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von esther10 09.08.2015 16:31

Schnapszahl-Ehen
Eheglück im Zeichen der Unendlichkeit

Heidemarie A. Hechtel, 08.08.2015 12:00 Uhr
Als Endlosschleife gilt die Zahl acht als Symbol für Unendlichkeit. Daher setzte im August vor 27 Jahren, am 8. 8. 1988, ein wahrer Ansturm auf die Stuttgarter Standesämter ein. Unter den Hochzeitern: Peter und Edeltraud Stumpf.


Am 8.8.88 geheiratet – und weiterhin glückliches ein Paar: Edeltraud und Peter StumpfFoto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Allein im Standesamt Stuttgart-Mitte in der Eberhardstraße war der Standesbeamte mit 35 Trauungen mehr als gut ausgelastet, und in Bad Cannstatt waren es noch mal elf Paare, die den Bund fürs Leben schließen wollten. Da es in Stuttgart aber 18 Standesämter gibt, lag die Quote der Hochzeiter freilich noch weitaus höher. Unter dem besten Vorzeichen für eine ewige Liebe. Wie für Peter und Edeltraud Stumpf, die heute ihren 27. Hochzeitstag feiern können. Und sogar noch mehr.

Ist auf die Zahlenmystik Verlass? Bekanntlich werden in Deutschland 35 Prozent aller Ehen im Laufe von 25 Jahren geschieden. Da wird schon die Silberhochzeit zum seltenen Ereignis, das gar nicht groß genug gefeiert werden kann. Seit diesem Tag, dem ­8. 8. 2013, fühlten sich Stumpfs sogar als einmalige Ausnahme. Damals nämlich setzte ihnen eine Boulevardzeitung den Floh ins Ohr, sie seien das einzige Paar vom 8. 8. 88, das bis heute noch in Treue fest zusammen gehalten habe. Was ein Lokalblatt im Bayerischen Wald, wo die Silberhochzeit in einem Spitzenhotel begangen wurde, auch prompt kolportierte.

Da wäre ja Stuttgart geradezu ein Abgrund an Beziehungskrisen. „Das kann gar nicht sein“, sagt Verena Rathgeb-Stein, die Leiterin des Standesamtes Stuttgart-Mitte in der Eberhardstraße, und findet in ihrer amtseigenen Statistik heraus: 19 von den 35 Paaren sind noch verheiratet, 13 trennte eine Scheidung und drei der Tod. „So ein Quatsch“, meinte auch spontan ihre Cannstatter Kollegin, Irmgard Reichert, und präsentiert eine Statistik sogar gegen den Scheidungstrend: Nur zwei von elf Paaren endeten vor dem Scheidungsrichter, zwei verloren ihre Partner durch Tod und sieben sind noch verheiratet. Na, bitte, das spricht doch für das gute Vorzeichen dieses mit Bedacht gewählten Hochzeitsdatums.

Das Glück von Eberhard und Edeltraud Stumpf wird die Erkenntnis, dass sie keine Solitäre mehr sind, hoffentlich nicht schmälern. Jede Liebe ist schließlich einmalig. Ihre begann in einem Lokal in der Tübinger Straße und wurde drei Jahre später unter dem besten Vorzeichen besiegelt. Beide wagten damit sogar einen zweiten Anlauf. „Eigentlich sollte ich genau an diesem 8. August nach New York fliegen“, erzählt der ehemalige Meisterkoch, der lange in Mövenpick-Häusern am Herd stand. Denn Stumpf ist Württembergischer Karate-Meister, besitzt den Schwarzen Gürtel und damit den Leistungsgrad 4. Dan. In New York hätte er mit seinem Karate-Lehrer Eduard Matuschek, „dem höchsten Dan-Träger in Stuttgart“, zum Show-Kampf antreten sollen. Aber die Hochzeit ging natürlich vor.

Beruflich am Herd stehen kann der 66-Jährige, der für den Verband der Köche auch als Restaurant-Tester unterwegs war, nach einem schweren Unfall heute nicht mehr. Aber genau so, wie er ehrenamtlich alte und behinderte Menschen betreut hat, lässt er sich nicht lange bitten, wenn irgendwo für einen guten Zweck aufgetischt werden soll. „Er kocht hervorragend“, lobt seine Frau.

Was ist das Geheimnis der dauerhaften und, wie nicht zu übersehen, sehr glücklichen Beziehung? „Vertrauen und Zusammenhalten“, sagen beide. Und das Gefühl der Geborgenheit, das vor allem Peter Stumpf nach einer wenig glücklichen Kindheit in Heimen besonders genießt.

Dass das Auto der beiden, natürlich ein Modell mit Stern, auf dem Nummernschild ihre Glückszahl 8888 als trägt, versteht sich da von selbst. Und dass Edeltraud Stumpf genau an ihrem 50. Geburtstag geheiratet hat und damit heute ihren 77. Geburtstag feiern kann, macht diesen Hochzeitstag dann doch einmalig.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/in...ba3c40a4b9.html

von esther10 09.08.2015 16:02

]Migration
Bayern schlägt Alarm wegen minderjähriger Flüchtlinge


Die Zahl der Flüchtlinge unter 18, die ohne Eltern nach Deutschland kommen, steigt rasant. Besonders betroffen ist Bayern. Vor allem die spezielle soziale Betreuung lässt die Kosten explodieren.

27.07.2015, von MAXIMILIAN WEINGARTNER UND PHILIP PLICKERT
"Y-Home"
© DPA


Ausblick: Der junge Afghane Hasibullah sitzt in der Küche der Wohngruppe für minderjährige Flüchtlinge in Nürnberg.

Wegen des starken Anstiegs der Asylbewerberzahlen kommt auf die Länder und Kommunen eine Kostenwelle zu. Die Ausgaben für die Unterbringung, Verpflegung, Sprachkurse und Betreuung der Asylbewerber werden in diesem Jahr auf mindestens 5 bis 6 Milliarden Euro steigen. Das ergab eine Umfrage der F.A.Z. unter den Fachministerien der Länder. Hinzu kommen noch hohe Aufwendungen der Jugendämter für unbegleitete minderjährige Asylbewerber. Im Vorjahr lag der Gesamtbetrag der Länder für Asylkosten geschätzt bei 2,2 Milliarden Euro. Viele Länder mussten in Nachtragshaushalten die eingeplanten Beträge verdoppeln, einige sogar verdreifachen, weil der Ansturm von Flüchtlingen so groß war.

Maximilian Weingartner
Autor: Maximilian Weingartner, Redakteur in der Wirtschaft.
Folgen:
Philip Plickert

Autor: Philip Plickert, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Volkswirt“.
Folgen:

Ein besonders schwieriges Thema sind die unbegleiteten Flüchtlinge unter 18 Jahren, die Asyl beantragen. In der Behördensprache heißen sie "uM" (unbegleitete Minderjährige). Die Fallzahlen steigen rasant an: Im Jahr 2013 kamen 6584 minderjährige Flüchtlinge in Deutschland an, knapp ein Zehntel (574) davon in Bayern. „Das sind beispielsweise 17-jährige Syrer oder Afrikaner, die es bis nach Süddeutschland geschafft haben“, heißt es aus dem bayerischen Sozialministerium.

Viele der Jugendlichen sind traumatisiert und brauchen besondere soziale Betreuung. Für 2015 rechnet das Münchner Sozialministerium mit einem Anstieg auf 10.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge allein in Bayern, die von den Jugendämtern betreut werden. Die Kosten dafür sind auch erheblich: Ein Jugendhilfe-Betreuungsplatz koste bis zu 130 Euro am Tag, also etwa 4000 Euro im Monat oder 40.000 bis 50.000 Euro im Jahr, lauten Schätzungen aus Behördenkreisen. Die 10.000 jungen Flüchtlinge in Bayern könnten somit in diesem Jahr bis zu 480 Millionen Euro Betreuungskosten verursachen. Künftig sollen diese unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber bundesweit verteilt werden – aber das kommt erst noch.

Video abspielen
© DPA, REUTERS
Kapazitäten in Flüchtlingsunterkünften am Ende

Insgesamt werden in diesem Jahr nach Schätzung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bis zu 450.000 Asylanträge in Deutschland gestellt werden - eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Das nordrhein-westfälische Innenministerium geht davon aus, dass die Zahl von 450.000 dieses Jahr sogar „deutlich“ übertroffen werden könnte.

Am Wochenende müsste zahlreiche rheinische Kommunen kurzfristig Notunterkünfte für jeweils mehrere Hundert Neuankömmlinge organisieren. In immer mehr Städten und Gemeinden wie Dresden, Ingelheim, Kassel, Heilbronn oder im brandenburgischen Eisenhüttenstadt werden nun Zeltlager aufgestellt, weil die bisherigen

Erstaufnahmeeinrichtungen aus allen Nähten platzen. Innenminister Thomas de Maizière warnte in einer internen Runde im Kanzleramt nach Informationen der F.A.Z., das Asylsystem stehe wegen Überforderung vor dem „Kollaps“. Am Montagnachmittag wird es auf Einladung von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ein Krisentreffen von Vertretern von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Stuttgart geben.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eu...n-13721416.html

von esther10 09.08.2015 15:49

Vatikan Quelle: Erzbischof Cupich Wird Synode teilnehmen


Ein anderer Bischof wird wahrscheinlich auch so gewählt werden, je nach Quelle, womit die Gesamtzahl der US-Delegation von Bischöfen bis zu sechs.

von Katholischen Nachrichten-Agentur 2015.08.07

Wikipedia / CC BY 2.0

VATIKAN - Ursprünglich als alternative Synode Delegierten gewählt, wird Erzbischof Blase Cupich of Chicago in der Tat ein Teilnehmer an der Vatikan Sammeln auf die Familie in diesem Herbst sein, sagte ein Vatikan Quelle CNA.

Die Quelle sagte auch, dass ein anderer amerikanischer Bischof wird wahrscheinlich so gewählt werden, als auch zu besuchen, womit die Gesamtzahl der US-Delegation von Bischöfen bis zu sechs.

Die Synode über die Familie, die im Vatikan im Oktober stattfinden wird, werden die Bischöfe aus der ganzen Welt zusammenbringen, um eine Vielzahl von Fragen im Zusammenhang mit Ehe und Familie auf der ganzen Welt zu diskutieren.

Im vergangenen Herbst die US-Bischöfe ausgewählten Delegierten, um sie auf der kommenden Synode vertreten.

Sie wählten Erzbischof Joseph Kurtz von Louisville, Kentucky. Und Kardinal Daniel DiNardo von Galveston-Houston, dem Präsidenten und Vizepräsidenten bzw. der Konferenz der US-Bischöfe, sowie Erzbischof Charles Chaput von Philadelphia, der Gastgeber des Welttreffen 2015 Familien und Erzbischof Jose Gomez von Los Angeles, der ranghöchste Hispanic Bischof im Land, die die Nation der größte Diözese führt.

Erzbischof Cupich wurde ursprünglich als alternative gewählt, zusammen mit Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco, die der US-Bischöfe Verteidigung und Förderung der Ehe Unterausschuss leitet.

Die Delegierten müssen vom Vatikan genehmigt werden. Zusätzlich zu den von ihren Kolleginnen und Bischöfe gewählt, können die Kandidaten für die Genehmigung des Papstes durch das Amt der Bischofssynode, Kardinal Lorenzo Baldisseri führte vorgeschlagen werden.

Zum Zeitpunkt der offiziellen Ankündigung des Erzbischofs Cupich Ernennung wird der Schiefer von Laien Delegierte erwartet. Auf der letztjährigen Synode wurde eine Reihe von Ehepaaren aus der ganzen Welt als Revisionsstelle eingeladen.


Read more: http://www.ncregister.com/daily-news/vat.../#ixzz3iKEiVlng

von esther10 09.08.2015 15:31

Sonntag, 9. August 2015
Strafanzeige gegen Bischof Vitus Huonder wegen Homophobie


Foto: Michael Beat/Wikipedia
Der Verein „Pink Cross“ ("Schweizer Dachverband der Schwulen")will am 10. August 2015 eine Strafanzeige gegen den Churer Bischof Vitus Huonder einreichen.

Grund: Anstachelung zu Hass und Gewalt gegen homosexuelle Personen.

Bischof Hounder hatte in einem Vortrag beim Kongress „Freude am Glauben“ Gesetzesvorgaben bezüglich Homosexualität aus dem Alten Testamente zitiert.

Pink Cross: „Das Zitieren von zwei Bibelzitaten aus einer Gesetzesordnung aus dem Alten Testament zur Legitimation von aufrufen zu Hass und Verbrechen – bar jeder Exegese (Auslegung) und jeglichen Zusammenhangs mit der Lehre Christi – sondern im wortwörtlichen Sinn, ist für uns nicht hinnehmbar. Es sät Hass. Wir dulden keinen Hass, keine Aufrufe zu Verbrechen und keine Gewalt an homosexuellen Menschen und anderen sogenannten Minderheiten.“

Laut Blick.CH drohen dem Bischof drei Jahre Gefängnis!

Die Erklärung des Vereins erfolgt nachdem der Vorsitzende der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Markus Büchel von Sankt Gallen, sich in einer öffentlichen Stellungnahme scharf von Bischof Hounder distanziert hat.

Die Erklärung von Bischof Büchel wurde in linkskatholischen Kreisen bejubelt. Man darf also gespannt sein, wie der Linkskatholizismus auf diese Strafanzeige reagiert.


Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 13:29
http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

von esther10 09.08.2015 13:25

Das Bündnis der Liebe zwischen Mann und Frau wird nicht aus dem Stegreif geschlossen"
Generalaudienz , auf dem Petersplatz -- Volltext


Vatikanstadt,2015 (ZENIT.org) Staff Reporter | 938 klicks

Im Folgenden veröffentlichen wir in einer eigenen Übersetzung den vollständigen Text der auf dem Petersplatz gesprochenen Katechese bei der Generalaudienz.

In seiner Reihe der Katechesen über die Familie, sprach der Papst heute über die Verlobung.

***



Die Familie – 16. Verlobung

Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

Heute setzen wir die Katechesen-Reihe über die Familie fort und wenden uns dem Thema der „Verlobung“ zu. Die Verlobung – dies geht aus dem Wort hervor – steht in Zusammenhang mit Vertrauen, Vertrautheit, Verlässlichkeit. Es handelt sich um das Vertrauen zu der uns von Gott geschenkten Berufung, denn die Ehe ist vor allem die Entdeckung eines Rufs Gottes. Sicherlich ist es schön, dass sich heute junge Menschen dazu entschließen können, sich auf der Grundlage der gegenseitigen Liebe zu vermählen. Doch gerade die Freiheit der Bindung erfordert eine bewusste Harmonie der Entscheidung; nicht allein ein auf Anziehung, dem Gefühl, einem Moment, einer kurzen Zeit beruhendes Einvernehmen. Sie erfordert einen Weg.

Die Verlobung ist anders ausgedrückt jene Zeit, in der zwei Menschen dazu berufen sind, eine besondere Arbeit an der Liebe zu vollbringen; eine teilhabende und geteilte Liebe, die in die Tiefe geht. Nach und nach lernt man einander kennen, d.h., der Mann „lernt“ über die Frau, indem er von dieser Frau lernt: seiner Verlobten; und die Frau „lernt“ über den Mann, indem sie von diesem Mann lernt: ihrem Verlobten. Lasst uns die Bedeutung dieses Lernens nicht unterbewerten: Es ist ein schöner Einsatz, den die Liebe selbst erfordert; er ist mehr als unbefangenes Glücklichsein, ein Gefühl der Verzauberung… Die Erzählung aus der Bibel bezeichnet die gesamte Schöpfung als eine schöne Arbeit der Liebe Gottes; im Buch Genesis lesen wir: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut“ (Gen 1,31). Erst am Ende „ruhte“ sich Gott „aus“. Dieses Bild lässt uns begreifen, dass die Liebe Gottes, die zur Entstehung der Welt führte, keine improvisierte Laune war. Nein! Es handelte sich um eine schöne Arbeit. Die Liebe Gottes schuf die konkreten Bedingungen für ein unwiderrufliches, festes und für die Dauer bestimmtes Bündnis.

Das Bündnis der Liebe zwischen Mann und Frau, das Lebensbündnis, wird nicht aus dem Stegreif, nicht von einem Tag auf den anderen, geschlossen. Es gibt keine Express-Ehe: Man muss an der Liebe arbeiten, einen Weg gehen. Das Bündnis der Liebe zwischen Mann und Frau ist zu erlernen und zu verfeinern. Ich erlaube mir, von einem handwerklich geschaffenen Bündnis zu sprechen. Aus zwei Leben wird eines. Auch das ist gleichsam ein Wunder, ein Wunder der Freiheit und des Herzens, das dem Glauben anvertraut wurde. In diesem Punkt müssen wir uns vielleicht mehr bemühen, denn unsere „Gefühlskoordinaten” sind ein wenig in Verwirrung geraten. Wer alles und sofort verlangt, gibt dann bei der ersten Schwierigkeit (oder der ersten Gelegenheit) alles auf. Es gibt keine Hoffnung für das Vertrauen und die Treue der Hingabe seiner selbst, wenn die Gewohnheit vorherrscht, die Liebe wie eine Art „Nahrungsergänzungsmittel“ für das psychische und physische Wohlbefinden zu konsumieren. Das ist keine Liebe! Die Verlobung erhellt den Willen, etwas gemeinsam zu hüten, das nie ge- oder verkauft, verraten oder verlassen werden darf, wie verlockend das Angebot auch sein mag. In Zusammenhang mit dem Bündnis mit seinem Volk verwendet auch Gott zuweilen die Terminologie der Verlobung. Im Buch Jeremias erinnert er in den Ausführungen zur Entfernung des Volkes von ihm an die Zeit, als das Volk die „Verlobte“ Gottes war und drückt dies folgendermaßen aus: „Ich denke an deine Jugendtreue, an die Liebe deiner Brautzeit“ (Jer 2,2). Gott ging diesen Weg der Verlobung; anschließend legte er ein Versprechen ab: wir haben es am Beginn der Audienz vernommen; es stammt aus dem Buch Hosea: „Ich traue dich mir an auf ewig; ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen, ich traue dich mir an um den Brautpreis meiner Treue: Dann wirst du den Herrn erkennen“ (2,21-22). Der Herr geht mit seinem Volk einen langen Weg der Verlobung. Am Ende heiratet Gott sein Volk in Jesus Christus: Er vermählt sich in Jesus mit der Kirche. Das Volk Gottes ist die Braut Jesu. Wie lange dieser Weg ist! Ihr Italiener verfügt in eurer Literatur über ein Meisterwerk [I Promessi Sposi] (dt.: „Die Verlobten“ des italienischen Schriftstellers Alessandro Manzoni; Anm.d.Ü.). Junge Menschen müssen dieses Werk kennenlernen und lesen; dieses Meisterwerk handelt von der Geschichte zweier Verlobter, die viel Leid erfuhren, einen von großen Schwierigkeiten gekennzeichneten Weg zurücklegten und letztendlich ihr Ziel erreichten: die Hochzeit. Lasst dieses euch von der italienischen Literatur vorgelegte Meisterwerk nicht beiseite. Geht vorwärts, lest es und ihr werdet die Schönheit, das Leiden, aber auch die Treue der Verlobten erkennen.

Mit ihrer Weisheit bewahrt die Kirche den Unterschied zwischen dem Verlobtsein und dem Verheiratetsein. Das ist nicht das gleiche; gerade im Hinblick auf die Feinheit und Tiefe dieser Prüfung. Hüten wir uns davor, diese kluge Lehre leichten Herzens zu missachten, denn sie wird auch aus der Erfahrung der glücklich gelebten ehelichen Liebe gespeist. Die aussagekräftigen Symbole des Leibes beinhalten den Schlüssel zur Seele: Wir können die fleischlichen Bindungen nicht leichtfertig behandeln, ohne dem Geist dauerhafte Verletzungen zuzufügen (1 Kor 6,15-20).

Selbstverständlich sind die heutige Kultur und Gesellschaft der Zartheit und Ernsthaftigkeit dieses Übergangs gegenüber eher gleichgültig geworden. Andererseits kann nicht von Großzügigkeit gegenüber jungen Menschen gesprochen werden, die ernsthaft beabsichtigen, einen Haushalt und eine Familie zu gründen. Im Gegenteil werden ihnen oft unzählige Hindernisse geistiger und praktischer Natur in den Weg gestellt. Die Verlobung ist ein Lebensabschnitt, der wie eine Frucht reifen muss. Sie ist ein Weg des Heranreifens in der Liebe bis zum Augenblick der Hochzeit.

Ehevorbereitungskurse sind ein besonderer Ausdruck der Vorbereitung. Wir sehen viele Paare, die vielleicht ein wenig gegen ihren Willen zum Kurs kommen. „Aber diese Priester lassen uns einen Kurs besuchen! Warum bloß? Wir wissen Bescheid!“ – und sie kommen ungern. Danach freuen sie sich jedoch und danken, denn tatsächlich konnten sie dort eine – oft einmalige – Gelegenheit für ein nicht triviales Nachdenken über ihre Erfahrung erkennen. Zwar verbringen viele Paare vielleicht auch viel intime Zeit miteinander, manchmal leben sie zusammen, kennen sich jedoch nicht wirklich. Es klingt seltsam, doch die Erfahrung zeigt, dass es sich so verhält. Daher muss die Verlobung als Zeit des gegenseitigen Kennenlernens und der gemeinsamen Teilhabe an einem Plan neu bewertet werden. Der Weg der Ehevorbereitung ist aus dieser Perspektive zu gestalten und soll auch auf das einfache aber intensive Zeugnis christlicher Eheleute zurückgreifen. Auch hier soll der Schwerpunkt auf dem Wesentlichen liegen: die gemeinsam bewusst neu zu entdeckende Bibel, das Gebet, das in seiner liturgischen Dimension, aber auch als „Hausgebet“ in der Familie zu leben ist, die Sakramente, das sakramentale Leben, die Beichte, in der der Herr kommt und in den Verlobten Wohnung bezieht und diese auf die wahrhafte gegenseitige Annahme „mit der Gnade Christi“ vorbereitet; sowie die Brüderlichkeit gegenüber den Armen, Bedürftigen, die uns zur Schlichtheit und zum Teilen anhalten. Wenn beide Verlobten sich darum bemühen, so werden sie wachsen. Dies wiederum führt zur Vorbereitung einer schönen und anderen, d.h. nicht weltlichen sondern christlichen Hochzeitsfeier! Denken wir an diese Worte Gottes, als er sein Volk als „Verlobten“ und „Verlobte“ bezeichnete: „Ich traue dich mir an auf ewig; ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen. Ich traue dich mir an um den Brautpreis meiner Treue: Dann wirst du den Herrn erkennen“ (Hos 2,21-22). Jedes verlobte Paar möge an diese Worte denken und zueinander sagen: „Ich traue mich dir an“. Wartet auf diesen Augenblick; dieser Augenblick ist ein Weg, auf dem man langsam vorankommt, aber ein Weg des Heranreifens. Die Etappen dieser Strecke dürfen nicht ausgelassen werden. Das Heranreifen vollzieht sich Schritt für Schritt.

Die Zeit der Verlobung kann tatsächlich eine Zeit der Einweihung sein, aber worin? In die Überraschung! In die Überraschung der geistlichen Gaben, mit denen der Herr durch die Kirche den Horizont der neuen Familie, die in seinem Segen leben will, erweitert. Nun lade ich euch zum Gebet zur Heiligen Familie von Nazareth ein: Jesus, Josef und Maria. Beten wir darum, dass die Familie diesen Weg der Vorbereitung geht, beten wir für die Verlobten. Lasst uns alle gemeinsam zur Gottesmutter ein Ave Maria für alle Verlobten sprechen. Möge sie die Schönheit dieses Hinzugehens auf die Ehe erkennen. [Ave Maria]. Den Verlobten auf dem Platz wünsche ich einen „guten Weg der Verlobung!“.

Verlobten auf dem Platz wünsche ich einen „guten Weg der Verlobung!“.
http://www.zenit.org/de/articles/das-bun...eif-geschlossen
(27. Mai 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 09.08.2015 12:44

Urlauben wie der Papst: Kirche rät zur Nachhaltigkeit...verbringt sein Urlaub im Vatikan

Diözese Graz-Seckau empfiehlt gewissenhafte Urlaubsgestaltung hinsichtlich der Destination, der Anreise und des Aufenthalts



Graz-Seckau, 08.08.2015 (KAP) Papst Franziskus gibt mit seiner Enzyklika "Laudato si" und seinem Lebensstil Anregungen für eine nachhaltige Gestaltung des Urlaubs: Das hebt die Diözese Graz-Seckau hervor, die sich für einen "Urlaub mit gutem Gewissen" stark macht. Da Schöpfungsverantwortung zentraler Punkt christlichen Glaubens sei, sollten bei der Wahl des Verkehrsmittels, der Gestaltung des Aufenthalts und auch des Urlaubsziels selbst die Auswirkungen auf die Umwelt und auch auf die Menschen vor Ort mitbedacht werden, heißt es in einer Aussendung.

Einige Schlüsselfragen sollte man sich schon bei der Wahl der Urlaubsdestination überlegen: Gut wäre etwa eine Vorrecherche, was im Land nach der Reisesaison zurückbleibt, ob Touristikunternehmen ihre Beschäftigten im Land Löhne zahlen, mit denen sich eine Familie ernähren lässt, sowie auch, ob natürliche Ressourcen bei der Reiseplanung berücksichtigt werden, wie etwa Wasser- und Energieversorgung oder Natur- und Artenschutz. "Stammen die Lebensmittel im landestypischen Restaurant wirklich aus heimischer Produktion?", so eine weitere der empfohlenen Fragen.

Große Auswirkung auf die Ökobilanz einer Reise hat die Wahl des Verkehrsmittels, betont die Diözese. Das Flugzeug sei keine umweltschonende Form der Anreise, und vielerorts gibt es selbst zum Auto bessere Alternativen: Bus, Zug oder Fähre würden es oft erlauben, entspannter ans Ausflugsziel zu gelangen, zudem ermöglichten sie es, Land und Leute besser kennen zu lernen. Deshalb: "Informieren Sie sich über den öffentlich Verkehr vor Ort. Nicht überall ist man auf ein Auto angewiesen." Am umweltfreundlichsten sei freilich das Fußpilgern.

Statt Schnitzel mit Pommes seien in den Urlaubsländern die heimischen Spezialitäten zu empfehlen - geschmacksmäßig und auch aufgrund ihrer meist nachhaltigeren Produktion, heißt es weiter. Deshalb: Lieber Lebensmittel aus heimischer Landwirtschaft statt Importware, wobei man freilich vom Verzehr gefährdeter Arten wie Schildkröten oder Haie Abstand nehmen sollte. Punkto Verhalten am Urlaubsort rät die Diözese für Aufenthalte in heißen Urlaubsregionen, den Wasserverbrauch etwa beim Duschen geringer zu halten als im wasserreichen Österreich.

Weitere Tipps aus Graz-Seckau, wo man sich auf einschlägige Ökotourismus-Seiten beruft: Die Natur erleben, ohne sie zu zerstören - deshalb besser geführte Wanderungne oder Tierbeobachtungen in Nationalparks, bei Radtouren oder Kanufahren statt Mountainbiking und Wandern querfeldein oder Bootsfahrten in Wasserschutzgebieten. "Verzichten Sie auch auf Sportarten, die den örtlichen Verhältnissen nicht angemessen sind - etwa Golfplätze in trockenen Regionen."

Gewissenhafte Reisende würden sich zudem zurückhalten beim Souvenirkauf, der das illegale Geschäft und die Ausrottung seltener Arten bloß fördere und der regionalen Wertschöpfung mehr schade als ihr zu nützen - Erkundungen vor dem Kauf seien hier empfehlsam. Muscheln und Schnecken seien oft geschützt, Schmuck aus schwarzen Korallen trage zur Zerstörung von Meereslebensräumen bei und Produkte aus Krokodil-, Schlangen- oder Eidechsenhaut dürften ohne spezielle Genehmigung gar nicht in die EU eingeführt werden - es sei denn, sie stammen aus einer kontrollierten Nutzung und sind entsprechend zertifiziert. "Und Hand aufs Herz: Modisch punkten kann man mit Krokodilledertaschen auch nicht mehr", so ein weiterer Ratschlag.

Papst Franziskus, der seinem aktuellen Lehrschreiben dem Untertitel "Die Sorge um das gemeinsame Haus" gegeben hat, sei auch mit seiner eigenen Urlaubsgestaltung richtungsweisend: "Er verbringt seinen Urlaub im Vatikan. Vielleicht verbringen Sie ihren Urlaub das nächste Mal auch in Österreich und lernen ihre Heimat kennen", legt die steirische Diözese nahe.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/71689.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich

von esther10 09.08.2015 09:54

8. August 2015
Politik » Deutschland
Armutseinwanderung120
Wir haben sie nicht gerufen
von Thorsten Hinz


Illegale Einwanderer auf dem Weg durch Serbien in die EU: Asylkrise in Deutschland Foto: picture alliance/NurPhoto

Erst jetzt beginnen wir zu begreifen, was die 1989/90 verkündete Wiederkehr der Geschichte für Deutschland und Europa wirklich bedeutet. Jahrzehntelang hatte der Kalte Krieg zwischen Ost und West alle übrigen Probleme eingefroren, außer Kraft gesetzt oder marginalisiert. Nun brechen sie auf, überkreuzen sich und verstärken sich gegenseitig. Es sind Konflikte zwischen der Ersten und der Dritten Welt, die Interessengegensätze zwischen dem westlichen Hegemon und seinen Satrapen, aber auch die inneren Konflikte, die aus der geistigen Morbidität des Westens herrühren.

Zu den Symptomen gehört die Fehlwahrnehmung, daß es sich beim hunderttausendfachen Menschenzustrom nach Europa um ein Flüchtlings- und Asylantenproblem handele, das sich mit einer Kombination aus Organisationsgeschick und guter Moral lösen ließe. Schon der bloße Augenschdein reicht aus, um zu erkennen, daß es sich überwiegend um Menschen handelt, die sich als anspruchsberechtigte Neusiedler definieren.

Der Begriff „Invasoren“ ist keine Abwertung, sondern eine Feststellung

Gerufen haben wir sie nicht. Der aus dem Lateinischen stammende Begriff „Invasoren“ –Eindringlinge – impliziert daher keine Abwertung, sondern eine Feststellung. Über das alternde Europa ergießt sich ein Jugendüberschuß, der in Afrika, auf dem indischen Subkontinent und auf dem Balkan produziert wird, wo er die Chancen auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage untergräbt. Nach allen Prognosen wird das Bevölkerungswachstum in den nächsten Jahrzehnten noch zunehmen.

Die politische Rationalität gebietet deshalb die zügige Revision des geltenden Asyl- und Flüchtlingsrechts, welche die Spreu vom Weizen scheidet. Als Sofortmaßnahmen müßten das Schengen-Abkommen ausgesetzt, Grenzkontrollen eingeführt, Abschiebungen durchgesetzt und Bargeldleistungen gestrichen werden.

Die Funktionseliten sind nicht in der Lage, die Situation zu erfassen

Doch rational geht es nicht zu in der deutschen Politik. Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Medien überbieten sich in Appellen an die Deutschen, ihre „Herzen zu öffnen“ (Bundespräsident Joachim Gauck), eine entsagungsvolle „Willkommenskultur“ zu praktizieren und sich an der bereichernden „Buntheit“ der „Einwanderungsgesellschaft“ zu erfreuen.

Der Publizist Dimitrios Kisoudis formulierte treffend: „Deutschland ist bunt wie nie. Aber bunt sind auch die Zufallsgemälde des Schimpansen Bongo.“ Eben. Und wenn es nicht so beleidigend für die klugen, sympathischen Tieren wäre, müßte man sagen, daß die Diskussion in Deutschland auf Schimpansenniveau geführt wird. Anders ausgedrückt: Die Funktionseliten sind bis heute nicht in der Lage, die veränderte Situation zu erfassen, zu verarbeiten und mit ihr umzugehen.

Eine gegen den Bürger gerichtete Verschwörung

Wenn die Verhältnisse hier trotzdem immer noch besser sind als in den meisten Ländern, liegt das nicht an der Weltklasse der Politiker, an der Gedankenschärfe der Journalisten und Sozialwissenschaftler und schon gar nicht an der Kompetenz der Antidiskriminierungsbeauftragten. Diese stellen mehrheitlich Risikofaktoren und Schadensfälle dar.

Es liegt an den Leistungen der Wissenschaftler, Ingenieure, Facharbeiter und des Mittelstands, die Produkte herstellen, die international nachgefragt werden. Es liegt an denen, die für immer weniger Geld ihre tägliche Pflicht erfüllen und die geschmähten deutschen Tugenden praktizieren. Sie haben allen Grund, in der Einwanderungspraxis eine gegen sich gerichtete Verschwörung zu sehen.

Ein doppelter Loyalitätsbruch des Staates

Die Praxis sieht nämlich so aus: Bankrotte Kommunen müssen massenhaft Unterkünfte und Personal für die Neuankömmlinge bereitstellen. Der Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg will Asylbewerber, die offensichtlich keine Aussicht auf Anerkennung haben, mit Geld zur Rücknahme des Antrags und zur Rückkehr bewegen.

Ein Staat, der so mit sich umspringen läßt, ist in den Augen der illegalen Einwanderer ein Witz und macht seine Bürger zu deren Beute. Er verdoppelt seinen Loyalitätsbruch, indem er sie, falls sie öffentlich dagegen protestieren, zu Geächteten stempelt. Die unter „Lügenpresse“ subsumierten Medien assistieren artig, indem sie Bürgerproteste in die Nähe des Terrorismus rücken. Gleichzeitig ermuntern sie unter dem Stichwort „Fluchthilfe“ zum Gesetzesbruch und verschleiern die Ausländerkriminalität.

Für die europäischen Nationalstaaten und für Europa als Ganzes stellt sich die Existenzfrage

Das Phänomen gibt es nicht nur in Deutschland. Der britische Publizist Theodore Dalrymple macht dafür eine in die Institutionen eingesickerte „Lumpenintelligentsia“ verantwortlich, eine gewisse Sorte von Lehrern, Sozialarbeitern, Bürokraten und ewigen Studenten, „die selbst Schmarotzer werden wollen (…) Sie sind dank ihrer Ausbildung erfahren darin, ihr eigenes widersetzliches oder gar gewalttätiges Gebaren zu rationalisieren; sie werden nicht zögern, sich mit dem großen Hooligan-Element in der britischen Gesellschaft zu verbünden.“ Mit der Verharmlosung politisch willkommener Gesetzesverstöße und der Kriminalisierung Andersdenkender hat das Bündnis bereits begonnen.

Angesichts des Innen- und Außendrucks stellt sich für die europäischen Nationalstaaten und für Europa als Ganzes die Existenzfrage. Die am besten organisierten, am meisten sozialen und kulturell hochstehenden Gemeinwesen erodieren und mit ihnen das Heimatrecht der europäischen Völker. Der Außendruck geht unter anderem von den Gesetzen der globalisierten Wirtschaft aus, welche die flexible, in ihren Ansichten und Bedürfnissen gleichgeschaltete Arbeits- und Konsumbiene zu verwirklichen anstrebt.

Zudem dient Europa als Überlaufbecken für die Kollateralschäden, welche die amerikanische Interventionspolitik im Nahen und Mittleren Osten anrichtet. Bemerkenswert ist auch, daß Kanzlerin Merkel für ihre in der Neujahrsansprache geübte Kritik an Pegida in Sekundenschnelle ein dickes Lob aus Saudi-Arabien erhielt. Die zurückgekehrte Geschichte ist also hochkomplex.
https://jungefreiheit.de/politik/deutsch...-nicht-gerufen/
JF 33/15

von esther10 09.08.2015 00:55

Wiederverheiratete Geschiedene: Notwendige Klarstellung



7. August 2015 by Papsttreuer

In der Katechese vom Mittwoch betrachtet der Papst die Situation von Geschiedenen in neuen Beziehungen. Und stellt Notwendiges klar.

Kirchlich verheiratet, zivil geschieden und in einer neuen Beziehung – man könnte meinen, zu dem Thema sei schon alles gesagt. Das meiste ist es auch, aber das heißt nicht, dass alles bereits so „angekommen“ ist, wie es sollte. Darum hat sich der Papst am Mittwoch – in seiner ersten Katechese nach der „Sommerpause“ – dieses Themas angenommen. Lohnt sich über ein solches Thema noch eine Katechese – die Position der Kirche kennt doch jeder, ob Katholik, verheiratet, betroffen oder nicht? Aber ist das wirklich so?

Der Papst tritt bei seiner Katechese wieder als Vermittler auf, denn die Diskussionen über den Umgang mit sogenannten „wiederverheirateten“ Geschiedenen werden in Teilen erbittert, vielleicht verbittert geführt. Wenn auch intellektuell die meisten in der Lage sein sollten, die kirchenrechtliche Situation nachzuvollziehen, die so kompliziert nicht ist, so wird doch der Ausschluss von den Sakramenten, insbesondere von der Eucharistie, von Betroffenen als Ausschluss aus der Kirche gedeutet – und nicht wenige derjenigen, die die Unauflöslichkeit der Ehe zu Recht verteidigen, wirken verbissen, wenn es darum geht, ob und wie die Betroffenen in der Kirche aufgehoben sein sollten: „Keine Eucharistie und basta!“ Sachlich richtig, pastoral und seelsorgerisch aber nicht zielführend.

Zunächst betrachtet der Papst allerdings die oft anzutreffenden anderen Betroffenen einer Trennung, die Kinder. Abgesehen davon, dass auch Geschiedene in neuen Beziehungen weiter Teil der Kirche sind, müsse gerade ihnen gegenüber deutlich gemacht werden, dass sie und ihre Eltern willkommen sind (Zitat hier wie im folgenden von Zenit):

Daher ist es wichtig, dass die Gemeinde sich in ihrem Verhaltensstil, in ihren Ausdrucksweisen und Gesten immer sehr einfühlsam verhält, besonders im Umgang mit den Kindern. Wie könnten wir sonst diesen Eltern dazu raten, ihre Kinder zu einem christlichen Leben zu erziehen und ihnen ein Vorbild im Glauben zu sein, wenn wir selbst sie aus der Gemeinde entfernen und wie Ausgestoßene behandeln würden? Wir müssen achtgeben, dass wir vor allem den Kindern nicht mehr Leid auflasten, als sie ohnehin schon in solcherlei Lebensumständen zu ertragen haben! Leider ist die Anzahl dieser Kinder und Jugendlichen sehr hoch. Es ist wichtig, dass sie die Kirche als aufmerksame Mutter erfahren, die immer bereit ist, allen zuzuhören und allen entgegenzukommen.

Dieser Wechsel der Blickrichtung wäre missverstanden, sähe man ihn nur als sentimental – Guck, die traurigen Kinderaugen -, er ist notwendig, um den Blick auf das gesamte durch eine Trennung gestörte Umfeld wieder zu erlangen. Man kann das noch erweitern: Neben dem Paar und den möglicherweise neuen Partnern, sind eben auch noch Kinder involviert, meist auch die Eltern der Paare, Freunde und Bekannte, die durch diese Situation herausgefordert werden. Sie alle sind nicht durch das Sakrament der Eheleute verbunden, sehen sich aber aber dennoch mit Konsequenzen konfrontiert und bedürfen auch der Ansprache der Kirche. Die Kinder trifft es aber im Besonderen, darum ist es gut, dass der Papst darauf hinweist, dass man im Umgang mit dem getrennten Paar auch deren Kinder nicht aus dem Auge verlieren darf.

Dazu ist eine wesentliche Klarstellung wichtig, die den meisten nicht unbekannt ist, die Konsequenzen werden aber oft nicht gesehen:

Diese Menschen sind ja in der Tat keine Exkommunizierten und dürfen auf keinen Fall als solche behandelt werden: Sie sind nicht exkommuniziert, sie sind nach wie vor Mitglieder der Kirche! […] Daraus ergibt sich die oft wiederholte Aufforderung der Hirten an ihre Gemeinden, sich offen und empfänglich gegenüber diesen Gläubigen zu zeigen, sie aufzunehmen und zu ermutigen, damit sie ihre Zugehörigkeit zu Christus und zur Kirche immer mehr entfalten und in ihrem konkreten Leben umsetzen, durch das Gebet, die Anhörung des Wortes Gottes, die Teilnahme an der Liturgie, die christliche Erziehung ihrer Kinder, die Nächstenliebe und den Dienst an den Armen, den Einsatz für die Gerechtigkeit und den Frieden.

Manche Medien sehen in dieser Formulierung mal wieder eine Neuorientierung der Kirche bzw. des Papstes, ein Signal auf Änderungen bei der Familiensynode. Ich vermag das nicht zu sehen: Was der Papst hier beschreibt ist – oder sollte es sein – Normalität. So wie jeder Gläubige an der Heiligen Messe teilnehmen kann, auch Anspruch auf Seelsorge durch einen Priester hat, natürlich zum Herrn beten kann und sich im Besonderen auch in der Kirche engagieren kann, so kann das auch der Geschiedene in einer neuen Beziehung.

Der objektive Zustand der schweren Sünde verhindert zwar, dass er die Eucharistie empfangen kann, er verhindert aber nicht, Teil der Kirche zu sein, nebenbei mit den gleichen Missionsaufträgen wie jeder andere Christ auch.


Darum ist auch der auf den ersten Blick überraschende Hinweis des Papstes auf „die christliche Erziehung ihrer Kinder, die Nächstenliebe und den Dienst an den Armen, den Einsatz für die Gerechtigkeit und den Frieden“ leicht erklärbar. Die Betroffenen sind nicht nur Teil der Kirche, sie haben als solche auch den gleichen Auftrag, den sie gemeinsam mit allen anderen – man sollte vielleicht dazu schreiben: mit allen anderen Sündern – erfüllen sollen. Das bedeutet aber für alle Gläubigen, die Betroffenen nicht mit ihrer Situation im Regen stehen zu lassen. Es ist auch Aufgabe jedes Gläubigen, auf die Brüder Acht zu geben und sich auch im ihr Seelenheil zu sorgen. Oder, wie der Papst sagt:

„Die Kirche ist berufen, immer das offene Haus des Vaters zu sein […].“ Keine verschlossenen Türen! Keine verschlossenen Türen! Jeder kann auf irgendeine Weise am Leben der Kirche teilhaben, jeder kann der Gemeinde angehören. „Die Kirche ist […] das Vaterhaus, wo Platz ist für jeden mit seinem mühevollen Leben“ (apostolisches Schreiben „Evangelii gaudium“, Nr. 47).

In gleicher Weise sind alle Christen dazu berufen, den Guten Hirten nachzuahmen. Besonders die christlichen Familien können mit ihm zusammenarbeiten, indem sie sich um die verwundeten Familien kümmern und sie im Glaubens- und Gemeindeleben begleiten. Jeder muss im Rahmen seiner Möglichkeiten die Rolle des Guten Hirten annehmen, der alle seine Schäflein kennt und keinem von ihnen seine grenzenlose Liebe vorenthält!

Wie gesagt: Eigentlich sollte das alles nichts Neues sein. Ist es aber in der Konsequenz doch, und darum muss man dem Papst für diese Klarstellungen dankbar sein.
http://papsttreuerblog.de/2015/08/07/wie...e-klarstellung/

von esther10 09.08.2015 00:45

Der Lieblosigkeit der Welt die Liebe Christi entgegensetzen


Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb. Foto: idea/kairospress

Bad Blankenburg (idea) – Christen sollten der Lieblosigkeit in der Welt die Liebe Christi entgegensetzen. Dazu hat der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), aufgefordert. Er sprach zur Eröffnung der 120. Allianzkonferenz am 5.
August in Bad Blankenburg. Die Konferenz beschäftigt sich bis zum 9. August unter dem Titel „Argument: Liebe“ mit dem 1. Korinther-Brief. Dazu werden etwa 2.500 Teilnehmer aus zehn Ländern erwartet. Steeb zufolge sollten bibeltreue Christen nach der höchsten Geistesgabe – der Liebe – streben. Sie sei eine Tat, die durch nichts ersetzt werden kann. Alles Handeln bleibe kraftlos, wenn es nicht von der Liebe durchwoben sei. Liebe üben bedeute, sich ganz für den anderen einzusetzen, und das Beste für ihn zu suchen.

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Hille: Liebe sollte Kernkompetenz von Christen sein

Der Direktor für ökumenische Angelegenheiten in der Weltweiten Evangelischen Allianz, Prof. Rolf Hille (Heilbronn), sagte, Liebe sollte die Kernkompetenz von Christen sein. Sie sei wichtiger als theologische Erkenntnisse oder charismatische Geistesgaben wie das Reden in übernatürlichen Sprachen. Die Reisereferentin der Arbeitsgemeinschaft Biblischer Frauenarbeit, Margitta Rosenbaum (Grünbach/Vogtland), erinnerte daran, dass es im Gemeindeleben auch Neid und Eifersucht gebe. Zudem seien Christen mitunter zu sehr mit sich beschäftigt und verhielten sich taktlos gegenüber Andersgläubigen. Rosenbaum: „In unseren Gemeinden geht es nicht immer liebevoll zu.“ Christen müssten sich eingestehen, dass sie nicht aus eigener Kraft lieben können, sondern dass es dazu Gottes Liebe brauche.

Ministerpräsident Ramelow: Allianzkonferenz hat Strahlkraft

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) erklärte in einem schriftlichen Grußwort, er freue sich, dass die Strahlkraft Allianzkonferenz weit über die Grenzen Thüringens hinausreiche. Liebe und Nächstenliebe gehörten zu den festen Ankern des christlichen Glaubens und gäben der Gesellschaft Halt. So heiße man in Deutschland aus christlicher Nächstenliebe Menschen herzlich willkommen, die vor Bürgerkrieg und Terror flüchteten. Wer etwa vor der Terrororganisation „Islamischer Staat“ fliehe, sei häufig traumatisiert. Es sei eine Christenpflicht, diesen Flüchtlingen zu helfen.

CDU-Politiker Jung: Die Ehe bleibt die Gemeinschaft von Mann und Frau

Zu den Besuchern sprach der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung. Nach seinen Worten bietet die Allianzkonferenz ein Zeugnis für den christlichen Glauben und ist ein starkes Signal in die Gesellschaft. Das christliche Wertefundament sei Grundlage für eine friedliche und freiheitliche Entwicklung, sagte der frühere Verteidigungsminister. So resultierten die Werte des Grundgesetzes wie Menschenwürde, Freiheit, die Gleichheit vor dem Gesetz sowie die Religionsfreiheit aus christlichem Gedankengut. Laut Jung haben die Mütter und Väter des Grundgesetzes die Ehe als dauernde Lebensgemeinschaft von Mann und Frau verstanden. Auch wenn man andere Lebensentwürfe toleriere, ändere sich daran nichts. Jung: „Die Ehe bleibt die Gemeinschaft von Mann und Frau.“

Propst Kamm: Es fehlt an Liebe gegenüber Flüchtlingen

Der stellvertretende Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Propst Diethard Kamm (Gera), sieht in Deutschland einen Mangel an Liebe für Flüchtlinge. Es sei beschämend, wie viel Hass und Aggression Flüchtlinge erführen, etwa von Pegida-Demonstranten. Christen seien dazu aufgefordert, Gottes Liebe weiterzugeben. Kamm verwies auf einen Satz des jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber: „Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du.“
http://www.idea.de/thema-des-tages/artik...30c90589020404f

von esther10 09.08.2015 00:40

6. AUGUST 2015
Die Suche nach Zufriedenheit in Christus allein
FR. NNAMDI MONEM, OMV



St. Paul berät die Christen in Ephesus , sich vollständig distanzieren sich ausdrücklich von den heidnischen Weisen der Heiden in diesen Worten: "Ich erkläre, und bezeugen, in dem Herrn, dass Sie leben nicht mehr wie die Heiden, in der Sinnlosigkeit ihres Geistes." Was es geht um die heidnischen Weisen der Heiden, die Christen sind, um von komplett distanzieren? Wir Christen sollten auf welche Aspekte einer solchen heidnischen Haltung in unser eigenes christliches Leben eingeschlichen haben, zu reflektieren.

Nachdenken über heidnischen Religionen, zwei Hauptmerkmale in den Sinn kommen. Erstens haben sie viele Götter. Zweitens nähern sie die Götter auf, was sie von den Göttern benötigen. Es ist ein Gott der Fruchtbarkeit Bedürfnisse, ein Gott für diejenigen auf der Suche nach Ehepartner, ein Gott für die reiche Ernte, ein Gott für eine gute Gesundheit, etc. Die heidnischen Götter sind reichlich vorhanden und sie in erster Linie das Ziel, die Bedürfnisse der Gläubigen zu dienen.

Das Christentum ist eine krass unterschiedlichen aus dem Heidentum in diesem Sinne. Im Christentum, haben wir einen Gott - Vater, Sohn und Heiliger Geist, und wir nähern dieses dreieinigen Gott nicht in erster Linie wegen dem, was wir von ihm zu bekommen, sondern weil wir wissen, dass er uns für sich selbst und die einzige Sache, die erfüllt hat uns unser Beziehung zu ihm. Es ist dieses Abhängigkeitsverhältnis als Seine Geschöpfe, die wir an Gott, der uns bewegt, um in ihm allein im Vertrauen suchen, all unsere Bedürfnisse haben, die ganze Zeit zu wissen, dass nichts, was wir von ihm empfangen wird uns von unserer Beziehung zu Ihm zu befriedigen. St. Augustine bestätigte dies in seiner zeitlosen Zitat: "Herr, du hast uns machte für sich und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir."

Das gesamte Alte Testament ist eine Ausbildung in und die Vorbereitung für den Monotheismus und eine persönliche Beziehung zu Gott. Die Israeliten in der heutigen ersten Lesung haben gerade erlebt Gottes wundersame Befreiung aus der Knechtschaft Ägyptens nach vielen Jahren der Sklaverei. Sie sind offensichtlich nicht mit dieser Show der göttlichen Allmacht in der Befreiung aus Ägypten und der Überquerung des Roten Meeres zufrieden. Sie fangen an, über ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit im Lande der Knechtschaft, wenn sie in Erinnerungen schwelgen "setzte sich durch ihre Fleischtöpfe und ihre Fülle von Brot gegessen." Gott noch speist seine murrenden Menschen mit Manna, damit sie lernen, dass sie nicht auf viele Götter, sondern hängt davon ab, Ihm allein ", so dass Sie vielleicht wissen, dass ich, der Herr, bin dein Gott." Weder ihre angenehme Erinnerungen in Ägypten noch ihre volle Bäuche in der Gegenwart kann vollständig erfüllen sie. Sie werden wahre Befriedigung nur in Treue in ihrer Beziehung zu Gott zu finden.

Nichts scheint die Juden im heutigen Evangelium entweder zu befriedigen. Sie hatten die wunderbare Brot und Fisch nach Herzenslust gegessen und kam auf der Suche nach Jesus, weil sie mehr von dem Brot wollte. Jesus sah deutlich ihren Zweck bei der Suche nach ihm: "Sie sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr die Brote aßen und wurden satt." Die Zeichen, die Jesus arbeiteten, waren sie ihm zeigen, so dass sie durch den Glauben geben könnte in eine wirklich befriedigende Beziehung mit dem Vater im Heiligen Geist. Aber sie waren nicht mit dem Zeichen der multiplizierten Brote und Fische zufrieden und verlangte mehr Zeichen, "Welches Zeichen können Sie tun, damit wir sehen und glauben Sie?" Obwohl singt nicht zu befriedigen, sie noch weiter zu verfolgen und nicht Zeichen lebendige Beziehung mit Gott in und durch den Gott-Menschen Jesus Christus.

In Jesus Christus, Gott, dem Vater bietet uns die einzige Sache, die uns in diesem Leben und im nächsten gerecht wird - ein gnaden Beziehung mit ihm jetzt, dass Blüten zum ewigen Leben. Jesus ist derjenige, der uns ", dass Lebensmittel, die das ewige Leben bleibt", und aus diesem Grund, "der Vater, Gott hat gesetzt Sein Siegel auf ihm. "In seiner perfekten Menschheit ergreift Jesus voll unsere tiefsten Wünsche und braucht mehr als wir es jemals könnte. Denken Sie daran, "Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge." (Röm 11.36 ) "In Seiner Gottheit, er allein kann uns in dieser Beziehung zu Gott, für die wir geschaffen wurden zu bringen und für die wir wissentlich oder unwissentlich lange nach in den geschaffenen Dingen und Personen. Nichts kann uns überhaupt zu erfüllen, solange wir nicht besitzen, und wächst in dieser Beziehung zu Gott in Jesus Christus.

St. Paul zieht eine krasse Gegensatz zwischen Heiden und Christen an die Epheser des Vorrangs ihrer neuen Beziehung zu Gott in Jesus Christus zu erinnern. Nun, da sie "gelernt, Christus," sie sind zu "steckte das alte Selbst ihre frühere Lebensweise durch sündhaften Begierden verdorben," und zu "den neuen Menschen, in den Weg Gottes in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit geschaffen setzen. "Sie werden die Zufriedenheit nur noch in dem Leben, das aus dieser neuen Beziehung zu Gott als in der endlosen Streben nach ihren Wünschen Ströme finden.

Also meine lieben Brüder und Schwestern in Christus, so sind wir als Heiden oder Christen heute leben? Wie sollen wir vergeblich versucht, beide zu mischen, zu versuchen, die Christen mit heidnischen Haltung sein? Was sind die viele Götter, die wir in unserem Leben heute? Was sind die Dinge, die wir denken, wir können nicht ohne leben heute? Reichtum, Macht, Ruhm, Freuden, Erfolge, Beziehungen? Was sind die Dinge, die wir nicht genug bekommen? Was machen wir mit bereits belegt ist, investieren unsere Zeit, Energie und Ressourcen in? Was sind die Dinge, die wir hoffen, uns zu trösten und um das Loch in unsere Herzen zu füllen? Dies sind unsere zahlreichen Götter und sie werden uns nie erfüllen, weil, da nur unvollkommen Reflexionen der göttlichen Vollkommenheit, für die wir geschaffen wurden, müssen sie nur in der Lage, unseren Wunsch nach mehr entflammen.

Und wenn wir den dreieinigen Gott zu wenden, im Gebet, wir drehen, um ihn wie die Heiden wenden, um ihre Idole, nur, weil wir in Not sind und wollen etwas von ihm oder müssen wir unsere Bedürfnisse zu platzieren, bevor ihm im Licht unserer Beziehung zu ihm? Haben unsere Bedürfnisse präsentieren wir vor ihm mit Zuversicht, dass er wird sie, so lange sie fördern unsere Beziehung zu ihm zu gewähren? Was sind diese Bedürfnisse, die wir ausschließlich auf, bis wir sind völlig blind und taub für die tiefere Beziehung, die Gott ruft uns auf, zu konzentrieren? Gott kann und er tut erfüllen unsere Bedürfnisse. Aber als Christen müssen Petition für unsere Bedürfnisse in die Realität unserer privilegierten Beziehung zu Gott, wie verwurzelt Seine geliebten Kinder in Christus Jesus.

Schließlich, wenn wir Christen sind in der Tat, streben wir an, verwenden alles, was der Herr hat uns angeboten, um in unserer Beziehung zu ihm zu wachsen? Oder haben wir uns zu selbstgefällig, leben, als ob wir nie weiter in unserer Liebesbeziehung mit ihm voran könnte? Lassen wir Seine Worte in den heiligen Schriften und Lehren der Kirche zu uns herzlich in unserer spirituellen Reise herausfordern? Streben wir an, die göttliche Barmherzigkeit zu reflektieren und hoffen, dass andere, die in diesem Leben zu kämpfen haben? Wir sind ernst genug, um unsere Beziehung zu Gott, um unsere Sünden ehrlich gestehen, im Sakrament der Versöhnung, um Vergebung und die Kraft zu gewinnen, um den guten Kampf bis zum Ende kämpfen? Haben wir uns für jede Eucharistie vorzubereiten, als wäre es der letzte unseres Lebens, zu wissen, dass unsere Beziehungen zu ihm, die in jedem der heiligen Kommunion genährt? Lassen wir Gott unser Verhältnis zu ihm pflegen durch regelmäßige Gebet?

Suchen wir die allerseligste Jungfrau Maria, die Person, die eine einzigartig einzigartige Beziehung zu Gott hatte unser Führer, Mutter, zu unterstützen und beispielsweise in der eigenen Beziehung zu ihm sein? Als leidenschaftliche Mutter des Erlösers und alle Erlösten, eine Mutter, die bereitwillig ging mit Jesus an das Kreuz zu unserem Heil, sie weiß, was es kostet, um uns in dieser Beziehung zu Gott zu bringen. Das ist, warum Mary wird nie lassen Sie uns leben, wie die Heiden in dieser Welt, sondern wird ständig bewegen uns, für ihren Sohn, Jesus Christus, die einzige Nahrung, die unseren geistigen Hunger in diesem Leben erfüllt und währt für das ewige Leben zu suchen.

Durch die Annäherung an Jesus in der heiligen Kommunion heute, Echo wir die Wünsche und Worte der Juden im heutigen Evangelium: "Herr, gib uns immer dieses Brot." Jesus in sich trägt das Siegel des Vaters, eine göttliche Garantie, dass wir die Zufriedenheit in finden Ihm allein. So immer ist er der "Brot des Lebens", die allein unsere tiefste Sehnsucht zu stillen - unseren Hunger und Durst nach Gott, der uns für sich allein gestellt. Es ist Zeit, leben wie die Heiden, zu stoppen und zu leben beginnen, wie die Christen brachte in einen gnaden Beziehung zu Gott selbst in dieser Welt der Sünde und des Leidens.

Mit Hilfe der Mutter Maria, lassen Sie uns für die nur Gott Einer und suchen immer und überall, ob unsere Bedürfnisse erfüllt werden oder nicht, mit der festen Überzeugung, dass unsere Beziehung zu ihm in Jesus Christus ist das einzige, was uns in diesem Leben erfüllt und im Leben zu kommen.

Ehre sei Jesus !!! Ehre, Mary !!!
http://catholicexchange.com/finding-sati...in-christ-alone

von esther10 09.08.2015 00:37

Nordirak08. August 20152
Abkehr von der Barbarei: Wie IS-Kämpfer Christen werden


Jesiden erinnern in Dohuk/Nordirak an ihre brutale Vertreibung vor einem Jahr durch Kämpfer der Terrororganisation „Islamischer Staat“. Foto: picture-alliance/AP Photo

Erbil (idea) – Im Nordirak wenden sich immer mehr Muslime dem christlichen Glauben zu. Darunter sind selbst Kämpfer der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS), die für ihren neuen Glauben ihr Leben aufs Spiel setzen. Sie sind desillusioniert und abgeschreckt von der Barbarei des IS. Manchen ist Jesus Christus auch persönlich erschienen. Das berichtet die Internetzeitung Christian Post unter Berufung auf ehemalige Muslime in dem Konfliktgebiet. IS hat hunderttausende Christen, Jesiden und gemäßigte Muslime aus ihrer Heimat vertrieben. Viele Flüchtlinge fühlen sich von der übrigen Welt im Stich gelassen. Aber auf wundersame Weise fänden Tausende den Weg zum christlichen Glauben, so die Christian Post. Unter ihnen ist der Iraker Barazan Azeezi. Er ließ sich zum Imam ausbilden und predigte oft über den

Koran. Doch er habe sich immer vor Allah gefürchtet und empfunden, dass ihm etwas fehle. Dann sei ihm Jesus Christus im Traum erschienen und habe ihm gezeigt, dass er sich nach Jesu Liebe und Frieden sehne. Azeezi begab sich auf die Suche nach einer Bibel und begann sie zu lesen. Da habe er die Wahrheit erkannt und begonnen, den „wahren Gott“ zu lieben. Als seine Familie von seiner Bekehrung erfahren habe, habe sie ihn zuerst für verrückt erklärt und dann versucht, ihn umzubringen. Der Grund: Nach dem islamischen Religionsgesetz Scharia wird der Religionswechsel eines Muslim mit dem Tode bestraft. Trotzdem seien viele bereit, diesen Preis zu zahlen, nachdem sie Jesus kennengelernt hätten, so Azeezi.

Jesus zeigt sich einem IS-Kämpfer als Licht

Nach seinen Angaben haben sogar IS-Kämpfer solche Erfahrungen gemacht. Sie hätten etwa nach der Eroberung der nordirakischen Stadt Mossul vor über einem Jahr die Kirchen zerstört. Ein Kämpfer habe dabei abends ein sehr helles Licht gesehen. Die Lichtquelle habe sich ihm als Jesus zu erkennen gegeben. Daraufhin habe der Kämpfer ihn als seinen Herrn und Heiland angenommen. Andere hätten ähnliche Erfahrungen gemacht. Jesus sei ihnen erschienen und habe sie geheilt. Den Angaben der Zeitung zufolge versammeln sich im Nordirak regelmäßig etwa 1.000 ehemalige Muslime zu Gottesdiensten in arabischer Sprache. Andere fragten nach der Bedeutung von Jesus und der Bibel. Azeezi ist überzeugt, dass der Terror von IS und die zunehmende Unterdrückung im Mittleren Osten ein Zeichen für einen geistlichen Kampf um die Herzen der dortigen Menschen ist.
http://www.idea.de/thema-des-tages/artik...rden-83406.html

von esther10 09.08.2015 00:33

Franziskus erinnert an Hiroshima und Nagasaki
Mit Krieg verliert man immer.


Erstellt von Radio Vatikan am 9. August 2015 um 15:10 Uhr
Skulptur

Vatikan/Hiroshima/Nagasaki (kathnews/RV). Vor siebzig Jahren, am 6. und am 9. August 1945, fielen Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki und richteten dort unermeßliche Verwüstungen an. Von einem „tragischen Ereignis, das heute noch Schrecken und Abscheu auslöst“, sprach an diesem Sonntag Papst Franziskus in Rom.

Beim Angelusgebet auf dem Petersplatz sagte er über die Atombomben auf Japan: „Das ist zum Symbol der maßlosen Fähigkeit des Menschen zur Zerstörung geworden, wenn er von den Fortschritten der Wissenschaft und Technik einen falschen Gebrauch macht. Es ist eine fortdauernde Mahnung an die Menschheit, dass sie den Krieg für immer zurückweisen und Atomwaffen wie überhaupt jede Massenvernichtungswaffe ächten möge. Dieser traurige Jahrestag ruft uns vor allem dazu auf, für den Frieden zu beten und uns für ihn einzusetzen, um in der Welt eine Ethik der Brüderlichkeit und ein Klima des freundlichen Zusammenlebens der Völker zu verbreiten. Von überallher auf der Erde erhebt sich der Ruf: Nein zum Krieg und zur Gewalt! Ja zum Dialog und zum Frieden!“ Seinem vorbereiteten Redetext fügte der Papst noch zwei Sätze hinzu: „Mit dem Krieg verliert man immer! Die einzige Art und Weise, um einen Krieg zu gewinnen, ist die, ihn gar nicht erst zu führen!“

Ansonsten sprach Franziskus an diesem Sonntag vor allem über das Tagesevangelium (Joh 6,41-51), eine Rede Jesu, in der er sich selbst als „Brot des Lebens“ bezeichnet. „Wie er es schon zuvor bei der Samaritanerin gemacht hatte, indem er vom Durst und vom Zeichen des Wassers ausging, geht Jesus hier von der Erfahrung des Hungers aus und vom Zeichen des Brotes.“

Zu denken gebe, dass Jesus bekräftige: „Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater … ihn zu mir führt.“ „Dieses Wort führt uns in die Dynamik des Glaubens ein, der eine Beziehung ist: die Beziehung zwischen einem Menschen – uns allen – und Jesus. Der Vater (und natürlich auch der Hl. Geist, der hier nicht direkt angesprochen wird) spielen in dieser Beziehung eine entscheidende Rolle. Es reicht also nicht, Jesus zu treffen, um an ihn zu glauben; es reicht nicht, die Bibel zu lesen, so wichtig das auch ist; es reicht noch nicht einmal, ein Wunder mitzuerleben wie das der Brotvermehrung. So viele Leute waren in engem Kontakt zu Jesus und haben nicht an ihn geglaubt, sondern ihn sogar verachtet und verurteilt. Und ich frage mich: Warum? Sind die also nicht vom Vater zu ihm geführt worden? Nein – das ist geschehen, weil ihr Herz für das Wirken des Heiligen Geistes verschlossen war. Und wenn du ein geschlossenes Herz hast, dann kommt der Glaube nicht hinein. Gottvater zieht uns immer zu Jesus: Wir sind es, die unser Herz öffnen oder schließen!“

Der Glaube, der „eine Art Samenkorn im Tiefsten des Herzens“ sei, fange an zu wachsen, wenn wir „mit offenem Herzen, ohne Vorurteile“ auf Jesus zugingen, fuhr der Papst fort. „In Jesus, in seinem Fleisch – das heißt in seinem konkreten Menschsein – ist die ganze Liebe Gottes, also der Hl. Geist, präsent; wer sich von dieser Liebe anziehen lässt, geht zu Jesus und geht mit Glauben, und er empfängt von ihm das ewige Leben.“ Eine Privatsache sei der Glaube übrigens nicht, vielmehr ein Geschenk, das zum Weitergeben verpflichte: „kein Privateigentum, sondern etwas zum Teilen, ein Geschenk für das Leben der Welt“, so Franziskus wörtlich.

Foto: Skulptur – Bildquelle: Kathnews

von esther10 09.08.2015 00:30

Sonntag, 9. August 2015
Strafanzeige gegen Bischof Vitus Huonder wegen Homophobie


Foto: Michael Beat/Wikipedia
Der Verein „Pink Cross“ ("Schweizer Dachverband der Schwulen")will am 10. August 2015 eine Strafanzeige gegen den Churer Bischof Vitus Huonder einreichen.

Grund: Anstachelung zu Hass und Gewalt gegen homosexuelle Personen.

Bischof Hounder hatte in einem Vortrag beim Kongress „Freude am Glauben“ Gesetzesvorgaben bezüglich Homosexualität aus dem Alten Testamente zitiert.

Pink Cross: „Das Zitieren von zwei Bibelzitaten aus einer Gesetzesordnung aus dem Alten Testament zur Legitimation von aufrufen zu Hass und Verbrechen – bar jeder Exegese (Auslegung) und jeglichen Zusammenhangs mit der Lehre Christi – sondern im wortwörtlichen Sinn, ist für uns nicht hinnehmbar. Es sät Hass. Wir dulden keinen Hass, keine Aufrufe zu Verbrechen und keine Gewalt an homosexuellen Menschen und anderen sogenannten Minderheiten.“

Laut Blick.CH drohen dem Bischof drei Jahre Gefängnis!

Die Erklärung des Vereins erfolgt nachdem der Vorsitzende der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Markus Büchel von Sankt Gallen, sich in einer öffentlichen Stellungnahme scharf von Bischof Hounder distanziert hat.

Die Erklärung von Bischof Büchel wurde in linkskatholischen Kreisen bejubelt. Man darf also gespannt sein, wie der Linkskatholizismus auf diese Strafanzeige reagiert.
http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de...s+von+Gersdorff)
Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 13:29

von esther10 09.08.2015 00:30

Kirche gegen Vorwurf von "leeren Klöstern"

Bischofskonferenz-Generalsekretär Schipka verweist im ORF-Radio u.a. auf fehlende Sanitäreinrichtungen


Peter Schipka
Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka hat erneut betont, dass die katholische Kirche ihre Hilfe für Flüchtlinge in den vergangenen Monaten deutlich verstärkt hat und diese auch weiterhin ausbauen will. Gleichzeitig versuchte er am Sonntag im Interview mit dem ORF-Radio, zuletzt immer wieder vorgebrachte pauschale Vorwürfe zu entkräften, wonach Klöster und Pfarrhöfe leerstehen, während Flüchtlinge kein Dach über dem Kopf haben.

Auch wenn ein Stift oder Kloster äußerlich groß erscheine, seien diese aus verschiedenen Gründen oft nicht geeignet, um Menschen unterzubringen, erklärte Schipka im Ö1-Journal. Man müsse beispielsweise an die notwendigen, oft nicht ausreichend vorhandenen Sanitäreinrichtungen denken. Wirklich leerstehende kirchliche Gebäude seien zudem oft "nicht so gewartet": "Manche sind einfach zu feucht, als dass man Menschen dort hineintun kann."

Kirchliche Immobilien würden genutzt, auch wenn gerade niemand darin wohne. Oft seien sie auch vermietet, um die Erhaltung der Gebäude zu ermöglichen. "Die Orden können sich das nicht leisten, in aller Regel, dass sie Gebäude leerstehen lassen, sondern sie müssen sie einer Nutzung zuführen."

Bei so manchen Gebäuden, die die Kirche zur Nutzung als Flüchtlingsquartiere angeboten hat, sei deren Nutzung an behördlichen Vorschriften - etwa zum Brandschutz oder aus Widmungsfragen - gescheitert. Ein Thema, bei dem Schipka aber bereits vor wenigen Tagen in einem Kathpress-Interview Fortschritte auf politischer Ebene geortet hatte.

Von einer "Welle der Solidarität von Menschen in den Pfarren, die helfen wollen", sprach im ORF-Interview auch der Leiter der Pfarrcaritas der Erzdiözese Wien, Rainald Tippow. Das sich kirchliche Gebäude für die Flüchtlingsunterbringung oft nicht eignen, erlebe auch er. "Aber ich glaube, da ist auch mit Anstrengung durchaus noch einiges an Raum nach oben offen."

Tippow verwies beispielhaft auf das Engagement der Diözese Eisenstadt, die 200 neue Plätze schaffen will und dazu jede Pfarre, die Menschen aufnimmt, mit 5.000 Euro unterstützt. "Wenn wir so etwas österreichweit hinbringen würden, das wäre schon ganz schön."
http://www.katholisch.at/aktuelles/2015/...n?ts=1439155765

von esther10 09.08.2015 00:23

Religionssoziologe: Verhältnis zur Kirche ist lau geworden



Evangelischer Theologe Pollack: Kirchenaustritt ein schleichender Prozess, wichtigstes Motiv "ich kann auch ohne Kirche Christ sein" - Kirche sollte Verhältnis zum Staat offensiv angehen

Bonn, 08.08.2015 (KAP/KNA) Nach Einschätzung des deutschen Religionssoziologen Detlef Pollack hängen die meisten Kirchenaustritte nicht direkt mit der Kirche zusammen. "Zehn bis zwanzig Prozent der Kirchenmitglieder sehen sich selbst als austrittsgeneigt an. Passiert etwas, das sie ärgert, dann sind sie weg", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" am Freitag. Empörung etwa über den Missbrauchsskandal sei ein Symptom dafür, dass das Verhältnis vieler zur Kirche "lau" geworden sei.

Nach der im Juli von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichten Statistik haben 2014 so viele Katholiken wie noch nie ihren Kirchenaustritt erklärt. Dennoch bezeichnen sich laut Pollack bis zu 70 Prozent der Westdeutschen als gläubig. "Das wichtigste Austrittsmotiv war: Ich kann auch ohne Kirche Christ sein", so der evangelische Theologe, der Sprecher des Münsteraner "Exzellenzclusters Religion und Politik" ist und im Frühjahr eine Studie zu "Religion in der Moderne" vorgestellt hat.

Unter den Protestanten, die im vergangenen Jahr aus der Kirche ausgetreten seien, hätten nur wenige die Religion gewechselt, so Pollack weiter. "Andere Lebensbereiche zählen mehr: der Beruf, die Familie, Freizeit." Die Abkehr von der Kirche sei insofern meist "weniger ein entschiedener Schritt als ein schleichender Prozess".

Auch sei zu beobachten, dass Menschen das Christentum umso höher schätzten, je kritischer sie den Islam sehen. "Sie glauben aber nicht fester an Gott, beten mehr oder gehen häufiger in die Kirche. Das Christentum ist ein abstrakter Gegenentwurf zu dem, was man kritisiert", erläuterte der Wissenschaftler.

Für die Zukunft rechne er weiterhin mit einem "wohlwollend-distanzierten Christentum" in Deutschland. Eine Herausforderung werde das Verhältnis von Staat und Kirche sein. "Aus meiner Sicht wären die Kirchen gut beraten, dieses Feld offensiv anzugehen", so Pollack. Für sie werde es entscheidend sein, "zu erkennen, was an diesem Verhältnis erhaltenswert ist und wo Ansprüche unzeitgemäßg sind. Sonst läuft die Debatte immer mehr gegen sie.



Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/71688.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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IS droht Kanzlerin MerkelNewsSalafismus in DeutschlandSchwerpunkteTitel — 05 August 2015
Die Terror-Organisation Islamischer Staat (IS) hat am Mittwoch erstmals ein Video ausschließlich in deutscher Sprache veröffentlicht. Darin zeigen die Jihadisten die Hinrichtung von zwei Männern, rufen Muslime in Deutschland zum Mord an „Ungläubigen” auf und drohen Kanzlerin Angela Merkel.


Mohamed Mahmoud (l.) und der deutsche Jihadist Abu Omar al-Almani bei der Hinrichtung von zwei Männern (Bild: Screenshot YouTube)

In einem neuen Propagandavideo der Terror-Organisation Islamischer Staat (IS) wurden am Mittwoch Anschläge in Deutschland und Österreich angekündigt. Es ist das erste ausschließlich deutschsprachige Video dieser Art. Das auf YouTube veröffentlichte Video zeigt laut übereinstimmenden Medienberichten mehrere Jihadisten aus Deutschland und Österreich, darunter auch der aus Wien stammende Mohamed Mahmoud alias Abu Usamah al-Gharib. Mahmoud ruft Muslime darin auf, sich dem IS anzuschließen oder Terror-Anschläge in ihren Heimatländern zu verüben: „Meine Geschwister, entweder schließt ihr euch hier den Mudschaheddin an oder ihr führt den Jihad in Deutschland und Österreich durch”, so seine Forderung. „Du brauchst nicht viel. Nimm ein großes Messer und schlachte jeden Kafir! Sie sind wie Hunde!”

Auch droht er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Oh Merkel, du schmutzige Hündin: Wir werden uns rächen für die Beschimpfung des Propheten. Wir werden uns rächen für das Blut, das ihr vergossen habt von den Muslimen in Afghanistan. Wir werden uns rächen für die Waffenlieferung an die Abtrünnigen hier im Islamischen Staat. Unsere Rache wird bei euch vor Ort sein!” Ein deutscher Jihadist namens Abu Omar al-Almani ruft in dem Video ebenfalls Muslime auf, Attentate in Deutschland zu begehen: „Greift die Kuffar an, in ihren eigenen Häusern! Tötet sie dort, wo ihr sie findet!” In der letzten Szene des knapp fünfminütigen Videos werden zwei gefesselte und am Boden kniende Männer von Mahmoud und al-Almani mit Sturmgewehren erschossen.

Mohamed Mahmoud saß wegen Unterstützung der Terror-Organisation al-Qaida vier Jahre in Österreich in Haft. Später lebte er in Berlin. Anfang 2012 trat er in Solingen als Anführer der inzwischen verbotenen Salafisten-Organisation Millatu Ibrahim in Erscheinung. Um einer vom hessischen Innenministerium veranlassten Abschiebung zuvorzukommen, verließ er die Bundesrepublik im April 2012. (PH)
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