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von esther10 16.12.2015 00:52

Erste „Tornados“ starten
Gutachten: Syrien-Einsatz sei rechtswidrig
Von red/dpa 10. Dezember 2015 - 10:19 Uhr

Die Aufklärungs-„Tornados“ der Bundeswehr sind zu ihrem umstrittenen Einsatz gen Syrien gestartet. Die Partei die Linke hält den Einsatz aufgrund eines Gutachtens für rechtswidrig.



Ein Tankflugzeug vom Typ Airbus 310 MRTT (M), zwei Tornados (unten) und zwei Eurofighter bei einer Übung.
Foto: dpa
Berlin - Die ersten deutschen Luftwaffen-Soldaten sind in den Syrien-Einsatz aufgebrochen. Ein aus rund 40 Soldaten bestehendes Vorauskommando hob am Donnerstag um 10.23 Uhr mit einem Airbus A400M in Jagel (Schleswig-Holstein) in Richtung Türkei ab. Mit an Bord haben die Soldaten acht Paletten an Kommunikationstechnik und Gerätschaften für ihre Basis im türkischen Incirlik.

Der Start der ersten beiden „Tornado“-Jets war für den späten Vormittag geplant. Insgesamt sechs dieser Spezialmaschinen sollen den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien mit Aufklärungsflügen unterstützen. Diese Flüge über Syrien sollen im Januar beginnen.

Der Bundestag hatte am vergangenen Freitag die Entsendung von maximal 1200 Soldaten beschlossen. An dem Einsatz nehmen auch eine Fregatte sowie ein Tankflugzeug teil, dessen Abflug sich am Donnerstag in Köln zunächst verzögerte.

„Syrien-Einsatz ist rechtswidrig“

Ein Rechtsgutachten für die Linke im Bundestag kommt zu dem Schluss, dass der Syrien-Einsatz der Bundeswehr rechtswidrig ist. „Die von der Bundesregierung in Anspruch genommene rechtliche Begründung für die Entsendung deutscher Streitkräfte nach Syrien ist unhaltbar“, heißt es in dem 11-seitigen Papier des emeritierten Rechtsprofessors Norman Paech, das die Linksfraktion am Donnerstag vorstellen will.

Für den Völkerrechtler und ehemaligen Bundestagsabgeordneten der Linken ist entscheidend, dass der syrische Staat nicht für die Terroranschläge verantwortlich ist. Deswegen dürften ohne seine Erlaubnis auch keine Bomben auf sein Staatsgebiet abgeworfen werden, argumentiert er.

Luftangriffe gegen IS

Am Donnerstag starten die ersten „Tornado“-Aufklärungsjets der Bundeswehr und ein Tankflugzeug in die Türkei. Von dort sollen sie ab Januar die Luftangriffe gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak unterstützen. Die Fregatte „Augsburg“ schützt schon jetzt den Flugzeugträger „Charles de Gaulle“, von dem französische Jagdbomber starten.

Die Bundesregierung beruft sich in ihrer rechtlichen Begründung des Einsatzes unter anderem auf das in der UN-Charta festgeschriebene Recht auf „kollektive Selbstverteidigung“ nach den Terroranschlägen von Paris. Nach Ansicht Paechs greift die UN-Charta bei dem Bundeswehreinsatz nicht.

„Das Völkerrecht besteht nach wie vor darauf, dass ein Staat nur dann angegriffen werden kann, wenn ihm die Terroranschläge, die von seinem Territorium ausgehen, zugerechnet werden können“, schreibt er. „Dies ist ein Gebot der Souveränität und territorialen Integrität sowie des zwingenden Gewaltverbots, die nur mit Zustimmung Syriens aufgehoben werden können.“ Diese Zustimmung gibt es für Angriffe der Anti-IS-Allianz nicht.

Klagewege sind schwierig

Ob die Linke gegen den Einsatz vor das Bundesverfassungsgericht zieht, ist auch nach Vorlage des Gutachtens unklar. Alle drei möglichen Klagewege sind für die Fraktion nur schwer zu beschreiten. Bei einer Organklage der Fraktion muss nachgewiesen werden, dass Parlamentsrechte eingeschränkt wurden. Das dürfte in diesem Fall schwierig werden. Das Parlament hat mit großer Mehrheit zugestimmt.

Für eine Normenkontrollklage fehlen der Linken auch dann die Stimmen im Bundestag, wenn sie die Grünen auf ihre Seite ziehen. Beide Oppositionsparteien zusammen kommen nicht auf die erforderlichen 25 Prozent der Sitze. Bleibt nur noch die Verfassungsbeschwerde eines Betroffenen. Das könnte beispielsweise ein Soldat sein, der in den Einsatz geschickt werden soll. Der dürfte für die Linke aber schwer zu finden sein.
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt...c22757cded.html




von esther10 16.12.2015 00:51





Mittwoch, 16. Dezember 2015
Vor 8 Tagen - 5.12. 2015 "Fiat Lux". Gedanken von Roberto de Mattei

Auch Roberto de Mattei hat Fiat Lux gesehen/erlitten und urteilte 2 Tage später bei Corrispondenza Romana über die Bildershow vom 8.12., die für immer als das bestimmende Bild mit der Eröffnung des außerordentölichen Jubiläumsjahres verbunden bleiben wird.


"SANKT PETER: EINE ENTWEIHTE BASILIKA"

"Das Bild, das mit der Eröffnung des Außerordentlichen Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit verknüpft bleiben wird, ist nicht die von Papst Franziskus am Morgen des 8. Dezembers gefeierte antitriumphalistische Zeremonie sondern das prätentiöse Spektakel "Fiat Lux": Erleuchtung unseres gemeinsamen Hauses, das den Tag damit beendete, Fassade und Kuppel mit Lichtern und Geräuschen zu überschwemmen. Im Verlauf der von der Weltbank-Gruppe finanzierten Show wurden Bilder von riesigen Löwen, Tigern und Leoparden über den Petersdom gelegt, der genau über den Ruinen von Neros Zirkus errichtet wurde, wo wilde Tiere (früher) Christen verschlungen hatten.

Dank des Lichterspiels schien die Basilika auf den Kopf gestellt, aufgelöst, in Wasser versenkt, während Clownsfische und Meeresschildkröten auf ihrer Fassade erschienen, und fast die Struktur der Kirche auflösten, bar jeden soliden Elementes.

Eine enorme Eule und merkwürdige geflügelte, leuchtende Gestalten kreisten über der Kuppel, während wandernde buddhistische Mönche einen anderen Weg zur Erlösung als den des Christentums anzuzeigen schienen. Kein einziges religiösses Symbol, nicht eine einzige Bezugnahme auf das Christentum, die Kirche wich der "Herrscherin Natur".



Andrea Tornielli schrieb, daß wir nicht schockiert zu sein brauchten, weil viele Künstler über die Jahrhunderte - wie der Kunsthistoriker S. Barbagallo in seinem Buch "Tiere in der Religiösen Kunst. Der Petersdom" (Vat. Press 2009) schreibt, eine üppige Fauna rund um das Grab Petri abgebildet haben.
Aber - wenn der Petersdom ein "Heiliger Zoo" ist, wie der Autor dieses Werkes ihn definiert, dann nicht, weil die in der Basilika abgebildeten Tiere in das Heilige Innere eingeschlossen sind, sondern weil sie - die Basilika - heilig ist, das heißt, weil sie einem tranzendenten Ziel zugeordnet ist. Das ist die Bedeutung die durch die Kunst diesen Tieren zugeordnet ist.

Im Christentum - werden Tiere eben nicht vergöttlicht, sondern wegen ihres Zwecks wertgeschätzt, der da ist, von Gott dazu bestimmt zu sein, dem Menschen zu dienen. Die Pslamen erzählen davon.(....)

Darüber hinaus mißt die christliche Symbolik den Tieren eine emblematische Bedeutung bei. Das Christentum ist weder an der Auslöschung von Tieren noch an ihrem Wohlbefinden sondern an der letzten und tiefen Bedeutung ihres Daseins interessiert. Der Löwe symbolisiert die Stärke, das Lamm die Schwäche, um uns an die Existenz verschiedener Tugenden und Vollendungen zu erinnern, die nur Gott insgesamt besitzt. (....)

Der Ökologismus wird als Vision einer Welt präsentiert, die die Hierarchie auf den Kopf stellt, Gott wird eliminiert und der Mensch entthront. Der Mensch wird auf eine Stufe absoluter Gleichheit mit der Natur gestellt - in einem Abhängigkeitsverhältnis - nicht nur zu denTieren sondern auch zu unbelebten Komponenten der Umwelt, die ihn umgibt, wie Berge, Flüsse, Seen, Landschaften, Nahrungsketten und das Ökosystem.

Die Voraussetzung für eine solche kosmologische Vision ist die Auflösung aller Grenzen zwischen dem Menschen und der Welt. Die Erde mit ihrer Biosphäre bildet eine Art einzige, kosmo-geo-umweltliche Einheit. Sie wird mehr als ein gemeinsames Zuhause - sie repräsentiert eine Gottheit.
Vor 50 Jahren, als das II. Vat. Konzil endete, war das dominierende Thema dieser geschichtlichen Zeit ein ausdrücklicher "Kult des Menschen" - mit Jacques Maritains Formel "integraler Humanismus" gefordert.

Das Buch des Französischen Philosophen mit diesem Titel stammt aus dem Jahr 1936, aber es übte erst später den größten Einfluss aus, als einer seiner enthusiastischsten Leser, Giovanni Battista Montini, der spätere Papst Paul VI, es als Kompass für sein Pontifikat benutzen wollte. Am 7. Dezember 1965 in seiner Predigt bei der Messe, erinnerte er daran, daß im II. Vat. Konzil eine Begegnung zwischen dem Gott der Mensch wurde und der Religion des Menschen, der sich selbst zu Gott macht, stattfand.

50 Jahre später werden wir Zeugen für den Übergang des integralen Humanismus zum intergalen Environmentalismus, von der Charta der Menschenrechte zu den Rechten der Natur.

Im 16. Jahrhundert hatte der Humanismus die mittelalterliche christliche Zivilisation im Namen des Anthropozentrismus verworfen. Der Versuch die Stadt des Menschen auf den Ruinen der Stadt Gottes aufzubauen, scheiterte im 20. Jahrhundert auf tragische Weise und die Versuche, den Anthropozentrismus unter dem Namen des integralen Humanismus zu christinissieren, hat zu nichts geführt.
Die Religion des Menschen wurde durch die Religion der Erde ersetzt: der für seine Deviationen kritisierte Anthropozentrimus wird durch eine neue umweltzentrierte Vision ersetzt. Die Gender-Theorie, die alle Indentität und alle Inhalte auflöst, wird in diese pantheistische und egalitaristische Perspektive integriert.

Es ist eine radikal evolutionistische Wahrnehmung, die weitgehend mit Teilhard de Chardins übereinstimmt.

Gott ist das Selbstbewußtsein der Universums, das sich entwickelt und sich seiner Entwicklung bewußt wird.

Das Teilhard -Zitat in § 83 der Enzyklika "Laudato Si´" von Papst Franziskus ist kein Zufall, und Philosophen wie Enrico M. Radaelli und Arbalde X. da Silveira haben die Punkte beleuchtet, die in Dissonanz zur Katholischen Tradition stehen. Außerdem wurde Fiat Lux als ein Umweltmanifest präsentiert, das die Enzyklika "Laudato Si´ " in Bilder übersetzen wollte.

Antonio Socci im Libero hat die Show als "gnostisch und neuheidnisch" definiert, mit einer "präzisen ideologischen, antichristlichen Botschaft" und bemerkt, daß bei Sankt Peter, am Fest der Unbefleckten Empfängnis, die Feier von Mutter Erde der Feier der Mutter Gottes vorgezogen wurde, um die dominierende Ideologie dieser klimatistischen, ökologistischen, neuheidnischen und neo-malthusianischen Religion zu propagieren, die von den großen Mächten der Welt unerstützt wird.

Eine spirituelle Profanierung (auch - das wollen wir nicht vergessen - weil dieser Platz - der Platz christlichen Martyriums ist)

Alessandro Gnocchi hat in Riscossa Cristiana dieses dazu zu sagen. "Es ist also nicht ISIS, der das Herz des Christenheit profaniert hat, es sind nicht die säkularen Extremisten, die das katholische Credo beschädigten, es ist nicht der übliche blasphemische Künstler, befallen von Koprolallie die den Glauben vieler Christen verhöhnen. Die Sicherheitsmaßnahmen waren nicht nötig und die Metalldetektoren, um den Vandalen den Eintritt in Gottes Zitadelle zu verwehren, sie waren schon innerhalb der Mauern und hatten ihre Bombe in Multicolor und Worldvision aus der Wärme und Gemütlichkeit des Kontrollraumes heraus schon gezündet."

Die Photographen - Kunst-und Werbegraphiker, die Fiat Lux schufen, wissen was Sankt Peter, das materielle Bild des mystischen Leibes Christi, der die Kirche ist, für die Katholiken repräsentiert. Das Lichterspiel, das die Basilika illuminierte, hat ein symbolisches Ziel antithetisch zu der Bedeutung des Göttlichen Lichts, die die ganze Beleuchtung, die Lampen und das Feuer, über die Jahrhunderte vermittelten.
Dieses Licht wurde am 8. Dezembder ausgelöscht. Unter den auf die Basilika projizierten Bildern, fehlten die unseres Herrn und der Immaculata, und es war ihr Fest.

Der Petersdom wurde in das falsche Licht getaucht, das der Rebellenengel, Luzifer, der Fürst dieser Welt und König der Dunkelheit, brachte.

Die Worte Göttliches Licht sind nicht nur metaphorisch sondern eine Wirklichkeit, so wie die Finsternis real ist, die heute die Welt einhüllt. Und an diesem Weihnachtsabend, erwartet die Menschheit, den Augenblick an dem die Nacht taghell erleuchtet werden wird und die von Fatima gemachten Versprechungen der Immaculata erfüllt werden.
http://beiboot-petri.blogspot.de/2015/12...anken.html#more
Quelle: Roberto de Mattei, Corrispondenza Romana

von esther10 16.12.2015 00:46

Papst Franziskus und die „gescheiterten Ehen“ – Neuregelung kündigt Chaos an



16. Dezember 2015 Giuseppe Nardi Hintergrund, Papst Franziskus, Sakrament der Ehe 0

(Rom) Der 8. Dezember 2015 kann als intensiver Tag bezeichnet werden. Es wurde nicht nur das Hochfest Mariä Unbefleckte Empfängnis begangen, mit der Öffnung der Heiligen Pforte das Jubeljahr der Barmherzigkeit begonnen und mit umstrittenen Licht-Projektionen auf Fassade und Kuppel des Petersdoms zur Unterstützung der UNO-Weltklimakonferenz in Paris die Öko-Enzyklika Laudato si von Papst Franziskus ins Bild gesetzt. An diesem Tag traten auch die Bestimmungen in Kraft, mit denen Papst Franziskus die Ehenichtigkeitsverfahren der katholischen Kirche revolutioniert hat. Eine „Revolution“, die Fragen nach der Absicht aufwirft und die von Juristen heftig kritisiert wird.


Die neuen Normen sind im Motu Proprio Mitis iudex Dominus Iesus (Der milde Richter Herr Jesus) über die Reform des kanonischen Verfahrens für Ehenichtigkeitserklärungen im Codex des Kanonischen Rechtes enthalten, das Papst Franziskus am vergangenen 15. August unterzeichnet hatte. Mit einem zweiten Motu Proprio, Mitis et misericors Iesus, reformierte der Papst gleichzeitig auch die Ehenichtigkeitsverfahren in den mit Rom unierten Ostkirchen.

Der Historiker und katholische Intellektuelle, Roberto de Mattei, sprach bereits zwei Tage nach Bekanntgabe der Neuregelung davon, daß der christlichen Ehe eine „Wunde“, zugefügt wurde.

Revolution bereits dreimal korrigiert – aber nicht verbessert

Seither reißt die Kritik führender Kirchenrechtler an den Maßnahmen des Papstes nicht ab. Kritisiert werden die Reform selbst, aber auch die Korrekturen, die die vatikanischen Stellen vor und inzwischen auch schon nach Inkrafttreten der Motuproprien vorzunehmen versuchten.

Die erste Korrektur erfolgte bereits am 13. Oktober und trägt die Unterschriften des Vorsitzenden des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, Kardinal Francesco Coccopalmerio, und des Sekretärs dieser Institution, Kurienbischof Juan Ignacio Arrieta. Da Coccopalmerio auch Mitglied der vom Papst am 27. August 2014 eingesetzten Kommission zur Vorbereitung der Reform der Ehenichtigkeitsverfahren war, durfte angenommen werden, daß seine Korrekturen verbindlichen Charakter hatten. Ein Irrtum, wie sich herausstellen sollte.

Der Vatikanist Sandro Magister erläutert das Durcheinander anhand eines konkreten Beispiels. Nach Veröffentlichung des Motu Propro Mitis Iudex erging an den Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte die Anfrage, wie das neue Motu proprio mit dem Motu Proprio Qua cura von Papst Pius XI. vom 8. Dezember 1938 in Einklang zu bringen sei. Letzteres führte für Italien auf der Ebene der vom Kirchenrecht vorgesehenen Kirchenregionen interdiözesane Kirchengerichte ein. Die Grenzen dieser Kirchenregionen entsprechen noch heute der damaligen Verwaltungseinteilung Italiens. „Diese Regionalgerichte zeichneten sich durch einen leichten Zugang und faktische Kostenlosigkeit aus, da der Großteil der Kosten von der Bischofskonferenz getragen wurde“, so Magister. Damit erfüllte die bisherige Regelung letztlich bereits, was Papst Franziskus als Ziel seiner Reform erklärt hatte. Sein Motu proprio sieht jedoch vor, daß jede Diözese ihr eigenes Gericht errichten könne, daher die Anfrage an die zuständige vatikanische Stelle. Der Päpstliche Rat für die Gesetzestexte antwortete, daß das Motu Proprio Qua cura weiterhin in vollem Umfang in Geltung bleibe. Will sich ein Bischof vom interdiözesanen Kirchengericht trennen, müßte er beim Obersten Gerichtshof der Apostolischen Signatur eine Dispens einholen.

Reskript ex audientia vom 7. Dezember


Papst Franziskus mit Msgr. Pinto, dem Dekan der Rota Romana

Bereits am 4. November folgte durch eine andere vatikanische Institution eine ganz andere Auslegung, dieses Mal sogar mit Zustimmung des Papstes. Bei der Eröffnung des Akademischen Jahres des Studio Rotale gab der Dekan der Heiligen Rota Romana, Msgr. Pio Vito Pinto, der auch Vorsitzender der erwähnten Vorbereitungskommission für die Reform der Ehenichtigkeitsverfahren war, im Auftrag von Papst Franiskus eine „authentische Interpretation“ der Motuproprien. Qua cura fand keine Erwähnung, dafür aber der Hinweis, daß jeder Bischof „kraft diesem päpstlichen Gesetz“ persönlich die „Funktion des Richters ausüben und sein Diözesangericht errichten kann“. Also braucht es keine Dispens durch die Apostolische Signatur.

Der Dekan der Rota Romana betonte zwar, daß seine Erklärungen im Namen des Papstes „Klarheit“ schaffen sollen, doch dem war dann doch nicht so. Am 7. Dezember, am Tag vor Inkrafttreten der neuen Normen, griff Papst Franziskus noch einmal persönlich und direkt ein. Er überreichte dem Dekan der Rota ein Reskript ex audientia, das am 11. Dezember veröffentlicht wurde.

Der erste Teil ist nur wenige Zeilen lang und hebt das Motu Proprio Qua cura von Pius XI. und vergleichbare ältere Bestimmungen auf.

Papst verlangt: „Im Zweifel für die neue Ehe“

Im zweiten Teil verbietet der Papst einen Rekurs, also Einspruch bei der Rota Romana, „nachdem ein Teil eine neue kanonische Ehe geschlossen hat, außer die Ungerechtigkeit der Entscheidung ist offensichtlich“.

Eine päpstliche Entscheidung, die den Kirchenrechtler Guido Ferro Canale zu einer scharfen Kritik herausforderte. Ziel der päpstlichen Reform ist die schnelle Ehenichtigkeitserklärung. Das sei offenkundig durch die Abschaffung des doppelten Urteils und werde durch das Verbot unterstrichen, bei der Rota Romana Einspruch einzulegen. Die päpstliche Koppelung im Reskript mit einer bereits geschlossenen neuen Ehe werde in Praxis dazu führen, daß im Zweifel zugunsten der neuen Ehe entschieden wird. Das aber „bedeutet die Leugnung der Unauflöslichkeit der ersten Ehe“, so Ferro Canale, da selbst einem zweifelhaften Urteil durch die Schließung einer zweiten Ehe, die Wirkung zuerkannt wird, das Eheband gelöst zu haben.

Kritik am Papst: „Gescheiterte Ehe“ und „nichtige Ehe“ meinen nicht dasselbe

Obwohl die neuen Bestimmungen bereits am 15. August veröffentlicht wurden, verdeutliche erst das Reskript die Absichten von Papst Franziskus, so Magister. Das Schlüsselwort, das von Franziskus gebraucht wird, lautet „gescheiterte Ehe“, Der Papst spricht von „verwundeten Familien“, denen die Kirche nahe sein wolle, und vom „Drama der gescheiterten Ehe“, die durch das Heilungswerk Christi erreicht werden solle. Die kirchlichen Strukturen sollen „sich als neue Missionare der Barmherzigkeit Gottes gegenüber anderen Brüdern zum Wohl der Institution Familie entdecken“. Der Begriff „gescheiterte Ehe“, vom Papst schon in Mitis Iudex gebraucht, wurde von Juristen bereits im Zusammenhang mit diesem Motu proprio kritisiert.

„Gescheiterte Ehe“ meine etwas ganz anderes als „nichtige Ehe“. Die Nichtigkeit ist ein formaler Aspekt und besagt, daß eine bestimmte Ehe in Wirklichkeit nie eine solche war. Eine gescheiterte Ehe ist ein meritorischer Aspekt und kann sich auch auf eine gültige Ehe beziehen, im konkreten Fall sind damit faktisch sogar großteils gültig geschlossene Ehen gemeint.

Der neue Begriff, den Papst Franziskus ohne nähere Erläuterung eingeführt hat, legt eine Gleichsetzung der Ehenichtigkeit mit der Scheidung nahe. Das spricht für eine revolutionäre Absicht des Papstes, die Kritiker dem Kirchenoberhaupt im Zusammenhang mit seiner Neuregelung der Ehenichtigkeitsverfahren vorwerfen. Es fällt die scheinbare Sorglosigkeit des Papstes im Umgang mit Worten auf. Scheinbar, weil es schwerfällt, anzunehmen, daß die renommierten Kirchenrechtler in der Vorbereitungskommission, darunter Kardinal Coccopalmerio und Dekan Pinto, nicht auf den gravierenden Bedeutungsunterschied hingewiesen haben. Die Wortwahl erstaunt um so mehr, da der Papst in Mitis Iudex an einer bestimmten Stelle selbst Bedenken zu äußern scheint:

„Es ist Uns allerdings nicht entgangen, wie sehr ein abgekürztes Verfahren das Prinzip der Unauflöslichkeit der Ehe gefährden könnte; […].“
Kirchliche Neuregelung wird in den Staaten ganz unterschiedliche zivilrechtliche Folgen haben

Juristen warnen zudem davor, daß die neuen Ehenichtigkeitsverfahren nach Franziskus, nicht nur im kirchlichen, sondern auch im weltlichen Bereich ernste Schwierigkeiten nach sich ziehen könnten.

In Konkordatsländern wie Italien hat eine Ehenichtigkeitserklärung durch ein Kirchengericht auch zivilrechtliche Folgen. Durch ein Exequatur kann ein ziviles Gericht die Vollstreckbarkeit als Scheidung erklären. Voraussetzung für ein Exequatur ist, daß das Urteil des Kirchengerichts – oder eines ausländischen Gerichts – nach einem ordentlichen Verfahren zustandekam, in dem alle beteiligten Seiten die gleichen Möglichkeiten hatten, ihre Position zu vertreten. „Es fällt nicht schwer, den Kontrast zu erahnen, der aufgrund der unterschiedlichen Rechtsordnungen zwischen Italien und der Kirche entstehen wird. Italien ist dabei nur ein Beispiel unter vielen“, so Magister.

„Durch die Erwählung jedes Bischofs zum Gnadenökonom in seiner Diözese, mit den Vollmachten, „gescheiterte“ Ehen aufzulösen, hat Papst Franziskus einen Präzedenzfall geschaffen, der ernste Auswirkungen auch extra ecclesiam haben wird mit juristischen Gegenschlägen, die von Staat zu Staat verschieden sein werden.“, so Magister.
http://www.katholisches.info/2015/12/16/...ndigt-chaos-an/
Text: Giuseppe Nardi
Bild: Cristianesimo Cattolico/MiL (Screenshot)

von esther10 16.12.2015 00:43

Mitten im "Ave Maria": Ein Mann betet den Rosenkranz.
Foto: Robert Cheaib (CC BY-SA 2.0)


Von CNA Deutsch/EWTN News

PAMPLONA , 12 December, 2015 / 5:36 PM (CNA Deutsch).-
Eine Gruppe katholischer Christen hat mit einer weltweiten Gebetsaktion begonnen, um Wiedergutmachung zu leisten für eine gotteslästerliche Kunstausstellung in der spanischen Stadt Pamplona.

“Bitten wir den Herrn um Verzeihung durch seine Mutter, die Allerheiligste Jungfrau, mit dem Gebet, dass ihr solche Freude bereitet: dem Rosenkranz”, erklären die Organisatoren der Gebetskette auf ihrer spanisch-sprachigen Website. Rund 1000 Menschen haben sich bereits eingetragen und beten mit.

Die Ausstellung zeigte unter anderem 200 konsekrierte Hostien, die der “Künstler” bei Heiligen Messen stahl und dann als Aktion damit auf dem Boden das spanische Wort für Päderastie schrieb. Der missbrauchte Leib des Herrn wurde mittlerweile sicher gestellt. Doch die Ausstellung zeigt nach wie vor die Diebstähle und den Missbrauch.

Zu sehen ist die Gotteslästerung in der öffentlich finanzierten Ausstellungshalle Conde Rodezno.

Tausende Spanier haben seitdem in öffentlichen Demonstrationen, Briefen und Interventionen gegen die Ausstellung protestiert. Doch die Stadt hat bis heute nichts unternommen, um die Ausstellung zu verhindern.

Die Veranstalter der Gebetsaktion bitten alle Teilnehmer, den Rosenkranz zu beten solange die “blasphemische Ausstellung in Pamplona zu sehen ist”. Diese soll bis 17. Januar gezeigt werden.

“Als Wiedergutmachung werden wir bis zu diesem Tag immer mindestens einen Beter haben, der den Rosenkranz betet”, betonen die Veranstalter. Die Ausstellung sei “ein besonders schwerwiegendes Vergeen gegen unsere Herrn”; und für eine solche Sünde müsse Buße getan werden, umso mehr wenn man bedenke, dass die Gotteslästerung auch über die Weihnachtsfeiertage geöffnet bleibe.

Mitzumachen bei der Gebetsaktion bedeute, “gerade mal für einen Monat” die Muttergottes zu bitten, den Herrgott um Vergebung zu bitten. Den Rosenkranz solle man daher “mit Liebe und ohne Hast” beten, denn im Himmel werde nicht die Zeit bemessen, wie lange ein Gebet dauere, sondern mit wieviel Liebe es gebetet wird”, so die Organisatoren.

Die Adresse der Website der Aktion in spanischer Sprache ist https://rosarioparadesagraviar.wordpress.com
.

von esther10 16.12.2015 00:29





Wie aus einer Abtreibungsklinik ein Entbindungszentrum wurde


BRYAN, TEXAS , 16 December, 2015 / 2:33 PM (CNA Deutsch).-

Am 30. Oktober schloss das Abtreibungszentrum von Planned Parenthood in der Stadt Bryan in Texas. Ein guter Moment, dem Gebäude eine völlig neue Nutzung zu geben, fand das Team der Hope Pregnancy Centers, einer Reihe von Einrichtungen, die seit 30 Jahren schwangeren Frauen in schwierigen Situationen helfen, dass dies ein guter Moment sei, dem Gebäude eine neue und bessere Nutzung zu geben.

Eine Lebensschutz-Organisation hatte bereits seit einiger Zeit eine Serie von Videos veröffentlicht, in denen Ärzte und andere Mitarbeiter verschiedenen Kliniken von Planned Parenthood verdeckt gefilmt wurden. Planned Parenthood ist das weltweit größte multinationale Abtreibungsunternehmen. In den Videos ihnen wird offenbar gezeigt, wie sich Mitarbeiter der umstrittenen Organisation am Handel von Organen und Gewebe abgetriebener Kinder beteiligen.

Von einem "Ort des Todes" zu einem "Ort des Lebens"



Mit dem drastischen Wandel von Abtreibungsklinik zu Entbindungszentrum "wollten wir das Gebäude zur Ehre Gottes auslösen. Es ging nicht darum, das Gebäude zu kaufen, nur um es zu kaufen, sondern wir bemerkten, dass wir an diesem Ort viele Möglichkeiten der Fürsorge für die Frauen und ihre Familien anbieten könnten" erklärte Tracy Frank, leitende Direktorin des Hope-Zentrums von Bryan in Texas gegenüber CNA.

Sowohl eine Entbindungsstation als auch ein Zentrum für schwangere Frauen, sowie ein Ort, an dem sexuelle Enthaltsamkeit als Lebensstil erklärt werden kann: Das, so Frank, wurde schnell als beste Nutzung des Gebäudes identifiziert.

Teil des Angebots ist auch medizinische Betreuung um den Frauen zu helfen, die an psychischen Symptomen nach einer Abtreibung leiden.

"Es war ein langer Weg und die Antwort auf das jahrelange Gebet vieler Menschen" erläutert Frank, die nun Geschäftsführerin des Zentrums in Texas ist.

Des weiteren hebt sie hervor, dass "was einst ein Ort des Todes war, an dem schätzungsweise circa 6.400 Abtreibungen durchgeführt wurden, nun ein Ort des Lebens ist."

Über 1,680 Personen haben sich bislang an die beiden Zentren gewandt, die "Hope Pregnancy" in Texas unterhält. Dort empfangen sie Ratschläge, Sexualerziehung, Erziehung zur Elternschaft, Ultraschall und soziale Dienstleistungen.

"Dieser Weg ist motiviert durch unseren Wunsch, der Gesellschaft mehr, bessere und vertrauliche Dienstleistungen auf dem Gebiet der sexuellen Gesundheit anzubieten" so Frank.

Ein Ort von historischer Bedeutung

Neben der Errichtung des Hilfezentrums für Frauen sind die Ereignisse in Bryan auch von historischer Bedeutung für viele Lebensschützer, weil vor dessen Türen die Bewegung "40 Days For Life" – 40 Tage für das Leben – entstand. Vor den verschlossenen Toren der damaligen Abtreibungsklinik versammelten sich Jugendliche, um zu beten.

Mehr Informationen zum Zentrum: http://www.partnerwithhope.org

von esther10 16.12.2015 00:21



Der Papst sprach ganz ausdrücklich von einem »Kampf
Messe in Santa Marta ·

»Den Teufel gibt es auch im 21. Jahrhundert, und wir müssen aus dem Evangelium lernen, wie man ihn bekämpft«, um ihm nicht die Falle zu gehen. Damit das gelingt, darf man nicht »naiv« sein. Und deshalb muss man all seine Strategien hinsichtlich der Versuchung kennen, die stets »drei charakteristische Merkmale« aufweisen: sie beginnen langsam und leise, wachsen dann durch Ansteckung immer mehr, und schließlich finden sie Rechtfertigung.



Papst Franziskus warnte davor, zu meinen, dass es »überholt« sei, heutzutage vom Teufel zu sprechen. Dieses Thema stand während der Messe, die er am Freitag, 11. April, in der Kapelle des Hauses Santa Marta feierte, im Mittelpunkt seiner Reflexionen.

Der Papst sprach ganz ausdrücklich von einem »Kampf«. Im Übrigen, so führte er aus, sei auch »das Leben Jesu ein Kampf gewesen: Er kam, um das Böse zu besiegen, um den Fürsten dieser Welt zu besiegen, um den Teufel zu besiegen«. Jesus habe mit dem Teufel gekämpft, der ihn viele Male versucht habe, und er »hat in seinem Leben Versuchungen und auch Verfolgungen erfahren«. So »müssen auch wir Christen, die Jesus nachfolgen wollen und die durch die Taufe genau mit Jesus auf dem Weg sind, diese Wahrheit gut kennen: auch wir sind Versuchungen ausgesetzt, auch wir sind ein Ziel der Angriffe des Teufels«. Das geschehe deshalb, »weil der Geist des Bösen nicht will, dass wir heilig werden, er will nicht, dass wir unser Christsein bezeugen, er will nicht, dass wir Jünger Jesu sind«.

Aber, so fragte sich der Papst, »wie geht der böse Geist vor, um uns durch seine Versuchung vom Weg Jesu abzubringen?« Die Antwort auf diese Frage ist der entscheidende Punkt. »Die Versuchung des Teufels«, so erläuterte der Papst, »weist drei charakteristische Merkmale auf, und wir müssen sie kennen, um ihm nicht in die Falle zu gehen«. Zunächst »fängt die Versuchung ganz harmlos an, aber sie wächst, sie wächst immer«. Dann »steckt sie einen anderen an«: Sie »befällt einen anderen an, versucht, eine Gemeinschaft zu bilden«. Und »schließlich rechtfertigt sie sich, um die Seele zu beruhigen«. Also können die charakteristischen Merkmale der Versuchung in drei Worten ausgedrückt werden: »Sie wächst, sie steckt an und sie rechtfertigt sich«.

Das könne auch »der ersten Versuchung Jesu« in der Wüste entnommen werden, die »fast eine Verführung zu sein scheint. Der Teufel geht ganz langsam vor« und sage zu Jesus: »Warum tust du das nicht? Stürz dich hinab vom Tempel und erspare dir dreißig Lebensjahre; alle werden dir nach einem Tag sagen: da ist der Messias!« Das sei dasselbe, »was er mit Adam und Eva getan hat«. Der Teufel sage zu ihnen: »Kostet diesen Apfel, er ist gut, er verleiht Weisheit!« Der Teufel folge der Taktik der »Verführung«: er spreche »fast so, als ob er ein geistlicher Meister, als ob er ein Ratgeber wäre«.

Aber wenn »die Versuchung zurückgewiesen wird«, dann »wächst sie und kehrt noch stärker wieder«. Jesus, so erläuterte der Papst, sage dies im Lukasevangelium und warne davor, dass »der Teufel, wenn er zurückgewiesen worden ist, sich umdreht und einige Gefährten zusammensucht und mit dieser Bande zurückkehrt«. Und nun »ist die Versuchung stärker geworden, sie wächst. Aber sie wächst auch insofern, als sie andere mit einbezieht.« Und genau das sei bei Jesus geschehen, wie in der Lesung aus dem Johannesevangelium (10,31-42) berichtet wird. »Der Teufel«, so bekräftigte der Papst, »beziehe auch diese Feinde Jesu mit ein, die an diesem Punkt mit Steinen in ihren Händen mit ihm reden«, in voller Bereitschaft, ihn zu töten. Und hier »sieht man ganz klar und deutlich die Kraft dieses Wachstums« der Versuchung durch Ansteckung. So »schwillt das, was zunächst ein Bächlein, ein kleines, ruhiges Flüsschen zu sein schien, zu einer Sturzflut an, zu einem starken Strom, der dich vorwärts reißt«. Eben deshalb, weil die Versuchung »immer stärker wird und ansteckt«.

Die dritte Eigenschaft der Versuchung durch den Teufel bestehe darin, dass »sie sich am Ende rechtfertigt«. Papst Franziskus erinnerte in diesem Kontext an die Reaktion des Volks, als Jesus »erstmals heim nach Nazaret« gekommen sei und sich in die Synagoge begeben habe. Zunächst seien alle betroffen gewesen über seine Worte, darauf sei aber sogleich die Versuchung gefolgt: »Ist das nicht der Sohn des Schreiners Josefs und Marias? Aufgrund welcher Autorität spricht er, wo er doch nie eine Universität besucht und studiert hat?« Sie haben also versucht, ihren Vorsatz, »ihn in diesem Augenblick zu töten, ihn vom Berg herabzustoßen«, zu rechtfertigen.

Auch an der Stelle bei Johannes wollen Jesu Gesprächspartner ihn töten, deshalb hätten sie bereits »die Steine in den Händen und streiten mit ihm«. So »hat die Versuchung alle gegen Jesus aufgebracht«; und alle »rechtfertigen sich« dafür. Papst Franziskus zufolge »ist der Höhepunkt, der stärkste Moment der Rechtfertigung erreicht beim Hohenpriester«, der sagt: »Schluss damit, ›ihr versteht überhaupt nichts! Ihr bedenkt nicht, dass es besser für euch ist, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt‹? Er soll sterben für das Volk!« Und alle anderen stimmen ihm zu: das sei »die totale Rechtfertigung«.

Auch wir, so warnte der Papst, »gehen, wenn wir versucht werden, diesen selben Weg. Wir sind einer Versuchung ausgesetzt, die immer weiter wächst und einen anderen ansteckt«. Man denke etwa an den Tratsch: Wenn wir »auf diese oder jene Person etwas neidisch sind« dann behielten wir das nicht etwa für uns, sondern wir teilten das dann anderen mit, indem wir überall schlecht über diese Person reden. Und so »versucht der Tratsch zu wachsen, und er steckt jemanden an, und dann noch jemanden …«. Genau »das ist der Mechanismus, wie der Tratsch funktioniert, und wir alle sind versucht, zu tratschen«, so gab der Papst zu, der den Zuhörern anvertraute: »Auch ich bin schon versucht gewesen, zu tratschen! Das ist eine Versuchung, die jeden Tag an einen herantritt«, die »ganz allmählich beginnt, ganz sanft, wie ein Bächlein«.

Das sei der Grund dafür, so bekräftigte der Papst erneut, weshalb man »vorsichtig sein« müsse, »wenn wir in unserem Herzen etwas verspüren, das am Ende Menschen ruiniert, ihren Ruf zerstört, unser Leben ruiniert, uns dazu verführt, weltlich zu sein, zu sündigen«. Man müsse »vorsichtig sein«, so fügte er hinzu, »denn wenn wir diesem Bächlein nicht rechtzeitig Einhalt gebieten, dann wird es, wenn es wächst und ansteckt eine derartige Sturzflut, dass es uns dazu bringen wird, uns zu rechtfertigen, wenn wir Böses tun«; gerade so »wie sich jene Menschen« gerechtfertigt hätten, die im Evangelium vorgeführt werden, die soweit gingen, über Jesus zu sagen: »Es ist besser, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt«.

»Wir alle sind Versuchungen ausgesetzt«, so bekräftigte der Papst, »denn das Gesetz unseres geistlichen Lebens, unseres christlichen Lebens ist der Kampf«. Und das ist so infolge der Tatsache, dass »der Fürst dieser Welt nicht will, dass wir heilig werden, er will nicht, dass wir Christus nachfolgen«.

Sicher, so schloss der Papst, »jemand von euch – vielleicht, ich weiß es nicht – könnte sagen: Aber, Vater, wie altmodisch Sie doch sind, dass Sie im 21. Jahrhundert noch vom Teufel sprechen!« Aber, so betonte er, »seht, den Teufel gibt es noch! Der Teufel ist auch im 21. Jahrhundert präsent. Und wir dürfen nicht naiv sein. Wir müssen aus dem Evangelium lernen, wie man ihn bekämpfen kann.«

http://www.osservatoreromano.va/de/news/...t-es-den-teufel

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von esther10 16.12.2015 00:20

US-Bischöfe verstehen sich als „Botschafter der Hoffnung und prophetische Stimme gegen Gewalt“


Spezialeinheiten durchsuchen eine Wohnung in einem Vorort von San Bernardino nach dem Terroranschlag vom 3. Dezember 2015 Quelle: ANSA, EUGENE GARCIA Copyright

So der Vorsitzende der USCCB, Erzbischof Joseph E. Kurtz

Redaktion | 15. Dez | Fides | Weltkirche | Rom | 23

„Wir sind berufen Botschafter der Hoffnung und prophetische Stimme gegen die Gewalt zu sein, eine Gewalt, die nie im Namen Gottes gerechtfertigt werden darf“, so der Vorsitzende der US-amerikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Joseph E. Kurtz von Louisville, nach den jüngsten blutigen Ereignissen in San Bernardino (Kalifornien).

„Die Politik der Angst und hetzerische Rhetorik bieten Extremisten einen fruchtbaren Boden und ebnen der Spaltung den Weg“, so der Erzbischof weiter.

Auch im Hinblick auf das Flüchtlingsproblem sei die Katholische Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten fest entschlossen, „sich für diese Menschen zu engagieren, die oft vor schwerwiegender Verfolgung fliehen.“

„Wir stellen uns schützend vor Menschen, die unter Diskriminierung leiden, einschließlich unserer muslimischen Brüder und Schwestern. Dabei versuchen wir die Gefahr des Extremismus mutig und durch Mitgefühl abzuwehren, indem wir bekräftigen, das Christentum, Islam und Judentum sowie viele andere Religionen sich gemeinsam gegen die Gewalt wehren müssen, die in ihrem Namen verübt wird.“ (CE)
http://www.zenit.org/de/articles/us-bisc...me-gegen-gewalt
(Quelle: Fides, 15.12.2015)

von esther10 16.12.2015 00:08

Irak: Islamische Plakate fordern christliche Frauen zum Kopftuchtragen auf
Veröffentlicht: 16. Dezember 2015 | Autor: Felizitas Küble

In der Nähe der Kirchen in Stadtvierteln, in denen noch christliche Gemeinden leben, würden Plakate aufgehängt, auf denen Frauen gebeten werden, ein Kopftuch zu traNachrichten_Kopfbalken_1 - Kopiegen.



Die Aufforderung wendet sich direkt an christliche Frauen: auf dem Plakat ist die Jungfrau Maria dargestellt und der Text weist darauf hin, dass auch sie ein Kopftuch trug. Ähnliche Plakate waren in verschiedenen Teilen der Stadt bereits im November aufgehängt worden.

Wie die irakische Presse berichtet, sollen die Christen in Bagdad das Anbringen dieser Plakate in der Nähe von Kirchen und Klöstern als weiteren Einschüchterungsversuch betrachten, nachdem es dort in den vergangenen Monten bereits zu Entführungen und illegalen Enteignungen von Immobilien gekommen war.

Quelle: Fidesdienst

von esther10 16.12.2015 00:02

Dokumentiert: Die Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag
"Überwinde die Gleichgültigkeit und erringe den Frieden"


Die Allegorie von Frieden und Himmel: Das 1730 fertiggestellte Kunstwerk von Daniel Gran im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek

Foto: Alberto Fernandez Fernandez via Wikimedia (CC BY 2.5)

Von CNA Deutsch/EWTN News

VATIKANSTADT , 16 December, 2015 / 9:04 AM (CNA Deutsch).-
"Überwinde die Gleichgültigkeit und erringe den Frieden": CNA dokumentiert den Wortlaut der Botschaft zum Welttag des Friedens am 1. Januar 2016 von Papst Franziskus.



BOTSCHAFT DES HEILIGEN VATERS
PAPST FRANZISKUS
ZUR FEIER DES
WELTFRIEDENSTAGES

1. JANUAR 2016
Überwinde die Gleichgültigkeit und erringe den Frieden

1. Gott ist nicht gleichgültig! Für Gott ist die Menschheit wichtig, Gott verlässt sie nicht! Mit dieser meiner tiefen Überzeugung möchte ich zu Beginn des neuen Jahres meine Glückwünsche verbinden: Im Zeichen der Hoffnung wünsche ich reichen Segen und Frieden für die Zukunft eines jeden Menschen, jeder Familie, jedes Volkes und jeder Nation der Erde sowie für die Zukunft der Staatsoberhäupter, der Regierungen und der Verantwortungsträger der Religionen. Wir verlieren nämlich nicht die Hoffnung, dass sich im Jahr 2016 alle entschieden und zuversichtlich dafür engagieren, auf verschiedenen Ebenen die Gerechtigkeit zu verwirklichen und für den Frieden zu arbeiten. Ja, dieser Friede ist Gabe Gottes und Werk der Menschen – Gabe Gottes, die aber allen Männern und Frauen anvertraut ist: Sie sind berufen, ihn zu verwirklichen.

Die Gründe zur Hoffnung bewahren

2. Kriege und terroristische Aktionen mit ihren tragischen Folgen, Entführungen, ethnisch und religiös motivierte Verfolgungen und Machtmissbrauch haben das vergangene Jahr von Anfang an bis zu seinem Ende charakterisiert und sich in zahlreichen Regionen der Welt so vervielfältigt, dass sie die Züge dessen angenommen haben, was man einen „dritten Weltkrieg in Abschnitten“ nennen könnte. Doch einige Ereignisse der vergangenen Jahre und des gerade verbrachten Jahres regen mich an, im Hinblick auf das neue Jahr wieder dazu aufzufordern, die Hoffnung auf die Fähigkeit des Menschen, mit Gottes Gnade das Böse zu überwinden, nicht zu verlieren und sich nicht der Resignation und der Gleichgültigkeit hinzugeben. Die Ereignisse, auf die ich mich beziehe, zeigen die Fähigkeit der Menschheit zu solidarischem Handeln, jenseits von individualistischen Interessen, von Apathie und Gleichgültigkeit gegenüber schwierigen Situationen.

Unter diesen möchte ich die Anstrengung erwähnen, die unternommen wurden, um das Treffen der weltweiten Leader im Rahmen der COP21 zu erleichtern, mit dem Ziel, neue Wege zur Bewältigung des Klimawandels und zur Sicherung des Wohls der Erde, unseres gemeinsamen Hauses, zu suchen. Und das verweist auf zwei vorangegangene Ereignisse auf globaler Ebene: auf das Gipfeltreffen von Addis Abeba, um Mittel für die nachhaltige Entwicklung der Welt zu sammeln, und auf die Annahme der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung durch die Vereinten Nationen, die den Zweck verfolgt, bis zu jenem Jahr allen – und vor allem den armen Bevölkerungen des Planeten – ein würdigeres Dasein zu sichern.

Für die Kirche war 2015 ein besonderes Jahr, auch weil es den fünfzigsten Jahrestag der Veröffentlichung zweier Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils markierte, die besonders aussagekräftig den Sinn der Kirche für die Solidarität mit der Welt wiedergeben. Papst Johannes XXIII. wollte zu Beginn des Konzils die Fenster der Kirche aufreißen, damit die Kommunikation zwischen ihr und der Welt offener sei. Die beiden Dokumente – Nostra aetate und Gaudium et spes – sind ein beispielhafter Ausdruck der neuen Beziehung des Dialogs, der Solidarität und der Begleitung, welche die Kirche innerhalb der Menschheit einführen wollte. In der Erklärung Nostra aetate wird die Kirche aufgefordert, sich dem Dialog mit den nicht christlichen Religionen zu öffnen. In der Pastoralen Konstitution Gaudium et spes wollte die Kirche, da »Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, […] auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi« [1] sind, einen Dialog mit der Menschheitsfamilie über die Probleme der Welt aufnehmen, als ein Zeichen der Solidarität und der respektvollen Zuneigung [2].

Aus derselben Perspektive möchte ich mit dem Jubiläum der Barmherzigkeit die Kirche einladen zu beten und zu arbeiten, damit alle Christen in sich ein demütiges und mitfühlendes Herz heranreifen lassen, das fähig ist, die Barmherzigkeit zu verkünden und zu bezeugen; das fähig ist, »zu vergeben und [sich] selbst hinzugeben«; das fähig ist, sich zu öffnen »für alle, die an den unterschiedlichsten existenziellen Peripherien leben, die die moderne Welt in oft dramatischer Weise hervorbringt«, und nicht absinkt »in die Gleichgültigkeit, die erniedrigt, in die Gewohnheit, die das Gemüt betäubt und die verhindert etwas Neues zu entdecken, in den Zynismus, der zerstört« [3].

Es gibt vielerlei Gründe, an die Fähigkeit der Menschheit zu glauben, gemeinsam zu handeln, in Solidarität und unter Anerkennung der gegenseitigen Bindung und Abhängigkeit, und dabei die schwächsten Glieder sowie die Wahrung des Gemeinwohls besonders im Auge zu haben. Diese Haltung einer solidarischen Mitverantwortung ist die Basis für die grundlegende Berufung zu Geschwisterlichkeit und Gemeinschaftsleben. Die Würde und die zwischenmenschlichen Beziehungen gehören wesentlich zum Menschen, den Gott ja als sein Abbild und ihm ähnlich erschaffen wollte. Als Geschöpfe, die mit einer unveräußerlichen Würde begabt sind, existieren wir in Beziehung zu unseren Brüdern und Schwestern, denen gegenüber wir eine Verantwortung tragen und uns solidarisch verhalten. Ohne diese Beziehung würde man weniger menschlich sein. Gerade deshalb stellt die Gleichgültigkeit eine Bedrohung für die Menschheitsfamilie dar. Während wir uns auf den Weg in ein neues Jahr begeben, möchte ich alle einladen, diesen Sachverhalt zu erkennen, um die Gleichgültigkeit zu überwinden und den Frieden zu erringen.

Einige Formen der Gleichgültigkeit

3. Gewiss, die Haltung des Gleichgültigen – dessen, der sein Herz verschließt, um die anderen nicht in Betracht zu ziehen, der die Augen schließt, um nicht zu sehen, was ihn umgibt, oder ausweicht, um nicht von den Problemen anderer berührt zu werden – kennzeichnet einen Menschentyp, der ziemlich verbreitet und in jeder geschichtlichen Epoche anzutreffen ist. Doch in unseren Tagen hat sie entschieden den individuellen Bereich überschritten, um eine globale Dimension anzunehmen und das Phänomen der „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ zu erzeugen.

Die erste Form der Gleichgültigkeit in der menschlichen Gesellschaft ist die gegenüber Gott, aus der auch die Gleichgültigkeit gegenüber dem Nächsten und gegenüber der Schöpfung entspringt. Es ist dies eine der schwerwiegenden Nachwirkungen eines falschen Humanismus und des praktischen Materialismus in Kombination mit einem relativistischen und nihilistischen Denken. Der Mensch meint, der Urheber seiner selbst, seines Lebens und der Gesellschaft zu sein. Er fühlt sich unabhängig und trachtet nicht nur danach, den Platz Gottes einzunehmen, sondern völlig ohne Gott auszukommen. Folglich meint er, niemandem etwas schuldig zu sein außer sich selbst, und beansprucht, nur Rechte zu besitzen [4]. Gegen dieses irrige Selbstverständnis des Menschen erinnerte Benedikt XVI. daran, dass weder der Mensch, noch seine Entwicklung in der Lage sind, sich selbst ihren letzten Sinn zu geben [5]. Und vor ihm hatte Paul VI. bekräftigt: »Nur jener Humanismus also ist der wahre, der sich zum Absoluten hin öffnet, in Dank für eine Berufung, die die richtige Auffassung vom menschlichen Leben schenkt.« [6]

Die Gleichgültigkeit gegenüber dem Nächsten nimmt verschiedene Gesichter an. Es gibt Menschen, die gut informiert sind, Radio hören, Zeitungen lesen oder Fernsehprogramme verfolgen, das aber mit innerer Lauheit tun, gleichsam in einem Zustand der Gewöhnung. Diese Leute haben eine vage Vorstellung von den Tragödien, welche die Menschheit quälen, fühlen sich aber nicht betroffen, spüren kein Mitleid. Das ist die Haltung dessen, der Bescheid weiß, aber den Blick, das Denken und das Handeln auf sich selbst gerichtet hält. Leider müssen wir feststellen, dass die Zunahme der Informationen gerade in unserer Zeit von sich aus keine Zunahme an Aufmerksamkeit für die Probleme bedeutet, wenn sie nicht mit einer Öffnung des Bewusstseins im Sinn der Solidarität einhergeht [7]. Ja, sie kann eine gewisse Sättigung nach sich ziehen, die betäubt und den Ernst der Probleme einigermaßen relativiert. »Einige finden schlicht Gefallen daran, die Armen und die armen Länder mit ungebührlichen Verallgemeinerungen der eigenen Übel zu beschuldigen und sich einzubilden, die Lösung in einer ,Erziehung‘ zu finden, die sie beruhigt und in gezähmte, harmlose Wesen verwandelt. Das wird noch anstößiger, wenn die Ausgeschlossenen jenen gesellschaftlichen Krebs wachsen sehen, der die in vielen Ländern – in den Regierungen, im Unternehmertum und in den Institutionen – tief verwurzelte Korruption ist, unabhängig von der politischen Ideologie der Regierenden.« [8]

In anderen Fällen zeigt sich die Gleichgültigkeit in Form eines Mangels an Aufmerksamkeit gegenüber der umliegenden Wirklichkeit, besonders der weiter entfernten. Einige Menschen ziehen es vor, nicht zu suchen, sich nicht zu informieren, und leben ihren Wohlstand und ihre Bequemlichkeit in Taubheit gegenüber dem schmerzvollen Aufschrei der leidenden Menschheit. Fast ohne es zu bemerken, sind wir unfähig geworden, Mitleid mit den anderen, mit ihrem Unglück zu empfinden. Wir haben kein Interesse daran, uns um sie zu kümmern, als sei das, was ihnen geschieht, eine uns fern liegende Verantwortung, die uns nichts angeht [9]. So kommt es, dass wir, »wenn es uns gut geht und wir uns wohl fühlen, die anderen gewiss vergessen (was Gott Vater niemals tut); dass wir uns nicht für ihre Probleme, für ihre Leiden und für die Ungerechtigkeiten interessieren, die sie erdulden… Dann verfällt unser Herz der Gleichgültigkeit: Während es mir relativ gut geht und ich mich wohl fühle, vergesse ich jene, denen es nicht gut geht« [10].

Da wir in einem gemeinsamen Haus leben, dürfen wir nicht unterlassen uns zu fragen, wie es um seine Gesundheit steht – in der Enzyklika Laudato si’ habe ich das zu tun versucht. Die Verschmutzung von Wasser und Luft, die wahllose Ausbeutung der Wälder, die Zerstörung der Umwelt sind oft Frucht der Gleichgültigkeit des Menschen gegenüber den anderen, denn alles steht miteinander in Beziehung. Wie auch das Verhalten des Menschen gegenüber den Tieren seine Beziehungen zu den anderen beeinflusst [11] – ganz zu schweigen von denen, die sich erlauben, woanders das zu tun, was sie im eigenen Hause nicht zu tun wagen [12].

In diesen und anderen Fällen verursacht die Gleichgültigkeit vor allem Verschlossenheit und Teilnahmslosigkeit und trägt so schließlich zum Fehlen von Frieden mit Gott, mit dem Nächsten und mit der Schöpfung bei.

Die Bedrohung des Friedens durch die globalisierte Gleichgültigkeit

4. Die Gleichgültigkeit gegenüber Gott überschreitet den persönlichen und geistigen Bereich des Einzelnen und greift auf den öffentlichen und gesellschaftlichen Bereich über. So bemerkte Benedikt XVI.: Es gibt »eine enge Verbindung zwischen der Verherrlichung Gottes und dem Frieden der Menschen auf Erden« [13]. Denn »ohne eine Offenheit auf das Transzendente hin wird der Mensch tatsächlich leicht zur Beute des Relativismus, und dann fällt es ihm schwer, gerecht zu handeln und sich für den Frieden einzusetzen« [14]. Das Vergessen und die Leugnung Gottes, die den Menschen dazu verleiten, keinen Maßstab mehr über sich anzuerkennen und nur sich selbst zum Maßstab zu nehmen, haben maßlose Grausamkeit und Gewalt hervorgebracht [15].

Auf individueller und gemeinschaftlicher Ebene nimmt die Gleichgültigkeit gegenüber dem Nächsten – eine Tochter der Gleichgültigkeit gegenüber Gott – die Züge der Trägheit und der Teilnahmslosigkeit an. Diese bilden einen Nährboden, auf dem Situationen von Ungerechtigkeit und schwerwiegendem sozialen Ungleichgewicht fortdauern, die dann ihrerseits zu Konflikten führen können oder in jedem Fall ein Klima der Unzufriedenheit erzeugen, das Gefahr läuft, früher oder später in Gewalt und Unsicherheit zu eskalieren.

In diesem Sinn stellen die Gleichgültigkeit und die daraus folgende Teilnahmslosigkeit eine schwere Verfehlung in Bezug auf die Pflicht eines jeden Menschen dar, entsprechend seinen Fähigkeiten und der Rolle, die er in der Gesellschaft spielt, zum Gemeinwohl beizutragen, im Besonderen zum Frieden, der eines der wertvollsten Güter der Menschheit ist [16].

Wenn die Gleichgültigkeit dann die institutionelle Ebene betrifft – Gleichgültigkeit gegenüber dem anderen, gegenüber seiner Würde, seinen Grundrechten und seiner Freiheit – und mit einer von Profitdenken und Genusssucht geprägten Kultur gepaart ist, begünstigt und manchmal auch rechtfertigt sie Handlungen und politische Programme, die schließlich den Frieden bedrohen. Eine solche Haltung der Gleichgültigkeit kann auch so weit gehen, im Hinblick auf die Verfolgung des eigenen Wohlstands oder jenes der Nation einige tadelnswerte Formen der Wirtschaftspolitik zu rechtfertigen, die zu Ungerechtigkeiten, Spaltungen und Gewalt führen. Nicht selten zielen nämlich die wirtschaftlichen und politischen Pläne der Menschen auf die Erlangung oder die Erhaltung von Macht und Reichtum ab, sogar um den Preis, die Rechte und die fundamentalen Bedürfnisse der anderen mit Füßen zu treten. Wenn die Bevölkerungen sehen, dass ihnen ihre Grundrechte wie Nahrung, Wasser, medizinische Versorgung oder Arbeit verweigert werden, sind sie versucht, sich diese mit Gewalt zu verschaffen [17].

Darüber hinaus schafft die Gleichgültigkeit gegenüber der natürlichen Umwelt durch die Begünstigung von Entwaldung, Luftverschmutzung und Naturkatastrophen, die ganze Gemeinschaften aus ihrem Lebensbereich entwurzeln und ihnen Unstabilität und Unsicherheit aufzwingen, neue Formen der Armut und neue Situationen der Ungerechtigkeit mit häufig unheilvollen Konsequenzen hinsichtlich der Sicherheit und des sozialen Friedens. Wie viele Kriege sind geführt worden und werden noch geführt werden aufgrund des Mangels an Ressourcen oder um der unersättlichen Nachfrage nach natürlichen Ressourcen zu entsprechen?[18]

Von der Gleichgültigkeit zur Barmherzigkeit: die Umkehr des Herzens

5. Als ich vor einem Jahr in der Botschaft zum Weltfriedenstag „Nicht mehr Knechte, sondern Brüder“ an das erste biblische Bild der menschlichen Geschwisterbeziehung – das von Kain und Abel (vgl. Gen 4,1-16) – erinnerte, sollte das die Aufmerksamkeit darauf lenken, wie diese erste Geschwisterbeziehung verraten worden ist. Kain und Abel sind Brüder. Beide entstammen sie demselben Schoß, besitzen die gleiche Würde und sind als Abbild Gottes und ihm ähnlich erschaffen; aber ihre kreatürliche Brüderlichkeit zerbricht. »Kain erträgt nicht nur nicht seinen Bruder Abel, sondern aus Neid tötet er ihn.« [19] So wird der Brudermord die Form des Verrats, und die Ablehnung der Brüderlichkeit Abels durch Kain ist der erste Bruch in den familiären Beziehungen der Geschwisterlichkeit, der Solidarität und der gegenseitigen Achtung.

Gott greift dann ein, um den Menschen für seinen Mitmenschen zur Verantwortung zu ziehen, und er tut es genauso, wie er es tat, als Adam und Eva, die ersten Eltern, die Gemeinschaft mit dem Schöpfer gebrochen hatten. »Da sprach der Herr zu Kain: ,Wo ist dein Bruder Abel?‘ Er entgegnete: ,Ich weiß es nicht. Bin ich der Hüter meines Bruders?‘ Der Herr sprach: ,Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden!‘« (Gen 4,9-10).

Kain gibt vor, nicht zu wissen, was mit seinem Bruder geschehen ist, und sagt, er sei nicht dessen Hüter. Er fühlt sich nicht verantwortlich für sein Leben, für sein Geschick. Er fühlt sich nicht betroffen. Er ist seinem Bruder gegenüber gleichgültig, obwohl sie durch ihre gemeinsame Herkunft miteinander verbunden sind. Wie traurig! Was für ein geschwisterliches, familiäres und menschliches Drama! Dies ist die erste Erscheinung der Gleichgültigkeit unter Brüdern. Gott hingegen ist nicht gleichgültig: Das Blut Abels ist in seinen Augen sehr wertvoll, er verlangt von Kain, Rechenschaft darüber abzulegen. Gott offenbart sich also vom Anbeginn der Menschheit an als derjenige, der sich für das Geschick der Menschen interessiert. Als sich später die Söhne Israels in Ägypten in der Sklaverei befinden, greift Gott von neuem ein. Er sagt zu Mose: »Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen, und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. Ich kenne ihr Leid. Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen« (Ex 3,7-8). Es ist wichtig, auf die Verben zu achten, die das Eingreifen Gottes beschreiben: Er sieht, hört, kennt, steigt herab und entreißt, d.h. befreit. Gott ist nicht gleichgültig. Er ist aufmerksam und handelt.

Auf die gleiche Weise ist Gott in seinem Sohn Jesus herabgestiegen unter die Menschen, hat Fleisch angenommen und hat sich in allem, außer der Sünde, solidarisch mit der Menschheit gezeigt. Jesus hat sich mit der Menschheit identifiziert als »der Erstgeborene von vielen Brüdern« (Röm 8,29). Er begnügte sich nicht damit, die Menschenmenge zu unterweisen, sondern er kümmerte sich um sie, besonders wenn er sah, dass sie hungrig (vgl. Mk 6,34-44) oder arbeitslos (vgl. Mt 20,3) waren. Sein Blick war nicht nur auf die Menschen gerichtet, sondern auch auf die Fische im Meer, die Vögel des Himmels, die kleinen und großen Pflanzen und Bäume; er umfasste die gesamte Schöpfung. Jesus sieht, gewiss, aber er beschränkt sich nicht darauf, denn er berührt die Menschen, spricht mit ihnen, handelt zu ihren Gunsten und tut denen Gutes, die bedürftig sind. Und nicht nur das, sondern er lässt sich innerlich erschüttern und weint (vgl. Joh 11,33-44). Und er handelt, um dem Leiden, der Traurigkeit, dem Elend und dem Tod ein Ende zu bereiten.

Jesus lehrt uns, barmherzig zu sein wie der himmlische Vater (vgl. Lk 6,36). In dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter (vgl. Lk10,29-37) prangert er die unterlassene Hilfeleistung angesichts der dringenden Not der Mitmenschen an: »Er sah ihn und ging weiter« (Lk 10,31.32). Zugleich fordert er durch dieses Beispiel seine Hörer – und besonders seine Jünger – auf zu lernen, anzuhalten vor den Leiden dieser Welt, um sie zu lindern; vor den Wunden der anderen, um sie zu pflegen mit den Mitteln, über die man verfügt, angefangen bei der eigenen Zeit, trotz der vielen Beschäftigungen. Die Gleichgültigkeit sucht nämlich immer nach Ausreden: in der Beachtung ritueller Vorschriften, in der Menge der zu erledigenden Dinge, in den Gegensätzen, die uns auf Distanz voneinander halten, in den Vorurteilen aller Art, die uns daran hindern, dem anderen ein Nächster zu werden.

Die Barmherzigkeit ist das „Herz“ Gottes. Darum muss sie auch das Herz all derer sein, die sich als Glieder der einen großen Familie seiner Kinder erkennen; ein Herz, das überall dort heftig schlägt, wo die Menschenwürde – ein Widerschein von Gottes Angesicht in seinen Geschöpfen – auf dem Spiel steht. Jesus warnt uns: Die Liebe zu den anderen – den Fremden, den Kranken, den Gefangenen, den Obdachlosen und sogar den Feinden – ist der Maßstab Gottes zur Beurteilung unserer Taten. Davon hängt unser ewiges Geschick ab. So ist es nicht verwunderlich, dass der Apostel Paulus die Christen von Rom auffordert, sich zu freuen mit den Fröhlichen und zu weinen mit den Weinenden (vgl. Röm 12,15) oder dass er den Korinthern ans Herz legt, Sammlungen zu organisieren als Zeichen der Solidarität mit den leidenden Gliedern der Kirche (vgl. 1 Kor 16,2-3). Und der heilige Johannes schreibt: »Wenn jemand Vermögen hat und sein Herz vor dem Bruder verschließt, den er in Not sieht, wie kann die Gottesliebe in ihm bleiben?« (1 Joh 3,17; vgl. Jak 2,15-16).

Darum ist es »entscheidend für die Kirche und für die Glaubwürdigkeit ihrer Verkündigung, dass sie in erster Person die Barmherzigkeit lebt und bezeugt! Ihre Sprache und ihre Gesten müssen die Barmherzigkeit vermitteln und so in die Herzen der Menschen eindringen und sie herausfordern, den Weg zurück zum Vater einzuschlagen. Die erste Wahrheit der Kirche ist die Liebe Christi. Die Kirche macht sich zur Dienerin und Mittlerin dieser Liebe, die bis zur Vergebung und zur Selbsthingabe führt. Wo also die Kirche gegenwärtig ist, dort muss auch die Barmherzigkeit des Vaters sichtbar werden. In unseren Pfarreien, Gemeinschaften, Vereinigungen und Bewegungen, d.h. überall wo Christen sind, muss ein jeder Oasen der Barmherzigkeit vorfinden können.« [20]

So sind auch wir aufgerufen, aus der Liebe, dem Mitgefühl, der Barmherzigkeit und der Solidarität ein wirkliches Lebensprogramm zu machen, einen Verhaltensstil in unseren Beziehungen untereinander [21]. Das verlangt die Umkehr des Herzens: dass die Gnade Gottes unser Herz von Stein in ein Herz von Fleisch verwandelt (vgl. Ez 36,26), das fähig ist, sich den anderen mit echter Solidarität zu öffnen. Diese ist nämlich viel mehr als »ein Gefühl vagen Mitleids oder oberflächlicher Rührung wegen der Leiden so vieler Menschen nah oder fern« [22]. Die Solidarität ist »die feste und beständige Entschlossenheit, sich für das Gemeinwohl einzusetzen, das heißt, für das Wohl aller und eines jeden, weil wir alle für alle verantwortlich sind« [23], denn das Mitgefühl geht aus der Brüderlichkeit hervor.

So verstanden ist die Solidarität das moralische und soziale Verhalten, das am besten der Bewusstwerdung der Plagen unserer Zeit und der unleugbaren Interdependenz entspricht – einer besonders in einer globalisierten Welt ständig zunehmenden Interdependenz zwischen dem Leben des Einzelnen und seiner Gemeinschaft an einem bestimmten Ort und dem Leben anderer Menschen in der übrigen Welt [24].

Eine Kultur der Solidarität und der Barmherzigkeit fördern, um die Gleichgültigkeit zu überwinden

6. Die Solidarität als moralische Tugend und soziales Verhalten, eine Frucht der persönlichen Umkehr, erfordert ein Engagement vieler Einzelner, die im Erziehungs- und Bildungswesen Verantwortung tragen.

Ich denke zunächst an die Familien, die zu einer vorrangigen und unabdingbaren Erziehungsaufgabe berufen sind. Sie bilden den ersten Ort, an dem die Werte der Liebe und der Geschwisterlichkeit, des Zusammenlebens und des Miteinander-Teilens, der Aufmerksamkeit und der Sorge für den anderen gelebt und vermittelt werden. Sie sind auch der bevorzugte Bereich für die Weitergabe des Glaubens, angefangen von jenen ersten einfachen Gesten der Frömmigkeit, die die Mütter ihren Kindern beibringen[25].

Die Erzieher und die Lehrer, die in der Schule oder in den verschiedenen Kinder- und Jugendzentren die anspruchsvolle Aufgabe haben, die jungen Menschen zu erziehen, sind berufen sich bewusst zu machen, dass ihre Verantwortung die moralische, spirituelle und soziale Dimension des Menschen betrifft. Die Werte der Freiheit, der gegenseitigen Achtung und der Solidarität können vom frühesten Alter an vermittelt werden. In einem Wort an die Verantwortlichen der Einrichtungen, die Erziehungsaufgaben haben, sagte Benedikt XVI.: »Möge jeder Bereich pädagogischer Arbeit ein Ort der Offenheit gegenüber dem Transzendenten und gegenüber den anderen sein; ein Ort des Dialogs, des Zusammenhalts und des Hörens, in dem der Jugendliche spürt, dass seine persönlichen Möglichkeiten und inneren Werte zur Geltung gebracht werden, und lernt, seine Mitmenschen zu schätzen. Mögen sie dazu anleiten, die Freude zu empfinden, die daraus entspringt, dass man Tag für Tag Liebe und Mitgefühl gegenüber dem Nächsten praktiziert und sich aktiv am Aufbau einer menschlicheren und brüderlicheren Gesellschaft beteiligt.« [26]

Auch die Kulturanbieter und die Betreiber der sozialen Kommunikationsmittel tragen eine Verantwortung auf dem Gebiet der Erziehung und der Bildung, besonders in den zeitgenössischen Gesellschaften, in denen der Zugriff auf Informations- und Kommunikationsmittel immer stärker verbreitet ist. Ihre Aufgabe ist vor allem, sich in den Dienst der Wahrheit und nicht der Partikularinteressen zu stellen. Denn die Kommunikationsmittel »informieren nicht nur den Geist ihrer Adressaten, sondern sie formen ihn auch und können folglich beträchtlich zur Erziehung der Jugendlichen beitragen. Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass die Verbindung zwischen Erziehung und Kommunikation äußerst eng ist: Die Erziehung ereignet sich ja durch Kommunikation, welche die Bildung des Menschen positiv oder negativ beeinflusst« [27]. Die Kulturanbieter und die Betreiber der Medien müssten auch darüber wachen, dass die Weise, wie die Informationen erhalten und verbreitet werden, immer rechtlich und moralisch zulässig ist.

Der Friede – Frucht einer Kultur der Solidarität, der Barmherzigkeit und des Mitgefühls

7. Im Bewusstsein der Bedrohung durch eine Globalisierung der Gleichgültigkeit dürfen wir aber nicht unterlassen anzuerkennen, dass sich in die oben beschriebene Gesamtsituation auch zahlreiche positive Initiativen und Aktionen einfügen, die das Mitgefühl, die Barmherzigkeit und die Solidarität bezeugen, zu denen der Mensch fähig ist.

Ich möchte einige Beispiele lobenswerten Engagements erwähnen, die zeigen, wie jeder die Gleichgültigkeit überwinden kann, wenn er sich entscheidet, seinen Blick nicht von seinem Nächsten abzuwenden – Beispiele für gute Formen konkreten Handelns auf dem Weg zu einer menschlicheren Gesellschaft.

Es gibt viele Nichtregierungsorganisationen und karitative Gruppen in und außerhalb der Kirche, deren Mitglieder im Fall von Epidemien, Unglücken oder bewaffneten Konflikten Mühen und Gefahren auf sich nehmen, um die Verletzten und die Kranken zu pflegen und die Toten zu begraben. Neben ihnen möchte ich die Personen und Vereinigungen erwähnen, die den Migranten Hilfe bringen, die auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen Wüsten durchziehen und Meere überqueren. Diese Taten sind Werke der leiblichen und geistigen Barmherzigkeit, nach denen wir am Ende unseres Lebens gerichtet werden.

Ich denke auch an die Journalisten und Fotografen, die die Öffentlichkeit über schwierige Situationen informieren, die an die Gewissen appellieren, sowie an diejenigen, die sich für die Verteidigung der Menschenrechte einsetzen, besonders für die der ethnischen und religiösen Minderheiten, der indigenen Völker, der Frauen und Kinder und aller, die in Situationen größerer Verwundbarkeit leben. Unter ihnen gibt es auch viele Priester und Missionare, die als gute Hirten trotz der Gefahren und Entbehrungen – besonders während bewaffneter Konflikte – an der Seite ihrer Gläubigen bleiben und sie unterstützen.

Und außerdem: Wie viele Familien bemühen sich inmitten zahlreicher sozialer und arbeitsbezogener Schwierigkeiten konkret und um den Preis vieler Opfer, ihre Kinder „gegen den Strom“ zu den Werten der Solidarität, des Mitgefühls und der Geschwisterlichkeit zu erziehen! Wie viele Familien öffnen Notleidenden wie den Flüchtlingen und Migranten ihre Herzen und ihre Häuser! Ich möchte in besonderer Weise allen Einzelpersonen, Familien, Pfarreien, Ordensgemeinschaften, Klöstern und Heiligtümern danken, die umgehend auf meinen Aufruf reagiert haben, eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen [28].

Schließlich möchte ich die Jugendlichen erwähnen, die sich zusammentun, um Projekte der Solidarität zu verwirklichen, sowie alle, die ihre Hände öffnen, um dem notleidenden Nächsten in ihren Städten, in ihrem Land oder in anderen Regionen der Welt zu helfen. Allen, die sich in Aktionen dieser Art engagieren, auch wenn diese nicht öffentlich bekannt werden, möchte ich danken und sie ermutigen: Ihr Hunger und Durst nach Gerechtigkeit wird gesättigt werden, ihre Barmherzigkeit wird sie selbst Barmherzigkeit finden lassen, und insofern sie Friedenstifter sind, werden sie Kinder Gottes genannt werden (vgl. Mt 5,6-9).

Der Friede im Zeichen des Jubiläums der Barmherzigkeit

8. Im Geist des Jubiläums der Barmherzigkeit ist jeder aufgerufen zu erkennen, wie sich die Gleichgültigkeit in seinem eigenen Leben zeigt, und ein konkretes Engagement zu übernehmen, um dazu beizutragen, die Wirklichkeit, in der er lebt, zu verbessern, ausgehend von der eigenen Familie, der Nachbarschaft oder dem Arbeitsbereich.

Auch die Staaten sind zu konkreten Taten aufgerufen, zu mutigen Gesten gegenüber den Schwächsten ihrer Gesellschaft wie den Gefangenen, den Migranten, den Arbeitslosen und den Kranken.

Was die Häftlinge betrifft, erscheint es in vielen Fällen dringend, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Lebensbedingungen in den Gefängnissen zu verbessern. Dabei sollte man denen, die ihrer Freiheit beraubt sind und noch auf ihr Urteil warten, eine besondere Aufmerksamkeit schenken [29], bei der Verbüßung der Strafe die Zielsetzung der Rehabilitation im Sinn haben und die Möglichkeit erwägen, in die nationalen Gesetzgebungen alternative Strafen zur Gefängnishaft einzufügen. In diesem Zusammenhang möchte ich meinen Appell an die staatlichen Autoritäten erneuern, die Todesstrafe dort, wo sie noch in Kraft ist, abzuschaffen und die Möglichkeit einer Begnadigung in Betracht zu ziehen.

In Bezug auf die Migranten möchte ich dazu einladen, die Gesetzgebungen über die Migration zu überdenken, damit sie – in der Achtung der wechselseitigen Pflichten und Verantwortungen – von Aufnahmebereitschaft geprägt sind und die Integration der Migranten vereinfachen können. Aus dieser Sicht müsste den Aufenthaltsbedingungen der Migranten eine besondere Aufmerksamkeit gelten, wenn man bedenkt, dass das Leben im Untergrund die Gefahr birgt, sie in die Kriminalität zu ziehen.

Außerdem möchte ich in diesem Jubiläumsjahr einen dringenden Appell an die Verantwortlichen der Staaten richten, konkrete Taten zugunsten unserer Brüder und Schwestern zu vollziehen, die unter dem Mangel an Arbeit, Land und Wohnung leiden. Ich denke an die Schaffung von Arbeitsplätzen mit würdiger Arbeit, um der sozialen Plage der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, die eine große Anzahl von Familien und von Jugendlichen betrifft und sehr ernste Folgen für den Zusammenhalt der gesamten Gesellschaft hat. Keine Arbeit zu haben schwächt in hohem Maße das Empfinden für die eigene Würde, lässt die Hoffnung schwinden und kann nur zum Teil durch die – wenn auch notwendigen – Hilfen aufgewogen werden, die für die Arbeitslosen und ihre Familien bestimmt sind. Eine spezielle Aufmerksamkeit müsste den – im Arbeitsbereich leider noch diskriminierten – Frauen gewidmet werden sowie einigen Kategorien von Beschäftigten, deren Arbeitsbedingungen unsicher oder gefährlich sind und deren Besoldung der Bedeutung ihrer sozialen Aufgabe nicht angemessen ist.

Zum Schluss möchte ich dazu auffordern, wirksame Schritte zu unternehmen, um die Lebensbedingungen der Kranken zu verbessern, indem allen der Zugang zu medizinischer Behandlung und lebensnotwendigen Medikamenten einschließlich der Möglichkeit zu häuslicher Pflege gewährleistet wird.

Die Verantwortungsträger der Staaten sind auch aufgerufen, mit einem Blick über die eigenen Grenzen hinaus ihre Beziehungen zu den anderen Völkern zu erneuern und allen eine wirkliche Einschließung und Beteiligung am Leben der internationalen Gemeinschaft zu erlauben, damit die Brüderlichkeit auch innerhalb der Familie der Nationen verwirklicht wird.

Aus dieser Sicht möchte ich an alle einen dreifachen Appell richten: Abstand davon zu nehmen, andere Völker in Konflikte oder Kriege zu verwickeln, die nicht nur ihre materiellen und kulturellen Güter sowie ihre sozialen Errungenschaften zerstören, sondern auch – und auf lange Sicht – die moralische und geistige Integrität; die internationalen Schulden der ärmsten Länder zu streichen oder annehmbar zu verwalten; Formen einer Politik der Zusammenarbeit anzuwenden, die sich nicht der Diktatur einiger Ideologien beugen, sondern stattdessen die Werte der örtlichen Bevölkerungen respektieren und keinesfalls das fundamentale und unveräußerliche Recht der Ungeborenen auf Leben verletzen.

Ich vertraue diese Überlegungen – zusammen mit meinen besten Wünschen für das neue Jahr – der Fürsprache Marias an, der für die Nöte der Menschheit aufmerksamen Mutter, damit sie für uns von ihrem Sohn Jesus, dem Friedensfürsten, die Erhörung unserer Gebete und den Segen für unseren täglichen Einsatz zugunsten einer brüderlichen und solidarischen Welt erbitte.

Aus dem Vatikan, am 8. Dezember 2015,
Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau Maria,
Eröffnung des Außerordentlichen Jubiläums der Barmherzigkeit



Franziskus

[1] Zweites Vatikanisches Konzil, Past. Konst. Gaudium et spes, 1.

[2] Vgl. ebd., 3.

[3] Verkündigungsbulle des Außerordentlichen Jubiläums der Barmherzigkeit Misericordiae Vultus, 14-15.

[4] Vgl. Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate, 43.

[5] Vgl. ebd., 16.

[6] Enzyklika Populorum progressio, 42.

[7] »Die zunehmend globalisierte Gesellschaft macht uns zu Nachbarn, aber nicht zu Geschwistern. Die Vernunft für sich allein ist imstande, die Gleichheit unter den Menschen zu begreifen und ein bürgerliches Zusammenleben herzustellen, aber es gelingt ihr nicht, Brüderlichkeit zu schaffen« (Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate, 19).

[8] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 60.

[9] Vgl. ebd., 54.

[10] Botschaft zur österlichen Bußzeit 2015.

[11] Vgl. Enzyklika Laudato si’, 92.

[12] Vgl. ebd., 51.

[13] Ansprache beim Neujahrsempfang für die Mitglieder des beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatischen Corps (7. Januar 2013).

[14] Ebd.

[15] Vgl. Benedikt XVI., Ansprache am Tag der Reflexion, des Dialogs und des Gebets für Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt(Assisi, 27. Oktober 2011).

[16] Vgl. Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 217-237.

[17] »Solange die Ausschließung und die soziale Ungleichheit in der Gesellschaft und unter den verschiedenen Völkern nicht beseitigt werden, wird es unmöglich sein, die Gewalt auszumerzen. Die Armen und die ärmsten Bevölkerungen werden der Gewalt beschuldigt, aber ohne Chancengleichheit finden die verschiedenen Formen von Aggression und Krieg einen fruchtbaren Boden, der früher oder später die Explosion verursacht. Wenn die lokale, nationale oder weltweite Gesellschaft einen Teil ihrer selbst in den Randgebieten seinem Schicksal überlässt, wird es keine politischen Programme, noch Ordnungskräfte oder Intelligence geben, die unbeschränkt die Ruhe gewährleisten können. Das geschieht nicht nur, weil die soziale Ungleichheit gewaltsame Reaktionen derer provoziert, die vom System ausgeschlossen sind, sondern weil das gesellschaftliche und wirtschaftliche System an der Wurzel ungerecht ist. Wie das Gute dazu neigt, sich auszubreiten, so neigt das Böse, dem man einwilligt, das heißt die Ungerechtigkeit, dazu, ihre schädigende Kraft auszudehnen und im Stillen die Grundlagen jeden politischen und sozialen Systems aus den Angeln zu heben, so gefestigt es auch erscheinen mag« (Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 59).

[18] Vgl. Enzyklika Laudato si’, 31; 48.

[19] Botschaft zum Weltfriedenstag 2015, 2.

[20] Verkündigungsbulle des Außerordentlichen Jubiläums der Barmherzigkeit Misericordiae Vultus, 12.

[21] Ebd., 13.

[22] Johannes Paul II., Enzyklika Sollecitudo rei socialis, 38.

[23] Ebd.

[24] Vgl. ebd.

[25] Vgl. Ansprache bei der Generalaudienz am 7. Januar 2015.

[26] Botschaft zum Weltfriedenstag 2012, 2.

[27] Ebd.

[28] Vgl. Angelus vom 6. September 2015.

[29] Vgl. Ansprache an eine Delegation der internationalen Strafrechtsgesellschaft (23. Oktober 2014).

(Quelle: Website des Heiligen Stuhls, abgerufen am 15. Dezember 2015)
http://de.catholicnewsagency.com/story/d...riedenstag-0302

von esther10 16.12.2015 00:01

Um in die Hölle zu kommen, muß man nicht an sie glauben
16. Dezember 2015 Giuseppe Nardi Forum, Papst Franziskus, Top



Licht-Spektakel "Fiat Lux" zur Eröffnung des Heiligen Jahrs der Barmherzigkeit und der Weltklimakonferenz Cop21 in Paris

Rom) „Die Barmherzigkeit hat dann einen Sinn, wenn sie mit der Wahrheit zu tun hat“, sagte Stanislaw Gadecki der Erzbischof von Posen und Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz im vergangenen Oktober gegen Ende der Familiensynode. Er hat eine herausragende Gestalt der Kirchengeschichte studiert, den heiligen Thomas von Aquin, der sagte: „nulla est caritas sine iustitia, sine intelligentia humilitate“.

„Würde der Doctor Angelicus heute leben, eine schwer vorstellbare Annahme, wäre er entsetzt über die Behauptung des Stellvertreters Christi, die Barmherzigkeit sei der Gerechtigkeit voranzustellen“, so der katholische Publizist Danilo Quinto.

Religionen gleichsetzen, Sünde abschaffen, Hölle leugnen

Diese päpstliche Feststellung habe einen mehrfachen Zweck, so Quinto, der ein radikalliberaler Kirchenfeind war, sich aber 2004 durch seine heutige Frau bekehrte und katholisch wurde. Vor wenigen Monaten erlebte er, wenig barmherzig, seine Entlassung als Mitarbeiter von SIR, der katholischen Nachrichtenagentur der Italienischen Bischofskonferenz. Grund der Entlassung war ein Buch Quintos, mit dem er den Annäherungskurs der Kirche an die Homo-Agenda aufzeigte und es gewagt hatte, dabei Papst Franziskus beim Namen zu nennen.

„Zweck ist es, den einzigen Heilsweg zur Rettung der Seele mit anderen Religionen und Bekenntnissen auf eine Stufe zu stellen, obwohl sie den Menschen – laut Evangelium – in die ewige Verdammnis führen; Zweck ist die Abschaffung der Sünde und schließlich die Leugnung der Hölle“, so Quinto.

Zum ersten Zweck heißt es in der Bulle Misericordiae vultus zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit:

„Die Barmherzigkeit ist auch über die Grenzen der Kirche hinaus bedeutsam. Sie verbindet uns mit dem Judentum und dem Islam, für die sie eine der wichtigsten Eigenschaften Gottes darstellt. Das Volk Israel hat als erstes diese Offenbarung erhalten, die in der Geschichte als der Beginn eines unermesslichen Reichtums bleibt, den es der ganzen Menschheit anzubieten gilt. […]. Der Islam seinerseits zählt zu den Namen für den Schöpfer auch den Namen Allerbarmer und Allbarmherziger. Diese Anrufung ist oft auf den Lippen der gläubigen Muslime, die sich in der täglichen Schwachheit von der Barmherzigkeit begleitet und getragen wissen. Auch sie glauben, dass niemand der göttlichen Barmherzigkeit Grenzen setzen kann, denn ihre Tore stehen immer offen.

Dieses Jubiläumsjahr, das wir im Geist der Barmherzigkeit leben, mag die Begegnung mit diesen Religionen und mit anderen ehrwürdigen religiösen Traditionen fördern. Es mache uns offener für den Dialog, damit wir uns besser kennen und verstehen lernen. Es überwinde jede Form der Verschlossenheit und Verachtung und vertreibe alle Form von Gewalt und Diskriminierung.“

Jesus: „Was haben Christus und Beliar gemeinsam?“

„Solche interreligiösen Unternehmungen, die sich mit ökumenischen Initiativen ohne jeden Sicherungsgurt summieren, haben die Gleichsetzung der von Jesus gestifteten Kirche mit dem Judentum und mit Islam und mit den ‚anderen ehrwürdigen [!] religiösen Traditionen‘ zum Ziel“, so Quinto. Das aber sei im Widerspruch zur Ermahnung des Apostels Paulus:

„Beugt euch nicht mit Ungläubigen unter das gleiche Joch! Was haben denn Gerechtigkeit und Gesetzwidrigkeit miteinander zu tun? Was haben Licht und Finsternis gemeinsam? Was für ein Einklang herrscht zwischen Christus und Beliar? Was hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen gemeinsam? Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Wir sind doch der Tempel des lebendigen Gottes“ (2 Kor 6,14-18).

Es widerspreche, so Quinto, auch dem Depositum Fidei und dem Auftrag der Kirche. Der einzige Zweck des Dialogs mit Nicht-Christen sei die Bekehrung der Seelen. Das aber heiße nicht „Anpassung an die anderen, um auf Erden Friede und Glück zu garantieren“. Jesus habe den Aposteln Anweisungen gegeben, wie sie sich bei ihrer ersten Mission zu verhalten hatten:

„Wenn man euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt und eure Worte nicht hören will, dann geht weg und schüttelt den Staub von euren Füßen.

Amen, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt“ (Mt 10,14-15).

„Die Christen aller Zeiten mußten das Martyrium in Rechnung stellen, da ihre erste Pflicht die Bekräftigung ihres Glaubens ist“, so Quinto.

Die Antwort des heiligen Franz von Assisi an Sultan al-Malik

Das allein habe den heiligen Franz von Assisi 1219 veranlaßt, Sultan al-Malik zu treffen. Bei der Begegnung sagte der Sultan zum Heiligen, nach dem sich Papst Franziskus benannte:

„Euer Gott hat in seinen Evangelien gelehrt, daß ihr Böses nicht mit Bösen vergelten sollt […].

Um so mehr also solltet ihr Christen nicht unsere Länder angreifen […]“, antwortete der Heilige: „Mir scheint, Ihr habt nicht das ganze Evangelium Christi unseres Herrn gelesen. Er sagt nämlich auch: ‚Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus; es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden.‘ Damit wollte er uns lehren, daß kein Mensch uns so Freund und so verwandt ist, und wäre er uns auch so teuer wie ein Auge unsres Kopfes, daß wir ihn nicht entfernen, ausreißen, völlig auslöschen sollten, wenn er versuchte, uns vom Glauben und von der Liebe unseres Gottes wegzuführen. Deshalb greifen die Christen gerechterweise Euch und Eure Länder an, weil ihr den Namen Christi beleidigt und so viel Menschen Ihr nur könnt vom Glauben abbringt. Wenn Ihr aber den Schöpfer und Erlöser der Welt kennenlernen, bekennen und anbeten wolltet, würden sie Euch lieben, wie sich selbst.“

„Wer nicht die allerheiligste Dreifaltigkeit, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist liebt und anbetet, wer sich nicht bekehrt, der ist ein Feind, der von Jesus Christus gegründeten Kirche“, so Quinto. „Die Feinde liebt man als Menschen, aber man kann nicht mit ihnen gemeinsame Sache machen. Sie sind standhaft zu bekämpfen und das ohne Kompromisse, da diese zur Komplizenschaft in der Sünde führen.“

Spaltungen und Zerwürfnisse unter den Menschen sind eine Folge der Erbsünde

Franz von Assisi vor dem Sultan al malik


Begegnung des hl. Franz von Assisi mit Sultan al-Malik

„Wer eine andere Wahrheit lehrt und behauptet, daß die Barmherzigkeit vor der Gerechtigkeit kommt, die für den heiligen Thomas von Aquin ein Synonym für die Wahrheit ist, will nicht zur Kenntnis nehmen, daß die Spaltungen, die wir auf dieser Erde erleben, eine Folge der Erbsünde sind. Der Heilige Augustinus schreibt, daß es sich um eine Spaltung zwischen zwei Arten von Liebe handelt.“ Die eine Art der Liebe sei rein, die andere unrein, die eine bemühe sich, dem Gemeinwohl mit Blick auf die himmlische Stadt zu dienen, die andere sei bereit,

auch das Gemeinwohl dem Eigennutz zu unterwerfen, die eine ordne sich Gott unter, die andere sei Gott feindlich gesinnt. Diese beiden Arten der Liebe habe sich zuerst bei den Engel gezeigt: die eine bei den guten Engeln, die andere bei den schlechten. Sie zeigen die Unterscheidung zwischen den beiden vom Menschengeschlecht gegründeten Städte an, die Stadt der Gerechten und die Stadt der Bösen, wobei die beiden Städte auf Erden durcheinander gemischt seien bis zum Weltgericht: die eine um in Begleitung der guten Engel das ewige Leben unter ihrem König zu erlangen, die andere, um zusammen mit den gefallenen Engeln unter ihrem König in das ewige Feuer geworfen zu werden.

Pater Stefano Manelli, der von Bergoglio keine Barmherzigkeit bekam und die Türen auch dann verschlossen blieben, nachdem er sich demütigte und öffentlich um eine Audienz gebeten hatte, fragte 2008 bei einem Einkehrtag der Franziskaner der Immakulata in Florenz:

„Welche Sinn und welche Bedeutung kann heute die Todsünde haben, wenn man sündigt, aber dennoch gerettet ist und in den Himmel kommt, wie jemand, der nicht sündigt?“
Wer Hölle und Sünde leugnet, setzt letztlich Gott und Satan gleich: das aber bedeutet das Ende des Denkens


Die Hölle (Hortus deliciarum, um 1175, von Äbtissin Herrad von Landsberg)
„Letztlich“, so Quinto, „muß man heute eingestehen, daß die Leugnung der Hölle – weil inexistent, weil geschlossen oder weil leer – ein Schachmatt für die Ehrlichkeit bedeutet. Die Lehre der ‚neuen Barmherzigkeit‘, die dazu beiträgt, die Ehrlichkeit Schachmatt zu setzen, wird genauso im Schachmatt enden. Jeder Versuch, die Tugend durch ein Arrangement mit dem Laster zu fördern, konkret die Beseitigung der Ehrlichkeit durch ein Arrangement mit der Unehrlichkeit, muß unerbittlich im Schachmatt enden. Wer die Gerechtigkeit mit der Ungerechtigkeit gleichsetzt, den rechten Schächer mit dem linken, fördert dieses Schachmatt. Konsequent zu Ende gedacht, bedeutet dieses Denken die Gleichsetzung von Wahrheit und Irrtum, von Gut und Böse, von Gnade und Sünde und letztlich von Gott und Satan. Damit endet der Gedankenstrang in der rationalen und moralischen Absurdität. Letztlich ist damit das Denken zu Ende. Die infernalische Lehre der coincidentia oppositorum, einer der zentralen Ideen der esoterischen Alchimie, ist zusammen mit anderen Richtungen der Gnosis das ‚depositum spiritualis‘ der modernen Freimaurerei. Das aber ist die satanische Realität. Was aber hat sie mit der Kirche zu schaffen? Oder müßte man es anders sagen, vielleicht so: Ein Dogma der Hölle, umgeformt zu einer „Wahrheit auf dem Papier“ und gegründet auf eine „Lehre der neuen Barmherzigkeit“, die das Laster mit der Tugend gleichsetzt, kann nur durch einen „Satan der sich als Engel des Lichts tarnt“ (2 Kor 11,14) gelehrt werden. Der Dominikaner Tomas Tyn (1950–1990) schrieb:

„Der Teufel hätte keinen Zugang und könnte keine Verwüstungen unter den Seelen anrichten, wenn er sich nicht als Engel des Lichts tarnen würde.“

Kardinal Siri: „Um in die Hölle zu kommen, muß man nicht an sie glauben“

Pater Stefano Maria Manelli nahm bereits vor Jahren die Kritik an der neuen falschen Barmherzigkeitslehre vorweg, weil auch sie eine lange Vorgeschichte hat:

“Heute will das verräterische Verschweigen der Wahrheit über die Hölle die Kirche beherrschen und beherrscht sie tatsächlich. Damit werden die Türen für alle nur erdenklichen Greuel geöffnet, für Verbrechen jeder Art, die bestenfalls der Redensart nach noch als Sünde bezeichnet, aber nicht mehr als solche verstanden werden, denn laut einer geheimnisvollen ‚Barmherzigkeitslehre‘ kommt nie jemand in die Hölle.“

Und Kardinal Giuseppe Siri, so Quinto, habe dazu geschrieben:

„Um in den Himmel zu kommen, muß man daran glauben, um in die Hölle zu kommen, muß man nicht daran glauben. Im Gegenteil, wer nicht an die Hölle glaubt, tut sich noch leichter.“
Text: Giuseppe Nardi

Bild: Wikicommons/FWG (Screenshot)

von esther10 15.12.2015 23:53

Generalbundesanwalt38

Polizei nimmt Salafistenprediger Sven Lau fest


Sven Lau : Soll Terroristen unterstützt haben Foto: dpa

KARLSRUHE. Der Salafistenprediger Sven Lau ist am Dienstag auf Veranlassung der Bundesanwaltschaft vorläufig festgenommen worden. Sie wirft dem Islamisten vor, in mehreren Fällen die Terrorgruppe „Jaish al-muhajirin wa-l-ansar“ (Jamwa) unterstützt zu haben.

Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen soll Lau „eine Anlaufstelle für Kampf- und Ausreisewillige insbesondere aus der salafistischen Szene im Großraum Düsseldorf“ gewesen sein.

Er habe dabei als Bindeglied zu der in Syrien agierenden Jamwa fungiert, die sich zum Teil dem Islamischen Staat angeschlossen hat. „Konkret vermittelte der Beschuldigte den bisherigen Erkenntnissen zufolge im Spätsommer 2013 den anderweitig Verurteilten Ismail I. sowie eine weitere Person an eine in Syrien stationierte Kampfeinheit der Jamwa“, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Mitglied der „Scharia-Polizei“

Zudem sei Lau, der als rechte Hand des Salafistenpredigers Pierre Vogel gilt, selbst nach Syrien gereist und habe einem islamistischen Kämpfer 250 Euro übergeben. „Bei dieser Gelegenheit soll der Beschuldigte den Auftrag erhalten haben, Nachtsichtgeräte für die Jamwa zu beschaffen.“ Lau habe mindestens drei Stück davon im Wert von 1.440 Euro beschafft „und verbrachte sie Ende Oktober 2013 entweder selbst oder über eine islamistische Hilfsorganisation in das Basislager der Jamwa nach Syrien“, heißt es von der Anwaltschaft.

Lau sorgt deutschlandweit regelmäßig für aufsehen. Er war einer der Initiatoren „Scharia-Polizei“, die mit Warnwesten durch den Wuppertaler Stadtteil Elberfeld liefen und dort Passanten wegen deren unislamischen Verhalten bedrängten. Eine Anklage gegen die Salafisten lehnte das Landgericht in Wuppertal vergangene Woche ab. (ho)

von esther10 15.12.2015 21:44

Dialog in Zeiten des Terrors: Europa kann sich nicht abkapseln


Der Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, Paul Richard Gallagher. - ANSA

15/12/2015 13:15SHARE:

Auch in Zeiten des Terrors braucht es eine Haltung des Dialogs. Das war die Botschaft des „Außenministers“ des Vatikan, Erzbischof Richard Gallagher, bei einer Veranstaltung zum Thema „Dritter Weltkrieg in Etappen? Die Vatikan-Diplomatie heute“ im französischen Kulturinstitut an diesem Montag. Angesichts einer Terrorgruppe wie dem Islamischen Staat, die den Westen grundsätzlich und in jeder Hinsicht ablehne und bekämpfe, sei die Diplomatie – auch die vatikanische – bisweilen machtlos. „Aber es reicht nicht, sich diesem Gefühl hinzugeben und paralysiert zu sein“, so Gallagher. „Wir müssen uns dieser Situation bewusst werden und sie analysieren, warum diese Dinge passieren. Und wir müssen auf eine christliche und humane Art und Weise reagieren. Die Regierungen haben nun ein Sicherheitsproblem, das sie lösen müssen. Aber man muss auch die Wurzeln des Problems bekämpfen.“

Man müsse sich eben auch fragen, wie es dazu kommen konnte, dass Europa und die westlichen Gesellschaften derartigen Hass von einzelnen Menschen und Gruppierungen auf sich gezogen haben, sodass jegliche Basis für den Dialog entzogen zu sein scheine. Die europäischen Gesellschaften müssten sich auch bewusst werden, dass sie nicht mehr im 19. Jahrhundert lebten, wo sie sich mit ihren Errungenschaften und Idealen abkapseln könnten und nur ihre Partikularinteressen durchsetzen könnten. „Wir leben in einer globalisierten Welt“, fasste Gallagher das zusammen. Afrikanische Länder und der Nahe Osten seien nicht weit weg, sondern mittlerweile Nachbarn. Mit den Menschen dort, insbesondere den Jungen, gelte es, solidarisch zu sein

. Auch müsse die Verantwortung westlicher Länder an bewaffneten Konflikten in diesen Ländern gesehen werden: den internationalen Waffenhandel gelte es zu stoppen. Auch der interreligiöse Dialog sei hier entscheidend, um mit den verschiedenen Religionsgemeinschaften gegen Konflikte vorzugehen.

Dritter Weltkrieg?

In seiner an diesem Dienstag vorgestellten Friedensbotschaft spricht Papst Franziskus wieder vom „Dritten Weltkrieg in Abschnitten“, was in der Öffentlichkeit nicht nur auf Zustimmung stößt. „Wir sprechen von einem dritten Weltkrieg, weil die aktuellen Konflikte komplex und miteinander verwoben sind,“ erklärte Gallagher. „Darin liegt die Gefahr. Denn die Dinge, die heute in Frankreich geschehen, können Auswirkungen auf den Nahen Osten haben und umgekehrt. Am Heiligen Stuhl versuchen wir, unsere diplomatische Arbeit mit den Vereinten Nationen und unseren Partnern fortzusetzen und auch mit den Priestern der Kirchen zusammenzuarbeiten, um unsere bedrohten Gemeinschaften zu beschützen. Uns geht es darum, den Dialog und Frieden in der Welt fortzusetzen und immer nach einer diplomatischen, politischen Lösung in den großen Konflikten unserer Zeit zu suchen.“

Europa selbst stecke sowohl spirituell als auch mit seinen Werten in einer Krise, betonte der Vatikan-Diplomat. Das sehe man an der großen Krise Europas, der Flüchtlingskrise. Papst Franziskus fordert in seiner Friedensbotschaft eine bessere Integration von Flüchtlingen. Auch Erzbischof Gallagher betont, dass es hierbei nicht bei rein symbolischer Hilfe bleiben dürfe, die am Ende doch keine Substanz habe. Europa müsse sich hier auch wieder auf seine Werte besinnen und sich zu einem Kompromiss bei der Aufnahme der Flüchtlinge durchringen.

„Ich habe bereits mehrfach gesagt, dass die europäischen Länder ihre Gesellschaften widerspiegeln. Es gibt unterschiedliche Aufnahmekapazitäten und Traditionen. Es gibt Länder, die in den 50er und 60er Jahren regulär Flüchtlinge aufgenommen haben, andere nicht. Das muss man berücksichtigen. Auf der anderen Seite müssen alle gemeinsam einen Kompromiss finden, den die Europäische Union umsetzen kann. Sonst wird die Lage in Europa sowohl für die einzelnen Länder innenpolitisch, aber auch für die ganze Union sehr schwierig.”

(rv 15.12.2015 cz)

von esther10 15.12.2015 18:50

Noch einmal Martin Luther – Die neue Theologie und ihre Folgen


m Anschluß an meine Rezension über Paul Hacker,

Das Ich im Glauben bei Martin Luther – Der Ursprung der anthropozentrischen Religion, vom 18. November auf dieser Seite, die große Diskussionen auslöste und mir aus meinem Umfeld und Freundeskreis, auch aus dem protestantischen, äußerst aufschlußreiche und durchaus ermutigende Rückmeldungen einbrachte, und zum Zweck weiterer kritischer Erörterungen im Hinblick auf das herannahende „Luther-Jahr“ 2017 sei hier noch ein weiteres Standardwerk zur Theologie Martin Luthers präsentiert: Theobald Beer, Der fröhliche Wechsel und Streit – Grundzüge der Theologie Martin Luthers.

Ein Klassiker

Es handelt sich um einen Klassiker katholischer Luther-Analyse. Prälat Beer (1902 – 2000) stammte aus der Nähe von Landshut in Niederbayern und ging in den 30er Jahren in das Bistum Dresden-Meißen. Somit war ihm auch eine protestantisch geprägte Kultur vertraut, nicht nur die Literatur. Er wurde zum Fachmann, der auch lutherische Kirchenmänner über Luther belehren und korrigieren konnte.

Als für einen spezialisierten Adressatenkreis konzipiertes theologisches Fachbuch setzt es ein überdurchschnittliches Maß an Vorbildung und Problembewußtsein voraus. Der damalige Professor Joseph Ratzinger, der Beer an die Universität Regensburg zu einschlägigen Seminaren holte, lobte es mit enthusiastischen Worten.

Aussageabsicht des Werkes

Die Grundaussage des umfangreichen Werkes ist, daß Luther sich von der klassischen katholischen Gnadenlehre, besonders von seinem Ordensvater Augustinus und dem allgemeinen Lehrer Thomas von Aquin, ablöste und zu diesem Zweck auch eine neue Terminologie einführte bzw. die alte mit neuen Bedeutungen füllte:

„Der Einfluß des Neuplatonismus, der pseudohermetischen Literatur und der Gnosis (…) läßt seine Polemik gegen die griechische Philosophie und gegen die Scholastik in einem ganz anderen Licht erscheinen“ (J. Ratzinger).

Diese Vorgangsweise gibt der lutherischen Theologie ihre schillernde und esoterische Qualität. Oft ist sie nicht auf den Punkt zu bringen, da es immer auch widerstreitende Aussagen gibt:

„Lutherforscher klagen: Die Sprache Luthers kann den reinen Logiker, für den die Eindeutigkeit der verwendeten Begriffe und Denkmittel oberstes Gesetz ist, zur Verzweiflung bringen. Aber nicht nur die Sprache, sondern die Sache selbst ist es, die den Widerspruch in sich trägt“ (173).

Prälat Beer muß daher, um Luther einigermaßen gerecht zu werden, dessen Lehre zu Gnade, Glaube und Rechtfertigung, zu Christologie und Anthropologie, auf gut fünfhundert Seiten detailreich rekonstruieren. (Davon ist allerdings ein erheblicher Teil Apparat mit vielen Luther-Zitaten auf Latein, die nur für den Fachmann von Interesse sind, somit für das Gesamtverständnis nicht gelesen werden müssen.)

Widersprüche im lutherischen Denken

Es ist doch bezeichnend, daß jemand, der den Schlachtruf „Sola-Scriptura“ ausgegeben hat, Schriften im Umfang von 127 Quartbänden (etwa 80.000 Seiten) hinterläßt (Weimarer Ausgabe). Offenbar reicht „die Schrift alleine“ doch nicht.

Das ist nicht der einzige Selbstwiderspruch bei Martin Luther:

Beer stellt an manchen Stellen heraus, wo und wie Luther von der katholischen Lehre und von der Bibel abweicht.

„Um Luthers Anliegen zu verstehen, kann man nicht von der Schrift ausgehen (…)“ (331).

Es ist bizarr zu sehen, wie jemand, der vorgeblich ein Verteidiger der Bibel und des Sola-Scriptura-Prinzips ist, den Apostel Paulus für dessen Lehre kritisiert (!):

„Nicht nur den Papisten macht Luther den Vorwurf, daß sie zwei Dinge miteinander vermischen, er ist auch der Meinung, Paulus verletze in Gal 3,5.6 die Regeln der dialektischen Schlußfolgerung, d.h. er halte Würdigkeit und Folge (im Sinne Luthers) nicht auseinander … Auch in der klassischen Stelle für die Termini gratia und donum, Röm 5,15, sieht Paulus zum Befremden Luthers Gnade und Gabe in dem einen Vorgang der Rechtfertigung zusammen“ (167).

Neue Lehren


Martin Luther von Lucas Cranach d. Älteren
Inhaltlich geht es dabei um den „fröhlichen Wechsel und Streit“, also das, was die katholische Theologie als admirabile commercium, den „wunderbaren Tausch“ bezeichnet: Christus nimmt die Schuld der Menschen auf sich und läßt sie im Gegenzug an der göttlichen Natur Anteil erhalten (vgl. 2 Petr 1, 4). Dabei formuliert Luther aber neuartige und sehr komplizierte Lehren bzw. Gedankenkonstrukte, die sich so aus dem Bibeltext nicht ergeben und die Kontinuität bisheriger Bibelauslegung abbrechen.

Die Auswirkungen sind enorm.

Um seine Sicht der Dinge durchzusetzen, muß Luther sogar die menschliche Natur vor dem Sündenfall als „Kot“ bezeichnen (!) – was der Weisheit des Schöpfers Hohn spricht und direkt gegen den Schöpfungsbericht formuliert ist („Es war sehr gut.“ Gen 1, 31). Luther muß hier eine geistige Verwandtschaft zum Ketzer Markion (2. Jhdt.) und zum Manichäismus (3. Jhdt.) konstatiert werden, gemäß denen die Schöpfung schlecht bzw. sogar böse sei.

Auch die wahre menschliche Natur Jesu Christi wird zur „Larve“ herabgesetzt, was die wirkliche Menschwerdung des Wortes (nach Joh 1, 14) abschwächt und zu unzitierbaren Entgleisungen führt (389). Dem widerspricht wiederum Luthers Festhalten an „alle[n] Elemente[n] der katholischen Marienverehrung“ (381), insbesondere den Dogmen der Unbefleckten Empfängnis und der Himmelfahrt (!):

„Daß Luther aus diesen Elementen der Marienverehrung nicht die Konsequenzen zieht, hat seinen Grund im Begriff der Gnade, welche Christus ist, und in seiner Lehre von der doppelten Rechtfertigung. Die Gnade, welche Christus ist, oder die forma dei, bezieht das Geheimnis der Inexistenz [soviel wie „Darin-Bestehen“ o. ä., Anm.] des Logos in der Menschheit Christi nicht in die Erwägung mit ein und läßt die katholische traditionelle Christologie und Mariologie, die Luther bewahrt hat neben seiner Rechtfertigungschristologie, als getrenntes Feld liegen“ (382).

Bei Luther fällt praktisch alles auseinander, was zusammen gehört.

Die Schlußfolgerung Beers ist, daß die alles zersetzende Bibelkritik Rudolf Bultmanns nicht ein Abfall von der Christologie Luthers ist sondern deren letzte Konsequenz:

„Weil es in der Philosophie keinen Begriff für ein Suppositum gibt, deshalb meint Luther, die Aussagen der Heiligen Schrift, die die personale Einheit der beiden Naturen in Christus aussagen, aufspalten zu müssen. Er tut es mit Sprach- und Denkmitteln, die aus philosophischen und weltanschaulichen Konzeptionen kommen, die die Väter und die Konzilien gerade überwinden und umformen mußten, damit sie Instrumente für die Aussage eines Suppositums werden konnten. Während die Väter um einen passenden Ausdruck für das Geheimnis der Einheit in Christus ringen, ist Luther gezwungen, in dasselbe Geheimnis eine Konträrität einzubringen. … Die Schlüssel, die Luther zur Eröffnung der Heiligen Schrift benützt, sind geformt nach der neuplatonisch-neupythagoreischen Philosophie, nach dem gnostisch beeinflußten Bild vom geköderten Leviathan und nach dem an Mysterienkulte erinnernden Wechsel. Damit kann jedoch die Heilige Schrift nicht erschlossen werden, es werden vielmehr Widersprüche in sie hineingetragen und die Türe zu ihrem Verständnis verschlossen. Bultmann spricht, mit Berufung auf Luther, von dem großen Rätsel oder Widerspruch im Neuen Testament, wie aus dem Verkündiger der Verkündigte wurde“ (405f).

Nur „theologische Spitzfindigkeiten“?

Viele Leser mögen sich unter Umständen fragen, ob das nicht alles akademische Spitzfindigkeiten sind, die mit dem „realen Leben“ nichts zu tun hätten.

Dem ist eben nicht so.

Luthers Theologie, die aus persönlichen Gründen von seiner Rechtfertigungs- und Gnadenlehre ihren Ausgang nahm (vgl. dazu Paul Hackers erwähntes Buch), brachte direkt und indirekt großen Einfluß auf Politik und Kultur hervor. Denken wir nur an die Schwächung der Abwehr gegen die türkische Aggression über den Dreißigjährigen Krieg bis zum preußischen Militarismus (der ohne die lutherische Staatshörigkeit nicht denkbar gewesen wäre).

„Reformation“, Revolution und das Fischen im Trüben

Diejenigen revolutionären Bewegungen, die man nachträglich unter dem irreführenden Schlagwort „Reformation“ zusammenfaßte, wurden von Menschen geprägt, die ihre eigenen Lieblings- oder auch Wahnideen den Mitmenschen aufnötigen wollten (Eric Voegelin, Luther und Calvin – Die große Verwirrung) und zu diesem Zweck alte traditionelle Bindungen zerschneiden mußten. Obgleich die kirchliche Situation zur Zeit der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert unbestritten reformbedürftig war, nämlich im eigentlichen Sinn des reformare, des „in die rechte Form Zurückbringens“, hat Luther das Reformanliegen verfehlt.

Daß man heutzutage Wahrheitsfrage, Glaube und Moral aus der Öffentlichkeit verbannt, dafür alle möglichen Perversionen im öffentlichen Raum zelebrieren läßt, ist ein Armutszeugnis unserer Zeit.

Und auch indirekte Folge der Reformation, da sich deren Protagonisten nur auf ihr eigenes Gewissen beriefen (wie ehrlich auch immer) und das Glaubensgut des geoffenbarten Glaubens und der wahren Moral über den Haufen warfen.

Man darf nicht vergessen, daß ja aus der Revolutionierung des Glaubens auch eine Revolutionierung der Moral folgt, somit in erster Linie auch eine Selbstermächtigung für eigenmächtiges, eigennütziges bzw. selbstsüchtiges Handeln. Viele Glaubensneuerer (nicht: Glaubenserneuerer) und Gurus entdeckten, daß ihr neues Glaubenssystem eine (vermeintliche) Erlaubnis zu bis dahin verbotenem Handeln bieten. Unter neuen Umständen ließ sich also trefflich im Trüben fischen. Wenn also Pater Martin sagen durfte „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“, fühlten auch andere diese Erlaubnis.

Aber nur ein gemeinsamer Glaube, der die mit der Herrschaft Beauftragten mit den Beherrschten verbindet und beide mit derselben Verpflichtung zu Wahrheit und Wohlwollen, kann in Kirche und Staat Willkürherrschaft und Sklaverei verhindern!

Beer spricht an einer Stelle die psychische Verfaßtheit Luthers an, ohne sie näher auszuführen. Aber der versierte Leser versteht, daß die gewalttätige Uminterpretation des gesamten überlieferten Glaubens, einschließlich des Wortlautes der hl. Schrift, etwas Pathologisches an sich hat. Anders ist die Verbissenheit der Realitätsverweigerung nicht zu erklären.

Aus heutiger Sicht hätte man einen Menschen, der mit sich nicht im Reinen ist und zur Skrupulosität neigt, nicht in das klösterliche Leben eintreten lassen dürfen. Das Kloster erwies sich für sein Seelenleben als nicht hilfreich.

Obwohl Beer nicht näher auf die (charakteristisch brutale) Diktion Luthers eingeht, fällt doch aufgrund der Zitate auf, daß Luther die scholastischen Theologen vor ihm und seiner Zeit pauschal als „Sophisten“ verunglimpft. Das ist – verglichen mit sonstigen Ausfällen Luthers – zwar relativ harmlos, aber der Sache nach unfair und despektierlich und fällt auf Luther selbst zurück.

Resümee

Dieses Buch gehört zur Pflichtlektüre für alle, die im offiziellen katholisch-lutherischen „Dialog“-Betrieb engagiert sind. Dort ist ja bekanntlich die Gefahr inhaltsleerer Phraseologie und des konsequenten und willentlichen Aneinandervorbeiredens am größten. Das Konzept scheint dort zu sein: Wenn man seinen Job nicht verlieren will, muß man den Dialog prolongieren und darf unter keinen Umständen zu einem konkreten Ergebnis kommen, etwa zu einer Vereinigung der getrennten Christen.
Aber ein Dialog, der diesen Namen verdient (gemäß den Platonischen Dialogen oder dem berühmten Dialogue Concerning Heresies des hl. Thomas Morus von 1528, der die Positionen Luthers und William Tyndales widerlegt), benötigt eine inhaltliche Erdung.

Nicht zuletzt sollten sich die katholischen Hierarchen, besonders die Bischöfe und Kardinäle deutscher Sprache, dieses Buch vornehmen. Es wäre eine gute Nachhilfe für theologisch verwirrte Hirten.

Nachdem das Buch Luther ernst nimmt und dessen Lehre gründlichst durchleuchtet, dabei auf klassische Polemik oder psychologische Interpretationen verzichtet, eignet es sich besonders für protestantische Gelehrte, die sich über ihre Glaubensvoraussetzungen intensiver Rechenschaft geben wollen. Betriebsblindheit gibt es ja nicht nur in Industriebetrieben oder Vereinen.

Prälat Beer war selbst kein Konvertit, daher fehlte ihm auch der für Konvertiten oft charakteristische Eifer oder Übereifer. Angesichts sehr ausführlicher fachlich-neutraler Darstellungen lutherischer Gedankenirrungen fragt man sich aber manchmal, ob nicht manchmal mehr Würze angebracht gewesen wäre.

Dem Johannes-Verlag Einsiedeln, der besonders für seine schöne Reihe „Christliche Meister“ bekannt ist, gebührt das Verdienst, Theobald Beers Meisterwerk zu einem günstigen Preis für Forschung, Apologetik und Kontroverstheologie in einem Band bereitgestellt zu haben. In Zeiten eines gewaltigen Konformitätsdrucks und einer von oben verordneten offiziösen Geschichtsschreibung und -deutung ist derartige Literatur von kaum zu überschätzendem Wert.

Theobald Beer, Der fröhliche Wechsel und Streit – Grundzüge der Theologie Martin Luthers, Johannes-Verlag, Einsiedeln, 2. vermehrte Auflage 1980, 563 Seiten, 12,- [D]; Horizonte Neue Folge 19 (Erstausgabe Benno-Verlag, Leipzig 1974)

*MMag. Wolfram Schrems, Linz und Wien, katholischer Theologe, Philosoph, Katechist, reiche Erfahrung im interkonfessionellen Gespräch
http://www.katholisches.info/2014/12/11/...nd-ihre-folgen/
Bild: Una Fides

von esther10 15.12.2015 12:22

Dienstag, 15. Dezember 2015

Jugendliche mögen Gewalt im Fernsehen

Laut einer Umfrage von YouGov sind lediglich 25 Prozent der Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren der Auffassung, im TV werde übermäßig viel Gewalt gezeigt. 35 Prozent fanden die Darstellung von Gewalt im Fernsehen sogar unterhaltsam.

Trotzdem sind 59 Prozent der Ansicht, dass Gewaltszenen im Fernsehen zu gewalttätigem Verhalten führen können!

Offensichtlich nimmt die Mehrheit der Jugendlichen die Gefahren der Mediengewalt nicht ernst, was äußerst bedenklich ist.

Die Sozialpsychologin Barbara Krahé sagt über die Folgen von Gewalt in Medien Folgendes: „Wir haben in einer Längsschnittstudie mit Schülern der 7. und 8. Klasse ermittelt, dass ein intensiverer Gewaltmedienkonsum – etwa durch Computerspiele oder Filme – mit häufigerem aggressiven Verhalten einhergeht.“

Die mediale Gewalt hat sowohl kurz- wie auch langfristige Wirkung auf das menschliche Verhalten. Diese Wirkung kann der Zuschauer nicht unmittelbar an sich feststellen. Er meint, nur „die anderen“ wären betroffen.

Laut Barbara Krahé sind die kurzfristigen Wirkungen der medialen Gewalt folgende: „Kurzfristig zeigt sich beispielsweise, dass die Geschwindigkeit, mit der man auf aggressive Gedankeninhalte zugreifen kann, durch den Konsum von Gewaltmedien deutlich steigt. Mediengewalt aktiviert mit Aggression assoziierte neuronale Knotenpunkte. Wenn dann noch ein weiterer Auslöser hinzukommt, etwa eine Provokation, kann es zu aggressivem Verhalten kommen. Wichtig ist, dass aggressives Verhalten zumeist nicht auf eine einzige Ursache zurückzuführen ist. Der Konsum von Mediengewalt ruft also nicht alleine Aggression hervor, sondern in Zusammenwirkung mit anderen Risikofaktoren.“

Langfristig kann es noch viel schlimmer aussehen: „Vor allem geht es langfristig um Lernprozesse, die durch Medienkonsum ausgelöst werden. Man lernt zum Beispiel, dass Aggression belohnt wird, etwa wenn man in einem Computerspiel ein Level weiterkommt. Man lernt sogar ganze Verhaltensdrehbücher. Etwa, dass man zuschlägt, wenn jemand eine dumme Bemerkung macht. Und man kommt zu der Überzeugung, dass dieses Verhalten auch richtig ist. Es verändert sich zudem die Bewertung, man findet Gewalt nicht mehr so schlimm,“ so Krahé.
http://kultur-und-medien-online.blogspot...-fernsehen.html
Mit der Zeit gewöhnt man sich nicht nur an die Gewalt, man lernt, dass sie ein Mittel sein kann, um erfolgreich zu werden.

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