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von esther10 07.04.2016 00:31

Papst trifft Delegation des Weltrates Methodistischer Kirchen
| 07/04/16


Die Unterschiede zwischen Katholiken und Methodisten gibt es und sie sind zahlreich. Keiner davon kann jedoch daran hindern, „so zu lieben“ und ein glaubhaftes Zeugnis vor einer „von vielen Formen des Bösen verletzten“ Welt wie der aktuellen abzulegen. Darin liegt im Wesentlichen der Kern der eine deutlich ökumenische Spur aufweisenden Botschaft von Papst Franziskus an die am heutigen Vormittag zu einer Audienz im Vatikan empfangenen Mitglieder einer Delegation des Weltrates Methodistischer Kirchen.

Der Papst rief dazu auf, „das Möglichste zu tun, damit die Mitglieder unserer Pfarrgemeinden einander regelmäßig begegnen, sich über einen fruchtbaren Austausch kennenlernen und gegenseitig zur Suche nach dem Herrn und seiner Gnade ermutigen“, und stellte in diesem Zusammenhang fest: „Katholiken und Methodisten haben in Bezug auf das Verständnis der Heiligkeit und den Versuch diese zu leben viel voneinander zu lernen.“

Dies wurde bereits von dem englischen Theologen und Gründer der protestantischen Bewegung John Wesley in seinem „Brief an einen römischen Katholiken“ festgehalten: Katholiken und Methodisten sind dazu berufen, einander „gegenseitig in allen Dingen zu helfen… die zum Reich führen“. Dem fügte er außerdem hinzu: „Auch wenn wir noch nicht in allen Belangen die gleiche Auffassung vertreten können, können wir zumindest gleich lieben.“

Diesbezüglich betonte Bergoglio: „Es ist wahr, dass wir noch nicht in allen Belangen gleich denken und hinsichtlich der Fragen zum geweihten Amt und der Ethik noch viel Arbeit zu leisten ist. Dennoch hindert uns keine dieser Differenzen daran, gleich zu lieben und vor der Welt ein gemeinsames Zeugnis abzulegen.“

Der Papst ergänzte, dass „unser Dialog“, jenseits der Differenzen, „auf Achtung und Brüderlichkeit basiert und beide Gemeinschaften bereichert.“ Ein Beispiel dafür sei das gegenwärtig in Vorbereitung befindliche Dokument seitens der vereinten theologischen Kommission, die ihre Arbeit vor fast 50 Jahren aufgenommen hat, das bis zum Jahresende veröffentlicht werden sollte.

Der Papst äußerte den Wunsch, dass diese neue gemeinsame Erklärung Methodisten und Katholiken dazu ermutige, einander im Leben des Gebetes und der Verehrung zu unterstützen. Er führte aus: „Unser Leben in der Heiligkeit soll stets einen Dienst der Liebe für die Welt beinhalten, denn Katholiken und Methodisten müssen sich gemeinsam um ein konkretes Zeugnis der Liebe zu Christus in vielen Bereichen bemühen.“

Der Bischof von Rom versicherte: „Wenn wir gemeinsam den Notleidenden dienen, wächst unsere Gemeinschaft.“ Franziskus begrüßte die Nachricht von der Eröffnung des ökumenisch-methodistischen Büros in der italienischen Hauptstadt und bezeichnete diese als „Zeichen einer Vertiefung unserer Beziehung und insbesondere unseres gemeinsamen Wunsches, die Hindernisse an einer vollen Gemeinschaft zu überwinden.“

So spricht sich Franziskus dafür aus, zum Herrn zu beten, damit er „die Arbeit dieses Büros segne“, sodass es „ein fruchtbarer Ort der Begegnung zwischen Methodisten und Katholiken werde, in dem die einen den Glauben der anderen immer mehr wertschätzen; unabhängig davon, ob sie Pilgergruppen, Personen, die sich auf das Amt vorbereiten oder Verantwortliche ihrer Gemeinden sind und auch zu einem Ort werden kann, in dem die von unserem theologischen Dialog vollbrachten Fortschritte verbreitet, gefeiert und vorangebracht werden.“

„Wenn wir alleine oder in der Gruppe, aber stets in einer Atmosphäre des Gebetes die Heilige Schrift lesen, öffnen wir uns für die Liebe des Vaters, die uns in seinem Sohn und im Heiligen Geist geschenkt wurde. Auch dort, wo Divergenzen zwischen unseren Gemeinden bleiben, können und müssen sie zur Besinnung und zum Dialog anregen.“

Vor allem in der Welt von heute, die „von vielen Formen des Bösen verletzt ist“, sei es mehr denn je zuvor notwendig, dass wir Christen gemeinsam mit erneuerter Energie das Osterlicht bezeugen, indem wir zu Zeichen der in der Auferstehung Jesu siegreichen Liebe Gottes werden. Daraus entspringt der Wunsch Bergoglios, dass „diese Liebe auch über unseren demütigen und mutigen Dienst die Herzen und das Leben vieler Brüder und Schwestern erreichen möge, die sie auch ohne es zu wissen erwarten.“
Zenit-Newsletter

von esther10 07.04.2016 00:28

07.04.2016



Kardinäle Sarah und Burke beklagen Verwässerung der Sakramente
"Fotografieren während Messfeier verbieten"


Die Kardinäle Robert Sarah und Raymond Leo Burke haben eine fortschreitende Verwässerung der katholischen Sakramente kritisiert. Deshalb hätten sie Papst Franziskus nach eigener Aussage auch Vorschläge unterbreitet.

Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) sei in der katholischen Kirche teilweise eine Sinnentleerung und Banalisierung der Sakramente eingerissen, beklagten sie bei einer Buchvorstellung in Rom. Vielen Gläubigen und selbst manchen Priestern fehle heute das Verständnis und die Ehrfurcht vor den Riten, die nach katholischem Verständnis das Wirken Gottes in der Welt sichtbar machen und die Menschen daran teilhaben lassen. Dazu zählen Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Krankensalbung, die Weihe von Diakonen, Priestern und Bischöfen sowie das Ehesakrament.

"Viel Mensch, wenig Gott"

Der aus Guinea stammende Sarah, seit 2014 Präfekt der päpstlichen Gottesdienstkongregation, monierte, in den Kirchen gebe es heute "viel Mensch, wenig Gott". Wörtlich sagte er: "Wir haben die Liturgie zu einem Spektakel verwandelt." Deshalb habe er etwa Papst Franziskus vorgeschlagen, das Fotografieren während der Messfeiern zu untersagen. Weiter kritisierte Sarah, dass der Tabernakel, in dem die geweihten Hostien aufbewahrt werden, nach dem Konzil in den meisten Kirchen vom Zentrum an einen untergeordneten Platz neben dem Altar gerückt worden sei. Dabei sei die Hostie der eigentliche Orientierungspunkt hin zu Gott.



Burke sprach von einer "Deformation der Sakramente im Namen der Kreativität" nach dem Konzil. Es habe den Anschein, die Sakramente seien in manchen Gemeinden zu einem "Privatbesitz" geworden.

Christus als Protagonist

Priester, die die Sakramente spendeten, müssten sich aber immer bewusst sein, dass sie als eine Art "Verwalter" des göttlichen Heilswirkens fungierten. "Christus ist der Protagonist, nicht der Priester", so Burke. Franziskus hatte den US-Amerikaner als Präfekten der Apostolischen Signatur, des obersten Vatikangerichts, abberufen und zum Kardinalpatron des Malteserordens ernannt.

Sarah und Burke betonten, die transzendentale Bedeutung der Sakramente als notwendiges Zeichen der Anwesenheit Gottes und Jesu Christi in der Welt ergebe sich unmittelbar aus der Bibel. Beide Kardinäle zählten während der Bischofssynoden zu Ehe und Familie 2014 und 2015 - dann ohne Burke - zu den vehementesten Gegnern von Reformen etwa beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, die nicht zu den Sakramenten zugelassen sind. Sie äußerten sich bei der Vorstellung des Buches "Mit den Sakramenten spielt man nicht" des Geistlichen und Liturgiewissenschaftlers Nicola Bux, der auch als Berater der Gottesdienstkongregation tätig ist.
https://www.domradio.de/themen/vatikan/2...-der-sakramente
(KNA)

von esther10 07.04.2016 00:28

Zeugnis vom christlichen Glauben ablegen
Britta Dörre | 07/04/16


In der heutigen Frühmesse in der Domus Sanctae Marthae erklärte Papst Franziskus, dass ein wahrer Christ mutig von seinem Glauben Zeugnis ablege. Ausgehend vom Tagesevangelium zeigte der Papst auf, dass Petrus eine Wandlung vollziehe und Jesus folge.

Papst Franziskus betonte, dass es ohne den Heiligen Geist kein christliches Zeugnis gebe. Das christliche Leben sei eine Gnade, die der Herr mit dem Heiligen Geist schenke. Zeuge des christlichen Glaubens sei, wessen Worte und Taten mit dem übereinstimmten, was er erhalten habe.

Dies gelte für die Märtyrer unserer Zeit, die den Mut aufwiesen, bis zum Tod von Jesus Zeugnis abzulegen. Papst Franziskus wies darauf hin, wie wichtig die Märtyrer für die Kirche von heute seien. Die Märtyrer, d.h. die alltäglichen Heiligen, legten bis zu ihrem Tod Zeugnis von ihrem Glauben ab und seien das lebende Blut der Kirche. Sie bezeugten den auferstandenen Jesus, den lebendigen Jesus und die Übereinstimmung eines Lebens mit dem Heiligen Geist.
Zenit-Newsletter


von esther10 07.04.2016 00:24

01.04.2016

Am 8. April erscheint Franziskus' Schreiben zur Familiensynode
Jetzt spricht der Papst


Papst Franziskus während der Synode

Die Erwartungen an das Schreiben von Franziskus zur Familiensynode sind hoch. Manche Katholiken hoffen auf ein klärendes Wort zu strittigen Fragen der kirchlichen Morallehre. Doch erste Signale dämpfen diese Erwartungen.

Es hat lange gedauert. Nun ist es soweit: Nach einer weltweiten Umfrage unter Katholiken, zwei Bischofssynoden und einer zweieinhalbjährigen heftigen Debatte äußert sich Papst Franziskus selbst zum Thema Ehe und Familie. Am Freitag erscheint sein Schreiben zur Ordentlichen Bischofssynode über Ehe und Familie im Oktober 2015. Die Erwartungen an den Text sind hoch. Viele Katholiken erhoffen sich ein klärendes Wort des Papstes zu strittigen Themen wie dem kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen oder Homosexuellen.

Offiziell bekannt ist bislang allerdings nur der Titel des sogenannten nachsynodalen Schreibens: "Amoris laetitia", zu Deutsch "Freude der Liebe". Und der Untertitel: über die Liebe in der Familie. Auch in italienischen Medien sind bislang - anders als im Fall der Umweltenzyklika des Papstes - keine weiteren Details durchgesickert. Das nährt Spekulationen. Spricht der Papst ein Machtwort? Macht er sich zum Anwalt der Reformer? Lässt er wiederverheiratete Geschiedene im Einzelfall zur Kommunion zu? Oder berufen sich jene, die Veränderungen in der kirchlichen Morallehre fordern, möglicherweise zu Unrecht auf Franziskus?

Keine definitiven Entscheidungen in konkreten Streitfragen

Wer sich in diesen Tagen im Vatikan umhört, bekommt zu hören, man sollte nicht mit definitiven Entscheidungen in konkreten Streitfragen rechnen. Der Text sei allgemeiner gehalten und lasse einigen Interpretationsspielraum. Dem Vernehmen nach soll das Schreiben 200 Seiten lang sein. Bereits sein Titel lässt erahnen, dass es dem Papst wohl vor allem darum gehen dürfte, für Ehe und Familie zu werben.

Übersetzer arbeiten im Vatikan unterdessen noch am letzten Schliff der Textfassungen in den verschiedenen Sprachen. Eifrig spekulieren Beobachter derweil über die Ghostwriter. Der von der Bischofssynode gewählte Synodenrat, der dem Papst eigentlich bei der Erstellung des Schreibens helfen und ihn beraten soll, hat kein einziges Mal getagt. Franziskus bediente sich offenbar einmal mehr auswärtiger Expertise.

Wie stets, wenn es um größere Dokumente des Papstes geht, fällt vor allem der Namen von Erzbischof Victor Manuel Fernandez. Der Rektor der Päpstlichen katholischen Universität von Argentinien gilt als engster theologischer Berater des Papstes.

Willen der Bischöfe nicht außer Acht lassen

Franziskus muss nicht bei Null anfangen. Ihm lag das Abschlusspapier der Synode vom Oktober vor. Daran ist er zwar nicht gebunden. Aber wie jeder Papst ist er gut beraten, den Willen seiner Bischöfe nicht ganz außer Acht zu lassen. Im Abschlusspapier hatten sich die Bischöfe dafür ausgesprochen, dem Seelsorger im konkreten Einzelfall mehr Spielraum im Umgang mit Gläubigen zu geben, deren Leben nicht der kirchlichen Morallehre entspricht. Im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen legt das Schreiben die letzte Entscheidung in die Hände des Beichtvaters und des Gewissens der Betroffenen. Die deutschsprachigen Synodenteilnehmer hatten die theologische Vorarbeit dazu geleistet.

Maßgeblichen Anteil daran hatte der Wiener Kardinal Christoph Schönborn. Er wird das päpstliche Schreiben kommenden Freitag im Vatikan gemeinsam mit Kardinal Lorenzo Baldisseri, dem Generalsekretär der Bischofssynode, vorstellen. Der US-amerikanische Vatikan-Kenner John Allen wertete die Wahl Schönborns als möglichen Fingerzeig dafür, dass Franziskus in seinem Schreiben für die Reformer Partei ergreife. Doch das bleibt einstweilen Spekulation.

Viele Fingerzeige

Mit besonderer Spannung wird erwartet, ob und wie sich der Papst zur Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion äußert.

Im Abschlusspapier der Bischofssynode wurde diese äußerst strittige Frage nicht ausdrücklich thematisiert. Das führte zu unterschiedlichen Auslegungen. Befürworter einer Änderung der kirchlichen Praxis sagten, Argumentation und Geist des Papiers sprächen dafür, dass auch für wiederverheiratete Geschiedene im Einzelfall eine Zulassung zur Kommunion möglich sei. Verteidiger der bisherigen Praxis wandten sich gegen eine solche Schlussfolgerung.

Immerhin: Fingerzeige, wie sich Franziskus positionieren könnte, gibt es viele. Immer wieder betonte er, dass es ihm nicht darum gehe, die katholische Morallehre grundsätzlich zu ändern. Franziskus hat aber wiederholt erkennen lassen, dass er mehr Spielraum für den Seelsorger im konkreten Einzelfall möchte.
https://www.domradio.de/themen/papst-fra...-familiensynode
Thomas Jansen
(KNA)

**********

Deutsche Bischöfe drohen mit „Alleingang“

Für die Mehrheit der deutschen Bischöfe müsse der „Bußweg“ in die Zulassung zu den Sakramenten enden. Wenn Rom dem nicht zustimme, würden sie das im Alleingang praktizieren, „wie sie mehrfach angedroht haben“.

Es gebe jedoch „heftigen Widerstand durch Konservative und Verteidiger der Glaubenslehre“. Die Zeitung nennt namentlich die Kardinäle Gerhard Müller, den „einflußreichen“ Glaubenspräfekten, und Robert Sarah, Präfekt der Gottesdienstkongregation, hinter dem „der Großteil der afrikanischen Kirche“ stehe.

Für sie „ist die Ehe unauflöslich und weder die Kirche noch der Papst können den Willen Gottes ändern“. Der „Bußweg“ sei keine „zweite Gelegenheit“, um eine neue Ehe einzugehen, wie in der orthodoxen Kirche. „Es könnten also stürmische Zeiten auf die Kirche zukommen“, so Clarin.



von esther10 07.04.2016 00:24

Sie befinden sich hier: Konradsblatt

Redaktionsblog: Auf das Gewissen kommt es an
- 06.04.2016 -
Vor der Veröffentlichung des nachsynodalen Papstschreibens ist viel von Erwartungen die Rede. Die einen wollen Enttäuschungen vorbeugen, die anderen scheinen sich vorab auf eine veränderte Lage einzustellen.

Quelle: KNA-BildQuelle: KNA-Bild


Die Harmonie trügt: Die Familiensynode ließ zwischen den Bischöfen auch Gegensätze aufbrechen, im Bild Kardinal Timothy M. Dolan, der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper und Kardinal Daniel N. DiNardo (von links).

Für Freitag, 8. April, ist die Veröffentlichung des nachsynodalen Papstschreibens „Amoris laetitia“ (Freude der Liebe) angekündigt. Die beiden Bischofssynoden 2014 und 2015 haben sich mit Fragen von Ehe und Familie befasst. Im Mittelpunkt stand seit langem in der katholischen Kirche diskutierte Frage nach einem veränderten Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen.

Aus dem von seinen Bischofskollegen Gesagten und Abgestimmten hat der Papst eine gesamtkirchliche Position formuliert. Seine Unterschrift hat Franziskus bereits geleistet. Die Pressekonferenz im Vatikan in wenigen Tagen leitet der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, der in beiden Bischofssynoden eine wichtige, zwischen den aufgebrochenen Gegensätzen ausgleichende Rolle gespielt hat.

So gespannt man auch auf dieses Schreiben ist – welche Erwartungen soll man hegen? Manche warnen vor zu hohen Erwartungen. Bei anderen merkt man, dass sie bereits begonnen haben, sich auf eine veränderte Lage einzustellen. Beispiel für die letztere Haltung könnte der Erzbischof von New York sein, Kardinal Timothy Dolan.

Kardinal Dolan fürchtet, es könne zu lax zugehen

Kardinal Dolan gehörte bei den Bischofssynoden zu den Verfechtern eines konservativen Kurses. In einem Interview im Internet macht er keinen Hehl daraus, dass er vor allem die Befürchtung hat, in der Kirche könne es in dieser Frage zu lax zugehen. Er wiederholt seine Ansicht, dass man dem ganzen Thema ein zu großes Gewicht beimesse. Er könne darin kein dringendes pastorales Problem erkennen. Nur Minderheiten riefen als wiederverheiratete Geschiedene, so der Erzbischof von New York, nach der Wiederzulassung zur Kommunion. Viele Betroffene gingen ohnehin nicht zur Messe. In Amerika sei man über dieses Thema bereits hinweg. Er sage zwar nicht, dass das gut sei, aber so sei es nun mal.

Dass das Fernbleiben von der Eucharistiefeier bei manchen möglicherweise damit zu tun hat, dass wiederverheiratete Geschiedene formell vom Kommunionempfang ausgeschlossen sind, erwähnt er nicht. Dass sich nicht wenige wiederverheiratete Geschiedene wegen dieses Ausschlusses bedauerlicher- und unnötigerweise von Glaube und Kirche nachhaltig entfremdet haben, auch nicht.

Änderungen von einiger Bedeutung nicht ausgeschlossen

Von dem Journalisten wird Dolan auf eine mögliche vorsichtige Öffnung für die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen im Forum internum, also im Kontakt mit einem begleitenden Seelsorger beziehungsweise Beichtvater, angesprochen. Der Versuch, dieses Thema auf der Basis einer persönlichen Gewissensentscheidung zu lösen, entgegnet Dolan, sei nichts Neues. Das geschehe doch auch jetzt schon. „Revolutionär“ würde er dies nicht nennen.

Die Aussagen von Dolan wirken, als richte er sich bereits auf den Tag nach der Veröffentlichung des Papstschreibens ein. Auch wenn man „Amoris laetitiae“ möglicherweise nicht „revolutionär“ nennen wird, kann es dennoch Änderungen von einiger Bedeutung mit sich bringen. Wenn die Kirche Gewissensentscheidungen auf diesem Gebiet unter bestimmten Bedingungen ausdrücklich akzeptieren würde, wenn man bei Wiederverheiratungen nach Scheidungen deutlicher unterscheiden und aus den Unterscheidungen dann auch Konsequenzen ziehen würde, wäre das nicht nichts.
Klaus Nientiedt
http://www.konradsblatt-online.de/html/a...cataktuell=1169

von esther10 07.04.2016 00:23

Fragen zur „ökumenischen Trauerfeier“ für einen homosexuellen Protestanten in einer katholischen Kirche

7. April 2016 0


"Ökumenische Trauerfeier" für Guido Westerwelle in einer katholischen Kirche

(Berlin) Die „ökumenische Trauerfeier“ für den protestantischen und bekennend homosexuellen, ehemaligen deutschen Vizekanzler Guido Westerwelle in einer katholischen Basilika in Köln wirft grundsätzliche Fragen auf, die über diesen Einzelfall hinausreichen. Was ist eine Kirche? Wozu wurde sie errichtet? Was ist ihr Zweck? Ist die Kirche, egal welcher Konfession, nur ein Dienstleistungsunternehmen, dessen Dienste man nach Belieben und in individueller Ausführung in Anspruch nehmen kann? Wollten Kirchenvertreter den Tod Westerwelles gar zur faktischen Anerkennung der Homosexualität durch die Katholische Kirche mißbrauchen? Die mißbräuchliche Nutzung von Kirchen ist kein Einzelfall, sondern tendenziell zunehmend.

„Heiliger Boden“: Die Kirche als Sakralbau

Die Kirche ist das Haus Gottes. Sie hat ihren Ursprung in der Begegnung Gottes mit Moses im brennenden Dornbusch. Das war die erste direkte Offenbarung Gottes an die Menschen seit der Vertreibung aus dem Paradies. Gott sagte zu Moses:

„Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden.“
Der Ort, wo Gott gegenwärtig ist, wo die Heilige Eucharistie gefeiert und aufbewahrt wird, ist heiliger Boden, und Gott verlangt vom Menschen eine entsprechende Haltung. Um diese Heiligkeit zu unterstreichen, forderte Gott den Moses auf, die Schuhe auszuziehen.

Die Kirche betritt der Gläubige zum persönlichen Gebet und vor allem zur Teilnahme an der Zelebration der Heiligsten Eucharistie. Damit ist die Verehrung des auf dem Opferaltar für uns dargebrachten Erlösers zur Hilfe und zum Trost der Gläubigen gemeint. Eine Kirche soll daher, wie auch das Zweite Vatikanische Konzil sagt, schön sein und geeignet sein zu Gebet und heiliger Handlung.

Ein anderer Zweck ist nicht vorgesehen. Das heißt, eine Kirche darf für nichts anderes verwendet werden als zur Vergegenwärtigung, Aufbewahrung und Anbetung Gottes.

Zunehmende Zweckentfremdung

Dennoch werden katholische Kirchen in zunehmendem Maße zweckentfremdet. Die Palette der Sonderangebote reicht von Kunst- und Photoausstellungen bis zu Drehorten für Filme, von Agapen mit Essen und Trinken bis zu regelrechten Benefiz-Essen oder Armenspeisungen, von Kletter- bis Spielhalle einer zweifelhaften Jugendpastoral. Von den Debattierklubs bestimmter katholischer „Reformgruppen“ einmal ganz abgesehen. Hinzu kommen noch zunehmend „ökumenische“ Veranstaltungen. Ihnen allen gemeinsam ist, daß sie mit dem eigentlichen Zweck des Gotteshauses nichts zu tun haben. Die Kirche wird zu einer Art Mehrzweckhalle umfunktioniert, obwohl es ausreichend andere Räumlichkeiten gibt, meist schon im nahegelegenen Pfarrheim oder Gemeindehaus.

Über die Gründe kann spekuliert werden. Ist es die Folge eines schwindenden Glaubens an die Realpräsenz Jesu Christi im allerheiligsten Sakrament des Altares? Oder ist es der unangemessene Versuch, durch „Attraktionen“ die sich leerenden Kirchen zu füllen?

Kirche als Dienstleister für „schöne“ Feiern

Von protestantischer Seite herüberschwappend dringt auch in den katholischen Bereich ein falsches Verständnis der Kirche und der Sakramente ein. Gläubig sind viele eigentlich nicht mehr und sagen lassen wollen sie sich schon gar nichts. Da der Mensch aber gerne feiert, und das schön, um aus dem Alltag auszubrechen, erinnert man sich an die Kirche. Nicht ohne Grund bietet sie – die Ahnung ist selbst im glaubensfernen Menschen noch vorhanden – die schönsten Feste im Leben eines Menschen. Die Bedeutung dieser Feste versteht der sich entchristlichende Mensch vielleicht nicht mehr, aber das Fest erfreut ihn noch.

Die Kirche wird in dieser Perspektive zum Dienstleister für besondere Feste und Familienfeiern degradiert. Einen Dienstleister bestellt man sich, und am besten sollte er alles so ausrichten, wie man es selber haben möchte. Daher werden Kinder nicht mehr ehest möglich nach der Geburt getauft, damit sie durch das Taufsakrament zu Kindern Gottes werden. Die Taufe findet erst statt, wenn ein großes Fest organisiert ist und es allen Geladenen am besten in den Terminkalender paßt. So geht es über Firmung und Hochzeit dahin bis zur Beerdigung. Bei Beichte und Krankensalbung gibt es nichts zu feiern, weshalb nicht von ungefähr diese beiden Sakramente schwindende Beachtung finden.

Steigerungsform „ökumenische Gottesdienste“

So rollt bei diesen besonderen Anlässen allerlei Volk in die Kirche, das kaum mehr die elementarsten Verhaltensregeln kennt. Mancher Pfarrer muß sich mit Sonderwünschen herumschlagen, denn ein Dienstleister sollte ja flexibel auf die Wünsche der Kundschaft eingehen. So jedenfalls erwarten es sich manche „Kunden“.

Zur Potenz gesteigert wird diese Schieflage noch im „ökumenischen“ Kontext. Welchen geistlichen Nutzen etwa haben „ökumenische“ Gottesdienste? Das Eucharistieverständnis zwischen Katholiken und Protestanten ist grundverschieden. Mit diesem Verständnis ist aber untrennbar der Sinn und Zweck verbunden, warum überhaupt Kirchengebäude errichtet wurden und wofür sie zu nützen sind. Mit „ökumenischen“ Gottesdiensten soll zusammengezwungen werden, was nicht zusammenpaßt und nicht zusammengehört. Die vorher zu klärenden Fragen werden einfach übertüncht, und das geschieht zu Lasten des von Gott offenbarten Eucharistieverständnisses.

Damit bleibt auch der geistliche Nutzen und noch mehr die Heilswirksamkeit fraglich. Wozu also das Ganze?

Konkretes Beispiel: die „Trauerfeier“ für Guido Westerwelle

Dazu ein konkretes Beispiel, weil es unter den Augen aller stattfand und damit meinungsbildend wirkt. Am 18. März starb Guido Westerwelle, ein bekannter Bundespolitiker. Eine unheilbare Krankheit rang ihn, erst 54 Jahre alt, nieder. Westerwelle war 1961 geboren worden. Er stammte aus einer angesehenen, protestantischen Rechtsanwaltsfamilie. Beide Eltern waren aus dem 1538 protestantisch gewordenen Land Lippe (seit 1947 ein Teil von Nordrhein-Westfalen) in den damaligen „vorläufigen Regierungssitz“ Bonn gezogen. Westerwelle selbst wurde ebenfalls Rechtsanwalt.

Nach der „Wende“ von einer Regierung aus SPD/FDP zu einer Regierung aus CDU/CSU/FDP wurde er 1983 der erste Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, der neuen Jugendorganisation der FDP. Er stieg in den Bundesvorstand auf und wurde 1994 FDP-Generalsekretär, 1996 Bundestagsabgeordneter, 2001 FDP-Bundesvorsitzender, 2006 Fraktionsvorsitzender und Oppositionsführer und 2009 schließlich Vizekanzler und Bundesaußenminister. Letzteres Amt hatte er bis 2013 inne, als die FDP nach ihrem Höhenflug abstürzte und nicht mehr den Einzug in den Bundestag schaffte.

Bekennender Homosexueller

Über seine Homosexualität wurde frühzeitig gemunkelt. „Geoutet“ hat sich Westerwelle jedoch erst verhältnismäßig spät. Den Rahmen bildete 2004 Angela Merkels 50. Geburtstag. Westerwelle nahm mit männlichem Partner daran teil. Für die Schlagzeile sorgte am 21. Juli die Bild-Zeitung. Gast der Geburtstagsfeier war auch Kardinal Karl Lehmann, damals Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Es gab Zeiten, da wäre ein katholischer Bischof aus Protest gegen eine so demonstrative Zurschaustellung von Homosexualität aufgestanden und gegangen. Lehmann blieb, was als einer indirekte Gutheißung ausgelegt werden konnte.

2010 ging Westerwelle eine „Verpartnerung“ nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz ein. Das Gesetz aus rot-grüner Regierungszeit erkennt homosexuelle Beziehungen an und gibt ihnen einen rechtlichen Rahmen. Westerwelle war zu diesem Zeitpunkt Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland, was seiner Homosexualität große Medienöffentlichkeit verschaffte. Sein Verhalten ist, neben dem anderer Personen des öffentlichen Lebens, als wirksamste Werbung für die Homosexualität zu sehen.

„Trauerfeier“ in einer katholischen Kirche

Obwohl Westerwelle protestantisch war, fand am 2. April eine ökumenische Trauerfeier statt und das in der katholischen Basilika St. Aposteln in Köln. Warum eine ökumenische Trauerfeier? Warum in einer katholischen Kirche? Ist Kirche gleich Kirche, nur weil sie so genannt werden? Einer „ökumenischen“ Vermengung und Relativierung des katholischen Kirchenverständnisses wurde damit allemal Vorschub geleistet.

Es geht aber um weit mehr Fragen: Gilt die Liturgie dem Verstorbenen oder den Lebenden? Bekanntlich war der Verstorbene Angehöriger der Evangelischen Kirche im Rheinland, einer preußischen Unionskirche, in der sowohl Lutheraner als auch Calvinisten zusammengefaßt sind. Woran wurde die Feier ausgerichtet? An den mutmaßlichen Teilnehmern, also an der Tatsache, daß die höchsten Würdenträger der Republik und daher neben Protestanten auch Katholiken anwesend sein würden?

Und warum einerseits in einer katholischen Kirche, wenn andererseits ein protestantischer Pastor die „Trauerfeier“ leitet? Weil Prälat Karl Jüsten, Leiter des Katholischen Büros der deutschen Bischöfe in Berlin, der die Predigt hielt, Westerwelle seit „frühester Jugend“ kannte? Das klingt zu dürftig, besonders im Vergleich zum Eindruck einer faktischen Anerkennung der Homosexualität durch die Katholische Kirche, der am 2. April durch Prälat Jüsten und durch den Ort vermittelt wurde. Vor allem hat die persönliche Jugendfreundschaft nichts mit der Liturgie zu tun. Jüsten ließ in seiner Predigt, was angesichts der starken Medienpräsenz unerläßlich gewesen wäre, nicht den geringsten Hauch einer Kritik an Westerwelles Homosexualität anklingen. Ganz im Gegenteil. Er wandte sich ausdrücklich an Westerwelles „Mann“. Dieser saß in der ersten Kirchenbank gleich neben Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Homosexualität ist durch Guido Westerwelle, auch über den Tod hinaus, hochoffiziell im Protokoll der Bundesrepublik Deutschland angekommen und wird nicht nur als „selbstverständlich“ akzeptiert, sondern besonders hervorgekehrt.

Mißbrauch der Kirche

Die Entscheidung, die Trauerfeier für einen homosexuellen Protestanten in einer katholischen Kirche abhalten zu lassen, obwohl es an protestantischen Kirchen nicht mangelt, klingt im besten Fall danach, daß weltliche Kriterien wichtiger waren als kirchliche und geistliche. Im schlimmsten Fall sollte unter Mitwirkung höchster Kirchenkreise vor aller Öffentlichkeit die faktische Anerkennung der Homosexualität in der katholischen Kirche demonstriert und vorangetrieben werden. Ob so oder anders, der Widerspruch zwischen Westerwelles Homosexualität und der katholischen Kirche scheint niemandem aufgefallen, jedenfalls niemanden gestört zu haben. Auch nicht die katholischen Kirchenvertreter.

Zahlreiche Medien hatten ohnehin den Tod und die Trauerfeier zum Werbeinstrument für Homosexualität umgewandelt. Dem am selben Tag verstorbenen CDU-Politiker und Familienvater Lothar Späth widmeten die Medien in ihrer Berichterstattung deutlich weniger Raum.

Die „ökumenische Trauerfeier“ für Guido Westerwelle wurde zum offensichtlichen Beispiel für den Mißbrauch einer katholischen Kirche und der Liturgie als Dienstleistung. Westerwelle war bekennender Homosexueller und lebte als solcher im Stand schwerer Sünde, und er war Protestant. Mit der katholischen Kirche und dem katholischen Glauben verband ihn offensichtlich wenig.

Welche Heilswirksamkeit sollte zudem eine „ökumenische Trauerfeier“ haben? Ein Requiem hat sie. Wollte man dem Toten Gnadenmittel zukommen lassen, sollte er im Fegefeuer sein, dann wäre dies durch eine Heilige Messe möglich. Sie kann als Intention auch einem Nicht-Katholiken zugewandt werden. Das aber scheint gar nicht gewünscht gewesen zu sein. Womit wir wieder bei der bereits gestellten Frage wären, nach welchen Kriterien die Feier so ausgerichtet wurde, wie sie ausgerichtet wurde.

War die katholische Kirche einfach nur die „schöne“ Kulisse für eine „schöne“ Feier? Sollte durch die hohe Politik ein bundesrepublikanischer „Konsens“ demonstriert werden? Die Kirche nur als Handlanger der Regierung als Ausdruck des aufklärerischen und protestantischen Staatskirchentums? Ist auch der katholische Glaubensschwund soweit fortgeschritten, daß äußerliche Aspekte wichtiger sind als geistliche? Anders ausgedrückt, daß ein Anruf aus dem Berliner Regierungsviertel ergebenst spuren läßt?

Die Sprache des Kirchenrechts

Der Codex des Kirchenrechts liefert wichtige und verbindliche Anhaltspunkte:

Can. 1205 — Heilige Orte sind solche, die für den Gottesdienst oder das Begräbnis der Gläubigen bestimmt sind durch Weihung oder Segnung, wie sie die liturgischen Bücher dazu vorschreiben.

Canon 1210 — An einem heiligen Ort darf nur das zugelassen werden, was der Ausübung oder Förderung von Gottesdienst, Frömmigkeit und Gottesverehrung dient, und ist das verboten, was mit der Heiligkeit des Ortes unvereinbar ist.

Can. 1211 — Heilige Orte werden geschändet durch dort geschehene, schwer verletzende, mit Ärgernis für die Gläubigen verbundene Handlungen, die nach dem Urteil des Ortsordinarius so schwer und der Heiligkeit des Ortes entgegen sind, daß es nicht mehr erlaubt ist, an ihnen Gottesdienst zu halten, bis die Schändung durch einen Bußritus nach Maßgabe der liturgischen Bücher behoben ist.

Can. 1214 — Unter Kirche versteht man ein heiliges, für den Gottesdienst bestimmtes Gebäude, zu dem die Gläubigen das Recht freien Zugangs haben, um Gottesdienst vornehmlich öffentlich auszuüben.

Es mag also sein, daß alles, was am 2. April in der Kölner St. Aposteln-Basilika geschehen ist, nach Maßgabe der deutschen Bischöfe geschehen ist. Dennoch bleiben Fragen. War das angemessen und richtig? Und vor allem: Welchen Nutzen hat es für das Seelenheil?

Die „ökumenische Trauerfeier“ für Guido Westerwelle ist nur ein Beispiel, allerdings ein öffentlichkeitswirksames Beispiel für eine mißbräuchliche Kirchennutzung, ein zweifelhaftes Verständnis des sakralen Raumes, der Sakramente und der Heilsnotwendigkeit. Eine Beschäftigung mit den aufgeworfenen Fragen und eine Wiederentdeckung und Wiedergewinnung des Sakralraumes, wie sie Papst Benedikt XVI. eingefordert hatte, tut not.
http://www.katholisches.info/2016/04/07/...lischen-kirche/
Text: Giuseppe Nardi
Bild: FFH/AFP-TV (Screenshot)

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von esther10 07.04.2016 00:22

06.04.2016

Kölner Prälat informiert Papst über Zahl heiliger Ehepaare
Mehr als erwartet
Der Kölner Prälat Helmut Moll hat Papst Franziskus über die Zahl der weltweit selig- und heiliggesprochenen Ehepaare informiert. Dieser reagierte recht erstaunt, als er die Gesamtzahl präsentiert bekam.

Zwei Tage vor der Veröffentlichung des Päpstlichen Schreibens über Ehe und Familie präsentierte der Beauftragte des Erzbistums Köln für Selig- und Heiligsprechungen dem Papst die Ergebnisse seiner Recherchen. "Als ich dem Heiligen Vater sagte, dass es insgesamt 60 selige und heilige Paare gibt, war er sehr überrascht", berichtete Moll, der am Mittwoch an der wöchentlichen Generalaudienz des Papstes teilgenommen hatte.

Im Anschluss wechselte der Prälat einige persönliche Worte mit dem Papst. Dabei überreichte er ihm unter anderem seinen Aufsatz über sämtliche bis heute selig- und heiliggesprochenen Ehepaare.

Nachsynodales Schreiben am Freitag

Am Freitag veröffentlicht Franziskus sein nachsynodales Schreiben zur Familiensynode. Es wird erwartet, dass er sich hierbei auch zum kirchlichen Umgang mit Menschen äußert, deren Lebenssituation der katholischen Lehre widerspricht. Moll, der mehr als zehn Jahre in der vatikanischen Heiligsprechungskongregation tätig war, sieht die von ihm recherchierten Paare als "großen Gewinn". Sie könnten für viele Eheleute ein Vorbild sein - auch angesichts der gut 40-prozentigen Scheidungsrate in Deutschland.

Sieben Jahre lang suchte der Prälat nach allen bisher heilig- und seliggesprochenen Paaren, denn nur in den seltensten Fällen wurden die Eheleute gemeinsam "zur Ehre der Altäre" erhoben - im Jahr 2015 war dies erstmals bei einer Heiligsprechung der Fall, abgesehen von Märtyrergruppen. Unter ihnen wurde Moll oft fündig: "Als wir weltweit diese Gruppen genauer aufgeschlüsselt haben, waren darunter viele Eheleute, die oft auch mit ihren Kindern für den Glauben gestorben sind."
https://www.domradio.de/themen/bischofss...iliger-ehepaare
(KNA)

von esther10 07.04.2016 00:22

Synoden-Dokument Amoris Laetitia: Was bisher geschah


Papst Franziskus bei der Synode 2015 - ANSA

07/04/2016 09:00SHARE:
Amoris Laetitia - der an diesem Freitag zu veröffentlichende Text von Papst Franziskus - steht am Ende eines synodalen Prozesses. Begonnen hatte dieser im Februar 2014 mit einer Kardinalversammlung im Vatikan und einem Vortrag von Kardinal Kasper, es folgten zwei Versammlungen der Bischofssynode und viel Vor- und Nachbereitung. In seinem Blog geht Pater Bernd Hagenkord die Stationen des Prozesses noch einmal ab. (rv)


Der synodale Prozess … was bisher geschah
hier geht es weiter
http://blog.radiovatikan.de/der-synodale...bisher-geschah/
http://blog.radiovatikan.de/der-synodale...geschah-teil-2/

von esther10 07.04.2016 00:20

07.04.2016

Kardinal Brandmüller mahnt Einhaltung katholischer Grundsätze an
"Keine Ausnahmen bei Kommunion-Zulassung Geschiedener"


Kardinal Walter Brandmüller hat vor einer Aufweichung katholischer Grundsätze beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen gewarnt.

Er äußerte sich im Vorfeld der angekündigte Veröffentlichung des Papstschreibens zum Thema Familie.

Seelsorgliches Handeln, das nicht mit der Glaubenswahrheit der Unauflöslichkeit der Ehe in Einklang stünde, "müsste an seiner inneren Unwahrhaftigkeit scheitern", schrieb der frühere vatikanische Chefhistoriker auf dem österreichischen Internetportal "kath.net".

Absage an Ausweg

Mit Blick auf die für Freitag angekündigte Veröffentlichung eines Papstschreibens zum Thema Familie erteilte Brandmüller dem vermeintlichen Ausweg eine Absage, Gläubige, die in einer kirchenrechtlich ungültigen zweiten Ehe leben, auf der Grundlage einer Ausnahmeregelung zur Kommunion zuzulassen. "Was aus Glaubensgründen grundsätzlich unmöglich ist, ist es auch im Einzelfall", so der deutsche Kardinal.

Ebenso wandte sich Brandmüller gegen den Versuch, wiederverheiratete Geschiedene etwa durch die Einbindung in Glaubensunterweisung oder liturgische Aufgaben kirchlich integrieren zu wollen. Dies bringe nicht nur die Betroffenen selbst in Konflikte und Verlegenheit, sondern untergrabe auch die Glaubwürdigkeit der kirchlichen Verkündigung. Bei solchen Lösungsansätzen gehe es letztlich darum, "mit Hilfe einer 'Salamitaktik' am Ende doch die Zulassung Betroffener zu den Sakramenten zu erreichen".

Schreiben "Amoris laetitia"

Auch das erwartete nachsynodale Schreiben "Amoris laetitia" von Papst Franziskus sei im Licht der Unauflöslichkeit der Ehe wie auch des biblischen Scheidungsverbots Jesu zu interpretieren, betonte Brandmüller. Vor dem Hintergrund dieser Prinzipien sei "ein Widerspruch zwischen einem päpstlichen Dokument und dem Katechismus der Katholischen Kirche nicht vorstellbar".

(KNA)

von esther10 07.04.2016 00:19

Papst Franziskus nimmt an WJT teil


- RV

12/03/2016 12:38SHARE:
Papst Franziskus wird vom kommenden 27. bis 31. Juli auf Pastoralbesuch nach Polen reisen, um am 31. Weltjugendtag teilzunehmen. Das gab der vatikanische Pressesaal an diesem Samstag offiziell bekannt. Der Weltjugendtag in diesem Jahr steht ganz im Zeichen der Barmherzigkeit: „Selig, die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden“ ist das Motto des Jugendtreffens, das in und um Krakau stattfinden wird.

In Krakau und Warschau wurde am Samstag ein erster Entwurf des Reiseprogramms vorgestellt. Demnach wird Franziskus am 27. Juli auf dem Flughafen von Krakau landen und dort vom Präsidenten der Republik sowie den Bischöfen des Landes empfangen. Am Abend wird der Papst sich am Sitz des Erzbistums Krakau am sogenannten „Papstfenster“ zeigen, von wo aus bereits Papst Johannes Paul II. zu den Jugendlichen sprach. Für Donnerstag, den 28. Juli, ist die Etappe in Tschenstochau vorgesehen, wo Franziskus vor der Ikone der Schwarzen Madonna beten wird. Anschließend feiert er dort anlässlich des 1.050-jährigen Bestehens des Christentums in Polen eine Messe.

Am Freitag, den 29. Juli besucht Franziskus morgens das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, am Nachmittag betet er mit den Jugendlichen im Krakauer Blonia-Park einen Kreuzweg. Am Samstag, den 30. Juli, besucht er das Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Lagiewniki. Dort wird Franziskus die Heilige Pforte durchschreiten und in der Kapelle am Grab der von Johannes Paul II. im Heiligen Jahr 2000 heiliggesprochenen Maria Faustina Kowalska beten. Anschließend findet dort eine Heilige Messe mit Priestern und Seminaristen statt. Im Heiligtum wird Franziskus einigen Jugendlichen die Beichte abnehmen und anschließend mit einigen von ihnen zu Mittag essen. Am Abend findet dann die Gebetswache für den Weltjugendtag statt.

Am Sonntag, den 31. Juli, wird Franziskus die Aussendungsmesse für die Jugendlichen feiern. Anschließend trifft er die Freiwilligen und das Organisationskomitee des Weltjugendtags. Nach der Abschlusszeremonie kehrt der Heilige Vater nach Rom zurück.
(rv 12.03.2016 cs/cz)

von esther10 07.04.2016 00:17

Franziskus reist am 16. April nach Lesbos



07/04/2016 12:32SHARE:
Papst Franziskus wird am 16. April auf die griechische Insel Lesbos reisen. Das teilte der Vatikan an diesem Donnerstag mit. Dort wird der Papst gemeinsam mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., und dem griechisch-orthodoxen Erzbischof von Athen, Hieronimus II., Flüchtlinge treffen. Die Einladung auf die griechische Insel sei durch Bartholomaios und den griechischen Präsidenten erfolgt. Die Insel ist Haupt-Anlaufpunkt bei der Überfahrt der Flüchtlinge von der Türkei nach Griechenland und Brennpunkt des erst kürzlich in Kraft getretenen Rückführungsabkommen zwischen EU und Türkei. In seiner Mitteilung betonte der Vatikan auch den ökumenischen Charakter des Besuches von Papst Franziskus und den Vertretern der orthodoxen Kirche.
(rv 07.04.2016 cz)

von esther10 07.04.2016 00:17


Großfürstin Katharina Pawlowna von Russland, spätere Königin von Württemberg



Beschreibung ...
Als diese Miniatur entstand, war Katharina Pawlowna, Tochter des russischen Zaren Paul I. (reg. 1796-1801), 27 Jahre alt, Mutter zweier Kinder und Witwe des Herzogs von Oldenburg. Der Hofmaler Napoleons Jean-Baptiste Isabey hat sie 1815 als mädchenhafte Schönheit auf dem Wiener Kongress porträtiert. Hier begegnete die gleich von mehreren Fürsten umschwärmte Katharina zum ersten Mal Kronprinz Wilhelm von Württemberg (reg. 1816-1864). Wenige Monate später heirateten sie.

Später....

Katharina Pawlowna von Russland - Königin von Württemberg, von Stuttgart.
(Großfürstin Katharina Pawlowna)
* 10. Mai 1788 in Zarskoje Selo
† 9. Jan 1819 in Stuttgart (Grab auf dem Württemberg in Stuttgart - Rotenberg)

Veranstaltungen 2016 in der Grabkapelle auf dem WürttembergGrabkapelle

START IN DIE SAISON 2016 - Vor 200 Jahren kam die Zarentochter Katharina in Stuttgart an
Die russische Prinzessin wird württembergische Königin: Im April 1816, vor 200 Jahren, kam Katharina Pawlowna in Stuttgart an, um König Wilhelm I. zu heiraten. Die Grabkapelle auf dem Württemberg ist ihr Mausoleum – und die Zarentochter ist die Patin für einige der neuen Veranstaltungen im diesjährigen Programm der Staatlichen Schlösser und Gärten.

GENERATIONENWECHSEL UND ERFOLGREICHES JAHR

Vor einem Jahr war der Generationswechsel auf der Grabkapelle: Damals übernahm Christiane Grau von ihrer Mutter Doris die Betreuung der Kapelle im Auftrag der Staatlichen Schlösser und Gärten. „Eine perfekte Nachfolgesituation“ nennt Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, die personelle Besetzung. Das zurückliegende Jahr sei gut gelaufen, erklärt Michael Hörrmann, und weist auf Höhepunkte wie den Schlosserlebnistag im Juni mit dem Kindermalwettbewerb hin und auf den sehr erfolgreichen „Herbstzauber“, bei dem an vier Wochenenden etwa 6.500 Besucherinnen und Besucher den Zauber der Herbsttage genossen. Die Gesamtbesucherzahl 2015 lag mit 34.818 Besuchern um 2,3 % über dem Ergebnis von 2014.

VOR 200 JAHREN KAM KÖNIGIN KATHARINA IN WÜRTTEMBERG AN

Auch 2016 wollen die Staatlichen Schlösser und Gärten wieder mit einem vielfältigen Programm auf der Grabkapelle viele Einladungen aussprechen, die besondere Stimmung des Monumentes und seine ungewöhnliche Geschichte kennenzulernen.
Am 13. April steht ein Jubiläum im Kalender: An diesem Tag vor genau 200 Jahren kam die russische Prinzessin Katharina Pawlowna in Stuttgart an – um die neue Königin von Württemberg zu werden. „Das Jubiläum war für uns der Anlass, in diesem Jahr die Person der Königin Katharina in den Mittelpunkt zu stellen“, erklärt Birgit Strobel, als stellvertretende Leiterin der Schlossverwaltung Ludwigsburg für die Grabkapelle zuständig. Die Lebensgeschichte der bis heute beliebten Herrscherin wird bei besonderen Führungen präsentiert. Am 13.4., am Tag ihrer Ankunft in Stuttgart, wird es einen kleinen Event auf der Grabkapelle geben – mit Gesang in der besonderen Akustik der Gruft.


Sehr interesant...

In Stuttgart gibt es viele Einrichtungen, nach ihrem Namen. Auch das Katharinenhospital hat sie gegründet und Vieles mehr.
Sie stammte aus Russland.

Es war eine Liebesheirat, wurde gesagt, doch sie starb schon 3 Jahre später.



Sie brachte die doppelte Menge an Geld, was sie für das arme Stuttgart , bringen sollte...sie war eine sehr gute Frau.
Und hat trotz ihrem kurzem Leben von 30 Jahren, so viele Stiftungen zu Wege. Sie war nur 3 Jahre verheiratet, bekam die -Grippe und
weitere Krankheiten, steht hier alles im Bericht. Steht auch in der heutigen Stuttgarter Nachrichten - Zeitung...7.4.2016.
Es ist diesen Monat April, die 200 Jahr Feier, wo sie damals in das arme Stuttgart kam und viel
Kreatieves blühen ließ....


Großfürstin Katharina Pawlowna von Russland,
Königin von Württemberg



Neckarverlauf, Untertürkheim 1915
Hier ist Weiteres eingetragen....
http://www.wirtemberg.de/katharina.htm
Von Petersburg ins arme Deutschland

Sie verließ Russland und folgte ihrem Mann nach Stuttgart, der kurz nach der Heirat den Thron bestieg, da Wilhelms Vater König Friedrich gestorben war. Trotz pompöser Hochzeit in Petersburg und glamourösen Einzuges in Deutschland mit über 60 Wagen erwartete Katharina im bettelarmen Königreich Württemberg eine harte Bewährungsprobe: Das Volk litt an der bis dato schlimmsten Hungersnot, hervorgerufen durch schlechte Wetterverhältnisse und daraus resultierende Missernten. Das Straßenbild war geprägt von hungrigen Kindern in zerlumpten Kleidern, die vergebens an Haustüren um Brot bettelten.

Eine engagierte Königin

Am selben Tag brachte Katharina ihre erste von zwei gemeinsamen Töchtern zur Welt. Noch im Wochenbett begann die Königin mit der Gründung eines Wohltätigkeitsvereins. Sie beschaffte für die Hungernden sowohl Nahrungsmittel als auch Kleidung und besorgte beispielsweise den Schuhmachern Leder, um ihre Arbeitsgrundlage zu sichern. Katharina finanzierte dies zum Teil aus ihrer eigenen russischen Mitgift. Auch ihr Bruder, Zar Alexander I., linderte die Not mit Getreidelieferungen.

„Arbeit schaffen hilft mehr als Almosen geben.“

Mit diesem leidenschaftlichen Tatendrang eroberte die Königin die Herzen des Volkes und setzte als erste soziale Unternehmerin Maßstäbe für die Zukunft. Katharina brachte dem Land eine außergewöhnlich moderne Sozialstruktur, da Sie früh erkannte: „Arbeit schaffen hilft mehr als Almosen geben.“ Für die Frauen errichtete sie Spinn- und Nähschulen und betrieb aktive Beschäftigungspolitik.

Die Gründung des Katharinenstifts

Selbst Mutter, schmerzte Katharina besonders die Not der Kinder. Sie gründete Armenschulen gegen das Kinderbetteln und auch die Gründung des Katharinenstifts in Stuttgart geht auf sie zurück, ebenso das Katharinenhospital. Heute wissen wir, dass Katharina in ihrem Engagement eine Nachhaltigkeit bewiesen hat, die zur damaligen Zeit ihresgleichen suchte. Ihr außergewöhnlich soziales Gespür ließ sie erkennen, dass die mangelnde Vorsorge für das Alter ein Grund für die unaufhörliche Armut war. Das Ergebnis: Sie gründete 1818 die erste „Spar-Casse zum Besten der ärmeren Volks-Classe“, heute die Württembergische Landessparkasse.

Das Volkfest als Motivation für die Bauern

Auch für das Cannstatter Volksfest legte sie gemeinsam mit Wilhelm den Grundstein. Um der Armut der Bauern entgegenzuwirken, wurde 1817 die „Centralstelle des landwirtschaftlichen Vereins“ gegründet. Dieser Verein sollte jährlich die Leistungsschau der Landwirtschaft mit Pferderennen sowie Preisverleihungen für herausragende Leistungen in der Viehzucht veranstalten – und das alles mit einem allgemeinen Volksfest verknüpfen. Ziel war es, die Bauern zu motivieren und die schwer geschädigte württembergische Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.

Das Ende der Königin

Für alle überraschend starb die Königin im Alter von nur 30 Jahren an einer Erkältung. Viel Gutes und Nachhaltiges hat Katharina in nur knapp drei Jahren bewegt. Die Erkältung, so wird zumindest vermutet, soll sie sich zugezogen haben, als sie in einem offenen Pferdewagen mit nur leichtem Kleid, im Winter....zurück nach Stuttgart fuhr, nachdem Sie den König mit seiner Geliebten in Scharnhausen, bei Stuttgart, erwischt hatte. Und er war nicht gewillt, diese Beziehung aufzugeben...


König Wilhelm von Stuttgart


http://www.wirtemberg.de/katharina.htm...
http://www.grabkapelle-rotenberg.de/wiss...n-wuerttemberg/
http://www.monumente-online.de/de/ausgab...hp#.Vwa2tPmLSUk
http://www.rok-stuttgart.de/v3/de/home/church-history.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Katharina_Pawlowna

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SO IST ES HEUTE IN STUTTGART!


http://www.familien-schutz.de/2014/10/09...0-in-stuttgart/

Ein Fisch ist kein Fahrrad!



Grün-Rot schmettert Bildungsplan-Petition ab – Jetzt erst recht: DEMO FÜR ALLE



von esther10 07.04.2016 00:14

Papst: Jesus ist die absolute Liebe

- ANSA, 6.4.2016


Jesus ist die reine, kostenfreie und absolute Liebe. Das betonte Papst Franziskus bei strahlendem Sonnenschein auf dem Petersplatz während seiner Generalaudienz. Er setzte an diesem Mittwoch seine Katechese zum Evangelium der Barmherzigkeit fort.

Nachdem er die letzten Male über die Barmherzigkeit Gottes im Alten Testament gesprochen hatte, wollte Franziskus an diesem Mittwoch über die Vollendung Jesu sprechen. „Eine Barmherzigkeit, die er stets zum Ausdruck gebracht, realisiert und kommuniziert hat, in jedem Moment seines irdischen Lebens. Indem er die Menschen traf, das Evangelium verkündete, die Kranken heilte, sich den Letzten annäherte und den Sündern vergab, macht Jesus eine für jeden offene Liebe sichtbar: keinen ausgenommen! Offen für alle, ohne Grenzen. Es ist eine reine, kostenfreie und absolute Liebe. Eine Liebe, die im Opfer am Kreuz ihren Höhepunkt erreicht. Ja, das Evangelium ist tatsächlich das „Evangelium der Barmherzigkeit“, weil Jesus Barmherzigkeit ist.“

Alle vier Evangelien bezeugten, dass sich Jesus vor Beginn seiner Mission von Johannes hat taufen lassen, ein fundamentales Ereignis für die gesamte Sendung. Zuvor hatte er 30 Jahre lang im Verborgenen gelebt, beschreibt Franziskus Jesu Jahre vor seinem öffentlichen Auftreten. „In der Tat hat er sich nicht in der Pracht des Tempels präsentiert: das hätte er tun können. Er hat sich nicht von Trompetenklängen ankündigen lassen: das hätte er tun können. Er kam auch nicht Gestalt eines Richters: das hätte er tun können. Stattdessen, nach einem 30-jährigen verborgenen Leben in Nazareth ging er an den Jordan, gemeinsam mit so vielen Menschen seines Volkes, und stellte sich in eine Reihe mit den Sündern. Er hat sich nicht geschämt, er war dort mit allen, mit den Sündern, um die Taufe zu empfangen. Deshalb, von Beginn seines Dienstes an, offenbart er sich als Messias, der die Bürde des Menschseins annimmt, bewegt von Solidarität und Mitleid zu uns.“

Alles, was Jesus nach der Taufe vollbrachte, war die Bestätigung seines ursprünglichen Programms: Allen Menschen die rettende Liebe Gottes zu bringen, erklärte Franziskus. „Jesus brachte nicht den Hass, nicht die Feindschaft. Er brachte die Liebe! Eine große Liebe, die die Herzen für alle öffnet, für uns alle! Eine Liebe, die rettet!“ Die Taube, die während seiner Taufe vom Himmel herab gekommen ist, sei die Bestätigung Gottes für den Weg, den Jesus eingeschlagen habe und solle zeigen, dass Jesu Herz im Einklang mit dem Herzen des Vaters schlage.

Das Geheimnis von Gottes Liebe und Barmherzigkeit könne man im gekreuzigten Jesus noch viel klarer sehe. Er gehe, selbst unschuldig, für die Sünder ans Kreuz, und stehe für die Barmherzigkeit Gottes, der die Sünden aller Menschen auf sich nimmt, erklärt Papst Franziskus weiter: „Meine Sünden, deine Sünden, eure Sünden. Er ist da am Kreuz und legt sie dem Vater dar. Und mit der Sünde der Welt werden auch unsere Sünden gelöscht. Nichts und niemand ist von diesem Opfer Jesu ausgeschlossen.“

Das bedeute auch, dass wir keine Angst haben müssten, uns selbst als Sünder zu erkennen. „Aber wie oft sagen wir: ‚Aber das ist eine Sünde, der hat dies und das gemacht‘, und urteilen über die anderen. Und du? Jeder von uns sollte sich fragen: ‚ja, das ist ein Sünder. Und ich?‘ Wir alle sind Sünder, aber uns allen wird vergeben. Wir alle haben die Möglichkeit, diese Vergebung zu empfangen, die die Barmherzigkeit Gottes ist.“ Diese Barmherzigkeit könne man in der Beichte erfahren, erklärt Franziskus weiter. Man brauche für das Sündenbekenntnis keine Angst, denn jede Sünde sei bereits von Jesus mit aufs Kreuz getrogen worden. Das Sakrament der Versöhnung mache die Kraft der Vergebung gegenwärtig und erneuere das Leben in der Barmherzigkeit. Die Macht der Liebe des Gekreuzigten überwinde jedes Hindernis und gehe nie zur Neige, schließt Franziskus seine Katechese ab.

(rv 06.04.2016 pdy)

von esther10 07.04.2016 00:10

D: Lutherarchiv in Eisleben wird eröffnet

- EPA

06/04/2016 13:33SHARE:
In Eisleben (Sachsen-Anhalt) wird an diesem Freitag ein Lutherarchiv eröffnet. Das 1861/62 erbaute Gebäude wurde in den vergangenen zweieinhalb Jahren für 1,45 Millionen Euro saniert und erweitert, wie die Stiftung Luthergedenkstätten am Mittwoch in Wittenberg mitteilte. Zukünftig soll das Archiv Sammlungen der Stiftung sowie die Turmbibliothek aus der Sankt Andreaskirche beherbergen. Eisleben ist Geburts- und Sterbeort des Reformators Martin Luther (1483-1546).

„Mit dem Lutherarchiv wird deutlich, dass Archive für uns keine passiven, sondern aktive Orte sind, die die Geschichte ins Bewusstsein der Gesellschaft bringen können“, erklärte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) anlässlich der Eröffnung. Die Gebäudesanierung finanzierten das Bundesbauministerium sowie die Lutherstadt Eisleben.

Das Haus in der Seminarstraße 2 wurde als Schulgebäude errichtet und ab 1911 als Tischlerei und Wohnhaus genutzt. In den vergangenen 20 Jahren stand das Gebäude leer, seit dem Jahr 2005 gehört es der Stiftung Luthergedenkstätten.

(kna 06.04.2016 rs)

von esther10 07.04.2016 00:08

Familie
Alles, was Sie schon immer über die Ehe zu kennen und Annullierungen aber nicht zu fragen wagten

Bedeutet Scheidung Exkommunikation? Bedeutet Aufhebung Ihre Kinder sind illegitim?
6. April 2016


VATIKAN - Während Vorfreude baut für Franziskus 'bevorstehenden Apostolischen Schreiben "Amoris Laetitia" (oder "The Joy of Love")

, so scheint es ein günstiger Zeitpunkt Unsicherheiten und Missverständnisse über die tatsächliche Lehre über die Ehe, Aufhebungen der Kirche viele haben zu adressieren, Scheidung und den Zugang zum Abendmahl.

Was ist eine sakramentale Ehe in den Augen der Kirche? Was ist eine Aufhebung, und was ist nicht wahr? Sind Kinder , deren Eltern eine Aufhebung illegitimen gewährt wurden? Kann jemand, der geschieden ist, aber nicht in einer zweiten Beziehung, die heilige Eucharistie empfangen? Und warum kann nicht geschieden und wieder verheiratet civilly Katholiken gehen Sie einfach zur Beichte und dann erhalten die heilige Kommunion?


Msgr. John Kennedy
Um klare Antworten auf diese Fragen zu geben, sprach Aleteia mit Msgr. John Kennedy, gebürtig aus Irland und der amtierende Büroleiter des Matrimonial Abschnitt der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre.

EHE

Was ist eine sakramentale Ehe?

Wenn Sie eine Münze denken, die zwei Seiten hat aber immer noch nur eine Münze, kann dies als ein Bild dazu beitragen, die innige Verbindung zwischen einem Sakrament und der christlichen Ehe zu beschreiben.

Ein wenig Hintergrund: Unser Glaube sagt uns, dass Sakramente wurden uns von Jesus gegeben und von der Kirche als ein Mittel oder ein sichtbares Zeichen der Gnade beobachtet. Die Gnade ist Gottes Liebe in Aktion gegen die Menschheit. ... Wenn Gott uns die Gnade gibt, ist es wie der gute Hirte, der auf der Suche nach den verlorenen Schafen geht. Gnade ist, dass freie Geschenk, das Gott uns aus seiner unendlichen Güte bietet.

Das Wort Sakrament kommt aus dem lateinischen sacramentum , was bedeutet , heilig zu machen, oder zu weihen. Eine sakramentale Ehe ist also etwas , das uns von Jesus gegeben wurde und die heiligt die Ehepartner und hilft ihnen , auf dem Weg und Heil zur Heiligkeit.

Wenn wir über die Ehe denken verstehen wir es mit Rechten und Pflichten als nur eine rechtliche Vertrag mehr zu sein. Es ist eine heilige Beziehung, die die Ehegatten verbindet beide miteinander und was noch wichtiger ist zu Gott. Diese Beziehung wird oft bezeichnet in biblischen Worten als Bund. Normalerweise wird ein Bund ist eine heilige Verbindung zwischen Gott und seinem Volk.

In der christlichen Ehe ist die Ehe-Bund von einem Mann brachte und eine Frau, die, in der Gegenwart Gottes, zwischen sich eine Partnerschaft für das ganze Leben durch den Austausch von Zustimmung vor einem Priester und zwei Zeugen etablieren. Das Paar etwas Neues zu schaffen und schön in diesem Augenblick. Dieser neue Zustand des Lebens ist durch seine Natur zum Wohl der Ehegatten und die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet. Da die Vereinigung von Gott gesegnet ist, wird es heilig, nicht durch irgendwelche persönlichen Verdienste der Ehegatten, sondern weil Christi. Es ist Christus, Ehe heilig macht. Im Evangelium wissen wir, dass er die Ehegatten bei der Hochzeit zu Kana, und durch das Sakrament der Ehe gesegnet, setzt dies heute tun. Aus diesem Grund wird, wenn beide Ehegatten getauft werden, ist ihre Ehe durch eine besondere Würde gekennzeichnet.
http://aleteia.org/2016/04/06/everything...-afraid-to-ask/
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