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von esther10 25.09.2015 00:18

„Los! Gehen wir immer voran!“
Papstpredigt bei der Messe der Heiligsprechung des seligen Junipero Serra -- Volltext

Washington, 24. September 2015 (ZENIT.org) Staff Reporter | 133 klicks

Wir dokumentieren im Folgenden die offizielle deutsche Übersetzung der Predigt von Papst Franziskus bei der Messe der Heiligsprechung des seligen Junipero Serra, die am Mittwoch, dem 23. September 2015, am Nationalheiligtum der Unbefleckten Empfängnis in Washington, D.C., stattfand.
http://w2.vatican.va/content/francesco/d...laudato-si.html

***

»Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!« (Phil 4,4). Das ist eine Aufforderung, die unser Leben mächtig aufrüttelt. Freut euch, sagt Paulus zu uns fast in einem Befehlston. Eine Aufforderung, die den Wunsch nach einem gelungenen Leben wiedergibt, den wir alle empfinden, den Wunsch nach einem sinnvollen Leben, nach einem mit Freude erfüllten Leben. Es ist so, als ob Paulus hören könnte, was jeder von uns im Herzen trägt, und dem Stimme verleihen könnte, was wir empfinden und erfahren. Es gibt etwas in unserem Innern, das uns einlädt, uns zu freuen und uns nicht mit Placebos zu begnügen, die uns immer zufrieden stellen wollen.

Doch zugleich erfahren wir die Anspannungen des alltäglichen Lebens. So viele Situationen scheinen diese Aufforderung zur Freude in Zweifel zu ziehen. Ihre Eigendynamik, der wir uns oft unterworfen fühlen, scheint uns in eine traurige Resignation zu führen, die allmählich zu einer Gewohnheit wird, mit einer tödlichen Konsequenz: Unser Herz wird betäubt.

Wir wollen nicht, dass die Resignation unser Leben prägt – oder wollen wir das? Wir wollen nicht, dass die Gewohnheit unsere Tage bestimmt, oder doch? Daher sollten wir uns fragen: Was können wir tun, dass unser Herz nicht betäubt wird? Wie können wir die Freude des Evangeliums in den verschiedenen Situationen unseres Lebens vertiefen?

Jesus hat das damals zu seinen Jüngern gesagt, und er sagt es zu uns: Geht! Verkündet! Die Freude des Evangeliums kann man nur dann erfahren, erkennen und leben, wenn man sie hergibt, wenn man sich selbst hergibt.

Der Geist der Welt verleitet uns zum Konformismus, zur Bequemlichkeit; und angesichts dieses menschlichen Geistes ist es wieder nötig zu »spüren, dass wir einander brauchen, dass wir eine Verantwortung für die anderen und für die Welt haben« (Laudato si’, 229). Es ist die Verantwortung, die Botschaft Jesu zu verkünden. Denn die Quelle unserer Freude entspringt dem »unerschöpflichen Wunsch, Barmherzigkeit anzubieten – eine Frucht der eigenen Erfahrung der unendlichen Barmherzigkeit des himmlischen Vaters und ihrer Tragweite« (Evangelii gaudium, 24). Gehen wir zu allen Menschen, um zu verkünden, indem wir salben, und zu salben, indem wir verkünden.

Dazu lädt uns der Herr heute ein und sagt uns: Die Freude erlebt der Christ in der Mission: »Geht zu allen Völkern« (Mt 28,19).

Die Freude findet der Christ in der Aufforderung: Geht und verkündet!

Die Freude erneuert und verwirklicht der Christ durch eine Berufung: Geht und salbt!

Jesus schickt sie zu allen Völkern. Zu allen Menschen. Und zu diesen »allen« seit zweitausend Jahren gehören auch wir. Jesus macht keine Auswahlliste – wer ja und wer nein – von denen, die würdig sind oder nicht, seine Botschaft und seine Gegenwart zu empfangen. Im Gegenteil, er umarmte das Leben immer so, wie es sich ihm darbot. Mit einem Gesicht des Schmerzes, des Hungers, der Krankheit und der Sünde. Mit einem Gesicht der Verwundung, des Durstes, der Erschöpfung. Mit einem Gesicht des Zweifels und des Erbarmens. Weit davon entfernt, ein beschönigtes, ausgeschmücktes, hübsch zurechtgemachtes Leben zu erwarten, nahm er es an, wie es ihm entgegenkam. Selbst wenn es ein Leben war, das sich oft als erbärmlich, schmutzig und zerrüttet darstellte. Geht zu »allen«, sagte Jesus – zu allen! – und verkündet; zu diesem Leben mit allem, was dazugehört, so wie es ist, und nicht, wie wir es gerne hätten, geht und umarmt es in meinem Namen. Geht an die Wegkreuzungen, geht hinaus… um ohne Furcht zu verkünden, ohne Vorurteile, ohne Überlegenheitsgefühl, ohne „Purismen“, geht zu jedem, der die Freude am Leben verloren hat; geht, um die erbarmende Umarmung des Vaters zu verkünden. Geht zu denen, die mit der Last des Schmerzes, des Scheiterns, des Gefühls einer zerstörten Existenz leben, und verkündet ihnen die Torheit eines Vaters, der sie mit dem Öl der Hoffnung, des Heils salben möchte. Geht hinaus, um zu verkünden, dass der Irrtum, die trügerischen Traumbilder, die Täuschungen nicht das letzte Wort im Leben eines Menschen haben. Geht hinaus mit dem Öl, das den Wunden Linderung verschafft und das Herz aufrichtet.

Die Mission erwächst nie aus einem perfekt ausgearbeiteten Plan oder einem gut strukturierten und ordentlich ausgearbeiteten Handbuch. Die Mission entsteht immer aus einem Leben, das sich gesucht und geheilt, aufgenommen und verziehen weiß. Die Mission wird geboren, wenn man ein ums andere Mal die erbarmende Salbung Gottes erfährt.

Die Kirche, das heilige Volk Gottes, vermag die staubigen Wege der Geschichte zu beschreiten, die so oft von Konflikten, Ungerechtigkeiten und Gewalt durchquert wurden, um zu ihren Kindern, unseren Brüdern und Schwestern zu gelangen. Das heilige und gläubige Volk Gottes fürchtet nicht, Fehler zu machen; es fürchtet, sich selbst zu verschließen, in Eliten zu erstarren, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern. Es weiß, dass das Sich-Verschließen in seinen vielfältigen Formen die Ursache so vieler Momente der Resignation ist.

Lasst uns deshalb aufbrechen, lasst uns hinausgehen, um allen das Leben Jesu Christi anzubieten (vgl. Evangelii gaudium, 49)! Das Volk Gottes weiß sich einzubringen, weil es Schüler dessen ist, der sich vor den Seinen niederkniete, um ihnen die Füße zu waschen (vgl. ebd., 24).

Heute sind wir hier, können wir hier sein, weil es viele Menschen gab, die sich entschlossen haben, diesem Ruf zu folgen; viele, die geglaubt haben, dass »das Leben reicher und reifer [wird], je mehr man es hingibt, um anderen Leben zu geben« (Aparecida 2007, 360). Wir sind die Söhne und Töchter der missionarischen Kühnheit vieler Menschen, die es vorgezogen haben, sich nicht »einzuschließen in die Strukturen, die uns einen falschen Schutz geben, … in die Gewohnheiten, in denen wir uns ruhig fühlen, während draußen eine hungrige Menschenmenge wartet« (Evangelii gaudium, 49). Wir sind Schuldner einer Tradition, einer Kette von Zeugen, die es möglich gemacht haben, dass die „Frohe Botschaft“ des Evangeliums von Generation zu Generation immer aktuell und „froh“ sein konnte.

Heute gedenken wir eines dieser Zeugen, der in diesem Land die Freude des Evangeliums bekundet hat, Bruder Junípero Serra. Er verkörperte die »Kirche im Aufbruch«, diese Kirche, die hinauszugehen und die Wege zu beschreiten weiß, um die versöhnliche Zärtlichkeit Gottes allen mitzuteilen. Junípero Serra verließ sein Land und dessen Gebräuche und entschloss sich, Wege zu eröffnen; er verstand es, vielen entgegenzugehen, indem er ihre Bräuche und Besonderheiten kennen und achten lernte. Er vermochte in denen, die er traf, das Leben Gottes zu erwecken und zu erhalten und machte sie zu seinen Brüdern und Schwestern. Junípero suchte die Würde der Gemeinschaft der Ureinwohner zu verteidigen und schützte sie vor jenen, die sie missbraucht hatten. Diese Vergehen rufen bis heute unser Missfallen hervor, besonders wegen des Leides, das sie im Leben vieler Menschen verursachen.

Pater Junípero hatte ein Motto, das seine Schritte beflügelte und sein Leben prägte: Siempre adelante – immer voran!, pflegte er zu sagen, und vor allem handelte er danach. Das war die Form, die Junípero fand, um die Freude des Evangeliums zu leben und sein Herz vor Betäubung zu bewahren. Er ging immer voran, weil der Herr wartet; immer voran, weil der Bruder oder die Schwester wartet. Immer voran für die ganze Zeitspanne, die er noch zu leben hatte. Er ging immer voran. Könnten auch wir heute so wie er damals sagen: Los! Gehen wir immer voran!

© Copyright - Libreria Editrice Vaticana

(24. September 2015) © Innovative Media Inc.

von esther10 25.09.2015 00:16

Papstansprache an US-Bischöfe


Franziskus sprach vor den US-Bischöfen - EPA

25/09/2015 14:32SHARE:
Wir halten hier die Ansprache von Papst Franziskus an die US-Bischöfe in Washington fest.
Liebe Brüder im Bischofsamt,

zu allererst möchte ich einen Gruß an die jüdische Gemeinde richten, an unsere jüdischen Brüder, die heute das Fest Jom Kippur feiern. Der Herr segne sie mit Frieden und lasse sie voranschreiten auf dem Weg der Heiligkeit, entsprechend seinem Wort, das wir heute gehört haben: »Seid heilig, denn ich …bin heilig« (Lev 19,2).

Ich freue mich darüber, euch in diesem Moment der apostolischen Sendung zu begegnen, die mich in euer Land geführt hat. Sehr herzlich danke ich Kardinal Wuerl und Erzbischof Kurtz für die freundlichen Worte, die sie auch in euer aller Namen an mich gerichtet haben. Nehmt bitte meinen Dank für den Empfang und für die großherzige Bereitschaft entgegen, mit der mein Aufenthalt geplant und organisiert wurde.

Wenn ich mit den Augen und mit dem Herzen eure Gesichter von Hirten überblicke, möchte ich auch die Kirchen, die ihr liebevoll auf euren Schultern tragt, umarmen. Ich bitte euch zu versichern, dass durch euch meine menschliche und geistliche Nähe zum ganzen Volk Gottes kommt, das über dieses weite Land verbreitet ist.

Das Herz des Papstes weitet sich, um alle einzuschließen. Das Herz weit zu machen, um zu bezeugen, dass Gott in seiner Liebe groß ist, darin besteht die Sendung des Nachfolgers Petri, des Stellvertreter dessen, der am Kreuz die ganze Menschheit umarmt hat. Kein Glied des Leibes Christi und der US-amerikanischen Nation möge sich von der Umarmung des Papstes ausgeschlossen fühlen. Wo immer der Name Jesu auf die Lippen kommt, da erklinge auch die Stimme des Papstes, um zu versichern: „Er ist der Retter!“ Von euren großen Metropolen an der Ostküste zu den Ebenen im Mittelwesten, vom tiefen Süden zum unbegrenzten Westen, wo auch immer sich eure Leute zur Eucharistiefeier versammeln, sei der Papst nicht ein reiner Name, der gewohnheitsmäßig genannt wird, sondern ein greifbar naher Gefährte, der die Stimme unterstützen will, die sich aus dem Herzen der Braut erhebt: „Komm, Herr!“

Wenn eine Hand gereicht wird, um Gutes zu tun oder dem Bruder bzw. der Schwester die Liebe Christi zu bringen, um eine Träne zu trocknen oder in der Einsamkeit Gesellschaft zu leisten, um einem Verirrten den Weg zu zeigen oder ein bereits gebrochenes Herzen wieder aufzurichten, um sich über einen Gefallenen zu beugen oder einen, der nach Wahrheit dürstet, zu belehren, um Verzeihung anzubieten oder zu einem neunen Anfang in Gott zu führen … dann wisst, dass der Papst euch begleitet, dass der Papst euch stützt, dass er auf eure Hand auch die seine legt, die schon alt und faltig, aber Gott sei Dank noch imstande ist zu unterstützen und zu ermutigen.

Mein erstes Wort ist, Gott Dank zu sagen für die Dynamik des Evangeliums, die ein bemerkenswertes Wachstum der Kirche Christi in diesen Ländern erlaubt und den großherzigen Beitrag möglich gemacht hat, den sie für die US-amerikanische Gesellschaft und die Welt geleistet hat und weiter leistet. Eure Großherzigkeit und eure Solidarität gegenüber dem Apostolischen Stuhl und in Bezug auf die Evangelisierung in vielen leidenden Teilen der Welt schätze ich sehr und danke tief bewegt dafür. Ich freue mich über den ungebrochenen Einsatz eurer Kirche für die Sache des Lebens und der Familie, die der vorrangige Grund meines gegenwärtigen Besuches ist. Aufmerksam verfolge ich die beachtlichen Anstrengungen hinsichtlich der Aufnahme und Integration der Immigranten, die weiter auf die USA mit dem Blick der Zuwanderer schauen, die auf der Suche nach vielversprechenden Möglichkeiten von Freiheit und Wohlstand hierher gekommen sind. Ich bewundere die Arbeit, mit der ihr den Bildungsauftrag in euren Schulen auf allen Ebenen und das karitative Wirken in euren zahlreichen Einrichtungen voranbringt. Es handelt sich um Aktivitäten, die häufig durchgeführt werden, ohne dass ihr Wert verstanden wird und ohne Unterstützung – Aktivitäten, die auf jeden Fall heroisch mit den Spenden der Armen aufrechterhalten werden. Denn diese Initiativen entspringen einem übernatürlichen Auftrag, und es ist nicht gestattet, diesem nicht zu gehorchen. Ich bin mir des Mutes bewusst, mit dem ihr dunklen Momenten auf dem Weg eurer Kirche begegnet seid, ohne Selbstkritik zu fürchten noch euch Erniedrigungen und Opfer zu ersparen, ohne der Angst zu weichen, sich dessen zu entäußern, was zweitrangig ist, um nur die Autorität und das Vertrauen wiederzugewinnen, die von den Dienern Christi verlangt wird, wie der Geist eures einmaligen Volkes es sich wünscht. Ich weiß, wie sehr die Wunde der letzten Jahre auf euch gelastet hat, und ich habe euren hochherzigen Einsatz begleitet, die Opfer zu heilen – im Bewusstsein, dass durch das Heilen auch immer wir selbst Heilung erfahren – und weiter daran zu arbeiten, dass solche Verbrechen sich nie mehr wiederholen.

Ich spreche zu euch als Bischof von Rom, der bereits im Alter aus einem ebenfalls amerikanischen Land von Gott gerufen wurde, um die Einheit der Universalkirche zu hüten und um in der Liebe den Weg aller Teilkirchen zu fördern, damit sie in der Erkenntnis, im Glauben und in der Liebe Christi fortschreiten. Da ich eure Vor- und Zunamen lese, eure Gesichtszüge betrachte, das hohe Maß eures kirchlichen Bewusstseins kenne und um eure Ergebenheit weiß, die ihr dem Nachfolger Petri stets entgegengebracht habt, muss ich euch sagen, dass ich mich unter euch nicht als Fremder fühle. Ich stamme nämlich auch aus einem weiten, endlosen und nicht selten gestaltlosen Land, das, wie das eure, den Glauben aus dem Gepäck der Missionare empfangen hat. Ich kenne gut die Herausforderung, das Evangelium in die Herzen von Menschen einzusäen, die aus verschiedenen Welten kommen und häufig verhärtet sind von dem beschwerlichen Weg, den sie vor ihrer Ankunft zurückgelegt haben. Nicht fremd ist mir die Geschichte von der Mühe, die Kirche inmitten von Ebenen, Bergen, Städten und Vororten eines oft unwirtlichen Territoriums einzupflanzen, wo die Grenzen immerzu provisorisch sind, die offensichtlichen Antworten nicht halten und der Eingangsschlüssel erfordert, dass man die epischen Mühen der Pioniere und Erforscher mit der prosaischen Weisheit und Resistenz der Siedler, die den erreichten Raum überwachen, zu verbinden versteht. Einer eurer Dichter hat es so besungen: »kräftige und unermüdliche Flügel«, aber auch die Weisheit dessen, der »die Berge kennt«.[1]

Ich spreche nicht allein zu euch. Meine Stimme steht in Kontinuität mit dem, was meine Vorgänger euch geschenkt haben. Tatsächlich war seit den Anfängen der „amerikanischen Nation“, als nach der Revolution die erste Diözese in Baltimore errichtet wurde, die Kirche von Rom euch immer nahe, und es fehlte euch nie ihr ständiger Beistand und ihre Förderung. In den letzten Jahrzehnten haben drei meiner verehrten Vorgänger euch besucht und euch dabei einen beachtlichen Schatz an immer noch aktuellen Lehren übergeben, die ihr beherzigt habt, um die weitblickenden pastoralen Programme auszurichten, mit denen ihr diese geliebte Kirche leitet.

Es ist nicht meine Absicht, ein Programm abzustecken oder eine Strategie zu umreißen. Ich bin nicht gekommen, um euch zu beurteilen oder Unterricht zu erteilen. Ich vertraue völlig auf die Stimme dessen, der »alles lehren« wird (Joh 14,26). Gestattet mir nur – in der Freiheit der Liebe –, dass ich als Bruder unter Brüdern sprechen kann. Es liegt mir nicht am Herzen, euch zu sagen, was ihr tun sollt, denn wir wissen alle, was der Herr von uns verlangt. Ich möchte vielmehr noch einmal auf jene – alte und stets neue – Mühe zurückkommen, die darin besteht, sich über die zu beschreitenden Wege zu fragen, über die Gefühle, die man sich während des Wirkens bewahren, und über den Geist, in dem man handeln soll. Ohne den Anspruch, erschöpfend zu sein, möchte ich euch an einigen Überlegungen teilhaben lassen, die ich für unsere Sendung für angebracht halte.

Wir sind Bischöfe der Kirche, von Gott eingesetzte Hirten, um seine Herde zu weiden. Unsere größte Freude ist es, Hirten zu sein, nichts anderes als Hirten, mit einem ungeteilten Herzen und von einer unumkehrbaren Selbsthingabe. Man muss sich diese Freude bewahren, ohne zuzulassen, dass sie uns geraubt wird. Der Böse brüllt wie ein Löwe und sucht, diese Freude zu verschlingen, indem er so das zerstört, wozu wir berufen sind, nämlich nicht für uns selbst da zu sein, sondern als Gabe im Dienst des »Bischofs unserer Seelen« (vgl. 1 Petr 2,25).

Das Wesen unserer Identität muss im beharrlichen Gebet, in der Verkündigung (vgl. Apg 6,4) und im Weiden (vgl. Joh 21,15-17; Apg 20,28-31) gesucht werden.

Es handelt sich nicht um irgendein Gebet, sondern um die vertraute Einheit mit Christus, wo wir täglich seinem Blick begegnen, um seine Frage an uns gerichtet zu verspüren: »Wer ist meine Mutter? Wer sind meine Brüder?« (vgl. Mk 3,31-34), und um ihm ruhig antworten zu können: „Herr, hier ist deine Mutter, hier sind seine Brüder! Ich übergebe sie dir, es sind jene, die du mir anvertraut hast.“ Von einer solchen Vertrautheit mit Christus nährt sich das Leben des Hirten.

Es geht nicht darum, komplexe Lehren zu predigen, sondern Christus freudig zu verkünden, der für uns gestorben und auferstanden ist. Der Stil unserer Sendung erwecke in unseren Zuhörern die Erfahrung des „für uns“ dieser Verkündigung: Das Wort Gottes schenke jedem Teil ihres Lebens Sinn und Fülle; die Sakramente mögen sie mit jener Speise nähren, die sie sich nicht besorgen können, die Nähe des Hirten rüttle in ihnen die Sehnsucht nach der Umarmung des Vaters wach. Wacht darüber, dass die Herde im Herzen des Hirten stets jenen Vorrat an Ewigkeit antreffe, den man unter Mühen umsonst in den Dingen der Welt sucht. Auf euren Lippen mögen sie immer die Wertschätzung für die Fähigkeit finden, in der Freiheit und Gerechtigkeit den Wohlstand zu schaffen und aufzubauen, den diese Erde großzügig gibt. Es fehle jedoch nicht der gelassene Mut zu bekennen: »Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt« (Joh 6,27).

Nicht sich selbst weiden, sondern verstehen, sich zurückzunehmen, sich klein zu machen, nicht in die Mitte zu stellen, um die Familie Gottes mit Christus zu nähren. Wacht ungebrochen darüber und schwingt euch hoch auf, um mit dem Blick Gottes die Herde, die allein ihm gehört, zu erreichen. Erhebt euch auf die Höhe des Kreuzes seines Sohnes, dem einzigen Gesichtspunkt, der dem Hirten das Herz seiner Herde öffnet.

Nicht nach unten schauen in der eigenen Selbstbezogenheit, sondern immer auf die Horizonte Gottes, die über das hinausgehen, was vorherzusehen oder zu planen wir in der Lage sind. Auch über uns selbst wachen, um vor der Versuchung des Narzissmus zu fliehen, der die Augen des Hirten blendet, seine Stimme unkenntlich macht und seine Gesten steril. Auf den vielfältigen Straßen, die sich eurer Hirtensorge auftun, denkt immer daran, den Kern unauslöschlich zu bewahren, der alles zusammenfasst: »Das habt ihr mir getan« (vgl. Mt 25,31-45).

Gewiss ist es einem Bischof nützlich, die Weitsicht eines Leaders zu besitzen und die Schläue eines Verwalters, doch fallen wir unerbittlich, wenn wir die Macht der Stärke mit der Stärke der Ohnmacht verwechseln, durch die Gott uns erlöst hat. Für einen Bischof ist es notwendig, dass er die nüchterne Wahrnehmung für den Kampf zwischen Licht und Finsternis hat, der in dieser Welt ausgetragen wird. Aber weh uns, wenn wir das Kreuz zu einem Banner weltlicher Kämpfe machen und dabei vergessen, dass die Bedingung für einen dauerhaften Sieg darin besteht, sich durchbohren zu lassen und sich selbst zu entäußern (vgl. Phil 2,1-11).

Uns ist die Angst der ersten Elf nicht fremd, die eingeschlossen waren in ihren Wänden, belagert und erschüttert, erfüllt vom Schreck der Schafe, die sich zerstreut haben, weil der Hirte erschlagen wurde. Aber wir wissen, dass uns ein Geist des Mutes und nicht der Scheu geschenkt wurde. Daher ist es uns nicht erlaubt, uns von der Angst lähmen zu lassen.

Ich weiß wohl, dass eure Herausforderungen zahlreich sind, dass das Feld, auf dem ihr aussät, unwirtlich ist und es nicht an Versuchungen mangelt, sich im Gehege der Ängste einzuschließen, sich die Wunden zu lecken, während man einer Zeit nachtrauert, die nicht wiederkommt, und sich harte Antworten auf die schon erbitterten Widerstände zurechtlegt.

Und dennoch sind wir Förderer der Kultur der Begegnung. Wir sind lebendige Sakramente der Umarmung zwischen dem göttlichen Reichtum und unserer Armut. Wir sind Zeugen der Erniedrigung und Herablassung Gottes, der in der Liebe auch unserer ursprünglichen Antwort zuvorkommt.

Der Dialog ist unsere Methode, nicht wegen einer schlauen Strategie, sondern aus Treue zu dem, der niemals müde wird, wieder und wieder auf die Plätze der Menschen zu gehen, bis zur elften Stunde, um seine liebevolle Einladung auszusprechen (vgl. Mt 20,1-16).

Der Weg ist daher der Dialog: Dialog unter euch, Dialog in euren Presbyterien, Dialog mit den Laien, Dialog mit den Familien, Dialog mit der Gesellschaft. Ich möchte nicht müde werden, euch zu einem Dialog ohne Angst zu ermutigen. Je reicher der Schatz ist, den ihr mit Freimut zu teilen habt, desto beredter sei die Demut, mit der ihr ihn anbieten müsst. Habt keine Angst, den notwendigen „Exodus“ zu jedem echten Dialog zu vollziehen. Andernfalls ist es nicht möglich, die Gründe des anderen zu begreifen, noch gründlich zu verstehen, dass der Bruder, der erreicht werden soll oder mit der Macht und der Nähe der Liebe befreit werden soll, mehr zählt als die Positionen, die wir für weit von den unsrigen entfernt halten, selbst wenn diese echte Gewissheiten sind. Eine erbitterte und streitbare Sprache der Spaltung ziemt sich nicht für die Lippen eines Hirten, hat kein Heimatrecht in seinem Herzen, und obschon diese für einen Augenblick eine scheinbare Vorherrschaft zu sichern scheint, ist letztlich nur der dauerhafte Reiz der Güte und der Liebe wirklich überzeugend.

Man muss zulassen, dass in unserem Herzen immer das Wort des Herrn erklingt: »Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.« (Mt 11,28-30). Das Joch Jesu ist das Joch der Liebe und daher eine Garantie für die Erquickung. Zuweilen fällt uns die Einsamkeit unserer Mühen schwer, und wir sind so überladen mit dem Joch, dass wir uns nicht mehr daran erinnern, es vom Herrn empfangen zu haben. Es kommt uns nur als das unsrige vor, und daher schleppen wir uns wie müde Ochsen auf trockenem Feld voran, bedroht von dem Gefühl, umsonst gearbeitet zu haben, und vergessen die Fülle der Erquickung, die unlösbar mit dem verbunden ist, der sie uns verheißen hat.

Von Jesus lernen, besser noch: Jesus lernen, der gütig und demütig ist; durch die Betrachtung seines Handelns in seine Güte und Demut eintreten. Unsere Kirchen und unser Volk, das nicht selten vom harten Leistungsdruck gequält ist, in die Milde des Jochs des Herrn einführen. Sich daran erinnern, dass die Identität der Kirche Jesu nicht vom „Feuer vom Himmel, das vernichtet“ (vgl. Lk 9,54), gewährleistet wird, sondern von der geheimen Wärme des Heiligen Geistes, der „heilt, wo Krankheit quält, löst, was in sich erstarrt, lenkt, was den Weg verfehlt“ (vgl. Pfingstsequenz Veni, Sancte Spiritus).

Den großen Auftrag, den uns der Herr anvertraut, führen wir in Gemeinschaft, auf kollegiale Weise aus. Die Welt ist schon so zerrissen und geteilt! Die Zersplitterung ist schon überall zu Hause. Daher darf die Kirche, das „nahtlose Gewand des Herrn“, sich nicht auseinander bringen und teilen lassen oder streiten.

Unsere bischöfliche Sendung besteht in erster Linie darin, die Einheit zu festigen, deren Inhalt bestimmt ist vom Wort Gottes und von dem einen Brot des Himmels. Damit bleibt jede der uns anvertrauten Kirchen katholisch, weil sie offen und in Gemeinschaft mit allen Teilkirchen und mit der Kirche von Rom ist, „die den Vorsitz in der Liebe führt“. Es ist folglich ein Imperativ, über diese Einheit zu wachen, sie zu bewahren, zu fördern, zu bezeugen als Zeichen und Instrument, das jenseits aller Barrieren Nationen, Volksgruppen, Gesellschaftsklassen und Generationen eint.

Das kommende Heilige Jahr der Barmherzigkeit, das uns in die unerschöpfliche Tiefe des göttlichen Herzens einführt, in dem keine Teilung wohnt, sei für alle eine bevorzugte Gelegenheit, die Gemeinschaft zu stärken, die Einheit zu vervollkommnen, die Differenzen auszusöhnen, sich gegenseitig zu vergeben und jede Teilung zu überwinden, sodass euer Licht leuchte wie »eine Stadt, die auf einem Berg liegt« (Mt 5,14).

Dieser Dienst an der Einheit ist besonders wichtig für eure geschätzte Nation, deren reiche materielle und geistige, kulturelle und politische, geschichtliche und menschliche, wissenschaftliche und technologische Ressourcen nicht indifferente moralische

Verantwortungen auferlegen in einer Welt, die verwirrt ist und mühsam nach neuen Gleichgewichten des Friedens, des Wohlstands und der Integration sucht. Daher ist es ein wesentlicher Teil eurer Sendung, den Vereinigten Staaten von Amerika den demütigen und mächtigen Sauerteig der Communio anzubieten. Die Menschheit soll wissen, dass sie durch die Gegenwart des »Sakraments der Einheit« (Lumen gentium, 1) in ihrer Mitte die Gewähr dafür besitzt, dass ihr Schicksal nicht die Verlassenheit und die Auflösung ist.

Und dieses Zeugnis ist ein Leuchtturm, der nicht verlöschen darf. In der dichten Finsternis des Lebens ist es nämlich notwendig, dass sich die Menschen von seinem Licht führen lassen, um des Hafens gewiss zu sein, der sie erwartet, um sicher zu sein, dass ihre Schiffe nicht am Riff zerschellen noch den Wellen ausgeliefert sind. Daher, liebe Mitbrüder, ermutige ich euch, die Herausforderungen unserer Zeit anzupacken. Auf dem Grund einer jeden von ihnen liegt immer das Leben als Geschenk und Verantwortung. Die Zukunft der Freiheit und der Würde unserer Gesellschaften hängt davon ab, wie wir auf diese Herausforderungen zu antworten verstehen.
Die unschuldigen Opfer der Abtreibung, die Kinder, die verhungern oder unter Bomben

sterben, die Immigranten, die auf der Suche nach einer Zukunft ertrinken, die Alten oder die Kranken, auf die man gerne verzichten würde, die Opfer von Terrorismus, Krieg, Gewalt und Drogenhandel, die Umwelt, die von einer räuberischen Beziehung des Menschen zur Natur zerstört wird – in all dem steht immer das Geschenk Gottes auf dem Spiel, dessen edle Verwalter wir sind, aber nicht seine Herren. Es ist daher nicht gestattet, diesen Fragen auszuweichen oder sie zu vertuschen. Von nicht geringerer Bedeutung ist es, das Evangelium von der Familie zu verkünden, wozu ich beim bevorstehenden Weltfamilientreffen in Philadelphia zusammen mit euch und mit der ganzen Kirche nachdrücklich Gelegenheit haben werde.

Diese unveräußerlichen Aspekte der Sendung der Kirche gehören zum Kern dessen, was uns vom Herrn übergeben wurde. Wir haben deshalb die Pflicht, sie zu hüten und weiterzugeben, auch dann, wenn die Mentalität der Zeit undurchlässig und feindlich gegenüber dieser Botschaft ist (vgl. Evangelii gaudium, 34-39). Ich ermutige euch, mit den Mitteln und der Kreativität der Liebe und mit der Demut der Wahrheit dieses Zeugnis anzubieten. Es braucht nicht nur nach außen verlautbart und verkündet zu werden, sondern muss auch in den Herzen der Menschen und im Gewissen der Gesellschaft Raum gewinnen.

Zu diesem Zweck ist es sehr wichtig, dass die Kirche in den Vereinigten Staaten auch wie eine einfache häusliche Feuerstelle ist, welche die Menschen durch den Reiz des Lichtes und durch die Wärme der Liebe anzieht. Als Hirten kennen wir sehr wohl die Dunkelheit und Kälte, die es nach wie vor in dieser Welt gibt, die Einsamkeit und Verlassenheit so vieler – selbst dort, wo die kommunikativen Ressourcen und die materiellen Reichtümer im Überfluss vorhanden sind; wir kennen auch die Angst vor dem Leben, die Verzweiflung und die vielfältigen Weisen der Flucht.

Daher ist letztlich nur eine Kirche, die um die „Feuerstelle“ zu sammeln versteht, imstande anzuziehen. Sicherlich nicht um jedes beliebige Feuer, sondern um jenes, das am Ostermorgen entzündet wurde. Der auferstandene Herr selbst fragt durch die schüchterne Stimme vieler Brüder und Schwestern weiter bei den Hirten der Kirche an: »Habt ihr nicht etwas zu essen?« Es geht darum, seine Stimme zu erkennen, genauso wie die Apostel am Ufer des Sees von Tiberias (vgl. Joh 21,4-12). Noch entscheidender wird sein, sich der Gewissheit zu überlassen, dass die Glut seiner Gegenwart, die am Feuer der Passion entfacht wurde, uns vorausgeht und nie erlischt. Wenn diese Gewissheit abnimmt, läuft man Gefahr, Verwalter von Asche zu werden und nicht Hüter und Ausspender des wahren Lichts und jener Wärme, die fähig ist, das Herz zu erwärmen (vgl. Lk 24,32).

Bevor ich schließe, gestattet mir, dass ich euch noch zwei Ratschläge gebe, die mir am Herzen liegen. Der erste bezieht sich auf euer bischöfliches Vatersein. Seid Hirten nahe bei den Menschen, ganz nahe Hirten und Diener. Diese Nähe soll in besonderer Weise euren Priestern gegenüber zum Ausdruck kommen. Begleitet sie, damit sie Christus weiter mit ungeteiltem Herzen dienen, da nur die Fülle die Diener Christi erfüllt. Ich bitte euch daher, lasst nicht zu, dass sie sich mit dem Mittelmaß zufrieden geben. Sorgt für ihre geistlichen Quellen, damit sie nicht in die Versuchung geraten, Notare und Bürokraten zu werden, sondern Ausdruck der Mütterlichkeit der Kirche sind, die ihre Kinder hervorbringt und wachsen lässt. Wacht darüber, dass sie nicht müde werden, aufzustehen und dem, der nachts an die Tür klopft, zu antworten, auch wenn man bereits denkt, Anrecht auf Ruhe zu haben (vgl. Lk 11,5-8). Trainiert sie, damit sie bereit sind stehen zu bleiben, sich zu bücken, Balsam zu vergießen, sich um den zu kümmern und sich für ihn zu verausgaben, der »zufällig« sich dessen beraubt fand, was er zu besitzen glaubte (vgl. Lk 10,29-37).

Mein zweiter Ratschlag bezieht sich auf die Immigranten. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich irgendwie gleichsam „in eigener Angelegenheit“ spreche. Die Kirche in den USA kennt wie wenige die Hoffnungen der Herzen der Migranten. Immer schon habt ihr ihre Sprache gelernt, ihre Sache unterstützt, ihre Beiträge integriert, ihre Rechte verteidigt, ihre Suche nach Wohlstand gefördert, die Flamme ihres Glaubens brennend erhalten. Auch jetzt tut keine US-amerikanische Einrichtung mehr für die Immigranten als eure christlichen Gemeinden. Nun habt ihr diese lang anhaltende Einwanderungswelle aus Lateinamerika, die viele eurer Diözesen überrollt. Nicht nur als Bischof von Rom, sondern auch als Hirte, der aus dem Süden kommt, verspüre ich das Bedürfnis, euch zu danken und euch zu ermutigen. Es wird vielleicht nicht einfach sein für euch, ihre Seele zu verstehen; vielleicht seid ihr durch ihre Verschiedenheiten auf die Probe gestellt. Ihr sollt jedoch wissen, dass sie auch Ressourcen besitzen, die geteilt werden können. Nehmt sie daher ohne Angst auf. Bietet ihnen die Wärme der Liebe Christi an, dann werdet ihr das Geheimnis ihres Herzens entschlüsseln. Ich bin sicher, dass diese Menschen einmal mehr die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Kirche bereichern werden.
Gott segne euch und die Muttergottes beschütze euch! Danke!
https://zenit.org/articles/angelus-text-...ate-to-convert/

von esther10 25.09.2015 00:11

Kardinal Danneels gibt zu, Teil von 'Mafia' Club Benedikt XVI Gegensatz

New autorisierte Biographie enthüllt auch Päpstlichen Delegaten in kommenden Synode schrieb Brief an Belgien Regierung unterstützt gleichgeschlechtliche "Ehe" Gesetzgebung, weil es endete Diskriminierung von LGBT-Gruppen



von Edward Pentin 2015.09.24

Weitere ernsthafte Bedenken werden über Kardinal Godfried Danneels, einer der päpstlichen Delegierten gewählt, um die kommenden Ordentlichen Synode über die Familie zu besuchen erhöht, nachdem der Erzbischof von Brüssel gestanden, in dieser Woche, um als Teil einer radikalen "Mafia" reformistische Gruppe Benedikt gegen XVI.

Es wurde auch gezeigt, in dieser Woche, dass er einmal schrieb einen Brief an die belgische Regierung zugunsten gleichgeschlechtliche "Ehe" Gesetzgebung, weil es endete Diskriminierung von LGBT-Gruppen.

Der Kardinal ist bereits mit einmal bekannt riet dem König von Belgien, ein Abtreibungsgesetz im Jahr 1990 zu unterzeichnen, zu sagen, ein Opfer klerikalen sexuellen Missbrauchs zu schweigen, und weigerte sich, zu verbieten pornografischen, "pädagogische" Materialien, die in der belgischen katholischen Schulen .

Er sagte einmal, gleichgeschlechtliche "Ehe" sei eine "positive Entwicklung", obwohl er hat sich bemüht, eine solche Vereinigung von Eheverständnis der Kirche zu unterscheiden.
Laut einer der nächsten autorisierten Biografie auf der Kardinal co-written durch Jürgen Mettepenningen, ein ehemaliger Sprecher der Kardinal Danneels 'Nachfolger, Erzbischof Andre Joseph Leonard, und Karim Schelkens, ein Kirchenhistoriker und Theologe, äußerte der Kardinal Zufriedenheit über das Verschwinden der "Diskriminierung 2003 "gegen LGBT Paare nach der Gesetzgebung verabschiedet Genehmigung gleichgeschlechtliche" Ehe ".

Die Autoren der Biographie, veröffentlicht 29. September werden, zeigen, dass der Kardinal in einem Brief vom 28. Mai 2003 zur damaligen belgischen Premierminister Guy Verhofstadt, der zu dieser Zeit der Zusammenstellung wurde seine zweite Regierung.

In dem Brief schrieb der Kardinal positiv über "eine der letzten Errungenschaften der ersten Regierung Verhofstadt, die Zulassung eines Rechtsstatus für eine stabile Beziehung zwischen Partnern des gleichen Geschlechts." Verhofstadt Regierung eingeführt gleichen Geschlechts-'marriage 'in Belgien im Jahr 2003.

"Er wollte Diskriminierung zwischen verheirateten Heterosexuelle und Homosexuelle, die eine langfristige Beziehung hatte zu stoppen", schreiben die beiden Autoren der Biographie. "Aber es nicht zu Verwechslungen zwischen der Verwendung des Begriffs" Ehe "zu sein."

Fragte über den Brief, sagte Verhofstadt er es nicht erinnern, aber fügte hinzu: "Ich irgendein Problem mit dem Kardinal hatte nie. Unsere Beziehung war gut. "

Unter Verhofstadt der Führung von 1999 bis 2007, die belgische Regierung nicht nur eingeführt, gleichgeschlechtliche "Ehe", aber auch Gesetze zur Sterbehilfe, Experimente mit menschlichen Embryonen und IVF.

Trotz der schlechten Bilanz der belgischen Kirche im Widerstand gegen diese Gesetze, und dem Land als weit geringer als viele afrikanische Länder, die einen Delegierten vertreten sie haben, Kardinal Danneels, 82, wird einer von drei belgischen Bischöfe, um die Synode im Oktober zu besuchen.

Der Vatikan aufgeführt ihm an zweiter Stelle von 45 Delegierten persönlich von Franziskus gewählt, um in der kommenden Sitzung teilzunehmen. Er nahm auch an der letztjährigen außerordentlichen Synode als Päpstlichen Delegaten.

Bei der Vorstellung des Buches diese Woche in Brüssel, der Kardinal, sagte er Teil eines geheimen Club von Kardinälen zum Papst Benedikt XVI Gegensatz war.

Er nannte es eine "Mafia" Verein, der den Namen des St. Gallen trug. Die Gruppe wollte eine drastische Reform der Kirche, um es "viel moderner" und für Kardinal Jorge Bergoglio, um es den Kopf zu machen. Die Gruppe, die auch bestehen Kardinal Walter Kasper und der späten Jesuit Kardinal Carlo Maria Martini, hat in Austen Ivereigh Biographie des Franziskus, dokumentiert der große Reformator.

Es sollen auch weitere Mitglieder , Kardinal Kasper und Kardinal Martini gewesen sein.

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Italienisch Vaticanista Marco Tosatti hat ein bisschen mehr dazu in La Stampa (auf Italienisch).

http://www.ncregister.com/blog/edward-pe...to-benedict-xvi
Read more: http://www.ncregister.com/blog/edward-pe.../#ixzz3mk9c1Z8n

von esther10 25.09.2015 00:05

23.09.2015


Franziskus mit den Obamas und Kindern
© Michael Reynolds ...
23.09.2015

Kenner der US-Kirche zur Bedeutung der Papstreise
Nicht nur reine Freude
Viele Jugendliche in den USA wenden sich von der Kirche ab, außerdem sorgen die Hispanics für Wandel. Welche Rolle der Besuch des lateinamerikanischen Papstes für die US-Kirche spielt, erzählt Publizist Ferdinand Oertel im domradio.de-Gespräch.

domradio.de: Ein lateinamerikanischer Papst trifft einen afroamerikanischen Präsidenten. Wie bunt sind die USA, wie bunt ist die katholische Kirche dort im Jahr 2015?

Dr. Ferdinand Oertel (Publizist und langjähriger Beobachter der katholischen Kirche in den USA): Die katholische Kirche in den USA ist eine sehr farbige Kirche. Die Weißen sind schon fast in der Minderheit. Es gibt ja fast 40 Prozent Hispanics, die zwar nominell katholisch sind, aber ihre aktive Teilnahme und die Besuche in der Kirche gehen zurück. Man muss aber sagen, dass die Kirche in den USA genau wie bei uns nicht von der Hierarchie aus lebt, sondern sie lebt vor Ort. Sie hat dieselben Probleme wie bei uns, zum Beispiel bei der Weitergabe des Glaubens.

domradio.de: Die traditionelle europäische Pfarrei wird immer älter und kleiner. Die Probleme sind in den USA also ähnlich?

Oertel: Die sind ähnlich. Man hat bei den Hispanics sogar festgestellt, dass die Jugendlichen eine Patchwork-Glaubenshaltung haben oder sich als Nons bezeichnen - also als nicht direkt religiös. Sie wollen sich nicht mehr fest an die kirchlichen Regeln binden, sondern wollen mehr die Sorgen um benachteiligte Mitmenschen in den Vordergrund rücken - ähnlich wie Papst Franziskus. Jugendliche engagieren sich sehr stark im sozialen Bereich, folgen aber weniger der Kirche.

domradio.de: Bis vor wenigen Jahren hat die katholische Kirche ja einen Minderheitenstatus in den USA gehabt. Hat die Institution, also die Bischofskonferenz, auf den Wandel durch die lateinamerikanischen Katholiken angemessen reagiert?

Oertel: Eigentlich erst zu spät. Der große Unterschied der Kirche in den USA zu denen in Europa ist, dass dort zum ersten Mal die Trennung von Kirche und Staat durchgeführt ist. Das hat einerseits Vorteile. Die Kirchen müssen sich selbst erhalten, müssen untereinander konkurrieren, müssen also auf die Menschen zugehen. Andererseits hat es für die Katholiken einen Nachteil. Denn sie galten von Anfang an aufgrund ihrer Papsthörigkeit als nicht demokratiefähig galten.

Das hat sich mit dem US-Präsidenten John F. Kennedy geändert. Und seither hat die Kirche, vor allem nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, eine sehr positive Wendung innerhalb der Gesellschaft genommen.

domradio.de: Vor 15 Jahren wurde die Kirche in den USA schwer erschüttert. Es gab Enthüllungen über umfassenden sexuellen Missbrauch durch Kirchenvertreter in den USA. Mehrere Bistümer mussten wegen Schadensersatzzahlungen Insolvenz anmelden und der Imageverlust war enorm. Hat sich die katholische Kirche davon erholt?

Oertel: Nein, immer noch nicht ganz. Es hat kürzlich noch ein Bistum Insolvenz anmelden müssen. Viele Bistümer sind wegen der Schadensersatzzahlungen, Hilfsmaßnahmen für die Opfer und Schutzmaßnahmen gegen weiteren Missbrauch finanziell ziemlich ausgeblutet. Andererseits spielen sie in der Politik doch insofern eine Rolle, als dass sie zu wichtigen Fragen der Gesellschaft Stellung beziehen.

Das führt dazu, dass es zwischen Franziskus und Obama nicht nur reine Freude gibt. Sie stimmen zwar in der Sorge um die Einwanderer überein, aber nicht zum Beispiel in der Frage, ob die Frau selbst bestimmen darf, ob sie ein Kind bekommt oder nicht. Franziskus hat ja gerade anfangs in Amerika viele Skeptiker hervorgerufen, als er gesagt hat, man solle nicht nur von Abtreibung und gleichgeschlechtlicher Ehe sprechen, sondern auf den Menschen zugehen, ihn verstehen und ihm helfen. Das wird er jetzt wohl auch auf politischer Ebene machen - sowohl im Weißen Haus und vor den UN, als auch vor den Bischöfen und bei Großveranstaltungen. Er wird wahrscheinlich dieselben klaren Worte finden wie in seinen Enzykliken.



Das Gespräch führte Matthias Peter

.

(dr)

von esther10 25.09.2015 00:00

Bischof Konrad Zdarsa betont Sendungsauftrag der Familien: „Großes Zeugnis in unserer Welt"

Was kennzeichnet die christliche Familie? Wie trägt sie dazu bei, Christi Frohbotschaft zu verbreiten? Und wodurch sind die Familien­ heute gefährdet? Fragen, zu denen der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa für unsere Zeitung vor der demnächst in Rom beginnenden Bischofssynode. Im Interview geht es auch um die aktuelle Flüchtlingskrise.

Herr Bischof, der Titel der Synode lautet „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“. Das drückt aus, dass Familie als Werkzeug der Missionierung gesehen wird. Das Arbeitspapier der Synode greift den Ausdruck der Familie als Hauskirche auf. Wie sieht die Berufung der Familie aus?

Die Berufung der Familie ist zunächst einmal vorgegeben durch sie selber, dadurch, dass Vater und Mutter beauftragt sind, die Kinder zu erziehen und im Glauben zu führen. Eine Familie, die in sich stimmig und harmonisch ist, stellt ein großes Zeugnis in unserer Welt dar. Eine solche Familie hat heute eine sehr große Wirkung auf andere.

In den Vorbereitungsdokumenten ist die Rede von den Gefahren, die es für die heutigen Familien gibt. Was sehen Sie aus Ihrer Praxis in der Diö­zese – Sie begegnen ja oft bei Ihren zahlreichen Pfarrei-Besuchen den Familien – als besondere Gefahren?

Um mehr ins Detail gehen zu können, müsste man die Eltern und die Kinder selbst sprechen lassen. Ich möchte es einmal so ausdrücken: Eine Gefahr ist bestimmt, dass es heute so viele verlockende Angebote gibt. Ich sage es einmal für die Jugendlichen: Die Gefahr besteht, dass vieles begonnen wird, dass sich nach vielem ausgestreckt wird, aber man sich für nichts richtig entscheidet. Dazu kommt noch, dass eine Familie ernährt werden muss und dass sie gar nicht alles haben kann, was unsere Welt heute alles anbietet. Andererseits kann Habgier oder Egoismus die Familie gefährden, wenn jeder nur an sich selbst denkt und nur das Seine sucht. Die Gefährdungen für die Familien sind also bestimmt ebenso zahlreich wie die Gefährdungen für den Einzelnen. Nur kommt es eben in der Familie auf eine verstärkte Gemeinschaft an, eine Gemeinschaft, die einen bestimmten Auftrag und eine bestimmte Mission hat.

Demnach ist der derzeit herrschende, hohe Lebensstandard nicht gerade die beste Basis für die Familien?

Ja, und das ist eine alte Geschichte. Wir kennen das ja schon vom Volk Israel: Ging es ihnen gut, sind sie abgedriftet. Ging es ihnen schlecht, haben sie wieder zum Gott der Väter geschrien. Das war eine dauernde Wellenbewegung, die durchaus auch heute in unserer Welt noch präsent ist. Aber es mag schon sein, und die, die damit Erfahrungen machen, können das wohl auch selber bestätigen: Der Überfluss ist bestimmt nicht die beste Grundlage für den Zusammenhalt einer Gemeinschaft, besonders der Familie.

Die Synode nimmt ja die Gefährdungen weltweit in den Blick. Unweigerlich springen einem dazu im Augenblick die Flüchtlingsfamilien und ihre elementaren Bedrohungen ins Auge.
Sie haben recht. Es wäre sicher zu einseitig, nur von unseren Wohlstandsverhältnissen auszugehen, ohne die Situation der Familie weltweit in den Blick nehmen. Es ist ja bekannt, wovon die Flüchtlingsfamilien in besonderer Weise gefährdet sind: von unmittelbarer Gefahr für das Leben, für die Integrität der Familie, für ihren Glauben. Das geht so weit, dass sie versuchen, sich dieser Gefahr und Bedrohung durch die Flucht zu entziehen. Wobei ja immer das Problem ist: Flüchten sie wovor, also vor einer drohenden Gefahr, oder flüchten Sie wohin, also aus eigentlich lebbaren Verhältnissen in eine bessere Umgebung? Wir wissen, dass man hier nun auch staatlicherseits Unterschiede machen will, wovon dann auch das Asylrecht abhängen wird.
Welche Herausforderungen stellen sich dazu der Seelsorge in Deutschland?

Man muss darauf achten, dass ja die Flüchtlinge, die zu uns kommen, zu einem großen Teil nicht unseres Glaubens sind. Sie werden also nicht unsere Kirchen aufsuchen und werden nur schwer in Gemeinden integriert werden können. Wir haben zum Beispiel auch im Kloster Maihingen Muslime. Seelsorglich kann die Kirche vor allem das Bewusstsein der Gläubigen dafür stärken, dass wir nicht nur für uns selber leben. Es ist christliche Pflicht und auch das Anliegen des Gebotes der Gottes- und Nächstenliebe, dass wir denen, die Hilfe brauchen, beistehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf die Frage nach einer drohenden Islamisierung erklärt, der beste Schutz davor wäre ein klareres Bekenntnis der Deutschen zum Christentum. Sie würde sich einen stärkeren Besuch der Gottesdienste wünschen. Auch beklagte sie, dass beispielsweise das Wissen über Pfingsten verschwunden ist. Stimmen Sie da zu?

Ich hätte nicht erwartet, dass in der Politik so eine Äußerung fällt. Setzen Sie den Level noch weiter unten an, dann würde ich voll zustimmen: Vertiefung unseres Glaubenswissens, Vertiefung unseres Auftrags in der Welt, christliches Leben mit Gebet und Gottesdienst – das ist die beste Basis für die Wahrnehmung der unmittelbaren Aufgaben, die wir in der Welt haben, welcher Art auch immer.
Die Erwartungen der Allgemeinheit an die Synode sind hoch. Themen wie „wiederverheiratete Geschiedene“ werden genannt und seit Monaten diskutiert. In jüngster Zeit gibt es auch von Bischöfen Stimmen, die sagen: Diese großen Erwartungen können nicht erfüllt werden. Was meinen Sie dazu?

Ich würde vor allem sagen, dass diese allgemeine Rede von einem allgemeinen Problem nicht angemessen ist. Der Seelsorger muss sich immer um den je Einzelnen kümmern, und das muss er auf der Basis und Grundlage des Glaubens und des Glaubensbekenntnisses tun. Da gibt die Kirche vor, was unser Menschenbild ist und wie wir dem Menschen begegnen und wo auch unsere Aufgaben liegen, die sich aus dem christlichen Menschenbild ergeben. Insofern sind die Erwartungen recht einseitig. Die Erwartungen konzentrieren sich aber auf das eigentliche Thema: Auftrag und Mission, Sendungsauftrag der Familie in der heutigen Welt und der Kirche in der heutigen Welt. Ich sage Ihnen, in einer kleinen Gemeinde, in der acht bis zehn große Familien sind, da kann der Pfarrer schon mit einem wesentlichen Gemeindekern und Gemeindeleben rechnen. Da wird sich viel bewegen ringsherum!

Wenn wir nochmal die Jugendlichen in den Blick nehmen: Es ist ja nicht so, dass Ehe und Familie „out“ sind. Umfragen zeigen, dass für die meisten Jugendlichen Ehe und Familie einen hohen Wert haben. Wie kann man ihnen helfen, dass sie gut in die christliche Ehe hineinfinden und dass die Ehe Bestand hat?

Ja, das ist eigentlich eine ureigene Aufgabe der Seelsorge: in einer lebensnahen Sprache den jungen Leuten und denen, die eine Eheschließung wollen, zu erklären, was es bedeutet. Ich denke, dass ich das in meiner Zeit als Pfarrer, als ich noch Brautunterricht gehalten habe, entsprechend getan habe. Wir haben dazu alle Voraussetzungen. Wenn wir uns das Brautexamens­protokoll vornehmen, kann man in aller Ausführlichkeit darauf zu sprechen kommen, was christliche Ehe bedeutet. Nur, man muss sich hineinversetzen, man muss sich die Zeit dafür nehmen, und man muss eben das, was da letztendlich kirchenrechtlich formuliert ist, in die Pastoral umsetzen beziehungsweise als pastorale Weisung verstehen und erklären.
Auch Jesus lebte in einer Familie, als er auf Erden weilte – in der Heiligen Familie. Nun war dies ja keine ganz normale Familie. Was können heutige Familien von der Heiligen Familie lernen?

Ich habe erst kürzlich bei den Barmherzigen Schwestern darüber gesprochen, dass es Theologen gibt, die die Theorie vertreten, dass der heranwachsende Jesus unter Umständen eine stärkere Bindung, ein stärkeres Verhältnis zu seinem Pflegevater Joseph als zu Maria hatte. Das heißt, dass seine gesamte Weltläufigkeit, seine Versiertheit auf vielen Gebieten, ob das die Landwirtschaft ist, das Bankwesen, die Verwaltung, das Schneiderhandwerk, der Weinanbau – von überallher nimmt er ja Gleichnisse – dass er die vorwiegend von seinem Pflegevater erhalten hat. Wir denken viel zu wenig daran, dass Jesus ja mindestens 15 Jahre als Bauhandwerker gearbeitet hat, bevor er seine Verkündigungstätigkeit aufnahm. So war Kommunikation und Begegnung mit vielen verschiedenen Leuten, mit vielen verschiedenen Gewerken möglich. Das ist schon einmal eine große Maßgabe der Heiligen Familie für die heutige Familie: das Verhältnis eines Vaters zu seinen Kindern, sein Beispiel und die gegenseitige Kommunikation. Das Verhältnis zu Maria ist von uns noch viel mehr betrachtet worden. Sie hat durch ihre Sorge, durch ihr Warten-Können, durch ihr Nachdenken und durch ihre Liebe gewissermaßen den Untergrund dafür gebildet, dass uns Jesus geschenkt worden ist und dass Jesus für uns der sein konnte, der er ist.
Interview: Johannes Müller, Nathalie Zapf
http://www.ergebenebitte.org/


von esther10 24.09.2015 21:56

Gehen wir nicht auf die Bischofssynode, um mit jemandem, oder jemand zu lehren, zu kämpfen, aber wir, sich an der Reflexion der ganzen Kirche zum Wohle der Familie machen wollen -


sagte Erzbischof Stanislaw Gadecki in einem Interview mit KAI.

Wir veröffentlichen den vollständigen Text des Interviews mit Erzbischof KAI. Stanislaw Gądeckim:

IAC: 4. Oktober beginnt der vierzehnten Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode über:. "Berufung und Sendung der Familie in der Kirche und der Welt von heute". Der Erzbischof wird eine Delegation der polnischen Bischofskonferenz präsidieren. Mit welcher Botschaft ist da?

Erzbischof Stanislaw Gadecki: Als Hirten der Kirche in Polen stehen wir auf dem Boden der Lehre der Kirche über die Ehe und Familie. Gleichzeitig wollen wir offen für zeitgenössische und zukünftige Herausforderungen von den Ehen und Familien konfrontiert werden. Wir sind zuversichtlich, dass zwischen der Vergangenheit und Zukunft der Kirche kann nicht Widersprüche. Wir sind nicht weit von "Betonieren" in der Vergangenheit ohne zu bemerken, jede Möglichkeit der Entwicklung der Wissenschaft. Wir nicht einverstanden sind, aber die Substanz der Lehre der Kirche, die weit davon entfernt, was das Evangelium lehrt uns, entfernt wird ändern.

Nachricht polnischen Episkopat ist positiv. Wir präsentierten sie bei der Synthese von den Medien am 21. September. Wir gehen nicht auf die Bischofssynode, mit jemandem oder jemand zu lehren, zu kämpfen, wir wollen nur, um gemeinsame Reflexion der ganzen Kirche etwas Positives für die Seelsorge von Ehe und Familie in Polen gebracht. Auch für Ehepaare und Familien, die erleben die Krise in fast jedem Breitengrad, insbesondere in der westlichen Kultur, der wir angehören. Wir wollen, dass die Früchte der Synode war eine pastorale Begleitung der Kirche nicht nur die Verlobte oder junge Familien, da es so weit, aber auch Familien mit einer viel längeren Zeitraum. Bereits auf der letzten Sitzung der Synode im Herbst letzten Jahres postulierte er, dass Familien mit viel Erfahrung Ehe begleitet von den Familien der jungen Menschen, die sich unter dem Einfluss von den Schwierigkeiten, die sie stoßen zu brechen.

Damit meinen wir, dass die Synode die keine Relevante Person verlor sein Interesse, das heißt. Die "normale" Familien. Dies kann, weil der Eindruck, dass die Kirche ist nicht daran interessiert, bei der Stärkung der normale, permanente Familie und seine Bildung, und interessiert sich nur Familien in der Krise, und die Menschen, die in neue Beziehungen entstehen. Die Worte Jesu: "Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder" (Mt 9,13), aber sie machen uns sorgfältig bücken, was ist "schwach". Die Notwendigkeit, immer alles in der Perspektive des Evangeliums beziehen.

Eine Menge kann während der Synode geschehen, nur zu erwähnen, wie stark der ersten Phase schockierte die Weltöffentlichkeit. Die positive Seite dieser Schock ist ein plötzliches Erwachen der Menschen, ist, dass im öffentlichen Raum - als auch innerhalb der Kirche - fing an, viel mehr sprechen über die Familie sein. Bisher sprach die Familie vor allem über Familienpastoral, und jetzt haben sich auf die weltweite Medien gemacht. Sie haben wahrscheinlich noch nie so viel von der Synode sprach.

KAI: Ist der aktuellen Sitzung der Bischofssynode, können wir viel größere Offenheit der Kirche über die Familie, Seelsorge Reformen in diesem Bereich erwarten und - als Erzbischof möchte - begleitet jede Familie?

- In Bezug auf die Handlungen der Kirche, gibt es einige nicht verwendete nie dagewesene Möglichkeiten für den Klerus, aber die wahre Stärke liegen in der Laien. Ein großer Teil der Laien nicht genau weiß, was in der Kirche beteiligt werden, oder glaubt, dass es keinen Platz für sie hat. Währenddessen sind in der Kirche ist es ein Ort für die "Riesen", die weltlichen getauft sind, ein Ort, von dem anderen säkularen offen für die Seelsorge für Ehen und Familien.

Von Priester kann es kaum erwarten, dass eine stärkere Beteiligung in diesem Bereich, während erfahrene Familie, sie haben es geschafft, treue und dauerhafte Beziehung zu erstellen sollte in der Familienpastoral, die Unterstützung benötigen einbezogen werden. Diese Familien werden sicherlich bereit, auf den Rat von erfahrenen und umsichtigen Ehegatten statt Priester zu hören.

KAI: Es ist so Evangelisierung der Familien durch die Familien?

- Das ist, was Sie können, um sie setzen. Es geht darum, um Familien in Mission und Evangelisation Ministerium, von der Familie für andere Familien zu laufen. Es ist so beteiligt zahlreicher als diejenigen, die im Rahmen des Pro-Familie Vereinigungen und Bewegungen, wie das Haus der Familie Kirche, Dialoge Doppel, Familie von Nazareth und dem Chemin Neuf dienen kann. Es ist gut, dass sie arbeiten, müssen aber eine viel breitere Mobilisierung der Laien.

Außerdem möchte ich die Aufmerksamkeit auf diese Art von unternehmerisch als neuen Kurs für den Laien zu ziehen, die im Rahmen der Päpstlichen Theologischen Fakultät in Warschau, für Bildung Assistenten Familien konzipiert. Es ist sehr notwendig und schlug Initiative. Allerdings in einer bestimmten Pfarrei - zusätzlich zu den außerordentlichen Minister und Katecheten Erwachsene - sollte die Vielzahl der Laien in Bezug auf die Familienberatung gut vorbereitet zu empfangen. Es ist zu finden und zu fördern, die Tätigkeit dieser Ehegatten, die in diesem Bereich der Seelsorge beteiligen möchten.

KAI: Was ergibt aus Erhebungen vor Synoden vorbereitet - der vorherige und der Gegenwart (die Welt und die polnische Antwort auf den Fragebogen)?

- Diese Erhebungen vor allem spiegeln die soziologische Status von Ehen und Familien in Polen. Sie verweisen auf die galoppierende Scheidung, die Zerstörung von Familien, die von Migration und Emigration. Da für einige der Indikatoren der Krise der Familie, nicht nur aufholen und sogar laufen wir die Länder, die angeblich säkularisiert werden.

Alle Umfragen, die ein Schreiben erhalten, gaben wir Synthese und diese Hand in den Vatikan Sekretariat der Bischofssynode. Einige Umgebung - darunter einige der Bewegungen und Vereinigungen - haben auch ihre eigenen Meinungen weitergeleitet zu dem Thema. Das alles hat Synode, die es so nicht leicht zu tun, denn für so viele Länder der Welt, einer klaren und kohärenten Synthese zu dienen.

IAC: Erzbischof sagte, dass Polen - in Bezug auf die Familienkrise - übertrifft sogar säkularisierten Ländern. In dem, was sie zum Ausdruck gebracht?

- Ja niedrige Geburtenrate in Polen gibt es fast nirgendwo in Europa, auch zu den säkularisierten Ländern. Einer der Gründe für diesen Sachverhalt erwähnten die schwierige finanzielle Situation von jungen Familien, aber das Fehlen erklärt nicht alles. Ob in die finanzielle Situation des neunzehnten Jahrhunderts polnischen Familie war besser? Es gab jedoch dann Kontrazeptiva, gab es nicht eine egoistische Kultur. Heute sind die Menschen unter dem Druck einer neuen Art von Kultur der Vorläufigkeit und Nutzung, die nicht förderlich ist weder dauerhaft noch Fruchtbarkeit Gewerkschaften.

Ein ernstes Problem - die selten sagt - ist weit verbreitet Verhütungsmentalität und Praxis. Es ist bekannt, daß Kontrazeptiva sind die Nebenwirkungen, sondern sind auch eine der wichtigsten Ursachen für Unfruchtbarkeit. Wir wissen auch viel über Krankheiten der Kinder, die die Folgen der Verwendung von Verhütungsmitteln zu leiden von ihren Eltern.

Insgesamt wird der Zustand der polnischen Familie in vielerlei Hinsicht alarmierend. Ja, es gibt zum Glück eine Menge gesunde Familien, aber leider zu entwickeln, keine Familie Pathologien.

IAC: Erzbischof Heiner Koch sagte, er hoffe, dass die Synode wird in erster Linie ", um die gute Nachricht über das Sakrament der Ehe auf eine ganz neue Sprache zu übersetzen". Er gab zu, dass er noch trifft sich mit Menschen - auch in kirchlichen Kreisen -, die nicht sagen können, was die Einzigartigkeit der katholischen Ehe. Er sagte, dass heute brauchen ", freut sich, zu erklären, dass die Ehe gehört zu den heilbringenden Erlösungsplan, eine Berufung ist. Wenn uns das nicht gelingt, wird alles umsonst gewesen sein ". Wie um zu zeigen, zweifelnden Welt, dass die Familie ist der beste Weg zum Glück?

- Ich bin überzeugt, dass dies auf der Grundlage guter Anthropologie durchgeführt werden. Die Erfahrung der Menschheit ist Weiblichkeit und Männlichkeit; jeder von ihnen in sich tragen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer Polsterung, die von Männern und Frauen, gekennzeichnet ist. Das menschliche Glück liegt in der Komplementarität der beiden, ein Mann und eine Frau. Bis es Verständnis der Komplementarität als Quelle des Glücks, so lange man nicht die Familie wahrnehmen, als ein Weg zum Glück.

Ich bin froh, dass in Polen gibt es eine Menge von glücklichen Ehen, die in der Lage, ihr Glück auf der Außenseite ausstrahlen sind. Dies kann mit dem bloßen Auge gesehen werden, wenn, zum Beispiel. Erfüllt die Jubilare, feiert das Jubiläum des 25. Jahrestages des Abschlusses des Sakraments der Ehe, oder das goldene Jubiläum ihrer Ehe.

IAC: Heiße Diskussion und Medien Aufruhr nach der letztjährigen Sitzung der Bischofssynode löste die Frage nach der Möglichkeit der Gewährung von Absolution und Abendmahl. geschiedene Leute, das Leben in der Re-Union? Ist es eine Frage der Lehr oder pastoralen? Welche Finale synodale Diskussion können wir erwarten?

- Dies ist eine reine Frage der Lehre, aber natürlich Auswirkungen pastoralen hat.

Seelsorge kann nicht neben der Lehre sein; Kirchlichen Lehre, von den Worten Jesu über die Unauflöslichkeit der Ehe ergeben. Die Ehe ist eine Beziehung der Gläubigen Christi mit der Kirche -, die die Bedeutung der sakramentalen Zeichen ist. Wenn jemand - ein Ergebnis ihrer Entscheidungen - Scheidungen und umfasst eine zivile Gewerkschaft widerspricht dem objektiven Charakter der Wiedergabetreue, die Christus seiner Kirche bewahrt.

Außerdem, wenn wir über Jesus sagen, dass "von Anfang an war es nicht so" sprechen, beziehen wir uns nicht nur auf den Augenblick der Schöpfung des Menschen, sondern zu einem noch früheren Plan Gottes; um, wie die Welt sah vor der Schöpfung, in Gottes Geist vor der Zeit. Dieses "Anfang" geht weit tiefer als Zeit. Der Mann - ein Mann und eine Frau, die zur Ehe berufen sind - wurde von Gott, bevor die Zeit konzipiert. Im Gegenzug, die Kultur des griechischen Wortes beginnend bedeutet "rechts". Was hat sich zu Beginn festgelegt wird deshalb nach dem Gesetz, Regeln festgelegt.

Daher Menschen, die nach der Trennung von seiner Beziehung sakramentalen heiratete höflich, sie leben in Ehebruch und möglicherweise nicht die Kommunion empfangen. Kommunion ist der Ausdruck des Lebens der heiligmachenden Gnade. Sie können sogar zu Mitleid mit ihnen und zeigen Sie mehrere Möglichkeiten, in vielen anderen Formen des Lebens der Kirche zu beteiligen. Jeder, der getauft hat seinen Platz hat. Geschieden gehören zur Kirche, haben die Möglichkeit, Hören auf das Wort Gottes, die eucharistische Anbetung, Gebet, Teilnahme am Gemeinschaftsleben, die Kinder erziehen Christen und Präsenz in Werken der Nächstenliebe. Sie können mit Hilfe dieser Maßnahmen zu entwickeln. Sie hören nicht auf, Christen zu sein.

Die Kirche ist nicht ein Boot, die die Menschen über Bord zu werfen. Wenn wir aus dem Boot der Kirche aller Sünder über Bord geworfen, die es bleiben? Daher ist die Definition der Kirche als "Lazarett" - ebenso wie Franziskus - trägt eine Menge Heilung Wahrheit. Wir sind nicht von der Unterdrückung krank, aber da er sie heile. All dies sollte die Hoffnung derer, die in nicht-sakramentale Vereinigung leben zu füllen, aber die guten Willens sind.

IAC: Die Diskussion hob ist oft das Argument, der Barmherzigkeit, im Lichte der wiederverheirateten Geschiedenen müssten, um das Sakrament der Eucharistie zuzulassen.

- Unfähigkeit, die Kommunion beizutreten ist kein Zeichen für einen Mangel an Barmherzigkeit.

Oft hört man das Argument, dass die geschiedene, die nicht erhalten können eucharistischen Gemeinschaft tendenziell bessere Menschen als diejenigen, die beitreten Gemeinschaft zu sein. Ich leugne nicht, dass dies der Fall sein kann, aber das ist kein Argument. Katholiken besser als die Menschen manchmal zu viele Nicht-Christen, aber daraus folgt nicht, dass, wenn sie beitreten wollte, dass sie die heilige Kommunion sollte ihnen zu geben.

KAI: Und so, wenn es unbedingt eine Frage der Doktrin, dann können wir keine Bedenken, dass die Beratungen der Synode wird in eine andere Richtung zu gehen?

- Just lehrt die Vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre Kardinal. Gerhard Müller an der Spitze. Sie versucht auch zu nennen, um Theologen, die postuliert, was die heilige Kommunion zu bestellen. diejenigen, geschieden und lebt in einer Re-Union. Auf der Synode sollte ein starkes Argument das eine oder andere erwartet. Ich hoffe, dass vor allem auf den Heiligen Geist und den Heiligen Vater, dass sie den ganzen klare Anweisungen und benötigte Licht zu kommunizieren.

IAC: Je mehr die Synode ist nur ein Beratungsgremium des Papstes und das letzte Wort gehört ihm gesagt.

- Zum Abschluss seiner Beratungen der Synode nichts zu verkünden. Die Post-Synode Dokument ist nur durch den Papst in Form Mahnung angekündigt. Alle Fragen und Wünsche, von denen berichtet wird, und auch während der Synode gewählt werden gespendet Entscheidung des Heiligen Vaters.

IAC: Erzbischof traf vor einer Synode der deutschen Bischöfe in Berlin. Was kam aus diesen Treffen?

- Sie sprachen strikt privat und haben nicht das Recht, sie zu halten. Das übergeordnete Ziel unseres Treffens war ein gegenseitiges Verständnis für unsere Positionen: die Kirche in Deutschland und der katholischen Kirche in Polen. Wir sind davon überzeugt, dass es nicht möglich ist Kompromiss zwischen Wahrheit und Unwahrheit der Lehre; in diesen Dingen gibt es keine "goldene Mitte". Wenn das Prinzip der "goldenen Mitte" von den Grundsätzen der Raumflüge eingesetzt, elend, dass sie beendet.
http://episkopat.pl/informacje_kep/6861....wywiad_KAI.html
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von esther10 24.09.2015 21:19

GOTT ODER NICHTS

Gedanken zum Buch von Kardinal Robert Sarah


von Gerhard Card. Müller

Zu Beginn möchte ich Kardinal Robert Sarah danken für sein Glaubenszeugnis, das er mit seinem in diesem Jahr erschienenen Buch „Dieu ou rien. Entretien sur la foi“ ablegt. Zugleich beglückwünsche ich die deutsche Sprachfamilie für die Möglichkeit, sich nun mit der Gedankenfülle eines großen Theologen und geistlichen Menschen in ihrer Muttersprache bekannt zu machen.

1. Der Mensch vor der alles entscheidenden Alternative

Das Gespräch über den Glauben, das Kardinal Sarah mit dem renommierten Kenner des II. Vatikanischen Konzils Nicolas Diat führt, trägt den Titel „Gott oder Nichts. Gespräch über den Glauben“. Es geht also nicht um dieses oder jenes interessante Einzelthema oder um die Propagierung der Lieblingsideen eines Schriftstellers oder politischen Akteurs. Der Kardinal hat vielmehr den Menschen als solchen und ganzen im Blick und zwar in der absoluten Hinsicht auf Gott, dem Ursprung und Ziel der ganzen Schöpfung in der Liebe, die Gott ist in seinem Sein und Leben.

Angesichts der Endlichkeit unseres kurzen Erdendaseins, der irdisch nicht zu erfüllenden Gerechtigkeit für die Armen, für die Erniedrigten, die unschuldig Leidenden, die zu früh Gestorbenen, die Millionen Opfer von Kriegen und Gewalt gibt es − alles zusammengefasst − nur die eine Alternative. Wenn Gott existiert, lebt und wirkt, dann hat alles doch einen Sinn, dann wird die Gerechtigkeit jedem am Ende zuteil, der sich Gott ganz anheimgibt, dann ist das letzte und nie verstummende Wort über die ganze Schöpfung Liebe und ewiges Leben und nicht Hass, Tod, Nichts, das große Aus. „Denn die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes“ (Röm 8,21). Mit Gott werden alle positiven Faktoren unserer Existenz in der Klammer des Geschaffenen mit Unendlichkeit und Liebe multipliziert.

Durch Gott ist alles ewig in, ohne Gott ist alles endgültig out.

In zehn Fragekreisen setzt sich der Kardinal theologisch und geistlich mit der Situation der katholische Kirche in der Welt der Gegenwart auseinander und bietet über die Diagnose hinaus eine Therapie für den orientierungslosen Menschen der Postmoderne. Den Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes und Erlöser der ganzen Welt.

2. Kardinal Sarah im geistlichen und theologischen Profil

Schon Papst Johannes Paul II. hat die tiefe Spiritualität des damaligen Erzbischofs von Conakry in dem kleinen afrikanischen, ganz islamisch geprägten Land Guinea mit einer katholischen Minderheit erkannt und seine theologische Kompetenz gewürdigt, indem er ihn 2001 an die römische Kurie geholt hat. Und Papst Benedikt XVI. ihn 2010 berief in das Heilige Kollegium der Kardinäle, die dem Papst bei der Regierung der Weltkirche unmittelbar zur Seite stehen. Die Wertschätzung, die ihm Papst Franziskus entgegenbringt, zeigte sich in der Berufung des langjährigen Präsidenten des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden „Cor unum“ zum Präfekten der Kongregation für den Gottesdienst und die Ordnung der Sakramente. Während ihn die Arbeit für Cor unum weltweit mit den Herausforderungen der Armut und Not konfrontierte, hat er in seinem neuen Arbeitsfeld mit einem anderem Grundvollzug der Kirche zu tun: der Liturgie, dem Gottesdienst und den Sakramenten.

Wie bedeutsam diese Kongregation für die ganze Kirche als Gemeinschaft des Glaubens und der Gottesverehrung ist, zeigt sich etwa in der Beschreibung der Liturgie in dem entsprechenden Dekret des II. Vatikanums: Die Liturgie und speziell die Heilige Eucharistie ist inmitten der Martyria und der Diakonia, (d.h. der Glaubenslehre, der Verkündigung, der Seelsorge und dem caritativen Dienst), Quelle und Höhepunkt allen kirchlichen Lebens und Handelns (vgl. SC 10).

In der Liturgie drückt sich der Glaube aus als unmittelbare Antwort auf die Selbstoffenbarung des dreifaltigen Gottes, der für jeden Menschen in seinem Fleisch gewordenen WORT, in seinem Sohn Jesus Christus Weg, Wahrheit und Leben bedeutet. Die Kongregation für den Gottesdienst hat es mit einem wesentlichen Grundvollzug von Kirche als dem universalen Sakrament des Heils der Welt zu tun. Es geht nicht um eine äußerliche Inszenierung von Riten und Symbolen, in denen der Mensch mit sich selbst spielt, um sich selber kreist, sich selbst verehrt und anbetet, aber ohne sich zu überschreiten in die wahre Transzendenz Gottes. In der Liturgie ereignet sich die Erhöhung des Menschen durch die Gnade. Denn sie ist das Gegenteil eines selbstmitleidigen Egotrips. Liturgie ist die Erhebung der Herzen zu Gott, dem allein Anbetung und Verherrlichung gebührt. Nicht wie im heidnischen Kult und Mythos der Mensch die Götter servil umschmeichelt oder sich prometheisch gegen sie auflehnt, sondern wie in Christus Gott und Mensch sich begegnen, so verehren die Christen Gott. „Die Herrlichkeit Gottes ist der (in der Gnade) lebende Mensch, das Leben des Menschen aber ist die Schau Gottes“, so formulierte es der hl. Irenäus von Lyon im 2. Jahrhundert (Adv. Haer. IV, 20,7: Gloria enim Dei vivens homo, vita autem hominis visio Dei). Angebetet, verherrlicht und geliebt wird der dreifaltige Gott, der in der Person des Wortes unser Fleisch angenommen hat, der in Jesus Christus in seiner wahren menschlichen Natur, in seiner menschlichen Geschichte, in seinem Opfertod für uns am Kreuz und in seiner realen Auferstehung von den Toten den Tod und die Gottesferne überwunden hat. Es ist derselbe Jesus Christus, der als der erhöhte Herr uns Menschen geschichtlich, leiblich und gemeinschaftlich, in der Kirche und ihren Sakramenten realistisch von Person zu Person begegnet.

Die Verantwortung, die Kardinal Sarah von Papst Franziskus übertragen worden ist, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Man bedenke nur, was Joseph Ratzinger- im ersterschienen der auf 16 Bände berechneten Ausgabe seiner Gesammelten Schriften- der Kirche als Vermächtnis mitgegeben hat: Im Zeitalter der schleichenden oder lärmenden Säkularisierung der abendländischen Christenheit und einer aggressiven De-christianisierung der Weltgesellschaft wird das richtige Verständnis der Liturgie und ihr würdiger Vollzug zur Schicksalsfrage des Christentums in der Welt von heute und morgen.

Zur Erfüllung dieser Aufgabe bedarf es mehr als nur eines fachlichen Studiums der Liturgiewissenschaft im engeren Sinn. Der geistige Horizont eines Kardinalpräfekten der Kongregation für den Gottesdienst muss die philosophischen, fundamentaltheologischen, dogmatischen, kulturellen und politischen Voraussetzungen und Bedingungen des Christseins in der Moderne und Postmoderne geistig durchdrungen haben. Nur eine tiefgründige Diagnose der geistigen und kulturellen Struktur der globalisierten Welt kann auch zur Entwicklung einer Therapie führen, die den Nihilismus- als den gemeinsamen Nenner aller Erwartungen und Bestrebungen einer Welt ohne Gott- überwindet und den Glauben an Gott als Grund und Ziel des Menschen neu zum Leuchten bringt. Die Liturgie-Unfähigkeit des modernen Menschen, von der Romano Guardini schon 1948 auf dem Mainzer Katholikentag sprach und die „Krise des sakramentalen Idee“ in einem auf die Immanenz begrenzten Bewusstsein, die von Joseph Ratzinger festgestellt worden ist, haben ihren Grund im monistischen System des Naturalismus, der die transzendentale Verwiesenheit des Menschen in Geist und Freiheit auf das Mysterium Gottes leugnet und der konsequent den Menschen eindimensional-innerweltlich begrenzt und ihn nicht als Hörer des Wortes auf eine übernatürliche Offenbarung Gottes in Welt, Geschichte und Geist des Menschen zu sehen vermag.

3. Quellen und Prägungen seiner christlichen Identität

Robert Sarah wurde am 15. Juni 1945 geboren in Ourous, einem kleinen unbedeutenden Bauerndorf, als Guinea noch französische Kolonie war. Wie borniert der Kolonialismus war, zeigt sich in der mechanischen Übernahme des französischen Schulmaterials aus dem sogenannten Mutterland. Die Kinder in Guinea lernten, dass sie als Franzosen Nachkommen der Gallier waren. Kolonialismus, Rassismus sowie militärischer oder kultureller Imperialismus waren und sind Schandmale der Menschheitsgeschichte und -theologisch ausgedrückt- Erscheinungsformen der Erbsünde, die nur durch die größere Liebe Gottes vergeben werden kann.

Die erste positive Erfahrung, die sein ganzes Leben bis in die letzten Tiefen seiner geistigen und sittlichen Existenz prägte, war die Begegnung mit den Missionaren aus dem Spiritanerorden. Ohne jede politische Ambition und ohne den leisesten Anklang eines europäischen Überlegenheitsgefühls wirkten die Patres selbstlos, immer demütig und mit voller Hingabe als Männer Gottes, als Botschafter nicht des europäischen Lebensstandards, sondern der alle Menschen ergreifenden und sie familiär vereinenden Liebe Gottes.

Eurozentrik verengt den Horizont. Theozentrik entgrenzt ihn. Christozentrik vereint alle Menschen in Gott.

Wer an Gott glaubt, ist überall zuhause. Und in dem einen Haus des Vaters sind wir alle Brüder und Schwestern. Wir gehören von der Schöpfung aus gesehen zur Familie der Menschheit. Im Licht der Offenbarung zeigt sich die Glaubensgemeinschaft in Christus als Haus und Volk Gottes. Die Liebe Gottes begründet die Würde des Menschen und gibt Hoffnung in Leid und Ungerechtigkeit, sie schenkt die geistliche Kraft, den Hass zu überwinden und sogar den Feind zu lieben, d.h. ihn aus dem Gefängnis der Gottlosigkeit und Menschenfeindschaft zu befreien. Die Liebe des Schöpfers und Erlösers eröffnet die Aussicht auf die Erfüllung der ganzen Schöpfung in Gott selbst. Das ewige Leben ist nicht ein zeitlich unbegrenztes Weitermachen wie bisher - nur unter anderen äußeren Bedingungen. Das ewige Leben ist die Erkenntnis Gottes und seines Sohnes Jesus Christus ( Joh 17,3). Gott lebt in uns und wir leben in Gott. „Der Tod ist nicht das Ende, sondern für mich der Anfang des Lebens“, sagte der erst 39-jährige Dietrich Bonhoeffer kurz vor seiner Hinrichtung durch die Schergen des Fürsten dieser Welt, den Jesus im Johannesevangelium den Lügner und Mörder von Anbeginn nannte (Joh 8,44). Lüge, Mord und Gewalt sind die Kennzeichen der von Menschen errichteten Reiche der Selbsterlösung, die sich an die Stelle Gottes stellen wollen, während das Reich Gottes Gerechtigkeit, Liebe und Freiheit im Heiligen Geist bedeutet. Der Mensch ist auf das Absolute ausgerichtet. Nur wo Gott über und im Menschen ist, gibt es Wahrheit in Freiheit und Gerechtigkeit in Liebe. Wo der Mensch sich des Absoluten zu bemächtigen sucht, macht er sich zum Götzen, der durch den Griff nach der totalitären Herrschaft die Menschen durch politisch-mediale Machtausübung gleichschaltet und somit versklavt.

Nach der Entlassung seiner Heimat aus der kolonialen Abhängigkeit von Frankreich, errichtete der Diktator Sékou Touré eine blutige marxistisch-leninistische Herrschaft mit dem Ergebnis von zwei Millionen Flüchtlingen und vielen Tausenden Menschen, die grausam ermordet, gefoltert und gedemütigt wurden. Auch der Vorgänger unseres Kardinals als Erzbischof von Conakry Mgr. Raymond-Marie Tchidimbo und viele Christen wurden brutal misshandelt im Namen einer Ideologie, die die Religion als Opium des Volkes verächtlich macht und im Namen von Freiheit, Fortschritt und Wissenschaft jede Verletzung der Religionsfreiheit und der Menschenrechte gegen Christen für gerechtfertigt und geboten hält. Nach zwei atheistischen Diktaturen auf deutschem Boden in einem Jahrhundert und zwei Weltkriegen, die innerhalb von 25 Jahren von Deutschland ausgingen, wissen wir Deutschen, was eine Welt ohne Gott bedeutet, in der die Glaubenden als gefährlich, rückständig, mittelalterlich verlacht, marginalisiert und aus dem öffentlichen Leben ausgeschaltet werden. Die altliberale Maxime „Religion ist Privatsache“ des 19. Jahrhunderts, die sich im 20.Jahrhundert alle totalitären Politsysteme zueigen gemacht haben, ist nichts anderes als eine extreme Verletzung der Menschenrechte. Denn ebenso wie Agnostiker haben auch Menschen mit der Überzeugung, dass Gott die Liebe ist, das natürliche Menschenrecht, sich gerade auch im Bekenntnis ihrer Lehre und ihrer Lebensführung im öffentlichen Leben für das Gemeinwohl einzusetzen. Eine echte Demokratie unterscheidet sich von der Pöbelherrschaft oder „Volksdemokratie“ dadurch, dass sie auf den unverletzlichen Menschenrechten aufbaut und sie nicht nach ideologischen Interessen selbst definiert, was der Mensch ist und somit den Menschen der Willkür der Masse oder der herrschenden Partei oder Meinung ausliefert. Ein Staat muss weltanschaulich neutral sein, aber er darf nicht zum Zwangsinstrument werden, um eine atheistisch-naturalistische Weltsicht eines Teils seiner Bürger zum Gesetz des Ausschlusses eines andern Teils von den staatlichen und öffentlichen Institutionen zu machen. Mit der weltanschaulichen Neutralität des Staates ist die Erklärung des Säkularismus als quasi Staats-Weltanschauung unvereinbar. Die gebotene Trennung von Kirche und Staat beinhaltet die staatliche Respektierung der Freiheit und Autonomie der Kirche und der Religionsgemeinschaften und darf nicht zum Vorwand der Entrechtung der Gläubigen und der Einschränkung ihrer Grundrechte werden und kann auch nicht den Raub des Kirchengutes oder ihre Zurückdrängung aus der Öffentlichkeit rechtfertigen (II.Vat. Dignitatis humanae 4). Der moderne demokratische Staat muss weltanschaulich neutral sein und das bürgerliche Engagement auch der Glaubensgemeinschaften fördern. Er muss naturrechtlich, aber eben nicht säkularistisch-agnostisch begründet sein. Wo er Bürger gegen deren religiöse Überzeugung ins Private abdrängt oder zum Tun des Bösen gegen das Gewissen zwingt, und die Öffentlichkeit der Kirche verschließt, verletzt er das Menschenrecht der Religionsfreiheit und entzieht seiner demokratisch-rechtstaatlichen Legitimation den Boden (DH 6). Wo das Gewissen sich nicht mehr einer überweltlichen Instanz oder besser gesagt dem personalen Gott als Richter über Gut und Böse und als Orientierung für wahr und falsch verantwortlich fühlt, da ist -nach einem Wort Fjodor Dostojewskis- „ alles erlaubt“. Der russische Dichter formulierte es nur theoretisch. Wir Zeitgenossen des 20. Jahrhunderts wissen, was das praktisch bedeutet.

In dieser Zeit der Verfolgung in seiner geliebten Heimat findet sich eine zweite tiefe Quelle der Spiritualität von Kardinal Sarah. Die Erkenntnis Christi, des Gekreuzigten. Ich hatte schon von der Erfahrung der Demut und unbedingten Opferbereitschaft der französischen Missionare gesprochen, die ihm den ohne jede Vorbedingung uns Menschen liebenden Gott ins Herz eingepflanzt haben. Jetzt ist es mitten in der Verfolgung, wo es menschlich gesprochen keinen Ausweg gibt, die Erfahrung des Kreuzes Christi, die Hoffnung gegen alle Hoffnung vermittelt. Kalvaria ist der höchste Punkt, von dem aus wir mit den Augen des Gottessohnes am Kreuz die Menschen, die Welt, die Geschichte und die ganze Schöpfung betrachten und mit dem Übermaß der vergebenden und versöhnenden Liebe Gottes beurteilen. Stat crux, dum volvitur orbis. Das Kreuz steht fest, und wenn die ganze Welt umstürzt und im Chaos zu versinken droht.

Und doch haben wir es im geoffenbarten Glauben, der von Gott kommt, nicht mit einer Gegenideologie zu tun. Im Glauben begegnet uns Christus selbst. Er, der als wahrer Mensch unser Erdenleben und Leiden am eigenen Körper und in der eigenen menschlichen Seele und in seinem menschlichen Bewusstsein ertragen und dem Vater im Himmel aufgeopfert hat, ist derselbe , der von den Toten auferstanden ist. „Er ist der wahre Gott und das ewige Leben.“( 1 Joh 5,20). Und die Gemeinde seiner Jünger, die Kirche bekennt ihn als den wahren Gott, den Sohn des Vaters, unser aller Erlöser und der Hohepriester und Mittler des Neuen und Ewigen Bundes.

Von den Patres hat Robert Sarah gelernt und das war eine weitere Grunderfahrung, was Mission eigentlich ist, nämlich die Verkündigung und die Einbeziehung eines jeden Menschen, der im Glauben frei Ja sagt zu Gott, in das Geheimnis der göttlichen Liebe des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Christliche Mission ist das Gegenteil von Proselytismus, der nur überredet und nötigt, die eigene Kultur und Mentalität zu übernehmen, statt die Begegnung mit der wahren Gott in Wort und Sakrament zu vermitteln. Proselytismus instrumentalisiert andere für die Bestätigung des Selbst. Mission bezeugt den Brüdern die Liebe Gottes jedem einzelnen Menschen.

Der jugendliche Katholik Robert Sarah hat auch die Heilige Messe kennen und lieben gelernt als Gemeinschaft mit Jesus in Liebe und Wahrheit. Mission und Kreuz aber gerade auch die Liturgie sind die Quellen der geistlichen Existenz von Kardinal Sarah. Wenn ich die Heilige Messe gläubig und mit der gebotenen tiefsten Ehrfrucht vor Gott mitfeiere, dann nimmt Jesus mich mit meinem ganzen Leben, Arbeiten, Sorgen und Leiden hinein in sein Opfer am Kreuz, in dem er sich dem Vater für das Heil der Welt dahingegeben hat, damit wir in Gott, aus Gott und für Gott jetzt und ewig leben können. Die sakramentale Kommunion führt uns, wenn wir sie im Stande der heiligmachenden Gnade, der im Leben bewahrten oder im Bußsakrament wiedererlangten Taufgnade, mit der Liebe zu Gott über alles und mit der Liebe zu unseren Nächsten wie zu uns selbst empfangen, in die geistliche Lebens-Gemeinschaft mit Christus. Sie ist Einheit mit Jesus Christus in seiner wahren Menschheit und Gottheit.

So von einem tiefen Glauben geprägt anhand der Vermittlung und des guten Beispiels glaubwürdiger Diener des Herrn, formte sich im Inneren des jungen Robert Sarah, der Gedanke und der Wunsch, dem Herrn selber als Priester zu dienen. Sein Vater und seine Mutter waren fromme Katholiken, gleichsam in der ersten Generation, die ihrem einzigen Kind in warmer elterlicher Liebe verbunden sind. Aber es war für sie noch unvorstellbar, dass ein Schwarzer Priester werden könnte. Natürlich haben sie theoretisch gewusst, dass vor Gott alle Menschen gleich sind und dass Gottes Liebe zu jedem Menschen dem einzelnen nichts nimmt, sondern ihn bestätigt und ihn so in die Kirche als Familie Gottes einführt. Und doch waren sie noch befangen vom Geist und Ungeist der Meinung, das Christentum sei eigentlich eine Religion der Europäer. Aber der universale Horizont des katholischen Glaubens befreit von den sekundären Überlagerungen des Evangeliums Christi. Nur Gott kann Menschen zu einem besonderen Dienst berufen und einzelnen mehr Gnade und Talent verleihen, ohne seine Gerechtigkeit aufzugeben. Denn Gottes Gerechtigkeit besteht in der Mitteilung unterschiedlicher Charismen an die einzelnen, damit alle im Zusammenwirken der verschiedenen Gnadengaben zum Wohl des Ganzen beitragen. Die Verschiedenheit der Menschen offenbart so die Gerechtigkeit Gottes gegenüber allen, weil in der Vielheit der Sendungen, Vollmachten und Charismen die größere Gemeinschaft möglich wird. Somit ist auch die Kirche nicht eine sekundäre Folge der individuellen Gottesverhältnisses der einzelnen Personen. Gott wollte die Menschen, die ihrer geschaffenen Natur nach Gemeinschaftswesen sind, nicht isoliert voneinander erlösen, sondern sie zu einer Gemeinschaft zu machen, die in Christus das Heil vergegenwärtigt und vermittelt (II.Vatikanum, Lumen gentium 9). Die Kirche ist Haus und Volk Gottes, Leib Christi und Tempel der Heiligen Geistes. Jedem werden die Gaben des Geistes so mitgeteilt, dass sie den anderen nutzen und so der ganze Lieb Christi, die Kirche, in Liebe aufgebaut wird (1 Kor 12,7; Eph 4,16).

Und so fügten sich die Eltern aus Liebe zu ihrem Sohn in den Willen Gottes, dass ihr Sohn dem Reich Gottes als Priester dient gerade auch in der Lebensweise der Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen (Mt 19,12; 1 Kor 7,32). Den Zölibat der Priester versteht nur der geistliche Mensch. Dem mondänen und säkularisiertem Denken ist er ein Relikt aus einer Zeit, in der die Gläubigen alles auf Gott setzten. Dem Hedonismus ist es das Hassobjekt schlechthin. Er wird konsequent missdeutet, verdächtigt und verächtlich gemacht von denen, die das katholische Priestertum nur in den weltlichen Kategorien eines Kultbeamten oder eines gelegentlich seltsame Kleider tragenden Sozialarbeiters oder Lebensberaters zu erfassen vermögen.

Schließlich haben seine Eltern erlebt, wie aus ihrem Sohn ein Seelsorger, Professor der Theologie, und mit 33 Jahren ihr Robert zum Erzbischof der Hauptstadt wurde. Sie bangten täglich um ihn, der oft mit dem Tod bedroht wurde und so mutig vor den Machthabern dieser Welt Zeugnis für die Liebe, Demut und Barmherzigkeit Jesu ablegte. Das ist christliche Identität: zu wissen, dass vom Kreuz Christi die wahre Freiheit, das wahre Glück des Menschen und seine ewige Seligkeit ausgehen.

Auch seinen Weggang nach Rom erlebten sie einerseits schmerzlich berührt vom Abschied und andererseits auch mit berechtigtem Stolz, dass ihr Sohn nun dem Papst bei der Leitung der Universalkirche nahe ist und zur Hand geht. Weltlich betrachtet könnte man den Weg aus dem vergessenen Dorf an der Peripherie eines Kolonialreiches ins Zentrum der Weltkirche in Rom für eine afrikanische Variante des amerikanischen Traums „vom Tellerwäscher zum Millionär“ halten. Der Vergleich legt eher den Weg der einfachen Fischer vom See Genezareth zu Jesus nahe, der sie als seine Apostel in alle Welt aussendet. Beim Traum Millionär zu werden steht der Materialismus als Leitbild über allem. Geld ist im ideologischen Kapitalismus nicht Mittel zum Zweck, sondern Selbstzweck. Das Geld wird zum Gott und wie viele Menschen wurden auf dem Altar des Kapitalismus schon wie Menschenopfer geschlachtet.

Bei der Geschichte „vom afrikanischen Bauernjungen zum Kardinal der Heiligen Römischen Kirche“ geht es um ein spirituelles Menschenbild. Nicht der materielle Überfluss, sondern der Schatz im Himmel ist das Kriterium für ein gelingendes Leben. „Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber an seiner Seele Schaden erleidet“ (Lk 9,25). Der Christ hat die Freiheit, sich für andere aufzuopfern und darum reich zu werden in der Liebe. Eine Mutter, die ihrem kranken oder sterbenden Kind unter Opfern noch viel Liebe schenkt, ist reicher als eine andere, deren Kinder sich eines riesigen Bankkontos rühmen, die aber von ihrer Mutter nichts wissen wollen, weil die alte, kranke Frau ihr Genussleben stört.

Der Theologiestudent Robert Sarah hat hervorragende und geistlich überzeugende Lehrer gehabt auch bei seinen höheren Studien in Frankreich, Jerusalem und Rom. Sie haben ihn zu einem selbständigen Denken und Urteilen geführt dank der Ausgewogenheit der intellektuellen, humanen und spirituellen Ausbildung und Formung. Kardinal Sarah wurde so zu einem führenden Intellektuellen des katholischen Geisteslebens. Im Kardinalskollegium hat seine Stimme Gewicht und er ist dem Hl. Vater mit seinem klaren Verstand, und seinem sicheren Urteil in Glaubensfragen eine wirkliche Hilfe.

Wer aus einer verfolgten Kirche kommt, gehört nicht zur Spezies der Opportunisten, die sich zu allen Zeiten der Kirchengeschichte in das vermeintliche Machtzentrum gedrängt haben. Kardinal der römischen Kirche sein heißt, dem universalen Hirten der Kirche zu dienen und nicht sich seiner Nähe zu rühmen. Dieses Handeln, Reden und Sich-selbst-Inszenieren nach den Gesetzen der Mediengesellschaft wird von Papst Franziskus als mondänes Denken verurteilt. In Freiburg hatte Benedikt XVI. von dem notwendigen Ende der Verweltlichung der Kirche gesprochen, ohne bei den Betroffenen Gehör zu finden. „Die mondäne Versuchung ist eine Pest. Es geht nicht um eine menschliche Erhöhung in der Kirche, sondern ganz einfach um eine Nachahmung des Sohnes Gottes in seiner Demut und Barmherzigkeit“, sagt Kardinal Sarah (vgl. 2.Kap.).

Die Kirche ist weltweit die einzige Anwältin der Armen. Ihr Ziel ist nicht die Angleichung Afrikas an den mondänen, nihilistischen, zynischen Lebensstil eines dem Glauben entfremdeten Europas und Nordamerikas. Bei aller sozialen Hilfe geht es nicht darum, dass die Armen zu Millionären werden um im Geld den Lebenszweck entdecken und dabei den Schatz im Himmel zu verlieren, der nicht wie alle Reichtümer dieser Welt von Rost und Motten zerstört wird. Es geht vielmehr um ein Leben aller in Würde und darum, den Armen nicht den Reichtum der Gnade und Barmherzigkeit Gottes vorzuenthalten. „Der Hunger nach Brot muss verschwinden; der Hunger nach Gott muss wach bleiben“, sagte einmal Johannes Paul II. in den Elendsvierteln von Lima. Wer den Hunger der Menschen nach Gott nicht erkennt, der belässt sie in ihrer schlimmsten Misere. Einigen katholischen Hilfsorganisationen ist es heute peinlich von Gott zu sprechen. Sie wollen sich auf rein humanitäre Tätigkeiten beschränken, um dem Vorwurf des Proselytismus zu entgehen. Auch nehmen manche Vertreter und Angestellte dieser Hilfswerke vor Ort nicht am gottesdienstlichen Leben teil, das sie als Rest der Unaufgeklärtheit ihrer dortigen afrikanischen und asiatischen Brüder und Schwestern ansehen. Demgegenüber hat Papst Franziskus in Evangelii gaudium von seinem Schmerz über diese schlimmste Art der Diskriminierung der Armen gesprochen, wenn man ihrem spirituellen Hunger nach Gott, der Gnade und den Sakramenten mit Gleichgültigkeit und der bornierten Selbstgefälligkeit des Aufgeklärten gegenübersteht und sie im materialistischen Sinn auf Lebewesen reduziert, denen man bloß Essen und Trinken verabreichen muss, um sie ruhig zu stellen. Dem teuflischen Versucher, der von Jesus verlangte aus Steinen Brot zu machen, hält der wahre Messias entgegen: „Nicht vom Brot allein lebt der Mensch, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht.“ (Mt 4,4). Die „vorrangige Option für die Armen“ besteht in der Sorge um ihre Offenheit für Gott und von daher kommt auch die umfassende Option für die materielle und kulturelle Teilnahme am Leben der Gemeinschaft. Dem gedankenlosen und banalen Vorwurf, die Hoffnung auf Gott lähme das Engagement auf Erden, lässt sich mit dem Hinweis auf bekannte und unbekannte Heilige begegnen, die die Einheit von Gottes- und Nächstenliebe, von Gott-Orientierung und Welt-Verantwortung vorgelebt haben. Der Kardinal nennt Damian de Veuster, der auf einer Südseeinsel sein Leben für die Leprakranken aufopferte und Mutter Teresa, die für die Armen von Kalkutta da war. Schließlich fällt die Bilanz der Ideologen, die ein Reich rein irdischer Wohlfahrt errichten wollten im Gegensatz zum Glauben an Gott nicht nur ernüchternd, sondern erschütternd aus, allein schon wenn man sich auf das 20. Jahrhundert beschränkt. Wen wundert die Gleichgültigkeit über die ungeheuren Gewalttaten gegen die Christen Afrikas und des Vorderen Orients bei westlichen Politikern und Führern der öffentlichen Meinung, wenn die Entchristianisierung Europas und der ganzen Welt das Ziel ist? Menschrechte sind nach den Vorstellungen der Kirchenfeinde doch teilbar?

In Kardinal Sarah meldet sich die Stimme der jungen, dynamischen, wachsenden katholischen Kirchen in Afrika kompetent und überzeugend zu Wort. Um 1900 gab es in Afrika 2 Millionen Katholiken, hundert Jahre später sind es um die 200 Millionen. Um 1900 bekannten sich in Deutschland 97% der Bevölkerung zum christlichen Glauben, 2015 sind etwa 60%. Afrika ist endgültig aus dem Status des Empfangenden herausgetreten. Die reiche Frucht der wahren Mission, die vom dreifaltigen Gott ausgeht und alle Menschen zur Gemeinschaft mit ihm in der Liebe hinführen will, ist ein gemeinsames Anliegen geworden, das alle Christen in der einen Welt auf allen Kontinenten verbindet und die Kirche in ihrer wahren Katholizität hervortreten lässt. Die Kirche ist ihrem Wesen nach missionarisch, oder sie verfehlt ihren Auftrag, wie Papst Franziskus nicht müde wird zu wiederholen.

Es geht nicht darum, das kulturelle Überlegenheitsgefühl der Europäer seit der Aufklärung und des liberalen Fortschrittsglaube nur mit dem paternalistischen Gestus zu überwinden, dass die Afrikaner und Asiaten aufgeholt haben. Vielmehr ist es mit dem christlichen Glauben, dass Gott den Menschen nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen hat, prinzipiell unvereinbar, dass sich ein Teil der Menschheit kulturell oder politisch einem andern überlegen fühlt und sich als Führungsmacht der Menschheit, der Staatengemeinschaft oder sogar der Universalkirche aufspielt. Um als Theologe und Kardinal in der Weltkirche gehört zu werden, brauchte Robert Sarah seine afrikanischen Wurzeln nicht zu kappen, die Liebe zu seinen Eltern und zu seiner Heimat nicht zu verraten oder seine Identität als Schwarzer Afrikaner zu verstecken. Er versteht die afrikanische Kultur vor der Begegnung mit der christlichen Mission als einen von Gott geführten Weg hin zum Evangelium vom Reich Gottes. Die Idee von der angeblichen Gleichwertigkeit der Religionen mit der Selbstoffenbarung Gottes in Christus erweist sich als Produkt der westlichen Relativismus, der die Möglichkeit einer übernatürlichen Offenbarung in Abrede stellt. In Wirklichkeit sind die Religionen bei all ihren Defizienzen aufgrund der Erbsünde das Zeugnis der natürlichen Offenbarung desselben Gottes, der seinen Heilsplan selbst in Christus geschichtlich verwirklicht und der um seinen universalen Heilswillen zu verwirklichen in seinem eingeborenen Sohn, der Gott selbst ist, nicht auf eine pluralistische Religionstheorie (á la Jacques Dupuis, John Hick) angewiesen ist. Es ist derselbe Gott, der sich im Werk seiner Schöpfung und im sittlichen Gewissen aller Menschen nicht unbezeugt gelassen hat, der sich als Heil aller Menschen in der Inkarnation des Wortes und in Kreuz und Auferstehung Christi geoffenbart hat und der die Welt zur Vollendung in ihm führen wird (Röm 1,18ff; Apg 17,22-34). Deshalb spricht Kardinal Sarah auch vom Glauben an den einen und höchsten Gott in der afrikanischen Kultur bei aller Verdeckung durch den Polytheismus des Alltags. Auch in der Ahnenverehrung manifestiert sich die Erkenntnis der Einheit der Menschheit und ihrer Solidarität im Heil. Dies kann ein wichtiger Ansatzpunkt für die übernatürliche Erkenntnis der die Generationen vereinenden Kirche sein und besonders den Gedanken der Gemeinschaft der Heiligen mit einer anthropologischen Grunderfahrung verbinden.

Dem exotischen Interesse europäischer Religionswissenschaftler, die ihrem eigenen Glauben entfremdet sind, etwa an den Initiationsriten erteilt der Kardinal eine Absage. Wie er aus eigener Erfahrung weiß, dienen diese Riten mit ihren körperlichen Prüfungen nicht der wirklichen Transformation des Menschen zu einer freien und verantwortlichen Persönlichkeit, weil sie auf Lüge, Gewalt und Angst aufbauen. Sie bieten so keine echte Basis zur Antwort auf die existentiellen Fragen und führen nicht zur Übernahme von Verantwortung für die Welt und die Gesellschaft. Die fälschlich sog. Beschneidung der Mädchen ist nichts anderes als schwere Körperverletzung und somit ein Übergriff in die natürlichen Menschenrechte und hat mit der rituellen Beschneidung von Knaben im Alten Bund und im Judentum nichts gemein. Die Berufung auf eine religiöse Tradition oder gar die Religionsfreiheit greift nicht. Denn es handelt sich hier nicht um einen religiösen Akt im Sinne der Gottesverehrung, sondern um einen eklatanten Widerspruch zum natürlichen Sittengesetz, in dem sich der Wille Gottes zum Heil des Menschen grundlegend schon manifestiert gerade auch in der Hinordnung auf die Offenbarung Gottes in Christus und in der Mitteilung des Heiligen Geistes.

Kardinal Sarah hat die ganze Krisensituation, die sich in der Kirche nach dem Konzil gezeigt hat, biographisch und geistig wach und geistlich einfühlsam miterlebt. Er weiß, dass nicht die authentische Lehre des II. Vatikanums dafür verantwortlich ist, sondern die ideologische und politische Instrumentalisierung eines sogenannten „Geistes des Konzils“, der aber ein Geist progressistischer Ideologien war. Im modernistischen Entwicklungsschema sind Offenbarung und Dogma der Kirche nur geschichtlich bedingte Durchgangsstufen, an deren Ende die Selbstvergöttlichung des Menschen steht. Die Offenbarung in Christus und die bisherige Geschichte wäre nur ein Vorspiel für ein Gottes-, Welt- und Kirchenverständnis, in dem der Mensch selbst zugleich Subjekt und Gegenstand der Offenbarung sei. Das ist der wahre Hintergrund der These, die „Lebenswirklichkeit“ sei die eigentliche Offenbarungsquelle, wodurch Schrift und Tradition auf geschichtliche Vorstufen reduziert werden, die vom höheren Standpunkt des im Menschen zu sich kommenden absoluten Geistes aufgehoben seien. An die Stelle des depositum fidei (1 Tim 6,20), der Gesamtheit der Wahrheit der Offenbarung, die die ganze Kirche und besondere das Lehramt des Papstes und der Bischöfe treu zu wahren haben, tritt die medial organisierte Mehrheitsmeinung, in der sich der angebliche Glaubenssinn des Gottesvolkes aussprechen soll. In Wirklichkeit ereignet sich im Glaubenssinn des Gottesvolkes keine neue Offenbarung, sondern in ihm wird die „ein für alle mal“ (Hebr 10,10) ergangene Heils-Offenbarung Gottes in Jesus Christus vollständig bewahrt und auf den Menschen von heute und morgen bezogen. Es geht nicht darum die Offenbarung der Welt anzupassen, sondern die Welt für Gott zu gewinnen.

Statt des Studiums von Schrift und Tradition vergeuden Theologiestudenten, und Forschungsinstitute mit Meinungsumfragen zur Sexualmoral nur ihre Zeit und das von Kirchensteuermitteln gesponserte Geld. Sie sind angesetzt, nur um das Lehramt auf Kurs zu bringen, so als ob das Leben der Kirche den Gesetzes von Parteitagsregien gehorchen würde. Wahrscheinlich sind sich die Protagonisten der Tragweite solcher Theoreme nicht bewusst und verharmlosen ihre Position um arglose Geister einzuschläfern, indem sie von einem nur pastoralen Anliegen reden.

Im Konzil hätte der katholische Glaube sich dann zur Gnosis zurückverwandelt, die er im 2. Und 3. Jahrhundert erfolgreich überwunden hatte oder das geschichtliche Christentum hätte sich in eine Variante des Idealismus Hegelscher Prägung umgewandelt. Seit dieser Zeit gibt es in der Kirche und doch zugleich auch gegen sie zwei ideologische Richtungen, die einander ausschließen, aber doch in der Frontstellung gegen die Grundprinzipien des katholischen Glaubens eine Aktionseinheit bilden. Es sind die Richtungen des Integralismus und des Modernismus, die auch unter anderen Etiketten verkauft werden. Der Einfachheit halber vermengt man sie mit den politischen Kategorien konservativ und liberal ohne zu beachten, dass es in der Politik um weltliche Macht und das menschlich Machbare geht und in der Kirche um die von Gott geoffenbarte Wahrheit über den Menschen und sein ewiges Heil in Gott. Es ist nach Kardinal Sarah für die Kirche selbstzerstörerisch, wenn sie sich dem politischen und medialen Spiel um die Macht ausliefert. Statt nach der Wahrheit zu fragen, die sich aus der definitiven Offenbarung in Christus ergibt, wollen ideologische Richtungen die Kirche zum Gegenspieler oder zum Mitläufer des Naturalismus in seiner liberalen, nationalistischen oder kommunistischen Variante machen.

In der Linie des Lehramtes der Päpste der jüngeren Zeit und besonders von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. und gerade auch im Geiste von Papst Franziskus gilt es, die Kirche im katholischen Glauben zu vereinen und die politisch-ideologische Spaltung in ihrem Innern zu überwinden. Notwendig ist die Neuevangelisierung über eine bloße „Sakramentalisierung“ (Sakramentenspendung ohne persönlichen Glauben) hinaus, indem man sich in Europa nur zu oft darauf beschränkt, den statistischen Bestand der Kirche aufrechtzuerhalten. Entscheidend dafür ist ein umfassender Dialog zwischen Glaube und Vernunft. In diesem Zusammenhang möchte ich den Berliner Philosophen Volker Gerhardt empfehlen, der in der Tradition der Transzendentalphilosophie wohl, mit seinem Buch: „Der Sinn des Sinns. Versuch über das Göttliche“ (3.Aufl. Berlin 2015) in der Absicht dieses Dialoges den Entwurf eine natürlichen oder rationalen Theologie ausgearbeitet hat.

Aus der Erfahrung der liebenden Gegenwart Gottes für uns und somit der Würde des Menschen als Person vor Gott ergibt sich für Kardinal Sarah die Auseinandersetzung mit einer „Kultur“, für die der Tod Dreh- und Angelpunkt ist und der nur die schmutzige Kehrseite ihres atheistischen Nihilismus darstellt. Die Entchristlichung soll bis in die anthropologischen Wurzeln vorgetrieben werden. Wenn der Mensch in seinem leiblichen, seelischen und geistigen Sein nur das Produkt einer ideologischen Konstruktion ist und sich so der Willkür gesellschaftlicher Interessen und ideologischen Pressure-Groups und nicht der Güte des Schöpfers verdankt, ist jeder Moral der Boden entzogen. Das sittliche Grundgesetz, das jedem Menschen von Gott ins Gewissen geschrieben ist und zu einer geistig-sittlichen Natur gehört, auch wenn er die 10 Gebote noch nicht wörtlich kennt (Röm 2,14f), heißt: „Das Gute ist zu tun und das Böse ist zu meiden!“

Im Programm der De-moralisierung und Ver-atheisierung der Menschheit wird das sittliche Grundgesetz ins Gegenteil verkehrt. Tötung eines Kindes im Mutterleib wird zum Frauenrecht, die Beseitigung eines schwer Kranken und Sterbenden zu einem Akt des Mitleides, die milliardenschweren Programme zur Abtreibung und Empfängnisverhütung werden zum Kampf gegen die Armut verklärt, damit die natürlichen Ressourcen für die Reichen reserviert bleiben und nicht durch ein Heer der Armen aufgebraucht werden; dann ist die Selbstzerstörung durch Drogen ein Akt der freien Selbstverfügung und der Menschenhandel mit Frauen aus den armen Ländern wird nur lau bekämpft oder als selbstverschuldet bagatellisiert. Das weltweite Verbrechen der Zwangsprostitution oder der Nötigung armer Frauen zum Sex mit reichen Lüstlingen wird geradezu salonfähig gemacht durch die Forderung, die Prostitution zu legalisieren. Die milliardenschwere Sex- und Pornographie ist nichts anderes als eine Ausbeutung von Menschen, die ihrer Person-Würde beraubt werden. Sie reiht sich unwürdig ein in die größten Menschheitsverbrechen.

Ihrer argumentativen Haltlosigkeit überführt der Autor die Genderideologie als Folge des radikalen Feminismus und angeblichen sexuellen Revolution der 68er Zeit, denen es nicht um die gerechte Beteiligung aller Männer und Frauen am geistig-kulturellen Leben geht, sondern um die Zerstörung der leiblich-geistigen Identität des Menschen als Mann und Frau.

Beim Thema Homosexualität, dem im Verhältnis zu den Schicksalsfragen der Menschheit eine absolut überproportionale Bedeutung zugesprochen wird, verteidigt allein die Kirche die Würde eines jeden Menschen. Die Kirche lehnt das Spiel mit den davon betroffenen Menschen ab und schützt sie vor der Instrumentalisierung für den ideologischen Beweis, dass der Mensch nicht von Gott geschaffen sei, sondern ein Produkt gesellschaftlicher Selbst- und Fremdbestimmung darstelle, das man beliebig manipulieren könne. Die Menschenwürde und die bürgerlichen Rechte dieser Personen stehen gar nicht zur Debatte. Indem man aber die Ehe von Mann und Frau einem sexuellem Verhältnis von Personen gleichen Geschlechts gesetzlich und in der gesellschaftlichen Bewertung gleichstellt, ist die Ehe in ihrem Wesen als Gemeinschaft des Leibes, des Lebens und der Liebe von Mann und Frau zerstört. Der Zukunft der Menschheit wird biologisch, seelisch und kulturell der Boden entzogen. Das ist die Wahrheit, die hinter einer Nebelwand von Propaganda und Agitation zum Vorschein kommt. Nicht die Anerkennung der Person-Würde von homosexuell empfindenden Mitmenschen ist das Ziel der Genderideologie und des radikalen Feminismus, sondern die Zerstörung der Ehe von Mann und Frau und damit der Familie, die natürlich aus dem Lebensbund von Mann und Frau als Vater und Mutter ihrer gemeinsamen Kinder hervorgeht.

Es ist nur ein subtiler Neokolonialismus, wenn Entwicklungshilfe für Afrika von internationalen Organisationen und Gender-Staaten an die Übernahme dieser destruktiven Ideologie gebunden wird. „Lieber sollen sie verhungern, wenn sie sich nicht unserer Gehirnwäsche aussetzen wollen“, so wird unverhohlen erpresst. Der Ungeist des europäisch-angelsächsischen Dünkels steht wieder auf, wenn Studenten aus den ärmeren Ländern Mainstreaming und Gleichschaltungskurse verabreicht werden- natürlich mit westlichen Steuergeldern gesponsert-, damit sie in ihrer Heimat die Alten auf Linie bringen, die im vorrationalen Denken und noch unbehelligt von den Weisheiten der Genderideologie in ihren Tabus befangen sind.

4. Die Kirche als Zeugin der Wahrheit und der Gutheit Gottes

Die Kirche ist den Menschen die Wahrheit Gottes schuldig. Sie darf sich auch nicht einschüchtern lassen von Vorwürfen etwa der Unterbewertung der Sexualität oder sich in die Zwickmühle ihrer Verteufelung oder Vergötzung bringen lassen. Die substantiale Einheit des Menschen in Geist, Seele und Leib, seine Bezogenheit auf die Gemeinschaft und die generationenübergreifende Verantwortung, die Identität als Mann und Frau in ihrer wesenhaften Bezogenheit aufeinander: alle diese Faktoren zeigen die Stimmigkeit der Ehelehre und der Sexualmoral der Kirche, die sie von Gott empfangen hat. Die innere Steigerung von Sexus, Eros und Agape in der Person der Ehepartner weist die Ehe aus als natürliche Lebensgemeinschaft von einem Mann und einer Frau, die frei und für immer Ja zueinander gesagt haben. Dies gilt nicht nur für den Augenblick einer schönen Stimmung, weil Liebe Ganzhingabe bedeutet und nicht ein Gefühl der Hochstimmung, dem keine Dauer beschieden sein kann. Wenn auch aus der Kirche heraus eine neue Sexualmoral gefordert wird, mag dies von manchen unter Verkennung der Wahrheit des Evangeliums als befreiende Entlastung vom gesellschaftlichen Konformitätsdruck in Familie, Medien, am Arbeitsplatz empfunden und begrüßt werden. Den Menschen hilft eine alte heidnische und als neu angepriesene Sexuallehre nicht, die auf falschen anthropologischen Prämissen aufbaut, den Geboten Gott diametral widerspricht und vom Standpunkt der Offenbarung als häretisch zu qualifizieren ist. Nur was sittlich gut ist und dem Willen Gottes entspricht, kann auch den Menschen zum Glück und Heil gereichen. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass der Hedonismus eine uralte Irrlehre ist und nur den atheistischen Nihilismus als theoretische Basis hat, kann man nur von einer atheistischen Anthropologie her die Sexualität als moralfreien Raum ansehen, in dem allenfalls ein paar äußere Regeln gelten. Die Sexualität ist vielmehr von innen her dem moralischen Prinzip der Unterscheidung von Gut und Böse ausgesetzt, nämlich dass durch sie in der geistleiblichen Einheit der Person die Liebe und die Hingabe ohne Vorbehalt und jede Berechnung oder wechselseitige Instrumentalisierung ihr Kriterium ist.

Wir wissen alle, sagt der Kardinal, dass wir Sünder sind und gerade im Bereich der Sexualität sich die Schwäche des Menschen sehr deutlich zeigt, die Leiblichkeit in das Person-Sein zu integrieren. Dem Menschen, der sein Fehlverhalten einsieht und seine Schuld bereut, versagt Gott seine Vergebung nie und er hat auch der Kirche die Vollmacht zur Vergebung aller Sünden im Bussakrament anvertraut. Der Skandal besteht nicht darin, dass immer wieder das 6. Gebot übertreten worden ist und übertreten wird. Der Skandal wäre es und ein Abfall der Kirche von Gott, wenn die Kirche den Unterschied von Gut und Böse nicht mehr nennen würde oder gar frevelhaft das für gut erklärt, was Gott als Sünde erklärt; oder wenn man gar Gott mit fromm klingenden Worten in Anspruch nimmt um die Sünde, statt den Sünder zu rechtfertigen.

5. Eine Botschaft für das katholische Deutschland aus Afrika

Das Buch von Kardinal Sarah trifft mit der deutschen Übersetzung in die katholische Kirche dieses Sprachraums, wo die Krise des Glaubens mit Händen zu greifen ist. Leere Kirchen, verwaiste Beichtstühle, kaum Priesteramtskandidaten, ein Kloster nach dem anderen schließt, die Kenntnis des eigenen Glaubens auf einem Tiefststand, und evangelisch und katholisch zusammen im Jahr 2014 haben weit über eine halbe Million Christen, die in der Taufe zu Kindern Gottes wurden, der Kirche Jesu Christi öffentlich den Rücken gekehrt. Oft werde ich gefragt, woher das Establishment der sog. „deutschen Kirche“, den Anspruch ableitet bei allen Symptomen eines dramatischen Niedergangs ausgerechnet in den Fragen der Sexualmoral und der katholischen Ehelehre für die Weltkirche Schrittmacher zu sein. Wenn man alten Wein in neue Schläuche gießt, könnten sie die Schläuche zerreißen und den neuen Wein verderben. Mit den Ursachen der Glaubenskrise in Europa könnten leicht auch ihre Folgen nach Afrika exportiert werden. Man versuche es einmal anders herum. Nicht die Europäer spielen sich als Lehrer der Afrikaner auf. Statt die Selbstsäkularisierung als Antwort auf die Glaubenskrise den jungen, wachsenden Kirche als Modell anzubieten, müssten wir den geistlichen Reichtum und die Glaubensstärke anderer bei uns als Heilmittel einführen. Nur so kann die katholische Kirche in Europa überleben und die geistlich Toten wieder zum Leben im Glauben zu erwecken. Wir könnten von den jungen Kirchen lernen und sollten aufhören uns klammheimlich zu freuen, wenn es dort wie überall, wo Menschen menscheln, auch Mängel zu beklagen sind. Wir sollen nicht anderen verheißen, dass es bei denen auch man so kommt wie es bei uns ist- als ob die Entchtistlichung ein nicht aufzuhaltender Naturprozess wäre. Nein! Mit dem Glauben kann man Berge versetzen.

Nur eine nachhaltige Neuevangelisierung mit allem apostolischen Freimut und Eifer könnte dem Schalwerden des Christentums in Deutschland entgegenwirken; doch statt dessen werden problemblind die hl. Kommunion für zivil Verheiratete, die noch in einer gültigen kirchlichen Ehe leben und die Anerkennung homosexueller Beziehungen zu Zentralthemen einer Pastoral der Zukunft erklärt. Und die Aktivitäten sind erstaunlich. Mit allen Mitteln wird versucht, exegetisch, historisch, dogmengeschichtlich und mit Hinweis auf Psychologie und Soziologie die katholische Ehelehre, die sich aus der Lehre Jesu ergibt, zu dekonstruieren und zu relativieren, nur damit die Kirche gesellschaftskonform erscheint und obengenannte Ziele erreicht werden. Wer treu zur Lehre der Kirche steht, wird publizistisch bekämpft und gar noch als Gegner des Papstes diffamiert, so als ob nicht der Papst und alle Bischöfe in Gemeinschaft mit ihm Zeugen der geoffenbarten Wahrheit wären, die ihnen zur treuen Verwaltung übertragen wurde, damit sie nicht von Menschen auf menschliches Maß abgesenkt wird. Es kann in diesem Klima des deutschen Führungsanspruchs für die ganze Weltkirche dann schon mal vorkommen, dass einem Präfekten der Glaubenskongregation von einem Laienfunktionär oder einem Professor über eine Boulevardzeitung eine Lektion über den katholischen Offenbarungsbegriff erteilt wird. Apostolischen Freimut und gläubiges Selbstbewusstsein sollte man gegenüber der Zerstörung des christlichen Menschenbildes und im Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums Christi an den Tag legen und seine Kräfte nicht in innerkirchlichen Prestigekämpfen vergeuden oder gar gegen „Rom“ den Selbständigen markieren.

Das Konzil sagt klar, dass die Offenbarung in Schrift und Tradition enthalten ist und vom Lehramt treu ausgelegt wird. Aber eine neue öffentliche Offenbarung, die über das depositum fidei hinausgeht, empfangen Papst und Bischöfe nicht (Lumen gentium 25). Die Entwicklung der Lehre bezieht sich auf ihr tieferes Verständnis und kann nicht dialektisch mit dem Widerspruch zu ihr in einer höheren Einheit vermittelt werden (Dei verbum 10).

Die gültige und sakramentale Ehe ist entweder unauflösbar oder auflösbar. Ein Drittes gibt es nicht. Bei aller Rede von Dialog und seinen langen Prozessen ist in Wirklichkeit ein ideologisch Verkrampfung nicht zu übersehen. Zu jedem Preis und sei es auf Kosten der Wahrheit und der Einheit der Kirche soll eine Änderung wenigstens der Praxis erzwungen werden. Die Lehre könne vorläufig als Theorie bestehen bleiben, um die Katholiken in Afrika und Asien, die geistig und gefühlsmäßig noch nicht so „weit“ sind, zu beschwichtigen, während in der Pastoral um der Menschen willen die von Gott gegebene Ordnung der Sakramente de facto außer Kraft gesetzt wird. Der Zwiespalt wird in Gott selbst hineingetragen, der als guter Schöpfer und barmherziger Erlöser einerseits Gnade und Unauflöslichkeit der Ehe begründet und andererseits erschrocken über ihre nicht lebbaren Konsequenzen seine Gebote wieder aussetzt. Die Kollision von Barmherzigkeit und Gerechtigkeit in seinem Wesen nötige ihn sogar, die unwiderrufliche Gnade im Ehesakrament zu suspendieren um weitere Ehen zu Lebzeiten des legitimen Ehepartners zu gestatten - ganz im Widerspruch zu Jesus, der die „Hartherzigkeit“ der Pharisäer für das mosaische Zugeständnis von Scheidung und Wiederverheiratung verantwortlich machte.

Was die Trennung von Glaubenslehre und Glaubenspraxis angeht, sollten gerade wir in Deutschland sehr wachsam sein und die Lektion der Kirchengeschichte nicht vergessen. Der Ablasshandel ist im Schicksalsjahr 1517 zum Anlass der protestantischen Reformation und zur ungewollten Spaltung der abendländischen Christenheit geworden. Nicht die Lehre Johann Tetzels über den Nachlass zeitlicher Sündenstrafen war falsch, wie wir heute wissen, sondern ihre Nichtbeachtung in der Praxis und die Erweckung eines falschen Scheins. Die Lehrer des Glaubens dürfen die Menschen nicht in einer falschen Heilssicherheit wiegen, nur um keinen Anstoß zu provozieren. Und der ursprüngliche Protest Luthers gegen die Nachlässigkeit der Hirten der Kirche war gerechtfertigt, weil man mit dem Heil der Seelen nicht spielen darf, selbst wenn der Zweck der Täuschung ein gutes Werk wäre. Wir dürfen die Menschen nicht täuschen, was die Sakramentalität der Ehe, ihre Unauflöslichkeit, ihre Offenheit auf das Kind, und die fundamentale Komplementarität der beiden Geschlechter angeht. Pastorale Hilfe muss das ewige Heil im Blick haben und nicht nur den Wünschen der Leute vordergründig gefällig sein.

Und niemand kann bestreiten, dass der Weg zur Auferstehung über das Kreuz Christi führt und auch dass jeder Christ in Ehe und Familie, im Priesterstand und Ordensleben sein tägliches Kreuz auf sich nehmen soll. Ein bequemes zeitgeistiges Leben hat Jesus seinen Jüngern nicht versprochen, jedoch uns die Verheißung gegeben: „Sei getreu bis in den Tod, dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben.“ (Offb 2,10).

Wir sind uns einig, dass diejenigen Christen, die bei einer gültigen sakramentalen Ehe zugleich eine kirchlich nicht anerkannte zivile Ehe eingehen, einer besonderen Zuwendung der Kirche bedürfen. Dies gilt auch der Kinder wegen, die oft in einen Konflikt gestellt sind zwischen der Liebe zu den Eltern und der Kenntnis der Gebote Gottes und der Lehre der Kirche. Die volle Wiederversöhnung mit der Kirche im Sakrament der Busse und im Empfang der hl. Kommunion kann aber nicht den steilen Weg zum Ziel ersetzen, sondern kann nur das Ziel eines Wegs sein, der zur theologischen Klärung des Status der sakramentalen Ehe führt. Die sakramentale Wahrheit der Ehe kann nicht ignoriert werden. Das ist die von Gott gestiftete Realität, an der sich die faktische Situation der Menschen ausrichten muss. Und nicht umgekehrt kann sich der Mensch zum Maßstab für Gott in seiner Schöpfungs- und Erlösungsordnung machen.

Ich danke Herrn Kardinal Sarah für seinen Mut, allen Katholiken in Afrika und in Europa die Wahrheit des katholischen Glaubens und seine Konsequenzen in der pastoralen Praxis nicht vorzuenthalten oder in einem Kompromiss die Wahrheit zu halbieren. Ich kann nicht halb an die Gottheit Christi glauben oder nur Herr, Herr zu ihm sagen, ohne den Willen seines Vaters im Himmel zu erfüllen (Mt 7,21).

Gott gegenüber gibt es nur alles oder nichts. Mit Gott haben wir alles und ohne Gott sind wir nichts.

Das ist der Leitgedanke des Buches von Kardinal Sarah, in dem er den wichtigsten Themen des Christentums in der Postmoderne auf den Grund geht.

Meine Gedanken hierzu wollten aber das Studium dieses Buches nicht ersetzen, sondern nur zu seiner Lektüre einladen.
http://www.vatican.va/roman_curia/congre...-nichts_ge.html
http://www.welt.de/kultur/article1392840...hrheit-ist.html

von esther10 24.09.2015 20:54

Jenseits der Politik: Der radikale Papst in den USA


Franziskus mit Kardinal Wuerl von Washington - AP

24/09/2015 08:00SHARE:

Man kann derzeit in den USA – wenigstens an der Ostküste – an keinem Bildschirm vorbeilaufen, ohne dass Papst Franziskus zu sehen ist. Sein Besuch dominiert die Medien. Nicht alles ist freundlich, eine New Yorker Zeitung nannte ihn am Mittwoch den Jester-in-Chief, den Oberhofnarren. Aber das Interesse ist da, kein Medium kann wegsehen, und die meisten Berichte bemühen sich darum, möglichst viel von diesem Papst verstehbar zu machen.

Das liegt sowohl an der Botschaft dieses Papstes als auch an der Art und Weise, wie er reist, wie er sich verhält, wie er mit Menschen umgeht und was für ein Bild er dadurch von sich geschaffen hat, sagt Pater Matt Malone SJ, Herausgeber des America Magazine in New York, der wichtigsten katholischen Zeitschrift des Landes. „Das alles hat eine mediale Aufmerksamkeit geschaffen wie nie zuvor. Kein anderer Papstbesuch hatte so viel Aufmerksamkeit. Er ist unglaublich populär unter den amerikanischen Katholiken und auch allgemein unter Amerikanern. Seine Botschaft, sein einfacher Stil und die große Offenheit passen sehr gut zur Kultur der USA, die auch offen, einfach und wenig formal ist.“

Ein Blick in die Zeitungen zeigt, was die Themen sind, welche die Öffentlichkeit am meisten beschäftigen. Die New York Times zum Beispiel macht eine Liste mit den Themen, welche interessieren und wie sie vom Papst besetzt sind. Die ersten vier Themen stammen aus dem Feld der Sexualmoral und der Familie: Homosexualität, Abtreibung, Scheidung und Geburtenkontrolle. Es folgen Frauen in der Kirche und sexueller Missbrauch, auch das Konfliktthemen. Erst dann kommen Migration, Umwelt, Kapitalismus und Diplomatie, was in den USA vor allem Kuba bedeutet.

Säkular-politische Brillengläser

„Das zeigt, dass wir hier alles durch ein säkular-politisches Prisma betrachten. Das wird zum Problem, wenn wir über die Kirche reden“, sagt Pater Malone. „Die Sprache, die wir da gebrauchen, von konservativ und liberal und zwei Seiten gegeneinander, die passt nicht zur Kirche. Dieser Papst bezeugt die katholische Soziallehre, die über diese Debatten hinausgeht.

Wenn der Papst also im US-Kongress steht und etwas sagt, dann fordert er jeden einzelnen in diesem Raum heraus. Jeder fühlt sich vom Papst aber anders herausgefordert, je nachdem, wo er politisch steht. Aber das zeigt, dass das, was wir als Katholiken glauben, nicht in säkulare Politik einfach eingeordnet werden kann.“ Hier in den USA fällt es besonders auf, dass die Berichterstattung aber genau das macht, also in säkulare politische Kategorien fällt, um den Papst zu berichten, auch wenn da vielleicht gar keine böse Absicht dahintersteckt. So wird Kirche hier gesehen, zumal in einer Zeit, in der die Politik auf eine neue Präsidentschaftswahl zugeht.

Deswegen sei der Papstbesuch auch eine Chance, die ganze Geschichte zu erzählen und die gesamte katholische Identität darzustellen, nicht nur durch parteipolitische Brillengläser. „Wenn wir etwas wissen, dann ist es, dass dieser Papst keine Ideologie mag. Er lehnt beide Sichtweisen ab, nicht weil er ein Moderater wäre, das wäre nur eine andere Spielart des Problems, sondern weil er ein Radikaler ist. Er ist radikal, wie auch das Evangelium radikal ist, das jeden einzelnen Aspekt unseres Lebens herausfordert. Das kann einfach nicht in Ideologien oder politischen Programmen gefasst werden.“

Die Radikalität des Evangeliums

Es gebe einen Kampf in den USA: zwischen Katholiken, die sich selber als konservativ bezeichnen und Katholiken, die ihre Identität als progressiv sehen. Der Papst komme aber von ganz woanders her, sagt Pater Malone. Er selber sehe deswegen den Papst als jemanden, der die Christen zu den fundamentalen Dingen des Glaubens zurückrufe. Weg von den politischen und letztlich ideologischen Debatten. „Schlussendlich geht es nicht um eine Ideologie oder Philosophie oder Theologie oder Statistik oder irgend ein anderes menschliches Konstrukt. Es geht um den nach dem Bilde Gottes geschaffenen Menschen. Das ruft der Papst in uns auf. Und das ist radikal. Das ist nicht einfach eine Platitüde, die man so sagt, jaja das glauben wir auch, aber jetzt lasst uns mal die wirklich wichtigen Fragen besprechen - das ist die wirklich wichtige Frage. Und wenn man ihm wirklich zuhört, dann hört man diese Botschaft sehr deutlich.“
Aus New York Pater Bernd Hagenkord, Radio Vatikan.

(rv 24.09.2015 ord)

von esther10 24.09.2015 17:32

Familiensynode


Bischof Zdarsa bemängelt einseitige Erwartungen

Augsburger Oberhirte über die bevorstehende Familiensynode
Augsburg - 24.09.2015

Vor zu hohen Erwartungen an die im Oktober anstehende vatikanische Familiensynode hat der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa gewarnt. Mit Blick auf Themen wie die Kommunion für wiederheiratete Geschiedene sagte er der "Katholischen SonntagsZeitung" im Bistum Augsburg, der Seelsorger müsse sich immer um den Einzelnen kümmern, auf Grundlage des Glaubens und des Glaubensbekenntnisses.

Das eigentliche Thema des Treffens sei der Sendungsauftrag der Familie in der heutigen Welt. Zdarsa warb unter anderem für eine intensivere kirchliche Ehevorbereitung. Die Kirche gebe vor, "was unser Menschenbild ist und wie wir dem Menschen begegnen und wo auch unsere Aufgaben liegen, die sich aus dem christlichen Menschenbild ergeben", fügte der Bischof hinzu. Insofern seien die Erwartungen an die Bischofssynode recht einseitig. Zdarsa sagte, die Kirche müsse heiratswilligen jungen Menschen in lebensnaher Sprache erklären, was dieser Schritt bedeute. Man müsse sich als Seelsorger "hineinversetzen, man muss sich die Zeit dafür nehmen und man muss eben das, was da letztendlich kirchenrechtlich formuliert ist, in die Pastoral umsetzen".

Familie sei heute vielfältigen Gefahren ausgesetzt, ergänzte Zdarsa. Es gebe viele verlockende Angebote; eine Familie müsse ernährt werden könne gar nicht alles haben, "was unsere Welt alles anbietet". Angesichts des relativen Wohlstands in Europa sagte der Bischof: "Der Überfluss ist bestimmt nicht die beste Grundlage für den Zusammenhalt einer Gemeinschaft, besonders der Familie." Er verwies zugleich auf die besondere Situation von Flüchtlingsfamilien; bei ihnen gebe es unmittelbare Gefahr "für das Leben, für die Integrität der Familie, für ihren Glauben". Es sei christliche Pflicht, "dass wir denen, die Hilfe brauchen, beistehen". (KNA)

Themenseite: Familiensynode
Vom 4. bis 25. Oktober 2015 tritt die XIV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode unter dem Thema "Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute" in Rom zusammen. Diese Themenseite bündelt die Berichterstattung von katholisch.de zur Synode.

von esther10 24.09.2015 17:26

Verband Familienarbeit unterstützt „Aufstand der Familien“ für Senkung der KV-Beiträge
Veröffentlicht: 24. September 2015 | Autor: Felizitas Küble

Der Deutsche Familienverband (DFV) und der Familienbund der Katholiken (FDK) fordern alle sozialversicherten Eltern unterhaltspflichtiger Kinder zu einem „Aufstand“ auf, der auch vom Verband Familienarbeit e.V. unterstützt wird. 008_Index - Kopie



Eltern sollen bei ihrer gesetzlichen Krankenversicherung (KV) eine Reduzierung ihrer Beiträge beantragen, weil die bisherigen Beiträge als überhöht angesehen werden. Nach dem zu erwartenden ablehnenden Widerspruchsbescheid ist die Voraussetzung einer Klage beim zuständigen Sozialgericht gegeben, deren Bearbeitung auf Antrag bis zur Entscheidung von drei ähnlichen beim Bundessozialgericht (BSG) anhängigen Berufungsverfahren zurückgestellt werden kann.

Näheres ist unter www.elternklagen.de nachzulesen. Dort sind auch Musterformulare herunterzuladen.

Die bereits laufenden Musterverfahren vor dem Bundessozialgericht werden von DFV und FDK unterstützt. Eine juristische Beratung erfolgt durch den erfahrenen ehemaligen Sozialrichter Dr. Jürgen Borchert. Das Bundessozialgericht sah sich bereits aufgrund von Presseberichten veranlasst, eine Pressemeldung zu den anstehenden Verfahren herauszugeben (http://elternklagen.de/aufstand-der-familien). Eine öffentliche mündliche Verhandlung soll am 30. Sept. 2015 am BSG in Kassel stattfinden.



Juristischer Ausgangspunkt ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 4. April 2001 (1 BvR 1629/94), dass die Beitragsstruktur der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) für unvereinbar mit dem Grundgesetz bezeichnete, da der für die Funktion der Versicherung unverzichtbare generative Beitrag in Form der Kindererziehung nichtDoris-Sohnemann berücksichtigt sei. Außerdem wurde der Gesetzgeber beauftragt zu prüfen, inwieweit das Urteil auf andere Versicherungszweige zu übertragen sei.

Als Reaktion auf das Urteil wurde der Beitrag zur SPV für kinderlose Versicherte um 0,25 % erhöht, was die Kläger für unzureichend halten. Eine Überprüfung bezüglich der anderen Versicherungszweige erfolgte nur sehr oberflächlich. Ziel des „Aufstands der Eltern“ ist eine Korrektur der Beitragsstruktur aller gesetzlichen Versicherungen für Familien.

Beispiel: Obwohl heute die Voraussetzungen dafür, dass auch künftig die hohen Krankheitskosten aller Rentner – auch der nur erwerbstätig gewesenen – allein durch das Erziehen von Kindern geschaffen werden, wird vom Einkommen der Eltern sogar der Anteil, den sie für den Unterhalt ihrer Kinder benötigen, noch mit Beiträgen zur Krankenversicherung belastet.

Pressesprecher:
Dr. Johannes Resch
Johannes.Resch@t-online.de

von esther10 24.09.2015 12:06

Irakischen Christen, die geflohen islamischen Staat zu teilen ihre Geschichte
Von Tom Uebbing

23. September 2015 - Katholische Nachrichtenagentur
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Christliche Flüchtlinge März Elia Pfarrzentrum in der Ankawa, Erbil, Irak. Credit: Hilfe für die Kirche in Not.

Die Lage der Christen im Nahen Osten lag der Schwerpunkt der Bildungs- und Fundraising-Veranstaltung in Denver am Freitag, in der zwei christliche Flüchtlinge aus einer Stadt in der Nähe von Mosul erzählte von ihrer Flucht aus islamischen Staat Militanten. Der 18. September Assembly of Hope and Mercy wurde von Regis University veranstaltet.


Eine junge irakische Frau erzählte ihr 14. August 2014 Flucht aus Bakhdida, 20 Meilen südöstlich von Mosul, als kurdischen Truppen die Verteidigung der Stadt vom islamischen Staat Angriff abrupt zurück. Aus Angst vor einem Massaker, flohen die Christen zu Fuß; viele, wie ihr Vater, ohne Geld oder Identifikation. Als sie ging den ganzen nächsten Tag nach Erbil im irakischen Kurdistan, mehr als 40 Meilen entfernt, schlug die Temperatur 115 Grad. "Es war der Weg des Todes, von Angesicht zu Angesicht mit dem Tod", sagte sie. Ein Krankenwagen näherte sich diejenigen im Flug, eine willkommene Anblick, aber es Islamischer Staat

Militanten, die das Feuer eröffnet. Enthalten Wenn die Flüchtlinge haben in Erbil kommen sie in der offenen heraus zu schlafen, auf Straßen und öffentlichen Plätzen hatten. Die junge Frau flehte: "Du das Volk der Freiheit, zu retten, meine Freunde, vor allem die kleinen Mädchen und die, die Sexsklaven sind "zur islamischen Staates. Sie sagte, dass Mädchen verwendet werden, um der immer eine Ausbildung zu träumen." Nun, jeder Mann träumt sie sich selbst für präsentieren Ehe und hat einen Pass, so dass sie bekommen können ... und machen es in das Land der Sicherheit ... Ich bitte Sie, uns retten. "in Amerika weiterer irakischer Flüchtling aus Bakhdida, eine verheiratete Frau mit Kindern, sagte:" Hier, ich m in einem Land, das mich retten können; es ist ein sicheres Land, das mich zu schützen und schützen Sie meine Kinder ... im Irak gibt es keinen Platz mehr (für die Christen), können wir nicht überleben, können wir nicht leben. Mein Wunsch und mein einziger Wunsch, dass ich meinem Mann und zwei Kinder, die im Lager in Beirut sind zu bringen ... weil ich hoffe, dass meine Tochter (die Beinschienen trägt) kann die Behandlung in den Vereinigten Staaten erhalten. "Nach Angaben des Flüchtlings, wenn die Islamischer Staat holte Bakhdida, die Kräfte waren nicht nur Ausländer, sondern enthalten sunnitische Bewohner der Stadt. Sie behauptete, dass dies gefährdet die Zukunft des Christentums im Irak. Die pädagogische Veranstaltung wurde gesponsert von Christen Speichern im Nahen Osten, eine Gruppe von religiösen, Wirtschaft und kommunalen Partnern zusammen, deren Ziel die unmittelbare Unterstützung für diese bedrohten Christen zu schaffen.
http://angelusnews.com/news/world/iraqi-...4/#.VgPKLsvtlBc


von esther10 24.09.2015 11:45

Versöhnung und Ehrfurcht: Eindrücke aus New Yorks Kirche


New York erwartet den Papst - AP

24/09/2015 07:30SHARE:

In New York steht die ganz große Politik auf dem Programm von Franziskus: Der Papst wird vor den Vereinten Nationen sprechen, 170 Staats- und Regierungschefs werden zur Vollversammlung hier sein und ihm zuhören. Der Besuch in der Immigrantenschule, die Vesper mit den Ordensleuten oder andere Begegnungen scheinen dagegen eher klein. Dabei kommt der Papst in ein lebendiges Bistum. Es kämpft wie alle anderen auch um pastorale Neustrukturierungen, aber wenn man sich unter den Priestern hier umhört, erfährt man auch einiges vom Glaubensleben der Stadt.

Miles Murphy ist Pfarrer von Sankt Agnes in New York, eine der ganz alten Pfarreien. Sie ist berühmt und beliebt, zu den Mitgliedern gehören UNO-Mitarbeiter und Diplomaten, viele Nichtkatholiken kommen zum Beten hierher, die Kirche hat viele Besucher von außerhalb, was vielleicht auch damit zu tun hat, dass die Kirche gleich hinter dem Chrysler Building liegt.

Wenn der Papst, der ja bei den Vereinten Nationen ganz in der Nähe sein wird, zufällig in die Kirche käme, auf was würde Pater Murphy ihn ansprechen? „Ich glaube, dass wäre etwas, worüber er schon oft gesprochen hat, nämlich das Bedürfnis nach Versöhnung, nach dem Sakrament der Versöhnung. Manchmal haben wir hier fünfzig, an manchen Tagen haben wir hier 150 Menschen zur Beichte. Das müssen wir in der Weltkirche stärken, die Priester müssen dafür mehr zugänglich sein. Ich würde dem Papst sagen, dass wir in der Kirche mehr darüber sprechen müssen. Dieses Sakrament muss zugänglicher werden, vor allem heute, wo so viele Menschen Versöhnung mit Gott suchen.“

Versöhnung mit Gott, Sinn für das Heilige

Leonard F. Villa steht der Gemeinde der Holy Innocents vor, auf der anderen Seite von Manhattan. Was er dem Papst von seiner New Yorker Gemeinde erzählen würde? „In dieser Kirche gibt es wirklich einen Sinn für die Gemeinschaft der Heiligen. Damit meine ich nicht Aberglauben. Sondern ich meine den Sinn dafür, in einer großen Gemeinschaft im Himmel und auf der Erde zu sein. Die Menschen nehmen das hier sehr ernst und schätzen das. Auch die Sakramentalien der Kirche werden geschätzt, Weihwasser, Heiligenbilder und so weiter. Das wird von einigen Menschen oft nicht ernst genommen, man hält das für Aberglauben, aber davon habe ich hier nichts mitbekommen. Die Menschen verstehen diese Dinge wirklich.“

Ganz New York kommt hierher, alle Generationen, alle Kontinente und Traditionen sind vertreten, berichtet Pater Villa. Vor allem aber sei es eine Berufstätigenkirche, unter der Woche voll, am Wochenende eher leer, normal für eine Kirche in einem Geschäftsbezirk. „Ich würde dem Papst von der Hingabe der Menschen erzählen, die in diese Pfarrei kommen, von ihrer Verehrung und ihrer Ehrfurcht hier in der Kirche. Sie haben ein Verständnis für das Heilige, sie wissen, wo sie hier sind.“

Zwei Eindrücke von der Art Kirche, auf die Papst Franziskus in New York treffen wird. Am Freitag wird er mit dem Erzbistum New York im Madison Square Garden die Heilige Messe feiern.
Aus New York Pater Bernd Hagenkord
(rv 24.09.2015 ord)

von esther10 24.09.2015 11:42

Washington: Ansprache des Papstes vor dem Weißen Haus


Der Papst mit Obama - AP

24/09/2015 09:39SHARE:

Lesen Sie hier den offiziellen Text der Rede, die Papst Franziskus am 23.9. bei der Begrüßung vor dem Weißen Haus in Washington gehalten hat.
Herr Präsident,

ich danke Ihnen herzlich für Ihren Willkommensgruß im Namen aller Amerikanerinnen und Amerikaner. Als Sohn einer Einwandererfamilie freut es mich, Gast zu sein in diesem Land, das großenteils von solchen Familien aufgebaut wurde. Ich freue mich auf diese Tage der Begegnung und des Dialogs, in denen ich gewiss viele der Hoffnungen und Träume der Menschen Amerikas aufnehmen und teilen werde.

Während meines Besuchs werde ich die Ehre haben, vor dem Kongress zu sprechen. Dabei hoffe ich als ein Bruder dieses Landes, Worte der Ermutigung an die zu richten, welche berufen sind, die politische Zukunft der Nation in Treue zu ihren Gründungsprinzipien zu gestalten. Ich werde auch nach Philadelphia zum Achten Weltfamilientreffen reisen, um die Institutionen von Ehe und Familie in dieser Zeit, einem kritischen Moment in der Geschichte unserer Kultur, zu würdigen und zu stützen.

Herr Präsident, gemeinsam mit ihren Mitbürgern engagieren sich die amerikanischen Katholiken dafür, eine absolut tolerante und inklusive Gesellschaft aufzubauen, die Rechte der Einzelnen und der Gemeinschaften zu schützen und jede Form ungerechter Diskriminierung zurückzuweisen. Mit zahllosen anderen Menschen guten Willens tragen sie ebenso Sorge, dass die Bemühungen um eine gerechte und wohlgeordnete Gesellschaft ihren tiefsten Interessen und ihrem Recht auf religiöse Freiheit entsprechen. Diese Freiheit bleibt einer der wertvollsten Schätze Amerikas. Wie meine Mitbrüder, die amerikanischen Bischöfe uns erinnert haben, sind alle dazu aufgerufen, wirklich als gute Bürger wachsam zu sein, um jene Freiheit zu hüten und gegen alles, was sie bedrohen oder beeinträchtigen könnte, zu verteidigen.

Herr Präsident, ich finde es ermutigend, dass Sie eine Initiative zur Verringerung der Luftverschmutzung vorschlagen. Angesichts der Dringlichkeit bin auch ich der Überzeugung, dass der Klimawandel ein Problem ist, das nicht länger einer kommenden Generation überlassen werden darf. Was die Sorge für unser »gemeinsames Haus« betrifft, leben wir gerade in einem kritischen Moment der Geschichte. Wir haben noch Zeit, die notwendigen Änderungen durchzuführen, um »eine nachhaltige und ganzheitliche Entwicklung« zustande zu bringen, »denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können« (Laudato si’, 13). Ein solcher Wandel verlangt von uns, mit Ernst und in Verantwortung zu erkennen, was für eine Welt wir hinterlassen wollen – nicht nur unseren Kindern, sondern auch den Millionen von Menschen, die unter einem System leben, das ihnen keine Beachtung schenkt. Unser gemeinsames Haus ist Teil dieser Gruppe von Ausgeschlossenen geworden, die zum Himmel schreit und die heute kräftig an unsere Häuser, unsere Städte und unsere Gesellschaft klopft. Um einen markanten Ausspruch von Pastor Martin Luther King zu gebrauchen, können wir sagen, dass wir einen Schuldschein nicht eingelöst haben und es jetzt Zeit ist, der Verpflichtung nachzukommen.

Wir wissen vom Glauben her, dass der Schöpfer uns nicht verlässt. »Niemals macht er in seinem Plan der Liebe einen Rückzieher, noch reut es ihn, uns erschaffen zu haben. Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen«(Laudato si’, 13). Als Christen, die von dieser Gewissheit erfüllt sind, möchten wir uns der bewussten und verantwortlichen Sorge für unser gemeinsames Haus widmen.

Die Bemühungen, die kürzlich unternommen wurden, um gebrochene Beziehungen in Ordnung zu bringen und um neue Türen der Zusammenarbeit in unserer Menschheitsfamilie zu öffnen, stellen positive Schritte auf dem Weg der Versöhnung, der Gerechtigkeit und der Freiheit dar. Mein Wunsch ist, dass alle Männer und Frauen guten Willens in dieser großen Nation die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft unterstützen, das Verwundbare in unserer Welt zu schützen und ganzheitliche und inklusive Entwicklungsmodelle anzuregen. Auf diese Weise mögen unsere Brüder und Schwestern überall den Segen des Friedens und der Wohlfahrt erfahren, die Gott für alle seine Kinder vorgesehen hat.

Herr Präsident, nochmals danke ich Ihnen für Ihre Begrüßungsworte, und ich freue mich auf diese Tage in Ihrem Land. Gott segne Amerika!
(rv 23.09.2015 sk)

von esther10 24.09.2015 11:37

24.09.2015
Eine Milliarde Euro für Flüchtlingshilfe in Krisenregion


Angela Merkel im Gespräch mit Jean-Claude Juncker. (Foto: AP)

In der Nacht auf Donnerstag haben sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten bei einem Sondergipfel zum Thema Flüchtlinge auf die Zahlung von 1 Milliarde Euro an das UNO-Flüchtlingshilfswerk und das Welternährungsprogramm geeinigt. Damit soll die Lage in den Nachbarländern Syriens verbessert werden. Außerdem will man das "Chaos an den Außengrenzen" zur EU unter Kontrolle bringen.


Ein erster Schritt dahin seien die Einrichtungen von sogenannten "Hotspots" zur Registrierung von Flüchtlingen in Italien und Griechenland. Diese sollen noch bis Ende November errichtet werden, so die konkrete Einigung in Brüssel.

Weiters bestätigte Donald Tusk, derzeitiger EU-Ratspräsident, die sofortige Bereitstellung von einer Milliarde Euro, mit der die Versorgung der Flüchtling in den an das Bürgerkriegsland Syrien angrenzenden Ländern gesichert werden soll. Das Geld soll direkt an das World Food Programme und an das Flüchtlingshilfswerk UNHCR gehen.

Finanziert wird der Betrag einerseits aus dem EU-Budget, andererseits auch von den einzelnen Mitgliedstaaten. Laut Bundeskanzler Werner Faymann wird insgesamt ein Betrag von 5 Milliarden Euro angestrebt. Hier sollen auch andere Länder wie die USA mitziehen.

Errichtung von "Hotspots"
Ein weiterer Knackpunkt, auf den man sich in der Mittwochnacht geeinigt hat, sind die Errichtung sogenannter "Hotspots" an der EU-Außengrenze. Bis Ende November sollen in Griechenland und Italien einige dieser "Hotspots" errichtet werden, wo Asylsuchende registriert, verteilt aber auch wieder abgeschoben werden können.

Donald Tusk erklärte auch, dass "die größte Flüchtlingswelle noch bevorsteht". Deshalb solle man die Politik der offenen Türen überarbeiten, um das "Chaos an den Außengrenzen" zu beenden.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker lobte nach dem Gipfel die "besser als erwartete" Atmosphäre. Es gab trotz der am Vortag über den Willen einiger Länder hinweg beschlossenen Verteilung von 120.000 Menschen auf die EU-Mitgliedstaaten kaum Spannungen. Der slowakische Premier Robert Fico hat angekündigt, den Beschluss anfechten zu wollen.
http://www.heute.at/news/welt/art23661,1214892


von esther10 24.09.2015 11:26

Synode: „Wer direkte Ergebnisse erwartet, wird enttäuscht“

Donnerstag 10. September 2015 von VH


Erzbischof Stefan Heße„Die Erwartungen an die Synode sind riesig und ich habe ernsthaft die Sorge, dass viele Erwartungen enttäuscht werden“. Das sagt Erzbischof Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg, über das wichtigste und emotionalste Thema, das die weltweite Kirche derzeit diskutiert. Heße ist ein ‚Bischof in Ausbildung‘, im Januar diesen Jahres zum Erzbischof ernannt und im März geweiht, absolviert er in diesen Tagen seinen Ausbildungskurs in Rom. 125 Bischöfe nehmen daran teil, die überwiegende Mehrheit derer, die im Laufe des vergangenen Jahres zu Bischöfen geweiht wurden.

In den informellen Gesprächen unter den Bischöfen würden die Debatten um die Synode eine Rolle spielen, so Heße, man spreche über die Unterschiedlichkeit der Situationen von Ehe und Familie in der Kirche. „Ich habe den Mitbrüdern erzählt, wie das in Deutschland ist, das sieht in manchen europäischen Ländern ähnlich aus, aber in Übersee sieht die Welt ganz anders aus. Afrikaner haben wir interessanterweise keinen einzigen in dem Kurs. Ich wette, wenn da noch afrikanische Bischöfe wären, die brächten noch einmal ein anderes Licht in die ganze Diskussion.“ Heße schwärmt von der Vielgestaltigkeit der Kirche, die sich in seinem Kurs zeige. Die Situationen der Kirche sei verschieden, „die Weltkirche ist ziemlich bunt und dadurch ziemlich reich“.

Aber er empfinde es gleichzeitig auch als schwierig, die Sichtweise der eigenen, der deutschen Kirche zu vermitteln. Schade sei, wenn einiges zu schnell abgetan werde, das bedauere er. „Vieles von dem, was an Diagnose gesagt wird, ist ja nicht von der Hand zu weisen. Ich bin der Meinung, dass wir erst einmal wahrnehmen müssen, was ist, um dann zu schauen, wie die Ideale, die wir als Kirche auch zurecht haben, umsetzbar und lebbar sind. Mir scheint es so zu sein, dass die Wirklichkeit der Menschen, die Wirklichkeit von Ehe und Familie sich so gewandelt hat, dass man fast davon sprechen muss, dass sie sich verflüssigt hat und dass es gar nicht mehr so leicht ist, unsere Ideale in diese veränderten Lebensformen hineinzubringen. Wie wir da eine Brücke schlagen können und das, was wir berechtigt vertreten, so vermitteln können, dass es gelebt werden kann, das scheint mir die entscheidende Frage der Synode zu sein, ohne sie auf „geschieden-wiederverheiratet“ und „Homosexualität“ zu begrenzen.“

Es gehe nicht nur um einzelne Sachfragen, so Erzbischof Heße, er würde sich wünschen, den engen Blick auf eine umfassende Perspektive zu weiten. „Die Erwartungen sind irgendwie geweckt worden, sie stehen im Raum und klar wird ja sein, dass die Synode sicherlich nicht eine Entscheidung trifft – das war noch nie bei einer Synode. Das heißt also, wer jetzt meint, einen Tag nach der Synode die Ergebnisse verkündet zu bekommen, der wird auf jeden Fall enttäuscht werden. Wie differenziert man da heran geht und wie sich das weiterentwickelt, da bin ich sehr gespannt.“ (rv)
http://www.vaticanhistory.de/wordpress/?p=10857

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