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von 25.10.2013 12:31

25. Oktober - Die heiligen Chrysanthus und Daria

Die Legende der Heiligen Chrysanthus und Daria ist eine Liebesgeschichte unter Christen, so ganz anders als die Liebesgeschichten, die heute vielfach angeboten werden.

Übrigens beginnt diese Liebesgeschichte der beiden Heiligen mit einem Buch. Einmal fand nämlich der Student Chrysanthus, der Sohn des nichtchristlichen Stadtrichters Polemius zu Rom, bei einem Freund zufällig ein zerlesenes Buch, überflog einige Zeilen, die sein Interesse weckten, lieh sich das Buch aus und las darin die ganze Nacht hindurch mit steigernder Aufmerksamkeit. Und als es Morgen wurde, war in seinem Leben strahlend die Sonne aufgegangen, die Christus ist, das Licht der Welt. Das Buch war nämlich das Evangelium gewesen, von dem er bisher noch keine Ahnung hatte.

Zum Entsetzen des Vaters, der um seine einträgliche Stellung fürchtete, wurde Chrysanthus Christ. Er wurde aber nicht nur ein Christ dem Taufschein nach, sondern einer, in dem die Liebe zu Christus wie Feuer glühte. Der Vater ließ, um dem Sohn den christlichen Glauben auszutreiben, eine der hochgeachteten Priesterinnen der Göttin Vesta, Daria mit Namen, ins Haus kommen. Sie sollte den jungen Mann belehren. Dann aber trat das ganze Gegenteil ein, denn Chrysanthus bekehrte die Priesterin. Und in den Stunden, in denen beide miteinander redeten, spannen sich sogar Fäden von Herz zu Herz und verbanden schließlich beide in unzerreißbarer Liebe miteinander. Auch Daria ließ sich taufen und etwas später heirateten beide.

Mittlerweile war es bekannt geworden, dass Chrysanthus und Daria den christlichen Glauben angenommen hatten. Und weil damals die Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian begann, verhaftete die Polizei das junge Ehepaar und führte es dem Richter vor. Unerschütterlich bekannten die beiden den Glauben, trotz aller Drohungen. So wurden sie der Folter übergeben. Aber – so die Geschichte – die eisernen Ruten, mit denen man sie schlagen wollte, verwandelten sich in Wolle, und die Ketten, in die man sie schmiedete, zerbrachen, als wären sie aus Glas.

Darüber erstaunte der Richter natürlich sehr und wurde ebenso ein Christ. Er ließ sich von Chrysanthus unterrichten und taufen, er und seine ganze Familie. Daraufhin mussten sich Chrysanthus und Daria vor dem Kaiser persönlich verantworten, und weil sie dem Glauben treu blieben, begrub man sie nach weiteren schlimmen Misshandlungen lebendig in einer Sandgrube.

Das heilige Martyrerehepaar Chrysanthus und Daria waren auch im Leid erfüllt von dem Glück der Menschen, die Jesus Christus folgen im Leid und in der Freude. Aber aller Ruhm und alle Ehre, die ihnen für immer zuteil wurden,

hatten ihren unscheinbaren Anfang beim Lesen eines Buches.

von 24.10.2013 04:53

24.10.Antonius Maria Claret 1807 - 1870 Bischof, Ordensgründer

Antonius Maria Claret "Caritas Christi urget nos." - "Die Liebe Christi drängt uns." (2 Kor 5,14) Dieses Wort wählte Antonius Maria Claret als Wahlspruch.
"Die Liebe, die Christus uns und der ganzen Welt erzeigt und bewiesen hat, ist das Motiv und die Triebkraft meines ganzen Schaffens."

Du Feuer, das immer
brennt, und nie erlöscht,
du Liebe, die immer
glüht und nie lau wird,
verbrenne mich,
damit ich dich liebe.
Ich liebe dich, Jesus, von
ganzem Herzen, mit all meiner
Seele, mit all meiner Kraft.
Ich möchte dich mehr lieben
und dass alle dich lieben.
Ich möchte dich um
meinetwillen und um aller
Geschöpfe willen lieben.

"Die notwendigste Tugend ist die Liebe. Ja, das sage ich, und ich werde es noch tausendmal sagen: Die Tugend, die ein apostolischer Missionar am dringendsten braucht, ist die Liebe. Er muss Gott lieben, Jesus Christus, Maria und die Mitmenschen. Wenn er diese Liebe nicht hat, sind alle seine schönen Talente nutzlos. Verbindet sich bei ihm jedoch mit seinen natürlichen Talenten eine große Liebe, dann hat er alles.
In der Tat wirkt das Feuer der Liebe bei einem Diener des Herrn so wie das materielle Feuer in der Lokomotive der Eisenbahn und wie die Maschine in einem Dampfschiff, die alles mit größter Leichtigkeit in Bewegung setzt. Wozu nützte die ganze Maschinerie, wenn kein Feuer darin wäre und kein Dampf? Zu gar nichts nützte sie. Wozu kann es einem Priester nützlich sein, dass er seine ganze Ausbildung gemacht hat und zum Doktor der Theologie und beider Rechte promoviert wurde, wenn er das Feuer der Liebe nicht hat? Zu gar nichts. Es hat keinen Nutzen für andere, denn er wäre dann wie eine Lokomotive der Eisenbahn ohne Feuer; anstatt eine Hilfe zu sein, wäre er eher ein Hindernis. Aber auch für ihn selbst hat es keinen Nutzen, denn der heilige Paulus sagt: "Wenn ich alle Sprachen spräche und sogar die Sprache der Engel, hätte aber keine Liebe, so wäre ich wie ein dröhnendes Erz oder eine klingende Schelle."
(Autobiographie)

Antonius Maria Claret wurde 1807 in Sallent in Nordspanien geboren. Es war eine unruhige Zeit, in der er aufwuchs, geprägt von Unruhen, den Kriegen gegen Napoleon und den Spannungen zwischen Monarchisten und Liberalen.
Antonius entstammte einem christlichen Elternhaus und war somit von Kind auf mit dem religiösen Leben vertraut. Besonders prägte ihn die Marienverehrung und die Anbetung des Allerheiligsten. In seinem Leben erfuhr er schon früh das Wirken der Vorsehung Gottes.
Sein Vater war Besitzer einer großen Weberei und hätte gerne auch den Sohn in diesem Beruf gesehen. In Barcelona erlernte Antonius mit großem Erfolg das Weberhandwerk. Da er viel Talent und ein Gespür für den Geschmack der vornehmen Gesellschaft hatte, stand er am Anfang einer großen Karriere als Textilfabrikant.
Doch ist es das, was er in seinem Leben erreichen will? Die Stimme Gottes, deren Anruf er während des Studiums oft überhört hatte, begann ihn bald mit neuer Dringlichkeit anzurufen:

"Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben verliert?" (Mk 8,36)

Antonius gibt seinen erlernten Beruf auf und begibt sich auf die Suche nach Gott. Zunächst verspürte er den Ruf in die Einsamkeit, trat dann aber schließlich in das Priesterseminar in Vic ein und erkennt seine Berufung zum Verkünder der Frohen Botschaft. Er möchte mit all seinen Möglichkeiten daraufhin wirken, dass die Menschen

"Gott kennen lernen, ihn lieben und ihm dienen" (Autobiographie).

1835 empfing er die Priesterweihe und wurde zunächst Seelsorger in seiner Heimatpfarrei Sallent. Doch er erkannte, dass dies nicht der Ort ist, an dem Gott ihn haben möchte. Er beschließt, nach Rom zu gehen, um dort bei der Propaganda Fide, die damals für alle Missionen zuständig war, vorstellig zu werden.
In Rom angelangt nutze er seine freie Zeit, um bei den Jesuiten Exerzitien zu machen und er erlernte dort auch selbst, wie man Exerzitien hält und so predigt, Katechese hält und Beichte hört, dass es den Menschen großen Nutzen bringt. Die Jesuiten hätten ihn gerne für ihren Orden gewonnen, aber nach kurzer Zeit im Noviziat war klar, dass dies nicht seiner Berufung entsprach. Sein Novizenmeister erkannte:
"Es ist Gottes Wille, dass sie bald nach Spanien zurückkehren. Haben sie keine Angst, nur Mut!"
Zurück in Spanien bekam Claret erneut eine Pfarrei übertragen, hatte nun aber zugleich den Freiraum, in den Nachbarorten zu Predigen und Exerzitien zu halten. Schließlich löste ihn der Bischof ganz von der Bindung an die Pfarrei und sendet ihn als "Apostolischen Missionar" aus, um zu predigen. Claret durchwanderte in den Jahren 1843 bis 1847 praktisch ganz Katalonien und predigte das Wort Gottes, ohne für seinen Dienst Geld oder Geschenke anzunehmen.

"Der allerstärkste Ansporn war für mich immer, wenn ich Jesus betrachtete, wie er von einem Ort zum andern geht und überall predigt; nicht nur in den großen Ortschaften, nein, auch in den kleinen Dörfern. Er predigte sogar einer einzigen Frau, wie zum Beispiel der Samariterin, und das, obwohl er von der Wanderung müde war und der Durst ihn plagte und obwohl es zu einer für ihn selbst wie auch für die Frau ganz ungelegenen Tageszeit war.
Von Anfang an begeisterte mich der Predigtstil Jesu. Welche Gleichnisse! Welche Parabeln! Ich nahm mir vor, wie er Vergleiche und Bilder und einen schlichten Redestil zu verwenden. Welche Verfolgungen! Er war dazu bestimmt, ein Zeichen zu sein, dem widersprochen wird. Er erlitt Verfolgungen gegen seine Lehre, gegen seine Werke, gegen seine Person, und schließlich brachte man ihn sogar ums Leben, unter Beschimpfungen, Qualen und Beleidigungen. Den schmachvollsten und qualvollsten Tod musste er leiden, den es auf Erden überhaupt zu leiden gibt. ...
Ich bemühte mich, Jesus nachzuahmen, der zu mir und zu uns allen sagt: Lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Deshalb betrachtete ich Jesus beständig: Jesus in der Krippe, in der Werkstatt, auf dem Kalvarienberg. Ich meditierte seine Worte, seine Predigten, seine Taten, seine Art zu essen, sich zu kleiden, von Ort zu Ort zu wandern. Durch dieses Beispiel machte ich mir Mut. Ich fragte mich immer: Wie hat Jesus sich in einem Fall wie diesem verhalten? und versuchte dann, ihn nachzuahmen. Das tat ich mit großer Genugtuung und Freude, denn ich dachte daran, dass ich ja meinen Vater, meinen Meister und Herrn nachahmte und dass ich ihm damit Freude machte."
(Autobiographie)

Claret erkannte auch die Bedeutung des geschriebenen Wortes für die Verkündigung des Glaubens und gründete die Libreria Religiosa (religiöse Verlagsbuchhandlung) mit dem Ziel, gute Bücher zu verlegen und zu verbreiten. Zwischen 1848 und 1966 brachte die Libreria Religiosa knapp drei Millionen Bücher, über zwei Millionen Kleinschriften und über vier Millionen Flugblätter unter das Volk.
Eine weitere Einrichtung zur Festigung des Glaubens war die Gründung von Bruderschaften. Auf Initiative von Claret entstanden die Herz-Marien-Bruderschaft, die Fromme Gebetsvereinigung und die Brüderliche Gemeinschaft vom heiligsten und unbefleckten Herzen Mariens. Frauen sollten dadurch die Möglichkeit bekommen, ein geistliches Leben in jungfräulicher Liebe zu Christus zu führen, ohne ihr Zuhause und ihre Angehörigen zu verlassen. Später entstand daraus das Säkularinstitut "Filiatio Cordimariana".
Als die Predigt in Katalonien wegen Unruhen nicht mehr möglich war, schickte der Bischof Claret auf die Kanarischen Inseln, wo man ihn bald "El Padrito" (den kleinen Pater) nannte. Bis heute ist er der zweite Patron der Diözese Las Palmas.
Zurück in Spanien gründete Claret 1849 mit fünf jungen Priestern die Gemeinschaft der Söhne des Herzens Mariens, die sich später nach ihm "Claretiner" nannten. Claret verstand sich ganz als Kind der Gottesmutter und aus Liebe zu ihr fügte er seinem Namen den Namen "Maria" hinzu: Antonius Maria Claret.
1849 erfolgte für ihn unerwartet seine Ernennung zum Erzbischof von Santiago de Cuba. Am 6. Oktober 1850 wurde er in Vic zum Bischof geweiht. Mit großem Eifer ging er daran, die religiös zerfallene Diözese wieder aufzubauen. Er verstand seinen Dienst als Bischof als missionarischen Dienst. In sechs Jahren durchzog er dreimal seine ganze Diözese. Er sorgte sich um die geistliche und pastorale Erneuerung des Klerus und um die Gründung von Ordensgemeinschaften. Er versuchte, gegen die soziale Ungerechtigkeit vorzugehen und ergriff Partei für die Ärmsten des Landes. Durch Schulen und die Gründung von gemeinnützigen Sparkassen leistet er wertvolle Beiträge zur Verbesserung ihrer Lebenssituation.
Seelsorge, die ansprechend für Menschen ist, zeigt sich oft auch in vielen kleinen Dingen, was in einem Wort von Claret schön zum Ausdruck kommt. Seinen Unterstützern im fernen Spanien schrieb er von Kuba aus:

"Schicken sie mir ja keine dieser traurigen schwarzen Bücher mehr! Binden Sie sie in frohere Farben, dann werden sie meinen Diözesanen gefallen!"

Auch gegen Rassendiskriminierung und Sklaverei ergriff er das Wort. Dazu ist die folgende Gegebenheit überliefert: Bei einem Besuch kritisiert Claret einen Farmbesitzer und wirft ihm vor, dass er seine Sklaven nicht als Menschen behandelt. Spöttisch lächelnd antwortet dieser: "Pah, das sind nur Neger!" Daraufhin nimmt Claret ein weißes und ein schwarzes Papier, verbrennt beide, mischt die Asche und fragt:

"Können Sie die Asche des weißen Papiers von der Asche des schwarzen Papiers unterscheiden? - So sind wir alle vor Gott!"

Mit seinem tatkräftigen Eintreten machte er sich auch Feinde. 1856 wäre er beinahe einem Attentat zum Opfer gefallen.
1857 wird Claret nach Spanien zurückgerufen und Königin Isabella II. ernennt ihn zu ihrem Beichtvater. Regelmäßig musste er am Hof erscheinen. Doch diese Präsenz bot ihm auch Gelegenheit dazu, für seine Überzeugungen an höchster Stelle einzutreten. Die neue Tätigkeit füllte ihn aber keineswegs aus und so begann er in Madrid zu predigen, hörte Beichte, schrieb Bücher, besuchte Gefängnisse und Krankenhäuser. Eines seiner größten Anliegen war es, Spanien mit eifrigen Bischöfen auszustatten und das Ordensleben zu fördern.
Am Hof praktizierte er einen alternativen Lebensstil. Er setzte alles daran, stets seine Unabhängigkeit und politische Neutralität zu wahren, was ihm vielfältige Feindschaften einbrachte.

"Ich habe geschwiegen, gelitten und mich im Herrn gefreut, weil er mich ein Schlücklein aus dem Kelch seines Leidens trinken ließ, und die Verleumder habe ich Gott empfohlen, nachdem ich ihnen vergeben hatte, und sie aus ganzem Herzen geliebt."

1868 wurde Spanien von einer Revolution erschüttert. Königin Isabella musste das Land verlassen und mit ihr ging auch Claret ins Exil nach Paris. 1869 begab er sich nach Rom, wo er an der Vorbereitung des Ersten Vatikanischen Konzils teilnahm. Jedoch verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehends, er musste Rom verlassen und suchte Ruhe in der Gemeinschaft seiner Missionare in Prades in Südfrankreich. Unterdessen verlangten seine Gegner die Auslieferung nach Spanien, um ihn dort vor Gericht zu stellen. Um ihnen zu entkommen, floh er in das Zisterzienserkloster Fontfroide. Dort starb Antonius Maria Claret am 24. Oktober 1870 im Alter von 63 Jahren.
Auf sein Grab schrieb man die Worte des sterbenden Papstes Gregor VII.: "Weil ich die Gerechtigkeit geliebt und das Unrecht gehasst habe, sterbe ich in der Verbannung." Seine sterblichen Überreste wurden 1897 nach Vic überführt. Am 25. Februar 1934 wurde er von Papst Pius XI. seliggesprochen. Papst Pius XII. sprach ihn am 7. Mai 1950 heilig. Claretiner wirken heute weltweit in über 60 Ländern.

von 21.10.2013 07:36

21. Oktober – Die heilige Ursula

Der Name Ursula ist nicht, wie es wohl den Anschein haben könnte, lateinischen, sondern germanischen Ursprungs und bedeutet Pferdchen, und das war die Königstochter Ursula aus England auch, munter wie ein Füllen und schön von Gestalt und rein von Herzen.

Da kam ein Prinz, um Ursula zu freien, aber Ursula bat sich drei Jahre aus, weil sie noch zu jung sei, und in den drei Jahren wolle sie die goldene Jugendzeit bis zum letzten Tropfen auskosten, fromm und froh und fröhlich sein, und es sollten ihr elf Gefährtinnen gegeben werden, jede von ihnen mit tausend Gespielinnen, und elf Schiffe sollte man bauen, denn nicht nur auf dem Land, sondern auch auf dem Meer wolle sie sich vergnügen, wie sie gerade Lust verspüre. Das waren Ursulas Wünsche, und Vater und Bräutigam säumten nicht, sie restlos zu erfüllen.

Wo elftausend junge Mädchen sind, da ist Leben, Leben, Leben, da ist Spiel und Lied und Lautenschlag und Reigen und Tanz. Es war eine goldene Zeit für Ursula und ihre Gefährtinnen, und als die drei Jahre voll Sang und Klang und Jugendlust zu Ende gingen, geschah es eines Tages, als die Gespielinnen auf dem Meer fuhren, dass ein starker Sturm sich erhob und die elf Schiffe allesamt von Englands Küste weg an Deutschlands Ufer getrieben wurden in die Mündung des Rheins hinein, und am folgenden Tag in der Früh war Ursula mit ihrer Sippschaft bereits in Köln.

Da beredete sich die Königstochter mit den anderen, und einstimmig beschloss man, weil man doch schon in Köln sei, gemeinsam weiter nach Rom zu pilgern an Sankt Peters Grab, und sie lösten die Anker und hissten die Fahnen mit dem Bild der lieben Mutter Gottes und fuhren rheinaufwärts am Siebengebirge vorbei und an der Loreley durch das Binger Loch über Mainz nach Basel und noch eine Strecke aufwärts bis zu der großen Römerstadt Kaiseraugst, die damals noch stand. Dort verließen sie die Schiffe, weil der Rhein sie nicht mehr trug, und wanderten zu Fuß singend und betend über die Alpen nach Italien bis Rom und hielten ihre Andacht und empfingen den Segen des Heiligen Vaters und kehrten froh und glücklich den gleichen Weg zurück bis Kaiseraugst zu Fuß und von dort zu Schiff den Rhein abwärts und gelangten zum Schluss wieder nach dem heiligen Köln.

In Köln hatten sich während der Abwesenheit der elftausend Jungfrauen schlimme Dinge ereignet, denn wie ein Hui waren die Hunnen übers Land gekommen, das wilde Volk aus dem Osten auf den kleinen hurtigen Pferden. Überall sengten und brannten und mordeten die grausamen Krieger mit der gelben Hautfarbe, den Schlitzaugen und dem drollig geknoteten Schopf auf dem Kopf, und gerade als Ursula mit den Gefährtinnen nichtsahnend landete, feierten die zügellosen Horden des Hunnenkönigs Etzel zu Köln ein Fest, das schon zehn Tage dauerte. Aus tausend Fässern floss der Wein, und alle waren trunken, und als die wüsten Gesellen Ursula und ihre Gespielinnen erblickten, wollten sie dem Leib der Jungfrauen mit Gewalt Unehre antun, und da begab sich das staunenswerte Ereignis, dass elftausend junge und edle Mädchen freiwillig und froh lieber in den Tod gingen, als dass sie sich das Krönlein der Ehre rauben ließen, das alle Kinder, die von Herzen rein sind, unsichtbar, wo sie gehen und stehen, auf dem Haupt tragen.

Da lagen auf blugetränktem Boden elftausend Leichen, wie Lilien weiß und rein, die der Sturm geknickt hatte, und liebkosend strich die Abendsonne noch einmal darüber hin, und es kamen die Leute aus Köln und begruben die Toten und bauten eine Kirche über dem großen Grab, und es wallfahrteten zu der Kirche im Lauf der Jahrhunderte Ungezählte, auch Kaiser und Könige, und bis auf den heutigen Tag freuen sich die Leute darüber, dass elftausend junge, frohe Mädchen lieber sterben als die Ehre einbüßen wollten.

von 20.10.2013 12:16

20. Oktober - Der heilige Johannes von Kenty

Alt ist der Mann, der da im abgetragenen, zerfransten Priesterrock und in Schuhen, aus denen die Zehen vorwitzig hervorschauen, über die Berge der Alpen wandert auf Pilgerfahrt nach Rom. Mühsam zieht er Schritt für Schritt die Füße nach, als wären es Holzklötze. Es ist gut, dass der Pilger ins Träumen gerät, denn wenn er denkt und nachsinnt, merkt er nicht bei jedem Schritt, wie todmüde er ist.

Von weit her kommt er schon. Sechs Monate bereits dauert die Wanderung von Kenty bei Krakau in Polen, und weil er von Kenty kommt, nennen ihn die Lateiner Cantius, Johannes Cantius also. Sieben Paar Schuhe hat er bisher auf der Wallfahrt verbraucht, und für das achte Paar ist es längst an der Zeit. Aber wenn einer eine Pilgerreise macht, soll er, so meint der Alte, nicht allzu viel nach solchen Dingen fragen. Und bald ist er ja am Ziel, im Mittelpunkt der Welt, an Sankt Peters ruhmreichem und gnadenvollem Grab. Hell jubelt bei diesem Gedanken das Herz des Wallfahrers auf.

Es ist nicht das erste Mal, dass Johannes von Kenty nach Rom pilgert. Dreimal war er schon dort und einmal im Heiligen Land. Viel ist er gewallfahrtet in Hunger und Durst, in Kälte und Hitze, unter mancherlei Mühen und Beschwerden, aber gerne hat er es immer getan und alle Härten der weiten Fußwanderungen auf sich genommen zur Sühne für seine Schuld und weiß dabei nicht – was übrigens alle Heiligen nicht wissen –, dass er ein Heiliger ist.

Zur Sühne für seine Schuld! Welche Schuld? Oh, die Heiligen haben scharfe Augen und bemerken das Stäubchen auf der Waage, wo andere in ihrer Blindheit schwere Steine übersehen. War er, Johannes von Kenty, nicht Pfarrer in der großen Gemeinde Ilkusi gewesen mit der schweren Verantwortung für tausend unsterbliche Seelen? Weit mehr jedoch bedrückten den ehrwürdigen Priestergreis die langen Jahre seiner Lehrtätigkeit am Seminar zu Krakau, wo er Hunderte und Hunderte von Seelsorgern herangebildet hat. Ob er da wohl voll und ganz seine Pflicht erfüllt hat? Wie gesagt, Heilige sehen das Stäubchen auf der Waage, und deshalb wollte der Alte für seine Pflichtverletzungen durch die neue und wohl letzte Pilgerfahrt seines Lebens büßen. So denken die Heiligen, und diese Gedanken sind durchaus ehrlich bei ihnen.

He! Johannes von Kenty, weißt du denn nicht, dass du als Seelsorger mehr als nur deine Pflicht getan hast? Übersiehst du, dass du den Schülern im Seminar nicht nur umfangreiches Wissen, sondern in Wort und Beispiel auch, echte, tiefe, hingebende Frömmigkeit lehrtest? Denkst du nicht mehr daran, dass du oft nicht einmal das Nötigste zum Leben hattest, weil du alles verschenkt hast? Sogar die Schuhe von den Füßen und die Hose unter dem langen Priesterrock hast du weggegeben, wenn dich ein Armer auf der Straße anbettelte. Nicht einmal, zehnmal, zwanzigmal hast du solche außergewöhnlichen Werke der Nächstenliebe vollbracht, du alter Mann im Lumpenrock, du hochedler Ritter im Heer des Christkönigs!

Nein, an all das denkt der Träumende nicht, sondern er liegt plötzlich der längelang auf dem Weg. Das waren sicher Kinder, die ihn ärgern wollten und das Seil über den Weg gezogen hatten, das er übersah! Doch wenn es nur übermütige Kinder gewesen wären! Etwas ganz anderes war es, denn da ertönt ein Pfiff, und aus dem Gebüsch rechts und links treten Räuber. Sie umzingeln den Pilgersmann und rauben ihm den letzten Pfennig aus der Tasche. Und bevor sie sich wieder verziehen, brüllt der Räuberhauptmann den Ausgeplünderten an, ob das auch wirklich alles sei, was er bei sich hat. „Ja, alles, alles, alles“, entgegnet verstört der Gefragte und denkt im Augenblick nicht daran, dass ihm seine Schwester in ihrer vorsorglich klugen Art fünf Goldstücke in den Kleidersaum eingenäht hatte. Und nun ist es für Johannes von Kenty wirklich ein wahres Glück, dass ihm dies wenige Augenblicke später einfällt, denn da konnte er noch die Räuber zurückrufen und sich entschuldigen, und sie sollten doch nicht meinen, dass er sie angelogen habe, er habe wirklich nicht an die Goldstücke gedacht. Mit diesen Worten öffnet der Heilige den Kleidersaum und übergibt den Banditen auch die fünf Goldstücke.

Da solltest du die Gesichter gesehen haben! Der Räuberhauptmann sagte tief beeindruckt zu Johannes von Kenty:

„ Nun weiß ich wieder, dass es noch Gutes auf der Erde und einen Gott im Himmel gibt. Behalte dein Geld, und hier ist alles, was dir gehört, und bete für mich und für uns alle.“

Auf diese Worte musste natürlich Johannes von Kenty antworten, und so schmiedete er gleich das Eisen im Feuer, und zum Schluss der Rede folgten die Räuber dem Heiligen in die nächste Kirche, und da setzte sich der Mann Gottes in den Beichtstuhl, und die wilden Gesellen traten einer nach dem anderen hinzu. Was sie da in den Beichtstuhl brachten, das hatte wirklich Gewicht. Als Johannes von Kenty dann den letzten absolviert hatte und aufstand, sagte er leise, befriedigt und anerkennend vor sich hin:

„Wahrhaftig, das war eine Pilgerfahrt wert!“

Am 24. Dezember 1473 holte das Christkind seinen treuen Diener durch einen seligen Tod zur ewigen Belohnung heim, gerade recht zur Weihnachtsfeier im Himmel.

von 18.10.2013 15:42

18. Oktober - Hl. Lukas

Lukas stammte nach altkirchlicher Überlieferung aus dem syrischen Antiochia und wurde wohl zusammen mit seinem Bruder Titus (6.2.) vom Völkerapostel Paulus (25.1., 29.6., 30.6.) zum katholischen Glauben bekehrt. - Lukas war ein Arzt . Er lebte unverheiratet und hatte keine Kinder.

Als Mitarbeiter begleitete der hl. Lukas den hl. Paulus auf dessen zweiter Missionsreise in den Jahren 50 bis 52. Zwar nennt Lukas seinen eigenen Namen in der Apostelgeschichte nicht, doch weist das „wir“ auf seine Teilnahme an dieser Missionsreise hin. Lukas scheint dann in Philippi geblieben zu sein, wo er den hl. Paulus auf dessen dritter Missionsreise wiedertraf.

Auch an der dritten Missionsreise des Völkerapostels von 53 bis 58 hat der hl. Lukas teilgenommen, worauf das „wir“ in den entsprechenden Kapiteln der Apostelgeschichte hinweist. Außerdem wird im zweiten Brief an die Korinther der Bruder erwähnt, dessen Lob wegen des Evangeliums durch alle Gemeinden erschallt. Wenn damit das von Lukas verfaßte dritte Evangelium gemeint ist, hat er dieses offenbar zu Beginn der fünfziger Jahre des 1. Jahrhunderts niedergeschrieben.

Nachdem der hl. Paulus während seiner Haft in Caesarea an den Kaiser apelliert hatte, fuhr er zu Schiff nach Rom. Dabei begleitete ihn der hl. Lukas . Die sog. Gefangenschaftsbriefe entstanden wohl während des Hausarrestes zu Rom in den Jahren 60 bis 62. Zwei von ihnen erwähnen St. Lukas, der also während dieser Zeit dem Völkerapostel in Rom zur Seite gestanden haben wird. Auch in der Hauptstadt des Imperiums dürfte Lukas wieder als Arzt gewirkt haben, da ihn der Kolosserbrief ausdrücklich als solchen bezeichnet.

Mit dem Brande Roms 64 brach die staatliche Verfolgung der Kirche durch das Imperium an (vgl. 10.12.). Als St. Paulus wieder nach Rom kam, hatte er erneut eine Gefangenschaft zu erdulden, an deren Ende 67 das Martyrium stand. Auch während dieser zweiten römischen Gefangenschaft hielt sich der hl. Lukas in der Hauptstadt des Imperiums auf und stand dem hl. Apostel Paulus treu zur Seite. - Später sollen die Brüder Titus und Lukas eine Wallfahrt zum Grab ihres Meisters (s. 18.11.) unternommen haben.

Die Apostelgeschichte wird Lukas bis 62 abgeschlossen haben. Bis in dieses Jahr reichen die dort berichteten Geschehnisse. St. Lukas hätte sein Werk später ergänzen können, z.B. durch eine Schilderung des Martyriums des hl. Paulus zu Rom, doch hat er dies unterlassen. Offenbar hatte die in Jerusalem beginnende Erzählung der Apostelgeschichte mit der Ankunft des hl. Paulus in Rom und mit der Verkündigung des Glaubens dort ein ihr angemessenes Ende gefunden. Jerusalem war sozusagen das Haupt des Alten Bundes. Möglicherweise wollte der hl. Lukas darauf hinweisen, daß Rom mit der Ankunft des Völkerapostels als Haupt des Neuen Bundes an die Stelle Jerusalems trat, obwohl es noch eine heidnische Stadt war (vgl. 13.1.).

Der hl. Lukas ließ sich später zu Theben in Böotien nieder. Diese Gegend gehörte zu der römischen Provinz Achaia in Griechenland. Im Alter von vierundachtzig Jahren soll Lukas gestorben sein, ohne Blutzeuge zu werden. - Daneben wird allerdings auch überliefert, er habe das Martyrium unter Domitian (81 - 96) erlitten.

Es wird erzählt, daß St. Lukas ein Bild der Gottesmutter malte, das die heilige Kaiserin Pulcheria , die Schwester Theodosius’ II. (408 - 450), aus Jerusalem erhalten haben soll. Sie habe es in einer Kirche zu Konstantinopel aufgestellt, heißt es.

von 18.10.2013 07:43

18. Oktober – Der heilige Justus (+ 283)



Das Leben und Sterben des heiligen Justus wird in einer Schrift erzählt, die schon über tausend Jahre alt ist. Die Geschichte in unsere Sprache übersetzt lautet so:

„Es fängt an das Leiden des heiligen Märtyrers Justus. Zur Zeit, da der allmächtige Gott die Zahl der Heiligen anwachsen ließ, und Justus neun Jahre alt war, sprach er zu seinem Vater Justinus: „Mein Vater, ich habe einen Traum gehabt, dass ein reicher Mann, namens Lupus, meinen Oheim Justinian in der Stadt der Ambienser im Sklavendienst gefangen hält.“ – Der Vater sprach zum Sohn: „Was wollen wir also machen?“ – Da nun Justin in der Stadt Autisiodor einen Menschen um Geld zu dingen suchte, welcher ihn begleiten sollte, den Bruder aufzusuchen, sprach Justus zu ihm: „Ich bin bereit mit dir zu gehen.“ – Darauf sagte seine Mutter Felicia: „Sohn Justus, wie könntest du einen so weiten Weg antreten? Es könnte dir etwas widerfahren.“ – Er antwortete: „Wenn Gott will, werde ich gehen, und wenn es ihm gefällt, werde ich zurückkommen.“ – Und Justin sagte: „Nimm Brot und Geld und wir wollen unter Christi Leitung die Reise machen, welche wir beschlossen haben.“

Ungefähr um die dritte Stunde gingen sie fort aus der Stadt Autisiodor und kamen gegen Abend, als der Tag sich neigte, zu dem Kastell Melodun. Hier saß am Tor des Kastells ein Blinder und Lahmer und rief: „O seliger Justus, erquicke meine Seele, denn ich sterbe vor Hunger.“ Der Knabe sagte zu seinem Vater: „Nimm das Brot und erquicke ihn“ und zog sich dann ein Kleidungsstück ab und legte es dem Armen an; der Vater aber fing an, ihn darüber zu schelten. Justus antwortete: „Es steht geschrieben: Selig, wer sich erbarmt über den Dürftigen und Armen, in schlimmer Zeit wird ihn befreien der Herr.“ – Und in der Frühe gingen sie hinaus und setzten die Reise fort. Und als sie nach der Stadt Paris kamen, trafen sie einen sehr guten Mann, Hippolyt mit Namen. Er fragte sie, aus welcher Provinz sie wären; jene aber sagten, „aus der Stadt Autisiodor, wir suchen einen Gefangenen“, und es sagte Hippolyt zu ihnen: „Kommet in mein Haus, ich will euch erquicken mit Wein und Honigwasser.“

Als sie gesättigt waren und die Reise fortsetzten, kamen sie an den Fluss Isara, fanden aber kein Schiff; da sprach Justus zu seinem Vater Justin: „Sieh, durch Gottes Barmherzigkeit kommt ein Mensch den Fluss herab; wir wollen ihn bitten, dass er uns überfahre.“ Und da sie so redeten, kam er und sie sagten zu ihm: „Freund, tue uns den Gefallen und fahre uns über den Fluss; du bekommst Fährgeld dafür und Gewinn für deine Seele.“ Aber er fragte, wer und woher sie seien; und da sie ihm die Mitteilung machten, dass sie ausgehen, einen Gefangenen zu suchen, fuhr er sie umsonst über den Fluss. Als sie nun die angefangene Reise beschleunigten, kamen sie zu der Stadt Ambianis und fragten nach dem Handelsmann Lupus und wo sein Haus wäre. Und da sie ihn gefunden hatten, sagten sie zu ihm: „Unser Anverwandter ist in dieses Gebiet als Gefangener geführt worden und wir haben gehört, er sei bei dir.“ Aber er fragte, woher oder wer es sei oder was für einen Namen der habe, den sie suchten. Darauf antwortete Justinus: „Wir sind Christen aus der Stadt Autisiodor, und mein Bruder, den wir suchen, heißt Justinianus.“ – Und Lupus sprach zu ihnen: „Kommet in mein Haus und ich will euch Herberge geben und euch meine Sklaven zeigen, und wenn ihr den erkennet, den ihr sucht und das Lösegeld zahlet, könnt ihr euern Bruder heimführen.

Und da sie zur Abendstunde in das Haus des Lupus gegangen waren, führte er ihnen seine zwölf Sklaven vor. Allein der Gesuchte ward unter ihnen nicht gefunden; erst da er genauer nachsah, erblickte Justus den Justinian, wie er die Lampe hielt und sagte: „Siehe, der Sklave, welcher das Licht anzündet, ist unser.“ Aber dieser sprach: „Woher kennst du mich? Ich habe dich noch nie in dieser Gegend gesehen.“ Und indem er dieses redete, war ein junger Soldat des Verfolgers Riciovarus zugegen; der stand alsbald auf und brachte die Geschichte zu dem Tyrannen und sprach: „Es sind Menschen in der Stadt Ambianis, die sich auf Zauberkünste verstehen und bekennen, Christen zu sein; was ist mit ihnen zu machen?“ – Aber er sprach: „Gehet, und führet sie schnell zu mir, und wenn sie sich weigern zu kommen, sollen sie in den Kerker geworfen werden, bis sie mir vor Augen gebracht werden.“ – Da die Diener fortgingen in die Stadt und das Haus des Lupus aufsuchten, fanden sie jene nicht mehr daselbst, weil Lupus vorher in der Nachtzeit zu ihnen gesagt hatte: „Stehet auf und nehmet den Menschen, der euch angehört und euer Geld, damit nicht die Vorgesetzten euch ergreifen.“ Und da die Diener dem Riciovarus so meldeten, dass jene schon aus der Stadt entwichen wären, sagte der Tyrann zu ihnen: „Es sollen vier Knechte sich aufmache und sie schnell zu Pferd verfolgen, damit sie umkehren müssen und, wenn sie widerstreben, getötet werden.

Als die Knechte sie verfolgten, fanden sie dieselben bei der Quelle Sirica. Und es sprach zuerst Justinianus zu seinem Bruder Justinus: „Wir wollen ein wenig ausruhen, da wir Wasser hier haben und wollen Speise nehmen, damit wir besser die Reise fortsetzen können.“ – Und Justus sagte zu ihnen: „Esset geschwinder, weil der Gebieter Riciovarus vier Reiter schickt, die uns zurückführen oder töten sollen. Während ihr Speise nehmet, will ich achthaben, und wenn sie kommen, mit ihnen reden; ihr aber gehet in die Höhle und verberget euch.“ – Und wie er dieses sagte, sah er sie von weitem kommen; Vater und Bruder zogen sich in die Tiefe der Höhle zurück. Die Diener des Herrschers kamen nun herbei und fragten den Justus, wo die Alten seien oder was für Göttern sie opferten. Er antwortete, er sei ein Christ; und da er seine Angehörigen nicht verraten wollte, sagte einer zum andern: „Ziehe das Schwert und haue ihm den Kopf ab, und wir wollen ihn dem Herrscher bringen.“ Justus aber betete: „Gott Himmels und der Erde, nimm meinen Geist auf, weil ich unschuldig und reinen Herzens bin.“ Und da der Kopf abgeschnitten war, wurden die Diener von großem Schrecken ergriffen. Sie flohen davon und erzählten dem Tyrannen Riciovarus, wie der Hergang gewesen.

Da die Verfolger sich entfernt hatten, gingen die Angehörigen des seligen Justus aus der Höhle und fanden den Leichnam. Und es sagte Justinus zu seinem Bruder Justinianus: „Was machen wir mit diesem Leib?“ Sie fanden ein altes Gemäuer mit Efeu überzogen, hier beerdigten sie sorgfältig den Körper; das Haupt aber trugen sie mit sich fort. Und sie reisten eilig und langten am dritten Tag in der Stadt Autisiodor an. Und es sprach Felicia, seine Mutter: „Wo ist mein Sohn Justus?“ – Und Justinianus sein Oheim antwortete: „Er ist gestorben.“ – Sie sprach: „Ich sage dir Dank, Gott Himmels und der Erde, der du die unschuldige, reine Seele aufgenommen hast“; und sie setzte hinzu: „O seliger Sohn Justus, bitte für mich, der du verdient hast, das Martyrium zu erlangen!“ Aber indem sie dieses betete und weinte, hing der Kopf des Martyrers in Leinwand eingehüllt im Haus. Da es nun Nacht wurde, siehe da leuchtete das ganze Haus.

In jenen Tagen aber war Bischof jener Stadt ein Priester Gottes, namens Amator. Er ist aber ganz früh aufgestanden zu der Metten und sagte zu seinen Brüdern: „Ich habe große Lichter gesehen über dem Haus des Justinus; die ganze Stadt ist davon hell geworden; gehet geschwind und sehet, was dies gewesen.“ Da gingen drei Priester hin und fragten den Justinus, was das für eine Bedeutung mit dem Licht habe, das in der Nacht über seinem Haus erschienen sei. Und es sagte Justinus zu ihnen: „Mein Sohn Justus ist umgekommen in ferner Gegend; die Diener des Gebieters Riciovarus haben uns gemeinsam verfolgt, und indem wir uns geflüchtet haben, ergriffen sie meinen Sohn, hieben seinen Kopf ab und kehrten zurück. Und wir haben seinen Leib am nämlichen Ort begraben, neben der Quelle Sirica im Gebiet Bellovac, sein Haupt aber haben wir mitgenommen, damit seine Mutter ihn küssen könne. Und da er in unser Haus gebracht war, ist um die dritte Stunde der Nacht ein Licht vom Himmel gekommen, wovon das Haus und die ganze Stadt durch Fügung Gottes erleuchtet ward.

Erstaunt meldeten dies die Priester, welche vom Bischof gesandt waren, den Brüdern und dem heiligen Amator selbst, und jubelnd über ein so schönes Wunder sagten sie dem allmächtigen Gott Dank. Und der Bischof befahl, sie sollten eine Tragbahre und Leuchter nehmen, das Haupt zur Kirche tragen und in der Gruft des Hauses Gottes beerdigen, in welcher der Bischof selbst einst zu ruhen vorhatte. Und um das Zeugnis des guten Werkes zu vollenden, war in jener Stadt ein Mädchen von 16 Jahren, von Geburt an blind, und es rief und sprach: „Heiliger Justus, bitte zu deinem Gott, an den ich auch glaube und den ich bekenne, dass ich sehend werde.“ Und alsbald wurden durch göttliche Kraft seine Augen geöffnet, und es sahen die Priester die Herrlichkeit Gottes und alle lobten und priesen Gott, weil ihnen ein großes Wunder gezeigt worden. An ihn glauben die Völker, ihm sei Ehre und Herrlichkeit in alle Ewigkeit. Amen.“

Du siehst in dieser Legende, wie ein Kind von übernatürlicher, wunderbarer Seelenstärke durch gewaltsamen Tod seinen Eltern entrissen wird. Gewöhnlich sieht man unmäßigen Jammer bei den Eltern, wenn ihnen ein Kind stirbt, gar wenn es das einzige ist; dieser Jammer ist aber gerade ein Zeichen, wie wenig der christliche Glaube wahrhaftig und lebendig in solchen Eltern wohnt. Siehe an der Mutter des heiligen Justus, wie eine Christin den Tod des Kindes annimmt; sie weinte wohl, aber vor allem dankte sie Gott, dass er das Kind, da es noch unschuldig war, zu sich genommen und für die Ewigkeit gesichert habe; und sie sah von nun an das Kind als ihren Fürsprecher im Himmel an.

Die Reliquien vom heiligen Justus sind aber in vielen Hauptkirchen verteilt worden und stehen in großer Verehrung. In manchen Kirchen hat am heutigen Tag auch das Brevier eine eigene Lesung über den heiligen Justus, und in der Messe wird gebetet: „Gott, der du den seligen Justus, dem Alter nach ein Kind, dem Glauben nach aber groß, durch den Sieg des Leidens zur ewigen Herrlichkeit geführt hast, verleihe, bitten wir, dass seine verehrungswürdige Fürsprache uns helfe und wir Genossen seiner ewigen Herrlichkeit werden, durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn. Amen.“

von 17.10.2013 08:58

17. Oktober – Die heilige Margareta Maria Alacoque

Wie ein breiter länderverbindender und völkerbeglückender Strom, so zog gestern Sankt Hedwigs Leben an unserem staunenden Blick vorüber. Ganz anders ist die Geschichte der dritten aus dem Dreigestirn heiliger Frauen, das über diesen Tagen im Kirchenjahr glänzt, denn das Leben der heiligen Margareta Maria Alacoque ist wie das schwache Licht einer Kerze, die vor dreihundert Jahren irgendwo in Frankreich vom lieben Heiland selbst entzündet wurde, dann aber die Welt in Brand steckte und heute noch ungezählte Herzen erleuchtet und erwärmt, beglückt und beseligt.

Irgendwo in Frankreich wurde 1647 ein schwächliches Mädchen geboren. Der Vater, seines Standes Richter und Notar, starb früh und hinterließ fünf unmündige Kinder, für die sich eine gute Mutter von früh bis spät abrackerte, um sie für das Leben zu versorgen. Eines der Kinder, Margareta Maria, wurde einem klösterlichen Erziehungsheim übergeben, in dem sie sich glücklich fühlte. Doch nur zwei Jahre verblieb das Mädchen im stillen Frieden unter den gottgeweihten Frauen. Margareta Maria erkrankte, Lähmungserscheinungen traten auf, die Mutter holte sie heim, und vier weitere Jahre lag das Kind krank im Bett, kaum dass es die Glieder rühren konnte. Es war ein Jammer, der allen ins Herz schnitt, so dass auch die liebe Mutter Gottes Mitleid hatte und das Mädchen gesund machte, als es gelobte, sich dem Dienst Gottes im Kloster zu weihen.

Irgendwo in Frankreich lebte ein junges Mädchen, das sich vor Jahren auf dem Krankenbett Gott versprochen hatte. Es war ein schönes, anmutiges, liebreizendes junges Mädchen, das die Freuden der Welt, selbstverständlich in Ehren, mit vollen Zügen trank und davon nie genug bekommen konnte. Spiel und Scherz und Tanz und Lachen und Singen füllten die Tage aus, und wie wenig Klostergedanken Margareta Maria hegte, ersah man daraus, dass sie mit einem reichen jungen Mann verkehrte, und schon suchten Verwandte und Nachbarn im Kalender nach dem baldigen Hochzeitstag; da besann sich das junge Mädchen, das bei aller Lebenslust oft und manchmal stundenlang vor dem Tabernakel in der heimatlichen Dorfkirche knien und beten konnte, da besann sich also das Mädchen auf sein Gottesgelöbnis, und über Nacht ging Margareta Maria ins Kloster.

Irgendwo in Frankreich betete zur nächtlichen Stunde eine Ordensfrau vor dem Allerheiligsten in der Klosterkapelle. Es war eine schwächliche, kränkliche Ordensfrau, ungeschickt auch zu jeder Arbeit. Weil sie jedoch sehr fromm war, ernannten die Oberen sie zur Meisterin der jungen Schwestern. Als aber bekannt wurde, dass Schwester Margareta Maria Erscheinungen habe, wurde man misstrauisch, und die Mutter Priorin nahm die Zarte hart zwischen die Finger und drückte sie fest und befahl ihr, das Spinnen gefälligst zu unterlassen, dafür solle sie weniger fasten und besser essen, damit sich die Nerven wieder kräftigten, und als trotzdem die Erscheinungen weiterzugehen schienen, redete man allgemein im Haus von Einbildungen, Theater und höllischen Trugbildern. So schnell sind oft die Menschen mit dem Urteil fertig.

Irgendwo in Frankreich betet also zu nächtlicher Stunde eine Ordensfrau vor dem Allerheiligsten in der Klosterkapelle, und plötzlich steht vor ihr der Heiland in sichtbarer Gestalt und zeigt ihr, von Flammen umloht, von Dornen umwunden, vom Kreuz überragt, in der Mitte mit dem tiefen Lanzenstich sein heiligstes Herz. „Siehe da das Herz“, so redet der Herr die Begnadete an, „das die Menschen so sehr geliebt hat, dem aber von den meisten, selbst solchen, die besondere Beweise seiner Liebe empfingen, nur Kälte, Gleichgültigkeit und Undank zuteil wird.“ Und weiter sagt der Heiland zu der Seherin, dass er in der liebearmen Welt einen neuen Frühling der Hingabe an ihn durch die Verehrung seines Herzens, des Sinnbildes und des Sitzes der Erlöserliebe, wolle aufblühen lassen und sie, Margareta Maria, solle „den unergründlichen Reichtum Christi verkünden und allen die Verwirklichung des Geheimnisses aufdecken, das von ewigen Zeiten her verborgen war in Gott, dem Schöpfer des Alls.“

Irgendwo in Frankreich spricht die Novizenmeisterin Schwester Margareta Maria mit heller Begeisterung hinreißend schön von der Liebesglut des Heilandsherzens, und selbst in Brand, entzündet sie auch die Seelen der Novizinnen und steckt allmählich alle im Hause an, und weiter greift der Brand auf andere Klöster, auf ganze Länder, auf die gesamte katholische Welt. Leuchtend und wärmend steht seitdem die Sonne des Herzens Jesu über der Kirche, und ein neuer Frühling der Liebe ist erblüht. Die Herz-Jesu-Verehrung ist mit dem Herz-Jesu-Fest, mit der Sühnekommunion am ersten Monatsfreitag, mit der Heiligen Stunde und anderen gemütstiefen Übungen zur Lieblingsandacht all jener geworden, die dem Herrn zugetan sind.

Irgendwo in Frankreich glühte und verglühte vor dreihundert Jahren eine Kerze, welche die ganze Welt in Brand gesteckt hat und heute noch Ungezählte erleuchtet und erwärmt, beglückt und beseligt.

von 16.10.2013 13:16

16. Oktober - Die heilige Hedwig

Bevor wir diese Legende lesen, sollten wir eigentlich erst die Hände falten, denn sie ist wie ein Gebet, in dem Höhen und Tiefen, Trauriges und Frohes, Trübes und Sonnenklares vorgetragen wird. Über allem aber liegt die Heiligkeit einer großen Frau.

Aus Bayern kam Hedwig aus dem edlen Geschlecht der Grafen von Andechs, so wie auch die heilige Elisabeth und andere heilige Frauen und Männer. Ganz jung wurde die bayrische Grafentochter mit dem Herzog Heinrich dem Bärtigen von Schlesien vermählt. Ihr Mann war ein gutmütiger Mensch, aber ohne die feinen Formen des Umgangs, etwas bärbeißig und plump. Sechs Kinder hatten die beiden, drei Söhne und drei Töchter, und Hedwig war der Sonnenschein ihrer ganzen Familie. Immer wieder griff sie vermittelnd ein, um von der Familie und vom fürstlichen Hof Streit und Unfrieden fernzuhalten. Die Ehre des Hauses war ihr so wichtig, dass sie zügellosen Gesellen stets den Zutritt verweigerte. Sie war eine wahrhaft fürstliche Frau von christlicher Art.

Sehr groß war dazu die Wohltätigkeit der schlesischen Herzogin. Nicht zu zählen sind ihre guten Taten, die sie von Herzen gerne an den Armen und Notleidenden tat. Zusammen mit ihrem Mann stiftete sie das Frauenkloster Trebnitz bei Breslau und stattete es so reichlich aus, dass hundert Ordensfrauen und achthundert arme Mädchen sorgenfrei darin leben konnten. Auch um den Unterricht von jungen Menschen war die Landesfürstin bemüht. Sie nahm sich in Liebe der Witwen und Waisen an, und täglich bediente sie selbst als dienende Magd die Armen, damit sie etwas zu essen bekamen. In die Gefängnisse brachte sie saubere Wäsche, warme Kleider, Speisen und Kerzenlicht.

Wie gut und mitfühlend Hedwigs Herz war, zeigt ein Wort aus ihrem Mund. Einmal nämlich hatte Herzog Heinrich auf dem Kriegszug ohne ersichtliche Not ein Dorf niederbrennen lassen. Hedwig bat ihren Mann mit Tränen, den Geschädigten Schadenersatz zu leisten. Und als Heinrich ihr antwortete, dass es wohl genug sei, wenn er die Häuser wieder aufrichten lassen und das geraubte Vieh zurückgeben würde, gab seine Frau zur Antwort: „Ja, mein fürstlicher Herr, das verlorene Gut kannst du zurückgeben, aber wie willst du die Tränen wieder gut machen, die durch dich geweint wurden, und wie willst du das bittere Leid bezahlen, das du verschuldet hast?“ So dachte und fühlte Frau Herzogin Hedwig, und ihr Leben ist wie ein Spiegel, in den auch wir jeden Tag schauen sollten, ob wir ihr ein wenig gleichen könnten.

Wie ein Sonnenschein war Sankt Hedwig für die anderen. Über dem eigenen Leben lagen aber immer schwer und schwarz die Wolken des Leids. Sie hatte viel Kummer zu tragen: Drei ihrer Kinder starben schon als sie noch klein waren und sie musste weinend hinter den kleinen weißen Särgen her gehen. Hedwigs Schwester Gertrud wurde ermordet. Ihre Nichte Elisabeth von Thüringen wurde mit vier kleinen Kindern von der Wartburg vertrieben. Der eigene Sohn Konrad, ein unruhiger Mensch, zettelte einen Aufstand gegen den Vater an und brach sich bei einem Sturz vom Pferd das Genick. Ihr Mann vergriff sich in seiner wilden Art am Kirchengut, wurde gebannt und starb fern von seiner Frau. Und dann kam der härteste Schlag, den diese Mutter treffen konnte. Als nämlich Heinrich, der von den Kindern am meisten ihre Art hatte, auf dem Schlachtfeld in Wahlstatt im Kampf gegen die Tataren das Leben verlor. Wie groß Sankt Hedwig eigentlich war, wurde in dieser Stunde deutlich, als man ihr den Lieblingssohn bleich und entstellt in den Schoß legte, denn damals hat sie die bewunderungswürdigen Worte gesprochen:

„Ich danke dir, o Herr, dass du mir einen solchen Sohn geschenkt hast, der mich im Leben stets geliebt, mir große Ehrfurcht erzeigt und nie den geringsten Kummer verursacht hat. Und obwohl ich ihn sehr gern am Leben sehen möchte, freut es mich doch an ihm, dass er durch Vergießung seines Blutes dir, o Gott, schon im Himmel verbunden ist.“

Was war doch Sankt Hedwig für eine Frau! Stimmt es, dass ihre Legende wie ein Gebet ist, das man mit gefalteten Händen lesen soll?

Die letzten Lebensjahre verbrachte die Heilige bei ihrer Tochter Gertrud, die im Kloster in Trebnitz Äbtissin war. Dort blieb sie, betete sie und tat Gutes an den Armen, bis sie erlöst am 15. Oktober starb und vom Herrn in das Paradies geleitet wurde.

von 15.10.2013 00:47

Alles ist notiert im Buch,
wird zum Segen oder Fluch,
Tat, Gedank´ und jedes Wort,
bestimmen deinen künft´gen Ort.

Manche trifft das Schicksal hart,
wer jetzt leiden muß, der wart´,
hab´ Geduld und Gottvertrau´n,
soll allein auf Jesus bau´n.

Viele sind vom Glück verwöhnt,
Tugend ist ihnen verpönt,
Spaß, Genuß und Leidenschaft
nehmen ihnen alle Kraft.

Wahre Lieb´ verschmähen sie,
an Opfer denken sie gar nie,
frönen nur dem stolzen Ich.
Vor Hochmut, Herr, bewahre mich!

Multikulti, Fernseh-Trug,
Sexerziehung: Teufelslug -
Gottes Ordnung wird gesprengt,
Anstand, Würd´ und Lieb´ versengt!

Wer alles hat in dieser Welt,
Luxus, Sklaven, Macht und Geld,
doch keinem hilft in seiner Not,
erben wird den zweiten Tod.

Erste werden Letzte sein,
Große enden winzig klein,
alles wird einst umgekehrt,
Unschuld nur bleibt unversehrt.

Lazarus sieht des Reichen Pein;
in seiner Qual bleibt der allein,
herzlos, ohne Ehr und Dank,
strafet ihn Sodoms Gestank.

Sodomiten, habet acht,
Abscheu euer Tun entfacht.
Weg vom Schmutz! Ihr seid gewarnt:
Einmal werdet ihr enttarnt.

Auch Unzucht, Treu- und Ehebruch,
sind vermerkt im Sündenbuch.
Stopp im Anfang die Begier,
Unheil bringet sie nur dir.

Schlecht Gewissen: Plag die Leut´,
daß ein jeder bald bereut,
beichtet seinen Sündenfall,
frei wird von der Seelenqual.

Ein Gesetz wird oft verkannt,
Kausalnexus wird´s genannt.
Ohne Ursach´, das ist klar,
keine Wirkung jemals war.

Elend, Krankheit, vieles Leid,
rührt von der Vergangenheit.
Bleibt die Ursach´ unerkannt,
hat das Übel meist Bestand.

Methodisch mach´ dich auf die Such´:
Fehler, Schwäche, Sünde, Fluch?
Ergründ des Rätsels tiefsten Sinn,
dann findest du die Medizin.

Blick der Wahrheit ins Gesicht,
leugne dein Versagen nicht,
sühne Schuld, bitt´ Gott um Rat,
Heil und Rettung bringt die Tat.

Opfre nicht die Lebenszeit
dem Fernsehgötzen allbereit,
allein nach Gottes Willen frag,
gestalte danach Jahr und Tag.

Zittre vor des Herrn Gericht,
glaub den Modernisten nicht,
bessre dich und denk an Gott,
fleh zu ihm in jeder Not!

Gottes Segen sei mit dir,
offen steht die Himmelstür,
glaub an Gott und seine Güt´,
hoffe, liebe, bitt´ um Fried!

Alles Böse meid und laß,
bete ohne Unterlaß:
Herr Jesus Christus,
erbarme Dich meiner!



(Anmerkungen: Die Betonung liegt nicht immer auf der richtigen Silbe.

von 13.10.2013 18:58

Selige Jungfrau Maria von Fatima,

mit erneuerter Dankbarkeit für Deine mütterliche Gegenwart vereinen wir unsere Stimme mit jener aller Geschlechter, die dich selig preisen.

Wir preisen in Dir die großen Werke Gottes, der nie müde wird, sich in Barmherzigkeit zur Menschheit herabzuneigen, die vom Bösen bedrängt wird und von der Sünde verwundet ist, um sie zu heilen und zu retten.

Nimm mit dem Wohlwollen einer Mutter den Akt des Anvertrauens an, den wir heute mit Vertrauen vor dieser uns so überaus lieben Statue vollziehen.

Wir sind sicher, dass ein jeder einzelne von uns in Deinen Augen kostbar ist und dass für Dich nichts fremd ist von dem, was in unseren Herzen wohnt.

Wir wollen uns von Deinem so süßen Blick erreichen lassen und den tröstenden Liebreiz Deines Lächelns annehmen.

Beschütze unser Leben in Deinen Händen, segne und bestärke jede Sehnsucht nach dem Guten;
belebe das Wachstum des Glaubens;
unterstütze und erleuchte die Hoffnung;
erwecke und belebe die Liebe;
leite uns alle auf dem Weg der Heiligkeit.

Erweise Deine ganz besondere Liebe den Kleinen und Armen, den Ausgestoßenen und Leidenden, den Sündern und im Herzen Verirrten:

Versammle alle unter Deinem Schutz und empfiehl alle Deinem geliebten Sohn, unserem Herrn Jesus Christus. Amen.

von 12.10.2013 10:15

Papst Franziskus und die Liturgie – „Rein funktionaler Zugang“, Vorbehalte gegen Tradition, Knieschwäche vor dem Herrn

Vor dem Allerheiligsten Stehen oder Sitzen das Vorbild von Papst Franziskus(Vatikan) Die Kurienreform, auf die derzeit Medien und mehr noch die Kirchenvertreter gebannt schauen wie das Kaninchen auf die Schlange, hat erst begonnen. Die einen in der Kirche hofffen strukturenfixiert und revanchesüchtig darauf, daß die römische „Zentrale“ geschwächt wird. Für die ungehorsamen Rebellenpriester um den Wiener Helmut Schüller, die sich gerade in Bregenz „international vernetzen“, wäre das noch immer zu wenig. Sie wollen nicht „warten“ müssen, bis Papst Franziskus etwas sagt. Damit hätte sich am „alten System“ nichts geändert, wie Schüller vor wenigen Tagen den Medien anvertraute.
Die anderen in der Kirche sind besorgt, nicht wenige scheint eine gewisse Lähmung befallen zu haben, vor allem in Rom, wo viele Posten zu Schleudersitzen geworden sind und die vagen, sprunghaften Aussagen des Papstes eine klare Linie vermissen lassen.

Der Vatikanist Sandro Magister erinnert an die Neuerungen, die Papst Franziskus im Bereich der Liturgie vorgenommen hat. Zunächst verweist Magister darauf, daß Franziskus Kurienerzbischof Guido Pozzo, den Benedikt XVI. zum Päpstlichen Almosenier gemacht hatte, wieder als Sekretär an die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei zurückberufen hat. Ecclesia Dei ist für die traditionsverbundenen Orden, Gemeinschaften und Gläubigen in der Kirche zuständig und für die Umsetzung des Motu proprio Summorum Pontificum. Eine weitere Aufgaben von Ecclesia Dei besteht darin, eine Einigung mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu suchen. „Aber mit einem Papst wie Franziskus scheint eine Versöhnung mit den Lefebvrianern nicht nur ausgeschlossen, sondern auch für die traditionalistischen Katholiken zeichnet sich eine ungewisse Zukunft ab. Bereits die ersten Schritte Bergoglios im Bereich der Liturgie haben Letztere in Niedergeschlagenheit gestürzt.“

Drei Gründe, warum die Alarmglocken läuten – Grund 1: das Verbot für die Franziskaner der Immakulata
Papst Franziskus und die LiturgiePapst Bergoglio, so Magister, traf bisher zwei Entscheidungen im Bereich der Liturgie. Die erste sorgte für viel Lärm und war das dem Orden der Franziskaner der Immakulata auferlegte Verbot, die Heilige Messe im überlieferten Ritus zu zelebrieren (siehe eigenen Bericht). Das Verbot wird als Einschränkung und Angriff auf das Motu proprio Summorum Pontifikum von Benedikt XVI. gesehen.

Die Absicht Benedikts XVI. ist in seinem Brief an alle Bischöfe der Welt dargelegt. Jedem Priester ist es ungehindert freigestellt, im alten oder im neuen Ritus zu zelebrieren. Die beiden Formen des Römischen Ritus sollen sich gegenseitig befruchten, was einer eindeutigen Aufwertung des überlieferten Ritus entspricht, der bis vor kurzem de facto sogar noch als „verboten“ galt.

Papst Franziskus hat diesbezüglich eine engere Meinung. Im Interview mit der Jesuitenzeitschrift Civiltà Cattolica (deutsche Übersetzung in der deutschen Jesuitenzeitschrift Stimmen zur Zeit) erklärte er, die von Benedikt XVI. gewährte Erlaubnis sei lediglich ein Zugeständnis zur Befriedigung nostalgischer Wünsche gewesen für „einige Personen, die diese Sensibilität haben“.

„Mit den traditionsverbundenen Katholiken geht Bergoglio nicht sanft um“, so Magister. „Wenn er über traditionsverbundene Katholiken spricht, spricht er ausgesprochen negativ. Auch im Civiltà Cattolica-Interview bezeichnete er ‚die Gefahr einer Ideologisierung des Vetus ordo, seine Instrumentalisierung als besorgniserregend‘. An dieser Stelle dürfte auch der Grund für den Eingriff bei den Franziskanern der Immakulata zu suchen sein.

Bei zwei weiteren Gelegenheiten stempelte er Traditionalisten ab als Verfechter einer ‚Restauration von überholten Verhaltensweisen und Formen, die nicht einmal kulturell die Fähigkeiten haben bedeutend zu sein‘.“ Magister nennt die Gelegenheiten nicht, bei denen sich Papst Franziskus so äußerte. Der Chronik wegen sollen sie jedoch erwähnt werden. Es war einmal am 6. Juni die Begegnung mit dem Vorstand des Dachverbandes der Ordensleute Lateinamerikas und der Karibik (CLAR) (siehe eigenen Bericht) und zum anderen am 28. Juli seine Rede vor dem Koordinationskomitee der Bischofskonferenz für Lateinamerika und der Karibik (CELAM) (siehe eigenen Bericht). In beiden Fällen wandte er sich an ein lateinamerikanisches Publikum und es war unklar, ob seine Aussage generell oder nur auf bestimmte Erscheinungen in Lateinamerika bezogen waren.

Grund 2: Austausch aller Consultoren des päpstlichen Zeremonienamtes
„Die zweite von Papst Franziskus getroffene Entscheidung ist die Entfernung aller fünf Consultoren des Amtes für die päpstlichen Liturgien“, so Magister. Während die Vorgänger sich alle in Einklang mit dem Wunsch von Benedikt XVI. nach liturgischer Erneuerung befanden, „finden sich unter den Neuernannten einige der eifrigsten Verfechter der in den Jahren von Johannes Paul II. unter der Regie des damaligen päpstlichen Zeremonienmeisters Piero Marini eingeführten Neuerungen“, so der Vatikanist.

Seit einige Zeit, um genau zu sein, seit dem 4. April, also kaum drei Wochen nach der Wahl des neuen Papstes geht das Gerücht um – „zum Schrecken der Liebhaber der Tradition – , daß Piero Marini von Bergoglio sogar zum Präfekten der Gottesdienstkongregation ernannt werden könnte (siehe eigenen Bericht). Selbst wenn diese Stimmen sich als haltlos erweisen sollten, bleibt die Tatsache, daß die derzeitigen päpstlichen Liturgien sich sichtlich von jenen Benedikts XVI. unterscheiden“.

„Der Gipfel der Unterschiede war die von Franziskus am Strand an der Copacabana zelebrierte Messe zum Abschluß des Weltjugendtages in Rio de Janeiro mit einem „Musical“, das mit Solisten, Chören und Rhythmen, die ins Stadium gehören, mitten ins Herz der Liturgie eingebrochen ist“, so Magister.

Grund 3: Fehlende Kniebeuge bei Wandlung – Stehen und Sitzen bei Eucharistischer Anbetung
Aber auch ohne diese „Exzesse“, gibt es sich wiederholende Elemente im Zelebrationsstil des Papstes, die „den Gläubigen negativ aufgefallen sind“. Ihnen verlieh die mexikanische Katholikin Lucrecia Rego de Planas eine öffentliche Stimme mit einem Offenen Brief an Papst Franziskus vom 23. September, der um die Welt ging. Die Mutter von neun Kindern, Universitätsdozentin und Freundin des Papstes seit langer Zeit schreibt im Brief darunter „zu leiden“, Bergoglio zu sehen, der auch als Papst „weder vor dem Tabernakel noch nach den Wandlungsworten die Kniebeuge macht“, wie er es schon als Erzbischof von Buenos Aires nicht getan hatte.

„In der Tat ist es so“, so Magister. „In der Messe macht Papst Franziskus nach der Konsekration von Brot und Wein nie die von der Liturgie vorgeschriebene Kniebeuge, sondern verneigt sich nur. Und in Rio de Janeiro bei der nächtlichen Anbetung vor dem Allerheiligsten Altarsakrament, die weltweit im Fernsehen übertragen wurde, blieb er stehen oder sitzen“ (siehe Bild).

Ein Knieproblem ist auszuschließen, die Bilder, die den Papst vor dem Gnadenbild der Gottesmutter in Santa Maria Maggiore, gemeinsam mit Benedikt XVI. in Castel Gandolfo oder am Gründonnerstag bei der Fußwaschung im Jugendgefängnis knien zeigen, gingen um die Welt. Auch am 7. September kniete der Papst bei der Eucharistischen Anbetung auf dem Petersplatz, den er als Tag des Gebets und des Fastens für den Frieden in Syrien ausgerufen hatte.

Um so erstaunlicher ist die von Franziskus auf dem Rückflug von Rio de Janeiro vor den Journalisten geäußerte Bewunderung für die ostkirchliche Liturgie, ihren sakralen Charakter und ihre Treue zur Tradition (siehe eigenen Bericht). Worte, die offensichtlich vor allem als nette Geste gegenüber den Orthodoxen gedacht waren.

Unter den fünf neuen Consultoren im Amt der päpstlichen Liturgien befindet sich erstmals mit Pater Manuel Nin ein Mönch des byzantinischen Ritus. Er ist Rektor des Päpstlichen Griechischen Kollegs von Rom. Daneben stehen nun aber Consultoren wie der Servitenpater Silvano Maggiani und der Monfortanerpater Corrado Maggioni, die beide aus der Mannschaft von Piero Marini stammen.

„Kurzum, es gibt in Bergoglio ein Schwanken in den Ernennungen, in den Gesten und den Worten, das es schwierig macht, seine Entscheidungen zu interpretieren und noch weniger seine künftigen Schritte vorherzusehen“, so Magister.

Hinter den Kulissen: Franziskus stoppte Verbot liturgischer Sonderformen der Neokatechumenalen
Neben diesen beiden öffentlichen Entscheidungen, gibt es aber noch eine dritte, die hinter den Kulissen geschah: Er blockierte die Überprüfung der Messen des Neokatechumenalen Wegs durch die Glaubenskongregation. Benedikt XVI. hatte persönlich im Februar 2012 nach mehreren Eingaben die Kongregation damit beauftragt, festzustellen, ob es in diesen Messen zu liturgischen Mißbräuchen kommt und wenn ja, welchen“ und diese abzustellen, so Magister (siehe eigenen Bericht).

„Die bereits begonnene Überprüfung fiel ausgesprochen ungünstig für den von Francisco ‚Kiko‘ Argüello und Carmen Hernandez gegründeten und geleiteten Neokatechumenalen Weg aus, die immer sehr arglos beim Modellieren der Liturgie nach ihren Vorstellungen waren. Nun fühlen sie sich sicher. Die Bestätigung, der Gefahr entschlüpft zu sein, erhielten sie von Papst Franziskus selbst in einer Audienz, die er ihnen am 5. September gewährte“, so Magister.

Benedikt XVI. mit dem Rotstift gegen Papst Franziskus?
Als gegensätzliche Pole stehen sich zwei Eingriffe von Papst Franziskus gegenüber, einmal der Eingriff gegen den überlieferten Ritus bei den Franziskanern der Immakulata, und dem diametral entgegengesetzt der Eingriff zugunsten seltsamer liturgischer Sonderformen des Neokatechumenalen Wegs, jener Messe, die Benedikt XVI. mißfiel. Aus dem Civiltà Cattolica-Interview, das von Magister als „Manifest seines Pontifikats“ bezeichnet wird, geht wohl die Erklärung dafür hervor, nämlich, daß Papst Franziskus „die nachkonziliare Liturgiereform ausschließlich unter funktionalen Gesichtspunkten wahrnimmt“. Wörtlich sagte der Papst: „Die „Arbeit der Liturgiereform war ein Dienst am Volk, um das Evangelium neu zu lesen, angefangen bei einer konkreten historischen Situation.“ Dazu Magister: „Wäre Bergoglio ein Schüler Ratzingers – ein großer Gelehrter, der die Liturgie liebt, die das Zweite Vatikanische Konzil culmen et fons des Lebens der Kirche nannte, dann würde er ihm diese Aussage rot anstreichen.“

Text: Settimo Cielo/Giuseppe Nardi

von 11.10.2013 09:34

Was ist eine echte Reform?


reformSeit dem Beginn des Pontifikats von Papst Franziskus ist ständig von erforderlichen Reformen in der Kirche die Rede. Dazu wurde unter anderem eine Kardinalskommission eingesetzt, die Vorschläge aufnehmen und prüfen soll, die dann durch den Heiligen Vater entschieden werden sollen.

Die deutschen Bischöfe reden bereits seit Jahrzehnten von „Reformen", und sie sind dabei, die Kirche restlos um und neu zu gestalten. Angesichts eines solchen Eifers stellt sich die Frage, was denn eine Reform und besonders eine kirchliche Reform auszeichnet, um so Kriterien zu haben, nach denen man beurteilen kann, ob die angestrebten Reformen in Rom oder in Deutschland tatsächlich Reformen sind.

„Unter Reform (in der Einzahl) verstehe ich die planmäßige, die Kontinuität wahrende Umgestaltung und Verbesserung von Einrichtungen, Zuständen und Gesinnungen, die der Erneuerung bedürftig sind.

Je nach dem Gegenstand, auf den sich eine Reform richtet, ist also zwischen Reform von Institutionen, von Verhältnissen und von Personen zu unterscheiden. Unter Reformen (in der Mehrzahl) verstehe ich die Einzelmaßnahmen gesetzlicher oder tatsächlicher Art, durch die eine Reform durchgeführt wird.

Reform ist in ihrem Wesen Vervollkommnung und besagt, dass einem Menschen, einem Ding oder einer Einrichtung die rechte Gestalt gegeben bzw. wiedergegeben wird.

Kirchliche Reform setzt voraus, dass die Kirche nicht in dem Zustand ist, in dem sie nach dem Willen Gottes sein sollte. Dieses Zurückbleiben in der Kirche hinter der Gestalt, die Gott will, ist nun immer mehr oder weniger gegeben. Allein es wird nicht immer gleichmäßig empfunden.

Wenn sich Menschen zusammenfinden, die unter der Diskrepanz zwischen Auftrag und Tätigkeit der Kirche und der Christen leiden, kann eine Reformbewegung entstehen. Echte Reform gibt den Einrichtungen der Kirche die Gestalt, die ihrem Wesen und ihrem Zweck besser entspricht als vorher; sie schafft Zustände, die dem Willen Gottes angemessener sind als jene, die bis dahin geherrscht haben.

Reform und Reformen in der Kirche sind darum mehr als Änderungen; sie sind der Aufbruch zu der gottverordneten Bestimmung der Kirche. Wer reformieren will, muss das Ziel kennen, das er mit der Reform erreichen bzw. dem er damit näherkommen will.

Den Vorrang bei jeder Veränderung von Zuständen und Einrichtungen hat die Erneuerung der Menschen. Solange die Glieder der Kirche nicht innerlich umgeschaffen werden, kann von echter Reform keine Rede sein. Strukturumbau allein verdient diesen Namen nicht. Die wirkliche Reform verändert die Glieder der Kirche in der Richtung auf treuere Erfüllung der Gebote, größere Nähe zu Gott und tatkräftigere Liebe zu den Menschen.

Wahre Reform geht aus brennendem, verzehrendem Eifer für Gottes Ehre und für die Bekehrung und Rettung der Menschen hervor, sie entfaltet eine rastlose Tätigkeit im Dienste Gottes und erzeugt apostolischen Sinn und missionarische Glut, den entschlossenen Willen, die Herrschaft Gottes und das Königtum Christi überall aufzurichten.

Echte Reform weckt größere Treue gegen Gottes Willen, mehr Ernst in der Befolgung seiner Gebote, schonungslosen Einsatz für die Gewinnung der ewigen Seligkeit, Eifer in Buße, Entsagung und Verzicht, Strenge gegen sich selbst und Abtötung schlechter Neigungen.

Dies alles aus Liebe zu Gott und zu den Menschen. Genuine Reform besagt den entschiedenen Vorsatz, alles in Christus zu erneuern, den Willen anzuspannen, das Herz Gott zu weihen, die Gelegenheiten zum Bösen zu meiden und die Mittel zum Guten anzuwenden, in der Tugend voranzuschreiten und die Hindernisse derselben zu überwinden; Reform ist Kampf gegen Durchschnittlichkeit und Halbheit, Reform ist Wille zum Maximalen.

Die echte Reform ist daher aller Weichlichkeit und Bequemlichkeit feind. Sie ist rück­sichtslos gegen sich selbst und notfalls auch unnachgiebig gegen andere. Die wirkliche Reform verlangt viel und gibt sich mit wenigem nicht zufrieden."

Aus: Georg May: Echte und unechte Reform, Sarto Verlag 2003.

von 10.10.2013 08:32

10. Oktober – Der heilige Franz Borgia

Äußerst ungnädig war die Gnädige Frau Herzogin Johanna von Gandia in Spanien, als sie eines Tages ihren achtjährigen Franz zum soundsovielten Mal dabei ertappte, wie er, anstatt zu reiten und zu fechten, um sich auf seine spätere hohe Stellung in der Welt vorzubereiten, wieder mit Heiligenbildchen spielte und ein Altärchen baute.

„Junge!“ herrschte die Mutter unbeherrscht den Verdutzten an, „nun lass doch einmal das fromme Getue! Raus mit dir! Aufs Pferd!“

Das waren unschöne Worte, die besser ungesprochen geblieben wären, denn das kindliche Spiel der Jungen mit Altärchen und das der Mädchen mit dem Nonnenschleier ist der anmutsvolle Widerschein einer edlen, heiligen Kinderseele, und die Eltern sollten sich über einen solchen Zeitvertreib der Kinder eher freuen als ärgern. Kinder, die das tun, sind bestimmt noch unverdorbene Kinder.

Die Herzogin von Gandia konnte übrigens mit ihrem Franz später zufrieden sein, denn aus dem Jungen wurde ein weltgewandter Höfling und ein hervorragender Staatsmann, der sich in den feinen Sitten, in allen ritterlichen Künsten und in den verwickeltsten Regierungsgeschäften mit jedem anderen messen konnte, und nachher wurde noch weit Größeres aus ihm, denn er wurde Priester, Ordensgeneral und ein Heiliger.

Mit achtzehn Jahren kam Franz Borgia nach Madrid an den Hof Kaiser Karls V., dessen Reichsgrenzen Europa und Amerika durchschnitten und den Atlantischen Ozean in sich einschlossen. Bald schon schenkte der mächtige Herrscher dem Junker von Gandia seine Zuneigung, und zwischen den beiden blühte eine edle Mannesfreundschaft auf. Borgias Heirat mit der schönen Eleonora de Castro, die dem Gatten im Lauf der Jahre acht Kinder schenkte, brachte das Glück des Edelmannes zum Überfließen, aber im Herzensgrund zutiefst weinte trotz allem die Sehnsucht nach Gott, und dann trat im Jahr 1539 jenes Ereignis ein, das dem Dreißigjährigen den letzten Schleier vor der Nichtigkeit aller weltlichen Ehre und irdischen Glückes hinwegriss und seinem Leben ein klares Ziel gab.

Zu Toledo in Spanien feierte Kaiser Karl V. in unerhörter Pracht ein Fest mit Musik und Spiel und Tanz, mit prächtigen Rittern in goldglänzenden Rüstungen und schönen Frauen in Samt und Seide und Edelsteinen, tagelang, und als das Fest den Höhepunkt erreichte, starb über Nacht nach kurzem hitzigem Fieber die junge strahlende Kaiserin, die tags zuvor noch getanzt, gescherzt und gelacht hatte, und da war mit einem Schlag das Fest vorüber.

Franz Borgia wurde ausersehen, die Leiche zur Königsgruft in Granada zu überführen, und als er dort, zwei Wochen später, vor der Beisetzung zur Beurkundung vorschriftsgemäß den Sarg noch einmal öffnen ließ, prallte er entsetzt zurück, und ein Grauen erfasste ihn vor der Verwesung, die ihm entgegenstarrte. War das der Rest von aller Erdenpracht? Dann waren Macht und Majestät nur elender Plunder, und alles irdische Glück war wie eine schillernde Seifenblase, die zerplatzt und verdunstet und keine Spur zurücklässt. Dann war alles Irdische nichtig und nur das Ewige wichtig, dann lag des Lebens letzter Sinn einzig darin, dass man die Seele für den Himmel rettete auf dem sichersten Weg, den es gab, rückhaltlos und rücksichtslos, zielstrebig, verbissen und zäh.

In jener Stunde erkannte Franz Borgia des Lebens letzte Weisheit, und als sieben Jahre später der Tod auch ihm die Gattin nahm, zog er aus seinem letzten Wissen um die Erdendinge die letzten Folgerungen, er verließ die Welt mit dem Scheinglück, und beim Eintritt in den Jesuitenorden stellte er sich den Obern für jedes beliebige Amt zur Verfügung, sei es Pförtner oder Koch oder was immer.

Das war gut gemeint und ehrlich gewollt, aber schwer getan, denn ein Mann, der lebenslang befehligt hat, kann sich erst in Jahren zum Diener aller machen. Wo indessen guter Wille herrscht, wie es bei Franz Borgia der Fall war, da gelingt mit Gottes Gnade das schwierige Werk der Selbstbezwingung, und so meisterlich hat der frühere Herzog von Gandia sich selbst bezwungen, dass er alles Ungestüm und alle Reizbarkeit und alle Herrschsucht ablegte und gegen Schluss des Lebens sanft- und demütig von Herzen wurde, ein Spiegel jeglicher Tugend und ein Vorbild für die Ordensbrüder, die ihn im Jahr 1565 als zweiten Nachfolger ihres Stifters Ignatius von Loyola zum Ordensgeneral wählten.

Mit Klugheit und Geschick und unleugbarem Erfolg hat der Heilige sieben Jahre lang bis an das Lebensende das hohe Amt geführt. In seiner letzten Krankheit wies er alle Besuche, auch den Besuch von Kardinälen, ab mit dem Bemerken, er habe es nur mehr mit dem Herrn über Leben und Tod zu tun. Seit der Leichenschau zu Granada hatte Franz Borgia zu tief in die letzten Abgründe des Lebens hineinblickt, als dass ihn irdische Ehre noch hätte blenden können.

von 09.10.2013 13:08

9. Oktober – Der heilige Johannes Leonardi

Der Italiener Johannes Leonardi starb im Jahr 1609, am 9. Oktober, und erst 1939 wurde er heiliggesprochen. Es werden wohl besondere Gründe vorliegen, warum es geschah.

Der Vater des Heiligen war der wohlhabende Herr Johannes Leonardi zu Lucca in Italien, und die Mutter hieß Johanna, eine geborene Lippi, und wo der Vater Johannes und die Mutter Johanna heißen, da muss doch auch eins der Kinder diesen Namen führen. Bei den Leonardi bekam ihn der Jüngste, das Nesthäkchen, der erklärte und verwöhnte Liebling aller im Haus, wie das ja bei dem Benjamin in einer Familie oft der Fall ist.

Da muss man schon von Glück reden, dass Johannes später trotzdem nie über die Strenge schlug, sondern ein ordentlicher Junge wurde, der es aus kindlicher Ehrfurcht sogar fertigbrachte, auf den Herzenswunsch zu verzichten. Gern wäre er nämlich Priester geworden, aber als es hieß, er solle Apotheker werden, sagte er ja und amen dazu. Später hat der junge Leonardi die Scheu, sich für den hohen Beruf ein- und durchzusetzen, wohl bitter bereut, denn wenn Gott einen jungen Mann eindeutig für den Priesterstand bestimmt, so muss man ihm unbedingt folgen. Wohl ist Johannes nachher noch Priester geworden, aber manches Jahr ist darüber verlorengegangen.

Johannes Leonardi war also Apotheker, drehte Pillen, stellte Pülverchen her und stand tagein und tagaus hinter dem Ladentisch. Fleißig kamen die Kunden und zeigten die Rezepte vor, und wenn Johannes Leonardi die Medizinen herrichtete, in Fläschchen füllte oder in Papier einhüllte, so sprach er auch mit den Leuten vom Wetter, von den Viehpreisen und vom lieben Gott, und weil der junge Apotheker zu allen nett, freundlich, höflich, gefällig und hilfreich war, legte man ihm die Reden vom lieben Gott auch nicht übel aus, sondern manche nahmen aus der Apotheke zu Lucca außer den Heilmitteln für den Leib auch Medizinen für die Seelen mit, indem sie sich, angeregt durch das gute Wort vom Ladentisch her, vor der Sünde kräftiger hüteten und wieder anfingen, die täglichen Gebete regelmäßig zu verrichten. Johannes Leonardi ersetzte also einen Kaplan und war ein Laienapostel. Verstehst du jetzt, warum er gleich nach der späten Heiligsprechung im Jahre 1939 in den Schott kam? Deswegen wurde ihm die Ehrung zuteil, weil er als Vorbild dienen soll, denn zu keiner Zeit waren die Laienapostel, die ungeweihten Priester im Arbeitskittel oder im Sportdress oder sogar in Kinderkleidung, notwendiger als heutzutage. Heute muss sich jeder Katholik als Priester betätigen.

Zwanzig Jahre zählte Johannes Leonardi, als der Vater starb, und am Tag nach dem Begräbnis saß der alte Knabe schon auf der Schulbank bei den Zwölfjährigen. Keine zehn Pferde hätten ihn noch am Ladentisch festhalten können. Im Dezember 1571 wurde er zum Priester geweiht. Niemand war glücklicher als er, und weil er seine Kaplanszeit bereits im weißen Apothekerkittel hinter sich gebracht hatte, besaß er neben dem Wissen auch Weisheit genug, um in der Schule, auf der Kanzel und im Beichtstuhl mit Erfolg zu wirken. Besonders waren ihm die Männer zugetan. Schließlich gründete er einen Orden, den er nach der lieben Mutter Gottes benannte, und starb dann im Jahr 1609.

Johannes Leonardi war in jungen Jahren Laienapostel. Seine Bedeutung für die heutige Zeit geht jedoch noch weiter, denn weil er einen katholischen Blick, das will sagen einen weiten Blick besaß, sah er über die enge Heimat, über Italien, hinweg, und mit brennenden Augen schaute er die Not der Heidenvölker. Um auch ihnen zu helfen, gründete der seeleneifrige Priester eine Schule für künftige Missionare, und es war dies die erste sogenannte Missionsschule, wie wir sie heute in großer Anzahl besitzen. Es sind aber immer noch zu wenig, denn bei all den großen Missionserfolgen, die zweifellos zu verzeichnen sind, darf nicht übersehen werden, dass sich die Heidenvölker stark vermehren, so dass auf einen einzigen Neugetauften fünfzig andere kommen, die unter den Heiden dazugeboren werden. Da können die wenigen Missionare nicht Schritt halten, und deshalb ist es katholische Pflicht und Schuldigkeit, dass man die Missionsschulen unterstützt.

von 08.10.2013 00:16


Konversion und Missionspredigt statt Dialog - hl. Franziskus von Assisi



Wie katholische Missionspredigten - auch vor Moslems - in einst glorreichen Zeiten unserer Heiligen Mutter Kirche gehalten wurden, hier ist ein Beispiel: Was ein mutiger Priester den Mohammedanern predigte

In Zeiten, wo seit selbst von höchsten Stellen im Vatikan der hl. Franziskus als Modell des "Dialogs" mit den falschen anderen Religionen hingestellt wird, ist es wichtiger denn je, sich folgende historische Tatsachen in Erinnerung zu rufen:

Kein Freund des interreligiösen Dialogs - der hl. Franziskus von Assisi bei den Moslems

Statt viel über passende Kommunikationsmethoden und "Religionstreffen" nachzudenken, hielt sich der hl. Franziskus von Assisi an die Worte des Heilands: "Gehet hin und predigt das Evangelium allen Völkern und lehret sie halten alles, was ich euch gesagt habe" und ging zum Sultan Al-Malik Al-Kamil:


Von Begeisterung für Christi Glauben entflammt und von dem Wunsche beseelt, als Märtyrer sein Leben hinzugeben, zog Sankt Franziskus einst über das Meer und mit ihm seine zwölf heiligsten Jünger, um sich geraden Weges zum Sultan von Babylon zu begeben. Sie kamen in eine Stadt der Sarazenen (Anmerk.: d. h. Moslems). Dort waren alle Straßen von so grausamen Männer bewacht, dass kein Christ sie zu durchschreiten wagte, es sei denn, er büßte seinen Mut mit dem Leben. Gott aber gefiel es, dass sie nicht starben, sondern ergriffen, gebunden, geschlagen und vor den Sultan geführt wurden.


Der. hl. Franziskus predigt vor dem Sultan und bietet an, durch Feuer zu gehen


Und als sie vor ihm standen, predigte Sankt Franziskus, vom Heiligen Geist beseelt, so gotterfüllte Worte über den Glauben Christi, ja, er begehrte sogar, für seinen Glauben durch das Feuer zuschreiten, so dass der Sultan innige Ehrfurcht vor dem Heiligen empfand, sowohl wegen der Standhaftigkeit, die er im Glauben, als auch wegen der Missachtung, die er der Welt gegenüber bekundete. Auch bewunderte er seine Enthaltsamkeit, weil er keine Geschenke annehmen wollte und sein mutiges Herz, weil er das Martyrium ersehnte.

Seitdem hörte der Sultan gerne auf ihn, und bat ihn, oft zu kommen, erlaubte ihm auch zu predigen, wo es ihnen beliebte. ferner verlieh er ihnen ein Abzeichen, das sie gegen jede Unbill feite.Nachdem nun Sankt Franziskus volle Freiheit erlangt hatte, entsandte er seine geliebten Jünger zu zweien und zweien in die verschiedenen Teile des Sarazenenreiches, um den Heiden den Glauben Christi zu predigen.

Nachdem sie unter den Moslems alle zum wahren Glauben bekehrt hatten, die sich bekehren lassen wollten, kehrten sie zum Sultan zurück, um von ihm Abschied zu nehmen.

Da sagte ihm der Sultan: "Bruder Franziskus, ich würde mich gern zum Glauben Christi bekehren, fürchte mich aber, es sogleich zu tun, denn wenn jene es erfahren, würden sie dich töten und mich und alle deine Gefährten. Du kannst aber noch viel Gutes tun, ich muss noch mancherlei Bedeutsames ausführen und deshalb will ich weder meinen, noch deinen Tod verursachen. Aber unterweise mich, wie ich meine Seele retten kann, ich bin bereit, zu tun, was du heißest!"
Hier spielt der Sultan auf die heute noch drohende Todesstrafe bei Apostasie vom Islam an. Für Moslems ist Christus nicht Gott, da Allah laut Koran keinen Sohn hat.
Am Ende dieser Erzählung (aus: Franz von Assisi, Die Werke, Rowohlt, 1958, S. 96 ff.) wird beschrieben, auf wie wundersame Weise der Sultan sich vor seinem Tod noch vollständig bekehrte, im Glauben Christi von zwei Franziskanern unterrichtet wurde und die hl. Taufe empfing.

Der Amerikaner Frank M. Rega hat sich die Mühe gemacht, über die Missionsreise des hl. Franziskus zum Sultan ausführlich zu recherchieren und hat das sehr interessante Buch:

St. Francis of Assisi and the Conversion of the Muslims geschrieben. Es ist heute noch aktueller als in seinem Erscheinungsjahr 2007. Mit einem sehr lesenswerten Vorwort von Fr. Angelus Shaughnessy, O.F.M. Cap.




Siehe auch:
http://hl-herz-jesu.blogspot.de/2012/09/...dreifaltig.html

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