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von esther10 29.10.2015 00:29

Mathias von Gersdorff
Klare Meinung - Deutliche Worte Facebook - Twitter - Aktion Kinder in Gefahr

Donnerstag, 29. Oktober 2015
Wirre Meldung von Radio Vatikan zu Bischof Bodes Äußerung zum Zölibat



„Bischof Bode: Über andere Priesterformen nachdenken.“ Das ist die Überschrift einer heutigen Meldung von Radio Vatikan.

http://de.radiovaticana.va/news/2015/10/...en_____/1182943

Aufgrund der seltsamen (um diplomatisch zu bleiben) Äußerungen von Bischof Franz Josef Bode in der Vergangenheit zu „wilden Ehen“, „Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene“ usw. erwartet man bei der Lektüre einer solchen Überschrift instinktiv eine neue Attacke Bodes auf das katholische Lehramt.

Radio Vatikan berichtet: „Der Bischof von Osnabrück, Franz-Josef Bode, hat Konsequenzen aus der bundesweiten „Seelsorge-Studie“ angemahnt. Es müsse der Kirche zu denken geben, dass ein Viertel der Priester sich nicht wieder für den Zölibat entscheiden würde, sagte Bode am Mittwochabend in der Katholischen Sozialen Akademie in Lingen. Deshalb und angesichts des immer deutlicher werdenden Priestermangels müsse auch „über andere priesterliche Formen nachgedacht werden“.

Liest man den Text schnell, meint man, Bischof Bode will das Pflichtzölibat abschaffen: In selben Absatz werden Bedenken zum Zölibat geäußert und angeregt, über andere priesterliche Formen (die wohl nicht mehr zölibatär leben sollen) nachzudenken.

Soll dieser Eindruck tatsächlich beim Leser entstehen? Hoffentlich war das keine Absicht.

Es wäre neu, wenn sich Bischof Bode tatsächlich in dieser Weise zum Zölibat ausgedrückt hat. Noch am 18. April 2015 hatte Bischof Bode gegenüber den Stuttgarter Nachrichten das Zölibat verteidigt: „Ich halte den Zölibat immer noch für angemessen. Ich sage das so klar. Wir müssen den Zölibat aber auch wirklich positiv darstellen.“

Nach einer genaueren und langsameren Lektüre der Meldung von „Radio Vatikan“ kommt man zum Schluss, dass der Text eigentlich unverständlich oder zumindest mehrdeutig ist.

Aufgrund der großen Bedeutung des Themas wäre zu wünschen, dass schnell die Öffentlichkeit erfährt, was sich Bischof Franz-Josef Bode konkret unter „andere priesterliche Formen“ vorstellt und ob er weiterhin den Zölibat verteidigt.
http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/
Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 17:28

******************



Bischof Bode: Über andere Priesterformen nachdenken

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode - REUTERS

29/10/2015 14:08SHARE:
Der Bischof von Osnabrück, Franz-Josef Bode, hat Konsequenzen aus der bundesweiten „Seelsorge-Studie“ angemahnt. Es müsse der Kirche zu denken geben, dass ein Viertel der Priester sich nicht wieder für den Zölibat entscheiden würde, sagte Bode am Mittwochabend in der Katholischen Sozialen Akademie in Lingen. Deshalb und angesichts des immer deutlicher werdenden Priestermangels müsse auch „über andere priesterliche Formen nachgedacht werden“.
Als eine weitere Aufgabe bezeichnete es Bode, Gemeinde- und Sozialreferenten wie auch Diakonen und Priestern wieder Wege zu wichtigen spirituellen Methoden zu erschließen. Wie sollten Katecheten jungen Menschen die Beichte oder das Lesen in der Bibel näherbringen, wenn sie selbst diese nicht mehr praktizierten, fragte der Bischof.
Bode kündigte an, die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) werde sich mit der „Seelsorger-Studie“ intensiv befassen. Zudem werde er zusammen mit Münsters Bischof Felix Genn, dem Vorsitzenden der DBK-Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste, die Ergebnisse nochmals nach außen kommunizieren. Bode leitet die für die Seelsorge zuständige DBK-Pastoralkommission.
Zu zentralen Aussagen der im April vorgestellten Studie „Sorge für die Seelsorgenden“ gehörte, dass katholische Seelsorger mit ihrem Leben zufriedener sind als andere Akademiker. Ihre psychische Belastung und Burnout-Gefährdung liege im Durchschnittsbereich. Priester jedoch seien überproportional häufig betroffen. Jeder dritte Priester empfinde zudem den Zölibat als belastend. Für die Studie wurden rund 8.600 Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten befragt.
(kna 29.10.2015 sk)


von esther10 29.10.2015 00:15

„Interreligiöse“ Generalaudienz von Papst Franziskus – Die Subtilität zwischen Identitätsverlust und Identitätsverzicht

29. Oktober 2015 11:19 | Mitteilung an die Redaktion

„Interreligiöse“ Generalaudienz vom 28. Oktober 2015


(Rom) Die Generalaudienzen der Päpste haben einen bestimmten Ablauf, das galt bisher auch unter Papst Franziskus so. Sie beginnen mit dem Kreuzzeichen, gefolgt von einer Lesung aus der Heiligen Schrift, die in verschiedenen Sprachen vorgetragen wird.

Darauf folgt als Mittelpunkt der Generalaudienz eine Katechese des Papstes, die Franziskus mit dem Worten „Liebe Brüder, Guten Tag“ einzuleiten pflegt.

Dazu grüßt das Kirchenoberhaupt angemeldete Pilgergruppen in der jeweiligen Landessprache. Da der amtierende Papst nicht so sprachgewandt ist, wie seine beiden Vorgänger, verzichtete er auf die Einübung von Aussprachen. An seiner Stelle tragen Sprecher die Kurzkatechesen in anderen Sprachen und die Grüße an die jeweiligen Pilgergruppen vor.

Fester Bestandteil der Audienzen ist das gemeinsam gesungene Gebet des Vaterunser auf Latein und der Apostolische Segen des Papstes für die Anwesenden, deren Angehörige, besonders Kranke und Kinder, und die Segnung von Andachtsgegenständen, die von den Pilgern mitgebracht werden, vor allem Rosenkränze, Kerzen, Statuen.

Hier die Generalaudienz vom 21. Oktober 2015. Das Video setzt beim eigentlichen Beginn der Audienz ein:



Am 28. Oktober war jedoch vieles anders. Der Papst begann die Generalaudienz nicht mit dem Kreuzzeichen, sondern mit den Worten: „Bitten wir den Herrn, bitten wir Gott, daß Gott bei dieser Audienz bei uns sein möge.“ Dann sprach Kardinal Tauran über den 50. Jahrestag der Konzilserklärung Nostra Aetate und gab bekannt, daß Vertreter anderer Religionen an der Generalaudienz teilnehmen, die sich zu einer Tagung über Nostra aetate an der Gregoriana in Rom aufhalten. Das Video setzt wiederum beim eigentlichen Beginn der Audienz ein:



Und nun zum Abschluß der Generalaudienz. Die Generalaudienz vom 21. Oktober 2015 endete gewohnheitsgemäß mit dem lateinisch gesungenen, gemeinsamen Vaterunser und dem Apostolischen Segen.



Wie aber endete die Generalaudienz vom 28. Oktober 2015? Die Orgel stimmte das Vaterunser an, wurde aber sofort unterbrochen. Statt des gemeinsamen lateinischen Herrengebets sagte Papst Franziskus:

„Nun, um diese Audienz abzuschließen, lade ich alle ein, jeden, still zu beten, jeder nach seiner religiösen Tradition. Bitten wir den Herrn, daß er uns mehr zu Brüdern untereinander macht und mehr zu Dienern für unsere bedürftigsten Brüder. Beten wir still“.

Statt des Apostolischen Segens sagte der Papst lediglich halblaut vor sich hin: „Möge der Herr uns alle segnen“, was sinngemäß ins Deutsche übertragen bedeutet: „Möge der Herr uns allen beistehen“.



Secretum meum mihi berichtete von einer 80jährigen Pilgerin, die einmal in ihrem Leben den Papst besuchen wollte. Trotz der für sie damit verbundenen Strapazen pilgerte sie aus einem anderen Kontinent nach Rom und nahm an der Generalaudienz auf dem Petersplatz teil, um den Apostolischen Segen und den Segen für ihre Lieben zu Hause zu erhalten. Sie hatte vorher mehrere Rosenkränze gekauft, um sie vom Papst segnen zu lassen, die sie Familienangehörigen und Freunden mitbringen und ihnen schenken wollte. Doch sie erlebte nichts von alledem, da der Papst wegen der Anwesenheit irgendwelcher Andersgläubiger aus „Respekt“, um deren „Sensibilität nicht zu verletzen“, die Sensibilität der Katholiken verletzte. Die 80jährige Pilgerin aus einem anderen Kontinent meinte dazu enttäuscht: „Jetzt habe ich verstanden, was mit ‚Hirte mit dem Geruch der Schafe‘ gemeint ist.“

Kardinal Tauran hatte in seiner kurzen, sichtlich von Alter und Krankheit gezeichneten Rede gesagt, Nostra Aetate bezeichne den Weg, im „festem Bewußtsein der eigenen Identität […] großen Respekt gegenüber den Andersgläubigen“ zu zeigen. Daraus wurde jedoch bei der Generalaudienz wenn nicht ein Identitätsverlust so doch ein für alle sicht- und spürbarer Identitätsverzicht. Sogar das von Christus selbst gelehrte Gebet wurde durch eine allumfassende „Stille“ verdrängt. Eine allgemeine Stille könnte jedoch nur hauchdünn davon getrennt sein, ein Synonym für Leere zu sein.

Mit einer vergleichbaren, irritierenden Geste hatte Papst Franziskus sein Pontifikat begonnen, als er die zu seiner Wahl angereisten Journalisten nicht öffentlich segnete, um deren unterschiedlichen Überzeugungen zu „respektieren“.
http://www.katholisches.info/2015/10/29/...itaetsverzicht/
Text: Giuseppe Nardi
Bild: Vatican.va

von esther10 29.10.2015 00:09

Donnerstag, 29. Oktober 2015
Wirre Meldung von Radio Vatikan zu Bischof Bodes Äußerung zum Zölibat


„Bischof Bode: Über andere Priesterformen nachdenken.“ Das ist die Überschrift einer heutigen Meldung von Radio Vatikan.

Aufgrund der seltsamen (um diplomatisch zu bleiben) Äußerungen von Bischof Franz Josef Bode in der Vergangenheit zu „wilden Ehen“, „Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene“ usw. erwartet man bei der Lektüre einer solchen Überschrift instinktiv eine neue Attacke Bodes auf das katholische Lehramt.

Radio Vatikan berichtet: „Der Bischof von Osnabrück, Franz-Josef Bode, hat Konsequenzen aus der bundesweiten „Seelsorge-Studie“ angemahnt. Es müsse der Kirche zu denken geben, dass ein Viertel der Priester sich nicht wieder für den Zölibat entscheiden würde, sagte Bode am Mittwochabend in der Katholischen Sozialen Akademie in Lingen. Deshalb und angesichts des immer deutlicher werdenden Priestermangels müsse auch „über andere priesterliche Formen nachgedacht werden“.

Liest man den Text schnell, meint man, Bischof Bode will das Pflichtzölibat abschaffen: In selben Absatz werden Bedenken zum Zölibat geäußert und angeregt, über andere priesterliche Formen (die wohl nicht mehr zölibatär leben sollen) nachzudenken.

Soll dieser Eindruck tatsächlich beim Leser entstehen? Hoffentlich war das keine Absicht.

Es wäre neu, wenn sich Bischof Bode tatsächlich in dieser Weise zum Zölibat ausgedrückt hat. Noch am 18. April 2015 hatte Bischof Bode gegenüber den Stuttgarter Nachrichten das Zölibat verteidigt: „Ich halte den Zölibat immer noch für angemessen. Ich sage das so klar. Wir müssen den Zölibat aber auch wirklich positiv darstellen.“

Nach einer genaueren und langsameren Lektüre der Meldung von „Radio Vatikan“ kommt man zum Schluss, dass der Text eigentlich unverständlich oder zumindest mehrdeutig ist.

Aufgrund der großen Bedeutung des Themas wäre zu wünschen, dass schnell die Öffentlichkeit erfährt, was sich Bischof Franz-Josef Bode konkret unter „andere priesterliche Formen“ vorstellt und ob er weiterhin den Zölibat verteidigt.
http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/
Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 17:28

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Bischof Bode: Über andere Priesterformen nachdenken

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode - REUTERS

29/10/2015 14:08SHARE:

Der Bischof von Osnabrück, Franz-Josef Bode, hat Konsequenzen aus der bundesweiten „Seelsorge-Studie“ angemahnt. Es müsse der Kirche zu denken geben, dass ein Viertel der Priester sich nicht wieder für den Zölibat entscheiden würde, sagte Bode am Mittwochabend in der Katholischen Sozialen Akademie in Lingen. Deshalb und angesichts des immer deutlicher werdenden Priestermangels müsse auch „über andere priesterliche Formen nachgedacht werden“.

Als eine weitere Aufgabe bezeichnete es Bode, Gemeinde- und Sozialreferenten wie auch Diakonen und Priestern wieder Wege zu wichtigen spirituellen Methoden zu erschließen. Wie sollten Katecheten jungen Menschen die Beichte oder das Lesen in der Bibel näherbringen, wenn sie selbst diese nicht mehr praktizierten, fragte der Bischof.

Bode kündigte an, die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) werde sich mit der „Seelsorger-Studie“ intensiv befassen. Zudem werde er zusammen mit Münsters Bischof Felix Genn, dem Vorsitzenden der DBK-Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste, die Ergebnisse nochmals nach außen kommunizieren. Bode leitet die für die Seelsorge zuständige DBK-Pastoralkommission.

Zu zentralen Aussagen der im April vorgestellten Studie „Sorge für die Seelsorgenden“ gehörte, dass katholische Seelsorger mit ihrem Leben zufriedener sind als andere Akademiker. Ihre psychische Belastung und Burnout-Gefährdung liege im Durchschnittsbereich. Priester jedoch seien überproportional häufig betroffen. Jeder dritte Priester empfinde zudem den Zölibat als belastend. Für die Studie wurden rund 8.600 Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten befragt.
(kna 29.10.2015 sk)
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/in...f5da57822d.html

von esther10 29.10.2015 00:07

Familiensynode
"Bedauernswerte Zweideutigkeiten"

Piusbrüder kritisieren Abschlussdokument der Familiensynode
Menzingen - 28.10.2015


Die traditionalistische Priesterbruderschaft Sankt Pius X. lehnt das Abschlussdokument der Weltbischofssynode zu Ehe und Familie ab. Es sei "Ausdruck eines Kompromisses zwischen zutiefst unterschiedlichen Positionen" und enthalte "bedauernswerte Zweideutigkeiten und Auslassungen", kritisiert der Generalobere der Piusbrüder, Bernard Fellay, in einer Erklärung auf deren Website.

Im Namen einer "relativistischen pastoralen Barmherzigkeit" stifte das Dokument "Verwirrung, die bestimmt ausgenützt wird in einem Sinn, der der ständigen Lehre der Kirche widerspricht", heißt es weiter. Nach dem Gesetz Gottes, so argumentiert Fellay, habe der Mensch nur in der legitimen Ehe "das Recht, von seiner Geschlechtlichkeit Gebrauch zu machen". Homosexualität widerspreche also "dem natürlichen göttlichen Gesetz". Alle "außerhalb der Ehe vollzogenen Vereinigungen" von "frei Zusammenlebenden, der im Ehebruch Lebenden oder gar der Homosexuellen" seien eine "Unordnung" und stellten eine Sünde dar. Man könne darin "nicht irgendeinen Teil von sittlicher Gutheit feststellen, auch nicht eine weniger vollkommene Gutheit", betont der Obere der Piusbrüder.

Er fordert, die Lösung der Probleme auf moralischem Gebiet dürfe "nicht allein dem Gewissen der Eheleute oder der Hirten anheimgestellt werden". Vielmehr sei das Naturgesetz "Regel für das Handeln". Die Fürsorge des Barmherzigen Samariters gegenüber dem Sünder zeige sich, so Fellay, indem er "mit der Sünde nicht gemeinsame Sache macht"; genauso mache der Arzt, "nicht gemeinsame Sache mit der Krankheit", sondern helfe, diese zu überwinden. An die Adresse der Verfasser der Synodenschlusserklärung formuliert der Obere der Bruderschaft: "Man kann sich von der Lehre des Evangeliums nicht im Namen einer subjektivistischen Pastoral befreien, indem man sie als gemeingültig darstellt und sie im Einzelfall abschafft."

Priesterbruderschaft St. Pius X. seit 1988 von Rom getrennt

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ist seit 1988 von Rom getrennt. Sie wurde 1969 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991) gegründet und lehnt die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab. Diese hätten die Tradition der Kirche zerstört, so Lefebvre, der selbst als Ordensoberer am Konzil teilnahm. Die Piusbruderschaft sieht sich als Bewahrerin der Tradition der "Heiligen Römischen Kirche".

Papst Benedikt XVI. (2005-2013) nahm Gespräche über eine mögliche theologische Einigung mit der Bruderschaft auf. Der Gesprächsprozess kam 2012 ins Stocken. Allerdings teilten im Sommer 2015 hochrangige Vertreter beider Seiten mit, man sei weiter im Gespräch. Anfang September erklärte Papst Franziskus überraschend, er hoffe auf eine baldige Einigung mit der Bruderschaft. Er "vertraue darauf, dass in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Einheit mit den Priestern und Oberen der Bruderschaft wiederzugewinnen". (KNA)

*****

Familiensynode - Die traditionalistischen Piusbrüder lehnen das Abschlussdokument der Familiensynode ab. Im Namen einer "relativistischen pastoralen Barmherzigkeit" stifte das Dokument Verwirrung, schreibt der Generalobere Bernard Fellay
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktue...weideutigkeiten

von esther10 28.10.2015 21:11

Warum sich die Medien kaum für das eigentliche Synodenthema interessierten

Veröffentlicht: 28. Oktober 2015 | Autor: Felizitas Küble
Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Papst Benedikt XVI. hat in seinem Abschiedsgespräch mit den Priestern der Diözese Rom u.a. über seine Erfahrungen mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und dem Unterschied des Konzilsablaufs in der Aula und dem, was die Medien daraus gemacht haben, gesprochen. Ähnliches kann man über die Bischofssynode 2014 und 2015 berichten. 0000009699_3



Die Medien versuchten die Deutungshoheit über die Synode zu erringen, um ihre kirchenpolitischen Ziele zu erreichen. Die restriktive Informationspolitik in der zweiten Sitzungsperiode erschwerte das sichtlich.

Das Synodenthema „Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ ist bedeutsam für eine humane Zukunft der Menschen; es gäbe Stoff für eine Fülle von Artikeln.

BILD: Unser Autor, Prof. Dr. H. Gindert, organisiert jährlich den Kongreß “Freude am Glauben”

Was die Medienvertreter aus Deutschland primär interessierte, waren die Gleichsetzung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe und der Kommunionempfang geschiedener Wiederverheirateter. Schwester Lucia von den Fatima-Seherkindern hat einmal gegenüber Kardinal Caffara von Bologna geäußert: „Der Endkampf wird um die Familie gehen“.

Das Synodenthema selber interessierte die Medien kaum. Worum es bei der Frage im Kern geht, nämlich um das Wort Christi „Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen“, wurde vernebelt.

Die Ehelehre der katholischen Kirche wurde zur „gegenwärtigen Disziplin“ bzw. zur „Doktrin“ heruntergemacht. Jene, die sich für das Wort Gottes einsetzen, wurden als „konservative-traditionalistische Bewahrer“ apostrophiert, die im Gegensatz zu den Reformen standen, die der Kirche ein „menschenfreundlicheres Antlitz verpassen“ wollten. 0018



Da war es gut, dass sich Bischöfe von Osteuropa und insbesondere aus Afrika Belehrungen von einigen stromlinienförmig angepassten Bischöfen an den Zeitgeist mit einer desolaten pastoralen Situation in ihren Diözesen bereits im Vorfeld der Synode verbaten.

Ein aufschlussreiches Wort der „Reformer“ war u.a. „Was soll eine Synode bewirken, die das wiederholt, was bisher immer schon gesagt wurde“. Vielleicht sollten diese Herren einmal darüber nachdenken, dass die 10 Gebote seit den Zeiten Moses oder das Vater-Unser seit Jesus Christus immer wieder neu gesprochen und überdacht wird.

Die Strategie der Medien beackerte in der öffentlichen Meinung einen gut bestellten Boden. Der Bildungsstand über die christliche Ehe ist aufgrund des vielfachen Versagens in der Weitergabe des Glaubens in Elternhaus, Religionsunterricht, Predigt und Katechese so parterre, dass die Medien durchaus auf Resonanz stießen.

Die „Herde“ ist in diesem Sinne gut konditioniert. Und die Medien verstehen sich auf ihr Handwerk. Zu Wort kommen jene, die ihre Ziele vertreten.

Ein Beispiel: Zur Familiensynode wurden auch Ehepaare eingeladen. In den Medien kamen die angepassten zu Wort. So wurde ein deutsches Ehepaar als „bodenständige Berater der Bischöfe“ vorgestellt, die „Tacheles gerade über Sexualität“ redeten. (Augsburger Allgemeine Zeitung, AZ vom 22.10.15) abtei-ettal-startseite_01



Es waren jene, die, wie der Verfasser meinte, „in den zölibatären Klerikerkreisen den Praxis-Check einspeisten“. Er Professor für Moraltheologie, sie Gymnasiallehrerin. Ihr Statement: „Wiederverheiratete geschiedene Christen dürften nicht von ihrem Versagen her betrachtet werden. Dies drohe nämlich den Blick für die ‚großen Potentiale kirchlicher Versöhnung und sittlicher Verantwortung‘ zu verstellen“.

Es wäre interessant, was auf so gestelzte Phrasen ein katholischer Denker wie Robert Spaemann in seiner klaren Diktion antworten würde. Aber solche Katholiken werden wohlweislich nicht befragt. Der Verfasser des Artikels meint, er könne das Gewicht des „bodenständigen“ Synodenberaters verstärken, wenn er ihn als ehemaligen Geschäftsführer der bischöflichen Studienförderung Cusanus-Werk und als Generalsekretär von „Missio“ Aachen mit Erfahrungen von der Würzburger Synode (1972 bis 1975) präsentierte.

Vom Cusanus-Werk ist bekannt, dass es auch von Annette Schavan geleitet wurde und Oskar Lafontaine zu seinen renommierten Schülern zählte. Von „Missio“ Aachen weiß man, dass sie viel für Entwicklungshilfe tut. Die Beschlüsse der Würzburger Synode wurden, wohl nicht ohne Grund, von Rom nie anerkannt.

Die römische Bischofssynode nahm nicht den von vielen Medien erhofften Verlauf. Bezeichnend ist die Überschrift über einen Artikel der Augsburger Zeitung vom 22.10.15 mit „Viel Lärm um nichts“. Es heißt: „Die Bischofssynode zeigt, dass die katholische Kirche auf der Stelle tritt…“. christus



Der Ärger des Verfassers ist spürbar: „Die am Sonntag zu Ende gehende Synode als Beratungsgremium sollte das Forum für diesen Wandel sein. Der Plan ging nicht auf. Die Bewahrer haben sich durchgesetzt… Die Kluft zwischen Wirklichkeit und Lehramt wurde offenbar… Die von Franziskus und den Reformern erhofften Öffnungen blieben jedoch aus…

Dass einige Diskussionsgruppen nun die Berufung einer Kommission zur Klärung dieser Frage oder gar ein ökumenisches Konzil vorschlagen, zeigt, dass die Kirche auf der Stelle tritt. Weniger der offizielle Titel der Synode ‚Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute‘ wäre ein passendes Motto für die Versammlung gewesen, sondern ‚viel Lärm um nichts‘. Die katholische Kirche ist heute etwa so klug wie vor zwei Jahren“.

Der Autor versucht nun zu retten, was nicht zu retten ist. Er versucht, den Papst zu instrumentalisieren und schreibt:

„Franziskus’s Ziel war es, einen Prozess anzustoßen, an dessen Ende die katholische Kirche in einem anderen Licht erscheint… Man darf aber den Papst nicht unterschätzen. Franziskus lässt sich auch durch Widerstände nicht beirren. Außerdem verfügt der Papst über ein Instrument, das… als ‚Big Bazooka‘ bezeichnet wird, also als durchschlagende Waffe… Die Bazooka des Papstes heißt Dezentralisierung“.

Die Dezentralisierung bringt der Artikelschreiber dann in Verbindung mit Homosexualität und wiederverheiratete Geschiedene. Nun sind beide Fragen in der katholischen Kirche für die gesamte Weltkirche klar geregelt, so dass sie nicht in der Ortskirche A freihändig anders gehandhabt werden können als in der Ortskirche B. Die „durchschlagende Waffe Bazooka“ erinnert ein wenig an die im Führerbunker versprochenen Wunderwaffen von 1945. Das Ende ist bekannt.

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Dachverband “Forum Deutscher Katholiken” und die Monatszeitschrift DER FELS

von esther10 28.10.2015 20:57

Mittwoch, 28. Oktober 2015
Nach Synode: Deutscher Progressismus will Fakten schaffen


Foto: Erich Siebert/Wikipedia
Das Schlussdokument der Synode wird von Deutschlands Progressisten als Vorwand genommen, Fakten zu schaffen und ihre Agenda durchzusetzen.

Die Tatsache, dass die Synode kein demokratisches Entscheidungs-, sondern ein Beratungsgremium ist und das Synodenschlussdokument – die „Relatio finalis“ - kein lehramtliches Schreiben, sondern eine Art Positionspapier, ist manchen Progressisten in Deutschland egal: Schon jetzt sehen sie sich in ihren Ansichten bestätigt und wollen nun konkrete Fakten schaffen.

So sagte Professor Eberhard Schockenhoff, seit Jahren rabiater Verfechter der Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion, gegenüber der „Katholischen Nachrichtenagentur (KNA)“, der in manchen Gegenden übliche unwürdige Empfang der Kommunion wäre nun von der Weltkirche akzeptiert worden:
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktue...hritt-nach-vorn

„Das, was sich bisher vielerorts als bewährte Praxis gezeigt hat, kann gestärkt weitergehen. Die Erzdiözese Freiburg und andere Diözesen können mit gutem Grund sagen, dass ihre Praxis der individuellen Lösungssuche im Einklang mit weltkirchlichen Regeln steht. Und zwar mit gutem Gewissen und voller Überzeugung.“

Das Bistum Limburg, zurzeit vakant und von Weihbischof Manfred Grothe geleitet, fordert in einer öffentlichen Mitteilung „mit Blick auf die Familiensynode“ eine neue Wertschätzung von wilden Ehen: „Die Kirche müsse sich sehr davor hüten, bestimmte Lebensformen, die ihrer Überzeugung nach nicht bejaht werden können, zu verurteilen. Vielmehr gelte es, andere Lebensformen zu akzeptieren und wertzuschätzen, ohne dabei das Ideal aufzugeben.“ „Es tut der Kirche gut, wenn sie gute Beziehungen stärkt, egal in welcher Lebensform“, so das Communiqué des Bistums.

Laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 27. Oktober 2015 soll es aber nicht bei der bloßen Wertschätzung bleiben: „Wo sind geeignete Liturgien für Geschiedene, die eine neue Ehe eingehen wollen? Wo die für homosexuelle Paare? Wenn die Kirche auch in diesem Gemeinschaften ihre wichtigen Werte verwirklicht sieht (so muss Grothe verstanden werden), müsste sie auch Formen finden, dies auszudrücken – offiziell und nicht unter der Hand, wie es einzelne Pfarrer schon praktizieren“.

Das Schuldbekenntnis der deutschen Sprachgruppe bei der Synode (die Deutschsprachigen baten um Verzeihung für vergangene unbarmherzige Haltung gegenüber Homosexuellen, Alleinerziehenden. Geschiedenen usw.) nehmen das „Netzwerk katholischer Lesben“ und die „Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche“ zum Anlass, den Dialog mit der Kirche zu intensivieren.

Die postsynodale Diskussion entwickelt in Deutschland eine Dynamik, die mit der eigentlichen Synode in Rom immer weniger zu tun hat.

Ein schon lang existierender Verdacht bestätigt sich zunehmend: Teilen der katholischen Kirche war es immer egal, was am Ende bei der Synode rauskommt. Sie waren von vornherein dazu entschlossen, einen deutschen Sonderweg zu wählen.


http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/
Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 17:34

von esther10 28.10.2015 18:06

Die Unauflöslichkeit der Ehe ist die "unveränderliche Lehre der katholischen Kirche"

Polnische Bischöfe warnen vor "Divorce Mentalität" in der Kirche
von Edward Pentin 2015.09.24

UPDATE: Vollständiger Wortlaut der Erklärung der Polnischen Bischofs auf Englisch können nun gelesen werden, hier.
***


Polnischen Bischöfe haben eine Erklärung vor der Ordentlichen Synode nächsten Monat auf der Familie, in der sie fest die Lehre der Kirche, dass die Eucharistie nicht geschieden und zivilrechtlich wieder geheiratet Katholiken gegeben werden, und ausdrücklich warnen vor einer "Scheidung Mentalität" zu behaupten ausgestellt.

Die Unauflöslichkeit der Ehe ist die "unveränderliche Lehre der katholischen Kirche", sagen die Bischöfe, zitierte Mark 10: 9: ". Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen"

Listing neun Punkte von Bedeutung in der Erklärung ausgestellt Montag, sie zitieren auch Papst Benedikt XVI, Papst Johannes Paul II und Franziskus neben Schrift und Tradition, nach einem Artikel in Die Tagespost.

Sie erklären, dass in der Kirche, gibt es "weder Unterscheidungen noch Prozesse, die zur Scheidung führen. Es gibt nur die Prozesse, in denen wir individuell zu erkennen, ob diese bestimmte Ehe gültig war oder nicht gültig ist. "

"Alles sollte eine Scheidung Mentalität zu vermeiden", fügen sie hinzu. Die Aussage folgt die Einführung von fegt Nichtigerklärung Reformen, die Kritiker befürchten wird den Weg für "Katholische Scheidung" zu ebnen.


Die Bischöfe rufen "für eine größere Wertschätzung der Familie" und betonen, dass "jeder Trennung der Eheleute beleidigt Gott und bringt eine Menge Schaden mit ihm." Sie sagen, dass es nicht nur hinter Wunden in ihnen hinterlässt, sondern erhöht auch eine schmerzhafte Schatten über ihre Kinder, die neben der Familie, Freunden, Bekannten und zerstört die Grundlagen für die gesamte Gesellschaft. "

Ebenso klar und deutlich, die polnischen Bischöfe entschlossen lehnen die Forderungen der Katholiken, die in unregelmäßigen Beziehungen zu leben, um die Absolution empfangen und erlaubt die heilige Kommunion zu empfangen. "Um die heilige Kommunion zu empfangen, müssen Sie in einem Zustand der heiligmachenden Gnade zu sein", betonen sie.

Sie zitieren Franziskus von seinem Angelus-Adresse am 16. August in der er sagte, dass die Eucharistie "ist keine private Gebet oder eine schöne spirituelle Übung, es ist nicht eine einfache Erinnerung an das, was Jesus beim Letzten Abendmahl getan."

Sie zitieren den Heiligen Vater weiter, der später zu sagen: ". Pflegende uns der, dass" Brot des Lebens "bedeutet Eintritt in Harmonie mit dem Herzen Christi, assimilieren seine Entscheidungen, seine Gedanken, sein Verhalten"

Die polnischen Bischöfe befassen sich auch die Frage der kinderlosen Ehen und argumentieren, dass die künstliche Besamung ist nicht der "richtige Weg", um das Problem der Unfruchtbarkeit zu lösen.

Die Bischöfe am Ende mit den Worten, dass die Familie "ist das Werk und der Besitz von Gott. Deshalb sind wir für die kommende Synode mit Glauben, Hoffnung und Liebe vorbereitet. "

Die Aussage nicht Homosexualität und Gender-Fragen befassen, wie sie sagten, sie haben bereits viele Aussagen Wahrung der katholischen Lehre in diesen Bereichen.

Der Präsident der Konferenz der Polnischen Bischofs, Erzbischof Stanislaw Gadecki, bekräftigte gegenüber Reportern, dass der Vorschlag, damit die heilige Kommunion von wiederverheirateten Geschiedenen, die "in einer zweiten Beziehung bleiben", das heißt, sie "im Ehebruch bleiben" ist und "in keiner Weg mit dem Empfang der heiligen Kommunion "kompatibel.

Erzbischof Gadecki, sagte, diese Frage sei "trivialisiert" auf der letztjährigen Synode und in einer behandelten "mehr soziologische als theologischer Art und Weise." Und doch ist diese Frage, betonte er, "bezieht sich auf die Essenz der Lehre der Kirche."

Die polnische Kirche, zusammen mit Bischöfen von Afrika und Osteuropa, wird erwartet, dass einige der stärksten Blöcke sein, um den Druck nächsten Monat auf der Synode zu widerstehen, um die pastorale Praxis in diesem Bereich, die Kritiker behaupten werden, eventuell verdünnte ändern, und schließlich radikal verändern, die Lehre der Kirche über die Ehe.

Read more: http://www.ncregister.com/blog/edward-pe.../#ixzz3pskK61YM


von esther10 28.10.2015 13:38

Dienstag, 27. Oktober 2015
Studie: Mangelnde Empathie kann Internetsucht begünstigen


Immer mehr Menschen vernachlässigen Arbeit und Privatleben, um im Internet und in sozialen Netzwerken aktiv zu sein oder Online-Spiele zu "zocken". Warum manche Menschen und besonders Jugendliche möglicherweise anfälliger für diese Abhängigkeit vom Internet sind und warum das Phänomen häufiger in asiatischen Ländern aufzutreten scheint, ist noch nicht völlig geklärt. Wissenschaftler um den Ulmer Molekularpsychologen Professor Christian Montag haben nun untersucht, ob Persönlichkeitseigenschaften wie mangelnde Empathie oder der kulturelle Hintergrund die Neigung zu Internetsucht potenziell begünstigen. Für ihre Studie befragten sie über 600 Studierende in Deutschland und China.

Menschen, die abhängig vom Internet sind, vernachlässigen oft ihre Arbeit und Gesundheit oder ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück. Häufig sind es Jugendliche, die Facebook, Twitter und Youtube verfallen – und das weltweit. Psychologen aus Ulm und Bonn haben jetzt in Deutschland und China untersucht, ob Persönlichkeitseigenschaften wie mangelnde Empathie eine Internet-Abhängigkeit begünstigen können und ob dieser Effekt kulturell bedingt ist. „Problematische Internetnutzung tritt vor allem in asiatischen Ländern auf. In Südkorea sind sogar Menschen gestorben, nachdem sie beispielsweise mehrfach 50 Stunden ohne Unterbrechung online ‚gezockt‘ haben, aber auch in westlichen Kulturkreisen nimmt das Problem zu“, berichtet Professor Christian Montag, Leiter der Abteilung für Molekulare Psychologie an der Uni Ulm und Senior-Autor der Studie.

„Mitgefühl empfinden zu können, ist eine wichtige Fähigkeit, um erfolgreich mit anderen Menschen zu interagieren“, erläutert Erstautor und Empathie-Forscher Martin Melchers, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Differentielle und Biologische Psychologie an der Uni Bonn. „Jemandem, der lieber im Internet unterwegs ist, als sich in einem Café mit anderen zu treffen, fällt es wahrscheinlich auch schwerer, sich in andere hineinzuversetzen.“ Mit ihrer Studie verknüpfen die Wissenschaftler Internetsucht- und Empathieforschung: Themen, die – in einer Fragestellung zusammengefasst – bislang kaum untersucht worden sind. Auch der kulturelle Aspekt habe bisher wenig Beachtung gefunden, so die Autoren.

Zum Beispiel wurden die Teilnehmer gefragt, wie gut sie Gemütszustände ihrer Mitmenschen einschätzen und deren Reaktionen vorhersagen können. Im Internetsucht-Fragebogen sollten Angaben dazu gemacht werden, ob sie verheimlichen, wie lange sie im Internet sind oder was sie online machen.

Die Selbstauskünfte der Studierenden hätten gezeigt, dass der Zusammenhang zwischen Mitgefühl und Internetnutzung erstaunlich deutlich sei. "Er tritt unabhängig von Alter, Kultur und Geschlecht auf. Denn obwohl sich die Stichproben hinsichtlich Alter und Geschlechtsverteilung signifikant unterscheiden, ist der Effekt auch nach Bereinigung der Ausgangsunterschiede durchgängig vorhanden", so die Forscher.

Angesichts der negativen Auswirkungen von Onlineübernutzung wie soziale Isolation, gesundheitliche Risiken und mögliche Arbeitsplatzverluste sehen die Forscher die dringende Notwendigkeit, dass die generalisierte Internetsucht als zunehmendes Problem und in Zukunft sogar als eigenständige Diagnose anerkannt wird.

Mit Angaben aus Psychologie-Aktuell

von esther10 28.10.2015 13:34

Dienstag, 27. Oktober 2015
Studie: Konsumkultur macht Kinder nicht glücklich – im Gegenteil


Immer die angesagten Schuhe haben, blendend aussehen und mit einer großen Klappe auf sich aufmerksam machen - viele Kinder und Jugendliche glauben, dass das die Grundvoraussetzungen sind, um bei Gleichaltrigen gut anzukommen. Klar, dass sie darum selbst alles geben, um immer nach dem neusten Trend gekleidet zu sein - vor allem, wenn sie sich eher nicht so beliebt fühlen.

Aber gerade diese Hinwendung zur Konsumkultur führt dazu, dass sie sich noch schlechter fühlen - das meinen zumindest Forscher und Psychologen der britischen University of Sussex, die in einer Studie mit 1.000 Kindern zwischen 8-14 Jahren untersucht haben, wie sich die Einstellung zu solchen Fragen auf das Wohlbefinden auswirkt. Dabei zeigte sich, dass Kinder, die stark daran glauben, dass das richtige Outfit und die vermeintliche "Coolness" sie beliebt machen könnte, ihre Beziehungen zu Gleichaltrigen eher noch verschlechterten. Den Forschern zufolge verursacht dieses Denken und Handeln sogar eine regelrechte Abwärtsspirale ihres Selbstbewusstseins bis hin zu Depressionen.

Obwohl freundliche und hilfsbereite Kinder auf lange Sicht deutlich beliebter bei anderen sind, glauben junge Leute fälschlicherweise, dass der Weg zur Beliebtheit über störendes Verhalten, modische Sachen und gutes Aussehen führt", erklärt Professor Robin Banerjee.

Der Glaube an die Macht der käuflichen Dinge ist in unserer Gesellschaft stark mit der Vorstellung sozialen Erfolgs in der Kindheit verbunden. Das Gegenteil ist aber der Fall, so die Forscher. Wer sich ohnehin schon ausgegrenzt fühlt, gerät mit der Hinwendung zur Konsumkultur eher noch in eine Abwärtsspirale. Der Druck cool und trendig sein zu müssen, schadet dem Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen extrem.

Quelle: University of Sussex vom 11.09.15

von esther10 28.10.2015 13:28

Dienstag, 27. Oktober 2015
Psychiater warnt vor Gefahren des Smartphones vor allem bei der Jugend


(IDEA) Der Psychiater Prof. Manfred Spitzer (Ulm) schlägt Alarm: Die ständige Nutzung digitaler Medien ruiniert die Gesundheit. „Das Smartphone ist heute das, was vor 70 Jahren die Zigarette war. Damals wusste keiner, wie gefährlich Rauchen ist, und als man es dann wusste, hat es noch mehr als ein halbes Jahrhundert gedauert, bis die Menschen etwas geändert haben“, sagte der 56-Jährige in einem Interview mit „Bild am Sonntag“.

Nach seinen Worten sind Smartphones für zehn Prozent aller Unfälle verantwortlich. Sie erhöhten den Blutdruck, was zum Schlaganfall führen könne, lösten Stress aus, der das Risiko für Infektionen und Krebs erhöhe.

Nach seinen Angaben sind vor allem die Gefahren für Kinder und Jugendliche groß, denn ihre Gehirne seien noch im Wachstum und würden durch Online-Aktivitäten massiv in ihrer Entwicklung gestört. Eine aktuelle US-Studie zeige: „Jugendliche, die im Mittel 25 Stunden pro Woche im Internet aktiv sind, haben ein dreifach erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, verglichen mit Jugendlichen, die im Mittel vier Stunden surfen.“

Es bestehe auch die Gefahr der Cybersucht. Zu den Anzeichen dafür sagte Spitzer: „Man kann das Handy nicht weglegen, obwohl man das will. Man wird nervös, wenn man gezwungen wird, es zu tun.“ – Verzichte der Nutzer auf den Konsum, erhöhe sich sein Puls, bekomme er Panik, könne an nichts anderes mehr denken und werde aggressiv: „Das sind ähnliche Auswirkungen wie bei Alkoholikern, denen man die Flasche wegnimmt.“ – In Deutschland seien etwa acht Prozent der Jugendlichen von Cybersucht betroffen, in Südkorea schon 25 Prozent.

Junge Menschen schauten pro Tag im Schnitt 150-mal auf ihr Handy und könnten sich schlechter konzentrieren und Lerninhalte im Gedächtnis behalten. Spitzer rät deshalb Eltern, ihren Kindern weder Smartphone, Laptop oder Playstation zu kaufen.

Am 2. November erscheint das neue Buch des Psychiaters. Es trägt den Titel “Cyberkrank! Wie das digitalisierte Leben unsere Gesellschaft ruiniert“ (Droemer Verlag).

von esther10 28.10.2015 08:22

Bischofssynode: Erwartbares und Überraschendes

Publiziert 27. Oktober 2015 | Von admin
Das Echo auf die Bischofssynode in Rom ist, wie es zu erwarten war

Hl. Familie meisterwerkQuelle: Fussnoten

Das Echo auf die Bischofssynode in Rom ist, wie es zu erwarten war: Das Ergebnis entspricht nicht den Erwartungen des deutschen politisch-medialen Establishments. Das ist allerdings auch nicht verwunderlich. Denn diese Erwartungen waren auch von deutschen Bischöfen genährt, um nicht zu sagen geschürt worden. Verwunderlich ist indes, dass niemand sich die Mühe machte, auch nur annähernd die Zahl der betroffenen Personen bei der in der Berichterstattung besonders hervorgehobenen Personengruppe, den wiederverheirateten Geschiedenen, zu schätzen. Dieser Gruppe soll der Zugang zum Kommunionempfang erleichtert werden. So entstand im öffentlichen Diskurs zu diesem Thema der Eindruck, es handele es sich um eine immer weiter wachsende und für die Zukunft der katholischen Kirche entscheidend grosse Gruppe.

Aber dieser Eindruck ist irreführend, denn die Gruppe der wiederverheirateten Katholiken wird absehbar zurückgehen. Der Grund dafür ist der dramatische Wandel des Heiratsverhaltens über die Generationen hinweg: Die ältere Generation (Geburtsjahrgänge der 1930er bis 1950er Jahre) ist in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der das Verheiratet-Sein die Norm war: “Junggesellen” waren eine randständige Minderheit, mehr als 90% der Erwachsenen haben geheiratet (1). Auf eine zivile Scheidung folgt meist eine rasche Wiederheirat, vor allem in den nicht-katholischen Milieus. In den Geburtsjahrgängen der 1940er und 1950er Jahre, grob gesagt der “68er-Generation“, stieg die Zahl der Scheidungen stark an. Gleichzeitig war Wiederheirat noch die Regel. So entstand im Katholizismus das Problem der wiederverheiratet Geschiedenen. Denn der Scheidungstrend erfasste auch das katholische Milieu, das einen enormen Säkularisierungsschub erlebte, ablesbar am Rückgang des Kirchenbesuchs (2).

Trotz des Wandels bestehen aber zwischen den verbliebenen Kirchgängern und dem säkularen Bevölkerungsdurchschnitt markante Unterschiede, gerade was Ehe und Familie betrifft. So haben Ehen, die kirchlich getraut wurden, im Vergleich zu nur standesamtlich beurkundeten Ehen ein um rund 50 Prozent vermindertes Scheidungsrisiko(3). Und das Scheidungsrisiko von Paaren, die ihren Glauben praktizieren, ist nochmals geringer als das von kirchenfernen Paaren. Leider mangelt es in Deutschland an Forschungen zu diesem Thema, obwohl die, besonders für die Kirche im Blick auf Ehevorbereitung und -begleitung, konfessionsverschiedene Ehen etc., sehr erhellend sein könnten (4). Auch wenn es an Daten mangelt, ist sicher davon auszugehen, dass der Anteil der zivilen Scheidungen praktizierender Katholiken weit unter dem statistischen Durchschnitt der Gesamtbevölkerung liegt, wo ca. jede dritte Ehe geschieden wird. Es dürfte nicht allzu unrealistisch sein, von vielleicht zehn bis 20 Prozent Scheidungen auszugehen, auf die ja nicht in jedem Fall eine Wiederheirat folgt. Daraus ergibt sich: Wenn man zugrunde legt, dass heute etwas mehr als zehn Prozent der rund 24 Millionen Katholiken praktizieren, dann kommt man auf eine Zahl von ca. 2,5 Millionen Gläubigen in Deutschland, die ihren Glauben praktizieren und zum grössten Teil auch zur Kommunion gehen. Bekanntlich liegt der Altersdurchschnitt der Gläubigen recht hoch, noch deutlich über dem der ohnehin schon überalterten deutschen Gesellschaft. Empirisch nachweisbar ist auch, dass diese Gläubigen häufiger in Ehe und Familie leben als andere Gruppen bzw. der statistische Durchschnitt, so dass man von 60-70 Prozent verheirateten Gläubigen ausgehen kann. Daraus ergibt sich eine Gruppe von 1,5 bis 1,8 Millionen verheirateten praktizierenden Katholiken. Auch wenn es zum Anteil der wiederverheirateten Geschiedenen in dieser Gruppe keine exakten, offiziellen Zahlen gibt, lässt sich mit Sicherheit sagen, dass zivil wiederverheiratete Geschiedene unter ihnen nur eine kleine Minderheit sind, grob geschätzt könnten es vielleicht 10 bis 12 Prozent sein. So lässt sich die Gruppe auf ca. 150 bis maximal 200.000 Personen schätzen. Überwiegend handelt es sich dabei um ältere Gläubige, die in den 1970er und 1980er Jahren geheiratet haben. Sie sind oft noch im “katholischen Milieu“ grossgeworden, die Lehre über die Realpräsenz Christi in der Eucharistie ist ihnen bekannt. Es ist aber fraglich, ob alle in dieser Gruppe, vor allem die jüngeren, in ihrer neuen Lebenssituation weiter praktizierend gläubig sind. So reduziert sich die Zahl der wiederverheiratet Geschiedenen, die auch praktizieren wollen, auf erheblich unter 200.000, jedenfalls weit weniger als ein Prozent aller Katholiken.

Es versteht sich von selbst, dass auch diese Gruppe einer besonderen Pastoral bedarf und darüber haben die Synodenväter ja auch beraten. Das weitaus grössere Problem für die Kirche liegt aber woanders: Es ist der dramatische Einbruch der katholischen Trauungen – seit 1990 ist ihre Zahl in Deutschland um etwa zwei Drittel zurückgegangen (5). Schon allein daraus ergibt sich, dass die Zahl der wiederverheiratet Geschiedenen drastisch zurückgehen wird. Hinzu kommt, dass auch die Wiederheiratsziffern insgesamt zurückgehen; nach einer Scheidung wird heute seltener noch einmal geheiratet als früher. Generell ist die Heiratsneigung stark abgeschwächt – ca. 40 Prozent der Männer in Deutschland heiraten gar nicht mehr (6). Das hat natürlich damit zu tun, dass unverheiratetes Zusammenleben und alle Formen “serieller Monogamie“ (oder sukzessiver Polygamie?) gesellschaftlich akzeptiert sind und als “Vielfalt“ gepriesen werden. Gegen diesen Zeitgeist hält die katholische Kirche an der lebenslangen Ehe von Mann und Frau als Grundlage der Familie und der Gesellschaft fest. Das erregt Anstoss bei vielen Medienschaffenden, die Ehe- und Familienfragen aus ihrer persönlichen Perspektive betrachten. Die ist geprägt von einem Streben nach Autonomie, das oft zulasten familiärer Bindungen geht. Wer aber selber das Scheitern von Beziehungen erlebt oder keine Kinder hat, hat auch wenig Interesse daran, auf die Vorzüge der Ehe für die Allgemeinheit hinzuweisen. Sie zeigen sich u. a. daran, dass dauerhaft Verheiratete weniger von Armut und Krankheit bedroht, gesünder und mit ihrem Leben zufriedener sind. Die Institution Ehe entlastet so Krankenkassen, Pflegeversicherung, Sozialhilfesystem, was gerade in Krisenzeiten dem Gemeinwohl dient (7) und darüber hinaus auch Integrationskräfte freisetzt.

Dass die meisten Medien dies kaum beachten, verwundert nicht. Dass aber auch die deutschen Synodenväter in Rom sich vorwiegend mit Minderheiten befassten und nicht nachdrücklicher für die Institution Ehe einsetzten, bleibt erklärungsbedürftig.

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von esther10 28.10.2015 08:11

Synode: Licht und Schatten

Publiziert 27. Oktober 2015 | Von admin
Die katholische Lehre wurde nicht im Entferntesten berührt

Von Guido Horst

Die Tagespost, 26. Oktober 2015


Die katholische Lehre wurde nicht im Entferntesten berührt. Es bleibt dabei, dass die Kirche für alle offen ist, gerade auch für Menschen mit Verletzungen, Lebensbrüchen – und natürlich ebenso für Paare, die (noch) nicht in einer geregelten ehelichen Beziehung leben. Nach wie vor gilt für zivil Wiederverheiratete das Gebot – wenn sie denn katholisch sind –, möglichst jeden Sonntag eine Messe zu besuchen. Geschiedene und von ihrem Partner getrennt Lebende können, wenn sie – das gilt für jeden – durch das Busssakrament vorbereitet sind, die Eucharistie empfangen.

Nach wie vor sind die Seelsorger gehalten, im Einzelgespräch und in der Beichte die konkrete Situation, die Gefühlslage und die Vorgeschichte ihres Gegenübers zu beachten. Dass Priester um die rechten Worte ringen müssen, um “ihren Leuten“ das Evangelium zu verkünden, war schon immer so und wird auch so bleiben.

Für Wiederverheiratete einen Weg der Umkehr und Busse generell, als Regel für den Einzelfall, mit der Ermöglichung des Kommunionempfangs zu verbinden, war bisher nicht vorgesehen und ist es jetzt auch nicht. Das “Forum internum“ als geschützter Raum der Seelenführung bleibt erhalten. Und wenn eine Familie entdeckt, dass jemand in ihrem Kreis homosexuell empfindet, gilt weiterhin das Respekt-Gebot des Katechismus der Katholischen Kirche aus dem Jahr 1992.

Es fällt nicht so einfach, das wirklich Neue am Ende des fürs Erste nun abgeschlossenen synodalen Prozesses zu Ehe und Familie auf den Punkt zu bringen. Als auf einer der letzten Pressekonferenzen im Vatikan der für das Abschlussdokument mit zuständige indische Kardinal Oswald Gracias seine Schlussworte zur diesjährigen Synode sprach, hätte man die mit “Schön, dass wir darüber gesprochen haben” zusammenfassen können.

“The medium is the message” – das Medium selbst ist die Botschaft. Vielleicht könnte man diesen Satz aus der Kommunikationswissenschaft auch auf die Synode anwenden. Der synodale Prozess selbst war die Botschaft. Zwei Jahre hat die katholische Kirche die in der Welt so stark gebeutelten Institutionen von Ehe und Familie in das Zentrum ihrer Aufmerksamkeit gestellt. Wer tut das sonst noch? Die Vereinten Nationen? Die Öl-Konzerne? Das Show-Business? Die Medien-Welt? Das Scheinwerferlicht auf die Grundzelle jeder menschlichen Gesellschaft zu richten, war dem Papst und der Weltkirche wichtig.

Aber da mischten sich auch Schatten in den Lichtkegel. Nachdem vor allem die Kardinäle Walter Kasper und Christoph Schönborn viel Aufmerksamkeit auf zwei Nebenfragen gelenkt hatten – die Kommunionzulassung der zivil Wiederverheirateten und die Wertschätzung positiver Elemente in homosexuellen Partnerschaften – bissen sich die säkularen, aber auch einige kirchliche Medien an diesen Themen fest. Und zogen enttäuscht aus Rom ab, nachdem die jüngste Synode keine kopernikanische Wende vollzogen hatte. Spannungen im Weltepiskopat zwischen zwei sogenannten “Lagern” wurden ausgebügelt, aber nicht beseitigt. Für den nachsynodalen Prozess, der nun beginnt, ist das nicht die allerbeste Voraussetzung.
http://katholisch-informiert.ch/2015/10/...t-und-schatten/
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von esther10 28.10.2015 00:52

Dienstag, 27. Oktober 2015


Bischof Voderholzer (Regensburg) kritisiert Gender-Mainstreaming

(idea) – Scharfe Kritik am „Gender-Mainstreaming“ hat der katholische Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer, geübt. Der Genderismus behauptet, dass es nicht nur Mann und Frau gebe, sondern „Tausende“ unterschiedlicher geschlechtlicher Orientierungen. Das Gender-Mainstreaming stelle die „Heterosexualität als das Normale und Schöpfungsgemäße“ infrage, schreibt er auf der Internetseite seines Bistums. In der Gender-Debatte gehe es „um die soziale und politische Akzeptanz der Homosexualität“. Darüber hinaus wollten die Genderismus-Anhänger ihre Anschauung durchsetzen, wonach „alle sexuellen Orientierungen als gleichrangig gelten“. Anlass für die Äußerungen ist ein neues Faltblatt „Geschlechtersensibel – Gender katholisch gelesen“ der (katholischen) Bischofskonferenz, das auf einer Tagung im Kloster Oberzell bei Würzburg vorgestellt wurde.

Faltblatt: Gender zu bestreiten ist ein Fehler

Das Papier weist die Auffassung von Gender-Kritikern zurück, dass es so etwas wie sexuelle Vielfalt überhaupt nicht gibt. Wer dies tue, begehe einen Fehler. Der Text wurde von der Leiterin der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, Prof. Hildegund Keul (Düsseldorf), und vom Leiter der Kirchlichen Arbeitsstelle für Männerseelsorge und Männerarbeit in den deutschen Diözesen, Andreas Ruffing (Fulda), verfasst.

„Eine Art drittes Geschlecht“ ist ein Defekt

Voderholzer hält das Papier für einseitig und stellenweise dürftig. Wenn dort beispielsweise Intersexualität als „eine Art drittes Geschlecht“ neben Weiblichkeit und Männlichkeit bezeichnet werde, wäre es „sicher für eine objektive Information von Nutzen gewesen, darauf hinzuweisen, dass sie ein Defekt ist, der aber äußerst selten vorkommt“. Weiter bedauert Voderholzer, dass Ehe und Familie in dem Faltblatt nicht vorkommen. Sexualität sei auf die Weitergabe des Lebens hin angelegt. In dem Zusammenhang will es sich Voderholzer nicht nehmen lassen, Homosexualität zu kritisieren: „Kritik ist noch keine Diskriminierung.“

Kardinal Müller: Gender-Ideologie zerstört die menschlichen Grundlagen

Anstelle des Verteilblattes empfiehlt Voderholzer, den von dem Hilfswerk „Kirche in Not“ (München) herausgegebenen „Glaubens-Kompass“ mit dem Titel „Gender-Ideologie. Ein Leitfaden“ zu lesen. Darin wird der Genderismus als „Perversion“ und „teuflische Ideologie“ bezeichnet, die im Kern atheistisch sei. Auch auf der am 25. Oktober beendeten Familiensynode der römisch-katholischen Kirche in Rom spielte das Thema immer wieder eine Rolle: Der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, warnte dort vor einer „kompletten Zerstörung der menschlichen Grundlagen“ durch die Gender-Ideologie.
http://kultur-und-medien-online.blogspot...regensburg.html


von esther10 28.10.2015 00:49

Benedikt XVI. und der Synodenausgang – oder besser – Die Kasperianer und die Zeit nach Franziskus
28. Oktober 2015 15:10 | Mitteilung an die Redaktion


Benedikt XVI. und Kardinal Schönborn

(Rom) Für Aufsehen sorgte unter Katholiken der Artikel von Marco Ansaldo, dem Vatikanisten von La Repubblica, über die entscheidende Schlußphase der Synode. Ansaldo berichtete über ein Mittagessen, das Wiens Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn, in der letzten Synodenwoche mit Benedikt XVI. eingenommen hatte. Das Essen fand in dessen freiwillig gewähltem Refugium, dem Kloster Mater Ecclesiae, im Vatikan statt. Das ist eine gesicherte Tatsache, die als Besuch eines Schülers bei seinem alten Lehrer verbucht wurde.

Nicht gesichert ist hingegen, was Ansaldo andeutet oder jedenfalls andeuten wollte, daß Kardinal Schönborn den emeritierten Papst bewegt habe, auf Kardinal Müller und über diesen auf die Gruppe der Verteidiger des katholischen Ehesakraments einzuwirken, damit am Ende doch die Zweidrittelmehrheit für den Synodenschlußbericht zustandekommen und die sich abzeichnende öffentliche Desavouierung von Papst Franziskus abgewendet werden konnte.

Die Fakten

Tatsache ist, daß Kardinal Schönborn bereits im Circulus Germanicus in der Rolle des Moderators eine zentrale Rolle spielte, um ein gemeinsames Dokument zwischen den gegensätzlichen Positionen von Kardinal Kasper und Kardinal Müller zustandezubringen. Tatsache ist auch, daß der Bericht der deutschen Arbeitsgruppe, wenn auch deutlich modifiziert, zur entscheidenden Formel wurde, um die Schlußabstimmung und damit die zweijährige Synodenarbeit „zu retten“. Tatsache ist, daß die Empörung unter den Synodalen groß war, als ihnen nach drei Wochen Synodenarbeit von Papst Franziskus als Schlußdokument faktisch wieder der unveränderte Text des von vielen so heftig kritisierten Instrumentum laboris vorgelegt wurde.

Tatsache ist daher, das wird von Vertretern aller Seiten bestätigt, daß dieses Dokument keine Mehrheit in der Synode gefunden hätte. Tatsache ist damit ebenso, daß damit ein schwerwiegender Riß in der Kirche sichtbar geworden wäre. Ein Riß, dessen unabsehbare Konsequenzen Nervosität und Sorge unter einigen Synodenvätern ausgelöst hat, auch unter den Verteidigern der Ehe- und Morallehre. Ein Riß der deshalb und schließlich durch frenetische Verhandlungen einen neuen Text entstehen ließ, der am Ende die nötige Mehrheit fand, wenn auch im entscheidenden Paragraphen der wiederverheiratet Geschiedenen, um den sich die ganze Synode gedreht hatte, nur wegen einer einzigen Stimme.

Tatsache oder gewollter Eindruck?

In keiner Weise erhärtet ist bisher, ob und in welcher Weise Benedikt XVI. tatsächlich auf eine Kompromißlösung ein- oder hingewirkt hat. Oder ob und inwiefern Kardinal Schönborn eventuell eine Unterstützung durch den zurückgetretenen Papst gegenüber anderen Synodalen behauptet oder auch nur angedeutet hat.

Tatsache ist, daß Ansaldo einen solchen Eindruck erwecken wollte, ,über das gemeinsame Mittagessen hinaus, konkrete Belege nennen zu können. Der entscheidende Punkt in seinem Artikel war letztlich auch gar nicht das Mittagessen oder Benedikt XVI., sondern die Gestalt des Wiener Erzbischofs, den er ohne Zögern in den umstrittenen Synodenfragen zu den „Progresssisten“ zählte.

Tatsache ist auch, daß Marco Ansaldo zu den ausgewählten Journalisten gehörte, die im vergangenen Mai an der Gregoriana am Geheimtreffen der Kasperianer teilnahmen, mit dem sich die Vertreter der „neuen Barmherzigkeit“ für die Synode organisierten. Ansaldo ist damit in der Sache Partei. Um so mehr Gewicht kommt seiner Einschätzung zu, Kardinal Schönborn dem progressistischen Lager zuzurechnen, der bisher allgemein doch ganz anders eingestuft wurde. Schönborn hatte selbst am Geheimtreffen teilgenommen. Und um so mehr darf angenommen werden, daß Ansaldo Benedikt XVI. mit gewisser Absicht in die Sache involvieren wollte. Abgesehen davon, daß er den deutschen Papst für seine These von Schönborn als dem idealen Vermittler, zwischen den beiden großen „Fraktionen“ der Kirche, zwischen dem argentinischen und dem deutschen Papst, brauchte.
Das Anliegen: Kardinal Schönborn für die Franziskus-Nachfolge in Stellung zu bringen

Schönborns diplomatischem Geschick ist es gelungen, so Ansaldo, zwischen den Progressisten, zu denen er sich in Sachen wiederverheiratet Geschiedenen und Homosexualität mehrfach bekannte, und den Ratzingerianern, zu denen er gemeinhin als Schüler Ratzingers, als dessen Mitarbeiter an der Glaubenskongregation und wegen dessen Förderung gerechnet wird, zu vermitteln. Er habe damit, so das vermittelte Gesamtbild, die Kirche vor einem veritablen Bruch bewahrt und Papst Franziskus vor einem Gesichtsverlust, der auch aufgrund der Persönlichkeitsstruktur des regierenden Papstes unabsehbare Folgen haben konnte.

Ansaldo wollte vor allem diesen Bonus, der Schönborn kirchenintern von einigen angerechnet wird, herausstreichen und den Sproß eines alten fränkischen Adelsgeschlechts, das zahlreiche Diplomaten und Bischöfe hervorgebracht hat, als prädestinierten Kandidaten für die Franziskus-Nachfolge ins Bild setzen, oder anders gesagt, ins Spiel bringen. Wohl wissend, daß Papst Franziskus, laut eigenem Bekunden, als einzige Tageszeitung täglich La Repubblica liest.
http://www.katholisches.info/2015/10/28/...ach-franziskus/
http://www.katholisches.info/2015/10/28/...mber-erscheint/
Text: Giuseppe Nardi
Bild: la Torre

von esther10 28.10.2015 00:38

Bischofssynode lehnt unwürdigen Empfang der Kommunion ab

Schlussdokument der Bischofssynode erinnert an die Vorgaben des päpstlichen Lehramtes, vor allem an den Kathechismus der Katholischen Kirche und das Nachsynodale Schreiben "Familiaris Consortio" von Papst Johannes Paul II.

Erstellt von Mathias von Gersdorff am 26. Oktober 2015 um 09:27 Uhr


Johannes Paul II.
Vatikan (Kathnews) Die Teilnehmer der Deutschen Bischofskonferenz an der Familiensynode haben erklärt, dass sie den Schlussbericht der Synode ernst nehmen wollen: „Wir werden das, was in der Synode bedacht wurde, zu Hause vertiefen und nach Konkretionen suchen.“

Vorgabe der Synode setzt Beichtpraxis voraus
Obwohl der Schlussbericht an und für sich eine Empfehlung der Synode an den Papst ist, gibt es durchaus Punkte, die schon jetzt konkrete Maßnahmen erforderlich machen. So hat die Synode festgestellt, dass der Empfang der Kommunion nicht möglich ist, falls sich ein Katholik wissentlich im Zustand der schweren Sünde befindet. Der Schlussbericht empfiehlt allerdings zu prüfen, ob es – rein theoretisch – Einzelfälle gibt, in denen zwar objektiv ein Zustand der schweren Sünde vorliegt, doch dieser subjektiv nicht wahrgenommen wird. Die Synodenväter sagen hier nichts Neues. Die Unterscheidung zwischen einem “objektiv” schwer schuldhaften Sachverhalt einerseits und der “subjektiv” schweren Sünde andererseits ist bekanntlich seit jeher Bestandteil der katholischen Moraltheologie. Der Schlussbericht erwägt, falls für diese Betroffenen eine “Fall-zu-Fall”-Prüfung möglich wäre, müssten die sogenannten „Personen in schwierigen Fällen“ mit ihren Beichtvätern oder evtl. mit dem Ortsbischof tun. Doch setzt diese Vorgabe eine intensive Beichtpraxis bei den Katholiken voraus. Eines ist sicher: Eine generelle Zulassung von Personen im Zustand der schweren Sünde ist nicht zulässig.

Abweichende Praxis u.a. in deutschsprachigen Ländern
Doch dies ist gerade in Deutschland der Fall. Darauf hat die „Katholische Nachrichtenagentur“ (KNA) am 21. Oktober 2015 hingewiesen: „Im deutschsprachigen Raum beichten nur wenige Katholiken, aber fast alle Kirchgänger empfangen die Kommunion. Sie übertreten damit, oft geduldet von den Seelsorgern, die kirchlichen Regeln oder haben eine andere Auffassung von dem, was Sünde ist. Menschen in zweiter Zivilehe werden nicht selten von Priestern zur Kommunion zugelassen, da ihr Zustand nicht als sündhaft empfunden wird.“ Ein solch massenhaft unwürdigen Empfang der Kommunion wird von der Synode eindeutig abgelehnt.

Auf der Synode hat die deutsche Sprachgruppe selbst im dritten Bericht erklärt: „Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt. (…) Gingen wir mit uns selbst ins Gericht, dann würden wir nicht gerichtet.“ (1 Kor 11, 28–31). Die Deutsche Bischofskonferenz müsste deshalb nun schnell gegen den weit verbreiteten unwürdigen Empfang der Kommunion in Deutschland vorgehen, falls sie die Synode ernst nimmt.
http://beiboot-petri.blogspot.de/2015/10...ynode.html#more
Foto: Heiligen Papst Johannes Paul II. Bildquelle: José Cruz/Abr, CC

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