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von 16.09.2012 00:48

Gnosis - erste Häresie des Christentums

Die Auseinandersetzung mit dem Judentum und Heidentum lehrt die junge Kirche früh, ihre auf Vernunft und Schrift aufgebaute Lehre zu verteidigen. Daneben erhebt sich 135 n. Chr. eine gefährlichere dritte Bedrohung: die Irrlehre der Gnosis (= Erkenntnis). Es ist die erste Häresie des Christentums. Mit raffinierter Gedankenspekulation beruft sie sich auf die Hl. Schrift, die sie in ihrem Sinne deutet. Die Kirche kann trotz ihrer Siege nicht alle falschen Ideen ausmerzen. lm Manichäusmus u.a. der nächsten Jahrhunderte, bei den Katharern und Albigensern des Mittelalters, in den theosophischen und anthroposophischen Strömungen der Neuzeit leben sie wieder auf.

Das Gebäude der Gnosis

Die Gnostiker erstreben die Erlösung des Menschen durch eine höhere Erkenntnis Gottes. Nur ein solches Wissen ermögliche jenes Handeln, wie es den Absichten Gottes entspräche. Das Grundproblem des Leidens lösen die Gnostiker dualistisch, als Gegensatz zwischen dem unendlich erhabenen Gott und der endlichen, sichtbaren Welt. Diese wird als Sitz des Bösen erkannt und sei darum zu überwinden. Die verschiedenen Systeme der Gnosis haben eines gemeinsam: sie führen die Grundgedanken kreisförmig. Sie wollen zeigen, wie aus dem Unsichtbaren das Sichtbare, aus dem Sichtbaren wieder das Unsichtbare werde. Wie aus dem guten Gott die böse Welt mit ihrem bösen Schöpfer 2000 entstehe. Wie sie zu Gott zurückkehre. Wie aus dem Licht Finsternis und aus dieser wieder das Licht werde. Wie aus Geist Seele und Körper, aus dem Körper wieder Seele und Geist entstehe. Aus dem Ewigen das Zeitliche und aus dem Zeitlichen wieder das Ewige. Aus Einem Vieles und aus Vielem wieder Eins werde. Die Übergänge von einem Gegensatz zum andern werden stets feiner ausgestaltet. Zwischen dem guten Gott und der bösen Welt werden immer zahlreichere Zwischenstufen der Entwicklung und ihnen entsprechende Mittelwesen eingeschoben. So entstehen die Reihen der Äonen, von denen der erste unmittelbar aus Gott hervorgehe, der letzte und unterste in die Materie versinke, sie beseele, forme, aber zugleich unter ihr leide, bis die Erlösung die Befreiung aus der Materie und die Rückkehr des gefallenen Äons zu Gott bringe, den Ring der Entwicklung vollendend.
Die Gnosis verbiegt den Sinn des Erlösungsgedankens. Nicht die Erlösung der Seele von der Sünde als Schuld und Beleidigung GOTTES ist ihr Anliegen. Der an die sinnliche Materie gebundene Geist solle von den Trieben und Begierden erlöst werden. Nicht nur der Erlösungsgedanke, sondern auch der Glaube an Christus, die Lehre von der Gnade und der übernatürlichen Seinsordnung erhielten in den ca. 30 gnostischen Systemen einen anderen Inhalt. Der Gottesbegriff wurde meist pantheistisch gefasst. Aus der Entfaltung des lichten Urgottes sei durch Emanation (= Ausströmen aus IHM) die Welt der Äonen, der Geister, entstanden. Diese seien umso unvollkommener, je weiter sie sich vom göttlichen Urlicht entfernten. Schliesslich gehe ein Teil der vom Urlicht weit entfernten Geisterwelt mit den aus dem Urbösen geströmten Elementen eine Verbindung ein. Nun sei ein Teil der göttlichen Lichterwelt gebunden in der sinnlichen Materie. Einer der niedersten Äonen (= der Gott des AT = der Demiurg), sei der Gestalter der sichtbaren Welt. In dieser seien die von der Gottheit ausgegangenen Lichtfunken an die wegen ihres Ursprungs böse Materie gefesselt. Christus sei als einer der höchsten Äonen zur sichtbaren Welt herabgestiegen. Hier sei er eine scheinbare Verbindung mit der bösen Materie eingegangen, um der in der Materie gefesselten Geisterwelt den Weg zu zeigen, wie sie durch Erkenntnis der Weltzusammenhänge, durch strengste Aszese, durch mystische Zauberformeln, Reinigungsriten und sakramentale Weihen zur Erlösung von der Materie komme. Da die Sinnlichkeit der Grund des Bösen im Menschen sei, gingen die Somatiker (= die grosse Masse der Menschheit, in denen das sinnliche Element überwiegt) unerlöst zugrunde; die Psychiker (= einfache Gläubige) könnten erlöst werden; den Gnostikern sei die Erlösung sicher, weil das göttliche Element überwiege.



Erlösung durch Erkenntnis

Der Sieg Christi über den Tod in seiner Auferstehung bleibt auch der gnostischen Bewegung ein Ärgernis. Der Gegenangriff auf die junge Kirche wird schon in der Apostelgeschichte 8,9f erwähnt. Simon Magus tritt als samaritanischer Pseudomessias auf (um 60 n. Chr.). Er gilt als Erzvater aller Häretiker, als Teufels Sprachrohr, als frühester Vertreter der Gnosis. Diese war und bleibt der schlimmste Gegner des Christentums. Das Dämonische dahinter spricht ein protestantischer Dogmenhistoriker aus: «Der Erfolg Christi hatte Simon Magus auf den Gedanken geführt, ihm Konkurrenz zu machen. Das wurde je länger desto mehr unmöglich. Das sieghafte Vordringen Christi war nicht aufzuhalten; ging es nicht wider Christus, so versuchte man es nun mit Christus» (Reinhold Seeberg). Die Gnosis ist also ein heidnisches Gedankengebäude in christlichem Gewand. Dabei wird der Name Christi missbraucht, um die heidnische Ideenwelt zu tarnen. Das System des Simon Magus enthält die Grundelemente der Gnosis, deren Bewegungen im 2. Jh. unter Abarten das Christentum bedrohen: raffiniert christlich-verbrämt, durchmischt mit babylonisch -chaldäischer Astrologie und syrisch- phönizischen Mythen, verbunden mit Zauber- und Sühne-Riten aus Mysterienkulten. Dieser orientalische Synkretismus (= Religionsvermischung) auf dualistischer Grundlage gibt sich als höhere Form des Christentums aus. Die Gnostiker wollen sich von der schlichten Form des einfachen Gemeindechristentums abheben. Was bei Simon Magus und seinen Schülern beginnt, wird von den eigentlichen Gnostikern des 2. Jh. (Satornil, Mananders, Valentin u.a.) verfeinert. Auch bei Marcion (einflussreichster Häretiker des 2. Jh.) zeigen sich gnostische Züge: die dualistische Grundtendenz, die Verwerfung des Alten Testamentes und der ethische Rigorismus. Schon 144 gründet er seine eigene Sektenkirche. In der Form des Manichäismus (vom ca. 215 geborenen Perser Mani) breitet sich die Gnosis bis nach China und bis Nordafrika aus. Später flackert sie bei den Paulizianern, Bogomilen, Katharern und Albigensern wieder auf, heute in theosophischen und anthroposophischen Strömungen.

von 15.09.2012 08:36

EINIGE HAUPTPUNKTE AUS DEM VATIKANDOKUMENT ÜBER DEN „NEW AGE“
Jesus Christus – Bringer des Wassers des Lebens

1.3. Es gibt nicht neues in „New Age“, da der Ursprung bei den gnostischen Gruppen zu finden ist, die sich in der Anfangszeit des Christentums entwickelten, zur Zeit der Reformation in Europa einen neuen Aufschwung erlebten, parallel zu den wissenschaftlichen Weltanschauungen wuchsen und eine rationale Berechtigung in der modernen Welt erlangten. Miteinbezogen war eine fortschreitende Ablehnung eines persönlichen Gottes und eine Fokussierung auf andere Entitäten, die oft als Mittler zwischen Gott und der Menschheit eine Rolle spielten, wobei mehr und mehr originelle Anpassungen von diesen oder Zusätzlichen hinzugefügt wurden. Ein starker Trend in der modernen westlichen Kultur, der den Ideen des New Age Raum geschaffen hat, ist die allgemeine Akzeptanz der Evolutionstheorie nach Darwin; denn diese war nebst einem Fokus auf verborgene spirituelle Kräfte oder Gewalten in der Natur, das Rückgrat von vielem von dem, was man heute unter New Age Theorie versteht.

1.4. Papst Johannes Paul II warnt zum Betreff der Rückkehr der ehemaligen gnostischen Ideen unter der List des sogenannten New Age; dies ist nur eine neue Art, Gnostizismus auszuüben, dieser Geisteshaltung, die dazu führt, dass man im Namen eines tiefgreifenden Wissens von Gott Sein Wort verzerrt und es mit rein menschlichen Worten ersetzt. Die Gnosis existierte schon immer neben dem Christentum. Ein Beispiel ist das Enneagramm, ein neunteiliges Werkzeug zur Charakteranalyse. Wenn es als Mittel zum geistigen Wachstum gebraucht wird, führt es zur Zweideutigkeit in der Lehre und im Leben des christlichen Glaubens.

2.0 Christen in vielen westlichen Gesellschaften und zunehmend auch in anderen Teilen der Welt, treten oft in Kontakt mit verschiedenen Aspekten des als „New Age“ bekannten Phänomens. New Age ist keine einzige einheitliche Bewegung, sondern ein loses Netzwerk von Anhängern, deren Prinzip es ist, global zu denken, aber lokal zu handeln. New Age versucht für alles eine „Alternative“ anzubieten: eine alternative Spiritualität, eine alternative Mystik und eine alternative Medizin, was eine klare Reaktion zeigt zu allem, was traditionell und modern ist.



2. 1. Was ist neu an New Age?
Zu den Traditionen, die in New Age zusammenfließen, gehören unter anderem: die okkulten Praktiken des alten Ägypten, die Kabbala, der Gnostizismus der ersten Jahrhunderte des Christentums, der Sufismus, das Druidenwissen, das keltische Christentum, die mittelalterliche Alchemie, der Hermetismus der Renaissance, der Zen-Buddhismus und Yoga. Es ist ein Synkretismus von esoterischen und säkularen Elementen. Es ist ein modernes Wiederaufleben der heidnischen Religionen mit einer Vermischung von Einflüssen sowohl fernöstlicher Religionen, als auch der modernen Psychologie, der Philosophie, der Wissenschaft und der kulturkritischen Bewegung der 50er und 60er Jahre.

2.2. Was verspricht New Age?
New Age verspricht Harmonie und Einsicht, indem man den Gott der in jedem Menschen, in jedem Ding und im Kosmos ist, in das Bewusstsein bringt ohne zwischen dem Menschen als Geschöpf und Gott dem Schöpfer, oder zwischen gut und böse zu unterscheiden.

2.2.3. Die Gesundheit: blühendes Leben
Es existiert eine große Bandbreite von Zugängen zu den ganzheitlichen Therapien, von denen einige von alten kulterellen, religiösen oder esoterischen Traditionen beeinflusst sind, andere von den psychologischen Theorien, die in Esalen in den Jahren 1960 bis 70 entwickelt wurden.
New Age wirbt für eine große Breite von Praktiken wie Akupunktur, Biofeedback, Chiropraxie, Kinesiologie, Homöopathie, Irisdiagnose, Massagen und verschiedene Körpertechniken (wie Ergonomie, Feldenkraismethode, Reflexzonenmassage, Rolfing, Polaritätsmassage, therapeutisches Berühren usw.), Meditation und Visualisation, Ernährungstherapien, Psychotherapien, verschiedene Arten von Pflanzenmedizin, Heilung durch Kristalle, Metalle, Musik oder Farben, Reinkarnationstherapien, schließlich die Programme in zwölf Stufen und Selbsthilfegruppen. Es wird gesagt, dass die Quelle der Heilung in uns selbst liege und dass wir sie erreichen können, wenn wir mit unserer inneren Energie oder der kosmischen Energie in uns in Kontakt treten.

2.3.1. Dem New Age ist die „Mutter Erde oder Gaia“ sehr wichtig,
deren Göttlichkeit die ganze Schöpfung durchdringt und den Abstand zwischen der Schöpfung und dem transzendenten Vater-Gott des Judentums und des Christentums überbrücken soll. In der Sicht eines geschlossenen Universums, das neben uns selbst, „Gott“ und andere spirituelle Wesen enthält, erkennen wir einen impliziten Pantheismus, der besagt, dass Gott in jedem und in allem ist. Als Christen glauben wir im Gegensatz dazu, dass der Mensch wesentlich ein Geschöpf ist und es für alle Ewigkeit bleibt, so dass ein Aufgehen des menschlichen Ich im göttlichen Ich niemals möglich sein wird.

2.3.2. Die wesentliche Matrix des New Age Denkens findet man in der esoterisch-theosophischen Tradition, die in den intellektuellen Kreisen Europas, wie der Freimaurerei, des Spiritismus, des Okkultismus und der Theosophie im 18. und 19. Jahrhundert weit verbreitet war. Alchimie, Magie, Astrologie und andere Elemente des traditionellen Esoterismus wurden gründlich in die säkularen Elemente der modernen Kultur integriert, wie z. B. die Erforschung der Kausalitätsgesetze, die Evolutionstheorie, die Psychologie und das Studium der Religionen. Der amerikanische Psychologe William James und der Schweizer Psychiater Karl Gustav Jung haben die Psychologie beinahe sakralisiert, was die New Age Bewegung dazu ermutigte, nach einem „Gott im Innern“ zu suchen. Dadurch sollte man mit Hilfe verschiedener Therapien, durch Meditation, parapsychologische Erfahrungen, der Anwendung von halluzinogenen Drogen zur vollen Erkenntnis des Unbewusstseins gelangen und „spitzen Erfahrungen“ oder „mystische Erfahrungen“ der Vereinigung mit Gott oder dem Kosmos erlangen. Der Kosmos wird als ein organisches Ganzes gesehen, das von einer Energie belebt wird, die als göttliche Seele oder Geist identifiziert wird, und man kann durch Meditation oder verschiedene Therapien und Methoden zum höchsten Bewusstsein seiner Selbst gelangen. Diese Erhöhung des Menschendaseins verdreht das richtige Verhältnis zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf; einer seiner Extremformen ist der Satanismus.

Laut New Age sind wir Mit-Schöpfer und schaffen unsere eigene Realität. Viele New Age Strömungen behaupten, dass wir die Umstände unseres Lebens selbst aussuchen (sogar Krankheit und Gesundheit). In einer Sicht wo jedes Individuum als schöpferische Quelle des Universums betrachtet wird, sollte der Mensch eine Reise unternehmen, eine Reise in der Psychotherapie und der Erkenntnis des Universellen Bewusstseins, um sich in die Einheit des Kosmos einzugliedern, welche seine Erlösung bedeutet. Es gibt keine Sünde, man braucht keine Offenbarung oder Erlösung von Außen, sondern die Erlösung und die Offenbarung erzeugt man selbst durch die Beherrschung psychophysischer Methoden. Das Ziel der menschlichen Person ist eine Serie von aufeinanderfolgenden Wiedergeburten der Seele in verschiedenen Körpern. „Gaia“ Mutter Erde wird als Alternative zu Gott dem Vater angeboten, ist aber kein persönlicher Gott, sondern eine unpersönliche Energie, die in der Welt einbegriffen ist, mit der sie eine „kosmische Einheit“ bildet: „Alles ist eins“. Diese Einheit ist monistisch, pantheistisch, oder genauer genommen panentheistisch. New Age spricht von Christus und christischer Energie aber nicht von einer Person, Jesus Christus aus Nazareth. Bei New Age kann jeder ein Christus werden, wie im Fall Buddhas oder anderer, die zum göttlichen Bewusstsein der göttlichen Energie, die in einem ist, gelangen. Gott und die Welt, Seele und Leib, Intellekt und Gefühl, Himmel und Erde sind eine immense Energieschwingung.

2.3.4.1. …über die menschliche Person?
New Age glaubt fest, dass die menschliche Person durch eine Vielzahl von Techniken und Therapien vervollkommnet werden kann (im Gegensatz zur christlichen Auffassung von der Zusammenarbeit mit der göttlichen Gnade)....

Man beruft sich auf die Psychologie, um die Bewusstseinerweiterung als „mystische“ Erfahrung zu erklären. Yoga, Zen, Transzendentale Meditation und tantrische Übungen führen zur Erfahrung der vollen Selbstverwirklichung oder Erleuchtung.

4. Die New Age Bewegung ist ganz gegen den christlichen Glauben und das christliche Leben. Das wesentliche Element des christlichen Glaubens ist der Glaube an den eingeborenen Sohn Jesus Christus, der Gott ist, aber unter den Menschen Fleisch angenommen hat, um die Sünden, Vergehen und Krankheiten der Menschheit wegzunehmen, Er ist der einziger Heiland und Herr eines jeden Menschen. Die Erlösung ist ein freies Geschenk Gottes und man kann die Erlösung nicht durch irgendwelche Methoden erlangen. Umkehr heißt, zum Vater zurückzukehren durch den Sohn, in Fügsamkeit zur Kraft des Heiligen Geistes. Gott ist Gott und Mensch ist Mensch, Gott ist der Schöpfer und der Mensch wurde erschaffen, die Natur und alles in ihr wurde von Gott geschaffen. Gott ist keine Energie, sondern eine Person, die liebt und sich um einen sorgt. Im praktischen Christentum, ist Mystitismus Gott, der höchste Schöpfer, der durch den Heiligen Geist zu den Menschen kommt, indem er oder sie einen persönlichen Gott erlebt, aber er oder sie jedoch immer Mensch bleibt. „Der Sinn der New Age Technik ist es mystische Zustände willentlich zu reproduzieren, als wäre es eine Laborsache. Rebirthing-Geburtsneuerfahrungen, Biofeedback, sensorische Isolierung, holotropische Atmung, Hypnose, Mantras, Fasten, Schlafentzug, und transzendentale Meditation sind gleichermaßen Versuche, Kontrolle über diese Zustände zu erlangen und dauerhaft zu erleben! All diese Praktiken schaffen ein Klima psychischer Schwäche und das Ziel der Übung ist es, sich selbst neu zu schaffen, weil sich die reale Frage stellt, wer „ich bin“. „Gott in uns“ und die holistische Einheit mit dem ganzen Kosmos unterstreichen diese Fragen. Für New Age sind die isolierten individuellen Persönlichkeiten pathologisch!
6.2. Praktische Initiativen
Einige lokale New Age-Gruppen nennen ihre Treffen „Gebetsgruppen“. Personen, die zu diesen Gruppen eingeladen sind, müssen nach den Zeichen einer echten christlichen Spiritualität suchen und gut darauf achten, dass keine Einführungszeremonie stattfindet.

von 14.09.2012 00:41

New-Age Irrlehren

Vorsicht vor dem Yoga-Virus!
Zeugnis eines ehemaligen New Age-Lehrers
Filme - Götter des New Age


Pyramide, ägyptische Kulte und Geheimlehren spielen eine bedeutende Rolle in der New Age Bewegung.
Schritt für Schritt lässt sich der teuflische Plan des New Age-Netzwerks rekonstruieren. Die neue Weltordnung soll nicht nur ideell, sondern real geschaffen werden. Die Strategie des »Fürsten dieser Welt« ist nicht zufällig, und wer dessen Programm kennt, wird von Zukünftigem nicht überrascht. Eines seiner Werkzeuge sagte: »Die Atombombe ist Eigentum der Vereinten Nationen und dient dem Einsatz... Es ist dabei nicht von Bedeutung, ob die Agression von einer bestimmten Nation.. .ausgeht, oder ob sie durch politische Gruppen irgendeiner mächtigen religiösen Organisation - wie z. B. der römisch-kath. Kirche- entsteht... « (Alice Bailey, The externalisation of the hierarchy, New York 1957, p17)
In der Tat planen die New-Age-Vordenker, die Anhänger der grossen monotheistischen Religionen (Christentum, Judentum, Islam) auszulöschen, da deren Glaube an einen personalen GOTT die Ausbreitung der neuen Weltordnung behindert.

http://kath-zdw.ch/maria/new-age.html

Das Sympol der Theosophen der Entwickler von New-Age. (Von oben nach unten)
Aum: Sanskritwort für höchste Dreiheit.
Hakenkreuz (=Swastika) zeigt die Welt, die sich um eine zentrale Sonne dreht.
Schlange: steht für göttliche Weisheit.
6-Eck: Vereinigung von Geist/Materie
Henkelkreuz: Sieg d. Geistes über die niedrige Menschennatur.


Was will New Age? Wie?

Endziel ist die Weltherrschaft unter einer Weltdiktatur (»Neue Ordnung«).

Unter dem Deckmantel »freie Selbstbestimmung, Einheit mit der Natur, friedliches Zusammenleben aller Völker und Religionen« müsse zuerst ein Bewusstseinswandel stattfinden, den F. Capra mit seinem Bestseller (»Wendezeit­Bausteine für ein neues Weltbild«) eingeläutet hat, indem er raffiniert östliche Philosophie und westliche Wissenschaft verband.

Die Menschheit stehe erst an der Schwelle dieser Bewusstseins-Umwandlung, einer Wendezeit. Um den Sprung ins neue Zeitalter zu erreichen, müsse eine Höherentwicklung des menschlichen Geistes durch Verbindung mit »göttlichen Kräften im Universum« erreicht werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde weltweit ein Netzwerk sympathisierender Organisationen ohne hierarchische Struktur aufgebaut, das mit Milliardenumsätzen die Eigenfinanzierung - und damit eine nach breitere Offensive- sichert (die vielen Mitläufer und ehrenamtlichen Idealisten sind ahnungslos über die wahren Zielsetzungen!).

Unter dem Deckmantel »Pluralismus« wirken sie unerkannt, unbeobachtet und doch allgegenwärtig in den verschiedensten Bereichen mit z.T. widersprüchlichen Modellen (Unterschiede werden mit »Folge dem, was sich gut für dich an fühlt...« nivelliert):

Literatur (»Esoterik«-Verlage Goldmann, Baur...), Film (»Momo«, »Die unendliche Geschichte«..), Musik (Musical ) »Hair« gab 1967 Auftakt zu »Wassermann« und »Reinkarnation«, Rock - Satanismus... bis psychedelische M.), Medizin (Akupunktur, Bachblüten, Homöopathie, Edelsteintherapie (ausgenommen nach echter Hildegard-Medizin), Bioenergetik, Heilmagnetismus...), Psychologie (C.G.Jung, transpersonale P., Experimente auch mit Drogenunterstützung (LSD u.a.) im Esalen-Institut in Kalifornien...), Pädagogik (Anthroposophie, neue Lehrpläne in den staatl. Schulen u. im Religionsunterricht!), Selbstheilung + »Gesundheit« (Yoga, Zen, Tai Chi, Autogenes Training, Hypnose, Mandala, Mantra-Meditation, Transzendentale Meditation, Meditatives Tanzen... Horoskop, Tarot), Gesellschaft (Feminismus, Gleichstellung der Geschlechter bis zur Homo-Ehe...), Politik (Öko-Gruppen, Grüne...), Organisationen (UNO, EU, Service·Clubs, Arkan-Schule, Scientology, Club of Rome, WWF, Luci‘s Trust (Sponsoren: R. McNamara, vormals US­Verteidigungsminister, dann Weltbankpräsident, John D. Rockefeller, Robert Muller, vormals Vize-Generalsekretär der UNO usw.) usw.

New Age-Steckbrief

Die New Age-Anhänger zeichnen sich durch den festen Glauben aus, dass ein Neues Zeitalter begonnen habe, welches die Geburt eines Neuen Menschen, globalen Frieden und eine Bewusstseinserweiterung und Vergeistigung der Menschheit mit sich bringe. Nicht apokalyptische Endzeitstimmung wird geweckt, sondern Hoffnung auf eine irdische Zeitenwende, auf die Verwandlung der Menschheit in einem Weltzeitalter der Humanität und der Liebe. Dies werde durch kosmische Energien aus dem Tierkreis Wassermann bewirkt, wobei ein Endkampf zwischen Licht und Finsternis unausweichlich sei (selbst Probleme wie Umweltzerstörung, atomare Rüstung, Naturkatastrophen... seien zur kollektiven Läuterung der Menschheit nötig, um deren kollektive Bewusstseinserweiterung und Erleuchtung=Erlösung einzuleiten). Das neue Weltbild (Paradigmenwechsel) wird mit pseudowissenschaftlichen Elementen aus Psychologie, Physik, Ökologie usw. zu untermauern versucht...

Und die raffinierte Mischung kommt an: Die Krisensituationen der Gegenwart werden mit hoffnungsvollen Versprechungen übertüncht, so dass keine Fragen offen bleiben oder Verzweiflung aufkommen könnte. Das Beruhigungsmittel »Reinkarnation« kommt dem verzweifelten Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit und Schuldbewältigung raffiniert entgegen.

New Age genau nach Fahrplan

Die Wurzeln gehen auf die Russin Helena Blavatsky (1831-91) zurück, welche 1815 in New York die Theosophische Gesellschaft gründete. Sie war ein starkes Medium und stand mit dem Geist »Koot Hoomi« in Verbindung. Luzifer sei ein Sohn Gottes und als Lichtbringer die Quelle der Erleuchtung...

Die Angehörigen der Gesellschaft glaubten, von Geistwesen der »Grossen Weissen Bruderschaft« (Meister im Tibet) Botschaften zu empfangen (»Meister des Universums» Eph 6,12). Eine Weisung liess die Theos. Gesellschaft 1878 nach Indien übersiedeln. Von nun an überlagerten hinduistisch-buddhistische Elemente ihren Spiritismus. Die arische Rasse gilt als überlegen.

Die Nazis übernahmen diese Ideen (Hitler war Mitglied der esoterischen Geheimgesellschaft Thule). Die Iheosophie war immer scharf antichristlich. Ihr Presseorgan hiess »Luzifer« (heute als Lucis Trust und Lucis Press grosse Medienzentren).

1913 löste sich Rudolf Steiner und gründete die Anthroposophische Gesellschaft.

Nach Blavatzkys Tod übernahm Alice Bailey (1880-1949) das Zepter: sie produzierte in Indien esoterische Literatur (Betonung auf Reinkarnation) und handfeste Anleitungen zur neuen Weltordnung und neuen Weltreligion (Umverteilung der Güter, Auflösung überlieferter Religionen, luziferische Massen-Einweihungen, Regenbogensymbol..).

1962 wurde die schottische Findhorn-Kommune gegründet. Von dort wurden durch David Spangler weltweite Netze geknüpft (sein Hauptwerk: New Age- die Geburt eines neuen Zeitalters).

Seit 1975 -genau nach Fahrplan (die Ziele sollten auf Anweisung von Geistwesen 100 Jahre geheim gehalten werden!) - überschwemmen New Age-Produkte die Märkte der westlichen Konsumgesellschaft.

Am 17.8. 1988 versammelten sich weltweit 144'000 Menschen, um das an diesem Tage angebrochene Neue Zeitalter (=New Age) zu feiern. Sie proklamierten das Ende des christlichen Fische- und den Beginn des Wassermann - Zeitalters (=Paradigmenwechsel). Der von ihm ausgegossene neue Geist bewirke eine Erweiterung des Bewusstseins, die »Erleuchtung«. Der »erleuchtete Mensch« werde alle Probleme losen können...

Der Katholik weiss...

...nach der Lektüre von Offb 21, dass ihm GOTTES »New Age« in der HI. Schrift geboffenbart wurde (Warnungen in Mt 24,4f Kol 1,9+1,15f +2,20f+3,2f u.a.).

Er weiss auch, dass die kath. Kirche auf dem Konzil v. Konstantinopel (553) den damals schon wuchernden gnostischen Irrlehren und der Reinkarnation entschieden entgegentrat und sie verurteilte. (P.S.: Und nicht »erst damals abgeschafft« habe, wie New Age-Kreise beim Fischzug auf Katholiken immer wieder behaupten!! Somit kann man von Old Age sprechen, denn es ist die Ideologie der Schlange, die schon im Garten Eden versprach: »Ihr werdet sein wie Gott«).

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Vorsicht vor dem Yoga-Virus!

Prof Dr. Eccles (Nobelpreis für seine Gehirnforschungen) beschreibt das Gehirn als eine »Maschine», die jeder Geist von aussen manipulieren kann, wenn er im Zustand der Passivität ist. Weil Yoga ( auch Autogenes Training u.ä.) über Passivität das Bewusstsein verändern will, stehen den satanischen Mächten Tür und Tor offen. Die Weltoffensive des New Age verschweigt, dass körperliches Yoga zu geistigem Yoga führt. Auch wenn Yoga vordergründig Spannungen und Stress lindert, ist der hintergründige Preis hoch! Der Vergleich mit dem Einstieg über weiche zu den harten Drogen ist nicht abwegig: denn wer möchte nicht auch von verlockenden »mystischen Erfahrungen, Seelenreisen...» (=alles okkulter Zauber) berichten? Schliesslich bilden auch kirchliche Bildungshäuser und Pfarreien diese neuen Meditationsweisen an... (leider)

»Unterscheidung der Geister« ist heute mehr denn je gefragt. Yoga ist eine Verwerfung des Lebens: Ich bin Brahman, also Gott (= der Körper sei göttlich). Letztlich führt dies zum Götzendienst der Selbstanbetung (»Ihr sollt keine andern Götter neben mir haben.») Wenn Yoga behauptet, zum wahren Leben zu führen, so wendet sich der Christ nie an unbekannte »mystische» Mächte oder Kräfte, sondern an Jesus Christus: »Wer den Sohn hat, hat das Leben» (1 Jh 5,12). Von der Genesis bis zur Offenbarung lehrt uns die Hl. Schrift, das es nur zwei Quellen der Macht gibt: die göttliche und die satanische. Wir wissen auch: nicht jeder Machterweis Satans zeigt sich als schlecht oder böse.

http://kath-zdw.ch/maria/new-age.html
Was können Eltern dagegen tun? Mit dem Kind darüber sprechen und ein kluges »Mitspielen« anraten: Bei den suggestiven Anweisungen (z.B. »konzentriert eure Gedanken auf den rechten Arm, lasst ihn ganz schwer werden... spürt ihr das Blut pulsieren, die Wärme...> denkt das Kind etwas ganz anderes: z.B. lässt es vor seinen Augen nochmals den vergangenen Sonntag vorbeiziehen; oder es begibt sich vor den der Tabernakel und betet zum Herrn, lobt und dankt Ihm, bittet Ihn um Seinen Schutz...)
Das Autogene Training (griech. =selbst erzeugen) dringt neuestens sogar in die Schulzimmer vor. Prof. Schultz hat AT anfangs des 20. Jh. aus der Hypnosetechnik entwickelt (mit der Warnung: nur unter ärztlicher Anleitung!). Es ist eine der vielen Selbsterlösungsformen, welche ähnlich wie das Yoga eine Entspannungstechnik verwendet. Im Yoga ist der Lotussitz (=Sitzen wie Buddha) die Haupthaltung. Damit wird die »Selbstversenkung« und »innere Entleerung« angestrebt, um dann mit kosmischen Kräften erfüllt zu werden und mit diesen okkulten Kräften in Kontakt zu kommen... dahinter stehen heidnische Gottheiten. Die Bibel warnt vor diesem Götzendienst, denn »ein Greuel für den Herrn ist jeder der solches tut...« (Dtn 18,12)
Z/Ewig

http://kath-zdw.ch/maria/new-age.html


Zeugnis eines ehemaligen New Age-Lehrers

Wir alle stehen ständig in der Gefahr, uns von der echten und wahren Quelle des Lebens zu entfernen. Wir stehen ständig in der Versuchung, unser Herz an andere Werte zu hängen, die wir höher einschätzen als die Gemeinschaft mit Jesus Christus. Zur absoluten Nachfolge fehlt uns immer wieder der Mut zu einem ganz konkreten Ja.

Hier der Weg des ehemaligen New Age-Lehrers Gabriel Dominik Müller durch die täuschende, schillernde Welt der Esoterik, bis er die Befreiung in Jesus Christus finden konnte. Er schreibt unter anderem:

"Ich habe mich in esoterische Meditations-Techniken geflüchtet, die unter anderem auch die Arkan-Schule in der Schweiz anbietet, die die Ideen und Eingebungen von Bailey und Blavatsky, den Mitwegbereiterinnnen von New Age, entspringen. Begründer der Arkan-Schule ist der Psychoanalytiker und Esoteriker C.G. Jung. Auf meiner Suche nach Wahrheit und Sinn interessierte ich mich auch für Astrologie, dann habe ich mehr über Reiki gelernt, dann Techniken wie man in frühere Leben hineinschauen kann (Reinkarnations-Therapie). Schließlich habe ich selbst einen Ableger der Arkan-Schule gegründet, die Merkur-Schule, um an möglichst viele Menschen meine neuesten Entdeckungen weitergeben zu können.

Wer in der Esoterik angebetet wird, ist verschieden. In den Meditationstechniken der Arkan-Schule waren es drei Meister. Hinter allem steht eine irgendwie geartete, ganz elementare Gottheit und unter dieser Gottheit gibt es auch einen inkarnierten Meister, der Christus genannt wird. Nicht Jesus Christus der Bibel, sondern Christus als Lord Maytreia. Insofern war es für mich überhaupt kein Problem, als mir jemand von Jesus Christus erzählt hat. Ich dachte, der kommt bei uns ja auch vor. Jetzt weiß ich, dass da ein großer Unterschied besteht.
Bei esoterischen Meditationen habe ich Tote gesehen, die eigentlich Totengeister waren. Ich bin in Situationen hinein gekommen, wo ich Krankheiten von Menschen sofort gesehen habe, wo ich mich außerhalb des Körpers befunden habe und mit anderen zusammen war. Ich habe gesehen, dass es eine andere Welt gibt und ich fand sie faszinierend. Das wirklich Gemeine daran ist, dass man nicht bemerkt, dass diese Welt von der Finsternis beherrscht wird, die sich in allem Gott widersetzt. Das durfte und konnte ich erst erleben, als ich den Geist der Wahrheit und des Lichtes bekommen habe. Ich habe zuvor auch Licht gesehen. Jetzt ist mir klar, es war der Engel des Lichts, wie Satan in der Bibel beschrieben wird. Der Kontakt mit der jenseitigen Welt bestärkte mein Ego, bestärkte meine Sexualität, bestärkte mein Machtstreben, mein Wissen, dass ich auf der spirituellen Leistungskurve nach oben gehe und mächtig bin. Esoterik hat immer wieder mit Macht zu tun, dass ich sozusagen " heilen " kann, das heißt Lebensenergie austauschen kann. Damit versuchte ich mit bestem Wissen zu helfen, durch Astrologie, durch Steintherapie, durch diverse Praktiken der Esoterik, durch die Metamorphose, selbst durch die antroposophischen Praktiken hatten Wesen aus der unsichtbaren Welt Anrecht auf mein Leben erhalten.

Als ich Jesus Christus als meinen persönlichen Retter und Erlöser angenommen habe, habe ich neues Leben bekommen, ein vom Gott geschenktes, ewiges Leben. Nicht ein Leben, das ich mir in Reinkarnationen aneignen muss, wo ich immer in einer spirituellen Leistungskurve nach oben wandern muss, um schließlich vor einem Nichts zu stehen. Als ich die Wahrheit erfasst habe, ist für mich eine Welt zusammengebrochen, ich musste mich aus dem Kosmos und der Idee, selber göttlich zu sein, verabschieden. Meine übersinnlichen Gaben habe ich nach dem Befreiungsgebet im Namen Jesu Christi verloren! Gleichzeitig fühlte ich auch, wie unreine Kräfte, die mich gefangen hielten, meinen Körper verlassen haben.

Alle Ehre gehört Gott,
keinem Guru, keinem Menschen,
keinem Meister der geistigen Hierarchie. Halleluja!

http://kath-zdw.ch/maria/new-age.html

Siehe den Film „Die Götter des New Age“, um zu sehen, was in Wahrheit hinter dem New Age und dem Hinduismus/Buddhistmus steckt und was für ein WAHNSINN dann WELTWEIT herrschen wird, nachdem uns Jesus VOR DIESER TRÜBSALZEIT entrückt hat.

Götter des New Age - Teil 1 Film aus dem Jahr 1984

http://kath-zdw.ch/maria/new-age.html


Götter des New Age - Teil 2


Empfohlener Link
Aufklärung über Esoterik, New Age segenskreis.at

von 13.09.2012 08:07

Die Universale Kirche vom Reich Gottes (Igreja Universal do Reino de Deus = IURD) wurde 1977 vom Lotteriemitarbeiter und "Pastor" Edir Macedo in Rio de Janeiro gegründet.

Diesem Zweig der Neupfingstler sollen heute in gegen 200 Ländern mehr als 13 Millionen Gläubige angehören (IURD gibt keine Zahlen bekannt; zum Vergleich: 8 Mio. bei den finanzstarken Scientologen). In Europa wurden bereits über 100 Tempel gebaut und in Japan, wo viele Brasilianer leben, stehen deren zwei Dutzend. Die Universalen Kirche vom Reiche Gottes deklarierte 1998 zum Jahr des Kathedralenbaus... und heute stehen in Brasilien mehr als 2000 Tempel. Der grösste wird zur Zeit in S.Paulo für über 200 Mio Dollar errichtet, als Nachbildung des Tempels Salomons, mit monumentalen Dimensionen in der Höhe von 18 Stockwerken und tonnenweise Steinquadern aus Jerusalem. Im Bild der Haupttempel von Rio de Janeiro, der 15'000 Personen Platz bieten soll.

Der selbsternannte "Bischof" Macedo, Oberhaupt der Universalen Kirche vom Reich Gottes, sei der "geschäftstüchtigste Geistliche Brasiliens" (Zitat eines Taxifahrers), im Bild nebenan beim Auftritt in seinem 100'000er Stadion in Rio de Janeiro.
Die brasilianische Justiz ermittelt seit 2007 gegen sein Finanzimperium wegen Geldwäscherei und andern Delikten (parallel dazu laufen Ermittlungen des Staatsanwaltes von New York). Als gemeinnützige Organisation müsste die IURD nämlich alle Einkünfte deklarieren. Das Finanzministerium berechnete ca. 1 Billion SFr. pro Jahr, abgezockt aus dem Zehnten ihrer Gläubigen.

Ein Wunder unserer Tage

Am 12. Oktober 1995, am Festtag U.L.F. von Aparecida, der Schutzpatronin Brasiliens, wetterte der brasilianische Sektenbischof Sérgio von Helder von der "Universalen Kirche des Reiches Gottes" wieder einmal gegen die Katholiken. Zu bester Sendezeit predigte er, diese würden die Muttergottes anbeten (der Unterschied zwischen anbeten und verehren ist im Wortschatz der Gegner nicht programmiert). Die Strafe folgte auf dem Fuss und die Jahre gingen ins Land. Die dramatische Geschichte und ihr Happy-End im Jahre 2009 ist im folgenden Artikel nachzulesen.
"Bischof" Sérgio von Helder am 12.10.1995 beim folgenschweren Fusstritt gegen die Statue U.L.F. von Aparecida anlässlich der Live-Übertragung im TV Rede-Record, einem der sekteneigenen 42 Fernsehsender in Brasilien (nebst 40 Radiostationen und auflagenstarken Zeitschriften usw.). Die Proteste der marientreuen Brasilianer blieben nicht aus. Zu Tausenden traten sie aus der Sekte aus.


Ein Krimi mit Happy End

Als besagter Sekten-Bischof Helder die Muttergottesstatue traktierte und als scheussliche Puppe bezeichnete ahnte er nicht, dass er damit die grösste religiöse Polemik Brasiliens auslöste.

Er wurde angeklagt und verurteilt wegen verhetzender Diskriminierung und Verletzung religiöser Gefühle mit Worten und Gesten. Aber die eigentliche Strafe folgte auf dem Fuss:

Zunehmende Schmerzen und Qualen im linken Bein, welches die Statue misshandelte. Die besten Mediziner in Lateinamerika konnten ihm nicht helfen. Schliesslich suchte er 2009 Rettung in einer US- Spezialklinik. Nachts, wenn die Schmerzen jeweils anwuchsen, betreute ihn eine dunkelhäutige Krankenschwester und sprach ihm Mut zu. Schon bald konnte er wieder schmerzfrei gehen.

Zum Dank gab er ein Fest in der Klinik, um dem Ärzte- und Betreuerteam zu danken. Doch er sah die dunkelhäutige Krankenschwester nirgends. Zu seinem Erstaunen erklärte der Direktor, dass auf der Abteilung keine schwarze Pflegerin tätig sei. Da fiel es dem "Bischof" wie Schuppen von den Augen und er sank auf die Knie, dankte Gott und der Gottesmutter von Aparecida für dieses Gnadengeschenk. Er trat aus der Sekte aus und ist seither praktizierender Katholik.

Die Sekte wollte diese Schlappe nicht hinnehmen. In ihrem Medienimperium stellte sie die Story als frei erfunden und als Propaganda ihres TV-Konkurrenten Globo hin. Dieser Medienkrieg dauert bis heute an.

«Kirchen»-Inflation


Jesus Christus hat nur eine Wahrheit gelehrt, ein Evangelium hinterlassen, eine Kirche gegründet (Mt 16,18 + 18,17, 28,20, Eph 4f ). ER hat ihr vier untrügliche Kennzeichen mitgegeben:
1. Sie ist einzig 2. Sie ist heilig 3. Sie ist katholisch (= das Ganze umfassend, weltweit, allgemein) 4. Sie ist apostolisch. Das Wort Ecclesia (Kirche) findet sich oft in Evangelien und Apostelgeschichte (25mal), in den Paulusbriefen (65mal) und der Offenbarung (20mal). Seit dieser biblisch begründeten Tatsache hat ihr Gegenspieler nicht geruht, die Kirche, den Mystischen Leib Christi zu bekämpfen. Seine Hauptwaffe war die Spaltung, wozu er immer wieder idealistische oder machthungrige Menschen als willige Werkzeuge fand. Die Entwicklung des Protestantismus verlief analog aller Neuschöpfungen: parallel zur äusserlichen Ausbreitung begann die innere Zersetzung, die stets neue Splittergruppen hervorbrachte. Ihre bibelkritische Theologie zerstörte Glaubensgrundlagen und Missionseifer, so dass der Aderlass bei den Protestanten überdurchschnittlich ist. Man stellte fest, dass liberale Theologie in schrumpfenden Gemeinden vor immer leereren Bänken gepredigt wird. Derweil verzeichnen die Evangelikalen (inkl. Pfingstler und Charismatiker) Wachstumsraten von 5%. Da die Weltbevölkerung nur um 1.5% wächst, profitieren sie von Konversionen.

Die Statistik kannte vor 10 Jahren weltweit über 20'000 christliche Gemeinschaften oder "Freikirchen". Heute sollen sie 600 Millionen Gläubige umfassen, 100 Mio. allein in China. Im einst so katholischen Brasilien leben heute mehr Evangelikale und Freikirchler als in ganz Europa. z.O.: Evangelikale grenzen sich als besonders bibeltreu von den Evangelischen ab, deren liberale Theologie sie ablehnen. Evangelikale Christen können verschiedenen protestantischen Konfessionen angehören (reformiert, lutherisch, methodistisch, baptistisch, anglikanisch usw.).
Der gesetzlich nicht geschützte Begriff Kirche wird zum Zweck der Verschleierung und Irreführung missbräuchlich verwendet, wie dies z.B. bei »Scientology-Kirche«, »New-Age-Kirche«, »Satans-Kirche« oder der raffiniertesten, der 1977 gegründeten »Universalen Kirche« zu beobachten ist. Christliche Begriffe und verfremdete biblische Texte werden geschickt eingesetzt, um pseudo-christliches Gedankengut zu transportieren. Die Fülle "religiöser Bewegungen" hat seit dem offiziellen New Age-Start von 1975 beängstigend zugenommen.

Die Analyse der Welt könnte Resignation aufkommen lassen. Doch Nein: «Fürchtet euch nicht!», denn von den sieben Weltwundern sind alle zerfallen, das achte besteht immer noch, «und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwinden» (Mt 16,18).

von 12.09.2012 00:41

Wer war Jakob Lorber?

Was hat man vom Buch M. Kahirs "Nahe an zweitausend Jahre" zu halten? Wer war Jakob Lorber? Das Buch will nachweisen, dass die Offenbarung nicht mit der Bibel abgeschlossen ist, sondern über das Mittelalter (Malachias, Paracelsus, Nostradamus, Jakob Böhme, Swedenborg, in den verschiedensten Prophezeiungen) bis in die moderne Zeit hineinreiche und als Grundgesetz der Welt auch verpflichtenden Charakter habe. Vor allem bringt es Prophezeiungen über das Weltende. Die Schlüsselautorität des Werkes ist Jakob Lorber (1800-1864) aus Kanischa bei Marburg. Dieser fühlte sich eines Morgens zum Schreiben angetrieben und schrieb 25 umfangreiche Bände, angeblich ständig unter dem Diktat einer inneren Stimme. Er selber bezeichnete sie als Offenbarung (seine Freunde nannten sie Neuoffenbarung durch Jakob Lorber). Am bekanntesten wurde sein Grosses Evangelium Johannis.

Inhalt seiner Lehre: Gott sei unendlicher Geist. Sein HI. Geist strahle in den gesamten Schöpfungsraum aus. Alle Materie setze sich aus kleinsten Teilchen zusammen, die nicht Stoff, sondern Gedankenkräfte Gottes seien. Gott habe aus dem Bedürfnis nach einer Lebensgesellschaft eine Anzahl grosser Geistwesen geschaffen. Das grösste unter diesen, Luzifer, erhob sich gegen ihn. Gott liess ihn fallen, gab ihm aber die materielle Welt als Schule, um durch sie wieder zur Gottesliebe zurückzukehren. In Christus habe Gott sein volles Wesen mit der im Menschen belebten Materie vereinigt. Durch Erfüllung hoher sittlicher und karitativer Forderungen gelange ein kleiner Teil der Menschen schon auf Erden zur Vollkommenheit. Die übrigen würden durch die Hilfe der rein gebliebenen Geister nach langer Prüfung im Jenseits gerettet werden.

Die Anhänger Lorbers schlossen sich in den Neu-Salems-Vereinigungen zusammen (- Neulichtfreunde, später Lorbergesellschaft genannt, auf internat. Ebene in der Lorber­Tatgemeinschaft). Es handelt sich um eine theosophische Lehre gnostisch-kosmologischen Inhalts (eine Erleuchtungsreligion - siehe unten), die auf der Basis von rein menschlichen Erkenntniskräften zu einer Art mystischen Weltschau gelangen und dabei angeblich die Offenbarung der Bibel weiterführen will. Wie sieht diese Weiterführung aus? Jesus ist darin der überragende Wundertäter mit mächtigen Schauwundern: eine Fernheilung einer 17köpfigen Sippe; die Tochter des Jairus wird zweimal vom Tode erweckt, da sie nach der ersten Auferstehung aus Liebe wieder stirbt. Bibelworte werden verändert. Ideen des 19. Jh. werden mit in die Prophezeiungen hineingenommen. So verbreitet sich Jesus nach Lorber bis ins Detail über erbbiologische und standesamtliche Bestimmungen für die Brautleute, pädagogische Grundsätze, Diätlehren, Bestattungsvorschriften. Er beauftragt die Essener, eine Freimaurerschule zu gründen. Die Taufe nütze nichts. Das Abendmahl mit seinen Ausdrücken von Leib und Blut müsse sinnbildlich verstanden werden. Jesus prophezeit auch gegen die katholische Kirche: Petrus sei nie in Rom gewesen, sondern in Babylon gekreuzigt worden; die Dreifaltigkeitslehre stimme nicht und anderes mehr. Man lehnt den Bau von Kirchen ab und fordert dafür Errichtung von karitativen Anstalten.



Theosophie = Lehre von der «Gottesweisheit»

Für jeden Katholiken ist der Beitritt zur Theosophischen Gesellschaft, der Besuch ihrer Versammlungen, das Lesen ihres Schrifttums verboten. Ein solches Verbot ist gerechtfertigt, weil sie christentumsfeindlich ist.

Die Theosophie ist eine neuindische, raffiniert christlich durchtränkte Lehre (Wiedergeburt), die eine pantheistische Vergottung des Alls verkündet. 1875 von der Russin Blavatsky ins Leben gerufen, ist sie heute weltweit verbreitet und Basis der New­Age-Religion. Diese kirchenfeindliche Irrlehre ist aus vielen Elementen zusammengesetzt: Buddhismus, Hinduismus, Okkultismus, Spiritismus, freimaurerisches Logentum, Weltbruderschaft Philosophie will sie sein und Religion.

Um sich als Weltreligion in allen Ländern verbreiten zu können, vermischte sie geschickt die indisch-buddhistische und europäisch-christliche Kultur zu einer Einheit und betont je nach Bedarf entweder das eine oder andere ihrer Elemente. Die Theosophie verwischt den Unterschied zwischen Geist und Stoff, Seele und Leib. Die Menschenseele ist nach ihr ohne Anfang und Ende und müsse sich bis zum vollkommenen Einswerden mit dem All-Einen in zahlreichen Wiederverkörperungen reinigen. Dabei nimmt sie die Taten aus dem einen Leben mit in das nächste, das durch diese Taten gestaltet wird (= Karma das bleibende Totengesetz, das den Tod des einzelnen überdauert und die Bildung eines neuen Einzelwesens bestimmt). Eine Weltanschauung, die ihrem innersten Wesen nach das Weltall vergottet, ist mit dem Christentum und mit jeder wahren Religion unvereinbar. Eine Versöhnung zwischen Theosophie und Christentum ist unmöglich. In den Entscheidungen über die Schöpfung der Welt, die Seele des Menschen, die Gottesschau der Ewigkeit hat die Kirche ihre Lehren längst verworfen.

von 11.09.2012 00:22

Wie oft kehren wir auf die Erde zurück?
Gnosis, Esoterik, Okkultismus und viele nichtchristliche Religionen lehren die ReinkarnationVerkörpert sich der Mensch nach seinem Tod wieder auf der Erde, um sich so selbst höher zu entwickeln? Muss er selbst das unerbittliche Karma (=Schuld aus früheren Erdenleben) abtragen? Gnosis, Esoterik, Okkultismus und viele nichtchristliche Religionen lehren die Reinkarnation, das heisst: eine öftere Wiedergeburt im Fleische auf Erden, eine Wiederverleiblichung. Diese Lehre ist der Bibel gänzlich fern und steht im Gegensatz zur christlichen Auferstehungshoffnung.

Wiedergeburt in der Taufe...

Jesus gebraucht das Wort »Ihr müsst von neuem geboren werden« (Jh3,3-16) im Sinne von: ihr müsst zu Lebzeiten von oben neu geboren werden. «Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird (Taufe), so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.» Jesus unterscheidet den Tod des Leibes vom Tod der Seele (Mt 10,28 1+ 25,41), die getrennt von Gott tot ist. Er sagt, durch die Sünde, »Tote« müssen neu geboren werden (Lass die Toten ihre Toten begraben: Mt 8,22; Jh5,24 + 8,51), damit ihre Seele wieder lebt, damit sie zum ewigen Leben auferstehen können. Diesen geistlichen Tod gibt es in der Gnosis nicht ( Offb 20,5-15).

Gnosis (New-Age) und Christentum sind konträr.

Beide verwenden dieselben Begriffe, meinen aber damit je etwas ganz anderes! Jedes Wort einer Sprache kann auch mit einer anderen Bedeutung gebraucht werden. Das ist das tükkische der sogenannten Geheimlehren (Esoterik, Einweihungen), dass sie unter den gleichen Worten eine andere Lehre verbreiten, die zur Überlieferung des Christentums im Gegensatz steht. Zur Reinkarnation gehört die Lehre vom Karma. Jeder Mensch müsse seine Schuld aus früheren Leben selber, aus eigener Kraft, abbüssen und tilgen. Das läuft auf Selbsterlösung hin, oder auf Erlösung durch Gnosis, das heisst, durch Einsicht und Wissen, durch Verstehen, statt Glauben! Das Gesetz des Karma ist unerbittlich und unbarmherzig. Das Christentum kennt im Unterschied zu Gnosis und Neuplatonismus einen Retter, einen Erlöser, der dir die Schuld abnimmt und sie tilgt. Retten und vollenden kann dich nur GOTT, nicht noch so viele eigene Werke oder Wiederverkörperungen!

In Gnostischen Lehren ist auch häufig eine Abwertung von Körper, Materie und Schöpfung feststellbar. Gott sei Geist: die »böse Materie« sei sehr weit abgefallen von Gott (Emanation).

Es besteht nach jenen Lehren des Pantheismus bzw. Monismus kein Wesensunterschied zwischen Gott und der übrigen Wirklichkeit! Alles sei eins: Gott und Welt ist dieselbe Energie oder Schwingung oder... Alles müsse wieder auf die Ebene des Geistes zurück, alles werde schlussendlich erlöst und wieder Gott (All­Versöhnung Apokatastasis).
Jede Zeit hat ihre Idole, doch heute herrscht deren Sklaverei... Wenn alles gleichgültig ist, wird jeder gleichgültig...


Christen hingegen glauben an den Wesensunterschied zwischen Schöpfer und Geschöpfen, werten dabei aber die Materie nicht ab; sie glauben an die «Auferstehung des Fleisches‘. Jesus trägt den Erdenleib, der am Kreuze hing, umgewandelt und verklärt, ewig an sich! Deshalb gibt es bei uns eine »Friedhofkultur«, während der Hindu die Asche des Leibes in alle Winde zerstreut. Z/Ewig

Der Erlöser

Das Christentum kennt im Unterschied zur Gnosis einen Erlöser: Jesus. Retten, reinigen und vollenden kann uns nur Gott, aber nicht noch so viele Erdenleben. Heil kann uns nur GOTT geben. Wir können es auch mit noch so vielen Anstrengungen, Werken und Wiederverkörperungen nicht selber schaffen.

Gott ist nicht eine unpersönliche Kraft, ein »es», sondern eine Person. Ein Gegenüber! Nicht das Selbst in dir. Ewige Liebe gibt es nur zwischen Personen, nicht zwischen unpersonalen kosmischen Kräften. Gott zeigt sich in Jesus als Person und «niemand kommt zum Vater, ausser durch ihn» (Jh 14,6; Apg 4,12). Er ist die Wahrheit und das Leben (Jh 14,6). Jesus ist barmherzig und trägt, tilgt und vergibt uns. Wir haben einen Erlöser, der »ins Fleisch gekommen ist« und er rettet alle, die sich retten lassen (Romano Guardini. Das Wesen des Christentums. Die menschliche Wirklichkeit unseres Herrn. 7. Auflage, Mainz 1991).

Wir leben nur einmal!

In diesem einzigen irdischen Leben entscheidet sich unser ewiges Schicksal. Die Entscheidung des Augenblicks hat Ewigkeitsbedeutung! »Nutze die Zeit» (Eph 5,16; 1 Kor 7,29; Hebr 9,26f), denn sie ist nicht wiederholbar. Die Zeit wiederholt sich nicht in Zyklen, sondern hat Anfang und Ziel. »Wie der Baum fällt, so bleibt er liegen.«. »Es kommt die Nacht, in der niemand mehr wirken kann.« (Jh 9,4). Ich kann also nicht einfach so dahinleben in der Hoffnung auf spätere Wiedergeburten und Verbesserungsmöglichkeiten.

Die gibt es nicht, darüber lässt Jesus keinen Zweifel. Man beachte die Erzählung von den törichten Mädchen (Mt25,10-13) oder vom reichen Prasser, der in der Hölle landete (Lk 16,19-31). Es gab kein Hin oder her mehr! Dieses Erdenleben ist die einmalige Möglichkeit zur Entscheidung für oder gegen GOTT. Nach deinem Tod folgt Himmel oder Hölle.

Der Vater der Lüge, der gefallene Engel, verleugnet sich und die Hölle; er will, dass du Leben und Tod nicht ernst nimmst und ins Verderben läufst. Er ist ein Menschenmörder von Anfang an (Jh 8,44). Christus ist nicht ein wiedergeborener Guru, sondern Gott von GOTT: Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben (Jh 14,6; 3,15) und Lüge ist nicht in ihm! Er ist unser Erlöser und hat Sünde, Tod und Teufel entmachtet. In IHM und mit IHM können wir siegen über alle Mächte der Finsternis, denn ER ist das Licht. Pfr. Josef Stocker

von 10.09.2012 00:53

Unterschied zwischen Katholiken und Reformierte

● Im katholischen Kirchenverständnis ist der Papst der "Nachfolger des hl. Petrus" und als solcher von Christus zum obersten Schlüsselträger und Hirten der Kirche bestimmt (vgl. Mt 16,18f; Joh 21,15-17). Diesen Anspruch lehnen die Evangelischen (und auch die Orthodoxen) ab.

● Nach katholischer (und orthodoxer) Überzeugung erhallten die Geistlichen im Weihe-Sakrament (lateinisch Ordo, deutsch meist it "Priesterweihe" übersetzt) von Gott für immer eine besondere Prägung. Die Weihe bevollmächtigt sie zu einem Dienst, der sich von den Aufgaben und Diensten der übrigen Getauften wesentlich unterscheidet. Nach katholischer (und orthodoxer) Überzeugung kann diese Weihe nur von Bischöfen, die auch ihrerseits wieder von Bischöfen geweiht worden sind, gültig weitergeben werden. Diese "Weihekette" lebendiger Zeugen reicht bis zu den von Jesus erwählten Aposteln zurück. Die Bischöfe vollziehen ihr Amt als Nachfolger der Apostel (apostolische Sukzession).
Die Evangelische Kirche lehnt diese "sakrale" Sicht des geistlichen Amtes ab. Sie sieht im Amt des Hirten keine Weihe, sondern "nur" eine (allerdings von Gott gewollte) Funktion, die die Gemeinde jemandem übertragen kann. Allen alten (vorreformatorischen) Kirchen ist das "zu wenig", ihnen fällt es daher schwer, das geistliche Amt der Protestanten voll anzuerkennen.

● Nach katholischer (und orthodoxer) Lehre kann bei der Eucharistiefeier nur ein geweihter Priester Brot und Wein konsekrieren.
Nach evangelischer Auffassung kann im Prinzip jeder Getaufte das Abendmahl konsekrieren. Es besteht kein wesentlicher Unterschied zwischen der Vollmacht eines Pfarrers (Pastors) und der eines (nur) Getauften. Um Unordnung zu vermeiden, sollen jedoch auch nach evangelischen Kirchenordnungen im Normalfall nur geistliche Amtsträgerinnen das Abendmahl leiten.

● Katholischer (und orthodoxer) Glaube hält fest, dass Christus auch nach der Messe im eucharistischen Brot und Wein gegenwärtig bleibt. Die konsekrierten Gaben können daher in der Kirche aufbewahrt, verehrt und Kranken in die Wohnung gebracht werden.
Für Evangelische wird das, was vom Abendmahl übrigbleibt, wieder zu gewöhnlichem Brot und Wein.

● Die katholische (und orthodoxe) Kirche feiert sieben Sakramente, die evangelische Kirche erkennt nur die Taufe und das Abendmahl (Eucharistie) als Sakramente an (Trauung , Konfirmation, Übertragung des geistlichen Amtes etc. Sind für sie nur Segnungen, aber keine Sakramente!)

● Evangelische lehnen die Verehrung Marias und der Heiligen ab, weil sie befürchten, dass dadurch Gottes Ehre geschmälert wird. Katholische (und orthodoxe) Christen verehren in den Heiligen das vielfältige Wirken Gottes, der zu allen Zeiten Menschen in seinen Dienst gerufen hat. Die beiden katholischen Mariendogmen – besondere Erwählung ("Erbsündefreiheit") und Vollendung Marias ("Aufnahme mit Leib und Seele in den Himmel") – sind nach evangelischer Ansicht unbiblisch.
Katholische Christen sehen darin eine legitime und gottgewollte Entfaltung des biblischen Glaubens.

● Das rechte Verständnis der Hl. Schrift ist nach katholischer Lehre durch die ununterbrochene Glaubenstradition des Gottesvolkes und durch das kirchliche Lehramt gesichert. Evangelischer Glaube hält die Hl. Schrift allein für klar genug, um daran alle Lehren zu überprüfen (Hl. Schrift legt sich selbst aus).

● Die Gemeinschaft der Kirche spielt für Katholiken eine viel wichtigere Rolle als für Evangelische. Sie ist für katholische Christen Sakrament des Heiles, d. h. sichtbares Zeichen und Werkzeug.

Die Irrtümer von Doktor Luther

Papst Leo X. (†1521) sammelte 41 Irrlehren des ehemaligen Augustinerpaters und Reformatoren Martin Luther und verurteilte sie in der Bulle „Exsurge Domine“. Auszüge.

Man beachte, daß die nachfolgenden Aussagen von Martin Luther stammen und als solche vom Papst verurteilt wurden und daher allesamt falsch und irrgläubig sind.
Sie sind also genau das Gegenteil von dem, was die Kirche Christi glaubt!

Reformator Martin Luther
Geb. Eisleben 10. Nov. 1483
† Eisleben 18. Februar 1546


Die Entwicklung des Protestantismus verlief analog aller andern, von der Kirche Christi getrennten religiösen Gebilde: parallel zu einer anfänglich starken äusserlichen Ausbreitung läuft eine innere Zersetzung, die stets neue Splittergruppen hervorbringt. Von den zahlreichen Sekten und Freikirchen und andern selbständigen Gruppen, die in den bald 500 Jahren Protestantismus aus Luthers Formel «Ich und die hl. Schrift von Gottes Gnaden» entstanden sind, blieben nur wenige Hauptgruppen ungeteilt (1980 führte die «World Christian Encylopedia 20’780 christliche Gemeinschaften auf!). Wo es keinen Papst mehr gibt, vermehren sich die «Päpste» zwangsläufig.
Von der Kirche zu den «christlichen» Gemeinschaften, Freikirchen, Sekten


Martin Luther behauptete:


Zu leugnen, daß die Sünde in einem eben getauften Kind verbleibt, bedeutet, Paulus und Christus zugleich mit Füßen zu treten.

Daß es drei Teile der Buße gebe, nämlich Reue, Beichte und Genugtuung, ist weder in der heiligen Schrift noch bei den alten heiligen christlichen Lehrern begründet.

Die Reue, die durch Erforschung, Zusammenstellung und Verabscheuung der Sünden gewonnen wird, die Reue, in der man seine Jahre in der Bitterkeit der Seele überdenkt, indem man die Schwere, Vielzahl und Häßlichkeit seiner Sünden, den Verlust der ewigen Seligkeit und den Erwerb der ewigen Verdammnis erwägt - diese Reue macht den Menschen zum Heuchler, ja noch mehr, zum Sünder.

Ganz wahr und vortrefflicher als die bisher über die Reue gegebene Lehre aller ist das Sprichwort: „Es künftig nicht tun, ist die höchste Buße. Die beste Buße ist ein neues Leben.“

Unterstehe dich, läßliche Sünden zu beichten, ja nicht einmal alle Todsünden. Denn es ist unmöglich, daß du alle Todsünden erkennst. Daher wurden in der Urkirche nur die offenkundigen Todsünden gebeichtet.

Solange wir alles beichten wollen, tun wir nichts anderes, als daß wir der Barmherzigkeit Gottes nichts zum Verzeihen übriglassen wollen.

Keinem sind die Sünden vergeben, wenn er bei der Absolution des Priesters nicht glaubt, daß ihm vergeben wird. Es genügt nämlich nicht die Vergebung der Sünde und die Schenkung der Gnade, sondern man muß auch glauben, daß sie vergeben sei.

Wenn – den unmöglichen Fall angenommen – der Beichtende nicht reuig wäre oder der Priester nicht ernsthaft, sondern im Scherz losspräche, dann ist er, wenn er dennoch glaubt, daß er losgesprochen sei, ganz wahrhaft losgesprochen.

Im Sakrament der Buße und der Vergebung der Schuld tut ein Papst oder Bischof nicht mehr als der geringste Priester: Ja, wo es keinen Priester gibt, tut ein jeglicher Christ ebensoviel, auch wenn er eine Frau oder ein Kind wäre.

Groß ist der Irrtum derer, die zu den Sakramenten der Eucharistie hinzutreten und darauf vertrauen, daß sie gebeichtet haben, daß sie sich keiner Todsünde bewußt sind, daß sie ihre Gebete und Vorbereitungen vorausgeschickt haben: all jene essen und trinken sich das Gericht. Aber wenn sie glauben und vertrauen, sie würden dort Gnade erlangen, dann macht allein dieser Glaube sie rein und würdig.

Es scheint ratsam, daß die Kirche in einem gemeinsamen Konzil verordne, den Laien unter beiden Gestalten die Kommunion zu reichen.

Die Schätze der Kirche, aus denen der Papst die Ablässe reicht, sind nicht die Verdienste Christi und der Heiligen.

Betrogen werden jene, die glauben, daß die Ablässe heilsam und zum Vorteil des Geistes nützlich seien.

Exkommunikationen sind nur äußere Strafen und berauben den Menschen nicht der gemeinsamen geistlichen Gebete der Kirche.

Die Christen sind zu lehren, die Exkommunikation mehr zu lieben als zu fürchten.

Es ist sicher, daß es überhaupt nicht in der Hand der Kirche oder des Papstes liegt, Glaubensartikel aufzustellen, ja nicht einmal Gesetze für die Sitten oder die guten Werke.

Uns ist der Weg frei gemacht, die Autorität der Konzilien zu entkräften, ihren Ausführungen frei zu widersprechen, ihre Dekrete zu beurteilen und zuversichtlich alles zu bekennen, was wahr scheint, ob es nun von was für einem Konzil auch immer gebilligt oder verworfen wurde.

Der Gerechte sündigt in jedem guten Werke.

Das beste vollbrachte gute Werk ist eine läßliche Sünde.

Daß Häretiker verbrannt werden, ist gegen den Willen des Geistes.

Das Fegefeuer kann aus der heiligen Schrift nicht bewiesen werden.

Die Seelen im Fegefeuer sind ihres Heiles nicht sicher, wenigstens nicht alle. Auch ist weder durch Vernunftgründe noch durch die Schriften bewiesen, daß sie außerstande seien, sich Verdienste zu erwerben oder die Liebe zu vermehren.

Die Seelen im Fegefeuer sündigen ohne Unterlaß, solange sie Ruhe suchen und vor den Strafen schaudern.

Die Verwerfung dieser Thesen Luthers:

Die vorgenannten Artikel bzw. Irrtümer verurteilen, mißbilligen und verwerfen Wir samt und sonders ganz und gar als, wie vorausgeschickt wird, - je nachdem – häretisch oder anstößig oder falsch oder fromme Ohren verletzend oder einfache Gemüter verführend und der katholischen Wahrheit widerstrebend.
Papst Leo X.

Martin Luther: Die sieben Kennzeichen der Kirche (1539) in:
Freiheit und Bindung.


Vier Schriften Martin Luthers, übertragen und herausgegeben von Günther E. Th. Bezzenberger. Omega Verlag Kassel, 1983. Seite 119f.


Das erste Kennzeichen: das Wort Gottes

Das zweite Kennzeichen: die Taufe

Das dritte Kennzeichen: das Abendmahl

Das vierte Kennzeichen: die Beichte

Das fünfte Kennzeichen: die Ämter (Bischöfe, Pfarrer, Prediger, Priester; Apostel, Evangelisten, Propheten)

Das sechste Kennzeichen: das Gebet

Das siebente Kennzeichen: das Leiden


Das vierte Kennzeichen: die Beichte
Gottes Volk erkennt man an dem öffentlichen Gebrauch der Schlüssel, die ihm Christus übergeben hat (Mt 18,18). Wenn ein Christ sündigt, soll er zurechtgewiesen werden, und wenn er sich nicht bessert, soll er gebunden und ausgestoßen werden.

Damit hat Luther hundertprozentig auch Pfarrer gemeint, die notorische Ehebrecher sind oder sich homosexuell betätigen oder gar Kinder sexuell missbrauchen.)


Bessert er sich aber, soll er losgesprochen werden. Das versteht man unter dem Gebrauch der Schlüssel.


Es gibt einen doppelten Gebrauch der Schlüssel: den öffentlichen und den einzelnen. Denn manche sind so verängstigt und verzagt im Gewissen, daß sie sich nicht trösten können, bis sie einzeln vom Pfarrer die Absolution zugesprochen bekommen.

(Anm.: Evangelische Christen denken meist, das sei etwas Katholisches, es ist aber die unbedingt notwendige Lossprechung von den Sünden, wenn man in den Himmel will)


Zur Erinnerung:

"Empfanget den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden nachlasset, dem sind sie nachgelassen; wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten" (Joh 20, 22 f).

Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.
(Mt 18,18)


Bibeländerung bei den Reformierten

Und noch eine interessante Meldung brachte die rpo Ende Oktober 2006, wonach rechtzeitig zum Reformationstag, Die Bibel - "gerecht" übersetzt wurde, so der Autor JENS VOSS.

Aus dem Anfang des Artikels:
"Fünf Jahre lang hat eine Gruppe von Theologen an einer neuen Übersetzung der Bibel gearbeitet. Das Werk ist nun erschienen und heißt „Bibel in gerechter Sprache“. Sie will vor allem geschlechtergerecht sein. Das Ergebnis ist eine Kopfgeburt.

2000 Jahre lang war der Schöpfungsbericht nicht gerecht. Höchste Zeit, das zu ändern, sagte sich ein Team von 52 evangelischen Theologen (Männer und Frauen) und schrieb die Geschichte neu. Adam durfte als erster Mensch kein Mann sein und wurde im Paradies zum „Menschenwesen“. Als Eva dazukam, die aus einem Teil Adams geschaffen wurde, schrumpfte Adam zum „Rest des Menschenwesens“. Da er aber neben Eva auch Mann sein sollte, hieß er fortan „Mann-Mensch“ oder „Mann als Mensch“ oder „Mensch als Mann“."

Zweitens soll die Übersetzung verhindern, dass der „Text anti-jüdisch“ gelesen werden kann. Und drittens sollen soziale Themen erkennbar sein - so werden Sünder oder Gottlose zu Menschen, die Unrecht- und Gewalttaten begehen, damit der soziale Charakter der Gottferne hörbar wird.

Den gesamten Artikel können Sie unter:
http://www.rp-online.de/public/article/a...n/umwelt/371386
lesen, sofern Sie möchten.

Nun, nicht wenige Theologen - insbesondere Frauen - halten es an der Zeit die Bibel zu korrigieren, da sie nicht mehr zeitgemäß ist.

Müssten sich nicht aber genau die fragen lassen, ob nicht sie sich nicht selbst durch die Bibel korrigieren lassen müssten - und nicht umgekehrt?
Die Bibel ist Gottes heiliges Wort! sie braucht keine Korrektur. Der Mensch der gegen Gott aufbegehrt, braucht eine Korrektur und nicht die Bibel!

Es ist aber nicht erstaunlich, dass diese Gruppe von Theologen, Doktores und Professores und Frauen sich zum Leiter machen wollen.

Wen wollen Sie (ver-) führen diese Blinden?

In 2.Tim 4,3-4 heißt es:
"Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren."

Und diese Zeit ist jetzt! Wir leben in der Endzeit. Jeden Tag, jede Stunde kann der Herr Jesus wiederkommen! Und Er kommt sehr sehr bald, stell Dich drauf ein!

Da wird das Symbol der Urchristen verdreht, aus einem harmlosen Fisch-Symbol, wird ein Haifisch gemacht (wir berichteten), da erscheinen alle "Nas lang" neue und verdrehte Bibelübersetzungen wie diese jetzt oder zuvor die "Volx-Bibel" da werden Gottesbegriffe des Sohnes Jesu Christi, unseres Retters heimlich aus den Bibeln entfernt, siehe auch unsere Berichte zum Textus Receptus, zur original Luther-Bibel.
Überall stehen falsche Propheten auf und tun das Gegenteil dessen, was die Bibel sagt. Frauen nehmen Positionen ein, die antibiblisch sind, z.B. als Bischof, Pfarrer oder Älteste in den Gemeinden. Gemeinden beten mit Muslimen zusammen: http://www.cec-kek.org/german_site/pdf/PrayingtogetherG.pdf

Die Ökumene, wo wir angeblich doch alle zu einem Gott beten, drängt sich mehr und mehr in den Vordergrund...
Muß man sie erinnern, an das 1. Gebot?

Jesus sagt in Mt 24,11-14:
"Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten.
Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden.
Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen."


Ja, keine Frage: Es ist End-Zeit! Der Herr Jesus kommt wieder, stell Dich drauf ein!

Schlussfolgerung Bibeländerung Text oben:

Diese meinen sie müssten die Bibel der heutigen Zeit anpassen und nennen dies Modernismus. Was meinen diese Leute. Gott müsse sich der Zeit anpassen? Welch ein Frevel! Diese Wahrheit galt in der Vergangenheit und gilt auch in der Zukunft.

Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.
Galater 1,8

Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind; und wenn jemand von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott seinen Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben ist.
Offenb. 22,18-19

Das heisst:
Wer die Bibel, das Wort Gottes verfälscht,
verfälscht die Wahrheit, verleugnet somit Gott


Wie unsere heutige Gesellschaft verführt wird. Verführung ist bis in unsere Zeit alles das, was dem Wort Gottes etwas hinzufügt oder wegnimmt (13,1; vgl. Off 22,18.19). Der erste Weg zur Verführung kommt durch falsche Propheten (13,2-6); der zweite Weg durch Familienmitglieder und Freunde (13,7-12) oder bösartige Menschen aus dem eigenen Lager (13,13-19). Überlegen Sie einmal ganz konkret, durch was Sie in Ihrem Leben verführt werden, d.h. vom Wort Gottes weggezogen werden. Verführung geschieht bis heute immer durch konkrete Menschen. Wo sind schlechte Einflüsse in meinem Leben, von denen ich mich trennen muss?
]
Reformatoren - Hl. Augustinus[/b]

Seitdem die Reformatoren die vom heiligen Augustinus
(Link hl. Augustinus) in der vorliegenden Schrift bekämpfte sogenannte „Solafideslehre" aufs neue wieder als einzig richtige christliche Lehre erklärt haben, ist begreiflicherweise unser Traktat zu gesteigerter Bedeutung gelangt. Eigentümlich ist die protestantische Ansicht, daß Luthers Heilslehre gerade mit der des heiligen Augustinus übereinstimmen soll. Um zu zeigen, wie schroff sich die Lehre des heiligen Kirchenvaters in Wirklichkeit von der des Reformators unterscheidet, stelle ich hier nach dem Vorgang R. Storfs, der unsem Traktat in der 1. Auflage dieser Sammlung übersetzt hat, die Lehre der beiden Männer in knappen Sätzen einander gegenüber:

1. Luther verwirft jede Disposition zur Rechtfertigung außer dem Glauben, Augustinus aber verlangt von den Täuflingen außer dem Glauben auch die Bekehrung von den toten Werken und Abkehr von der sündigen Welt [c. 8].

2. Luthers rechtfertigender Glaube ist das Vertrauen auf Christi Verdienst, der Glaube bei Augustinus ist in erster Linie historisch-dogmatisch und erst in zweiter Linie subjektiv [c. 9. und 10].

3. Für Luther ist die Rechtfertigung nur die Nicht-zurechnung der Sünde um Christi willen, Augustin faßt sie als die völlige Tilgung der Sünde durch die Taufe [c. 11]. 2. Luthers rechtfertigender Glaube ist das Vertrauen auf Christi Verdienst, der Glaube bei Augustinus ist in erster Linie historisch-dogmatisch und erst in zweiter Linie subjektiv [c. 9. und 10].

4. Die Gerechtigkeit ist nach Luther die zugerechnete Gerechtigkeit Christi, die unsere Sünden verdeckt, nach Augustin ist sie die durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossene Liebe [c. 14, 23 und 25]. 2. Luthers rechtfertigender Glaube ist das Vertrauen auf Christi Verdienst, der Glaube bei Augustinus ist in erster Linie historisch-dogmatisch und erst in zweiter Linie subjektiv [c. 9. und 10].

5. Nach Luther gehen aus dem Glauben die Werke hervor wie die Frucht aus dem Baume, sie sind aber nicht nach ihrer wirklichen Erscheinung, sondern nach der Gläubigkeit des Einzelnen zu bemessen; nach Augustinus kommen sie aus der eingegossenen Liebe [c. 14, 21 und 23].

6. Nach Luther geht die imputierte Gerechtigkeit nur durch die einzige Hauptsünde, den Unglauben, verloren; nach Augustinus geht die wahre Gerechtigkeit durch alle Sünden verloren, die nach der Schrift vom Reiche Gottes ausschließen [c. 15 und 16].

7. Luther verlangt unbedingte Gewißheit der eigenen Seligkeit selbst beim Bewußtsein der Sünde; Augustinus verwirft diese Sicherheit als höchst gefährlich und ruchlos [c. 14 und 22].

8. Luther erklärt die guten Werke für nutzlos zur Seligkeit; Augustinus erklärt sie für unbedingt notwendig zur Erlangung des Heiles [c. 15, 16 und 21].

9. Luther verwirft die Einteilung der Sünden in schwere und geringe, Augustinus kennt [c. 19 und 20] läßliche und Todsünden und teilt die Sünden [c. 27] in drei Klassen.

10. Luther verachtet den Brief des heiligen Jakobus als Strohepistel; nach Augustinus hätte sich Jakobus nicht wahrer, kürzer und schroffer ausdrücken können als dadurch, daß er den Glauben ohne Werke den Glauben der Teufel nannte [c. 14].

von 09.09.2012 20:37



Liebe Freunde
ich kann zur zeit nicht jedem schreiben
mein PC wirft mich laufend raus.
Ich wünsche EUCH ALLEN einen
gesegneten,gnadenreichen
Sonntag und Woche.
Lg.Hildegard

von 09.09.2012 00:50

Schon Trägheit im Nachdenken öffnet Tür und Tor für den Einfluss falscher Lehren.

Bibelstellen:

Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie als Lehren Menschengebote lehren. (Matthäus 15,9)

Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht! Wie wir früher gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt entgegen dem, was ihr empfangen habt: er sei verflucht! (Galaterbrief 1,8-9)

... dass ihr acht habt auf die, welche entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, Parteiungen und Ärgernisse anrichten, und wendet euch von ihnen ab... (Römer 16,17)

Einen sektiererischen Menschen weise nach einer ein- und zweimaligen Zurechtweisung ab, da du weißt, dass ein solcher verkehrt ist und sündigt und durch sich selbst verurteilt ist. (Titus 3,10-11)

Jeder, der weitergeht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn nicht ins Haus auf und grüßt ihn nicht! Denn wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen Werken. (2. Johannes 9-11)


Es gab aber auch falsche Propheten im Volk; so wird es auch bei euch falsche Lehrer geben. Sie werden verderbliche Irrlehren verbreiten und den Herrscher, der sie freigekauft hat, verleugnen; doch dadurch werden sie sich selbst bald ins Verderben stürzen. Bei ihren Ausschweifungen werden sie viele Anhänger finden und ihretwegen wird der Weg der Wahrheit in Verruf kommen.
In ihrer Habgier werden sie euch mit verlogenen Worten zu kaufen versuchen; aber das Gericht über sie bereitet sich schon seit langem vor und das Verderben, das ihnen droht, schläft nicht. Petrus, Kap. 2 Vers 1-3


ES WIRD EINE ZEIT KOMMEN, DA SIE DIE GESUNDE LEHRE NICHT MEHR ERTRAGEN KÖNNEN. SIE WERDEN NACH EIGENEN GELÜSTEN LEHRER UM LEHRER SUCHEN, DIE DAS SAGEN, WAS DEN OHREN SCHMEICHELT, UND SO WERDEN SIE DAS OHR VON DER WAHRHEIT ABWENDEN UND DEN FABELEIEN ZUWENDEN. (2.Tim. 4, 3-4)

Ich komme, weiß nicht woher,
Ich lebe, weiß nicht warum.
Ich fahre, weiß nicht wohin,
mich wundert, dass ich so fröhlich bin.

von 09.09.2012 00:06

http://www.kirche-in-not.de/app/mediathe...Item/0080001390

Gebet zum gnadenreichen Jesuskind

O Jesulein, zu dir fliehe ich,
Durch deine Mutter bitt ich dich,
Aus dieser Not wollst retten mich;
Denn wahrhaft glaube ich an dich,
Daß du, o Gott, kannst schützen mich.
Vertrauend hoffe ich auf dich,
Daß deine Gnad werd finden ich.
Aus ganzem Herzen lieb ich dich,
Drum meine Sünden reuen mich,
Von denen, flehend bitt ich dich,
O Jesus, wollst befreien mich.
Mein Vorsatz ist, zu bessem mich
Und nicht mehr zu betrüben dich.
Drum dir ganz ergeb ich mich,
Zu leiden mit Geduld für dich
Und dir zu dienen ewiglich.
Den Nächsten aber gleich wie mich,
Will wegen deiner lieben ich.
O Jesulein, ich bitte dich,
Aus dieser Not wollst retten mich,
Daß einstens kann genießen ich
Mit Joseph und Maria dich
Und allen Engeln ewiglich.
Amen. Amen. Armen.

von 08.09.2012 00:46

Maria wird zur Königin des Himmels gekrönt



Jesus sagte vor seinem Leiden zu seinen Jüngern: "Euer Herz betrübe sich nicht! Ihr glaubt an Gott, glaubet auch an mich! In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen!" (Joh 14,1). Damit wollte der Herr sie versichern, dass es im Himmel Platz und Belohnungen für alle gebe, wenn auch die Verdienste verschieden seien. Keiner solle traurig sein, wenn er sehe, dass andere mehr mit Gnaden bereichert und in der Tugend weiter vorangeschritten seien. Denn im Hause Gottes gebe es viele Grade und Stufen. Ein jeder sei mit der seinigen zufrieden. Keiner beneide den anderen. Gerade dieses sei eine der großen Glückseligkeiten im Himmel.

Ich habe gesagt, Maria sei an den "obersten Platz", auf die "höchste Stufe", nämlich auf den Thron der allerheiligsten Dreifaltigkeit (Offb. 1,4; 3,21) erhöht worden. Ich habe mich dieser Ausdrücke bedient, um so große Geheimnisse zu erklären. Die Heiligen und selbst die Heilige Schrift gebrauchen sie ja auch. Eine Rechtfertigung meiner Ausdrucksweise ist darum nicht nötig. Für weniger Unterrichtete füge ich hier eine Bemerkung bei: Gott ist ein reiner, körperloser Geist und zugleich unendlich, unermesslich und unbegreiflich. Darum bedarf er keines materiellen, körperlichen Thrones oder Sitzes. Er erfüllt alles und ist in allen Geschöpfen gegenwärtig. Keines kann ihn begreifen, umfassen oder einschliessen. Er hingegen begreift alle und schliesst sie in sich selbst ein. Die Heiligen sehen Gott nicht mit ihren leiblichen Augen, sondern mit den Augen des Geistes. Sofern sie ihn aber - um nach unserer irdischen, materiellen Vorstellungsweise zu sprechen - an einem bestimmten Orte sehen, sagen wir, Gott sei auf seinem Throne, wo die heiligste Dreifaltigkeit ihren Sitz habe, obwohl er seine Herrlichkeit in sich selbst hat und sie in sich selbst den Heiligen mitteilt. Damit sage ich aber nicht, dass die heiligste Menschheit Christi und seine heiligste Mutter im Himmel nicht einen vortrefflicheren Platz haben als die Heiligen, und dass es unter den Seligen, die dereinst mit Leib und Seele im Himmel sein werden, nicht eine Rangordnung der weiteren oder geringeren Entfernung von Jesus und Maria geben wird. Indes ist hier nicht der Ort, dies näher zu umschreiben.

"Thron Gottes" nennen wir also den Ort, an dem sich Gott den Heiligen offenbart als die Ursache ihrer Glorie, als den ewigen, unendlichen Gott, der von niemand abhängt, von dem aber alle Geschöpfe abhängen; der sich offenbart als Herr, König, Richter und Eigentümer alles dessen, was existiert. Diese Würde kommt auch Jesus Christus zu, insofern er seiner Wesenheit nach Gott ist, insofern er aber Mensch ist, durch die hypostatische Vereinigung. Deshalb thront er auch seiner Menschheit nach im Himmel als höchster König, Herr und Richter. Die Heiligen aber, obwohl ihre Glorie und Würde alles menschliche Begreifen übersteigen, sind Diener und Untertanen seiner ewigen Majestät. Nach Christus hat auch Maria an dieser Auszeichnung Anteil, jedoch in einem geringeren Grade als ihr heiligster Sohn. Sie steht allezeit zur Rechten ihres Sohnes als Königin, Herrin und Gebieterin aller Geschöpfe. Ihre Herrschaft erstreckt sich so weit wie die ihres Sohnes, jedoch in anderer Weise.



Nachdem Maria auf diesem erhabenen Throne ihren Platz eingenommen hatte, erklärte der Herr den himmlischen Heerscharen die Vorzüge, deren sie sich erfreue. Der ewige Vater, als der Urgrund aller Dinge, sagte zu den Engeln und Heiligen: "Unsere Tochter Maria ist nach unserem ewigen Ratschlusse aus allen Geschöpfen auserwählt und von uns in Besitz genommen. Sie hat uns vor allen anderen das höchste Wohlgefallen bereitet. Nie hat sie sich der Würde einer Tochter unwürdig gezeigt. Sie hat ein Recht auf unser Reich. Darum soll sie als Herrin und einzige Königin anerkannt und gekrönt werden." Das menschgewordene Wort sprach: "Meiner wahren, leiblichen Mutter sind alle Geschöpfe zu eigen, die ich erschaffen und erlöst habe. Über alles, was ich als König besitze, soll auch sie die rechtmäßige und höchste Königin sein." Der Heilige Geist fügte hinzu: "Weil Maria meine auserwählte Braut ist, die sich in Treue bewährt hat, gebührt ihr die Krone einer Königin für alle Ewigkeit."

Nach diesen Worten setzten die drei göttlichen Personen auf das Haupt der allerseligsten Jungfrau eine Krone von wunderbarem Glanze und von so unschätzbarem Werte, wie sie nie einem bloßen Geschöpfe geschenkt wurde. Zur gleichen Zeit ging vom Throne eine Stimme aus: "Frundin, Auserwählt vor allen Geschöpfen! Unser Reich gehört dir. Du bist Herrin, Gebieterin und Königin über die Seraphim, über alle unsere Diener, die Engel und über All der Schöpfung. Achte, befehle und herrsche glücklich über sie, denn nach unserem höchsteen Ratschluss geben wir dir Herrlichkeit, Majestät und Gewalt. Von deinem königlichen Throne aus sollst du herrschen bis zum Mittelpunkt der Erde. Durch die Macht, die wir dir verleihen, wirst du die Hölle und alle ihre Bewohner unterwerfen. Alle werden dich fürchten als die höchste Gebieterin und Herrscherin über jene Abgründe, in denen unsere Feinde hausen. Du sollst herrschen über die Erde und über alle Geschöpfe, die darauf leben. Deinen Händen und deinem Willen übergeben wir die Kräfte und Wirkungen aller Ding, auf dass du herrschest über die Einflüsse der Himmel, über den Regen und über dir Früchte der Erde und davon ausspendest nach deinem Wohlgefallen. Selbst unser Wille wird darauf achten, den deinigen zu erfüllen. Du sollst Königin und Herrin der streitenden Kirche, ihre Beschützerin, Fürsprecherin, Mutter und Lehrerin sein. Sei die besondere Schutzherrin der katholischen Reiche! Wenn diese, die Gläubigen und alle Kinder Adams dich von Herzen anrufen, dir dienen und deine Huld erwerben, wirst du ihnen in ihren Nöten helfen. Du wirst für unsere Frunde, die Gerechten, eine Freundin, Beschützerin und Führerin sein. Wir machen dich zur Hüterin unserer Reichtümer und zur Schatzmeisterin unserer Güter. In deine Hand legen wir unsere Gnadn und Gaben nieder, damit du sie austilst. Nichts wollen wir der Welt gewähren, es sei denn durch deine Hand, und nichts wollen wir den Menschen verweigern, was du ihnen gewährst. Die Gnade wird ausgegossen sein über deine Lippen (Ps 44,3) bei allen deinen Bitten und Anordnungen im Himmel und auf Erden. Die Engel und Menschen werden dir gehorchen. Alles, was unser ist, das ist auch dein, wie du allezeit unser Eigentum warst. Du wirst mit uns in Ewigkeit regieren."

Damit dieser Ratschluss ausgeführt und die der Königin des Himmels verliehenen Vorrechte in Kraft träten, befahl der Allmächtige dem ganzen himmlischen Hofe, den Engeln und den Heiligen, der heiligsten Jungfrau Maria zu huldigen und sie als Königin anzuerkennen. In diesem Wunder lag noch ein besonderes Geheimnis verborgen. Es sollte nämlich die gebenedeite Mutter für jene Verehrung belohnt werden, die sie während ihres Lebens in ihrer tiefen Demut den Heiligen erwiesen hatte, wenn diese ihr erschienen. Die Engel und die Heiligen verehrten die Himmelskönigin auf ähnliche Weise, wie sie Christus huldigten. Jene Heiligen, die mit Leib und Seele im Himmel waren, warfen sich nieder und verehrten ihre Königin auch durch körperliche Andachtsbezeugungen. Die Krönung Mariae geschah in wunderbarer Herrlichkeit und brachte neue, akzidentelle Freude für den ganzen Himmel. Besonders tief erlebten dies der heilige Joseph, der heilige Joachim, die heilige Anna und alle übrigen Verwandten der Himmelskönigin, vor allem aber ihre tausend Schutzengel.

Über dem Herzen des verklärten Leibes der Himmelskönigin sahen die Heilign eine glänzende Kristallscheibe von unaussprechlicher Schönheit. Sie weckte in ihnen eine außerordentliche Bewunderung und Freude. Dieser leuchtende Kristall ist wie eine Belohnung und ein Zugnis dafür, dass Maria in ihrem Herzen das im heiligsten Sakrament gegenwärtige fleischgewordene Wort getragen und es ohne jeden Makel mit größter Andacht, Liebe und Ehrfurcht empfangen hat. Von den übrigen Belohnungen und Kronen, die sie empfing, kann ich nicht gebührend reden. Ich verweise auf die beseligende Anschauung im Himmel, wo jeder sie gemäß seiner Verdienste erkennen wird.

Wir verlassen nun die Königin des Himmels zur Rechten ihres heiligsten Sohnes, wo sie herrschen wird in alle Ewigkeit und wenden uns wieder zu den Aposteln und Jüngern zurück, die noch am Grabe der heiligsten Jungfrau im Tale Josaphat verharrten. Petrus und Johannes bemerkten am dritten Tage, dass die himmlische Musik verstummt war. Vom Heiligen Geiste erleuchtet, schlossen sie, dass die reinste Mutter auferstanden und gleich ihrem heiligsten Sohne mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen sei. Petrus, als Oberhaupt der Kirche, versammelte alle Apostel, Jünger und andere Gläubige noch am gleichen Tage am Grabe. Dann hoben sie auf den Befehl Petri den Stein, womit das Grab verschlossen war, hinweg, fanden es aber leer, ohne den heiligen Leeichnam Mariens. Ihr Obergewand lag so da, als ob es ihren Leib noch bedeckte. Daraus schlossen sie, dass sie durch Kleid und Stein hindurchgegangen war, ohne diese aus ihrer Lage zu bringen. Petrus nahm das Oberkleid und das Grabtuch und bezeigte ihnen seine Verehrung. Dasselbe taten auch alle übrigen Anwesenden, die nun überzeugt waren, dass die heiligste Jungfrau Maria auferstanden und in den Himmel aufgenommen sei. In Freude und Schmerz priesen sie dieses Wunder und sangen Psalmen und Loblieder zur Verherrlichung des Herrn und seiner heiligsten Mutter.

Von Staunen und Liebe ergriffen, blickten alle in das Grab. Sie konnten sich nicht von ihm trennen, bis in Engel des Herrn sich ihnen sichtbar zeigte und sprach: "Ihr Männer von Galiläa, warum bleibt ihr in Verwunderung hier stehen? Eure und unsere Königin lebt mit Leib und Seele im Himmel, wo sie ewig mit Christus herrschen wird. Sie sendet mich, diese Wahrheit zu bestätigen und in ihrem Namen euch zu sagen, dass sie euch aufs neue die heilige Kirche, die Bekehrung der Seelen und die Ausbreitung des Evangeliums anempfiehlt. Auch wünscht sie, dass ihr alsbald euere Missionsarbeit wieder ausübt. Vom Himmel aus wird sie für euch Sorge tragen." Durch diese Botschaft wurden die Apostel ermutigt. Auf ihren Wanderschaften, ganz besonders aber in der Stunde ihres Martertodes, erfuhren sie die Hilfe der Gottesmutter, zumal sie jedem von ihnen in seiner letzten Stunde erschien und ihre Seelen Christus zuführte. Andere Begebenheiten vom Hinscheiden und der Auferstehung der allerseligsten Jungfrau sind mir nicht geoffenbart worden. In dieser ganzen Lebensbeschreibung sage ich nur das, was mir geoffenbart und zu schreiben befohlen wurde.



Lehre der Himmelskönigin

Mine Tochter, wenn mir irgend etwas den Genuss der höchsten Seligkeit vermindern oder mich etwas schmerzen könnte, dann wäre es der traurige Zustand, in dem die heilige Kirche sich gegenwärtig befindet. Die Menschen wissen, dass sie mich als ihre Mutter, Fürsprecherin und Beschützerin im Himmel haben, und dass es meine Aufgabe und mein Verlangen ist, ihnen zu helfen und sie zum ewigen Leben zu führen. Der Allerhöchste hat mir zahllose Vorrechte verliehen, dass ich diese als Mutter der Barmherzigkeit zugunsten der Menschen verwende. Doch sie hindern mich, ihnen Gutes zu tun. Viele gehen verloren, weil sie mich nicht von ganzem Herzen anrufen. Zwar kann ich Schmerzen nicht mehr empfinden. Doch muss ich klagen über die Menschen, dass sie sich selbst die ewige Pein zuziehen, mir aber die Ehre, ihnen zu helfen, verweigern.

Die Kirche wußte von jeher, was mein Fürbitte vermag und welche Macht ich im Himmel besitze, um allen zu helfen. Tausend und abertausend Wunder, Gebetserhörungen und Gnaden habe ich für meine Verehrer erwirkt. Zahlreich sind die Seelen, die ich gerrettet habe, und dennoch sind es nur wenige im Vergleich zu denen, die ich retten könnte und zu retten verlange. Welt und Zeit eilen dahin. Die Menschen aber sind zu träge, um Gott zu verehren. Die Kinder der Kirche verwickeln sich in die Schlingen des Teufels. Die Sünder nehmen an Zahl zu, und ihre Schuld mehrt sich, weil die Liebe erkaltet. Dies alles geschieht, obschon Gott Mensch geworden ist, die Welt durch sein Beispiel und seine Lehre unterrichtet, durch sein Leiden und Sterben erlöst und das heilbringende Evangelium gegeben hat. Er selbst verherrlichte die Kirche durch Wunder, Erleuchtungen und Gnaden und durch seine Heiligen. Außerdem teilt er in seiner Güte die Schätze seiner Barmherzigkeit durch meine Vermittlung reichlich aus. Doch alles ist ungenügend! Ist es darum noch zu verwundern, wenn die göttliche Gerechtigkeit erzürnt ist? Die Sünder verdienen die angedrohten Strafen und fühlen sie bereits; denn die Bosheit hat den höchstmöglichen Grad erreicht.

Meine Tochter, dies ist die volle Wahrheit. Aber meine Barmherzigkeit und Milde übertrifft alle Bosheit. Sie bewegt Gottes Güte und Erbarmen und hält seine Gerechtigkeit auf. Meine Fürsprache vor dem Throne Gottes ist der sichere Weg, den Zustand der Kirche zu verbessern, katholische Reiche zu retten, den Glauben zu verbreiten, den Familien und Regierungen Festigkeit zu verleihen und die Seelen in den Stand der Gnade und Freundschaft Gottes zurückzuführen. Dann sollst du, meine Tochter, mich unterstützen, soweit es dir mit der Gnade Gottes möglich ist. Du darfst dich nicht mit der bloßen Beschreibung meines Lebens begnügen. Du musst mich vielmehr durch Befolgung meiner Ratschläge und heilsamen Lehren nachahmen. Erwäge wohl, meine Tochter, wie streng du zum Gehorsam gegen mich deine inzige Mutter und deine rechtmäßige Lehrmeisterin und Oberin, verpflichtet bist. Ich habe dir außerordentliche Liebe erwiesen, und du hast deine Ordensgelübde oft erneuert und mir dabei ganz besonders Gehorsam gelobt. Erinnere dich an das, was du dem Herrn und seinen Engeln versprochen hast: Dass du schon im sterblichen Fleische lebest und handelst wie ein Engel und mit diesen rinen Geistern verkehrst. Sie werden dich über die Vollkommenheiten deines Geliebten erleuchten, damit du von Liebe zu dinem Meister und zum Nächsten entflammt werdest. Dann wird der Allerhöchste dich würdig finden, dass er an dir seinen heiligsten Willen erfülle und sich deiner ganz nach seinem Wohlgefallen bediene. Möge seine mächtige Hand dich auf ewig segnen, dir die Freude seines Angesichtes zeigen und den Frieden schenken. Du aber trachte, dass du ihn niemals verlierest!




(geoffenbart der ehrwürdigen Dienerin Gottes, Maria von Jesus zu Agreda)

von 07.09.2012 09:21

Der Wind der deutschen “Reformation” – Benedikt XVI. reist nach Deutschland und trifft auf eine „schismatisierende“ Kirche
(Rom/Berlin) Es sind noch zwei Wochen bis zur Rede des Papstes vor dem Bundestag in Berlin (vom 22.-25. September wird Benedikt XVI. zum dritten Mal sein Geburtsland besuchen), doch die Debatte in der katholischen Kirche ist bereits intensiv entbrannt.

Vor wenigen Tagen war es der Vorsitzende der deutschen Bischöfe und Erzbischof von Freiburg, Msgr. Robert Zollitsch (73 Jahre, Mitglied der Schönstatt Priesterbewegung, seit dem 12. Februar 2008 an der Spitze des deutschen Episkopats als Nachfolger von Kardinal Karl Lehmann) selbst, der überraschte, als er der Wochenzeitung Die Zeit erklärte, daß es eine Priorität der deutschen Kirche sein müsse, in den nächsten Jahren eine Änderung der Haltung gegenüber den geschiedenen wiederverheirateten Gläubigen zu erreichen, die heute nicht zum Kommunionempfang zugelassen sind. „Es ist eine Frage der Barmherzigkeit, wir werden darüber intensiv sprechen“, so Zollitsch, der es nicht versäumte daran zu erinnern, daß Benedikt XVI. von Bundespräsident Christian Wulff, einem geschiedenen und wiederverheiratetem Katholiken nach Deutschland eingeladen ist. „Für mich ist Wulff ein Katholik, der seinen Glauben lebt und unter seiner persönlichen Situation leidet“, sagte Zollitsch.

Der Druck auf die Kirche, damit sie in verschiedenen Bereichen „Reformen“ durchführt, nicht nur auf dem der wiederverheirateten Geschiedenen, sondern auch beim Zölibat der Priester und der Frauenordination, ist in Deutschland sehr groß. Zollitsch ließ seinen Unmut über das langsame Tempo erkennen, mit dem der Vatikan auf den Wunsch nach „Erneuerung“ reagiere: „Manchmal laufe auch ich Gefahr, die Geduld zu verlieren und denke: warum geht es nicht schneller? Manchmal muß ich mich selbst zur nötigen Geduld anhalten.“

Was geht in Deutschland vor sich: „Apostasie“ oder „Dialogoffenheit“?

Der Vorwurf Zollitschs an Rom ist sehr klar: es gebe Kreise, die „sofort Apostasie riechen, wenn wir in Deutschland auf etwas kontroversere Weise diskutieren“. In Deutschland aber „diskutieren wir die Glaubensfragen auf andere Weise als in Italien. Diese Offenheit zum Dialog, die wir in Deutschland haben, wird in Rom nicht leicht verstanden“. Natürlich gelte das „nicht für den Papst“, aber für „einige Kardinäle“, bemühte sich Zollitsch um eine Präzisierung.

Es handle sich dabei, wie Zollitsch eingestand, um eine Folge der protestantischen Reformation. In Rom werde Deutschland geschnitten, „weil es gerne als Land der Kirchenspaltung betrachtet wird“. Gleichzeitig wüßten aber alle in Rom, wieviel „die Deutschen zählen“, wenn es „ums Geld geht“, spielte der Vorsitzende der Bischofskonferenz auf die Geldzahlungen der deutschen Kirche nach Rom an.

Der Ausritt von Zollitsch blieb dem Vatikan nicht verborgen. Am 1. September wurde Kardinal Joachim Meisner, der Erzbischof von Köln und treuer Freund des Papstes, von diesem in Castel Gandolfo in Privataudienz empfangen. Unmittelbar nach dem Gespräch nahm der Kardinal Stellung zu den Äußerungen Zollitschs. Er reduzierte die Bedeutung von Zollitschs Aussage, indem er klarstellte, daß sein Mitbruder nur in persönlichem Namen gesprochen habe. Gleichzeitig bekräftigte Kardinal Meisner, daß die „Unauflöslichkeit der Ehe ein Wert ist, der für alle gelte, auch für alle Vertreter der Gesellschaft“, ohne Ausnahmen, auch nicht für einen Bundespräsidenten.

Kardinal Meisner korrigiert Erzbischof Zollitsch

Auch der Apostolische Nuntius in Berlin, Msgr. Jean-Claude Périsset, nahm öffentlich Stellung und erklärte, daß die kirchliche Lehre zu den wiederverheirateten Geschiedenen „eindeutig“ sei. Er warnte deshalb, mit Blick auf den bevorstehenden Besuch des Papstes vor „überzogenen Erwartungen“. Kurzum, eine vornehme Art, um zu sagen, daß der Papst keine wie auch immer geartete „Öffnung“ während seiner Reise in sein Geburtsland bekanntgeben werde. Der Papst komme vielmehr, um die katholische Lehre zu verdeutlichen und zu stärken.

Die Diskussion wird in Deutschland zum Teil sehr hitzig geführt und belegt, daß in der Kirche Deutschlands heute, mehr als in anderen Ländern, starke antirömische Tendenzen vorhanden sind. Die Gründe für diese Romfeindlichkeit erklärte jüngst der katholische Schriftsteller Martin Mosebach, Träger des Georg Büchner-Preises 2007.

Mosebach: „Ursprung des antirömischen Affekts ist Martin Luther“

Mosebach hat keine Zweifel über den Ursprung dieser Abneigung: Martin Luther. „Luthers Reformation institutionalisierte den Bürgerkrieg in meiner Heimat. Der Dreißigjährige Krieg, die Säkularisation, der Kulturkampf, die Los-von-Rom-Bewegung, sind die verschiedenen Etappen dieser Entwicklung , die damals angestoßen wurde und die immer härtere Angriffe aus Wissenschaft und Philosophie gegen die römische Kirche zur Folge hatte.“

Heute sei diese antirömische oder antikatholische Stimmung nicht nur unter Protestanten verbreitet, sondern auch unter Katholiken. „Es gibt heute einen neuen Aspekt, der die aktuelle Situation charakterisiert“, so Mosebach. „Im Großteil Deutschlands gibt es keinen Gegensatz mehr zwischen den verschiedenen christlichen Positionen, zwischen den römischen Katholiken und den antirömischen Protestanten, weil die große Mehrheit der katholischen Theologen und der offiziellen Kirchenvertreter, gerade auch der Laien, zu verbissenen Gegnern Roms geworden sind. Der postkonziliare Katholizismus, der im Gleichklang mit den Protestanten ein Verfechter ökumenischer Werte ist, stellte sich an die Spitze der Rom-Gegner.

„Gegen Rom“-Haltung einziges tragendes Ergebnis der deutschen Ökumene

Man könnte sogar soweit gehen, zu behaupten, daß die neokatholische antirömische Feindseligkeit bisher das einzige wirklich tragende Element der nachkonziliaren ökumenischen Bewegung darstellt. Der Ultramontanismus, einmal typisch für das romtreue Deutschland, ist heute auf eine kleine Minderheit reduziert, die keine Möglichkeit hat, sich öffentlich Gehör zu verschaffen, da sie keinerlei Unterstützung durch die offizielle katholische deutsche Kirche genießt. Selbst wenn es sich um einen exzellenten Theologen handelt, hat er heute keinerlei Perspektiven.“

Benedikt XVI. ist darüber genau informiert. Er weiß um die Gebrechen der deutschen Situation, die er Etappe für Etappe miterlebt hat. Am 13. August empfing er in Castel Gandolfo den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, einen Kardinal und zwei Bischöfe, die im Gefolge des Pädophilieskandals – die Fälle ereigneten sich im Kanisius-Kolleg in Berlin und sind eine noch immer offene Wunde – auf die Einleitung eines „breiten Dialogprozesses“ drängten, der die katholische Kirche in Deutschland „aus der Krise führen“ sollte. Seit den Zeiten der Würzburger Synode (1971-1975) wurde in Deutschland kein synodaler Prozeß mehr eingeleitet.

Teile des katholischen deutschen Establishments wollen zweites „Würzburg“

Würzburg ist der deutschen Kirche aber keineswegs gut bekommen. Die Versammlung erzeugte so laute „liberale“ Reformerwartungen, die zwangsläufig im Nichts endeten, aber einen ungünstigen Beigeschmack hinterließen und im Untergrund als antirömische Strömung weiterwirkten. Ein einfacher Theologe namens Joseph Ratzinger verließ damals die Synodenversammlung, als er erkannte, daß sie in die falsche Richtung drängte und ein Gegenwirken sinnlos war.

Über die neue „Synode“ recte „Dialogprozeß/Gesprächsprozeß“ (der zwar nicht so genannt wird, aber offensichtlich ähnlich angelegt zu sein scheint), der am 8. und 9. Juni in Mannheim begonnen wurde, berichteten im vergangenen August Erzbischof Zollitsch, der Münchner Kardinal Reinhard Marx sowie die Bischöfe Franz-Josef Overbeck von Essen und Franz-Josef Bode von Osnabrück dem Papst. Nach der Audienz sprachen die vier deutschen Prälaten gegenüber der Presse von einer „herzlichen“ Begegnung. In der offiziellen Pressemitteilung der Bischofskonferenz lautete das Ganze dann so: „Der Heilige Vater hat sich sehr interessiert an diesem Prozess gezeigt, der wichtige Impulse für den Weg der Kirche in die Zukunft geben soll. Er hat den Gesprächsprozess als geistlichen Weg der Erneuerung gewürdigt und die deutschen Bischöfe ermutigt, in diese Richtung weiter zu gehen. Insbesondere hat der Heilige Vater den Zusammenhang mit dem 50. Jubiläum des II. Vatikanischen Konzils positiv unterstrichen.“

Benedikt XVI.: Dialogprozeß Ausdruck eines schwachen Episkopats, der sich Zeitgeist anpassen will

In Wirklichkeit hieß der Papst die Einberufung von Mannheim und den „Dialogprozeß“ keineswegs gut und zeigte sich gegenüber Mitarbeitern besorgt über die Entwicklung in Deutschland. „Mannheim ist für Benedikt XVI. das sichtbare Zeichen eines schwachen Episkopats, der zu sehr darauf abzielt, sich den Wünschen und Vorstellungen der Welt anzupassen“, schrieb dazu der Vatikanist Paolo Rodari. Die sofortige Reaktion von Kardinal Meisner und des Apostolischen Nuntius Périsset nach der Stellungnahme von Zollitsch zu den wiederverheirateten Geschiedenen zeigen, wie Rom diese Tendenz in der deutschen Kirche wirklich bewertet und welche Haltung der Heilige Stuhl dazu einnimmt.

Zollitsch von zwei Mitarbeitern „fehlgesteuert“?

Guido Horst, der Chefredakteur des Vatican Magazins und Rom-Korrespondent der Tagespost sagte der Tageszeitung Il Foglio: „In Deutschland verstehen viele einfache Gläubige nicht, warum Zollitsch immer die Forderung nach Reformen im Mund führt. Der zudem, auf dem Papier, nicht als Vertreter einer offen progressiven Position wie sein Vorgänger Karl Lehmann gilt. Im Gegenteil, er stellt im deutschen Episkopat eher eine amorphe Figur dar. Einige Kardinäle und Bischöfe (in Rom und in Deutschland) sind der Meinung, daß Zollitsch unter dem Einfluß von zwei seiner Mitarbeiter liberaler und progressiver geworden sei, durch den Jesuiten Hans Langendörfer, Sekretär der deutschen Bischofskonferenz, und durch Matthias Kopp, den Sprecher derselben.“

Das veranlaßte den Journalisten Alexander Kissler, Kulturredakteur und Kirchenexperte des Wochenmagazins Focus nach dem Zollitsch-Interview über die wiederverheirateten Geschiedenen sogar zur spitzen Frage: „Oder sang sich da am Ende eine Weise aus, die andere ihm auf- und vorgesetzt hatten? Las er recht und schlecht vom Blatte ab, das ihm von interessierter Seite routiniert gereicht wurde? Bauchredner verfahren ähnlich mit ihren Puppen.“

Protestanten erteilen Katholiken vor Papstbesuch „Ratschläge“ für eine protestantisierte Kirche

Die Antwort auf Kisslers Frage ist nicht leicht zu geben. Fest steht, daß es sicher nicht leicht ist, den deutschen Episkopat zu führen. Nicht zuletzt weil der protestantische Einfluß, direkt und indirekt stark ist, weil bestimmte weiterentwickelte protestantische Denkweisen sich allgemein in der öffentlichen Meinung verankert haben, stark ist. Die Monatszeitschrift Chrismon der EKD, die in Millionenauflage mehreren deutschen Tages- und Wochenzeitung kostenlos beigelegt wird, erteilt keineswegs zufällig genau in der September-Ausgabe zum Papstbesuch den deutschen Katholiken Ratschläge. Chefredakteur Arnd Brummer fordert die Katholiken mit Nachdruck auf, von Rom „Reformen“ einzufordern. Das protestantische Monatsblatt schreibt, daß die Katholiken sich ein Beispiel an der protestantischen Kirche nehmen sollten, die „die Kultur des Widerspruchs pflegt“, und dadurch ihre Überlegenheit beweise, gegenüber einer „Haltung von Schafen, die hinter einem Hirten herlaufen, der beansprucht, als einziger zu wissen, wo es lang gehe“. Ein ebenso harter wie unverschämter Angriff, der allerdings die sonst gerne abgestrittene antirömische Haltung des deutschen Protestantismus offenlegt.

Die Forderung nach „Reformen“ erreichte im vergangenen Februar ihren Höhepunkt, als Judith Könemann, eine Münsteraner Religionspädagogin gemeinsam mit acht weiteren Unterzeichnern, einen Appell für eine grundlegende Änderung der katholischen Kirche (der Titel lautete „Kirche 2011: eine notwendige Wende“) veröffentlichte. 143 bundesdeutsche, österreichische und Schweizer Theologen schlossen sich bereitwillig an, später erhöhte sich die Zahl auf mehr als 200. Die Forderungen waren allerdings altbekannt und wenig originell: Aufhebung des Zölibats, Frauenordination, Mitbestimmung bei der Bischofswahl, Ende des „moralischen Rigorismus“.

Unorigineller Theologenappell und das Schweigen der Bischöfe

Mehr Aufsehen als der Appell, der bestenfalls das Gewicht eines unter vielen der zurückliegenden 40 Jahre hatte, erregten die Bischöfe: Keiner von ihnen nahm zum Appell Stellung. Keiner antwortete und erklärte den katholischen Standpunkt. Die einzige Reaktion kam von Papst Benedikt XVI. selbst, der wenige Tage nach der Veröffentlichung des Appells, bei der Weihe von fünf Bischöfen im Petersdom in seiner italienisch gehaltenen Predigt, die Figur des Bischofs und dessen Aufgaben in den Mittelpunkt stellte. Die schriftliche Fassung der Predigt wurde sofort vom Presseamt des Heiligen Stuhls verbreitet und zwar nur in deutscher Fassung. Damit waren die Adressaten klar „benannt“.

Die Antwort Papst Benedikts XVI.

Der Papst unterstrich in einer Predigt, daß die Bischöfe dazu berufen seien, dem Zeitgeist gerade nicht nachzugeben: „die Beständigkeit, die Beharrlichkeit gehört zum Wesen des Christseins, und sie ist grundlegend für den Auftrag der Hirten, der Arbeiter im Erntefeld des Herrn. Der Hirte darf kein Schilfrohr sein, das sich mit dem Winde dreht, kein Diener des Zeitgeistes. Die Unerschrockenheit, der Mut zum Widerspruch gegen die Strömungen des Augenblicks gehört wesentlich zum Auftrag des Hirten. Nicht Schilfrohr darf er sein, sondern – nach dem Bild des ersten Psalms – wie ein Baum, der tiefe Wurzeln hat und darauf festgegründet steht. Das hat nichts mit Starrheit oder Unbeweglichkeit zu tun. Nur wo Beständigkeit ist, ist auch Wachstum.“

Text: Palazzo Apostolico/Giuseppe Nardi

von 07.09.2012 08:48

Gebet für die Ausbreitung der eucharistischen Anbetung

Himmlischer Vater, verstärke unseren Glauben in die wirkliche Gegenwart deines Sohnes Jesus Christus in der Heiligen Eucharistie.
Wir sind dazu berufen, ihn anzubeten, ihm zu danken und ihm Sühne zu leisten für die Sünden.
Wir brauchen deinen Frieden in unsere Herzen und zwischen den Völkern.
Wir brauchen die Umkehr von unseren Sünden und die Barmherzigkeit deiner Vergebung.
Mögen wir dies erlangen durch das Gebet und unsere Vereinigung mit dem eucharistischen Herrn.
Sende deinen Heiligen Geist herab über alle Völker und gib ihnen die Liebe, den Mut, die Kraft und den Willen auf die Einladung zur ewigen eucharistischen Anbetung zu antworten.
Wir bitten dich, die immerwährende Aussetzung des Allerheiligsten Sakraments in den Pfarreien der ganzen Welt auszubreiten.
Darum bitten wir im Namen Jesu, des Herrn. Amen.

Unsere Liebe Frau vom Allerheiligsten Sakrament hilf uns, die Herrlichkeit deines Sohnes durch die immerwährende Aussetzung der Heiligen Eucharistie zu verbreiten.

von 06.09.2012 15:17

Ehe – Familie – Hauskirche

In der heutigen Zeit rückt bei den Jugendlichen der Wunsch zu heiraten immer mehr in den Hintergrund. Es geht nicht mehr darum sich ewige Treue zu schwören und sich bis in Tod zu lieben, sondern viel mehr darum an Unabhängigkeit zu gewinnen, selbständiger zu werden und endlich unbeschwert, ohne den Druck der Eltern, leben zu können. Heutzutage lebt man lieber erst eine Weile miteinander, um sich besser kennenzulernen und um sicherzustellen, daß man keinen Fehler macht. Man fragt sich, was einem das heiraten nützt, vor allem da man ohne eine feste Bindung sich leichter eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber dem Partner wahren kann.
Manche Paare trennen sich schon nach kurzer Zeit, da sie feststellen mußten, daß sie übereilt gehandelt haben, ohne die weitreichenden Konsequenzen miteinzukalkulieren. Besonders schmerzhaft sind solche Trennungen für die Kinder, die vielleicht bereits aus der Partnerschaft hervorgegangen sind. Besonders junge Paare stellen sich die Frage, ob sie so weit sind, daß sie eine solche Bindung fürs Leben eingehen wollen.

Ehe und Familie in der Völkerkunde
In jeder Kultur gibt es eine Form von Eheschließung und in jeder Kultur wird sie anders vollzogen und anders gelebt. Es gibt sowohl Einehen als auch Polygamie, wobei Monogamie meist ein einfachen Ländern praktiziert wird. Selten trifft man auf Kulturen in denen Gruppenehe und Promiskuität (lat.: Geschlechtsverkehr mit ständig wechselnden Partnern) gelebt wird. Ausnahmen sind Fruchtbarkeitsriten und andere Feste die besonders orgiastisch gefeiert werden. In Afrika werden Ehen erst geschlossen wenn Kinder da sind.

Beispiel “Somalis”:
Hat sich ein Mann für ein Mädchen entschieden, so teilt er dies seinem Vater mit. Dieser spricht dann mit dem Vater des Mädchens darüber. Später treffen sich alle unter einem eingezäunten Baum und verhandeln über den Brautpreis. Solche Treffen könne mehrere Tage lang dauern.

Ehe und Familie in der Neuzeit
Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich in den letzten hundert Jahren stark verändert. Erst seit der Staatsverfassung, in der das “Recht auf Ehe” als Menschenrecht erklärt wurde, ist die Heirat auch in ärmeren Gesellschaftsschichten möglich. Besonders für die Frau haben sich die Gegebenheiten seit Beginn des 20.Jahrhunderts geändert, da sie selbstbewußter geworden ist und durch ihre steigende Selbständigkeit ihre eigenen Ziele und Vorstellungen verwirklichen kann. Damals verfügte allein der Mann über das Geld und ebenso gehörte ihm der gesamte Besitz.
In den alten Mythen finden sich viele Theorien über die Entstehung der Geschlechter. Beispielsweise Plato schrieb. daß der Mensch einst ein Ganzes war, das auseinandergeschnitten wurde. Sie werden erst wieder das vollkommene Ganze sein, wenn sie einander gefunden haben. Dem alten Testament zufolge gehört die Ehe zur Natur des Menschen und ist zugleich ein Zeichen für den Bund zwischen Gott und seinem Volk.
Bereits 1000 v. Chr. kauften die Männer den Frauen, als Zeichen der Inbesitznahme einen Ring. In Rom um ca. 400 v. Chr. wurden Standesringe eingeführt, an welchen zugleich der Stand dem der Träger angehörte ablesbar war. Ab 1000 n. Chr. wurden die Ringe vom Priester geweiht und den Brautleuten an den vierten Finger der linken Hand gesteckt, da man glaubte von dort aus führe eine “Liebesader” direkt zum Herzen. Im 18.Jahrhundert wurden erstmals Inschriften in den Ringen modern. Heute gibt es bereits verstellbare Ringe die, im Fall einer Scheidung, der Hand des neuen Partners angepaßt werden können.

Einübung in die Partnerschaft !
Ehe braucht Vorbereitung, die alle Bereiche des Lebens erfaßt und nicht erst bei der sexuellen Aufklärung beginnt oder in einer ernsten Partnerschaft einsetzt. Zur Ehevorbereitung gehört von klein auf zu lernen, die Stärken und Schwächen des Anderen zu akzeptieren. Ein verstehender Blick, ein Lächeln oder ein Kuß!...Das alles sind Formen in denen ein Mensch seine Zuneigung ausdrückt. Die Zeichen der Liebe, insbesondere der Geschlechtsverkehr, sind mehr als bloß äußerliche Handlungen. In ihm werden die innersten Erwartungen, Vorstellungen und Wünschen erfüllt. Deshalb setzt sich die Kirche dafür ein, die volle Vereinigung an die ausdrückliche Übereignung der Partner im Eheversprechen zu binden.

Ehe und Gemeinde

Als Sakrament der Kirche begründet die Ehe auch eine enge Beziehung zwischen den Partnern und der Pfarrgemeinde. Umgekehrt ist christliche Ehe und Familie offen für die Gemeinde. Familienmitglieder sollten sich am Gottesdienst beteiligen und karitative Tätigkeiten der Gemeinde unterstützen.
“Die Eheleute haben das unveräußerliche Recht, eine Familie zu gründen und über den zeitlichen Abstand der Geburten und die Zahl der Kinder zu entscheiden.”

Auszug der Familienrechte des heiligen Stuhls 1983.

Scheidung
Eine Ehe erfordert auch die Fähigkeit gemeinsam Krisen zu bewältigen, jedoch kann die Wiederholung solcher Krisen eine Beziehung zum Scheitern bringen. Manche haben unüberlegt gehandelt oder waren noch nicht reif für diese Bürde. Die Scheidung steht den Partnern in diesem Fall als letzter Ausweg offen. Vor allem gilt es die Kinder vor unzumutbaren Belastungen zu schützen. Außerdem. ist es “ein Unterschied, ob jemand.... völlig zu Unrecht verlassen wurde, oder ob jemand eine kirchlich gültige Ehe durch eigene schwere Schuld zerstört hat.” (Papst Joh. Paul II., Rundschreiben : Familiaris consortio) In jedem Fall hat die Kirche die Aufgabe, Menschen in schweren oder unlösbaren Situationen Zeichen der Hoffnung und des Lebens zu setzen.

von 05.09.2012 10:43

Sehr geehrte Schwestern und Brüder,
Erlöste Menschen, berufen zum Dienen
Mittwoch der zweiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Mutter Teresa
Hl. Roswitha von Gandersheim

P. Andrew Mulcahey LC

Lk 4,38-44
Jesus stand auf, verließ die Synagoge und ging in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon hatte hohes Fieber, und sie baten ihn, ihr zu helfen. Er trat zu ihr hin, beugte sich über sie und befahl dem Fieber zu weichen. Da wich es von ihr, und sie stand sofort auf und sorgte für sie. Als die Sonne unterging, brachten die Leute ihre Kranken, die alle möglichen Leiden hatten, zu Jesus. Er legte jedem Kranken die Hände auf und heilte alle. Von vielen fuhren auch Dämonen aus und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Da fuhr er sie schroff an und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass er der Messias war.

Bei Tagesanbruch verließ er die Stadt und ging an einen einsamen Ort. Aber die Menschen suchten ihn, und als sie ihn fanden, wollten sie ihn daran hindern wegzugehen. Er sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden. Und er predigte in den Synagogen Judäas.

Einführendes Gebet: Herr, ich danke dir, dass du in mein Haus eingekehrt bist. Es ist für mich eine so große Ehre, dass du mich besuchen willst, auch wenn ich dich nicht rufe. Ich bin dir außerordentlich dankbar für deine persönliche Aufmerksamkeit, die du mir schenkst, besonders wenn es mir schlecht geht und ich deine Gnade brauche.

Bitte: Herr, heile mich von meinen geistigen Krankheiten, damit ich dir in den anderen dienen kann.

1. Christus hebt uns empor. Der Evangeliumstext berichtet mit einer gewissen Sachlichkeit über die Heilung: keine besonderen Worte von Jesus, kein Wort des Dankes, keine Reaktion der Menschen. Es ist, als ob Jesus einfach wie immer das Haus betrat und einer sehr kranken Frau aus dem Bett half. Nicht das typische Wunder, das eine große Aufmerksamkeit erregt. Während wir in unserem Leben auf das lang ersehnte Wunder hoffen, übersehen wir vielleicht eines dieser ganz gewöhnlichen Wunder, die Gott uns so oft gewährt. Im geistlichen Bereich kann es eine gute Beichte oder der Empfang der heiligen Kommunion, eine geistliche Leitung oder eine gründliche Gewissenserforschung sein. Im physischen Bereich kann es schlicht eine gute Vorsorge für meine Gesundheit durch gesundes Essen oder ausreichenden Schlaf sein. Wir müssen nicht um besondere Heilungen bitten, sondern sollten eher dadurch ermutigt sein, dass Christus immer seinen Blick auf uns gerichtet hat.

2. Er hilft uns wieder auf die Beine. Beachten wir, wie schnell alles im heutigen Evangelium geht. Christus richtet die Schwiegermutter des Simon sofort auf. Sie lässt es ohne Skepsis oder Worte des Protestes zu. Sie glaubt an Christus. Seine Gnade wirkt vollkommen. Die Heilung erfolgt sofort und vollständig. Er ermöglicht es uns, wieder aufzustehen und unsere Pflichten zu erfüllen.

3. Er heilt uns so, dass wir wieder dienen können. Wir wollen oft viel für uns empfangen, sind aber nur schwer bereit, anderen zu helfen. Simons Schwiegermutter beginnt sofort, Christus, der sie wieder gesund gemacht hatte, zu dienen. Sie vergisst sofort sich selbst - ihre Probleme, wie sie sich fühlt, um wie viel Zeit ihre Krankheit sie zurückgeworfen hatte – und stattdessen stellt sie sich ganz auf die Bedürfnisse anderer ein. Christus bewahrt die Christen vor dem Tod durch die Sünde und ruft sie auf, zu dienen. Christen sind erlöste Menschen, deren Berufung es ist, zu dienen.

Gespräch mit Christus: Lieber Herr, jeder sucht dich. Du hast mich gesund gemacht und mich aufgefordert zu dienen, wie du es in deinem Leben getan hast. Hilf mir, mit meinem Leben, das du mir wiedergegeben hast, freigiebig umzugehen, so dass auch ich die Interessen deines Reiches über meine eigenen Pläne stelle.

Vorsatz: Ich werde Christus ernsthaft bitten, mich von dem Fehler zu heilen, der mich am meisten beherrscht, indem ich einen konkreten Schritt tue, mir eine Tugend anzueignen, die sich diesem Fehler widersetzt.


Gottes Segen,Laudetur Jesus Christus

Herzliche Grüße aus Löbnitz

Michael Schonath

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