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von esther10 06.05.2013 00:01

: EHE, FAMILIE und ELTERNRECHT | Tags: Birgit Kelle, Familienbund der dt. Katholiken, Familienförderung, Krankenkassen |Schreibe einen Kommentar Krankenversicherungen erzielen Überschüsse mit Familien
Veröffentlicht: 6. Mai 2013 | Autor:
Von Birgit Kelle (Vorsitzende von “Frau 2000plus”)

Zum Stichwort “kostenlose Mitversicherung” aus gegebenem Anlass eine Klarstellung: Nicht die Familien profitieren von den Krankenkassen, sondern die Krankenkassen profitieren von den Familien.

Der Familienbund der Katholiken in Bayern hat sich die Mühe gemacht, dies einmal auszurechnen. Hier ein Ausschnitt aus der Pressemitteilung des Familienbundes:
Birgit Kelle

Birgit Kelle

“Eine durchschnittlich erwerbstätige Familie mit zwei Kindern (Vater Vollzeit, Mutter halbtags erwerbstätig) bringt der gesetzlichen Krankenversicherung jährlich 9000 € Beiträge ein, verursacht aber nur Kosten in Höhe von 6100 €. Auf diese Art bringt die Familie der Versicherung knapp 3000 € mehr ein, als sie an Kosten verursacht.

Hochgerechnet auf Deutschland kommt der Familienbund für das Jahr 2008 zu der Schätzung, dass die Familien circa 20 Milliarden EUR mehr in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlten, als sie aus ihr erhielten.

Das Bundesfamilienministerium weist allein für das Jahr 2008 einen Betrag von 14 Milliarden € Familienförderung durch die gesetzliche Krankenversicherung aus. Dieser Betrag kommt dadurch zustande, dass die beauftragten Experten nicht die kompletten Familien bilanzierten. Betrachtet wurden allein die Kinder. Sie verursachten 14 Milliarden € Kosten, brachten aber keine Beiträge. Durch das Ausblenden der Eltern wird kaschiert, dass Eltern der Krankenversicherung mehr einbringen, als sie und ihre Kinder zusammen an Kosten verursachen. Auf diese Art werden Familien zu Netto-Empfängern gerechnet, obwohl sie tatsächlich Netto-Zahler sind.”

Damit dürfte auch das Märchen aus der Welt sein, dass hier eine Familienförderung stattfindet und konsequenter Weise müsste dieser Posten auch aus den Aufstellungen des Familienministeriums über angebliche Familienleistungen gestrichen werden.

Die ganze Pressemitteilung mit Links zu der Studie finden Sie hier.
http://www.familienbund-bayern.de/19351.html

von 05.05.2013 14:26



Ihr Lieben
Wir haben zur Zeit
ein großes Problem
mit dem Internet.
Das Internet wirft uns laufend raus[Häuschen]
sobald es wieder alles in Ordnung ist
werde ich selbstverständig
allen wieder persönlich schreiben.
Ich wünsche EUCH allen
einen gesegneten,gnadenreichen Sonntag
und Woche.
Lg.Hildegard Maria

von 05.05.2013 14:06

OSTERZEIT
SECHSTER SONNTAG

36

VOR CHRISTI HIMMELFAHRT

Die Hoffnung auf den Himmel.
Gott schauen.
Ich mache alles neu.


I. Während der vierzig Tage zwischen Ostern und Himmelfahrt fordert uns die Kirche auf, in wacher Hoffnung auf den zu schauen, von dem wir bekennen: aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit.1

Dies ist auch ein Bekenntnis zu unserem eigentlichen Zuhause, zum Ziel unserer christlichen Berufung. Der Herr hatte den Seinen verheißen: Ich gehe, um euch einen Platz zu bereiten. Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen.2 Er will, daß auch ihr dort seid, wo ich bin3.

Wo aber wird das sein? Christi Himmelfahrt »bedeutet den Glauben daran, daß in Christus der Mensch, das Wesen Mensch, aus dem wir alle Anteil haben, auf eine unerhörte und neue Art eingetreten ist ins Innere Gottes. Es bedeutet, daß der Mensch in Gott Raum findet auf immer. Der Himmel ist nicht ein Ort über den Sternen, er ist etwas viel Kühneres und Größeres: das Platzhaben des Menschen in Gott, das in der Durchdringung von Menschheit und Gottheit im gekreuzigten und erhöhten Menschen Jesus seinen Grund hat. Christus, der Mensch, der in Gott ist, ewig eins mit Gott, ist zugleich das immerwährende Offenstehen Gottes für den Menschen. Er selbst ist so das, was wir >Himmel< heißen, denn der Himmel ist kein Raum, sondern eine Person, die Person dessen, in dem Gott und Mensch für immer trennungslos eins sind.«4

Die Worte aus dem heutigen Evangelium: Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück5 verheißen die Wiederkunft des Herrn in Macht und Herrlichkeit am Ende der Zeiten6 und die Begegnung eines jeden mit ihm am Ende des irdischen Lebens. Der Tod wird zur endgültigen Begegnung mit Christus für alle, die bemüht waren, ihm, dem Weg zum Vater, auf Erden zu folgen.

Die Anschauung Gottes »bedeutet, daß uns Gott in gnadenhafter Weise die ganze Fülle seines Lebens und seiner Liebe offenbart, daß uns die ganze Tiefe seiner Wahrheit und das unergründliche Geheimnis seiner Wirklichkeit aufgeht als Grund, Ziel und Inhalt unseres eigenen Seins und damit als unsere endgültige Sinnerfüllung, unser vollendetes Glück und unsere ewige Seligkeit. Die Anschauung Gottes darf also nicht rein intellektuell verstanden werden; sie schließt Liebe, Friede und Freude ein. Sie ist Teilnahme an Gottes eigener Seligkeit und die Vollendung unseres jetzigen gnadenhaften Seins in Jesus Christus und im Heiligen Geist. Sie ist vollendete Teilnahme am dreifaltigen Leben Gottes.«7

Heiligmäßige Menschen sehnen sich nach solchem Erfülltwerden von Gott. Der selige Josemaría Escrivá sagt: »Die sich lieben, wollen sich sehen. Verliebte haben nur Augen für den, den sie lieben. Es ist nur natürlich, daß das so ist. Das menschliche Herz spürt dieses Verlangen. Ich würde lügen, wollte ich leugnen, daß es mich drängt, das Antlitz Christi zu betrachten. Vultum tuum, Domine, requiram! Dein Antlitz, Herr, begehre ich zu schauen!«8

Eine beständige gläubige Nähe zu Christus auf Erden schürt die Hoffnung auf die gnadenhafte Gottesschau im Himmel. Von der Hoffnung her erscheint alles - eingeschlossen das Los des Todes - im gleißenden Licht künftiger Vollendung. Der Gedanke an das künftige Glück im Himmel prägt auch unsere irdische Gegenwart: das fragwürdige Hängen an irdischen Gütern und an materiellem Besitz wird dann leichter durchschaubar, Anfechtungen sind dann nicht mehr so bedrängend. »In der Stunde der Versuchung solltest du die Liebe vor Augen haben, die im Himmel auf dich wartet; pflege die Tugend der Hoffnung. Das bedeutet keineswegs Mangel an Selbstlosigkeit.«9

Die Hoffnung auf den Himmel kann in uns den Wunsch entzünden, großherziger im täglichen Kampf, wachsam im Kleinen wie im Großen zu sein und so ans Werk zu gehen, als wäre unser jeweiliges Tun das letzte auf Erden vor der Ankunft beim Vater. »Wir gehen in dem Maß auf den Himmel zu, ja, in den Himmel ein, in dem wir zugehen auf Jesus Christus und eintreten in ihn. Insofern kann >Himmelfahrt< ein Vorgang mitten in unserem Alltag werden.«10

II. Wenn uns einmal der Schmerz niederdrückt oder Treue und Beharrlichkeit bei der Arbeit oder im Apostolat schwer fallen, richtet uns der Gedanke an das himmlische Entgelt auf. Ein Kirchenvater sagt: »Die Hoffnung auf den Lohn stärkt die Seele beim Verrichten von guten Werken.«11

Die einstige Seligkeit des Himmels schließt auch alles ein, was wir getan und erlitten haben. »Die Freude des Himmels ist deshalb auch Freude über den empfangenen Lohn (vgl. Mt 5,12). Dabei krönt Gott in der Krönung unserer Verdienste das Werk seiner eigenen Gnade. Jeder wird den ihm gemäßen Lohn empfangen (vgl. Mt 16,27; 1 Kor 3,8). Aus diesem Grund kann von unterschiedlichen Graden der himmlischen Seligkeit die Rede sein. Doch so wie kleine Gefäße auf ihre Weise genau so voll sind wie größere Gefäße, obwohl diese mehr enthalten, wird im Himmel jeder auf seine Weise ganz erfüllt und ganz im Frieden sein. Die eine Liebe Gottes wird durch den einen Heiligen Geist alle im einen Leib Jesu Christi verbinden in der gemeinsamen Verherrlichung Gottes und seiner Werke.«12

Wir werden bei Christus sein und Gott schauen.13 »In diesen Verheißungen und in diesen wunderbaren Geheimnissen besteht wesentlich unsere Hoffnung. Wenn unsere Vorstellungskraft nicht bis dort vorzudringen vermag, so gelangt doch unser Herz aus eigenem Antrieb und zuinnerst dorthin.«14

Die alle Vorstellung sprengende Wirklichkeit, zu der wir gerufen sind, findet im Alten Testament ihre bildliche Entsprechung im Gelobten Land und seiner Inbesitznahme nach langer Wüstenwanderung. Doch: »Weder die Heiligen Schriften noch die Theologen bieten uns genügend Licht, um das künftige Leben nach dem Tod richtig zu beschreiben. Die Christen müssen die beiden folgenden wesentlichen Punkte festhalten: einerseits müssen sie an die grundsätzliche Fortdauer - in der Kraft des Heiligen Geistes - des gegenwärtigen Lebens in Christus im künftigen Leben glauben (denn die Liebe ist das Gesetz des Reiches Gottes, und unsere auf Erden geübte Liebe wird das Maß für unsere Teilhabe an der Herrlichkeit Gottes im Himmel sein); andererseits müssen sie deutlich wissen, daß zwischen dem jetzigen Leben und dem künftigen Leben ein grundlegender Unterschied besteht, denn der Ordnung des Glaubens folgt die Ordnung des vollen Lichtes.«15 So heißt es in einem Schreiben der Kongregation für die Glaubenslehre.

Der Herr schildert die Seligkeit des Himmels im Bild eines Festmahles.16 Doch auch dies ist nur ein Schatten der verheißenen Wirklichkeit: Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht17, schreibt Paulus. Jesus bekräftigt immer wieder, daß die unausdenkliche Wirklichkeit, die wir jetzt nur erahnen können, uns zu eigen werden wird: Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse. Der Vater will, daß alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und daß ich sie auferwecke am Letzten Tag18. Und beim Letzten Abendmahl sagt er: Vater, ich will, daß alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir seien, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast.19

»Stellen wir uns vor, wie der Himmel sein wird. Kein Auge hat geschaut, kein Ohr gehört, in keines Menschen Herz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Könnt ihr euch vorstellen, was es bedeutet, dorthin zu gelangen, Gott gegenüberzutreten, in jene Herrlichkeit und Liebe, die sich in unsere Herzen ergießt und die den Hunger stillt, ohne zu sättigen? Ich frage mich häufig: wie wird es sein, wenn sich die ganze Schönheit, die ganze Güte und die ganze Herrlichkeit Gottes in dieses arme tönerne Gefäß ergießen wird, das ich bin und jeder einzelne von uns? Und dann verstehe ich auf einmal jene Worte des Apostels: Kein Auge hat gesehen, kein Ohr hat gehört ... Es lohnt sich, meine Kinder, es lohnt sich.«20

III. Das unermeßliche Glück, Gott schauen und beim verherrlichten Christus sein zu dürfen, vollendet unsere Bestimmung. Wir dürfen uns den Himmel nicht als ein Abgetrenntsein von allem Guten im irdischen Leben vorstellen. »Die Gemeinschaft mit Angehörigen und Freunden aus der Zeit des Erdenlebens, die Freude über die Schönheit der Werke Gottes in der Schöpfung und in der Geschichte, über den Sieg der Wahrheit und der Liebe im eigenen Leben wie im Leben der anderen= 21 - all dies wird in der Anschauung Gottes nicht verlorengehen, sondern endgültig aufgehoben sein.Im Glaubensbekenntnis bekennen wir die Auferstehung der Toten22: »Die Kirche versteht diese Auferstehung so, daß sie den ganzen Menschen betrifft; dies ist für die Auserwählten nichts anderes als die Ausweitung der Auferstehung Christi selber auf die Menschen.«23 Auch der Leib also wird der neuen Seinsweise teilhaftig werden, die Paulus mit den Worten andeutet: dieses Vergängliche muß sich mit Unvergänglichkeit bekleiden und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit24. Unserem natürlichen Sehen und Erleben ist die spezifische Seinsweise des auferstandenen Leibes - Raum und Zeit nicht mehr unterworfen, in Klarheit und Schönheit und ohne Leiden - unzugänglich. Den Auferstandenen, der seinen Jüngern erscheint, muß ein Schimmer des Lichtes im blendenden Geheimnis einer neuen Welt umgeben haben, einer Welt, in der der Tod nicht mehr sein wird, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal25. Es wird ein neuer Himmel und eine neue Erde sein; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen (...). Seht ich mache alles neu.26

»Immer wieder hört man sagen, das Christentum denke vom Menschen klein, es verachte den Leib, es entwerte die Welt, es hole den Glaubenden von Tat und Werk in eine geistige oder religiöse Abseitigkeit fort. Man begreift nicht, wie dieses Dogma der Unwahrheit entstehen und aufrechterhalten werden konnte, denn nirgendwo ist der Mensch so groß gesehen, wie in der christlichen Botschaft; nirgendwo wird die Welt so ernst genommen, wie in ihr; nirgendwo wird das Geschaffene, das in der Zeitlichkeit sich Zutragende so entschieden zu Gott hinauf- und in ihn hineingehoben, wie es durch Christus geschieht. Das aber in einer Weise, der von Mythos oder Märchen auch kein Hauch anhaftet, sondern in einem göttlichen Ernst, für welchen Christi Schicksal die Gewähr bildet.«27

Bedenken wir kurz vor dem Himmelfahrtstag: Christi Schicksal ist unser Schicksal, wenn wir treu sind. Verstand, Wille und Gemüt auf den Himmel zu richten, festigt diese Treue im Auf und Ab kleiner oder größerer Krisen und Schwierigkeiten. Das Ziel unserer Hoffnung ist: die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt28: »Gib, daß wir lieben, was du befiehlst, und ersehnen, was du uns verheißen hast, damit in der Unbeständigkeit dieses Lebens unsere Herzen dort verankert seien, wo die wahren Freuden sind.«29

1 Das Große Glaubensbekenntnis. - 2 Joh 14,2. - 3 Joh 14,3. - 4 J.Kard.Ratzinger, Dogma und Verkündigung, München 1973, S.363. - 5 Joh 14,23-29. - 6 vgl. 1 Kor 4,5; 11,26; 1 Joh 2,28. - 7 Katholischer Erwachsenen-Katechismus, Bonn 1985, S.421. - 8 J.Escrivá, in: Informationsblatt Nr.1, S.5. - 9 J.Escrivá, Der Weg, Nr.139. - 10 J.Kard.Ratzinger, a.a.O., S.363. - 11 Cyrill von Jerusalem, Katechese 348,18,1. - 12 Katholischer Erwachsenen-Katechismus, Bonn 1985, S.421-422. - 13 vgl. 1 Joh 3,2. - 14 Schreiben der Kongregation für die Glaubenslehre zu einigen Fragen der Eschatologie, 17.5.1979. - 15 ebd. - 16 vgl. Lk 13,29;14,15. - 17 1 Kor 13,12. - 18 Joh 6,39-40. - 19 Joh 17,24. - 20 J.Escrivá, in: Informationsblatt Nr.1, S.5. - 21 Katholischer Erwachsenen-Katechismus, Bonn 1985, S.420. - 22 vgl. Credo. - 23 Schreiben der Kongregation für die Glaubenslehre zu einigen Fragen der Eschatologie, 17.5.1979. - 24 1 Kor 15,53. - 25 Offb 21,4. - 26 Offb 21,1,5. - 27 R.Guardini, Die letzten Dinge, Mainz 1989, S.127. - 28 Das Große Glaubensbekenntnis. - 29 Tagesgebet, Wochentagsmessen zur Auswahl.

von esther10 05.05.2013 00:51



05.05.2013
Cölestin V. wird zum Papst gekrönt


Vor 700 Jahren Cölestin V. heiliggesprochen : Der zurückgetretene Papst

Vor dem 11. Februar 2013 war er nur Insidern bekannt. Nach der Rücktrittsankündigung von Benedikt XVI. gehörte er für zwei Wochen zu den meistgenannten Päpsten überhaupt: Cölestin V.

Der 1294 nach nur fünf Monaten zurückgetretene Nachfolger Petri gilt als einziger Papst, der vor Benedikt XVI. aus freien Stücken sein Amt niedergelegt hat. Vor 700 Jahren, am 5. Mai 1313, wurde der wegen seines asketischen und frommen Lebens auch als „Engelspapst» bezeichnete Eremit von Clemens V. (1305-14) heiliggesprochen - allerdings unter seinem bürgerlichen Namen Peter von Morrone. So sollte jeder Zweifel an der Gültigkeit des Rücktritts zerstreut werden.

Cölestin V. und Benedikt XVI. - zwei Päpste, die in den vergangenen Wochen oft in einem Atemzug genannt wurden. Wirklich vergleichbar sind die beiden Fälle jedoch nicht: Dort Peter von Morrone, ein einfacher Mann, der vor seiner Wahl als Einsiedler in den Bergen nahe dem italienischen Sulmona gelebt hat, eine Mönchsgemeinschaft gründete und die römische Kurie zuvor nur flüchtig kannte. Hier Benedikt XVI., ein Theologe von Weltrang, der vor seiner Wahl mehr als 20 Jahre an der Spitze der vatikanischen Glaubenskongregation stand.

Schlichtweg überfordert

Auch die Wahlen könnten unterschiedlicher kaum sein: Nachdem sich die zerstrittenen Kardinäle 27 Monate lang nicht auf einen Kandidaten einigen konnten, brachte der König von Sizilien und Neapel, Karl II. von Anjou, 1294 Peter von Morrone ins Spiel. Aus sehr eigennützigen Motiven. Andere Historiker sagen, die Kardinäle hätten aus Überdruss über die Pattsituation mit einem kühnen Schachzug das Papsttum erneuern wollen. Gewählt wurde der italienische Eremit in jedem Fall gegen seinen Willen - «per inspirationem», durch eine «formlose Spontanwahl». Peter von Morrone war zum Zeitpunkt seiner Wahl 85 Jahre, so alt wie Benedikt XVI. bei seinem Rücktritt. Und schließlich unterschieden sich auch die Gründe für den Schritt selbst: Benedikt XVI. begründete seine Entscheidung mit seinen nachlassenden Kräften.

Cölestin trat nach einhelligem Urteil der Historiker zurück, weil er schlichtweg überfordert war und dies erkannte. Die Geschichte des Einsiedler-Pontifikats ist schnell erzählt: Der in Verwaltungsangelegenheiten unerfahrene Cölestin zeigte sich sehr schnell seinem Amt nicht gewachsen und war von Anfang an eine Marionette Karls II. Weil der Monarch ihn unter seinen Fittichen haben wollte, residierte Cölestin nicht in Rom, sondern im Castello Nuovo in Neapel. In Rom herrschten derweil Chaos und Verwirrung.

Cölestin selbst sah schnell ein, dass er den Anforderungen auf dem Stuhl Petri nicht genügen konnte, und suchte Rat bei Kardinal Benedetto Caetani, einem berühmten Kirchenrechtler und späteren Papst Bonfifaz VIII. Als dieser ihm versicherte, dass sein Rücktritt kirchenrechtlich möglich sei, entschloss er sich zur Tat. Am 13. Dezember 1294 verlas er vor dem Kardinalskollegium seine Abdankungsformel und legte die päpstlichen Insignien ab.

Gestorben in Gefangenschaft

Benedikt XVI. hat Cölestin V. auffallend verehrt. Im März 2010, suchte er zum 800. Geburtsjahr Cölestins Reliquien im mittelitalienischen Sulmona auf. In dessen Nahbarschaft, im Morrone-Gebirge, lag Cölestins Einsiedelei. Zuvor hatte er im April 2009 am Grab seines Vorgängers in der Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila eine Ehrenstola, ein sogenanntes Pallium, niedergelegt. Dass Benedikt XVI. fast vier Jahre später dem Beispiel Cölestins folgen würde, ahnte damals freilich noch niemand. Darf ein Papst überhaupt zurücktreten? Anders als heute wurde diese Frage im Mittelalter auch schon vor dem Rücktritt Cölestins unter Gelehrten lebhaft diskutiert.

Damals herrschte die Auffassung vor, dass man ein Amt nur niederlegen könne, wenn der, der es verliehen hat, zustimmt. Für einen Papst hieß das: mit göttlichem Einverständnis. Die Frage war allerdings: Wie lässt sich das feststellen? Die Mehrheit der Kirchenrechtler argumentierte, dass der Willen Gottes allein durch den Mund des Papstes verkündet werden könne. Wenn dieser also seinen Rücktritt selbst erklärte, wäre er gültig. Um alle Zweifel an seinem Tun auszuräumen, veröffentlichte Cölestin V. überdies noch einen Erlass, der eine Abdankung des Papstes ausdrücklich für zulässig erklärte. Angezweifelt wurde die Rechtmäßigkeit seiner Entscheidung dennoch immer wieder.

Das unwürdige Schauspiel, das sich nach der Abdankung Cölestins bot, hat entscheidend dazu beigetragen, dass der Rücktritt eines Papstes in den folgenden 700 Jahren als nahezu undenkbar galt. Sein äußerst machtbewusster Nachfolger Bonifaz VIII. (1294-1303) nahm ihn gefangen und sperrte ihn im Turm von Castello Fumone ein. Er wollte verhindern, dass der zurückgetretene Papst zur Galionsfigur von Schismatikern werde. Anderthalb Jahre nach seiner Abdankung, am 19. Mai 1296, starb er in Gefangenschaft. Heiliggesprochen wurde Cölestin schließlich 1313 vor allem auf Drängen des französischen Königs Philipp IV.: Der Monarch führte einen posthumen Rachefeldzug gegen Bonifaz VIII.
Thomas Jansen
(KNA)

von 02.05.2013 06:00

OSTERZEIT
5. WOCHE - DONNERSTAG

33

ZU BEGINN DES TAGES

Im Rhythmus der Natur und in Christus geborgen.
Aufopferung des Tagewerks: der erste Gedanke und die erste Tat.
Aufopferung des Tagewerks und die heilige Messe.


I. So geschah es. Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne. Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten.1 Nicht eine sachliche Information wird uns hier gegeben, sondern eine Anregung für das Herz in der schlichten Sprache derer, die das Staunen nicht verlernt haben: der Kinder und Dichter. Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob (...). Seh' ich den Himmel, das Werk deiner Finger, Mond und Sterne, die du befestigt: Was ist der Mensch, daß du an ihn denkst, des Menschen Kind, daß du dich seiner annimmst?2 Sonne, Mond und Sterne sind für viele Suchende der Anfang der Frage nach Gott, für den Gläubigen eine Aufforderung zu Lob und Dank: sie rühmen die Herrlichkeit Gottes, vom Werk seiner Hände kündet das Firmament3. Nicht nur schön sind sie, sie bestimmen auch den Rhythmus des menschlichen Lebens: durch Tage, Monate, Jahre. Durch sie werden wir in den Zyklus der Natur eingebunden: Du hast den Mond gemacht als Maß für die Zeiten (...). Du sendest Finsternis, und es wird Nacht, dann regen sich alle Tiere des Waldes.4 Aber blind festgelegt wie die Gestirne sind wir nicht: Strahlt die Sonne dann auf, (...) geht der Mensch hinaus an sein Tagewerk, an seine Arbeit bis zum Abend5. Unser Tagewerk gestaltet die Schöpfung, es ist Auftrag, Aufgabe, Arbeit im Wechsel von Tag und Nacht, von Schaffen und Ruhen. Ein Tag sagt es dem anderen, eine Nacht tut es der anderen kund.6 Jeder beginnende Morgen ist mit dem vorhergehenden verknüpft, jede anbrechende Nacht verursacht in dieser Veknüpfung einen geheimnisvollen Riß. Am Morgen öffnet sich der Blick auf das Kommende, das nur Gott kennt. Mit dem anbrechenden Tag beginnt das Leben neu. Mit der Nacht üben wir uns in den Tod ein, wir schauen auf Vergangenes zurück, das schon Geschichte geworden ist. Mit dem Anbrechen des neuen Tages stehen wir wieder mitten im Leben: wie eine Neu-Geburt im Kleinen, nachdem wir das Sterben in der Zeit im nächtlichen Schlaf erfahren haben.

Jedoch ist der Wechsel der Zeit, sind Tag und Nacht von einer Art »fortbleibender Gegenwart« grundiert von der Gegenwart Christi in unserer Geschichte: seiner Anwesenheit in der Eucharistie, durch sein Wort, in der Kirche. Jeder verrinnende Augenblick unseres Lebens ist in der Mächtigkeit der in Christus »erfüllten Zeit« geborgen.

Ich will dem Herrn singen, solange ich lebe, will meinem Gott spielen, solange ich da bin7 - am frühen Morgen wie am Abend des Tages. Hierin unterscheiden wir uns von den Bäumen und Tieren, die der Psalmist besingt. Wie besser könnten wir den Tag beginnen, als ihn Gott zu weihen, der ihn uns schenkt? Die Aufopferung des Tagewerks richtet den ganzen Tag auf Gott aus, sie ist wie ein Blick, den wir inmitten einer noch unbekannten Landschaft auf den Kompaß werfen. Sie öffnet unser Herz für die Regungen und Eingebungen des Heiligen Geistes.

»Erneuert jeden Tag mit einem entschlossenen Serviam! - ich will dir dienen, Herr! - den Vorsatz, nicht aufzugeben, nicht faul oder nachlässig zu werden, die Arbeit mit mehr Hoffnung und Optimismus anzugehen. Wir sind ja davon überzeugt, daß ein aufrichtiger Akt der Liebe die Niederlage in einem Scharmützel wettmacht.«8

II. Die Zeugnisse der frühchristlichen Literatur belegen, daß das Morgengebet urchristlicher Brauch ist: »Tertullian rät, sich morgens zum ersten Gebet, das den neuen Tag eröffnet, hinzuknien - zum Zeichen der Verehrung und der Selbstdemütigung vor Gott. Der Betende ist nach Osten gewandt >von wo das wahre Licht kommt< (...). Christen sind, nach Tertullian, >alle die, die staunend dasselbe Licht der Wahrheit haben leuchten sehen.<«9 Der heilige Paulus fordert die Christen auf, den ganzen Tag Gott zu weihen . An die Korinther schreibt er: Ob ihr also eßt oder trinkt oder etwas anderes tut: tut alles zur Verherrlichung Gottes!10 Und an die Kolosser: Alles, was ihr in Worten oder Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn. Durch ihn dankt Gott, dem Vater!11

Nicht nur den ersten Gedanken des Tages, auch das erste Tun können wir Gott darbringen - als erste kleine Überwindung in der Reihe der vielen Scharmützel im Laufe des gerade beginnenden Tages. Doch da dieses erste Gefecht nicht immer leicht ist, hat man es den heroischen Augenblick genannt: »Die heroische Minute. - Das ist der Augenblick des pünktlichen Aufstehens. Kein Schwanken: ein übernatürlicher Gedanke und ... auf! - Die heroische Minute: da hast du eine Abtötung, die deinen Willen stärkt und deine Natur nicht schwächt.«12 Denn: »Wenn du dich mit der Hilfe Gottes überwindest, hast du schon viel für den Tag vorweggenommen. Es ist entmutigend, sich gleich beim ersten Handgemenge besiegt zu sehen!«13

Jeder hat seine Art, den Tag vor Gott zu beginnen. Es ist gut, uns bei der Aufopferung des Tages, der guten Meinung, Vorsätze, die wir am vorhergehenden Tage gefaßt haben, kurz in Erinnerung zu rufen. Einigen wird das Herz spontan die geeigneten Worte eingeben, andere brauchen an festen Formeln Halt, vielleicht einem altvertrauten Gebet aus der Kindheit, wie dem zur Muttergottes, das zugleich gute Meinung und Hingabe seiner selbst ist: O meine Gebieterin, o meine Mutter! Dir bringe ich mich ganz dar; und um dir meine Hingabe zu bezeigen, weihe ich dir heute meine Augen, meine Ohren, meinen Mund, mein Herz, mich selber ganz und gar. Weil ich also dir gehöre, o gute Mutter, bewahre mich, beschütze mich als dein Gut und Eigentum. Amen.14 Andere werden außerdem ihren Schutzengel oder den heiligen Josef um Beistand bitten.

Im Stundengebet betet die Kirche den alten liturgischen Hymnus: »Christus, du Sonne unseres Heils, vertreib in uns die dunkle Nacht, daß mit dem Licht des neuen Tages auch unser Herz sich neu erhellt. Du schenkst uns diese gute Zeit, gib Klarheit unsern Augen, Herr, und führe uns auf deinen Weg, daß wir nicht in die Irre gehn. Es kommt der Tag, dein Tag erscheint, der alles neu erblühen macht, der Tag, der unsre Freude ist, durch den du uns mit dir versöhnst.«15

III. Bei der Aufopferung des Tagewerks verdichtet sich sozusagen die Gottesgegenwart, die wir im Laufe des Tages lebendig erhalten möchten. Die Liturgie regt uns dazu an, etwa wenn es in einem Tagesgebet der heiligen Messe heißt: Komm unserem Tun mit deinen Eingebungen zuvor und begleite es mit deiner Hilfe, auf daß all unser Beten und Handeln stets von dir begonnen, und wie begonnen, so auch durch dich vollendet werde.16

Besonders bei der heiligen Messe erhält die Aufopferung des Tagewerks, die wir, vielleicht noch ein wenig verschlafen in der Stille unseres Zimmers verrichtet haben, eine universale Weite. Die Gebete zur Gabenbereitung regen uns dazu an, alles, was Frucht der menschlichen Arbeit ist, zusammen mit dem Brot und dem Wein Gott darzubringen: ... Wir bringen dieses Brot vor dein Angesicht, damit es uns das Brot des Lebens werde ... Wir bringen diesen Kelch vor dein Angesicht, damit er uns der Kelch des Heiles werde.17 Diese Gebete nehmen die Formel des jüdischen Tischgebetes - Beracha - zur Darbringung des Brotes und des Weines auf. »Die israelitische Beracha bringt geradezu poetische, fromme Perspektiven in die Opferung hinein. Da die jüdische Familie betete: >Gepriesen bist du, Herr und Gott!< sprach diese Worte auch die heilige Familie Jesus, Maria und Joseph zu Nazaret und in Betlehem und in der ägyptischen Verbannung. (...)

Die fromme Vorstellung darf sich weiter ausmalen, wie der Herr mit seinen Jüngern beim Essen sitzt - zu Kafarnaum im Haus des Petrus, auf Wanderwegen, bei denen die Apostel Ähren von den Feldern gerupft und zwischen den Händen zerrieben haben. Das Mahl beginnt: >Gepriesen bist du, Herr und Gott!< Ganz ähnlich begann auch das Mahl am Abend, bevor er verraten wurde.«18

Was kann es Besseres geben, als uns zu sammeln, wenn der Priester spricht: Wir bringen dieses Brot vor dein Angesicht ... Wir bringen diesen Kelch vor dein Angesicht ... Da schließen wir alles ein, was uns selbst bewegt, alle Freuden und Nöte in der Familie, die Anliegen von Freunden, Bekannten und Kollegen. Wir bringen alles dar, zusammen mit dem Brot und dem Wein, die zum Leib und Blut Christi werden sollen. Das Zweite Vatikanische Konzil regt dies an, wenn es in der Dogmatischen Konstitution über die Kirche unterstreicht, daß »der ewige Hohepriester Christus Jesus auch durch die Laien sein Zeugnis und seinen Dienst fortsetzen will« »Es sind nämlich alle ihre Werke, Gebete und apostolischen Unternehmungen, ihr Ehe- und Familienleben, die tägliche Arbeit, die geistige und körperliche Erholung, wenn sie im Geist getan werden, geistige Opfer, wohlgefällig vor Gott durch Jesus Christus (1 Petr 2,5). Bei der Feier der Eucharistie werden sie mit der Darbringung des Herrenleibes dem Vater in Ehrfurcht dargeboten.«19

Eine in Sammlung gelebte Minute zu Beginn des Tages kann uns helfen, den ganzen Tag über Christus nicht aus den Augen zu verlieren, um so in freudiger Gelassenheit die Belastungen und Sorgen tragen zu können: bei der Arbeit zielstrebig, im Familienleben freudig, in der Gesellschaft dienstwillig zu sein. Wir werden uns im Laufe des Tages daran erinnern, daß wir ja alles Gott dargebracht haben: auch die Last, die uns plötzlich ermüdet, oder die Resignation die uns angesichts alter Schwierigkeiten erfaßen mag.

Die Aufopferung des Tagewerks reicht, durchpulst von den Gnadenwirkungen der heiligen Messe, mit besonderer Eindringlichkeit in jeden Augenblick des Tages. Denn das Gebet zur Darbringung der Gaben »versetzt uns in Gebetsgemeinschaft mit den heiligsten Betern der gesamten Heilsgeschichte. - Vermutlich galt damals schon die Sitte: Vorbeterin ist die Mutter der Familie, wie sie auch beim Abendgebet die Lichter am siebenarmigen Leuchter anzündet. Dann darf sich unsere Vorstellung der Gottesmutter Maria zuwenden und sie als unsere Vorbeterin erkennen. Wer sich von diesem Bild von Nazaret packen läßt, spürt eine Welle familiärer Innigkeit, die hier in die Feier der Messe hereinströmt.«20

1 Gen 1,15-17. - 2 Ps 8,3-5. - 3 Ps 19,2. - 4 Ps 104,20. - 5 Ps 104,19-23. - 6 Ps 19,3. - 7 Ps 104,35. - 8 J.Escrivá, Freunde Gottes, 217. - 9 A.Hamman, Die ersten Christen, Stuttgart 1985, S.182. - 10 1 Kor 10,31. - 11 Kol 3,17. - 12 J.Escrivá, Der Weg, Nr.206. - 13 ebd., Nr.191. - 14 Geborgen in Gott, Köln 1985, S.96.. - 15 Hymnus Iam Christe sol iustitiae. - 16 Tagesgebet. - 17 Gebete zur Gabenbereitung. - 18 Th.Schnitzler, Was die Messe bedeutet, Freiburg 1976, S.123. - 19 II.Vat.Konz., Konst. Lumen gentium, 34. - 20 Th.Schnitzler, a.a.O., S.123.

von 01.05.2013 08:48

OSTERZEIT
5. WOCHE - MITTWOCH

32

DER WEINSTOCK UND DIE REBEN

Vom wahren Weinstock fließt das wahre Leben.
Der Herr reinigt uns von Wildwuchs, damit wir viel Frucht bringen.
Apostolisches Zeugnis als Überfließen des inneren Lebens.


I. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht. Diese Worte sind die Mitte des heutigen Evangeliums.1 Weinberge gehörten zum vertrauten Bild im Land des auserwählten Volkes. Ihr Anblick inspiriert den Herrn. Das Sinnfällige wird zum Bild und Gleichnis für das Überweltliche.

Im Alten Testament ist oft die Rede vom Volk Israel als Weinberg und Weinstock. Warum hoffte ich denn auf süße Trauben? Warum brachte er nur saure Beeren?2 ist Gottes Klage bei Jesaja, die Jesus in einem Gleichnis aufgreift.3 Das Volk Israel als der von Gott eingepflanzte Weinberg ist dankbar, weil er Wurzeln geschlagen und das ganze Land erfüllt hat, aber es klagt auch: Warum rissest du seine Mauern ein? Alle, die des Weges kommen, plündern ihn aus, und es fleht um Hilfe: Sieh auf uns! Sorge für diesen Weinstock.4

Im Munde Jesu erhält das Bild vom Weinstock einen ganz neuen Sinn. Der Herr bezeichnet sich darin »als denjenigen, der allein Spender des wahren, echten Lebens ist, in dem man daher bleiben muß5. jesus, der wahre Weinstock, teilt den Reben das Leben mit. Aus dem wahren Weinstock fließt das Leben der Gnade in die Reben.

Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.6 Er läßt uns an seinem Leben, am Leben Gottes teilhaben. Im Augenblick der Taufe entsteht in uns etwas Neues, das unser Sein im tiefsten ergreift: wir werden zu Kindern Gottes, zu Brüdern und Schwestern Christi, zu Gliedern seines Leibes, der Kirche. Auch die Kirche verdankt ihr Wachsen als Gottes Pflanzung der Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit7 im großen Geheimnis der Eucharistie.

Das Strömen dieses göttlichen Lebens in uns kann nicht einmal durch den Tod versiegen; denn durch ihn wird uns das Leben gewandelt, nicht genommen8. Nur die Abwendung von Gott in der Todsünde trennt uns vom Weinstock und vom Leben.

Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch.9 »In ihm, dem Gottmenschen, steigt aus der Wurzel Gottes die neue Lebendigkeit auf, an welcher teilhaben sollen, die an ihn glauben (Joh 11,26). Jenes Leben, was im eigentlichen Sinne >aus uns< kommt, ist ja zum Tode, von Gott abgerissen, auf das Nichts zustürzend. Jenes hingegen, das aus Gottes Ewigkeit kommt und in seine Ewigkeit steigt, ist das Leben Christi. An ihm wird uns durch das Wort und durch das Brot Anteil gegeben, wie es im sechsten Kapitel des Johannesevangeliums heißt, indem wir glauben und indem wir essen. Dadurch sind wir Zweige am Weinstock. Daraus können wir wachsen und Frucht tragen. Wachsen aus seinem Saft, und ebendarin uns selbst eigen; Frucht tragen aus seinem Leben, und ebendarin wir selbst fruchtbar.«10

II. Dies schreibe ich euch, damit ihr wißt, daß ihr das ewige Leben habt11. Damit ihr es wißt? Wie aber können wir dieses Wissen von einer Wirklichkeit - dem ewigen Leben, der Gemeinschaft mit Gott - erwerben? »Wir müssen um die Erkenntnis beten. Immer wieder heißt es in der heiligen Schrift: >Entschleiere meine Augen<, >öffne meinen Sinn<, >rühre an mein Herz<, >statt eines Herzens aus Fleisch gib mir ein lebendiges<, vom Geist durchwirktes, das empfinden kann. Immer wieder wird vom Lichte gesprochen, das uns verheißen ist und in welchem die Wirklichkeit Gottes deutlich werden soll. Immer wieder wird von der Nähe Gottes gesprochen, und vom Leben in seiner Nähe; von seinem Angesicht, das er uns zeigen wird und vor dem wir leben sollen. Das alles sind doch nicht bloß Worte! Es sind wirkliche Verheißungen, und sie sagen uns: Du kannst der Wirklichkeit Gottes inne werden. Bitte darum. Und wenn das Wort: >Bittet, und ihr werdet empfangen< von etwas gilt - dann von der Gabe der Gaben: der lebendigen Erkenntnis Gottes.«12

Wir können zu diesem Wissen durch das Gebet und die Sakramente kommen. Durch sie bleiben wir mit dem Weinstock verbunden, sind fruchtbar und erfahren die Fürsorge dessen, der uns durch das mitgeteilte Leben diese Fruchtbarkeit sichert: Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.13

Der Herr will uns hier ein Doppeltes sagen: er spricht von jenen, die an ihm sind, aber unfruchtbar bleiben; was wir wohl so verstehen müssen, daß eine selbstverschuldete Unfruchtbarkeit am Ende die Abtrennung zur Folge hat. Und dann sind da jene, die schon Frucht bringen, sich jedoch nicht mit »etwas« zufriedengeben dürfen. Sie sollen erkennen, daß sich die Gnade als geistliches Lebensprinzip bis zur Fülle in Gott entfalten und immer fruchtbarer werden will. Wenn der Herr über die Reben spricht, die gereinigt werden, erscheint damit auch das vielfache Leid, das wir auf Erden erfahren, in einem neuen Licht: es ist Läuterung. Auch das, was wir Unglück, Heimsuchung nennen, ist liebevolle Fügung des Vaters. Er will, daß ihr reiche Frucht bringt14, und legt die Wege für seine Gnade frei durch Lichten und Roden, durch Jäten und Schneiden im Dickicht von Unlust, Nachlässigkeit und Menschenfurcht, im Gestrüpp von Egoismus und Sinnlichkeit. Wäre es nicht so, bliebe die Gnade wie gefangen in unwegsamem Gelände: das Leben der Seele würde verkümmern.

So müssen wir dem Herrn des Weinbergs danken, daß er uns von Wildwuchs reinigt. Der Herr ist fordernd, aber zugleich mild, denn er beruhigt die Seinen: Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe.15

Dieses Wort bewahrt uns vor Übereilung und vor Frustration wegen scheinbarer Unfruchtbarkeit, hinter der sich nicht selten Eitelkeit verbirgt. Dieses Wort beschämt uns aber auch, weil wir noch manches Unreine in uns bemerken. Es fällt uns sicher nicht leicht, ihn zu bitten, er möge uns noch gründlicher reinigen und läutern. Wieviel Unstetigkeit unseres Charakters, wieviel Engherzigkeit, wieviel Anhänglichkeit an Irdisches, an Wohlstand und Bequemlichkeit! Wenn ein Vorhaben scheitert, gute Absichten mißdeutet werden, eine Krankheit uns einschränkt - der Herr läßt es zu, damit wir daran innerlich wachsen und fruchtbarer werden. »Hast du nicht aus dem Mund des Meisters das Gleichnis vom Weinstock und den Reben vernommen? - Sei getrost: Er fordert viel von dir, weil du eine Rebe bist und Frucht bringst ... Er beschneidet dich, >ut fructum plus afferas<, damit du mehr Frucht bringst.

Natürlich schmerzt dieses Beschneiden und Herausreißen! Aber wie köstlich sind hernach die Früchte und wie ausgereift die Werke!«16

III. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.17 Der heilige Augustinus schreibt, es heiße nicht: »>Ihr könnt ohne mich nur wenig tun<, sondern: >Ihr könnt nichts tun<: Sei es also wenig oder viel, es kann nicht ohne den geschehen, ohne welchen nichts geschehen kann.«18

Alles Gute, das wir in uns finden, ist Frucht unserer Verbundenheit mit Christus. Wir geben ihm, was er in uns im Umgang mit ihm im Gebet und in den Sakramenten wachsen läßt. Wir wissen jedoch auch, daß wir uns ihm verschließen können: »Betrachtet die Rebzweige: Sie haben den Saft des Weinstocks empfangen und jetzt tragen sie reiche Frucht. Noch vor ein paar Monaten ganz junge Triebe, sind sie jetzt süßes und reifes Fruchtfleisch, das Auge und Herz vieler Menschen erfreuen wird (vgl. Ps 103,15). Halb von Erde bedeckt, liegen einige Zweige am Boden, die sich vom Stock losgelöst haben. Auch sie waren Reben, nun aber verdorrt und ausgetrocknet; das anschauliche Sinnbild der Unfruchtbarkeit.«19

Das Bild vom Weinstock und den Rebzweigen reicht über den persönlich-privaten Bereich hinaus. Auch die Art zu arbeiten, Menschen zu begegnen, für die Familie da zu sein, erwächst aus dem Einssein mit Christus. Das Apostolat - jede Form des Apostolates - erwächst aus der Fülle, aus dem Überfließen des inneren Lebens. Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt: »Da Christus, vom Vater gesandt, Quell und Ursprung des gesamten Apostolates der Kirche ist, kann es nicht anders sein, als daß die Fruchtbarkeit des Apostolates der Laien von ihrer lebendigen Vereinigung mit Christus abhängt; sagt doch der Herr: Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt viele Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun (Joh 15,5). Dieses Leben innigster Vereinigung mit Christus in der Kirche nähren die gleichen geistlichen Hilfen, die allen Gläubigen zu Gebote stehen (...). Dieser Hilfen müssen sich die Laien so bedienen, daß sie bei der rechten Erfüllung ihrer weltlichen Pflichten in den gewöhnlichen Lebensverhältnissen die Vereinigung mit Christus nicht von ihrem Leben abspalten, vielmehr in dieser Vereinigung dadurch wachsen, daß sie ihre Arbeit gemäß dem Willen Gottes leisten.«20

Überall im Leben gilt, daß keiner geben kann, was er nicht hat. Gute Früchte können nur an einem guten Baum gedeihen. »Das Holz des Weinstocks ist um so verächtlicher, wenn es nicht im Weinstock bleibt, um so herrlicher, wenn es dort bleibt (...). Abgeschnitten nutzt es zu nichts mehr, weder dem Bauern noch dem Zimmermann. Eines von beiden kommt der Rebe zu, entweder der Weinstock oder das Feuer; wenn sie nicht im Weinstock ist, wird sie im Feuer sein; damit sie also nicht im Feuer sei, möge sie im Weinstock sein.«21

Wie anregend kann der Anblick von Weinbergen sein! Sie vor Augen, sprach Christus das Wort vom wahren Weinstock. Er ließ damit all die alttestamentlichen Bilder von Dank und Undank, Lohn und Strafe, Klage und Bitte, die wir uns am Anfang unseres Gebetes vergegenwärtigten, weit hinter sich. Schließen wir mit einem anderen Bild vom Weinstock, einem lieblichen Wort, das die Kirche auf Maria bezieht: Wie ein Weinstock trieb ich schöne Ranken, meine Blüten wurden zu prächtiger und reicher Frucht.22 Die Kirche legt der Muttergottes das Wort der göttlichen Weisheit in den Mund: Wer mich findet, findet Leben und erlangt das Gefallen des Herrn.23

1 Joh 15,1-8. - 2 Jes 5,1-5. - 3 vgl. Mt 21,33-45. - 4 Ps 80,9.10.13.15. - 5 Regensburger Neues Testament, Bd.4, Regensburg 1961, S.283. - 6 Joh 10,10. - 7 Gebet zur Gabenbereitung. - 8 Präfation von den Verstorbenen I. - 9 Joh 15,4. - 10 R.Guardini, Der Herr, Würzburg 1951, S.441. - 11 1 Joh 5,13. - 12 R.Guardini, Vom lebendigen Gott, Mainz 1991, S.63. - 13 Joh 15,2. - 14 Joh 15,8. - 15 Joh 15,2. - 16 J.Escrivá, Der Weg, Nr.701. - 17 Joh 15,4-6. - 18 Augustinus, Homilien zum Johannesevangelium, 81,3. - 19 J.Escrivá, Freunde Gottes, 254. - 20 II.Vat.Konz., Dekret Apostolicam actuositatem, 4. - 21 Augustinus, a.a.O., 81,3. - 22 Sir 24,17. - 23 Spr 8,35.

von 30.04.2013 10:28

OSTERZEIT
5. WOCHE - DIENSTAG

31

MEINEN FRIEDEN GEBE ICH EUCH


Ein Gruß von großer Tragweite.
Frieden von innen nach außen.
In der Gesellschaft.

I. Das Evangelium der heutigen Messe bildet den Abschluß der ersten Abschiedsrede des Herrn. Er hat seinen Jüngern das neue Gebot gegeben, er hat ihnen den Weg zum Vater gewiesen und den Beistand, den Tröster, verheißen. Von neuem sagt er ihnen, daß er fortgeht, diesmal aber - wie alles zusammenfassend - verbindet er diese Ankündigung mit dem Wort vom Frieden: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie ihn die Welt gibt, gebe ich euch.1 »Der Friede, von dem er spricht, bedeutet nicht irdisches Wohlergehen, meint auch nicht den inneren Seelenfrieden, sondern bezeichnet das Heil, das Gott allein schenken kann.«2 Deshalb kann der Herr ergänzen: In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.3 Es ist, als sagte er ihnen: sucht und erwartet nicht einen problemlosen Frieden, von außen kommend; ich bin der, der ihn euch gibt, nicht die Welt; und ich gebe ihn euch als ein Heilsgut, das von mir ausgeht.

Johannes Chrysostomos mahnt seine Zuhörer: »Die Worte des Herrn gelten nicht bloß den Aposteln, sondern auch den Geheiligten, die nach ihnen kommen. Suchen wir ihrer Nachfolge würdig zu werden. (...) Halten wir es nicht für einen geringen Verlust, einen solchen Frieden nicht zu erlangen (...). Wir müssen alles tun, um seiner teilhaft zu werden, in der Familie wie in der Kirche.«4

Die liturgische Zeit, in der wir stehen - zwischen Ostern und Pfingsten - begann mit dem Friedensgruß: Pax vobis! Friede sei mit euch.5 Es ist das unter den Juden übliche Shalom, das ursprünglich einen Zustand des Unversehrtseins, der inneren Harmonie, der Sehnsucht des gespaltenen Menschen nach Ganzheit bezeichnete. Jesus, so dürfen wir annehmen, hat seine Jünger oft mit diesem Wort begrüßt, doch am Abend des Ostertages muß es die Jünger überdies wie die Zusicherung angekommen sein, daß ihre Feigheit und ihr Versagen nichts an der Zuwendung des Herrn geändert haben. Jetzt ist ihnen mit Jesu Gruß der Frieden wiedergeschenkt.

Die Grußformel als Friedenswunsch hat sich unter den ersten Christen erhalten, wie wir aus zahlreichen Inschriften der christlichen Frühzeit und besonders aus den Apostelbriefen erfahren6. Sie ist auch in die Liturgie eingegangen und kann uns verdeutlichen, wie bedeutsam auch im Alltag ein sinnvoller Gruß für die Begegnung untereinander ist. Was können wir jemandem Besseres wünschen als Pax Christi, den Frieden Christi? Natürlich bleibt ein oft gesprochenes Grußwort meistens hinter dem zurück, was es in seiner vollen Bedeutung meint. Aber vielleicht entdecken wir jetzt - betend -, daß unser Menschsein ganz entscheidend dadurch bestimmt wird, daß wir untereinander Brüder und Schwestern sind: »Das ist der Friede. Christus hat mit einem einzigen Wort diese höchst menschliche Bestimmung prophetisch zusammengefaßt, als er zu den Menschen dieser Welt sprach: >Ihr alle seid Brüder< (Mt 23,8). Und als er uns die tröstende und sonnenhelle Wahrheit der Vaterschaft Gottes offenbarte, verlieh er der universalen menschlichen Brüderlichkeit ihren Existenzgrund, ihre Fähigkeit, sich zu verwirklichen. (...) Das ist der Friede, nämlich die einmütige, feste, freie und glückliche Brüderlichkeit der Menschen untereinander.«7

Mancherorts ist ein »Grüß Gott« üblich. Aber auch dort, wo »Guten Tag« zur Höflichkeitsformel geworden ist, läßt sich dieser Gruß mit einer Geste der Offenheit, mit einem freundlichen Blick oder vielleicht sogar mit einem kurzen Gebet - etwa zum = zur Höflichkeitsformel geworden ist, läßt sich dieser Gruß mit einer Geste der Offenheit, mit einem freundlichen Blick oder vielleicht sogar mit einem kurzen Gebet - etwa zum Schutzengel des Angesprochenen - verbinden, glauben wir doch an das Wirken der Schutzengel des Angesprochenen - verbinden, glauben wir doch an das Wirken der heiligen Engel.

In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.8 Papst Johannes Paul II. kommentiert diese Stelle: »Die frohe Überraschung Elisabets zeigt, daß ein schlichter Gruß ein Geschenk sein kann, wenn er aus einem von Gott erfüllten Herzen kommt. Wie oft kann das Dunkel der Einsamkeit, das eine Seele bedrückt, vom Lichtstrahl eines Lächelns und eines freundlichen Wortes erhellt werden!

Ein gutes Wort ist leicht gesagt; doch bisweilen fällt es uns schwer, es auszusprechen. Die Müdigkeit hindert uns, die Sorgen bringen uns davon ab, ein Gefühl der Kälte und egoistischer Gleichgültigkeit hemmt uns. So kommt es, daß wir selbst an Menschen, die wir kennen, vorbeigehen, ohne sie anzuschauen, ohne zu bemerken, wie oft sie unter jenem zehrenden, zermürbenden Kummer leiden, der aus dem Gefühl herrührt, nicht beachtet, übersehen zu werden. Ein herzliches Wort, eine freundliche Geste genügen, und sogleich würde in ihnen etwas wiedererweckt; ein Zeichen der Aufmerksamkeit und Freundlichkeit kann wie ein frischer Wind wirken in der Abgeschlossenheit eines von Trauer und Niedergeschlagenheit heimgesuchten Daseins. Der Gruß Mariens erfüllte das Herz der nicht mehr jungen Base Elisabet mit Freude.«9

II. Der Frieden ist eines der Hauptmerkmale der messianischen Zeit. Der erwartete Messias ist Fürst des Friedens10. Der übliche Friedensgruß eines Israeliten erhält im Munde Jesu seinen tiefsten Sinn, etwa wenn er zu der Sünderin oder zu der kranken Frau sagt: Geh in Frieden11, oder wenn er seine Jünger zu einer Mission des Friedens aussendet mit dem Auftrag, wenn ihr ein Haus betretet, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!12

Im Neuen Testament ist Frieden die Frucht des Geistes13 und das, wonach wir voll Eifer streben sollen14. Der heilige Paulus fordert die Christen oft auf, den Frieden nach außen zu wahren: Lebt in Frieden! Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.15

Hier zeigt sich uns der Frieden als ein gemeinsames Gut. Aus verständlichen Gründen ist das erste, woran wir beim Wort »Frieden« denken, die Welt und ihr Zustand. Oft genug zeigt sie sich nicht, wie es in der Enzyklika Pacem in terris heißt, als das »Ordnungsgefüge, das in der Wahrheit gegründet, nach den Richtlinien der Gerechtigkeit erbaut, von lebendiger Liebe erfüllt ist und sich schließlich in der Freiheit verwirklicht«16.

Die Worte des Herrn, die wir heute betrachten, weisen auf eine Reihenfolge hin, die bei ihm beginnt und zunächst ins eigene menschliche Innere führt. Er spricht von einem Frieden, der von ihm ausgeht und den er uns gibt, das heißt in unser Inneres einsenkt. Frieden ist zuerst ein innerer Zustand: Frucht des Strebens nach Einklang mit dem, der uns erschaffen und erlöst hat. Frieden im Inneren schließt das Streben nach Heiligkeit ein; mit anderen Worten, nach Einklang mit dem Willen Gottes. Dies heißt konkret: Geist und Leib, Verstand, Wille und Gemüt Gott zuzuwenden, zu kämpfen gegen die Selbstsucht, die uns innerlich spaltet, wie gegen die Neigung zum Bösen und gegen die ungeordneten Leidenschaften. Hierin gründet der Frieden, den wir dann weitergeben können: Wer Gott liebt, ist wie ein Baum, der gute Früchte bringt. Eine dieser Früchte ist der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt17: »Wenn Gott zu dir kommt, spürst du die Wahrheit der Grußworte: Frieden gebe ich euch ... Frieden hinterlasse ich euch ... Der Friede sei mit euch ... Und das mitten in der Bedrängnis.«18

Auch das Wort des heiligen Augustinus, Frieden sei die »Ruhe in der Ordnung«19, verweist auf unser Verhältnis zu Gott. Die liebende Hinordnung auf Gott schließt den Willen ein, die Sünde zu meiden und Christus als Mitte unserer ganzen Existenz zu sehen. Erst dann ist das geordnete Verhältnis zu den Mitmenschen und der Wunsch, in unseren Werken, Worten und Gedanken gerecht zu sein, fest begründet. Wir erfassen dann den tieferen Sinn des alttestamentlichen Wortes Opus iustitiae pax, das Werk der Gerechtigkeit ist der Friede20: »Dieses Leitwort ist der Innen- wie der Außenseite des Gemeinschaftslebens in gleicher Weise zugewandt. Es kennt nicht die schneidende Alternative >Liebe oder Recht<, sondern nur die schöpferische Verbindung >Liebe und Recht<«21.

Der Frieden in uns soll sich auf die Familie und die Gesellschaft übertragen, so daß nicht Ressentiments, Argwohn oder Intrigen die Atmosphäre prägen, sondern gegenseitiges Verständnis. Bloßes Fehlen von Spannungen, Gezänk oder Streitereien ist noch nicht Frieden. Frieden, das heißt, den anderen in all den Facetten seiner Menschlichkeit anzunehmen. Ein Kennzeichen des Willens zum Frieden ist, ob wir offen sind für die Anliegen der anderen - für ihre Freuden und ihre Sorgen.

III. »Der Friede auf Erden, nach dem alle Menschen zu allen Zeiten sehnlichst verlangten, kann nur dann begründet und gesichert werden, wenn die von Gott gesetzte Ordnung gewissenhaft beobachtet wird.«22 Dazu gehört die Achtung der Menschenwürde: »Jedem menschlichen Zusammenleben, das gut geordnet und fruchtbar sein soll, muß das Prinzip zugrunde liegen, daß jeder Mensch seinem Wesen nach Person ist. Er hat eine Natur, die mit Vernunft und Willensfreiheit ausgestattet ist; er hat daher aus sich Rechte und Pflichten, die unmittelbar und gleichzeitg aus seiner Natur hervorgehen. Wie sie allgemein gültig und unverletzlich sind, können sie auch in keiner Weise veräußert werden.

Wenn wir die Würde der menschlichen Person nach den Offenbarungswahrheiten betrachten, müssen wir sie noch viel höher einschätzen. Denn die Menschen sind ja durch das Blut Jesu Christi erlöst, durch die himmlische Gnade Kinder und Freunde Gottes geworden und zu Erben der ewigen Herrlichkeit eingesetzt.«23

Seit jenen Tagen, da Jesus unter uns weilte, will er, daß wir durch unser Leben die Botschaft von der Würde des Menschen und seiner Gotteskindschaft überall in der Welt verbreiten. Dies ist ein Teil unseres persönlichen Zeugnisses als Christen: zu wuchern mit dem Reichtum des Friedens Christi unter allen Menschen guten Willens. Und das trotz unserer Unzulänglichkeiten, die viel zu offensichtlich sind, als daß uns dies je ganz gelingen könnte. Und doch sollten wir immer wieder versuchen, aus der Freude der Gotteskindschaft Leid und Ungemach lächelnd, opfernd und gelassen anzunehmen. Ein konkreter Vorsatz dieser Zeit des Gebetes könnte sein: »Niemand soll Traurigkeit oder Schmerz aus deinem Gesicht herauslesen, wenn du durch das unsichtbare Opfer Christus in deiner Umwelt gegenwärtig werden läßt: Kinder Gottes müssen immer Frieden und Freude aussäen.«24

Er ist unser Friede25. Im Frieden der Gotteskindschaft fest gegründet, werden wir von den Schwankungen des Gefühls unabhängig, fähig also, gefühlsmäßigen Abneigungen oder auch eigenen Schrullen keinen Raum zu geben, die das Zusammenleben erschweren könnten. Auch sind wir besser gegen die Versuchung gefeit, durch Ironie, Härte im Urteilen, böswillige Kritik oder üble Nachrede das menschliche Miteinander zu vergiften. »Die Sprache ist darauf angelegt, die Gedanken des Herzens zum Ausdruck zu bringen und Einheit zu schaffen. Wenn sie jedoch in vorgefaßten Schemata gefangen ist, beeinflußt sie ihrerseits das Herz (...). Aus einem Herzen, das für das höchste Gut des Friedens gewonnen worden ist, entspringen die Bereitschaft zuzuhören und zu verstehen, die Achtung vor den anderen, die Rücksichtnahme, die in Wirklichkeit Stärke bedeutet, und das Vertrauen.«26

Wir bitten die Mutter Gottes, sie möge uns immer die Wege zum Frieden weisen. »Unsere Liebe Frau ist die Königin des Friedens. Mit diesem Namen preist die Kirche sie. Ist deine Seele aufgewühlt, droht Kummer in Familie oder Beruf, kündigt sich Unheil an in der Gesellschaft oder unter den Völkern, dann bete zu ihr: >Regina pacis, ora pro nobis!< - Königin des Friedens, bitte für uns!«27

1 Joh 14,27. - 2 Regensburger Neues Testament, Bd.4 , Regensburg 1961, S.281. - 3 Joh 16,33. - 4 Johannes Chrysostomos, Homilien über das Matthäusevangelium, 32,6. - 5 Joh 20,19-21. - 6 vgl. 1 Petr 1,3; Röm 1,7 usw. - 7 Paul VI., Ansprache, 1.1.1975. - 8 Lk 1,44. - 9 Johannes Paul II., Predigt, 11.2.1981. - 10 vgl. Jes 9,5-7. - 11 Lk 7,50; 8,48. - 12 Lk 10,6. - 13 Gal 5,22. - 14 vgl. Hebr 12,14. - 15 2 Kor 13,11. - 16 Johannes XXIII., Enz. Pacem in terris, 11.4.1963, 167. - 17 Phil 4,7. - 18 J.Escrivá, Der Weg, 258. - 19 Augustinus, Gottesstaat, 19,3,1. - 20 Jes 32,17. - 21 Pius XII, Weihnachtsbotschaft 1942. - 22 Johannes XXIII., a.a.O., 1. - 23 ebd., 9. - 24 J.Escrivá, Die Spur des Sämanns, Nr.59. - 25 Eph 2,14. - 26 Johannes Paul II., Botschaft zum Weltfriedenstag 1979, 8.12.1978. - 27 J.Escrivá, Die Spur des Sämanns, Nr.874.

von esther10 30.04.2013 00:48


Wir sind nicht nur Zuschauer und Zaungäste eines großen Geschehens, vielmehr werden wir hineingenommen in das österliche Geheimnis von Erlösung und Heilung. Von Weihbischof Dominikus Schwaderlapp

Köln (kath.net) „Das Geheimnis der Eucharistie ist das größte Geschenk, das uns Gott auf Erden hinterlassen hat.“ Dies betonte der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp in seinem Vortrag über das Altarsakrament vor dem „Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung“ in Monheim. Er wies auch darauf hin, dass der vom 5.-9. Juni in Köln stattfindende Eucharistische Kongress dazu hinführen wolle, „dankbar diesen großen Schatz unseres Glaubens neu zu entdecken und in unserem Leben zu verankern“.

In diesem Zusammenhang bereite ihm aber „folgendes Phänomen weiterhin nachhaltig Sorgen. Die Schlangen vor den Kommunionbänken sind immer noch recht lang, aber vor den Beichtstühlen denkbar kurz.“

Der Vortrag "Die hl. Eucharistie – Sakrament der Demut Gottes" von Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp beim KKV in Monheim in voller Länge:

Veni Sancte Spiritus!

I.

In Nazareth in Galiläa, im heutigen Israel befindet sich die Verkündigungsbasilika. Sie ist über der sogenannten Verkündigungsgrotte gebaut, dort wo Maria dem Engel sagte: „Mir geschehe, wie du gesagt hast“(Lk. 1,38). Und in dieser Grotte befindet sich ein Altar, auf dem steht: „HIC verbum caro factum est“ – „HIER IST DAS WORT FLEISCH GEWORDEN“.

Dieser Ort ist für mich einer der beeindrucktesten Orte im ganzen Heiligen Land. Denn: Es ist der Ort, an dem Gott die Welt betreten hat. Es ist der Ort, der wie kaum ein anderer das einmalige, unverwechselbare Besondere des Christentums deutlich macht: Wir glauben an einen Gott, der nicht in der Weltferne thront, sondern herabgestiegen ist in diese Welt, um uns auf Augenhöhe zu begegnen.

Natürlich hätte er auch in Macht und Herrlichkeit, wie ein Blitz vom Himmel kommen können. Allerdings: der Macht unterwirft man sich zwar, doch man liebt sie nicht. Gott will aber nicht unsere Unterwerfung, sondern unsere Liebe. Und so begibt er sich in diese Welt, nimmt unser Menschsein an, ohne sein Gottsein zu verlieren: Er wird Mensch „in allem uns gleich, außer der Sünde“ (4. Eucharistisches Hochgebet)

Was in Nazareth im Augenblick der Verkündigung begonnen hat, das zieht sich wie ein roter Faden durch sein gesamtes irdisches Leben von Betlehem bis Golgotha. Seinen Lebensweg und seine Sendung hat Jesus Christus selbst in dem Wort zusammengefasst: „Der Menschensohn ist nicht gekommen um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“(Mk. 10,45)

Dieser rote Faden der Hingabe endet nicht auf Golgotha. Er führt über die Auferstehung und Himmelfahrt bis in die Gegenwart. Die hl. Eucharistie ist die Brücke vom Damals zum Heute. Die Menschwerdung in Nazareth setzt sich fort in jeder hl. Messe. Denn durch die Wandlung von Brot und Wein ist er auf jedem Altar, und in jedem Tabernakel genau so wirklich präsent wie damals in Betlehem, als er geboren oder auf Golgotha, als er gekreuzigt wurde.

„Ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt. 28,20). Der Herr löst jeden Tag an unzähligen Orten dieser Welt sein Versprechen ein. „Der Menschensohn ist nicht gekommen um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen…“ Dieses Wort wird bei jeder Messe lebendige Gegenwart. Der Dienst Jesu in der Eucharistie ist mehr als der Sklavendienst, den er bei der Fußwaschung seinen Jüngern erweist. Die Demut Gottes in der Eucharistie übersteigt sogar noch seine Demut am Kreuz. Der hl. Thomas von Aquin formuliert es in seinem Hymnus „Gottheit tief verborgen“ so: „Einst am Kreuz verhüllte sich der Gottheit Glanz, hier ist auch verborgen deine Menschheit ganz“. War am Kreuz Jesu Menschheit noch sichtbar, so ist in den Gestalten von Brot und Wein nicht einmal mehr das der Fall.

Das Geheimnis der Eucharistie ist das größte Geschenk, das uns Gott auf Erden hinterlassen hat. Die Feier des Eucharistischen Kongresses in Köln im Juni dieses Jahres will uns dazu führen, dankbar diesen großen Schatz unseres Glaubens neu zu entdecken und in unserem Leben zu verankern.

So will ich heute Abend versuchen, mit Ihnen gemeinsam ein wenig tiefer in das unerschöpfliche Geheimnis der Eucharistie einzusteigen. Dabei soll mir als Leitfaden die 5. Strophe des erwähnten Hymnus des hl. Thomas von Aquin dienen:

„Denkmal, das uns mahnet an des Herren Tod,
du gibst uns das Leben, o lebendig Brot.
Werde gnädig Nahrung meinem Geiste du,
dass er deine Wonnen koste immerzu.“

Die Zeilen dieser Strophe machen drei wichtige Aussagen über das Geheimnis der Eucharistie: Die Heilige Eucharistie ist uns Mahnung, sie ist Nahrung und schließlich Wonne.

II.
1. Mahnung

„Denkmal, das uns mahnet an des Herren Tod.“ Die Heilige Eucharistie ist alles andere als eine harmlose Angelegenheit. Hier geht es nicht um brüderliches Mahl Halten oder oberflächliche Gemeinschaft. (In meiner Kindheit und Jugend wurde die Eucharistie nicht selten auf den Aspekt des brüderlichen Mahls reduziert, verbunden mit allen möglichen liturgischen Auswüchsen, die nichts mehr vom eigentlichem Geheimnis der Eucharistie erkennen ließen).

Halten wir uns die Szenerie des letzten Abendmahles vor Augen. Es findet am Abend vor seinem Leiden statt. Jesus hat sich danach „gesehnt“, mit seinen Jüngern dieses Mahl zu halten. Auch seine Worte machen deutlich, hier geht es um unendlich mehr als um ein Paschamahl: „Das ist mein Leib der für Euch hingegeben wird“ – „Das ist mein Blut das für Euch und für alle vergossen wird“(Liturgie).

Das was einen Tag später auf Golgotha geschieht, nimmt der Herr am Abend zuvor vorweg: Seinen geopferten Leib, sein vergossenes Blut gibt er seinen Aposteln als Speise und Trank.
In der Speise der Eucharistie schenkt uns der Herr das, was er auf Golgotha erwirkt hat: Liebe statt Sünde und Leben statt Tod.

Das Geschehen auf Golgotha sprengt die Zeit und wird lebendige Gegenwart: Damals am Kreuz, mit Leid und Qualen, heute jenseits von Qualen und Leid unter den demütigen Gestalten von Brot und Wein. Nicht das Abendmahl wird zur Gegenwart, sondern seine Lebenshingabe, sein Opfer am Kreuz. Die Eucharistie wird so zur Mahnung, nichts von dem zu vergessen, was der Herr auf sich genommen hat, um uns zu retten.

Wie können wir dieses unbegreifliche Opfer am Kreuz begreifen? Gibt es eine Antwort auf das Warum des Kreuzes? Folgender Vergleich mag helfen. Wenn ich Versöhnung suche nach Krach und Streit, dann tut mir das Geschehene „leid“. Ich erkenne: Das, was ich getan habe, war schlecht und ich leide daran. Wenn mir verziehen wird, dann nur deshalb, weil mir das Geschehene „leid“ tut. Jemanden um Vergebung zu bitten, ohne dass mir das Geschehene „leid“ tut, wäre nichts als Verhöhnung.

Schauen wir nun auf Jesus Christus: Ihm tun stellvertretend für alle Menschen aller Zeiten, alle Sünden dieser Welt buchstäblich „leid“. Alles Leid-tun dieser Welt nimmt er auf sich. Und weil er der Gottessohn ist, teilt er nicht nur unser Leid, sondern nimmt es an und verwandelt es. Unserer früherer Papst Benedikt XVI. drückt dies so aus: „Gott selbst richtet sich als Ort der Versöhnung auf und nimmt das Leid in seinem Sohn auf sich. Gott selbst schenkt seine unendliche Reinheit in die Welt hinein. Gott selbst „trinkt den Kelch“ alles Schrecklichen aus und stellt so das Recht wieder her durch die Größe seiner Liebe, die im Leid das Dunkle verwandelt.“ (Jesus von Nazareth II., S.256)



Bei der Priesterweihe überreicht der Bischof dem Neugeweihten Kelch und Patene und sagt dazu: „Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes“. Wir sind als Priester und Volk Gottes aufgerufen, die Heilige Eucharistie in großer Ehrfurcht zu feiern. Gewöhnen wir uns nie an dieses Geheimnis! Sorgen wir dafür, dass die Hl. Messe für uns nie zu oberflächlicher Routine wird! Dass wir sie feiern dürfen, kostete den Gottessohn das Leben. Wir leben vom Leben eines anderen. Wir leben vom Leben, dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi. Die hl. Eucharistie ist daher: „Denkmal, das uns mahnet an des Herren Tod“.

2. Nahrung

„Du gibst uns das Leben, o lebendig Brot, werde gnädig Nahrung meinem Geiste du.“ Die Feier der Eucharistie ist nicht bloß Erinnerung und Gedächtnis an Vergangenes. Sie bewirkt lebendige und bleibende Gegenwart Jesu Christi unter den Gestalten von Brot und Wein. ER wird für uns zur Nahrung, ER wird für uns genießbar und verzehrbar. Wandlung ist kein Gedanke in unserem Kopf, sondern Geschehen an den Gaben – ein Geschehen allerdings, dass unser Verstand allein nicht erfassen kann. Hier bleiben uns nur die Worte des Hl. Thomas: „Augen, Mund und Hände täuschen sich in dir, doch des Wortes Botschaft offenbart ich mir, was Gottes Sohn gesprochen, nehm ich glaubend an. Er ist selbst die Wahrheit die nicht trügen kann.“

Wenn wir uns aber auf diesen Glauben einlassen, dann begreifen wir: Was mit der Menschwerdung in Nazareth, der Geburt in Betlehem und dem Ostergeheimnis in Jerusalem begonnen hat, findet in der Hl. Eucharistie seine Verlängerung bis in die Gegenwart hinein. Der Gottessohn nimmt unser Menschsein an, um mit uns eins zu werden. Er will, dass wir mit ihm verschmelzen!

Mir hilft in diesem Zusammenhang folgender Gedanke: Wenn wir einen Menschen gern haben, dann möchten wir mit ihm zusammen sein, wir möchten mit ihm eins sein. Liebe will Einheit. Jede Umarmung ist ein Zeichen dieses Eins-sein-Wollens mit dem Menschen, den man gern hat. Christus umarmt uns nicht nur, um mit uns zusammen zu sein, er gibt sich uns als Speise! Und er tut dies, damit wir in ihm aufgehen. So offenbarte sich der Herr einmal dem Hl. Augustinus mit den Worten: „Nicht du wirst mich in dich verwandeln, sondern du wirst in mich gewandelt werden.“ (Confessiones, 7,10) Gott will unsere Vergöttlichung!

Welch unglaubliche, unfassbare und unübertreffbare Liebe, Zuwendung, Zuneigung und Hingabe zeigt Gott uns im Geschenk der Heiligen Eucharistie! Eigentlich müsste ein Sonntagsgebot überflüssig sein. Denn wir wären töricht, wenn wir dieses Geschenk unbeachtet liegen ließen. Und doch hat das Sonntagsgebot seinen Sinn. Es erinnert uns daran, dass es nicht nur eine Dummheit, sondern eine grobe Lieblosigkeit und Achtlosigkeit gegenüber diesem Geschenk Gottes wäre, es einfach unbeachtet bei Seite zu lassen.

Wenn wir uns dies vor Augen halten, bedeutet das aber auch: Wir dürfen nicht unbedacht und gedankenlos die heilige Kommunion empfangen. Herz und Verstand müssen vorbereitet sein.

In diesem Zusammenhang bereitet mir folgendes Phänomen weiterhin nachhaltig Sorgen. Die Schlangen vor den Kommunionbänken sind immer noch recht lang, aber vor den Beichtstühlen denkbar kurz. Hier kann etwas nicht stimmen! Entdecken wir wieder neu diese großen Schätze der göttlichen Barmherzigkeit die uns geschenkt sind, die Heilige Eucharistie und das Bußsakrament. Beide gehören zusammen.

Die Gestalten von Brot und Wein sind bescheiden und übersehbar. Damit wir aber nicht vergessen, wer es ist, der sich uns unter diesen Gestalten zeigt, gibt es Gesten und Zeichen der Ehrfurcht. Sie sind keineswegs nur äußerlich oder gar belanglos. Sie sind so etwas wie ein Wecker, der uns wachrüttelt. Dazu gehört die Kniebeuge vor dem Tabernakel beim Betreten der Kirche. Dazu gehört auch das Knien beim Eucharistischen Hochgebet, das Falten der Hände als Zeichen, dass wir uns zusammen nehmen und auf Gott hin orientieren. Dazu gehört auch die Atmosphäre der Stille und Andacht, die uns zur Sammlung vertieft. Dazu gehören auch die kostbaren Gefäße für die Eucharistischen Gestalten. Sie sind keine Prunksucht, sondern Zeichen unserer Überzeugung: Der, den diese Gefäße bergen, ist unendlich viel wertvoller, als alles Gold dieser Welt: „Du gibst uns das Leben, o lebendig Brot, werde gnädig Nahrung meinem Geiste du“.

3. Wonne

„Werde gnädig Nahrung meinem Geiste du, dass er deine Wonnen koste immerzu.“ Der Hl. Thomas bringt uns hier Entscheidendes in Erinnerung. Die heilige Kommunion ist ein Stück Himmel auf Erden. Und das ist etwas unbeschreiblich Beglückendes. Ja, es ist tatsächlich so: In der heiligen Kommunion halten wir ein Stück Himmel in den Händen.

Führen wir den Gedanken ein wenig fort: Indem wir also Christus in der Gestalt des Brotes begegnen, begegnen wir dem Himmel und damit auch all jenen, die dort sind. So kommen uns beispielsweise im Empfang der heiligen Kommunion auch all unsere lieben Verstorbenen sogar näher als zu ihren Lebzeiten. Ist das nicht eine Freude? Gibt uns das nicht inneren Trost und Frieden? Denn mit der Heiligen Eucharistie tragen wir den Himmel in uns, und keine Macht der Welt kann uns diesen Himmel nehmen.

Tief bewegt hat mich die Lebensgeschichte des verstorbenen Kardinals von Saigon in Vietnam Franz Xaver Nguyen Van Thuan. Wenige Tage nach seiner Amtseinführung als Erzbischof 1975 wurde er verhaftet und war über 13 Jahre für seinen Glauben in den Kerkern der Vietcong inhaftiert, davon 9 Jahre in Einzelhaft. Er schreibt darüber: „Nie werde ich meine große Freude in Worte fassen können: Mit drei Tropfen Wein und einem Tropfen Wasser in der hohlen Hand feierte ich Tag für Tag die Messe. Das war mein Altar, das war meine Kathedrale! ... Jesus in der Eucharistie war immer bei mir in der Tasche meines Hemdes… In der Nacht wechselten sich die Gefangenen schichtweise zur Anbetung ab. Der Eucharistische Jesus half durch seine stille Gegenwart in unvorstellbarer Weise: Viele Christen fanden zu einem glühenden, engagierten Glauben zurück. Ihr Zeugnis im Dienen und in der Liebe übte einen immer stärkeren Einfluss auf die anderen Gefangenen aus. Auch Buddhisten und andere Nichtchristen kamen zum Glauben. Die Kraft der Liebe Jesu war unwiderstehlich.“ (Hoffnung die uns trägt, 129-130)

Jeder Mensch sehnt sich nach Freude, nach Glückseligkeit, nach Wonne. Viele Menschen unserer Tage suchen sie in Konsumgütern, Zerstreuungen und an den exotischsten Orten dieser Welt. Doch das alles, was wir erhalten können, sind bestenfalls vorrübergehende Wonnen, die oft noch einen schalen Beigeschmack haben. Die Heilige Eucharistie ist eine Glückseligkeit die – einmal gefunden – nie vergeht. Sie trägt, auch wenn alle anderen Freuden am Schwinden sind. Wer die Heilige Eucharistie gefunden hat, hat die Liebe gefunden, und wer die Liebe gefunden hat, hat das Glück gefunden.

Erlauben Sie mir an dieser Stelle eine persönliche Bemerkung. Seit knapp 20 Jahren bin ich Priester, und ich bin dem Herrn für jeden Tag dieser zwanzig Jahre dankbar, auch wenn nicht jeder Tag ein Sonnentag war. Unter dem Strich habe ich sehr viel Frohmachendes, Beglückendes erlebt.

Das schönste Geschenk ist und bleibt für mich, dass ich jeden Tag die Heilige Messe feiern darf. Es ist beileibe nicht so, dass ich in jeder Messe extatische Erlebnisse hätte. Und mir geht es auch wie vielen, wenn nicht gar allen: Ich muss darum ringen, meine Gedanken zu sammeln und oft genug schweifen sie dennoch ab. Doch das alles ist zweitrangig. Der Herr weiß auch um unsere Zerstreutheit. Machen wir uns da keine Sorgen.

Eins steht für mich jedenfalls fest: Ohne die tägliche Feier der Heiligen Messe könnte ich nicht Priester sein. Die Heilige Messe ist ein Stück Himmel auf Erden und damit immer auch Wonne und Glückseligkeit – auch wenn die Gedanken abschweifen!

III.

„HIC verbum caro factum est“ – „HIER IST DAS WORT FLEISCH GEWORDEN“. Dieses HIER auf dem Altar in der Verkündigunsgrotte in Nazareth wird zum Hier und Heute, wenn wir die Heilige Eucharistie feiern. Gottes Weg zu uns ist ein Weg der Demut und des Sich-klein-Machens. Die Heilige Eucharistie sorgt dafür, dass wir nicht Zuschauer und Zaungäste dieses großen Geschehens sind. Wir werden hineingenommen in das österliche Geheimnis von Erlösung und Heilung. Wir sind jetzt schon – wie Paulus es sagt – „Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes“ (Eph. 2,19)

Die Heilige Eucharistie bedeutet für uns: Mahnung, Nahrung und Wonne. Was können wir tun, dass dieses große Geschenk für uns lebendige Wirklichkeit bleibt und wir es nicht achtlos liegen lassen? Einige Hinweise dazu:

An erster Stelle ist hier die Mitfeier der hl. Eucharistie selbst zu nennen und zwar möglichst häufig: wenigstens am Sonntag, aber womöglich auch an dem einen oder anderen Wochentag.

Sodann ist auch zu nennen die regelmäßige Beichte. Sie befreit uns nicht nur von Sünden, sondern verfeinert auch unser Gewissen. Und dann spüren wir schnell, wenn unser Herz sich klammheimlich von Christus entfernt.

Gerade im Hinblick auf die Heilige Eucharistie gibt es auch eine Fülle guter geistlicher Literatur. Angefangen von den päpstlichen Lehrschreiben bis hin zu den Texten großer geistlicher Lehrer.

Ein besonders wichtiges Element, die Liebe zu Christus in der Heiligen Eucharistie zu vertiefen, ist die eucharistische Anbetung: Das stille Verweilen vor dem Tabernakel oder gar vor dem ausgesetzen Herrn in der Monstranz. Das Dasein vor ihm verbindet uns immer tiefer mit ihm. Wir müssen nicht große Worte machen und kluge Gedanken fassen. Halten wir dem Herrn unser Herz hin, alles weitere tut er selbst.

Ein besonderes Geschenk ist vor diesem Hintergrund die Feier des Eucharistischen Kongresses im Juni in Köln. Betend feiern wir den Herrn in der Heiligen Eucharistie als Mittelpunkt unseres Glaubens. Beten wir darum, dass diese Tage für uns alle eine Quelle der Freude und der Erneuerung im Glauben werden.

AMEN.

+Dominikus Schwaderlapp
Weihbischof in Köln

kath.net dankt Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp für die freundliche Erlaubnis, diesen Vortrag zu veröffentlichen

Weitere Informationen: Eucharistischer Kongress

Foto: (c) Erzbistum Köln
http://www.kath.net/news/41065

von esther10 30.04.2013 00:31


Zu diesem Aktuell von Christa Meves nachfolgend der Link zu der Ausgabe von

ZENIT, "Die Welt von Rom aus gesehen".

http://www.zenit.org/article-25581?l=german

Liebe Freunde,
so schwer es fällt, es muss von mir als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin widersprochen werden!

Herzliche Frühlingsgrüße

Christa Meves

Meves aktuell

Die Bundesfraktion der Grünen will therapeutische Angebote verbieten lassen, die minderjährigen Homosexuellen helfen wollen, ihre sexuelle Orientierung zu ändern. Die Fraktion werde dazu einen eigenen Gesetzentwurf einbringen, erklärte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Volker Beck. Nach dem Entwurf sollen Verstöße mit einer Geldbuße von mindestens 500€ geahndet werden. Soge­nannte „Konversionstherapien hätten „ein erhebliches gesundheitliches Risiko,“ so hieß es in der Verlautbarung - wie die WELT online berichtet. „Wenigstens Kinder und Jugendliche müssten davor geschützt werden“.

Das ist ein schockierendes Ansinnen gegenüber der Zunft der Kinder- und Jugendlichen­psychotherapeuten. Das Institut für Jugend und Gesellschaft in Reichelsheim hat deshalb am 20.3.13 mit einer Presseerklärung reagiert. Nach einer Zurückweisung “einer falschen und unsachlichern Terminologisierung und unzul­ässigen Verknüpfungen“ wird darin darauf hingewiesen, dass „ der Gesetzentwurf auf einen unzulässigen Eingriff in die gesetzlich gewährleistete Autonomie jeder Therapie zielt, deren Ziel und Methode zwischen Therapeut und Klient vereinbart werden.“ Die Verlautbarung von Volker Beck unterstelle, dass Therapeuten nicht fähig seien, das Anliegen und die Motivation von minderjährigen Kindern ange­messen einschätzen zu können. In einer Stellungsnahme des Bundesgesund­heitsministeriums von 2008 heiße es:

“Wenn homosexuell empfindende Menschen eine psychotherapeutische Behandlung wünschen oder in Anspruch nehmen, sind sie in der Wahl ihrer Therapie und ihres Therapeuten nicht eingeschränkt. Die Ziele einer Therapie werden grundsätzlich zwischen der Patientin oder dem Patienten und der Therapeutin oder dem Therapeuten vereinbart. Die Therapiefreiheit ist verfassungsrechtlich durch Artikel 5 Absatz 3, Satz 1 und Artikel 12 Absatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes geschützt.“

Eine solche rechtliche Zusicherung der Therapiefreiheit des Bundesbürgers gewinnt angesichts des Vorschlags von Volker Beck an Gewicht. In der Praxis kommt es zwar selten – aber doch immer einmal wieder - vor, dass Eltern Beratung suchen, weil eins ihrer Kinder im Vor- und Grundschulalter ostentativ erklärt, es wolle kein Junge sein und kein Mann werden, sondern lieber eine Frau. Solche Wünsche verbergen sich häufig auch hinter den Aktionen solcher Kinder, Kleidungsstücke aus Mamas Wäsche heimlich an sich zu nehmen und damit zu schmusen. Manchmal ergibt sich die Aufdeckung dieser Tatbestände aber auch erst, nachdem die Kinder wegen anderer Verhaltensschwierigkeiten vorgestellt werden, besonders durch eine Renitenz gegen schulische Belange. Die allmählich gewonnene Vertrautheit des kleinem Patienten erst mit seinem Helfer während der Therapie führt dann zur Aufdeckung der Ursache des Problems. In solchen Fällen lässt sich meist eine unzureichende Identifikation des Jungen mit seinem Vater und nicht selten auch eine starke Verbundenheit mit der Mutter ausmachen, was meist in geschlechtsuntypischen Verhaltensweisen der Eltern ihre Ursache hat.

Wenn diese Zusammenhänge erkannt sind, ändert das Kind bei gezielter Mitarbeit der nahen Bezugspersonen – besonders aber des Vaters – meist in einer umso kürzeren therapeutischen Phase, je besser die Eltern mitarbeiten und je jünger das Kind ist umso rascher – seine Einstellung.. Dieses pflegt regelmäßig als eine seelische Entlastung sichtbar zu werden, eindeutig erkennbar in aufblühender Fröhlichkeit und Lernbereitschaft.

Die Behauptung von Volker Beck, dass die Festigung der sexuellen Identität des Kindes durch eine fachgerechte psychotherapeutische Einwirkung „Ängste, Isolation, Depressionen und eine Erhöhung der Selbstmordrate“ zur Folge habe, stellt die Fakten auf den Kopf. In der Praxis bestätigt sich gerade das Gegenteil.

Dieser Plan eines Übergriffs in eingebahnte Strukturen analytischer Kinder­psychotherapie und einer sogar besonders erfolgreichen Möglichkeit rechtzeitiger Wirksam­keit ist ein schockierendes Ansinnen einer politischen Gruppierung.

Es bedarf fachlicher Zurückweisung.

Es geht von der Behauptung einer vorhandenen allgemeinen Offenheit für sexuelle Orientierung aus, wie sie auch bei der Gender- Mainstreaming-Ideologie vertreten wird.

Aber die Hormonforschung kann dagegen belegen, dass die bereits bei der Zeugung festgelegte Unterschiedlichkeit des Geschlechts bereits beim Fötus - und zwar wenige Wochen nach der Zeugung - im Mutterleib aktiviert wird und schon dort Einfluss auf sich einprägende Wesensunterschiede zwischen Mann und Frau in das sich nun allmählich konstituierende Gehirn nimmt.

Christa Meves
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Helfen Sie mit, Fehlentwicklungen bei Kindern vorzubeugen. "Verantwortung für die Familie e.V." engagiert sich für die Zukunft unserer Kinder.

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cm.de

von esther10 29.04.2013 22:09

Der ungläubige Thomas und die unentwegte Rivalität
Ein Gast aus Florenz

Von Elizabeth Lev

ROM, 29. April 2013 (ZENIT.org) - Während der Karwoche weilte in der „Galleria Borghese“, einem der Schmuckstücke Roms, ein regulärer Gast aus Florenz: die von Andrea del Verrocchio gefertigte Statuengruppe Christus und der Ungläubige Thomas, die gewöhnlich auf der „Via die Calzaiuoli“, der Hauptstraße von Florenz, anzutreffen ist. Unter Berninis mythologischen Skulpturengruppen von Pluto und Persephone oder Apollo und Daphne verbreitet sie ein Gefühl der Nüchternheit.

Um ein kleines Geheimnis zu verraten, ist der Ungläubige Thomas lange schon mein Favorit unter den Skulpturen in Florenz. Zu ihm fühle ich mich sogar mehr hingezogen als zum monumentalen David von Michelangelo. Er war mein Weggefährte, als ich mich als säkulare Kunsthistorikerin dem Reichtum des Glaubens näherte, als sich mir die wahre Schönheit der Renaissancekunst durch deren christliche Botschaft offenbarte. Das Faszinierende daran ist manifeste Erforschung des Zweifels und des Glaubens in der christlichen Kunst.

Die Fertigung und der Guss dieser beiden Statuen war ein gigantisches Projekt, das sich über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren erstreckte. Im Jahre 1466 erhielt die umtriebige Werkstatt von Andrea del Verrocchio (was wörtlich übersetzt bezeichnenderweise so viel wie „wahres Auge“ bedeutet) einen Auftrag vom Handelsgericht, einem aus sechs Richtern bestehenden und mit der Entscheidung von Streitfällen unter den Zünften betrauten Gremium, für den Palast der Zünfte „Orsanmichele“.

Dieses elegante Gebäude entlang der Hauptstraße von Florenz war ab dem 14. Jahrhundert von den berühmtesten Bildhauern der Republik geschmückt worden. In den 14 Nischen waren die Arbeiten Ghibertis, Donatellos und Nanni di Bancos ausgestellt. Für den damals 31-jährigen Verrocchio war dieser Auftrag der mit Abstand prestigereichste bisher. Die für das Werk vorgesehene Nische befand sich im Zentrum der Fassade. Zuvor hatte dort die Bronzeskulptur von St. Louis of Toulouse des legendären Donatello Platz gefunden, der im selben Jahr gestorben war.

Verrocchio entschloss sich zu einer Nachahmung der Leistung Lorenzo Ghibertis, dessen Bronzestatue von Johannes dem Täufer die benachbarte Nische ausfüllte und 1416 aus einem einzigen Guss geschaffen worden war. Jede Statue war mehr als zwei Meter groß, auf der Rückseite jedoch offen, sodass sie sich in die Nische einfügte und weniger Bronze benötigt wurde. In der „Galleria Borhgese“ ist es tatsächlich seltsam, zunächst fülligen, runden Figuren gegenüberzustehen und dann herumzugehen und auf der Rückseite einen klaffenden Hohlraum vorzufinden.

Im Gegensatz zu allen anderen für „Orsanmichele“ tätigen Bildhauern hat Verrocchio eine der ergreifendsten Erzählungen aus dem Johannesevangelium festgehalten:

„Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.

Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht“ (Joh 20, 24-25).

Die Skulptur fängt jenen Augenblick ein, in dem Thomas, in der Nische tiefer gestellt, nach Jesus greift, seine Finger nur wenige Zentimeter von der Wunde entfernt haltend. Jesus hebt seinen Arm in die Höhe und entblößt seine Seite, um Thomas ein Berühren und Sehen zu ermöglichen. In einem der eindringlichsten künstlerischen Verarbeitungen von Christus in der Kunstgeschichte wirft Jesus einen von Traurigkeit und zugleich Mitgefühl erfüllten Blick auf Thomas hinab. Er versteht Thomas’ Bedürfnis zu begreifen, doch er begegnet dem Zweifel mit der Rüge, die auf dem Saum seines Gewandes geschrieben steht: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ (Joh 20,29).

Dieses sanfte Gesicht hinterließ im Geist von Verrocchios Schüler Leonardo da Vinci, der das 30. Lebensjahr damals noch nicht vollendet hatte, eine unauslöschliche Spur und erfuhr im Christus beim Letzten Abendmahl, der seinen Jüngern den Verrat ankündigt, eine erneute Umsetzung.

Verrocchios Werkstatt brachte nicht nur Leonardo hervor, sondern auch Botticelli und Perugino. Jeder der Künstler nahm ein Stück des erlesenen Stils des Meisters auf seinen Weg mit. Mit den Faltenwürfen der Gewänder, der weichen Modellierung der Gesichter und anmutigen Gesten gibt das Werk Anlass zur friedlichen Kontemplation des Zweifels, nicht des gewalttätigen Kampfes.

Wenngleich das Werk als Sinnbild für die vom Gericht verlangten Nachweise betrachtet wird, ist seine Platzierung meines Erachtens bemerkenswert: Es befindet sich im Mittelteil der Vorderseite eines Gebäudes zwischen dem Palazzo Vecchio, dem Zentrum der Stadtverwaltung und Sitz des Handelsgerichtes und dem Dom, der Kathedrale von Florenz.

Verlässt man das geschäftige Stadtzentrum und begibt sich in Richtung Kirche, erweckt ein aus einer Nische hervortretender mit einer Sandale bekleideter Fuß als erstes Element der Gruppe die Aufmerksamkeit des Betrachters. Mit den Augen gespannt den Wellen der Faltenwürfe folgend, tritt man näher bis hin zu den Einbuchtungen der Nische und wird Zeuge des intimen Augenblicks zwischen Christus und Thomas, genannt Didymus, unserem Zwilling.

Es entsteht der Eindruck, als habe diese Gruppe an die Gläubigen Florentiner auf ihrem Weg hinaus aus der geschäftigen Welt der Gewichte, Maße und Überprüfungen die Einladung gerichtet, die weltliche Anschauung hinter sich zu lassen und sich für die durch den Glauben offenbarte Wahrheit zu öffnen.

***

Den Weg weisen

Diese lebendige Auseinandersetzung mit dem Zweifel, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Kirchengeschichte zieht, beeindruckt mich stets aufs Neue, denn sie ist ein Zeichen für die Furchtlosigkeit wahren Glaubens.

Oft ist man versucht zu glauben, dass die Christen des Mittelalters gleich unwissenden Kindern den Lehren der Kirche blind Folge leisteten und aufgrund ihrer Einschüchterung zu eigenständigem Denken unfähig waren. Gläubige vergangener geschichtlicher Epochen werden häufig als verstandeslose Masse wahrgenommen, die Hühnerknochen als Reliquien verehrten, oder infolge der stundenlangen ihnen unverständlichen Gesänge eine Benebelung ihres Geistes erfuhren.

Nun mag es verwundern, dass in dieser Welt von Neo-Neandertalern der Bau von Kathedralen, die Wiederentdeckung der Bautechniken des alten Roms und die Erzeugung von Glasmalereien gelingen konnte, die selbst den erschöpftesten Reisenden in Blendung versetzen, Reisen von Großbritannien nach Syrien und Compostela unternommen wurden und Thomas Aquinas, Bonaventure und die ersten Universitäten hervorgegangen sind. Mit der Entdeckung der Erforschung der Realität des Zweifels dieser Welt erlebte ich jedoch gleichsam eine Erschütterung.

Die ersten Bilder des Ungläubigen Thomas entstanden bereits im fünften und sechsten Jahrhundert; in einer Zeit, da die Häresie des Arius Überhand zu nehmen schien. Ikonen erinnern an Thomas’ Bedürfnis nach Gewissheit während der turbulenten Zeitalter der Eroberung einst christlicher Länder durch den Islam.

Einige Zeitgenossen Verocchios schufen ebenso Darstellung von Thomas und Christus; das Thema des Zweifels erlebte jedoch mit der Reformation eine durchschlagende Wiederkehr. Im Jahre 1601 hinterließ Caravaggio der Nachwelt eine unvergessliche Version der Begegnung, bei der Thomas die von der Lanze zugefügte Wunde mit seinem Finger erkundet, wobei Christus selbst seine Hand führt. Die anderen Apostel drängen sich dicht an die Szene, um sie mitverfolgen zu können. Unterhalb des Thomas hat der Künstler hat sogar einen Platz für den Betrachter vorgesehen.

Das Mittelschiff der Lateranbasilika, der Kathedrale Roms und ältesten Kirche des Christentums, ist gesäumt von Statuen der Apostel aus dem 18. Jahrhundert. Auf die meisten Besucher üben die grauenvolle Haut des hl. Bartholomäus oder die sich in der gebeugten Haltung spiegelnde Inbrunst des hl. Matthäus besondere Anziehungskraft aus. Lässt man den Blick jedoch entlang des Mittelschiffes schweifen, so erkennt man nur eine Figur, die sich aus der Nische herausragt. Wie der Fuß der von Verrocchio angefertigten Skulpturengruppe hält die von Pierre le Gros geschaffene Marmorstatue des Thomas ihren berühmten ausgestreckten Finger in das Mittelschiff hinein. Während unseres Rundgangs durch das Mittelschiff geraten wir wie in unserem Leben ins Zweifeln und ins Wanken, doch da steht Thomas, der gesehen hat und glaubt, und den Weg zu seinem Herrn und seinem Gott weist (vgl. John 20,28).

Ich werde häufig um Informationen zu Reliquien, deren Authentizität und Herkunft gebeten. Letztlich führt dies hin zur Frage nach meiner Lieblingsreliquie. Sie ist in der Kirche „Santa Croce in Gerusalemme“ in einem Glaskasten im für die Passionsreliquien vorgesehenen Marmorschrein untergebracht. Neben dem Fragment des Kreuzes Jesu, seiner Holztafel (dem „titulus“) und den Nägeln und Dornen befindet sich dort auch ein kleines Behältnis mit dem Finger des Thomas, der allgegenwärtigen Versuchung des Zweifels.

In seiner „Einführung in das Christentum“ schrieb der emeritierte Papst Benedikt und damalige Kardinal Ratzinger, dass diese Ungewissheit, diese „unbeendbare Rivalität zwischen Zweifel und Glauben“ Gläubige und Nichtgläubige vereinen könne und „zum Ort der Kommunikation“ werde. Der Zweifel, so Ratzinger, bewahre beide vor dem Genuss der vollkommenen Selbstzufriedenheit; er öffne den Gläubigen für den Zweifler und den Zweifler für den Gläubigen. Letztlich rette er beide Seiten vor einer Einschließung in der eigenen Welt.

Thomas war vielleicht nicht der Fürst oder der von Jesus am meisten geliebte unter den Apostel, doch wir sind ihm, unserem „Zwilling“, zu tiefen Dank verpflichtet.

von 29.04.2013 09:03

OSTERZEIT
5. WOCHE - MONTAG

30

TEMPEL GOTTES

Die Einwohnung der Dreifaltigkeit in der Seele.
Sammlung, Innerlichkeit.
Umgang mit dem Heiligen Geist.


I. Die Evangelien berichten von zahlreichen Unterhaltungen zwischen Jesus und seinen Jüngern. Manchmal fragt sie der Herr, andere Male sind es die Apostel, die genauer wissen wollen, wie Jesus etwas gemeint hat. Ist ihr spontanes Begreifen überfordert, dann fragen sie einfach. Das ist in den Perikopen dieser Sonntage zwischen Ostern und Pfingsten der Fall. Jesus knüpft eine seinen Jüngern rätselhafte Verheißung - ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch1 - an eine Bedingung: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.2

Natürlich merken die Apostel, daß diese Worte ihnen gelten. Doch weshalb nur ihnen? Judas Thaddäus will es wissen: Herr, warum willst du dich nur uns offenbaren und nicht der Welt?3 Seine Frage »hat die jüdische Erwartung zur Voraussetzung, daß der Messias, wenn er erscheint, sich vor den Augen der ganzen Welt als der gottgesandte König der Endzeit offenbaren wird zur Freude seines Volkes und zum Schrecken seiner Feinde. Der Apostel kann nicht verstehen, warum sich die von Jesus verheißene Offenbarung auf die an ihn Glaubenden beschränken soll.«4

Der Herr beantwortet diese Frage nur indirekt. Er spricht von einem inneren Offenbarwerden, von einer göttlichen Einwohnung in der Seele dessen, der ihn liebt: Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.5

Bei ihm wohnen? Ein frommer Israelit weiß, daß Gott im Tempel zu Jerusalem inmitten seines Volkes wohnt, er kennt ebenso die endzeitliche Verheißung bei Ezechiel: Ich werde mitten unter ihnen für immer mein Heiligtum errichten, und bei ihnen wird meine Wohnung sein. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.6 Die Apostel mögen an solche Stellen im Alten Testament gedacht haben. Aber wenn Jesus nun sagt: Wir werden bei ihm wohnen, übersteigen seine Worte die gängigen Kategorien. Wir wissen, gemeint ist die Einwohnung der Dreifaltigkeit selbst in der Seele dessen, der durch die Gnade zum Leben gekommen ist, eine neue, geheimnisvolle Wirklichkeit, die der heilige Paulus in seiner Ermahnung an die Christen von Korinth, sich dieser Wirklichkeit im Umgang mit ihrer heidnischen Umwelt bewußt zu sein, in die ergreifenden Worte faßt: Wir sind doch der Tempel des lebendigen Gottes.7

Die Theologie sagt uns, daß die Einwohnung Gottes im Menschen, der im Stande der Gnade ist, den drei Personen gemeinsam zukommt. Die Kirchenväter bemühen sich, das Geheimnis und seine Wirkungen in der Seele mit Beispielen und Vergleichen zu erläutern. So bringt Cyrill von Jerusalem, wenn er zu den Katechumenen von der Taufe spricht, ein in der materiellen Welt zu beobachtendes Beispiel: »Wenn das Feuer die schwere Masse des Eisens durchdringt und es ganz zu Feuer macht und so das Kalte heiß und das Schwarze leuchtend wird, wenn also das Feuer, das selbst ein Körper ist, in das Innere des Eisens eindringt und so ungehindert wirkt, was wunderst du dich da, wenn der Heilige Geist in das Innerste der Seele dringt.«8

Mit der Taufe ist der dreieinige Gott in uns anwesend, und nur durch die Todsünde endet diese Gegenwart. Erklärungen kommen da bald an eine Grenze. Wir können nur staunen, dankbar sein und Gott immer wieder in uns suchen. Gelegentlich werden wir die Erfahrung des heiligen Augustinus nachvollziehen können: »Spät habe ich dich geliebt, o Schönheit, so alt und doch so neu, spät habe ich dich geliebt! Und siehe, du warst drinnen, und ich war draußen, und dort draußen suchte ich dich (...). Du warst mit mir, und ich war nicht bei dir. Und weit hielt ich mich von dir entfernt, was gar kein Dasein hätte, wenn es in dir nicht wäre. Du hast gerufen und laut gerufen und meine Taubheit mir zerrissen; du hast geblitzt und hast gestrahlt und meine Blindheit in die Flucht geschlagen (...); ich habe dich gekostet, und ich hungere und dürste, du hast mich angerührt, und da bin ich entbrannt nach deinem Frieden.«9

II. Durch die Einwohnung Gottes in der Seele des Menschen entsteht in ihm ein Leben, das Meister Eckhart, der große Mystiker des Mittelalters, zu schildern versucht: »Es ist eine Kraft in der Seele, die berührt weder Zeit noch Fleisch. Sie fließt heraus aus dem Geist, sie bleibt im Geist und ist durch und durch geisterfüllt.

In dieser Kraft grünt und blüht Gott in all der Freude und Ehre, wie er in sich selber ist. Da ist nun so herzliche Freude und so unbegreiflich große Freude, daß niemand sie angemessen beschreiben kann. (...) In dieser Kraft ist Gott glimmend und brennend ohne Unterlaß: mit all seinem Reichtum, mit all seiner Süßigkeit und mit all seiner Wonne.«10

Und das soll jedem Christen möglich sein? Einer zu Hause vielbeschäftigten Mutter, einem jungen Mann zwischen Studium und Vergnügen, einem Arbeiter in Sorge um sein Auskommen gleichermaßen gelingen? Natürlich nicht von selbst und ohne Übung. Erforderlich ist zunächst, das Vorurteil fallen zu lassen, Kontemplation und Aktion schlössen sich aus. Mutter Teresa sagt: »Wir sollen die Arbeit in Gebet verwandeln, das Gebet aber können wir nicht durch die Arbeit ersetzen. (...) Könnten wir nur begreifen, was >die Arbeit beten< heißt! Verstünden wir nur, unseren Glauben zu vertiefen!«11 Dies ist der erste Schritt: Begreifen, was »die Arbeit beten« heißt - jede Arbeit, jede sinnvolle Beschäftigung.

die Arbeit beten= heißt - jede Arbeit, jede sinnvolle Beschäftigung.Dann ist es nötig, der Askese - der Abtötung um der inneren Freiheit willen - ihren festen Platz einzuräumen: Herr seiner Sinneseindrücke sein, Erinnerung, Phantasie und Vorstellung zügeln, ein Gespür für das entwickeln, was hier und jetzt zu tun ist. So schaffen wir den inneren Raum, um unsere Arbeit und unsere Aufgaben auf Gott hin ausrichten zu können: gesellschaftliche Verpflichtungen, Familienleben, Reisen, Erholung, Sorgen und Nöte. Wir entdecken dann die tiefere Dimension der zig Alltagsdinge, die wir zu tun haben. Wir schaffen ein »Gegengewicht gegen die Masse der Dinge, die Menge der Menschen und das Getriebe des äußeren Geschehens; gegen Öffentlichkeit, Mode und Reklame«12.

Dann können wir nach Gott verlangen wie der Hirsch nach den Wasserquellen13. Im Laufe der Zeit wird es uns dann zur Gewißheit werden, was der selige Josemaría Escrivá sicherlich aus eigener Erfahrung niederschrieb: »Das Herz kann dann gar nicht mehr anders, als jede der drei göttlichen Personen zu kennen und anzubeten. Das ist für die Seele wie eine neue Entdeckung im übernatürlichen Leben, so wie ein kleines Kind nach und nach die Welt entdeckt. Die Seele hält liebende Zwiesprache mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist; sie unterwirft sich gern dem Wirken des lebenspendenden Trösters, der, ganz ohne unser Verdienst, in uns Einzug hält und uns die übernatürlichen Gnadengaben und Tugenden schenkt.«14

III. Wie jedes Wirken Gottes nach außen, ist die Einwohnung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit in der Seele »irgendwie das Werk der Dreifaltigkeit als ganzer (...). Und wenn wir jeder der Personen etwas von dem, was uns geschieht oder was in bezug auf die Kreatur gewirkt wird, zuzuteilen scheinen, glauben wir dennoch, daß alles durch den Vater über den Sohn im Heiligen Geist geschieht.«15 Die Heiligung wird - wie die Theologie sagt - dem Heiligen Geist zugeeignet, zugesprochen. Er ist jener, der lebendig macht16. Und nach den Worten des Herrn17 ist er uns nicht als vorübergehende Gabe, etwa nur im Augenblick des Sakramentenempfangs, gesc= 15 Die Heiligung wird - wie die Theologie sagt - dem Heiligen Geist zugeeignet, zugesprochen. Er ist jener, der lebendig macht16. Und nach den Worten des Herrn17 ist er uns nicht als vorübergehende Gabe, etwa nur im Augenblick des Sakramentenempfangs, geshenkt, sondern er bleibt ständig bei uns. Wir sind »Kinder Gottes, in deren Herz der Heilige Geist wie in einem Tempel wohnt«18.

Die Einwohnung der göttlichen Personen und die Gnade Gottes in uns stehen in wechselseitiger Beziehung. »Die Gnade ist wie ein Netz, das wir über die ganze Dreifaltigkeit werfen, um sie in uns gefangen zu halten. (...) Bringen wir eine Lichtquelle in ein Zimmer, so beleuchtet sie dessen Wände. Kommen die göttlichen Personen zu uns (das ist die Quelle, die ungeschaffene Gnade), dann erleuchten sie die Wände der Seele (das ist die Wirkung, die geschaffene Gnade). Und besitzen wir die Gnade, dann ist auch schon deren Quelle - die drei göttlichen Personen - gegenwärtig. (...) Die ungeschaffene Gabe, der Heilige Geist, und die geschaffene Gabe, die Gnade, werden zugleich verliehen.«19

Der heilige Thomas lehrt, Gott sei auf dreifache Weise in den Geschöpfen: durch sein Wesen, seine Macht und seine Gegenwart. »Über diese allgemeine Gegenwart hinaus aber gibt es eine besondere Gegenwart, die den vernünftigen Wesen entspricht, in denen Gott, wie man es ausdrückt, als das Erkannte im Erkennenden und als das Geliebte im Liebenden ist. Und weil das vernünftige Geschöpf in seiner Tätigkeit Gott selbst erreicht, so ist Gott nicht nur einfach da, sondern wohnt auch in ihm wie in seinem Tempel, wie es heißt.«20

Die Gegenwart der drei göttlichen Personen in der begnadeten Seele läßt eine Beziehung entstehen, »wie sie nur zwischen geistigen Personen möglich ist. Es ist dies eine liebende Vereinigung: Gott ist die Liebe, und der Anteil am göttlichen Sein, den die Vereinigung gewährt, muß ein Mitlieben sein.«21

Wir nähern uns dem Pfingstfest, an dem sich die Verheißung des Herrn erfüllt: Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.22 Er ist der Gast, der Herz und Sinn erfreut23 und in uns die wachsende Gleichförmigkeit mit Christus schafft; er nimmt sich auch unserer Schwachheit an24 und tritt für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können.25

Der heilige Augustinus ist sich der Unfähigkeit bewußt, dieses Geheimnis anders als staunend, anbetend und liebend zu ergründen, wenn er - gerade am Ende seiner fünfzehn Bücher über die Dreifaltigkeit - bittet: »Ich habe, so gut ich es vermochte, so gut du mir Vermögen gabst, dich gesucht, habe mit der Vernunft zu schauen verlangt, was ich glaubte, habe viel erörtert, viel mich gemüht. Herr, mein Gott, meine einzige Hoffnung, erhöre mich, daß ich nicht, müde geworden, dich nicht mehr suchen will, sondern mit Inbrunst dein Antlitz suche immerdar. Gib du die Kraft, zu suchen, der du dich finden ließest und die Hoffnung gabst, daß wir dich mehr und mehr finden. (...) Befreie mich, o Herr, von der Vielrederei, an der ich drinnen in meiner Seele leide; sie ist erbarmungswürdig vor deinen Augen und flieht hin zu deinem Erbarmen. Ich schweige ja nicht in meinen Gedanken, selbst wenn ich mit dem Munde schweige. (...) Möge mein Urteilen und Werten vor ihnen sicher sein! Möge mein Gewissen vor ihnen sicher sein, indem du mir sicheren Schutz gewährst.«26

Bitten wir die Mutter Gottes um die Fähigkeit, wie sie die Geheimnisse Gottes im Herzen zu bewahren27, damit wir - gesammelt und staunend - Gott in uns anbeten und seinen Eingebungen freudig folgen.

1 Joh 14,18. - 2 Joh 14,21. - 3 Joh 14,22. - 4 Regensburger Neues Testament, Bd.4, Regensburg 1961, S.274. - 5 Joh 14,23. - 6 Ez 37,26-27. - 7 2 Kor 6,16. - 8 Cyrill von Jerusalem, Katechesen, 17,14. - 9 Augustinus, Bekenntnisse, 10,27. - 10 Meister Eckhart, Die Gottesgeburt im Seelengrund, Freiburg 1990, S.115. - 11 Mutter Teresa, Beschaulich inmitten der Welt, Einsiedeln 1990, S.97. - 12 R.Guardini, Tugenden, Mainz/Paderborn 1987, S.158. - 13 Ps 41,2. - 14 J.Escrivá, Freunde Gottes, 306. - 15 Cyrill von Alexadrien, Johanneskommentar, 10,2. - 16 Das Große Glaubensbekenntnis. - 17 vgl. Joh 14,15-17; 15,36; 16,7-14. - 18 II.Vat.Konzil, Konst. Lumen gentium, 9. - 19 Ch.Journet, Vom Geheimnis der Gnade, Freiburg 1962, S.28-29. - 20 Thomas von Aquin, Summa theologica, I,8,3. - 21 Edith Stein, Im verschlossenen Garten der Seele, Freiburg 1989, S.80. - 22 Joh 14,26. - 23 Pfingstsequenz. - 24 Röm 8,26. - 25 ebd. - 26 Augustinus, Über die Dreieinigkeit, 15,28,51. - 27 vgl. Lk 2,19;2,51.

von esther10 29.04.2013 00:57



Kein Sex vor der Ehe? Münchner Moraltheologe beklagt beim ZdK-Treffen ernsthaft eine Verengung der sexualethischen Diskussionen auf das Raster "Ehe oder Nicht-Ehe" und möchte die Sexualmoral überdenken

Münster (kath.net/KNA/red)
Die katholische Kirche hat im Bereich ihrer Sexualethik ein erhebliches Glaubwürdigkeitsproblem. Dies behauptete bei der Frühjahrsvollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) zumindest der Münchner Moraltheologen Konrad Hilpert (Foto) und meinte, dass "leidige Diskrepanz zwischen amtlichen Forderungen und gelebten inneren Überzeugungen des Großteils der Gläubigen" gäbe. Hilpert wandte sich dagegen, das in der Kirche über Sexualität von der übergeordneten Position des Besserwissens und «im Gestus des Belehrens» gesprochen werde. Vielmehr müsse der Grundsatz des Fragens und Lernens gelten und ein Sprachmodus herrschen, der die Erfahrungen und Überzeugungen der Menschen einbeziehe.

Der Theologe beklagte eine Verengung der sexualethischen Diskussionen auf das Raster "Ehe oder Nicht-Ehe". Statt "detaillierte Verbotsnormen" vorzugeben, müsse die Sexualmoral unter dem Stichwort "Beziehungsethik" gesehen werden. Dann sei Sexualität eine "spezielle Art von Kommunikation", in der personale Güter wie Zuneigung, Wertschätzung, Fürsorge, Annahme und Trost mitgeteilt werden. Dabei gehe es weniger um die Bestimmung der Grenzen, «innerhalb der Befriedigung erlaubt und jenseits der sie verboten ist», sondern um Verantwortung für Menschen, denen man emotional und leiblich nahekomme. «Sexualethik muss also von den Beziehungen her gedacht und ausgestaltet werden und nicht umgekehrt», sagte Hilpert. Dieser Perspektivenwechsel sei anspruchsvoll und erfordere, dass Beziehungen gestaltet und gefördert werden.

Kontakt Prof. Hilpert

Auszüge aus dem Katechismus der Katholischen Kirche über die Lehren der Kirche zu Sexualität und Ehe:

2360 Die Geschlechtlichkeit ist auf die eheliche Liebe von Mann und Frau hingeordnet. In der Ehe wird die leibliche Intimität der Gatten zum Zeichen und Unterpfand der geistigen Gemeinschaft. Das Eheband zwischen Getauften wird durch das Sakrament geheiligt.

2361 „Infolgedessen ist die Sexualität, in welcher sich Mann und Frau durch die den Eheleuten eigenen und vorbehaltenen Akte einander schenken, keineswegs etwas rein Biologisches, sondern betrifft den innersten Kern der menschlichen Person als solcher. Auf wahrhaft menschliche Weise wird sie nur vollzogen, wenn sie in jene Liebe integriert ist, mit der Mann und Frau sich bis zum Tod vorbehaltlos einander verpflichten" (FC 11).

2366 Die Fruchtbarkeit ist eine Gabe, ein Zweck der Ehe, denn die eheliche Liebe neigt von Natur aus dazu, fruchtbar zu sein. Das Kind kommt nicht von außen zu der gegenseitigen Liebe der Gatten hinzu; es entspringt im Herzen dieser gegenseitigen Hingabe, deren Frucht und Erfüllung es ist. Darum lehrt die Kirche, die „auf der Seite des Lebens" steht (FC 30), „daß jeder eheliche Akt von sich aus auf die Erzeugung menschlichen Lebens ausgerichtet bleiben muß" (HV 11). „Diese vom kirchlichen Lehramt oft dargelegte Lehre gründet in einer von Gott bestimmten unlösbaren Verknüpfung der beiden Bedeutungen - liebende Vereinigung und Fortpflanzung -‚ die beide dem ehelichen Akt innewohnen" (HV 12) [Vgl. Pius Xl., Enz. „Casti connubii"].

2368 Ein besonderer Aspekt dieser Verantwortung betrifft die Empfängnisregelung. Aus berechtigten Gründen dürfen die Eheleute für Abstände zwischen den Geburten ihrer Kinder sorgen wollen. Es ist an ihnen, zu prüfen, ob ihr Wunsch nicht auf Egoismus beruht, sondern der angebrachten Großmut einer verantwortlichen Elternschaft entspricht. Außerdem werden sie ihr Verhalten nach den objektiven Maßstäben der Sittlichkeit regeln:

2370 Die zeitweilige Enthaltsamkeit sowie die auf Selbstbeobachtung und der Wahl von unfruchtbaren Perioden der Frau beruhenden Methoden der Empfängnisregelung [Vgl. HV 16] entsprechen den objektiven Kriterien der Moral. Diese Methoden achten den Leib der Eheleute, ermutigen diese zur Zärtlichkeit und begünstigen die Erziehung zu echter Freiheit. Hingegen „ist jede Handlung verwerflich, die entweder in Voraussicht oder während des Vollzuges des ehelichen Aktes oder im Anschluß an ihn beim Ablauf seiner natürlichen Auswirkungen darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern, sei es als Ziel, sei es als Mittel zum Ziel" (HV 14).

Mit Material der (C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Konrad Hilpert: © Ludwig-Maximilians-Universität München


von esther10 29.04.2013 00:50




Domkapitular Markus Hofmann, Regens des Kölner Priesterseminars, über die Gebetsinitiative für den Eucharistischen Kongress/Köln: „Maria zeigt uns, wie wir uns dem Geheimnis der hl. Eucharistie nähern sollen“ – kath.net-Interview von Petra Lorleberg

Köln-Stuttgart (kath.net/pl) „Maria zeigt uns, wie wir uns dem Geheimnis Gottes und dem Geheimnis der hl. Eucharistie nähern sollen: schweigend, staunend, fragend, voll Freude und dankbar.“ Dies sagt Domkapitular Monsignore Dr. Markus Hofmann, der Regens des Kölner Priesterseminars, im kath.net-Interview über die Gebetinitiative „Mit Maria zu Jesus“. Die 33-tägige Gebetsaktion möchte das bevorstehende Großereignis, den Nationalen Eucharistischen Kongress in Köln (5.-9.Juni), schon im Vorfeld geistlich mittragen. Die Vertiefung der eigenen marianischen Frömmigkeit führt nach Überzeugung von Monsignore Hofmann direkt zur Christusfrömmigkeit und zur eucharistischen Frömmigkeit hin, denn „es gibt keine weisere und geeignetere Lehrerin für das unfassbare Geheimnis der hl. Eucharistie“ als Maria.

kath.net: Monsignore Dr. Hofmann, mit dem Aufruf zu einer 33-tägigen Gebetsinitiative zeigen Sie die Richtung und die Haltung an, in der das Geheimnis des Glaubens betrachtet werden muss. Wie kam diese Eingebung zustande? Aus welcher Tradition schöpfen Sie?

Monsignore Markus Hofmann: Der Gedanke kam beim Gebet für die Vorbereitungen des Eucharistischen Kongresses, der vom 5.-9. Juni in Köln stattfindet. Diese großartige Gelegenheit zur Erneuerung der Kirche von ihrem Zentrum her, von Jesus Christus selbst, wird nicht in erster Linie mit organisatorischen Mitteln zu einem „Erfolg“ werden – so nötig diese auch sind -, sondern vor allem durch eine gute geistliche Vorbereitung.

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Als der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, am 8. Dezember 2004 den Weltjugendtag der Gottesmutter Maria anvertraut hatte, da war ich von diesem Abend an sicher: jetzt wird der Weltjugendtag gelingen. Die damals zunehmende Sorge, ob der gesundheitlich schon sehr angeschlagene Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., nach Köln kommen würde, wich der Gewissheit: egal wie, das wird gut gehen, denn diese Frage ist jetzt in die Hände der Mutter gelegt worden, und sie wird es richtig machen. – Und wie großartig hat sie die ganze Angelegenheit gelöst: Köln war der erste Weltjugendtag mit zwei Päpsten: mit Johannes Paul II., der „von oben“ aus teilnahm und mit seinem Nachfolger auf Erden, Benedikt XVI., der ausgerechnet als erster Papst nach fast 400 Jahren aus Deutschland kam und seine erste Auslandsreise zum Weltjugendtag nach Köln unternahm!

Wer könnte also besser die geistliche Vorbereitung des Eucharistischen Kongresses in Köln 2013 in die Hand nehmen, als die Mutter Jesu und unsere Mutter?

Kein Mensch stand Christus auf Erden näher als Maria. Aus ihrem Schoß hat er sich den Leib gebildet, den er am Kreuz für uns hingab und den er uns in der hl. Eucharistie als lebendige Speise schenkt.

Keiner der Zeitgenossen Jesu hat ihn tiefer verstanden als seine Mutter, niemand hatte einen größeren und treueren Glauben an Christus und seine Verheißungen als sie, die der selige Johannes Paul II. die „eucharistische Frau“ (Enzyklika, Ecclesia de Eucharistia Nr.53 ) nennt.

Es gibt keine weisere und geeignetere Lehrerin für das unfassbare Geheimnis der hl. Eucharistie als sie.

Mit ihren Worten bei der Hochzeit zu Kana „Was er euch sagt, das tut“, ermutigt Maria uns, dem Wort ihres Sohnes zu vertrauen, auch wenn die menschliche Erfahrung dagegen zu sprechen scheint. Derselbe Jesus, der in Kana Wasser in echten und guten Wein gewandelt hat, der ist auch fähig, Brot und Wein wirklich in seinen Leib und sein Blut zu wandeln und sich selbst uns als Speise zum ewigen Leben zu schenken (vgl. Ecclesia de Eucharistia Nr. 54).

kath.net: Wie ist der 33-tägige Gebetsweg an der Hand Mariens aufgebaut?

Monsignore Hofmann: Wir laden ein, jeden Tag etwa 10-12 Minuten dem Gebet und einer kleinen Betrachtung eines zentralen Inhalts des katholischen Glaubens zu widmen, um so den Eucharistischen Kongress geistlich an der Hand Mariens vorzubereiten. Auf das Kreuzzeichen und die Anrufung des Hl. Geistes mit dem Lied „Komm, Heilger Geist, der Leben schafft“ (Gotteslob Nr. 241) folgt eine kurze Katechese von etwa einer halben Seite. Dann schließt sich ein Rosenkranzgesätz an, das mit dem ältesten bekannten Mariengebet abgeschlossen wird: „Unter deinem Schutz und Schirm“.

Alle Texte für die einzelnen Tage sind auf der Homepage www.mit-maria-zu-jesus.de zu finden.

Alternativ dazu ist es natürlich auch möglich, anstelle der Katechesen einige Artikel aus dem Katechismus der Katholischen Kirche zu lesen und zu bedenken. Dies ist vor allem für diejenigen Personen interessant, die keinen Zugang zum Internet haben. Im Oktober 2002 wurde der Katechismus der Katholischen Kirche veröffentlicht. Das 20 jährige Jubiläum dieser reifen Frucht des II. Vatikanischen Konzils war neben der Eröffnung des Konzils vor 50 Jahren ein wesentlicher Grund für die Ausrufung des Jahres des Glaubens, in dem wir zurzeit stehen.

kath.net: Wer kann mitmachen? Ist es möglich, auch jetzt noch einzusteigen?

Monsignore Hofmann: Mitmachen kann grundsätzlich jeder, der mit Maria zu Jesus gehen möchte. Auch wer nicht schon am 16. April (dem Geburtstag von Benedikt XVI.) mit den 33 Tagen begonnen hat, kann selbstverständlich noch einsteigen.

Wer später gestartet ist, kann nach dem offiziellen Abschluss 18. Mai, dem Vorabend des Pfingstfestes (und dem Geburtstag des seligen Papstes Johannes Pauls II.), die entsprechenden Tage anhängen.

kath.net: MUSS man an der Abschlussveranstaltung teilnehmen können?

Monsignore Hofmann: Die Abschlussveranstaltung in Köln findet am 18. Mai um 20.00 Uhr in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt (Marzellenstrasse) statt, die unmittelbar am Kölner Hauptbahnhof und wenige Minuten vom Kölner Dom entfernt liegt. Joachim Kardinal Meisner wird dabei die Weihe an die Gottesmutter gemeinsam mit all denen vollziehen, die sich dieser Weihe anschließen möchten.

Das ist für diejenigen, die nicht dorthin kommen können, natürlich auch im Geiste möglich. Herzlich willkommen sind dabei auch alle Personen, die die 33 Tage selbst nicht mitbeten, aber an dieser Betstunde mit Marienweihe teilnehmen möchten.

kath.net: Sind nur Beter aus der Erzdiözese Köln angesprochen?

Monsignore Hofmann: Wir haben inzwischen schon Mitbeter aus ganz Deutschland und darüber hinaus: von Osnabrück im Norden bis zum Chiemsee, ja bis in die Schweiz und Südtirol im Süden.

Aus Belgien, den Niederlanden und Kaiserslautern im Westen bis nach Berlin und der Steiermark im Osten.

Aus fast allen Diözesen Deutschlands haben sich über die Interneteite Personen gemeldet, die teilnehmen – und ich weiß von vielen, die darüber hinaus mit dabei sind, ohne sich offiziell angemeldet zu haben.

kath.net: Mit Maria zu Jesus: In Ihrer Homepage zitieren Sie den hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort. Papst Johannes Paul II. schreibt: Für St. Louis-Marie ist wahre Marienverehrung letztlich immer auf Christus bezogen und wird dadurch zu einem privilegierten Mittel ‚Jesus ganz zu finden, ihn zärtlich zu lieben und ihm treu zu dienen‘ (Traktat, 62)“. Wie kann die Gottesmutter Maria die Menschen wieder näher zur Eucharistie bringen?

Monsignore Hofmann: Maria zeigt uns, wie wir uns dem Geheimnis Gottes und dem Geheimnis der hl. Eucharistie nähern sollen: schweigend, staunend, fragend, voll Freude und dankbar. Das waren ihre Haltungen beim Empfang des Sohnes Gottes in ihrem Schoß und bei seiner Geburt in Bethlehem. Der selige Papst Johannes Paul II. verweist (Ecclesia de Eucharistia 555) auf die Analogie zwischen dem Glauben Mariens an die Fleischwerdung des Wortes Gottes und den gläubigen Empfang desselben Wortes unter den Gestalten von Brot und Wein. Das „Fiat“ Mariens und das“ Amen“ des Kommunizierenden sind miteinander verwandt.

Wer hat sich mehr um den Leib Christi in seinem irdischen Leben gesorgt als Maria? Wer hat mehr gelitten als sie bei der Verletzung der Würde Jesu? Darum können wir von ihr auch die Wiedergewinnung der rechten Ehrfurcht vor dem eucharistischen Leib Christi lernen.

kath.net: Herr Regens, Kardinal Meisner hat einmal gesagt: Wo die Marienverehrung lebendig ist, wachsen auch Priesterberufungen. Ist das auch Ihre Beobachtung?

Monsignore Hofmann: Das kann ich bestätigen. In Indien oder in Nigeria, wo die katholischen Familien täglich gemeinsam den Rosenkranz beten, sind die Priesterseminar voll.

Aus denjenigen Pfarrgemeinden und geistlichen Gemeinschaften , die eine lebendige und gesunde Marienverehrung pflegen, kommen die meisten Berufungen zum Priestertum in Deutschland.

Das ist auch gar nicht erstaunlich, denn Maria möchte immer zu Christus führen. Sie hilft, ihn tiefer zu verstehen, zu lieben und ihm voll Vertrauen zu folgen; so wie sie es schon unter dem Kreuz für den Jünger getan hat, den Jesus liebte und sterbend mitgab: „Das ist jetzt deine Mutter!“

Wer dem Beispiel dieses Jüngers folgt, wer Maria in sein Leben hineinnimmt und täglich den Umgang mit ihr pflegt, dem stellt sich dann auch die Frage: „Was will Jesus von mir? Was traut er mir zu? Wie kann ich ihm ähnlich werden?“

kath.net: Der geistliche Gebetsweg an der Hand Mariens endet am Samstag vor Pfingsten mit einer feierlichen Marienweihe durch den Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner. Wie geht es dann weiter, auf dem Kongress und danach?

Monsignore Hofmann: Das muss vor allem die Gottesmutter in die Hand nehmen. Auf dem Kongress sollten nach Möglichkeit viele Teilnehmer der Gebetsinitiative und –gemeinschaft selbst sehen und miterleben, wie ihr Gebet Früchte trägt.

Nach der Weihe geht es darum, dass jeder einzelne mit der Hilfe Gottes in seinem Leben das zu verwirklichen sucht, was er in der Weihe ausspricht: an der Hand Mariens Christus näher zu kommen. Das geschieht durch das regelmäßige Gebet um die Fürsprache Mariens sowie das Streben nach ihren Tugenden: vor allem Glaube, Hoffnung und Liebe in den tausend Kleinigkeiten des Alltags.

Ob sich dann Weiteres daraus ergibt, werden wir sehen und legen es in die Hände und in das Herz der Gottesmutter Maria.

kathTube-Foto: Monsignore Dr. Markus Hofmann und kath.net-Redakteurin Petra Lorleberg

von esther10 29.04.2013 00:49



29. April 2013, 10:20 Eine Frau mit einer herausragenden Rolle in der Kirchengeschichte



Benedikt XVI. sagte 2010 über die hl. Katharina von Siena: „Auch heute zieht die Kirche großen Nutzen aus der geistlichen Mutterschaft vieler Frauen, die – geweiht oder im Laienstand – in den Seelen den Gedanken an Gott nähren“

Rom (kath.net) Am heutigen Festtag der heiligen Katharina von Siena, Kirchenlehrerin und Mitpatronin Europas, veröffentlichen wir die Katechese von Papst Benedikt XVI., die er bei der Generalaudienz am 24. November 2010 über sie gehalten hat.


Liebe Brüder und Schwestern!

Heute möchte ich über eine Frau sprechen, die eine herausragende Rolle in der Kirchengeschichte hatte. Es handelt sich um die hl. Katharina von Siena. Das Jahrhundert, in dem sie lebte – das 14. Jahrhundert –, war eine schwierige Zeit für das Leben der Kirche und der ganzen Gesellschaftsstruktur in Italien und in Europa.

Doch der Herr lässt auch in Augenblicken großer Schwierigkeiten nicht ab, sein Volk zu segnen, indem er heilige Männer und Frauen erweckt, die den Verstand und das Herz aufrütteln und Bekehrung und Erneuerung bewirken.

Katharina ist eine von ihnen, und auch heute noch spricht sie zu uns und spornt uns an, mutig den Weg zur Heiligkeit zu beschreiten, um in immer vollkommenerer Weise Jünger des Herrn zu sein.

Sie wurde 1347 in Siena in einer sehr kinderreichen Familie geboren und starb 1380 in Rom. Im Alter von 16 Jahren trat sie, von einer Vision des hl. Dominikus veranlasst, in den weiblichen Zweig des Dritten Ordens der Dominikaner, den so genannten »Mantellaten« ein.

Sie blieb in der Familie, bekräftigte das Gelübde der Jungfräulichkeit, das sie bereits als Heranwachsende in privater Form abgelegt hatte, und widmete sich dem Gebet, der Buße und den Werken der Nächstenliebe, vor allem zum Wohl der Kranken.

Als der Ruf ihrer Heiligkeit sich verbreitete, führte dies zu einer intensiven Tätigkeit geistlicher Beratung für Menschen aller Stände: Adlige und Staatsmänner, Künstler und Menschen aus dem Volk, geweihte Personen, Kleriker, einschließlich Papst Gregors XI., der zu jener Zeit seinen Sitz in Avignon hatte und den Katharina nachdrücklich ermahnte, nach Rom zurückzukehren.

Sie reiste viel, um die innere Reform der Kirche anzuregen und den Frieden zwischen den Staaten zu fördern: Auch aus diesem Grund erklärte der ehrwürdige Diener Gottes Johannes Paul II. sie zur Mitpatronin Europas. Der alte Kontinent sollte niemals die christlichen Wurzeln vergessen, die seinem Weg zugrunde liegen, und auch weiterhin aus dem Evangelium die Grundwerte schöpfen, die Gerechtigkeit und Eintracht gewährleisten.

Katharina hatte viel zu erleiden, wie viele Heilige. Einige misstrauten ihr so sehr, dass das Generalkapitel der Dominikaner sie 1374, sechs Jahre vor ihrem Tod, sogar nach Florenz beorderte, um sie zu prüfen.

Ihr wurde ein gelehrter und demütiger Ordensmann zur Seite gestellt, Raimund von Capua, später Generalmagister des Ordens. Er wurde ihr Beichtvater und auch ihr »geistlicher Sohn« und schrieb eine erste vollständige Biographie der Heiligen. Sie wurde 1461 heilig gesprochen.

Die Lehre Katharinas, die nur mit Mühe lesen lernte und erst als Erwachsene schreiben konnte, ist im „Dialog der göttlichen Vorsehung“ oder „Buch der göttlichen Lehre“, einem Meisterwerk der geistlichen Literatur, in ihren Briefen und in der Sammlung ihrer Gebete enthalten.

Ihre Lehre ist mit einem solchen Reichtum ausgestattet, dass der Diener Gottes Paul VI. sie 1970 zur Kirchenlehrerin erklärte. Diesen Titel erhielt sie zusätzlich zu dem der Mitpatronin der Stadt Rom, der dem Wunsch des sel. Pius IX. entsprach, und dem der Patronin Italiens, den der ehrwürdige Diener Gottes Pius XII. ihr zuerkannte.

In einer Vision, die aus Katharinas Herz und Verstand nie mehr ausgelöscht wurde, brachte die Gottesmutter sie zu Jesus, der ihr einen wunderschönen Ring schenkte und zu ihr sagte: »Ich, dein Schöpfer und Erlöser, vermähle dich mit mir im Glauben, den du stets rein bewahren sollst, bis du im Himmel mit mir deine ewige Hochzeit feierst « (vgl. Raimund von Capua, S. Caterina da Siena, Legenda maior, Nr. 115).

Jener Ring blieb nur für sie selbst sichtbar. In diesem außergewöhnlichen Ereignis wird der lebendige Mittelpunkt von Katharinas Religiosität und jeder echten Spiritualität deutlich: die Christozentrik. Christus ist für sie gleichsam der Bräutigam, zu dem eine Beziehung der Innerlichkeit, der Gemeinschaft und der Treue besteht; er ist das über alles geliebte Gut.

Diese tiefe Vereinigung mit dem Herrn wird durch ein anderes Ereignis aus dem Leben dieser bedeutenden Mystikerin erläutert: den Herzenstausch. Raimund von Capua zufolge, der das darlegt, was Katharina ihm anvertraut hat, erschien ihr der Herr mit einem leuchtend roten menschlichen Herzen in der Hand, öffnete ihre Brust, legte es dort hinein und sagte: »Liebste Tochter, so wie ich jüngst das Herz genommen habe, das du mir schenken wolltest, so schenke ich dir jetzt das Meinige; von jetzt an wird es den Platz einnehmen, an dem das Deinige war« (ebd.). Katharina hat wirklich die Wortes des hl. Paulus gelebt: »nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir« (Gal 2,20).

Wie die Heilige aus Siena verspürt jeder Gläubige das Bedürfnis, sich die Empfindungen des Herzens Christi zu eigen zu machen, um Gott und den Nächsten so zu lieben, wie Christus liebt.

Und wir alle können unser Herz verwandeln lassen und lernen, wie Christus zu lieben, in Vertrautheit mit ihm, die genährt wird vom Gebet, von der Betrachtung des Wortes Gottes und von den Sakramenten, vor allem durch den häufigen und ehrfürchtigen Empfang der heiligen Kommunion. Auch Katharina gehört zu jener Schar eucharistischer Heiliger, die ich am Ende meines Apostolischen Schreibens Sacramentum caritatis (vgl. Nr. 94) erwähnt habe.

Liebe Brüder und Schwestern, die Eucharistie ist eine außerordentliche Liebesgabe, die Gott uns immer wieder schenkt, um unserem Glaubensweg Nahrung zu geben, unsere Hoffnung zu stärken, unsere Liebe zu entflammen, um uns ihm immer ähnlicher zu machen.

Um eine so starke und authentische Persönlichkeit bildete sich eine echte geistliche Familie: Menschen, die von der sittlichen Autorität dieser jungen Frau mit sehr hohem Lebensniveau angezogen waren. Manchmal waren sie auch beeindruckt von den mystischen Phänomenen, denen sie beiwohnten, wie den häufigen Ekstasen.

Viele stellten sich in ihren Dienst und betrachteten es vor allem als Privileg, von Katharina geistlich geleitet zu werden. Sie nannten sie »Mama«, denn als geistliche Kinder erhielten sie von ihr die Nahrung des Geistes.

Auch heute zieht die Kirche großen Nutzen aus der geistlichen Mutterschaft vieler Frauen, die – geweiht oder im Laienstand – in den Seelen den Gedanken an Gott nähren, den Glauben der Menschen stärken und das christliche Leben auf immer größere Höhen ausrichten.

An einen ihrer geistlichen Söhne, den Kartäuser Giovanni Sabatini, schreibt Katharina: »Ich bezeichne Euch als Sohn, da ich Euch durch ständiges Gebet und Verlangen im Angesicht Gottes gebäre, so wie eine Mutter ihr Kind gebiert« (Brief Nr. 141: An Giovanni Sabbatini). Den Dominikaner Bartolomeo de Dominici redete sie gewöhnlich mit folgenden Worten an: »Liebster Bruder und Sohn in Christus, dem liebreichsten Jesus«.

Ein weiterer Zug von Katharinas Spiritualität ist mit der Gabe der Tränen verbunden. Sie sind Ausdruck einer feinfühligen und tiefen Sensibilität, einer Fähigkeit zur inneren Ergriffenheit und zur liebevollen Zuneigung.

Nicht wenige Heilige hatten die Gabe der Tränen und äußerten damit erneut die innere Bewegtheit Jesu, der vor dem Grab des Freundes Lazarus und dem Schmerz Marias und Martas sowie beim Anblick von Jerusalem in seinen letzten irdischen Tagen seine Tränen nicht zurückgehalten und versteckt hat.

Katharina zufolge vermischen sich die Tränen der Heiligen mit dem Blut Christi, von dem sie in leidenschaftlichem Ton und mit sehr ausdrucksstarken symbolischen Bildern gesprochen hat: »Denkt an den gekreuzigten Christus, Gott und Mensch (…) Setzt euch den gekreuzigten Christus zum Ziel, verbergt euch in den Wunden des gekreuzigten Christus, versenkt euch in das Blut des gekreuzigten Christus« (Brief Nr. 21: An einen, dessen Name nicht genannt wird).

Hier können wir verstehen, warum Katharina, obgleich sie sich der menschlichen Unzulänglichkeiten der Priester bewusst war, stets sehr große Hochachtung vor ihnen hatte: Sie spenden durch die Sakramente und das Wort die erlösende Kraft des Blutes Christi.

Die Heilige aus Siena hat die geistlichen Amtsträger, auch den Papst, den sie den »sanftmütigen Christus auf Erden « nannte, stets aufgefordert, ihrer Verantwortung treu zu sein, wozu sie stets allein durch ihre tiefe und beständige Liebe zur Kirche bewegt wurde.

Bevor sie starb, sagte sie: »Wenn ich aus dem Leib scheide, habe ich wahrhaftig das Leben in der heiligen Kirche und für die heilige Kirche vollendet und hingegeben, was für mich eine einzigartige Gnade ist« (vgl. Raimund von Capua, S. Caterina da Siena, Legenda maior, Nr. 363).

Von der hl. Katharina lernen wir also die höchste Wissenschaft: Jesus Christus und seine Kirche zu kennen und zu lieben. Im „Dialog der göttlichen Vorsehung“ beschreibt sie mit einem einzigartigen Bild Christus als Brücke, die zwischen Himmel und Erde gespannt ist. Sie besteht aus drei Stufen: den Füßen, der Seite und dem Mund Jesu. Indem sie diese Stufen emporsteigt, durchschreitet die Seele die drei Abschnitte eines jeden Weges der Heiligung: die Loslösung von der Sünde, die Übung der Tugend und der Liebe, die süße und liebevolle Vereinigung mit Gott.

Liebe Brüder und Schwestern, wir wollen von der hl. Katharina lernen, mit Mut Christus und die Kirche zutiefst und aufrichtig zu lieben. Machen wir uns daher die Worte der hl. Katharina zu eigen, die wir im „Dialog der göttlichen Vorsehung“ am Ende des Kapitels lesen, in dem von Christus als Brücke die Rede ist: »Aus Barmherzigkeit hast du uns im Blut gewaschen, aus Barmherzigkeit wolltest du Umgang haben mit den Geschöpfen. Du bist außer dir vor Liebe! Es genügte dir nicht, Mensch zu werden, sondern du wolltest auch sterben! (…) O Barmherzigkeit! Mein Herz versinkt im Gedanken an dich: Wohin ich meine Gedanken auch wende, finde ich nichts als Barmherzigkeit « (vgl. Kap. 30). Danke.
http://kath.net/news/41104
kathTube-Foto: Nach alter Überlieferung ist in diesem Reliquiar die Hand der hl. Katharina von Siena

von esther10 29.04.2013 00:03

29 April 2013, 11:52 Regensburger Bischof auf Distanz zu Zollitsch-Aussagen

Zollitsch hat bei einer Diözesanversammlung ein "nicht sakramentales Dienstamt für Frauen" vorgeschlagen - Regensburger Bischof geht auf Distanz und erinnert, dass eine Äbtissin oder Generaloberin mehr Gestaltungsmöglichkeiten hat



Regensburger (kath.net)
Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer ist am Sonntagabend auf Distanz zu Aussagen von Erzbischof Robert Zollitsch gegangen, der im Rahmen einer Versammlung folgendes gemeint hatte: "Ich fördere die Vielfalt der Dienste und Ämter sowie die Zukunft der unterschiedlichen kirchlichen Berufe. Ich tue dies auf der Grundlage der Lehre der katholischen Kirche. Dazu gehört auch der Einsatz für neue kirchliche Dienste und Ämter, die auch Frauen offen stehen, wie etwa ein spezifisches Diakonenamt für Frauen."

Diese Aussagen nahm Voderholzer zum Anlass, in einer Aussendung die große Bedeutung der Frau in der Kirche zu betonen. Bei verschiedenen Gelegenheiten habe er sich die Forderung der Bischofskonferenz, dass der „Anteil an Frauen in Leitungsaufgaben, die nicht die Weihe voraussetzen, deutlich erhöht werden“ soll, ausdrücklich zu eigen gemacht.

Dann erinnerte Voderholzer aber, dass eine Äbtissin oder Generaloberin, eine Ordinariatsrätin oder Rektorin einer kirchlichen Schule wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten als ein neues, nicht sakramentales Dienstamt für Frauen. "Der sakramentale Diakonat gehöre wie das Priester- und Bischofsamt untrennbar zum einen Weihesakrament, das gemäß der biblisch begründeten Tradition der Kirche – auch der Ostkirchen – Männern vorbehalten ist", so Voderholzer.
http://kath.net/news/41101
Foto Bischof Voderholzer (c) Bistum Regensburg

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