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von esther10 20.11.2015 11:49

Kardinal Sarah: „Kirche hat immer gesagt: Keine Kommunion für jemand im Stand der Todsünde“

20. November 2015 11:12 | Mitteilung an die Redaktion


Kardinal Robert Sarah
(Rom) „Die Kirche hat immer mit Nachdruck gesagt, daß es nicht möglich ist, die Kommunion zu empfangen, wenn man sich bewußt ist, daß man sich im Zustand einer Todsünde befindet“. Diese Feststellung stammt von Kardinal Robert Sarah, dem Präfekten der römischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung.

Eine Aussage, die auch manche Hirten und Oberhirten heute nicht so gerne hören, weil sie lieber den Forderungen bestimmter Kreise nachgeben würden, die aus der Kommunion für wiederverheiratet Geschiedene, Homosexuelle, Abtreibungsbefürworter und andere mehr, ein politisches Kampfthema und einen innerkirchlichen Richtungsstreit gemacht haben.

Kardinal Sarah antwortete mit dieser Feststellung auf seine Kritiker. Anlaß war die Vorstellung einer neuen Übersetzung seines Buches: „Gott oder nichts“. In der neuen Ausgabe von L’Homme Nouveau wird das vollständige Interview abgedruckt, von dem der Vatikanist Sandro Magister einen Auszug vorab veröffentlichte.
Text: Giuseppe Nardi
http://www.katholisches.info/2015/11/20/...-der-todsuende/


von esther10 20.11.2015 11:35

19. November 2015
Politik » Deutschland
Sigmaringen141


Asylbewerber in Sigmaringen: Alkoholisiert im Krankenhaus Foto: dpa

SIGMARINGEN. Ein Krankenhaus im baden-württembergischen Sigmaringen hat nach mehreren Übergriffen von Asylbewerbern auf Krankenschwestern die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Die Pflegekräfte werden nun während des Nachtdienstes von einem Sicherheitsdienst vor den aggressiven Ausländern geschützt, berichtet die Schwäbische Zeitung.

Allein im September sei es zu 40 zum Teil gewalttätigen Angriffen auf Krankenschwestern gekommen, teilte das Krankenhaus mit. So würden Asylbewerber regelmäßig das weibliche Personal anspucken und beißen. Besonders Asylsuchende aus dem arabischen Raum ließen sich von Frauen nichts sagen. Erschwerend komme hinzu, daß viele von ihnen alkoholisiert im Krankenhaus auftauchten.

Trotz Sicherheitsdienst gibt es weiter Übergriffe

Der Geschäftsführer des Krankenhauses, Willi Römpp, zog nach einigen Tagen eine positive Zwischenbilanz. „Unsere Mitarbeiter haben nun ein besseres Sicherheitsgefühl“, sagte er dem Blatt. Dennoch habe sich die Zahl der Übergriffe nicht verringert. Die Kosten für den Sicherheitsdienst müsse das Krankenhaus tragen.

Eine Sprecherin der örtlichen Erstaufnahmestelle für Asylbewerber zeigte sich überrascht von den Angriffen. „Soweit uns bekannt ist, liegen der Polizei bisher keine Anzeigen wegen Übergriffen auf Krankenhauspersonal vor.“ Auf dem Gelände der Asylunterkunft herrsche zwar Alkoholverbot, es könne jedoch nicht kontrolliert werden, was die Bewohner außerhalb der Einrichtung konsumieren. (ho)
https://jungefreiheit.de/politik/deutsch...schwestern-los/


von esther10 20.11.2015 10:39

Kardinal Pell: „Keiner kann Benedikt das Wasser reichen“


Kardinal George Pell im Interview mit Radio Vatikan - RV

27/10/2015 13:33SHARE:

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Keine Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene: dies werde nach Meinung des australischen Kurienkardinals George Pell „ganz klar“ in dem Abschlussdokument der Bischofssynode festgehalten. 24 Stunden nach der Abschlussmesse zur Ehe- und Familiensynode beginnen schon die ersten Interpretationen zu dem Papier in und außerhalb des Vatikans zu kursieren. Bei einer Buchpräsentation am Montagabend im Campo Santo Teutonico fragten wir Kardinal Pell, was er denn von der deutschen Sprachgruppe bei der Synode hielt:

„Ich hielt sie intellektuell gesehen für nicht so herausragend wie es eigentlich die Bischöfe und vor allem deutschen Theologen in der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils waren. Das ist ein großer Verlust für die Kirche. Ich würde sagen, unter den Mitgliedern dieser Sprachgruppe ist keiner, der Papst Benedikt XVI. oder Hans Urs von Balthasar oder Karl Rahner das Wasser reichen kann.“

Er selber sei sehr zufrieden mit dem Abschlussdokument der Synode. Es sei positiv, dass bei allen 94 Paragraphen die Zweidrittelmehrheit erreicht wurde. An Pells Lesart sieht man, wie offen der Text für Interpretationen ist. Im Gespräch mit Radio Vatikan geht er auch auf sein Verhältnis zu Kardinal Marx ein. Pell hatte in einem Interview der französischen Zeitung Le Figaro kritisiert, dass es eine Kluft zwischen Kasper-Anhängern und Benedikt-Befürwortern gebe.

„Ich bin sehr gut mit Kardinal Reinhard Marx befreundet. Wir arbeiten ja in einigen Kommissionen zusammen. Über viele Dinge haben wir absolute Meinungsverschiedenheiten, aber ich bin sehr glücklich darüber, von ihm gehört zu haben, dass es keine Kontraste zwischen den Anhängern von Kardinal Walter Kasper und jenen von Papst Benedikt gegeben habe. Ich bin froh darüber, dass es diesen Gegensatz anscheinend doch nicht gab.“

Der ehemalige Erzbischof von Sydney und Mitglied des Beratergremiums K9-Rat sprach im Campo Santo Teutonico im Vatikan bei der Buchvorstellung des US-Theologen George Weigel. Das Buch ist auf Deutsch erschienen unter dem Titel: „Die Erneuerung der Kirche. Tiefgreifende Reform im 21. Jahrhundert.“
(rv 27.10.2015 mg)

von esther10 20.11.2015 10:35

Synode einmal anders: „Eine Art Maskottchen“


Die italienische Journalistin Lucetta Scaraffia

29/10/2015 10:24SHARE:

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So mancher Synodenvater wird jetzt vielleicht bereuen, dass er Lucetta Scaraffia in den drei Wochen der Synode nicht mal die Tür aufgehalten hat. Oder dass er sich in der Kaffeepause an ihr vorbeigedrängelt hat, in Richtung Buffet. Jedenfalls zieht die Beobachterin der Synodenarbeiten – eine von 32 Frauen, die es überhaupt in die Aula geschafft hatten – eine teilweise ätzende Bilanz, und zwar ausgerechnet in der französischen Tageszeitung „Le Monde“.

„Wenigstens haben sie mich eingeladen“: Das sei ihr immer wieder mal durch den Kopf gegangen während der Synode, berichtet die Historikerin und Feministin Scaraffia, Verantwortliche der Frauenbeilage in der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“. Für eine Frau wie sie, „die den Mai 68 und den Feminismus mitgemacht hat“, sei die Synode eine „ungewöhnliche Erfahrung“ gewesen, und das meint sie nicht nur positiv. „Was mich bei diesen Kardinälen, Bischöfen und Priestern am meisten erstaunt hat, das war ihre vollkommene Unkenntnis des Weiblichen, ihr unsensibler Umgang mit Frauen, die sie offenbar für minderwertig halten“, so die 67-Jährige. Eine große Mehrheit der Synodenväter, nicht alle, hätten vor allem zu Beginn in ihrer Anwesenheit „deutliches Unbehagen“ verspürt. Nach einer Weile habe man sich immerhin an sie gewöhnt und sie „als eine Art Maskottchen“ gelten lassen.

„Es gab ganz klar verschiedene Lager“

„Nur geduldet“ und „fast inexistent“ habe sie sich gefühlt – nicht nur in der Aula, sondern auch in ihrer Sprachgruppe. „Jede meiner Wortmeldungen ging ins Leere.“ Als sie versucht hatte, mit einigen der anderen Frauen in der Synodenaula über ihre Erfahrungen zu sprechen, hätten die sich offenbar gewundert: „Für die war es offenbar normal, so behandelt zu werden.“ „Fast unsichtbar“ waren die Frauen auf der Synode, dabei gehe sie das Thema – die Ehe- und Familienpastoral – doch unmittelbar an. Immer, wenn sie darauf hingewiesen habe, hätten Synodenväter ihren „Mut“ gelobt, notiert Scaraffia. „Erst war ich etwas überrascht, dann merkte ich: Dass ich deutlich gesprochen hatte, befreite sie davon, das ebenfalls zu tun.“
Anders als viele Synodenteilnehmer schreibt Scaraffia übrigens unumwunden, natürlich habe es „verschiedene Lager“ gegeben: „jene, die die Dinge wirklich ändern wollen, und die, für die alles so bleiben soll, wie es ist“. Die „Opposition“ sei „sehr deutlich“ gewesen. „Zwischen den Lagern gab es eine Art Grauzone, wo man sich arrangierte, nur vage Dinge äußerte und erst einmal abwartete, in welche Richtung sich die Debatte entwickeln würde.“ Mit Belustigung notiert Scaraffia die Redeweise im „konservativen Lager“: „Sie haben eine bunte Sprache, um von den Freuden der christlichen Ehe zu sprechen, etwa Hochzeitsgesang, Hauskirche, Evangelium der Familie. Sie zeichneten damit eine perfekte Familie, wie es sie in der Wirklichkeit gar nicht gibt.“

Das „progressive Lager“ kam Scaraffia „nuancierter“ vor. Man erkenne die Mitglieder dieses „Lagers“ allerdings daran, dass sie alle von Barmherzigkeit sprächen. „Barmherzigkeit war das Schlüsselwort der Synode: In den Arbeitsgruppen kämpften die einen darum, es aus den Texten zu tilgen, während die anderen versuchten, es ganz im Gegenteil überall einzustreuen.“ Eigentlich sei das „gar nicht so kompliziert“, fährt Scaraffia fort. Sie habe sich vor der Synode eine „theologisch irgendwie komplexere Situation vorgestellt“.

„Sexualität“ wurde zu „Affektivität“

Die auf der Synode geführte Sprache fand Scaraffia, von einigen Ausnahmen abgesehen, viel zu „selbstreferentiell“. Sie sei „fast immer unverständlich“ gewesen „für alle, die nicht zum kleinen Kreis des Klerus gehören“. Da werde etwa „Sexualität“ zu „Affektivität“.

Trotz ihrer beißenden Bemerkungen glaubt Scaraffia, dass sich auf der Synode „ein tiefer Wandel vollzogen“ habe: „Zu akzeptieren, dass die Ehe ebenso eine Berufung ist wie etwa das Ordensleben, ist ein großer Schritt nach vorn. Es bedeutet, dass die Kirche den tiefen Sinn der Inkarnation versteht, die dem, was mit dem Körper zu tun hat, spirituellen Wert zuspricht.“ Das gelte „auch für die Sexualität“ als „spirituelles Mittel“.

Ebenso wichtig erscheint ihr das Insistieren auf einer guten Vorbereitung auf die Ehe: „Das war’s jetzt mit der Fassaden-Zugehörigkeit, ohne wirkliche Gewissensentscheidung. Die große Lehre Jesu, dass nur die Absicht des Herzens zählt, tritt jetzt immer mehr ins praktische Leben. Wir machen also einen wichtigen Fortschritt im Verständnis seines Wortes.“ Die Autorin fährt fort: „In den zahlreichen Polemiken über die Lehre oder die Normen kommt nichts von alledem vor. Aber wenn man näher hinsieht, ist die Veränderung doch erkennbar, und sie ist ohne Zweifel positiv.“
(rv 29.10.2015 sk)

von esther10 20.11.2015 00:58

Binnen-Sternchen: Prof. Dr. Jörg Meuthen kritisiert grüne Sprachverstümmler*innen
Veröffentlicht: 20. November 2015 | Autor: Felizitas Küble

Zu der Absicht der Partei “Die Grünen”, auf ihrem bevorstehenden Parteitag der deutschen Sprache als neue „Errungenschaft“ ein Binnen-Sternchen in bislang nicht geschlechtsneutrale Formulierungen einzufügen, bemerkt der AfD-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto): k-DSC_7131-160x200



Die Partei der Grünen – Entschuldigung: der Grün*innen – beabsichtigt, sich auf ihrem Parteitag im Dezember mit den wirklich entscheidenden Fragen unserer bewegten Zeit zu beschäftigen. Statt sich mit vergleichsweise bedeutungslosen Nebensächlichkeiten wie dem heillosen Asyl-Chaos und der Problematik der Terror-Prävention zu befassen, konzentriert man sich dort auf die wirklich wichtigen Dinge, die alle Menschen im Land tief bewegen:

Auf die Einführung eines Sternchens mitten in Wörtern, die dem grünen Anspruch der gendergerechten Geschlechtsneutralität noch nicht entsprechen, dem sogenannten „Gender-Star“ (und nicht etwa Stern, das klänge so garstig deutsch).

So schafft es diese Partei in ihrem Gender-Wahn endgültig in die erste Liga der Sprachverstümmler*innen. Gratulation dazu unsererseits an die Gender-Star(r)-sinnig*innen der Grünen: Mehr dümmliche und sinnfreie Verunstaltung unserer Sprache geht nicht.

Die Bürger*innen werden es ihnen gewiss danken und sie in Scharen dafür wählen. Allerdings vermutlich nur jene, die nicht nur Deutschland, sondern zugleich auch die Schönheit der deutschen Sprache abschaffen wollen. Alle anderen werden sich eher nach einer Alternative zu diesem grandiosen Unfug umsehen, die sich auch für den Schutz der deutschen Sprache vor grünen und anderen Sprachpanscher*innen einsetzt.

von esther10 20.11.2015 00:57

Die überbewertete Synode: Kardinal Sarah über die Glaubenskrise
Sandro Magister widmet sich bei www. chiesa den Gedanken Kardinal Sarahs zur Synode und der Krise des Glaubens. Hier geht´s zum Original: klicken
http://chiesa.espresso.repubblica.it/articolo/1351180?eng=y

"ÜBERBEWERTETE SYNODE. VOR ALLEM ANDEREN GIBT ES IN DER KIRCHE EINE KRISE DES GLAUBENS"

"Das ist es, was Kardinal Robert Sarah in seinem Buch "Gott oder nichts" und in den Diskussionen der Folgezeit behauptet. Eine exklusive Vorschau über seine Anmerkungen, die in der nächsten Ausgabe von
"L´Homme Nouveau" erscheinen werden.



Auf den vier engbedruckten Seiten des Dossiers, das das französisch-katholische Magazin "L´Homme Nouveau" in seiner kommenden Ausgabe veröffentlichen wird, kommt das Wort "Synode" kein einziges mal vor, noch viel weniger wird die Schluss-Relatio zitiert, die die Synoden-Väter dem Papst übergeben haben.

Dennoch beinhalten die im Dossier angesprochenen Themen die kontroversesten Fragen der zweigeteilten Familiensynode: von der Homosexualität bis zur Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen.

Und darüber hinaus war der Autor des Dossiers eine der höchstrangigen Persönlichkeiten bei der Synode. Es ist der 70-jährige Kardinal Robert Sarah, aus Guinea, vor einem Jahr von Papst Franziskus zum Präfekten der Liturgie-Kongregation ernannt und deshalb kompetent und mit Autorität ausgestattet für genau die 3 Sakramente, die im Zentrum der Synodendiskussion standen: Ehe, Eucharistie, Beichte.

Weshalb also diese Stille?

Kardinal Sarah ist durch das außerordentliche Interesse an seinem Buch "Gott oder nichts" weltweit bekannt geworden. Ein Buch, das schon durch seinen Titel an die Spitze der Liste der vitalen Fragen, denen sich der Katholizismus gegenüber sieht, die Krise des Glaubens stellt, den er durchlebt.
Die Leser des Buches haben ihm viele Kommentare geschickt, positive und negative. Und in dem Dossier, das kurz vor seinem Erscheinen im "L´Homme Nouveau" steht, antwortet der Kardinal auf eine Vielzahl der Widersprüche, die ihm geschickt wurden.

Aber es ist genau das, was diese Widersprüche enthüllen, was Kardinal Sarah noch mehr überzeugt, daß das ernste Problem der heutigen Kirche nichts anderes ist als eine Krise des Glaubens.

Eine Krise, die den bei der Synode debattierten Fragen zugrunde liegt, weil sie an das wahre Fundament des Glaubens rühren und eine weitverbreitete Unkenntnis der uralten Lehre der Kirche zu Tage fördern-sogar unter genau dem Klerus, der die Gläubigen führen soll.

Der Kardinal geht bzgl. des Sakramentes der Eucharistie so weit, zu sagen: "Die ganze Kirche hat immer daran festgehalten, daß jemand, der sich bewußt ist, im Stand einer Todsünde zu leben, die Kommunion nicht empfangen kann. Und er fügt dann unmittelbar danach hinzu:
"Nicht einmal der Papst kann von einem göttlichen Gesetz dispensieren."

Das Folgende ist eine Vorschau- freundlicherweise von "L´Homme Nouveau" autorisiert-auf einen Teil des Dossiers, in dem man feststellen kann, daß Kardinal Sarah seinen Kritikern bzgl. der bei der Synode diskutierten Themen zunächst einen Auffrischungskursus in den Grundlagen der Lehre geben muß, einschließlich der dogmatischen Konstitutionen des II.Vaticanischen Konzils, die so oft zitiert werden aber deren Inhalt so wenig gekannt wird."


"VIER WIDERSPRÜCHE, VIER ANTWORTEN UND EINE SCHLUSSFOLGERUNG"
von Robert Sarah

1. DOKTRIN, STIMMEN WIR ÜBER SIE AB

Frage: Nach Ansicht eines meiner Kritiker ist die Katholische Kirche nicht nur eine Bischofshierarchie -einschließlich des Bischofs von Rom, sondern die Gesamtheit der Getauften. Um zu sagen, was die Position der Kirche ist, wäre es also legitim das Mehrheitsurteil anzunehmen.

Antwort: Die erste Behauptung ist korrekt. Aber das Denken der Gläubigen repräsentiert nicht das Denken der Kirche, wenn es nicht im Einklang mit der Bischofssynode steht.

Die dogmatische Konstitution des II. Vaticanischen Konzils "Dei Verbum" Nr. 10 : "Die Aufgabe der authentischen Interpretation des Wortes Gottes, ob geschrieben oder überliefert, ist ausschließlich dem lebendigen Lehramt der Kirche anvertraut worden, dessen Autorität im Namen Jesu Christi ausgeübt wird."

Mehr noch: das ist keine Frage der Mehrheit sondern der Einmütigkeit. Die dogmatischen Konstitution des II. Vaticanischen Konzils "Lumen Gentium" Nr.12 :

"Die Gesamtheit der Gläubigen, die mit dem Hl. Geist gesalbt ist, kann in Glaubensdingen nicht irren. Sie zeigen diese spezielle Gabe durch die Fähigkeit, das Übernatürliche des Glaubens zu erkennen, die dem ganzen Volk zu eigen ist, weil sie- von den Bischöfen bis zur den letzten gläubigen Laien -alle zur universellen Zustimmung zu den Wahrheiten bringt, die den Glauben und die Sitten betreffen.

Dank dieses Sensus Fidei, der durch den Geist der Wahrheit erweckt und erhalten wird-und durch die Führung des Heiligen Lehramtes- empfängt das Volk Gottes- wenn er ihm treu gehorcht- nicht menschliche Worte sondern das wahre Wort Gottes, es bindet sich unfehlbar an den Glauben, wie er den Heiligen ein für alle mal übermittelt wurde, es durchdringt ihn tiefer durch ein ein richtiges Urteil und setzt ihn in seinem Leben besser ins Werk."

Zu guter Letzt ist diese Einmütigkeit eine ausreichende Voraussetzung dafür, zu erklären, daß eine Behauptung im von Gott geoffenbarten Depositum zu finden ist (wie z.B. die Himmelfahrt Mariens), aber es ist keine notwendige Voraussetzung. Es kann auch passieren, daß das Lehramt eine Doktrin feierlich erklären kann, bevor Einmütigkeit erreicht wurde (wie bei der päpstlichen Unfehlbarkeit beim I. Vaticanischen Konzil).

2. KOMMUNION FÜR ALLE, OHNE DISKRIMINIERUNG

Frage: "Ein Kritiker, dessen Treue zur Priesterschaft ich bewundere sagt, daß Tausende von Priestern nicht zögern, allen die Kommunion zu erteilen."

Antwort: Zuerst stellen wir die nicht vorhandene doktrinale Autorität dieser Myriaden von Priestern fest, die sonst vielleicht respektabel sein mögen. Darüber hinaus - egal wie authentisch diese "Statistik" sein mag, vermischt diese Position die Personen, die in öffentlichem und habituellem Zustand der Sünder leben (Ehebruch, dauernde Untreue zum Ehepartner, schwere und häufige Verfehlungen im Beruf) miteinander.

a) ein Gläubiger, der am Ende bereut-mit dem festen Vorsatz, zukünftig nicht rückfällig zu werden, empfängt die Absolution und kann als Resultat daraus die Hl. Eucharistie empfangen.

b) ein Gläubiger, der nicht aufhören will, Taten objektiv schwerer Schuld zu begehen, die dem Wort Gottes widersprechen und den für den Empfang der Eucharistie vorgeschriebenen Bedingungen zu entsprechen,

dieser schließt den- vom Konzil von Trient definierten- festen Vorsatz für die Absolution durch Gott aus. Wir sollten spezifizieren, daß dieser feste Vorsatz nicht darin besteht, zu wissen, daß man nicht mehr sündigen wird, sondern die freie Entscheidung zu treffen, die Sünde zu meiden,
Ohne den festen Vorsatz (und außerhalb eines nicht schuldhaften und totalen Nichtwissens) bleibt ein Christ so im Zustand der Todsünde und würde durch das Empfangen der Kommunion eine schwere Sünde begehen.

Angenommen, daß dieser Zustand öffentlich bekannt ist, haben die Diener der Kirche ihrerseits nicht das Recht, ihm die Kommunion zu geben, Wenn sie es tun, ist ihre Sünde vor dem Herrn noch schwerwiegender, es wäre wie eine vorsätzliche Komplizenschaft und eine Profanierung des Allerheiligsten Leibes und Blutes Jesu,

3.WIEDERVERHEIRATET UND AKTIV IN DER GEMEINDE WARUM KEINE KOMMUNION?

Frage. Eine Person, die mir schrieb und deren Alter allerhöchsten Respekt erfordert, ruft den Fall einer katholischen Frau auf, die nach häuslicher Gewalt geschieden wurde und nun als "Wiederverheiratete" intensiv am Gemeindeleben teilnimmt. Sollte uns das nicht veranlassen,dieser Person die Hl. Kommunion zu erteilen?

Antwort: Ich anerkenne die Großzügigkeit des Herzens, die dieser Frage zugrunde liegt, Aber hier werden verschiedene Aspekt vermischt oder vergessen, als da sind:

1. Wenn jemand häusliche Gewalt erleidet, hat er das Recht den Partner zu verlassen ( Kan. Gesetz 1153)

2. Die Kirche erlaubt einem bei der Scheidung nach den Auswirkungen einer legitimen Trennung zu fragen ( Johannes Paul II, Rede an die Rota Romana am 21.1.2002) Eine einfache Scheidung schließt einen nicht von den Sakramenten aus.

3. Ein Ehepartner, der wiederholt häusliche Gewalt anwendet , leidet wahrscheinlich an einer psychischen Erkrankung, die Grund für eine Eheannullierung sein kann ( CC 1095,§3)

4. Erklärt die Kirche die erste Ehe für ungültig, kann das Opfer eine zweite Ehe schließen, wenn diese Bedingungen für das Sakrament vorliegen.

5. Es kann passieren, daß eine geschiedene Person aus gewichtigen Gründen-wie z.B. die Erziehung von Kindern, den zweiten Partner nicht verlassen kann,

6. Die Teilnahme am Gemeindeleben durch wiederverheiratete Geschiedene, die noch nicht bereit sind, Keuschheit zu geloben, macht sie aber bereit, ihr Herz für dieses Versprechen zu öffnen (Familiaris Consortio, Nr.84)

4."DIE AFRIKANISCHE FAMILIE IST NICHT SO WIE SIE UNS ERZÄHLEN"

Frage: Nach der Erfahrung eines anderen Priesters, der sich auf seine Erfahrung als Fidei-donum-Missionar in Afrika beruft, entspricht die afrikanische Familie nicht der Beschreibung, ich ich von ihr gegeben habe.

Antwort: Ich weiß nicht von welchem Afrikanischen Land und welcher Diözese dieser Priester spricht.
Aber in West-Afrika ist, trotz einer massiven islamischen Präsenz, in reiner Tradition unserer Vorfahren die Ehe monogam und unauflöslich. Ich habe davon in meinem Buch "Gott oder nichts" gesprochen und deshalb bekräftigt, daß "die Familie in Afrika bis heute stabil, solide und traditionell geblieben ist."

Ich hatte keineswegs vor, zu sagen, daß die nicht-christliche afrikanische Familie ein Vorbild wäre, weil sie offensichtlich unter dem Eindruck der Sünde leidet und auch ihre Probleme hat, Ich wollte einfach nur sagen, daß in der afrikanischen Kultur im Allgemeinen:

1. die Familie immer noch auf einer heterosexuellen Verbindung beruht

2. die Ehe ohne die Scheidung gesehen wird, trotz der Beispiele simultaner Polygamie

3. sie offen ist für die Procreation

4. das Familienband als heilig angesehen wird

Ist das nicht genau das , was mein Missionar betonen wollte? (Ich betone hier die Großzügigkeit von Fidei-donum und denke dabei an jene Diözesanpriester aus dem Westen, die als freiwillige Evangelisierer in die Missionsländer kommen)

Die Frage, die er stellte, ist aber eine andere: und zwar die eines schrittweisen Fortschritts einer pastoralen Evangelisierung der nichtchristlichen Familien- immer noch auf durch Sünde provozierten Umwege, aber es gibt auch einige Traditionen, von denen die Verkündigung Christi ausgehen könnte.

Auf jeden Fall, wenn mein Absender mich ausdrücklich beschuldigt die "Afrikanische Familie" auf das Christliche Ideal reduziert habe, kann sie aber auch nicht in der anderen Richtung auf die polygame Typologie ob traditionell oder islamisch reduziert werden.

SCHLUSSFOLGERUNG, DAS LEHRAMT DER KIRCHE; DIESE TERRA INCOGNITA
Um zum Ende zu kommen, ich fühle mich als Bischof bis ins Herz verletzt über dieses Unverständnis für die immerwährende Lehre der Kirche von Seiten meiner priesterlichen Mitbrüder.

Ich will mir nicht vorstellen, daß es außer der falschen Formung meiner Mitbrüder noch andere Gründe geben könnte. Und weil ich für die Disziplin der Sakramente in der gesamten Lateinischen Kirche verantwortlich bin, bin ich durch mein Gewissen verpflichtet, daran zu erinnern, daß Christus den ursprünglichen Plan der Schöpfers für die monogame unauflösliche Ehe wieder hergestellt hat- zum Wohl der Ehepartner- wie auch für die Zeugung und Erziehung von Kindern. Er hat die Ehe zwischen Getauften zum Sakrament erhoben, die Verbindung Gottes mit diesen Menschen bedeutet- genau wie die Eucharistie.

Trotzdem gibt es außerdem noch das, was die Kirche eine "rechtmäßige "Ehe nennt. Die heilige Dimension dieser "natürlichen Dimension" macht sie zu einem Element, die auf das Sakrament wartet-unter der Bedingung daß die Heterosexualität und die Gleichberechtigung beider Partner, was ihre spezifischen rechte und Pflichten angeht, respektiert wird und daß dieser Bund die Monogamie, Unauflöslichkleit, Dauerhaftigkeit und die Offenheit für das Leben nicht ausschließt.

Umgekehrt die Kirche die in die menschliche Liebe eingeführten Deformationen : Homosexualität, Polygamie, Chauvinismus, freie Liebe, Scheidung, Empfängnisverhütung,etc. Aber sie läßt sie nicht in ihrer Sünde. Wie ihr Meister hat sie den Mut und die Barmherzigkeit ihnen zu sagen: geh und sündige nicht mehr.

Die Kirche empfängt nicht nur mir Barmherzigkeit, Respeskt und ..... Sie lädt auch mit Festsigkeit zur Umker ein, Als ihr Anhänger fördere ich die Barmherzigkeit für Sünder- die wir alle sind- aber auch Festigkeit gegenüber Sünden, die mit der Liebe zu Gott, die in der sakramentalen Kommunion bekundet wird, unvereinbar sind. Was ist das anderes als die Nachahmung der Haltung des Gottessohnes, der zu der Ehebrecherin sagt: "Ich verurteile didch nicht. Geh und sündie fortan nicht mehr." ( Joh.8, 11)"

Quelle: Sandro Magister, www. chiesa, Kardinal R. Sarah, "L´Homme Nouveau"


von esther10 20.11.2015 00:56

Papstpredigt: Die Weltlichkeit kann nicht feiern


Der Papst an diesem Freitag - OSS_ROM

20/11/2015 10:58SHARE:
Weder auf Geld noch auf Macht baut die Kirche - und erst recht nicht auf das „heilige Bestechungsgeld“, sondern allein auf die Worte Jesu. Das sagte Papst Franziskus an diesem Freitag bei seiner Predigt während der Morgenmesse im Vatikan.

Die Lesung aus dem Ersten Makkabäerbuch berichtet von der Freude des Volkes anlässlich der Wiedereinweihung des Tempels von Jerusalem und darüber, dass es dadurch seine eigene Identität wiedergefunden habe, so der Papst. „Die Weltlichkeit kann nicht feiern“, fuhr er fort. „Der Geist der Weltlichkeit gewährt vielleicht etwas Unterhaltung, macht etwas Krach, aber echte Freude kommt von der Treue zum Bund“, legte er den Bericht über die Freude der Juden aus. Auch das Tagesevangelium nach Lukas dreht sich um den Tempel, es berichtet von der Tempelreinigung. Wie vor der Wiedereinweihung durch die Makkabäer habe im Tempel zur Zeit Jesu der Geist der Welt die Stelle der Anbetung des lebendigen Gottes eingenommen, predigte Franziskus.

„Die Tempelältesten, die Hohenpriester und die Schriftgelehrten haben das alles etwas geändert. Alles ist in einem Prozess des Verfalls, sie haben den Tempel ‚dreckig’ hinterlassen. Sie haben den Tempel beschmutzt! Dieser Tempel ist ein Bild für die Kirche. Die Kirche steht immer, immer in der Versuchung der Weltlichkeit und der Versuchung der Macht, die nicht die Macht ist, die Jesus Christus für sie will. Und immer wenn die Kirche in diesen Prozess des Verfalls eintritt, dann nimmt das ein schlimmes Ende. Sehr schlimm!“ Das sei die Gefahr der Korruption, so der Papst weiter.

Im Evangelium könne man das sehen: Die Hohenpriester und Schriftgelehrten hingen am Geld und an der Macht, sie hätten den Geist vergessen. „Und um sich zu rechtfertigen, haben sie den Geist der Freiheit durch den Geist der Rigidität ersetzt. Jesus spricht im Matthäusevangelium (Kap 23) von dieser Rigidität.“

Die Macht Jesu hingegen liege in seinem Wort und seinem Zeugnis und seiner Liebe. „Und wo Jesus ist, da ist kein Platz für Weltlichkeit, kein Platz für Korruption. Das ist der Kampf, den jeder von uns kämpfen muss“, so Franziskus. „Das ist der alltägliche Kampf der Kirche: immer Jesus, immer mit Jesus, immer an seinen Lippen hängen, immer sein Wort hören. Und niemals bei den Dingen Sicherheit suchen, die einem anderen Herrn gehören. Jesus hat uns klar gesagt, dass wir nicht zwei Herren dienen können: entweder Gott oder Reichtum, entweder Gott oder Macht.“

Es sei gut, für die Kirche zu beten, schloss der Papst seine Gedanken ab. Und an die Märtyrer zu denken, die nicht der Weltlichkeit nachgegeben hätten. Und darum zu beten, selber nicht in diesen Prozess des Verfalls einzutreten.
(rv 20.11.2015 ord)

von esther10 20.11.2015 00:55

Kardinal Marx lädt Papst Franziskus nach Deutschland ein

Über möglichen Termin wollte sich Münchner Erzbischof nach Ad-limina-Besuch nicht äußern - Visite im Jahr des Reformationsgedenkens 2017 allerdings eher nicht vorstellbar

20.11.2015, 13:37 Uhr Vatikan/Deutschland/Papst/Reise/Kirche/Ad-limina/Papstbesuch/Marx

Vatikanstadt, 20.11.2015 (KAP) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, hat Papst Franziskus im Rahmen des Ad-limina-Besuchs der deutschen Bischöfe nach Berlin und in andere Städte eingeladen. Über einen möglichen Termin wollte er sich nicht äußern. Er könne sich jedoch nicht vorstellen, dass eine solche Visite 2017, im Jahr des Reformationsgedenkens, in Fragen komme.

Marx äußerte sich zufrieden über den Verlauf des Ad-limina-Besuchs und die Begegnung mit dem Papst. Seine Mitbischöfe und er hätten mit Franziskus und mit den Kurienbehörden eine Vielzahl von Themen, Fragen, Herausforderungen und auch von Problemen der Kirche behandelt. Ausdrücklich habe er dem Papst für die jüngste Bischofssynode und für die Anstöße zu einer synodalen Kirche mit einer stärkeren Dezentralisierung gedankt, so der Münchner Kardinal.

Bei den Besuchen in den Kurienbehörden sei es - so Marx - vor allem um die Entwicklungen der Gemeinden, das kirchliche Leben, die sozial-karitative Arbeit etwa für Flüchtlinge, um Theologie, theologische Fakultäten, um Priesterberufungen, Ökumene, das Verhältnis zum Islam sowie die Missbrauchsskandale gegangen. "Ich hoffe, dass der Papst kritisch hinschaut, auch wo unsere Defizite sind", betonte der Kardinal. Nur so könne sich der Weg einer missionarischen Kirche weiterentwickeln.

Als "starkes Signal" wertete Marx das Geschenk eines Kelches an die evangelisch-lutherische Gemeinde am vergangenen Sonntag. Dieses habe stärker auf eine Einheit hingezielt als seine allgemeinen pastoralen Bemerkungen zu einer möglichen Abendmahlsgemeinschaft. Seine Äußerungen dazu seien "nicht umwerfend und neu und auch nicht überraschend" gewesen.

Mit Blick auf das am 8. Dezember beginnenden Heilige Jahr habe der Papst insbesondere dessen Feier in den einzelnen Ortskirchen und Diözesen angesprochen. Aber natürlich werde Rom weiterhin und trotz der derzeit angespannten Lage ein bevorzugtes Ziel der Jubiläums-Pilger sein, so Marx.

von esther10 20.11.2015 00:54

CDU/CSU für verstärkte Grenzkontrollen: “Der Staat muss wissen, wer einreist”
Veröffentlicht: 20. November 2015 | Autor: Felizitas Küble

Sicherheit ist für Bürger wichtiger als Bequemlichkeit

Die Bundesregierung hat am heutigen Freitag bekannt gegeben, dass weitere 150 Bundespolizisten an die deutsche Grenze in Bayern entsandt werden, um die dortigen Grenzkontrollen zu verstärken. Hierzu erklärt der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer:image001



“Die Entscheidung der Bundesregierung, weitere 150 Bundespolizisten an die deutsche Grenze in Bayern zu entsenden, ist ein wichtiger Schritt zu mehr Kontrolle darüber, wer in unser Land einreisen darf. Ein Staat muss wissen, wer einreisen will und mit wem er es zu tun hat.

Angesichts der dramatischen Zunahme und des nach wie vor hohen Zustroms von Flüchtlingen nach Deutschland müssen die bisherigen Grenzkontrollen aufrechterhalten und intensiviert werden. Aber auch die Anschläge von Paris und die Rückkehr djihadistischer Kämpfer aus den Bürgerkriegsgebieten nach Europa haben die Notwendigkeit von Grenzkontrollen gezeigt.

Es ist gut, dass wir uns im Rahmen der Haushaltsverhandlungen darauf verständigt haben, bei der Bundespolizei wegen der zunehmenden Aufgaben in der Flüchtlingskrise 3000 neue Stellen zu schaffen. So ist sichergestellt, dass diese Aufgaben auch in Zukunft erfüllt werden können.

Die Reisefreiheit in Europa ist damit sicherlich nicht am Ende. Unsere Bürger geben ihrer Sicherheit im Moment aber zu Recht den Vorrang vor Bequemlichkeit.”

von esther10 20.11.2015 00:46

Freitag, 20. November 2015
Islam & Vernunft- die Regensburger Rede bleibt immer aktuell

Massimo Introvigne betrachtet bei La Nuova Bussola Quotidiana die Ereignisse von Paris und St. Denis durch die Brille der Regensburger Rede Benedikts XVI - deren 10.Jahrestag näher kommt und bemerkt gleich zu Anfang, wie wenig sie verstanden und wie sehr sie entstellt wurde.
Hier geht´s zum Original klicken

"DER TERRORISMUS, DER ISLAM UND DER DIALOG MIT DEN MUSLIMEN- IN REGENSBURG HATTE RATZINGER UNS SCHON ALLES GESAGT"



Bwenedetto XVI con principe giordano Ghazi Bin Muhammed Bin Talal, uno dei firmatari del Messaggio indirizzato al Papa nell’ottobre 2007

"Es nähert sich das Jahr 2016, in das der 10. Jahrestag der am 12.9.2006 in der Aula Magna der Regensburger Universität gehaltenen Rede fällt. Papst Ratzinger liebt die Jahrestage. Jemand könnte denken, daß diesen zu feiern, ihn vielleicht verbittert, wenn man bedenkt, wie wenig sie verstanden und wie sehr sie verdreht wurde. Aber vielleicht freut es ihn auch, weil es sich um einen Höhepunkt seiner Kulturanalysen der europäischen Geschichte und ihrer Konfrontation mit dem Islam handelt.

Tragödien wie die von Paris haben sie noch aktueller gemacht. Ich mache mich also an die Arbeit und beginne mit einer Meditation, die uns -so hoffe ich-durch das Jahr 2016 begleiten kann.

In Regensburg geht Benedikt XVI von einem Dialog aus, beidem sich 1391 in Ankara der Byzantinische Kaiser Manuel II Palaiologos und ein islamischer persischer Gelehrter gegenüber stehen.

Der Kaiser "spielt" außer Haus, nachdem er eine Einladung erhalten hatte, die er nicht ablehnen konnte: den türkischen Sultan Bayazet I, zu einem Jagdausflug zu begleiten- weil dessen drohende -sehr viel mächtiger war als die seine.

Auch zur Passion des Sultans für die Jagd erlaubt sich Manuel einige Scherze: der Sultan erwartet- sagt er- im Paradies nicht nur die berühmten Jungfrauen zu finden, sondern auch eine gute Anzahl von Jagdhunden.

Stellen wir fest, daß, obwohl Bayazet I als eher grausamer Herrscher in die Geschichte eingegangen ist, unter bestimmten Gesichtspunkten die Toleranz dieser türkischen Muslime des 14. Jahrhunderts im Vergleich besser abschneidet als die der heutigen Muslime. Manuel kann sich in einem muslimischen Land und in der Öffentlichkeit nicht nur einen Scherz über paradiesische Hunde erlauben, sondern auch jene bittere Kritik an Mohammed, deren bloßes Zitieren durch Benedikt XVI 2006 im fundamentalistischen Islam auf den Straßen Proteste und Demonstrationen bis hin zum Mord - hervorrief.

Manuel, der die Jagd nicht liebt, findet einen anderen Zeitvertreib.

In Ankara organisiert er eine Art von öffentlicher Talkshsow, bei der er vor einem dichtgedrängten Publikum an 26 Abenden mit einem muslimischen Gelehrten diskutiert. Aber dieser Kaiser ist leidenschaftlich an der Philosophie und ihrem Einfluss auf das Christentum bzw. den Islam interessiert.
Dennoch kann Mauel es sich 1391 sicher nicht leisten, vor einem muslimischen Publikum das Evangelium oder die Theologie anzurufen.: er schlägt seinem Gesprächspartner also vor, nicht auf der Basis des Glaubens zu diskutieren sondern der Vernunft. Der Muslim akzeptiert, aber der Dialog gelingt nicht, weil der und Manuel verschiedene Auffassungen von der Vernunft haben.

Für den griechischen Kaiser ist die Venunft das philosophische Fundament aller Dinge. Für den Muslim existiert dieses Fundament nicht: sein Gott Allah "hängt bei seinen Handlungen von niemandem ab" und kann jede Minute die Gesetze, die die Welt regieren, ändern, so daß jede rationale Erkenntnis unsicher und vorläufig ist.

Für den Moslem (Manuels Dialog-Partner) bedeutet, auf der Grundlage der Vernunft zu argumentieren einfach nur empirische Fakten zu zitieren, Sein Verständnis der Vernunft ist ein rein instrumentales. Unter diesem Gesichtspunkt hat der vierte der 26 Dialoge zwischen dem Kaiser und dem Gelehrten- offensichtlich ein Disput- und zwar ein "byzantinischer"- eine besondere Bedeutung.

Manuel II bestreitet die Meinung einiger Muslime nach der-unter dem Gesichtspunkt, die Wahrheit mit Sicherheit erkennen zu können, die Seelen von Menschen und Tieren sich nicht sehr unterscheiden.

Ganz und gar nicht-erwidert Manuel: der Mensch hat die Vernunft, die die Tiere nicht haben. Und es ist offensichtlich, daß hier die Tiere nicht so wichtig sind, sondern die Fähigkeit der menschlichen Vernunft, die Wahrheit zu erkennen.

Gewappnet mit seinem ausschließlich instrumentalen Verständnis der Vernunft, denkt der Moslem im 5. Dialog, daß die Diskussion beendet ist: der Beweis, daß der Islam dem Christentum überlegen sei- ist, daß die Heere des Propheten überall siegen und das Byzantinische Reich auf einen Kleinstaat reduziert wurde.

Natürlich hätte man-3 Jahrhundert später-als nach der Niederlage von Wien 1683 die Muslime begannen, die Schlachten und Kriege zu verlieren- dieses Argument umkehren können.
Aber das ist nicht der Punkt.
Für Manuel II-und für Benedikt XVI- werden das Leben die Menschenrechte und die Möglichkeit verschiedener Religionen zusammen zu leben, nur durch das Vertrauen in die Vernunft garantiert, als Instrument, um die Wahrheit zu erkennen, die für alle gilt- Christen und Muslime, Gläubige und Ungläubige. Wenn dieses Vertrauen in die Vernunft fehlt, wird zwischen Menschen verschiedenen Glaubens die Wahrheit dadurch entschieden, welche Armeen siegen und heute-wer fähiger ist, Bomben explodieren zu lassen. Die Wahrheit-und Gott selbt, der die Wahrheit ist- werden dann simple Funktionen der Gewalt.

Es ist oft -und zu Recht- gesagt worden, daß die Regensburger Rede kein Diskurs über "den Islam" sein sollte.
Der Islam wird als Beispiel genommen für den Verlust des Vertrauens in die Vernunft und das Naturrecht, der auch Europa und den Westen befallen hat. Hier hat sich paradoxerweise die Begegnung zwischen Glauben und Vernunft zu einer "Synthese zwischen dem griechischen und dem christlichen Geist entwickelt.

Mühsam erreicht, ist diese Harmonie fast sofort in die Krise geraten. Die Geschichte der Moderne wird in der Regensburger Rede von Benedikt XVI rekonstruiert, als eine in verschiedenen und distinkten Wellen aufgetretene Abfolge von Versuchen der De-Hellenisierung- also der Negierung-der richtigen These, die postuliert, daß "das- kritisch gereinigte-griechische Erbe ein integraler Bestandteil des christlichen Glaubens ist" und der Synthese, die aus Europa das macht, was es ist und daß "nur so die Einheit zwischen Glauben und Vernunft gerettet werden kann."

Wenn wir die Regensburger Rede drucken, finden wir, daß acht Seiten Europa gewidmet sind und eineinhalb dem Islam. Wenn man daran erinnert, wird nicht weniger wahr, daß der Islam spaltet.

Der Hl. Johannes Paul II erinnert in seiner Enzyklika "Fides et ratio" daran, daß der Mensch, um fliegen zu können, zwei Flügel braucht: den Glauben und die Vernunft. Wenn der Flügel der Vernunft auf Kosten des Flügels des Glaubens hypertrophiert-sehen wir uns dem Laizismus gegenüber.
Der Mensch braucht wie das Flugzeug zwei Flügel, um zu fliegen. Sonst fliegt er nicht und zerbricht.

Die Kirche fördert nicht die anomale Entwicklung des Flügels des Glaubens gegen den der Vernunft, auch wenn sie gegen die Folgen des Laizismus kämpft, bei dem die Vernunft den Glauben negiert. Sie will die Harmonie zwischen den beiden Flügeln im Bewußtsein, daß man nur so fliegen kann.

In Regensburg hat Benedikt XVI das Problem des Islam "gezündet". An einem bestimmten Punkt seiner Geschichte - erschreckt durch bestimmte Formen des Rationalismus, der viele seiner Philosophen verführte, hat der Islam den fruchtbaren Dialog, den er mit der griechischen Kultur hatte, beendet. Er hat die Bücher seiner Philosophen verbrannt und manchmal auch-täuschen wir uns nicht- die Philosophen. Aber indem er das tat, um den Rationalismus zu meiden, ist er dem gegenteiligen Irrtum verfallen: dem "Fideismus" , der dann im 20.Jahrhundert-politisch geworden- Fundamentalismus genannt werden sollte.

Benedikt XVI- wir haben in dieser Kolumne daran erinnert- ist der Papst, der gezeigt hat, wie obligatorisch der Dialog mit dem Islam ist. Ein Dialog aber, der nicht davon befreit, den Muslimen zu zeigen, wieviel Schaden die Trennung von Glauben und Vernunft, die unausweichlich zur Gewalt führt- in ihrer Geschichte angerichtet hat.

Nicht um den Islam zu verneinen oder zu beleidigen, sondern um ihn einzuladen, über die Notwendigkeit der Harmonie zwischen Glauben und Vernunft nachzudenken. Nur indem er anerkennt, daß die Vernunft ein Naturrecht und die Rechte begründet, allen zuzugestehen, ihre Religion auszuüben, kann der Islam- ohne auf seine Identität zu verzichten- einen Weg finden, den Fundamentalismus zu isolieren und zu einer definitiven Verdammung der Gewalt kommen.
http://beiboot-petri.blogspot.de/2015/11...-rede.html#more
Quelle : Masimo Introvigne, La Nuova Bussola Quotidiana
http://www.lanuovabq.it/it/articoli-il-t...tutto-14449.htm


von esther10 20.11.2015 00:42

Papstrede an deutsche Bischöfe: „Pastorale Neuausrichtung“


Der Papst mit den deutschen Bischöfen - REUTERS

20/11/2015 09:51SHARE:

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Ein Ad Limina-Besuch ist eine „Erneuerung des Bandes mit der universalen Kirche“. Das gab Papst Franziskus den 64 im Vatikan versammelten Bischöfen aus Deutschland mit auf den Weg. An diesem Freitag endete mit einer Papstaudienz der etwa alle fünf Jahre anstehende Besuch der Ortsbischöfe im Vatikan. Papst Franziskus ließ wie immer zu solchen Anlässen den Text der vorbereiteten Rede übergeben und hielt sie nicht wörtlich, um sich stattdessen direkt mit den Bischöfen auszutauschen.

Das erste Thema in der offiziellen Rede des Papstes: die „große Unterstützung, die die Kirche in Deutschland durch ihre vielen Hilfsorganisationen für die Menschen in aller Welt leistet.“ Im Augenblick seien es besonders die christlichen Kirchen, die einen enormen Einsatz für Flüchtlinge leisteten, sei es vor Ort in Europa, sei es um die Lebenssituation in den Ursprungsländern wieder erträglich zu machen.

Dann ging der Papst auf die besonderen Herausforderungen in Deutschland selber ein, zum Beispiel in den vielen professionell geführten sozial-karitativen Einrichtungen. „Es ist darauf zu achten, dass in diesen Einrichtungen das katholische Profil gewahrt bleibt“, so der Papst. Er beklagte den Rückgang des Kirchenbesuchs und des Sakramentenempfangs, und er sprach von einer „Erosion des katholischen Glaubens in Deutschland“.

Dagegen gelte es, zunächst die „lähmende Resignation zu überwinden“: Die „gute alte Zeit“ sei vorbei. Stattdessen könne zum Beispiel das Beispiel der Ehrenamtlichen angesichts einer zunehmenden Institutionalisierung der Kirche ein Zeichen sein, es würden immer mehr Institutionen für immer weniger Gläubige geschaffen. „Es handelt sich um eine Art neuer Pelagianismus, der dazu führt, unser Vertrauen auf die Verwaltung zu setzen, auf den perfekten Apparat. Eine übertriebene Zentralisierung kompliziert aber das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen“, griff der Papst Gedanken aus seinem Schreiben Evangelii Gaudium auf.


Das Gebot der Stunde sei die „pastorale Neuausrichtung“. Der Papst betonte einmal mehr die missionarische Seelsorge und die „ständige Haltung des Aufbruchs“, auch das Gedanken aus Evangelii Gaudium, angewandt auf die deutsche Situation. Die Rahmenbedingungen seien nicht günstig, die Weltlichkeit verforme die Seelen und ersticke das Bewusstsein für die Wirklichkeit, und solcherart beeinflusste Menschen seien schwer zu erreichen. Aber Gott sei der immer zuerst Handelnde, ermutigte der Papst.

Er rief die versammelten deutschen Bischöfe dazu auf, ihren Dienst der dynamischen Verkündigung gewissenhaft wahrzunehmen. Hier nannte der Papst ausdrücklich die „kirchliche Tragweite der Sendung“ der theologischen Fakultäten. „Die Treue zur Kirche und zum Lehramt widerspricht nicht der akademischen Freiheit, sie erfordert jedoch eine Haltung der Dienstbereitschaft gegenüber den Gaben Gottes“, so der Papst wörtlich. Die Präsenz katholischer Fakultäten an staatlichen Einrichtungen sei eine Chance, den Dialog mit der Gesellschaft zu führen. Papst Franziskus nannte außerdem ausdrücklich die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, er wünsche sich einen „entsprechenden Einsatz der gesamten Bischofskonferenz“.

Zuletzt sprach der Papst noch über das Gemeindeleben, „die Gemeinschaft, in der der Glaube am meisten erfahrbar und gelebt wird“. Besonders die Beichte und die Eucharistie lagen ihm dabei am Herzen. Das Heilige Jahr sei eine Gelegenheit, das Sakrament der Buße neu zu entdecken; er wünsche, dass dieses Sakrament auch in den Pastoralplänen mehr Berücksichtigung findet. Ferner dürfe der Einsatz der Laien nicht zum Ersatz für den priesterlichen Dienst werden, fügte der Papst an.

Abschließend drückte er seine Hoffnung aus, dass die Begegnungen in Rom dazu dienen, dass die Teilkirchen ihre „Mitarbeit an der Sendung der universalen Kirche“ leisten.

(rv 20.11.2015 ord)

von esther10 20.11.2015 00:41

Papst erinnert die deutschen Bischöfe an die innere Verbindung von Eucharistie und Priestertum

Papst Franziskus: "Pastoralpläne, die den geweihten Priestern nicht die gebührende Bedeutung in ihrem Dienst des Leitens, Lehrens und Heiligens im Zusammenhang mit dem Aufbau der Kirche und dem sakramentalen Leben beimessen, sind der Erfahrung nach zum Scheitern verurteilt. Ohne Priester gibt es keine Eucharistie."

Erstellt von Gero P. Weishaupt am 20. November 2015 um 14:05 Uhr


Petersdom
Aus Anlass des Abschlusses ihres Ad-limina-Besuches in Rom hielt Papst Franziskus heute folgende Anprache an die deutschen Bischöfe. Kathnews dokumentiert diese Ansprache im vollen Wortlaut (Quelle: DBK):

Liebe Mitbrüder,

es ist mir eine Freude, Euch aus Anlass Eures Ad-limina-Besuchs hier im Vatikan begrüßen zu können. Die Wallfahrt an die Gräber der Apostel ist ein bedeutender Augenblick im Leben eines jeden Bischofs. Sie stellt eine Erneuerung des Bandes mit der universalen Kirche dar, die durch Raum und Zeit als das pilgernde Volk Gottes voranschreitet, indem sie das Glaubenserbe treu durch die Jahrhunderte und zu allen Völkern trägt. Herzlich danke ich dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Reinhard Marx für seine freundlichen Grußworte.

Zugleich möchte ich Euch meinen Dank aussprechen, dass Ihr meinen Petrusdienst durch Euer Gebet und Euer Wirken in den Teilkirchen mittragt. Ich danke besonders auch für die große Unterstützung, die die Kirche in Deutschland durch ihre vielen Hilfsorganisationen für die Menschen in aller Welt leistet.

Wir leben augenblicklich in einer außergewöhnlichen Zeitstunde. Hunderttausende von Flüchtlingen sind nach Europa gekommen oder sind unterwegs auf der Suche nach Schutz vor Krieg und Verfolgung.

Die christlichen Kirchen und viele einzelne Bürger Eures Landes leisten einen enormen Einsatz, um diese Menschen aufzunehmen und ihnen Beistand und menschliche Nähe zu geben. Im Geiste Christi wollen wir uns immer wieder den Herausforderungen durch die große Zahl der Hilfesuchenden stellen. Gleichzeitig unterstützen wir alle humanitären Initiativen, um die Lebenssituation in den Ursprungsländern wieder erträglicher zu machen.

Die katholischen Gemeinden in Deutschland unterscheiden sich deutlich zwischen Ost und West, aber auch zwischen Nord und Süd. Überall engagiert sich die Kirche professionell im sozial-caritativen Bereich und ist auch im Schulwesen überaus aktiv. Es ist darauf zu achten, dass in diesen Einrichtungen das katholische Profil gewahrt bleibt. So sind sie ein nicht zu unterschätzender positiver Faktor für den Aufbau einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Auf der anderen Seite ist aber gerade in traditionell katholischen Gebieten ein sehr starker Rückgang des sonntäglichen Gottesdienstbesuchs und des sakramentalen Lebens zu verzeichnen. Wo in den Sechziger Jahren noch weiträumig fast jeder zweite Gläubige regelmäßig sonntags zu Heiligen Messe ging, sind es heute vielfach weniger als 10 Prozent. Die Sakramente werden immer weniger in Anspruch genommen. Die Beichte ist vielfach verschwunden. Immer weniger Katholiken lassen sich firmen oder gehen das Sakrament der Ehe ein.

Die Zahl der Berufungen für den Dienst des Priesters und für das gottgeweihte Leben haben drastisch abgenommen. Angesichts dieser Tatsachen ist wirklich von einer Erosion des katholischen Glaubens in Deutschland zu sprechen.

Was können wir dagegen tun? Zunächst einmal gilt es, die lähmende Resignation zu überwinden. Sicherlich ist es nicht möglich, aus dem Strandgut „der guten alten Zeit“ etwas zu rekonstruieren, was gestern war. Wir können uns aber durchaus vom Leben der ersten Christen inspirieren lassen. Denken wir nur an Priska und Aquila, die treuen Mitarbeiter des heiligen Paulus. Als Ehepaar verkündeten sie mit überzeugenden Worten (vgl. Apg 18,26), vor allem aber mit ihrem Leben, dass die Wahrheit, die auf der Liebe Christi zu seiner Kirche gründet, wirklich glaubwürdig ist. Sie öffneten ihr Haus für die Verkündigung und schöpften aus dem Wort Gottes Kraft für ihre Mission. Das Beispiel dieser „Ehrenamtlichen“ mag uns zu denken geben angesichts einer Tendenz zu fortschreitender Institutionalisierung der Kirche. Es werden immer neue Strukturen geschaffen, für die eigentlich die Gläubigen fehlen

. Es handelt sich um eine Art neuer Pelagianismus, der dazu führt, unser Vertrauen auf die Verwaltung zu setzen, auf den perfekten Apparat. Eine übertriebene Zentralisierung kompliziert aber das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen (vgl. Evangelii gaudium, 32).

Die Kirche ist kein geschlossenes System, das ständig um die gleichen Fragen und Rätsel kreist. Die Kirche ist lebendig, sie stellt sich den Menschen vor Ort, sie kann in Unruhe versetzen und anregen. Sie hat ein Gesicht, das nicht starr ist. Sie ist ein Leib, der sich bewegt, wächst und Empfindungen hat. Und der gehört Jesus Christus.

Das Gebot der Stunde ist die pastorale Neuausrichtung, also „dafür zu sorgen, dass die Strukturen der Kirche alle missionarischer werden, dass die gewöhnliche Seelsorge in all ihren Bereichen expansiver und offener ist, dass sie die in der Seelsorge Tätigen in eine ständige Haltung des ‚Aufbruchs‘ versetzt und so die positive Antwort all derer begünstigt, denen Jesus seine Freundschaft anbietet“ (vgl. Evangelii gaudium, 27). Sicher, die Rahmenbedingungen sind dafür in der heutigen Gesellschaft nicht unbedingt günstig. Es herrscht eine gewisse Weltlichkeit vor. Die Weltlichkeit verformt die Seelen, sie erstickt das Bewusstsein für die Wirklichkeit.

Ein verweltlichter Mensch lebt in einer Welt, die er selbst geschaffen hat. Er umgibt sich gleichsam mit abgedunkelten Scheiben, um nicht nach außen zu sehen. Es ist schwer, solche Menschen zu erreichen. Auf der anderen Seite sagt uns unser Glaube, dass Gott der immer zuerst Handelnde ist. Diese Gewissheit führt uns zunächst ins Gebet. Wir beten für alle Männer und Frauen in unserer Stadt, in unserer Diözese, und wir beten auch für uns selbst, dass Gott einen Lichtstrahl seiner Liebe schicke und durch die abgedunkelten Scheiben hindurch die Herzen anrühre, damit sie seine Botschaft verstehen.

Wir müssen bei den Menschen sein mit der Glut derer, die als erste das Evangelium in sich aufgenommen haben. Und „jedes Mal, wenn wir versuchen, zur Quelle zurückzukehren und die ursprüngliche Frische des Evangeliums wiederzugewinnen, tauchen neue Wege, kreative Methoden, andere Ausdrucksformen, aussagekräftigere Zeichen und Worte reich an neuer Bedeutung für die Welt von heute auf. In der Tat, jedes echte missionarische Handeln ist immer ‚neu‘“ (Evangelii gaudium, 11). Auf diese Weise können sich alternative Wege und Formen von Katechese ergeben, die den jungen Menschen und den Familien helfen, den allgemeinen Glauben der Kirche authentisch und froh wiederzuentdecken.

In diesem Zusammenhang der neuen Evangelisierung ist es unerlässlich, dass der Bischof seine Aufgabe als Lehrer des Glaubens, des in der lebendigen Gemeinschaft der universalen Kirche überlieferten und gelebten Glaubens, in den vielfältigen Bereichen seines Hirtendienstes gewissenhaft wahrnimmt.

Wie ein treusorgender Vater wird der Bischof die theologischen Fakultäten begleiten und den Lehrenden helfen, die kirchliche Tragweite ihrer Sendung im Auge zu behalten. Die Treue zur Kirche und zum Lehramt widerspricht nicht der akademischen Freiheit, sie erfordert jedoch eine Haltung der Dienstbereitschaft gegenüber den Gaben Gottes.

Das sentire cum Ecclesia muss besonders diejenigen auszeichnen, welche die jungen Generationen ausbilden und formen. Die Präsenz der katholischen Fakultäten an den staatlichen Bildungseinrichtungen ist zudem eine Chance, um den Dialog mit der Gesellschaft voranzubringen. Nutzt auch die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt mit ihrer katholischen Fakultät und den verschiedenen wissenschaftlichen Fachbereichen.

Als einzige Katholische Universität in Ihrem Land ist diese Einrichtung von großem Wert für ganz Deutschland und ein entsprechender Einsatz der gesamten Bischofskonferenz wäre daher wünschenswert, um ihre überregionale Bedeutung zu stärken und den interdisziplinären Austausch über Fragen der Gegenwart und der Zukunft im Geist des Evangeliums zu fördern.

Wenn wir ferner einen Blick auf die Pfarrgemeinden werfen, die Gemeinschaft, in der der Glaube am meisten erfahrbar und gelebt wird, so muss dem Bischof in besonderer Weise das sakramentale Leben am Herzen liegen. Hier seien nur zwei Punkte hervorgehoben: die Beichte und die Eucharistie. Das bevorstehende Außerordentliche Jubiläum der Barmherzigkeit bietet die Gelegenheit, das Sakrament der Buße und der Versöhnung wieder neu zu entdecken. Die Beichte ist der Ort, wo einem Gottes Vergebung und Barmherzigkeit geschenkt wird.

In der Beichte beginnt die Umwandlung des einzelnen Gläubigen und die Reform der Kirche. Ich vertraue darauf, dass im kommenden Heiligen Jahr und darüber hinaus dieses für die geistliche Erneuerung so wichtige Sakrament in den Pastoralplänen der Diözesen und Pfarreien mehr Berücksichtigung findet.

Desgleichen ist es notwendig, die innere Verbindung von Eucharistie und Priestertum stets klar sichtbar zu machen. Pastoralpläne, die den geweihten Priestern nicht die gebührende Bedeutung in ihrem Dienst des Leitens, Lehrens und Heiligens im Zusammenhang mit dem Aufbau der Kirche und dem sakramentalen Leben beimessen, sind der Erfahrung nach zum Scheitern verurteilt. Die wertvolle Mithilfe von Laienchristen im Leben der Gemeinden, vor allem dort, wo geistliche Berufungen schmerzlich fehlen, darf nicht zum Ersatz des priesterlichen Dienstes werden oder ihn sogar als optional erscheinen lassen.

Ohne Priester gibt es keine Eucharistie. Die Berufungspastoral beginnt mit der Sehnsucht nach dem Priester im Herzen der Gläubigen. Ein nicht hoch genug zu einschätzender Auftrag des Bischofs ist schließlich der Eintritt für das Leben. Die Kirche darf nie müde werden, Anwältin des Lebens zu sein und darf keine Abstriche darin machen, dass das menschliche Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod uneingeschränkt zu schützen ist. Wir können hier keine Kompromisse eingehen, ohne nicht selbst mitschuldig zu werden an der leider weitverbreiteten Kultur des Wegwerfens. Wie groß sind die Wunden, die unserer Gesellschaft durch die Aussonderung und das „Wegwerfen“ der Schwächsten und Wehrlosesten – des ungeborenen Lebens wie der Alten und Kranken – geschlagen werden! Wir alle sind Leidtragende davon.

Liebe Mitbrüder, ich wünsche Euch, dass die Begegnungen, die Ihr mit der Römischen Kurie in diesen Tagen hattet, Euch den Weg mit Euren Teilkirchen in den nächsten Jahren erhellen und Euch helfen, immer besser Euren schönen geistlichen und seelsorglichen Auftrag wahrzunehmen. So könnt Ihr mit Freude und Zuversicht Eure geschätzte und unverzichtbare Mitarbeit an der Sendung der universalen Kirche leisten.

Ich bitte Euch weiterhin um Euer Gebet, dass ich mit Gottes Hilfe meinen Petrusdienst ausüben kann, und ebenso empfehle ich Euch der Fürsprache der seligen Jungfrau Maria, der Apostel Petrus und Paulus sowie der Seligen und Heiligen Eures Landes. Von Herzen erteile ich Euch und den Gläubigen Eurer Diözesen den Apostolischen Segen.
http://www.kathnews.de/papst-erinnert-di...und-priestertum

Aus dem Vatikan, am 20. November 2015

von esther10 20.11.2015 00:34

Kardinal Marx: Konstruktive und kritische Impulse vom Papst


Kardinal Reinhard Marx - RV

20/11/2015 13:27SHARE:

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Gespräche auf Augenhöhe mit dem Papst, aber auch kritische Anmerkungen an die Kirche in Deutschland: Wenn die Bischöfe heute nach ihrem Ad Limina Besuch zurück in ihre Bistümer kommen, dann nehmen sie eine ganze Reihe von Impulsen und Anregungen mit. Davon ist Kardinal Reinhard Marx überzeugt, im Gespräch mit Radio Vatikan berichtete er vom Ablauf der Besuche.

Die Begegnung mit dem Papst sei aber für alle das absolute Highlight gewesen, so Marx, und zwar nicht nur weil es der Papst sei, sondern vor allem wie er die Gespräche geführt habe. „In welcher Atmosphäre es stattgefunden hat, mit welchem Wohlwollen, in welcher Brüderlichkeit, aber auch mit welchem Freimut. Das war glaube ich sehr beeindruckend für die Bischöfe, dass ein solches Gespräch stattgefunden hat.“ Besonders mit dem Papst, aber nicht nur mit ihm, seien es Begegnungen auf Augenhöhe gewesen.

Und dabei kamen auch kritische Dinge auf den Tisch, gerade auch in der Schlussansprache nennt Papst Franziskus kritische Punkte der deutschen Kirche. Das sei etwas, „was Aufgabe des Papstes ist, auch grundsätzliche Punkte und auch auf kritische Punkte hinzuweisen. Warum sollten wir zusammen kommen, wenn wir uns nur gegenseitig loben und nicht auch mal aus der Sicht des einen und des Anderen kritische Punkte nennen?“ Natürlich habe es auch Begegnungen in Dikasterien gebeben, wo heftig diskutiert wurde, wo es Einzelthemen gibt, die nicht einfach zu lösen sind, etwa mit Blick auf die Liturgie oder andere Fragen. Auch in der Schlussansprache fallen starke Worte, etwa das von der „Erosion des Glaubens“ in Deutschland.

„Das ist ja etwas, was die gesamte Kirche im Westen betrifft, ich würde sogar sagen weltweit. Der Papst spricht hier etwas an, was uns seit Jahren beschäftigt. Er weist uns darauf hin, sagt uns, dass wir das nicht vergessen sollen, wenn auch die Antwort darauf nicht so ganz einfach ist. Es geht eben darum, wie wir in einer säkularen Welt und einer offenen Gesellschaft das Evangelium heute verkünden ohne die traditionellen Stützen, die es über Jahrhunderte auch in Deutschland gegeben hat.“

Eine weitere Anmerkung des Papstes bezog sich auf den katholischen Charakter der vielen sozial-karitativen Einrichtungen, auch das etwas, was ein längerfristiges Thema der Bischöfe ist, so Kardinal Marx. „Wie oft haben wir in der Bischofskonferenz unsere vielfältigen Institutionen diskutiert, all das, was wir haben: Wie können wir das immer wieder vom Glauben her prägen? Das ist das, was uns seit vielen Jahren umtreibt. Deswegen empfinde ich diesen konstruktiv kritischen Impuls als angebracht.“

Es sei nun die Aufgabe der Bischöfe, zu sehen, welche Impulse aus den Gesprächen in den einzelnen Dikasterien, mit dem Papst und aus der Papstansprache zu ziehen seien. „Ich denke wir werden sowohl die Gespräche in den Dikasterien, die Gespräche, die die einzelnen Gruppen mit dem Papst hatten, wie auch die Schlussansprache sehr genau auswerten. Das ist jetzt unsere Aufgabe, das jetzt nicht einfach hinzunehmen, sondern zu schauen, was an Impulsen gegeben ist. Das ist für uns selbstverständlich, dass wir uns damit intensiv beschäftigen werden.“
(rv 20.11.2015 ord)

*

Ich frage nur mal so: Sind das keine Forderungen, die „theologisch nicht akzeptabel“ sind? Sind das keine Forderungen, die „mit Lehre und Tradition der Kirche nicht vereinbar“ sind? Als ich zuletzt nachgesehen habe, gehörte Sexualität noch in den geschützten und verbindlichen Rahmen einer Ehe, nicht einfach einer Partnerschaft (vgl. KKK Nr. 2353). Und zuletzt gehörte auch die künstliche Empfängnisverhütung nicht einfach deshalb zum Repertoire gläubiger Katholiken, weil es der Rest der Welt auch so hält.

Dass man über diese und die anderen Themen sprechen muss, dass man ihren Wert immer wieder und immer wieder in neuen Worten vermitteln muss, steht außer Frage. Wir können alle nur hoffen, dass wir – mit einem wichtigen Meilenstein bei der Familiensynode – in dieser Hinsicht alle ein bisschen schlauer werden. Es reicht eben nicht aus, einfach nur den Katechismus zu zitieren, wie ich es oben getan habe, der für 99 % der Menschen in Deutschland vermutlich kaum eine Referenz darstellen dürfte. Es ist Überzeugungsarbeit zu leisten für das katholische Bild der Familie – es zu relativieren und der Diskussion anheimzustellen, nur weil es in der Gesellschaft nicht mehr opportun ist, hieße, große Teile eines Kirchenschatzes an Glauben einzureißen.

„Die Welt“ und „die Kirche“ stehen sich in den vom „ZdK“ (das sich auf die Seite „der Welt“ geschlagen zu haben scheint) angesprochenen Themen sprachlos und taub gegenüber und es ist unsere Aufgabe, die richtige Sprache zu finden und die Ohren der Welt zu öffnen, „die Welt“ sieht zu einem solchen Bemühen gar keine Veranlassung. Die Forderungen des „ZdK“ sind aber dieser notwendigen Öffnung nicht nur nicht förderlich, sie verhindern einen Dialog durch Preisgabe der eigenen Position. Bequem wär’s ja, aber bequem ist die Wahrheit nicht zu haben.

Ich hätte mir von einem Vorsitzenden der DBK, wenn er sich denn schon äußert, eine in dieser Hinsicht klarere Aussage gewünscht. Ich kann aber – leider – nicht sagen, dass meine Erwartungen enttäuscht wurden.
http://papsttreuerblog.de/2015/05/15/kar...terpretationen/


von esther10 20.11.2015 00:29

Kardinal Parolin: „Keine Angst vor Terror zum Heiligen Jahr"

Heiligen Pforte von St. Peter - OSS_ROM

19/11/2015 14:57SHARE:
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin lädt dazu ein, mit Blick auf das bevorstehende Heilige Jahr und die Anschläge von Paris „nicht der Angst nachzugeben“. Papst Franziskus wird am 8. Dezember das Heilige Jahr der Barmherzigkeit eröffnen. Die Stadt Rom hat nach den Anschlägen von Paris die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. 700 zusätzliche Militärs sollen ihre 1.300 Kollegen beim Objektschutz unterstützen. 94 Punkte der Stadt wurden als „besonders sensibel“ eingestuft, darunter die Wohnung des Papstes im Gästehaus Santa Marta.

Nicht wenige Römer empfinden Unbehagen angesichts der Entwicklungen. „Ich denke, das ist natürlich, gerade nach den jüngsten tragischen Vorfällen“, sagt Kardinal Parolin im Gespräch mit Radio Vatikan. „Wichtig ist, nicht der Angst nachzugeben, denn das ist, was die Terroristen wollen. Nach einem ersten Moment sollte man das normale Leben wieder aufnehmen, das scheint mir die beste Antwort, die wir auf dieses abwegige Phänomen (des Terrorismus) geben können.“

Auch der kommissarische Bürgermeister Roms, Francesco Paolo Tronca, gibt Entwarnung:
„Wir erleben einen Augenblick großer Komplexität und großer Sorge. Was in Frankreich vorgefallen ist, muss sicherlich zu höchster Aufmerksamkeit führen. Das stellt aber nicht in Frage, dass das System Italien dazu bereit ist, welches Ereignis auch immer anzugehen. Rom ist stolz darauf, das Jubiläum zu beherbergen, das ist das wichtigste Ereignis des nächsten Jahres, und sicherlich wird es vom organisatorischen und logistischen Standpunkt aus gut ablaufen. Wir warten nur noch darauf, dass sich die Heilige Pforte öffnet.“

Nach den Pariser Anschlägen war kurzzeitig erwogen worden, das Heilige Jahr zu verschieben. Doch für die Sicherheit der Pilger hätte das nichts gebracht, sagte der zuständige römische Stadtpräfekt Franco Gabrielli: „Terroristen handeln nicht nach einem festen Kalender. Sie schlagen zu, wenn sie mir der Planung fertig sind.“

Am Dienstagabend fand indessen in Vorbereitung auf die Eröffnung des Jubiläumsjahres eine Art geistliche Prüfung der Heiligen Pforte statt, die sogenannte „Recognitio“. Der Erzpriester des Petersdoms, Kardinal Angelo Comastri, nahm die Zeremonie vor, anwesend waren auch der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung Erzbischof Rino Fisichella und der päpstliche Zeremonienmeister Guido Marini.

Vier Bedienstete der vatikanischen Dombauhütte, sogenannte „Sampietrini“, brachen mit Spitzhacken die Mauer auf, die das Tor bis dahin versiegelte. Sie entnahmen die „Capsa“, den Metallbehälter, der sich dort seit der Schließung des Heiligen Jahres von 2000 befand. Nach einem Gebet am Confessio-Altar zog die Prozession in den Kapitelsaal, wo der Behälter mittels einer Knallgasflamme geöffnet wurde. Kardinal Comastri entnahm mehrere darin verwahrte Gegenstände: den Schlüssel der Heiligen Pforte, den der Papst zum Öffnen des Portals am 8. Dezember gebrauchen wird, Griffe, Ziegel, eine Notariatsurkunde auf Pergament sowie Gedenkmedaillen. Der Inhalt geht an Papst Franziskus, ebenso wie die entsprechenden Behälter der übrigen Papstbasiliken.
(rv 19.11.2015 gs)

von esther10 20.11.2015 00:22

Kardinal Piacenza: Ablass ist wie ein Staubsauger Gottes


Kardinal Mauro Piacenza, Großpönitentiar der katholischen Kirche

20/11/2015 09:28SHARE:

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Drei Wochen noch, dann eröffnet Papst Franziskus am 8. Dezember das Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Reue, Buße, Versöhnung und Umkehr sind zentrale Begriffe des Jubeljahres, und ausdrücklich will Franziskus die Gläubigen zum Sakrament der Beichte einladen. Wie seit jeher ist die Teilnahme am Heiligen Jahr mit einem vollkommenen Ablass verbunden. Für Angelegenheiten, die mit Buße und Gewissen zu tun haben, ist beim Heiligen Stuhl ein eigener Gerichtshof zuständig: die Apostolische Pönitentiarie. Gudrun Sailer sprach mit Großpönitentiar Kardinal Mauro Piacenza.

RV: Herr Kardinal, die Heiligen Jahre ziehen seit jeher sehr viele Pilger an, weil sie dabei einen vollkommenen Ablass erhalten. Ablass ist ein komplexer Begriff, wie würden Sie ihn einem Laien erklären?

„In der Beichte vergibt Gott die Sünden. Wenn aber der Schmerz über die begangenen Sünden nicht so groß ist, dann bleibt da ein Rest, ein Rückstand von Strafe und Leid. Diesen Rückstand büßt man ab, entweder hier im irdischen Leben oder im Jenseits. Der Ablass – und da liegt seine Kostbarkeit – gibt die unendliche Barmherzigkeit Gottes weiter: er macht an dieser Stelle sauber, nimmt gewissermaßen als Staubsauger Gottes die Krümel der Sünde weg. Wenn also ein Mensch nach der Beichte den Ablass erhält, dann ist er praktisch wie nach der Taufe: Er beginnt ein neues Leben.“

RV: Was müssen Gläubige tun, um den Ablass zu erlangen?

„Die üblichen Auflagen sind: Beichte und Kommunion, Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters, ein Vaterunser und das Glaubensbekenntnis. Diese Auflagen sind wichtig, weil sie das Ganze strukturieren – aber das wichtigste ist die Substanz. Und die liegt in der aufrichtigen Reue des Herzens. Beichte und Ablass gehören zusammen, und auf ihnen liegt der Fokus eines jeden Heiligen Jahres.“


RV: Papst Franziskus hat für die Dauer des Jubiläumsjahres die Heilige Pforte des Petersdoms zur „Pforte der Barmherzigkeit“ erklärt. Was bedeutet das?

„Die Tür hat in kirchlichen Gebäuden immer eine große symbolische Bedeutung. Bei Johannes sagt Jesus: Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden. Es ist ein Übergehen vom Zustand der Sünde in den Zustand der Gnade. Auf diese Theologie verweist der Papst, wenn er eine Heilige Pforte öffnet. Klarerweise ist es keine magische Tat, eine Pforte zu durchschreiten. Es ist vielmehr dann ein religiöses Zeichen, wenn ich ihm einen Inhalt gebe. Wenn ich also glaubend diese Pforte durchmesse, mitsamt dem Staub, der sich während der Pilgerschaft durch die Welt auf mein Kleid gelegt hat, und wenn ich mich innerlich sammle und sage, ich möchte gerne von einem Zustand der Sünde in einen Zustand des Lebens gelangen, und ich erkenne an, dass Christus meine Tür ist, meine Rettung, und ich höre in meinem Ohr Jesus sagen: Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden – dann bin ich im Einklang mit dem, was der Heilige Vater uns sagen wollte, indem er uns diese Pforte wies.“
„Hier ist die Spannung der Seelen zu spüren"

RV: Die Pönitentiarie ist als Gnadengerichtshof der katholischen Kirche für Lossprechungen von schwersten Sünden zuständig. Verhandelt werden hier Fragen, die das innerste Gewissen betreffen. Wie kann man sich die Arbeit vorstellen, die hier geleistet wird?

„Ich würde sagen, die Pönitentiarie ist eine große Waschmaschine, die am Werk ist. Aber man kostet auch, pastoral gesprochen, den tiefen Sinn der Kirche und des Priesters, der lossprechen kann. Das ist eine außergewöhnliche Kurienbehörde. Bei uns geht es nicht so sehr um Akten – ich sage das mit höchstem Respekt für die Arbeit aller anderen Kurienbehörden, jedes Dikasterium tut seine Pflicht. Aber hier ist die Spannung der Seelen zu spüren. Die reuigen Seelen, die Versöhnung suchen. Und es ist eine Freude, diese Versöhnung geben zu können. Es ist eine Freude, so arbeiten zu können, Tränen trocknen zu können, Hoffnung zurückgeben zu können, und dazu anstiften zu können, wieder Lebensfreude zu gewinnen, die Freude, den Glauben im Alltag wieder zu entdecken.“

RV: Kommt auf die Pönitentiarie im Heiligen Jahr mehr Arbeit zu als sonst?

„Wir legen mehr Augenmerk auf die Beichten in den römischen Basiliken, es wird etwa mehr Beichtväter in den verschiedenen Sprachen geben, und wir denken auch an Hilfstruppen, die den Pilgern bei der Gewissenserforschung beistehen können. Das Heilige Jahr ist ein Jahr der friedensstiftenden Realität für die Seelen. Sicher, die Pönitentiarie ist ein Tribunal, aber eines, in dem die Akten sozusagen mit den Tränen der heilsamen Buße durchtränkt sind und dann getrocknet werden an der Sonne der göttlichen Barmherzigkeit. Und das täglich! Bei uns ist immer Jubiläum.“
(rv 12.11.2015 gs)

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