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von esther10 15.11.2015 08:40

CSU-Chef Seehofer: “Es müssen wieder die Regeln des Rechts zur Geltung kommen”
Veröffentlicht: 15. November 2015 | Autor: Felizitas Küble

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich tief erschüttert gezeigt “über diesen barbarischen Akt in Frankreich. Unser Mitgefühl gilt dem französischen Volk, vor allem den Angehörigen der Opfer, ihren Freunden und Familien.”

Seehofer sagte, er habe aktuell eine Sondersitzung eines Kabinettsausschusses einberufen.

Seehofer: “Ich werde mit meinen Sicherheitsministern in der bayerische Staatskanzlei beraten, um zu analysieren, was wir für die Sicherheit in Bayern noch zusätzlich tun können.

Eines ist für mich klar: Wir müssen uns umgehend wieder Klarheit verschaffen, wer in unser Land kommt, wer durch unser Land fährt und wer sich hier aufhält.

Es müssen wieder die Regeln des Rechts zur Geltung kommen, die leider seit vielen Wochen nicht mehr eingehalten werden.”

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/nove...aegen-in-paris/

Weitere Meldung zur CSU – erneute Debatte über Grenzschließung: http://www.welt.de/politik/deutschland/a...hte-Option.html

von esther10 15.11.2015 00:43

Papst fordert Vergebung zwischen Katholiken und Protestanten

Franziskus besuchte deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Gemeinde in Rom

15.11.2015, 18:24 Uhr Italien/Papst/Ökumene/Evangelische
Rom, 15.11.2015 (KAP) Bei seinem Besuch in der deutschsprachigen Evangelisch-Lutherischen Gemeinde in Rom hat Papst Franziskus am Sonntagnachmittag Katholiken und Protestanten zur gegenseitigen Vergebung aufgerufen. Trotz gleicher Taufe sei es in der Vergangenheit immer wieder zu grausamen Verfolgungen zwischen den Konfessionen gekommen, bis hin zur Verbrennung von Menschen, sagte er am Sonntag in der Christuskirche im Stadtzentrum. Die Spaltung der christlichen Kirche sei ein Skandal, für den katholische und evangelische Christen Gott um Verzeihung bitten müssten.

Franziskus beantwortete zu Beginn einige Fragen von Gemeindemitgliedern, darunter auch diejenige nach der Teilnahme am Abendmahl der anderen Konfession in konfessionsverbindenden Ehen. Es stehe nicht in seiner Macht, Katholiken die gemeinsame Kommunion mit Protestanten zu erlauben, so Franziskus. Doch gebe es nur einen Gott, eine Taufe und einen Glauben, zitierte er den Apostel Paulus. Er könne nicht sagen, ob der Empfang der Hostie "Ziel des Weges oder Wegzehrung" sei. Der Papst riet den Betreffenden, im Gebet für sich zu entscheiden, wie das Abendmahl für sie persönlich eine Stärkung auf dem gemeinsamen Glaubensweg sein könne. "Sprecht mit dem Herrn und geht weiter", sagte er. Das Leben sei größer als die Theologie.

Die Konfessionen rief er auf, die Ökumene im gemeinsamen Dienst für Arme und Bedürftige weiter voranzubringen. Die Kirchen hätten die Wahl, ob sie dienen oder bedient werden wollten. Er bat Gott, den getrennten Konfessionen auf dem Weg zur vollen Einheit beizustehen. Anschließend folgte ein ökumenisches Gebet.

Es war Franziskus' erster Besuch bei einer lutherischen Gemeinde. Vor der Christuskirche hatte ihn am Nachmittag Pfarrer Jens-Martin Kruse begrüßt. In dem vollbesetzten Gotteshaus bereiteten ihm die Pfarreimitglieder, darunter viele Familien mit Kindern, mit Orgelspiel und lang anhaltendem Applaus einen warmen Empfang. Anwesend war auch die deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan. Der Papst wurde unter anderem begleitet vom emeritierten Präsidenten des päpstlichen Einheitsrats, Kardinal Walter Kasper, und dem jetzigen Amtsinhaber, Kardinal Kurt Koch. Franziskus' Vorgänger Benedikt XVI. war in der Gemeinde 2010 zu Gast, Johannes Paul II. anlässlich des 500. Geburtsjahrs Martin Luthers 1983.

Bei der Dialogrunde zu Beginn des gut einstündigen Besuchs fragte ein neunjähriger Junge den Gast unter dem Gelächter der Anwesenden, was ihm als Papst am meisten Spaß mache. Er sei am liebsten Hirte, antwortete ihm Franziskus. Die tröstende Begegnung mit Armen, Kranken oder Häftlingen fülle ihn aus. Weniger liegen ihm nach seinen Worten jedoch trockene Arbeit und protokollarische Empfänge.

Als Geschenk erhielt Franziskus von der Gemeinde einen typisch deutschen Adventskranz mit dicken roten Kerzen und Bändern. Seinerseits hatte der Papst für die Gemeinde einen Abendmahlskelch im Gepäck.

Die Evangelisch-Lutherische Gemeinde in der italienischen Hauptstadt zählt rund 500 Mitglieder in Rom und Umgebung. Die Christuskirche wurde 1922 eingeweiht und entstand auf Veranlassung des deutschen Kaisers Wilhelm II.

Im Juni hatte Franziskus in Turin als erster Papst ein Gotteshaus der protestantischen Waldenser betreten und dort um Vergebung für die Unterdrückung der Glaubensgemeinschaft durch die Kirche erbeten. Einen Monat später war er zu einem Privatbesuch in die Pfingstkirchler-Gemeinde eines befreundeten Pfarrers im süditalienischen Caserta gereist.
http://www.kathpress.at/goto/meldung/131...nd-protestanten



von esther10 15.11.2015 00:43

Merkel soll unsere Grenzen schließen, statt sich in den Grenzstreit anderswo einzumischen

Veröffentlicht: 15. November 2015 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: Causa Alternative für Deutschland (AfD), Causa ASYL (Flüchtlinge/Migranten) | Tags: AfD, Alternative für Deutschland, Beatrix von Storch, Chile, Einmischung, Grenzen, Grenzstreitigkeiten, Kanzlerin, Merkel
Die stellv. AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch (siehe Foto) erklärt im Rahmen des Chile-Besuches der EU-Parlamentariergruppe in Santiago de Chile und am Rande der Gespräche mit Chiles Außenminister Muñoz, Innenminister Burgos und einem vier-Augengespräch mit dem stellv. Kanzleramtsminister Soto: AFD_EU_Abgeordnete



“Die Kanzlerin hat sich in Chile mit ihrer Forderung eines bolivianischen Zugangs zum Pazifik zu Lasten des Territoriums von Chile massiv in die inneren Angelegenheiten beider Länder eingemischt- und sich damit jetzt ebenso massiv blamiert.

Ich habe anlässlich meines Besuches in Chile als Deutsche für diesen unsensiblen Fauxpas der Kanzlerin die Chilenen um Entschuldigung gebeten. Die Nachricht davon haben nicht nur die Medien in Chile, meine Gesprächspartner aus der Regierung und der Zivilgesellschaft dankbar aufgenommen, sondern weit über die Grenzen hinaus auch zum Beispiel in Bolivien, Argentinien und Mexiko.

Die Kanzlerin sollte vielmehr endlich in Deutschland handeln und unsere Grenzen schließen, statt sich in die Grenzangelegenheiten anderer Staaten einzumischen.”

**********





von esther10 15.11.2015 00:41

Kardinal Müller: "Nur die Liebe überwindet den Hass.

Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation zum 40-Jahr-Jubiläum des Priesterseminars Leopoldinum in Heiligenkreuz - Angesichts der Anschläge in Paris Plädoyer für "Weg der Liebe und der Verständigung"

15.11.2015, 17:15 Uhr Österreich/Kirche/Terrorismus/Heiligenkreuz/Orden/Müller

Wien, 15.11.2015 (KAP) Das Christentum sei eine Religion der Liebe und diese Liebe und Versöhnung seien auch die einzige Möglichkeit, Gewalt und Hass in der Welt zu überwinden. Das hat der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller betont, wie das Stift Heiligenkreuz auf seiner Website mitteilte. Müller war am Wochenende in das niederösterreichische Zisterzienserstift gekommen. Anlass waren das 40-Jahr-Jubiläum des Priesterseminars Leopoldinum und eine Sponsionsfeier von 27 Absolventen der Päpstlichen Hochschule Bendikt XVI., wo der Präfekt einen Festvortrag hielt und die Sponsion vornahm. "Nur die Liebe überwindet den Hass", brachte Müller seine Botschaft auf den Punkt.

Jedwede Vorstellungen von Gewalt im Namen Gottes wies der Kardinal scharf zurück: "In Wirklichkeit ist ja Religion die Verbindung zu Gott, zu Gott, der uns Menschen erschaffen hat, der uns liebt, der uns zu Brüdern und Schwestern macht." Gott sei "absolut dagegen, dass wir Menschen uns gegenseitig umbringen und uns sogar noch auf seinen Namen berufen".

Der Präfekt der Glaubenskongregation zeigte sich tief betroffen von den Anschlägen in Paris: "In dieser Situation ist es ganz wichtig, dass wir zusammenstehen, dass wir alle Feindschaften gegeneinander, Vorurteile überwinden; dass wir verstehen wir sind Brüder und Schwestern vor Gott." Unterschiede im Glauben müssten dazu führen, "dass wir uns wechselseitig noch mehr verstehen lernen, wechselseitig helfen, dass wir aber als Christen auch besonders diesen Weg der Zuneigung, der Solidarität und der Liebe miteinander gehen". Der christliche Glaube sei ein "Weg der Liebe und der Verständigung, der Überwindung des Leidens und nicht des Zufügens von Leiden anderen Menschen gegenüber".

Es sei jedenfalls zu wenig, von "europäischen Werten" zu sprechen und diese sogar zu beschwören, wenn man zugleich die christlichen Wurzeln Europas verleugnet oder sogar gezielt eine Entchristlichung betreibe, wie das vielfach geschehe, so die mahnenden Worte des Kardinals.

Kardinal Müller ist mit dem zur Hochschule gehörenden "Überdiözesanen Priesterseminars Leopoldinum Heiligenkreuz" noch von seiner Zeit als Regensburger Bischof (2002-2012) eng verbunden. Das Seminar hat in den letzten 40 Jahren über 200 Priester hervorgebracht.

Am Sonntag stand Kardinal Müller einem Pontifikalamt in der Heiligenkreuzer Abteikirche vor und segnete im Anschluss das neu errichtete Priesterstudenten-Wohnheim "Pax". Der Ausbau des Priesterseminars war aufgrund der steigenden Seminaristenzahl nötig geworden. Aktuell leben 38 Priesteranwärter im Seminar, das aber nur über 28 Zimmer verfügt. Zehn der 38 Seminaristen leben deshalb in Wohncontainern. Im Februar sollen die zukünftigen Priester nun in das neue Wohnheim "Pax" übersiedeln. An der Hochschule Heiligenkreuz studieren aktuell 253 Vollzeit-Studenten und 42 Gasthörer.

Die Feierlichkeiten zum 40-Jahr-Jubiläum des Seminars werden am Montag um 9 Uhr mit einem Festakt fortgesetzt. Im Kaisersaal werden eine Festschrift und ein Dokumentarfilm präsentiert. Im Anschluss findet ab 10.30 Uhr eine Festmesse in der Katharinenkapelle des Priesterseminars statt. Hauptzelebrant ist Abt Maximilian Heim. Die Messe wird von EWTN.de live übertragen.
http://www.kathpress.at/goto/meldung/131...windet-den-hass


von esther10 15.11.2015 00:38

Deutsche Bischöfe reisen zum Papst

15.11.2015, 12:42 Uhr Deutschland/Vatikan/Papst/Bischöfe

Berlin-Vatikanstadt, 15.11.2015 (KAP/KNA) Die deutschen katholischen Bischöfe reisen von Montag bis Freitag zu ihrem sogenannten Ad-limina-Besuch nach Rom. Geplant sind Audienzen beim Papst, Gespräche in der römischen Kurie und Gottesdienste. Bei den traditionellen, vom Kirchenrecht vorgeschriebenen Besuchen "ad limina Apostolorum" (an den Apostelgräbern) berichten die Bischöfe eines Landes dem Papst und den Kurienbehörden über aktuelle Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft sowie über die Entwicklung der Seelsorge.

Eigentlich sollen die Reisen alle fünf Jahre stattfinden. Der letzte Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe liegt allerdings schon neun Jahre zurück. Für den jetzigen Besuch war ursprünglich ein Termin im September vorgesehen. Die Visite wurde jedoch wegen der Papstreisen in die USA und nach Kuba sowie der anschließenden Weltfamiliensynode im Oktober verschoben.

Wie die Deutsche Bischofskonferenz mitteilte, gewährt Papst Franziskus den deutschen Bischöfen drei Audienzen. Dafür schließen sich die Bischöfe zu drei Gruppen zusammen. Früher übliche Einzelaudienzen gibt es bei Papst Franziskus nicht mehr. Die Abschlussaudienz für alle Mitglieder der Konferenz ist für Freitag geplant.

Zum Besuch der Kurie gehören auch die Eucharistiefeiern der Bischöfe in den vier Patriarchalbasiliken Roms, also im Petersdom, in San Giovanni in Laterano, in Sankt Paul vor den Mauern und in Santa Maria Maggiore. Auf dem Programm stehen ferner ein Besuch in der deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl und in der Gemeinschaft von Sant'Egidio.

Die Ad-limina-Besuche in ihrer heutigen Form gehen auf Papst Sixtus V. (1585-1590) zurück. Er legte fest, dass die Bischöfe der europäischen Länder regelmäßig in Rom zu berichten hatten. Im Zuge des Konzils von Trient (1545-1563), das eine Reform der Kirche einleitete und eine verstärkte Hinwendung zur Seelsorge propagierte, sollte ein engerer Kontakt zwischen dem Papst und den Bischöfen hergestellt werden. Jedes Jahr reisen einige hundert Bischöfe aus aller Welt zu einem Ad-limina-Besuch nach Rom. Die österreichischen Bischöfe waren zuletzt im Jänner 2014 zu ihrem Ad-limina-Besuch in Rom.
http://www.kathpress.at/goto/meldung/131...eisen-zum-papst

von esther10 15.11.2015 00:31

Der Erzengel Michael steht dem Gottesvolk bei
Veröffentlicht: 15. November 2015 | Autor: Felizitas Küble

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Dan 12,1-3:

In jener Zeit tritt Michael auf, der große Engelfürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt. Dann kommt eine Zeit der Not, wie noch keine da war, seit es Völker gibt, bis zu jener Zeit. Doch dein Volk wird in jener Zeit gerettet, jeder, der im Buch verzeichnet ist. P1020947 - Kopie

Von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden viele erwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur Schmach, zu ewigem Abscheu. Die Verständigen werden strahlen, wie der Himmel strahlt; und die Männer, die viele zum rechten Tun geführt haben, werden immer und ewig wie die Sterne leuchten.

von esther10 15.11.2015 00:16

Bayern: Finanzminister Söder (CSU) will Grenzen und Obergrenzen für unser Land
Veröffentlicht: 15. November 2015 | Autor: Felizitas Küble

“Manchmal müssen die Bayern die letzten Preußen sein”

Seit Monaten gibt es erheblichen Konfliktstoff zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU in der Asyl- und Flüchtlingsfrage. Besonders Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel erntet Kritik aus Bayern, aber auch aus Teilen ihrer Partei, ja mittlerweile sogar aus der eigenen Regierung.

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WELT-online veröffentlichte ein Gespräch der “Welt am Sonntag” mit dem bayerischen Finanzminister Markus Söder zur aktuellen Lage nach der massenmörderischen Blutnacht von Paris – und zur zukünftigen Strategie in der Asylpolitik.

Unter dem Titel “Angela Merkel soll Fehler einräumen” plädiert der CSU-Politiker für eine Wende in puncto Flüchtlingszahlen und in der Grenzsicherung, wie es Frankreich für seinen Staat bereits beschlossen hat. Söder erklärt dazu wörtlich: “Der Kontinent muss sich besser schützen vor Feinden, die vor nichts zurückschrecken. Die Zeit unkontrollierter Zuwanderung und illegaler Einwanderung kann so nicht weitergehen.”

Deutschland könne, so der Minister, auf keinen Fall weiterhin jährlich eine Million Ankömmlinge verkraften. Daher müsse es neben der Grenze bzw. Grenzsicherung auch eine Obergrenze für Einwanderer geben. Vorstellbar sei “allenfalls” eine “geordnete” Zuwanderung von 200.000 bis 300.000 Menschen.



Der CSU-Politiker warnt, das “Urvertrauen der Bevölkerung” sei spätestens nach Paris “empfindlich berührt.” – Kritisch fügt er hinzu: “Deutschland hat das Grenzkontroll-System in Europa de facto außer Kraft gesetzt und damit eine neue Zuwanderungswelle aus Syrien, Irak, Afghanistan und Pakistan ausgelöst.”image

Für den Fall, daß es nicht zu einer wirksamen Kontrolle der deutschen Grenzen kommt, könne Bayern dies übernehmen: “Manchmal müssen die Bayern die letzten Preußen sein. Das hat schon Franz Josef Strauß gesagt.”
Dauerhafte Preisgabe des Rechtsstaats “existenzbedrohend”

Die CSU stehe zwar zur Kanzlerin, so Söder weiter, doch erwarte man von ihr, daß sie ihre Politik der Grenzöffnung als “Fehler” einräume. Außerdem verteidigt der bayerische Finanzminister Schäubles Flüchtlingsvergleich mit einer “Lawine”. Die Menschen seien “tief verunsichert” und zudem sei der “soziale Frieden” in Gefahr.
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Söder sodann kritisiert die griechische Regierung, weil sie den massenhaften Zustrom nicht stoppt – sollte sich dies nicht endlich bessern, könne sie nicht mehr die gleichen Finanzmittel von der EU erwarten wir bisher.
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Der CSU-Politiker erklärt in dem Interview außerdem, die derzeitige Lage rühre an den “Grundfesten der Union”: “Derzeit findet eine Entfremdung zwischen der bürgerlichen Wählerschaft und der politischen Führung statt.” – Die Gewährleistung von Stabilität und Sicherheit sei die “Kernkompetenz” von CDU und CSU. Söder warnt abschließend davor, eine “dauerhafte Preisgabe des Rechtsstaats” sei für uns “existenzbedrohend”.
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Quelle und vollständiges Interview hier: http://www.welt.de/politik/deutschland/a...einraeumen.html

von esther10 14.11.2015 20:43

Kommentar zum Terror in Paris204
Die Mörder sind unter uns

von Karlheinz Weißmann


Ein Polizist steht neben einem Todesopfer der Anschläge in Paris Foto: picture alliance/dpa

Der Figaro erscheint mit der Schlagzeile „Krieg mitten in Frankreich“, und das dürfte dem Empfinden vieler entsprechen: Angriffe mit Maschinenpistolen und Sprengstoff, mehr als 120 Tote bei wenigen Attacken, die höchste Opferzahl in Paris seit 1944, Verhängung des Ausnahmezustands, Schließung der Grenzen, Übertragung der vollziehenden Gewalt an die bewaffneten Organe, das Staatsoberhaupt ruft die Nation zur Geschlossenheit auf.

Allerdings handelt es sich nicht um einen regulären Krieg, in dem identifizierbare Kämpfer antreten, sondern um heimtückische Angriffe von Männern, die irgendwo unter Zivilisten verborgen bleiben, die Unkontrollierbarkeit der modernen Städte nutzen und zuschlagen, wenn sie sicher sind, den größtmöglichen Schaden anzurichten.

Die Attentäter waren Moslems

Hollande hat einen „Kampf ohne Gnade“ angekündigt, aber kein Wort darüber verloren, wer der Feind ist, den es zu vernichten gilt. Diese Uneindeutigkeit ist kein Zufall, denn jede Konkretion muß in Erklärungsnot führen. Faktisch besteht kein Zweifel, daß es sich bei den Attentätern um Moslems handelt.

Entweder solche, die zu den etwa dreißig Prozent gehören, die im Land leben, vielfach dort geboren sind, die französische Staatsbürgerschaft besitzen, daselbst versorgt, aufgezogen, alimentiert werden – „gute Kinder“ wie diejenigen, die den Anschlag auf Charlie Hebdo und den koscheren Supermarkt im Januar verübten – , bis sie sich entschlossen auf ihre eigentliche Identität besinnen und losschlagen.

Oder solche, die als Asylsuchende, Touristen, Studenten kommen, aber von vornherein nichts anderes planen, als den Dschihad ins Abendland zu tragen. Schon im Juni warnte ein griechischer Sicherheitsexperte angesichts des Massenansturms auf die Grenzen der EU, daß der die Schlagkraft „Heiliger Krieger“ in ungeahnter Weise stärken könne: „Schläfer-Zellen des IS existieren schon in Europa“, und: „Anschläge sind nur eine Frage der Zeit.“

Die politische Dimension soll ausgeblendet werden

Im Grunde ist die Klärung der Täterschaft aber zweitrangig. Entscheidender dürfte sein, ob es der Politischen Klasse und den „Torwächtern“ (Walter Lippmann) der Öffentlichen Meinung wieder gelingt, die eigentliche, das heißt politische, Dimension des Geschehens auszublenden. Denn schon jetzt wird alles getan, um den Eindruck zu erwecken, man habe es im Grunde mit einem „Anschlag auf die gesamte Menschheit“ (Barack Obama), einem Akt unbegreifbarer Bosheit, einem isolierten Problem zu tun oder einer Folge fehlender Willkommenskultur und sozialer Fürsorge.

Faktisch geht es aber darum, daß wir nur die Konsequenzen der neuen, „Vielfalt“ genannten, Apartheid und eines anarchoiden Staatsverständnisses zu spüren bekommen, das weder Grenzen noch Ernstfälle kennen will.

Selbstverständlich haben die Verantwortlichen großes Interesse daran, diese Zusammenhänge zu verschleiern und davon abzulenken, daß die Laisser-faire-Politik der letzten Jahrzehnte und die groteske Verkennung der Gefahren ganz wesentlich dazu beigetragen haben, daß Dinge geschehen können, wie sie jetzt in Paris geschehen sind.

Unbegreiflicher Langmut

Und sie haben ein Interesse daran, daß nach einigen Bekundungen der Betroffenheit – „Wir weinen mit ihnen“ (Angela Merkel) – möglichst rasch wieder alles so weiter geht wie zuvor. Ob die europäischen Völker das zulassen, ist deshalb eine entscheidende Frage. Als der britische Konservative Enoch Powell 1968 seine legendäre Rede über die „Flüsse voll Blut“ hielt, die eines Tages mit den Opfern der ethnischen und religiösen Konflikte gefüllt sein werden, meinte er noch, die Menschen würden eine immer weitergehende Zuwanderung und Veränderung ihrer Lebenswelten nicht hinnehmen und sich eher über kurz als über lang zur Wehr setzen.

Er hat sich getäuscht. Mit einem ganz unbegreiflichen Langmut nahmen und nehmen die Europäer hin, was mit ihnen geschieht. Insofern kann es aufschlußreich sein, noch eine andere, etwas aktuellere, Prognose heranzuziehen: die des Politikwissenschaftlers John Rapley, der unserem Kontinent schon keine Zukunft mehr gibt, „… wo der Zusammenprall der Religionen und Kulturen angeheizt wird von der Fortsetzung demographischer Trends und dem Fehlschlag der Integrationspolitik. In der Rückschau werden die Bombenanschläge von Madrid und London genauso wie die Aufstände in Paris 2005 als die ersten Salven in einem niederschwelligen Bürgerkrieg betrachtet werden“. Jetzt kann man noch die Anschläge vom Januar und von letzter Nacht hinzufügen
https://jungefreiheit.de/debatte/komment...nd-unter-uns-2/


von esther10 14.11.2015 20:39

Kommentar zum Terror in Paris

Die Mörder sind unter uns
von Karlheinz Weißmann


Ein Polizist steht neben einem Todesopfer der Anschläge in Paris Foto: picture alliance/dpa
Der Figaro erscheint mit der Schlagzeile „Krieg mitten in Frankreich“, und das dürfte dem Empfinden vieler entsprechen: Angriffe mit Maschinenpistolen und Sprengstoff, mehr als 120 Tote bei wenigen Attacken, die höchste Opferzahl in Paris seit 1944, Verhängung des Ausnahmezustands, Schließung der Grenzen, Übertragung der vollziehenden Gewalt an die bewaffneten Organe, das Staatsoberhaupt ruft die Nation zur Geschlossenheit auf.

Allerdings handelt es sich nicht um einen regulären Krieg, in dem identifizierbare Kämpfer antreten, sondern um heimtückische Angriffe von Männern, die irgendwo unter Zivilisten verborgen bleiben, die Unkontrollierbarkeit der modernen Städte nutzen und zuschlagen, wenn sie sicher sind, den größtmöglichen Schaden anzurichten.

Die Attentäter waren Moslems

Hollande hat einen „Kampf ohne Gnade“ angekündigt, aber kein Wort darüber verloren, wer der Feind ist, den es zu vernichten gilt. Diese Uneindeutigkeit ist kein Zufall, denn jede Konkretion muß in Erklärungsnot führen. Faktisch besteht kein Zweifel, daß es sich bei den Attentätern um Moslems handelt.

Entweder solche, die zu den etwa dreißig Prozent gehören, die im Land leben, vielfach dort geboren sind, die französische Staatsbürgerschaft besitzen, daselbst versorgt, aufgezogen, alimentiert werden – „gute Kinder“ wie diejenigen, die den Anschlag auf Charlie Hebdo und den koscheren Supermarkt im Januar verübten – , bis sie sich entschlossen auf ihre eigentliche Identität besinnen und losschlagen.

Oder solche, die als Asylsuchende, Touristen, Studenten kommen, aber von vornherein nichts anderes planen, als den Dschihad ins Abendland zu tragen. Schon im Juni warnte ein griechischer Sicherheitsexperte angesichts des Massenansturms auf die Grenzen der EU, daß der die Schlagkraft „Heiliger Krieger“ in ungeahnter Weise stärken könne: „Schläfer-Zellen des IS existieren schon in Europa“, und: „Anschläge sind nur eine Frage der Zeit.“

Die politische Dimension soll ausgeblendet werden

Im Grunde ist die Klärung der Täterschaft aber zweitrangig. Entscheidender dürfte sein, ob es der Politischen Klasse und den „Torwächtern“ (Walter Lippmann) der Öffentlichen Meinung wieder gelingt, die eigentliche, das heißt politische, Dimension des Geschehens auszublenden. Denn schon jetzt wird alles getan, um den Eindruck zu erwecken, man habe es im Grunde mit einem „Anschlag auf die gesamte Menschheit“ (Barack Obama), einem Akt unbegreifbarer Bosheit, einem isolierten Problem zu tun oder einer Folge fehlender Willkommenskultur und sozialer Fürsorge.

Faktisch geht es aber darum, daß wir nur die Konsequenzen der neuen, „Vielfalt“ genannten, Apartheid und eines anarchoiden Staatsverständnisses zu spüren bekommen, das weder Grenzen noch Ernstfälle kennen will.

Selbstverständlich haben die Verantwortlichen großes Interesse daran, diese Zusammenhänge zu verschleiern und davon abzulenken, daß die Laisser-faire-Politik der letzten Jahrzehnte und die groteske Verkennung der Gefahren ganz wesentlich dazu beigetragen haben, daß Dinge geschehen können, wie sie jetzt in Paris geschehen sind.

Unbegreiflicher Langmut

Und sie haben ein Interesse daran, daß nach einigen Bekundungen der Betroffenheit – „Wir weinen mit ihnen“ (Angela Merkel) – möglichst rasch wieder alles so weiter geht wie zuvor. Ob die europäischen Völker das zulassen, ist deshalb eine entscheidende Frage. Als der britische Konservative Enoch Powell 1968 seine legendäre Rede über die „Flüsse voll Blut“ hielt, die eines Tages mit den Opfern der ethnischen und religiösen Konflikte gefüllt sein werden, meinte er noch, die Menschen würden eine immer weitergehende Zuwanderung und Veränderung ihrer Lebenswelten nicht hinnehmen und sich eher über kurz als über lang zur Wehr setzen.

Er hat sich getäuscht. Mit einem ganz unbegreiflichen Langmut nahmen und nehmen die Europäer hin, was mit ihnen geschieht. Insofern kann es aufschlußreich sein, noch eine andere, etwas aktuellere, Prognose heranzuziehen: die des Politikwissenschaftlers John Rapley, der unserem Kontinent schon keine Zukunft mehr gibt, „… wo der Zusammenprall der Religionen und Kulturen angeheizt wird von der Fortsetzung demographischer Trends und dem Fehlschlag der Integrationspolitik. In der Rückschau werden die Bombenanschläge von Madrid und London genauso wie die Aufstände in Paris 2005 als die ersten Salven in einem niederschwelligen Bürgerkrieg betrachtet werden“. Jetzt kann man noch die Anschläge vom Januar und von letzter Nacht hinzufügen

von esther10 14.11.2015 19:40

Kardinal Müller besucht Heiligenkreuz


Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, wird am kommenden Wochenende die Philosophisch-Theologische Hochschule in Heiligenkreuz besuchen. Anlass ist das 40-Jahr-Jubiläum des zur Hochschule gehörenden “Überdiözesanen Priesterseminars Leopoldinum Heiligenkreuz”. Müller war als Regensburger Bischof (2002-2012) mit dem Priesterseminar eng verbunden und hat die Geschichte des Leopoldinums “maßgeblich beeinflusst”, betonte Rektor P. Karl Wallner.

http://www.stift-heiligenkreuz.org/

Höhepunkt des Besuchs ist die Sponsion 27 Studierender am Samstag, dem 14. November, um 14 Uhr im Kaisersaal. Müller wird die Sponsion vornehmen. Im aktuell laufenden Wintersemester haben sich 295 Studenten in Heiligenkreuz inskribiert; 253 davon absolvieren ein Vollstudium, 42 sind als Gasthörer gemeldet. 158 der 295 Studierenden sind Ordensleute und Priesteramtskandidaten. Die Hochschule ist somit die größte Priesterausbildungsstätte im deutschen Sprachraum. Von den 27 neuen “Magistri” sind 21 Ordensleute und zukünftige Priester.

Um 18 Uhr folgt eine Pontifikalvesper zum Fest des Heiligen Leopold in der Abteikirche. Tags darauf, am Sonntag, steht Kardinal Müller um 9.30 Uhr einem Pontifikalamt in der Abteikirche vor und wird anschließend das neu errichtete Priesterstudenten-Wohnheim “Pax” segnen.

Der Ausbau des Priesterseminars war aufgrund der steigenden Seminaristenzahl nötig geworden. Aktuell leben 38 Priesteranwärter im Seminar, das aber nur über 28 Zimmer verfügt. Zehn der 38 Seminaristen leben deshalb in Wohncontainern. Im Februar sollen die zukünftigen Priester nun in das neue Wohnheim “Pax” übersiedeln.

Müller hat Geschichte “maßgeblich beeinflusst”

Kardinal Müller habe die Geschichte des Priesterseminar als Bischof von Regensburg “maßgeblich beeinflusst”, sagte Wallner. 1975 war das heutige Leopoldinum von seinem Vorgänger Rudolph Graber als “Collegium Rudolphinum” gegründet worden, um dort Priester für seine Diözese auszubilden. 2006 zog Bischof Müller die Studenten aus Heiligenkreuz ab und holte sie nach Regensburg zurück. Seither ist das Priesterseminar in der Trägerschaft des Zisterzienserstiftes und wird als “Überdiözesanes Priesterseminiar” geführt.

Zugleich setzte die Österreichische Bischofskonferenz 2006 eine Ständige Kommission ein, deren Aufgabe in der Aufsicht des Leopoldinum besteht. Diese Kommission setzt sich aus dem Erzbischof von Wien, dem Diözesanbischof von Graz-Seckau und dem Diözesanbischof von St. Pölten zusammen. Das Seminar hat in den letzten 40 Jahren über 200 Priester hervorgebracht.

Die Feierlichkeiten zum 40-Jahr-Jubiläum des Seminars starten am Montag, 16. November, 9 Uhr, mit einem Festakt. Im Kaisersaal wird eine Festschrift und ein Dokumentarfilm präsentiert. Im Anschluss findet ab 10.30 Uhr eine Festmesse in der Katharinenkapelle des Priesterseminars statt. Hauptzelebrant ist Abt Maximilian Heim. Die Messe wird von EWTN.de live übertragen.

Studierendenzahl seit 1999 vervierfacht

Aktuell studieren 253 Vollzeit-Studenten und 42 Gasthörer an der Hochschule Heiligenkreuz. Seit seiner Gründung 1999 hat sich die Studierendenzahl somit vervierfacht – “ein Zeichen für den außerordentlichen Wachstum und erstaunliche Blüte der Hochschule”, so Wallner.

Die Studierenden im Vollstudium haben alle die Matura, ein Dutzend hat außerdem spezielle Curricula, etwa ältere Ordensleute oder bewährte ständige Diakone auf dem Weg zur Priesterweihe. Zwei Drittel der Studierenden sind deutschsprachig – davon sind 93 aus Österreich, 100 aus Deutschland und sieben aus der Schweiz.

Die größte fremdsprachige Gruppe kommt aus Vietnam. Insgesamt studieren an der Hochschule Menschen aus 35 Nationen, die größte Gruppe darunter sind die Vietnamesen. 14 vietnamesische Zisterzienser absolvieren ihre Ausbildung in Heiligenkreuz.
http://www.stiftspfarre-heiligenkreuz.at...-heiligenkreuz/
(KAP)

von esther10 14.11.2015 19:29

Vatikan: Dem Hass in allen seinen Formen entgegen treten


Nach den Attentaten in Paris - AFP

14/11/2015 09:16SHARE:

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„Ich bin bewegt und betrübt und verstehe das nicht, aber es sind ja auch schwierig zu verstehende Dinge. Ich fühle mich den Franzosen nahe, den Familien der Opfer und ich bete für sie alle“: Papst Franziskus reagierte an diesem Samstag in einem kurzen Interview mit dem Sender TV2000 auf die Terroranschläge von Paris. Es sei ein Stück von dem „Dritten Weltkrieg“, von dem er immer wieder spreche, so der Papst. Für solche Taten könne es keine Rechtfertigung geben, „weder eine menschliche noch eine religiöse. Das ist nicht menschlich, was da geschieht.“

Mit Bestürzung hat der gesamte Vatikan die Nachrichten von den Terroranschlägen von Paris zur Kenntnis genommen, bei denen es mindestens 120 Tote gegeben hat. Das sagte an diesem Samstag Morgen Papstsprecher Pater Federico Lombardi gegenüber Radio Vatikan. „Der Vatikan verfolgt die Entwicklungen, wir sind erschüttert von diesem neuen Ausbruch von terroristischer Gewalt und von Hass, welchen wir aufs schärfste verurteilen, gemeinsam mit dem Papst und allen friedliebenden Menschen. Es handelt sich um einen Angriff auf den Frieden der gesamten Menschheit und verlangt nach einer klaren und solidarischen Entscheidung aller, um der Ausbreitung des mörderischen Hasses in all seinen Formen entgegen zu treten. Wir beten für die Opfer und die Verletzten und für das ganze französische Volk.“

Reaktionen

Ähnlich wie Pater Lombardi drückte sich auch US-Präsident Barack Obama aus: Es ist nicht nur ein Angriff auf Paris und auf die Menschen in Frankreich, so der Präsident in einer ersten Reaktion. An Präsident Francois Hollande gerichtet versicherte er, man werde zusammen arbeiten, um die Geißel des Terrorismus zu besiegen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wandte sich per Twitter an alle Franzosen, ihre Solidarität und Sympathie gelte dem gesamten Volk und seinen Regierenden. Großbritanniens Premier David Camerons Gedanken seien bei allen Franzosen, EU-Ratspräsident Donald Tusk verurteilte die „barbarischen Handlungen“. Indien, die Vereinten Nationen, Italien, von überall her erreichen Präsident Hollande Solidaritätsadressen. Der Präsident Irans, Hassan Rohani, sagte indes seinen für diesen Montag geplanten Besuch in Frankreich ab. Er wird auch nicht den Vatikan besuchen, was für diesen Samstag geplant war, die gesamte Reise findet nicht statt.
(rv 14.11.2015 ord)

von esther10 14.11.2015 19:25

Paris: Gefühle der Angst, Gefühle der Solidarität


Gebet für die Opfer von Paris - AFP

14/11/2015 10:54SHARE:

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Das Böse darf nicht triumphieren: Mit diesem Gedanken meldet sich die Bischofskonferenz des vom Terror heimgesuchten Landes zu Wort. „Die erste Reaktion der französischen Bischöfe ist natürlich ein Erschrecken – und dann vor allem Mitgefühl mit den untröstlichen Angehörigen der vielen Opfer,“ so Olivier Ribadeau Dumas, Generalsekretär und Pressesprecher der Bischofskonferenz des Landes. „Wir lassen alle unsere Gebete aufsteigen zu Gott, der ein Gott des Friedens und auch der Hoffnung ist, in der Gewissheit, dass das Böse nicht triumphieren wird. Wir müssen untereinander geeint bleiben, um diese terroristische Bedrohung zu bekämpfen. Nicht nur Paris ist zur Zielscheibe geworden, sondern eine ganze Gesellschaft, eine Art zu leben wird heute angegriffen.“

In einer schriftlichen Erklärung erinnert der Erzbischof der Stadt, Kardinal André Vingt-Trois, an die Terroranschläge vom Beginn dieses Jahres in Paris, aber auch an die in Beirut und Nigeria und anderen Teilen der Welt. Gegen die Gewalt brauche es ein Herz, dass sich nicht dem Hass ergebe, so der Kardinal, „bitten wir um die Gnade, Aufbauhelfer des Friedens zu sein. Wir dürfen niemals am Frieden verzweifeln, der auf der Gerechtigket aufbaut.“

„Die Gefühle, die die Franzosen im Moment durchmachen, sind zunächst die einer durchaus legitimen Angst, aber auch der Solidarität“, ergänzt Ribadeau Dumas. „Wir haben das in der vergangenen Nacht gesehen: Da haben viele Menschen denen, die nicht mehr nach Hause zurückkommen konnten, ihre Tür geöffnet. Also: das Beste, um dem Schlechtesten etwas entgegenzusetzen. Die Rolle der Christen dürfte darin bestehen, jetzt das Gute zu fördern und dafür zu sorgen, dass das Gute mehr und mehr öffentlich sichtbar wird. Das Gebet ist nötig, es ist für uns das Atmen unserer Existenz; dann das Mitgefühl. Wir stehen an der Seite derer, die jetzt leiden. Und dann müssen wir alle dazu ermuntern, die Ruhe zu bewahren. Wir müssen weiter zusammenhalten und gemeinsam kämpfen, um stark zu sein: Gemeinsam sind wir stark!“

Reaktionen der Religionen Frankreichs

Die religiösen Führer in Paris haben die Anschläge mit mehr als 120 Toten verurteilt und rufen zum Gebet für die Opfer auf. Alle Katholiken von Paris sind am Sonntagabend zu einer Messe in die Kathedrale von Notre Dame eingeladen, die Glocken werden für die Opfer und ihre Angehörigen läuten.

Der französische Islamrat (CFCM) verurteilte „mit Nachdruck“ die „verhassten und verächtlichen Angriffe“. Angesichts der besondere Schwere der Tat sei nun Einheit und Solidarität wichtig. Der CFCM rief die Muslime in Frankreich zum Gebet „in Frieden und Würde“ auf.

Deutsche Kirchen: Anschlag auf Europa

Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben die Attentate von Paris als „Anschlag auf alle Menschen und auf Europa“ verurteilt. „Als Christen und über Religionen und Weltanschauungen hinweg werden wir trotz des Terrors zusammenstehen“, erklärten der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in

Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, am Samstag in Bonn und Hannover. „Wir sind tief erschüttert über die hasserfüllte Welle der Gewalt in Paris“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „In diesen Stunden gilt unsere Anteilnahme den Opfern und Angehörigen. Wo die Worte über die unfassbaren Taten versagen, ist für uns Christen Zeit zu beten.“

(rv/kna 14.11.2015 ord)

von esther10 14.11.2015 17:33

Aktuelles


Flüchtlinge, Familiensynode, Ehe, Ökologie und Jugendbibel

Wortlaut der Presseerklärungen zur Herbstvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz im Stift Michaelbeuern, Salzburg

1. Flucht, Migration und Integration

Europa ist in den vergangenen Monaten für hunderttausende Menschen zum Hoffnungsraum geworden. Sie flüchten vor Krieg, Chaos und Elend, oder weil sie - wie viele Christen aus dem Orient - persönlich verfolgt werden. Österreich gehört zu jenen Ländern, die von diesen Fluchtbewegungen sehr stark betroffen sind. Aktuellen Schätzungen zufolge werden bis zu 95.000 Menschen allein in diesem Jahr in Österreich um Asyl ansuchen, zusätzlich sind über 400.000 in den letzten Wochen in unser Land gekommen, um es auf ihrem Weg nach Deutschland oder in andere Zielländer wieder zu verlassen. Die damit verbundenen Herausforderungen sind so groß, dass sie die politischen Verantwortlichen nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa zu überfordern drohen. Das löst bei vielen Menschen Ratlosigkeit, Verunsicherung und Angst aus.

Dem steht eine spontane Hilfsbereitschaft gegenüber, wie sie unser Land schon lange nicht mehr erlebt hat. Tausende Freiwillige empfangen seit Wochen Flüchtlinge an den Staatsgrenzen und an den Bahnhöfen, versorgen die Menschen und helfen bei der Unterbringung. Sie verharren nicht in Ohnmacht, Angst oder Bequemlichkeit, sondern haben das menschliche Gesicht Österreichs sichtbar gemacht. Die Bischöfe sagen für dieses Zeugnis gelebter Nächstenliebe ein tief empfundenes Danke! Das unermüdliche Engagement ist ein großer Schatz in unserem Land, und das verdient Respekt und Anerkennung. Es wurde verstärkt durch den Einsatz von Caritas und Rettungsorganisationen, Pfarren und staatlichen Stellen, aber auch Polizei, Bundesheer und ÖBB, die kompetent, rasch und unbürokratisch helfen. Die vergangenen Wochen haben eindrucksvoll bewiesen, wozu Zivilgesellschaft sowie kirchliche Einrichtungen fähig sind, und geben Zuversicht. Sie machen deutlich, dass bei allen Herausforderungen Menschlichkeit das entscheidende Kriterium ist und bleibt.

Dennoch gibt es viele offene Fragen: Wird es den Mächtigen der Welt gelingen, Frieden in Syrien und in den Ländern zu schaffen, aus denen Menschen jetzt flüchten? Wird die Hilfe in der Region endlich das nötige Ausmaß und Tempo erreichen und auch Österreich seinen Beitrag leisten? Wird die Europäische Union eine solidarische Antwort auf die große Zahl der Flüchtlinge finden und dabei jene Länder entlasten, die davon besonders betroffen sind? Wird das Menschenrecht auf Asyl weiterhin unverbrüchlich in Österreich, Europa und weltweit gelten - ohne das entsetzliche Sterben an so vielen Orten, auch vor den Toren Europas, worauf Papst Franziskus nicht müde wird hinzuweisen? Auf diese fundamentalen Fragen kann und muss es ein klares "Ja" geben, andernfalls würden wir uns in Österreich und innerhalb Europas jener Grundlagen berauben, die für ein menschliches Zusammenleben unabdingbar sind.

Daneben gibt es ganz konkrete Herausforderungen in Österreich, die es rasch zu lösen gilt: Es gibt noch immer zu wenig Grundversorgungsplätze für Asylwerberinnen und Asylwerber, sodass immer mehr Menschen auf der Flucht von Obdachlosigkeit betroffen sind. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben nicht immer jene Unterbringung und Betreuung, die vom Kindeswohl her in gleicher Weise für alle Kinder gefordert sind. Und es gibt noch immer zu wenig winterfeste Notunterkünfte für jene Flüchtlinge, die auf der Durchreise sind. Der Staat ist gefordert, faire, qualitätsvolle und rasche Asylverfahren durchzuführen sowie alle Formen der Schlepperei und des Menschenhandels entschieden zu bekämpfen, nicht zuletzt durch einen gesicherten faktischen Zugang zu Asylverfahren. Dabei ist zwischen Asyl und Migration zu unterscheiden. Gerade weil Menschen aus Chaos und Verderben flüchten und hier Sicherheit suchen, ist die Aufrechterhaltung der rechtsstaatlichen Ordnung in unserem Land für die Politik eine Verpflichtung, die Sensibilität in Wort und Tat erfordert.

Es ist darüber hinaus alles zu unternehmen, dass aus der Quartierkrise von heute nicht die Integrationskrise von morgen wird. Spracherwerb, Bildung und Zugang zu Arbeit sind wichtige Voraussetzungen für eine gelingende Eingliederung in die Gesellschaft. Sie müssen möglichst rasch einsetzen und erfordern entsprechende Mittel. Eine Grundvoraussetzung für Integration ist freilich, dass Asylsuchende wie auch Zuwanderer die unbedingte Geltung der Menschenrechte und die demokratische Verfassung in Österreich anerkennen müssen. Dazu zählen besonders Religionsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und die gleichberechtigte Stellung von Mann und Frau. Ziel der Integration muss die gemeinsame Liebe zu Österreich sein, die die Menschen in diesem Land verbindet.

Die Lösung der anstehenden Fragen und Herausforderungen wird sehr davon abhängen, ob die Verantwortungsträger in Politik und Gesellschaft Sorgen aufgreifen und gleichzeitig diffuse Ängste nehmen können. Die Bischöfe appellieren daher an alle: Wer Österreich liebt, spaltet es nicht. Vielmehr braucht es Vernunft, Mut, Verantwortungsbewusstsein, Ehrlichkeit, Wertschätzung, Zuversicht und vor allem die Bereitschaft zum Teilen. Die katholische Kirche und ihre Einrichtungen mit der Caritas an der Spitze werden daran so wie bisher in Tat und Wort mitwirken. Weil Flucht, Migration und Integration zu den großen Herausforderungen unserer Zeit zählen, hat die Bischofskonferenz dafür einen neuen Aufgabenbereich festgelegt und den Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics damit beauftragt.

Das kirchliche Engagement zeigt sich aktuell darin, dass rund 6.000 Asylwerber in Caritasquartieren im Rahmen der Grundversorgung untergebracht sind. Das sind deutlich über 10 Prozent aller Grundversorgungsplätze, wofür vielfach kirchliche Gebäude genützt werden. Weitere 15.000 Personen werden von der Caritas mobil betreut, sodass derzeit insgesamt 21.000 Menschen - somit jeder dritte Asylwerber in Österreich - von der kirchlichen Caritas betreut werden. Möglich ist dieses große Engagement durch die Unterstützung von Klöstern, Ordensgemeinschaften, Pfarren, Diözesen und zahlreichen engagierten Christinnen und Christen. Gleichzeitig dürfen nicht die Sorgen der Österreicher vergessen werden, etwa im Blick auf die Arbeitslosigkeit oder beim Thema Bildung. Die Nöte von Menschen gegeneinander auszuspielen, hilft jedoch niemandem.

Die Liebe zu Gott erweist sich in der Liebe zum Nächsten, vor allem zu jenen, die von Hunger, Flucht und großer Not betroffen sind. Diese Überzeugung gehört zum Kern der christlichen Botschaft, die gerade im Blick auf Weihnachten deutlich wird. In der ärmlichen Geburt von Jesus Christus identifiziert sich Gott mit den Hilfesuchenden, Flüchtlingen und Armen. Diese Frohbotschaft gilt es zu erkennen und zu leben.

2. Familie und gelebte Synodalität
Nach zweijähriger Vorbereitung ist am 25. Oktober die Bischofssynode über Ehe und Familie mit der Annahme aller 94 Vorschläge für Papst Franziskus zu Ende gegangen. Noch nie in ihrer fünfzigjährigen Geschichte hat eine Bischofssynode ein ähnlich großes Interesse und eine so hohe Welle der Debatte und der Beteiligung ausgelöst. Es lag nicht nur am Thema, das alle Menschen weltweit und zuinnerst betrifft, sondern auch an den Vorgaben des Papstes. Ihnen ist es zu verdanken, dass diese Versammlung zu einer Erfahrung "gelebter Synodalität" werden konnte.

"Der synodale Weg beginnt mit dem Hinhören auf das Volk", hatte der Papst gefordert und damit zwei weltweite Befragungen initiiert, an denen sich sehr viele auch in Österreich beteiligt haben. "Redet mit Freimut und hört zu mit Demut", diese Devise des Papstes an die Teilnehmer und entscheidende Verbesserungen der Arbeitsweise der Synode haben viel bewirkt: Das Endergebnis wurde mehr als nur ein Kompromiss. Vielmehr zeigte sich, dass der synodale Weg zu jenem "Mehrwert" des Heiligen Geistes führt, der die Kirche gemeinsam einen Schritt weiterführt im Verstehen des Glaubensgutes und im Antworten auf die "Zeichen der Zeit". Diese Erfahrung bestärkt die österreichischen Bischöfe auch für ihren Dienst in den Diözesen hierzulande.

Ein Ergebnis dieser Synode überragt alle anderen: das klare, positive und hoffnungsvolle Ja zu Ehe und Familie. Keine menschliche Institution, kein soziales Netz, keine staatliche Fürsorge kommt auch nur annähernd an die Verlässlichkeit von Ehe und Familie heran, trotz aller ihrer vielfältigen Bedrohungen. Die Familie ist Grundlage und Lebenszelle der Gesellschaft. Ohne Familie kann kein Gemeinwesen bestehen.

Dabei wurde im Hinblick auf Ehe und Familie eine Sprache gefunden, die nicht verurteilt. Es ist die kraftvolle Sprache des Evangeliums, der liebenden Aufmerksamkeit und der menschlichen Nähe. Die Kirche hat damit gleichsam eine neue Sprachfähigkeit über einen zentralen Bereich des menschlichen Daseins gefunden. Sie bezeugt damit die doppelte Treue zum Evangelium und zum konkreten Leben der Menschen.

Die Bischofssynode hat erneut in überzeugender Weise dargelegt, was vom Evangelium her unter Ehe zu verstehen ist: die auf Lebensdauer angelegte Bindung eines Mannes und einer Frau, die offen ist für neues Leben. Das Ehesakrament wird dort voll verwirklicht, wo ein Mann und eine Frau miteinander in einer sakramental geschlossenen Ehe im Glauben leben. Die Synode hat aber zudem auf die noch unvollkommenen Formen des Zusammenlebens einen wohlwollenden Blick geworfen. Denn auch außerhalb dieser vollen Verwirklichung im Ehesakrament gibt es positive Elemente und Formen von gelebter Verantwortung und Stabilität.

Im Hinblick auf die Neugestaltung der seelsorglichen Zuwendung zu den Fragen von Ehe und Familie ist noch nichts abgeschlossen, aber die Synode hat mit großer Mehrheit eine Tür einladend geöffnet. Dies zeigt sich auch bei den schwierigen Fragen. So wurde der Umgang mit den wiederverheirateten Geschiedenen vielfach als die Testfrage der Synode gesehen. Dafür bietet die Synode keine Generallösung, sondern sie setzt auf den bewährten Dreischritt "hinschauen, unterscheiden, begleiten", um die Teilnahme am kirchlichen Leben zu gestalten.

Der Weg der Kirche ist anstrengender als ein Patentrezept: Es geht um den aufmerksamen, nüchternen und liebevollen Blick auf die jeweils besondere Situation, um die sorgfältige Unterscheidung und die Begleitung auf dem Weg der Teilnahme am kirchlichen Leben. Dabei ist klar, dass der "Weg der Begleitung" lang vor der Frage nach der Zulassung zu den Sakramenten ansetzen muss. Das gemeinsame Nachdenken, dessen Grundlage zweifellos das Gebet ist, geschieht im geschützten Raum, in dem, was die kirchliche Sprache das "Forum internum" nennt. Diese Begleitung verlangt viel von den Priestern. Gerade in solchen Situationen ist die "Kunst der Seelenführung" gefragt.

Die Synode bestärkt damit diese seelsorgliche Praxis, die vielerorts zur gelebten Realität in Österreich gehört. Ausdruck davon sind die im deutschsprachigen Arbeitskreis der Synode einstimmig beschlossenen Texte, die in der Folge das Synodendokument maßgeblich geprägt haben. Sie könnten ein Ausgangspunkt von ortskirchlichen Konkretisierungen sein, bei denen die Verantwortung des Bischofs sowie von Bischofskonferenzen künftig mehr zum Tragen kommt.

Vor uns steht das Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Es ist eine Einladung, bei Christus in die Lehre zu gehen, von seinen Zeichen zu lernen und selber Zeichen der Zuwendung, der Vergebung, des Mitleidens zu setzen. Denn Gottes Barmherzigkeit ist - wie Papst Franziskus sagt - nicht eine abstrakte Idee, "sondern eine konkrete Wirklichkeit", die auch im Bereich von Ehe und Familie Tore der Versöhnung öffnen kann.

3. Vereinfachte kirchliche Ehenichtigkeitsverfahren
Im Blick auf das Heilige Jahr der Barmherzigkeit und noch vor der Familiensynode hat Papst Franziskus das rechtliche Verfahren zur Feststellung der Ungültigkeit einer kirchlichen Ehe reformiert und vereinfacht. Die österreichischen Bischöfe begrüßen und unterstützen die neuen Regelungen. Sie erleichtern es, die persönliche Ehesituation rascher zu klären und haben somit einen pastoralen Zweck. Es geht dabei um das "Heil der Seelen" als oberste Norm, wie das päpstliche Dokument mit dem Titel "Mitis Iudex Dominus Iesus" ("Der milde Richter Herr Jesus") im Titel selbst treffend festhält. Die neuen Regeln wollen Barrieren abbauen, die Gläubige bisher von einem eherechtlichen Verfahren abgehalten haben. Daher ermutigen die Bischöfe alle Betroffenen, diesen Weg für sich ernsthaft zu erwägen und zu gehen, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Die neuen Regeln nehmen nichts von der Unauflöslichkeit einer gültig geschlossenen kirchlichen Ehe weg. Es geht nicht um eine "katholische Scheidung", sondern sie erleichtern ab 8. Dezember 2015 weltweit das Verfahren, um die Ungültigkeit einer Ehe zu beweisen. Damit Betroffene schneller Klarheit erhalten, entfällt die bisherige Verpflichtung, alle Urteile einer zweiten Instanz vorzulegen. Darüber hinaus ist in jenen Fällen, in denen beide Partner von der Ungültigkeit der Ehe überzeugt und die Gründe dafür augenscheinlich und beweisbar sind, ein kürzeres Verfahren möglich, das der Bischof selbst führt. Damit unterstreicht Papst Franziskus die Verantwortung des Bischofs auch als Richter und knüpft dabei am Zweiten Vatikanischen Konzil an. Durch mehrere Maßnahmen wird die Zugänglichkeit zum Verfahren erleichtert, aus dem auch keine ungebührlichen finanziellen Belastungen für die Betroffenen erwachsen dürfen.

Im Blick auf die Situation in Österreich haben die Bischöfe festgestellt, dass jetzt schon einige Punkte des päpstlichen Dokuments umgesetzt sind. Dies gilt besonders für die ausreichend vorhandene Zahl von Ehegerichten. Als hilfreich hat sich erwiesen, wenn im Vorfeld eines Verfahrens eine kostenfreie Beratung der Betroffenen angeboten wird. Die Bischöfe haben festgelegt, dass bei der Umsetzung der neuen Normen eine möglichst große Gemeinsamkeit unter den Diözesen nötig ist. Auf diese Weise soll die Kirche "das Werk der Gerechtigkeit und der Wahrheit erfüllen", wie es Papst Franziskus unter Bezugnahme auf das Konzil formuliert hat.

4. Weltweite Sorge für das gemeinsame Haus
Papst Franziskus hat mit der im Juni veröffentlichen Enzyklika "Laudato si" ("Gelobt seist du") ein epochales Dokument über die ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und spirituellen Gefährdungen und Perspektiven der uns anvertrauten Welt vorgelegt. Die "Sorge für das gemeinsame Haus" ist ein zentrales Thema dieses Pontifikats und der Kirche. Es geht um eine "ökologische Umkehr", die am persönlichen Lebensstil ansetzt und bis zur Etablierung einer weltweiten öko-sozialen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung reicht.

Die Umsetzungsmöglichkeiten der Enzyklika in Kirche und Gesellschaft war Thema des Studientages der Bischofskonferenz. Dabei wurden sowohl aktuelle Projekte der diözesanen Umweltbeauftragten als auch die Ergebnisse aus dem "Zukunftsforum der katholischen Kirche" behandelt, das sich im vergangenen Jahr unter Federführung der Katholischen Aktion Österreich mit Fragen der Umwelt und der internationalen Gerechtigkeit befasst hat.

Um das schöpfungsgerechte Handeln im kirchlichen Bereich weiter zu stärken, haben sich die Bischöfe auf drei konkrete Projekte festgelegt, die in allen österreichischen Diözesen umgesetzt werden sollen. Als erste Maßnahme verpflichten sich die Diözesen dazu, "nachhaltige Leitlinien" zu erarbeiten und zu beschließen. Sie dienen als Kompass und Korrektiv, um in allen Bereichen des diözesanen Wirkens den Aspekt der Schöpfungsverantwortung zu beachten. Sie bilden eine wichtige Grundlage für eine "ökologische Umkehr", wie sie von "Laudato si" gefordert wird.

Das zweite Projekt betrifft die nötige Energiewende. Die Diözesen werden bis 2017 eine Klimaschutz- und Energiestrategie und die dazugehörigen Umsetzungspläne entwickeln. Ihr Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern, den Energiebedarf zu erheben und zu senken sowie den verbleibenden Bedarf möglichst aus erneuerbarer Energie zu decken.

In einem dritten Projekt wollen die Diözesen eine öko-soziale Beschaffungsordnung entwickeln. Mit Kriterien wie regionaler Einkauf und fairer Produktion wird bezweckt, Mensch und Umwelt zu schonen und durch einen gemeinsamen Einkauf Kosten zu reduzieren. Damit soll über gemeinsame kirchliche Kaufentscheidungen die Wirtschaft öko-sozial beeinflusst werden.

Die Klimaveränderung macht deutlich, dass Umweltschutz und schöpfungsgerechtes Handeln weltweit verbindlich angegangen werden müssen. So wie Papst Franziskus erwarten die österreichischen Bischöfe von der bevorstehenden Weltklimakonferenz in Paris (COP 21) eine faire und ambitionierte Übereinkunft, die alle Länder bindet.

Die Bischöfe unterstützen die Forderung zahlreicher kirchlicher Einrichtungen, wonach die Industrieländer - darunter auch Österreich - ihre Emissionen durch Klimaschutzpolitik im Inland bis 2030 um 60 % und bis 2050 um 95 % gegenüber 1990 senken sollen. Österreich soll sich innerhalb der EU dafür einsetzen, dass die Obergrenze der durchschnittlichen Erderwärmung von 1,5 Grad Celsius (bezogen auf das vorindustrielle Niveau) in einem globalen Abkommen verbindlich verankert wird. Darüber hinaus soll sich Österreich seiner Wirtschaftsleistung entsprechend an der deutlichen Anhebung der internationalen Finanzmittel zum Klimaschutz und zur Klimawandelanpassung beteiligen.

Die Bischöfe danken allen, die sich für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Dazu zählen auch die zahlreichen "Klima-Pilger", von denen viele an einem internationalen und interreligiösen Treffen am 28. November in Saint-Denis bei Paris teilnehmen werden.

5. YOUCAT-Jugendbibel
Vor fünf Jahren wurde auf Initiative der Österreichischen Bischofskonferenz der Jugendkatechismus YOUCAT herausgegeben. Er ist mit einer Auflage von nahezu sechs Millionen Büchern nach der Bibel inzwischen das meistverkaufte katholische Buch der Welt und liegt inzwischen in 39 Sprachen vor.

Ihm folgt nach mehrjähriger Vorarbeit jetzt die YOUCAT-Bibel. Als Auswahlbibel stützt sie sich auf die ökumenische Einheitsübersetzung und will zentrale Texte der Heilige Schrift jugendgemäß erschließen. "Die Bibel ist nicht dazu da, um in ein Regal gestellt zu werden, sondern um sie zur Hand zu haben, um oft in ihr zu lesen, jeden Tag, sowohl allein als auch gemeinsam." Diese Einladung von Papst Franziskus in seinem Vorwort der neuen YOUCAT-Bibel richtet sich nicht nur an die adressierten Jugendlichen, sondern an alle Christen. Mit dem Erscheinen der Jugendbibel in zeitlicher Nähe zum 50. Jahrestag der Veröffentlichung des Bibeldokuments "Dei Verbum" beim Zweiten Vatikanischen Konzils wird deutlich, wie sehr die Heilige Schrift heute im Zentrum von Kirche und Glauben steht.

"Die Jugendbibel gefällt mir sehr gut. Sie ist so bunt, so reich an Zeugnissen, und sie verlockt dazu, dass man vorne anfängt zu lesen und erst auf der letzten Seite aufhört", urteilt der Papst. Dem entspricht auch das redaktionelle Prinzip, wonach sich junge Leser von der Bibel faszinieren lassen sollen. Ähnlich wie der YOUCAT ist die Jugendbibel vielgestaltig und einladend aufgebaut. Sie enthält zahlreiche Erklärungen, geistliche Impulse, Zitate, Querverweise sowie Bilder und Karikaturen. Damit soll es leichter werden, sich auf das Wort Gottes einzulassen. Gleichzeitig werden die persönliche Spiritualität und der Dialog mit der Welt vertieft.

Herausgegeben wird die durchgehend vierfarbige YOUCAT-Bibel von der Österreichischen Bischofskonferenz. Die wissenschaftliche Begleitung lag bei den Professoren Georg Fischer und Dominik Markl (Altes Testament), Thomas Söding (Neues Testament) sowie Michael Langer (Religionspädagogik). Sie umfasst 432 Seiten, erscheint im Doppelverlag YOUCAT Foundation & Katholisches Bibelwerk Stuttgart und kostet 14,99 Euro. Für 2016 sind Ausgaben in 20 Sprachen geplant.

von esther10 14.11.2015 14:50

Die wirkliche Revolution von Papst Franziskus erfolgt durch Ernennungen
14. November 2015 13:59 | Mitteilung an die Redaktion


Die Revolution Franziskus erfolgt durch Ernennungen

(Rom) „Die wirkliche Revolution von Franziskus erfolgt durch Ernennungen.“ Das schreibt der Vatikanist Sandro Magister zur Ernennung des neuen Erzbischofs von Mecheln-Brüssel. Die Ernennung des neuen Primas von Belgien nennt Magister „die Revanche von Danneels gegen Ratzinger“ und „den Triumph des Clubs von Sankt Gallen“.

Um die Kurienreform und die Vatikanfinanzen kümmere sich Papst Franziskus eigentlich nur, weil er müsse, aber „nicht aus Leidenschaft“. Er habe dazu weder einen „Gesamtplan“ noch setze er auf die richtigen Leute. Mehr noch, der argentinische Papst „setzt zu oft auf die falschen Männer und Frauen“. Inzwischen sei ganz anderes klargeworden: „Papst Franziskus will das Bischofskollegium revolutionieren“. Und das betreibe er, im Gegensatz zur Kurienreform, „systematisch“.

Die Reden an den Episkopat der USA und Italiens

Die beiden Reden, die er im Herbst an die Episkopate der USA und Italiens richtete, „unterscheiden sein Pontifikat von seinen Vorgängern“.

Wenn es zwei bedeutende Länder der westlichen Welt gab, deren Episkopate mehr als 200 Bischöfe zählen, und die am meisten den Vorgaben der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. gefolgt sind, „dann waren das genau jene der USA und Italiens“, so Magister.
Beide wurden von zwei beachtenswerten Führungspersönlichkeiten geleitet: Kardinal Francis George in den USA und Kardinal Camillo Ruini in Italien. Rund um Kardinal George entstand eine „homogene und starke Mannschaft von Kardinälen und Bischöfen“, die ein gemeinsames Kirchenverständnis, aber auch eine gemeinsame Handlungsweise verband. Rund um Kardinal Ruini hingegen nicht.

Als es um Kardinal Ruini altersbedingt ruhiger wurde, bedurfte es für Franziskus nur wenig, „um die italienische Bischofskonferenz zu demolieren, um sie dann ‚ex novo‘“ nach seinen Wünschen und Vorstellungen wieder aufzubauen. Gleiches ist ihm in den USA nicht gelungen, wie die jüngste Bischofssynode gezeigt habe. Die amerikanischen Synodalen bildeten zusammen mit den afrikanischen und osteuropäischen die entscheidende Sperrmauer gegen die Neuerer.

Befehl an die Episkopate der USA und Italiens „Marschrichtung zu ändern“

Am 23. September 2015 hielt Papst Franziskus seine Rede an die Bischöfe der USA in Washington, am 10. November 2015 seine Rede an die Bischöfe Italiens in Florenz.

„Es ist nicht meine Absicht, ein Programm abzustecken oder eine Strategie zu umreißen“, sagte der Papst in den USA. Ebensowenig wollte er, nach eigenen Worten, der in Florenz versammelten Führungsspitze der Kirche in Italien eine bestimmte Agenda diktieren. „Es besteht aber kein Zweifel, daß Papst Franziskus sowohl im einen wie im anderen Fall beiden Episkopaten befohlen hat, die Marschrichtung zu ändern“, so Magister.
Die beiden Reden seien zwar anders ausgearbeitet, „doch beide sind unmißverständlich darin, von den Bischöfen eine Änderung in Sprache, Stil und pastoralem Handeln“ zu verlangen.
„Streitbare Sprache“ aufgeben

Den US-Bischöfen sagte Franziskus:

„Aber weh uns, wenn wir das Kreuz zu einem Banner weltlicher Kämpfe machen und dabei vergessen, dass die Bedingung für einen dauerhaften Sieg darin besteht, sich durchbohren zu lassen und sich selbst zu entäußern.“

„Es ist uns nicht erlaubt, uns von der Angst lähmen zu lassen, indem wir einer Zeit nachtrauern, die nicht wiederkehrt, und harte Antworten auf die schon erbitterten Widerstände vorbereiten.“
„Eine erbitterte und streitbare Sprache der Spaltung ziemt sich nicht für die Lippen eines Hirten, hat kein Heimatrecht in seinem Herzen, und obschon diese für einen Augenblick eine scheinbare Vorherrschaft zu sichern scheint, ist letztlich nur der dauerhafte Reiz der Güte und der Liebe wirklich überzeugend.“

„Mir gefällt eine unruhige Kirche“

Und den italienischen Bischöfen sagte er:

„Wir dürfen nicht auf die Macht versessen sein, auch dann nicht, wenn sie das Gesicht einer nützlichen und funktionalen Macht für das soziale Erscheinungsbild der Kirche hat.“
„Möge Gott die italienische Kirche vor jedem Ersatz durch Macht, durch Ansehen und durch Geld bewahren. Die evangelische Armut ist kreativ, die nimmt an, stützt und ist reich an Hoffnung.“

„Mir gefällt eine unruhige italienische Kirche, die den Verlassenen, den Vergessenen, den Unvollkommenen immer näher wird.“

„Mir ist eine ‚verbeulte‘ Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist. Ich will keine Kirche, die darum besorgt ist, der Mittelpunkt zu sein, und schließlich in einer Anhäufung von fixen Ideen und Streitigkeiten verstrickt ist.“

Synodaler Weg „in jeder Pfarrei, jeder Gemeinschaft, jeder Diözese“

Diese letzten Worte sind dem Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium entnommen, einem Dokument, das Papst Franziskus selbst als „programmatisch“ für sein Pontifikat bezeichnet hat. Franziskus forderte die italienische Kirche auf, in den kommenden Jahren den „synodalen“ Weg „zu vertiefen“, und das auf allen Ebenen, „in jeder Gemeinschaft, in jeder Pfarrei, in jeder Diözese, in jeder Region“.

Seine Forderung unterstrich er mit der Ermahnung, der nie ganz erloschenen Häresie des Pelagianismus zu widerstehen.

„Der Pelagianismus bringt uns dazu, Vertrauen in die Strukturen, in die Organisationen, in die perfekten, weil abstrakten Planungen zu haben. Oft bringt er uns sogar dazu, einen Stil der Kontrolle, der Härte, der Normen anzunehmen. Die Norm gibt dem Pelagianer die Sicherheit, sich überlegen zu fühlen, eine klare Orientierung zu haben. Darin findet er seine Kraft, nicht in der Leichtigkeit des Wehens des Geistes. Vor den Übeln der Probleme der Kirche ist es sinnlos, Lösungen in Konservativismen und Fundamentalismen, in der Restauration von Verhaltensweisen und überholten Formen zu suchen, die nicht einmal kulturell die Fähigkeit haben, von Bedeutung zu sein. Die christliche Doktrin ist kein geschlossenes System, das unfähig ist, Fragen und Zweifel hervorzubringen. Sie ist vielmehr lebendig, weiß zu beunruhigen, weiß zu animieren. Sie hat kein strenges Gesicht, sondern einen Körper, der sich bewegt und sich entwickelt, hat ein zartes Fleisch: die christliche Lehre heißt Jesus Christus.“
Magister dazu: „Es ist geradezu unnötig zu erwähnen, daß die Gedanken der anwesenden italienischen Bischöfe beim Hören eines solchen Verweises nicht nur zur umkämpften Synode vom vergangenen Oktober und dem erwarteten päpstlichen Dokument wanderten, mit denen der Papst die Summe ziehen wird, sondern auch zur Ära Ruini und dessen ‚Kulturprojekt‘.“
Lob für progressive Führung der 1970er Jahre – Richtungswechsel Cupich

In Washington „vergaß es der Papst nicht, positiv die progressistische Führung der amerikanischen Bischöfe in den 70er und 80er Jahren unter Kardinal Joseph Bernardin in Erinnerung zu rufen“, dessen Motto „seamless garment“ Papst Franziskus wiederholte und durch seine eigenen Worte ergänzte: „Die unschuldigen Opfer der Abtreibung, die Kinder, die verhungern oder unter Bomben sterben, die Immigranten, die auf der Suche nach einer Zukunft ertrinken, die Alten oder die Kranken, auf die man gerne verzichten würde, die Opfer von Terrorismus, Krieg, Gewalt und Drogenhandel, die Umwelt, die von einer räuberischen Beziehung des Menschen zur Natur zerstört wird.”

Kardinal Bernardin war Erzbischof von Chicago. Auch Kardinal George war Erzbischof von Chicago und symbolisierte einen Richtungswechsel. „Und nun ist es seit einem Jahr Blase Cupich, der Mann, den Franziskus überraschend auf diesen entscheidenden Stuhl für die künftige Führerschaft eines amerikanischen, an den neuen Kurs angepaßten Episkopats setzte“.
Cupich von „liberalen“ Hauptstadt-Bischöfen McCarrick und Wuerl gewollt


Erzbischof Cupich (Chicago) mit Synoden-Generalsekretär Kardinal Baldisseri
„Cupich“, so Magister, „ist nach dem Urteil vieler nicht auf der Höhe seiner Vorgänger. Und er war unter den anderen Bischöfen nicht einmal beliebt, wie die wenigen Stimmen zeigen, die er 2014 bei den Wahlen zum Präsidenten und Vizepräsidenten der Bischofskonferenz erhielt.

Seine Beförderung nach Chicago war jedoch von zwei amerikanischen Kardinäle der ‚liberalen‘ und ‚moderaten‘ Minderheit wärmsten empfohlen, von Theodor McCarrick und Donald Wuerl, die beide nacheinander Erzbischöfe von Washington waren.“

An McCarrick erinnert man sich in den USA vor allem noch wegen der Vertuschung des Schreibens, das vom damaligen Kardinal Joseph Ratzinger 2004 an die amerikanischen Bischöfe gerichtet war, mit dem sie ermahnt wurden, Politikern, die Abtreibungsbefürworter sind, nicht die Kommunion zu spenden.

Von Wuerl, der soeben altersbedingt seinen Rücktritt einreichte, ist vor allem seine kämpferische Haltung bei der Bischofssynode vom Oktober in Erinnerung. Dabei war er nicht von den amerikanischen Bischöfen zum Synodalen gewählt worden, sondern, genauso wie Cupich, von Papst Franziskus persönlich ernannt worden. Franziskus berief ihn auch gleich in das Redaktionskomitee für den Schlußbericht. Ein zehnköpfiges Komitee, dessen einseitige Besetzung mit Kasperianern so erdrückend war, daß sie schon plump wirkte. „Gestärkt durch diese Ernennungen griff Wuerl öffentlich die dreizehn Kardinäle an, die sich am Beginn der Synode an den Papst wandten, und unter denen sich auch US-Amerikaner befanden, darunter der Erzbischof von New York, Timothy Kardinal Dolan.“

Im Gegensatz zu den Gegenspielern wurde Wuerl auch zu einer der täglichen Pressekonferenzen der Synode eingeladen.

Franziskus‘ progressive Ernennungen in den USA

„Die vier von der amerikanischen Bischofskonferenz gewählten Synodalen gehörten alle der von Wojtyla und Ratzinger geprägten Mehrheitsströmung an. Auch der erste der Nicht-Gewählten, Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco, gehört dieser Richtung an.“ Cupich war erst der zweite Nicht-Gewählte. „Doch Franziskus überging bei den 45 von ihm persönlich ernannten Synodalen den ersten und ernannte Cupich und fügte noch einen weiteren weitgehend unbekannten Bischof derselben Prägung wie Cupich, den Jesuiten Georg V. Murry von Youngstown hinzu.“

Noch zwei weitere Bischofsernennungen des Papstes in den USA wurden von den „Liberalen” begeistert als „Franziskus-konform“ aufgenommen: die Ernennung von John Charles Wester zum neuen Erzbischof von Santa Fe und von Robert W. McElroy zum neuen Bischof von San Diego.

„Nach der Rede von Washington ist vorhersehbar, daß dieser von Franziskus begonnene Austausch des US-Episkopats mit erhöhtem Tempo fortgesetzt werden wird.“
Die im Zweijahresrhythmus stattfindenden Wahlen für den Vorsitz in der Bischofskonferenz werden bereits im kommenden Jahr Auskunft über Verschiebungen geben.
Franziskus‘ progressive Ernennungen in Italien

In Italien „wurde der erste und entscheidende Schlag gegen die von Kardinal Ruini geprägte Bischofskonferenz“ bereits Ende 2013 gesetzt. Papst Franziskus entließ den damaligen Generalsekretär Mariano Crociata und „verbannte ihn in die kleine, periphere Diözese Latina“. An seiner Stelle ernannte der Papst Nunzio Galantino zum neuen Generalsekretär und damit ausgerechnet den Bischof „mit den wenigsten Stimmen auf der langen Liste der Vorgeschlagenen, die das ständige Komitee der Bischofskonferenz dem Papst vorgelegt hatte“.
Doch „die Letzten werden die Ersten sein“, und so bewegt sich Galantino „seither mit absoluter und uneingeschränkter Macht“, da er und alle anderen Bischöfe Italiens wissen, „daß er Papst Franziskus besonders nahesteht“. Damit mußte der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz gar nicht ausgetauscht werden, was für Aufsehen gesorgt hätte. Wer aber achtet schon auf einen Sekretärswechsel. Galantino, der „Mann des Papstes“, hat mit dieser informellen Visitenkarte Kardinal Angelo Bagnasco längst neutralisiert und in den Schatten gestellt.

Es folgten eine ganze Reihe von Ernennungen, die dem Richtungswechsel Konturen verleihen. Darunter wichtige Diözesen: in Padua den Pfarrer Claudio Cipolla, in Palermo den Pfarrer Corrado Lorefice und in Bologna den bisherigen Weihbischof von Rom, Matteo Zuppi.
„Schule von Bologna“ und Geheimzirkel „Sankt Gallen“

Lorefice und Zuppi sind bekannt für ihre Zugehörigkeit zur progressiven „Schule von Bologna“, jener geschichtswissenschaftlichen Richtung, von der die in der Weltkirche noch heute vorherrschende Lesart des Zweiten Vatikanischen Konzils als „Bruch“ und „Neubeginn“ stammt.

„Man kann noch hinzufügen, daß Bergoglio Zuppi seit Jahren persönlich kannte. Als führendes Mitglied der Gemeinschaft Sant’Egidio war Zuppi mehrfach in Buenos Aires, um Hilfe zu bringen. Nie vergaß er, den damaligen Erzbischof der argentinischen Hauptstadt zu besuchen“, so Magister.

Gerade in Italien ernannte Franziskus nicht Bischöfe von Diözesen zu Kardinälen, die traditionell mit der Kardinalswürde verbunden sind, wie Venedig und Turin, sondern kleinere Diözesen wie Perugia, Ancona und Agrigent.

Neo-Kardinal Edoardo Menichelli, Bischof von Ancona, ist eng mit Kardinal Achille Silvestrini verbunden, dessen persönlicher Sekretär er war. „Silvestrini wiederum war Mitglied jenes progressiven Kardinalsclubs, der sich regelmäßig in Sankt Gallen in der Schweiz traf, um über die Zukunft der Kirche zu diskutieren und der in den beiden Konklaven dieses Jahrhunderts zuerst die Wahl von Papst Benedikt XVI. zu verhindern versuchte und dann die Wahl von Papst Franziskus betrieb.“ Ein Club mit den führenden Köpfen Walter Kasper, Karl Lehmann, Carlo Maria Martini, Basil Hume, Cormac Murphy-O’Connor und Godfried Danneels.
Der Rest der Welt am Beispiel Brüssel


Kardinal Godfried Danneels, Geheimzirkel St. Gallen
„Der ultraprogressive Danneels, emeritierter Erzbischof von Mecheln-Brüssel, gehört mit seinen 82 Jahren zu den Bevorzugten von Papst Franziskus. Sowohl 2014 als auch 2015 setzte er ihn an die Spitze der persönlich von ihm ernannten Synodalen, während er den amtierenden Erzbischof von Brüssel und Primas von Belgien, den konservativen André-Joseph Leonard zu Hause ließ“, so Magister.

Der argentinische Papst ließ sich „auch nicht davon beeindrucken, daß Danneels durch den Versuch 2010 die sexuellen Untaten des damaligen Bischofs von Brügge, Roger VanGheluwe zu decken, der seinen eigenen Neffen mißbrauchte, schwer diskreditiert ist“.
Am 6. November ernannte Papst Franziskus den neuen Erzbischof von Mecheln-Brüssel, der gleichzeitig Primas von Belgien, automatisch Vorsitzender der Belgischen Bischofskonferenz und Militärordinarius für Belgien ist. Ernannt wurde Bischof Jozef De Kesel, ein Protegé
Danneels‘ Revanche

„Bereits 2010 wollte Danneels De Kesel als seinen Nachfolger. Benedikt XVI. verhinderte dies jedoch, indem er gegen die Empfehlung Danneels und des Apostolischen Nuntius, dem Deutschen Karl-Joseph Rauber, Leonard ernannte.“ Rauber kritisierte diese Ernennung später öffentlich, was ein offener Affront gegenüber dem Papst war. Ein Zeichen, wie sehr man in bestimmten Kreisen über die Ernennung Leonards, bzw. die Nicht-Ernennung de Kesels verärgert war.

„Doch selbst ein solcher Vertrauensbruch eines Nuntius beeindruckte Papst Bergoglio nicht und er ernannte De Kesel zum Erzbischof und belohnte Rauber mit der Kardinalswürde. Jener Würde, die er Erzbischof Leonard verweigerte. Die Ernennung Raubers erfolgte, weil ‚er sich im Dienst für den Heiligen Stuhl und die Kirche ausgezeichnet hatte‘“, so Magister.
Eine ganze Kette von deutlichen Signalen der Mißbilligung einer Richtung in der Kirche und der uneingeschränkten Förderung einer anderen.

Die „Revolution Franziskus“ erfolgt durch Ernennungen und wird damit noch Jahrzehnte nach seinem Abgang als Papst nachwirken.

von esther10 14.11.2015 14:25

Migranten in Italien: Mehr als die Hälfte Christen


Flüchtlinge an der italienischen Küste - ANSA

30/10/2015 12:35SHARE:

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Italienweit wurde das 50-Seiten umfassende „Dossier statistico immigrazione 2015“ – die aktuellen Daten zur Einwanderung in Italien - vorgestellt. Herausgeber ist die nationale Antidiskriminierungsstelle UNAR.

Von 240 Millionen Migranten weltweit sind fünf Millionen und 14.000 registrierte Einwanderer in Italien. Nur etwas weniger Italiener sind wiederum ins Ausland gezogen. Mehr als die Hälfte der Migranten haben eine europäische Staatsbürgerschaft. Die meisten Einwohner mit ausländischer Staatsbürgerschaft in Italien kommen aus Rumänien (etwas mehr als eine Million), gefolgt von den Albanern (rund 500.000), Marokkanern (etwa 450.000), Chinesen (knapp 270.000) und Ukrainern (zirka 230.000).

Besonderer Schwerpunkt des Dossiers sind natürlich die Flüchtlinge, die zwangsweise ihr Land verlassen mussten, deren Zahl sich im Vergleich zu 2013 mehr als verdoppelt hat. Damit liegt Italien als Einwanderungsland EU-weit an dritter Stelle, gefolgt von Frankreich und Ungarn. Nur Schweden und Deutschland hatten in diesem Jahr mehr Asylanträge zu bearbeiten.
Die meisten Asylbewerber in Italien kamen aus afrikanischen Ländern wie Nigeria, Mali und Gambia. Franco Pittau von dem Redaktionsteam des Dossiers: „Im Jahr 2014 hat sich der Flüchtlingsstrom stark erhöht. Das ist große eine Neuheit: fast viermal mehr als im Jahr 2013. 78.000 sind ihren Familien nachgezogen; 25.000 Menschen kamen auf der Suche nach einem Job.“

Hauptaufgabe sei es nun, alles für die Integration dieser Menschen zu tun, so Pittau. Die Zahlen seien natürlich nur auf der Basis der Registrierungen entstanden, wie die Dunkelziffer also aussehe, könne auch die Statistik nicht sagen. Eines ist aber sicher – laut der Statistik profitiert Italien von den Migranten, denn sie hinterlassen einen Überschuss von drei Milliarden Euro. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Wirtschaft und das Rentensystem.

Claudio Paravati, Direktor der interreligiösen italienischen Zeitschrift „Confronti“, räumt auch mit einem anderen Vorurteil auf:

„Mehr als jeder zweiter Einwanderer mit Wohnhaft in Italien ist Christ. Diese Daten zeigen ganz offensichtlich, dass die Theorie der Einwanderung – dass sie zu einer neuen Religion oder einer religiösen Kolonialisierung führen könnte, ganz offensichtlich falsch ist.“
(rv 30.10.20.15 no)

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