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NEUER BLOG von Esther

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von 29.07.2012 06:45

Lobpreis St. Annas


Wir preisen dich, heilige Mutter Anna, du Auserwählte Gottes, durftest die Großmutter Jesu werden und mithelfen bei der Menschwerdung des Wortes Gottes. Gott selber, der das Wollen und Vollbringen schenkt, hat dich dazu mit seiner Gnade und hervorragenden menschlichen Eigenschaften ausgestattet. Deshalb preise und verehre ich dich.

Wir wissen nicht viel von deinem Leben. Aber es bedeutet viel, dass aus deiner Familie Maria hervorging, die sich als Magd des Herrn ganz Gott zur Verfügung stellen wollte. Dies zeigt uns, welcher Geist in deiner Familie geherrscht hat: du gehörtest zum wahren Israel, wie Gott es haben wollte: dein Leben war bestimmt von der treuen Hingabe an Gott und an die dir Anvertrauten. Als Ehefrau, als Mutter und wo Gott dich sonst brauchte, warst du seinem Willen gehorsam. Dein Leben war getragen vom Gebet. Wir preisen dich als von Gott begnadetes Vorbild und rufen dich als unsere Patronin an. Amen
.

von 28.07.2012 15:42

Alles, was der Mensch denkt, spricht oder tut, wirkt fort...
Wahrscheinlich können sich die Seelen von Menschen, die sehr weltverhaftet lebten, nur sehr schwer von der Welt, von ihrer einstigen Umgebung, von ihrem Grab trennen. Ihre Seelen haben im Leben nicht gelernt, vom Körper Abschied zu nehmen, eine Sehnsucht nach dem Land jenseits der irdischen Begrenztheit zu entwickeln, fliegen zu lernen. Wir bauen uns in unserem irdischen Dasein die Brücken ins Jenseits, wir schaffen die Voraussetzungen für Lohn und Strafe, wir verspielen durch Schuld wertvolle Möglichkeiten.

"Alles, was der Mensch denkt, spricht oder tut, wirkt fort zu Gutem oder Bösem. Wer Böses getan hat, muss sich beeilen, seine Schuld durch Reue oder Beichte zu tilgen. Ungebüßte und unversöhnte Schuld hat eine unberechenbare Nachwirkung als Krankheit, Leiden und sonstige Strafen bis zu den späten Nachkommen." Doch nicht nur auf Erden wirkt dieses Böse fort, es verstümmelt auch unsere Seele, es beraubt sie ihrer Schönheit, es macht sie unwürdig, einst ins göttliche Reich aufgenommen zu werden. ...

Quelle: DAS VERHÄLTNIS DER LEBENDEN ZU DEN ARMEN SEELEN
NACH DEN VISIONEN DER ANNA-KATHARINA EMMERICK
aufgezeichnet von dem Dichter Clemens Brentano.

von 27.07.2012 09:35

Die Bedeutung des Priestertums in der katholischen Kirche

Alle Feinde der Kirche Gottes auf Erden haben es ganz besonders auf die katholischen Priester und Bischöfe abgesehen und suchen ihnen zu schaden, wo und wie sie können. Den Einfluss des Klerus, der Priester und Bischöfe, bei den weitesten Kreisen zu nichte zu machen, das ist ihr Streben, weil sie wissen, dass dadurch auch die Religion, die katholische Kirche selbst den größten Schaden leidet. Kein Mittel ist ihnen dazu zu schlecht, wenn nur den Gläubigen die Achtung und Ehrfurcht vor dem Priesterstande genommen wird. In Wort und Schrift, in Witzblättern und Zeitungen, überall suchen diejenigen, welche von Gott und seiner heiligen Kirche nichts oder nur wenig wissen wollen, den katholischen Priesterstand lächerlich zu machen, zu verleumden, die wirklichen Fehler einzelner Priester ungerechter Weise zu verallgemeinern und zu vergrößern, um ihm sein Ansehen zu rauben und Glauben und Religion dadurch in den Herzen der Christen wankend zu machen oder allmählich ganz zu zerstören.

Von dem katholischen Priester gilt aber das Wort des heiligen Apostels Paulus, indem er sagt: "So halte uns jedermann für Diener Christi und Ausspender der Geheimnisse Gottes." (1.Kor. 4,1).

Überall, besonders bei allen Völkern des Heidentums und Judentums und zu allen Zeiten, finden wir Priester, gerade wie wir überall Opfer finden. Die Menschen haben das unwillkürliche Gefühl, dass sie von Gott getrennt und mit ihm zerfallen sind. Und um die Kluft, welche den Himmel von der Erde, den Schöpfer von den Geschöpfen trennt, zu überbrücken, bringt der Mensch das Beste, was er besitzt, die schönsten Früchte, die tadellosesten Tiere, die herrlichsten Wohlgerüche durch die Hand der Priester der Gottheit als Opfer dar. Die Priester waren es auch, welche in besonderer Weise den Willen der Gottheit zu erforschen suchten und an sie die wohlgefälligen Gebete richteten.

Diesem in der Menschennatur tief liegenden Zuge kam auch Gott in dem Alten Bunde entgegen. Er bestimmte ausdrücklich, dass ein Geschlecht, das des Aaron, die priesterliche Würde bekleiden sollte. Dieses Geschlecht stattete er mit besonderen Ehren und Vorrechten aus: es war ein vom ihm vor anderen auserwähltes, und die Nachkommen Aarons allein durften sich Jehovah nahen, um ihm die Opfer und die Gebete des Volkes darzubringen. "Ich habe Aaron", so spricht Gott, "auserwählt vor allen Stämmen Israels zu meinem Priester, dass er hinzutrete zu meinem Altare und mir Räucherwerke anzünde..." "Ich will mir einen treuen Priester erwecken, der tun wird nach meinem Herzen und meiner Seele." (1. Kön. 2,28.35). Sie sind allein von dem Herrn berufen, das Volk zu segnen; denn es heisst (4.Mos. 6,22-27): "Der Herr redete zu Moses und sprach: Sage zu Aaron und seinen Söhnen: Also sollt ihr die Söhne Israels segnen und ihnen sagen: Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr zeige dir sein Angesicht und sei dir gnädig, der Herr wende zu dir sein Angesicht und gebe dir Frieden. Und sie sollen anrufen meinen Namen über die Söhne Israels und ich will sie segnen." Dieses alttestamentliche Priestertum mit seinen Ehren und Vorrechten ist das Vorbild des Priestertums des Neuen Bundes. Dieses letztere ist nicht eingesetzt für ein Volk, sondern für die Kirche, welche alle Völker umfasst, es ist auch nicht an einen Stamm gebunden und wird nicht von dem Vater auf den Sohn fortgepflanzt. Das alttestamentliche Priestertum weist urbildlich auf den Hohenpriester Christus als den hin, der noch kommen soll, das neutestamentliche zeigt zurück auf ihn, auf den, der schon dagewesen ist.

Die Opfer des Alten Testamentes, welche zwischen Gott und den Menschen vermitteln sollten, es aber nur vorbereitend vermochten, verschwanden durch den Erlösungstod des Heilandes. Er brachte sich selbst Gott als Opfer dar und war zugleich Priester und Opfer. Damit wurde er der wahre und einzige Vermittler und Erlöser. "Ein Gott ist," so sagt der Apostel, "und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, Jesus Christus, der sich selbst zum Lösegelde für alle hingegeben hat, als Zeugnis zu seiner Zeit." (1. Tim. 2,5. 6.) Er ist das Lamm Gottes, welches hinweg nimmt die Sünden der Welt, sein Blut reinigt uns von aller Sünde. Er ist ein für allemal als Hoherpriester mit seinem Blute in das Heiligtum eingezogen und hat eine ewige Loskaufung und eine immerdauernde Erlösung zustande gebracht. Er ist der Hohepriester in Ewigkeit.

Damit nun aber die Erlösung fortdauernd gleichsam in Tätigkeit bleibe, hinterließ dieser Hohepriester Nachfolger und Stellvertreter in den Aposteln und später in den Priestern. Sie sind in hervorragender Weise Nachfolger des einen Hohenpriesters, berufen und ermächtigt, das Mittleramt zwischen Gott und den Menschen in dem Neuen Bunde fortzuführen.

Dieses allein schon genügt, um die hohe Würde des Priestertums zu kennzeichnen: Nachfolger und Stellvertreter des ewigen Hohenpriesters, des Erlösers zu sein. Aber die eigentliche Erhabenheit des Priestertums verstehen wir erst, wenn wir das Opfer betrachten, welches der Priester des Neuen Bundes im Auftrage Christi darbringt. Damit ein Opfer bleibe, welches an Würde dem Kreuzesopfer nicht nachstehe, welches zu allen Zeiten und an allen Orten dargebracht werden könne,so hinterließ der Heiland sein eigenes am Kreuze Gott zum Opfer dargebrachtes Fleisch und Blut als Opfer seiner Kirche. Und dieses erhabene, allen Begriff überragende Opfer bringt der katholische Priester am Altare dar. Seitdem der Heiland bei dem letzten Abendmahle Brot in seiner heiligen Hände nahm und sagte: "Nehmet hin und esset; das ist mein Fleisch", seitdem er den Kelch nahm, ihn segnete und sagte: "Nehmet hin und trinket alle daraus, das ist mein Blut" und befehlend hinzufügte: "So oft ihr dies tuet, tuet es zu meinem Andenken", seit dieser Zeit ist das Priestertum eingesetzt mit der übernatürlichen, wunderbaren, fast unglaublichen Gewalt, Brot und Wein in das Fleisch und Blut des Gottmenschen zu verwandeln und in dieser unscheinbaren Gestalt den Gottmenschen selbst dem himmlischen Vater als Opfer und Unterpfand unseres Heiles darzubringen. Bei dem Worte des Priesters öffnet sich gleichsam der Himmel, und es steigt der göttliche Heiland auf die Erde herab, der Schöpfer gehrocht dem Geschöpfe, der Gottmensch einem schwachen Sterblichen. Man denkt unwillkürlich an das Brot des Herrn: "Alle Gewalt ist euch gegeben im Himmel und auf Erden."

Aber damit ist es nicht genug. Es genügt nicht, dass Gott sich einem Werke seiner Hände, seinem oft sündigen und schwachen Geschöpfe zur Verfügung stellt, er überträgt ihm auch einen Teil der Gewalt, die ihm als Gott am meisten zu eigen ist. Als der Heiland eines Tages zu einem Unglücklichen sagte: "Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben", da sagten die Juden ganz richtig: "Wer kann Sünden vergeben als Gott allein?" Ja, Gott allein, der Beleidigte und Gekränkte, kann in seiner unendlichen Barmherzigkeit dem Menschen seine Sünden vergeben, und was tut er bei seinen Aposteln und deren Nachfolgern? "Nehmet hin den Heiligen Geist; denen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sind sie vergeben, und denen ihr sie behalten werdet, denen sind sie behalten", so spricht er. Welch großartiges Vorrecht überträgt damit Gott schwachen Menschen! In seinem Auftrage vergeben sie die Beleidigungen, die ihm, dem Allmächtigen und Allheiligen, angetan worden sind, und er überlässt es ihnen sogar, darüber zu urteilen, ob die Sünder der Vergebung würdig sind oder nicht. Wahrlich, wäre nicht das klare Wort der heiligen Schrift da, der Mensch wäre berechtigt, daran zu zweifeln, dass Gott einfachen Menschen solche Gewalt übertragen kann.

Die Vorzüge des Priestertums sind das herrliche Recht, die Gnaden Gottes in den Sakramenten zu verwalten, das Vorrecht, den Menschen die Wahrheit zu verkünden. Dieses Wenige gibt uns einen Begriff von der hervorragenden Stellung des katholischen Priesters.

Aber der Priester ist nicht bloß Ausspender der Geheimnisse Gottes, sondern auch Diener Christi. Die beiden Eigenschaften hängen eng miteinander zusammen. Stellvertreter Christi sein ist schön, erhaben, eine von einem Sterblichen nie verdiente Würde, aber nicht bloß Nachfolger soll der Priester sein in der Gewalt, sondern auch in den Tugenden. Wenn jeder Christ ein Nachfolger Christi sein soll, so ist dies in erster Linie die Aufgabe des Priesters, eine ebenso erhabene als schwierige Aufgabe. "Die Priester sollen vor Gott heilig sein und seinen Namen nicht entweihen" (3. Mos. 21,6), so heißt es schon im Alten Bunde, und der Neue Bund bleibt in seinen Anforderungen nicht hinter ihm zurück. "Niemandem", so sagt der Apostel Paulus, "geben wir irgend einen Anstoß, damit unser Amt nicht gelästert werde, sondern in allen Dingen erweisen wir uns als Diener Gottes." (2. Kor. 6,3.4.) Wie der Heiland, so soll sein Nachfolger den Willen Gottes und das Heil der Menschen über alles stellen, nie sich selbst suchen, sondern immer die ihm Anvertrauten; Geduld haben mit den Sündern, aber auch heiligen Eifer und Zorn empfinden bei dem Anblicke der missbrauchten Gnaden und der verlästerten göttlichen Barmherzigkeit, mit Gott im Gebete ringen, um von ihm Gnade und Barmherzigkeit für die ihm anvertrauten Seelen zu erlangen. Wie sagt der heilige Petrus? "Weidet die euch anvertraute Herde und besorget sie nicht aus Zwang, sondern aus Liebe, um Gottes willen...aus Liebe, nicht als solche, die über das Erbe Gottes herrschen, sondern die ein Vorbild der Herde geworden sind von Herzen." (1. Petr. 5, 2.3.) Der Apostel sagt dann, der Seelsorger soll die ihm anvertraute Herde weiden wie ein guter Hirt. Aber was gehört dazu nicht alles, und was wird nicht alles verlangt von einem armen Menschen, der allerdings von Gott mit Gnade und Kraft ausgestattet ist, aber doch immerhin ein schwacher Mensch bleibt! Er soll die Glieder seiner Gemeinde bewachen und sie vor allem Unheil bewahren. Wie er sie durch die heilige Taufe in die Gemeinde Christi aufnimmt, so soll er dafür sorgen, dass sie würdig bleiben der Kindschaft Gottes. Von ihm sollen sie die ersten Wahrheiten des Glaubens lernen, er soll ihnen, wenn sie sich noch in zarter Jugend befinden, Begeisterung für den Glauben, Liebe zu Gott und seiner Kirche beibringen; er soll sie bewahren vor der Verführung in der Jugend, ihre Seele verteidigen nicht bloß gegen die offenbaren Feinde ihres Heiles, sondern gegen ihren eigenen Unverstand und die Verblendung ihrer Eltern und Freunde. Wie er vor dem Herrn auserwählt ist, die Christen zu dem heiligen Bunde der Ehe zu vereinen und ihnen die Gnade des Sakramentes zu vermitteln, die allein ihnen durch die Kämpfe des Lebens hindurchhelfen kann, so hat er später die Aufgabe, ihnen Geduld in Anfechtung und Leiden beizubringen und ihnen zu helfen, den Frieden in der Familie und den Frieden der Seele unter allen Umstände zu bewahren. Er soll die Verirrten zurückführen und immer wieder die Stimme der Ermahnung und der Warnung vernehmen lassen. Er soll die Reuigen auf Gottes Barmherzigkeit hinweisen, die verfolgten Frommen mit dem Beispiele des Heilandes trösten, den hartnäckigen, verstockten Sündern die Gerichte Gottes und die ewigen Vergeltung vor die Seele führen, den Ungerechten, den Unzüchtigen, den Habgierigen das Wort der heiligen Schrift ins Gedächtnis zurück rufen, dass ihnen das Himmelreich entgeht. Mit den Armen soll er leiden, mit den Weinenden betrübt sein, mit den Fröhlichen sich freuen, in allem sein ein Nachfolger Christi, ein Stellvertreter des ewigen Hohenpriesters, ein zweiter guter Hirte. Und hat er dann seine Schäflein gehütet, sie bewahrt vor Irrgängen oder sie zurückgeführt, hat er sie genährt und geweidet auf guter Weide, dann soll er sie begleiten durch das ganze Leben. Wenn der Herr sie abberuft aus diesem Leben, wenn die Schrecken des Todes und des Jenseits drohend über den Menschen hereinbrechen, wenn da nichts Mut gibt als der Glaube an den Heiland, dann soll der brechende Blick des hinscheidenden Christen an seinem Lager neben dem Bilde des Gekreuzigten sehen seinen Seelsorger, der ihn gestärkt hat für den letzten Gang und seine Gebete vereinigt mit den Seufzern des Sterbenden, der ihm Mut und Vertrauen zuruft und seine Seele empfiehlt der Gnade und Barmherzigkeit seines Herrn und Vorbildes, des ewigen Hohenpriesters. Und ehe sich das Grab über der irdischen Hülle schließt, da erschallt noch des Seelsorgers Gebet: Herr gib ihm die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihm; und bei der Darbringung des heiligen Opfers, in seinen Gebeten gedenkt der gute Hirt fortwährend derer, die ihm im Leben anvertraut waren und dahingewandert sind zu der auserwählten Schar der Kinder Gottes.

Der Priester kann mit dem Apostel Paulus sagen: "Allen bin ich alles geworden; sie konnten mich finden, wenn sie mich suchten, und ich habe sie gesucht, wo ich sie finden konnte." (1.Kor. 9,22). Leider hat der Priester oft auch viele Feinde ohne allen Grund.
Die Bosheit des Priesterhasses sehen wir deutlich an dem Leben der neunzehn heiligen Martyrer von Gorkum (29. Juli 1572), welche ihres katholischen Glaubens wegen gemartert wurden.
Die Irrlehre Luthers und Calvins hatte auch bei vielen Bewohnern der Niederlande Beifall gefunden. Diese empörten sich wider ihren König, um die sogenannte Gewissensfreiheit zu erzwingen. Man nannte sie Geusen d.h. Bettler, weil sie der Mehrzahl nach dem gemeinen Pöpel angehörten. Diese Geusen besetzten mehrere Städte und erschienen vor Gorkum. Der königliche Hauptmann Turcus, der Treue der Bewohner misstrauend, zog sich mit den standhaften Katholiken, darunter die zwei Stadtpfarrer, elf Franziskaner und sechs andere Priester, ins feste Schloß zurück. Die Geusen konnten wirklich ohne Schwertstreich in Gorkum einziehen und erlangten auch die Übergabe des Schlosses, gegen das eidliche Versprechen, dass Alle sicher und frei abziehen dürften; aber sie brachen treulos ihren Eid, behielten den Hauptmann mit allen Geistlichen als Gefangene und sättigten an den Letzteren ihre ketzerische Wut.

Die Geistlichen und Mönche wurden in eine unterirdisches Loch gesperrt. Es war gerade Freitag, und man stellte ihnen zum Hohne Fleisch vor. Da sie aber lieber Hunger litten, als das kirchliche Fastengebot zu übertreten und den Ketzern gegenüber den Schein auf sich zu laden, als wankten sie im Glauben, so misshandelte man sie mit Schimpf und Spott, der Pöpel trieb den scheußlichsten Mutwillen mit ihnen. Um nur ein Beispiel dieser Schändlichkeiten anzuführen: dem jüngeren Pfarrer Poppel von Gorkum setzte ein Soldat die geladene Pistole vor die Stirn und schrie: "He, Pfaff, wie stets nun? Du hast dich oft auf der Kanzel gebrüstet, dass du freudig bereit seiest, für deinen Glauben zu sterben; nun sprich - ists dir noch Ernst?" Furchtlos erwiderte der Bedrohte: "Ja, mit voller Freude gebe ich mein Leben für den heiligen katholischen Glauben und besonders für den von euch verworfenen wichtigsten Glaubensartikel von der wahrhaften Gegenwart Jesu Christi im heiligen Abendmahle!" Der Soldat stutzte über dieses mutvolle Bekenntnis und stellte drohend eine andere Frage, wo die Schätze im Schloße verborgen lägen. Der Pfarrer erklärte ruhig, dass er nichts davon wisse. Die Soldaten hielten diese Erklärung für eine Ausrede und misshandelten ihn barbarisch.

Nun examinierten sie die Mönche, wo die Schätze ihres Klosters versteckt seien. Der Guardian belehrte sie höflich, dass die Franziskaner gar kein Eigentum haben dürfen und nur vom Almosen leben. Dafür rissen sie ihm den Gürtel vom Leibe, schnürten ihm denselben um den Hals, schleiften ihn auf dem schmutzigen Boden des Kerkers umher und zogen ihn dann an der Türe so lange auf und ab, bis der Gürtel zerriß und der Gemarterte wie tot dalag.

Als sie am anderen Tage wieder kamen, verwunderten sie sich, dass der Guardian noch am Leben sei, und freuten sich, ihre höllischen Bosheiten von neuem an den Gefangenen ausüben können. Sie gaben ihnen Backenstreiche, dass das Blut aus Mund und Nase hervorquoll, verlangten ihnen zu beichten, und sagten die unflätigsten Schändlichkeiten und Lästerungen her; dann banden sie je zwei zusammen, führten sie in den großen Hofraum, zwangen sie eine Prozession zu halten und das "Te Deum" zu singen und vollführten dabei ein teuflisches Gelächter.

Inzwischen taten die treugebliebenen Katholiken von Gorkum ihr Möglichstes, die Gefangen zu befreien, boten Geld an zum Loskaufe und schickten Abgeordnete an den Prinz von Oranien mit einem Bittgesuch um Begnadigung. Als die Geusen dies merkten, beraubten sie sämtliche Priester noch ihrer Oberkleider und transportierten sie in aller Eile nach Briel zum Grafen Lum, einem berüchtigten Todfeind katholischer Priester.

Nun führte man die Schlachtopfer auf das Rathaus nach Briel zum Verhör. Am Gerichtstische saßen zwei kalvinische Prädikanten und in ihrer Mitte der Graf Lum. Dieser forderte sie in trotzigen Tone auf, vom "katholischen Aberglauben" zum "reinen Evangelium" überzutreten und schwor ihnen den Tod am Galgen, wenn sie seinen Befehle nicht sogleich gehorchten. Namentlich betonte er, dass sie den römischen Papst und den Glauben an die Gegenwart Jesu Christi im heiligen Abendmahle verdammen müssten. Mit Entrüstung wiesen die treuen Priester des Herrn diese gotteslästerliche Zumutung von sich und erklärten freimütig, dass sie gerne bereit seien, den qualvollen Martyrertod zu sterben, dass sie aber niemals auch nur einen einzigen Artikel des wahren Glaubens verleugnen würden. Auf diese feierliche Bekenntnis hin warf man sie in einen Kerker, der so schmutzig war, dass sie kein trockenes Plätzchen zum Sitzen oder Stehen fanden.

Gegen Abend kam wirklich der Befehl vom Prinzen von Oranien, dass die Gefangenen folglich freigelassen werden sollten. Allein der Graf Lum, berauscht von Wut und Wein, beschleunigte ihre Hinrichtung. Nachts um 1 Uhr ließ er die Schlachtopfer vor die Stadt hinausführen zum Kloster Rügen, das die Geusen vor kurzem niedergebrannt hatten. In der dort noch stehenden Scheune wurde zuerst der P. Guardin, der mit Begeisterung seine Leidensgefährten zur Standhaftigkeit aufgemuntert hatte, an einem Balken aufgehängt; nach ihm erdrosselte man die anderen achtzehn. Der wunderbare Mut, womit diese neunzehn Martyrer in den Tod gingen, stachelte die Wut der Mörder auf´s neue, sodass sie noch gegen die Leichname tobten, ihnen Nasen, Ohren und andere Glieder abschnitten und selbe als Siegeszeichen auf ihre Hüte oder Helme steckten. Die Katholiken kauften die verstümmelten Leichname um teures Geld und brachten sie nach Brüssel. Wegen der auf ihre Fürbitte geschehenen Wunder hat Papst Klemens X. im Jahre 1674 sie "selig", Pius IX. sie heilig gesprochen.
Achte und ehre den katholischen Priester! Dieses ist in unserer Zeit ganz besonders notwendig, wo derselbe so viel geschmäht und verleumdet wird in Wort und Schrift. Der Priesterstand ist der erhabenste Stand.

(entnommen aus: Das dreifache Reich Gottes, von Joseph Reiter, Pfarrer, Inhaber des päpstlichen Kreuzes "Pro Ecclesia et Pontifice", 1911)

von 26.07.2012 00:16


Feste und Gedenktage der Heiligen

26.07. Hl. Anna und hl. Joachim


In der Klosterkirche von Tegernsee entdeckte ich ein interessantes Bild, das die heilige Anna und ihre drei Ehemänner darstellt. Dies machte mich stutzig, da ich bisher nur die Geschichte von Anna und Joachim kannte. Doch es gibt in der Tat eine Legende, die von drei Männern Annas berichtet. Diese versucht, biblische Namen und Verwandtschaftsangaben miteinander in Beziehung zu bringen.
"Joachim aber nahm Anna zum Weibe, welche eine Schwester hatte mit Namen Hismeria. Hismeria aber gebar die Elisabeth und den Eliud; Elisabeth gebar Johannes den Täufer. ...
Anna aber, spricht man, hatte drei Männer: Joachim, Cleophas und Salome. Von Joachim ihrem ersten Manne, gebar sie eine Tochter, Maria, die Mutter des Herrn, die sie dem Joseph zum Weibe gab, und die darnach Christum den Herrn zeugte und gebar.
Als Joachim tot war, nahm sie den Cleophas zum Manne, den Bruder des Joseph, und zeugte mit ihm eine andere Tochter, die sie auch Maria nannte und darnach dem Alphäus zum Weibe gab; diese Maria gebar aber ihrem Manne vier Söhne: Jacobum den Mindern; Joseph den Gerechten, der auch Barsabas hieß, Simon und Juda. Nach dem Tode des zweiten Mannes nahm Anna zum dritten Mann den Salome, dem gebar sie eine Tochter, die sie abermals Maria nannte, und gab sie dem Zebedäus zum Weibe. Die beiden zeugten zusammen zwei Söhne, Jakobus den Großen und Johannes den Evangelisten."
(aus: Die Legenda Aurea, Aus dem Lateinischen übersetzt von Richard Benz, Gütersloh 2007, S. 521)

"Schönheit ist eine gleichermaßen schreckliche wie geheimnisvolle Sache. Hier streiten Gott und der Teufel um die Vorherrschaft, und das Schlachtfeld ist das männliche Herz." Passen diese Worte des großen russischen Schriftstellers Dostojewski zum Gedenktag der Eltern der Gottesmutter Maria, die auch als Patrone für die Eheleute verehrt werden? Ich meine ja.
Wenn sich zwei Menschen, Mann und Frau, lieben, so sehr, dass sie es sich vorstellen können, den Rest ihres Lebens gemeinsam zu verbringen, so geschieht das doch in der Regel deshalb, weil sie sich gegenseitig so sehr schätzen, dass jeder für den anderen der bedeutendste Mensch im Leben ist. Sie fühlen sich gegenseitig angezogen von der Schönheit des Partners, die mehr bedeutet, als gutes Aussehen. Neben der äußerlichen Attraktivität meint Schönheit vor allem auch die inneren Werte des anderen, die ihn für uns interessant machen. Wenn wir einen Menschen lieben, dann fasziniert uns sein Blick, sein Lächeln, seine Worte, wie er sich bewegt ...
Schönheit kann blenden und sie kann uns in die Versuchung führen, den anderen besitzen zu wollen und uns seine Schönheit selbst nützlich zu machen. Schönheit kann uns aber auch immer wieder darauf hinweisen, groß vom anderen zu denken, ihn als Persönlichkeit zu sehen, als einen Menschen, der mich teilhaben läßt an seinem Leben, weil er mich genau so schätzt, wie ich ihn.
Die Schönheit eines Menschen weist auch hin auf den Grund aller Schönheit, auf Gott. Wenn wir Gott in unsere Beziehung hinein nehmen und nicht den Partner für uns zum Gott machen, wenn Gott seinen Segen gibt über die Liebe zweier Menschen, dann hoffen wir, dass diese Beziehung gelingen kann. Anna udn Joachim, die Eltern der Gottesmutter Maria, können uns ein Beispiel geben für solch eine gelungene Beziehung. Sie sind die Schutzheiligen der Familien.

Von Anna und Joachim erfahren wir nichts aus der Bibel. Die Legende erzählt uns, dass sie lange kinderlos waren und sich sehnlichst ein Kind gewünscht haben. Sie wurden wegen ihrer Kinderlosigkeit von den Leuten verspottet. So etwas galt damals als Schande. Doch Gott hat auf sie geschaut.

Eines Tages war Joachim das Gerede der Leute leid und wollte nicht mehr nach Hause gehen. Er ging von der Stadt weg und folgte der Straße in die Ferne. Da erschien ihm ein Engel, um ihn zu trösten und ihm zu sagen, dass seine Frau schwanger werden würde.
Anna wartete zuhause auf ihren Gatten. Da Joachim länger von zu Hause weg blieb als sonst, machte sie sich Sorgen und ging los, ihren Mann zu suchen. Am Stadttor von Jerusalem haben sie sich dann getroffen, wie der Engel zu Joachim gesagt hat: "Geh schnell zurück nach Jerusalem. Anna kommt dir schon entgegen. An der Goldenen Pforte werdet ihr euch treffen." Und es geschah, wie der Engel verheißen hatte. Anna wurde schwanger.

von 25.07.2012 20:57

Alle Tage
Glaubenslebensgedicht


Alle Tage meines Lebens
möcht ich mit dir gehn
alle Tage meines Lebens
auch dein Wort verstehn

Alle Tage meines Lebens
möcht ich mit dir ziehn
alle Tage meines Lebens
vor der Sünde fliehn

Alle Tage meines Lebens
möcht ich bei dir sein
alle Tage meines Lebens
und nie mehr allein

Alle Tage meines Lebens
sprich Du Heiliger Geist
alle Tage meines Lebens
mir den Weg Du weist

Alle Tage meines Lebens
bis zur Ewigkeit
alle Tage meines Lebens
sei mein Herz bereit




(Glaubenslebensgedicht, Autor: Manfred Reich, 2005)

von 24.07.2012 07:40

Hl. Kinga (Kunigunde) von Polen

Herzogin, Oberin in Alt-Sandez / Stary Sacz

* um 1234 in Ungarn
† 24. Juli 1292 in Alt-Sandez, heute Stary Sacz in Polen


Kinga, Tochter des Königs Bela IV. von Ungarn und seiner Frau Maria; Margareta von Ungarn und Jolenta waren ihre Schwestern, Elisabeth ihre Tante. 1239 kam Kinga nach Polen an den Hof ihres zukünftigen Ehemanns, Herzog Boleslaw V., nach Sandomierz, wo ihre Schwiegermutter Grzymislawa und ihre Schwägerin Salomea sie mit ihrer tiefen Religiosität, ihrem asketischen Lebensstil, der Liebe zum Gebet und zum Lesen der Bibel beeindruckten.

1241 mussten Kinga, Boleslaw und seine Mutter vor den Tataren fliehen; sie gingen zuerst nach Krakau / Kraków, dann nach Ungarn, schließlich nach Mähren. 1243 kehrten sie zurück, aber Polen lag in Schutt und Asche; König Bela IV. schickte eine große Menge Silber als Mitgift für die Hochzeit seiner Tochter, doch Kinga verteilte den größten Teil davon an das verarmte polnische Volk; damit erhob sie Polen aus den Trümmern und wurde von den Untertanen verehrt. Um 1246 heirateten Kinga und Boleslaw, der Herzog von Krakau und Sandomierz. Sie bat ihren Mann um eine keusche Ehe, zwei Jahre später legten beide ein Keuschheitsgelübde ab. Danach verbrachte Kinga einige Zeit bei ihrem Vater in Ungarn.

Mit der Hochzeit verbindet sich die Gründungslegende des Salzbergwerks in Wieliczka: Kinga soll ihren Verlobungsring nahe Krakau in eine Erdspalte geworfen haben mit der Verheißung, dass man an dieser Stelle einen großen Schatz finden werde; tatsächlich wurde dort Salz gefunden und dann ein Salzbergwerk errichtet. Auch den Salzabbau in Bochnia förderte sie und ließ um 1251 Bergleute aus Ungarn rufen, 1254 stiftete sie eine Kirche für den Ort. Kinga beteiligte sich oft an den Regierungsgeschäften, sie stiftete Kirchen, Krankenhäuser und Klöster und wurde vom Volk als Trösterin, Ärztin, Ernährerin und heilige Mutter bezeichnet. Sie setzte sich für die Heiligsprechung von Stanislaus von Krakau ein, die 1253 erfolgte.

1279 starb Herzog Boleslaw V., der aufgrund der keuschen Ehe mit Kinga der Reine genannt wurde, in Krakau. Wenige Tage später reiste Kinga nach Alt-Sandez / Stary Sacz, um den Bau eines Klarissenklosters einzuleiten; dort lebte sie fortan und erwarb sich einen Ruf als Unterstützerin kinderreicher Familien. 1287/1288 überfielen die Tataren das Land erneut, wieder musste sie fliehen; nach der Rückkehr 1288 begann sie ihr Noviziat und legte am 1289 die Gelübde ab. Als Ordensschwester soll sie oft in Ekstase gebetet haben. Gerühmt werden auch ihre wundersamen Kräfte: bei einem Tatarenüberfall habe sie mit ihren Füßen Spuren in den Fels gepresst und so den Nonnen einen Fluchtweg ins sichere Versteck gewiesen; während eines trockenen Sommers habe sie den Fluss Przeszcznica auf wundersame Weise in die Nähe des Klosters umgeleitet.

Die sterblichen Überreste von Kinga befinden sich in Stary Sacz. Schon bald nach ihrem Tod schrieb man ihr viele Wunder zu.




http://www.heiligenlexikon.de

von 23.07.2012 10:39

Viele Menschen klagen über diverse Formen von Lärmbelästigung und weisen auf Gesundheitsrisiken hin.
Dabei handelt es sich aber oft nur um Beschwerden zu Flug- oder Verkehrlärm. Häufig unterschätzt wird aber die Lärmbelästigung, die von weltlicher Musik ausgeht, in der Gott nicht geehrt wird. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber lieber höre ich Maschinenlärm als die Musik, die heute in Schnellrestaurants oder säkularen Radiostationen gespielt wird, um ausgerechent junge Menschen daran zu binden. Wir wissen, hinter jeder Musik steckt ein Geist. Musik inspiriert – entweder zum Guten oder zum Bösen. Mit Musik werden scheinbar Massen manipuliert. Das kann praktisch sein: Im Eingangsbereich eines Vergnügungsparks, wo sich oft lange und ungeduldige Warteschlangen bilden, wird sanfte und ruhige klassische Musik gespielt, um die Gemüter zu kühlen. In Geschäften wird Musik genutzt, um Kaufstimmung herbeizuspielen. Schon David wußte bei seinem Saitenspiel, wie er Sauls bösen Geist des Neids austreiben konnte. Mose erkannte schon von weitem anhand der Musik, daß das Volk Gott verlassen und Götzendienst mit einem goldenen Kalb trieb. Anhand der Musik kann man erkennen, wie es mit dem Glaubensleben der Leute steht.

Menschen wie ich fühlen sich in Deutschland befremdet, wenn amerikanische Country- und Westernmusik völlig ignoriert wird, und selbst manche Jugendliche aus streng konservativen Rußlanddeutschengemeinden nach einer weltlichen Musik begehren, die Leitmotive aus dem islamischen Muezzingeschrei übernimmt. Über die Popmusik findet eine subtile Islamisierung statt. Dies bemerke ich immer wieder, wenn ich dieser Musik unfreiwillig ausgesetzt bin.Vor kurzem habe ich aus diesem Grund ein Restaurant verlassen, weil die Beschallung unerträglich empörend war. Das Menü habe ich im Auto aufgegessen. Ich frage mich: Kennen Sie nicht das Gefühl der Bedrückung, wenn Sie unfreiwillig solchem Lärm ausgesetzt sind? Lieber höre ich einer Motorsäge zu! Ich habe den Verdacht, daß bei dieser Musik, die heute vor allem als Magnet für die Jugend verkauft wird, dämonische Vorbelastung im Spiel ist.

Durch die Förderung von christlicher Musik – insbesondere Southern Gospel und Bluegrass Gospel – wie man sie auf Radiostationen in Kleinstädten im Süden der USA hört – kann auch unsere Kultur im Sinne des Evangeliums christliche Impulse erfahren. Darauf hinzuwirken ist Anliegen bei GuteBotschaft.com. Ich freue mich, wenn auf Bibel TV Bill Gaither’s Homecoming ausgestrahlt wird, denn besonders die alten christlichen Lieder prägen das Herz und definieren für mich Heimat. Bei Liedern wie “Victory in Jesus” oder “I Never Shall Forget The Day” kommt wahres Heimatgefühl auf – Sehnsucht auch nach der himmlischen Heimat beim Vater.


Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen Liedern und singt dem HERRN in eurem Herzen. Kol. 3:16.

von 22.07.2012 14:03

GPS-FEHLER
Ein Autofahrer bringt sein GPS-Gerät zum Service. Nach einiger Zeit holt er sich das Gerät ab. Der Servicetechniker sagt, er hätte keinen Fehler gefunden. Der Autofahrer: "Aber sicher hat das Gerät einen Fehler. Jedes Mal, wenn ich an einem Friedhof vorbeifahre sagt das Gerät: 'Sie haben ihren Bestimmungsort erreicht!'"

von 22.07.2012 09:01

Sehr geehrte Schwestern und Brüder,

Gemeinschaft mit Christus
Sonntag, 22. Juli 2012


Sechzehnter Sonntag im Jahreskreis
Maria Magdalena

P. Patrick Murphy LC

Mk 6,30-34
Die Apostel versammelten sich wieder bei Jesus und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren, und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.



Einführendes Gebet: Herr Jesus Christus, wahrer Gott und Mensch, ich glaube an dich. Ich vertraue auf dich, weil du als Mensch, mit Ausnahme der Sünde, alles erfahren hast, was auch ich erfahre. Du hast Mitleid mit mir und meiner Schwäche, weil du dich aus Liebe zu mir erniedrigt hast. Ich glaube an dich. Ich vertraue auf dich. In Demut bitte ich dich, erleuchte heute mein Gebet.

Bitte: Herr, hilf mir, dich tiefer zu erkennen.

1. Vater, Bruder, Ratgeber. Die Apostel berichteten Jesus mit Freude von allem, was sie getan und gelehrt hatten. Sie waren wie Kinder und er ist für sie ein treuer Vater und Bruder. Er ist ein exzellenter Ratgeber für sie. Er hört ihnen zu, antwortet, ermutigt und unterrichtet sie. Sie fühlten sich privilegiert, zu ihm gehören zu dürfen. Aus Liebe zu Christus erneuern sie permanent ihr Engagement für seine Sache. Ohne Zweifel hat er das - und noch einiges mehr - verdient. Deshalb bleiben sie bei ihm, gerade auch dann, wenn ihr Einsatz bedeuten sollte, im Dienst von vielen hungrigen und erschöpften Menschen zu stehen. Sie wollten ihn um nichts in der Welt verlassen.

2. Die Apostel befähigen. Christus ist für seine Apostel definitiv ein Leitbild. Er wirkt fesselnd und leitet sie. Seine Art der Führung ist äußerst positiv. Er erobert ihre Herzen für sich, weil er von seinem transzendenten und ewigen Ideal vollständig durchdrungen ist, das in ihm mit außerordentlicher Kraft ausstrahlt. Aufgrund seiner tiefen Menschenkenntnis kann er die Fähigkeiten eines jeden einzelnen in höchstem Maße für das, was wahr und gut ist, mobilisieren. Er gebraucht sie nicht als leblose Instrumente oder Werkzeuge. Er beginnt das ewige und zeitliche Heil eines jeden zu fördern und führt sie dem gemeinsamen Ideal, das sie verbindet, entgegen. Er schafft im Kreis seiner Jünger ein gesundes Zusammengehörigkeitsgefühl.

3. Gemeinschaft mit ihm. Die Menschenmenge fand heraus, wohin Jesus und seine Apostel gingen. Sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und waren vor ihnen da. Man stelle sich die Aufregung vor: sie gehen hinaus, um Jesus zu suchen und sind voll hastiger Eile, um zu ihm zu kommen. Eine wankelmütige Menge. Jetzt müssen sie den Herrn in all seiner Größe und Güte erkennen. Schon das Wenige, das sie von ihm kennen, hallt im Innersten ihrer Herzen nach. Sie spüren beim Herrn und in der Gemeinschaft mit seinen Jüngern die Bande der Loyalität, Gefolgschaft und einen familiären Geist echter Liebe. Das ist es, wonach sich das Herz sehnt. Wer sich Christus anschließt, ist niemals enttäuscht.

Gespräch mit Christus: Herr, du warst für die Apostel ein Vater, ein Bruder und ein Leitbild. Du warst ein meisterlicher Bildhauer; du hast sie nach deiner Vorstellung von Güte, Demut und Großzügigkeit geformt. Mache mich zu einem von ihnen, Herr. Forme mich. Forme mich zu deinem Ebenbild. Mach mich zu einem von deinen Jüngern.

Vorsatz: Herr, heute will ich mich als dein Lehrling betrachten. Ich möchte versuchen, bei jedem Gedanken und in jeder Handlung auf deine Stimme zu hören. Ich will das aus Liebe zu dir tun.



Gottes Segen,Laudetur Jesus Christus
Herzliche Grüße aus Jesewitz
Michael Schonath

von 20.07.2012 09:40

Sehr geehrte Schwestern und Brüder,

Den Unschuldigen verurteilen
Freitag, 20. Juli 2012

Freitag der fünfzehnten Woche im Jahreskreis
Margareta von Antiochia, Märtyrerin


P. Eugene Gormley LC

Mt 12,1-8
In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder. Seine Jünger hatten Hunger; sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon. Die Pharisäer sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren - wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote aßen, die weder er noch seine Begleiter, sondern nur die Priester essen durften? Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen? Ich sage euch: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel. Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt; denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.



Einführendes Gebet: Allmächtiger und ewiger Gott, ich bitte dich um neue Kraft, damit ich mutig sein kann wie Christus, unser Hirte. Ich glaube an dich, ich hoffe auf dich und will dich von ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all meinen Gedanken und all meiner Kraft lieben. Ich sehne mich danach, eines Tages in die Gemeinschaft der Heiligen im Himmel aufgenommen zu werden, wo dein Sohn Jesus Christus lebt und herrscht mit dir und dem Heiligen Geist, ein Gott in alle Ewigkeit.

Bitte: Herr, hilf mir, jeden Sonntag zu einem besonderen Tag für mich und meine Familie zu machen.

1. Fasten am Sonntag. Es war Sabbat, ein Tag der Ruhe. Die Jünger hatten eine schwere und arbeitsreiche Woche hinter sich, und sie waren hungrig. Jesus erlaubte ihnen, auf den Feldern nach etwas Essbarem zu suchen. Sie hätten auch entmutigt darüber sein können, dass keine richtige Mahlzeit auf sie wartete. Sie waren aber an schwere Zeiten gewöhnt. Sie waren sehr beschäftigt, weil es viel zu tun gab. Es gab nicht viel „Freizeit“. Christus wirkte auch an den Wochenenden; seine Sendung hörte nicht auf. Die Jünger gehörten zu Jesus und nahmen an seiner Sendung teil. Das machte alle ihre Opfer wertvoll und gab ihnen die nötige Kraft, sie zu bewältigen. Wenn wir auf Christus vertrauen und uns mit ihm verbinden, können wir inmitten von Prüfungen geduldig und ruhig bleiben.

2. Die Konfrontation. Der Sabbat war festgesetzt worden, damit sich das jüdische Volk an seinen besonderen Bund mit Gott erinnern und darüber nachsinnen sollte. Gott hatte sie aus der Sklaverei befreit und hatte ihnen Ruhe verschafft. Die Pharisäer waren allerdings mehr damit beschäftigt, was man am Sabbat nicht tun darf, statt darauf zu achten, was man tun sollte. Wir sollten uns am Sonntag damit beschäftigen, was wir tun sollen, um Jesus würdig zu empfangen. Dann würden uns zweitrangige Dinge nicht vom Wesentlichen ablenken. Unsere Beziehung zu Gott ist eine ganz besondere. Er hat uns von der Sklaverei befreit. Er fährt fort, uns zu lieben und bittet uns, ihn und die anderen von ganzem Herzen zu lieben. Denke ich am Sonntag an meinen Bund mit unserem Herrn? Bin ich für alles Gute, das er für mich getan hat und immer noch tut, dankbar? Steht Gott am Sonntag für mich an erster Stelle?

3. Der Sonntagsgottesdienst. Christus lehrte seine Jünger viel über seine Sendung. Sie begriffen, schätzten und lebten sie immer mehr. Er lehrte sie, an der Liturgie des Sabbats eifrig teilzunehmen, aber auch für die Nöte anderer offen zu bleiben, auch am Sabbat. Gutes zu tun, ist nach dem Gesetz an jedem Tag der Woche erlaubt, besonders am Tag des Herrn. Christus heilte den Mann mit der verdorrten Hand am Sabbat, er speiste seine Jünger am Sabbat und er heilte eine Frau mit krummem Rücken an einem Sabbat. Die Nächstenliebe wird uns Anregungen geben, anderen Gutes zu tun, sogar an einem Sonntag. „Sonntagsgottesdienst“ und „Dienst-am-Sonntag“ gehören zusammen. Verwende ich meinen Sonntag, oder zumindest einen Teil davon, dazu, denen Ruhe zu bringen, die sie am meisten brauchen? Wie kann ich an diesem Tag den Armen und Außenseitern helfen? Wie kann ich die Haltung des Dienens meinen Kindern nahe bringen?

Gespräch mit Christus: Herr, du willst dich mir in deinem Wort und deinem Leib in jeder Sonntagsmesse und jeder Messe, die ich unterhalb der Woche besuche, schenken. Gib mir immer diesen Hunger nach dieser Begegnung mit deiner Liebe und der Freundschaft mit dir. Möge ich anderen mit derselben Liebe dienen, wie du mir dienst. Möge der Sonntag der wichtigste Tag für mich und meine Familie sein.

Vorsatz: Der kommende Sonntag soll ein Tag der Anbetung und der Erholung sein. Ich will versuchen, jemandem etwas Gutes zu tun, und ich will jemandem helfen, den Sonntagsgottesdienst von Neuem zu besuchen.


Gottes Segen,Laudetur Jesus Christus
Herzliche Grüße aus Jesewitz
Michael Schonath

von 19.07.2012 09:12

Sehr geehrte Schwestern und Brüder,

Müde und erschöpft
Donnerstag, 19. Juli 2012

Donnerstag der fünfzehnten Woche im Jahreskreis

P. Shawn Aaron LC

Mt 11,28-30
Jesus sprach: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.



Einführendes Gebet: Allmächtiger und ewiger Gott, ich bitte dich um neue Kraft, damit ich mutig sein kann wie Christus, unser Hirte. Ich glaube an dich, ich hoffe auf dich und will dich von ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all meinen Gedanken und all meiner Kraft lieben. Ich sehne mich danach, eines Tages in die Gemeinschaft der Heiligen im Himmel aufgenommen zu werden, wo dein Sohn Jesus Christus lebt und herrscht mit dir und dem Heiligen Geist, ein Gott in alle Ewigkeit.

Bitte: Herr Jesus, sanftmütig und demütig von Herzen, hilf mir, dein Joch auf mich zu nehmen.

1. Kommt zu mir. Wenn du täglich darum ringst zu tun, was moralisch richtig ist, auch wenn die Menschen in deiner Umgebung den einfachen Weg vorziehen, dann komm zu Jesus. Wenn im Leben selbstsüchtiges Vergnügen und verbotener Gewinn als überaus erstrebenswert erscheinen, dann komm zu Jesus. Wenn dich dein sündiges Verhalten und deine Charakterschwächen so belasten, dass sie deine Berufung zur Ehe, als Eltern, als Freund, als geweihte Seele, als Christ(in) beeinflussen, dann komm zu Jesus. Wenn das Leben ungerecht und Gott bestenfalls fern zu sein scheinen, dann komm zu Jesus. Er verweist uns nicht auf eine Reihe von Grundsätzen und edlen Tugenden, sondern einzig auf seine Person. Wir folgen nicht Vorschriften um der Vorschriften willen. Wir folgen Jesus. Nur wenn wir zuerst zu ihm gekommen sind, werden wir die notwendigen Vorschriften verstehen, die helfen, den hohen Wert dieser Beziehung zu schützen.

2. Lernt von mir. Der heilige Paulus ermahnt die Galater, in Christi Frieden zu leben: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen“ (Gal 5,1). Doch in seinem Brief an die Epheser fordert uns der heilige Paulus auf, Sklaven Christi zu sein und mit aufrichtigem Herzen den Willen Gottes zu tun (vgl. Eph 6,5). Ein Sklave zu sein, bedeutet, dass ich mich dem Willen eines anderen füge oder ich einem, der in gewisser Weise stärker ist als ich, (widerwillig) untergeordnet bin. Wer Sklave einer Leidenschaft, Eitelkeit, der Selbstsucht oder eines anderen Lasters ist, ist diesem Laster ausgesetzt, wie etwas, was stärker ist als man selbst. Aber Jesus nennt uns Freunde und nicht Sklaven (vgl. Joh 15,14-15). Ein „Sklave“ Christi zu sein bedeutet, ihm freiwillig mein Leben anzuvertrauen mit der Absicht, ihm dahin zu folgen, wohin er mich führt. Die Erfahrung zeigt, dass er uns immer auf den Weg führt, der uns Glück und Erfüllung bringt, auch wenn er das Kreuz bereithält.

3. Ruhe für eure Seele. Das Wort „Ruhe“ bedeutet in diesem Zusammenhang nicht das Ende von Arbeit und Kampf, sondern Seelenfrieden, Freude und tiefgründiges Glück. Das ist die Ruhe, die wir alle ersehnen, die Ruhe, die eines Tages ununterbrochen in der Glückseligkeit des Himmels herrschen wird. Wir haben Einzelne getroffen, die diesen Frieden und diese Freude trotz ihrer jeweiligen Lebensumstände erfahren haben. Wir müssen aber beachten, dass Jesus nicht versprochen hat, uns die schweren Lasten, die Prüfungen oder die Leiden abzunehmen. Aber wenn wir sein Joch auf uns nehmen, wenn wir uns seinem Plan, seinem Willen und seiner Liebe fügen, garantiert er uns die Freude. Wenn wir es noch niemals erlebt haben, dann sollten wir heute beginnen; geben wir ihm das, von dem wir in unserem Herzen wissen, dass er uns darum bittet. Obwohl das Joch zuerst schmerzt, wie jedes Joch, bringt es die Helligkeit des Friedens und die Leichtigkeit der Freude.

Gespräch mit Christus: Herr, Jesus Christus, du führst mich zum ewigen Frieden, ich muss dir nur folgen; aber dir zu folgen, scheint nicht immer einfach zu sein. Gib mir vor allem das, was du von mir verlangst: Glaube, Großzügigkeit, Mut, Vertrauen und Liebe. Mit diesen Gaben und deiner Gnade werde ich die nötige Kraft für die Reise haben.

Vorsatz: Heute will ich ein Gesätz des Rosenkranzes zusätzlich für die Personen beten, die am weitesten von Jesus entfernt sind.


Gottes Segen,Laudetur Jesus Christus
Herzliche Grüße aus Jesewitz
Michael Schonath

von 18.07.2012 06:32

Wie wir systematisch vergiftet werden
Immer mehr Wissenschaftler sehen einen Zusammenhang zwischen der Zunahme von Krebserkrankungen, Immunschwächen, Diabetes sowie neurologischen Erkrankungen und der sich verändernden Ernährung der Menschen. Der Wunsch, immer mehr Lebensmittel herzustellen und die für längere Zeit haltbar zu machen, hat dazu geführt, immer häufiger chemische Zusätze in Nahrungsmitteln zu verarbeiten.
Seit 30 Jahren ist eine ständige Zunahme von Krebserkrankungen, neurodegenerativen Erkrankungen, wie Parkinson und Alzheimer, Immunschwächekrankheiten sowie Diabetes und Fortpflanzungsstörungen zu beobachten. Wie lässt sich diese beunruhigende Situation erklären, die sich vor allem in den sogenannten entwickelten Ländern feststellen lässt?
http://kath-zdw.ch/forum/index.php/topic,1852.0.html

von 17.07.2012 05:54

Sehr geehrte Schwestern und Brüder,

Hartes oder unüberlegtes Urteil?
Dienstag, 17. Juli 2012

Dienstag der fünfzehnten Woche im Jahreskreis


P. Shawn Aaron LC

Mt 11,20-24
Jesus begann den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten: Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind - man hätte dort in Sack und Asche Buße getan. Ja, das sage ich euch: Tyrus und Sidon wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie euch. Und du, Kafarnaum, meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel erhoben? Nein, in die Unterwelt wirst du hinab geworfen. Wenn in Sodom die Wunder geschehen wären, die bei dir geschehen sind, dann stünde es noch heute. Ja, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dir.



Einführendes Gebet: Gott, unser Vater, du bist mein Schutz gegen die brennende Hitze des Tages und die Stürme des Lebens. Ich weiß, dass ich mit deiner Hilfe rechnen kann, wenn ich stolpere, dass du mich festhältst, wenn ich falle, und dass du meine Schritte im Glauben sicher der Verheißung des ewigen Lebens entgegenführst.

Bitte: Jesus, hilf mir, dich mit aufrichtigem Herzen zu suchen.

1. Segen und Verantwortung. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man mehr anvertraut hat, von dem wird man umso mehr verlangen (vgl. Lk 12,48). Mit jedem Segen steigt der Grad der Verantwortung. Die mächtigen Wunder, die er in diesen Städten tat, wurden in Israel nicht von jedem gesehen, geschweige denn von der Welt. Deshalb haben diejenigen, die sie sehen, eine größere Verantwortung als die, die sie nicht sehen. Jesus macht ihnen Vorwürfe, um sie wachzurütteln. Wenn die Wunder sie nicht zu einem tieferen Glauben gebracht haben, dann vielleicht die Ermahnung, dass sie eines Tages verantwortlich vor Gott sein werden. Brauche ich eine ähnliche Androhung von Strafe, damit ich mich von meinen Sünden abwende, oder konzentriere ich mich mehr darauf, Gott in den kleinen Dingen meines Lebens zu gefallen?

2. Das Ziel ist die Umkehr. Alle Zeichen von Jesus haben die Umkehr des Herzens zum Ziel. Schon im Alten Testament waren die Zeichen und Wunder, die Jahwe tat, dazu bestimmt, Israel eine Antwort des Glaubens und Vertrauens zu entlocken. Die Gefahr für Israel, für die Zuhörer von Jesus und ebenso für uns besteht darin, dass man sich an die Zeichen gewöhnt und mehr Zeichen fordert, wodurch die Zeichen ihren Sinn – eine Neuausrichtung unseres Lebens von der Selbstbezogenheit zur Christusbezogenheit – verlieren. Wie Herodes wollen wir uns an den Wundern von Jesus ergötzen, aber unser Leben wollen wir nicht ändern. Jesus tut niemals ein Wunder, um zu beeindrucken, sondern nur, um ein Herz zu Gott zu bekehren oder es in eine innigere Vereinigung mit ihm zu bringen.

3. Lohn oder Strafe. Aus dieser strengen Rede können wir viel lernen: Erstens: wir werden nach unseren Taten und Unterlassungen beurteilt; zweitens: das Urteil Gottes hat verschiedene Abstufungen. Da Gott alles sieht und vollkommen versteht, wird sein Urteil objektiv sein. Diejenigen, die weniger wussten, werden weniger streng beurteilt. Mit anderen Worten, Sodom, Tyrus und Sidon werden tatsächlich verurteilt, aber entsprechend dem Naturgesetz, nicht jedoch nach dem christlichen Glauben, zu dem sie damals noch keinen Zugang hatten. Schließlich können wir daraus, wenn auch nicht abschließend, folgern, dass es im Endgericht unterschiedliche Abstufungen geben wird, die sich danach richten, wie gut unsere Taten mit dem übereinstimmten, was wir als wahr und gut erkannt haben. Dieses Wissen sollte uns ermutigen, uns mehr mit den Dingen von oben zu beschäftigen. Unser Herr wird unsere kleinsten guten Taten wunderbar belohnen.

Gespräch mit Christus: Lieber Herr, öffne meine Augen für das unablässige Handeln deiner Gnade in meinem Leben. Lass niemals zu, dass ich selbstgefällig werde oder das gewaltige Geschenk des Glaubens unterbewerte. Ich danke dir, dass du mich an die Bedeutung meiner täglichen Entscheidungen erinnerst. Mutter, du Reinste, lass mein Herz nur für Jesus schlagen.

Vorsatz: Heute will ich aus dem Katechismus der Katholischen Kirche die Abschnitte über die Gewissensbildung (KKK 1783-1785) lesen





Gottes Segen,Laudetur Jesus Christus
Herzliche Grüße aus Jesewitz
Michael Schonath

von 16.07.2012 08:25

Sehr geehrte Schwestern und Brüder,

Liebe stellt Ansprüche
Montag, 16. Juli 2012

Montag der fünfzehnten Woche im Jahreskreis
Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel


P. Shawn Aaron LC

Mt 10,34-11,1
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen. Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog er weiter, um in den Städten zu lehren und zu predigen.



Einführendes Gebet: Allmächtiger und ewiger Gott, ich bitte dich um neue Kraft, damit ich mutig sein kann wie Christus unser Hirte. Ich glaube an dich, ich hoffe auf dich und will dich von ganzem Herzen, ganzer Seele, mit all meinen Gedanken und all meiner Kraft lieben. Ich sehne mich danach, eines Tages in die Gemeinschaft der Heiligen im Himmel aufgenommen zu werden, wo dein Sohn Jesus Christus lebt und herrscht mit dir und dem Heiligen Geist, ein Gott in alle Ewigkeit.

Bitte: Jesus, ich möchte so lieben, wie du mich liebst.

1. Nicht Frieden, sondern das Schwert. Wer selbstgefällig ist, nimmt die aktuellen Gefahren und eigenen Fehler nicht wahr und wird so selbstzufrieden. Das ist ein falscher Friede, sogar ein schädlicher Friede. Das ist ein Friede in Selbstzufriedenheit, der uns einlullt und den Verlust solcher Dinge zur Folge haben kann, die im Leben wirklich höchst wertvoll sind: Gott, Glaube, Familie etc. … Jesus kommt, diesen falschen Frieden zu beenden, indem er die Tische unseres Lebens umstößt (vgl. Joh 2,15) und sich bemüht, uns auf die Gefahren aufmerksam zu machen, vor denen uns unser falscher Friede blind gemacht hat. So wie er die Schafe und Rinder aus dem Tempel hinaustrieb, genauso will er äußere Umstände, Prüfungen und Schwierigkeiten als sein „Schwert“ benutzen, um all das aus unserem Leben zu vertreiben, was der Güte Gottes und unserer eigenen Würde entgegensteht.

2. Nichts über Gott. Mit diesem Ausspruch beginnen wir, eine leise Ahnung von der Art des Schwertes zu bekommen, das der Herr gebraucht. Er gibt uns einen Maßstab, der vom Himmel nach unten reicht, weil er uns von der Erde nach oben zu erheben versucht. Welche natürliche Beziehung ist enger als die zwischen Eltern und Kind, besonders zwischen einer Mutter und ihrem Kind? Aber auch diese Verbindung muss hinter der Liebe, die wir Gott entgegenbringen, zurückstehen. Warum? Weil nicht einmal unsere Eltern oder ein anderes Geschöpf uns zur Fülle des Lebens und des Glücks bringen kann, die allein von Gott kommt. Gott will, dass wir ihn lieben, nicht weil er unsere Liebe braucht, sondern weil wir ihn brauchen. Er ist die objektive Wirklichkeit, und wir müssen uns stets von der subjektiven zur objektiven Wirklichkeit bewegen, wenn wir im Besitz der Wahrheit sein wollen. Jesus lädt uns ein, unsere Maßstäbe, die mehr auf das Irdische und Vergängliche ausgerichtet sind, auf das Übernatürliche und Unvergängliche auszurichten.

3. Die Liebe zu Gott schließt die Liebe zum Nächsten mit ein. Wenn man dem (der) Geringsten unserer Brüder und Schwestern einen Becher Wasser gibt, wird es nicht unbelohnt und deshalb nicht unbemerkt bleiben. Auf diese Weise zeigt uns Jesus, dass er uns nicht aufruft, Gott unter Ausschluss anderer zu lieben. Die Forderung, Gott auf den ersten Platz zu setzen, schließt nicht die Liebe zur Mutter oder zum Vater, zur Schwester oder zum Bruder aus. Sobald wir Gott so lieben, wie er es verdient, werden wir lernen, andere wirklich so zu lieben, wie sie es verdienen. Tatsächlich erwerben wir eine Vorstellung von Gott, den wir nicht sehen können, dadurch, dass wir unseren Nächsten lieben, den wir sehen.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, dir nachzufolgen fordert all meine Kräfte, aber manchmal scheint es, dass ich nicht die Kraft habe zu geben, was du verlangst. Hilf mir, im Gebet und durch die Sakramente innig mit dir verbunden zu bleiben, um so die Gnade zu erhalten, nach dem Maßstab der Liebe und der Großzügigkeit zu leben, den du verlangst. Mutter, du Reine, lass mein Herz nur für Jesus schlagen.

Vorsatz: Heute will ich mich selbst verleugnen und dies für denjenigen aufopfern, der Gebete braucht.


Gottes Segen,Laudetur Jesus Christus
Herzliche Grüße aus Jesewitz
Michael Schonath

von 14.07.2012 08:24

Von den vier letzten Dingen,
dem Tode, dem Gerichte, der Hölle und dem Himmelreiche,


von Pater Martin von Cochem.
Neue umgearbeitete Auflage. Landshut, 1859. Druck und Verlag der Joseph Thomann´schen Buchhandlung. (J. B. v. Zabuesnig.)

V. Kapitel
Von der Vorstellung des Kreuzes Christi.

Wenn wir nun einmal Alle im Thale Josaphat versammelt sein werden, dann wird in Erfüllung gehen, was Christus geweissagt hat:

„Die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen werden“ (Luk. 21, 26.)

Denn wir werden in solchen Aengsten wegen des strengen Gerichtes allda beisammen stehen, daß wir verschmachten müßten, wenn es möglich wäre. Wir werden mit Zittern und Schrecken ohne Unterlaß gegen Himmel schauen, und die Ankunft des Richters erwarten. Unterdessen aber werden sich die Himmel öffnen, und das siegreiche Kreuzzeichen Christi wird von einer ganzen Schaar Engel herabgebracht, und vor das Angesicht der ganzen Welt hingestellt werden.

Von diesem Geheimniß spricht Christus also:

„Die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden alle Geschlechter der Erde weheklagen“ (Math. 24, 29.)

Was für ein Zeichen es sei, das am Himmel erscheinen wird, erklärt die katholische Kirche mit den Worten: „Das Zeichen des Kreuzes wird am Himmel sein, wann der Herr zu richten kommen wird.“ Die heiligen Väter erklären dies so, daß sie sagen, das wahre wirkliche Kreuz, an dem Christus gestorben, werde am Himmel stehen, und von den Engeln allen Menschen gezeigt werden. Wiewohl es jetzt in viele Stücklein zertheilt ist, so wird es doch, wie unsre zu Asche verbrannten Leiber, von den Engeln zusammen getragen, und durch göttliche Kraft wieder ganz gemacht werden. Du kannst dir nun vorstellen, wie es etwa auf folgende Weise herabgebracht werde. Es werden vorher Einige der vornehmsten Engel mit Posaunen erscheinen und so mächtig blasen, daß es alle hören. Durch diesen Schall erschreckt, werden dann wir Alle unsre Häupter zum Himmel erheben, um zu sehen, was da geschehen werde.

Auf einmal werden wir dann sehen, wie der große Erzengel Michael in unaussprechlicher Zierde und Majestät vom hohen Himmel herabsteigt und dem Zeichen des Menschensohnes, dem hochwürdigen Kreuze unsers Herrn Jesu Chrisit, welches zu größerer Verherrlichung auf beiden Seiten von verschiedenen Engeln getragen, und mit himmlischem Golde und Edelgesteinen auf das Herrlichste geziert sein wird. Nach dem heiligen Kreuze werden andere Engel folgen, welche, wie der englische Lehrer, der hl. Thomas von Aquin sagt, alle andern Leidenswerkzeuge tragen, nämlich: Die Säule, den Spieß, den Schwamm, die Leiter, das Rohr, die Ruthen, die Geißeln, die Dornenkrone, die Nägel, die Stricke, die Seile, die Ketten, die Hämmer, die Zangen, die Bohrer, die eisernen Handschuhe, die Würfel, das Purpurkleid, das weiße Kleid, das Tuch, welches Christo spottweise um den Hals gebunden worden, den ungenähten Rock, die Grabtücher, das heilige Schweißtuch, die Myrrhenbüchse, sammt allen Werkzeugen, welche zum Leiden Christi gebraucht worden sind. Und dies geschieht darum, damit alle Welt mit Augen sehe, wie vielerlei Werkzeuge man, um Christus zu peinigen, gebraucht habe, und wie vielerlei Pein und Marter man dem Sohne Gottes angethan habe.

Wenn nun diese englische Prozession in die untere Gegend der Luft herabgekommen ist, dann werden die Engel das heilige Kreuz sammt allen andern Leidenswerkzeugen so aufstellen, daß sie von Allen klar gesehen werden können. Der hl. Michael wird mit dem heiligen Kreuz in der Mitte stehen, und neben ihm auf beiden Seiten die andern Engel mit ihren heiligen Waffen. Diese englische Schaar wird Allen tausendmal mehr Schrecken einjagen, als sonst eine wohlbewaffnete, mit aller Kriegsmunition bestversehene Armee einem Feinde einjagen könnte. Denn alle die heiligen Leidenswerkzeuge werden einen viel erschrecklicheren Glanz von sich geben, als alle Blitzstrahlen in den schwarzen Wolken thun können. Diese Strahlen werden den armen Verdammten so erschrecklich vorkommen, als sollten sie vom Blitze erschlagen werden.

Vor allen Leidenswerkzeugen aber wird der Anblick des hochheiligen Kreuzes Alle ergreifen, und nicht nur den Verdammten, sondern auch den Seligen einen übernatürlichen Schrecken einjagen. Es wird so hell glänzen, daß es Sonne und Mond gleichsam verdunkeln wird; und in demselben werden alle Geheimnisse des Leidens Christi mit göttlicher Hand so kunstreich gezeichnet erscheinen, daß auch selbst Jene, welche ihr Lebtag von dem Leiden Christi nichts gehört haben, beim Anblicke des heiligen Kreuzes das ganze Leiden klar mit Augen sehen können. Denn wenn Christus der heiligen Magdalena, wie wir in ihrem Leben vernommen haben, durch den heiligen Michael ein Kreuz vor ihre Höhle stellen ließ, woran alle Geheimnisse seines Lebens und Leidens lebhaft zu sehen waren, wie viel mehr wird er dies am jüngsten Tage thun, damit er Allen es klar vor Augen stelle, was er für uns gethan, und gelitten hat.

Unter denen, die auf der linken Seite stehen, sind viele Hunderttausend, welche ihr Lebtag nie gehört, noch gelesen, noch erfahren haben, und also vermuthlich bis auf dieselbe Stunde noch nicht wissen, was Gott für die sündige Welt gethan und gelitten hat. Deßwegen will ihnen Christus nicht bloß mit Worten es kund thun, sondern auch sichtbar sehen lassen, welche Schmach, Peinen und Martern er um unsers Heils willen auf sich genommen, und ausgestanden habe.

Was die Menschen insgesammt beim Anblicke des hl. Kreuzes und der übrigen Leidenswerkzeuge thun werden, hat sich Christus selbst zu erklären gewürdiget, da er sprach:

„Alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel, und alsdann werden wehklagen alle Geschlechter der Erde.“

Wenn wir also das hl. Kreuz erblicken und an demselben alle Geheimnisse des bittern Leidens Christi lebhaft anschauen werden, so wird dieser klare Anblick und die klare Erkenntniß des Leidens unsers Herrn unsere Herzen so ergreifen, daß wir von unsäglichem Mitleid nicht nur trauern, sondern laut schreien, rufen und wehklagen werden. Dies Mitleid wird sowohl die Seligen als auch die Verdammten so angreifen, daß sie, wenn sie noch sterblich wären, alle vor Herzenleid darniederfallen, und des bittersten Todes sterben müßten.

· Denn beim Anblick des hl. Kreuzes und der übrigen Leidenswerkzeuge werden wir alle Marter, die Christus gelitten, so klar anschauen, als wenn er Alles vor unsern Augen erst litte.

Es wird alsdann auch alles geheime Leiden, welches Christus bisher noch nicht geoffenbaret hat, offenbar werden. Wir werden mit Augen sehen, wie unverschämt die Juden mit Christus in der Nacht seines Leidens umgegangen sind, und werden gründlich erkennen, welche unsägliche Angst, Noth, Furcht, Traurigkeit und Bitterkeit Christus in seinem Herzen, und an seiner Seele gelitten hat. Wir werden dann auch, so viel dies möglich ist, die unendlich hohe Würde der Person Christi erkennen, damit wir um so besser begreifen möchten, wie schmerzlich und schimpflich alle seinen Peinen gewesen sind, weil dadurch auch zugleich seine unendliche Majestät verachtet und entehrt worden ist. Diese übernatürliche Erkenntniß wird Alle so ergreifen, daß Jeder meinen wird, es müßte ihm vor Schrecken und Schmerz das Herz zerspringen.

Die Verdammten werden mit solcher Reue erfüllt werden, daß sie verkümmern müßten, wenn sie noch sterben könnten. Diese Reue aber wird ihnen nichts mehr helfen, weil es keine Reue der Liebe, sondern eine Reue der Verzweiflung ist, wie die des Kains und des Judas war. Kain sprach nämlich:

„Meine Missethat ist größer, als daß sie Verzeihung verdiene.“

Judas aber, als er die Größe seiner Sünde betrachtete, sprach:

„Ich habe gesündigt, daß ich unschuldiges Blut verrathen habe;“ und ging hin und erhenkte sich.

So werden alle Verdammten mit dem Judas sagen:

Ach, wie haben wir gesündiget, daß wir das unschuldige Blut verrathen haben! Ach, wie haben wir so sehr übel gethan, daß wir Gottes Sohn mit unsern Sünden gemartert, gekreuziget und getödtet haben!

So wird erfüllt werden, was Christus sprach: „Alsdann werden weheklagen alle Geschlechter der Erde.“ Denn es wird ein solches Seufzen, Klagen, Schreien, Rufen und Heulen unter Allen, die im Thale Josaphat versammelt sind, entstehen, daß Keiner sein eigenes Wort wird hören können. Es wird ein solches Trauern, Jammern und Leidwesen sein, daß die Verdammten vor Verzweiflung ihre Haare ausraufen, ihre Wangen zerkratzen, ihre Brust zerschlagen, ja einander zerreißen und zerfetzen möchten.

Ach, was werden dann die armen Heiden sagen, welche ihr Lebtag von dem Leiden Christi nichts gehört, noch gewußt haben? Ach, wie werden sie ihre Blindheit so schmerzlich und untröstlich beweinen und beklagen, indem sie ausrufen werden:

Ach, ach wir Arme! Ach, ach wir Elende! hätten wir dieses gewußt, wir würden uns nicht in dieses Elend gestürzt haben. Hätten wir gewußt, daß der unendliche Gott so viel gethan und gelitten hat, wie wollten wir ihm gedankt, wie wollten wir ihm gedient haben! Denn da wir unsern falschen Göttern, von denen wir unser Lebtag nichts Gutes empfangen, so andächtig gedient, und sie so hoch geehrt haben, wie wollten wir uns erst gegen den wahren Gott, der uns erschaffen und erlöst hat, und uns zu heiligen bereit war, dankbar bewiesen haben! So sind wir denn zu Grunde gegangen, weil wir Niemanden gehabt haben, der uns die Wahrheit gelehrt hätte. So müssen wir nun wegen Mangel an Erkenntniß in den Abgrund der Verdammniß hinunter fahren.

Hier sollst du nun aber wissen, daß die Heiden keine Ursache haben werden, sich zu beklagen; denn wenn sie nach ihrem Gewissen gelebt und sich von Sünden enthalten hätten, so hätte ihnen der liebe Gott übernatürliche Mittel zugeschickt, die ewige Seligkeit zu erlangen.

· Denn Niemand wird verdammt, der es nicht selbst verschuldet hat.

Was meinst du aber, daß Pilatus, Kaiphas, Annas und die Hohenpriester, die Christus zum Tode gebracht, wie auch alle Juden und Heiden, die ihn verspottet, gepeiniget und gekreuziget haben, alsdann sagen werden? O wer will´s beschreiben! O wer will´s auch nur denken können, wie diese Alle wüthen, toben, rasen und verzweifeln werden! O wer will sich auch nur den tausendsten Theil einbilden können, wie sie vor Wuth sich die Haare ausraufen, die Wangen zerkratzen, und ihren eigenen Leib zerbeißen und zerreißen werden. Diese verzweifelten Bösewichte und grausamen Gottesmörder werden in solcher unendlicher Schande und Schmach dastehen, daß sie wollten, daß alle Berge der weiten Welt über sie herfielen, und sie bedeckten. Sie werden von Allen so erschrecklich verflucht, verwünscht und vermaledeit werden, daß kein Fluch in der langen Ewigkeit zu erdenken ist, welcher über sie nicht ausgesprochen würde. Ja ich glaube fest, daß die andern Verdammten über sie herfallen, und so grausam zerreißen, zerbeißen, zerkratzen, und zerschlagen werden, daß kein ganzer Fetzen mehr an ihnen bliebe, wenn sie noch vernichtet werden könnten, was aber nicht mehr geschehen kann. Gleichwie sie allen Haß, den sie in ihrem teuflischen Herzen fassen konnten, über Christus ausgegossen haben, so werden nun auch alle Teufel und Menschen allen ihren Haß und Groll über sie ausgießen.

Ich will hier nicht davon reden, was jene bösen Geister empfinden werden, welche das bittere Leiden Christi verflucht, und Christus am heiligen Kreuze geschändet und gelästert haben, und was sie von Andern ausstehen werden, sondern will dieß der Kürze wegen Jedem selbst zu betrachten überlassen.

· Nur dies bitte ich dich noch zu erwägen, was du selbst alsdann denken, fühlen und sagen würdest, daß du schuld bist am Leiden Christi, und du ihn mit deinen Sünden so oft aufs Neue gekreuzigt habest.

Wenn du dich recht lebendig in jenen Zustand der Verdammten setzen würdest, so würdest du gewiß dein Lebtag keine Sünde mehr begehen. Thue es also zu deinem Heile, damit du zu einer wahren Reue und Besserung deines Lebens kommest! Falle jetzt vor Christus nieder, und bereue aus allen Kräften deines Herzens deine Sünden, und beklage sein bitteres Leiden auf folgende Weise:

O treuer Erlöser der Welt, Christus Jesus, im Namen aller Menschen, welche am jüngsten Tage im Thale Josaphat versammelt sein werden, falle ich vor dir nieder, und bete dich mit der tiefsten Demuth und Ehrerbietung an. Ich wünsche mir von Herzen, daß ich die Abscheulichkeit meiner Sünden so erkennte, wie ich sie einst beim Jüngsten Gerichte erkennen werde, und daß ich sie jetzt so schmerzlich bereuen könnte, wie ich sie alsdann bereuen werde, ja daß ich eine solche Reue hätte, so groß wie die Reue Aller insgesammt sein wird an jenem schrecklichen Tage.

Auch wünsche ich mir eine solche Erkenntniß deines bitteren Leidens und ein solches Mitleid mit demselben, wie wir es haben werden an jenem Tage des Gerichtes. O gib mir, o Gott, daß ich jetzt meine Sünden recht herzlich beweine, damit ich sie alsdann nicht vergebens beweine! O, wenn ich bedenke, wie leichtsinnig und abscheulich ich dich, mein Gott! beleidigt und gering geschätzt habe, so möchte sich mir das Herz im Leibe umwenden, denn ich sehe es recht gut ein, daß ich dich mehr beleidigt und mich abscheulicher gegen dich betragen habe, als die Juden, weil ich dich besser erkannt und viel mehr Gutthaten von dir empfangen haben, als diese. Wie billig wäre es daher, wenn mein Herz in Thränen der Reue schwimmen würde, und wenn ich vor Schmerz stürbe!

Habe doch Erbarmen mit mir, o mein göttlicher Erlöser und einstiger Richter, und gib mir die große Gnade, mein ganzes Leben hindurch bußfertig zuzubringen, damit ich nicht mehr so zu zittern brauche vor jenem großen Tage der allgemeinen Auferstehung, sondern demselben mit Freude entgegensehen möge! Amen.

In Originalschreibweise; aber wegen der alten Frakturschrift nicht gescannt, sondern abgeschrieben.

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