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von esther10 13.02.2016 00:14

Zurück zum Mittelalter?


Pater Raniero Cantalamessa ist der offizielle Prediger des Päpstlichen Hauses und selbst Kapuziner. - AP

09/02/2016 10:06SHARE:

Zunächst ist das Heilige Jahr eher schleppend angelaufen; nur selten sah man vor dem Petersdom mal Pilger in Richtung Heilige Pforte wallen. Das hat sich jetzt geändert: Menschen stehen Schlange, um (noch bis Donnerstag) in Sankt Peter an den sterblichen Überresten der heiligen Pater Pio und Pater Leopoldo Mandic vorbeizudefilieren. Ein eigentümliches, irgendwie vorkonziliares Bild, diese zwei gestrengen Männer mit braunen Kutten und grauen Bärten, die in ihren Glassärgen im Petersdom liegen.

Pater Raniero Cantalamessa ist der offizielle Prediger des Päpstlichen Hauses und selbst Kapuziner. Wir fragten ihn, ob wir jetzt zurück sind im Mittelalter.
„Das Mittelalter ist wieder da – das könnte ja auch heißen, der heilige Franz von Assisi ist wieder da! Auch der große heilige Franziskus gehörte ja zum Mittelalter, und ich glaube nicht, dass irgendjemand etwas dagegen hätte, wenn wir heute einen neuen heiligen Franz hätten. Von Mittelalter sprechen ist also etwas Zweideutiges, weil Mittelalter auch etwas Positives, Wunderschönes bedeuten kann.“

Und trotzdem, Pater Cantalamessa: Diese Pilger, die kleine Heiligenbildchen oder Rosenkränze an den Sarg von Pater Pio drücken, um eine Berührungsreliquie zu schaffen – manchen Katholiken ist bei solchen Szenen unbehaglich.

„Natürlich hat die Volksfrömmigkeit Ausdrucksformen, die nicht dazu geschaffen wurden, um die ganz feinen Gaumen zufriedenzustellen, die Wohlerzogenen, manchmal auch Säkularisierten unserer Welt. Allerdings: Das, was das Volk liebt, geringzuschätzen, ist für mich eine Beleidigung des Volkes. Wir können uns nicht einerseits bei jeder Debatte aufs Volk berufen, wie sogenannte Volksparteien das immer tun, und andererseits, wenn das Volk sich in Bewegung setzt, von Lemmingen sprechen oder vom Mittelalter. Ich höre da ein bisschen Hochmut heraus – als käme man sich da besser vor als andere. Sicher muss man die Volksfrömmigkeit erziehen, aber ich wäre selbst gerne so einfach, um es einfach wie diese Leute zu halten und Gottvertrauen zu haben, auch Zutrauen zur Fürbitte der Heiligen.“
(rv 09.02.2016 sk)
http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/...elalter/1206991



von esther10 13.02.2016 00:10

Nicht nur positive Reaktionen auf kirchliches Gipfeltreffen


Patriarch Kyrill hier mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. - AP

12/02/2016 12:25SHARE:
Es gibt nicht nur positive, sondern auch kritische Reaktionen auf das Gipfeltreffen zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill. Diese Reaktionen haben vor allem historische und politische Gründe, erklärt Thomas Bremer. Er ist Dozent für Ökumene in Ostkirchenkunde und Friedensforschung an der Universität Münster. Pia Dyckmans hat mit ihm über die Reaktionen in der russisch-orthodoxen Kirche gesprochen.

Thomas Bremer: „Die Reaktionen in der russischen Orthodoxie waren ein bisschen verhalten, was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass man bis vor kurzem der Möglichkeit eines Treffen mit dem Papst eher reserviert gegenüberstand. Jetzt gibt es aber einige Äußerungen von Vertretern der Kirche, die auf die Wichtigkeit des Treffens der beiden hinweist.“

Radio Vatikan: Verhaltene Reaktionen in der russischen Orthodoxie, es gibt auch kritische Stimmen über das Treffen zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill. Was genau wird kritisiert und warum reagiert man so verhalten?

Bremer: „Seit vielen Jahren wird der katholischen Kirche von der russisch-orthodoxen vorgeworfen, dass sie seiner Zeit am Ende der Sowjetunion, als die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine wieder erlaubt wurde und sich viele griechisch-katholische Gemeinden und Bistümer neu gebildet haben, dass es ein bewusster Akt der katholischen Kirche gewesen sei – so heißt es von orthodoxer Seite, um der Orthodoxie zu schaden. Weil das bedeutete, dass die orthodoxe Kirche viele Gemeinden in der Ukraine verlor. Das ist heute eigentlich kein Problem mehr, weil die religiöse Situation in der Ukraine sehr stabil ist, aber wird von der russisch-orthodoxen Kirche wird das immer noch als Grund dafür verwendet, zu sagen, dass ein Treffen zwischen dem Patriarchen und dem Papst nicht möglich sei.

Es ist aber nun interessant zu sehen, dass – wenn man die orthodoxen Stimmen anschaut – der Akzent darauf liegt, man müsste etwas tun angesichts der Situation im Nahen Osten und der Flüchtlingskrise. Man vermeidet sozusagen die Probleme zwischen den beiden Kirchen und hebt ein wichtiges Thema in den Vordergrund, das mit diesen Beziehungen im engeren Sinn nichts zu tun hat.“

RV: In Gesprächen haben wir von kritischen Stimmen gehört, die sogar von einer Möglichkeit des Schismas innerhalb der russischen Orthodoxie sprechen. Ist das wirklich eine mögliche Konsequenz aus den Streitigkeiten bei den Orthodoxen Russlands oder sind das ein paar laute Stimmen, die aber nicht so ins Gewicht fallen?
Bremer: „Ich glaube, es gibt eine ganze Reihe von lauten Stimmen, die gegen jede Annäherung an die katholische Kirche und gegen dieses Treffen sind. Aber ich glaube nicht, dass daraus ein Schisma innerhalb der russisch-orthodoxen Kirche entstehen kann, sondern das sind mehr vereinzelte Stimmen. Vielleicht sind es nicht so wenige, aber auf jeden Fall nicht so viele, dass sich daraus eine eigene Kirche bilden würde. Man muss das auch im Kontext dessen sehen, dass in wenigen Monaten das Konzil der gesamten orthodoxen Kirche im Juni auf Kreta stattfinden wird. Dagegen gab und gibt es in der russischen Kirche einige Stimmen, die befürchten, dass es eine zu starke Annäherung an westliches Denken sein könne.“

RV: Russland ist ein Land, dass sich damit rühmt, das einzige Land zu sein, das die christlichen Werte noch hoch hält. Könnte es sein, dass Papst Franziskus hier vereinnahmt wird?

Bremer: „Ich glaube nicht, dass der Papst das mit sich machen lässt. Ich habe auch gehört, dass die gemeinsame Vereinbarung, die auf Kuba unterzeichnet werden soll, schon größtenteils vorbereitet ist. Da bin ich mir sicher, dass es nicht etwas ist, wo die eine Seite die andere übervorteilt. Ich glaube eher, wenn ich das politische und auch kirchenpolitische Programm von Papst Franziskus und auch von Patriarch Kyrill richtig verstehe, dass man sich in Bezug auf solche Fragen, wie Herstellung von Frieden, von Sicherheit und Gerechtigkeit, Hilfe für die Flüchtlinge, Hilfe für die Christen im Nahen Osten, einigen kann. Auch wenn man sich vielleicht nicht über die Wege und Methoden einigen kann, sind das Themen, wo die Ziele gemeinschaftlich christlich sowohl von der Orthodoxie als auch der katholischen Kirche vertreten werden.“

RV: Das klingt nach einem sehr politischen Programm. Kyrill wird auch als „politische Person“ nach Kuba kommen, Papst Franziskus jedoch als Oberhaupt der katholischen Kirche also als „religiöse Person“. Wird das die Gespräche beeinflussen?

Bremer: „Man muss sehen, dass Beide beides sind. Der Papst ist natürlich auch eine politische Figur, auch wenn er als Kirchenoberhaupt reist. So ist auch der Patriarch ein Kirchenführer, auch wenn er auf seiner Reise politische Ansprüche vertritt. Wenn zwei so wichtige kirchliche Persönlichkeiten sich treffen, eine Erklärung gemeinsam abgeben, dann hat das immer sowohl kirchlichen als auch politischen Charakter. Ich glaube, man kann – gerade wenn man sich über politische Themen unterhält – diese beiden Bereiche nicht voneinander trennen. Und die russische Kirche hat in den letzten Tagen auch erklärt, dass mit großer Wahrscheinlichkeit die gemeinsame Erklärung weniger die theologisch-kirchlich trennenden Themen formulieren wird, als vielmehr die Dinge, die von gemeinsamem Interesse sind und das sind dann gesellschaftliche und politische Fragen.“

RV: „Wenn wir allein auf die historische Hierarchie der orthodoxen Patriarchen schauen, wäre das von Konstantinopel vor dem von Moskau. Warum hat aber dieses Treffen einen so viel höheren Stellenwert als ein Treffen von Papst Franziskus und dem Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., welches bereits stattgefunden hat?

Bremer: „Es gibt eine bestimmte Reihenfolge und da steht Konstantinopel vor Moskau. Was genau das bedeutet ist umstritten. Bei der Frage haben die Russen eine andere Vorstellung als die Griechen. Alle Orthodoxen sind sich einig darin, dass wenn es zu einer Einigung zwischen den Kirchen käme, dass dann die erste Stelle der römische Bischof hätte. Nur der Umfang ist eben umstritten, das Recht der ersten Stelle, des Primats sozusagen. In der katholischen Kirche wird der ja anders angesehen als in der orthodoxen. Die Päpste haben sich mehrmals mit den Patriarchen von Konstantinopel getroffen, so auch Papst Franziskus, während das Treffen mit dem russischen Patriarchen zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte stattfindet. Die russische Kirche ist mit Abstand die größte orthodoxe Kirche und es ist natürlich auch ein sehr wichtiges Land aus dem sie kommt. Deswegen, so glaube ich, hat dieses Treffen so eine besondere Aufmerksamkeit.“
(rv 12.02.2016)
http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/...treffen/1207896
http://www.cruxnow.com/church/2016/02/11...-shaky-vatican/

von esther10 13.02.2016 00:09




Donnerstag, 11. Februar 2016

Pflegerin quält Alzheimer-Patientin
Tochter filmt, wie Mutter geschlagen wird



Eine versteckte Kamera bringt Schreckliches zu Tage: Kaum ist die Pflegerin mit der Alzheimer-Patientin allein, zeigt sie ihr wahres Gesicht. Sie schreit, schubst und schlägt die wehrlose alte Dame.

Geschlagen, entwürdigt und missbraucht: Bei Gewalt gegenüber älteren Menschen vermuten Experten eine besonders hohe Dunkelziffer. Da vor allem sehr alte und demente Menschen meist nicht mehr in der Lage sind, Anzeige zu erstatten, bleiben viele Übergriffe unentdeckt. Ein Schockvideo aus Argentinien sorgt nun für Aufsehen. Veröffentlicht wurde es von Miriam Marino, die andere Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen warnen will.

In dem 17 Minuten langen Video ist zu sehen, wie eine junge Frau eine alte Frau quält und misshandelt. Bei dem Opfer handelt es sich laut "Metro" um die Mutter von Marino. Den Angaben zufolge ist die 94-Jährige an Alzheimer erkrankt und pflegebedürftig. Die betagte Dame ist so hilflos, wie ein Mensch nur sein kann. Marino stellte deshalb eine Pflegerin an. Die 28-Jährige entpuppte sich jedoch keineswegs als fürsorgliche Helferin.

Nach Hinweisen von Nachbarn über das Verhalten der Pflegerin installierte Marino eine versteckte Kamera in der Wohnung ihrer Mutter. Die Filmaufnahmen bestätigten den Verdacht und brachten Schreckliches ans Tageslicht.

Mit Füßen getreten

Kaum mit der Mutter allein, zeigt die Pflegerin ihr wahres Gesicht. Sie schreit die wehrlose alte Frau, die zusammengesunken auf einem Sofa sitzt, an und schubst sie auf dem Sofa hin und her. Immer, wenn die 94-Jährige einzuschlafen droht, beginnt die Pflegerin, sie zu malträtieren. Wahlweise schlägt sie mit einem Kissen oder mit den Füßen nach ihr. Schließlich reißt sie die alte Dame an ihren Haaren herum.

Mit Füßen getreten

Kaum mit der Mutter allein, zeigt die Pflegerin ihr wahres Gesicht. Sie schreit die wehrlose alte Frau, die zusammengesunken auf einem Sofa sitzt, an und schubst sie auf dem Sofa hin und her. Immer, wenn die 94-Jährige einzuschlafen droht, beginnt die Pflegerin, sie zu malträtieren. Wahlweise schlägt sie mit einem Kissen oder mit den Füßen nach ihr. Schließlich reißt sie die alte Dame an ihren Haaren herum.

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Es wird auch nicht besser, als die Zeit für einen Toilettengang gekommen ist. Zuvor soll die demente Frau ein neues Hemd anziehen. Als ihr das nicht gelingt, hagelt es erneut Schläge.

Besonders schlimm: Die Pflegekraft war drei Jahre lang für die Pflege der hochbetagten Frau verantwortlich. Die Polizei ermittelt nun gegen die 28-Jährige wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen.

Quelle: n-tv.de , dsi



von esther10 13.02.2016 00:09



Hilferufe aus Homs
"Sie schlagen sich die Bäuche voll - wir fressen Gras"

von Marcel Burkhard.


Der Bürgerkrieg in Syrien ist ein großes Thema auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Da reden vor allem Politiker. Wie aber bewerten Zivilisten in den umkämpften Gebieten die diplomatischen Bemühungen? heute.de hat in Homs nachgefragt.

"Was haben die Konferenzen in Genf und Wien gebracht? Was geschieht jetzt in München? Sie reden lang und breit über Syrien – und wir sterben hier einer nach dem anderen, so sieht es aus.“ Der Mann, der diese Worte sagt, hat vor wenigen Tagen erst seine dreimonatige Tochter zu Grabe getragen. Sie starb an einer Lungenentzündung, die nicht behandelt werden konnte in Rastan, einer vom syrischen Militär belagerten Vorstadt von Homs.
Aktuelle Schätzung: Fast eine halbe Million Kriegstote in Syrien

Khaled H., Lehrer von Beruf, dokumentiert das Schicksal der Einwohner seiner Heimatstadt seit Jahren. Er ist zum Chronisten des Leidens geworden. Die Zahl der Opfer, die er berichtet, wächst täglich. Denn wie überall in den syrischen Kriegsgebieten leiden auch die Menschen in Rastan nicht nur unter Bombenangriffen, sondern auch an einem gravierendem Lebensmittel-, Medikamenten- und Heizmaterialmangel.
SYRISCHE SCHICKSALE

Seit Ausbruch der Kämpfe in Syrien berichtet heute.de regelmäßig über das Schicksal syrischer Zivilisten, etwa in der Serie "Hilferufe aus Homs". Die Recherche stützt sich vor allem auf kontinuierlich fortgeführte Interviews mit Augenzeugen, Informationen unabhängiger internationaler Hilfsorganisationen und der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Fast eine halbe Million Menschen seien in den vergangenen Kriegsjahren in Syrien zu Tode gekommen, berichtet aktuell das unabhängige "Syrian Centre for Policy Research". Das sind annährend doppelt so hohe Opferzahlen wie von den Vereinten Nationen vor anderthalb Jahren geschätzt. Internationale Menschenrechtsorganisationen wie "Human Rights Watch" (HRW) beklagen seit langem massenhaft Kriegsverbrechen an Zivilisten – ob in Aleppo, Vororten von Damaskus, in Homs oder vielen anderen Orten in Syrien.

"Genf ist ein trauriges Schauspiel – München genauso"

Zuletzt dokumentierte HRW den Einsatz international geächteter Streumunition seitens des russischen Militärs, das die syrische Armee bei Vormarsch auf die Rebellengebiete aus der Luft unterstützt. Streubomben sind auch lange nach den Angriffen noch gefährlich, weil Teile der darin enthaltenen Munition nicht sofort explodieren, aber etwa durch Berühren jederzeit detonieren können.

"Die Welt kann nicht sagen, sie wisse nicht, was hier geschieht, wie wir krepieren", sagt Khaled. Von der Diplomatie erwartet er derzeit nichts mehr. "Wir haben noch mit Hoffnung auf die ersten Verhandlungen in Genf geblickt. Aber das, was jetzt dort passiert, ist ein trauriges Schauspiel, bei dem nichts herauskommt. In München ist es genauso."

Keine Hoffnung auf Kunst der Diplomatie: "Nur leere Worthülsen"

In der bayerischen Landeshauptstadt, wo an diesem Wochenende die 52. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) stattfindet, steht der Krieg in Syrien ganz oben auf der Agenda. Deutschland, die USA, Russland, Saudi-Arabien und Iran haben ihre Außenminister zur MSC entsendet. Eine weitere Gelegenheit, um eine Konfliktlösung voranzutreiben, sagen Diplomaten.

"Ein Scheißdreck wird passieren, sie werden leere Worthülsen präsentieren und sich beim Dinner die Bäuche vollschlagen, während wir hier Gras fressen", so drastisch formuliert es Abo H. im Gespräch mit heute.de. Wie Tausende andere Menschen ist der Mittvierziger seit Monaten in seinem Wohnviertel in Homs von der Außenwelt nahezu abgeschnitten. "Wir haben nur noch stundenweise Strom und Wasser, aber kaum noch Nahrung", berichtet er.

"Assad macht mit Putins Hilfe, was er will"

Nach den internationalen Berichten über das Aushungern der Menschen in Madaya und versprochenen Hilfstransporten in belagerte Orte hätten sie noch einmal zu hoffen gewagt, sagt Abo H.. Aber es seien keine Hilfen bei ihnen angekommen. "Assad macht mit Putins Hilfe, was er will. Und westliche Politiker beklagen das wortreich. Und das war’s dann. Ihnen glaubt keiner mehr hier. Wir sind ihnen egal. Wir alle sind Todgeweihte."

Der Mann aus Homs erlebt nach eigenen Aussagen, wie der Belagerungsring seit Monaten immer enger gezogen werde. "Sie lassen nichts herein, gar nichts. Alle hier hungern." Andere Zivilisten, die in den vergangenen Jahren regelmäßig mit heute.de über ihr Leben und Leiden in Homs gesprochen haben, sind verschollen. Von vielen gibt es keinerlei Lebenszeichen mehr.

Syrer in umkämpften Gebieten fordern "Flugverbotszone"

Adnan A., Lehrer und Medienaktivist aus einem Vorort von Homs, zeigt im Skype-Videogespräch mit heute.de nicht explodierte Sprengkörper – seiner Aussage zufolge Spuren von Bombardements der vergangenen Tage. Er sagt: "Wir sind Tag und Nacht unter Beschuss – es sind Luftangriffe vom Regime und von Russland. Die Russen werfen Streubomben auf uns." Zahlreiche Videos und Fotos dokumentieren heftige Explosionen in der Gegend. Russland dagegen bestreitet den Einsatz von Streubomben in Syrien.

"Putin bombt uns in die Steinzeit zurück – und der Westen findet nur mahnende Worte", sagt Adnan und formuliert, was den Menschen in Syrien helfen würde: "eine Flugverbotszone". Das wäre zumindest ein Anfang, sagt der 27-Jährige. "Wird darüber in München ernsthaft gesprochen?", fragt er und appelliert nach einer Pause eindringlich: "Beendet endlich das Blutvergießen in Syrien – und verliert nicht noch mehr Zeit."
http://www.heute.de/syrer-ueber-muenchne...n-42235678.html



von esther10 13.02.2016 00:06

Das Papstprogramm in Mexiko


Eines der nicht sehr häufigen Papstbilder in Mexiko-Stadt - AFP

11/02/2016 15:00SHARE:
Papst Franziskus reist vom 12. bis zum 18. Februar nach Mexiko und legt auf der Hinreise einen Zwischenstopp in Havanna ein, um sich mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. zu treffen. Radio Vatikan dokumentiert das offizielle Programm dieser zwölften Auslandsreise von Papst Franziskus, Schritt für Schritt. Die angegebenen Uhrzeiten beziehen sich auf römische Zeit.
Die mit Sternchen (*) versehenen Events werden wir mit deutschem Kommentar für Sie übertragen.

Freitag, 12. Februar 2016

07.45 Uhr: Abflug vom Flughafen Rom Fiumicino
*20.00 Uhr (14.00 Uhr Ortszeit): Ankunft in Havanna, Kuba. Im Flughafen Begegnung mit Kyrill I., zweistündiges Gespräch und Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung von katholischer und russisch-orthodoxer Kirche

2.30 Uhr (19.30 Uhr Ortszeit): Ankunft auf dem Internationalen Flughafen „Benito Juárez“ von Mexiko-City, Transfer via Papamobil in die Nuntiatur.


Samstag, 13. Februar – Mexiko Stadt

16.30 Uhr (9.30 Uhr Ortszeit): Begrüßungszeremonie im Nationalpalast durch Mexikos Staatspräsident Enrique Peña Nieto
17.15 Uhr (10.15 Uhr Ortszeit): Treffen mit den Autoritäten der Zivilgesellschaft und mit dem Diplomatischen Corps (Rede des Heiligen Vaters)

18.30 Uhr (11.30 Uhr Ortszeit): Treffen mit den rund 150 Bischöfen Mexikos in der Kathedrale (Rede des Heiligen Vaters)

*00.00 Uhr (17.00 Uhr Ortszeit): Krönung der Muttergottes-Statue von Guadalupe und Heilige Messe in der Wallfahrtskirche (Predigt des Heiligen Vaters)


Sonntag, 14. Februar - Ecatepec und Mexiko Stadt

17.15 Uhr (10.15 Uhr Ortszeit): Hubschrauberflug nach Ecatepec

*18.30 Uhr (11.30 Uhr Ortszeit): Heilige Messe auf dem Gelände des Studienzentrums von Ecatepec (Predigt und Angelus-Gebet des Heiligen Vaters)

23.45 Uhr ( 16.45 Uhr Ortszeit): Hubschrauberflug nach Mexiko-City

00.15 Uhr (17.15 Uhr Ortszeit): Ankunft in Mexiko-City

00.45 Uhr (17.45 Uhr Ortszeit): Besuch des Kinderkrankenhauses „Federico Gomez“ (Grußwort des Heiligen Vaters)


Montag, 15. Februar - San Cristóbal de Las Casas und Tuxtla Gutierrez, Bundesstaat Chiapas

14.30 Uhr (7.30 Uhr Ortszeit): Abflug nach Tuxtla Gutiérrez

16.15 Uhr (9.15 Uhr Ortszeit): Hubschrauberflug nach San Cristóbal de Las Casas

*17.15 Uhr (10.15 Uhr Ortszeit): Heilige Messe mit den indigenen Gemeinschaften von Chiapas im städtischen Sportzentrum (Predigt des Heiligen Vaters)

20.00 Uhr (13 Uhr Ortszeit): Mittagessen mit Vertretern der indigenen Bevölkerung und dem päpstlichen Gefolge

22.00 Uhr (15 Uhr Ortszeit): Besuch der Kathedrale von San Cristóbal del las Casas

22.35 Uhr (15.35 Uhr Ortszeit): Hubschrauberflug nach Tuxtla Gutierrez

*23.15 Uhr (16.15 Uhr Ortszeit): Treffen mit Familien im Stadion „Victor Manuel Reyna“ in Tuxtla Gutiérrez (Rede des Heiligen Vaters)

01.10 Uhr (18.10 Uhr Ortszeit): Abflug nach Mexiko-City

03.00 Uhr (20.00 Uhr Ortszeit): Ankunft auf dem Flughafen von Mexiko-City


Dienstag, 16. Februar – Morelia, Bundesstaat Michoacán

14.50 Uhr (7.50 Uhr Ortszeit): Abflug nach Morelia

*17.00 Uhr (10 Uhr Ortszeit): Heilige Messe mit Priestern, Ordensleuten, Geweihten und Seminaristen (Predigt des Heiligen Vaters)
22.20 Uhr (15.20 Uhr Ortszeit): Besuch der Kathedrale

*23.30 Uhr (16.30 Uhr Ortszeit): Treffen mit Jugendlichen im Stadion „Jose Maria Morelos y Pavon“ (Rede des Papstes)

01.30 Uhr (18.30 Uhr Ortszeit): Abflug nach Mexiko-City

03.00 Uhr (20 Uhr Ortszeit): Ankunft in Mexiko-City


Mittwoch, 17. Februar - Ciudad Juárez

15.35 Uhr (8.35 Uhr Ortszeit): Abflug nach Ciudad Juárez

18.00 Uhr (10 Uhr Ortszeit) : Ankunft auf dem Internationalen Flughafen „Abraham González“ von Ciudad Juárez

18.30 Uhr (10.30 Uhr Ortszeit): Besuch der Haftanstalt Cereso 3 (Rede des Heiligen Vaters)

*20.00 Uhr (12 Uhr Ortszeit): Treffen mit der Welt der Arbeit im Kolleg von Bachilleres im Bundesstaat Chihuahua (Rede des Heiligen Vaters)

*00.00 Uhr (16 Uhr Ortszeit): Heilige Messe auf dem alten Messegelände von Ciudad Juárez (Predigt und Abschiedswort des Papstes)

03.15 Uhr (19.15 Uhr Ortszeit): Abflug vom Internationalen Flughafen von Ciudad Juárez nach Rom Ciampino
http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/..._mexiko/1206383

Donnerstag, 18. Februar

15.15 Uhr: Ankunft auf dem Flughafen Rom Ciampino
(rv 11.02.2016 gs)

von esther10 13.02.2016 00:06

BENEDIKT XVI.

GENERALAUDIENZ
http://w2.vatican.va/content/benedict-xv...d_20130213.html
Aula Paolo VI
Mittwoch, 13. Februar 2013

[Video]
http://www.radiovaticana.va/player/index...tic=VA_6ZD38BN2



Liebe Brüder und Schwestern!

Wie ihr wißt – [Applaus] Danke für eure Zuneigung! –, habe ich mich dazu entschlossen, auf das Amt, das mir der Herr am 19. April 2005 anvertraut hat, zu verzichten. Ich habe dies in voller Freiheit zum Wohl der Kirche getan, nachdem ich lange gebetet und vor Gott mein Gewissen geprüft habe. Ich bin mir des Ernstes dieses Aktes sehr bewußt, aber ich bin mir ebenso bewußt, nicht mehr in der Lage zu sein, das Petrusamt mit der dafür erforderlichen Kraft auszuüben. Mich trägt und erleuchtet die Gewißheit, daß es die Kirche Christi ist und der Herr es ihr nie an seiner Leitung und Sorge fehlen lassen wird. Ich danke euch allen für die Liebe und für das Gebet, mit dem ihr mich begleitet habt. [Applaus] Danke! Ich habe in diesen für mich nicht leichten Tagen gleichsam physisch die Kraft des Gebets verspürt, die mir die Liebe der Kirche, euer Gebet bringt. Betet weiter für mich, für die Kirche und für den kommenden Papst. Der Herr wird uns leiten.



Das Evangelium - die konkrete Richtschnur des Lebens

Liebe Brüder und Schwestern,

Heute, am Aschermittwoch, beginnen wir die liturgische Fastenzeit: 40 Tage, die uns auf die Feier des Osterfestes vorbereiten. Es ist eine Zeit der besonderen Bemühung auf unserem geistlichen Weg. Die Zahl 40 kommt in der Heiligen Schrift mehrmals vor. Insbesondere ruft sie, wie wir wissen, die 40 Jahre in Erinnerung, in denen das Volk Israel in der Wüste umherzog: eine lange Zeit der Formung, um das Volk Gottes zu werden, aber auch eine lange Zeit, in der die Versuchung, dem Bund mit dem Herrn untreu zu werden, stets gegenwärtig war. 40 Tage lang dauerte auch der Weg des Propheten Elija, um den Gottesberg Horeb zu erreichen; ebensolang war die Zeit, die Jesus vor dem Beginn seines öffentlichen Wirkens in der Wüste verbrachte, wo er vom Teufel versucht wurde. In der heutigen Katechese möchte ich bei diesem Augenblick des irdischen Lebens des Herrn verweilen, von dem wir im Evangelium des kommenden Sonntags lesen werden.

Zunächst einmal ist die Wüste, wohin Jesus sich zurückzieht, der Ort der Stille, der Armut, wo dem Menschen sein materieller Halt entzogen ist und er vor den grundlegenden Fragen der Existenz steht. Er wird gedrängt, sich dem Wesentlichen zuzuwenden, und gerade deshalb kann er Gott leichter begegnen. Aber die Wüste ist auch der Ort des Todes, denn wo kein Wasser ist, ist auch kein Leben, und sie ist der Ort der Einsamkeit, an dem der Mensch die Versuchung stärker spürt. Jesus geht in die Wüste, und dort wird er in Versuchung geführt, den vom Vater gewiesenen Weg zu verlassen, um andere, einfachere und weltlichere Wege einzuschlagen (vgl. Lk 4,1–13). So nimmt er unsere Versuchungen auf sich, nimmt unser Elend mit sich, um das Böse zu besiegen und uns den Weg zu Gott, den Weg zur Umkehr zu öffnen.

Das Nachdenken über die Versuchungen, denen Jesus in der Wüste ausgesetzt ist, ist eine Einladung an jeden von uns, auf eine grundlegende Frage zu antworten: Was zählt wirklich in meinem Leben? In der ersten Versuchung fordert der Teufel Jesus auf, einen Stein in Brot zu verwandeln, um den Hunger zu stillen. Jesus erwidert, daß der Mensch auch von Brot lebt, aber nicht nur von Brot: Ohne eine Antwort auf den Hunger nach Wahrheit, auf den Hunger nach Gott kann der Mensch nicht gerettet werden (vgl. V. 3–4). In der zweiten Versuchung schlägt der Teufel Jesus den Weg der Macht vor: Er führt ihn auf einen Berg hinauf und bietet ihm die Herrschaft über die Welt an. Aber das ist nicht der Weg Gottes: Jesus weiß sehr gut, daß nicht die weltliche Macht die Welt rettet, sondern die Macht des Kreuzes, der Demut, der Liebe (vgl. V. 5–8). In der dritten Versuchung fordert der Teufel Jesus auf, sich von der Zinne des Tempels von Jerusalem hinabzustürzen und sich von Gott durch seine Engel retten zu lassen, etwas Sensationelles zu tun, um Gott selbst auf die Probe zu stellen; aber die Antwort lautet, daß Gott kein Objekt ist, dem wir unsere Bedingungen auferlegen können: Er ist Herr über alles (vgl. V. 9–12). Was ist der Kern der drei Versuchungen, in die Jesus geführt wird? Es ist der Vorschlag, Gott zu instrumentalisieren, ihn für die eigenen Interessen, für die eigene Verherrlichung und für den eigenen Erfolg zu gebrauchen – und im Grunde sich selbst an die Stelle Gottes zu setzen, ihn aus dem eigenen Leben zu entfernen und überflüssig erscheinen zu lassen. Jeder sollte sich also fragen: Welchen Platz hat Gott in meinem Leben? Ist er der Herr oder bin ich es?

Die Versuchung zu überwinden, Gott sich selbst und den eigenen Interessen zu unterwerfen oder ihn in eine Ecke zu stellen, und sich zur rechten Ordnung der Prioritäten zu bekehren, Gott den ersten Platz zu geben, ist ein Weg, den jeder Christ immer wieder aufs neue beschreiten muß. »Umkehren«, eine Einladung, die wir in der Fastenzeit sehr oft hören werden, bedeutet, Jesus so nachzufolgen, daß sein Evangelium die konkrete Richtschnur des Lebens ist; es bedeutet, uns von Gott verwandeln zu lassen, nicht länger zu meinen, daß wir die einzigen Baumeister unseres Lebens sind; es bedeutet anzuerkennen, daß wir Geschöpfe sind, daß wir von Gott, von seiner Liebe abhängen und unser Leben nur gewinnen können, wenn wir es in ihm »verlieren«. Dazu ist es erforderlich, unsere Entscheidungen im Licht des Wortes Gottes zu treffen. Man kann heute nicht mehr Christ sein, nur weil man in einer Gesellschaft lebt, die christliche Wurzeln hat: Auch wer in einer christlichen Familie geboren und religiös erzogen wurde, muß jeden Tag erneut die Entscheidung treffen, Christ zu sein, also Gott den ersten Platz zu geben, gegenüber den Versuchungen, vor die eine säkularisierte Kultur ihn ständig stellt, gegenüber dem kritischen Urteil vieler Zeitgenossen.

Die Prüfungen, derer die gegenwärtige Gesellschaft den Christen unterzieht, sind in der Tat zahlreich und berühren das persönliche und das gesellschaftliche Leben. Es ist nicht leicht, der christlichen Ehe treu zu sein, im täglichen Leben Barmherzigkeit zu üben, dem Gebet und der inneren Stille Raum zu geben; es ist nicht leicht, sich öffentlich Entscheidungen zu widersetzen, die viele als selbstverständlich betrachten – wie die Abtreibung im Falle einer unerwünschten Schwangerschaft, die Euthanasie im Falle schwerer Krankheiten oder die Selektion von Embryonen, um Erbkrankheiten vorzubeugen. Die Versuchung, den eigenen Glauben beiseite zu stellen, ist stets gegenwärtig, und die Umkehr wird zur Antwort an Gott, die im Leben öfter bestätigt werden muß. Ein Beispiel und Ansporn sind uns die großen Bekehrungen wie die des hl. Paulus auf dem Weg nach Damaskus oder des hl. Augustinus. Aber auch in unserer Zeit, in der der Sinn für das Heilige verdunkelt wird, ist Gottes Gnade am Werk und wirkt Wunder im Leben vieler Menschen. Der Herr wird nicht müde, in sozialen und kulturellen Umfeldern, die von der Säkularisierung verschlungen zu sein scheinen, an die Tür des Menschen zu klopfen. So war es bei dem orthodoxen Russen Pawel Florenski. Nach einer vollkommen agnostischen Erziehung, die ihn sogar echte Feindseligkeit gegenüber den in der Schule vermittelten religiösen Lehren verspüren ließ, ruft der Naturwissenschaftler Florenski eines Tages aus: »Nein, man kann nicht ohne Gott leben!«, ändert vollkommen sein Leben und wird sogar Mönch.

Ich denke auch an die Gestalt von Etty Hillesum, einer jungen Holländerin jüdischer Herkunft, die in Auschwitz gestorben ist. Anfangs Gott fern, entdeckt sie ihn, indem sie tief in sich selbst hineinschaut, und schreibt: »Ein tiefer Brunnen ist in meinem Innern. Und Gott ist in diesem Brunnen. Manchmal kann ich zu ihm gelangen, meistens aber ist er mit Steinen und Sand bedeckt: Dann ist Gott begraben. Ich muß ihn wieder ausgraben« (Tagebuch). In ihrem zersplitterten und ruhelosen Leben findet sie Gott mitten in der großen Tragödie des 20. Jahrhunderts, der Shoah. Vom Glauben verwandelt, wird dieses zerbrechliche und unzufriedene junge Mädchen zu einer Frau voll Liebe und innerem Frieden und ist in der Lage zu sagen: »Ich lebe ständig in inniger Vertrautheit mit Gott.«

Die Fähigkeit, sich den ideologischen Verlockungen ihrer Zeit zu widersetzen, um die Suche nach der Wahrheit zu wählen und sich der Entdeckung des Glaubens zu öffnen, wird von einer weiteren Frau unserer Zeit bezeugt, der US-Amerikanerin Dorothy Day. In ihrer Autobiographie bekennt sie offen, daß sie in Versuchung geraten ist, alles durch die Politik lösen zu wollen und der marxistischen Theorie zu folgen: »Ich wollte mit den Demonstranten gehen, ins Gefängnis gehen, schreiben, die anderen beeinflussen und der Welt meinen Traum hinterlassen. Wieviel Ehrgeiz und wieviel Suche nach mir selbst steckte in all dem!« In einem so säkularisierten Umfeld war der Weg zum Glauben besonders schwierig, aber die Gnade wirkt trotzdem, wie sie selbst hervorhebt: »Und gewiß spürte ich öfter die Notwendigkeit, in die Kirche zu gehen, niederzuknien, das Haupt zum Gebet zu beugen. Ein einfacher Instinkt, könnte man sagen, denn ich war mir nicht bewußt zu beten. Aber ich ging, ich fügte mich in die Atmosphäre des Gebetes ein …« Gott führte sie zu einer bewußten Hinwendung zur Kirche, in einem Leben, das den Entrechteten gewidmet war.

In unserer Zeit gibt es nicht wenige Bekehrungen, die als Rückkehr eines Menschen verstanden werden, der sich nach einer vielleicht oberflächlichen christlichen Erziehung jahrelang vom Glauben entfernt hat und dann Christus und sein Evangelium wiederentdeckt. Im Buch der Offenbarung lesen wir: »Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir« (3,20). Unser innerer Mensch muß sich darauf vorbereiten, von Gott besucht zu werden, und gerade deshalb darf er sich nicht von den Illusionen, vom Schein, von den materiellen Dingen einnehmen lassen.

In dieser Fastenzeit, im Jahr des Glaubens, erneuern wir unser Bemühen auf dem Weg der Umkehr, um die Tendenz, uns in uns selbst zu verschließen, zu überwinden und vielmehr Raum zu schaffen für Gott, indem wir die tägliche Wirklichkeit mit seinen Augen betrachten. Wir könnten sagen, daß die Alternative zwischen der Verschlossenheit in unseren Egoismus und der Öffnung für die Liebe zu Gott und zu den anderen der Alternative der Versuchungen Jesu entspricht: eine Alternative also zwischen menschlicher Macht und Liebe zum Kreuz, zwischen einer Erlösung, die allein im materiellen Wohlstand gesehen wird, und einer Erlösung als das Werk Gottes, dem wir den ersten Platz im Leben geben. Umkehren bedeutet, sich nicht in der Suche nach dem eigenen Erfolg, dem eigenen Ansehen, der eigenen Position zu verschließen, sondern dafür zu sorgen, daß jeden Tag, in den kleinen Dingen, die Wahrheit, der Glaube an Gott und die Liebe das Wichtigste werden.

* * *
Von Herzen grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher. In der österlichen Bußzeit wollen wir den Weg der Erneuerung gehen und die Versuchung überwinden, uns selbst zum Zentrum zu machen. Lassen wir Gott Zeit, geben wir ihm unsere Zeit in täglichen Gebeten, um damit offen zu werden für ihn und für den Nächsten. Die selige Jungfrau Maria begleite uns auf diesem Weg. Danke für eure Aufmerksamkeit.
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http://benoit-et-moi.fr/2015-II/benot-xv...-de-leglise.php
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von esther10 13.02.2016 00:06

Papstgeflüster


Papst und Patriarch als Brückenbauer. Franziskus und Kyrill beenden die Eiszeit zwischen der katholischen Kirche und der russisch-orthodoxen Kirche. Mehr als 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist auch diese Mauer gefallen. (Quelle: dpa)

Ukraine und Nahost wichtige Themen

Die Erklärung ist in einem versöhnlichen Ton gehalten. Man spürt, dass jegliche Polemik und gegenseitige Angriffe vermieden werden sollen. Die Befindlichkeiten des jeweils anderen werden wahrgenommen. Wenn es etwa zur schwierigen Frage der Unierten heißt, dass der Uniatismus heute kein Weg zur Einheit mehr sei; zugleich aber auch betont wird, „Orthodoxe und Griechisch-Katholische haben es nötig, sich miteinander zu versöhnen und Formen des Zusammenlebens zu finden, die beiderseitig annehmbar sind“. Damit wurde für eines der schwierigsten Themen im Verhältnis zwischen Rom und Moskau eine einvernehmliche Sprachregelung gefunden. Moskau sieht die unierten Kirchen, vor allem in der Ukraine kritisch. Auch beim Thema Proselytismus nimmt Rom die Sorgen Moskaus ernst. Gemeinsam werden „unlautere Mittel“, um Gläubige zum Kirchenübertritt zu bewegen, abgelehnt.

Kritik wird es sicherlich geben an den Passagen über den Ukrainekonflikt. Zwar werden alle Konfliktparteien „zur Besonnenheit, zur sozialen Solidarität und zum Handeln, um den Frieden aufzubauen“ eingeladen, doch die Katholiken in der Ukraine hätten sich sicherlich eine klare Verurteilung des Handelns Russlands auf ukrainischem Territorium gewünscht. Immerhin konnte man sich zu einer Selbstverpflichtung durchringen, dass die Kirchen sich in der Auseinandersetzung enthalten sollten. Was das konkret bedeutet, bleibt Interpretation, und wird auf künftig gegenseitige Vorwürfe der Kirchen über unberechtigte politische Einflussnahmen nicht verhindern.

Breiten Raum nimmt die Sorge um die Christen im Nahen Osten und Teilen Afrikas ein, die unter Verfolgung leiden. Papst und Patriarch fordern die internationale Gemeinschaft auf, „dringend zu handeln, um eine weitere Vertreibung der Christen im Nahen Osten zuvorzukommen“, ohne dabei die Leiden von Angehörigen anderer Religion zu vergessen. Dem Terrorismus soll „mit Hilfe von gemeinsamen, vereinten und abgestimmten Aktionen ein Ende gesetzt werden“. Das ist ganz die Linie des Heiligen Stuhls, der sich stets gegen Alleingänge einzelner Staaten ausspricht. Wer will, kann hier eventuell eine Kritik am aktuellen Vorgehen Russlands in Syrien sehen

weiter
http://blog.zdf.de/papstgefluester/...




von esther10 13.02.2016 00:06

Voice of America: „Treffen von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill Teil der Botschaft von Fatima“
11. Februar 2016

http://www.worldfatima.com/de/2013-10-08-15-32-19de

(Rom) Die spanischsprachige Nachrichtensendung „El Mundo al Diá“ von Voice of America (Stimme Amerikas) berichtete am gestrigen Mittwoch in der Sendung von 17 Uhr (Washingtoner Zeit) über die Generalaudienz von Papst Franziskus vom späten Vormittag. „El Mundo al Diá“ berichtete ab Minute 20‘28‘‘ von einer Gebetsbitte des Papstes für einen guten Verlauf des ersten Treffens mit dem Moskauer Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche auf Kuba. Voice of America ist der offizielle staatliche Auslandssender der US-Regierung. Er strahlt täglich als Radio- und Fernsehsender weltweit Nachrichten in englischer und 43 weiteren Sprachen aus.

Über den Gruß des Papstes an die deutschen Pilger berichtete Voice of America:

„Wenige Stunden vor dem Beginn seiner historischen Pilgerreise nach Mexiko nahm Papst Franziskus auf ein seit fast 1000 Jahren nicht mehr gekanntes Treffen Bezug. Mit einer Versöhnungsgeste der Katholischen Kirche mit der wegen des Schismas des Ostens seit 1054 getrennten Russisch-orthodoxen Kirche, treffen sich deren beide höchsten Vertreter in Havanna auf Kuba unter der Schirmherrschaft und durch die Vermittlung von dessen Staatspräsident Raul Castro. Laut einigen Historikern ist die Annäherung Teil des Bekehrungsprozesses des russischen Volkes, der unter dem Pontifikat des heiligen Johannes Paul II. begonnen hat und Teil der Botschaft ist, die von der Jungfrau von Fatima übermittelt wurde, als sie am Beginn des 20. Jahrhunderts drei Hirtenkindern erschienen ist.“
Was hatte der deutsche Sprecher bei der Generalaudienz im Namen von Papst Franziskus gesagt?

„Liebe Freunde, in den kommenden Tagen werde ich Mexiko besuchen. Ich bitte euch, meine Apostolische Reise und die Begegnung mit Patriarch Kyrill auf Kuba mit eurem Gebet zu begleiten. Vielen Dank! Ich wünsche euch einen guten Beginn der Fastenzeit.“
Voice of America berichtete, daß Havanna deshalb als Begegnungsort ausgewählt wurde, weil unter anderem Kubas Staatspräsident Raul Castro das Treffen vermittelte.

US-Regierungssender sieht Zusammenhang zwischen Treffen auf Kuba und Marienerscheinung von Fatima

Zudem stellte der offizielle Auslandssender der US-Regierung einen Zusammenhang zwischen dem Treffen und der Botschaft von Fatima über die Bekehrung des russischen Volkes her. Zur Zeit, als Maria den Hirtenkindern in Fatima erschien, befand sich Rußland inmitten der Revolution. Mit der Februarrevolution war die Zarenherrschaft gestürzt worden. Mit der Oktoberrevolution, kurz nach der Marienerscheinung, rissen die Bolschewisten gewaltsam die Herrschaft an sich und errichteten die totalitäre Sowjetunion, die offiziell bis 1991 Bestand haben sollte. Die Gottesmutter habe in Fatima die Weihe Rußlands an ihr unbeflecktes Herz verlangt, dann werde sich Rußland bekehren, andernfalls werde es „seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.“ Denn: „Der Heilige Vater wird mir Rußland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.“ Soweit das sogenannte Zweite Geheimnis von Fatima.

Es erstaunt, daß der offizielle Auslandssender der US-Regierung einen Zusammenhang zwischen dem Treffen von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill und der Marienbotschaft von Fatima von 1917 herstellt. Ein Zusammenhang, der bisher von keinem offiziellen katholischen Medium, auch nicht den Medien des Vatikans hergestellt wurde.

VIDEO
http://www.katholisches.info/2016/02/11/...aft-von-fatima/

Gegründet wurde Voice of America 1940 unter der Leitung von Nelson Rockefeller als Propagandainstrument im Zweiten Weltkrieg. Seinen heutigen Namen bekam der Sender 1942. Die spanischsprachige Sektion von Voice of America ist die älteste nicht-englische Abteilung, die Programme ausstrahlte, um einer nationalsozialistischen Einflußnahme auf Lateinamerika entgegenzuwirken.

von esther10 13.02.2016 00:03

Mexiko: „Der Papst braucht keine Werbung"


Gudrun Sailer ist für Radio Vatikan momentan in Mexiko Stadt. - RV

12/02/2016 02:32SHARE:
Wie bereitet sich Mexiko-Stadt auf den Papst vor? Herrscht große Begeisterung? Das wollten wir von unserer Kollegin Gudrun Sailer wissen, die den Papstbesuch für uns vor Ort begleitet und schon auf Tuchfühlung mit Mexiko-Stadt gegangen ist.

Gudrun Sailer: „Mexiko-Stadt, das sind in Wirklichkeit viele Städte auf einmal, nebeneinander, ineinander. Es ist eine Mega-City, wie Papst Franziskus sie von zu Hause gewohnt ist. Mexiko-Stadt hat 24 Millionen Einwohner, täglich werden es mehr. Zwei Dinge fallen auf: Zum einen die massive Präsenz von Polizei und Sicherheitskräften. Wir Radio Vatikan-Journalisten wurden vom Flughafen mit Polizeieskorte ins Hotel gebracht, und hier im Pressezentrum passieren wir täglich mehrmals eine Sicherheitsschleuse mit mindestens zehn Polizisten. Das andere ist: Im Stadtbild gibt es so gut wie keine Papst-Willkommensplakate. Wir sind viel herumgekommen in den letzten zwei Tagen, Mexiko-Stadt besteht ja vom Lebensgefühl her aus viel Zeit, die man im Auto zubringt, und die Ausbeute an Wimpeln und Fahnen auf den Straßen und an den Häuserfassaden war sehr gering, hie und da ein kleines Papstbild, immer dasselbe, auf Telefonzellen, das ist alles.“

Radio Vatikan: Wie kommt das? Mexiko ist doch tief katholisch und hat große Verehrung für den Papst, heißt es immer?

Sailer: „Das stimmt, neun von zehn Mexikanern sind katholisch, und deshalb hört man hier gerne: Der Papst braucht keine Werbung. Wir wissen ohnehin alle, dass er kommt. Der andere Grund für die fehlende Aufwimpelung der Stadt ist politischer Art. In Mexiko gibt es eine strenge Trennung von Kirche und Staat, und es würde womöglich zu Protesten führen, gäbe es viel Papst-Konterfei im öffentlichen Raum.“

RV: Was beschäftigt die Mexikaner? In welche Situation hinein kommt Papst Franziskus?

Sailer: „Interessanterweise sind die Probleme, die Mexikos Bürger als schlimm empfinden, nicht viel anders als unsere in Mitteleuropa. Es sind Unsicherheit und Arbeitslosigkeit. Der Drogenkrieg zum Beispiel, ein Drama ungeheuren Ausmaßes, ein echter Bürgerkrieg mit 100.000 Toten in den vergangenen 15 Jahren, das empfinden die Mexikaner im Durchschnitt gar nicht so sehr als Problem. Da sagt man sich, nun gut, ich habe selber nichts mit Drogen zu tun, es geht mich nichts an. Aber wo es darum geht, dass ich mich persönlich unsicher fühlen muss auf dem Weg zur Arbeit, wegen Kleinkriminalität, das geht den Leuten an die Nieren. Ebenso die Tatsache, dass man um seinen Lebensunterhalt kämpfen muss und die Perspektiven für die Jugend schlecht sind. Deshalb schreiben viele Zeitungen jetzt auch von den wirtschaftlichen Erträgen des Papstbesuchs, dass die Hotels in Morelia und San Cristobal de las Casas ausgebucht sind und der Papstbesuch alles in allem 130 Millionen Dollar einbringen wird. Aber gut, das ist ein bekanntes Muster bei Papstreisen: in Erwartung des Gastes spricht man von Geld und Sicherheit. Ist der Papst einmal im Land, dreht sich alles um seine Botschaft, und die übersteigt das Weltliche.“

RV: Was wünschen sich die einfachen Leute von Papst Franziskus?

Sailer: „Dass er etwas wie ein ‚Balsam‘ für das Land ist. Dass er einen Teil ihrer Lasten mit ihnen trägt. Und dann hat Papst Franziskus ja selbst etwas sehr Schönes gesagt, im Interview mit der mexikanischen Agentur Notimex: Ich komme nicht wie einer der Heiligen drei Könige mit einem funkelnden Geschenk, sondern ihr müsst mir etwas geben. Ich brauche euren starken Glauben. Das hat das mexikanische Volk zu Tränen gerührt. So hätten sie es nämlich selber nie gesehen.“
RV: Es heißt, die Politik habe auf diesen Papstbesuch noch mehr gedrängt als die mexikanische Kirche. Kann das stimmen?

Sailer: „Welches Land immer der Papst besucht: eine politische Komponente ist zwangsläufig dabei. Franziskus weiß das natürlich auch – und lässt sich nicht vor den Karren spannen. So hat er zum Beispiel die Einladung des mexikanischen Senats nicht angenommen, dort eine Rede zu halten. Dabei war es ein kleines politisches Wunder, dass diese Einladung zustande kam, denn Mexiko ist ein Land mit einer offenen Streitkultur, die mitunter auch ins Polemische schlägt, und dass sich die Parlamentarier auf diese Einladung an den Papst verständigen konnten, überraschte viele. Präsident Pena Nieto hat möglicherweise auch einen halbprivaten Grund, den Papstbesuch auf seiner Haben-Seite zu verbuchen. Seriöse mexikanische Zeitungen wollen herausgefunden haben, dass seine Ehefrau, deren erste Ehe nichtig gewesen war, diese Ehenichtigkeit möglicherweise auf nicht ganz kanonischen Wegen erlangt hat. Aber dem Papst geht es natürlich nicht um persönliche Dramen eines Präsidenten, sondern um die persönlichen Dramen der Millionen, die in Mexiko auf ganz andere, auf existentielle Weise leiden: als Arme, als Migranten, als Gefangene, als Angehörige von Verschwundenen, als Indigene. Und dass er das Augenmerk der Welt – und auch der mexikanischen Politik - auf diese Dramen lenken wird, davon können wir ausgehen.“

(rv 12.02.2016 gs)
http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/...werbung/1207813



von esther10 13.02.2016 00:01

„Kuba Hauptstadt der Einheit“ – 14 Punkte der Gemeinsamen Erklärung von Franziskus und Kyrill
13. Februar 2016


Franziskus Kyrill Gemeinsame Erklärung

Papst Franziskus und Patriarch Kyrill bei der Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung

(Rom/Havanna/Moskau) Zwei Stunden lang sprachen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill von Moskau hinter verschlossenen Türen miteinander. Eine zehn Seiten lange Gemeinsame Erklärung wurde unterzeichnet.Der Vatikanist Sandro Magister filterte 14 Punkte heraus.

Die Gemeinsame Erklärung ist neben der Geste an sich, daß erstmals in der Geschichte auf höchster Ebene eine Begegnung zwischen katholischer und russisch-orthodoxer Kirche stattfand, das wichtigste Ergebnis des Treffens auf Kuba. Die historische Umarmung fand im Blitzlichtgewitter am Flughafen von Havanna statt. Kurz nach 14 Uhr wurden die Türen geschlossen. Dann waren die beiden Kirchenoberhäupter mit jeweils einem Begleiter und Dolmetschern unter sich.

Papst Franziskus hatte Kardinal Kurt Koch, den Vorsitzenden des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen an seiner Seite. Patriarch Kyrill wurde von Metropolit Hilarion von Wolokolamsk, dem „Außenminister“ des Moskauer Patriarchats, begleitet. Kardinal Koch und Metropolit Hilarion waren bereits am Vortag auf Kuba zusammengetroffen, um letzte Fragen zu klären.

Um 16.30 Uhr erfolgte die Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung. Dabei handelt es sich um eine Art erste Arbeitsübereinkunft, auf die künftige Schritte aufbauen sollen.

Gleich im Anschluß hatte Papst Franziskus Kubas Staatspräsident Raul Castro gedankt und gesagt: „Mit solchen Schritt wird Kuba die Hauptstadt der Einheit werden.“

Auf dem Weiterflug nach Mexiko sagte Franziskus zu den Journalisten, daß er die Begegnung mit Patriarch Kyrill bereits während seines Kuba-Besuchs im September 2015 fest im Programm hatte. „Ich habe mit ihm [Raul Castro] darüber gesprochen, das letzte Mal, und er war bereit, alles zu machen, und wie wir gesehen haben, hat er dafür alles vorbereitet.“

Die Gemeinsame Erklärung besteht aus 30 Paragraphen. Eine inhaltliche Zusammenfassung lieferte der Vatikanist Sandro Magister, der 14 Punkte herausfilterte.

Kuba

Da wir uns weit weg von den alten Auseinandersetzungen der „Alten Welt“ treffen, … freuen (wir) uns, dass der christliche Glaube hier in dynamischer Weise im Wachsen begriffen ist. (1)

Arabische Länder

In vielen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas werden Familien, Dörfer und ganze Stände unserer Brüder und Schwestern in Christus ausgelöscht. Ihre Kirchen werden verwüstet und barbarisch ausgeplündert, ihre sakralen Gegenstände profaniert, ihre Denkmale zerstört. In Syrien, im Irak und in anderen Ländern des Nahen Ostens stellen wir mit Schmerz eine massenhafte Abwanderung der Christen fest, aus dem Gebiet, in dem sich unser Glaube einst auszubreiten begonnen hat und wo sie seit den Zeiten der Apostel zusammen mit anderen Religionsgemeinschaften gelebt haben. (8)

Märtyrer

Wir verbeugen uns vor dem Martyrium derjenigen, die auf Kosten ihres eigenen Lebens die Wahrheit des Evangeliums bezeugt haben und den Tod der Verleugnung des Glaubens an Christus vorgezogen haben. Wir glauben, dass diese Märtyrer unserer Zeit, die verschiedenen Kirchen angehören, aber im gemeinsamen Leiden geeint sind, ein Unterpfand der Einheit der Christen sind. (12)

Religionen

Unter den aktuellen Umständen haben die Leiter der Religionsgemeinschaften die besondere Verantwortung, ihre Gläubigen in einem respektvollen Geist gegenüber den Überzeugungen derer, die anderen religiösen Traditionen angehören, zu erziehen. Absolut inakzeptabel sind die Versuche, kriminelle Handlungen mit religiösen Slogans zu rechtfertigen. Kein Verbrechen kann im Namen Gottes begangen werden. (13)

Europa

Indem wir den hohen Wert der Religionsfreiheit bekräftigen, danken wir Gott für die noch nie dagewesene Erneuerung des christlichen Glaubens, die gerade in Russland und in vielen Ländern Osteuropas geschieht, wo über Jahrzehnte hinweg atheistische Regime vorgeherrscht haben. Heute sind die Ketten des militanten Atheismus zerbrochen, und die Christen können an vielen Orten ihren Glauben frei bekennen. (14)
Auch wenn wir für den Beitrag anderer Religionen zu unserer Kultur offen sind, sind wir davon überzeugt, dass Europa seinen christlichen Wurzeln treu bleiben muss. Wir bitten die Christen Ost- und Westeuropas sich im gemeinsamen Zeugnis für Christus und das Evangelium zu vereinen, so dass Europa seine Seele bewahrt, die sich in zweitausend Jahren christlicher Tradition gebildet hat.(16)

Migranten

Wir können nicht gleichgültig gegenüber dem Los von Millionen von Migranten und Flüchtlingen sein, die an die Tür der reichen Länder klopfen. Der zügellose Konsum, wie man ihn in einigen der am meisten entwickelten Länder antrifft, beginnt allmählich die Ressourcen unseres Planeten aufzubrauchen. Die wachsende Ungleichheit in der Verteilung der irdischen Güter erhöht den Eindruck von Ungerechtigkeit im Hinblick auf das sich ausgebildete System der internationalen Beziehungen. (17)

Familie

Die Familie ist die natürliche Mitte des menschlichen Lebens und der Gesellschaft. (19) Die Familie gründet sich auf der Ehe, dem Akt der freien und treuen Liebe eines Mannes und einer Frau. Die Liebe besiegelt ihre Verbindung und lehrt sie, sich gegenseitig als Geschenk anzunehmen. Die Ehe ist eine Schule der Liebe und der Treue. Wir bedauern, dass andere Formen des Zusammenlebens mittlerweile auf die gleiche Stufe dieser Verbindung gestellt werden, während die durch die biblische Tradition geheiligte Auffassung der Vaterschaft und der Mutterschaft als besondere Berufung des Mannes und der Frau in der Ehe aus dem öffentlichen Bewusstsein ausgeschlossen wird. (20)

Abtreibung

Wir bitten alle, das unveräußerliche Recht auf Leben zu respektieren. Millionen Kindern ist selbst die Möglichkeit versagt, zur Welt zu kommen. Das Blut der ungeborenen Kinder schreit zu Gott (vgl. Gen 4,10). (21)

Euthanasie

Die Entwicklung der sogenannten Euthanasie führt dazu, dass die alten Menschen und die Kranken beginnen, sich als eine übermäßige Last für ihre Familien und die Gesellschaft allgemein zu fühlen. (21)

Künstliche Befruchtung

Wir sind auch besorgt über die Entwicklung der technischen Entwicklung der biomedizinischen Fortpflanzung, denn die Manipulierung des menschlichen Lebens ist ein Angriff auf die Grundlagen der Existenz des Menschen, der als Abbild Gottes erschaffen ist. Wir halten es für unsere Pflicht, an die Unveränderlichkeit der christlichen moralischen Grundsätze zu erinnern, die auf der Achtung der Würde des Menschen beruhen, der nach dem Plan Gottes ins Leben gerufen ist. (21)

Proselytenmacherei

Orthodoxe und Katholiken sind nicht nur durch die gemeinsame Tradition der Kirche des ersten Jahrtausends miteinander verbunden, sondern auch durch die Sendung, das Evangelium Christi in der Welt von heute zu verkünden. Diese Sendung beinhaltet die gegenseitige Achtung für die Mitglieder der christlichen Gemeinschaften und schließt jede Form von Proselytismus aus. (24)

„Uniatismus“

Wir hoffen, dass unsere Begegnung auch dort zur Versöhnung beitragen möge, wo Spannungen zwischen Griechisch-Katholischen und Orthodoxen bestehen. Heute ist klar, dass die Methode des „Uniatismus“ aus der Vergangenheit, der als Vereinigung einer Gemeinschaft mit der anderen durch ihre Loslösung von ihrer Kirche verstanden wurde, nicht eine Weise ist, die es ermöglicht, die Einheit wiederherzustellen. Dennoch haben die kirchlichen Gemeinschaften, die unter diesen historischen Umständen entstanden sind, das Recht zu existieren und alles zu unternehmen, was notwendig ist, um die geistlichen Ansprüche ihrer Gläubigen zu befriedigen, bei gleichzeitigem Bemühen, mit ihren Nachbarn in Frieden zu leben. Orthodoxe und Griechisch-Katholische haben es nötig, sich miteinander zu versöhnen und Formen des Zusammenlebens zu finden, die beiderseitig annehmbar sind. (25)

Ukraine

Wir bedauern die Auseinandersetzung in der Ukraine, die bereits viele Opfer gefordert, unzählige Verwundungen bei den friedlichen Einwohnern verursacht und die Gesellschaft in eine schwere wirtschaftliche und humanitäre Krise geworfen hat. Wir laden alle Konfliktparteien zur Besonnenheit, zur sozialen Solidarität und zum Handeln ein, um den Frieden aufzubauen. Wir laden unsere Kirchen in der Ukraine ein zu arbeiten, um zur gesellschaftlichen Eintracht zu gelangen, sich einer Beteiligung an der Auseinandersetzung zu enthalten und nicht eine weitere Entwicklung des Konfliktes zu unterstützen. (26) Wir hoffen, dass die Kirchenspaltung unter den orthodoxen Gläubigen in der Ukraine auf der Grundlage der bestehenden kanonischen Regelungen überwunden werden kann, dass alle orthodoxen Christen der Ukraine in Frieden und Eintracht leben und dass die katholischen Gemeinschaften des Landes auch dazu beitragen, so dass unsere christliche Brüderlichkeit immer deutlicher sichtbar wird. (27)

Welt

Diese Welt, in der die geistigen Grundpfeiler des menschlichen Lebens in zunehmendem Maß verschwinden, erwartet von uns ein starkes christliches Zeugnis in allen Bereichen des persönlichen und gesellschaftlichen Lebens. Von unserer Fähigkeit, in diesen schwierigen Zeiten gemeinsam Zeugnis zu geben für den Geist der Wahrheit, hängt zum großen Teil die Zukunft der Menschheit ab.(28)
http://www.katholisches.info/2016/02/13/...kus-und-kyrill/
Text: Settimo Cielo/Giuseppe Nardi
Bild: Vatican.va/OR (Screenshot)


von esther10 13.02.2016 00:00

Russischer Erzbischof nennt Kirchengipfel „sinnvoll“


Der russisch-orthodoxe Erzbischof Mark von Deutschland. - RV

12/02/2016 10:09SHARE:

Der russisch-orthodoxe Erzbischof Mark nennt das bevorstehende Treffen zwischen dem Moskauer Patriarchen Kyrill I. und Papst Franziskus auf Kuba „sinnvoll“. Das sagt der für Deutschland und Großbritannien zuständige Erzbischof in einem Interview mit den Münchner Kirchennachrichten. Das Verhältnis zwischen den beiden Kirchen sei „historisch belastet“, darum sei es gut, wenn sich ihre jeweiligen Führer gegenseitig „kennen“. Vielleicht könnten sie „auf dieser Ebene zu stärkerem gegenseitigem Verständnis beitragen“.

„Persönlich hoffe ich, dass bestimmte Fragen stärker an die Öffentlichkeit getragen werden, die von den Medien – soweit ich das beurteilen kann – heute verschwiegen oder hintangestellt werden. Das ist in erster Linie die totale Ausrottung der Christen im Nahen Osten. Das sind Ereignisse, die völlig neu sind in der Geschichte; die Christen haben im Nahen Osten selbst mit den Muslimen über Jahrhunderte friedlich zusammengelebt – etwas, das uns alle betrifft. Das ist die Wiege des Christentums im Mittleren Osten; darum ist die Ausradierung, die heute stattfindet, ein Verbrechen gegen die Menschheit.“

Doch das sei beileibe nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen katholischer und russisch-orthodoxer Kirche, so Erzbischof Mark. In ethischen Fragen – er nennt das Verständnis der Ehe und das Nein zur Euthanasie – sei die Haltung beider Gemeinschaften nahezu deckungsgleich; da könne man in der Gesellschaft „mit einer Stimme sprechen“.

Die Beziehungen zwischen beiden Kirchen in Deutschland bezeichnet Mark als „freundschaftlich“: „Wir haben insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg immense Hilfe von der katholischen Kirche erhalten, vor allem hier in Bayern.“ Ein Beispiel sei die Überlassung von Gotteshäusern und liturgischen Gefäßen. Darüber hinaus stünden hochrangige Vertreter beider Kirchen in regelmäßigem Austausch miteinander.

„Ich glaube, es ist besonders wichtig, dass man in den westlichen Medien erkennt, dass die Orthodoxie eine Vielfalt ist und hat. Sehr oft wird es missverstanden, als würde die Orthodoxie nur vom Patriarchat von Konstantinopel vertreten. Ich halte es gerade für uns in Deutschland für wichtig, dass wir erkennen, dass die Orthodoxie vielfältiger ist, und die zahlenmäßig größte Kirche ist gerade die russische Kirche.“

Mark Arndt wurde 1941 in Chemnitz geboren; seit 1980 ist er Bischof der russisch-orthodoxen Kirche. Sein Dienstsitz ist Berlin, doch meistens hält er sich in München auf, wo er als Abt das Kloster zum Hl. Hiob von Pocaev leitet.
(kirchennachrichten 12.02.2016 sk)

von esther10 12.02.2016 00:58

Woelki stellt Erzbistum neu auf: Nicht alles von Profis erwarten

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki will seine Erzdiözese neu aufstellen. Ziel sei es, dass alle getauften und gefirmten Christen mehr Verantwortung in der Kirche übernehmen und nicht alles von den "Profis" erwarten, sagte er der Kölner "Kirchenzeitung" (Freitag). "Gemeindliches Leben findet nicht nur dort statt, wo der Priester ist."



Das Erzbistum Köln werde "keine von Hauptberuflichen mehr versorgte Kirche sein, sondern eine miteinander gestaltete, getragene und verantwortete Kirche", sagte Woelki in dem Interview über die Inhalte seines Fastenhirtenbriefs. Das programmatische Schreiben soll am Wochenende in den Gemeinden verlesen werden.

Langjährige "Personal- und Pastoralplanung", mit der früher auf die sich zuspitzende Mangelsituation reagiert worden sei, "schaffen wir nicht mehr", sagte Woelki. Vielmehr gelte es, mit dem vorhandenen Personal die Gaben aller Menschen in den Gemeinden zu wecken. Hauptamtliche müssten "noch mehr zu geistlichen Begleitern, Unterstützern und Vernetzern" werden. Entscheidend werde dabei die Teamarbeit sein. Katholiken erlebten diese im Beruf und erwarteten sie auch in der Kirche. Freiwillig Engagierte wollten von den hauptberuflichen Seelsorgern als mündige Christen wahrgenommen werden.

Auch künftig würden Pfarreien und Seelsorgebereiche von Priestern geleitet, sagte Woelki. Doch auch Gemeinden und Kirchorte unterhalb dieser Ebene benötigten eine gute Führung, die unter bestimmten Voraussetzungen von Gruppen getaufter und gefirmter Katholiken wahrgenommen werden könnte.

"Dabei geht es nicht um Löcherstopfen", betonte der Erzbischof. Alle Katholiken gemeinsam müssten in einem "geistlichen Prozess" eine Vision von Kirche entwickeln. Denn Glaube und Kirche hätten inzwischen für viele Menschen nur noch wenig Lebensrelevanz, bedauerte der Kardinal. "Auch sind wir kaum noch missionarisch und evangelisierend tätig." Zwar versuchten Menschen in den Seelsorgebereichen Neues, aber "wir brauchen mehr davon".
Laut Woelki entspricht die Neuausrichtung den Beschlüssen des vor 50 Jahren beendeten Zweiten Vatikanischen Konzils. Mit der Umsetzung habe sich die deutsche Kirche schwergetan, da sie in den zurückliegenden Jahrzehnten noch gut mit pastoralem Personal und Finanzmitteln ausgestattet gewesen sei. Deshalb sei sie in ihrer "eigenen kirchlichen Entwicklung lange nicht oder nur halbherzig vorangeschritten", so der Erzbischof.
http://www.bildpost.de/index.php/Nachric...profis_erwarten


von esther10 12.02.2016 00:55

THEMEN DER WOCHE
NEUE BILDPOST
Ausgabe 6 vom 13./14. Februar

>>>
Schicksale hinter Schlagzeilen – Junge Jesidinnen beschreiben ihre Zeit als Gefangene des „IS"



Die Titel wirken schlicht, die Geschichten erschüttern: Gleich drei junge Frauen jesidischen Glaubens haben Bücher über ihre Zeit als Gefangene der Terrormiliz „Islamischer Staat“ veröffentlicht. Die Werke können auch als Weckruf für Europa gelesen werden.

Seit Jahren haben die Jesiden (siehe Infokasten) im Nahen Osten traurige Bekanntheit erlangt. Immer wieder werden Angehörige der Minderheit vom „Islamischer Staat“ (IS) entführt und hingerichtet. Laut Schätzungen des Zentralrats der

Jesiden in Deutschland sind bis Ende vergangenen Jahres rund 5000 Frauen versklavt worden. Mehrere neue Bücher machen die Einzelschicksale hinter den Schlagzeilen greifbar.

Jungen würden als Kindersoldaten ausgebildet, Mädchen misshandelt, vergewaltigt und „entmenschlicht“ – so beschreibt es der Psychologe Jan Kizilhan. Er behandelt hunderte Betroffener, darunter eine Jesidin, die unter dem Pseu-donym Shirin das Buch „Ich bleibe eine Tochter des Lichts“ veröffentlicht hat. „Wieso können Menschen anderen Menschen so etwas antun?“, habe Shirin ihn immer wieder gefragt, erzählt Kizilhan. „Sie schaute in meine Augen, als wartete sie auf eine Antwort. Ich hatte keine.“

Hass und Gewalt

Antworten auf diese Frage darf auch der Leser von Jinan Bandels Buch „Ich war Sklavin des IS“ nicht erwarten. Ihre Schilderungen von Gewalt sind erschütternd, kaum weniger die Hintergründe, die sie zum althergebrachten Hass auf die Jesiden nennt. „Seit vielen hundert Jahren sind wir hinter euch her“, zitiert Bandel im Buch einen IS-Kämpfer. „Ihr Abtrünnigen, ihr Atheisten!“

Farida Khalaf gibt in „Das Mädchen, das den IS besiegte“ Licht- und Schattenseiten von Religion wieder: Regelmäßige Gebete hätten ihr in der Gefangenschaft Halt gegeben, betont die Autorin. „Für mich war klar, dass ich meine Religion nie verraten würde, auch wenn ich dafür sterben müsste.“ Auch beschreibt sie im Nachwort, wie sich deutsche Ordensschwestern nach ihrer Flucht um sie gekümmert haben.

Gleichzeitig prangert Khalaf auch den Missbrauch von Religion an. So schildert sie, wie Terroristen vor Vergewaltigungen zum Gebet niederknien und ihre Tat so „als eine Art Gottesdienst“ zelebrieren. Dabei, betont die Jesidin, sei das Tun der Islamisten „nicht im Geringsten gottesfürchtig“, sondern „eine große Schande für ihre Religion, die sie damit beschmutzten“.
„Nimm dir das Leben“

Indirekt kritisieren die Autorinnen Teile ihrer eigenen, von religiös motivierten Tabus geprägten Erziehung. „Wenn man versucht, dich zu besudeln, nimm dir das Leben“, riet man Jinan Bandel. Nach ihrem Schein-Übertritt zum Islam befürchtete die Jesidin den Ausschluss aus ihrer Religionsgemeinschaft.

Die Selbstvorwürfe der Frauen seien vielleicht das Schlimmste an der Gefangenschaft gewesen, schreibt ihre Leidensgenossin Khalaf: „Wir alle waren so erzogen worden, dass wir uns selbst die Schuld gaben.“ Am Schicksal anderer Frauen habe sie jedoch erkannt, dass das falsch war. Solch differenzierte Töne beeindrucken.

Die Lektüre könnte womöglich jene Stimmen dämpfen, die lautstark und ohne jegliche Differenzierung fordern, Deutschland solle keine „Anreize“ für die Aufnahme neuer Flüchtlinge schaffen. Wer einen Weg wie Khalaf, Bandel oder Shirin hinter sich hat, braucht wohl keinerlei Kenntnis über Sozialsysteme, um in Europa das Paradies auf Erden zu vermuten. Betroffene wie Bandel betonen aber auch, dass Asyl kein Allheilmittel ist: Die Probleme müssten vor Ort gelöst werden.

Terror kann jeden treffen

Was die Bücher der vom „Islamischen Staat“ verfolgten Frauen deutlich aufzeigen: Ihre Peiniger sind eben solche Fanatiker, wie jene, die für die Anschläge in Paris verantwortlich waren. Sie machen auch klar: Der Terror kann jeden treffen. Die Grenze zu Syrien liegt rund 50 Kilometer von Farida Khalafs Heimatort im Nordirak entfernt. Dennoch, so schreibt sie, habe sich der Krieg vor ihrer Entführung für sie „irgendwo im Fernsehen“ abgespielt. „Es war weit entfernt von meiner eigenen Realität und meinem Alltagsleben.“ Bis sie selbst in die Fänge des IS geriet.
Paula Konersmann

Stichwort: Jesiden

Die Jesiden sind eine religiöse Minderheit unter den Kurden. Weltweit hat die monotheistische Religionsgemeinschaft mehrere hunderttausend Mitglieder. Erstmals erwähnt werden die Jesiden in nahöstlichen Quellen aus dem zwölften Jahrhundert. Ihr Name geht vermutlich auf den früh-islamischen Kalifen Yazid I. ibn Muawiya (680 bis 683) zurück.

Heute leben die Jesiden vor allem im nördlichen Irak. Der Großteil soll dort jedoch vor der Terrormiliz „Islamischer Staat“ geflüchtet sein. Ferner leben sie in Nordsyrien, dem Nordwestiran und dem Südosten der Türkei. Auch in Westeuropa existieren jesidische Gemeinden. In Deutschland leben bis zu 80 000 Angehörige der Minderheit.

Der jesidische Glaube vereint Elemente verschiedener nahöstlicher Religionen – vor allem aus dem Islam, aber auch aus dem Christentum. Das reli-giöse Zentrum ist Lalisch, eine Stadt im Nordirak nahe Mossul. Im Jesidentum gibt es keine verbindliche religiöse Schrift. Die Glaubenslehren werden mündlich überliefert. Nach jesidischer Vorstellung ist Gott „einzig, allmächtig und allwissend“. Jesiden glauben nicht an ein Paradies oder eine Hölle, sondern an Seelenwanderung und Wiedergeburt.

Die Jesiden haben ein weltliches und ein religiöses Oberhaupt. Jeside ist nur, wer von jesidischen Eltern abstammt. Heiratet ein Jeside einen Andersgläubigen, gilt das als Austritt aus der Religionsgemeinschaft.

Jesiden wurden im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verfolgt – sowohl religiös als auch ethnisch wegen ihrer Zugehörigkeit zu den Kurden. Von fundamentalistischen Muslimen werden Jesiden als „ungläubig“ und „vom wahren Glauben abgefallen“ betrachtet. Deshalb verbergen Jesiden in ihren Heimatgebieten häufig ihre Identität. Das Verhältnis zu Christen gilt nach eigenen Angaben als gut. KNA
http://www.bildpost.de/index.php/Themen-...usgabe%29/14813


von esther10 12.02.2016 00:54

Priesterzölibat „nach dem Vorbild Christi“ – Kardinalstaatssekretär: „Man kann darüber reden, aber ohne Eile“
10. Februar 2016 39


Tagung über den Priesterzölibat an der Gregoriana

(Rom) An der Päpstlichen Universität Gregoriana fand in der vergangenen Woche eine hochkarätig besetzte Tagung zum Thema Priesterzölibat statt. Vom 4.-6. Februar wurde über den Zölibat als konstitutives Element des Priestertums gesprochen und dieser verteidigt. Die Planung zur Tagung begann noch in der letzten Zeit des Pontifikats von Papst Benedikt XVI.

Durchgeführt wurde sie nun zu einem Zeitpunkt, da es rund um Papst Franziskus rumort und eine Reihe von Gesprächspartnern des Papstes behaupten, er denke daran, den Priesterzölibat, den in der zweitausendjährigen Geschichte der Christenheit nur die lateinische Kirche verwirklichen und bewahren konnte, aufzugeben. Mit besonderer Spannung wurden daher das Eingangsreferat von Kurienkardinal Marc Ouellet, Präfekt der Bischofskongregation und das Schlußreferat von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin erwartet.

Beide verteidigten in ihren Ausführungen den Priesterzölibat energisch und führten dafür eine Fülle theologischer Argumente an. Der Priesterzölibat habe sich trotz der Herausforderung und mancher Schwierigkeiten auch in der Praxis bewährt.

„Tradition des Priesterzölibats geht bis auf die Apostel zurück und folgt dem Vorbild von Jesus Christus“


Kardinal Ouellet gründete seine Ausführungen auf das Neue Testament und das Vorbild Jesu Christi, von dem sich der priesterliche Zölibat herleite. Er bestätigte allerdings, daß die Frage auch nach 2000 Jahren „noch immer kontrovers“ gesehen werde.

„Die kirchliche Tradition des Zölibats und der Enthaltsamkeit der Kleriker ist nicht am Beginn des 4. Jahrhunderts als etwas Neues entstanden, sondern war vielmehr – sowohl im Osten wie im Westen – die Bestätigung einer Tradition, die bis auf die Apostel zurückreicht. Als das Konzil von Elvira in Spanien 306 bestimmte, daß die Priester die Pflicht haben, in perfekter Enthaltsamkeit zu leben, gilt es zu verstehen, daß diese Notwendigkeit der Kirche in den frühen Jahrhunderten sowohl den Zölibat und das Verbot wieder zu heiraten als auch die perfekte Enthaltsamkeit für jene, die bereits verheiratet sind, umfaßte.“

Kardinal Marc Ouellet, Präfekt der Bischofskongregation

Mit noch größerer Spannung wurden die Ausführungen von Kardinalstaatssekretär Parolin erwartet. Als der damalige Nuntius im September 2013 von Papst Franziskus an die Spitze der Römischen Kurie berufen wurde, betonte er in einem Interview auffällig die Tatsache, daß der priesterliche Zölibat „kein Dogma“ sei und daher „diskutiert“ werden könne. Als institutionell höchstrangiger Mitarbeiter von Papst Franziskus und von diesem persönlich ausgewählt, kommt seinen Aussagen besonderes Gewicht zu.

Kardinalstaatssekretär Parolin: „Man kann reden, aber ohne Eile und konstruktiv“

Der Kardinalstaatssekretär war es dann auch, der in seinem Referat, mit dem die Tagung abgeschlossen wurde, die Tür verhältnismäßig am weitesten in Richtung möglicher Ausnahmen öffnete. Die Tür zu Ausnahmen war bereits vom Zweiten Vatikanischen Konzil aufgetan worden. Die sichtbarste Erscheinungsform dafür sind seither in der lateinischen Kirche ständige Diakone, die zum Zeitpunkt der Diakonatsweihe verheiratet sein können. Diese sogenannten „viri probati“ gelten manchen seither als „Vorstufe“ zur Zölibatsaufhebung nach dem Beispiel der griechischen Kirche.


Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin

Die Ostkirchen haben den Zölibat nicht durchgehalten und weitgehende Ausnahmen gestattet. Die Bischöfe und Mönche leben zölibatär, während der Diözesanklerus verheiratet ist. Das hat zur Folge, daß alle Bischöfe dem Mönchstum entstammen. Wer zum Zeitpunkt der Weihe verheiratet ist, kann es als Weltpriester bleiben. Nach der Weihe ist auch in der Ostkirche eine Heirat oder eine Wiederheirat ausgeschlossen. Ein innerkirchlicher Aufstieg ist für den verheirateten niederen Weltklerus allerdings nicht möglich.

Wörtlich sagte Kardinal Parolin:

Der Zölibat ist eine Berufung, der in der lateinischen Kirche als besonders angemessen für jene gesehen wird, die zum priesterlichen Amt gerufen sind. Die zölibatäre Spiritualität des Presbyters ist ein „positiver“, konstruktiver Vorsatz, der darauf abzielt, daß das Volk Gottes immer von der Gefahr der Korruption und der Verbürgerlichung radikal freie Hirten hat.
Und weiter:

Die Höhe anzuerkennen, die dieser Vorsatz mit sich bringt, macht ihn aber nicht exklusiv, wie das Zweite Vatikanische Konzil in Presbyterorum ordinis sagte, indem es erklärte, daß er „nicht vom Wesen des Priestertums selbst gefordert (ist), wie die Praxis der frühesten Kirche und die Tradition der Ostkirchen zeigt, wo es neben solchen, die aus gnadenhafter Berufung zusammen mit allen Bischöfen das ehelose Leben erwählen, auch hochverdiente Priester im Ehestand gibt“.
Und ebenso:

Die katholische Kirche hat den Ostkirchen die zölibatäre Entscheidung nie aufgezwungen. Andererseits hat sie auch im Laufe der Geschichte Ausnahmen erlaubt wie im Fall von verheirateten lutherischen, calvinistischen oder anglikanischen Hirten, die – in die katholische Kirche aufgenommen – eine Dispens erhielten, um das Weihesakrament empfangen zu können. Das geschah bereits während des Pontifikats von Papst Pius XII. 1951.

In jüngster Zeit hat 2009 das Motu proprio Anglicanorum coetibus von Papst Benedikt XVI. die Errichtung von Territorialordinariaten der lateinischen Kirche erlaubt, wo zu katholischen Priestern geweihte, ehemalige anglikanische Pastoren ihr Amt ausüben.

Im Gefolge der massiven Emigration der Katholiken aus dem Nahen Osten hat Papst Franziskus 2014 mit dem päpstlichen Dekret Praecepta de clero uxorato orientali den verheirateten orientalischen Priester erlaubt, in den christlichen Gemeinschaften der Diaspora und damit auch außerhalb ihrer historischen Gebiete zu wirken, indem er bisherige Verbote aufhob.

In der aktuellen Situation wurde dann häufig eine Art „sakramentaler Notstand“ durch den Mangel an Priestern betont, besonders in einigen Gegenden. Das hat von mehreren Seiten die Frage nach der Eventualität aufkommen lassen, die sogenannten „viri probati“ zu weihen.

Wenn die Problematik auch nicht unbedeutend scheint, ist es aber sicher nicht angebracht, übereilte Entscheidungen und nur aufgrund von Dringlichkeiten zu treffen. Dennoch ist es auch wahr, daß die Notwendigkeiten der Evangelisierung, zusammen mit der Geschichte und den vielfältigen Traditionen der Kirche, die Möglichkeit zu legitimen Debatten offenläßt, wenn sie von der Verkündigung des Evangeliums motiviert sind und auf konstruktive Weise geführt werden, wobei immer die Schönheit und Höhe der zölibatären Entscheidung zu bewahren ist.

Der Zölibat ist ein Geschenk, das es erfordert, mit freudiger Ausdauer angenommen und gepflegt zu werden, damit es wirkliche Früchte bringen kann. Um ihn gewinnbringend zu leben, ist es notwendig, daß jeder Priester sich das ganze Leben lang ständig als Jünger auf dem Weg fühlt, der manchmal der Wiederentdeckung und der Stärkung seiner Beziehung zum Herrn bedarf und auch der „Heilung“.

Das Referat von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin „Der in persona Christi geweihte Priester“ in voller Länge (italienisches Original).
http://www.katholisches.info/2016/02/10/...aber-ohne-eile/
http://www.news.va/it/news/il-cardinale-...l-celibato-eccl


von esther10 12.02.2016 00:53

Kriminologe: Gefängnisrevolte in Mexiko bewusst vor Papstbesuch


Familienangehörige von Insassen des Gefängnisses Topo Chico in Monterrey, Mexiko nach einer Revolte mit über 50 Toten - REUTERS

12/02/2016 10:26SHARE:
Die Revolte im Gefängnis „Topo Chico“ in Monterrey, bei der am Donnerstag Berichten zufolge 52 Menschen gestorben und etliche verletzt worden sind, war nach der Einschätzung eines Experten ein bewusst vor dem Papstbesuch angesetzter Fluchtversuch, der außer Kontrolle geraten ist: „Gefängnis-Unruhen sind in Lateinamerika keine Proteste gegen die Haftbedingungen, sondern die Verschleierung von Massenausbrüchen“, erklärte Gustavo Fondevila vom Studienzentrum CIDE in Mexiko-Stadt am Donnerstag gegenüber „Kathpress“.

Ebenso wie der Papst mit seinem Besuch des berüchtigten Staatsgefängnisses „Cereso 3“ von Ciudad Juarez auf Missstände im Justizsystem hinweisen wolle, so sei auch der jüngste Vorfall in Monterrey ein Anzeichen für diese, so der Politologe, der Lateinamerikas Gefängnisse in Vergleichsstudien erforscht. Der Zusammenhang sei allerdings völlig anders als man vermuten könnte. „In den Haftanstalten, in denen die hygienischen Bedingungen und die Versorgung mit Nahrung und Medizin am schlechtesten ist, kommt es kaum zu derartigen Zwischenfällen“, berichtete der Experte.

Die „schlimmsten Gefängnisse“ in Lateinamerika seien deshalb die „friedlichsten“, da diese fast vollständig von Inhaftierten kontrolliert würden. „In vielen Anstalten bestimmen die kriminellen Banden über Schutzgeldzahlungen, was innerhalb der Mauern passiert - und auf bestürzende Weise tun sie dies viel gründlicher als das Wachpersonal.“ Unruhen wie nun in Monterrey - Zeugenberichten zufolge hatten hier Detonationen einen Brand ausgelöst - gebe es nur dort, wo gut ausgebildete und erfahrene Häftlinge die Logistik übernehmen würden.

Im Fall von Topo Chico werde es einige Tage dauern, bis die Behörden überhaupt ins Gefängnis gehen könnten, so Fondevilas Einschätzung, bis zu einer Bekanntgabe der Zahl der Entflohenen dürfte es sogar Wochen dauern. „Es ist für das Wachpersonal kaum möglich, die Insassen zu identifizieren, da sie meist weder über Fotos noch über Fingerabdrücke verfügen.“ Aus demselben Grund kämen auch bei Entlassungen immer wieder die Falschen an die Reihe, berichtete der Wissenschaftler. Der Termin für den Ausbruch sei gezielt gewählt, „um mehr Skandal zu machen“.

Papst Franziskus besucht im Rahmen seiner am Freitag beginnenden Mexikoreise das Männergefängnis „Cereso 3“ in der Grenzstadt Ciudad Juarez, das als eines der gefährlichsten der Welt gilt. Er trifft hier 700 männliche und 100 weibliche Häftlinge, 250 Familienangehörige und rund 100 Gefängnisseelsorger. Angaben der Diözese Ciudad Juarez zufolge wird Franziskus dabei die Lebensgeschichte einer Gefangenen und drei Musikstücke eines eigens zusammengestellten Häftlingsorchesters zu hören bekommen.

Der Papst wolle mit seinem Besuch im Gefängnis vor allem einer Abstumpfung gegenüber dem Schicksal der Häftlinge entgegenwirken, vermutete Fondevila. „Niemand interessiert sich in Mexiko für sie, denn die Drogengewalt im Land hat die Bevölkerung müde gemacht und aller Empathie beraubt.“ Der Papst könne in Ciudad Juarez viel Sensibilisierung leisten, wenn er auf den Zustand jener hinweise, die schuldig geworden sind. „Vor allem wird er darauf pochen, dass jeder Mensch würdevolle Behandlung verdient“, so der Forscher. Dies sei in den von den Drogenbanden kontrollierten Strafanstalten nicht gegeben.
(kap 12.02.2016 cb)
http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/...revolte/1207858


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