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von esther10 04.12.2015 17:48

So wird Deutschland von Osteuropa im Milliarden-Poker der EU abgezockt
The Huffington Post | von Tobias Lill

Veröffentlicht: 04/12/2015 11:46 CET Aktualisiert: Vor 8 Minuten



Deutschland ist mit rund 16 Milliarden Euro jährlich mit Abstand der größte Nettozahler der EU – das Geld fließt bislang vor allem an osteuropäische Staaten. Doch in der Flüchtlingsfrage wird der Zahlmeister Europas von vielen seiner Nachbarländern im Stich gelassen. Nun platzt immer mehr Politikern der Kragen. Sie fordern im Gespräch mit der Huffington Post, EU-Partnern, die sich bei der Flüchtlingsfrage unsolidarisch zeigen, die Fördermittel aus Brüssel massiv zu kürzen.

IMMER MEHR LÄNDER IN OSTEUROPA SCHLIESSEN IHRE GRENZEN: DAS FÜHRT ZU KONFLIKTEN

Überweisungen nach Brüssel in nur fünf Jahren beinahe verdoppelt

Die Europäische Union sieht sich gerne als große Familie. Und wie in vielen Familien gibt es auch bei den Brüsseler Treffen des EU-Clans einen netten Onkel, der immer die Spendierhosen anhat: Gut 15,5 Milliarden Euro hat Deutschland allein im Haushaltsjahr 2014 mehr an die EU überwiesen als es aus Brüssel in Form von Fördergeldern und anderen Leistungen wieder herausbekommen hat. Das geht aus Zahlen der Europäischen Kommission hervor.

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Im Vergleich zu den im Jahr 2009 gezahlten 8,1 Milliarden Euro hat sich die Summe des deutschen Beitrags demnach sogar beinahe verdoppelt. Machten die Überweisungen an die EU im Jahr 2009 noch 0,33 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts aus, waren es fünf Jahre später bereits 0,52 Prozent.

Welche Dimensionen die Transferzahlungen, die nach Brüssel fließen, mittlerweile ausmachen, zeigen folgende Zahlen: Die Bundesregierung könnte die Umsatzsteuer von einem Tag auf den anderen um zwei Prozent senken, wenn sie nicht für die europäische Familie mitzahlen müsste. Kauft ein Deutscher einen Computer für 1000 Euro, gehen derzeit 20 Euro davon indirekt nach Brüssel.

Jeder Deutsche zahlt fast 200 Euro jährlich an die EU

Jeder Deutsche vom Baby bis zum Greis hat im vergangenen Jahr im Durchschnitt 191 Euro in den EU-Haushalt einbezahlt. Das Geld fließt seit Jahren vor allem nach Osteuropa. Alleine Polen hat im vergangenen Jahr 13,7 Milliarden Euro mehr an Fördermitteln aus Brüssel überwiesen bekommen als das Land eingezahlt hat. Ungarn kassierte im gleichen Zeitraum 5,7 Milliarden.

Jahrelang sahen Politiker fast aller deutscher Parteien diesen massiven Geldfluss als Akt der europäischen Solidarität an. Schließlich waren die osteuropäischen Staaten nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wirtschaftlich am Boden gelegen. Bis heute grassiert dort vielerorts die Armut.

Doch mit dem üppigen Geldsegen aus Westeuropa soll es bald vorbei sein. Zumindest dann, wenn es nach führenden Politikern von Union und Linkspartei geht. Sie wollen Teile der immensen Fördersummen künftig anders verteilen. „Die Zahlungen für manche Staaten müssen dringend gekürzt werden“, sagt etwa Klaus Ernst, stellvertretender Chef der Bundestagsfraktion der Linken, im Gespräch mit der Huffington Post. Und auch Markus Ferber, der von 1999 bis 2014 die CSU-Landesgruppe im Europaparlament leitete, will diese Lastenverteilung so nicht mehr hinnehmen. „Wir setzten jetzt alles daran, einer Reihe osteuropäischer Staaten die Mittel zu streichen.“

Der Grund ist jedoch nicht ein mangelnder europäischer Geist bei Linken und Union: Seit Monaten ringt die Bundesregierung darum, die immense Zahl an Flüchtlingen, die zuletzt vor allem nach Deutschland strömte, fair zu verteilen. Doch insbesondere osteuropäische Staaten blockieren bislang jede verbindliche Quote.

Schon wieder soll vor allem Deutschland die Rechnung begleichen

In dieser Woche brachten Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn das Fass dann endgültig zum Überlaufen. Denn die Europäische Kommission will vor allem auf Druck Deutschlands drei Milliarden Euro an die Türkei bezahlen. Das Land am Bosporus soll im Gegenzug die dort lebenden Flüchtlinge insbesondere aus Syrien vernünftig unterbringen und zudem seine Grenzen besser schützen. So soll die Zahl der Asylsuchenden, die nach Europa kommen, deutlich verringert werden. Doch bei der Finanzierung hakt es: Osteuropäische Staaten drängen darauf, dass lediglich 500 Millionen Euro aus dem EU-Budget stammen sollen. Das restliche Geld müssten dann die großen Staaten allen voran Deutschland selbst aufbringen.

Beim EU-Gipfeltreffen am gestrigen Donnerstag verweigerten sich Polen, Ungarn, Tschechien und Polen dann erneut auch einer gerechteren Verteilung der Flüchtlinge. Deutsche Politiker schäumen deshalb.

Die Vorsitzende des Haushaltskontrollausschusses des EU-Parlaments, Inge Grässle (CDU), hat sich dafür ausgesprochen, der Slowakei und anderen östlichen EU-Ländern die EU-Subventionen zu streichen, wenn sie keine Flüchtlinge aufnehmen wollen. Grässle sagte der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag: "Ich bin dafür, dass wir Geld streichen: Wer nicht solidarisch ist, kann von anderen keine Solidarität erwarten."

Linke: "Verhalten der Osteuropäer ist unsolidarisch und unerträglich"

Der Zorn ist parteiübergreifend. „So geht das nicht. Solidarität darf keine Einbahnstraße sein“, poltert etwa Linken-Mann Klaus Ernst im Gespräch mit der Huffington Post. Man habe Osteuropa sehr lange geholfen. Doch es komme von Staaten wie Ungarn, Polen, Tschechien oder der Slowakei einfach nichts zurück. „Ihr Verhalten ist unsolidarisch und unerträglich. Es geht nicht, dass diese Staaten sich einfach einen schlanken Fuß machen.“

Ernst, der auch stellvertretender Parteichef ist, sagt, er habe bereits EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström gefragt, ob man bereits für den laufenden Haushalt dieses Jahres manchen Staaten den Haushalt kürzen könne. Malmström habe dies verneint. „Aber für künftige Haushalte müssen wir das auf jeden Fall machen.“

Auch Ferber, der zugleich erster stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im EU-Parlament ist, fordert die Kürzung von Haushaltsmitteln für viele osteuropäische Länder. Deren Verhalten sei „inakzeptabel“. Zunächst wolle er sich jedoch dafür einsetzen, dass die drei Milliarden teure Hilfe für der Türkei aus dem EU-Gesamthaushalt bezahlt werden. Für den CSU-Mann ist klar: „Es darf nicht sein, dass Deutschland immer zahlt.“
http://www.huffingtonpost.de/2015/12/04/..._hp_ref=germany

von esther10 04.12.2015 13:57

Kardinal Sarah: Homosexualität und IS als größte Feinde der menschlichen Zivilisation

Einer der einflussreichsten Kardinäle vergleicht auf der im Vatikan tagenden Familiensynode die Toleranz von Homosexualität und Abtreibung mit den Verbrechen der Nationalsozialisten.



Der westafrikanische Kardinal Robert Sarah gilt als der Shootingstar der Konservativen in der katholischen Kirche und wird bereits als möglicher Nachfolger des gegenwärtigen Papstes gehandelt. Erst vor kurzem konnte er auf Einladung von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis sein neues Buch „Gott oder nichts" inRegensburg präsentieren. Das überschwängliche Vorwort zu dem Buch verfasste Msrg. Georg Gänswein, der Privatsekretär Papst Benedikts XVI.

Nun sorgt er bei der derzeit im Vatikan tagenden Familiensynode erneut für Aufregung. Das „National Catholic Register" publizierte jetzt seine Rede, die er schon vergangene Woche gehalten hatte.

Wollte der Vatikan das Bekanntwerden der Rede verhindern?

Vermutlich war die Pressestelle des Vatikan bemüht, die Äußerungen des Kardinals nicht nach außen dringen zu lassen. Dies verwundert nicht, denn die Äußerungen des Kardinals sind heftig und stehen in einem starken Kontrast zu den Bemühungen der liberalen Synodenteilnehmer, die in der katholischen Kirche einen offeneren Umgang mit Homosexualität und Ehescheidung durchsetzen wollen.

Was im vergangenen Jahrhundert der Nationalsozialismus und der Kommunismus waren, das seien - so der Kardinal ganz unverblümt - „heute westliche Ideologien über Homosexualität und Abtreibung sowie der Islamistische Fanatismus". Homosexualität und Islamismus seien beides existenzielle Bedrohungen nicht nur des Christentums, sondern der menschlichen Zivilisation schlechthin.

Homosexualität und IS als "apokalyptische Bestien"

Für den unvoreingenommenen Beobachter sind Homosexualität, IS und Abtreibung zunächst völlig verschiedene Dinge. Besonders angesichts der Tatsache, dass der IS immer wieder durch brutale Hinrichtungen (angeblicher) Homosexueller von sich reden macht.

Im Weltbild des Kardinals gehören sie jedoch zusammen: Sie seien die „apokalyptischen Bestien", die die Kirche von zwei Seiten bedrohen. Dabei stehe die offen gelebte Homosexualität und die Gender-Ideologie für den „Götzendienstwestlicher Freiheit", die IS auf der anderen Seite für den „islamischen Fundamentalismus".

Mit der Homosexualisierung gehen nach Ansicht des Kardinals zugleich eine erhöhte Scheidungsrate sowie die Legalisierung von Abtreibungen einher. Der Islamismus stehe dagegen für „Pseudofamilien", in denen die Verachtung der Frau, sexuelle Sklaverei, Polygamie und Kinderheirat zum guten Ton gehörten.

Die katholische Kirche müsse diesen Tendenzen begegnen, indem sie den großen Wert und die Schönheit der christlichen Ehe hervorhebe und an ihrem klaren Nein zu Ehescheidung, Abtreibung und Homosexualität festhalte.
http://www.huffingtonpost.de/david-berge..._b_8300164.html


von esther10 04.12.2015 13:48

Gebet an Maria in den Stürmen der Zeit

Publiziert 4. Dezember 2015 | Von admin

Die Königin des Hl. Rosenkranzes UPDATE


Christus-im-Sturm-auf-dem-See-Genezareth-von-Rembrandt-van-Rijn-14127Helfen Sie in jeder möglichen Form mit beim Gebet für die angeschlagene Kirche in unserem Lande

Und darum, Mutter Maria, kommen wir zu dir in dem wilden Sturm, den der Fürst der Finsternis entfesselt hat. Du siehst, dass wenigsten zweihundert Millionen deiner katholischen und orthodoxen Kinder leiden unter dem Terror von Christenverfolgern, die Gott von seinem Thron stossen, sein Reich in den Herzen der Gläubigen zerstören wollen. Du siehst, dass fünfzehn Millionen Flüchtlinge, davon 95% aus marxistischen Ländern, entwurzelt sind, und keine Hoffnung mehr haben. Und du sieht, dass der Rauch Satans bis ins Heilige der Heiligen vorgedrungen ist. Dass der Sturm von Verwirrung und Verwüstung sogar die meistgeschützte Bucht und den sichersten Hafen von Gottes Kirche heimsucht.

Du sieht, dass Priester von jedem Rang und jeder Würde den Kompasse verloren haben, dass sie den Kurs Petri sabotieren und mitten im kochenden Meer das Gerippe seines Schiffes zerstören. Und Jesus schläft! Mutter, wenn sogar die Apostel im Sturm kleinmütig geworden sind, wirst du auch unsere Angst verstehen. Sage deinem Sohn, dass er endlich hören muss auf unser fast verzweifeltes Gebet: Herr, rette uns, denn wir vergehen!

Ja, Mutter, uns ist bange von der Verwirrung, dem Zwiespalt und der Untreue zu Gott, die sich wie eine Pest in der Kirche verbreitet. Ist die Kluft, die das Volk Gottes trennt, nicht eine Kollektivsünde gegen den Heiligen Geist? Siehst du nicht, dass die Bemühungen um die Einheit mit unseren getrennten Brüdern, und das Bestreben, um den alten Glauben in einer neuen Weise zu verkünden, Hand in Hand gehen mit uferlosen Exzessen, die der Einheit, dem Frieden, der Gewissensruhe und der Glaubenstreue zahlloser Katholiken unberechenbaren Schaden zufügen? Was wir jetzt sehen, ist keine Wachstumskrise, sondern Zerfall. Kein vielversprechender Frühling, sondern dunkler Herbst.

Kein Ausschlagen neuen Lebens, sondern massiver Abfall toter Äste und dürrer Ranken, die mit dem göttlichen Weinstock keine Verbindung mehr haben. Anstatt die Welt zu durchsäuern mit dem Sauerteig des Evangeliums, lässt das Volk Gottes sich in Gärung bringen vom Sauerteig der Welt. Obwohl Christus eindeutig mit dieser Welt gebrochen hat. Mutter, jetzt, da die Not den Höhepunkt erreicht hat und die Mächte der Finsternis freies Spiel zu haben scheinen, jetzt rufen wir mit kindlichem Vertrauen nach deiner mächtigen Hilfe.

Jetzt, da wir steuerlos auf den Wogen dieser Zeit weggeschwemmt werden, jetzt legen wir uns selbst und die ganz geschändete Welt und unser Werk für die Kirche in Not in deine mütterlichen Hände. Bewahre uns in der Liebe deines Sohnes. Schütze uns vor der Bosheit der Welt. Und führe uns sicher zum Herzen Gottes. Und gib, Mutter, dass wenn wir durch das dunkle Tor des Todes gegangen sind und vor dem Richterstuhl deines Sohnes stehen werden, gib, dass wir dich dort finden, mit einem Lächeln in deinen Augen. Und dass wir ruhig sagen dürfen: Grüss dich, Mutter!


http://katholisch-informiert.ch/2015/11/...um/#more-119612
Amen.



von esther10 04.12.2015 13:24

Erste Adventpredigt des päpstlichen Hausprediger Cantalamessa


Die erste Adventpredit von Raniero Cantalamessa im Vatika - ANSA

04/12/2015 12:56SHARE:

Raniero Cantalamessa, der 81-jährige päpstliche Hausprediger, hat an diesem Freitag mit seinen Adventspredigten gestartet. Wie bereits vor Johannes Paul II., Benedikt XVI. so hält er auch diesen Advent vor dem Papst und der Kurie seine Adventpredigten. Er gilt als einer der wohl Dienstältesten geistlichen Mitarbeitern im päpstlichen Umfeld. Er bekleidet sein Amt seit 1980 und ist zuständig für die Predigten an den Freitagen im Advent und der Fastenzeit. Wir halten hier für Sie die erste Adventpredigt vom 04. Dezember 2015 in deutscher Fassung fest:
„DA CHRISTUS DAS LICHT DER VÖLKER IST…“

Eine christologische Betrachtung zur Konstitution Lumen gentium

1. Eine christologische Ekklesiologie

Der freudige Anlass des fünfzigsten Jahrestags seit Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils hat mich auf den Gedanken gebracht, die drei Adventsmeditationen dieses Jahres einer Neubetrachtung des Konzilsereignisses in seinen wichtigsten Inhalten zu widmen. Konkret möchte ich einige Überlegungen zu den vier Konstitutionen äußern, die das Konzil hervorgebracht hat: über die Kirche (Lumen gentium), über die Liturgie (Sacrosanctum Concilium), über die göttliche Offenbarung (Dei Verbum) und über die Kirche in der Welt (Gaudium et spes).

Der Mut, in so kurzer Zeit so weittragende und bereits so oft besprochene Themen zu behandeln, kam mir von einer einfachen Feststellung: Es ist endlos viel über das Konzil geschrieben und gesagt worden, aber dabei ging es fast immer um seine doktrinären und seelsorgerischen Auswirkungen; selten nur um seine spirituellen Inhalte. Genau auf diese will ich mich konzentrieren und dabei den Versuch machen, zu erkennen, was das Konzil uns in seinen Texten noch zu sagen hat, was der Festigung des Glaubens dienen kann.

Wir werden damit beginnen, dass wir die drei Adventsmeditationen der Konstitution Lumen gentium widmen; den Rest bewahren wir für die kommende Fastenzeit auf, so Gott will. Die drei Themen der Konstitution, die ich herausarbeiten will, sind: die Kirche als Leib und Braut Christi; der universale Aufruf zur Heiligkeit und die Lehre über die Heilige Jungfrau.

Der Anstoß zu dieser ersten Meditation kam mir, als ich zufällig die ersten Worte der Konstitution in ihrer lateinischen Fassung wieder gelesen habe. Sie lauten: „Lumen gentium cum sit Christus…“; „Da Christus das Licht der Völker ist…“. Ich muss zu meiner eigenen Verwirrung gestehen, dass ich mir der gewaltigen Implikationen, die in diesem Auftakt enthalten sind, nie wirklich bewusst geworden war. Die Tatsache, dass nur der erste Teil des Satzes zum Titel der Konstitution wurde, hatte mich (und wohl auch viele andere) glauben lassen, dass mit dem „Licht der Völker“ die Kirche gemeint sei; stattdessen ist, wie man sieht, Christus gemeint. Es ist der Titel, mit dem der alte Simeon den kindlichen Messias begrüßte, als Maria und Joseph ihn zum Tempel trugen: „Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel“ (Lk 2,32).

Dieser erste Satz beinhaltet den Schlüssel zum Verständnis der gesamten Ekklesiologie des Zweiten Vatikanischen Konzils. Es handelt sich um eine christologische Ekklesiologie, die daher in erster Linie geistig und mystisch ist, noch bevor sie sozial und institutionell wird. Es ist notwendig, diese christologische Dimension der Konzilsekklesiologie wieder in den Vordergrund zu rücken, auch in Hinblick auf eine wirksamere Evangelisierung. Denn man nimmt nicht Christus aus Liebe zur Kirche an; vielmehr nimmt man die Kirche aus Liebe zu Christus an. Auch eine Kirche, die von der Sünde vieler ihrer Vertreter entstellt ist.
Ich will gleich zu Anfang sagen, dass ich gewiss nicht der erste bin, der diese ihrem Wesen nach christologische Ekklesiologie des Zweiten Vatikanischen Konzils hervorhebt. Beim Lesen der zahlreichen Schriften, die der damalige Kardinal Ratzinger über die Kirche verfasste, ist mir aufgefallen, mit welcher Insistenz er versucht hat, diese Dimension der in Lumen gentium enthaltenen Lehre über die Kirche am Leben zu erhalten. Der Bezug auf die doktrinären Implikationen des Anfangssatzes: „Lumen gentium cum sit Christus…“; „Da Christus das Licht der Völker ist…“, findet sich ebenfalls schon in seinen Schriften, gefolgt von der Feststellung: „Wer das Zweite Vatikanische Konzil richtig verstehen will, der muss immer wieder von diesem Anfangssatz ausgehen.“ [1]

Um Missverständnissen vorzubeugen

wollen wir auch betonen, dass diese geistige und innerliche Vision der Kirche nie in Frage gestellt worden ist; aber wie es in den menschlichen Dingen nur allzu oft geschieht, stellt das Neue leicht das Alte in den Schatten, das Aktuelle trübt den Blick auf das Ewige, und das Dringliche drängt das Wichtige in den Hintergrund. So kommt es, dass Ideen wie die kirchliche Gemeinschaftlichkeit oder das Gottesvolk manchmal nur in horizontaler Richtung, also soziologisch entwickelt worden sind, d.h. vor dem Hintergrund einer Gegenüberstellung von Koinonia und Hierarchie, indem der Schwerpunkt mehr auf die Kommunion der Kirchenmitglieder untereinander als auf die Kommunion aller Glieder mit Christus gesetzt wurde.

Wahrscheinlich handelt es sich um eine Priorität des Augenblicks und war damals ein Gewinn; so wird dieser Umstand auch vom heiligen Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben Novo millennio ineunte aufgefasst und gewertet. [2] Aber fünfzig Jahre nach Abschluss des Konzils ist vielleicht der Versuch nützlich, das Gleichgewicht zwischen dieser von den historisch bedingten Debatten geprägten Kirchenvision und der auf Geist und Mysterium zentrierten Vision des Neuen Testaments und der Kirchenväter wiederherzustellen. Die grundlegende Frage ist dabei nicht: „Was ist die Kirche?“, sondern: „Wer ist die Kirche?“ [3] Von dieser Frage will ich mich in meinen Betrachtungen leiten lassen.

2. Die Kirche als Leib und Braut Christi

Die Seele und christologische Tiefe der Konstitution Lumen gentium (LG) werden vor allem im Kapitel I sichtbar, in welchem die Kirche als Leib Christi und Braut Christi vorgestellt wird.

Wir wollen uns einige Aussagen der Konstitution in Erinnerung rufen:

„Die Kirche wird auch bezeichnet als ‚das Jerusalem droben‘ und als ‚unsere Mutter‘ (Gal 4,26; vgl. Offb 12,17); sie wird beschrieben als die makellose Braut des makellosen Lammes (Offb 19,7; 21,2.9; 22,17); Christus hat sie ‚geliebt und sich für sie hingegeben, um sie zu heiligen‘ (Eph 5,26). In unauflöslichem Bund hat er sie zu sich genommen, immerfort ‚nährt und hegt er‘ sie (Eph 5,29). Nach seinem Willen soll sie als die von ihm Gereinigte ihm zugehören und in Liebe und Treue ihm untertan sein (vgl. Eph 5,24)“ (LG 6).

Soweit zum Titel „Braut Christi“; was den „Leib Christi“ anbelangt, heißt es:

„Gottes Sohn hat in der mit sich geeinten menschlichen Natur durch seinen Tod und seine Auferstehung den Tod besiegt und so den Menschen erlöst und ihn umgestaltet zu einem neuen Geschöpf (vgl. Gal 6,15; 2 Kor 5,17). Indem er nämlich seinen Geist mitteilte, hat er seine Brüder, die er aus allen Völkern zusammenrief, in geheimnisvoller Weise gleichsam zu seinem Leib gemacht […]. Beim Brechen des eucharistischen Brotes erhalten wir wirklich Anteil am Leib des Herrn und werden zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander erhoben. ‚Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die Vielen, alle, die an dem einen Brote teilhaben‘ (1 Kor 10,17)“ (LG 7).

Auch
in diesem Fall fällt dem damaligen Kardinal Ratzinger der Verdienst zu, den inneren Zusammenhang zwischen diesen beiden Bildern der Kirche herausgearbeitet zu haben: Die Kirche ist Leib Christi weil sie die Braut Christi ist! In anderen Worten: Der Ursprung des paulinischen Bildes der Kirche als Leib Christi liegt nicht in der von den Stoikern ausgeliehenen Metapher des Einklangs zwischen den Gliedern des menschlichen Körpers begründet (obwohl Paulus manchmal deutlich darauf zurückgreift; so z.B. in Röm 12,4 ff und in 1 Kor 12,12 ff.), sondern in der Vorstellung, dass Mann und Frau in der Ehe ein Fleisch bilden (vgl. Eph 5, 29,32) und mehr noch in der eucharistischen Idee, dass alle, die vom selben Brot essen, ein und denselben Leib bilden: „Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot“ (1 Kor 10,17). [4]

Nur am Rande wollen wir erwähnen, dass dies auch der Kern der Kirchenbetrachtung des hl. Augustinus war, der so weit ging, dass man manchmal meinen könnte, er identifiziere schlicht und einfach den Leib Christi, der die Kirche ist, mit jenem Leib Christi, der die Eucharistie ist. [5] Davon legt auch die Evolution der Bezeichnung „mystischer Leib“ Christi ein Zeugnis ab: Anfangs war damit die Eucharistie gemeint; allmählich jedoch fing man an, damit immer öfter die Kirche zu meinen, wie wir es heute noch tun. [6] Wie bekannt ist, ist das auch der Punkt, an dem die katholische Ekklesiologie und die eucharistische Ekklesiologie der orthodoxen Kirche sich am nächsten kommen. Ohne Kirche und ohne Eucharistie hätte Christus keinen „Leib“ mehr in der Welt.

3. Von der Kirche zur Seele

Ein Prinzip, dass von den Kirchenvätern oft wiederholt und angewendet wurde, lautet: „Ecclesia vel anima“; die Kirche, oder die Seele. [7] Das soll heißen: Was allgemein für die Kirche gilt, gilt im Einzelnen für jede Seele innerhalb der Kirche. Dem heiligen Ambrosius wird die Aussage zugeschrieben: „Die Kirche ist in ihren Seelen schön.“ [8] Um dem erklärten Ziel dieser Meditationen treu zu bleiben und die im engeren Sinn „erbaulichen“ Elemente der Konzilsekklesiologie herauszustreichen, fragen wir uns: Was bedeutet es für das Geistesleben eines Christen, diese Idee der Kirche als Leib und Braut Christi erleben und verwirklichen zu wollen?

Wenn die Kirche in ihrer tiefsten und wahrsten Bedeutung der Leib Christi ist, dann bin ich ein „kirchliches Wesen“ [9], bzw. verwirkliche ich in mir die Kirche in dem Maße, in dem ich Christus gestatte, mich zu seinem Leib zu machen; nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis. Was zählt ist nicht der Platz, den ich in der Kirche einnehme, sondern der Platz, den Christus in meinem Herzen einnimmt!

Objektiv betrachtet verwirklicht sich das in den Sakramenten, vor allem in zweien von ihnen: in der Taufe und in der Eucharistie. Die Taufe haben wir ein einziges Mal empfangen; die Eucharistie hingegen empfangen wir täglich. Deshalb ist es so wichtig, sie zu feiern und zu empfangen, damit sie ihre Aufgabe, uns zu einer Kirche zu formen, wirklich erfüllen kann. Die berühmte, durch de Lubac eingeführte Maxime: „Die Eucharistie macht die Kirche“ findet ihre Anwendung nicht nur auf gemeinschaftlicher Ebene, sondern auch auf der persönlichen Ebene: Die Eucharistie macht jeden von uns zum Leib Christi, zur Kirche. Auch in diesem Zusammenhang will ich mich einiger tiefsinniger Worte des damaligen Kardinals Ratzinger bedienen:

„Kommunion bedeutet, dass die scheinbar unüberwindbare Barriere meines Ichs durchbrochen wird […]; bedeutet Verschmelzung der Existenzen. So wie bei der Ernährung ein Körper eine fremde Substanz aufnehmen und dadurch leben kann, so wird mein Ich von Jesus selbst ‚aufgenommen‘ und ihm angeglichen, in einem Austausch, der die Grenzen immer mehr durchbricht.“ [10]

Zwei Existenzen – die meine und die Christi – werden eins, „ohne Verwirrung und ohne Trennung“; nicht hypostatisch, wie bei der Menschwerdung, sondern auf mystische und reale Weise. Aus zwei „Ichs“ wird ein einziges: nicht mein kleines Ich, sondern jenes Christi. Das geht so weit, dass jeder von uns nach dem Empfang der Eucharistie mit Paulus sagen kann: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,20). In der Eucharistie, schreibt Kabasilas,

„fließt Christus in uns ein und verschmilzt mit uns, wobei er uns in sich verwandelt, wie ein Tropfen Wasser, der in einen grenzenlosen Ozean aus duftendem Öl fällt.“ [11
]
Das Bild der Kirche als Leib Christi ist, wie wir gesehen haben, von der Vorstellung der Kirche als Braut Christi nicht zu trennen. Auch das kann uns sehr nützlich sein, um die Eucharistie auf tiefe Weise mystagogisch zu erleben. Der Epheserbrief lehrt uns, die menschliche Ehe als Symbol der Verschmelzung Christi mit seiner Kirche zu betrachten: „Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche“ (Eph 5, 31-32). Eine unmittelbare Folge der Ehe ist, nach Paulus, dass der Leib des Mannes fortan der Frau gehört und der Leib der Frau dem Mann (vgl. 1 Kor 7,4).

Auf die Eucharistie angewendet bedeutet das, dass das unverderbliche und lebenspendende Fleisch des menschgewordenen Wortes „mein“ Fleisch wird; aber auch, dass mein Fleisch, meine menschliche Natur, vom Wesen Christi angenommen wird. In der Eucharistie empfangen wir Leib und Blut Christi; aber auch Christus empfängt unseren Leib und unser Blut! Jesus, so schreibt Hilarius von Poitiers, nimmt das Fleisch dessen an, der seinen Leib einnimmt. [12] Er sagt zu uns: „Nimm, das ist mein Leib“; aber auch wir können zu ihm sagen: „Nimm, das ist mein Leib.“

In seiner Sammlung eucharistischer Gedichte nennt der spätere Papst Karol Wojtyla dieses neue Subjekt, dessen Leben Christus sich angeeignet hat, das „eucharistische Ich“:
„Es wird dann das Wunder
der Verwandlung stattfinden:

Du wirst ich werden,
ein eucharistisches Ich“ [13]

Es gibt in meinem Leben nichts, was nicht Christus angehörte. Niemand kann sagen: „Ach, Jesus weiß nicht, was es bedeutet, verheiratet zu sein, Frau zu sein, ein Kind verloren zu haben, krank zu sein, alt zu sein, farbig zu sein!“ Wenn du es weißt, weiß er es auch, durch dich und in dir. Was Christus nicht „dem Fleische nach“ erlebt hat, weil sein irdisches Leben wie das von uns allen auf einen engen Kreis von Erfahrungen beschränkt war, das erlebt und erfährt er als Auferstandener „dem Geiste nach“, dank der ehelichen Kommunion in der heiligen Messe. In der Frau erlebt er, was es bedeutet, Frau zu sein; im Alten was es bedeutet, alt zu sein; im Kranken erlebt er die Krankheit. Alles, was an der vollständigen Menschwerdung des Wortes noch „fehlte“, erfüllt sich in der Eucharistie.

Den tiefen Grund dafür hatte die selige Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit gut verstanden, als sie schrieb: „Die Braut gehört dem Bräutigam. Meiner hat mich ganz eingenommen. Er will, dass ich für ihn zu einer erweiterten Menschlichkeit werde.“ [14] Es ist, als sage uns Jesus: „Ich habe Hunger nach dir, ich will von dir leben; deshalb muss ich in allen Gedanken und allen Gefühlsregungen leben, die du hast; ich muss von deinem Fleisch und deinem Blut leben, von deiner täglichen Mühe; ich muss mich von dir ernähren, wie du dich von mir ernährst!“

Welch unerschöpflicher Grund zur Verwunderung und zum Trost ist dieser Gedanke, dass unsere Menschlichkeit zur Menschlichkeit Christi wird! Aber welch große Verantwortung erwächst uns auch daraus! Wenn meine Augen zu Augen Christi geworden sind, mein Mund zum Mund Christi, welch hohen Grund habe ich dann doch, um meinen Blick nicht auf lasziven Bildern ruhen zu lassen, um meiner Zunge die üble Nachrede über meinen Bruder zu verbieten, um meinen Leib von der Sünde fern zu halten. „Darf ich nun die Glieder Christi nehmen und zu Gliedern einer Dirne machen?“, fragt der Apostel (1 Kor 6,15). Diese Worte gehen jeden Getauften etwas an. Was soll man dann erst über die Gottgeweihten sagen, über die Diener Gottes, die „Vorbilder für die Herde“ (1 Petr 5,3) sein sollten? Man bekommt das Zittern, wenn man bedenkt, wie sehr der Leib Christi, die Kirche, misshandelt wird.

4. Die persönliche Begegnung mit Jesus
Bisher habe ich vom objektiven, sakramentalen Beitrag zu unserer Umformung zur Kirche, das heißt zum Leib Christi gesprochen. Es gibt aber auch eine subjektive und existenzielle Dimension. Sie besteht in dem, was Papst Franziskus in Evangelii gaudium als „persönliche Begegnung mit Jesus“ bezeichnet. Lasst uns noch einmal seinen Worten lauschen:

„Ich lade jeden Christen ein, gleich an welchem Ort und in welcher Lage er sich befindet, noch heute seine persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern oder zumindest den Entschluss zu fassen, sich von ihm finden zu lassen, ihn jeden Tag ohne Unterlass zu suchen. Es gibt keinen Grund, weshalb jemand meinen könnte, diese Einladung gelte nicht ihm“ (EG, Nr. 3).

Hier müssen wir vielleicht sogar noch einen Schritt weiter gehen, als die Ekklesiologie des Konzils reicht. In der katholischen Alltagssprache ist „die persönliche Begegnung mit Jesus“ nie ein besonders weit verbreiteter Begriff gewesen. Anstelle der „persönlichen“ Begegnung mit Christus bevorzugte man die Idee einer ekklesialen Begegnung, die also durch die Sakramente der Kirche stattfindet. Die „persönliche“ Begegnung hatte für die Ohren von uns Katholiken immer einen leicht protestantischen Beiklang. Aber selbstverständlich ist hier nicht von einer persönlichen Begegnung als Ersatz für die sakramentale Begegnung die Rede; vielmehr soll die sakramentale Begegnung auch eine frei beschlossene und gewollte Begegnung sein, die nicht nur aus Form und Gewohnheit stattfindet. Wenn die Kirche der Leib Christi ist, dann ist die persönliche Annahme Christi der einzige Weg, der uns existenziell in sie einführt.

Wenn wir verstehen wollen, was es bedeutet, Jesus persönlich zu begegnen, dann müssen wir zumindest einen flüchtigen Blick auf die Geschichte der Kirche werfen. Was musste man in den ersten drei Jahrhunderten tun, um Mitglied der Kirche zu werden? Trotz aller Unterschiede von Individuum zu Individuum und von Ort zu Ort war doch allen Christen gemeinsam, dass sie eine lange Vorbereitungszeit – das Katechumenat – zu erfüllen hatten und diese Wahl bewusst und freiwillig trafen; eine Wahl, die obendrein gefährlich war und zum Martyrium führen konnte.

Die Dinge änderten sich, als der christliche Glaube zunächst toleriert wurde und dann kurze Zeit später sogar zur geförderten, manchmal geradezu aufgezwungenen Religion wurde. In dieser Situation verlagerte sich das Interesse von der Begegnung mit dem Glauben weg zu den Anforderungen des Glaubens, zur Läuterung der eigenen Lebensweise; in anderen Worten, zur Ethik.

Trotz allem stand es damals nicht so schlecht um die Religion, wie wir heute meinen könnten, weil trotz aller bekannten Einschränkungen die Familie, die Schule, die Kultur und nach und nach auch die Gesellschaft dabei halfen, den Glauben auf fast unmerkliche Weise zu verinnerlichen. Ganz abgesehen davon, dass es schon seit Anbeginn dieser neuen Situation Lebensformen gab – das Mönchstum und später die religiösen Orden – , in denen die Taufe mit unverminderter Radikalität erlebt wurde und das christliche Leben nach wie vor die Folge einer persönlichen Entscheidung blieb, die nicht selten geradezu heroisch war.

Diese Situation, in denen die gesamte Gesellschaft christlich war, hat sich heute radikal verändert. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer Neuevangelisierung, die der neuen Lage gerecht wird. In der Praxis geht es darum, für die Menschen von heute Gelegenheiten zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, im heutigen Kontext dieselbe freie und reife Entscheidung zu treffen, wie die Christen der Frühzeit sie trafen, wenn sie sich taufen ließen, und die aus ihnen echte Christen machte, die es nicht nur dem Namen nach waren.

Die 1972 erschienene Grundform der „Feier der Eingliederung Erwachsener in die Kirche“ schlägt eine Art katechumenalen Weg für die Taufe Erwachsener vor. In Ländern, wo zahlreiche Religionen nebeneinander leben und daher viele Erwachsene um die Taufe bitten, hat sich dieses Instrument als sehr wirksam erwiesen. Doch was tun mit den zahlreichen bereits getauften Christen, die nur dem Namen nach Christen sind und denen die Kirche und das sakramentale Leben völlig fremd bleiben?

Eine Antwort auf dieses Problem sind die zahlreichen kirchlichen Bewegungen, Laienverbände und erneuerte Pfarrgemeinden, die nach dem Konzil entstanden sind. Was trotz der großen Vielfalt ihnen allen gemeinsam ist, ist dass sie ein Umfeld und ein Mittel darstellen, das es zahlreichen erwachsenen Menschen erlaubt, ihre persönliche Entscheidung für Christus zu treffen, ihr Getauftsein wiederzuentdecken und innerhalb der Kirche zu handelnden Subjekten zu werden.

Doch will ich nicht länger bei diesen pastoralen Aspekten des Problems verweilen. Was ich zum Ende dieser Meditation betonen möchte ist noch einmal der spirituelle und existenzielle Aspekt, der uns individuell betrifft. Was bedeutet es, Jesus zu begegnen und sich von ihm persönlich begegnen zu lassen? Es bedeutet, dass wir in der Lage sind, den Satz: „Jesus ist der Herr!“ so auszusprechen, wie es Paulus und die ersten Christen es taten; d.h. auf eine Weise, die unser ganzes Leben bestimmt.

Jesus ist keine abstrakte Gestalt mehr, sondern ein Mensch; nicht jemand, über den man spricht, sondern jemand, mit dem man sprechen kann, weil er auferstanden ist und lebt; nicht mehr nur eine Erinnerung, wenn auch eine liturgisch lebendige und wirksame, sondern eine Gegenwart. Das bedeutet auch, dass wir keine wichtige Entscheidung treffen dürfen, ohne sie ihm zuvor im Gebet vorgelegt zu haben.

Eingehens habe ich gesagt, dass man nicht Christus aus Liebe zur Kirche annimmt, sondern die Kirche aus Liebe zu Christus. Versuchen wir also, Christus zu lieben und ihn lieben zu lassen, und wir werden der Kirche den besten Dienst erwiesen haben. Wenn die Kirche die Braut Christi ist, dann wird auch sie, wie jede Braut, neue Kinder hervorbringen, indem sie sich aus Liebe mit ihrem Bräutigam vereint. Die Fruchtbarkeit der Kirche hängt von ihrer Liebe zu Christus ab.

[1] J. Ratzinger, L’ecclesiologia del Vaticano II, in Chiesa, ecumenismo e politica, Edizioni Paoline, Cinisello Balsamo, 1987, S. 9-16).
[2] Vgl. hl. Johannes Paul II., „Novo millennio ineunte“, 42. 45.
[3] Vgl. H. U. von Balthasar, Sponsa Verbi, Saggi teologici,II, Morcelliana, Brescia 1972, S. 139 ff. (deutsche Ausgabe: Sponsa Verbi, Johannes Verlag, Einsiedeln 1961).
[4] Joseph Ratzinger, Origine e natura della Chiesa, in La Chiesa. Una comunità sempre in cammino, Ed. Paoline, Cinisello Balsamo, 1991, S. 9-31).
[5] Augustinus, Discorsi, 272 (PL 38, 1247 s.).
[6] Vgl. H. de Lubac, in Corpus Mysticum. L’Eucharistie et l’Eglise au Moyen Age, Aubier, Paris 1949.
[7] Vgl. Origenes, In cant. cant. III (GCS 33, S. 185; 190); Ambrosius, Exp. Ps. CXVIII, 6,18 (CSEL 62, S. 117).
[8] Ambrosius, De mysteriis, VII, 39, vgl. H. de Lubac, Exégèse mediévale, I, 2, Paris, Aubier, 1959, S. 650.
[9] Vgl. J. Zizioulas, L’être ecclésial, Labor et fides, Genève 1981.
[10] J. Ratzinger, Origine e natura della Chiesa, cit.
[11] Ni. Kabasilas, Leben in Christus, IV,3 (PG 150, 593).
[12] Hilarius von Poitiers, De Trinitate, 8, 16 (PL 10, 248): „Eius tantum in se adsumptam habens carnem, qui suam sumpserit.“
[13] K. Wojtyla, Tutte le opere letterarie, Bompiani. Milano 2000, S. 75.
[14] Sel. Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit, Brief 261, an die Mutter (in Opere, Roma 1967, S. 457).
(rv 04.12.2015 no)

von esther10 04.12.2015 10:35

Frischer Wind

Danke, o Herr, für Dein Priestertum!


Das Stift Heiligenkreuz hat unter dem Titel "How is it to Be Priest?" ein Video mit Statements zum Thema Priestertum gedreht. Priester und Studenten geben Antworten auf die Frage, was es bedeutet, Priester zu sein. Erfrischend und tief.
http://www.stift-heiligenkreuz.org/

+ + +

Priesterweihe heißt:
Eingetauchtwerden in Ihn, in die Wahrheit.
Ich gehöre auf neue Weise ihm und so den anderen, "damit sein Reich komme".

http://www.blog-frischer-wind.de/2015/11...e-priester.html

Gebet um gute Priester
Jesus, guter Hirte, Du bist gekommen, um zu suchen und selig zu machen, was verloren war. Du hast das Priestertum der Kirche gestiftet, das Dein Werk für alle Zeiten fortsetzen soll. Wir flehen inständig zu Dir: Sende Arbeiter in Deinen Weinberg. Sende würdige Priester in Deine heilige Kirche. Gib, dass alle, die Du von Ewigkeit her zu Deinem Dienste auserwählt hast, Deinem Rufe folgen. Lass aber keinen Unberufenen sich in Dein Heiligtum eindrängen. Stärke alle Priester in ihrem schweren Beruf. Segne ihre Mühen und Arbeiten. Lass sie das Salz der Erde sein, ein Licht, das allen Gläubigen durch Wort und Beispiel voranleuchtet. Verleihe ihnen Weisheit, Geduld und Festigkeit, damit sie Deine Ehre fördern, Dein Reich in den Herzen der Menschen ausbreiten und die ihnen anvertrauten Seelen zum ewigen Leben führen. Amen.


aus dem alten Speyrer Gesangbuch "Salve Regina"; gefunden auf dem neuen Blog "Feuer und Flamme" von Scriptor flammae
http://www.blog-frischer-wind.de/



von esther10 04.12.2015 10:16

„Keiner will Feinde im eigenen Haus“ – Bischof an Moslems: Entweder Distanzierung oder Kofferpacken
11. September 2014 10:51 | Mitteilung an die Redaktion



Moslems beten vor dem Kolosseum in Rom
(Rom) Ungewohnt klare Worte fand Bischof Tommaso Ghirelli von Imola (Italien) Anfang September zur Christenverfolgung im Nahen Osten, in Nigeria, Nordafrika und anderen islamisch dominierten Teilen der Erde. An die in Europa „unter uns“ lebenden Moslems sprach er ein Entweder-oder aus. „Entweder die Moslems verurteilen die Grausamkeiten oder sie sollen unser Land verlassen“.

In einem offenen Brief, der in der Kirchenzeitung Il Nuovo Diario Messaggero der Diözese veröffentlicht wurde, wendet sich Bischof Ghirelli an die „unter uns lebenden Moslems“. Diese fordert er auf, eine eindeutige Haltung gegen die von Moslems in verschiedenen Teilen der Welt begangenen Verfolgungen und Grausamkeiten einzunehmen. „Andernfalls sollten sie den Mut haben, unser Land zu verlassen, denn niemand will Feinde im eigenen Haus“.

Bisher gibt es keine offiziellen Reaktionen durch die islamische Gemeinschaft. Mohamed Sabir, der Vorsitzende des Islamischen Kulturzentrums von Imola habe jedoch vor, am 11. September bei den in Italien an vielen Orten üblichen behördlichen Gedenkveranstaltungen zum 13. Jahrestag der Attentate auf die Twin Towers in New York Stellung zu nehmen.

„Gutmenschentum und Intoleranz überwinden“


Bischof Tommaso Ghirelli von Imola

In seinem Brief wendet sich Bischof Ghirelli auch an die Politiker: „Ihr habt die Pflicht, nicht eine Vormachtstellung zu schützen und zu verteidigen, sondern das Leben und die Freiheit der Menschen. Andernfalls werdet ihr euer Schweigen und feiges Verhalten teuer bezahlen.“

Und weiter: „Und wir Bürger, hören wir auf, generell gegen die Ausländer zu sein. Fordern wir vielmehr die unter uns lebenden Moslems auf, zu beweisen, daß sie eine Ehre haben, daß sie öffentlich Position gegen die Verfolgungen und die Grausamkeiten ergreifen sollen.

Wir wissen, daß sie von den Radikalen eingeschüchtert sind. Es ist aber der Moment gekommen, den Teufelskreis der Gewalttaten zu durchbrechen, indem wir sowohl das Gutmenschentum als auch die Intoleranz überwinden.“

Entweder nehmen die Moslems eine klare Haltung gegen die Verfolgungen und Gewalttaten ein oder sie sollten so redlich und konsequent sein und Europa verlassen, so der Bischof von Imola.
Text: Giuseppe Nardi
Bild: Diocesi di Imola

von esther10 04.12.2015 10:07

Katholische Schule verzichtet auf Weihnachtsmesse, „um andersgläubige Schüler nicht zu diskriminieren“
4. Dezember 2015 09:58 | Mitteilung an die Redaktion


Krippe(Rom) Wie bereits in den vergangenen Jahren häufen sich Meldungen aus Schulen und Kindergärten, an denen christliches Brauchtum (Nikolaus, Krippe) und sogar christliche Feste (Weihnachten) abgeschafft werden. Denn: „Die Mutter der Dummen ist immer schwanger“, so die traditionsverbundene Seite Messa in Latino, die über einen solchen Vorfall in der italienischen Stadt Monza berichtet.

Am Eingang der berufsbildenden Schule begrüßt jeden Morgen eine Marienstatue die Schüler. Zum Großteil sind es Christen. Die Zahl der Moslems nimmt jedoch zu. Obwohl es sich um eine katholische Schule handelt, wird dieses Jahr zu Weihnachten keine Heilige Messe gefeiert. Die Entscheidung des Pfarrers wurde am Mittwoch vom Schuldirektor im Rahmen einer Lehrerkonferenz bekanntgegeben.

„Es wurde uns mitgeteilt, daß die Messe nicht stattfinden wird, um die andersgläubigen Schüler nicht zu diskriminieren“, zitiert der Corriere della Sera anwesende Lehrkräfte. Statt der Heiligen Messe wird ein „Moment des Nachdenkens und des Gebets mit Gesang und der Projektion von Bildern“ stattfinden.

„Das ist eine katholische Schule. Wir verzichten auf unsere Identität“

Einige Lehrkräfte sind keineswegs begeistert von der Entscheidung des Pfarrers. Sie sehen darin einen „Abbau der katholischen Identität“ der Schule. „Das ist eine katholische Schule. Das steht am Tor, das steht im Namen, das steht auf dem Briefkopf. Jeder Schüler, der sich anmeldet, weiß das. Welchen Grund sollte es also geben, unsere Identität preiszugeben?“, wird ein Lehrer von der örtlichen Tageszeitung von Monza zitiert.

„In den vergangenen Jahren kamen auch moslemische Schüler in die Kirche. Es wird ja niemand gezwungen. In jedem Klassenzimmer hängt ein Kreuz. Es wird Religionsunterricht erteilt. Die Verpflegungsautomaten bieten Würstchen mit Schweinefleisch an. Niemand hat sich bisher darüber beschwert oder sogar beleidigt oder diskriminiert gefühlt. Warum also wird auf die Messe verzichtet?“, zitiert der Corriere della Sera Lehrerstimmen.
Der Pfarrer: Heilige Messe „kann für manche eine zu starke Kulthandlung sein“

Schuldirektor Adriano Corioni versucht abzuwiegeln. Auf Nachfrage sagt er lediglich: „Wir haben nur eine Lehrerkonferenz abgehalten.“ Gesprächsbereiter ist Pfarrer Don Marco Oneta: „Es stimmt. Am Ende wurde entschieden, keine Messe zu zelebrieren, und manche sind vielleicht nicht einverstanden damit.“ Der Grund für den Verzicht? „Es handelt sich nicht um einen Verzicht auf unsere Identität. Mit Blick auf Weihnachten werden wir uns mit den Jugendlichen zum christlichen Gebet treffen, das mit einem kollektiven Nachdenken verbunden sein wird. Das ist immerhin auch eine liturgische Handlung. Die Messe ist das Sakrament der Eucharistie: Für manche kann das eine zu starke Kulthandlung sein, nicht nur für solche, die einen anderen Glauben bekennen, sondern auch für die, die nicht regelmäßig zur Kirche gehen.“

Bischof von Padua rudert zurück: „Habe das nie gesagt“

Unteressen ruderte der neue Bischof von Padua, Msgr. Claudio Cipolla zurück. Erst seit anderthalb Monaten im Amt, hatte er vergangene Woche Verständnis für solche Entscheidungen wie in Monza oder in Rozzano geäußert. „Ich bin sogar bereit, auf unsere Weihnachtstraditionen zu verzichten, um den Frieden und die Brüderlichkeit mit unseren islamischen Mitbürgern zu bewahren“ hatte er in einer Fernsehsendung gesagt (siehe Die Priorität vieler Bischöfe und Laien, der Feigheit einen neuen Namen zu geben: Dialog und Integration).

Nach immer lauter werdender Kritik an dieser Aussage, erklärte er zunächst, mißverstanden worden zu sein. Inzwischen sagt er, nichts dergleichen gesagt oder gemeint zu haben. „Der neue Bischof ist mit dem falschen Fuß gestartet. Hoffen wir, daß es besser weitergeht“, zitierte der Mattino di Padova einen Pfarrer der Stadt. „Und dann will man uns weismachen, es gäbe keine Islamisierung in unserem Land“, hieß es in einem der zahlreichen Leserbriefe an die Zeitung.

von esther10 04.12.2015 00:40

2.12.2015 15:10
Starke Signale, die Wirkung haben

Frank Kraus, Afrika-Experte von missio, bilanziert die Reise des Papstes und rechnet mit Fortschritten im Dialog mit den Muslimen. Von Markus Reder
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Den Armen und Schwachen eine Stimme geben: Papst Franziskus hat dies in Afrika einmal mehr getan.
Foto: dpa

Herr Kraus, als Kenner des afrikanischen Kontinents verfolgen Sie die Ereignisse dort mit geschärftem Blick. Wie fällt Ihre Bilanz der Afrika-Reise des Papstes aus?
Ich würde eine durchweg positive Bilanz ziehen, dabei aber auf die unterschiedlichen Akzente, die Papst Franziskus gesetzt hat, hinweisen wollen. Das waren in Kenia andere als in Uganda oder in der Zentralafrikanischen Republik. Dass der Papst sich von der sehr unsicheren Lage nicht hat abhalten lassen und nach Bangui gereist ist, war ein überaus starkes Zeichen, das in ganz Afrika deutlich wahrgenommen wird.

Welche unterschiedlichen Akzentsetzungen sind Ihnen aufgefallen?
In Kenia lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Hinwendung zu den Armen. Überaus deutlich hat der Papst die Reichen im Land kritisiert und sie aufgefordert, ihren Reichtum mit den Ärmeren zu teilen. In Anwesenheit des Präsidenten hat Franziskus mit scharfen Worten gefordert, gegen Korruption und Missmanagement vorzugehen. Auch mit seinem Slum-Besuch hat er ein starkes Zeichen gesetzt. In Kenia hat er außerdem eine thematische Brücke zum Klimawandel geschlagen und eine gerechte Verteilung der Ressourcen dieser Welt gefordert. In Kenia stand meines Erachtens der Gerechtigkeitsaspekt im Vordergrund.

Wo lagen die Schwerpunkte in Uganda und der Zentralafrikanischen Republik?
In Uganda hat das Gedenken an die Märtyrer Afrikas eine besondere Rolle gespielt. Auch die Begegnung des Papstes mit Katechisten war ein starke Geste. Das hat es bisher so nicht gegeben. Die Katechisten spielen in Afrika eine zentrale Rolle im Glaubensleben. Eine flächendeckende Versorgung mit Priestern ist unmöglich, von daher kommt den Katechisten besondere Bedeutung zu. An die hat sich Franziskus explizit gewandt. Das wird den Katechisten in Afrika große Motivation geben. Dies ist umso wertvoller, weil sich viele Katechisten in wirtschaftlich prekären Situationen befinden. Beim Besuch der Zentralafrikanischen Republik ging es dann in besonderer Weise um die Themen Frieden, Versöhnung und interreligiöser Dialog. Der Besuch in der Moschee und die interreligiös-ökumenische Begegnung sind von Muslimen und Protestanten sehr deutlich wahrgenommen und begrüßt worden. Das wird nicht bei allen Muslimen und bei allen Protestanten so sein, aber die Führungsebene hat das schon sehr genau zur Kenntnis genommen.

Geht von dieser Afrika-Reise auch eine Botschaft an die westliche Welt aus? Deren Konsumismus zulasten armer Länder hat Franziskus in Afrika erneut kritisiert.
Die Kritik des Papstes am „reichen Westen“ ist nicht neu. Seine Mahnungen in Afrika waren im Grunde eine Wiederholung dessen, was er bereits mehrfach eingefordert hat. In Kenia hat Franziskus auch mit Blick auf die Klimaverhandlungen in Paris erneut dazu aufgerufen, die Ressourcen dieser Welt zu teilen, um allen eine gerechte Chance zu geben. Dieser Ruf nach globaler Gerechtigkeit findet sich ausführlich bereits in seinen Enzykliken „Evangelii gaudium“ und „Laudato si'“.

Wieder hat der Papst vor einem „neuen Kolonialismus“ gewarnt. Was versteht Franziskus darunter?
Heute wird den armen Ländern Afrikas von internationalen Organisationen oder Staaten diktiert, wie Handelsbeziehungen auszusehen haben. Da heißt es dann: Entweder du spielst nach meinen Regeln oder du spielst überhaupt nicht mit. Damit wird der wirtschaftlich schwächere Partner noch mehr in seinen Möglichkeiten eingeschränkt. So schafft man neue Abhängigkeiten und eher einen Absatzmarkt für den Westen, als dass das wirtschaftlich schwächere Land vorankommt. Dieses Diktat des Geldes, der Macht und der damit verbundenen politischen Einflussnahme verurteilt der Papst als Neokolonialismus. Solch neokolonialistisches Verhalten steht im massiven Widerspruch zu einer angeblich gleichberechtigten Welt.

In Nairobi hat Franziskus die „Seuche der Korruption“ verurteilt. Inwieweit ist Korruption in Afrika tatsächlich eine Seuche?
Das hängt vom jeweiligen Land ab. Aber gerade Kenia gilt in Sachen Korruption nicht gerade als Musterland. Und in der Zentralafrikanischen Republik weiß längst keiner mehr, was echte Gebühren sind und was Korruption. Das Problem reicht in vielen Ländern Afrikas bis an die Basis. Man kommt an keinem Polizisten vorbei, ohne ihm etwas geben zu müssen. Wenn man tagtäglich, um nicht bedroht zu werden, teilweise unkontrolliert an andere, die Gewaltmonopole besitzen oder stärker sind, Geld oder Materialien abgeben muss, dann kann man wirklich von einer flächendeckenden Seuche sprechen. Dann gibt es kaum jemanden, der nicht infiziert ist, und der nicht davon profitiert, sobald er in irgendeinem Staatsdienst oder in einer kontrollierenden Funktion ist. Wenn man an jeder Straßenecke eine Abgabe zahlen muss, damit man überleben kann, zeigt dies das ganze Ausmaß dieses Problems. Der Papst hat also völlig Recht, wenn er von Seuche spricht. Korruption ist in Afrika eine Seuche und die westliche Industrie spielt da gut mit. Die Chinesen ebenso.

Gehen Sie davon aus, dass die interreligiösen Bemühungen des Papstes in Afrika konkrete Folgen haben?
Das glaube ich durchaus. Es war der oberste Repräsentant der katholischen Christenheit, der diese Worte gewählt und die Gesten gesetzt hat. Prominenter geht es nicht. All das ist zumindest in den afrikanischen Ländern, in denen Christen und Muslime leben, auch berichtet worden. Das hinterlässt Eindruck. Nicht bei den Radikalen, denen wird das egal sein. Aber in der Masse der Bevölkerung werden diese Zeichen wahrgenommen. Das stärkt alle, die den Dialog wollen, weil man ein Beispiel hat, auf das man verweisen kann. Dieses Beispiel kommt von höchster Stelle der katholischen Kirche. Und es waren nicht nur Worte, sondern auch Taten. Dass der Papst die Moschee besucht, zur Barmherzigkeit aufgerufen und Muslime als Geschwister bezeichnet hat, wird langfristig liberale muslimische Kräfte stärken. Kurzfristig werden Boko Haram und andere radikale Islamisten, die Macht und Einfluss haben, weitermachen wie bisher. Kurzfristig wird es keine Erfolge geben.

Noch bevor das Heilige Jahr offiziell beginnt, hat Franziskus in Bangui eine Heilige Pforte geöffnet. Ein Signal an die Weltkirche?
Heilige Pforten werden normalerweise in Rom geöffnet, aber das Zeichen, dass jetzt das Jahr der Barmherzigkeit, die Zeit der Vergebung kommt, gilt weltweit. Papst Franziskus ist es offensichtlich wichtig, das Heilige Jahr stärker in den Ortskirchen zu verankern und so auch die lokale Kirche zu stärken. Zudem ist die Zentralafrikanische Republik einer jener Orte auf der Welt, der diese Barmherzigkeit, dieses Aufeinanderzugehen und die Vergebung am dringendsten braucht. Franziskus will offenbar gerade dort die Türen der Barmherzigkeit und Versöhnung öffnen, wo man dies am Dringlichsten tun muss. In Bangui hat er das gezeigt.

Warum ist der Klimawandel aus afrikanischer Sicht kein „weiches Ökothema“, sondern eine harte Zukunftsfrage, die auch die katholische Kirche umtreibt?
Afrika gehört immer noch zu den Kontinenten, auf denen der Großteil der Bevölkerung von Landwirtschaft lebt. Wenn dort Ernten ausbleiben, hat das katastrophalere Folgen, als wenn bei uns mal der Sommer heißer wird. Klimafragen sind in Afrika Überlebensfragen. Klimaveränderungen bedrohen Ernten und zerstören die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen. Das kann eigentlich niemandem egal sein und der Kirche schon gar nicht. Für Afrika geht es ums Überleben, nicht um ein bisschen mehr Umweltschutz.

von esther10 04.12.2015 00:35

Kritik an Flüchtlingspolitik

EU-Ratspräsident Tusk fordert Kehrtwende von Merkel
03.12.2015, 19:31 Uhr | rtr, t-online.de


Kanzlerin Angela Merkel mit EU-Ratspräsident Donald Tusk. (Quelle: dpa)

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat sich mit klaren Forderungen in der Flüchtlingskrise zu Wort gemeldet. Er fordert eine Kehrtwende in der europäischen Politik. Und spricht auch explizit die Regierung von Kanzlerin Angela Merkel an.

"Wenn wir Regeln haben, dann müssen wir sie einhalten", sagte Tusk in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" und weiterer europäischer Blätter.

Das gelte auch für das Dublin-Verfahren, das die Rückführung von Flüchtlingen in das Land vorsieht, über das sie in die EU eingereist sind. "Wir können vor unseren Verpflichtungen nicht davonlaufen. Auch Deutschland nicht", sagte Tusk. Kanzlerin Merkel hatte das Dublin-Verfahren als "obsolet" bezeichnet.

Die Erwartungen sind hoch: "Auf Ihren Schultern ruhen die Hoffnungen der ganzen Menschheit", sagte Frankreichs Präsident François Hollande zur Eröffnung des Weltklimagipfels in Paris. Mit bloßen Absichtserklärungen und leeren Versprechungen ist es nicht getan. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gerade erst wurde die Debatte um schärfere Schusswaffengesetze in den Vereinigten Staaten wieder in Gang gesetzt. Ausgerechnet jetzt soll ein neuer Teleshopping-Sender zum Verkauf von Waffen an den Start gehen. (Quelle: Reuters) Bei einem Angriff mit Brandsätzen auf einen Nachtclub in der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. (Quelle: AP/dpa) Mit großer Mehrheit hat der Bundestag dem deutschen Militäreinsatz gegen die Extremistenmiliz IS in Syrien zugestimmt. (Quelle: dpa)

Unsere wichtigsten Themen
"Flüchtlingswelle ist zu groß, um sie nicht zu stoppen"

Der Zustrom von Flüchtlingen nach Europa müsse deutlich begrenzt werden, forderte Tusk. Von den politischen Führern erwarte er eine veränderte Einstellung. "Manche von ihnen sagen, die Flüchtlingswelle sei zu groß, um sie zu stoppen. Das ist gefährlich."

Gesagt werden müsse vielmehr: "Diese Flüchtlingswelle ist zu groß, um sie nicht zu stoppen." Niemand in Europa sei bereit, "diese hohen Zahlen aufzunehmen, Deutschland eingeschlossen".

Antwort mit Merkels Worten

Oft werde argumentiert, die Grenzen müssten für Opfer des syrischen Bürgerkrieges offen bleiben. Diese machten aber nur 30 Prozent der Migranten aus. "Auch deshalb brauchen wir effektivere Kontrollen."

Nach Europa zu gelangen, sei derzeit zu leicht, weswegen es ein Sicherheitsrisiko gebe. "Man kann und man sollte Migranten so lange aufhalten, bis die Überprüfung abgeschlossen ist", forderte Tusk.

Auf die Frage, ob dies überhaupt zu bewältigen sei, antwortete Tusk auf Deutsch mit dem bekannten Ausspruch von Kanzlerin Merkel: "Wir schaffen das."

EU erhöht Druck auf Griechenland

Die EU-Länder erhöhen unterdessen den Druck auf Griechenland: Wenn nicht bald die vereinbarten Maßnahmen zur Bekämpfung der Flüchtlingskrise umgesetzt würden, drohten dem Land nach Medienberichten die vorübergehende Aussetzung des Schengen-Abkommens. Das würde bedeuten, dass bei der Ein- und Ausreise wieder Grenzkontrollen stattfinden.

Wie europäische Zeitungen wie "Le Soir" (Belgien) und "Financial Times" (Großbritannien) berichten, regt sich in der EU Unmut über die mangelnde Bereitschaft der Griechen, die Flüchtlingskrise im eigenen Land zu managen.

Zustände vor Ort in der Kritik

In der Kritik stehen demnach vor allem die Zustände vor Ort. Es sei keine Nothilfe vorhanden, es gebe keine Decken für die Menschen und keine Unterkünfte. Die bereitgestellten Mittel der EU für die Flüchtlingskrise habe Griechenland bisher nicht abgerufen und auch die versprochenen "Hotspots" (Registrierzentren) auf den Inseln im östlichen Mittelmeer funktionierten nicht.

Die griechische Tageszeitung "Kathimerini" zitiert Diplomatenkreise, wonach Griechenland zahlreiche Hilfsangebote nicht angenommen habe. So sei die Unterstützung von 400 Frontex-Mitarbeitern nicht in Anspruch genommen worden, die dabei helfen sollten, die Grenze zu Mazedonien zu sichern. Auch 300 Geräte zur Erfassung von Fingerabdrücken der Flüchtlinge seien nicht abgerufen worden.

Der Großteil aller Flüchtlinge, die in diesem Jahr über das Meer in die EU gekommen sind, reiste nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) nach Griechenland.

Bis zum 26. November waren es 721.000 Menschen, bis zum Jahresende sollen es mehr als eine Million sein. Mindestens 588 Menschen kamen bei den gefährlichen Bootsfahrten über das Meer ums Leben.


von esther10 04.12.2015 00:15




Kardinal Robert Sarah antwortet seinen Kritikern
Umgang mit Homosexualität, wiederverheirateten Geschiedenen und andere "heiße Eisen": Deutsche Fassung des exklusiven Textes der französischen Publikation "L'Homme Nouveau"


Kardinal Robert Sarah ist Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung.
Foto: EWTN/Paul Badde

Von CNA Deutsch/EWTN News

PARIS , 27 November, 2015 / 2:39 PM (CNA Deutsch).-
Es ist die Replik eines Kardinals, der die Lehre der Kirche kennt: Mit klar begründeten Antworten hat sich Kardinal Robert Sarah an Kritiker gewandt, die auf sein Interviewbuch "Gott oder nichts" reagiert haben. Der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramente erhielt auf dieses Buch neben viel Lob auch negative Reaktionen. Auf deren wesentlichen Vorwürfe ist er nun detailliert eingegangen.

Die Briefe offenbaren – das zeigt die hier dokumentierte Antwort – aus Sicht des Kardinals eine große Glaubenskrise, der gegenüber der Hirte aus Guinea nicht verschlossen bleiben konnte. Daher diese öffentliche Replik, die wir mit seiner freundlichen Genehmigung hier so publizieren, wie er sie vor wenigen Tagen in französischer Sprache dem Magazin L'Homme Nouveau gegeben hat unter dem Titel:

"Le Cardinal Robert Sarah répond à des Contradicteurs"

Infolge des Interviews, das ich gegeben habe und welches am 19. Juli 2015 in der Zeitschrift Ouest-France erschienen ist, habe ich unter anderen die vier (respektvollen) Briefe erhalten, die ich hier (in anonymer Form) veröffentliche. [Anm. d. Übers.: in L’Homme Nouveau vom 21.11.15 wurden diese vier Briefe abgebildet.] Am 19. Juli hatte ich nach Äußerungen zu verschiedenen Themen einige "heiße Eisen" angerührt:

1. Die "Ehe" zwischen Menschen desselben Geschlechtes;

2. die Zulassung zu den Sakramenten von "wiederverheirateten" Geschiedenen; und sowohl für den Westen als auch für Afrika

3. die allgemeine Situation der Ehe; ohne schließlich zu vernachlässigen

4. den von einigen Priestern durch unwürdiges Verhalten verursachten Skandal. Die hier wiedergegebenen Briefe beschäftigen sich im Wesentlichen mit den Fragen 1, 2 und 3. Greifen wir also gemeinsam ihre Einwände auf, die allesamt auf Mißverständnissen beruhen. Und beginnen wir dabei mit dem strukturiertesten und argumentativsten Brief, dem von S. (vgl. S. 13 [Anm. d. Übers.: im franz. Original]).



Argument 1: Nach Ansicht von S. ist die Katholische Kirche "nicht die Hierarchie der Bischöfe, inklusive des Bischofs von Rom, sondern die Gesamtheit der Getauften (…). Um zu sagen, was die ‚Position der Kirche‘ ist, wäre es legitim, die Ansicht der Mehrheit wiederzugeben."

Antwort 1: Der erste Satz ist richtig. Das Denken der Gläubigen repräsentiert jedoch nur dann die "Position der Kirche", wenn es im Einklang steht mit der Gemeinschaft der Bischöfe: "Die Aufgabe aber, das geschriebene oder überlieferte Wort Gottes verbindlich zu erklären, ist nur dem lebendigen Lehramt der Kirche anvertraut , dessen Vollmacht im Namen Jesu Christi ausgeübt wird." (Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Dei Verbum, 10). Außerdem geht es nicht um Mehrheit, sondern um Einmütigkeit:

"Die Gesamtheit der Gläubigen, welche die Salbung von dem Heiligen haben (vgl. 1 Joh 2,20.27), kann im Glauben nicht irren. Und diese ihre besondere Eigenschaft macht sie durch den übernatürlichen Glaubenssinn des ganzen Volkes dann kund, wenn sie ‚von den Bischöfen bis zu den letzten gläubigen Laien‘ ihre allgemeine Übereinstimmung in Sachen des Glaubens und der Sitten äußert. Durch jenen Glaubenssinn nämlich, der vom Geist der Wahrheit geweckt und genährt wird, hält das Gottesvolk unter der Leitung des heiligen Lehramtes, in dessen treuer Gefolgschaft es nicht mehr das Wort von Menschen, sondern wirklich das Wort Gottes empfängt (vgl. 1 Thes 2,13), den einmal den Heiligen übergebenen Glauben (vgl. Jud 3) unverlierbar fest. Durch ihn dringt es mit rechtem Urteil immer tiefer in den Glauben ein und wendet ihn im Leben voller an." (1)
Schließlich ist diese Einmütigkeit eine hinreichende Bedingung dafür, zu erklären, daß eine Aussage zum geoffenbarten Glaubensgut gehört (das war der Fall bei der Aufnahme Mariens in den Himmel), nicht jedoch eine notwendige Bedingung: es kommt vor, daß das Lehramt eine Glaubenswahrheit feierlich definiert, bevor die Einmütigkeit erreicht ist (wie im Fall der Päpstlichen Unfehlbarkeit beim Ersten Vatikanischen Konzil).



Argument 2: S. kritisiert meine Formulierung: "Gott steht mit Adam und Eva am Anfang der Familie".

Antwort 2: Als ausgebildeter Exeget weiß ich, daß in der Bibel nicht alles wortwörtlich zu nehmen ist. Man muß den verschiedenen literarischen Gattungen Rechnung tragen, dem Instrumentarium des menschlichen Verfassers, der selbst ein Werkzeug des Heiligen Geistes ist. (vgl. Dei Verbum, 11-12). Nachdem dies in Erinnerung gerufen ist, können wir jedoch festhalten, daß in den ersten Kapiteln des Buches Genesis unbestreitbar die heilbringende Wahrheit offenbart ist, daß Gott der Schöpfer der ersten Menschen ist; und die Bibel betont dabei die Tatsache, daß er sie als Mann und Frau erschaffen hat. Diese Dualität ist wesentlich dafür, wirklich eine menschliche Person in der Weise zu sein, wie Gott sie gewollt hat: "Als Mann und Frau erschuf er sie" (Gen 1, 27), damit sie untrennbar vereint leben in einer vollkommenen und fruchtbaren Komplementarität.

Dieser Punkt ist darüber hinaus von Jesus Christus selbst bestätigt worden:

"Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und daß er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen." (Mt 19, 4-6).
Jesus bezieht sich hier auf Gen 1, 27-28.



Argument 3: "Glauben Sie wirklich, daß der Homosexuelle eine Wahl hat? Er wird sich eines Tages bewußt, was er ist, und erkennt sehr schnell, daß er … keine Wahl hat!"

Antwort 3: Offensichtlich wird hier die häufig nicht gewählte homosexuelle Neigung verwechselt mit den homosexuellen Akten, welche, wenigstens manchmal, zum großen Teil vom Willen abhängen. Das Argument meines Kritikers ist darüber hinaus auch ausdrücklich in einem lehramtlichen Dokument zurückgewiesen worden:

"Einige vertreten die Ansicht, homosexuelle Neigung sei in bestimmten Fällen nicht das Ergebnis einer freien Entscheidung; die homosexuellen Personen hätten keine andere Wahl, sondern müßten sich homosexuell verhalten. Daher handle eine solche Person, selbst wenn sie sich auf homosexuelles Tun einlasse, wegen fehlender Freiheit nicht schuldhaft. (…) In der Tat können in einem bestimmten Fall Umstände auftreten oder in der Vergangenheit aufgetreten sein, welche die Schuldhaftigkeit des einzelnen vermindern oder geradezu aufheben, während andere Umstände sie wiederum vermehren können. Was auf jeden Fall vermieden werden muß, ist die ebenso unbegründete wie demütigende Annahme, das geschlechtliche Verhalten homosexueller Partner sei immer und vollständig dem Zwang unterworfen und daher frei von Schuld. In Wirklichkeit muß auch bei den Personen mit homosexueller Neigung jene grundlegende Freiheit anerkannt werden, welche die menschliche Person als solche charakterisiert und ihr eine besondere Würde verleiht. Wie bei jeder Umkehr vom Bösen kann, dank dieser Freiheit, das von der göttlichen Gnade erleuchtete und gestärkte Mühen es jenen Personen gestatten, homosexuelles Tun zu unterlassen." (2)
Heute erheben manche bewußt und in eigener Verantwortung den Anspruch, homosexuell zu sein, bisweilen auch mittels öffentlicher Demonstrationen. Eine nicht geringe Anzahl westlicher Regierungen und die Vereinten Nationen arbeiten daran, unter denen, die sich als Homosexuelle fühlen, die Bewußtwerdung dieser sexuellen Orientierung zu fördern, und verteidigen sie als ein Recht. Es werden nicht nur Gesetze verabschiedet, um Homosexuelle, Lesbierinnen und Transsexuelle weltweit zu schützen und die rechtliche Verpflichtung der Staaten zu fordern, Gewalt und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung zu beenden. Sondern die UNO geht sogar so weit, zu erklären, daß diese Rechte über jeder Sitte, Tradition, jedem kulturellen Wert und religiösen Glauben stehe (Botschaft zu den Menschenrechten von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon vom 2. Juli 2012).

Nun hat einerseits das Wort Gottes (u.a. Röm 1, 24-26) homosexuelle Akte klar verurteilt, welche, vom objektiven Gesichtspunkt aus, schwer schuldhafte Handlungen sind, und die Kirche hat sich definitiv zu dieser Frage geäußert:

"Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet (Vgl. Gen 19, 1-29; Röm 1,24-27; 1 Kor 6,10; 1 Tim 1,10), hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, ‚daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind‘ (CDF, Erklärung ‚Persona humana‘, 8). Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen." (KKK 2357) (3)
Andererseits lehrt das Lehramt auch, daß für die von dieser Orientierung betroffenen Personen die Pflicht und die Möglichkeit bestehen, durch Askese und Bemühung um Verzicht entschlossen zur Umkehr und somit zur Keuschheit zu gelangen:

"Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -‚ durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern." (KKK 2359)
Wohl gemerkt können "Unkenntnis, Gewalt, Furcht und weitere psychische oder gesellschaftliche Umstände … die Anrechenbarkeit einer Tat und die Verantwortung für sie vermindern oder aufheben" (KKK 1746).

Heutzutage setzen die Massenmedien und die "Gay-Lobbies" erhebliche Mittel ein, damit homosexuelle Handlungen als normal aufgefaßt und sogar als ein Recht angesehen werden. Wir fügen hinzu, daß Therapien bestehen, die zu einem großen Teil effektiv sind, und daß es Teil der angesprochenen Anstrengung sein kann, sich einer solchen zu unterziehen (4).



Argument 4: "Glücklicherweise ist das Mahl Jesu kein Belohnungsnachtisch".

Antwort 4: Ohne sich dessen bewußt zu sein, wirft der Verfasser hier der Kirche vor, jansenistisch zu sein. Nun lehrt die Kirche einerseits, gegen die Jansenisten, daß die Anhänglichkeit an eine von ihrer Materie her läßliche Sünde nicht von der eucharistischen Kommunion ausschließen muß, welche ja gerade die Kraft gibt, sich von dieser Anhänglichkeit zu lösen. Andererseits hat die Kirche immer mit Bestimmtheit daran festgehalten, daß man nicht kommunizieren kann, wenn man sich bewußt ist, im Stand der Todsünde zu sein, ein Grundsatz, der von Johannes Paul II. im Jahre 2003 in seiner Enzyklika Ecclesia de Eucharistia, Nr. 36, als definitiv in Erinnerung gerufen wurde: "In diesem Sinn hält der Katechismus der Katholischen Kirche mit Recht fest: ‚Wer sich einer schweren Sünde bewußt ist, muß das Sakrament der Buße empfangen, bevor er die Kommunion empfängt‘. [74] Ich möchte deshalb bekräftigen, daß in der Kirche die Norm gilt und immer gelten wird, mit der das Konzil von Trient die ernste Mahnung des Apostels Paulus (vgl. 1 Kor 11, 28) konkretisiert hat, indem es bestimmte, daß dem würdigen Empfang der Eucharistie ‚die Beichte vorausgehen muß, wenn einer sich einer Todsünde bewußt ist‘. [75]" (5) Nicht einmal ein Papst kann von solch einem göttlichen Gesetz dispensieren.



Argument 5: Meinem Kritiker nach (dessen Treue im Priesteramt ich sehr wohl begrüße) zögern tausende von Priestern nicht, die Kommunion an alle auszuspenden.

Antwort 5: Weisen wir zunächst darauf hin, daß eine solche Ansammlung von geweihten Dienern der Kirche (die sicher unter anderer Hinsicht sehr wohl respektabel sind) sich [als solche] keiner Lehrautorität erfreut. Des weiteren vermengt eine solche Position, wie auch immer es um die Authentizität dieser "Statistik" bestellt sein mag, in bezug auf Personen, die in einem öffentlichen und dauerhaften Stand der Sünde leben, wie zum Beispiel Ehebruch oder ständige Untreue dem Ehepartner gegenüber oder häufige und schwerwiegende geschäftliche Diebstähle, verschiedene Situationen:

den Fall, indem ein Gläubiger endlich bereut und den festen Vorsatz faßt, in Zukunft den Rückfall in die Sünde zu vermeiden, die heilige Absolution empfängt und daher zur heiligen Eucharistie hinzutreten kann, und
den Fall eines Gläubigen, der nicht gewillt ist, zukünftig objektiv schwer schuldhafte Handlungen zu unterlassen, und der so dem Wort Gottes und dem Bund widerspricht, welcher ja gerade durch die Eucharistie bezeichnet wird.
In diesem letzteren Fall wird der "feste Vorsatz" ausgeschlossen, von dem das Konzil von Trient erklärt hat, daß er notwendig sei, um von Gott die Vergebung zu empfangen. Präzisieren wir, daß dieser feste Vorsatz nicht darin besteht, zu wissen, daß man nicht mehr sündigen wird, sondern sich in seinem Willen dazu zu entscheiden, die geeigneten Mittel zu ergreifen, um die Sünde zu vermeiden. Ohne den festen Vorsatz (außer im Falle vollständiger und nicht schuldhafter Unwissenheit) bliebe ein solcher Christ im Stand der Todsünde, und beginge durch den Empfang der Kommunion eine schwere Sünde. Im Fall, daß sein Stand der Sünde öffentlich bekannt ist, haben die Diener der Kirche von ihrer Seite her auch kein Recht mehr, ihm die Kommunion zu spenden (6). Wenn sie es täten, wäre ihre Sünde vor dem Herrn größer. Es würde sich um bewußte Komplizenschaft und vorausbedachte Profanation des Heiligsten Sakramentes des Leibes und Blutes Jesu handeln.



Argument 6: Die Position der Kirche würde bedeuten, den Homosexuellen (und den wiederverheirateten Geschiedenen) das Leben schwer zu machen.

Antwort 6: Im Gegensatz zu dieser böswilligen Karikatur besteht die Haltung der Kirche nicht darin, Personen zurückzuweisen, sondern darin, ihnen nicht ein Sakrament zu spenden, zu dem ihre gegenwärtige Lebensweise im Widerspruch stünde. Die Kirche hat nicht vernachlässigt, die Pflicht der Hirten in Erinnerung zur rufen, diesen Christen, die Opfer bedeutsamer Leiden sind, mit einer großen Einfühlsamkeit zu begegnen. Indem ich mich auf den Fall der homosexuellen Neigung beschränke, rufe ich Nr. 2358 des Katechismus der Katholischen Kirche in Erinnerung:

"Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen hat tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfaßtheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen."
Eine Neigung ist keine Sünde. Aber sich wie ein Stück Holz im Wasser mitreißen zu lassen, ist eines Mannes oder einer Frau nicht würdig. Und "Gott freut sich nicht über erniedrigende Situationen, obgleich er Schlechtes zum Guten wandeln und aus unseren Schwächen das Leben zeugen kann" (7).



Argument 7: Eine Briefkorrespondentin, deren hohes Alter den größten Respekt verlangt, nennt den Fall einer Katholikin, welche infolge von Gewalt in der Ehe als "Wiederverheiratete" lebt, jedoch intensiv am Leben ihrer Pfarrei teilnimmt. Sollte uns das nicht motivieren, ihr die heilige Kommunion zu spenden?

Antwort 7: Ich erkenne die diesem Einwand zugrundeliegende Großherzigkeit an. Dieser vermischt jedoch oder vernachlässigt folgende verschiedenen Aspekte:

1. Wenn jemand häuslicher Gewalt ausgesetzt ist, hat er das Recht, sich von seinem Ehepartner zu trennen. (8)

2. Die Kirche erlaubt, mittels der Scheidung die zivilen Rechte einer legitimen Trennung einzufordern. (9) Die Scheidung als solche hindert nicht am Sakramentenempfang.

3. Ein Partner, der habituell zu ehelicher Gewalt greift, leidet wahrscheinlich an einer psychischen Krankheit, welche eventuell Grund für eine von Anfang an bestehende Nichtigkeit der betreffenden Ehe ist. (10)

4. Wenn die Kirche die erste Ehe für ungültig erklären würde, könnte das Opfer eine andere Ehe eingehen, wenn die übrigen Voraussetzungen für dieses Sakrament gegeben sind.

5. Es kann passieren, daß ein Geschiedener aus gewichtigen Gründen (wie etwa die Erziehung der Kinder) seinen Partner nicht verlassen kann. In diesem Fall muß die betreffende Person, um die Absolution zu empfangen und zur heiligen Kommunion hinzuzutreten, sich verpflichten, sich mit dem zweiten Partner jener Akte zu enthalten, welche gemäß göttlichem Gesetz wirklichen Ehepartnern vorbehalten sind. (11) Nun zeigt die Erfahrung zahlreicher Paare, daß dies oft sehr schwierig ist; nichtsdestotrotz ist es möglich mit der Hilfe der Gnade Gottes, einer geistlichen Begleitung und dem häufigen Empfang des Sakramentes der Versöhnung. Tatsächlich erlaubt das Letztere, im Fall der Niederlage sich auf dem guten Weg um so entschlossener neu zu erheben und Schritt für Schritt in der Keuschheit voranzuschreiten.

6. Die Teilnahme am Leben der Pfarrei durch einen Geschieden-Wiederverheirateten, der noch nicht bereit ist, die Keuschheit zu versprechen, disponiert ihn gerade dafür, das eigene Herz der Gnade zu öffnen, dieses notwendige Versprechen zu geben. (12)



Argument 8: Nach einem anderen Priester, der sich auf seine Erfahrung als Fidei Donum in Afrika stützt, entspricht die afrikanische Familie nicht der von mir gegebenen Beschreibung.

Antwort 8: Mir ist unbekannt, von welchem Land und welcher Diözese dieser Priester spricht. Aber in Westafrika ist trotz des massiven islamischen Einflusses in der echten Tradition unserer Vorfahren die Ehe monogam und unauflöslich. Ich spreche davon in "Gott oder Nichts". (13) So versichere ich, daß "momentan die Familie (in Afrika) stabil, dauerhaft, traditionell bleibt". Ich meine damit in keiner Weise, daß die afrikanische nichtchristliche Familie ein Vorbild sei, denn sie leidet offensichtlich unter den Spuren der Sünde und kennt darüber hinaus ihre Schwierigkeiten. Ich behaupte lediglich, daß in der afrikanischen Kultur im allgemeinen

1. die Familie weiterhin auf der heterosexuellen Verbindung gegründet ist,

2. die Ehe ohne Scheidung angestrebt wird, trotz des Paradigmas der simultanen Polygamie,

3. diese für die Fortpflanzung offen ist und

4. die familiären Bande als sakral gelten.

Ist es nicht am Ende auch das, was mein Korrespondent mit Missionserfahrung unterstreichen wollte? (Ich betone hier die Großzügigkeit des ‚Fidei Donum‘, also eines westlichen Diözesanpriesters, der freiwillig in einem Missionsland evangelisiert.) Im übrigen ist die hier behandelte Frage anderer Natur: nämlich die nach dem möglichen graduellen Voranschreiten der Pastoral bei der Evangelisierung nichtchristlicher Familien, die noch von durch die Sünde hervorgerufenen Abwegen geprägt sind, bei denen jedoch gewisse Traditionen imstande sind, evangelisiert zu werden und als Ausgangspunkt für die Verkündigung Christi zu dienen. Auf jeden Fall kann man, wenn mein Gesprächspartner mir unterschwellig vorzuwerfen scheint, ich würde die "afrikanische Familie" auf jene reduzieren, die das christliche Ideal lebt, sie umgekehrt auch nicht auf den polygamen Typ festlegen (sei er nun "traditionell" oder muslimisch).



Schlußfolgerung

Schließlich möchte ich zum Ausdruck bringen, daß ich mich als Bischof in meinem Herzen verletzt fühle, wenn ich ein solches Unverständnis für die definitive Lehre der Kirche von Seiten meiner priesterlichen Mitbrüder feststellen muß. Ich kann mir nicht erlauben, mir einen anderen Grund für eine solche Verwirrung vorzustellen als eine unzureichende Ausbildung meiner Mitbrüder. Als Verantwortlicher für die Sakramentendisziplin im gesamten Bereich der lateinischen Kirche bin ich im Gewissen gehalten, in Erinnerung zu rufen, daß Christus den ursprünglichen Schöpfungsplan einer monogamen, unauflöslichen Ehe wiederhergestellt hat, welche sowohl auf das Wohl der Ehegatten hingeordnet ist als auch auf die Zeugung und Erziehung von Kindern. Er hat darüber hinaus die Ehe zwischen Getauften in den Rang eines Sakramentes erhoben, welches den Bund Gottes mit seinem Volk bedeutet, genauso wie die Eucharistie. Nichtsdestoweniger existiert auch das, was die Kirche die "legitime" Ehe [Anm. d. Übers.: im Deutschen eher "Naturehe"] nennt. Die sakrale Dimension dieser "natürlichen" Ehe macht daraus ein Element der Vorbereitung und Erwartung des Sakramentes, vorausgesetzt, sie respektiert die Verschiedengeschlechtlichkeit und gleiche Würde beider Ehepartner ebenso wie ihre spezifischen Rechte und Pflichten und daß der Ehekonsens nicht die Monogamie, die Unauflöslichkeit und Fortdauer bis zum Tod sowie die Öffnung auf das Leben hin ausschließt. Hingegen prangert die Kirche die in die menschliche Liebe eingeführten Deformationen an: die Homosexualität, die Polygamie, den Männlichkeitskult, die wilde Ehe, die Scheidung, die Empfängnisverhütung etc. Gleichwohl verdammt s i e niemals die Personen. Aber sie beläßt diese auch nicht in ihren Sünden. Wie ihr Meister hat sie den Mut und die Liebe, ihnen zu sagen: Geh und sündige von nun an nicht mehr. Die Kirche nimmt die Menschen nicht nur mit Barmherzigkeit, Respekt und Einfühlsamkeit an. Sie lädt mit Entschiedenheit zur Umkehr ein. In ihrer Nachfolge fördere ich die Barmherzigkeit gegenüber den Sündern (wir alle gehören dazu), aber auch die Festigkeit gegenüber Sünden, die mit der Liebe zu Gott unvereinbar sind, welche durch die sakramentale Kommunion bekannt wird. Heißt das nicht, die Haltung des Sohnes Gottes nachzuahmen, welcher zur Ehebrecherin gesagt hat: "Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von nun an nicht mehr." (Joh 8, 11) ?

ROBERT KARDINAL SARAH

Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung





Dogmatische Konstitution Lumen Gentium, 12. Die Hervorhebungen in Kursivschrift stammen von mir.
KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE (CDF), 1. Oktober 1986, Schreiben an alle Bischöfe über die Seelsorge für homosexuelle Personen – Homosexualitatis problema, § 11; DC, 1986, 1160-1164. Dies ist der wichtigste Text zum Thema.
In Bezug auf die Homosexualität beschränken wir uns direkt auf lehramtliche und für die Universalkirche gültige Texte. Außer dem, was wir an anderer Stelle zitieren, vgl.: CDF, 29. Dezember 1975, Erklärung zu einigen Fragen der Sexualethik - Persona humana; La Documantation catholique (DC), 1976, S. 1-11; - CDF, 15 juin 1977, Lettre au général des jésuites contre le livre The Church and the Homosexual ; DC, 1978, 309-311 ; - Johannes Paul II., 5. Oktober 1979, Ansprache an die amerikanischen Bischöfe ; DC, 1979, 928 ; - CDF, 23. Juli 1992, Einige Anmerkungen bezüglich der Gesetzesvorschläge zur Nicht-Diskriminierung homosexueller Personen; DC, 1992, 783-785; - Johannes Paul II., 21. Januar 1999, Ansprache an die Rota Romana, §5; DC, 1999, 205; - CDF, 31. Mai 1999, Notification concernant Sister Jeannine Gramick (…) ; DC, 1999, 197 ; - Päpstlicher Rat für die Familie (CCPF), 17. März 2000, Erklärung bezüglich der Resolution des Europäischen Parlaments am 16. März 2000 ; DC, 2000, 398-399 ; - CDF, 3. Juni 2003, Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften; DC, 2003, 798-803; - CDF, 31. Mai 2004, Schreiben an die Bischöfe über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und in der Welt, § 2; DC 2004, 775-784.
Vgl. bspw. PÄPSTLICHER RAT FÜR DIE FAMILIE, MENSCHLICHE SEXUALITÄT: WAHRHEIT UND BEDEUTUNG, Orientierungshilfen für die Erziehung in der Familie; DC, 1996, S. 225-227, besonders S. 226.
Die Fußnoten (74) und (75) verweisen auf folgende Stellen: (74): Katechismus der Katholischen Kirche, 1385; vgl. CIC, can. 916; CCEO, can. 711. – (75) Johannes Paul II., Ansprache an die Mitglieder der heiligen Pönitentiarie und an die Beichtväter der römischen Patriarchalbasiliken (30. Januar 1981): AAS 73 (1981), 203; vgl. Konzil von Trient, 13. Sitzung, Dekret über das Sakrament der Eucharistie, Kap. 7 und Kan. 11: DH 1647, 1661; (Dumeige), La Foi catholique, nn. 742. 755.
Folgende Evangelienperikopen wären nachzulesen: Mt 5, 31-32 ; 19, 3-9 ; Mk 10, 2-12 ; Lk 16, 18 ; Röm 7, 2-3 ; 1 Kor 7, 10-11 ; 11, 27-29 ; für die gesamte Zeit der Patristik vgl. : Henri Crouzel, s.j., L’Église primitive face au divorce, Paris, Beauchesne, 1971. Für das jüngere Lehrmt sind die wesentlichen und definitiven Texte : Johannes Paul II, Nachsynodales Schreiben Familiaris consortio, n. 84 ; DC, 1982, S. 1-37 ; - Johannes Paul II, 25. Januar 1983, Codex des kanonischen Rechtes, Can. 915-916 ; - CDF, 14. September 1994, Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über den Kommunionempfang von wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen – Annus Internationalis Familiae; DC, 2000, 158-161; - ERKLÄRUNG DES PÄPSTLICHEN RATES FÜR DIE GESETZESTEXTE, 24. Juni 2000, über die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene (zu Can. 915); DC, 2000, 715-716; - Benedikt XVI., 22. Februar 2007, Nachsynodales Apostolisches Schreiben Sacramentum caritatis, Nr. 20 und 29; DC, 2007, 303-343.
Dom Samuel, De tout cœur, sur l’avenir chrétien de notre temps, Ad Solem, 2011, p. 29.
Johannes Paul II, Codex des kanonischen Rechtes, Can. 1153.
Vgl. Johannes Paul II., 21. Januar 2002, Ansprache an die Rota Romana.
Vgl. Codex des kanonischen Rechtes, Can. 1095, 3°.
Vgl. Johannes Paul II, 2. November 1981, Nachsynodales Schreiben Familiaris consortio, Nr. 84.
Vgl. ibidem.
Dieu ou rien, Entretiens sur la foi, p. 355-357, Fayard, 422 p., 21,90 €. [deutsch : Gott oder Nichts, Ein Gespräch über den Glauben, S. 351-351, Fe-Medienverlag, 399 S., 17,80 €.]
Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung von Kardinal Robert Sarah und L'Homme Noveau.
http://de.catholicnewsagency.com/story/k...-kritikern-0235



von esther10 04.12.2015 00:05




Die Bundeswehr beteiligt sich am Syrien-Einsatz
© Carsten Rehder (dpa)

http://www.heute.de/gastkommentar-carlo-...r-41294048.html

04.12.2015


Kirchen reagieren unterschiedlich auf Bundestags-Abstimmung
Gemische Gefühle
Der Bundestag stimmte für eine Beteiligung der Bundeswehr
© Michael Kappeler (dpa



Bischof Algermissen
© dpa

Der Bundeswehr-Einsatz gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat", den der Bundestag am Freitag billigte, ist in den beiden großen Kirchen umstritten. Die Reaktionen reichen von "gut nachvollziehbar" bis "skeptisch" und "sorgenvoll".

Für den Vorsitzenden der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Stephan Ackermann, ist eine militärische Beteiligung Deutschlands bei der Bekämpfung des Terrorismus "gut nachvollziehbar, vielleicht sogar sachlich geboten".

Hingegen warnte der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen als Präsident der deutschen Sektion der katholischen Friedensbewegung "Pax Christi" vor einer deutschen Kriegsbeteiligung in Syrien: "Ein Ja dazu bedeutet, ein militärisches Abenteuer zu beginnen, dessen Ziel und Ende nicht absehbar ist, in einer Region, wo bereits viele Akteure bombardieren und kämpfen."

Reaktionen in der EKD

Auch in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gibt es dazu keine einheitliche Position. Die Kirchenleitung der badischen Landeskirche rief zu am Freitag zu einem Verzicht auf einen deutschen Militäreinsatz in Syrien auf. "Der Beschluss des Bundeskabinetts zur Beteiligung der Bundeswehr an einem Militäreinsatz in Syrien erfüllt uns mit Sorge. Er folgt einer Logik, durch militärische Gewalt mehr Sicherheit herzustellen", heißt es in einer Stellungnahme.


Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm sieht einen Bundeswehreinsatz gegen den "IS" skeptisch. Ein Ja machte er am Donnerstagabend in Berlin von der Aussicht auf Erfolg abhängig: "Wenn ich davon überzeugt wäre, dass diese Maßnahmen in Syrien und Irak die Waffen von Bürgerkriegsparteien und IS-Mörderbanden zum Schweigen bringen und den Nährboden des Terrorismus austrocknen könnten, dann würde ich sie befürworten", sagte der bayerische Landesbischof.

Auch andere evangelische Kirchenrepräsentanten, wie der hannoversche Landesbischof Ralf Meister und der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms, äußerten sich kritisch zu einer deutschen Beteiligung. Dagegen bezeichnete der reformierte Kirchenpräsident Martin Heimbucher einen deutschen Militäreinsatz in Syrien als "christlich verantwortbare Position". Zuvor hatte sich bereits die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gegen Kampfeinsätze deutscher Soldaten im Nahen Osten ausgesprochen.


Militärische Mittel seien nicht geeignet, um den sogenannten Islamischen Staat erfolgreich zu bekämpfen, heißt es einer Resolution. Eine verstärkte deutsche Beteiligung beim internationalen Kampf gegen den IS sei auch für den europäischen Zusammenhalt bedeutsam, sagte der Trierer katholische Bischof Ackermann mit Hinweis auf die Terroranschläge in Paris.

"Die Stärkung der europäischen Kooperation - wo zielführend auch militärisch - ist eine Voraussetzung für die geforderte langfristige Handlungsfähigkeit." Zugleich machten es die Erfahrungen aus dem Irak und Afghanistan notwendig, eine international getragene Perspektive zur Bekämpfung des IS und zur Beendigung des Krieges in Syrien zu entwickeln, argumentierte Ackermann.

Reaktion von Pax Christi

"Pax Christi"-Präsident Algermissen warnte hingegen, die Gewaltspirale in Syrien werde nicht gestoppt, wenn neue Akteure wie Deutschland sich an dem Krieg beteiligten. Die Luftangriffe, die nun auch mit deutscher Hilfe erfolgten, träfen die gesamte syrische Bevölkerung. "Jeder weitere Staat, der sich an den Bombardierungen beteiligt, verstärkt die Militarisierung der Region, und die Weltgemeinschaft läuft Gefahr, sich in die militärische Sackgasse zu bewegen."

Zuvor hatte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick den Einsatz militärischer Gewalt als letztes Mittel gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" für ethisch vertretbar bezeichnet. Wenn das "menschenverachtende Treiben" des IS in Syrien auf anderem

Wege nicht zu stoppen sei, dürfe militärische Gewalt angewendet werden, sagte Schick am Montag. Militärgewalt dürfe niemals ein reguläres Mittel sein, um die Verhältnisse zu wenden und auf friedliche Zustände hinzuwirken. Mit einer terroristischen Organisation wie dem "IS" sei jedoch keine Verhandlungslösung möglich, ergänzte Schick, der die Kommission Weltkirche der katholischen Deutschen Bischofskonferenz leitet.

Rainer Clos
(epd)

***
Bundeswehreinsatz in Syrien

Der Bundestag hat dem Bundeswehreinsatz gegen den IS zugestimmt. Damit sollen bis zu 1200 deutsche Soldaten mit Aufklärungsflügen und einer Fregatte die internationale Koalition im Kampf gegen den IS-Terror unterstützen - zunächst bis Ende 2016.

Die katholische Friedensbewegung pax christi hatte zuvor die Abgeordneten am Donnerstag dazu aufgefordert, dem von der Bundesregierung vorgelegten Mandat nicht zuzustimmen.

Ein solcher Schritt unterlaufe die Bemühungen um eine friedliche Beilegung des Syrien-Konflikts. Die Erfahrung zeige, dass militärische Gewalt die Probleme im Nahen und Mittleren Osten verschlimmere, anstatt sie zu lösen, so pax christi. "Hinzu kommt, dass kein Mandat des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen vorliegt, das einen solchen Einsatz zumindest völkerrechtlich - wenn auch nicht ethisch - legitimieren würde."

Ähnlich äußerte sich terre des hommes. Eine Eskalation des Luftkriegs würde die Situation für die Zivilbevölkerung und insbesondere die Kinder weiter verschärfen, erklärte die Kinderrechtsorganisation. Die internationale Gemeinschaft solle anstelle von Militärschlägen die Einkommensquellen der Terroristen trocken legen und den Zulauf von Kämpfern in die Region stoppen. Auch müsse der Schutz der Zivilbevölkerung Vorrang haben. Etwa 12 Millionen Menschen in Syrien seien auf Hilfe angewiesen, darunter 5,6 Millionen Kinder.

Auch medico international verwies auf das Schicksal der Zivilbevölkerung. Anstatt Leid zu lindern, produzierten Militärschläge nur neue Flüchtlingsströme, "die spätestens im kommenden Frühjahr an den europäischen Außengrenzen ankommen werden", so die Organisation und fügte mit Blick auf die Versorgungslage der Menschen in Syrien und den Nachbarstaaten hinzu: "Solange das Welternährungsprogramm derart skandalös unterfinanziert ist, bleibt jeder Kriegseinsatz in Syrien eine zynische Demonstration europäischer Selbstgerechtigkeit."

Die Bundeswehr soll die Kampfjets der Anti-IS-Koalition in Syrien und im Irak mit Aufklärungsflügen von sechs "Tornado"-Maschinen unterstützen, selbst aber keine Bomben abwerfen. Die deutsche Fregatte "Augsburg" soll zum Schutz eines französischen Flugzeugträgers eingesetzt werden.

Ein Tankflugzeug soll mit Treibstoffversorgung in der Luft längere Angriffsoperationen ermöglichen. Der Beschluss ist eine Reaktion auf die jüngsten Anschläge in Paris, zu denen sich der IS bekannte. Die Kosten für den Einsatz werden mit 134 Millionen Euro beziffert. Bei 598 abgegebenen Stimmen votierten 445 Abgeordnete für den Einsatz, 146 stimmten dagegen, 7 enthielten sich. Die Ja-Stimmen kamen fast ausschließlich aus dem Koalitionslager. Die Linksfraktion hatte vorab ein geschlossenes Nein angekündigt, die Grünen-Fraktion eine mehrheitliche Ablehnung. (KNA, dpa)




von esther10 04.12.2015 00:00

THE PULSE Mi 2. Dezember 2015 - 08.16 Uhr EST



Pornostar schreibt herzzerreißenden Brief an ihr ungeborenes Kind

Aurora * erschien zuerst in pornografischen Filmen im zarten Alter von 18 - bald nach Antworten auf eine Zeitungsanzeige für nackte Modellierung. Sie war aus einer armen Familie, Ertrinken in Verschuldung der Studierenden und der beworbenen 2.000 $ / Tag war eine Menge Geld.

Wie so viele junge Frauen, die in der Porno-Geschäft plantschen, Aurora nur dazu gedacht, genug Geld zu verdienen, um auf die Beine zu kommen, bevor sie zu anderen, besseren Dingen. Aber wie so viele andere, wurde sie bald mit Angeboten von noch mehr Geld, um in immer Hardcore-Videos erscheinen gefachten, und festgestellt, dass sie genoss die Aufmerksamkeit. Ehe sie sich versah, hatte fast 10 Jahre vergangen, und sie in fast jeder erdenklichen Form porn durchgeführt hatte - ". Einige ziemlich grobe Dinge" mit, was sie gibt zu, sind

Im Jahr 2011 jedoch auf Drängen von ihrem Freund, machte sie die Entscheidung, zu gehen. Dann, im Jahr 2013 wurde sie schwanger - mit einem Sohn. Plötzlich sah sie ihre ganze Vergangenheit Karriere in einem krassen neuen Licht, wie sie es sich vorgestellt, was ihr Sohn könnte an diesem Tag er von ihr porn Vergangenheit gelernt, und vielleicht sogar sah einige der Filme, die sie in geführt denken.

Obwohl Aurora weiterhin angezeigt wird, die Porno-Industrie in ihren öffentlichen Schriften unterstützt, wird ihrem Brief unten (zuerst bei The Daily Beast veröffentlicht) mit Bedauern gefüllt. "Wenn ich gewusst hätte, ich würde 1 Tag meine Meinung ändern und wollen eine eigene Familie, würde ich ganz andere Auswahl getroffen haben", schreibt sie, um ihr ungeborenes Kind.

Der Brief, herzzerreißend, roh, und zum Nachdenken anregende, ist nur eine weitere krassen Beispiel, wie so viele gefährdete junge Frauen werden durch Versprechungen einfach Geld und Ruhm in einer Branche gelockt, nur um sich selbst Dinge, die sie nie gedacht, sie tun würden, zu tun , und die Schaffung einer permanenten Online-Präsenz, die folgen, und verfolgen sie für den Rest ihres Lebens wird. Hier ist die vollständige Buchstaben:
https://www.lifesitenews.com/pulse/porn-...her-unborn-baby

von esther10 03.12.2015 23:17

Warum Barmherzigkeit der Weg ist

Papst spricht über das Gebot der Stunde für die Kirche.

Erstellt von Radio Vatikan am 3. Dezember 2015 um 09:37 Uhr


Heiligstes Herz Jesu

Vatikan (kathnews/RV). Papst Franziskus hat sich in einem Interview über seinen besonderen Zugang zur Barmherzigkeit als Weg der Kirche geäußert. Er habe diesen Schwerpunkt seines Pontifikats keineswegs selbst erfunden, sagte der Papst im Gespräch mit „Credere“, der offiziellen Zeitung des Jubiläums der Barmherzigkeit. Die Kirche falle manchmal selbst in Versuchung, „eine harte Linie zu fahren“ und „nur die moralischen Normen zu betonen“, räumte Franziskus ein. Die Welt sei aber darauf angewiesen, den Gott der Barmherzigkeit zu entdecken und zu sehen, „dass die Verurteilung nicht der Weg ist“. Franziskus erzählte auch einige persönliche Begebenheiten, die ihn überzeugten, dass Barmherzigkeit das Gebot der Stunde für die Kirche ist.

Das Bestehen auf der Barmherzigkeit Gottes ist eine verhältnismäßig junge Tradition, hält der Papst eingangs fest. Es habe sich mit Paul VI. Bahn gebrochen, Johannes Paul II. habe die Barmherzigkeit stark betont. Franziskus erinnerte an sein erstes Angelus als Papst im März 2013, in dem er den zahlreichen Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz das Buch „Barmherzigkeit“ von Kardinal Walter Kasper ans Herz legte, das dieser ihm kurz vor dem Konklave als Zimmernachbar in der Casa Santa Marta überreicht hatte. Auch in seiner ersten Predigt als Papst – in der vatikanischen Pfarrei Sant‘ Anna – habe er über Barmherzigkeit gesprochen. „Das war keine Strategie, das kam von innen heraus: der Heilige Geist will etwas“, so der Papst.

„Es ist der Jahr der Vergebung, das Jahr der Versöhnung“, sagte Franziskus und holte weit aus: „einerseits sehen wir Waffenhandel, die Herstellung von Waffen, die töten, den Mord an Unschuldigen mit den schlimmsten überhaupt möglichen Methoden, die Ausbeutung von Menschen, Kindern: Man begeht, der Ausdruck sei mir erlaubt, ein Sakrileg gegen die Menschheit. Denn der Mensch ist heilig, er ist das Bild des Lebendigen Gottes. Und nun sagt der Vater: hört auf und kommt zu mir. Das ist, was ich in der Welt sehe.“

Zur Beichte gehe er selbst alle zwei bis drei Wochen, erzählte der Papst in dem Interview. Er fühle sich als Sünder, „ich bin sicher, einer zu sein“. Aber „ich bin, wie ich den Gefangenen in Bolivien sagte, ein Mann, dem vergeben wurde. Gott hat mich mit Barmherzigkeit angesehen und mir vergeben“. Er habe immer das Gefühl gehabt, dass Gott sich in besonderer Weise um ihn sorge. Abermals erzählte Franziskus vom Tag seiner Berufung zum Priester am 21. September 1953, als er in seine Pfarreikirche in Buenos Aires eintrat, einen ihm fremden Priester sah und, ohne wirklich zu wissen warum, sich zur Beichte bei ihm entschloss.

„Ich war praktizierender Katholik, ging am Sonntag zur Messe, mehr aber nicht“, so Franziskus. „Und ich weiß nicht, was geschah, aber ich kam anders, verändert, wieder heraus.“ Der betreffende Priester, Carlos Benito Duarte Ibarra, hatte Leukämie und starb ein Jahr später, ein Jahr, in dem er den jungen Jorge Mario Bergoglio geistlich begleitete. Nach der Beerdigung dieses Priesters, so bekannte Franziskus, habe er bittere Tränen geweint und sich von Gott verlassen gefühlt,. „Das war der Moment, in dem ich auf die Barmherzigkeit Gottes gestoßen bin.“

In der Barmherzigkeit werde auch „die mütterliche Dimension Gottes“ sichtbar, erklärte Papst Franziskus. Allerdings würden diesen Ausdruck nicht alle verstehen, er sei „nicht populär im guten Sinn des Wortes“, sondern gehöre wohl einer „etwas gewählten Sprache“ an. „Deshalb rede ich lieber von der Zärtlichkeit, die einer Mutter eigen ist, die Zärtlichkeit Gottes. Gott ist Vater und Mutter.“

Den Gott der Barmherzigkeit zu entdecken verändere den Menschen, mache ihn toleranter, geduldiger und zärtlicher, so Franziskus weiter. „Während der Synode 1994 sagte ich in einer der Arbeitsgruppen, man müsse eine Revolution der Zärtlichkeit in Gang bringen, und ein Synodenvater – ein guter Mann, den ich respektiere und schätze, sehr alt schon – antwortete mir, ein solcher Ausdruck sei nicht angebracht, und er gab mir vernünftige Erklärungen, als intelligenter Mann, aber ich sage nach wie vor, dass heute die [Stunde der] Revolution der Zärtlichkeit ist, denn daher rührt die Gerechtigkeit und alle übrige.“

Und wieder wurde Franziskus sehr konkret: Wenn ein Unternehmer einen Angestellten nur elf Monate im Jahr anstelle und für den zwölften Monat entlasse, um ihn dann neu einzustellen, dann zeige er „keine Zärtlichkeit, sondern er behandelt den Angestellten wie ein Objekt. Wenn man sich aber in den Betroffenen hineinversetzt, statt an die eigenen Taschen zu denken, dann ändern sich die Dinge.“

Die „Revolution der Barmherzigkeit“ wünscht sich der Papst als bleibendes Ergebnis des Heiligen Jahres. Er kündigte an, er werde an jedem Freitag des Jubiläums „eine andere Geste“ setzen. Einzelheiten dazu ließ er sich nicht entlocken.
http://www.kathnews.de/warum-barmherzigkeit-der-weg-ist
Foto: Heiligstes Herz Jesu – Bildquelle: Kathnews

von esther10 03.12.2015 23:09

Prof. Dr. Jörg Meuthen übt Kritik an EZB-Politik: kopflos und aktionistisch
Veröffentlicht: 3. Dezember 2015 | Autor: Felizitas Küble

Zu den heutigen Entscheidungen des Rats der EZB (Europäischen Zentralbank) erklärt AfD-Sprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto):



„Die Entscheidung des EZB-Rats, die Negativzinsen auf Einlagen zu erhöhen, sind ein weiteres schlechtes Signal für Sparer wie für die Euro-Währung im Ganzen. Schon das deklarierte Ziel einer Erhöhung der Inflationsrate ist mehr als fragwürdig und es liegen ihr falsche Annahmen zugrunde. k-DSC_7131-160x200

Erstens wahrt die um die sinkenden Rohstoffpreise bereinigte Kerninflationsrate bereits jetzt einen hinreichenden Sicherheitsabstand zu vorgeblichen Deflationsgefahren. Zweitens bringen auch die heutigen Maßnahmen wie bereits alle vorherigen keine Hilfe gegen das lahmende Wirtschaftswachstum im südlichen Teil der Eurozone. Draghi und seine Helfer ignorieren geflissentlich, dass es strukturelle und nicht etwa konjunkturelle Probleme sind, die das Gesunden dieser Volkswirtschaften verhindern. So wird das heutige Maßnahmenbündel ebenso wirkungslos verpuffen, wie bereits alle vorherigen.

Gleichzeitig wird mit der angekündigten Verlängerung der Anleihekäufe durch die EZB die nicht hinnehmbare monetäre Staatsfinanzierung seitens der EZB noch weiter ausgedehnt.

Die EZB agiert damit erneut rein aktionistisch und bewegt sich mit ihren abenteuerlichen Maßnahmen auf immer dünnerem Eis. Die Deutsche Bundesbank wird bei diesen Entscheidungen regelmäßig überstimmt. Im EZB-Rat sind längst die geldpolitischen Hasardeure in der Mehrheit. Es darf aber nicht sein, dass diese Deutschland und die übrigen stabilen Volkswirtschaften Europas in ihre leichtsinnigen Spiele mit dem Feuer hineinziehen.

Es bedürfte angesichts dieser Entwicklungen dringend neuer und schärferer Regeln für die EZB, die es ihr verunmöglichen, die Euroländer qua Mehrheitsentscheid in unkalkulierbare Haftungsrisiken und damit unter dem Deckmantel der Geldpolitik in eine Transferunion zu zwingen. Diese sind jedoch leider nicht in Sicht. Die zu ziehenden Konsequenzen für die Frage des Verbleibs Deutschlands im gemeinsamen Währungsverbund liegen auf der Hand.“

von esther10 03.12.2015 22:55

Irak: „Ein Stück Heimat wiederbekommen“


Neue Kapelle für IS-Flüchtlinge geweiht

Redaktion | 3. Dez | KIN Ös | Verfolgte Kirche | Wien | 13
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Mit Hilfe von „Kirche in Not“ konnte in Bagdad eine Kapelle für IS-Flüchtlinge eingeweiht werden. Pater Luis Montes ist froh. „Kürzlich konnten wir eine neue Kapelle einweihen. Es war höchste Zeit, dass unsere Flüchtlinge eine eigene kleine Kirche bekommen haben. Das gibt ihnen ein Stück der verlorenen Heimat zurück. Und die Menschen können jetzt ohne Lebensgefahr zur Messe gehen.“ Der argentinische Priester vom Institut des Inkarnierten Wortes lebt seit fünf Jahren in Bagdad, einer der gefährlichsten Städte der Welt. „Allein im Oktober hatten wir 128 Bombenattentate in Bagdad. Es ist also kein Wunder, dass die Menschen Angst haben, auf die Straße zu gehen, um zur Kirche zu gelangen.“ Eigentlich, berichtet er, ist die nächste Kirche nicht weit. „Wegen der Gefahr war es aber wichtig, dass die Kirche zu ihnen ins Lager kommt.“

135 Familien aus der Niniveh-Ebene bei Mossul leben seit letztem Jahr im Flüchtlingslager, das den Namen der Jungfrau Maria trägt. Jeder Familie wurde ein Wohncaravan zugeteilt. Sie alle sind Christen. Die meisten gehören der syrisch-katholischen Kirche an. „Die Menschen haben im letzten Jahr alles verloren. Als der „Islamische Staat“ ihre Stadt Karakosch (Karakosh) angriff, rannten sie um ihr Leben und ließen alles zurück.“ Wie ihnen ging es über 120000 Christen, die seither als Flüchtlinge in Lagern vor allem im Nordirak ausharren. Tausende haben ihre Heimat bereits verlassen, um nach Australien oder in anderes westliches Land zu gehen. „Von unseren Flüchtlingen hier wollen alle weg. Sie sind nach Bagdad gekommen, weil die Lager im Norden überfüllt waren, vor allem aber, weil sie neue Papiere brauchten, um den Irak verlassen zu können. Die meisten haben ihre Dokumente in den Wirren der Flucht vergessen oder verloren“, so Pater Luis.

„Niemand von ihnen hat Hoffnung in die von ISIS besetzten Heimatorte zurückkehren zu können. Eine Befreiung zeichnet sich ja nicht ab. Und außerdem haben die Menschen das Vertrauen in den Irak und überhaupt in die arabische Welt verloren“, berichtet Pater Luis. Als er einmal eine Frau gefragt habe, ob sie sich eine Zukunft in den eigentlich sicheren kurdischen Autonomiegebieten im Nordirak vorstellen könne, habe sie geantwortet: „Ja, jetzt ist es da noch sicher. Aber wird es morgen auch so sein? Viele Menschen sind aus dem Irak vor Jahre nach Syrien geflüchtet. Und jetzt müssen sie erneut aufbrechen. Nein, am besten ist es für uns, wenn wir den Nahen Osten ganz verlassen.“

Die Visaanträge der Familien werden aber nur langsam bearbeitet. Die Menschen leben also in einem Schwebezustand, meint Pater Luis. „Natürlich leiden die Menschen unter ihrer Situation. Nicht alle haben Arbeit hier gefunden. Vor allem die Familienväter fühlen sich nutzlos. Dennoch sehe ich, wenn ich mir unsere Leute anschaue, in fröhlichere Gesichter als im Westen. Die Menschen haben sich ihren Glauben an Gott bewahrt. Das trägt sie und gibt ihnen Zuversicht.“

Pater Luis hat sich seit der Ankunft der Menschen in Bagdad um sie gekümmert. „Ich habe schnell festgestellt, dass es keine Kapelle im Lager gab. „Kirche in Not“ hat dann zugestimmt, uns zu helfen. Deshalb konnten wir kürzlich unsere kleine Container-Kirche einweihen.“ Künftig wird hier immer am Samstagabend die Heilige Messe im syrisch-katholischen Ritus gefeiert werden. „Natürlich sind wir alle Katholiken. Aber der lateinische Ritus, den ich zelebriere, ist doch sehr anders als der, den die Menschen gewohnt sind. Deshalb werden Priester der syrisch-katholischen Kirche eingesetzt werden. Weil sie aber nur zu zweit sind in Bagdad und am Sonntag schon viele Messen haben, werden sie die Sonntagsliturgie am Samstagabend feiern. Ich höre währenddessen die Beichte der Gläubigen.“ Die Menschen, berichtet Pater Luis, sind sehr froh über die kleine Kapelle. „Ich habe bei der Einweihung nur in dankbare Gesichter geblickt. Es zeigt ihnen, dass sie nicht vergessen sind, dass die Wohltäter von „Kirche in Not“ an sie denken. Jedes Zeichen der Solidarität ist ihnen in ihrer Lage kostbar. Und im mystischen Leib Christi sind wir alle eins. Was wir einander tun, wird zum Segen für alle. Die kleine Kirche hilft den Menschen hier. Die Wohltäter aber und alle Gläubigen sind gesegnet durch das Leiden dieser Bekenner des christlichen Glaubens. Sie sind der wahre Schatz der Kirche. Ihn müssen wir pflegen.
http://www.zenit.org/de/articles/irak-ei...&utm_term=Image



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