Beobachtern wahrgenommenen Kursänderung des Vatikans zu katholischen Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen (LGBT) statt. LGBT-Lobbyinggruppen betonten wiederholt, dass seit Amtsantritt von Franziskus vor zwei Jahren moderatere Töne aus dem Vatikan im Blick auf die diesbezüglichen Anliegen geäußert würden.



Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/72142.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

von esther10 03.09.2015 08:28

Parndorf-Tragödie: Erzbischof versucht, Slowaken aufzurütteln
flickr.com / Benediktíni Sampor

Slowakische Gemeinden lehnen Flüchtlingsaufnahme vehement ab- Orden musste Aufnahme im Ort Ladce abblasen, nachdem sich deutliche Mehrheit der überwiegend katholischen Bürger gegen das Projekt gewendet hatte


Bratislava, 01.09.2015 (KAP) Der Erzbischof von Bratislava, Stanislav Zvolensky, hat mit einer Erklärung zur Flüchtlingstragödie von Parndorf Stellung genommen. "Nur wenige Kilometer vor unseren Grenzen" habe sich "eine furchtbare Tragödie ereignet". Auch wenn Menschen darauf verwiesen, dass dieses Unglück durch die "Unmenschlichkeit" von Schleppern verursacht worden sei, so gelte doch: "Das Leiden und der Tod der Flüchtlinge betreffen jeden von uns. Wenden wir den Blick nicht ab", so der Vorsitzende der Slowakischen Bischofskonferenz.

Zvolensky bat die Gläubigen in seiner Erzdiözese um das Gebet - "für unsere Nächsten, die in dem Lieferwagen gestorben sind, und um geistliche Kraft für uns alle, damit wir den Mut haben, die Flüchtlinge mit dem Blick der Menschlichkeit zu betrachten".

Mit seiner ungewöhnlich spontanen Äußerung wenige Stunden nach Aufdeckung des Verbrechens hat Zvolensky das von den slowakischen Medien heftig kritisierte weitgehende Schweigen der katholischen Kirchenführung zur Flüchtlingsproblematik gebrochen. Noch weitaus größere Kritik traf und trifft jedoch den sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Robert Fico, der eine Quotenregelung für die EU-Staaten weiterhin ablehnt und, wohl auch im Hinblick auf die nahenden Parlamentswahlen, an einer Bevorzugung christlicher Flüchtlinge festhält.

Die slowakische Caritas steht schon seit längerer Zeit in der Slowakei gestrandeten Flüchtlingen bei, verfügt aber nicht über die Mittel, den Organisationsgrad und das Ansehen, über das die Schwesterorganisation in Österreich verfügt. Ein Flugblatt der Bischofskonferenz, das bei den Gottesdiensten verteilt wurde, war um eine positivere Sicht der Flüchtlinge bemüht.

"Schutz" der "slowakischen christlichen Kultur"

Initiativen zur Aufnahme und intensiven Betreuung von Flüchtlingen kommen auch aus dem Bereich der Christdemokratischen Bewegung (KDH). Unmittelbar auf Parndorf reagiert hat ein "Aufruf zur Menschlichkeit" in einem sozialen Netz, dem sich schon am ersten Tag 5.000 Menschen angeschlossen haben.

Wie wenig populär das Anliegen ist, hat nicht nur das Referendum über die Unterbringung von 500 Flüchtlingen aus Traiskirchen in Gabcikovo gezeigt. In der Ortschaft Ladce musste der Vinzentinerorden die Unterbringung christlicher Flüchtlinge auf dem Gelände des ihm gehörigen Schlosses abblasen, da sich eine deutliche Mehrheit der überwiegend katholischen Bürger gegen das Projekt gewendet hatte. "Auch die syrische christliche Kultur" sei "offensichtlich eine andere als die slowakische christliche", lautete eines der Argumente der Petition.

Der Kühllastwagen mit den 71 toten Flüchtlingen, der am Donnerstag in einer Pannenbucht an der Ostautobahn (A4) im Bezirk Neusiedl am See entdeckt worden war, wies das Logo eines slowakischen Geflügelhändlers auf. Allerdings hatte er ein ungarisches Kennzeichen.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/72105.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | 40 | 41 | 42 | 43 | 44 | 45 | 46 | 47 | 48 | 49 | 50 | 51 | 52 | 53 | 54 | 55 | 56 | 57 | 58 | 59 | 60 | 61 | 62 | 63 | 64 | 65 | 66 | 67 | 68 | 69 | 70 | 71 | 72 | 73 | 74 | 75 | 76 | 77 | 78 | 79 | 80 | 81 | 82 | 83 | 84 | 85 | 86 | 87 | 88 | 89 | 90 | 91 | 92 | 93 | 94 | 95 | 96 | 97 | 98 | 99 | 100 | 101 | 102 | 103 | 104 | 105 | 106 | 107 | 108 | 109 | 110 | 111 | 112 | 113 | 114 | 115 | 116 | 117 | 118 | 119 | 120 | 121 | 122 | 123 | 124 | 125 | 126 | 127 | 128 | 129 | 130 | 131 | 132 | 133 | 134 | 135 | 136 | 137 | 138 | 139 | 140 | 141 | 142 | 143 | 144 | 145 | 146 | 147 | 148 | 149 | 150 | 151 | 152 | 153 | 154 | 155 | 156 | 157 | 158 | 159 | 160 | 161 | 162 | 163 | 164 | 165 | 166 | 167 | 168 | 169 | 170 | 171 | 172 | 173 | 174 | 175 | 176 | 177 | 178 | 179 | 180 | 181 | 182 | 183 | 184 | 185 | 186 | 187 | 188 | 189 | 190 | 191 | 192 | 193 | 194 | 195 | 196 | 197 | 198 | 199 | 200 | 201 | 202 | 203 | 204 | 205 | 206 | 207 | 208 | 209 | 210 | 211 | 212 | 213 | 214 | 215 | 216 | 217 | 218 | 219 | 220 | 221 | 222 | 223 | 224 | 225 | 226 | 227 | 228 | 229 | 230 | 231 | 232 | 233 | 234 | 235 | 236 | 237 | 238 | 239 | 240 | 241 | 242 | 243 | 244 | 245 | 246 | 247 | 248 | 249 | 250 | 251 | 252 | 253 | 254 | 255 | 256 | 257 | 258 | 259 | 260 | 261 | 262 | 263 | 264 | 265 | 266 | 267 | 268 | 269 | 270 | 271 | 272 | 273 | 274 | 275 | 276 | 277 | 278 | 279 | 280 | 281 | 282 | 283 | 284 | 285 | 286 | 287 | 288 | 289 | 290 | 291 | 292 | 293 | 294 | 295 | 296 | 297 | 298 | 299 | 300 | 301 | 302 | 303 | 304 | 305 | 306 | 307 | 308 | 309 | 310 | 311 | 312 | 313 | 314 | 315 | 316 | 317 | 318 | 319 | 320 | 321 | 322 | 323 | 324 | 325 | 326 | 327 | 328 | 329 | 330 | 331 | 332 | 333 | 334 | 335 | 336 | 337 | 338 | 339 | 340 | 341 | 342 | 343 | 344 | 345 | 346 | 347 | 348 | 349 | 350 | 351 | 352 | 353 | 354 | 355 | 356 | 357 | 358 | 359 | 360 | 361 | 362 | 363 | 364 | 365 | 366 | 367 | 368 | 369 | 370 | 371 | 372 | 373 | 374 | 375 | 376 | 377 | 378 | 379 | 380 | 381 | 382 | 383 | 384 | 385 | 386 | 387 | 388 | 389 | 390 | 391 | 392 | 393 | 394 | 395 | 396 | 397 | 398 | 399 | 400 | 401 | 402 | 403 | 404 | 405 | 406 | 407 | 408 | 409 | 410 | 411 | 412 | 413 | 414 | 415 | 416 | 417 | 418 | 419 | 420 | 421 | 422 | 423 | 424 | 425 | 426 | 427 | 428 | 429 | 430 | 431 | 432 | 433 | 434 | 435 | 436 | 437 | 438 | 439 | 440 | 441 | 442 | 443 | 444 | 445 | 446 | 447 | 448 | 449 | 450 | 451 | 452 | 453 | 454 | 455 | 456 | 457 | 458 | 459 | 460 | 461 | 462 | 463 | 464 | 465 | 466 | 467 | 468 | 469 | 470 | 471 | 472 | 473 | 474 | 475 | 476 | 477 | 478 | 479 | 480 | 481 | 482 | 483 | 484 | 485 | 486 | 487 | 488 | 489 | 490 | 491 | 492 | 493 | 494 | 495 | 496 | 497 | 498 | 499 | 500 | 501 | 502 | 503 | 504 | 505 | 506 | 507 | 508 | 509 | 510 | 511 | 512 | 513 | 514 | 515 | 516 | 517 | 518 | 519 | 520 | 521 | 522 | 523 | 524 | 525 | 526 | 527 | 528 | 529 | 530 | 531 | 532 | 533 | 534 | 535 | 536 | 537 | 538 | 539 | 540 | 541 | 542 | 543 | 544 | 545 | 546 | 547 | 548 | 549 | 550 | 551 | 552 | 553 | 554 | 555 | 556 | 557 | 558 | 559 | 560 | 561 | 562 | 563 | 564 | 565 | 566 | 567 | 568 | 569 | 570 | 571 | 572 | 573 | 574 | 575 | 576 | 577 | 578 | 579 | 580 | 581 | 582 | 583 | 584 | 585 | 586 | 587 | 588 | 589 | 590 | 591 | 592 | 593 | 594 | 595 | 596 | 597 | 598 | 599 | 600 | 601 | 602 | 603 | 604 | 605 | 606 | 607 | 608 | 609 | 610 | 611 | 612 | 613 | 614 | 615 | 616 | 617 | 618 | 619 | 620 | 621 | 622 | 623 | 624 | 625 | 626 | 627 | 628 | 629 | 630 | 631 | 632 | 633 | 634 | 635 | 636 | 637 | 638 | 639 | 640 | 641 | 642 | 643 | 644 | 645 | 646 | 647 | 648 | 649 | 650 | 651 | 652 | 653 | 654 | 655 | 656 | 657 | 658 | 659 | 660 | 661 | 662 | 663 | 664 | 665 | 666 | 667 | 668 | 669 | 670 | 671 | 672 | 673 | 674 | 675 | 676 | 677 | 678 | 679 | 680 | 681 | 682 | 683 | 684 | 685 | 686 | 687 | 688 | 689 | 690 | 691 | 692 | 693 | 694 | 695 | 696 | 697 | 698 | 699 | 700 | 701 | 702 | 703 | 704 | 705 | 706 | 707 | 708 | 709 | 710 | 711 | 712 | 713 | 714 | 715 | 716 | 717 | 718 | 719 | 720 | 721 | 722 | 723 | 724 | 725 | 726 | 727 | 728 | 729 | 730 | 731 | 732 | 733 | 734 | 735 | 736 | 737 | 738 | 739 | 740 | 741 | 742 | 743 | 744 | 745 | 746 | 747 | 748 | 749 | 750 | 751 | 752 | 753 | 754 | 755 | 756 | 757 | 758 | 759 | 760 | 761 | 762 | 763 | 764 | 765 | 766 | 767 | 768 | 769 | 770 | 771 | 772 | 773 | 774 | 775 | 776 | 777 | 778 | 779 | 780 | 781 | 782 | 783 | 784 | 785 | 786 | 787 | 788 | 789 | 790 | 791 | 792 | 793 | 794 | 795 | 796 | 797 | 798 | 799 | 800 | 801 | 802 | 803 | 804 | 805 | 806 | 807 | 808 | 809 | 810 | 811 | 812 | 813 | 814 | 815 | 816 | 817 | 818 | 819 | 820 | 821 | 822 | 823 | 824 | 825 | 826 | 827 | 828 | 829 | 830 | 831 | 832 | 833 | 834 | 835 | 836 | 837 | 838 | 839 | 840 | 841 | 842 | 843 | 844 | 845 | 846 | 847 | 848 | 849 | 850 | 851 | 852 | 853 | 854 | 855 | 856 | 857 | 858 | 859 | 860 | 861 | 862 | 863 | 864 | 865 | 866 | 867 | 868 | 869 | 870 | 871 | 872 | 873 | 874 | 875 | 876 | 877 | 878 | 879 | 880 | 881 | 882 | 883 | 884 | 885 | 886 | 887 | 888 | 889 | 890 | 891 | 892 | 893 | 894 | 895 | 896 | 897 | 898 | 899 | 900 | 901 | 902 | 903 | 904 | 905 | 906 | 907 | 908 | 909 | 910 | 911 | 912 | 913 | 914 | 915 | 916 | 917 | 918 | 919 | 920 | 921 | 922 | 923 | 924 | 925 | 926 | 927 | 928 | 929 | 930 | 931 | 932 | 933 | 934 | 935 | 936 | 937 | 938 | 939 | 940 | 941 | 942 | 943 | 944 | 945 | 946 | 947 | 948 | 949 | 950 | 951 | 952 | 953 | 954 | 955 | 956 | 957 | 958 | 959 | 960 | 961 | 962 | 963 | 964 | 965 | 966 | 967 | 968 | 969 | 970 | 971 | 972 | 973 | 974 | 975 | 976 | 977 | 978 | 979 | 980 | 981 | 982 | 983 | 984 | 985 | 986 | 987 | 988 | 989 | 990 | 991 | 992 | 993 | 994 | 995 | 996 | 997 | 998 | 999 | 1000 | 1001 | 1002 | 1003 | 1004 | 1005 | 1006 | 1007 | 1008 | 1009 | 1010 | 1011 | 1012 | 1013 | 1014 | 1015 | 1016 | 1017 | 1018 | 1019 | 1020 | 1021 | 1022 | 1023 | 1024 | 1025 | 1026 | 1027 | 1028 | 1029 | 1030 | 1031 | 1032 | 1033 | 1034 | 1035 | 1036 | 1037 | 1038 | 1039 | 1040 | 1041 | 1042 | 1043 | 1044 | 1045 | 1046 | 1047 | 1048 | 1049 | 1050 | 1051 | 1052 | 1053 | 1054 | 1055 | 1056 | 1057 | 1058 | 1059 | 1060 | 1061 | 1062 | 1063 | 1064 | 1065 | 1066 | 1067 | 1068 | 1069 | 1070 | 1071 | 1072 | 1073 | 1074 | 1075 | 1076 | 1077 | 1078 | 1079 | 1080 | 1081 | 1082 | 1083 | 1084 | 1085 | 1086 | 1087 | 1088 | 1089 | 1090 | 1091 | 1092 | 1093 | 1094 | 1095 | 1096 | 1097 | 1098 | 1099 | 1100 | 1101 | 1102 | 1103 | 1104 | 1105 | 1106 | 1107 | 1108 | 1109 | 1110 | 1111 | 1112 | 1113 | 1114 | 1115 | 1116 | 1117 | 1118 | 1119 | 1120 | 1121 | 1122 | 1123 | 1124 | 1125 | 1126 | 1127 | 1128 | 1129 | 1130 | 1131 | 1132 | 1133 | 1134 | 1135 | 1136 | 1137 | 1138 | 1139 | 1140 | 1141 | 1142 | 1143 | 1144 | 1145 | 1146 | 1147 | 1148 | 1149 | 1150 | 1151 | 1152 | 1153 | 1154 | 1155 | 1156 | 1157 | 1158 | 1159 | 1160 | 1161 | 1162 | 1163 | 1164 | 1165 | 1166 | 1167 | 1168 | 1169 | 1170 | 1171 | 1172 | 1173 | 1174 | 1175 | 1176 | 1177 | 1178 | 1179 | 1180 | 1181 | 1182 | 1183 | 1184 | 1185 | 1186 | 1187 | 1188 | 1189 | 1190 | 1191 | 1192 | 1193 | 1194 | 1195 | 1196 | 1197 | 1198 | 1199 | 1200 | 1201 | 1202 | 1203 | 1204 | 1205 | 1206 | 1207 | 1208 | 1209 | 1210 | 1211 | 1212 | 1213 | 1214 | 1215 | 1216 | 1217 | 1218 | 1219 | 1220 | 1221 | 1222 | 1223 | 1224 | 1225 | 1226 | 1227 | 1228 | 1229 | 1230 | 1231 | 1232 | 1233 | 1234 | 1235 | 1236 | 1237 | 1238 | 1239 | 1240 | 1241 | 1242 | 1243 | 1244 | 1245 | 1246 | 1247 | 1248 | 1249 | 1250 | 1251 | 1252 | 1253 | 1254 | 1255 | 1256 | 1257 | 1258 | 1259 | 1260 | 1261 | 1262 | 1263 | 1264 | 1265 | 1266 | 1267 | 1268 | 1269 | 1270 | 1271 | 1272 | 1273 | 1274 | 1275 | 1276 | 1277 | 1278 | 1279 | 1280 | 1281 | 1282 | 1283 | 1284 | 1285 | 1286 | 1287 | 1288 | 1289 | 1290 | 1291 | 1292 | 1293 | 1294 | 1295 | 1296 | 1297 | 1298 | 1299 | 1300 | 1301 | 1302 | 1303 | 1304 | 1305 | 1306 | 1307 | 1308 | 1309 | 1310 | 1311 | 1312 | 1313 | 1314 | 1315 | 1316 | 1317 | 1318 | 1319 | 1320 | 1321 | 1322 | 1323 | 1324 | 1325 | 1326 | 1327 | 1328 | 1329 | 1330 | 1331 | 1332 | 1333 | 1334 | 1335 | 1336 | 1337 | 1338 | 1339 | 1340 | 1341 | 1342 | 1343 | 1344 | 1345 | 1346 | 1347 | 1348 | 1349 | 1350 | 1351 | 1352 | 1353 | 1354 | 1355 | 1356 | 1357 | 1358 | 1359 | 1360 | 1361 | 1362 | 1363 | 1364 | 1365 | 1366 | 1367 | 1368 | 1369 | 1370 | 1371 | 1372 | 1373 | 1374 | 1375 | 1376 | 1377 | 1378 | 1379 | 1380 | 1381 | 1382 | 1383 | 1384 | 1385 | 1386 | 1387 | 1388 | 1389 | 1390 | 1391 | 1392 | 1393 | 1394 | 1395 | 1396 | 1397 | 1398 | 1399 | 1400 | 1401 | 1402 | 1403 | 1404 | 1405 | 1406 | 1407 | 1408 | 1409 | 1410 | 1411 | 1412 | 1413 | 1414 | 1415 | 1416 | 1417 | 1418 | 1419 | 1420 | 1421 | 1422 | 1423 | 1424 | 1425 | 1426 | 1427 | 1428 | 1429 | 1430 | 1431 | 1432 | 1433 | 1434 | 1435 | 1436 | 1437 | 1438 | 1439 | 1440 | 1441 | 1442 | 1443 | 1444 | 1445 | 1446 | 1447 | 1448 | 1449 | 1450 | 1451 | 1452 | 1453 | 1454 | 1455 | 1456 | 1457 | 1458 | 1459 | 1460 | 1461 | 1462 | 1463 | 1464 | 1465 | 1466 | 1467 | 1468 | 1469 | 1470 | 1471 | 1472 | 1473 | 1474 | 1475 | 1476 | 1477 | 1478 | 1479 | 1480 | 1481 | 1482 | 1483 | 1484 | 1485 | 1486 | 1487 | 1488 | 1489 | 1490 | 1491 | 1492 | 1493 | 1494 | 1495 | 1496 | 1497 | 1498 | 1499 | 1500 | 1501 | 1502 | 1503 | 1504 | 1505 | 1506 | 1507 | 1508 | 1509 | 1510 | 1511 | 1512 | 1513 | 1514 | 1515 | 1516 | 1517 | 1518 | 1519 | 1520 | 1521 | 1522 | 1523 | 1524 | 1525 | 1526 | 1527 | 1528 | 1529 | 1530 | 1531 | 1532 | 1533 | 1534 | 1535 | 1536 | 1537 | 1538 | 1539 | 1540 | 1541 | 1542 | 1543 | 1544 | 1545 | 1546 | 1547 | 1548 | 1549 | 1550 | 1551 | 1552 | 1553 | 1554 | 1555 | 1556 | 1557 | 1558 | 1559 | 1560 | 1561 | 1562 | 1563 | 1564 | 1565 | 1566 | 1567 | 1568 | 1569 | 1570 | 1571 | 1572 | 1573 | 1574 | 1575 | 1576 | 1577 | 1578 | 1579 | 1580 | 1581 | 1582 | 1583 | 1584 | 1585 | 1586 | 1587 | 1588 | 1589 | 1590 | 1591 | 1592 | 1593 | 1594 | 1595 | 1596 | 1597 | 1598 | 1599 | 1600 | 1601 | 1602 | 1603 | 1604 | 1605 | 1606 | 1607 | 1608 | 1609 | 1610 | 1611 | 1612 | 1613 | 1614 | 1615 | 1616 | 1617 | 1618 | 1619 | 1620 | 1621 | 1622 | 1623 | 1624 | 1625 | 1626 | 1627 | 1628 | 1629 | 1630 | 1631 | 1632 | 1633 | 1634 | 1635 | 1636 | 1637 | 1638 | 1639 | 1640 | 1641 | 1642 | 1643 | 1644 | 1645 | 1646 | 1647 | 1648 | 1649 | 1650 | 1651 | 1652 | 1653 | 1654 | 1655 | 1656 | 1657 | 1658 | 1659 | 1660 | 1661 | 1662 | 1663 | 1664 | 1665 | 1666 | 1667 | 1668 | 1669 | 1670 | 1671 | 1672 | 1673 | 1674 | 1675 | 1676 | 1677 | 1678 | 1679 | 1680 | 1681 | 1682 | 1683 | 1684 | 1685 | 1686 | 1687 | 1688 | 1689 | 1690 | 1691 | 1692 | 1693 | 1694 | 1695 | 1696 | 1697 | 1698 | 1699 | 1700 | 1701 | 1702 | 1703 | 1704 | 1705 | 1706 | 1707 | 1708 | 1709 | 1710 | 1711 | 1712 | 1713 | 1714 | 1715 | 1716 | 1717 | 1718 | 1719 | 1720 | 1721 | 1722 | 1723 | 1724 | 1725 | 1726 | 1727 | 1728 | 1729 | 1730 | 1731 | 1732 | 1733 | 1734 | 1735 | 1736 | 1737 | 1738 | 1739 | 1740 | 1741 | 1742 | 1743 | 1744 | 1745 | 1746 | 1747 | 1748 | 1749 | 1750 | 1751 | 1752 | 1753 | 1754 | 1755 | 1756 | 1757 | 1758 | 1759 | 1760 | 1761 | 1762 | 1763 | 1764 | 1765 | 1766 | 1767 | 1768 | 1769 | 1770 | 1771 | 1772 | 1773 | 1774 | 1775 | 1776 | 1777 | 1778 | 1779 | 1780 | 1781 | 1782 | 1783 | 1784 | 1785 | 1786 | 1787 | 1788 | 1789 | 1790 | 1791 | 1792 | 1793 | 1794 | 1795 | 1796 | 1797 | 1798 | 1799 | 1800 | 1801 | 1802 | 1803 | 1804 | 1805 | 1806 | 1807 | 1808 | 1809 | 1810 | 1811 | 1812 | 1813 | 1814 | 1815 | 1816 | 1817 | 1818 | 1819 | 1820 | 1821 | 1822 | 1823 | 1824 | 1825 | 1826 | 1827 | 1828 | 1829 | 1830 | 1831 | 1832 | 1833 | 1834 | 1835 | 1836 | 1837 | 1838 | 1839 | 1840 | 1841 | 1842 | 1843 | 1844 | 1845 | 1846 | 1847 | 1848 | 1849 | 1850 | 1851 | 1852 | 1853 | 1854 | 1855 | 1856 | 1857 | 1858 | 1859 | 1860 | 1861 | 1862 | 1863 | 1864 | 1865 | 1866 | 1867 | 1868 | 1869 | 1870 | 1871 | 1872 | 1873 | 1874 | 1875 | 1876 | 1877 | 1878 | 1879 | 1880 | 1881 | 1882 | 1883 | 1884 | 1885 | 1886 | 1887 | 1888 | 1889 | 1890 | 1891 | 1892 | 1893 | 1894 | 1895 | 1896 | 1897 | 1898 | 1899 | 1900 | 1901 | 1902 | 1903 | 1904 | 1905 | 1906 | 1907 | 1908 | 1909 | 1910 | 1911 | 1912 | 1913 | 1914 | 1915 | 1916 | 1917 | 1918 | 1919 | 1920 | 1921 | 1922 | 1923 | 1924 | 1925 | 1926 | 1927 | 1928 | 1929 | 1930 | 1931 | 1932 | 1933 | 1934 | 1935 | 1936 | 1937 | 1938 | 1939 | 1940 | 1941 | 1942 | 1943 | 1944 | 1945 | 1946 | 1947 | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | 2027 | 2028 | 2029 | 2030 | 2031 | 2032 | 2033 | 2034 | 2035 | 2036 | 2037 | 2038 | 2039 | 2040 | 2041 | 2042 | 2043 | 2044 | 2045 | 2046 | 2047 | 2048 | 2049 | 2050 | 2051 | 2052 | 2053 | 2054 | 2055 | 2056 | 2057 | 2058 | 2059 | 2060 | 2061 | 2062 | 2063 | 2064 | 2065 | 2066 | 2067 | 2068 | 2069 | 2070 | 2071 | 2072 | 2073 | 2074 | 2075 | 2076 | 2077 | 2078 | 2079 | 2080 | 2081 | 2082 | 2083 | 2084 | 2085 | 2086 | 2087 | 2088 | 2089 | 2090 | 2091 | 2092 | 2093 | 2094 | 2095 | 2096 | 2097 | 2098 | 2099 | 2100 | 2101 | 2102 | 2103 | 2104 | 2105 | 2106 | 2107 | 2108 | 2109 | 2110 | 2111 | 2112 | 2113 | 2114 | 2115 | 2116 | 2117 | 2118 | 2119 | 2120 | 2121 | 2122 | 2123 | 2124 | 2125 | 2126 | 2127 | 2128 | 2129 | 2130 | 2131 | 2132 | 2133 | 2134 | 2135 | 2136 | 2137 | 2138 | 2139 | 2140 | 2141 | 2142 | 2143 | 2144
Danke für Ihr Reinschauen und herzliche Grüße...
Xobor Xobor Blogs