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von esther10 09.04.2016 00:49

Von
Christian Bartlau
Aktualisiert am 18. März 2016, 14:04 Uhr


15 Jahre Haft in einem Arbeitslager in Nordkorea – für einen US-Studenten wird ein Albtraum wahr. Das Lagersystem der Diktatur ist berüchtigt.

Folter, Vergewaltigungen, schwere Arbeit, Essensentzug – all das ist Alltag für die Gefangenen in den Straflagern Nordkoreas. Die Zustände sind grausam, die Vereinten Nationen sprechen in einem Bericht von "krassen" Verstößen gegen die Menschenrechte.

In dieses System hineinzugeraten, muss ein Albtraum sein. Genau den erlebt gerade der 21-Jährige US-Student Otto Frederick Warmbier. Er soll eine Fahne aus seinem Hotel geklaut haben, ein Gericht verurteilte ihn wegen eines schweren Vergehens gegen den Staat zu 15 Jahren Arbeitslager.

Was nun genau mit dem jungen Mann passiert, ist schwer zu sagen. Das Regime hat das Land völlig abgeschottet, es gibt kaum gesicherte Informationen. Auch der Nordkorea-Beauftragte der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Arnold Fang, kann über das Schicksal von Otto Warmbier nur spekulieren. Im Gespräch mit unserem Portal erklärt Fang den Prozess und das brutale Lagersystem.

Eine harte Strafe
Falscher Ort, falsche Zeit – das gilt offenbar für den Fall Otto Warmbier. Allem Anschein nach wollte er sich nur ein ausgefallenes Urlaubs-Souvenir mitnehmen.

In einem Land wie Nordkorea eine schlechte Idee, die politische Großwetterlage erschwert die Situation. "Man kann die Möglichkeit nicht ausschließen, dass dieser Prozess ein politischer war", sagt Arnold Fang von Amnesty International. "Vor allem nach den schweren Sanktionen gegen Nordkorea nach dem jüngsten Atomtest."

Bild zu Nordkorea
Nordkorea feuert Raketen ab
Tests verschärfen Spannungen auf koreanischer Halbinsel.
Ein Gefangener als Faustpfand also? Es wäre nicht das erste Mal. "Es gab viele Fälle, in denen Amerikaner oder Kanadier gegen Geldzahlungen freigekommen sind", erklärt Fang.

Im Jahr 2009 musste Ex-Präsident Bill Clinton eigens nach Nordkorea reisen und Kim Jong-Il seine Aufwartung machen, um die Freilassung von zwei US-Reporterinnen zu erreichen.

Eine unsichere Zukunft
Selbst ein Blick in den Text der Verurteilung gibt Arnold Fang keinen definitiven Hinweis darauf, was mit Otto Warmbier geschieht. "Der Wortlaut würde bedeuten, dass er in einem normalen Gefangenenlager untergebracht wird."

Allerdings gebe es dabei ein Problem: Offiziell gibt es auch keine anderen Lager. Aber bei internationalen Menschenrechtsorganisationen und den Vereinten Nationen gilt als gesichert, dass ein System von besonderen Lagern für politische Gefangene existiert, die sogenannten "Kwanliso". Die UN schätzen, dass rund 100.000 Menschen in diesen Einrichtungen eingesperrt sind.

Auch wenn Arnold Fang nicht sicher sein kann, für wahrscheinlich hält er es nicht, dass der US-Student in so ein Lager eingeliefert wird. "Wenn Nordkorea sich entscheidet, ihn wieder freizulassen, wäre er ja ein Zeuge."

Wenn Warmbier also wirklich seine Strafe ableisten muss, dann in einem "normalen" Gefangenenlager. Eine gute Nachricht ist das nicht. "In jeder dieser Einrichtungen kann man Folter ausgesetzt sein, Zwangsarbeit oder sogar willkürlichen Exekutionen. Das können wir für kein Gefängnis in Nordkorea ausschließen", sagt Fang.

Die Lager, die es nicht gibt
Ganz besonders gilt das für die "Kwanliso", die Lager für die politischen Gefangenen, deren Existenz die Regierung leugnet. Sie dienen der Stabilisierung des diktatorischen Regimes von Kim Jong-Un, erklärt Arnold Fang.

"Dort werden die Leute weggesperrt, die als Staatsfeinde gelten. Dafür müssen sie nicht einmal ein Verbrechen begangen haben."

Noch immer kommt es dem UN-Bericht zufolge vor, dass dort Menschen in Sippenhaft genommen werden. Das kann sich über drei Generationen erstrecken, erklärt Fang. Tatsächlich gibt es Berichte über Minderjährige, die in einem "Kwanliso" landen, weil ihr Großvater zum Staatsfeind erklärt wurde.

Die Augenzeugenberichte, die im UN-Bericht über diese Lager gesammelt wurden, sind erschreckend. Ein Befragter sagte aus, er habe in seinen zehn Monaten Haft so wenig zu essen bekommen, dass er nur noch 36 Kilogramm gewogen habe. Um ein Geständnis von ihm zu erpressen, hingen ihn die Wächter kopfüber auf, tagelang.

Ein ehemaliger Lagerkommandant, mit dem Amnesty International sprechen konnte, berichtete, dass Sträflinge ihre eigenen Gräber ausheben mussten und mit Hammerschlägen in den Nacken hingerichtet wurden. So schlecht die Bedingungen schon in den normalen Gefängnissen in Nordkorea sind, für politische Gefangene sind sie noch schlimmer.

"Wir haben noch keine Ergebnisse vorzuweisen"
Die schrecklichen Verhältnisse in den Lagern sind breit dokumentiert. Neben den Berichten von UN, Amnesty International und anderen Menschenrechtsorganisationen gibt es Zeichnungen und Bücher wie "Flucht aus Lager 14", in dem Shin Dong-hyuk seine Geschichte erzählt.

Er wurde in einem Lager geboren, musste dort mitansehen, wie seine Mutter und sein Bruder hingerichtet wurden. Er konnte schließlich fliehen. Doch trotz aller Berichte und aller Bemühungen: "Ergebnisse haben wir noch nicht vorzuweisen", sagt Arnold Fang.

Amnesty International berichtete jüngst, dass die Lager sogar noch ausgebaut werden. Verlassen muss sich die Menschenrechtsorganisation dabei auf Satellitenbilder.

Bild zu Amnesty International, Kwanliso 16, Nordkorea
Ein Satellitenbild, dass das Lager Kwanliso 16 in Nordkorea zeigen soll. © picture alliance / dpa
Für Arnold Fang ist es deshalb wichtig, dass zuerst einmal mehr Informationen öffentlich werden. "Die Regierung muss es Organisationen wie den UN und Amnesty International erlauben, ins Land zu kommen."

Derzeit aber existiert nicht einmal für Nordkoreaner Informationsfreiheit. Handys und Videoaufnahmen müssen aufwendig ins Land und aus dem Land herausgeschmuggelt werden.

Besonders optimistisch ist Fang nicht: "Im Hintergrund gibt es Gespräche zwischen UN und Nordkorea. Aber die aktuelle Situation mit den Sanktionen und den Atomtests macht die Lage eher komplizierter."

VIDEO
http://www.gmx.net/magazine/politik/us-s...koreas-31432696



von esther10 09.04.2016 00:44

[PM]Im Hinblick auf die vorausgegangenen Diskussionen werden besonderes Interesse jene Paragraphen des Postsynodalen Schreibens finden, die sich mit dem Problem der wiederverheirateten Geschiedenen befassen.

Kardinal Waöter Brandmüller


Dazu nun einige grundsätzliche Klarstellungen.

Es ist katholische Glaubenslehre (Dogma), dass eine gültig geschlossene und vollzogene Ehe von keiner Macht der Erde – auch nicht von der Kirche – aufgelöst werden kann. Jesus sagt: „Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen.“ Und: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet“ (Evangelium nach Matthäus 19,6; nach Markus 10,9; Markus 10,11.12).

Diese Worte Jesu wollen Schönheit, Heiligkeit und Treue des Ehebundes zwischen Mann und Frau hervorheben und seinen Bestand schützen. Zuletzt hat Papst Johannes Paul II. mit seinem Lehrschreiben „Familiaris consortio“ (1981) diese Glaubenswahrheit vertieft und bekräftigt, sowie durch den Katechismus der Katholischen Kirche (1997) erneut eingeschärft.

Man kann sagen, dass das Festhalten an der Unauflöslichkeit der Ehe mittlerweile ein Alleinstellungsmerkmal der katholischen Kirche geworden ist.
Wer also den Glaubenssatz (Dogma) von der Unauflöslichkeit der Ehe leugnet, hat den Boden der katholischen Lehre verlassen.
Wer dennoch trotz bestehendem Eheband nach einer Scheidung eine neue zivile Verbindung eingeht, begeht darum Ehebruch.

Solange ein Katholik nicht bereit ist, diesen Zustand zu beenden, kann er weder die Lossprechung in der Beichte noch die Eucharistie (Kommunion) empfangen.

Alle Bemühungen, Betroffenen dennoch seelsorglich beizustehen, müssen von diesen Voraussetzungen ausgehen, denn pastorales Handeln, das mit der Glaubenswahrheit nicht in Einklang stünde, müsste an seiner inneren Unwahrhaftigkeit scheitern.

Das gilt auch für den Versuch, in ungültiger „Zweitehe“ Lebende durch die Zulassung zu liturgischen, katechetischen etc. Funktionen kirchlich zu integrieren. Eben dadurch würden nämlich nicht nur die Betroffenen in Konflikte und Verlegenheit gebracht – es würde auch die Glaubwürdigkeit der kirchlichen Verkündigung untergraben.

Vorschläge der genannten Art zeugen weniger von lebensfremder Naivität, sie entlarven sich vielmehr als Versuche, mit Hilfe einer „Salamitaktik“ am Ende doch die Zulassung Betroffener zu den Sakramenten zu erreichen.

Auch der „Ausweg“, in Einzelfällen Ausnahmen zuzulassen, ist eine Sackgasse. Was aus Glaubensgründen grundsätzlich unmöglich ist, ist es auch im Einzelfall.
Diese entschiedenen Feststellungen entbinden jedoch Bischöfe und Priester keinesfalls von der Pflicht, Gläubigen auch in der besagten Situation mit Verständnis und Mitgefühl seelsorgliche Hilfe anzubieten, besonders in nicht selten tragischen Fällen.


Das Postsynodale Schreiben „Amoris laetitia“ ist also im Lichte der dargelegten Grundsätze zu interpretieren, zumal ein Widerspruch zwischen einem päpstlichen Dokument und dem Katechismus der Katholischen Kirche nicht vorstellbar ist.
http://katholon.de/2016/04/07/walter-kar...moris-laetitia/


von esther10 09.04.2016 00:42

Amoris Laetitia – Auch die Bäume von Papst Franziskus wachsen nicht in den Himmel
9. April 2016 0


Papst Franziskus und Amoris Laetitia, sein erstes nachsynodales Schreiben

(Rom) Das nachsynodale Schreiben Amoris Laetitia von Papst Franziskus liegt nun auf dem Tisch. Die 190 Seiten werden die Kirche noch Jahre beschäftigen. Unterdessen hat begonnen, was zu erwarten war. Die Fortsetzung jener innerkirchlichen dissonanten Vielstimmigkeit, die seit Jahrzehnten verhindert, daß die Stimme der Kirche kraftvoll in der Welt gehört wird.

Die erklärten Revolutionäre von Wir sind Kirche und die Möchtegern-Revolutionäre der WiKi-Light-Version ZdK (Zentralkomitee der Deutschen Katholiken) sind „enttäuscht“. Die sogenannten „Konservativen“, ständig besorgt, aber leicht zu beruhigen, erwecken wiederum krampfhaft den Eindruck einer heilen Welt, denn die angekündigte Revolution sei ja „ausgeblieben“. Daß Papst Franziskus sie überhaupt je beabsichtigt habe, klingt aus ihrem Mund fast so, als habe es sich dabei nur um ein Hirngespinst des linken oder rechten Kirchenrandes gehandelt. Wer sich selbst belügen will, den kann man schwerlich davon abhalten.

Christoph Kardinal Schönborn, seines Zeichens Erzbischof von Wien und ambivalentes Aushängeschild der „Konservativen“, ist zwar wesentlich sympathischer als sein machtbewußter Amtsbruder in München, der mit Namen Marx und gelegentlich aufflackernden Ambitionen eines Luthers (die Namen haben es ja wirklich in sich). Das Interview (Kathpress) und die Pressekonferenz (Vatikan), die Schönborn gestern in Rom gab, sollten aber auch in „konservativen“ Kreisen für die nötige Ernüchterung sorgen. Es geht eben nicht nur um die Aufrechterhaltung einer Fassade, sondern um das, was dahinter steht: nämlich Inhalte.

Wer sich als Antwort auf den sich rapide ausbreitenden und in hohem Maße zersetzend wirkenden Relativismus von der Kirche klare Worte erwartet hatte, die sichere Orientierung bieten und vielleicht sogar Anstoß für eine ebenso reinigende wie klärende Erneuerung sein könnten, sieht sich nicht minder enttäuscht als die Revolutionäre auf der anderen Seite.


Amoris Laetitia muß sich dem direkten Vergleich mit Familiaris Consortio stellen. Das nach zweieinhalb Jahren teils harter und auch emotionaler Debatten vorgelegte Ergebnis ist demgegenüber mehr als dürftig. Dafür hat Papst Franziskus den ganzen Apparat bestimmt nicht in Bewegung gesetzt. Das Ergebnis ist, so gesehen, mit ziemlicher Sicherheit anders ausgefallen, als ursprünglich beabsichtigt (siehe dazu Die Bischofssynode, der Regisseur, die Akteure – Chronologie eines versuchten Paradigmenwechsels). Papst Franziskus weiß nun, daß auch seine Bäume nicht in den Himmel wachsen. Der Jubel der Medien entspricht proportional nicht der Meinung in der Kirche.

Das gilt auch für die Kardinalsquadriga, die als Team Bergoglio 2013 seine Wahl betrieben und möglicherweise zuvor schon ein bißchen beim Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. nachgeholfen hatte. Die Kirche ist nicht das von Kirchengegnern und Progressiven gern behauptete staubtrockene Bürokratenungetüm, das halb leb- und ganz emotionslos über die Einhaltung von Normen wacht. Die Kirche ist der lebendige, wenn auch mystische Leib Christi und verfügt über eine Reihe von göttlichen Verheißungen, die Bestand und Beistand betreffen.

Wie immer man diese nun im Detail auf die konkrete Situation beziehen mag: Tatsache ist, daß der Widerstand gegen den Durchmarsch der Kasperianer (nomen ineptum) kraftvoller und entschlossener war, als sich die oberste Kirchenleitung erwartet hatte. Dem liegt ein nicht unerhebliches Fehlurteil Kaspers, sondern auch von Papst Franziskus zugrunde, und das zu ganz grundsätzlichen Dingen ekklesiologischer, doktrineller, dogmatischer, pastoraler und anthropologischer Natur. Welche Schlußfolgerungen Papst Franziskus und auch seine mehr oder weniger mit ihm konform gehende Gefolgschaft daraus zieht, wird sich weisen. In der Auseinandersetzung der zurückliegenden Monate wurden auch geistliche Kampfmittel eingesetzt, deren Wirkung keineswegs zu unterschätzen ist. An dieser Stelle sei nur an die Gebetsinitiative von Kardinal Raymond Burke an jedem ersten Tag des Monats erinnert. Eine Gebetsinitiative, die fortgesetzt wird.

Amoris laetitiae ist ein umfangreiches Dokument mit vielen wertvollen und schönen Stellen, aber auch zahlreichen ambivalenten, unscharfen und zweifelhaften Formulierungen und Aussagen, gerade und vor allem, wenn man sie nicht abstrakt liest, sondern mit Blick auf den aktuellen Ist-Zustand der Kirche und den Bestrebungen kirchenfeindlicher Kräfte in der Gesellschaft. Gerade die umstrittenen Passagen aber sind, aufgrund der Ausgangslage, entscheidend für die Gesamtbewertung des Schreibens.

Das Dokument wirkt über manche Strecken kraftlos und unfähig jenen Funken überspringen zu lassen, der das Brennen für Christus entfachen kann. Der Grund dafür hängt, so der erste Eindruck, mit den ursprünglichen Absichten zusammen. Der Text ist in Inhalt und Formulierungen gerade an wichtigen Stellen zu sehr bemüht, sich nicht mit dem Zeitgeist anzulegen, oder durch die Hintertür der Wortakrobatik doch irgendwie hineinzuschreiben, was vordergründig nicht drinnen steht und schon gar nicht drinnen stehen sollte.

Die zwangsläufige Folge: Jeder kann das Dokument nach seiner Façon lesen – und wird es wohl auch tun. Das Resümee: Katholische Erneuerung sieht anders aus.
http://www.katholisches.info/2016/04/09/...-in-den-himmel/
Text: Andreas Becker
Bild: Vatican.va/OR (Screenshot)

von esther10 09.04.2016 00:42

Nachrichten...EWTN
"Amoris Laetitia" , der Heilige Geist und die Synode...EWTN

NEWS Analyse: Im Jahr 2014 löste Papst Francis einen synodalen Prozess, der ganz unerwartet gedient hat,am Ende entschied sich die Synode der Leine auf sich zu akzeptieren....EWTN


VON PATER RAYMOND J. DE SOUZA 2016.04.08 Kommentare (5)

Lange erwartet und vorbereitet, nach einem zweijährigen Prozess, der sehr lange Apostolische Schreiben von Papst Francis - die längste Dokument in der gesamten Geschichte des päpstlichen Lehramtes - lädt ein zu lesen, dass der Heilige Vater schlägt nicht "gehetzt" werden auch als entschuldigt er sich für seine Länge.

Es wird genügend Zeit , um die verschiedenen Aspekte zu drehen sein Amoris Laetitia , da beide Robert Königs und Edward Pentin haben auf diesen Seiten zu tun begonnen. Und doch ist es nun möglich , die Zwei-Jahres - Prozess zu bewerten, die im Jahr 2014 das Ergebnis begann als überraschend ist , wie man hätte erwarten können. Das gleiche Franziskus, der die Synode der Bischöfe zu einem langwierigen und spaltenden Debatte öffnen warf fand sich von demselben synodalen Prozess am Ende zurückgehalten. Da der Heilige Vater würde sich beobachten, Gott ist voller Überraschungen.

Im Februar 2014 lud Papst Francis Kardinal Walter Kasper das Kardinalskollegium über die Möglichkeit der Zulassung der geschiedenen und wieder verheirateten civilly zur eucharistischen Kommunion zu begegnen, auch wenn sie in einer ehelichen Beziehung mit jemandem anderen als ihrem sakramentalen Ehepartner leben fortgesetzt. Das wurde mit nahezu universellen Ablehnung durch die versammelten Kardinäle getroffen, aber Franziskus darauf bestanden, es für Synode 2014 auf der Tagesordnung stehen.

Wenige Wochen nach Kardinal Kasper die Adresse, ein provokativer Versuchsballon schwebte wurde, als der Heilige Vater, nach der Frau in Frage, einen argentinischen parishioner angerufen und ihr gesagt, dass sie Kommunion trotz nicht wirksam verheiratet werden sollte; und wenn ihr eigenen Pfarrer würde es nicht zulassen, sollten sie eine andere Gemeinde, in dem finden, dies zu tun. Der Heilige Stuhl nie geleugnet, dass der Heilige Vater sagte, so etwas, es als Hinweis auf stehen zu lassen, was der Heilige Vater vermutlich tun möchte.

Die Synode von Oktober 2014 enthalten große Manipulation von den Managern der Synode, der vermutet, dass sie taten, was der Heilige Vater bei dem Versuch, wollte auf der Synode einen Zwischenbericht aufzuzwingen, die den Weg der Liberalisierung der katholischen Lehre eröffnet. Die Synodenväter als Ganzes lehnte diesen Ansatz.

Auf der Synode von Oktober 2015 trotz intensiver Bemühungen der Synode Manager eine Änderung in der pastoralen Praxis zu fördern, die ganze Zeit darauf, dass es keine Änderung der Lehre bedeuten hatte, weigerte sich die Synodenväter eine Änderung in der Lehre des hl zu billigen Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI über die Frage der Scheidung, Wiederverheiratung und Kommunion. Aus Rücksicht auf die mutmasslichen Präferenz des Heiligen Vaters, Synode 2015 einfach nicht, dass die Lehre wieder behaupten, Schweigen über die umstrittenste Frage. Das Ergebnis erschien Franziskus zu Bestürzung, als er Synode 2015 mit einem glühenden Angriff auf die traditionelle Partei geschlossen, so dass sie von "Steine ​​werfen" gegen das Leiden und Leid beschuldigen.


In Amoris Laetitia , nahm Papst Francis , was der synodalen Prozess gab ihm - keine Änderung der Lehre, sondern eine Entscheidung nicht zu laut über die Aspekte der Kirche zu sprechen , die meisten im Widerspruch mit der zeitgenössischen Kultur zu lehren. Die Debatten werden auch weiterhin, und es wird vor viele Schwierigkeiten zu sein, sollte der Kardinal Kasper Partei formale Richtlinien entgegen der bestehenden Lehre in der Tat gewagt , den Heiligen Vater zu formulieren , sie zu stoppen. Ob das bleibt materialisieren zu sehen.

So schließt ein turbulentes zwei Jahren. Und gezogen die Lektion ist eine, die Franziskus selbst gelehrt hat, auch wenn es auf unerwartete Weise manifestierte - der Geist bewegt sich in der Kirche, Hochkantstellen Pläne und Programme. Die Synode wurde vom Heiligen Vater geworfen offen für neue Möglichkeiten in der Seelsorge der Familie. Was die Synode in der Tat war der Bruch mit der Tradition magisterial von vielen gewünschten verhindern, die plausibel des Papstes Rückhalt zu haben vermutet.

Es war, wie sie in der Luftfahrt sagen, ein in der Nähe von Miss. Von den ersten Seiten der Amoris Laetitia bis zum letzten, die Mahnung sehnt sich offenbar zu erklären , was es nie erklärt: daß die Lehre über die Ehe und das heilige Abendmahl ändern kann. Tatsächlich ist die kritischste Linie auf die Frage in einer Fußnote begraben, fast , als ob die Redakteure niemand gehofft bemerken würde.


Um ein Gefühl dafür , wie seltsam ein Umstand , dem wir uns befinden, versuchen die moralische Analyse in vorstellbar Amoris Laetitia auf jede moralische Frage nicht von der sexuellen Revolution angehoben angewendet wird. Wenn die Frage zum Beispiel, waren ob Arbeitgeber , die ausgebeutet hatten ihre Arbeiter in einer unmöglichen Situation waren , die sonst zu schwierig zu ändern war, ist es unwahrscheinlich, dass die päpstliche Lehramt , dass die allgemeinen Grundsätze der Gerechtigkeit vorschlagen würde nicht in dieser komplexen konkrete Anwendung finden könnte Situationen.

Und darin liegt die zweite wichtige Schlussfolgerung zu den zwei Jahren der Turbulenzen. die geschiedene und civilly wieder verheiratet zu Kommunion für viele in der Partei Kasper, die Zulassung war der erste Schritt in der katholischen Lehre zur sexuellen Revolution entgegenkommend. Wenn Sex von Ehe ohne Sünde getrennt werden konnten, dann ist die Entwirrung der Lehre über die Empfängnisverhütung, jede sexuelle Aktivität außerhalb der Ehe und homosexuellen Handlungen folgen konnte.

Franziskus vielleicht gedacht , dass der ehemalige ohne dass es zu letzterem getan werden könnte, aber die Synode blockiert diesen Weg. Die meisten mit Nachdruck aber lehnt Francis letztere Projekt der sexuellen Revolution umarmen, ausdrücklich bekräftigt Humanae Vitae auf der unitive und Zeugungs Natur des Ehelebens in der Ehe.

Es gibt viel, viel mehr zu schreiben Amoris Laetitia , von denen viele von Vorteil für diejenigen sein wird , die verheiratet sind oder für die Ehe vorbereitet. Es wird große Herausforderungen für Theologen diese Mahnung in die obrigkeitliche Tradition in Einklang zu bringen. Aber was ist bezeichnend , heute ist ein Moment in der Geschichte der Kirche. Franziskus löste eine Synode Prozess und, am Ende entschied sich die Synode der Leine, auf sich selbst zu akzeptieren.

Pater Raymond J. De Souza
ist Chefredakteur

Read more: http://www.ncregister.com/daily-news/amo.../#ixzz45LeM42Ei

von esther10 09.04.2016 00:42

Kardinal Sarah Warnung vor "dämonische" "apokalyptischen Tiere" von "der Abgötterei der westlichen Freiheit" in Argentinien bestätigt



14. Oktober 2015 ( Lifesitenews ) - Einige Geschichten der heutigen zeigen , dass Lifesite die enorme Bedeutung der nicht übertreiben kann , was auf der Familie in der Vatikanstadt auf der Synode geschieht.

Es ist in der Tat eine große Schlacht in diesem dreiwöchigen Sitzung durchgespielt werden, die zu Recht verfolgt wird und berichtet von allen Weltmedien. Die Gesellschaft ist ein Höhepunkt im Krieg gegen die Familie zu erreichen.

Die beiden Videos von scheinbar besessen Feministinnen gegen die Kirche tobt in Argentinien ist eine Warnung an uns alle darüber , wo alles los werden konnte. Reine Hass, Gewalt, Intoleranz, eine Ablehnung jeglicher Anstand und Moral und eine Bestimmung des Einflusses der Religion auszulöschen, vor allem die Religion, die die große Bedeutung der natürlichen Familie betont, motivieren diese breite und wachsende Bewegung.

"Dort, aber für die Gnade Gottes gehe ich und meine Familie und Freunde", wir können und sagen sollte.

Wie Peter Kreeft oft sagt, wir sind Mächte und Gewalten kämpfen, anstatt Menschenfleisch. Und so, all diese mit nacktem Oberkörper, rasende Frauen haben böse erlaubt zu täuschen und sie zu infizieren. Sie selbst sind nicht böse.

Kardinal Sarah legt diesen Kampf in der richtigen Kontext . Es ist ein geistlicher Kampf auf höchstem Niveau. Er warnt zu Recht , dass "die größten modernen Feinde der Familie" "die Zwillings" dämonische "" apokalyptischen Tiere "von" der Abgötterei der westlichen Freiheit "und" islamischen Fundamentalismus. "

Der Kardinal spricht klar. Es gibt kein Missverständnis, keine Notwendigkeit, darüber zu spekulieren, was er wirklich bedeutet, oder wer oder was er bezieht sich auf. Keine Notwendigkeit für Vatikan Klarstellung.

Seine Warnung ist so, dass niemand, der gelesen haben oder gehört es später in der Lage sein wird, zu behaupten, dass sie nicht erkennen, was in unserer Zeit geschehen war, und wie sie reagieren müssen.

Der Krieg, den wir wird sehen von denen geführt, die tun wollen, was auch immer sie wollen, um die Welt zu entvölkern, die Religion hassen und vor allem den katholischen Glauben, die wollen wirklich alle Menschen und Regierungen der Welt zu kontrollieren und die schlecht auf die Notwendigkeit verkennen von eine starke natürliche Familienleben Kultur für jeden gesunden Zivilisation.

einen Krieg gegen die natürliche Familie Waging ist in Wirklichkeit ein teuflisches Krieg zu führen. Es ist das Böse selbst, Kardinal Sarah besteht darauf, dass motiviert, diesen Kampf gegen die Institution, die schafft und am besten fördert neue menschliche Leben, neue Seelen für Gott und die Institution für die beste Bildung dieser neuen Seelen.

Viele der Synodenväter und auch Franziskus, der Meinung, dass eine Lösung für das aktuelle Problem des Familienlebens rückläufig ist, Standards zu senken. Sie sagen, wir müssen dramatische neue Änderungen zu implementieren, die Welt mehr zu treffen, wo es ist, und nicht die Welt zu erheben, um die erheblich größere Möglichkeiten und Freuden, dass das Christentum bietet.

Diese weitere Standards Senkung ist ein schrecklicher Fehler, denn das ist genau das, was die verschiedenen christlichen Kirchen sind seit 60 oder mehr Jahren tun. Es ist eine Katastrophe gewesen. Und doch wollen sie noch mehr zu implementieren, was klar ist und konsequent erwiesen, nicht nur nicht, sondern auch zum Leben, Gemeinschaft und Seele tödlich zu sein.

Während diese Kleriker intensiv auf fokussiert werden "Modernisierung" der moralischen Lehre der Kirche und der weltlichen Betrug der Anti-Personen-Klima Bewegung kam, scheinen sie blind gegenüber anderen sich abzeichnenden, sehr real Kataklysmen zu sein.

Warum ist es so eine relativ geringe Priorität auf die sich rasch ausbreitende, teuflisch bösartige Tötungen und Vergewaltigungen von "islamischen Fundamentalismus" und die bevorstehende Möglichkeit des Ersten Weltkrieges aus dem Mittleren Osten ausbricht? Diese ergeben sich aus jenen Vorteil der offensichtlichen Machtvakuum zu nehmen und Einfluss geschaffen durch den Niedergang der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und alle ihre Verbündeten - ein Zustand, beschleunigt durch ihre Talfahrt Geburtenraten und demographischen Selbstmord.

Die entwickelten Nationen den Willen verloren haben, zu leben, kämpfen Wille. Ihre natürlichen Feinde sehen diese Gelegenheit und wie die Geier kreisen um und bereitet uns zu zerstören.

Wenn es je eine Zeit für sehr offen reden und schreiben, und vor allem für viel Gebet und Opfer, ist, dass die Zeit jetzt. Wir in den komfortablen entwickelten Nationen sind nicht mehr zu frankieren Talk verwendet. In der Tat, viele abgestoßen und beleidigt, indem sie es - zum Schaden von uns allen. Helden und echte Heiligen, die uns herausfordern werden von vielen ansonsten "gute" Menschen gesehen, zu bedrohen "schön" nicht sein.

Unsere Hoffnung ist, in Gott. Wahre Gläubige nie die Hoffnung verlieren. Wahre Gläubige setzen Sie sich auch nicht einfach zurücklehnen und warten, dass Gott der Dinge zu kümmern. Sie schließen sich Christus am Kreuz. Sie umarmen sich das Kreuz.

Sie evangelisieren und servieren. Sie energisch und ohne Scham Appell an die Führer ihre Arbeit zu tun. Sie ersetzen Führer bei Bedarf sogar mit sich selbst, falls erforderlich. Sie verstehen, Gott durch sein Volk arbeitet.

Sie stellen die Liebe Gottes, ihrer Familien und ihre Völker über ihre persönlichen weltliche Wünsche und über ihren Komfort, ihre Ängste und Sorgen.

Dies sind Zeiten, die Heiligen und Helden züchten. Diese sind auch Zeiten, in denen viele wählen, Feiglinge und Frevler zu sein. Es wird bald nicht mehr Mittelweg zu verstecken.
https://www.lifesitenews.com/blogs/today...-for-good-or-ev
Wir werden alle zur Auswahl haben - gut oder böse. Und wenn wir gut wählen, muss es egal gewählt werden, wie hoch die Kosten. Das ist, weil die Alternative undenkbar für diejenigen, die lieben.


von esther10 09.04.2016 00:41

Synode: Was ist nun mit den wiederverheiratet Geschiedenen?...Keine Entscheidung

Vorweg: der Papst trifft keine Entscheidung. Wer vermutet, verlangt oder erwartet hatte, dass dieses Problem nun final und römisch gelöst werde, der wird nicht fündig werden.



08/04/2016 12:00SHARE:
„Nach der Liebe, die uns mit Gott vereint, ist die eheliche Liebe die größte Freundschaft“ (AL 123): Der lange erwartete Text ist veröffentlicht, mit Amoris Laetitia legt der Papst seine eigenen Gedanken zum Thema Familie vor. Und alle wollen jetzt nur das eine wissen: wie verhält es sich nun mit Wiederverheirateten Geschiedenen und der Kommunion? Pater Bernd Hagenkord hat genau nachgesehen.

Die Versuchung ist groß, den gesamten Text oder auch nur Kapitel acht nach Hinweisen durchzulesen, wie es sich denn nun mit der so dominanten Frage während des synodalen Prozessen verhält, aber schon der Autor warnt ausdrücklich davor: „Darum empfehle ich nicht, es hastig ganz durchzulesen“ (AL 6), vermutlich um genau das zu vermeiden, nämlich die Suche nach dem Eigenen im Fremden.


Trotzdem ist das eine Frage, um die die öffentliche und innerkirchliche Debatte nicht herum kommt. Wenden wir uns dieser Frage also in einem eigenen Abschnitt zu, um uns dann hoffentlich auch auf dem ganzen Text angemessen zuwenden zu können.

Keine Entscheidung

Vorweg: der Papst trifft keine Entscheidung. Wer vermutet, verlangt oder erwartet hatte, dass dieses Problem nun final und römisch gelöst werde, der wird nicht fündig werden.


Heißt das also, dass nach zwei Jahren Debatte der synodale Prozess als Tiger gesprungen und als Vorleger gelandet ist? Ganz und gar nicht. Mit den Anregungen von Kardinal Walter Kasper, der das Thema ja mit Einwilligung des Papstes in die Debatte eingebracht hatte, war das Thema auf dem Schirm. Das heißt aber nicht, dass sich die nun vorgelegten Gedanken nach zwei Jahren exakt auf dieses Thema beziehen lassen oder sogar eine definitive Antwort darauf geben.
Trotzdem kann man beim Papst ein Vorgehen lernen, das uns in dieser Frage weiter bringt.

Erstens: man muss Urteile vermeiden, die Einzelsituationen nicht berücksichtigen. So steigt der Papst ein. Also: die Realität ist zu komplex, als dass man sie über einen Kamm scheren kann. Oder direkt zitiert „Wir wissen, dass es keine Patentrezepte gibt.“

Es gibt weder von der Synode noch von ihm neue, auf alle Fälle anzuwendende generelle gesetzliche Regelungen. Und zwar, weil es die gar nicht geben kann.


Im Gewissen allein mit Gott

Zweitens: eine Norm kann in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Ergebnisse haben. Wir dürfen uns also von der einen Lehre nicht nur ein Ergebnis im Leben erwarten, die Ergebnisse sind so unterschiedlich, wie es die Leben auch sind.

Das Gewissen, also die Mitte und das Heiligtum des Menschen, wo er alleine ist mit Gott, wie der Papst sagt, ist der Ort für die Unterscheidung. Ein gebildetes Gewissen, also eines um das man sich gekümmert hat und das nicht nur Wunsch und Wille ist. Dieses Gewissen ist kein Erfüllungsgehilfe. Wenn wir also das eben Gesagte anwenden bedeutet das, dass nicht schon vorher klar ist, was bei einer solchen Unterscheidung heraus kommen muss. Das Gewissen ist keine Entscheidungsmaschine. „Die Situation ist kirchlich gesehen so, also kann das Gewissen gar nicht anders als ….“ Dieser Schluss gilt nicht.

Der Papst geht noch einen Schritt weiter: Wir können im Gewissen auch erkennen, dass eine Antwort vorerst die einzige ist, die wir in einer bestimmten Situation geben können, auch wenn diese Antwort nicht dem Ideal entspricht. Soll heißen: Auch wenn die Aussagen Jesu klar und deutlich sind und bleiben,
gibt es eine graduelle Verwirklichung. Es gibt Lebenssituationen, in denen es nicht die perfekte, saubere, lehrmäßig eindeutige Lösung geben kann oder mag.

Noch einmal: es ist „kleinlich“, wie der Papst sagt, das Handeln nur an der Norm zu messen.

Nicht das Leben an der Norm messen

Drittens: Was der Papst nicht macht, ist einen Weg anzubieten. Das ist ja mit dem Vorschlag von Kardinal Walter Kasper im Vorfeld, eigentlich seit Beginn des synodalen Weges debattiert worden. Das findet sich hier nicht. Das „Wie“ der Unterscheidung bleibt offen. Der Papst stellt nur die Grundsätze fest, nach denen so eine Unterscheidung laufen soll. Was heißt „nur“, er verlangt den Blick auf die Einzelsituationen, auf das konkrete menschliche Leben. Auf der anderen Seite spricht er lange vorher schon und über weite Strecken - und auch nachher zum Abschluss - über das, was Jesus uns für unsere Leben aufgetragen und versprochen hat. Die Unterscheidung, auch wenn sie nicht beim Ideal ankommt, verdunkelt dieses nicht.

Und wie immer bei Papst Franziskus: mit Leben füllen muss das nun jeder Christ und jede Christin, jede einzelne Gemeinde. Franziskus wäre nicht Franziskus, wenn es anders wäre.

Wer nun die wichtigsten Stellen selber nachlesen möchte, dem empfehle ich die beiden Abschnitte ‚Die Normen und die Unterscheidung‘ und ‚Die Logik der pastoralen Barmherzigkeit‘ (AL 304-312).

(rv 08.04.2016 ord)

von esther10 09.04.2016 00:38




Das Evangelium von der Familie

3. Sonntag der Osterzeit C (10.04.2016)
L1: Apg 5,27b-32.40b-41; L2: Offb 5,11-14; Ev: Joh 21,1-19

Die liturgischen Texte finden Sie online im Schott-Messbuch

Josef Spindelböck
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Im Evangelium dieses dritten Sonntags der Osterzeit fragt der auferstandene Herr Jesus Christus den Apostel Petrus dreimal: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ Die Antwort des Petrus lautet zweimal: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ Darauf folgt jeweils die Aufforderung Jesu an ihn: „Weide meine Lämmer!“ bzw. „Weide meine Schafe!“ Die Antwort des Petrus ist beim dritten Mal nicht mehr so selbstbewusst wie die ersten beiden Male. Wahrscheinlich hat er sich in diesem Moment daran erinnert, dass er Jesus dreimal verleugnet hat. Nun weiß er: Ja, er liebt den Herrn und möchte ihm treu sein. Doch zugleich ist er sich der eigenen Schwäche bewusst. Inmitten dieser eigenen Armseligkeit und Gebrechlichkeit vertraut er sich ganz der göttlichen Gnade an! Deshalb antwortet er beim dritten Mal: „Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebhabe.“ Und auch diesmal fordert ihn Jesus auf: „Weide meine Schafe!“

Die Kirche bezieht diese Stelle aus dem Johannes-Evangelium auf die Einsetzung des Petrusamtes durch Jesus. Der jeweilige Bischof von Rom gilt als Nachfolger des Petrus und sichtbarer Stellvertreter Jesu Christi auf Erden. In der Person des Apostels Petrus wurde dem Papst das Amt der Leitung, der Heiligung und der Lehre für die ganze Kirche übertragen. Unser gegenwärtiger Heiliger Vater Papst Franziskus übt diesen Dienst nunmehr schon drei Jahre lang aus, und mit dem Datum vom 19. März 2016 hat er uns nun ein nachsynodales Apostolisches Schreiben mit dem Titel „Amoris laetitia“ vorgelegt, das von der Liebe in der Familie handelt.

Das 188-seitige Schreiben lässt sich nicht mit wenigen Worten zusammenfassen. Doch so viel kann gesagt werden: Die Kirche schätzt Ehe und Familie und erkennt darin ihren eigenen Ursprung, da Ehe und Familie dem Plan Gottes für die Menschen entsprechen. Die Heilige Schrift zeigt an vielen Stellen die Berufung des Menschen als Mann und Frau zur Liebe auf. Die Frau und der Mann sind füreinander geschaffen und in Liebe füreinander bestimmt. In der Einheit der Liebe und des Lebens sollen sie einander Beistand im Leben leisten, großherzig Kindern das Leben schenken und ihren Auftrag in der Welt erfüllen, um so einst ins himmlische Vaterhaus einzugehen.

Ausdrücklich spricht der Papst davon, „dass nur die ausschließliche und unauflösliche Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau eine vollkommene gesellschaftliche Funktion erfüllt, weil sie eine beständige Verpflichtung ist und die Fruchtbarkeit ermöglicht.“ Es geht darum, „die Ehen zu stärken, ihnen bei der Überwindung der Gefahren zu helfen, die sie bedrohen, sie in ihrer Erziehungsrolle zu begleiten und zur Beständigkeit der ehelichen Einheit zu motivieren“ (Nr. 52).

Mit einem „Blick, der Glaube und Liebe, Gnade und Engagement, menschliche Familie und göttliche Dreieinigkeit umfängt“, betrachtet die Kirche „die Familie, die das Wort Gottes den Händen des Mannes, der Frau und der Kinder anvertraut, damit sie eine Gemeinschaft von Menschen bilden, die ein Abbild der Einheit zwischen dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist ist. Die Tätigkeit von Zeugung und Erziehung ist ihrerseits ein Widerschein des Schöpfungswerkes des Vaters. Die Familie ist berufen, das tägliche Gebet, die Lektüre des Wortes Gottes und die eucharistische Kommunion miteinander zu teilen, um die Liebe wachsen zu lassen und sich immer mehr in einen Tempel zu verwandeln, in dem der Heilige Geist wohnt.“ (Nr. 29)

Die Besonderheit dieses Schreibens liegt darin, dass es darin nicht um abstrakte Theorie, sondern um das konkrete Leben geht. Auf diese Weise führt Papst Franziskus auf seine Weise das Lehramt jener Päpste fort, die seit dem 2. Vatikanischen Konzil die Lehre der Kirche über Ehe und Familie in ihren Idealen und Werten zum Leuchten gebracht haben.

Besonders wichtig ist dem gegenwärtigen Papst die Zuwendung zu allen Familien in Bedrängnis und zu allen Menschen, die irgendwie gescheitert sind. Ihnen besonders gilt das Angebot der Gnade und Barmherzigkeit Gottes. Niemand soll meinen, er sei vom Heil ausgeschlossen, wenn er versagt hat. Gottes Liebe eröffnet einen Weg der Umkehr, und hier sind alle Mitglieder der Kirche aufgerufen, solche Menschen in guter Weise zu begleiten.

Jesus Christus hat uns ein Beispiel gegeben, wie wichtig es ist, das Evangelium von der Liebe Gottes und der Berufung eines jedes Menschen in seiner ganzen Fülle zu verkünden, und er hat uns gezeigt, wie sehr Gott der Herr dennoch jene Menschen liebt, die versagt haben, aber mit der Gnade Gottes umkehren wollen. So gesehen stellt das neue Papstschreiben eine große Ermutigung für uns alle dar, die Werte der Ehe und Familie neu zu entdecken und zu leben.

Als Abschluss seines Schreibens stellt Papst Franziskus ein Gebet zur Heiligen Familie vor, das folgendermaßen lautet:



Jesus, Maria und Josef,

in euch betrachten wir den Glanz der wahren Liebe,

an euch wenden wir uns voll Vertrauen.



Heilige Familie von Nazareth,

mache auch unsere Familien zu Orten innigen Miteinanders

und zu Gemeinschaften des Gebetes,

zu echten Schulen des Evangeliums

und zu kleinen Hauskirchen.



Heilige Familie von Nazareth,

nie mehr gebe es in unseren Familien

Gewalt, Halsstarrigkeit und Spaltung;

wer Verletzung erfahrender Anstoß nehmen musste,

finde bald Trost und Heilung.



Heilige Familie von Nazareth,

lass allen bewusst werden, wie heilig und unantastbar die Familie ist

und welche Schönheit sie besitzt im Plan Gottes.



Jesus, Maria und Josef,

hört und erhört unser Flehen.

Amen.

von esther10 09.04.2016 00:34

Kardinal Kasper: Papstschreiben ist „bemerkenswertes Dokument“


Der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper - RV

09/04/2016 11:21SHARE:
Der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper hat die Papstbotschaft zu Ehe und Familie als „bemerkenswertes Dokument“ gewürdigt. „Amoris laetitia“ („Freude der Liebe“) zeichne ein sehr realistisches Bild von Familie mit Bodenhaftung und kein abstraktes Ideal, sagte er am Freitagabend der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Aachen.

Der Papst äußert sich laut Kasper sehr biblisch und pastoral, aber nicht lehrhaft. Das Schreiben gebe wichtige Hinweise für die Ehepastoral und -begleitung in der deutschen Kirche. „Da sind wir zum Teil noch Entwicklungsland“, sagte der frühere Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen. Nach Ansicht von Kasper vertritt das Dokument eine offene Position, mit der die Bischöfe in der Bundesrepublik gut arbeiten könnten. Zum Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, die nach katholischer Lehre vom Kommunionempfang ausgeschlossen sind, sagte der Kardinal: „Es sind Öffnungen da, ganz klar.“

Kritisch äußert sich hingegen Walter Brandmüller, ebenfalls ein emeritierter deutscher Kurienkardinal. Er warnte in der „Bild“-Zeitung vom Samstag vor einer Verwässerung der kirchlichen Lehre. Fehlinterpretationen des Schreibens könnten die Glaubwürdigkeit der kirchlichen Verkündigung untergraben. Wer in „ungültiger Zweitehe“ lebe, der dürfe nicht mit Hilfe einer „Salami-Taktik“ am Ende doch die Zulassung zu den Sakramenten erreichen, so Brandmüller.

Ausnahmen in Einzelfällen zuzulassen sei „eine Sackgasse“. „Was aus Glaubensgründen grundsätzlich unmöglich ist, ist es auch im Einzelfall“, so Brandmüller, der die kirchliche Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe bekräftigte. Wer andere Wege beschreite, verlasse den Weg der katholischen Lehre, so der frühere Chefhistoriker des Vatikans. Man könne sagen, dass das Festhalten an der Unauflöslichkeit der Ehe „mittlerweile ein Alleinstellungsmerkmal der katholischen Kirche geworden“ sei.

http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/...dokumen/1221466
(kna 09.04.2016 sk)

von esther10 09.04.2016 00:30

Das Familien-Schreiben von Papst Franziskus


Amoris Laetitia: Im Vatikan vorgestellt von Kardinal Christoph Schönborn - AFP

http://de.catholicnewsagency.com/story/d...teilnehmer-0671

09/04/2016 10:11SHARE:



„Es geht um die Freude an der Familie, um die Freude an der Ehe“: Kardinal Christoph Schönborn hat das Dokument des Papstes zum Abschluss des synodalen Prozesses zur Familie am 8. April im Vatikan vorgestellt und auch gegenüber Radio Vatikan ausführlich gewürdigt.

http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/...2%80%9C/1221219

Um das knapp 200-Seiten lange Dokument würdigen zu können, haben wir ausführlich berichtet. An dieser Stelle möchten wir unsere Berichte noch einmal in einem Überblick vorstellen.

Das Dokument

"Ich werde die aktuelle Situation der Familien betrachten, um „Bodenhaftung“ zu bewahren“, so leitet Papst Franziskus sein Schreiben ein: Eine Inhalsverzeichnis des Dokuments.

http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/...eichnis/1221088

Um sich in diesem wie der Papst sagt umfangreichen Text orientieren zu können, geben wir hier einen Überblick über die wichtigsten Punkte der Apostolischen Exhortation.

http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/..._punkte/1221068

Papst Franziskus beginnt sein Schreiben damit, dass er die richtige Perspektive auf das Thema gewinnt. Wie er später sagen wird, geht es nicht um das Verteidigen von etwas verloren Geglaubtem, es geht auch nicht um die Anpassung an die Welt um uns, er schaut erst einmal auf Gott und die Menschen: Eine Einführung

http://blog.radiovatikan.de/amoris-laeti...ucht-antworten/

In seinem Blog beantwortet Pater Bernd Hagenkord die Frage, man unbedingt über Amoris Laetitia wissen muss, ohne alle 200 Seiten eifrig studiert zu haben.

Themen

http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/...heidung/1221077

Die Versuchung ist groß, den gesamten Text oder auch nur Kapitel acht nach Hinweisen durchzulesen, wie es sich denn nun mit der so dominanten Frage während des synodalen Prozessen verhält, aber sie wollen ebenfalls behandelt werden, zum Beispiel die Wiederverheiratet Geschiedenen und ihr Zugang zu den Sakramenten.

http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/...iedenen/1221073

„Unterscheidung“ ist einer der zentralen Begriffe geworden, die seit der letzten Synodenversammlung in der Debatte zum Umgang mit komplexen Situationen immer häufiger genannt werden: der heimliche Star des Dokuments.

http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/...raktisc/1221365

Reaktionen

http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/...dokumen/1221466

Als „Ermutigung zum Leben und zur Liebe“ haben die deutschen Bischöfe die am Freitag veröffentlichte Botschaft von Papst Franziskus zu Ehe und Familie gewürdigt.

http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/...impulse/1221432

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat dazu aufgerufen, die Spannungen und offenen Fragen im Papstschreiben zu Ehe und Familie auszuhalten.

Der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper hat die Papstbotschaft zu Ehe und Familie als „bemerkenswertes Dokument“ gewürdigt.
Amoris Laetitia öffnet neue Türen und wird bei den deutschen Laienkatholiken viele Impulse geben. Das sagt der Präsident des des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg.

http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/...nziskus/1221440

von esther10 09.04.2016 00:29

09.04.2016

Landeskirche führt Trauung für gleichgeschlechtliche Paare ein
Evangelische Landeskirche sagt Ja zur Homo-Ehe
Sie ist jetzt die vierte von insgesamt 20 Landeskirchen, in denen Homosexuelle getraut werden dürfen: Die Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare eingeführt.

In der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) können demnächst auch homosexuelle Paare vor den Traualtar treten. Am Samstag beschloss die in Berlin tagende Landessynode die Einführung der Trauung gleichgeschlechtlicher Paare. In geheimer Abstimmung sprachen sich 91 Kirchenparlamentarier für und 10 gegen die Neuregelung aus. Vier Synodale enthielten sich.

Bereits seit 2002 gab es in der rund eine Million Gemeindeglieder zählenden Landeskirche die Möglichkeit zur Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren in eigenen Gottesdiensten. Künftig soll die Trauung homosexueller Partnerschaften, ähnlich wie in der Rheinischen Kirche und der Kirche von Hessen und Nassau, der Regelfall sein. Für die Dauer von fünf Jahren sind jedoch Ausnahmen für Pfarrer und Gemeindekirchenräte möglich, die dies nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können.

Keiner soll ausgeschlossen werden

Wie der Propst der EKBO, Christian Stäblein, zur Einbringung des Themas in die Landessynode sagte, handele es sich bei der Gleichstellung der Traugottesdienste nicht um eine Bekenntnisfrage. „Menschen in unserer Kirche erleben sachlich unbegründete Abstandsgebote und eine Diskriminierung“, sagte Stäblein. „Es muss um unser aller Willen darum gehen, dass wir das ändern.“ Es gebe keinen Grund dafür, Menschen wegen ihrer sexuellen Prägung auszuschließen.

Im Vorfeld der Synode hatten rund 20 Kirchengemeinden aus Brandenburg gegen die Befassung des Kirchenparlaments mit dem Thema protestiert. Ihre Anträge, die Einführung der Trauung für gleichgeschlechtliche Paare wieder von der Tagesordnung zu nehmen, wurden jedoch nicht auf die Tagesordnung genommen.

hier geht es weiter

https://www.domradio.de/themen/ehe-und-f...liche-paare-ein
(KNA)

von esther10 09.04.2016 00:28

Familiensynode
"Weder Freifahrtschein noch totales Verbot"


Familienbischof Koch sieht Papst-Schreiben als Herausforderung
Leipzig - 09.04.2016
Als "Familienbischof" der Deutschen Bischofskonferenz hat Heiner Koch die Synoden zu Ehe und Familie in Rom und das innerkirchliche Ringen darum hautnah miterlebt. Am Freitag veröffentlichte Papst Franziskus seinen abschließenden Text dazu unter dem Titel "Amoris laetitia" (Freude der Liebe). Im Interview sprach Koch anschließend in Leipzig über den Text und seine wichtigsten Aussagen.

Frage: Herr Erzbischof, jetzt gibt es den lange erwarteten Text des Papstes: Warum sollte man ihn lesen?

Koch: "Amoris laetitia" stiftet zur Freude an, der Text lädt ein, sich auf gute menschliche Beziehungen einzulassen und sie aufzubauen. Man sollte ihn auch lesen, weil er verunsichert, Fragen stellt und einen sehr aktiven Leser verlangt.

Frage: Was ist aus Ihrer Sicht die entscheidende Botschaft?

Koch: Das sind schon die ersten beiden Worte: Amoris laetitia, Freude der Liebe. Das bringt das Anliegen des Papstes auf den Punkt. Es ist kein doktrinäres, kein kirchenrechtliches Schreiben, sondern ein Schreiben, das die Größe und Würde der kirchlichen Berufung von Ehe und Familie so einladend und strahlend darstellt, dass es die Menschen begeistert. Mich bewegt, dass der Heilige Vater uns in diesem Schreiben sehr viel zumutet und zutraut.

Frage: Wie meinen Sie das?

Koch: Er macht keine Ausführungsbestimmungen, sondern er übergibt uns die Verantwortung. Das wird manchen stutzig machen, mancher wird sich damit vielleicht auch überfordert fühlen, mancher wird - in unterschiedlichste Richtungen - klarere Regelungen erwarten. Aber Franziskus sagt: Wir halten an der Lehre fest, aber wir sehen auch die Not des einzelnen Menschen.


Linktipp: Die Liebe im Mittelpunkt
Neun Kapitel, 325 Paragraphen, ein Thema: Das nachsynodale Schreiben des Papstes zur Familiensynode steht ganz im Zeichen der Liebe. Mit "Amoris laetitia" hat Franziskus eines der wichtigsten Schreiben seines bisherigen Pontifikats veröffentlicht. Katholisch.de stellt die einzelnen Kapitel des Schreibens vor und zitiert die wichtigsten Stellen.

Zum Artikel

Frage: Was bedeutet das für die Kirche in Deutschland? Wie gehen Sie als Bischöfe damit um?

Koch: Es gibt viele Punkte, wo wir uns einiges überlegen müssen. Beispiel: Ehe ist aus katholischer Sicht mehr als eine Lebensform, sondern eine heilige Wirklichkeit. Aber viele Menschen haben dieses Bewusstsein gar nicht mehr. Was können wir da als Kirche etwa bei der Ehevorbereitung anders und besser machen? Der Papst hat auch die Begleitung junger Familien in den ersten Ehejahren hervorgehoben. Haben wir junge Paare überhaupt genügend im Blick? Manchmal kann man fast den Eindruck haben, dass wir uns mehr um die Geschiedenen kümmern als um die Stabilisierung und Stärkung von Ehen. Aber auch beim Thema Sakramentenempfang müssen wir uns sicher einige Gedanken machen.

Frage: Was bedeutet das konkret für wiederverheiratete Geschiedene, die gerne zur Kommunion gehen würden?

Koch: Franziskus rät zu einer differenzierten Beurteilung jedes Einzelfalls: Es kann sein, dass mit der Trennung und Wiederheirat schwere Schuld verbunden ist, was einen Empfang der Kommunion ausschließen würde. Es kann aber auch Fälle geben, so der Papst, wo vielleicht keine schwere Schuld vorliegt, und wo er zumindest die Möglichkeit eröffnet in diesem Schreiben, dann auch zu unterschiedlichen Konsequenzen zu kommen. Kurzum: Es ist weder ein Freifahrtschein, noch ein totales Verbot, das den Einzelfall völlig belanglos sein lässt. Es ist ein Stück Weg, der da eröffnet wird.

Frage: Was bedeutet der Text für Homosexuelle, die in festen Partnerschaften leben und sich mehr Anerkennung von der katholischen Kirche wünschen?

Koch: Der Papst warnt ausdrücklich vor Diskriminierungen. Aber er macht auch deutlich, dass eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft keine sakramentale Ehe sein kann. Sicherlich ist das, was homosexuelle Partner füreinander leisten, auch in Krankheit und Alter, hochachtungsvoll und wertzuschätzen. Wir müssen mit diesen Menschen sprechen, es ihnen sagen. Allerdings sollten wir ihnen auch verständlich machen, warum die Ehe für uns Katholiken etwas anderes ist. Eine Differenzierung ist notwendig, eine Diskriminierung ist zu vermeiden.



Der Bischof von Münster Felix Genn würdigt das nachsynodale Schreiben "Freude der Liebe" ("Amoris laetitia") von Papst Franziskus - und freut sich über die Erwähnung seines Bistums. Bistum Münster
Frage: Sie haben ja lange gerungen um die Themen - auch bei der Synode selbst. Hat sich die Mühe gelohnt?

Koch: Auf jeden Fall! Die Mühe hat sich gelohnt und lohnt sich: Wir sind auf dem Weg und der ist noch längst nicht zu Ende. Dieses Schreiben ist kein Schlussstein. Der Text "atmet" auch die Umfragen, die es unter den Gläubigen weltweit gegeben hat. In vielen Sätzen höre ich Worte und Debatten aus der Synode wieder. Ich habe den Papst bei der Bischofsversammlung als Zuhörenden und Nachfragenden erlebt. Das spürt man ganz stark im Text, auch die ganze Dramatik dieser Tage, denn in manchen Fragen sind wir in der Kirche auch mal unterschiedlicher Meinung.

Frage: Haben Sie ein Beispiel, wo der Papst einer kritischen Selbstreflektion der Kirche Raum gibt?

Koch: Ich finde gut, dass Franziskus den Gedanken aufgegriffen hat, ob wir als katholische Kirche in unserer Verkündigung nicht auch manches Belastende eingebracht haben, was Menschen das Leben schwer gemacht hat und nicht lebenshilfreich war. Das war ein Passus, den die deutschsprachige Gruppe bei der Synode eingebracht hat, und es freut einen dann schon, wenn man liest, dass der Heilige Vater das aufgreift.

Frage: Der Papst ändert nichts Grundlegendes, spricht kein Machtwort, krempelt nicht die Lehre um. Viel Lärm um nichts, sagen sicher manche und sind enttäuscht. Zu Recht?

Koch: Es gibt unterschiedlichste Gruppen, die vom Papst klare, eindeutige, bedingungslos geltende Aussagen fordern. Das ist aber nicht das, was Papst Franziskus unter Vermittlung und Führung versteht, weil es nicht dem Evangelium, nicht der Lehre, aber auch nicht dem Menschen und der Beziehung dazwischen gerecht wird. Papst Franziskus lehnt eine verbotsorientierte Pauschal-Ethik ab und betont eine Tugend-Ethik, die Orientierung gibt. Ich bin überzeugt, dass seine vielen guten, einladenden Gedanken der Liebe und der Freude die Herzen der Menschen treffen und öffnen.
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktue...-totales-verbot

von esther10 09.04.2016 00:26

ZdK-Präsident: Amoris Laetitia gibt wichtige Impulse

Thomas Sternberg, Präsident des ZdK - RV

09/04/2016 09:05SHARE:


Amoris Laetitia öffnet neue Türen und wird den deutschen Laienkatholiken viele Impulse geben. Das sagt im Interview mit Radio Vatikan der Präsident des des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg.

Es handle es sich um ein großes Schreiben des Papstes über Liebe, Ehe und Familie, so Sternberg im Gespräch mit unserem Kollegen Mario Galgano.

Radio Vatikan: Papst Franziskus hat sein postsynodales Schreiben „Amoris Laetitia“ veröffentlicht. Wie haben Sie dieses Dokument persönlich aufgenommen?

Thomas Sternberg ...ZDK...(Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken): Ehrlich gesagt war ich sehr überrascht. Ich hatte eine klassische Enzyklika erwartet. Stattdessen hat der Papst hier wieder einmal, wie auch schon bei „Evangelii Gaudium“ überrascht. Er hat einen Text vorgelegt, der wunderbar zu lesen ist. Eine große Abhandlung über die Liebe und eine Schrift, die sich weit über die Streitfragen hinaus zu lesen lohnt. Der Papst macht in einer großen Klarheit, aber auch Schärfe klar, was die Grundprinzipien christlichen Handelns sind. Dass die Barmherzigkeit des Menschen, als Antwort auf die Barmherzigkeit Gottes, das zentrale Kriterium christlichen Handelns ist.

- Das tut sehr, sehr gut und ich habe den Eindruck hier nähert sich auch eine Moralverkündigung, die im Bereich der Sexualität zwischen den christlichen Gläubigen und der offiziellen Verkündigung doch spätestens seit 1968 zu einem großen Auseinanderbrechen geführt hatte. Ich hoffe, dass das wieder stärker zusammengeführt wird.

Radio Vatikan: Welche Impulse könnten von „Amoris Laetitia“ für die Laien in Deutschland ausgehen?

Sternberg: Ich bin sicher, dass der Text auch Impulse für die Laien enthält. Es lohnt sich ja schon für Paare und Eheleute diesen Text zu lesen, um zu sehen wie der Papst hier über die Liebe schreibt. Aber auch darüber hinaus. Ich denke, dass diese Wertungen und Richtlinien, besonders im entscheidenden Kapitel 8, eine Bedeutung haben hinter die keine Bischofskonferenz und keine Gemeinde mehr zurück kann. Der Papst verlagert die Entscheidungen, etwa über die volle Kirchengemeinschaft von wiederverheiratet Geschiedenen in die Pastoral der Ortskirchen, der Bischofskonferenzen und auch der Seelsorger und der Gemeinden. Er macht damit deutlich, dass ganz in Kontinuität zu seinen Vorgängern Benedikt XVI. und Johannes Paul II. keine Patentrezepte möglich sind in solchen Fragen.
Radio Vatikan: Gibt es Bereiche in denen Sie sich eine klarere Aussage gewünscht hätten?

Sternberg: Wenn man kirchenrechtlich und kirchenpolitisch denkt, hätte man vielleicht erwartet, dass hier eine klarere Wegbeschreibung und Wegbestimmung gemacht wird, die die Bischofskonferenzen auch in klaren Punkten bindet. Die Schwierigkeit ist dabei, und das hatte sich schon in den Synoden gezeigt, dass sich eben in solchen komplexen Fragestellungen die Kasuistik einer Morallehre fast entzieht. Der Papst verwendet hier so einen scharfen Ausdruck wie „kalte Schreibtischmoral“. Das ist schon ein sehr scharfer Angriff gegen die Übertragung von allgemeinen Regeln auf komplizierte Einzelfälle.

Radio Vatikan: Wie wird es jetzt nach diesem Schreiben weitergehen?

Sternberg: Wenn der Papst hier so deutlich macht, dass es eine klare Prioritätensetzung gibt, dass die Barmherzigkeit das allererste ist was gilt und die Nächstenliebe das höchste Gebot ist, dann wird damit eine andere Umgehensweise im seelsorgerischen Handeln angemahnt und auch eingefordert. Das wird alles dadurch nicht leichter, im Grunde genommen wird die Praxis sogar schwerer. Vielleicht wird es sogar Streit geben zwischen verschiedenen Seelsorgeämtern die unterschiedliches vorgeben. Der Papst schärft ein, dass die Barmherzigkeit im Zugehen auf den jeweils einzelnen Menschen das alles entscheidende Kriterium für christliches Handeln ist. Das ist ein fundamentaler Wechsel in der Pastoral.

Radio Vatikan: Ende Mai findet in Leipzig der Katholikentag statt. Wird das Schreiben „Amoris Laetitia“ dort auch ein Thema sein?

Sternberg: Ich bin ganz sicher, dass es zum Thema wird. Wir haben eine ganze Reihe von Veranstaltungen zu Ehe und Familie, einen ganzen Themenbereich. Und ganz ohne Frage wird dieser Text eine große Rolle spielen. Ich hoffe aber auch, dass er über das Kapitel 8 hinaus gelesen wird.
Radio Vatikan: Wird es von Seiten des ZdK auch Veranstaltungen zum Dokument selbst geben?

Sternberg: Unser Arbeitskreis Ehe und Familie wird sich damit beschäftigen. Es ist eigentlich noch zu früh um zu sagen, was da genau passieren wird. Das werden die Beratungen der nächsten Wochen alles ergeben. Wir sind ja über diesen Text, auch über dessen Umfang, genauso erstaunt wie viele andere.
Radio Vatikan: Was wünschen Sie sich persönlich ausgehend von „Amoris Laetitias“ für die Laien in Deutschland?

Sternberg: Ich hoffe, dass dieses Grundprinzip, einfach einmal hinzuhorchen und hinzusehen, weiter aufgenommen und auch in die Verkündigung eingebunden wird. Was ist eigentlich die Realität? Was ist die Wirklichkeit auch im Glaubensleben? Das scheint mir ein sehr, sehr guter Weg zu sein. Nicht so zu tun, als gäbe es eine Kirche, die funkelt und leuchtet ohne, dass es irgendwie einen Rückbezug zur Praxis der Menschen gibt.
http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/...impulse/1221432
(rv 09.04.2016 mg)



von esther10 09.04.2016 00:26

Heilige Schrift und Glaube der Kirche


Der Glaube der Kirche geht im Kontext der Liturgie von selbst aus der Heiligen Schrift hervor. „Der Katechismus der Katholischen Kirche ist ein Beispiel für die Einheit der ganzen Schrift, für die lebendige Überlieferung der Gesamtkirche und die Analogie des Glaubens (Homiletisches Direktorium, Nr. 23). Er hilft Priestern und Gläubigen, „das Wort Gottes, den Glauben der Kirche, die moralischen Forderungen des Evangeliums und (die) persönliche und die liturgische Spiritualität im Zusammenhang zu sehen“ (Homiletisches Direktorium, Anhang).
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 8. April 2016 um 23:29 Uhr

Bildquelle: Sarto-Verlag
Es folgen die Texte des Katechismus der Katholischen Kirche zu den Lesungen des dritten Ostersonntages in der sog. ordentlichen Form des Römischen Ritus (Zusammenstellung: Gero P. Weishaupt. Quelle: Homiletisches Direktorium der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung).

Aus der heiligen Schrift
Apg 5, 27b-32.40b-41

Zeugen der Ereignisse sind wir und der Heilige Geist

Offb 5, 11-14

Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen und Herrlichkeit

Joh 21, 1-19

Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.

Aus dem Katechismus der Katholischen Kirche
Die Apostel und Jünger als Zeugen der Auferstehung

642 Alles, was in diesen Ostertagen geschah, stellte die Apostel – und ganz besonders Petrus – in den Dienst am Aufbau der neuen Ära, die am Ostermorgen anbrach. Als Zeugen des Auferstandenen bleiben sie die Grundsteine seiner Kirche. Der Glaube der ersten Glaubensgemeinde gründet auf dem Zeugnis konkreter Menschen, die den Christen bekannt waren und von denen die meisten noch unter ihnen lebten. Diese „Zeugen der Auferstehung” Christi [Vgl. Apg 1,22.] sind vor allem Petrus und die Zwölf, aber nicht nur sie: Paulus spricht klar von mehr als fünfhundert Personen, denen Jesus gleichzeitig erschienen ist; er erschien auch dem Jakobus und allen Aposteln [Vgl. 1 Kor 15,4-8.].

643 Angesichts dieser Zeugnisse ist es unmöglich, die Auferstehung als etwas zu interpretieren, das nicht der physischen Ordnung angehört, und sie nicht als ein geschichtliches Faktum anzuerkennen. Aus den Ereignissen ergibt sich, daß der Glaube der Jünger die überaus harte Prüfung des Leidens und des Kreuzestodes ihres Meisters durchmachen mußte, die dieser vorausgesagt hatte [Vgl. Lk 22,31-32.]. Die Jünger (jedenfalls einige von ihnen) waren durch die Passion so sehr erschüttert worden, daß sie der Kunde von der Auferstehung nicht ohne weiteres Glauben schenkten. Die Evangelien zeigen uns keineswegs eine mystisch hingerissene Gemeinde, sondern Jünger, die niedergeschlagen (,‚trübe dreinblickend”: Lk 24,17) und erschrocken [Vgl. Job 20,19.] waren. Darum schenkten sie den heiligen Frauen, die vom Grabe zurückkehrten, keinen Glauben und „hielten das alles für Geschwätz” (Lk 24, 11) [Vgl. Mk 16,11.13.]. Als Jesus sich am Osterabend den Elfen zeigte, „tadelte er ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten” (Mk 16,14).

644 Sogar angesichts des auferstandenen Jesus selbst zweifeln die Jünger noch [Vgl. Lk 24,38.], da ihnen die Sache so unmöglich erscheint: Sie meinen, ein Gespenst zu sehen [Vgl. Lk 24,39.].,,Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben” (Lk 24,41). Thomas wird die gleiche Prüfung des Zweifels durchmachen [Vgl. Job 20,24-27.], und noch bei der letzten Erscheinung in Galiläa, von der Matthäus berichtet, hatten einige „Zweifel” (Mt 28,17). Darum läßt sich die Hypothese, daß die Auferstehung ein „Erzeugnis” des Glaubens (oder der Leichtgläubigkeit) der Apostel gewesen sei, nicht halten. Ganz im Gegenteil, ihr Glaube an die Auferstehung – unter dem Wirken der göttlichen Gnade – ist aus der unmittelbaren Erfahrung der Wirklichkeit des auferstandenen Christus selbst hervorgegangen.

857 Die Kirche ist apostolisch, weil sie auf die Apostel gegründet ist und zwar in einem dreifachen Sinn:

- sie ist und bleibt „auf das Fundament der Apostel” gebaut (Eph 2, 20) [Vgl. Offb 21,14], auf die von Christus selbst erwählten und ausgesandten Zeugen [Vgl. z.B. Mt 28,16-20; Apg 1,8; 1 Kor 9.1; 15,7-8; Gal 1,1];

- sie bewahrt mit dem Beistand des in ihr wohnenden Geistes die Lehre [Vgl. Apg 2,42], das Glaubensvermächtnis sowie die gesunden Grundsätze der Apostel und gibt sie weiter [Vgl. 2Tim 1.13-14,];

- sie wird bis zur Wiederkunft Christi weiterhin von den Aposteln belehrt, geheiligt und geleitet – und zwar durch jene, die ihnen in ihrem Hirtenamt nachfolgen: das Bischofskollegium, „dem die Priester zur Seite stehen, in Einheit mit dem Nachfolger des Petrus, dem obersten Hirten der Kirche” (AG 5).

„Du bist der ewige Hirt, der seine Herde nicht verläßt; du hütest sie allezeit durch deine heiligen Apostel. Du hast sie der Kirche als Hirten gegeben, damit sie ihr vorstehen als Stellvertreter deines Sohnes” (MR, Präfation von den Aposteln).

995 Zeuge Christi sein heißt „Zeuge seiner Auferstehung sein” (Apg 1,22) [Vgl. Apg 4,33], „mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben” (Apg 10,41). Die christliche Auferstehungshoffnung ist ganz durch die Begegnungen mit dem auferstandenen Christus geprägt. Wir werden gleich ihm, mit ihm und durch ihn auferstehen.

996 Der christliche Auferstehungsglaube ist von Anfang an auf Unverständnis und Widerstand gestoßen [Vgl. Apg 17,32; 1 Kor 15,12-13]. „Der christliche Glaube stößt in keinem Punkt auf mehr Widerspruch als in bezug auf die Auferstehung des Fleisches” (Augustinus, Psal. 88,2,5). Man nimmt allgemein an, daß das Leben der menschlichen Person nach dem Tod geistig weitergeht. Wie kann man aber glauben, daß dieser so offensichtlich sterbliche Leib zum ewigen Leben auferstehen wird?

Der auferstandene Christus und Petrus

553 Jesus hat Petrus eine besondere Autorität anvertraut: ,,Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein” (Mt 16,19). Die ,,Schlüsselgewalt” bedeutet die Vollmacht, das Haus Gottes, die Kirche, zu leiten. Jesus, ,,der gute Hirt” (Joh 10,11), hat diesen Auftrag nach seiner Auferstehung bestätigt: ,,Weide meine Schafe !,, (Joh 21,15-17). Die Gewalt, zu ,,binden” und zu ,,lösen”, besagt die Vollmacht, in der Kirche von Sünden loszusprechen, Lehrurteile zu fällen und disziplinarische Entscheide zu treffen. Jesus hat der Kirche diese Autorität durch den Dienst der Apostel [Vgl. Mt 18,18.] und insbesondere des Petrus anvertraut, dem er als einzigem die Schlüssel des Reiches ausdrücklich übergeben hat.

641 Die Ersten, die dem Auferstandenen begegneten [Vgl. Mt 28,9-10; Joh 20, 11-18.], waren Maria von Magdala und die heiligen Frauen, die zum Grabe kamen, um den Leichnam Jesu einzubalsamieren [Vgl. Mk 16,1; Lk 24,1.], der am Karfreitagabend, weil der Sabbat anbrach, hastig bestattet worden war [Vgl. Job 19, 31.42.]. So waren Frauen selbst für die Apostel [Vgl. Lk 24, 9-10.] die ersten Botinnen der Auferstehung Christi. Danach erschien Jesus den Aposteln, zuerst dem Petrus, dann den Zwölfen [Vgl. 1 Kor 15,5.]. Petrus, der den Auftrag erhalten hat, den Glauben seiner Brüder zu stärken [Vgl. Lk 22,31-32.], erblickt also den Auferstandenen vor diesen, und auf sein Zeugnis hin ruft die Gemeinschaft aus: „Der Herr ist wirkich auferstanden und ist dem Simon erschienen” (Lk 24,34).

881 Der Herr hat einzig Simon, dem er den Namen Petrus gab, zum Felsen seiner Kirche gemacht. Er hat Petrus die Schlüssel der Kirche übergeben‘ und ihn zum Hirten der ganzen Herde bestellt [Vgl. Joli 21,15-17]. „Es steht aber fest, daß jenes Amt des Bindens und Lösens, das Petrus gegeben wurde, auch dem mit seinem Haupt verbundenen Apostelkollegium zugeteilt worden ist” (LG 22). Dieses Hirtenamt des Petrus und der anderen Apostel gehört zu den Grundlagen der Kirche. Es wird unter dem Primat des Papstes von den Bischöfen weitergeführt.

1429 Davon zeugt die Bekehrung des Petrus nach der dreifachen Verleugnung seines Meisters. Der erbarmungsvolle Blick Jesu ruft Tränen der Reue hervor [Vgl. 1 Joh 4,10] und nach der Auferstehung des Herrn das dreifache Ja des Petrus auf die Frage Jesu, ob er ihn liebe [Vgl. Joh 21,15-17]. Die zweite Umkehr weist auch eine gemeinschaftliche Dimension auf. Diese zeigt sich in der durch Jesus an eine ganze Kirche gerichteten Aufforderung: „Kehr um!” (Offb 2,5.16).

Der hl. Ambrosius sagt von den zwei Arten der Umkehr, in der Kirche gebe es „das Wasser und die Tränen: das Wasser der Taufe und die Tränen der Buße”(ep. 41,12).

Die himmlische Liturgie

1090 „In der irdischen Liturgie nehmen wir vorauskostend an jener himmlischen teil, die in der heiligen Stadt Jerusalem, zu der wir pilgernd unterwegs sind, gefeiert wird, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt, der Diener des Heiligtums und des wahren Zeltes; [in der irdischen Liturgie] singen wir dem Herrn mit der ganzen Schar des himmlischen Heeres den Lobgesang der Herrlichkeit; [in ihr] verehren wir das Gedächtnis der Heiligen und erhoffen eine Teilhabe und Gemeinschaft mit ihnen; [in ihr] erwarten wir den Erlöser, unseren Herrn Jesus Christus, bis er, unser Leben, selbst erscheinen wird und wir mit ihm erscheinen werden in Herrlichkeit” (SC 8) [ 1 Vgl. LG 50].

1137 Die Apokalypse des hl. Johannes, die in der Liturgie der Kirche gelesen wird, offenbart zunächst: „Ein Thron stand im Himmel; auf dem Thron saß einer” (Offb 4,2): Gott „der Herr” (Jes 6,1)[Vgl. Ez 1,26-28]. Sodann sieht der hi. Johannes das Lamm, das aussah „wie geschlachtet” (Offb 5,6) [Vgl. Joh 1,29]: es ist der gekreuzigte und auferweckte Christus, der einzige Hohepriester des wahren Heiligtums [Vgl. z.B. Hebr 4,14-15; 10. 19-21], der zugleich „opfert und geopfert wird, darbringt und dargebracht wird” (Liturgie des hl. Johannes Chrysostomus, Hochgebet). Schließlich zeigt sich „ein Strom, Wasser des Lebens … er geht vom Thron Gottes und des Lammes aus” (Offb 22,1) – eines der schönsten Sinnbilder für den Heiligen Geist [Vgl. Joh 4,10-14. Offb 21,6].

1138 Am Dienst des Lobpreises Gottes und an der Verwirklichung seines Planes sind alle beteiligt, die unter Christus, dem Haupt, erneut zusammengefaßt sind: die himmlischen Mächte [Vgl. Offb 4-5: Jes 6.2-3], die ganze Schöpfung (in der Offenbarung dargestellt durch die vier Lebewesen), die Diener des Alten und des Neuen Bundes (die vierundzwanzig Ältesten), das neue Volk Gottes (die Hundertvierundvierzigtausend [Vgl. Offb 7,1-8; 14,1]), insbesondere die für das Wort Gottes hingeschlachteten Blutzeugen [Vgl. Offb 6,9-11] und die heilige Gottesmutter (die Frau [Vgl. Offb 12], die Braut des Lammes [Vgl. Offb 21,9]), und schließlich „eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen” (Offb 7,9).

1139 An dieser ewigen Liturgie lassen uns der Geist und die Kirche teilnehmen, wenn wir in den Sakramenten das Heilsmysterium feiern.
http://www.kathnews.de/heilige-schrift-u...be-der-kirche-9
1326 Durch die Eucharistiefeier vereinen wir uns schon jetzt mit der Liturgie des Himmels und nehmen das ewige Leben vorweg, in dem Gott alles in allen sein wird [Vgl. 1 Kor 15,28].

von esther10 09.04.2016 00:26





Bischof Jean-Marie Lovey: Ball liegt nun bei Bistümern und Bischöfen

Sitten, 9.4.16 (kath.ch) Das postsynodale Schreiben «Amoris laetitia» enthält wunderbare Elemente zur «Unterscheidung» und zur Seelsorge der kleinen Schritte, sagt der Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey, im Interview mit kath.ch am Samstag, 9. April. Jetzt gehe es darum, Kriterien zu entwickeln, damit die vom Papst genannte «Unterscheidung» nicht in verschiedene Richtungen führt. Lovey war Delegierter der Schweizer Bischofskonferenz an der Bischofssynode 2015.

Maurice Page

Eines der Hauptelemente des apostolischen Schreibens «Amoris laetitia» ist die Unterscheidung der unterschiedlichen Lebenslagen. Der Text präzisiert jedoch nicht, wer für diese Unterscheidung die Verantwortung trägt.


Lovey: Das Schreiben zählt keine Stufen oder Ebenen der Verantwortlichkeit auf. Es spricht von Hirten. In einer Fussnote wird darauf hingewiesen, dass diese durch das Evangelium erleuchtet sind und durch das Urteil des Bischofs. Wir, Bischöfe, Priester oder Laientheologen, müssen im Dialog wirken und fähig sein, in allen Situation begleiten zu können.

Muss man sich nicht auf Kriterien abstützen können, wenn man diese Unterscheidung verwirklichen will?

Lovey: Es ist nötig, solche Kriterien zu entwickeln. Das wird eine Aufgabe der Familienseelsorge in den verschiedenen Bistümern und der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) sein. Gemeinsame Richtlinien werden verhindern, dass wir in alle Richtungen davon gehen, auch wenn die Situationenen individualistisch bleiben. Damit das Schreiben Früchte tragen kann, muss es aufgenommen, diskutiert und aufgearbeitet werden. Das ist eine der Aufgaben von uns Bischöfen

Der Papst fordert eine seelsorgerliche Annäherung an persönliche Situationen, um die Integration zu fördern. Er öffnet somit den Zugang zu den Sakramenten für die wiederverheirateten Geschiedenen.

Lovey: Für einige. Der Zugang zur Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene wäre der Scheitelpunkt der Integration.

In meinen Augen lädt der Text vor allem dazu ein zu überlegen, was ausmacht, dass wir Mitglied eines Körpers sind, was Kirche ist auf dem Hintergrund unserer Teilhabe und Verantwortung. Der Papst verweist auf Elemente der Katechese und der Liturgie. Es gibt aber auch viele Elemente beispielsweise in der Diakonie.

Ich habe manchmal den Eindruck, dass wir vor der geschlossenen Tür des Kommunionssakraments verharren. Dabei gibt es so viele andere Türen, um am Leben der Kirche teilhaben zu können. Man darf sich nicht auf die Eucharistie festsetzen, die Liturgie des Wort Gottes ist auch eine Form der Teilnahme.

Es wird sicher Stimmen geben, die sagen, der Ruf zur Integration wird zu einem Relativismus führen.

Lovey: Integration bedeutet nicht, dass die Unterschiede negiert werden sollen. Vielmehr geht es darum, jedem den Platz zuzuteilen, der der Seine ist. In Gottes Herz hat es Platz für alle. Integration besteht nicht darin zu sagen: Alles ist gleich, alles wird relativiert. Das Charisma des Einzelnen muss bestimmt werden, das er in den Dienst der Kirche stellen kann. Was im Schreiben des Papstes relativ neu und wunderbar ist, ist das Fehlen von Urteilen, diese «Unterscheidung» und die Seelsorge der kleinen Schritte.

Das Schreiben enthält keine neue Öffnung gegenüber homosexuellen Personen. Viele von ihnen werden das Gefühl haben, dass sie ausgegrenzt sind.

Lovey: Wenn eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft nicht als Ehe anerkannt wird, bedeutet das nicht Ausschluss. Es geht vor allem darum, die christliche Ehe zu verteidigen, die in der einzigen, freien und definitiven Gemeinschaft eines Mannes und einer Frau besteht, nach dem Bild der Einheit von Christus und Kirche.

Das Schreiben hält fest, dass auch andere Formen der Gemeinschaft etwas über die menschliche Liebe zum Ausdruck bringen können. Dies entspricht aber nicht dem christlichen Idealbild. Ich denke, das besagt, dass wir einen Platz in der Kirche für Menschen mit homosexueller Tendenz oder Orientierung finden müssen.

In der Familie spielen die Kinder eine wichtige Rolle.

Im Schreiben finden sich lange und schöne Passagen über die Erziehung des Kindes in verschiedenen Situationen und Zusammenhängen. Der Papst besteht auf die Weitergabe der Werte, welche ethische, religiöse und spirituelle Dimensionen beinhalten, im Rahmen der Familie. Man könnte sagen, dass die Vorbereitung auf die Heirat in der Wiege beginnt. Der Papst schlägt auch eine Sexual-Erziehung als Vorbereitung auf das Leben und die Liebe vor. (mp/gs)
https://www.kath.ch/newsd/bischof-jean-m...bei-bischoefen/


von esther10 09.04.2016 00:23

09.04.2016


Kasper über die Verleihung des Karlspreises an den Papst
"Hoffnungsträger für Europa"

Die europäische Hoffnung liege auf dem Papst, so der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper. Franziskus könne das Feuer der europäischen Idee neu entfachen. Dass der Papst gar kein Europäer ist, sei dafür ein Vorteil.

Der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper sieht in Papst Franziskus einen Hoffnungsträger für Europa. Statt Abgrenzung und Stacheldrahtzäunen brauche der Kontinent jetzt wieder eine Vision und eine Stimme, betonte Kasper am Freitagabend in Aachen. Papst Franziskus könne eine solche Stimme sein, "vielleicht die einzige".

Obwohl der Papst Auszeichnungen und Preisen eher abneigend gegenüberstehe, habe er den Karlspreis angenommen. Kasper deutete das als ein Zeichen dafür, dass sich Papst Franziskus für Europa verantwortlich fühle. Für die Preisverleihung am 6. Mai in Rom werden demnach Worte der Ermutigung und Ermahnung vom Papst erwartet.

Papst ist kein Außenseiter im europäischen Einigungsprozess

Dass er als Lateinamerikaner mit dem europäischen Einigungsprozess wenig zu tun habe, sei indes entgegen der geäußerten Kritik ein Vorteil, so Kasper: "Von außen, von der Peripherie her, sieht man die Dinge oft klarer und besser." Europa habe lange von der globalisierten Wirtschaft profitiert.

Dagegen habe Jorge Mario Bergoglio in der Megametropole Buenos Aires die negativen Auswirkungen der Globalisierung wie Armut und Elend jahrelang miterlebt. Seine Erfahrungen aus Südamerika seien hilfreich für den Umgang mit der Flüchtlingskrise in Europa, die wiederum die andere Seite der Globalisierung deutlich mache: "

Kasper äußerte sich im Krönungssaal des Aachener Rathauses. Der Vortrag des früheren "Ökumeneministers des Papstes" war Teil des Rahmenprogramms zur Verleihung des Karlspreises mit rund 40 weiteren Veranstaltungen.

hier geht es weiter
https://www.domradio.de/themen/papst-fra...eises-den-papst

(KNA)


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