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NEUER BLOG von Esther

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von 24.04.2014 13:43

Auf den Punkt gebracht
Gott hat alle Wasser gesammelt und sie Meer genannt;
er hat alle Gnaden gesammelt und sie Maria genannt.


Von allen Gefährten, die mich begleiten,
ist mir keiner so treu geblieben, wie der Schutzengel.

„GOTT hat die Priestersöhne berufen, die Herden zu führen, nicht zu verführen ! Ja, viele Priestersöhne verführen die Seelen und tun es weiter! Diese alle stehen im Dienst Satans ! !“ (Worte der Gottesmutter 4. Dezember 2012 Myrtha-Maria)

„Was für eine Zeit ist angebrochen, eine gottlose Zeit! Gottlose Gesetze werden erlassen! Und was tun viele Bischöfe und Priester? Anstatt ihre Herden zu führen, lassen sie sich selbst von wild gewordenen Schafen und Böcken verführen!“(Worte der Gottesmutter 29. Oktober 2013 Myrtha-Maria)

"Es ist besser die Privatoffenbarung zu glauben, als sie abzulehnen. Denn wenn sie echt sind, wirst du dich überglücklich schätzen, weil du an sie glaubtest, als unsere Heilige Mutter es so verlangte. Und wenn es sich herausstellt, dass sie falsch waren, du bekommst all die Segnungen, als ob sie echt gewesen wären." Papst Urban VIII., 1636

„Der Weise sucht nach der Wahrheit, der Törichte glaubt, sie gefunden zu haben!“
(Padre Pio)

"Wie viele und grosse Lehren gehen von der Krippe in Bethlehem aus!
O welch’ glühende Liebe muss das Herz für den empfinden, der für uns ganz zart und klein geworden ist! Bitten wir das Göttliche Kind, es möge uns mit Demut erfüllen; denn allein dank dieser Tugend sind wir imstande, dieses Geheimnis göttlicher Zärtlichkeit und Menschenfreundlichkeit zu erfassen und zu geniessen.“
(Padre Pio)

"Meine Warnungen sind auf taube Ohren gestoßen und jene sind zu stolz, die Hand der Barmherzigkeit anzunehmen, die euch durch Meine Botschaften gegeben werden." (Worte von Gottvater aus 951 B.d.W.)


"Wisst auch, dass diejenigen, die für sich in Anspruch nehmen, heilige Menschen zu sein, kenntnisreich in der Heiligen Schrift und in den Lehren Meiner Kirche, darauf warten und die ersten sein werden, euch zu verdammen, weil ihr der Wahrheit folgt." (Worte Jesu aus 949 B.d.W.)

„Oh, könntet ihr Mein Herz sehen,
wie weit es sich öffnet für die armen Sünder, die nach Hause finden.
Oh, könntet ihr die Freude des Himmels verspüren,
wenn eine verirrte Seele auf Erden sich voller Reue an die Brust klopft
und Gott, den Vater des Himmels, um Barmherzigkeit anfleht!“

(Worte Jesu 5. Oktober 2013 Morgenröte)

Beim Propheten Ezechiel 33,8 – 9 hören wir: „Wenn ich zu einem der sich schuldig gemacht hat, sage: Du musst sterben!, und wenn du nicht redest und den Schuldigen nicht warnst, um ihn von seinem Weg abzubringen, dann wird der Schuldige seiner Sünde wegen sterben. Von dir aber fordere ich Rechenschaft für sein Blut. Wenn du aber den Schuldigen vor seinem Weg gewarnt hast, damit er umkehrt, und wenn er dennoch auf dem Weg nicht umkehrt, dann wird er seiner Sünde wegen sterben, du aber hast dein Leben gerettet.“

Vielen ist es heute peinlich, die Wahrheit vor den Augen der Öffentlichkeit zu verkünden.
Nur sehr wenige Seelen sind mutig genug, aufzustehen und sich selbst als Soldaten von Christus zu erkennen zu geben.

Sogar heilige Seelen haben Angst davor, dies zu tun, und zwar weil sie fürchten, bei den Nichtgläubigen Empörung auszulösen.

Es zu unterlassen, die Wahrheit der Lehren Seines Sohns öffentlich zu verkünden, hat zur Folge, dass Gott vergessen wird.

Hebr. 10,35 Werft also eure Zuversicht nicht weg, die großen Lohn mit sich bringt.

"Ihr dürft niemals das Wort abweisen, das einem Propheten Gottes gegeben wird. Wenn ihr das tut, dann schlagt ihr Mir, eurem Jesus, ins Antlitz." (Worte Jesu aus 1050 B.d.W.)

Christus wird einmal alle Seine Priester fragen : "Wart ihr Priester für Mich, oder wart ihr Priester für euch?" und da sie wissen was sie tun, kennen sie auch die Antwort.

„Dies ist Mein Weg — der Weg der Wahrheit. Nur die ganze Wahrheit ist annehmbar. Eine halbe Wahrheit bedeutet, dass sie eine Lüge wird. „ (Worte Jesu aus 879)

„Ihr seid entweder für Mich oder gegen Mich.“ (Worte Jesu aus 870)

"Es kann nur eine einzige Wahrheit geben, und das ist die Wahrheit, die von Anfang an von Gott festgelegt worden ist." (Worte Jesu aus 1008)

„Haltet euch die Ohren zu, wenn die Gotteslästerungen aus dem Maul des Tieres hervorsprudeln. Akzeptiert rein gar nichts, was die Sakramente oder Meine Lehren verraten wird. Schlagt eine andere Richtung ein und folgt Mir, denn wenn all diese Dinge eintreten, wird es nur einen einzigen Weg geben, den ihr gehen könnt.“

„Dies ist Mein Weg — der Weg der Wahrheit. Nur die ganze Wahrheit ist annehmbar. Eine halbe Wahrheit bedeutet, dass sie eine Lüge wird." (Worte Jesu aus 879)

Wenn ihr für Mich seid, dann werdet ihr in der Lage sein, die Welt dagegen zu verteidigen, in ihren letzten Tagen von der Bosheit des Teufels verschlungen zu werden. Ihr werdet nicht scheitern. Ihr werdet leiden. Ihr werdet Missfallen, Widerstand und Vorwürfen der Häresie ausgesetzt sein, obwohl alles, woran ihr die Menschen lediglich erinnern werdet, schon in den Heiligen Evangelien enthalten ist." (Worte Jesu aus 1016 B.d.W)

„Es steht doch in der heiligen Schrift, wie der HERR einst den Tempel mit eiserner Hand reinigte. Und was geschieht jetzt dann in den nächsten Tagen wieder? An vielen Orten wird das HEILIGTUM GOTTES wieder durch weltliches Gebaren verwüstet und missbraucht! Viele Bischöfe und Priester schauen nur zu. Und es gibt sogar solche, die dieses Tun noch befürworten und mitmachen! Muss da nicht die GERECHTIGKEIT GOTTES eingreifen? Priestersöhne, die solches mitmachen, sind keine Führer, sondern Verführer! Diese wird der HERR einst fragen: Wo sind die Schafe, die ich euch anvertraut habe? Geht hinweg, ihr untreuen Knechte! Ihr habt euren Lohn schon erhalten!“ (Worte der Gottesmutter, 28.01.2014, Myrtha-Maria, eine Sühneseele für katholische Bischöfe und Priester)
"Wenn eine Mission, die erklärt, sie spreche das Wort Gottes, falsch ist, dann wird ihr kein Hass gezeigt werden, denn Satan wird niemals jene öffentlich angreifen, die er betrügt." (Worte der Gottesmutter aus 965)
Wenn Gott in einer Mission präsent ist, die von ihm auf Erden sanktioniert ist, um Seelen zu retten, wird Satan immer angreifen. Ihr werdet Gottes wahre Propheten erkennen aufgrund der Verfolgung und des Hasses, der ihnen gezeigt wird. Ihr werdet sie erkennen aufgrund der öffentlichen Ablehnung ihrer Mission und der bösen Aktionen, die von anderen Menschen gegen sie ausgeführt werden." (Worte der Gottesmutter aus 965)

"Meine Warnungen sind auf taube Ohren gestoßen und jene sind zu stolz, die Hand der Barmherzigkeit anzunehmen, die euch durch Meine Botschaften gegeben werden. " (Worte von Gottvater aus 951)

"Licht zieht diejenigen an, die sich in der Finsternis befinden, und sie werden euch immer angreifen und gegen euch hauen, wenn ihr in voller Einheit mit Meinem Sohn, Jesus Christus, seid. Es ist doch solch eine Geringfügigkeit, wenn ihr für Meinen Sohn leidet, und es ist unerheblich verglichen mit dem, was Er für jeden Einzelnen von euch ertrug, als Er am Kreuze starb, um euch zu retten." (Worte der Gottesmutter aus 950)

"Je mehr sie ihre Angst vor diesen Botschaften zeigen, desto mehr werden sie auf euch einschlagen. Einige von euch werden bereits einen Vorgeschmack des heftigen Widerstandes erfahren haben, den ihr Meinetwegen werdet erdulden müssen." (Worte Jesu aus 949)

"Selbst diejenigen, die Meine Stimme hören, werden Mich ignorieren und Meine Worte als Häresie ablehnen. Sie werden nicht die Zeiten erkennen, in denen sie leben, und werden die Wahrheit erst während der Warnung realisieren. Bis dahin werden Mich viele von ihnen verflucht haben und sich so weit von Mir entfernt haben, dass Ich nicht in der Lage sein werde, in ihre Herzen vorzudringen oder ihre Seelen zu retten.

Unterschätzt nicht den Hass, den der Teufel auf Mich hat. Er hat Meinen Vater auf schreckliche Art und Weise verraten, aber Mich verabscheut er. Dies bedeutet, dass er Meine Kirche hasst, und es wird Meine Kirche auf Erden sein, die die letzte Schlacht mit den von Satan geschickten Dämonen ausfechten muss." (Worte Jesu aus 943 Buch der Wahrheit)

"Sage dies, Mein geliebtes Kind, denen, die an der Echtheit dieser Botschaften zweifeln. Mehr musst du nicht tun.
Wer Uns nicht hören will, der verschließe sich, doch denke nicht Du, der sich verschließt vor der Wahrheit, hättest das Recht, anderen ihren Glauben streitig zu machen. Schweige und versündige dich nicht gegen andere."

Worte Jesus, aus die Vorbereitung (passt auf auch auf die Warnung und Anne)

Wahre Ökumene ist Rückkehr zur ewigen Wahrheit, ja, Rückkehr !

Was heute aber geschieht, das ist Abkehr !

Wie kann so ‚ein Hirt und eine Herde’ sein, wenn jene,
welche die Wahrheit verkünden sollen, selbst uneins sind ?

Ja, es ist furchtbar ! Noch nie wurde so gegen die heiligen zehn Gebote gesündigt ! Gottlose Gesetze werden erlassen und töten ist an der Tagesordnung ! So viele ungeborene Kinder werden täglich umgebracht ! Und wer steht für sie ein ?

(Worte der Gottesmutter, Myrtha-Maria, 05.02.2013)

"Wie könnt ihr so blind sein? Von welcher Fäulnis seid ihr befallen, die euch dazu bringt, andere zu verletzen zu versuchen? Betet, dass ihr euren Nächsten Mir nicht entfremdet. Betet, dass ihr die Wahrheit sucht, bevor der Teufel eure Seelen besitzt. Er ist sehr mächtig, und diejenigen, deren Seelen durch die Sünde des Stolzes geschwächt sind, werden bereitwillige Gefäße werden, in welchen Satan und seine gefallenen Engel residieren werden." (851)

„Jeder, der dafür verantwortlich ist, eine einzige Seele von Mir weggenommen zu haben, wird dafür leiden. Mein Zorn ist am schlimmsten, wenn ihr — nicht zufrieden damit, euch auf den Zustand eurer eigenen Seele zu konzentrieren — bewusst versucht, einen anderen mit euch zu nehmen und wegzubringen von Meiner Liebe und Meinem Königreich.

Ihr seid früher schon vor den Folgen gewarnt worden. Jetzt erinnere Ich euch noch einmal daran. Nehmt eine Seele — ein Leben — von Mir weg — und euer eigenes Leben — euer Ewiges Heil — wird nicht mehr euer Recht sein.“

(Worte Jesu aus 1055 Buch der Wahrheit)

„Denkt immer daran, dass die Angriffe auf diese Mission Angriffe gegen Mich sind. Hass gegen diese Mission ist Hass gegen Mich, Jesus Christus. Ihr könnt nicht auf die eine Weise sagen, ihr würdet Mich lieben, und dann auf verschiedenste Weise euren Hass auf Mich zum Ausdruck bringen. Ihr seid entweder für Mich oder gegen Mich. Entweder glaubt ihr Mir, oder ihr glaubt Mir nicht. Wenn ihr an Mich glaubt, dann dürft ihr niemals eine andere Seele verfolgen, denn wenn ihr das tut, dann seid ihr Mir weggenommen worden von Meinem Feind und ihr habt dann kein Recht zu erklären, ihr würdet zu Mir gehören.“

(Worte Jesus aus 1054. B.d.W.)

„Meine Barmherzigkeit wird nur all jenen gezeigt werden, die Reue für ihre Sünden zeigen. Sie wird nicht denjenigen gezeigt werden, die stolz vor Mir stehen und wo kein Versuch ihrerseits gemacht worden sein wird, sich um Meine Vergebung zu bemühen. Wenn Ich komme, um zu richten, wird die Welt erzittern. Und wenn Meine Barmherzigkeit erschöpft ist, wird Meine Gerechtigkeit wie eine Axt hernieder fallen. Ich werde die Bösen strafen, denen nicht mehr zu helfen sein wird.

Der Mensch darf niemals — auch nur für eine Minute — Meine Verheißung ignorieren. Ich werde kommen, um alle Kinder Gottes zu sammeln, aber leider werden viele von ihnen niemals in Mein Paradies eingehen, weil sie Mich, Meine Existenz und die Existenz der Sünde geleugnet haben.“

(Worte Jesu aus 1056 Buch der Wahrheit)

Wenn eine Seele gegen Gottes Wort lästert, dann wird sie einem Kampf gegen das Tier ausgesetzt sein, so heftig, dass es ihr unmöglich erscheint, sich nicht seiner Macht auszuliefern. Ihr Fluch gegen Gott wird ihr Fluch werden, und nichts kann in diesem Stadium für sie getan werden.
(Worte der Gottesmutter 1065 Buch der Wahrheit)

Wenn Gott durch einen Propheten spricht, ruft das in der Hölle Empörung hervor.
Jede Anstrengung wird in diesen Fällen vom Teufel unternommen, um das Wort Gottes zum Schweigen zu bringen. (Worte der Gottesmutter 1065 Buch der Wahrheit)

Liebe und nur Liebe kommt von Gott. Hass kommt nur von Satan. Es gibt nichts dazwischen. Es gibt keine Mitte. Ihr seid entweder für Meinen Sohn oder gegen Ihn.
(Worte der Gottesmutter 1065 Buch der Wahrheit)

von 23.04.2014 09:55

Der alte Jim
Dem Pfarrer einer Gemeinde in Kenia fiel ein alter, ärmlich wirkender Mann auf, der jeden Mitag um 12 Uhr die Kirche betrat und sie nach kurzer Zeit schon wieder verließverließ. Eines Tages wartete der Pfarrer auf den Mann und fragte ihn, was er denn in der Kirche tue. Der Alte antwortete: "Ich gehe hinein um zu beten!" Auf die verwunderte Feststellung: "Aber du bist niemals lange genug in der Kirche, um wirklich beten zu können!", erklärte der alte Mann:"Ich kann kein langes Gebet sprechen, aber ich komme jeden Tag um 12 Uhr vorbei und sage:

"Jesus, hier ist Jim." (*)

Dann warte ich eine Minute, und er hört mich.

Nach einiger Zeit kam der alte Jim mit einer Verletzung seines Beines ins Krankenhaus. Die Schwestern stellten fest, daß er auf alle anderen Patienten einen heilsamen Einfluß hatte. Die Nörgler wurden zufrieden, die Ängstlichen gewannen neue Zuversicht, die Traurigen wurden fröhlich. Und es wurde viel gelacht ins Jims Zimmer.

"Jim", sagte die Stationsschwester eines Tages zu ihm, "die anderen Männer sagen, daß du diese Veränderung herbeigeführt hast. Du bist immer glücklich!" " Ja, Schwester, ich kann nichts dafür, daß ich immer so fröhlich bin.. Das kommt durch meinen Besucher."

Die Schwester hatte bei Jim noch nie Besuch gesehen, denn er hatte keine Verwandten, und auch keine näheren Freunde hier. "Dein Besucher?" fragte sie. "Wann kommt er denn?" "Jeden Tag um 12 Uhr mittags", antwortete Jim. "Er kommt herein, steht am Fußende meines Bettes und sagt: "Jim, hier ist Jesus!"

Aus: "War Cry", Kenia

(*) Sprich den Namen Jesus beim Einatmen, deinen Vornamen beim Ausatmen.

Siehe auch:
[Immerwährendes Jesusgebet] [Mit dem Namen 'Jesus Christus' beten]

von 23.04.2014 09:29

23.04.Adalbert von Prag um 956 - 997 Bischof, Märtyrer, Glaubensbote

Adalbert von Prag

Adalbert ist althochdeutsch und bedeutet "von edler Abstammung". Diesen Namen erhielt der junge Vojtech bei seiner Firmung in Magdeburg. Als Sohn eines böhmischen Fürsten war Vojtech ohne Zweifel von edler Abstammung. Schon früh haben seine Eltern ihn für einen geistlichen Beruf bestimmt und ihn an die damals für den östlichen Raum maßgebende Domschule in Magdeburg geschickt. Dort erhielt er in den Jahren 972 bis 981 eine umfangreiche Ausbildung. 981 kehrte Adalbert nach Prag zurück, wo er im selben Jahr zum Priester geweiht wurde. Bereits 983, noch keine 30 Jahre alt, wurde er in Verona zum zweiten Bischof des im Jahr 973 gegründeten Bistums Prag geweiht.
Doch noch war das Christentum neu in den slawischen Ländern und heidnische Kulte beim Volk und beim Adel weiterhin fest verwurzelt. Dies bekam auch der junge Bischof zu spüren, der hart von seinen heidnischen Landsleuten bedrängt wurde. 988 legte er deshalb sein Amt als Bischof von Prag nieder und begab sich nach Rom. Dort wollte er vom Papst um die Erlaubnis bitten, in den östlichen Ländern als Missionar tätig zu sein. Doch zunächst lebte Adalbert in Rom einige Zeit in einer klösterlichen Gemeinschaft und gab schließlich dem Drängen zu einer Rückkehr nach Prag nach. 992 nahm er sein Bischofsamt wieder auf.
Um dem Glauben in seiner Bischofsstadt Prag eine Heimstatt zu geben, errichtete Adalbert dort im Jahr 993 das Benediktinerkloster Brevnov, zu dessen Gründung er Mönche aus Rom nach Böhmen holte. Das Kloster wurde ein Zentrum der Mission unter den Slawen und von hier aus wurden bald weitere Köster geründet. Bis heute leben hier Mönche nach der Regel des heiligen Benedikt.
Adalbert bekam in Prag erneut die Anfeindungen der Heiden zu spüren und sah sich daher bereits 994 dazu gezwungen, seine Bischofsstadt wieder zu verlassen. Er reiste zunächst an den Hof Kaiser Otto III., mit dem ihn eine enge Freundschaft verband. Danach ging wieder nach Rom.
Im Jahr 996 konnte er endlich zu einer Missionsreise in den Osten aufbrechen. Er verbrachte zunächst einige Monate am Hof des ungarischen Herzogs Stephan, dann reiste er weiter zum polnischen Herzog Boleslaw. Mit dessen Einverständnis missionierte er unter den slawischen Liutizen und den baltischen Pruzzen. Am 23. April 997 fand seine erfolgreiche Missionstätigkeit ein jähes Ende. In der Gegend von Elbing wurde er von heidnischen Pruzzen ermordet. Sie verkauften den toten Leib des Märtyrers an den Polenherzog Boleslaw, der ihn in Gnesen beisetzen ließ.
Sofort nach seinem Tod wurde Adalbert als Heiliger verehrt. Kaiser Otto III. errichtete am Grab des Heiligen im Jahr 1000 das Erzbistum Gnesen, wodurch das junge polnische Reich nun auch im kirchlichen Bereich eigenständig wurde. 1039 wurden die Gebeine Adalberts nach Prag überführt. Reliquien des Heiligen kamen auch nach Aachen und Rom. Adalbert ist Patron des Bistums Danzig und hat nach dem Zweiten Weltkrieg besonders als Fürsprecher für die Aussöhnung der Deutschen mit ihren östlichen Nachbarn eine besondere Bedeutung gewonnen.

von 18.04.2014 10:44

Karfreitag - Passion
Passion kommt vom lateinischen Wort pati, (er)leiden, (er)dulden. Es steckt auch das Wort passiv darin. Wenn ein Mensch leidet, dann geschieht etwas an ihm, das er nicht aktiv beeinflussen kann.
Jesus war sein Leben lang aktiv, hat gepredigt, Menschen geheilt. Am Ende seines Lebens aber leidet Jesus, er gibt sich ganz hin, übergibt sich in die Hände von Menschen. Er tut dies, weil sich darin der Wille des Vaters erfüllt. In Getsemani kämpft Jesus den inneren Kampf um die Bereitschaft zu dieser Hingabe. Als dann die Soldaten kommen, lässt er sich bereitwillig abführen.
Nun bestimmen andere, was mit Jesus geschieht, der Hohe Rat, Pilatus, die Soldaten. Jesus liefert sich ganz deren Willkür aus, läßt sich schlagen, beschimpfen und schließlich ans Kreuz nageln. Doch gerade durch das, was ihm angetan wird, erfüllt Jesus seine Sendung, den Menschen unvergängliches Heil zu schenken.
Wenn wir unser Leben anschauen, müssen wir erkennen, das wir vieles nicht aktiv bestimmen können. Mein Erleiden macht einen weit größeren Teil meines Lebens aus, als mein Handeln. So ist es für mich eine frohe Botschaft, zu wissen, dass Jesus sich dem Erleiden übergeben lässt und gerade auch durch sein Erleiden seine göttliche Aufgabe erfüllt.

Der Hohe Rat fällt ein schnelles Urteil über Jesus. Einstimmig fordern sie bei Pilatus seine Hinrichtung. Geschickt verstehen sie es, den zögernden römischen Statthalter dazu zu bringen, ihrer Bitte nachzukommen.
Nun ist Jesus als verurteilter Schwerverbrecher aller Menschenwürde beraubt. Die Soldaten können ungehindert ihren Spott mit ihm treiben. Die römische Geißelung war brutal. Die mit Knochen- und Eisenstücken versehen Peitschen rissen dem Verurteilten die Haut vom Leib. Dass die Römer Simon von Zyrene zwingen müssen, das Kreuz Jesu zu tragen, kann durchaus auch deshalb nötig gewesen sein, weil Jesus schon nach der Geißelung all seiner Kräfte beraubt war. Doch er muss noch den Weg gehen hinauf nach Golgota.
Endlich auf Golgota angekommen, geht die Qual weiter. Die Soldaten reißen ihm die Kleider vom Leib und nageln ihn an das Kreuz. Dort hängt Jesus nun, von Schmerzen und Wunden gezeichnet, zwischen zwei Räubern. Nur seine Mutter und einige andere Frauen schauen aus der Ferne zu. Sonst sind alle weg. Nur einige Soldaten, die die Gekreuzigten weiter verspotten, sind noch da.
Jesus ist allein, allein mit seinem Vater. "Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist." Dann stirbt Jesus am Kreuz. Einige erkennen, dass in diesem Moment etwas außergewöhnliches geschehen ist. Eine Finsternis, ein Erdbeben. "Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn." So bekennt der Hauptmann, der in diesem Moment unter dem Kreuz Jesu stand.
"Dort stirbt Jesus. Die Mächte des Todes zerschmetterten ihn. Das waren nicht nur der um seine Macht bangende Pilatus mit seinem Fehlurteil, nicht nur die römischen Soldaten, die ihn blutig quälten, und nicht nur die, die ihn grausam ans Kreuz nagelten, sondern das waren auch die Mächte und Gewalten dieser Welt.
Wenn wir sagen Christus ist gestorben, bringen wir die Wahrheit zum Ausdruck, dass alles menschliche Leiden aller Zeiten und Räume vom Sohn Gottes erlitten und damit ins innerste Leben Gottes aufgehoben wurde. Es gibt kein Leiden, das Gott nicht erlitten hätte.
Wir müssen zum innersten Wissen gelangen, dass der Todeskampf der Welt der Todeskampf Gottes ist. Der Todeskampf all der Frauen, Männer und Kinder aller Zeiten offenbart uns die unauslotbaren Tiefen des Todeskampfes Gottes, von dem uns ein Schimmer im Garten von Getsemani aufgegangen ist. Der tiefste Sinn der Menschheitsgeschichte liegt darin, die Leiden Christi Stufe um Stufe zu entfalten. Solange es noch eine Menschheitsgeschichte gibt, ist die Geschichte des Leidens Christi noch nicht vollständig erzählt.
Je mehr wir versuchen, in dieses Geheimnis einzutreten, desto deutlicher geht uns auf, dass die leidende Welt eine in Gott verborgene Welt ist. Außerhalb von Gott ist das Leiden der Menschen nicht nur unerträglich, sondern man kann es nicht einmal voll ins Auge fassen. Aber wenn uns der innere Zusammenhang zwischen dem Leiden der Welt und Gottes Leiden aufgeht, wird alles radikal anders. Dann sehen wir, dass Gott in und durch Jesus Christus alle Last der Menschen in sein Innerstes aufgehoben und sie zum Weg verwandelt hat, auf dem wir seine unermeßliche Liebe erkennen." (Henri Nouwen)

Herr, hilf mir,
das Licht in der
Finsternis zu finden,
und die Einheit mit dir,
wenn ich mich
verlassen fühle;
denn durch deine
Verlassenheit
hast du uns
neues Leben geschenkt.
Betrachtung über das Leiden und Sterben des Herrn

Jesus, voller Schmerzen am Ölberg

Am Gründonnerstag hat Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl gefeiert. Damit hat er auch uns in den Zeichen von Brot und Wein seinen Leib und sein Blut als ewiges Gedächtnis hinterlassen. Keine Gemeinschaft kann inniger sein als die Teilhabe an Christus in der Eucharistie. Doch die Stiftung dieses Gedächtnisses musste Jesus mit seinem Tod besiegeln. Erst durch seinen Tod wird uns die Teilhabe an ihm möglich.
Nach dem Mahl beginnt Jesu qualvoller Weg ans Kreuz. Jesus wusste um den Weg, den der Vater für ihn bestimmt hat zu unserem Heil. Er schrickt vor den Leiden zurück, die ihm bevorstehen. Am Ölberg betet er in seiner Not zum Vater. Er bittet seine Jünger, mit ihm zu wachen und zu beten, doch sie schlafen.

Meine Seele ist zu Tode betrübt. (Ps 42,6 - Mt 26,38)

Jesu angstvoller Seufzer zeigt, wie es um ihn steht, lässt uns seine Angst und Not erkennen. Jesus war nicht der Übermensch, dem Leiden nichts anhaben könnten. Er, der wahre Gott, ist auch wahrer Mensch. Das Wissen um die Grausamkeit dessen, was ihm bevorsteht, lässt ihn erschauern.
Nutzen wir die Gebetsstunden an diesem Tag, um in Jesu Gebet einzutreten. Denken wir an das, was er für uns getan hat und beten wir für die Menschen, die heute angstvoll auf eine Zukunft voller Leiden und Schmerzen blicken.
Herr Jesus, du kennst die Angst und Not der Menschen und die Qualen, die Leiden und Schmerzen bedeuten. Für uns hast du die Schmerzen der Geißelung und des Kreuzes auf dich genommen. Stehe uns bei in unseren Ängsten und Nöten. Gib uns die Kraft, sie auf uns zu nehmen und schenke uns Befreiung. Amen.

Jesus, von Jüngern und Freunden verlassen

Nicht nur die Masse des Volkes ist es, die Jesus den Rücken kehrt. Auch seine engsten Vertrauten und Freunde werden schwach. Sie haben nicht den Mut, für Jesus einzustehen. Alle sind sie plötzlich weg, als es ernst wird, als Jesus verurteilt und verspottet wird. Sie verstehen noch nicht, dass der Messias all das erleiden musste.
Judas liefert ihn durch seinen Verrat aus, Petrus verleugnet Jesus dreimal, und als Jesus seinen Kreuzweg geht, ist keiner von seinen Jüngern da, nur seine Mutter und einige der Frauen, die Jesus gefolgt sind stehen weinend am Weg. So erfüllen sich die Psalmworte:

Freunde und Gefährten bleiben mir fern in meinem Unglück und meine Nächsten meiden mich. (Ps 38,12 - Lk 23,49)
Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, hat gegen mich geprahlt. (Ps 41,10 - Mk 14,18)

Herr Jesus, wie tief muss es dich getroffen haben, als dich selbst deine engsten Freunde und Vertrauten verlassen haben. Ganz allein musstest du den schweren Weg ans Kreuz gehen. Doch du hast weiter auf sie gebaut, hast sie nicht verstoßen, sondern sie nach deiner Auferstehung wieder versammelt und ihnen dann die Kraft gegeben, unerschrocken von dir Zeugnis zu geben. Gib auch uns den Mut, uns zu dir zu bekennen. Amen.

Karfreitag Karfreitag

Jesus, von Volk und Soldaten verspottet

Jesus wusste es, die Menge lässt sich leicht beeinflussen. Daher hat er nie darauf Wert gelegt, der Liebling des Volkes zu sein. Jesus sagte immer die Wahrheit, egal ob das gerade populär war oder nicht. Am Palmsonntag hat Jerusalem gejubelt: Hosanna dem Sohne Davids!
Doch dann wurden falsche Gerüchte über ihn ausgestreut. Viele erkannten, dass dieser Jesus nicht so ist, wie sie ihn sich vorgestellt haben und sie waren nicht bereit, ihr Bild vom Messias zu korrigieren.
Die Ablehnung Jesu wächst, bis er dann schließlich für Viele zum Spottobjekt wird, dem man lauthals den Kreuzestod wünscht - ein Spektakel, an dem man seine Neugier befriedigen kann.

Alle, die mich sehen, verlachen mich, verziehen die Lippen, schütteln den Kopf. Ps 22,8, Lk 23,35)

Herr Jesus, du hast geduldig des Spott des Volkes erduldet. Immer wieder weisen die dich ab, die du mit unendlicher Liebe umfangen möchtest. Mache uns zu Zeugen deiner Liebe.

Karfreitag

Jesus, ans Kreuz geschlagen

Wie ein Verbrecher wird Jesus zu der härtesten Strafe, die man sich damals denken konnte, verurteilt. Nach schweren Misshandlungen, Geißelung und Schlägen muss er noch selbst das Kreuz bis zur Hinrichtungsstätte tragen. Ein qualvoller Weg, den wir im Gebet des Kreuzweges mit Jesus mitgehen.
Dann wird Jesus ans Kreuz geschlagen. Unterm Kreuz verteilen die Soldaten seine Kleider unter sich, wie es im Psalm heißt:

Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand. (Ps 22,19 - Joh 19,24)

Jesus war den ganzen Tag der brütenden Sonnenhitze ausgesetzt und hat weder zu Essen noch zu Trinken bekommen. Als ihn dürstet, reichen ihm die Soldaten nur einen Schwamm mit Essig, wohl eine Mischung, die die Gekreuzigten betäuben sollte. Doch Jesus nimmt nicht davon. Dadurch erfüllt sich das Psalmwort:

Für den Durst reichten sie mir Essig. (Ps 69,22 - Mt 27,48)

Herr Jesus, lass uns das Leiden betrachten, das du für uns am Kreuz erduldet hast. Durch dich ist das Kreuz vom Zeichen von größter Qual und Spott zum Zeichen des Heils geworden. Es gibt nun keinen Abgrund, keine Qualen mehr, die deine Liebe nicht erreichen könnte. Lass uns im Kreuz das Zeichen der Hoffnung sehen und in ihm Kraft finden für unseren Weg.

Karfreitag

Jesus, vom Vater verlassen?

Am Kreuz betet Jesus den Psalm 22. Er beginnt mit den Worten:

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Ps 22,2 - Mk 15,34)

Wir haben betrachtet, wie die Volksmenge Jesus verspottet hat, wie selbst Jesu Jünger und Freunde fern blieben, als ihn das Todesurteil traf. Einsam und verlassen hängt Jesus am Kreuz. Hat ihn nun auch der Vater verlassen?
Immer hatte Jesus eine ganz enge Verbindung zu seinem Vater im Himmel. Stunden des Gebetes hat er mit dem Vater zugebracht. Immer war das, was er tat, auch der Wille des Vaters. Wie konnte der Vater nun zulassen, dass sein Sohn so sterben muss?
Auch wenn wir es nicht begreifen können, der Tod Jesu geschah zu unserem Heil und durch den Tod konnte der Vater machtvoll die Auferstehung wirken. Er wird den Sohn aus dem Tod holen und damit die Macht des Todes, die über die Menschen herrscht, ein für alle Mal brechen. Durch die Auferstehung Jesu steht auch uns der Weg offen zum ewigen Leben bei Gott. Der Schmerz des Todes ist der Weg zur Freude des Heils.
Wenn wir den ganzen Psalm 22 beten, so sehen wir, dass er sich von einem Klageruf in ein Gebet der Hoffnung und Zuversicht wandelt. Jesus hat qualvoll unter den Schmerzen des Kreuzes gelitten. Das lässt ihn aufschreien. Aber er hat nicht daran gezweifelt, dass auch hier der Vater bei ihm ist und ihn erretten wird.

Karfreitag

Jesus stirbt am Kreuz.
Von den Mächtigen verurteilt,
von der Menge verspottet,
von den Jüngern verlassen,
von Schmerzen gequält.
Doch Gott hat beschlossen, uns gerade auf diese Weise zu offenbaren, was göttliche Liebe ist.
Der liebende Vater, dessen Arme immer offen stehen, wie hätte Gott tiefer offenbaren können, dass dies nicht nur ein Bild, sondern bleibende Realität ist?

Herr Jesus, gib auch uns die Kraft und den Mut, schwere Stunden und Leiden durchzustehen und an Gottes Barmherzigkeit niemals zu verzweifeln. Amen.

von 17.04.2014 14:20

Der schmale Weg

Bibelgedicht zu Matthäus 7, 13–14

Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln....
Matthäus 7, 13–14



Es gibt viele Wege, sie sind nicht zu zählen,
die wir können in unserem Leben wählen.
Doch nur ein einziger erfüllt des Lebens Sinn:
der schmale Weg; er führt zum Reiche Gottes hin.

Es gibt viele Pforten, die wir Menschen durchschreiten.
Weite Pforten, die auf weite Welt-Wege leiten.
Doch nur die enge Pforte führt zum ewigen Leben,
auf schmalem Weg: von Gott als rettender Weg gegeben.

Gott hat die Pforte eng und schmal den Weg erdacht,
auf dem Er uns Weisung für das Leben gemacht.
Gott fragt uns nicht, ob uns der Weg gefällt,
aber Sein Licht und Seine Wahrheit jeden Schritt erhellt.

Im Lukas-Evangelium (18,24) die Worte Jesu stehen:
„Ringet darum, durch die enge Pforte zu gehen!“
Es geht um Leben und Tod, von vielen erkannt;
aber nur wenige sind im Buche des Lebens genannt.

„Wer hungert und dürstet nach Gerechtigkeit,
und nach der Wahrheit Gottes, der ist bereit,
dankbar zu gehen den schmalen Weg – Tag für Tag:
der findet Frieden, den die Welt nicht zu geben vermag!




( Autor: Ursula Wulf, 2010)

von 17.04.2014 13:38

Der Vatikan und Vassula – neue Nuancen in der Bewertung des Privatoffenbarungswerkes „Das wahre Leben in Gott“

Immer wieder sieht sich die römisch-katholische Kirche veranlasst, zu so genannten „Privatoffenbarungen“ Stellung zu nehmen, die einen nicht unerheblichen Teil der Gläubigen anzusprechen scheinen. Im Gegensatz zu den protestantischen Kirchen gesteht der Katholizismus zu, dass sich Gott, Jesus oder Maria auch heute noch auf direktem Wege, d.h. in Form von schriftlichen oder mündlichen Kundgaben mitteilen können. Der Begriff „Privatoffenbarung“ weist jedoch schon darauf hin, dass die römisch-katholische Kirche den Inhalt solcher Offenbarungen nicht als allgemein verbindliches Glaubensgut betrachtet, und dies gilt selbst für kirchlich anerkannte Botschaften wie jene von Fatima und Lourdes. Ohnehin ist die Kirche mit der Anerkennung von „Privatoffenbarungen“ sehr zurückhaltend, wenn nicht sogar tendenziell eher ablehnend.
Zu den schon seit einiger Zeit besonders populären Privatoffenbarungsmedien gehört die Griechin Vassula Ryden (*1942). Nach einem laut eigenen Angaben „mondänen" Leben als professionelle Tennisspielerin erfuhr die Ehefrau und Mutter zweier Söhne 1985 durch einen Engel namens Daniel ihr Bekehrungserlebnis, das sie von nun an Gottes Stimme hören und das Gehörte niederschreiben ließ. Diese Kundgaben werden unter dem Titel „Das wahre Leben in Gott" veröffentlicht und sind mittlerweile in 40 Sprachen übersetzt worden.
Der grosse Anklang, den die Kundgaben Frau Rydens auch und vor allem unter Katholiken finden, führte dazu, dass sich auch die vatikanische Glaubenskongregation mit ihnen befasste. In einer so genannten „Notifikation“ kam sie im Oktober 1995 zu dem Schluss, dass die Botschaften Vassula Rydens „im Licht der katholischen Lehre als negativ betrachtet werden müssen. Abgesehen davon, dass der verdächtige Charakter der Art und Weise, mit der diese angeblichen Offenbarungen geschehen, im Auge zu halten ist, ist es geboten, auch einige in ihnen enthaltene doktrinäre Irrtümer hervorzuheben. Unter anderem wird in zweideutiger Ausdrucksweise von den Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit gesprochen. Das geht so weit, dass die kennzeichnenden Namen und Funktionen der göttlichen Personen verwechselt werden. In diesen angeblichen Offenbarungen wird eine drohende Periode der Vorherrschaft des Antichristen innerhalb der Kirche angekündigt. In chiliastischer Weise wird ein entscheidendes und glorreiches Eingreifen Gottes prophezeit, der im Begriff sei, auf Erden noch vor der endgültigen Ankunft Christi ein Zeitalter des Friedens und des allgemeinen Wohlergehens zu errichten. Im Übrigen wird in nächster Zukunft eine Kirche erwartet, die eine Art pan-christlicher Gemeinschaft wäre im Gegensatz zur katholischen Lehre. Die Tatsache, dass in den späteren Schriften der Ryden die oben genannten Irrtümer nicht mehr erscheinen, ist ein Zeichen dafür, dass es sich bei den angeblichen ´himmlischen Botschaften´ nur um die Frucht privater Meditationen handelt.
Im Übrigen ruft Frau Ryden, die gewöhnlich an den Sakramenten der katholischen Kirche teilnimmt, obschon sie griechisch-orthodox ist, mancherorts in katholischer Umgebung nicht wenig Verwunderung hervor. Sie scheint sich über jede kirchliche Jurisdiktion und jede kirchenrechtliche Regelung zu stellen und verursacht faktisch eine ökumenische Unordnung, die bei nicht wenigen Autoritäten, Geistlichen und Gläubigen ihrer eigenen Kirche Missfallen hervorruft, da sie sich außerhalb der Disziplin dieser Kirche stellt. In Anbetracht dessen, dass, trotz einiger positiver Aspekte, die Aktivitäten von Vassula Ryden sich negativ auswirken, ersucht diese Kongregation, dass die Bischöfe einschreiten, ihre Gläubigen angemessen informieren und in ihren Diözesen keine Ausbreitung der Ryden´schen Ideen gestatten. Sie fordert schließlich alle Gläubigen auf, die Schriften und die Interventionen von Frau Vassula Ryden nicht als übernatürlich zu betrachten und den Glauben, den der Herr der Kirche anvertraut hat, rein zu bewahren.“ (1)
Da sich Vassula Ryden und ihre Anhänger immer als besonders kirchentreu eingestuft haben, war die Enttäuschung über das harsche Urteil aus Rom verständlicherweise sehr gross, und Frau Ryden zeigte sich konsequenterweise nicht bereit, die Angelegenheit damit einfach auf sich zu beruhen zu lassen. Im Juli 2000 wandte sie sich an Kardinal Ratzinger und erreichte, dass sich die Glaubenskongregation nochmals mit ihren Offenbarungen beschäftigte und deshalb Frau Ryden im April 2002 aufforderte, zu den strittigen Punkten klärend Stellung zu nehmen. Der Vatikan bat insbesondere um Ausführungen zum Charakter ihrer Offenbarungen, ihrer Sicht des Papsttums und der christlichen Einheit, den Aussagen zur Trinität, Protologie und Eschatologie sowie zu den organisatorischen Strukturen ihrer Anhängerschaft. (2) Vassula Ryden antwortete in einem sehr ausführlichen Schreiben zwei Monate später (26. Juni 2002). Es ist insofern sehr aufschlussreich, als es nicht nur Einblicke in den Offenbarungsvorgang als solchen und die Aktivitäten der Bewegung „Wahres Leben in Gott“ gewährt, sondern ganz offensichtlich unter Mitwirkung eines oder mehrerer versierter katholischer Theologen abgefasst wurde.
Auf die Frage nach dem Charakter ihrer Kundgaben, antwortete Frau Ryden ganz im Sinne des römisch-katholischen Privatoffenbarungsverständnisses, dass sie nichts neues, über die Bibel Hinausgehendes verkünde: „Ich erwarte nicht von den Lesern vom WLIG [Wahren Leben in Gott], dass sie die Botschaften für wichtiger halten als die Heilige Schrift (…).“ Ihr Werk füge „dem Glaubensgut nichts hinzu.“ Sie empfange „diese Mitteilungen (…) auf zwei Arten. (…) 1. Durch das Aufkommen innerer Worte, d.h. Einsprechungen. Die Worte, die ich vernehme, sind wesenhaft und viel deutlicher, als wenn ich sie über die Ohren hören würde“, 2. „durch ein Licht des Verständnisses in meinem Verstand, ohne irgendein gesprochenes Wort. Es ist, wie wenn Gott Seinen Gedanken in meinen überträgt. (…) Später wurde mir hier in Rom gesagt, dass die heilige Birgitta von Schweden ihre Botschaften auf ähnliche Weise niederschrieb.“
Auf die Frage nach ihrer Stellung zum Papsttum antwortete sie: „Mein Ruf ist es, die Bedeutung des Papstes zu bekräftigen und seinen Stuhl gegen all jene zu verteidigen, die dazu neigen, ihm nicht zu gehorchen und sich gegen ihn aufzulehnen, und zugleich soll ich die Errichtung und Stärkung der inneren Struktur der Einheit anregen. (…) Die Mehrheit von uns ist dieser Trennung [in verschiedene Konfessionen] überdrüssig, weil sie nicht dem Gesetz der Liebe unseres Herrn entspricht.“ Sie selbst sei zwar griechisch-orthodox und „ihrer Kirche voll verpflichtet“, dennoch sehe sie sich als berechtigt an, die römisch-katholische Eucharistie zu empfangen, wie dies durch das Dekret „Orientalium Ecclesiarum“ des Zweiten Vatikanischen Konzils ermöglicht werde.
Zu ihrem Trinitätsverständnis führte Frau Ryden aus: „Von Anfang an habe ich nie den Vater, den Sohn und den heiligen Geist miteinander vermischt. (…) Wenn ich Jesus an einer Stelle ´Vater´ nannte, dann aufgrund der väterlichen Art, in der Er zu mir sprach. (…) Manchmal ist es Gott Vater, der spricht, und jedem Leser, der die Heilige Schrift kennt, ist klar, dass es tatsächlich der Vater ist, der spricht, da Er Worte gebraucht wie ´Mein Sohn Jesus´ usw. Dann kann es vorkommen, dass mich später am gleichen Tag Christus ruft, die Botschaft fortzusetzen, und Er spricht.“ Was die Protologie betrifft, grenzt sich Vassula Ryden scharf von der Reinkarnation und dem New Age-Gedanken ab, die Jesus in einer Kundgabe an sie als „Lehren Satans“ bezeichnet habe. Und wenn in den Kundgaben Ausdrücke wie „Neuer Himmel“, „Neue Erde“ oder „Zweites Pfingsten“ fielen, so seien diese nicht eschatologisch, sondern „metaphorisch zu verstehen“.
Zum Schluss kommt Frau Ryden auf die Organisierung ihrer Anhänger zu sprechen: „Das Wahre Leben in Gott ist keine Bewegung, noch hat es eine Geschäftsstelle.“ Es gebe in mittlerweile 60 Ländern Gebetsgruppen, außerdem existieren in mehreren Staaten unter dem Namen „Beth Myriam“ auf Spendenbasis finanzierte Einrichtungen für Bedürftige wie etwa Waisenhäuser. „Wenn es in manchen Ländern Vereine vom ´Wahren Leben in Gott´ gibt, dann lediglich aufgrund rechtlicher Umstände im Zusammenhang mit der Förderung der Evangelisation und dem Druck der Bücher. (…) Doch ich dachte nie daran, eine Bewegung zu gründen.“
Offenbar gelang es Frau Ryden, mit ihrer theologisch sehr fundierten Stellungnahme die Verantwortlichen im Vatikan dazu zu bewegen, von ihrer ablehnenden Haltung abzurücken; jedenfalls versandte Kardinal Ratzinger am 10. Juli 2004 an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen von Frankreich, der Schweiz, Uruguay, den Philippinen und Kanada ein Schreiben, in dem Vassula Rydens Erläuterungen als „hilfreiche Darstellungen“ bezeichnet wurden. Hatte die Notifikation von 1995 die Bischöfe noch dazu aufgefordert, gegen die Aktivitäten der Anhänger des „Wahren Lebens in Gott“ Stellung zu beziehen und einzuschreiten, hieß es nun: „Was die Teilnahme an den von Frau Ryden organisierten ökumenischen Gebetsgruppen betrifft, so sollten die katholischen Gläubigen dazu angehalten werden, den Anordnungen der Diözesanbischöfe Folge zu leisten“ – wobei nicht näher ausgeführt wurde, wie diese Anordnungen auszusehen haben, es also offenbar nun den Bischöfen freigestellt ist, welche Position sie Vassula Ryden gegenüber beziehen.
Es versteht sich von selbst, dass der Kurswechsel des Vatikans propagandistische Verwertung findet, und dies nicht nur seitens klerikaler Vassula Ryden-Anhänger, unter denen sich auch hochrangige Würdenträger wie der philippinische Erzbischof Ramon C. Arguelles befinden. Offenbar trifft Frau Ryden, der von eher liberaler Seite vorgeworfen werde, sie sei „katholischer als die Katholiken“ mit ihren kirchenpolitisch wie theologisch absolut „romtreuen“ Aussagen auch auf den Führungsebenen der römisch-katholischen Kirche zunehmend auf Interesse und Zustimmung. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie trotz der wohlwollenderen Haltung der Glaubenskongregation natürlich nach wie vor sehr weit von einer kirchlichen Anerkennung der Kundgaben entfernt ist, die ohnehin erst nach Frau Rydens Tod bzw. einem Ende ihrer Privatoffenbarungen erfolgen könnte. Insofern ist auch die neue Tonlage alles andere als eine Einverständniserklärung des Vatikans, auch wenn sie von den Anhängern des „Wahren Lebens in Gott“ zukünftig sicher als eine solche dargestellt werden dürfte.

(1) Text der Notifikation in L’Osservatore Romano (deutsche Ausgabe), 44/1995.
(2) Siehe dazu die Dokumentsammlung „Wahres Leben in Gott – Klärungen mit der Kongregation der Glaubenslehre“, o.O. 2004. Von dort auch alle weiteren Zitate.

Christian Ruch

Quelle: Infosekten, 21.09.2005

von 16.04.2014 16:06

16. AprilDer heilige Benedikt Joseph Labre, Pilger und Bettler aus Frankreich, + in Rom 16.4.1783 - Fest: 16. April

„Wie mögt Ihr nur ein so erbärmliches Leben führen? Ihr könntet es doch ebenso gut viel bequemer haben!“ sagte eines Tages ein Geistlicher zum „heiligen Bettler von Rom“, als dieser, in Lumpen gehüllt und zum Erbarmen bleich und ausgehungert und abgemattet vor ihm stand. Und als der Priester sich anbot, ihm zur Aufnahme in ein Hospiz oder Kloster, oder zu einem guten Plätzlein an irgendeiner Kirche oder Anstalt zu verhelfen, da lehnte der Heilige freundlich dankend, aber entschieden ab: „Gott will mich auf diesem Wege haben!“ sprach er mit mildem Ernst und ging betend von dannen.

Diesen Wegen, auf denen Gottes Vorsehung unseren Heiligen durchs Leben und zum Himmel führte, wollen wir heute im Geiste nachzugehen versuchen. Es sind raue, außergewöhnliche Wege; die Hand Gottes jedoch ist deutlich sichtbar. „Gott ließ ihn geboren werden“, schrieb Benedikts letzter Beichtvater und erster Lebensbeschreiber (Marconi), „um den Unglauben, den Stolz und die Weichlichkeit seines Jahrhunderts zu beschämen und zu zertrümmern. Als Wundertäter hat er jene aus der Fassung gebracht, die das Wunder leugnen; als Armer hat er den Luxus gebrandmarkt; als Spiegel der Bußfertigkeit hat er die zahllosen Vergnügungssüchtigen seiner Zeit in Staunen versetzt. Wie ein strahlendhelles Licht hat er die Welt durchlaufen, um die Geister aufzuklären und die Herzen zu erwärmen; die Fußspur seiner Schritte ist zu einer Feuerbahn geworden, auf der man immerdar die Heldenhaftigkeit seiner Handlungen sehen kann.

I. Auf der Suche

Benedikt Joseph Labre wurde am 26. März 1748 in Amettes in Frankreich geboren als Ältestes unter fünfzehn Kindern in einer ebenso einfachen und wohlhabenden wie religiösen Kaufmannsfamilie. Vater und Mutter hatten je einen Bruder, der Pfarrer war. Benedikt war ein gut veranlagtes Kind, dessen Erziehung wenig Schwierigkeit machte. Er besaß ein lebhaftes, jedoch leicht lenkbares Temperament, klaren Verstand, treues Gedächtnis, leichte Auffassungsgabe, einen entschiedenen Abscheu vor der Sünde und eine starke Neigung zur Tugend. Schon bei dem Kind war eine auffallende Vorliebe für Bußstrengheiten und Übungen der Frömmigkeit unverkennbar.

Als Benedikt zwölf Jahre alt war, nahm ihn einer seiner geistlichen Onkel, der Pfarrer von Erin war, zu sich. Es war der stille Wunsch und Plan der Familie, Benedikt studieren zu lassen und in ihm einen Gehilfen und Nachfolger des alternden geistlichen Onkels heranzuziehen. Benedikt benahm sich in Haus und Schule musterhaft. Während jedoch mit den Jahren seine Neigung zu den Übungen der Frömmigkeit, zu Gebet und strenger Abtötung in Speis und Trank und Schlaf, zum Schweigen und zur Einsamkeit, zu Werken der Selbstlosigkeit und Nächstenliebe immer stärker wurde, nahm im selben Maße sein Eifer und Fortschritt im Studium ab; das trug ihm manchen strengen Tadel und herben Vorwurf ein. Benedikt gab sich alle Mühe, doch er fühlte es immer deutlicher in seinem Inneren, Gott habe ihn nicht zum Studium und geistlichen Stand berufen. Heiße Seelenkämpfe waren durchzuringen, bis die Berufsfrage gelöst war.

Eine erste Änderung trat durch den Tod des Oheims ein, der infolge einer ansteckenden Krankheit das Opfer seines Berufes geworden war. Achtzehnjährig kehrte Benedikt im Jahr 1766 ins väterliche Haus zurück. Über seinen weiteren Lebensweg war er sich soweit klar, dass Gott ihn zu einem Leben äußerster Bußstrenge berufen habe. Er wollte deshalb in den strengsten Klosterorden, bei den Trappisten, eintreten. Doch die Eltern gestatteten es nicht. Sie bewogen ihn vielmehr noch einmal zur Fortsetzung seiner Studien beim mütterlichen Oheim, dem Pfarrvikar zu Conteville. Benedikt fügte sich.

Bald überzeugte sich jedoch der Oheim vom Klosterberuf seines Neffen und riet ihm zu einem Eintrittsversuch bei den Kartäusern. Freudig folgte Benedikt der Anregung und bat um Aufnahme in zwei Kartausen. Doch das eine Kloster konnte wegen großer Armut vorläufig keine Novizen aufnehmen; fürs andere besaß der Kandidat zu geringe Vorbildung. Traurig kehrte Benedikt in die Heimat zurück.

Die Eltern übergaben nunmehr den berufslosen jungen Menschen, dessen scheinbar ungesunde Frömmigkeit ihnen Sorge zu bereiten begann, einem befreundeten Priester zu Ligny. Doch auch dieser überzeugte sich bald von Benedikts tiefer Frömmigkeit und Tugend und riet ihm, es noch einmal bei den Kartäusern zu Neuville bei Montreuil-sur-Mer zu versuchen.

Benedikt wurde aufgenommen und war überglücklich. Doch nicht lange, da kamen furchtbare innere Leiden, Ängste und Nöte über seine Seele. Nirgends fand er Ruhe und Frieden. Es war klar, Gott wollte ihn hier nicht haben. Kurz entschlossen machte sich Benedikt trotz Schnee und Winterkälte zu Fuß auf den Weg und klopfte an der Klosterpforte der Trappistenabtei bei Mortagne in der Normandie. Doch dort nahm man die Kandidaten erst vom 24. Lebensjahr an auf.

Jetzt brachten die bekümmerten Eltern die Sache vor den Diözesanbischof. Dieser lud Benedikt zu sich ein nach Boulogne. Er gewann einen so vorteilhaften Eindruck von der Tugend und Charakterfestigkeit des jungen Mannes, dass er ihm riet, es ein zweites Mal bei den Kartäusern zu Neuville zu versuchen.

Willig fügte sich Benedikt. Als er von den Eltern und Geschwistern Abschied nahm, sprach er fest und bestimmt: „Hienieden werde ich Euch nicht mehr sehen; erst im Tale Josaphat werden wir uns wiedertreffen!“ Auf Empfehlung des Bischofs nahm man den schon von früher her vorteilhaft bekannten Novizen in Neuville bereitwillig auf. Doch alsbald kehrten bei ihm die entsetzlichen inneren Ängste und Versuchungen wieder. Er bot alles auf, ihrer Herr zu werden, doch vergebens. Nach zwei qualvollen Monaten musste ihm der Obere des Hauses eröffnen: „Mein Sohn! Die göttliche Vorsehung ruft Dich nicht in unseren Stand! Folge den Einsprechungen Gottes!“

Noch vom Kloster aus schrieb Benedikt an seine Eltern einen wunderschönen, tiefgläubigen Trostbrief: wohl sei es anders gekommen, als sie alle es gedacht hätten. „Doch auch darüber freue ich mich, denn es ist die Hand des Allmächtigen, die mich führt.“ Dann teilte er ihnen seinen Plan mit, neuerdings bei den Trappisten um Aufnahme zu bitten.

Alsbald klopfte er nochmals an der Pforte der normannischen Trappisten-Abtei. Da er noch nicht 24 Jahre alt war, blieb sie ihm trotz aller Bitten und Tränen verschlossen. Unverzüglich machte er sich auf den Weg und wanderte vier Wochen lang ohne alle Mittel, nur von Almosen lebend, gen Süden, bis er vor den Mauern des Trappistenklosters Septfonds stand. Im November 1769 erhielt er dort das heilige Kleid und den Klosternamen „Frater Urban“. Er fühlte sich glücklich und geborgen, und auch im Kloster hatte man ihn gern. Da plötzlich stellten sich die alten Seelenleiden wieder ein. Die Geistesqual, die innere Finsternis und Verlassenheit wuchs derart an, dass der arme Novize sich für verworfen hielt, nicht mehr die heiligen Sakramente zu empfangen wagte, vor Angst und Not fast verging und schließlich schwer krank wurde. Man brachte ihn aufs Krankenzimmer und dann ins äußere Klosterhospital, damit er bessere Pflege hätte. Als er sich körperlich wieder einigermaßen erholt hatte, musste ihm eröffnet werden, man sei dessen sicher, Gott wollte ihn nicht im Kloster haben. „Möge der Wille Gottes geschehen!“ sprach Benedikt ruhig und ergeben und verließ am 2. Juli 1770 die klösterliche Friedensstätte.

II. Auf Gottes Wegen

„Beten und Büßen!“ – das stand für Benedikt Joseph nach wie vor als seine gottgewollte Lebensaufgabe fest. Im Kloster wollte dies Gott offensichtlich von ihm nicht haben, also draußen in der weiten Welt. Und da gab es wahrlich Grund und Gelegenheit überreich dazu! „Zeig, Herr, Deine Wege mir, lehr wandeln mich auf Deinen Pfaden!“ (Psalm 24,4), so betete er mit dem Psalmisten und begann nunmehr sein zwölfjähriges Wander- und Wallfahrtsleben als Bettler und Pilger durch die verschiedensten Länder Europas. Alle berühmten Heiligtümer und Wallfahrtsorte von Italien, der Schweiz, von Österreich, Polen, Deutschland, Frankreich und Spanien besuchte er Jahr für Jahr der Reihe nach, blieb dort einige Tage oder Wochen lang, betete zu Füßen der Gnadenbilder und an den Gräbern der dort verehrten Heiligen. Am liebsten und längsten verweilte er im sogenannten „Heiligen Hause“ zu Loreto, wohin er elf Mal pilgerte, und in den verschiedenen Kirchen und Heiligtümern Roms, das er zum Ausgangspunkt seiner jährlichen Wallfahrten und schließlich zu seinem fast beständigem Aufenthaltsort machte. „In dieser großen und volkreichen Stadt“, meinte er einmal, „tut man Gutes ohne gesehen zu werden und wegen der großen Anzahl von Kirchen kann man von einer zur anderen gehen, ohne beobachtet zu werden. Man kann dort auch alle Tage zum vierzigstündigem Gebet gehen.“

„Still in sich gekehrt, auf das, was um ihn vorging, kaum achtend, zog er seines Weges. Ein grobkörniger Rosenkranz hing um seinen Hals, wenn er ihn nicht gerade betend in Händen hielt. Auf der Brust hatte er ein hölzernes Kreuz mit kupfernem Kruzifixus, an der Seite einen hölzernen Essnapf, der mit Draht zusammengeflickt war.

Seine Kleidung war äußerst armselig, dutzendfach zerrissen, geflickt und zerfranst. Er war ein Bild zum Erbarmen, wenn man ihn in solchem Aufzug bei schlechtem Wetter, Schnee und Eis und Nebel, erstarrt vor Kälte oder auch in glühender Sommerhitze, mit seinen Lumpen notdürftig bedeckt, in zerlöcherten Schuhen daher ziehen sah. Auf dem Rücken hatte er einen Bettelsack, der seine ganze Habe, das Büchlein von der Nachfolge Christi, das Neue Testament und ein abgegriffenes Brevier, zuweilen vielleicht auch noch ein Stück Brot enthielt. Auf Vorrat nahm er nie etwas an und immer nur die schlechtesten Kleidungsstücke. Wurde ihm sonst etwas aufgenötigt, was er nicht streng und sofort brauchte, so verschenkte er es alsbald an einen anderen Armen. Als ihm einst jemand einen alten, mit Seide überzogenen Strohhut schenkte, zerriss er geflissentlich die Seidenhülle, so dass das Stroh herausschaute. Dann erst setzte er ihn auf und freute sich, wenn man sich darüber lustig machte. Auch eine mit kleinen Nägeln gespickte Bußgeißel trug er bei sich, mit der er sich manchmal blutig geißelte. Einen eigentlichen, sonst bei Büßern und frommen Personen so beliebten Bußgürtel besaß er nicht. Dafür trug er – wohl auf besonderen Antrieb der göttlichen Gnade – ein lebendiges Cilicium auf seinem unschuldigen Leib: Ungeziefer aller Art in Menge, das ihn unaufhörlich quälte und marterte. Benedikt Joseph ertrug diese Qual mit heldenhaftem Mut, ohne sich dagegen zu wehren, im Geist der Sühne und Buße.

Wenig wählerisch war er auch bezüglich seiner nächtlichen Unterkunft. Wenn es nur immer möglich war, übernachtete er unter freiem Himmel auf dem bloßen Erdboden oder in einem Stall, auf dem Heuboden, in den Nischen, Gängen und Galerien öffentlicher Gebäude in Rom, mit Vorliebe im alten Gemäuer des Kolosseums, am liebsten aber in den Kirchen. Wirtshäusern und allgemeinen Herbergen ging er aus dem Weg; der dort herrschende Lärm und die vielfachen Gotteslästerungen daselbst waren ihm unerträglich. Auch auf dem Weg war er lieber allein, als in Gesellschaft. Er verließ deshalb die großen Verkehrsstraßen und schlug gern einsame, wenn auch beschwerliche Pfade ein. Kam er auf seinen Wanderschaften durch eine nichtkatholische (protestantische) Gegend, dann hatte er es sichtlich eilig; er marschierte dann in solchen Eilschritten, um bald aus diesem Gebiet wieder herauszukommen, als wenn ihm irgendein Feind gefahrdrohend auf den Fersen wäre.

Auch seine Lebensbedürfnisse an Nahrung und Kost waren staunenswert gering. Einmal am Tag etwas Brot und Wasser, am Sonntag sogar zwei Mal solche Kost, wozu er dann noch ein paar Nüsse oder Erbsen fügte – das war alles. Sein Refektorium (Speisesaal), meinte er launig, sei die Straße und der Brunnen auf der Gasse. Dort fand er auch seine täglichen Extra-Leckerbissen: Orangenschalen, grüne Erbsenhülsen, Kohlblätter, weggeworfenes Grünzeug, verdorbenes Obst und faule Früchte. So barg seine Tasche auch nach seinem Tod als Mundvorrat für den Tag nur ein Stück Brot und einige Orangenschalen. Als er eines Tages Stunde um Stunde in einer Kirche Roms betete, rüttelte ihn eine fromme reiche Dame, nachdem sie ihn vergeblich angesprochen hatte, auf und lud ihn ein, mit ihr zum Mittagessen zu kommen. „Zum Mittagessen? Mittagessen?“ fragte der Heilige, langsam zu sich kommend. Dann schüttelte er ablehnend den Kopf und sprach: „Ich esse auf der Gasse!“

Er machte überhaupt seinen Gastgebern wenig Mühe und Arbeit. Beim ersten Morgengrauen verließ er das Haus, wo er mehr betend und sich blutig geißelnd als schlafend genächtigt hatte und begab sich zur Kirche. Dort blieb er bis zum Abend in einer Ecke oder einem dämmerigen Winkel kniend und unbeweglich im Gebet versunken. Die Hände hatte er über der Brust gekreuzt, die Augen waren zum hochwürdigsten Gut oder gen Himmel oder zu einem Bild der Gottesmutter erhoben. Fliegen und Schnaken, die ihm Gesicht und Hände zerstachen, wehrte er ebensowenig ab, wie das Ungeziefer an seinem Leib. Dabei hatte er eine große Geschwulst an beiden Knien. Zuweilen leuchtete sein Antlitz vor innerer Glut oder er brach in feurige Seufzer nach Gott aus und fiel vor Übergewalt der inneren Bewegung in Liebesohnmacht und Verzückung. Auf jene, die ihn so in heiliger Beschauung und Entrückung beobachteten, machte er einen tiefen Eindruck.

War er allzu sehr durchgefroren, dann konnte es zuweilen vorkommen, dass er gegen Mittag heimkam, um sich etwas zu wärmen, kehrte nachher jedoch alsbald in seinen stillen Gebetswinkel zurück und blieb dort solange, bis am Abend die Kirchentüren geschlossen wurden. Gern weilte er in nächster Nähe des Hochaltares und Tabernakels; als man aber eines Tages den verlumpten Bettler von dort wegjagte, zog er sich fortan bescheiden in den Hintergrund der Kirche zurück. Auch dort wurde er nicht überall geduldet, sondern zuweilen als Heuchler oder des Diebstahls verdächtig hinausgejagt. Einmal kam er sogar als Straßenräuber und Meuchelmörder in Verdacht. Er hatte nämlich einem Verunglückten auf der Straße die erste Hilfe geleistet. Hinzukommende Reiter hielten ihn für einen Verbrecher und führten ihn gefesselt ins nächste Dorfgefängnis ab. Bald löste sich das Missverständnis. Benedikt aber freute sich, „um der Gerechtigkeit willen“ etwas gelitten zu haben. Ebenso ein anderes Mal. Da gab ihm jemand ein kleines Geldstück als Almosen. Der Heilige schenkte es schnell an einen anderen Bettler weiter. Der Almosengeber meinte, Benedikt sei die Gabe zu klein; er habe sie deshalb verschmäht. In seinem Unwillen versetzte er ihm einen wuchtigen Stockhieb. Benedikt strahlte daraufhin in heiliger Freude.

Er sprach nie viel, eigentlich nur, wenn er angeredet wurde oder wenn die Liebe und das Seelenheil des Nächsten es erforderte, und dann sehr kurz, sanft und bescheiden. Nicht sehr viele Worte haben sich von ihm erhalten, aber umso gehaltvollere, tiefere und lehrreichere. Hören wir einige davon.

Einst fragte ihn ein Kranker, der ganz richtig herausgefunden hatte, dass die lebendige Gottesliebe die Quelle von Benedikts Geduld in Leiden sei, wie man am sichersten zu einer großen Liebe Gottes gelangen könne? „Dazu“, gab der Heilige zur Antwort, „muss man drei Herzen in einem vereinigt haben: das erste muss ganz Liebe und Zärtlichkeit für Gott sein, das zweite voll Güte und Eifer für den Nächsten, das dritte hart in Bußgesinnung und Hass gegen sich selber.“

Eine fromme alte Dame klagte dem Heiligen einst ihr Leid und ihre Sorgen. Sie hatte einen etwas leichtsinnigen Neffen, dessen religiöses und sittliches Leben in Gefahr war. Ob er Rat wisse? Nach kurzer Überlegung sprach der Heilige: „Beten Sie jedes Mal das Credo (apost. Glaubensbekenntnis) für den jungen Menschen, so oft er von zu Hause fortgeht.“ Ein ebenso einfaches wie treffliches Mittel für Mütter und alle, denen um das Seelenheil ihrer heranwachsenden Söhne und Töchter und der ihrer Fürsorge Anvertrauten bange ist!

Einst musste Benedikt einen Auftrag zum Kloster der Klarissinnen zu Monte Lupone überbringen. Die Äbtissin, die schon viel Erbauliches von dem „heiligen Bettler“ gehört hatte, ließ alle Nonnen im Sprechzimmer zusammenkommen, damit sie an seinem Wort und Beispiel sich erbauen könnten. Benedikt sprach nur wenig, aber tiefernst über die Zeitlage und beklagte, dass die Welt keine Buße mehr tun wolle, dass man in Luxus dahinlebe, selbst viele geistliche Personen, und dass die Weltanschauung des Unglaubens immer verhängnisvoller um sich greife. „All das“, schloss er mit wehmütigem Ernst, „all das schreit laut nach dem Zusammenbruch, und dieser lässt nicht mehr lange auf sich warten!“

Während dieser Unterredung betrachtete eine der Nonnen aufmerksam diesen „König der Armen“ in seinen zerrissenen Schuhen und Kleidern. Mitleidig kam es leise über ihre Lippen: „Armer, unglücklicher Mann!“ „Unglücklich?“ wiederholte Benedikt vorwurfsvoll. „Unglücklich sind nur die, die in der Hölle sind, die Gott auf ewig verloren haben!“ Und als er dabei den Namen Gottes aussprach, neigte er ehrfurchtsvoll das Haupt. Die Nonnen aber waren tief ergriffen und empfahlen sich besonders seinen Gebeten.

Bei einem zweiten Besuch im Sprechzimmer zu Monte Lupone erkundigte sich eine der Nonnen nach einem dem Kloster befreundeten Priester in Rom, wie es ihm gehe? „Er liebt Gott“, antwortete Benedikt schlicht und kurz. Gleich darauf fragte eine andere der Nonnen, die die Frage überhört hatte: „Was macht auch Don Mancini?“ „Er liebt Gott“, erwiderte ruhig der Heilige. „Ja, das weiß ich“, entgegnete die Schwester, „aber was tut er denn?“ „Er liebt Gott“, gab Benedikt mit sanftem Blick und Mund ein drittes Mal zur Antwort und dadurch den Nonnen und allen frommen Seelen eine wundersame, tiefe Lehre über das Erste und Wichtigste für alle Lagen des Lebens.

Als der Heilige im Jahr 1782 seine elfte Pilgerfahrt nach Loreto gemacht hatte, fragte ihn beim Abschied ein Wallfahrtspriester, ob er übers Jahr wiederkäme? „Nein, mein Vater.“ „Aber warum nicht?“ „Ich muss heim in mein Vaterland.“ Aber dann führt Dich Dein Weg von Rom doch über Loreto?“ „Nein, ich muss heim in mein Vaterland.“ „Dann kommst du also nicht nach Loreto?“ „Mein Vater, ich muss heim in mein Vaterland!“, lautete hartnäckig ein drittes Mal Benedikts geheimnisvolle Antwort. Gott hatte ihn innerlich wissen lassen, dass es heimwärts gehe, aber nicht nach Frankreich, seiner irdischen Heimat, wohl aber in den Himmel, ins ewige Heimatland. Benedikt Joseph Labre war eben

III. am Ziel.

Mit seiner Gesundheit ging es sichtlich abwärts; das fühlte und wusste er selber. Ein hartnäckiger Husten quälte in besonders des Nachts und beraubte ihn des spärlichen Schlafes. Er magerte immer mehr ab; Totenblässe lag auf seinem Gesicht. Schwächen und Ohnmachtsanfälle stellten sich ein. Schließlich konnte er nur noch mit Hilfe eines Stockes seine Kirchengänge machen. Doch seiner klar erkannten Lebensaufgabe „beten und büßen“ blieb er unentwegt treu. Ja ein verstärkter Eifer in dieser Beziehung war unverkennbar. Als ihm jemand riet, sich doch zu mäßigen und Arzneimittel zu nehmen, sonst falle er noch einmal auf offener Straße tot um, gab er ruhig zur Antwort: „Was geht das mich an?“ Es war, als wollte er auf ein früheres Wort anspielen: „Gott will mich ja auf diesem Wege haben!“

In tröstlichen Gesichten ließ Gott seinen treuen Diener sein nahes Ende und die Verherrlichung nach dem Tod schauen. Am Palmsonntag des Jahres 1783 begegnete ihm eine Bekannte. Erschrocken über sein Aussehen, sprach sie mitleidsvoll zu ihm: „Ihr seid doch recht krank, Benedikt! Wollt ihr fortgehen?“ „Wie Gott will! Wie Gott will!“ sprach der Heilige sichtlich erfreut. Dann ging er weiter und betete noch viel inniger sein Lieblingsgebetlein in diesen letzten Lebensjahren: „Rufe mich, Jesus! Rufe mich, damit ich Dich schauen kann!“

Und Jesus rief ihn zu sich. Am Montag und Dienstag in der Karwoche machte Benedikt Joseph, wenn auch mit äußerster Anstrengung, seine gewohnten Kirchenbesuche. In der Frühe des Mittwochs begab er sich nach Santa Maria de Monti, einer Muttergottes-Wallfahrtskirche in der Nähe des Kolosseums. Dort wohnte er in tiefer Andacht dem heiligen Messopfer bei. Ein neuer Schwächeanfall veranlasste ihn, sich ins Freie zu begeben. Gute Leute umringten ihn, boten ihm ihre Dienste an und gaben gute Ratschläge. Benedikt hörte sie schweigend an. Da kam ein alter Bekannter, der Metzgermeister Zaccarelli des Weges und versuchte den Erschöpften zu überreden, mit ihm in seine nahe Wohnung zu kommen. Benedikt sagt nach einigem Zögern zu. Sterbend langte er dort an. Man holt den Priester. „Wünschst du etwas, Benedikt?“ fragte er, sich über den Sterbenden neigend. „Nichts, nichts!“ erwiderte dieser, ohne die Augen zu öffnen. „Ist es schon lange her, dass du kommuniziert hast?“ „Kurz her, kurz!“ war die Antwort und zugleich sein letztes Wort hier auf Erden. Von zwei Uhr nachmittags an konnte er nach außen hin keine Zeichen mehr geben. Auch der herbeigerufene Arzt vermochte nichts mehr zu helfen. Man erteilte dem Sterbenden deshalb die letzte Ölung und betete unablässig bei ihm. Ruhig wie immer, die Hände auf der Brust gekreuzt, lag der kaum Fünfunddreißigjährige da; sein Antlitz atmete tiefen Seelenfrieden. Im Sterbezimmer ging es aus und ein. Die Kunde vom nahen Hinscheiden des „Armen vom Vierzigstündigen Gebet“ verbreitete sich rasch in der Stadt. Heiliges Schweigen, das zeitweise durch die Sterbegebete unterbrochen wurde, umgab das Sterbelager. Eben holten die Uhren der Ewigen Stadt zum Schlag für die achte Abendstunde aus. Drin im Sterbezimmer betete zu der Sterbelitanei das „Heilige Maria, bitt für ihn!“, da streift seine reine Seele das Bettlergewand des Leibes ab, um drüben das strahlende Gloriengewand zu erhalten. „Zieh hin, christliche Seele!“ betete der Priester. Deine irdische Pilgerschaft ist zu Ende. Geh ein in die ewige Heimat, ins Vaterhaus der himmlischen Seligkeit! Im selben Augenblick erhoben alle Glocken Roms ihre eherne Stimme zum abendlichen Gebetsgruß. Es war zugleich das Festgeläut beim Eingang eines neuen Heiligen in den Himmel.

Benedikt Joseph Labre wurde 1860 selig- und 1883 heiliggesprochen. Das vielverehrte und wunderumstrahlte Grab des Heiligen ist in der Kirche Santa Maria de Monti zu Rom.




Der selige Joachim von Siena aus dem Serviten-Orden, Priester,

+ 16.4.1305 - Fest: 16. April


Dieser Heilige stammt aus Siena, von der berühmten Familie Pelakani. Schon als Kind hatte er eine große und zärtliche Liebe zur Mutter des Herrn und war nie zufriedener, als wenn er vor ihrem Bild beten konnte. Sein Mitgefühl mit den Nöten der Armen hatte etwas Außerordentliches: er gab ihnen all seine eigenen Kleider dahin und schenkte ihnen alle seine Taschengelder. Außerdem nahm er auch noch die Großzügigkeit seiner Eltern zu Gunsten der Notleidenden in Anspruch. Als ihm eines Tages sein Vater sagte, er möge seinen Almosen Schranken setzen, um seine Familie nicht an den Bettelstab zu bringen, antwortete er: „ Du hast mich gelehrt, dass man in der Person der Armen Jesus Christus Almosen reicht; wie sollte man diesem nun etwas abschlagen können? Welchen Vorteil sollen uns denn die Reichtümer sonst bringen, wenn es nicht Mittel sind, uns Schätze im Himmel zu sammeln?“ Der Vater weinte vor Freude, weil er ein so zartes Gemüt von solchen schönen Gefühlen ergriffen sah.

Als der Heilige mit vierzehn Jahren in den Serviten-Orden eingetreten war, empfing er 1272 das Kleid von den Händen des heiligen Philippus Beniti und erhielt den Namen Joachim. Sein Eifer war von den ersten Tagen des Noviziates an so glühend, dass selbst die Vollkommensten ihn als ein Muster ansahen. Unter anderen Tugenden, die an ihm glänzten, bemerkte man besonders den Geist des Gebetes und eine Demut und Liebe zur Erniedrigung. Man wollte ihn zum Priester weihen, aber diese Würde erschien ihm so furchtbar, dass man ihn niemals dazu bringen konnte. Seine ganze Ehrliebe beschränkte sich auf das Messdienern, und während des heiligen Opfers geschah es mehr als einmal, dass er verzückt war.

Sein größtes Streben ging dahin, sich vor den Augen der Menschen zu verbergen, aber je mehr er vor dem Ruhm floh, desto glänzender verbreitete er sich um ihn her. Da er in Siena in allzu großer Verehrung stand, bat er seinen General, ihn an einen entfernteren Ort zu versetzen. Man erlaubte ihm daher in das Kloster Arezzo zu gehen. Kaum aber hatte sich die Nachricht von seiner Abreise verbreitet, als die Einwohner um dessen Zurückberufung dringend anhielten. Man berief ihn also wieder zurück in sein Vaterland, wo er am 16. April 1305 im Alter von siebenundvierzig Jahren starb. Gott verlieh ihm die Wundergabe vor und nach seinem Tod. Die Päpste Paul V. und Urban VIII. erlaubten den Serviten, dem Diener Gottes öffentliche Ehre zu erweisen, seinen Festtag zu begehen und sein Offizium einzuführen.

von 14.04.2014 10:55

Warum man wegen schlechter Priester und Skandale niemals aus der katholischen Kirche austreten darf

Das erste Anrecht auf unsere Treue hat Gott. Treue müs­sen wir ihm hal­ten, Treue im Glau­ben, Treue im Leben. „Die ganze Welt ist wie ein Buch, darin uns auf­ge­schrie­ben in bun­ten Zei­len manch ein Spruch, wie Gott uns treu geblie­ben,“ hat Ema­nuel Gei­bel ein­mal gedich­tet. Die ganze Welt ist wie ein Buch, darin uns auf­ge­schrie­ben in bun­ten Zei­len manch ein Spruch, wie Gott uns treu geblie­ben.

Wenn Gott uns treu ist, müs­sen auch wir ihm die Treue hal­ten. Treue im Glau­ben, Treue gegen­über sei­nen Gebo­ten.

Gott ver­las­sen, meine lie­ben Freunde, heißt zugrunde gehen. Eine Seele, die nicht in Gott bleibt, wird sich selbst Ursa­che ihres Elends. Beim Pro­phe­ten Jere­mias heißt es: „Alle, die dich ver­las­sen, gehen zugrunde, wer­den zuschan­den. Die von dir abfal­len, wer­den in den Staub geschrie­ben, weil sie den Herrn, die Quelle leben­di­gen Was­sers, ver­las­sen haben.“

Treue zu Gott, Treue auch zu sei­ner Kir­che. Zur Kir­che müs­sen wir uns hal­ten, müs­sen ihr die­nen, müs­sen sie mit unse­ren Tugen­den schmü­cken, müs­sen sie ver­tei­di­gen.

Men­schen ver­las­sen die Kir­che wegen ande­rer Men­schen; sie ver­wei­sen auf untaug­li­che Bischöfe, auf schlechte Pries­ter. Sie wis­sen es, meine lie­ben Freunde, der letzte Pries­ter, der hier in Buden­heim den Dienst ver­rich­tete, hat sei­nen Dienst auf­ge­ge­ben, angeb­lich – angeb­lich! – um einer Frau wil­len. Aber er hat sich bemüht, im Pro­tes­tan­tis­mus als pro­tes­tan­ti­scher Pfar­rer unter­zu­kom­men. Die Pro­tes­tan­ten haben ihn abge­wie­sen.

Schlechte Pries­ter und schlechte Bischöfe sind kein Anlaß, die Kir­che zu ver­las­sen. Im 3. Jahr­hun­dert hat Ter­tul­lian, der Kir­chen­schrift­stel­ler, geschrie­ben: „Was folgt dar­aus, wenn ein Bischof, ein Leh­rer, ja selbst ein Mar­ty­rer der Lehre der Kir­che untreu wird? Wird dadurch die Irr­lehre wahr? Prü­fen wir den Glau­ben nach den Per­so­nen oder die Per­so­nen nach dem Glau­ben?“ Wie wahr, meine lie­ben Freunde. Was folgt dar­aus, wenn ein Bischof, ein Leh­rer, ja selbst ein Mar­ty­rer der Lehre der Kir­che untreu wird? Wird dadurch die Irr­lehre wahr? Prü­fen wir den Glau­ben nach den Per­so­nen oder die Per­so­nen nach dem Glau­ben?

Und der Bischof Cyprian schrieb im glei­chen 3. Jahr­hun­dert: „Die Tren­nung von der Kir­che ist ein viel grö­ße­res Übel als die Übel, denen man durch die Tren­nung ent­ge­hen will.“

Wer sich von der Kir­che trennt, der trennt sich auch von Chris­tus. Man kann nicht Chris­tus treu blei­ben wol­len, wenn man sich von sei­ner Braut, der Kir­che, los­sagt. Um kei­nes Vor­teils wil­len, um kei­nes Nach­teils wil­len dür­fen wir dem Glau­ben die Treue auf­kün­di­gen.

Da kann ich Ihnen eine Geschichte erzäh­len, eine wahre Geschichte, eine erlebte Geschichte: Nach dem Kriege kamen Mil­lio­nen Hei­mat­ver­trie­bene aus dem Osten Deutsch­lands in das Rest­deutsch­land, dar­un­ter auch viele Söhne von Bau­ern, deren Eltern einen schö­nen Bau­ern­hof beses­sen hat­ten, nun aber mit­tel­los waren. Ein sol­cher Bau­ern­sohn aus katho­li­schem Land, aus Schle­sien, kam in pro­tes­tan­ti­sches Gebiet zu einem gro­ßen Bau­ern. Er war anstel­lig und flei­ßig, er ver­stand und liebte die Arbeit des Bau­ern. Der Hof­be­sit­zer hatte keine Kin­der, und eines Tages sagte er zu dem hei­mat­ver­trie­be­nen Jun­gen: „Du sollst mei­nen Hof haben.“ Da leuch­te­ten die Augen des jun­gen Man­nes. Glück­lich, wie­der eine Scholle unter den Füßen zu haben, Bauer auf eige­nem Hofe zu sein. Doch der Hof­be­sit­zer fuhr fort: „Hier ist alles evan­ge­lisch. Das mußt du noch ändern. Da mußt du auch evan­ge­lisch wer­den.“ Der junge Mann wurde trau­rig. Den Glau­ben preis­ge­ben für einen Bau­ern­hof? Nein, das kam für ihn nicht in Frage. Er blieb Tage­löh­ner und hat den Bau­ern­hof fah­ren las­sen.

Hal­ten wir unse­rem Gott, hal­ten wir unse­rem Glau­ben, hal­ten wir unse­rer Kir­che die Treue, meine lie­ben Freunde. „Das Ende krönt das Werk, das Leben ziert der Tod. Wie herr­lich stirbt der Mensch, der treu war sei­nem Gott!“

alles aus der Predigt: Die hohe Tugend der Treue

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von 13.04.2014 10:50

Wer hätte das gedacht? Zähneputzen nach dem Essen verursacht gelbe Zähne!

Natürliche Zahnaufhellung – diese Mittel helfen Ihnen, das Weiß Ihrer Zähne wiederherzustellen


Alle wollen es, kaum einer hat es: ein strahlend weißes Lächeln. Dabei wäre es gar nicht so schwer, den Zähnen ihr natürliches Weiß zu erhalten. Wir verraten Ihnen, mit welchen Tipps und Tricks Sie dem Zahnweiß auf die Sprünge helfen:

Ein Lächeln ohne lästige Verfärbungen und Gelbstich – ein Traum von vielen. Die Realität sieht aber oft anders aus. Leider! Es sind unsere Ess- und Trinkgewohnheiten, die unserem strahlend weißen Lächeln einen Strich durch die Rechnung machen. Zahlreiche Lebensmittel hinterlassen nach ihrem Genuss Auflagerungen von Nahrungsbestandteilen auf der Oberfläche des Zahnschmelzes: allen voran Kaffee, Tee und Rotwein. Aber auch Säfte, Früchte und sogar einzelne Mundspülungen können zu Zahnverfärbungen führen. Und selbstverständlich wäre da noch das Nikotin, das dem Lächeln das Weiß vermiest.

Zahnweißführerschein – Tipps und Tricks für ein schöneres Lächeln

Damit Ihr Lächeln auch dann noch strahlend bleibt, wenn kulinarische Hochgenüsse verführen, verraten wir Ihnen, welche Tipps und Tricks Ihrem Lächeln das Weiß erhalten:

Zahnweißtipp Nummer 1: Nicht sofort die Zähne putzen

Wer hätte das gedacht? Das Zähneputzen unmittelbar nach dem Konsum von beispielsweise Rotwein wirkt sich nachteilig auf Zahnverfärbungen aus. Der Grund ist der Säuregehalt von bestimmten Lebensmitteln, im Falle des Weines die Weinsäure. Diese greift nämlich den Zahnschmelz an. Die Zahnbürste verschlimmert die Abreibung zusätzlich. Ablagerungen haben so ein leichtes Spiel: Sie finden auf der geschädigten Zahnoberfläche ausreichend Halt. Dennoch ist das Zähneputzen nach dem Essen zu empfehlen. Aber erst nach einer Wartezeit von ca. einer Stunde. Dann nämlich hat der Speichel die Säure neutralisiert. Der bedenkenlosen Mundpflege steht nach dieser Wartezeit nichts mehr im Wege.

Zahnweißtipp Nummer 2: Regelmäßiges Zähneputzen mit Elektro- oder Schallzahnbürsten

Wer sich regelmäßig die Zähne putzt, der ist auf seinem Weg in Richtung strahlend weißes Lächeln einen großen Schritt weitergekommen. Vor allem Elektro- und Schallzahnbürsten haben sich bei der Mundpflege bewährt, weil sie im Gegensatz zu normalen Handzahnbürsten durch die Rotationen einen besseren Reinigungseffekt erzielen. Ob die Wahl am Ende auf eine Elektrobürste oder auf eine Schallbürste fällt, das bleibt den Vorlieben der Verbraucher überlassen. Experten empfehlen bei Zahnfleischproblemen zwar oft die Schallvariante, da diese behutsamer reinigt. Platz 1 unter den reinigungseffizientesten Elektrozahnbürsten ergatterte sich bei einem aktuellen Test der Stiftung Warentest aber die Oral-B Vitality Precision Clean von Braun. Für Verbraucher ist das besonders erfreulich, da dieses Modell schon für ca. 20 Euro zu haben ist.

Zahnweißtipp Nummer 3: Zahnweißzahncremes

Wer Zahnverfärbungen schnell und effektiv den Garaus machen möchte, dem empfiehlt sich neben dem regelmäßigen Putzen vor allem auch die Wahl der richtigen Zahnpasta. Viele Hersteller bieten spezielle Zahnweißpasten an, die bei regelmäßiger Anwendung gute Erfolge versprechen. Einige der Pasten schützen obendrein auch noch den Zahnschmelz, um eine Neuverfärbung zu verhindern. So zum Beispiel die beiden Produkte „Crystal Wine“ wurde für seine Reinigungswirkung gelobt. Allerdings sollte dieses Produkt aufgrund seines hohen Abriebes nicht bei freiliegenden Zahnhälsen angewandt werden. Unser Zahnpflegetipp: Probieren Sie mehrere Zahnpflegeprodukte im Wechsel. So finden Sie sicher das richtige Produkt für Ihre Zähne und profitieren in der „Aufhellphase“ vom Besten aller Hersteller. Aber bitte nicht übertreiben! Einige der Zahnpasten enthalten Putzkörper, die bei einer zu häufigen Anwendung zu einem hohen Abrieb des Zahnschmelzes führt.

Vorsicht bei natürlichen Zahnaufhellungstipps
Tipps und Tricks zum Thema „Zahnaufhellung“ gibt es viele. Längst nicht alle halten, was sie versprechen. Manche Tipps können aber sogar regelrecht gesundheitsgefährdend sein. So zum Beispiel die Empfehlung für natürliche Zahnaufhellungsmittel aus dem heimischen Küchenregal wie Backpulver oder Zitronensaft: Die Hausmittel sind zwar wirkungsvoll, bei unsachgemäßem Gebrauch aber schädlich für Zähne und Zahnfleisch. Ob es bei deren Gebrauch überhaupt einen unbedenklichen Gebrauch gibt, ist fraglich. Während viele Dentalexperten gänzlich vor deren Anwendung abraten, sprechen andere nur eine Warnung bei zu häufigem Gebrauch aus. Da es weitaus ungefährlichere Zahnreinigungsmethoden gegen den Gelbstich auf den Zähnen gibt, empfiehlt es sich aber, die Finger von Backpulver und Zitronensaft zu lassen und lieber auf ein häufigeres Zähneputzen mit der richtigen Zahnpasta zu setzen.

Quellen:

PD Dr. Annette Wiegand, Dr. Philipp Sahrmann: Für wen sind Schallzahnbürsten wirklich besser? Fachartikel auf Plaque N Care,
Stiftung Warentest Heft4/2013: Elektrische Zannbürsten im Vergleich: Billig schlägt teuer

von 10.04.2014 13:21

Gebet zur Heiligen Walburga

Oh Jungfrau voll Güte,
wert aller Liebe,
reich an Erbarmen,
würdig des Lobes,
reinen Herzens und lauteren Sinnes,
von Gott geliebt und verherrlicht,

Heilige Walburga,
du Helferin der Menschen,
nimm Dich unser an
und aller, die in Not sind;
erwirke uns von Gott
Heilung, Trost und Frieden.

Amen.

von 09.04.2014 14:52

Die Bibel :Apostelgeschichte

Kapitel 20:28


1 Nachdem sich aber der Tumult gelegt hatte, ließ Paulus die Jünger zu sich kommen und ermahnte sie; dann nahm er Abschied von ihnen und zog aus, um nach Mazedonien zu reisen. 2 Und nachdem er jene Bezirke durchzogen und sie mit vielen Worten ermahnt hatte, kam er nach Griechenland. 3 Und er brachte daselbst drei Monate zu; und da ihm die Juden, als er nach Syrien abfahren wollte, nachstellten, entschloß er sich, über Mazedonien zurückzukehren. 4 Es begleiteten ihn aber bis nach Asien Sopater, des Pyrrhus Sohn von Beröa, von den Thessalonichern Aristarchus und Sekundus, und Gajus von Derbe und Timotheus, aus Asien aber Tychikus und Trophimus. 5 Diese gingen voraus und warteten auf uns in Troas. 6 Wir aber fuhren nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi ab und kamen in fünf Tagen zu ihnen nach Troas, wo wir uns sieben Tage aufhielten. 7 Am ersten Tage der Woche aber, als wir versammelt waren, um das Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tage abreisen wollte, und dehnte die Rede bis Mitternacht aus. 8 Es waren aber zahlreiche Lampen in dem Obersaal, wo wir versammelt waren. 9 Und ein Jüngling namens Eutychus saß am Fenster; der sank in einen tiefen Schlaf, weil Paulus so lange redete, und vom Schlaf überwältigt, fiel er vom dritten Stock hinab und wurde tot aufgehoben. 10 Da ging Paulus hinab und warf sich über ihn, umfaßte ihn und sprach: Machet keinen Lärm; denn seine Seele ist in ihm! 11 Und er ging wieder hinauf und brach das Brot, aß und unterredete sich noch lange mit ihnen, bis der Tag anbrach, und zog alsdann fort. 12 Sie brachten aber den Knaben lebendig und waren nicht wenig getröstet. 13 Wir aber gingen voraus zum Schiff und fuhren nach Assus, um dort Paulus aufzunehmen; denn so hatte er es angeordnet, weil er zu Fuß reisen wollte. 14 Als er aber in Assus mit uns zusammentraf, nahmen wir ihn auf und kamen nach Mitylene. 15 Und von dort segelten wir ab und kamen am folgenden Tage auf die Höhe von Chios; tags darauf aber fuhren wir nach Samos, und nachdem wir in Trogyllium geblieben waren, gelangten wir am nächsten Tage nach Milet. 16 Denn Paulus hatte beschlossen, an Ephesus vorbeizusegeln, damit er in Asien nicht zu viel Zeit zubringen müßte, denn er eilte, um, wenn es ihm möglich wäre, auf den Tag der Pfingsten in Jerusalem zu sein. 17 Von Milet aber schickte er gen Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde herüberrufen. 18 Und als sie zu ihm gekommen waren, sprach er zu ihnen: Ihr wißt, wie ich mich vom ersten Tag an, als ich Asien betrat, die ganze Zeit unter euch verhalten habe, 19 daß ich dem Herrn diente mit aller Demut, unter Tränen und Anfechtungen, die mir durch die Nachstellungen der Juden widerfuhren; 20 wie ich nichts von dem, was nützlich ist, verschwiegen habe, daß ich es euch nicht verkündigt und gelehrt hätte, öffentlich und in den Häusern, 21 indem ich Juden und Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unsern Herrn Jesus Christus bezeugt habe. 22 Und nun siehe, gebunden im Geiste reise ich nach Jerusalem, ohne zu wissen, was mir dort begegnen wird, 23 außer daß der heilige Geist von Stadt zu Stadt mir bezeugt und sagt, daß Bande und Trübsal meiner warten. 24 Aber ich halte mein Leben nicht der Rede wert, wenn es gilt, meinen Lauf und den Dienst zu vollenden, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen. 25 Und nun siehe, ich weiß, daß ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, ihr alle, bei welchen ich umhergezogen bin und das Reich Gottes gepredigt habe. 26 Darum bezeuge ich euch am heutigen Tage, daß ich rein bin von aller Blut. 27 Denn ich habe nichts zurückbehalten, daß ich euch nicht den ganzen Ratschluß Gottes verkündigt hätte. 28 So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu weiden, welche er durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat! 29 Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch kommen werden, die der Herde nicht schonen; 30 auch aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger auf ihre Seite zu ziehen. 31 Darum wachet und denket daran, daß ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht abgelassen habe, jeden einzelnen unter Tränen zu ermahnen. 32 Und nun übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, ihm, der mächtig ist zu erbauen und euch das Erbe zu geben unter allen Geheiligten. 33 Silber oder Gold oder Kleider habe ich von niemand begehrt; 34 ihr wißt selbst, daß für meine Bedürfnisse und für diejenigen meiner Gefährten diese Hände gesorgt haben. 35 berall habe ich euch gezeigt, daß man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen und der Worte des Herrn Jesus eingedenk sein müsse, da er selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen! 36 Und nachdem er solches gesagt hatte, kniete er nieder und betete mit ihnen allen. 37 Da weinten alle sehr, fielen Paulus um den Hals und küßten ihn, 38 schmerzlich betrübt, am meisten über das Wort, das er gesagt hatte, sie würden sein Angesicht nicht mehr sehen. Und sie geleiteten ihn zum Schiff.

von 08.04.2014 07:36

Die Realität des Fegefeuers darf nicht stillschweigend übergangen werden. Die christliche Tradition übergibt uns die Lehre vom Fegefeuer, von der Läuterung in der barmherzigen Liebe Gottes, der will dass niemand verloren gehe.
Ja, es genügt zu lieben, denn Gott ist die Liebe, und unsere Religion ist eine Religion der Liebe. Darum ist jede Sünde zunächst ein Mangel an Liebe. Sie ist ein Vergehen gegen Gottes Liebe. Daher muss sie auch durch Liebe gesühnt werden: betende und sühnende Liebe in diesem Leben, leidende und verzehrende Liebe im jenseitigen Leben. Denn wer in der Gnade Gottes stirbt, aber noch nicht frei ist von allen Sünden und Sündenstrafen, kann nicht sofort in den Himmel eingehen, sondern kommt an den Reinigungsort, den die Kirchenväter FEGEFEUER oder REINIGUNGSFEUER nennen.

Die Armen Seelen sind erfüllt von bitterer Reue über ihre Sünden und von brennender Sehnsucht nach dem heiligen, guten Gott. Sie leiden um so mehr im Reinigungsort, je mehr sie die Gnaden der Bekehrung oder Vereinigung die Gott ihnen tagtäglich angeboten hat, auf ihrem irdischen Pilgerweg vernachlässigt haben. Die Seelen im Fegefeuer heißen zurecht Arme Seelen, hilfsbedürftige Seelen. Sie können nichts mehr für sich tun. Nur noch: sühnen leiden, beten, bitten!

Die Leiden und Strafen der Armen Seelen sind nach dem heiligen Augustinus schlimmer als die Qualen der Märtyrer. Thomas von Aquin, der große Theologe, Kirchenlehrer und Heilige, lehrt: "Die geringste Strafe im Fegefeuer ist schimmer als das größte Leid auf Erden."
"Wüssten wir, was das Fegefeuer ist, würden wir alles tun, um es zu vermeiden."

Die Leiden der Armen Seelen sind tausendfach verschieden, je nachdem, worin und womit sie gesündigt haben: z.B. Sünden gegen die Liebe, wie Ehrabschneidung, Verleumdung, Unversöhnlichkeit, Streitereien durch Habgier und Neid werden in der Ewigkeit sehr streng bestraft.
"Alles, was der Mensch denkt, spricht und tut, hat in sich etwas Lebendiges, das fortwirkt zum Guten oder zum Bösen." (berichtete Anna Katharina Emmerich, große deutsche Ordensfrau, Seherin und Stigmatisierte, sie hatte Visionen vom Fegefeuer)

"Es ist traurig, wie jetzt so wenig den Armen Seelen geholfen wird. Und ihr Elend ist doch so groß, sie selber können sich ja gar nicht helfen. Wenn aber jemand für sie betet, etwas für sie leidet, ein Almosen für sie spendet, das kommt ihnen augenblicklich zugute. Sie sind dann so froh, so selig wie ein Verschmachtender, dem ein frischer Trunk gereicht wird."

"Wer Böses getan, muss eilen, seine Schuld durch Reue und Bekenntnis im Sakrament der Buße zu tilgen, sonst kann er die Folgen des Bösen in ihrer ganzen Entwicklung nur schwer oder gar nicht mehr verhindern! Ich sah die Strafen mancher Sünder gingen bis an die späten Nachkommen weiter, wie als etwas natürlich-Notwendiges, ebenso wie die Wirkung des Fluches, der auf ungerechtem Gute liegt, oder den unwillkürlichen Abscheu vor Orten, wo große Verbrechen geschehen sind. Ich sehe dies als so natürlich und notwendig, wie der Segen segnet und das Heilige heiligt....."(berichtete Anna Katharina Emmerich, große deutsche Ordensfrau, Seherin und Stigmatisierte, sie hatte Visionen vom Fegefeuer)

Am verlassensten sind jene Seelen, die nicht der katholischen Kirche angehören, da sie von ihren Angehörigen, die nicht an das Fegefeuer glauben, verlassen sind. (berichtete Anna Katharina Emmerich, große deutsche Ordensfrau, Seherin und Stigmatisierte und Maria Anna Lindmayr)

Niemand betet für sie, keiner schenkt ihnen gute Werke. Besonders fehlt ihnen das heilige Messopfer, das durch nichts ersetzt werden kann.

"Am längsten und schwersten leiden die hartherzigen Menschen. Es gibt Menschen die Gott so erzürnt haben, dass sie bis zum jüngsten Tag im Fegefeuer leiden müssen. Es sind die frevelhaften Sünder, die ihre Besserung bis ans Lebensende verschieben und dann vor dem Sterben eine kleine Reue aufbringen..." (berichtete Maria Anna Lindmayr)

Hilferuf zu den Engeln - Gebet für die Armen Seelen
Jesus, unser Herr, die Nacht vor Deinem Leiden verbrachtest Du am Ölberg im Garten Gethsemani. Vor Deinen Augen sahst Du die Sünden der ganzen Welt - eine Last, die Dich zermalmte und Dir das Blut aus den Poren preßte.
Die Jünger schliefen und hatten nicht die Kraft, in dieser schweren Stunde mit Dir zu wachen. Nur Dein himmlischer Vater ließ sich rühren und sandte Dir einen Engel, um Dich zu trösten und zu stärken in Deiner Todesnot.
Herr, siehe unsere Brüder und Schwestern im Fegfeuer. Sie leiden mehr, als ein Mensch auf dieser Erde leiden kann, und Du willst, daß wir uns ihrer Not und Bedrängnis erbarmen, Du gibst uns Gelegenheit, etwas für sie zu tun, mit ihnen zu wachen, für sie zu beten, ein Opfer für sie zu bringen, vor allem aber dürfen wir das heilige Meßopfer für sie darbringen, ja, wir dürfen sogar unseren Schutzengel zu ihnen senden, damit er sie in der Kraft Deines Blutes tröste und stärke.
Wie Gott barmherzig war mit seinem Sohn am Ölberg, so will er, daß auch wir barmherzig seien mit der leidenden Kirche im Fegfeuer. Jesus, erinnere Dich Deiner Verlassenheit am Ölberg. Erinnere dich daran, wie es Dir wohltat, als der Engel Deines himmlischen Vaters Dichstärkte und aufrichtete. Lehre uns barmherzig und vollkommen zu sein wie Dein Vater und erfülle die Armen Seelen mit dem gleichen Trost, den Du am Ölberg empfangen hast. AMEN.
Am 27. November 1936 durfte Schwester Faustine in einer unermesslich beglückenden Version in die himmlische Herrlichkeit schauen:

“Heute war ich im Geiste im Himmel und schaute die unbegreifliche Schönheiten und das Glück, das uns nach dem Tod erwartet.
Ich sah, wie alle Geschöpfe unentwegt Gott Ehre und Ruhm erwiesen. Ich sah, wie groß die Glückseligkeit in Gott ist, die sich auf alle Geschöpfe ergießt, sie mit unermesslicher Wonne erfüllt, und wie alle Ruhm und alle Ehre aus der Beglückung zur Quelle zurückkehren.

Sie dringen ein in die Tiefen Gottes, das innere Leben Gottes betrachtend - des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes -, das sie niemals begreifen oder ergründen werden. Diese Quelle des Glücks ist in ihrem Wesen unveränderlich, jedoch immer neu, Freude und Seligkeit sprudeln für alle Geschöpfe.
Jetzt kann ich den heiligen Paulus verstehen, er gesagt hat: “Kein Auge hat's gesehen, kein Ohr hat es gehört, in keines Menschenherz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.”

Und Gott gab mir eines zu erkennen, was in seinen Augen unendlichen Wert hat - es ist die Liebe zu ihm, Liebe, Liebe und nochmals Liebe; mit einem einzigen Akt reiner Gottesliebe ist nichts zu vergleichen. Mit welch unbegreiflicher Liebe beschenkt Gott die Seele, die Ihn aufrichtig liebt.

O glücklich die Seelen, an denen Er schon hier auf Erden sein Wohlgefallen hat - das sind die kleinen, demütigen Seelen. Die große Herrlichkeit Gottes, die ich erkannte, wird von jenen, die im Himmel sind, gepriesen, je nach der Stufe der Gnade und der Rangordnung, in der sie eingeteilt sind. Als ich diese Macht und Größe Gottes sah, wurde meine Seele nicht von Schauer durchdrungen, auch nicht von Angst, nein - überhaupt nicht.

Meine Seele wurde von Frieden und Liebe erfüllt. Je mehr ich Gottes Größe erkenne, desto mehr freut es mich, das Gott so ist. Auch seine Größe freut mich unendlich und auch, dass ich so klein bin; weil ich so klein bin, trägt mich Gott in seiner Hand und hält mich an seinem Herzen.

O mein Gott, wie leid tun mir die Menschen, die nicht an das ewige Leben glauben; ich bete so sehr für sie, damit auch sie von einem Strahl der Barmherzigkeit erfasst werden und Gott sie an sein väterlicheres Herz ziehen möge.”
Niemals kann die Schrecklichkeit der Hölle in Worten geschildert oder in Bildern wiedergegeben werden. Das Bild erinnert an die Stelle in der Heiligen Schrift, "wo der Wurm nicht stirbt" (Mk 9,48)

Ende Oktober 1936 musste Schwester Faustine in die Hölle, zum Ort des Grauens hinabsteigen, um davon zu berichten. Sie schreibt in ihr Tagebuch:

“Heute wurde ich durch einen Engel in die Abgründe der Hölle geführt. Das ist ein Ort großer Qual; seine Ausdehnung ist entsetzlich groß.

Die Arten der Qual, die die Hölle ausmacht, ist der Verlust Gottes;

die zweite - der ständige Gewissensvorwurf,

die dritte - dass sich dieses Los niemals mehr ändert;

die vierte - ist das Feuer, das die Seele durchdringt, ohne sie zu zerstören; das ist eine schreckliche Qual; es ist ein Feuer von Gottes Zorn entzündet.

Die fünfte Qual - ist die ständige Finsternis und ein furchtbarer Gestank. Obgleich es dunkel ist, sehen sich die Teufel und die verdammten Seelen gegenseitig; sie sehen alles Böse anderer und auch ihr eigenes.

Die sechste Qual - ist die unablässige Qual - ist die furchtbare Verzweiflung, der Hass gegen Gott, die Lästerung, Verfluchungen und Schmähungen. Das sind Qualen, die alle Verdammten gemeinsam erleiden, doch das ist noch nicht das Letzte.

Es gibt noch besondere Qualen für die Seelen, nämlich Qualen der Sinne. Womit die einzelne Seele gesündigt hat, damit wird sie auf furchtbare, nicht zu beschreibende Weise gepeinigt. Es gibt schreckliche Höhlen und Abgründe der Peinigung, wo sich eine Qual von der anderen unterscheidet.

Angesichts dieser entsetzlichen Pein wäre ich gestorben, hätte mich nicht die Allmacht Gottes erhalten.

Der Sünder soll wissen, dass er mit den Sinnesorgan, mit dem er sündigt, die ganze Ewigkeit lang gepeinigt werden wird.

Ich schreibe darüber auf Gottes Befehl, damit keine Seele sich ausreden kann, dass es die Hölle nicht gibt, oder auch, dass dort niemand war und man nicht weiß, wie es dort ist.

Was ich niedergeschrieben habe, ist ein schwacher Schatten der Dinge, dort sind meistens Seelen, die nicht an die Hölle geglaubt hatten!"

von 07.04.2014 09:39

07.04.Johannes Baptist de la Salle
1651 - 1719 Priester Ordensgründer


Der Apostel Paulus sagt: Gott hat in seiner Kirche Apostel, Propheten und Lehrer bestellt (vgl. 1Kor 12,28). Ihr Lehrer, seid überzeugt, dass Gott auch euch in euer Amt eingesetzt hat. Es ist ein großes Geschenk Gottes, das euch zu einer so heiligen Aufgabe berufen hat. Möge daher eure Sorgfalt und euer Eifer die Schüler bewegen. Mögen sie fühlen, dass Gott sie durch euch ermahnt.

Johannes Baptist de la Salle wurde im Jahr 1651 in Reims geboren. Nach seiner Weihe zum Priester im Jahr 1678 wurde er zum Domherrn der Kathedrale von Reims ernannt. Weil ihn das Leid der Kinder der Armen rührte, gab er seinen ehrenvollen und auch finanziell sehr einträglichen Posten auf und gründete 1679 eine kostenlose Schule für Knaben.
Er erkannte die Bedeutung einer guten Lehrerbildung für den Unterricht und die Erziehung junger Menschen. Daher begann er, Lehrer in sein Haus einzuladen. Daraus entstand der Orden der "Brüder der christlichen Schulen" (Schulbrüder), der auch heute noch in vielen Ländern in der Erziehung tätig ist.

De La Salle ging neue Wege. Sein Erziehungsprogramm war auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Jugendlichen ausgerichtet Statt Latein wurde das Französische als Unterrichtssprache verwendet. Eine entscheidende Errungenschaft seiner Schulen war, dass der Einzelunterricht durch den gemeinsamen Unterricht abgelöst wurde. Was für uns heute selbstverständlich erscheint, war damals etwas Neues. Wenn ein Schüler liest, sollen alle anderen zuhören und in ihrem Buch mitlesen. Wenn der Lehrer einen Schüler verbessert, können alle daraus etwas lernen.
Die "Herzen der Kinder" sollten die Brüder gewinnen und ihnen mit der Strenge eines Vaters und der Liebe einer Mutter begegnen. Vor allem sollten sie selbst ausführen, was sie von anderen verlangten.
De La Salle starb am Karfreitag, dem 7. April 1719, in Rouen.
Im Jahr 1900 wurde er heilig gesprochen und zum Patron des Lehrerstandes erklärt.

von 06.04.2014 07:44

Gruß an das hlst. Herz-Jesu

Lass mich, Gottesherz, dir singen,

Frohen Herzensgruß dir bringen.

Dich voll Jubel zu umfangen,

Sehnt mein Herz sich voll Verlangen.

Lass Zwiesprach` halten mich mit dir.



Welche Lieb` hat dich bezwungen!

Welcher Schmerz hat dich durchdrungen,

Als du ganz dich hast enteignet

Und uns liebend zugeeignet,

Dass nicht dem Tod erlägen wir.



O wie bitter, ohne Milde,

War der Tod, der herzlos wilde,

Der das Heiligtum erstrebte,

Drin des Weltalls Leben lebte,

Dich treffend, Herz voll Süßigkeit.



Bei dem Tod, den meinetwegen

Liebevoll du nahmst entgegen,

Richt auf dich all mein Verlangen,

All mein Hoffen, all mein Bangen:

Nichts andres wünsch` ich weit und breit.



Durch mein Herz und meine Seele,

Voll von Sünde, Schuld und Fehle,

Möge deine Liebe dringen;

Tiefe Wunden wird sie bringen

Dem, der in Liebe dich umfängt.



Wasche, heile und erhelle

Und befrucht` mich mit der Quelle,

Die, der Seite einst entquollen,

Ward zum Strom, zum gnadenvollen,

Als dich die Lanze hart bedrängt.



Öffne dich gleich einer Rose,

Duftend aus dem Blätterschoße,

Und vereine meinem Herzen

Deinen Duft und deine Schmerzen.

Wer liebt, was muss der leiden nicht?



Weiß nicht, was er soll beginnen,

in Schranken nicht die Sinnen.

Hält Liebe kennt nicht Maß im Werben;

Tausendfachen Tod zu sterben,

Das scheut die echte Liebe nicht.



„Lebe, lebe!“ Laut ich flehe,

Meine Lieb` ich dir gestehe,

Süßes Herz! Zu meinem wende

Dich, dass dir es ganz sich spende,

Dir zugetan mit treuer Brust.



Dass in deiner Lieb` es lebe,

Nie in dumpfem Schlummer schwebe,

Dass zu dir es bete, weine,

Leb` in deinem Duft und Scheine,

Allzeit genießend deine Lust.



Herzensrose, lieblich breite

Deinem Duft in Näh` und Weite,

Öffne dich mit zarten Schwingen,

Lass zu mir den Balsam dringen,

Dass auch mein Herz sich dran erfreu`.



Zieh mein Herz zu deinem Herzen,

Dass, geheilt in Reueschmerzen,

Es nicht bleib` in ferner Weite;

Schließ es ein in deine Seite,

Dass es in dir sich finde neu.



Lass es ruhen da und weilen;

Sieh! Es möchte` dein Leben teilen;

Glühend will es dich empfinden,

Will zu dir den Eingang finden,

Dass liebevoll ich denke dein.



Du, die Seligkeit der Deinen,

Lass auch mich dir ganz vereinen,

Lass mich eingehen in dein Leben,

Wolle nicht mir widerstreben,

O schließe in dein Herz mich ein!

von 03.04.2014 17:08

Gebrauche oft geweihtes Wasser! Ein Trost für die Armen Seelen
Das Weihwasser, mit Glauben und Vertrauen gebraucht, ist überaus segensreich für Leib und Seele und ebenso hilfreich für die Seelen im Fegefeuer. Der Priester weiht das Wasser im Namen und als Stellvertreter der heiligen Kirche, deren Gebet der göttliche Heiland immer mit Wohlgefallen aufnimmt und erhört.

Wenn man daher mit Weihwasser entweder sich, eine gegenwärtige oder abwesende Person besprengt, so steigt gleichsam von neuem das Gebet der Kirche zum Himmel und zieht Gnaden auf jene Personen herab, die mit geweihtem Wasser besprengt werden. Das Weihwasser verscheucht die Gewalt der bösen Geister. Die oben genannten Wirkungen treten auch ein, wenn man den Armen Seelen das Weihwasser spendet. Es ist eine wirkliche Hilfsquelle für die Armen Seelen.

Das andächtige Nehmen von Weihwasser ist oft von größerer Wirkung als ein langes Gebet, denn unser Gebet ist leider oft recht lau und zerstreut. Anders aber verhält es sich mit dem Gebet der Kirche. Dieses gefällt Gott jeden Augenblick, an jedem Ort, von dem immer es im Namen der Kirche Ihm dargebracht wird. Darum sehnen sich die Armen Seelen so sehr nach dem Weihwasser. Könnten wir ihr Seufzen und Flehen nach einem Tropfen geweihten Wasser hören, wahrscheinlich, wir würden uns bestreben, sie morgens und abends und auch öfters tagsüber damit zu erquicken.

Im Augeblick, wo wir den Armen Seelen etwas zugute kommen lassen, heben sich ihre Hände dankbar bittend zum Himmel, und Gott erhört bereitwillig ihr Flehen und sendet Seine Gnade in überreichem Maße über ihre Helfer. Ein Christ sollte nie auf längere Zeit das Zimmer oder die Wohnung verlassen, ohne das Weihwasser zu nehmen in dreifacher Absicht: für sich und seine Angehörigen, damit der Heiland sie vor allem Schaden des Leibes und der Seele bewahre; für die sterbenden Sünder, damit Gott ihnen noch in der letzten Stunde die Bekehrung gewähre, und für die Armen Seelen im Reinigungsort.

Täglich sind wir Seelengefahren ausgesetzt und brauchen Gnade und Hilfe. Eines der leichtesten und wirksamsten Mittel, die Angriffe des bösen Feindes erfolgreich zurückzuschlagen, ist der andächtige, öftere Gebrauch des Weihwassers. Wenn wir dieses mit gläubigem Herzen nehmen, sendet uns der Erlöser Hilfe, Trost und Kraft, um das Gute zu tun und das Böse meiden zu können.


Eine Bußandacht ist eine gute Vorbereitung zur Beichte, aber kein Ersatz für diese persönliche, sakramentale Beichte!
Das Wunder der heiligen Beichte - ich spreche dich los
Die Voraussetzung für eine gültige Beichte ist ein umfangreiches, vollständiges und reumütiges Schuldbekenntnis während eines Gesprächs unter vier Augen mit einem Beichtvater. (die sogenannte Ohrenbeichte).

In der römisch-katholischen Kirche ist sie eines der sieben Sakramente (Bußsakrament).
Der Beichtstuhl ist das vorgezogene Gericht auf Erden, er ist das, vor dem Jüngsten Tag, und ist mit einem dementsprechend ernsthaften Charakter zu betreten!
In diesem Gericht wird in der Regel die ewige Strafe, die das Resultatder Todsünde ist, durch die Erlösungstat unseres Herrn Jesus Christus und durch die Bezahlung durch ihn am Kreuz, in eine zeitliche gewandelt.
Diese zeitliche Strafe wird anteilsmäßig vom Beichtenden selbst bezahlt, durch die Buße. Die Buße wird zum Teil in diesem Leben, zum Teil im Fegfeuer abgebüßt werden müssen, bevor die Seele zu Gott ins ewige Reich eingehen kann. Der Anteil, der von der Seele selbst zu bezahlen ist [hier durch hl. Messen, Gebet und guten Werken, dort – im Fegefeuer – durch Leiden], bestimmt Gott in seinem ewigen Ratschluss und aus der Abwägung zum Vergehen gegen sein göttliches Gesetz.

Beichtspiegel

Beichtspiegel: Habe ich bei der letzten Beichte eine Sünde vergessen oder verschwiegen?


Sünden gegen die 10 Gebote Gottes
1. Gebet
tägliche Gebete unterlassen – unandächtig gebetet – etwas gesprochen oder getan gegen den Gottesglauben oder die Religion – mich geschämt, den Glauben zu bekennen – abergläubisch gewesen

2. Heilige Namen
heilige Namen leichtfertig ausgesprochen – geflucht – sündhaft geschworen – Gelübde nicht gehalten

3. Sonntage
an Sonntagen schwere Arbeiten verrichtet – die heilige Messe leichtsinnig versäumt (wie oft) - beim Gottesdienst unandächtig

4. Eltern
ungehorsam gegen die Eltern – unaufrichtig – lieblos gegen sie – die Eltern missachtet

5. Leben

Haß auf andere – anderen am Leben geschadet – sich selbst am Leben geschadet durch Unvorsichtigkeit, Unmäßigkeit oder dgl. – andere zum Bösen verleitet – Tiere gequält

6. Unschuld
etwas gedacht, gesprochen, getan, was die Unschuld verletzt

7. Fremdes Gut

etwas weggenommen (schon zurückgegeben?) – jemandem Schaden zugefügt (wieder gutgemacht?) – jemanden betrogen – Schulden nicht bezahlt – Gefundenes behalten

8. Ehre, Wahrheit
anderen Böses nachgeredet – sie verleumdet – andere beschimpft – gelogen

9. u. 10. Begierde
etwas Böses beabsichtigt

Kirchengebote: An Feiertagen die hl. Messe leitsinnig, ganz oder teilweise versäumt – an Feiertagen schwer gearbeitet oder arbeiten lassen – an Freitagen ohne Not Fleisch gegessen – das 40 tägige Fasten, die Quatemberfasten, die Vigilfasten nicht gehalten – zur österlichen Zeit die hl. Sakramente nicht empfangen – zur verbotenen Zeit getanzt -


Hauptsünden: Stolz, Neid, Geiz, Zorn, unmäßig, träge

Standespflichten: Berufspflichten vernachlässigt



Voraussetzung für eine gute Beichte:

•Die rechte Beichtabsicht
•Das Vorbereitungsgebet



Die fünf Stücke für die gnadenreiche Beichte:

•Gewissenserforschung
•Gute und tiefe Reue
•Guter Vorsatz
•Ehrliche Bekennen der Sünden
•Buße und Genugtuung


Jede Sünde zieht nach der Beichte auch eine zeitliche Strafe nach sich. Mit dem Ablass tilgen wir die Strafe für Sünden die uns in der Beichte schon vergeben wurden. Der Ablass ist der vor Gott gültige Nachlass zeitlicher Strafen, die hier oder im Jenseits noch abzubüßen sind. Durch den Ablass werden einem selbst oder den armen Seelen im Fegefeuer, Anteile aus dem Gnadenschatz (Kirchenschatz) zugewendet, den Jesus, Maria und die Heiligen für uns errungen haben. Durch den Ablass kann die Zeit der Läuterung im Fegefeuer für uns selbst oder für andere verkürzt werden, oder es kann sogar erreicht werden, dass man gar nicht ins Fegefeuer kommt.


Der Ablass ist Heilung


Ein Vollablass kann nur gewonnen werden, wenn 5 Bedingungen erfüllt sind:


•Bußwerk (Wallfahrt / Weg zur Kirche)
•Beichte **
•Abkehr von jeder Sünde (Bereuen der Sünden)
•Kommunionsempfang
•Gebet auf Meinung für den Heiligen Vater (Glaubensbekenntnis, Vater unser ..,

Gegrüßet seist du Maria ….., Ehre sei dem Vater ...)





(**Nur die Beichte kann 14 Tage vor oder nach dem Kirchenbesuch erfüllt werden, die anderen Bedingungen müssen am gleichen Tag der Ablassgewinnung erfüllt werden. Der Ablass, kann auch für Verstorbene gewonnen oder den Armen Seelen geschenkt werden. Es ist nur möglich einen Ablass pro Tag zu gewinnen!)



Ablassgewinnung:
Urbi et Orbi lat.:( „der Stadt und dem Erdkreis“) der Segen des Papstes, den dieser in besonders feierlicher Form zu Ostern und zu Weihnachten erteilt.
Mit dem Segen Urbi et Orbi ist nach katholischer Lehre allen, die ihn hören oder sehen und die guten Willens sind, ein vollkommener Ablass ihrer Sündenstrafe gewährt. Seit 1967 kann der Segen auch über Radio, seit 1985 über das Fernsehen und seit 1995 sogar über das Internet gültig empfangen werden.

Bei der Kreuzwegandacht, kann auch ein vollkommener Ablass gewonnen werden.



(Allerseelen) von 1. bis 8. November kann täglich ein vollkommener Ablass für Verstorbene beim Besuch einer Kirche, öffentlichen Kapelle oder eines Friedhofs mit Gebet für die Verstorbenen gewonnen werden. Bleibt eine der 5 Bedingungen unerfüllt, ist es ein Teilablass für die Verstorbenen.

Teilablässe für die Armen Seelen sind auch durch viele Ablass-Gebete zu gewinnen:z.B. Das Gedenke – Gebet zu lieben Frau (Wenn dieses Gebet einmal gebetet wird, bewirkt es einen Ablass von 3 Jahren für eine Seele im Fegefeuer . Wenn dieses Gebet einen Monat lang täglich gebetet wird, bewirkt es einen vollständigen Ablass für eine Seele im Fegefeuer).


Niemand, der einen Ablass gewinnt, kann diesen anderen Lebenden zuwenden!



In seiner unergründlichen Barmherzigkeit und Liebe zu den Menschen, hat Christus seiner Kirche den Barmherzigkeitssonntag [erster Sonntag nach Ostern] geschenkt, an dem der Sünder die Taufgnade wiedererlangt, das heißt, erlass aller Schuld und Strafen, unter den jeweiligen Bedingungen.

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