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von esther10 01.08.2015 00:13

Im Heiligen Jahr gibt es samstags Extra-Generalaudienzen


Erzbischof Gänswein und Papst Franziskus bei einer Audienz - AFP

01/08/2015 12:32SHARE:
Im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit soll jeweils an einem Samstag im Monat eine zusätzliche Generalaudienz stattfinden. Das kündigte der Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein, im Interview mit Radio Vatikan an. Beginnen werde man 2016, die erste finde am 30. Januar statt, so der deutsche Kurienerzbischof, der für die Organisation der Generalaudienzen des Papstes zuständig ist, im Gespräch mit Mario Galgano.

RV: Millionen von Pilgern werden für das Heilige Jahr der Barmherzigkeit hier in Rom und im Vatikan erwartet. Gibt es diesbezüglich Besonderheiten?

Erzbischof Gänswein: Gerade in der vergangenen Woche wurde in einer Sitzung beschlossen, dass über die Generalaudienzen und die wichtigen anderen Begegnungen über das Heilige Jahr verteilt, einmal im Monat an einem Samstagvormittag eine Art Generalaudienz des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit stattfinden soll. Die Termine werden in den nächsten Tagen auch via Internet bekannt gegeben, sodass Anfragen – es sind sehr viele schon gekommen – von Gruppen, Schulen, Pfarrgemeinden zu diesen Samstagen beantwortet werden können. Damit soll an den entsprechenden Samstagen eine zweite Generalaudienz auf dem Petersplatz stattfinden. Wie das ganz konkret abläuft, das wird sich noch zeigen. Da sind noch einige Überlegungen notwendig.“

RV: Weiß man aber schon, wann die erste Extra-Generalaudienz beginnen soll?

Gänswein: Das erste Datum ist der 30. Januar. Und das zweite kann ich auch schon nennen: es ist der 20. Februar 2016.
RV: Kann man sich jetzt schon dafür anmelden?

Gänswein: Man kann ab sofort diese Daten ernst nehmen und mit diesen Daten planen.

RV: Wenn man auf die bisherigen Generalaudienzen des Papstes zurückschaut: Wie ist es bisher statistisch gelaufen?
Gänswein: Papst Franziskus wird am 5. August wieder die Generalaudienzen aufnehmen, nach einer Unterbrechung von einem Monat im Juli. Die Audienzen finden im August in der Audienzhalle Paolo VI statt, damit wir von der brutalen Hitze Gottseidank bewahrt sind.
Was Zahlen betreffen: Von Januar bis Juli 2015 waren bei den Generalaudienzen etwa 370.000 Personen. Bei den Privataudienzen waren knapp 300.000 und dann gibt es den Bereich ,Liturgie´ - also Gottesdienste im Vatikan – und auch da waren etwa 300.000 Gläubige. Eine weitere Zahl, die überrascht: von Januar bis Juli haben 1.030.000 Menschen bei den Angelus-Gebeten sonntags auf dem Petersplatz teilgenommen.

RV: Wie können wir das einschätzen? Wie war es in den vergangenen Jahren?

Gänswein: Verglichen mit Vorgängerzahlen so kann man für die Mittagsgebete sagen, dass es eindeutig ein Mehr ist. Bei den Privataudienzen und bei den liturgischen Handlungen des Heiligen Vaters sind etwa gleich wie früher, wobei man beachten muss, dass wir bisher nur die Zahlen für die erste Jahreshälfte 2015 haben.

RV: Weiß man denn, wie viele Menschen Papst Franziskus bisher im Vatikan getroffen hat?

Gänswein: Am 26. August – in knapp vier Wochen – wird Papst Franziskus seine 100. Generalaudienz halten. Die Zahl der Teilnehmer, die er in diesen Audienzen trifft – wenn wir alle Zahlen zusammenzählen – etwa 3.300.000 erreicht. Im Hinblick auf das gesamte Pontifikat ist es so, dass bis gestern, 31. Juli, etwa 15 Millionen Menschen an den Audienzen mit dem Papst teilgenommen haben.

(rv 01.08.2015 mg)

von esther10 31.07.2015 21:31

„Es besteht keine kirchliche Pflicht, Ablässe zu erwerben“


Ein vollkommener Ablass: historisches Dokument

13/06/2015 09:45SHARE:
Ablass? Schreck lass nach – sogar für viele Katholiken ist ‚Ablass’ ein Reizwort. „Sobald das Geld im Kasten klingt“ usw., viele wissen, dass der Handel mit Ablassbriefen im frühen 16. Jahrhundert einer der Hauptgründe für die Spaltung der westlichen Christenheit war. Trotzdem spielt der Ablass noch heute eine Rolle, zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit etwa (das am 8. Dezember beginnt) gewährt Papst Franziskus Ablässe. Grund genug, damit wir uns einmal damit beschäftigen: Wir tun es zusammen mit dem bekannten deutschen Theologen und Kirchenhistoriker Arnold Angenendt.

„Eine Sünde gegenüber Gott besteht im Christentum besteht darin, dass ich Gott verlasse, dass ich gegen Gott handle, dass ich ihm entgegentrete.“ So erklärt uns Angenendt diese Woche am Rand eines Historikerkongresses in Rom die Grundlagen der christlichen Lehre von Sünde und Schuld. „Die Umkehr, die im Christentum gefordert ist, kommt aus dem Herzen: Ich muss mich neu auf Gott ausrichten, ich muss das Falsche, das ich begangen habe, bereuen, ich muss den Schmerz empfinden. Das kann bis zur Qual gehen; denken Sie an die vielen Menschen, die anderen einen Schaden zugefügt haben, der nicht mehr reparabel ist!“

Wie gehe ich nun mit einer solchen Schuld um? Die erste Antwort darauf heißt: Ich bereue. „Und wenn es ernst ist mit der Reue, dann fasse ich auch einen Vorsatz. Ich ändere mein Leben, ich suche von dieser Falscheinstellung loszukommen. Ich versuche, was ich anderen Böses angetan habe, auch wieder gutzumachen. Das ist die Aufforderung, die christlich mit der Reue über die Sünde und mit dem Vorsatz verbunden ist.“

Erlass einer zeitlichen Strafe

So weit, so grundlegend für das christliche Denken über Sünde, Schuld und Vergebung. Wie kommt da aber nun der Ablass ins Spiel? Von der Definition her ist Ablass der „Erlass einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind“, so hat es Papst Paul VI. einmal formuliert. Im Neuen Testament und im Urchristentum kommt der Ablass nicht vor, er entsteht erst etwa ab dem 6. Jahrhundert, als die Privatbeichte das öffentliche Schuldbekenntnis vor der Gemeinde ablöst. Schon relativ früh wird der Erlass von Sündenstrafen mit dem Geben von Almosen verknüpft.

Angenendt: „Das irische Buß-System hat bekanntlich in der westlichen Kirche neuartig gewirkt. Da gibt es einmal die komprimierten Bußformen, und dann gibt es die ‚Redemptionen‘, wie das terminologisch heißt. Diese ‚Redemptionen‘ bedeuten: Ich nehme mir einen Priester oder, besser, einen Mönch, der für mich Bußübungen macht und der Messen feiert. Und was tut jetzt der Büßer selber? Der muss zu der Messe, die da für ihn gefeiert wird, gar nicht hingehen! Also, da kommt eine Tendenz auf, dass jemand sich an der inneren Umkehr vorbeischlängeln kann, und das ist natürlich christlich völlig unmöglich. Der Mensch muss sich vom Herzen her umwenden, und es muss ihm auch im Verstand hochheilig sein, dass er eine neue Lebensrichtung einschlägt. Und doch ist das im frühen Christentum passiert: Also, man kann die Schuld und die Strafe auf einen anderen übertragen, ein anderer übernimmt das also.“

Ich riskiere für dich mein Heil im ewigen Leben...

Der emeritierte Professor aus Münster nennt dazu ein Beispiel aus dem 12. Jahrhundert. „Papst Eugen III., ein Schüler Bernhards von Clairvaux, wollte einen Ritter dazu bewegen, seine Ehe wiederherzustellen, und schreibt ihm: ‚Ich übernehme für dich alle Schuld, die du vorher auf dich geladen hast, und riskiere damit mein Heil im ewigen Leben.‘ Das ist natürlich eine ungeheure Aussage – eine ungeheure Bereitwilligkeit, aber das ist christlich letztlich nicht möglich, denn der Papst ist ja für seine Person unschuldig, und ein Unschuldiger kann von Gott nicht verurteilt werden!“

Aber das 12. Jahrhundert, in dem Eugen III. wirkte, war zugleich der Moment, in dem die Theologie von Sünde und Schuld, und damit auch der Ablass, radikal neu gedacht wurden. „Das ist eines der anregendsten Jahrhunderte, die große Wende im Mittelalter! Die Person, die menschliche Würde, die innere Einstellung werden neu entdeckt, das ganze Feld der Buße wird neuinterpretiert, und in diesem Zusammenhang ist Abaelard zu sehen“: Petrus Abaelardus, Pariser Philosoph, Frühscholastiker, einer der hellsten Köpfe seiner Zeit.

„Und da kommt die neue Theologie mit Abaelard, die sagt: Also, in dem Moment, wo ich wirklich bereue, bitterlich weine, verzeiht Gott mir. Da ist keine Gefahr mehr, dass Sie in die Hölle verwiesen werden könnten! Aber es bleiben ‚zeitliche Bußstrafen‘, und Abaelard erklärt diese zeitlichen Bußstrafen sofort so: Du musst dich korrigieren! Du musst nicht eine Portion Strafe auf dich nehmen, du musst deine innere Einstellung korrigieren!“

Greif in den Gnadenschatz hinein

So gesehen, gehört der Ablass – der von den Päpsten zunächst nur sehr zurückhaltend gehandhabt wurde – zur DNA des Christentums, so Angenendt. Auch wenn die östlichen Kirchen die Entwicklung nicht mitvollzogen haben, und auch wenn der Protestantismus des 16. Jahrhunderts bestritt, dass das kirchliche Amt über Gottes Heil für uns Menschen verfügen dürfe. Eine wichtige Etappe im christlichen Denken zum Ablass ist für Angenendt das 13. Jahrhundert: Da entwickelten Theologen und Kirchenrechtler die Lehre von einem unerschöpflichen Gnadenschatz, den Jesus sein Leiden für uns erworben hat. „Die Mystiker sagen: Greife in den Gnadenschatz Jesu Christi hinein, indem du mit Jesus Christus leidest, seinen Kreuzweg gehst, auf die Auferstehung hoffst. Dann korrigierst du dich von deinen falschen Sünden, von deiner falschen Einstellung, du bist in der Nachfolge Jesu Christi; dann bist du auf dem rechten Weg, und dann spielen Strafen usw. überhaupt keine Rolle mehr.“

Für die Mystiker, etwa den Dominikaner Heinrich Seuse, war es allerdings kein Bischof, kein Kardinal, kein Papst, der den Schlüssel zum Gnadenschatz in der Hand hatte. „Da sagen die Mystiker: Du musst in den Schatz selber hineingreifen, durch Mitleiden mit Jesus Christus!

Wenn du das tust, dann greifst du in den Schatz, dann brauchst du gar keine kirchliche Vermittlung!“ Doch dem emeritierten Kirchenhistoriker scheint eine kirchliche Vermittlung bei diesem ‚Gnadenschatz’, beim ‚Ablass’, dennoch wichtig: Wir Menschen stehen doch immer „in einem Geflecht“, argumentiert er.

„Jeder Mensch ist zum Beispiel dadurch gläubig, dass er von anderen Gläubigkeit aufgenommen hat, sich davon hat beeinflussen lassen. In jedem Menschen sind die Empfindungen, Gedanken, Töne vieler, vieler anderer Menschen – insofern stehe ich nie alleine, und wenn ich auf den richtigen Weg Jesu Christi kommen will, ist es gut, wenn ich viele andere sozusagen in mich hineinlasse, die mich befördern auf meinem Weg zu Gott. Wie da eine kirchliche Oberverteilung zu denken ist, da würde ich sagen, das ist allenfalls nachgeordnet. Der erste Appell ist: Du musst dich aufmachen, du musst deine Sünden bereuen, du musst einen neuen Weg einschlagen, einen Vorsatz fassen – und da können dir andere behilflich sein, indem sie dir beistehen.“

Warum man das Wort Ablass besser vermeidet

Dass es in der Ablasspraxis viele Missbräuche gegeben hat, wird kein ernsthafter Historiker heute bestreiten. Ablässe wurden für die verschiedensten Anlässe gewährt: zur Unterstützung eines Kirchenbaus (Beispiel: St. Peter in Rom), aber auch als Anerkennung von frommen Werken. Einen vollkommenen Ablass (ähnlich dem, der am Ende des 11. Jahrhunderts den Kreuzfahrern gewährt wurde) gab es zu Jubiläumsjahren der Kirche, 1300 zum ersten Mal. Seit dem 12. Jahrhundert ist das Wirken von Ablasspredigern belegt, die Beschwerden über sie waren bald weit verbreitet, auch das IV. Laterankonzil 1215 beschäftigte sich damit.

Angenendt deutet den Ablass „medizinell“. „Und man sollte das Wort Ablass vermeiden, man sollte dazu sagen: Du musst dich in eine Neuorientierung aufmachen, damit du wieder zu Gott zurückfindest und damit du dich in der Neuausrichtung auf Gott auch befestigst – damit du die bösen Sündenfolgen, die dich wie Stricke festhalten, abwirfst und durchbrichst und zu Gott findest!“ Warum er nicht so gerne das Wort ‚Ablass’ gebraucht? Angenendts Antwort: Weil dadurch der Eindruck erweckt werden könnte, andere nehmen mir das ab. „Das geht nicht! Ich muss selber die innere Umkehr vollziehen, und ich muss auch selber alles Mögliche tun, damit ich den Schaden, den ich angerichtet habe, wiedergutmache, und damit ich die innere Einstellung, die ich hatte, verändere und neu ausrichte auf Gott. Das kann man nicht als Strafe bezeichnen, sondern das nennt man eine medizinelle Strafe der Umänderung der eigenen Einstellung.“

Ich weiß nicht, wie man leben kann ohne diese Hoffnung

Letztlich könne nur Gott Sünden vergeben, bekräftigt Angenendt: „weil wir im eigenen Leben erfahren, dass wir Ungutes, das wir anderen Menschen angetan haben, nicht wieder gutmachen können. Das sagt selbst Jürgen Habermas… Und insofern hoffen wir auf Gott, dass er das wiedergutmacht, was wir nicht wiedergutmachen können. Das ist die Gnade Gottes. Ich weiß nicht, wie man leben kann ohne diese Hoffnung: Gott stellt das wieder her, macht das wieder richtig, was ich Böses getan habe.“ Und Gott werde dann in seiner Gnade auch ertragen, wenn ich mich „von den Fesseln der falschen Einstellung, der sündigen Einstellung nicht freimachen kann“. „Dann wird er darüber hinwegsehen und mich in seine Arme schließen und mich als reuigen Sünder in sein Herz aufnehmen.“

Muss ich jetzt also als Katholik doch irgendwie Verständnis für den Ablass aufbringen, ja mich vielleicht einmal im Leben um einen Ablass bemühen? Nein – muss ich nicht. „Die Kirche überlässt es“, schrieb Paul VI. 1967, „jedem einzelnen, in der heiligen und rechten Freiheit der Kinder Gottes solche Mittel der Läuterung und der Heiligung zu gebrauchen“ – oder auch nicht. Angenendt unterstreicht das: „Es besteht keine kirchliche Pflicht, Ablässe zu erwerben. Das ist wichtig: Der Ablass ist nicht heilsentscheidend. Mein ‚ceterum censeo‘ lautet: Indulgentias esse negligendas! Man kann darüber hinweggehen. Viel entscheidender ist, dass ich mich selber aufmache, dass ich mir von anderen helfen lasse, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen.“

Angenendt gehörte zu den Referenten der Tagung „Ablasskampagnen des Spätmittelalters –

Martin Luther und der Ablassstreit von 1517“, die das Deutsche Historische Institut zusammen mit der Theologischen Fakultät der Waldenser zu Beginn dieser Woche in Rom ausgerichtet hat.

(rv 13.06.2015 sk)
http://www.im.va/content/gdm/de/calendario.html
http://www.im.va/content/gdm/de/news.html


von esther10 31.07.2015 20:48

Zehn Prozent der Asylwerber in kirchlicher Grundversorgung

Caritas versorgt gemeinsam mit Pfarren und Klöstern derzeit 4.400 der insgesamt 43.000 Asylwerber.

*

In Horn im niederösterreichischen Waldviertel eröffnete die Caritas Ende Mai ein Flüchtlingsquartier für 100 Frauen, Kinder und Männer.

KONTAKT UND INFORMATION:
Caritas Österreich:
www.caritas.at

Caritas der Erzdiözese Wien:

www.caritas-wien.at

Gemeinsam mit katholischen Pfarren und Klöstern betreut die Caritas derzeit österreichweit mehr als 4.400 AsylwerberInnen im Rahmen der Grundversorgung - das sind knapp 10 Prozent der insgesamt 43.000 Asylwerber in Grundversorgung. Zusätzlich würden 10.500 Menschen mobil betreut", gab die Caritas Österreich am Donnerstag, 23. Juli 2015 in einer Aussendung bekannt.

Die kirchliche Hilfsorganisation habe in den vergangenen zwölf Monaten 1.700 zusätzliche Plätze für schutzsuchende Menschen schaffen können. In der mobilen Betreuung würden gegenwärtig doppelt so viele Menschen versorgt wie im Sommer 2014, informierte Caritas-Generalsekretär Bernd Wachter.

Eisenstadt, Admont, Horn
Beispielgebend nannte er die Vorgangsweise der Diözese Eisenstadt, die bis zum Jahresende die kirchlichen Unterbringungsplätze für Flüchtlinge von derzeit 54 auf rund 200 erhöhen will. Gleiches gelte für das Stift Admont, das ein leerstehendes Schülerheim vom Land Steiermark gekauft hat und bis September Räumlichkeiten für 70 Asylwerber adaptiert.

Auch Horn im niederösterreichischen Waldviertel sei ein Vorbild an Solidarität: "Dank der Unterstützung von Bürgermeister, Gemeinde und Kirche konnte die Caritas Ende Mai ein neues Flüchtlingsquartier für 100 Frauen, Kinder und Männer eröffnen", wies Wachter hin. Und für die Zukunft gelte dasselbe wie in den vergangenen Monaten: "Wir stehen weiter bereit, um zusätzliche Quartiere anzubieten."

Rückenwind bekommen all diese Bemühungen durch die Österreichische Bischofskonferenz: Bei ihrer jüngsten Sommervollversammlung in Mariazell legte sie fest, dass in jeder Diözese ein "Diözesankoordinator für Flüchtlingsunterbringung" bestellt wird, der die bereits existierenden kirchlichen Maßnahmen in diesem Bereich erheben und die Suche nach geeigneten weiteren Quartieren für die Grundversorgung hauptverantwortlich übernehmen soll. Diese Koordinatoren sind in allen Diözesen bereits im Einsatz und führen auch die erforderlichen Gespräche mit politisch Verantwortlichen in Ländern und Gemeinden über geeignete kirchliche Quartiere oder Wohnungen. Die Beratung von Pfarren und Ordensgemeinschaften in Flüchtlingsfragen gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben.

Die Bemühungen zeigen Erfolge, mit weiteren sei zu rechnen, sagte der Kommunikations-Chef der Erzdiözese Wien und Sprecher von Kardinal Schönborn, Michael Prüller: Er sprach zuletzt von mindestens 5.000 Flüchtlingen, die bis Jahresende kirchlich betreut die Chance auf ein Leben in Sicherheit bekommen sollen.

Politik soll Maß an Hilfsbereitschaft nehmen
Caritas-Generalsekretär Wachter unterstrich in seiner Aussendung die Dringlichkeit der Hilfe: Die Bilder aus Traiskirchen mit obdachlosen Kinder und ihren Müttern in einer Betreuungsstelle des Bundes "machen fassungslos und betroffen". Dem stehe das "unglaubliche Engagement und die Solidarität der Zivilgesellschaft" gegenüber und zeige der Caritas, dass eine Politik auf dem Rücken von Heimatvertriebenen "von einem Großteil der Bevölkerung nicht mitgetragen" werde.

Wachters Appell an Politiker in Bund und Ländern: "Lassen Sie sich von diesem Mut, von dieser Hilfsbereitschaft und von dieser Solidarität der Bevölkerung berühren und tragen Sie das Ihre dazu bei, dass die Bilder obdachloser Kinder in Traiskirchen endlich der Vergangenheit angehören!"


erstellt von: red/kap

von esther10 31.07.2015 00:40

30.07.2015


Ruhr-Universität Bochum
© dpa

Ruhr-Uni öffnet Gaststudium für Flüchtlinge
"Den studentischen Alltag kennenlernen"
An der Ruhr-Uni in Bochum können künftig Flüchtlinge als Gasthörer das Studentenleben in Deutschland kennenlernen. Sie können deutsche oder englische Veranstaltungen besuchen, erzählt Uni-Sprecherin Michaela Wurm im domradio.de-Gespräch.

domradio.de: Lassen Sie uns mal zuerst an den Stammtisch gehen. Da könnte man sagen: Jetzt nehmen uns die Flüchtlinge nicht nur die Wohnungen und die Arbeit weg, sondern auch noch die Studienplätze an der Uni! - Was entgegnen Sie?

Michaela Wurm (Sprecherin der Ruhr-Uni Bochum): Das reguläre Studienplatz-Verfahren läuft weiter wie bekannt. Die Studienplätze werden in der Regel über NC-Werte und Wartesemester vergeben. Unser Projekt richtet sich explizit an Gasthörer, die von diesem regulären Verfahren ohnehin nicht betroffen sind.

domradio.de: Es ist also kein Studium im klassischen Sinne, sondern ein Gasthörer-Studium. Wo ist der Unterschied?

Wurm: Wir sprechen mit dem Projekt vor allem Menschen an, die im Antragsverfahren für ein Asyl sind. Es ist also noch gar nicht klar, ob sie in Deutschland bleiben dürfen oder nicht. Die Rechtslage sieht aktuell so aus, dass die Flüchtlinge kein reguläres Studium (mit Prüfungen und einen Abschluss, Anm.d.Red.) besuchen, sondern als Gasthörer dabei sein dürfen. Sie können Vorlesungen besuchen, können das Universitätsleben kennenlernen, Kontakte knüpfen und einfach sehen, wie ein studentischer Alltag in Deutschland aussieht. Sie sollen schauen können, wie sie ihr im Heimatland begonnenes Studium abschließen können. Wenn sie in Deutschland bleiben können, können sie sich für einen regulären Studienplatz bewerben und in das reguläre Studium einsteigen.

domradio.de: Das Gaststudium ergibt aber nur Sinn, wenn die Flüchtlinge Deutsch sprechen, oder?

Wurm: Der Großteil unserer Veranstaltungen ist in deutscher Sprache. Wir haben aber gerade im Master-Angebot viele Vorlesungen und Veranstaltungen, die in englischer Sprache angeboten werden. Wir werden mit den Flüchtlingen schauen, wie ihre Sprachkenntnisse sind und welche Veranstaltungen dann Sinn machen.

domradio.de: Bieten Sie auch begleitende Deutschkurse an?

Wurm: Wir sind im Gespräch mit dem AStA (Allgemeiner Studierenden-Ausschuss, Anm.d.Red.), der Deutschkurse für ausländische Studierende anbietet. Wir überlegen gemeinsam, wie wir Angebote schaffen können für Menschen, die wenige oder gar keine Sprachkenntnisse mitbringen.

domradio.de: Das Gaststudium ist kostenlos. Wie finanzieren Sie das?

Wurm: Dadurch, dass wir ein reguläres Veranstaltungsangebot haben, entstehen uns keine Kosten. Kosten werden möglicherweise durch Deutschkurse oder Fahrkarten entstehen. Da sind wir aktuell in Gesprächen, um Unterstützung zu finden.

domradio.de: Wann beginnt das Gasthörer-Studium für Flüchtlinge?

Wurm: Semesterstart ist am 19. Oktober und dann beginnt auch das Gasthörer-Studium. Es ist also noch ein bisschen Zeit, sich zu informieren.

domradio.de: Gehen Sie auch in Flüchtlingsunterkünfte und machen das Angebot dort publik?

Wurm: Wir haben das große Glück, dass wir eine studentische Flüchtlingshilfe an der Ruhr-Uni haben. Das sind ungefähr 500 Studierende, die Flüchtlingen in und um Bochum helfen. Die haben zweimal die Woche Sprechzeiten in Flüchtlingsunterkünften. Auf die Hilfe der Studierenden setzen wir.
http://www.domradio.de/themen/soziales/2...er-fluechtlinge


Das Gespräch führte Uta Vorbrodt.

(dr)

von esther10 31.07.2015 00:27

31.07.2015

Forum Deutscher Katholiken trifft sich in Fulda
Wider den Zeitgeist



Bischof Algermissen warnt davor, substanzielle Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufzulösen. Der Bischof äußerte sich beim Forum Deutscher Katholiken. Sie betonen, dass sie papst- und kirchentreue Katholiken sind.

Als eine Ideologie, die der Wirklichkeit und der Integrität der menschlichen Natur völlig entgegenstehe, hat der Bischof Heinz Josef Algermissen einen "Gender-Mainstream" verurteilt.

Die Gender-Strategen unter den Politikern ließen nicht locker und wollten die substanziellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern auflösen, kritisierte der Bischof am Freitag im Fuldaer Dom. Dadurch werde dass christlich-jüdische Werte- und Menschenbild auf dramatische Weise bedroht.

Algermissen äußerte sich in einem Gottesdienst zur Eröffnung des bis Sonntag dauernden 15. Kongresses "Freude am Glauben" des Forums Deutscher Katholiken. Dieses versteht sich als ein lockerer Zusammenschluss "papst- und kirchentreuer Katholiken". Der diesjährige Kongress steht unter dem Leitwort "Ehe und Familie - gottgewollter Auftrag und Weg zum Glück". Für das dreitägige Treffen rechnet das Forum mit bis zu 1.500 Teilnehmern.

Algermissen kritisiert erneut ZdK-Erklärung

Ausdrücklich appellierte Algermissen an den Kongress, die Fundamente des katholischen Verständnisses von Ehe und Familie in positiver Weise neu zu verdeutlichen. Dies sei auch vor dem Hintergrund besonders dringend, so der Bischof, dass sich eine im Mai vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) vorgelegte Erklärung als "destruktiv" für die kirchliche Lehre über Ehe und Familie erwiesen habe, obgleich sie vorgebe, zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen zu wollen.

Das ZdK hatte sich unter anderem für Formen der Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und von neuen Partnerschaften Geschiedener ausgesprochen sowie für eine "vorbehaltlose Akzeptanz des Zusammenlebens in festen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften".

Auch die Deutsche Bischofskonferenz hatte dazu ihr Missfallen ausgedrückt und einige der Forderungen des ZdK als "mit Lehre und Tradition der Kirche nicht vereinbar" kritisiert.

Zum Kongress werden unter anderem der vor sechs Jahren aus der CDU ausgetretene frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Werner Münch, und der zurückgetretene vormalige Augsburger Bischof Walter Mixa erwartet. Aus der Schweiz kommt der Churer Bischof Vitus Huonder und aus Tschechien der Prager Erzbischof, Kardinal Dominik Jaroslav Duka. Schirmherrin ist die Gründerin, ehemalige Vorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzende der Lebensrechtsinitiative Christdemokraten für das Leben (CDL), Johanna Gräfin von Westphalen. Neben dem Hauptprogramm gibt es bei dem Kongress unter der Überschrift "Den Partner fürs Leben finden" auch ein "Seminar-Programm für Singles".
http://www.domradio.de/themen/bist%C3%BC...ifft-sich-fulda


(KNA)

von esther10 31.07.2015 00:24

Papst Franziskus zu Fatima am 13. Mai 2015
13. Mai 2015

Heute, 13. Mai 2015, erinnerte der Papst auf dem Petersplatz an die Erscheinungen von 1917 in Fatima.

Er sagte: “An diesem Tag Unserer Frau von Fatima lade ich euch ein, die täglichen Verehrungszeichen und die Nachahmung der Muttergottes zu vervielfachen. Vertraut Ihr alles an, was ihr seid und was ihr besitzt. So werdet ihr fähig, zu einem Werkzeug von Gottes Barmherzigkeit und Zärtlichkeit zu eurer Familie, Nachbarn und Freunden zu werden. ”

Das Treffen begann mit einem Moment der Stille, als sich der Papst der Statue von Fatima näherte, um dort zu beten und ein schlichtes Zeichen der Zuneigung zu geben.
Danach grüsste er die portugiesisch sprechenden Pilger und bat zur Überraschung aller: “Jetzt bitte ich meinen portugiesischen Bruder, (der seine Grüsse übersetzte) an diesem Tag der Frau von Fatima auf portugiesisch ein Ave Maria zu beten und alle mögen in Stille bleiben”. Am Ende sagte der Papst , indem er erneut an den 13.Mai, dem Festtag unserer Frau von Fatima erinnerte:
“Liebe junge Leute, lernt und fördert die Verehrung der Muttergottes mit dem täglichen Rosenkranzgebet; liebe kranke Brüder und Schwestern: spürt die Gegenwart Marias in der Stunde des Kreuzes; und ihr, liebe neu verheiratete Ehemänner und Ehefrauen: betet, dass eure Liebe und eure gegenseitige Achtung in euren Heimen niemals fehlen mögen.”
http://fatima.ch/2015/05/papst-franzisku...am-13-mai-2015/

von esther10 31.07.2015 00:22

Sonntäglicher Gemeindegottesdienst ohne Priester
Wie genau verhält sich das dabei mit der Sonntagspflicht?


Rom, 31. Juli 2015 (ZENIT.org) Edward McNamara LC | 55 klicks



P. Edward McNamara, Professor für Liturgie und Studiendekan der Theologischen Fakultät am Päpstlichen Athenäum „Regina Apostolorum“ in Rom, beantwortet eine Frage zur Sonntagspflicht, wenn es keine Messfeier gibt.

Frage: Vor kurzem hat unser Pfarrer uns wissen lassen, dass er für zwei Wochen in Urlaub geht. Die Priester aus den Pfarreien der Umgebung wären im Notfall, bei Beerdigungen oder in ähnlichen Bedarfsfällen verfügbar. Es wird für die Zeit seiner Abwesenheit, das heißt während der beiden Sonntage, keine Urlaubsvertretung geben. Stattdessen wird unser Diakon eine Wortgottesdienstfeier mit Kommunionausteilung leiten, wobei die Hostien aus dem Tabernakel entnommen werden. Es gibt in der näheren Umgebung, das heißt 10 - 20 Minuten Fahrweg entfernt, andere Pfarreien. Erfülle ich meine Sonntagspflicht, wenn ich zu dem Sonntagsgottesdienst gehe, dem der Diakon vorsteht? Oder sollte ich eine der nahen Nachbarpfarreien besuchen? – J.S., Nova Scotia, Kanada.

P. Edward McNamara: Meiner Meinung nach sind hier zwei Fragen zu beantworten. Eine bezieht sich auf die Sonntagspflicht, d.h. für den einzelnen Gläubigen die Pflicht zur Teilnahme an der Messfeier, die andere bezieht sich auf die pastorale Frage, ob man einen Gemeindegottesdienst mit Kommunionausteilung organisieren sollte, wenn ein Priester fehlt.

Zur ersten Frage findet man im Codex des kanonischen Rechts unter cann. 1247 und 1248 zwei Bestimmungen.

Can. 1247 handelt von der Pflicht zur Teilnahme an der sonntäglichen Messfeier. Für den Fall, dass die Teilnahme an einer Eucharistiefeier unmöglich ist, weil es an einem geistlichen Amtsträger fehlt oder ein anderer schwerwiegender Grund vorliegt, wird in can. 1248 § 2 sehr empfohlen, dass die Gläubigen an einem Wortgottesdienst teilnehmen, wenn ein solcher in der Pfarrkirche gefeiert wird.

Die kirchenrechtlichen Vorschriften sind klar: Die Teilnahme an der Messfeier ist verpflichtend, es sei denn es liegen „schwerwiegende Gründe“ vor, die dies unmöglich machen. Der Ausdruck „schwerwiegende Gründe“ weist darauf hin, dass die Pflicht sehr ernst zu nehmen ist. Bei anderen Pflichten, die eher eine Ausnahme zulassen, wird im Kirchenrecht in der Regel die Formel „aus gerechtem Grund“ verwendet.

Wichtig ist es auch, darauf hinzuweisen, dass die Pflicht des Katholiken darin besteht, an der Messe teilzunehmen und nicht „zur Messe zu gehen“. Wenn aber etwas objektiv gesehen unmöglich ist, erlischt die dementsprechende Pflicht, was nach dem im Kirchenrecht verankerten Moralprinzip „ad impossibilia nemo tenetur“ geschieht („niemand ist verpflichtet, das Unmögliche zu tun”). Allerdings empfiehlt die Kirche den Katholiken – verpflichtet sie aber nicht dazu – den Sonntag in irgendeiner anderen Weise zu heiligen, wie zum Beispiel durch die Teilnahme an Wortgottesdiensten mit Kommunionausteilung, durch das Mitverfolgen einer im Fernsehen übertragenen Messfeier oder durch das Gebet.

Sofern die Teilnahme an einer Messfeier tatsächlich unmöglich ist, besteht die Sonntagspflicht gar nicht mehr, denn in Übereinstimmung mit klassischen moraltheologischen Prinzipien erlischt diese Pflicht immer dann und nur dann, wenn dieser Fall vorliegt. Durch die Teilnahme an einem Gemeindegottesdienst mit Kommunionausteilung erfüllt man also nicht seine Sonntagspflicht, sondern folgt der im Kirchenrecht ausgesprochenen Empfehlung, den Sonntag in anderer Weise zu heiligen.

Damit etwas objektiv gesehen unmöglich ist, muss nicht unbedingt eine dramatische Situation vorliegen. Beispiele hierfür könnten alters- oder krankheitsbedingte Situationen sein, die Notwendigkeit, für einen kranken Verwandten zu sorgen, oder auch verschiedene Wetterbedingungen, die das Verlassen des Hauses zu einer gefährlichen Angelegenheit werden lassen. Katholiken, die als Polizisten, medizinisches Personal oder Flugbegleiter unerlässliche Sonntagsarbeit leisten, sind auch von dieser Pflicht enthoben.

Da sich aber die Umstände von Person zu Person ändern, ist es nicht immer leicht zu beurteilen, was objektiv unmöglich ist. Doch sollten Katholiken ihre Entscheidung nicht auf die leichte Schulter nehmen, wenn sie eine Bestandsaufnahme ihrer Schwierigkeiten machen. Sie sollten bereit sein, angemessene Opfer auf sich zu nehmen, um an der Messfeier teilzunehmen.

Wenn also ein Katholik an einer Messfeier in einer anderen Pfarrei teilnehmen kann, ohne dass sich deswegen für ihn große Schwierigkeiten ergeben, dann ist er oder sie vom Gewissen her verpflichtet, das zu tun.

Die zweite Frage bezieht sich auf die pastorale Entscheidung, wann in einer Pfarrei statt einer Messfeier ein Gemeindegottesdienst mit Kommunionausteilung angeboten werden sollte. Mit dieser Maßnahme würde man Katholiken, die nirgendwo anders an einer Messfeier teilnehmen können, erlauben, der Empfehlung der Kirche Folge zu leisten und den Sonntag auf eine andere Weise zu heiligen.

Der Heilige Stuhl hat 1988 ein Direktorium mit Leitlinien veröffentlicht, damit die Bischöfe, falls in ihren Bistümern solche Feiern notwendig würden, über genaue Vorschriften verfügen. Die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit Sonntagsgottesdienste in Abwesenheit von Priestern gefeiert werden können, sind unter anderem folgende:

„18. Wenn an einem Ort am Sonntag keine Messe gefeiert werden kann, ist zunächst zu überlegen, ob die Gläubigen eine in der Nachbarschaft gelegene Kirche aufsuchen können, um dort an der Feier der Eucharistie teilzunehmen. Diese Lösung ist auch heute noch zu empfehlen und — soweit möglich — beizubehalten. Erforderlich dafür ist, dass die Gläubigen — über die große Bedeutung der sonntäglichen Versammlung unterrichtet — sich den neuen Verhältnissen bereitwillig anpassen.

19. Auch wenn keine Messe stattfindet, ist es zu wünschen, dass den Gläubigen bei den verschiedenen Formen der sonntäglichen Versammlungen die Reichtümer der Heiligen Schrift und des Gebetes der Kirche dargeboten werden; sie sollen nicht auf die im Laufe des Jahres bei der Messe vorgetragenen Lesungen und auf die Gebete der verschiedenen Zeiten des Kirchenjahres verzichten müssen.

20. Von den verschiedenen Arten der Gottesdienste, die gemäß der liturgischen Überlieferung dann gehalten werden, wenn keine Messfeier stattfinden kann, wird der Wortgottesdienst sehr empfohlen, der — wo es angemessen erscheint — durch die Kommunion abgeschlossen werden kann. So können die Gläubigen gleichzeitig mit dem Wort und dem Leib Christi genährt werden. Wenn sie nämlich das Wort Gottes hören, erkennen sie, dass die Wundertaten des Herrn, die verkündigt werden, ihren Höhepunkt im Pascha-Mysterium erreichen, dessen Gedächtnis in der Messe sakramental gefeiert wird und an dem sie durch den Empfang der heiligen Kommunion teilhaben.

Darüber hinaus kann in bestimmten Fällen die Feier des Herrentages passend mit den Feiern von Sakramenten und vor allem auch von Sakramentalien entsprechend den Erfordernissen der jeweiligen Gemeinde verbunden werden.


21. Den Gläubigen muss der Ersatzcharakter derartiger Feiern klar sein, damit sie sie nicht für eine optimale Lösung der heutigen Schwierigkeiten oder für ein Zugeständnis an die Bequemlichkeit halten. Versammlungen und Zusammenkünfte dieser Art dürfen daher niemals an einem Sonntag an Orten gehalten werden, an denen am selben Tag schon eine Messe gefeiert wurde oder noch gefeiert wird oder am Vorabend gefeiert wurde, auch nicht in einer anderen Sprache; zudem sollten nicht mehrere derartige Versammlungen stattfinden.

22. Jede Verwechslung von Versammlungen dieser Art mit einer Eucharistiefeier ist sorgfältig zu vermeiden. Solche Versammlungen dürfen bei den Gläubigen das Verlangen nach der Teilnahme an der Eucharistiefeier nicht mindern, sondern sollen es vielmehr verstärken und eine größere Bereitschaft zur Teilnahme wecken.

23. Die Gläubigen müssen wissen, dass das eucharistische Opfer nicht ohne Priester möglich ist und dass die Kommunion, die sie bei Sonntagsgottesdiensten ohne Priester empfangen können, auf das engste mit dem Messopfer verbunden ist. Von daher kann den Gläubigen deutlich gemacht werden, wie notwendig es ist, darum zu beten: dass die Zahl der Ausspender der heiligen Geheimnisse wachse und sie in der Liebe des Herrn bleiben.

24. Es ist Sache des Diözesanbischofs — nach Anhörung des Priesterrates — zu entscheiden, ob in seinem Bistum regelmäßig sonntägliche Gemeindegottesdienste ohne die Feier der Eucharistie stattfinden sollen, und dafür unter Berücksichtigung der örtlichen und personellen Umstände nicht nur allgemeine, sondern auch ins einzelne gehende Bestimmungen zu erlassen. Solche Versammlungen sollen also nur nach Weisung des Bischofs und unter der pastoralen Verantwortung des Pfarrers eingeführt werden.

25. Eine christliche Gemeinde wird nur auferbaut, wenn sie ihre Wurzel und ihren Angelpunkt in der Feier der Eucharistie hat. Bevor daher ein Bischof die Einführung sonntäglicher Versammlungen ohne Eucharistiefeier beschließt, soll er nicht nur die Organisation der Pfarreien überprüfen (vgl. Nr. 5), sondern auch die Möglichkeiten, auf Priester (auch Ordensleute) zurückzugreifen, die nicht direkt in der Seelsorge tätig sind; ebenso ist die Messhäufigkeit in den verschiedenen Pfarreien und Kirchen zu überprüfen. Die Feier der Eucharistie muss Vorrang vor anderen pastoralen Tätigkeiten behalten, vor allem am Sonntag.

26. Der Bischof soll persönlich oder durch jemand anderen die diözesane Gemeinschaft über die Gründe unterrichten, die zu solchen Maßnahmen führen, und dabei ihre Bedeutung aufzeigen sowie zur Solidarität und Zusammenarbeit auffordern. Er soll einen Beauftragten oder eine eigene Kommission einsetzen, die für die rechte Durchführung dieser Feiern sorgt. Er wähle Leute aus, die sich dieser Feiern annehmen, und er sorge dafür, dass sie entsprechend unterwiesen werden. Sein Bestreben sollte zugleich dahin gehen, dass die betroffenen Gläubigen mehrmals im Jahr auch an einer Eucharistiefeier teilnehmen können.

27. Aufgabe des Pfarrers ist es, den Bischof darüber zu unterrichten, ob in seinem Gebiet solche Feiern angebracht sind; er hat ferner die Gläubigen darauf vorzubereiten, sie zwischendurch an den Wochentagen zu besuchen und zu passenden Zeiten für sie die Sakramente, vor allem das der Buße, zu feiern. So wird eine solche Gemeinde wirklich erfahren können, dass sie sich am Sonntag nicht „ohne Priester“ versammelt, sondern nur „in seiner Abwesenheit“, besser noch „in seiner Erwartung“.

28. Wenn eine Messe nicht möglich ist, wird der Pfarrer dafür sorgen, dass die heilige Kommunion ausgeteilt werden kann. Er wird auch Vorsorge treffen, dass in jeder Gemeinde zu passenden Zeiten die Eucharistie gefeiert wird. Die konsekrierten Hostien sollen häufig erneuert und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.

29. Zum Vorsteherdienst für solche sonntäglichen Versammlungen sind als erste Helfer der Priester Diakone heranzuziehen. Weil nämlich der Diakon zur Leitung und Förderung des Wachstums des Volkes Gottes geweiht ist, kommt es ihm zu, das Gebet zu leiten, das Evangelium zu verkünden, die Homilie zu halten und die Kommunion auszuteilen. …

32. Wenn am Sonntag ein Wortgottesdienst mit Austeilung der heiligen Kommunion nicht stattfinden kann, wird den Gläubigen sehr empfohlen, dass sie sich eine entsprechende Zeit lang dem persönlichen Gebet oder dem Gebet in der Familie oder gegebenenfalls in Familienkreisen widmen. In diesen Fällen können auch Radio- oder Fernsehübertragungen von Gottesdiensten eine Hilfe sein.

33. Vor allem soll man die Möglichkeit in Betracht ziehen, einen Teil der Stundenliturgie — z. B. die Laudes oder die Vesper — zu feiern, in die auch die Sonntagslesungen eingefügt werden können. Denn wenn die Gläubigen zur Feier des Stundengebetes gerufen werden und in ihrer Versammlung Herz und Stimme vereinen, wird in ihnen Kirche sichtbar, die das Mysterium Christi feiert. Am Ende dieser Feier kann die Kommunion ausgeteilt werden (vgl. Nr. 46).

34. Die einzelnen Gläubigen oder Gemeinden, die aufgrund von Verfolgungen oder durch den Mangel an Priestern für kürzere oder längere Zeit die Eucharistiefeier entbehren müssen, gehen deshalb der Gnade des Erlösers keineswegs verlustig. Wenn sie, zutiefst vom Wunsch nach dem Sakrament geleitet und im Gebet mit der ganzen Kirche vereint, den Herrn anrufen und ihre Herzen zu ihm erheben, haben sie in der Kraft des Heiligen Geistes Gemeinschaft mit der Kirche, die der lebendige Leib Christi ist, und mit dem Herrn selbst ... und sie empfangen daher die Früchte des Sakramentes.“

Bischöfe und Pfarrer müssen die verschiedenen Faktoren im Lichte dieses Dokuments ernsthaft erwägen.

Bei diesen Erwägungen ist es wichtig, auf die Lage jener Menschen zu schauen, denen sich kaum eine Alternative bietet. Man denke dabei zum Beispiel an die Armen, die Kranken und die alten Menschen. Sie sollen nicht um den Trost gebracht werden, wenigstens die Kommunion zu empfangen. Solch eine Situation könnte allerdings auch Chancen bergen, um die Nächstenliebe auf Pfarreiebene zu üben und auszubauen, indem man nämlich die Gläubigen dazu aufruft, Bedürftigen auf freiwilliger Basis Transportmöglichkeiten zur Messfeier in einer anderen Pfarrei anzubieten.

Wenn das nicht möglich sein sollte und eine bedeutende Anzahl keine Kommunion empfangen würde, dann wäre es wahrscheinlich am besten, beim Bischof die notwendige Erlaubnis einzuholen, um sonntägliche Gemeindegottesdienste mit Kommunionausteilung zu halten. Doch sollte man die Gläubigen davon in Kenntnis setzen, dass diese Feiern für diejenigen angeboten werden, die keine Alternativen haben und dass jene, denen es möglich ist, an der nächstgelegenen Messfeier teilzunehmen, dies tun sollten.

Natürlich würde ein Katholik, der auch nur einen kleinen Einblick in die volle Bedeutung einer Messfeier hat, sie nie freiwillig für einen Wortgottesdienst mit Kommunionausteilung eintauschen.

Trocken gesagt bedarf Gott selbst unserer Anwesenheit bei der Messfeier nicht und wenn wir hingehen, tun wir ihm damit keinen Gefallen. Wir sind es vielmehr, die seine Gegenwart brauchen und von seinen Gnaden profitieren.

Ich würde die Frage also nicht vom Gesichtspunkt einer Verpflichtung angehen, sondern die eigene Anwesenheit als liebevolle Annahme des Angebots Gottes sehen, der mich dazu einlädt, am Opfermahl seines Sohnes teilzunehmen. Aufgabe des Pfarrers ist es daher, darauf hinzuwirken, dass seine Pfarrgemeinde im Eifer wächst und den tiefen Wunsch hegt, am größten Geheimnis, das es diesseits des Himmels gibt, voll und ganz teilzunehmen.

Wie das oben erwähnte Direktorium uns in Erinnerung ruft, ist es schließlich auch wichtig daran zu denken, dass die Vorgaben für Sonntagsgottesdienste in Abwesenheit eines Priesters immer als eine Ausnahmeregelung angesehen werden. Das sollte uns Grund genug sein, um Gelegenheiten zu schaffen, bei denen wir den Herrn der Ernte um Arbeiter für seine Ernte bitten.

(31. Juli 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 31.07.2015 00:11

31.07.2015


Eine aus Nordkorea geflohene Christin (r.) im südkoreanischen Seoul
© dpa

Hilfsorganisation Open Doors zur Christenverfolgung in Nordkorea
"Alle Generationen der Christen sollen ausgelöscht werden"
In Nordkorea hat ein kanadischer Priester gesagt, dass er das Regime stürzen wollte. Es sei unwahrscheinlich, "dass mit dem Geständnis ein wahrer Satz verbunden ist", sagt Markus Rode von der Hilfsorganisation Open Doors im domradio.de-Interview.

domradio.de: Was ist von den Aussagen und der Pressekonferenz zu halten?

Markus Rode (Korea-Experte bei Open Doors, der Hilfsorganisation für verfolgte Christen): Wer in Nordkorea unter Druck gesetzt wird, und das über Monate, der wird wahrscheinlich alles gestehen. Das Regime hat eine solche Brutalität im Erpressen von Geständnissen und auch wie Menschen unter Druck gesetzt und verfolgt werden, dass man nicht davon ausgehen kann, dass mit diesem Geständnis auch nur ein wahrer Satz verbunden ist.

domradio.de: Der Pfarrer wurde im Fernsehen vorgeführt. Ist das untypisch oder gehört das zum System?

Rode: Ich glaube, das ist im Rahmen der Propaganda ein gefundenes Fressen gewesen für Kim Jong-un. Er hat jemanden gefunden, der aus dem Westen kommt und Christ ist und sagt: Wir wollten das Regime stürzen. Im Endeffekt ist das für Kim Jong-un eine Bestätigung, noch mehr das Feindbild des Westens und der Christen im eigenen Volk hochzuhalten.

domradio.de: Nordkorea ist zum 13. Mal in Folge das Land, in dem weltweit am meisten Christen verfolgt werden - das geht aus dem Weltverfolgungsindex 2015 von Open Doors hervor. Was heißt das für die Christen dort konkret?

Rode: Man muss sich vorstellen, dass Christen nur im Untergrund leben und überleben können. Wir gehen von ungefähr 300.000 Christen aus, die sich nur in ganz kleinen Gruppen treffen können. Sie werden von einer extra ausgebildeten Geheimpolizei im ganzen Land gesucht werden. Es werden ungefähr 50.000 Christen in den Arbeitslagern verfolgt und gefoltert - in einer unglaublichen Weise. Es liegt also ein unglaublicher Druck auf den Christen. Und dennoch wächst die Untergrundgemeinde. Die Christen mit denen wir persönlich in Kontakt sind, bestätigen uns immer wieder, wie dankbar sie sind, dass sie nicht vergessen wurden und dass viele Christen, auch in Deutschland, für sie beten.

domradio.de: Hat sich die Situation für die Christen in Nordkorea in den vergangenen Jahren noch verschärft?

Rode: Die Situation ist inzwischen so extrem, dass man sich fragt, wie man sie überhaupt noch verschärfen kann. Wenn ein Christ von der Polizei entdeckt wird, dann geht die gesamte Familie ins Arbeitslager - inklusive der Kinder. Man versucht alle Generationen der Christen auszulöschen. Kim Jong-un befestigt die Grenze nach China, er versperrt also den Fluchtweg. Außerdem sind seine Aktivitäten ausgeklügelter geworden, um Christen ausfindig zu machen. Die Situation ist unter ihm für die Christen noch schlimmer geworden.

domradio.de: Haben Sie Hoffnung auf Besserung?

Rode: Wir sind selbst Christen und haben die Hoffnung, dass unsere Gebete erhört werden. Wir beten intensiv für eine Veränderung und wir glauben auch, dass es von innen heraus eine Veränderung gibt - die Untergrundgemeinde wächst ja. Außerdem muss man sehen, dass das Misstrauen in diesem Regime untereinander zunimmt. Kim Jong-un lässt ja permanent seine engsten Mitarbeiter und Vertrauten hinrichten. Es gibt also offensichtlich eine große Angst in dem Regime vor Umstürzen. Wir hoffen natürlich, dass die Menschen in Nordkorea irgendwann in Freiheit gelangen und von dem Joch dieses Regimes befreit werden.
http://www.google.de/imgres?imgurl=http%...CFcVbLAodLnUJ8A
http://www.domradio.de/themen/christenve...lgung-nordkorea

Das Interview führte Aurelia Rütters.

(dr)

von esther10 31.07.2015 00:03

Hungersnot im Südsudan: "Jugend Eine Welt" bittet um Spenden



Vier Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen - Bürgerkrieg verwüstet Land und zwang bisher zwei Millionen Menschen zur Flucht

Wien-Juba, 31.07.2015 (KAP) Ein Hilfe- und Spendenaufruf aus dem Südsudan hat die Hilfsorganisation "Jugend eine Welt" erreicht. Im vom Bürgerkrieg verwüsteten jüngsten Land der Welt droht eine riesige Hungersnot. Knapp vier Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. An die zwei Millionen Menschen zwang der Bürgerkrieg bisher zur Flucht. Sie leben in Flüchtlingscamps im Land oder in den Nachbarländern, zitiert die Organisation den Salesianerpater Paul Antimi in einer Aussendung (Freitag).

Seit Ende 2013 verwüstet ein neuerlicher Bürgerkrieg zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Vize Riek Machar das afrikanische Land. Mit schlimmen Folgen für die rund elf Millionen Einwohner: Neben den blutigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen mit unzähligen Toten unter der Bevölkerung droht nun auch eine riesige Hungersnot, so Antimi. Nach der Flucht der Menschen blieben viele Felder unbestellt; damit drohe spätestens im September nach Ende der Regenzeit ein weiterer großer Ernteausfall.

In Gumbo, das elf Kilometer von der Hauptstadt Juba entfernt liegt, haben die Salesianer Don Boscos auf ihrem Gelände ein behelfsmäßiges Flüchtlingslager eingerichtet. "Wir haben gerade die letzten Lebensmittel aus unserem Lager ausgeteilt, wir brauchen dringend Nahrungsmittel!" Die Versorgung der Menschen mit Essen sei zum wichtigsten Hilfsziel geworden, der Bedarf an Lebensmittel werde immer größter, so Antimi.

Die Hilfsorganisation "Jugend Eine Welt" ruft deshalb in Österreich dazu auf, für die Beschaffung von Lebensmitteln im Südsudan zu spenden. Dringend benötigte und zugesagte Hilfsgelder der internationalen Staatengemeinschaft kämen nicht an oder würden nie abgeschickt. (Spendenkonto: Raiffeisen Landesbank Tirol; IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000; BIC: RZTIAT22; Kennwort: Hungerhilfe Südsudan)



Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/71557.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

von esther10 31.07.2015 00:00



Litauen/Israel: Überreste der Großen Synagoge von Vilnius entdeckt
Veröffentlicht: 31. Juli 2015 | Autor: Felizitas Küble

Mit Hilfe eines Bodenradars haben Experten der Israelischen Antiquitätenbehörde im Juni unterirdische Überreste von der Großen Synagoge und dem Synagogenhof in Vilnius, Litauen, entdeckt. Die Reste befinden sich nun teilweise unter einer modernen Schule und sollen ab dem nächsten Jahr in einer Ausgrabung freigelegt werden.

BILD: Entdeckung der Überreste der Großen Synagoge in Vilnius

Die Große Synagoge von Vilnius war das älteste und bedeutendste Gebäude der litauischen Juden. Wie die meisten jüdischen Gebäude in Litauen wurde die Große Synagoge im Holocaust zerstört.

Ein Team unter der Leitung von Dr. Jon Seligman von der Israelischen Antiquitätenbehörde, Zenonas Baubonis von Litauens Behörde für die Konservierung von Kulturerbe und Professor Richard Freund von der Universität Hartford hat die Überbleibsel der Synagoge erst kürzlich mit Hilfe des Bodenradars erfolgreich identifiziert.

Die große Synagoge von Vilnius wurde im 17. Jahrhundert im Renaissance-/Barock-Stil erbaut. Im Laufe der Zeit gesellten sich weitere Gemeindebauten hinzu, darunter zwölf Synagogen, der Gemeinderat, Verkaufsstände für koscheres Fleisch, die berühmte Straschun-Bücherei, eine Anlage mit Mikvaot (Ritualbädern) und andere Institutionen. Sie formten ein großes Zentrum der Torahgelehrsamkeit, das Herz der jüdisch-litauischen Mitnagdim-Bewegung und die Heimat vom bedeutenden Rabbiner Eliyahu, dem Gaon von Vilna.

Mit der Zerstörung der gesamten jüdischen Gemeinde von Vilnius wurde auch diese Synagoge von den Nazis ausgeraubt und niedergebrannt. Die sowjetischen Behörden zerstörten die Überbleibsel der Synagoge und errichten an dem Ort eine moderne Schule.

Es gibt Überlegungen, die zukünftige Ausgrabung von einem gemischten Team aus Archäologen und studentischen Freiwilligen aus Litauen, Israel und den jüdischen Gemeinden weltweit durchführen zu lassen. Die Israelische Antiquitätenbehörde ermuntert die Öffentlichkeit, an zukünftigen Ausgrabungen an der Stätte teilzunehmen, und freut sich über Sponsoren für dieses Projekt. Jeder, der teilnehmen möchte, kann die Israelische Antiquitätenbehörde kontaktieren.

Quellen (Text/Foto): Israelische Antiquitätenbehörde / Israelische Botschaft

von esther10 30.07.2015 00:52

100 Kardinäle und Bischöfe unterstützen Familien-Appell an Papst Franziskus

Petition erhält bereits über 405.000 Unterschriften aus der ganzen Welt.
http://www.ergebenebitte.org/
Erstellt von Mathias von Gersdorff am 29. Juli 2015 um 10:06 Uhr


Petersdom
Vatikan (kathnews). Die „Ergebene Bitte an Seine Heiligkeit Papst Franziskus über die Zukunft der Familie“ hat inzwischen über 405.000 Unterstützer aus der ganzen Welt gefunden. Zu den Unterstützern gehören inzwischen 6 Kardinäle, 22 Erzbischöfe und 73 Bischöfe aus 33 Ländern. Außerdem wurde die Petition an den Papst von zahlreichen Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben unterschrieben.

Im Appell äußern sich die Unterzeichner besorgt über die Angriffe auf die katholische Lehre über Ehe und Moral. Die Aktion wurde im Hinblick auf die Familiensynode im Oktober 2015 organisiert. Unter anderem wird bedauert, dass auch aus dem inneren der Kirche der katholischen Lehre über Ehe und Familie widersprochen wird: „Tatsächlich konnten wir eine allgemeine Ratlosigkeit feststellen, aufgrund der Möglichkeit, dass im Schoße der Kirche eine Bresche aufgerissen wurde, die eine Duldung des Ehebruchs erlauben würde: Durch die Zulassung zur Eucharistie von geschiedenen – wiederverheirateten Paaren und die Annahme von homosexuellen Partnerschaften wird ein Zustand erzeugt, der kategorisch verurteilt werden muss, da er im Widerspruch zu den Geboten Gottes und den Gesetzen der Natur steht.“
http://www.kathnews.de/100-kardinaele-un...apst-franziskus
Foto: Petersdom – Bildquelle: Kathnews, M. Bürger

von esther10 30.07.2015 00:38

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ItalienKirche
28.07.2015 - 17:32
Meldung
Lebensmodell: "Geweihte Witwe"
Ein neuer Trend tut sich in Italien auf: Katholische Witwen leben mit bischöflicher Anerkennung wie Nonnen, nur nicht im Kloster, so wie es in der frühen Kirche schon einmal üblich war.

Rom (KNA) Immer mehr katholische Witwen in Italien entdecken den geistlichen Stand. Nach dem Tod ihres Gatten leben dort inzwischen mehr als 200 Frauen mit bischöflicher Anerkennung als eine Art Nonne ohne Kloster; rund 100 weitere befinden sich in Ausbildung, wie der italienische bischöfliche Pressedienst SIR berichtet. Noch in diesem Jahr wolle sich der Vatikan mit dem neuen Trend befassen.

In neutestamentlicher Zeit und der frühen Kirche ist ein eigener Stand von Witwen belegt, die bewusst auf eine neue Partnerschaft verzichten und sich stattdessen dem Gebet und sozialen Tätigkeiten widmen. Im aktuellen katholischen Kirchenrecht ist diese Lebensform nicht vorgesehen. Neben den "Instituten geweihten Lebens" - umgangssprachlich Orden - gibt es geweihte Jungfrauen und Eremiten. Der Heilige Stuhl behält sich aber vor, neue Formen geistlichen Lebens anzuerkennen.

Das Lebensmodell der "geweihten Witwe" ist in Italien besonders mit dem Erzbistum Palermo verbunden. Dort gründete Kardinal Salvatore Pappalardo 1993 eine Vereinigung für diesen Personenkreis; 1996 rief er einen eigenen "Witwenstand" (lateinisch "Ordo Viduarum") ins Leben. Laut SIR leben in Palermo derzeit 80 Witwen, die öffentlich die Gelübde der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams abgelegt haben oder sich darauf vorbereiten.

von esther10 30.07.2015 00:27

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Beckstein30. Juli 20156
Christliche Flüchtlinge bevorzugt aufnehmen!



Der frühere bayerische Ministerpräsident und langjährige Innenminister Günther Beckstein sagte, er halte es für falsch, dass Deutschland Muslime ebenso bereitwillig aufnehme wie Christen. Foto: kwerkeu
Der frühere bayerische Ministerpräsident und langjährige Innenminister Günther Beckstein sagte, er halte es für falsch, dass Deutschland Muslime ebenso bereitwillig aufnehme wie Christen. Foto: kwerkeu
München (idea) – Deutschland sollte verfolgte Christen aus dem Mittleren Osten bevorzugt als Flüchtlinge aufnehmen. Dafür haben sich Experten aus Politik, Kirche, Wissenschaft und Nicht-Regierungsorganisationen bei einer Fachtagung der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung am 29. Juli in München ausgesprochen. Der frühere bayerische Ministerpräsident und langjährige Innenminister Günther Beckstein (Nürnberg) sagte vor den rund 30 Teilnehmern, er halte es für falsch, dass Deutschland Muslime ebenso bereitwillig aufnehme wie Christen. Die Fachleute wiesen auf die besonders verzweifelte Lage der von der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) aus dem Nordirak und Syrien vertriebenen Christen hin. Im Unterschied zu jenen Muslimen, die ebenfalls fliehen mussten, fänden sie weder in Syrien noch in der Türkei eine sichere Zuflucht. Denn auch in den dortigen Lagern gäben oft radikale Muslime den Ton an. Beckstein schätzt die Lage der Christen als katastrophal ein. Der Westen müsse ihnen entschlossen helfen. Allerdings könnten sie auch auf die Macht des Gebets vertrauen, so der kirchlich engagierte Beckstein. Er war von 2009 bis Anfang Mai 2015 Vizepräses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

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EKD: Kein Vorrang für Christen

Die EKD lehnt eine bevorzugte Aufnahme von christlichen Flüchtlingen ab. Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber (Hannover) sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, maßgebend sei der Status der internationalen Schutzbedürftigkeit und der besonderen Verletzlichkeit. Ein einseitiges Engagement hält sie für problematisch: Es würde zum einen den Auszug christlicher Minderheiten befördern und zum anderen die Vorbehalte gegenüber christlichen Minderheiten vor Ort noch wachsen lassen. Wie Philipp W. Hildmann (München) von der Hanns-Seidel-Stiftung idea mitteilte, erläuterte der frühere bayerische Landesbischof Johannes Friedrich (Spalt-Wernfels/Mittelfranken) bei der Tagung die Haltung der EKD, appellierte aber gleichzeitig an den deutschen Staat, verfolgte Minderheiten besonders zu schützen; zu ihnen gehörten Christen und Jesiden.

Kritik an EKD und Diakonie

Der evangelische Theologe und Islamwissenschaftler Prof. Wolfgang Schwaigert (Blaubeuren) kritisierte die Haltung der EKD und ihres Diakonischen Werkes. Sie hielten an der „schädlichen Gleichrangigkeit“ von muslimischen und christlichen Flüchtlingen fest. Wie der Bayernkurier (München) weiter berichtet, bezeichnete Schwaigert es als unverständlich, dass sich die Kirche die „falsche Position“ des Staates zu eigen mache.

Christen wollen nur noch weg

Mehrere Tagungsteilnehmer schilderten die Lage der Christen in der Krisenregion. Der Ökumenereferent im bayerischen Landeskirchenamt, Kirchenrat Thomas Prieto Peral (München), der das Gebiet Mitte Juli bereiste, bezeichnete die Situation als deprimierend. Christen wollten nur noch weg. Etwa 90 Prozent der frühere 1,6 Millionen Christen seien bereits geflohen. Im Nordirak gebe es für sie derzeit keinen Schutz mehr. So hätten sich die sunnitischen Bewohner der vom IS eroberten Stadt Mossul mit den Terroristen gegen die Christen verbündet. Das Vertrauen sei so sehr zerstört, dass sich kein Christ ein Zusammenleben mit den früheren Nachbarn vorstellen könne. Der Tübinger Geowissenschaftler Prof. Rainer Rothfuß hält eine komplette Umsiedlung der nahöstlichen Christen für nötig.

IS ist in Flüchtlingslagern aktiv

Viele sind in die Türkei geflohen, doch dort ist die humanitäre Lage außerhalb der Flüchtlingslager katastrophal, berichtete die Irak-Beauftragte des Zentralverbandes der Assyrer, Janet Abraham (München). Kein Christ gehe in ein türkisches Aufnahmelager, weil dort Islamisten aktiv seien. Sogar beim UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR würden Christen abgewiesen. Hunderttausende müssten sich mit Betteln oder Schwarzarbeit durchschlagen. Auch nach Angaben von Abdulmesih Bar-Abraham von der assyrischen Yoken-Bar-Yoken-Stiftung (Mönchengladbach) werden Christen in den Flüchtlingslagern stark bedrängt. Sogar der IS rekrutiere dort Nachwuchskämpfer. In der ganzen Region gebe es nur ein Aufnahmelager für Christen auf dem Gelände eines Klosters im Nordirak.

von esther10 29.07.2015 17:41

FRAUEN BEIM „ISLAMISCHEN STAAT“
Die gehorsamen Kriegerinnen
VON HAMIDEH MOHAGHEGHI 24. JULI 2015

Junge Dschihadistin. Immer mehr Frauen schließen sich dem „Islamischen Staat“ (IS) in Syrien an


„Keine andere großartigere Aufgabe, als [dem] Ehemann zur Seite zu stehen“: das IS-Manifest für Frauen
Hunderte junge Frauen aus ganz Europa haben sich dem „Islamischen Staat“ bisher angeschlossen, viele von ihnen minderjährig. Die Dschihadisten rekrutieren die Mädchen über soziale Netzwerke und ihr Manifest, das ein romantisches Bild des IS malt. Die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi hat das Manifest der Al-Khanssaa-Brigade analysiert und kommentiert. Ein Ausschnitt

1 Kommentar
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Hamideh Mohagheghi gibt das Buch „Das Manifest der IS-Kämpferinnen“ heraus. Die gebürtige Iranerin forscht und lehrt als islamische Theologin an der Universität Paderborn. Die 60-Jährige ist Mitglied der Islamkonferenz und Mitbegründerin des islamischen Frauennetzwerkes „Huda“

Das Leben der Frau im Islamischen Staat

Die Unterteilung von nützlicher und unnützer, von gebotener und verbotener Wissenschaft ist aus mehreren Gründen kurz behandelt worden: Es geht einmal darum zu zeigen, welche Widersprüche die Argumentation der Manifest-Verfasser aufweist, wenn sie einerseits gegen Fortschritt wettern und sich andererseits modernster Medien oder Werkzeuge bedienen. Außerdem wird dabei klar, zu welcher Unmündigkeit der IS verleiten will und wie diese, nun wirklich selbstverschuldete, Unmündigkeit im deutlichen Gegensatz zum Wesen des Islams und alten Prinzipien wie beispielsweise dem Iǧtihād steht. Mit Vernunft hat dies nichts zu tun. Ein anderer Grund für das vorherige Kapitel ist die Behauptung, mit der die Brigade die Passage über das Leben der Frauen im Irak und Syrien, das nach ihrer Darstellung gleichbedeutend mit dem idealen islamischen Leben einer Frau und ihrer Rolle ist, einleitet. So erklären die Verfasser, sie würden hier zwei Ziele verfolgen:

»1. Die Rolle der Frau und ihres wünschenswerten Lebens wissenschaftlich klarzustellen, damit sie im Diesseits und Jenseits glücklich ist.

2. Die tatsächliche Stellung ihres guten Zustandes und edlen Lebens auf dem Territorium des Islamischen Staates in Syrien und im Irak zu demonstrieren. Auch, um Behauptungen zu widerlegen, die besagen, dass sie eingeengt wird; und alles, was darüber hinaus ist, und zwar anhand gefestigter Beweise einiger dort lebender Frauen.«

Nach diesen Zielen folgt zunächst das Kapitel über das Leben der Muslime, das bereits genauer betrachtet wurde. Der Abschnitt »Manifest der muslimischen Frau im Leben« beginnt mit einfachen und plausiblen Festlegungen, die zuerst gar nicht so abwegig klingen: Das Leben der IS-Frauen basiere auf »edler Rechtleitung« und ihre Vorbilder seien Maria, Asia (die Frau des Pharao), Khadidscha, Fatima und Aischa. Ferner wird der Vers 21 in Sure 30 mit einer tendenziösen Übersetzung und Schlussfolgerung zitiert: »Und unter Seinen [Gottes] Zeichen ist: Er erschafft für euch Partnerwesen aus eurer eigenen Art, auf dass ihr ihnen zuneigen möget, und Er ruft Liebe und Zärtlichkeit zwischen euch hervor: hierin, siehe, sind fürwahr Botschaften für Leute, die denken« Dieser Vers ist in der Tat die Grundlage einer Ehe im islamischen Sinne, in der Liebe und Barmherzigkeit die Grundelemente bilden und die Voraussetzungen sind. Mann und Frau sind gleichwertig vor Gott, haben Rechte und Pflichten, die in vielen Bereichen gleich sind. Sie sollen sich gegenseitig schützen und füreinander wie ein Gewand sein und sie sollen beieinander Ruhe finden.

Verwunderlich ist, dass im Manifest dieser Vers folgendermaßen erklärt wird: »Er erschuf sie aus Adam und für Adam. Wenn sie ihre Pflicht gegenüber Allah erfüllt hat, hat sie keine andere großartigere Aufgabe, als ihrem Ehemann zur Seite zu stehen.« Der Qu’ran geht nämlich von einem einzigen Ursprung der Schöpfung des Menschen aus, in Sure 4 Vers 1 heißt es: »O Menschheit! Seid euch eures Erhalters bewusst, der euch aus einer einzigen lebenden Wesenheit erschaffen hat und aus ihr Partnerwesen erschuf und aus den beiden eine Vielzahl von Männern und Frauen verbreitete. […]« Manche Kommentatoren haben jedoch ungeachtet der qur’anischen Erzählung eine Schöpfungsgeschichte entwickelt, um die Vorrangigkeit des Mannes in der Schöpfung zu untermauern.

Damit wird eine schicksalhafte Rolle der Frau in der Schöpfung festgelegt: Die Frau ist erschaffen, um dem Mann zu dienen, nur wenn sie diesen Dienst geleistet hat, ist sie würdig, ins Paradies einzutreten, laut einer Überlieferung von Ibn Hibbān, den der »Islamische Staat« gerne zitiert: »Wenn die Frau ihre fünf Pflichtgebete verrichtet, ihren Monat [Ramadan] fastet, ihre Vulva schützt und ihrem Ehemann gehorcht, dann wird ihr gesagt: Du darfst das Paradies durch die Tür betreten, welche du möchtest« Und zuvor heißt es: »Somit bestimmte und begründete Allah die Rolle (die Rolle der Frau als Dienerin und des Mannes als Gebieter, Anm. d. Verf.), indem er ›auf dass ihr ruht bei ihnen‹ sagt.«

Nach der Interpretation des Manifests ist der Mann also »ruhebedürftig«, die Frau hat die Pflicht, ihm diese Ruhe zu geben – für die Verfasser ein Sinnbild für die Vorrangstellung des Mannes. Klar ist: Die Reduzierung der Frau auf eine Dienerin des Mannes ist zwar im Qu’ran nicht zu finden, freilich aber in einigen Überlieferungen, auch in den authentischen Überlieferungssammlungen. Doch sind sich die Muslime einig, dass der Qu’ran als Rede Gottes überzeitlich gültig ist und in einem Zeitraum von dreiundzwanzig Jahren allmählich offenbart worden ist.

Die ersten Adressaten waren Menschen in einer Stammesgesellschaft des 7. Jahrhunderts auf der arabischen Halbinsel, Menschen mit bestehenden Weltbildern, Bräuchen und Gewohnheiten. Um den Qu’ran wirklich verstehen zu können, muss man diese Tradition möglichst detailliert kennen, um zu erfassen, warum es im Qu’ran Formulierungen gibt, die für uns heute aus unserem aktuellen Lebensverständnis heraus nicht nachvollziehbar sind. Wenn wir überzeugt sind vom göttlichen Ursprung des Qu’ran, können wir nicht behaupten, dass wir als Mensch mit unseren bedingten Möglichkeiten die Ausführungen Gottes, dem unbedingten und mächtigen Schöpfer, gänzlich und eindeutig verstehen und damit die absolute Wahrheit Gottes genau bestimmen und festlegen können. Unser Verständnis vom Qu’ran bleibt immer vorläufig und nicht vollkommen, wir müssen uns aber stets bemühen, durch Nachdenken und Forschen Gottes Wahrheit näher zu kommen. Der »Islamische Staat« jedoch erhebt diesen Anspruch auf Vollkommenheit und Wissen über die absolute, unendliche und einzige Wahrheit immer wieder und betreibt
http://www.cicero.de/weltbuehne/frauen-f...n/59607/seite/2


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