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von esther10 18.12.2015 00:56

Ist ein Militäreinsatz gegen den IS christlich legitimiert?


Schon in Afghanistan flogen Tornados Aufklärungseinsätze. Foto: Bundeswehr

http://www.cicero.de/berliner-republik/k...die-afghanistan

Wetzlar (idea) – Nach einem Beschluss des Bundestages vom 4. Dezember werden bis zu 1.200 deutsche Soldaten mit Aufklärungsflugzeugen und einer Fregatte den Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien unterstützen. Ist ein solcher Militäreinsatz aus christlicher Sicht legitim? Dazu äußern sich zwei evangelische Experten in einem Pro und Kontra für die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).

Pro: Pazifistische Weltverbesserungsideale retten keine Menschenleben

Der Direktor des Instituts für Ethik und Werte in Gießen, Prof. Stephan Holthaus, befürwortet ein Engagement der Bundeswehr. Der IS sei eine der schlimmsten Terrororganisationen aller Zeiten. Er schrecke vor Folter, Vergewaltigung und Völkermord nicht zurück. „Ein gewaltsames Zurückschlagen des IS ist mittlerweile eine absolute Notwendigkeit, um größeres Leid zu verhindern“, so Holthaus. Der Staat müsse auch zum Schwert greifen können, um seine Bevölkerung zu schützen (Römer 13,4). Ziel des Militäreinsatzes müsse der nachhaltige „gerechte Frieden“ sein, nicht nur die Zerstörung des Feindes. Durch Krieg allein werde man den IS nicht besiegen. So komme es darauf an, die Finanzströme der Terrorbewegung auszutrocknen und ihre mediale Macht einzudämmen. Noch wichtiger sei die Aufklärungsarbeit in westlichen Ländern, damit sich hier nicht noch mehr junge Menschen radikalisierten. Hier seien Christen gefragt, ihren Glauben überzeugend zu leben. Holthaus warnt angesichts des IS-Terrors: „Wer jetzt nur zusieht, macht sich schuldig. Pazifistische Weltverbesserungsideale werden kein Menschenleben retten.“

Kontra: Militärisches Eingreifen verstärkt nur die Gewalt

Die Gegenposition vertritt der Friedensbeauftragte des Rates der EKD und oberste Repräsentant der Bremischen Evangelischen Kirche, Renke Brahms. Das Leitbild des „Gerechten Friedens“ gehe von einem Vorrang der Gewaltfreiheit vor militärischen Mitteln aus. Evangelische Friedensethik sehe einen Einsatz militärischer Gewalt nur als äußerste Möglichkeit im Sinne rechtserhaltender Gewalt als legitim an. Voraussetzung dafür sei zwingend ein UN-Mandat, das derzeit nicht vorliege. Brahms: „Terrorismus ist ein Verbrechen und wie ein Verbrechen zu bekämpfen. Kriegsrhetorik führt dagegen in die Irre und darf das Handeln nicht bestimmen.“ Auch wenn das humanitäre Elend zum Himmel schreie und einen moralischen Druck erzeuge, gebe es für ein militärisches Eingreifen keine Erfolgsaussichten. Es verstärke nach allen Erfahrungen nur Gewalt. Deshalb setze die EKD auf politische Verhandlungen. Es gehe um einen geduldigen Weg politischer Überzeugungsarbeit und die Einbindung möglichst vieler relevanter Gruppen. Besondere Bedeutung habe die Zusammenarbeit mit den wenigen in Syrien verbliebenen zivilgesellschaftlichen Friedensakteuren.

Inacker: Gegen IS-Mörderbanden hilft kein „Händchenhalten auf dem Kirchentag“

Kritik am Nein der evangelischen Kirche zu dem Militäreinsatz übt der Vorsitzende der Internationalen Martin Luther Stiftung, Michael Inacker (Kleinmachnow bei Potsdam). Gegen die „Mörderbanden des IS“ helfe nicht „Händchenhalten auf dem Kirchentag, sondern nur die ruhige Hand eines Soldaten, der kämpft, um Schlimmeres zu verhindern“, schreibt der Vorstandschef der Unternehmensberatung WMP AG in einem Beitrag für idea. Nach seinen Worten wird der Krieg gegen den IS lange dauern: „Und nichts wird gut sein in Syrien – aber vielleicht einiges wieder besser. So viel besser, damit zumindest einige der bei uns aufgenommenen Flüchtlinge wieder nach Hause zurückkehren können.“
http://www.idea.de/thema-des-tages/artik...t-zu-83593.html

von esther10 18.12.2015 00:53

Wenn Asylbewerber Bibeln küssen


Deutsche Bibelausgaben verteilen die Gideons vor allem in Hotels, Arztpraxen und Schulen. Foto: gideons.de

Wetzlar (idea) – Noch im Dezember will der deutsche Gideonbund damit beginnen, zweisprachige Neue Testamente auf Arabisch und Deutsch unter Flüchtlingen – vor allen an Syrer – zu verteilen. In den nächsten Wochen sollen 50.000 dieser Bibelteile verschenkt werden, teilte Gideon-Geschäftsführer Johannes Wendel (Wetzlar) der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mit. Das Projekt unter dem Motto „Flüchtlinge lesen die Weihnachtsgeschichte in ihrer Muttersprache“ sei ein Beitrag zur gesellschaftlichen Integration der Asylbewerber in Deutschland. Die bisherigen Erfahrungen mit Verteilaktionen vor und in Flüchtlingslagern seien „mutmachend“, so Wendel. Bei einem Einsatz in Kooperation mit einem Hilfswerk hätten auch Muslime die Neuen Testamente gerne angenommen. Befürchtungen im Vorfeld, die Schriften könnten zu Unruhen führen, hätten sich nicht bestätigt. Christliche Heimbewohner hätten die Ausgaben sogar geküsst. Einige hätten sich nach Gottesdiensten in der Umgebung erkundigt. Man habe die Gideonbibeln auf einem Tisch direkt neben der Taschengeldausgabe im Heim anbieten können. Mitunter hätten die Verteiler auf den Bürgersteig vor dem Lager ausweichen müssen, weil den Gideons – wie auch anderen religiösen Gruppen – das Betreten verboten worden sei. Gute Erfahrungen habe man auch damit gemacht, Neue Testamente vor oder nach Sprach- oder Integrationskursen bei Bürgersteigaktionen sowie in Willkommenscafés anzubieten. Laut Wendel sind 90 Prozent der über eine Million Flüchtlinge in Deutschland Muslime. Es sei eine Chance, ihnen das Wort Gottes zu schenken, da es in ihren Heimatländern oft verboten sei, eine Bibel zu besitzen.

Ausländische Lastwagenfahrer als neue Zielgruppe

Der Gideonbund ist bisher vor allem durch die Bibelweitergabe in Hotels, Arztpraxen und Schulen bekannt. Die Verbreitung unter Flüchtlingen soll in Zukunft einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit bilden wie auch die Verteilung an ausländische Lastwagenfahrer. Der Gideonbund ist nach einem alttestamentlichen Richter benannt und wurde 1899 von Geschäftsleuten gegründet. Er ist in 200 Ländern mit über 300.000 Mitgliedern tätig, davon 4.500 in Deutschland. Hier geben die Gideons statistisch gesehen jede Minute eine Bibel weiter.
http://www.idea.de/thema-des-tages/artik...ssen-83598.html



von esther10 18.12.2015 00:47

Umfrage15. Dezember 20158
Fast jeder Dritte Deutsche will Weihnachten in die Kirche


Im vergangenen Jahr feierten Besucher den Gottesdienst der Stadtmission an Heiligabend in der Eingangshalle des Berliner Hauptbahnhofs. Foto: picture-alliance/dpa

Erfurt (idea) – Fast ein Drittel der Deutschen (29 Prozent) beabsichtigt, zu Weihnachten in den Gottesdienst zu gehen. Mehr als jeder Zweite (54 Prozent) hat das nicht vor; der Rest ist unentschlossen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur idea ergeben. Frauen (31 Prozent) planen den Kirchgang dabei etwas häufiger als Männer (27 Prozent). Auch sind die über 65-Jährigen geneigter, den Gottesdienst zu besuchen, als jüngere Deutsche. Unter den befragten Christen sind Freikirchler die eifrigsten Kirchgänger: 64 Prozent können sich Weihnachten ohne Gottesdienst nicht vorstellen, gefolgt von Katholiken (45 Prozent) und landeskirchlichen Protestanten (40 Prozent). Unter den Konfessionslosen äußerten neun Prozent den Wunsch, in die Kirche zu gehen, unter Muslimen acht Prozent und unter Juden vier Prozent.

Und wer im vergangenen Jahr im Weihnachtsgottesdienst war

Das Meinungsforschungsinstitut wollte auch wissen, ob die Befragten im vergangenen Jahr im Weihnachtsgottesdienst waren. Gut ein Viertel (27 Prozent) bejahte das, zwei Drittel (65 Prozent) verneinten. Am häufigsten nahmen über 65-Jährige (32 Prozent) und 18- bis 24-Jährige (31 Prozent) an den Christfestgottesdiensten teil. Unter den Christen waren es die Freikirchler mit 64 Prozent gefolgt von Katholiken (39 Prozent) und Landeskirchlern (38 Prozent). Jeder zehnte Konfessionslose, jeder 13. Moslem und jeder 25. Jude besuchte ebenfalls die Kirche.
http://www.idea.de/thema-des-tages/artik...rche-83602.html


von esther10 18.12.2015 00:47


Europa braucht neues DenkenDie Fluchtbewegung verändert unser Leben – und keiner kann sich dem verweigern

Freitag, 18.12.2015, 17:44 · von FOCUS-Online-Korrespondentin Martina Fietz



urch Einführung einer Visumspflicht für Syrer reduzieren.

Die Welt steht vor gewaltigen Veränderungen, die Mut und vor allem Gemeinsinn fordern. Wenn in Europa dafür die Einsicht fehlt, müssen auch undiplomatische Wege beschritten werden.

In diesem Jahr wird die Welt aller Voraussicht nach einen traurigen Rekord aufstellen. Nach Erhebungen der Vereinten Nationen steigt die Zahl der Flüchtlinge auf 60 Millionen – so viel wie nie zuvor.

Das ist eine bittere Bilanz. Sie weist auf 60 Millionen Menschen, die aus Angst vor Verfolgung und Gewalt oder wegen Hunger und Perspektivlosigkeit ihr Zuhause verlassen. Auf Schicksale, die wir alle im wohlgeordneten Westen nicht teilen möchten.

Wir können an diesen Schicksalen nicht mehr vorbeisehen. Die Not vieler Völker ist bei uns angekommen. Und der Hohe Flüchtlingskommissar Guterres hat Recht, wenn er sagt, dass diese Fluchtbewegung das Leben tiefgreifend verändern wird. Das gilt für die Heimatlosen sowieso, aber auch für die, die sie aufnehmen, und sogar für die, die meinen, sich dem widersetzen zu können.

Im Video: Frontex soll EU-Außengrenzen bewachen – auch gegen den Willen der betroffenen Länder

FOCUS Online/Wochit Frontex soll EU-Außengrenzen bewachen – auch gegen den Willen der betroffenen Länder
Die Welt verändert sich - auch Europa

Die Zeiten, in denen die Industrienationen weitgehend unter sich ihren Wohlstand mehren konnten – nicht selten auf Kosten anderer – sind vorüber. Die Schwellenländer fordern ihren Anteil am Fortschritt. Regionen, die lange allenfalls als Rohstofflieferanten dienten, verlangen Beteiligung an dem Reichtum, der ihren Böden entrissen wird. Und dort, wo politische Instabilität eingezogen ist – vielfach bedingt durch Fehler des Westens – fliehen die Menschen, um ihr Leben zu retten.

Im Video: Teile des Kontinents driften ab! So stark sind die rechten Parteien in Europa

FOCUS Online/Wochit Teile des Kontinents driften ab! So stark sind die rechten Parteien in Europa

Die gesamte Welt verändert sich. Das bleibt nicht ohne Folgen für Europa. Wenn der alte Kontinent gedacht hatte, mit der Überwindung des Eisernen Vorhangs habe er seine historische Pflicht erfüllt, ist er auf dem Irrweg. Die großen Herausforderungen beginnen jetzt erst.

Geduld, Phantasie, Können, Mut und Menschlichkeit

Das sollten die begreifen, die auf nationale Abschottung setzen, egal, ob sie in Ungarn oder Polen, in Großbritannien oder auch Deutschland leben. Unsere Zukunft wird entscheidend davon abhängen, ob es gelingt, den Zustrom Hunderttausender zu gestalten. Das braucht Geduld, Phantasie, Können, Mut und Menschlichkeit. Vor allem aber braucht es Gemeinsinn.

Im Video: CSU-Mann fordert: Wer keine Flüchtlinge aufnimmt, soll zahlen

CSU-Mann fordert: Wer keine Flüchtlinge aufnimmt, soll zahlen

FOCUS Online/Wochit CSU-Mann fordert: Wer keine Flüchtlinge aufnimmt, soll zahlen

Statt tagelang zu debattieren, warum einzelne Staaten der EU keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, sollte man darüber reden, wie sie das bewältigen könnten. Und statt über den britischen Wunsch nachzudenken, weniger Freizügigkeit zuzulassen, sollte man Großbritannien vor Augen führen, dass es allein nicht besser dastehen wird. Es geht nicht länger um die Behauptung von Machtpositionen aus der Nachkriegszeit. Europa braucht neues Denken.
Die Zeichen der Zeit nicht verstanden

Aktuell heißt das konkret, eine deutliche Sprache zu sprechen: Wer die Solidarität der Europäischen Gemeinschaft in Anspruch nimmt, muss sich auch solidarisch zeigen, wenn es um Aufgabenteilung geht. Zum Rosinenpicken ist die EU nicht gemacht. Wer meint, er könne sich der gemeinsamen Verantwortung entziehen, hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden.

Hier geht es weiter
http://www.focus.de/politik/ausland/migr...id_5163032.html

von esther10 18.12.2015 00:42

Pfarrer in Berlin09. Dezember 20159
Gewalt gegen Christen in Flüchtlingsunterkünften nimmt zu


Ein Asylbewerber in einer Münchener Flüchtlingsunterkunft. Foto: picture-alliance/dpa
Berlin (idea) – Die Gewalt gegen christliche Flüchtlinge in deutschen Asylbewerberheimen nimmt zu. Manchmal greifen sogar muslimische Mitarbeiter des Wachschutzes Christen an, die sich vom Islam abgewandt hatten. Das berichtet der Berliner Pfarrer Gottfried Martens von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), der sich intensiv um Flüchtlinge kümmert. Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea nannte er konkrete Vorfälle. So hätten Ende November fünf muslimische Sicherheitsmitarbeiter in einer Unterkunft in Berlin-Dahlem zwei Iraner verprügelt, als sie in deren Zimmer ein Neues Testament entdeckten. Sie hätten die Christen beschimpft, dass die Bibel Sünde sei, dann an die Wand gedrückt und getreten. Laut Martens ist es für eine bessere Verständigung mit Flüchtlingen zwar sinnvoll, im Wachschutz auch arabischsprachige Mitarbeiter zu beschäftigen, „aber mit der gegenwärtigen Praxis, weitgehend ohne Prüfung arabischsprachige Wachschützer für die Asylbewerberheime anzustellen, holt man sich serienweise radikale Muslime in die Unterkünfte“.

Wir haben in den deutschen Unterkünften iranische Verhältnisse“

Der Pfarrer schilderte ferner den Fall eines jungen Iraners, der ihm eine 30 Zentimeter lange Wunde auf dem Rücken gezeigt habe. Der Mann sei im Schlaf in seiner Unterkunft von einem radikalen Muslim überfallen worden. Der Angreifer habe die Bibel des Christen zerrissen und ihn mit einem Messer schwer verletzt. Ein anderer Iraner habe durch eine Attacke Blessuren am Hals und im Gesicht erlitten. Eine Iranerin habe berichtet, dass sie aus Angst vor Angriffen in ihrer Unterkunft immer ein Kopftuch trage, um nicht als Christin erkannt zu werden. Martens: „Christen müssen sich in den Heimen verstecken. Diese Menschen sind wegen ihres Glaubens geflohen. Hier sind sie aber genauso gefährdet. Wir haben in den deutschen Unterkünften iranische Verhältnisse.“

„Gestandene Männer flehen mich an, sie (aus den Unterkünften) rauszuholen“

Aus Angst seien die Christen oft nicht bereit, eine Anzeige zu erstatten. Sie befürchteten, in den Heimen dann noch schwerer misshandelt oder gar ermordet zu werden. Das wiederum sei ein Problem, weil die Polizei ohne Anzeige keine Grundlage habe, um tätig zu werden. Mittlerweile kommen laut Martens knapp 1.000 iranische und afghanische Flüchtlinge in seine Gemeinde im Berliner Stadtteil Steglitz. Im Taufunterricht, der Anfang Dezember begonnen hat, habe er 270 Teilnehmer. Die meisten von ihnen hätten große Angst, in ihre Unterkünfte zu gehen: „Gestandene Männer stehen zitternd vor mir und flehen mich an, sie dort rauszuholen.“ Der Seelsorger sprach sich erneut dafür aus, Christen und Muslime getrennt unterzubringen: „Solange dies nicht der Fall ist, werden sich Christen in vielen Fällen öffentlich zu den Übergriffen und Bedrohungen in den Heimen nicht äußern.“ Trotz dieser Situation müsse er alle zwei bis drei Wochen weitere 100 Neue Testamente auf Persisch bestellen. Martens: „Sie werden uns aus den Händen gerissen. Und dabei riskieren die, die eine Bibel mit ins Asylbewerberheim mitnehmen, ihr Leben.“
http://www.idea.de/thema-des-tages/artik...t-zu-83593.html


von esther10 18.12.2015 00:38

Werteverfall und Niedergang der Familie
Atomisierung der Gesellschaft

Familie war gestern. Heute gilt das Individuum als Maßstab aller Dinge. Das bringt zwar Freiheit. Aber es hat einen hohen Preis, sowohl für die einzelnen Menschen als auch für die Gesellschaft.



eile und Herrsche: Eine Gesellschaft der vereinzelten Individuen, die wie apathisch auf ihr Smartphone schauen und abends vor dem Fernseher kauern, lässt sich wesentlich leichter manipulieren und beeinflussen als feste Familienstrukturen, die durch Dick und Dünn zusammenhalten. Eine atomisierte, das heißt individualisierte Gesellschaft ist marktkonform – und marktkonform ist ein Wort, das Angela Merkel gern benutzt.

Rund 16 Millionen Singlehaushalte gibt es mittlerweile in Deutschland. Tendenz steigend. Nicht alle Alleinstehenden sind glückliche Karrieristen, emanzipierte Einzelkämpferinnen oder freiheitsliebende Individualisten. Wären es Individualisten, würde sie extravagante Lebensentwürfe verfolgen. Doch das tun sie nicht.

Sie leben wie alle anderen auch, nur eben allein, und das meistens ungewollt. Es sind junge Leute, die keinen Anschluss finden, Menschen mittleren Alters, die aus der Bahn geworfen wurden, und viele Senioren, die nicht nur altersarm, sondern auch alterseinsam sind.

Es sind vor allem auch Menschen, in deren Lebenswürfe keine Familie passt, weil die Karriere eine bedingungslose Hingabe und Flexibilität erfordert. Selbst wenn es der Arbeitgeber nicht direkt einfordert, so ergibt sich diese Daseinsform durch die ständige Selbstausbeutung, die notwendig ist, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.

Es scheint, dass die neue Gesellschaftsform der nichtverankerten Individuen gewollt ist, weil sie die Menschen eine Abhängigkeit manövriert, die ausgenutzt werden kann. Durch den Zwang, jeder für sich einzustehen, wird ein enormes Arbeitskräftepotential von Menschen freigesetzt, denen man geringeren Lohn zahlen kann, weil sie nicht für eine ganze Familie aufkommen müssen.

Alleinerziehende und Patchwork
Eine andere Folge ist der dramatische Anstieg der Zahl Alleinerziehender. Immer mehr Kinder kommen aus Scheidungs- und Trennungsfamilien, mit all den bekannten Nebenwirkungen. Die Rolle des klassischen Familienernährers muss immer öfter Vater Staat übernehmen. Und wenn die Väter und Mütter unabhängig vom Vater Staat ihrer Verantwortung gerecht werden, greift die Armutsfalle erbarmungslos zu. Denn zwei kleinere Haushalte sind fast immer teurer als ein großer.

Manche retten sich in Patchwork-Familien. Diese neue Art des Zusammenlebens wird in den Medien als Zeitgeist verkauft. Doch der heile Schein trügt. Denn Patchwork-Familien sind ebenso zerbrechlich wie eine ganz normale Beziehung. Sie bieten nicht den Rückhalt einer echten Familie, in der alle biologisch miteinander verwandt sind.

Wenn eine Mutter drei Kinder von drei verschiedenen Vätern hat, und alle Väter sich eine Beziehung zu ihrem jeweiligen biologischem Kind wünschen, die Mutter aber einen neuen Lebenspartner hat, der von nun an Papi genannt werden soll, dann wird die Rechnung irgendwann nicht mehr aufgehen – mit Folgen für die Entwicklung der Kinder, die dann selbst kein klares Bild von einer echten Familie mehr entwickeln können. Familie muss vorgelebt werden. Und weil das immer seltener geschieht, wird der Wert der Familie verkannt und vergessen.

Die Folgen dieser Entwicklung: In unserer Gesellschaft werden immer weniger Kinder geboren. Deutschland steht, was die die Zahl der geborenen Kinder pro 1.000 Bürger angeht, an letzter Stelle – noch hinter Japan. Jeder weiß: Eine Gesellschaft ohne Kinder überaltert und stirbt aus. Die Probleme unserer Zukunft kann man schon jetzt in Japan studieren.

Kann man eine jahrtausendealte Struktur ohne Nebenwirkungen aufgeben?
Man sagt, es habe bisher keine Gesellschaft gegeben, in der nicht die Familie der Kern des sozialen Zusammenhalts war. Das gilt für traditionelle Gesellschaften und archaische Gesellschaften des Altertums ebenso wie für die Naturvölker einst und jetzt. Familie ist nicht nur Tradition. Sie ist zum Überleben wichtig. Die Familie war das entscheidende Netzwerk, das über Wohl und Weh einer Biographie entschied. In der Not war und ist für viele Menschen die Familie der letzte Rettungsanker.

Es gab immer wieder Versuche, aus der Familienstruktur auszubrechen und Neues auszuprobieren. Doch am Ende blieb es bei einem Familienersatz, einer Quasifamilie. Ein bekanntes Beispiel sind die basis-sozialistischen Kibbuzim in Israel. Die Kinder wurden gemeinsam erzogen, die Erwachsenen teilten sich geschlechtsneutral die Arbeit und Verantwortung. Doch diese Kibbuzim waren klein und überschaubar. Der basis-sozialistische Kibbuz war letztlich wie eine große Familie organisiert, wie eine mittelalterliche Dorfstruktur (nur ohne Hierarchie), in der jeder jeden kannte und alle füreinander einstanden. Letztlich sind in solchen Strukturen viele Mitglieder miteinander verwandt oder verschwägert, also im weiten Sinne familiär verbunden.

In mehreren Gesellschaften und Kulturen hat sich unabhängig voneinander ein Sprichwort durchgesetzt: „Das ganze Dorf behütet das Kind“. Das ist der Grund, weshalb man früher die Kinder frei draußen spielen lassen konnte, weil das ganze Dorf ein Auge auf sie geworfen hatte. Doch diese Art der sozialen Vernetzung ist längst Vergangenheit.

Armutsfalle Familientrennung
Die Idee der Emanzipation war eigentlich, die Menschen, insbesondere die Frauen, finanziell unabhängiger von anderen Menschen, in der Regel von den klassischen Familienvätern zu machen. Doch gibt es keine Entwicklung ohne Nebenwirkungen.

Während vor wenigen Jahrzehnten das Gehalt eines Facharbeiters ausreichte, um eine ganze Familie zu ernähren, das Auto zu bezahlen und eine Hypothek auf das kleine Familienhäuschen am Stadtrand abzubezahlen, so sind heute wieder zunehmend die Einkommen beider Elternteile nötig, um den Lebensstandard einigermaßen aufrechtzuerhalten.

Dass eine wirkliche Emanzipation vom Einkommen des Partners nicht möglich ist, zeigt die Abhängigkeit von den Unterhaltszahlungen nach der Trennung oder Scheidung. Zwar wurden die Alimente zeitlich begrenzt, doch Kindesunterhalt und Betreuungsunterhalt greifen nach wie vor über viele Jahre. Wirklich unabhängig ist hier niemand geworden.

Alleinerziehende Mütter, die sich nicht schnell genug in eine Patchwork-Formation eingliedern können, geraten schnell in eine finanzielle Schieflage. Denn wenn die Kinder klein sind, fällt es schwer, sich beruflich voll einzubringen, um das nötige Einkommen zu erwirtschaften. Daher werden der Staat, die Jugendämter, die Jobcenter und die Sozialämter um Hilfe gerufen – und die unterhaltspflichtigen Elternteile durch die Familiengerichte gejagt.

Trennung und Scheidung als Grund für Personalinsolvenz
Sehr oft geraten auch die Trennungsväter in große Schwierigkeiten. Wenn die Trennung mit dem Jobverlust einhergeht, ist das Drama groß. Die Väter können die horrenden Unterhaltsforderungen nach dem Schema der Düsseldorfer Tabelle oft nicht aufbringen. Vater Staat muss in Form des Jugendamtes einspringen und einen Vorschuss zahlen, der sich dann bei den Vätern als Schuldenberg auftürmt, der niemals abbezahlt werden kann.

Doch selbst dann, wenn Väter ihren Unterhaltsverpflichtungen nachkommen können, sind sie praktisch für den Rest des Lebens finanziell gezeichnet. Selbst ein Ingenieur, Arzt oder Anwalt, der mit seinem guten Einkommen eine kinderreiche Familie gegründet und für ebendiese ein großes Haus gekauft hat, kann mit der Scheidung ins soziale Elend rutschen. Nicht nur, dass er zumeist das Haus an die Frau und Kinder verliert, er muss bei 3-5 Kindern plus Betreuungsunterhalt für die Ex-Frau so viel bezahlen, dass selbst Gutverdienern nur der Selbstbehalt auf Hartz-IV-Niveau bleibt.

Wer nicht zahlen kann, dem kann es passieren, dass er gerichtlich zur Aufnahme eines Zweit- und Drittjobs verpflichtet wird und mindestens 6 Tage (48 Stunden) pro Woche arbeiten muss – auch wenn er das Sorgerecht verloren hat und die Kinder nicht mehr sehen darf. Er kann sogar zur Aufnahme eines Kredites gezwungen werden, selbst dann, wenn die Kinder und die Kindsmutter keinesfalls in finanzieller Not, sondern durch neue Lebensumstände wieder gut situiert sind.

Wen wundert es, wenn gerade die Männer auf Familiengründung gern verzichten – oder, falls sie sich doch überreden lassen, es bei einem oder maximal zwei Kindern belassen wollen. Bei einer Scheidungsrate, bei der jede dritte Ehe geschieden wird, ist das Risiko groß, am Ende vor dem Nichts zu stehen. Welcher Geschäftsmann würde ein Unternehmen gründen, bei dem das Risiko des Scheiterns so hoch ist? Eine Familie zu gründen ist ein Risiko, denn Familien können jederzeit vom Partner aufgekündigt werden.

Der Staat ist kein Allheilmittel
Vater Staat kann die Familie nicht ersetzen. Mütter und Väter können nach ihrer Scheidung den Ansprüchen finanziell und auch sonst nicht mehr gerecht werden. Es gibt immer mehr gescheiterte Ehen, zerbrochene Familien und zerstörte Biographien.

Doch diejenigen Menschen, die aus einer intakten Familie kommen, in der alle füreinander einstehen, sich gegenseitig helfen und gemeinsam die großen Krisen bewältigen, können selbstbewusst auftreten. Sie sind keine Almosenempfänger am Rockzipfel des Staates, sondern die Säulen der Gesellschaft.

Warum also hat die Bedeutung der Familie keinen ausreichenden Platz mehr in der Gesellschaftsvision, die uns zu akzeptieren vorgesetzt wird? Auf welches Ziel soll die Gesellschaft hinsteuern, wenn bisher kein adäquater Ersatz für die Familie gefunden wurde? Wie soll die Gesellschaft der Zukunft aussehen?

Eine Antwort auf diese Frage bleibt uns die Regierung schuldig.
Hier geht es weiter
http://www.freiewelt.net/reportage/atomi...chaft-10064748/


von esther10 18.12.2015 00:35

Angriff mit Schlagstock17. Dezember 20152
Polizei fasst Afghanen, der einen iranischen Christen töten wollte


Auch wenn der mutmaßliche Täter gefasst ist, möchte das Opfer, Amir H., trotzdem unnerkannt bleiben. Foto: idea/Städter

Hamburg (idea) – Die Hamburger Polizei hat am 14. Dezember den afghanischen Asylbewerber Amir Mahaballa festgenommen. Er soll am 18. Oktober in einer Notunterkunft der Hansestadt den 24-jährigen iranischen Christen Amir H. mit einem Teleskopschlagstock angegriffen und schwer verletzt haben. Gegen den Beschuldigten liegt ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlags vor. Er sitzt in Untersuchungshaft. Der Grund für den Überfall: Der Iraner soll dem Afghanen wenige Tage zuvor erzählt haben, dass er vom Islam zum Christentum übergetreten sei. Daraufhin habe der Muslim erklärt, dass es in einem solchen Fall keine Sünde sei, den Konvertiten zu töten. Er habe den Islam verraten und sei ein ungläubiger Ketzer. Nach dem Angriff gelang es dem Täter, mit Hilfe von bis zu 20 weiteren Bewohnern aus der Notunterkunft unerkannt zu entkommen. Wie die Staatsanwaltschaft Hamburg der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mitteilte, dauern die Ermittlungen zur Identifizierung der Personen an, die den Beschuldigten befreit haben sollen. Gegen sie bestehe der Verdacht der Strafvereitelung. Das Opfer war nach dem Angriff bewusstlos und kam mit einem Schädelhirntrauma in ein Krankenhaus. Mittlerweile wird er von dem im Iran aufgewachsenen Leiter der pfingstkirchlichen Gemeinde „Alpha & Omega International“, Pastor Albert Babajan, betreut. Wie Amir H. idea sagte, geht es ihm gesundheitlich schlecht. Er habe wegen der Schläge auf seinen Kopf oft starke Kopfschmerzen und Erinnerungslücken. Seinem Angreifer habe er aber vergeben: „Ich bete, dass Jesus Christus sein Herz berührt, dass er die Wahrheit in sein Leben lässt und den Frieden Gottes empfängt.“ Die Polizei geht davon aus, dass es in Hamburg der erste mutmaßlich religiös motivierte Fall von Gewalt unter Asylbewerbern ist.
http://www.idea.de/menschenrechte/detail...llte-93130.html



von esther10 18.12.2015 00:35

Kardinal Müller bezeichnet Schwarzgeld-Story als „Nonsens“


Kurienkardinal Gerhard Müller - RV

18/12/2015 11:40SHARE:

Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller ist erneut Berichten über eine angebliche schwarze Kasse in der von ihm geleiteten vatikanischen Glaubenskongregation entgegengetreten. In einem Interview mit dem Münchner Magazin „Focus“ wies er die am 9. Dezember von der „Bild“-Zeitung verbreitete Story als „Nonsens“ und „Verbreitung von dümmlichen Gerüchten“ zurück. Dabei deutete Müller an, dass der Urheber nach seiner Einschätzung „eher nicht“ im Vatikan, sondern in Deutschland zu suchen sei.

„Bild“ hatte ohne nähere Quellen- und Zeitangaben über eine angebliche Razzia in der Kurienbehörde berichtet, bei der im Büro von Müllers damaligem Verwaltungsleiter 20.000 Euro Bargeld hinter einer Würstchendose gefunden und beschlagnahmt worden seien. Daraufhin seien auch Ermittlungen gegen den Kardinal selbst eingeleitet worden. Weder gegen ihn noch gegen seinen Mitarbeiter werde ermittelt, stellte der Kardinal klar. Der in der „Bild“-Geschichte beschuldigte Mitarbeiter habe „sehr engagiert gearbeitet“. Er sei auf seinen früheren Posten zurückgekehrt, „nachdem er sich mit dem neuen anglophon geprägten System nicht anfreunden kann“.

Der normale Haushalt der Glaubenskongregation werde von der Vatikanischen Güterverwaltung APSA (Amministrazione del Patrimonio della Sede Apostolica) gemanagt, erläuterte Müller. Der Verwaltungsleiter der Kongregation fungiere dabei als Mittelsmann. Er selbst sei froh, „wenn mir für diese Fragen möglichst wenig Zeit genommen wird“, so der Kardinal.

Auch „die ganze Saga vom Luxusleben der Kardinäle“ sei auf gut bayerisch „ein großer Schmarrn“, sagte der frühere Regensburger Bischof. Abgesehen von seiner Privatbibliothek „wie sie jeder deutsche Universitätsprofessor hat“ habe er keinen anderen Lebensstil als seine Eltern. Damit sei er auch zufrieden. Müllers Vater war Fließbandarbeiter bei Opel, seine Mutter Hausfrau.

(kna 18.12.2015 gs)

*****


Vatikan: Kardinal Gerhard Müller weist Anschuldigungen der “Bild”-Zeitung zurück
Veröffentlicht: 18. Dezember 2015 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: GLAUBENSPRÄFEKT Gerhard Müller | Tags: Bildzeitung, dümmliche Gerüchte, Gerhard L. Müller, Glaubenspräfekt, Kardinäle, Kurienkardinal, Luxusleben, Nonsens, Vatikan |Hinterlasse einen Kommentar
Kardinal Gerhard Müller ist erneut Berichten über eine angebliche schwarze Kasse in der von ihm geleiteten Glaubenskongregation entgegengetreten.

AL-0005In einem Interview mit dem Münchner Magazin „Focus“ wies er die am 9. Dezember von der „Bild“-Zeitung verbreitete Story als „Nonsens“ und „Verbreitung von dümmlichen Gerüchten“ zurück. Dabei deutete der Glaubenspräfekt an, dass der Urheber nach seiner Einschätzung „eher nicht“ im Vatikan, sondern in Deutschland zu suchen sei.

„Bild“ hatte ohne nähere Quellen- und Zeitangaben über eine angebliche Razzia in der Kurienbehörde berichtet, bei der im Büro von Müllers damaligem Verwaltungsleiter 20.000 Euro Bargeld hinter einer Würstchendose gefunden und beschlagnahmt worden seien. Daraufhin seien auch Ermittlungen gegen den Kardinal selbst eingeleitet worden.

Weder gegen ihn noch gegen seinen Mitarbeiter werde ermittelt, stellte Kardinal Müller klar.

Auch „die ganze Saga vom Luxusleben der Kardinäle“ sei auf gut bayerisch „ein großer Schmarrn“, sagte der frühere Regensburger Bischof. Abgesehen von seiner Privatbibliothek „wie sie jeder deutsche Universitätsprofessor hat“, pflege er keinen anderen Lebensstil als seine Eltern. Müllers Vater war Fließbandarbeiter bei Opel, seine Mutter Hausfrau.

Quelle und vollständiger Bericht von Radio Vatikan hier: http://de.radiovaticana.va/news/2015/12/...2%80%9C/1195253

Foto: Bistum Regensburg


von esther10 18.12.2015 00:34

Wie lange sollte man Weihnachtskrippen stehen lassen?


Weihnachtskrippe Quelle: Pixabay CC0 , Pezibear Public domain

Unterschiedliche Bräuche

18. Dez | ZENIT.org |

P. Edward McNamara, Professor für Liturgie und Studiendekan der Theologischen Fakultät am Päpstlichen Athenäum „Regina Apostolorum“ in Rom, beantwortet eine Frage über Krippendarstellungen.

Frage: Meine Frage ist einfach, doch sorgt sie bisweilen unter uns für Verwirrung: Bis wann dürfen die Krippenszenen in der Kirche stehen bleiben? Sollte man sie vor dem Fest der Taufe des Herrn oder danach entfernen? – M.M., Kapstadt, Südafrika

Pater Edward McNamara: Diese und ähnliche Frage werden fast jedes Jahr um die Weihnachtszeit gestellt. Daher ist einiges von dem, was wir hier sagen werden, schon in früheren Artikeln zur Sprache gekommen. Man kann nicht sagen, dass sich das „Lehramt“ über die Weihnachtskrippe und andere Weihnachtsbräuche ausführlich ausgelassen hätte. Diese Traditionen sind meist Brauchtum und daher werden sie in offiziellen Dokumenten nicht erwähnt. Da unter Bräuchen berechtigterweise eine gewisse Vielfalt herrscht, kann man bei dieser Frage nicht unbedingt eine klare Trennlinie zwischen „richtig“ und „falsch“ ziehen.

Schon von alters her stellte man das Weihnachtsgeschehen in Gemälden, Mosaiken und Reliefs dar. Möglicherweise war die Kapelle, die Papst Sixtus III. (432-440) als Nachbildung der Grotte von Bethlehem bauen ließ, eine der ersten Krippendarstellungen. Diese kleine Kapelle, von der heute keinerlei Überreste mehr existieren, war als Nebengebäude in die Basilika Santa Maria Maggiore, deren Bau vom gleichen Papst begonnen worden war, eingelassen. Die Reliquien, die demnach von der ursprünglichen Krippe stammen, waren zum ersten Mal im 7. Jahrhundert in diese Kapelle gebracht worden. Heute befinden sie sich unter dem Hauptaltar der Basilika.

Es gibt aber tatsächlich einige offizielle Normen, denen man entnehmen kann, dass die Kirche das Aufstellen von Krippen fördert. Für die Universalkirche können wir hier das „Direktorium über die Volksfrömmigkeit und die Liturgie“ nennen, in dem einige passende Hinweise gemacht werden, die unterstreichen, wie wichtig es ist, in der Weihnachtszeit zuhause und in der Kirche eine Krippe aufzustellen. So heißt es unter Nr. 104:

„Bekanntlich breitete sich abgesehen von den Darstellungen der Krippe aus Bethlehem, die es seit der Antike in Kirchen gab, vom 13. Jahrhundert an die Gewohnheit aus, auch in Häusern und Wohnungen kleine Krippen aufzustellen. Ohne Zweifel ist dieser Brauch von der in Greccio gestalteten Krippe des heiligen Franz von Assisi im Jahre 1223 beeinflusst. Ihre Vorbereitung (in der insbesondere die Kinder eingebunden werden sollten) ist eine Gelegenheit, die Familienmitglieder in Kontakt mit dem Weihnachtsmysterium zu bringen, indem man sich für eine Weile zum Gebet oder zur Lesung jener Bibelstellen, die die Geburt Jesu betreffen, versammelt.“

Nr. 111 bestätigt dies:

„In der Mitternachtsmette, die von großer liturgischer Bedeutung und starkem volkstümlichem Einfluss ist, […] soll beachtet werden:

[…]

-- am Ende der Feier können die Gläubigen das Bild des Jesuskindes küssen; ebenso kann dieses in die innerhalb der Kirche oder in einem Nebenraum aufgestellten Krippe gelegt werden.“

In der englischen Version des Benediktionales (Nr. 1544) befindet sich eine Segensformel für Weihnachtskrippen, die in einer Kirche aufgestellt sind. Sie dürfen nicht im Altarraum aufgestellt werden. Das bedeutet aber nicht, dass sie dort prinzipiell an keiner Stelle erscheinen dürfen, sondern dass sie weder vor noch neben dem Altar, dem Ambo, dem Priestersitz oder dem Tabernakel aufgestellt werden sollen. Wo also im Altarraum sonst noch Platz ist (wie zum Beispiel auf einem unbenutzten Seitenaltar), dürfen sie stehen. Ebenso wenig glaube ich, dass der Brauch, das Bild eines Jesuskinds in den Altarraum zu legen, dieser Regel widerspricht. Man trifft vielerorts auf diese Praxis, sogar in der Petersbasilika, wo vor dem Hochaltar auf einem Ständer das Bild eines Jesuskinds ausgestellt wird. Darüber hinaus befindet sich in einem anderen Teil des Petersdoms eine Weihnachtskrippendarstellung mit einer Vielzahl von Figuren und draußen auf dem Petersplatz die große Weihnachtskrippe.

Auf nationaler Ebene haben einige Bischofskonferenzen Richtlinien zu diesem Thema herausgegeben. So haben zum Beispiel die Bischöfe der Vereinigten Staaten in ihrem Dokument „Built of Living Stones“ („Erbaut aus lebendigen Steinen“) folgende praktischen Anweisungen gegeben:

„124. Die Pläne zur Ausschmückung des Kirchenraums zu bestimmten liturgischen Zeiten sollten sich nicht nur auf den Altarraum, sondern auch auf andere Bereiche erstrecken. Die Dekoration sollte die Menschen zum wahren Kern des Geheimnisses, das gefeiert wird, führen und nicht zum Selbstzweck dienen. Echte Blumen, Pflanzen, Kränze und Stoffbehang sowie weitere Gegenstände für bestimmte liturgische Zeiten können so angeordnet werden, dass sie die Aufmerksamkeit auf die wahren Schwerpunkte der Liturgie lenken. Der Altar sollte frei zugänglich bleiben und nicht durch übergroße Blumenarrangements oder die Weihnachtskrippe zugebaut sein. Ebenso sollten die Wege in der Vorhalle, im Kirchenschiff und im Altarraum frei zugänglich bleiben.“

„128. Wenn Adventskränze, Weihnachtskrippen und sonstige traditionelle Ausstattungsgegenstände für die geprägten Zeiten von der Größe her dem Raum und den anderen Einrichtungsgegenständen angepasst sind, können diese das Gebet unterstützen und beim Betrachter zum Verständnis der Glaubensgeheimnisse beitragen.“

Außerdem kann jeder Ortsbischof für sein Bistum Richtlinien herausgeben, die man immer beachten sollte.

Was die Frage angeht, wie lange man die Krippe stehen lassen darf, so gibt es auch hier wieder von Ort zu Ort unterschiedliche Bräuche und keine absolute Regel. Mancherorts pflegt man die Krippe nach dem Fest der Erscheinung des Herrn zu entfernen. Wahrscheinlich noch öfter trifft man auf den Brauch, sie nach dem Fest der Taufe des Herrn zu entfernen, weil dieses Fest im aktuellen Kalender das Ende der regulären Weihnachtszeit darstellt.

Das Fest der Taufe des Herrn fällt in der Regel auf den Sonntag nach der Erscheinung des Herrn. In Ländern, in denen man das Fest der Erscheinung auf den Sonntag zwischen dem 2. und dem 8. Januar verlegt, gibt es folgenden Sonderfall: Falls der erste Weihnachtstag auf einen Sonntag und das Fest der Erscheinung auf den 8. Januar fällt, wird das Fest der Taufe des Herrn am Montag, den 9. Januar, begangen. Dann endet die Weihnachtszeit an einem Montag und nicht an einem Sonntag.

In einigen Ländern kommt es vor, dass man die Weihnachtsdekoration erst nach dem Fest der Darstellung des Herrn, also am 2. Februar, entfernt. Der hl. Johannes Paul II. pflegte nach der Abendmesse vom 2. Februar noch einen letzten Besuch bei der Krippendarstellung auf dem Petersplatz zu machen. Danach wurde sie entfernt.

Das entspricht einem althergebrachten Brauch, wonach man die Weihnachtsdekoration, vor allem den aus Grünpflanzen bestehenden Schmuck, am Lichtmess-Abend entfernte. Zeugnis hierfür legen zwei Gedichte des Dichters Robert Herrick (1591-1654) ab. Eines heißt „Zeremonie nach Lichtmessabend“ (Ceremony upon Candelmas Eve):

„Hinab mit dem Rosmarin, Ebenso hinab mit den Lorbeeren und Mistelzweigen; Hinab mit den Stechpalmzweigen, dem Efeu, Und allem, womit Ihr den Weihnachtssaal geschmückt habt.“

Ein ähnliches Thema kommt in den ersten Versen eines längeren Gedichts zur Sprache, das den Namen „Zeremonien für den Lichtmessabend“ (Ceremonies for Candlemas Eve) trägt:

„Hinab mit dem Rosmarin und den Lorbeeren, Hinab mit den Mistelzweigen; Statt der Stechpalmzweige bringt nun den grüneren Buxbaum (zur Ausstellung) nach oben. Bis hierher schwang man die Stechpalmzweige; Lasst nun den Buxbaum herrschen, bis zum tanzenden Ostermorgen, Oder die Ostervigil erscheinen.“

Auch wenn ich damit dem Umstand Vorschub leiste, dass niemand so recht Bescheid weiß, kann ich nur sagen, dass es das Beste ist, dem zu folgen, was dem Brauchtum vor Ort entspricht.
http://www.zenit.org/de/articles/wie-lan...&utm_term=Image


von esther10 18.12.2015 00:27

Die Beichte steht im Zentrum des Jahres der Barmherzigkeit, da sie im Zentrum der Barmherzigkeit Gottes steht. Zur gestrigen Katechese von Papst Franziskus.



Nun sag, wie hast Du’s mit der Beichte?“ – frei nach der Gretchenfrage aus dem Faust könnte man so auch eine Gretchenfrage zum Jahr der Barmherzigkeit formulieren. Wenn ich ehrlich bin, hat mir dieses Thema in der öffentlichen Wahrnehmung des Jahres der Barmherzigkeit bislang gefehlt. Dem kommt jetzt – natürlich – Papst Franziskus entgegen. Denn in seiner gestrigen Kateches machte er deutlich, dass die göttliche Barmherzigkeit kein Geld kosten wird … aber auch ein gewisser Aufwand dazu gehört. Richtig ist erst mal die Feststellung, dass die Barmherzigkeit des Vaters nichts kostet. Der Papst dazu (Zitate hier wie im folgenden von Zenit):

Passt auf, dass nicht jemand so flink und schlau ist, von euch Eintritt zu verlangen! Nein, die Rettung kostet keinen Eintritt. Rettung kann man sich nicht erkaufen. Jesus ist die Pforte, und Jesus kostet nichts! Er selbst warnt uns vor denen, die auf krummen Wegen eintreten wollen, und sagt deutlich, dass es nur Räuber oder Diebe sein können. Noch einmal, gebt Acht! Die Rettung kostet nichts.

Das ist insofern auch eine notwendige Klarstellung, nicht weil Diözesen für den Gang durch eine Heilige Pforte Geld verlangen, sondern weil vielleicht der eine oder andere selbst meint, er können sich Barmherzigkeit erkaufen: durch Spenden, Wohlverhalten, was auch immer einem einfallen mag. Nicht dass solche Werke nicht gut wären, aber sie müssen aus Liebe erfolgen, nicht mit dem Ziel, einen „Deal“ mit Gott einzugehen. Wäre es anders, müsste man auch vermuten, dass manche Menschen von Gottes Barmherzigkeit ausgeschlossen wären, weil sie nicht zu solchen „Gegenleistungen“ in der Lage sind.

Dabei sind es ja nicht wir, die Barmherzigkeit erkaufen könnten, sondern Gott selbst, der Barmherzigkeit schenkt. Oder, wie es der Papst ausdrückt: Nicht nur wir gehen durch eine Heilige Pforte, auch Christus geht durch ein Tor zu unserem Herzen:

Wenn wir durch jene Tür gehen, werden wir gut daran tun, uns zu erinnern, auch die Tür unseres eigenen Herzens zu öffnen. Ich stehe vor der Heiligen Pforte und rufe: „Herr, hilf mir, die Tür meines Herzens zu öffnen!“ Das Heilige Jahr hätte nicht viel Sinn, wenn die Tür unseres Herzens nicht Christus hindurchgehen ließe, der uns dazu anhält, auf die anderen zuzugehen, um ihn und seine Liebe zu den Menschen zu bringen. Wie also die Heilige Pforte offen bleibt, weil sie ein Sinnbild der Aufnahmebereitschaft Gottes ist, der auf uns wartet, so muss auch unsere Pforte, die Tür unseres Herzens offen bleiben, um niemanden auszuschließen. Auch die nicht, die uns bedrängen: Niemanden!

Barmherzigkeit ist also, wenn man so will, ein mehrseitiges Thema. Gott spendet uns Barmherzigkeit, wir bedürfen Gottes Barmherzigkeit, und wir sind aufgefordert, barmherzig gegenüber denen zu sein, gegenüber denen auch Gott barmherzig ist.

Und wie immer stellt sich dann die Frage: Ist dann per se schon alles in Ordnung, zählen meine Sünden, die Sünden anderer, die Verletzungen, die ich anderen und die andere mir zugefügt haben, auch die Verletzungen der Beziehungen zu Gott, gar nicht mehr? Alles direkt vergeben und vergessen? Das kann es wohl nicht sein: Der Papst selbst ruft immer wieder zur Umkehr auf, manche fühlen sich ab und an durch seine „Ansagen“ sogar zum Widerspruch aufgefordert. Eine solche Umkehr wäre ja aber nicht notwendig, wenn immer gleich alles direkt vergeben würde. Und hier kommt dann die Beichte ins Spiel, wie der Papst es auch ausdrückt:

Ein wichtiges Zeichen des Jubiläums ist auch die Beichte. Wenn wir uns dem Sakrament der Versöhnung annähern, dann machen wir die direkte Erfahrung des göttlichen Erbarmens. Hier finden wir den Vater, der vergibt, der alles vergibt. Gott versteht uns auch in unseren Fehlern, er versteht uns auch in unserer Widersprüchlichkeit. Nicht nur das: Mit seiner Liebe sagt er uns, dass gerade dann, wenn wir unsere Sünden bekennen, er uns am nächsten ist und uns anspornt, weiterzugehen. Er sagt uns, dass immer, wenn wir unsere Sünden bekennen und um Vergebung bitten, im Himmel ein Festtag ist. Jesus freut sich: das ist seine Barmherzigkeit. Wir müssen Mut haben. Nur weiter so!

Ist das nun doch eine Bedingung, an die die Barmherzigkeit geknüpft ist? Doch eine Fußangel, aus der man sich nicht befreien kann? Wenn ich ehrlich bin, kann so nur fragen, wer tatsächlich meint, er habe einen Anspruch auf Barmherzigkeit. Dem ist aber nicht so, Barmherzigkeit wird geschenkt, ich selbst bin aus meinem Glauben heraus zur Barmherzigkeit verpflichtet, aber niemand außer Gott selbst, kann meine Barmherzigkeit einklagen. Und erst Recht kann niemand Gottes Barmherzigkeit Gott gegenüber verlangen. Gott vergibt in der Beichte, er freut sich über unsere Einsicht und ermuntert uns, auf diesem Weg der Umkehr weiterzugehen.

Und wieder die Frage der Mehrdimensionalität: Wie sieht es denn mit meiner Barmherzigkeit meinem Nächsten gegenüber aus? Auch hier, passend zum Vater-unser-Gebet, die Worte des Papstes:

Wie oft habe ich sagen hören: „Vater, ich kann meinem Nachbarn nicht vergeben; oder meinem Arbeitskollegen, meiner Schwiegermutter, meiner Schwägerin.“ Diese Worte haben wir alle schon gehört: „Ich kann nicht vergeben“. Doch wie können wir Gott bitten, uns zu vergeben, wenn wir selber nicht zur Vergebung fähig sind? Vergebung ist etwas Großes; aber einfach ist sie nicht, die Vergebung, weil unser Herz schwach ist und es aus eigener Kraft nicht schaffen kann. Doch wenn wir uns öffnen, um die Vergebung Gottes für uns aufzunehmen, werden wir unsererseits fähig, zu vergeben. Oft habe ich gehört: „Ich konnte diese Person nicht ausstehen: ich habe sie gehasst. Dann habe ich mich eines Tages dem Herrn angenähert und habe ihn um Verzeihung für meine Sünden gebeten, und so habe auch ich vergeben können.“ Das geschieht jeden Tag. Diese Möglichkeit liegt für uns in greifbarer Nähe.

Dadurch wird deutlich: Barmherzigkeit ist nicht nur mehrdimensional sondern ein System. Die Erfahrung der Barmherzigkeit Gottes befähigt mich, selbst barmherzig zu sein. Die Erfahrung der eigenen Bedürftigkeit nach Barmherzigkeit macht mich offen für diesen Bedarf bei anderen. Und im Zentrum all dessen steht Gott und das Sakrament der Beichte, das ein wesentliches Zeichen der Barmherzigkeit Gottes ist. So verstehen sich auch die Aussagen des Papstes, dass die Barmherzigkeit zentrale Eigenschaft Gottes ist, ohne deren Verständnis wir auch ihn nicht verstehen werden.

Das ist wieder weit entfernt von Beliebigkeit gegenüber der Sünde, es macht nur deutlich, wie wesentlich die Barmherzigkeit ist, von der wir doch selbst nur wenig Kenntnis haben. Das ist nicht leicht, es erfordert auch in dieser Hinsicht Umkehr, aber auch das können wir als Menschen schaffen mit Hilfe der Barmherzigkeit Gottes. Und so endet auch die Katechese des Papstes – nicht mit einer unzulässigen Vereinfachung aber doch mit hoffnungsvollen und motivierenden Worten:

Also Mut! Beginnen wir das Jubiläum mit diesen Zeichen, die eine große Liebeskraft voraussetzen. Der Herr wird uns begleiten, damit wir die Erfahrung weiterer wichtiger Zeichen in unserem Leben machen. Nur Mut und weiter so!
http://papsttreuerblog.de/2015/12/17/bar...chen-erbarmens/


von esther10 18.12.2015 00:26

Weihnachten ohne Freude im Herzen“

Hilfsgüter von KiN für die Christen von Aleppo, in Syrien Quelle: ACN, Aid to the Church in Need


Inmitten der Hölle von Aleppo bemüht sich Schwester Annie, den Menschen ein frohes Weihnachtsfest zu bereiten – KIRCHE IN NOT unterstützt sie dabei

Redaktion | 18. Dez | KiN Schweiz/Fürstentum Liechtenstein | Verfolgte Kirche | Luzern | 20

Weihnachtsmusik, bunte Luftballons, Lichter, ein Christbaum: Schwester Annie und ihre Helfer haben den Gemeindesaal weihnachtlich geschmückt. Geschenke werden verteilt. Frohe Gesichter sind zu sehen. Kleine Kinder tollen umher. Es wird gelacht. Dennoch: Die vorweihnachtliche Idylle lässt die Menschen Aleppos allenfalls für einen kurzen Moment vergessen, in welchen Umständen sie leben.

Wenige harren aus

„Vor zwei Tagen schlugen Raketen ganz in unserer Nähe ein. Sechs Menschen wurden getötet. Ein paar Tage davor wurde ein Wohnhaus getroffen. Niemand wurde getötet, aber viele verletzt. Verletzt heißt oft, dass Menschen Arme und Beine verloren haben. Das ist Alltag bei uns. Niemand weiß, ob er lebendig nach Hause kommt, wenn er das Haus verlässt. Uns bleibt nur das Gottvertrauen“, berichtet Schwester Annie. Die armenisch-katholische Ordensfrau von der Gemeinschaft Jesu und Mariens harrt seit Jahren im vom syrischen Krieg gezeichneten Aleppo aus. Regierung und Rebellen halten verschiedene Teile der Stadt. Immer wieder bekämpfen sie sich. Zusammen mit ihren Mitschwestern und Helfern dient sie den Christen Aleppos, indem sie sich um Kleidung, Heizmittel, Miethilfe und Medizin bemüht. KIRCHE IN NOT unterstützt sie dabei. Hunderttausende Christen waren es einst, die in der wohlhabenden Handelsmetropole im Norden Syriens lebten. Heute sind es nur mehr wenige zehntausend, die zurückgeblieben sind in der in weiten Teilen zerstörten Stadt. „Das Leben bei uns ist so schwer. Strom und Wasser gibt es oft tagelang nicht. Besonders jetzt im Winter ist es bitterkalt. Kürzlich habe ich eine Familie besucht, die in ihrer von einer Raketen zerstörten Wohnung hauste. Mein Herz hat geweint. Es war ein so schreckliches Bild.“

In Syrien hergestellte Kleider

Schwester Annie versucht in diesem Jahr wie auch schon in den Jahren zuvor, den Menschen ein frohes Weihnachtsfest zu bereiten. „Wir teilen Hosen, Pullover und Jacken an die Menschen aus. Sie können sich ja häufig nichts Neues anschaffen. Deshalb sind diese Dinge für sie gerade im Winter so wichtig.“ Seit September haben Schwester Annie und ihre Helfer das Projekt vorbereitet. 12‘000 Kleidungsstücke wurden so für 3‘000 Bedürftige angefertigt. „Die Kleidung wurde von christlichen Schneidern hier in Aleppo hergestellt. Sie haben mir gesagt, dass sie so dankbar für die Aufträge sind. So haben sie Arbeit, ihre Familien zu ernähren.“ Neben Aleppo werden auch Christen in Hasake unterstützt, einer Stadt im Nordosten Syriens. „Früher konnten wir die Hilfsgüter von Aleppo per Lastwagen nach Hasake transportieren. Weil Daesch (die Terrorgruppe ‚Islamischer Staat‘) aber das Gebiet dazwischen erobert hat, geht das nicht mehr so leicht. Wir haben die Kleidung deshalb per Flugzeug geschickt. Sie ist gut angekommen, wie uns der Priester berichtet hat, mit dem wir dort zusammenarbeiten.“



In jedem Haus eine traurige Geschichte

KIRCHE IN NOT unterstützt das Weihnachtsprojekt Schwester Annies seit Jahren. „Ohne das Hilfswerk könnte ich den Menschen nichts geben. Für mich ist es ein Wunder Gottes, dass es anders ist. Wir sind den Wohltätern so dankbar für ihre Großzügigkeit. Erst jetzt haben wir eine Messe gefeiert, um für sie zu beten. Und auch die Menschen segnen die Wohltäter, wenn sie hören, von wem die Gaben stammen.“ Seit Freitag letzter Woche verteilt Schwester Annie jetzt zwischen zehn und sechzehn Uhr die Kleidung an die Bedürftigen. „Wir wollen nicht, dass die Menschen sich wie Bettler vorkommen. Deswegen haben wir den Ausgaberaum so schön gestaltet. Wir versuchen auch, mit allen ins Gespräch zu kommen. Es soll nicht einfach eine Kleiderausgabe, sondern eine Begegnung von Mensch zu Mensch sein.“ Dabei, so Schwester Annie, klagen die Menschen ihr das Leid ihres schweren Alltags. „Das ist das fünfte Weihnachtsfest, das Syriens Christen im Krieg feiern. Die Menschen haben keine Freude mehr im Herzen. Natürlich werden sie in die Kirche gehen. Aber die Freude, die wir alle einmal an Weihnachten spürten, ist weg. An ihre Stelle ist Traurigkeit getreten.“ Sie berichtet von einem alten Mann, der ihr bedrückt berichtete, dass er und seine Frau Weihnachten nur zu zweit seien. „Früher feierten alle seine sechzehn Kinder und Enkel mit ihnen. Jetzt sind sie alle weg, geflohen. Geblieben sind nur die beiden Alten.“ So wie dem alten Paar gehe es vielen. Sie hätten Angehörige bei Angriffen verloren, ihre Söhne dienten in der Armee oder die Kinder seien geflohen. „In jedem Haus gibt es eine traurige Geschichte zu erzählen“, weiß Schwester Annie. „Aber die Menschen vertrauen auf Gott. Und sie freuen sich, dass ihre Mitchristen im Ausland sie nicht vergessen haben.“

​Spenden mit dem Vermerk «Naher Osten» können gerichtet werden an:

KIRCHE IN NOT
Schweiz/Fürstentum Liechtenstein

Cysatstrasse 6, 6004 Luzern, Telefon 041 410 46 70
E-Mail: mail@kirche-in-not.ch; Internet: www.kirche-in-not.ch
Konto PC 60-17200-9; IBAN 55 0900 0000 6001 7200 9

von esther10 18.12.2015 00:18

Anregungen zur Gewissenerforschungen


http://images.google.de/imgres?imgurl=ht...MCeMQrQMI-wEwSA

Der Vorteil einer regelmäßigen Beichte liegt nicht nur in der unermesslichen Gnadenfülle, die wir dort geschenkt bekommen - es gibt auch einen ganz praktischen Nutzen: Wir machen uns mal wieder Gedanken über unseren moralischen Zustand.

Zur guten Beichte gehört nämlich auch eine gute Vorbereitung. Seit alters her bietet die Kirche dazu "Beichtspiegel" an - Fragen und Anregung zur Gewissenserforschung. Ob im Bußgottesdienst oder zur persönlichen Vorbereitung - es ist immer gut, aus dem "eigenen Saft" aufzutauchen. Mit diesen Anregungen zur Erforschung des eigenen Tuns, Denken und Reden öffnen sich vielleicht Deine Augen: Der Beginn der Bekehrung und Erlösung.

Aber auch für Dich, Deine Gruppe oder den Gottesdienstkreis kann eine Gewissenserforschung "zwischendurch" (ohne nachfolgende Beichte, vielleicht am Ende eines Tages oder einer Woche - oder eines Urlaubs...?) ein Segen sein. Und wer weiß - vielleicht reift dadurch ja der Wunsch, von Gott selbst losgesprochen zu werden!

Gedanken zu Beginn
An Festtagen ruht die Arbeit - wir sind von ihr befreit, um unbeschwert feiern zu können. Gerade das macht ja das Festliche aus: Frei sein von der Last des Alltags, frei sein von den üblichen Verpflichtungen, frei sein, zu feiern.
Frei, innerlich frei, sind wir aber erst dann, wenn wir uns auch von unseren eigenen inneren Gefangenschaften gelöst haben: Wenn wir uns frei machen von Vorwürfen - indem wir verzeihen; wenn wir uns frei machen von unseren Sünden, - indem wir um Verzeihung bitten; und wenn wir uns frei machen von alten Schulden - indem wir wieder gutmachen. Wer verziehen hat - und wem verziehen worden ist - der ist frei, von ganzem Herzen zu feiern.

oder:

Am Ende eines Jahres wird im Geschäftsleben Inventur gehalten: Bestände geprüft, Verluste aufgerechnet, Guthaben aufgenommen. Und vor der Ankunft von hohem Besuch räumen wir im Privatleben unser Haus auf und bringen Ordnung hinein.
So soll auch jetzt Inventur und Hausputz gehalten werden: Inventur unseres Lebens, Hausputz unserer Seele. Wenn wir uns die Zeit und die Ruhe gönnen, in unserem Leben genau hinzuschauen, finden wir vielleicht bisher unentdeckte Schuld; Fehler, die wir unter den Teppich unseres Bewusstsein gekehrt haben; aber auch Guthaben, die wir weiter ausbauen können.

Gebet zum Schluss
Herr, unser Gott, Du sendest uns Deinen Sohn, damit wir erkennen, wie Du bist: Unendlich in deiner Macht, groß in deiner Barmherzigkeit, wehrlos in Deiner Liebe.
Du hinderst uns nicht daran, zu sündigen und Deine Liebe zu verletzen. Bitte, gib uns die Kraft, Dir näher zu kommen, damit in uns die Dunkelheit abnehme und das Licht heller strahle. Vergib uns immer wieder unsere Schuld und begleite uns auf dem Weg unseres Lebens. Darum bitten wir durch Christus, unserm Herrn. Amen.

Gewissenerforschung vor Weihnachten
Schriftwort
Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

Besinnung
Wir lesen darüber hinweg, aber beim genaueren Hinsehen stellt sich dann doch die Frage: Warum geht Maria nicht zu Elisabeth - sondern eilt? Maria, das schwangere Mädchen, legt den beschwerlichen Weg nicht in einem Tempo zurück, der ihrem Zustand angemessen wäre. Nein, sie eilt zu Elisabeth!

Was ist eigentlich mein Tempo?
Eile ich - oder schreite ich zur Tat?
Oder muss ich immer wieder geschoben werden?
Welche Dinge gehe ich «mit Elan» an - und welche schieben ich vor mich her?

Wenn jemand meine Hilfe braucht - Nachbarn, Bekannte, Kinder - eile ich zu Hilfe?
Prüfe ich erst die Umstände - ob meine Hilfe erwünscht ist - ob ich mir etwas vergebe, wenn ich helfe - ob derjenige sie wirklich verdient?
Lasse ich mir Zeit?
Tue ich überhaupt etwas?
Wovon mache ich es abhängig, ob ich helfe?
Warum bemühe ich mich, anderen zu helfen?
Damit nicht schlecht über mich geredet wird?
Damit mir dann auch einmal geholfen wird?
Weil ich gerne den Retter spiele und dann groß herauskomme?
Oder liegt mir an dem Menschen selber etwas?
Tu ich es schlicht aus Güte?
Aus bloßer Freude am Helfen?

Elisabeth ist - noch vor Joseph - die erste in der Schrift genannte Person, die von der bevorstehenden Geburt des Erlösers erfährt. Um ihr diese Nachricht zu bringen, eilte Maria zu Elisabeth. Um ihre Freude weiterzugeben, nahm sie diesen Weg auf sich.

Worüber freue ich mich?
Nur noch über große Dinge, angenehme Überraschungen, die Erfüllung meiner Wünsche?
Oder kann ich mich auch noch an kleinen Dingen freuen?
An der Güte Anderer?
An der einfachen Freundlichkeit meiner Mitmenschen?
Über welche Witze lache ich?
Was brauche ich für einen fröhlichen Abend - Alkohol?
Oder kann ich mich auch an der schlichten Gegenwart anderer freuen?
Schenke ich Freude?
Wem?
Unter welchen Voraussetzungen?
Wann bin ich bereit, jemandem eine Freude zu bereiten?
Nur, wenn mir etwas an dessen Zuneigung liegt?
Freue ich mich an der Freude anderer?

Maria und Elisabeth - hier findet sich der erste Höhepunkt der Verkündigung, der Ausbreitung der frohen Botschaft, der Heiligung der verlorenen Welt: Johannes, noch ungeboren im Leib der Kusine, freut sich für die ganze Welt.

Ist mein Glaube eigentlich eine freudige Sache?
Oder bin ich Christ nur aus Gewohnheit?
Bete ich - mit frohem Herzen?
Freue ich mich auf die Augenblicke des persönlichen Gebetes?
Freue ich mich auf den Gottesdienst?
Oder ist der Glaube für mich eine eher ernste, wenn nicht sogar traurige Angelegenheit?
Quäle ich mich zum Gebet, zu den Gottesdiensten?
Weiche ich Gelegenheiten und Menschen aus, die mir einen frohen Glauben entgegenhalten?

Elisabeth sagte: Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

Glaube ich eigentlich wirklich?
Rechnen ich auch mit der Hilfe Gottes - oder vertraue ich nur auf meine eigenen Möglichkeiten, Berechnungen und Planungen?
Traue ich anderen eigentlich genauso viel zu wie mir selbst?
Oder glaube ich, dass alles von mir abhängt?
Gestehen ich mir eigentlich ein, dass Gott mich nicht braucht - aber ich Ihn?
Was tue ich eigentlich für meinen Glauben?
Lese ich?
Spreche ich mit anderen?
Stelle ich Fragen?
Bilde ich mein Gewissen?
Suche ich nach Antworten?
Oder lasse ich den lieben Gott einen guten Mann sein und setze alles auf Gottes Barmherzigkeit - und bis dahin lass ich es mir gut gehen?
Gestehe ich mir ein, dass ich von Gott abhängig bin?
Dass er mich geschaffen hat, dass er mich erlöst hat und dass ich ohne seine Liebe gar nicht existieren würde?

Als Johannes - im Leib seiner Mutter - vor Freude hüpfte, griff diese Freude auch auf Elisabeth über: Sie wurde vom Heiligen Geist erfüllt.
Glaube, Freude, Mitfühlen und Liebe sind Voraussetzungen, dass Gott in uns Wohnung nimmt.

Wo habe ich eigentlich gegen die Liebe gefehlt?
Habe ich andere belogen?
Vielleicht nur ein kleines bisschen?
Um etwas erzählen zu können?
Um im Mittelpunkt zu stehen?
Habe ich eigentlich betrogen?
Nur ein wenig: Hier und da einmal 13 gerade sein lassen? «Das merkt doch sowieso keiner - Die Welt will betrogen werden»?
Habe ich jemanden verletzt?
Mit Worten?
Mit Blicken?
Mit Verachtung? «Der hat nichts besseres verdient - Wie du mir, so ich dir»?

Maria eilte zu Elisabeth. Wenn wir uns in Gottes Dienst nehmen lassen, wenn wir aus uns etwas machen wollen, dann müssen wir uns auch dem biblischen Tempo angleichen. Es ist nicht unsere Aufgabe, zur guten Tat zu schreiten, zu schleichen oder uns vielleicht sogar schieben zu lassen. Das biblische Tempo ist zu eilen. Der Welt, Gott und den Menschen entgegeneilen - schleunigst entgegenzugehen.
Warten wir mit unseren Besserungswünschen also nicht - beeilen wir uns, gleich jetzt anders zu werden, uns zu bessern.
Hier geht es weiter
http://www.karl-leisner-jugend.de/Gewissenserforschung.htm...

von esther10 17.12.2015 22:39

17.12.2015

Franziskus plant Predigt zu Migration und Gewalt
In politischer Mission in Mexiko


Trauer um die vermissten Studenten
© dpa

Papst Franziskus will auf seiner Mexiko-Reise die Themen Migration und Gewalt ansprechen. Einzelheiten haben die Organisatoren der Reise in Mexiko mitgeteilt.

Der Generalsekretär der Mexikanischen Bischofskonferenz, Weihbischof Eugenio Andres Lira Rugarcia aus Puebla, sagte dem Radiosender Fórmula, zu einer Messe in Ciudad Juárez seien auch die Familien Tausender Verschleppter eingeladen. "Der Papst wird sicherlich Worte des Trostes und der Hoffnung finden", erklärte der Bischof. Ciudad Juárez im Norden des Landes ist ein Brennpunkt der Migration Richtung USA und war jahrelang eine der gefährlichsten Städte Mexikos.

Im vom Drogenkrieg gezeichneten Mexiko gelten mehr als 20.000 Menschen als verschwunden. Mehrere Opfer-Verbände hatten zuletzt um Treffen mit dem Papst gebeten. Eine private Begegnung mit den Angehörigen der Gewaltopfer sei angesichts des engen Terminplans eher unwahrscheinlich, hieß es. Auch ein Treffen mit den Eltern der 43 verschwundenen Studenten von Iguala sei nicht vorgesehen. Die Studenten waren am 26. September 2014 entführt und mutmaßlich ermordet worden.

"Macht der Bürgerrechte"

Während seines Aufenthalts wird Franziskus außerdem als erstes Kirchenoberhaupt im Nationalpalast empfangen. Das bestätigte der mexikanische Botschafter am Heiligen Stuhl, Mariano Palacios Alcocer, der Tageszeitung "El Siglo Durango". Diese Geste solle die Macht der Bürgerrechte unterstreichen, so Palacios.

Das katholische Kirchenoberhaupt besucht vom 12. bis 17. Februar Mexiko. Weitere Stationen der Papstreise sind Mexiko-Stadt, Morelia im Westen und der südliche Bundesstaat Chiapas.

(KNA, dpa)

von esther10 17.12.2015 22:02

CSU kritisiert Urteil des Bundessozialgerichts für Sozialhilfe bei EU-Ausländern
Veröffentlicht: 17. Dezember 2015 | Autor: Felizitas Küble

Die Bayerische Arbeitsministerin Emilia Müller hat das Grundsatzurteil des Bundessozialgerichts zugunsten der Sozialhilfe für EU-Bürger scharf kritisiert. Müller forderte eine Verschärfung der Sozialgesetzgebung und eine dauerhafte Einschränkung der Sozialhilfe. 163538-dg-original



„Wir müssen damit rechnen, dass sich die neue Rechtsprechung des Bundessozialgerichts in Rumänien und Bulgarien herumspricht und der Zuzug aus diesen Staaten in unsere Sozialsysteme wieder zunimmt. Ich habe daher die Bundesarbeitsministerin gebeten, dringend tätig zu werden“, sagte Müller. Sie fordert, in der Sozialgesetzgebung festzuschreiben, dass EU-Ausländer, die von Hartz IV ausgeschlossen sind, auch keinen Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt haben sollen.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer kritisiert das Urteil des Bundessozialgerichtes ebenfalls scharf: „Dieses Urteil ist fatal und teuer, zumal es europäischer Rechtsprechung widerspricht! Deutschland ist doch kein Vollkasko-Staat. Eigenleistung muss etwas gelten – und nicht die soziale Hängematte.”

Das Bundessozialgericht hatte geurteilt, dass die Sozialbehörden EU-Ausländern nach sechs Monaten Aufenthalt in Deutschland regelmäßig Hilfe zum Lebensunterhalt in gesetzlicher Höhe zahlen müssen, obwohl sie nach dem Sozialgesetzbuch II von Hartz IV ausgeschlossen sind. Besorgt sind vor allem die kommunalen Spitzenverbände, die nun jährliche Mehrkosten von 500 Millionen bis zu einer Milliarde Euro fürchten.

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/deze...-einschraenken/

von esther10 17.12.2015 21:55

Eltern loslassen atemberaubende Video der lebenden 18-Wochen eine Fehlgeburt Baby


Eltern loslassen atemberaubende Video der lebenden 18-Wochen eine Fehlgeburt Baby

23. September 2015 (Lifesitenews) - Charity Tanner wachte mitten in der Nacht zu realisieren, dass etwas schrecklich falsch. Sie begann zu Kontraktionen, die immer regelmäßiger und schmerzhafter, als sie kamen gehalten haben. Mit einem sinkenden Herzen, fürchtete sie, dass ihre wertvolle Baby von nur 18 Wochen Schwangerschaft war immer bereit, geboren zu werden, aber viel zu früh, um zu überleben.

Der 30-jährige verheiratete Mutter von zwei weckte ihren Mann Matt und sagte ihm, sie brauchte, um ins Krankenhaus auf einmal zu bekommen. Die Eltern hatten nicht alle, die kommen könnte so kurzfristig auf ihre Schlaf Kinder zu beobachten. Matt wachte 8-jährige Ryan und seine 5-jährige Schwester Caylee schnell und lud sie, immer noch in ihren Pyjamas, in den Wagen.

Sie wurden jetzt die Beschleunigung auf dem Weg ins Krankenhaus. Blinkende durch Charity Geist zwischen intensiven Kontraktionen und extreme Übelkeit wurde die Reihe von Veranstaltungen, die sie auf diese unerwartete und ungeplante-for Moment gebracht hatte.

Erst vor zwei Monaten März 2015, dass sie und Matt hatte Freude, ihre Kinder das Kommen eines anderen Mitglied der Familie bekannt gegeben. Die Eltern, die eifrig begrüßt dieses neue Leben, hatte ihre Kinder einen Geschenkbeutel mit Baby Socken, Windeln Decken und einem gerahmten Ultraschallbild gegeben und sie gebeten, zu erraten, was die Einzelteile gemeint.

"Baby stuff", sagte Ryan in einem Video-Charity der Veranstaltung gefilmt. "Du bist schwanger", fragte er mit einem Grinsen, blinkt die Augenbrauen in der Erwartung.



Einen Monat später begann die Blutung.

"Ich war im Grunde Blutungen non-stop. Es war nur immer schwerer als die Tage vergingen, "Nächstenliebe sagte Lifesitenews in einem exklusiven Interview per Telefon.

Ärzte sagten Charity, dass sie eine Komplikation namens Placenta praevia, in dem ihr Baby Plazenta an der falschen Stelle in ihre Gebärmutter befestigt hatte, bedeckte ihr Muttermund hatte. Sie sagten ihr, dass in vielen Fällen, das Problem oft selbst korrigiert, und das im schlimmsten Fall, sie haben könnte, um eine Notfall-Kaiserschnitt zu tun, sobald das Baby machte es zu mindestens 24 Wochen, an welcher Stelle das Baby würde eine gute Chance haben, zu überleben.

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Aber die Blutung nur immer schlimmer gehalten.

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Kleinen Finger Jaxon, seine Augen, Ohren, Nase und Mund waren alle perfekt geformt.
"Die Ärzte verstand nicht, warum ich immer Blutungen und Blutungen und Blutungen", sagte sie.

An einem Punkt während einer Reise in ihr Geburtshilfe Klinik, ein Arzt sie noch nie gesehen hatte zuvor gesagt, dass Nächstenliebe ein Weg, um die Blutung zu stoppen wäre, um "zu beenden" die Schwangerschaft.

"Er sagte mir, sie hatte so etwas schon einmal gesehen und ich könnte einfach weiter Blutungen und riskieren, dass etwas passieren zu mir, oder ich hatte die Möglichkeit, zu kündigen."

Charity erinnert sich, mit, wie beiläufig die Möglichkeit haben, ihr Kind getötet hatte angeboten schockiert.

"Mein Mann und ich waren wie:" Nein, das ist nicht einmal eine Option. " Es gab überhaupt nichts falsch mit diesem Baby. Er war perfekt. Er wurde komplett, perfekt und schön geformt. Ich wollte alles in meiner Macht, um ihn am Leben zu erhalten ", sagte sie.


Charity erinnerte sich zu dieser Zeit, dass die Abtreibung war einfach nicht eine Wahl zu denken, dass sie fühlte, war ihr zu machen.

"Mein Baby hat sein eigenes Leben, seine eigene schlagendes Herz, und am Leben war und Potenzial. Wenn man all das weg war nicht etwas, was ich tun konnte ", sagte sie.

Vor der Konzeption dieses Baby hatte sowohl Charity und Matt lebhafte Träume des Habens eines kleinen Jungen, der etwas Besonderes in ihre Familie bringen würde geträumt. Das ist, warum, sobald sie herausgefunden, sie erwarteten, sie beide sicher, sie wurden mit einem Jungen waren ...


'Etwas Besonderes'

Das Auto war jetzt das Krankenhaus erreicht. Nächstenliebe, die nicht aufgrund von starken Schmerzen gehen konnte, wurde von Matt in einen Rollstuhl gehoben. Sie wurde schnell zu einem Raum, in dem sie von Krankenschwestern und einen Arzt eher auf Rädern. Eine Ultraschalluntersuchung zeigte, dass das Baby bereits herabgestiegen war und war bereit, geboren zu werden.


Charity erinnert sich an einen Arzt, ihr zu sagen, zu schieben.

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Charity Tanner, 30, Wiegen ihr Sohn Jaxon, bei 18 Wochen Schwangerschaft, 22 Wochen zu früh geboren.
"Aber ich wollte nicht zu schieben, denn ich wollte nur, dass er in Ordnung sein, und das bedeutete, ihm zu bleiben in mir", sagte sie.

Aber die Natur nahm ihren Lauf, und innerhalb weniger Augenblicke ein winziger fragile Baby, immer noch in seiner schützenden Fruchtblase eingewickelt, war geboren.

Jeder im Raum angenommen, das Baby tot geboren worden, da ein Ultraschall vor der Geburt war kaum in der Lage gewesen zu holen ein Herzschlag. Nach der Geburt, hatte eine Krankenschwester die Reste weg gewischt und die Fruchtblase eröffnet. Sie fragte, ob Charity und Matt wollte, um den Körper zu sehen. Sie sagten, sie taten.

Gefüllt mit der tiefsten Kummer, sahen die Eltern die schön geformten Körper ihres kleinen Baby. Er hatte kleine Finger und Zehen. Seine Augen, Ohren, Nase und Mund waren alle perfekt geformt. Sie sahen, dass in der Tat ein Junge war er.

Tiny roten Adern hätte gesehen, im Laufe seiner fast durchsichtigen Körper läuft. Seine Haut war so feucht und zart, dass es begann das Festhalten an der Decke, in der sie ihn geschlungen hatte. Eine Schwester kam und legte ihn auf Kunststoff zu helfen, seine Haut zu schützen.

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Ehemann Matt hilft, 5-jährige Caylee halten Jaxon als 8-jährige Ryan schaut zu.
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Als die Eltern kuschelte den Körper ihres Sohnes, den Blick auf seine einzigartigen Eigenschaften, sahen sie plötzlich, dass seine Brust hob und senkte sich, und dass sein kleines Herz war in seinem Körper zu schlagen. Eine Krankenschwester sagte ihnen, es war wahrscheinlich nur elektrische Impulse. Aber Charity und Matt fühlte eine Präsenz und sah diese als Zeichen des Lebens. Sie waren so von dem, was sie sahen, dass sie gefangen auf Video erstaunt.

Charity glaubt, dass Gott gewährt ihre Familie ein paar kostbare Momente, um gemeinsam mit ihren lebenden Sohn sein, so könnten sie zu ihm sagen "Hallo" und dann hieß ihn "Abschied", bis sie wieder treffen würden. Sie wussten, dass ihre Zeit mit ihm los war kurz.

"Am Anfang war es nur Matt und ich mit dem Baby. So hatten wir unsere kleine Zeit mit ihm. Sehen Sie mein Mann mit ihm war wohl der schwierigste Moment für mich, denn ich liebe meinen Mann so sehr, und er so gewünscht hatte, um diesen Jungen haben. Ich wollte so schlecht in der Lage sein, dass zu ihm zu geben, "Nächstenliebe erinnert.



Matt ging zu Ryan und Caylee in einem Wartezimmer in der Nähe, wo sie wurden nach dem von Krankenschwestern sah, ihnen zu sagen, dass das Baby geboren war, sondern dass er zu früh, um für sehr lange überleben gekommen war.

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Charity hält Jaxon Hand. Er wurde am Kunststoff gelegt, um seine empfindliche Haut zu schützen.
"Er erzählte mir später, als er das sagte, ihre Gesichter nur fallen gelassen," Nächstenliebe, sagte.

Die Kinder kamen in den Kreißsaal, begierig, ihr kleiner Bruder sehen und, zur gleichen Zeit, traurig zu wissen, dass sie gekommen war, um auf Wiedersehen zu sagen.

Für etwa eine halbe Stunde, liebte die Familie einfach den kleinen Jungen, ihn zärtlich hält und streichelt ihn vorsichtig mit einem weichen süßen Küssen.

"Es war wirklich eine friedliche Erfahrung, dass zumindest konnten wir als Familie zusammen mit unseren kleinen Jungen nur dieses eine Mal sein", sagte Charity. "Das war etwas ganz Besonderes, dass wir für immer lieben."

Sie nannten ihn Jaxon.

"Es war auf jeden Fall diese überwältigende Traurigkeit zu der Zeit, aber wenn ich zurückblicke auf diese, ich bin so froh, dass meine Kinder dort waren, und zu sehen bekam, und halten ihr Bruder. Jaxon ist real zu ihnen. Sie reden immer noch über ihn die ganze Zeit. Für sie ist er immer noch ihr kleiner Bruder, auch wenn er es nicht geschafft hat, "sagte sie.

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Jaxon wurde zur Ruhe in einem weißen Kleid, das Charity für ihn gemacht hatte verlegt.
Schließlich werden die Zeichen des Lebens verblasste und Brust des kleinen Jungen wuchsen noch. Nachdem er mehrere Stunden zusammen im Krankenhaus wurden seine sterblichen Überreste zu einer Beerdigung zu Hause in der Vorbereitung für die Beerdigung ausgeliefert. Mit der Hilfe von einem Freund, machte Charity ein kleines weißes Outfit für ihn, in dem er ein paar Tage später begraben.


"Liebe und Respekt"

Charity und Matt, die Christen sind, glauben, dass sie Jaxon wieder zu sehen. Sie erzählten ihren Kindern, dass er im Himmel bei Gott ist, und dass er ist da und wartet auf den Tag, wenn sie alle wieder vereint werden.

"Ich habe immer sagen, die Kinder, die er wacht über sie. Unser Glaube sagt uns, dass wir alle werden ihn eines Tages wieder zu sehen. Wir glauben, dass unsere Familie wird in der Lage sein, um für immer zusammen mit einander im Himmel sein werden ", sagte Charity.

Charity Zusammenhang, dass es zwar viel Traurigkeit in der Familie in den Tagen nach Jaxon Geburt, Tod und Bestattung, gab es auch unerwartet leichtere Momente. Eine Woche nach der Verabschiedung, Ryan näherte sich ihr und fragte: "Mama, du wirst in der Lage, Jaxon sehen, bevor wir das tun, sind Sie nicht sein wirst?"



Matt und junge Ryan tragen den Sarg hält Jaxon winzigen Körper, um seine letzte Ruhestätte.
Zu denen antwortete sie mit einem Lächeln Tränen: "Ich hoffe, dass ich, ihn zu sehen, bevor Sie tun. Ich konnte es nicht ertragen, gehen durch eine andere von euch lieben Kinder sterben. "

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Die Tanners Trauer war noch frisch, als nur wenige Wochen später Undercover-Videos ergaben sich Hinweise, dass Planned Parenthood, die Nation der größte Abtreibungsanbieter, wurde in der illegalen Ernte und Verkauf von Baby Körperteile beteiligt. Einige der ungeborenen Opfer von Abtreibungsgegner bei Planned Parenthood beendet wäre das gleiche haben - und noch älter -. Schwangerschaftswoche als Jaxon Grafikmaterial in einem Video zeigt Mitarbeiter Extrahieren perfekt geformte Organe von einem 20 Wochen alten abgetriebenen Zwilling.

Charity hofft, dass die Bilder und Video von ihr Gestationsalter 18 Wochen alten Sohn ein Gesicht zu den zahllosen Babys, die in diesem Alter abgebrochen worden sind, die Ziele von Gewalt und Barbarei zu geben.

"Ich möchte in der Lage, andere, die sogar bei 18 Wochen alt zu zeigen, die Pre-Baby geboren ist sehr lebendig und sehr viel ein ganzer Mensch."

"Ich will die Menschen, um zu sehen, dass, auch wenn sie die kleinsten kleinen Babys wie meine Jaxon, sind sie echte Lebensatem Menschen, die wertvoll sind und die alle unsere Liebe und Respekt verdienen. Sie sind genau so viel ein Mensch wie jeder andere ist ", sagte sie.

Anmerkung der Redaktion: Hatte Charity Schwangerschaft durchgeführt, Jaxon würde um diese Zeit geboren wurden, im September.
https://www.lifesitenews.com/news/beauti...-to-babies-plan



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