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von esther10 15.08.2015 20:27

15.08.2015

Das Fest Mariä Himmelfahrt in Brauchtum und Kunst
"Lilie der Täler"


KNA

Lichterprozessionen, Gottesdienste, Kräuterweihe: Am heutigen Samstag feiert die katholische Kirche das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel. Besonders in Bayern wird Mariä Himmelfahrt mit vielen Bräuchen begangen.

Es ist eines der ältesten Marienfeste und hat seinen Ursprung im 5. Jahrhundert. In Deutschland wurde es 813 eingeführt. Tod und Himmelfahrt der Mutter Jesu sind allerdings nirgendwo im Neuen Testament erwähnt. Es existiert kein Grab, und es gibt keine Reliquien, so dass Maria an keinem konkreten Ort besonders verehrt werden könnte. Dennoch pflegt die römisch-katholische Kirche eine tiefe Marienverehrung. Die geringe Zahl biblischer Belege hat sogar zur Ausweitung der Marienverehrung beigetragen, weil so die Gottesmutter von geheimnisvoller Heiligkeit umgeben schien.

Kräuterweihe zum Fest Mariä Himmelfahrt

Hierzulande ist das Fest besonders in Süddeutschland mit zahlreichen Bräuchen verbunden. Eine davon ist die Kräuterweihe. Dabei werden von den Gläubigen mitgebrachte "Kräuterbuschen", kunstvoll zu einem Strauß gebundene Heilkräuter, geweiht. Die Anzahl der Kräuter variiert je nach Region zwischen 7 und 77, darunter sind zumeist Johanniskraut, Kamille, Frauenmantel, Mariendistel, Baldrian und Lavendel, aber auch Dill, Pfefferminze und Salbei. In der Mitte, gleichsam als Zepter, sollte vielerorts eine Königskerze herausragen.

Maria wird in Weihe als "Lilie der Täler" und "Blume des Feldes" besungen. Das Kräutersträußchen wurde früher mit nach Hause genommen und getrocknet, teils ins Futter des Viehs gestreut, teils unter die Frühlingssaat gemischt. Es sollte vor Krankheiten bewahren und Segen bringen.

Tradition und Volksglaube

Ein weiterer Brauch ist es, nach der Kräuterweihe Äpfel und Beeren rücklings hinter sich zu werfen. Das hängt mit der Erntezeit zusammen, die seit jeher unter besonderem Schutz der Gottesmutter stand. Der 15. August gilt für die Bauern als ein besonderer Tag. Im Volksmund heißt es: "Frauentag mit Sonnenschein bringt viel Obst und süßen Wein". Gepflegt wird auch die Feier des so genannten Frauendreißiger, die am 15. August beginnt. Vorzugsweise in Marienkirchen treffen sich 30 Tage lang die Gläubigen zum Gebet und zu Prozessionen. In die Zeit fällt das Fest der Geburt Mariens am 8. September sowie Mariä Namen am 12. September.

In Siena wird der berühmte Palio, das Pferderennen um den Hauptplatz, an Mariä Himmelfahrt ausgetragen. 1260 hatte die Stadt sich in höchster Not dem Schutz der heiligen Jungfrau unterstellt und im Kampf um die Unabhängigkeit von Florenz gesiegt. Das Rennen am 15. August erinnert daran. Der Sieger erhält ein mit einem Bild der Gottesmutter bemaltes Banner.

Maria als anmutige Frau

Marias Leichnam schwang sich der Überlieferung nach in strahlender Lichtaura, von Engeln unterstützt, in den Himmel empor. Genau so sehen die meisten künstlerische Darstellungen der Himmelfahrt Mariens aus. In Deutschland sind sie am häufigsten in bayerischen Barockkirchen anzutreffen. Der spanische Barockmaler Bartolome Esteban Murillo schuf um 1675 eine Darstellung, die heute in der Eremitage in St. Petersburg hängt. Eine um 1626 geschaffene "Mariä Himmelfahrt" von Peter Paul Rubens befindet sich im Besitz der National Gallery of Art in Washington.

Zu den schönsten Gemälden zählt Tizians sogenannte Assunta (italienisch: Aufnahme) in der venezianischen Kirche Santa Maria Gloriosa. Das 1516 bis 1518 geschaffene große Altarbild, das zu den Meisterwerken des später auch als Papst-Porträtisten geschätzten Malers gehört, zeigt Maria als eine schöne, anmutige Frau. Zu schön und zu körperlich für die Auftraggeber. Erst nach langen Verhandlungen und einem Prozess der Gewöhnung sollen sich die an einen asketischen Alltag gewöhnten und in Keuschheit lebenden Franziskaner von Venedig entscheiden haben, die Arbeit anzunehmen und Tizian zu entlohnen.

Johannes Schönwälder

***
Mariä Himmelfahrt

Am 15. August feiern Christen Mariä Himmelfahrt, die Aufnahme Marias in den Himmel. 1950 verkündete Papst Pius XII. den für Katholiken verbindlichen Glaubensinhalt (Dogma), dass die Mutter von Jesus Christus bei ihrem Tod "mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen" wurde.

Das bedeutet, dass sie nach Ende ihres irdischen Lebens in einen Zustand gelangte, in den Gläubige erst nach der Auferstehung am Jüngsten Tag kommen werden.

Mariens leibliche Aufnahme in den Himmel symbolisiert so den erlösten Menschen. Für katholische Christen ist Mariä Himmelfahrt der Auftakt für 30 folgende Marientage, die als besonders segensreich gelten. (Quelle: dpa)
(KNA)

von esther10 15.08.2015 20:23

12.08.2015

Frankreichs Bischöfe geben Sicherheitshinweise für Kirchen


Unter besonderer Beobachtung
In Frankreich hat die katholische Bischofskonferenz zu erhöhter Wachsamkeit in Kirchen und Pilgerorten aufgerufen. Der Appell richtet sich an Kirchgänger und andere Besucher von


Kirchen.

Aus Sicherheitsgründen sollen die Gläubigen während der Messe ihre Taschen nicht am Platz zurücklassen. Auch sollen sie auf "unangepasste Kleidung" wie das Tragen eines Mantels bei großer Hitze achten sowie "herrenlose Objekte" melden, empfiehlt die Bischofskonferenz.

Besondere Wachsamkeit zu Mariä Himmelfahrt

Gerade angesichts der großen Besucherzahlen am Feiertag Mariä Himmelfahrt (15. August) sei größte Wachsamkeit geboten, heißt es in dem Text, der von der Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit dem französischen Innenministerium verfasst wurde. Die Einrichtung von Sicherheitsschleusen an Kirchenportalen sei jedoch nicht geplant, heißt es.

Erhöhte Alarmstufe seit versuchtem Anschlag auf Kirche in Paris

Seit einem vereitelten Anschlag auf eine Kirche in dem Pariser Vorort Villejuif im April gilt bei der Polizei erhöhte Alarmstufe auch für christliche Stätten. Für 178 Kirchen gibt es besonderen Schutz, darunter die Kathedrale Notre-Dame und die Basilika Sacre-Coeur in Paris. Notre-Dame wird jährlich von 13 Millionen Menschen besucht. Für die Sicherheit dort sorgen neben Überwachungskameras rund ein Dutzend kirchliche Mitarbeiter, unter anderem durch Eingangskontrollen. An Feiertagen gibt es während der Gottesdienste Polizeipatrouillen.

Auch Pilgerstätten unter Beobachtung

Die Wallfahrtsstätte Lourdes im Südwesten Frankreichs registriert jährlich sechs Millionen Besucher. Derzeit halten sich an dem für seine Marienerscheinungen verehrten Ort rund 8.000 Pilger auf. Die Polizeipräsenz wurde von fünf auf elf unbewaffnete Beamte erhöht. "Wir werden nicht jeden durchsuchen, der seltsam aussieht", sagte ein Sprecher der Pilgerstätte der Tageszeitung "La Croix": "Das entspräche nicht dem Evangelium."

Frankreich hat nach Angaben des Observatoriums für das religiöse Kulturerbe 46.476 katholische Kirchen, 9.781 davon werden für Gottesdienste genutzt. Zudem gibt es 3.000 protestantische Kirchen, 2.200 Moscheen, 500 Synagogen sowie 300 buddhistische Tempel.
http://www.domradio.de/themen/judentum/2...s-gotteshaeuser


(epd)

von esther10 15.08.2015 20:02




Was passiert, wenn ein ganzes Land wird mit Dämonen befallen?

Von David Ramos

Vatikanstadt, 16. Juni 2015 / 03.09 ( CNA / EWTN Nachrichten ) .- Kann ein Land mit tiefen christlichen Wurzeln wie Mexiko finden sich in der Gewalt der Dämonen?



Einige in der Kirche fürchten so. Und als Ergebnis, für eine bundesweite Exorzismus von Mexiko, ruhig im letzten Monat in der Kathedrale von San Luis Potosí durchgeführt riefen sie. Ein hohes Maß an Gewalt sowie Drogenkartelle und Abtreibung in der Land waren die Motivation hinter der speziellen Ritus des Exorzismus, bekannt als "Exorcismo Magno."

Kardinal Juan Sandoval Íñiguez die emeritierter Erzbischof von Guadalajara, den Vorsitz bei der Zeremonie verschlossenen Türen, die erste in der Geschichte von Mexiko. Auch die Teilnahme waren Erzbischof Jesús Carlos Cabrero San Luis Potosí, Spanisch demonologist und Exorzist Pater José Antonio Fortea und eine kleinere Gruppe von Priestern und Laien. Die Veranstaltung wurde vorher nicht an die breite Öffentlichkeit bekannt gemacht. Laut Erzbischof Cabrero wurde die reservierten Charakter des 20. Mai Zeremonie soll alle fehlgeleiteten Interpretationen des Rituals zu vermeiden. Aber wie kann ein ganzes Land sich von Dämonen zu dem Punkt, dass es notwendig ist, zu einer Exorcismo Magno zurückgreifen befallen? "Um die soweit sin steigt mehr und mehr in einem Land, in diesem Umfang wird es einfacher für die Dämonen zu (Personen) in Versuchung, "Fr. Fortea sagte CNA. Die spanische Exorzist warnte, dass "in dem Maße, gibt es mehr Hexerei und Satanismus los ist in einem Land, in diesem Umfang wird es mehr außergewöhnliche Erscheinungen jener Mächte der Finsternis sein." Fr. Fortea sagte, dass "der Exorzismus in San Luis Potosí durchgeführt ist der erste jemals in Mexiko durchgeführt, in denen die Exorzisten aus verschiedenen Teilen des Landes kamen und brachten zusammen, um die Mächte der Finsternis zu bannen, nicht von einer Person, sondern aus dem ganzen Land . " "Dieser Ritus des Exorzismus, schön und liturgische, noch nie in irgendeinem Teil der Welt getroffen. Obwohl es in einem privaten Weise wie beim heiligen Franziskus (ausgetrieben) die italienische Stadt Arezzo ", erklärte er genommen hatte. erklärte die spanische Exorzisten, jedoch, dass die Feier dieses Ritual nicht automatisch die schwierige Situation Mexico durchmacht ändern an einem einzigen Tag. "Es wäre ein großer Fehler zu glauben, dass durch Ausführen einer Vollausschlag Exorzismus des Landes alles automatisch sofort ändern." Dennoch betonte er, dass "wenn die Kraft, die wir von Christus empfangen haben wir vertreiben die Dämonen aus einem Land, wird dies sicherlich positive Auswirkungen, denn wir machen eine große Anzahl von den Versucher zu fliehen, auch wenn dies Exorzismus ist teilweise. " "Wir fahren nicht alle bösen Geister aus einem Land mit nur eine Zeremonie. Aber auch wenn alle nicht ausgewiesen werden, solche, die entfernt wurden, sind nicht mehr da. " Fr. Fortea betonte, dass "wenn die Exorzisten eines Landes zu vertreiben ihre Dämonen, im Glauben zu tun hat. Du wirst doch nicht um etwas zu sehen, das Gefühl, nichts, es wird nicht zu einem außergewöhnlichen Phänomen. Wir haben den Glauben, dass Gott verliehen an die Apostel eine Macht haben, und dass wir diese Macht zu nutzen. " "In jedem Fall, wenn dieses Ritual waren in mehreren Ländern durchgeführt einmal jährlich, vor oder nach, wäre dies ein gesetzt werden enden auf alle außergewöhnlichen Erscheinungen, die uns zeigen, würde die Wut des Teufels. Denn, ohne Zweifel, die Dämonen hassen, angetrieben werden von einem Ort oder mit der Kraft Christi gebunden zu sein. " Die spanische Exorzist sagte, dass "es wäre sehr wünschenswert, dass, wenn es ein jährliches Treffen der Exorzisten in einem Land, ein Ritual wie diesem exorcismo magno, die in Mexiko stattfand, durchgeführt werden. " Er betonte auch, dass ein Bischof "seines Auftretens einmal im Jahr mit seinen Priestern in der Kathedrale, eine Autorisierung kann." "Der Bischof ist der Hirte, und er kann die Macht nutzen die er erhalten hat, um von den Schafen Auto entfernt die unsichtbare Wölfe, da Satan ist wie ein brüllender Löwe und streifen auf der Suche nach, wen er verschlingen, und die Hirten kann vom Opfer treiben die Räuber ", schloss er.
http://www.catholicnewsagency.com/news/w...h-demons-47505/
http://www.catholicnewsagency.com/news/w...ope-says-23225/
http://www.sueddeutsche.de/panorama/kath...gsburg-1.201992

von esther10 15.08.2015 18:23

Kann Zorn Das Beste Ihrer Ehe sein?...EWTN

Eine katholische Eheberater hat die verheerenden Auswirkungen der Wut und


Unversöhnlichkeit in unzähligen katholischen Paare gesehen.

von KATE Veik 2015.08.14

WASHINGTON - der unzähligen katholischen Paaren, die durch Vater TG Morrow-Büro in Washington DC für Eheberatung gekommen sind, zwei bleiben in den Priester Geist auch heute eingeprägt.

In vielerlei Hinsicht waren diese zwei katholische Paare der ideale; sie offen für das Leben waren, ihre Kinder bildeten sie im Glauben, und sie die Sakramente frequentiert.
Aber diese beiden Ehen auseinander fiel. Der Schuldige? Wut.

"Wut ist ein Gift," Fr. Morrow, ein Moraltheologe und Autor des Buches "Die Überwindung Sinful Anger" (Sophia Press, 2014) sagte CNA. "Wenn ein Mann und eine Frau sind wütend auf einander viel, zerstört es die Beziehung. Das macht es so schmerzhaft, dass die Menschen wollen, um aus dieser Beziehung zu bekommen. "

Jeder erlebt das Gefühl der Wut. Es ist eine natürliche, unkontrollierbare Reaktion auf das Verhalten der anderen, sagte er. Und Wut manchmal gerecht sein - Thomas von Aquin sagte einmal Wut, die mit Vernunft ausgerichtet ist lobenswert. Aber am häufigsten, dass die natürliche Reaktion von Wut verwandelt sich in sündhaften Zorn, der von einem Wunsch nach Rache motiviert ist, bemerkt der Priester.

Und dieser sündhaften Zorn hat eine verheerende Wirkung auf Beziehungen.
"Es ist äußerst wichtig, dass die Menschen erkennen, dass (Wut) kann eine sehr ernste Sache sein, besonders wenn sie haben großen Ausbrüchen, die wirklich andere Menschen zu verletzen," Fr. Morrow, sagte.

Zorn ist so zerstörerisch, dass viele Ehe Experten empfehlen Paare haben fünf positive Wechselwirkungen für jede negative Interaktion.

"Diese Wut, wenn es schlecht ausgedrückt, ist ein Gift für jede Beziehung", sagte er. "Verheiratete Menschen müssen besonders vorsichtig darüber zu sein ..., daran zu arbeiten und diese zu überwinden."

Da das Gefühl der Wut ist natürlich und unvermeidlich, Fr. Morrow sagte, es ist wichtig zu wissen, wie man Ärger oder Unmut in einer effektiven und positiven Art und Weise zum Ausdruck bringen. Der erste Schritt: zu entscheiden, ob es sich lohnt, sich zu ärgern.

"Die Leute wütend über kleine, unbedeutende Dinge", sagte er. "Sie haben zu sagen:" Ist das lohnt sich wütend über? "Wenn nicht, dann sie gehen zu lassen Sie haben. Vergiss es einfach."

Wenn Sie Ihren Ärger gerechtfertigt ist und eine Konfrontation würde das Wohl der anderen zu fördern, verwenden Humor oder Diplomatie, um Ihren Ärger auszudrücken. Wenn eine Konfrontation wäre nicht das Wohl der anderen, dann Fr. fördern Morrow schlug bietet diese Wut auf Gott als Opfer für unsere Sünden und die Sünden der Welt.

"(Wut) wird nicht verschwinden automatisch in ein Versuch zu gehen", erklärte er. "Wir müssen weiter die ihm Gott als Opfer."

Fr. Morrow, sagte dieser Ansatz zum Zorn bedeutet nicht, jeder Mensch sollte plötzlich eine Fußmatte, die zu feige ist, um die Unzufriedenheit mit den Handlungen eines anderen zum Ausdruck bringen wird.

Er verwendet das Beispiel der St. Monica, die Mutter des heiligen Augustinus von Hippo. Viele der Männer in Tagaste zu der Zeit hatte heftigen Gemüter, und Ehemann St. Monica war keine Ausnahme. Als er nach Hause kommen würde und schreien St. Monica, würde sie bleiben ruhig. Einige Zeit nach der Explosion der Wut ihres Mannes würde St. Monica ihren Mann zu nähern und in aller Ruhe seine Behandlung der sie und seine Beschwerden richten.
"Sie war die am weitesten, was von einer Fußmatte," Fr. Morrow erläutert. "Sie hatte ein bestimmtes Ziel, das sie wollte, heilig zu werden, und sie wollte ihren Sohn umzuwandeln. Sie verfolgte ihre Ziele feurig und als Ergebnis sie umgewandelt ihrem gewalttätigen Ehemann und schließlich umgewandelt Augustine. "

Für weitere Informationen, besuche Fr. Morrow Buch "Überwindung Sinful Anger" (Sophia Press, 2014). Das 102-seitige Buch liest sich wie ein Handbuch und zieht ab Fr. Morrow Erfahrung als Eheberater und Seelenführer und seinen Doktortitel im heiligen Theologie vom Papst Johannes Paul II Institut für Studien zu Ehe und Familie.


Read more: http://www.ncregister.com/daily-news/can.../#ixzz3itwSWS86

von esther10 15.08.2015 16:46

Zsifkovics: Flüchtlinge brauchen mehr als nur Dach über dem Kopf

Eisenstädter Bischof setzt gemeinsam mit Caritas auf "qualitätsvolle und regelmäßige Betreuung" sowohl in "rechtlicher, sozialpädagogischer als auch integrativer Hinsicht" - Diözese sichert bis Jahresende 200 Plätze in kirchlichen Gebäuden für die Unterbringung von Flüchtlingen zu



Eisenstadt, 13.08.2015 (KAP) Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zskifkovics tritt für eine umfassende Betreuung von Flüchtlingen ein. "Allein mit einem Dach über dem Kopf ist es nicht getan", so der Bischof am Donnerstag gegenüber "Kathpress". Seine Diözese setze in enger Zusammenarbeit mit der Caritas auf eine "qualitätsvolle und regelmäßige Betreuung" sowohl in "rechtlicher, sozialpädagogischer als auch integrativer Hinsicht". Mit den aktuellen Tagsätzen sei eine "menschenwürdige Unterbringung und Betreuung aber kaum möglich", kritisierte Zsifkovics in der schriftlichen Stellungnahme.

Schon am Jahresbeginn hatte der Bischof Priester und weitere Vertreter der Pfarrgemeinden zu einem diözesanen Asyl-Gipfel geladen und appelliert, Türen und Tore für Flüchtlinge "weitestmöglich" zu öffnen. In Eisenstadt, Mattersburg, Sauerbrunn und Rohrbach fanden seither 24 Flüchtlinge eine Unterkunft. Bis Ende des Sommers werden in weiteren zehn Pfarrhöfen der Diözese Quartiere für rund 50 Flüchtlinge bereit gestellt. Ziel ist bis Jahresende 200 Flüchtlinge in kirchlichen Gebäuden unterzubringen. Für nötige Adaptierungsarbeiten hat der Bischof ein Sonderbudget bereit gestellt.

Die Pfarren sind auf die Unterbringungen kleinerer Gruppen von Asylwerbern spezialisiert und die Belegung von pfarrlichen Gebäuden auf fünf bis acht Personen beschränkt. Das ermögliche eine intensivere Betreuung und rufe auch seltener besorgte Bürgermeister auf den Plan, betonte der diözesane Asylkoordinator Markus Zechner auf Anfrage von "Kathpress". Er überprüft aktuell gemeinsam mit dem Bauamt der Diözese Eisenstadt weitere pfarrliche Gebäude auf ihre Tauglichkeit als Flüchtlingsquartier. Gibt das Bauamt grünes Licht, folgen Gespräche mit den Priestern und anderen Gemeindevertretern. Erst danach wende er sich an die politische Gemeinde, so Zechner. Bisher funktioniere die Zusammenarbeit mit den Gemeinden gut, kaum ein Bürgermeister lege sich quer, wenn es um die Unterbringung kleinerer Einheiten geht.

Zeltstädte "allenfalls Armutszeugnis"

Flüchtlinge in Zeltstätten unterzubringen ist für die Diözese keine Option, sondern "allenfalls ein Armutszeugnis für die handelnden Politiker", so Bischof Zsifkovics. Die Diözese spricht sich, wie auch viele Hilfsorganisationen, für eine Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge nach sechs Monaten legalen Aufenthalts aus. "Wer jahrelang auf einen Asylbescheid wartet, führt ein Leben auf dem Abstellgleis. Raschere und trotzdem qualitätsvolle Asylverfahren sind daher dringend notwendig. Wer legal hier in Österreich lebt, soll auch legal hier arbeiten dürfen."

Die Aufnahme und Versorgung schutzsuchender Menschen sei eine völker- und europarechtliche Verpflichtung und eine staatliche Aufgabe. Menschen auf der Flucht vor Krieg und Terror ein Dach über dem Kopf und liebevolle Zuwendung zu geben, sei aber auch das "Urchristlichste, was wir tun können."

Bis Jahresende will die Diözese 200 Flüchtlinge in kirchlichen Gebäuden unterbringen. Ein Zahl, die der diözesane Asylkoordinator Zechner ohne Vorbehalte zusichert. "Wir haben uns gut vorbereitet und unsere Hausaufgaben gemacht." Wer glaube, die Probleme von heute auf morgen lösen zu können, unterliege einer Illusion. Daran scheitere auch das Innenministerium, so Zechner. "Diese Dinge brauchen Zeit. Die Flut an Flüchtlingen ist aber so groß, dass diese Zeit, die wir haben, nicht ausreicht, um das vernünftig zu bewältigen."

Engagement auch abseits der Quartiersuche

Ein Beispiel für das langfristige Engagement der Kirche, auch abseits der eigentlichen Quartiersuche, ist der burgenländische Diakon Gerhard Bollardt. In der Region um seinen Wohnort Unterfrauenhaid hilft er seit 2011 ehrenamtlich bei der Betreuung von Flüchtlingen. Bollardt unterstützt sie beim Deutschlernen und im alltäglichen Leben. Einmal in der Woche bringt er die Flüchtlinge per Auto zu einem nahe gelegenen Supermarkt, damit diese ihre Einkäufe erledigen können.

"Wir sind immer beisammen, deswegen kommen sie auch mit all ihren Anliegen zu mir. Wenn sie krank sind, ins Spital müssen oder einen Anwalt brauchen, wenden sie sich zuerst an mich", schildert Bollardt im Kathpress-Gespräch. Gerade am Anfang seien die Menschen auf drei Dinge angewiesen: alltägliche Dinge wie Kleidung, jemanden, der die ersten Schritte in Österreich mit ihnen geht und menschliche Zuwendung. "Sie haben ihre Familie und alles, was sie kennen zurücklassen müssen und sind in dieses neue Land mit einer fremden Kultur gekommen. Da tut es ihnen gut, wenn ihnen jemand sagt: 'Du bist wichtig'", so Bollardt.

Auch die Unterstützung bei Amtswegen und Deutschkurse gehören für den Diakon zu den unverzichtbaren Dingen bei der Versorgung der Flüchtlinge. "Und schnelle Verfahren", wie Bollardt betont. Einige der von ihm mitbetreuten Menschen würden seit drei Jahren auf die Entscheidung ihres Asylverfahrens warten.

Kathpress-Schwerpunkt zum Thema Asyl und Flüchtlingsunterbringung: www.kathpress.at/asyl


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/71771.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

von esther10 15.08.2015 12:50

Christenverfolgung stoppen: Statue Unserer Lieben Frau von Fatima kommt nach Syrien

14. August 2015 17:44 | Mitteilung an die Redaktion


Unsere Liebe Frau von Fatima reist nach Syrien

(Fatima/Damaskus) Mit dem Ziel, den Fanatismus zu überwinden, wird die Statue Unserer Lieben Frau von Fatima nach Syrien gebracht, wo ein gnadenloser Machtkampf und eine brutale Christenverfolgung toben. Die Zahl der Christen in dem nahöstlichen Land ist seit Ausbruch der Kämpfe 2011 um 30 Prozent zurückgegangen.

Die Statue der Jungfrau und Gottesmutter Maria befindet sich im berühmten portugiesischen Wallfahrtsort, wo sie 1917 drei Hirtenkindern erschienen ist. Am kommenden 7. September wird sie nach Syrien gebracht mit dem Ziel, „Fanatismus und Intoleranz“ Einhalt zu gebieten, unter denen die Christen des Landes leiden.

„Das ist notwendig wegen der großen Gleichgültigkeit der internationalen Institutionen“ gegenüber dem Leid der orientalischen Christen. Mit diesen Worten begründete Bischof Antonio Marto von Leiria-Fatima die Initiative.

Antwort auf Aufruf der Bischöfe des Nahen Ostens

„Wir antworten damit auf einen Aufruf der Bischöfe des Nahen Ostens, die Zeugen der Vernichtung der christlichen Gemeinschaften sind“, sagte Bischof Marto und erinnerte an die Klage von Papst Franziskus über die Verfolgung der Christen in Syrien und im Irak.

Laut Angaben der katholischen Kirche in Syrien hat der grausame Krieg seit 2011 die Zahl der Christen im Land um 30 Prozent verringert. Die Christen werden durch den Islamischen Staat (IS) und andere Dschihadisten verfolgt, vertrieben und getötet.

„Intoleranz und Fanatismus“ der Dschihadisten treffe vor allem die verfolgten Christen, so der Bischof in Anspielung auf den Vormarsch des Islamischen Staates (IS).

Bischof Marto forderte in seiner Predigt an Zehntausende Katholiken auf, die sich zu einer der drei traditionellen Wallfahrten nach Fatima versammelt haben, den verfolgten Christen besondere Aufmerksamkeit zu schenken und für das Ende der Verfolgung zu beten.
Text: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana

von esther10 15.08.2015 00:58

13. August 2015

Terrorismus59
IS nimmt Deutsche ins Visier


IS-Henker führen ihre Opfer zur Hinrichtung: Jagd jetzt auch auf Deutsche Foto: picture alliance / AP Photo

BERLIN. Der Islamische Staat sucht derzeit gezielt Deutsche als Opfer. Dies geht aus einem internen Schreiben aus Sicherheitskreisen, welches der Bild-Zeitung vorliegt. Demnach werde Deutschland durch sein Engagement vom IS verstärkt als Feind wahrgenommen. Besonders bedroht seien demnach Botschaftspersonal sowie deren Angehörige, aber auch Touristen und Angestellte von Unternehmen, die mit Deutschland in Verbindung stehen.

Der gesamte Sahelraum gilt demnach als Gefahrenbereich. Vor allem der IS-Ableger Islamische Staat Provinz Sinai, der sich bisher auf Anschläge gegen ägyptische und israelische Einrichtungen beschränkte, könnte hierbei eine tragende Rolle spielen. Durch spektakuläre Morde und medial inszenierte Hinrichtungen von Europäern würde dieser sein Ansehen steigern. Erst am Mittwoch ermordete die IS-Gruppe den kroatischen Ingenieur Tomislav S., den sie zuvor entführt hatten.

Seit September 2014 unterstützt die Bundeswehr kurdische Peschmerga-Kämpfer im Kampf gegen den IS. Derzeit bilden rund achtzig Bundeswehrsoldaten diese im irakischen Erbil aus. Zudem wurden den Kurden bisher mehr als 1.500 Tonnen Kriegsmaterial übergeben. Alleine nach Erbil lieferte die Bundeswehr 140 Tonnen Munition, darunter Hunderttausende Patronen für Gewehre, tausende Handgranaten und hunderte Panzerfaust-Geschosse.
https://jungefreiheit.de/politik/ausland...che-ins-visier/

(FA)

von esther10 15.08.2015 00:57

13. August 2015
Politik » Deutschland

Armutseinwanderung73

Bayern rechnet mit 600.000 neuen Asylbewerbern


Asylbewerber in Rosenheim: Bayern rechnet mit über 600.000 Neuankömmlingen für 2015 Foto: picture alliance / dpa

MÜNCHEN. Die bayerische Regierung rechnet mit einem deutlichen Zuwachs der Asylantenzahlen für 2015. „Wir steuern auf 600.000 und mehr zu“, sagte Innenminister Joachim Hermann (CSU) gegenüber der Zeit. Bisher ging das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge von 450.000 neuen Antragstellern aus. Auch das wäre bereits ein neuer Rekord gewesen. Allein im Juli hatten mehr als 80.000 Personen Asyl in Deutschland beantragt.

Alleine von Dienstag auf Mittwoch seien in Bayern über 1.600 Asylbewerber angekommen. Aufgrund der hohen Kosten erwartet Hermann auch von anderen Bundesländern eine schnelle Abschiebung von Einwanderern aus Südosteuropa. „Sie müssen nur eins und eins zusammenzählen“, sagte Hermann. „Dann werden auch die anderen Länder erkennen, daß sie das 2016 überfordern wird.“ Insgesamt leben bereits jetzt mehr als eine Million Asylanten in der Bundesrepublik.

„Dramatischen Zahlen“ in Duisburg

Unterdessen gab die Stadt Düsseldorf bekannt, aufgrund der Asylantenflut auch denkmalgeschütze Gebäude nutzen zu wollen. „Denkmalschutz muß kein Hindernis für die Unterbringung von Asylbewerbern sein“, sagte Regierungspräsidentin Annemarie Lütkes (Grüne) der Rheinischen Post. Zudem solle eine Zeltstadt für 1.000 Personen „möglichst rasch“ errichtet werden.

Auch Duisburg hat zunehmend Probleme, neue Asylsuchende unterzubringen. Am Wochenende soll in der Stadt der Bau einer Zeltstadt für 300 Personen begonnen werden. Derzeit erreichen Duisburg etwa 100 Asylbewerber am Tag. Sozialdezernent Reinhold Spaniel (SPD) sprach von „dramatischen Zahlen“. Nach seinen Angaben rechnet die nordrhein-westfälische Landesregierung für 2016 mit 800.000 Asylsuchenden.

Bereits am Mittwoch hatte die Bundesregierung einen Gesetzentwurf beschlossen, der geduldeten Asylbewerbern schnelleren Zugang zu Bafög-Leistungen ermöglicht. Künftig sollen diese bereits nach 15 Monaten in den Genuß der Zahlungen kommen. Bisher konnten sie diese erst nach 48 Monaten beantragen. (FA)
junge.freiheit.de


von esther10 15.08.2015 00:54

Appell an den Papst: Bitte nichts an der Lehre ändern



Einer der Unterzeichner: Kardinal Leo Burke - AP

14/08/2015 14:08SHARE:
Mehr als 400.000 Katholiken, darunter 105 Bischöfe und mit Leo Burke auch ein Kardinal, haben laut der römischen Nachrichtenagentur AsiaNews einen von Pro-Life-Organisationen und Laienbewegungen lancierten Appell an den Papst gerichtet. Darin wird Franziskus nachdrücklich aufgerufen, auch nicht die geringste moralische Konzession bei Lehre und Seelsorge für wiederverheirate Geschiedene und Homosexuelle zu gewähren, da dies verheerende Folgen haben würde. Die sakramentale kirchliche Ehe sei der einzige Weg, um die „ideologische Kolonisierung", die sich in der Welt breit mache, zu überwinden. Der „Filial Appeal", der auch auf deutsch abrufbar ist steht im Kontext der kommenden Bischofssynode über die Familie im Oktober. Die Petition soll bis Mitte September geöffnet bleiben.

(kap 14.08.2015 ord)

von esther10 15.08.2015 00:47

Heiliger Vater,



Im Hinblick auf die Synode über die Familie vom Oktober 2015 wenden wir uns an Sie, um unsere Sorgen und Hoffnungen über die Zukunft der Familie darzulegen.

http://www.ergebenebitte.org/

Unsere Sorgen basieren auf der Tatsache, dass wir seit Jahrzehnten eine sexuelle Revolution erleben, die von einem Zusammenschluss mächtiger Organisationen, politischer Kräfte und Medien vorangetrieben wird. Sukzessive bedroht diese Revolution die Existenz der Familie, die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft. Seit der so genannten 68. Revolution sind wir einer graduellen und systematischen Nötigung von moralischen Sitten ausgesetzt, die den Gesetzen Gottes und der Natur widersprechen. Diese Nötigung ist dermaßen unerbittlich, dass es heute beispielsweise schon vielerorts möglich ist, dass Kinder im zartesten Alter die abartige „Gendertheorie“ vermittelt bekommen.

Angesichts dieses finsteren ideologischen Bildes gleicht die katholische Lehre im Bezug auf das 6. Gebot Gottes einer brennenden Fackel, von der sich unzählige Personen, die von der hedonistischen Propaganda unterdrückt werden, angezogen fühlen. Es sind Menschen, die zu einem keuschen und fruchtbaren Familienmodell stehen, so wie es im Evangelium gepredigt wird und der natürlichen Ordnung entspricht.

Heiliger Vater, aufgrund von Informationen, die anlässlich der vergangenen Synode verbreitet wurden, mussten wir mit Schmerzen feststellen, dass für viele Millionen von Gläubigen das Licht dieser Fackel zu wanken scheint, ausgelöst durch die unheilsamen Winde der von den antichristlichen Lobbies verfechteten Lebensstile. Tatsächlich konnten wir eine allgemeine Ratlosigkeit feststellen, aufgrund der Möglichkeit, dass im Schoße der Kirche eine Bresche aufgerissen wurde, die eine Duldung des Ehebruchs erlauben würde: Durch die Zulassung zur Eucharistie von geschiedenen - wiederverheirateten Paaren und die Annahme von homosexuellen Partnerschaften wird ein Zustand erzeugt, der kategorisch verurteilt werden muss, da er im Widerspruch zu den Geboten Gottes und den Gesetzen der Natur steht.

Aus dieser Orientierungslosigkeit entspringt paradoxerweise eigentlich unsere Hoffnung.

Ja! Denn in dieser Situation wird ein Wort Ihrerseits das einzige Mittel sein, um die wachsende Verwirrung unter den Gläubigen zu überwinden. Es würde verhindern, dass die Lehre Jesu Christi selbst relativiert wird, und es würde die Finsternis vertreiben, die über die Zukunft unserer Kinder schwebt, für den Fall, dass die Fackel ihre Wege nicht mehr ausleuchtet.

Dieses Wort, Heiliger Vater, erbitten wir mit andächtigem Herzen, im Hinblick auf alles, was Sie sind und darstellen, in der Gewissheit, dass so ein Wort niemals von der Pastoral, von der von Jesus Christus und seinen Stellvertretern überlieferten Lehre, getrennt werden kann, was ansonsten nur die Verwirrung verschlimmern würde. Jesus hat uns in der Tat mit aller Klarheit den unbedingten Zusammenhang zwischen Wahrheit und Leben gelehrt (vgl. Joh 14, 6-7), so wie auch davor gewarnt, dass der einzige Weg, um keinen Zusammenbruch zu erleiden, die Aufnahme und Anwendung seiner Lehre (vgl. Mt 7, 24-27) ist.

Mit der Bitte um Ihren apostolischen Segen verbinden wir das Versprechen unserer Gebete zur Heiligen Familie – Jesus, Maria und Josef –, auf dass sie Sie, Heiliger Vater, in einem so wichtigen Anliegen segnen möge.
http://www.ergebenebitte.org/
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von esther10 15.08.2015 00:41

Synode: Pro-Life-Organisationen appellieren an den Papst

Franziskus wird nachdrücklich aufgerufen, auch nicht die geringste moralische Konzession bei Lehre und Seelsorge für wiederverheirate Geschiedene und Homosexuelle zu gewähren, da dies verheerende Folgen haben würde


Rom-Manila, 14.08.2015 (KAP) Mehr als 400.000 Katholiken, darunter 105 Bischöfe und mit Leo Burke auch ein Kardinal, haben laut der römischen Nachrichtenagentur "AsiaNews" (Freitag) einen von Pro-Life-Organisationen und Laienbewegungen lancierten Appell an den Papst gerichtet. Darin wird Franziskus nachdrücklich aufgerufen, auch nicht die geringste moralische Konzession bei Lehre und Seelsorge für wiederverheirate Geschiedene und Homosexuelle zu gewähren, da dies verheerende Folgen haben würde. Die sakramentale kirchliche Ehe sei der einzige Weg, um die "ideologische Kolonisierung", die sich in der Welt breit mache, zu überwinden. Der "Filial Appeal", der auch auf deutsch abrufbar ist (www.ergebenebitte.org) steht im Kontext der kommenden Bischofssynode über die Familie im Oktober.

Die Petition soll bis Mitte September geöffnet bleiben. 47 philippinische Pro-Life-Organisationen wie "Pro-Life Philippines", "Rosary for Life" und "Human Life International" sind Mitinitiatoren. Neben den Forderungen an die Synode verbreiten die Gruppen eine Broschüre zum Thema "Die vorrangige Option für die Familie" mit 100 Fragen und Antworten. Autoren sind u.a. die Bischöfe Aldos Cillo Pagotto (Brasilien), Robert Vasa (USA) und Athanasius Schneider (Kasachstan). Die Themen werden dabei auf Grundlage des vatikanischen Synoden-Vorbereitungsdokuments "Intrumentum laboris" zusammengestellt und einschlägig beantwortet.

In ihrer Presseaussendung betonen die Petenten die Notwendigkeit einer klaren inhaltlichen Positionierung Franziskus' für die traditionelle Ehe. Es gelte, sich den "antichristlichen Kräfte", die angeblich die moralischen Überzeugungen der Menschen untergraben, entgegenzustellen. Die 14. Ordentliche Bischofssynode zum Thema Familie wird im Vatikan von 4. bis 25. Oktober 2015 stattfinden. Die Synode hat die offizielle Überschrift "Die Berufung und Sendung der Familie in der Kirche und der Welt von heute".

Die offizielle Arbeitsdokument, das Instrumentum laboris, wurde am 23. Juni vorgestellt. Die Kapitel sind geordnet nach Herausforderungen der Familie, das Unterscheidungsvermögen der Familie, sowie Berufung und Sendung der Familie.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/71795.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
Bild kaholisches.info

von esther10 15.08.2015 00:38

Schönborn: Müssen uns der Not der Flüchtlinge stellen



Wiener Erzbischof ruft in Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt auf, dass die Zusammenarbeit aller zur Lösung der Flüchtlingskrise verbessert wird

Wien, 15.08.2015 (KAP) Die Flüchtlingskrise heute ist dramatischer als die Situation beim Bosnienkrieg 1991-95 oder beim Ungarnaufstand 1956, hat Kardinal Christoph Schönborn am Samstag beim Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt betont. "Es ist eine Völkerwanderung. Wir alle sind ratlos - Politiker, Kirchen, Religionsgemeinschaften. Aber es ist eine Schande, wenn wir uns dieser Not nicht stellen."

Not, Verfolgung, Gewalt, Krieg und Hungersnot hätten seit jeher Flüchtlingsströme ausgelöst. Der Wiener Erzbischof erinnerte bei der Messe im Stephansdom an die Flucht Marias mit Josef und dem Kind, von der die Bibel berichtet, an die Flucht seiner eigenen Familie aus der Tschechoslowakei im Jahr 1945 sowie an die Flucht Hunderttausender Juden vor der Verfolgung durch die Nazis. Dass es damals Länder gegeben habe, die ihre Türen nicht versperrten, solle für heute zu denken geben. "Wie schrecklich war das Drama der Abgewiesenen, die vor verschlossenen Toren standen!", so Schönborn.

"Wollen wir einmal vor verschlossenen Türen stehen, wenn wir bei unserem letzten Ziel angekommen sind?", fragte der Kardinal im Blick auf das am Samstag von der Kirche gefeierte Fest der Aufnahme Marias in den Himmel.

Der Wiener Erzbischof rief dazu auf, dass die Zusammenarbeit aller zur Lösung der Flüchtlingskrise verbessert wird. Die Kooperation müsse über Partei- und Gebietskörperschaftsgrenzen hinweg erfolgen. "Es ist möglich", so Schönborn.

Im Blick auf die Lage in Syrien und im Irak erinnerte er an die Christenverfolgung durch die IS-Jihadisten, die vor einem Jahr - mit der Eroberung der stark christlich geprägten Millionenstadt Mossul und der Ebene von Ninive - voll eingesetzt habe. Vor diesem Hintergrund gebe es eine von Frankreich ausgegangene Initiative von mittlerweile 50 Diözesen Europas, der sich auch Wien angeschlossen habe. Die großen Kirchen dieser Diözesen wollten Samstag mit Glockengeläut um 12 Uhr zeitgleich an die verfolgten Christen im Nahen Osten erinnern. Unter anderem würden die Glocken des Stephansdoms läuten, so Schönborn.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/71803.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

von esther10 15.08.2015 00:37

Maria Aufnahme in den Himmel...



http://www.erzabtei-beuron.de/schott/reg...um/August15.htm

15. August
MARIÄ AUFNAHME IN DEN HIMMEL
Hochfest

Am Vorabend
Am Tag

Am 1. November 1950 hat Pius XII. die Lehre, dass Maria mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde, als Glaubenssatz verkündet und damit die seit alters her vorhandene christliche Glaubensüberzeugung endgültig bestätigt. Das Fest „Mariä Himmelfahrt“, richtiger das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, ist in der Ostkirche bald nach dem Konzil von Ephesus (431) aufgekommen. Von Kaiser Mauritius (582-602) wurde der 15. August als staatlicher Feiertag anerkannt. In der römischen Kirche wird das Fest seit dem 7. Jahrhundert gefeiert.

Das Dogma „Wir verkünden, erklären und definieren es als ein von Gott geoffenbartes Dogma, dass die unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde.“ (Pius XII.)


AM VORABEND
Aus pastoralen Gründen ist es erlaubt, die Texte der Messe „Am Tag“ zu nehmen

ERÖFFNUNGSVERS
Großes wird von dir gesagt, Maria:
Der Herr hat dich erhoben
über die Chöre der Engel in seine Herrlichkeit.

Ehre sei Gott


TAGESGEBET
Allmächtiger Gott,
du hast die Jungfrau Maria
zur Mutter deines ewigen Sohnes erwählt.
Du hast auf deine niedrige Magd geschaut
und sie mit Herrlichkeit gekrönt.
Höre auf ihre Fürsprache
und nimm auch uns in deine Herrlichkeit auf,
da du uns erlöst hast
durch den Tod und die Auferstehung
deines Sohnes unseres Herrn Jesus Christus,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ZUR 2. LESUNG Die Auferstehung der Toten ist „ein Geheimnis“ (1 Kor 15,51): ein unbegreifliches, unfassbares, nur als göttliches Tun mögliches Geschehen. Nicht dass am Jüngsten Tag die Trompete erschallen wird (15,52), ist wichtig, sondern dass alle verwandelt werden. Was am Menschen sterblich ist, kann so, wie es ist, nicht in die Welt Gottes eintreten; „ich mache alles neu“, lesen wir in der Offenbarung (Offb 21,5). Der Anfang ist schon gemacht: der Stachel des Todes, die Sünde (1 Kor 15,56; vgl. Röm 7,7-24), ist überwunden durch den Tod und die Auferstehung Jesu. Wer in Christus ist, hat den Schritt vom Tod zum Leben schon getan, allen voran die Mutter Jesu, die mit der Person und dem Werk ihres Sohnes auch über den Tod hinaus aufs innigste verbunden bleibt. - Jes 25,8; Hos 13,14; Röm 7,13; 6,14; Offb 20,14.

ZWEITE LESUNG
1 Kor 15, 54-57
Gott hat uns den Sieg geschenkt durch Jesus Christus
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther
Brüder!
54Wenn sich dieses Vergängliche mit Unvergänglichkeit bekleidet und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann erfüllt sich das Wort der Schrift: Verschlungen ist der Tod vom Sieg.
55Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?
56Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz.
57Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch Jesus Christus, unseren Herrn.


RUF VOR DEM EVANGELIUM
Vers: vgl. Lk 11, 28
Halleluja. Halleluja.
Selig, die das Wort Gottes hören
und es befolgen.
Halleluja.
Schott - Messbuch



von esther10 15.08.2015 00:36

Die Vorzüge der klassischen Ehe und Familie für das Kindeswohl und die Zukunft

Veröffentlicht: 15. August 2015 | Autor: Felizitas Küble
Von Prof. Dr. Albert Wunsch

„Ich habe mich selbst geheiratet“, so eine britische Fotografin. Sie setzte damit das in die Tat um, was Carrie in der US-TV-Serie Sex and the City inszeniert hatte, um auch endlich mal Geschenke von ihren verheirateten Pärchen zurück zu bekommen. albert_wunsch



Grace Gelder hat den Vorgang aber real – vor einer Parkbank in London – im Herbst 2014 vollzogen und somit Carries Fake-Vorhaben in die Tat umgesetzt. Vor fünfzig Hochzeitsgästen hat sie ihr Ja-Wort gegeben – und zwar sich selbst. Die Zeremonie wurde mit dem Kuss aufs Spiegelbild besiegelt.

Die Zukunft wird vielfältig. Ob ein Mann vier Frauen, eine Frau drei Männer, zwei Schwule oder drei Lesben sich verbinden, der Slogan: „Ehe für alle“ wird viel Hoffung auf ‚Freibier für alle’ auslösen.

‚Wir fühlen uns in unserer Familie mit Wolfgang und Isolde wohl. Täglich gehen wir mit den beiden mindestens zweimal Gassi. Das Wochenende verbringen wir mit unseren Hunde-Freuden als Großfamilie. Wir haben auch schon eine Grabstätte gekauft, wo wir dann gemeinsam unsere letzte Ruhe finden’. – Auch wenn wir nicht auf den Hund gekommen sind, das Verständnis von dem, was als Keimzelle der Gesellschaft betrachtet wird, ist recht schillernd.

Tendenz zur Gleichmacherei von Ungleichem

Ehe und Familie sind wieder im Gespräch. Das ist gut und verwundert zugleich. Denn im politisch und medial inszenierten Mainstream weht Ehe und Familie oft ein eisiger Wind entgegen, werden die Voraussetzungen für ein gut lebbares Miteinander von Eltern mit ihren Kindern stark behindert, manchmal auch bekämpft.
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Andererseits ist zu beobachten, dass sich unterschiedlichste Interessengruppen oder Lebensformen gerne als Familie bezeichnen, wenn es dem eigenen Nutzen dient.

Nun steht sogar die Forderung nach einer „Ehe für alle“ im Raum. Dabei scheint es einerseits um die stille Sehnsucht nach Heimat und einem kleinen Fleck einer heilen Welt und andererseits um das Erheischen-Wollen von Vorteilen zu gehen.

Aber bei allem ‚Hin und Her’ unterschiedlichster Interessen ist die Vergegenwärtigung wichtig: ‚Ehe und Familie’ – so fordert es das Grundgesetz – ‚steht unter dem besonderen Schutz des Staates’. Trotzdem ungleiches gleich machen zu wollen, offenbart immer geistige Begrenztheit.

Eine neue – und von den meisten Paaren auch bewusst herbeigeführte – Herausforderung setzt dann mit der Geburt des ersten Kindes ein und wird in der Regel durch weitere Kinder verstärkt. Oft steht nach kurzer Zeit, wenn die Geburtsfreude von schlafarmen Nächten, nicht besonders prickelnden wiederkehrenden Abläufen und notwendigen Umstellungen kräftig überlagert wird, der Satz im Raum: ‚Als wir noch kinderlos waren, da klappte es meist recht gut’.

Einige Argumente liegen auf der Hand:

Das Geld auf der Hand ließ reichlich mehr Spielraum für dies und jenes!
Die Zeit bzw. Freizeit konnte viel unkomplizierter eingeteilt werden!
Es gab noch keine zeitlichen oder körperlichen Belastungen im Umgang mit Kindern!
Im Bereich Erotik und Sexualität war vieles spontaner und unkomplizierter!008_Index - Kopie
Die Frage: Machst Du’s oder soll ich …?, wenn sich der Nachwuchs meldet, gab es noch nicht!
Den Diskussionen über ‚Stillen oder Nicht-Stillen’, die Nahrungsaufnahme insgesamt, einen sinnvollen Tages-Rhythmus, dem Umgang mit Quengeln und Schreien fehlte die Basis.
Und die Frage, welcher Elternteil sorgt auf eine, den kindlichen Bedürfnissen angemessene Weise nach der Mutterschutzfrist in welchem Umfang für das Neugeborene, kann nicht mehr verschoben werden!
Ja, Kinder wirbeln das Leben in der Partnerschaft kräftig durcheinander. Werden hier keine tragfähigen und zufriedenstellend-lebbaren Entscheidungen zwischen den jungen Eltern getroffen, die sowohl die Bedürfnisse der Väter und Mütter wie auch die des Säuglings bzw. der Kinder insgesamt angemessen berücksichtigen, geraten die Beteiligten rasant in eine Schieflage.

Bezogen auf die Aufgabenverteilung zwischen Familienarbeit (Haushalt, Kinder, Orga-Abwicklung) und beruflicher Erwerbsarbeit wird häufig zu Recht eine fehlende Anerkennung der häuslichen Leistungen beklagt. Dabei geht es oft nicht um die Tätigkeit innerhalb alter oder neuen Rollenverteilungen, sondern um eine fehlende gesellschaftliche und innerfamiliäre Anerkennung.

Zufriedenheit und Ausgeglichenheit sind immer das Ergebnis von konkret erfahrener Wertschätzung über erbrachte Leistungen. Bleibt sie aus, egal ob im Erwerbsleben oder innerhalb familiärer Aufgabenstellung, wird dies auf Dauer immer zu Konflikten führen.

Mehr gesellschaftliche Ankerkennung für die Familie

Die Familie ist die ‚Erneuerungszelle der Gesellschaft in biologischer, moralischer und kultureller Hinsicht‘, so der Wiener Sozialethiker Johannes Messner. In auffallendem Kontrast zur Bedeutung der Familie steht jedoch der im öffentlichen Handeln ablesbare niedrige Stellenwert in einer markt- und erwerbs-zentrierten Gesellschaft.

‚Diese vernachlässigt weithin sträflich die Belange von Familien und Haushalten und geht mit dem familialen Leistungspotential eher ausbeuterisch als stärkend um’, so Max Wingen in seinen „Familienpolitische(n) Denkanstöße(n)“. 120505288_BV_July und Mike

Da wirtschaftliche Interessen und Kinder-Bedürfnisse meilenweit auseinander liegen, fühlen sich viele Eltern in dieser Erziehungs-Phase recht allein gelassen:

Weil die Wirtschaft größtmögliche Flexibilität verlangt, die Familie aber auf Stabilität und Kontinuität beruht und dabei den Kürzeren zieht’, sagt der Philosoph Dieter Thomä. Und am stärksten betroffen sind die Kinder.
Weil die aktuelle – durch Wirtschafts-Lobbyisten geprägte – Politik sich gegen Kinder Familienverbände fordern, dass sich Wirtschaftprozesse viel stärker an Kinder- Bedürfnissen zu orientieren haben, weil sich ‚Nähe, Geborgenheit und Verlässlichkeit’ nicht reglementieren und kontingentieren lassen.
Weil zuviel Egoismus und Karriere-Streben unsere Gesellschaft prägen. Ein häufig festgestellter Zusammenhang: ‚Je stärker sich Gesellschaften an Konsum und Wohlstand orientieren, je bedrohter ist der Lebensraum von Kindern und je geringer die Geburtenrate.
Weil viele Eltern sich – meist parallel zu diesen negativen gesellschaftlichen Einwirkungen – mit der Erziehungsaufgabe überfordert sehen. Ein häufiges Argument: ‚Wenn das mit der Erziehung doch so schwierig ist, dann sollten wir diese Aufgaben doch besser outsourcen’.
Wirtschafts-Lobbyisten und zu viele Politiker haben noch nicht begriffen, dass unsere Gesellschaft bessere Rahmenbedingungen für Familien um der eigenen Zukunft willen schaffen muss. Denn neben preiswerten Rohstoffen oder gut funktionierenden Maschinen kommt der ‚Human-Ressource‘ die größte Bedeutung zu.

Stabile Ehen und Familien bedeuten Zukunftsvorsorge

Politiker und Unternehmer behandeln die Familie in der Regel als unwirtschaftliches Abschreibe-Gut, weil es nur koste und nichts bringe. Dieser folgenschwere Trugschluss offenbart ein beschränktes Verständnis von Produktivitäts-Zusammenhängen. frage

Würde berücksichtigt, dass Familien durch die Erziehung geeignete nachwachsende Produzenten und Konsumenten ‚schaffen‘, müsste in diesen Bereich genauso investiert werden, wie in die Entwicklungs- oder Personal-Abteilungen von Betrieben. Ob Produktion, Handel oder Dienstleistungen, die Existenz aller Unternehmen hängt von leistungsfähigen Menschen ab, einerseits als effektive Mitarbeiter und andererseits als zahlungsfähige Käufer.

Schon heute zeigt sich, dass zu wenig bzw. zu ineffektiv in die nachwachsende Generation investiert wird. So klemmt es kräftig auf der einen oder anderen Seite. Ob es um Güter des Lebens-Unterhalts, die Automobil-Branche oder Geld-Institute geht, volkswirtschaftlich tragfähig wird es erst, wenn von Zahlungsfähigen soviel Euros zum Rollen gebracht werden, dass ein zu versteuernder Gewinn dabei herumkommt.

Und die Solvenz ist – von einigen Ausnahmen abgesehen – das Produkt von Können und Einsatz. Daher bitten Familien nicht um Almosen, sondern sind als Basis der Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschlands so zu behandeln, wie im Geschäftsleben mit Kapitalgebern umgegangen wird: zuvorkommend, auf gute Konditionen achtend und die Entwicklung der ‚Produktionsstätte Familien-GmbH‘ gut im Auge behaltend.

Ehe und Familie sind mehr als die Summe ihrer Teile

‚Die Geburt eines Kindes macht ein Paar zur Familie’. – Dies ist Alltagswissen. Der Duden definiert die ‚Lebensgemeinschaft Familie’ als ‚ein Elternpaar oder einem Elternteil mit mindestens einem Kind’ bzw. in der erweiterten Form alle miteinander [bluts]verwandten Personen (Sippe).

Wenn wir diese Definitionen bei der aktuellen Diskussion um Ehe und Familie zugrunde legen, klärt sich vieles von selbst. Da aber das Zusammenleben in der Familie – wenigsten per Erinnerung – bei vielen Menschen in Lebensformen jenseits dieses klassischen Verständnisses die Erfahrung von Vertrautheit, Heimat und etwas ‚heiler Welt’ wachruft, wird durch die Übernahme von Begriffen versucht, die erinnerten positiven Erfahrungen neu zu vergegenwärtigen. SDC12294



Dieser Denkansatz ist in vielen werteorientierten Handlungsfeldern zu beobachten. Einerseits wird die Ehe von vielen Menschen als antiquierte Form des Zusammenlebens abgelehnt, andererseits wollen gleichgeschlechtliche Paare, trotz der wichtigen Möglichkeit, sich als Partnerschaft offiziell eintragen zu lassen, nun auch heiraten.

Da wird christliches Handeln als obsolet bezeichnet oder gar lächerlich gemacht, aber fast alle wollen kräftig Weihnachten – das Fest der Geburt Christi – feiern, indem vorher per endoskopischer Detailarbeit der religiöse Kern des Festes entfernt wurde.

So wird die Handlung, wenn öffentliche Gebäude, Brücken oder die eigenen vier Wände zur Nutzung freigeben werden, meist als Ein-Weihungs-Feier bezeichnet, obwohl der dazu gehörende sakrale Rahmen – oder nach Duden: „die rituelle Handlung, durch die jemand oder etwas in besonderer Weise geheiligt oder in den Dienst Gottes gestellt wird“ – gar nicht vorgesehen ist.

Der Zeitgeist hat einen Quasi-Fetischismus in die Welt gesetzt: ‚Es wird gehofft, durch die Übernahme von positiv besetzten Begriffen – bei gleichzeitiger Entleerung ihrer inhaltlichen Substanz – doch noch etwas vom ursprünglich damit assoziierten guten Gefühlt und den damit verbundenen Gegebenheiten herüber retten zu können’.

Das Ganze ähnelt dann, um einige Beispiele zu nennen, Strandpartys ohne Wasser und Sand, Musikfestivals ohne Sänger, Bands bzw. Orchester oder ‘Classic Days’, bei welchen zwar kräftig konsumiert wird, nur halt keine Oldtimer zu bestaunen sind.

Wenn der Schein das Sein verdrängt

Ein weiterer Grund im Kampf um die Aneignung der Begriffe „Ehe“ und „Familie“ ist das Erheischen-Wollen handfester staatlicher Privilegien. Es geht dann nicht mehr um Inhalte, Fakten oder schutzwürdige sinnvolle Gehalte, sondern um den eigenen Nutzen, um Selbstverwirklichung und Gleichmacherei.

Der Schein verdrängt das Sein, die so Handelnden steuern wegen fehlender eigener Substanz in ihren LebensfoBILD0235rmen in einen ‚Als-ob-Modus’ und gieren trunken nach immer mehr ‚Haben-Wollen’.

Lean-Mannagement, Controlling, Qualitäts-Cirkel – diese Begriffe prägen seit Jahren die Diskussion zur Optimierung von Arbeitsprozessen in Betrieben. Es existieren auch etliche Qualitätshandbücher, Instrumente zur Wirksamkeitsüberprüfung sowie Nachschlage-Manuale in den Feldern der Sozial- und Jugendhilfe.

Ebenso beschreibt der Schulbereich manches Papier unter dem Aspekt ‘Neue Lernkultur’. Bisher wurde jedoch weitgehend ausgeblendet, einen prüfenden Blick auf die Qualität der vielen heute vorfindbaren so genannten Familien-Formen zu richten. Ist dies Zufall oder opportunistischer Tribut an den Zeitgeist?

Wie dem auch sei, eine kontinuierliche Überprüfung von Effektivität und Effizienz, wie sie heute im Wirtschaftsleben selbstverständlich ist, sollte jedenfalls nicht vor den Toren der vielen ‘Familien-Unternehmen’ halt machen.

Denn die Frage, ob eine so genannte klassische oder eher eine moderne Familie optimalere Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern bereitstellt, ist zukunftsweisend für die nachwachsende Generation und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Scannen0009 - Kopie

Geht es bei ‘Produktion, Handel und Dienstleistung’ ums ‘Wirtschaftswachstum’, so steht im Bereich ‘Erziehung und Leben lernen’ das ‘Sozialwachstum’ im Zentrum. Beiden Faktoren werden so zum Indikator für die Stabilität einer Gesellschaft. In der Bemessung des ‘Brutto-Sozial-Produktes’ fließt – bei differenzierter Betrachtung – Beides zusammen.

Die angemessene Biegung einer Banane wird durch die EU ebenso genormt wie die einheitliche Tischhöhe zwischen Mittelmeer und Nordsee. Auch die bundesdeutsche Regelungswut treibt häufig genug absonderliche Blüten.

Aber beim Thema Qualitätsanforderungen zur Erziehung in der Familie wird eher ‘das Schweigen der Lämmer’ in Szene gesetzt. Wie unscharf oft Begriffe verwendet werden, wird durch die folgende Sequenz einer Podiumsdiskussion offenkundig:

> Familie ist da, wo Kinder leben!

So das Statement einer Partei-Vertreterin. (Übrigens wird diese Formulierung von den unterschiedlichsten Parteien gleichermaßen genutzt). Dazu meine Entgegnung: Dann leben die unzähligen Kinder in den Slums der Welt quasi als Groß-Familie.

Leichte Irritation, dann der nächste Versuch, versehen mit der Randbemerkung, dass da doch wohl nichts auszusetzen wäre und dies auch die Auffassung der momentanen Bundesregierung widerspiegle:

> Familie ist da, wo Erwachsene mit Kindern leben!

Aber auch diese Formulierung löste ein deutliches Unverständnis bei mir aus. Bevor ich mich jedoch äußern konnte, die Situation im Podium wirkte schon leicht angespannt, kam folgende Verdeutlichung: „Wollen sie hier etwa konservatives Denken propagieren und dabei die vielen modernen Familienformen ausgrenzen? Schließlich gibt es verschiedene Familien-Modelle.“

Von mir kam einen deutliches „Nein!“ – Ich wolle nur Klarheit, denn wenn diese Beschreibung so stehen bliebe, dann wären die unter einem Dach mit Kindern lebenden Missbraucher, Vernachlässiger und Gewaltanwender ja eine traute und auch zu fördernde Familie. Hier nun meine Definition:

> Familie ist da, wo Eltern und Kinder in gegenseitigem Respekt eine in die Zukunft weisende Verantwortung füreinander übernehmen,

– in Bezug zu den Kindern, die Erziehungsverantwortung,Fotolia_51332901_XS-300x198

– als gegenseitige Beistandschaft in Freud, Leid und Not!

– in Bezug zu den Eltern, eine Mitverantwortung für das Leben im Alter

Es geht also keinesfalls um Haarspalterei, sondern um eine punktgenaue Erfassung dessen, was im Zentrum einer gesellschaftlichen Wertschätzung und Förderung stehen soll.

Wenn Sprache als Machtmittel eingesetzt wird

Auf der Sprachebene wird der Kampf der Gesinnungen offensichtlich. So geben sich Menschen, die in eher instabilen Formen zusammen leben, per Selbstetikettierung das Vorzeichen „modern“ und beschreiben sich als bunt, facettenreich und lebendig.

Im Gegenzug wird versucht, stabile familiäre Lebensformen – erst recht die Ehe – als alt, konservativ und nicht mehr lebbar abzuqualifizieren. Die wichtige Frage, welche Familien wie gezielt zu fördern sind, bleibt bei einem solch undifferenzierten Schlagabtausch offen.Couple photo - ADJ

So wird die bewährte und erfolgreiche Vater – Mutter – Kind – Verbundenheit bekämpft, während die sich – oft aus Enttäuschung, Not und Hoffnung – irgendwie entwickelten anderen Formen eines Zusammenlebens idealisiert werden. Neutraler soll die Aussage von Politiker wirken, wenn sie die unterschiedlichen Arten des Zusammenlebens von Erwachsenen mit Kindern als „verschiedene Familienmodelle“ bezeichnen.

Aber was verbirgt sich hinter diesen mehr oder weniger schillernden Etikettierungen? – Was sind die Gründe, dass sich für ein gemeinsames Leben entschieden habende Paare trennten? – Ist es Unvermögen, die Suche nach Neuem, eine zu geringe Fähigkeit im Umgang mit Konflikten, eine zu ausgeprägte Selbstsucht?

Dass es auch etliche Paare bzw. Eltern gibt, die sich nicht aus Fahrlässigkeit trennen, ist trauriger Alltag. Bei diesen wird jedoch selten eine Glorifizierung der neu gefundenen Form eines (Zusammen)-Lebens jenseits der Erst-Familie offenbar. Frei gewählt hat in der Regel eine solche Situation niemand. Daher ist es auch nicht zielführend, dass Politiker der Tragik von Scheitern und Neubeginn einen Orientierung geben sollenden ‚Modell-Status‘ einräumen.

Wandel als Anpassung an den Zeit-Geist?

Es wird Konsens existieren, dass die politisch Verantwortlichen stetig Wandlungs-Prozesse zur Kenntnis nehmen müssen. Aber mit welcher Zielsetzung wird auf diese Veränderungen reagiert? DSC06370

Versteht sich Politik als Steigbügelhalter einer Anpassung an den Mainstream oder als Gestalter optimaler Voraussetzungen eines gelingenden und stabilen – durch Achtung und Wertschätzung geprägten – Zusammenlebens?

Es verwundert, mit welch intellektueller Begrenztheit hier reagiert bzw. agiert wird. Denn wenn im Bereich der Familie Anpassung zum bevorzugten Handlungs-Prinzip wird, dann sind beispielsweise Aktionen zum Aufspüren von Steuerhinterziehungen genauso einzustellen, wie Brandschutz-, Geschwindigkeits- oder Alkohol-Kontrollen, wenn ein Verhalten nachweislich dem Mehrheits-Trend entspricht. Wozu wird also von wem entschieden, sich hier anzupassen oder dort gezielt gegenzusteuern?

Der Bundesrat in der Schweiz hat sich eindeutig geoutet und lässt prüfen, wie sich das aktuelle Familienrecht an die „neue gesellschaftliche Realität anpassen lässt“. Das Justizdepartement (EJPD) von Simonetta Sommaruga ließ dazu bereits ein Gutachten erstellen.

Das Papier der Basler Privatrechtsprofessorin Ingeborg Schwenzer enthält laut der „NZZ am Sonntag“ einige radikale Vorschläge. Sie fordert, dass keine Familienform vom Recht bevorteilt werden darf. Die Ehe soll deshalb zu einer weitgehend symbolischen Verbindung abgewertet werden, die keine weiteren Familienrechte mehr begründet als andere Formen des Zusammenlebens. DSC05476 - Kopie (2)

Relevant für Rechte und Pflichten in Bezug auf Familie, Kinder, Unterhalt oder Adoption wäre stattdessen die „Lebensgemeinschaft“. Diese definiert Schwenzer als Partnerschaft, die mehr als drei Jahre gedauert hat, in der ein gemeinsames Kind vorhanden ist oder in die zumindest ein Partner erhebliche Beiträge investiert hat.

Zudem wird vorgeschlagen, geltende Ehehindernisse abzubauen: Auch Homosexuelle sollen künftig heiraten dürfen, und das Inzestverbot sowie das Verbot polygamer Ehen sei kritisch zu hinterfragen. „Die Zunahme der Zahl an Mitbürgerinnen und Mitbürgern islamischen Glaubens wird in der Zukunft auch die Diskussion über polygame Gemeinschaften erfordern“, heißt es im Gutachten. Außerdem soll die obligatorische Zivilehe abgeschafft werden. Ebenfalls überholt sei die Vorstellung, dass ein Kind nur zwei verschieden-geschlechtliche Eltern haben könne. Soweit eine Meldung vom 27.4.2014.

Auswirkungen auf das Kindeswohl

Unter der Überschrift „Auf die Familie kommt es an“ rücken drei US-amerikanische Wissenschaftlerinnen die Wirkung unterschiedlicher Familienstrukturen auf die Entwicklung von Kindern ins Blickfeld. Sie überprüften, welchen Einfluss die jeweilige Familienstruktur auf die schulische und soziale Entwicklung des Kindes hat; sie erläutern:

„Bei einer traditionellen Familienstruktur handelt es sich um Haushalte mit einem verheirateten Elternpaar und ihren leiblichen Kindern. Zu den nicht traditionellen Strukturen gehören Familien mit einem leiblichen Elternteil und einem Stiefelternteil, einer allein erziehenden Mutter oder allein erziehendem Vater, nicht eheliche Lebensgemeinschaften oder andere Verwandte, die für die Kinder sorgen.“ 1511

Sie begründen ihre Arbeit damit, dass es dringend erforderlich sei zu untersuchen, welchen Einfluss die jeweilige Familienstruktur auf die schulische und soziale Entwicklung des Kindes hat. Die meisten Forschungsergebnisse verdeutlichten, dass Kinder aus so genannten traditionellen Familien bessere Schulleistungen, eine ausgeprägte Ambiguitäts-Toleranz, geeignetere Konfliktlösungs-Modelle, eine größere Zielstrebigkeit und bessere Voraussetzungen zur Lösung von Problemen oder Herausforderungen hatten.

Im Gegensatz dazu stellte sich heraus, ‚dass Kinder in nicht traditionellen Familienstrukturen häufiger unter Stress, Depressionen, Angst und Minderwertigkeits-Gefühlen litten‘. „Der negative Einfluss der nicht ehelichen Lebensgemeinschaften auf das kindliche Wohlergehen war bei den Ängsten und Depressionen besonders hoch.“

Außerdem zeigten diese Jugendlichen aus nicht traditionellen Familien schlechtere schulische Leistungen. „Bei Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren aus nicht intakten Familien bestand eine zwei- bis zweieinhalbfach höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie sexuell aktiv waren, als bei Jugendlichen aus intakten Familien.“

Kinder, die mit ihren leiblichen Eltern aufwachsen, werden von den Eltern am stärksten unterstützt. „Kinder aus Stief-Familien berichten über die geringste Unterstützung.“ Auch die hier vorgelegten Fakten zeigten in Kurzform auf: „Es besteht kein Zweifel darüber, dass Kinder aus nicht traditionellen Familien benachteiligt sind.“

Kinder aus ‚bunten Familien’ neigen eher zu Verhaltensstörungen

Werden Lehrkräfte auf Problem-Schüler angesprochen, wird in der Regel auf die vielfältigen Verhaltens-Störungen in der Folge von Trennung und Scheidung hingewiesen, da das elterliche Auseinandergehen häufig einen tiefen Selbstwertverlust der Kinder und Jugendlichen auslöst.

Die Psychologin Judith Wallerstein aus Kalifornien verfolgte 25 Jahre lang das Leben von 93 Kindern aus zerbrochenen Ehen. Dabei stellte sich heraus, dass die Scheidung der Eltern großen Einfluss auf das spätere Liebesleben der Kinder hat. So ist es nicht verwunderlich, dass 60 % dieser Ehen wieder geschieden wurden, in der Vergleichsgruppe waren es nur 25 %. imm024_22

Außerdem hatten nach dieser Studie 25 % der Scheidungswaisen noch vor ihrem 14. Geburtstag Kontakt mit Alkohol und Drogen, in der Gruppe der Vergleichskinder waren es nur 9 %. Die Psychologin nimmt diese Ergebnisse als Beweis dafür, dass eine Scheidung substantielle und langfristige Folgen hat.

Eine kürzlich erschienene Studie des deutschen Robert-Koch-Instituts untersuchte, wie weit die Familienverhältnisse mit der Anzahl psychisch erkrankender Kinder korrelieren. ‚Es zeigte sich, dass aus ‚intakten‘ Familien mit Vater und Mutter die Rate etwa bei 12 % liegt, bei Kindern alleinerziehender Eltern oder aus Patchwork-Familien jedoch auf etwa 24 % ansteigt’.

Eine im Oktober 2012 veröffentlichte Studie der Universität Duisburg-Essen ging der Frage nach, wie unterschiedlich sich die Trennung von Eltern auf Jungen und Mädchen auswirkt.

Danach gibt es „zum Teil erhebliche Unterschiede. So zeigt die Untersuchung, dass Jungen unter der Trennung ihrer Eltern vor allem im Bezug auf ihre schulischen Leistungen sehr viel mehr ‚leiden‘ als Mädchen. Die Studie ergab auch, dass erwachsene Scheidungskinder, die die Scheidung der Eltern im Alter bis zu 18 Jahren miterlebt haben, einer späteren Heirat ablehnender gegenüberstehen als erwachsene Studierende, die in intakten Familien aufgewachsen sind.“

Demnach müsste das Haupt-Kriterium für politische Entscheidungs-Träger sein, erwartbaren Schaden von Kindern und Familien abzuwenden und Förderliches zu manifestieren. Daher ist es die Pflicht des Staates, die Familien als Keimzelle der Gesellschaft zu schützen und durch gute Rahmenbedingungen gezielt zu fördern, wie dies für die Bundesrepublik Deutschland in der Verfassung geregelt ist.

Hierzu erklärt der aus der Schweiz stammende, renommierte Familienforscher Franz-Xaver Kaufmann:

‚Wenn in einer Gesellschaft jedoch stabile und eher instabile Formen des Zusammenlebens von Erwachsenen mit Kindern als frei wählbar betrachtet werden, dann hat der Staat seine besondere Unterstützung jenen zu geben, welche die größte Chance für eine optimale Erziehungswahrnehmung bieten‘.

Denn, so ein Zitat aus dem Buch „Abschied von der Spaßpädagogik“: „Kinder sind das Erbgut einer Gesellschaft und starke Familien ihr Rückgrat“.

Anschrift unseres Autors: Dr. Albert Wunsch, 41470 Neuss, Im Hawisch 17

Dr. Albert Wunsch ist Psychologe, Diplom Sozialpädagoge, Diplom Pädagoge und promovierter Erziehungswissenschaftler. Bevor er 2004 eine Lehrtätigkeit an der Katholischen Hochschule NRW in Köln (Bereich Sozialwesen) begann, leitete er ca. 25 Jahre das Katholische Jugendamt in Neuss. Im Jahre 2013 begann er eine hauptamtliche Lehrtätigkeit an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) in Essen / Neuss. Außerdem hat er seit vielen Jahren einen Lehrauftrag an der Philosophischen Fakultät der Uni Düsseldorf und arbeitet in eigener Praxis als Paar-, Erziehungs-, Lebens- und Konflikt-Berater sowie als Supervisor und Konflikt-Coach (DGSv). Er ist Vater von 2 Söhnen und Großvater von 3 Enkeltöchtern.

Seine Bücher: “Die Verwöhnungsfalle” (auch in Korea und China erschienen), “Abschied von der Spaßpädagogik”, “Boxenstopp für Paare” sowie “Mit mehr Selbst zum stabilen ICH – Resilienz als Basis der Persönlichkeitsbildung” lösten ein starkes Medienecho aus und machten ihn im deutschen Sprachbereich sehr bekannt.

Weitere Infos: www.albert-wunsch.de

von esther10 15.08.2015 00:32

IS-Geisel Kayla Mueller
Missbraucht und vergewaltigt vom Kalifen
15.08.2015, 08:37 Uhr | t-online.de, dpa, AP


Kayla Mueller starb in IS-Geiselhaft. (Quelle: dpa)

Im Herzen des IS-Terrors hat Kayla Mueller in den Abgrund geblickt: Die 26-jährige Entwicklungshelferin aus den USA wurde in Geiselhaft vom Kalifen Al-Bagdadi mehrfach sexuell missbraucht. "Sie war sein Eigentum", sagten die Eltern.

Al-Bagdadi hat Mueller laut US-Geheimdienstinformationen zur "Ehefrau" genommen und mehrmals vergewaltigt. Dies haben Geheimdienstmitarbeiter der Familie der Getöteten im Juni mitgeteilt. Die junge Frau kam bei einem jordanischen Luftangriff ums Leben, ihr Tod wurde bereits im Februar vermeldet.

Mueller wurde demnach eine Zeit lang von einem Kommandeur der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Sajjaf, und seiner Frau Umm Sajjaf im Nordosten Syriens gefangen gehalten. Al-Bagdadi habe sie bei mehreren Besuchen sexuell missbraucht, berichtete eine 14-jährige Jesidin, die mit Mueller in Gefangenschaft lebte und im Oktober 2014 flüchtete.

Kaylas Vater: "Wir wussten alle, was das bedeutet"

Die minderjährige Jesidin war in den kurdischen Teil des Irak geflüchtet, wo sie im November 2014 mit US-Soldaten gesprochen hatte. Die Geheimdienste bestätigten ihre Angaben und leiteten sie an die Eltern von Mueller weiter. "Sie sagten uns, dass er sie geheiratet habe, und wir wussten alle, was das bedeutet", sagte Kaylas Vater Carl Mueller. Am Freitag wäre Kayla Mueller 27 Jahre alt geworden.

Ihre Mutter Marsha Mueller fügte hinzu: "Kayla hat diesen Mann nicht geheiratet. Er hat sie in seinen Raum gebracht und sie missbraucht und sie kam weinend zurück." Geiselnehmerin Umm Sajjaf habe während eines Verhörs bestätigt, dass Al-Bagdadi die junge Amerikanerin "besessen" habe. Ein mit dem Fall vertrauter US-Beamter bestätigte die Angaben. Zunächst hatte die britische Tageszeitung "The Independent" darüber berichtet. "Uns wurde gesagt, dass Kayla gefoltert wurde, dass sie das Eigentum von Al-Baghdadi war", zitierte US-Sender ABC die Eltern.

Mueller wurde den Informationen zufolge mit drei anderen Frauen gefangen gehalten, die allesamt Jesidinnen waren. Sie alle wurden zum Sex gezwungen. Nachdem sich Al-Bagdadi an Mueller vergangen habe, sei sie zu ihren Mitgefangenen zurückgekehrt und habe berichtet, was passiert sei. "Kayla versuchte, diese jungen Mädchen zu schützen", sagte ihre Mutter. "Sie war wie eine Mutter für sie."

In einem Brief, den Kayla Mueller vor Monaten aus der Geiselhaft abgeschickt hatte, stellte sich die Lage noch anders dar. Darin habe sie geschrieben, sie sei an einem sicheren Ort und werde mit Respekt behandelt, berichteten US-Medien.

Mueller stibrt bei jordanischem Luftangriff

Geiselnehmer Abu Sajjaf war im Juni im Osten Syriens bei einem Einsatz der Delta Force, einer US-Eliteeinheit, getötet worden. Er hatte beim IS eine führende Rolle bei illegalen Öl- und Gasgeschäften sowie Militäroperationen inne.

Mueller stammte aus Prescott im US-Staat Arizona und wurde im August 2013 gemeinsam mit ihrem Freund Omar Alchani im syrischen Aleppo entführt. Alchani wurde nach zwei Monaten freigelassen. Der IS behauptet, Mueller sei während eines jordanischen Luftangriffs nahe Rakka, der inoffiziellen Hauptstadt der Terrormiliz, getötet worden.

Offenbar handelte es sich bei dem Luftangriff um einen Racheakt für den durch den IS bei lebendigem Leib verbrannten jordanischen Piloten Muas al-Kasasba. Die USA bestätigten ihren Tod, allerdings nicht die Umstände.

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