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von esther10 25.10.2015 15:38

Katholische Jugend: Junge Menschen kamen kaum vor bei Synode


Millionen von Jugendlichen auf dem Weltjugendtag an der Copacabana 2013. - AFP

25/10/2015 14:25SHARE:
Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zieht eine gemischte Bilanz zum Abschluss der Familiensynode im Vatikan. Sie habe „vor allem gezeigt, dass das Thema Ehe und Familie nicht auf einen weltkirchlichen Nenner zu bringen ist“, sagte der Vorsitzende des Dachverbands vieler katholischer Jugendorganisationen, Wolfgang Ehrenlechner, am Sonntag in Düsseldorf. Die weltweiten Unterschiede seien zu groß, als dass alle Fragen, die sich in den einzelnen Ländern stellen, hätten beantwortet werden können: „Für uns ist es eine gute Nachricht, dass die kulturellen Unterschiede nun endlich auch seitens der kirchlichen Hierarchie anerkannt werden.“

Für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland bedauert Ehrenlechner, dass bei der Synode die Sicht junger Menschen kaum vorgekommen sei. Denn „bei den ohnehin wenigen Laien waren noch weniger junge Menschen vertreten und keine Paare, die das katholische Ehe-Ideal nicht erfüllen“. Dass das Zusammenleben vor der Ehe im Schlussbericht angesprochen werde und Ehepaare eingeladen waren, könne „nur ein erster Schritt sein auf dem Weg dahin, mehr mit den Menschen als über sie zu sprechen“, so der BDKJ-Chef weiter.
(kna 25.10.2015 pdy)

*

St. Michael hilf





von esther10 25.10.2015 15:23

25.10.2015

Polens Primas ruft zur Wahlteilnahme auf
"Moralische Pflicht"


Polens Primas Wojciech Polak
© Grzegorz Boguszewski (KNA)

Die katholische Kirche in Polen hat die Bürger des Landes zur Teilnahme an der Parlamentswahl an diesem Sonntag aufgerufen. Es sei die "Pflicht" jedes Bürgers, seine Stimme abzugeben, sagte Polens Primas Wojciech Polak.

Er wünsche sich, dass die künftigen Parlamentarier ihr Vaterland ebenso liebten wie jeden Menschen in Polen. Das sagte Polak am Sonntag im westpolnischen Gniezno (Gnesen), dem Sitz seines Erzbistums.

Die Politiker sollten für das Gemeinwohl arbeiten, so Polak. Wichtige Themen seien etwa "Gesundheit, Bildung und unser Platz in Europa und der Welt". Der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, der Posener Erzbischof Stanislaw Gadecki, appellierte nach der Stimmabgabe in Rom ebenfalls an seine Landsleute, wählen zu gehen und für Polen zu beten.

Papst Franziskus sieht Wahlen als "moralische Verpflichtung"

Danzigs Erzbischof Slawoj Leszek Glodz sagte laut örtlichen Medienberichten, Polen brauche "mehr gesellschaftliche Harmonie" und "weniger Floskeln und Quasselei". Er hoffe auf eine Wahlbeteiligung von mehr als 50 Prozent. "Wählen ist eine patriotische Pflicht. Ich erfülle sie immer", wird er zitiert.

In einem vor einer Woche landesweit in den Gottesdiensten verlesenen Hirtenbrief hieß es, die Katholiken sollten getreu ihres Gewissens wählen und dabei auf das Gemeinwohl und den Schutz jedes Menschenlebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod achten. Die Bischöfe verweisen auf Papst Franziskus. Dieser hatte im Apostolischen Schreiben "Evangelii Gaudium" eine "moralische Verpflichtung" zur "Teilnahme am politischen Leben" betont.

In den Umfragen liegt die kirchenfreundliche rechtskonservative Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit deutlich vor den regierenden Rechtsliberalen. Das kirchenkritische Linksbündnis droht den Einzug ins Parlament zu verpassen. Für Parteienbündnisse gilt in Polen eine Acht-Prozent-Hürde, für einzelne Parteien die Fünf-Prozent-Hürde. Bei der Parlamentswahl 2011 lag die Wahlbeteiligung bei nur 49 Prozent.

(KNA)

von esther10 25.10.2015 15:22

25.10.2015

Bischof Bode bilanziert Familiensynode


"Enttäuscht über Nichtberücksichtigung des Schuldbekenntnisses"

Mit der Vorstellung des Abschlussdokumentes ist die Bischofssynode zu Ende gegangen. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode äußerte gegenüber domradio.de leichte Kritik, dass ein vorgebrachtes Schuldbekenntis keine Mehrheit fand.

domradio.de: Die Synode ist nun vorbei. Was bleibt?

Bischof Bode: Es bleibt für mich zunächst ein riesiger Eindruck davon, wie weltweit die Kirche ist und wie unterschiedlich die Situationen und Kulturen gerade in Fragen von Ehe und Familie sind. Trotzdem suchen eigentlich alle nach verlässlichen Beziehungen, der Geborgenheit der Familie und danach, Kinder zu haben. Es ist eine große Herausforderung, in dieser gemeinsamen Sehnsucht den vielfältigen Formen des Lebens gerecht zu werden. Ich freue mich sehr, dass wir einen neuen Blick auf die Familie bekommen haben, der nicht mehr nur von den Gefahren und den negativen Seiten betrachtet wird, wie es anfänglich in dem Arbeitspapier stand. Wir versuchen stattdessen, die Werte, die die Menschen leben wollen und das Positive, was sie einbringen, auch in den unterschiedlichen Weisen auf die Ehe hin und auch in Situationen, wo sie gescheitert sind, besser in einer großen Differenziertheit wahrzunehmen. Der Eindruck bleibt, dass wir in diesem Sinne eine pastorale Bekehrung vollzogen haben und dass wir bei den Lebenswirklichkeiten der Menschen ansetzen und in diese Lebenswirklichkeiten das Evangelium hinein verkünden wollen.

domradio.de: Gerade nach dem deutschen Papier, das sehr positiv in unserer Heimat aufgenommen wurde, gibt es nicht dann doch Enttäuschungen? Denn viele Sachen, die dort schon sehr klar formuliert wurden, bei denen ein Weg aufgezeigt wurde und ein Schuldbekenntnis ausgesprochen wurde, finden sich so in diesem Dokument nicht wieder.

Bischof Bode: Dass das Schuldbekenntnis nicht aufgenommen wurde, was wir vorgeschlagen hatten, finde ich ausgesprochen schade. Es ist ja auch von einem namhaften Kreis von Bischöfen ausgesprochen worden, die für Vieles stehen. Wenn wir einen gemeinsamen Weg, der jetzt mit zwei Drittel Mehrheit votiert wurde, gefunden haben, der doch offene Türen enthält, dann ist das in meinen Augen ein großer Schritt. Es ist dann zwar nicht alles in Einzelheiten geregelt, aber die ganze Atmosphäre dieses Papiers, die ganze Weise, wie es die Türen für die Situation der Menschen öffnet, wo nicht immer nur von Sünde gesprochen wird, hat den Raum vielleicht besser bereitet, als wenn wir uns zu sehr auf Einzelfragen konzentrieren.

domradio.de: Der Papst hat in seiner Hauptansprache in der Synode deutlich gemacht, dass er sich mehr Mitbestimmung in den einzelnen Bistümern und den jeweiligen Bischofskonferenzen wünscht. Jetzt hat die Synode diese Steilvorlage des Papstes nicht genutzt und den Ball dem Papst wieder zurückgespielt. Oder sehen Sie das anders?

Bischof Bode: Eine Synode ist zunächst einmal immer dafür da, dem Papst Vorschläge zu machen, weil sie eben kein beschlussfassendes Gremium wie ein Konzil ist. Sie übergibt das Ergebnis dem Papst. Er soll damit umgehen. Wir haben ihm praktisch Material geliefert. Er hat zugehört, was die einzelnen Kirchen einbringen. Wenn ich die Schlussrede sehe, die ein Schlüssel für das Ganze ist, in der er eine Kirche der differenzierten Zuwendung zum Menschen will und er sehr deutlich gemacht hat, dass wir nicht mit einem verurteilendem Blick auf die Menschen schauen sollen, dann, glaube ich, ist das Zusammenspiel von Synodalität der Kirche und Papst notwendig. Sonst würde es auseinanderdriften, wenn es nur um das synodale Element ginge und es nicht das Prinzip der Einheit gäbe. Der Papst hat es in der Rede über die Synodalität fertig bekommen, durchaus auch klar über sein Primat zu sprechen, also über seine Funktion, die Einheit zu wahren. Das muss sich auch gegenseitig herausfordern. Einheit und Vielfalt sind zwei Pole, die sich gegenseitig halten müssen. Der Papst ist in der Vielfalt des Gottesvolkes das Prinzip der Einheit und umgekehrt hört er aus der Vielfalt, wenn er seine Entscheidungen fällt.

Das Interview führte Ingo Brüggenjürgen

von esther10 25.10.2015 09:43

Sonntag, 25. Oktober 2015
Synode: Nun beginnt die Zeit der Interpretationen


Foto: Frank Schirrmacher
Gestern Abend veröffentlichte der Vatikan den Schlussbericht, über den am selben Tag abgestimmt wurde. Alle 94 Punkte erhielten die notwendige 2/3 Mehrheit.

Die „Relatio finale“ ist kein lehramtliches Dokument, sondern ein Empfehlungsschreiben der Synodenväter an den Papst. Dieser kann den Text in der Art und Weise verwenden, wie er es für richtig hält. Er könnte den Schlussbericht also auch komplett ignorieren, wovon allerdings nicht auszugehen ist.

Der Text ist sehr lang und komplex. Er behandelt die mannigfaltigen Probleme der modernen Familien auf der ganzen Welt. Eine richtige Einschätzung bedarf also einer ruhigen Lektüre und eines sorgfältigen Studiums.

Was die Agenda der "reformerischen" deutschen Delegation anbelangt, kann aber jetzt schon gesagt werden, dass die deutsche Vertretung (Kardinal Marx, Erzbischof Koch und Bischof Bode) einen kräftigen Dämpfer erhalten hat.

Wie in diesem Blog oft ausgeführt wurde, gehörte die Delegation der Deutschen Bischofskonferenz klar zum progressistischen Flügel und brachte eine markant liberale Agenda im Gepäck.

Sie erreichten aber wenig. Die Vorschläge von Kardinal Walter Kasper wurden im Schlussbericht praktisch nicht berücksichtigt, obwohl einige Medien das Gegenteil behaupten.

Vor allem enthält das Dokument keine generelle Aussage zur Frage der Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion.

Das wichtigste Ziel der Deutschen war von vornherein, dass eine allgemeine und möglichst liberale Regel in der Frage der Zulassung dieser Personen zu den Sakramenten der Buße und der Eucharistie gefunden werden sollte.

Doch ob wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zugelassen werden dürfen, ist im Text direkt nicht erwähnt.

Allerdings übernimmt der Schlussbericht den Vorschlag der deutschen Sprachgruppe, das Themenbereich „gescheiterte Ehen“ dem „forum internum“ zu überlassen (§ 84 ff). Das bedeutet, dass diese Personen ihre konkrete Situation mit dem Beichtvater und gegebenenfalls mit dem Ortsbischof besprechen müssen.

Rein theoretisch – das ist der Knackpunkt – existiert die Möglichkeit, dass jemand, der fortlaufend in schwerer Sünde lebt, sich subjektiv nicht in dieser Situation sieht.

Dann könnten – immer rein theoretisch gesprochen – solche Personen eventuell zu den Sakramenten zugelassen werden. Aus der „Relatio finale“ folgt das aber nicht unmittelbar. Das müsste so (hinein) interpretiert werden.

Diesen Umstand könnten liberale Bischöfe zum Anlass nehmen, eine sehr liberale Praxis zuzulassen (was vielerorts in Deutschland ohnehin schon der Fall ist). Das wäre allerdings entsprechend der „Relatio finale“ ein klarer Missbrauch des Konzepts „forum internum“.

Es geht also letztendlich um die Auslegung. Es ist davon auszugehen, dass in nächster Zeit manches zu diesem Thema publiziert wird.

Die Paragraphen, die diesen Sachverhalt behandeln, sind lang, kompliziert und mit vielen Zitaten aus dem Kirchenrecht bespickt. Die Mitglieder des Redaktionskomitees wollten wohl verhindern, dass man ihnen vorwirft, sie hätten eine laxe Disziplin in der Spendung der Sakramente gefördert.

Die Frage der Homosexualität wurde nur am Rande behandelt. Es gab schlichtweg kein entsprechendes Klima, um dieses Thema zu erörtern.

Wie die deutschen Bischöfe nun reagieren, muss abgewartet werden. Eigentlich können sie gar nichts unternehmen, solange sich der Papst nicht äußert. Auf der Pressekonferenz der deutschen und österreichischen Teilnehmer am 24. Oktober jedenfalls vermittelten Marx, Koch und Bode nicht den Eindruck, dass sie nun auf Biegen und Brechen herumtricksen würden, um doch noch ihre Agenda durchsetzen zu wollen.

Wir warten ab und beobachten weiter.

[Berichte und Analysen zu anderen im Schlussbericht behandelten Themen folgen]

Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 07:17

von esther10 25.10.2015 09:39




Franziskus: Synode war etwa Bekräftigung der Familie, unauflöslichen Ehe


Franziskus an der Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz am 24. Juni 2015. Credit: Daniel Iba n ez / CNA?.

Vatikanstadt, 24. Oktober 2015 / 01.10 (CNA / EWTN Nachrichten)

.- Am Ende der 2015 Synode über die Familie, betont Franziskus, dass die Versammlung war zu erkennen, dass die Gesellschaft auf die Familie und die Ehe gegründet wie die ständige Vereinigung von einem Mann und einer Frau.

Die Synode, sagte der Papst in seinem Schlussmeldung ", war zu drängen jeder die Bedeutung der Institution der Familie und der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, bezogen auf die Einheit und Unauflöslichkeit zu schätzen wissen und schätzen es als grundlegende Basis Gesellschaft und des menschlichen Lebens. "


Die diesjährige Synode über die Familie, die von Oktober 04 bis 25 läuft, ist der zweite und größere von zwei derartigen Versammlungen statt im Laufe eines Jahres zu nehmen. Wie sein Vorläufer 2014 liegt der Schwerpunkt der 2015 der Bischofssynode die Familie, diesmal mit dem Thema: ". Die Berufung und Sendung der Familie in der Kirche und der modernen Welt"

Der Papst erklärte, dass die Versammlung "war nicht zu erschöpfende Lösungen für all die Schwierigkeiten und Unsicherheiten, die herausfordern und die Familie bedrohen, sondern um zu sehen, diese Schwierigkeiten und Unsicherheiten im Licht des Glaubens, sorgfältig studiert sie und furchtlos Konfrontation zu finden, ohne den Kopf in den Sand. "


Vielmehr sagte er, sei es über das Hören auf die Stimmen der Familien und der Pfarrer, und zu sehen, die Wirklichkeit durch Gottes Augen, um Hoffnung und Ermutigung in einer Welt der wachsenden Krise und Pessimismus zu bieten.

Im Laufe der Synode, die Franziskus, der Ausdruck der unterschiedlichen Meinungen für "reichen und lebendigen Dialog" und "erlaubt bot ein anschauliches Bild von einer Kirche, die nicht einfach bedeutet" Rubber, "aber schöpft aus den Quellen ihres Glaubens lebendigen Wassers zu aktualisieren ausgedörrten Herzen. "

"Es ging um die Vitalität der katholischen Kirche, die sich nicht scheut, abgestumpft Gewissen oder den Boden ihre Hände mit lebendigen und offenen Diskussionen über die Familie zu rühren."

Pflicht der Kirche ist es, Gottes Gnade und Liebe zu verkünden, ruft Call Menschen zur Umkehr und Erlösung, sagte der Heilige Vater.

Allerdings bedeutet dies nicht von der Bedeutung der Formel, Gesetze und göttlichen Gebote ablenken, sagte er.


"In der Tat, es bedeutet die Aufrechterhaltung umso mehr die Gesetze und Gebote, die für den Menschen gemacht wurden und nicht umgekehrt."

Franziskus verweist auch die Synode 1985, spricht von der Notwendigkeit einer "Inkulturation", die kulturellen Werte verwandelt sich durch ihre Integration in das Christentum. Eine solche Inkulturation, sagte er, "hat wahre Werte nicht schwächen, sondern zeigt ihre wahre Kraft und Authentizität, weil sie anzupassen, ohne dabei; ja sie leise und allmählich verwandeln die verschiedenen Kulturen. "

Darüber hinaus stellte der Papst "dogmatische Fragen, die von Lehramt der Kirche klar definiert" und sprach von der Bedeutung der "Verteidigung der Familie von allen ideologischen und individualistischen Überfälle."

Abschluss, zitierte er die Worte des heiligen Johannes Paul II und Papst Benedikt XVI in der Betonung der Rolle der Gnade in der Kirche.

"In der Tat, für die Kirche zu dem Schluss, die Synode heißt, zu unserer wahren zu bringen, um allen Teilen der Welt zurückkehren 'zusammen Wanderschaft", um jeder Diözese, zu jeder Gemeinde und jeder Situation, das Licht des Evangeliums, die Umarmung die Kirche und die Unterstützung der Barmherzigkeit Gottes! "
http://www.catholicnewsagency.com/news/p...marriage-40058/

von esther10 25.10.2015 09:29

Familiensynode in Rom: Niederlage für die Thesen der Kardinäle Kasper, Marx & Co.

Veröffentlicht: 25. Oktober 2015 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: PAPST / VATIKAN aktuell | Tags: Bischof Bode, Familiensynode, geschieden-Wiederverheiratete, Homosexualität, Interpretation, Kardinal Kasper, Kardinal Marx, Kirche, Kirchenrecht, Kommunion, Mathias von Gersdorff, Papst, Relatio finale, Rom, Schlußbericht, Vatikan |

Mathias von Gersdorff

Gestern Abend veröffentlichte der Vatikan den Schlussbericht der Familiensynode, über den am selben Tag abgestimmt wurde. Alle 94 Punkte erhielten die notwendige 2/3- Mehrheit.0653a-bildungsplan-demo-1-2-1448b12b252812529

Diese „Relatio finale“ ist kein lehramtliches Dokument, sondern ein Empfehlungsschreiben der Synodenväter an den Papst. Dieser kann den Text in der Art und Weise verwenden, wie er es für richtig hält. Er könnte den Schlussbericht also auch komplett ignorieren, wovon allerdings nicht auszugehen ist.

Der Text ist sehr lang und komplex. Er behandelt die mannigfaltigen Probleme moderner Familien auf der ganzen Welt. Eine richtige Einschätzung bedarf also einer ruhigen Lektüre und eines sorgfältigen Studiums.

Was die Agenda der “reformerischen” deutschen Delegation anbelangt, kann jetzt schon gesagt werden, dass die deutsche Vertretung (Kardinal Marx, Erzbischof Koch und Bischof Bode) einen kräftigen Dämpfer erhalten hat.

Wie hier schon mehrfach ausgeführt wurde, gehörte die Delegation der Deutschen Bischofskonferenz klar zum progressistischen Flügel und brachte eine markant liberale Agenda im Gepäck mit nach Rom; sie erreichte aber wenig. Die Vorschläge von Kardinal Walter Kasper wurden im Schlussbericht praktisch nicht berücksichtigt, wenngleich einige Medien das Gegenteil behaupten.

Vor allem enthält das Dokument keine generelle Aussage zur Frage der Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur hl. Kommunion. Foto T. Schirrmacher

Das wichtigste Ziel der deutschen Seite war von vornherein, eine allgemeine und möglichst liberale Regel in der Frage der Zulassung dieser Personen zu den Sakramenten der Buße und der Eucharistie zu finden.

Doch ob wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zugelassen werden dürfen, ist im Text direkt nicht erwähnt.

Allerdings übernimmt der Schlussbericht den Vorschlag der deutschen Sprachgruppe, den Themenbereich „gescheiterte Ehen“ dem „forum internum“ zu überlassen (§ 84 ff). Das bedeutet, dass diese Betroffenen ihre konkrete Situation mit dem Beichtvater und ggf. mit dem Ortsbischof besprechen sollen.



BILD: Die Kardinäle Müller (Glaubenspräfekt) und Kasper unterhalten sich in der Synoden-Pause (Foto: © Thomas Schirrmacher)

Rein theoretisch – das ist der Knackpunkt – existiert die Möglichkeit, dass jemand, der fortlaufend in schwerer Sünde lebt, sich subjektiv nicht in dieser Situation sieht. Dann könnten – weiter rein theoretisch gesprochen – solche Personen eventuell zu den Sakramenten zugelassen werden. Aus der „Relatio finale“ folgt das aber nicht unmittelbar. Das müsste so (hinein-)interpretiert werden.

Diesen Umstand könnten modernistische Bischöfe zum Anlass nehmen, eine sehr liberale Praxis zuzulassen (was vielerorts in Deutschland ohnehin schon der Fall ist). Das wäre allerdings entsprechend der „Relatio finale“ ein klarer Missbrauch des Konzepts „forum internum“.

Es geht also letztendlich um die Auslegung. Es ist davon auszugehen, dass in nächster Zeit manches zu diesem Thema publiziert wird.

Die Paragraphen, die diesen Sachverhalt behandeln, sind lang, kompliziert und mit vielen Zitaten aus dem Kirchenrecht bespickt. Die Mitglieder des Redaktionskomitees wollten wohl verhindern, dass man ihnen vorwirft, sie hätten eine laxe Disziplin in der Spendung der Sakramente gefördert.

Die Frage der Homosexualität wurde nur am Rande behandelt. Es gab schlichtweg kein entsprechendes Klima, um dieses Thema zu erörtern.

Wie die deutschen Bischöfe nun reagieren, muss abgewartet werden. Eigentlich können sie gar nichts unternehmen, solange sich der Papst nicht äußert. Auf der Pressekonferenz der deutschen und österreichischen Teilnehmer am 24. Oktober jedenfalls vermittelten Marx, Koch und Bode nicht den Eindruck, dass sie nun auf Biegen und Brechen herumtricksen würden, um doch noch ihre Agenda durchsetzen zu können.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist und Buchautor; er leitet die Aktion “Kinder in Gefahr” in Frankfurt und die Internetseite “Kultur und Medien online

von esther10 25.10.2015 02:18

14.10.2015 15:40
Die Nerven liegen blank



Der Synode bleiben nur noch wenige Tage, um einen Text zu beschließen, der den Sinn des Prozesses rechtfertigt. Von Guido Horst
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Klare Sprache: Kurienkardinal Robert Sarah warnte vor dem islamistischen Fundamentalismus und der Gender-Ideologie.
Foto: KNA

Rom (DT) Halbzeit bei der Synode in Rom – oder schon der Endspurt? Da am kommenden Samstag „Feiertag“ ist, weil die Bischofssynode ihrer Errichtung vor fünfzig Jahren gedenkt, und die Synodalen am 21. und 23. Oktober frei haben, damit die Redaktionskommission am Abschlussbericht der Versammlung arbeiten kann, liegen noch fünf Arbeitstage im Plenum oder in den Sprachzirkeln vor den Bischöfen und Kardinälen. Neun haben sie bereits hinter sich gebracht. Somit wächst die Spannung bei den Teilnehmern wie bei den Berichterstattern der Medien, was denn am Ende der außerordentlichen Synode auf dem Tisch liegen wird. Das betrifft die Form als auch den Inhalt: Mit welchem Papier in der Tasche treten die Delegierten aus aller Welt ihre Heimreise an? Und was wird drinstehen, was wird die Synode dem Papst empfehlen – ganz unabhängig davon, was Franziskus mit diesen Empfehlungen am Ende machen wird?

Manchen Synodenteilnehmer plagt ein Alptraum: Grundlage der jetzt seit zehn Tagen laufenden Beratungen ist das „Instrumentum laboris“, das wiederum aus dem in einigen Paragrafen nicht klaren Abschlussbericht der außerordentlichen Synode 2014 und den anschließenden Eingaben aus der Weltkirche hervorgegangen ist. Diese Eingaben – etwa von Bischofskonferenzen – gingen an das Generalsekretariat und lagen dem Generalrelator, Kardinal Peter Erdö aus Budapest, vor, als dieser das Eröffnungsreferat der laufenden Synode vorzubereiten hatte. Doch dieses Material ist in seiner Fülle den meisten Teilnehmern der Versammlung unbekannt.

Das Eröffnungsreferat Erdös, also das aktuelle „Instrumentum laboris“, wird nun in den dreizehn Sprachzirkeln in drei Wellen, jeweils zu Teil eins bis drei des Arbeitspapiers, durch Verbesserungsvorschläge, Neuformulierungen oder Ergänzungen, die sogenannten „modi“, verändert. Insgesamt 39 „Pakete“ von „modi aus den einzelnen Sprachgruppen sind einzuarbeiten, was den Text nicht schöner, kompakter oder klarer macht, sondern zu einem Flickenteppich redaktioneller Eingriffe. Noch halten Synodenteilnehmer und die Sprecher der Versammlung daran fest, dass dieser Abschlussbericht veröffentlicht wird. Aber ein großer literarischer Entwurf, ein in Stil und Inhalt mitreißendes Dokument der Weltkirche zu Ehe und Familie wird er sicher nicht.

Das muss er auch nicht – schließlich kommt irgendwann, in welcher Form auch immer, das abschließende Wort des Papstes. Aber trotzdem will die Synode etwas sagen – zu groß sind die Erwartungen, die nach fast zwei Jahren Debatte „pro und contra Kasper“ auf der Versammlung lasten. Der Alptraum mancher Synodenteilnehmer wird noch heftiger, wenn sie an diesen inhaltlichen Aspekt des Synodenausgangs denken: Mit welcher Botschaft tritt dieses einzigartige Beratergremium des Papstes vor die Welt, wenn der zweijährige synodale Prozesse abgeschlossen ist? Eine Kirche, die nach einer zweistufigen Weltbischofsversammlung immer noch sagt und lehrt, was sie auch vorher gesagt und gelehrt hat, stellt, fünfzig Jahre nach der Errichtung der römischen Synode, deren Glaubwürdigkeit in Frage. So wächst die Nervosität – auch um die Synode herum: Statt sich mit den – weithin unbekannten – Wortmeldungen in der Aula zu befassen, haben sich die italienischen Leitmedien in den vergangenen vier Tagen hauptsächlich mit dem Brief der dreizehn – am Ende nur neun – Kardinäle an Papst Franziskus (DT vom 14. Oktober) befasst und, letzter Stand der Dinge, rekonstruiert, dass es zwei unterschiedliche Briefe mit unterschiedlichen Unterschriften geben könnte. Und einem amerikanischen Priester, der zur Berichterstattung nach Rom gereist war, wurde im Pressesaal Hausverbot erteilt, nachdem er sich im privaten Gespräch mit dem Vorsitzenden der Kanadischen Bischofskonferenz wohl im Ton vergriffen hat. Die Nerven liegen blank.

Dabei sind in der Synodenaula durchaus starke Wortmeldungen zu hören. Nur haben sie kaum eine Chance, durch die Redaktionsmühlen der Sprachzirkel und nach den anschließenden Feilarbeiten der Kommission zur Erarbeitung des Schlussberichts auch wirklich in das zu erwartende Papstwort zu kommen. Und sie werden nur bekannt, wenn die Synodalen ihre Wortmeldungen öffentlich machen oder an die Medien geben. So weiß man vom Blog des amerikanischen Kardinal Timothy Dolan aus New York, dass er im Plenum für die Paare eingetreten ist, die sich für ein eheliches Leben gemäß der kirchlichen Lehre entscheiden. Sie seien „eine Minderheit, mit Sicherheit in unserer Kultur, gelegentlich aber auch innerhalb der Kirche!“ Man könne diese Paare nicht im Stich lassen, so der Kardinal. „Woher erhalten sie Unterstützung und Ermutigung? Aus dem Fernsehen? Aus Zeitschriften und Zeitungen? Aus Filmen? Vom Broadway? Von ihren Altersgenossen? Vergesst das! Sie erwarten von der Kirche und von uns Unterstützung und Ermutigung, ein warmes Gefühl der Inklusion.“

Der afrikanische Kurienkardinal Robert Sarah hat seine Intervention (den vollständigen Wortlaut dokumentieren wir in der Samstagsausgabe) dem englischen Journalisten Edward Pentin übergeben und so weiß man, dass der Präfekt der Liturgiekongregation die Kirche zwischen „zwei apokalyptischen Tieren“ sieht: auf der einen Seite der islamistische Fundamentalismus mit dem Terror des IS und auf der anderen Seite die Gender-Ideologie im Westen. Beide Bewegungen seien dämonischen Ursprungs.

Doch was nutzen deutliche Worte in der Synodenaula, wenn bei den Verabschiedungen der „modi“ in den Sprachzirkeln – diese müssen einstimmig beschlossen werden – und dann bei der Endredaktion der Abschlussrelation nur noch die größten gemeinsamen Nenner übrig bleiben. Zu diesen größten gemeinsamen Nennern wird sicherlich nicht die Kommunionzulassung der zivil Wiederverheirateten gehören: Dafür gibt es auch auf dieser ordentlichen Synode einfach keine Mehrheiten. Aber was wird dann die positive, die Kirche aufbauende Botschaft der Synodenväter sein?

Der gestern veröffentlichte zweite Zwischenbericht des deutschen Sprachzirkels befasst sich auch mit Paaren, die sich erst allmählich der kirchlichen Lehre nähern, und zitiert dabei „Familiaris consortio“ von Johannes Paul II.: „Das pastorale Bemühen der Kirche beschränkt sich nicht nur auf die christlichen Familien in der Nähe, sondern kümmert sich... noch intensiver um alle Familien in ihrer Gesamtheit und vor allem um jene, die sich in einer schwierigen oder irregulären Lage befinden.“ (FC 65) Die Kirche, so der Sprachzirkel, „steht dabei unausweichlich in dem Spannungsfeld zwischen einer notwendigen Klarheit der Lehre von Ehe und Familie einerseits und der konkreten pastoralen Aufgabe andererseits, auch diejenigen Menschen zu begleiten und zu überzeugen, die in ihrer Lebensführung nur teilweise mit den Grundsätzen der Kirche übereinstimmen“. Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Doch hat es für solche Wiederholungen der Aussagen des Lehramts wirklich einen zweijährigen synodalen Prozess gebraucht?
Tagespost

von esther10 25.10.2015 01:33

Übersetzung: Synodentext zu Wiederverheirateten


Eheschließung am Standesamt - ANSA

24/10/2015 20:01SHARE:

Hier lesen Sie zur Vertiefung einen Auszug aus dem Schlussdokument der Bischofssynode, das am Samstagabend veröffentlicht wurde, in einer nichtoffiziellen Arbeitsübersetzung.

Unterscheidung und Integration

84. Die Getauften, die geschieden sind und standesamtlich wiedergeheiratet haben, müssen mehr in die christlichen Gemeinden integriert werden – in der je möglichen Art und Weise, unter Vermeidung jeden Anlasses zum Skandal. Die Logik der Integration ist der Schlüssel ihrer seelsorglichen Begleitung, damit sie nicht nur wissen, dass sie zum Leib Christi – d.h. der Kirche – gehören, sondern das auch auf freudige und fruchtbare Weise erleben. Sie sind Getaufte, sind Brüder und Schwestern, der Heilige Geist schüttet über sie zum Wohle aller Gaben und Charismen aus. Ihre Teilnahme kann sich in verschiedenen kirchlichen Diensten ausdrücken; es gilt daher zu unterscheiden, welche der verschiedenen Formen des Ausschlusses, die derzeit in liturgischem, pastoralem, schulischem und institutionellem Bereich bestehen, überwunden werden können. Sie sollen sich nicht nur nicht exkommuniziert fühlen, sondern können als lebendige Glieder der Kirche leben und reifen und die Kirche dabei als eine Mutter wahrnehmen, die sie immer aufnimmt, sich voller Zuneigung um sie kümmert und sie ermuntert auf dem Weg des Lebens und des Evangeliums. Diese Integration ist auch für die Sorge und die christliche Erziehung ihrer Kinder nötig, sie müssen an erster Stelle stehen. Für die christliche Gemeinschaft bedeutet das Sich-Kümmern um diese Menschen keine Schwächung des eigenen Glaubens und des Zeugnisses für die Unauflöslichkeit der Ehe – im Gegenteil, die Kirche drückt gerade dadurch ihre Nächstenliebe aus.

85. Der heilige Johannes Paul II. hat einen umfassenden Kriterienkatalog zusammengestellt, der die Grundlage für die Einschätzung solcher Situationen bleibt:

So ist es Aufgabe der Priester, die betroffenen Menschen auf dem Weg der Unterscheidung zu begleiten, gemäß der Lehre der Kirche und den Vorgaben des Bischofs. In diesem Prozess wird es hilfreich sein, eine Gew „Die Hirten mögen beherzigen, dass sie um der Liebe willen zur Wahrheit verpflichtet sind, die verschiedenen Situationen gut zu unterscheiden. Es ist ein Unterschied, ob jemand trotz aufrichtigen Bemühens, die frühere Ehe zu retten, völlig zu Unrecht verlassen wurde oder ob jemand eine kirchlich gültige Ehe durch eigene schwere Schuld zerstört hat. Wieder andere sind eine neue Verbindung eingegangen im Hinblick auf die Erziehung der Kinder und haben manchmal die subjektive Gewissensüberzeugung, dass die frühere, unheilbar zerstörte Ehe niemals gültig war“

(Familiaris Consortio, Nr. 84).

Gewissenserforschung mittels Momenten der Reflexion und der Buße vorzunehmen. Die wiederverheirateten Geschiedenen sollten sich fragen, wie sie mit ihren Kindern umgegangen sind, als die eheliche Gemeinschaft in die Krise geriet; ob es Versuche der Versöhnung gab; wie die Situation des verlassenen Partners ist; wie sich die neue Partnerschaft auf die weitere Familie und die Gemeinschaft der Gläubigen auswirkt; welches Beispiel den Jüngeren gegeben wird, die sich auf die Ehe vorbereiten sollen. Eine ehrliche Besinnung kann das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes stärken, die niemandem verweigert wird.

Überdies kann man nicht in Abrede stellen, dass unter einigen Umständen aufgrund verschiedener Einflüsse„die Schuldfähigkeit und die Verantwortung für eine Handlung gemindert oder aufgehoben sein können“. Infolgedessen kann das Urteil über eine objektive Situation nicht zu einem Urteil über die „subjektive Schuldfähigkeit“ führen (Päpstlicher Rat für die Interpretation der Gesetzestexte, Erklärung vom 24. Juni 2000, 2a). In bestimmten Umständen stoßen die Menschen auf große Schwierigkeiten, sich anders zu verhalten. Deshalb ist es – auch wenn man die allgemeine Norm aufrecht erhält – nötig zu erkennen, dass die Verantwortung bezüglich bestimmter Handlungen oder Entscheidungen nicht in allen Fällen dieselbe ist. Die pastorale Unterscheidung muss sich auch unter Einbeziehung des recht gebildeten Gewissens der Menschen dieser Situationen annehmen. Auch die Folgen der begangenen Akte sind nicht notwendigerweise in allen Fällen dieselben.
86.

Der Weg des Begleitens und der Unterscheidung führt diese Gläubigen zur Gewissensentscheidung über ihre Lage vor Gott. Das Gespräch mit dem Priester, im Forum Internum, trägt zur Herausbildung eines gerechten Urteils bei über das, was die Möglichkeit einer volleren Teilnahme am Leben der Kirche ermöglicht, und über die Schritte, die dazu beitragen und sie reifen lassen können. Da es im Gesetz selbst keine Gradualität gibt (s. FC, Nr. 34), kann diese Unterscheidung niemals von den Erfordernissen der Wahrheit und der Nächstenliebe des Evangeliums absehen, wie die Kirche sie vorgibt. Damit dies geschehe, sollen die nötigen Bedingungen der Demut, Vertraulichkeit, Liebe zur Kirche und ihrer Lehre garantiert werden, in der aufrichtigen Suche nach dem Willen Gottes und im Wunsch, zu einer vollkommeneren Antwort auf dieselbe zu gelangen.

(rv 24.10.2015 sk/gs)[



von esther10 25.10.2015 00:59

Bischofssynode: Das ist Reform à la Franziskus


Pater Bernd Hagenkord, Redaktionsleiter der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan. - RV

25/10/2015 10:57SHARE:
Pater Bernd Hagenkord war für die Dauer der Synode im Pressesaal als Assistent des Pressesprechers tätig, gleichzeitig war er unser Beobachter in der Synodenaula. Zum Abschluss der Synode wollten wir nun von ihm wissen, wie er den Ausgang der Synode mit ihrem Arbeitspapier einschätzt. War es ein leerer Kompromiss? Wurden Tabu-Themen ausgeklammert? Oder ist die Bewegung, die Reform, auf die viele Gläubige warten, am Ende an etwas ganz anderem abzulesen? Ein Kollegengespräch mit Pater Bernd Hagenkord.

Es gibt den berühmten Spruch „außer Spesen nix gewesen". Von den vor der Synode kritisch debattierten Punkten ist kein einziger im Text. Sakramente für wiederverheiratete Geschiedene sind nicht erwähnt, der als „Kasper-Vorschlag" bezeichnete Weg über die Beichte kommt nicht vor, ist das nicht ein leeres Kompromisspapier geworden?

„Zugegeben, das war auch mein erster Eindruck, aber auch ich habe das mit den Ohren der Medien und der Erwartungshaltungen gelesen. Wenn man sich aber die Zeit nimmt und genauer liest, dann ist da eine ganze Menge Inhalt drin. Zwei Jahre ist debattiert worden, fünf Wochen - zwei im vergangenen Jahr, drei in diesem Jahr - und die Bischöfe haben voneinander gehört.

Das sind völlig verschiedene Kulturen und intergründe gewesen, die aufeinander getroffen sind. Es gibt unterschiedliche Sichtweisen und die haben sich ja auch vorher sehr deutlich geäußert. Und genau diese Verschiedenheit ist in dem Papier zusammen gekommen. Natürlich hätte man sich mehr wünschen können, aber das ist eben nicht die Realität.

Aus meiner Zeit in der Jugendseelsorge - wenn ich das sagen darf - weiß ich, dass es in einer verfahrenen Situation das Falscheste ist, eine Entscheidung erzwingen zu wollen. Genau das macht das Papier auch nicht. Jeder Versuch, etwas zu erzwingen, wäre kontraproduktiv. Nicht noch mehr Energie da herein, sondern einen Schritt zurück machen, positiv auf die Sache schauen, dann sieht man vielleicht neue Wege. Das versucht dieser Text.“

Viele Menschen sind jetzt enttäuscht, sie hatten sich Bewegung erwartet, Veränderung. Denen hat die Synode nichts zu sagen, scheint es, oder?


„Das verstehe ich gut. Ich will das auch gar nicht herunter spielen. Aber es ist die ganze Weltkirche versammelt gewesen. Es war sehr viel Respekt im Raum, für die verschiedenen kulturellen Hintergrunde und Erfahrungen. Dass es Erwartungen gegeben hat und gibt ist gut und wichtig. Trotzdem müssen sie sich am Text messen.

Lesen wir den Text erst, ist mein Rat, mit Geduld und mit Verstand, dann werden wir da viele gute und positive Dinge finden, die im ersten Eindruck von „nichts verändert sich" untergehen.

Der Text redet aber in einer anderen Sprache als früher, das kann man vielleicht übersehen, ist aber nicht unwichtig. Es ist nicht von objektiven Ständen der Sünde die Rede, die Situationen in denen Menschen leben haben eine ganz neue Wichtigkeit erhalten, da ist viel Raum drin für das, was Papst Franziskus dann in seinen eigenen Text schreibt. Denn wir dürfen ja nicht vergessen, dass es ein Text für den Papst ist, er muss jetzt damit umgehen, also ist der synodale Prozess noch gar nicht zu Ende.“

Ist die Reform der Kirche also verschoben?

„Nein. Die Verbindung zwischen Änderungen in den Fragen, die bei uns in der Öffentlichkeit besprochen wurden und werden, und der Frage nach Reform liegt sehr nahe, ist aber ein Kurzschluss. Wir sehen keine bahnbrechenden Entscheidungen, sondern ein aufeinander Hören und eine Sammlung von Gedanken, wir sehen ein Verfahren, das die Kulturen und Ortskirchen zusammen bringt. Wenn wir genau hinschauen und noch einmal nachlesen in Evangelii Gaudium oder den Predigten oder Ansprachen des Papstes, ist es genau das, was er will.


Nicht das Besetzen von Positionen, nicht Festlegungen, nicht Entscheidungen, sondern Wege, Prozesse, Dynamik. Wir werden in den kommenden Monaten sehen, dass die Kirche dadurch in Bewegung kommt, anders als wir denken, anders als wir erwarten. Aber genau das ist Reform à la Franziskus.“

(rv 25.10.2015 ord)

von esther10 25.10.2015 00:55

Sonntag, 25. Oktober 2015

Nach der Synode- eine gespaltene Kirche?



Das fragt Lorenzo Bertocchi, nachdem gestern die Synode mit der Abstimmung der Väter über die einzelnen Paragraphen (von denen die kontroversen das Ziel nur knapp erreichten) und der Rede des sichtlich aufgebrachten Papstes ( "Papst geißelt die Bischöfe") endete heute bei La Nuova Bussola Quotidiana. Hier geht´s zum Original: klicken
http://www.lanuovabq.it/it/articoli-il-s...ivisa-14203.htm

http://beiboot-petri.blogspot.de/


von esther10 25.10.2015 00:47

„Mit den Kleinen, Ausgeschlossen, Letzten gehen“

Die Worte von Papst Franziskus beim Angelusgebet vom Sonntag, dem 25. Oktober 2015 -- Volltext


Vatikanstadt, 25. Oktober 2015 (ZENIT.org) Redaktion | 21 klicks

Wir dokumentieren im Folgenden in einer eigenen Übersetzung die Worte von Papst Franziskus beim heutigen Angelusgebet.

***

Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

Mit der am heutigen Vormittag im Petersdom zelebrierten Messe kam die ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode zum Thema Familie zum Abschluss. Euch alle lade ich dazu ein, Gott für diese drei vom Gebet und einem Geist wahrer Gemeinschaft belebten intensiven Arbeitswochen zu danken. Sie waren anstrengend, doch ein wahres Geschenk Gottes, das sicherlich reiche Frucht hervorbringen wird.

Das Wort „Synode“ bedeutet „gemeinsam gehen“. Wir erlebten die Erfahrung der auf dem Weg; vor allem mit den Familien des auf der gesamten Welt verstreuten heiligen Gottesvolkes. Aus diesem Grund berührte mich das Wort Gottes, das uns heute in der Prophezeiung des Jeremia begegnet. Dort steht Folgendes geschrieben: „Seht, ich bringe sie heim aus dem Nordland und sammle sie von den Enden der Erde, darunter Blinde und Lahme, Schwangere und Wöchnerinnen; als große Gemeinde kehren sie hierher zurück“. Der Prophet ergänzte: „Weinend kommen sie, und tröstend geleite ich sie. Ich führe sie an wasserführende Bäche, auf einen ebenen Weg, wo sie nicht straucheln. Denn ich bin Israels Vater“ (Jer 31,8-9).

Dieses Wort Gottes sagt uns, dass gerade er - unser Vater - als Erster mit uns gemeinsam gehen und eine „Synode“ halten will. Es ist seit jeher sein „Traum“, ein Volk zu bilden, zu versammeln, und dieses in das Land der Freiheit und des Friedens zu führen. Dieses Volk besteht aus Familien: Darunter befinden sich „die Schwangere und die Gebärende“. Während dieses Volk sich auf dem Weg befindet, bringt es mit dem Segen Gottes das Leben voran.

Dieses Volk schließt die Armen und Benachteiligten nicht aus, sondern bezieht sie ein. Der Prophet drückt dies folgendermaßen aus: „Unter ihnen befinden sich auch der Blinde und der Lahme“. Es handelt sich um eine Familie von Familien. Wer Mühe hat, wird nicht ausgeschlossen, zurückgelassen, sondern kann mit den anderen Schritt halten, denn dieses Volk geht mit der Geschwindigkeit der Letzten, wie dies in den Familien geschieht und wie es uns der Herr gelehrt hat, der mit den Armen arm, mit den Kleinen klein und mit den Letzten zum Letzten geworden ist. Damit wollte er die Reichen, Großen und Ersten nicht ausschließen. Vielmehr war dies der einzige Weg, um auch sie zu retten, um alle zu retten: mit den Kleinen, Ausgeschlossen, Letzten gehen.

Ich bekenne, dass ich diese Verheißung des Volkes unterwegs auch mit den Bildern der auf den Straßen Europas ziehenden Flüchtlingen verglichen habe. Es handelt sich um eine dramatische Wirklichkeit unserer Zeit. Auch ihnen teilt Gott mit: Weinend kommen sie, und tröstend geleite ich sie“. Auch diese am meisten leidenden und ihrer Heimat entrissenen Familien waren durch die Stimme einiger der bei der Versammlung anwesenden Hirten von ihnen mit uns bei der Synode, in unserem Gebet und im Rahmen unserer Arbeiten zugegen. Diese Menschen auf der Suche nach Würde, diese nach dem Frieden trachtenden Familien bleiben noch bei uns. Die Kirche verlässt sie nicht, denn sie gehören dem Volk an, das Gott aus der Knechtschaft befreien und zur Freiheit führen will.

Daher spiegelt sich in diesem Wort Gottes sowohl die von uns erlebte Erfahrung der Synode als auch das Drama der auf den Straßen Europas marschierenden Flüchtlinge wider. Möge uns der Herr durch die Fürsprache der Jungfrau Maria dabei helfen, dieses Wort im Stil brüderlicher Gemeinschaft zu verwirklichen.

[Nach dem Angelus:]

Liebe Brüder und Schwestern,

ich grüße euch alle, ihr lieben Gläubigen aus Rom und Pilger aus verschiedenen Ländern.

Mein besonderer Gruß geht an die „Hermandad del Señor de los Milagros “ aus Rom [auf Spanisch: Wie viele Peruaner heute auf der Piazza sind!], die mit großer Hingabe das verehrte Bildnis in Prozession nach Lima und in alle Gegenden getragen haben, in denen sich emigrierte Peruaner befinden. Ich danke euch für euer Zeugnis!

Ich heiße die pilgernden Musiker des „Musikvereins Manhartsberg“ aus der Diözese Wien willkommen; dies gilt auch für das Orchester Landwehr aus Freiburg (Schweiz), das gestern Abend ein Benefizkonzert veranstaltet hat.

Ich begrüße den Freiwilligenverband „Volontari Ospealieri ‚San Giovanni‘“ aus Lagonegro und die Gruppe der Diözese Oppido Mamertina-Palmi.

Euch allen wünsche ich einen schönen Sonntag. Ich bitte euch, nicht darauf zu vergessen, für mich zu beten. Gesegnete Mahlzeit und auf Wiedersehen.

(25. Oktober 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 25.10.2015 00:42


Frau: Mein Vater vergewaltigte mich seit 14 Jahren, durchgeführt Hause Abtreibung auf mich, aber ich ihm vergeben

Abtreibung, Sexuellem Missbrauch

30. Januar 2015 (LifeSiteNews.com) - Eine 43-jährige Frau hat ihr Schweigen über mindestens 14 Jahre von schrecklichen Misshandlungen ihres verstorbenen Vaters gebrochen. Der Missbrauch enthalten eine erzwungene Abtreibung zu Hause, die das Ergebnis der inzestuösen Vergewaltigung war.

Wie ursprünglich von berichtete The Daily Record, der größten Zeitung Schottlands, Judy van Niekerk spielte die Rolle eines "pflichtbewusste Frau" zu ihrem Vater ab dem Alter von sechs bis 20, als sie von zu Hause weggelaufen. Laut van Niekerk, ihre Mutter verließ die Familie zum ersten Mal, als sie sechs Jahre alt war, das war, als Noah Walsh begann indoktriniert seine junge Tochter, seine Haushälterin und Sexsklavin zu sein.

"Als ich sechs Jahre alt war und mein Vater hat mich gelehrt, Feld. Ich war nur wenig, aber er erwartet mich mit ihm zu kämpfen, auch wenn es mir weh ", sagt van Niekerk." Er war gemein zu meiner Mutter und nannte sie nutzlos und faul, und schlug sie. "

Neben kümmert sich um ihre fünf Geschwister, van Niekerk war gezwungen, zu tun "back-breaking Hausarbeit" und "oben bleiben" mit ihrem Vater, wo "er ... würde sich auf mich zu zwingen."

"Ich war noch ein Kind, als er begann zu stürmen und sexuell zu vergewaltigen mich. Ich hatte solche Schmerzen danach. Er ließ mich das Gefühl verwirrt und völlig wertlos. "

Es war die kontinuierliche Vergewaltigung, die van Niekerk, der inzwischen verheiratet ist, schwanger zum zweiten Mal im Alter von 14 (die erste Schwangerschaft in einer Fehlgeburt endete) verlassen. Um seinen Missbrauch zu verstecken, Walsh weiter geschädigt seine Tochter schließlich Erfolg im Abbruch seinem Enkel.

"Ich wollte, um das Baby zu halten, wie ich war unglaublich einsam den ganzen Tag gesperrt", sagte van Niekerk. "Ich hoffte, es würde mir jemanden zum Reden zu geben."

"[H] e schlug mir in den Bauch, machte mich zu nehmen Schelte heiße Bäder, um zu versuchen und am Ende der Schwangerschaft. Schließlich führte er ein Haus Schwangerschaftsabbruch mit einem Kleiderbügel."

Van Niekerk dritte Schwangerschaft, im Alter von 16, endete an einer Abtreibungsklinik, woraufhin die Frau sagt, dass sie "entschuldigte sich bei Vater für eine Schwangerschaft. Ich fühlte es war meine Schuld. Ich Gehirnwäsche unterzogen wurde."

Zusätzliche Missbrauch enthalten Walsh schießt seine Tochter in der Brust, brechen ihre Knochen, und nannte sie "böse".

Im Jahr 2000, nach einer Reise nach London, um als Buchhalter trainieren und Treffen mit ihrem zukünftigen Ehemann, Tiny, van Niekerk erzählte der Polizei, was mit ihr geschehen war. Sie war gezwungen, gegen ihren Vater zu bezeugen, als er sah, und er wurde gegeben, 15 Jahre im Gefängnis.

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Es war dort, dass er gestorben ist, durch Krebs getötet. Und es war auch da, dass van Niekerk besuchte ihn im Jahr 2004, wo sie sagten, sie erzählten einander sie liebten einander, und dass sie "endlich ... war in Frieden" und "hatten vollständige Liebe und Mitgefühl für ihn."

Abtreibung wird häufig verwendet, um sexuellen Missbrauch zu decken, und in einigen Fällen in Zusammenarbeit mit der Abtreibungsgegner.

Im vergangenen Jahr Dr. Ulrich Klopfer von Indiana wurde festgestellt, bis bedeckt haben die angeblichen gesetzlichen Vergewaltigung von mehreren Mädchen, das Abbrechen ihrer ungeborenen Kinder und nicht die Berichterstattung über die Vorfälle für Monate danach, in Verletzung des staatlichen Rechts. Klopfer sagte, er berät regelmäßig Frauen und Mädchen, um zu den nahe gelegenen Staaten gehen, um die Berichtspflichten in Indiana zu vermeiden.

Ebenso wurde die Abtreibung verwendet, um die inzestuöse Vergewaltigung und Schwangerschaft einer 12-jährigen Mädchen in Quebec, Kanada decken. Die Eltern des Mädchens waren schließlich ins Gefängnis geschickt.

Untersuchungen von Live-Handlung zeigen auch, dass Abtreibungsklinik Mitarbeiter in Indiana und anderen Staaten illegal versucht zu vertuschen, Unzucht mit Minderjährigen, Mädchen schwanger von Menschenhandel und andere Fälle von nicht einvernehmliche sexuelle Aktivität, die in der Schwangerschaft geführt.

https://www.lifesitenews.com/news/woman-...n-me-but-i-forg

von esther10 25.10.2015 00:37

Sonntag, 25. Oktober 2015
Synode: Nun beginnt die Zeit der Interpretationen


Foto: Frank Schirrmacher
Gestern Abend veröffentlichte der Vatikan den Schlussbericht, über den am selben Tag abgestimmt wurde. Alle 94 Punkte erhielten die notwendige 2/3 Mehrheit.

Die „Relatio finale“ ist kein lehramtliches Dokument, sondern ein Empfehlungsschreiben der Synodenväter an den Papst. Dieser kann den Text in der Art und Weise verwenden, wie er es für richtig hält. Er könnte den Schlussbericht also auch komplett ignorieren, wovon allerdings nicht auszugehen ist.

Der Text ist sehr lang und komplex. Er behandelt die mannigfaltigen Probleme der modernen Familien auf der ganzen Welt. Eine richtige Einschätzung bedarf also einer ruhigen Lektüre und eines sorgfältigen Studiums.

Was die Agenda der "reformerischen" deutschen Delegation anbelangt, kann aber jetzt schon gesagt werden, dass die deutsche Vertretung (Kardinal Marx, Erzbischof Koch und Bischof Bode) einen kräftigen Dämpfer erhalten hat.

Wie in diesem Blog oft ausgeführt wurde, gehörte die Delegation der Deutschen Bischofskonferenz klar zum progressistischen Flügel und brachte eine markant liberale Agenda im Gepäck.

Sie erreichten aber wenig. Die Vorschläge von Kardinal Walter Kasper wurden im Schlussbericht praktisch nicht berücksichtigt, obwohl einige Medien das Gegenteil behaupten.

Vor allem enthält das Dokument keine generelle Aussage zur Frage der Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion.

Das wichtigste Ziel der Deutschen war von vornherein, dass eine allgemeine und möglichst liberale Regel in der Frage der Zulassung dieser Personen zu den Sakramenten der Buße und der Eucharistie gefunden werden sollte.

Doch ob wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zugelassen werden dürfen, ist im Text direkt nicht erwähnt.

Allerdings übernimmt der Schlussbericht den Vorschlag der deutschen Sprachgruppe, den Themenbereich „gescheiterte Ehen“ dem „forum internum“ zu überlassen (§ 84 ff). Das bedeutet, dass diese Personen ihre konkrete Situation mit dem Beichtvater und gegebenenfalls mit dem Ortsbischof besprechen müssen.

Rein theoretisch – das ist der Knackpunkt – existiert die Möglichkeit, dass jemand, der fortlaufend in schwerer Sünde lebt, sich subjektiv nicht in dieser Situation sieht.

Dann könnten – immer rein theoretisch gesprochen – solche Personen eventuell zu den Sakramenten zugelassen werden. Aus der „Relatio finale“ folgt das aber nicht unmittelbar. Das müsste so (hinein-) interpretiert werden.

Diesen Umstand könnten liberale Bischöfe zum Anlass nehmen, eine sehr liberale Praxis zuzulassen (was vielerorts in Deutschland ohnehin schon der Fall ist). Das wäre allerdings entsprechend der „Relatio finale“ ein klarer Missbrauch des Konzepts „forum internum“.

Es geht also letztendlich um die Auslegung. Es ist davon auszugehen, dass in nächster Zeit manches zu diesem Thema publiziert wird.

Die Paragraphen, die diesen Sachverhalt behandeln, sind lang, kompliziert und mit vielen Zitaten aus dem Kirchenrecht bespickt. Die Mitglieder des Redaktionskomitees wollten wohl verhindern, dass man ihnen vorwirft, sie hätten eine laxe Disziplin in der Spendung der Sakramente gefördert.

Die Frage der Homosexualität wurde nur am Rande behandelt. Es gab schlichtweg kein entsprechendes Klima, um dieses Thema zu erörtern.

Wie die deutschen Bischöfe nun reagieren, muss abgewartet werden. Eigentlich können sie gar nichts unternehmen, solange sich der Papst nicht äußert. Auf der Pressekonferenz der deutschen und österreichischen Teilnehmer am 24. Oktober jedenfalls vermittelten Marx, Koch und Bode nicht den Eindruck, dass sie nun auf Biegen und Brechen herumtricksen würden, um doch noch ihre Agenda durchsetzen zu können.

Wir warten ab und beobachten weiter.

[Berichte und Analysen zu anderen im Schlussbericht behandelten Themen folgen]

Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 07:17

von esther10 25.10.2015 00:33

Franziskus: Synode war etwa Bekräftigung der Familie, unauflöslichen Ehe


Franziskus an der Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz am 24. Juni 2015. Credit: Daniel Iba n ez / CNA?.

Vatikanstadt, 24. Oktober 2015 / 01.10 (CNA / EWTN Nachrichten) .- Am Ende der 2015 Synode über die Familie, betont Franziskus, dass die Versammlung war zu erkennen, dass die Gesellschaft auf die Familie und die Ehe gegründet wie die ständige Vereinigung von einem Mann und einer Frau.

Die Synode, sagte der Papst in seinem Schlussmeldung ", war zu drängen jeder die Bedeutung der Institution der Familie und der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, bezogen auf die Einheit und Unauflöslichkeit zu schätzen wissen und schätzen es als grundlegende Basis Gesellschaft und des menschlichen Lebens. "

Die diesjährige Synode über die Familie, die von Oktober 04 bis 25 läuft, ist der zweite und größere von zwei derartigen Versammlungen statt im Laufe eines Jahres zu nehmen. Wie sein Vorläufer 2014 liegt der Schwerpunkt der 2015 der Bischofssynode die Familie, diesmal mit dem Thema: ". Die Berufung und Sendung der Familie in der Kirche und der modernen Welt"

Der Papst erklärte, dass die Versammlung "war nicht zu erschöpfende Lösungen für all die Schwierigkeiten und Unsicherheiten, die herausfordern und die Familie bedrohen, sondern um zu sehen, diese Schwierigkeiten und Unsicherheiten im Licht des Glaubens, sorgfältig studiert sie und furchtlos Konfrontation zu finden, ohne den Kopf in den Sand. "

Vielmehr sagte er, sei es über das Hören auf die Stimmen der Familien und der Pfarrer, und zu sehen, die Wirklichkeit durch Gottes Augen, um Hoffnung und Ermutigung in einer Welt der wachsenden Krise und Pessimismus zu bieten.

Im Laufe der Synode, die Franziskus, der Ausdruck der unterschiedlichen Meinungen für "reichen und lebendigen Dialog" und "erlaubt bot ein anschauliches Bild von einer Kirche, die nicht einfach bedeutet" Rubber, "aber schöpft aus den Quellen ihres Glaubens lebendigen Wassers zu aktualisieren ausgedörrten Herzen. "

"Es ging um die Vitalität der katholischen Kirche, die sich nicht scheut, abgestumpft Gewissen oder den Boden ihre Hände mit lebendigen und offenen Diskussionen über die Familie zu rühren."

Pflicht der Kirche ist es, Gottes Gnade und Liebe zu verkünden, ruft Call Menschen zur Umkehr und Erlösung, sagte der Heilige Vater.

Allerdings bedeutet dies nicht von der Bedeutung der Formel, Gesetze und göttlichen Gebote ablenken, sagte er.

"In der Tat, es bedeutet die Aufrechterhaltung umso mehr die Gesetze und Gebote, die für den Menschen gemacht wurden und nicht umgekehrt."


Franziskus verweist auch die Synode 1985, spricht von der Notwendigkeit einer "Inkulturation", die kulturellen Werte verwandelt sich durch ihre Integration in das Christentum. Eine solche Inkulturation, sagte er, "hat wahre Werte nicht schwächen, sondern zeigt ihre wahre Kraft und Authentizität, weil sie anzupassen, ohne dabei; ja sie leise und allmählich verwandeln die verschiedenen Kulturen. "

Darüber hinaus stellte der Papst "dogmatische Fragen, die von Lehramt der Kirche klar definiert" und sprach von der Bedeutung der "Verteidigung der Familie von allen ideologischen und individualistischen Überfälle."

Abschluss, zitierte er die Worte des heiligen Johannes Paul II und Papst Benedikt XVI in der Betonung der Rolle der Gnade in der Kirche.

"In der Tat, für die Kirche zu dem Schluss, die Synode heißt, zu unserer wahren zu bringen, um allen Teilen der Welt zurückkehren 'zusammen Wanderschaft", um jeder Diözese, zu jeder Gemeinde und jeder Situation, das Licht des Evangeliums, die Umarmung die Kirche und die Unterstützung der Barmherzigkeit Gottes! "
http://www.catholicnewsagency.com/news/p...marriage-40058/



von esther10 25.10.2015 00:29


Der Vatikan Synode über die Familie ist vorbei, und die Konservativen haben gewonnen


Heute Nachmittag der Vatikan Synode über die Familie geändert und genehmigt das Schlussdokument der Zusammenfassung von drei Wochen nach chaotischen und manchmal giftige Debatte - ein Großteil davon Schwerpunkten, ob wiederverheirateten Geschiedenen Menschen sollten die Möglichkeit zur Kommunion zu empfangen.

http://voiceofthefamily.com/pope-must-ad...-within-church/

Die Mehrheitsmeinung der Synodenväter ist, dass sie nicht die Regeln ändern möchten. Sie vor allem nicht wollen, eine Regel zur Anwendung in, sagen wir, Deutschland und eine weitere in Tansania. Franziskus hat gerade gegeben eine vorsichtig formulierte (aber auch, leider, nicht waffly) Adresse in dem er erkennt so viel:

... Haben wir auch, dass das, was normal für einen Bischof auf einem Kontinent scheint zu sehen, wird als fremd und fast ein Skandal für einen Bischof aus einem anderen; was in einer Gesellschaft als eine Verletzung eines Rechts ist ein verständlich und unantastbar Regel in ein anderes; was für manche ist die Gewissensfreiheit ist für die anderen einfach nur Verwirrung.
Bezeichnenderweise haben die Väter nicht wieder eine "Lösung" von liberalen Kardinäle, wobei wiederverheirateten Geschiedenen Katholiken könnten ihr Gewissen und ihre Beichtväter über, ob sie die Regeln befolgen konsultieren vorgeschlagen.

Dies war die liberale Plan B, hastig zusammen, nachdem klar wurde zu Beginn der Synode, dass es kein Zufall, dass radikale Plan Kardinal Walter Kasper die Gemeinschaft Verbot würde durch abgestimmt werden, um zu verschrotten.

Der entscheidende Moment war die Offenbarung, dass 13 ältere Kardinäle hatte Franziskus geschrieben sagte ihm, in diplomatischer Sprache, dass jegliche Aufweichung auf Scheidung und Homosexualität würde die Kirche entlang protestantischen Linien unterteilen. Fr Raymond de Souza, schriftlich in der Catholic Herald, hat eine Theorie über die Bedeutung dieses Schreibens in dieser faszinierenden Beitrag. Er hat auch einen Stich an erklären die liberale Plan B (oder vielleicht war es Plan C, da scheint es schon drei pro-Kasper-Positionen).

Hier geht es weiter
http://blogs.new.spectator.co.uk/2015/10...tives-have-won/

*****

Die wiederverheirateten Geschiedenen: kein Hinweis auf die Kommunion



Die drei Paragraphen zur Frage der wiederverheirateten Geschiedenen- Nr.84, 85 und 86, nehmen großenteils den Text des circulus Germanicus auf, zu dem auch die Kardinäle Kasper, Müller und Schönborn gehörten, und der von Anfang an den möglichen Weg der Mediation aufzeigte.

Die Interpretation des Texte hat vor allem Kardinal Schönborn im üblichen Pressebriefing vor der Mittagspause geliefert: "Wir haben nicht direkt über den Zugang zu den Sakramenten gesprochen, aber es hat sich der Weg der Differenzierung zur Integrierung dieser Paare in die christlichen Gemeinschaft gezeigt."

Das ist ein erster Punkt, der geklärt werden muß: im Text gibt es wie Schönborn unterstrich- keinerlei Bezug auf die Eucharistie.

In Nr. 85 wird- wie es die deutschen Väter in ihrem Kreis taten- der erste Teil von Nr. 84 der apostolischen Exhortation "Familiaris Consortio" zitiert, in dem davon gesprochen wird- "die Situationen gut zu unterscheiden". Dann heißt es "es ist die Aufgabe der Priester die Personen zu begleiten, die am Weg der Unterscheidung nach der Lehre der Kirche und der Führung durch den Bischof interessiert sind."

Hier geht es weiter

http://www.lanuovabq.it/it/articoli-il-s...ivisa-14203.htm

http://blogs.new.spectator.co.uk/2015/10...tives-have-won/

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Sonntag, 25. Oktober 2015

Nach der Synode- eine gespaltene Kirche?



Das fragt Lorenzo Bertocchi, nachdem gestern die Synode mit der Abstimmung der Väter über die einzelnen Paragraphen (von denen die kontroversen das Ziel nur knapp erreichten) und der Rede des sichtlich aufgebrachten Papstes ( "Papst geißelt die Bischöfe") endete heute bei La Nuova Bussola Quotidiana. Hier geht´s zum Original: klicken
http://www.lanuovabq.it/it/articoli-il-s...ivisa-14203.htm
http://beiboot-petri.blogspot.de/

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Die Synode endet mit einem
Kompromiss, aber hinterlässt den Eindruck eines geteilten Kirche



http://sinodo2015.lanuovabq.it/discorso-...one-del-sinodo/


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