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  • 03.04.2013 00:53 - Treue
von 03.04.2013 00:53

OSTERZEIT
OSTEROKTAV - MITTWOCH

4

TREUE

Auf dem Weg nach Emmaus. Jesus auf allen Wegen der Welt.
Hoffnung, Treue, Beharrlichkeit.
Treue zur eigenen Berufung. Der Herr befähigt uns dazu und macht uns zu seinen Zeugen.

I. Das heutige Evangelium versetzt uns in den Nachmittag des Ostertages. Zwei Jünger sind auf dem Weg nach Emmaus. Sie hatten auf Jesus ihre ganze Hoffnung gesetzt - und nun ist der Herr tot. Ihr Heimweg gleicht dem Rückzug nach einer verlorenen Schlacht. Alles ist zu Ende. Das Gespräch kreist immer noch um Jesus - aber anders als früher. Jetzt sind sie enttäuscht und erschüttert. Sie bemerken kaum den Wanderer, der sich unversehens zu ihnen gesellt. Der Evangelist sagt uns, daß es Jesus ist, aber sie erkennen ihn nicht, sie wundern sich nur, daß jemand fragen kann, was sie bewegt1: Was sonst als der schwarze Freitag in Jerusalem und damit der Zusammenbruch ihrer Hoffnungen?

Wir aber hatten gehofft, daß er der sei, der Israel erlösen werde, sagen sie. Denn er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat ... Sie sprechen von Jesus wie von etwas Vergangenem, und dabei geht der Herr an ihrer Seite und lädt sie zu einer Aussprache über den Grund ihrer Trauer ein.

Jesus war ...? »Christus ist nicht nur derjenige, der war, sondern er ist mehr noch derjenige, der ist. Er war gegenwärtig auf dem Weg nach Emmaus, er ist auch gegenwärtig auf allen Straßen der Welt, auf denen durch die Generationen und Jahrhunderte hin seine Jünger wandern.«2 Manchmal bedrängen uns Trauer oder Mutlosigkeit, Enttäuschung oder gar eine skeptische Distanz zu Dingen oder Menschen, die uns einmal teuer waren. Erinnern wir uns dann an die zwei jünger auf dem Weg nach Emmaus, die bei Jesus sind, auch wenn sie es nicht wissen. Ihre Erfahrung kann unsere Erfahrung werden: Hoffnung und Glauben glimmen von neuem auf, sobald wir entdecken, daß Jesus auch heute lebt, heute von uns dies und jenes erwartet, heute zu uns spricht.

Wenn alles - Erinnerungen, Nachdenken, Planen - nicht weiterhelfen kann, dann öffnen wir uns einer tieferen Sicht der Dinge, der Sicht des Glaubens. Das tut Jesus mit seinen Weggenossen: er läßt sie dasselbe, was sie derart niedergeworfen hatte, im Licht der Schrift betrachten. Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben.3 Später, als der Herr sie schon verlassen hat, werden sie an jenes Gespräch zurückdenken: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloß?4

Meistens bricht die Niedergeschlagenheit nicht so dramatisch in unser Leben ein, sondern als Spielarten der Resignation über hartnäckige eigene oder fremde Unarten, unerwartete Schwierigkeiten bei unseren apostolischen Bemühungen oder Enttäuschungen bei der Arbeit. Sind wir in solchen Situationen bereit, statt mutlos zu werden, darin eine Herausforderung des Glaubens an Christus zu sehen? Uns vor ihm im Gebet auszusprechen? Uns aufrichtig in einem geistlichen Gespräch zu öffnen? Wir werden erkennen, daß es sich - gestärkt durch eine geläuterte Freude - lohnt, den Weg der Nachfolge weiterzugehen.

II. Die Hoffnung ist die Tugend des Menschen unterwegs. Er hat sein Ziel noch nicht erreicht, aber er verläßt sich auf die Treue des Herrn zu seinen Verheißungen. »Die Hoffnung ist es, die uns die starke Hand Gottes ergreifen läßt; immer streckt er sie uns entgegen, damit wir nicht die übernatürliche Sicht verlieren - gerade auch dann, wenn Leidenschaften uns bedrängen, die uns in dem kümmerlichen Schlupfloch des eigenen Ich gefangen halten möchten, oder wenn wir in kindischer Eitelkeit meinen, wir seien der Mittelpunkt der Welt. Ich lebe in der Überzeugung, daß mir niemals etwas gelingen wird, wenn ich nicht auf Jesus Christus blicke. Und ich weiß, daß die Fähigkeit, mich selbst zu besiegen und zu siegen, daher rührt, daß ich daran festhalte: Alles vermag ich in dem, der mich stärkt (Phil 4,13). Dieses Wort enthält die unumstößliche Verheißung, daß Gott seine Kinder nicht verläßt, wenn sie ihn nicht verlassen.«5

Der Herr weist in vielen Gleichnissen auf die Treue als die Grundhaltung eines guten Dieners hin. Wer treu ist, ist beständig in seinem Streben. »Der beharrliche Mensch hält alles fest, was ihm als Wahrheit und echter Wert aufgegangen ist.«6 »Dagegen ändern sich unbeharrliche Menschen nie. Sie behalten die Fehler und Vorzüge, die sie von Natur besitzen, aber sie erringen keine neuen sittlichen Werte. Wenn sie im Moment auch alles einsehen und die besten Vorsätze fassen, ihre Unbeharrlichkeit verhindert jeden dauernden sittlichen Fortschritt (...), weil sie sich jedem Eindruck zu sehr preisgeben.«7

Wir dürfen uns nicht von einer Atmosphäre vereinnahmen lassen, der Treue zu den eingegangenen Pflichten und Aufgaben, die man je nach Situation so oder anders auslegt, nichts mehr bedeutet.

Aber auch mangelnde Aufmerksamkeit für kleine Pflichten kann das Gespür für Treue auslaugen. Daher die Ermahnung des Herrn: Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen8. Das treue Feststehen, wenn es ums Ganze geht, bahnt sich im Kleinen an: im Ernstnehmen von scheinbar unwichtigen Details, etwa Pünktlichkeit oder Ordnung im beruflichen Leben; im Bemühen um das Bewußtsein der Gegenwart Gottes im Alltag; in der inneren Souveränität, Frivoles links liegen zu lassen; im gegenseitigen Vertrauen im ehelichen Alltag ...

Wenn wir uns mit Gottes Hilfe um die kleinen Dinge des Alltags kümmern, sind wir auf dem Weg, am Ende unseres Lebens jene Worte des Herrn zu hören: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!9

Unsere Bitte an den Herrn um Treue und Beharrlichkeit bis ans Ende unseres Weges schließt die Bereitschaft ein, nach jedem Versagen in Hoffnung neu zu beginnen und die freudige Entschiedenheit des Anfangs zu erneuern. Mit anderen Worten: ein Leben lang den Anruf Gottes als aktuell wahrzunehmen.

III. Die Tugend der Treue muß alles im Leben prägen: unsere Beziehungen zu Gott, zur Kirche, zum Nächsten, zu uns selbst. Mit einem Wort: es geht um eine kompromißlose Treue zur Berufung, die wir einmal als Gottes Willen für uns erkannt haben.

Gott kennt unsere gute Absicht wie auch unsere Fehler. Er trägt unsere Treue auch dort, wo sie der Versuchung ausgesetzt ist. Die Jünger von Emmaus laufen dem Herrn davon, aber der Herr holt sie ein und führt sie zu sich zurück. Er zeigt ihnen, daß sie sich zu sehr auf sich selbst verlassen hatten: auf ihren bloßen Verstand, der das Geschehene nicht einordnen konnte, und auf einen Willen, der keine Antriebskraft mehr hatte. Aber »aus der Begegnung mit dem auferstandenen Herrn auf dem Weg nach Emmaus fiel für die beiden Jünger neues Licht auf die Heiligen Schriften und auf das Geschehen von Kalvaria, es fiel Licht in das Dunkel ihres eigenen Lebens.«10 Sie merkten, daß es dem Herrn nicht um eine Nachfolge in Makellosigkeit geht, sondern um Treue und Beharrlichkeit.

Nun wurden die zwei Jünger zu Zeugen Christi: »Ihre persönliche Christuserfahrung drängt sie zum Aufbruch und zum Zeugnis (...). Wie sehr braucht der heutige Mensch die bewußte Begegnung mit Christus! Wie sehr braucht er als Suchender, Zweifelnder und Fragender die Entdeckung der vollen Wahrheit der österlichen Wirklichkeit des Herrn, der vollen Wahrheit seines Lebens und Sterbens und seiner Auferstehung. Die Welt braucht dafür unser christliches Zeugnis!«11 Auch wir können in der Kraft Christi Menschen, die den übernatürlichen Sinn ihres Lebens verloren haben, das Licht der Hoffnung zeigen.

Am Ende unserer Zeit des Gebetes und angesichts unserer Erbärmlichkeit schließen wir uns der Bitte der beiden Jünger an: Bleibe bei uns, denn es wird bald Abend.12

»>Bleibe bei uns, denn es will Abend werden ...< Die Bitte des Kleophas und seines Freundes wird erfüllt.

Wie traurig wäre es, verstünden du und ich nicht, Jesus >aufzuhalten<, wenn er vorübergeht! Wie schmerzlich, wenn wir ihn nicht bitten, er möge bei uns bleiben!«13

1 vgl. Lk 24,13-35. - 2 Johannes Paul II., Homilie in Augsburg, 3.5.1987 . - 3 Lk 24,26. - 4 Lk 24,32. - 5 J. Escrivá, Freunde Gottes, 213. - 6 D.v.Hildebrand, Sittliche Grundhaltungen, Regensburg 1969, S.31. - 7 ebd., S.34-35. - 8 Lk 16,10. - 9 Mt 25,21-23. - 10 Johannes Paul II., a.a.O. - 11 ebd. - 12 Lk 24,29. - 13 J.Escrivá, Die Spur des Sämanns, Nr.671.

von esther10 03.04.2013 00:33

Berichte ehemaliger Abtreibungsärzte


1) Dr. Stojan Adasevic - Ein Abtreibungsarzt klärt auf



Serbischer Arzt, verantwortlich für die Tötung von mehr als 48.000 Ungeborenen, mit neuen Perspektiven.

Zwischen 48.000 und 62.000 ungeborene Kinder hat Dr. Stojan Adasevic getötet. Wie viele es genau sind, weiss der inzwischen 71-jährige serbische Abtreibungsarzt nicht mehr. Er habe nach dem Motto "Übung macht den Meister" gearbeitet, erzählt er, sein trauriger Rekord liege bei 35 vorgeburtlichen Kindstötungen am Tag. 26 Jahre lang hat er in einer Klinik in Belgrad praktiziert und war lange Zeit davon überzeugt, dass es wahr ist, was seine Professoren ihm beigebracht hatten. Nämlich, dass sich eine Abtreibung und die Entfernung des Blinddarms kaum unterscheiden - nur das zu entfernende Gewebe sei eben ein anderes.

Erste Zweifel daran kamen ihm auf, als in den 80er Jahren der Ultraschall in den jugoslawischen Krankenhäusern eingeführt wurde. Adasevic hatte nun die Möglichkeit, in die Gebärmutter zu sehen und das "Gewebe" dort genauer zu betrachten. Doch: "Ich sah, ohne zu sehen", sagt er heute. "Alles änderte sich aber, als diese Träume begannen." Nacht für Nacht verfolgte ihn der gleiche Traum: Er geht durch die blühende, friedliche Natur, und doch lastet ein beängstigender Druck auf ihm. Plötzlich sieht er lachende Kinder im Alter zwischen etwa drei und 20 Jahren vor sich. Ein Junge und zwei Mädchen kommen ihm seltsam bekannt vor, er weiss aber nicht, wo er sie schon einmal gesehen haben soll. Als er sie ansprechen will, flüchten sie schreiend vor ihm, als liefen sie um ihr Leben. Stets wird die Szene von einem Mann im schwarzen Habit still beobachtet.

"Da wußte ich, ich habe einen Menschen ermordet".
Jede Nacht wachte Adasevic schweißgebadet auf und konnte bis zum Morgen nicht mehr einschlafen. Eines Nachts gelingt es ihm in dem Traum, ein Kind festzuhalten, doch das Kind fängt an zu schreien: "Hilfe! Mörder! Rettet mich vor dem Mörder!" Sofort verwandelt sich der Mann in dem schwarzen Habit in einen Adler und entreisst Adasevic das Kind.

In der Nacht darauf fragt der Abtreibungsarzt im Traum den seltsamen Mann, wer er sei. Thomas von Aquin, lautet die Antwort - Adasevic hatte diesen Namen noch nie gehört. Der Mann in dem schwarzen Habit erklärt ihm nun, wer die Kinder sind, die ihn Nacht für Nacht verfolgen: Es sind die Kinder, die Adasevic durch Abtreibungen umgebracht hat. Da erinnert er sich plötzlich, warum ihm die Gesichter des Jungen und der beiden Mädchen so bekannt vorkommen. Der Junge sieht einem engen Freund Adasevics ähnlich, bei dessen Frau er vor 20 Jahren eine Abtreibung durchgeführt hat. Auch den beiden Mädchen kann er die Mütter zuordnen - eine ist seine Cousine. Als Adasevic aufwachte, beschloss er, nie mehr in seinem Leben eine Abtreibung durchzuführen.

Hetzkampagne macht auch vor Familie nicht halt
Ein Vorsatz, den er schon wenige Stunden später brach. Morgens in der Klinik angekommen, wartete dort sein Cousin zusammen mit seiner Freundin, die im vierten Monat schwanger war, auf ihn. Obwohl sich Adasevic anfangs weigerte, gelang es seinem Cousin doch durch seine Hartnäckigkeit schließlich, ihn zu einer letzten Abtreibung zu überreden. Bei dieser Abtreibung wurden ihm endlich die Augen geöffnet. "Ich zog etwas aus der Gebärmutter heraus ... und ... nein! - Ein Herz, das schlägt. Es wird immer langsamer und hört schließlich ganz auf zu pulsieren. In diesem Moment wußte ich, ich habe einen Menschen ermordet."

Stojan Adasevic informierte die Klinikleitung darüber, dass er in Zukunft keine Abtreibungen mehr durchführen werde. As Antwort darauf wurde ihm das Gehalt um die Hälfte gekürzt, seine Tochter verlor ihren Job, sein Sohn wurde nicht zum Universitätsstudium zugelassen. Die Medien starteten eine Hetzkampagne gegen ihn. Doch Adasevic hat sich unter diesem Druck nicht gebeugt. Er hat sich der Lebensrechtsbewegung angeschlossen und seinen Kampf gegen Abtreibung inzwischen in einem Buch mit dem Titel "Heiliges Leben" niedergeschrieben, das bisher auf serbisch, englisch und französisch erhältlich ist. Trotz seines angeschlagenen Gesundheitszustandes wird er nicht müde, auf Vortragsreisen in verschiedenen Ländern über das Abtreibungsgeschehen aufzuklären und seinen Appell zu wiederholen - wie kürzlich in einem österreichischen Fernsehinterview: "Beenden Sie das Töten, hören Sie auf mit der Abtreibung!"


http://www.pro-leben.de/abtr/abtreibung_berichte.php

http://www.meinbaby.info/

http://www.khgh.at/index_html?sc=291



Mutter Theresa über Abtreibung

1. Ansprache (auszugsweise) von Mutter Theresa von Kalkutta am 10. Dezember 1979 bei der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo.
[.. Heute, da ich diesen großen Preis erhalte - ich persönlich bin äußerst unwürdig - bin ich glücklich wegen unserer Armen, glücklich, dass ich die Armen verstehen kann, genau gesagt die Armut unserer Leute. Ich bin dankbar und sehr glücklich, ihn im Namen der Hungrigen, der Nackten, der Heimatlosen, der Krüppel, der Blinden, der Leprakranken zu erhalten. Im Namen all' derer, die sich unerwünscht, ungeliebt, nicht umsorgt fühlen, die aus der Gesellschaft ausgestoßen sind, die eine Last für die Gesellschaft und von jedem ausgeschlossen sind. Ich nehme den Preis in ihrem Namen an und bin sicher, dieser Preis wird eine neue verstehende Liebe zwischen den Reichen und den Armen bringen. Hierauf bestand Jesus, darum kam er auf die Welt, diese frohe Botschaft den Armen zu bringen.

Ich habe eine Überzeugung, die ich Ihnen allen mitteilen möchte: der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen. Sogar in der Heiligen Schrift steht: "Selbst wenn die Mutter ihr Kind vergessen könnte, ich vergesse es nicht". Aber heute werden Millionen ungeborener Kinder getötet, und wir sagen nichts. In den Zeitungen lesen wir dieses und jenes, aber niemand spricht von den Millionen von Kleinen, die empfangen wurden mit der gleichen Liebe wie Sie und ich, mit dem Leben Gottes. Und wir sagen nichts, wir sind stumm.

Für mich sind die Nationen, die Abtreibung legalisiert haben, die ärmsten Länder. Sie fürchten die Kleinen, sie fürchten das ungeborene Kind. Und das Kind muss sterben, weil sie dies eine Kind nicht mehr haben wollen - nicht ein Kind mehr - und das Kind muss sterben. Und ich bitte Sie hier im Namen der Kleinen: rettet das ungeborene Kind, erkennt die Gegenwart Jesu in ihm!

Als Maria Elisabeth besuchte, hüpfte das Kind vor Freude im Schoß der Mutter in dem Augenblick, als Maria ins Haus kam. Das Ungeborene brachte Freude. Daher versprechen wir hier, jedes ungeborene Kind zu retten. Gebt jedem Kind die Gelegenheit, zu lieben und geliebt zu werden. Wir bekämpfen Abtreibung mit Adoption. Mit Gottes Gnade werden wir es schaffen. Gott segnete unsere Arbeit. Wir haben Tausende von Kindern gerettet, sie haben ein Heim gefunden , in dem sie geliebt werden, wo sie erwünscht sind, wohin sie Freude gebracht haben.

Deshalb fordere ich Sie heute auf, Majestäten, Exzellenzen, meine Damen und Herren, Sie alle, die aus vielen Ländern der Erde gekommen sind: Beten Sie, dass wir den Mut haben mögen, das ungeborene Leben zu schützen. Hier in Norwegen haben wir nun die Gelegenheit, dafür einzutreten. Gott segnete Sie mit Wohlstand, aber in vielen Familien hier haben wir vielleicht jemanden, der nicht hungrig ist nach einem Stück Brot, der sich jedoch vergessen oder ungeliebt fühlt, der Liebe braucht. Liebe beginnt zu Hause, dort zuerst.

So bete ich für Sie, dass Sie das Gebet in Ihre Familien bringen. Die Frucht des Gebetes wird sein, dass wir glauben, dass wir es für Christus tun. Wenn wir wirklich glauben, werden wir anfangen zu lieben, und wir werden dann natürlich einander lieben, zuerst in unserem eigenen Heim, dann unseren nächsten Nachbarn, dann die Menschen in dem Land, in dem wir leben. Lassen Sie uns alle in das Gebet einstimmen: "Gott, gib uns den Mut, jedes ungeborene Kind zu schützen". Denn das Kind ist das größte Geschenk Gottes für die Familie, für ein Volk und für die Welt. Gott segne Sie!


2. Interview mit Mutter Theresa aus dem Jahr 1985

Mutter Theresa: "Abtreibung zerstört ein Kind und ein Gewissen". Sie bezeichnete es als „unglaublich“, dass eine „Mutter ihr eigenes Kind ermorden“ kann.

Heutzutage ist die Abtreibung die größte Zerstörerin des Friedens, denn sie zerstört das Leben des Kindes, aber sie zerstört ebenso das Gewissen der Mutter, und Jahr für Jahr weiß sie, dass sie ihr eigenes Kind ermordet hat.“ Dies sagte Mutter Theresa (1907-1997), die katholische Friedensnobelpreisträgerin und durch Papst Johannes Paul II. im Jahr 2003 seliggesprochen, 1985 in einem Interview am Rande der „National Catholic Coalition Conference on Women“ in New York. Sie nannte es „unglaublich“, dass eine „Mutter ihr eigenes Kind ermorden“ kann. Das ungeborene Kind sei „als Ebenbild Gottes“ erschaffen worden „um zu lieben und um geliebt zu werden“.
Die für ihren Einsatz für die Ärmsten der Gesellschaft weltbekannte Ordensgründerin, die langezeit in Indien lebte, erinnerte sich in diesem Interview, dass sie einmal eine Frau getroffen hatte, die vor acht Jahren ihr Kind abgetrieben hatte, diese habe ihr gesagt, „jedes Mal, wenn sie ein achtjähriges Kind sehe, erinnere sie daran: ‚Mein Kind wäre jetzt in diesem Alter, wenn ich es nicht getötet hätte‘. Ich brauchte lange, bis ich sie überzeugt hatte, dass sie Gott bittet ihr zu vergeben.“
Die Ordensfrau sprach in diesem Interview auch an, dass es sie befremde, dass es in der Regel nicht etwa die Armen seien, die ihre ungeborenen Kinder zerstörten. „Es sind jene Leute, denen es besser geht, sie wollen etwas anderes und haben Angst vor dem Kleinen. Deshalb vernichten sie das Kind.“ „Doch die Armen tun dies nicht. Wir haben das immer wieder bemerkt, an jedem Ort, an dem unsere Schwestern arbeiten“.

Ein Brief vom Himmel


Liebe Mami,

jetzt bin ich im Himmel und sitze auf Jesu Schoß. Er liebt mich und ist mir ganz nah. Ich wäre so gerne Dein kleines Mädchen gewesen und verstehe eigentlich nicht so richtig, was passiert ist.

Ich war so aufgeregt, als ich feststellte, dass ich zu existieren begann. Ich befand mich in einem dunkeln, aber wohligen Raum. Ich merkte, dass ich Finger und Zehen hatte. Ich war schon ziemlich weit entwickelt, wenn auch noch nicht bereit, meine Umgebung zu verlassen. Die meiste Zeit verbrachte ich damit, nachzudenken und zu schlafen. Schon zu Anfang an fühlte ich mich ganz tief mit Dir verbunden..


Manchmal hörte ich Dich weinen und habe mit Dir geweint. Manchmal hast Du geschrieen oder sehr laut gesprochen und dann geweint. Und ich hörte, wie Papa zurückschrie. Ich war traurig und hoffte, es würde Dir bald besser gehen. Ich habe mich gefragt, warum Du wohl soviel weinen musstest. einmal hast du den ganzen Tag geweint. Es tat mir in der Seele weh. Ich konnte mir nicht vorstellen, was Dich so unglücklich machte.

An genau diesem Tag passierte etwas ganz schreckliches. Ein gemeines Monster kam in diesen warmen, bequemen Ort, an dem ich mich befand. Ich hatte schreckliche Angst und begann zu schreien, aber es kam kein Laut über meine Lippen. Das Monster kam immer näher und näher und ich schrie immer wieder:" Mami, Mami, hilf mir bitte, hilf mir!"

Entsetzliche Angst war alles, was ich fühlte. Ich schrie und schrie bis ich nicht mehr konnte. Dann riß das Monster mir den Arm aus. Es tat so weh, ein unbeschreiblicher Schmerz. Und es hörte gar nicht auf. Oh wie ich bettelte, es möge aufhören! Voller Entsetzen schrie ich, als das unerbittliche Monster mir ein Bein ausriss. Trotz unsäglicher Schmerzen wußte ich, dass ich im Sterben lag. Ich wußte, dass ich nie Dein Gesicht sehen oder von Dir hören würde, wie sehr Du mich liebst. Ich wollte alle Deine Tränen versiegen lassen und hatte so viele Pläne, Dich glücklich zu machen- nun konnte ich das nicht mehr, meine Träume wurden zerschlagen.

Obwohl ich schreckliche Schmerzen und Angst hatte, spürte ich vor allem mein Herz brechen. Mehr als alles andere wollte ich Deine Tochter sein. Doch nun war es vergebens, denn ich starb einen qualvollen Tod. Ich konnte nur ahnen, was für schlimme Dinge sie Dir angetan hatten. Bevor ich ging, wollte ich Dir sagen, dass ich Dich liebe, aber ich kannte die Worte nicht, die Du verstehen konntest. Und bald darauf hatte ich auch nicht mehr den Atem , um sie auszusprechen,. Ich war tot. Ich fühlte, wie ich in die Höhe stieg. Ich wurde von einem riesigen Engel zu einem großen, wunderschönen Ort hinaufgetragen. Ich weinte noch immer, aber der körperliche Schmerz war verschwunden. Der Engel brachte mich zu Jesus und setzte mich auf seinen Schoß. Jesus sagte mir, dass er mich liebt und dass Gott mein Vater ist.

Da war ich glücklich. Ich frage ihn, was denn dieses Ding war, das mich getötet hatte. Er antwortete: " Abtreibung. Es tut mir so leid, mein Kind, denn ich weiß, wie sich das anfühlt." Ich weiß nicht was Abtreibung ist; vermutlich ist das der Name des Monsters.

Ich schreibe, um Dir zu sagen, dass ich Dich liebe und wie gerne ich Dein kleines Mädchen gewesen wäre. Ich habe mit aller Kraft versucht, zu leben. Ich wollte leben. Den Willen hatte ich, aber ich konnte nicht, das Monster war zu stark. Es war unmöglich zu leben. Ich wollte nur, dass Du weißt, dass ich es versucht habe, bei Dir zu bleiben. Ich wollte nicht sterben. Also, Mami, bitte hüte Dich vor diesem Monster Abtreibung. Mami, ich liebe Dich und will auf keinen Fall, dass Du dieselben Schmerzen durchmachen musst, wie ich.

bitte pass auf Dich auf ! In Liebe,
Dein Baby.

http://www.pro-leben.de/abtr/mutter_theresa.php

http://www.pro-leben.de/abtr/berichte_abtreibungsaerzte.php

von esther10 03.04.2013 00:06

Wortgottesfeier statt Sonntagsmesse – ein Armutszeugnis für Kirche und Gemeinde
Veröffentlicht: 3. April 2013 | Autor: Felizitas Küble

Aus dem Newsletter des Weblogs “Demut jetzt”:

Zu den Phänomenen der heutigen Kirche gehört es, die so genannten Wortgottesfeier mit Kommunion auch an Sonntagen als Lösung des Priestermangels zu verkaufen. In dieser Form des Gottesdienstes liegt sicherlich ein großer Reiz:

Zum ersten für die Gemeinde, die in ihrer alten Struktur fortbestehen kann, zum zweiten für die Laien in der Gemeindeleitung, die auf diese Weise ihren Status heben können, zum dritten für die Priester, die nicht von Messe zu Messe hetzen müssen. Und das sind auch alles durchaus Gründe, die man gut finden kann. Aber ich will hier mal ehrlich sein:

Ich finde diese Gottesdienste ein Armutszeugnis!

Ein Armutszeugnis für die Kirche, dass sie nicht in der Lage ist, mehr Priesterberufungen zu aktivieren. Sicherlich, die Zeiten sind schwieriger geworden und heute ist das alles nicht mehr so leicht mit dem Priestersein und dem Priestererziehen.

Aber dann muss man halt auch mal bisschen mehr ranklotzen. Die Gemeinden des Urchristentums haben bei wichtigen Gelegenheiten gefastet und gebetet, wie aus der Apostelgeschichte hervorgeht. Und Priesterberufungen sind doch wohl wichtig. Gerade die Bischöfe und Priester sollten sowohl nach dem Vorbild der Urgemeinde als auch unter Nutzung der modernen und zwischenmenschlichen Mittel ihr Möglichstes tun, dem Mangel Abhilfe zu schaffen. Aber auch die Laien können einen Beitrag dazu leisten. Passiert da was? Oft nur wenig.

Ein Armutszeugnis ist es auch für die Gemeinden. Denn heutzutage nehmen die meisten Menschen doch endlos Kilometer auf sich, um zum Arbeitsplatz zu kommen. Ich selber pendle, günstigstenfalls, eine gute Stunde bis zur Uni - ein Weg. Aber am Sonntag ist man nicht in der Lage,eine Kirche zu erreichen, die mehr als 10 Min weit weg ist.

Was’n das für eine Einstellung zur Hl. Messe und auch zum Sonntag? Natürlich gibt es auch Menschen, die nicht so mobil sind. Gerade viele Alte können halt nicht mehr mit dem Auto fahren. Aber wenn die Gemeinden alle so toll und wichtig sind, sollten sie diesen Menschen doch wohl auch helfen können.

Quelle: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/04/armutszeugnis.html

von 02.04.2013 12:49

OSTERZEIT
OSTEROKTAV - DIENSTAG

3

CHRISTUS LEBT IN EWIGKEIT


Der Auferstandene ruft uns beim Namen.
Christi Gegenwart in uns.
Umgang mit Christus.

I. Maria von Magdala hat sich aufgemacht zum Grab des Herrn. Ihre Liebe und Hingabe hatten sich zu Füßen des Gekreuzigten bewährt und dauern fort über seinen Tod hinaus. Die Gnade des Herrn hat in ihr Wurzeln geschlagen, seitdem Jesus sie von der Macht des Bösen - von sieben Dämonen, heißt es im Evangelium1 - befreit hatte.

Maria bleibt vor der Grabkammer stehen. Sie erkennt nicht, daß es Engel sind, die nach dem Grund ihrer Tränen fragen. Man hat meinen Herrn weggenommen, antwortet sie, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat. Als sie das gesagt hatte, heißt es sodann im Evangelium2, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wußte aber nicht, daß es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? In wenigen Zügen schildert der Evangelist eine Begegnung wie schwebend zwischen dem übernatürlichen - da steht der auferstandene Jesus, ihr lächelnd zugewandt - und dem natürlichen Wahrnehmen - die weinende Maria meint, mit dem Gärtner zu sprechen: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.

Ein einziges Wort aus dem Munde Christi verbindet beide Ebenen und schafft Klarheit für Augen und Herz. Jesus sagte zu ihr: Maria! Und Maria hört nicht nur ihren Namen. Sie erkennt die vertraute Stimme Jesu, ihren unverwechselbaren Klang. Eigentlich ruft Jesus immer beim Namen und immer so, daß man in ihm den Freund vernimmt.

Dies verbindet alle Begegnungen mit dem verherrlichten Jesus: Seine Gefährten erkennen ihn an ihnen wohlvertrauten Zügen: an der Stimme, an einer Geste wie beim Brotbrechen, schließlich an den Wundmalen seiner Hände und Füße. Der auferstandene Christus ist derselbe, dem sie in den Dörfern von Galiläa und Judäa gefolgt waren, derselbe, der am Kreuz gelitten hatte.

Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt Meister. Johannes überliefert uns den hebräischen Ausdruck, mit dem Maria den Herrn so oft angesprochen hatte, als ob er andeuten möchte, daß es hier nicht allein auf die Wortbedeutung ankommt, sondern auch auf den Klang, auf alles, was im Ausruf Marias mitschwingt. Jesus ist für sie kein Meister unter vielen, sondern der Meister schlechthin, der einzige, der ihrem Leben Sinn gibt. Und jetzt erfährt sie ihn nicht als den Toten, dessen Andenken sie still bewahren wollte, sondern als den Lebenden, der sie zu den Aposteln sendet. Ich habe den Herrn gesehen ist ihre Botschaft.

Die frohe Botschaft, daß Christus lebt und unter uns weilt, vermag unser Dasein zu verwandeln: »Christus lebt, Christus ist nicht eine Gestalt, die vorübergegangen ist, die einmal lebte und dann verschwand und uns nur eine wunderbare Erinnerung und ein ergreifendes Beispiel hinterließ. (...)

Seine Auferstehung bekundet uns, daß Gott die Seinen nicht im Stich läßt. Vergißt wohl ein Weib ihren Säugling, eine Mutter den Sohn ihres Schoßes? Mögen auch diese vergessen: Ich aber vergesse dich nicht (Jes 49,14-15), hatte er verheißen. Und er hat seine Verheißung erfüllt. Gott findet seine Wonne unter den Menschenkindern (vgl. Spr 8,31).«3

Immer wieder ruft uns Jesus mit unverwechselbarem Tonfall beim Namen. Wer auf seine Stimme hört, erfährt die verwandelnde Kraft der frohen Botschaft, daß er lebt und will, daß wir die Kunde davon den anderen bringen.

II. Unser Herr Jesus Christus, die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, im jungfräulichen Schoß Mariens Mensch geworden, sitzt zur Rechten Gottes des Vaters. In der Herrlichkeit des Himmels ist und bleibt er leibhaftiger Mensch - mit demselben Leib, den er in der Menschwerdung annahm, der am Kreuze gemartert wurde und aus dem Grabe auferstand. Auch wir werden - wie Maria Magdalena - eines Tages den Herrn in seiner heiligen Menschengestalt schauen. Im Himmel werden wir Jesus so, wie er ist, von Angesicht zu Angesicht sehen; es wird die Begegnung mit jenem sein, zu dem wir oft mit Worten des Psalms gebetet haben: Dein Angesicht, Herr, will ich suchen.4

Schauen werden wir den leibhaftigen Christus erst im Himmel, anbeten hingegen können wir ihn schon jetzt, wahrhaft gegenwärtig im Geheimnis der Eucharistie. »Die Gegenwart des lebendigen Christus in der Hostie ist Unterpfand, Wurzel und Erfüllung seiner Gegenwart in der Welt.«5

Neben der einzigartigen Gegenwart Christi in der Eucharistie ist der Herr unter uns in vielfacher Weise gegenwärtig. Er ist mit seiner Kraft in den Sakramenten gegenwärtig; er ist gegenwärtig in seinem Wort, wenn die heiligen Schriften in der Kirche verlesen werden; er ist gegenwärtig, wenn die Kirche betet und in seinem Namen zusammenkommt.6 Und er ist auf innige, unaussprechliche Weise in jedem Christen gegenwärtig, aufgrund der Verheißung, die er den Seinen beim Letzten Abendmahl gab: Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.7 Die Seele eines Menschen im Stande der Gnade ist Wohnstätte Gottes. An diese Gegenwart denkt der heilige Paulus, wenn er sagt, jeder von uns sei ein Tempel des Heiligen Geistes.8

Gott in der eigenen Seele suchen und finden, um dann hellhörig und mit reinem Herzen aufzunehmen, was er uns sagen möchte, das ist die Erfahrung, die den heiligen Augustinus zu Reue- und Dankgebet drängte: »Spät habe ich dich geliebt, o Schönheit so alt und doch so neu - spät habe ich dich geliebt. Und siehe, du warst drinnen, und ich war draußen, und dort draußen suchte ich dich (...). Du warst mit mir, und ich war nicht bei dir. Und weit hielt mich von dir entfernt, was kein Dasein hätte, wenn es in dir nicht wäre. Du hast gerufen und laut gerufen und meine Taubheit mir zerrissen; du hast geblitzt und hast gestrahlt und meine Blindheit in die Flucht geschlagen; (...) du hast mich angerührt, und da bin ich entbrannt nach deinem Frieden.«9

Der Herr ist uns nahe: näher als eine Mutter ihrem Kind, als ein Freund dem Freund, ja näher als unser Herz uns selbst sein kann.

III. »In jedem Christen lebt Christus gleichsam sein Leben neu: ist zuerst Kind und reift dann heran, bis er das volle Alter des mündigen Christen erreicht. Darin aber wächst er, daß der Glaube wächst, die Liebe erstarkt, der Christ sich immer klarer seines Christseins bewußt wird und mit immer größerer Tiefe und Verantwortung sein christliches Dasein lebt.«10

Da der Herr uns so nahe ist, fällt es leicht, den Umgang mit ihm zu suchen: »Man muß Umgang mit Christus pflegen im Wort und im Brot, in der Eucharistie und im Gebet. Umgang wie mit einem Freund, mit einem wirklichen und lebendigen Wesen, wie Christus es ist, denn er ist ja auferstanden. Im Brief an die Hebräer lesen wir: Hier aber ist einer, der in Ewigkeit bleibt und darum ein unvergängliches Priestertum hat. Darum vermag er auch vollkommen die zu retten, die durch ihn vor Gott hintreten. Er lebt ja immerdar, um Fürsprache für sie einzulegen (Hebr 7,24-25).

Christus, der auferstandene Christus, ist unser Begleiter und Freund; ein Begleiter, der nur wie durch Schatten hindurch sichtbar wird, dessen Wirklichkeit jedoch unser ganzes Leben erfüllt und uns seine endgültige Gegenwart herbeisehnen läßt.«11

Wir leben in der Zeit, doch Christus hat die Zeit überwunden und ist jeglicher Zeit gegenwärtig. Die Nachfolge Christi ist nicht nur immer aktuell, sie ist auch immer möglich. Und Nachfolge ist ein anderes Wort für Nähe zu ihm, der uns nahe ist. Sie gibt unserem Leben seinen Sinn.

Dafür ist es nötig, Glaube, Hoffnung und Liebe beharrlich zu üben: ihn geduldig immer wieder zu suchen, bereit, mühsam wieder und wieder von vorn zu beginnen. Möglicherweise überkommt uns einmal das Empfinden, in unserem geistlichen Leben wieder ganz am Anfang zu stehen. Aber unsere beständige Treue zum Herrn sichert uns auch in solchen Situationen das innere Wachsen auf ihn hin.

Andere Male erfahren wir freudig, wie nicht nur unser Beten, sondern unser ganzes Dasein sich mehr und mehr auf Christus hin ausrichtet. Die Vergegenwärtigung solcher Zeiten ermutigt uns zum beharrlichen Streben, wenn einmal die Seele, weil scheinbar stagnierend, mutlos werden möchte.

Heute, zweitausend Jahre danach, vermag unsere Beziehung zum Herrn um nichts weniger echt und fest zu sein wie die jener Menschen, denen der Auferstandene die verherrlichten Wundmale seines Leidens zeigte. Auch Unsere Liebe Frau wird sie, so dürfen wir annehmen, gesehen haben. Zu ihr beten wir mit den Worten des Salve Regina: Zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes.

1 vgl. Lk 8,2. - 2 Joh 20,11-18. - 3 J.Escrivá, Christus begegnen, 102. - 4 Ps 27,8. - 5 J.Escrivá, Christus begegnen, 102. - 6 vgl. II.Vat.Konzil, Konst. Sacrosanctum Concilium, 7. - 7 Joh 14,23. - 8 vgl. 2 Kor 6,16-17. - 9 Augustinus, Bekenntnisse, 10,27,38. - 10 R.Guardini, Der Herr, Würzburg 1951, S.542. - 11 J.Escrivá, Christus begegnen, 116.

von 01.04.2013 12:12

OSTERZEIT
OSTEROKTAV - MONTAG

2

DIE FREUDE DER AUFERSTEHUNG

Die österliche Freude des Getauften.
Auf dem Weg der Nachfolge sind auch Niederlagen kein Hindernis.
Freude schenken.

I. Der Herr ist vom Tod auferstanden, wie er gesagt hat. Freut euch und frohlockt, denn er herrscht in Ewigkeit. Halleluja.1 So heißt es am Anfang der heiligen Messe an diesem Montag in der Osteroktav.

Das Freut euch fließt durch das ganze Kirchenjahr wie ein Strom, dessen Ursprung Ostern ist. Er nimmt seinen Ausgang von diesem Tag, denn Tod und Auferstehung Christi haben uns von der Sünde und von der Macht des Teufels erlöst. So soll auch alles im Leben eines jeden von uns auf die Taufe ausgerichtet sein, den Anfang unseres Lebens in Christus. Deshalb betet der Priester im heutigen Tagesgebet: Gott, du Herr allen Lebens, durch die Taufe schenkst du deiner Kirche Jahr für Jahr neue Söhne und Töchter. Gib, daß alle Christen in ihrem Leben dem Sakrament treu bleiben, das sie im Glauben empfangen haben.2 Gott hat uns - so der heilige Paulus - mit Christus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz im Himmel gegeben.3 Der verherrlichte Christus ist - als der Erstgeborene unter den Menschen - das Urbild und der Grund der Verheißungen Gottes an uns. Ostern ist das Unterpfand für die Vollendung dessen, was in der Taufe begonnen hat.

Jubelnd blickt die Kirche auf den Tag der Auferstehung zurück. Aber sie schaut auch nach vorn auf die Verheißung des Himmels; denn jenes Geschehen ist nicht Vergangenheit, sondern Vorwegnahme und Gewähr der ewigen Glückseligkeit. Die Kirche erkennt darin die Wurzeln einer fruchtbaren Freude. Deshalb ist es alte Tradition, daß in dieser Zeit Fasten und andere Formen des Verzichts, gleichsam als äußeres Zeichen der Freude an Leib und Seele, in den Hintergrund treten. »In diesen fünfzig Tagen der Osterzeit« sagt der heilige Augustinus, »wird nicht gefastet, denn diese Tage stellen eine Vorwegnahme des Festmahls dar, das uns im Himmel erwartet.«4

Im Evangelium heißt es von den Aposteln, daß sie sich freuten, als sie ihn sahen. Weder Wohlstand noch materieller Überfluß, noch unbeschwerte Stimmung oder Gesundheit garantieren die Freude. Ihre Ursache ist Christus, der uns die Liebe Gottes bringt und die Liebe in uns entzündet. Keine irdische Not kann uns die Freude darüber rauben, daß wir durch die Taufe Glieder Christi geworden sind: weder Schmerz noch Verleumdung, noch Verlassenheit - ja nicht einmal unsere Erbärmlichkeiten. Das einzige, worauf wir achten müssen, ist, stets auf Christus zu schauen und mitten in den großen und kleinen Wirrnissen des Lebens dem Herrn nahe zu bleiben; denn wir sind seine Kinder, zur vollen Gemeinschaft mit ihm berufen.

II. Im Evangelium der heutigen Messe folgen wir dem Gang der Frauen vom leeren Grab zu den Jüngern. Auch hier begegnet uns - neben Schaudern vor dem Geheimnis - eine große Freude: Sie eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfaßten seine Füße.5

Die Liturgie der Osterzeit kreist mit immer neuen Wendungen um das Freut euch. Es gibt Tage, an denen diese Quelle unvermittelt aufquillt: »Du erlebst jetzt Tage voller Freude, die Seele ist eingetaucht in lauter Licht und Farbenpracht. Und du staunst: denn die Gründe für diese deine jetzige Freude sind genau die, die dich früher in Mutlosigkeit stürzten! - So ist es immer. Es kommt auf unseren Blickwinkel an. - >Laetetur cor quarentium Dominum!< Das Herz derer, die Gott suchen, fließt über vor Freude.«6

An anderen Tagen müssen wir den Strom der Freude in der Tiefe aufspüren, tiefer als die Bedrängnisse und Widerwärtigkeiten reichen, die uns heimsuchen. Sie können uns nicht überraschen, hatte der Herr doch beim Letzten Abendmahl seinen Aposteln auch Betrübnis angekündigt, ihnen aber zugleich verheißen, sie würde sich in Freude verwandeln: So seid (...) ihr jetzt bekümmert, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen, und niemand nimmt euch eure Freude.7 Vielleicht dachten die Apostel daran, als sie nach der Auferstehung vor dem Hohen Rat Zeugnis gaben und sich glücklich priesen, für ihren Herrn leiden zu dürfen8.

Die Freude des Christen gründet in der Liebe zu Gott, unserem Vater. Wir könnten auch sagen: sie wurzelt darin, daß wir nicht unser Ich als unsere Mitte sehen, sondern Christus. In der Nachfolge Christi wird deutlich, daß es unsinnig ist, Trübsinn und Traurigkeit im eigenen Leben Raum zu geben. Doch was tun, wenn sie sich einstellen?

Das kostbare Geschenk der Freude geht nur dann verloren, wenn wir uns Gott entfremden und seine Wege verlassen. Wer die Freude erfahren will, muß deshalb bereit sein, sich immer wieder - inmitten der Arbeit und in den vielfachen Sorgen des Alltags - zur Begegnung mit Gott aufzuschwingen. Mit anderen Worten: er muß bereit sein, die eigenen Launen zu kontrollieren, die Ichsucht zurückzudrängen, wach zu bleiben für die Anregungen des Herrn, dem Nächsten liebenswürdig zu begegnen. Dies geht nicht ohne inneren Kampf. Aber es ist ein Kampf, der nicht ermattet, sondern beseelt ist vom spielerischen Schwung alles Jugendlichen, weiß der Christ sich doch Kind Gottes.

Und wenn wir einmal eine Niederlage einstecken müssen? Dann vergegenwärtigen wir uns die Geschichte vom verlorenen Sohn, der sich vom Vaterhaus entfernt hatte und den Mut fand, reuig heimzukehren. Gott sei Dank ist dies eine Erfahrung, die wir - meistens im Kleinen - oft gemacht haben: ein Akt der Reue gibt der Seele Frieden und Gelassenheit zurück.

Wer auf Christus den Auferstandenen schaut, hat es leicht, Freude und Zuversicht zu entfachen und Traurigkeit, die der Nährboden für viele Versuchungen ist, zurückzuweisen. Unsere Mitmenschen profitieren davon. Denn Freude wie Trübsinn sind ansteckend - und es lohnt sich, durch unsere innere Freude das Leben jener, die uns nahestehen, aufzuheitern.

III. Freude zuerst Gott gegenüber: »Denn Gott hat uns für die Freude geschaffen, Gott hat uns zu freudigen Geschöpfen gemacht, und unsere Freude ist der erste Zoll, den wir ihm schulden, die einfachste und wahrste Weise zu zeigen, daß wir uns der Gaben der Natur und der Gnade bewußt sind und dafür dankbar.«9

Ansteckende Freude ist oft der beste Liebeserweis gegenüber unseren Nächsten. Wir machen es ihnen leichter, Gott näherzukommen. Das Leben der Urchristen erinnert uns daran: »Familien, die aus der Kraft Christi lebten und Christus verkündeten; kleine christliche Gemeinschaften, die wie Brennpunkte des Evangeliums waren. Es waren Familien wie so viele andere Familien jener Zeit, aber sie waren von einem neuen Geist beseelt, der alle ansteckte, mit denen sie verkehrten. So waren die ersten Christen, und so müssen wir Christen von heute sein: Boten des Friedens und der Freude, die Christus uns brachte.«10 Die Begegnung mit einem Menschen, der eher lächelnd als mißmutig zu reagieren weiß, kann für manche eine erste Ahnung der Güte Gottes sein. Natürlich gilt das zuallererst zu Hause. Und neigen wir nicht gerade hier dazu, Müdigkeit, Enttäuschungen oder Mißerfolge durch Streitlust abzureagieren? Deshalb ist Selbstüberwindung nötig, denn das christliche Leben schließt das Ernstnehmen der natürlichen Tugenden wie Großzügigkeit, Herzlichkeit und Dienstbereitschaft ein. Dann wird das Zuhause wie ein Brennpunkt der Botschaft Christi, der in andere Familien und in die Gesellschaft ausstrahlt.

Die Welt braucht die Freude, die Christus uns gebracht hat. Nicht selten bemerken wir an unserem Arbeitsplatz oder auf der Straße mißmutige, verdüsterte oder enttäuschte Gesichter, die jeden guten Gedanken oder jede Regung der Heiterkeit abzuwürgen drohen. Traurigkeit beschwert wie der Lehm, der an den Stiefeln des Wanderers klebt und ihn nur mühsam vorankommen läßt.

Die Geneigtheit zur Freude erleichtert wo auch immer unsere Aufgaben. In dem Maße, in dem wir Verantwortung für andere tragen - als Priester, Eltern, Vorgesetzte, als Lehrer, als Freunde ... -, sollten wir ein natürliches Zeugnis der Freude geben: »Wenn auch der Christ als Mensch tausend Gründe hat, traurig zu sein, als Christ hat er immer wenigstens einen, froh zu sein: nämlich, daß Gott mit ihm ist.«11

Maria zeigt sich uns »ganz und gar offen für die Freude der Auferstehung (...). An der Seite Christi vereint sie in sich alle Freude: sie lebt die vollendete Freude, die der Kirche verheißen ist: Mater plena sanctae laetitiae - Mutter voll heiliger Freude. Deshalb wenden sich ihre Kinder auf Erden zu Recht an sie, die die Mutter der Hoffnung und der Gnade ist, und rufen sie als die Ursache ihrer Freude an: Causa nostrae laetitiae.«12

1 Eröffnungsvers der Messe vom Tage. - 2 Tagesgebet. - 3 Eph 2,6. - 4 Augustinus, Predigt 252. - 5 Mt 28,8-9. - 6 J.Escrivá, Die Spur des Sämanns, Nr.72. - 7 Joh 16,22. - 8 vgl. Apg 5,40. - 9 P.A.Reggio, Vergiß die Freude nicht, Freiburg 1959, S.11. - 10 J.Escrivá, Christus begegnen, 30. - 11 P.A.Reggio, a.a.O., S.29. - 12 Paul VI., Apost.Schreiben Gaudete in Domino, 9.5.1975, 4.

von 31.03.2013 12:19

OSTERSONNTAG

1

AUFERSTANDEN VON DEN TOTEN

Die Auferstehung des Herrn, Fundament unseres Glaubens und unseres ganzen Lebens. Die Erfahrung der Apostel nachvollziehen.
Christus, das Licht. Das apostolische Zeugnis ist Weitergabe dieses Lichtes.
Die Erscheinungen des Herrn.

I. Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja. Sein ist die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit.1

»Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome Spezereien, um hinzugehen und den Leichnam Jesu zu salben. - In aller Frühe am nächsten Tag kommen sie am Grabe an, als die Sonne eben aufgeht (Mk 16,1-2). Sie treten ein und halten bestürzt inne: der Leib des Herrn ist nicht mehr da. Ein junger Mann, angetan mit weißen Kleidern, sagt ihnen: Fürchtet euch nicht, ihr sucht Jesus von Nazaret: non est hic, surrexit enim sicut dixit - er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat (Mt 28,5).

Er ist auferstanden! - Jesus ist auferstanden. Er ist nicht mehr im Grab. - Das Leben hat den Tod überwunden.«2

Die glorreiche Auferstehung des Herrn ist der Schlüssel zum Verständnis seines ganzen Lebens, das Fundament unseres Glaubens, der Grund unserer Hoffnung auf die eigene Vollendung und auf die Vollendung der Welt: »Jesu Tod und Auferweckung sind die abschließende und zusammenfassende Offenbarung Gottes, seiner schöpferischen Treue und seiner Allmacht in der Liebe. (...) Die endgültige Offenbarung Gottes in Jesus Christus ist der Grund unserer Hoffnung auf das kommende Reich Gottes, in dem Gott einmal alles und in allem sein wird.«3 Deshalb singt die Kirche: Das ist der Tag, den der Herr gemacht; laßt unsjubeln und seiner unsfreuen.4

Das ist der Tag ... Eigentlich bekennen wir tagtäglich diesen Tag der Auferstehung: wenn wir zu Christus beten, wenn wir an der heiligen Messe teilnehmen, wenn wir den Sonntag feiern. Dies alles ist real, weil Christus der Auferstandene ist. Wir wissen es. Aber die Macht der Gewöhnung trägt so oft dazu bei, daß unser Bekenntnis blaß bleibt, das Staunen, die Freude, die greifbare Gewißheit des erschütternden und beglückenden Geschehens schwinden. Ostern ist für uns so selbstverständlich geworden wie der Frühling, eingebettet in den Kreislauf der Natur wie Ostern in den Rhythmus des Kirchenjahres. Nehmen wir dieses Ostern zum Anlaß, das Ostergeschehen niemals als etwas Selbstverständliches anzusehen, so wie für die Apostel Ostern gar nicht selbstverständlich war.

Lukas läßt durchblicken, daß die Apostel erst nach und nach zu der Fülle der österlichen Gewißheit gelangten5. Die Niedergeschlagenheit des Karfreitags - es ist alles aus - machte zunächst einer neuen, noch unklaren Erfahrung Platz: Es geht also doch weiter mit Jesus. Aber wie? Während sie darüber redeten ... Diese Gespräche werden auf die Ebene des Denkbaren beschränkt geblieben sein. Was kann man über Unvorstellbares reden? Die Frauen, die Jünger von Emmaus ... sie versichern, den Herrn gesehen zu haben. Das Ganze ist unbegreiflich, nicht einzuordnen. Wenn überhaupt, dann kann es nur sein Geist gewesen sein.

Dann: Der Friede sei mit euch. Der Herr ist mitten unter ihnen. Sie erkennen: Es ist nicht ein Geist, sondern er selbst - der ganze Jesus. Die Menschwerdung ist nicht zurückgenommen, sie hat sich vielmehr voll entfaltet. Der auferstandene Herr macht eine Gestalt der Leiblichkeit sichtbar, die uns ahnen läßt, was Vollendung des Menschen bei Gott sein kann, wenn wir nicht mehr nur rätselhafte Umrisse und wie in einen Spiegel6 schauen. Von daher ahnen wir, wie groß der Mensch ist.

Er zeigte ihnen seine Hände und Füße. - Die Wunden sind Merkmale eines Triumphes. Jetzt wissen sie: Es ist der Herr, er selbst, aber anders, verherrlicht.

II. Als es noch dunkel war7 - im Morgengrauen des dritten Tages -, erstand jener auf, der gesagt hatte: Ich bin das Licht der Welt.8 Der Auferstandene ist das strahlende Licht für jedes Zeitalter der Geschichte, für jede Gesellschaft, für jede Kultur, für jeden Menschen.

Die Osternacht-Liturgie beginnt mit einer Lichtfeier. Zuerst wird das Feuer gesegnet: Allmächtiger, ewiger Gott, du hast durch Christus allen, die an dich glauben, das Licht deiner Herrlichkeit geschenkt. Segne dieses Feuer, das die Nacht erhellt, und entflamme in uns die Sehnsucht nach dir, dem unvergänglichen Licht. Der Kirchenraum liegt noch im Dunkeln. Draußen verkündet der Zelebrant: Christus ist glorreich auferstanden vom Tod. Sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen9, und zündet am Feuer die Osterkerze an, die Christus versinnbildet. Lumen Christi! - Christus, das Licht! - Beim Einzug der Prozession erhellt sich nach und nach der Kirchenraum, die Gläubigen tragen das Licht Christi in ihren Händen, und am Ende ist er lichtdurchflutet.

Von Anfang an versteht die Kirche die Botschaft der Auferstehung als das Licht, das sie über die ganze Welt zu tragen hat. Diese Botschaft ist die grundlegende Tatsache des christlichen Glaubens. Die Apostel verstehen sich vor allem als Zeugen der Auferstehung Jesu.10 Der Kern ihrer Verkündigung ist: Christus lebt. Und bis heute ist dies der Kern dessen, was wir der Welt zu verkünden haben: Christus lebt!

»Das ist die große Wahrheit, die unseren Glauben mit Inhalt erfüllt. Jesus, der am Kreuz starb, ist auferstanden, er hat über den Tod gesiegt, über die Macht der Finsternis, über den Schmerz und die Angst (...); in ihm finden wir alles, ohne ihn bleibt unser Leben leer.«11

Der Lebenssinn auf Erden und die ewige Erfüllung in der Herrlichkeit Gottes beruhen ganz auf der Auferstehung Christi: Gott aber, der voll Erbarmen ist, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht.12

Wir verstehen jetzt, wie Paulus mit solcher Heftigkeit an die Korinther schreiben konnte: Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos, und ihr seid immer noch in euren Sünden; und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren. Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen. Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.13

Die Auferstehung Christi ist ein unüberhörbarer Ruf zum apostolischen Wirken des einzelnen Christen: selber Licht sein - und das heißt: am Licht, das Christus ist, teilhaben - und anderen das Licht bringen. »Instaurare omnia in Christo, das ist die Losung, die der heilige Paulus den Ephesern gibt (Eph 1,10). Die ganze Welt mit dem Geist Jesu durchdringen. Christus in die Mitte aller Dinge stellen. Si exaltatus fuero a terra, omnia traham ad meipsum (Joh 12,32), ich aber werde, wenn ich von der Erde erhöht bin, alles an mich ziehen. Durch seine Menschwerdung und sein Leben der Arbeit in Nazaret, durch seine Predigt und seine Wunder in den Landstrichen von Judäa und Galiläa, durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung ist Christus die Mitte der Schöpfung, der Erstgeborene und der Herr aller Geschöpfe.

Es ist unsere Aufgabe als Christen, diese Herrschaft Christi mit Worten und Werken kundzutun. Der Herr will die Seinen auf allen Wegen der Erde haben. Einige ruft er in die Wüste, damit sie dem Trubel der Welt fernbleiben und so vor den anderen Menschen Zeugnis davon ablegen, daß es Gott gibt. Wieder anderen vertraut er das priesterliche Amt an. Die Mehrzahl will er mitten in der Welt und in den irdischen Dingen haben. Darum müssen diese Christen Christus überall hintragen, wo Menschen arbeiten; in die Fabriken, ins Labor, aufs Feld, in die Werkstatt, auf die belebten Straßen der Großstadt und auf einsame Bergpfade.«14

III. Während Maria Magdalena und die anderen Frauen, die Jesus von Galiläa her begleitet hatten, auf dem Weg zum Grabe sind, wartet die Mutter auf den Sohn in der Gewißheit, daß er, wie er gesagt hatte, auferstehen werde. Die Evangelisten berichten nichts darüber. Aber es ist uralte kirchliche Überlieferung, daß sie, die dem Kreuz ihres Sohnes so nahe stand, seine Auferstehung auf ganz besondere Weise erfuhr.

»Er erschien seiner heiligsten Mutter. - Er erschien Maria Magdalena, die außer sich ist vor Liebe. - Und dem Petrus und den anderen Aposteln. - Und er erschien dir und mir, die wir seine Jünger sind und noch mehr außer uns als Magdalena. Was haben wir ihm nicht alles gesagt!

Daß wir nie wieder durch die Sünde sterben wollen; daß unsere geistige Auferstehung ewig dauern möge. - Und bevor wir das Geheimnis beenden, hast du die Wunden seiner Füße geküßt ..., und ich, noch verwegener - weil ich mehr Kind bin -, habe meine Lippen auf seine geöffnete Seite gedrückt.«15

Wir wissen nichts über die Umstände, wie Jesus seiner Mutter erschienen ist. Maria Magdalena erkannte den Herrn zunächst nicht. Zu den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus gesellte er sich in der Gestalt eines Wanderers. Bei den Jüngern, die beisammen waren, fand er sich ein, obwohl die Türen verschlossen waren ... Bei Maria wird es kein Zögern, keine Überraschung, kein Zweifeln gegeben haben.

Der Herr versetzt seine Apostel in die Lage, die unfaßbare Wirklichkeit einzuordnen: nicht durch eigene Anstrengung, sondern in einem Licht, das er ihnen schenkt. Er öffnete ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift.16 Jetzt erkennen sie: Er ist Gottes Sohn, er hat den Tod und die Sünde vernichtet, er ist unter uns, aber nicht als der Wiederkehrende zum alten Leben, sondern als jener, der ein neues Leben bringt, jenseits des Todes.

Die Osterbotschaft - sie gilt Tag für Tag. Der ganze Jesus ist unter uns. Nicht nur sein Geist, nicht nur seine »Sache« nicht nur seine Ideen - er selbst. Die Kirche jubelt heute der Mutter des Herrn zu: Freu dich, du Himmelskönigin, alleluja! Den du zu tragen würdig warst, alleluja, er ist auferstanden, wie er gesagt hat, alleluja. Bitt Gott für uns, alleluja.17»

1 Eröffnungsvers der Messe vom Tage, vgl. Lk 24,34; vgl. Offb 1,6. - 2 J. Escrivá, Der Rosenkranz, Erstes glorreiches Geheimnis. - 3 Katholischer Erwachsenen-Katechismus, Bonn 1985, S.65-66. - 4 Antwortpsalm der Messe am Ostersonntag, vgl. Ps 118(117),24. - 5 vgl. Lk 24,36-49. - 6 vgl. 1 Kor 13,12. - 7 Joh 20,1. - 8 Joh 8,12. - 9 Feier der Osternacht, Lichtfeier. - 10 vgl. Apg 1,22; 2,32; 3,15 etc. - 11 J. Escrivá, Christus begegnen, 102. - 12 Eph 2,4-6. - 13 1 Kor 15,17-20. - 14 J. Escrivá, Christus begegnen, 105. - 15 ders., Der Rosenkranz, Erstes glorreiches Geheimnis. - 16 Lk 24,45. - 17 Gebet Regina caeli.

von esther10 30.03.2013 00:37

30.03.2013

Debatte über Feiertage für Muslime
: Kirche äußert sich zurückhaltend



Die Diskussion ist nicht: Vertreter der Muslime haben in der Vergangenheit immer wieder gesetzliche Feiertage gefordert. Die katholische Deutsche Bischofskonferenz reagiert zurückhaltend auf den neuen Vorstoß.

Auch muslimische Feiertage verdienten einen gesetzlichen Schutz, sagte der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Aber sie haben nicht den öffentlichen Charakter wie die Feiertage der christlichen Tradition", betonte der Vorsitzende der Unterkommission der Bischofskonferenz für den interreligiösen Dialog.

Beispielhaft verwies Jaschke auf die Verträge der Bundesländer Bremen und Hamburg mit den islamischen Religionsgemeinschaften. Laut dem Ende Januar bereits in Kraft getretenen Bremer Vertrag können die dort lebenden Muslime an drei hohen islamischen Feiertagen unbezahlten Urlaub nehmen und ihre Kinder vom Unterricht frei stellen lassen. In Hamburg steht eine Bestätigung des Vertragswerks durch die Bürgerschaft noch aus.

Der Weihbischof mahnte zugleich mehr Achtung vor den "christlich gewachsenen Feiertagen" an. Diese seien "nicht nur arbeitsfreie Tage, sondern Zeichen unserer Kultur und christlichen Prägung seit weit über 1.000 Jahren." Jaschke sprach von "besonderen kulturellen Wurzeln", die nicht gekappt werden dürften.

Zentralrat: "Integrationspolitisches Zeichen"

Losgestoßen hatte die aktuelle Debatte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek. In den Zeitungen der WAZ-Gruppe forderte Mazyek am Donnerstag die Bundesländer auf, gesetzliche Feiertage für Muslime einzuführen. Ein solcher Schritt könne ein "wichtiges integrationspolitisches Zeichen" setzen. Konkret schlug Mazyek je einen Tag während des Ramadan und des islamischen Opferfestes vor.

Es gehe nicht um arbeitsfreie Tage für alle Bürger, betonte der ZMD-Vorsitzende, ohne näher auf mögliche Bestimmungen einzugehen. Er könne sich jedoch vorstellen, dass eine bundesweite Feiertags-Regelung positive Auswirkungen auf die Arbeitswelt hätte. So könnten bei der Polizei Muslime für jene Kollegen einspringen, die an Ostern freinähmen. Der Zentralrat der Muslime ist einer von vier Verbänden, die sich zum Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) zusammengeschlossen haben. Aus dem Kreis der anderen Verbände hieß es, Mazyek habe seinen Vorstoß nicht abgestimmt.

Politik nicht offen für Vorschlag

Kritik kam unter anderem von den CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach und Patrick Sensburg. Bosbach sagte der WAZ-Gruppe, er sehe "weit und breit keine Notwendigkeit" für die Einführung gesetzlicher muslimischer Feiertage. Deutschland habe "keine islamische Tradition". Sensburg appellierte, "erst mal die Feiertage, die wir haben, auch zu schützen". Es sei beispielsweise ein Unding, was Karfreitag in Berlin an Partyveranstaltungen angeboten werde.

Der nordrhein-westfälische Sozialminister Guntram Schneider (SPD) nannte eine Ausweitung der gesetzlichen Feiertage "wirtschaftlich nicht finanzierbar". In Nordrhein-Westfalen leben die meisten Muslime in Deutschland.

(KNA, dr)

von esther10 30.03.2013 00:31



Kölner Kardinal Meisner in Gründonnerstagspredigt: „Da wird einer zum Felsenmann berufen, und hier erweist er sich als Stolperstein für das Reich Gottes. Mit wem kann der Herr noch rechnen? Auf wen kann er noch bauen?“
Köln (kath.net/pek) „Da wird einer zum Felsenmann berufen, und hier erweist er sich als Stolperstein für das Reich Gottes. Mit wem kann der Herr noch rechnen? Auf wen kann er noch bauen?“ Das sagte der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner in seiner Gründonnerstagspredig im vollbesetzen Kölner Dom. Außerdem erinnerte er daran, dass wir „stehen und fallen mit dem Glauben an die leibhaftige Gegenwart des Herrn in der Eucharistie“, dies gelte „nicht nur für uns Priester, sondern das gilt für jeden katholischen Christen“.

kath.net dokumentiert die Predigt von Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, zum Gründonnerstag im Hohen Dom zu Köln am 28. März 2013 in voller Länge:

Liebe Schwestern, liebe Brüder!
1. Zum Gründonnerstag gehören die Apostel, denen der Herr sich in der eucharistischen Gabe selbst aushändigt. Er entleibt sich gleichsam, um sich die Apostel einzuverleiben.

Dazu steht am Gründonnerstag der Abendmahlssaal von Jerusalem im Mittelpunkt. Aber der Gründonnerstagabend hat auch eine Gründonnerstagnacht. Und darin spielt der Apostel Petrus keine unwesentliche Rolle.

Er musste sich schon am frühen Abend im Abendmahlssaal vom Herrn korrigieren lassen, als er sich nicht die Füße waschen lassen wollte. Und Jesus sagte ihm ausdrücklich: „Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir“ (Joh 13,8).

Und der impulsive Petrus kommt gleich mit der Antwort: „Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt“ (Joh 13,9), d.h. also den ganzen Petrus. Wie wird er diese Zusicherung durchhalten?

2. Nachdem der Herr gefangen weggeführt worden war, schlägt die Stimmung um. Petrus, der starke Mann, wagt sich doch in den Vorhof des hohepriesterlichen Palastes hinein und sitzt dort am Feuer, um sich zu wärmen. Man wird gleich an seine Reaktion bei einer der Leidensankündigungen Christi erinnert: „Und wenn alle an dir Anstoß nehmen – ich niemals! ... Und wenn ich mit dir sterben müsste – ich werde dich nie verleugnen“ (Mt 26,33.35).

Nun steht Petrus in der Nacht des Gründonnerstags in der Bewährung. Damals hatte ihm der Herr schon gesagt: „In dieser Nacht, noch ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“ (Mt 26,34).

Und genau das passiert in der Nacht, in der der Herr die Solidarität des ersten Mannes seines Apostelkollegiums brauchte. Als eine diensttuende Magd des Hohenpriesters ihn erkannte, verleugnete er den Herrn, indem er sagte: „Frau, ich kenne ihn nicht“, zum zweiten auf die Frage: „Du gehörst auch zu ihnen“ ist seine Antwort: „Nein, Mensch, ich kenne ihn nicht“. Und er wird noch von einem weiteren erkannt. Auf seine Feststellung antwortet er: „Mensch, ich weiß nicht, wovon du sprichst“.

„Im gleichen Augenblick“, heißt es bei Lukas „krähte ein Hahn“. Da wandte sich der vorübergeführte Herr um und blickte Petrus an, und Petrus erinnerte sich an die Worte des Herrn, die er zu ihm gesagt hatte: „Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“. Und er ging hinaus und weinte bitterlich (vgl. Lk 22,54-62).

Das ist auch Gründonnerstag.

3. Petrus ließ sich doch nach dem Einspruch Jesu die Füße waschen, sodass er nun auch Gemeinschaft mit ihm hatte, und trotzdem: Er verleugnete ihn dreimal.

Er hatte den Text nicht verstanden. Der Herr sollte ihn laufen lassen. Mit dem kann er kein Land erobern. Im letzten Moment, inmitten des Verrates, erreicht ihn der Herr, indem er sich umschaut und ihn anblickt.

Diese Szene ist mir schon immer in den Passionsberichten unverständlich und erschütternd gewesen und geblieben. Da wird einer zum Felsenmann berufen, und hier erweist er sich als Stolperstein für das Reich Gottes. Mit wem kann der Herr noch rechnen? Auf wen kann er noch bauen? Rein menschlich gesehen müssen dem Herrn die letzten Hoffnungen in diesem Moment gestorben sein. Diese unvergessliche biblische Szene – der vorübergeführte gefangene Jesus am verratenden Petrus vorbei – ist mir unvergesslich geblieben.

Aber noch aus einem anderen, mehr privaten Grund, kann ich diese Begegnung nicht vergessen.

Im Jahr 2000 war eine kleine Bischofsdelegation für eine Woche in Jerusalem, um Gespräche mit Juden, Muslimen und unseren dortigen Christen zu führen. Wir Bischöfe zelebrierten jeden Tag an einem anderen Ort die heilige Messe. Und immer ein anderer Bischof war der Hauptzelebrant, der uns dann auch die Homilie hielt.

Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes feierten wir die heilige Messe in der Kapelle der Kleinen Schwestern von Charles de Foucault an der fünften Kreuzwegstation, in welcher Simon von Cyrene erwähnt wird, der Jesus das Kreuz tragen hilft. An diesem Morgen war der Hauptzelebrant und der Prediger Erzbischof Johannes Dyba von Fulda. Und er sprach über diese Schriftstelle. Auf der einen Seite der verratende Petrus, der vorher so viel an großen Worten verloren hatte, um eine solche Krise zu bestehen. Und auf der anderen Seite dann der gefesselte Herr, der an ihm vorbeigeht und ihn anschaut. Was muss das für ein Blick gewesen sein!

Erzbischof Dyba war bei dieser Homilie, so dachte ich, von tiefer Ergriffenheit gepackt, weil er sich dauernd den Schweiß abwischen musste, der in Strömen über sein Gesicht lief. Als er einige Wochen später am Herzschlag starb, wusste ich, dass zu seiner inneren Bewegung auch das kranke Herz beigetragen hatte. Er sagte mir nach dem Gottesdienst: „Ich muss mich im irdischen Jerusalem noch einmal umschauen, damit ich mich dann im himmlischen Jerusalem zurechtfinde“.

Er muss also von einer Todesahnung erfasst worden sein, sodass er uns so eindringlich den Blick des Herrn auf den verratenden Petrus dargestellt hat.

4. Der Blick in die Augen ist bekanntlich der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen.

Wie wir hier sehen, auch der kürzeste Weg zwischen dem Gottmenschen Jesus Christus und dem verratenden Jünger Petrus.

Wir sagen in unserer Umgangssprache: „Wenn Blicke töten könnten“. Beim Blick Jesu werden wir sagen dürfen, dass Blicke zum Leben erwecken können.

Denn Petrus geht hinaus und weint bitterlich und endet nicht wie Judas mit dem Strick um den Hals an einem Baum. Er kannte diesen Blick des Herrn, unter dem er ja drei Jahre während seines öffentlichen Lebens gewirkt und gearbeitet hatte.

Dass Jesus aber in dieser kritischen Situation, wo der Verrat so offensichtlich ist, nicht die Hände vors Gesicht gelegt hat, sondern mit seinem guten Blick auf Petrus geschaut hat, war dessen Rettung und zeigt den Lebensstil Jesu.

Wir leben als Menschen Tag und Nacht unter dem Blick Gottes, der uns aber nicht wie ein Kripobeamter permanent kritisch und misstrauisch beobachtet und durchleuchtet.

Nein, wir leben unter dem guten Blick des Herrn, der um uns weiß, um unseren guten Willen, aber auch um unsere Schwäche, sodass er gerade an dem kritischsten Moment im Leben des Petrus gegenwärtig ist.

Jesus fehlt dort nicht, wo er nötig ist: neben Petrus in seiner ganzen menschlichen Tragödie und Untreue. Wir würden natürlich sagen: „Einmal und nicht wieder“. Und Jesus sagt: „Dreimal und doch wieder“, dann wird er ihm nach Ostern dreimal: „Weide meine Lämmer! Weide meine Schafe!“ (vgl. Joh 21,15-19) sagen.

5. Der Gründonnerstag ist der Eucharistietag schlechthin, der eigentliche Fronleichnamstag.

Hier macht der Herr seine Verheißung wahr: „Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung der Welt“ (Mt 28,20). Weil uns das so selbstverständlich geworden ist, wissen wir das gar nicht mehr zu schätzen.

In meiner Zeit als Berliner Bischof besuchte ich einen alten Priester, der das Priestertum aufgegeben hatte. Er stammte aus dem Sudetenland und nahm in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts dort eine ähnliche Rolle wie bei uns Romano Guardini ein. Er war der Jugendseelsorger und Apostel der Moderne schlechthin. In der Hitlerzeit passte er sich der nationalsozialistischen Ideologie an, und dann, als die Kommunisten kamen, passte er sich dort ebenfalls an. Und damit verlor er auch sein Priestertum. Ich wollte ihn durch meinen Besuch kurz vor seinem Tode wieder mit der Kirche versöhnen. In seinem Zimmer hingen ein großes Kreuz und auch ein Marienbild. Mir ist mein Anliegen nicht gelungen. Aber er sagte mir sehr eindringlich: „Wenn die katholischen Priester wirklich an das Geheimnis der heiligen Eucharistie glauben würden, dürfte es keine Priesterkatastrophen geben. Ich habe nicht geglaubt, und darum bin ich jetzt so, wie ich bin“.

Das gilt nicht nur für uns Priester, sondern das gilt für jeden katholischen Christen.

Wir stehen und fallen mit dem Glauben an die leibhaftige Gegenwart des Herrn in der Eucharistie. Das soll von Köln aus Mitte Juni beim Eucharistischen Kongress für viele katholische Christen aus allen Diözesen Wirklichkeit werden. Dazu sollen wir jetzt schon den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Wege nach Köln bereiten, indem wir täglich das Vorbereitungsgebet für den Eucharistischen Kongress beten und uns nach unseren Möglichkeiten in den Dienst der Gründonnerstagswoche vom 5.-9. Juni 2013 in Köln stellen. Dass wir dann dort nicht fehlen, wo wir nötig sind. Amen.

Die Predigt auf Video
http://www.kathtube.com/player.php?id=30900



von esther10 30.03.2013 00:28



Predigt von Erzbischof Joachim Kardinal Meisner zum Karfreitag im Hohen Dom zu Köln im Wortlaut.
Köln (www.kath.net/ pek)
Liebe Schwestern, liebe Brüder!
1. Der Herr geht in sein bitteres Leiden und Sterben, aber seine Passion ist mit Seligkeit verbunden. Denn durch sein Kreuz kam Freude in die Welt, sagt die Liturgie der Kirche. Wir wissen, dass Gottes Wort zu dir und zu mir am Karfreitag heißt: „Ich mag dich leiden“, und dabei einen Grad erreicht hat, der ihn ans Kreuz schlug. So ist „Leid“ nur ein anderer Name für göttliche Liebe in den Dimensionen dieser Welt.

2. Auch der Pilgerweg der Kirche ist ein Kreuzweg: „Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen“ (Joh 15,20), sagt der Herr, und: „Der Vater des Erbarmens und der Gott allen Trostes tröstet uns in all unserer Not“ (2 Kor 1,4), sodass wir froh sind in aller Trübsal (vgl. 2 Kor 7,4), fügt Paulus an. Darum gilt das Wort des hl. Augustinus: „Die Kirche schreitet zwischen den Verfolgungen der Welt und den Tröstungen Gottes auf ihrem Pilgerweg dahin“. Wir haben heute in unserer Gesellschaft als katholische Kirche wirklich einen Passionsweg zu gehen.

Er ist in allen Stationen in der Passion des Herrn vorgesehen: Unverständnis, Beschimpfung, Schmähung, Diskriminierung, falsche Zeugnisse, Verurteilung, Entehrung, Nachteile um des Glaubens willen, Verrat, Verweisung. Außerhalb der Gesellschaft, außerhalb der Stadt wurde Jesus gekreuzigt. So werden auch wir oft ausgegrenzt. Aber auch der Blick in die Weltkirche zeigt, dass keine Religion der Welt so verfolgt ist wie das Christentum. Fühlen wir mit dem Volke Gottes in aller Welt mit! „Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit" (1 Kor 12,26). Das eine Kreuz ist über uns alle gelegt. Und jeder muss ein Partikel des Kreuzes mittragen und eingehen in die Hingabe Christi, in sein Opfer, das in jeder heiligen Messe gegenwärtig gesetzt wird.

3. Die Freude, die aus dem Glauben kommt, macht die Seligkeit des Kreuzes aus. „Euer Vater Abraham jubelte, weil er meinen Tag sehen sollte. Er sah ihn und freute sich“ (Joh 8,56). Wer auf den Herrn wartet und nach ihm Ausschau hält, dem wird Gott in vieler Trübsal große Freude schenken. Die große Hoffnung kommt aus seinen großen Verheißungen.

„Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht schauen“ (Joh 8,51). Die Sache geht auf jeden Fall gut aus, wie bei Christus. Am Ende steht der Einzug in die neue Stadt der Freiheit, des Lebens, der Freude. Ostern, ewiges Ostern! Aber der Weg führt über Golgotha.

Die große Hoffnung, die der Welt aus der Passion der Kirche erwächst, ist die Berührung mit dem österlichen Herrn. Durch sein eigenes Blut hat Christus uns ewige Erlösung bewirkt. Wenn wir leiden, ergänzen wir, was an den Leiden Christi noch fehlt (vgl. Kol 1,24). Und so wirken wir mit an der Erlösung all derer, die der ewigen Erlösung bedürfen. Gott meint es immer gut mit seinem Volk. Dafür hängt er am Kreuz.

4. Das Kreuz ist gleichermaßen das Zeichen der Verfolgung der Welt wie auch der Tröstungen Gottes. Auf dem Weg durch Prüfung und Trübsal wird die Kirche durch die Kraft der ihr vom Herrn verheißenen Gnade Gottes gestärkt, damit sie in der Schwachheit nicht abfalle von der vollkommenen Treue, sondern dass sie treu zu ihm steht, bis sie durch das Kreuz zum Licht gelangt, das keinen Untergang kennt.

Durch das Kreuz kam Freude in die Welt. Und darum ist die bayerische Redensart von einer tiefen Bedeutung, wenn sie sagt: „Sei kreuzfidel!“ „Fidel“ hat eine dreifache Bedeutung: nämlich fröhlich, gläubig und treu. Und je näher am Kreuz, desto fröhlicher das Herz, desto treuer die Seele und desto gläubiger mein Dasein. Die Liturgie nennt die Leidensgeschichte die „beata passio“, das „seligmachende Leiden Christi“. Dabei sind wir zur Mitwirkung berufen. Christ, erkenne deine hohe Berufung! Amen.

von esther10 30.03.2013 00:24


Was kommt, wenn Familie geht?” – Staatliche Ersatzlösungen statt Förderung der Originalfamilie
Veröffentlicht: 30. März 2013 | Autor: Felizitas Küble | Einsortiert unter: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT | Tags: Birgit Kelle, Eltern, Erziehung, Familie, Familiennetzwerk, kinder, Originalfamilie |Schreibe einen Kommentar »
Von Birgit Kelle (Leiterin von Frau 2000plus)

Die für 25. Mai geplante Tagung des Familiennetzwerkes in Frankfurt “Was kommt, wenn Familie geht?” hat mich mit ihrem Titel dazu inspiriert, darüber nachzudenken, was eigentlich geschieht, wenn Familie nicht mehr da ist?

Dazu der Bericht, den mir eine Leserin zusandte, wonach in Bremer Schulen jetzt Babys auf Besuch in die Schulklassen kommen, damit die Kinder anhand eines kleinen Menschenkindes Mitgefühl lernen. Wie traurig ist das doch!



Birgit Kelle
Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, solche Projekte durchzuführen, aber es ist doch schlimm, dass wir anscheinend inzwischen so etwas brauchen, weil Familie zunehmend nicht mehr da ist, Geschwister zunehmend nicht mehr da sind und die Erfahrungen, die Generationen vor uns noch zu Hause machen durften, heute in der Schule professionell vermittelt werden müssen.

Es stellt sich allerdings die Frage, wieso schaffen wir Surrogate und Ersatzfamilien, anstatt die Original-Familie zu unterstützen?

Hier ein Ausschnitt aus meiner Kolumne beim Kulturportal The European:

“Die Mutter soll heute nicht mehr zu Hause sein, sondern berufstätig, dafür haben wir jetzt Tagesmütter, die wir bezahlen. Die Väter fehlen zunehmend in den Familien, es gibt immer weniger männliche Vorbilder, dafür haben wir jetzt das Programm „Mehr Männer in die Kitas“.

Die Kinder haben keine Geschwister mehr, dafür sollen sie jetzt Sozialkompetenzen in der Krippe und in Spielgruppen aller Art lernen. Familien essen immer weniger gemeinsam an einem Tisch, dafür wird das jetzt in kleinen Tischgruppen in der Ganztagsschule vollbracht. Kinder lernen nichts mehr über Lebensmittel und ihre Zubereitung, weil zu Hause keiner mehr Zeit zum Kochen hat, dafür machen wir jetzt Ernährungs- und Kochkurse in der Schule.

Die Kinder kennen immer weniger die Großfamilie, dafür bauen wir jetzt Mehrgenerationenhäuser. Die Kinder kennen keine Großeltern mehr, dafür gibt es jetzt Leihopas und Leihomas, die man engagieren kann. Die Kinder haben zu Hause keine Vorbilder mehr bei berufstätigen Eltern, dafür gibt es jetzt Benimm-Unterricht in der Schule.

So lagern wir Stück für Stück bisherige familiäre Erziehung und soziales Lernen und damit eine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit in die Kindergärten und Schulen und somit an den Staat aus.”

Den ganzen Text finden Sie hier:
http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/6...aus-der-familie

von esther10 30.03.2013 00:20




30 März 2013, 09:40
Franziskus: Twitter-Boom und ‚YouTube‘-Osterbotschaft

Papst nahm noch vor Konklave österlichen Videogruß für argentinische Gläubige auf - Weitere Twitter-Zuwächse besonders in Lateinamerika.
Vatikanstadt-Buenos.Aires (www.kath.net/ KAP)
Entgegen seinem Ruf, er habe als Jorge Mario Kardinal Bergoglio medienscheu agiert, zeigt sich Papst Franziskus bisher durchaus offen für neue Medienformate wie Social Media. Die Weiterführung des von Benedikt XVI. im Dezember eröffneten Twitterkanals gehört dazu; so hat Franziskus zuletzt in seiner bisher achten Botschaft seine "Follower" um das Gebet für die Priester ersucht: "Begleitet die Priester mit eurer Zuneigung und eurem Gebet, damit sie immer gute Hirten nach dem Herzen Gottes seien", so der Papst an die derzeit bereits 4,61 Millionen Abonnenten des Kurznachrichtendienstes.

Dass der Papst erstmals in der Kirchengeschichte aus Lateinamerika kommt, zeigt sich auch im Verhalten der Twitter-Gemeinde: Einen Monat nach Amtsverzicht von Benedikt XVI. hat sich die Zahl der Follower des spanischsprachigen pontifex-Account knapp verdoppelt auf nunmehr 1,4 Millionen.

In absoluten Zahlen wird der Pontifex auf Twitter derzeit freilich weiterhin von den englischsprachigen Nutzern (2,2 Millionen) am meisten gelesen, Platz drei belegt hinter der spanischen die italienische Version (516.000 Follower). Vor dem "sechstplatzierten" deutschen Account (83.000) liegen außer Portugiesisch (163.000) noch Französisch (104.000), dahinter Polnisch (64.000), Latein (57.000) und Arabisch (43.000).

"Osterclip" vor dem Konklave vorbereitet

Spekuliert wird derzeit, ob der Papst künftig die Tradition kurzer Videobotschaften aufgreifen wird, die er in den vergangenen Jahren als Erzbischof von Buenos Aires pflegte. Vor den wichtigsten kirchlichen Feiertagen - also zu Ostern und Weihnachten - ließ sich der damalige Kardinal Jorge Mario Bergoglio stets mit einer prägnanten Aussage zum jeweiligen Fest filmen, die dann im argentinischen Fernsehen als Werbeeinschaltung gezeigt wurde.

Wie nun bekannt wurde, nahm der Papst noch vor dem Konklave bereits die diesjährige Osterbotschaft für Argentinien auf - "Ich filme jetzt, da ich dann gehen muss", sagte er laut argentinischen Medien, wohl noch ohne zu ahnen, wie sich diese Worte konkretisieren würden. Das Video ist in den Händen der argentinischen Behörde für audiovisuelle Kommunikation, die die Schaltung in den verschiedenen Fernsehstationen übernimmt, kann seit Mittwoch jedoch auch über "YouTube" abgerufen werden.

In der 30-Sekunden-Ansprache sagt der nunmehrige Papst in schwarzer Priesterkleidung: "Niemand hat größere Liebe als der, der sein Leben für die Freunde gibt. "Er" - Kardinal Bergoglio wies dabei auf eine neben ihm platzierte Jesus-Büste - "gab das Leben für uns. Für dich, für mich. Er hat es wiederhergestellt. Und er begleitet uns mit seinem Leben in Fülle. Lass dich von ihm begleiten. Er liebt dich. Ostern ist der lebendige Jesus", so der Kardinal.

"YouTube"-Link zur Osterbotschaft Bergoglios (spanisch)

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.

von esther10 30.03.2013 00:16


Von anne/traudel



Was wären wir ohne Auferstehung

ER hat „für immer die Tür zu einer neuen Dimension des Lebens und des menschlichen Daseins geöffnet, die seitdem keiner mehr schließen kann.“ Von Paul Badde/ Die Welt.
Rom (www.kath.net/ Die Welt)
Die Auferstehung von den Toten ist das Allerunglaublichste. Sie sprengt den Rahmen aller Wunder. In allen Berichten der Auferstehung Christi sprechen die ersten Zeugen von etwas, was bis dahin in unserer Erfahrungswelt nicht vorkommt. Sie reden von etwas Neuem, Einmaligem, zu deren Beschreibung ihnen eigentlich die Worte fehlen. Ähnlich geht es uns bis heute. Es war ganz und gar Jesus, der ihnen damals begegnete. Dennoch gehörte er offensichtlich einer anderen Welt und Wirklichkeit an, in der Weite des lebendigen Gottes: dem Reich des Todes für immer entzogen.

Ohne die Auferstehung Christi hätte deshalb auch keiner jemals im Ernst glauben können, dass Gott in Jesus von Nazareth, dem „König der Juden“, sein wahres Gesicht gezeigt hat. Keiner könnte sich auch sonst darauf verlassen, dass Gott gut und auch über den Tod hinaus treu ist. Was wir ohne Auferstehung wären, hat Paulus deshalb schon vor 2000 Jahren bündig beantwortet. „Wenn Christus nicht auferweckt worden ist“, sagte er in seinem ersten Brief an die Korinther, „so ist unsere Predigt leer, leer auch euer Glaube.“

Kurzum, dann wäre der Glaube der Christen ein Dreck. Denn Jesu Auferstehung war ja nicht das merkwürdige Mirakel einer wieder belebten Leiche. In einem Felsengrab vor der Stadtmauer Jerusalems hat er stattdessen für immer die Tür zu einer neuen Dimension des Lebens und des menschlichen Daseins geöffnet, die seitdem keiner mehr schließen kann.

Diese Überwindung des Todes war ein irreversibles und universales Ereignis. Er war tot und lebte nun, haben seine Jünger damals erfahren. Er hat zu ihnen gesprochen und ließ sich berühren, auch wenn er nicht mehr der Welt der Berührbarkeit angehörte. Es war eine Auferstehung nicht am Ende aller Tage, wie sie damals auch in Teilen des Judentums erwartet wurde, sondern mitten aus der alten Welt heraus in eine neue Welt hinein. Das ist der Glaube der Christenheit.

Ohne Auferstehung wären wir daher nicht tot. Doch uns blieben dann, jedem einzeln, jeweils nur noch ein paar Jahre Zukunft. Danach wäre es aus mit jedem von uns, in einem milliardenfachen kleinen Weltuntergang. „Was verlangst Du von der Kirche Gottes?“ hieß es deshalb auch lange im römisch-katholischen Taufritus, worauf der Täufling antwortete: „Den Glauben.“ Danach lautete die zweite Frage: „Was gewährt dir der Glaube?“ – und die Antwort: „Das ewige Leben.“ Zu diesem ewigen Leben hat Jesus von Nazareth die Tür geöffnet. Das allgemeine christliche Glaubensbekenntnis gipfelt deshalb seit dem Jahr 381 in der Aussage: „Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.“ Denn für Christen geht es nach dem Tod weiter mit unserer personalen Existenz. Sie überleben die Verwesung und Verbrennung der verfallenen Natur.

Das mögen viele Berliner Intellektuelle heute für einen Traum halten, ähnlich wie die Illusion des Kommunismus, der viele von ihnen so lange angehangen haben. Und glauben wir den Statistiken, hat der Glaube an die Wiedergeburt oder an das Nichts nach dem Tod den Glauben an die Auferstehung von den Toten ja sowieso in weiten Teilen Deutschlands schon längst leise abgelöst. Dennoch hat die Erwartung auf Auferstehung und ewiges Leben das schöne Europa in vielen Jahrhunderten wie kein anderes Bekenntnis geprägt. Er war allerdings immer ein Geschenk und keine Handelsware – und eine kulturelle Triebfeder ersten Ranges.

Denn dieser Glaube sieht ja nicht nur das Gute und die Liebe ewig fortleben, sondern er erkennt auch eine allerletzte Instanz hinter dem Tod. Diese Sicht auf die Welt verwandelt die irdische Existenz in letzter Konsequenz in eine Antwort auf die Herausforderung einer endzeitlichen Bewährung. Alle Heiligen der Christenheit setzten deshalb auch immer wieder neu und vertrauensvoll auf eine letzte Gerechtigkeit im Gerichtshof des Himmlischen Jerusalem, der jedes menschliche Gericht weit überragt. Es ist eine Hoffnung, die jede Säkularisierung und sogar jeden Abfall vom Glauben spektakulär überlebt hat.

Denn ohne zumindest einen letzten Verdacht dieser allerletzten und wirklich gerechten Instanz hätte Europa doch niemals solche Ersatzkonstrukte wie den kategorischen Imperativ erdacht, noch wäre hier jemals die todesverachtende Gelassenheit Joseph Wirmers vor dem Volksgerichtshof denkbar gewesen, der dem Blutrichter Roland Freisler 1944 – nachdem der ihn angebrüllt hatte, „Sie werden heute noch zur Hölle fahren!“ – ruhig erwiderte: „Herr Präsident, es wird mir ein Vergnügen sein, Sie dort zu erwarten.“

Der Tod bleibt grausam und furchtbar. Seit der Auferstehung Christi von den Toten ist er aber nicht mehr das letzte Furchtbare. Mit der Aussicht auf die Auferstehung ist es furchtbarer, ein falsches Leben hinter sich lassen zu müssen.

Der ganzen Erde wurde deshalb mit dem Glauben an die Auferstehung eine unstillbare Sehnsucht eingeschrieben, als Ferment der prophetischen Unruhe auf Gottes Gerechtigkeit hin. Nur so können wir verstehen, dass Europa Jahrhunderte lang einem endzeitlich Himmlischen Jerusalem entgegen drängte, in ständigen Grenzüberschreitungen.

Es war eine christliche Triebfeder, die zahllose natürlichen Fesseln immer wieder hat sprengen lassen. Es ist der gleiche Impetus, an den zum Staunen der Welt Kardinal Bergoglio vor dem Konklave die Kardinäle erinnerte, als er mahnte, dass die Kirche in exstatischen Schritten immer wieder über sich selbst hinaus wachsen müsse, um an die Enden der Erde zu gehen. Das Wort ist historisch undenkbar ohne den Glauben an die Auferstehung.

„Unruhig ist mein Herz, bis es ruht in dir, o Herr“, schrieb Augustinus um das Jahr 400 in seinen Bekenntnissen, „denn auf Dich hin hast du uns geschaffen! Du hast mich berührt und ich brenne vor Sehnsucht nach Deinem Frieden.“ Diese Confessiones sind allen ehemals christlich geprägten Nationen seitdem gleichsam ins Gewebe genäht. In säkularisierter Form hat die Auferstehung von den Toten deshalb als die rätselhaft tickende Unruh in der Uhr der westlichen Welt überlebt. In der Christenheit aber steht sie weiter für die Sehnsucht und den Trost, dass wir in allerletzter Instanz nicht an einen anonymen Richter geraten werden, sondern an den, in dem Gott sein Gesicht gezeigt hat: das Antlitz des Königs der Barmherzigkeit.

von 29.03.2013 13:20

KARFREITAG

45

der herr stirbt am kreuz

Im Zeichen des Kreuzes.
Ärgernis, Torheit, Sinn, Trost.
Zu Füßen des Kreuzes: Maria wird uns zur Mutter gegeben.


I. Jesus hängt am Kreuz, zur Genugtuung und Freude seiner Feinde. Die Kirche sieht eine andere Freude auf die Welt herabkommen. Sie singt bei der Kreuzverehrung in der Liturgie dieses Karfreitags: Dein Kreuz, o Herr, verehren wir, und deine heilige Auferstehung preisen und rühmen wir: Denn siehe, durch das Holz des Kreuzes kam Freude in alle Welt.1

Jesu ganzes Leben kulminiert in diesem höchsten Augenblick. Seine messianische Verkündigung und sein Wirken unter den Menschen vollenden sich hier, im Kreuzestod und in der Auferstehung.

Erschöpft und nach Atem ringend hat unser Herr den kleinen Hügel, den man Schädelstätte nennt, bestiegen. Der Evangelist verbirgt die Grausamkeit des Geschehens hinter den schlichten Worten: Dort kreuzigten sie ihn.2 »Der Verurteilte wurde entkleidet, brutal zur Erde gestoßen und mit ausgebreiteten Armen an das am Boden liegende Querholz angenagelt. Darauf wurde dieser Querbalken mit dem Körper auf den senkrechten, bereits im Boden eingerammten Pfahl emporgehoben und daran befestigt. (...) Dann wurden die Füße angenagelt. Damit der schwer herunterhängende Körper nicht aus den Nägeln riß, war in der entsprechenden Höhe im senkrechten Stamm ein sogenannter Sitzpflock eingelassen, der den Körper zwischen den Beinen stützen sollte.«3

Der Herr hängt nunmehr am Kreuz. Das schändliche Marterwerkzeug wird zum Lebensbaum. Die Geste der Verzweiflung - die ausgebreiteten Arme - wird zu einer Geste der universalen Versöhnung.

Sein Kreuz wird durch die Jahrhunderte geliebt und verehrt: von bekannten wie namenlosen Märtyrern, die Zeugnis geben für die Wahrheit, und von unzähligen Bedrängten, Verlassenen, Verfolgten und Notleidenden, die im Zeichen des Kreuzes Hoffnung und Trost finden; und auch von Männern und Frauen, die - unscheinbar in ihrem Alltag lebend - sich immer wieder am Zeichen des Kreuzes orientieren.

Jetzt ist Jesu Kreuz aufgerichtet. Es herrscht ein dichtes Gedränge: Schaulustige und Vorüberziehende, Ankläger, die ihrem Spott freien Lauf lassen, und wohl auch solche, die dabei waren, als Jesus die Volksmenge segnete, sie lehrte und Wunder wirkte. Dennoch kommt kein Vorwurf von den Lippen des Herrn, nur Erbarmen. Man reicht ihm Wein mit Myrrhe gemischt. Es war üblich, den Verurteilten diese Erleichterung zu gewähren, die den Schmerz dämpfte und die Qualen milderte.

Der Herr kostete nur etwas davon, gleichsam als Zeichen des Dankes, trank aber nicht. Er wollte den Kelch des Schmerzes bis zur Neige austrinken. »Warum so viel Leid?« fragt der heilige Augustinus. »Alles, was er erlitt, ist das Lösegeld für unsere Erlösung«4, lautet seine Antwort.

Christus will so leiden, damit wir die Größe seiner Liebe und die Erbärmlichkeit der Sünde erkennen. Er gibt sich ganz hin, damit auch wir uns großzügig hingeben.

II. Die Kreuzigung galt als die grausamste und schimpflichste Hinrichtungsart, die es im Altertum gab. Sie wurde über Schwerverbrecher verhängt. Sie war so entehrend, daß ein römischer Bürger nicht gekreuzigt werden durfte. In dieser heidnischen Einschätzung schwingt etwas von jenem Ärgernis des Kreuzes mit, das seit der Zeit der Apostel bis in unsere Tage besteht: das Drama des Kreuzes ist nach wie vor für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit5. Auch heute widerstrebt vielen ein Gott, der Mensch wird und am Kreuze stirbt. Für das Gefühl ist es ein Greuel, für den Verstand eine Sinnlosigkeit und ein Ärgernis, das, angesichts der Wirklichkeit des Leidens, zu einer Stellungnahme herausfordert. Die Versuchung, dem Kreuz seinen Sinn abzusprechen, liegt in der Natur des Menschen, in der alles nach Glück strebt.

Aber die Nähe zum Herrn in der christlichen Nachfolge erlaubt es nicht, das Leben Christi zwar zu würdigen, das Kreuz jedoch auszusparen. Unsere Erlösung vollendet sich nach dem unergründlichen göttlichen Ratschluß am Kreuz. Erst vom Kreuz her wird der Schmerz in der Welt - ohne daß er aufhört, ein Rätsel zu sein - sinnvoll. Erst angesichts des Kreuzes können wir die Bosheit der Sünde und die Liebe Gottes zu jedem einzelnen Menschen erahnen. So ist das Kruzifix das Kennzeichen unseres Glaubens, das uns niemals gleichgültig lassen kann.

»Der Herr ist ans Kreuz geheftet. Mitleidlos haben die Henker das Urteil vollstreckt. Jesus hat sie gewähren lassen, mit unendlicher Sanftmut.

Nötig waren solche Folterqualen nicht. Er hätte sie vermeiden können: die Bitternisse und Demütigungen, die Mißhandlungen, das abscheuliche Urteil, die Schande an der Richtstätte, die Nägel, den Lanzenstoß ... Aber er hat alles das erdulden wollen für dich und für mich. Und wir? Noch immer wollen wir uns ihm entziehen?

Es kann geschehen, daß du einmal - allein, vor einem Kruzifix - zu weinen beginnst. Halte die Tränen dann nicht zurück ... Aber sieh zu, daß dein Wehklagen sich in einem Vorsatz niederschlägt.«6

III. Noch auf Golgota begann der Baum des Kreuzes zu erblühen. Einer der mit Jesus Gekreuzigten erkennt seine Schuld und wendet sich an den Herrn: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. Vielleicht hatte er schon manches von Christus gehört: wie er mit Worten des Lebens das Volk begeistert und geheimnisvolle Zeichen einer verborgenen Macht gewirkt hatte. Nun aber hat er ihn in seiner Ohnmacht erlebt: Schweigen, Dulden, Sanftmut, Barmherzigkeit, Mitleid inmitten einer großen Erschöpfung, eines schrecklichen Schmerzes. Er wird zum Jünger des Herrn, dem er nur eine kurze Wegstrecke nahe gefolgt war. Anders als die ersten Jünger, hat er kein Wunder erlebt, nur seine Art zu leiden. Er ist der erste in der langen Reihe von Menschen, die sich gerade beim Betrachten der Passion zu Christus bekehren. Der Herr muß ihm freudig geantwortet haben: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein7.

Die Passion unseres Herrn wirkt durch die Zeiten fort. Sie hat der ganzen Welt Frieden gebracht, Gnade, Vergebung und das Glück für die Seelen - die Erlösung. Aber sie erfordert unser Mitgehen: nicht nur indem wir das Geschehene betrachten, sondern indem wir in der Kraft dieser Betrachtung und der damit verbundenen Gnade das eigene Leid annehmen. Denn jeder kann mit Recht, wie Paulus, sagen: Der Sohn Gottes hat mich geliebt und sich für mich hingegeben8. Der Apostel sagt ganz konkret: mich geliebt. Auch uns, uns alle. Bedenken wir dies in unserem persönlichen Gebet und jedesmal, wenn wir an der heiligen Messe teilnehmen. Denn »sooft das Kreuzesopfer, in dem Christus, unser Osterlamm, dahingegeben wurde, auf dem Altar gefeiert wird, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung g«9.

Das Werk unserer Erlösung ... »Jenen Sturz des Menschen in das Nichts, der sich in der Empörung gegen Gott vollzog, und worin das Geschöpf nur zerbrechen und verzweifeln konnte, hat er in der Liebe, wissenden Geistes, freien Willens, fühlenden Herzens durchgelebt. (...) Niemand ist so gestorben, wie Christus starb, weil er das Leben selbst war. Niemand ist für die Sünde gestraft worden wie er, weil er der Reine war«10.

Die Mutter des Herrn, einige Frauen und Johannes, der jüngste unter den Aposteln, stehen am Fuß des Kreuzes. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.11 Nachdem sich uns Jesus im Letzten Abendmahl selbst hingegeben hat, schenkt er uns jetzt auch seine Mutter, das Geschöpf, das er auf Erden am meisten liebte.

Diese Geste hat einen doppelten Sinn. Er sorgt so für seine Mutter in Erfüllung des Vierten Gebotes und gibt sie gleichzeitig uns zur Mutter. »So ging auch die selige Jungfrau den Pilgerweg des Glaubens. Ihre Vereinigung mit dem Sohn hielt sie in Treue bis zum Kreuz, wo sie nicht ohne göttliche Absicht stand (vgl. Joh 19,25), heftig mit ihrem Eingeborenen litt und sich mit seinem Opfer in mütterlichem Geist verband, indem sie der Darbringung des Schlachtopfers, das sie geboren hatte, liebevoll zustimmte. Und schließlich wurde sie von Christus Jesus selbst, als er am Kreuz starb, dem Jünger zur Mutter gegeben«12.

Im Hymnus Stabat Mater heißt es: »Christi Mutter stand mit Schmerzen bei dem Kreuz und weint' von Herzen, als ihr lieber Sohn da hing.« Dann beten wir: »Daß ich Christi Tod und Leiden, Marter, Angst und bittres Scheiden fühle wie dein Mutterherz«13»

1 Karfreitagsliturgie, Gesang während der Kreuzverehrung. - 2 Joh 19,18. - 3 Gerhard Kroll, Auf den Spuren Jesu, Stuttgart 1988, S.360. - 4 Augustinus, Erklärung der Psalmen (21), 11,8. - 5 vgl. 1 Kor 1,23. - 6 J. Escrivá, Der Kreuzweg, XI,1. - 7 Lk 23,43. - 8 Gal 2,20. - 9 II. Vat. Konz., Konst. Lumen gentium, 3. - 10 R. Guardini, Der Herr, Würzburg 1951, S.474. - 11 Joh 19,26-27. - 12 II. Vat. Konz., Konst. Lumen gentium, 58. - 13 Hymnus Stabat Mater.

von 29.03.2013 00:33

„Keine einzige Seele,

die Meine Barmherzigkeit anrief,

ist enttäuscht oder beschämt worden.“


(Jesus zu Schwester Faustina)



Liebe Newsletter-Empfänger, Gründonnerstag 2013



In einem aufsehenerregenden Interview mit der „Kirchlichen Umschau“
vom März 2013 hat der renommierte Kirchenrechtler und Apostolische
Protonotar Prof. Dr. Georg May unsere Kirche im „Stadium vor einem
Schisma“ beschrieben. Im Hinblick auf das zurzeit des Interviews
zusammengetretene Konklave merkt er an: „Wie immer die Papstwahl
ausgehen mag: Ich kann mich schon seit langem nicht des Eindrucks
erwehren, dass es einem Menschen nicht gelingen kann, die chaotischen
Verhältnisse in weiten Teilen der Kirche zu überwinden. Ich fürchte,
dass Gott selbst eingreifen muss, um seine Kirche oder den Rest, der
dann übrigbleiben wird, zu retten. Wie und wann dies geschehen wird,
ist seinem Ratschluss zu überlassen.“



Diese ernsten Worte haben auch nach der Wahl des neuen Pontifex ihre
Brisanz nicht verloren. Im Gegenteil können die monströsen
Erwartungen, die im Zusammenhang mit dem neuen Pontifikat geweckt
werden, den nüchtern denkenden Menschen nur irritieren. Während der
Nachfolger Benedikts XVI. zum Teil bis in die Formulierungen hinein die
Anliegen seines Vorgängers wiederholt, suggeriert die Öffentlichkeit,
als wäre es nun seine Aufgabe, die Kirche neu zu erfinden. Von einem
„Paradigmenwechsel“ ist die Rede, einem „neuen Stil“ und einer
„neuen Epoche“. Hat die Öffentlichkeit schon vergessen, mit welch
eindeutigen Worten auch Benedikt XVI. Eitelkeit, Machtstreben und
Karrierismus in der Kurie angeprangert hat? Sind seine Mahnungen, dass
die Kirche sich „entweltlichen“ und ihre Privilegien beherzt ablegen
müsse, schon Geschichte? Und: Wird man auf die Mahnungen von Franziskus
hören, wo man doch jene seines Vorgängers geflissentlich überhört
hat?



Es ist ein durchsichtiges Manöver, einen Amtsträger mit unerfüllbaren
Erwartungen zu überfrachten, um ihn dann wenig später als
„gescheitert“ zu bezeichnen – so haben viele Medien mit Benedikt
XVI. verfahren, und man kann nur hoffen, dass sich das Spiel mit seinem
Nachfolger nicht wiederholt.



Der Papst ist kein gewählter Vorstandsvorsitzender eines Vereins. Die
Kardinäle bezeichnen lediglich einen Kandidaten, Gott allein
entscheidet, wer der Stellvertreter Christi auf Erden wird. Dem sakralen
Charakter dieser einzigartigen Wahl (die eine Erwählung durch Gott
darstellt, bei der er sich der Kardinäle lediglich als Werkzeuge
bedient) entspricht das Gebot strikter Geheimhaltung hinsichtlich aller
mit der Wahl zusammenhängenden Umstände.



Weil Gott allein wirken soll, hat der Mensch zu schweigen. Überspitzt
könnte man sagen: Der Beichtstuhl, das Ehebett und das Konklave
gehören nach katholischer Überzeugung zu den strikten Tabuzonen, die
dem neugierigen Zugriff oder der Geschwätzigkeit des Menschen absolut
und kompromisslos entzogen bleiben müssen. Weil der Mensch zu Eitelkeit
und Neugier neigt, bedarf das Heilige und Intime eines besonderen
Schutzes, der deutlich macht: Hier hast du es mit Gott zu tun.



Was hat es also zu bedeuten wenn das unter Androhung der Exkommunikation
verordnete Schweigen hinsichtlich der Papstwahl mittlerweile lässig
missachtet wird? Kardinäle plaudern über Favoriten und Stimmabgaben
und manches andere mehr, so dass der Eindruck entsteht, dass das ganze
Wahlverfahren doch demjenigen eines Parteitages recht nahe kommt. Die im
letzten Newsletter beschriebene „Entzauberung“ des Papstamtes wird
eifrig weiter betrieben – aus dem inneren der Kirche heraus. Ist es
nicht mehr Gott allein, der erwählt, sondern menschliches Kalkül und
Taktik?



„Die Quellen für eine wahre Erneuerung der Kirche und ihrer Glieder
sind unerschütterliche Treue zur Glaubens- und Sittenlehre der Kirche,
fragloser Anschluss an den Nachfolger Petri, heilige Gottesfurcht und
Gottesliebe, Ringen um Sündenfreiheit und Heiligkeit“, so Prälat May
in dem o.a. Interview. Wollen wir diese Mahnung einer vorbildlichen
Priestergestalt beherzigen und den Barmherzigkeitssonntag in diesem Jahr
mit besonderer Intensität begehen. Herzlich lade ich Sie deshalb nicht
nur zu Pro Immaculata ein (Freitag, 05.04., 17.30 Uhr in
Liebfrauen/Ober-Ramstadt), sondern auch zur Feier des
Barmherzigkeitssonntages, zum ersten Mal mit anschließender
gregorianischer Messe (Sonntag, 07.04., 15 Uhr in St.
Michael/Nieder-Ramstadt). Nichts braucht die Kirche und der Einzelne
mehr als Gottes Barmherzigkeit!



Mit priesterlichem Segensgruß verbleibe ich mit allen guten Wünschen
für fruchtbare Kar- und Ostertage,



Ihr in Christo und Maria ergebener

Hendrick Jolie, Pfarrer




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