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von esther10 01.09.2015 18:20

Antwort der Partei "Die Linke" auf Postkartenaktion von SOS LEBEN

Seit Ende August führt die Aktion SOS LEBEN eine Postkartenaktion, die an die Partei „Die Linke“ gerichtet ist. Grund war der Aufruf zu einer Blockade des „Marsches für das Leben“ am 19. September 2015 auf. Der Text der „SOS-LEBEN-Postkarte“:



Sehr geehrte Frau Kipping, sehr geehrter Herr Riexinger,
ich bin erschüttert über den Aufruf der Partei „Die Linke“ vom 29. Juni 2015, den „Marsch für das Leben“ zu blockieren.
Sie sollten ernst nehmen, dass wir in einem freien Land leben, in welchem die Menschen selbstverständlich und ohne Angst ihre Grundrechte ausüben wollen und sollen. Ihr Ansinnen, das Versammlungsrecht und die Meinungsfreiheit einschränken oder gar ganz verhindern zu wollen, ist empörend.
Zudem sollten Sie der Tatsache Rechnung tragen, dass laut Grundgesetz das Recht des Menschen auf sein Leben vom Zeitpunkt seiner Zeugung an geschützt ist. Die Menschen, die sich für die Ungeborenen einsetzen, setzen sich also für ein Grundrecht ein, das ausdrücklich in unserer Verfassung fixiert ist.
Nehmen Sie das zur Kenntnis: Wir, die wir in einem freiheitlichen Staat leben, werden uns nicht einschüchtern lassen!

"Die Linke" hat mit folgendem Brieftext auf die Aktion geantwortet:

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie haben sich sowohl an das Büro der Parteivorsitzenden von DIE LINKE, als auch an das Bundestagsbüro von Frau Kipping sowie verschiedene weitere Mitarbeiter gewandt. Im Namen von Katja Kipping möchte ich die Gelegenheit ergreifen, einige Annahmen richtig zu stellen und hoffentlich auch einige Ihrer Befürchtungen zu zerstreuen.

Ihre Auffassung, dass Versammlungs- und Meinungsfreiheit hohe Güter sind, teilen wir uneingeschränkt. Zur Meinungsfreiheit gehört aber auch, dass OrganisatorInnen und TeilnehmerInnen von Protestveranstaltungen wie dem sogenannten „Marsch für das Leben“ damit „leben müssen“, dass ihre Meinung nicht unwidersprochen bleibt. Deswegen gibt es keinen Grund zur Aufregung, wenn anlässlich einer Veranstaltung wie dem sogenannten „Marsch für das Leben“ eben auch zu Gegenprotesten aufgerufen wird.

Sitzdemonstrationen sind ein legitimes Mittel symbolischen zivilen Ungehorsams. Seit dem Bundesverfassungsgerichtsurteil von 1995 ist dies für Sitzdemonstrationen auch rechtlich anerkannt. Im Übrigen hat es symbolische Blockaden dieses Marsches auch in den vergangenen Jahren gegeben. Ich glaube nicht, dass sich irgendeineR der TeilnehmerInnen der vergangenen Jahre geängstigt oder eingeschüchtert gefühlt hat.

Was den rechtlichen Schutz des Nasciturnus im Grundgesetz angeht, irren Sie sich. Im Grundgesetz wird die Menschenwürde geschützt und ein Recht auf Leben formuliert. Zum Rechtssubjekt und damit zum Träger von Grundrechten wird der Mensch jedoch erst mit der Vollendung der Geburt. Auch in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrecht heißt es ganz klar: „Alle Menschen sind ... gleich an ... Rechten geboren.“ Sie sitzen hier also einer Umdeutung des Inhalts des Rechts auf Leben auf, die Gruppierungen wie der „Bundesverband Lebensrecht e.V.“ (Veranstalter des sog. „Marsch für das Leben“) gezielt streuen.

Anders sieht es mit den Grundrechten von Schwangeren aus. Die sind den Veranstaltenden leider kein Zeichen wert.

Der „Bundesverband Lebensrecht“ fordert unverhohlen eine noch stärkere Kriminalisierung von Schwangeren, die sich für einen Abbruch entscheiden.

Art. 4 der UNO-Menschenrechtserklärung und der EMRK lauten: „Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden“. Was ist es anderes als Leibeigenschaft, wenn eine Frau zum Austragen einer ungewollten Schwangerschaft und zum Gebären gezwungen wird? Auch mit der Menschenwürde ist dies wohl kaum in Einklang zu bringen.

Der „Bundesverband Lebensrecht“ fordert, die ohnehin schon sehr eingeschränkten Kostenübernahmen abzuschaffen, um es (insbesondere sozial ausgegrenzten und armen) Frauen faktisch unmöglich zu machen, einen Schwangerschaftsabbruch ärztlich durchführen zu lassen.

Das ist eine Verletzung des „Rechts auf Gesundheit.“ Wer für die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen eintritt, nimmt in Kauf, dass Frauen zu unsicheren Methoden greifen, Schäden davon tragen oder sogar daran versterben.

Um es zu verdeutlichen: Laut Zahlen der WHO sterben jedes Jahr ca. 50.000 Frauen, weil sie keinen legalen Zugang zu einem ärztlich durchgeführten Schwangerschaftsabbruch haben. Viele dieser Frauen haben im Übrigen bereits Kinder, die sie als Waisen zurücklassen.

Noch einmal so viele Mädchen, ebenfalls 50.000, sterben pro Jahr, weil Sie als Kinder durch sexuelle Gewalt schwanger geworden sind und viele Kinderschwangerschaften eben zum Tod führen. In Ländern mit einem absoluten Abtreibungsverbot wie z.B. in Paraguay werden wie jüngst die 11jährige Mainumby gezwungen, trotz der Lebensgefahr das Kind auszutragen. Zu der Traumatisierung durch den Missbrauch kommt also eine Traumatisierung durch eine lebensgefährliche und ungewollte Schwangerschaft.

Man kann aus politischen oder religiösen Gründen der Auffassung sein, dass man dies alles in Kauf nehmen möchte und weiter für die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen agitieren.

Wir tun dies nicht. Wir werden das Grundrecht der Versammlungsfreiheit auch in Zukunft ausfüllen, indem wir gegen Gruppen protestieren, die Menschenrechte auf Nascituri ausdehnen und gleichzeitig die Rechte von Frauen einschränken wollen.

(Unser Kommentar zur Antwort der "Linke" folgt)

von esther10 01.09.2015 18:16

Dienstag, 1. September 2015
Nach Zensurvorwürfen: Genderkritische »Hart aber fair«-Folge wieder in der WDR-Mediathek



(Freie Welt) Die Entscheidung eine Sendung von Plasbergs Talkshow »Hart aber fair« zu Gender Mainstreaming nach Protesten von Feministen aus der WDR-Mediathek zu nehmen, hat hohe Wellen geschlagen. Jetzt ist die Folge wieder online.

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) nahm die Folge von Plasbergs Talkshow »Hart aber fair« aus dem März zu Gleichberechtigung und Gender Mainstreaming jetzt doch wieder in seine Online-Mediathek auf. Die Entscheidung traf Fernsehdirektor Jörg Schönenborn in Abstimmung mit der Redaktion.

Schönenborn erklärte: »Die Sendung aus der Mediathek zu nehmen, war eine Entscheidung der Programmverantwortlichen, der eine lange, selbstkritische Diskussion der Sendung vorausging. Daß daraus der Vorwurf der Zensur und Selbstzensur abgeleitet würde oder der Eindruck, wir seien vor Lobbygruppen eingeknickt, hatte ich mir nicht vorstellen können.«

Er sagte, die heftigen Reaktionen auf die Entfernung hätten gezeigt, daß die Entscheidung nicht richtig gewesen sei. Die Sendung war damals aus dem Online-Archiv entfernt worden, nachdem Feministen ihrerseits gegen einen vermeintlichen Sexismus in Wortbeiträgen gegen Gender Mainstreaming protestierten.

Dabei erzürnte die Feministen unter anderem, daß die bundesweit 190 Professorenstellen für Geschlechterforschung an Hochschulen in Frage gestellt sowie die mit Kosten von einer Million Euro verbundende Umbenennung von Studentenwerken in Studierendenwerken kritisiert wurden.

von esther10 01.09.2015 14:45

Dienstag, 1. September 2015
Der letzte Augusttag ... die letzte Tropennacht... und alles wird gut.

Gestern sah es aus wie landesweite Biergartenpflicht: So einen August hatten wir ja lange nicht... und er scheint gar kein Ende zu nehmen ... zu schön, dieser weißblaue Himmel, die schöne Stimmung in der Luft und in München sind ja immer noch Ferien.

Da freuen sich nicht nur die Kinder, dass man doch einiges unternehmen kann. Die Seen in der Stadt oder auch im Umland laden zum Baden ein, überall sieht man lachende und fröhliche Gesichter ... Ja und wenn alle draußen sind und den Sommer genießen, da kriegt man doch gar nix mit, was sich so tut. Und so war ich doch einigermaßen beruhigt, als ich nach Hause kam und in allen Medien unisono lesen durfte, dass unsere Kanzlerin eine großartige

Pressekonferenz abgehalten hat und dass alle Probleme damit einfach aufgehoben sind. Ich musste an meine Kindheit zurückdenken ... wenn wir Kinder uns mal wieder die Knie aufgehauen hatten ... wie unsere Mutter uns liebevoll diesen alten Karnevalsschlager vorgesungen hat und wir dann am Ende schon wieder so froh waren, dass wir leise mitgesungen haben. Und irgendwie hatte sie ja auch recht gehabt.

Und deshalb für alle, die gestern wegen Baden und Biergarten keine Zeit hatten, Fernseh zu schauen, denn damit ist alles gesagt, was gestern wichtig war:


http://beiboot-petri.blogspot.de/2015/09...die-letzte.html




von esther10 01.09.2015 13:45

Dienstag, 1. September 2015

Causa “Sterbehilfe”: Allein der Sensburg-Gesetzesentwurf ist verfassungskonform
PRESSEMELDUNG der CDU-Parlamentarier Sensburg, Dörflinger und Hüppe:

Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages stellt in einem Gutachten fest, dass drei der vier vorgelegten Gesetzesentwürfe zur Regelung der Sterbehilfe in Deutschland verfassungswidrig sind. 159481-3x2-teaser296

Lediglich der von der Gruppe um die Abgeordneten Patrick Sensburg, Thomas Dörflinger und Hubert Hüppe vorgelegte Entwurf zur Regelung der Suizidbeihilfe wird von Verfassungsrechtlern als verfassungskonform angesehen.

Dies bestätigte auch der Verfassungsrechtler Prof. Dr. Hillgruber, der den Entwurf für verfassungskonform und die Regelung für eine sinnvolle Ergänzung zum schon bestehenden Verbot der Tötung auf Verlangen ansieht.

Dieser Gesetzesentwurf sieht vor, mittels eines neuen § 217 Strafgesetzbuch (StGB) Anstiftung und Beihilfe zu einem Selbstmord zu verbieten. Gleichzeitig sollen die guten Erfolge der Palliativmedizin und im Hospitzwesen gefördert werden.

Nur mit einer solch klaren und hinreichend bestimmten Regelung kann die Suizidbeihilfe verfassungskonform und zum Schutz des Lebens geregelt werden.

Berlin, 26. August 2015

Prof. Dr. Patrick Sensburg, MdB
Thomas Dörflinger, MdB
Hubert Hüppe, MdB

von esther10 01.09.2015 13:43

Dienstag, 1. September 2015
Über 5.000 demonstrieren in Polen gegen Gender in der Schule



(Demo für Alle) Mehr als 5.000 Menschen demonstrierten am Sonntag, den 30.08.2015, in der polnischen Hauptstadt unter dem Motto “Stop deprawacji w edukacji” (Stoppt den Abbau von moralischen Werten der Kinder im Bildungsbereich”). Der Protest richtete sich gegen die von Bildungsministerin Joanna Kluzik-Rostkoswska geplanten Veränderung in den Lehrplänen, die eine stärkere Betonung “sexueller Vielfalt” vorsieht.

Ein Bündnis von 26 Gruppen aus der polnischen Zivilgesellschaft unter der Leitung der Verlegerin Magdalena Trojanowska hatte sich für diese Aktion zusammengeschlossen, nachdem sich polnische LGBTTIQ-Gruppen stark für eine modifizierte Form des Sexualkundeunterrichts unter dem Aspekt der “Sexuellen Vielfalt” eingesetzt hatten.

Die Demonstration begann mit einer gemeinsamen Messe in der St. Anna-Kirche in Warschau, zu der bereits mehr als tausend Teilnehmer kamen, von denen hunderte Gläubige nicht mehr in die überfüllte Kirche hineinkommen konnten und auf dem Kirchenvorplatz teilnahmen. Neben verschiedenen polnischen Rednern und Bildungsexperten sprachen auch Antonia Tully aus England von der “Pro-Life”-Bewegung, Antoine Renard, Vorsitzender der “Associations Familiales Catholiques en Europe (FAFCE), der regelmässig an den Beratungen des Europarates teilnimmt, sowie Christoph Scharnweber für das Aktionsbündnis DEMO FÜR ALLE. Alle ausländischen Redner berichteten über die Situation in ihrem Land, drückten ihre Solidarität und Unterstützung für die polnische Bewegung aus und ermutigen die zahlreich erschienenen Demonstranten, die Bildungspolitik ihres Landes kritisch zu begleiten. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz, die auch vom polnischen Staatsfernsehen TVP aufgezeichnet wurde, antworteten die Redner auf Fragen der Veranstalter und Journalisten.

Die Demonstration endete mit einem gemeinsamen Appell an die polnische Bildungsministerin und den Präsidenten Polens. Nach Angaben der Veranstalter hatten zahlreiche Briefe von Eltern und die Ankündigung der Demonstration die Bildungsministerin bereits wenige Tage vor der Veranstaltung zu der Aussage veranlasst, ihre Pläne auf das nächste Jahr verschieben zu wollen. Im Gegensatz zu den Demonstrationen der DEMO FÜR ALLE in Deutschland gab es in Warschau keinerlei Gegendemonstrationen und gewalttätige Ausschreitungen.

Über die Demonstration berichteten mehrere polnische Fernsehsender in ihren Nachrichtensendungen. Republika TV hatte wenige Stunden vor der Veranstaltung einige Sprecher der Initiative eingeladen, in einer live-Sendung interviewt und die Zuschauer zur Teilnahme an der Demonstration aufgefordert.
http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/


von esther10 01.09.2015 13:42

Dienstag, 1. September 2015
Emotional unterversorgt: Die armen reichen Promi-Kinder
Materiell fehlt es ihnen an nichts, doch seelisch verkümmern diese Kinder.

Sie haben alles, was man sich wünschen kann, trotzdem gehören sie zu den Ärmsten unserer Gesellschaft: Kinder, die unter Wohlstandsverwahrlosung leiden. Denen es materiell zwar an nichts fehlt, die auch das Wort Frühförderung schon mit drei Jahren buchstabieren können und die es für völlig normal halten, dass ihnen Erwachsene unangenehme Aufgaben abnehmen und Cluburlaube finanzieren. Die aber mit ihren emotionalen Wünschen und Bedürfnissen von ihren Eltern komplett allein gelassen werden. Eine psychische Verwahrlosung, die oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen ist.

Ein schönes Haus in einer guten Gegend, alles vom Feinsten, mehrmals Urlaub im Jahr, Putzfrau und Nachhilfelehrer sind selbstverständlich. Wie kommt man dabei auf die Idee einer Verwahrlosung? Doch auch Kinder aus wohlhabenden Verhältnissen können arm sein – innerlich arm. Es fehlt ihnen an Zuwendung durch die Eltern, Zeit in der ihnen einfach nur zugehört wird, Interesse an ihnen und ihrem Leben. Aber vor allem an Zuneigung

Natürlich hat nicht jede Familie mit hoher Arbeitszeitbelastung und hohem Einkommen automatisch ein Problem. Auch nicht jeder, der zu wenig Zeit für sein Kind hat, lässt dies emotional verkümmern. Wichtig ist die Qualität der Beziehung und wie gemeinsame Zeit erlebt wird. Auch Eltern mit viel Zeit können ihre Kinder emotional verhungern lassen. Auch das Überhäufen der Kinder mit Geschenken schadet nicht automatisch. Denn zur Wohlstandsverwahrlosung gehört nicht nur Wohlstand, sondern vor allem emotionale Verwahrlosung, sagt Psychotherapeut Klaus Nitsch.

Luxus ist nicht Liebe

Eltern, die vor lauter Selbstverwirklichung keine Zeit mehr für ihre Kinder haben, versuchen das häufig durch materielle Zuwendung auszugleichen. Oft leben Kinder, die unter Wohlstandsverwahrlosung leiden, in einer nach außen hin intakten Familie, in der es innen brodelt oder schlimmer noch, schon das große Schweigen zwischen den Eltern herrscht.

Ebensolche, die durch eine Trennung in einen materiellen Wettstreit treten, berufstätige Mütter, die versuchen, ihr schlechtes Gewissen ruhig zu kaufen oder unsichere Eltern, die sich die Liebe ihrer Kinder zu kaufen versuchen. Oder solche, die davon überzeugt sind, ein glückliches Kind sei eines, dessen Wünsche sofort und jederzeit erfüllt werden. Eine solche Luxusverwahrlosung und der damit zusammenhängende falsche Begriff von Liebe führen automatisch zu emotionalen Problemen.

Zu den Grundbedürfnissen eines Kindes gehören nicht nur Essen, Trinken, saubere Kleidung und ein Dach über dem Kopf, sondern auch die Befriedigung seiner Schutzbedürfnisse,

Anregung, Verlässlichkeit, Verständnis und körperliche wie seelische Wertschätzung. Kinder brauchen eine sichere Bindung und emotionale Zuwendung. Wohlstandsverwahrlosten Kindern fehlt es aber nicht nur an Aufmerksamkeit für ihre Bedürfnisse, es fehlt ihnen auch an Grenzen. Denn diese zu setzen, Konflikte auszutragen und auszuhalten, das kostet Zeit, und um die nicht opfern zu müssen, wird nachgegeben. Das sorgt ja erst einmal auch für Ruhe. Aber eben nur erst einmal. Denn auf Dauer macht es die Kinder immer orientierungsloser und oft tyrannisch.

"Wohlstandsverwahrlosung ist also keine vorübergehende Kinderkrankheit, sondern immer auch eine Hypothek, die weit in die Zukunft ausstrahlen kann", warnt Nitsch.

Mit Informationen aus t-online

von esther10 01.09.2015 12:44





Die Bibel

Die Bibel ist das Buch, in dem Sie alles finden, was Menschen je bewegte. Leiden, Hass, Selbstherrlichkeit, Demut, Arroganz, Erotik, Hunger, Geiz, Herrschsucht, Verrat: Auf all das und noch vieles mehr werden Sie da treffen. Die Bibel ist das Buch der Erfahrungen. Menschen schreiben auf, wie ihnen in ihrem Leben Gott begegnete. Sie schreiben als Menschen in ihren Worten und sie bezeugen und bekennen gleichzeitig Gott und sein Wort.

Wort Gottes im Menschenwort

Die Bibel ist als Hl. Schrift ein Wort des Lebens. In ihr begegnet mir auch heute das Wort des Lebens, was nichts anderes ist als das Wort Gottes selbst.

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_PV.HTM

Die Bibel gilt der Katholischen Kirche als Wort Gottes im Menschenwort. Genauer meint sie damit die Selbstoffenbarung Gottes, die nicht unmittelbar in der Person Jesu Christi oder in der Schöpfung greifbar wird: Gott offenbart sich in der Literatur, die die Kirche als Bibel bewahrt. Sie ist das Zeugnis und Bekenntnis dessen, was Menschen mit ihrem Gott erfahren haben und in unterschiedlichen Lebenszusammenhängen miteinander vor ihrem Gott zum Ausdruck bringen.

http://www.bibelwerk.de/Bibel.12790.html...line.12798.html

Die Wertschätzung dieser Hl. Schrift erfolgt in der Katholischen Kirche nicht nach Halbversen oder einzelnen Büchern, sondern in ihrer Ganzheit (Altes und Neues Testament) mit allen ihren Teilen. Weil diese Schriften unter der Einwirkung des Heiligen Geistes geschrieben und deshalb Gott zum Urheber haben, nennt sie sie heilig.


Altes und Neues Testament

Den Umfang der Bibel hat die Katholische Kirche im 16. Jh. in einer Schriftensammlung definitiv festgelegt, die größten Teile lagen bereits im 2.-3. Jhd. n. Chr. fest.
Die Bibel ist zweiteilig angelegt und formal leicht als Altes und Neues Testament zu unterscheiden. Beide Teile gelten jedoch als eine untrennbare Einheit. Nicht nur weil sie einen Urheber haben, sondern weil beide Teile gegenseitig erschlossen werden wollen.
http://www.bistum-regensburg.de/glauben/jesus-christus/
Bibel lesen: Gott, die Welt und sich selbst verstehen

***



Flüchtlingsarbeit in der Diözese Regensburg

Mehrere Tausend Geflüchtete leben auf dem Gebiet der Diözese Regensburg, und viele Hundert Engagierte fassen sich ein Herz und helfen, wo sie können. Die ersten Ansprechpartner für die Asylbewerber sind die Asylsozialberater und -beraterinnen der Caritas, junge unbegleitete Flüchtlinge werden von der Katholischen Jugendfürsorge unter ihre Fittiche genommen. Überall packen Hunderte ehrenamtliche Helfer mit an, sie begleiten im Alltag, geben Deutschunterricht, sammeln Kleiderspenden oder vermitteln zu Behörden. Erzieher leisten Integrationsarbeit, Religionslehrerinnen klären auf, Pfarrer und pastorale Mitarbeiter/-innen setzen sich ein für eine Willkommenskultur in ihren Pfarreien.

Um dieses Engagement zu unterstützen, finden Sie hier einen Wegweiser zu einer Vielzahl von Informationen, Ansprechpartner/-innen und Hilfen, die Ihnen Ihre Arbeit erleichtern, Ideen geben oder auch einfach Mut machen, sich ein Herz zu fassen und in der Flüchtlingshilfe aktiv zu werden.

Bei Fragen und für Unterstützung können Sie sich an Pastoralreferentin Christina Engl wenden. Sie unterstützt und berät vor allem Pfarreien in der Flüchtlingsarbeit: Tel.: +49 941 5021-143, E-Mail: c.engl@caritas-regensburg.de
http://www.bistum-regensburg.de/mitmache...ese-regensburg/

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Christina Engl berät Pfarreien, die sich für Flüchtlinge engagieren

22.07.2015

Sie steht vor einer großen Aufgabe: Seit 100 Tagen ist Christina Engl bei der Caritas Ansprechpartnerin für die Pfarrgemeinden des Bistums für alle Fragen rund um Asyl und Flüchtlinge. „Meine Aufgabe ist es, Ehrenamtliche zu unterstützen“, sagt Engl. Das tut sie mit Tipps, Beratungen und Informationen rund um dieses große Thema. Seit April hat die ausgebildete Pastoralreferentin viele Gespräche geführt und sich ein großes Netzwerk von ehrenamtlich Engagierten aufgebaut: „Ich habe versucht, herauszufinden, wo es brennt.“

Ein großes Problem: Viele Behörden, Asylberater und Ämter seien im Augenblick schlichtweg überfordert. Sie sind auf das Engagement ehrenamtlicher Helfer angewiesen. Zwischen 7000 und 8000 Asylbewerber befinden sich im Bistum Regensburg. Engl ist überzeugt: „Ohne die Ehrenamtlichen würde das System zusammenbrechen.“ Doch auch die Helfer gehen oft über ihre Grenzen hinaus, sagt Engl. In Deutschland ist man nicht mit Kriegssituationen, Flucht oder Heimatlosigkeit konfrontiert. Im Kontakt und im Austausch mit den Asylbewerbern stoßen viele Helfer deswegen an ihre emotionalen Grenzen.

Info und Beratung für Ehrenamtliche
Umso wichtiger ist es, den Engagierten Hilfe und Beratung zu bieten – und genau das ist die Aufgabe von Christina Engl. Auf den Internetseiten der Regensburger Caritas hat sie ein umfassendes Portal zum Thema Flucht & Asyl geschaffen, das die wichtigsten Ansprechpartner und Informationen bietet. Dort gibt es die wichtigsten Informationen zum Asylrecht, Handreichungen und Broschüren zum einfachen Download und einen ausführlichen Überblick über die Angebote der Regensburger Gemeindecaritas. Schließlich bietet Engl auch Bausteine für die Pfarrpastoral an: Was sollte eine Pfarrei besonders beachten, wenn sie sich für Flüchtlinge in ihrer Gemeinde engagieren? Was kann die Pfarrei konkret leisten und tun? Schließlich finden sich dort auch Bausteine für Gottesdienste, Predigten, Jugendarbeit und den Religionsunterricht.

Christina Engl betont, dass ihre Aufgabe nicht die Koordination der Flüchtlingsarbeit ist. Dafür gäbe es vor Ort viele gute und eigenständige Strukturen. Dennoch sei die Information über diese Strukturen für die Gemeindearbeit wichtig. Für jeden Landkreis des Bistums bietet die Internetseite die beiden wichtigsten Ansprechpartner. Die können sehr verschieden sein, bistumsweit engagiert sich eine große Zahl politischer und sozialer Vereinigungen im Bereich der Flüchtlingsarbeit.
Kommen Asylbewerber in eine Gemeinde, sollte sich die Pfarrei vor allem eine Frage stellen: „Was kann unsere Pfarrei besonders gut leisten?“ Keine Pfarrei könne alles leisten und sich auf jedem Bereich engagieren. Jede Pfarrei habe aber einen Schwerpunkt, in dem sie sich besonders engagieren kann, sagt Engl: „Es gibt zum Beispiel Pfarreien, in denen es tolle Mutter-Kind-Gruppenleiterinnen gibt. Die können dann eine Kinderbetreuung organisieren. In einer anderen Pfarrei gibt es vielleicht einen tollen Sportverein, der mit den Asylbewerbern Sport machen kann.“

Schulungen, Oasentage und Supervision helfen im Umgang mit Belastungen
Dieses ehrenamtliche Engagement kann die Pfarreien jedoch auch belasten. Neben den psychischen und emotionalen Grenzen haben Ehrenamtliche auch mit Gegenwind zu kämpfen. In manchen Pfarreien könnten sich Anwohner an dem Engagement oder an den Gemeinschaftsunterkünften der Asylbewerber stören: „Es ist wichtig, dass die Ehrenamtlichen Unterstützung von öffentlichen Personen bekommen: Vom Bürgermeister etwa oder vom Pfarrer.“ Um in dieser Situation helfen zu können, bietet Christina Engl auch Schulungen, Oasentage und Supervisionen an: „Ziel ist es, mit einem qualifizierten Supervisor das Engagement im Bereich Flucht und Asyl zu reflektieren, um es zufriedenstellender zu gestalten und den Umgang mit Belastungen zu verbessern.“ Die Oasentage sollen den Ehrenamtlichen die Gelegenheit geben, wieder aufzutanken, neue Kräfte zu sammeln: „Im Zentrum stehen kreative Methoden, Phantasiereisen, Atem- und Achtsamkeitsübungen.“

© fotolia.com/monkeybusiness

„Als Deutscher kann man es sich nicht vorstellen, was es heißt, keinen Ort zum Leben zu haben.“
Wie belastend das Engagement für Flüchtlinge sein kann, hat Christina Engl selbst erfahren. Nach ihrem Theologiestudium an der Universität in Regensburg war sie zunächst Pastoralreferentin für die Innenstadtseelsorge der Domstadt. Danach ging sie mit ihrer Familie für drei Jahre nach China. Dort kam sie in Berührung mit Armut in Asien. In ihrer Gemeinde lernte sie eine Gruppe philippinischer Frauen kennen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. In China hatten sie ständig Angst davor, abgeschoben oder verhaftet zu werden. „Das hat mich sehr schockiert“, sagt Engl. Flucht und Elend seien Themen, mit denen wir in Europa nicht direkt in Verbindung kommen. Es scheint weit weg zu sein – Engl hat dieses Leid jedoch selbst in China kennen gelernt. Flucht und Krieg spielten plötzlich auch in ihrem eigenen Leben eine Rolle, seit sie sich mit den philippinischen Frauen angefreundet hatte: „Als Deutscher kann man es sich eigentlich nicht vorstellen, was es heißt, keinen Ort zum Leben zu haben.“ Und doch müssen viele Menschen weltweit unter diesen Umständen leben, so wie auch die Asylbewerber in Deutschland. Engl engagierte sich, musste jedoch die Erfahrung machen, dass man auch mit viel persönlichem Einsatz das Leid und die Probleme nicht lösen kann.
Als Engl Ende des vergangenen Jahres mit ihrer Familie wieder zurück nach Deutschland kam, beschäftigte sie diese Thematik noch immer: „Das war für mich noch nicht abgeschlossen..“ Da war es für die Patoralreferentin keine schwere Entscheidung, sich auf die neue Stelle der Gemeindecaritas für die Flüchtlinge zu bewerben. Im Herzen trage sie auch zurück in Regensburg ihre philippinischen Freundinnen aus China immer noch bei sich. Nun ist es ihre Aufgabe denen zu helfen, die sich für Flüchtlinge im Bistum Regensburg engagieren: Mit Informationen, Supervisionen und besonders auch mit den Oasentagen.

http://www.bistum-regensburg.de/bistum/m...chtlingsarbeit/

Christina Engl steht allen zur Seite, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren (wollen):
Kontakt per Mail: c.engl@caritas-regensburg.de oder telefonisch unter +49 941 502-1143.
Informationen unter: www.caritas-regensburg.de/flucht-und-asyl




von esther10 01.09.2015 12:15

STOPPT VERANWORTUNGSLOSE ASYLPOLITIK DER BUNDESREGIERUNG

AN DIE BUNDESREGIERUNG


SCHENGEN-ABKOMMEN AUSSETZEN, BIS FLÜCHTLINGSPROBLEMATIK AUF EUROPÄISCHER EBENE GEKLÄRT IST

Die Flüchtlingswellen sind ein europäisches Problem. Daher muss man sich auf europäischer Ebene dieses Problems annehmen. Die Bundesregierung kommt ihrer gesetzlichen Verpflichtung in verantwortungsloser Weise nicht nach. Es kann nicht sein, dass einige EU-Staaten die Grenzen dicht machen, während andere die Flut der Asylsuchenden allein bewältigen müssen.

Seit 1997 gelten die Regeln des Dubliner Übereinkommens (DÜ). Demnach müssten die Flüchtlinge in Europa nur einmal den Antrag auf Asyl stellen und das Asylverfahren auf sich nehmen, und zwar in demjenigen EU-Land, in dem sie zuerst ankommen. Ist dieses Verfahren durchgeführt, gilt das Ergebnis für alle Unterzeichner-Staaten des DÜ.

Doch das DÜ wird nicht eingehalten. Wie kann es sein, dass hunderttausende Flüchtlinge nach Deutschland kommen und hier Asylantrag stellen, obwohl sie schon ein anderes EU-Land passiert haben? Warum wird nicht an den Außengrenzen der EU dieses Verfahren durchgeführt?

Entsprechend des Schengener Abkommens und der darauf aufbauenden EU-Rechtsakte müssen sich Einreisende und Antragsteller auf Asyl einer Prüfung ihres Anliegens an den Außengrenzen des Schengen-Gebietes unterziehen, bevor sie sich frei in der EU bewegen können. Doch tatsächlich werden viele Asylantragsverfahren erst in Deutschland bearbeitet.

Hinzu kommt die Drittstaaten-Regelung. Wer über einen sicheren Drittstaat einreist, kann demnach kein Asyl aufgrund politischer Verfolgung geltend machen. Diese Regelung hat Eingang in das Grundgesetz gefunden (Art. 16a Abs. 2-4 GG). Auch diese Regelung wird nicht konsequent umgesetzt.

Wir fordern deshalb von der Bundesregierung, ihre Verantwortung endlich wahrzunehmen, sowie die Aussetzung des Schengen-Abkommens und die Sicherung der deutschen Grenzen durch Polizei, Zoll und Grenzschutz, bis die Dubliner Übereinkommen und die Drittstaaten-Regelung wieder effizient eingehalten werden oder eine EU-weite Neuregelung gefunden wird.

HINTERGRUND

Die Regelungen in den EU-Ländern orientieren sich an drei wichtigen Abkommen.

Das „Schengen-Abkommen“ und dessen Nachfolgeregelungen und EU-Rechtsakte beziehen sich auf die Abschaffung der innereuropäischen Grenzkontrollen zugunsten einer gemeinsam gesicherten Außengrenze. Eine wichtige Ergänzung ist der sogenannte „Prümer Vertrag“ (Schengen III), der offiziell als „Vertrag über die Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, insbesondere zur Bekämpfung des Terrorismus, der grenzüberschreitenden Kriminalität und der illegalen Migration“ gewertet wird.

Ein weiterer wichtiger europäischer Vertrag ist das „Dubliner Übereinkommen“ (DÜ). Er sichert Asylsuchenden die Bearbeitung ihres Antrag in dem europäischen Staat zu, in dem sie zuerst eingereist sind. Der Asylantrag gilt dann für ganz Europa und muss nicht wiederholt werden. Gleichzeitig wird so verhindert, dass Asylsuchende in verschiedenen Staaten Anträge stellen und somit die Bürokratie überlastet ist.

Dann gibt es noch die Drittstaaten-Regelung. Sie besagt, dass Personen, die über sichere Drittstaaten einreisen, kein Asyl aufgrund politischer Verfolgung stellen können.

Alle Regelungen haben ihre Vor- und Nachteile, sowohl für die Staaten als auch für Menschen in Not. Am schwerwiegendsten ist jedoch die Tatsache, dass diese Regelungen nicht effizient in die Praxis umgesetzt werden oder werden können.

Die einzige kurzfristige Lösung ist: Das Schengen-Abkommen auszusetzen, Grenzkontrollen an jeder Staatsgrenze einzuführen, bis die Abkommen überarbeitet sind und effizient umgesetzt werden.
http://www.civilpetition.de/kampagne/sch...on/137942Z4565/


von esther10 01.09.2015 12:09

Sachsen: Positionspapier der CDU-Fraktion zur Asylpolitik und Flüchtlingskrise

Veröffentlicht: 1. September 2015 | Autor: Felizitas Küble
Zügige Integration / Abschieben abgelehnter Asylbewerber

Die CDU-Landtagsfraktion hat am 27. August 2015 ein Positionspapier zur sächsischen Asylpolitik beschlossen.

Das Papier umfasst insgesamt zehn Punkte, die die drei Schwerpunkte “Anforderung an die EU”, “Asyl und Finanzen” sowie “Anforderungen an den Bund und den Freistaat Sachsen” umfassen.

Zu dem Positionspapier der CDU-Landtagsfraktion zur sächsischen Asylpolitik erklärt Frank Kupfer, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion:

“Wenn wir die gegenwärtigen humanitären und gesellschaftlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit der enorm gestiegenen Zahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern meistern wollen, brauchen wir ein klares Bekenntnis zum Grundrecht auf Asyl und zur UN-Flüchtlingskonvention.

Zudem muss das Thema als gesamteuropäische Aufgabe betrachtet werden, das sich nur gemeinsam mit allen Mitgliedsstaaten bewältigen lässt. Auf der Ebene von Bund, Ländern und Kommunen braucht es deshalb eine Asyl- und Flüchtlingspolitik, die sich den Realitäten stellt und tragfähige Lösungen für die Zukunft anbietet.

Für mich ist die schnelle Integration für alle, die ein Bleiberecht haben, ebenso wichtig, wie die zügige Abschiebung der abgelehnten Asylbewerber.

Das vorliegende Papier unterstreicht die klare Richtlinie der CDU-Fraktion, die zur Bewältigung der Herausforderungen beitragen kann.”

Quelle: http://www.cdu-fraktion-sachsen.de/aktue...en-eine-as.html

von esther10 01.09.2015 11:26

01.09.2015


Kardinal Schönborn fordert Beschleunigung der Asylverfahren

Abbau bürokratischer Hürden



Mit Glockengeläut und einem Gedenkgottesdienst hat Österreich der 71 Todesopfer der Flüchtingstragödie gedacht. Im domradio.de-Interview fordert Wiens Kardinal Schönborn eine Beschleunigung der Asylverfahren.

domradio.de: Herr Kardinal, wie haben Sie den Gedenkgottesdienst erlebt?

Kardinal Schönborn: Es war ein sehr besinnlicher und verhaltender Gottesdienst. Wir haben mit dem Läuten der Pummerin begonnen, in allen Diözesen läuteten die Glocken zum Gedenken an die Opfer dieser Tragödie und aller weiteren Flüchtlingstragödien. Die Bundesregierung war fast vollständig im Stephansdom. Der Dom war voll, es war sehr berührend, dass an einem Wochentag so viele Menschen gemeinsam ihrer Trauer und ihrer Empörung Ausdruck verliehen haben.

domradio.de: Haben Sie das Gefühl, die Botschaft ist verstanden worden?

Kardinal Schönborn: Ich glaube schon. Schon am Sonntag hat ja Papst Franziskus ausdrücklich der 71 Todesopfer gedacht und nachdrücklich deutlich gemacht, dass nun alles getan werden müsse, um diese Schlepper-Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu beenden. Wir wollten Solidarität zeigen gegenüber den Menschen in großer Bedrängnis. Den vielen Tausenden, die jetzt im Moment unterwegs sind. Man flüchtet ja nur, wenn die Not wirklich sehr groß ist.

domradio.de: Was kann die Kirche noch tun?

Kardinal Schönborn: Alle Religionsgemeinschaften sind nun besonders herausgefordert, in allen Religionen hatte der Flüchtling immer einen besonderen Stellenwert. Das muss nun praktiziert werden. Es wird hier viel von Gemeinden und Klöstern getan, es ist aber noch zu wenig. Die bürokratischen Hürden sind allerdings heute auch viel höher, als zum Beispiel in der Flüchtlingskrise von 1956, als in kürzester Zeit 600.000 Flüchtlinge nach Österreich kamen. Die Hilfe und die Prüfung der Flüchtlinge müssen vereinfacht und beschleunigt werden. Die syrischen Flüchtlinge sind doch fast ausnahmslos Menschen mit Recht auf Asyl. Statt eines monatelangen Asylverfahrens könnte man all diesen Menschen schnell eine Gewissheit über ihre Anerkennung geben. Das würde auch die Aufnahme durch die Gemeinden und Familien sehr erleichtern. Aber die Politik ist dran.
http://www.domradio.de/audio/predigt-kar...ner-stephansdom
Das Interview führte Susanne Becker-Huberti.

(dr)

von esther10 01.09.2015 11:21

31.08.2015


Natalia Verzhbovska
© Tobias Barniske

Erste Rabbinerin für NRW ins Amt eingeführt
Brückenbauerin und Bewahrerin

Nordrhein-Westfalens erste Rabbinerin ist in Bielefeld mit einer Ordinationsfeier in ihren Dienst eingeführt worden. Verzhbovska betreut die Mitgliedsgemeinden der Union Progressiver Juden in Köln, Oberhausen und Unna.

Gemeinsam mit der Rabbinerin Natalia Verzhbovska wurden noch vier weitere Absolventen des Potsdamer Abraham-Geiger-Kollegs in der Synagoge Beit Tikwa in ihren Dienst in den jüdischen Gemeinden eingeführt. Mit Verzhbovska werde 70 Jahre nach der Schoa erstmals eine Rabbinerin in Nordrhein-Westfalen amtieren, erklärte das Abraham Geiger Kolleg am Montag. Verzhbovska wird ab September die Mitgliedsgemeinden der Union Progressiver Juden in Köln, Oberhausen und Unna betreuen.

Ihre Aufgabe sei es, in den Gemeinden des liberalen Landesverbandes die jüdische Tradition und das Wissen darüber zu stärken, erklärte Verzhbovska. Bei der Feier des liberal ausgerichteten Rabbinerseminars wurden zudem eine weitere Rabbinerin, zwei Rabbiner und ein Kantor in ihren Dienst ordiniert. Die weiteren Rabbiner sind Eli Reich, Sonja Keren Pilz und Alexander Grodensky, der Kantor ist Annon Selig.

Mit Fall des eisernen Vorhangs beginnt religiöse Suche

Die gebürtige Ukrainerin will Brückenbauerin und Bewahrerin sein, wie sie im Gespräch mit der Deutschen Presse Agentur sagt. Vor 47 Jahren wurde sie in Kiew in eine säkulare Familie geboren. Erst als der eiserne Vorhang fiel, machte sie sich auf die Suche nach ihrer eigenen religiösen Identität. Fündig wurde sie in einer liberalen Gemeinde. Für diese Strömung des Judentums sind zwar die ethischen Grundsätze religiöser Texte verbindlich, religiöse Gesetze sollen aber an das sich verändernde Leben angepasst werden.

In ihrer Gemeinde lernte sie auch ihren späteren Mann kennen, einen Rabbiner aus Russland. An seiner Seite übernahm sie mehr und mehr Aufgaben, wollte schließlich selbst Rabbinerin werden. "In Europa gibt es da wenig Möglichkeiten für Frauen", sagt sie. Während es in den USA mittlerweile viele Rabbinerinnen gebe, seien in Europa viele Gemeinden nicht bereit seien, eine Frau als religiöse Leitfigur anzuerkennen. Bundesweit ist Verzhbovska die fünfte Rabbinerin.

Sohn und Mann arbeiten weiterhin in Russland

Für ihre Ausbildung am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam hat sie große persönliche Belastungen in Kauf genommen: Ihr 21-Jähriger Sohn und ihr Ehemann arbeiten weiter in Russland. Sie hofft, dass ihr Mann bald nachkommen kann. "Es gibt für uns weder in der Ukraine noch in Russland eine Zukunft", sagt sie und verweist auf den andauernden Konflikt der beiden Ländern sowie einen bedrohlichen Antisemitismus.

Ihre Herkunft kann sie nun zu einer Brückenbauerin in den Gemeinden werden lassen: Eine Mehrheit der Gemeindemitglieder stammt aus der ehemaligen Sowjetunion. Dort, wo die Religion so lange brach gelegen habe, sei das Wissen oft gering, sagt Verzhbovska. Gleichzeitig haben die überalterten Vorstellungen der Großeltern in vielen Köpfen überlebt. "Viele erwarten einen Mann mit langem Bart und elf Kindern", sagt sie lachend. Kommen wird eine selbstbewusste Frau, die bei ihren Landsleuten Begeisterung für die Religion wecken will: "Wir müssen unsere religiösen Schätze näher zu den Menschen bringen", sagt sie. Auch den Dialog mit Muslimen und Christen will sie weiter vorantreiben.

Ministerpräsident Kraft würdigt Ordination

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) würdigte die Ordination als ein positives Zeichen. Sie wisse, dass es für die jüdische Gemeinschaft weder leicht noch selbstverständlich sei, Deutschland wieder als Heimat zu sehen, sagte Kraft bei dem Festakt. Deshalb sei dieser Tag ein großer Tag der Freude und Dankbarkeit.

Kraft versicherte, dass die Landesregierung alles tue, "um jede Form von Antisemitismus und jede Gefährdung des jüdischen Lebens in unserem Land mit allen Mitteln des Rechtsstaates zu verfolgen".

Zugleich sei auch das Engagement vieler Initiativen nötig, die sich für das friedvolle Miteinander der Religionen einsetzten. Die NRW-Regierungschefin würdigte, dass sich unter anderem in Bielefeld Juden, Christen und Muslime zu einem vorbildhaften "Trialog" zusammengefunden hätten. Aus Begegnung und Dialog könnten Verständnis und Respekt für die jeweils anderen erwachsen.

Als politische Gäste waren zudem Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), NRW-Integrationsminister Guntram Schneider (SPD), NRW-Landtagspräsidentin Carina Gödecke (SPD) und der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck angekündigt. Teilnehmer waren zudem der Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, und der Präsident der Allgemeinen Rabbinerkonferenz, Henry G. Brandt.

Zuletzt waren Anfang September 2014 im polnischen Breslau Absolventen des 1999 gegründeten Rabbinerseminars ordiniert worden. Die Studierenden werden am Abraham-Geiger-Kolleg und der Universität Potsdam ausgebildet.

Die ersten Absolventen des Rabbinerseminars, das nach dem jüdischen Reformer Abraham Geiger (1810-1874) benannt ist, wurden 2006 in Dresden ordiniert. Seitdem wurden 20 Frauen und Männer in ihre Ämter als Rabbiner und sechs Frauen und Männer in ihre Ämter als jüdische Kantoren eingeführt. Sie sind heute in verschiedenen deutschen Städten sowie im Ausland tätig. Das Abraham-Geiger-Kolleg führt die Tradition der 1872 eröffneten und 1942 von den Nazis geschlossenen Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums fort.
http://www.domradio.de/themen/interrelig...amt-eingefuehrt


(dpa, epd)

von esther10 01.09.2015 11:17

31.08.2015

Bischofskonferenz hält an Kirchenasyl fest
Nothilfe im Einzelfall


Flüchtlingsunterkunft in Pfarrei
© KNA

Die Bischofskonferenz klärt mit einem Schreiben rund um das spannungsgeladene Thema Kirchenasyl auf. Kirchenasyl sei immer "ultima ratio". Es diene ausschließlich dazu, unzumutbare Härte für den Einzelnen abzuwenden.

Auch wenn Asyl in Kultstätten, Tempeln und später in Kirchen und Klöstern religionsgeschichtlich eine lange Tradition habe, sei das moderne Kirchenasyl damit nur eingeschränkt vergleichbar. In den Gebäuden der Kirche finde das staatliche Recht uneingeschränkte Anwendung, weist die Bischofskonferenz in der neuen Handreichung zum Umgang mit dem Kirchenasyl hin.

Das Kirchenasyl sei eine besondere Herausforderung für das Verhältnis von Staat und Kirche im Spannungsfeld zwischen religiöser Neutralität des Staates und dem besonderen Status der Kirchen als Körperschaften des öffentlichen Rechts.

"Form des gewaltlosen zivilen Ungehorsams"

Wiederholt haben die Bischöfe das Verfahren als "Ultima Ratio" bezeichnet. In ihrer aktuellen Handreichung mahnen sie zu einem sorgfältigen Umgang mit diesem "kostbaren Gut". Es handle sich um eine "Form des gewaltlosen zivilen Ungehorsams", heißt es.

Das Kirchenasyl diene ausschließlich dazu, Gefahren für Leib und Leben, drohende Menschenrechtsverletzungen oder individuell unzumutbare Härten für den Einzelnen abzuwenden. Bei Kirchenasyl handelt es sich um eine Form des gewaltlosen zivilen Ungehorsams. Gemeinden und Ordensgemeinschaften müssten sich der Konsequenzen bewusst sein, betont die Bischofskonferenz.

Neues Verfahren seit Anfang 2015

Nach einer hitzigen Debatte zu Jahresbeginn hatten sich die Kirchen und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf ein neues Verfahren geeinigt. Demnach sollen Kirchenvertreter die Möglichkeit bekommen, Einzelfälle erneut vom Bundesamt überprüfen zu lassen, im Idealfall, noch bevor die betroffenen Personen ins Kirchenasyl aufgenommen werden. Im Spätherbst soll es zu einer Bewertung des Verfahrens kommen. Für die Kommunikation sollen zentrale Ansprechpartner sowohl auf Seiten der Kirchen wie auch des BAMF benannt werden.

Deutschlandweit gibt es nach jüngsten Zahlen der "Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche" 293 Fälle von Kirchenasyl mit 454 Personen, darunter 95 Kinder. Das entspreche, so die Bischofskonferenz, einem "deutlichen Zuwachs" seit August 2014, als die Arbeitsgemeinschaft 135 Kirchenasyle mit 244 Personen zählte. Die Zahl der besonders umstrittenen "Dublin-Fälle" wird aktuell mit 256 angegeben.

Nach der Dublin-III-Verordnung müssen Flüchtlinge im europäischen Erstaufnahmeland Asyl beantragen. Um nicht für das Verfahren zuständig zu sein, muss Deutschland Flüchtlinge zudem binnen sechs Monaten in das Erstaufnahmeland zurückschicken.

Asyl-Befürworter warnen vor Familientrennungen

Die Befürworter des Kirchenasyls sind der Ansicht, dass bei diesen Abschiebungen nach der Dublin-Verordnung die Menschenrechte nicht immer gewahrt werden. Unter Verweis auf die Situation in Italien, Ungarn, Bulgarien und auf Malta warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft etwa vor Familientrennungen und Obdachlosigkeit. Auch werde die besondere Schutzwürdigkeit von Kindern sowie traumatisierten oder kranken Flüchtlingen nicht berücksichtigt.

Klar ist: Wer heute Kirchenasyl gewährt, verstößt gegen geltendes Recht. Die Behörden können - rechtlich betrachtet - Flüchtlinge aus Gemeinderäumen und Kirchen herausholen lassen.

Gemeinden und Ordensgemeinschaften müssten sich der Konsequenzen bewusst sein, die ihr Handeln haben könne. In jedem Einzelfall müssten das zuständige Katholische Länderbüro sowie das BAMF oder die örtliche Ausländerbehörde unterrichtet werden.

Kirchenasyl hat meist positive Folgen

Menschenrechtsorganisationen wie Pro Asyl hatten sich zu Jahresbeginn hinter die Kirchen gestellt; auch Politiker von SPD, Grünen und Linken bekräftigten den Wert des Kirchenasyls. Die Zahlen scheinen ihnen Recht zu geben: Nach Schätzungen dürfen 80 bis 90 Prozent derjenigen, die im Kirchenasyl waren, langfristig bleiben.

Hoffnung sieht die Bundesarbeitsgemeinschaft unterdessen für die 70 Syrer, die derzeit in Kirchenasylen leben. Sie gehe davon aus, dass die Kirchenasyle alle bald aufgelöst werden könnten, sagte die Vorsitzende Dietlind Jochims in Berlin. Das BAMF hatte in der vergangenen Woche das Dublin-Verfahren für Flüchtlinge aus Syrien ausgesetzt.



(KNA, dr, DBK)

von esther10 01.09.2015 10:45

Die Tatverdächtigenzahlen des BKA zur Kriminalität von Asylbewerbern im Jahr 2014

Veröffentlicht: 1. September 2015 | Autor: Felizitas Küble
Von Michael Leh

Das Ausmaß der Kriminalität unter Asylbewerbern ist weitgehend tabuisiert. Berichte finden sich meist nur in der Lokalpresse, wodurch kein bundesweit repräsentatives Bild entsteht.



Michael LehBundespolitiker und der öffentlich-rechtliche Rundfunk meiden das Thema nahezu völlig oder spielen die Problematik herunter. Auch vorhandene Daten des Bundeskriminalamtes (BKA) sind der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.



Das BKA hat in seiner polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2014 auch tatverdächtige Asylbewerber gesondert erfasst. Das BKA weist darauf hin, dass die PKS nicht mit der Strafverfolgungsstatistik der Justiz (Verurteiltenstatistik) vergleichbar ist, da sich der Erfassungszeitraum verschiebt, die Erfassungsgrundsätze und -daten sich unterscheiden und der einzelne Fall im Justizbereich eine andere strafrechtliche Beurteilung erfahren kann.

Als tatverdächtig im Sinne der PKS gilt jeder, der nach dem polizeilichen Ermittlungsergebnis aufgrund zureichender tatsächlicher Anhaltspunkte verdächtig ist, rechtswidrig eine (Straf-)Tat begangen zu haben. Ein Tatverdächtiger, für den im Berichtszeitraum mehrere Fälle der gleichen Straftat festgestellt wurden, wird laut PKS in demselben Bundesland nur einmal gezählt.

Wie das BKA selbst hervorhebt, wird die Aussagekraft der PKS besonders dadurch eingeschränkt, dass der Polizei ein Teil der Straftaten gar nicht bekannt wird.033_30

Im Jahr 2014 hat die Polizei bei „Straftaten insgesamt“ die Zahl von 53.890 tatverdächtigen Asylbewerbern ermittelt. Ohne die ausländerspezifischen Delikte – Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrensgesetz und das allgemeine Freizügigkeitsgesetz von Unionsbürgern – nennt die PKS



38.119 tatverdächtige Asylbewerber. Die Zahl der sich in Deutschland zum Stichtag 31. Dezember 2014 aufhaltenden Asylbewerber (Personen, für die ein Asylverfahren anhängig ist) betrug laut Auskunft des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) insgesamt 226.191 Personen.

Die BKA-Auswertung führt zusätzlich in einer getrennten Rubrik die Tatverdächtigenzahl „geduldeter“ Ausländer (zum Beispiel abgelehnte Asylbewerber) auf. Von diesen wird bei „Straftaten insgesamt“ die Zahl von 11.962 Tatverdächtigen genannt. Bei den ebenfalls gesondert aufgeführten Kontingent- und Bürgerkriegsflüchtlingen werden hierzu außerdem zusätzlich 957 Personen als tatverdächtig verzeichnet.

Auch wenn man bei den beiden letztgenannten Gruppen die Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrensgesetz und das allgemeine Freizügigkeitsgesetz von Unionsbürgern abzieht, verbleiben bei den Geduldeten noch 10.097 Tatverdächtige und unter den Kontingent- und Bürgerkriegsflüchtlingen 900 tatverdächtige Personen.paragraph_300x3001

Der Anteil der tatverdächtigen Asylbewerber unter den sich erlaubt in Deutschland aufhaltenden Nichtdeutschen (das sind außer ihnen in der PKS unter anderem die Stationierungsstreitkräfte und Angehörigen, Touristen/Durchreisende, Studenten/Schüler, Arbeitnehmer und Gewerbetreibende) betrug unter anderem bei vorsätzlicher einfacher Körperverletzung 10,3 Prozent; bei „Diebstahl ohne erschwerende Umstände“ 29,8 Prozent; bei Betrug 19,3 Prozent; bei Mord 8,9 Prozent und bei „Totschlag und Tötung auf Verlangen“ 13 Prozent.

Im Folgenden werden exemplarisch Tatverdächtigenzahlen zu Asylbewerbern genannt, bezogen auf Delikte im Strafgesetzbuch (StGB) oder in der PKS zusammengefasste Gruppen von Straftaten. Diese sind in der PKS noch weiter aufgeschlüsselt. Mit diesen Angaben sollen keineswegs Asylbewerber unter einen „Generalverdacht“ gestellt werden. Die Öffentlichkeit hat jedoch ein berechtigtes Interesse daran, über polizeiliche Ermittlungsergebnisse und die auch durch Asylbewerber noch weiter steigende Kriminalitätsbelastung informiert zu werden.

So nennt die BKA- Auswertung zum Beispiel unter „Roheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit“ die Zahl von 11.134 tatverdächtigen Asylbewerbern. Unter „Gewaltkriminalität“ sind 5.377 Tatverdächtige (TV) verzeichnet. Unter „Mord und Totschlag“ 101 TV.

Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 599 TV. Bei Vergewaltigung und sexuelle Nötigung (§177, §178 StGB): 217 TV. Bei Raub, räuberische Erpressung und räuberischem Angriff auf Kraftfahrer zusammen 1247 TV. Körperverletzung: 8994 TV. Vorsätzliche einfache Körperverletzung: 5527 TV. 0022



Unter „Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien“ werden 4128 TV genannt. Bei „Straftaten gegen die persönliche Freiheit“ 2125 TV. Zusammengefasst unter „Zwangsheirat, Nachstellung (Stalking), Freiheitsberaubung, Nötigung, Bedrohung“ steht die Zahl von 2082 TV.

Unter „Straßenkriminalität“ sind 4.797 TV subsummiert. Bei Wohnungseinbruchsdiebstahl: 571 TV. Hausfriedensbruch: 1381 TV. Landfriedensbruch: 155 TV. Raubüberfälle in Wohnungen: 89 TV. Räuberischer Diebstahl (§ 252 StGB): 545 TV. „Sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen“: 442 TV. Sachbeschädigung: 1622 TV.

Diebstahl insgesamt: 18.036 TV. Diebstahl ohne erschwerende Umstände: 16.066 TV. Diebstahl unter erschwerenden Umständen (§§ 243-244a StGB):

4.594 TV. Diebstahl insgesamt an/aus KfZ: 741 TV. Schwerer Diebstahl an/aus KfZ: 464 TV. Rauschgiftkriminalität: 3262 TV. Ladendiebstahl insgesamt: 13.894 TV. Schwerer Ladendiebstahl: 2104 TV. Besonders schwerer Ladendiebstahl: 1451 TV. Diebstahl insgesamt aus Kiosken, Warenhäusern, Verkaufsräumen, Selbstbedienungsläden, Schaufenstern, Schaukästen und Vitrinen: 14.217 TV. Betrug (§ 263 bis § 265b StGB): 10.418 TV.

Unter Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten gegen die öffentliche Ordnung werden 2199 Asylbewerber als tatverdächtig aufgeführt.

Das Bundesinnenministerium rechnet damit, dass 2015 bis zu 800 000 Asylbewerber bzw. Flüchtlinge nach Deutschland kommen werden, das ist etwa die vierfache Zahl des Vorjahres.

Unser Autor Michael Leh ist politischer Journalist und lebt in Berlin

Erstveröffentlichung dieses Artikels in der Preußischen Allgemeinen Zeitung (PAZ) am 29.8.2015
https://charismatismus.wordpress.com/201...n-im-jahr-2014/



von esther10 01.09.2015 10:38

AfD: “Nicht gegen Asylbewerber, sondern gegen Politiker demonstrieren”
Veröffentlicht: 1. September 2015 | Autor: Felizitas Küble

Die Europa-Abgeordnete der AfD und bekannte Euro-Kritikerin Beatrix von Storch hat energisch dazu aufgerufen, alle Demonstrationen vor Asylbewerberheimen zu beenden. Beatrix v.Storch.PR



Über Facebook wies sie darauf hin, dass die Motive der Asylbewerber durchaus verständlich seien. Sie kämen nach Deutschland, »weil sie sich ein besseres Leben bei uns versprechen.«

Zu kritisieren seien hingegen die Regierungen, die auf das drängende Problem nur unzureichend und falsch reagierten. Gegen sie solle man demonstrieren – und nicht gegen die Menschen, die Aufnahme in unserem Land begehren.

Die konservative Parlamentarierin schrieb weiter:

“An alle, die gegen Asylantragsteller und/oder vor Asylantenheimen demonstrieren: Hört auf damit! Ihr irrt! Schuld an den katastrophalen Zuständen und den Masseneinwanderungen haben doch nicht die Menschen, die zu uns kommen, weil sie sich ein besseres Leben bei uns versprechen.

Schuld ist die Politik, die diese Versprechen nährt, die die falschen Anreize setzt, die nicht abschiebt, die unsere Gesetze nicht einhält, denen unsere Sicherheit weniger wert ist, als die Reisefreiheit, solange sie sich nicht selbst bedroht fühlt (G7…). Demonstriert gegen die Kanzlerin und gegen die Regierung. Aber doch nicht gegen die Menschen in den Auffanglagern.”

Quelle: http://www.freiewelt.net/nachricht/von-s...eimen-10063281/

von esther10 01.09.2015 10:06

31. August 2015


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Schlagwörter: breaking
charismatismus
Von Felizitas Küble (Christliches Forum)

“Reformkatholiken” streben eine immerwährende Synode an


In einem Offenen Brief an die deutsche Delegation für die Familiensynode im Oktober 2015 (Kardinal Marx, Bischöfe Bode und Koch) stellt die linkskatholische Basisbewegung „Wir sind Kirche“ ihre üblichen modernistischen Forderungen hinsichtlich der Sexualmoral: Akzeptanz von künstlichen Verhütungsmittel, Neubewertung der Zivilehe, moralische Unbedenklichkeit des außerehelichen Geschlechtsverkehrs usw. Podium5



Neu allerdings ist die vorgeschlagene Strategie hinsichtlich der Familiensynode, die am 4. Oktober 2015 beginnt: Man solle keine „vorschnellen Entscheidungen“ mit der Brechstange zu erreichen versuchen, denn dies könnte zu erheblichen Spannungen und Kämpfen führen.

Vielmehr solle man in der nächsten Synode einen Dialogprozess beginnen. In zwei oder drei Jahren sollte eine neue Synode abgehalten werden. In diesem Zeitraum sollten alle wesentlichen Aspekte der Sexualmoral sowie der Lehre über die Ehe und die Familie durchdiskutiert werden. Auf diese Weise solle man die Lehre der Kirche gemäß dem „heutigen Erkenntnisstand aktualisieren“:

„Bevor durch vorschnelle Entscheidungen der Weg in die Zukunft verbaut wird, muss ein grundlegender theologischer Diskurs über die anstehenden Themen im Lichte des Evangeliums stattfinden.

Dazu gehören eine unvoreingenommene historisch-kritische Analyse der biblischen Voraussetzungen, ein Konzept von Sexualität, das einem zeitgemäßen (auch wissenschaftlich-empirisch erarbeiteten) Wissensstand entspricht, sowie eine offene Aufarbeitung der lehramtlichen und pastoralen Aspekte der anstehenden Fragen mit einer kritischen Differenzierung des Sakramentsbegriffs und einer Neujustierung des Verständnisses von Unauflöslichkeit.

Deshalb werden sich die Verschiebung mancher Beschlüsse und die Anberaumung einer weiteren Synodenversammlung in zwei oder drei Jahren als notwendig erweisen.“

„Wir sind Kirche“ fordert im Grunde die Einführung des Parlamentarismus in der Kirche in der Form einer „immerwährenden Synode“.

Ein solcher Zustand wäre für den Linkskatholizismus ideal, denn er will gar keine Definitionen und Entscheidungen, sondern eine nie endende theologische Diskussion. So entstünde eine Art „Pseudo-Lehramt im Dialog“, der sich ständig verändert. Mit dieser Methode würde man versuchen, allmählich das rechtmäßige Lehramt zu demontieren.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Initiative “Kinder in Gefahr” und die Webseite “Kultur und Medien online”
http://journalistenwatch.com/cms/dialog-...ende-synode-an/
https://charismatismus.wordpress.com/201...ende-synode-an/

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