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von esther10 09.10.2015 18:11

09.10.2015

Pro Asyl warnt vor Rechtsbruch


Scharfe Kritik an Seehofer
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer
© Matthias Balk (dp

Bayerns Pläne, Flüchtlinge an der österreichischen Grenze abzuweisen, sind auf scharfe Kritik gestoßen. Pro Asyl warnte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und die Staatsregierung vor einem offenen Rechtsbruch in der Flüchtlingsfrage.

Das bayerische Vorhaben entbehre jeder rechtsstaatlichen Grundlage, erklärte die Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge am Freitag in Frankfurt. Die grüne Parteivorsitzende Simone Peter bezeichnete die Äußerungen als "geistige Brandstiftung". Seehofer stelle sich an die Seite von "rechten Hetzern" wie Ungarns Premier Viktor Orban und verabschiede sich mehr und mehr von der europäischen Idee, sagte Peter in Berlin. "Wer von 'Notwehr' spricht, gibt den Lautsprecher für Rechtspopulisten, die Ängste und Hass schüren."

Seehofer plant Alleingang

Seehofer verteidigte in einem Interview der "Bild"-Zeitung seine Ansichten. "Fakt ist doch: Es wird ohne eine Begrenzung der Zuwanderung nicht gehen." Auf die Frage, ob Bayern Alleingänge plane, sagte er: "Was wir allein umsetzen können, werden wir umsetzen." Seehofer nannte es "absurd", dass er mit seiner Kritik Radikale stark machen könnte. Dass passiere nicht, wenn man über Probleme rede, "sondern wenn wir die Probleme der Menschen nicht lösen".

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi zeigte sich in der "Rheinischen Post" optimistisch, dass es nicht zu einem Rechtsruck kommen werde. "Wachsenden Fremdenhass kann ich nicht erkennen." Das bleibe ein Randthema der Gesellschaft. "Ein Rechtsruck entsteht dann, wenn Populisten den Menschen vorgaukeln, es gäbe die eine einfache Lösung für alles."

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, "wir haben es weiterhin mit hohen Zuzugszahlen zu tun, und wir rechnen nicht damit, dass es sich in Kürze dramatisch ändert". Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland ist laut ZDF-Politbarometer der Ansicht, dass das Land die derzeitige Zahl an Flüchtlingen nicht verkraften könne. Vor zwei Wochen hatte sich die Mehrheit mit 57 Prozent noch zuversichtlich gezeigt, 40 Prozent waren skeptisch. Mittlerweile denken nur noch 45 Prozent, dass Deutschland den Zuzug verkraften kann, 51 Prozent der Befragten teilen diese Einschätzung nicht.

Auch Kritik aus der SPD

Aus der SPD-Spitze kommen aber auch kritische Stimmen. Vizekanzler Sigmar Gabriel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier warnten im Magazin "Der Spiegel" (Samstag) vor einer unbegrenzten Zuwanderung.

"Wir können nicht dauerhaft in jedem Jahr mehr als eine Million Flüchtlinge aufnehmen und integrieren", schreiben die Politiker in einem Beitrag. "Trotz der beispiellosen Hilfsbereitschaft der Deutschen müssen wir das Mögliche dafür tun, damit die Zuwanderungszahlen nach Deutschland wieder sinken."

Für die Flüchtlingshilfe haben einer Umfrage zufolge bislang 21 Prozent der Bevölkerung Geld gespendet. Von den Nichtspendern gaben 40 Prozent an, schon für andere wohltätige Zwecke gespendet zu haben. Ein Drittel erklärte, kein Geld übrig zu haben, wie das gemeinnützige Analyse- und Beratungshaus Phineo erklärte, das die repräsentative Forsa-Umfrage in Auftrag gegeben hat.
http://www.domradio.de/themen/soziales/2...rin-den-ruecken
(KNA)

von esther10 09.10.2015 15:07

Bürgermeisterrücktritt: Im Vatikan Sorge wegen Heiligem Jahr


Marino-Rücktritt in Rom erschwert Endspurt für Jubiläumsvorbereitungen

09.10.2015, 14:01 Uhr Italien/Vatikan/Politik/Kirche/Rücktritt/Marino/Rom
Vatikanstadt-Rom, 09.10.2015 (KAP) Genau zwei Monate vor Beginn des Heiligen Jahres hat Roms Bürgermeister Ignazio Marino seinen Rücktritt eingereicht. Der Amtsverzicht fällt in die entscheidende Vorbereitungsphase der italienischen Hauptstadt für den Ansturm von bis zu 30 Millionen Pilgern und Besuchern. Am 8. Dezember eröffnet Papst Franziskus im Petersdom die Heilige Pforte zum Heiligen Jahr - offiziell "Jubiläum der Barmherzigkeit". Aus dem Vatikan gab es dazu bis Freitagmittag keine Stellungnahme. Die Planungen für das Heilige Jahr würden damit nicht leichter, hieß es allerdings in Kirchenkreisen.

Auch schon bisher war man im Vatikan nicht glücklich über den schleppenden Gang der Vorbereitungen. Es sei zu befürchten, dass die Stadtverwaltung jetzt noch mehr mit sich selbst beschäftigt sein werde und sich der Rückstand beim angekündigten Ausbau der Infrastruktur nun noch weiter verzögern wird. Allerdings war nicht Bürgermeister Marino direkt sondern vor allem der Stadt-Kommissar Franco Gabrielli mit der Koordination der Heilig-Jahr-Vorbereitungen betraut.

Die Ewige Stadt, die sich für viele Großereignisse als sympathischer und souveräner Gastgeber zeigte, läuft laut Beobachtern Gefahr, sich der Weltöffentlichkeit diesmal schlecht vorbereitet zu präsentieren. Marino, der seit Monaten unter heftigem Beschuss steht und zuletzt über angeblich veruntreute Steuergelder stolperte, kann binnen 20 Tagen seinen Schritt widerrufen. Er wird prüfen, ob er den erforderlichen Rückhalt für die Fortsetzung seiner Arbeit und den Aufbau einer neuen Stadtverwaltung erhält. Denn mit ihm sind weitere führende Mitarbeiter zurückgetreten. Bereits in den vergangenen Monaten hatte der Korruptionsskandal "Mafia Capitale" zur deutlichen Ausdünnung seiner Stadtregierung geführt.

Eine Krisensitzung beim Rat für die Neuevangelisierung, der im Auftrag des Papstes das Jubiläumsjahr vorbereitet, fand noch nicht statt. Ratspräsident Erzbischof Rino Fisichella nahm am Freitag wie gewohnt an den Beratungen der Weltbischofssynode teil. Der Vatikan versuche den kirchlichen, geistlichen thematischen Teil des Jubiläums so gut wie möglich vorzubereiten, so ein Mitarbeiter. Man hoffe, dass die Stadt ihren Teil beitrage und sich zum Weltkirchenereignis von ihrer besten Seite zeige.

Rom diesmal keine Großbaustelle

Anders als zum letzten Heiligen Jahr 2000, vor dem die Stadt Rom fünf Jahre lang einer Großbaustelle glich und Straßen, Plätze und Paläste restauriert wurden, nahm man sich diesmal nur zwei Projekte vor: Eine Reihe von Straßenbaumaßnahmen soll einen besseren Fluss der Pilgerströme ermöglichen. Und an bestimmten Pilgerpunkt der Stadt, etwa an großen Kirchen und entlang von Pilgerwegen, sollen Grün- und Rastanlagen gereinigt und ausgebaut werden. Insbesondere will die Stadt vier alte Pilgerwege vom Lateran und der Basilika Maria Maggiore zum Petersdom fußgänger- und behindertengerecht ausbauen. Denn im Heiligen Jahr sollen Reisebusse komplett aus dem Innenstadtbereich ausgesperrt bleiben.

Selbst wenn die Baustellen künftig 24 Stunden am Tag geöffnet bleiben, ist unklar, was bis zum 8. Dezember fertig werden kann. Allerdings dürften die großen Heiligjahr-Pilgerströme erst Anfang 2016 einsetzen. Denn mit Beginn der Fastenzeit (Aschermittwoch/10. Februar) stehen die großen Jubiläums-Veranstaltungen auf dem Programm. Dann erwartet man auch einen großen Ansturm vor allem aus Süditalien, wenn die Reliquien des Heiligen Pater Pio in verschiedenen Kirchen Roms ausgestellt und dann in Prozession über den Petersplatz geführt werden.

von esther10 09.10.2015 14:43

„Was ist heute in meinem Herzen geschehen?“
Frühmesse von Papst Franziskus in der Domus Sanctae Marthae über den wahren Christen


Rom, 9. Oktober 2015 (ZENIT.org) Britta Dörre | 45 klicks


Papst Franziskus befasste sich in der heutigen Frühmesse in der Domus Sanctae Marthae mit dem Verhalten, das einen guten Christen ausmacht. Ausgehend vom Tagesevangelium erklärte der Papst, dass Neid, Angst, Starrheit und schlechtes Gerede von Jesus entfernten. Jesus sei von seinen Kritikern und Gegnern permanent auf die Probe gestellt worden. Ihm sei sogar unterstellt worden, besessen zu sein. Ein guter Christ jedoch unterscheide und schaue genau hin, woher Dinge kämen und was ihre Wurzel sei. Ein guter Christ müsse unterscheiden, ob Gott oder das Böse der Ursprung seien. Dazu müsse der Christ wachsam sein, da überall Versuchungen lockten und das Böse nie müde werde.

Sei das Böse erst in das Leben getreten, betäube es den Menschen und sein Gewissen. Niemand sei von der Sünde ausgenommen. Daher sei die Gewissensprüfung grundlegend. „Was ist heute in meinem Herzen geschehen, heute, deshalb? Ist der wohlerzogene Dämon mit seinen Freunden zu mir gekommen?“ Unterscheiden und wachsam sein, mahnte Papst Franziskus, seien wichtig, um nicht denjenigen eintreten zu lassen, der betrüge, verführe und in seinen Bann ziehe.

( 9. Oktober 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 09.10.2015 14:42

Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden
Evangelium Tag für Tag -- Freitag der 27. Woche im Jahreskreis: Lukas 11,14-26


Straßburg, 9. Oktober 2015 (Evangelizo.org) Redaktion | 81 klicks


In jener Zeit trieb Jesus einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten.
Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.
Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel.
Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein.
Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe.
Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil.
Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.
Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher;
wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute.
Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
Ein unreiner Geist, der einen Menschen verlassen hat, wandert durch die Wüste und sucht einen Ort, wo er bleiben kann. Wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe.
Und wenn er es bei seiner Rückkehr sauber und geschmückt antrifft,
dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden als vorher.

(Quelle: Evangelium Tag für Tag - © Evangelizo.org 2001-2015)

( 9. Oktober 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 09.10.2015 14:32

Im Unterricht Zeugnis geben
Von: Judith Rupp | 4. Oktober 2015


Erstmals sind Religionslehrerinnen und -lehrer aller Schularten gemeinsam im Trierer Dom beauftragt worden.

Bischof Dr. Stephan Ackermann verlieh 108 Lehrerinnen und Lehrern am 26. September im Dom die „Missio canonica“, die Lehrerlaubnis für den katholischen Religionsunterricht. Er sagte, eine solche Sendung werde nicht nur mit dem Ausgeben einer Urkunde bestätigt. Die gemeinsame Feier der Eucharistie in der „Mutterkirche des Bistums“ mache deutlich: „Wir bitten Jesus Christus, dass er uns befähigt zum Zeugnis und dass er uns seinen Segen gibt, weil wir es alleine nicht schaffen würden.“

Bischof Ackermann: „Wir gehen in seine Schule“

Jesus sei ein Lehrer durch seine Worte und vor allem durch sein Zeugnis bis in den Tod. „Wir gehen in seine Schule, vor allem wenn wir Eucharistie feiern und erleben, worin der eigentliche Sinn des Lebens liegt – darin, dass wir es geben und dadurch reicher werden, dass wir das Leben teilen, damit es größer wird.“

Der Bischof bat die jungen Lehrerinnen und Lehrer, ihren Schülerinnen und Schülern klarzumachen, dass der Glaube an Gott Horizonte öffne: „Er sprengt unser Leben auf; wir dürfen groß denken. Die Welt steht uns zur Verfügung, er hat sie uns anvertraut, hat uns mit Geist und Vernunft beschenkt.“ Der Glaube fordere heraus und „gibt dem Leben eine andere Dimension und Tiefe“. Er helfe auch, nicht den Mut zu verlieren und ermögliche die Auseinandersetzung mit dem Dunklen, Abgründigen und der Ohnmacht des Menschen. „Der Glaube hilft zu wahrhaft menschlichem Leben.“

Ackermann sagte mit Blick auf die oft verwendete Formulierung der „Weitergabe des Glaubens“, der Glaube sei kein Ding, das einfach weitergereicht werde wie ein Buch. Es gehe darum, den Glauben mit anderen zu teilen, als gläubige Menschen erkennbar zu sein und darauf zu hoffen, dass das auf fruchtbaren Boden falle. Diesen Auftrag gab der Bischof an die Lehrerinnen und Lehrer weiter: „Bitte achten Sie darauf, dass Jesus im Unterricht vorkommt.“ Dann könne Christus sein Werk wirken, „behutsam und machtvoll zugleich“.

Premiere in der neuen Form ist gelungen

Erstmals wurde die „Missio canonica“ in der Bischofskirche gemeinsam an Religionslehrerinnen und -lehrer aller Schularten verliehen. Wolfgang Müller, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Bischöflichen Generalvikariat Trier, sagte, die „Premiere“ dieser neuen Form sei gelungen. Der feierliche Gottesdienst und der gesamte Tag hätten deutlich werden lassen, in wessen Auftrag die Lehrerinnen und Lehrer gesandt seien.

Der Tag hatte mit einem theologischen Impuls im Priesterseminar begonnen. Dort hatte Professor Dr. Hans-Georg Gradl von der Theologischen Fakultät Trier über „Neutestamentliche Lehrgänge. Mit der Bibel lernen, Lehrer zu sein“ gesprochen.

Im Priesterseminar hatten die neuen Religionslehrerinnen und -lehrer auch die Gelegenheit, die Mitarbeitenden der Schulabteilung des Bischöflichen Generalvikariats (BGV) und deren Angebote kennenzulernen. An den Gottesdienst, den Monsignore Dr. Michael Kneib, Leiter des Bereichs „Pastoral und Gesellschaft“ im BGV, und der Saarbrücken Schulpfarrer Christian Heinz mitfeierten, schloss sich eine Begegnung im Romanischen Saal an. Es gibt im Bistum rund 6000 Religionslehrerinnen und -lehrer.

http://www.paulinus.de/paulinus/Integral...dx.Rubrik=Titel
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von esther10 09.10.2015 14:26

Viel Beifall findet die gelungene, locker moderierte Programm-Mischung des Forums.


Die Antworten, die wir geben, genügen nicht!
Von: Sandra Blass-Naisar | 22. Juni 2014

220 Frauen und Männer haben am zweitägigen Forum „Geschieden – Wiederverheiratet" anlässlich der Synode im Bistum Trier teilgenommen.

„Das Problem bedrängt mich als Bischof und vor allem auch als Seelsorger. Die Antworten, die wir bisher geben, genügen nicht!“ Das sagte Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Abschluss des zweitägigen Forums „Geschieden – wiederverheiratet“ im Robert Schuman-Haus anlässlich der Synode im Bistum Trier. Gleichzeitig warnte er vor zu hohen Erwartungen: „Es kann hier keine Trierer Lösung vorbei an der Gesamtkirche geben, keine Schnellschuss-Lösung. Aber wir sind momentan in einer Situation, die eine besondere Chance bietet, in diesem Thema voranzukommen.“

Dorniges und hochkomplexes Thema

Dabei wies Ackermann auf die außerordentliche und ordentliche Synode zum Thema „Ehe und Familie" im Herbst 2014 und 2015 hin, zu denen Papst Franziskus nach Rom eingeladen hat. Der Trierer Oberhirte arbeitet derzeit in einer Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz „an diesem hochkomplexen und dornigen Thema“. Die Impulse des Forums sollen hier einfließen. Namhafte Expertinnen und Experten aus dem Bereich der unterschiedlichen theologischen Fachdisziplinen und der Human- und Gesellschaftswissenschaften standen in Trier zwei Tage lang im Austausch mit Seelsorgern und Betroffenen aus dem ganzen Bistum.

„Das Besondere dieses Forums war die Mischung“, resümierte der Bischof. „Theologische und kirchenrechtliche Positionen trafen auf beeindruckende persönliche Zeugnisse gebrochener Biographien.“ Eines wurde auch deutlich. Der Umgang der Katholischen Kirche mit Katholiken in zweiter Ehe sei nicht das Problem eines einzigen Bischofs irgendwo in Deutschland. „Dass Beziehungen scheitern, ist das Problem aller Menschen auf der ganzen Welt. Wir müssen einen Konsens finden, Sanktionen zu überwinden.“ „Ich fühle mich von der Kirche im Karfreitag gelassen. Sie zeigt mir keinen Weg zu Ostern“, sagte eine Teilnehmerin. Die Basis helfe weiter, das Kirchenrecht aber stehe massiv dagegen. Beim abschließenden Resümee – im Saal moderiert von Bistumssprecherin Judith Rupp und Rundfunk-Redakteur Stefan Weinert – wurde die Forderung nach „Verlässlichkeit und Verbindlichkeit“ laut.


Umgang hängt vom Gemeindepriester ab

„Ich möchte nicht mehr, dass es vom jeweiligen Gemeindepriester abhängig ist, wie im konkreten Einzelfall mit Geschiedenen umgegangen wird. Ich möchte nicht mehr Glück oder Pech haben, je nachdem in welcher Gemeinde ich zu Hause bin. Diese Ungerechtigkeit macht mich zornig und traurig“, formulierte es Ilse Diewald, Diözesanvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands. Krankenhausseelsorger Gerhard Schwetje meinte:

„Das Forum hat die ganze Komplexität des Themas aufgezeigt. Es muss sich vieles ändern, damit die Menschen spüren, dass wir Seelsorger auch bei einem Scheitern weiterhelfen.“ Wenn die Kirche keine neuen Wege finde für den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, komme das einem „Ausverkauf der Seelsorge“ gleich. Und Monsignore Stephan Wahl mahnte: „Wenn es für einen des Missbrauchs überführten Priester einfacher ist, Sakramente zu spenden, als für einen Geschieden-Wiederverheirateten, Sakramente zu empfangen, dann ist was faul in unserer Kirche.“ Das Ziel – und da waren sich die 220 Teilnehmer des Forums, darunter 80 Synodale einig – müsse sein, dass die Kirche endlich einen Weg finde zwischen Rigorismus und Laxismus.

Die Teilnehmer des Forums forderten eine Änderung des kirchlichen Dienstrechts. Da es dieses in dieser Form nur in Deutschland gebe, sei das keine gesamtkirchliche Frage, betonte der Bischof in der abschließenden Pressekonferenz. „Wir müssen in der Deutschen Bischofskonferenz eine gemeinsame Lösung finden, die angemessen auf diese Situation reagiert."
http://www.paulinus.de/paulinus/Integral...ocument.PK=2690



von esther10 09.10.2015 14:13

Relator Kardinal Schönborn überrascht von Familienerzählungen


Kardinal Christoph Schönborn bei der Synode - L'Osservatore Romano

09/10/2015 13:07SHARE:
Die „neue Methode“ bei der Synode, die auch kleine Sprachgruppen betrifft, ist positiv. Das sagt im Gespräch mit Radio Vatikan der Wiener Kardinal Christoph Schönborn. Damit sei der direkte Austausch der Synodenteilnehmer besser möglich. Früher habe es nur Wortmeldungen von Bischöfen geben, oft ohne Zusammenhalt, nun komme es zu richtigen Diskussionen, zu einem Dialog, so Kardinal Schönborn.
„Hier gehen wir nach den drei Teilen des Arbeitspapiers vor: eine Woche gibt es den ersten Teil, in der zweiten Woche folgt der zweite Teil und in der dritten Woche der dritte Teil. Wir haben eine ganze Woche Zeit, um über den ersten Teil des Grundlagenpapieres zu arbeiten und die meiste Zeit verbringen wir in den Sprachgruppen. Das heißt eine viel intensivere Beteiligung der Teilnehmer der Synode und eine viel stärkere Konzentration auf das jeweilige Thema, damit verbunden ist aber auch eine viel effizientere, effektivere Arbeitsweise und somit auch zufriedenere Teilnehmer. Das Gefühl der Frustration, dass ich bei früheren Synoden erlebt habe, scheint mir hier überhaupt nicht vorhanden zu sein. Es herrscht eine intensive Arbeit, des Zusammenarbeitens und des Miteinander Gehens – und das ist ein ganz enormer Fortschritt.“
Außergewöhnlich waren für den Kardinal, der zugleich Moderator der deutschen Sprachguppe „Germanicus“ ist, die privaten Erzählungen der Bischöfe. In einigen Gruppen haben die Bischöfe über ihren eigenen Familienerfahrungen gesprochen.
„Und da gibt es alles, was zum Thema dieser Synode passt, natürlich auf der persönlichen Erfahrungsebene. Da gibt es die wunderbare Erfahrung des Glaubens, der Eltern, der Großeltern, in denen man aufwachsen konnte. Da gibt es aber auch Erfahrungen von Flucht, von Migration, von Scheidungen, von schmerzlichen Konflikten in der Familie. Da gibt es die Erfahrung der sogenannten ,extendet familiy´, der erweiterten Familie, der inneren Familie. Da gibt es die Erfahrungen des Glaubensweges innerhalb einer Familie, die vielleicht von weniger Glauben zu mehr Glauben gewachsen ist. Alles das wird viel lebendiger, wenn es nicht die Theorie unserer Familie ist, sondern unsere eigenen Erfahrungen sind. Wir sprechen hier nicht abstrakt, wir sprechen von dem, was wir selber erleben und was uns begegnet.“
Die deutsche Sprachgruppe selbst sei eine sehr homogene Sprachgruppe, so der österreichische Kardinal. Diese Homogenität – also auch die ähnlichen Meinungen und Übereinstimmungen der vor allem aus Deutschland und Österreich kommenden Teilnehmern (manche aus Ungarn, Türkei etc.) sei ein Mangel an Vielseitigkeit, der vielleicht in anderen Sprachgruppen gegeben sei. Kardinal Schönborn stellte im Gespräch mit Radio Vatikan klar, dass in „seiner“ Gruppe, auch wenn es die Medien so annehmen, nicht gestritten wurde.
„Man hat von medialer Seite erwartet, wenn man die Namen der fünf Kardinäle liest – ‚da müssen die Fetzen geflogen sein, da muss also heftig gestritten worden sein – wurde nicht. Vielleicht liegt das auch daran, dass der erste Teil des Synodendokuments der Blick auf die Realität ist, in der wir leben und da besteht sicher sehr viel Einmütigkeit.“
Mehr Widerstand sei wohl im zweiten Teil, also in der nächsten Woche zu erwarten. Denn da gehe es um die Lehre und die pastorale Anwendung, doch diese Spannung sei wohl auch notwendig für den Fortschritt.
Hören Sie hier das gesamte Interview:
http://de.radiovaticana.va/news/2015/10/...4hlunge/1177996

0:00

(rv 09.10.2015 ord/no)

von esther10 09.10.2015 14:12

Papst fordert Friedensanstrengungen für Syrien und Irak


Franziskus am Freitag, unterwegs zur Synode - REUTERS

09/10/2015 09:20SHARE:
Papst Franziskus ruft zu Friedensbemühungen für den Nahen Osten auf. Beim Morgengebet auf der römischen Bischofssynode warnte er an diesem Freitag vor einer „Eskalation der Gewalt“ unter anderem in Syrien. Ohne direkt auf die russischen oder amerikanischen Luftschläge in Syrien einzugehen, forderte Franziskus eine Rückkehr zu Diplomatie und „den Mitteln des Völkerrechts“.

„Ich möchte Sie einladen, jetzt beim Stundengebet für Frieden und Versöhnung im Nahen Osten zu beten. Wir sind schmerzlich betroffen und verfolgen mit tiefer Sorge, was in Syrien, im Irak, in Jerusalem und in Jordanien vorfällt. Wir erleben dort eine Eskalation der Gewalt, die auch unschuldige Zivilisten trifft und einer humanitären Krise von enormem Ausmaß weiter Vorschub gibt. Der Krieg bringt Zerstörung mit sich und vervielfältigt die Leiden der jeweiligen Bevölkerung. Hoffnung und Fortschritt ergeben sich nur aus einer Wahl des Friedens!“

Franziskus drückte allen leidenden Menschen im Nahen Osten, speziell den Christen, seine „Nähe“ aus. „Gleichzeitig appelliere ich zusammen mit der Synode dringend an die internationale Gemeinschaft: Sie möge Mittel und Wege finden, um den Betroffenen wirksam dabei zu helfen, dass sie ihre Horizonte erweitern über ihre unmittelbaren Interessen hinaus! Sie sollten die Mittel des Völkerrechts und der Diplomatie einsetzen, um die laufenden Konflikte zu lösen.“

Der Papst bat vor den Synodenvätern auch um Gebet für eine Lösung „ähnlicher Konflikte“ in Afrika.
(rv 09.10.2015 sk)

von esther10 09.10.2015 14:03

Papst: Wachsam sein gegenüber dem Bösen


Der Papst nach der Santa Marta-Messe: Zu Fuß zur Synodenaula - REUTERS

09/10/2015 12:34SHARE:

Papst Franziskus hat in seiner Morgenmesse am Freitag vor den alltäglichen Fallen des Bösen gewarnt. Jemandem Schlechtes nachsagen, obwohl er Gutes tue, jemanden aus Neid verleumden und ihm Fallen stellen – das alles käme nicht von Gott sondern vom Teufel. Wachsamkeit und Urteilskraft seien gefragt, um sich gegen das Schlechte zu wappnen.
Das Tagesevangelium handelte davon, dass Jesus einen Dämon verjagte, Gutes tat und bei den Menschen blieb, die ihm zuhörten und seine Autorität achteten. Aber es gab auch immer jemanden, der ihn verurteilte, so der Papst.

„Es gab eine andere Gruppe von Menschen, die ihn nicht mochten und die ihm seine Worte negativ auslegten. Manche taten das aus Neid, andere aus der Strenge ihrer Lehre heraus, andere hatten Angst, dass die Römer kämen und ein Blutbad anrichteten. Es gab viele Gründe, warum sie die Autorität Jesu vom Volk fernhalten wollten – auch mittels Verleumdung. Sie sagten ihm nach, dass er von Dämonen besessen sei, Zauberei betreibe. Und so stellten sie ihn stets auf die Probe, stellten ihm fallen, um zu sehen, ob er hineinfällt.

Papst Franziskus appellierte an das Urteilsvermögen und die Wachsamkeit jedes Einzelnen. Es sei wichtig, unterscheiden zu können, wann etwas vom Teufel und wann etwas von Gott komme. Denn das Schlechte versuche immer zu täuschen, uns auf den falschen Weg zu bringen. Franziskus wörtlich: Der Christ kann nicht ruhig davon ausgehen, dass alles gut geht. Er muss die Situationen erkennen und genau schauen, woher sie kommen.

Weil das Schlechte „geduldig“ sei und immer wieder zurückkomme, sei es wichtig, wachsam zu sein. Der Teufel sei eine Plage. Er komme unauffällig daher, schleiche sich ein im Alltag und verleite die Menschen zum Relativismus, indem er ihr Gewissen ruhigstelle.

„Wenn der schlechte Geist es schafft, das Gewissen zu betäuben, ist das ein wahrer Triumph, er wird zum Herr über dieses Gewissen. Indem die Menschen sich sagten: Im Grunde sind wir alle Sünder, trage niemand die Schuld. So lebten die Menschen in einer Weltlichkeit, die Tochter des Bösen sei.

Der Papst wiederholte die Bedeutung der Wachsamkeit:

„Die Kirche rät uns immer zur Prüfung des Gewissens: Was ist heute in meinem Herz passiert? Ist dieser höfliche Teufel mit seinen Freunden vorbeigekommen? Und wir brauchen Urteilskraft: Woher kommen die Kommentare, Worte, Lehren, die dieser vertritt? Bitten wir den Herrn um die Gnade der Wachsamkeit und Urteilskraft, auf dass wir nicht jene eintreten lassen, die betrügen, täuschen und uns begeistern wollen.“
(rv 09.10.2015 cz)

von esther10 09.10.2015 12:21

IS-Terror07. Oktober 20150
Hunderte Frauen begehen Selbstmord

Atlanta (idea) – Hunderte junge Frauen in Gefangenschaft der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) begehen Selbstmord, um nicht zur Sex-Sklavin zu werden. Das hat die Jesidin Ameena Saeed Hasan gegenüber dem US-Sender CNN (Atlanta/US-Bundesstaat Georgia) berichtet. Sie selbst konnte den Fängen des IS entkommen. Nun hilft sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, junge Frauen aus den Händen der Islamisten zu retten. Laut CNN hat das Ehepaar dafür ein Netzwerk mit Helfern aufgebaut. Erscheint eine Flucht möglich, reist ihr Mann zur syrisch-irakischen Grenze, um die Geretteten abzuholen. Wie Hasan CNN sagte, quälen sie jedoch die Gedanken an jene, die nicht fliehen können: „Ich s...

von esther10 09.10.2015 12:17

„Ich bin überzeugt davon, dass die Muttergottes in meinem Leben Regie führt“
Publiziert am April 14, 2015 von michaela


Interview mit Bischof Oster zur Aktualität Don Boscos und des salesianischen Charismas/ Teil

PASSAU, 14. April 2015 (Vaticanista/ZENIT.org).- Anlässlich des 200. Geburtstags des Heiligen und Ordensgründers Don Giovanni Bosco gibt das päpstliche Verlagshaus Libreria Editrice Vaticana in den kommenden Wochen einen Sammelband über die Aktualität der Pädagogik und des pastoralen Programms des Apostels der Jugend heraus, der in Zusammenarbeit mit ZENIT entsteht und salesianische Persönlichkeiten über ihre Auseinandersetzung und ihre Sendung im Geiste Giovanni Boscos erzählen lässt. Michaela Koller sprach für dieses Projekt mit Bischof Stefan Oster von Passau. Vor einem Jahr ernannte Papst Franziskus ihn, damals Salesianerpater und Dogmatikprofessor in Benediktbeuern, zum 85. Bischof von Passau. Im Gespräch verriet der Bischof, wie die Geschichte seines Ordensgründers ihn berührte und wie das Fest Maria, Hilfe der Christen, ihn in besonderer Weise mit Don Bosco verbindet.

Fehlt gerade auch im Umgang mit jungen Leuten das rechte Maß zwischen Geduld und Klarheit bei der Vermittlung von Glaubenswissen, damit sie es auch annehmen können?

Bischof Oster: Einerseits gilt es, die jungen Menschen zu akzeptieren in dem, was sie sind, anderseits sie aber in dieser Akzeptanz nicht einfach stehen zu lassen, sondern sie in der Geduld und in der Hoffnung mitzunehmen. Das kann man tun, ohne die Wahrheit preiszugeben. Der heilige Paulus spricht in seinen Bildern von der Milch und von der festen Speise. Man kann den Jugendlichen nicht die Wahrheit wie einen nassen Lappen um die Ohren schlagen, sondern muss ihnen da hinein helfen wie in einen warmen Mantel und das kann ein bisschen dauern, bis sie drin sind. Wer ist schon je ganz drin?

Wie war Ihre persönliche Erfahrung auf Ihrem Glaubensweg als Jugendlicher? Welche Vorbilder haben Sie angezogen?

Bischof Oster: In der Kirche hatte ich zunächst meine besten Freunde und habe da immer Menschen kennengelernt, die ganz wohlwollend waren. Kirche habe ich ganz selten als repressiv erfahren. Ich kann mich daran erinnern, dass es in Amberg, wo ich aufgewachsen bin, einen sehr strengen Pfarrer gab, als ich Ministrant war. Aber da war auch ein Kaplan, der der Puffer dazwischen war und sich um uns gekümmert hat und mit uns unterwegs war. Ich habe nie geglaubt, mich gegen etwas Altes oder Überkommenes emanzipieren zu müssen. Das war ein Glück. Auch ältere Jugendliche, die damals als Gruppenleiter Verantwortung übernommen haben, als ich Kind war, von denen ich dachte, das sind tolle Burschen, waren Vorbilder. Später – auf der intellektuellen und spirituellen Ebene – kam mein großer Lehrer Ferdinand Ulrich dazu. Aber es hat auch Vorbilder in meiner eigenen Ordensgemeinschaft gegeben. Wissen Sie, die Menschen, die einem die Erfahrung schenken, dass sie den „Karren Kirche“ wirklich innerlich ziehen und uns in Richtung Reich Gottes bewegen, das sind nicht so viele. Die Durchschnittlichkeit überwiegt bei uns allen. Aber es gibt den einen oder anderen Leuchtturm, Mann oder Frau, manchmal sogar in der Verborgenheit, aber da merkt man einfach, dass das Evangelium die Wahrheit ist.

Und welche Diktion hat sie eher abgeschreckt?

Bischof Oster: Natürlich will ich auch die Wahrheit wissen. Es hilft mir nicht, wenn jemand allzu lang und allzu sehr herumeiert. Es ist eine Gratwanderung, den Menschen da abzuholen, wo er steht, und ihn zugleich mit der Wahrheit herauszufordern und klar zu sein. Mein Wahlspruch „Der Sieg der Wahrheit ist die Liebe“ verdeutlicht, dass die umstrittenen Wahrheiten, die wir schwer verdauen, nur unter der Voraussetzung der Liebe angenommen werden können. Dabei geht es am Ende um Heiligkeit. In unserer Kirche gibt es da eine große Schwierigkeit: Auf der einen Seite gibt es die Rechtgläubigen, die die Wahrheit mit den Löffeln gefressen haben, und die anderen, die davon nichts mehr wissen wollen und sagen, es habe nichts mehr mit ihrer Wirklichkeit zu tun. Die versöhnte Mitte von beiden ist die Heiligkeit. Schauen Sie, wie unfassbar demütig Jesus war – und trotzdem erscheint er manchmal unglaublich streng. Und wir empfinden dies nicht als Widerspruch.

Welche Beispiele Don Boscos pädagogischen und pastoralen Programms haben Sie am meisten berührt?

Bischof Oster: Jetzt gerade ist mein Mitbruder Lothar Wagner in Sierra Leone, für dessen Arbeit ich auch viel Werbung mache. Und was für ein Salesianer er ist. Ich kenne eigentlich niemanden, der soweit rausgeht, mit seiner ganzen Existenz, seinem ganzen Leben. Da leuchtet etwas von Jesus auf.

[Bruder Lothar Wagner, Salesianer Don Boscos, arbeitet dort als Streetworker und leitet eine Einrichtung für heimatlose Kinder und Jugendliche. Wegen seines Einsatzes gegen Kinderprostitution wurde er schon mehrfach bedroht. Trotz der dramatischen Ansteckungsgefahr durch Ebola unterstützt er weiter junge Menschen, die die Seuche zu Waisen gemacht hat, und davon betroffene Familien; Anm. d. Red.]

Don Bosco hat die Verehrung der Muttergottes unter dem Titel „Maria, Hilfe der Christen“ in die Spiritualität des Ordens integriert, ein Fest, das wir am 24. Mai feiern. Was wissen Sie darüber, wie Don Bosco auf diese besondere Marienverehrung gekommen ist?

Bischof Oster: Als ich Salesianer Don Boscos geworden bin, habe ich irgendwann erfahren, dass Don Bosco die Muttergottes zunächst als Immaculata verehrte und dann wohl gemeint hat, da müsse so ein aktiveres Moment hinein. Wir wissen eigentlich nicht so genau, warum das so war: Aber sicher ist ja, dass es von hier, von Süddeutschland aus, eine Bewegung durch die Entstehung der Mariahilf-Bruderschaften gab und sicher kam dies auch bei Don Bosco an. Er hat dann eben begonnen, sie unter diesem Titel zu verehren. Heute wird in Südeuropa und Lateinamerika Mariahilf immer mit Don Bosco in Verbindung gebracht. Er hat in Turin die große Mariahilf-Basilika gebaut und in der liegt er auch begraben. Don Bosco hat – weil er diesen 24. Mai so geliebt hat – an jedem 24. im Monat in seinen Häusern den Mariahilfsegen gespendet. Er hat einen besonderen Segen geschrieben und sich diesen vom Papst approbieren lassen.
Sie haben persönlich zu diesem Fest einen besonderen Bezug, nicht wahr?

Bischof Oster: Ich bin in Amberg im Marienkrankenhaus geboren, unterhalb des Mariahilfbergs. Ich bin dort bis zu meiner frühen Jugend aufgewachsen und habe dort an diesem Berg im Wald gespielt, Indianer, Fußball und was auch alles. Einmal im Jahr fand das große Bergfest am Mariahilfberg statt, die Franziskaner predigten dort und es war sehr aufregend. Einmal haben sie mir in dem Krankenhaus das Leben gerettet, oder zumindest den Verstand: Ich bin in der Nacht mit einer Meningitis eingeliefert worden und zunächst wollte keiner helfen. Da hat mein Vater als junger Mann dort das Haus zusammengeschrien, damit endlich jemand zur Hilfe eile. Ein Arzt kam dann und stellte fest, was ich hatte. Wenn sie es später erkannt hätten, dann wäre ich zumindest geistig behindert geworden.

Meine allererste heilige Messe in Passau habe ich am Mariahilfberg gefeiert, die Hochzeit von Peter Seewald [als Pater Stefan Oster, bevor er Bischof wurde; Anm. d. Red.]. Als ich dann zum Bischof ernannt war, kamen die Passauer zu mir und haben gesagt, wir müssten bald die Weihe organisieren. Ich fragte sie, für wann denn. Sie sagten: am 25. Mai. Ich fragte, ob wir vielleicht den 24. Mai festlegen könnten, weil es unser Hochfest Mariahilf ist. Das sei unmöglich, antworteten sie, weil an einem Samstag im Mai viele Hochzeiten stattfinden. Ich habe dann den Kardinal [Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, Anm. d. Red.] angerufen und gefragt. Er sagte, er habe nur am 24. Mai Zeit.

Dann komme ich nach Passau und werde hier Bischof und erfahre, dass von hier die Mariahilf-Verehrung quasi ihren Ausgang genommen hat. Zumindest war hier ein starker Kristallisationspunkt, weil das Kaiserpaar [Kaiser Leopold I., der 1683 nach Passau geflohen war] hier gegen die Türkengefahr gebetet hat. Als sie dann das Gebetskärtchen für die Bischofsweihe mit allen Daten zusammengestellt haben, gab es noch einmal einen schönen Zufall: Ewige Profess am 24. Juli, Priesterweihe 24. Juni und Bischofsweihe 24. Mai. Ich bin überzeugt davon, dass die Muttergottes in meinem Leben Regie führt.
http://www.vaticanista.info/2015/04/14/i...n-regie-fuehrt/



von esther10 09.10.2015 12:11

Dank an Kardinal Sarah für sein Lebenszeugnis



Publiziert am Oktober 4, 2015
Festliche Präsentation des frischen Interviewbands in Regensburg
Von Michaela Koller

REGENSBURG, 4. Oktober 2015 (Vaticanista/ZENIT.org).- Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Gottesdienstkongregation, war als Erzbischof von Conakry in Guinea Nachfolger des vom damaligen kommunistischen Regime unter dem Diktator Sékou Touré gefolterten Raymond-Maria Tchidimbo. An Heiligabend 1970 war dieser als erklärter Gegner der Kommunisten wegen angeblicher Spionage für das damalige Westdeutschland zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt worden. Fast neun Jahre schmachtete er in einem Lager unter grausamen Bedingungen. Dieses Lebenszeugnis seines Mitbruders im Orden der Spiritaner und im Bischofsamt mag Robert Sarah, der mit Anfang dreißig zum jüngsten Bischof der Weltkirche ernannt wurde, in seiner eigenen Amtsauffassung bestärkt haben.

„Die Märtyrer sind nicht nur die leibliche Gegenwart Jesu in einer Welt, die dem Evangelium feindlich und verschlossen gegenüber steht, sondern sie sind auch die radikalste Antwort des Menschen auf die Liebe Gottes“, sagt Sarah im Gespräch mit Nicolas Diat unter dem Titel „Gott oder nichts“. In einem Drittel der 198 Länder, in denen das Pew Research Center Erhebungen durchgeführt habe, seien schwere Christenverfolgungen zu beklagen, stellt Sarah, der zuvor Sonderbotschafter für den Nahen Osten war, fest. Die „schuldhafte Gleichgültigkeit“ der Welt gegenüber den Schicksalen hinter den Statistiken prangert er an.

Das Interview lag zunächst in französischer Sprache vor und ist in diesen Tagen frisch auf Deutsch herausgekommen (Fe-Medienverlag), nach der Übersetzung von Katrin Krips-Schmidt und Claudia Reimüller. In dem autobiographisch angeordneten Band schreibt denn auch Erzbischof Georg Gänswein in seinem Vorwort von der Radikalität des Evangeliums, ein Stichwort, das sich wie ein Leitfaden durch Sarahs Leben zieht und ihn feststellen lässt: „Während Christen für ihren Glauben und ihr treues Festhalten an Jesus sterben, versuchen im Westen Männer der Kirche die Anforderungen des Evangeliums auf ein Minimum zu reduzieren.“

Ein weiteres großes Thema Sarahs – neben der Religionsfreiheit – betrifft die Erhaltung der Ehe und Familie als von Gott gewollte Institutionen. Als „besonders stark“ nennt er die Worte von Papst Franziskus: „Es gibt ideologische Kolonisierungen, die versuchen, die Familie zu zerstören.“ Bei der Buchpräsentation im September in Regensburg mit anschließendem Diner auf Schloss Sankt Emmeram stellte Prälat Wilhelm Imkamp, der Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild, in seiner Einführung fest: „Das Handeln totalitärer Regime richtet sich immer zuerst gegen die Familie.“ Er zeichnete an dem Abend ein erstes Bild von Kardinal Sarah als einer, der sich weder von den an seinem Vorgänger verübten Verbrechen einschüchtern, noch sich durch Schmeicheleien auf die falsche Seite ziehen lasse: „Sarah bekam vom Staatspräsidenten den höchsten Orden seines Landes verliehen und nutzte die Gelegenheit, um seiner Regierung die Meinung zu sagen.“

In seinen anschließenden Gedanken zum Buch dankte Kardinalpräfekt Gerhard Ludwig Müller Sarah für sein Glaubenszeugnis. Die Verantwortung, die Kardinal Sarah von Papst Franziskus übertragen worden sei, könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. „Der geistige Horizont eines Kardinalpräfekten der Kongregation für den Gottesdienst muss die philosophischen, fundamentaltheologischen, dogmatischen, kulturellen und politischen Voraussetzungen und Bedingungen des Christseins in der Moderne und Postmoderne geistig durchdrungen haben.“ Nicht allein ausgezeichnete geistliche Vorbilder, sondern auch die Auseinandersetzung mit den Irrtümern der Zeit prägten Müller zufolge Sarahs christliche Identität.

Dazu zählt er die extreme Verletzung der Religionsfreiheit durch die Maxime „Religion ist Privatsache“. „Denn ebenso wie Agnostiker haben auch Menschen mit der Überzeugung, dass Gott die Liebe ist, das natürliche Menschenrecht, sich gerade auch im Bekenntnis ihrer Lehre und ihrer Lebensführung im öffentlichen Leben für das Gemeinwohl einzusetzen“, betonte der Kardinal. Der moderne demokratische Staat müsse naturrechtlich, aber eben nicht weltanschaulich säkularistisch-agnostisch begründet sein. Christliche Mission sei aber von Proselytismus klar abzugrenzen. „Proselytismus instrumentalisiert andere für die Bestätigung des Selbst. Mission bezeugt den Brüdern die Liebe Gottes jedem einzelnen Menschen.“

Zu diesem Zeugnis möchte Kardinal Sarah die Gläubigen (an)leiten. „Für einen Christen muss der Glaube die Form, die Gussform für sein gesamtes privates und öffentliches, persönliches und soziales Leben werden“, ist er überzeugt. Die Kirche baue auf der Grundlage der Familien auf, „die sakramental vereint seien und die große Bedeutung des Geheimnisses bezeugten, das Christi Geschenk sei. Um die Verbreitung dieser Worte in Afrika zu fördern, lud Fürstin Gloria von Thurn und Taxis neben Freunden Vertreter aus Kirche und katholischer Publizistik, darunter Schriftsteller Martin Mosebach, den äthiopische Prinzen Asfa Wossen-Asserate sowie Papstbruder Domkapellmeister Georg Ratzinger, zu einem unvergesslichen Abendessen ein, denn nicht nur das Kreuz, sondern auch die Festlichkeit gehört schließlich zum christlichen Leben.

[Spendenkonto: Bischöfliche Administration

IBAN DE99 7509 0300 1801 1002 03; GENODEF1M05.
http://www.vaticanista.info/2015/10/04/d...gnis/#more-3338
Referenz: „Gott oder nichts“]

von esther10 09.10.2015 11:55

Bischofssynode zur Familie: Ehe als Schatz neu erschließen

Publiziert am Oktober 7, 2015 von michaela
Bischof Oster erwartet neuen Blick auf den Glauben – keine Änderung der Lehre

Von Michaela Koller

PASSAU, 7. Oktober 2015 (Vaticanista/ZENIT.org).- Bischof Stefan Oster von Passau erwartet von der am Sonntag eröffneten Synode, angehenden Eheleuten einen neuen Blick auf die Ehe zu vermitteln. Eine Möglichkeit zur Änderung der Lehre im Kern sieht Oster jedoch nicht. „Es ginge darum, zukünftigen Eheleuten diesen Schatz in seiner ganzen Wahrheit und Tiefe auf ihrem gemeinsamen Weg intensiv zu erschließen und ans Herz zu legen – überall auf der Welt“, schreibt der Bischof auf seiner Facebook-Seite. Die Kirche habe nicht „die Verfügung über den Ehebund.“


Copyright: Monika Zieringer/ Pressestelle Bistum Passau

Als wichtigen Schritt bezeichnete Oster, dass Papst Franziskus die Eheannullierungsverfahren erleichtert hat. In glaubensärmer werdenden Zeiten sei die Frage berechtigter als sonst, inwiefern ein Paar überhaupt mit den Voraussetzungen für eine sakramentale Ehe vertraut ist. „Auch die Frage, wie intensiv der hier zum Ausdruck gebrachte Glaube als Voraussetzung für das Zustandekommen des Ehesakraments vorhanden sein müsste, wird noch vertiefte Klärung erfordern.“ Auch dazu erhoffe er sich von der Synode neue Impulse, denen er „mit Freude und Spannung“ entgegen sehe.

Diejenigen, die in ihrer Ehe Scheitern erfahren hätten, sollten „barmherzig und treu“ begleitet werden, damit sie auch in ihrem Erleben dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn und seinem Erlösungshandeln nahe blieben. Der Salesianer Don Boscos erinnert in seinen Ausführungen besonders an das Recht der Kinder auf ein „Leben mit Mama und Papa“. „Wir wissen heute aus allzu vielen Erkenntnissen aus Seelsorge und Psychotherapie um die zutiefst identitätsstiftende Rolle von Mutter und Vater und deren Beziehung untereinander für ihr Kind.“

Zum Thema Zulassung zur Kommunion für Geschiedene in neuen Verbindungen zieht Oster ein vergleichendes Bild heran: Der Vater einer verlassenen Frau richtet seiner Tochter ein Fest aus, zu dem plötzlich ihr Mann mit seiner neuen Partnerin auftaucht und sich am Buffet bedienen möchte, „weil er Hunger hatte oder weil er Sehnsucht hatte nach seiner Immer-noch-irgendwie-Verwandtschaft“. Oster bezeichnet die Situation als Provokation. Der Schritt wäre erst angemessen, wenn zuvor eine Versöhnung mit der ursprünglichen Ehefrau stattgefunden hätte oder zumindest der Entschluss feststehe, trotz Trennung ihrem „hochzeitlichen Akt der Vereinigung nicht untreu zu werden.“

Der Passauer Oberhirte betonte, dass die Ehe selbst ein eucharistisches Zeichen sei. „In ihr bildet sich die Vereinigung des ewigen Bräutigams mit seiner Braut der Kirche ab.“ Scheidung bedeute daher eine Verabschiedung aus diesem Bund und eine erneute Verpartnerung einen Widerspruch zum hochzeitlichen Geheimnis der Eucharistie, „immer neu vergegenwärtigende Feier der Hingabe des Herrn an seine Kirche.“

Vom Ungehorsam gegenüber Gott wurde auch die Ehe gezeichnet. Die Erneuerung des Bundes zwischen Gott und Mensch und damit zwischen Mann und Frau geschehe durch Jesus. „Die vom Sohn Heimgeholten sind als Eheleute im Herzen des Vaters selbst Zeichen für die Erneuerung und Heimholung der Kirche“, fährt er fort. Die Eheleute machten dabei deutlich, dass sie sich und ihr gemeinsames Leben dem Herzen des Vaters anvertraut und übereignet haben. Sie wachsen darin, wie es Oster ausdrückt, „in die Tiefe der Gegenwart des Vaters und die Weite, die aus dieser Tiefe folgt – als Einübung in immer absichtslosere Liebe füreinander und für die Vielen in der Welt.“
http://www.vaticanista.info/2015/10/07/b...u-erschliessen/



von esther10 09.10.2015 11:49

Lebensgefährliches Mandat: So lernte ich die Menschenrechtsanwältin A. Akhtar kennen

Veröffentlicht: 9. Oktober 2015 | Autor: Felizitas Küble
Von Michaela KollerKoller-Michaela_kwi_author_list

Bis auf die Haut war ich vom Regen nass geworden, als ich aus der Mittagspause ins Büro zurückkehrte. Das Telefon klingelte. Ich muss das in der Mittagspause nicht beantworten.



Neugierig hob ich trotzdem ab und vergaß bald, dass ich eigentlich tropfnass war: Der Name der der Englisch sprechenden Anruferin war nicht zu verstehen. Ihre Stimme klang gedämpft, offenbar rief sie aus dem Ausland an. Sie lachte schließlich, als ich ihre Frage nach meinem Namen beantwortete: Der Anruf kam aus Lahore in der Provinz Punjab in Pakistan.

Es war Aneeqa Maria Akhtar, Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin. Wir hatten uns seit Anfang 2009 nicht mehr gesprochen. Welche Freude, nun ihre Stimme zu hören!

Ich erinnere mich an eine ganz besondere Kaffeetafel zum Neujahr damals. Eine gute Freundin, die mir sogar für meine Hochzeit Schmuck ausgeliehen hatte, hatte sich mal wieder gemeldet und ich lud sie ein: „Darf ich noch einen Gast mitbringen, eine junge Frau aus Pakistan?“ fragte sie. Meine Freundin hatte sich lange für verfolgte Christen weltweit haupt- und nebenamtlich eingesetzt und so war nicht zu erwarten, dass es bei einem oberflächlichen Mädelsnachmittag blieb.

Mit Herz und Verstand: Anwältin Aneeqa Anthony bei ihren Ermittlungen. Copyright: The Voice SocietyBILD: Anwältin Aneeqa Anthony bei ihren Ermittlungen (Foto:The Voice Society)



Ganz kalt waren ihre Hände, als sie bei uns eintrafen. Bei Kaffee und Mandelzimtkuchen bekamen meine beiden Gäste allmählich rote Wangen. Das lag nicht nur am gut geheizten kleinen Esszimmer, in dem sie mit meiner Familie und mir gemütlich zusammen saßen.

Aneeqa berichtete Beunruhigendes aus ihrer Heimat und gespannt hörten wir zu: Die nationalen Sicherheitskräfte hätten einige Gebiete nicht mehr unter Kontrolle, um die Lager, wo Taliban ihre Rekruten trainieren. Gewalt, resultierend aus einer gefährlichen Mischung aus Fanatismus und Gier, nehme insgesamt zu: Zielscheiben seien selbst junge christliche Mädchen, die zu Ehen mit Muslimen, zum Glaubenswechsel und zur Prostitution gezwungen würden.

Angesichts ihrer Jugend waren die Themen, die mein pakistanischer Gast anschnitt, überraschend politisch. Die damals 27-jährige Pakistanerin hatte bereits eine Blitzkarriere hinter sich:

Schon im Alter von drei Jahren hatten ihre Eltern die Hochbegabte zur Schule geschickt, mit 14 Jahren begann sie ihr Studium an der Universität von Punjab, zunächst in den Fächern Soziologie, Journalismus und Englische Literatur – und daraufhin in Jura. Mit 27 Jahren ist sie bereits Dekanin am Trinity Law College geworden. Ihre Laufbahn nahm aber ein jähes Ende.

Nach einer knappen Aufforderung meiner Freundin verriet die junge Frau mehr darüber, welches Schicksal sie nach Deutschland verschlagen hatte:

Fanatiker hatten sie wegen “Gotteslästerung” (Islamkritik) falsch beschuldigt und bedroht; sie musste daher im Ausland um Asyl ersuchen. Sie hatten zudem versucht, die Tochter einer katholischen Familie zum Glaubenswechsel zu drängen: „Diese Bigotten glauben, dadurch, dass sie Zwang auf Christen ausüben, zum Islam zu konvertieren, dass sie auf diese Weise Zugang zum Paradies gewinnen“, kommentiert sie.

Am 21. August 2008 kam es zu einer schicksalhaften Auseinandersetzung im Gericht: Muslimische Kollegen hatten die junge Rechtsanwältin in ein Gespräch über den Propheten Mohammed verwickelt. So als würde sie es nun bereuen, bekannte sie beim Kaffee, sie habe sich leichtfertig auf die Diskussion eingelassen. Sie war in eine Falle getappt: Die Kollegen warfen ihr Blasphemie, Gotteslästerung, vor.

Zwei Tage später gelang ihr die Flucht außer Landes. Seit langem wissen Menschenrechtsorganisationen weltweit, dass das entsprechende Gesetz in Pakistan missbräuchlich angewendet wird. Anzeigen wegen dieses Vorwurfs dienen regelmäßig dazu, Rache zu üben.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://www.vaticanista.info/2015/10/06/l...rliches-mandat/

von esther10 09.10.2015 08:29

Schleswig-Holstein: Elternproteste gegen Frühsexualisierung in den Schulen erfolgreich
Veröffentlicht: 9. Oktober 2015 | Autor: Felizitas Küble

Hedwig von Beverfoerde

Es gibt sehr gute Neuigkeiten aus Schleswig-Holstein. Nach monatelanger Ungewißheit hat die dortige Landesregierung die umstrittenen Schulmaterialien “Echte Vielfalt unterm Regenbogen” vorerst eingestampft – mit dem Hinweis, die Materialien seien »nicht geeignet für die Schulen«. DSC03312a



Dies ist ein weiterer Beweis, daß unser ausdauernder Protest gegen die Sexualisierungsprogramme in den Schulen bundesweit hochwirksam ist. Angesichts unserer Schleswig-Holstein-Petition »Sexuelle Vielfalt darf keine Schule machen« und der anhaltenden DEMOs FÜR ALLE in Baden-Württemberg und Niedersachsen haben die Verantwortlichen in Kiel offenbar kalte Füße bekommen.

Zur Erinnerung: Anfang 2015 gelangte ein Entwurf der Schulmaterialien an die Öffentlichkeit, der für mächtig Wirbel und zahlreiche Proteste sorgte. Darin wurde die normale Familie wahrheitswidrig zur Randerscheinung degradiert und Patchwork-Konstellationen als unproblematisch beschönigt. Leihmutterschaft, die in Deutschland bei Strafe verboten ist, wurde darin als richtig und gut verharmlost, ebenso wie polygame Verhältnisse.

Interessanterweise wollte bislang weder das schleswig-holsteinische Sozialministerium noch das Bildungsministerium den Grund nennen, weshalb sie dieses Unterrichtsmaterial jetzt endgültig als „nicht geeignet“ eingestuft haben. Weitere Infos zu den Vorgängen finden Sie hier.

Aber auch wenn die Materialien jetzt erst einmal vom Tisch sind, ist die Gefahr nicht gebannt. Es steht zu befürchten, dass das Projekt in anderer Form wiederbelebt wird: »Das Bildungsministerium wird in Abstimmung mit dem Sozialministerium erarbeiten, in welcher Form das Thema an den Schulen behandelt werden sollte«, hieß es aus dem Sozialministerium.

Deshalb müssen wir die Vorgänge in Schleswig-Holstein auch weiterhin wachen Auges begleiten.

Unsere Autorin, Freifrau Hedwig von Beverfoerde, ist Koordinatorin der Elternrechts-Kundgebungen “Demo für alle” (die in Stuttgart und Hannover stattfinden).

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