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von esther10 02.01.2016 00:47

Europa nach dem Islamisten-Angriff von Paris: Weiter so in den Untergang oder die Wende wagen?
16. November 2015 Giuseppe Nardi Forum, Hintergrund, Nachrichten, Top 58


Welche Antwort gibt Europa auf die Attentate von Paris?
Anmerkungen von Giuseppe Nardi

(Paris/Beirut) Die islamistischen Attentate von Paris erschüttern die Welt. Erst die nächsten Tage werden zeigen, welche Schlüsse die westlichen Regierungen wirklich daraus ziehen werden und damit zeigen, ob man in den Staatskanzleien lernfähig ist. Was sagen nun die „Refugees Welcome„-Experten? Welche Verantwortung tragen Hollande, Merkel und Faymann mit ihrer „Willkommenskultur“ für die Attentate in Paris? Welche Verantwortung trägt Papst Franziskus, der beim Angelus am 6. September Europa aufgefordert hatte, alle, die nach Europa kommen wollen, aufzunehmen: „Nehmt alle auf, Gute und Schlechte“? Die Schlechten haben in Paris ihr Gesicht gezeigt.

Angesichts des Massakers, das in Paris verübt wurde, hat der Zirkus der Massenmedien zwar davon abgelassen, Plattitüden und Oberflächlichkeiten zu verbreiten, doch vorerst nur, um Panik zu schüren. Doch Panik nützt mit Sicherheit niemandem. Die europäischen Völker werden gleichzeitig, nach einstudierter Manier, von Politik und Medien zu Selbsttherapierungs-„Exorzismen“ angehalten: man lege Blumen und Plüschtiere am Ort der Verbrechen nieder, zünde dort Kerzen an und stimme Lieder mit zweifelhaften, aber ideologisch wohlgelittenen Texten wie „Imagine“ von John Lennon an. Nach dieser „Trauerarbeit“ sollten, so hofft man, die eigenen Ängste verflogen und die Welt wieder rosafarben sein. In einem Krieg ist das aber nicht so.

Der sogenannte „Westen“ war nie so stark und so schwach zugleich. Er strotzt von Überlegenheit an Organisation, Technik, Wissenschaft und Waffen, ist aber geistig schwächer denn je, weil er die Relativierung der eigenen Werte zum Maßstab erhoben hat. Durch die Einwanderungspolitik leben heute mindestens 25 Millionen Moslems in Westeuropa. Sie fühlen sich einerseits von den äußeren Errungenschaften unserer Zivilisation angezogen, verstehen aber nicht, was diese Zivilisation hervorgebracht hat, weil ihnen niemand diese Wurzeln erklärt. Sowohl die „westlichen“ Massen, mehr noch die Eliten, haben sich von diesen christlichen Wurzeln entfernt. Sie sind ihnen so fremd geworden, daß sie sie selbst nicht mehr verstehen, geschweige denn danach handeln könnten. Europa ertappt sich in Paris des eigenen Nihilismus.

„Attentat gegen die Menschlichkeit?“

Österreichs Bundeskanzler, der Sozialdemokrat Werner Faymann, schaffte es, mit seiner ersten Wortmeldung daher auch prompt danebenzuliegen. Die Attentate von Paris seien ein „Angriff gegen die Menschlichkeit“, verkündete er. Zunächst stutzt man über den Zusammenhang „Attentat“ und „Menschlichkeit“, denn schließlich geht es um beinharte und brutale Politik. Handelt es sich nur um die Plattitüde eines überforderten Politikers?

Beim zweiten Nachdenken stolpert man geradezu: Faymann steht für den legalisierten Mord an ungeborenen Kindern und kann daher für sich und seine Regierung das Prädikat „Menschlichkeit“ kaum in Anspruch nehmen. Mit der Abtreibung in engstem und direktem Zusammenhang steht der demographische Kollaps Europas. Für den Wohlstand opfert Europa seit 40 Jahren die eigenen Kinder. Und das so brutal und radikal, daß wir heute viel zu wenige eigene Kinder und Kindeskinder haben. Die Negativgleichung ist einfach und dennoch schauen fast alle weg: Kinder = Zukunft, keine Kinder = keine Zukunft. Der Zusammenhang wird vielen fremd erscheinen, weil das Thema Abtreibung tabuisiert wurde und daher jeder Erörterung entzogen wurde, als gäbe es sie nicht. Es gibt sie aber und sie hat radikale und tiefgreifende Auswirkungen.

Islamistenattentat ist Folge der Islamisierung ist Folge der Masseneinwanderung ist Folge der Massenabtreibung

Erst durch die Massenabtreibung unserer eigenen Zukunft wurde die Masseneinwanderung nach Europa zum Thema. Die Verantwortungslosigkeit unseres eigenen Handels wurde uns in Paris mit aller Brutalität vor Augen geführt. Kein Verbrechen bleibt ohne Folgen. Auch nicht das Verbrechen gegen sich selbst, gegen das eigene Volk durch die Tötung der eigenen Kinder. Direkte Folgen sind die Masseneinwanderung, die Multikulturalität, das Absterben unserer eigenen Völker, unserer Kultur, unserer Sitten und Gebräuche und auch unseres Denkens. Eine ganz konkrete Folge ist die Islamisierung Europas und eine Auswirkung dieser Islamisierung sind die Attentate von Madrid, London, Brüssel, Berlin, Graz und von Paris.

Die Politik meidet es, diese Zusammenhänge beim Namen zu nennen wie der Teufel das Weihwasser. Erstens, weil man der Meinung ist, daß die eigene Bevölkerung (das Volk wurde ja stillschweigend für abgeschafft erklärt) das nicht ertragen würde. Zweitens weil auf höchster politischer Ebene in diesem Punkt Ideologie höher geschätzt wird als die Wirklichkeit und daher nicht zu sein habe, was nicht sein dürfe. Und drittens, weil die Politikerkaste zu einem Gutteil ein ebenso eigennütziges wie abgehobenes Dasein führt und kaum mehr als Handlanger und Befehlsempfänger von Finanzoligarchen ist, deren Interessenlage naturgemäß ganz anders ist, als die von Völkern und Staaten.

Willkommensdiktatur als Antwort auf Paris?

Oder wollte Österreichs Bundeskanzler Faymann damit sagen, die Attentate von Paris seien ein Angriff gegen die „Willkommenskultur“, die ja wider jede Vernunft mit dem Hinweis auf „Menschlichkeit“ gerechtfertigt wird? Wollte der Regierungschef – ob er nun in Wien ein rotes Parteibuch oder in Berlin ein schwarzes hat, scheint keinerlei Rolle mehr zu spielen – damit sagen, daß die Antwort auf die Attentate von Paris erst recht eine Fortsetzung der „Willkommenskultur“ sein müsse, aus der damit definitiv und „alternativlos“ (Angela Merkel) eine Willkommensdiktatur würde?

Falscher könnte die Antwort auf Paris nicht sein. Europa braucht als Antwort auf brutale Attentate nicht Blümchen und Plüschtiere. Europa muß prüfen, ob es ausreichend bewaffnet ist, über eine einsatzbereite Polizei und Armee verfügt und sich fragen, ob es eine Strategie hat, sich gegen den Feind zu verteidigen. Der Staat muß wehrhaft sein oder er ist nicht. Damit soll keineswegs einer Fortsetzung der bisherigen, von Washington diktierten Nahost-Politik das Wort geredet werden. Ganz im Gegenteil.

Bei einem Angriff ist die Wehrhaftigkeit die Pflicht einer Regierung und nicht die Fortsetzung ideologischer Träumereien, mit denen seit Jahrzehnten die Grundlage des eigenen Volkes unterhöhlt wird und die Europa erst in dieses Schlamassel geführt haben. Denn für die Attentate von Paris tragen Obama, Hollande, Merkel und Faymann Mitverantwortung, genauso wie jene ideologischen Brillenträger, die nur eine verzerrte Wahrnehmung der Realität zulassen und mit „Refugees Welcome“-Plakaten den Rechtsbruch fordern und faktisch Schlepperdienste leisten.

Ohne Umdenken in Sachen Lebensrecht wird Europa keine Zukunft haben

Damit stehen wir vor der Frage aller Fragen, der sich Europa akut und mit äußerster Ernsthaftigkeit stellen muß: Sind wir in Sachen Lebensrecht zu einem Umdenken bereit? Sind wir bereit, wieder ein offenes und freudiges Ja zu eigenen Kindern zu finden? Sind wir bereit, dem Abtreibungswahn und der Abtötung unserer eigenen Zukunft ein Ende zu bereiten?

Sollte die Antwort Ja lauten, wird Europa vielleicht noch einmal eine Chance haben. Sollte die Antwort Nein lauten, wird Europa untergehen und werden unsere geborenen Enkel nur mehr eine ferne Ahnung dessen haben, was Europa einmal war. Auch Obama, Hollande, Merkel und Faymann werden dann längst vergessene Gestalten sein, die allerdings für ihre Politik nie zur Verantwortung gezogen worden sein werden. Und künftige Historiker aller Disziplinen, Philosophen, Soziologen und Demographen, welcher nichteuropäischen Ethnie auch immer, werden sich vielleicht mit der Frage befassen, wie Europa innerhalb weniger Jahrzehnte zusammenbrechen und untergehen konnte, wie einst das Römische Reich.
http://www.katholisches.info/2015/11/16/...ie-wende-wagen/
Sollten die Islamisten siegen, wird man sich nicht einmal mehr mit dieser Frage befassen.

von esther10 02.01.2016 00:42

Von CNA Deutsch/EWTN News


Das Allerheiligste im Blick: Papst Franziskus mit der Monstranz
Foto: CNA/Alexey Gotovskiy

VATIKANSTADT , 01 January, 2016 / 4:01 PM (CNA Deutsch).-
Gesten der Güte und Solidarität seien für die Medien keine Schlagzeilen, doch auch wenn diese Zeichen zeitweise schwach und verborgen erscheinen, so "siegt doch immer das Gute". Dies bekräftigte Papst Franziskus in der Vesper des Hochfestes des Gottesmutter Maria mit Te Deum des Dankes für das Jahr 2015.



Der Heilige Vater stand am Donnerstag im Petersdom dem letzten Gebet des Jahres 2015 vor. In seiner Predigt stellte der Papst eine kurze Betrachtung zum endenden Jahr an, um die Gläubigen aufzufordern "über die Schwierigkeiten des gegenwärtigen Augenblickes hinauszugehen" und "die grundlegenden Werte des Dienstes, der Ehrlichkeit und der Solidarität wieder zu erlangen."


https://t.co/J1ShK07ANx pic.twitter.com/Q1SDdU3FvN

— ACI Prensa (@aciprensa) December 31, 2015 ">
Franziskus erklärte – in Bezug auf das Te Deum zum Jahresende – dass "die Kirche bei vielen Gelegenheiten die Freude und Pflicht verspürt, ihr Lied zu Gott zu erheben mit jenen Worten, die seit dem IV. Jahrhundert das Gebet in wichtigen Momenten ihrer irdischen Pilgerschaft begleiten." "Es ist die Freude des Dankens, die gleichsam spontan aus unserem Gebet strömt, um die liebevolle Gegenwart Gottes in den Ereignissen unserer Geschichte anzuerkennen."



Dennoch, fügte er hinzu, "spüren wir, dass im Gebet unsere Stimme allein nicht genügt. Es muss gestärkt werden durch das Beisein des ganzen Gottesvolkes, das einstimmig sein Danklied vernehmen lässt. Deshalb erbitten wir die Hilfe der Engel, der Propheten und der gesamten Schöpfung, um den Herrn zu loben." "Mit diesem Hymnus – sagte er – duchlaufen wir erneut die Geschichte der Erlösung."

Der Papst bemerkte, dass "die letzten Worte des Hymnus in diesem Jubiläumsjahr einen besonderen Widerhall erfahren: ´Lass über uns dein Erbarmen geschehn, wie wir gehofft auf dich.´ Die Gegenwart der Barmherzigkeit ist ein Licht, um besser zu verstehen, was wir erlebt haben und Hoffnung, die uns am Beginn eines neuen Jahres begleitet."

"Die Tage des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen kann entweder wie eine Erinnerung an Taten und Ereignisse geschehen, die Momente von Freude oder Schmerz wiederbringt, oder es kann der Versuch sein, zu verstehen, ob wir die Gegenwart Gottes wahrgenommen haben, der alles erneuert und uns mit seiner Hilfe stützt. Wir sind aufgefordert, zu prüfen, ob die Geschehnisse in der Welt nach dem Willen Gottes verwirklicht worden sind, oder ob wir vor allem den Plänen der Menschen Gehör geschenkt haben, die oft beladen sind mit privaten Interessen, unstillbarem Durst nach Macht und grundloser Gewalt.


La celebración de Vísperas y Te Deum tuvo un momento de adoración eucarística en San Pedro https://t.co/J1ShK07ANx pic.twitter.com/KeZtKBcuru

— ACI Prensa (@aciprensa) December 31, 2015 ">

"Und doch soll unser Blick heute besonders jene Zeichen fokussieren, die Gott uns geschenkt hat, um ganz persönlich die Macht seiner barmherzigen Liebe zu erfahren. Wir dürfen nicht vergessen, dass viele Tage gezeichnet waren von Gewalt, Tod, unsäglichem Leid zahlreicher Unschuldiger, der Flüchtlinge, die gezwungen waren, ihr Land zu verlassen, von Männern, Frauen und Kindern ohne festen Wohnsitz, ohne Kleidung, ohne Lebensunterhalt.

"Dennoch haben große Gesten der Güte, der Liebe, der Solidarität die Tage dieses Jahres erfüllt, auch wenn sie nicht zu Meldungen in den Nachrichten geworden sind. Diese Zeichen der Liebe können und dürfen nicht von der Überheblichkeit des Bösen verdunkelt werden. Das Gute siegt immer, auch wenn es in bestimmten Momenten schwach und verborgen erscheinen kann" fügte er hinzu.

Rom ist "von diesem Zustand der gesamten Welt nicht ausgenommen. Ich würde mir wünschen, dass die ehrliche Einladung, über die Schwierigkeiten des gegenwärtigen Augenblicks hinauszugehen, all seine Bewohner erreiche."

Die Anstrengungen, die unternommen werden, um die grundlegenden Werte des Dienstes, der Ehrlichkeit und der Solidarität wiederzuerlangen, können die großen Ungewissheiten überwinden, die dieses Jahr beherrscht haben und die Symptome eines geringen Sinnes für die Hingabe ans Gemeinwohl sind. Der positive Beitrag des christlichen Zeugnisses möge nie fehlen, auf dass Rom, seiner Geschichte gemäß und durch die Fürbitte Mariens, Salus Populi Romani (Heil des römischen Volkes), bevorzugte Mittlerin des Glaubens, der Gastfreundschaft, der Brüderlichkeit und des Friedens sei“, erklärte der Papst.

"Dich, Gott, loben wir (…) Auf dich, o Herr, haben wir unsere Hoffnung gesetzt. In Ewigkeit werden wir nicht zuschanden" endete er, bevor er der auf dem Petersplatz errichteten Krippe einen kurzen Besuch abstattete.

http://de.catholicnewsagency.com/story/w...r-das-gute-0345
https://www.aciprensa.com/noticias/el-pa...re-vence-83987/



von esther10 02.01.2016 00:34

Päpste vor Parlamenten: Politische Avantgarde


Papst Franziskus spricht vor beiden Häusern des US Kongresses, September 2015 - EPA

02/01/2016 09:00SHARE:

In einer Situation in Europa, in der Entsolidarisierung droht, sind die Botschaften des Papstes und seine Schwerpunktsetzung an den Peripherien wichtige Mahnrufe. Und genau das wird auch mit dem Karlspreis gewürdigt, den Papst Franziskus in diesem Jahr bekommen wird. So kommentiert Annette Schavan, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl, die Preisverleihung und auch die politische Bedeutung dieses Papstes.
Papst Franziskus wird der zweite Papst sein, der den prestigeträchtigen Karlspreis bekommt, Johannes Paul II. hatte ihn aber nach über zwanzig Jahren Pontifikat und unzähligen Einsätzen für die europäische Einheit bekommen. Bei Papst Franziskus ist das anders. Wie wichtig heute die Rolle der Religion und besonders der Vertreter der Religion in Politik und Gesellschaft ist, darüber hat Radio Vatikan mit der Politikerin, Katholikin und Botschafterin gesprochen.

Annette Schavan: „Religion hat augenscheinlich an Bedeutung gewonnen. Wir dachten ja lange Zeit, dass jetzt eine säkulare Zeit beginnen würde, Religion ist Privatsache geworden und spielt im öffentlichen und politischen Leben keine große Rolle mehr. Das ist aber ganz anders geworden. Religion ist auch auf die Bühne der Politik zurück gekehrt. In unguter Weise, wenn wir an all die Regionen der Welt denken, in denen im Namen der Religion Gewalt ausgeübt wird und der Eindruck entsteht, Religion sei Teil des Problems, nicht der Lösung. Religion ist aber auch zurück gekehrt als eine Quelle von Werten und Grundhaltungen, und als eine Quelle von Spiritualität, die in der globalen Welt auch zu einem neuen Miteinander führen kann, wenn sie denn in einen Prozess der Nachdenklichkeit hinein genommen wird.“

RV: Papst Franziskus wird der Karlspreis überreicht bekommen, ein politischer Preis und mit europäischer Einigung und Frieden zu tun hat. Zeigt das, dass nicht nur Religion als solche sondern dass auch die Vertreter der Religionen im politischen Bereich stärker wahrgenommen werden und eine größere Rolle spielen?
Schavan: „Die Verleihung des Karlspreises an Papst Franziskus ist nach meiner festen Überzeugung ein Zeichen dafür, dass die Botschaft der Ermutigung und der Hoffnung, die der Papst in Straßburg gesetzt hat, sehr wohl wahrgenommen worden ist, dass sie im Moment auch große Bedeutung hat weil Europa ja in einer Situation der Verunsicherung ist und weil der Eindruck entsteht, dass das, was wir Wertegemeinschaft nennen, blass geworden ist. Es droht Entsolidarisierung. Europa hadert.
Ich habe mich bei der Nachricht der Karlspreisverleihung an das Wort von Jacques Delors, des früheren Präsidenten der europäischen Kommission, ‚Europa braucht nicht nur politische Fähigkeiten und wirtschaftliches Know-How, Europa braucht auch eine Seele und Spiritualität. Nur dann wird der lange Atem möglich sein, den dieser Kontinent braucht um eine wirkliche Wertegemeinschaft sein zu können’.“

Wider das Abgleiten in nationale Egoismen
RV: Was der Papst sagt klingt erst einmal sehr gut, sowohl die Ermutigungen als auch die Zeichen, die er setzt. Kommt das denn über eine Preisverleihung hinaus überhaupt in der politischen Welt an, außer in Sonntagsreden? Hat das eine Wirkung im politischen Alltag?
Schavan: „Das wird sich zeigen. In den letzten Monaten ist jede Debatte über Solidarität in Europa schwierig gewesen, das wird sich auch nicht von einem Tag auf den anderen ändern. Das kann sich erst ändern, wenn jedes Land erkennt, dass die Lösung der eigenen Probleme – Stichwort Jugendarbeitslosigkeit – und die gute Entwicklung der eigenen Gesellschaft Teil einer europäischen Entwicklung ist. Keine Karlspreisverleihung bewirkt Wunder, keine Karlspreisverleihung dreht Politik um, aber ein solcher Moment, eine solche Verleihung und was in diesem Kontext gesagt wird kann Nachdenklichkeit erzeugen und das Bewusstsein für Gemeinschaft stärken, und das braucht Europa dringend, damit es nicht wieder abgleitet in nationale Egoismen.“
RV: Dass Papst Franziskus sich zu politischen Fragen äußert, ist nicht neu. Aber er ist nicht der erste Papst, der das tut. Sie selber haben eine Buch heraus gegeben mit Papstreden vor Parlamenten, „Päpste vor Parlamenten“ heißt es, angefangen mit der Rede von Papst Paul VI. vor der UNO und endend mit Papst Franziskus, ebenfalls vor der UNO. Kann man da so etwas wie einen roten Faden entdecken, wie die Rolle von Päpsten und von Religion in der Politik aussieht?
Schavan: „Ja, zu meinem eigenen Erstaunen gibt es einen roten Faden, so unterschiedlich die Päpste sind und so unterschiedlich die Zeiten waren. Das, was Päpste vor Parlamenten sagen ist nicht parteiisch im unmittelbar politischen Sinn, sondern ergreift Partei für den Menschen, für den Respekt vor dem Menschen und seiner einzigartigen Würde. Sie treten auf als Redner, die einen Kompass anbieten und die mit der Ebene, über die sie sprechen, die Ebene der Werte und Grundhaltungen, so etwas wie politische Avantgarde sind.
Das ist nicht ‚katholisch’, das heißt es ist nicht auf die katholische Welt beschränkt, sondern zeigt, wie die Tradition, aus der heraus sie sprechen, über alle kulturellen Grenzen hinweg Impuls ist, dass diejenigen, die politische und öffentliche Verantwortung tragen, dem Menschen verpflichtet sind.“
RV: Dass Päpste vor Parlamenten sprechen ist eher eine jüngere Entwicklung, die katholische Kirche war der Demokratie ja nicht immer sehr positiv gesinnt. Aber in Ihrem Buch versammeln sich dann doch nicht wenige Reden: Polen, Deutschland, Italien, UNO, Europaparlament. Gibt es einen Grund, weswegen Sie dieses Buch heute Politikern Europas in die Hand drücken würden?
Schavan: „Es gab mehrere Gründe für dieses Buch. Mir war aufgefallen, dass alles sagen, dass Franziskus politisch ist. Was war denn mit den anderen? Es ist ja auch eigentümlich, wenn der Eindruck entsteht, dass dieser Papst irgendwie ganz anders ist als alle anderen. Damit tut man ihm auch keinen Gefallen.
Das zweite: In der Tat wird Politik heute vor allem empfunden als Bewältigung von immer mehr Ausnahmesituationen. Es gibt kaum noch so etwas wie einen politischen Alltag. Eine Krise jagt die andere. Das sind Situationen, in denen die Frage entsteht, wo jenseits von politischen Programmen, Parteiprogrammen und Parlamentserklärungen den Quellen für Werte, Grundhaltungen und Impulse sind, die über all dieses partielle hinaus reichen und sich auf das Gemeinwohl konzentrieren. Impulse, die zusammen führen und integrative Wirkung haben. Das fand ich in diesen Texten.“

Päpste vor Parlamenten. In Verantwortung vor Gott und den Menschen. Herausgegeben von Annette Schavan und erschienen im Herder Verlag. Das Buch kostet etwa 20 Euro.
http://de.radiovaticana.va/news/2016/01/...terview/1198055
(rv 02.01.2016 ord)

von esther10 02.01.2016 00:31

Liedtexte „vom Satanismus inspiriert“ – Pfarrei wurde „kollektive Umerziehung“ verordnet


Jesse Hughes von Eagles of Death Metal im Bataclan
Pfarrer Schneider wurde auch von Emmanuel Delhourne, dem Vorsitzenden der Vereinigung „Christen in der Politik“ verteidigt. „Was von Msgr. Schneider gesagt wurde, entspricht der Wahrheit. Die Liedtexte der Gruppe Eagles of Death Metal sind vom Satanismus inspiriert“, so Delhourne. Die amerikanische Rockband Eagles of Death Metal spielte gerade auf der Bühne, als die Attentäter zuschlugen.

Der Journalist Yves Daoudel äußerte den Verdacht, daß hinter der ganzen Angelegenheit die Regierung stecke, die unerwünschte Meinungen unterdrücken wolle. Auch Riposte Catholique schrieb: „Die marxistisch-leninistische Diktatur läßt nicht locker, egal unter welchem Namen, bis der Klassenfeind vernichtet ist.“

Der Generalvikar des Bistums Saint Dié erklärte: „Unser erstes Ziel war es, daß Msgr. Schneider diese Erklärung abgibt. Nun wird man zusammenkommen, um die Sache weiter zu prüfen. Es ist noch zu früh, um etwas zu sagen.“ Er ließ damit durchblicken, daß die Angelegenheit damit noch nicht beendet sei. Bekannt wurde, daß ein Priester, der im Bereich der Hardrockmusik aktiv ist, demnächst nach Wisembach kommen soll, um die katholischen Gläubigen einer „kollektiven Umerziehung“ in Sachen Hardrockmusik zu unterziehen. „Daß die Kirche einen solchen Hang zur Selbstdemontage hat, hätten nicht einmal ihre erbittertsten Gegner zu hoffen gewagt“, so Corrispondenza Romana.

Zum Zeitpunkt, als die islamischen Terroristen im Bataclan zuschlugen, spielte die Band Eagles of Death Metal auf der Bühne das Lied „Kiss the Devil“. Im Refrain des Liedes werden auf penetrante Weise die Worte wiederholt: „Wer wird den Teufel lieben? Wer wird sein Lied singen? Ich werde den Teufel und sein Lied lieben! Wer wird die Zunge des Teufels küssen? Ich werde den Teufel auf seine Zunge küssen!“

Doch dieser Teil der Geschichte scheint nicht in das Bild der französischen Regierung zu passen, weshalb sie mit dem Präfekten droht, Druck auf die Diözese ausübt und die Medien gegen einen Landpfarrer hetzen.

katholisches.info

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Inotos/Corrispondenza Romana

von esther10 02.01.2016 00:28

Ihr könnt mich töten, aber nicht besiegen“

INTERVIEW MIT LECH WALESA. DEZEMBER 2015


Polens Ex-Präsident Lech Walesa: „Der Mensch kämpft immer für etwas“

Einst führte Lech Walesa den Streik der polnischen Arbeiter gegen den Kommunismus an. Vor 25 Jahren machte ihn die polnische Bevölkerung zum Präsidenten. Im Interview spricht der Friedensnobelpreisträger über den Fall des Kommunismus', den Fortschritt Polens und über seine Vision eines solidarischen Europas
*
4 Kommentare
Cicero: Herr Walesa, wie war es für Sie als junger Mann in Zeiten des Kommunismus' aufzuwachsen?
Lech Walesa: Jede Generation lebt mit den Umständen ihrer eigenen Zeit. Uns wurde nach dem Krieg der Kommunismus aufgezwungen. Die Ideen des Kommunismus waren an sich nicht so schlecht, jedoch realisierte er in der Praxis nicht das, was er versprach. Es war hart, damit zu leben. Der Großteil der Kriegsgeneration lebte uns vor, das System zu bekämpfen. Ich wuchs auf in einer Familie mit der Sehnsucht nach Freiheit, nach einem anderen System als dem Kommunismus.

Was war Ihr schlimmstes Erlebnis in dieser Zeit?
Ich kann nicht ein spezifisches Ereignis das schlimmste nennen. Vielleicht in der Schule: sie verlangten von uns zu weinen, als Stalin starb. Ich weinte nicht, also schlug mich der Lehrer mit einem Lineal. Dann weinte ich, aber nur, weil es weh tat. Am Schluss weinten alle Kinder für Stalin. Sogar ich.

Und dieser Widerstand – nicht zu weinen – kam von Ihrer Familie?
Eher ja. Ich wurde von Kindesalter an gegen den Kommunismus erzogen. Der war etwas, das uns aufgezwungen wurde und das wir nicht wollten: eine einzige Partei und ein einziges ökonomisches System, staatlich reguliert. Wenn Sie polnische Menschen kennen, dann wissen Sie: Wo zwei Polen sind, gibt es drei Parteien. Und die zwangen uns eine einzige auf.

In Zeiten der Solidarnosc wurden Sie eingesperrt und verloren Ihren Job mehrmals. Zweifelten Sie je?
Nein, ich zweifelte nie. Ich verlor einige Kämpfe, aber den Krieg gewann ich am Ende. Natürlich sagte ich denen mehrere Male: Ihr könnt mich töten, aber nicht besiegen.

Wie konnten Sie sich dessen so sicher sein?
Weil ich die Welt gesehen habe und die Richtung, in die sie sich entwickelte. Die Dinge, die zu Zeiten Stalins gut waren, passten nicht mehr in die neue Zeit. Das System verlor gegen die Moderne.

Und dann fiel die Mauer…
Der Fall der Mauer war eine Aufeinanderfolge günstiger Ereignisse. Zu Zeiten, in denen viele Ostdeutsche über Ungarn und Tschechien flüchteten, fragte ein Journalist einen Sekretär der Kommunistischen Partei: „Wozu wird das führen? Fast alle werden durch diese Länder flüchten.“ Und der Sekretär antwortete: „Dann werden wir die Mauer öffnen müssen.“ Also fragte der Journalist: „Wann werden Sie das tun?“ Die Antwort: „sofort, unverzüglich.“ (Anmerkung der Red.: Walesa verweist auf die historische Pressekonferenz mit dem SED-Funktionär Günter Schabowski am 9. November 1989). Die Menschen hörten da wäre keine Mauer mehr und das wollten sie sehen. Tausende, Zehntausende gingen auf die Mauer zu und so fiel sie. Da war kein Widerstand, kein kluges Handeln, sondern ein Zusammenlauf der Dinge. Aber die Deutschen hatten sich ein Beispiel am Kampf der Polen genommen. Sie hatten gelernt, dass man nicht aufgeben darf, dass man vorwärts gehen muss. Deshalb gingen sie vorwärts.

Sie erklärten zuvor, die Demokratie bestehe aus drei gleichwertigen Elementen: zu einem Drittel aus einem Recht, das Freiheit erlaubt, zu einem Drittel aus dem Maß, indem die Menschen dieses Recht nutzen und zu einem Drittel aus der Dicke der Scheckbücher der Menschen. Wie demokratisch ist ihr Land?
In Polen funktioniert das erste Drittel. Ich war Präsident, ich habe es überprüft: das Gesetz erlaubt Demokratie. Beim zweiten Drittel haben wir ein Problem. Weniger als 50 Prozent der Menschen gehen wählen. Weniger als zwei Prozent der polnischen Gesellschaft gehört politischen Parteien an. Im besten Fall hätten wir also etwa 30 Prozent Demokratie durch den ersten Teil und weniger als 15 Prozent durch den zweiten Teil. Sagen wir rund 40 Prozent zusammen. Und beim letzten Drittel funktioniert nur ein Bruchteil. Die Menschen sind arm. Praktisch gesehen hat Polen zu weniger als 50 Prozent eine funktionierende Demokratie.

Also ist die Demokratie in Polen gescheitert?
Nein, nein. Jetzt müssen wir herausfinden, welches Element nicht funktioniert und wie wir es verbessern. Das erste Drittel funktioniert. Dann das zweite Drittel: Wie engagiert man Menschen dazu, aktiv an der Demokratie teilzunehmen?

Und wie macht man das?
Wenn ich das wüsste, hätte ich den zweiten Nobelpreis. Das letzte Drittel: Nur fünf dieser 33 Prozent sind erfüllt, nur wenige Menschen haben Geld. Was machen wir, damit auch die anderen Geld haben?

Es ist also das Wichtigste, diesen Menschen Geld zu geben…
Die Menschen haben Angst, ihre Arbeit zu verlieren. Sie haben zu viel Angst davor, um für ihre Rechte zu kämpfen. Eine ganze Reihe anderer wartet darauf, ihren Job zu übernehmen. Wenn sie reich sind, können sie für ihre Rechte kämpfen. Jetzt fürchten sie sich zu sehr vor ihrem Chef. Nur fünf Prozent fürchten sich nicht. Der Rest ist arm.

Lassen Sie uns über die EU reden. In westeuropäischen Ländern können junge Polen und Polinnen drei- bis fünfmal so viel verdienen wie in ihrem Heimatland, indem sie Äpfel pflücken. Stehlen Länder wie Deutschland die polnische Jugend?
Freiheit gibt uns Rechte, offene Grenzen auch. Jeder nutzt seine Freiheit. Heute, da wir keine Grenzen haben, können wir überall Patrioten sein. Es wäre schlimm, wenn wir die jungen Menschen hier halten würden. Hier können wir ihnen keine Arbeit geben, weil es keine gibt. Sie könnten auf die schiefe Bahn geraten. Es ist besser, wenn sie in einem anderen Staat arbeiten, Geld für sich selbst verdienen und vielleicht fließt ein Teil davon sogar nach Polen. Wenn wir schließlich die Entwicklungsniveaus aller Länder angleichen, werden wir dieses Problem nicht mehr haben.

Würden Sie – wären Sie heute jung – auch ins Ausland gehen, um zu arbeiten?
Nein, würde ich nicht, weil es hier in meinem Berufsfeld viel Arbeit gibt. Ich bin Elektriker und es gibt viele Jobs für Elektriker in Polen.

Polens Löhne nähern sich langsam dem europäischen Niveau an. Gibt es noch etwas, wofür junge Polen kämpfen sollten?
Sogar die reichsten Menschen haben etwas, wofür sie kämpfen. Ich kannte einmal einen Millionär, der unbedingt eine bestimmte Briefmarke wollte. Es gab nur eine auf der Welt und er wollte sie haben. Der Mensch kämpft immer für etwas.

In Bezug auf die Kämpfe in der Ostukraine sprachen Sie von der Möglichkeit eines dritten Weltkriegs. Denken Sie, dieses Szenario ist möglich?
Nicht, wenn wir gemeinsam handeln. Dieser Krieg wäre für niemanden profitabel. Er würde für Zerstörung sorgen, wir müssten vieles wieder aufbauen. Deshalb vermeidet der Westen einen Krieg. Trotzdem muss er seine Existenz verteidigen. Die westliche Philosophie basiert auf Verständnis, Kompromissen und Abkommen jeglicher Art. Wir müssen Solidarität zeigen, alle Staaten, Europa und die ganze Welt, um unsere Philosophie von der Existenz zu verteidigen.
http://www.cicero.de/weltbuehne/polen-un...ich-toeten-aber
Die Fragen stellten Olivia Kortas und Kasper Goethals

von esther10 02.01.2016 00:20

Das „Wunder des roten Fadens“ – Der Talmud bestätigt das Kreuzesopfer Christi
2. Januar 2016 Giuseppe Nardi Hintergrund, Liturgie & Tradition, Top 1


Roter Faden, Altstadt von Jerusalem (2015)
Der Talmud ist, neben dem Tanach, den für das Judentum normativ geltenden Bibeltexten, die wichtigste Schrift der Juden. Er liefert in beiden Versionen, sowohl dem Babylonischen wie dem Jerusalemer Talmud eine ganze Gegenerzählung, ein Anti-Evangelium, um die Hinrichtung Jesu zu rechtfertigen und enthält eine Vielzahl abscheulicher Aussagen gegen Christus und die Christen. Dennoch bestätigt auch er, unabsichtlich, das Kreuzesopfer Jesu.


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Talmud und Sohar berichten, daß der jüdische Hohepriester nur einmal im Jahr, an Jom Kippur, dem „Tag der Sühne“ oder „Versöhnungstag“, das Allerheiligste des Tempels betrat, um Tieropfer darzubringen (siehe auch Hebr 9,6-7). Damit bat er um Vergebung für die Sünden der Juden, die einst Israeliten genannt wurden. Der Sohar ist die bedeutendste Schrift der Kabbala, einer jüdischen Geheimlehre. Beide Schriften erwähnen „das Wunder des roten Fadens“.

Im Sohar heißt es im Kommentar zum Wajikra, wie das Buch Levitikus oder dritte Buch Mose auf hebräisch heißt:

„An diesem Tag werden alle Sünden vergeben […] die Unreinheiten der Seelen und Körper […] sie alle, an diesem Tag […] Gott vergibt Israel und befreit es von allen Sünden. An diesem Tag bittet der Priester für sich, sein Haus, die Priester, für alle und für das Heiligtum um Vergebung […] durch einen besonderen roten Faden, wissen sie, ob der Priester Erfolg hatte“ (Wajikra, 3).
Wenn der rote Faden sich von rot zu weiß verfärbte, herrschte Jubel im ganzen Volk. Wenn er rot blieb, herrschte allgemeine Niedergeschlagenheit, denn es war das Zeichen dafür, daß das Opfer des Hohepriesters und seine Gebete von Gott nicht erhört wurden. Priester und Volk wußten, daß Gott ihnen die Sünden nicht vergeben hatte.

Die Entstehung des Sohar wird von der Forschung inzwischen ins 13. Jahrhundert datiert und die Autorenschaft Mosche de Leon zugeschrieben. Nicht nur das orthodoxe Judentum hält jedoch an der Autorenschaft Schimon ben Jochais, einem talmudischen Rabbi des 2. nachchristlichen Jahrhunderts, fest.

Der Prophet Jesaja spielte auf diesen „Faden“ an, ohne ihn ausdrücklich zu nennen. Das war für die Juden auch gar nicht notwendig. Sie wußten die Worte zu deuten:

„Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle“ (Jes 1,18).
40 Jahre blieb das Wunder aus

Der Talmud berichtet, daß dieses große Wunder der göttlichen Bestätigung für die Annahme des hohepriesterlichen Opfers und damit die Vergebung der Sünden, bereits vierzig Jahre vor der Zerstörung des Jerusalemer Tempels aufhörte.

„Ursprünglich befestigten sie den roten Faden am Tor des äußeren [Tempel-]Hofes. Wurde er weiß, freute sich das Volk, wenn er nicht weiß wurde, war es bekümmert. […] Vierzig Jahre lang vor der Zerstörung des Tempels wurde der rote Faden nicht mehr weiß, sondern blieb rot“ (Babylonischer Talmud, Rosh Hashanah 31b). Gleiches berichtet der Jerusalemer Talmud (yYom 6,3,43c).
Der Talmud ist die zentrale Schrift des Judentums nach der Verleugnung und Hinrichtung Christi. Die zitierte Stelle geht auf die Zeit des pharisäischen Rabbi Gamaliel II. zurück, der im Jahr 114 nach Christus gestorben ist. Gamaliel sorgte für den endgültigen Ausschluß der Judenchristen aus der Synagoge und ihre Verfluchung als Häretiker.

Der Tempel wurde im Jahr 70 nach Christus durch die Römer unter dem militärischen Oberbefehl von Titus, dem Sohn von Kaiser Vespasian, der später selbst Kaiser wurde, zerstört. Das „Wunder des roten Fadens“ trat demzufolge seit dem Jahr 30 nach Christus nicht mehr auf. Das entspricht genau der Zeit, als Jesus auf Golgota gekreuzigt wurde. Das Neue Testament, das von Juden geschrieben wurde, die Christus erkannten und ihm nachfolgten, lehrt, daß das Kreuzesopfer Christi die Tieropfer des Alten Bundes ersetzte. Der alte Tempel hatte seine Bedeutung verloren und die Tieropfer ihre Wirksamkeit. An die Stelle des alten Bundes war ein neuer Bund getreten.

Der Übergang vom Alten Bund zum Neuen Bund


Jesus vor Kaiphas, der sich die Kleider zerreißt, Duccio di Buoninsegna, um 1300
Im Brief an Hebräer wird der Übergang theologisch erklärt:

„Christus opferte auch nicht das Blut von Böcken und Kälbern für unsere Sünden. Vielmehr opferte er im Allerheiligsten sein eigenes Blut ein für alle Mal. Damit hat er uns für immer und ewig von unserer Schuld vor Gott befreit.
Schon nach den Regeln des alten Bundes wurde jeder, der nach den religiösen Vorschriften unrein geworden war, wieder äußerlich rein, wenn er mit dem Blut von Böcken und Stieren oder mit der Asche einer geopferten Kuh besprengt wurde.
Wie viel mehr wird das Blut Jesu Christi uns innerlich erneuern und von unseren Sünden reinwaschen! Erfüllt von Gottes ewigem Geist, hat er sich selbst für uns als fehlerloses Opfer Gott dargebracht. Darum sind unsere Sünden vergeben, die letztlich nur zum Tod führen, und unser Gewissen ist gereinigt. Jetzt sind wir frei, dem lebendigen Gott zu dienen“ (Hebr 9,12-14)

Der Vorhang zum Allerheiligsten im Tempel riß entzwei

Dieser Übergang vom Alten zum Neuen wird in der Heiligen Schrift aber auch durch äußere Zeichen überliefert, indem sie berichtet, zum Zeitpunkt, als Jesus am Kreuz einen brutalen Tod starb, „herrschte eine Finsternis im ganzen Land“ (Mt 27,45; Mk 15,33; Lk 23,44). „Die Sonne verdunkelte sich“ (Lk 23,45a). „Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich“ (Mt 27,51b). „Da riß der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei.“ (Mt 27,51a; Mk 15,38; Lk 23,45b). „Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt“ (Mt 27,52).

Mit dem Zerreißen des Vorhanges stand allen der Blick ins Allerheiligste offen, der bis dahin nur dem Hohepriester vorbehalten war. Er sollte das Allerheiligste verbergen, die Bundeslade. In Wirklichkeit war es leer, weil die Bundeslade mit der Babylonischen Gefangenschaft, also seit vielen Jahrhunderten, verschollen war. Der zerrissene Vorhang machte das Ende des alten Allerheiligsten und den Übergang zum neuen Allerheiligsten, das Christus selbst ist durch den Opfertod am Kreuz sichtbar.

Der Prozeß gegen Jesus


Jesus vor Kaiphas, Szene aus dem Spielfilm „Die Passion“ von Mel Gibson (2005)
Diesen Übergang wollten der damalige Hohepriester und die Mehrheit des Volkes nicht erkennen. Sie erkannten aber das Ende ihres Allerheiligsten. Dieses Ende wurde bereits früher eingeleitet und durch ein weiteres Zeichen sichtbar. Kaiphas, von 18–36 nach Christus Hoherpriester, als höchster Vertreter des Judentums, ließ Jesus vor dem Hohen Rat, dem Sanhedrin wegen Gotteslästerung anklagen, weil Jesus von sich sagte, der Sohn Gottes zu sein. Kaiphas war von blinder Entschlossenheit getrieben, Jesus zu vernichten und für immer zum Schweigen zu bringen.

Im Matthäus-Evangelium wird der entscheidende Moment der Ratsversammlung wie folgt berichtet:

„Darauf sagte der Hohepriester zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, sag uns: Bist du der Messias, der Sohn Gottes? Jesus antwortete: Du hast es gesagt. Doch ich erkläre euch: Von nun an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen“ (Mt 26,63-64). Daraufhin wurde Jesus vom Sanhedrin schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Um ein sicheres Todesurteil zu erreichen, empörte sich der Hohepriester mit theatralischem Gestus und tat dabei etwas, was im Judentum durchaus üblich war, ihm aber so verboten war:

„Da zerriß der Hohepriester seine Gewänder und rief: Wozu brauchen wir noch Zeugen? Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was ist eure Meinung? Und sie fällten einstimmig das Urteil: Er ist schuldig und muß sterben“ (Mk, 14,63-64; Mt 26,65).

Das Ende des jüdischen Hohepriestertums

Das Zerreißen der Kleider brachte in der jüdischen Welt eine tiefe Gefühlsregung zum Ausdruck, besonders in Momenten der Verzweiflung, größter Empörung, tiefer Trauer oder großer Demütigung. Die Heilige Schrift berichtet mehrere Episoden (Gen 37,18-35; Hiob 1,18-20; 1 Sam 4,12-17; 2 Kön 22,8-13; Apg 14,14; 22,23). Verpflichtend war das Zerreißen des Gewandes, wenn ein Jude eine Lästerung des Gottesnamens hörte. Eben das, was Kaiphas in der Sanhedrin-Versammlung von Jesus behauptete. Aber bereits der Prophet Joel mahnte, daß eine innere Zerknirschung entscheidender sei, als ein äußerlicher Gestus: „Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider, und kehrt um“ (Joel 2, 13).

Nicht das Zerreißen des Obergewandes wäre dem Hohepriester bei einer Gotteslästerung verboten gewesen. In seinem Eifer zerriß Kaiphas jedoch Ober- und Untergewand und tat dies nicht, in der für einen Hohepriester für einen so schwerwiegenden Ausnahmefall üblichen Art von unten her, sondern von oben. An dieser Stelle kann nicht auf die Details dieser jüdischen Gepflogenheiten im allgemeinen und jener für den Hohepriester im besonderen eingegangen werden. Auch nicht auf die Kleiderordnung des Hohepriesters, die besonderen Stoffe, Farben und Webarten seiner Gewänder. Entscheidend ist, daß Kaiphas durch die Art, wie er seine Gewänder zerriß, unbeabsichtigt, selbst das Ende des alten Hohepriestertums anzeigte.

Das Hohepriestertum endete de facto mit der Zerreißung der Kleider durch Kaiphas in den Abendstunden des Gründonnerstags, dem Zerreißen des Tempelvorhangs am Karfreitag und dem Ausbleiben der Verfärbung des roten Fadens an Jom Kippur im September/Oktober desselben Jahres.
Formal bestand das jüdische Hohepriesteramt auch nach Jesu Tod und Auferstehung weiter. Phannias ben Samuel bekleidete von 66-70 als letzter das Amt des Hohepriesters, obwohl er selbst keiner priesterlichen Familie entstammte. Im Jahr 70 fand er bei der Zerstörung des Jerusalemer Tempels durch die römischen Truppen den Tod. Mit ihm endete das alte Hohepriesteramt auch de jure.

Der Verlust der Kapitalgerichtsbarkeit


Zerstörung des Jerusalemer Tempels, Francesco Hayez (1867)
Ein weiterer Aspekt verdient Erwähnung. Mit dem Todesurteil durch den Sanhedrin wäre das Schicksal Jesu besiegelt gewesen. Doch wie beide Talmud-Überlieferungen, sowohl der Jerusalemer als auch der Babylonische übereinstimmend berichten, wurde dem Sanhedrin 40 Jahre vor Zerstörung des Tempels, also wiederum im Jahr 30 nach Christus, von den Römern die Kapitalgerichtsbarkeit entzogen (Babylonischer Talmud, Sanhedrin 41b; Jerusalemer Talmud, Sanhedrin I,1). Mit dem Jahr, in welchem Jesus von der jüdischen Elite der Prozeß gemacht wurde, war es dem Sanhedrin nicht mehr möglich, Todesurteile zu vollstrecken. Um Jesus dennoch hinrichten zu können, mußten Kaiphas und seine sadduzäische und pharisäische Gefolgschaft notgedrungen bei Herodes Antipas und Pontius Pilatus vorsprechen, obwohl sie den einen verachteten und den anderen haßten. Herodes Antipas aus der idumäischen Dynastie der Herodianer, römische Klientelkönige, war Tetrarch von Galiläa. Pontius Pilatus war von 26–36 mit harter Hand römischer Präfekt von Judäa.

Anstatt zur erhofften Hinrichtung kam es jedoch zu einer vierfachen Feststellung der Schuldlosigkeit Jesu: eine erste Feststellung der Schuldlosigkeit durch Pilatus, gefolgt von einer ebensolchen Feststellung durch Herodes, einer zweiten Feststellung durch Pilatus und auch noch einer dritten Feststellung der Schuldlosigkeit durch Pilatus. Erst als der Präfekt die unerbittliche Entschlossenheit der jüdischen Führung und der von ihnen aufgebotenen Volksmenge erkannte und einen Aufstand befürchtete, gab er nach und ließ das Urteil des Sanhedrin vollstrecken (Lk 23,1-24).

Vom Tieropfer zum Kreuzesopfer: Vollendung des Hohepriestertums

Auch die jüdische Überlieferung bestätigt damit, wenn auch unbeabsichtigt, den Zusammenhang zwischen dem Kreuzestod Jesu und dem Ende des alten Hohepriesteramtes, des Jerusalemer Tempels und der Tieropfer zur Sündenvergebung des Alten Bundes. Im Jahr 30 ging das Hohepriestertum auf Christus über. Er machte sich selbst durch den Tod am Kreuz zum Opfer, um die Sünden der Menschen zu sühnen, und stiftete damit einen Neuen Bund (Hebr 9,11ff). Das Hohepriestertum findet in ihm seine Vollendung als wahrer und ewiger Hohepriester. Die Tatsache, daß er dabei vom Hohepriester des Jerusalemer Tempels ans Kreuz gebracht wurde, ist keineswegs ein Zufall, wie aus dem Dargestellten hervorgeht.
http://www.katholisches.info/2016/01/02/...sopfer-christi/
Text: Giuseppe Nardi
Bild: Lloyd Wolf/Christus vor Kaiaphas, Duccio (um 1300)/Wiki
commons/Youtube (Screenshot)

von esther10 02.01.2016 00:19

02.01.2016


Das Festjahr zum Reformationsjubiläum beginnt in diesem Jahr
Wittenberg putzt sich heraus

2017 feiern Protestanten 500 Jahre Reformation. Die Feierlichkeiten starten aber schon in diesem Jahr – und es wird noch viel vorbereitet.

Schon seit Jahren arbeitet die Lutherstadt Wittenberg an ihrem Stadtbild: Die Schlosskirche, an deren Tür der Reformator seine 95 weltverändernden Thesen angeschlagen haben soll, wird 2016 fertig renoviert sein und in neuem Glanz erstrahlen. Wenige Schritte entfernt, in der Stadtkirche, ist der prächtige Altar Lucas Cranachs bereits restauriert. Auch weltliche Bauten werden für 2017 saniert. So entsteht am Bahnhof ein neues Empfangsgebäude. Wer derzeit aus dem Zug steigt, steht auf einer Baustelle.

Wittenberg wird 2017 auch das Ziel eines "Europäischen Stationenwegs" werden, der bereits am 3. November 2016 in Genf startet. Eine Truck-Karawane soll 68 Städte in Europa ansteuern. Wo sie hält, werden die Protestanten Feste der Reformation feiern. Die Ankunft in der Lutherstadt ist rechtzeitig zum Höhepunkt des Jubiläumsjahrs geplant: Am 28. Mai 2017 werden zu einem Open-Air-Gottesdienst bis zu 300.000 Menschen erwartet. Gefeiert werden soll auf den Elbwiesen mit Blick auf die historische Altstadt, wo 1517 alles begann.

Teilnehmer kommen von überall

Die Teilnehmer zum Großgottesdienst kommen aus allen Himmelsrichtungen: vom Deutschen Evangelischen Kirchentag, der ab 24. Mai 2017 in Berlin läuft, sowie von sechs regionalen "Kirchentagen auf dem Weg" in den großen Städten Mitteldeutschlands. Vor allem die Anreise nach Wittenberg ist eine logistische Herausforderung. Mehrere 10.000 Teilnehmer sollen schon am Vorabend zu einer Taizé-Lichternacht kommen, planen Hartwig Bodmann und Ulrich Schneider. Die beiden Geschäftsführer des kirchlichen Vereins "Reformationsjubiläum 2017" haben schon Kirchentage in deutlich größeren Städten organisiert. Die Feiern 2017 haben für sie eine neue Dimension.

Die Vorbereitungen für "Luther 2017" laufen in einem komplexen Geflecht aus kirchlichen und weltlichen Institutionen. Eine eigene staatliche Geschäftsstelle koordiniert die Aktivitäten des Bundes und der sieben beteiligten Landesregierungen. Sie kümmert sich um die Infrastruktur, etwa die Sanierung der Luthergedenkstätten. Dazu gehören nicht nur die Kirchen in Wittenberg, sondern auch das Geburtshaus in Eisleben oder die Wartburg. Daneben stehen politische Bildung, wissenschaftliche Forschung sowie die Tourismusförderung auf der Liste der staatlichen Ziele. 35 Millionen Euro lässt sich das allein der Bund bis 2017 kosten.

Margot Käßmann, die Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum, ist seit Jahren im In- und Ausland unterwegs, um für 2017 zu werben, Gäste einzuladen und Organisationen zum Mitmachen zu bewegen. "Ich wünsche mir, dass viele Menschen den Sommer der Reformation in Wittenberg erleben und er für sie zu einem unvergesslichen Erlebnis wird", sagt die Theologin dem Evangelischen Pressedienst (epd).

"Lutherdekade" schon seit 2008

Schon seit 2008 läuft die "Lutherdekade" - jedes Jahr steht seitdem unter einem anderem Thema. Das Motto 2016 heißt "Reformation und die Eine Welt", bevor 2017 die Gäste aus aller Welt kommen. Die evangelische Kirche hat ihre Partner in der internationalen Ökumene eingeladen. Den ganzen Sommer über soll Wittenberg eine "Weltausstellung der Reformation" beherbergen. Schauplatz sind die Wallanlagen rund um die Altstadt. Dort präsentieren sich von Mai bis September Kirchen, Verbände und Kulturschaffende. Das ambitionierte Projekt bedeutet für die jeweiligen Institutionen einen beträchtlichen Aufwand, der weit höher ist als bei einem "Markt der Möglichkeiten" des Kirchentags.

Parallel dazu ist ein Camp für Jugendliche in Vorbereitung. Konfirmanden und andere Gruppen sollen jeweils fünf Tage das Reformationsjubiläum erleben. Nördlich der Stadt wird ein kleines Dorf aus stabilen Zelten aufgebaut. "Die Nachfrage aus Kirchengemeinden und christlichen Jugendgruppen ist groß", berichtet Organisator Bodmann. 500 Jahre Reformation sei eben mehr als ein Betriebsjubiläum des Protestantismus: "Es verändert uns, wenn wir an den authentischen Ort gehen."

"Ereignis von Weltrang"

Das Reformationsjubiläum wird vom Bundestag als "Ereignis von Weltrang" eingestuft. Der 31. Oktober 2017, an dem sich der Thesenanschlag von Martin Luther in Wittenberg zum 500. Mal jährt, soll bundesweit arbeitsfrei sein. In den fünf ostdeutschen Ländern ist der Reformationstag ohnehin gesetzlicher Feiertag. An diesem eigentlichen Tag des Jubiläums endet das Festjahr.

*
500 Jahre Reformation

Die evangelische Kirche erinnert 2017 mit einem bundesweiten Jubiläumsprogramm an den 500. Jahrestag der Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers an der Schlosskirche in Wittenberg. Darin prangerte er kirchliche Missstände wie den Ablasshandel an. Das Ereignis gilt als Beginn der Reformation.

Das Festjahr beginnt am kommenden Reformationstag, also am 31. Oktober, mit einem Gottesdienst in der Berliner Marienkirche, zu dem viel Prominenz aus Politik, Kirche und Gesellschaft erwartet wird.

Von Thomas Schiller
(epd)

von esther10 02.01.2016 00:16

Neue Details zu Samra K.IS-Terroristen sollen Wiener Schülerin als Sex-Sklavin missbraucht haben


Ihr Schicksal sorgte weltweit für Schlagzeilen: Samra K. verließ mit einer Freundin Österreich und schloss sich dem Islamischen Staat an. Nun wurde bekannt: Kurz vor ihrem angeblichen Tod sollen die IS-Terroristen das Mädchen sexuell missbraucht haben.

Bis heute ist nicht klar, ob Samra K. noch lebt. Die österreichischen Behörden bestätigten Meldungen über den Tod der 17-jährigen Schülerin bisher nicht. Doch immer wieder gibt es neue Berichte mit weiteren Details zum Schicksal des Mädchens. So soll die Wienerin laut eines Berichts des britischen "Mirror" vor ihrem angeblichen Tod den Terroristen als Sex-Sklavin gedient haben.

Die Zeitung beruft sich dabei auf die Aussagen einer ehemaligen tunesischen Extremistin. Die Frau soll gegenüber den Behörden ausgesagt haben, dass sie Samra K. in Rakka getroffen habe. Dem Bericht zufolge sollen die Frauen in Syrien in einem Haus gewohnt haben.

Samra K. schloss sich freiwillig dem IS an

Die 17-jährige Österreicherin sei von den IS-Terroristen als Sex-Sklavin missbraucht worden und sei ein "sexuelles Geschenk" für neue Kämpfer gewesen.

Ihr Schicksal sorgte weltweit für Schlagzeilen: Samra K. verließ mit einer Freundin Österreich und schloss sich dem Islamischen Staat an. Nun wurde bekannt: Kurz vor ihrem angeblichen Tod sollen die IS-Terroristen das Mädchen sexuell missbraucht haben.

Bis heute ist nicht klar, ob Samra K. noch lebt. Die österreichischen Behörden bestätigten Meldungen über den Tod der 17-jährigen Schülerin bisher nicht. Doch immer wieder gibt es neue Berichte mit weiteren Details zum Schicksal des Mädchens. So soll die Wienerin laut eines Berichts des britischen "Mirror" vor ihrem angeblichen Tod den Terroristen als Sex-Sklavin gedient haben.

Die Zeitung beruft sich dabei auf die Aussagen einer ehemaligen tunesischen Extremistin. Die Frau soll gegenüber den Behörden ausgesagt haben, dass sie Samra K. in Rakka getroffen habe. Dem Bericht zufolge sollen die Frauen in Syrien in einem Haus gewohnt haben.
Samra K. schloss sich freiwillig dem IS an

Die 17-jährige Österreicherin sei von den IS-Terroristen als Sex-Sklavin missbraucht worden und sei ein "sexuelles Geschenk" für neue Kämpfer gewesen.
http://www.focus.de/politik/ausland/isla...id_5184824.html

von esther10 02.01.2016 00:16



http://orf.at/stories/2317120/2317121/

Bursch durch Böller schwer verletzt

Ein 15-Jähriger ist in der Donaustadt am Freitag nach der Explosion eines Böllers schwer verletzt worden. Der Bursch hatte den Böller mit einem Freund gezündet. Dem 15-Jährigen musste ein Teil des Zeigefingers amputiert werden.

Der junge Mann war mit einem Freund unterwegs, als er laut Polizei gegen 17.15 Uhr auf dem Dr.-Adolf-Schärf-Platz einen offenbar nicht losgegangenen Böller fand und zündete. „Er dürfte in seinen Händen explodiert sein“, sagt Polizeisprecher Paul Eidenberger.

Durch die Explosion erlitt der Jugendliche schwere Verletzungen an Händen und im Gesicht. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. „Dort musste ihm ein Teil des linken Zeigefingers amputiert werden“, sagte Eidenberger.

Dr.-Adolf-Schärf-PlatzORF
Unfall ereignete sich auf dem Dr.-Adolf-Schärf-Platz

Abschießen von Böllern in der Stadt verboten
Dem Burschen droht jetzt eine Verwaltungsanzeige nach dem Pyrotechnikgesetz. Denn die Verwendung von pyrotechnischen Artikeln der Kategorie F2 - wie etwa Blitzknallkörper, Schweizerkracher, Pyrodrifter, Raketen, Knallfrösche oder Sprungräder - ist im Ortsgebiet verboten.

„Es kommt immer wieder vor, dass pyrotechnische Sätze nach dem Anzünden einfach nicht weiterzünden. Wenn es zu keiner Explosion kommt, dann jedenfalls Hände weg und nicht noch einmal zu zünden versuchen“, sagt Eidenberger.
http://news.orf.at/

von esther10 02.01.2016 00:10

Psychiater berühmt für die Freigabe von Homosexualität als psychische Krankheit unter starkem Druck von Aktivisten, stirbt mit 83



Dr. Robert L. Spitzer, Homosexuellen Aktivismus, Homosexualität

30. Dezember 2015 (LifeSiteNews.com) - Dr. Robert Spitzer, der Psychiater, die homosexuelle Orientierung als eine psychische Krankheit unter starkem Druck von homosexuellen Aktivisten freigegeben, starb am 25. Dezember im Alter von 83, nach seiner dritten Frau, Janet Spitzer .

Spitzer war berühmt für die Kapitulation vor homosexuellen Aktivisten zwei Mal in seiner Karriere, in beiden Fällen zu Gunsten der Homosexuell politischen Agenda. Das erste und bekannteste war seine Entscheidung im Jahr 1973 zu befürworten Entfernen homosexuelle Orientierung als eine psychische Krankheit von der American Psychiatric Association Diagnostische und Statistische Manual (DSM), das Handbuch von der APA verwendet werden, um psychische Erkrankungen zu klassifizieren.

Spitzer traf sich mit homosexuellen Aktivisten, nachdem sie engagiert in mehreren störende Proteste im APA Jahrestagung in den frühen 1970er Jahren, und stimmte im Namen der APA, Homosexualität aus der Liste der Erkrankungen in den Fällen zu entfernen, in denen es nicht zu "Not", um die homosexuell. Die Krankheit der Homosexualität wurde von einer anderen Kategorie, "sexuelle Orientierung Störung", einer Bewegung, die durch eine knappe Mehrheit von 55% der Mitgliedschaft der APA genehmigt wurde ersetzt.

In künftigen Ausgaben des Handbuchs wurde "sexuelle Orientierung Störung" von "Ich-Dystonie Homosexualität" (in Bezug auf Fälle, in denen homosexuelle Orientierung unerwünscht ist) ersetzt und schließlich einfach aus dem Hand verschwanden ganz. Die Entfernung solcher Diagnosen wurde als Grundprinzip weltweit eingesetzt, um Homosexuelle von der Behandlung, auch wenn sie, ihre Ausrichtung zu ändern oder zu vermeiden, homosexuelles Verhalten wünschen verbieten.

Seitdem hat sich die APA Spitzers Kriterien verwendet, um alle unnatürlichen Formen des Sexualverhaltens aus der Liste der Erkrankungen, einschließlich der Pädophilie zu entfernen. Heute Tendenzen zur Pädophilie, Sodomie und Nekrophilie (Sex mit Leichen), werden als "paraphilias" aufgeführt und werden nur als Krankheiten angesehen, wenn sie den Leidenden Leiden verursachen oder in ihrer Funktion beeinträchtigen, oder, im Fall von Pädophilie, wenn die Gesetze gegen sexuellen Missbrauch verletzt werden.

Spitzer kapituliert ein zweites Mal, um homosexuelle Aktivisten im Jahr 2012, als er wegen seiner Beteiligung an einer Studie, die er getan hatte darauf hinweist, dass einige Homosexuelle, die Therapie zu unterziehen oder auf andere Weise versuchen, ihre Ausrichtung, Erfahrung sinnvolle Änderung ihrer sexuellen Triebe und Verhalten zu ändern entschuldigt.

Die Studie, die in den Peer-Review veröffentlicht wurde, Archives of Sexual Behavior im Jahr 2003, nachdem sie der APA im Jahr 2001 vorgestellt, unverzüglich Spitzer das Ziel eines bitter und Schmähkampagne durch homosexuelle Aktivisten. Spitzer erlitten kontinuierliche persönliche Angriffe in der Presse und einem Strom von Hass-Mails von wütenden Homosexuellen.

Im Jahr 2012, nach mehr als 11 Jahre von Druck, Spitzer sagte eine homosexuelle Reporter von der amerikanischen Prospect, dass er dachte, dass die Kritik an seiner Studie sei "weitgehend korrekt", und fragte ihn, so "", um ein Zurückziehen seiner Studie von 2001 zu drucken " Ich habe nicht darüber keine Gedanken mehr machen. "Dann schrieb er einen Brief an die Redaktion der Archives of Sexual Behavior entschuldigte sich bei der" Homosexuell Gemeinschaft "für die" Herstellung von unbewiesene Behauptungen der Wirksamkeit von reparative Therapie. "Die Archive, jedoch nicht die Studie zurückzuziehen.

"Ich irgendeinem Homosexuell Person, die Zeit und Energie verschwendet an irgendeiner Form der reparative Therapie, weil sie glaubten, dass ich bewiesen, dass reparative Therapie arbeitet mit einigen" hoch motiviert "Individuen entschuldigen auch, schrieb Spitzer. In einem späteren Interview fügte er hinzu, er betrachte homosexuelle Orientierung als etwas, das "kann nicht geändert werden", trotz seiner früheren Bestätigung, dass zahlreiche "hoch motiviert" Therapie Patienten betrachtet sich selbst als geändert.
https://www.lifesitenews.com/news/psychi...l-illness-under


von esther10 02.01.2016 00:09

Jubiläumsablass für kontemplative Ordensgemeinschaften



Alle Geistliche, die ihn Klausur leben, können auf dem, mittlerweile üblichen Weg den Jubiläumsablass erhalten. Entsprechend der Anweisungen, die der Heilige Vater in seinem Brief vom 1. September 2015 an Monsignor Rino Fisichella angegeben hat, sind jene Geistliche der Kategorie der Personen, “denen es aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich sein wird, sich zur Heiligen Pforte zu begeben“ zuzuweisen. Jenen wird es deshalb möglich sein, den Jubiläumsablass in der Kapelle des eigenen Klosters zu erhalten; dies erfolgt in Einklang mit dem Glaubensbekenntnis und dem Gebet für die Intentionen des Heiligen Vaters, sowie den üblichen Bedingungen des Sakraments der Beichte und der Eucharistie.


Außerdem drückt sich der Papst in oben genanntem Brief auch folgendermaßen aus: „Es ist mein Wunsch, dass die Kirche in dieser Zeit des Jubiläums den in den leiblichen und geistlichen Werken der Barmherzigkeit enthaltenen Reichtum wiederentdecken möge.

Denn die Erfahrung der Barmherzigkeit wird sichtbar im Zeugnis konkreter Zeichen, wie Jesus selbst es uns gelehrt hat. Jedes Mal wenn die Gläubigen eines oder mehrere dieser Werke selbst tun, werden sie sicherlich den Jubiläumsablass erlangen“.
http://www.iubilaeummisericordiae.va/content/gdm/de.html...
http://www.im.va/content/gdm/de/news/ras...ioVaticana.html...
http://w2.vatican.va/content/vatican/de.html



von esther10 02.01.2016 00:06

Papst: „Gott verspricht keine magischen Veränderungen“


Papst Franziskus beim Angelus auf dem Petersplatz. - REUTERS

01/01/2016 13:07SHARE:
https://www.facebook.com/RadioVatikanDeu...17794374899564/
Gott wird nicht müde, uns immer wieder zu erneuern. Das sagte Papst Franziskus beim Angelusgebet am Neujahrstag auf dem Petersplatz. Zu Beginn des neuen Jahres wünschten sich die Menschen gegenseitig alles Gute. Dahinter stehe die Hoffnung, dass das, was sie erwarte, ein wenig besser werde. Im Grunde sei das ein Zeichen der Hoffnung, die sie an das Leben glauben lasse. „Doch wir wissen, dass mit dem neuen Jahr nicht gleich alles anders wird und viele Probleme von gestern bleiben auch morgen.“
Der biblische Segensspruch „der Herr lasse sein Angesicht über euch leuchten“ bedeute nicht, dass Gott einen Zauberstab in die Hand nehme und damit magische Veränderungen hervorrufe. Vielmehr seien diese Worte Ausdruck für eine reale Hoffnung, dass der Herr die Wirklichkeit „von innen heraus“ verändere, mit Geduld und Liebe. „Er will behutsam in unser Leben eintreten, wie der Regen, der auf die Erde fällt und Frucht bringt. Und er wartet immer auf uns, voller Zärtlichkeit. Jeden Morgen nach dem Aufwachen können wir sagen: ‚Der Herr lasse sein Angesicht über mir leuchten‘“, so Franziskus.
http://de.radiovaticana.va/news/2016/01/...BCltig!/1194437
Der biblische Segen gehe mit den Worten weiter: „Der Herr bringe dir Frieden“. Anlässlich des 49. Weltfriedenstag, der an diesem Neujahrstag begangen wird, wies der Papst darauf hin, dass der Frieden eine Errungenschaft sei. „Dahinter steht ein wahrer Kampf, ein spirituelles Ringen, das in unseren Herzen stattfindet“, so Franziskus. Denn der Feind des Friedens sei nicht nur der Krieg, sondern auch die Gleichgültigkeit der Menschen. Sie lasse sie nur an sich selbst denken, bilde Barrieren, Verdacht, Angst und Verschlossenheit. „Heute haben die Menschen Gott sei Dank Zugang zu vielen Informationen, doch manchmal werden wir so überflutet von Nachrichten, dass wir von der Wirklichkeit abgelenkt werden, vom Bruder und der Schwester, die un
s brauchen. Fangen wir an, unser Herz zu öffnen, werden wir aufmerksam auf den Nächsten. Das ist der Weg für die Errungenschaft des Friedens.“
Auch die Muttergottes, deren Hochfest am Neujahrstag gefeiert werde, helfe den Menschen dabei. Auch sie sei bei der Herbergssuche Schwierigkeiten begegnet, weil ihnen niemand eine Unterkunft geben wollte. Ihre Zukunft war unsicher. All die Probleme und Schwierigkeiten und Sorgen, aber auch die Hoffnungen trug Maria in ihrem Herzen und wandte sich an Gott im Gebet. Das sei das Geheimnis der Muttergottes und so tue es sie für uns: „Sie hütet unsere Freuden und löst die Knoten unseres Lebens, indem sie sie dem Herrn anvertraut.“

Papst Franziskus öffnet am Nachmittag in der Basilika Santa Maria Maggiore die Heilige Pforte: „Vertrauen wir der Mutter das neue Jahr an, auf dass Frieden und Barmherzigkeit wachsen mögen.“ Franziskus dankte den vielen Initiativen zum Weltfriedenstag, allen voran von der Caritas, Pax Christi und der Gemeinschaft Sant’Egidio. Eine italienische Familienbewegung hatte in der Silvesternacht auf dem Petersplatz eine Gebetswache gehalten und für den Frieden gebetet. Nicht zuletzt bedankte sich Franziskus bei den Sternsingern, die am Neujahrstag die Menschen besuchen und für Bedürftige sammeln. Und er wiederholte mit den Gläubigen auf dem Petersplatz den Segensspruch: „Der Herr lasse sein Angesicht über euch leuchten.“
(rv 01.01.2016 cz)

von esther10 02.01.2016 00:06

Der Papst im Fernsehen die gute nicht sagen, weil es zieht Öffentlichkeits
In der mündlichen Verhandlung vom Jahresende um Pueri Cantores gesteht: Ich mag zu hören, aber wenn Sie zu singen scheinen einen Esel zu hören. Manchmal bekomme ich wütend, aber ich beiße nicht. Gute Vorsätze für 2016? Beten Sie mehr


Der Papst trifft die Pueri Cantores


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31.12.2015
IACOPO SCARAMUZZI
VATIKANSTADT

Es gibt "eine Menge Leute, heilig, nicht nur in den Missionen in der Welt, in der Arbeit, in der Familie, viele Eltern, viele Großmütter und Großväter, die Krankheiten und Probleme durchzuführen, und das wird nicht im Fernsehen zu sehen, weil es keine Kredit-Rating , hat es keine Werbung. " Der Papst sagte Francesco Beantwortung Arm auf Fragen von Mitgliedern der Chormusik der Pueri Cantores, in Audienz am letzten Tag des Jahres erhielt. Unter den Kuriositäten, versicherte Francis schätzen sehr horchte auf den Gesang, aber er vertraute, dass bei den bekannten Problemen der fonesi wenn Gesang scheint zu hören, "einen Esel." Er sagte, dass er als Kind auf ein Metzger sein wollte. Und er gab zu: "Manchmal werde ich wütend ... aber ich beiße nicht". Gute Vorsätze für das kommende Jahr? "Beten mehr."

"Es gibt viele Menschen leiden in der heutigen Welt gibt es Kriege, wie viele Kriege, in Afrika, im Nahen Osten, wo Jesus geboren wurde, in der Ukraine, in vielen Orten in Lateinamerika" Er sagte Francis in Reaktion auf ein Mädchen, wenn die Welt wird immer negativ, wie es scheint, in diesen Tagen in den Fernsehnachrichten gebeten. In der Welt, sagte der Papst, ist eigentlich "Armut, Schmerz, Verletzung," es gibt "Kinder, die nichts in der Welt zu essen, Kinder, die nicht zur Schule gehen können, denn es gibt Krieg, Armut, oder gibt es keine Schulen gibt es Kinder, die nicht bekommen, krank, wenn Sie die Chance, um ins Krankenhaus zu gehen. " Die Welt wird immer so sein? "Die Welt kann verbessert werden, aber es ist eine Sache, die ich nicht mag, darüber zu sprechen, aber die in der Welt sprechen, muss es einen Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Gott und dem Teufel: er existiert. Wenn ein jeder von uns ist der Wunsch, etwas Schlechtes zu tun, dass kleine Gemeinheit ist eine Inspiration des Teufels, und durch die Schwäche, die uns in der Erbsünde hat uns das führt. Er tut das Böse in kleinen Dingen wie in großen Dingen, wie sie in den Kriegen, zum Beispiel, wenn ein Junge oder Mädchen sind Lügner. " Alle von uns, sagte der Papst, Echo der Sprache typisch für die Jesuiten Retreat ", die wir in ein Schlachtfeld zu haben, Kampf zwischen Gut und Böse, wir danken Ihnen und Versuchungen." Aus diesem Grund wird in der Welt gibt es auch eine Menge von "heilig", so viele "versteckte Heiligen", sagte der Papst, der, zitiert erstens die Anwesenheit so vieler Missionare in Afrika durch seine vielen Kriege geprägt: im Allgemeinen , der Welt "gibt es so viele heilige Familien, viele Eltern, die Kinder gut zu erziehen, weil Sie nicht im Fernsehen sehen kann eine Familie, die einen guten Sohn erzieht? Warum ist diese Anziehungskraft auf das Böse, das, wie es mehr schlechte Dinge über gute Dinge, große Dinge zu suchen scheint. Der Teufel tut sein, das ist wahr, aber Gott ist sein, und es so viele heilige Volk, nicht nur in Missionen auf der ganzen Welt, in der Arbeit, in der Familie, viele Eltern, viele Mütter und Großväter, die Krankheiten und Probleme durchzuführen, und das wird nicht im Fernsehen zu sehen, weil es noch keine Bewertung hat, keine Werbung ». In Italien zum Beispiel, sagte der Papst: "Ich entdeckte viele Vereine von Männern und Frauen, die ihre Zeit zu unterstützen und zu begleiten, die Kranken zu geben, und das ist gut, aber Sie sind nicht in der Werbung sieht. ' Fast scheint es, dass für die guten Dinge "Menschen zu langweilen", und so gibt es keine Bewertung der Zeitung und Fernsehen ":" In der Fernseh Sie nicht sehen, die Nonnen, die ihr Leben zu verbringen, um für uns alle beten "," die man nicht interessiert, vielleicht mehr daran interessiert, in der Schmuck einer großen Firma, die Eitelkeit ist ... Lassen wir uns nicht täuschen. Weltweit gibt es schlechte Dinge, aber es gibt heiligen Dinge, große Dinge, das Werk Gottes, gibt es die verborgenen Heiligen, denen sehen wir nicht. "Die Abenteuer des jungen Pueri Cantores haben den Papst gefragt, ob er liebt es, zu singen. "Ich fühle mich wie das Singen, aber wenn ich scheine ein Esel singen, weil ich nicht singen kann, nicht einmal wissen, wie man gut reden!", Hat Bergoglio, unter Hinweis auf seine "Defekt in der Phonetik" und erzählte, daß er die Freude am Singen der gelehrte Samstags als Kind, während seine Mutter ihn und seine Brüder Opern im Radio. "Der Song erzieht die Seele, gut für die Seele", sagte der Papst, so wiederholen Sie die Jungen einen Satz des heiligen Augustinus: ". Singen und zu Fuß" Das Mädchen fragte ihn, was er sich als junger Mann tun wollte, antwortete der Papst: "Wenn ich sage euch die Wahrheit über die erste Frage, ich werde dich zum Lachen bringen, aber ich werde die Wahrheit sagen: Als ich klein war, ging ich mit Mama oder Oma einkaufen zu gehen, der Markt auf der Straße und es gab Orte, für Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch. Eines Tages zu Hause am Tisch wurde ich gefragt, was würden Sie aufwachsen: Sie wissen, was ich sagte der Metzger! . Weil der Metzger auf dem Markt nahm ein Messer und machte die Teile, ist eine Kunst, ich mochte beobachten sie "Ein weiterer Mann, fragte Franz, wenn Sie jemals wütend:" Ja, das werde ich wütend, aber ich beiße nicht, manchmal werde ich wütend, und wenn jemand etwas tut, das nicht passt mir ein wenig "... aber es hilft mir, zu stoppen, denken Sie an die Zeit, die ich anderen wütend gemacht, ich denke, ich habe eine andere verärgert?". Wütend "vergiftet die Seele" und "tut weh, nicht nur die andere Person, sich selbst es tut weh, Gifte selbst: es gibt Menschen, die Seele bitter haben, immer mit Bitterkeit, leben wütend, scheint es, dass alle Morgen ihre Zähne putzen mit Essig ... es ist eine Krankheit. " Im Gegenteil, die Seele des Jesus war "süß", denn "wenn er wütend war, um seine Seele zu kommen, nur um zu beheben, dann zum Frieden kehrte er zurück." Gute Vorsätze für das neue Jahr? "Ich habe eine in diesen Tagen, nahm ich ein bisschen Zeit, um einen Rückzug zu machen: mehr beten, weil ich erkannte, dass die Bischöfe und Priester, Ich bin ein Bischof muss das Volk Gottes vor allem regieren mit dem Gebet, es ist der erste Dienst. "Hier wird der gesamte Dialog zwischen dem Papst und junge Sänger

von esther10 02.01.2016 00:05

Menschen in der Zeit...

Menschen in der Zeit: Hans-Jürgen Hufeisen – Vom Findelkind zur Berühmtheit


Hans-Jürgen Hufeisen - RV

13/12/2015 08:00SHARE:

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Hans-Jürgen Hufeisen, Jahrgang 1954, wuchs bis zu seinem 18. Lebensjahr in einem Kinderdorf auf. Seine Mutter hatte ihn unmittelbar nach der Geburt verlassen, erst viele Jahre später begegnete er ihr ein erstes Mal wieder. Trotz des elternlosen Daseins in frühester Jugend meinte es das Schicksal gut mit Hans-Jürgen Hufeisen. Die Natur hatte diesem Menschen ein wunderbares Talent in die Wiege gelegt, nämlich das Talent zur Musik und zur Mystik. Beides hat er bis zur Meisterschaft entwickelt und ausgebaut, sodass es nicht übertrieben ist, ihn einen „Mystiker der Musik“ zu nennen. Heute ist er einer der erfolgreichsten Flötisten in Deutschland. Ein freischaffender Künstler als Komponist, als Produzent und als Musiker. Er schuf große Bühnenwerke, wie „Die Schöpfung“, „Das Lied der vier Elemente“, das „Bonhoeffer-Requiem“, den „Ostertanz der Frauen“, „Die Jahreszeiten des Herzens die Reise ins eigene Herz“, die „Botschaft der Engel“, dessen Musik in dieser Sendung eingeblendet wird. Seine Interpretationen und Kompositionen für die Blockflöte, in denen er sich gerne mit der bestehenden Kirchenmusik auseinandersetzt, sind meist meditativ und melodisch. In seinen Solostücken und konzertanten Werken lehnt er sich an klassische Vorbilder wie etwa Johann Sebastian Bach oder an Künstler des Barock an. Darüber hinaus lässt er sich aber auch von Volksliedern und von der Musik aus anderen Kulturen inspirieren. Dabei setzt er verschiedene Blockflöten, auch Klavier, Schlagzeug, Streicher und andere Instrumente ein. Sein Schaffen ist durchaus christlich orientiert.
Herr Hufeisen, Sie wurden in einem Gasthauszimmer geboren und dort allein zurückgelassen. Erst zwei Tage später fand Sie der Wirt unter einer Decke. Ist dieser Schmerz noch in Ihrem Bewusstsein lebendig?

Ja, dieser Schmerz, den kann man nicht einfach beiseite legen. Ich habe gelernt, dass ich ihn einfach umarmen muss und dass ich mit ihm gehe, und dann kann ich das auch für mich ertragen und auch zum Teil in Fröhlichkeit verwandeln.

Die nächste Etappe hieß elternloses Kinderheim. Dann geschah ein kleines Wunder: Sie bekamen eine Blockflöte geschenkt. Das war der Tag, an dem der Samen aufging. War das so, Herr Hufeisen?

Ja, ich wünschte mir als 6-jähriger Junge eine Blockflöte zu Weihnachten. Und meine erste Flötenstunde geschah in einem Wald und ich sollte erst die Töne und Lieder der Vögel nachahmen.

Wer, Herr Hufeisen, war eigentlich der erste Mensch, zu dem Sie Vertrauen hatten?

Das war eine Ordensfrau, Schwester Erna in einem Kinderheim im Haus Sonneck. Da war ich drei Jahre alt. Und ich kam von einer Pflegefamilie zu diesem Kinderheim. Es liegt nördlich von Köln. Das war meine allererste Begegnung: ich ging als kleines Kind die Treppe hoch, die Tür ging auf und Schwester Erna empfing mich als mutterloses Kind damals.

Wann ist Ihnen zum ersten Mal bewusst geworden, dass es die Musik werden wird, die in ihrem Leben ausschlaggebend sein würde?

Ich lernte ja ab dem 6. Lebensjahr sehr intensiv Blockflöte spielen. Und da merkte ich, wenn ich Flöte spielte, wurde meine Seele einfach ruhiger, gelassener. Ich war nicht mehr der traurige, kleine Hans-Jürgen, sondern ich wurde plötzlich ein fröhlicher Hans-Jürgen, und da war mir klar, Musik ist für mich mehr als nur einfach das Spielen von Melodien, sondern Musik war für mich so etwas wie ein heilender Prozess. Damals wusste ich ja noch nicht, was mit meiner Mutter alles so war, aber es war für mich ein ganz wichtiger Vorgang: Musik gleich Heilung.

Sie sind heute 61 Jahre alt. Gelten Ihre frühen Jugendjahre für Sie mittlerweile als endgültig überwunden oder sind sie manchmal sogar hilfreich für Ihre schöpferische Gestaltungskraft?

Wenn ich heute Blockflöte spiele oder viele Konzerte auf der Bühne absolviere, dann habe ich immer diese Erfahrung des kleinen Hans-Jürgen, der gelernt hat, mit der Blockflöte auch zu improvisieren, Melodien spontan zu erfinden und zu spielen. Das ist mir bis heute als Komponist, als Interpret und als Musiker geblieben. Bleibe spontan für das Neue, denn Musik hat ja etwas damit zu tun, dass die Töne verschwinden, und sie brauchen ja die ständige Neuschöpfung. Das habe ich gelernt, und das ist mir bis heute so geblieben.

Heute sind sie vielleicht der bekannteste Flötist in Deutschland. Wem außer Ihrem Talent und Ihrem Fleiß und ihrer Durchhaltekraft verdanken sie Ihren bedeutenden Erfolg?

Ich denke, in erster Linie ist es Fleiß. Und wenn ich genauer hinschaue, ist es meine christliche Vergangenheit, meine christliche Wurzel. Ich will nicht sagen „Vergangenheit“, sie ist ja Gegenwart. Ich bin aufgewachsen in einem christlichen Kinderheim und bin mit den Liedern des Christentums auch groß geworden. Das heißt, mich hat man nicht missioniert, sondern ich bin einfach da hineingewachsen. Und diese Wurzeln, auch diese musikalischen Wurzeln, auch diese christliche Ethik, die ist mir geblieben, wenn ich heute Kompositionen schreib, Bühnenwerke schreiben, dass ich immer auch mich rückbesinnen kann auf diese Wurzeln des Christentum.

Ihr Lebensanfang erinnert – mich jedenfalls unwillkürlich – an eine starke biblische Geschichte, nämlich an Moses. Auch er wurde ausgesetzt und ist zu einer der großen Gestalten der Kirchengeschichte emporgewachsen. Das ist zwar keine Frage, aber es würde mich freuen, wenn Sie darauf antworten könnten…

Die Geschichte von Mose, als ich sie zum ersten Mal hörte in der Kirche, im Gottesdienst oder, ich weiß noch, wie unser Heimleiter diese Geschichte mal auslegte, ich war ganz angetan davon. Ich wusste ja noch nicht, dass ich eine Mutter hatte, die mich nicht angenommen hatte. Ich lebte ja in einem Kinderheim in einer kleinen Kindergruppe. Aber diese Geschichte hat mich sehr fasziniert. Bis heute, wenn ich diese Geschichte treffe, der ausgesetzte Mose, der in einem Körbchen auf das Wasser gesetzt wird und dann später gefunden, das ist bei mir eigentlich auch passiert. Der Wirt, ich bin ja in einem kleinen Hotel geboren, der hat mich nach zwei Tagen unter der Decke gefunden, die Mutter war nicht mehr da, hat mich damals Caritas übergeben und Caritas hat mich dann eigentlich noch weiter versorgt. Das ist eigentlich eine Moses-Geschichte. Wenn ich diese kleine Geschichte immer wieder höre, eine große, bewegende Geschichte, dann ist das eigentlich auch meine Geschichte.

Was ist es, Herr Hufeisen, genau, was Sie den Menschen mit der Musik vermitteln wollen.

Ich möchte, dass die Musik nicht zerstört noch verstört, sondern dass sie etwas Heilsames vermittelt. Ich vergleiche das mit dem König David, der mit seiner Lira, seiner Laute oder seiner Harfe vor dem König Saul sitzt und spielt. Mit diesem Spiel der Harfe wird der Saul ja eigentlich ganz ruhig. Er wird gelassen. Erst als David, der Hirte, mit seiner Harfe dann nicht mehr spielte, erstand ein Zorn in Saul und das zeigt ganz deutlich in dieser kleinen Begegnung: Musik hat die Kraft, Menschen zur Ruhe zu bringen. Und kirchliche Musik, die alte Gregorianik zum Beispiel, die hat eine ungeheure tiefe, archaische Kraft, die wir wieder neu entdecken müssten.

Sehr oft ist ihre Musik religiösen Themen gewidmet. Worin besteht der Anziehungspunkt zur Religion bei Ihnen? Würden Sie uns das kurz beschreiben?
Wenn ich die alten Kirchenlieder spiele, dann muss ich ja einfach sagen: Das sind große kleine Kostbarkeiten. Zum Beispiel das Lied „Ave Maria zart“, diese Melodie, die ganz kleine Melodie, welche Kraft die doch entwickelt. Die Worte – welche Worte da drin liegen und wie Wort und Klang und Rhythmus sich verbinden, das ist mehr als nur einfach ein Song, sondern das ist wirklich eine kleine große kompositorische Kostbarkeit.

Was brauchen Sie unbedingt zum Gelingen Ihrer Kompositionen, was hingegen empfinden Sie eher als hemmend störend bei Ihrer künstlerischen Arbeit?
Ich finde es ja immer toll, wenn ich anfange zu komponieren, ich sehe erst einmal nichts auf dem Tisch, auf dem Papier steht gar nichts. Und das ist ja eine tolle Herausforderung und ist auch ein Geschenk, dass man das darf, etwas neues erfinden. Das finde ich die eigentliche Herausforderung, auch das Schöne daran: ich darf etwas erfinden, etwas, das es vorher noch nie gab, das nennen wir ja „Schöpfung“.

Welche Orte, welche Ortschaften, gehören zu Ihren Lieblingsorten, in denen Ihnen die Muse besonders nahe steht? Welche würden Sie als Ihre künstlerische Heimat in diesem Sinne bezeichnen?

Meine künstlerische Heimat sind häufig die Kirchen. Das sind kleine Oasen im großen Stress dieser Welt. Immer wenn ich auf Konzertreisen bin, suche ich mir eine Kirche, und das kann ein Dom sein, ein Münster sein, eine Basilika, das kann aber auch ein ganz kleines Kirchlein sein. Ich setzte mich da hinein, komme zur Ruhe und aus dieser Stille heraus, glaube ich, können wir auch etwas Neues bekommen, oder auch Kraft gewinnen. Und für mich muss das jetzt nicht Sinai sein mit einem Kloster. Dieses Kloster finde ich ja auch toll. Sondern es kann im großen hektischen Leben eine Insel sein und das finde ich, das sind die Kirchen, das sind große Kostbarkeiten, die wir uns erhalten müssen.

Musikalisch gesprochen – was wäre die Musik wenn es keine tiefen, dunklen Töne und wenn es keine hellen Töne gäbe, Herr Hufeisen?

Ja, das hat ja schon Michelangelo gesagt, der große Künstler, der auch die sixtinische Kapelle innen gestaltete: „Ich brauche Schatten, damit ich Licht gestalten kann“. Also ich brauche die Dunkelheit, um eine Kerze anzuzünden, um zu sagen: ich finde Trost. Das heißt aber jetzt nicht, ich muss die Dunkelheit herbeisehnen, sondern ich kann ja häufig gegen diese Dunkelheit nichts machen, die kommt ja auf mich einfach zu, sondern ich habe dann die Chance, Licht zu gestalten, aber ich muss dann als Mensch auch selbst tun, von alleine kommt das nicht, der Mensch muss eben auch mal die Kerze anzünden.

Hans-Jürgen Hufeisen, in Ihrem Namen steht gleich zwei Mal das Glück. Hans im Glück, und Hufeisen. Sie hatten einen überaus schweren Lebensstart. Sind Sie heute ein glücklicher Mensch?


Ich bin ein sehr glücklicher Mensch und auch ein sehr positiv aufgestellter Mensch und ich muss sagen, das, was mir die Schwestern früher im Kinderheim gegeben haben, hat mir eigentlich auch die Gabe mitgegeben, mit meinem Leben so umzugehen, dass ich es in Fröhlichkeit verwandeln kann, in Mut verwandeln kann, in Hoffnung verwandeln kann. Und diese Fähigkeit, was diese Schwestern von damals, mir das mitzugeben, die war nur darin begründet, dass sie gesagt hatten: Wir tun das einfach aus der Liebe zu den Menschen. Und wenn ich diese Liebe mit der Musik weitergeben kann, dann gewinne ich ja wieder Kraft. Das ist das, was ich einfach so täglich erlebe und ja, das ist ein Stück weit auch mein Leben.

(rv 13.12.2015 ap)
http://de.radiovaticana.va/news/dossiers...r-gott-und-welt...



von esther10 02.01.2016 00:05

Winfried Kretschmann hält die Angst vor einer Islamisierung für unbegründet

Veröffentlicht: 2. Januar 2016 | Autor: Felizitas Küble
Von Dennis Riehle

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Bedenken zurückgewiesen, wonach in Deutschland eine Riehle, Dennis_5Islamisierung drohe.



Er stellte die Frage, wie eine Minderheit, welche die Muslime derzeit seien, die Republik kulturell und religiös vereinnahmen sollte, wenn wir doch auf eine freiheitliche Grundordnung, die Trennung von Staat und Kirche sowie eine stabile Demokratie setzen könnten, die von den meisten muslimischen Mitbürgern geschätzt würde.

Kretschmann machte die Angst vor dem Fremden dafür verantwortlich, dass sich Menschen in Deutschland vor einer Islamisierung sorgen – und gab den fundamentalistischen Strömungen des Islam die Schuld, die das Bild der Religion in der Öffentlichkeit prägten. Dabei sei es nicht die Religion, die gefährlich sei, sondern die Diktatur in verschiedenen Staaten, aus denen die Flüchtlinge zu uns kämen und die von „paternalistischen Gesellschaften“ verstört worden seien.

Mit seinen Aussagen dürfte Kretschmann sogar bedingt recht haben. Doch sind seine Überlegungen nicht etwas zu kurz greifend? Und zu sehr auf die Gegenwart fokussiert?Wie realistisch ist seine Einschätzung, dass es nicht der Islam selbst sei, vor dem man Angst haben müsse – sondern seine fundamentalistischen Kräfte?

Inwieweit ist der Islam selbst das Problem?

Ich frage zurück: Weshalb ist es gerade diese Religion, die sich offenbar so einfach politisieren und instrumentalisieren lässt? Warum können gerade in islamisch geprägten Ländern offenbar problemlos Diktaturen entstehen? Und ist es nicht menschlich, dass gegenüber „Fremdem“ zunächst Vorbehalte bestehen?

Kretschmanns Einlassungen sind einseitig. Es mag sein, dass er Bedenken nicht nachvollziehen kann. Das gibt dem Ministerpräsidenten aber nicht das Recht, anderslautende Meinungen und Gefühle durch seine recht naive Betrachtung des Islam abzuwerten und die eigenen Bürger für ihre Unsicherheit ins Lächerliche zu stellen. RTEmagicC_Frau_Verschleiert_jpg



Zahlenmäßig würde es noch Jahrzehnte dauern, bis Muslime die Zahl der Christen und anderer Religionsanhänger in Deutschland überholten. Doch machen es allein Minder- und Mehrheiten aus, den Duktus in einem Staat zu gestalten?

Gesellschaftliche Strukturen, ihre Werte und Traditionen, ihr Verständnis von Recht, Freiheit und Solidarität verändern sich nicht zwingend durch die Menge an Menschen, die sie vertreten. Viel eher beeinflusst der Anspruch einer Weltanschauung auf Machtgewinn und Bedeutung, wie rasch sich ein Land wandeln kann. Zweifelsohne braucht es für solch eine Überzeugung auf Herrschaft und das Sagen eine fundamentalistische Einstellung, die nur durch den Respekt vor dem Vorrang weltlicher Verfassungen und Gesetze zurückgedrängt werden kann.

Noch ist Deutschland hierzu in der Lage. Und man wird dem Christentum und anderen Glaubensrichtungen sicherlich zugestehen, dass sie nach Säkularisierung und Aufklärung nicht mehr dafür anfällig sind, sich einer Religion zu unterwerfen, die diese „Modernisierung“ bis heute nicht durchlebt hat – und die darüber hinaus selbst in den eigenen Reihen wenig Widerstandskraft aufzuweisen scheint, Radikalisierungen zu mäßigen oder gar zu verhindern.

Möglicherweise ist der Reiz, die eigene Glaubensüberzeugung zu oktroyieren, doch weitaus größer als der Verstand, der zu Toleranz und gegenseitiger Anerkennung mahnt. Das würde der Ministerpräsident aus der Perspektive eines demokratischen Europäers sicher vereinen. Gleichwohl dürfte er diesem begrenzten Realitätssinn auf den Leim gegangen sein, wenn er die Angst vor einer Islamisierung kleinzureden vermag. Köln-MoscheeDSC_0596_ShiftN



BILD: Große Moschee mit Minarett in Köln-Ehrenfeld (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Man könnte es auch als Gutgläubigkeit bezeichnen, denn ganz offenbar verschließt er die Augen vor den Grundlagen einer Religion, von der er selbst vor einigen Wochen noch eine „Reformation“ gefordert hat. Dass fundamentalistische Reihen die öffentliche Wahrnehmung über den Islam eingenommen haben, ist leider der Beweis dafür, dass Kretschmanns Worte in sich unstimmig sind.

Das Unbehagen im Volk kommt nicht von ungefähr

Die Sorge vor einer Islamisierung zu verschmälern, wenn gleichzeitig in einem freiheitlichen Staat wie der Bundesrepublik radikale Kräfte des Islams gerade nicht durch „liberale“ Muslime oder das Grundgesetz ausreichend in den Hintergrund zu drängen sind, das ist nahezu verantwortungslos.

Dass nicht alle Muslime gefährlich sind, dass eine Verallgemeinerung nie weiterhilft – das wissen wir letztlich alle. Doch nicht nur Kretschmann bleibt mir eine Erläuterung darüber schuldig, wie es denn zu dem Unbehagen im Volk kommt.

Sind die „Ängstlichen“ allsamt Fremdenfeinde? Fehlt ihnen das „Mutli-Kulti“-Gen? Oder übertreiben sie lediglich, weil es Radikalisierung – so verstehe ich Kretschmann letztendlich – doch überall geben kann?

Ich frage mich, weshalb fundamentalistische Kräfte des Christentums oder des Atheismus nicht durch übermäßige Gewalt auffallen, sondern eher zu den am meisten verfolgtesten Menschen der Welt gehören? IGFM-menschenrechtede-8174_01_dd53c02859



Bomben können die Demokratie im Nahen und Fernen Osten nicht herbeizwingen. Denn jedwede aufoktroyierte Staatsform wird zum Scheitern verurteilt sein, wenn sie nicht aus Überzeugung erwächst. Solange es an Denkern fehlt, denen auch „Hardliner“ zuhören und die Religion und Politik sowie Glaube und Wahrheit im Islam wieder voneinander trennen, zementieren Beschwichtigungen nur die bestehende Radikalisierung.

Schönreden ist keine Lösung

Letztlich begibt sich Kretschmann mit seinem – auch aus seiner alltäglichen Politik bekannten – Stil des Abwartens oder des Aussitzens in der Frage nach der Islamisierung auf gefährliches gesellschaftspolitisches Fahrwasser.

Das Schönreden einer Religion, die ausschließlich – und wenn überhaupt – durch eine innere Revolution dorthin gelangen könnte, wo andere Weltanschauungen heute stehen (nämlich auf dem Grundsatz von universellen Menschenrechten, Gewaltenteilung und staatlicher Obrigkeit ohne religiöse Einflüsse), ist gegenüber der eigenen Bevölkerung, die nicht nur erfahrungsgemäß, sondern aus legitimen Gründen der Furcht um ihre Grundwerte zu bangen vermag, eine besondere Verhöhnung des Stimmvolkes.

Wo sind Kretschmanns Worte an die Muslime, gerade auch an die friedliebenden, die dazu auffordern, ihre Stimme gegen den Missbrauch ihrer Religion zu erheben? Wo sind die Ermahnungen zur Verteidigung unseres demokratischen Rechtsstaates, das bedingungslose Einstehen für Demokratie und Freiheit?

Das Bagatellisieren von Besorgnis der Bürger ist aus meiner Sicht für einen „Landesvater“ deutlich zu wenig – und wird seiner Aufgabe in der Repräsentanz der Bevölkerung, der Wahrnehmung der gesellschaftlichen Emotionen, nicht gerecht.

Mit dem Aufschrei über eine Spaltung oder den „Rechtsruck“ einer Zivilisation zeugen Kretschmann und Andere dann nur von ihrer Arglosigkeit: Politik bedeutet auch, Zusammenhänge zu verstehen. Doch da scheint der Groschen noch nicht überall gefallen zu sein…

Dennis Riehle, Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 Konstanz
Webpräsenz: www.Dennis-Riehle.de

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