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von esther10 02.12.2015 14:51

Mehr als 2.000 Razzien

Französische Polizei findet 320 Schußwaffen bei Islamisten


Razzia in Paris: Polizei findet Kriegswaffen Foto: picture alliance/abaca

PARIS. Die französische Polizei hat seit den Terroranschlägen von Paris mit mehr als 2.000 Razzien auf die Gefahr durch Islamisten reagiert. Dabei wurden 320 Schußwaffen, darunter 30 Kriegswaffen, gefunden, sagte Premierminister Manuel Valls dem französischen Radiosender Europe 1. Zudem seien mehr als 210 Personen in Gewahrsam genommen worden.

Nach den Attentaten von Paris mit 130 Toten gilt im Land der Ausnahmezustand. Dieser ermöglicht den Sicherheitskräften Wohnungsdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluß. Die Maßnahme soll bis zum 26. Februar in Kraft bleiben. Valls schloß jedoch auch eine Verlängerung nicht aus, sollte diese nötig sein.

Zwei der sieben Terroristen sind bisher noch nicht gefaßt worden. Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter europaweit zur Fahndung ausgeschrieben. Die bisher identifizierten Attentäter kamen aus einem islamisch dominierten Viertel von Brüssel sowie als Flüchtlinge über die Balkanroute nach Paris. (ho)
https://jungefreiheit.de/politik/ausland...bei-islamisten/



von esther10 02.12.2015 14:43

Steinbach warnt vor Christenverfolgung in Asylheimen


Erika Steinbach: Grundgesetz gilt ohne Wenn und Aber Foto: dpa

BERLIN. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach hat vor Gewalt gegen Christen in deutschen Asylbewerberunterkünften gewarnt. Berichte über Auseinandersetzungen zwischen Asylbewerbern zeigten, „daß die Menschen nicht nur vor der Gewalt religiöser Fanatiker aus ihren Heimatländern fliehen, sondern auch teilweise religiöse und kulturelle Vorstellungen mitbringen, die zu Konflikten untereinander führen“, sagte Steinbach.

Dies bekämen „offenbar vor allem zum Christentum konvertierte Muslime zu spüren“, warnte die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte in der Unions-Bundestagsfraktion. Dabei sei klar, daß „die Grundwerte unserer Verfassung und unseres Staates ohne Wenn und Aber gelten“ müßten.

Dazu gehöre auch das Gewaltmonopol des Staates, „die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie die Bekräftigung des Existenzrechts Israels als Teil der deutschen Staatsräson“, betonte die CDU-Politikerin. „Wenn wir dafür sorgen wollen, daß die Menschen sich gar nicht erst auf die Flucht aus ihrer Heimat begeben, müssen wir helfen, die Region des Nahen Ostens zu stabilisieren und zu befrieden.“ (ho)
https://jungefreiheit.de/politik/deutsch...-in-asylheimen/



von esther10 02.12.2015 14:35

"Ich erfinde nichts": Der komplette Wortlaut von Franziskus auf dem Rückflug aus Afrika


Papst Franziskus auf dem Rückflug mit Pressesprecher Pater Federico Lombardi SJ
Foto: CNA/Martha Calderón

Von CNA Deutsch/EWTN News

VATIKAN , 01 December, 2015 / 10:00 PM (CNA Deutsch).-
Wie es bereits Tradition ist, hat Papst Franziskus eine fliegende Pressekonferenz abgehalten mit den Journalisten, die ihn auf seinem ersten, historischen Afrikabesuch begleitet haben. Die Reise hatte ihn nach Kenia, Uganda und in die Zentralafrikanische Republik geführt. Bei der Konferenz ging es um den Eindruck, den die afrikanischen Menschen auf ihn gemacht haben, die Korruption in der Welt und auch im Vatikan, seine bevorstehende Reise nach Mexiko und was er über AIDS und Kondome denkt.

Im Folgenden der komplette Text der Antworten des Heiligen Vaters:

In Kenia haben Sie die armen Familien von Kangemi getroffen. Sie haben ihre Geschichten von Ausgrenzung gehört, von fehlendem Zugang zu Trinkwasser. Am gleichen Tag haben Sie im Stadion, wo sie den Jugendlichen begegnet sind, auch deren Geschichten der Ausgrenzung gehört. Ausgrenzung aufgrund von Habsucht der Menschen und Korruption. Was haben sie dabei empfunden und was muss getan werden, um dieser Ungerechtigkeit ein Ende zu bereiten? Danke.

FRANZISKUS: Zu diesem Thema habe ich mich mindestens dreimal heftig geäußert. Das erste Mal bei der Begegnung mit den Volksbewegungen im Vatikan. Das zweite Mal beim Treffen mit den Volksbewegungen in Santa Cruz de la Sierra, in Bolivien. Und zwei weitere Male: ein wenig in Evangelii Gaudium und dann sehr stark in (der Enzyklika) Laudato Si.

Wir haben ein Wirtschaftssystem in dessen Zentrum das Geld steht, der Gott Geld. Ich erinnere mich daran, einmal einen bedeutenden Botschafter getroffen zu haben, der französisch sprach.

Er war kein Katholik. Er sagte zu mir diesen Satz: “Nous sommes tombes de l'idoltarie del argent” (Wir sind dem Götzendienst des Geldes verfallen). Die Dinge laufen auch weiterhin so.

Die Welt wird so weitergehen. Sie haben mich gefragt, was ich bei den Zeugnissen der Jugendlichen von Kangemi empfunden habe. Ich habe mich deutlich ausgedrückt. Ich habe Schmerz empfunden. Ich denke daran, wie die Menschen das alles nicht bemerken. Es war ein großer Schmerz.

Gestern, zum Beispiel, war ich in einem Kinderkrankenhaus, einem pädiatrischen Zentrum in Bangui. Auf der Intensivstation gibt es keine Sauerstoffgeräte. Viele unterernährte Kinder waren dort, viele. Die Ärztin hat mir gesagt, dass die meisten von ihnen sterben werden, weil sie schwer an Malaria erkrankt sind und unterernährt. Ich will keine Predigt halten, aber der Herr hat das Volk Israel immer gerügt... aber es ist ein Wort, dass wir annehmen und anbeten, weil es das Wort Gottes ist - die Idolatrie...

Es ist Götzendienst, wenn ein Mann oder eine Frau ihren Personalausweis als Kind Gottes verlieren und es vorziehen, sich einen Gott nach eigenem Maß zu suchen. Damit fängt es an.

Wenn die Menschheit sich nicht ändert, wird Elend folgen, Tragödien, Kriege. Die Kinder, die an Hunger sterben, die Ungerechtigkeit. Was denkt dieser kleine Teil, der 80 Prozent des Reichtums der Welt in ihren Händen hält? Das ist kein Kommunismus, das ist die Wahrheit. Und die Wahrheit erkennt man oft nicht leicht. Ich danke Ihnen für diese Frage, denn so ist das Leben.

Frage: Was waren die denkwürdigsten Augenblicke dieser Afrikareise. Werden Sie diesen Kontinent bald wieder besuchen? Wohin wird sie ihre nächste Reise führen?

FRANZISKUS: Beginnen wir bei Letzterem. Wenn alles gut geht, wird meine nächste Reise nach Mexiko gehen. Das Datum steht aber noch nicht sicher fest. Zweitens: ob ich noch einmal nach Afrika kommen werde. Ich weiß es nicht, ich bin alt. Die Reisen sind beschwerlich. Und was war die erste Frage?... Diese Menschenmenge, diese Freude, diese Fähigkeit, mit leerem Magen zu feiern. Afrika war eine Überraschung für mich, ich habe mir gedacht: Gott überrascht uns, aber auch Afrika. In vielen Momenten war es die Menschenmenge. Sie haben eine großen Fähigkeit, jemanden aufzunehmen.

In den drei Ländern habe ich diese Aufnahmebereitschaft gesehen, denn sie freuten sich, besucht zu werden. Darüber hinaus hat jedes Land seine eigene Identität. Kenia ist modern und entwickelt. Uganda hat die Identität der Märtyrer. Das Volk Ugandas, sowohl das katholische, als auch das anglikanische, verehrt die Märtyrer. Ich war in zwei Heiligtümern, zuerst in dem anglikanischen, dann im katholischen. Das Gedenken an die Märtyrer ist ihr Personalausweis. Der Wert, das Leben für ein Ideal zu geben.

Die Zentralafrikanische Republik will den Frieden, die Versöhnung, die Vergebung. Sie haben bis vor vier Jahren ganz normal als Geschwister gelebt - Katholiken, Protestanten, Muslime.

Gestern war ich bei den Evangelischen, die sehr gut arbeiten. Später sind sie zur Messe gekommen, und zur Moschee. Ich habe in der Moschee gebetet. Der Imam ist ins Papamobil gestiegen, um eine Runde im Stadion zu drehen. Solche Gesten.

Aber es gibt eine kleine Gruppe, die christlich ist oder sich so nennt, aber sehr gewalttätig. Ich habe das nicht ganz verstanden. Es ist nicht der IS, es ist etwas anderes. Sie wollen den Frieden. Jetzt werden Wahlen stattfinden, sie haben eine Übergangsregierung ausgewählt, sie haben diese Frau Bürgermeisterin als Präsidentin ad interim gewählt. Sie wird die Wahlen durchführen. Sie suchen den Frieden, nicht den Hass.

Man redet heute viel über Vatileaks. Ohne jetzt auf den Prozess einzugehen: Sie haben in Uganda einmal frei über die Korruption gesprochen, die überall gegenwärtig ist, auch im Vatikan. Welche Bedeutung hat die freie, nichtkirchliche Presse in der Ausrottung dieser Korruption, wo immer sie sich auch findet?

FRANZISKUS: „Die freie Presse – kirchlich oder nichtkirchlich, auf jeden Fall aber professionell... die Professionalität kann kirchlich sein oder nicht, wichtig ist, dass sie professionell sind, dass die Nachrichten nicht manipuliert werden – diese Presse ist für mich wichtig, denn die Anklage der Ungerechtigkeiten und der Korruption ist eine gute Sache. Sie sagt: da gibt es Korruption. Und dann muss der Verantwortliche etwas unternehmen, ein Urteil fällen, ein Gericht einsetzen.

Aber die professionelle Presse muss alles sagen, ohne in drei üblichen Sünden zu verfallen: Die Desinformation, also nur die halbe Wahrheit zu sagen und die andere Hälfte zu verschweigen; die Verleumdung: wenn die Medien nicht professionell sind, ziehen sie andere - mit oder ohne wahrheitsgemäßer Grundlage - in den Dreck. Und die Diffamierung: Dinge sagen, die den Ruf der Menschen schädigen. Das sind die drei Sünden, die die Professionalität der Medien angreifen, aber wir brauchen diese Professionalität. Was die Korruption betrifft: sich die Daten genau ansehen und sagen: es ist so und so. Und wenn ein Journalist sich irrt, dann bittet er um Verzeihung,wenn er wirklich professionell ist. So laufen die Sachen gut.

Sie haben die Plattform gelobt, die vom Erzbischof, vom Imam und vom Pastor von Bangui eingerichtet worden ist. Der religiöse Fundamentalismus bedroht den Planeten. Angesichts dieser Gefahr: sollen sich die religiösen Würdenträger mehr auf politischem Gebiet einmischen?

FRANZISKUS: Sich auf politischem Gebiet einmischen, wenn das als ʺPolitik machenʺ verstanden wird, nein. Sie sollen sich ihrer Berufung gemäß verhalten. Aber man macht indirekt Politik durch die Verkündigung der echten Werte, unter denen die Geschwisterlichkeit einer der größten ist. Wir sind alle Kinder Gottes. Man muss eine Politik der Einheit, der Versöhnung betreiben. Ich benutze mal ein Wort, das mir eigentlich nicht gefällt - Toleranz – aber nicht nur Toleranz, sondern auch Zusammenleben,

Freundschaft. Der Fundamentalismus ist eine Krankheit, die es in allen Religionen gibt. Wir Katholiken haben auch einige Fundamentalisten; nicht nur einige, viele, die glauben, die absolute Wahrheit zu besitzen und andere durch Verleumdung und Diffamierung schädigen, die Böses tun. Das sage ich, weil es meine Kirche ist. Wir alle. Das muss man bekämpfen. Der religiöse Fundamentalismus ist gar nicht religiös, weil ihm Gott fehlt. Er ist götzendienerisch. Politik zu machen im Sinne, diese Leute zu überzeugen, dass sie diese Tendenz haben, das ist Politik, wie sie die religiösen Oberhäupter machen sollen. Aber der Fundamentalismus endet immer in einer Tragödie oder einem Verbrechen. Er ist etwas schlimmes, aber es gibt ihn in allen Religionen.

Während wir heute morgen in Bangui waren, gab es in Rom eine neue Anhörung von Monsignore Vallejo Balda und (Francesca) Chaouqui. Warum die Ernennung dieser beiden? Warum war in ihrem Reformprozess Platz für diese Personen? Glauben Sie, dass es ein Fehler war?

FRANZISKUS: Ich glaube, dass ein Fehler begangen wurde. Vallejo Balda kam da hinein durch das Amt, das er bis dahin innehatte: er war Sekretär der Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten. Wie sie (Frau Chaouqui) eingestellt wurde, das weiß ich nicht. Aber ich glaube, er hatte sie empfohlen, weil sie die Welt der geschäftlichen Beziehungen gut kannte. Sie haben gearbeitet und als die Arbeiten beendet waren, blieben die Mitglieder der Kommission COSEA auf einigen Posten im Vatikan. Auch Vallejo Balda. Frau Chaouqui nicht, denn sie war nur für die Kommission gekommen. Einige sagen, sie wäre darüber verärgert gewesen. Die Richter werden uns die Wahrheit sagen, ihre Intentionen, wie sie es getan haben. Für mich war das keine Überraschung. Mir hat das nicht den Schlaf geraubt. Denn es hat letztlich die Arbeit gezeigt, die bereits durch die Kardinalskommission K9 begonnen wurde, um die Korruption und Dinge, die nicht funktionieren, aufzudecken.

Ich möchte allen etwas sagen: dieses Wort “Korruption” hat auch einer der Kenianer gesagt, 13 Tage vor dem Tod des heiligen Johannes Paul II, beim Kreuzweg; dort sprach der damalige Kardinal Ratzinger, der dem Gebet vorstand, vom Schmutz in der Kirche. Er hat ihn als erster verurteilt. Dann stirbt der heilige Johannes Paul. Und Ratzinger wird Papst. In der Messe Pro eligendo Pontifice war er Dekan, Camarlengo. Er hat über das gleiche gesprochen. Wir haben ihn aufgrund dieser Freiheit gewählt. Von diesem Moment an hat man im Vatikan von Korruption gesprochen.

Zu diesem Urteil habe ich den Richtern die konkreten Anklagen geliefert. Was für die Verteidigung wichtig ist, ist die Formulierung der Anklagen. Ich habe die konkreten und technischen Anklagen nicht gelesen. Ich hätte mir gewünscht, dass das alles vor dem 8. Dezember, zum Jahr der Barmherzigkeit, beendet wäre, aber ich glaube, das ist nicht machbar, weil ich möchte, dass alle Verteidiger Zeit haben, zu verteidigen, dass darin Freiheit bestehe. Die Korruption kommt von weit her.

Was gedenken Sie zu tun, damit sich diese Vorfälle nicht wiederholen?

FRANZISKUS: Ich danke Gott, dass es keine Lucrezia Borgia gibt.... aber ich weiß nicht. Ich werde mit den Kardinälen weitermachen, um mit der Korruption aufzuräumen.

Heiligkeit, zuallererst danke ich Ihnen für alles, was Sie für den Frieden in Kolumbien und in der Welt getan haben. Eine gezielte Frage: zum spezifischen Thema des politischen Wechsels in Lateinamerika, der dazu geführt hat, dass in Argentinien Herr Macri nach 12 Jahren die Kirchner-Ära abgelöst hat. Was denken Sie über den neuen Kurz der lateinamerikanischen Politik?

FRANZISKUS: Ich habe einige Meinungen dazu gehört, aber über diese Geopolitik kann ich in diesem Moment nichts sagen. In verschiedenen Ländern gibt es derartige Probleme. Aber ich weiß nicht warum, ich weiß nicht, wie sie anfangen. Es gibt verschiedene lateinamerikanische Länder in solch einer Situation der Veränderung, aber ich kann das nicht erklären.

Afrika wird schwer von AIDS heimgesucht. Die Medikation lässt die Menschen länger leben, aber die Epidemie geht weiter. Allein in Uganda gab es im letzten Jahr 135.000

Neuinfizierungen. In Kenia ist die Situation sogar noch schlimmer. HIV ist die hauptsächliche Todesursache in Afrika. Sie haben seropositive Kinder besucht und ein bewegendes Zeugnis in Uganda gehört. Aber sie haben wenig zu diesem Thema gesagt. Wir wissen, dass Vorbeugung grundlegend ist. Auch wissen wir, dass Kondome nicht die einzige Möglichkeit sind, die Epidemie zu stoppen, aber ein wichtiger Teil der Antwort darauf. Ist es vielleicht nicht Zeit, die Position der Kirche diesbezüglich zu ändern, den Gebrauch von Kondomen zu erlauben, um neue Infektionen zu vermeiden.

FRANZISKUS: Diese Frage scheint mir zu eng gestellt, und es scheint eine partielle Frage zu sein. Ja, es [die Verwendung von Kondomen] ist eine der Methoden. Die Morallehre der Kirche steht in dieser Frage vor einer Perplexität: was ist mit dem fünften oder sechsten Gebot? Das Leben verteidigen, dass sexuelle Beziehungen offen sind für das Leben...aber das ist alles nicht das Problem. Das Problem ist größer. Diese Frage erinnert mich daran, was sie einst Jesus fragten, ob es den Gesetzen entspräche, am Sabbath zu heilen. Es ist eine Pflicht zu heilen.

Diese Frage, ob es zulässig sei, am Sabbath zu heilen...

Aber Mangelernährung, die Entwicklung der Person, Ausbeutung, Zwangsarbeit, der Mangel an Trinkwasser: Das sind die Probleme. Lasst uns nicht darüber reden, ob jemand dieses oder jenes Pflaster für eine kleine Wunde verwenden kann. Die ernste Wunde ist soziale Ungerechtigkeit, ökologische Ungerechtigkeit, Ungerechtigkeit die...ich mag es nicht, über solche Fallbeispiele nachzudenken, wenn Menschen durch einen Mangel an Trinkwasser sterben, an Hunger, Umweltschäden.

Wenn alle geheilt sind, wenn es diese tragischen Krankheiten nicht mehr gibt, die der Mensch verursacht, sei es aus sozialer Ungerechtigkeit oder um Geld zu verdienen – ich denke an den Waffenhandel – wenn diese Probleme nicht mehr existieren, dann denke ich können wir die Frage stellen: "Ist es rechtmäßig, am Sabbath zu heilen?" Denn, wenn Waffenherstellung und Waffenhandel weiter gehen...Kriege sind die größte Todesursache...Ich würde sagen, denkt nicht darüber nach, ob es rechtmäßig ist, am Sabbath zu heilen. Ich würde der Menschheit sagen: "Schafft Gerechtigkeit". Und wenn alle geheilt sind, wenn es keine Ungerechtigkeit mehr gibt, dann können wir über den Sabbath reden."

Die Zeitungen der letzten Woche haben über zwei konkrete Ereignisse berichtet. Zum einen ihre große Reise nach Afrika. Zum anderen, die Krise zwischen Russland und der Türkei wegen einem abgeschossenen Flugzeug. Was ist die Einstellung des Vatikans in dieser Angelegenheit? Gedenken Sie im nächsten Jahr, zum 101. Gedenktag der Ereignisse in Armenien (dem Völkermord) dorthin zu gehen, wie sie es in der Türkei gemacht haben.

FRANZISKUS: Letztes Jahr habe ich drei Patriarchen versprochen, dass ich kommen würde. Das Versprechen gilt. Dann zu den Kriegen; die Kriege kommen durch Machtgier. Ich rede jetzt nicht von den Kriegen, in denen sich jemand richtigerweise gegen einen Angreifer verteidigt. Die Kriege sind eine Industrie. In der Geschichte haben wir oft gesehen, dass man - wenn die Bilanz nicht stimmt - einen Krieg macht und die Sache regelt sich. Der Krieg ist eine Fabrik.

Die Terroristen. Machen sie Waffen? Wer gibt ihnen die Waffen, um Krieg zu führen? Es gibt ein Netz aus Interessen. Es gibt eine imperiale Großmacht, eine konjunkturelle Großmacht. Seit Jahren sehen wir, wie die Kriegsgebiete immer größer werden. Was ich denke? Die Kriege sind eine Sünde gegen die Menschheit, sie zerstören sie. Sie sind Ursache der Ausbeutung, des Menschenhandels, vieler Dinge. Man muss das stoppen.

Bei den Vereinten Nationen habe ich zweimal diese Worte gesagt, in Kenia und in New York: eure Arbeit sei kein Nominalismus, sie sei effektiv, dass Frieden werde. In Afrika geschieht viel, ich habe gesehen, wie die Blauhelme arbeiten, aber das genügt nicht. Die Kriege kommen nicht von Gott. Gott ist ein Gott des Friedens: er hat die Welt geschaffen, er hat sein Werk getan. Dann, so erzählt die Bibel, erschlägt ein Bruder den anderen: das ist der erste Weltkrieg unter Brüdern.

Heute beginnt in Paris die Konferenz zum Klimawandel. Sie haben große Anstrengungen unternommen, dass alles gut ausgeht, aber: erwarten wir nicht zu viel von diesem Weltklimagipfel? Sind Sie sicher, dass die COP21 der Beginn einer Lösung ist?

FRANZISKUS: Ich bin nicht sicher, aber ich kann sagen: jetzt oder nie. Seit der ersten in Tokio bis heute ist nur wenig geschehen. Jedes Jahr werden die Probleme schlimmer. Bei einem Treffen von Universitätsstudenten zu der Frage, welche Welt wir unseren Kindern hinterlassen möchten, fragte einer, ob wir sicher sind, dass es Kinder dieser Generation geben wird. Wir sind am Rande des Selbstmords. Ich bin sicher, das fast alle Teilnehmer an der COP21 in Paris das wissen und etwas tun wollen. Ich habe gelesen, dass die Gletscher in Grönland tausende von Tonnen verlieren, im Pazifik gibt es ein Land, das Grund von einem anderen Land kauft, um umzusiedeln, weil es in 20 Jahren nicht mehr existieren wird. Ich habe Vertrauen, ich habe Vertrauen, dass diese Leute etwas tun werden. Ich bin sicher, dass sie guten Willens sind, etwas zu tun. Ich wünsche mir das und bete dafür.

Viele Gesten des Respekts und der Freundschaft gegenüber dem Islam. Was sagen der Islam und die Lehren des Propheten Mohammed der heutigen Welt.

FRANZISKUS: Man kann einen Dialog führen. Sie haben viele Werte und diese Werte sind konstruktiv. Auch ich selbst habe die Erfahrung einer Freundschaft mit einem Muslim, einer weltbedeutenden Führungskraft. Wir können reden. Diese Werte: er betet, ich bete. Das Gebet, beispielsweise, das Fasten, das sind religiöse Werte. Auch andere.

Man kann eine Religion nicht abschaffen, weil es in bestimmten Momenten der Geschichte einige oder mehrere Gruppen von Fundamentalisten gibt. Es stimmt, dass es in der Geschichte immer Religionskriege gegeben hat. Auch wir müssen um Vergebung bitten. Katharina von Medici war keine Heilige, und der Dreißigjährige Krieg, die Bartholomäus-Nacht...wir müssen um Vergebung bitten für fundamentalistischen Extremismus in den Religionskriegen.

Sie haben Werte und man kann miteinander reden. Ich war in der Moschee. Der Imam wollte mit mir ins Stadion fahren. Der Papst und der Imam, zusammen. Es gibt Menschen mit Werten und Religion und andere ohne. Wie viele Kriege, nicht nur Religionskriege, haben die Christen geführt. Die Plünderung Roms, das haben nicht die Muslime getan... sie haben Werte, sie haben Werte.

Wir wissen, dass sie Mexiko besuchen werden. Wir möchten gerne mehr über diese Reise erfahren. Werden Sie auch nach Kolumbien oder in andere lateinamerikanische Länder, wie Peru, gehen, wie sie einmal gesagt haben?

FRANZISKUS: Reisen in meinem Alter sind nicht gesund. Man kann sie machen, aber sie hinterlassen Spuren. Ich gehe nach Mexiko, vor allem um Unsere Liebe Frau, die Mutter Amerikas, zu besuchen; deshalb gehe ich nach Mexiko-Stadt. Wenn die Jungfrau von Guadalupe dort nicht wäre, würde ich nicht hingehen, denn der Zweck der Reise ist, drei oder vier Städte zu besuchen, in denen noch nie ein Papst war. Aber ich gehe nach Mexiko-Stadt wegen der heiligen Jungfrau. Danach reise ich nach Chiapas, im Süden, an der Grenze zu Guatemala, dann nach Morelia und – das ist fast sicher – auf der Rückreise nach Rom werde ich mehr oder weniger einen Tag in Ciudad Juárez verbringen. Was die Reise in andere lateinamerikanischer Länder betrifft: man hat mich eingeladen, nach Aparecida zu kommen, zur anderen Patronin (Amerikas). Vielleicht kann ich andere Länder besuchen, das weiß ich nicht, es gibt keine Pläne.

Bei dieser ersten Afrikareise war man um die Sicherheit besorgt. Was sagen Sie der Welt, die glaubt, dass Afrika nur Opfer von Kriegen und voller Zerstörung sei?

FRANZISKUS: Afrika ist immer von anderen Großmächten ausgebeutet worden, war immer Opfer. Aus Afrika wurden die Sklaven nach Amerika verkauft. Es gibt Mächte, die sich nur die großen Reichtümer Afrikas holen wollen.

Der Kontinent ist reich, aber man denkt nicht daran, die Länder wachsen zu lassen, damit sie arbeiten können, damit alle Arbeit haben. Ausbeutung, Afrika ist Märtyrer der Ausbeutung. Diejenigen, die sagen, dass aus Afrika alle Katastrophen und Kriege kommen, verstehen den Schaden nicht, der für die Menschheit aus einigen Formen der Entwicklung kommt. Deshalb liebe ich Afrika, weil Afrika Opfer anderer Mächte war.

Ich danke Ihnen für Ihre Arbeit. Jetzt kommt das Essen, aber ich denke, Sie werden fasten, weil Sie an diesem Interview arbeiten müssen. Ich antworte auf das, was ich weiß. Wenn ich etwas nicht weiß, dann sage ich nichts, weil ich es nicht weiß. Ich erfinde nichts.
http://de.catholicnewsagency.com/story/d...aus-afrika-0255




von esther10 02.12.2015 12:29

Dienstag, 1. Dezember 2015
Kinderreiche Familien müssen entlastet werden


Foto: Verband kinderreicher Familien
(PM Verband kinderreicher Familien, Mönchengladbach, den 18. November 2015) „Familien tragen die Zukunft“: Unter dieser Überschrift fand am 14. November der 2. Familienkongress des Verbands kinderreicher Familien e.V. (KRFD) in Köln statt, in Kooperation mit der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie.

Eröffnet wurde er von Dr. Elisabeth Müller (Vorstandsvorsitzende KRFD) und Daniela Kobelt Neuhaus (Vorstandsmitglied Karl Kübel). Beide bekräftigten, wie sehr sie sich über die Zusammenarbeit freuten. „Wir sind heute zusammengekommen, um die Stimme der kinderreichen Familien zu stärken – Mut zu machen, dass sich Familien ihren Wunsch erfüllen, mehrere Kinder in die Welt zu setzen“, sagte Müller.

„Kinder sind das Wichtigste für unsere Gesellschaft – sie sind die Zukunft," zitierte Kobelt Neuhaus den Stiftungsgründer Karl Kübel. Grüße der erkrankten Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) überbrachte Bürgermeister Hans-Werner Bartsch (CDU). In einem schriftlichen Grußwort sprach die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig (SPD) dem Kongress Ihre Unterstützung aus.

Als Referenten waren der Leiter des Fachbereichs "Familie und Fertilität“ im Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung Dr. Martin Bujard und der Jurist Dr. Jürgen Borchert geladen, sowie MdB Martin Patzelt (CDU) als Diskussionsteilnehmer. Die Diskussionen moderierten Alexandra von Wengersky und Dr. Tanja zu Waldeck vom KRFD.

Dr. Martin Bujard räumte mit einem gängigen Vorurteil auf: „Das negative Image Kinderreicher ist eine Chimäre“, so Bujard. Die tatsächliche Einstellung zu kinderreichen Familien in der heutigen Gesellschaft sei überwiegend positiv. Die Wurzeln des Negativimages lägen in den 60er Jahren, in denen Kinderreichtum stigmatisiert und in Leitmedien zu „generativer Disziplin“ aufgerufen worden sei - mit fatalen Folgen. Denn, so Bujard, zwei Drittel des Geburtenrückgangs seit den 70er Jahren seien durch den Rückgang kinderreicher Familien und nur ein Drittel durch Kinderlosigkeit hervorgerufen. Als wirksamste familienpolitische Maßnahme, um kinderreiche Familien zu unterstützen, empfahl er eine Anhebung des Kindergeldes für das dritte und vierte Kind.

Dr. Jürgen Borchert sprach sich ebenfalls für eine finanzielle Entlastung kinderreicher Familien aus. Anders als Bujard forderte er jedoch eine Reform des Sozialversicherungssystems. „Der Keil zwischen Brutto und Netto sind die Sozialversicherungsbeiträge, die für Kinderlose und Menschen mit Kindern gleich sind.“ Anhand einer Beispielrechnung führte er vor Augen, dass bei einem mittleren Jahreseinkommen von 35.000 Euro nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge und der steuerlichen Existenzminima ein kinderloses Ehepaar noch ein Plus von knapp 8.400 Euro, hingegen ein Ehepaar mit zwei Kindern ein Minus von 760 und eines mit drei Kindern gar von 5.400 Euro verzeichneten. „Sehen Sie zu, dass die Leute urteilen können, dann können sie auch teilen“, rief er den Kongressteilnehmern zum Abschluss zu und ermutigte einzelne Familien ebenso wie deren Verbände, die vom Verfassungsgericht dem Gesetzgeber längst aufgegebene Korrektur der Steuergesetzgebung einzufordern.

Im Rahmen kleiner Arbeitsgruppen identifizierten die Teilnehmer Herausforderungen und diskutierten Herangehensweisen bei den Themen „Partnerschaftliches Arbeiten“, „Familienzentren“, „Kinderreiche Kitas“, „Aktuelle Familienbilder“, „Kinderreich und alleinerziehend“ sowie „Wohnen und Bauen mit Mehrkindfamilien“.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Fair Family-Preises an den koreanischen Automobilhersteller Ssang Yong. „Kinderreiche Familien brauchen verlässliche Autos zu einem erschwinglichen Preis“, so Müller. „Große Familien haben einen großen Aktionsradius und müssen Dinge bewegen. Ohne Autos geht dies nicht“, fasste Müller in ihrer Laudatio zusammen.

An der vom BMFSFJ geförderten Veranstaltung nahmen rund 140 Erwachsene und Kinder teil, Politikschaffende auf Landes- Bundes- und Europaebene sowie Medienvertreter. Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. dankt der Firma Nestlé für ihre Unterstützung des Kongresses.
http://kultur-und-medien-online.blogspot...Medien+-+online)


von esther10 02.12.2015 12:29

Dienstag, 1. Dezember 2015
Wissenschaftler: Konsum von Cannabis schädigt Gehirn


(Aponet) Häufig Hasch zu rauchen, besonders solches mit einem sehr hohen THC-Gehalt, schädigt offenbar einen Bereich des Gehirns, der für die Kommunikation zwischen der rechten und der linken Gehirnhälfte wichtig ist. Dies berichtet ein britisch-italienisches Forscherteam im Fachblatt Psychological Medicine.

Häufiger Konsum von hochwirksamem Cannabis wirkt sich auf die Struktur von Fasern aus, die die weiße Substanz des Gehirns bilden. Das konnten Dr. Paola Dazzan vom King's College London und ihre Kollegen mit Hilfe von bildgebenden Verfahren nachweisen. Sie hatten sich speziell dem sogenannten Corpus callosum gewidmet, der die größte Struktur der weißen Substanz im Gehirn darstellt. Er verbindet die rechte mit der linken Hirnhälfte und ist für die Kommunikation zwischen den beiden Seiten zuständig.

Die Veränderungen waren sowohl bei Studienteilnehmern, die eine Psychose hatten, als auch bei jenen ohne Psychose nachweisbar, wie die Forscher berichten. Schon länger sei bekannt, dass die Langzeitnutzung von Cannabis das Risiko für Psychosen erhöhen könne, so die Forscher. Des Weiteren deuteten aktuelle Studien darauf hin, dass Veränderungen von Funktionen und Strukturen im Gehirn für die erhöhte Anfälligkeit verantwortlich sein könnten.

Je mehr Cannabis geraucht werde und je stärker er sei, desto größer sei der Schaden, der daraus entstehe, resümieren die Forscher aufgrund ihrer Ergebnisse. Dies sei besonders bedenklich, da der heute am häufigsten gehandelte Cannabis besonders hohe Mengen der psychoaktiven Substanz Tetrahydrocannabinol (THC) enthalte. Diese Sorte wird auch als skunk-ähnlicher Cannabis bezeichnet. Skunk ist das englische Wort für Stinktier. Der Geruch dieser Sorte soll der intensiv-unangenehmen Duftnote von Stinktier-Sekret ähneln.
http://kultur-und-medien-online.blogspot...Medien+-+online)



von esther10 02.12.2015 12:28

Dienstag, 1. Dezember 2015

Anne Wünsche wurde zum Abtreiben gedrängt

Die Laiendarstellerin Anne Wünsche (Berlin – Tag & Nacht) wurde nach Angaben des Pop-Magazins „OK!“ massiv zu Abtreibung ihres Kindes gedrängt.

Anne Wünsche auf ihrem Facebook-Konto: „Wie oft ich mir in meiner ersten Schwangerschaft anhören musste, dass, wenn ich nicht abtreiben würde, mein ganzes Leben damit zerstöre! Ich hab' keine Sekunde auch nur einen Gedanken daran verschwendet... Ich hab_ mich von den Leuten getrennt. Denn HEUTE bin ich sogar noch glücklicher, reicher und vollständiger als damals!!!!!!! Ich LIEBE meine Kinder und bereue es nicht, so jung Mutter zu sein.“

Die 24jährige brachte am 11. November ihr zweites Kind zur Welt.

Viele ihrer Fans zeigen sich begeistert über das junge Baby und schreiben entsprechende Botschaften auf der Facebook-Seite von Anne Wünsche: „Sie ist so ein süßer knopf. Genies es anne.“ „Anne deine kleine ist so süß ich muss leider noch ein paar Wochen warten bis ich mit meinem Sohn kuscheln kann.“ „Herzlichen Glück Wunsch *-* die kleine ist so Zucker! genieße die Zeit.. Die vergeht sehr schnell“.

von esther10 02.12.2015 12:26

Dienstag, 1. Dezember 2015

Psychologe: Schutz von Kindern vor Pornographie immer schwieriger

Die technologische Entwicklung macht es zunehmend schwieriger, Kinder vor Pornographie zu schützen, so der Psychologe Tony Tramelli in einem Bericht von „Fox2Now“.

Inzwischen liegt das Durchschnittsalter der ersten Begegnung mit Pornographie bei elf Jahren. Zwei Drittel der 16jährigen schauen Pornographie regelmäßig. Vor allem Smartphones und Tablets haben den Zugang zur Pornographie bei Minderjährigen hochschnellen lassen.

Die meisten Nutzer sind Jungen, doch der Anteil von Mädchen wächst schnell.

Studien zeigen, dass der exzessive Konsum von Pornographie zu Sucht führen und lebenslange Folgen nach sich ziehen kann.

von esther10 02.12.2015 12:25

Dienstag, 1. Dezember 2015
Studie: Kinder unter permanentem Kommunikationsdruck

Zwei Drittel der 8- 14Jährigen und 86 Prozent der 13- und 14Jährigen besitzen ein Smartphone, welches sie hauptsächlich zur Kommunikation benutzen. Besonders beliebt sind hierfür Applikationen wie WhatsApp.

Problematisch dabei ist allerdings die Tatsache, dass viele der heranwachsenden ohne Apparat gar nicht mehr leben können. Sie fühlen sich verpflichtet, immer online zu sein und sofort auf jede Kommunikation zu reagieren.

Laut einer Studie der Universität Mannheim fühlen sich inzwischen 24 Prozent der 8- 14jährigen gestresst.

Ziel der Studie war zu erfahren, wie sich Smartphones auf den Alltag und die Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen auswirkt.

Etwa die Hälfte der Befragten meinte, die permanente Erreichbarkeit würde sie von wichtigeren Dingen ablenken. 43 Prozent meinten, sie würde zu viele persönliche Daten preisgeben. 21 Prozent wäre schon beim Surfen ohne es zu wollen auf nicht jugendfreie Seiten gelandet. 20 Prozent bekannten, durch das Handy Probleme bei den Schulleistungen zu bekommen. 11 Prozent sind schon Opfer von Mobbing geworden.

Bei 21 Prozent der Jugendlichen zeigte sich eine „sehr starke Bindung“ zu den Smartphones und sie müssten ständig an ihre Apparate denken.

Die Angst, „etwas zu verpassen“ ist das Hauptmotiv für die neurotische Anhänglichkeit an die Handys. Kinder und Jugendliche fühlen sich verpflichtet, immer „online“ zu sein, um nicht von ihrer Bezugsgruppe ausgeschlossen zu werden, so die Studie.

von esther10 02.12.2015 12:24

Dienstag, 1. Dezember 2015
Wer gegen #Gewalt
An Frauen ist, muss auch gegen Prostitution sein!


Mathias von Gersdorff

In den sozialen Medien Facebook, Twitter usw. las man am 25. November 2015, dem Gedenktag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen, laufend Erklärungen von Politikern, man müsse mehr gegen Gewalt an Frauen tun. Sie posteten diese Stellungnahmen mit dem Hashtag #GewaltanFrauen.

Dem Bundesfamilienministerium unter der Führung von Manuela Schwesig war das nicht genug und es initiierte eine eigene Twitter-Kampagne mit dem Hashtag #schweigenbrechen: Frauen sollen öffentlich über die erlittene Gewalt sprechen.

Die meisten Politiker, die sich an diesen beiden Kampagnen beteiligen, stammten von den Grünen oder aus der SPD.

Da kam einem sofort in den Sinn: Diese beiden Parteien haben durch das rot-grüne Prostitutionsgesetz vom Jahre 2002 die Prostitution dermaßen vereinfacht, dass Deutschland zu einem wahren Paradies für die Betreiber dieses „Geschäfts“, das meist in (halb)-kriminellen Händen ist, herabgesunken ist.

Kurz: Das Prostitutionsgesetz ist eine Schande. Im restlichen Europa gilt Deutschland als der „Puff Europas“.

Es ist empörend, dass nun SPDler und Grün*innen große Sprüche gegen #GewaltanFrauen loslassen und die massenhafte Prostitution in Deutschland, die zudem einen blühenden Menschenhandel (von der Porno-Industrie ganz zu schweigen) alimentiert, ignorieren.

Einmal mehr zeigt sich: Viele unserer Politiker sind dermaßen in ihren ideologischen Schablonen gefangen, dass sie offensichtliche Realitäten nicht sehen können.

Die rot-grünen Weltverbesserer waren derart strikt der Meinung, dass die Liberalisierung der Prostitution und die Anerkennung als regelrechter Beruf zur Emanzipation der Frauen führen würde, dass sie gar nicht in der geistigen Verfassung sind, zu erkennen, dass genau das Gegenteil passiert ist.

Appelle von Polizei, Politikern und selbst von Feministinnen wie Alice Schwarzer prallen am ideologischen Panzer der rot-grünen Gutmenschen ab.

Wie lange soll das noch gutgehen?
http://kultur-und-medien-online.blogspot...Medien+-+online)
Wann werden Manuela Schwesig und ihre rot-grünen Genossen kapieren: Wer Gewalt an Frauen ablehnt, muss auch gegen Prostitution sein.



von esther10 02.12.2015 11:58

Mitmenschliche Verpflichtung, Begleiter beim Sterben zu sein
15. SEPTEMBER 2015 / MVL


Foto: Johannes Selle, MdB CDU

Johannes Selle, MdB CDU, setzt sich für ein vollständiges Verbot der Suizidmitwirkung ein. Er befürchtet ein schleichendes Ausweiten der Fälle, die heute wie selbstverständlich ausgeschlossen werden.

EfL: Herr Selle, Sie haben den Gesetzentwurf von Patrick Sensburg und Thomas Dörflinger unterzeichnet, der sich für ein ausnahmsloses Verbot der Suizidmitwirkung auch für Ärzte und Angehörige ausspricht. Weshalb haben Sie diese Entscheidung getroffen?

Johannes Selle: Das Thema Sterbehilfe ist für alle emotional, auch für mich. In irgendeiner Weise ist wohl jeder von uns schon mit Tod und Sterben in Berührung gekommen und hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht, die sich auch in den verschieden Gesetzentwürfen widerspiegeln. Mein persönliches Empfinden sagt mir, dass wir eigentlich eine mitmenschliche Verpflichtung haben, Begleiter beim Sterben zu sein und nicht zum Sterben zu verhelfen. Dieser Gedanke liegt mir besonders am Herzen. Aus meiner Sicht sollte ein Gesetz niemandem zusagen, dass Töten vor dem Schöpfer zu verantworten ginge.

EfL: Die öffentliche Diskussion wird vor allem vom individuellen Anspruch der Menschen auf Autonomie und Selbstbestimmung geprägt. Welche Auswirkungen auf unsere Gesellschaft befürchten Sie, sollte die assistierte Selbsttötung – in Teilen – straffrei bleiben?

Johannes Selle: Wir kommen mit dem Gesetzesvorhaben, bei dem die letzte Lebensphase in den Mittelpunkt gestellt wird, an eine ethische Grenze. Als ein zentraler Begriff in der öffentlichen Diskussion erweist sich die Selbstbestimmung über das eigene Leben. Doch hier stellen sich mir die Fragen, was ist wenn man selbst eine solche Entscheidung nicht mehr treffen kann. Sollen Angehörige oder Ärzte darüber bestimmen? Geben wir damit nicht Selbstbestimmung und Autonomie ab? Wir alle wünschen uns einen würdevollen Tod. Aus eigener Erfahrung habe ich erlebt, wie Sterbende persönliche und liebevolle Nähe dankbar angenommen haben. Für mich ist es kaum vorstellbar, in solch einer Situation eine Diskussion über die Möglichkeiten des assistierten Suizids zu führen. Das empfinde ich als unwürdig.

EfL: Abtreibung ist gemäß §218 StGB verboten, jedoch unter bestimmten Bedingungen straffrei. Würde man in einer beliebigen Fußgängerzone Passanten befragen, wäre ein nicht unerheblicher Anteil der Auffassung, Abtreibung sei inzwischen nicht mehr verboten. Wie sehen Sie die Gefahr, dass dieses Rechtsempfinden mittel- bis langfristig auch bei der Suizidmitwirkung eintritt?

Johannes Selle: Ich befürchte bei der Zulassung der Beihilfe zum Tod auch ein Aufweichen des Unrechtsbewusstseins und ein schleichendes Ausweiten der Fälle, die heute wie selbstverständlich ausgeschlossen werden. Das ist unsere vielfache, menschliche Erfahrung. Anstelle des „Willens” zum vorzeitigen Sterben könne im Laufe der Zeit schleichend der „mutmaßliche Wille” und schließlich das gesellschaftlich geforderte „Sollen” treten.
Im Hintergrund dieses Argumentes stehen die Erfahrungen in den Niederlanden, wo die sogenannten Sorgfältigkeitskriterien bei der aktiven Sterbehilfe offensichtlich in immer mehr Fällen nicht korrekt eingehalten werden.

EfL: Schon heute werden 90% der Kinder mit Trisomie 21 abgetrieben, die meisten Behinderungen (auch im weiteren Sinne) entstehen jedoch im Lauf des Lebens. Wie sehen Sie die Gefahr, dass am anderen Ende des Lebens eine ähnliche Entwicklung entsteht?

Johannes Selle: Ich hoffe, dass es uns zukünftig gelingt, diesen hohen Prozentsatz signifikant zu verringern. Ein Leben mit Behinderung, egal in welchem Lebensalter, darf nicht dazu führen es als unwürdig zu bezeichnen.
Ist ein Familienangehöriger schwer erkrankt, leidet oftmals die ganze Familie. Leider sehen sich viele ältere und kranke Menschen als finanzielle und gesellschaftliche Belastung. Die Lösung darf nicht der assistierte Suizid sein.

EfL: In Deutschland sterben jährlich ca. 10.000 Menschen durch Suizid – mehr als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegale Drogen zusammen. Von jedem Suizid sind laut WHO im Schnitt 6 bis 23 Menschen betroffen. Welches Signal geht von einem Gesetzesvorhaben aus, das eine Hilfe zur Selbsttötung zumindest toleriert?

Johannes Selle: Es besteht die Gefahr, dass Missverständnisse auftreten, was ein selbstbestimmtes und lebenswertes Leben ist. Das darf auf gar keinen Fall passieren.

EfL: Was erhoffen Sie sich von der politischen Debatte im Bundestag?

Johannes Selle: Ich erhoffe mir eine konstruktive und faire Debatte. Alle Gesetzesentwürfe und Argumente sollen in der Debatte genügend Raum bekommen und abgewogen werden. Schlussendlich ist jeder Abgeordneten seinem Gewissen verpflichtet.
Ich wünsche mir, dass am Ende dieser Debatte steht, dass jedes Leben lebenswert ist.
Insgesamt bin ich dankbar, dass wir als starke Demokratie und über die Parteigrenzen hinweg, solch eine wichtige gesellschaftliche Debatte führen können.
http://entscheidung-fuers-leben.de/2015/...selle/#more-661
EfL: Herzlichen Dank für das Gespräch!



von esther10 02.12.2015 11:57

20.09.2015

Gegendemonstranten bringen Marsch für das Leben ins Stocken


Mit Sitzblockaden gegen "Lebensschützer"
Unerwartet heftigen Protest erlebten in diesem Jahr die Teilnehmer des "Marsches für das Leben" durch das Zentrum Berlins. Sitzblockaden behinderten den Ablauf erheblich. Dennoch wurde ein neuer Teilnehmer-Rekord aufgestellt.


Einen neuen Rekord verzeichnet der Berliner "Marsch für das Leben". Nach Angaben der Veranstalter kamen am Samstag mehr als 7.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland, rund 2.000 mehr als im Vorjahr. Zum elften Mal demonstrierten sie in der Hauptstadt für den Schutz des Lebens "vom Mutterleib bis zum Sterbebett". Erneut erwies sich der Zug durch die Innenstadt aber auch als die christliche Initiative, die alljährlich den größten Widerspruch in Berlin auslöst.

Trillerpfeifen, dröhnende Musik und lautstarke Parolen vom Straßenrand: Am diesem Samstag war der Protest besonders stark. Er kam zumeist von mehreren hundert Jugendlichen aus der links-alternativen Szene. Den Losungen wie "Keine Tötung auf Verlangen" und "Abtreibung ist keine Lösung" hielten sie ihre Forderungen nach "Mehr Analverkehr" und "Nie wieder Keuschheit" entgegen. Mit Sitzblockaden gelang es ihnen, den Zug auf dem Boulevard "Unter den Linden" an die zwei Stunden zum Halten zu bringen.

Erst mehrere Hundertschaften der Polizei brachten mit einem Korridor von Einsatzfahrzeugen die Wende. Sie erreichten es, dass der Marsch der 7.000 Menschen mit Hunderten weißen Kreuzen in Etappen zum geplanten Abschlussgottesdienst vor dem Berliner Dom gelangen konnte.

Dort dankte der Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann, den Teilnehmern dafür, ruhig geblieben zu sein. "Keiner hat sich provozieren lassen", lobte er. Der leitende Geistliche des Gottesdienstes, der evangelische Pastor Prinz Philip Kiril von Preußen, hieß gar die "hasserfüllten Gegner willkommen".


Unbedingtes Lebensrecht jedes Menschen

In seiner Predigt wandte sich der katholische Weihbischof von Rottenburg-Stuttgart, Thomas Maria Renz, gegen eine abschätzige Rede von "sogenannten Lebensschützern". Christen hätten sich schon von den Anfängen der Kirche an nachdrücklich für den Schutz des Lebens eingesetzt. Auch heute müssten sie "himmelschreiendes Unrecht beim Namen nennen", zugleich aber auch dann helfen, wenn neues Leben im Mutterleib entstehe.

Wie Renz beteiligten sich in diesem Jahr auch der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer sowie die Weihbischöfe Matthias Heinrich (Berlin) und Andreas Laun (Salzburg) an dem Marsch. Beim Auftakt vor dem Bundeskanzleramt überbrachte Weihbischof Heinrich Grüße vom neuen Berliner Erzbischof Heiner Koch, der am selben Tag sein Amt angetreten hatte. In dem Einführungsgottesdienst habe auch Koch das unbedingte Lebensrecht jedes Menschen verteidigt, sagte Heinrich.

Zugleich betonte er, der Einsatz für das Leben sei nicht teilbar. Er müsse auch den Menschen gelten, "die verfolgt werden und hier Hilfe suchen", erklärte er unter dem Applaus der Zuhörer.

Weihbischof Laun hob hervor, die "Märsche für das Leben" seien eine internationale Bewegung. Deren Anliegen werde auch von vielen Muslimen geteilt. Der evangelische Theologe und Prediger Ulrich Parzany warf den evangelischen Kirchenleitungen vor, sich "nicht eindeutig" hinter den Marsch zu stellen. "Es ist erschreckend, dass wir für den Schutz des Lebens so viel Feindschaft und Hass zu spüren bekommen", so der frühere Generalsekretär des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) weiter. "Wir dürfen uns unser Verhalten nicht von den Gegnern vorschreiben lassen."

(KNA)

von esther10 02.12.2015 11:56

Es gibt kein gutes Töten

26. NOVEMBER 2015 / ADMIN
Die Sterbehilfe kommt und eskaliert – wie zuvor die Abtreibung

Der Bundestag hat die Beihilfe zum Suizid rechtlich geregelt – ein schwarzer Tag für die Menschenwürde. Es wurde eine neue Grauzone geschaffen. Die Rechtsunsicherheit ist jetzt größer als zuvor

Von Andreas Lombard

Der 6. November 2015 war ein schwarzer Tag für den Lebensschutz. An diesem Tag hat der Deutsche Bundestag mit der Neufassung der Paragrafen 217 StGB zwar die geschäftsmäßige Sterbehilfe verboten, die private Sterbehilfe hat er aber zugleich erlaubt. Wenn das Gesetz bestand hat, ist Sterbehilfe in Deutschland unter bestimmten Bedingungen legal. Dank der engagierten Lebensschützer hatte der Bundestag immerhin die Chance, die Sterbehilfe vollständig zu verbieten. Niemand wird sagen können, dass es keine Alternative gegeben habe.

Dabei mögen viele Abgeordnete das Gefühl gehabt haben, sie hätten etwas für den Lebensschutz getan – und das, obwohl sie gar nicht für das von Patrick Sensburg und Thomas Dörflinger vorgeschlagene vollständige Verbot der Sterbehilfe gestimmt haben. Das am 6. November beschlossene Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe durch den Bundestag – wie es überall in der Presse stand – war aber nicht einmal die halbe Wahrheit. Abgelehnt wurde nur die Geschäftsmäßigkeit, nicht aber die fortschreitende Legitimierung von Suizid und Suizidassistenz. Angehörigen und anderen »nahestehenden« Personen wurde nämlich Straffreiheit zugesichert. Eine neue Grauzone wurde geschaffen.

Damit war der 6. November 2015 auch ein schwarzer Tag für die Rechtskultur unseres Landes. Sterbehilfe ist letztlich Tötung eines Menschen, denn die »Tatherrschaft« liegt beim Helfer, ohne den der Patient meist weiterleben würde. Der Gesetzgeber hat diese Form der Tötung jetzt unter bestimmten Bedingungen legalisiert, obwohl diese Bedingungen nichts über die Motive der beteiligten »Helfer« aussagen. Nicht die Tat selber steht im Mittelpunkt des neuen Gesetzes, sondern die Bedingungen, unter denen sie begangen wird.

Unter Verweis auf private Gewissens- und Ermessensspielräume verweigert der Staat seinen Bürgern damit den Schutz ihres Lebens nach Artikel 1 und 2 des Grundgesetzes. Die Tötung als solche ist von nun an kein strafwürdiges Delikt mehr. Sie muss nur in einem bestimmten Rahmen geschehen. Wie bei der Abtreibung wird es nur noch darum gehen, die »gute Qualität« der ansonsten »ergebnisoffenen« Beratung zu sichern. Das Vertrauensverhältnis zu nahestehenden Personen verhindert bekanntlich keine Ausnutzung desselben. Andererseits machen wirtschaftliche Interessen aus einer guten Tat noch keine schlechte, und das Fehlen solcher Interessen verwandelt keine schlechte Tat in eine gute. Fehlende Geschäftsmäßigkeit garantiert keine lauteren Motive.

Als ob es aber so wäre, hat der deutsche Gesetzgeber zum ersten Mal seit 1945 eine explizite Möglichkeit geschaffen, leidvolles Leben als nicht mehr lebenswert zu beenden. Das ist ein Kulturbruch, ein Staatsversagen ersten Ranges. Mit einem generellen Verbot der Sterbehilfe hätte der Staat das Leben schützen können und müssen – um dann, im zweiten Schritt, in den extrem seltenen Ausnahmefällen, in denen Sterbehilfe durchaus indiziert sein kann, notfalls Gnade vor Recht ergehen zu lassen.

Auf den Schutz des Lebens wurde aber verzichtet. Der Gesetzentwurf der Abgeordneten Patrick Sensburg und Thomas Dörflinger, der die Sterbehilfe verbieten wollte, wurde nicht angenommen. Der große Erfolg der deutschen Lebensschutzbewegung besteht trotzdem darin, dass das vollständige Verbot überhaupt zur Abstimmung kam. Das war eigentlich nicht vorgesehen.

Jetzt, nach der Entscheidung des Bundestages, ist die Unsicherheit größer als je zuvor. Was ist ein Hausarzt? Ist er eine nahestehende Vertrauensperson oder ein geschäftsmäßig auftretender Helfer? Die Befürworter der Sterbehilfe fürchten eine Kriminalisierung der Ärzteschaft, obwohl es in der Bundesrepublik bislang keine rechtskräftige Verurteilung eines Arztes wegen Sterbehilfe gegeben hat. Die besseren Argumente haben eindeutig die Gegner, die mit Verweis auf die bitteren Erfahrungen bei der Abtreibung vor der schiefen Ebene warnen.

Belgien, die Niederlande und Luxemburg haben bereits die aktive Sterbehilfe und den assistierten Suizid legalisiert, Belgien und die Niederlande bereits ab 14 Jahren, also auch für Kinder. In den Niederlanden können Eltern ihrer mindestens 16-jährigen Kinder nicht mehr einschreiten, wenn diese Sterbehilfe beanspruchen wollen. Die Europäische Union arbeitet längst daran, die Sterbehilfe wie schon die Abtreibung der Dienstleistungsfreit zuzuordnen, sie ganz aus dem Strafrecht herauszulösen und zu einer Frage der öffentlichen Gesundheitspflege zu machen. In diesem Zuge wird man das nationale Recht und die nationale kulturelle Tradition über kurz oder lang aushebeln.

Noch bis Anfang Januar 2016 liegt im EU-Parlament die Schriftliche Erklärung 0055/2015 aus, die von Mitgliedern der SPD-, FDP- und der kommunistischen Fraktion vorbereitet wurde. Darin heißt es: »Das Recht auf ein Leben in Würde bedingt das Recht, in Würde zu sterben. Alle europäischen Bürger, ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit, die an einer unheilbaren Krankheit im fortgeschrittenen oder Endstadium leiden, die zu unerträglichem körperlichen oder psychischen Leiden führt, das nicht gelindert werden kann, sollten die Möglichkeit haben, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um ihr Leben in Würde zu beenden.«

Auf EU-Ebene geht es darum, die Sterbehilfe supranational zu legalisieren, denn weiter heißt es: »Die Kommission wird aufgefordert, den Austausch von bewährten Verfahren in Bezug auf die gesundheitliche Betreuung am Lebensende unter den Mitgliedstaaten zu fördern, damit die Menschenwürde aller Bürger am Lebensende sichergestellt wird.« Auch viele Abgeordnete des Bundestages fordern bereits eine »professionelle« Suizidunterstützung durch die Ärzteschaft. Langsam aber stetig wird die Suizidbeihilfe zu einem gesellschaftlich akzeptierten »Angebot« am Lebensende, zu einer Art Zusatzleistung. Die von der Abtreibung bekannte Eskalation wiederholt sich.

Wer solche Tötungen legitimieren will, spricht freilich von »Selbstbestimmung am Lebensende«. Und das, obwohl die Fähigkeit zur Selbstbestimmung niemals so sehr beeinträchtigt ist wie unter Bedingungen, die den Menschen suizidal stimmen. Suizid und Selbstbestimmung schließen sich in Wahrheit aus. Wie will man künftig sicherstellen, dass der Suizidwunsch nicht von nahestehenden Personen erzeugt oder gefördert wurde? Nach Eintritt des Todes lässt sich kaum noch klären, ob eine strafbare Handlung zu ahnden wäre. Eine solche Rechtsunsicherheit inmitten eines Rechtsstaates ist skandalös.

Bereits im Sommer hatte der wissenschaftliche Dienst des Bundestages alle Gesetzentwürfe mit Ausnahme des Sterbehilfeverbots von Sensburg und Dörflinger mangels Bestimmtheit als verfassungswidrig kritisiert. Denn, was heißt »geschäftsmäßig«? Was heißt »auf Wiederholung« angelegt? Wer sind nahestehende Personen? Darüber hinaus sei der Bund für Eingriffe in das ärztliche Standesrecht gar nicht zuständig, sondern die Landesärztekammern bzw. die Länder.

Schon heute heißt es: »Wozu noch leiden …? Wozu das Leid anderer noch ertragen und ihnen beistehen …?« Aus dem Recht auf ein »menschenwürdiges« Sterben folgt zwangsläufig eine Pflicht zum Sterben, um den anderen nicht länger zur Last zu fallen. Bis 2050 soll sich die Gesamtzahl der gegenwärtig 2,4 Millionen Pflegebedürftigen auf 4,7 Millionen erhöhen. Es droht eine Finanzierungslücke von zwei Billionen Euro. Dass die Legalisierung der Suizidhilfe mit diesem Problem etwas zu tun hat, ist daran zu erkennen, dass die Zweiklassenmedizin schon lange kein Thema mehr ist. Sie wäre ja ungerecht. Die Zahlen werfen auf die Rede von Selbstbestimmung und Menschenwürde jedenfalls ein ganz anderes Licht. Wenn möglichst viele Menschen freiwillig sterben, bevor ihre Krankheit zu teuer wird, löst die »regulierte Selbstregulierung« die kommenden Finanzierungsprobleme ds Gesundheitswesens. Wir gehen gespenstischen Zeiten entgegen.
http://entscheidung-fuers-leben.de/2015/...oeten/#more-685



von esther10 02.12.2015 11:40

Sterbehilfe im Hospiz?
29. NOVEMBER 2015 / ADMIN

Der Bundesrat hat das Sterbehilfegesetz §217 StGB gleichzeitig mit gesetzlichen Maßnahmen zum Ausbau der Hospize und der Palliativmedizin gebilligt. Das mag sinnvoll klingen, hat aber einen gefährlichen Haken


151129 Haltende Hände
„Hilfe“ kann künftig Hilfe zum Leben, aber auch Hilfe zum Tod sein. Die abgebildete Geste ist nicht mehr eindeutig, und das Ethos des Arztes ist akut in Gefahr. (Foto: flickr.com/Maik Meid: Haltende Hände III)

Der Bundesrat billigte am 27. November das sog. Sterbehilfe-Gesetz (§ 217 StGB). Jetzt drohen bis zu drei Jahre Haft, wenn jemand Sterbewilligen geschäftsmäßig bzw. in wiederholten Fällen die Einnahme tödlicher Medikamente ermöglicht. Angehörige oder andere dem Suizidwilligen nahestehende Personen, die sich nicht geschäftsmäßig an der Tat beteiligen, sind von der Strafandrohung pauschal ausgenommen.

Der Bundesrat teilte weiter mit: »Das Gesetz hat zum Ziel, die Entwicklung der Beihilfe zum Suizid zu einem Dienstleistungsangebot der gesundheitlichen Versorgung zu verhindern. Die prinzipielle Straflosigkeit des Suizids und der Teilnahme daran wird nicht infrage gestellt.« Warum aber wurde die Beihilfe nicht einfach unter Strafe gestellt – wenn doch »die Entwicklung der Beihilfe zum Suizid zu einem Dienstleistungsangebot der gesundheitlichen Versorgung« verhindert werden soll?

Wer die Debatte der letzten Jahre aufmerksam beobachtet hat, wird z.B. bemerkt haben, dass im Jahre 2012 das ärztliche Tötungsverbot aus den Berufsordnungen der Landesärztekammern Bayern und Baden-Württemberg sang- und klanglos gestrichen wurde. Wer ferner die massive televisionäre Lobbyarbeit der Sterbehilfevereine verfolgt hat und wer nicht zuletzt die kommenden Finanzierungslücken des Gesundheitswesens in den Blick nimmt, der kommt nicht umhin zu vermuten, dass die offizielle Sprachregelung die Funktion des neuen §217 StGB ins gerade Gegenteil verkehrt.

Eine Verschlechterung für den Lebensschutz ergibt sich schon allein daraus, dass das natürliche Rechtsempfinden der Mehrheitsbevölkerung (irrtümlicherweise) bislang davon ausging, dass die bislang ungeregelte Mitwirkung am Suizid verboten und strafbar sei. Wenigstens dies ist jetzt offiziell: Sie ist es nicht, und das allein wird dem Missbrauch Tür und Tor öffnen.

Am selben Tag hat der Bundesrat auch das Hospiz- und Palliativgesetz mit Anreizen zur Entwicklung einer »Palliativkultur« in der stationären Versorgung in Pflegeheimen und Krankenhäusern gebilligt. Damit soll die Finanzierung der ambulanten Hospizdienste und der stationären Hospize verbessert werden. Die Palliativversorgung wird als ausdrücklicher Bestandteil der Regelversorgung in die gesetzliche Krankenversicherungsleistung aufgenommen.

Die »Sterbebegleitung« wird expliziter Versorgungsauftrag der Pflegeversicherung. Pflegedienste sollen mehr palliative Leistungen Leistungen im Rahmen der häuslichen Krankenpflege abrechnen können. Zweifellos ist die Stärkung der Palliativmedizin und der häuslichen Krankenpflege für sich genommen zu begrüßen. Ab 2016 sollen die Krankenkassen ihre Aufwendungen für Hospiz- und Palliativversorgung jährlich um ein Drittel (!) steigern. Der Tagessatz für Hospize steigt um 60 Euro, und insbesondere die Versorgung auf dem Land soll verbessert werden.

Wenn nicht gleichzeitig der neue §217 StGB den Bundesrat passiert hätte, wäre alles in bester Ordnung. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aber hieß es unter Berufung auf Gesundheitsministe Gröhe vieldeutig, die Hospiz-Verbesserungen seien »vor dem Hintergrund der Abstimmung über die Straffreiheit der Suizid-Beihilfe beschlossen« worden. Man kann diese Bezugnahme als ein Kontrastprogramm verstehen, aber auch als eine gegenseitige Ergänzung. Wenigstens bleibt ein bitterer Nachgeschmac.

Die ersten Anzeichen sprechen nämlich dafür, dass sich auch Palliativmediziner der Sterbehilfe öffnen, und zwar dort, wo sie die Tötung auf Verlangen nicht mehr als das verurteilen, was sie ist – als eine zweifelsfreie Straftat nämlich! –, sondern sich nur noch unverbindlich dafür einsetzen wollen, »ein Sterben unterwürdigen Bedingungen zu ermöglichen und insbesondere den Bestrebungen nach einer Legalisierung der Tötung auf Verlangen durch eine Perspektive der Fürsorge und des menschlichen Miteinanders entgegenzuwirken.«

Wer so spricht, hat den Lebensschutz unserer Meinung nach schon halb aufgegeben und ihn (ganz im Sinne der aktuellen Entwicklung!) durch die Selbstbestimmung ersetzt: »Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen. Er muss darauf vertrauen können, dass er in seiner letzten Lebensphase mit seinen Vorstellungen, Wünschen und Werten respektiert wird und dass Entscheidungen unter Achtung seines Willens getroffen werden.« Das eröffnet Möglichkeiten der terminalen Sedierung, wie sie schon heute in den Niederlanden praktiziert wird.

Die Grenze zwischen zwischen Palliativversorgung und Sterbehilfe verschwimmt: Die niederländische Ärztin Bregje Onwuteaka-Philipsen berichtete im Journal Lancet, dass die Zahlen für die palliative Sedierung in Holland allein von 2005 bis 2010 von zwei auf drei Prozent gestiegen sind. Ein schnellerer Tod war in knapp der Hälfte der Fälle das Ziel, so eine Ärztebefragung von 2004. In Deutschland stellte sogar der Ethikrat 2006 fest, dass bei einer palliativen Sedierung werde »das Risiko in Kauf genommen, dass als mögliche Nebenwirkung der Tod beschleunigt eintritt«.

Wer den Lebensschutz preisgibt, begibt sich der Möglichkeit, die Infrastruktur der Hospize vor Missbrauch zu schützen. Sie ist nämlich perfekt für die Sterbehilfe geeignet und deutlich billiger als das Krankenhauszimmer – um von der Intensivstation ganz zu schweigen. Mit der Folge, dass die Hospize ihre Infrastruktur früher oder später in einem fließenden Übergang auch für Maßnahmen zur Sterbehilfe öffnen könnten. So könnte die Formulierung, dass das eine Gesetz »vor dem Hintergrund« das anderen beschlossen wurde, einen ganz neuen Sinn ergeben …
http://entscheidung-fuers-leben.de/2015/...ilfe-im-hospiz/
Die Intiative »Entscheidung fürs Leben« wird die weitere Entwicklung aufmerksam vefolgen!

von esther10 02.12.2015 00:59

Die Priorität vieler Bischöfe und Laien, der Feigheit einen neuen Namen zu geben: Dialog und Integration
2. Dezember 2015 11:46 | Mitteilung an die Redaktion


Krippe Stein des Anstoßes

(Rom) Wir stehen im Advent und Weihnachten naht. Und auch in diesem Jahr häufen sich die Meldungen über eine breite Rückzugsfront von Schuldirektoren und Bürgermeistern, die sich vom Christentum distanzieren, indem der Heilige Nikolaus und das Christkind aus Schulen und Kindergärten verbannt werden und Krippen den öffentlichen Raum nicht „verunstalten“ sollen.

Ein Charakteristikum des dritten Jahrtausends. Die antichristliche Haltung verbirgt sich neuerdings hinter dem Vorwand, Andersgläubige „respektieren“ und deren „Sensibilität nicht verletzen“ zu wollen. Gemeint sind damit natürlich die Anhänger des Islams, die heute in Europa leben, und das meist ganz abstrakt, ohne daß diese überhaupt irgendeine Forderung erhoben hätten. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Bankrotterklärung des Westens, dessen Fundamente so morsch sind, daß sie durch das bloße Anschauen zusammenbrechen. Und es fehlt nicht an Christen und Kirchenvertretern, die diesen Zusammenbruch unterstützen.
Schuldirektor ersetzt Weihnachten durch „Winterfest“

Der Fall von Rozzano in der italienischen Lombardei wurde sogar international bekannt. Ein Schuldirektor entschied, das Weihnachtsfest abzuschaffen und statt dessen im Januar ein „Winterfest“ zu feiern. Die Begründung? „Aus Respekt für die Nicht-Katholiken“. Einige Eltern erhoben Protest, was den Fall bekannt und zum Mittelpunkt eines erbitterten Kulturkampfes Ertrinkender machte.

Hinter dem „Respekt für Nicht-Katholiken“ verbergen sich die üblichen Bekannten. Es sind die alten Kirchengegner, die reflexartig zur Stelle sind, wo es gegen die katholische Kirche geht, während ihnen Dschihadisten, wie in Paris, eine Bombe unter den Sessel schieben. Neu, wenn auch nicht ganz neu, ist, daß sich auch Katholiken unter sie mischen und es kaum erwarten können, die Kapitulationserklärung zu unterschreiben.
Surreales Szenario: Antwort auf Paris lautet Kapitulation

Das Szenario hat etwas Surreales an sich. Nach den Attentaten von Paris gäbe es allen Grund, sich einige Fragen zur bisherigen Einwanderungspolitik und zu den Regeln des Zusammenlebens zu stellen. Kaum etwas davon geschieht. Die offizielle Antwort auf Paris aber lautet: Kapitulation. Eine Kapitulation, die wortreich und mit missionarischem Eifer vertreten wird, in Wirklichkeit aber etwas Abergläubisches an sich hat, als wollte man mit einem magischen Kult die eigenen Ängste verscheuchen. Ängste der Bedrohung und Ängste der Leere.

Der Schuldirektor von Rozzano tat, was inzwischen Dutzende seiner Standesgenossen auch tun. Er verteidigte seine Entscheidung „wortreich und mit missionarischem Eifer“. Seine Entscheidung sei kein Rückzug vor dem Islam, denn „die Sensibilität der Menschen zu respektieren, die anderen Kulturen und Religionen angehören, ist ein Schritt vorwärts zu Integration und gegenseitigem Respekt“.

Die „veritabale Idiotie“ des Dialog- und Integrationsgeschwätzes


Bischof Cipolla von Padua

„Eine veritabele Idiotie“, so Riccardo Cascioli, der Chefredakteur der Nuova Bussola Quotidiana. „Ein Dialog ist nur zwischen jenen möglich, die sich ihrer Identität bewußt sind. Wer ein gestörtes Identitätsbewußtsein hat oder Integration mit dem Aufgeben des Eigenen und dem bereitwilligen Annehmen von allem Anderen verwechselt, ist zu keinem Dialog fähig. Die Selbstaufgabe im Namen des ‚Respekts für die anderen‘ ist deshalb eine Bankrotterklärung, weil sie nur den eigenen Identitätsverlust mehr schlecht als recht kaschiert.“

In jüngerer Zeit sei damit zu rechnen, so Cascioli, daß – wann immer es um Kapitulation und Preisgabe der christlichen Identität geht – irgendein Prälat oder anderer offizieller Kirchenvertreter herausspringt, um sich auf die Seite der bankrotteuren Vertreter von „Dialog und Respekt“ zu schlagen.

Im Fall von Rozzano ist das der neue Bischof von Padua, Msgr. Claudio Cipolla. Der Bischof ist seit vergangenem 18. Oktober im Amt. Es handelt sich um eine Ernennung von Papst Franziskus auf der Linie der jüngsten Ernennungen für die Erzbischofsstühle von Bologna und Palermo, mit denen die italienische Kirche den „Geruch der Herde“ annehmen soll.
Bischof von Padua bereit, für „Frieden und Brüderlichkeit“ auf alle Weihnachtstraditionen zu verzichten

In einem privaten Fernsehsender wiederholte Bischof Cipolla letztlich genau das, was der Schuldirektor von Rozzano gesagt hatte. Die Parole des „Hirten der Peripherie“ lautete: Ich bin sogar bereit, auf unsere Weihnachtstraditionen zu verzichten, um den Frieden und die Brüderlichkeit mit unseren islamischen Mitbürgern zu bewahren. „Wir dürfen nicht auftreten und irgend etwas fordern, auch nicht etwas, das für unsere Tradition und unsere Kultur selbstverständlich scheint. Wenn es notwendig wäre, um die Ruhe und die brüderlichen Beziehungen unter uns aufrechtzuerhalten, hätte ich keine Angst einen Schritt zurück zu machen, was alle unsere Traditionen angeht“, so der Bischof wörtlich. „Unglaublich“, so Riccardo Caschioli.

„Feigheit nicht auch noch als mutig darstellen“

„Wer Angst hat, hat keine Angst die Hosen runterzulassen. Der Bischof sollte seine Feigheit nicht auch noch als mutig darstellen“, kommentierte ein Leserbriefschreiber an den Mattino di Padova.

Wegen der Reaktionen der entsetzten Gläubigen versuchte Bischof Cipolla später zurückzurudern, erwarb sich aber auch damit keine Ehre. Er versuchte seine Aussagen damit zu korrigieren, indem er jene angriff, die angeblich seine Worte „instrumentalisiert“ hätten. „Da war nichts zu instrumentalisieren. Es war so eindeutig, was er gesagt hat“, so Cascioli.
Bischof Cipolla versäumte es nicht, sich bei seiner zweifelhaften Selbstkorrektur hinter Papst Franziskus zu verstecken:

Bischof verschanzt sich hinter Papst Franziskus

„Papst Franziskus fordert uns ständig auf, eine Welt des Friedens zu bauen, ohne Konflikte, in der die Beziehung zwischen Brüdern Vorrang habe und die Gleichgültigkeit kein Zuhause finde. Für uns Christen ist das eine starke, ständige Ermahnung, besonders in dieser Zeit des Advents, die uns zu Weihnachten hinführt. Deshalb dürfen wir die Religionen nicht gebrauchen, um Konflikte und unnötige Spannungen zu schüren. Leider werden die Religionen häufig für andere Interessen instrumentalisiert. Ich bin weder gegen die Präsenz der Religion im öffentlichen Raum noch gegen die religiösen Traditionen, doch weder die Religionen noch die religiösen Traditionen dürfen ein Instrument der Trennung, der Konflikte und der Spaltungen sein. Einen Schritt zurück zu machen, bedeutet nicht, eine Leere zu schaffen oder laizistischen Forderungen nachzukommen, sondern durch die Traditionen, die uns gehören und unseren Glauben nähren, den Dialog zu fördern.“

Priorität vieler Bischöfe, Priester und Laien, der Feigheit einen neuen Namen zu geben (Dialog, Integration)

Kapitulation hat viele Gesichter. „In diesem Fall weiß man nicht zu sagen, ob das Loch schlimmer ist als der Deckel, mit dem das Loch gestopft werden soll. Wie kann eine Krippe, die die Geburt Jesu Christi zeigt, ‚Konflikte und unnötige Spannungen schüren‘? Abgesehen davon, sollte Bischof Cipolla wissen, daß die Verkündigung Christi immer Spaltungen provoziert zwischen jenen, die Ihn annehmen und jenen, die ihn ablehnen, wie er selbst ankündigte. Er wurde dafür verfolgt und auch die Seinen werden verfolgt werden. Glaubt der Bischof von Padua den Schlauen spielen zu können?“ so Cascioli.

„Die Wahrheit ist, daß sich seit einiger Zeit die Prioritäten vieler Bischöfe und Priester – und auch Laien – geändert haben und man versucht, einer alten Bekannten einen neuen, positiven Wert und einen neuen, schönen Namen zu geben (Dialog, Integration): der Feigheit. Wenn der Islam einmal mit ausreichend Kräften kommt, wird er nicht einmal mehr kämpfen müssen, weil sich die Christen selbst liquidiert haben werden“, so Cascioli.
Text: Giuseppe Nardi
http://www.katholisches.info/2015/12/02/...nd-integration/
Bild: MiL/Diocesi di Padova (Screenshots)

von esther10 02.12.2015 00:51





“Der Rosenkranz ist das biblischste Gebet”



Auch wir, die wir uns Christen nennen, sollen und müssen wieder mehr beten, um den Frieden in unserem Land, der zur Zeit sehr bedroht ist.
Wir müssen einfach über unseren eigenen Schatten springen, unserm Herzen einen Stoß geben...und anfangen!


Wie hat die Jungfrau Maria vor 100 Jahren (1917) die drei Hirtenkinder, Luzia, Franzesco und Jazinta so innig darum gebittet, dass sie es auch den Menschen sagen, dass wir den Rosenkranz beten sollen, der Krieg 1914-1918 würde zu Ende gehen , doch wenn die Menschen nicht Buße für ihre Sünden tun und wieder mehr beten, würde ein noch viel schlimmerer Krieg kommen.

Was geschah, die Menschen sündigten weiter und weiter, der Glaube nahm immer mehr ab, wie in heutiger Zeit und der viel schlimmere Krieg kam 1938, wo so viele Menschen vernichtet wurden und im KZ starben. heute kann man die Filme noch am Fernsehen sehen, wie furchtbar.....


2. Weltkrieg...KZ

Also beten wir, fangen wir an und tun, was uns die Mutter Gottes gesagt hat. _ Im Jahr 2017 ist die 100 Jahrfeier von Fatima, wo das geschehen war. warten wir nicht, sondern fangen wir an, jeden Tag, und wenn es nur ein Gesätzchen vom Rosenkranz wäre, sind nur 5 Minuten...oder den Barmherzigkeitsrosenkranz, sind nur ca. 7 Minuten....Soviel Zeit kann jeder aufbringen.
Wer mehr beten kann, um so besser.


2. Weltkrieg

Bitte hier anklicken, kommt alles ganz genau , wie es war....
http://kleinewelt.xobor.de/blog-e8565-Di...-Busse-tun.html...

FATIMA LIVE
http://www.fatima.pt/portal/index.php?id=14924...

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Pater Wallner....

Zisterzienserpater Karl Wallner spricht über die Bedeutung des Rosenkranzes


Pater Karl Wallner.

Anlässlich des Rosenkranzfestes am 7. Oktober und zum Rosenkranzmonat Oktober veröffentlichen wir ein Gespräch mit dem Zisterzienserpater Karl Wallner über die Wiederentdeckung des Rosenkranzgebets als Weg zu Gott, den Unterschied zu Amuletten und Steinen und das Gebet Mutter Teresas für Gorbatschow.

KIRCHE IN NOT: In ihrem Buch “Sinn und Glück im Glauben” preisen Sie unter anderem eine Gebetsform an, die fast ausgestorben schien, in jüngster Zeit aber neue Anhänger findet: das Rosenkranzgebet. Warum liegt es Ihnen so am Herzen?
PATER KARL WALLNER: Der Rosenkranz ist mir ein persönliches Anliegen, weil ich durch ihn als Jugendlicher selbst ganz tief den Zugang zum Glauben gefunden habe.

Was haben Sie damals erlebt?
Ich bin auf den Rosenkranz gestoßen, weil er immer am Freitagabend in unserer Dorfkirche gebetet wurde. Am Anfang empfand ich ihn als langweilig, aber mit der Zeit habe ich gerade dadurch richtig beten gelernt. Plötzlich ist ein “Du” vor mir aufgetaucht, wurde Jesus ein “Du” für mich. Durch die Vermittlung der Muttergottes bildete sich eine Beziehung zu Gott. Das war ein Schlüssel-Ereignis in meinem Leben, durch das ich erst richtig gläubig und richtig Christ geworden bin.

Kurzgefasst: Was heißt Rosenkranzbeten?
Ich habe immer einen einfachen Rosenkranz aus Plastik bei mir. Es gibt sehr schöne Rosenkränze. Aber manche schönen Rosenkränze hängt man nur an die Wand, legt sie in Schubladen oder hängt sie hinter den Autospiegel. Meiner ist widerstandsfähig. Er ist ein geweihter Gegenstand, aber er dient vor allem dem Gebrauch.

Er ist ganz leicht zu beten: Man lässt die Gebetsschnur durch die Hand gleiten. Wo das Kreuz ist, betet man das Glaubensbekenntnis, die größeren Perlen sind ein Vaterunser und die kleineren Perlen ein “Gegrüßet seist du Maria”. Im Ganzen besteht er aus fünf mal zehn “Gegrüßet seist du Maria”. Jedes der fünf Teile wird “Gesätzchen” genannt, bei jedem Gesätzchen meditiert man ein anderes Geheimnis aus dem Leben Jesu.


An den Perlen eines Rosenkranzes werden bestimmte Gebete gesprochen.

Was da gebetet wird, das Vaterunser und das Ave Maria, ist biblisch fundiert. Nur an einer Stelle im Ave Maria haben vor allem protestantische Christen Bedenken, wenn es heißt: “Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder.” Sie sagen, warum brauche ich die Gottesmutter Maria, die für mich bittet?
Tatsächlich ist es so, dass der Rosenkranz vielleicht das biblischste Gebet ist, das wir Christen kennen. Denn das Vaterunser ist das Gebet, das uns die Heilige Schrift selbst als Lehrgebet Jesu überliefert, und der erste Teil des Ave Maria besteht aus zwei zusammengefügten Bibelworten.

Die Marienverehrung ist keine Erfindung von Katholiken, sondern letztlich eine Erfindung Gottes, des Schöpfers, der uns erlösen wollte. Er lässt die Frau in Nazaret grüßen mit den Worten des Engels: “Gegrüßt seist Du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.” Das zweite biblische Wort ist der Gruß, den Elisabeth zu Maria sagt: “Du bist gebenedeit” – also gesegnet – “unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes.”

Warum braucht es diese Fürbitte Marias?
Gott wollte zu uns Menschen in diese Welt hinabsteigen. Er wollte in dieser Welt gegenwärtig werden, in einer menschlichen Weise, mit einem menschlichen Leib, in einer menschlichen Existenz als Jude, aus einer Frau geboren. Die älteste Marienstelle – Galater-Brief, Kapitel 4, Vers 6 – bezieht sich darauf.

Dazu verwendet Gott gleichsam Stufen des Abstiegs, eine davon ist Maria. Und deshalb glauben wir, dass Maria der Weg ist, wie wir zu Gott aufsteigen können. Das ist keine Konkurrenz zu Jesus!


Ein Mann betet den Rosenkranz.

Woher kommt der Rosenkranz eigentlich?
Der Rosenkranz ist eine biblische Meditation, die aus dem Mittelalter stammt. Die spannende Geschichte beginnt bei uns Mönchen. In den Klöstern wurden immer die Psalmen gebetet. Gerade bei uns Zisterziensern kamen im Mittelalter viele Laienmönche dazu, die des Lateinischen nicht mehr so mächtig waren.

Ihnen hat man dann erlaubt, nicht die 150 Psalmen, sondern zunächst einmal 150 Vaterunser zu beten, aufgeteilt in drei Teile, also dreimal fünfzig. Und dann ist man vom Vaterunser gewechselt auf das Ave Maria. So ist im 12.-14. Jahrhundert der Rosenkranz entstanden. Er ist schnell aus den Klöstern hinausgegangen und zu einer Frömmigkeitsform des Volkes geworden.

Den großen Durchbruch brachte ausgerechnet eine Seeschlacht …
Ja, das war im 16. Jahrhundert die Seeschlacht bei Lepanto, wo der heilige Papst Pius V. zum Gebet aufgerufen hat. Der Sieg über das türkische Heer wurde gerade am 7. Oktober errungen, der deshalb bis heute der Tag des Rosenkranzfestes ist.

Ihrem Buch kann man entnehmen, dass Sie auch in ihrem Kloster den Rosenkranz als Sturmgebet eingesetzt haben. Sie haben um Novizen gebetet, um Neueintritte in den Orden:
Wir beten, glaube ich, alle bei uns im Kloster jeden Tag den Rosenkranz. Dass wir so viele Berufungen haben, ist ein Wunder Gottes. Wir haben viele Eintritte. Ich glaube, das kommt daher, dass wir am Abend nach der Komplet vor dem Allerheiligsten knien und vor dem Allerheiligsten den Rosenkranz beten. Er ist einfach das wirksamste Gebet, das es überhaupt gibt.

“Herzhaft zu beißen und ohne Scheu darauf einlassen”

Abschreckend wirken die vielen Wiederholungen, obwohl man das bei den heute so beliebten fernöstlichen Gebetsformen ja auch kennt. Was gewinnt man durch das Wiederholen?
Es ist schwer, jemandem den Geschmack eines Wiener Schnitzels zu erklären, der noch nie eines gegessen hat. Den Geschmack lernt man nur kennen, wenn man mal herzhaft zubeißt. Und dasselbe rate ich beim Rosenkranz: einmal herzhaft zubeißen und sich ohne Scheu auf diese fünfzig “Gegrüßet seist du, Maria” einlassen.

Jugendliche sollten vielleicht einmal mit zehn “Gegrüßet seist du, Maria” beginnen, also mit einem Gesätzchen. Dann zeigt sich, welch hohe Wirkung diese Wiederholungen haben.

Aber indem man beginnt und sich dann Perle für Perle hineinziehen lässt, klärt sich vieles. Man spürt hinterher fast immer eine höhere Energie, ohne dass ich das esoterisch deuten möchte; man erhält einfach mehr Gnade, Freude und Kraft durch dieses Gebet.


Rosenkranz Königin

Das Rosenkranzbeten nimmt Zeit in Anspruch – und wir haben doch alle keine Zeit. Wie kann man dieses Gebet so in den Alltag einbauen, dass einem diese Ausrede nicht mehr zur Verfügung steht?
Zunächst einmal: Man muss sich für den Rosenkranz einfach Zeit nehmen. Viele Leute sagen, meistens als Ausrede: Ich bete etwas anderes. In Wirklichkeit beten sie oft überhaupt nichts. Du brauchst einfach auch eine bestimmte Zeit, die du dir nimmst für Gott. Und beim Rosenkranz ist das automatisch vorgegeben.

Wir haben an unserer Schule mehrere Studenten aus Asien und Afrika, und mit einem Priester aus Nigeria habe ich beim Autofahren den Rosenkranz auf Englisch gebetet. Wir Deutschsprachigen neigen dazu, den Rosenkranz zu dehnen. Er gehört zügig gebetet, mit einem gewissen Rhythmus, damit wir hineingezogen werden in die Tiefe der Gottesbegegnung. Der Rosenkranz mit dem erwähnten Father Godwin dauerte sechzehn Minuten.

Aber der Rosenkranz ist ein Betrachtungsgebet. Man betrachtet die Geheimnisse Jesu, das sind wahrhaft große Geheimnisse, “Jesus, der von den Toten auferstanden ist” oder ähnliches. Das soll zügig und rhythmisch gebetet werden. Wie geht das zusammen?
Betrachtung ist ganz wichtig, es ist ein biblisches Gebet. Deshalb hat ja jedes Gesätzchen ein eigenes biblisches Geheimnis, was Papst Johannes Paul II. sogar erweitert hat im “Lichtreichen Rosenkranz”.

Nehmen wir zum Beispiel das Geheimnis, das Sie angesprochen haben. Dann geht’s mir so, dass ich mir bei den ersten “Gegrüßet seist du, Maria” dieses Geheimnisses die Auferstehung der Toten vorstelle. Dann fallen mir meistens irgendwelche Leute ein, Situationen, die ich bewältigen muss. Diese Gedanken vertreibe ich nicht, sondern halte es mit Thérèse von Lisieux, die gesagt hat: Wenn dir Personen einfallen und Gedanken kommen, dann nimm sie mit hinein ins Gebet.



Vor einigen Jahren haben kubanische Bischöfe KIRCHE IN NOT gebeten, 400 000 Rosenkränze nach Kuba zu schicken. Sie sagten: Wir haben so wenige Priester, da bauen wir die Gemeinden um den Rosenkranz herum auf. Wäre das auch eine Anregung für uns, in Gegenden, in denen die Menschen nicht so leicht zum Gottesdienst können?



Pater Werenfried und Mutter Teresa kümmern sich um eine Sterbende im Haus der Toten in Kalkutta.

Ja. Mutter Teresa hatte den Rosenkranz nie aus der Hand gegeben. Ich hatte sie 1988 chauffiert. Mutter Teresa ist ins Auto gestiegen, und die Menschen haben sich um das Auto gedrängt. Sie saß neben mir.

Ich war wirklich erst im zweiten Gang, da hat sie gesagt: “Let’s pray for Mister Gorbachev!” (Anm.: Lassen Sie uns für Herrn Gorbatschow beten!) Ja, für Gorbatschow! Die Perestroika, die Ereignisse von 1989, waren damals nicht voraussehbar. Und sie hat dann mit ihren Schwestern, die hinter uns gesessen sind, den Rosenkranz gebetet.

Ich glaube, dass der Rosenkranz für die ganze Welt geeignet ist, ganz besonders auch für Jugendliche. Es ist ein so simples Gebet. Wir müssen nur die drei Grundgebete können: das Vaterunser, das “Gegrüßet seist du, Maria”, das “Ehre sei dem Vater”, dann vielleicht noch das Fatimagebet. Jugendliche, die damit beginnen, haben etwas in der Hand, sie haben ein Zeitmaß.

Heute sieht man ja den Rosenkranz wieder öfter, nicht nur beim Gebet. Viele nehmen ihn als Mode-Artikel, er wird auch in ganz normalen Modeläden für junge Mädchen verkauft und gern getragen. Ist das gut?
Naja, einerseits freue ich mich, wenn ein religiöser, katholischer Gegenstand verbreitet wird. Aber natürlich ist ein Rosenkranz, den man nur als Schmuckstück trägt, genauso peinlich wie die Claudia Schiffer mit einem großen Kreuz auf ihrer Brust.

Was ist denn der Unterschied zwischen einem geweihten Gegenstand, den der Katholik in seinem Glaubensvollzug einsetzt, und einem Amulett, einem Glücksbringer?
Die Grundstruktur ist anders: Mit Amuletten und Steinen möchte man das Göttliche, das Jenseitige, bezwingen, man möchte es, ganz egozentrisch, instrumentalisieren. Unsere geweihten Gegenstände sind uns von Gott geschenkt, damit wir uns auch über unsere Sinne besser mit Gott verbinden. Gott bleibt es überlassen, auf unser Gebet so zu antworten, wie es seiner Liebe zu uns entspricht. Da ist ein gewaltiger Unterschied.

Das vollständige Interview mit Pater Karl Wallner können Sie sich in der Medienbox ansehen oder als Hör-CD bei uns bestellen.
http://www.kirche-in-not.de/aktuelle-mel...-zum-rosenkranz



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